GEN 1:1 Im Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde.
GEN 1:2 Es war aber die Erde wste und leer und Finsternis lag auf dem 
Ozean und der Geist Gottes schwebte ber dem Gewsser.
GEN 1:3 Da sprach Gott: Es werde Licht! Und es ward Licht.
GEN 1:4 Und Gott sah, da das Licht gut war, und Gott trennte das Licht 
von der Finsternis.
GEN 1:5 Und Gott nannte das Licht Tag, die Finsternis aber nannte er 
Nacht. Und es wurde Abend und wurde Morgen, der erste Tag.
GEN 1:6 Da sprach Gott: Es werde ein Veste inmitten der Gewsser und bilde 
eine Scheidewand zwischen den verschiedenen Gewssern. Und es geschah so.
GEN 1:7 Da machte Gott die Veste als eine Scheidewand zwischen den 
Gewssern unterhalb der Veste und den Gewssern oberhalb der Veste.
GEN 1:8 Und Gott nannte die Veste Himmel. Und es wurde Abend und wurde 
Morgen, der zweite Tag.
GEN 1:9 Da sprach Gott: Es sammle sich das Wasser unterhalb des Himmels an 
einen Ort, so da das Trockene sichtbar wird. Und es geschah so.
GEN 1:10 Und Gott nannte das Trockene Erde, die Ansammlung der Gewsser 
aber nannte er Meer. Und Gott sah, da es gut war.
GEN 1:11 Da sprach Gott: Die Erde lasse junges Grn sprossen, 
samentragende Pflanzen und Fruchtbume, welche je nach ihrer Art Frchte 
auf Erden erzeugen, in denen sich Same zu ihnen befindet. Und es geschah 
so.
GEN 1:12 Da lie die Erde junges Grn aufgehen, samentragende Pflanzen je 
nach ihrer Art und Bume, welche Frchte trugen, in denen sich Same zu 
ihnen befand, je nach ihrer Art. Und Gott sah, da es gut war.
GEN 1:13 Und es wurde Abend und wurde Morgen, der dritte Tag.
GEN 1:14 Da sprach Gott: Es sollen Leuchten entstehen an der Veste des 
Himmels, um den Tag und die Nacht von einander zu trennen, und sie sollen 
dienen zu Merkzeichen und zur Bestimmung von Zeitrumen und Tagen und 
Jahren.
GEN 1:15 Und sie sollen dienen als Leuchten an der Veste des Himmels, um 
die Erde zu beleuchten. Und es geschah so.
GEN 1:16 Da machte Gott die beiden groen Leuchten: die groe Leuchte, 
damit sie bei Tage die Herrschaft fhre, und die kleine Leuchte, damit sie 
bei Nacht die Herrschaft fhre, dazu die Sterne.
GEN 1:17 Und Gott setzte sie an die Veste des Himmels, damit sie die Erde 
beleuchteten
GEN 1:18 und ber den Tag und ber die Nacht herrschten und das Licht und 
die Finsternis von einander trennten. Und Gott sah, da es gut war.
GEN 1:19 Und es wurde Abend und wurde Morgen, der vierte Tag.
GEN 1:20 Da sprach Gott: Es wimmle das Wasser von Gewimmel lebendiger 
Wesen, und Vgel sollen ber der Erde hinfliegen an der Veste des Himmels.
GEN 1:21 Da schuf Gott die groen Seetiere und alle die lebenden Wesen, 
die sich herumtummeln, von denen das Wasser wimmelt, je nach ihrer Art, 
dazu alle geflgelten Tiere je nach ihrer Art. Und Gott sah, da es gut 
war.
GEN 1:22 Da segnete sie Gott und sprach: Seid fruchtbar und mehrt euch und 
bevlkert das Wasser im Meer, und auch die Vgel sollen sich mehren auf 
Erden.
GEN 1:23 Und es wurde Abend und wurde Morgen, der fnfte Tag.
GEN 1:24 Da sprach Gott: Die Erde bringe hervor lebendige Wesen je nach 
ihrer Art, Vieh und kriechende Tiere und wilde Tiere je nach ihrer Art. 
Und es geschah so.
GEN 1:25 Da machte Gott die wilden Tiere je nach ihrer Art und das Vieh 
nach seiner Art und alle Tiere, die auf dem Boden kriechen, je nach ihrer 
Art. Und Gott sah, da es gut war.
GEN 1:26 Da sprach Gott: Lat uns Menschen machen nach unserem Bilde, uns 
hnlich, und sie sollen herrschen ber die Fische im Meer und ber die 
Vgel am Himmel und ber das Vieh und ber alle wilden Tiere und ber 
alles Gewrm, das auf der Erde umherkriecht.
GEN 1:27 Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde - nach dem Bilde 
Gottes schuf er ihn; als Mann und Weib schuf er sie.
GEN 1:28 Da segnete sie Gott, und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und 
mehrt euch und bevlkert die Erde und macht sie euch unterthan und 
herrscht ber die Fische im Meer und die Vgel am Himmel und ber alles 
Getier, das sich auf Erden tummelt!
GEN 1:29 Und Gott sprach: Hiermit weise ich euch alle samentragenden 
Pflanzen an, die allenthalben auf Erden wachsen, dazu alle Bume mit 
samenhaltigen Frchten - das sei eure Nahrung!
GEN 1:30 Dagegen allen Tieren auf der Erde und allen Vgeln am Himmel und 
allem, was auf Erden kriecht, was da beseelt ist, bestimme ich alles Gras 
und Kraut zur Nahrung. Und es geschah so.
GEN 1:31 Und Gott sah, da alles, was er gemacht, sehr gut sei. Und es 
wurde Abend und wurde Morgen, der sechste Tag.
GEN 2:1 So wurden vollendet der Himmel und die Erde mit ihrem ganzen Heer.
GEN 2:2 Und Gott vollendete am siebenten Tage sein Werk, das er gemacht 
hatte, und ruhte am siebenten Tage von all seinem Werk, das er gemacht 
hatte.
GEN 2:3 Und Gott segnete den siebenten Tag und erklrte ihn fr heilig, 
weil er an ihm geruht hat von all seinem Werk, das er geschaffen und 
gemacht hatte.
GEN 2:4 Das ist die Geschichte der Entstehung des Himmels und der Erde, 
als sie geschaffen wurden. Zur Zeit, als Jahwe Gott Erde und Himmel machte 
-GEN 2:5 es gab aber auf Erden noch gar kein Gestruch auf den Fluren und 
noch sproten keine Pflanzen auf den Fluren; denn Jahwe Gott hatte noch 
nicht regnen lassen auf die Erde, und Menschen waren noch nicht da, um den 
Boden zu bebauen;
GEN 2:6 es stieg aber ein Nebel von der Erde auf und trnkte die ganze 
Oberflche des Erdbodens -GEN 2:7 da bildete Jahwe Gott den Menschen aus 
Erde vom Ackerboden und blies in seine Nase Lebensodem; so wurde der 
Mensch ein lebendiges Wesen.
GEN 2:8 Hierauf pflanzte Jahwe Gott einen Garten in Eden im fernen Osten 
und setzte dorthin den Menschen, den er gebildet hatte.
GEN 2:9 Und Jahwe Gott lie allerlei Bume aus dem Boden emporwachsen, die 
lieblich anzusehen und deren Frchte wohlschmeckend waren, und den Baum 
des Lebens mitten im Garten und den Baum der Erkenntnis des Guten und 
Bsen.
GEN 2:10 Und ein Strom ging aus von Eden, den Garten zu bewssern; alsdann 
teilte er sich und zwar in vier Arme.
GEN 2:11 Der erste heit Pison; das ist der, welcher das ganze Land Havila 
umfliet, woselbst sich das Gold findet.
GEN 2:12 Und das Gold dieses Landes ist vortrefflich; dort finden sich 
auch Bedolachharz und Schohamsteine.
GEN 2:13 Und der zweite Strom heit Gihon; das ist der, welcher das ganze 
Land Kusch umfliet.
GEN 2:14 Und der dritte Strom heit Hiddekel; das ist der, welcher auf der 
Vorderseite von Assur fliet; und der vierte Strom, das ist der Euphrat.
GEN 2:15 Da nahm Jahwe Gott den Menschen und setzte ihn in den Garten 
Eden, ihn zu bebauen und zu bewachen.
GEN 2:16 Und Jahwe Gott gebot dem Menschen und sprach: Von allen Bumen 
des Gartens kannst du nach Belieben essen;
GEN 2:17 aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bsen - von dem 
darfst du nicht essen; denn sobald du von ihm issest, mu du sterben!
GEN 2:18 Und Jahwe Gott sprach: Es ist nicht gut fr den Menschen, da er 
allein sei; ich will ihm einen Beistand schaffen, wie er fr ihn pat.
GEN 2:19 Da bildete Jahwe Gott aus der Erde alle Tiere des Feldes und alle 
Vgel des Himmels und brachte sie zum Menschen, um zu sehen, wie er sie 
benennen wrde; und ganz, wie der Mensch sie, die lebendigen Wesen, 
benennen wrde, so sollten sie heien.
GEN 2:20 Da gab der Mensch allem Vieh und allen Vgeln des Himmels und 
allen Tieren des Feldes Namen; aber fr einen Menschen fand er keinen 
Beistand, der fr ihn gepat htte.
GEN 2:21 Da lie Jahwe Gott einen tiefen Schlaf auf den Menschen fallen; 
und als er entschlafen war, nahm er eine von seinen Rippen und fllte ihre 
Stelle mit Fleisch aus.
GEN 2:22 Alsdann gestaltete Jahwe Gott die Rippe, die er von dem Menschen 
genommen hatte, zu einem Weibe und brachte sie zu dem Menschen.
GEN 2:23 Da sprach der Mensch: Diese endlich ist Gebein von meinem Gebein 
und Fleisch von meinem Fleisch; die soll Mnnin heien, denn einem Mann 
ist sie entnommen!
GEN 2:24 Darum verlt einer seinen Vater und seine Mutter, um seinem 
Weibe anzuhangen, so da sie zu einem Leibe werden.
GEN 2:25 Und sie waren beide nackt, der Mensch und sein Weib, und schmten 
sich nicht vor einander.
GEN 3:1 Die Schlange jedoch war listig, wie kein anderes unter den Tieren 
des Feldes, welche Jahwe Gott gemacht hatte, und sie sprach zu dem Weibe: 
Hat Gott wirklich gesagt: Ihr drft von keinem der Bume des Gartens essen?
GEN 3:2 Da sprach das Weib zu der Schlange: Von den Frchten der Bume des 
Gartens drfen wir essen.
GEN 3:3 Aber von den Frchten des Baums, der mitten im Garten steht, - von 
denen hat Gott gesagt, drft ihr nicht essen und drft sie nicht anrhren, 
sonst mt ihr sterben!
GEN 3:4 Da sprach die Schlange zum Weibe: Ihr werdet ganz gewi nicht 
sterben;
GEN 3:5 sondern Gott wei gar wohl: sobald ihr davon et, da werden euch 
die Augen aufgethan, da ihr werdet, wie Gott, erkennend Gutes und Bses.
GEN 3:6 Da nun das Weib sah, da der Baum gut zum Essen und eine Lust fr 
die Augen und da der Baum begehrenswert sei, um durch ihn klug zu werden, 
da nahm sie von seinen Frchten und a und gab auch ihrem Manne, der bei 
ihr war, und er a.
GEN 3:7 Da wurden ihrer beiden Augen aufgethan und sie wurden gewahr, da 
sie nackt seien; da nhten sie Feigenbltter zusammen und machten sich 
Schrze.
GEN 3:8 Als sie nun die Tritte Jahwes Gottes hrten, der in der Abendkhle 
im Garten wandelte, da suchte sich der Mensch mit seinem Weibe vor Jahwe 
Gott zu verstecken unter den Bumen des Gartens.
GEN 3:9 Da rief Jahwe Gott den Menschen an und sprach zu ihm: Wo bist du?
GEN 3:10 Da sprach er: Ich hrte deine Tritte im Garten; da frchtete ich 
mich, weil ich nackt bin, und versteckte mich.
GEN 3:11 Da sprach er: Wer hat dir verraten, da du nackt bist? Hast du 
von dem Baume, von dem zu essen ich dir verboten habe, doch gegessen?
GEN 3:12 Da sprach der Mensch: Das Weib, das du mir beigesellt hast, die 
gab mir von dem Baume und ich a.
GEN 3:13 Da sprach Jahwe Gott zu dem Weibe: Was hast du gethan! Das Weib 
sprach: Die Schlange verfhrte mich, da ich a.
GEN 3:14 Da sprach Jahwe Gott zur Schlange: Weil du solches gethan hast, 
sollst du verflucht sein unter allem Vieh und unter allen Tieren des 
Feldes: auf deinem Bauche sollst du kriechen und Erde fressen dein Leben 
lang!
GEN 3:15 Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und dem Weibe und 
zwischen deinem Samen und ihrem Samen; er wird dir den Kopf zermalmen und 
du wirst ihm die Ferse zermalmen.
GEN 3:16 Zum Weibe aber sprach er: Ich will dir viel Mhsal bereiten mit 
Schwangerschaften; mit Schmerzen sollst du Kinder gebren. Und nach deinem 
Manne wirst du verlangen, er aber soll Herr sein ber dich!
GEN 3:17 Und zum Menschen sprach er: Weil du der Stimme deines Weibes 
gehorcht und von dem Baume gegessen hast, von dem ich dir gebot und 
sprach: Du sollst nicht von ihm essen! so soll nun der Acker verflucht 
sein um deinetwillen; unter Mhsal sollst du dich von ihm nhren dein 
Leben lang.
GEN 3:18 Dornen und Gestrpp soll er dir tragen; und du sollst das Kraut 
des Feldes essen.
GEN 3:19 Im Schweie deines Angesichts sollst du dein Brod essen, bis du 
zum Erdboden zurckkehrst, denn ihm bist du entnommen. Denn Erde bist du 
und zu Erde mut du wieder werden!
GEN 3:20 Und der Mensch gab seinem Weibe den Namen Eva, denn sie wurde die 
Stammutter aller Lebendigen.
GEN 3:21 Und Jahwe Gott machte dem Menschen und seinem Weibe Rcke von 
Fell und zog sie ihnen an.
GEN 3:22 Und Jahwe Gott sprach: Frwahr, der Mensch ist geworden wie 
unsereiner, indem er Gutes und Bses erkennt; da er nunmehr nur nicht 
etwa seine Hand ausstreckt und auch von dem Baume des Lebens nimmt und it 
und ewiglich lebt!
GEN 3:23 Da entfernte ihn Jahwe Gott aus dem Garten Eden, damit er den 
Boden bebaue, dem er entnommen war.
GEN 3:24 Da trieb er den Menschen aus und lie stlich vom Garten Eden die 
Kerube sich lagern und die Flamme des zuckenden Schwerts, um den Weg zum 
Baume des Lebens zu bewachen.
GEN 4:1 Der Mensch aber wohnte seinem Weibe Eva bei; da wurde sie 
schwanger und gebar den Kain und sprach: Einen Menschen habe ich erhalten 
mit Hilfe Jahwes.
GEN 4:2 Hierauf gebar sie abermals, den Abel, seinen Bruder; und Abel 
wurde ein Schafhirt, Kain aber ein Ackerbauer.
GEN 4:3 Und nach Verlauf einiger Zeit brachte Kain Jahwe ein Opfer von den 
Frchten des Ackers;
GEN 4:4 Abel aber brachte gleichfalls Opfer von den Erstlingen seiner 
Herde und zwar von ihrem Fett. Und Jahwe schaute mit Wohlgefallen auf Abel 
und sein Opfer;
GEN 4:5 auf Kain aber und sein Opfer schaute er nicht. Da wurde Kain sehr 
ergrimmt und es senkte sich sein Antlitz.
GEN 4:6 Da sprach Jahwe zu Kain: Warum bist du ergrimmt und warum senkt 
sich dein Antlitz?
GEN 4:7 Ist's nicht also: wenn du recht handelst, so kannst du dein 
Antlitz frei erheben; wenn du aber nicht recht handelst, so lauert die 
Snde vor der Thr und nach dir geht ihr Verlangen, du aber sollst Herr 
werden ber sie!
GEN 4:8 Da sagte Kain zu seinem Bruder Abel: La uns aufs Feld gehen! und 
als sie auf dem Felde waren, da griff Kain seinen Bruder Abel an und 
schlug ihn tot.
GEN 4:9 Da sprach Jahwe zu Kain: Wo ist dein Bruder Abel? Er aber sprach: 
ich wei nicht; bin ich etwa der Hter meines Bruders?
GEN 4:10 Da sprach er: Was hast du gethan! Horch, das Blut deines Bruders 
schreit zu mir vom Erdboden her!
GEN 4:11 Und nun - verflucht sollst du sein, fortgetrieben von dem Boden, 
der seinen Mund aufgethan hat, um das Blut deines Bruders von deiner Hand 
in Empfang zu nehmen.
GEN 4:12 Wenn du den Boden bebaust, soll er dir keinen Ertrag mehr geben; 
unstt und flchtig sollst du sein auf Erden!
GEN 4:13 Da sprach Kain zu Jahwe: Unertrglich sind die Folgen meiner 
Verschuldung.
GEN 4:14 Du treibst mich jetzt hinweg vom Ackerland, und vor deinem 
Angesicht mu ich mich verbergen und mu unstt und flchtig sein auf 
Erden, und wer mich irgend antrifft, wird mich totschlagen.
GEN 4:15 Da sprach Jahwe zu ihm: Ebendarum soll, wer Kain erschlgt, 
siebenfltiger Rache verfallen.
GEN 4:16 Und Jahwe bestimmte ein Zeichen fr Kain, damit ihn nicht 
erschlge, wer ihn irgend trfe. Da zog Kain hinweg vom Angesicht Jahwes 
und nahm seinen Aufenthalt im Lande Nod stlich von Eden.
GEN 4:17 Und Kain wohnte seinem Weibe bei; da wurde sie schwanger und 
gebar den Henoch. Er erbaute aber eine Stadt und benannte die Stadt nach 
dem Namen seines Sohnes Henoch.
GEN 4:18 Dem Henoch aber wurde Irad geboren und Irad erzeugte den Mehujael 
und Mehujael erzeugte den Methusael und Methusael erzeugte den Lamech.
GEN 4:19 Lamech aber nahm sich zwei Weiber; die eine hie Ada, die andere 
Zilla.
GEN 4:20 Und Ada gebar den Jabal; der wurde der Stammvater der 
Zeltbewohner und Viehzchter.
GEN 4:21 Sein Bruder aber hie Jubal; dieser wurde der Stammvater aller 
derer, die sich mit Zither und Schalmei befassen.
GEN 4:22 Und Zilla gebar ebenfalls, nmlich den Thubalkain, den Stammvater 
aller derer, die Erz und Eisen bearbeiten; die Schwester des Thubalkain 
aber war Naama.
GEN 4:23 Da sprach Lamech zu seinen Weibern: Ada und Zilla, hrt meine 
Rede; ihr Weiber Lamechs, vernehmt meinen Spruch! Einen Mann erschlage ich 
fr meine Wunde und einen Jngling fr meine Strieme.
GEN 4:24 Wird siebenfltig Kain gercht, so Lamech siebenundsiebzigmal!
GEN 4:25 Und Adam wohnte abermals seinem Weibe bei; da gebar sie einen 
Sohn und nannte ihn Seth. Denn Gott hat mir, sprach sie, andere 
Nachkommenschaft gesetzt an Stelle Abels, weil ihn Kain erschlagen hat.
GEN 4:26 Und auch dem Seth wurde ein Sohn geboren, den nannte er Enos. 
Damals fing man an, den Namen Jahwes anzurufen.
GEN 5:1 Dies ist das Buch ber die Nachkommen Adams. Als Gott den Adam 
erschuf, da erschuf er ihn Gott hnlich;
GEN 5:2 als Mann und Weib erschuf er sie und er segnete sie und gab ihnen 
den Namen Mensch damals, als sie geschaffen wurden.
GEN 5:3 Als nun Adam 130 Jahre alt war, erzeugte er einen Sohn, der ihm 
glich als sein Abbild, und gab ihm den Namen Seth.
GEN 5:4 Nach der Erzeugung des Seth aber lebte Adam noch 800 Jahre und 
erzeugte Shne und Tchter.
GEN 5:5 Und die ganze Lebensdauer Adams, die er durchlebte, betrug 930 
Jahre; sodann starb er.
GEN 5:6 Als nun Seth 105 Jahre alt war, erzeugte er den Enos.
GEN 5:7 Nach der Erzeugung des Enos aber lebte Seth noch 807 Jahre und 
erzeugte Shne und Tchter.
GEN 5:8 Und die ganze Lebensdauer Seths betrug 912 Jahre; sodann starb er.
GEN 5:9 Als nun Enos 90 Jahre alt war, erzeugte er den Kenan.
GEN 5:10 Nach der Erzeugung Kenans aber lebte Enos noch 815 Jahre und 
erzeugte Shne und Tchter.
GEN 5:11 Und die ganze Lebensdauer des Enos betrug 905 Jahre; sodann starb 
er.
GEN 5:12 Als nun Kenan 70 Jahre alt war, erzeugte er den Mahalalel.
GEN 5:13 Nach der Erzeugung Mahalalels aber lebte Kenan noch 840 Jahre und 
erzeugte Shne und Tchter.
GEN 5:14 Und die ganze Lebensdauer Kenans betrug 910 Jahre; sodann starb 
er.
GEN 5:15 Als nun Mahalalel 65 Jahre alt war, erzeugte er den Jared.
GEN 5:16 Nach der Erzeugung Jareds aber lebte Mahalalel noch 830 Jahre und 
erzeugte Shne und Tchter.
GEN 5:17 Und die ganze Lebensdauer Mahalalels betrug 895 Jahre; sodann 
starb er.
GEN 5:18 Als nun Jared 162 Jahre alt war, erzeugte er den Henoch.
GEN 5:19 Nach der Erzeugung Henochs aber lebte Jared noch 800 Jahre und 
erzeugte Shne und Tchter.
GEN 5:20 Und die ganze Lebensdauer Jareds betrug 962 Jahre; sodann starb 
er.
GEN 5:21 Als nun Henoch 65 Jahre alt war, erzeugte er den Methusalah.
GEN 5:22 Nach der Erzeugung Methusalahs aber wandelte Henoch in 
Gemeinschaft mit Gott 300 Jahre und erzeugte Shne und Tchter.
GEN 5:23 Und die ganze Lebensdauer Henochs betrug 365 Jahre.
GEN 5:24 Und weil Henoch in Gemeinschaft mit Gott gewandelt hatte, so 
verschwand er einst, denn Gott hatte ihn hinweggenommen.
GEN 5:25 Als nun Methusalah 187 Jahre alt war, erzeugte er den Lamech.
GEN 5:26 Nach der Erzeugung des Lamech aber lebte Methusalah noch 782 
Jahre und erzeugte Shne und Tchter.
GEN 5:27 Und die ganze Lebensdauer Methusalahs betrug 969 Jahre; sodann 
starb er.
GEN 5:28 Als nun Lamech 182 Jahre alt war, erzeugte er einen Sohn;
GEN 5:29 den hie er Noah, indem er sprach: Dieser wird uns aufatmen 
lassen von unserer Arbeit und der Mhsal unserer Hnde, die uns verursacht 
wird von dem Boden, den Jahwe verflucht hat!
GEN 5:30 Nach der Erzeugung Noahs aber lebte Lamech noch 595 Jahre und 
erzeugte Shne und Tchter.
GEN 5:31 Und die ganze Lebensdauer Lamechs betrug 777 Jahre; sodann starb 
er.
GEN 5:32 Als nun Noah 500 Jahre alt war, erzeugte er den Sem, den Ham und 
den Japhet.
GEN 6:1 Als nun die Menschen anfingen, sich zu vermehren auf der Erde, und 
ihnen Tchter geboren wurden,
GEN 6:2 da sahen die Gottesshne, da die Tchter der Menschen gar schn 
waren, und nahmen sich zu Weibern, welche ihnen irgend gefielen.
GEN 6:3 Da sprach Jahwe: Mein Geist soll nicht ewig im Menschen walten, 
denn auch er ist Fleisch, und seine Lebensdauer betrage 120 Jahre!
GEN 6:4 Zu jener Zeit waren die Riesen auf Erden; und auch nach der Zeit, 
wo sich die Gottesshne zu den Tchtern der Menschen gesellten, und diese 
ihnen gebaren - das sind die Recken, die in grauer Vorzeit waren, die 
Hochgefeierten.
GEN 6:5 Als nun Jahwe sah, da die Bosheit der Menschen gro ward auf 
Erden und alles Dichten und Trachten ihres Herzens allezeit nur bse war,
GEN 6:6 da bereute Jahwe, da er die Menschen geschaffen hatte auf Erden, 
und war tief bekmmert.
GEN 6:7 Da sprach Jahwe: Ich will die Menschen, die ich geschaffen habe, 
hinwegtilgen von der Erde, sowohl die Menschen, als das Vieh, das Gewrm 
und die Vgel des Himmels; denn es reut mich, da ich sie geschaffen habe.
GEN 6:8 Noah aber hatte Gnade bei Jahwe gefunden.
GEN 6:9 Dies ist die Geschichte Noahs. Noah war ein frommer, unstrflicher 
Mann unter seinen Zeitgenossen; in Gemeinschaft mit Gott wandelte Noah.
GEN 6:10 Und Noah erzeugte drei Shne: Sem, Ham und Japhet.
GEN 6:11 Die Erde aber war verderbt vor dem Angesichte Gottes, und die 
Erde wurde voll von Frevel.
GEN 6:12 Da sah Gott, da die Erde arg verderbt war; denn alles Fleisch 
hatte seinen Wandel verderbt auf Erden.
GEN 6:13 Da sprach Gott zu Noah: Das Ende alles Fleisches ist bei mir 
beschlossen, denn voll ist die Erde von Frevel, den sie verben; so will 
ich sie nun von der Erde vertilgen.
GEN 6:14 Baue dir einen Kasten aus Gopherholz; mit lauter Zellen mut du 
den Kasten erbauen und ihn inwendig und auswendig mit Harz verpichen.
GEN 6:15 Und also sollst du ihn bauen: 300 Ellen betrage die Lnge des 
Kastens, 50 Ellen seine Breite und 30 Ellen seine Hhe.
GEN 6:16 Ein Fenster sollst du oben an dem Kasten machen; eine Elle weit 
sollst du es herstellen. Und den Eingang zu dem Kasten sollst du an seiner 
Seite anbringen; in drei Stockwerken mit lauter Zellen sollst du ihn 
erbauen.
GEN 6:17 Denn ich werde alsbald die Flut ber die Erde kommen lassen, um 
alles Fleisch unter dem Himmel, das lebendigen Odem in sich hat, zu 
vertilgen; alles, was auf Erden ist, soll umkommen.
GEN 6:18 Aber mit dir will ich einen Bund aufrichten, und du sollst in den 
Kasten eingehen - du und deine Shne und dein Weib und die Weiber deiner 
Shne mit dir.
GEN 6:19 Und von allem Lebendigen, von allem Fleische, sollst du je zwei 
von allen mit hineinnehmen in den Kasten, um sie samt dir am Leben zu 
erhalten; je ein Mnnchen und ein Weibchen soll es sein.
GEN 6:20 Von den Vgeln je nach ihrer Art, von dem Vieh je nach seiner 
Art, und von allem, was auf der Erde kriecht, je nach seiner Art sollen 
immer je zwei zu dir in den Kasten eingehen, damit sie am Leben bleiben.
GEN 6:21 Du aber beschaffe dir von jeder Art Speise, die genossen zu 
werden pflegt, und speichere sie bei dir auf, damit sie dir und ihnen zur 
Nahrung diene.
GEN 6:22 Da that Noah ganz, wie ihm Gott geheien hatte - so that er.
GEN 7:1 Da sprach Jahwe zu Noah: Gehe du und dein ganzes Haus hinein in 
den Kasten; denn dich habe ich rechtschaffen vor mir erfunden in diesem 
Geschlecht.
GEN 7:2 Von allen reinen Tieren nimm dir je sieben, je ein Mnnchen und 
sein Weibchen; aber von den Tieren, die nicht rein sind, je zwei, ein 
Mnnchen und sein Weibchen.
GEN 7:3 Auch von den Vgeln unter dem Himmel je sieben, ein Mnnchen und 
ein Weibchen, um auf der ganzen Erde Samen am Leben zu erhalten.
GEN 7:4 Denn in noch sieben Tagen will ich regnen lassen auf die Erde 
vierzig Tage und vierzig Nchte lang und will alles Bestehende, das ich 
gemacht habe, wegtilgen von der Erde.
GEN 7:5 Da that Noah ganz, wie ihm Jahwe geheien hatte.
GEN 7:6 Und Noah war 600 Jahre alt, als die Flut ber die Erde kam.
GEN 7:7 Da ging Noah und seine Shne und sein Weib und die Weiber seiner 
Shne mit ihm hinein in den Kasten vor den Gewssern der Flut.
GEN 7:8 Von den reinen Tieren und von den Tieren, die nicht rein sind, und 
von den Vgeln und von allem, was auf dem Boden kriecht,
GEN 7:9 gingen je zwei zu Noah in den Kasten, ein Mnnchen und ein 
Weibchen, wie Gott Noah geboten hatte.
GEN 7:10 Und nach Ablauf der sieben Tage, da kamen die Gewsser der Flut 
ber die Erde.
GEN 7:11 Im sechshundertsten Lebensjahre Noahs, im zweiten Monat, am 
siebzehnten Tage des Monats, an diesem Tage brachen auf alle Sprudel der 
groen Meerestiefe, und die Gitter des Himmels thaten sich auf.
GEN 7:12 Da strmte der Regen auf die Erde, vierzig Tage und vierzig 
Nchte lang.
GEN 7:13 An eben diesem Tage gingen Noah und Sem und Ham und Japhet, die 
Shne Noahs, und das Weib Noahs und die drei Weiber seiner Shne mit ihnen 
hinein in den Kasten,
GEN 7:14 sie und alle wilden Tiere nach ihrer Art und alles Vieh nach 
seiner Art und alles Gewrm, das auf der Erde kriecht, nach seiner Art und 
alle Vgel nach ihrer Art, was irgend Flgel hatte.
GEN 7:15 Die gingen hinein zu Noah in den Kasten, je zwei und zwei von 
allem Fleisch, das lebendigen Odem in sich hatte.
GEN 7:16 Und die hineingingen, waren je ein Mnnchen und ein Weibchen von 
allem Fleisch, wie ihm Gott geheien hatte. Und Jahwe schlo hinter ihm zu.
GEN 7:17 Da kam die Flut vierzig Tage ber die Erde, und das Wasser wuchs 
und hob den Kasten empor, so da er ber der Erde schwebte.
GEN 7:18 Und die Gewsser nahmen berhand und wuchsen gewaltig auf der 
Erde; da fuhr der Kasten dahin auf dem Wasser.
GEN 7:19 Und die Gewsser nahmen ber alle Maen berhand auf der Erde, so 
da alle die hohen Berge, die irgend unter dem Himmel sind, berschwemmt 
wurden.
GEN 7:20 Fnfzehn Ellen hoch stiegen die Gewsser, so da die Berge 
berschwemmt wurden.
GEN 7:21 Da kam um alles Fleisch, das sich auf der Erde regte, an Vgeln 
und an Vieh und an wilden Tieren, und alles Gewrm, das auf Erden kroch, 
und alle Menschen.
GEN 7:22 Alles, was Lebensodem in seiner Nase trug, soweit es auf dem 
Trockenen war, das starb.
GEN 7:23 So vertilgte er alles Bestehende, was auf dem Erdboden war, 
sowohl Menschen als Vieh und Gewrm und die Vgel unter dem Himmel; und 
sie wurden vertilgt von der Erde, so da nur Noah brig blieb und was bei 
ihm im Kasten war.
GEN 7:24 Und die Gewsser nahmen berhand auf Erden hundertundfnfzig Tage 
lang.
GEN 8:1 Da gedachte Gott an Noah und an alle die wilden Tiere und an all 
das Vieh, welches bei ihm im Kasten war, und Gott lie Wind ber die Erde 
wehen, so da die Gewsser fielen.
GEN 8:2 Da schlossen sich die Sprudel der Meerestiefe und die Gitter des 
Himmels, und dem Regen vom Himmel wurde Einhalt gethan.
GEN 8:3 Da verliefen sich die Gewsser immer mehr von der Erde und die 
Gewsser nahmen ab nach Verlauf der hundertundfnfzig Tage.
GEN 8:4 Und im siebenten Monat, am siebzehnten Tage des Monats, lie sich 
der Kasten nieder auf einem der Berge Ararats.
GEN 8:5 Und die Gewsser nahmen immer weiter ab bis zum zehnten Monat; im 
zehnten Monat, am ersten des Monats, wurden die Gipfel der Berge sichtbar.
GEN 8:6 Nach Verlauf von vierzig Tagen aber ffnete Noah das Fenster des 
Kastens, das er gemacht hatte,
GEN 8:7 und schickte den Raben aus; der flog hin und wieder, bis das 
Wasser auf Erden vertrocknete.
GEN 8:8 Hierauf lie er die Taube von sich ausfliegen, um zu erfahren, ob 
sich die Gewsser von der Erde verlaufen htten.
GEN 8:9 Aber die Taube fand keinen Ort, wo ihr Fu ruhen konnte; da kehrte 
sie zu ihm in den Kasten zurck, denn noch war Gewsser auf dem ganzen 
Erdboden; und er streckte seine Hand aus und holte sie zu sich herein in 
den Kasten.
GEN 8:10 Hierauf wartete er noch weitere sieben Tage, dann lie er 
abermals die Taube aus dem Kasten ausfliegen.
GEN 8:11 Da kam die Taube zur Abendzeit zu ihm und zwar mit einem frischen 
lblatt im Schnabel. Da erkannte Noah, da sich die Gewsser von der Erde 
verlaufen hatten.
GEN 8:12 Hierauf wartete er noch weitere sieben Tage und lie die Taube 
ausfliegen; diesmal aber kehrte sie nicht wieder zu ihm zurck.
GEN 8:13 Und im sechshundertersten Jahre, am ersten Tage des ersten 
Monats, waren die Gewsser auf Erden versiegt. Da entfernte Noah das Dach 
des Kastens und schaute aus: da war der Erdboden trocken geworden.
GEN 8:14 Und im zweiten Monat, am siebenundzwanzigsten Tage des Monats, 
war die Erde ganz trocken.
GEN 8:15 Da redete Gott zu Noah und sprach:
GEN 8:16 Gehe heraus aus dem Kasten, du und dein Weib und deine Shne und 
die Weiber deiner Shne mit dir.
GEN 8:17 Alle Tiere, welche bei dir sind, von allem Fleisch, an Vgeln und 
Vieh und an allem Gewrm, das auf der Erde kriecht, la mit dir 
herausgehn, damit sie sich auf der Erde tummeln und fruchtbar seien und 
sich vermehren auf der Erde.
GEN 8:18 Da ging Noah heraus und seine Shne und sein Weib und die Weiber 
seiner Shne mit ihm.
GEN 8:19 Alle vierfigen Tiere, alles Gewrm und alle Vgel, alles was 
sich auf Erden regt, nach ihren verschiedenen Arten, gingen heraus aus dem 
Kasten.
GEN 8:20 Da erbaute Noah Jahwe einen Altar und nahm von allen reinen 
Tieren und von allen reinen Vgeln und brachte Brandopfer dar auf dem 
Altar.
GEN 8:21 Als nun Jahwe den lieblichen Duft roch, da sprach er bei sich 
selbst: Ich will hinfort die Erde nicht mehr verfluchen um der Menschen 
willen. Denn das Dichten des menschlichen Herzens ist bse von Jugend auf; 
und ich will hinfort nicht mehr alles Lebendige schlagen, wie ich gethan 
habe.
GEN 8:22 Fortan sollen, so lange die Erde steht, nicht aufhren Sen und 
Ernten, Frost und Hitze, Sommer und Winter und Tag und Nacht.
GEN 9:1 Da segnete Gott Noah und seine Shne und sprach zu ihnen: Seid 
fruchtbar und mehrt euch und bevlkert die Erde!
GEN 9:2 Und Furcht und Schrecken vor euch soll kommen ber alle Tiere auf 
Erden und ber alle Vgel unter dem Himmel, ber alles, was sich auf Erden 
regt, und ber alle Fische des Meeres: in eure Gewalt sind sie gegeben!
GEN 9:3 Alles, was sich regt und lebt, soll euch zur Nahrung dienen: wie 
das grne Kraut gebe ich es euch alles.
GEN 9:4 Nur Fleisch, das noch sein Leben, sein Blut in sich hat, drft ihr 
nicht essen.
GEN 9:5 Euer eignes Blut aber will ich rchen; an jedem Tiere will ich es 
rchen und an einem jeden Menschen, als der sein Bruder ist, will ich das 
Leben des Menschen rchen.
GEN 9:6 Wer Menschenblut vergiet, des Blut soll auch durch Menschen 
vergossen werden; denn nach seinem Bilde hat Gott den Menschen gemacht.
GEN 9:7 Ihr aber seid fruchtbar und mehrt euch; regt euch auf der Erde und 
mehr euch auf ihr!
GEN 9:8 Da sprach Gott zu Noah und zu seinen Shnen, die bei ihm waren, 
also:
GEN 9:9 Siehe, ich errichte einen Bund mit euch und mit euren Nachkommen
GEN 9:10 und mit allen lebendigen Wesen, die bei euch sind, an Vgeln, an 
Vieh und an allen wilden Tieren, die bei euch sind, was irgend von den 
Tieren auf Erden aus dem Kasten herausgegangen ist.
GEN 9:11 Und zwar will ich meinen Bund mit euch aufrichten, da hinfort 
kein Geschpf mehr hinweggetilgt werden soll durch die Wasser der Flut, 
und da hinfort keine Flut mehr kommen soll, die Erde zu verheeren.
GEN 9:12 Und Gott sprach: Dies sei das Zeichen des Bundes, den ich stifte 
zwischen mir und euch und allen lebendigen Wesen, die bei euch sind, auf 
alle kommenden Geschlechter:
GEN 9:13 Meinen Bogen stelle ich in die Wolken, damit er als ein Zeichen 
des Bundes zwischen mir und der Erde diene.
GEN 9:14 Und wenn ich je Wolken ber der Erde anhufe, und der Bogen in 
den Wolken erscheint,
GEN 9:15 so will ich an den Bund denken, der zwischen mir und euch und 
allen lebendigen Wesen unter allem Fleische besteht, da die Gewsser 
nicht wieder zu einer Flut werden sollen, alles Fleisch zu verderben.
GEN 9:16 Und wenn der Bogen in den Wolken steht, will ich ihn ansehen, um 
eingedenk zu werden des ewigen Bundes zwischen Gott und allen lebendigen 
Wesen unter allem Fleisch, das auf Erden ist.
GEN 9:17 Und Gott sprach zu Noah: Dies sei das Zeichen des Bundes, den ich 
aufgerichtet habe zwischen mir und allem Fleisch, das auf Erden ist.
GEN 9:18 Es waren aber die Shne Noahs, die aus dem Kasten gingen, Sem und 
Ham und Japhet; Ham aber ist der Vater Kanaans.
GEN 9:19 Das sind die drei Shne Noahs, und von ihnen aus verzweigte sich 
die gesamte Bevlkerung der Erde.
GEN 9:20 Und Noah, der Landmann, fing an, einen Weinberg zu pflanzen.
GEN 9:21 Als er aber von dem Weine trank, wurde er trunken und lag 
entblt in seinem Zelte.
GEN 9:22 Als nun Ham, der Vater Kanaans, seinen Vater so entblt sah, 
sagte er es seinen beiden Brdern drauen.
GEN 9:23 Da nahmen Sem und Japhet das Obergewand, legten es auf ihre 
Schulter und deckten rckwrts gehend die Ble ihres Vaters zu; ihr 
Gesicht aber war abgewandt, so da sie die Ble ihres Vater nicht sahen.
GEN 9:24 Als aber Noah von seinem Rausche erwachte und erfuhr, was ihm 
sein jngster Sohn angethan hatte,
GEN 9:25 da sprach er: Verflucht sei Kanaan! als niedrigster Sklave soll 
er seinen Brdern dienen!
GEN 9:26 Dann sprach er Gepriesen sei Jahwe der Gott Sems; aber Kanaan 
soll ihr Sklave sein!
GEN 9:27 Weiten Raum schaffe Gott fr Japhet, und er wohne in den Zelten 
Sems; aber Kanaan soll ihr Sklave sein!
GEN 9:28 Und Noah lebte nach der Flut 350 Jahre;
GEN 9:29 und die ganze Lebensdauer Noahs betrug 950 Jahre; sodann starb er.
GEN 10:1 Und dies ist die Geschichte der Shne Noahs, Sem, Ham und Japhet; 
und es wurden ihnen Shne geboren nach der Flut.
GEN 10:2 Die Shne Japhets waren: Gomer, Magog, Madai, Javan, Tubal, 
Mesech und Tiras.
GEN 10:3 Und die Shne Gomers: Askenas, Riphath und Togarma.
GEN 10:4 Und die Shne Javans: Elisa, Tarsis, die Kittiter und die 
Rodaniter.
GEN 10:5 Von diesen zweigten sich ab die Bewohner der Inseln der Heiden. 
Dies sind die Shne Japhets nach ihren Lndern, ihren verschiedenen 
Sprachen, ihren Stmmen, ihren Vlkerschaften.
GEN 10:6 Und die Shne Hams waren Kusch, Mizraim, Put und Kanaan.
GEN 10:7 Und die Shne Kuschs: Seba, Havila, Sabta, Raema und Sabtecha; 
und die Shne Raemas waren Saba und Dedan.
GEN 10:8 Und Kusch erzeugte den Nimrod; dieser fing an, ein Gewaltiger zu 
werden auf der Erde.
GEN 10:9 Dieser war ein gewaltiger Jger vor Jahwe; daher pflegt man zu 
sagen: ein gewaltiger Jger vor Jahwe, wie Nimrod!
GEN 10:10 Es erstreckte sich aber seine Herrschaft anfnglich auf Babel 
und Erech und Akkad und Kalne im Lande Sinear.
GEN 10:11 Von diesem Lande zog er aus nach Assur und erbaute Nineve und 
Rehoboth-Ir und Kalah
GEN 10:12 und Resen zwischen Nineve und Kalah - das ist die groe Stadt.
GEN 10:13 Und Mizraim erzeugte die Luditer, die Anamiter, die Lehabiter, 
die Naphtuhiter,
GEN 10:14 die Patrusiter, die Kasluhiter (von denen die Philister 
ausgegangen sind) und die Kaphtoriter.
GEN 10:15 Kanaan aber erzeugte Sidon, seinen Erstgebornen, und Heth
GEN 10:16 und die Jebusiter, Amoriter, Girgasiter,
GEN 10:17 Heviter, Arkiter, Siniter,
GEN 10:18 Arvaditer, Zemariter und Hamathiter; und darnach breiteten sich 
die Stmme der Kanaaniter aus.
GEN 10:19 Und das Gebiet der Kanaaniter erstreckte sich von Zidon bis hin 
nach Gerar bis Gaza, bis hin nach Sodom, Gomorra, Adma und Zeboim bis Lasa.
GEN 10:20 Dies sind die Shne Hams nach ihren Stmmen und Sprachen, ihren 
Lndern und Vlkerschaften.
GEN 10:21 Aber auch Sem, dem Stammvater aller Shne Ebers, dem lteren 
Bruder Japhets, wurden Shne geboren.
GEN 10:22 Die Shne Sems sind Elam, Assur, Arpachsad, Lud und Aram.
GEN 10:23 Und die Shne Arams sind Uz, Hul, Gether und Mas.
GEN 10:24 Arpachsad aber erzeugte Selah und Selah erzeugte Eber.
GEN 10:25 Und dem Eber wurden zwei Shne geboren; der eine hie Peleg, 
weil sich zu seiner Zeit die Bevlkerung der Erde zerteilte, und sein 
Bruder hie Joktan.
GEN 10:26 Und Joktan erzeugte Almodad, Saleph, Hazarmaveth, Jarah,
GEN 10:27 Hadoram, Usal, Dikla,
GEN 10:28 Obal, Abimael, Saba,
GEN 10:29 Ophir, Havila und Jobab: diese alle sind Shne Joktans.
GEN 10:30 Und ihre Wohnsitze erstreckten sich von Mesa bis gen Sephar, bis 
zum Ostgebirge.
GEN 10:31 Das sind die Shne Sems nach ihren Stmmen und Sprachen, ihren 
Lndern und Vlkerschaften.
GEN 10:32 Das sind die Stmme der Shne Noahs nach ihren Sippschaften, 
ihren Vlkern; und von ihnen zweigten sich ab die Vlker auf Erden nach 
der Flut.
GEN 11:1 Es hatte aber die ganze Menschheit eine Sprache und einerlei 
Worte.
GEN 11:2 Als sie nun im Osten umherzogen, fanden sie eine Ebene im Lande 
Sinear und lieen sich daselbst nieder.
GEN 11:3 Und sie sprachen zu einander: Wohlan, lat uns Ziegel streichen 
und hart brennen! So diente ihnen der Ziegel als Baustein, und das Erdharz 
diente ihnen als Mrtel.
GEN 11:4 Da sprachen sie: Wohlan, wir wollen uns eine Stadt bauen und 
einen Turm, dessen Spitze bis an den Himmel reicht, und wollen uns ein 
Denkmal machen, damit wir uns nicht ber die ganze Erde hin zerstreuen.
GEN 11:5 Da stieg Jahwe herab, um die Stadt und den Turm, den die 
Menschenkinder erbaut hatten, zu besehen.
GEN 11:6 Und Jahwe sprach: Ein Volk sind sie und haben alle dieselbe 
Sprache, und das ist nur der Anfang ihres Thuns, und fortan wird ihnen 
nichts unerreichbar sein, was sie sich vornehmen werden.
GEN 11:7 Wohlan, wir wollen hinabfahren und daselbst ihre Sprache 
verwirren, so da keiner mehr die Sprache des andern verstehen soll!
GEN 11:8 So zerstreute sie Jahwe von dort ber die ganze Erde, so da sie 
davon abstehen muten, die Stadt zu erbauen.
GEN 11:9 Darum nennt man sie Babel, weil Jahwe dort die Sprache der ganzen 
Menschheit verwirrte und Jahwe sie von dort ber die ganze Erde zerstreute.
GEN 11:10 Dies ist die Geschichte Sems. Als Sem hundert Jahre alt war, 
erzeugte er Arpachsad, zwei Jahre nach der Flut.
GEN 11:11 Nach der Erzeugung Arpachsads aber lebte Sem noch 500 Jahre und 
erzeugte Shne und Tchter.
GEN 11:12 Als nun Arpachsad 35 Jahre alt war, erzeugte er Selah.
GEN 11:13 Nach der Erzeugung Selahs aber lebte Arpachsad noch 403 Jahre 
und erzeugte Shne und Tchter.
GEN 11:14 Als nun Selah 30 Jahre alt war, erzeugte er Eber.
GEN 11:15 Nach der Erzeugung Ebers aber lebte Selah noch 403 Jahre und 
erzeugte Shne und Tchter.
GEN 11:16 Als nun Eber 34 Jahre alt war, erzeugte er Peleg.
GEN 11:17 Nach der Erzeugung Pelegs aber lebte Eber noch 430 Jahre und 
erzeugte Shne und Tchter.
GEN 11:18 Als nun Peleg 30 Jahre alt war, erzeugte er Reu.
GEN 11:19 Nach der Erzeugung Reus aber lebte Peleg noch 209 Jahre und 
erzeugte Shne und Tchter.
GEN 11:20 Als nun Reu 32 Jahre alt war, erzeugte er Serug.
GEN 11:21 Nach der Erzeugung Serugs aber lebte Reu noch 207 Jahre und 
erzeugte Shne und Tchter.
GEN 11:22 Als nun Serug 30 Jahre alt war, erzeugte er Nahor.
GEN 11:23 Nach der Erzeugung Nahors aber lebte Serug noch 200 Jahre und 
erzeugte Shne und Tchter.
GEN 11:24 Als nun Nahor 29 Jahre alt war, erzeugte er Tharah.
GEN 11:25 Nach der Erzeugung Tharahs aber lebte Nahor noch 119 Jahre und 
erzeugte Shne und Tchter.
GEN 11:26 Als nun Tharah 70 Jahre alt war, erzeugte er Abram, Nahor und 
Haran.
GEN 11:27 Und dies ist die Geschichte Tharahs: Tharah erzeugte Abram, 
Nahor und Haran; Haran aber erzeugte Lot.
GEN 11:28 Es starb jedoch Haran vor seinem Vater Tharah in seinem 
Geburtslande, zu Ur in Chalda.
GEN 11:29 Da nahmen sich Abram und Nahor Weiber; das Weib Abrams hie 
Sarai und das Weib Nahors Milka, die Tochter Harans, des Vaters der Milka 
und der Jiska.
GEN 11:30 Sarai aber war unfruchtbar; sie hatte kein Kind.
GEN 11:31 Da nahm Tharah seinen Sohn Abram und Lot, den Sohn seines Sohnes 
Haran, und seine Schwiegertochter Sarai, das Weib seines Sohnes Abram, und 
fhrte sie aus Ur in Chalda hinweg, um in das Land Kanaan zu ziehen; und 
sie gelangten bis Haran und lieen sich daselbst nieder.
GEN 11:32 Es betrug aber die Lebensdauer Tharahs 205 Jahre; sodann starb 
Tharah in Haran.
GEN 12:1 Da sprach Jahwe zu Abram: Ziehe hinweg aus deinem Lande, von 
deiner Verwandtschaft und aus deines Vaters Hause in das Land, das ich dir 
zeigen werde.
GEN 12:2 Und ich will dich zu einem groen Volke machen und will dich 
segnen und dir einen groen Namen machen, und sollst ein Segen sein!
GEN 12:3 Und ich will segnen, die dich segnen, und den, der dich 
verwnscht, will ich verfluchen, und durch dich sollen gesegnet werden 
alle Vlkerstmme auf Erden!
GEN 12:4 Da zog Abram hinweg, wie Jahwe zu ihm gesagt hatte, und Lot zog 
mit ihm. Abram aber war 75 Jahre alt, als er von Haran auszog.
GEN 12:5 Da nahm Abram sein Weib Sarai und Lot, seines Bruders Sohn, und 
alle ihre Habe, die sie besaen, und die Seelen, die sie in Haran erworben 
hatten, und sie zogen aus, um sich ins Land Kanaan zu begeben, und 
gelangten ins Land Kanaan.
GEN 12:6 Und Abram durchzog das Land bis zu der Sttte von Sichem, bis zur 
Orakel-Terebinthe; es waren aber damals die Kanaaniter im Lande.
GEN 12:7 Da erschien Jahwe dem Abram und sprach zu ihm: Deinen Nachkommen 
will ich dieses Land verleihen! Da erbaute er dort Jahwe, der ihm 
erschienen war, einen Altar.
GEN 12:8 Von da rckte er weiter vor aufs Gebirge, stlich von Bethel, und 
schlug sein Zelt auf, so da er Bethel westlich und Ai stlich hatte; und 
er erbaute daselbst Jahwe einen Altar und rief den Namen Jahwes an.
GEN 12:9 Hierauf zog Abram immer weiter und weiter nach dem Sdland zu.
GEN 12:10 Es kam aber eine Hungersnot ins Land. Da zog Abram hinab nach 
gypten, um sich eine Zeit lang dort aufzuhalten, denn die Hungersnot lag 
schwer auf dem Lande.
GEN 12:11 Als er nun nahe daran war, nach gypten zu gelangen, sprach er 
zu seinem Weibe Sarai: Ich wei gar wohl, da du ein schnes Weib bist.
GEN 12:12 Wenn dich nun die gypter erblicken werden, werden sie sagen: 
Sie ist sein Weib! und werden mich totschlagen, dich aber werden sie am 
Leben lassen.
GEN 12:13 Bitte, sage doch, du seist meine Schwester, damit es mir wohl 
gehe um deinetwillen, und ich deinetwegen ungefhrdet bleibe!
GEN 12:14 Als nun Abram nach gypten gelangt war, da sahen die gypter, 
da das Weib beraus schn war.
GEN 12:15 Und als die obersten Beamten des Pharao sie zu Gesicht bekommen 
hatten, rhmten sie sie gegen den Pharao; da wurde das Weib in den Palast 
des Pharao geholt.
GEN 12:16 Gegen Abram aber erzeigte er sich freigebig um ihretwillen, und 
es wurden ihm Schafe und Rinder und Esel, Sklaven und Sklavinnen, 
Eselinnen und Kamele zu teil.
GEN 12:17 Jahwe aber schlug den Pharao mit schweren Plagen und sein Haus 
wegen Sarai, des Weibes Abrams.
GEN 12:18 Da lie der Pharao Abram rufen und sprach: Was hast du mir da 
angethan! Warum sagtest du mir nicht, da sie dein Weib ist?
GEN 12:19 Warum hast du behauptet: sie ist meine Schwester, so da ich sie 
mir zum Weibe nahm? nun aber - hier hast du dein Weib; nimm sie und geh!
GEN 12:20 Und der Pharao entbot seinetwegen Leute, da sie ihn und sein 
Weib und alles, was ihm gehrte, geleiteten.
GEN 13:1 Und Abram zog herauf aus gypten mit seinem Weibe und allem, was 
ihm gehrte, und Lot mit ihm, in das Sdland.
GEN 13:2 Abram aber war sehr reich an Vieh, an Silber und an Gold.
GEN 13:3 Und er zog immer weiter und weiter aus dem Sdland bis nach 
Bethel, bis zu der Stelle, wo vordem sein Zelt gestanden hatte, zwischen 
Bethel und Ai,
GEN 13:4 zu der Sttte des Altars, den er frher dort erbaut hatte. Und 
Abram rief daselbst den Namen Jahwes an.
GEN 13:5 Aber auch Lot, der mit Abram zog, hatte Schafe und Rinder und 
Zelte.
GEN 13:6 Und das Land ertrug sie nicht, da sie htten bei einander 
bleiben knnen; denn ihre Habe war gro, und es war unmglich, da sie bei 
einander blieben.
GEN 13:7 Und es entstand Zwietracht zwischen den Hirten von Abrams Vieh 
und den Hirten von Lots Vieh; berdies waren die Kanaaniter und Pheresiter 
damals im Lande ansssig.
GEN 13:8 Da sprach Abram zu Lot: La doch nicht Zwietracht sein zwischen 
mir und dir und zwischen meinen und deinen Hirten; sind wir doch Brder!
GEN 13:9 Steht dir nicht das ganze Land offen? Trenne dich lieber von mir; 
willst du zur Linken, so will ich rechts gehen, und willst du zur Rechten, 
so will ich links gehen!
GEN 13:10 Da erhob Lot seine Augen und gewahrte, da die ganze Jordansaue 
durchaus wohlbewssertes Land war, bevor Jahwe Sodom und Gomorra 
zerstrte, gleich dem Garten Jahwes, wie gyptenland, bis nach Zoar hin.
GEN 13:11 Da whlte sich Lot die ganze Jordansaue, und Lot brach auf nach 
Osten, und so trennten sie sich von einander;
GEN 13:12 Abram wohnte im Lande Kanaan, whrend Lot in den Stdten der Aue 
wohnte. Und er rckte mit seinen Zelten weiter bis nach Sodom.
GEN 13:13 Die Leute von Sodom aber waren bse und sndigten sehr gegen 
Jahwe.
GEN 13:14 Jahwe aber sprach zu Abram, nachdem sich Lot von ihm getrennt 
hatte: Erhebe deine Augen und schaue von dem Ort, an welchem du dich 
befindest, nach Norden, Sden, Osten und Westen.
GEN 13:15 Denn all das Land, welches du siehst, will ich dir zu eigen 
geben und deinen Nachkommen fr immer.
GEN 13:16 Und ich will deine Nachkommen so zahlreich machen, wie die 
Krmchen der Erde, da deine Nachkommen so wenig zu zhlen sein werden, 
als jemand die Erdkrmchen zu zhlen vermag.
GEN 13:17 Mache dich auf und durchziehe das Land nach seiner Lnge und 
Breite, denn dir will ich es zu eigen geben!
GEN 13:18 Abram aber rckte weiter mit seinen Zelten und kam und lie sich 
nieder bei den Terebinthen Mamres, die sich zu Hebron befinden, und 
erbaute daselbst Jahwe einen Altar.
GEN 14:1 Es begab sich aber zur Zeit Amraphels, des Knigs von Sinear, da 
fingen Arioch, der Knig von Ellasar, Kedorlaomer, der Knig von Elam, und 
Tideal, der Knig der Heiden,
GEN 14:2 Krieg an mit Bera, dem Knig von Sodom, und mit Birsa, dem Knig 
von Gomorra, Sineab, dem Knig von Adma, und Semeber, dem Knig von 
Zeboim, und mit dem Knig von Bela, das ist Zoar.
GEN 14:3 Alle diese zogen vereint ins Gefilde von Siddim, das ist das 
heutige Salzmeer.
GEN 14:4 Zwlf Jahre hindurch waren sie Kedorlaomer unterthan gewesen und 
im dreizehnten waren sie abgefallen.
GEN 14:5 Im vierzehnten Jahre aber kam Kedorlaomer und die Knige, die mit 
ihm waren, und sie schlugen die Rephaiter zu Astaroth Karnaim und die 
Susiter zu Ham und die Emiter in der Ebene von Kirjathaim
GEN 14:6 und die Horiter auf ihrem Gebirge Seir bis nach El Paran, welches 
stlich von der Wste liegt.
GEN 14:7 Hierauf wandten sie um und gelangten nach En Mispat, das ist 
Kades; und sie schlugen das ganze Land der Amalekiter, dazu auch die 
Amoriter, die in Hazazon Thamar wohnten.
GEN 14:8 Da zogen der Knig von Sodom und der Knig von Gomorra und der 
Knig von Adma und der Knig von Zeboim und der Knig von Bela, das ist 
Zoar, aus und stellten sich gegen sie in Schlachtordnung im Gefilde von 
Siddim,
GEN 14:9 gegen Kedorlaomer, den Knig von Elam, Tideal, den Knig der 
Heiden, Amraphel, den Knig von Sinear, und Arioch, den Knig von Ellasar -
 vier Knige gegen fnf!
GEN 14:10 Im Gefilde von Siddim aber war eine Erdharzgrube an der andern. 
Als nun die Knige von Sodom und Gomorra fliehen muten, versanken sie 
darein, und was brig blieb, foh auf das Gebirge.
GEN 14:11 Da nahmen sie die gesamte Habe von Sodom und Gomorra und ihren 
gesamten Mundvorrat und zogen davon.
GEN 14:12 Sie nahmen aber auch Lot, den Sohn des Bruders Abrams, der in 
Sodom wohnte, samt seiner Habe und zogen davon.
GEN 14:13 Da kam einer, der entronnen war, und berichtete es Abram, dem 
Hebrer; derselbe wohnte bei den Terebinthen des Amoriters Mamre, des 
Bruders Eskols und Aners. Diese waren im Bunde mit Abram.
GEN 14:14 Als nun Abram hrte, da sein Verwandter weggefhrt worden sei 
als Gefangener, da lie er seine erprobten Leute, die in seinem Hause 
geborenen Sklaven, dreihundert und achtzehn, ausrcken und jagte nach bis 
Dan.
GEN 14:15 Da teilte er seine Leute in mehrere Haufen und berfiel sie des 
Nachts, schlug sie und verfolgte sie bis Hoba, welches nrdlich von 
Damaskus liegt.
GEN 14:16 Hierauf brachte er die gesamte Habe zurck und auch Lot, seinen 
Verwandten, brachte er zurck samt seiner Habe, ebenso auch die Weiber und 
das Volk.
GEN 14:17 Als er nun Kedorlaomer und die Knige, die mit ihm waren, 
besiegt hatte und wieder heimkehrte, da zog ihm der Knig von Sodom 
entgegen ins Thal Save, das ist das Knigsthal.
GEN 14:18 Und Melchisedek, der Knig von Salem, brachte Brot und Wein 
heraus; derselbe war ein Priester des hchsten Gottes.
GEN 14:19 Und er segnete ihn und sprach: Gesegnet werde Abram vom hchsten 
Gott, dem Schpfer des Himmels und der Erde!
GEN 14:20 Und gepriesen sei der hchste Gott, der deine Feinde in deine 
Hand gegeben hat! Da gab ihm Abram den Zehnten von allem.
GEN 14:21 Und der Knig von Sodom sprach zu Abram: Gieb mir die Leute; 
dagegen die Habe behalte fr dich.
GEN 14:22 Da sprach Abram zum Knig von Sodom: Ich erhebe meine Hand zu 
Jahwe, dem hchsten Gott, dem Schpfer des Himmels und der Erde:
GEN 14:23 Nicht ein Faden, noch einen Schuhriemen, berhaupt nichts von 
dem, was dir gehrt, nehme ich an, damit du nicht sagest, du habest Abram 
bereichert!
GEN 14:24 Ich mag nichts! Nur was die Knechte verzehrt haben, und der 
Anteil der Mnner, die mit mir gezogen sind, Aner, Eskol und Mamre - die 
mgen ihr Teil nehmen.
GEN 15:1 Nach diesen Begebenheiten erging das Wort Jahwes an Abram in 
einem Gesicht; und er sprach: Frchte dich nicht, Abram; ich bin dein 
Schild - es wartet deiner reicher Lohn!
GEN 15:2 Da sprach Abram: O Herr Jahwe! Was willst du mir geben, whrend 
ich doch kinderlos dahingehe, und der Erbe meines Besitzes wird Elieser 
sein.
GEN 15:3 Und Abram sprach: Mir hast du ja keine Nachkommenschaft gegeben; 
so wird denn ein Leibeigener meines Hauses mich beerben.
GEN 15:4 Aber das Wort Jahwes erging an ihn also: Er soll nicht dein Erbe 
sein, sondern einer, der von deinem Leibe kommen wird, der soll dich 
beerben!
GEN 15:5 Und er fhrte ihn hinaus ins Freie und sprach: Blicke auf zum 
Himmel und zhle die Sterne, ob du sie zu zhlen vermagst! Und er sprach 
zu ihm: So zahlreich sollen deine Nachkommen sein!
GEN 15:6 Und er glaubte Jahwe, und das rechnete er ihm zu als 
Gerechtigkeit.
GEN 15:7 Da sprach er zu ihm: Ich bin Jahwe, der dich ausgefhrt hat aus 
Ur in Chalda, um dir dieses Land zu eigen zu geben.
GEN 15:8 Und er sprach: O Herr Jahwe! Woran soll ich erkennen, da ich es 
besitzen werde?
GEN 15:9 Da sprach er zu ihm: Hole mir eine dreijhrige Kuh, eine 
dreijhrige Ziege, einen dreijhrigen Widder, eine Turteltaube und eine 
junge Taube.
GEN 15:10 Da holte er ihm alle diese, zerteilte sie in je zwei gleiche 
Teile und legte je die eine Hlfte der andern gegenber; die Vgel aber 
zerteilte er nicht.
GEN 15:11 Da stieen die Raubvgel herab auf die Stcke; Abram aber 
scheuchte sie hinweg.
GEN 15:12 Als nun die Sonne untergehen wollte, da fiel ein tiefer Schlaf 
auf Abram, und Bengstigung, dichte Finsternis berfiel ihn.
GEN 15:13 Da sprach er zu Abram: Du mut wissen, da deine Nachkommen 
Fremdlinge sein werden in einem Lande, das ihnen nicht gehrt; und sie 
werden ihnen leibeigen sein, und jene werden sie hart bedrcken 
vierhundert Jahre lang.
GEN 15:14 Aber auch das Volk, dem sie leibeigen sein werden, will ich 
richten, und darnach sollen sie ausziehen mit reicher Habe.
GEN 15:15 Du aber wirst in Frieden zu deinen Vtern eingehen; du wirst 
begraben werden in einem schnen Alter.
GEN 15:16 Und das vierte Geschlecht von ihnen wird hierher zurckkehren; 
denn noch ist das Ma der Schuld der Amoriter nicht voll.
GEN 15:17 Als aber die Sonne untergegangen und dichte Finsternis 
eingetreten war, da kam ein Rauch, wie aus einem Ofen, und eine 
Feuerfackel, die zwischen jenen Stcken hindurchging.
GEN 15:18 An jenem Tage schlo Jahwe einen Bund mit Abram und sprach: 
Deinen Nachkommen will ich dieses Land geben vom Strome gyptens an bis 
zum groen Strom, dem Euphratstrom,
GEN 15:19 das Land der Keniter, der Kenissiter, der Kadmoniter,
GEN 15:20 der Hethiter, der Pheresiter, der Rephaiter,
GEN 15:21 der Amoriter, der Kanaaniter, der Girgasiter und der Jebusiter.
GEN 16:1 Und Sarai, das Weib Abrams, hatte ihm keine Kinder geboren; sie 
hatte aber eine gyptische Sklavin Namens Hagar.
GEN 16:2 Da sprach Sarai zu Abram: Da mir Jahwe nun einmal Kinder versagt 
hat, so gehe doch ein zu meiner Leibmagd: vielleicht werde ich durch sie 
zu Kindern kommen! Und Abram gehorchte den Worten Sarais.
GEN 16:3 Da nahm Sarai, das Weib Abrams, die gypterin Hagar, ihre 
Leibmagd, nachdem Abram zehn Jahre im Lande Kanaan gewohnt hatte, und gab 
sie Abram, ihrem Manne, zum Weibe.
GEN 16:4 Und er wohnte Hagar bei, und sie wurde schwanger. Als sie aber 
merkte, da sie schwanger sei, sah sie ihre Herrin geringschtzig an.
GEN 16:5 Sarai aber sprach zu Abram: Die Krnkung, die mir widerfhrt, 
komme ber dich! Ich selbst habe dir meine Leibmagd abgetreten; nun sie 
aber merkt, da sie schwanger ist, sieht sie mich geringschtzig an. Jahwe 
richte zwischen mir und dir!
GEN 16:6 Da sprach Abram zu Sarai: Deine Leibmagd ist ja in deiner Gewalt; 
verfahre mit ihr, wie es dir gut dnkt!
GEN 16:7 Da behandelte Sarai sie hart, so da sie ihr entfloh. Da traf sie 
der Engel Jahwes an der Quelle in der Wste, an der Quelle auf dem Wege 
nach Sur.
GEN 16:8 Und er sprach: Hagar, Leibmagd Sarais, woher kommst du und wohin 
willst du? Sie antwortete: Ich bin auf der Flucht vor Sarai, meiner Herrin.
GEN 16:9 Und der Engel Jahwes sprach zu ihr: Kehre zurck zu deiner Herrin 
und unterwirf dich ihrer Gewalt.
GEN 16:10 Und der Engel Jahwes sprach zu ihr: Ich will deine 
Nachkommenschaft beraus zahlreich machen, so da sie unzhlbar sein soll 
vor Menge.
GEN 16:11 Und der Engel Jahwes sprach zu ihr: Du bist jetzt schwanger und 
wirst einen Sohn gebren; den sollst du Ismael nennen, weil Jahwe die 
Klage ber dein Elend erhrt hat.
GEN 16:12 Der aber wird ein Mensch wie ein Wildesel sein - seine Hand 
gegen jedermann und jedermanns Hand gegen ihn - und er wird allen seinen 
Verwandten auf dem Nacken sitzen.
GEN 16:13 Da nannte sie Jahwe, der zu ihr geredet hatte: Du bist der Gott 
des Schauens! Denn sie sprach: Habe ich auch wirklich hier dem 
nachgeschaut, der mich erschaut hat?
GEN 16:14 Daher nennt man jenen Brunnen Brunnen des Lebendigen, der mich 
schaut; er liegt aber zwischen Kades und Bared.
GEN 16:15 Und Hagar gebar Abram einen Sohn, und Abram nannte den Sohn, den 
ihm Hagar geboren hatte, Ismael.
GEN 16:16 Abram aber war sechsundachtzig Jahre alt, als Hagar dem Abram 
den Ismael gebar.
GEN 17:1 Und als Abram neunundneunzig Jahre alt war, erschien Jahwe dem 
Abram und sprach zu ihm: Ich bin Gott, der Allmchtige, wandle vor mir und 
sei fromm,
GEN 17:2 so will ich einen Bund stiften zwischen mir und dir und will dir 
beraus zahlreiche Nachkommen verleihen.
GEN 17:3 Da warf sich Abram nieder auf sein Angesicht und Gott redete mit 
ihm also:
GEN 17:4 Ich bin's, der ich den Bund mit dir habe, da du Stammvater eines 
Haufens von Vlkern werden sollst.
GEN 17:5 Darum sollst du fortan nicht mehr Abram heien, sondern Abraham 
soll dein Name sein. Denn zum Stammvater eines Haufens von Vlkern mache 
ich dich.
GEN 17:6 Und ich will machen, da deine Nachkommen beraus zahlreich 
werden und zu ganzen Vlkern anwachsen und sogar Knige sollen von dir 
abstammen.
GEN 17:7 Und ich will meinen Bund aufrichten zwischen mir und dir und 
deinen Nachkommen nach dir, nach ihren Geschlechtern, als einen ewigen 
Bund, da ich dir Gott sein will und deinen Nachkommen nach dir.
GEN 17:8 Und ich will dir und deinen Nachkommen nach dir das Land 
verleihen, in welchem du jetzt als Fremdling weilst, das ganze Land 
Kanaan, zum Eigentum fr immer, und will ihr Gott sein.
GEN 17:9 Und Gott sprach zu Abraham. Du aber sollst meinen Bund halten, du 
und deine Nachkommen nach dir, nach ihren Geschlechtern.
GEN 17:10 Das ist der Bund, den ihr halten sollt zwischen mir und euch und 
deinen Nachkommen nach dir: alles, was mnnlich ist unter euch, soll 
beschnitten werden.
GEN 17:11 Und zwar sollt ihr beschnitten werden am Fleisch eurer Vorhaut, 
und dies sei das Zeichen des Bundes zwischen mir und euch.
GEN 17:12 Im Alter von acht Tagen soll alles, was mnnlich ist unter euch, 
beschnitten werden, Geschlecht fr Geschlecht, sowohl der im Hause 
geborene, als der von irgend einem Fremden mit Geld erkaufte Sklave, der 
nicht deines Stammes ist.
GEN 17:13 Beschnitten soll werden sowohl der in deinem Hause geborene, als 
der von dir mit Geld erkaufte, und so soll mein Bund an eurem Leibe 
bezeugt sein als ein ewiger Bund.
GEN 17:14 Ein unbeschnittener Mann aber, der nicht beschnitten ist am 
Fleische seiner Vorhaut, - ein solcher soll weggetilgt werden aus seinen 
Volksgenossen; meinen Bund hat er gebrochen!
GEN 17:15 Und weiter sprach Gott zu Abraham: Dein Weib Sarai sollst du 
nicht mehr Sarai nennen, sondern Sara soll ihr Name sein.
GEN 17:16 Und ich will sie segnen und will dir auch durch sie einen Sohn 
schenken und will sie segnen, und sie soll die Stammmutter ganzer Vlker 
werden; Vlkerbeherrscher sollen von ihr abstammen.
GEN 17:17 Da warf sich Abraham nieder auf sein Angesicht und lachte, denn 
er dachte bei sich: Sollte wohl einem Hundertjhrigen noch ein Sohn 
geboren werden, und sollte Sara, die neunzigjhrige, noch gebren?
GEN 17:18 Und Abraham sprach zu Gott: Mchte nur Ismael am Leben bleiben 
vor dir!
GEN 17:19 Da sprach Gott: Nein! Dein Weib Sara wird dir einen Sohn 
gebren, den sollst du Isaak nennen, und ich werde meinen Bund mit ihm 
aufrichten als einen ewigen Bund fr seine Nachkommen nach ihm.
GEN 17:20 Aber auch in betreff Ismaels will ich dich erhren; ich will ihn 
segnen und ihn fruchtbar sein lassen und will machen, da seine Nachkommen 
ganz beraus zahlreich werden. Zwlf Frsten wird er zeugen, und ich will 
machen, da er zu einem groen Volke wird.
GEN 17:21 Aber meinen Bund werde ich aufrichten mit Isaak, den dir Sara 
gebren wird um diese Zeit im knftigen Jahre.
GEN 17:22 Und als er seine Unterredung mit ihm geendigt hatte, fuhr Gott 
auf von Abraham.
GEN 17:23 Da nahm Abraham seinen Sohn Ismael und alle in seinem Hause 
geborenen, sowie alle mit Geld von ihm erkauften Sklaven, alles, was 
mnnlich war unter den Hausgenossen Abrahams, und beschnitt an eben diesem 
Tage das Fleisch ihrer Vorhaut, wie Gott ihm geboten hatte.
GEN 17:24 Abraham aber war neunundneunzig Jahre alt, als er beschnitten 
wurde am Fleische seiner Vorhaut.
GEN 17:25 Und sein Sohn Ismael war dreizehn Jahre alt, als er beschnitten 
wurde am Fleische seiner Vorhaut.
GEN 17:26 An eben diesem Tage wurden beschnitten Abraham und sein Sohn 
Ismael;
GEN 17:27 und alle seine Hausgenossen, sowohl die im Hause geborenen, als 
die mit Geld von Fremden erkauften Sklaven, wurden mit ihm beschnitten.
GEN 18:1 Da erschien ihm Jahwe bei den Terebinthen Mamres, whrend er um 
die heieste Tageszeit am Eingang des Zeltes sa.
GEN 18:2 Als er nun aufblickte, da gewahrte er, da drei Mnner vor ihm 
dastanden; und als er sie sah, lief er vom Eingang des Zeltes weg ihnen 
entgegen und verneigte sich bis auf den Boden.
GEN 18:3 Sodann sprach er: O Herr, wenn ich irgend Gnade gefunden habe vor 
deinen Augen, so gehe doch ja nicht an deinem Sklaven vorber!
GEN 18:4 Man soll etwas Wasser bringen, da ihr euch die Fe wascht. Dann 
legt euch hin unter den Baum,
GEN 18:5 und ich will einen Bissen Brot holen, da ihr euch strkt; 
darnach mgt ihr weiter ziehn. Denn dazu seid ihr vorbergekommen bei 
eurem Sklaven. Da sprachen sie: Thue, wie du gesagt hast!
GEN 18:6 Da eilte Abraham ins Zelt zu Sara und sagte: Hole schnell drei 
Ma Feinmehl, knete und backe Kuchen!
GEN 18:7 Weiter aber lief Abraham zu den Rindern, holte ein zartes und 
schnes junges Rind und bergab es dem Diener, und dieser beeilte sich, es 
zuzubereiten.
GEN 18:8 Sodann holte er Dickmilch und se Milch und das junge Rind, das 
er zubereitet hatte, und setzte es ihnen vor; er selbst aber bediente sie 
unter dem Baume, whrend sie aen.
GEN 18:9 Da sprachen sie zu ihm: Wo ist dein Weib Sara? Er antwortete: 
Drinnen im Zelte.
GEN 18:10 Da sagte er: ich werde bers Jahr um diese Zeit wieder zu dir 
kommen; dann wird dein Weib Sara einen Sohn haben. Sara aber horchte am 
Eingang des Zeltes, und dieses war hinter ihm.
GEN 18:11 Abraham und Sara waren jedoch alt und hochbetagt, so da es Sara 
nicht mehr erging, wie es den Frauen ergeht.
GEN 18:12 Da lachte Sara in sich hinein, indem sie dachte: Nachdem ich 
welk geworden bin, sollte ich noch der Liebe pflegen? und mein Gemahl ist 
ja auch alt.
GEN 18:13 Da sprach Jahwe zu Abraham: Warum lacht doch Sara und denkt: 
Sollte ich wirklich noch gebren knnen, nachdem ich alt geworden bin?
GEN 18:14 Ist fr Jahwe irgend etwas unmglich? Um diese Zeit werde ich 
bers Jahr wieder zu dir kommen, da soll Sara einen Sohn haben!
GEN 18:15 Da leugnete Sara und sprach: Ich habe nicht gelacht! Denn sie 
frchtete sich. Er aber sprach: Nicht doch, du hast gelacht!
GEN 18:16 Hierauf brachen die Mnner von dannen auf und schauten schon 
hinab auf Sodom - Abraham aber ging mit ihnen, sie zu geleiten -GEN 18:17 
da sprach Jahwe: Soll ich vor Abraham geheim halten, was ich alsbald thun 
will,
GEN 18:18 whrend doch von Abraham ein groes und zahlreiches Volk 
ausgehen und durch ihn alle Vlker auf Erden gesegnet werden sollen?
GEN 18:19 Denn ich habe ihn erkoren, damit er seinen Kindern und seinem 
Hause nach ihm gebiete, den Weg Jahwes einzuhalten, indem sie Recht und 
Gerechtigkeit ben, damit Jahwe ber Abraham kommen lasse, was er ihm 
verheien hat.
GEN 18:20 Da sprach Jahwe: Das Geschrei ber Sodom und Gomorra, das ist 
gro, und ihre Verschuldung - wahrlich sie ist sehr schwer!
GEN 18:21 Darum will ich hinab, um zu sehen, ob sie wirklich alle so 
gehandelt haben, wie die Gerchte ber sie melden, die vor mich gekommen 
sind, oder nicht; ich will es erfahren!
GEN 18:22 Da wandten sich die Mnner von dannen und gingen nach Sodom zu, 
whrend Abraham noch vor Jahwe stehen blieb.
GEN 18:23 Und Abraham trat herzu und sprach: Willst du denn auch die 
Unschuldigen umbringen mit den Schuldigen?
GEN 18:24 Vielleicht giebt es fnfzig Unschuldige in der Stadt. Willst du 
die auch umbringen und nicht vielmehr den Ort begnadigen um der fnfzig 
Unschuldigen willen, die darin sind?
GEN 18:25 Ferne sei es von dir, so etwas zu thun, da du Unschuldige und 
Schuldige zugleich ttetest, und es dem Unschuldigen erginge, wie dem 
Schuldigen. Das sei ferne von dir! Sollte der Richter der ganzen Erde 
nicht Gerechtigkeit ben?
GEN 18:26 Da sprach Jahwe: Wenn ich zu Sodom fnfzig Unschuldige in der 
Stadt finden sollte, so will ich um ihretwillen den ganzen Ort begnadigen.
GEN 18:27 Da hob Abraham wieder an und sprach: Ach, Herr! Ich habe mich 
unterfangen, zu dir zu reden, obschon ich Erd' und Asche bin.
GEN 18:28 Vielleicht werden an den fnfzig Unschuldigen fnf fehlen; 
willst du wegen fnfen die ganze Stadt zu Grunde richten? Da sprach er: 
Ich werde sie nicht zu Grunde richten, wenn ich fnfundvierzig darin finde.
GEN 18:29 Da fuhr er abermals fort, zu ihm zu reden, und sprach: 
Vielleicht finden sich nur vierzig darin. Er antwortete: Ich will's nicht 
thun um der vierzig willen.
GEN 18:30 Da sprach er: Ach, zrne nicht, Herr, da ich noch weiter rede. 
Vielleicht finden sich nur dreiig darin. Er antwortete: Ich will's nicht 
thun, wenn ich dreiig darin finde.
GEN 18:31 Da sprach er: Ach, Herr, ich habe mich unterfangen, zu dir zu 
reden; vielleicht finden sich nur zwanzig darin. Er antwortete: Ich werde 
sie nicht zu Grunde richten um der zwanzig willen.
GEN 18:32 Da sprach er: Ach, zrne nicht, Herr, wenn ich nur das eine Mal 
noch rede; vielleicht finden sich nur zehn darin! Er antwortete: Ich werde 
sie nicht zu Grunde richten um der zehn willen.
GEN 18:33 Und Jahwe ging, nachdem er das Gesprch mit Abraham geendigt 
hatte, von dannen; Abraham aber kehrte zurck an seinen Ort.
GEN 19:1 Die beiden Engel aber gelangten nach Sodom des Abends, als Lot 
gerade im Thore von Sodom sa. Und als Lot sie erblickte, erhob er sich, 
ging ihnen entgegen und verneigte sich bis auf den Boden.
GEN 19:2 Hierauf sprach er: Ach, meine Herren! Kehrt doch ein in das Haus 
eures Knechtes zum bernachten und wascht euch die Fe; morgen frh mgt 
ihr dann eures Weges ziehen. Sie aber sprachen: Nein! wir wollen auf 
freier Strae bernachten.
GEN 19:3 Da drang er instndig in sie, bis sie bei ihm einkehrten und in 
sein Haus eintraten. Hierauf bereitete er ihnen eine Mahlzeit und buk 
ungesuerte Kuchen, und sie aen.
GEN 19:4 Noch hatten sie sich nicht schlafen gelegt, da umringte die 
mnnliche Bevlkerung der Stadt, die Mnner von Sodom, das Haus, jung und 
alt, die ganze Bevlkerung von allen Enden.
GEN 19:5 Die riefen Lot und sprachen zu ihm: Wo sind die Mnner, die heute 
Abend zu dir gekommen sind? Bringe sie heraus zu uns, damit wir ihnen 
beiwohnen!
GEN 19:6 Da ging Lot zu ihnen hinaus vor die Thr - die Thre aber schlo 
er hinter sich ab -GEN 19:7 und sprach: Liebe Brder! Begeht doch nicht 
eine solche Schlechtigkeit!
GEN 19:8 Hrt an! Ich habe zwei Tchter, die noch mit keinem Manne zu thun 
gehabt haben: die will ich zu euch hinausbringen, damit ihr ihnen thut, 
was euch beliebt. Diesen Mnnern aber drft ihr nichts thun, nachdem sie 
sich nun einmal in den Schatten meines Dachs begeben haben.
GEN 19:9 Da schrieen sie: Pack dich weg! und sprachen: als ein einzelner 
ist er hergekommen, um hier als Beisasse zu wohnen, und will nun immerfort 
befehlen! Jetzt wollen wir dir noch bler mitspielen, als ihnen! Und sie 
drangen hart auf den Mann, auf Lot, ein und nahten herzu, die Thre zu 
erbrechen.
GEN 19:10 Da griffen die Mnner hinaus und zogen Lot zu sich hinein ins 
Haus und verschlossen die Thre.
GEN 19:11 Die Leute aber, die vor der Thre des Hauses waren, schlugen sie 
mit Blindheit, klein und gro, so da sie sich vergeblich mhten, die 
Thre zu finden.
GEN 19:12 Und die Mnner sprachen zu Lot: Hast du noch jemanden hier?
GEN 19:13 Denn wir werden diese Sttte verderben, weil schwere Klage ber 
sie laut geworden ist vor Jahwe; daher sandte uns Jahwe, sie zu verderben.
GEN 19:14 Da ging Lot hinaus und redete mit seinen Schwiegershnen, die 
seine Tchter nehmen sollten, und sprach: Auf! verlat diese Sttte! Denn 
Jahwe will die Stadt verderben! Seine Schwiegershne aber dachten, er 
treibe nur Scherz mit ihnen.
GEN 19:15 Als aber die Morgenrte anbrach, da drngten die Engel Lot zur 
Eile und sprachen: Auf, nimm dein Weib und deine beiden Tchter, die hier 
gegenwrtig sind, damit du nicht mit weggerafft wirst wegen der 
Sndenschuld der Stadt.
GEN 19:16 Als er aber noch zgerte, da ergriffen die Mnner ihn und sein 
Weib und seine beiden Tchter bei der Hand, weil Jahwe ihn verschonen 
wollte, und brachten ihn hinaus und lieen ihn drauen vor der Stadt.
GEN 19:17 Und whrend sie sie hinausbrachten, sprachen sie: Rette dich, es 
gilt dein Leben! Sieh' dich nicht um und bleibe nirgends stehen in der 
Niederung. Auf das Gebirge rette dich, damit du nicht mit weggerafft wirst!
GEN 19:18 Lot aber sprach zu ihnen: Ach nein, Herr!
GEN 19:19 Dein Knecht hat nun einmal Gnade gefunden in deinen Augen, so 
da du mir groe Barmherzigkeit bewiesest und mich am Leben erhieltest. 
Aber ich bin nicht imstande, mich auf das Gebirge zu flchten; wie leicht 
knnte mich das Verderben ereilen, da ich sterben mte.
GEN 19:20 Siehe, es ist da eine Stadt in der Nhe, dahin knnte ich 
fliehen, und sie ist nur etwas Geringfgiges; dorthin mchte ich mich 
flchten - sie ist ja doch nur etwas Geringfgiges! - damit ich am Leben 
bleibe.
GEN 19:21 Da sprach er zu ihm: Auch in diesem Stcke will ich Rcksicht 
auf dich nehmen und die Stadt, von der du sprichst, nicht zerstren.
GEN 19:22 Flchte dich eilends dorthin, denn ich kann nichts unternehmen, 
bis du hingelangt bist! Darum nennt man die Stadt Zoar.
GEN 19:23 Die Sonne war bereits aufgegangen, als Lot nach Zoar gelangte.
GEN 19:24 Jahwe aber lie auf Sodom und Gomorra Schwefel und Feuer regnen 
von Jahwe, vom Himmel, her
GEN 19:25 und zerstrte jene Stdte von Grund aus samt der ganzen 
Niederung und allen Bewohnern der Stdte und dem, was auf den Fluren 
gewachsen war.
GEN 19:26 Und sein Weib schaute sich hinter ihm um; da wurde sie zu einer 
Salzsule.
GEN 19:27 Abraham aber begab sich am andern Morgen frh an die Sttte, wo 
er vor Jahwe gestanden hatte.
GEN 19:28 Und als er hinabschaute auf Sodom und Gomorra und den ganzen 
Bereich der Niederung, da sah er, wie ein Qualm vom Lande aufstieg gleich 
dem Qualm eines Schmelzofens.
GEN 19:29 Als aber Gott die Stdte der Niederung zerstrte, da gedachte 
Gott an Abraham und geleitete Lot hinweg aus der Zerstrung, als er die 
Stdte von Grund aus zerstrte, in denen Lot gewohnt hatte.
GEN 19:30 Lot aber zog von Zoar hinauf und blieb auf dem Gebirge mit 
seinen beiden Tchtern, denn er frchtete sich, in Zoar zu bleiben; und er 
wohnte in einer Hhle mit seinen beiden Tchtern.
GEN 19:31 Da sprach die ltere zu der jngeren: Unser Vater ist alt, und 
es giebt niemand mehr auf Erden, der Umgang mit uns haben knnte, wie es 
aller Welt Brauch ist.
GEN 19:32 Komm, wir wollen unserem Vater Wein zu trinken geben und uns zu 
ihm legen, damit wir durch unsern Vater unsern Stamm erhalten.
GEN 19:33 Da gaben sie ihrem Vater in jener Nacht Wein zu trinken; sodann 
ging die ltere hinein und legte sich zu ihrem Vater. Er aber merkte 
weder, wie sie sich hinlegte, noch wie sie aufstand.
GEN 19:34 Am andern Morgen aber sprach die ltere zur jngeren: Ich habe 
also heute Nacht bei meinem Vater gelegen. Wir wollen ihm auch diese Nacht 
Wein zu trinken geben; dann geh hinein und lege dich zu ihm, damit wir 
durch unsern Vater unsern Stamm erhalten.
GEN 19:35 Da gaben sie ihrem Vater auch in dieser Nacht Wein zu trinken, 
dann begab sich die jngere hin und legte sich zu ihm. Er aber merkte 
weder wie sie sich hinlegte, noch wie sie aufstand.
GEN 19:36 Also wurden die beiden Tchter Lots schwanger von ihrem Vater.
GEN 19:37 Und die ltere gebar einen Sohn und nannte ihn Moab; das ist der 
Stammvater der heutigen Moabiter.
GEN 19:38 Aber auch die jngere gebar einen Sohn und nannte ihn Ben Ammi; 
das ist der Stammvater der heutigen Ammoniter.
GEN 20:1 Und Abraham zog von dort hinweg in das Gebiet des Sdlands und 
nahm seinen Aufenthalt zwischen Kades und Sur und verweilte auch in Gerar.
GEN 20:2 Von seinem Weibe Sara aber behauptete Abraham: sie ist meine 
Schwester! Da sandte Abimelech, der Knig von Gerar, hin und lie Sara 
holen.
GEN 20:3 Aber Gott kam des Nachts im Traume zu Abimelech und sprach zu 
ihm: Du mu sterben wegen des Weibes, das du weggenommen hast, denn sie 
ist eine Ehefrau.
GEN 20:4 Abimelech aber war ihr nicht zu nahe gekommen; und er sprach: 
Herr! du wirst doch nicht Unschuldige umbringen!
GEN 20:5 Hat er doch selbst zu mir gesagt: sie ist meine Schwester! Und 
ebenso hat auch sie behauptet: er ist mein Bruder! In der Einfalt meines 
Herzens und mit reinen Hnden habe ich so gehandelt!
GEN 20:6 Da sprach Gott zu ihm im Traum: Auch ich wei wohl, da du in der 
Einfalt deines Herzens so gehandelt hast, und ich habe dich davor bewahrt, 
da du dich gegen mich versndigtest; darum habe ich nicht zugelassen, da 
du sie berhrtest.
GEN 20:7 So gieb nun dem Manne sein Weib zurck, denn er ist ein Prophet, 
und er soll Frbitte fr dich einlegen, da du am Leben bleibst. Wenn du 
sie aber nicht zurckgiebst, so wisse, da du sterben mu samt allen, die 
dir angehren.
GEN 20:8 Am andern Morgen frh rief Abimelech alle seine Knechte und 
erzhlte ihnen alles, was vorgegangen war; da gerieten die Mnner in groe 
Furcht.
GEN 20:9 Und Abimelech lie Abraham rufen und sprach zu ihm: Was hast du 
uns angethan! Was habe ich gegen dich verschuldet, da du ber mich und 
mein Knigreich so schwere Verschuldung gebracht hast! Was nimmermehr 
geschehen sollte, das hast du mir angethan!
GEN 20:10 Und Abimelech sprach zu Abraham: Was hast du damit beabsichtigt, 
da du so gehandelt hast?
GEN 20:11 Da sprach Abraham: Ja, ich dachte, schwerlich ist irgend welche 
Gottesfurcht an diesem Ort zu finden; so werden sie mich denn umbringen um 
meines Weibes willen.
GEN 20:12 brigens ist sie wirklich meine Schwester, die Tochter meines 
Vaters - nur nicht die Tochter meiner Mutter -, und sie wurde mein Weib.
GEN 20:13 Als mich Gott aus meiner Heimat in die Fremde wandern lie, da 
sprach ich zu ihr: Das mut du mir zu Liebe thun: wohin wir auch kommen 
mgen, da gieb mich fr deinen Bruder aus!
GEN 20:14 Da nahm Abimelech Schafe und Rinder und Sklaven und Sklavinnen 
und gab sie Abraham; dazu gab er ihm sein Weib Sara zurck.
GEN 20:15 Und Abimelech sprach: Mein Land steht dir offen; la dich 
nieder, wo es dir gefllt.
GEN 20:16 Und zu Sara sprach er: hier bergebe ich deinem Bruder tausend 
Silberstcke; das soll eine Ehrenerklrung fr dich sein gegenber allen, 
die bei dir sind, so da du vor jedermann gerechtfertigt bist.
GEN 20:17 Da legte Abraham bei Gott Frbitte ein, und Gott heilte den 
Abimelech und sein Weib und seine Sklavinnen, so da sie Kinder gebaren.
GEN 20:18 Denn Jahwe hatte um Saras, des Weibes Abrahams, willen die 
Leiber aller Frauen im Hause Abimelechs gnzlich verschlossen.
GEN 21:1 Jahwe aber hatte an Sara erfllt, was er verheien hatte, und 
Jahwe that mit Sara, wie er geredet hatte.
GEN 21:2 Und Sara wurde schwanger und gebar dem Abraham einen Sohn in 
seinem hohen Alter um die Zeit, die Gott vorausgesagt hatte.
GEN 21:3 Und Abraham nannte seinen neugebornen Sohn, den ihm Sara geboren 
hatte, Isaak.
GEN 21:4 Und Abraham beschnitt seinen Sohn Isaak, als er acht Tage alt 
war, wie ihm Gott geboten hatte.
GEN 21:5 Abraham aber war hundert Jahre alt, als ihm sein Sohn Isaak 
geboren wurde.
GEN 21:6 Und Sara sprach: Ein Lachen hat mir Gott bereitet; jedermann, der 
davon hrt, wird ber mich lachen.
GEN 21:7 Und sie sprach: Wer htte je von Abraham gedacht, da Sara Kinder 
sugen werde! und doch habe ich ihm einen Sohn geboren in seinem Alter.
GEN 21:8 Und der Knabe wuchs heran und wurde entwhnt; Abraham aber 
veranstaltete ein groes Mahl an dem Tage, wo Isaak entwhnt wurde.
GEN 21:9 Als nun Sara den Sohn der gypterin Hagar, den sie Abraham 
geboren hatte, lachen sah,
GEN 21:10 da sprach sie zu Abraham: Jage diese Sklavin und ihren Sohn 
hinweg; denn der Sohn dieser Sklavin soll nicht erben mit meinem Sohn, mit 
Isaak!
GEN 21:11 Abraham aber mifiel die Sache sehr um seines Sohnes willen.
GEN 21:12 Da sprach Gott zu Abraham: La es dir nicht leid sein wegen des 
Knaben und wegen deiner Sklavin; gehorche Sara in allem, was sie von dir 
verlangt; denn nur die, die von Isaak stammen, werden als deine wahrhaften 
Nachkommen gelten.
GEN 21:13 Aber auch den Sohn der Magd will ich zu einem Volke werden 
lassen, weil er dein Sohn ist.
GEN 21:14 Am andern Morgen frh nahm Abraham Brot und einen Schlauch mit 
Wasser und gab es Hagar; das Kind aber setzte er ihr auf die Schulter und 
schickte sie fort. Da ging sie hinweg und irrte umher in der Steppe von 
Beerseba.
GEN 21:15 Als nun das Wasser im Schlauche zu Ende gegangen war, da warf 
sie den Knaben unter einen Strauch,
GEN 21:16 ging hin und setzte sich abseits einen Bogenschu weit; denn sie 
sprach: Ich kann das Sterben des Kindes nicht ansehen! Daher setzte sie 
sich abseits; das Kind aber begann laut zu weinen.
GEN 21:17 Als nun Gott das Schreien des Knaben hrte, da rief der Engel 
Gottes der Hagar vom Himmel her zu und sprach zu ihr: Was ist dir, Hagar? 
Sei getrost! Gott hat das Schreien des Knaben gehrt da, wo er liegt.
GEN 21:18 Geh, hebe den Knaben auf und fasse ihn bei der Hand, denn ich 
will ihn zu einem groen Volke werden lassen.
GEN 21:19 Und Gott that ihr die Augen auf, da sie einen Wasserquell 
erblickte. Da ging sie hin, fllte den Schlauch mit Wasser und gab dem 
Knaben zu trinken.
GEN 21:20 Und Gott war mit dem Knaben; der wuchs heran und nahm seinen 
Aufenthalt in der Steppe und wurde ein Bogenschtz.
GEN 21:21 Er nahm aber seinen Aufenthalt in der Steppe Paran, und seine 
Mutter nahm ihm ein Weib aus dem Lande gypten.
GEN 21:22 Um dieselbe Zeit sprachen Abimelech und sein Heerfhrer Pichol 
zu Abraham also: Gott ist mir dir in allem, was du thust.
GEN 21:23 Darum schwre mir jetzt bei Gott allhier, da du an mir und 
meiner gesamten Verwandtschaft nimmermehr treulos handeln willst. 
Gleichwie ich mich freundschaftlich gegen dich erzeigt habe, sollst du 
dich gegen mich erzeigen und gegen das Land, in welchem du dich als 
Fremdling aufhltst.
GEN 21:24 Da sprach Abraham: Ich will schwren.
GEN 21:25 Abraham aber setzte den Abimelech zur Rede wegen des 
Wasserbrunnens, den die Sklaven Abimelechs mit Gewalt genommen hatten.
GEN 21:26 Abimelech antwortete: Ich wei nicht, wer das gethan hat; weder 
hast du mir etwas davon gesagt, noch habe ich bis heute davon gehrt.
GEN 21:27 Da nahm Abraham Schafe und Rinder und gab sie dem Abimelech, und 
sie schlossen einen Vertrag miteinander.
GEN 21:28 Abraham aber stellte die sieben Lmmer besonders.
GEN 21:29 Da sprach Abimelech zu Abraham: Was sollen diese sieben Lmmer, 
die du besonders gestellt hast?
GEN 21:30 Abraham antwortete: Die sieben Lmmer mut du von mir annehmen; 
das soll mir zum Zeugnis dienen, da ich diesen Brunnen gegraben habe.
GEN 21:31 Daher heit jene Sttte Beerseba, weil sie dort einander 
geschworen haben.
GEN 21:32 So schlossen sie einen Vertrag zu Beerseba. Alsdann brachen 
Abimelech und sein Heerfhrer Pichol auf und kehrten zurck ins 
Philisterland.
GEN 21:33 Abraham aber pflanzte eine Tamariske zu Beerseba und rief 
daselbst den Namen Jahwes an, des ewigen Gottes.
GEN 21:34 Abraham aber verweilte lange Zeit im Philisterland.
GEN 22:1 Nach diesen Begebenheiten versuchte Gott Abraham und sprach zu 
ihm: Abraham! Er antwortete: Hier bin ich!
GEN 22:2 Da sprach er: Nimm deinen Sohn, deinen einzigen, den du lieb 
hast, Isaak, ziehe hin in das Land Morija und bringe ihn dort als 
Brandopfer dar auf einem der Berge, den ich dir sagen werde.
GEN 22:3 Da grtete Abraham am andern Morgen frh seinen Esel, nahm seine 
beiden Diener mit sich samt seinem Sohne Isaak, spaltete Holz zum 
Brandopfer, brach auf und zog nach der Sttte, von der ihm Gott gesagt 
hatte.
GEN 22:4 Am dritten Tage aber hob Abraham seine Augen auf und erblickte 
die Sttte von weitem.
GEN 22:5 Da sprach Abraham zu seinen Dienern: Bleibt hier mit dem Esel; 
ich aber und der Knabe wollen dorthin gehen und anbeten und dann wieder zu 
euch kommen.
GEN 22:6 Hierauf nahm Abraham das Holz zum Brandopfer und legte es auf 
seinen Sohn Isaak, nahm in seine Hand das Feuer und das Schlachtmesser, 
und so gingen die beiden miteinander.
GEN 22:7 Da sprach Isaak zu seinem Vater Abraham und sagte: Mein Vater! Er 
antwortete: Hier bin ich, mein Sohn! Da sagte er: Das Feuer und das Holz 
ist da; wo aber ist das Schaf zum Brandopfer?
GEN 22:8 Abraham antwortete: Mein Sohn, Gott wird schon fr ein Schaf zum 
Brandopfer sorgen! So gingen die beiden miteinander.
GEN 22:9 Als sie nun an die Sttte gelangt waren, von der ihm Gott gesagt 
hatte, da errichtete Abraham den Altar und legte die Holzscheite zurecht; 
alsdann band er seinen Sohn Isaak und legte ihn auf den Altar oben ber 
die Scheite.
GEN 22:10 Sodann reckte Abraham seine Hand aus und ergriff das Messer, um 
seinen Sohn zu schlachten.
GEN 22:11 Da rief ihm der Engel Jahwes vom Himmel her zu und sprach: 
Abraham! Abraham! Er antwortete: Hier bin ich!
GEN 22:12 Da sprach er: lege nicht Hand an den Knaben und thue ihm nichts 
zu leide! Denn nun wei ich, da du Gott frchtest, da du mir deinen 
einzigen Sohn nicht verweigert hast.
GEN 22:13 Da hob Abraham seine Augen auf und gewahrte einen Widder, der 
sich mit seinen Hrnern im Dickicht verfangen hatte; da ging Abraham hin, 
holte den Widder und brachte ihn als Brandopfer dar an Stelle seines 
Sohnes.
GEN 22:14 Und Abraham nannte die Sttte: Jahwe sieht! Daher man noch 
heutiges Tages sagt: auf dem Berge, wo Jahwe erscheint.
GEN 22:15 Der Engel Jahwes aber rief dem Abraham ein zweites Mal vom 
Himmel her zu
GEN 22:16 und sprach: Ich schwre bei mir selbst, ist der Spruch Jahwes: 
dafr, da du das gethan und mir deinen einzigen Sohn nicht verweigert 
hast,
GEN 22:17 will ich dich reichlich segnen und deine Nachkommen so beraus 
zahlreich werden lassen, wie die Sterne am Himmel und wie der Sand am Ufer 
des Meeres, und deine Nachkommen sollen die Thore ihrer Feinde besitzen,
GEN 22:18 und durch deine Nachkommen sollen alle Vlker der Erde gesegnet 
werden, zum Lohne dafr, da du meinem Befehle gehorcht hast!
GEN 22:19 Hierauf kehrte Abraham wieder zu seinen Dienern zurck, und sie 
brachen auf und zogen miteinander nach Beerseba, und Abraham blieb in 
Beerseba wohnen.
GEN 22:20 Nach diesen Begebenheiten wurde dem Abraham berichtet: Auch 
Milka hat deinem Bruder Nahor Shne geboren,
GEN 22:21 nmlich Uz, seinen Erstgebornen, und dessen Bruder Bus und 
Kemuel, von dem die Aramer stammen,
GEN 22:22 und Chesed, Haso, Pildas, Jidlaph und Bethuel;
GEN 22:23 Bethuel aber erzeugte Rebeka. Diese acht gebar Milka dem Nahor, 
dem Bruder Abrahams.
GEN 22:24 Er hatte aber auch ein Kebsweib mit Namen Reuma; auch diese 
gebar: nmlich den Tebah, Gaham, Tahas und Maacha.
GEN 23:1 Es betrug aber die Lebensdauer Saras 127 Jahre; das waren die 
Lebensjahre Saras.
GEN 23:2 Und Sara starb zu Kirjath-Arba, das ist Hebron, im Lande Kanaan. 
Abraham aber ging hin, um wegen Sara zu klagen und sie zu beweinen.
GEN 23:3 Sodann verlie Abraham den Leichnam und redete also zu den 
Hethitern:
GEN 23:4 Als Fremdling und Beisa bin ich bei euch; gebt mir ein 
Erbbegrbnis bei euch, damit ich meine Tote aus dem Hause bringe und 
begrabe.
GEN 23:5 Da antworteten die Hethiter dem Abraham also:
GEN 23:6 Hre uns doch an, o Herr! Als ein Frst Gottes weilst du unter 
uns; in dem besten unserer Grber begrabe deine Tote! Keiner von uns wird 
dir verweigern, da du deine Tote in seinem Grabe bestattest.
GEN 23:7 Da erhob sich Abraham und verneigte sich vor den Landeskindern, 
den Hethitern,
GEN 23:8 und redete mit ihnen also: Wenn es euch genehm ist, da ich meine 
Tote aus dem Hause bringe und begrabe, so thut mir den Gefallen und legt 
Frsprache fr mich ein bei Ephron, dem Sohne Zohars,
GEN 23:9 da er mir die Hhle Machpela abtrete, die ihm gehrt und die 
ganz am Ende seines Grundstcks liegt; fr den vollen Betrag soll er sie 
mir abtreten zum Erbbegrbnis unter euch.
GEN 23:10 Ephron aber sa mit da unter den Hethitern. Da antwortete 
Ephron, der Hethiter, dem Abraham, so da es die Hethiter hrten, so viele 
ihrer durch das Thor seiner Stadt aus- und eingingen, folgendermaen:
GEN 23:11 Nicht doch, Herr! hre mich an! Ich schenke dir das Grundstck, 
und auch die Hhle, die darauf ist, die schenke ich dir; vor den Augen 
meiner Stammesgenossen schenke ich sie dir. Begrabe du nur deine Tote!
GEN 23:12 Da verneigte sich Abraham vor den Landeskindern;
GEN 23:13 sodann sprach er zu Ephron, so da es seine Landsleute hrten, 
also: Wenn du - hre mich einmal an! Ich zahle das Geld fr das 
Grundstck; nimm es von mir an, damit ich meine Tote begrabe.
GEN 23:14 Ephron aber antwortete dem Abraham also:
GEN 23:15 Hre mich doch nur an, Herr! Ein Stck Land von vierhundert 
Silbersekeln Wert, was hat das unter uns zu sagen? Begrabe du nur deine 
Tote!
GEN 23:16 Und Abraham hrte auf Ephron, und Abraham wog dem Ephron den 
Kaufpreis dar, von dem er im Beisein der Hethiter gesprochen hatte: 
vierhundert Sekel Silber, wie es im Handel gng und gbe war.
GEN 23:17 So wurde das Grundstck Ephrons bei Machpela, gegenber Mamre, 
das Grundstck mit der Hhle darauf und mit allen Bumen, die sich auf dem 
Grundstck befanden in seinem ganzen Bereich ringsum,
GEN 23:18 dem Abraham zum Eigentum besttigt im Beisein der Hethiter, so 
viele durch das Thor seiner Stadt aus- und eingingen.
GEN 23:19 Danach begrub Abraham sein Weib Sara in der Hhle des 
Grundstcks Machpela, gegenber Mamre, das ist Hebron, in Kanaan.
GEN 23:20 So wurde das Grundstck und die Hhle darauf dem Abraham zum 
Erbbegrbnis besttigt von den Hethitern.
GEN 24:1 Abraham aber war alt und wohlbetagt, und Jahwe hatte Abraham 
gesegnet in allem.
GEN 24:2 Da sprach Abraham zu seinem Sklaven, dem Hausltesten, der alles 
das Seinige zu verwalten hatte: Lege doch deine Hand unter meine Lende!
GEN 24:3 Denn du mu mir schwren bei Jahwe, dem Gott des Himmels und dem 
Gott der Erde, da du fr meinen Sohn nicht ein Weib freien willst von den 
Tchtern der Kanaaniter, unter denen ich wohne,
GEN 24:4 sondern da du in mein Vaterland und zu meiner Verwandtschaft 
ziehen willst, um fr meinen Sohn Isaak ein Weib zu freien.
GEN 24:5 Da antwortete ihm der Sklave: Wenn nun aber das Weib mir nicht 
folgen will in dieses Land, soll ich dann deinen Sohn wieder in das Land 
zurckbringen, aus dem du ausgewandert bist?
GEN 24:6 Abraham sprach zu ihm: Hte dich, meinen Sohn dorthin 
zurckzubringen!
GEN 24:7 Jahwe, der Gott des Himmels, der mich hinweggefhrt hat aus dem 
Hause meines Vaters und aus meinem Heimatlande, der zu mir geredet und mir 
zugeschworen hat: Deinen Nachkkommen will ich dieses Land verleihen! - der 
wird seinen Engel vor dir hersenden, da du meinem Sohn ein Weib von dort 
freiest.
GEN 24:8 Und wenn das Weib nicht willens sein sollte, dir zu folgen, so 
bist du dieses Eides quitt; keinesfalls aber darfst du meinen Sohn dorthin 
zurckbringen.
GEN 24:9 Da legte der Sklave seine Hand unter die Lende Abrahams, seines 
Herrn, und schwur ihm, wie er verlangt hatte.
GEN 24:10 Hierauf nahm der Sklave zehn Kamele von den Kamelen seines 
Herrn, sowie allerlei Kleinodien seines Herrn mit sich, brach auf und zog 
nach Mesopotamien, nach der Stadt Nahors.
GEN 24:11 Da lie er die Kamele drauen vor der Stadt bei einem Brunnen 
sich lagern, um die Abendzeit, wo die Weiber herauszukommen pflegen, um 
Wasser zu schpfen.
GEN 24:12 Und er sprach: Jahwe, Gott meines Herrn Abraham! La es mir 
heute glcken und zeige dich gndig gegen meinen Herrn Abraham.
GEN 24:13 Wenn ich jetzt dastehe bei der Quelle, und die Tchter der 
Stadtbewohner herauskommen, um Wasser zu schpfen -GEN 24:14 wenn dann das 
Mdchen, zu der ich sagen werde: Neige doch deinen Krug, damit ich trinke, 
antworten wird: Trinke, und auch deine Kamele will ich trnken! die hast 
du bestimmt fr deinen Diener Isaak, und daran will ich erkennen, da du 
dich gegen meinen Herrn gndig erzeigst.
GEN 24:15 Noch hatte er nicht ausgeredet, da kam, den Krug auf der 
Schulter, Rebeka heraus, die Tochter Bethuels, des Sohnes der Milka, des 
Weibes Nahors, des Bruders Abrahams.
GEN 24:16 Das Mdchen aber war beraus schn, eine Jungfrau, mit der noch 
keiner Umgang gehabt hatte; und sie stieg hinab zur Quelle, fllte ihren 
Krug und kam wieder herauf.
GEN 24:17 Da lief ihr der Sklave entgegen und sprach: La mich doch ein 
wenig Wasser aus deinem Kruge trinken!
GEN 24:18 Da sprach sie: Trinke, Herr! und eilend lie sie den Krug 
hernieder auf ihre Hand und gab ihm zu trinken.
GEN 24:19 Und als sie ihm genug zu trinken gegeben hatte, sprach sie: Auch 
fr deine Kamele will ich schpfen, bis sie sich satt getrunken haben.
GEN 24:20 Und eilend go sie ihren Krug aus in die Trnkrinne, lief wieder 
zur Quelle, um Wasser zu schpfen, und schpfte fr alle seine Kamele.
GEN 24:21 Der Mann aber sah ihr voll Erstaunen schweigend zu, begierig, zu 
erfahren, ob Jahwe Glck zu seiner Reise gegeben habe oder nicht.
GEN 24:22 Als nun die Kamele sich satt getrunken hatten, da nahm der Mann 
einen goldenen Nasenring, einen halben Sekel schwer, und zwei Armbnder 
fr ihre Arme, zehn Sekel Goldes schwer,
GEN 24:23 und sprach: Wessen Tochter bist du? sage es mir! Ist im Hause 
deines Vaters Raum fr uns zum bernachten?
GEN 24:24 Sie sprach zu ihm: Ich bin die Tochter Bethuels, des Sohnes der 
Milka, den sie dem Nahor geboren hat.
GEN 24:25 Und weiter sagte sie zu ihm: Wir haben Stroh und Futter in 
Flle, sowie auch Raum zum bernachten.
GEN 24:26 Da verneigte sich der Mann und beugte sich vor Jahwe
GEN 24:27 und sprach: Gepriesen sei Jahwe, der Gott meines Herrn Abraham, 
der es nicht hat fehlen lassen an Huld und Treue gegenber meinem Herrn. 
Den Weg hat mich Jahwe gefhrt zum Hause der Verwandten meines Herrn!
GEN 24:28 Das Mdchen aber lief und berichtete bei ihrer Mutter, was sich 
zugetragen hatte.
GEN 24:29 Nun hatte Rebeka einen Bruder, der hie Laban, da lief Laban zu 
dem Manne hinaus an die Quelle.
GEN 24:30 Als dieser den Ring und die Spangen an den Armen seiner 
Schwester erblickte und seine Schwester erzhlen hrte: so und so hat der 
Mann zu mir gesagt, und kam zu dem Manne; der aber stand noch bei den 
Kamelen an der Quelle.
GEN 24:31 Da sprach er: Komm herein, du Gesegneter Jahwes! warum stehst du 
drauen?
GEN 24:32 Als er nun den Mann ins Haus gefhrt hatte, zumte er die Kamele 
ab; alsdann gab er den Kamelen Stroh und Futter und brachte Wasser zum 
Waschen der Fe fr ihn und die Mnner, die bei ihm waren.
GEN 24:33 Als ihm aber zu essen vorgesetzt wurde, da sprach er: Ich esse 
nicht eher, als bis ich meine Sache vorgebracht habe! Er antwortete: So 
rede!
GEN 24:34 Da sprach er: Ich bin der Sklave Abrahams.
GEN 24:35 Jahwe hat meinen Herrn reichlich gesegnet, so da er zu groem 
Wohlstand gelangt ist, und hat ihm Schafe und Rinder, Silber und Gold, 
Sklaven und Sklavinnen und Kamele und Esel geschenkt.
GEN 24:36 Und Sara, das Weib meines Herrn, gebar meinem Herrn einen Sohn, 
als sie schon hochbetagt war; dem hat er alle seine Habe bergeben.
GEN 24:37 Mein Herr aber gebot mir und lie mich darauf schwren: Du 
darfst meinem Sohne kein Weib freien aus den Tchtern der Kanaaniter, in 
deren Land ich wohne,
GEN 24:38 sondern sollst hinziehen zu meines Vaters Haus und zu meiner 
Verwandtschaft um meinem Sohn ein Weib zu freien.
GEN 24:39 Da sprach ich zu meinem Herrn: Wenn nun aber das Weib mir nicht 
folgen will?
GEN 24:40 Da sprach er zu mir: Jahwe, vor dessen Angesicht ich gewandelt 
habe, wird seinen Engel mit dir senden und dir Glck zu deiner Reise 
geben, da du meinem Sohn ein Weib freiest von meiner Verwandtschaft, aus 
dem Hause meines Vaters.
GEN 24:41 Dann sollst du meines Eides quitt sein, wenn du dich zu meiner 
Verwandtschaft begeben wirst; geben sie dir sie nicht, so bist du meines 
Eides quitt.
GEN 24:42 Als ich nun heute zu der Quelle kam, da sprach ich: Jahwe, du 
Gott meines Herrn Abraham! Wenn du Glck geben willst zu dem Weg, auf dem 
ich mich befinde, so soll - wenn ich jetzt dastehe bei der Quelle -GEN 
24:43 das Mdchen, das herauskommt, um Wasser zu schpfen, und zu dem ich 
sagen werde: Gieb mir doch ein wenig Wasser zu trinken aus deinem Kruge!
GEN 24:44 und das dann antwortet: Trinke und auch deine Kamele will ich 
trnken - die soll das Weib sein, welches Jahwe dem Sohne meines Herrn 
bestimmt hat.
GEN 24:45 Kaum hatte ich so bei mir beschlossen, da kam Rebeka heraus, den 
Krug auf der Schulter, stieg zur Quelle hinab und schpfte Wasser. Da 
sprach ich zu ihr: Gieb mir zu trinken!
GEN 24:46 Sie aber lie rasch ihren Krug herab und sprach: Trinke! und 
auch deine Kamele will ich trnken. Da trank ich und sie trnkte dann auch 
die Kamele.
GEN 24:47 Hierauf fragte ich sie und sprach: Wessen Tochter bist du? Sie 
antwortete: Ich bin die Tochter Bethuels, des Sohnes Nahors, den ihm Milka 
geboren hat. Da legte ich den Ring an ihre Nase und die Spangen an ihre 
Arme.
GEN 24:48 Dann verneigte ich mich und beugte mich vor Jahwe und pries 
Jahwe, den Gott meines Herrn Abraham, dafr, da er mich den rechten Weg 
gefhrt hat, die Tochter des Bruders meines Herrn fr seinen Sohn zu 
freien.
GEN 24:49 Wenn ihr nun also meinem Herrn Liebe und Treue erweisen wollt, 
so sagt es mir; wenn aber nicht, so sagt es mir auch, damit ich mich wende 
zur Rechten oder zur Linken.
GEN 24:50 Da antworteten Laban und Bethuel und sprachen: Das kommt von 
Jahwe! Wir knnen nichts dazu sagen, weder Schlimmes noch Gutes.
GEN 24:51 Rebeka steht dir zur Verfgung; nimm sie und ziehe hin, damit 
sie das Weib des Sohnes deines Herrn werde, wie Jahwe geredet hat!
GEN 24:52 Als nun der Sklave Abrahams diese ihre Worte hrte, verneigte er 
sich vor Jahwe bis auf die Erde.
GEN 24:53 Dann zog der Sklave Gold- und Silbersachen und Gewnder hervor 
und schenkte sie Rebeka; ihrem Bruder aber und ihrer Mutter schenkte er 
Kleinodien.
GEN 24:54 Und sie aen und tranken, er und die Mnner, die mit ihm waren, 
und blieben ber Nacht. Am andern Morgen aber, als sie aufgestanden waren, 
da sprach er: Lat mich ziehen zu meinen Herrn!
GEN 24:55 Da sprachen ihr Bruder und ihre Mutter: La doch das Mdchen 
noch einige Tage oder zehn bei uns bleiben, dann mag sie ziehen!
GEN 24:56 Er aber sprach zu ihnen: Haltet mich nicht auf! Jahwe hat Glck 
gegeben zu meiner Reise, so entlat mich nun, damit ich zu meinem Herrn 
ziehe.
GEN 24:57 Da sprachen sie: Wir wollen das Mdchen rufen und sie selbst 
befragen!
GEN 24:58 Hierauf riefen sie Rebeka und sprachen zu ihr: Willst du mit 
diesem Manne ziehen? Sie antwortete: Ja, ich will!
GEN 24:59 Da lieen sie ihre Schwester Rebeka ziehen mit ihrer Amme und 
dem Sklaven Abrahams samt seinen Leuten.
GEN 24:60 Und sie segneten Rebeka und sprachen zu ihr: O Schwester! Werde 
du zu unzhligen Tausenden, und mgen deine Nachkommen die Thore ihrer 
Feinde in Besitz nehmen!
GEN 24:61 Hierauf brachen Rebeka und ihre Dienerinnen auf und setzten sich 
auf die Kamele und folgten dem Manne; und der Sklave nahm Rebeka und zog 
von dannen.
GEN 24:62 Isaak aber war vom Brunnen des Lebendigen, der mich schaut 
gekommen; denn er wohnte im Sdland.
GEN 24:63 Einst war Isaak ausgegangen, um auf dem Felde zu beten, als der 
Abend anbrach. Als er nun aufblickte, sah er Kamele daherkommen.
GEN 24:64 Als aber Rebeka aufschaute, erblickte sie den Isaak. Da sprang 
sie herab vom Kamel
GEN 24:65 und sprach zu dem Sklaven: Wer ist der Mann, der uns da auf dem 
Feld entgegenkommt? Der Sklave antwortete: Es ist mein Herr! Da nahm sie 
den Schleier und verhllte sich.
GEN 24:66 Hierauf erzhlte der Sklave dem Isaak alles, was er verrichtet 
hatte.
GEN 24:67 Isaak aber fhrte sie hinein ins Zelt seiner Mutter Sara und er 
nahm Rebeka und sie wurde sein Weib und er gewann sie lieb; so trstete 
sich Isaak ber den Verlust seiner Mutter.
GEN 25:1 Abraham aber nahm nochmals ein Weib, Namens Ketura,
GEN 25:2 die gebar ihm Simran, Joksan, Medan, Midian, Jisbak und Suah.
GEN 25:3 Joksan aber erzeugte Saba und Dedan; und die Shne Dedans waren 
die Assuriter, die Letusiter und die Leummiter.
GEN 25:4 Und die Shne Midians waren Epha, Epher, Hanoch, Abida und Eldaa; 
diese alle stammen von Ketura.
GEN 25:5 Abraham aber bergab alle seine Habe dem Isaak.
GEN 25:6 Aber den Shnen der Kebsweiber, die Abraham hatte, gab Abraham 
Geschenke und lie sie noch bei seinen Lebzeiten von seinem Sohne Isaak 
hinweg stlich, in das Ostland ziehen.
GEN 25:7 Das aber ist die Dauer der Lebensjahre Abrahams, die er durchlebt 
hat: 175 Jahre.
GEN 25:8 Und Abraham verschied und starb in schnem Alter, alt und 
lebenssatt, und wurde versammelt zu seinen Stammesgenossen.
GEN 25:9 Und es begruben ihn seine Shne Isaak und Ismael in der Hhle 
Machpela, auf dem Grundstck des Hethiters Ephron, des Sohnes Zohars, 
welches Mamre gegenberliegt,
GEN 25:10 auf dem Grundstck, welches Abraham von den Hethitern gekauft 
hatte: dort wurden Abraham und sein Weib Sara begraben.
GEN 25:11 Nach dem Tode Abrahams aber segnete Gott seinen Sohn Isaak; 
Isaak aber wohnte bei dem Brunnen des Lebendigen, der mich schaut.
GEN 25:12 Dies ist die Geschichte Ismaels, des Sohnes Abrahams, den die 
gypterin Hagar, die Leibmagd Saras, dem Abraham geboren hat.
GEN 25:13 Und dies sind die Namen der Shne Ismaels nach ihren Namen, nach 
ihrem Stammbaum: der Erstgeborene Ismaels Nebajoth; Kedar, Adbeel, Mibsam,
GEN 25:14 Misma, Duma, Massa,
GEN 25:15 Hadad, Thema, Jetur, Naphis und Kedma.
GEN 25:16 Das sind die Shne Ismaels, und dies ihre Namen nach ihren 
Gehften und Zeltlagern, zwlf Frsten nach ihren Stammverbnden.
GEN 25:17 Und dies war die Lebensdauer Ismaels: 137 Jahre. Und er 
verschied und starb und wurde versammelt zu seinen Stammesgenossen.
GEN 25:18 Und sie wohnten von Havila an bis nach Sur, welches stlich von 
gypten liegt, bis nach Assur hin; allen seinen Verwandten setzte er sich 
auf den Nacken.
GEN 25:19 Das ist die Geschichte Isaaks, des Sohnes Abrahams: Abraham 
erzeugte den Isaak.
GEN 25:20 Isaak aber war vierzig Jahre alt, als er sich Rebeka, die 
Tochter des Aramers Bethuel aus Mesopotamien, die Schwester des Aramers 
Laban, zum Weibe nahm.
GEN 25:21 Isaak aber bat Jahwe fr sein Weib, denn sie war unfruchtbar. Da 
lie sich Jahwe von ihm erbitten, und sein Weib Rebeka wurde schwanger.
GEN 25:22 Es stieen sich aber die Kinder in ihrem Leibe; da sprach sie: 
Wenn es so steht, warum lebe ich dann? Und sie ging hin, Jahwe zu befragen.
GEN 25:23 Jahwe aber sprach zu ihr: Zwei Vlker sind in deinem Leibe, und 
zwei Stmme werden aus deinem Schoe hervorgehen, sich zu befehden. Ein 
Stamm wird dem andern berlegen sein, und der ltere wird dem jngeren 
dienstbar werden.
GEN 25:24 Als nun ihre Zeit da war, da sie gebren sollte, da fand sich, 
da Zwillinge in ihrem Leibe waren.
GEN 25:25 Da kam der erste heraus, rtlich, ganz und gar wie ein haariger 
Mantel; darum nannten sie ihn Esau.
GEN 25:26 Darnach kam sein Bruder heraus, der hielt mit seiner Hand die 
Ferse Esaus; darum nannte man ihn Jakob. Isaak aber war sechzig Jahre alt, 
als sie geboren wurden.
GEN 25:27 Als nun die Knaben heranwuchsen, wurde Esau ein tchtiger Jger, 
ein Mann der Steppe; Jakob dagegen war ein sanfter Mann, der bei den 
Zelten blieb.
GEN 25:28 Isaak aber liebte den Esau, denn Wildbret war nach seinem 
Geschmack; Rebeka dagegen liebte mehr den Jakob.
GEN 25:29 Einst kochte Jakob ein Gericht; da kam Esau ganz verschmachtet 
aus der Steppe.
GEN 25:30 Und Esau sprach zu Jakob: La mich schnell essen von dem roten, 
dem roten da! denn ich bin ganz verschmachtet. Deshalb nannte man ihn Edom.
GEN 25:31 Jakob aber sprach: Verkaufe mir zuvor dein Erstgeburtsrecht!
GEN 25:32 Da sprach Esau: Ach, ich mu schlielich doch sterben; was soll 
mir da das Erstgeburtsrecht!
GEN 25:33 Jakob sprach: Schwre es mir zuvor zu! Da schwur er ihm und 
verkaufte so an Jakob sein Erstgeburtsrecht.
GEN 25:34 Jakob aber gab dem Esau Brot und ein Gericht Linsen. Da a er 
und trank, stand auf und ging davon; so verscherzte Esau leichtfertig sein 
Erstgeburtsrecht.
GEN 26:1 Es kam aber eine Hungersnot ber das Land - eine andere, als jene 
frhere Hungersnot, die zu Abrahams Zeit gewesen war -, da zog Isaak zu 
Abimelech, dem Knige der Philister, nach Gerar.
GEN 26:2 Da erschien ihm Jahwe und sprach: ziehe nicht hinab nach gypten! 
Bleibe in dem Lande, das ich dir sagen werde!
GEN 26:3 Weile als Fremdling in diesem Lande, so will ich mit dir sein und 
dich segnen. Denn dir und deinen Nachkommen will ich alle diese Lnder 
geben und werde den Schwur aufrecht erhalten, den ich deinem Vater Abraham 
geschworen habe.
GEN 26:4 Und ich werde deine Nachkommen so zahlreich werden lassen, wie 
die Sterne am Himmel, und werde deinen Nachkommen alle diese Lnder geben, 
und durch deine Nachkommen sollen alle Vlker auf Erden gesegnet werden,
GEN 26:5 zum Lohne dafr, da Abraham meinem Befehl gehorcht und alles 
beobachtet hat, was ich von ihm forderte, meine Gebote, meine Satzungen 
und meine Weisungen.
GEN 26:6 So blieb Isaak in Gerar.
GEN 26:7 Als sich aber die Bewohner des Orts nach seinem Weibe erkundigen, 
da sprach er: Sie ist meine Schwester! Denn er frchtete sich zu sagen: 
Sie ist mein Weib; denn, dachte er, die Bewohner des Orts knnten mich 
sonst umbringen wegen Rebeka, weil sie so schn ist.
GEN 26:8 Als er nun lngere Zeit dort gewohnt hatte, da schaute einst 
Abimelech, der Knig der Philister, zum Fenster hinaus und sah, wie Isaak 
mit seinem Weibe Rebeka scherzte.
GEN 26:9 Da lie Abimelech den Isaak rufen und sprach: Also dein Weib ist 
sie! Wie konntest du da sagen: Sie ist meine Schwester? Isaak antwortete 
ihm: Ja, ich dachte, ich knnte ihretwegen etwa gar sterben mssen.
GEN 26:10 Da sprach Abimelech: Was hast du uns da angethan! Wie leicht 
konnte irgend einer deinem Weibe beiwohnen, und du httest damit schwere 
Schuld auf uns geladen.
GEN 26:11 Hierauf gebot Abimelech allem Volke: Wer diesen Mann und sein 
Weib antastet, soll mit dem Tode bestraft werden!
GEN 26:12 Isaak aber sete in jenem Land und erntete in jenem Jahre 
hundertfltig, denn Jahwe segnete ihn.
GEN 26:13 So wurde der Mann reich und wurde immer reicher, bis er sehr 
reich war;
GEN 26:14 und er besa Schafherden und Rinderherden und viele Leibeigene, 
so da die Philister ihn beneideten.
GEN 26:15 Es hatten aber die Philister alle die Brunnen, welche die 
Sklaven seines Vaters bei Lebzeiten seines Vaters Abraham gegraben hatten, 
verschttet und mit Erde angefllt.
GEN 26:16 Da sprach Abimelech zu Isaak: Ziehe hinweg von uns, denn du bist 
uns zu mchtig geworden!
GEN 26:17 Da zog Isaak von dort hinweg, schlug sein Lager im Thale von 
Gerar auf und blieb daselbst.
GEN 26:18 Hierauf lie Isaak die Brunnen wieder aufgraben, die die Sklaven 
seines Vaters Abraham gegraben und welche die Philister nach Abrahams Tode 
verschttet hatten, und benannte sie wieder mit den Namen, die ihnen sein 
Vater gegeben hatte.
GEN 26:19 Da gruben die Sklaven Isaaks im Thalgrunde nach und fanden 
daselbst eine Quelle mit flieendem Wasser.
GEN 26:20 Die Hirten von Gerar aber gerieten in Streit mit den Hirten 
Isaaks und sprachen: Uns gehrt das Wasser! Da nannte er die Quelle 
Esek, weil sie mit ihm gezankt hatten.
GEN 26:21 Hierauf gruben sie einen anderen Brunnen, aber sie gerieten auch 
seinetwegen in Streit; daher nannte er ihn Sitna.
GEN 26:22 Dann zog er weiter von dort hinweg und grub einen anderen 
Brunnen. ber den gerieten sie nicht in Streit; daher nannte er ihn 
Rehoboth und sprach: Nun hat uns Jahwe freien Raum geschafft, da wir 
uns ausbreiten knnen im Lande!
GEN 26:23 Alsdann zog er von dort hinauf nach Beerseba.
GEN 26:24 Da erschien ihm Jahwe in selbiger Nacht und sprach: Ich bin der 
Gott deines Vaters Abraham! Sei getrost, denn ich bin mit dir; und ich 
will dich segnen und deine Nachkommen zahlreich werden lassen um meines 
Dieners Abraham willen!
GEN 26:25 Da erbaute er daselbst einen Altar, rief den Namen Jahwes an und 
schlug daselbst sein Zelt auf. Hierauf gruben die Sklaven Isaaks dort 
einen Brunnen.
GEN 26:26 Es war aber Abimelech mit Ahusat, seinem vertrauten Rat, und mit 
Pichol, seinem Heerfhrer, von Gerar zu ihm gekommen.
GEN 26:27 Da sprach Isaak zu ihnen: Warum kommt ihr zu mir, da ihr doch 
feindlich gegen mich gesinnt seid und mich von euch getrieben habt?
GEN 26:28 Sie sprachen: Wir haben wohl gesehen, da Jahwe mit dir war; da 
beschlossen wir, es msse eine gegenseitige Verpflichtung von uns und dir 
beschworen werden, und wollen einen Vertrag mit dir schlieen,
GEN 26:29 da du uns nicht Bses zufgen willst, wie auch wir dich nicht 
angetastet und dir nur Gutes erwiesen haben, indem wir dich in Frieden 
ziehen lieen. Du bist nun einmal der Gesegnete Jahwes!
GEN 26:30 Da bereitete er ihnen ein Mahl, und sie aen und tranken.
GEN 26:31 Am andern Morgen frh aber schwuren sie sich gegenseitig; 
hierauf verabschiedete sie Isaak, und sie gingen in Frieden von ihm.
GEN 26:32 An demselben Tage kamen die Sklaven Isaaks und berichteten ihm 
in betreff des Brunnens, den sie gegraben hatten, und sprachen zu ihm: Wir 
haben Wasser gefunden!
GEN 26:33 Da nannte er ihn Siba; daher hiet die Stadt Beerseba bis auf 
den heutigen Tag.
GEN 26:34 Als nun Esau vierzig Jahre alt war, heiratete er Judith, die 
Tochter des Hethiters Beeri, und Basmath, die Tochter des Hethiters Elon.
GEN 26:35 Die waren ein schwerer Kummer fr Isaak und Rebeka.
GEN 27:1 Als aber Isaak alt geworden war, und seine Augen stumpf waren, 
da er nicht mehr sehen konnte, da rief er seinen lteren Sohn Esau und 
sprach zu ihm: Mein Sohn! Er antwortete ihm: Hier bin ich!
GEN 27:2 Da sprach er: Ich bin nun alt geworden und wei nicht, wann ich 
sterben werde.
GEN 27:3 So nimm nun dein Jagdgerte, deinen Kcher und deinen Bogen, gehe 
aus in die Steppe und erjage fr mich ein Stck Wild.
GEN 27:4 Dann bereite mir ein Essen, wie ich es gern habe, und bringe es 
mir herein, da ich esse; so will ich dir dann meinen Segen geben, bevor 
ich sterbe.
GEN 27:5 Rebeka aber hatte zugehrt, als Isaak so zu seinem Sohn Esau 
redete. Whrend nun Esau in die Steppe ging, um ein Wild zu erjagen und 
heimzubringen,
GEN 27:6 sprach Rebeka zu ihrem Sohne Jakob: Eben habe ich zugehrt, wie 
dein Vater zu deinem Bruder Esau redete und ihm gebot:
GEN 27:7 Hole mir ein Wildbret und bereite mir ein Essen, da ich esse; so 
will ich dir dann vor dem Angesicht Jahwes meinen Segen geben, bevor ich 
sterbe.
GEN 27:8 Nun aber, mein Sohn, folge meinem Rat und thue, was ich dich 
heien werde!
GEN 27:9 Gehe zur Herde und hole mir von dort zwei schne Ziegenbckchen, 
da ich sie herrichte zu einem Essen fr deinen Vater, wie er es gern hat.
GEN 27:10 Dann mu du es deinem Vater hineinbringen, damit er davon it; 
so soll er dir dann seinen Segen geben, bevor er stirbt.
GEN 27:11 Jakob aber sprach zu seiner Mutter Rebeka: Ja, aber mein Bruder 
Esau ist stark behaart, whrend ich unbehaart bin.
GEN 27:12 Vielleicht wird mich mein Vater betasten; dann wrde ich vor ihm 
dastehn wie einer, der seinen Spott mit ihm treibt, und wrde Fluch ber 
mich bringen und nicht Segen!
GEN 27:13 Da sprach seine Mutter zu ihm: Auf mich falle der Fluch, der 
dich treffen knnte, mein Sohn; folge du nur meinem Rat, geh und hole mir!
GEN 27:14 Da ging er, es zu holen, und brachte es seiner Mutter; seine 
Mutter aber bereitete ein Essen, wie es sein Vater gern hatte.
GEN 27:15 Hierauf holte Rebeka die guten Kleider ihres lteren Sohnes 
Esau, die sie drinnen bei sich hatte, und zog sie ihrem jngeren Sohne 
Jakob an.
GEN 27:16 Die Felle der Ziegenbckchen aber legte sie ihm um seine Hnde 
und um seinen glatten Hals;
GEN 27:17 dann gab sie ihrem Sohne Jakob das Essen nebst dem Brot, das sie 
gebacken hatte, in die Hand.
GEN 27:18 Da ging er hinein zu seinem Vater und sprach: Mein Vater! Er 
antwortete: Hier bin ich! Wer bist du, mein Sohn?
GEN 27:19 Da sprach Jakob zu seinem Vater: Ich bin Esau, dein 
Erstgeborener; ich habe gethan, wie du mir geboten hast. So setze dich nun 
auf und i von meinem Wildbret, damit du mir dann deinen Segen gebest!
GEN 27:20 Da sprach Isaak zu seinem Sohne: Ei wie schnell hast du etwas 
gefunden, mein Sohn! Er antwortete: Ja, dein Gott Jahwe lie es mir in den 
Weg laufen.
GEN 27:21 Da sprach Isaak zu Jakob: Tritt einmal nher, da ich dich 
bestasten kann, mein Sohn, ob du wirklich mein Sohn Esau bist oder nicht!
GEN 27:22 Da trat Jakob zu seinem Vater Isaak heran, und als er ihn nun 
betastet hatte, sprach er: Die Stimme ist Jakobs Stimme, aber die Arme 
sind Esaus Arme.
GEN 27:23 Und er erkannte ihn nicht, weil seine Arme behaart waren, wie 
die seines Bruders Esau, und so segnete er ihn denn.
GEN 27:24 Da sprach er: Du also bist mein Sohn Esau? Er antwortete: Ja, 
ich bins!
GEN 27:25 Da sprach er: So bringe mir es her, damit ich esse von dem 
Wildbret meines Sohnes; so will ich dir dann meinen Segen geben! Da 
brachte er es ihm, und er a; dann brachte er ihm Wein, und er trank.
GEN 27:26 Hierauf sprach sein Vater Isaak zu ihm: Tritt herzu und ksse 
mich, mein Sohn!
GEN 27:27 Als er nun herzutrat und ihn kte, da roch er den Duft seiner 
Kleider; und er segnete ihn und sprach: Frwahr, der Duft meines Sohns ist 
wie der Duft des Gefildes, das Jahwe gesegnet hat!
GEN 27:28 Es gebe dir Gott Tau vom Himmel und fetten Boden und berflu an 
Korn und Wein.
GEN 27:29 Es sollen Vlker dir dienstbar werden und Nationen vor dir sich 
beugen. Du sollst ein Herr sein ber deine Brder, und vor dir sollen sich 
beugen die Shne deiner Mutter. Wer irgend dir flucht, der sei verflucht, 
wer aber dich segnet, soll gesegnet sein!
GEN 27:30 Als nun Isaak den Segen ber Jakob vollendet hatte, und Jakob 
kaum eben hinweggegangen war von seinem Vater Isaak, da kam sein Bruder 
Esau heim von der Jagd.
GEN 27:31 Und er bereitete gleichfalls ein Essen, brachte es seinem Vater 
hinein und sprach zu seinem Vater: Steh auf, mein Vater, und i von dem 
Wildbret deines Sohns, damit du mir alsdann deinen Segen gebest!
GEN 27:32 Da antwortete ihm sein Vater Isaak: Wer bist du? Er sprach: Ich 
bin dein erstgeborner Sohn Esau!
GEN 27:33 Da erschrak Isaak ber alle Maen und sprach: Wer in aller Welt 
war denn der, der ein Wild erjagt und mir hereingebracht hat, so da ich 
von allem a, ehe du herkamst, und ihm meinen Segen gab? Nun wird er 
gesegnet bleiben!
GEN 27:34 Als Esau diese Worte seines Vaters vernahm, da erhob er ein gar 
lautes und klgliches Geschrei und sprach zu seinem Vater: Segne auch 
mich, mein Vater!
GEN 27:35 Er aber sprach: Dein Bruder kam hinterlistigerweise und nahm dir 
den Segen weg!
GEN 27:36 Da sprach er: Ja, mit Recht nennt man ihn Jakob! Denn zweimal 
hat er mich nun berlistet: mein Erstgeburtsrecht hat er genommen und nun 
hat er mir auch den Segen weggenommen! Dann sprach er: Hast du denn keinen 
Segen fr mich aufbehalten?
GEN 27:37 Da antwortete Isaak und sprach zu Esau: Ich habe ihn nun einmal 
zum Herrn ber dich gesetzt und alle seine Brder habe ich ihm als Knechte 
untergeben und habe ihn reichlich ausgestattet mit Korn und Wein; was in 
aller Welt knnte ich nun fr dich noch thun, mein Sohn?
GEN 27:38 Da sprach Esau zu seinem Vater: Ist denn das dein einziger 
Segen, mein Vater? Segne auch mich, mein Vater! und Esau fing laut zu 
weinen an.
GEN 27:39 Da antwortete sein Vater Isaak und sprach zu ihm: Frwahr, fern 
von fettem Boden wird dein Wohnsitz sein und ohne Anteil am Tau des 
Himmels droben.
GEN 27:40 Von deinem Schwerte sollst du leben und deinem Bruder sollst du 
dienstbar sein. Es wird aber geschehn, wenn du dich anstrengst, wirst du 
sein Joch abschtteln von deinem Halse.
GEN 27:41 Esau aber war Jakob feind wegen des Segens, den ihm sein Vater 
gegeben hatte; und Esau dachte bei sich: Wenn erst die Zeit der Trauer um 
meinen Vater herangekommen ist, werde ich meinen Bruder Jakob erschlagen!
GEN 27:42 Als nun der Rebeka solche Reden ihres lteren Sohnes Esau 
hinterbracht wurden, lie sie ihren jngeren Sohn Jakob rufen und sprach 
zu ihm: Hre, dein Bruder Esau sinnt auf Rache gegen dich und will dich 
erschlagen.
GEN 27:43 Folge daher meinem Rate, mein Sohn! Brich auf, flieh zu meinem 
Bruder Laban nach Haran
GEN 27:44 und bleibe einige Zeit bei ihm, bis sich der Groll deines 
Bruders legt,
GEN 27:45 bis der Zorn deines Bruders von dir ablt, und er vergit, was 
du ihm angethan hast. Dann will ich hinsenden und dich von dort holen 
lassen. Warum sollte ich euch beide an einem Tage verlieren!
GEN 27:46 Da sprach Rebeka zu Isaak: Ich bin des Lebens berdrssig wegen 
der Hethiterinnen. Wenn Jakob auch so eine Hethiterin, eine 
Landeseingeborene, zum Weibe nehmen sollte, wozu lebe ich dann noch?
GEN 28:1 Da rief Isaak Jakob herbei und segnete ihn; und er gebot ihm und 
sprach zu ihm: Nimm nicht ein Weib von den Tchtern Kanaans.
GEN 28:2 Mache dich auf und ziehe nach Mesopotamien, zu dem Hause 
Bethuels, des Vaters deiner Mutter, und hole dir von dort ein Weib, eine 
der Tchter Labans, des Bruders deiner Mutter.
GEN 28:3 Und der allmchtige Gott segne dich und mache dich fruchtbar und 
mehre dich, da du zu einem Haufen von Vlkern werdest.
GEN 28:4 Und er verleihe dir den Segen Abrahams, dir und deinen Nachkommen 
mit dir, da du das Land, in welchem du als Fremdling weilst, welches Gott 
dem Abraham verliehen hat, zu eigen bekommest.
GEN 28:5 So entlie Isaak den Jakob, und er zog nach Mesopotamien zu 
Laban, dem Sohne Bethuels, des Aramers, dem Bruder Rebekas, der Mutter 
Jakobs und Esaus.
GEN 28:6 Als nun Esau sah, da Isaak den Jakob gesegnet und ihn nach 
Mesopotamien geschickt hatte, damit er sich von dort ein Weib hole, indem 
er ihn segnete und ihm gebot und sprach: Nimm nicht ein Weib von den 
Tchtern Kanaans!
GEN 28:7 und da Jakob auf seinen Vater und auf seine Mutter hrte und 
nach Mesopotamien ging,
GEN 28:8 da merkte Esau, da die Tchter Kanaans seinem Vater Isaak 
mifielen.
GEN 28:9 Daher ging Esau zu Ismael und nahm sich Mahalath, die Tochter 
Ismaels, des Sohnes Abrahams, die Schwester Nebajoths, zu seinen anderen 
Weibern hinzu zum Weibe.
GEN 28:10 Da zog Jakob aus von Beerseba und machte sich auf den Weg nach 
Haran.
GEN 28:11 Da gelangte er an eine Sttte und blieb daselbst ber Nacht, 
denn die Sonne war untergegangen. Und er nahm einen von den Steinen dieser 
Sttte, lege ihn zu seinen Hupten und legte sich schlafen an selbiger 
Sttte.
GEN 28:12 Da trumte ihm, eine Leiter sei auf die Erde gestellt, deren 
oberes Ende bis zum Himmel reichte, und die Engel Gottes stiegen auf ihr 
hinauf und herab.
GEN 28:13 Und Jahwe stand vor ihm und sprach: Ich bin Jahwe, der Gott 
deines Vaters Abraham und der Gott Isaaks: das Land, auf dem du liegst, 
das werde ich dir und deinen Nachkommen verleihen.
GEN 28:14 Und deine Nachkommen sollen so zahlreich werden, wie die 
Krmchen der Erde, und du sollst dich ausbreiten nach West und Ost und 
Nord und Sd, und durch dich sollen alle Vlkerstmme auf Erden gesegnet 
werden und durch deine Nachkommen.
GEN 28:15 Und ich werde mit dir sein und dich behten berall, wohin du 
gehst, und werde dich zurckbringen in dieses Land. Denn ich werde dich 
nicht verlassen, bis ich ausgefhrt, was ich dir verheien habe!
GEN 28:16 Da erwachte Jakob aus seinem Schlaf und sprach: Wahrlich, Jahwe 
ist an dieser Sttte, und ich wute es nicht!
GEN 28:17 Da frchtete er sich und sprach: Wie schauerlich ist diese 
Sttte! Ja, das ist der Wohnsitz Gottes und die Pforte des Himmels!
GEN 28:18 Frhmorgens aber nahm Jakob den Stein, den er zu seinen Hupten 
gelegt hatte, stellte ihn auf als Malstein und go l oben darauf.
GEN 28:19 Und er gab jener Sttte den Namen Bethel; vorher aber hie die 
Stadt Lus.
GEN 28:20 Und Jakob that ein Gelbde und sprach: Wenn Gott mit mir sein 
und mich behten wird auf dem Wege, den ich jetzt gehe, und mir Brot zu 
essen und Kleider anzuziehen giebt,
GEN 28:21 und ich wohlbehalten zum Hause meines Vaters zurckkehren werde, 
so soll Jahwe mein Gott sein,
GEN 28:22 und dieser Stein, den ich als Malstein aufgestellt habe, soll 
ein Gotteshaus werden, und alles, was du mir geben wirst, werde ich dir 
getreulich verzehnten.
GEN 29:1 Da machte sich Jakob auf den Weg und wanderte in das Gebiet der 
gegen Morgen wohnenden.
GEN 29:2 Da erblickte er dort in der Steppe einen Brunnen; an dem lagerten 
gerade drei Herden, denn aus diesem Brunnen pflegten sie die Herden zu 
trnken. ber dem Brunnenloch aber lag ein schwerer Stein.
GEN 29:3 Und wenn alle Herden dorthin zusammengetrieben waren, dann 
wlzten sie den Stein vom Brunnenloch ab und trnkten die Schafe; sodann 
schafften sie den Stein wieder zurck auf das Brunnenloch an seinen Ort.
GEN 29:4 Da sprach Jakob zu ihnen: Liebe Brder! woher seid ihr? Sie 
antworteten: Von Haran sind wir!
GEN 29:5 Da sprach er zu ihnen: Kennt ihr Laban, den Sohn Nahors? Sie 
antworteten: Jawohl!
GEN 29:6 Da sprach er zu ihnen: Geht es ihm wohl? Sie antworteten: Es geht 
ihm wohl! Da kommt eben seine Tochter Rahel mit den Schafen!
GEN 29:7 Da sagte er: Es ist ja noch hoch am Tage und noch zu frh, das 
Vieh einzutreiben. Trnkt die Schafe und lat sie dann wieder weiden!
GEN 29:8 Sie sprachen: Wir knnen nicht, bis alle Herden zusammengetrieben 
sind; dann wlzt man den Stein vom Brunnenloch ab, und wir trnken die 
Schafe.
GEN 29:9 Whrend er noch mit ihnen redete, war Rahel mit den Schafen ihres 
Vaters herangekommen, denn sie htete die Schafe.
GEN 29:10 Als nun Jakob die Rahel, die Tochter Labans, des Bruders seiner 
Mutter, erblickte, dazu die Schafe Labans, des Bruders seiner Mutter, da 
trat Jakob herzu, wlzte den Stein vom Brunnenloch ab und trnkte die 
Schafe Labans, des Bruders seiner Mutter.
GEN 29:11 Hierauf kte Jakob die Rahel und fing laut zu weinen an.
GEN 29:12 Und Jakob berichtete der Rahel, da er ein Vetter ihres Vaters 
und da er ein Sohn Rebekas sei; da lief sie hin und berichtete es ihrem 
Vater.
GEN 29:13 Als nun Laban solche Kunde ber Jakob, den Sohn seiner 
Schwester, vernahm, da eilte er ihm entgegen, herzte und kte ihn und 
fhrte ihn hinein in sein Haus; er aber erzhlte dem Laban alles, was 
vorangegangen war.
GEN 29:14 Da sprach Laban zu ihm: Ja, du bist von meinem Bein und Fleisch! 
Als er nun einen Monat lang bei ihm gewesen war,
GEN 29:15 da sprach Laban zu Jakob: Du bist ja doch mein Vetter! Solltest 
du da umsonst fr mich arbeiten? Sage mir, worin soll dein Lohn bestehen?
GEN 29:16 Nun hatte Laban zwei Tchter; die ltere hie Lea, die jngere 
hie Rahel.
GEN 29:17 Lea aber hatte glanzlose Augen, whrend Rahel schn von Gestalt 
und schn von Antlitz war.
GEN 29:18 Und Jakob liebte die Rahel; darum sprach er: Ich will dir sieben 
Jahre um Rahel, deine jngere Tochter, dienen!
GEN 29:19 Laban antwortete: Besser, ich gebe sie dir, als da ich sie 
einem fremden Manne gebe; bleibe bei mir!
GEN 29:20 So diente Jakob um Rahel sieben Jahre, und sie dnkten ihm wie 
wenige Tage, so lieb hatte er sie.
GEN 29:21 Darnach sprach Jakob zu Laban: Gieb mir mein Weib - denn meine 
Zeit ist um -, da ich ihr beiwohne.
GEN 29:22 Da lud Laban alle Bewohner des Ortes ein und veranstaltete ein 
Gastmahl.
GEN 29:23 Am Abend aber nahm er seine Tochter Lea und brachte sie zu ihm 
hinein, und er wohnte ihr bei.
GEN 29:24 Und Laban gab ihr seine Sklavin Silpa, der Lea, seiner Tochter, 
zur Leibmagd.
GEN 29:25 Am Morgen aber befand sich, da es Lea war. Da sprach er zu 
Laban: Was hast du mir angethan? Habe ich nicht um Rahel bei dir gedient? 
Warum hast du mich denn betrogen?
GEN 29:26 Laban antwortete: Es ist hier zu Lande nicht der Brauch, da man 
die Jngere vor der lteren weggiebt.
GEN 29:27 Fhre mit dieser die Woche zu Ende, so soll dir auch die andere 
zu teil werden, um den Dienst, den du noch weitere sieben Jahre bei mir 
thun wirst!
GEN 29:28 Jakob aber that also und fhrte die Woche mit ihr zu Ende; 
alsdann gab er ihm auch seine Tochter Rahel zum Weibe.
GEN 29:29 Und Laban gab seiner Tochter Rahel seine Sklavin Bilha zur 
Leibmagd.
GEN 29:30 Da wohnte er auch der Rahel bei und hatte Rahel lieber, als Lea. 
Und er diente bei ihm noch weitere sieben Jahre.
GEN 29:31 Als nun Jahwe sah, da Lea zurckgesetzt ward, machte er sie 
fruchtbar, whrend Rahel unfruchtbar war.
GEN 29:32 Da wurde Lea schwanger und gebar einen Sohn, den nannte sie 
Ruben, denn, sprach sie, Jahwe hat mein Elend angesehen. Nun wird mein 
Mann mich sicherlich lieb haben!
GEN 29:33 Hierauf wurde sie abermals schwanger und gebar einen Sohn. Da 
sprach sie: Jahwe hat gehrt, da ich zurckgesetzt bin; darum gab er mir 
auch diesen. Und sie nannte ihn Simeon.
GEN 29:34 Hierauf wurde sie abermals schwanger und gebar einen Sohn. Da 
sprach sie: Nun endlich wird mein Mann mir anhngen, da ich ihm drei Shne 
geboren habe; darum nannte sie ihn Levi.
GEN 29:35 Sodann wurde sie nochmals schwanger und gebar einen Sohn. Da 
sprach sie: Nunmehr will ich Jahwe preisen! Darum nannte sie ihn Juda. 
Darnach aber gebar sie weiter kein Kind.
GEN 30:1 Als nun Rahel sah, da sie dem Jakob kein Kind gebar, da wurde 
Rahel eiferschtig auf ihre Schwester und sprach zu Jakob: Schaffe mir 
Kinder - wo nicht, so sterbe ich!
GEN 30:2 Da wurde Jakob zornig ber Rahel und sprach: Bin ich denn an 
Gottes statt, der dir Leibesfrucht versagt hat?
GEN 30:3 Da sprach sie: Hier ist meine Leibmagd Bilha: wohne ihr bei, 
damit sie auf meinem Scho gebre, und auch ich durch sie zu Kindern komme!
GEN 30:4 Da gab sie ihm ihre Leibmagd Bilha zum Weibe und Jakob wohnte ihr 
bei.
GEN 30:5 Da wurde Bilha schwanger und gebar dem Jakob einen Sohn.
GEN 30:6 Rahel aber sprach: Gott hat mir Recht geschafft und hat mich 
erhrt und mir einen Sohn geschenkt! Darum nannte sie ihn Dan.
GEN 30:7 Hierauf wurde Bilha, die Leibmagd Rahels, abermals schwanger und 
gebar dem Jakob einen zweiten Sohn.
GEN 30:8 Da sprach Rahel: Einen Kampf um Gott habe ich gekmpft mit meiner 
Schwester und habe gesiegt! Darum nannte sie ihn Naphtali.
GEN 30:9 Als nun Lea sah, da sie kein Kind weiter gebar, nahm sie ihre 
Leibmagd Silpa und gab sie dem Jakob zum Weibe.
GEN 30:10 Da gebar Silpa, die Leibmagd Leas, dem Jakob einen Sohn.
GEN 30:11 Da sprach Lea: Glck auf! und nannte ihn Gad.
GEN 30:12 Hierauf gebar Silpa, die Leibmagd Leas, dem Jakob einen zweiten 
Sohn.
GEN 30:13 Da sprach Lea: Ich Glckliche! Ja, glcklich werden mich die 
Weiber preisen! Daher nannte sie ihn Asser.
GEN 30:14 Ruben aber ging einst aus um die Zeit der Weizenernte und fand 
Liebespfel auf dem Felde; die brachte er seiner Mutter Lea. Da sprach 
Rahel zu Lea: Gieb mir doch ein paar von den Liebespfeln deines Sohnes!
GEN 30:15 Sie antwortete: ist es nicht genug, da du mir meinen Mann 
wegnimmst, da du nun auch die Liebespfel meines Sohnes wegnehmen willst? 
Da sprach Rahel: Meinetwegen mag er diese Nacht bei dir schlafen zum 
Entgelt fr die Liebespfel deines Sohnes.
GEN 30:16 Als nun Jakob des Abends vom Felde kam, ging ihm Lea entgegen 
und sprach: Herein zu mir mut du kommen, denn ich habe vollen Lohn fr 
dich gezahlt mit den Liebespfeln meines Sohnes! Und er schlief in jener 
Nacht bei ihr.
GEN 30:17 Gott aber erhrte Lea, so da sie schwanger wurde und Jakob 
einen fnften Sohn gebar.
GEN 30:18 Da sprach Lea: Gott hat mir meinen Lohn dafr gegeben, da ich 
meinem Manne meine Leibmagd abgetreten habe. Daher nannte sie ihn Issachar.
GEN 30:19 Hierauf wurde Lea abermals schwanger und gebar dem Jakob einen 
sechsten Sohn.
GEN 30:20 Da sprach Lea: Gott hat mich beschenkt mit einem schnen 
Geschenk; nunmehr wird mein Mann mich hochhalten, weil ich ihm sechs Shne 
geboren habe! Darum nannte sie ihn Sebulon.
GEN 30:21 Darnach aber gebar sie eine Tochter, die nannte sie Dina.
GEN 30:22 Da gedachte Gott an Rahel und Gott erhrte sie und machte sie 
fruchtbar.
GEN 30:23 Da wurde sie schwanger und gebar einen Sohn. Da sprach sie: Gott 
hat meine Schmach hinweggenommen!
GEN 30:24 Darum nannte sie ihn Joseph, indem sie sprach: Mge mir Jahwe 
noch einen Sohn schenken!
GEN 30:25 Als nun Rahel den Joseph geboren hatte, sprach Jakob zu Laban: 
La mich heimziehen in mein Vaterland!
GEN 30:26 Gieb mir meine Weiber und meine Kinder, um die ich dir gedient 
habe, da ich abziehe; denn du weit ja selbst, wie ich dir gedient habe!
GEN 30:27 Da antwortete ihm Laban: Wenn ich dir irgend etwas gelte - ich 
spre, da mich Jahwe gesegnet hat um deinetwillen.
GEN 30:28 Da erwiderte er: Nenne den Lohn, den du von mir forderst, so 
will ich dir ihn geben!
GEN 30:29 Da erwiderte er ihm: Du weit, wie ich dir gedient habe, und was 
aus deinem Viehstand bei mir geworden ist.
GEN 30:30 Denn wenig war, was du besaest, ehe ich herkam; aber es wuchs 
mit Macht, und Jahwe lie jedem meiner Tritte Segen fr dich nachfolgen - 
nun aber, wann soll denn ich fr meine Familie sorgen?
GEN 30:31 Da erwiderte er: Was soll ich dir geben? Jakob sprach: Du sollst 
mir gar nichts geben. Wenn du mir Folgendes zugestehst, so will ich aufs 
neue deine Schafe weiden und hten.
GEN 30:32 Ich werde heute alle deine Schafe durchgehn und aus ihnen jedes 
gesprenkelte und scheckige Stck entfernen - alles, was schwarz ist unter 
den Lmmern und was scheckig und gesprenkelt ist unter den Ziegen. Und das 
soll mein Lohn sein,
GEN 30:33 und darin wird sich meine Redlichkeit erweisen: wenn du knftig 
meinen Lohn in Augenschein nimmst, dann soll alles, was nicht gesprenkelt 
und scheckig ist unter meinen Ziegen und was nicht schwarz ist unter 
meinen Lmmern, als gestohlen gelten.
GEN 30:34 Da erwiderte Laban: Gut! Es sei, wie du gesagt hast!
GEN 30:35 Und er entfernte an selbigem Tage die gestreiften und scheckigen 
Bcke und alle gesprenkelten und scheckigen Ziegen - alles, woran irgend 
etwas Weies war - und alles, was schwarz war unter den Lmmern, und 
bergab es seinen Shnen.
GEN 30:36 Und er machte einen Zwischenraum von drei Tagereisen zwischen 
sich und Jakob; Jakob aber weidete die brigen Schafe Labans.
GEN 30:37 Da holte sich Jakob frische Stbe von Storaxstauden, 
Mandelbumen und Platanen und schlte an ihnen weie Streifen heraus, 
indem er das Weie an den Stben blolegte.
GEN 30:38 Dann stellte er die Stbe, die er geschlt hatte, in die 
Trnkrinnen, in die Wasserrinnen, wohin die Schafe zur Trnke kamen, 
gerade vor die Schafe hin. Und sie begatteten sich, wenn sie zur Trnke 
kamen.
GEN 30:39 So begatteten sich die Schafe angesichts der Stbe; dann warfen 
die Schafe gestreifte, gesprenkelte und scheckige.
GEN 30:40 Die Lmmer aber sonderte Jakob ab und kehrte die Gesichter der 
Schafe gegen alle gestreiften und schwarzen Stcke unter den Schafen 
Labans; so legte er sich besondere Herden an, die that er nicht zu den 
Schafen Labans.
GEN 30:41 Und so oft die Brunstzeit der krftigen Tiere kam, legte Jakob 
den Schafen die Stbe vor Augen in die Rinnen, damit sie sich vor den 
Stben begatteten.
GEN 30:42 Waren es aber die schwachen Tiere, so legte er sie nicht hin; 
daher wurden die schwachen dem Laban, die krftigen aber dem Jakob zu teil.
GEN 30:43 So wurde der Mann ber die Maen reich und gelangte zu vielen 
Schafen und Sklavinnen und Sklaven und Kamelen und Eseln.
GEN 31:1 Da kam ihm zu Ohren, welche Reden die Shne Labans fhrten: Jakob 
hat alles an sich gebracht, was unserem Vater gehrte, und von dem, was 
unserem Vater gehrte, hat er all diesen Reichtum zuwege gebracht.
GEN 31:2 Und Jakob achtete auf die Mienen Labans; der aber bezeigte sich 
nicht mehr gegen ihn, wie frher.
GEN 31:3 Da sprach Jahwe zu Jakob: Kehre zurck in das Land deiner Vter 
und zu deiner Verwandtschaft, so will ich mit dir sein.
GEN 31:4 Da sandte Jakob hin und lie Rahel und Lea rufen auf das Feld zu 
seiner Herde.
GEN 31:5 Da sprach er zu ihnen: Ich sehe wohl, da mir euer Vater nicht 
mehr dasselbe Gesicht zeigt, wie frher; aber der Gott meines Vaters war 
mit mir.
GEN 31:6 Ihr wit, da ich aus allen meinen Krften eurem Vater gedient 
habe.
GEN 31:7 Euer Vater aber hat mich betrogen und mir den Lohn zehnmal 
abgendert; aber Gott lie nicht zu, da er mir Schaden zufgte.
GEN 31:8 Wenn er sprach: die gesprenkelten sollen dein Lohn sein, so warf 
die ganze Herde gesprenkelte, sprach er dagegen: die gestreiften sollen 
dein Lohn sein, so warf die ganze Herde gestreifte.
GEN 31:9 Und so entzog Gott eurem Vater das Vieh und gab es mir.
GEN 31:10 Zu der Zeit aber, wo die Schafe brnstig wurden, da sah ich 
deutlich im Traum, wie die Bcke, die die Schafe besprangen, gestreift, 
gesprenkelt und gescheckt waren.
GEN 31:11 Und der Engel Gottes sprach zu mir im Traum: Jakob! Ich 
antwortete: Hier bin ich!
GEN 31:12 Da sagte er: Sieh einmal, wie alle Bcke, die die Schafe 
bespringen, gestreift, gesprenkelt und gescheckt sind. Denn ich habe alles 
gesehen, was Laban dir anthut.
GEN 31:13 Ich bin der Gott von Bethel, woselbst du einen Malstein gesalbt, 
woselbst du mir ein Gelbde gethan hast. So mache dich nun auf, ziehe aus 
diesem Lande und kehre zurck in dein Heimatland.
GEN 31:14 Da erwiderten Rahel und Lea und sprachen zu ihm: Haben wir etwa 
noch Teil und Erbe im Hause unseres Vaters?
GEN 31:15 Gelten wir ihm nicht als Fremde, nachdem er uns verkauft und das 
Geld, das er fr uns bekam, lngst verzehrt hat?
GEN 31:16 Denn all der Reichtum, den Gott unserem Vater entzogen hat, 
gehrt uns und unseren Kindern. So thue du nur ganz, wie Gott zu dir 
gesagt hat!
GEN 31:17 Da setzte Jakob seine Kinder und seine Weiber auf die Kamele;
GEN 31:18 sodann fhrte er all sein Vieh hinweg und alle seine Habe, die 
er erworben hatte, das Vieh, das er besa, welches er in Mesopotamien 
erworben hatte, um sich zu seinem Vater Isaak ins Land Kanaan zu begeben.
GEN 31:19 Whrend aber Laban hingegangen war, seine Schafe zu scheren, 
stahl Rahel den Teraphim ihres Vaters.
GEN 31:20 Und Jakob berlistete Laban, den Aramer, weil er ihm 
verheimlichte, da er fliehen wolle.
GEN 31:21 Also entfloh er mit allem, was ihm gehrte; und er brach auf, 
setzte ber den Strom und schlug die Richtung nach dem Gebirge Gilead ein.
GEN 31:22 Am dritten Tage wurde dem Laban hinterbracht, da Jakob 
entflohen sei.
GEN 31:23 Da nahm er seine Stammesgenossen mit sich, verfolgte ihn sieben 
Tagereisen weit und ereilte ihn auf dem Gebirge Gilead.
GEN 31:24 Gott aber kam des Nachts im Traum zu Laban, dem Aramer, und 
sprach zu ihm: Hte dich, Jakob ein bses Wort zu sagen!
GEN 31:25 Da erreichte Laban den Jakob; Jakob aber hatte sein Zelt auf dem 
Gebirge aufgeschlagen, whrend Laban mit seinen Stammesgenossen sein Zelt 
auf dem Gebirge Gilead aufgeschlagen hatte.
GEN 31:26 Da sprach Laban zu Jakob: Was soll das heien, da du mich 
berlisten wolltest und fhrtest meine Tchter fort wie Kriegsgefangene?
GEN 31:27 Warum bist du heimlich geflohen und tuschtest mich und hast es 
mich nicht wissen lassen, da ich dir htte das Geleite geben knnen mit 
Jauchzen und Gesngen, mit Pauken und Harfen,
GEN 31:28 und hast mich meine Enkel und Tchter nicht kssen lassen? Ja, 
du hast thricht gehandelt!
GEN 31:29 Ich htte es wohl in der Gewalt, schlimm mit euch zu verfahren; 
aber der Gott deines Vaters hat in der vergangenen Nacht zu mir gesagt: 
Hte dich, Jakob ein bses Wort zu sagen!
GEN 31:30 Aber mag es sein, du bist nun einmal fortgegangen, weil du dich 
gar so sehr nach deiner Heimat sehntest - warum hast du meinen Gott 
gestohlen?
GEN 31:31 Da antwortete Jakob und sprach zu Laban: Ja, ich frchtete mich; 
denn ich dachte, du knntest mir deine Tchter entreien.
GEN 31:32 Derjenige, bei dem du deinen Gott findest, der soll nicht am 
Leben bleiben! Im Beisein unserer Stammesgenossen untersuche, was ich bei 
mir habe, und nimm dir. Jakob aber wute nichts davon, da Rahel ihn 
gestohlen hatte.
GEN 31:33 Da ging Laban in das Zelt Jakobs und das Zelt Leas und in das 
Zelt der beiden Leibmgde und fand nichts; dann verlie er das Zelt Leas 
und trat in das Zelt Rahels.
GEN 31:34 Rahel aber hatte den Teraphim genommen, in die Kamelsnfte 
gelegt und sich darauf gesetzt. Und Laban durchstberte das ganze Zelt, 
fand aber nichts.
GEN 31:35 Da sprach sie zu ihrem Vater: O Herr, sei nicht bse, wenn ich 
vor dir nicht aufstehen kann; es ergeht mir, wie es den Frauen ergeht! Und 
er suchte und suchte, fand aber den Teraphim nicht.
GEN 31:36 Jakob aber wurde zornig und schalt Laban. Und Jakob hob an und 
sprach zu Laban: Was habe ich verschuldet, was habe ich gefehlt, da du 
mir so hitzig nachgesetzt bist?
GEN 31:37 Du hast nun meinen ganzen Hausrat durchstbert - hast du irgend 
etwas von deinem Hausgert gefunden? Lege es hierher vor meine und deine 
Stammesgenossen, damit sie entscheiden, wer von uns beiden recht hat.
GEN 31:38 Zwanzig Jahre sind es nun, da ich bei dir bin; deine 
Mutterschafe und deine Ziegen haben nie eine Fehlgeburt gethan, und Widder 
aus deiner Herde habe ich nicht gegessen.
GEN 31:39 Was zerrissen ward, habe ich dir nicht gebracht - ich selbst 
mute es ersetzen; von mir fordertest du es, mochte es bei Tage oder bei 
Nacht geraubt sein.
GEN 31:40 Bei Tage verging ich vor Hitze und des Nachts vor Frost, und 
kein Schlaf kam in meine Augen.
GEN 31:41 Volle zwanzig Jahre habe ich dir in deinem Hause gedient: 
vierzehn Jahre um deine beiden Tchter und sechs Jahre um Schafe von dir; 
aber zehnmal ndertest du meinen Lohn!
GEN 31:42 Wenn nicht der Gott meines Ahnherrn, der Gott Abrahams, er, den 
auch Isaak frchtet, fr mich gewesen wre, - ja dann httest du mich mit 
leeren Hnden ziehen lassen! Wie ich geplagt war und mich abgearbeitet 
habe, hat Gott gesehen und darnach in vergangener Nacht entschieden.
GEN 31:43 Da antwortete Laban und sprach zu Jakob: Mein sind die Frauen 
und mein sind die Kinder und mein ist das Vieh, und alles, was du 
erblickst, das ist mein. Aber was kann ich nun machen gegenber diesen 
meinen Tchtern oder den Kindern, die sie geboren haben?
GEN 31:44 Aber wohlan, la uns einen Vertrag miteinander schlieen; der 
soll dann Zeuge sein zwischen mir und dir.
GEN 31:45 Hierauf nahm Jakob einen Stein und richtete ihn auf als Malstein.
GEN 31:46 Da sprach Jakob zu seinen Stammesgenossen: Lest Steine auf! Da 
lasen sie Steine auf und errichteten einen Steinhaufen; dann hielten sie 
dort auf dem Steinhaufen das Mahl.
GEN 31:47 Und Laban nannte ihn Jegar Sahadutha; Jakob aber nannte ihn 
Galed.
GEN 31:48 Da sprach Laban: Dieser Steinhaufe ist nunmehr Zeuge zwischen 
mir und dir - deshalb nannte er ihn Galed -GEN 31:49 und die Warte, indem 
er sprach: Jahwe mge Wache halten zwischen mir und dir, wenn wir einander 
ferngerckt sind.
GEN 31:50 Wenn du etwa meine Tchter schlecht behandeln oder noch mehr 
Weiber zu meinen Tchtern hinzunehmen wolltest - wenn dann niemand bei uns 
ist: bedenke wohl, Gott ist Zeuge zwischen mir und dir!
GEN 31:51 Da sprach Laban zu Jakob: Wohlan, dieser Steinhaufe und der 
Malstein, den ich aufgerichtet habe zwischen mir und dir -GEN 31:52 Zeuge 
soll sein dieser Steinhaufe und Zeuge soll sein der Malstein; weder ich 
darf ber diesen Steinhaufen hinausgehen zu dir hinber, noch darfst du 
ber diesen Steinhaufen und diesen Malstein in bser Absicht hinausgehen 
zu mir herber.
GEN 31:53 Der Gott Abrahams und der Gott Nahors sei Richter zwischen uns, 
der Gott ihres Vaters. Jakob aber schwur bei dem, den sein Vater Isaak 
frchtete.
GEN 31:54 Hierauf schlachtete Jakob Opfertiere auf dem Berge und lud seine 
Stammesgenossen ein, das Mahl zu halten. Da hielten sie das Mahl und 
bernachteten auf dem Berge.
GEN 32:1 Am andern Morgen frh aber kte Laban seine Enkel und seine 
Tchter und nahm Abschied von ihnen. Sodann brach Laban auf und kehrte 
zurck an seinen Wohnsitz.
GEN 32:2 Auch Jakob war seines Wegs gezogen; da begegneten ihm die Engel 
Gottes.
GEN 32:3 Da sprach Jakob, als er sie erblickte: Das ist das Heerlager 
Gottes! Daher nannte er jenen Ort Mahanaim.
GEN 32:4 Jakob aber sandte Boten voraus an seinen Bruder Esau nach Seir, 
ins Edomiterland,
GEN 32:5 und trug ihnen Folgendes auf: So sollt ihr sagen zu meinem 
Gebieter Esau: Dein Sklave Jakob lt dir sagen: bei Laban habe ich 
geweilt und verzog dort bis jetzt.
GEN 32:6 Ich kam aber in den Besitz von Rindern, Eseln und Schafen, 
Sklaven und Sklavinnen, und sende nun meinem Gebieter Botschaft, damit du 
mir wohlgeneigt werdest.
GEN 32:7 Es kehrten aber die Boten zu Jakob zurck und meldeten: Wir 
trafen deinen Bruder Esau, als er schon unterwegs war, dir 
entgegenzuziehen in Begleitung von 400 Mann.
GEN 32:8 Da geriet Jakob in groe Furcht, und es wurde ihm bange. Sodann 
teilte er die Leute, die er bei sich hatte, sowie die Schafe, die Rinder 
und die Kamele, in zwei Heerlager.
GEN 32:9 Denn er dachte: Wenn Esau das eine Lager berfllt und 
niedermetzelt, so kann doch das andere Lager entrinnen!
GEN 32:10 Und Jakob sprach: Du Gott meines Ahnherrn Abraham und meines 
Vaters Isaak, Jahwe, der du zu mir sprachst: Kehre heim in dein Vaterland 
und zu deiner Verwandtschaft, und ich will sorgen, da es dir wohlgeht! -
GEN 32:11 ich bin nicht wert aller der Wohlthaten und aller der Treue, die 
du deinem Diener bewiesen hast. Denn nur mit meinem Stab berschritt ich 
den Jordan da, und jetzt gebiete ich ber zwei Heerlager.
GEN 32:12 Ach, errette mich aus der Gewalt meines Bruders, aus der Gewalt 
Esaus; denn ich frchte mich vor ihm, da er nicht etwa kommt und uns 
niedermetzelt, Mtter samt Kindern.
GEN 32:13 Du aber hast ja verheien: ich will sorgen, da es dir wohlgehe, 
und will deine Nachkommen so zahlreich werden lassen, wie die Sandkrner 
am Meere, die nicht zu zhlen sind vor Menge!
GEN 32:14 Und er blieb dort ber Nacht. Hierauf schied er einen Teil 
seines Besitzes aus zu einem Geschenk fr seinen Bruder Esau:
GEN 32:15 200 Ziegen und 20 Bcke, 200 Mutterschafe und 20 Widder,
GEN 32:16 30 sugende Kamelinnen mit ihren Fllen, 40 junge Khe und 10 
junge Stiere, 20 Eselinnen und 10 Eselsfllen;
GEN 32:17 diese bergab er seinen Sklaven, jede Herde besonders, und gebot 
seinen Sklaven: Zieht voraus und lat jedesmal einen Zwischenraum zwischen 
den Herden!
GEN 32:18 Sodann wies er den vordersten an: Wenn mein Bruder Esau auf dich 
stt und dich fragt: Wem gehrst du an und wohin willst du und wem 
gehren diese da vor dir?
GEN 32:19 so sprich: Sie sind ein Geschenk deines Sklaven Jakob, das fr 
meinen Gebieter Esau bestimmt ist; er selbst aber folgt uns auf dem Fue 
nach.
GEN 32:20 Ebenso wies er auch den zweiten und den dritten und alle brigen 
an, welche die Herden trieben, und sprach: Ganz ebenso sollt ihr zu Esau 
sagen, wenn ihr ihn antrefft,
GEN 32:21 und sollt sprechen: Dein Sklave Jakob selbst folgt uns auf dem 
Fue nach. Er dachte nmlich: Ich will ihn besnftigen mit dem Geschenk, 
das mir vorausgeht; erst dann will ich ihm unter die Augen treten, 
vielleicht wird er mich gndig aufnehmen.
GEN 32:22 So ging also das Geschenk voraus, whrend er selbst jene Nacht 
im Lager zubrachte.
GEN 32:23 Sodann erhob er sich in jener Nacht und berschritt mit seinen 
beiden Frauen, seinen beiden Leibmgden und seinen elf Shnen die Furt des 
Jabbok.
GEN 32:24 Hierauf brachte er sie ber den Flu hinber und brachte hinber 
alles, was ihm gehrte.
GEN 32:25 Jakob aber blieb allein zurck. Da rang einer mit ihm bis zum 
Anbruch der Morgenrte.
GEN 32:26 Und als er sah, da er ihn nicht bezwingen knne, schlug er ihn 
auf die Hftpfanne, so da die Hftpfanne Jakobs verrenkt ward, whrend er 
mit ihm rang.
GEN 32:27 Da sprach jener: La mich los, denn die Morgenrte bricht an! Er 
antwortete: Ich lasse dich nicht los, auer, du segnest mich!
GEN 32:28 Da fragte er ihn: Wie heiest du? Er antwortete: Jakob!
GEN 32:29 Da sprach er: Du sollst knftig nicht mehr Jakob heien, sondern 
Israel; denn du hast mit Gott und mit Menschen gekmpft und bist Sieger 
geblieben.
GEN 32:30 Da bat Jakob: Thue mir doch deinen Namen kund! Er antwortete: 
Warum fragst du doch nach meinem Namen? Sodann segnete er ihn daselbst.
GEN 32:31 Jakob aber nannte jene Sttte Pniel; denn, sprach er, ich habe 
Gott von Angesicht zu Angesicht gesehen und kam doch mit dem Leben davon.
GEN 32:32 Und als er an Pniel vorber war, ging die Sonne auf; er hinkte 
aber wegen seiner Hfte.
GEN 32:33 Darum essen die Israeliten bis auf den heutigen Tag die 
Spannader nicht, die ber die Hftpfanne luft, weil er Jakob auf die 
Hftpfanne, die Spannader, geschlagen hat.
GEN 33:1 Als nun Jakob gewahrte, da Esau herankam in Begleitung von 400 
Mann, da verteilte er die Kinder auf Lea und Rahel und die beiden 
Leibmgde.
GEN 33:2 Und zwar stellte er die Leibmgde mit ihren Kindern an die 
Spitze, dahinter Lea mit ihren Kindern und dahinter Rahel mit Joseph.
GEN 33:3 Er selbst aber ging voraus und verneigte sich siebenmal bis auf 
den Boden, bis er ganz nahe an seinen Bruder herangekommen war.
GEN 33:4 Da lief ihm Esau entgegen und schlo ihn in seine Arme, fiel ihm 
um den Hals und kte ihn, und sie weinten.
GEN 33:5 Als er aber aufblickte und die Frauen mit den Kindern gewahrte, 
fragte er: Wer sind denn diese da bei dir? Er antwortete: Die Kinder, die 
Gott deinem Sklaven geschenkt hat!
GEN 33:6 Da traten die Leibmgde mit ihren Kindern herzu und verneigten 
sich;
GEN 33:7 sodann traten auch Lea und ihre Kinder herzu und verneigten sich, 
und darnach trat Joseph herzu und Rahel und verneigten sich.
GEN 33:8 Da fragte er: Was wolltest du denn mit diesem ganzen Zug, auf den 
ich stie? Er erwiderte: Ich wnschte meinen Gebieter freundlich zu 
stimmen.
GEN 33:9 Da sprach Esau: Ich habe Besitztum genug; behalte, lieber Bruder, 
was dir gehrt!
GEN 33:10 Jakob erwiderte: Nicht doch! Wenn ich dir irgend etwas gelte, so 
mut du meine Gabe von mir annehmen. Habe ich ja doch dein Antlitz 
erschaut, wie das eines himmlischen Wesens, indem du mich zu Gnaden 
annahmst.
GEN 33:11 Nimm doch das Begrungs-Geschenk von mir an, das dir berbracht 
worden ist; denn Gott hat mich reich gesegnet, und ich habe vollauf! So 
drang er in ihn, bis er es annahm.
GEN 33:12 Hierauf sagte er: La uns aufbrechen und weiter ziehen; ich aber 
will vor dir herziehen.
GEN 33:13 Er antwortete ihm: Mein Gebieter sieht selbst, da die Kinder 
noch zart sind, und unter den Schafen und Rindern sind sugende Tiere; 
wollte ich die auch nur einen Tag lang ber Gebhr anstrengen, so wrde 
die ganze Herde sterben.
GEN 33:14 Mein Gebieter wolle doch vor seinem Sklaven vorausziehen; ich 
aber werde in aller Gemchlichkeit weiterziehen, so wie es die Krfte der 
Herde, die ich zu treiben habe, und die Krfte der Kinder zulassen, bis 
ich zu meinem Gebieter nach Seir gelange.
GEN 33:15 Da erwiderte Esau: So will ich wenigstens einen Teil der Leute, 
die ich bei mir habe, bei dir lassen! Er antwortete: Wozu doch? Mchte ich 
nur Gnade in den Augen meines Gebieters finden!
GEN 33:16 So zog Esau an jenem Tage wiederum seines Wegs nach Seir.
GEN 33:17 Jakob aber zog weiter nach Sukkoth und erbaute sich ein Haus; 
fr sein Vieh aber errichtete er Laubhtten. Daher nennt man den Ort 
Sukkoth.
GEN 33:18 Und Jakob gelangte wohlbehalten nach der Stadt Sichems, die im 
Lande Kanaan liegt, als er aus Mesopotamien kam. Und er schlug vor der 
Stadt sein Lager auf.
GEN 33:19 Das Stck Feld aber, auf dem er sein Zelt aufgeschlagen hatte, 
erwarb er von den Shnen Hemors, des Vaters Sichems, um den Preis von 100 
Kesita.
GEN 33:20 Und er stellte daselbst einen Altar auf und nannte ihn El, Gott 
Israels.
GEN 34:1 Als nun einst Dina, die Tochter Leas, die sie Jakob geboren 
hatte, ausging, um die Bewohnerinnen des Landes zu besuchen,
GEN 34:2 da erblickte sie Sichem, der Sohn des Heviters Hemor, des 
Landesfrsten; der ergriff sie, wohnte ihr bei und vergewaltigte sie.
GEN 34:3 Und er hing mit ganzer Seele an Dina, der Tochter Jakobs, und 
gewann das Mdchen lieb und suchte das Mdchen zu beruhigen.
GEN 34:4 Hierauf bat Sichem seinen Vater Hemor: Wirb fr mich um dieses 
Mdchen, da sie mein Weib werde!
GEN 34:5 Jakob aber hatte es erfahren, da er seine Tochter Dina 
geschndet habe; seine Shne aber waren mit seinem Vieh auf dem 
Weideplatz, und Jakob unternahm nichts bis zu ihrer Rckkehr.
GEN 34:6 Da begab sich Hemor, der Vater Sichems, zu Jakob, um mit ihm 
Rcksprache zu nehmen.
GEN 34:7 Als nun die Shne Jakobs vom Weideplatz kamen und es hrten, da 
wurden sie erbittert und gerieten in groen Zorn. Denn damit, da er die 
Tochter Jakobs beschlief, hatte er gethan, was als eine schwere Schandthat 
in Israel empfunden wurde; derartiges htte nimmermehr geschehen sollen!
GEN 34:8 Und Hemor nahm das Wort und sprach zu ihnen: Mein Sohn Sichem hat 
sein Herz an das Mdchen aus eurer Familie gehngt; bitte, gebt sie ihm 
zum Weibe
GEN 34:9 und verschwgert euch mit uns. Ihr gebt uns eure Tchter und 
nehmt euch unsere Tchter
GEN 34:10 und bleibt bei uns wohnen: das Land soll euch offen stehen; 
bleibt da und zieht in ihm umher und setzt euch fest darin!
GEN 34:11 Sichem aber sprach zu ihrem Vater und zu ihren Brdern: Mchte 
ich doch Gnade finden in euren Augen! Was ihr auch fordern mgt, ich will 
es geben!
GEN 34:12 Mgt ihr noch so viel an Morgengabe und Geschenken von mir 
verlangen, ich will's geben, wie ihr es von mir fordern werdet; nur gebt 
mir das Mdchen zum Weibe!
GEN 34:13 Da antworteten die Shne Jakobs dem Sichem und seinem Vater 
Hemor und redeten mit Arglist, weil er ihre Schwester Dina geschndet 
hatte,
GEN 34:14 und sprachen zu ihnen: Wir knnen uns nicht darauf einlassen, 
unsere Schwester einem Manne zu geben, der nicht beschnitten ist; denn 
dies gilt uns als schmachvoll.
GEN 34:15 Nur unter der Bedingung wollen wir euch willfahren, wenn ihr 
werden wollt, wie wir, indem ihr alles, was mnnlich ist unter euch, 
beschneiden lat.
GEN 34:16 Dann wollen wir euch unsere Tchter geben und uns eure Tchter 
nehmen und wollen bei euch wohnen bleiben, damit wir zu einem Volke werden.
GEN 34:17 Wollt ihr aber nicht darein willigen, euch beschneiden zu 
lassen, so nehmen wir unsere Tochter und ziehen fort!
GEN 34:18 Ihr Vorschlag gefiel Hemor und Sichem, dem Sohn Hemors.
GEN 34:19 Und der Jngling zgerte nicht, so zu thun; denn er hatte 
Gefallen an der Tochter Jakobs, und er war der Angesehenste in seiner 
ganzen Familie.
GEN 34:20 Da begaben sich Hemor und sein Sohn Sichem zum Stadtthor und 
redeten also zu ihren Mitbrgern:
GEN 34:21 Diese Mnner sind friedlich gegen uns gesinnt. Lat sie sich 
ansiedeln im Lande und es durchziehen; hat doch das Land Raum fr sie nach 
allen Seiten! Ihre Tchter wollen wir uns zu Weibern nehmen und ihnen 
unsere Tchter geben.
GEN 34:22 Jedoch nur unter der Bedingung sind diese Mnner willens, bei 
uns wohnen zu bleiben, damit wir zu einem Volke werden, wenn sich alles, 
was mnnlich ist unter uns, beschneiden lt, wie sie selbst beschnitten 
sind.
GEN 34:23 Ihre Herden und ihre Habe und all ihr Vieh wird dann uns 
gehren. So wollen wir ihnen doch zu Willen sein, damit sie bei uns wohnen 
bleiben.
GEN 34:24 Da fgten sie sich dem Vorschlage Hemors und seines Sohnes 
Sichem, so viele ihrer durch das Thor seiner Stadt aus und ein gingen, und 
alle Mnner, so viele ihrer durch das Thor seiner Stadt aus und ein 
gingen, lieen sich beschneiden.
GEN 34:25 Am dritten Tage aber, als sie wundkrank waren, da griffen die 
beiden Shne Jakobs, Simeon und Levi, die Brder der Dina, zum Schwert, 
berfielen die arglose Stadt und erschlugen alle Mnner.
GEN 34:26 Auch Hemor und seinen Sohn Sichem tteten sie mit dem Schwert, 
holten Dina aus dem Hause Sichems und zogen ab.
GEN 34:27 Die Shne Jakobs fielen ber die Erschlagenen her und plnderten 
die Stadt, weil man ihre Schwester geschndet hatte.
GEN 34:28 Ihre Schafe, Rinder, Esel und was in der Stadt und was drauen 
war, nahmen sie weg
GEN 34:29 und alle ihre Habe und alle ihre kleinen Kinder und ihre Weiber 
fhrten sie fort als Gefangene und plnderten dazu alles, was in den 
Husern war.
GEN 34:30 Da sprach Jakob zu Simeon und Levi: Ihr habt mich ins Unglck 
gestrzt; denn ihr habt mich verhat gemacht bei den Bewohnern des Landes, 
den Kanaanitern und Pheresitern, whrend ich doch nur wenig Leute unter 
mir habe, wenn sie sich nun wider mich zusammenrotten und mich besiegen, 
so werde ich samt meiner Familie vernichtet werden.
GEN 34:31 Da erwiderten sie: Durfte er unsere Schwester wie eine Hure 
behandeln?
GEN 35:1 Da sprach Gott zu Jakob: Auf, ziehe hinauf nach Bethel, verweile 
dort und errichte dort einen Altar dem Gotte, der dir erschien, als du vor 
deinem Bruder Esau flohst.
GEN 35:2 Da gebot Jakob seiner Familie und allen, die mit ihm waren: 
Schafft die auslndischen Gtter weg, die ihr bei euch habt, reinigt euch 
und wechselt eure Kleider,
GEN 35:3 damit wir hinauf nach Bethel ziehen. Denn ich will dort einen 
Altar errichten dem Gott, der mich erhrt hat in der Zeit meiner Drangsal 
und der mit mir war auf dem Wege, den ich gezogen bin.
GEN 35:4 Da bergaben sie Jakob alle auslndischen Gtter, die in ihrem 
Besitze waren, sowie die Ringe, die sie an ihren Ohren trugen, und Jakob 
verscharrte sie unter der Terebinthe, die bei Sichem steht.
GEN 35:5 Sodann brachen sie auf; es lag aber ein von Gott gewirkter 
Schrecken auf den Stdten, die rings um sie her waren, so da man die 
Shne Jakobs nicht verfolgte.
GEN 35:6 Und Jakob gelangte nach Lus, welches im Lande Kanaan liegt, - das 
ist Bethel - samt allen den Leuten, die er bei sich hatte,
GEN 35:7 und er errichtete daselbst einen Altar und nannte die Sttte 
Gott von Bethel, weil sich ihm Gott dort offenbart hatte, als er vor 
seinem Bruder floh.
GEN 35:8 Es starb aber Debora, die Amme der Rebeka, und wurde begraben 
unterhalb Bethel unter der Eiche; man nennt sie deshalb Klageeiche.
GEN 35:9 Da erschien Gott dem Jakob abermals bei seiner Rckkunft aus 
Mesopotamien und segnete ihn.
GEN 35:10 Und Gott sprach zu ihm: Du heiest Jakob; du sollst fortan nicht 
mehr Jakob heien, sondern Israel soll dein Name sein. Daher nennt man ihn 
Israel.
GEN 35:11 Und Gott sprach zu ihm: Ich bin Gott, der Allmchtige; du sollst 
fruchtbar sein und zahlreiche Nachkommen haben. Ein Volk, ja eine Schar 
von Vlkern soll von dir abstammen und Knige werden aus deinen Lenden 
hervorgehn.
GEN 35:12 Und das Land, welches ich Abraham und Isaak verliehen habe, dir 
will ich es verleihen und deinen Nachkommen will ich das Land verleihen.
GEN 35:13 Und Gott fuhr auf von ihm an der Sttte, wo er mit ihm geredet 
hatte.
GEN 35:14 Da errichtete Jakob einen Malstein an der Sttte, wo er mit ihm 
geredet hatte - ein Steinmal -, und go ein Trankopfer darber aus und 
schttete l darber.
GEN 35:15 Und Jakob nannte die Sttte, woselbst Gott mit ihm geredet 
hatte, Bethel.
GEN 35:16 Sodann zogen sie von Bethel weiter, und als sie nur noch eine 
Strecke Wegs bis Ephrath hatten, wurde Rahel von Geburtswehen befallen, 
und sie hatte eine schwere Geburt.
GEN 35:17 Und als ihr die Geburt so schwer wurde, sprach die 
Geburtshelferin zu ihr: Sei getrost, du hast auch diesmal einen Sohn!
GEN 35:18 Als aber ihr Leben entfloh - denn sie mute sterben -, da nannte 
sie ihn Schmerzenskind; sein Vater aber nannte ihn Benjamin.
GEN 35:19 Hierauf starb Rahel und wurde begraben an der Strae nach 
Ephrath, das ist Bethlehem.
GEN 35:20 Und Jakob errichtete einen Malstein auf ihrem Grabe; das ist der 
Malstein auf dem Grabe Rahels, der noch heute vorhanden ist.
GEN 35:21 Hierauf zog Israel weiter und schlug sein Lager auf jenseits von 
Migdal Eder.
GEN 35:22 Whrend aber Israel in dieser Gegend wohnte, ging Ruben hin und 
beschlief Bilha, das Kebsweib seines Vaters. Und Israel hrte es. Es waren 
aber die Shne Jakobs ihrer zwlf.
GEN 35:23 Von Lea: Der Erstgeborene Jakobs, Ruben, und Simeon, Levi, Juda, 
Issachar und Sebulon.
GEN 35:24 Von Rahel: Joseph und Benjamin.
GEN 35:25 Und von Bilha, der Leibmagd Rahels: Dan und Naphtali;
GEN 35:26 und von Silpa, der Leibmagd Leas: Gad und Asser. Das sind die 
Shne Jakobs, die ihm in Mesopotamien geboren wurden.
GEN 35:27 Und Jakob gelangte zu seinem Vater Isaak nach Mamre, der Stadt 
der vier - das ist Hebron -, woselbst Abraham und Isaak als Fremdlinge 
geweilt hatten.
GEN 35:28 Es betrug aber die Lebensdauer Isaaks 180 Jahre.
GEN 35:29 Da verschied Isaak und starb und ging ein zu seinen 
Stammesgenossen, alt und lebenssatt, und seine Shne Esau und Jakob 
bestatteten ihn.
GEN 36:1 Dies sind die Nachkommen Esaus, das ist Edom.
GEN 36:2 Esau hatte sich Kanaaniterinnen zu Weibern genommen: Ada, die 
Tochter des Hethiters Elon, und Oholibama, die Tochter Anas, des Sohnes 
Zibeons, des Horiters;
GEN 36:3 und Basmath, die Tochter Ismaels, die Schwester Nebajoths.
GEN 36:4 Ada aber gebar Esau den Eliphas, Basmath gebar Reguel,
GEN 36:5 und Oholibama gebar Jehus, Jaelam und Korah. Das sind die Shne 
Esaus, die ihm im Lande Kanaan geboren wurden.
GEN 36:6 Und Esau nahm seine Weiber, seine Shne und Tchter und alle 
Sklaven, die zu seinem Hausstande gehrten, sowie seine Herde, all sein 
Vieh und alle seine Habe, die er im Lande Kanaan erworben hatte, und zog 
von seinem Bruder Jakob hinweg ins Land Seir.
GEN 36:7 Denn ihr Besitz war zu gro, als da sie htten bei einander 
bleiben knnen, und das Land, in welchem sie als Fremdlinge weilten, 
reichte fr sie nicht aus wegen ihrer Herden.
GEN 36:8 Und Esau nahm seinen Aufenthalt auf dem Gebirge Seir - Esau, das 
ist Edom.
GEN 36:9 Dies sind die Nachkommen Esaus, des Stammvaters der Edomiter, auf 
dem Gebirge Seir.
GEN 36:10 Dies sind die Namen der Shne Esaus: Eliphas, der Sohn Adas, des 
Weibes Esaus; Reguel, der Sohn Basmaths, des Weibes Esaus.
GEN 36:11 Die Shne des Eliphas aber waren: Theman, Omar, Zepho, Gaetham 
und Kenas.
GEN 36:12 Und Thimna war ein Kebsweib des Eliphas, des Sohnes Esaus; die 
gebar dem Eliphas den Amalek. Dies sind die Shne Adas, des Weibes Esaus.
GEN 36:13 Und dies sind die Shne Reguels: Nahath, Serah, Samma und Missa. 
Dies waren die Shne Basmaths, des Weibes Esaus.
GEN 36:14 Und dies waren die Shne Oholibamas, der Tochter Anas, des 
Sohnes Zibeons, des Weibes Esaus; die gebar dem Esau Jehus, Jaelam und 
Korah.
GEN 36:15 Dies sind die Huptlinge der Shne Esaus. Die Shne des Eliphas, 
des Erstgebornen Esaus, waren der Huptling Theman, der Huptling Omar, 
der Huptling Zepho, der Huptling Kenas.
GEN 36:16 Der Huptling Korah, der Huptling Gaetham, der Huptling 
Amalek. Dies sind die Huptlinge von Eliphas im Lande Edom. Dies sind die 
Shne Adas.
GEN 36:17 Und dies waren die Shne Reguels, des Sohnes Esaus: der 
Huptling Nahath, der Huptling Serah, der Huptling Samma, der Huptling 
Missa. Dies sind die Huptlinge von Reguel im Lande Edom; dies sind die 
Shne Basmaths, des Weibes Esaus.
GEN 36:18 Und dies sind die Shne Oholibamas, des Weibes Esaus: der 
Huptling Jehus, der Huptling Jaelam, der Huptling Korah. Dies sind die 
Huptlinge von Oholibama, der Tochter Anas, dem Weibe Esaus.
GEN 36:19 Dies sind die Shne Esaus und dies ihre Huptlinge: das ist Edom.
GEN 36:20 Dies sind die Shne Seirs, des Horiters, die Ureinwohner des 
Landes: Lotan, Sobal, Zibeon, Ana,
GEN 36:21 Dison, Ezer und Disan. Dies sind die Huptlinge der Horiter, die 
Shne Seirs, im Lande Edom.
GEN 36:22 Die Shne Lotans aber waren Hori und Heman; und die Schwester 
Lotans war Thimna.
GEN 36:23 Und dies sind die Shne Sobals: Alwan, Manahath, Ebal, Sepho und 
Onam.
GEN 36:24 Und dies sind die Shne Zibeons: Ajja und Ana; das ist derselbe 
Ana, der die heien Quellen in der Steppe fand, als er die Esel seines 
Vaters Zibeon weidete.
GEN 36:25 Und dies sind die Shne Anas: Dison; und Oholibama war die 
Tochter Anas.
GEN 36:26 Und dies sind die Shne Disons: Hemdan, Esban, Jithran und Keran.
GEN 36:27 Dies sind die Shne Ezers: Bilhan, Sawan und Akan.
GEN 36:28 Dies sind die Shne Disans: Uz und Aran.
GEN 36:29 Dies sind die Huptlinge der Horiter: der Huptling Lotan, der 
Huptling Sobal, der Huptling Zibeon, der Huptling Ana.
GEN 36:30 Der Huptling Dison, der Huptling Ezer, der Huptling Disan. 
Dies sind die Huptlinge der Horiter nach ihren Huptlingen im Lande Seir.
GEN 36:31 Und dies sind die Knige, welche im Lande Edom geherrscht haben, 
bevor es einen Knig der Israeliten gab.
GEN 36:32 Es war Knig ber Edom Bela, der Sohn Beors, und seine Residenz 
hie Dinhaba.
GEN 36:33 Als Bela gestorben war, wurde Jobab, der Sohn Serahs, aus Bosra 
Knig an seiner Statt.
GEN 36:34 Als Jobab gestorben war, wurde Husam aus dem Lande der 
Themaniter Knig an seiner Statt.
GEN 36:35 Als Husam gestorben war, wurde Hadad, der Sohn Bedads, Knig an 
seiner Statt, derselbe, der die Midianiter auf der Ebene von Moab schlug; 
und seine Residenz hie Awith.
GEN 36:36 Als Hadad gestorben war, wurde Samla aus Masreka Knig an seiner 
Statt.
GEN 36:37 Als Samla gestorben war, wurde Saul aus Rehoboth am Euphratstrom 
Knig an seiner Statt.
GEN 36:38 Als Saul gestorben war, wurde Baal-hanan, der Sohn Achbors, 
Knig an seiner Statt.
GEN 36:39 Als Baal-hanan, der Sohn Achbors, gestorben war, wurde Hadar 
Knig an seiner Statt; seine Residenz aber hie Pagu und sein Weib 
Mehetabeel, die Tochter Matreds, der Tochter Mesahabs.
GEN 36:40 Dieses sind die Namen der Huptlinge Esaus nach ihren 
Geschlechtern, ihren Ortschaften, ihren Namen: der Huptling Thimna, der 
Huptling Alwa, der Huptling Jetheth,
GEN 36:41 der Huptling Oholibama, der Huptling Ela, der Huptling Pinon,
GEN 36:42 der Huptling Kenas, der Huptling Theman, der Huptling Mibzar,
GEN 36:43 der Huptling Magdiel, der Huptling Iram. Dies sind die 
Huptlinge von Edom nach ihren Wohnsitzen in dem Lande, das sie in Besitz 
genommen hatten, das ist von Esau, dem Stammvater Edoms.
GEN 37:1 Jakob aber blieb wohnen im Lande, wo sein Vater als Fremdling 
geweilt hatte, im Lande Kanaan.
GEN 37:2 Das ist die Geschichte Jakobs: Als Joseph siebzehn Jahre alt war, 
pflegte er mit seinen Brdern die Schafe zu hten - er war aber noch jung -
 mit den Shnen Bilhas und Silpas, der Weiber seines Vaters; und wenn man 
 ihnen etwas Schlimmes nachsagte, so hinterbrachte es Joseph ihrem Vater.
GEN 37:3 Israel aber liebte Joseph mehr, als alle seine anderen Shne, 
weil er ihm in seinem Alter geboren worden war, und er lie ihm 
rmelkleider machen.
GEN 37:4 Als nun seine Brder gewahrten, da ihr Vater ihn mehr liebte, 
als alle seine anderen Shne, warfen sie einen Ha auf ihn und brachten es 
nicht ber sich, ihm ein freundliches Wort zu gnnen.
GEN 37:5 Einst hatte Joseph einen Traum, den erzhlte er seinen Brdern; 
da haten sie ihn noch rger.
GEN 37:6 Und er sprach zu ihnen: Hrt einmal, was fr einen Traum ich 
gehabt habe!
GEN 37:7 Wir waren beschftigt, drauen auf dem Felde Garben zu binden. Da 
richtete sich meine Garbe auf und blieb stehen; eure Garben aber stellten 
sich rings herum und warfen sich vor meiner Garbe nieder.
GEN 37:8 Da sprachen seine Brder zu ihm: Willst du etwa gar Knig ber 
uns werden oder ber uns herrschen? Seitdem haten sie ihn noch rger 
wegen seiner Trume und wegen seiner Reden.
GEN 37:9 Und ein andermal hatte er wieder einen Traum, den erzhlte er 
seinen Brdern und sprach: Hrt, ich habe noch einen Traum gehabt! Da war 
die Sonne und der Mond und elf Sterne, die warfen sich vor mir nieder.
GEN 37:10 Als er das seinem Vater und seinen Brdern erzhlte, da schalt 
ihn sein Vater und sprach zu ihm: Was ist das fr ein Traum, den du da 
gehabt hast? Sollen etwa ich und deine Mutter und deine Brder kommen und 
uns vor dir niederwerfen auf den Boden?
GEN 37:11 Seitdem waren seine Brder eiferschtig auf ihn; sein Vater aber 
merkte sich die Sache.
GEN 37:12 Als nun einst seine Brder hingegangen waren, um bei Sichem die 
Schafe ihres Vaters zu weiden,
GEN 37:13 da sprach Israel zu Joseph: Deine Brder weiden bei Sichem; 
wohlan, ich will dich zu ihnen schicken! Er erwiderte: Ich bin bereit!
GEN 37:14 Da sprach er zu ihm: Geh und sieh zu, ob es deinen Brdern und 
der Herde wohl geht, und bringe mir Bescheid! So schickte er ihn hinweg 
aus dem Thale von Hebron und er gelangte nach Sichem.
GEN 37:15 Da traf ihn jemand, wie er auf freiem Felde umherrirrte, und 
fragte ihn: Was suchst du?
GEN 37:16 Er antwortete: Meine Brder suche ich; sage mir doch, wo sie 
jetzt weiden!
GEN 37:17 Der Mann erwiderte: Sie sind von hier weggezogen, denn ich hrte 
sie sagen: Wir wollen nach Dothan gehen! Da ging Joseph seinen Brder nach 
und traf sie in Dothan.
GEN 37:18 Als sie ihn nun in der Ferne erblickten, und ehe er noch zu 
ihnen herangekommen war, da machten sie einen tckischen Anschlag wider 
ihn, ihn umzubringen;
GEN 37:19 da riefen sie einander zu: Da kommt ja der Trumer her!
GEN 37:20 Kommt, wir wollen ihn totschlagen und in die erste beste 
Zisterne werfen und wollen vorgeben, ein reiendes Tier habe ihn 
gefressen; dann wird sich zeigen, was an seinen Trumen ist!
GEN 37:21 Als Ruben das hrte, suchte er ihn aus ihren Hnden zu retten 
und sprach: Nein, totschlagen wollen wir ihn nicht.
GEN 37:22 Da sprach Ruben zu ihnen: Vergiet nur kein Blut! Werft ihn in 
die Zisterne da auf der Trift, aber legt nicht Hand an ihn! - um ihn aus 
ihren Hnden zu erretten, um ihn seinem Vater zurckzubringen.
GEN 37:23 Als nun Joseph zu seinen Brdern herangekommen war, da zogen sie 
Joseph sein Kleid aus - das rmelkleid, das er anhatte -,
GEN 37:24 packten ihn und warfen ihn in die Zisterne; die Zisterne aber 
war leer und kein Wasser darin.
GEN 37:25 Als sie sich nun hingesetzt hatten, um ihre Mahlzeit zu halten, 
da gewahrten sie eine Karawane von Ismaelitern, die eben aus Gilead 
herberkam; deren Kamele waren beladen mit Tragakanth, Balsam und Ladanum: 
damit waren sie unterwegs nach gypten.
GEN 37:26 Da sprach Juda zu seinen Brdern: Was htten wir davon, wenn wir 
unseren Bruder umbrchten und den Mord verheimlichten?
GEN 37:27 Kommt, wir wollen ihn an die Ismaeliter verkaufen, nicht aber 
Hand an ihn legen; denn er ist unser Bruder, unser Fleisch. Seine Brder 
willigten ein.
GEN 37:28 Es kamen aber midianitische Hndler vorber; und sie zogen ihn 
heraus und holten Joseph herauf aus der Zisterne und verkauften Joseph an 
die Ismaeliter fr zwanzig Silberstcke, und sie fhrten Joseph fort nach 
gypten.
GEN 37:29 Als nun Ruben wieder zur Zisterne kam, da war Joseph nicht mehr 
in der Zisterne! Da zerri er seine Kleider,
GEN 37:30 kehrte zurck zu seinen Brdern und rief: Der Knabe ist 
verschwunden! Wo soll ich nun hin!
GEN 37:31 Hierauf nahmen sie das Kleid Josephs, sodann schlachteten sie 
einen Ziegenbock und tauchten den Rock ins Blut.
GEN 37:32 Dann schickten sie das rmelkleid, brachten es ihrem Vater und 
gaben vor: Dies haben wir gefunden - sieh doch zu, ob es der Rock deines 
Sohnes ist oder nicht!
GEN 37:33 Und als er ihn nher angesehen hatte, da schrie er: Der Rock 
meines Sohnes! ein reiendes Tier hat ihn gefressen! Ja, ja, zerrissen ist 
Joseph!
GEN 37:34 Da zerri Jakob seine Kleider, legte ein hrenes Gewand um seine 
Hften und trauerte um seinen Sohn lange, lange Zeit.
GEN 37:35 Und ob auch alle seine Shne und Tchter ihn zu trsten suchten, 
wollte er sich doch nicht trsten lassen, sondern sprach: Trauernd werde 
ich zu meinem Sohne hinabsteigen in die Unterwelt! So beweinte ihn sein 
Vater.
GEN 37:36 Die Midianiter aber verkauften ihn nach gypten an Potiphar, 
einen Verschnittenen des Pharao, den Anfhrer der Leibwchter.
GEN 38:1 Um dieselbe Zeit trug es sich zu, da Juda seine Brder verlie 
und sich an einen Einwohner von Adullam, Namens Hira, anschlo.
GEN 38:2 Dort erblickte Juda die Tochter eines Kanaaniters, Namens Sua; 
die nahm er zum Weibe und wohnte ihr bei.
GEN 38:3 Da wurde sie schwanger und gebar einen Sohn; den nannte sie Ger.
GEN 38:4 Hierauf wurde sie abermals schwanger und gebar einen Sohn; den 
nannte sie Onan.
GEN 38:5 Sodann gebar sie noch einen Sohn; den nannte sie Sela. Und zwar 
befand sie sich zu Kesib, als sie ihn gebar.
GEN 38:6 Juda aber freite fr Ger, seinen Erstgebornen, ein Weib Namens 
Thamar.
GEN 38:7 Nun machte sich aber Ger, der Erstgeborne Judas, Jahwe mifllig; 
daher lie ihn Jahwe sterben.
GEN 38:8 Da gebot Juda dem Onan: Begieb dich zum Weibe deines Bruders und 
leiste ihr die Schwagerpflicht, damit du deinem Bruder Nachkommen 
verschaffst.
GEN 38:9 Da aber Onan wute, da die Kinder nicht ihm gehren sollten, so 
lie er es, so oft er dem Weibe seines Bruders beiwohnte, daneben fallen, 
um seinem Bruder nicht Nachkommen zu verschaffen.
GEN 38:10 Solches Thun aber mifiel Jahwe, daher lie er auch ihn sterben.
GEN 38:11 Da gebot Juda seiner Schwiegertochter Thamar: Bleibe als Witwe 
im Hause deines Vaters, bis mein Sohn Sela herangewachsen ist! Er 
frchtete nmlich, es knne auch dieser sterben, wie seine Brder. Da ging 
Thamar hin und blieb im Hause ihres Vaters.
GEN 38:12 Als nun lngere Zeit verstrichen war, starb die Tochter Suas, 
das Weib Judas. Nachdem Juda ausgetrauert hatte, begab er sich mit seinem 
Freunde, dem Adullamiter Hira, hinauf nach Thimna, um nach seinen Scherern 
zu sehen.
GEN 38:13 Als nun Thamar berichtet ward: eben kommt dein Schwiegervater 
herauf nach Thimna zur Schafschur!
GEN 38:14 da legte sie ihre Witwenkleider ab, bedeckte sich mit dem 
Schleier, vermummte sich und setzte sich nieder da, wo es nach Enaim 
hineingeht, das an dem Wege nach Thimna liegt. Denn sie hatte wohl 
bemerkt, da Sela herangewachsen war, und doch war sie ihm nicht zum Weibe 
gegeben worden.
GEN 38:15 Als Juda sie erblickte, hielt er sie fr eine Buhldirne; denn 
sie hatte ihr Gesicht verhllt.
GEN 38:16 Da bog er zu ihr ab und sprach: La mich dir beiwohnen! Denn er 
wute nicht, da es seine Schwiegertochter war. Sie erwiderte: Was giebst 
du mir dafr, da du mir beiwohnen darfst?
GEN 38:17 Er antwortete: Ich werde dir ein Ziegenbckchen von der Herde 
schicken! Sie sprach: Wenn du mir ein Pfand giebst bis dahin, wo du es 
schicken wirst.
GEN 38:18 Da fragte er: Was fr ein Pfand soll ich dir geben? Sie 
erwiderte: Deinen Siegelring, deine Schnur und den Stab, den du in der 
Hand hast. Da gab er es ihr und wohnte ihr bei, und sie wurde schwanger 
von ihm.
GEN 38:19 Hierauf ging sie von dannen, legte ihren Schleier ab und zog 
ihre Witwenkleider an.
GEN 38:20 Juda aber schickte das Bckchen durch seinen Freund, den 
Adullamiter, um dagegen das Pfand von dem Weibe in Empfang zu nehmen; aber 
er fand sie nicht.
GEN 38:21 Da fragte er die Leute jenes Orts: Wo ist die Lustdirne, die 
hier bei Enaim am Wege sa? Sie antworteten: Hier ist keine Lustdirne 
gewesen!
GEN 38:22 Da kehrte er zu Juda zurck und berichtete: Ich habe sie nicht 
gefunden, und die Leute dort haben behauptet: Hier ist keine Lustdirne 
gewesen!
GEN 38:23 Juda erwiderte: Mag sie es behalten, wenn wir nur nicht zum 
Gesptt werden. Ich habe richtig das Bckchen geschickt, du konntest sie 
aber nicht auffinden!
GEN 38:24 Nach Verlauf von ungefhr drei Monaten aber wurde Juda 
berichtet: Deine Schwiegertochter Thamar hat gehurt und ist richtig 
dadurch schwanger geworden! Da gebot Juda: Fhrt sie hinaus, da sie 
verbrannt werde!
GEN 38:25 Als sie aber schon hinausgefhrt war, da schickte sie zu ihrem 
Schwiegervater und lie ihm sagen: Von dem Manne, dem diese Gegenstnde 
gehren, bin ich schwanger! und lie ihm sagen: Sieh doch zu, wem der 
Siegelring, die Schnre und der Stab da gehren!
GEN 38:26 Und als Juda sie nher angesehen hatte, sprach er: Sie ist in 
ihrem Rechte gegen mich; warum habe ich sie auch nicht meinem Sohne Sela 
zum Weibe gegeben! Er hatte aber fortan keinen Umgang mehr mit ihr.
GEN 38:27 Als nun die Zeit da war, da sie gebren sollte, da befand sich, 
da Zwillinge in ihrem Leibe waren.
GEN 38:28 Whrend der Geburt aber streckte einer eine Hand vor. Da nahm 
die Geburtshelferin einen roten Faden und band ihm den um die Hand; das 
wollte sagen: dieser ist zuerst herausgekommen!
GEN 38:29 Er zog jedoch seine Hand wieder zurck, und nun kam sein Bruder 
zum Vorschein. Da rief sie: Was hast du fr einen Ri fr dich gemacht! 
Daher nannte sie ihn Perez.
GEN 38:30 Darnach kam sein Bruder zum Vorschein, an dessen Hand der rote 
Faden war; daher nannte sie ihn Serah.
GEN 39:1 Als nun Joseph nach gypten gebracht worden war, kaufte ihn 
Potiphar, ein Verschnittener des Pharao, der Anfhrer der Leibwchter, ein 
gypter, von den Ismaelitern, die ihn dorthin gebracht hatten.
GEN 39:2 Jahwe aber war mit Joseph, so da ihm alles gelang, und er hatte 
seinen Aufenthalt im Hause seines Herrn, des gypters.
GEN 39:3 Als nun sein Herr sah, da Jahwe mit ihm sei und da Jahwe ihm 
alles gelingen lie, was er unternahm,
GEN 39:4 da kam Joseph in groe Gunst bei ihm und er mute ihn bedienen, 
und er machte ihn zum Aufseher ber sein Hauswesen und vertraute ihm sein 
gesamtes Eigentum an.
GEN 39:5 Und von der Zeit an, wo er ihn zum Aufseher ber sein Hauswesen 
und sein gesamtes Eigentum bestellt hatte, segnete Jahwe das Haus des 
gypters um Josephs willen, und der Segen Jahwes ruhte auf allem, was ihm 
gehrte, im Hause und drauen.
GEN 39:6 Und er berlie Joseph sein gesamtes Eigentum und kmmerte sich 
neben ihm um gar nichts, nur da er a und trank. Joseph aber war schn 
von Gestalt und schn von Antlitz.
GEN 39:7 Nach einiger Zeit nun warf das Weib seines Herrn ihre Augen auf 
Joseph und sprach: Schlafe bei mir!
GEN 39:8 Er aber weigerte sich und sprach zu dem Weibe seines Herrn: 
Bedenke, mein Herr bekmmert sich neben mir um nichts im Hause und hat mir 
all sein Eigentum anvertraut.
GEN 39:9 Er hat in diesem Hause nicht mehr Macht, als ich, und hat mir gar 
nichts vorenthalten, ausgenommen dich, da du sein Weib bist. Wie sollte 
ich nun dieses schwere Unrecht begehen und mich wider Gott versndigen?
GEN 39:10 Und obgleich sie Tag fr Tag auf Joseph einredete, war er ihr 
doch nicht zu Willen, da er sich zu ihr gelegt und Umgang mit ihr gehabt 
htte.
GEN 39:11 Eines Tages aber, als er ins Haus hineingekommen war, um seinen 
Geschften obzuliegen, whrend gerade niemand von den Hausangehrigen 
drinnen anwesend war,
GEN 39:12 ergriff sie ihn beim Gewand und verlangte: Schlafe bei mir! Er 
aber lie sein Gewand in ihren Hnden, ergriff die Flucht und lief zum 
Hause hinaus.
GEN 39:13 Als sie nun sah, da er sein Gewand in ihren Hnden gelassen 
hatte und entflohen war,
GEN 39:14 da rief sie die Hausangehrigen herbei und sprach zu ihnen: Ei, 
seht doch, hat er uns da einen Hebrer hergebracht, da er seinen 
Mutwillen mit uns treibe! Er kam zu mir herein, um bei mir zu liegen, ich 
aber schrie laut.
GEN 39:15 Als er nun hrte, da ich ein lautes Geschrei erhob, da lie er 
sein Gewand bei mir zurck und floh und lief zum Hause hinaus.
GEN 39:16 Hierauf legte sie sein Gewand neben sich, bis sein Herr heimkam.
GEN 39:17 Sodann berichtete sie ihm ganz ebenso: Kommt da der hebrische 
Sklave, den du uns hergebracht hast, zur mir herein, um seinen Mutwillen 
mit mir zu treiben.
GEN 39:18 Als ich aber ein lautes Geschrei erhob, lie er sein Gewand bei 
mir zurck und floh zum Hause hinaus.
GEN 39:19 Als nun sein Herr vernahm, was ihm sein Weib berichtete, indem 
sie erzhlte: So und so hat dein Sklave gegen mich gehandelt! da wurde er 
sehr zornig.
GEN 39:20 Und der Herr Josephs lie ihn ergreifen und ins Gefngnis 
werfen, dahin, wo die kniglichen Gefangenen gefangen saen, und so lag er 
dort im Gefngnis.
GEN 39:21 Aber Jahwe war mit Joseph und machte ihm die Herzen zugeneigt 
und verschaffte ihm die Gunst des obersten Aufsehers ber das Gefngnis.
GEN 39:22 Und der oberste Aufseher ber das Gefngnis vertraute Joseph 
alle Gefangenen an, die sich im Gefngnis befanden, und alles, was dort 
geschah, geschah nach seiner Anordnung.
GEN 39:23 Der oberste Aufseher ber das Gefngnis kmmerte sich um gar 
nichts, was durch ihn geschah, da Jahwe mit ihm war; was er auch 
unternahm, das lie Jahwe gelingen.
GEN 40:1 Einige Zeit darnach aber vergingen sich der Mundschenk des Knigs 
von gypten und der Bcker gegen ihren Herrn, den Knig von gypten.
GEN 40:2 Da wurde der Pharao zornig ber seine beiden Verschnittenen, den 
Obermundschenk und den Oberbcker,
GEN 40:3 und lie sie in Gewahrsam legen in das Haus des Anfhrers der 
Leibwchter, ins Gefngnis, dahin, wo Joseph gefangen sa.
GEN 40:4 Und der Anfhrer der Leibwchter gab ihnen Joseph bei, damit er 
sie bediene, und so waren sie lngere Zeit in Gewahrsam.
GEN 40:5 Da hatten sie beide in einer und derselben Nacht einen Traum und 
zwar jeder einen Traum von besonderer Bedeutung, der Mundschenk und der 
Bcker des Knigs von gypten, die im Gefngnis saen.
GEN 40:6 Als nun Joseph des Morgens zu ihnen hineinkam, merkte er ihnen 
an, da sie verstimmt waren.
GEN 40:7 Da fragte er die Verschnittenen des Pharao, die mit ihm im 
Gewahrsam waren im Hause seines Herrn: Warum macht ihr denn heute ein so 
bses Gesicht?
GEN 40:8 Sie antworteten ihm: Wir haben einen Traum gehabt, und nun ist 
niemand da, der ihn deuten knnte. Da sprach Joseph zu ihnen: Traumdeutung 
hngt von Gott ab - erzhlt mir einmal!
GEN 40:9 Da erzhlte der Obermundschenk dem Joseph seinen Traum und sprach 
zu ihm: Mir war's im Traum, als stehe ein Weinstock vor mir.
GEN 40:10 An diesem Weinstock waren drei Zweige, und als er nun zu treiben 
begann, da kamen alsbald auch Blten zum Vorschein, und seine Kmme trugen 
reife Trauben.
GEN 40:11 Ich aber hielt den Becher des Pharao in der Hand; und ich nahm 
die Trauben, drckte sie aus in den Becher des Pharao und gab sodann dem 
Pharao den Becher in die Hand.
GEN 40:12 Da erwiderte ihm Joseph: Das ist so zu deuten: die drei Zweige 
bedeuten drei Tage.
GEN 40:13 In drei Tagen von heute ab wird dich der Pharao emporziehen und 
dich wieder auf deinen Posten setzen. Dann wirst du dem Pharao seinen 
Becher reichen ganz so wie frher, als du sein Mundschenk warst.
GEN 40:14 Aber - denke an mich, wenn es dir wohlgeht, und thu mir die 
Liebe an und lege bei dem Pharao ein gutes Wort fr mich ein, damit du 
mich aus diesem Hause befreist!
GEN 40:15 Denn ich bin schmhlich geraubt aus dem Lande der Hebrer, und 
auch hier habe ich es mit nichts verschuldet, da sie mich ins Gefngnis 
geworfen haben.
GEN 40:16 Als nun der Oberbcker sah, da er eine erfreuliche Deutung gab, 
da sprach er zu Joseph: In meinem Traume war es mir, als trge ich drei 
Krbe mit Backwerk auf dem Haupte.
GEN 40:17 Im obersten Korbe befand sich allerlei Eware fr den Pharao, 
wie sie der Bcker macht; aber die Vgel fraen sie weg aus dem Korb auf 
meinem Haupte.
GEN 40:18 Da antwortete Joseph und sprach: Das ist so zu deuten: die drei 
Krbe bedeuten drei Tage.
GEN 40:19 In drei Tagen von heute ab wird dich der Pharao enthaupten 
lassen und ans Holz hngen; da werden dann die Vgel dein Fleisch 
wegfressen.
GEN 40:20 Und am dritten Tage darauf, dem Geburtstage des Pharao, da 
veranstaltete er ein Gastmahl fr alle seine Untergebenen. Da zog er den 
Obermundschenk und den Oberbcker empor im Beisein seiner Untergebenen;
GEN 40:21 den Obermundschenk setzte er wieder in sein Schenkenamt ein, so 
da er dem Pharao wieder den Becher reichen durfte,
GEN 40:22 den Oberbcker aber lie er hngen, wie ihnen Joseph 
vorhergesagt hatte.
GEN 40:23 Der Obermundschenk jedoch dachte nicht mehr an Joseph, sondern 
verga ihn.
GEN 41:1 Zwei Jahre darauf trumte einmal dem Pharao und zwar, er stehe am 
Nil.
GEN 41:2 Aus dem Nil aber stiegen sieben Khe herauf von stattlichem 
Aussehen und fetten Leibes; die weideten im Riedgras.
GEN 41:3 Nach ihnen aber stiegen sieben andere Khe aus dem Nil herauf, 
von hlichem Aussehen und mageren Leibes; die stellten sich neben die 
ersten Khe am Ufer des Nil.
GEN 41:4 Hierauf fraen die hlich aussehenden und mageren Khe die 
sieben schnen und fetten Khe - da erwachte der Pharao.
GEN 41:5 Als er wieder eingeschlafen war, trumte ihm abermals und zwar, 
es wchsen sieben hren an einem Halme, dick und schn.
GEN 41:6 Nach ihnen aber sproten sieben drre und vom Ostwind versengte 
hren auf;
GEN 41:7 diese drren hren verschlangen die sieben dicken und vollen 
hren. Da erwachte der Pharao und merkte, da er getrumt habe.
GEN 41:8 Frhmorgens aber lie es ihm keine Ruhe, da sandte er aus und 
lie alle Schriftkundigen und Weisen gyptens herbeirufen; denen erzhlte 
der Pharao seine Trume. Aber da war keiner, der sie dem Pharao deuten 
konnte.
GEN 41:9 Da nahm der Obermundschenk das Wort und sprach zum Pharao: Ich 
mu heute meine Verschuldung in Erinnerung bringen.
GEN 41:10 Der Pharao war zornig auf seine Diener und lie sie ins Haus des 
Anfhrers der Leibwchter gefangen setzen, mich und den Oberbcker.
GEN 41:11 Da hatten wir beide in einer und derselben Nacht einen Traum, 
und zwar jeder einen Traum von besonderer Bedeutung.
GEN 41:12 Nun war da bei uns ein hebrischer Jngling, ein Sklave des 
Anfhrers der Leibwchter; dem erzhlten wir unsere Trume, und er deutete 
sie uns und offenbarte uns genau, was eines jeden Traum bedeutete.
GEN 41:13 Und wie er uns vorhergesagt, so ist's geschehen: mich hat man 
wieder auf meinen Posten gesetzt, und ihn hat man gehenkt.
GEN 41:14 Da sandte der Pharao hin und lie Joseph rufen. Da entlieen sie 
ihn schleunigst aus dem Gefngnis, und er lie sich scheren, wechselte 
seine Kleider und begab sich hinein zum Pharao.
GEN 41:15 Da sprach der Pharao zu Joseph: Ich habe einen Traum gehabt, und 
es ist niemand da, der ihn zu deuten vermchte. Nun habe ich aber von dir 
gehrt: du brauchst einen Traum nur zu hren, um ihn alsbald zu deuten.
GEN 41:16 Da erwiderte Joseph dem Pharao: O nein, ich nicht; aber Gott 
wird etwas offenbaren, was dem Pharao zum Heile gereicht.
GEN 41:17 Da erzhlte der Pharao dem Joseph: Mir trumte, ich stehe am 
Ufer des Nil.
GEN 41:18 Da stiegen aus dem Nil sieben Khe herauf, fetten Leibes und von 
stattlichem Aussehen, und weideten im Riedgras.
GEN 41:19 Nach ihnen aber stiegen sieben andere Khe herauf, elend und 
beraus hlich anzusehen und mageren Leibes - nie habe ich in ganz 
gypten etwas so Hliches gesehen wie sie!
GEN 41:20 Hierauf fraen die mageren und hlichen Khe die sieben ersten, 
die fetten Khe.
GEN 41:21 Aber auch als sie sie hineingefressen hatten, merkte man nichts 
davon, da sie sie gefressen hatten, vielmehr war ihr Aussehen hlich wie 
zuvor. Da erwachte ich.
GEN 41:22 Weiter aber sah ich im Traume sieben hren an einem Halme 
wachsen, die waren voll und schn.
GEN 41:23 Nach ihnen aber sproten sieben taube, drre, vom Ostwind 
versengte hren auf,
GEN 41:24 und die drren hren verschlangen die sieben schnen hren. Das 
erzhlte ich den Schriftkundigen, aber keiner kann mir Bescheid geben.
GEN 41:25 Da antwortete Joseph dem Pharao: Die Trume des Pharao sind 
gleichbedeutend; Gott hat dem Pharao vorausverkndigt, was er demnchst 
thun wird.
GEN 41:26 Die sieben schnen Khe bedeuten sieben Jahre, und die sieben 
schnen hren bedeuten sieben Jahre - beide Trume sind gleichbedeutend.
GEN 41:27 Und die sieben mageren und hlichen Khe, die nach ihnen 
heraufstiegen, bedeuten sieben Jahre, und die sieben leeren, vom Ostwind 
versengten hren sind, wie sich zeigen wird, sieben Hungerjahre.
GEN 41:28 Deshalb habe ich vorhin zum Pharao gesagt: Was Gott zu thun 
vorhat, hat er dem Pharao gezeigt!
GEN 41:29 Es kommen jetzt sieben Jahre, da wird groer berflu in ganz 
gypten herrschen.
GEN 41:30 Nach ihnen aber werden sieben Hungerjahre eintreten, so da ganz 
in Vergessenheit geraten wird, welcher berflu in gypten herrschte, und 
der Hunger wird das Land aufreiben;
GEN 41:31 und man wird nichts mehr wissen von dem berflu im Lande 
infolge dieser Hungersnot, die hinterdrein kommt, denn sie wird beraus 
drckend sein.
GEN 41:32 Und was das betrifft, da dem Pharao zweimal nacheinander 
trumte, so wisse: die Sache ist fest beschlossen bei Gott, und Gott wird 
sie eilends ins Werk setzen.
GEN 41:33 So wolle sich denn der Pharao einen klugen und weisen Mann 
ersehen, da er ihm gypten unterstelle.
GEN 41:34 Und der Pharao wolle dazu thun und Aufseher ber das Land 
bestellen, um whrend der sieben Jahre des berflusses den Fnften von 
gypten erheben zu lassen.
GEN 41:35 Und zwar soll man den gesamten Ernteertrag der nun kommenden 
guten Jahre ansammeln und Getreide aufspeichern zur Verfgung des Pharao 
und soll den Ernteertrag in die Stdte legen und aufbewahren.
GEN 41:36 Dieser Vorrat soll dem Land als Rckhalt dienen fr die sieben 
Hungerjahre, die ber gypten kommen werden; so wird das Land nicht zu 
Grunde gehen durch die Hungersnot.
GEN 41:37 Diese Rede fand Beifall bei dem Pharao und bei allen seinen 
Untergebenen.
GEN 41:38 Da sprach der Pharao zu seinen Untergebenen: Knnten wir wohl 
einen finden, in dem der Geist Gottes ist, wie in ihm?
GEN 41:39 Sodann sprach der Pharao zu Joseph: Nachdem dir Gott dieses 
alles offenbart hat, giebt es niemand, der so klug und weise wre, wie du.
GEN 41:40 Du sollst meinem Hause vorstehen, und deinem Befehle soll sich 
mein gesamtes Volk fgen - nur den Besitz des Throns will ich vor dir 
voraus haben.
GEN 41:41 Da sprach der Pharao zu Joseph: Wohlan, ich setze dich ber ganz 
gypten.
GEN 41:42 Hierauf zog der Pharao seinen Siegelring von seiner Hand ab und 
steckte ihn Joseph an; sodann lie er ihn mit Byssusgewndern bekleiden 
und legte ihm die goldene Kette um den Hals.
GEN 41:43 Hierauf lie er ihn auf dem Wagen fahren, der im Range dem 
seinigen folgte, und man rief vor ihm aus: Abrekh! So setzte er ihn ber 
ganz gypten.
GEN 41:44 Und der Pharao sprach zu Joseph: ich bin der Pharao - aber ohne 
deinen Willen soll niemand Hand oder Fu regen in ganz gypten.
GEN 41:45 Und der Pharao legte Joseph den Namen Zaphenat Paneach bei und 
gab ihm Asnath, die Tochter Potipheras, des Oberpriesters von On, zum 
Weibe; und Joseph gebot ber gypten.
GEN 41:46 Dreiig Jahre war Joseph alt, als er vor Pharao, dem Knig von 
gypten, stand. Darnach begab sich Joseph hinweg von dem Pharao und 
durchzog ganz gypten.
GEN 41:47 Das Land aber trug in den sieben Jahren des berflusses 
haufenweise.
GEN 41:48 Da sammelte er den gesamten Ernteertrag der sieben Jahre, 
whrend welcher in gypten berflu herrschte, und legte Vorrat in die 
Stdte; in einer jeden Stadt speicherte er den Ertrag der Felder auf, die 
rings um sie her lagen.
GEN 41:49 So hufte Joseph Getreide auf, wie Sand am Meer, in ungeheuren 
Massen, bis er davon abstand, es zu messen, denn es war nicht zu messen.
GEN 41:50 Und Joseph wurden zwei Shne geboren, ehe das Hungerjahr 
anbrach; die gebar ihm Asnath, die Tochter Poti-pheras, des Oberpriesters 
von On.
GEN 41:51 Den Erstgeborenen nannte Joseph Manasse; denn Gott, sprach er, 
hat mich alle meine Not und meine gesamte Familie vergessen lassen!
GEN 41:52 Den zweiten aber nannte er Ephraim; denn Gott, sprach er, hat 
mich fruchtbar sein lassen im Lande meiner Trbsal.
GEN 41:53 Als nun die sieben Jahre des berflusses in gypten vorber 
waren,
GEN 41:54 da brachen die sieben Hungerjahre an, wie Joseph vorhergesagt 
hatte. Und zwar kam eine Hungersnot ber alle Lnder; aber in ganz gypten 
gab es Brot.
GEN 41:55 Als nun ganz gypten die Hungersnot empfand, da forderte das 
Volk ungestm Brot vom Pharao. Da sprach der Pharao zu allen gyptern: 
Geht hin zu Joseph: was er euch gebieten wird, das thut!
GEN 41:56 Es lastete aber die Hungersnot auf aller Welt. Da erffnete 
Joseph alle Kornspeicher und verkaufte den gyptern Getreide. Und die 
Hungersnot wurde immer drckender in gypten.
GEN 41:57 Da kam alle Welt zu Joseph nach gypten, um Getreide zu kaufen; 
denn berall herrschte drckende Hungersnot.
GEN 42:1 Als nun Jakob vernahm, da es in gypten Getreide gebe, da sprach 
Jakob zu seinen Shnen: Was zaudert ihr?
GEN 42:2 Da sprach er: Ich hre mit Bestimmtheit, da es in gypten 
Getreide giebt. Zieht hin und holt uns von dort Getreide, damit wir am 
Leben bleiben und nicht sterben.
GEN 42:3 Da zogen zehn von den Brdern Josephs hin, um Getreide aus 
gypten zu holen.
GEN 42:4 Benjamin aber, den Bruder Josephs, lie Jakob nicht mit seinen 
Brdern ziehen; denn er trug Sorge, es knne ihm ein Unfall zustoen.
GEN 42:5 Da kamen unter denen, die hinstrmten, auch die Shne Israels 
hin, um Getreide zu kaufen; denn in Kanaan herrschte Hungersnot.
GEN 42:6 Und Joseph, der da Machthaber war im Lande, der verkaufte aller 
Welt Getreide. Als nun die Brder Josephs hereinkamen und sich bis auf den 
Boden vor ihm verneigten,
GEN 42:7 da erkannte Joseph seine Brder, sobald er ihrer ansichtig wurde. 
Aber er stellte sich fremd gegen sie und er lie sie hart an und fragte 
sie: Woher kommt ihr? Sie antworteten: Aus Kanaan, um Getreide zu kaufen.
GEN 42:8 Und Joseph erkannte seine Brder; sie aber erkannten ihn nicht.
GEN 42:9 Da mute Joseph an die Trume denken, die er in Bezug auf sie 
gehabt hatte. Und er sprach zu ihnen: Ihr seid Spione! Ihr seid nur 
hergekommen, um zu ersphen, wo das Land eine schwache Stelle hat.
GEN 42:10 Sie antworteten ihm: O nein, Herr! Deine Sklaven sind vielmehr 
hergekommen, um Mundvorrat zu kaufen.
GEN 42:11 Wir sind alle Shne eines Mannes, wir sind ehrliche Leute; deine 
Sklaven sind keine Spione!
GEN 42:12 Er erwiderte ihnen: Nichts da! Ihr seid hergekommen, um zu 
ersphen, wo das Land eine schwache Stelle hat.
GEN 42:13 Sie antworteten: Unser zwlf sind deine Sklaven, lauter Brder, 
Shne eines Mannes in Kanaan; der Jngste ist gegenwrtig noch bei unserem 
Vater, und einer ist verschwunden.
GEN 42:14 Da sprach Joseph zu ihnen: Es ist so, wie ich euch gesagt habe: 
Spione seid ihr!
GEN 42:15 Damit sollt ihr euch ausweisen: so wahr der Pharao lebt, ihr 
sollt nicht eher von hier wegziehen, bis euer jngster Bruder hierher 
gekommen ist.
GEN 42:16 Schickt einen von euch hin, da er euren Bruder hole; ihr aber 
mt gefangen bleiben. So sollen eure Aussagen geprft werden, ob ihr mit 
der Wahrheit umgeht oder nicht. So wahr der Pharao lebt - ihr seid doch 
Spione!
GEN 42:17 Hierauf lie er sie drei Tage in Gewahrsam legen.
GEN 42:18 Am dritten Tag aber sprach Joseph zu ihnen: Folgendes mt ihr 
thun, um am Leben zu bleiben - denn ich bin ein gottesfrchtiger Mann.
GEN 42:19 Wenn ihr ehrliche Leute seid, so mag einer von euch Brdern als 
Gefangener zurckbleiben, da wo ihr in Gewahrsam lagt; ihr andern aber 
zieht hin und schafft das Getreide hin, dessen ihr fr eure Familien 
bedrft.
GEN 42:20 Euren jngsten Bruder aber mt ihr mir herbringen; so werden 
sich eure Aussagen bewahrheiten, und ihr werdet dem Tode entgehen. Und sie 
thaten also.
GEN 42:21 Da sprachen sie einer zum andern: Wahrlich, das haben wir an 
unserem Bruder verschuldet; denn wir sahen seine Angst, wie er uns 
anflehte; aber wir blieben taub! Darum sind nun diese ngste ber uns 
gekommen.
GEN 42:22 Ruben aber sprach zu ihnen: Habe ich euch nicht gesagt: 
versndigt euch nicht an dem Kinde! Aber ihr wolltet nicht hren - nun 
aber wird Rechenschaft gefordert fr sein Blut!
GEN 42:23 Sie wuten aber nicht, da Joseph sie verstand; denn sie 
verkehrten durch einen Dolmetscher.
GEN 42:24 Da wendete er sich abseits, um zu weinen, kehrte dann wieder zu 
ihnen zurck und redete mit ihnen; hierauf lie er Simeon aus ihrer Mitte 
greifen und vor ihren Augen fesseln.
GEN 42:25 Sodann gab Joseph Befehl, ihre Scke mit Getreide zu fllen, 
dabei aber einem jeden sein Geld wieder in seinen Sack zu thun, auch ihnen 
Zehrung mit auf den Weg zu geben. Nachdem man sie demgem versorgt,
GEN 42:26 luden sie ihr Getreide auf ihre Esel und zogen von dannen.
GEN 42:27 Als aber einer von ihnen im Nachtquartier seinen Sack ffnete, 
um seinem Esel Futter zu geben, da sah er sein Geld in seinem Getreidesack 
obenauf liegen.
GEN 42:28 Da berichtete er seinen Brdern: Mein Geld ist wieder da, hier 
liegt es in meinem Getreidesack! Da entsank ihnen der Mut, und bebend 
sahen sie einander an und riefen: Was hat uns da Gott angethan!
GEN 42:29 Als sie nun zu ihrem Vater Jakob nach Kanaan zurckgekehrt 
waren, berichteten sie ihm alles, was ihnen begegnet war, und sprachen:
GEN 42:30 Er, der Herr des Landes, lie uns hart an und beschuldigte uns, 
wir wollten das Land auskundschaften.
GEN 42:31 Wir versicherten ihm zwar: Wir sind ehrliche Leute, wir sind 
keine Spione!
GEN 42:32 Wir sind unser zwlf Brder, Shne eines Vaters. Einer ist 
verschwunden, und der Jngste ist zur Zeit bei unserem Vater in Kanaan.
GEN 42:33 Aber der Mann, der Herr des Landes, antwortete uns: Daran will 
ich erkennen, da ihr ehrliche Leute seid: lat einen von euch Brdern bei 
mir zurck! Was ihr an Getreide fr eure Familien bedrft, mgt ihr nehmen 
und abziehen.
GEN 42:34 Aber bringt mir euren jngsten Bruder her, damit ich erkenne, 
da ihr keine Spione, da ihr ehrliche Leute seid. Alsdann werde ich euch 
euren Bruder wiedergeben, und ihr knnt das Land frei durchziehen.
GEN 42:35 Als sie aber ihre Scke ausschtteten, fand sich das Geld eines 
jeden in seinem Sack. Und als sie samt ihrem Vater ihr Geld erblickten, da 
erschraken sie.
GEN 42:36 Da sprach ihr Vater Jakob zu ihnen: Mich beraubt ihr der Kinder! 
Joseph ist verschwunden, und Simeon ist verschwunden und Benjamin wollt 
ihr wegnehmen - mich trifft das alles!
GEN 42:37 Da antwortete Ruben seinem Vater: Meine beiden Shne magst du 
umbringen, wenn ich dir ihn nicht zurckbringe. Vertraue mir ihn an, ich 
werde ihn dir zurckbringen!
GEN 42:38 Er antwortete: Mein Sohn soll nicht mit euch reisen; denn sein 
Bruder ist tot, und er ist allein brig. Wenn ihm ein Unfall zustiee auf 
dem Wege, den ihr ziehen mt, so wrdet ihr schuld daran sein, wenn ich 
mit meinem grauen Haar voller Jammer hinunter mte in die Unterwelt.
GEN 43:1 Es lastete aber die Hungersnot schwer auf dem Lande.
GEN 43:2 Als sie nun das Getreide, das sie aus gypten geholt, vollstndig 
aufgezehrt hatten, da gebot ihnen ihr Vater: zieht wieder hin, etwas 
Getreide fr uns zu kaufen.
GEN 43:3 Da antwortete ihm Juda: Jener Mann hat uns nachdrcklich 
eingeschrft: Ihr drft mir nicht vor die Augen kommen, wenn ihr nicht 
euren Bruder mitbringt.
GEN 43:4 Willst du uns also unseren Bruder mitgeben, so wollen wir 
hinreisen und Getreide fr dich kaufen.
GEN 43:5 Giebst du ihn uns aber nicht mit, so reisen wir nicht. Denn der 
Mann hat uns erklrt: Ihr drft mir nicht vor die Augen kommen, wenn ihr 
nicht euren Bruder mitbringt.
GEN 43:6 Israel antwortete: Warum habt ihr mir das zuleide gethan und dem 
Manne verraten, da ihr noch einen Bruder habt?
GEN 43:7 Sie antworteten: Der Mann erkundigte sich genau nach uns und 
unserer Familie und fragte: Ist euer Vater noch am Leben? Habt ihr noch 
einen Bruder? Da gaben wir ihm Bescheid, ganz wie es sich verhlt. Konnten 
wir denn wissen, da er nun sagen wrde: Bringt euren Bruder her?
GEN 43:8 Juda aber sprach zu seinem Vater Israel: Gieb mir den Knaben mit, 
so wollen wir aufbrechen und hinziehen, damit wir leben bleiben und nicht 
sterben, wir und du und unsere Kinder.
GEN 43:9 Ich will dir fr ihn brgen; mich sollst du fr ihn 
verantwortlich machen. Wenn ich dir ihn nicht wiederbringe und vor Augen 
stelle, so will ich all meine Lebtage schuldig vor dir dastehen.
GEN 43:10 Wenn wir nicht ber Gebhr gezaudert htten, so htten wir 
unterdes zweimal hin- und herreisen knnen.
GEN 43:11 Da antwortete ihnen ihr Vater Israel: Wenn es denn sein mu, so 
thut Folgendes: Nehmt in euren Scken etwas von den Erzeugnissen des 
Landes mit und bringt dem Manne ein Geschenk: ein wenig Balsam und ein 
wenig Honig, Spezereien und Ladanum, Pistazien und Mandeln.
GEN 43:12 Sodann nehmt den gleichen Betrag an Geld noch einmal mit: auch 
das Geld, das sich wiedergefunden hat oben in euren Scken, nehmt wieder 
mit - vielleicht liegt ein Irrtum vor.
GEN 43:13 Dazu nehmt auch euren Bruder hin, brecht auf und zieht wieder 
hin zu dem Manne.
GEN 43:14 Und Gott, der Allmchtige, verleihe, da sich der Mann 
barmherzig gegen euch erzeigt, da er euren anderen Bruder wieder mit euch 
ziehen lt, dazu auch Benjamin; ich aber - wenn es denn sein mu, nun so 
bin ich eben verwaist.
GEN 43:15 Da nahmen die Mnner das erwhnte Geschenk, nahmen auch anderes 
Geld mit sich, dazu Benjamin, brachen auf, zogen nach gypten und traten 
vor Joseph.
GEN 43:16 Als nun Joseph wahrnahm, da Benjamin unter ihnen sei, gebot er 
seinem Hausmeister: Fhre diese Mnner hinein ins Haus, schlachte ein 
Stck Vieh und richte zu; denn diese Mnner sollen mittags mit mir essen.
GEN 43:17 Der Mann that, wie Joseph befohlen hatte, und der Mann fhrte 
die Mnner hinein in das Haus Josephs.
GEN 43:18 Da frchteten sich die Mnner, da sie ins Haus Josephs gefhrt 
wurden, und sprachen: Wegen des Geldes, das sich bei unserer ersten 
Anwesenheit wieder in unsere Scke verirrte, werden wir hineingefhrt: man 
will sich auf uns werfen, uns berfallen und uns zu Sklaven machen, samt 
unseren Eseln.
GEN 43:19 Da traten sie an den Hausmeister Josephs heran und redeten ihn 
am Eingange des Hauses
GEN 43:20 also an: Bitte, mein Herr! Wir sind das erste Mal hierher 
gereist, nur um Getreide zu kaufen.
GEN 43:21 Als wir aber ins Nachtquartier gelangt waren und unsere 
Getreidescke aufbanden, da fand sich das Geld eines jeden oben in seinem 
Getreidesack - unser Geld nach seinem vollen Gewicht; wir haben es jetzt 
wieder mitgebracht.
GEN 43:22 Aber auch anderes Geld haben wir mitgebracht, um Getreide zu 
kaufen. Wir begreifen nicht, wer uns das Geld in die Getreidescke gelegt 
hat.
GEN 43:23 Da antwortete er: Beruhigt euch; seid ohne Sorge! Euer und eures 
Vaters Gott hat euch heimlich einen Schatz in eure Getreidescke gelegt. 
Euer Geld ist mir zugekommen. Hierauf fhrte er Simeon zu ihnen heraus.
GEN 43:24 Sodann brachte er die Mnner ins Haus Josephs. Er gab ihnen 
Wasser, und sie wuschen ihre Fe, und ihren Eseln reichte er Futter.
GEN 43:25 Sodann legten sie das Geschenk zurecht und warteten, bis Joseph 
mittags kme; denn sie hatten vernommen, da sie dort das Mahl einnehmen 
sollten.
GEN 43:26 Als nun Joseph ins Haus eingetreten war, brachten sie ihm das 
Geschenk, das sie mit sich fhrten, hinein und verneigten sich vor ihm bis 
auf den Boden.
GEN 43:27 Er aber erkundigte sich nach ihrem Befinden und fragte: Geht es 
eurem alten Vater, von dem ihr spracht, wohl? Ist er noch am Leben?
GEN 43:28 Sie antworteten: Es geht deinem Diener, unserem Vater, wohl; er 
ist noch am Leben. Dabei bckten sie sich und verneigten sich.
GEN 43:29 Da gewahrte er Benjamin, seinen leiblichen Bruder, und fragte: 
ist das euer jngster Bruder, von dem ihr mir sagtet? und sprach: Gott 
gebe dir Gnade, mein Sohn!
GEN 43:30 Dann aber brach Joseph schnell ab, denn er wurde von tiefer 
Rhrung ergriffen, als er so seinem Bruder gegenberstand, und suchte, wie 
er seinen Thrnen freien Lauf lassen knne. Daher ging er hinein in das 
innere Gemach und weinte sich dort aus.
GEN 43:31 Dann wusch er sich das Gesicht und kam wieder heraus, that sich 
Gewalt an und befahl: Tragt auf!
GEN 43:32 Da trug man ihm besonders auf und ihnen besonders und ebenso den 
gyptern, die mit ihm speisten. Die gypter drfen nmlich nicht mit den 
Hebrern zusammen speisen, denn das gilt den gyptern als eine 
Verunreinigung.
GEN 43:33 Sie kamen aber vor ihn zu sitzen, vom ltesten bis zum Jngsten 
genau nach dem Alter geordnet; staunend sahen die Mnner einander an.
GEN 43:34 Hierauf lie er ihnen von den Gerichten vorlegen, die vor ihm 
standen; es war aber dessen, was man Benjamin vorlegte, fnfmal so viel, 
als was man allen anderen vorlegte. Sodann tranken sie mit ihm und wurden 
guter Dinge.
GEN 44:1 Hierauf gebot er seinem Hausmeister: Flle den Mnnern ihre Scke 
mit Getreide, soviel sie fortbringen knnen; lege aber einem jeden sein 
Geld obenauf in seinen Sack.
GEN 44:2 Und meinen silbernen Becher legst du obenauf in den Sack des 
Jngsten samt dem Geld fr sein Getreide. Da that jener so, wie Joseph 
befohlen hatte.
GEN 44:3 Kaum war der Morgen angebrochen, lie man die Mnner samt ihren 
Eseln ziehen.
GEN 44:4 Eben hatten sie die Stadt verlassen und waren noch nicht weit 
gekommen, da befahl Joseph seinem Hausmeister: Auf, jage den Mnnern nach, 
und wenn du sie eingeholt hast, so sprich zu ihnen: Warum habt ihr Gutes 
mit Bsem vergolten? Warum habt ihr meinen silbernen Becher gestohlen?
GEN 44:5 Ist's doch derselbe, aus dem mein Gebieter zu trinken pflegt und 
aus dem er wahrsagt - daran habt ihr sehr bel gethan!
GEN 44:6 Als er sie nun eingeholt hatte, redete er solchergestalt mit 
ihnen.
GEN 44:7 Sie erwiderten ihm: O Herr! warum sprichst du so? Es liegt deinen 
Sklaven durchaus fern, so etwas zu thun.
GEN 44:8 Haben wir dir doch das Geld, das wir oben in unseren Scken 
fanden, aus Kanaan wieder mitgebracht: wie sollten wir da aus dem Hause 
deines Gebieters Silber und Gold stehlen?
GEN 44:9 Derjenige deiner Sklaven, bei dem er sich findet, der soll 
sterben, und wir anderen wollen dir leibeigen werden.
GEN 44:10 Er antwortete: Gut! wie ihr sagt, soll es geschehen. Der, bei 
welchem er sich findet, soll mein Sklave werden; ihr aber sollt frei 
ausgehn.
GEN 44:11 Da lie ein jeder schnell seinen Sack auf den Boden herab und 
ein jeder ffnete seinen Sack.
GEN 44:12 Er aber fing an zu suchen: bei dem ltesten hob er an und bei 
dem Jngsten hrte er auf - da fand sich der Becher im Sacke Benjamins.
GEN 44:13 Da zerrissen sie ihre Kleider, beluden ein jeder seinen Esel und 
kehrten wieder in die Stadt zurck.
GEN 44:14 Und als Juda mit seinen Brdern in das Haus Josephs kam - dieser 
war gerade noch dort anwesend -, da warfen sie sich vor ihm nieder auf den 
Boden.
GEN 44:15 Joseph aber sprach zu ihnen: Was habt ihr da angestellt! 
Bedachtet ihr denn nicht, da ein Mann, wie ich, wahrsagen werde?
GEN 44:16 Da antwortete Juda: Was sollen wir unserem Gebieter sagen? Was 
sollen wir reden und wie uns rechtfertigen, nachdem Gott die Schuld deiner 
Sklaven ausfindig gemacht hat! Wir gehren dir leibeigen, wir, sowie 
derjenige, in dessen Besitze sich der Becher gefunden hat.
GEN 44:17 Er erwiderte: Ferne sei es von mir, so zu verfahren! Derjenige, 
in dessen Besitze sich der Becher gefunden hat, der soll mir leibeigen 
werden; ihr aber mgt unangefochten zu eurem Vater ziehn.
GEN 44:18 Da trat Juda zu ihm heran und sprach: Bitte, mein Herr! Mchte 
doch dein Sklave ein freimtiges Wort an dich richten drfen, ohne da du 
darum deinem Sklaven zrnst - stehst du doch dem Pharao gleich!
GEN 44:19 Mein Gebieter fragte seine Sklaven: Habt ihr euren Vater noch 
oder noch einen Bruder?
GEN 44:20 Wir antworteten dir: Unser alter Vater lebt noch, und auch ein 
kleiner sptgeborener Sohn ist vorhanden. Sein leiblicher Bruder ist tot, 
und so ist er allein brig von seiner Mutter und wurde der Liebling seines 
Vaters.
GEN 44:21 Da befahlst du deinen Sklaven: Bringt ihn her zu mir, damit ich 
ihn mit Augen sehe!
GEN 44:22 Wir erwiderten dir: Der Knabe kann seinen Vater nicht verlassen; 
denn wrde er seinen Vater verlassen, so wrde dieser sterben.
GEN 44:23 Da sprachst du zu deinen Sklaven: Wenn ihr euren jngsten Bruder 
nicht mitbringt, so drft ihr mir nicht mehr unter die Augen kommen.
GEN 44:24 Als wir nun zu deinem Sklaven, meinem Vater, zurckgekehrt 
waren, berichteten wir ihm dein Begehren.
GEN 44:25 Als sodann unser Vater gebot: Zieht wieder hin, etwas Getreide 
fr uns zu kaufen,
GEN 44:26 da antworteten wir: Wir knnen unmglich hinziehn! Wenn unser 
jngster Bruder mit uns geht, so wollen wir hinziehn; denn wir drfen ja 
dem Manne nicht mehr unter die Augen kommen, wenn unser jngster Bruder 
nicht bei uns ist.
GEN 44:27 Da antwortete uns dein Sklave, mein Vater: Ihr wit ja selbst, 
da mir mein Weib nur zwei Shne geboren hat.
GEN 44:28 Der eine ging fort von mir, und ich mute mir sagen: Sicherlich 
ist er zerrissen worden! und bis heute habe ich ihn nicht wiedergesehen.
GEN 44:29 Wenn ihr mir nun auch diesen noch wegnehmt, und ihm ein Unglck 
zustoen sollte, so wret ihr schuld daran, wenn ich mit meinem grauen 
Haar in schwerem Leid hinunter mte in die Unterwelt!
GEN 44:30 Und in der That, wenn ich jetzt zu deinem Sklaven, meinem Vater, 
kme, und der Knabe, an dem er doch mit ganzer Seele hngt, wre nicht bei 
uns,
GEN 44:31 so wrde er, sobald er gewahr wrde, da der Knabe nicht mehr 
bei uns ist, sterben, und deine Sklaven wren schuld daran, wenn dein 
Sklave, unser Vater, mit seinem grauen Haar voller Jammer hinab mte in 
die Unterwelt.
GEN 44:32 Denn dein Sklave hat sich gegenber meinem Vater fr den Knaben 
verbrgt und gelobt: Wenn ich dir ihn nicht wiederbringe, so will ich mein 
Leben lang schuldig dastehen vor meinem Vater.
GEN 44:33 Mchte somit dein Sklave an Stelle des Knaben zurckbleiben 
drfen als Leibeigener meines Gebieters, der Knabe aber heimkehren drfen 
mit seinen Brdern.
GEN 44:34 Denn wie knnte ich heimkehren zu meinem Vater, ohne da der 
Knabe bei mir wre! Ich knnte den Jammer nicht mit ansehen, der ber 
meinen Vater kommen wrde!
GEN 45:1 Da konnte Joseph nicht lnger an sich halten, wie er bisher aus 
Rcksicht auf seine Umgebung gethan, und rief: Lat jedermann hinausgehen! 
So war niemand weiter zugegen, als sich Joseph seinen Brdern zu erkennen 
gab.
GEN 45:2 Da brach er in lautes Weinen aus, so da es die gypter und die 
Hflinge des Pharao hrten.
GEN 45:3 Da sprach Joseph zu seinen Brdern: Ich bin Joseph! Lebt mein 
Vater noch? Aber seine Brder vermochten ihm nicht zu antworten, so 
bestrzt waren sie ihm gegenber.
GEN 45:4 Da sprach Joseph zu seinen Brdern: Tretet doch her zu mir! Und 
als sie herzutraten, sprach er: Ich bin euer Bruder Joseph, den ihr nach 
gypten verkauft habt!
GEN 45:5 Nun aber lat euch das nicht anfechten und geratet nicht in Unmut 
darber, da ihr mich hierher verkauft habt; denn um euch am Leben zu 
erhalten, hat mich Gott euch vorausgesandt.
GEN 45:6 Zwei Jahre lastet nun schon die Hungersnot auf dem Lande, und 
noch stehen fnf Jahre bevor, in denen es kein Pflgen und kein Ernten 
geben wird.
GEN 45:7 Gott aber schickte mich euch voraus, um Sorge zu tragen fr den 
Fortbestand eures Stammes, und da welche von euch am Leben blieben, da 
es zu einer groen Errettung kme.
GEN 45:8 Somit habt nicht ihr mich hierher geschickt, sondern Gott; er 
machte mich zum vertrauten Ratgeber des Pharao und zum Obersten ber 
seinen ganzen Hof und zum Gebieter ber ganz gypten.
GEN 45:9 Zieht nun eilends hin zu meinem Vater und sagt ihm: So lt dir 
dein Sohn Joseph sagen: Gott hat mich zum Herrn ber ganz gypten gemacht; 
komm zu mir, sume nicht!
GEN 45:10 In der Provinz Gosen sollst du wohnen und du sollst in meiner 
Nhe sein, samt deinen Shnen und deinen Enkeln, deinen Schafen und 
Rindern und deinem ganzen Hausstand.
GEN 45:11 Und ich werde daselbst fr deinen Unterhalt sorgen. Denn noch 
fnf Jahre wird die Hungersnot whren; da knntest du verarmen samt deiner 
Familie und deinem ganzen Hausstand.
GEN 45:12 Ihr seht es ja mit leiblichen Augen, und mein Bruder Benjamin 
sieht es mit leiblichen Augen, da ich in eigner Person zu euch rede.
GEN 45:13 Meinem Vater mt ihr ausfhrlich berichten ber meine hohe 
Wrde in gypten und ber alles, was ihr gesehen habt, und mt eilends 
meinen Vater hierher bringen.
GEN 45:14 Hierauf fiel er seinem Bruder Benjamin um den Hals und weinte, 
und Benjamin weinte an seinem Halse.
GEN 45:15 Sodann kte er alle seine Brder und weinte, indem er sie 
umarmt hielt; darnach besprachen sich seine Brder mit ihm.
GEN 45:16 Und die Kunde drang an den Hof des Pharao: die Brder Josephs 
sind angekommen! Und der Pharao und seine Umgebung waren erfreut darber.
GEN 45:17 Da sprach der Pharao zu Joseph: Sage deinen Brdern: beladet 
also nun eure Lasttiere, zieht hin nach Kanaan,
GEN 45:18 holt euren Vater und eure Familien und kommt her zu mir, so will 
ich euch zur Verfgung stellen, was gypten irgend Gutes bietet; so sollt 
ihr vom Besten genieen, was das Land erzeugt.
GEN 45:19 Du aber gebiete ihnen: Thut also! Nehmt euch aus gypten Wagen 
mit fr eure kleinen Kinder und eure Weiber und lat euren Vater 
aufsteigen und kommt her.
GEN 45:20 Lat euch's aber nicht leid sein um euren Hausrat; denn was 
gypten irgend Gutes bietet, das soll euer sein.
GEN 45:21 Und die Shne Israels thaten also, und Joseph gab ihnen Wagen 
gem dem Befehl des Pharao und gab ihnen Zehrung fr die Reise.
GEN 45:22 Ihnen allen, Mann fr Mann, schenkte er Ehrenkleider, und 
Benjamin schenkte er 300 Silbersekel und fnf Ehrenkleider.
GEN 45:23 Seinem Vater aber sandte er gleichfalls zehn Esel, beladen mit 
den besten Erzeugnissen des Landes, sowie zehn Eselinnen, beladen mit 
Getreide, Brot und Zehrung fr seinen Vater auf die Reise.
GEN 45:24 Alsdann verabschiedete er seine Brder, und sie zogen ab, 
nachdem er sie noch ermahnt hatte: Ereifert euch nicht unterwegs!
GEN 45:25 So zogen sie fort aus gypten und gelangten nach Kanaan zu ihrem 
Vater Jakob.
GEN 45:26 Da berichteten sie ihm: Joseph ist noch am Leben, ja er ist 
sogar Gebieter ber ganz gypten. Da wurde er ganz starr, denn er konnte 
ihnen nicht glauben.
GEN 45:27 Als sie ihm aber alles berichteten, was Joseph ihnen aufgetragen 
hatte, und als er die Wagen erblickte, die Joseph gesandt, um ihn 
hinzubringen, da kam wieder Leben in ihren Vater Jakob.
GEN 45:28 Da sprach Israel: Genug - mein Sohn Joseph ist noch am Leben! 
ich will hin und ihn sehen, bevor ich sterbe.
GEN 46:1 Da brach Israel auf mit seinem ganzen Hausstand und gelangte nach 
Beerseba; da brachte er dem Gotte seines Vaters Isaak Opfer dar.
GEN 46:2 Da rief Gott in einem nchtlichen Gesicht Israel und sprach: 
Jakob, Jakob! Er antwortete: Ich hre!
GEN 46:3 Da sprach er: Ich bin El, der Gott deines Vaters. Ziehe 
unbedenklich nach gypten, denn dort will ich dich zu einem groen Volke 
werden lassen.
GEN 46:4 Ich selbst werde mit dir nach gypten ziehn und ich selbst werde 
dich auch wieder zurckbringen; aber Joseph soll dir die Augen zudrcken.
GEN 46:5 Da brach Jakob auf von Beerseba, und die Shne Israels hoben 
ihren Vater Jakob, ihre kleinen Kinder und ihre Frauen auf die Wagen, die 
der Pharao gesandt hatte, um ihn hinzubringen.
GEN 46:6 Und sie nahmen ihre Herden und ihre Fahrhabe, die sie in Kanaan 
erworben hatten, und gelangten nach gypten, Jakob mit seiner gesamten 
Nachkommenschaft;
GEN 46:7 seine Shne und Enkel, seine Tchter und Enkelinnen und seine 
gesamte Nachkommenschaft brachte er mit sich nach gypten.
GEN 46:8 Dies aber sind die Namen der Nachkommen Israels, die nach gypten 
kamen. Jakob und seine Nachkommen: der erstgeborene Sohn Jakobs Ruben.
GEN 46:9 Die Shne Rubens waren: Hanoch, Pallu, Hezron und Karmi.
GEN 46:10 Die Shne Simeons: Jemuel, Jamin, Ohad, Jachin, Zohar und Saul, 
der Sohn der Kanaaniterin.
GEN 46:11 Die Shne Levis: Gerson, Kahath und Merari.
GEN 46:12 Die Shne Judas: Ger, Onan, Sela, Perez und Serah; Ger und Onan 
jedoch starben in Kanaan. Die Shne des Perez aber waren Hezron und Hamul.
GEN 46:13 Die Shne Issachars: Tola, Puvva, Job und Simron.
GEN 46:14 Die Shne Sebulons: Sered, Elon und Jahleel.
GEN 46:15 Dies sind die Shne Leas, die sie Jakob in Mesopotamien gebar, 
samt seiner Tochter Dina, zusammen 33 Shne und Tchter.
GEN 46:16 Die Shne Gads aber waren: Zaphon, Haggi, Suni und Ezbon, Eri, 
Arodi und Areli.
GEN 46:17 Die Shne Assers: Jimna, Jisva, Jisvi, Bria, dazu ihre Schwester 
Serah, und die Shne Brias waren Heber und Malkiel.
GEN 46:18 Dies sind die Shne Silpas, die Laban seiner Tochter Lea mitgab; 
diese gebar sie Jakob, sechzehn Seelen.
GEN 46:19 Die Shne Rahels, des Weibes Jakobs, waren Joseph und Benjamin.
GEN 46:20 Dem Joseph aber wurden in gypten Shne geboren; die gebar ihm 
Asnath, die Tochter Potipheras, des Oberpriesters von On: Manasse und 
Ephraim.
GEN 46:21 Die Shne Benjamins aber waren Bela und Becher und Asbel, Gera 
und Naaman, Ehi und Ros, Muppim und Huppim und Ard.
GEN 46:22 Dies sind die Shne Rahels, die sie Jakob gebar, zusammen 
vierzehn Seelen.
GEN 46:23 Die Shne Dans aber waren Husim,
GEN 46:24 und die Shne Naphthalis: Jahzeel, Guni, Jezer und Sillem.
GEN 46:25 Dies sind die Shne Bilhas, welche Laban seiner Tochter Rahel 
mitgab; diese gebar sie Jakob, zusammen sieben Seelen.
GEN 46:26 Die Gesamtzahl der leiblichen Nachkommen Jakobs, die nach 
gypten bersiedelten, ungerechnet die Frauen der Shne Jakobs, betrug 66 
Seelen.
GEN 46:27 Die Shne Josephs aber, die ihm in gypten geboren wurden, waren 
zwei an der Zahl. Die Gesamtzahl der Angehrigen Jakobs, die nach gypten 
gelangten, betrug siebzig.
GEN 46:28 Juda aber sandte er voraus zu Joseph, damit er vor ihm nach 
Gosen Weisung gebe. Als sie nun nach der Provinz Gosen gelangt waren,
GEN 46:29 lie Joseph seinen Wagen anspannen und fuhr hin nach Gosen 
seinem Vater Israel entgegen. Und als er mit ihm zusammentraf, fiel er ihm 
um den Hals und weinte lange an seinem Halse.
GEN 46:30 Israel aber sprach zu Joseph: Nun will ich gern sterben, nachdem 
ich dich wiedergesehen habe, da du noch am Leben bist.
GEN 46:31 Da sprach Joseph zu seinen Brdern und zu den Angehrigen seines 
Vaters: Ich will hin, dem Pharao Bericht zu erstatten, und will ihm sagen: 
Meine Brder und die Angehrigen meines Vaters, die in Kanaan waren, sind 
zu mir gekommen.
GEN 46:32 Und zwar sind diese Leute Schafhirten - denn sie waren 
Viehzchter - und haben ihre Schafe und Rinder und ihre ganze Habe mit 
hergebracht.
GEN 46:33 Wenn euch nun der Pharao rufen lt und fragt: Welches ist euer 
Beruf?
GEN 46:34 so antwortet: Deine Sklaven sind Viehzchter gewesen von Jugend 
auf bis heute, sowohl wir, wie unsere Vorfahren - damit ihr in der Provinz 
Gosen bleiben drft. Die Schafhirten sind nmlich den gyptern ein 
Gegenstand des Abscheus.
GEN 47:1 Hierauf ging Joseph hin, that dem Pharao Meldung und sprach: Mein 
Vater und meine Brder sind mit ihren Schafen und Rindern und ihrer 
gesamten Habe aus Kanaan hergekommen und sind nun in der Provinz Gosen.
GEN 47:2 Er hatte aber fnf aus der Zahl seiner Brder mitgebracht, die 
stellte er dem Pharao vor.
GEN 47:3 Da fragte der Pharao die Brder Josephs: Welches ist euer Beruf? 
Sie antworteten dem Pharao: Schafhirten sind deine Sklaven, sowohl wir, 
wie schon unsere Vorfahren.
GEN 47:4 Und sie sprachen zum Pharao: Wir sind hergekommen, um uns eine 
Zeitlang hier aufzuhalten, weil es an Weide gebrach fr die Schafherden, 
die deinen Sklaven gehren; denn die Hungersnot lastet schwer auf dem 
Lande Kanaan. Mchten also deine Sklaven in der Provinz Gosen verweilen 
drfen!
GEN 47:5 Da sprach der Pharao zu Joseph: Sie mgen in der Provinz Gosen 
wohnen, und wenn du findest, da besonders geeignete Leute unter ihnen 
sind, so mache sie zu Oberhirten ber meine Herden. Und Jakob und seine 
Shne gelangten zu Joseph nach gypten. Als nun der Pharao, der Knig von 
gypten, davon hrte, da sprach der Pharao zu Joseph: Also dein Vater und 
deine Brder sind zu dir gekommen.
GEN 47:6 gypten steht dir zur Verfgung; la deinen Vater und deine 
Brder im fruchtbarsten Teile des Landes wohnen.
GEN 47:7 Hierauf brachte Joseph seinen Vater Jakob hinein und stellte ihn 
dem Pharao vor. Jakob aber begrte den Pharao mit einem Segenswunsch.
GEN 47:8 Da fragte der Pharao Jakob: Wie viele Lebensjahre zhlst du?
GEN 47:9 Jakob antwortete dem Pharao: Die Dauer meiner Wanderschaft 
betrgt 130 Jahre. Gering an Zahl und voller Trbsal waren meine 
Lebensjahre und reichen nicht heran an die Lebensjahre meiner Vorfahren, 
die sie auf der Wanderschaft zubrachten.
GEN 47:10 Hierauf nahm Jakob mit einem Segenswunsch Abschied vom Pharao 
und ging vom Pharao hinweg.
GEN 47:11 Joseph aber wies seinem Vater und seinen Brdern Wohnsitze an 
und gab ihnen eigenen Besitz in gypten, im fruchtbarsten Teile des 
Landes, in der Provinz Ramses, wie der Pharao befohlen hatte.
GEN 47:12 Und Joseph versorgte seinen Vater und seine Brder und die ganze 
Familie seines Vaters mit Brotkorn, unter Bercksichtigung der Kinderzahl.
GEN 47:13 Es gab aber in allen Landen kein Brotkorn, denn die Hungersnot 
war beraus drckend, und gypten wie Kanaan waren erschpft infolge der 
Hungersnot.
GEN 47:14 Schlielich brachte Joseph alles Geld an sich, das es in gypten 
und Kanaan gab, fr das Getreide, das sie kaufen muten, und Joseph 
lieferte das Geld ein in den Palast des Pharao.
GEN 47:15 Als aber das Geld in gypten und Kanaan ausgegangen war, kamen 
alle gypter zu Joseph und riefen: Schaff uns Brot! oder sollen wir vor 
deinen Augen sterben? Denn das Geld ist zu Ende!
GEN 47:16 Joseph antwortete: Tretet eure Herden ab, so will ich euch 
Brotkorn fr eure Herden geben, wenn das Geld zu Ende ist.
GEN 47:17 Da brachten sie ihre Herden zu Joseph, und Joseph gab ihnen 
Brotkorn fr die Rosse, die Schaf- und Rinderherden und fr die Esel, und 
versorgte sie um den Preis aller ihrer Herden in selbigem Jahre mit 
Brotkorn.
GEN 47:18 So ging das Jahr herum. Im folgenden Jahre aber kamen sie wieder 
zu ihm und sprachen zu ihm: Wir knnen dir nicht verhehlen, Herr: das Geld 
ist zu Ende, und der Besitz an Vieh ist an dich bergegangen. Nichts ist 
brig, was du nehmen knntest, auer unser Leib und unsere cker.
GEN 47:19 Sollen wir etwa vor deinen Augen zu Grunde gehen - wir und 
unsere cker? Kaufe uns und unsere cker um Brotkorn, so wollen wir samt 
unseren ckern dem Pharao fronpflichtig werden! Aber gieb Saatkorn her, 
damit wir am Leben bleiben und nicht sterben, und die cker nicht zur 
Wste werden.
GEN 47:20 Da kaufte Joseph alle cker der gypter fr den Pharao. Denn die 
gypter verkauften Mann fr Mann ihr Feld, weil die Hungersnot auf ihnen 
lastete; so kam das Land in den Besitz des Pharao.
GEN 47:21 Und was die Einwohner betrifft, so machte er sie zu Leibeigenen 
von einem Ende gyptens bis zum andern.
GEN 47:22 Nur die cker der Priester kaufte er nicht an. Denn die Priester 
bezogen ein festes Einkommen vom Pharao und lebten von dem festen 
Einkommen, welches ihnen der Pharao gewhrte; infolgedessen verkauften sie 
ihre cker nicht.
GEN 47:23 Da sprach Joseph zu den Landesbewohnern: So habe ich euch also 
nunmehr samt euren ckern fr den Pharao erkauft. Da habt ihr Saatkorn, 
damit ihr die cker besen knnt.
GEN 47:24 Aber von den Ertrgnissen mt ihr ein Fnftel an den Pharao 
abliefern; die anderen vier Fnftel sollen euch verbleiben zum Besen der 
Felder, sowie zu eurem Unterhalt und dem eurer Hausgenossen und zur 
Ernhrung eurer kleinen Kinder.
GEN 47:25 Da riefen sie: Du hast uns das Leben gerettet! Mchten wir uns 
deiner Huld erfreuen, o Herr, so wollen wir dem Pharao leibeigen sein!
GEN 47:26 So legte Joseph den gyptern die noch heute bestehende 
Verpflichtung auf, dem Pharao von ihren ckern den Fnften abzuliefern; 
nur die cker der Priester fielen dem Pharao nicht zu.
GEN 47:27 Israel aber blieb in gypten, in der Provinz Gosen, wohnen, und 
sie setzten sich darin fest und mehrten sich, so da sie beraus zahlreich 
wurden.
GEN 47:28 Es lebte aber Jakob in gypten 17 Jahre, und es belief sich die 
Lebensdauer Jakobs, seine Lebensjahre, auf 147 Jahre.
GEN 47:29 Als es nun mit Israel zum Sterben ging, lie er seinen Sohn 
Joseph rufen und sprach zu ihm: Wenn ich dir etwas gelte, so lege deine 
Hand unter meine Hfte und erweise mir die Liebe und Treue: begrabe mich 
nicht in gypten!
GEN 47:30 Vielmehr mchte ich bei meinen Vorfahren liegen; darum sollst du 
mich wegbringen aus gypten und mich in ihrem Grabe beisetzen. Da 
antwortete er: Ich werde thun, wie du wnschest.
GEN 47:31 Da sprach er: Schwre mir! Und er schwur ihm; Israel aber 
verneigte sich auf das Kopfende des Bettes hin.
GEN 48:1 Nach diesen Begebenheiten berichtete man Joseph: Dein Vater liegt 
krank! Da nahm er seine beiden Shne, Manasse und Ephraim, mit sich.
GEN 48:2 Als man nun Jakob meldete: dein Sohn Joseph ist angekommen, da 
nahm Israel seine Krfte zusammen und setzte sich im Bette auf.
GEN 48:3 Und Jakob sprach zu Joseph: Gott, der Allmchtige, erschien mir 
zu Lus in Kanaan, segnete mich
GEN 48:4 und sprach zu mir: Ich werde dich fruchtbar sein lassen und dir 
eine zahlreiche Nachkommenschaft verleihen und will einen Haufen von 
Vlkern aus dir hervorgehen lassen, und dieses Land werde ich deinen 
Nachkommen fr immer zum Besitz verleihen.
GEN 48:5 Deine beiden Shne aber, die dir in gypten geboren wurden, bevor 
ich zu dir nach gypten kam, die sollen mir angehren: Ephraim und Manasse 
- wie Ruben und Simeon sollen sie mir gelten!
GEN 48:6 Die Kinder aber, die du nach ihnen erzeugt hast, sollen dir 
angehren; den Namen eines ihrer Brder sollen sie fhren in dem ihnen 
zugewiesenen Erbteil.
GEN 48:7 Als ich aus Mesopotamien zurckkam, da starb mir Rahel unterwegs 
in Kanaan, als nur noch eine Strecke Wegs bis Ephrath war, und ich begrub 
sie dort am Wege nach Ephrath, das ist Bethlehem.
GEN 48:8 Als aber Israel die Shne Josephs erblickte, da fragte er: Wer 
sind diese da?
GEN 48:9 Joseph antwortete seinem Vater: Es sind meine Shne, die mir Gott 
allhier geschenkt hat! Da sprach er: Bringe sie her zu mir, da ich sie 
segne.
GEN 48:10 Es waren aber die Augen Israels stumpf vor Alter, so da er 
nicht sehen konnte. Als er sie nun nher zu ihm herangebracht hatte, kte 
und herzte er sie.
GEN 48:11 Darauf sprach Israel zu Joseph: Ich htte nimmermehr geglaubt, 
dich wiederzusehen: nun hat mich Gott sogar Nachkommen vor dir schauen 
lassen!
GEN 48:12 Hierauf lie sie Joseph wieder zurcktreten und neigte sich tief 
vor ihm.
GEN 48:13 Da nahm Joseph die beiden, Ephraim mit seiner Rechten, so da er 
zur Linken Israels stand, und Manasse mit seiner Linken, so da er zur 
Rechten Israels stand, und fhrte sie so zu ihm heran.
GEN 48:14 Da streckte Israel seine Rechte aus und legte sie auf das Haupt 
Ephraims, obschon er der Jngere war, und seine Linke auf das Haupt 
Manasses, legte also seine Hnde bers Kreuz, denn Manasse war der ltere.
GEN 48:15 Sodann segnete er Joseph und sprach: Der Gott, vor dessen 
Angesicht meine Vter, Abraham und Isaak, gewandelt haben, der Gott, der 
mein Hirte war, von meinem ersten Atemzuge an bis auf diesen Tag,
GEN 48:16 der Engel, der mich errettete aus allen Nten, er segne die 
Knaben, und in ihnen soll mein Name und der meiner Vorvter, Abraham und 
Isaak, fortleben, und sie sollen sich ungemein vermehren auf Erden.
GEN 48:17 Als nun Joseph wahrnahm, da sein Vater seine rechte Hand auf 
das Haupt Ephraims legte, da war ihm das strend; daher ergriff er die 
Hand seines Vaters, um sie vom Haupt Ephraims hinberzulegen auf das Haupt 
Manasses.
GEN 48:18 Dabei sprach Joseph zu seinem Vater: Nicht so, lieber Vater, 
denn dieser da ist der Erstgeborene; lege deine Rechte auf sein Haupt!
GEN 48:19 Sein Vater aber weigerte sich und sprach: Ich wei wohl, mein 
Sohn, ich wei wohl! Auch er soll zu einem Volk und auch er soll mchtig 
werden. Aber bei alledem soll doch sein jngerer Bruder mchtiger werden, 
als er, und seine Nachkommen sollen eine wahre Vlkermenge werden.
GEN 48:20 Und er segnete sie an jenem Tag, indem er sprach: Deinen Namen 
sollen die Israeliten brauchen, um Segen zu wnschen, indem sie sprechen: 
Gott mache dich Ephraim und Manasse gleich! und stellte so Ephraim dem 
Manasse voran.
GEN 48:21 Hierauf sprach Israel zu Joseph: Ich werde nun bald sterben, 
aber Gott wird mit euch sein und euch in das Land eurer Vter 
zurckbringen.
GEN 48:22 Ich aber verleihe dir einen Bergrcken, den ich den Amoritern 
abgenommen habe mit meinem Schwert und Bogen, da du ihn voraus habest vor 
deinen Brdern.
GEN 49:1 Da berief Jakob seine Shne und sprach: versammelt euch, damit 
ich euch verkndige, was euch in der Folgezeit widerfahren wird!
GEN 49:2 Schart euch zusammen und hrt zu, ihr Shne Jakobs, ja hret zu 
eurem Vater Israel!
GEN 49:3 Ruben! Mein Erstgeborener bist du, meine Kraft und der Erstling 
meiner Strke - der erste an Hoheit und der erste an Macht.
GEN 49:4 Du braustest auf wie Wasser - du sollst nicht der erste sein! 
Denn du bestiegst das Bett deines Vaters, verbtest damals Entweihung - 
mein Lager hat er bestiegen!
GEN 49:5 Simeon und Levi, die Brder, - Werkzeuge des Frevels sind ihre 
Schwerter.
GEN 49:6 Ich will nichts zu schaffen haben mit ihren Entwrfen, nichts 
gemein haben mit ihren Beschlssen. Denn in ihrem Zorn haben sie Mnner 
gemordet und in ihrem bermut Stiere verstmmelt.
GEN 49:7 Verflucht sei ihr Zorn, da er so heftig war, und ihr Grimm, da 
er sich grausam erzeigte! Ich will sie verteilen in Jakob und will sie 
zerstreuen in Israel.
GEN 49:8 Juda, dich, dich werden preisen deine Brder! Es packt deine Hand 
das Genick deiner Feinde; vor dir werden sich beugen die Shne deines 
Vaters.
GEN 49:9 Ein Lwenjunges ist Juda - vom Raube bist du, mein Sohn, 
hinaufgestiegen. Er hat sich gestreckt, gelagert, wie ein Lwe und wie 
eine Lwin: wer darf ihn aufreizen?
GEN 49:10 Nicht wird das Scepter von Juda weichen, noch der Herrscherstab 
aus seinen Hnden, bis der kommt, dem es bestimmt ist, und die Vlker sich 
ihm unterwerfen.
GEN 49:11 Er bindet an den Weinstock sein Eselsfllen und an die Edelrebe 
das Junge seiner Eselin. Er wscht in Wein sein Kleid und in Traubenblut 
sein Gewand,
GEN 49:12 die Augen trbe von Weinund die Zhne wei von Milch.
GEN 49:13 Sebulon wird am Meeresufer wohnen, am Gestade der Schiffe, 
whrend seine Flanke sich an Zidon lehnt.
GEN 49:14 Issachar ist ein knochiger Esel, gelagert zwischen den Pferchen.
GEN 49:15 Und da er fand, da Ruhe etwas Schnes, und sein Gebiet gar 
einladend sei, da beugte er seinen Nacken zum Lasttragen und wurde zum 
dienstbaren Frner.
GEN 49:16 Dan wird Recht schaffen seinem Volk, wie irgend einer der Stmme 
Israels.
GEN 49:17 Dan wird eine Schlange an der Strae sein, eine Hornviper am 
Wege, die das Ro in die Fersen beit, so da der Reiter rckwrts sinkt.
GEN 49:18 Auf dein Heil harre ich, Jahwe!
GEN 49:19 Gad - Streifscharen scharen sich wider ihn; er aber drngt ihnen 
nach auf ihrer Ferse.
GEN 49:20 Ascher lebt in berflu - ja Knigsleckerbissen liefert er.
GEN 49:21 Naphthali ist eine freischweifende Hirschkuh; von ihm kommen 
anmutige Reden.
GEN 49:22 Ein junger Fruchtbaum ist Joseph, ein junger Fruchtbaum am 
Quell. Seine Schlinge ranken empor an der Mauer.
GEN 49:23 Es setzten ihm zu und schossen und es befehdeten ihn 
Pfeilschtzen.
GEN 49:24 Doch unerschtterlich hielt sein Bogen stand, und flink regten 
sich seine Hnde, durch die Hilfe des Starken Jakobs, von dort her, dem 
Hirten, dem Steine Israels,
GEN 49:25 vom Gott deines Vaters - er helfe dir! - und von Gott, dem 
Allmchtigen, - er segne dich mit Segensflle vom Himmel droben, mit 
Segensflle aus der Wassertiefe, die drunten lagert, mit Segensflle aus 
Brsten und Mutterscho.
GEN 49:26 Die Segnungen, die deinem Vater wurden, berragten die 
Segensflle der ewigen Berge, die Pracht der ewigen Hgel. Mchten sie 
kommen auf das Haupt Josephs und auf den Scheitel des Frsten unter seinen 
Brdern!
GEN 49:27 Benjamin ist ein ruberischer Wolf: am Morgen verzehrt er Raub 
und abends verteilt er Beute.
GEN 49:28 Das alles sind die Stmme Israels, zwlf an der Zahl, und das 
war es, was ihr Vater zu ihnen redete. Und er segnete sie, und zwar 
segnete er jeden einzelnen mit einem besonderen Segen.
GEN 49:29 Und er gebot ihnen und sprach zu ihnen: Wenn ich eingegangen bin 
zu meinen Stammesgenossen, so bringt mich in die Gruft meiner Vorfahren, 
in die Hhle auf dem Grundstck des Hethiters Ephron,
GEN 49:30 in die Hhle auf dem Grundstck Machpela, welches gegenber 
Mamre liegt in Kanaan, dem Grundstck, welches Abraham vom Hethiter Ephron 
zum Erbbegrbnis gekauft hat.
GEN 49:31 Dort haben sie Abraham und sein Weib Sara bestattet; dort haben 
sie Isaak und sein Weib Rebeka bestattet, und dort habe ich Lea bestattet,
GEN 49:32 auf dem Grundstck, das mit der Hhle darauf von den Hethitern 
erkauft wurde.
GEN 49:33 Als aber Jakob mit den Auftrgen an seine Shne zu Ende war, 
legte er sich zurck auf das Bett und verschied und ging ein zu seinen 
Stammesgenossen.
GEN 50:1 Da warf sich Joseph ber seinen Vater her und weinte ber ihm und 
kte ihn.
GEN 50:2 Sodann befahl Joseph den rzten, die ihm dienten, seinen Vater 
einzubalsamieren. Da balsamierten die rzte Israel ein.
GEN 50:3 Darber vergingen 40 Tage, denn diesen Zeitraum erfordert das 
Einbalsamieren. Die gypter aber hielten ihm 70 Tage lang die Totenklage.
GEN 50:4 Als nun die Klagezeit vorber war, trug Joseph den Hflingen des 
Pharao die Bitte vor: Wenn ich euch irgend etwas gelte, so legt fr mich 
ein gutes Wort ein bei dem Pharao in folgender Angelegenheit:
GEN 50:5 Mein Vater hat mir einen Eid abgenommen und gesagt: Ich werde nun 
bald sterben; in der Gruft, die ich mir in Kanaan gegraben habe, dort 
sollst du mich beisetzen. Daher mchte ich nun hinziehn und meinen Vater 
bestatten, dann werde ich wiederkommen.
GEN 50:6 Da lie ihm der Pharao antworten: Ziehe hin und bestatte deinen 
Vater gem dem Eid, den er dich hat schwren lassen.
GEN 50:7 So zog denn Joseph hin, um seinen Vater zu bestatten, und mit ihm 
zogen alle Untergebenen Pharaos, seine ersten Beamten und alle 
Wrdentrger von gypten,
GEN 50:8 dazu alle Angehrigen Josephs, sowie seine Brder und die 
Angehrigen seines Vaters; nur ihre kleinen Kinder, sowie ihre Schafe und 
Rinder lieen sie in der Provinz Gosen zurck.
GEN 50:9 Nicht minder begleiteten ihn Wagen und Reiter, so da es ein ganz 
gewaltiger Zug war.
GEN 50:10 Als sie nun bis nach Goren-Haatad gelangt waren, welches 
jenseits des Jordans liegt, hielten sie dort eine groe und sehr 
feierliche Totenklage ab und er veranstaltete fr seinen Vater eine 
siebentgige Totenfeier.
GEN 50:11 Als aber die Bewohner des Landes, die Kanaaniter, die Totenfeier 
zu Goren-haatad gewahrten, sprachen sie: Da findet eine groe Totenfeier 
der gypter statt! Von daher heit der Ort Abel Mizraim; derselbe liegt 
jenseits des Jordans.
GEN 50:12 Seine Shne aber verfuhren mit ihm, wie er ihnen geboten hatte.
GEN 50:13 Und zwar fhrten ihn seine Shne nach Kanaan ber und 
bestatteten ihn in der Hhle auf dem Grundstck Machpela, dem Grundstck, 
das Abraham von dem Hethiter Ephron zum Erbbegrbnis erworben hatte, 
gegenber Mamre.
GEN 50:14 Hierauf kehrte Joseph, nachdem er seinen Vater bestattet hatte, 
nach gypten zurck, er und seine Brder und alle, die mit ihm hingezogen 
waren, um seinen Vater zu bestatten.
GEN 50:15 Da berlegten die Brder Josephs - im Hinblick darauf, da ihr 
Vater nun tot war -: Wenn nun Joseph etwa feindselig gegen uns auftreten 
und uns alles das Bse heimzahlen sollte, das wir ihm angethan haben?
GEN 50:16 Da schickten sie eine Abordnung an Joseph und lieen ihm sagen: 
Dein Vater hat vor seinem Tode Folgendes angeordnet:
GEN 50:17 Sprecht also zu Joseph: Ach vergieb doch deinen Brdern ihre 
Snde und Verschuldung, da sie dir Bses angethan haben! Also vergieb 
uns, die wir ja auch den Gott deines Vaters verehren, unsere Snde! Da 
weinte Joseph, als sie so zu ihm sprachen.
GEN 50:18 Hierauf gingen seine Brder selbst hin, warfen sich vor ihm 
nieder und sprachen: Hier, nimm uns zu Leibeigenen!
GEN 50:19 Joseph aber erwiderte ihnen: Seid getrost! denn bin ich etwa an 
Gottes Statt?
GEN 50:20 Ihr freilich sannet Bses wider mich; Gott aber hat es zum Guten 
gewendet, um auszufhren, was jetzt vorliegt - viele Menschen am Leben zu 
erhalten!
GEN 50:21 Seid also nur getrost! Ich werde fr euren und eurer Kinder 
Unterhalt sorgen. So trstete er sie und sprach ihnen Mut ein.
GEN 50:22 Es blieben aber Joseph und die zur Familie seines Vaters 
gehrten in gypten wohnen, und Joseph wurde 110 Jahre alt.
GEN 50:23 Und Joseph erlebte von Ephraim Enkel; auch Machir, dem Sohne 
Manasses, wurden bei Lebzeiten Josephs Shne geboren.
GEN 50:24 Joseph aber sprach zu seinen Brdern: Wenn ich lngst tot bin, 
wird sich Gott eurer annehmen und euch aus diesem Land in das Land 
bringen, das er Abraham, Isaak und Jakob zugeschworen hat.
GEN 50:25 Da lie Joseph die Shne Israels schwren und sprach: Wenn sich 
Gott dereinst eurer annehmen wird, mt ihr meine Gebeine von hier 
wegbringen!
GEN 50:26 Und Joseph starb 110 Jahre alt. Da balsamierten sie ihn ein und 
legten ihn in gypten in einen Sarg.
EXO 1:1 So hieen die Shne Israels, die nach gypten gekommen waren; mit 
Jakob waren sie gekommen, jeder nebst seiner Familie:
EXO 1:2 Ruben, Simeon, Levi und Juda.
EXO 1:3 Issachar, Sebulon und Benjamin.
EXO 1:4 Dan und Naphthali, Gad und Asser.
EXO 1:5 Die Gesamtzahl der Nachkommen Jakobs aber betrug 70 Seelen; Joseph 
aber war schon in gypten.
EXO 1:6 Hierauf starb Joseph und alle seine Brder, sowie jenes ganze 
Geschlecht.
EXO 1:7 Und die Israeliten waren fruchtbar und nahmen berhand und wurden 
viel und beraus zahlreich, so da das Land von ihnen voll war.
EXO 1:8 Da trat ein neuer Knig in gypten auf, der Joseph nicht mehr 
gekannt hatte.
EXO 1:9 Der sprach zu seinen Unterthanen: Das Volk der Israeliten wird ja 
zahlreicher und mchtiger als wir.
EXO 1:10 Wohlan, wir wollen klug gegen es verfahren, sonst knnte es allzu 
zahlreich werden und sich, falls wir in einen Krieg verwickelt werden, 
auch noch zu unseren Feinden schlagen, uns bekmpfen und aus dem Lande 
wegziehn!
EXO 1:11 Da bestellten sie ber es Fronvgte, um es zu drcken mit ihren 
Fronarbeiten, und es baute dem Pharao Vorratsstdte, Pithom und Ramses.
EXO 1:12 Je mehr sie es aber drckten, desto mehr nahm es zu und breitete 
sich aus, so da sie vor den Israeliten Angst bekamen.
EXO 1:13 Da zwangen die gypter die Israeliten zu harter Sklavenarbeit
EXO 1:14 und verbitterten ihnen das Leben mit harter Arbeit in Lehm und 
Ziegeln und allerlei Feldarbeiten, lauter Arbeiten, die sie mit Zwang 
durch sie ausfhren lieen.
EXO 1:15 Der Knig von gypten aber befahl den Hebammen der Hebrer - die 
eine derselben hie Sifra, die andere Pua:
EXO 1:16 Wenn ihr die Hebrerinnen entbindet, so sollt ihr auf den 
Gebrstuhl sehen: wenn es ein Knblein ist, so sollt ihr es ums Leben 
bringen; wenn es aber ein Mdchen ist, so mag es am Leben bleiben.
EXO 1:17 Die Hebammen jedoch waren gottesfrchtig und fhrten nicht aus, 
was der Knig von gypten ihnen geboten hatte, sondern lieen die Knblein 
am Leben.
EXO 1:18 Da lie der Knig von gypten die Hebammen rufen und fragte sie: 
Warum handelt ihr so und lat die Knblein am Leben?
EXO 1:19 Die Hebammen antworteten dem Pharao: Ja, die Hebrerinnen sind 
nicht, wie die gyptischen Weiber, sondern krftig; ehe noch die Hebamme 
zu ihnen kommt, haben sie immer schon geboren.
EXO 1:20 Gott aber lie es den Hebammen gut ergehen, und das Volk wurde 
zahlreich und sehr stark.
EXO 1:21 Und weil die Hebammen Gott frchteten, verlieh er ihnen 
Kinderreichtum.
EXO 1:22 Hierauf befahl der Pharao allen seinen Unterthanen: Alle 
Knblein, die den Hebrern geboren werden, sollt ihr in den Nil werfen; 
alle Mdchen aber mgt ihr am Leben lassen.
EXO 2:1 Ein Mann aus dem Stamme Levis aber heiratete die Tochter Levis.
EXO 2:2 Da wurde die Frau schwanger und gebar einen Sohn. Als sie nun sah, 
da er stattlich war, verheimlichte sie ihn drei Monate lang.
EXO 2:3 Als sie ihn aber nicht lnger verbergen konnte, holte sie fr ihn 
ein Kstchen aus Papyrusschilf, verpichte es mit Asphalt und Pech und 
setzte es, nachdem sie das Kind hineingelegt hatte, ins Schilf am Ufer des 
Nils.
EXO 2:4 Seine Schwester aber pate nicht weit davon auf, um zu erfahren, 
was mit ihm geschehen wrde.
EXO 2:5 Da kam die Tochter des Pharao an den Nil, um zu baden. Whrend nun 
ihre Begleiterinnen am Ufer des Nils entlang gingen, erblickte sie 
zwischen dem Rhricht das Kstchen; da schickte sie ihre Sklavin hin und 
lie es holen.
EXO 2:6 Als sie es nun ffnete, war ein weinender Knabe darin. Sie aber 
fhlte Mitleid mit ihm, denn sie dachte: es wird einer von den Knaben der 
Hebrer sein.
EXO 2:7 Da fragte seine Schwester die Tochter des Pharao: Soll ich etwa 
hingehn und dir eine Amme hebrischer Abkunft herbeirufen, damit sie dir 
das Knblein suge?
EXO 2:8 Die Tochter des Pharao erwiderte: Ja, geh! Da ging das Mdchen hin 
und rief die Mutter des Knbleins herbei.
EXO 2:9 Und die Tochter des Pharao sprach zu ihr: Wenn du dieses Knblein 
mitnimmst und es fr mich sugst, so will ich dir den Lohn dafr bezahlen! 
Da nahm das Weib das Knblein und sugte es.
EXO 2:10 Als aber der Knabe herangewachsen war, brachte sie ihn der 
Tochter des Pharao, und sie nahm ihn als Sohn an und gab ihm den Namen 
Mose; denn sie sagte: Aus dem Wasser habe ich ihn ja gezogen!
EXO 2:11 Zu jener Zeit aber begab sich einst Mose, als er herangewachsen 
war, zu seinen Volksgenossen hinaus und sah, wie sie Frondienste leisten 
muten; da bemerkte er, wie ein gypter einen Hebrer, einen seiner 
Volksgenossen, schlug.
EXO 2:12 Da wandte er sich nach allen Seiten um, und wie er sah, da 
niemand zugegen war, erschlug er den gypter und verscharrte ihn im Sande.
EXO 2:13 Am folgenden Tag ging er wieder hinaus, da traf er zwei Hebrer 
im Streit miteinander. Da fragte er den, der im Unrecht war: Warum 
schlgst du deinen Genossen?
EXO 2:14 Der aber sprach: Wer hat dich zum Herrn und Richter ber uns 
bestellt? Gedenkst du mich etwa auch totzuschlagen, wie du den gypter 
totgeschlagen hast? Da bekam Mose Angst, denn er sagte sich: so ist also 
die Sache doch ruchbar geworden!
EXO 2:15 Aber auch der Pharao hrte von der Sache; da trachtete er 
darnach, Mose umbringen zu lassen. Mose jedoch ergriff die Flucht vor dem 
Pharao und begab sich nach dem Lande der Midianiter. Dort setzte er sich 
an den Brunnen.
EXO 2:16 Der Priester der Midianiter aber hatte sieben Tchter; die kamen 
herbei und wollten Wasser schpfen und die Trnkrinnen fllen, um die 
Schafe ihres Vaters zu trnken.
EXO 2:17 Aber die Hirten kamen herzu und drngten sie auf die Seite. Da 
stand Mose auf, untersttzte sie und verschaffte ihren Schafen zu trinken.
EXO 2:18 Als sie nun zu ihrem Vater Reguel kamen, fragte er sie: Warum 
kommt ihr denn heute so frh?
EXO 2:19 Sie erwiderten: Ein Mann aus gypten hat uns vor den Hirten in 
Schutz genommen; dazu hat er uns sogar Wasser geschpft und die Schafe 
getrnkt.
EXO 2:20 Da sagte er zu seinen Tchtern: Wo ist er denn? Warum habt ihr 
den Mann dort stehen lassen? Ladet ihn doch ein zur Mahlzeit!
EXO 2:21 Mose aber entschlo sich, bei dem Manne zu bleiben, und er gab 
Mose seine Tochter Zipora zum Weibe.
EXO 2:22 Die gebar einen Sohn, den nannte er Gersom; denn er sprach: Ein 
Fremdling bin ich geworden in einem fremden Lande.
EXO 2:23 Da ereignete es sich lange Zeit hernach, da der Knig von 
gypten starb. Da seufzten die Israeliten unter der schweren Arbeit und 
schrieen laut auf, so da ihr Ruf um Befreiung von der schweren Arbeit zu 
Gott drang.
EXO 2:24 Und Gott erhrte ihr Wehklagen und Gott gedachte an seinen Bund 
mit Abraham, Isaak und Jakob.
EXO 2:25 Und Gott schaute auf die Israeliten und offenbarte sich ihnen.
EXO 3:1 Mose aber htete bei Jethro, seinem Schwiegervater, dem Priester 
der Midianiter, die Schafe. Als er nun einst die Schafe bis jenseits der 
Steppe trieb, gelangte er zum Berge Gottes, dem Horeb.
EXO 3:2 Da erschien ihm der Engel Jahwes in einer Feuerflamme, die aus 
einem Dornstrauch hervorschlug. Als er aber nher zusah, da brannte der 
Dornstrauch, ohne da der Dornstrauch vom Feuer verzehrt wurde.
EXO 3:3 Da dachte Mose: Ich will doch hingehn und dieses merkwrdige 
Schauspiel betrachten, warum der Dornstrauch nicht in Feuer aufgeht.
EXO 3:4 Als nun Jahwe sah, da er hinging, um es anzusehen, da rief ihn 
Gott aus dem Dornbusch heraus an: Mose, Mose! Er antwortete: Ich hre!
EXO 3:5 Hierauf sprach er: Tritt nicht nher herzu! ziehe deine Sandalen 
aus; denn die Sttte, auf die du trittst, ist heiliger Boden.
EXO 3:6 Dann sprach er: Ich bin der Gott deines Vaters, der Gott Abrahams, 
der Gott Isaaks und der Gott Jakobs. Da verhllte Mose sein Antlitz; denn 
er frchtete sich, auf Gott hinzublicken.
EXO 3:7 Jahwe aber sprach: Ich habe die Bedrckung meines Volks, das in 
gypten ist, zur Genge angesehen und ihr Rufen um Befreiung von seinen 
Fronvgten gehrt; ja ich wei, wie sehr es leidet.
EXO 3:8 Daher komme ich nun herab, es aus der Gewalt der gypter zu 
erretten und es wegzufhren aus jenem Land in ein treffliches und weit 
ausgedehntes Land, in ein Land, das von Milch und Honig berfliet, in die 
Wohnsitze der Kanaaniter, Hethiter, Amoriter, Pheresiter, Heviter und 
Jebusiter.
EXO 3:9 Und nun ist der Hilferuf der Israeliten zu mir gedrungen, und ich 
habe wohl gesehen, wie sehr die gypter sie qulen.
EXO 3:10 So la dich nun von mir zum Pharao senden und fhre mein Volk, 
die Israeliten, aus gypten hinweg.
EXO 3:11 Mose aber sprach zu Gott: Wer bin ich, da ich zum Pharao gehen 
und da ich die Israeliten aus gypten wegfhren knnte?
EXO 3:12 Da sprach er: Ich bin ja mit dir! Und dies soll fr dich das 
Wahrzeichen sein, da ich dich sende: wenn du das Volk aus gypten 
wegfhrst, werdet ihr Gott auf diesem Berge verehren.
EXO 3:13 Und Mose sprach zu Gott: Wenn ich nun aber zu den Israeliten 
komme und ihnen sage: der Gott eurer Vter hat mich zu euch gesandt, und 
sie mich fragen: wie heit er? was soll ich ihnen antworten?
EXO 3:14 Da erwiderte Gott Mose: Der Ich bin, der ich bin; dann sprach 
er: So sollst du den Israeliten sagen: Der Ich bin hat mich zu euch 
gesandt!
EXO 3:15 Hierauf sprach Gott weiter zu Mose: So sollst du zu den 
Israeliten sagen: Jahwe, der Gott eurer Vter, der Gott Abrahams, der Gott 
Isaaks und der Gott Jakobs hat mich zu euch gesandt; dies ist mein Name 
auf ewie Zeiten und dies meine Benennung auf Geschlecht und Geschlecht.
EXO 3:16 Geh hin, rufe die Vornehmsten der Israeliten zusammen und sage 
ihnen: Jahwe, der Gott eurer Vter, ist mir erschienen, der Gott Abrahams, 
Isaaks und Jakobs, und hat zugesagt: Ich will Rcksicht nehmen auf euch 
und auf das, was euch widerfahren ist in gypten;
EXO 3:17 und ich habe beschlossen: ich will euch aus der Bedrckung in 
gypten befreien und in das Land der Kanaaniter, Hethiter, Amoriter, 
Pheresiter, Heviter und Jebusiter fhren, in ein Land, das von Milch und 
Honig berfliet.
EXO 3:18 Und sie werden auf dich hren; dann sollst du mit den Vornehmsten 
der Israeliten zum Knige von gypten gehen, und ihr sollt zu ihm 
sprechen: Jahwe, der Gott der Hebrer, ist uns begegnet; la uns daher 
drei Tagereisen weit in die Steppe ziehen, um Jahwe, unserem Gott, Opfer 
zu bringen.
EXO 3:19 Aber ich wei, da der Knig von gypten euch nicht gestatten 
wird, wegzuziehen, wenn nicht durch Zwang.
EXO 3:20 Dann will ich meine Hand ausrecken und die gypter mit allen 
meinen Wunderthaten, die ich an ihnen verrichten werde, heimsuchen; 
hernach werden sie euch ziehen lassen.
EXO 3:21 Auch werde ich diesem Volke bei den gyptern Ansehen verschaffen, 
damit, wenn ihr wegzieht, ihr nicht mit leeren Hnden wegzieht.
EXO 3:22 Sondern jedes Weib soll von ihrer Nachbarin und Hausgenossin 
verlangen, da sie ihr silberne und goldene Gerte und Kleider leihe; die 
sollt ihr euren Shnen und Tchtern anlegen und sollt so die gypter um 
ihr Eigentum bringen.
EXO 4:1 Mose aber entgegnete: Wenn sie mir nun aber nicht glauben und mir 
nicht folgen wollen, sondern sagen: Jahwe ist dir nicht erschienen?
EXO 4:2 Da sprach Jahwe zu ihm: Was hast du da in der Hand? Er antwortete: 
Einen Stab.
EXO 4:3 Da befahl er: Wirf ihn hin auf den Boden! Als er ihn nun auf den 
Boden warf, verwandelte er sich in eine Schlange, und Mose ergriff vor ihr 
die Flucht.
EXO 4:4 Da befahl Jahwe Mose: Strecke deine Hand aus und ergreife sie beim 
Schwanze! Da streckte er seine Hand aus und fate sie fest an; da 
verwandelte sie sich in seiner Hand in einen Stab.
EXO 4:5 So mssen sie es glauben, da dir Jahwe, der Gott ihrer Vter, der 
Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs, erschienen ist.
EXO 4:6 Hierauf befahl ihm Jahwe nochmals: Stecke deine Hand in deine 
Busentasche! Da steckte er seine Hand in die Busentasche. Als er sie aber 
wieder herauszog, war sie unversehens ausstzig und schneewei geworden.
EXO 4:7 Hierauf befahl er: Stecke deine Hand nochmals in die Busentasche. 
Da stecke er seine Hand in die Busentasche; als er sie aber wieder 
herauszog, war sie unversehens seinem Fleische wieder gleich geworden.
EXO 4:8 Und wenn sie dir nicht glauben und auf das erste Wunderzeichen hin 
nicht folgen, so werden sie auf das zweite Wunderzeichen hin glauben.
EXO 4:9 Wenn sie aber auch auf diese beiden Wunderzeichen hin nicht 
glauben und dir nicht folgen wollen, so sollst du etwas Wasser aus dem Nil 
schpfen und es auf den Boden gieen; dann soll sich das Wasser, das du 
aus dem Nile schpfest, auf dem Boden in Blut verwandeln.
EXO 4:10 Da sprach Mose zu Jahwe: Mit Verlaub, Herr! Ich bin kein Mann, 
der reden kann, sondern meine Sprache und meine Zunge sind schwerfllig.
EXO 4:11 Jahwe aber antwortete ihm: Wer hat denn dem Menschen den Mund 
erschaffen? oder wer macht einen stumm oder taub oder sehend oder blind? 
Bin nicht ich es, Jahwe?
EXO 4:12 Geh also nur! Ich werde dir helfen zu reden und dich unterweisen, 
was du sagen sollst.
EXO 4:13 Er aber sprach: Bitte, Herr! sende doch lieber irgend einen 
andern!
EXO 4:14 Da wurde Jahwe zornig ber Mose und sprach: Ist denn nicht Aaron, 
dein Bruder, der Levit, da? Von dem wei ich, da er gar wohl reden kann. 
Zudem wird er dir entgegen kommen und eine groe Freude haben, wenn er 
dich erblickt.
EXO 4:15 Dann magst du mit ihm sprechen und ihm die Reden berweisen; ich 
aber werde sowohl dir, als ihm, helfen zu reden und euch unterweisen, was 
ihr zu thun habt.
EXO 4:16 So soll er dann fr dich zum Volke reden und dein Mund sein; du 
aber sollst fr ihn gleichsam Gott sein.
EXO 4:17 Und den Stab da nimm in die Hand; damit sollst du die 
Wunderzeichen verrichten.
EXO 4:18 Hierauf kehrte Mose zu seinem Schwiegervater Jethro zurck und 
sprach zu ihm: Ich mchte aufbrechen und zu meinen Verwandten in gypten 
zurckkehren, um zu sehen, ob sie noch am Leben sind. Jethro antwortete 
Mose: Ziehe hin, mge es dir wohlgehen!
EXO 4:19 Und Jahwe sprach zu Mose in Midian: Auf! kehre nach gpyten 
zurck; denn alle die, die dir nach dem Leben trachteten, sind gestorben.
EXO 4:20 Da lie Mose sein Weib und seine Shne auf einen Esel sitzen und 
brach auf nach gypten; den Stab Gottes aber nahm Mose in die Hand.
EXO 4:21 Hierauf sprach Jahwe zu Mose: Wenn du nach gypten zurckkehrst, 
so habe acht: alle die Wunderthaten, die ich in deine Macht lege, sollst 
du vor dem Pharao ausfhren; ich aber werde seinen Sinn verhrten, so da 
er das Volk nicht wird ziehen lassen.
EXO 4:22 Du aber sollst zum Pharao sagen: So spricht Jahwe: Mein 
erstgeborener Sohn ist Israel.
EXO 4:23 Ich befehle dir hiermit: La meinen Sohn ziehen, damit er mich 
verehre; wenn du dich aber weigerst, ihn ziehen zu lassen, so werde ich 
deinen erstgeborenen Sohn sterben lassen!
EXO 4:24 Unterwegs aber in einer Herberge berfiel ihn Jahwe und suchte 
ihm das Leben zu nehmen.
EXO 4:25 Da nahm Zipora einen scharfen Stein, schnitt damit die Vorhaut 
ihres Sohnes ab und berhrte damit seine Scham, indem sie sprach: Ein 
Blutbrutigam bist du mir!
EXO 4:26 Da lie er von ihm ab. Damals sprach sie Blutbrutigam zu den 
Beschneidungen.
EXO 4:27 Da befahl Jahwe Aaron: Geh Mose entgegen in die Steppe! Der ging 
hin und begegnete ihm am Berge Gottes; da kte er ihn.
EXO 4:28 Und Mose berichtete Aaron alle Reden Jahwes, mit denen er ihn 
beauftragt, und alle Wunderzeichen, die er ihm anbefohlen hatte.
EXO 4:29 Hierauf gingen Mose und Aaron hin und riefen alle Vornehmen der 
Israeliten zusammen.
EXO 4:30 Und Aaron verkndete alle die Auftrge, die Jahwe Mose gegeben 
hatte, und dieser verrichtete die Wunderzeichen vor den Augen des Volks.
EXO 4:31 Da glaubte das Volk daran, als sie vernahmen, da Jahwe sich der 
Israeliten angenommen und ihre Bedrckung beachtet habe, und sie 
verneigten sich und warfen sich zu Boden.
EXO 5:1 Hernach gingen Mose und Aaron hin und sprachen zum Pharao: So 
befiehlt Jahwe, der Gott Israels: La mein Volk ziehen, damit sie mir in 
der Steppe ein Fest feiern!
EXO 5:2 Der Pharao aber erwiderte: Wer ist Jahwe, da ich ihm gehorchen 
und Israel ziehen lassen sollte? Ich wei nichts von Jahwe und werde 
Israel auch nicht ziehen lassen!
EXO 5:3 Sie sprachen: Der Gott der Hebrer ist uns begegnet; la uns also 
drei Tagereisen weit in die Steppe ziehen, um Jahwe, unserem Gott, Opfer 
zu bringen; sonst sucht er uns heim mit Pest oder Schwert.
EXO 5:4 Der Knig von gypten aber erwiderte ihnen: Warum, Mose und Aaron, 
wollt ihr das Volk von seiner Arbeit abziehn? Geht an eure Frondienste!
EXO 5:5 Und der Pharao sprach: Es ist des Volkes wahrlich schon so genug 
im Land, und da wollt ihr noch, da es aufhrt, Frondienste zu verrichten?
EXO 5:6 An eben demselben Tage gab der Pharao den Fronvgten, die ber das 
Volk gesetzt waren, und seinen Aufsehern folgenden Befehl:
EXO 5:7 Ihr sollt nicht mehr, wie bisher, dem Volk Hckerling liefern zur 
Verfertigung der Backsteine, sondern sie selbst sollen hingehen und sich 
Hckerling suchen.
EXO 5:8 Aber die festgesetzte Zahl von Backsteinen, die sie bisher 
verfertigten, sollt ihr ihnen auferlegen und nichts davon ablassen. Denn 
sie gehen mig; deshalb verlangen sie ungestm: Wir wollen hingehen, um 
unserem Gott Opfer zu bringen!
EXO 5:9 Die Arbeit mu den Leuten erschwert werden, so da sie daran zu 
thun haben und nicht auf Vorspiegelungen achten!
EXO 5:10 Da gingen die Fronvgte und Aufseher des Volkes hin und 
berichteten dem Volke: So hat der Pharao angeordnet: Ich lasse euch keinen 
Hckerling mehr liefern.
EXO 5:11 Ihr selbst mt hingehen, euch Hckerling zu suchen.
EXO 5:12 Die Fronvgte aber setzten ihnen hart zu und befahlen: Ihr mt 
Tag fr Tag die volle Arbeit liefern, wie zu der Zeit, wo Hckerling da 
war.
EXO 5:13 Den Aufsehern der Israeliten aber, welche die Fronvgte des 
Pharao ihnen als Vorgesetzte gegeben hatten, lie man Schlge geben und 
fragte sie: Warum habt ihr den Betrag an Backsteinen, der euch bisher 
auferlegt war, in den letzten Tagen nicht voll geliefert?
EXO 5:14 Da gingen die Aufseher der Israeliten hin und beklagten sich 
flehentlich beim Pharao, indem sie sprachen: O Herr! Warum lssest du uns 
so behandeln?
EXO 5:15 Hckerling wird uns nicht mehr geliefert, und dennoch heit es: 
Schafft Ziegel! Nun werden wir gar noch geschlagen! Du versndigst dich an 
deinem Volk.
EXO 5:16 Er aber erwiderte: Faul seid ihr, faul! Deswegen sagt ihr: Wir 
wollen hingehen, um Jahwe Opfer zu bringen.
EXO 5:17 Geht sofort an eure Arbeit; Hckerling wird euch nicht geliefert, 
aber den vollen Betrag an Backsteinen mt ihr liefern!
EXO 5:18 So fanden sich die Aufseher der Israeliten in der schlimmen Lage, 
sagen zu mssen: Ihr bekommt von eurem tglichen Betrag an Backsteinen 
nichts erlassen!
EXO 5:19 Als sie nun den Pharao verlieen, trafen sie auf Mose und Aaron, 
die dort standen, um ihnen zu begegnen,
EXO 5:20 und sagten zu ihnen: Jahwe strafe euch und helfe uns zum Recht, 
da ihr uns beim Pharao und seinen Hflingen in schwere Ungnade gebracht, 
ja ihnen das Schwert in die Hand gedrckt habt, um uns das Leben zu nehmen!
EXO 5:21 Da wandte sich Mose wieder an Jahwe zu sprach: O Herr! Warum 
lssest du diesem Volke solches Unheil widerfahren? Wozu hast du mich denn 
gesandt?
EXO 5:22 Denn seitdem ich zum Pharao gegangen bin, um in deinem Namen zu 
reden, behandelt er dieses Volk nur noch hrter, und du hast dein Volk 
keineswegs errettet!
EXO 6:1 Jahwe aber erwiderte Mose: Nun sollst du sehen, was ich dem Pharao 
anthun werde: von starker Hand gezwungen wird er sie ziehen lassen und von 
starker Hand gezwungen wird er sie aus seinem Lande treiben.
EXO 6:2 Da redete Gott mit Mose und sprach zu ihm: Ich bin Jahwe.
EXO 6:3 Ich bin einst als Gott, der Allmchtige, Abraham, Isaak und Jakob 
erschienen; aber unter meinem Namen Jahwe habe ich mich ihnen nicht 
offenbart.
EXO 6:4 Und ich habe mit ihnen sogar auch ein Abkommen getroffen, da ich 
ihnen das Land Kanaan, das Land, in dem sie als Fremdlinge weilten, zu 
eigen geben wolle.
EXO 6:5 Nun aber habe ich das Wehklagen der Israeliten ber die Knechtung, 
die ihnen von den gyptern widerfhrt, erhrt und gedachte an meine Zusage.
EXO 6:6 Sage daher den Israeliten: Ich bin Jahwe; ich will euch erlsen 
von dem Frondienste, den ihr den gyptern leistet, und euch herausreien 
aus eurer Sklavenarbeit und euch befreien mit ausgerecktem Arm und mit 
groartigen Machterweisen
EXO 6:7 und will euch zu meinem Volk erwhlen und will euer Gott sein, und 
ihr sollt erkennen, da ich Jahwe, euer Gott, bin, der euch erlst von dem 
Frondienst in gypten,
EXO 6:8 und ich will euch in das Land bringen, das ich geschworen habe, 
Abraham, Isaak und Jakob zu verleihen, und will es euch zum Besitz geben, 
ich, Jahwe!
EXO 6:9 Mose richtete dies den Israeliten aus; sie aber hrten nicht auf 
Mose, aus Kleinmut und weil sie so hart zu arbeiten hatten.
EXO 6:10 Hierauf sprach Jahwe zu Mose also:
EXO 6:11 Geh hin und fordere den Pharao, den Knig von gypten, auf, er 
solle die Israeliten aus seinem Lande wegziehen lassen.
EXO 6:12 Mose aber redete vor Jahwe also: Haben die Israeliten nicht auf 
mich gehrt, wie sollte denn der Pharao auf mich hren, zumal ich 
unbeholfen bin im Reden!
EXO 6:13 Da redete Jahwe mit Mose und Aaron und ordnete sie ab an die 
Israeliten und an den Pharao, den Knig von gypten, um die Israeliten aus 
gypten wegzufhren.
EXO 6:14 Dies sind die Familienhupter ihrer Stammvter: Die Shne Rubens, 
des Erstgeborenen Israels, waren Hanoch, Pallu, Hezron und Charmi; dies 
sind die Geschlechter Rubens;
EXO 6:15 Und die Shne Simeons: Jemuel, Jamin, Ohad, Jachin, Zohar und 
Saul, der Sohn der Kanaaniterin; dies sind die Geschlechter Simeons.
EXO 6:16 Und so hieen die Shne Levis nach ihrem Stammbaum: Gerson, 
Kahath, Merari. Levi aber wurde 137 Jahre alt.
EXO 6:17 Die Shne Gersons waren Libni und Simei nach ihren Geschlechtern.
EXO 6:18 Und die Shne Kahaths waren Amram, Jezear, Hebron und Usiel. 
Kahath aber wurde 133 Jahre alt.
EXO 6:19 Und die Shne Meraris waren Maheli und Musi; dies sind die 
Geschlechter Levis nach ihrem Stammbaum.
EXO 6:20 Amram aber heiratete Jochebed, seine Muhme; die gebar ihm Aaron 
und Mose. Und Amram wurde 137 Jahre alt.
EXO 6:21 Und die Shne Jezears waren Korah und Nepheg und Sichri,
EXO 6:22 und die Shne Usiels: Misael, Elzaphan und Sithri.
EXO 6:23 Aaron aber heiratete Eliseba, die Tochter Amminadabs, die 
Schwester Nahassons; die gebar ihm Nadab und Abihu, Eleasar und Ithamar.
EXO 6:24 Und die Shne Korahs waren Assir, Elkana und Abiasaph; dies sind 
die Geschlechter der Korahiter.
EXO 6:25 Eleasar aber, der Sohn Aarons, heiratete eine der Tchter 
Putiels, die gebar ihm Pinehas; das sind die Stammhupter der Leviten nach 
ihren Geschlechtern.
EXO 6:26 Das waren Aaron und Mose, denen Jahwe befahl: Fhrt die Scharen 
der Israeliten aus gypten hinweg!
EXO 6:27 Das waren die, welche dem Pharao, dem Knige von gypten 
ankndigten, da sie die Israeliten aus gypten wegfhren wrden - Mose 
und Aaron.
EXO 6:28 Als nun Jahwe mit Mose in gypten redete,
EXO 6:29 da sprach Jahwe zu Mose also: Ich bin Jahwe! Richte dem Pharao, 
dem Knige von gypten, alles aus, was ich dir sagen werde.
EXO 6:30 Mose aber sprach vor Jahwe: Ich bin ja unbeholfen im Reden; wie 
wird der Pharao auf mich hren?
EXO 7:1 Jahwe aber erwiderte Mose: Ich will dich fr den Pharao wie zu 
einem Gotte machen; dein Bruder Aaron aber soll dein Sprecher sein.
EXO 7:2 Du sollst alles, was ich dir sage, weiter berichten; dein Bruder 
Aaron aber soll es dem Pharao vortragen, damit er die Israeliten aus 
seinem Lande wegziehen lt.
EXO 7:3 Ich aber will den Sinn des Pharao verhrten und will zahlreiche 
Zeichen und Wunderthaten in gypten verrichten.
EXO 7:4 Der Pharao jedoch wird euch kein Gehr geben; dann will ich Hand 
anlegen an die gypter und meine Heerescharen, mein Volk, die Israeliten, 
unter groartigen Machtbeweisen aus gypten hinwegfhren.
EXO 7:5 Dann sollen die gypter erkennen, da ich Jahwe bin, wenn ich die 
gypter meine Macht fhlen lasse und die Israeliten aus ihrer Mitte 
hinwegfhre.
EXO 7:6 Da thaten Mose und Aaron, wie ihnen Jahwe befohlen hatte; also 
thaten sie.
EXO 7:7 Mose aber war achtzig Jahre und Aaron dreiundachtzig Jahre alt, 
als sie mit dem Pharao verhandelten.
EXO 7:8 Hierauf sprach Jahwe zu Mose und Aaron also:
EXO 7:9 Wenn euch der Pharao auffordert: verrichtet ein Wunder! so sollst 
du Aaron gebieten: Auf, wirf deinen Stab vor den Pharao hin, so wird er 
sich in eine groe Schlange verwandeln.
EXO 7:10 Da begaben sich Mose und Aaron zum Pharao hinein und thaten so, 
wie Jahwe geboten hatte: Aaron warf seinen Stab vor dem Pharao und seinen 
Hflingen hin, da verwandelte er sich in eine groe Schlange.
EXO 7:11 Der Pharao aber lie die Gelehrten und Zaubereikundigen rufen; da 
machten sie, die Zauberer von gypten, mittels ihrer Geheimknste es 
ebenso:
EXO 7:12 ein jeder warf seinen Stab hin, da verwandelten sich diese in 
groe Schlangen; jedoch der Stab Aarons verschlang ihre Stbe.
EXO 7:13 Aber der Sinn des Pharao blieb verhrtet, und er willfahrte ihnen 
nicht, wie Jahwe vorausgesagt hatte.
EXO 7:14 Hierauf sprach Jahwe zu Mose: Der Sinn des Pharao ist verstockt; 
er weigert sich, das Volk ziehen zu lassen.
EXO 7:15 Begieb dich morgen frh zum Pharao und tritt ihm, wenn er hingeht 
ans Wasser, am Ufer des Nils entgegen mit dem Stabe, der sich in eine 
Schlange verwandelt hat, in der Hand,
EXO 7:16 und sprich zu ihm: Jahwe, der Gott der Hebrer, hat mich zu dir 
gesandt, um dich aufzufordern: la mein Volk ziehen, damit sie mich in der 
Steppe verehren. Aber du hast bis jetzt nicht gehorcht.
EXO 7:17 So spricht Jahwe: Daran sollst du erkennen, da ich Jahwe bin: 
ich werde mit dem Stabe, den ich in der Hand habe, ins Wasser des Nils 
schlagen, so soll es sich in Blut verwandeln.
EXO 7:18 Die Fische aber die im Nile sind, sollen umkommen, und der Nil 
soll stinken, so da es die gypter ekeln wird, Wasser aus dem Nile zu 
trinken.
EXO 7:19 Da sprach Jahwe zu Mose: Befiehl Aaron: Nimm deinen Stab und 
recke deine Hand aus ber die Gewsser gyptens, ber seine Bche, Kanle, 
Teiche und alle Behlter mit Wasser: es soll zu Blut werden, und Blut soll 
entstehen in ganz gypten, sowohl in hlzernen als in steinernen Gefen.
EXO 7:20 Da thaten Mose und Aaron so, wie ihnen Jahwe geboten hatte. Und 
er hob den Stab und schlug damit das Wasser im Nil vor den Augen des 
Pharao und seiner Hflinge: da verwandelte sich alles Wasser, das im Nil 
war, in Blut.
EXO 7:21 Und die Fische im Nil kamen um und der Nil wurde stinkend, so da 
die gypter kein Wasser aus dem Nile mehr trinken konnten. Da entstand 
Blut berall in gypten.
EXO 7:22 Die Zauberer gyptens aber brachten mittels ihrer Geheimknste 
dasselbe zustande. Da blieb der Sinn des Pharao verhrtet, und er 
willfahrte ihnen nicht, wie Jahwe vorausgesagt hatte.
EXO 7:23 Da wandte sich der Pharao ab und begab sich nach Hause, ohne da 
er selbst dies zu Herzen nahm.
EXO 7:24 Die gypter aber gruben insgesamt in der Umgebung des Nils nach 
Wasser, um es zu trinken, denn sie konnten das Wasser des Nils nicht 
trinken.
EXO 7:25 Und die Plage, welche Jahwe mit dem Nil eintreten lie, whrte 
sieben volle Tage.
EXO 7:26 Hierauf befahl Jahwe Mose: Begieb dich zum Pharao und kndige ihm 
an: So spricht Jahwe: La mein Volk ziehen, damit es mich verehre!
EXO 7:27 Wenn du dich aber weigerst, es ziehen zu lassen, so werde ich 
ber dein ganzes Land eine Froschplage bringen.
EXO 7:28 Und im Nile soll's wimmeln von Frschen, und sie sollen 
herauskommen und bis in deinen Palast und in dein Schlafgemach und auf 
dein Ruhelager dringen, sowie in die Wohnungen deiner Hflinge und deiner 
Unterthanen, auch in deine Backfen und deine Teigmulden,
EXO 7:29 ja an dich selbst, deine Unterthanen und alle deine Hflinge 
sollen die Frsche herankriechen.
EXO 8:1 Und Jahwe sprach zu Mose: Gebiete Aaron: Recke deine Hand nebst 
dem Stabe aus ber die Bche, die Kanle und Teiche und fhre Frsche 
herbei ber gypten!
EXO 8:2 Da reckte Aaron seine Hand aus ber die Gewsser gyptens und 
fhrte Frsche herbei, so da sie gypten bedeckten.
EXO 8:3 Aber auch die Zauberer brachten dies mittels ihrer Geheimknste 
zustande, und fhrten Frsche herbei ber ganz gypten.
EXO 8:4 Da lie der Pharao Mose und Aaron rufen und bat: Legt bei Jahwe 
Frbitte ein, da er mich und mein Volk von den Frschen befreie; so will 
ich das Volk ziehen lassen, damit sie Jahwe Opfer bringen.
EXO 8:5 Mose erwiderte dem Pharao: Beliebe zu bestimmen, auf wann ich fr 
dich, deine Hflinge und Unterthanen Frbitte einlegen soll, da du und 
deine Palste von den Frschen befreit werden, und nur im Nile noch welche 
brig bleiben.
EXO 8:6 Er antwortete: Morgen! Da sprach er: Wie du es wnschtest, damit 
du erfahrest, da es keinen giebt, wie Jahwe unsern Gott.
EXO 8:7 Du und deine Palste, deine Hflinge und Unterthanen sollen von 
den Frschen befreit werden; nur im Nile sollen welche brig bleiben.
EXO 8:8 Als nun Mose und Aaron den Pharao verlassen hatten, da betete Mose 
instndig zu Jahwe in betreff der Frsche, mit denen er den Pharao 
heimgesucht hatte.
EXO 8:9 Jahwe aber that, wie Mose erbeten hatte: da starben die Frsche, 
die in den Husern, Hfen und auf den Feldern waren, hinweg,
EXO 8:10 und man schttete sie auf zahllose Haufen zusammen; im ganzen 
Land aber gab es blen Geruch.
EXO 8:11 Als jedoch der Pharao merkte, da er Luft bekommen hatte, wurde 
er wieder verstockt und willfahrte ihnen nicht, wie Jahwe vorausgesagt 
hatte.
EXO 8:12 Hierauf sprach Jahwe zu Mose: Befiehl Aaron: Strecke deinen Stab 
aus und schlage damit den Staub auf dem Boden, so soll er sich in 
Stechmcken verwandeln berall in gypten!
EXO 8:13 Und sie thaten so: Aaron reckte seine Hand nebst dem Stabe aus 
und schlug damit den Staub auf dem Boden. Da kamen Stechmcken an die 
Menschen und an das Vieh; aller Staub auf dem Boden wurde zu Stechmcken 
in ganz gypten.
EXO 8:14 Da suchten die Zauberer mittels ihrer Geheimknste ebenso 
Stechmcken hervorzubringen; aber sie waren es nicht imstande. Die 
Stechmcken aber kamen an Menschen und Vieh.
EXO 8:15 Da sprachen die Zauberer zum Pharao: Das ist Gottes Finger! Aber 
der Sinn des Pharao blieb verstockt, und er willfahrte ihnen nicht, wie 
Jahwe vorausgesagt hatte.
EXO 8:16 Hierauf befahl Jahwe Mose: Tritt morgen frh vor den Pharao, wenn 
er ans Wasser geht, und sprich zu ihm: So gebietet Jahwe: La mein Volk 
ziehen, damit es mich verehre!
EXO 8:17 Denn wenn du mein Volk nicht ziehen lssest, so will ich ber 
dich, deine Hflinge, deine Unterthanen und deine Palste Hundsfliegen 
kommen lassen; die Wohnungen der gypter sollen voll von Hundsfliegen 
sein, ja selbst der Boden, auf dem sie stehen.
EXO 8:18 Mit dem Lande Gosen aber, in welchem mein Volk sich aufhlt, 
werde ich eine Ausnahme machen, so da sich dort keine Hundsfliegen zeigen 
sollen, damit du erkennest, da ich Herr bin auf Erden.
EXO 8:19 Und ich will einen Unterschied machen zwischen meinem und deinem 
Volk; morgen soll dieses Wunder geschehen!
EXO 8:20 Und Jahwe that so; da drang ein groer Schwarm von Hundsfliegen 
in den Palast des Pharao und die Wohnungen seiner Hflinge in ganz 
gypten, und das Land litt schwer unter den Hundsfliegen.
EXO 8:21 Da lie der Pharao Mose und Aaron rufen und sprach zu ihnen: 
Wohlan! bringt doch euerem Gott hier im Lande Opfer!
EXO 8:22 Mose aber erwiderte: es geht nicht an, da wir so thun; denn wir 
bringen Jahwe, unserem Gott, Opfer, die den gyptern ein Greuel sind. Wenn 
wir nun vor der gypter Augen Opfer bringen wollten, die ihnen ein Greuel 
sind, werden sie uns da nicht steinigen?
EXO 8:23 Wir wollen drei Tagereisen weit in die Steppe ziehen und dort 
Jahwe, unserem Gott, ein Opfer bringen, wie er es uns geboten hat.
EXO 8:24 Der Pharao aber sprach: Ich will euch ziehen lassen, damit ihr 
Jahwe, euerem Gott, in der Steppe opfern knnt; nur entfernt euch nicht 
allzuweit! Legt Frbitte fr mich ein!
EXO 8:25 Mose erwiderte: O Knig! Sobald ich drauen bin, werde ich bei 
Jahwe Frbitte einlegen, da morgen die Hundsfliegen von dir, deinen 
Hflingen und Unterthanen weichen sollen; nur halte das Volk nicht 
abermals zum besten, indem du es doch nicht ziehen lssest, um Jahwe Opfer 
zu bringen.
EXO 8:26 Hierauf verlie Mose den Pharao; sodann legte er Frbitte bei 
Jahwe ein.
EXO 8:27 Jahwe aber that, wie Mose erbeten hatte, und erlste den Pharao, 
sowie seine Hflinge und Unterthanen von den Hundsfliegen, so da auch 
nicht eine brig blieb.
EXO 8:28 Der Sinn des Pharao wurde jedoch auch diesmal wieder verstockt, 
und er lie das Volk nicht ziehen.
EXO 9:1 Hierauf befahl Jahwe Mose: Begieb dich zum Pharao und kndige ihm 
an: So spricht Jahwe, der Gott der Hebrer: La mein Volk ziehen, damit es 
mich verehre!
EXO 9:2 Denn wenn du dich weigerst, sie ziehen zu lassen, und sie noch 
ferner zurckhltst,
EXO 9:3 so wird Jahwes Hand ber dein Vieh auf dem Felde, die Pferde, 
Esel, Kamele, Rinder und Schafe kommen in Gestalt einer sehr schweren Pest.
EXO 9:4 Jahwe aber wird zwischen dem Vieh der Israeliten und dem der 
gypter einen Unterschied machen: von allem, das den Israeliten gehrt, 
soll kein Stck fallen.
EXO 9:5 Hierauf bestimmte Jahwe eine Frist, indem er sprach: Morgen wird 
Jahwe dies ber das Land bringen.
EXO 9:6 Am folgenden Tage lie Jahwe dies eintreten. Da fiel alles Vieh 
der gypter; aber von dem Vieh der Israeliten fiel nicht ein einziges 
Stck.
EXO 9:7 Der Pharao aber sandte Boten aus; da ergab sich, da von dem Vieh 
der Israeliten auch nicht ein Stck gefallen war. Hierauf wurde der Sinn 
des Pharao wieder verstockt, und er lie das Volk nicht ziehen.
EXO 9:8 Hierauf befahl Jahwe Mose und Aaron: Nehmt euch beide Hnde voll 
Ofenru, und Mose soll ihn vor den Augen des Pharao emporstreuen;
EXO 9:9 so soll er dann als eine feine Staubwolke auf ganz gypten fallen 
und sowohl an den Menschen als an den Tieren in ganz gypten zu Geschwren 
werden, die in Blattern ausbrechen.
EXO 9:10 Da nahmen sie den Ofenru und traten vor den Pharao; dort streute 
ihn Mose empor, und es entstanden aufbrechende Geschwre mit Pusteln, an 
den Menschen sowohl, wie an den Tieren.
EXO 9:11 Die Zauberer aber waren nicht imstande, Mose die Spitze zu 
bieten, infolge der Geschwre; denn die Geschwre brachen an den Zauberern 
aus, wie an allen gyptern.
EXO 9:12 Jahwe aber machte den Sinn des Pharao verstockt, und er 
willfahrte ihnen nicht, wie Jahwe Mose vorausgesagt hatte.
EXO 9:13 Hierauf befahl Jahwe Mose: Tritt morgen frh vor den Pharao und 
kndige ihm an: So spricht Jahwe, der Gott der Hebrer: La mein Volk 
ziehen, damit es mich verehre!
EXO 9:14 Denn diesmal will ich alle meine Plagen dich selbst, deine 
Hflinge und Unterthanen fhlen lassen, damit du erkennest, da es keinen 
giebt, wie ich, auf der ganzen Erde!
EXO 9:15 Eben htte ich meine Hand ausrecken und dich und deine 
Unterthanen mit der Pest zu Grunde richten knnen, so da du weggefegt 
worden wrest vom Erdboden.
EXO 9:16 Aber ich habe dich nur deswegen verschont, damit ich dir meine 
Macht zu fhlen gebe, und mein Name auf der ganzen Erde gepriesen werde.
EXO 9:17 Noch stemmst du dich dagegen, mein Volk ziehen zu lassen.
EXO 9:18 Ich werde aber morgen um diese Zeit einen sehr schweren 
Hagelschlag herniederfallen lassen, dessengleichen in gypten nicht 
dagewesen ist, seitdem es erschaffen wurde, bis jetzt.
EXO 9:19 Schicke daher hin und la dein Vieh und alles, was du drauen im 
Freien hast, in Sicherheit bringen; denn alle Menschen und Tiere, die sich 
im Freien befinden und nicht in ihre Behausungen zurckziehen werden, die 
wird der Hagel tot schlagen.
EXO 9:20 Wer sich nun von den Hflingen des Pharao vor der Drohung Jahwes 
frchtete, der lie seine Sklaven und sein Vieh in die Wohnungen flchten.
EXO 9:21 Wer aber die Drohung Jahwes unbeachtet lie, der lie seine 
Sklaven und sein Vieh im Freien.
EXO 9:22 Da befahl Jahwe Mose: Recke deine Hand gen Himmel empor; so soll 
Hagel fallen auf ganz gypten, sowohl auf die Menschen, als auf die Tiere 
und auf alle Feldgewchse in gypten.
EXO 9:23 Da reckte Mose seinen Stab gen Himmel empor, und Jahwe lie 
Donner und Hagel entstehen und Feuer fuhr hernieder; und Jahwe lie Hagel 
fallen auf gypten.
EXO 9:24 Und es fiel ein sehr starker Hagel und unaufhrliches Feuer unter 
dem Hagel, wie seinesgleichen nie gefallen war in gypten, seitdem es von 
Menschen bewohnt war.
EXO 9:25 Und der Hagel erschlug in ganz gypten alles, was im Freien war, 
sowohl Menschen als Tier, und alle Feldgewchse zerschlug der Hagel und 
alle Bume auf dem Felde knickte er.
EXO 9:26 Blo in der Provinz Gosen, woselbst die Israeliten wohnten, fiel 
kein Hagel.
EXO 9:27 Da sandte der Pharao Boten, lie Mose und Aaron rufen und sprach 
zu ihnen: Ich habe diesmal gefehlt; Jahwe ist im Recht und ich und meine 
Unterthanen sind im Unrecht.
EXO 9:28 Legt bei Jahwe Frbitte ein - es ist mehr als genug an den 
Donnerschlgen und dem Hagel -, so will ich euch ziehen lassen und ihr 
sollt nicht lnger hier verweilen.
EXO 9:29 Mose antwortete ihm: Wenn ich zur Stadt hinausgehe, will ich 
meine Hnde zu Jahwe ausbreiten; so sollen die Donnerschlge aufhren und 
der Hagel nicht mehr fallen, damit du erkennst, da Jahwe die Erde gehrt.
EXO 9:30 Aber du und deine Hflinge, ich wei es, frchtet euch noch nicht 
vor dem Gott Jahwe.
EXO 9:31 Der Flachs aber und die Gerste wurden vernichtet; denn die Gerste 
stand in hren und der Flachs hatte Knospen.
EXO 9:32 Der Weizen jedoch und der Spelt wurden nicht vernichtet; denn sie 
kommen spter.
EXO 9:33 Hierauf verlie Mose den Pharao und ging zur Stadt hinaus; da 
breitete er seine Hnde zu Jahwe aus, und alsbald hrten die Donnerschlge 
und der Hagel auf, und es strmte kein Regen mehr hernieder.
EXO 9:34 Als jedoch der Pharao merkte, da der Regen, der Hagel und die 
Donnerschlge aufgehrt hatten, verging er sich weiter und wurde 
verstockt, er und seine Hflinge.
EXO 9:35 Aber der Sinn des Pharao blieb verhrtet, und er lie die 
Israeliten nicht ziehen, wie Jahwe durch Mose vorausgesagt hatte.
EXO 10:1 Hierauf befahl Jahwe Mose: Begieb dich zum Pharao, denn ich habe 
seinen und seiner Hflinge Sinn verstockt, um diese meine Wunderthaten an 
ihm zu verrichten,
EXO 10:2 und damit du deinem Sohne und Enkel erzhlst, was ich den 
gyptern angethan habe, und meine Wunderthaten, die ich an ihnen 
verrichtet habe, damit ihr erkennet, da ich Jahwe bin.
EXO 10:3 Da begaben sich Mose und Aaron zum Pharao und sprachen zu ihm: So 
spricht Jahwe, der Gott der Hebrer: Wie lange willst du dich noch 
weigern, dich vor mir zu demtigen? La mein Volk ziehen, damit es mich 
verehre!
EXO 10:4 Denn wenn du dich weigerst, mein Volk ziehen zu lassen, so will 
ich morgen Heuschrecken in dein Land einfallen lassen,
EXO 10:5 und sie sollen das ganze Land bedecken, so da man den Boden 
nicht mehr sehen kann; sie werden den Rest, der gerettet ward und von dem 
Hagel euch noch brig gelassen ist, fressen und werden alle eure Bume, 
die drauen sprieen, abfressen.
EXO 10:6 Und sie werden scharenweise in deine Gemcher, die Gemcher aller 
deiner Hflinge und die Gemcher aller gypter dringen, wie es deine Ahnen 
und Urahnen, seit sie auf Erden sind, bisher nie erlebt haben. Hierauf 
kehrte er dem Pharao den Rcken und ging hinweg.
EXO 10:7 Da sprachen die Hflinge des Pharao zu ihm: Wie lange noch soll 
uns dieser da zum Fallstrick dienen? La doch die Leute ziehen, damit sie 
ihren Gott Jahwe verehren. Siehst du denn noch nicht ein, da gypten zu 
Grunde geht?
EXO 10:8 Hierauf holte man Mose und Aaron zum Pharao zurck, und er sprach 
zu ihnen: Geht hin und verehrt eueren Gott Jahwe! Wer sind den eigentlich 
die, welche hingehen sollen?
EXO 10:9 Mose erwiderte: Unsere Kinder und unsere Greise wollen wir 
mitnehmen, unsere Shne und unsere Tchter, unsere Schafe und unsere 
Rinder wollen wir mitnehmen; denn wir haben Jahwe ein Fest zu feiern.
EXO 10:10 Da erwiderte er ihnen: Nun wohl! Jahwe sei mit euch, wenn ich 
euch mit eueren kleinen Kindern zusammen ziehen lasse; wahrlich, ihr habt 
Bses im Sinne.
EXO 10:11 Daraus wird nichts; die Mnner drfen hingehen und Jahwe 
verehren, denn dies wolltet ihr ja! Hierauf jagte man sie vom Pharao 
hinweg.
EXO 10:12 Da befahl Jahwe Mose: Recke deine Hand aus ber gypten und 
fhre Heuschrecken herbei, und sie sollen ber gypten heraufziehen und 
alle Bodengewchse, alles, was der Hagel brig gelassen hat, abfressen.
EXO 10:13 Da reckte Mose seinen Stab aus ber gypten, und Jahwe lie 
einen Ostwind gegen das Land hin wehen den ganzen Tag und die ganze 
folgende Nacht hindurch; als es Morgen wurde, hatte der Ostwind die 
Heuschrecken herbeigetragen.
EXO 10:14 Da zogen die Heuschrecken herauf ber ganz gypten und lieen 
sich nieder an allen Orten in gypten in ungeheuerer Menge; vorher war nie 
ein solcher Heuschreckenschwarm dagewesen, und es wird auch nie wieder 
einen solchen geben.
EXO 10:15 Und sie bedeckten das ganze Land, so da der Boden nicht mehr 
sichtbar war; und sie fraen alle Gewchse auf dem Feld und alle 
Baumfrchte, welche der Hagel brig gelassen hatte, so da gar nichts 
Grnes brig blieb an den Bumen und an den Feldgewchsen in ganz gypten.
EXO 10:16 Da lie der Pharao eiligst Mose und Aaron rufen und sprach: Ich 
habe gefehlt gegen Jahwe, eueren Gott, und gegen euch.
EXO 10:17 Aber verzeih mir meinen Fehltritt nur dies eine Mal noch, und 
legt bei Jahwe, euerem Gotte, Frbitte ein, da er wenigstens diese 
schreckliche Plage von mir abwende!
EXO 10:18 Da verlie er den Pharao und flehte zu Jahwe.
EXO 10:19 Jahwe aber lie einen sehr starken Westwind als Gegenwind wehen; 
der nahm den Heuschreckenschwarm mit und warf ihn ins Schilfmeer: keine 
einzige Heuschrecke blieb brig im ganzen Bereiche von gypten.
EXO 10:20 Aber Jahwe verstockte den Sinn des Pharao, und er lie die 
Israeliten nicht ziehen.
EXO 10:21 Hierauf gebot Jahwe Mose: Recke deine Hand gen Himmel empor, so 
soll Finsternis ber gypten kommen, so da man die Finsternis wird 
greifen knnen.
EXO 10:22 Und Mose reckte seine Hand gen Himmel empor, da kam dichte 
Finsternis ber ganz gypten - drei Tage lang.
EXO 10:23 Keiner konnte den anderen sehen, niemand von seinem Platze 
weggehen, drei Tage hindurch; die Israeliten aber hatten alle Licht in 
ihren Wohnungen.
EXO 10:24 Da lie der Pharao Mose rufen und sprach: Geht hin, Jahwe einen 
Gottesdienst zu halten! Euere Schafe und Rinder jedoch mssen 
zurckbleiben; euere kleinen Kinder drfen mitgehen.
EXO 10:25 Mose erwiderte: Du selbst mut uns Schlacht- und Brandopfertiere 
mitgeben, damit wir sie fr Jahwe, unseren Gott, zurichten;
EXO 10:26 aber auch unser Vieh mu mitgehen - keine Klaue darf 
zurckbleiben, weil wir davon welche nehmen mssen, um Jahwe, unserem 
Gott, unsere Verehrung zu bezeigen; wir wissen ja nicht, wie wir Jahwe 
verehren sollen, bis wir dorthin kommen.
EXO 10:27 Aber Jahwe verstockte den Sinn des Pharao, und er weigerte sich, 
sie ziehen zu lassen.
EXO 10:28 Und der Pharao sprach zu ihm: Fort mit dir! Hte dich, mir 
nochmals unter die Augen zu kommen; denn wenn du mir unter die Augen 
kommst, mut du sterben.
EXO 10:29 Mose erwiderte: Also du hast es gesagt; ich werde dir nicht mehr 
unter die Augen kommen!
EXO 11:1 Hierauf sprach Jahwe zu Mose: Noch eine einzige Plage will ich 
ber den Pharao und die gypter ergehen lassen; dann wird er euch von hier 
wegziehen lassen. Wenn er euch gnzlich entlt, wird er euch sogar 
gewaltsam von hier wegtreiben.
EXO 11:2 Schrfe den Leuten ein, ein jeder solle sich von seinem Nachbar 
und eine jede von ihrer Nachbarin silberne und goldene Gegenstnde 
ausbitten.
EXO 11:3 Jahwe aber verschaffte dem Volke bei den gyptern Ansehen; auch 
der Mann Mose galt sehr viel in gypten bei den Hflingen und Unterthanen 
des Pharao.
EXO 11:4 Da sprach Mose: So spricht Jahwe: Um Mitternacht werde ich durch 
ganz gypten wandeln,
EXO 11:5 da soll dann sterben jeder erstgeborene Sohn in gypten, vom 
Erstgeborenen des Pharao an, der auf seinem Throne sitzt, bis zum 
Erstgeborenen der Sklavin, welche an der Handmhle sitzt, sowie aller 
erste Wurf des Viehs.
EXO 11:6 Und es soll ein groes Jammergeschrei entstehen in ganz gypten, 
desgleichen noch nicht dagewesen ist und desgleichen es niemals mehr geben 
wird.
EXO 11:7 Aber gegen keinen Israeliten soll auch nur ein Hund mucksen, 
weder gegen Mensch noch Vieh, damit ihr erkennt, da Jahwe zwischen den 
gyptern und Israeliten einen Unterschied macht.
EXO 11:8 Dann sollen alle diese deine Hflinge zu mir kommen, sich vor mir 
niederwerfen und mich bitten: Zieh doch weg samt allen deinen Leuten, die 
dir anhngen! und hernach werde ich wegziehen. Hierauf verlie er den 
Pharao in groem Zorn.
EXO 11:9 Jahwe aber sprach zu Mose: Der Pharao wird euch nicht willfahren, 
damit meiner Wunderthaten an gypten viele werden.
EXO 11:10 Und Mose und Aaron verrichteten alle diese Wunderthaten vor dem 
Pharao; Jahwe verstockte jedoch den Sinn des Pharao, so da er die 
Israeliten nicht wegziehen lie aus seinem Lande.
EXO 12:1 Da sprach Jahwe zu Mose und Aaron in gypten folgendermaen:
EXO 12:2 Der laufende Monat soll fr euch an der Spitze der Monate stehen; 
als erster unter den Monaten des Jahres soll er euch gelten.
EXO 12:3 Sprecht zu der ganzen Gemeinde Israel folgendermaen: Am zehnten 
dieses Monats soll sich ein jeder ein Lamm verschaffen, je ein Lamm fr 
jede einzelne Familie.
EXO 12:4 Wenn aber die Familie zu klein ist fr ein Lamm, so soll er mit 
seinem Nachbar, der seinem Hause zunchst wohnt, je nach dem Betrage der 
Seelenzahl eines anschaffen; fr so viele, als es aufzuzehren vermgen, 
sollt ihr ein Lamm rechnen.
EXO 12:5 Ein fehlerfreies, mnnliches, einjhriges Lamm mu es sein; aus 
den Schafen oder Ziegen sollt ihr es whlen.
EXO 12:6 Und ihr sollt es aufbewahren bis zum vierzehnten Tage dieses 
Monats, und die gesamte Gemeinde Israel soll es schlachten gegen Abend.
EXO 12:7 Dann sollen sie etwas von dem Blute nehmen und es an die beiden 
Thrpfosten und die Oberschwelle derjenigen Huser streichen, in denen sie 
es verzehren.
EXO 12:8 Das Fleisch aber sollen sie in derselben Nacht essen und zwar 
gebraten; ungesuerte Brote nebst bitteren Krutern sollen sie dazu essen.
EXO 12:9 Ihr sollt es nicht roh oder in Wasser gesotten verzehren, sondern 
am Feuer gebraten, und zwar so, da der Kopf noch mit den Beinen und den 
inneren Teilen zusammenhngt.
EXO 12:10 Auch sollt ihr nichts davon bis zum Morgen brig lassen; was 
davon bis zum Morgen brig bleibt, sollt ihr verbrennen.
EXO 12:11 Und so sollt ihr es verzehren: mit Grteln um den Leib, mit 
eueren Sandalen an den Fen und mit dem Stabe in der Hand, und sollt es 
in eiliger Hast verzehren; ein Passah fr Jahwe ist es.
EXO 12:12 Denn ich will in derselben Nacht gypten durchziehen und jede 
Erstgeburt in gypten, sowohl unter den Menschen als unter dem Vieh, 
tten; auch alle Gtter gyptens werde ich meine Macht fhlen lassen - 
ich, Jahwe!
EXO 12:13 Und das Blut an den Husern, in denen ihr seid, soll als Merkmal 
zu eueren Gunsten dienen; denn wenn ich das Blut erblicke, will ich 
schonend an euch vorbergehen und es soll euch kein Leid und Verderben 
treffen, wenn ich den Schlag gegen gypten fhre.
EXO 12:14 Und dieser Tag soll fr euch ein Gedchtnistag sein, und ihr 
sollt an ihm Jahwe ein Fest feiern von Geschlecht zu Geschlecht; als eine 
Einrichtung auf ewige Zeiten sollt ihr ihn feiern.
EXO 12:15 Sieben Tage hindurch sollt ihr ungesuertes Brot essen; bereits 
am ersten Tage sollt ihr den Sauerteig von eueren Wohnungen fern halten; 
denn wer irgend gesuertes Brot geniet vom ersten Tag an bis zum 
siebenten, der soll weggetilgt werden aus Israel.
EXO 12:16 Am ersten Tag aber sollt ihr eine Festversammlung beim Heiligtum 
und am siebenten Tag eine Festversammlung beim Heiligtum halten. An ihnen 
soll ganz und gar keine Arbeit verrichtet werden; nur was ein jeder zur 
Nahrung braucht, darf von euch zubereitet werden.
EXO 12:17 Und die Anordnung in Bezug auf die ungesuerten Brote sollt ihr 
beobachten; denn an eben diesem Tag habe ich eure Heerscharen aus gypten 
weggefhrt. Daher sollt ihr diesen Tag beobachten von Geschlecht zu 
Geschlecht als eine Einrichtung auf ewige Zeiten.
EXO 12:18 Im ersten Monat, am vierzehnten Tage des Monats, am Abend, sollt 
ihr ungesuertes Brot essen, bis zum Abend des einundzwanzigsten Tages des 
Monats.
EXO 12:19 Sieben Tage hindurch darf kein Sauerteig in eueren Wohnungen zu 
finden sein; denn wer irgend gesuertes Brot it, der soll weggetilgt 
werden aus der Gemeinde Israel, sowohl Fremde als Landeseingeborene.
EXO 12:20 Keinen Bissen gesuertes Brotes sollt ihr essen; berall, wo ihr 
auch wohnt, sollt ihr ungesuertes Brot essen!
EXO 12:21 Da berief Mose alle Vornehmsten der Israeliten und gebot ihnen: 
Auf! verschafft euch ein Schaf fr eure Familien und schlachtet das Passah!
EXO 12:22 Und nehmt ein Bschel Ysop, taucht es in das Blut, das im Becken 
ist, und streicht etwas von dem Blut im Becken an die Oberschwelle und die 
beiden Thrpfosten; aber keiner von euch soll zur Thre seiner Wohnung 
hinausgehen bis morgens frh.
EXO 12:23 Denn Jahwe wird durchziehen, um gegen die gypter einen Schlag 
zu fhren; wenn er dann das Blut an der Oberschwelle und an den beiden 
Thrpfosten erblickt, wird Jahwe schonend an jener Thre vorbergehen und 
dem Verderben nicht gestatten, euere Wohnungen zu betreten, um jemand 
heimzusuchen.
EXO 12:24 Und ihr sollt dies beobachten als eine Satzung fr dich und 
deine Kinder auf ewige Zeiten.
EXO 12:25 Wenn ihr nun in das Land kommt, das euch Jahwe zu eigen geben 
wird, wie er verheien hat, so sollt ihr diesen gottesdienstlichen Brauch 
beobachten.
EXO 12:26 Und wenn euere Kinder euch dann fragen: Was habt ihr da fr 
einen Brauch?
EXO 12:27 so sollt ihr antworten: Es ist ein Passahopfer fr Jahwe, der 
schonend vorberging an den Wohnungen der Israeliten in gypten, als er 
die gypter heimsuchte, unsere Familien aber unangetastet lie. Da neigten 
sich die Leute und warfen sich zu Boden.
EXO 12:28 Und die Israeliten gingen hin und thaten, wie Jahwe Mose und 
Aaron geboten hatte; so thaten sie.
EXO 12:29 Um Mitternacht aber ttete Jahwe alle Erstgeburten in gypten, 
vom Erstgeborenen des Pharao an, der auf seinem Throne sa, bis zum 
Erstgeborenen des Gefangenen, der im Kerker lag, sowie alle Erstgeburten 
des Viehs.
EXO 12:30 Da stand der Pharao samt seinen Hflingen und allen gyptern in 
jener Nacht auf, und es erhob sich ein groes Klagegeschrei in gypten: 
denn es gab kein Haus, in welchem nicht ein Toter war.
EXO 12:31 Da lie er Mose und Aaron zur Nachtzeit rufen und sprach: Auf! 
zieht ab, von meinem Volke weg, sowohl ihr selbst, als die Israeliten; 
geht hin und verehrt Jahwe, wie ihr verlangt habt!
EXO 12:32 Auch euere Schafe und Rinder nehmt mit, wie ihr es verlangt 
habt; zieht ab und bittet auch fr mich um Segen.
EXO 12:33 Die gypter aber drngten das Volk zu schleunigem Abzug aus dem 
Lande; denn sie sagten sich: wir sind sonst alle des Todes!
EXO 12:34 Da nahmen die Leute ihren Brotteig mit, bevor er durchsuert war 
und trugen die Backschsseln eingewickelt in ihre Obergewnder auf den 
Schultern.
EXO 12:35 Die Israeliten aber hatten gethan, wie ihnen Mose geboten hatte, 
und sich von den gyptern silberne und goldene Gerte, sowie Kleider 
erbeten.
EXO 12:36 Und Jahwe hatte den Leuten bei den gyptern Ansehen verschafft, 
so da sie ihnen willfahrten; so plnderten sie die gypter.
EXO 12:37 Da zogen die Israeliten von Ramses nach Suchoth, gegen 
sechshunderttausend Mann zu Fu, die Mnner abgesehen von den Kindern.
EXO 12:38 Aber auch eine groe Rotte zog mit ihnen, sowie Schafe und 
Rinder, ein gewaltiger Haufe Vieh.
EXO 12:39 Da buken sie den Teig, den sie aus gypten mitgenommen hatten, 
zu Fladen ungesuerten Brotes; denn er war nicht gesuert, weil sie mit 
Gewalt aus gypten fortgetrieben worden waren und sich nicht mehr 
aufhalten noch sich Reisezehrung hatten bereiten knnen.
EXO 12:40 Die Zeit aber, welche die Israeliten in gypten zugebracht 
hatten, betrug vierhundertunddreiig Jahre.
EXO 12:41 Und nach Ablauf von vierhundertunddreiig Jahren, an eben diesem 
Tage, zogen alle Heerscharen Jahwes aus gypten weg.
EXO 12:42 Eine Bewahrungsnacht Jahwes ist es, weil er sie wegfhrte aus 
gypten. Das ist diese Nacht Jahwes zur Beobachtung fr alle Israeliten 
von Geschlecht zu Geschlecht.
EXO 12:43 Da sprach Jahwe zu Mose und Aaron: Dies ist die Satzung in Bezug 
auf das Passah: kein Fremder darf es mitessen.
EXO 12:44 Jeder um Geld erkaufte Sklave aber darf dann mitessen, wenn man 
ihn beschnitten hat.
EXO 12:45 Ein Beisa oder Lohnarbeiter darf es nicht mitessen.
EXO 12:46 In einem Hause soll es verzehrt werden; man darf nichts von dem 
Fleisch aus dem Hause hinaustragen. Keinen Knochen sollt ihr an ihm 
brechen.
EXO 12:47 Die ganze Gemeinde Israel soll es halten.
EXO 12:48 Und wenn sich Auslnder bei euch aufhalten und Jahwe Passah 
feiern wollen, so soll alles, was mnnlich unter ihnen ist, beschnitten 
werden; alsdann mgen sie herzutreten, es zu feiern, und sie sollen dann 
wie Landeseingeborene gelten. Ein Unbeschnittener aber darf es unter 
keinen Umstnden mitessen.
EXO 12:49 Ein und dasselbe Gesetz soll gelten fr den Landeseingeborenen, 
wie fr den Fremden, der sich in eurer Mitte aufhlt.
EXO 12:50 Da thaten alle Israeliten, wie Jahwe Mose und Aaron geboten 
hatte; so thaten sie.
EXO 12:51 An eben diesem Tage fhrte Jahwe die Israeliten nach ihren 
Scharen aus gypten hinweg.
EXO 13:1 Da redete Jahwe mit Mose folgendermaen:
EXO 13:2 Sondere mir alles Erstgeborene als heilig aus, alles was bei den 
Israeliten zuerst den Mutterscho durchbricht, es sei Mensch oder Tier; 
mir soll es gehren.
EXO 13:3 Und Mose sprach zum Volke: Gedenkt an diesen Tag, an dem ihr aus 
gypten, aus dem Lande, da ihr Sklaven wart, ausgezogen seid. Denn mit 
gewaltiger Hand hat euch Jahwe von dort weggefhrt; daher darf kein 
gesuertes Brot gegessen werden.
EXO 13:4 Heute zieht ihr aus, im Monat Abib.
EXO 13:5 Wenn dich nun Jahwe in das Land der Kanaaniter, Hethiter, 
Amoriter, Heviter und Jebusiter bringen wird, welches dir zu verleihen er 
deinen Ahnen zugeschworen hat, ein Land, welches von Milch und Honig 
berfliee, so sollst du diesen gottesdienstlichen Brauch in eben diesem 
Monat beobachten.
EXO 13:6 Sieben Tage hindurch sollt ihr ungesuerte Brote essen; am 
siebenten Tag aber soll Jahwe ein Fest gefeiert werden.
EXO 13:7 Ungesuerte Brote sollen die sieben Tage hindurch gegessen 
werden, und es darf sich kein gesuertes Brot und kein Sauerteig bei dir 
vorfinden in deinem ganzen Bereich.
EXO 13:8 Und an jenem Tage sollst du deinem Sohne Folgendes erzhlen: Dies 
hat Jahwe an mir gethan, als ich aus gypten wegzog.
EXO 13:9 Und es soll dir sein, wie ein Wahrzeichen an deiner Hand und wie 
ein Gedenkzeichen an deiner Stirn, damit die Unterweisung Jahwes stets in 
deinem Munde sei; denn mit gewaltiger Hand hat dich Jahwe aus gypten 
weggefhrt.
EXO 13:10 Daher sollst du diese Satzung beobachten Jahr fr Jahr zur 
festgesetzten Zeit.
EXO 13:11 Wenn dich aber Jahwe, wie er es dir und deinen Ahnen 
zugeschworen hat, in das Land der Kanaaniter bringen und dir dasselbe 
verleihen wird,
EXO 13:12 so sollst du alles, was zuerst den Mutterscho durchbricht, 
Jahwe weihen; jeder erste Wurf des Viehs, der dir zu teil wird: soweit es 
Mnnchen sind, sollen sie Jahwe gehren.
EXO 13:13 Jeden ersten Wurf eines Esels aber sollst du mit einem Lamm 
auslsen; willst du ihn aber nicht auslsen, so sollst du ihm das Genick 
brechen. Aber jede erste Menschengeburt unter deinen Shnen sollst du 
auslsen.
EXO 13:14 Und wenn dich dein Sohn einst fragen wird: Was bedeutet dies? so 
sollst du ihm antworten: Mit gewaltiger Hand hat uns Jahwe aus gypten, 
dem Lande, wo wir Sklaven waren, hinweggefhrt.
EXO 13:15 Denn als der Pharao verstockt war und uns nicht wollte ziehen 
lassen, hat Jahwe alle Erstgeburt in gypten gettet, sowohl die 
Erstgeborenen unter den Menschen, als den ersten Wurf des Viehs; deswegen 
bringe ich Jahwe jeden ersten mnnlichen Wurf als Opfer, und jeden 
Erstgeborenen unter meinen Shnen lse ich aus.
EXO 13:16 Und es soll dir wie ein Wahrzeichen an deiner Hand und wie ein 
Gedenkzeichen an deiner Stirn sein, da uns Jahwe mit gewaltiger Hand aus 
gypten weggefhrt hat.
EXO 13:17 Als aber der Pharao das Volk hatte ziehen lassen, fhrte sie 
Gott nicht auf dem Wege nach dem Lande der Philister, obwohl dies der 
nchste gewesen wre; denn Gott dachte: es knnte das Volk reuen, wenn es 
Kmpfe zu bestehen htte, und sie knnten nach gypten zurckkehren wollen;
EXO 13:18 sondern Gott lie das Volk auf dem Wege nach der Wste hin gegen 
das Schilfmeer umbiegen, und kampfgerstet zogen die Israeliten aus 
gypten fort.
EXO 13:19 Mose aber nahm die Gebeine Josephs mit; denn dieser hatte die 
Shne Israels mit schwerem Eide verpflichtet: Wenn Gott sich dereinst 
eurer annehmen wird, mt ihr meine Gebeine von hier mit euch nehmen.
EXO 13:20 Da brachen sie von Suchoth auf und lagerten sich in Etham, am 
Rande der Wste.
EXO 13:21 Jahwe aber zog vor ihnen her, Tags ber in einer Wolkensule, um 
ihnen den Weg zu zeigen, und des Nachts in einer Feuersule, um ihnen 
Licht zu spenden, so da sie bei Tag und bei Nacht weiter ziehen konnten.
EXO 13:22 Tags ber wich die Wolkensule nicht und des Nachts stand die 
Feuersule vor dem Volke.
EXO 14:1 Da sprach Jahwe zu Mose folgendermaen:
EXO 14:2 Befiehl den Israeliten, abzuschwenken und sich bei Pihachiroth 
zwischen Migdol und dem Meere zu lagern bei Baal Zephon; in dessen Nhe 
sollt ihr euch lagern am Meere.
EXO 14:3 Der Pharao aber wird von den Israeliten denken: Sie sind verirrt 
im Lande; sie sind eingeschlossen in der Wste.
EXO 14:4 Dann werde ich den Sinn des Pharao verstocken, und er wird sie 
verfolgen; ich aber werde am Pharao und seinem ganzen Heere meine Macht 
erweisen, und die gypter sollen erkennen, da ich Jahwe bin. Da thaten 
sie so.
EXO 14:5 Hierauf wurde dem Knige von gypten berichtet, da das Volk 
entwichen sei. Da wurden der Pharao und seine Hflinge gegen das Volk 
umgestimmt; denn sie sagten sich: Was haben wir gethan, da wir die 
Israeliten ziehen lieen, so da sie uns keine Dienste mehr thun!
EXO 14:6 Da lie er seine Wagen anspannen und nahm sein Kriegsvolk mit 
sich.
EXO 14:7 Und er nahm sechshundert Streitwagen mit auserlesener Mannschaft 
mit und alle Streitwagen der gypter und Wagenkmpfer auf jedem derselben.
EXO 14:8 Jahwe aber verstockte den Sinn des Pharao, des Knigs von 
gypten; da setzte er den Israeliten nach, whrend die Israeliten 
schlagbereit ihres Weges zogen.
EXO 14:9 Da setzten die gypter ihnen nach und erreichten sie, wie sie am 
Meere lagerten, alle Pferde, Kriegswagen, Reiter und Truppen des Pharao, 
bei Pihachiroth in der Nhe von Baal Zephon.
EXO 14:10 Als nun der Pharao nahe herangekommen war, schauten die 
Israeliten auf und wurden gewahr, da die gypter hinter ihnen dreinzogen. 
Da frchteten sie sich sehr. Und die Israeliten riefen Jahwe um Hilfe an.
EXO 14:11 Zu Mose aber sprachen sie: Gab es etwa keine Friedhfe in 
gypten, da du uns herausgelockt hast, damit wir in der Wste sterben? 
Was hast du uns angethan, da du uns aus gypten wegfhrtest!
EXO 14:12 Haben wir dir nicht gerade dies schon in gypten vorgehalten: 
La uns in Ruhe, wir wollen den gyptern Sklavendienste verrichten. Denn 
es wre besser fr uns, den gyptern Sklavendienste zu verrichten, als in 
der Wste umzukommen!
EXO 14:13 Mose jedoch sprach zu dem Volke: Habt keine Angst! Haltet Stand, 
so werdet ihr sehen, welche Hilfe euch Jahwe heute wird zu teil werden 
lassen; denn was ihr heute mit den gyptern werdet geschehen sehen, werdet 
ihr nie und nimmermehr an ihnen sehen.
EXO 14:14 Jahwe wird fr euch streiten; ihr aber sollt euch still 
verhalten!
EXO 14:15 Da sprach Jahwe zu Mose: Warum rufst du mich zu Hilfe? Befiehl 
den Israeliten, weiter zu ziehen.
EXO 14:16 Du aber hebe deinen Stab empor und recke deine Hand aus ber das 
Meer; so soll es sich zerteilen, und die Israeliten sollen mitten durch 
das Meer ziehen, als ob sie auf trockenem Lande wren.
EXO 14:17 Dann will ich die gypter verblenden, so da sie ihnen folgen, 
und will meine Macht erweisen am Pharao und an seinem ganzen Heer, an 
seinen Streitwagen und an seinen Reitern,
EXO 14:18 damit die gypter erkennen, da ich Jahwe bin, wenn ich meine 
Macht erweise am Pharao und an seinem ganzen Heer, an seinen Streitwagen 
und Reitern.
EXO 14:19 Da nderte der Engel Gottes, der dem Lager der Israeliten 
vorauszog, seine Stellung und trat hinter sie. Und die Wolkensule nderte 
ihre Stellung vorn und trat hinter sie.
EXO 14:20 Und er kam zwischen das Lager der gypter und das der 
Israeliten, und die Wolke erhellte die Nacht. Da konnten sie sich die 
ganze Nacht hindurch nicht zu nahe kommen.
EXO 14:21 Da reckte Mose seine Hand aus ber das Meer. Da versetzte Jahwe 
das Meer die ganze Nacht hindurch durch einen heftigen Ostwind in Bewegung 
und legte das Meer trocken; die Gewsser traten auseinander.
EXO 14:22 Die Israeliten aber zogen mitten durch das Meer hindurch, wie 
auf trockenem Lande, whrend das Gewsser zu ihrer Rechten und Linken 
einen Damm bildete.
EXO 14:23 Die gypter aber verfolgten sie und kamen hinter ihnen drein, 
alle Rosse, Streitwagen und Reiter des Pharao, zwischen die Wassermassen.
EXO 14:24 In der letzten Nachtwache aber beugte sich Jahwe in der Feuer- 
und Wolkensule gegen den Heereszug der gypter hinab und brachte 
Verwirrung im Heereszuge der gypter hervor.
EXO 14:25 Und er machte, da die Rder ihrer Wagen absprangen, und da sie 
nur mhsam vorwrts kamen. Da sagten die gypter: Lat uns vor den 
Israeliten fliehen! Denn Jahwe kmpfte fr sie gegen die gypter.
EXO 14:26 Da sprach Jahwe zu Mose: Recke deine Hand gegen das Meer aus; so 
sollen die Gewsser auf die gypter, ihre Streitwagen und ihre Reiter 
zurckfluten.
EXO 14:27 Und Mose reckte seine Hand gegen das Meer aus; da flutete gegen 
Morgen das Meer wieder in sein Bette zurck, whrend die gypter ihm 
gerade entgegen flohen, und Jahwe trieb die gypter mitten ins Meer hinein.
EXO 14:28 Und die Gewsser flossen wieder zusammen und berfluteten die 
Streitwagen und die Reiter - das ganze Heer des Pharao -, die ihnen ins 
Meer gefolgt waren; kein einziger von ihnen blieb am Leben.
EXO 14:29 Die Israeliten aber zogen durch das Meer hindurch wie auf 
trockenem Lande, whrend die Gewsser zu ihrer Rechten und Linken einen 
Damm bildeten.
EXO 14:30 So errettete Jahwe an jenem Tage Israel vor den gyptern, und 
die Israeliten sahen die gypter tot am Meeresufer liegen.
EXO 14:31 Da erkannte Israel die groe Wunderthat, die Jahwe an den 
gyptern verrichtet hatte. Da frchtete das Volk Jahwe und glaubte an 
Jahwe und seinen Diener Mose.
EXO 15:1 Damals sang Mose mit den Israeliten Jahwe das nachfolgende Lied, 
und sie sangen also: Ich will Jahwe ein Lied singen, denn hoch erhaben ist 
er; Rosse und Reiter hat er ins Meer gestrzt.
EXO 15:2 Meine Strke und mein Lobgesang ist Jahwe, und von ihm kam mein 
Heil. Er ist mein Gott; darum will ich ihn preisen - der Gott meines 
Vaters, darum will ich ihn hoch rhmen.
EXO 15:3 Jahwe ist ein Kriegsheld; Jahwe ist sein Name.
EXO 15:4 Die Streitwagen und die Heeresmacht des Pharao hat er ins Meer 
gestrzt, und die auserlesensten seiner Wagenkmpfer wurden ins Schilfmeer 
versenkt;
EXO 15:5 Meeresfluten bedeckten sie; in die Strudel strzten sie, wie ein 
Stein.
EXO 15:6 Deine rechte Hand, o Jahwe! ist herrlich ob ihrer Kraft, Deine 
recht Hand, o Jahwe! zerschmettert die Feinde,
EXO 15:7 und mit deiner gewaltigen Majestt schlgst du deine Gegner zu 
Boden. Wenn du deinen Grimm loslssest, verzehrt er sie wie Strohhalme.
EXO 15:8 Durch dein zorniges Schnauben standen die Gewsser, wie ein Damm. 
Es stand aufrecht wie ein Wall, was strmte, wie geronnen war der 
Wasserschwall im Meere.
EXO 15:9 Der Feind dachte: Ich will ihnen nachjagen, sie einholen, will 
Beute verteilen, mich an ihnen letzen. Das Schwert will ich ziehn; 
ausrotten soll sie meine Hand!
EXO 15:10 Du bliesest drein mit deinem Odem, da bedeckte sie das Meer. Sie 
sanken unter, wie Blei, in gewaltigen Wassermassen.
EXO 15:11 Wer gleicht dir unter den Gttern, o Jahwe! Wer gleicht dir, du 
herrlich erhabener, du furchtbarer in Ruhmesthaten, der du Wunder 
verrichtest!
EXO 15:12 Da du deine Hand ausrecktest, verschlang sie die Erde.
EXO 15:13 Du geleitetest mit deiner Huld das Volk, das du befreit hattest; 
du fhrtest es mit deiner Macht zu deiner heiligen Wohnsttte.
EXO 15:14 Als die Nationen davon hrten, erzitterten sie, Angst ergriff 
die Bewohner Philistas.
EXO 15:15 Damals erschraken die Stammesfrsten Edoms, die Anfhrer Moabs 
ergriff Beben; es verzagten alle Bewohner Kanaans.
EXO 15:16 Es befiel sie Schrecken und Angst; ber die Grothat deines Arms 
wurden sie starr wie Stein. So zog nun ein dein Volk, o Jahwe! So zog nun 
ein das Volk, das du dir zum Eigentum erwhlt hast.
EXO 15:17 Du brachtest sie hin und pflanztest sie an auf dem Berge, deinem 
Besitztum, der Sttte, die du dir bereitet hast, Jahwe! um daselbst zu 
wohnen, dem Heiligtum, o Herr, das deine Hnde bereitet haben.
EXO 15:18 Jahwe ist Knig auf immer und ewig!
EXO 15:19 Denn als die Rosse des Pharao samt seinen Wagen und Reitern in 
das Meer gerieten, da lie Jahwe die Wogen des Meeres ber sie 
zusammenschlagen, whrend die Israeliten im Trockenen durch das Meer 
hindurch gezogen waren.
EXO 15:20 Da nahm die Prophetin Mirjam, Aarons Schwester, die Pauke zur 
Hand, und alle Weiber zogen hinter ihr drein mit Pauken und im Reigen.
EXO 15:21 Mirjam aber sang ihnen vor: Singt Jahwe ein Lied, denn hoch 
erhaben ist er; Rosse und Reiter hat er ins Meer gestrzt!
EXO 15:22 Hierauf lie Mose die Israeliten vom Schilfmeer aufbrechen; da 
zogen sie weiter nach der Wste Sur und wanderten drei Tage in der Wste, 
ohne Wasser zu finden.
EXO 15:23 So gelangten sie nach Mara; aber sie konnten das Wasser wegen 
seiner Bitterkeit nicht trinken. Denn es war bitter; daher hie der Platz 
Mara.
EXO 15:24 Da murrten die Leute gegen Mose und fragten: Was sollen wir 
trinken?
EXO 15:25 Er aber rief Jahwe um Hilfe an. Da wies ihm Jahwe eine gewisse 
Art Holz; das warf er ins Wasser, da wurde es trinkbar. Dort gab er ihm 
Gesetz und Recht und dort lie er ihm die Wahl,
EXO 15:26 indem er sprach: Wenn du den Worten Jahwes, deines Gottes, 
treulich gehorchst und thust, was vor seinen Augen recht ist, und seinen 
Befehlen Folge leistest und alle seine Satzungen beobachtest, so werde ich 
keines der Leiden, von denen ich die gypter befallen lie, dich befallen 
lassen, sondern ich, Jahwe, werde dein Arzt sein.
EXO 15:27 Hierauf gelangten sie nach Elim; dort fanden sich zwlf Quellen 
mit Wasser nebst siebzig Palmbumen, und sie lagerten sich daselbst am 
Wasser.
EXO 16:1 Sodann brachen sie von Elim auf, und es gelangte die ganze 
Gemeinde der Israeliten in die Wste Sin, die zwischen Elim und dem Sinai 
liegt, am fnfzehnten Tage des zweiten Monats nach ihrem Auszug aus 
gypten.
EXO 16:2 Da murrte die ganze Gemeinde der Israeliten gegen Mose und Aaron 
in der Wste.
EXO 16:3 Und die Israeliten sprachen zu ihnen: O wren wir doch lieber 
durch die Hand Jahwes in gypten gestorben, wo wir bei unseren 
Fleischtpfen saen und uns am Brot satt essen konnten; statt dessen habt 
ihr uns in diese Wste gefhrt, um diese ganze Gemeinde dem Hungertode 
preiszugeben.
EXO 16:4 Da sprach Jahwe zu Mose: Wohlan! ich will euch Brot vom Himmel 
fallen lassen wie Regen; so sollen dann die Leute hingehen und jeden Tag 
ihren tglichen Bedarf einsammeln. Damit will ich sie prfen, ob sie nach 
meinen Lehren wandeln wollen oder nicht.
EXO 16:5 Wenn sie dann aber am sechsten Tage zubereiten, was sie 
heimbringen, so wird es doppelt so viel sein, als was sie sonst alltglich 
einsammeln.
EXO 16:6 Da sprachen Mose und Aaron zu allen Israeliten: Am Abend werdet 
ihr einsehen, da Jahwe euch aus gypten weggefhrt hat.
EXO 16:7 Morgen frh aber werdet ihr Jahwes Majestt zu sehen bekommen; 
denn er hat euer Murren wider Jahwe gehrt. Was sind aber wir, da ihr 
wider uns murrt?
EXO 16:8 Da sprach Mose: Dadurch, da euch Jahwe abends Fleisch zu essen 
geben wird und reichliches Brot am Morgen; dadurch, da Jahwe euer Murren 
erhrt, das ihr gegen ihn richtet - denn was sind wir? Euer Murren richtet 
sich nicht gegen uns, sondern gegen Jahwe!
EXO 16:9 Hierauf sprach Mose zu Aaron: Befiehl der ganzen Gemeinde der 
Israeliten: Tretet heran vor Jahwe; denn er hat euer Murren vernommen.
EXO 16:10 Als nun Aaron der ganzen Gemeinde der Israeliten dies befohlen 
hatte, schauten sie gegen die Wste hin; da erschien pltzlich Jahwes 
Herrlichkeit in der Wolke.
EXO 16:11 Und Jahwe sprach folgendermaen zu Mose:
EXO 16:12 Ich habe das Murren der Israeliten vernommen; sprich zu ihnen 
also: Heute abend werdet ihr Fleisch zu essen bekommen und morgen frh 
sollt ihr euch an Brot satt essen, und ihr sollt erkennen, da ich Jahwe, 
euer Gott, bin!
EXO 16:13 Als es nun Abend wurde, zog ein Wachtelschwarm heran und fiel 
berall im Lager nieder. Am folgenden Morgen aber legte sich ein starker 
Tau rings um das Lager.
EXO 16:14 Und als der Tauniederschlag verschwand, da lag auf dem Boden der 
Wste etwas Feines, Krniges, so fein, wie kleine Reiskrner, auf dem 
Boden.
EXO 16:15 Als dies die Israeliten sahen, fragten sie einander: Was ist 
das? denn sie wuten nicht, was es war. Und Mose sprach zu ihnen: Das ist 
das Brot, das euch Jahwe als Nahrungsmittel schenkt.
EXO 16:16 Folgendes hat Jahwe geboten: Sammelt davon ein, jeder nach 
seinem Bedrfnis und zwar einen Gomer auf den Kopf; je nach der Seelenzahl 
in eines jeglichen Zelt sollt ihr euch nehmen.
EXO 16:17 Da thaten die Israeliten so und sammelten ein, der eine viel, 
der andere weniger.
EXO 16:18 Als sie es aber mit dem Gomer maen, hatte der, der viel 
genommen, nicht zu viel, und der, der weniger genommen, nicht zu wenig 
gesammelt, sondern jeder hatte nach seinem Bedrfnis gesammelt.
EXO 16:19 Hierauf befahl ihnen Mose: Niemand soll etwas davon fr den 
folgenden Tag aufheben.
EXO 16:20 Aber sie gehorchten Mose nicht, und einige hoben etwas davon fr 
den folgenden Tag auf. Da wurde es voll Wrmer und verdarb; Mose aber 
wurde zornig auf sie.
EXO 16:21 Und sie sammelten es jeden Morgen frh ein, jeder nach seinem 
Bedrfnis. Wenn aber die Sonne hei schien, zerschmolz es.
EXO 16:22 Am sechsten Tag aber hatten sie doppelt so viel Speise 
gesammelt, je zwei Gomer auf die Person. Da gingen alle Vorstnde der 
Gemeinde hin, um es Mose zu berichten.
EXO 16:23 Er jedoch sprach zu ihnen: Das geschieht, weil Jahwe gebietet: 
Morgen soll Ruhetag, ein Jahwe geweihter Sabbat sein. Was ihr backen 
wollt, das backt, und was ihr kochen wollt, das kocht; alles aber, was 
brig bleibt, thut auf die Seite, um es fr morgen aufzubewahren.
EXO 16:24 Da hoben sie es nach Moses Gebot bis zum folgenden Tag auf; und 
es verdarb nicht und bekam auch keine Wrmer.
EXO 16:25 Hierauf befahl Mose: Nhrt euch heute davon! denn heute ist 
Sabbat Jahwes; heute werde ihr drauen nichts finden.
EXO 16:26 Sechs Tage hindurch sollt ihr davon einsammeln; aber am 
siebenten Tag, am Sabbat, wird es keines geben.
EXO 16:27 Am siebenten Tage jedoch gingen etliche Leute hinaus, um 
einzusammeln; aber sie fanden nichts.
EXO 16:28 Da sprach Jahwe zu Mose: Wie lange wollt ihr euch weigern, meine 
Befehle und Lehren zu beobachten?
EXO 16:29 Seht doch! Jahwe giebt euch den Sabbat, daher spendet er euch am 
sechsten Tage Nahrung auf zwei Tage, bleibt ruhig zu Hause; niemand soll 
am siebenten Tage seine Behausung verlassen.
EXO 16:30 So feierte das Volk am siebenten Tage.
EXO 16:31 Die Israeliten aber nannten es Man. Es war wei wie 
Korianderkrner und hatte einen Geschmack wie Kuchen mit Honig.
EXO 16:32 Hierauf sprach Mose: Folgendes befiehlt Jahwe: Ein ganzer Gomer 
davon soll aufbewahrt werden von Geschlecht zu Geschlecht, damit sie die 
Speise sehen, womit ich euch in der Wste genhrt habe, als ich euch aus 
gypten wegfhrte.
EXO 16:33 Da sprach Mose zu Aaron: Nimm einen Krug, thue einen ganzen 
Gomer voll Manna hinein und stelle ihn hin vor Jahwe, da er aufbewahrt 
werde von Geschlecht zu Geschlecht,
EXO 16:34 wie Jahwe Mose geboten hatte. Und Aaron stellte es nieder vor 
der Lade mit dem Gesetz zur Aufbewahrung.
EXO 16:35 Die Israeliten aber aen Manna vierzig Jahre hindurch, bis sie 
in bewohntes Land gelangten; Manna aen sie, bis sie an die Grenze des 
Landes Kanaan gelangten.
EXO 16:36 Ein Gomer aber ist der zehnte Teil eines Epha.
EXO 17:1 Hierauf zog die ganze Gemeinde der Israeliten aus der Wste Sin 
stationenweise weiter gem dem Befehle Jahwes; dann lagerten sie sich in 
Raphidim. Es gab aber kein Wasser fr das Volk zum Trinken.
EXO 17:2 Da haderte das Volk mit Mose und verlangte: Schaffe uns Wasser 
zum Trinken! Mose aber erwiderte ihnen: Warum hadert ihr mit mir? Was 
versucht ihr Jahwe?
EXO 17:3 Und das Volk litt daselbst Durst, daher murrte das Volk wider 
Mose, indem sie sprachen: Wozu hast du uns denn aus gypten fortgefhrt? 
Etwa um uns, unsere Kinder und unser Vieh vor Durst umkommen zu lassen?
EXO 17:4 Da rief Mose Jahwe um Hilfe an, indem er sprach: Was soll ich mit 
diesen Leuten anfangen? Nur wenig fehlt, so werden sie mich steinigen!
EXO 17:5 Jahwe aber erwiderte Mose: Gehe vor dem Volke voraus und nimm 
einige von den Vornehmen der Israeliten mit; auch deinen Stab, womit du in 
den Nil geschlagen hast, nimm zur Hand und geh!
EXO 17:6 Dann will ich dort vor deinen Augen auf den Felsen am Horeb 
treten. Schlage dann auf den Felsen, so soll Wasser aus ihm 
hervorsprudeln, so da die Leute zu trinken haben. Da that Mose so im 
Beisein der Vornehmen der Israeliten.
EXO 17:7 Und er benannte die Sttte Massa und Meriba, weil die Israeliten 
gehadert und Jahwe versucht hatten, indem sie fragten: Ist Jahwe unter uns 
oder nicht?
EXO 17:8 Hierauf rckten die Amalekiter heran, um die Israeliten in 
Raphidim zu bekmpfen.
EXO 17:9 Da befahl Mose Josua: Whle uns Mnner aus und zieh morgen aus, 
um den Amalekitern eine Schlacht zu liefern; ich aber werde auf dem Gipfel 
des Hgels stehen mit dem Stabe Gottes in der Hand.
EXO 17:10 Und Josua that, wie Mose ihm geboten hatte, und zog aus, den 
Amalekitern eine Schlacht zu liefern; Mose, Aaron und Hur aber stiegen auf 
den Gipfel des Hgels.
EXO 17:11 Wenn nun Mose seine Arme erhob, so hatten die Israeliten die 
Oberhand; wenn er jedoch seine Arme sinken lie, so hatten die Amalekiter 
die Oberhand.
EXO 17:12 Als jedoch die Arme Moses ermdeten, nahmen sie einen Stein und 
legten ihm den unter; da setzte er sich darauf. Aaron aber und Hur 
sttzten seine Arme, der eine auf dieser, der andere auf jener Seite; da 
blieben seine Arme bestndig ausgereckt bis zum Sonnenuntergang.
EXO 17:13 Also brachte Josua den Amalekitern und ihrem Kriegsvolk eine 
blutige Niederlage bei.
EXO 17:14 Hierauf befahl Jahwe Mose: Schreibe dies zum Andenken in ein 
Buch und schrfe es Josua ein: ich will die Amalekiter bis auf den Namen 
gnzlich von der Erde verschwinden lassen!
EXO 17:15 Da errichtete Mose einen Altar und benannte ihn: Jahwe ist mein 
Banner!
EXO 17:16 Denn er sprach: Hand an das Banner Jah's!
EXO 18:1 Als aber Jethro, der Priester der Midianiter, der Schwiegervater 
Moses, die Kunde von alledem vernahm, was Gott an Mose und an seinem Volke 
Israel gethan hatte, da Jahwe Israel aus gypten weggefhrt hatte,
EXO 18:2 nahm Jethro, der Schwiegervater Moses, Zipora, das Weib Moses, - 
er hatte sie zurckgesandt -EXO 18:3 und ihre beiden Shne - der eine hie 
Gersom, weil er gesagt hatte: ein Fremdling bin ich geworden in einem 
fremden Lande;
EXO 18:4 der andere hie Elieser, denn: der Gott meines Vaters half mir 
und errettete mich vor dem Schwerte des Pharao. -EXO 18:5 Da kam Jethro, 
der Schwiegervater Moses, mit seinen Shnen und seinem Weibe zu Mose in 
die Wste, woselbst er lagerte am Berge Gottes.
EXO 18:6 Und er lie Mose sagen: Ich, dein Schwiegervater Jethro, komme zu 
dir, nebst deinem Weib und ihren beiden Shnen, die sie bei sich hat.
EXO 18:7 Da machte sich Mose auf den Weg, seinem Schwiegervater 
entgegenzugehen, verneigte sich und kte ihn; dann fragten sie einander 
nach ihrem Wohlbefinden und begaben sich zum Zelte.
EXO 18:8 Mose aber erzhlte seinem Schwiegervater alles, was Jahwe dem 
Pharao und den gyptern zu Gunsten der Israeliten angethan hatte, von 
allen Mhsalen, die ihnen unterwegs zugestoen waren, und wie Jahwe sie 
errettet hatte.
EXO 18:9 Und Jethro freute sich ber alle die Wohlthaten, die Jahwe den 
Israeliten erwiesen hatte, da er sie aus der Gewalt der gypter befreit 
hatte.
EXO 18:10 Und Jethro sprach: Gepriesen sei Jahwe, da er euch aus der 
Gewalt des Pharao und der gypter befreit hat, da er das Volk aus der 
Gewalt der gypter befreit hat.
EXO 18:11 Nun erkenne ich, da Jahwe mchtiger ist als alle Gtter!
EXO 18:12 Hierauf lie Jethro, der Schwiegervater Moses, Schlachtvieh zu 
einem Brandopfer und zu einer Opfermahlzeit zu Ehren Gottes 
herbeischaffen, und es kamen Aaron und alle Vornehmen der Israeliten 
herbei, um mit dem Schwiegervater Moses ein Mahl vor Gott zu halten.
EXO 18:13 Des anderen Tages aber setzte sich Mose hin, um dem Volke Recht 
zu sprechen; da traten Leute vor Mose hin vom Morgen bis zum Abend.
EXO 18:14 Als nun der Schwiegervater Moses sah, wie er fr die Leute zu 
thun hatte, sagte er: Was machst du dir mit den Leuten zu thun? Warum 
sitzest du allein zu Gericht, whrend alle Leute dich berlaufen vom 
Morgen bis zum Abend?
EXO 18:15 Mose erwiderte seinem Schwiegervater: Ja, die Leute kommen zu 
mir, um Gott zu befragen!
EXO 18:16 Wenn sie eine Rechtssache haben, kommen sie zu mir, damit ich 
entscheide, wer von beiden Recht hat, und verkndige die Rechtssprche und 
Entscheide Gottes.
EXO 18:17 Da sprach der Schwiegervater Moses zu ihm: Daran thust du nicht 
gut.
EXO 18:18 Du wirst dich, sowie die Leute, die bei dir sind, aufreiben; 
denn dieses Geschft ist zu schwer fr dich, du kannst es nicht allein 
besorgen.
EXO 18:19 Ich will dir jetzt einen guten Rat geben; folge mir, so wird 
Gott dir beistehen: bleibe du selbst fr das Volk Sachwalter bei Gott und 
bringe du selbst die Rechtssachen vor Gott.
EXO 18:20 Und belehre sie ber die Rechtssatzungen und Entscheide und 
weise ihnen den Weg, den sie wandeln sollen, und was sie thun sollen.
EXO 18:21 Whle dir aber aus dem ganzen Volke tchtige, gottesfrchtige, 
vertrauenswrdige und uneigenntzige Mnner und bestelle sie zu 
Vorgesetzten ber je tausend, je hundert, je fnfzig und je zehn,
EXO 18:22 damit sie den Leuten jederzeit Recht sprechen. Dann soll jede 
wichtige Sache vor dich gebracht werden, jede minder wichtige aber sollen 
sie selbst entscheiden; so wirst du dich entlasten und sie werden dich 
untersttzen.
EXO 18:23 Wenn du dies so anordnest, und Gott es dir befiehlt, so wirst du 
es aushalten knnen, und alle diese Leute werden befriedigt zu ihrer 
Behausung zurckkehren.
EXO 18:24 Da folgte Mose den Worten seines Schwiegervaters und fhrte 
alles aus, was er geraten hatte.
EXO 18:25 Und Mose whlte aus der Gesamtheit der Israeliten tchtige 
Mnner aus und bestellte sie zu Huptern ber das Volk, zu Vorgesetzten 
ber je tausend, je hundert, je fnfzig und je zehn.
EXO 18:26 Und sie sprachen den Leuten jederzeit Recht; wichtige Sachen 
brachte man vor Mose, alle minder wichtigen Sachen aber entschieden sie 
selbst.
EXO 18:27 Hierauf gab Mose seinem Schwiegervater das Geleite; der aber zog 
in seine Heimat.
EXO 19:1 Im dritten Monat nach dem Auszug der Israeliten aus gypten, an 
eben dem Tage kamen sie in die Wste Sinai.
EXO 19:2 Und sie brachen auf von Raphidim und gelangten in die Wste 
Sinai; da lagerten sie sich in der Wste. Und die Israeliten lagerten sich 
daselbst dem Berge gegenber.
EXO 19:3 Als nun Mose zu Gott hinaufgestiegen war, rief ihm Jahwe vom 
Berge herab zu und sprach: So sollst du sprechen zum Hause Jakobs und 
ankndigen den Shnen Israels:
EXO 19:4 Ihr habt gesehen, was ich an den gyptern verrichtet, wie ich 
euch auf Adlersflgeln getragen und euch hierher zu mir gebracht habe.
EXO 19:5 Wenn ihr nun auf mich hren und die von mir festgesetzten 
Ordnungen beobachten wollt, so sollt ihr unter allen Vlkern mein 
besonderes Eigentum sein; denn mir gehrt die ganze Erde.
EXO 19:6 Und ihr sollt mir werden ein Knigreich von Priestern und ein 
heiliges Volk! - das sind die Worte, die du den Israeliten ausrichten 
sollst.
EXO 19:7 Da ging Mose hin, die Vornehmsten des Volkes zusammen zu rufen, 
und richtete ihnen alle jene Worte aus, die ihm Jahwe aufgetragen hatte.
EXO 19:8 Das ganze Volk aber sprach einstimmig: Alles, was Jahwe befiehlt, 
wollen wir thun! Da berbrachte Mose die Rede des Volks an Jahwe.
EXO 19:9 Hierauf sprach Jahwe zu Mose: Ich werde alsbald zu dir kommen in 
dichtem Gewlk, damit das Volk es hre, wenn ich mit dir rede, sowie auf 
ewige Zeiten an dich glaube. Mose aber berichtete Jahwe die Rede des Volks.
EXO 19:10 Da sprach Jahwe zu Mose: Geh zu dem Volk und befiehl, da sie 
heute und morgen sich rein halten und ihre Kleider waschen.
EXO 19:11 Und bermorgen sollen sie bereit sein; denn bermorgen wird 
Jahwe vor den Augen des ganzen Volks auf den Berg Sinai hinabfahren.
EXO 19:12 Dem Volk aber sollst du ringsum eine Grenze ziehen, indem du 
gebietest: Htet euch davor, den Berg hinanzusteigen oder seinem Fue zu 
nahe zu kommen; wer irgend dem Berge zu nahe kommt, der soll gettet 
werden!
EXO 19:13 Keines Hand darf ihn berhren; denn ein solcher soll gesteinigt 
oder erschossen werden, sowohl Mensch als Vieh, und das Leben lassen 
mssen. Wenn das Widderhorn geblasen wird, sollen sie den Berg 
hinansteigen.
EXO 19:14 Da stieg Mose vom Berge zum Volke hinab und befahl dem Volke, 
sich rein zu halten und die Kleider zu waschen.
EXO 19:15 Und er sprach zu dem Volke: Seid bermorgen bereit; keiner darf 
sich einem Weibe nahen!
EXO 19:16 Am dritten Tag aber, als es Morgen wurde, brachen Donner und 
Blitze los, indem eine schwere Wolke ber dem Berge gelagert war, und es 
erscholl starkes Geschmetter von Trompeten: Da kam ein Schrecken ber 
alles Volk, das im Lager war.
EXO 19:17 Mose aber fhrte das Volk aus dem Lager heraus, Gott entgegen, 
und sie stellten sich am Fue des Berges auf.
EXO 19:18 Der Berg Sinai jedoch war ganz in Rauch eingehllt, weil Jahwe 
im Feuer auf ihn herabgefahren war, und Rauch stieg von ihm auf wie von 
einem Schmelzofen, und alles Volk erbebte heftig.
EXO 19:19 Und das Schmettern der Trompeten wurde immer strker: Mose 
redete und Gott antwortete ihm laut.
EXO 19:20 Da fuhr Jahwe auf den Berg Sinai, auf den Gipfel des Berges, 
hinab. Und Jahwe berief Mose auf den Gipfel des Berges; da stieg Mose 
hinauf.
EXO 19:21 Da sprach Jahwe zu Mose: Steige hinab und schrfe dem Volke ein, 
da sie sich ja nicht unterfangen sollen, zu Jahwe vorzudringen, um ihn zu 
sehen; sonst wrde eine groe Zahl von ihnen umkommen.
EXO 19:22 Auch die Priester, die Jahwe nahe treten, sollen sich der 
Reinigung unterziehen, da nicht etwa Jahwe gegen sie losbreche.
EXO 19:23 Mose aber entgegnete Jahwe: Das Volk kann unmglich auf den Berg 
Sinai hinaufsteigen; denn du selbst hast uns ja eingeschrft: Grenze den 
Berg ein und erklre ihn fr unnahbar!
EXO 19:24 Da sprach Jahwe zu ihm: Steige nur hinab und komme dann in 
Begleitung Aarons wieder herauf; die Priester aber und das Volk sollen 
sich nicht vorwagen, um zu Jahwe emporzusteigen, da er nicht gegen sie 
losbreche.
EXO 19:25 Da stieg Mose zum Volke hinab und sagte es ihnen.
EXO 20:1 Nun redete Gott alle diese Worte und sprach:
EXO 20:2 Ich bin Jahwe, dein Gott, der dich aus gypten, aus dem Lande, wo 
ihr Sklaven wart, weggefhrt hat.
EXO 20:3 Du sollst keinen anderen Gott haben neben mir.
EXO 20:4 Du sollst dir keinen Gtzen verfertigen, noch irgend ein Abbild 
von etwas, was droben im Himmel oder unten auf der Erde oder im Wasser 
unter der Erde ist.
EXO 20:5 Du sollst dich vor solchen nicht niederwerfen, noch sie verehren; 
denn ich Jahwe, dein Gott, bin ein eiferschtiger Gott, der die 
Verschuldung der Vter ahndet an den Kindern, den Enkeln und Urenkeln 
derer, die mich hassen,
EXO 20:6 aber Gnade erweist solchen, die mich lieben und meine Befehle 
beobachten, auf Tausende hinaus.
EXO 20:7 Du sollst den Namen Jahwes, deines Gottes, nicht freventlich 
aussprechen; denn Jahwe lt den nicht ungestraft, der seinen Namen 
freventlich ausspricht.
EXO 20:8 Denke daran, den Sabbattag heilig zu halten.
EXO 20:9 Sechs Tage hindurch sollst du arbeiten und alle deine Geschfte 
verrichten.
EXO 20:10 Aber der siebente Tag ist ein Jahwe, deinem Gotte, geweihter 
Sabbat; da sollst du gar kein Geschft verrichten, weder du selbst, noch 
dein Sohn oder deine Tochter, dein Sklave noch deine Sklavin, noch dein 
Hausvieh, noch der Fremde, der sich in deinen Ortschaften aufhlt.
EXO 20:11 Denn im Verlaufe von sechs Tagen hat Jahwe den Himmel und die 
Erde, das Meer und alles, was in ihnen ist, gemacht; hierauf ruhte er am 
siebenten Tage. Daher hat Jahwe den Sabbattag gesegnet und fr heilig 
erklrt.
EXO 20:12 Sei ehrerbietig gegen deinen Vater und deine Mutter, damit du 
lange lebest auf dem Boden, den dir Jahwe, dein Gott, zu eigen geben wird.
EXO 20:13 Du sollst nicht morden.
EXO 20:14 Du sollst nicht ehebrechen.
EXO 20:15 Du sollst nicht stehlen.
EXO 20:16 Du sollst gegen deinen Nchsten nicht als falscher Zeuge 
aussagen.
EXO 20:17 Du sollst nicht Verlangen tragen nach deines Nchsten Hause. Du 
sollst nicht Verlangen tragen nach deines Nchsten Weibe, noch nach seinem 
Sklaven, seiner Sklavin, seinem Ochsen, seinem Esel, noch nach irgend 
etwas, was deinem Nchsten gehrt.
EXO 20:18 Als aber das ganze Volk die Donnerschlge und die Blitze, das 
Trompetengeschmetter und den rauchenden Berg wahrnahm, da frchtete sich 
das Volk und zitterte und blieb in der Ferne stehen.
EXO 20:19 Und sie sprachen zu Mose: Sprich du mit uns; wir wollen es gern 
anhren! Gott selbst aber soll lieber nicht mit uns reden, sonst mssen 
wir sterben.
EXO 20:20 Mose erwiderte dem Volke: habt keine Angst; denn um euch zu 
prfen ist Gott gekommen, und damit Furcht vor ihm euch innewohne, da ihr 
nicht sndigt.
EXO 20:21 Da blieb das Volk in der Ferne stehen, whrend Mose an das 
dunkle Gewlk herantrat, in welchem sich Gott befand.
EXO 20:22 Jahwe aber sprach zu Mose: So sollst du zu den Israeliten 
sprechen: Ihr habt gesehen, da ich vom Himmel her mit euch geredet habe.
EXO 20:23 Verfertigt euch neben mir keine silbernen Gtzen; auch goldene 
Gtzen sollt ihr euch nicht verfertigen.
EXO 20:24 Einen Opferaltar aus Erde sollst du mir errichten und darauf 
deine Brandopfer und Heilsopfer, deine Schafe und Rinder opfern; an jeder 
Sttte, die ich dazu bestimmen werde, da man mich daselbst verehre, werde 
ich zu dir kommen und dich segnen.
EXO 20:25 Wenn du mir aber einen Altar aus Steinen errichtest, so darfst 
du ihn nicht aus behauenen Steinen aufbauen, denn wenn du sie mit eisernen 
Werkzeugen bearbeitest, entweihst du sie.
EXO 20:26 Auch darfst du nicht auf Stufen zu meinem Altar heransteigen, 
da nicht etwa deine Schamteile vor ihm entblt werden.
EXO 21:1 Folgendes sind die Rechtssatzungen, die du ihnen vorlegen sollst:
EXO 21:2 Wenn du einen Sklaven hebrischen Stammes kaufst, so soll er 
sechs Jahre lang Sklavendienste verrichten; im siebenten Jahr aber soll er 
unentgeltlich freigelassen werden.
EXO 21:3 Wenn er allein eingetreten ist, so soll er auch allein entlassen 
werden; wenn er ein Weib gehabt hat, so soll auch sein Weib mit ihm 
zugleich entlassen werden.
EXO 21:4 Wenn sein Herr ihm ein Weib gegeben und sie ihm Knaben oder 
Mdchen geboren hat, so soll das Weib nebst ihren Kindern ihrem Herrn 
gehren, und er soll allein entlassen werden.
EXO 21:5 Wenn jedoch der Sklave erklren sollte: Ich habe meinen Herrn, 
mein Weib und meine Kinder lieb und mag nicht frei werden,
EXO 21:6 so soll ihn sein Herr vor Gott fhren und ihn an die Thre oder 
den Thrpfosten stellen, und sein Herr soll ihm das Ohr mit einem Pfriemen 
durchbohren; so soll er dann fr immer sein Sklave sein.
EXO 21:7 Wenn jemand seine Tochter als Sklavin verkauft, so darf sie nicht 
entlassen werden, wie die Sklaven.
EXO 21:8 Wenn sie ihrem Herrn, der sie fr sich bestimmt hat, mifllt, so 
soll er sie loskaufen lassen; aber an volksfremde Leute darf er sie nicht 
verkaufen, wenn er ihr sein Wort nicht hlt.
EXO 21:9 Wenn er sie fr seinen Sohn bestimmt, so soll er sie wie seine 
eigene Tochter behandeln.
EXO 21:10 Wenn er sich eine andere nimmt, darf er jener nichts von dem 
abbrechen, was sie an Fleischnahrung, Kleidung und Beiwohnung zu 
beanspruchen hat.
EXO 21:11 Wenn er ihr diese drei Dinge nicht leistet, so soll sie umsonst, 
ohne Entgelt, frei werden.
EXO 21:12 Wer einen anderen schlgt, so da er stirbt, der soll mit dem 
Tode bestraft werden.
EXO 21:13 Wenn er es aber nicht vorstzlich gethan, sondern Gott es durch 
ihn so gefgt hat, so will ich dir eine Sttte bestimmen, wohin er 
flchten kann.
EXO 21:14 Wenn aber einer gegen den anderen eine offenbare Frevelthat 
begeht, indem er ihn auf hinterlistige Weise totschlgt, so sollst du ihn 
sogar von meinem Altare wegholen, damit er hingerichtet werde.
EXO 21:15 Wer seinen Vater oder seine Mutter schlgt, soll mit dem Tode 
bestraft werden.
EXO 21:16 Wer einen Israeliten raubt, mag er ihn nun verkaufen, oder mag 
er noch bei ihm vorgefunden werden -, der soll mit dem Tode bestraft 
werden.
EXO 21:17 Wer eine Verwnschung ber seinen Vater oder seine Mutter 
ausspricht, soll mit dem Tode bestraft werden.
EXO 21:18 Wenn ein paar Mnner einen Streit haben, und einer den andern 
mit einem Stein oder mit einem Karst schlgt, so da er zwar nicht stirbt, 
aber bettlgerig wird,
EXO 21:19 so soll, wenn der Geschlagene wieder aufkommt und auf seinen 
Stock gesttzt im Freien herumgehen kann, der Thter frei ausgehen; blo 
fr die Zeit, wo er unthtig bleiben mute, soll er ihn entschdigen und 
fr seine Heilung Sorge tragen.
EXO 21:20 Wenn jemand seinen Sklaven oder seine Sklavin mit dem Stocke 
schlgt, so da er ihm unter der Hand stirbt, so soll er bestraft werden.
EXO 21:21 Wenn er dagegen noch einen oder zwei Tage leben bleibt, so soll 
er nicht bestraft werden; denn er ist ja sein um Geld erkauftes Eigentum.
EXO 21:22 Wenn aber Leute einen Raufhandel haben und dabei ein schwangeres 
Weib stoen, so da eine Fehlgeburt erfolgt, ohne da weiterer Schaden 
geschieht, so soll der Thter eine Bue entrichten, wie sie ihm der 
Ehemann des Weibes auferlegt, und er soll sie bezahlen nach dem Ausspruch 
von Schiedsrichtern.
EXO 21:23 Geschieht aber ein Schaden, so soll einer lassen Leben um Leben,
EXO 21:24 Auge um Auge, Zahn um Zahn, Hand um Hand, Fu um Fu,
EXO 21:25 Brandwunde um Brandwunde, Stichwunde um Stichwunde, Hiebwunde um 
Hiebwunde.
EXO 21:26 Wenn jemand seinem Sklaven oder seiner Sklavin ins Auge schlgt 
so da dasselbe unbrauchbar wird, so soll er ihn zur Entschdigung fr das 
Auge freilassen.
EXO 21:27 Und wenn er seinem Sklaven oder seiner Sklavin einen Zahn 
ausschlgt, so soll er ihn zur Entschdigung fr den Zahn freilassen.
EXO 21:28 Wenn ein Rind einen Mann oder eine Frau totstt, so soll das 
Rind gesteinigt und darf sein Fleisch nicht gegessen werden; der Besitzer 
des Rindes aber soll frei ausgehen.
EXO 21:29 Wenn aber das Rind schon lngst stig gewesen ist, und man dies 
seinem Besitzer vorgehalten, und er es trotzdem nicht sorgfltig gehtet 
hat, so soll das Rind, wenn es einen Mann oder eine Frau totstt, 
gesteinigt, aber auch sein Besitzer mit dem Tode bestraft werden.
EXO 21:30 Wenn ihm ein Lsegeld auferlegt wird, soll er als Lsegeld fr 
sein Leben so viel bezahlen, als ihm auferlegt wird.
EXO 21:31 Wenn ein Knabe oder ein Mdchen gestoen wird, so soll nach 
demselben Rechte mit ihm verfahren werden.
EXO 21:32 Wenn das Rind einen Sklaven oder eine Sklavin stt, so sollen 
dem Eigentmer derselben dreiig Sekel Silber bezahlt, das Rind aber 
gesteinigt werden.
EXO 21:33 Wenn jemand eine Cisterne offen lt oder wenn jemand eine 
Cisterne grbt, ohne sie zuzudecken, und ein Rind oder ein Esel 
hineinfllt,
EXO 21:34 so soll der Besitzer der Cisterne den Besitzer desselben mit 
Geld entschdigen; das tote Tier aber soll ihm selbst gehren.
EXO 21:35 Wenn jemandes Rind das Rind eines andern totstt, so sollen sie 
das lebende Rind verkaufen und den Erls dafr unter sich teilen; auch das 
tote sollen sie unter sich teilen.
EXO 21:36 Wenn es aber bekannt war, da das Rind schon lngst stig war, 
und sein Besitzer es nicht sorgfltig gehtet hat, soll er als Ersatz fr 
jenes Rind ein Rind hergeben, das tote aber soll ihm zufallen.
EXO 21:37 Wenn jemand ein Rind oder ein Schaf stiehlt und es schlachtet 
oder verkauft, soll er fnf Stck Rinder fr ein Rind und vier Stck 
Schafe fr ein Schaf als Bue entrichten;
EXO 22:1 Wenn der Dieb beim nchtlichen Einbruch betroffen und dabei tot 
geschlagen wird, so erwchst fr den Totschlger keine Blutschuld.
EXO 22:2 Wenn ihm aber die Sonne bereits geschienen hat, so erwchst fr 
ihn Blutschuld, er mu Ersatz leisten, und wenn er nicht hat, soll er als 
Entgelt fr seinen Diebstahl als Sklave verkauft werden.
EXO 22:3 Wenn das gestohlene, sei es nun ein Rind oder ein Esel oder ein 
Schaf, lebendig bei ihm vorgefunden wird, so soll er je noch ein zweites 
Tier als Bue entrichten.
EXO 22:4 Wenn jemand seinen Acker oder Weinberg beweiden, sein Vieh aber 
frei laufen lt, und dasselbe auf einem fremden Acker etwas frit, so 
soll er von dem seinigen entsprechend dem Ertrage desselben Ersatz 
leisten; wenn es aber den ganzen Acker abweidet, soll er das Beste von dem 
Ertrage seines Ackers oder Weinbergs als Ersatz entrichten.
EXO 22:5 Wenn Feuer auskommt und das Gestrpp ergreift, hernach aber ein 
Getreidehaufen oder das in Halmen stehende Korn oder berhaupt 
Ackerfrchte verbrennen, so mu der, welcher den Brand verursacht hat, 
vollen Ersatz leisten.
EXO 22:6 Wenn einer dem andern Geld oder Kostbarkeiten zum Aufbewahren 
bergeben hat, und dies aus dem Hause des Betreffenden gestohlen wird, so 
mu der Dieb, wenn er ausfindig gemacht wird, das Doppelte als Ersatz 
entrichten.
EXO 22:7 Wenn jedoch der Dieb nicht ausfindig gemacht wird, so soll der 
Besitzer des Hauses vor Gott hintreten, damit entschieden werde, da er 
sich am Eigentume des anderen nicht vergriffen habe.
EXO 22:8 Bei irgend einem Eigentumsverbrechen, mag es sich nun um ein Rind 
handeln oder um einen Esel, ein Schaf, ein Obergewand oder berhaupt etwas 
abhanden Gekommenes, von dem einer behauptet: das ist es! soll die 
Angelegenheit beider vor Gott gebracht werden, und wenn ihn Gott fr 
schuldig erklrt, soll er dem anderen als Ersatz das Doppelte entrichten.
EXO 22:9 Wenn einer dem anderen einen Esel oder ein Rind oder ein Schaf, 
berhaupt irgend ein Stck Vieh zum Hten bergiebt, und dieses umkommt 
oder Schaden nimmt oder weggeschleppt wird, ohne da es jemand sieht,
EXO 22:10 so soll ein Eid bei Jahwe den Handel entscheiden, ob er sich 
etwa an dem Eigentume des anderen vergriffen hat; wenn der Besitzer diesen 
annimmt, braucht jener keinen Ersatz zu leisten.
EXO 22:11 Wenn es ihm gestohlen worden ist, so soll er es seinem Besitzer 
ersetzen.
EXO 22:12 Wenn es von einem wilden Tiere zerrissen worden ist, und er es 
zum Beweise beibringen kann, braucht er fr das Zerrissene keinen Ersatz 
zu leisten.
EXO 22:13 Wenn einer von dem anderen ein Stck Vieh entleiht, und dasselbe 
Schaden nimmt oder umkommt, ohne da sein Besitzer zugegen gewesen ist, so 
mu es jener ersetzen.
EXO 22:14 Wenn aber der Besitzer zugegen gewesen ist, braucht der andere 
keinen Ersatz zu leisten. Ist er aber ein Lhner, so kommt es auf seinen 
Lohn.
EXO 22:15 Wenn jemand eine Jungfrau, die noch unverlobt ist, verfhrt und 
ihr beiwohnt, so soll er fr sie das Kaufgeld entrichten und sie sich zum 
Weibe nehmen.
EXO 22:16 Wenn sich jedoch ihr Vater weigern sollte, sie ihm zur Frau zu 
geben, so soll er so viel Silber darwgen, als das Kaufgeld fr Jungfrauen 
betrgt.
EXO 22:17 Eine Zauberin sollst du nicht am Leben lassen.
EXO 22:18 Jeder, der mit einem Tiere Unzucht treibt, soll mit dem Tode 
bestraft werden.
EXO 22:19 Wenn jemand den Gtzen opfert, anstatt Jahwe allein, soll er dem 
Banne verfallen.
EXO 22:20 Einen Fremdling sollst du nicht drcken noch gewaltthtig 
behandeln; denn ihr seid auch Fremdlinge gewesen in gypten.
EXO 22:21 Eine Witwe oder Waise sollt ihr nimmermehr bedrcken.
EXO 22:22 Denn wenn du sie bedrckst, und sie dann um Hilfe zu mir 
schreit, so werde ich ihren Hilferuf sicher erhren
EXO 22:23 und werde in Zorn geraten und euch durch das Schwert umbringen, 
so da eure eigenen Weiber Witwen und eure Kinder Waisen werden.
EXO 22:24 Wenn du jemand aus meinem Volk, einem Armen, der bei dir wohnt, 
Geld leihst, so behandle ihn nicht wie ein Wucherer; ihr sollt ihm keine 
Zinsen auferlegen.
EXO 22:25 Wenn du einem das Obergewand als Pfand wegnimmst, so sollst du 
es ihm bis Sonnenuntergang zurckgeben.
EXO 22:26 Denn sein Mantel ist ja seine einzige Krperdecke; womit knnte 
er sich sonst auf seinem Lager zudecken? Wenn er mich aber um Hilfe 
anruft, so will ich ihn erhren; denn ich bin barmherzig.
EXO 22:27 Gott sollst du nicht lstern und einen Vorgesetzten deines 
Volkes nicht verwnschen.
EXO 22:28 Deinen berflu und das Beste deines Kelterertrags sollst du 
nicht vorenthalten. Den Erstgeborenen deiner Shne sollst du mir geben.
EXO 22:29 Ebenso sollst du es halten mit deinem Rind und deinem Schaf: 
sieben Tage hindurch soll es bei seiner Mutter bleiben; am achten Tage 
sollst du es mir darbringen.
EXO 22:30 Und ihr sollt mir reine Leute sein. Fleisch aber, das im Freien 
von wilden Tieren zerrissen worden ist, drft ihr nicht genieen, sondern 
sollt es den Hunden vorwerfen.
EXO 23:1 Du sollst kein falsches Gercht aussprengen. Biete dem, der eine 
ungerechte Sache hat, nicht die Hand, fr ihn Zeugnis abzulgen und so das 
Recht zu verdrehen.
EXO 23:2 Du sollst nicht dem groen Haufen folgen, um Bses zu thun. Bei 
einer Rechtssache sollst du nicht, der Mehrheit dich anschlieend, 
Aussagen machen und so das Recht beugen.
EXO 23:3 Du sollst nicht die Partei des Angesehenen ergreifen, wenn er 
eine Rechtssache hat.
EXO 23:4 Wenn du einen deinem Feinde gehrenden Ochsen oder Esel findest, 
der sich verirrt hat, so sollst du ihm denselben zurckbringen.
EXO 23:5 Wenn du siehst, da der Esel deines Feindes unter seiner Last 
zusammengebrochen ist, so gehe nicht etwa an ihm vorber, sondern hilf 
ihm, den Esel zu befreien.
EXO 23:6 Du sollst das Recht des Armen, der unter euch ist, nicht beugen, 
wenn er eine Streitsache hat.
EXO 23:7 halte dich fern von einer Sache, bei der Lge im Spiel ist, und 
hilf nicht einen Unschuldigen oder der eine gerechte Sache hat, 
verurteilen; denn ich spreche keinen frei, der schuldig ist.
EXO 23:8 Und Geschenke nimm nicht an; denn Geschenke machen Sehende blind 
und verkehren die gerechte Sache.
EXO 23:9 Einen Fremdling sollst du nicht hart behandeln; ihr wit ja, wie 
es dem Fremden zu Mute ist, weil ihr selbst Fremdlinge gewesen seid in 
gypten.
EXO 23:10 Sechs Jahre hindurch sollst du dein Land bebauen und seinen 
Ertrag einheimsen;
EXO 23:11 im siebenten Jahre aber sollst du es brach liegen lassen und 
frei geben, so da die Bedrftigen deines Volks ihre Nahrung holen knnen, 
und was sie brig lassen, mgen die wilden Tiere fressen; ebenso sollst du 
verfahren mit deinem Weinberg und deinem lgarten.
EXO 23:12 Sechs Tage hindurch magst du deine Arbeit verrichten; am 
siebenten Tag aber sollst du feiern, damit dein Rind und dein Esel ruhe, 
und der Sohn deiner Sklavin, sowie der Fremdling einmal aufatme.
EXO 23:13 Und in Bezug auf alles, was ich euch befohlen habe, nehmt euch 
wohl in acht! Den Namen anderer Gtter erwhnet nicht; er soll dir nicht 
ber die Lippen kommen!
EXO 23:14 Dreimal im Jahre sollst du mir eine Festfeier abhalten.
EXO 23:15 Das Fest der ungesuerten Brote sollst du halten: sieben Tage 
lang sollst du ungesuerte Brote essen, wie ich es dir befohlen habe, zur 
Zeit des Monats Abib; denn in ihm bist du aus gypten ausgezogen. Vor mir 
soll man nicht mit leeren Hnden erscheinen.
EXO 23:16 Und das Fest der Kornernte, der Erstlinge deines Landbaus, den 
du betreibst, und das Fest der Herbstlese um die Wende des Jahres, wenn du 
die Bodenerzeugnisse einheimsest.
EXO 23:17 Dreimal im Jahre soll alles, was mnnlich ist, vor dem Herrn, 
Jahwe, erscheinen.
EXO 23:18 Du sollst mir nicht zu gesuerten Broten das Blut meines Opfers 
darbringen, und das Fett meines Festopfers soll nicht bis zum folgenden 
Tag aufbewahrt werrden.
EXO 23:19 Das Vorzglichste, die Erstlinge deines Ackerbodens, sollst du 
zum Hause Jahwes, deines Gottes, bringen. Du sollst ein Bckchen nicht in 
der Milch seiner Mutter kochen.
EXO 23:20 Ich aber will einen Engel vor dir einhergehen lassen um dich 
unterwegs in meine Hut zu nehmen und dich an die Sttte zu bringen, die 
ich festgesetzt habe.
EXO 23:21 Nimm dich vor ihm in acht und gehorche ihm; sei nicht 
widerspenstig gegen ihn. Denn er wird euch eure bertretung nicht 
verzeihen, denn er ist eine Offenbarung meines Wesens!
EXO 23:22 Wenn du aber seinen Worten gehorchen und alles thun willst, was 
ich befehle, so will ich befeinden, die dir feind sind, und bedrngen, die 
dich bedrngen.
EXO 23:23 Ja mein Engel soll vor dir einherziehen und dich zu den 
Amoritern, Hethitern, Pheresitern, Kanaanitern, Hevitern und Jebusitern 
fhren, damit ich sie ausrotte.
EXO 23:24 Bete ihre Gtter nicht an und diene ihnen nicht und ahme ihr 
Thun nicht nach, sondern zerstre sie von Grund aus und zerschmettere ihre 
Malsteine.
EXO 23:25 Verehrt Jahwe, euren Gott, so wird er dir reichlich Speise und 
Trank gewhren, und Krankheiten will ich von dir fernhalten.
EXO 23:26 Nichts Kinderloses noch Unfruchtbares wird es in deinem Lande 
geben, und ich werde dich am Leben erhalten bis ins volle Alter.
EXO 23:27 Einen Gottes-Schrecken werde ich vor dir hersenden und alle die 
Vlker, unter welche du kommen wirst, in Verwirrung bringen und will 
machen, da alle deine Feinde vor dir die Flucht ergreifen.
EXO 23:28 Und ich werde Hornissen vor dir hersenden, damit sie die 
Heviter, die Kanaaniter und die Hethiter vor dir her vertreiben.
EXO 23:29 Ich will sie aber nicht im Verlauf eines Jahres vor dir 
vertreiben, sonst wrde das Land zur Wste werden, und die wilden Tiere 
wrden zu deinem Schaden berhandnehmen.
EXO 23:30 Ganz allmhlich will ich sie vor dir vertreiben, bis ihr 
zahlreich genug sein werdet, um euch in den Besitz des Landes zu setzen.
EXO 23:31 Und ich will dein Gebiet reichen lassen vom Schilfmeer bis zum 
Meer der Philister und von der Wste bis zum Euphrat-Strom; ja ich werde 
die Landesbewohner in eure Gewalt gegeben, und du sollst sie vor dir 
austreiben.
EXO 23:32 Du darfst weder mit ihnen noch mit ihren Gttern ein Abkommen 
schlieen.
EXO 23:33 Sie sollen nicht wohnen bleiben in deinem Lande, da sie dich 
nicht zur Versndigung an mir verleiten; denn wenn du ihre Gtter 
verehrst, so wird dir das zum Fallstrick werden.
EXO 24:1 Und zu Mose sprach er: Steige zu Jahwe hinauf, du und Aaron, 
Nadab und Abihu, sowie siebzig von den Vornehmen der Israeliten, und 
bringt ihm, ferne stehend, eure Verehrung dar.
EXO 24:2 Mose aber soll allein nher zu Jahwe herantreten, whrend sie 
nicht herantreten drfen, und das Volk soll nicht mit ihm hinaufsteigen.
EXO 24:3 Da ging Mose hin und trug dem Volk alle Gebote und alle 
Rechtssatzungen Jahwes vor; da antwortete das ganze Volk einmtig: Alle 
die Gebote, die Jahwe gegeben hat, wollen wir halten.
EXO 24:4 Da schrieb Mose die Gebote Jahwes auf. Am anderen Morgen frh 
aber errichtete er einen Altar am Fu des Berges, sowie zwlf Malsteine 
nach der Zahl der zwlf Stmme Israels.
EXO 24:5 Dann gab er den jungen Mnnern unter den Israeliten den Auftrag, 
Jahwe Brandopfer darzubringen und als Heilsopfer junge Stiere zu 
schlachten.
EXO 24:6 Sodann nahm Mose die Hlfte des Blutes und go es in die 
Opferbecken; die andere Hlfte des Blutes aber sprengte er auf den Altar.
EXO 24:7 Dann nahm er das Buch mit dem Bundesgesetz und las es dem Volke 
laut vor. Sie aber sprachen: Alles, was Jahwe befohlen hat, wollen wir 
halten und befolgen.
EXO 24:8 Hierauf nahm Mose das Blut und besprengte damit das Volk, indem 
er sprach: Das ist das Blut des Bundes, den Jahwe mit euch geschlossen hat 
auf Grund aller jener Gebote.
EXO 24:9 Da stiegen Mose und Aaron, Nadab und Abihu, sowie siebzig von den 
Vornehmen der Israeliten hinauf
EXO 24:10 und sie erblickten den Gott Israels; zu seinen Fen war ein 
Boden wie aus Sapphirstein und glnzend hell wie der Himmel selbst.
EXO 24:11 Wider die Auserwhlten der Israeliten aber reckte er seine Hand 
nicht aus; sie schauten Gott und aen und tranken.
EXO 24:12 Da befahl Jahwe Mose: Steige zu mir auf den Berg herauf und 
verweile daselbst; so will ich dir die Steintafeln mit dem Gesetz und den 
Geboten geben, die ich aufgeschrieben habe, um sie zu unterweisen.
EXO 24:13 Und Mose machte sich mit seinem Diener Josua auf; Mose aber 
stieg auf den Berg Gottes.
EXO 24:14 Jenen Vornehmen aber befahl er: Wartet hier auf uns, bis wir 
wieder zu euch kommen; Aaron und Hur sind ja bei euch. Wer eine 
Rechtssache hat, mag vor sie hintreten.
EXO 24:15 Als nun Mose auf den Berg gestiegen war, hllte die Wolke den 
Berg ein.
EXO 24:16 Und die Herrlichkeit Jahwes thronte auf dem Berge Sinai. Die 
Wolke aber hllte ihn sechs Tage lang ein; am siebenten Tage rief er Mose 
aus der Wolke zu.
EXO 24:17 Die Herrlichkeit Jahwes aber auf dem Gipfel des Berges stellte 
sich den Augen der Israeliten dar wie ein verzehrendes Feuer.
EXO 24:18 Da begab sich Mose in die Wolke hinein und stieg auf den Berg. 
Hierauf blieb Mose vierzig Tage und vierzig Nchte auf dem Berge.
EXO 25:1 Und Jahwe redete zu Mose:
EXO 25:2 Gebiete den Israeliten, da sie eine Beisteuer fr mich erheben; 
von einem jeden, den sein Herz dazu treibt, sollt ihr die Beisteuer fr 
mich erheben.
EXO 25:3 In den folgenden Dingen soll die Beisteuer bestehen, die ihr von 
ihnen erheben sollt: in Gold, Silber und Kupfer;
EXO 25:4 in blauem Purpur, rotem Purpur, Karmesin, Byssus und Ziegenhaar;
EXO 25:5 in rotgefrbten Widderfellen und Seekuhfellen, in Akazienholz,
EXO 25:6 in l fr den Leuchter, Spezereien fr das Salbl und das 
wohlriechende Rucherwerk,
EXO 25:7 in Schohamsteinen und in Edelsteinen zum Besetzen des 
Schulterkleids und des Brustschilds.
EXO 25:8 Und sie sollen mir ein Heiligtum errichten, da ich mitten unter 
ihnen wohne.
EXO 25:9 Genau nach dem Modell der Wohnung und aller ihrer Gerte, das ich 
dir zeige, sollt ihr es errichten.
EXO 25:10 Und zwar sollen sie eine Lade von Akazienholz anfertigen, zwei 
und eine halbe Elle lang, anderthalbe Elle breit und anderthalbe Elle hoch;
EXO 25:11 die sollst du mit gediegenem Gold berziehen - inwendig und 
auswendig mut du sie berziehen - und sollst einen ringsumlaufenden 
goldenen Kranz an ihr anbringen.
EXO 25:12 Weiter sollst du fr sie vier goldene Ringe gieen und diese an 
ihren vier Fen befestigen, und zwar zwei Ringe auf ihrer einen Seite und 
zwei Ringe auf ihrer anderen Seite.
EXO 25:13 Sodann sollst du Stangen von Akazienholz anfertigen und sie mit 
Gold berziehen;
EXO 25:14 diese Stangen sollst du durch die Ringe ziehen, die an den 
Seiten der Lade sind, damit man mittels ihrer die Lade tragen kann.
EXO 25:15 In den Ringen an der Lade sollen die Stangen bleiben; sie drfen 
nicht aus ihnen entfernt werden.
EXO 25:16 In die Lade aber sollst du das Gesetz legen, das ich dir 
bergeben werde.
EXO 25:17 Sodann sollst du eine Deckplatte aus gediegenem Gold anfertigen, 
zwei und eine halbe Elle lang und anderthalbe Elle breit.
EXO 25:18 Und du sollst zwei goldene Kerube anfertigen - in getriebener 
Arbeit sollst du sie anfertigen - an den beiden Enden der Deckplatte,
EXO 25:19 und bringe den einen Kerub an dem einen Ende an und den anderen 
Kerub an dem anderen Ende. An der Deckplatte sollst du die Kerube 
anbringen, an ihren beiden Enden.
EXO 25:20 Es sollen aber die Kerube ihre Flgel nach oben ausgebreitet 
halten, indem sie mit ihren Flgeln die Deckplatte berdecken, whrend 
ihre Gesichter einander zugekehrt sind; gegen die Deckplatte hin sollen 
die Gesichter der Kerube gerichtet sein.
EXO 25:21 Sodann sollst du die Deckplatte oben auf die Lade legen; in die 
Lade aber sollst du das Gesetz legen, das ich dir bergeben werde.
EXO 25:22 Und dort werde ich mich dir offenbaren und mit dir reden von der 
Deckplatte aus, von dem Ort zwischen den beiden Keruben, die sich auf der 
Gesetzeslade befinden, so oft ich dir Befehle an die Israeliten zu 
bertragen habe.
EXO 25:23 Sodann sollst du einen Tisch aus Akazienholz anfertigen, zwei 
Ellen lang, eine Elle breit und anderthalbe Elle hoch.
EXO 25:24 Den sollst du mit gediegenem Gold berziehen und einen 
ringsumlaufenden goldenen Kranz an ihm anbringen.
EXO 25:25 Sodann sollst du eine in Handbreite ringsumlaufende Leiste an 
ihm anbringen und an dieser Leiste wiederum einen ringsumlaufenden 
goldenen Kranz.
EXO 25:26 Weiter sollst du vier goldene Ringe fr ihn anfertigen und diese 
Ringe an den vier Ecken seiner vier Fe befestigen.
EXO 25:27 Dicht an der Leiste sollen sich die Ringe befinden, zur Aufnahme 
von Stangen, damit man den Tisch tragen kann.
EXO 25:28 Die Stangen aber sollst du aus Akazienholz anfertigen und sie 
mit Gold berziehen; mit ihnen soll dann der Tisch getragen werden.
EXO 25:29 Und du sollst die zu ihm gehrenden Schsseln und Schalen, sowie 
die Kannen und Becher, mit denen das Trankopfer gespendet wird, 
anfertigen; aus gediegenem Golde sollst du sie anfertigen.
EXO 25:30 Auf den Tisch aber sollst du bestndig Schaubrote vor mich legen.
EXO 25:31 Ferner sollst du einen Leuchter von gediegenem Gold anfertigen; 
in getriebener Arbeit soll dieser Leuchter, sein Fugestell und sein 
Schaft angefertigt werden, und an ihm sollen sich Blumenkelche - Knollen 
mit Blten - befinden.
EXO 25:32 Von seinen Seiten aber sollen sechs Rhren ausgehen, je drei auf 
jeder Seite des Leuchters.
EXO 25:33 An jeder Rhre sollen sich drei mandelbltenfrmige Blumenkelche 
- je ein Knollen mit Blte - befinden; so an allen sechs Rhren, die von 
dem Leuchter ausgehen.
EXO 25:34 Am Leuchter selbst aber sollen sich vier Blumenkelche befinden, 
mandelbltenfrmige Knollen mit Blten,
EXO 25:35 und zwar jedesmal ein Knollen unter jedem der drei Rhrenpaare 
an ihm, - der sechs Rhren, die von dem Leuchter ausgehen.
EXO 25:36 Ihre Knollen und Rhren sollen aus einem Stck mit ihm sein; 
alles getriebene Arbeit aus einem Stck, von gediegenem Golde.
EXO 25:37 Du sollst auch sieben Lampen fr ihn anfertigen, und man soll 
ihm die Lampen aufsetzen, damit sie den Platz vor ihm beleuchten.
EXO 25:38 Die zu ihm gehrenden Lichtscheren und Pfannen sollen aus 
gediegenem Golde sein.
EXO 25:39 Ein Talent gediegenen Goldes soll man auf ihn und alle die 
erwhnten Gerte verwenden.
EXO 25:40 Und sieh zu, da du sie genau nach dem Modell anfertigst, das 
dir auf dem Berge gezeigt wurde.
EXO 26:1 Die Wohnung aber sollst du anfertigen aus zehn Teppichen aus 
gezwirntem Byssus, blauem und rotem Purpur und Karmesin; mit Keruben, wie 
sie der Kunstwirker macht, sollst du sie anfertigen.
EXO 26:2 Jeder Teppich soll 28 Ellen lang und vier Ellen breit sein; alle 
Teppiche sollen einerlei Ma haben.
EXO 26:3 Je fnf Teppiche sollen aneinander gefgt sein.
EXO 26:4 Sodann sollst du am Saume des uersten Teppichs der einen Flche 
Schleifen von blauem Purpur anbringen und ebenso am Saume des uersten 
Teppichs der andern Flche.
EXO 26:5 Fnfzig Schleifen sollst du an dem einen Teppich anbringen und 
fnfzig Schleifen sollst du am Rande des Teppichs anbringen, der zu der 
anderen Flche gehrt, so da die Schleifen einander gegenberstehen.
EXO 26:6 Sodann sollst du fnfzig goldene Haken anfertigen und die 
Teppiche mittels der Haken zusammenfgen, so da die Wohnung ein Ganzes 
wird.
EXO 26:7 Weiter sollst du Teppiche aus Ziegenhaar fertigen, zum Zeltdach 
ber der Wohnung; elf Teppiche sollst du dazu anfertigen.
EXO 26:8 Jeder Teppich soll dreiig Ellen lang und vier Ellen breit sein; 
8 alle elf Teppiche sollen einerlei Ma haben.
EXO 26:9 Fnf von diesen Teppichen sollst du fr sich zu einem Ganzen 
verbinden und ebenso die sechs andern fr sich; und zwar sollst du den 
sechsten Teppich auf der Vorderseite des Zeltes doppelt legen.
EXO 26:10 Sodann sollst du am Saume des uersten Teppichs der einen 
Flche fnfzig Schleifen anbringen und ebenso fnfzig Schleifen am Saume 
des uersten Teppichs der andern Flche.
EXO 26:11 Und du sollst fnfzig kupferne Haken anfertigen und die Haken 
durch die Schleifen ziehen und so das Zeltdach zusammenfgen, so da es 
ein Ganzes wird.
EXO 26:12 Und was das berhngen des an den Zeltteppichen berschssigen 
betrifft, so soll die Hlfte des berschssigen Teppichs auf der Rckseite 
der Wohnung herabhngen.
EXO 26:13 Und von dem, was an der Lnge der brigen Zeltteppiche 
berschssig ist, soll auf beiden Seiten jedesmal eine Elle ber die 
Langseiten der Wohnung berhngen und diese so bedecken.
EXO 26:14 Sodann sollst du eine berdecke fr das Zeltdach anfertigen aus 
rotgefrbten Widderfellen und eine berdecke von Seekuhfellen oben darber.
EXO 26:15 Ferner sollst du die Bretter zur Wohnung anfertigen, 
aufrechtstehende, von Akazienholz.
EXO 26:16 Jedes Brett soll zehn Ellen lang und anderthalbe Elle breit sein.
EXO 26:17 Jedes Brett soll zwei Zapfen haben, die untereinander verbunden 
sind; in dieser Weise sollst du alle Bretter der Wohnung anfertigen.
EXO 26:18 Und zwar sollst du an Brettern fr die Wohnung anfertigen: 
zwanzig Bretter fr die nach Sden gewendete Seite;
EXO 26:19 und sollst vierzig silberne Fe unter den zwanzig Brettern 
anbringen, je zwei Fe unter jedem Brette fr die beiden Zapfen desselben.
EXO 26:20 Ebenso fr die andere Seite der Wohnung, in der Richtung nach 
Norden, zwanzig Bretter
EXO 26:21 mit ihren vierzig silbernen Fen, je zwei Fen unter jedem 
Brette.
EXO 26:22 Fr die nach Westen gerichtete Seite der Wohnung aber sollst du 
sechs Bretter anfertigen.
EXO 26:23 Und zwei Bretter sollst du anfertigen fr die Winkel der Wohnung 
auf der Hinterseite. Und sie sollen doppelt sein im unteren Teil und 
ebenso sollen sie doppelt sein am oberen Ende fr den einen Ring.
EXO 26:24 So sollen beide beschaffen sein; die beiden Winkel sollen sie 
bilden.
EXO 26:25 Somit sollen es acht Bretter sein mit ihren silbernen Fen, - 
sechszehn Fen, je zwei Fen unter jedem Brette.
EXO 26:26 Weiter sollst du fnf Riegel aus Akazienholz anfertigen fr die 
Bretter der einen Seite der Wohnung,
EXO 26:27 fnf Riegel fr die Bretter der anderen Seite der Wohnung und 
fnf Riegel fr die Bretter der nach Westen gerichteten Hinterseite der 
Wohnung.
EXO 26:28 Und der mittelste Riegel soll in der Mitte der Bretter quer 
durchlaufen von einem Ende bis zum andern.
EXO 26:29 Die Bretter aber sollst du mit Gold berziehen; auch die Ringe 
an ihnen, die zur Aufnahme der Riegel bestimmt sind, sollst du aus Gold 
anfertigen und auch die Riegel mit Gold berziehen.
EXO 26:30 So sollst du die Wohnung aufrichten nach Gebhr, wie es dir auf 
dem Berge gezeigt wurde.
EXO 26:31 Ferner sollst du einen Vorhang anfertigen aus blauem und rotem 
Purpur, Karmesin und gezwirntem Byssus; in Kunstwirker-Arbeit soll man ihn 
herstellen mit Keruben.
EXO 26:32 Befestige ihn an vier mit Gold berzogenen Sulen von 
Akazienholz, die goldene Ngel haben und auf vier silbernen Fen stehen.
EXO 26:33 Es soll aber der Vorhang seine Stelle haben unter den Haken; und 
hinein hinter den Vorhang sollst du die Lade mit dem Gesetze bringen. So 
soll euch der Vorhang als eine Scheidewand dienen zwischen dem Heiligen 
und dem Allerheiligsten.
EXO 26:34 Und du sollst die Deckplatte auf die Gesetzeslade thun, im 
Allerheiligsten.
EXO 26:35 Den Tisch aber sollst du auerhalb des Vorhangs aufstellen und 
den Leuchter gegenber dem Tisch auf der Sdseite der Wohnung, whrend du 
den Tisch auf die Nordseite stellst.
EXO 26:36 Ferner sollst du einen Vorhang anfertigen fr die Thrffnung 
des Zeltes aus blauem und rotem Purpur, Karmesin und gezwirntem Byssus, in 
Buntwirker-Arbeit.
EXO 26:37 Und fr diesen Vorhang sollst du fnf Sulen aus Akazienholz 
anfertigen und sie mit Gold berziehen; auch die zugehrigen Ngel sollen 
von Gold sein. Und du sollst fnf kupferne Fe fr sie gieen.
EXO 27:1 Den Altar sollst du aus Akazienholz anfertigen, fnf Ellen lang 
und fnf Ellen breit - viereckig soll der Altar sein - und drei Ellen hoch.
EXO 27:2 Und die zugehrigen Hrner sollst du an seinen vier Ecken 
anbringen, so da die Hrner ein Ganzes mit ihm bilden, und sollst ihn mit 
Kupfer berziehen.
EXO 27:3 Und die zugehrigen Tpfe, die man braucht, um ihn vom Fett zu 
subern, wie die zugehrigen Schaufeln, Becken, Gabeln und Pfannen, alle 
zu ihm gehrenden Gerte, sollst du aus Kupfer anfertigen.
EXO 27:4 Ferner sollst du ein Gitterwerk fr ihn anfertigen, ein Netzwerk 
aus Kupfer, und sollst an dem Netze vier kupferne Ringe anbringen, an den 
vier Ecken des Altars,
EXO 27:5 und sollst es unterhalb des den Altar umlaufenden Simses 
befestigen, so da das Netz bis zur Mitte des Altars reicht.
EXO 27:6 Ferner sollst du Stangen fr den Altar anfertigen, Stangen aus 
Akazienholz, und sie mit Kupfer berziehen.
EXO 27:7 Diese seine Stangen sollen durch die Ringe gezogen werden, so da 
sich die Stangen auf den beiden Seiten des Altars befinden, wenn man ihn 
trgt.
EXO 27:8 Aus Brettern, so da er inwendig hohl ist, sollst du ihn 
herstellen; wie man es dir auf dem Berge gezeigt hat, so sollen sie es 
machen.
EXO 27:9 Und den Vorhof der Wohnung sollst du so herstellen: fr die nach 
Sden gewendete Seite Vorhof-Umhnge aus gezwirntem Byssus, hundert Ellen 
lang, fr die eine Seite;
EXO 27:10 dazu zwanzig Sulen nebst ihren zwanzig kupfernen Fen - die 
Ngel der Sulen und die zugehrigen Ringe sollen von Silber sein.
EXO 27:11 Ebenso Umhnge fr die nrdliche Langseite, hundert Ellen; dazu 
zwanzig Sulen nebst ihren zwanzig kupfernen Fen, die Ngel der Sulen 
und die zugehrigen Ringe von Silber.
EXO 27:12 Die westliche Breitseite des Vorhofs aber soll Umhnge von 
fnfzig Ellen haben, dazu zehn Sulen nebst ihren zehn Fen.
EXO 27:13 Und die nach Osten gewendete Breitseite des Vorhofs soll fnfzig 
Ellen betragen;
EXO 27:14 und zwar sollen fnfzehn Ellen Umhnge, dazu drei Sulen nebst 
ihren drei Fen, auf die eine Seite kommen,
EXO 27:15 und ebenso auf die andere Seite fnfzehn Ellen Umhnge, dazu 
drei Sulen nebst ihren drei Fen.
EXO 27:16 Das Thor des Vorhofs aber soll einen Vorhang haben, zwanzig 
Ellen breit, von blauem und rotem Purpur, Karmesin und gezwirntem Byssus 
in Buntwirker-Arbeit; dazu vier Sulen nebst ihren vier Fen.
EXO 27:17 Alle Sulen des Vorhofs ringsum sollen mit silbernen Ringen 
versehen sein; auch die Ngel an ihnen sollen von Silber sein, ihre Fe 
aber von Kupfer.
EXO 27:18 Die Lnge des Vorhofs soll hundert Ellen betragen, die Breite 
fnfzig Ellen und die Hhe fnf Ellen aus gezwirntem Byssus, mit kupfernen 
Fen.
EXO 27:19 Und alle Gerte der Wohnung, deren man bedarf bei dem gesamten 
heiligen Dienst an ihr, und alle ihre Pflcke und alle Pflcke des Vorhofs 
sollen aus Kupfer sein.
EXO 27:20 Du aber gebiete den Israeliten, da sie dir lauteres l aus 
zerstoenen Oliven fr den Leuchter herbeibringen, damit man bestndig 
Lampen aufstecken kann.
EXO 27:21 Im Offenbarungszelt, auerhalb des Vorhangs, welcher sich vor 
dem Gesetze befindet, soll ihn Aaron mit seinen Shnen herrichten, da er 
vom Abend bis zum Morgen vor Jahwe brenne. Solches ist den Israeliten als 
eine fr alle Zeiten und alle Geschlechter geltende Verpflichtung 
auferlegt.
EXO 28:1 Du aber la aus der Gesamtheit der Israeliten deinen Bruder Aaron 
nebst seinen Shnen zu dir herantreten, damit er mir Priesterdienst thue, 
Aaron, Nadab und Abihu, Eleasar und Ithamar, die Shne Aarons.
EXO 28:2 Und du sollst fr deinen Bruder Aaron heilige Kleider anfertigen, 
zur Ehre und herrlichen Zier.
EXO 28:3 Und rede mit allen Kunstverstndigen, die ich mit knstlerischem 
Geist erfllt habe, da sie die Kleider Aarons anfertigen sollen, damit 
man ihn weihen, und er mir Priesterdienst thun kann.
EXO 28:4 Dies aber sind die Kleider, die sie anfertigen sollen: Tasche, 
Schulterkleid, Obergewand, Leibrock aus gewrfeltem Zeug, Kopfbund und 
Grtel.
EXO 28:5 Und sie sollen deinem Bruder Aaron und seinen Shnen heilige 
Kleider anfertigen, damit er mir Priesterdienst thue. Und zwar sollen sie 
dazu das Gold, den blauen und roten Purpur, den Karmesin und den Byssus 
verwenden.
EXO 28:6 Sie sollen aber das Schulterkleid anfertigen aus Gold, blauem und 
rotem Purpur, Karmesin und gezwirntem Byssus, in Kunstwirker-Arbeit.
EXO 28:7 Zwei mit ihm verbundene Schulterstcke soll es haben; an seinen 
beiden Enden soll es mit ihnen verbunden werden.
EXO 28:8 Und die Binde, die sich behufs seiner Anlegung an ihm befindet, 
soll von gleicher Arbeit sein und ein Ganzes mit ihm bilden, aus Gold, 
blauem und rotem Purpur, Karmesin und gezwirntem Byssus.
EXO 28:9 Hierauf sollst du die beiden Schohamsteine nehmen und in 
dieselben die Namen der Israels-Shne eingraben,
EXO 28:10 sechs ihrer Namen auf den einen Stein und die sechs brigen 
Namen auf den anderen Stein, nach der Reihenfolge ihrer Geburt.
EXO 28:11 Mittels Steinschneider-Arbeit - Siegelstecherkunst - sollst du 
die beiden Steine gravieren, nach Magabe der Namen der Israels-Shne, und 
sollst sie mit einem Flechtwerk von Golddraht einfassen.
EXO 28:12 Diese beiden Steine sollst du auf den Schulterstcken des 
Schulterkleids befestigen, als Steine des gndigen Gedenkens an die 
Israeliten; so soll Aaron ihre Namen auf seinen beiden Schultern vor Jahwe 
tragen, da ihrer gndig gedacht werde.
EXO 28:13 Ferner sollst du Goldgeflechte anfertigen
EXO 28:14 und zwei Kettchen von gediegenem Gold; in Gestalt von gedrehten 
Schnuren sollst du sie herstellen und sollst diese aus Schnuren 
gefertigten Kettchen an den Geflechten befestigen.
EXO 28:15 Weiter sollst du eine Orakel-Tasche anfertigen, in Kunstwirker-
Arbeit. So wie das Schulterkleid gearbeitet ist, sollst du sie anfertigen; 
aus Gold, blauem und rotem Purpur, Karmesin und gezwirntem Byssus sollst 
du sie anfertigen.
EXO 28:16 Viereckig soll sie sein, doppelt gelegt, je eine Spanne lang und 
breit.
EXO 28:17 Und du sollst sie besetzen mit einem Besatze von Edelsteinen in 
vier Reihen: ein Carneol, ein Topas und ein Smaragd sollen der Reihe nach 
die erste Reihe bilden;
EXO 28:18 die zweite Reihe ein Karfunkel, ein Sapphir und ein Jaspis;
EXO 28:19 die dritte Reihe ein Hyacinth, ein Achat und ein Amethyst;
EXO 28:20 die vierte Reihe ein Chrysolith, ein Schoham und ein Onyx; 
umgeben von Goldgeflecht sollen sie den Besatz bilden.
EXO 28:21 Und der Steine sollen entsprechend den Namen der Israels-Shne 
zwlf sein, entsprechend ihren Namen; in einem jeden soll der Name eines 
der zwlf Stmme mittels Siegelstecherarbeit eingegraben sein.
EXO 28:22 Sodann sollst du an der Tasche die schnurenartig gedrehten 
Kettchen von gediegenem Gold anbringen
EXO 28:23 und sollst an der Tasche zwei goldene Ringe anbringen, indem du 
die beiden Ringe an den beiden Enden der Tasche befestigst.
EXO 28:24 Hierauf sollst du die beiden goldenen Schnuren an den beiden 
Ringen an den Enden der Tasche befestigen;
EXO 28:25 die beiden Enden der beiden Schnuren aber sollst du an den 
beiden Geflechten befestigen und diese dann an den Schulterstcken des 
Schulterkleids auf dessen Vorderseite befestigen.
EXO 28:26 Ferner sollst du zwei goldene Ringe anfertigen und sie an den 
beiden Enden der Tasche befestigen, an ihrem inneren, dem Schulterkleide 
zugewendeten Rand.
EXO 28:27 Weiter sollst du zwei goldene Ringe anfertigen und sie an den 
beiden Schulterstcken des Schulterkleids ganz unten an seiner Vorderseite 
befestigen, da, wo es mit den Schulterstcken zusammenhngt, oberhalb der 
Binde des Schulterkleids.
EXO 28:28 Und man soll die Tasche mit ihren Ringen mittels Schnuren von 
blauem Purpur an die Ringe des Schulterkleids anketten, so da sie ber 
der Binde des Schulterkleids liegt; so wird die Tasche unbeweglich auf dem 
Schulterkleid aufliegen.
EXO 28:29 Und Aaron soll die Namen der Israels-Shne an der Orakel-Tasche 
auf seiner Brust tragen, wenn er hineingeht ins Heiligtum, im Angesicht 
Jahwes, damit er ihrer allezeit gndig gedenke.
EXO 28:30 In die Orakel-Tasche aber sollst du die Urim und die Tummim 
thun, damit sie auf der Brust Aarons liegen, wenn er hineingeht vor Jahwe, 
und so soll Aaron das Orakel fr die Israeliten bestndig vor Jahwe auf 
seiner Brust tragen.
EXO 28:31 Und das Obergewand zum Schulterkleide sollst du ganz und gar aus 
blauem Purpur anfertigen,
EXO 28:32 so, da sich eine ffnung fr den Kopf in ihm befindet. Diese 
seine ffnung soll rings von einem angewebten Saume eingefat sein; eine 
ffnung, wie die eines Panzerhemdes, soll es haben, damit es nicht 
zerreit.
EXO 28:33 An seinem Saume aber sollst du Granatpfel aus blauem und rotem 
Purpur und Karmesin anbringen - an seinem Saume ringsum - und inmitten 
derselben goldene Glckchen,
EXO 28:34 so, da immer ein goldenes Glckchen und ein Granatapfel ringsum 
am Saume des Obergewands miteinander abwechseln.
EXO 28:35 Und Aaron soll es tragen, um den heiligen Dienst zu verrichten, 
und man soll es klingen hren, wenn er hineingeht ins Heiligtum vor Jahwe 
und wenn er herauskommt, damit er nicht sterbe.
EXO 28:36 Ferner sollst du ein Stirnblatt von gediegenem Gold anfertigen 
und darauf in Siegelstecher-Arbeit eingraben: Geheiligt dem Jahwe,
EXO 28:37 und sollst es an einer Schnur von blauem Purpur befestigen, 
damit es sich am Kopfbund befinde; an der Vorderseite des Kopfbundes soll 
es sich befinden.
EXO 28:38 Es soll aber auf der Stirn Aarons liegen, damit Aaron so die 
Verfehlungen in betreff der heiligen Dinge - aller der geweihten Gaben, 
welche die Israeliten darbringen werden - auf sich nehme. Bestndig soll 
es auf seiner Stirn liegen, damit es sie wohlgefllig mache vor Jahwe.
EXO 28:39 Den Leibrock aber sollst du aus Byssus wrfelfrmig gemustert 
weben und sollst einen Kopfbund aus Byssus anfertigen, sowie einen Grtel 
in Buntwirker-Arbeit.
EXO 28:40 Und fr die Shne Aarons sollst du Leibrcke anfertigen und 
Grtel fr sie anfertigen und hohe Mtzen fr sie anfertigen, zur Ehre und 
zur herrlichen Zier.
EXO 28:41 Und du sollst Aaron und seine Shne damit bekleiden und sollst 
sie salben und ihnen die Hand fllen und sie weihen, damit sie mir 
Priesterdienst thun.
EXO 28:42 Und fertige ihnen linnene Beinkleider zur Bedeckung der 
Schamteile; von den Hften bis zu den Schenkeln sollen sie reichen.
EXO 28:43 Und Aaron und seine Shne sollen sie tragen, wenn sie in das 
Offenbarungszelt hineingehen und wenn sie an den Altar herantreten, um den 
Dienst im Heiligtum zu verrichten, damit sie nicht Schuld auf sich laden 
und sterben mssen. Solches gelte ihm und seinen Nachkommen als eine 
immerwhrende Verpflichtung.
EXO 29:1 Folgendermaen sollst du mit ihnen verfahren, um sie zu weihen, 
damit sie mir Priesterdienst thun. Nimm einen jungen Stier und zwei 
fehllose Widder,
EXO 29:2 ungesuertes Brot und ungesuerte, mit l gemengte Kuchen, sowie 
ungesuerte, mit l bestrichene Fladen; aus Weizen-Feinmehl sollst du sie 
herstellen.
EXO 29:3 Hierauf sollst du sie in einen Korb thun und sie in dem Korbe 
darbringen, dazu den Farren und die beiden Widder.
EXO 29:4 Aaron aber und seine Shne la an den Eingang zum 
Offenbarungszelt herantreten und wasche sie mit Wasser.
EXO 29:5 Sodann nimm die Kleider, bekleide Aaron mit dem Leibrock, dem 
Obergewand zum Schulterkleid, dem Schulterkleid und der Tasche und binde 
ihm die Binde des Schulterkleids um;
EXO 29:6 setze ihm den Kopfbund auf das Haupt und befestige das heilige 
Diadem am Kopfbund.
EXO 29:7 Sodann nimm das Salbl, giee es ihm aufs Haupt und salbe ihn so.
EXO 29:8 Seine Shne aber la herzutreten, bekleide sie mit Leibrcken,
EXO 29:9 umgrte sie mit einem Grtel und setze ihnen Mtzen auf, damit 
ihnen das Priesteramt zustehe kraft einer fr alle Zeiten geltenden 
Ordnung. Sodann sollst du Aaron und seinen Shnen die Hand fllen.
EXO 29:10 Und zwar sollst du den Farren herzubringen vor das 
Offenbarungszelt, damit Aaron und seine Shne auf den Kopf des Farren die 
Hand aufstemmen.
EXO 29:11 Sodann schlachte den Farren vor Jahwe, am Eingang zum 
Offenbarungszelte,
EXO 29:12 nimm etwas von dem Blute des Farren und streiche es mit dem 
Finger an die Hrner des Altars; das ganze brige Blut aber giee am Altar 
auf den Boden.
EXO 29:13 Sodann nimm alles Fett, welches die Eingeweide bedeckt, und das 
Anhngsel an der Leber, dazu die beiden Nieren samt dem Fett an ihnen und 
la es auf dem Altar in Rauch aufgehn.
EXO 29:14 Das Fleisch des Farren aber, sein Fell und seinen Mist sollst du 
auerhalb des Lagers verbrennen - ein Sndopfer ist es.
EXO 29:15 Sodann bringe den einen Widder, damit Aaron und seine Shne auf 
den Kopf des Widders die Hand aufstemmen.
EXO 29:16 Sodann schlachte den Widder, nimm sein Blut und sprenge es 
ringsum an den Altar.
EXO 29:17 Den Widder selbst aber zerlege in seine Teile, wasche seine 
Eingeweide und seine Beine und lege sie zu seinen brigen Stcken und zu 
seinem Kopfe.
EXO 29:18 Sodann la den ganzen Widder auf dem Altar in Rauch aufgehn - 
ein Brandopfer fr Jahwe ist es, ein lieblicher Geruch, ein Jahwe 
dargebrachtes Feueropfer.
EXO 29:19 Sodann bringe den anderen Widder, damit Aaron und seine Shne 
auf den Kopf des Widders die Hand aufstemmen;
EXO 29:20 alsdann schlachte den Widder, nimm etwas von seinem Blut und 
streiche es an das rechte Ohrlppchen Aarons und an das rechte Ohrlppchen 
seiner Shne, an ihren rechten Daumen und an ihre rechte groe Zehe; das 
brige Blut sprenge ringsum an den Altar.
EXO 29:21 Sodann nimm etwas von dem Blute, das auf dem Altar ist, sowie 
von dem Salbl und sprenge es auf Aaron und seine Kleider, sowie auf seine 
Shne und ihre Kleider, damit er und seine Kleider, sowie seine Shne und 
ihre Kleider geheiligt seien.
EXO 29:22 Sodann nimm von dem Widder das Fett, den Fettschwanz samt dem 
Fett, welches die Eingeweide bedeckt, das Anhngsel an der Leber und die 
beiden Nieren samt dem Fett an ihnen, dazu die rechte Keule - denn ein 
Einsetzungs-Widder ist es -,
EXO 29:23 ferner einen Laib Brot, einen mit l angemachten Brotkuchen und 
einen Fladen aus dem Korbe mit dem Ungesuerten, der vor Jahwe steht,
EXO 29:24 und gieb dies alles Aaron und seinen Shnen in die Hnde und 
webe es als Webe vor Jahwe.
EXO 29:25 Sodann nimm es ihnen aus den Hnden und la es auf dem Altar 
ber dem Brandopfer in Rauch aufgehn zum lieblichen Geruch vor Jahwe: ein 
Jahwe dargebrachtes Feueropfer ist es.
EXO 29:26 Sodann nimm die Brust von dem Einsetzungs-Widder Aarons und webe 
sie als Webe vor Jahwe; dann soll sie dir als Anteil zufallen.
EXO 29:27 So sollst du die Webebrust, welche gewebt, und die Hebekeule, 
welche als Hebe weggenommen wurde von dem Einsetzungs-Widder Aarons und 
seiner Shne, fr etwas Geweihtes erklren;
EXO 29:28 sie sollen Aaron und seinen Shnen zufallen kraft einer den 
Israeliten fr alle Zeit auferlegten Verpflichtung. Denn ein Hebeopfer ist 
es, und als Hebeopfer soll es von den Israeliten abgegeben werden von 
ihren Heilsopfern, als ihr Hebeopfer an Jahwe.
EXO 29:29 Die heiligen Kleider Aarons aber sollen nachmals auf seine Shne 
bergehen, damit man sie darin salbe und ihnen die Hand flle.
EXO 29:30 Sieben Tage hindurch soll sie derjenige seiner Shne anziehen, 
welcher an seiner Statt Priester wird, der in das Offenbarungszelt 
hineingehen wird, um den Dienst im Heiligtume zu verrichten.
EXO 29:31 Den Einsetzungs-Widder aber sollst du nehmen und sein Fleisch an 
heiliger Sttte kochen.
EXO 29:32 Und Aaron und seine Shne sollen das Fleisch des Widders samt 
dem Brote, welches im Korbe ist, am Eingange zum Offenbarungszelte 
verzehren.
EXO 29:33 Das, womit Shne vollzogen wurde, als man ihnen die Hand fllte 
und sie weihte, sollen sie verzehren; ein Fremder aber darf nicht davon 
essen, denn es ist heilig.
EXO 29:34 Und wenn von dem Fleische des Einsetzungsopfers oder von dem 
Brote etwas brig bleibt bis zum Morgen, so sollst du das briggebliebene 
mit Feuer verbrennen: es darf nicht gegessen werden, denn es ist heilig.
EXO 29:35 So sollst du mit Aaron und seinen Shnen verfahren, ganz wie ich 
dir befohlen habe: sieben Tage hindurch sollst du ihnen die Hand fllen
EXO 29:36 und sollst fr jeden Tag einen Sndopfer-Farren herrichten zum 
Vollzuge der Shne und sollst den Altar entsndigen, indem du die 
Shnehandlungen an ihm vollziehst, und sollst ihn salben, um ihn zu weihen.
EXO 29:37 Sieben Tage lang sollst du die Shnehandlungen an dem Altar 
vollziehen, um ihn zu weihen; so wird der Altar hochheilig werden: jeder, 
der den Altar berhrt, ist dem Heiligtume verfallen.
EXO 29:38 Folgendes aber sollst du auf dem Altar herrichten: Tag fr Tag 
zwei einjhrige Lmmer als regelmiges Brandopfer.
EXO 29:39 Das eine Lamm sollst du am Morgen herrichten und das andere Lamm 
sollst du gegen Abend herrichten.
EXO 29:40 Und ein Zehntel Feinmehl, das mit einem Viertel Hin l aus 
zerstoenen Oliven gemengt ist, sowie ein Trankopfer, bestehend in einem 
Viertel Hin Wein, soll zu dem einen Lamme kommen.
EXO 29:41 Das andere Lamm aber sollst du gegen Abend herrichten - in 
betreff des Speisopfers und Trankopfers sollst du dabei verfahren, wie am 
Morgen - zu einem lieblichen Geruch, als eine Jahwe dargebrachte 
Feuerspeise,
EXO 29:42 als euer regelmiges Brandopfer von Geschlecht zu Geschlecht, 
am Eingange zum Offenbarungszelte vor Jahwe, woselbst ich mich dir 
offenbaren werde, indem ich daselbst mit dir rede.
EXO 29:43 Und ich werde mich daselbst den Israeliten offenbaren, und es 
soll geheiligt werden durch meine Herrlichkeit.
EXO 29:44 So will ich das Offenbarungszelt und den Altar weihen; auch 
Aaron und seine Shne will ich weihen, damit sie mir Priesterdienst thun.
EXO 29:45 Und ich will unter den Israeliten wohnen und ihr Gott sein;
EXO 29:46 so sollen sie dann erkennen, da ich, Jahwe, ihr Gott bin, der 
sie weggefhrt hat aus gypten, um unter ihnen zu wohnen - ich, Jahwe, ihr 
Gott!
EXO 30:1 Weiter sollst du einen Altar zum Verbrennen des Rucherwerks 
anfertigen; aus Akazienholz sollst du ihn anfertigen,
EXO 30:2 eine Elle lang und eine Elle breit; viereckig soll er sein und 
zwei Ellen hoch. Seine Hrner sollen ein Ganzes mit ihm bilden.
EXO 30:3 Den sollst du mit gediegenem Gold berziehen, seine Platte und 
seine Wnde ringsum, sowie seine Hrner, und sollst einen ringsumlaufenden 
goldenen Kranz an ihm anbringen.
EXO 30:4 Unterhalb dieses Kranzes sollst du an seinen beiden Ecken je zwei 
goldene Ringe anbringen; auf seinen beiden Seiten sollst du sie anbringen, 
da sie zur Aufnahme der Stangen dienen, damit man ihn mittels derselben 
tragen kann.
EXO 30:5 Die Stangen aber sollst du aus Akazienholz fertigen und mit Gold 
berziehen.
EXO 30:6 Und du sollst ihn vor den Vorhang setzen, der sich vor der Lade 
mit dem Gesetze befindet - vor der Deckplatte, die sich ber dem Gesetze 
befindet, woselbst ich mich dir offenbaren werde.
EXO 30:7 Und Aaron soll darauf wohlriechendes Rucherwerk verbrennen. Alle 
Morgen, wenn er die Lampen zurecht macht, soll er es verbrennen;
EXO 30:8 auch, wenn er gegen Abend die Lampen aufsteckt, soll es Aaron 
verbrennen, als regelmiges Rauchopfer eurerseits vor Jahwe von 
Geschlecht zu Geschlecht.
EXO 30:9 Fremdes Rucherwerk, Brandopfer oder Speisopfer drft ihr nicht 
auf ihm darbringen; auch Trankopfer drft ihr nicht auf ihn ausgieen.
EXO 30:10 Und Aaron soll einmal im Jahre an seinen Hrnern die Shne 
vollziehen; vermittelst des Blutes des Entsndigungs-Sndopfers soll er 
einmal im Jahre von Geschlecht zu Geschlecht die Shne an ihm vollziehen - 
hochheilig ist er dem Jahwe!
EXO 30:11 Und Jahwe redete mit Mose also:
EXO 30:12 Wenn du die Gesamtzahl der Israeliten, soweit sie gemustert 
werden, aufnimmst, sollen sie Mann fr Mann Jahwe ein Lsegeld zur Deckung 
ihres Lebens geben, wenn man sie mustert, damit nicht eine Plage ber sie 
komme, wenn man sie mustert.
EXO 30:13 Und zwar soll jeder, der der Musterung unterliegt, einen halben 
Sekel heiliges Gewicht, den Sekel zu zwanzig Gera gerechnet, entrichten, 
einen halben Sekel als Hebeopfer fr Jahwe.
EXO 30:14 Jeder, der der Musterung unterliegt, von zwanzig Jahren an und 
darber, soll das Hebeopfer fr Jahwe entrichten.
EXO 30:15 Die Reichen sollen nicht mehr, und die Armen nicht weniger 
geben, als einen halben Sekel, bei der Entrichtung des Hebeopfers fr 
Jahwe, zur Deckung ihres Lebens.
EXO 30:16 Und du sollst das Shngeld von den Israeliten erheben und auf 
den Dienst am Offenbarungszelte verwenden, damit es den Israeliten ein 
gndiges Gedenken bei Jahwe und Deckung ihres Lebens erwirke.
EXO 30:17 Und Jahwe redete mit Mose also: Fertige ein kupfernes Becken mit 
einem kupfernen Gestell zum Waschen an,
EXO 30:18 stelle es auf zwischen dem Offenbarungszelt und dem Altar und 
thue Wasser hinein,
EXO 30:19 damit sich Aaron und seine Shne ihre Hnde und Fe darin 
waschen.
EXO 30:20 Wenn sie hineingehen ins Offenbarungszelt, sollen sie sich 
abwaschen, damit sie nicht sterben, und ebenso, wenn sie herzutreten zum 
Altar, um den heiligen Dienst zu verrichten, indem sie Feueropfer fr 
Jahwe in Rauch aufgehen lassen.
EXO 30:21 Da sollen sie dann ihre Hnde und Fe waschen, damit sie nicht 
sterben, und dies soll ihnen als eine fr alle Zeiten geltende 
Verpflichtung obliegen - fr ihn und seine Nachkommen von Geschlecht zu 
Geschlecht!
EXO 30:22 Und Jahwe redete mit Mose also:
EXO 30:23 Du aber verschaffe dir wohlriechende Stoffe von der besten 
Sorte, nmlich 500 Sekel vorzglichsten Balsam, halb so viel 
wohlriechenden Zimt, also 250 Sekel, ferner 250 Sekel wohlriechenden Kalmus
EXO 30:24 und 500 Sekel Cassia, nach heiligem Gewicht, dazu ein Hin 
Olivenl,
EXO 30:25 und stelle daraus ein heiliges Salbl her, eine wrzige Salbe, 
wie sie der Salbenmischer herstellt, - ein heiliges Salbl soll es sein!
EXO 30:26 Und du sollst damit salben das Offenbarungszelt und die Lade mit 
dem Gesetze,
EXO 30:27 den Tisch mit allen seinen Gerten, den Leuchter mit seinen 
Gerten und den Rucheraltar,
EXO 30:28 ferner den Brandopferaltar mit allen seinen Gerten und das 
Becken samt seinem Gestelle.
EXO 30:29 Und du sollst sie weihen, damit sie hochheilig seien; jeder, der 
sie berhrt, ist dem Heiligtum verfallen.
EXO 30:30 Auch Aaron und seine Shne sollst du salben und sie so weihen, 
damit sie mir Priesterdienst thun.
EXO 30:31 Den Israeliten aber gebiete folgendes: Als ein mir geheiligtes 
Salbl soll euch dieses gelten von Geschlecht zu Geschlecht.
EXO 30:32 Auf keines Menschen Leib darf es gegossen werden, noch drft ihr 
welches im gleichen Mischungsverhltnis fr euch bereiten: heilig ist es, 
als heilig soll es euch gelten.
EXO 30:33 Wenn jemand solches mischt oder etwas davon an einen Fremden 
bringt, so soll er hinweggetilgt werden aus seinen Volksgenossen.
EXO 30:34 Und Jahwe gebot Mose: Verschaffe dir Spezereien: Stakte, 
Rucherklaue und Galbanum - Spezereien und reinen Weihrauch, alles zu 
gleichen Teilen,
EXO 30:35 und bereite daraus Rucherwerk, eine wrzige Mischung, wie sie 
der Salbenmischer bereitet, mit etwas Salz versetzt, rein, zu heiligem 
Gebrauche bestimmt.
EXO 30:36 Und du sollst etwas davon zu feinem Pulver zerreiben und sollst 
davon in die Nhe des Gesetzes ins Offenbarungszelt bringen, woselbst ich 
mich dir offenbaren werde; als hochheilig soll es euch gelten.
EXO 30:37 Fr euch aber drft ihr kein Rucherwerk bereiten nach dem 
Mischungsverhltnis, wie es bei dem stattfindet, welches du bereiten 
sollst; als etwas Jahwe Geheiligtes soll es dir gelten.
EXO 30:38 Sollte jemand seinesgleichen bereiten, um sich an seinem Geruche 
zu ergtzen, so soll er hinweggetilgt werden aus seinen Volksgenossen.
EXO 31:1 Und Jahwe redete mit Mose also:
EXO 31:2 Merke auf! Ich habe Bezaleel, den Sohn Uris, des Sohnes Hurs, vom 
Stamme Juda, namentlich berufen und ihn erfllt mit gttlichem Geiste,
EXO 31:3 mit Kunstsinn, Einsicht, Wissen und allerlei Fertigkeiten,
EXO 31:4 um Kunstwerke zu ersinnen und in Gold, Silber, Kupfer,
EXO 31:5 mittels Verarbeitung von Edelsteinen zum Besetzen und mittels 
Bearbeitung von Holz auszufhren und so in allen Gattungen zu arbeiten.
EXO 31:6 Zugleich aber habe ich ihm Oholiab, den Sohn Ahisamachs, vom 
Stamme Dan beigegeben und habe allen Kunstverstndigen knstlerischen Sinn 
verliehen, damit sie alles, was ich dir befohlen habe, anfertigen:
EXO 31:7 das Offenbarungszelt, die Lade fr das Gesetz, die Deckplatte 
darauf und alle zum Zelte gehrenden Gerte;
EXO 31:8 ferner den Tisch mit seinen Gerten, den Leuchter aus gediegenem 
Golde mit allen seinen Gerten und den Rucheraltar,
EXO 31:9 den Brandopferaltar mit allen seinen Gerten und das Becken mit 
seinem Gestelle,
EXO 31:10 die prachtvoll gewirkten Kleider und die brigen heiligen 
Kleider Aarons, des Priesters, sowie die Kleider seiner Shne zum 
priesterlichen Dienste,
EXO 31:11 das Salbl und das wohlriechende Rucherwerk zum heiligen 
Gebrauche. Ganz wie ich es dir befohlen habe, sollen sie es anfertigen.
EXO 31:12 Und Jahwe gebot Mose also:
EXO 31:13 Du aber befiehl den Israeliten Folgendes: Beobachtet nur ja 
meine Ruhetage! Denn er ist ein Zeichen zwischen mir und euch von 
Geschlecht zu Geschlecht, damit man erkenne, da ich, Jahwe, es bin, der 
euch heiligt.
EXO 31:14 Darum sollt ihr den Ruhetag beobachten, denn er mu euch heilig 
sein; wer immer ihn entweiht, soll mit dem Tode bestraft werden. Denn wenn 
irgend jemand eine Arbeit an ihm verrichtet, ein solcher soll 
hinweggetilgt werden mitten aus seinen Volksgenossen.
EXO 31:15 Sechs Tage hindurch darf Arbeit verrichtet werden, aber der 
siebente Tag ist ein Jahwe geheiligter Tag unbedingter Ruhe; jeder, der am 
Sabbattage eine Arbeit verrichtet, soll mit dem Tode bestraft werden.
EXO 31:16 So sollen also die Israeliten den Sabbat beobachten, indem sie 
den Sabbat feiern von Geschlecht zu Geschlecht, kraft einer fr alle 
Zeiten geltenden Verpflichtung.
EXO 31:17 Fr alle Zeiten sei er ein Zeichen zwischen mir und den 
Israeliten. In sechs Tagen hat Jahwe den Himmel und die Erde gemacht; am 
siebenten Tag aber ruhte er und atmete auf.
EXO 31:18 Als er nun das Gesprch mit Mose auf dem Berge Sinai beendet 
hatte, bergab er ihm die beiden Gesetztafeln, steinerne Tafeln, vom 
Finger Gottes beschrieben.
EXO 32:1 Als aber das Volk sah, da sich die Rckkunft Moses vom Berge 
verzgerte, scharte sich das Volk um Aaron und forderte ihn auf: Wohlan, 
schaffe uns einen Gott, der vor uns einherziehe; denn wir wissen nicht, 
was jenem Manne Mose, der uns aus gypten weggefhrt hat, zugestoen ist.
EXO 32:2 Da sprach Aaron zu ihnen: Reit die goldenen Ringe ab, die eure 
Weiber, Shne und Tchter an den Ohren tragen, und bringt sie mir her.
EXO 32:3 Da rissen sich alle Leute die goldenen Ringe ab, die sie an den 
Ohren trugen, und brachten sie Aaron.
EXO 32:4 Der nahm das Gold von ihnen in Empfang, bearbeitete es mit dem 
Meiel und machte daraus ein gegossenes Kalb. Da riefen sie: Das ist dein 
Gott, o Israel, der dich aus gypten weggefhrt hat!
EXO 32:5 Als dies Aaron sah, errichtete er vor ihm einen Altar; und Aaron 
lie ausrufen: Morgen wird Jahwe ein Fest gefeiert!
EXO 32:6 Des anderen Tages frh opferten sie Brandopfer und brachten 
Heilsopfer dar, und das Volk setzte sich hin, um zu essen und zu trinken; 
dann standen sie auf, um sich zu belustigen.
EXO 32:7 Da befahl Jahwe Mose: Auf! steige hinab, denn dein Volk, das du 
aus gypten weggefhrt hast, handelt verderbt!
EXO 32:8 Gar schnell sind sie von dem Wege abgewichen, den ich ihnen 
vorgeschrieben habe; sie haben sich ein gegossenes Kalb gemacht und es 
angebetet, haben ihm Opfer dargebracht und gerufen: Das ist dein Gott, o 
Israel, der dich aus gypten weggefhrt hat!
EXO 32:9 Und Jahwe sprach zu Mose: Ich sehe nun wohl, da dieses Volk ein 
halsstarriges Volk ist.
EXO 32:10 So la mich nun, da mein Zorn gegen sie entbrenne, und ich sie 
vernichte; dann will ich dich zum Stammvater eines groen Volkes machen.
EXO 32:11 Mose aber suchte Jahwe, seinen Gott, zu begtigen, indem er 
sprach: O Jahwe! Warum bist du so sehr zornig ber dein Volk, das du doch 
mit groer Kraft und starker Hand aus gypten weggefhrt hast?
EXO 32:12 Es sollen doch nicht etwa die gypter sagen: In schlimmer 
Absicht hat er sie weggefhrt, um sie in den Bergen umzubringen und sie 
vom Erdboden zu vertilgen? La ab von deinem heftigen Zorn und la dich 
das Unheil gereuen, das du deinem Volke zugedacht hast.
EXO 32:13 Gedenke deiner Diener Abraham, Isaak und Israel, denen du bei 
dir selbst zugeschworen und verheien hast: Ich will eure Nachkommen so 
zahlreich werden lassen, wie die Sterne am Himmel, und dieses ganze Land, 
von dem ich gesprochen habe, will ich euren Nachkommen verleihen, damit 
sie es auf ewige Zeiten besitzen!
EXO 32:14 Da lie sich Jahwe das Unheil gereuen, das er seinem Volke 
angedroht hatte.
EXO 32:15 Mose aber machte sich auf den Rckweg und stieg vom Berge hinab, 
mit den beiden Gesetztafeln in der Hand, - Tafeln, die auf beiden Seiten 
beschrieben waren; vorn und hinten waren sie beschrieben.
EXO 32:16 Es waren aber die Tafeln von Gott angefertigt und die Schrift 
Gottesschrift, eingegraben auf die Tafeln.
EXO 32:17 Als nun Josua das laute Gelrm des Volkes vernahm, sagte er zu 
Mose: Es ist Kriegslrm im Lager!
EXO 32:18 Der aber erwiderte: Das ist kein Geschrei, wie es Sieger, und 
kein Geschrei, wie es Unterliegende anheben; Gesangestne hre ich!
EXO 32:19 Als er nun in die Nhe des Lagers kam und das Kalb, sowie die 
Reihen der Tanzenden erblickte, da entbrannte der Zorn Moses, so da er 
die Tafeln wegwarf und sie am Fue des Berges zerschmetterte.
EXO 32:20 Dann nahm er das Kalb, das sie gemacht hatten, verbrannte es und 
zermalmte es zu feinem Staube; den streute er auf Wasser und gab es den 
Israeliten zu trinken.
EXO 32:21 Und zu Aaron sprach Mose: Was haben dir diese Leute gethan, da 
du eine so schwere Versndigung ber sie gebracht hast?
EXO 32:22 Aaron erwiderte: O Herr! zrne nicht; du weit es ja selbst, da 
das Volk zum Bsen geneigt ist.
EXO 32:23 Sie baten mich: Mache uns einen Gott, der vor uns einherziehe; 
denn wir wissen nicht, was jenem Manne Mose, der uns aus gypten hierher 
gefhrt hat, zugestoen ist.
EXO 32:24 Da gebot ich ihnen: Wer Gold trgt, der reie es sich ab! Da 
gaben sie es mir, und ich warf es ins Feuer; da wurde dieses Kalb daraus!
EXO 32:25 Als nun Mose sah, da das Volk aus Rand und Band gekommen war - 
denn Aaron hatte ihm die Zgel schieen lassen, zur Schadenfreude seiner 
Feinde -,
EXO 32:26 da trat Mose an das Thor des Lagers und rief: Her zu mir, wer 
Jahwe angehrt! Da sammelten sich um ihn alle Leviten.
EXO 32:27 Er aber sprach zu ihnen: So spricht Jahwe, der Gott Israels: 
Grtet ein jeder sein Schwert um, geht im Lager hin und her, von einem 
Thore zum andern und schlagt tot, wer es sei, Brder, Freunde und 
Verwandte!
EXO 32:28 Die Leviten aber thaten nach dem Befehle Moses, und so fielen an 
jenem Tage vom Volk ungefhr dreitausend Mann.
EXO 32:29 Da sprach Mose: Fllt euch heute die Hand fr Jahwe - denn ein 
jeder war wider seinen Sohn und seinen Bruder -, damit fortan Segen auf 
euch ruhe!
EXO 32:30 Des andern Tags aber sprach Mose zu dem Volke: Ihr habt euch 
sehr schwer versndigt! Ich will daher zu Jahwe hinaufsteigen; vielleicht 
kann ich euch Verzeihung auswirken fr eure Snde.
EXO 32:31 Da ging Mose wieder zu Jahwe und sprach: Ach! dieses Volk hat 
sich sehr schwer versndigt und sich einen Gott aus Gold verfertigt.
EXO 32:32 Und nun vergieb ihnen doch ihre Snde! Wo nicht, so streiche 
mich doch lieber aus dem Buche, das du fhrst!
EXO 32:33 Jahwe aber entgegnete Mose: Wer irgend sich gegen mich verfehlt, 
den streiche ich aus meinem Buche.
EXO 32:34 Aber gehe jetzt nur hin und fhre das Volk dorthin, wohin ich 
dir geboten habe; mein Engel soll vor dir hergehen. Aber wenn die Zeit der 
Ahndung fr mich da ist, will ich ihre Versndigung ahnden.
EXO 32:35 Und Jahwe verhngte Unheil ber das Volk, weil sie das Kalb 
verfertigt hatten, welches Aaron verfertigt hatte.
EXO 33:1 Hierauf sprach Jahwe zu Mose: Wohlan! ziehe nun mit dem Volke, 
da du aus gypten hierher gebracht hast, von hier hinweg in das Land, das 
ich Abraham, Isaak und Jakob zugeschworen habe, indem ich verhie: Euren 
Nachkommen will ich es verleihen!
EXO 33:2 Ich will aber einen Engel vor euch einherziehen lassen, um die 
Kanaaniter, Amoriter, Hethiter, Pheresiter, Heviter und Jebusiter vor euch 
zu vertreiben, -EXO 33:3 in ein Land, das von Milch und Honig berfliet. 
Denn ich will nicht in eurer Mitte einherziehen, weil ihr ein 
halsstarriges Volk seid; sonst wrde ich euch unterwegs den Garaus machen.
EXO 33:4 Als aber das Volk diese schlimmen Worte vernahm, da wurden sie 
sehr betrbt, und niemand legte seinen Schmuck an.
EXO 33:5 Da sprach Jahwe zu Mose: Sprich zu den Israeliten: Ihr seid ein 
halsstarriges Volk! Wenn ich auch nur einen Augenblick in eurer Mitte 
einherzge, wrde ich euch den Garaus machen. So legt nun euren Schmuck 
ab; dann will ich zusehen, was ich fr euch thun kann.
EXO 33:6 Da entledigten sich die Israeliten ihres Schmuckes vom Berge 
Horeb ab.
EXO 33:7 Mose aber nahm jedesmal das Zelt und schlug es auerhalb des 
Lagers, etwas entfernt vom Lager, auf und nannte es Offenbarungszelt. Wer 
irgend Jahwe befragen wollte, der begab sich zu dem Offenbarungszelte 
hinaus vor das Lager.
EXO 33:8 So oft sich nun Mose zu dem Zelte hinaus begab, erhoben sich alle 
Leute und traten ein jeder unter die Thre seines Zeltes und blickten Mose 
nach, bis er zum Zelte gelangt war.
EXO 33:9 So oft aber Mose zum Zelte kam, senkte sich die Wolkensule herab 
und nahm ihren Platz an der Thre des Zeltes, und dann redete er mit Mose.
EXO 33:10 Und alle Leute sahen die Wolkensule an der Thre des Zeltes 
stehen; dann erhoben sich alle Leute und warfen sich ein jeder unter der 
Thre seines Zeltes zu Boden.
EXO 33:11 Jahwe aber redete jedesmal persnlich mit Mose, wie jemand mit 
seinem Freunde redet; hierauf kehrte er ins Lager zurck, whrend sein 
Gehilfe Josua, der Sohn Nuns, als Diener bestndig im Innern des Zeltes 
verweilte.
EXO 33:12 Hierauf sprach Mose zu Jahwe: Du befiehlst mir freilich: Fhre 
dieses Volk hinweg! hast mir aber nicht kund gethan, wen du mir als 
Begleiter mitsenden willst. Und du hast ja doch gesagt: Ich kenne dich mit 
Namen; auch hast du Gnade bei mir gefunden!
EXO 33:13 Wenn ich nun also Gnade bei dir gefunden habe, so weihe mich ein 
in deine Plne und la mich dich erkennen, damit ich Gnade vor dir finde, 
und bedenke doch, da diese Leute dein Volk sind!
EXO 33:14 Da sprach er: Soll ich in Person mitgehen und dich bis zum 
Bestimmungsorte bringen?
EXO 33:15 Er antwortete: Wenn du nicht in Person mitgehst, so fhre uns 
lieber nicht von hier hinweg!
EXO 33:16 Woran sonst soll erkannt werden, da ich und dein Volk Gnade vor 
dir gefunden haben, auer indem du mit uns ziehst, und ich und dein Volk 
dadurch ausgezeichnet werden vor allen Vlkern auf Erden?
EXO 33:17 Da sprach Jahwe zu Mose: Auch das, was du da erbeten hast, will 
ich thun; denn du hast Gnade vor mir gefunden und ich kenne dich mit Namen.
EXO 33:18 Da bat er: La mich deine Herrlichkeit schauen!
EXO 33:19 Er erwiderte: Ich will alle meine Schne an dir vorberziehen 
lassen und den Namen Jahwe vor dir ausrufen und will gndig sein, wem ich 
will, und mich erbarmen, wessen ich will.
EXO 33:20 Hierauf sprach er: Du kannst mein Antlitz nicht schauen; denn 
kein Mensch bleibt am Leben, wenn er mich sieht!
EXO 33:21 Sodann sprach Jahwe: Es ist eine Sttte in meiner Nhe, da magst 
du hintreten auf den Felsen.
EXO 33:22 Wenn dann meine Herrlichkeit vorberzieht, so will ich dich in 
eine Hhlung des Felsens stellen und meine Hand ber dich decken, bis ich 
vorber bin.
EXO 33:23 Wenn ich dann meine Hand entferne, so wirst du meine Rckseite 
sehen; aber mein Antlitz darf niemand schauen!
EXO 34:1 Da befahl Jahwe Mose: haue dir zwei Steintafeln zurecht, wie die 
frheren waren; dann will ich auf die Tafeln die Gebote schreiben, die auf 
den frheren Tafeln standen, welche du zerbrochen hast.
EXO 34:2 Und sei bereit, morgen in aller Frhe auf den Berg Sinai 
hinaufzusteigen; dann erwarte mich dort auf der Spitze des Berges.
EXO 34:3 Es darf aber niemand mit dir hinaufsteigen. Ja es darf sich 
niemand im Bereiche des ganzen Berges blicken lassen; selbst Schafe und 
Rinder drfen nirgends in der Nhe dieses Berges weiden.
EXO 34:4 Da hieb er zwei Steintafeln aus wie die frheren. Und Mose brach 
des anderen Tages frh auf und stieg auf den Berg Sinai, wie ihm Jahwe 
befohlen hatte, und nahm zwei Steintafeln mit sich.
EXO 34:5 Da fuhr Jahwe in einer Wolke hernieder; er aber stellte sich dort 
neben ihn und rief den Namen Jahwes an.
EXO 34:6 Da zog Jahwe an ihm vorber, indem er rief: Jahwe, Jahwe ist ein 
barmherziger und gndiger Gott, langsam zum Zorn und reich an Huld und 
Treue,
EXO 34:7 der Huld bewahrt Tausenden, der Missethat, bertretung und Snde 
vergiebt, aber nicht ganz ungestraft lt, sondern Vterschuld ahndet an 
den Kindern und an den Enkeln, am dritten und vierten Gliede.
EXO 34:8 Da neigte sich Mose eilends bis auf den Boden, warf sich nieder
EXO 34:9 und sprach: O Herr, wenn ich irgend Gnade vor dir gefunden habe, 
so wolle doch mitten unter uns einherziehen! Das Volk ist ja halsstarrig; 
aber verzeihe uns unsere Missethaten und Snden und mache uns zu deinem 
Eigentum!
EXO 34:10 Er antwortete: Wohlan, ich verordne feierlich im Beisein deines 
ganzen Volkes: Ich will Wunder thun, wie sie nicht verrichtet worden sind 
auf der ganzen Erde und unter allen Vlkern, und das ganze Volk, inmitten 
dessen du dich befindest, soll das Thun Jahwes gewahren; denn staunenswert 
ist, was ich an dir thun werde!
EXO 34:11 Beobachte, was ich dir heute gebiete. Ich will vor dir 
vertreiben die Amoriter, die Kanaaniter, die Hethiter, die Pheresiter, die 
Heviter und die Jebusiter.
EXO 34:12 Hte dich davor, mit den Bewohnern des Landes, in welches du 
kommen wirst, ein Abkommen zu treffen; sie knnten euch sonst, wenn sie 
mitten unter euch wohnen, zum Fallstricke werden.
EXO 34:13 Vielmehr sollt ihr ihre Altre zerstren, ihre Malsteine 
zertrmmern und ihre heiligen Bume umhauen.
EXO 34:14 Aber du sollst dich vor keinem anderen Gotte niederwerfen. Denn 
Jahwe heit eiferschtig; ein eiferschtiger Gott ist er.
EXO 34:15 Wenn du ein Abkommen mit den Bewohnern des Landes triffst, und 
sie mit ihren Gttern Abgtterei treiben und ihren Gttern Opfer bringen 
und dich dazu einladen, so lauft ihr Gefahr, von ihrer Opfergabe zu essen.
EXO 34:16 Auch wrdet ihr ihre Tchter fr eure Shne freien; wenn dann 
ihre Tchter ihren Gttern dienend Abgtterei trieben, so wrden sie auch 
deine Shne zu der gleichen Abgtterei verfhren.
EXO 34:17 Du sollst dir nicht ein gegossenes Gottesbild machen.
EXO 34:18 Das Fest der ungesuerten Brote sollst du halten; sieben Tage 
hindurch sollst du ungesuerte Brote essen, wie ich dir befohlen habe, zur 
Zeit des Monats Abib; denn im Monat Abib bist du aus gypten weggezoggen.
EXO 34:19 Alle Erstgeburt gehrt mir; ebenso all' dein Vieh, soweit es 
mnnlich ist, - der erste Wurf von Rindern und Schafen.
EXO 34:20 Den ersten Wurf eines Esels aber sollst du mit einem Schaf 
auslsen und wenn du ihn nicht auslsen willst, so mut du ihm das Genick 
brechen. Alle Erstgeburt unter deinen Shnen sollst du auslsen; und vor 
mir soll man nicht mit leeren Hnden erscheinen.
EXO 34:21 Sechs Tage hindurch magst du arbeiten, aber am siebenten Tage 
sollst du ruhen; selbst whrend der Zeit des Pflgens und Erntens sollst 
du ruhen.
EXO 34:22 Und das Wochenfest sollst du halten, das Fest der Erstlinge der 
Weizenernte und das Fest des Einherbstens bei der Wende des Jahres.
EXO 34:23 Dreimal im Jahre soll alles, was mnnlich unter euch ist, vor 
dem Herrn, Jahwe, dem Gott Israels erscheinen.
EXO 34:24 Denn ich will dir zuliebe Vlker ihres Besitzes berauben und 
deinem Gebiete eine weite Ausdehnung geben; aber niemand soll sich 
gelsten lassen nach deinem Lande, whrend du hinziehst, um vor Jahwe, 
deinem Gotte, zu erscheinen, dreimal im Jahre.
EXO 34:25 Du sollst das Blut meiner Opfer nicht zu gesuertem Brote 
schlachten, und das Opferfleich des Passahfestes soll nicht bis zum andern 
Morgen aufbehalten werden.
EXO 34:26 Die Erstlinge von den ersten Frchten deines Bodens sollst du 
zum Hause Jahwes, deines Gottes, bringen. Du sollst ein Bckchen nicht in 
der Milch seiner Mutter kochen.
EXO 34:27 Und Jahwe befahl Mose: Schreibe dir diese Gebote auf; denn auf 
Grund dieser Gebote schliee ich mit dir und mit Israel einen Bund.
EXO 34:28 Er verweilte aber dort bei Jahwe vierzig Tage und vierzig 
Nchte, ohne Speise und Trank zu sich zu nehmen. Da schrieb er die 
Bundesgebote, die zehn Gebote, auf die Tafeln.
EXO 34:29 Als aber Mose vom Berge Sinai herabstieg mit den beiden 
Gesetztafeln in der Hand, - als er vom Berge herabstieg, wute Mose nicht, 
da die Haut seines Antlitzes glnzend geworden war infolge seiner 
Unterredung mit ihm.
EXO 34:30 Als nun Aaron und alle Israeliten an Mose wahrnahmen, da die 
Haut seines Antlitzes glnzte, frchteten sie sich, ihm nahe zu kommen.
EXO 34:31 Mose aber rief ihnen zu; da wandten sie sich ihm wieder zu, 
sowohl Aaron, als alle Frsten in der Gemeinde. Und Mose redete mit ihnen.
EXO 34:32 Darnach traten alle brigen Israeliten heran. Da trug er ihnen 
alle Gebote vor, welche ihm Jahwe auf dem Berge Sinai anbefohlen hatte.
EXO 34:33 Als aber Mose seine Unterredung mit ihnen beendigt hatte, legte 
er eine Hlle auf sein Antlitz.
EXO 34:34 Jedesmal wenn Mose vor Jahwe trat, um mit ihm zu reden, 
entfernte er die Hlle, bis er wieder herauskam. Und jedesmal wenn er 
herauskam, richtete er den Israeliten aus, was ihm aufgetragen worden war.
EXO 34:35 Da sahen dann jedesmal die Israeliten, da die Haut des 
Antlitzes Moses glnzte. Dann legte Mose die Hlle wieder auf sein 
Antlitz, bis er hineinging, mit ihm zu reden.
EXO 35:1 Hierauf versammelte Mose die ganze Gemeinde der Israeliten und 
sprach zu ihnen: Dies ist's, was Jahwe zu thun befohlen hat:
EXO 35:2 Sechs Tage hindurch darf Arbeit verrichtet werden, den siebenten 
Tag aber sollt ihr heilig halten als einen Jahwe geweihten Tag unbedingter 
Ruhe. Jeder, der eine Arbeit an ihm verrichtet, soll gettet werden.
EXO 35:3 Am Sabbattage drft ihr kein Feuer anznden in allen euren 
Wohnungen.
EXO 35:4 Da gebot Mose der ganzen Gemeinde der Israeliten also: Dies 
ist's, was Jahwe befohlen hat:
EXO 35:5 Liefert von eurem Besitz eine Beisteuer fr Jahwe! Jeder, den 
sein Herz dazu treibt, mge sie bringen, die Beisteuer fr Jahwe: Gold, 
Silber, Kupfer,
EXO 35:6 blauen und roten Purpur, Karmesin, Byssus und Ziegenhaar,
EXO 35:7 rotgefrbte Widderfelle, Seekuhfelle und Akazienholz,
EXO 35:8 l fr den Leuchter, sowie Spezereien zum Salbl und zum 
wohlriechenden Rucherwerk,
EXO 35:9 Schohamsteine und Edelsteine zum Besetzen des Schulterkleids und 
der Tasche.
EXO 35:10 Und alle, die kunstverstndig sind unter euch, mgen kommen und 
alles das verfertigen, was Jahwe gefordert hat:
EXO 35:11 die Wohnung mit ihren Zeltwnden und ihrer Decke, ihren Haken, 
Brettern, Riegeln, Sulen und Fen,
EXO 35:12 die Lade mit ihren Stangen, die Deckplatte und den verhllenden 
Vorhang;
EXO 35:13 den Tisch mit seinen Stangen und allen seinen Gerten und den 
Schaubroten,
EXO 35:14 den Leuchter mit seinen Gerten und seinen Lampen und das l fr 
den Leuchter,
EXO 35:15 den Rucheraltar mit seinen Stangen, das Salbl, das 
wohlriechende Rucherwerk und den Thrvorhang fr die Thre der Wohnung,
EXO 35:16 den Brandopferaltar mit seinem kupfernen Gitterwerk, seinen 
Stangen und allen seinen Gerten, das Becken mit seinem Gestelle,
EXO 35:17 die Umhnge des Vorhofs, seine Sulen samt ihren Fen, sowie 
den Vorhang fr das Thor des Vorhofs,
EXO 35:18 die Pflcke zur Befestigung der Wohnung und die Pflcke zur 
Befestigung des Vorhofs samt den zugehrigen Stricken,
EXO 35:19 die prachtvoll gewirkten Kleider fr den Dienst im Heiligtume, 
die heiligen Kleider fr Aaron, den Priester, und die Kleider seiner Shne 
zum priesterlichen Dienst.
EXO 35:20 Hierauf ging die ganze Gemeinde der Israeliten von Mose hinweg.
EXO 35:21 Sodann aber kam ein jeder, den sein Herz dazu trieb, und jeder, 
der dazu willig war, und brachte die Beisteuer fr Jahwe zur Anfertigung 
des Offenbarungszeltes und fr den gesamten Dienst in ihm und zu den 
heiligen Kleidern.
EXO 35:22 Und zwar brachten sowohl Mnner als Frauen: alle, die ihr Herz 
dazu trieb, brachten Spangen, Ohrringe, Fingerringe und Geschmeide, 
allerlei goldene Schmucksachen; dazu alle die, welche Jahwe eine Gabe an 
Gold zu weihen beschlossen hatten.
EXO 35:23 Und alle die, welche blauen und roten Purpur, Karmesin, Byssus 
und Ziegenhaar, rotgefrbte Widderfelle und Seekuhfelle besaen, die 
brachten sie herbei.
EXO 35:24 Alle die, welche eine Beisteuer an Silber und Kupfer liefern 
wollten, brachten die Beisteuer fr Jahwe herbei; und alle die, welche 
Akazienholz besaen, wie es allenthalben bei der Anfertigung zu verwenden 
war, die brachten es.
EXO 35:25 Und alle kunstverstndigen Frauen spannen eigenhndig und 
brachten das Gespinst: blauen und roten Purpur, Karmesin und Byssus.
EXO 35:26 Und alle Frauen, die sich vermge ihrer Kunstfertigkeit dazu 
getrieben fhlten, spannen Ziegenhaar.
EXO 35:27 Die Frsten aber brachten die Schohamsteine und die Edelsteine 
zum Besetzen des Schulterkleids und der Tasche,
EXO 35:28 dazu die Spezereien und das l fr den Leuchter und zum Salbl 
und zum wohlriechenden Rucherwerk.
EXO 35:29 Alle Mnner und Frauen, die sich angetrieben fhlten, fr alle 
die Arbeiten, deren Anfertigung Jahwe durch Mose befohlen hatte, Gaben zu 
bringen, - als freiwillige Spende an Jahwe brachten die Israeliten ihre 
Gaben.
EXO 35:30 Mose aber sprach zu den Israeliten: Merket auf! Jahwe hat 
Bezaleel, den Sohn Uris, des Sohnes Hurs, vom Stamme Juda, namentlich 
berufen
EXO 35:31 und ihn erfllt mit gttlichem Geiste, mit Kunstsinn, Einsicht, 
Wissen und allerlei Kunstfertigkeiten,
EXO 35:32 um Kunstwerke zu ersinnen und in Gold, Silber und Kupfer,
EXO 35:33 sowie mittels Bearbeitung von Edelsteinen zum Besetzen und 
mittels Bearbeitung von Holz auszufhren und so in allen Gattungen von 
Kunstwerken zu arbeiten.
EXO 35:34 Aber auch die Gabe der Unterweisung hat er ihm verliehen, ihm 
und Oholiab, dem Sohne Ahisamachs vom Stamme Dan.
EXO 35:35 Er hat sie erfllt mit Kunstsinn, allerlei Arbeiten auszufhren, 
wie sie der Schmied und der Zimmermann, der Kunstweber, der Buntwirker in 
blauem und rotem Purpur, Karmesin und Byssus, sowie der Weber fertigt, 
indem sie alle Arbeiten ausfhren und Kunstwerke ersinnen.
EXO 36:1 So sollen nun Bezaleel, Oholiab und alle Kunstverstndigen, denen 
Jahwe Kunstsinn und Einsicht verliehen hat, so da sie sich auf die 
Ausfhrung verstehen, alle zur Anfertigung des Heiligtums ntigen Arbeiten 
ausfhren.
EXO 36:2 Hierauf berief Mose Bezaleel, Oholiab und alle Kunstverstndigen, 
denen Jahwe Kunstsinn verliehen hatte, alle, die sich angetrieben fhlten, 
ans Werk zu gehen, um es auszufhren.
EXO 36:3 Und sie empfingen von Mose die gesamte Beisteuer, welche die 
Israeliten zur Ausfhrung der Arbeiten behufs Anfertigung des Heiligtums 
gebracht hatten. Diese brachten ihm aber nach wir vor an jedem Morgen 
freiwillige Gaben.
EXO 36:4 Da verlieen alle Knstler, welche mit allen den Arbeiten fr das 
Heiligtum beschftigt waren, Mann fr Mann die Arbeit, mit der sie gerade 
beschftigt waren,
EXO 36:5 und sprachen zu Mose: Das Volk bringt viel mehr, als zur 
Anfertigung der Arbeiten, deren Ausfhrung Jahwe befohlen hat, 
erforderlich ist!
EXO 36:6 Da lie Mose im Lager den Befehl verbreiten: Niemand, es sei Mann 
oder Weib, soll fortan noch etwas anfertigen als Beisteuer fr das 
Heiligtum! So wurde dem Volke gewehrt, Gaben zu bringen.
EXO 36:7 Denn es war genug, ja bergenug Stoff fr sie da, um alle 
Arbeiten auszufhren.
EXO 36:8 So verfertigten denn alle Kunstverstndigen unter den bei dem 
Werke Beschftigten die Wohnung aus zehn Teppichen. Aus gezwirntem Byssus, 
blauem und rotem Purpur und Karmesin, mit Keruben, wie sie der Kunstwirker 
macht, verfertigte er sie,
EXO 36:9 jeden Teppich 28 Ellen lang und 4 Ellen breit; alle Teppiche 
hatten einerlei Ma.
EXO 36:10 Je fnf Teppiche fgte er aneinander;
EXO 36:11 hierauf brachte er am Saume des uersten Teppichs der einen 
Flche Schleifen von blauem Purpur an, und ebenso am Saume des uersten 
Teppichs der anderen Flche.
EXO 36:12 Fnfzig Schleifen brachte er an dem einen Teppich an und fnfzig 
Schleifen brachte er am Rande des Teppichs an, der zu der anderen Flche 
gehrte, so, da die Schleifen einander gegenber standen.
EXO 36:13 Sodann fertigte er fnfzig goldene Haken an und fgte die 
Teppiche mittels der Haken zusammen, so da die Wohnung ein Ganzes wurde.
EXO 36:14 Weiter fertigte er Teppiche aus Ziegenhaar, zum Zeltdach ber 
der Wohnung. Elf Teppiche fertigte er dazu an,
EXO 36:15 jeden Teppich dreiig Ellen lang und vier Ellen breit; alle elf 
Teppiche hatten einerlei Ma.
EXO 36:16 Fnf von diesen Teppichen verband er zu einem Ganzen fr sich 
und ebenso die sechs anderen fr sich.
EXO 36:17 Sodann brachte er am Saume des uersten Teppichs der einen 
Flche fnfzig Schleifen an und ebenso fnfzig Schleifen am Saume des 
uersten Teppichs der anderen Flche.
EXO 36:18 Hierauf fertigte er fnfzig kupferne Haken an, um das Zeltdach 
zusammenzufgen, so da es ein Ganzes wurde.
EXO 36:19 Sodann fertigte er aus rotgefrbten Widderfellen eine berdecke 
fr das Zeltdach an und oben darber eine berdecke von Seekuhfellen.
EXO 36:20 Sodann fertigte er die Bretter zur Wohnung an, aufrechtstehende, 
von Akazienholz,
EXO 36:21 jedes Brett zehn Ellen lang und anderthalbe Elle breit,
EXO 36:22 jedes Brett mit zwei untereinander verbundenen Zapfen; in dieser 
Weise fertigte er alle Bretter der Wohnung an.
EXO 36:23 Und zwar fertigte er an Brettern fr die Wohnung an: zwanzig 
Bretter fr die nach Sden gewendete Seite -EXO 36:24 unter den zwanzig 
Brettern aber brachte er vierzig silberne Fe an, je zwei Fe unter 
jedem Brette fr die beiden Zapfen desselben -,
EXO 36:25 ebenso fr die andere Seite der Wohnung, in der Richtung nach 
Norden, zwanzig Bretter
EXO 36:26 mit ihren vierzig silbernen Fen, je zwei Fen unter jedem 
Brette.
EXO 36:27 Fr die nach Westen gerichtete Seite der Wohnung aber fertigte 
er sechs Bretter an.
EXO 36:28 Und zwei Bretter fertigte er fr die Winkel der Wohnung auf der 
Hinterseite.
EXO 36:29 Und sie waren doppelt im unteren Teil und ebenso waren sie 
doppelt am oberen Ende fr den einen Ring. So verfuhr er mit beiden in den 
beiden Winkeln;
EXO 36:30 somit waren es acht Bretter mit ihren silbernen Fen - sechzehn 
Fen, je zwei Fen unter jedem Brette.
EXO 36:31 Weiter fertigte er fnf Riegel aus Akazienholz an fr die 
Bretter der einen Seite der Wohnung,
EXO 36:32 fnf Riegel fr die Bretter der anderen Seite der Wohnung und 
fnf Riegel fr die Bretter der nach Westen gerichteten Hinterseite der 
Wohnung.
EXO 36:33 Den mittelsten Riegel aber lie er in der Mitte der Bretter quer 
durchlaufen von einem Ende bis zum anderen.
EXO 36:34 Die Bretter aber berzog er mit Gold; auch die Ringe an ihnen, 
die zur Aufnahme der Riegel bestimmt waren, fertigte er aus Gold an und 
berzog auch die Riegel mit Gold.
EXO 36:35 Sodann fertigte er den Vorhang aus blauem und rotem Purpur, 
Karmesin und gezwirntem Byssus; in Kunstwirker-Arbeit fertigte der ihn, 
mit Keruben.
EXO 36:36 Und er fertigte fr ihn vier Sulen von Akazienholz und berzog 
sie mit Gold; auch ihre Ngel waren aus Gold. Und er go fr sie vier 
silberne Fe.
EXO 36:37 Sodann fertigte er einen Vorhang an fr die Thrffnung des 
Zeltes aus blauem und rotem Purpur, Karmesin und gezwirntem Byssus, in 
Buntwirkerarbeit,
EXO 36:38 nebst den dazu gehrenden fnf Sulen und den Ngeln an 
denselben; ihre Kpfe und die Ringe an ihnen berzog er mit Gold. Ihre 
fnf Fe aber fertigte er aus Kupfer.
EXO 37:1 Weiter fertigte Bezaleel die Lade aus Akazienholz an, zwei und 
eine halbe Elle lang, anderthalbe Elle breit und anderthalbe Elle hoch.
EXO 37:2 Und er berzog sie inwendig und auswendig mit gediegenem Gold und 
brachte einen ringsumlaufenden goldenen Kranz an ihr an.
EXO 37:3 Sodann go er fr sie vier goldene Ringe fr ihre vier Fe, und 
zwar zwei Ringe auf ihrer einen Seite und zwei Ringe auf ihrer anderen 
Seite.
EXO 37:4 Sodann fertigte er Stangen aus Akazienholz und berzog sie mit 
Gold;
EXO 37:5 diese Stangen zog er durch die Ringe an den Seiten der Lade, so 
da man die Lade tragen konnte.
EXO 37:6 Sodann fertigte er eine Deckplatte aus gediegenem Gold an, zwei 
und eine halbe Elle lang und anderthalbe Elle breit.
EXO 37:7 Auch fertigte er zwei Kerube aus Gold an; in getriebener Arbeit 
verfertigte er sie an den beiden Enden der Deckplatte,
EXO 37:8 den einen Kerub an dem einen Ende und den anderen Kerub an dem 
anderen Ende. An der Deckplatte brachte er die Kerube an, an ihren beiden 
Enden.
EXO 37:9 Es hielten aber die Kerube ihre Flgel nach oben ausgebreitet, 
indem sie mit ihren Flgeln die Deckplatte berdeckten, whrend ihre 
Gesichter einander zugekehrt waren; gegen die Deckplatte hin waren die 
Gesichter der Kerube gerichtet.
EXO 37:10 Sodann fertigte er den Tisch aus Akazienholz an, zwei Ellen 
lang, eine Elle breit und anderthalbe Elle hoch.
EXO 37:11 Und er berzog ihn mit gediegenem Gold und brachte einen 
ringsumlaufenden goldenen Kranz an ihm an.
EXO 37:12 Sodann brachte er eine in Handbreite ringsumlaufende Leiste an 
ihm an und an dieser Leiste wiederum einen ringsumlaufenden goldenen Kranz.
EXO 37:13 Ferner go er fr ihn vier goldene Ringe und befestigte diese 
Ringe an den vier Ecken seiner vier Fe.
EXO 37:14 Dicht an der Leiste befanden sich die Ringe zur Aufnahme der 
Stangen, damit man den Tisch tragen knne.
EXO 37:15 Die Stangen aber fertigte er aus Akazienholz an und berzog sie 
mit Gold, damit man den Tisch tragen knne.
EXO 37:16 Sodann fertigte er die Gerte an, die sich auf dem Tische 
befinden sollten, die zu ihm gehrenden Schsseln und Schalen, Becher und 
Kannen, mit denen das Trankopfer gespendet wird, alles aus gediegenem 
Golde.
EXO 37:17 Weiter fertigte er den Leuchter an aus gediegenem Golde. In 
getriebener Arbeit fertigte er den Leuchter an - sein Fugestell und 
seinen Schaft; die dazu gehrenden Blumenkelche - Knollen mit Blten - 
befanden sich an ihm.
EXO 37:18 Von seinen Seiten aber gingen sechs Rhren aus, je drei auf 
jeder Seite des Leuchters.
EXO 37:19 An jeder Rhre befanden sich drei mandelbltenfrmige 
Blumenkelche - je ein Knollen mit Blte; so an allen sechs Rhren, die von 
dem Leuchter ausgingen.
EXO 37:20 Am Leuchter aber befanden sich vier Blumenkelche, 
mandelbltenfrmig mit den zugehrigen Knollen und Blten,
EXO 37:21 und zwar jedesmal ein Knollen unter jedem der drei Rhrenpaare 
an ihm, - der sechs Rhren, die von ihm ausgingen.
EXO 37:22 Ihre Knollen und Rhren waren aus einem Stcke mit ihm, alles 
getriebene Arbeit aus einem Stcke, von gediegenem Golde.
EXO 37:23 Sodann fertigte er die sieben Lampen an, die zu ihm gehrten, 
nebst den zu ihm gehrenden Lichtscheren und Pfannen, aus gediegenem Golde.
EXO 37:24 Ein Talent gediegenen Goldes verwendete er auf ihn und die zu 
ihm gehrenden Gerte.
EXO 37:25 Sodann fertigte er den Rucheraltar aus Akazienholz an, eine 
Elle lang und eine Elle breit, viereckig und zwei Ellen hoch; seine Hrner 
bildeten ein Ganzes mit ihm.
EXO 37:26 Und er berzog ihn mit gediegenem Golde, seine Platte und seine 
Wnde ringsum, sowie seine Hrner, und brachte einen ringsumlaufenden 
goldenen Kranz an ihm an.
EXO 37:27 Unterhalb dieses Kranzes aber brachte er an seinen beiden Ecken 
auf seinen beiden Seiten je zwei goldene Ringe an zur Aufnahme der 
Stangen, damit man ihn mittels derselben tragen knne.
EXO 37:28 Die Stangen aber fertigte er aus Akazienholz an und berzog sie 
mit Gold.
EXO 37:29 Sodann fertigte er das heilige Salbl und das reine, 
wohlriechende Rucherwerk an, wie es der Salbenmischer herstellt.
EXO 38:1 Sodann fertigte er den Brandopferaltar aus Akazienholz an, fnf 
Ellen lang und fnf Ellen breit, viereckig und drei Ellen hoch.
EXO 38:2 Seine Hrner aber brachte er an seinen vier Ecken an, so, da 
seine Hrner ein Ganzes mit ihm bildeten, und berzog ihn mit Kupfer.
EXO 38:3 Sodann fertigte er alle zum Altar gehrenden Gerte an, die 
Tpfe, Schaufeln, Becken, Gabeln und Pfannen; alle zu ihm gehrenden 
Gerte fertigte er aus Kupfer an.
EXO 38:4 Ferner fertigte er fr den Altar ein Gitterwerk an, ein Netzwerk 
aus Kupfer, unterhalb des um den Altar laufenden Simses bis zu seiner 
halben Hhe.
EXO 38:5 Sodann go er vier Ringe fr die vier Ecken des kupfernen 
Gitterwerks zur Aufnahme der Stangen.
EXO 38:6 Die Stangen aber fertigte er aus Akazienholz an und berzog sie 
mit Kupfer;
EXO 38:7 sodann zog er die Stangen durch die Ringe an den Seiten des 
Altars, damit man ihn vermittelst derselben tragen knne. Aus Brettern, so 
da er inwendig hohl war, fertigte er ihn an.
EXO 38:8 Sodann fertigte er das Becken aus Kupfer an und sein Gestelle aus 
Kupfer - aus den Spiegeln der dienstthuenden Weiber, die am Eingange des 
Offenbarungszeltes Dienst thaten.
EXO 38:9 Sodann stellte er den Vorhof her: fr die nach Sden gewendete 
Seite Vorhofumhnge aus gezwirntem Byssus, hundert Ellen lang,
EXO 38:10 dazu zwanzig Sulen nebst ihren zwanzig kupfernen Fen; die 
Ngel der Sulen und die zugehrigen Ringe waren aus Silber.
EXO 38:11 Fr die Westseite aber Umhnge in der Lnge von fnfzig Ellen, 
dazu zehn Sulen nebst ihren zehn Fen; die Ngel der Sulen und die 
zugehrigen Ringe waren aus Silber.
EXO 38:12 Fr die nach Osten gewendete Seite fnfzig Ellen;
EXO 38:13 Umhnge in der Lnge von fnfzehn Ellen fr die eine Seite, dazu 
drei Sulen nebst ihren drei Fen,
EXO 38:14 und ebenso fr die andere Seite Umhnge in der Lnge von 
fnfzehn Ellen, dazu drei Sulen nebst ihren drei Fen,
EXO 38:15 und ebenso fr die andere Seite Umhnge in der Lnge von 
fnfzehn Ellen, dazu drei Sulen nebst ihren drei Fen.
EXO 38:16 Alle Vorhofumhnge ringsum waren aus gezwirntem Byssus,
EXO 38:17 die Fe der Sulen aus Kupfer, ihre Ngel aus Silber und der 
berzug ihrer Kpfe aus Silber; es waren aber alle Sulen des Vorhofs mit 
silbernen Ringen versehen.
EXO 38:18 Der Vorhang aber des Vorhofsthores war Buntwirker-Arbeit aus 
blauem und rotem Purpur, Karmesin und gezwirntem Byssus, zwanzig Ellen 
lang und fnf Ellen hoch, entsprechend den Umhngen des Vorhofs.
EXO 38:19 Die zugehrigen vier Sulen aber nebst ihren vier Fen waren 
aus Kupfer, die Ngel daran aus Silber und ebenso der berzug ihrer Kpfe 
und die Ringe an ihnen aus Silber.
EXO 38:20 Alle Pflcke aber der Wohnung und des Vorhofs ringsum waren aus 
Kupfer.
EXO 38:21 Folgendes ist die Berechnung der Kosten der Wohnung, der Wohnung 
des Gesetzes, welche auf Befehl Moses vorgenommen wurde mittels 
Dienstleistung der Leviten unter der Leitung Ithamars, des Sohnes Aarons, 
des Priesters.
EXO 38:22 Bezaleel aber, der Sohn Uris, des Sohnes Hurs aus dem Stamme 
Juda, fertigte alles an, was Jahwe Mose befohlen hatte,
EXO 38:23 und mit ihm Oholiab, der Sohn Ahisamachs vom Stamme Dan, als 
Schmied und Zimmermann, sowie als Kunstwirker und als Buntwirker in rotem 
und blauem Purpur, Karmesin und Byssus.
EXO 38:24 Anlangend das gesamte Gold, das bei der Anfertigung verarbeitet 
wurde, bei allen Arbeiten zur Anfertigung des Heiligtums, so betrug das 
als Weihegabe gespendete Gold 29 Talente und 730 Sekel heiliges Gewicht;
EXO 38:25 das infolge der Musterung der Gemeinde eingehende Silber 100 
Talente und 1775 Sekel heiliges Gewicht,
EXO 38:26 je ein Halbsekel, die Hlfte eines Sekels heiliges Gewicht, von 
jedem Kopfe, von allen, die der Musterung unterlagen, von zwanzig Jahren 
an und darber, 603550 Mann.
EXO 38:27 Die hundert Talente Silber wurden verwendet zum Gieen der Fe 
des Heiligtums und der Fe des Vorhangs, hundert Talente zu hundert 
Fen, zu jedem Fu ein Talent.
EXO 38:28 Aus den 1775 Sekeln aber fertigte er Ngel fr die Sulen an, 
berzog ihre Kpfe und versah sie mit Ringen.
EXO 38:29 Das als Weihegabe gespendete Kupfer betrug siebzig Talente und 
2400 Sekel.
EXO 38:30 Daraus fertigte er die Fe der Thre des Offenbarungszeltes an, 
den kupfernen Altar samt dem kupfernen Gitterwerk an ihm und allen 
Altargerten,
EXO 38:31 dazu die Fe des Vorhofs ringsum und die Fe des Vorhofthores, 
sowie alle Pflcke der Wohnung und alle Pflcke des Vorhofs ringsum.
EXO 39:1 Aus dem blauen und roten Purpur aber und aus dem Karmesin 
fertigten sie prachtvoll gewirkte Kleider zum Dienst im Heiligtum; und sie 
fertigten die heiligen Kleider Aarons, wie Jahwe Mose befohlen hatte.
EXO 39:2 Und zwar verfertigte er das Schulterkleid aus Gold, blauem und 
rotem Purpur, Karmesin und gezwirntem Byssus.
EXO 39:3 Und sie schlugen die Goldplatten breit, so da er sie in Fden 
zerschneiden konnte, um diese mittels Kunstwirker-Arbeit in den blauen 
Purpur, in den roten Purpur, in den Karmesin und in den Byssus 
einzuarbeiten.
EXO 39:4 An ihm brachen sie mit ihm verbundene Schulterstcke an; an 
seinen beiden Enden wurde es mit ihnen verbunden.
EXO 39:5 Die Binde aber, die sich behufs seiner Anlegung an ihm befand, 
bildete ein Ganzes mit ihm von gleicher Arbeit aus Gold, blauem und rotem 
Purpur, Karmesin und gezwirntem Byssus, wie Jahwe Mose befohlen hatte.
EXO 39:6 Sodann richteten sie die Schohamsteine zu, da sie mit einem 
Flechtwerke von Golddraht eingefat und mittels Siegelstecherkunst 
graviert waren nach Magabe der Namen der Israels-Shne.
EXO 39:7 Und er befestigte sie an den Schulterstcken des Schulterkleids 
als Steine des gndigen Gedenkens an die Israeliten, wie Jahwe Mose 
befohlen hatte.
EXO 39:8 Sodann verfertigte er die Tasche in Kunstwirker-Arbeit, so wie 
das Schulterkleid gearbeitet war, aus Gold, blauem und rotem Purpur, 
Karmesin und gezwirntem Byssus.
EXO 39:9 Viereckig war sie; doppelt gelegt fertigten sie die Tasche, je 
eine Handbreite lang und breit, doppelt gelegt.
EXO 39:10 Und sie besetzten sie mit vier Reihen von Edelsteinen: ein 
Carneol, ein Topas und ein Smaragd bildeten der Reihe nach die erste Reihe;
EXO 39:11 die zweite Reihe ein Karfunkel, ein Sapphir und ein Jaspis;
EXO 39:12 die dritte Reihe ein Hyacinth, ein Achat und ein Amethyst,
EXO 39:13 die vierte Reihe ein Chrysolith, ein Schoham und ein Onyx; 
umgeben von Goldgeflecht bildeten sie den Besatz.
EXO 39:14 Es waren aber der Steine entsprechend den Namen der Israels-
Shne ihrer Zwlf, entsprechend ihren Namen, mittels Siegelstecherkunst 
mit dem Namen je eines der zwlf Stmme versehen.
EXO 39:15 Sodann brachten sie an der Tasche die schnurenartig gedrehten 
Kettchen aus gediegenem Gold an.
EXO 39:16 Weiter verfertigten sie zwei goldene Geflechte und zwei goldene 
Ringe und befestigten die beiden Ringe an den beiden Enden der Tasche.
EXO 39:17 Sodann befestigten sie die beiden goldenen Schnuren an den 
beiden Ringen an den Enden der Tasche.
EXO 39:18 Die beiden Enden aber der beiden Schnuren befestigten sie an den 
beiden Geflechten und diese befestigten sie an den beiden Schulterstcken 
des Schulterkleids auf dessen Vorderseite.
EXO 39:19 Sodann fertigten sie zwei goldene Ringe an und befestigten sie 
an den beiden Enden der Tasche, an ihrem inneren, dem Schulterkleide 
zugewendeten Saume.
EXO 39:20 Sodann fertigten sie zwei goldene Ringe an und befestigten sie 
an den beiden Schulterstcken des Schulterkleids ganz unten an seiner 
Vorderseite, da, wo es mit den Schulterstcken zusammenhngt, oberhalb der 
Binde des Schulterkleids.
EXO 39:21 Dann ketteten sie die Tasche mit ihren Ringen mittels Schnuren 
von blauem Purpur an die Ringe des Schulterkleids an, so da sie sich 
oberhalb der Binde des Schulterkleids befand und unbeweglich auf dem 
Schulterkleid auflag, wie Jahwe Mose befohlen hatte.
EXO 39:22 Sodann verfertigte er das Obergewand zum Schulterkleid in 
Weberarbeit, ganz und gar aus blauem Purpur.
EXO 39:23 Und die Halsffnung in dem Obergewande glich der Halsffnung 
eines Panzerhemdes, mit einem Saume rings um die ffnung, damit es nicht 
zerreie.
EXO 39:24 Sodann brachten sie am Saume des Obergewands Granatpfel aus 
blauem und rotem Purpur, Karmesin und gezwirntem Byssus an,
EXO 39:25 fertigten Glckchen aus gediegenem Gold an und setzten diese 
Glckchen zwischen die Granatpfel hinein, ringsum am Saume des 
Obergewands zwischen die Granatpfel hinein,
EXO 39:26 so da immer ein Glckchen und ein Granatapfel ringsum am Saume 
des Obergewands miteinander abwechselten, behufs der Verrichtung des 
Dienstes, wie Jahwe Mose befohlen hatte.
EXO 39:27 Sodann verfertigten sie die Leibrcke aus Byssus fr Aaron und 
seine Shne in Weberarbeit,
EXO 39:28 dazu den Kopfbund aus Byssus und die turbanartigen Mtzen aus 
Byssus und die linnenen Beinkleider aus gezwirntem Byssus,
EXO 39:29 ferner den Grtel aus gezwirntem Byssus, blauem und rotem Purpur 
und Karmesin in Buntwirker-Arbeit, wie Jahwe Mose befohlen hatte.
EXO 39:30 Sodann fertigten sie das Stirnblatt, das heilige Diadem, aus 
gediegenem Gold und gruben darein mit Siegelstecher-Schrift: Geheiligt 
dem Jahwe.
EXO 39:31 Und sie befestigten daran eine Schnur von blauem Purpur, um es 
oben am Kopfbund anzubringen, wie Jahwe Mose befohlen hatte.
EXO 39:32 So wurden smtliche Arbeiten fr die Offenbarungszelt-Wohnung 
vollendet und die Israeliten thaten ganz, wie Jahwe Mose befohlen hatte - 
so thaten sie.
EXO 39:33 Und sie brachten die Wohnung zu Mose, das Zelt mit allen seinen 
Gerten, seinen Haken, Brettern, Riegeln, Sulen und Fen,
EXO 39:34 dazu die berdecke aus rotgefrbten Widderfellen, die berdecke 
aus Seekuhfellen und den verhllenden Vorhang,
EXO 39:35 die Gesetzeslade mit ihren Stangen und der Deckplatte,
EXO 39:36 den Tisch mit allen seinen Gerten und den Schaubroten,
EXO 39:37 den Leuchter aus gediegenem Golde mit seinen in geordneter Reihe 
aufgesetzten Lampen und allen seinen Gerten, sowie das l fr den 
Leuchter,
EXO 39:38 den goldenen Altar, das Salbl, das wohlriechende Rucherwerk 
und den Vorhang fr die Thre des Zeltes,
EXO 39:39 den kupfernen Altar und das kupferne Gitterwerk an ihm, seine 
Stangen und alle seine Gerte, das Becken samt seinem Gestelle,
EXO 39:40 die Umhnge des Vorhofs, seine Sulen und Fe, sowie den 
Vorhang fr das Thor des Vorhofs, seine Seile und Pflcke, sowie alle 
Gerte zum Dienst in der Offenbarungszelt-Wohnung,
EXO 39:41 die prachtvoll gewirkten Kleider zum Dient im Heiligtum, die 
heiligen Kleider Aarons, des Priesters, sowie die Kleider seiner Shne zum 
priesterlichen Dienste.
EXO 39:42 Ganz, wie Jahwe Mose befohlen hatte, so fhrten die Israeliten 
die gesamte Arbeit aus.
EXO 39:43 Als aber Mose wahrnahm, da sie nunmehr die ganze Arbeit 
ausgefhrt hatten - wie Jahwe befohlen hatte, so hatten sie gethan -, da 
segnete sie Mose.
EXO 40:1 Und Jahwe gebot Mose also:
EXO 40:2 Am zweiten Tage des zweiten Monats sollst du die Offenbarungszelt-
Wohnung aufrichten,
EXO 40:3 die Gesetzeslade hineinsetzen und die Lade mit dem Vorhang 
verhllen;
EXO 40:4 sodann sollst du den Tisch hineinbringen und die Schichten darauf 
zurechtlegen, sollst den Leuchter hineinbringen und ihm seine Lampen 
aufsetzen.
EXO 40:5 Den goldenen Rucheraltar aber sollst du vor die Gesetzeslade 
stellen und den Thrvorhang der Wohnung aufhngen.
EXO 40:6 Sodann sollst du den Brandopferalter vor der Thre der 
Offenbarungszelt-Wohnung aufstellen
EXO 40:7 und sollst das Becken zwischen dem Offenbarungszelt und dem Altar 
aufstellen und Wasser hinein thun.
EXO 40:8 Weiter sollst du ringsum den Vorhof aufrichten und den Vorhang 
zum Thore des Vorhofs aufhngen.
EXO 40:9 Sodann sollst du das Salbl nehmen und die Wohnung samt allem, 
was sich in ihr befindet, salben und sie so weihen samt allen ihren 
Gerten, damit sie heilig sei.
EXO 40:10 Ebenso sollst du den Brandopferaltar samt allen seinen Gerten 
salben und so den Altar weihen, damit der Altar hochheilig sei.
EXO 40:11 Ebenso sollst du das Becken mit seinem Gestelle salben und es so 
weihen.
EXO 40:12 Sodann sollst du Aaron und seine Shne herantreten lassen an die 
Thre des Offenbarungszeltes und sie mit Wasser waschen
EXO 40:13 und sollst Aaron mit den heiligen Kleidern bekleiden, ihn salben 
und ihn so weihen, da er mir Priesterdienst thue.
EXO 40:14 Seine Shne aber sollst du herantreten lassen und mit Leibrcken 
bekleiden;
EXO 40:15 sodann sollst du sie salben, wie du ihren Vater gesalbt hast, 
damit sie mir Priesterdienst thun, und kraft ihrer Salbung sollen sie fr 
alle Zeiten Priesterrecht besitzen von Geschlecht zu Geschlecht.
EXO 40:16 Und Mose that ganz, wie ihm Jahwe befohlen hatte; so that er.
EXO 40:17 Am zweiten Tage des zweiten Monats im zweiten Jahre wurde die 
Wohnung aufgerichtet.
EXO 40:18 Da richtete Mose die Wohnung auf: er stellte ihre Fe hin, 
setzte die Bretter darauf, fgte die Riegel ein und richtete die Sulen 
auf.
EXO 40:19 Er spannte das Zeltdach ber der Wohnung aus und legte oben 
darauf die berdecke ber das Zeltdach, wie Jahwe Mose befohlen hatte.
EXO 40:20 Sodann nahm er das Gesetz und legte es in die Lade, steckte die 
Stangen an die Lade und legte die Deckplatte oben auf die Lade.
EXO 40:21 Hierauf brachte er die Lade hinein in die Wohnung, hngte den 
verhllenden Vorhang auf und verhllte so die Gesetzeslade, wie Jahwe Mose 
befohlen hatte.
EXO 40:22 Sodann stellte er den Tisch in das Offenbarungszelt, auf die 
nach Norden gewendete Seite der Wohnung auerhalb des Vorhangs,
EXO 40:23 und legte darauf die Schichten der Brote zurecht vor Jahwe, wie 
Jahwe Mose befohlen hatte.
EXO 40:24 Sodann stellte er den Leuchter ins Offenbarungszelt gegenber 
dem Tisch, auf die nach Sden gewendete Seite der Wohnung,
EXO 40:25 und setzte die Lampen auf vor Jahwe, wie Jahwe Mose befohlen 
hatte.
EXO 40:26 Sodann stellte er den goldenen Altar ins Offenbarungszelt vor 
den Vorhang
EXO 40:27 und zndete darauf wohlriechendes Rucherwerk an, wie Jahwe Mose 
befohlen hatte.
EXO 40:28 Er hngte den Thrvorhang der Wohnung auf,
EXO 40:29 stellte den Brandopferaltar an den Eingang der Offenbarungszelt-
Wohnung und opferte darauf das Brandopfer und das Speisopfer, wie Jahwe 
Mose befohlen hatte.
EXO 40:30 Er stellte das Becken zwischen das Offenbarungszelt und den 
Altar und that Wasser hinein zum Waschen,
EXO 40:31 und Mose, Aaron und dessen Shne wuschen sich jedesmal ihre 
Hnde und Fe darin;
EXO 40:32 so oft sie ins Offenbarungszelt hineingingen oder an den Altar 
herantraten, wuschen sie sich, wie Jahwe Mose befohlen hatte.
EXO 40:33 Sodann richtete er den Vorhof auf rings um die Wohnung und den 
Altar und hngte den Vorhang des Vorhofthores auf. Als aber Mose mit der 
Aufrichtung zu Ende gekommen war,
EXO 40:34 bedeckte die Wolke das Offenbarungszelt, und die Herrlichkeit 
Jahwes erfllte die Wohnung.
EXO 40:35 Und Mose war nicht imstande, in das Offenbarungszelt 
hineinzugehen, weil die Wolke darauf lagerte und die Herrlichkeit Jahwes 
die Wohnung erfllte.
EXO 40:36 Und wenn sich die Wolke von der Wohnung hinweg erhob, brachen 
die Israeliten jedesmal auf whrend ihres ganzen Zugs.
EXO 40:37 Erhob sich aber die Wolke nicht, so brachen sie nicht auf, bis 
sie sich erhob.
EXO 40:38 Denn tagsber war die Wolke Jahwes ber der Wohnung; des Nachts 
aber war sie feurig vor den Augen des ganzen Hauses Israel whrend ihres 
ganzen Zugs.
LEV 1:1 Da berief Jahwe Mose und redete zu ihm vom Offenbarungszelte aus 
wie folgt:
LEV 1:2 Rede mit den Israeliten und befiehl ihnen: Wenn jemand unter euch 
Jahwe eine Opfergabe bringen will, so soll die Opfergabe, die ihr bringt, 
vom Vieh - von den Rindern oder dem Kleinvieh - genommen sein.
LEV 1:3 Soll seine Opfergabe in einem Rinder-Brandopfer bestehen, so mu 
es ein mnnliches fehlloses Tier sein, welches er darbringt. Dieses bringe 
er hin vor die Thre des Offenbarungszeltes, damit es ihn wohlgefllig 
mache vor Jahwe;
LEV 1:4 sodann stemme er die Hand auf den Kopf des Brandopfers, so wird es 
ihn wohlgefllig machen und ihm Shne schaffen.
LEV 1:5 Sodann soll er das junge Rind vor Jahwe schlachten; die Shne 
Aarons aber, die Priester, sollen das Blut darbringen. Und zwar sollen sie 
das Blut ringsum an den Altar sprengen, der vor der Thre des 
Offenbarungszeltes steht.
LEV 1:6 Sodann soll er das Brandopfer abhuten und in seine Teile zerlegen;
LEV 1:7 die Shne Aarons aber, die Priester, sollen Feuer auf den Altar 
thun und Holzscheite ber dem Feuer aufschichten.
LEV 1:8 Alsdann sollen die Shne Aarons, die Priester, die Stcke, den 
Kopf und das Fett auf den Holzscheiten, die ber dem Feuer auf dem Altar 
sind, zurecht legen.
LEV 1:9 Die Eingeweide aber und die Beine soll man mit Wasser waschen, und 
der Priester soll alles zusammen auf dem Altar in Rauch aufgehn lassen als 
Brandopfer, als ein Jahwe dargebrachtes Feueropfer lieblichen Geruchs.
LEV 1:10 Ist aber die Opfergabe, die er als Brandopfer bringen will, dem 
Kleinvieh - den Lmmern oder den Ziegen - entnommen, so mu es ein 
mnnliches, fehlloses Tier sein, welches er darbringt.
LEV 1:11 Dieses schlachte er vor Jahwe auf der Nordseite des Altars; die 
Shne Aarons aber, die Priester, sollen das Blut ringsum an den Altar 
sprengen.
LEV 1:12 Sodann soll er es in seine Teile zerlegen, und der Priester 
dieselben samt dem Kopf und dem Fett auf den Holzscheiten, die ber dem 
Feuer auf dem Altar sind, zurecht legen.
LEV 1:13 Die Eingeweide aber und die Beine soll man mit Wasser waschen, 
und der Priester soll alles zusammen darbringen und auf dem Altar in Rauch 
aufgehn lassen; ein Brandopfer ist es, ein Jahwe dargebrachtes Feueropfer 
lieblichen Geruchs.
LEV 1:14 Soll aber die Opfergabe, die er Jahwe bringen will, in einem 
Geflgel-Brandopfer bestehen, so mssen es Turteltauben oder junge Tauben 
sein, die er als Opfergabe darbringt.
LEV 1:15 Der Priester aber soll es an den Altar bringen, ihm den Kopf 
einknicken und es auf dem Altar in Rauch aufgehn lassen; das Blut aber ist 
auszupressen an die Wand des Altars.
LEV 1:16 Und den Kropf samt den Federn soll er wegnehmen und stlich vom 
Altar auf den Aschenhaufen werfen.
LEV 1:17 Alsdann soll er ihm die Flgel einreien, jedoch ohne sie 
abzutrennen. Der Priester aber soll es auf dem Altar in Rauch aufgehn 
lassen, auf den Holzscheiten, die ber dem Feuer sind; ein Brandopfer ist 
es, ein Jahwe dargebrachtes Feueropfer lieblichen Geruchs.
LEV 2:1 Will jemand Jahwe eine Speisopfergabe darbringen, so mu seine 
Opfergabe in Feinmehl bestehen; dieses bergiee er mit l und thue 
Weihrauch darauf.
LEV 2:2 Alsdann bringe er es den Shnen Aarons, den Priestern; der 
Priester aber nehme davon eine reichliche Hand voll, von dem Mehl und dem 
l, aus dem es besteht, samt dem ganzen Weihrauch, und lasse diesen 
Duftteil von ihm auf dem Altar in Rauch aufgehn als ein Jahwe 
dargebrachtes Feueropfer lieblichen Geruchs.
LEV 2:3 Alles brige aber von dem Speisopfer soll Aaron und seinen Shnen 
gehren, als hochheiliger Bestandteil der Feueropfer Jahwes.
LEV 2:4 Willst du aber im Ofen Gebackenes als Speisopfergabe darbringen, 
so seien es ungesuerte Kuchen von Feinmehl, die mit l angemacht sind, 
und ungesuerte mit l bestrichene Fladen.
LEV 2:5 Soll aber deine Opfergabe in einem Speisopfer auf der Platte 
bestehen, so mu es aus ungesuertem, mit l angemachtem Feinmehl bereitet 
sein;
LEV 2:6 brich es in einzelne Bissen und bergiee es mit l - ein 
Speisopfer ist es.
LEV 2:7 Soll aber deine Opfergabe in einem Pfannen-Speisopfer bestehen, so 
soll es aus Feinmehl mit l bereitet werden.
LEV 2:8 Sodann sollst du das Speisopfer, das daraus bereitet ist, Jahwe 
hinbringen; und zwar soll man es dem Priester bergeben, damit er es an 
den Altar bringe.
LEV 2:9 Es soll aber der Priester von dem Speisopfer den erforderlichen 
Duftteil hinwegnehmen und auf dem Altar in Rauch aufgehn lassen als ein 
Jahwe dargebrachtes Feueropfer lieblichen Geruchs.
LEV 2:10 Alles brige aber von dem Speisopfer soll Aaron und seinen Shnen 
gehren, als hochheiliger Bestandteil der Feueropfer Jahwes.
LEV 2:11 Kein Speisopfer, das ihr Jahwe darbringen wollt, darf aus 
gesuertem bereitet werden; denn ihr drft keinerlei Sauerteig oder Honig 
in Rauch aufgehn lassen als Feueropfer fr Jahwe.
LEV 2:12 Als Erstlings-Opfergabe mgt ihr sie Jahwe darbringen; auf den 
Altar aber drfen sie nicht kommen zum lieblichen Geruch.
LEV 2:13 Alle deine Speisopfergaben aber mut du salzen; nie darfst du das 
Salz des Bundes, den dein Gott angeordnet hat, bei deinem Speisopfer 
fehlen lassen: zu allen deinen Opfergaben mut du Salz darbringen.
LEV 2:14 Willst du aber Jahwe ein Speisopfer von Erstlingsfrchten 
darbringen, so mut du am Feuer gerstete hren oder zerriebene Krner von 
der frischen Frucht als dein Frhfrucht-Speisopfer darbringen.
LEV 2:15 Du mut aber l darauf thun und Weihrauch darauf legen - ein 
Speisopfer ist es.
LEV 2:16 Sodann soll der Priester einen Duftteil von ihm - von den 
zerriebenen Krnern und dem l, woraus es besteht, - samt dem ganzen dazu 
gehrenden Weihrauch als Feueropfer fr Jahwe in Rauch aufgehn lassen.
LEV 3:1 Ist aber seine Opfergabe ein Heilsopfer, und er will sie von den 
Rindern darbringen, so mu es ein fehlloses mnnliches oder weibliches 
Tier sein, welches er vor Jahwe bringt.
LEV 3:2 Sodann stemme er die Hand auf den Kopf seines Opfers und schlachte 
es vor der Thre des OffenbarungszeItes; die Shne Aarons aber, die 
Priester, sollen das Blut ringsum an den Altar sprengen.
LEV 3:3 Hierauf soll er von dem Heilsopfer Jahwe ein Feueropfer 
darbringen, nmlich das Fett, das die Eingeweide bedeckt, und alles Fett 
an den Eingeweiden,
LEV 3:4 dazu die beiden Nieren samt dem Fett an ihnen, an den 
Lendenmuskeln, und das Anhngsel an der Leber; bei den Nieren soll er es 
wegnehmen.
LEV 3:5 Die Shne Aarons aber sollen es auf dem Altar ber dem Brandopfer, 
das auf den Holzscheiten ber dem Feuer liegt, in Rauch aufgehn lassen als 
ein Jahwe dargebrachtes Feueropfer lieblichen Geruchs.
LEV 3:6 Ist aber die Opfergabe, die er zu einem Heilsopfer fr Jahwe 
bestimmt hat, dem Kleinvieh entnommen, so soll es ein fehlloses mnnliches 
oder weibliches Tier sein, welches er darbringt.
LEV 3:7 Will er ein Lamm als Opfergabe darbringen, so bringe er sie vor 
Jahwe,
LEV 3:8 stemme seine Hand auf den Kopf seine Opfers und schlachte es 
sodann vor dem Offenbarungszelte; die Shne Aarons aber sollen das Blut 
ringsum an den Altar sprengen.
LEV 3:9 Hierauf soll er von dem Heilsopfer Jahwe ein Feueropfer 
darbringen, und zwar das Fett desselben: den ganzen Fettschwanz - dicht am 
Schwanzbein soll er ihn wegnehmen -, dazu das Fett, das die Eingeweide 
bedeckt, samt allem Fett an den Eingeweiden,
LEV 3:10 die beiden Nieren samt dem Fett an ihnen, an den Lendenmuskeln, 
und das Anhngsel an der Leber; bei den Nieren soll er es wegnehmen.
LEV 3:11 Und der Priester soll es auf dem AItar in Rauch aufgehn lassen 
als Feueropferspeise fr Jahwe.
LEV 3:12 Besteht aber sein Opfer in einer Ziege, so bringe er es vor Jahwe,
LEV 3:13 stemme die Hand auf seinen Kopf und schlachte es sodann vor dem 
Offenbarungszelte; die Shne Aarons aber sollen das Blut ringsum an den 
Altar sprengen.
LEV 3:14 Hierauf bringe er seine Opfergabe davon dar, als Feueropfer fr 
Jahwe, nmlich das Fett, das die Eingeweide bedeckt, und alles Fett an den 
Eingeweiden,
LEV 3:15 die beiden Nieren samt dem Fett an ihnen, an den Lendenmuskeln, 
und das Anhngsel an der Leber; bei den Nieren soll er es wegnehmen.
LEV 3:16 Und der Priester soll es auf dem Altar in Rauch aufgehn lassen 
als eine Jahwe dargebrachte Feueropferspeise lieblichen Geruchs. Alles 
Fett gehrt Jahwe zu!
LEV 3:17 Das ist eine fr alle Zeiten geltende Satzung, die ihr beobachten 
sollt von Geschlecht zu Geschlecht in allen euren Wohnsitzen: unter keinen 
Umstnden drft ihr Fett oder Blut genieen!
LEV 4:1 Und Jahwe sprach zu Mose also:
LEV 4:2 Rede mit den Israeliten und befiehl ihnen: Wenn sich jemand 
unvorstzlich gegen irgend eines der Verbote Jahwes vergeht, so da er 
irgend etwas Verbotenes thut:
LEV 4:3 Wenn sich der gesalbte Priester vergeht, und so Schuld auf das 
Volk kommt, so soll er fr das Vergehen, dessen er sich schuldig gemacht 
hat, Jahwe einen fehllosen jungen Stier als Sndopfer darbringen.
LEV 4:4 Und zwar soll er den Farren an die Thre des Offenbarungszeltes 
vor Jahwe bringen, die Hand auf den Kopf des Farren aufstemmen und sodann 
den Farren vor Jahwe schlachten.
LEV 4:5 Hierauf nehme der gesalbte Priester einen Teil des Blutes des 
Farren und bringe es hinein ins Offenbarungszelt.
LEV 4:6 Und der Priester soll seinen Finger in das Blut tauchen und 
siebenmal etwas von dem Blute vor Jahwe - vor den Vorhang im Heiligtum - 
hinsprengen.
LEV 4:7 Sodann soll der Priester etwas von dem Blute an die Hrner des 
Altars mit dem wohlriechenden Rucherwerk streichen, der vor Jahwe im 
Offenbarungszelte steht; das ganze brige Blut des Farren aber soll er am 
Brandopferaltar, der vor der Thre des Offenbarungszeltes steht, auf den 
Boden gieen.
LEV 4:8 Sodann aber soll er von dem Sndopfer-Farren das ganze Fett 
abheben - das Fett, welches die Eingeweide bedeckt, und alles Fett an den 
Eingeweiden,
LEV 4:9 die beiden Nieren samt dem Fett an ihnen, an den Lendenmuskeln, 
sowie das Anhngsel an der Leber; an den Nieren soll er es wegnehmen -LEV 
4:10 so, wie es vom Heilsopfer-Stier abgehoben wird. Und der Priester soll 
es auf dem Brandopferaltar in Rauch aufgehn lassen.
LEV 4:11 Was aber das Fell des Farren betrifft, sowie sein gesamtes 
Fleisch nebst seinem Kopf und seinen Beinen, seine Eingeweide und seinen 
Mist,
LEV 4:12 so soll man den ganzen Farren hinaus vor das Lager schaffen an 
eine reine Sttte - an den Ort, wo man die Asche hinschttet, - und ihn 
auf Holzscheiten verbrennen; an dem Orte, wo man die Asche hinschttet, 
soll er verbrannt werden.
LEV 4:13 Wenn sich aber die ganze Gemeinde Israel unvorstzlich vergeht, 
ohne da sich das Volk dessen bewut wird, und sie irgend eines der 
Verbote Jahwes bertreten und so in Schuld geraten,
LEV 4:14 so soll das Volk, wenn das Vergehen kund geworden ist, dessen sie 
sich schuldig gemacht haben, einen jungen Stier als Sndopfer darbringen. 
Und zwar sollen sie ihn vor das Offenbarungszelt bringen;
LEV 4:15 die Vornehmsten der Gemeinde sollen vor Jahwe die Hand auf den 
Kopf des Farren stemmen, und dann soll man den Farren vor Jahwe schlachten.
LEV 4:16 Hierauf soll der gesalbte Priester einen Teil des Blutes des 
Farren hinein ins Offenbarungszelt bringen.
LEV 4:17 Und der Priester soll seinen Finger in das Blut tauchen und 
siebenmal etwas von dem Blute vor Jahwe - vor den Vorhang - hinsprengen.
LEV 4:18 Auch soll er etwas von dem Blut an die Hrner des Altars 
streichen, der vor Jahwe im Offenbarungszelte steht; das ganze brige Blut 
aber soll er am Brandopferaltar, der vor der Thre des Offenbarungszeltes 
steht, an den Boden gieen.
LEV 4:19 Das gesamte Fett aber soll er von ihm abheben und auf dem Altar 
in Rauch aufgehn lassen.
LEV 4:20 Und mit dem Farren soll er verfahren, wie er mit dem eigenen 
Sndopfer-Farren verfuhr - so soll er auch mit ihm verfahren. Wenn ihnen 
so der Priester Shne geschafft haben wird, wird ihnen vergeben werden.
LEV 4:21 Den Farren aber soll man hinaus vor das Lager schaffen und ihn 
verbrennen, wie man den ersterwhnten Stier verbrannt hat. Dies ist das 
Gemeinde-Sndopfer.
LEV 4:22 Wenn sich ein Frst vergeht und unvorstzlich irgend eines der 
Verbote Jahwes, seines Gottes, bertritt und so in Schuld gert,
LEV 4:23 und das Vergehen, dessen er sich schuldig gemacht hat, ihm 
kundgegeben worden ist, so soll er einen fehllosen Ziegenbock als 
Opfergabe bringen,
LEV 4:24 die Hand auf den Kopf des Bockes stemmen und ihn schlachten, da, 
wo man die Brandopfer vor Jahwe zu schlachten pflegt; ein Sndopfer ist es.
LEV 4:25 Sodann soll der Priester etwas von dem Blute des Sndopfers mit 
dem Finger nehmen und an die Hrner des Brandopferaltars streichen; sein 
briges Blut aber soll er am Brandopferaltar auf den Boden gieen.
LEV 4:26 Das gesamte Fett aber soll er auf dem Altar in Rauch aufgehn 
lassen, wie das Fett des Heilsopfers. Wenn ihm so der Priester Shne wegen 
seines Vergehens geschafft haben wird, wird ihm vergeben werden.
LEV 4:27 Wenn aber einer aus dem gemeinen Volke sich unvorstzlich 
vergeht, indem er irgend eines der Verbote Jahwes bertritt und so in 
Schuld gert,
LEV 4:28 und ihm das Vergehen, dessen er sich schuldig gemacht hat, 
kundgegeben worden ist, so soll er fr das Vergehen, dessen er sich 
schuldig gemacht hat, ein fehlloses Ziegenweibchen als Opfergabe bringen,
LEV 4:29 die Hand auf den Kopf des Sndopfers stemmen und sodann das 
Sndopfer schlachten, da, wo man die Brandopfer zu schlachten pflegt.
LEV 4:30 Hierauf soll der Priester etwas von dem Blute mit dem Finger 
nehmen und an die Hrner des Brandopferaltars streichen; das ganze brige 
Blut aber soll er am Altar auf den Boden gieen.
LEV 4:31 Das gesamte Fett aber soll er hinwegnehmen, wie das Fett vom 
Heilsopfer weggenommen wurde, und der Priester soll es auf dem Altar in 
Rauch aufgehn lassen zum lieblichen Geruch fr Jahwe. Wenn ihm so der 
Priester Shne geschafft haben wird, wird ihm vergeben werden.
LEV 4:32 Falls aber die Opfergabe, die er als Sndopfer bringt, in einem 
Schaflamm besteht, so mu es ein weibliches fehlloses Tier sein, das er 
bringt.
LEV 4:33 Sodann soll er die Hand auf den Kopf des Sndopfers stemmen und 
es schlachten als Sndopfer, da, wo man die Brandopfer zu schlachten 
pflegt.
LEV 4:34 Hierauf soll der Priester etwas von dem Blute des Sndopfers mit 
dem Finger nehmen und an die Hrner des Brandopferaltars streichen; das 
ganze brige Blut aber soll er am Altar auf den Boden gieen.
LEV 4:35 Das gesamte Fett aber soll er wegnehmen, wie das Fett des 
Schaflamms beim Heilsopfer weggenommen zu werden pflegt, und der Priester 
soll es auf dem Altar ber den Feueropfern Jahwes in Rauch aufgehn lassen. 
Wenn ihm so der Priester Shne geschafft haben wird wegen des Vergehens, 
dessen er sich schuldig gemacht hatte, wird ihm vergeben werden.
LEV 5:1 Wenn sich jemand vergeht, indem er eine laut ausgesprochene 
Verwnschung anhrt und knnte Zeuge sein, mag er nun den Thter gesehen 
oder sonst in Erfahrung gebracht haben, hat aber keine Anzeige gemacht und 
so Schuld auf sich geladen, -LEV 5:2 oder wenn jemand irgend etwas 
Unreines berhrt, sei es nun das Aas eines unreinen wilden Tiers oder das 
Aas eines unreinen Haustiers; oder das Aas eines unreinen Gewrms, ohne 
da er sich dessen bewut wird, es aber nachher inne wird und in Schuld 
gert, -LEV 5:3 oder wenn er mit der Unreinigkeit an einem Menschen in 
Berhrung kommt, mit irgend welcher Unreinigkeit, infolge derer einer 
unrein sein kann, ohne da er sich dessen bewut wird, es aber nachher 
inne wird und in Schuld gert, -LEV 5:4 oder wenn jemand 
Ieichtfertigerweise schwrt, da er irgend etwas thun wolle, worauf man 
etwa leichtfertigerweise einen Schwur setzt, ohne da er sich dessen 
bewut wird, es aber nachher inne wird und durch irgend etwas Derartiges 
in Schuld gert,
LEV 5:5 so soll er, wenn er durch irgend etwas Derartiges in Schuld gert, 
bekennen, wessen er sich schuldig gemacht hat.
LEV 5:6 Sodann soll er Jahwe als Bue fr das Vergehen, dessen er sich 
schuldig gemacht hat, ein Stck Kleinvieh, und zwar ein Weibchen, es sei 
ein Schaf oder eine Ziege, zum Sndopfer bringen, und der Priester soll 
ihm wegen seines Vergehens Shne schaffen.
LEV 5:7 Wenn er aber zur Beschaffung eines Schafs zu arm ist, so soll er 
Jahwe als Bue fr sein Vergehen zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben 
bringen, die eine als Sndopfer, die andere als Brandopfer.
LEV 5:8 Und zwar soll er sie zum Priester bringen; dieser soll die zum 
Sndopfer bestimmte zuerst darbringen. Er soll ihr dicht vor dem Genick 
den Kopf einknicken, ohne ihn abzutrennen.
LEV 5:9 Sodann soll er etwas von dem Blute des Sndopfers an die Wand des 
Altars sprengen. Der Rest des Blutes aber soll auf den Grund des Altars 
ausgedrckt werden; ein Sndopfer ist es.
LEV 5:10 Die andere aber soll er zum Brandopfer herrichten, so, wie es 
sich gebhrt. Wenn ihm so der Priester Shne geschafft haben wird wegen 
des Vergehens, dessen er sich schuldig gemacht hat, wird ihm vergeben 
werden.
LEV 5:11 Wenn er aber zur Beschaffung zweier Turteltauben oder zweier 
junger Tauben zu arm ist, so soll er als Opfergabe fr sein Vergehen ein 
Zehntel Epha Feinmehl zum Sndopfer bringen, doch ohne l darauf zu 
schtten oder Weihrauch darauf zu thun, denn es ist ein Sndopfer.
LEV 5:12 Und er soll es zum Priester bringen. Der Priester aber soll eine 
reichliche Hand voll davon nehmen, als Duftteil von ihm, und soll es auf 
dem Altar ber den Feueropfern Jahwes in Rauch aufgehn lassen; ein 
Sndopfer ist es.
LEV 5:13 Wenn ihm so der Priester Shne geschafft haben wird wegen des 
Vergehens, dessen er sich bei irgend einem jener Anlsse schuldig gemacht 
hat, wird ihm vergeben werden. Es soll aber wie das Speisopfer dem 
Priester gehren.
LEV 5:14 Und Jahwe redete mit Mose also:
LEV 5:15 Wenn jemand etwas veruntreut und sich unvorstzlich an dem 
vergreift, was Jahwe geheiligt ist, so soll er Jahwe als Bue einen 
fehllosen Widder aus seiner Klienvieh-Herde, der nach deiner Schtzung 
einen Wert von mindestens zwei Sekeln heiligen Gewichts hat, zum 
Schuldopfer bringen.
LEV 5:16 Und was er sich von dem Geheiligten widerrechtlich angeeignet 
hat, soll er zurckerstatten und noch ein Fnftel des Betrags darauflegen. 
Er soll es dem Priester bergeben, und der Priester soll ihm durch den 
Schuldopfer-Widder Shne schaffen; so wird ihm vergeben werden.
LEV 5:17 Und wenn sich jemand vergeht und unbewut irgend eines der 
Verbote Jahwes bertritt und so in Schuld gert und Verschuldung auf sich 
geladen hat,
LEV 5:18 so soll er einen fehllosen Widder aus seiner Kleinvieh-Herde nach 
deiner Schtzung als Schuldopfer zum Priester bringen, und der Priester 
soll ihm Shne schaffen wegen des Vergehens, das er unbewut begangen hat; 
so wird ihm vergeben werden.
LEV 5:19 Ein Schuldopfer ist es; hat er sich doch gegen Jahwe verschuldet.
LEV 5:20 Und Jahwe redete mit Mose aIso:
LEV 5:21 Wenn sich jemand vergeht und sich einer Veruntreuung gegen Jahwe 
schuldig macht, indem er seinem Nchsten etwas Anvertrautes oder 
Hinterlegtes oder Geraubtes ableugnet oder seinen Nchsten bervorteilt
LEV 5:22 oder Verlorenes, das er gefunden hat, ableugnet oder indem er 
einen falschen Eid schwrt wegen irgend einer Handlung, durch die sich 
einer vergehen kann, -LEV 5:23 wenn er sich so vergeht und in Schuld 
gert, so soll er dasjenige, was er geraubt oder erpret hat, oder was ihm 
anvertraut worden war, oder das Verlorene, das er gefunden,
LEV 5:24 oder dasjenige, um dessentwillen er betrglich geschworen hat - 
was es auch sein mag - zurckerstatten; und zwar soll er es nach seinem 
vollen Wert ersetzen und noch ein Fnftel des Betrags darauflegen. Dem 
soll er es geben, dem es zukommt, an dem Tage, wo er seine Bue entrichtet.
LEV 5:25 Als Bue aber soll er fr Jahwe einen fehllosen Widder aus seiner 
Kleinvieh-Herde nach deiner Schtzung als Schuldopfer zum Priester bringen.
LEV 5:26 Und der Priester soll ihm Shne schaffen vor Jahwe; so wird ihm 
vergeben werden - jedwede Handlung, durch die sich einer verschulden kann.
LEV 6:1 Und Jahwe redete mit Mose also:
LEV 6:2 Gieb Aaron und seinen Shnen folgende Weisung: Dies sind die 
Bestimmungen in betreff des Brandopfers. Dieses - das Brandopfer - soll 
auf dem Altar da, wo es angezndet wurde, die ganze Nacht hindurch 
verbleiben bis zum Morgen; das Altarfeuer soll damit brennend erhalten 
werden.
LEV 6:3 Und der Priester ziehe sein linnenes Gewand an, bedecke seine 
Scham mit linnenen Beinkleidern, nehme die Asche weg, in welche das 
Brandopfer vom Feuer auf dem Altar verwandelt ist, und schtte sie neben 
den Altar.
LEV 6:4 Hierauf ziehe er seine Kleider aus, lege andere Kleider an und 
schaffe die Asche hinaus vor das Lager an einen reinen Ort.
LEV 6:5 Das Feuer auf dem Altar aber soll damit brennend erhalten werden 
und nie erlschen. Alle Morgen soll der Priester Holzscheite darauf 
anznden, das Brandopfer darauf schichten und die Fettstcke der 
Heilsopfer ber demselben in Rauch aufgehn lassen.
LEV 6:6 Immerfort soll Feuer auf dem Altar brennen und nie erlschen.
LEV 6:7 Und dies sind die Bestimmungen in betreff des Speisopfers. Die 
Shne Aarons sollen es vor Jahwe, heran an den Altar, bringen.
LEV 6:8 Sodann soll er eine Hand voll davon nehmen - von dem Feinmehl und 
dem l, aus welchem das Speisopfer besteht, - dazu den ganzen Weihrauch, 
der auf dem Speisopfer liegt, und es auf dem Altar in Rauch aufgehn lassen 
als ein Feueropfer lieblichen Geruchs, als den Duftteil von ihm fr Jahwe.
LEV 6:9 Und was brig ist von ihm, das sollen Aaron und seine Shne essen. 
Ungesuert soll es gegessen werden an heiliger Sttte; im Vorhof des 
Offenbarungszeltes sollen sie es essen.
LEV 6:10 Es darf nicht mit Sauerteig gebacken werden. Ich verleihe es 
ihnen als ihren Anteil an meinen Feueropfern; hochheilig ist es, wie das 
Sndopfer und das Schuldopfer.
LEV 6:11 Alles, was mnnlich ist unter den Kindern Aarons, darf es essen, 
kraft eines fr alle Zeiten geltenden Rechtes, das euch gegenber den 
Feueropfern Jahwes zusteht von GeschIecht zu Geschlecht. Jeder der sie 
berhrt, ist dem Heiligtume verfallen.
LEV 6:12 Und Jahwe redete mit Mose also:
LEV 6:13 Dies sei die Opfergabe Aarons und seiner Shne, die sie Jahwe 
darzubringen haben an dem Tag, an welchem er gesalbt wird: Ein Zehntel 
Epha Feinmehl als regelmiges Speisopfer - die eine Hlfte davon am 
Morgen, die andere Hlfte am Abend.
LEV 6:14 Auf einer Platte soll es mit l bereitet werden; eingerhrt 
sollst du es bringen. Zu einem Speisopfer in Bissen sollst du es 
zerbrechen und es darbringen zum lieblichen Geruch fr Jahwe.
LEV 6:15 Der Priester, der aus der Reihe seiner Shne an seiner Statt 
gesalbt ist, soll es verrichten, kraft einer fr alle Zeiten geltenden 
Satzung Jahwes; als Ganzopfer soll es verbrannt werden.
LEV 6:16 Alle Priester-Speisopfer sollen Ganzopfer sein; sie drfen nicht 
gegessen werden.
LEV 6:17 Und Jahwe redete mit Mose also:
LEV 6:18 Sprich zu Aaron und zu seinen Shnen und gebiete ihnen: Dies sind 
die Bestimmungen in betreff des Sndopfers: Da, wo das Brandopfer zu 
schIachten ist vor Jahwe, soll auch das Sndopfer geschlachtet werden; 
hochheiIig ist es.
LEV 6:19 Der Priester, der das Sndopfer darbringt, soll es verzehren; an 
heiliger Sttte mu es gegessen werden, im Vorhofe des Offenbarungszeltes.
LEV 6:20 Jeder, der das Fleisch von ihm berhrt ist dem Heiligtume 
verfallen; und wenn etwas von seinem Blut ans Kleid spritzt, so mut du 
das von ihm bespritzte an heiliger Sttte waschen.
LEV 6:21 Irdenes Gef, in dem es gekocht wurde, mu zerbrochen werden; 
wurde es aber in einem kupfernen Gefe gekocht, so mu dieses gescheuert 
und gehrig ausgesplt werden.
LEV 6:22 Alles, was mnnlich ist unter den Priestern, darf es essen; 
hochheilig ist es.
LEV 6:23 Alle die Sndopfer aber, von denen ein Teil des Blutes ins 
Offenbarungszelt gebracht worden ist, um die Shnegebruche im Heiligtume 
zu vollziehen, drfen nicht gegessen werden, sondern sind zu verbrennen.
LEV 7:1 Und dies sind die Bestimmungen in betreff des Schuldopfers; 
hochheilig ist es.
LEV 7:2 Da, wo man das Brandopfer schlachtet, soll man auch das 
Schuldopfer schlachten, und das Blut desselben soll man ringsum an den 
Altar sprengen.
LEV 7:3 Das gesamte Fett aber soll man von ihm darbringen: Den Fettschwanz 
und das Fett, welches die Eingeweide bedeckt,
LEV 7:4 die beiden Nieren samt dem Fett an ihnen, an den Lendenmuskeln, 
sowie das Anhngsel an der Leber; bei den Nieren soll er es wegnehmen.
LEV 7:5 Und der Priester soll es auf dem Altar in Rauch aufgehn lassen als 
ein Jahwe dargebrachtes Feueropfer; ein Schuldopfer ist es.
LEV 7:6 Alles, was mnnlich ist unter den Priestern, soll es essen; an 
heiliger Sttte mu es gegessen werden - hochheilig ist es.
LEV 7:7 Wie vom Sndopfer, so gilt ganz gleich auch vom Schuldopfer: Dem 
Priester, der die Shnegebruche damit vollzieht, dem soll es gehren!
LEV 7:8 Und dem Priester, der das Brandopfer jemandes darbringt, demselben 
soll das Fell des Brandopfers, welches er dargebracht hat, gehren.
LEV 7:9 Ebenso sollen alle Speisopfer, die im Ofen gebacken, sowie alle, 
die in der Pfanne und auf der Platte bereitet sind, dem Priester gehren, 
der sie darbringt.
LEV 7:10 Alle Speisopfer, die mit l angemachten, wie die trockenen, 
sollen allen Shnen Aarons gehren, einem wie dem anderen.
LEV 7:11 Und dies sind die Bestimmungen in betreff der Heilsopfer, die man 
Jahwe darbringt:
LEV 7:12 Wenn es einer als Danksagung darbringt, so soll er zu dem 
Dankopfer ungesuerte, mit I angemachte Kuchen und ungesuerte Fladen, 
die mit l bestrichen sind, und eingerhrtes Feinmehl - mit l angemachte 
Kuchen darbringen.
LEV 7:13 Nebst Kuchen von gesuertem Brote soll er seine Opfergabe 
darbringen, auer dem Opfertier, in welchem sein Heils-Dankopfer besteht.
LEV 7:14 Und zwar soll er davon je ein Stck von jeder Art Opfergabe als 
Hebeopfer fr Jahwe darbringen; dem Priester, der das Blut des Heilsopfers 
sprengt, soll es gehren.
LEV 7:15 Das Fleisch des Heils-Dankopfers aber mu an demselben Tage 
gegessen werden, an welchem das Opfer gebracht wird; man darf nichts davon 
brig lassen bis zum Morgen.
LEV 7:16 Beruht aber das Opfer, das er darbringt, auf einem Gelbde oder 
ist es eine freiwillige Leistung, so soll es an demselben Tage gegessen 
werden, an welchem das Opfer dargebracht wird; doch mag, was davon brig 
geblieben ist, am folgenden Tage gegessen werden.
LEV 7:17 Was aber am dritten Tage vom Opferfleisch brig ist, mu 
verbrannt werden.
LEV 7:18 Sollte aber auch am dritten Tage noch von dem Heilsopfer-Fleische 
gegessen werden, so wird dies den, der es dargebracht hat, nicht 
wohlgefllig machen; es wird ihm nicht angerechnet werden, sondern als 
Verdorbenes gelten, und derjenige, der davon it, wird Verschuldung auf 
sich laden.
LEV 7:19 Auch solches Fleisch, welches mit irgend etwas Unreinem in 
Berhrung gekommen ist, darf nicht gegessen werden, sondern ist zu 
verbrennen. Was aber das Fleisch berhaupt anlangt, so darf jeder, der 
rein ist, Fleisch essen.
LEV 7:20 Derjenige aber, der Fleisch von dem Jahwe dargebrachten 
Heilsopfer it, whrend er mit Unreinigkeit behaftet ist, ein solcher soll 
hinweggetilgt werden aus seinen Volksgenossen.
LEV 7:21 Und wenn jemand mit irgend etwas Unreinem in Berhrung gekommen 
ist, sei es nun mit der Unreinigkeit an einem Menschen oder mit einem 
unreinen Vieh oder irgend einem unreinen Greuel, und it von dem Fleische 
des Jahwe dargebrachten Heilsopfers, ein solcher soll hinweggetilgt werden 
aus seinen Volksgenossen.
LEV 7:22 Und Jahwe redete mit Mose also:
LEV 7:23 Sprich zu den Israeliten und gebiete ihnen: Ihr drft keinerlei 
Fett von Rindern, Schafen oder Ziegen essen.
LEV 7:24 Das Fett von gefallenen und das Fett von zerrissenen Tieren kann 
zu allerlei Zwecken verwendet werden, aber essen drft ihr es nicht.
LEV 7:25 Denn jeder, der Fett von Tierarten geniet, wie man sie Jahwe als 
Feueropfer darbringt, - hinwegzutilgen ist ein solcher, der es geniet, 
aus seinen Volksgenossen!
LEV 7:26 Ebenso drft ihr auch kein Blut genieen in allen euren 
Wohnsitzen, weder von Vgeln noch von vierfigen Tieren.
LEV 7:27 Jeder, der irgend Blut e, der soll hinweggetilgt werden aus 
seinen Volksgenossen!
LEV 7:28 Und Jahwe redete mit Mose also:
LEV 7:29 Sprich zu den Israeliten und gebiete ihnen: Wer Jahwe sein 
Heilsopfer darbringt, der bringe Jahwe von seinem Heilsopfer den 
Opferanteil, den er ihm schuldet.
LEV 7:30 Er selbst bringe die Stcke, die Jahwe als Feueropfer gehren: 
Das Fett nebst der Brust soll er herzubringen; die Brust, damit sie als 
Webe vor Jahwe gewebt werde.
LEV 7:31 Und der Priester soll das Fett auf dem Altar in Rauch aufgehn 
lassen, die Brust aber soll Aaron und seinen Shnen gehren.
LEV 7:32 Auch die rechte Keule sollt ihr von euren Heilsopfern dem 
Priester als Hebe geben.
LEV 7:33 Derjenige von den Shnen Aarons, der das Blut und das Fett des 
Heilsopfers darbringt, dem soll die rechte Keule als Anteil zufallen.
LEV 7:34 Denn die Webe-Brust und die Hebe-Keule nehme ich von den 
Heilsopfern der Israeliten in Anspruch und gebe sie Aaron, dem Priester, 
und seinen Shnen als eine Gebhr, die allezeit von den Israeliten zu 
entrichten ist.
LEV 7:35 Dies ist der Anteil Aarons und seiner Shne an den Feueropfern 
Jahwes, an dem Tag, an welchem er sie herzutreten lie, Jahwe 
Priesterdienst zu thun,
LEV 7:36 den ihnen Jahwe an dem Tag, an welchem er sie salbte, als eine 
Gabe seitens der Israeliten berwies, als eine Gebhr, die diesen alle 
Zeit obliegen sollte von Geschlecht zu Geschlecht.
LEV 7:37 Dies sind die Bestimmungen in betreff des Brandopfers, des 
Speisopfers, des Sndopfers, des Schuldopfers, des Einsetzungs-Opfers und 
des Heilsopfers,
LEV 7:38 welche Jahwe Mose anbefahl auf dem Berge Sinai, als er die 
Israeliten anwies, Jahwe ihre Opfergaben darzubringen, in der Steppe am 
Sinai.
LEV 8:1 Und Jahwe redete mit Mose also:
LEV 8:2 Nimm Aaron samt seinen Shnen, dazu die Kleider, das Salbl, den 
Sndopfer-Farren, die beiden Widder, sowie den Korb mit dem Ungesuerten,
LEV 8:3 und versammle die ganze Gemeinde vor der Thre des 
Offenbarungszeltes.
LEV 8:4 Da tat Mose, wie ihm Jahwe befohlen hatte, und die Gemeinde 
versammelte sich vor der Thre des Offenbarungszeltes.
LEV 8:5 Da sprach Mose zu der Gemeinde: Dies ist's, was Jahwe zu thun 
befohlen hat.
LEV 8:6 Hierauf lie Mose Aaron und seine Shne antreten und wusch sie mit 
Wasser.
LEV 8:7 Sodann legte er ihm den Leibrock an, umgrtete ihn mit dem Grtel, 
bekleidete ihn mit dem Obergewand und legte ihm das Schulterkleid an; 
sodann band er ihm die Binde des Schulterkleids um und befestigte es so an 
ihm.
LEV 8:8 Hierauf legte er ihm die Tasche an und that in die Tasche die Urim 
und die Tummim.
LEV 8:9 Sodann setzte er ihm den Kopfbund aufs Haupt; auf der Vorderseite 
des Kopfbunds aber befestigte er das goldene Stirnblatt, das heilige 
Diadem, wie Jahwe Mose befohlen hatte.
LEV 8:10 Sodann nahm Mose das Salbl, salbte die Wohnung und alles, was 
sich in ihr befand, und weihte es so.
LEV 8:11 Auch sprengte er davon auf den Altar, siebenmal, und salbte den 
Altar samt allen seinen Gerten, sowie das Becken samt seinem Gestelle, um 
sie so zu weihen.
LEV 8:12 Sodann go Mose einen Teil des Salbls auf das Haupt Aarons und 
salbte ihn, um ihn so zu weihen.
LEV 8:13 Hierauf lie Mose die Shne Aarons herantreten, bekleidete sie 
mit Leibrcken, umgrtete sie mit einem Grtel und setzte ihnen Mtzen 
auf, wie Jahwe Mose befohlen hatte.
LEV 8:14 Sodann brachte er den Sndopfer-Farren herzu, und Aaron und seine 
Shne stemmten die Hand auf den Kopf des Sndopfer-Farren.
LEV 8:15 Dann schlachtete ihn Mose, nahm das Blut, strich es mit dem 
Finger ringsum an die Hrner des Altars und entsndigte so den Altar; das 
brige Blut aber go er am Altar auf den Boden. So weihte er den Altar, 
indem er die Shnehandlungen an ihm vollzog.
LEV 8:16 Sodann nahm er das ganze Fett, welches die Eingeweide bedeckte, 
das Anhngsel an der Leber und die beiden Nieren samt dem Fett daran, und 
Mose lie es auf dem Altar in Rauch aufgehn.
LEV 8:17 Den Farren aber samt seinem Fell, seinem Fleisch und seinem Mist 
verbrannte er auerhalb des Lagers, wie Jahwe Mose befohlen hatte.
LEV 8:18 Sodann lief er den Widder zum Brandopfer herzubringen, und Aaron 
und seine Shne stemmten die Hand auf den Kopf des Widders.
LEV 8:19 Dann schlachtete ihn Mose und sprengte das Blut ringsum an den 
Altar.
LEV 8:20 Den Widder aber zerlegte er in seine Teile; sodann lie Mose den 
Kopf, die Stcke und das Fett in Rauch aufgehn.
LEV 8:21 Die Eingeweide aber und die Beine wusch er mit Wasser; sodann 
lie Mose den ganzen Widder auf dem Altar in Rauch aufgehn als ein 
Brandopfer lieblichen Geruchs, als eine Jahwe dargebrachte Feuerspeise, 
wie Jahwe Mose befohlen hatte.
LEV 8:22 Hierauf lie er den anderen Widder, den Einsetzungswidder, 
herzubringen, und Aaron und seine Shne stemmten die Hand auf den Kopf des 
Widders.
LEV 8:23 Dann schlachtete ihn Mose, nahm etwas von dem Blut und strich es 
an das rechte Ohrlppchen Aarons, sowie an seinen rechten Daumen und seine 
rechte groe Zehe.
LEV 8:24 Sodann lie Mose die Shne Aarons herantreten und strich etwas 
von dem Blut an ihr rechtes Ohrlppchen, sowie an ihren rechten Daumen und 
ihre rechte groe Zehe; das brige Blut aber sprengte Mose ringsum an den 
Altar.
LEV 8:25 Sodann nahm er das Fett, den Fettschwanz samt all' dem Fett an 
den Eingeweiden, das Anhngsel an der Leber und die beiden Nieren samt 
ihrem Fette, sowie die rechte Keule.
LEV 8:26 Dazu nahm er aus dem Korbe mit dem Ungesuerten, der vor Jahwe 
stand, einen ungesuerten Kuchen, einen mit l angemachten Brotkuchen und 
einen Fladen und legte sie zu den Fettstcken und zu der rechten Keule.
LEV 8:27 Dann gab er alles miteinander Aaron und seinen Shnen in die 
Hnde und webte es als Webe vor Jahwe.
LEV 8:28 Hierauf nahm es ihnen Mose aus den Hnden und lies es auf dem 
Altar ber dem Brandopfer in Rauch aufgehn als ein Einsetzungs- Opfer 
lieblichen Geruchs, als ein Jahwe dargebrachtes Feueropfer.
LEV 8:29 Sodann nahm Mose die Brust von dem Einsetzungs-Widder und webte 
sie als Webe vor Jahwe; sie fiel Mose als Anteil zu, wie Jahwe Mose 
befohlen hatte.
LEV 8:30 Sodann nahm Mose einen Teil des Salbls und des Blutes, das sich 
auf dem Altar befand, und sprengte es auf Aaron und seine Kleider, sowie 
auf seine Shne und ihre Kleider, und weihte so Aaron und seine Kleider, 
sowie seine Shne und ihre Kleider.
LEV 8:31 Hierauf gebot Mose Aaron und seinen Shnen: kocht das Fleisch vor 
der Thre des Offenbarungszeltes und verzehrt es daselbst samt dem Brote, 
welches sich in dem zum Einsetzungs-Opfer gehrenden Korbe befindet, wie 
ich angewiesen wurde durch den Befehl: Aaron und seine Shne sollen es 
verzehren!
LEV 8:32 Was von dem Fleisch und dem Brot brig bleibt, mt ihr 
verbrennen.
LEV 8:33 Uns sieben Tage lang drft ihr nicht von der Thre des 
Offenbarungszeltes hinweggehen, bis zu dem Tage, wo die zu eurer 
Einsetzung bestimmte Zeit um ist; denn sieben Tage hindurch soll er euch 
die Hand fllen.
LEV 8:34 Wie er heute gethan hat, so hat Jahwe weiter zu tun geboten, um 
euch Shne zu schaffen.
LEV 8:35 Sieben Tage hindurch mt ihr Tag und Nacht vor der Thre des 
Offenbarungszeltes bleiben und die Anordnungen Jahwes befolgen; sonst 
mtet ihr sterben - so ist mir's geboten!
LEV 8:36 Aaron aber und seine Shne thaten alles, was Jahwe durch Mose 
befohlen hatte.
LEV 9:1 Am achten Tag aber berief Mose Aaron und seine Shne und die 
Vornehmsten des Volks
LEV 9:2 und gebot Aaron: Hole dir ein junges Rind zum Sndopfer und einen 
Widder zum Brandopfer, beide fehllos, und bringe sie dar vor Jahwe.
LEV 9:3 Den Israeliten aber gebiete folgendes: Holt einen Ziegenbock zum 
Sndopfer, sowie ein Kalb und ein Schaf, beide einjhrig und fehllos, zum 
Brandopfer,
LEV 9:4 ferner einen Stier und einen Widder zum Heilsopfer, um sie vor 
Jahwe zu schlachten, dazu ein mit l angemachtes Speisopfer; denn heute 
wird euch Jahwe erscheinen.
LEV 9:5 Da brachten sie, was Mose verlangt hatte, hin vor das 
Offenbarungszelt, und die ganze Gemeinde nahte herzu und trat vor Jahwe.
LEV 9:6 Und Mose sprach: Dies ist's, was euch Jahwe zu thun befohlen hat, 
damit euch die Herrlichkeit Jahwes erscheine.
LEV 9:7 Sodann gebot Mose Aaron: Tritt heran an den Altar und besorge dein 
Sndopfer und dein Brandopfer, damit du fr dich und das Volk Shne 
schaffst; sodann besorge die Opfergabe des Volks, damit du fr sie Shne 
schaffst, wie Jahwe befohlen hat.
LEV 9:8 Da trat Aaron an den Altar heran und schlachtete das Kalb, das zum 
Sndopfer fr ihn selbst bestimmt war.
LEV 9:9 Die Shne Aarons aber reichten ihm das Blut; da tauchte er seinen 
Finger in das Blut und strich es an die Hrner des Altars. Das brige Blut 
go er am Altar auf den Boden.
LEV 9:10 Das Fett des Sndopfers aber samt den Nieren und dem Anhngsel an 
der Leber lie er auf dem Altar in Rauch aufgehn, wie Jahwe Mose befohlen 
hatte.
LEV 9:11 Das Fleisch und das Fell verbrannte er auerhalb des Lagers.
LEV 9:12 Sodann schlachtete er das Brandopfer; die Shne Aarons 
berreichten ihm das Blut, und er sprengte es ringsum an den Altar.
LEV 9:13 Das Brandopfer aber reichten sie ihm in Stcke zerlegt samt dem 
Kopf, und er lie es auf dem Altar in Rauch aufgehn.
LEV 9:14 Die Eingeweide und die Beine wusch er mit Wasser und lie sie auf 
dem Altar ber dem Brandopfer in Rauch aufgehn.
LEV 9:15 Sodann brachte er die Opfergabe des Volkes dar: Er nahm den Bock, 
der zum Sndopfer fr das Volk bestimmt war, schlachtete ihn und brachte 
ihn als Sndopfer, wie zuvor.
LEV 9:16 Hierauf brachte er das Brandopfer dar und besorgte es, wie es 
sich gebhrt.
LEV 9:17 Sodann brachte er das Speisopfer dar, nahm eine Hand voll davon 
und lie sie auf dem Altar in Rauch aufgehn, auer dem Morgen-Brandopfer.
LEV 9:18 Hierauf schlachtete er das Rind und den Widder als Heilsopfer fr 
das Volk; die Shne Aarons reichten ihm das Blut, und er sprengte es 
ringsum an den Altar.
LEV 9:19 Was aber die Fettstcke des Rindes anlangt, sowie den Fettschwanz 
des Widders samt dem die Eingeweide bedeckenden Fett, den Nieren und dem 
Anhngsel an der Leber,
LEV 9:20 so legten sie diese Fettstcke auf die Bruststcke, und er lie 
die Fettstcke auf dem Altar in Rauch aufgehn.
LEV 9:21 Die Bruststcke aber und die rechte Keule webte Aaron als Webe 
vor Jahwe, wie Mose befohlen hatte.
LEV 9:22 Sodann erhob Aaron seine Hnde nach dem Volke zu und segnete sie; 
und nachdem er so das Sndopfer, das Brandopfer und das Heilsopfer befolgt 
hatte, stieg er herab.
LEV 9:23 Hierauf gingen Mose und Aaron hinein ins Offenbarungszelt; und 
als sie wieder herauskamen, segneten sie das Volk. Da erschien die 
Herrlichkeit Jahwes dem ganzen Volk,
LEV 9:24 und es ging Feuer aus von Jahwe und verzehrte das Brandopfer und 
die Fettstcke auf dem Altar. Als alles Volk dies wahrnahm, da jubelten 
sie und fielen auf ihr Antlitz.
LEV 10:1 Nadab aber und Abihu, die Shne Aarons, nahmen ihre 
Kohlenpfannen, thaten Feuer hinein und legten Rucherwerk darauf und 
brachten so ein ungehriges Feueropfer, das er ihnen nicht geboten hatte, 
vor Jahwe.
LEV 10:2 Da ging Feuer aus von Jahwe und verzehrte sie, so da sie dort 
vor Jahwe starben.
LEV 10:3 Da sprach Mose zu Aaron: Hier erfllt sich, was Jahwe angekndigt 
hat, indem er sprach: An denen, die mir nahe stehen, will ich meine 
Heiligkeit erweisen. Und vor allem Volke will ich mich verherrlichen. 
Aaron aber verhielt sich schweigend.
LEV 10:4 Da rief Mose Misael und Elzaphan, sie Shne Usiels, des Oheims 
Aarons, herbei und gebot ihnen: Tretet herzu und tragt eure Verwandten von 
dem Platze vor dem Heiligtum hinweg hinaus vor das Lager!
LEV 10:5 Da traten sie herzu und trugen sie in ihren Leibrcken hinaus vor 
das Lager, wie Mose geboten hatte.
LEV 10:6 Aaron aber und seinen Shnen Eleasar und Ithamar gebot Mose: Ihr 
drft eure Hupter nicht entblen und eure Kleider nicht zerreien; sonst 
mtet ihr sterben, und er wrde heftig auf die ganze Gemeinde zrnen! 
Eure Brder aber, das ganze Haus Israel, mgen den Brand beweinen, den 
Jahwe angerichtet hat.
LEV 10:7 Auch drft ihr nicht zur Thre des Offenbarungszeltes 
hinausgehen, damit ihr nicht sterbt; denn das Salbl Jahwes ist auf euch! 
Sie aber thaten nach Moses Gehei.
LEV 10:8 Und Jahwe redete mit Aaron also:
LEV 10:9 Wein und berauschendes Getrnk drft ihr - du und deine Shne - 
nicht trinken, wenn ihr ins Offenbarungszelt hineingeht, sonst mt ihr 
sterben. Das ist eine fr alle Zeiten geltende Satzung, die ihr beobachten 
sollt von Geschlecht zu Geschlecht.
LEV 10:10 Und ihr sollt unterscheiden zwischen dem, was heilig, und dem, 
was nicht heilig ist, zwischen dem, was unrein, und dem, was rein ist,
LEV 10:11 und sollt die Israeliten alle die Satzungen lehren, die ihnen 
Jahwe durch Mose verkndigt hat.
LEV 10:12 Und Mose gebot Aaron, sowie Eleasar und Ithamar, die ihm von 
seinen Shnen noch geblieben waren: Nehmt das Speisopfer, das von den 
Jahwe dargebrachten Feueropfern noch brig ist, und et es ungesuert 
neben dem Altar, denn es ist hochheilig.
LEV 10:13 Darum sollt ihr es an heiliger Sttte essen, denn es ist die 
Gebhr, die dir und deinen Shnen von den Feueropfern zufllt - so ist 
mir's geboten!
LEV 10:14 Die Webebrust aber und die Hebekeule sollst du neben deinen 
Shnen und Tchtern an reiner Sttte essen, denn sie sind verliehen als 
die Gebhr, die dir und deinen Kindern von den Heilsopfern der Israeliten 
zufllt.
LEV 10:15 Die Hebekeule und die Webebrust soll man neben den zu 
Feueropfern bestimmten Fettstcken bringen, damit sie als Webe vor Jahwe 
gewebt werden; dann sollen sie dir und deinen Kindern als eine fr alle 
Zeiten feststehende Gebhr zufallen, wie Jahwe befohlen hat.
LEV 10:16 Als sich nun Mose angelegentlich nach dem Sndopfer-Bock 
erkundigte, befand sich, da er verbrannt war. Da zrnte er heftig auf 
Eleasar und Ithamar, die Shne Aarons, die diesem noch geblieben waren, 
und fragte:
LEV 10:17 Warum habt ihr denn das Sndopfer nicht gegessen an heiliger 
Sttte? Denn es ist hochheilig, und er hat es euch verliehen, um die 
Verschuldung der Gemeinde hinwegzuschaffen und ihnen Shne vor Jahwe zu 
erwirken.
LEV 10:18 Ist ja doch sein Blut nicht ins Innere des Heiligtums gebracht 
worden; somit mutet ihr es essen im heiligen Bezirke, wie ich befohlen 
hatte.
LEV 10:19 Da antwortete Aaron Mose: Bedenke, sie haben heute ihr Sndopfer 
und ihr Brandopfer vor Jahwe dargebracht, und mich betraf dennoch solches; 
wenn ich nun heute Sndopferfleisch genieen wollte, wrde das wohl Jahwe 
gefallen?
LEV 10:20 Als Mose das hrte, lie er sich's gefallen.
LEV 11:1 Und Jahwe redete mit Mose und Aaron und gebot ihnen folgendes:
LEV 11:2 Sprecht zu den Israeliten also: Dies sind die Tiere, die ihr 
essen drft von allen Vierflern auf Erden:
LEV 11:3 alle Vierfler, die gespaltene Klauen haben - und zwar vllig 
durchgespaltene Klauen - und wiederkuen, die drft ihr essen.
LEV 11:4 Dagegen drft ihr von den Tieren, welche wiederkuen und welche 
gespaltene Klauen haben, die nachfolgenden nicht essen: Das Kamel, denn es 
ist zwar Wiederkuer, hat aber keine durchgespaltenen Klauen - als unrein 
hat es euch zu gelten;
LEV 11:5 den Klippdachs, denn er ist zwar Wiederkuer, hat aber keine 
durchgespaltenen Klauen - als unrein hat er euch zu gelten;
LEV 11:6 den Hasen, denn er ist zwar Wiederkuer, hat aber keine 
durchgespaltenen Klauen - als unrein hat er euch zu gelten;
LEV 11:7 das Schwein, denn es hat zwar vllig durchgespaltene Klauen, ist 
aber kein Wiederkuer - als unrein hat es euch zu gelten.
LEV 11:8 Ihr drft weder ihr Fleisch genieen, noch drft ihr ihr Aas 
berhren - als unrein haben Sie euch zu gelten.
LEV 11:9 Folgende drft ihr essen von allen, die im Wasser leben: Alle 
Wassertiere sowohl im Meer, als in den Bchen, welche Flossen und Schuppen 
haben, die drft ihr essen.
LEV 11:10 Alles aber, sowohl im Meer, als in den Bchen, was keine Flossen 
und Schuppen hat, unter allem, was im Wasser wimmelt, und unter allen 
Lebewesen, die sich im Wasser befinden, soll euch ein Greuel sein.
LEV 11:11 Ein Greuel sollen sie euch sein: ihr Fleisch drft ihr nicht 
genieen und ihr Aas mt ihr verabscheuen.
LEV 11:12 Alle Wassertiere, die keine Flossen und Schuppen haben, sollen 
euch ein Greuel sein.
LEV 11:13 Von den Vgeln aber sollt ihr folgende verabscheuen - sie drfen 
nicht gegessen werden, sondern sind zu verabscheuen -: den Adler, den 
Bartgeier, den Geier,
LEV 11:14 die Weihe und das Geschlecht der Falken,
LEV 11:15 das ganze Geschlecht der Raben,
LEV 11:16 den Strau, die Schwalbe, die Mve und das Geschlecht der 
Habichte;
LEV 11:17 das Kuzchen, den Sturzpelikan, den Uhu,
LEV 11:18 die Eule, den Pelikan, den Erdgeier,
LEV 11:19 den Storch, das Geschlecht der Regenpfeifer, den Wiedehopf und 
die Fledermaus.
LEV 11:20 Alle geflgelten kleinen Tiere, die auf vieren gehen, sollen 
euch ein Greuel sein.
LEV 11:21 Von allen geflgelten kleinen Tieren, die auf vieren gehen, 
drft ihr nur diejenigen essen, welche oberhalb ihrer Fe zwei 
Hinterschenkel haben, um damit auf der Erde zu hpfen.
LEV 11:22 Von diesen drft ihr die folgenden essen: Die verschiedenen 
Arten der Zugheuschrecken, die verschiedenen Arten der Solamheuschrecken, 
die verschiedenen Arten der Chargolheuschrecken und die verschiedenen 
Arten der Chagabheuschrecken.
LEV 11:23 Alle brigen geflgelten kleinen Tiere aber, die vier Fe 
haben, sollen euch ein Greuel sein.
LEV 11:24 Durch diese Tiere verunreinigt ihr euch; jeder, der ihr Aas 
anrhrt, wird unrein bis zum Abend.
LEV 11:25 Und jeder, der eines ihrer ser trgt, mu seine Kleider waschen 
und wird unrein bis zum Abend -LEV 11:26 durch jedes Tier, welches 
gespaltene, aber doch nicht vllig durchgespaltene Klauen hat und nicht 
wiederkut. Als unrein sollen sie euch gelten; jeder, der sie berhrt, 
wird unrein.
LEV 11:27 Auch alle die, welche auf Tatzen gehen, unter allen den Tieren, 
die auf Vieren gehen, sollen euch als unrein gelten; jeder, der ihr Aas 
berhrt, wird unrein bis zum Abend.
LEV 11:28 Und wer ihr Aas trgt, mu seine Kleider waschen und wird unrein 
bis zum Abend - als unrein sollen sie euch gelten.
LEV 11:29 Diese aber sind es, die euch als unrein gelten sollen unter den 
kleinen Tieren, die sich auf der Erde tummeln: Das Wiesel, die Maus, die 
verschiedenen Arten der Eidechse,
LEV 11:30 die Anaka, der Koach, die Letaa, der Chomet und die Tinschemeth.
LEV 11:31 Das sind die, welche euch als unrein gelten sollen unter allen 
kleinen Tieren; jeder, der sie berhrt, wenn sie tot sind, wird unrein bis 
zum Abend.
LEV 11:32 Und alles, worauf eines von ihnen im Tode fllt, wird unrein: So 
jedes hlzerne Gef oder Gewand oder Fell oder Sacktuch - alle Gefe, 
die zum Gebrauche dienen. Sie sind ins Wasser zu stecken und bleiben 
unrein bis zum Abend; dann sind sie wieder rein.
LEV 11:33 Wenn aber eines von ihnen in irgend ein irdenes Gef 
hineinfllt, so wird alles, was darin ist, unrein, und ihr mt es 
zerbrechen.
LEV 11:34 Jede Art Speise, die gegessen zu werden pflegt, an die Wasser 
kommt, wird unrein; ebenso wird jedes Getrnk, das getrunken zu werden 
pflegt, in jederlei Gef unrein.
LEV 11:35 Und alles, worauf eines ihrer ser fllt, wird unrein: ein 
Backtopf oder Kochherd mu eingerissen werden. Unrein sind sie und sollen 
euch als unrein gelten.
LEV 11:36 Nur Quellen und Brunnen, also Wasserbehlter, bleiben rein; wer 
aber ihr Aas berhrt, wird unrein.
LEV 11:37 Und wenn eines ihrer ser auf irgend welche Smereien fllt, die 
ausgeset werden, so bleiben diese rein.
LEV 11:38 Wird aber Wasser an die Smereien gebracht, und es fllt dann 
eines ihrer ser darauf, so haben sie euch als unrein zu gelten.
LEV 11:39 Und wenn eines von den Tieren stirbt, die euch zur Speise 
dienen, so wird derjenige, der sein Aas berhrt, unrein bis zum Abend.
LEV 11:40 Und wer etwas von seinem Aase geniet, mu seine Kleider waschen 
und bleibt unrein bis zum Abend; und wer sein Aas trgt, mu seine Kleider 
waschen und bleibt unrein bis zum Abend.
LEV 11:41 Alle kleinen Tiere, die sich auf der Erde tummeln, sind als ein 
Greuel zu betrachten und drfen nicht gegessen werden.
LEV 11:42 Alle, die auf dem Bauche kriechen, und alle, die auf vieren 
gehen, sowie alle die, welche noch mehr Fe haben, von allen den kleinen 
Tieren, die sich auf der Erde tummeln, die drft ihr nicht essen, denn sie 
sind als ein Greuel zu betrachten.
LEV 11:43 Macht euch nicht selbst abscheulich durch irgend welche 
kriechenden Tiere und verunreinigt euch nicht durch sie, so da ihr unrein 
durch sie werdet.
LEV 11:44 Denn ich bin Jahwe, euer Gott; so erweist euch denn heilig und 
seid heilig, denn ich bin heilig! Und verunreinigt euch nicht selbst durch 
irgend welche kleinen Tiere, von denen es auf Erden wimmelt.
LEV 11:45 Denn ich bin Jahwe, der euch aus gypten hinweggefhrt hat, um 
euer Gott zu sein; darum sollt ihr heilig sein, denn ich bin heilig.
LEV 11:46 Das sind die Bestimmungen in betreff der Vierfler und der 
Vgel und aller der Lebewesen, die sich im Wasser tummeln, und aller der 
Wesen, die sich auf der Erde regen,
LEV 11:47 damit man unterscheide zwischen dem, was unrein, und dem, was 
rein ist, sowie zwischen den ebaren Tieren und den Tieren, welche nicht 
gegessen werden drfen.
LEV 12:1 Und Jahwe redete mit Mose also:
LEV 12:2 Sprich zu den Israeliten und gebiete ihnen: Wenn ein Weib 
niederkommt und einen Knaben gebiert, so bleibt sie sieben Tage unrein; 
ebenso lange, als ihre Unreinigkeit infolge des Monatsflusses whrt, ist 
sie unrein.
LEV 12:3 Am achten Tag aber ist seine Vorhaut zu beschneiden.
LEV 12:4 Sodann mu sie 33 Tage lang im Reinigungsblute bleiben; sie darf 
nichts Heiliges berhren und nicht ins Heiligtum kommen, bis die Zeit 
ihrer Reinigung um ist.
LEV 12:5 Gebiert sie aber ein Mdchen, so bleibt sie auf zwei Wochen 
unrein, wie bei ihrer monatlichen Unreinigkeit, und 66 Tage mu sie im 
Reinigungsblute bleiben.
LEV 12:6 Wenn aber die Zeit ihrer Reinigung um ist - mag es sich nun um 
einen Sohn oder eine Tochter handeln -, so soll sie ein einjhriges Lamm 
zum Brandopfer und eine junge Taube oder eine Turteltaube zum Sndopfer an 
die Thre des Offenbarungszeltes zum Priester bringen.
LEV 12:7 Der soll sie vor Jahwe darbringen und ihr Shne verschaffen, so 
wird sie rein werden von ihrem Blutflusse. Das sind die Bestimmungen in 
betreff der Kindbetterinnen, mag es sich nun um einen Knaben oder um ein 
Mdchen handeln.
LEV 12:8 Wenn sie aber zur Beschaffung eines Schafes zu arm ist, so nehme 
sie zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben, eine zum Brandopfer und eine 
zum Sndopfer, und der Priester schaffe ihr Shne, so wird sie rein werden.
LEV 13:1 Und Jahwe redete mit Mose und Aaron also:
LEV 13:2 Wenn sich auf der Haut jemandes ein Grind oder Ausschlag oder 
heller Fleck zeigt, und sich so eine ausstzige Stelle bildet, so ist er 
zu Aaron, dem Priester, oder zu einem seiner Shne, der Priester, zu 
bringen.
LEV 13:3 Wenn nun der Priester die betroffene Stelle auf der Haut besieht 
und findet, da die Haare an der betroffenen Stelle wei geworden sind, 
und da die betroffene Stelle tiefer liegend erscheint, als die Haut, so 
ist es wirklicher Aussatz; sobald das der Priester sieht, mu er ihn fr 
unrein erklren.
LEV 13:4 Findet sich aber ein weier Fleck an seiner Haut, der nicht 
tiefer liegend erscheint, als die Haut, und auf dem die Haare nicht wei 
geworden sind, so soll der Priester den damit behafteten sieben Tage 
absperren.
LEV 13:5 Wenn ihn dann der Priester am siebenten Tage besieht und findet, 
da sich die betroffene Stelle in ihrem Aussehen gleich geblieben ist, 
indem das bel nicht weiter auf der Haut um sich gegriffen hat, so soll 
ihn der Priester abermals sieben Tage absperren.
LEV 13:6 Wenn ihn dann der Priester am siebenten Tag abermals besieht und 
findet, da die betroffene Stelle blsser geworden ist, und das bel auf 
der Haut nicht weiter um sich gegriffen hat, so soll ihn der Priester fr 
rein erklren - es ist ein Ausschlag; er aber soll seine Kleider waschen, 
so wird er rein sein.
LEV 13:7 Wenn aber der Ausschlag nach der Zeit, wo er sich dem Priester 
gezeigt hat, um rein zu werden, immer weiter auf der Haut um sich greift, 
und er sich dem Priester abermals zeigt,
LEV 13:8 und der Priester wahrnimmt, da der Ausschlag auf der Haut um 
sich gegriffen hat, so soll ihn der Priester fr unrein erklren: es ist 
Aussatz.
LEV 13:9 Wenn sich eine ausstzige Stelle an einem Menschen zeigt, so soll 
man ihn zum Priester bringen.
LEV 13:10 Und wenn der Priester wahrnimmt, da sich ein weier Grind auf 
der Haut befindet, an welchem die Haare wei geworden sind, und da wildes 
Fleisch in dem Grinde wuchert,
LEV 13:11 so erweist sich das bel an seiner Haut als ein veralteter 
Aussatz, und der Priester erklre ihn fr unrein, ohne ihn erst 
abzusperren, denn er ist unrein.
LEV 13:12 Wenn aber der Aussatz durchweg auf der Haut ausbricht, so da 
der Aussatz die ganze Haut des betroffenen vom Kopfe bis zu den Fen 
bedeckt, wohin auch nur der Priester blicken mag,
LEV 13:13 und der Priester wahrnimmt, da der Aussatz den ganzen Leib 
bedeckt, so erklre er den betroffenen fr rein: er ist ganz und gar rein 
geworden und ist somit rein.
LEV 13:14 Sobald sich aber wildes Fleisch an ihm zeigt, wird er unrein,
LEV 13:15 und wenn der Priester das wilde Fleisch erblickt, so erklre er 
ihn fr unrein; denn das wilde Fleisch ist unrein: es ist Aussatz.
LEV 13:16 Wenn jedoch das wilde Fleisch wieder verschwindet, und er wird 
wei, so soll er sich zum Priester begeben.
LEV 13:17 Wenn ihn dann der Priester besieht und findet, da die 
betroffene Stelle wei geworden ist, so erklre der Priester den 
betroffenen fr rein; denn er ist rein.
LEV 13:18 Wenn sich an der Haut jemandes ein Geschwr bildet und wieder 
heilt,
LEV 13:19 dann aber an der Stelle des Geschwrs ein weier Grind entsteht 
oder ein wei-rtlicher Fleck, so zeige er sich dem Priester.
LEV 13:20 Wenn dann der Priester wahrnimmt, da er niedriger aussieht, als 
die Haut, und da die Haare daran wei geworden sind, so erklre ihn der 
Priester fr unrein; es ist wirklicher Aussatz, der in dem Geschwr 
ausgebrochen ist.
LEV 13:21 Wenn aber der Priester bei der Besichtigung des Flecks findet, 
da sich keine weien Haare an ihm befinden, da er nicht niedriger ist, 
als die Haut, und da er blsser geworden ist, so soll ihn der Priester 
sieben Tage lang absperren.
LEV 13:22 Wenn dann der Fleck immer weiter auf der Haut um sich greift, so 
erklre ihn der Priester fr unrein; die Stelle ist vom Aussatze betroffen.
LEV 13:23 Blieb aber der helle Fleck auf dieselbe Stelle beschrnkt, ohne 
weiter um sich zu greifen, so ist es die Narbe des Geschwrs, und der 
Priester erklre ihn fr rein.
LEV 13:24 Oder wenn sich an der Haut jemandes eine Brandwunde befindet, 
und das in der Brandwunde wachsende Fleisch sich als ein wei-rtlicher 
oder weier Fleck erzeigt,
LEV 13:25 und der Priester bei dessen Besichtigung findet, da die Haare 
an dem hellen Flecke wei geworden sind, und da er tiefer liegend 
erscheint, als die Haut, so ist es der Aussatz, der in der Brandwunde 
ausgebrochen ist, und der Priester erklre ihn fr unrein; es ist 
wirklicher Aussatz.
LEV 13:26 Wenn aber der Priester bei seiner Besichtigung findet, da sich 
an dem hellen Flecke keine weien Haare befinden, da er nicht niedriger 
ist, als die Haut, und da er blsser geworden ist, so sperre ihn der 
Priester sieben Tage lang ab.
LEV 13:27 Wenn ihn dann der Priester am siebenten Tage besieht, so mu ihn 
der Priester, wenn der Fleck immer weiter auf der Haut um sich greift, fr 
unrein erklren - es ist wirklicher Aussatz.
LEV 13:28 Blieb aber der helle Fleck auf dieselbe Stelle beschrnkt, ohne 
weiter auf der Haut um sich zu greifen, und ist er blsser geworden, so 
ist es der Grind der Brandwunde, und der Priester mag ihn fr rein 
erklren, denn es ist nur die Narbe der Brandwunde.
LEV 13:29 Wenn bei einem Mann oder Weib am Kopf oder am Bart ein Mal 
entsteht,
LEV 13:30 und der Priester das Mal besieht und findet, da es tiefer 
liegend erscheint, als die Haut, und da sich dnne, goldgelbe Haare daran 
befinden, so erklre ihn der Priester fr unrein; es ist der bsartige 
Grind - der Aussatz des Kopfes oder des Bartes.
LEV 13:31 Wenn aber der Priester bei der Besichtigung der von dem bsen 
Grind betroffenen Stelle findet, da sie zwar nicht tiefer liegend 
erscheint, als die Haut, da sich aber keine schwarzen Haare an ihr 
befinden, so soll der Priester den vom bsen Grinde betroffenen sieben 
Tage lang absperren.
LEV 13:32 Wenn nun der Priester die betroffene Stelle am siebenten Tage 
besieht und findet, da der bse Grind nicht weiter um sich gegriffen hat, 
da keine goldgelben Haare an ihm entstanden sind, und da der bse Grind 
nicht tiefer liegend erscheint, als die Haut,
LEV 13:33 so soll er sich bescheren - nur den bsen Grind soll er nicht 
bescheren -; dann soll der Priester den mit dem bsen Grinde behafteten 
abermals sieben Tage absperren.
LEV 13:34 Wenn nun der Priester den bsen Grind am siebenten Tage besieht 
und findet, da der bse Grind nicht weiter auf der Haut um sich gegriffen 
hat und da er nicht tiefer liegend erscheint, als die Haut, so soll ihn 
der Priester fr rein erklren; und er wasche seine Kleider, so wird er 
rein sein.
LEV 13:35 Wenn jedoch der bse Grind, nachdem der betreffende fr rein 
erklrt war, immer weiter auf der Haut um sich greift,
LEV 13:36 und der Priester besieht ihn und findet, da der bse Grind 
weiter auf der Haut um sich gegriffen hat, so braucht der Priester nicht 
erst nach dem goldgelben Haar zu suchen - er ist unrein.
LEV 13:37 Wenn sich aber der bse Grind in seinem Aussehen gleich 
geblieben ist, und schwarze Haare auf ihm gewachsen sind, so ist der bse 
Grind geheilt: er ist rein, und der Priester soll ihn fr rein erklren.
LEV 13:38 Wenn sich bei einem Mann oder Weib auf der Haut helle Flecken, 
weie helle Flecken zeigen,
LEV 13:39 und der Priester findet bei der Besichtigung auf ihrer Haut 
verblate helle weie Flecken, so ist es der gutartige Ausschlag, der auf 
der Haut ausgebrochen ist: ein solcher ist rein.
LEV 13:40 Wenn jemandes Haupt kahl wird, so ist er ein Hinter-Glatzkopf: 
ein solcher ist rein.
LEV 13:41 Und wenn sein Haupt auf der Vorderseite kahl wird, so ist er ein 
Vorder-Glatzkopf: ein solcher ist rein.
LEV 13:42 Wenn sich aber an der Hinterglatze oder an der Vorderglatze ein 
wei-rtlicher Ausschlag zeigt, so ist es Aussatz, der an seiner Hinter- 
oder Vorderglatze ausbricht.
LEV 13:43 Wenn ihn nun der Priester besieht und findet einen wei-
rtlichen Grind auf seiner Hinter- oder Vorderglatze, der aussieht, wie 
Aussatz auf der bloen Haut -LEV 13:44 ein solcher ist ausstzig. Er ist 
unrein; der Priester soll ihn ohne weiteres fr unrein erklren: er hat 
das bel auf seinem Haupte.
LEV 13:45 Es soll aber der Ausstzige, der das bel an sich hat, in 
zerrissenen Kleidern einhergehen, sein Haupthaar fliegen lassen, den Bart 
verhllen und unrein! unrein! rufen.
LEV 13:46 Die ganze Zeit, in der er das bel an sich hat, bleibt er 
unrein. Unrein ist er; abgesondert mu er wohnen: auerhalb des Lagers 
soll er sich aufhalten.
LEV 13:47 Wenn sich aber an einem Kleid eine ausstzige Stelle zeigt - sei 
es nun an einem wollenen oder linnenen Kleid -,
LEV 13:48 oder an einem linnenen oder wollenen Gewebe oder Gewirke oder an 
Leder oder an irgend etwas aus Leder Gefertigtem,
LEV 13:49 und es ist die betroffene Stelle an dem Kleid oder dem Leder 
oder dem Gewebe oder dem Gewirke oder an irgend welchem ledernen 
Gegenstande grnlich oder rtlich, so liegt ein Fall von Aussatz vor, und 
man zeige es dem Priester.
LEV 13:50 Und wenn der Priester die betroffene Stelle besichtigt hat, so 
schliee er das vom Ausschlage betroffene sieben Tage ein.
LEV 13:51 Wenn er dann am siebenten Tage wahrnimmt, da der Ausschlag auf 
dem Kleid oder dem Gewebe oder dem Gewirke oder dem Leder - an irgend 
etwas, wozu das Leder verarbeitet zu werden pflegt, - weiter um sich 
gegriffen hat, so ist der Ausschlag ein bsartiger Aussatz. Derartiges ist 
unrein,
LEV 13:52 und man soll das Kleid oder das in Wolle oder Linnen Gewebte 
oder Gewirkte oder jederlei ledernen Gegenstand, an dem sich der Ausschlag 
zeigt, verbrennen; denn es ist ein bsartiger Aussatz, verbrannt mu es 
werden.
LEV 13:53 Wenn es aber der Priester besieht und findet, da der Ausschlag 
auf dem Kleid oder dem Gewebe ober dem Gewirke ber irgend welchem 
ledernen Gegenstande nicht um sich gegriffen hat,
LEV 13:54 so gebiete der Priester, da man das, woran sich der Ausschlag 
findet, wasche, und schliee es dann abermals sieben Tage ein.
LEV 13:55 Wenn es dann der Priester, nachdem die betroffene Stelle 
ausgewaschen worden war, besichtigt und findet, da sich das Aussehen der 
betroffenen Stelle nicht verndert hat, wenn auch der Ausschlag nicht 
weiter um sich gegriffen hat, so ist es unrein; man mu es verbrennen - es 
ist eine Einfressung, sei es nun an seiner Hinter- oder an seiner 
Vorderseite.
LEV 13:56 Wenn aber der Priester bei der Besichtigung findet, da die 
betroffene Stelle, nachdem man sie ausgewaschen hat, verblat ist, so soll 
man sie aus dem Kleid oder Leder oder Gewebe oder Gewirke herausreien.
LEV 13:57 Und wenn sich an dem Kleid oder Gewebe oder Gewirke oder an 
irgend welchem ledernen Gegenstand abermals Aussatz zeigt, so ist es ein 
frisch ausbrechender; man mu das, was mit dem Ausschlage behaftet ist, 
verbrennen.
LEV 13:58 Die Kleider aber oder Gewebe oder Gewirke oder ledernen 
Gegenstnde jeder Art, von denen der Ausschlag, nachdem man sie gewaschen 
hat, verschwunden ist, mssen nochmals gewaschen werden, so werden sie 
rein sein.
LEV 13:59 Das sind die Bestimmungen ber den Aussatz an einem wollenen 
oder linnenen Kleid oder Gewebe oder Gewirke oder an irgend einem ledernen 
Gegenstande, wiefern sie fr rein oder unrein zu erklren sind.
LEV 14:1 Und Jahwe redete mit Mose also:
LEV 14:2 Dies sind die Bestimmungen in betreff des Ausstzigen zur Zeit 
seiner Reinigung: Er soll zum Priester gebracht werden;
LEV 14:3 und zwar mu der Priester zu ihm hinaus vor das Lager gehen. Wenn 
nun der Priester bei der Besichtigung findet, da die vom Aussatze 
betroffene Stelle am Ausstzigen heil geworden ist,
LEV 14:4 so soll der Priester Befehl geben, da man fr den, der sich 
reinigen lt, zwei lebendige reine Vgel, Cedernholz, Karmesin und Ysop 
bringe.
LEV 14:5 Sodann soll der Priester Befehl geben, da man den einen Vogel 
schlachte, in ein irdenes Gef ber lebendigem Wasser.
LEV 14:6 Den lebendigen Vogel aber, das Cedernholz, den Karmesin und Ysop 
soll er nehmen und es samt dem lebendigen Vogel in das Blut des ber dem 
lebendigen Wasser geschlachteten Vogels eintauchen.
LEV 14:7 Sodann soll er den, der sich vom Aussatze reinigen lt, 
siebenmaI besprengen und ihn so reinigen; den lebendigen Vogel aber lasse 
er ins freie Feld fliegen.
LEV 14:8 Und der, welcher sich reinigen lt, mu seine Kleider waschen, 
alle seine Haare abscheren und sich baden, so wird er rein werden. Darnach 
darf er hineingehen ins Lager, mu aber noch sieben Tage auerhalb seines 
Zeltes bleiben.
LEV 14:9 Am siebenten Tag aber soll er alle seine Haare abscheren - Haupt, 
Bart und Augenbrauen, kurz alle seine Haare soll er abscheren; sodann soll 
er seine Kleider waschen und seinen Leib baden, so wird er rein werden.
LEV 14:10 Am achten Tag aber soll er zwei fehllose Lmmer nehmen und ein 
einjhriges, fehlloses weibliches Lamm, nebst drei Zehntel Feinmehl, das 
mit l angemacht ist, zum Speisopfer und einem Log l.
LEV 14:11 Und der Priester, der die Reinigung vollzieht, soll den Mann, 
der sich reinigen lt, und diese Dinge Jahwe darstellen an der Thre des 
Offenbarungszeltes.
LEV 14:12 Sodann soll der Priester das eine Lamm nehmen und es zum 
Schuldopfer darbringen mit dem Log l und soll beides als Webe vor Jahwe 
weben.
LEV 14:13 Und zwar soll man das Lamm da schlachten, wo man die Sndopfer 
und die Brandopfer zu schlachten pflegt, an heiliger Sttte; denn wie das 
Sndopfer, so gehrt auch das Schuldopfer dem Priester: hochheilig ist es.
LEV 14:14 Sodann nehme der Priester etwas von dem Blute des Schuldopfers 
und der Priester streiche es dem, der sich reinigen lt, an den rechten 
Ohrknorpel, den Daumen der rechten Hand und die groe Zehe des rechten 
Fues.
LEV 14:15 Alsdann nehme der Priester etwas von dem Log l und giee es auf 
seine - des Priesters - linke Hand.
LEV 14:16 Sodann tauche der Priester seinen rechten Finger in das l, das 
in seiner linken Hand ist, und sprenge von dem l mit seinem Finger 
siebenmal vor Jahwe.
LEV 14:17 Von dem brigen l aber, das in seiner Hand ist, streiche der 
Priester dem, der sich reinigen lt, etwas an den rechten Ohrknorpel, an 
den Daumen der rechten Hand und die groe Zehe des rechten Fues, oben auf 
das Blut des Schuldopfers.
LEV 14:18 Und was noch brig ist von dem l in der Hand des Priesters, das 
thue er auf das Haupt dessen, der sich reinigen lt, damit ihm so der 
Priester Shne schaffe vor Jahwe.
LEV 14:19 Sodann soll der Priester das Sndopfer herrichten, um dem, der 
sich reinigen lt, Shne zu schaffen wegen seiner Unreinigkeit; darnach 
soll er das Brandopfer schlachten.
LEV 14:20 Und der Priester soll das Brandopfer samt dem Speisopfer auf dem 
Altar darbringen; und wenn ihm so der Priester Shne geschafft hat, wird 
er rein werden.
LEV 14:21 Wenn er aber arm ist und nicht so viel zu leisten vermag, so 
nehme er ein Lamm als Schuldopfer, damit es gewebt und ihm Shne geschafft 
werde, dazu ein Zehntel Feinmehl, mit l angemacht, zum Speisopfer und ein 
Log l,
LEV 14:22 ferner zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben - was er zu 
leisten vermag -, damit die eine als Sndopfer, die andere als Brandopfer 
diene.
LEV 14:23 Und zwar soll er sie am achten Tage, nachdem er rein geworden, 
zum Priester bringen, an die Thre des Offenbarungszeltes vor Jahwe;
LEV 14:24 und der Priester nehme das Schuldopferlamm nebst dem Log l und 
der Priester webe beides als Webe vor Jahwe.
LEV 14:25 Sodann schlachte man das Schuldopferlamm, und der Priester nehme 
etwas von dem Blute des Schuldopfers und streiche es dem, der sich 
reinigen lt, an den rechten Ohrknorpel, den Daumen der rechten Hand und 
die groe Zehe des rechten Fues.
LEV 14:26 Von dem l aber giee der Priester etwas in seine - des 
Priesters - linke Hand
LEV 14:27 und es sprenge der Priester von dem l, das in seiner linken 
Hand ist, mit seinem rechten Finger siebenmal vor Jahwe.
LEV 14:28 Sodann streiche der Priester etwas von dem l, das in seiner 
Hand ist, dem, der sich reinigen lt, an den rechten Ohrknorpel, den 
Daumen der rechten Hand und die groe Zehe des rechten Fues, auf die mit 
dem Blute des Schuldopfers bestrichene Stelle.
LEV 14:29 Und was noch brig ist von dem l in der Hand des Priesters, das 
thue er auf das Haupt dessen, der sich reinigen lt, damit er ihm Shne 
schaffe vor Jahwe.
LEV 14:30 Sodann soll er die eine von den Turteltauben oder von den jungen 
Tauben, die er zu leisten vermochte, herrichten,
LEV 14:31 - die eine als Sndopfer, die andere als Brandopfer, samt dem 
Speisopfer, und so soll der Priester dem, der sich reinigen lt, Shne 
schaffen vor Jahwe.
LEV 14:32 Das sind die Bestimmungen in betreff dessen, der mit Aussatz 
behaftet ist, bei seiner Reinigung aber nicht so viel zu leisten vermag.
LEV 14:33 Und Jahwe redete mit Mose und Aaron also:
LEV 14:34 Wenn ihr ins Land Kanaan kommt, das ich euch zu eigen geben 
will, und ich lasse in dem Lande, das ihr zu eigen habt, an irgend einem 
Hause eine ausstzige Stelle entstehen,
LEV 14:35 so soll der, dem das Haus gehrt, hingehen und es dem Priester 
melden und sprechen: An meinem Hause zeigt sich etwas wie Aussatz!
LEV 14:36 So soll dann der Priester Befehl geben, das Haus auszurumen, 
bevor der Priester hineingeht, um die betreffende Stelle zu besichtigen, 
damit nicht etwa alles, was sich im Hause befindet, fr unrein erklrt 
werden mu. Alsdann soll der Priester hineingehen, um das Haus zu besehen.
LEV 14:37 Wenn er nun bei der Besichtigung der ausstzigen Stellen 
wahrnimmt, da sich dieselben an den Wnden des Hauses befinden in Gestalt 
grnlicher oder rtlicher Grbchen, die tiefer zu liegen scheinen, als die 
Wandflche,
LEV 14:38 so soll der Priester aus dem Hause heraus an die Thre des 
Hauses gehen und das Haus auf sieben Tage verschlieen.
LEV 14:39 Wenn dann der Priester am siebenten Tage wiederkehrt und bei der 
Besichtigung findet, da der Aussatz an den Wnden des Hauses weiter um 
sich gegriffen hat,
LEV 14:40 so soll der Priester Befehl geben, da man die Steine, an denen 
sich der Aussatz zeigt, herausreit und drauen vor der Stadt an einen 
unreinen Ort wirft.
LEV 14:41 Das Haus selbst aber soll man inwendig ringsum abkratzen und den 
abgekratzten Lehm drauen vor der Stadt an einen unreinen Ort schtten.
LEV 14:42 Sodann soll man andere Steine nehmen und an Stelle jener Steine 
einsetzen; ebenso soll man anderen Lehm nehmen und das Haus bewerfen.
LEV 14:43 Wenn dann der Aussatz abermals am Hause hervorbricht, nachdem 
man die Steine herausgerissen, das Haus abgekratzt und neu beworfen hat,
LEV 14:44 so soll der Priester hineingehen, und wenn er bei der 
Besichtigung findet, da der Aussatz weiter um sich gegriffen hat am 
Hause, so ist es ein bsartiger Aussatz an dem Hause: dasselbe ist unrein.
LEV 14:45 Und man soll das Haus abbrechen, die zu ihm gehrenden Steine, 
Balken und den gesamten Lehmbewurf am Hause, und soll es hinausschaffen an 
einen unreinen Ort drauen vor der Stadt.
LEV 14:46 Und wer das Haus betritt, so lange es verschlossen ist, der soll 
fr unrein gelten bis zum Abend.
LEV 14:47 Und wer in dem Hause geschlafen hat, der mu seine Kleider 
waschen; und wer in dem Hause gegessen hat, der mu seine Kleider waschen.
LEV 14:48 Wenn aber der Priester hineinkommen und bei der Besichtigung 
finden sollte, da der Aussatz nicht weiter am Hause um sich gegriffen 
hat, nachdem das Haus neu beworfen war, so soll der Priester das Haus fr 
rein erklren, denn der Schaden ist geheilt.
LEV 14:49 So soll er dann, um das Haus zu entsndigen, zwei Vgel, 
Cedernholz, Karmesin und Ysop nehmen.
LEV 14:50 Den einen Vogel schlachte er in ein irdenes Gef ber 
lebendigem Wasser;
LEV 14:51 das Cedernholz aber, den Ysop, den Karmesin und den lebendigen 
Vogel soll er nehmen und in das Blut des geschlachteten Vogels und in das 
lebendige Wasser tauchen und das Haus siebenmal besprengen
LEV 14:52 und soll so das Haus mit dem Blute des Vogels und mit dem 
lebendigen Wasser, sowie mit dem lebendigen Vogel, dem Cedernholz, dem 
Ysop und dem Karmesin entsndigen.
LEV 14:53 Den lebendigen Vogel aber lasse er hinaus vor der Stadt ins 
freie Feld fliegen und schaffe so dem Hause Shne: so wird es rein werden.
LEV 14:54 Das sind die Bestimmungen in betreff der verschiedenen Arten des 
Aussatzes und in betreff des Grindes,
LEV 14:55 sowie des Aussatzes an Kleidern und Husern,
LEV 14:56 der Hautmale, des Schorfs und der weien Flecken,
LEV 14:57 um darber zu belehren, wenn etwas unrein oder rein ist. Das 
sind die Bestimmungen in betreff des Aussatzes.
LEV 15:1 Und Jahwe redete mit Mose und Aaron also:
LEV 15:2 Redet mit den Israeliten und sprecht zu ihnen: wenn irgend jemand 
an seiner Scham einen Flu hat, so ist solches ein unreiner Flu.
LEV 15:3 Und zwar verhlt es sich so mit seiner Unreinigkeit infolge 
seines Flusses: Mag nun der Flu aus seiner Scham im Gange sein oder seine 
Scham verstopft sein, so da nichts ausfliet - es liegt Unreinigkeit bei 
ihm vor.
LEV 15:4 Alles Lager, auf dem der Flssige liegt, wird unrein, und alles 
Gerte, auf dem er sitzt, wird unrein.
LEV 15:5 Wer sein Lager berhrt, mu seine Kleider waschen und sich baden 
und bleibt unrein bis zum Abend.
LEV 15:6 Und wer sich auf das Gerte setzt, auf dem der Flssige sa, mu 
seine Kleider waschen und sich baden und bleibt unrein bis zum Abend.
LEV 15:7 Und wer den Leib des Flssigen berhrt, mu seine Kleider waschen 
und sich baden und bleibt unrein bis zum Abend.
LEV 15:8 Und wenn der Flssige seinen Speichel auf einen Reinen wirft, so 
mu dieser seine Kleider waschen und sich baden und bleibt unrein bis zum 
Abend.
LEV 15:9 Und jeder Sattel, auf dem der Flssige reitet, wird unrein.
LEV 15:10 Und wer irgend etwas von dem berhrt, was sich unter ihm 
befindet, der wird unrein bis zum Abend. Und wer es forttrgt, mu seine 
Kleider waschen und sich baden und bleibt unrein bis zum Abend.
LEV 15:11 Und jeder, den der Flssige berhrt, ohne zuvor seine Hnde mit 
Wasser abgesplt zu haben, der mu seine Kleider waschen und sich baden 
und bleibt unrein bis zum Abend.
LEV 15:12 Irdene Gefe, die der Flssige berhrt, mssen zerbrochen, alle 
hlzernen Gefe aber mit Wasser abgesplt werden.
LEV 15:13 Wenn aber der Flssige rein wird von seinem Flusse, so soll er 
von da ab, wo er rein wurde, sieben Tage zhlen; alsdann soll er seine 
Kleider waschen und seinen Leib in lebendigem Wasser baden - so wird er 
rein werden.
LEV 15:14 Am achten Tag aber nehme er zwei Turteltauben oder zwei junge 
Tauben, gehe hin vor Jahwe an die Thre des Offenbarungszeltes und 
bergebe sie dem Priester.
LEV 15:15 Der Priester aber soll sie herrichten, die eine als Sndopfer 
und die andere als Brandopfer; und so soll ihm der Priester Shne schaffen 
vor Jahwe wegen seines Flusses.
LEV 15:16 Wenn jemandem der Same entgeht, so mu er seinen Leib baden und 
bleibt unrein bis zum Abend.
LEV 15:17 Und alles Kleid und alles Leder, an das solcher Same kommt, mu 
gewaschen werden und bleibt unrein bis zum Abend.
LEV 15:18 Und wenn einer bei einem Weibe liegt und Samenergu erfolgt, so 
mssen sie sich baden und bleiben unrein bis zum Abend.
LEV 15:19 Wenn ein Weib flssig wird, indem sie ihres Leibes Blutflu hat, 
so haftet an ihr die Unreinigkeit sieben Tage lang, und jeder, der Sie 
berhrt, wird unrein bis zum Abend.
LEV 15:20 Und alles, worauf sie liegt whrend ihrer Unreinigkeit, wird 
unrein; und alles, worauf sie sitzt, wird unrein.
LEV 15:21 Und jeder, der ihr Lager berhrt, mu seine Kleider waschen und 
sich baden und bleibt unrein bis zum Abend.
LEV 15:22 Und jeder, der irgend ein Gerte berhrt, auf dem Sie sa, mu 
seine Kleider waschen und sich baden und bleibt unrein bis zum Abend.
LEV 15:23 Und wenn er etwas berhrt, was sich auf dem Lager oder auf dem 
Gerte befindet, auf dem sie sitzt, so wird er unrein bis, zum Abend.
LEV 15:24 Und wenn einer bei ihr liegen sollte und von ihrer Unreinigkeit 
an ihn kommt, so bleibt er sieben Tage lang unrein, und alles Lager, auf 
dem er liegt, wird unrein.
LEV 15:25 Wenn aber ein Weib lange Zeit hindurch den Blutflu hat, auer 
der Zeit ihrer gewhnlichen Unreinigkeit, oder wenn Sie blutflssig bleibt 
ber die Zeit ihrer gewhnlichen Unreinigkeit hinaus, so gilt von ihr die 
ganze Zeit hindurch, die sie an dem unreinen Flusse leidet, dasselbe, wie 
zur Zeit ihrer gewhnlichen Unreinigkeit: Sie ist unrein.
LEV 15:26 Alles Lager, auf dem sie liegt, so lange Sie an dem Flusse 
leidet, hat ihr zu gelten, wie das Lager zur Zeit ihrer gewhnlichen 
Unreinigkeit, und alles Gerte, auf dem sie sitzt, wird unrein, wie es 
unrein wird bei ihrer gewhnlichen Unreinigkeit.
LEV 15:27 Wer diese Dinge berhrt, wird unrein; er mu seine Kleider 
waschen und sich baden und bleibt unrein bis zum Abend.
LEV 15:28 Wenn sie aber rein geworden ist von ihrem Flu, so soll sie noch 
sieben Tage zhlen: darnach soll sie als rein gelten.
LEV 15:29 Und am achten Tage soll sie zwei Turteltauben oder zwei junge 
Tauben nehmen und dieselben zum Priester bringen an die Thre des 
Offenbarungszeltes.
LEV 15:30 Und der Priester soll die eine als Sndopfer, die andere als 
Brandopfer herrichten, und so soll ihr der Priester vor Jahwe Shne 
schaffen wegen ihres unreinen Flusses.
LEV 15:31 So sollst du die Israeliten verwarnen in betreff ihrer 
Unreinigkeit, damit Sie nicht sterben infolge ihrer Unreinigkeit, indem 
Sie meine Wohnung verunreinigen, die unter ihnen ist.
LEV 15:32 Das sind die Bestimmungen in betreff des Flssigen und dessen, 
dem der Same entgeht, so da er dadurch unrein wird;
LEV 15:33 und in betreff derjenigen, die an ihrer gewhnlichen 
Unreinigkeit leidet, und dessen, der einen Flu hat, es sei ein Mann oder 
ein Weib, sowie dessen, der bei einer Unreinen liegt.
LEV 16:1 Und Jahwe redete mit Mose nach dem Tode der beiden Shne Aarons, 
als sie vor Jahwe getreten waren und sterben muten.
LEV 16:2 Und Jahwe sprach zu Mose: Sage deinem Bruder Aaron, da er nicht 
zu jeder beliebigen Zeit hineingehen darf in das Heiligtum innerhalb des 
Vorhangs, vor die Deckplatte hin, die sich ber der Lade befindet - sonst 
mu er sterben! Denn in der Wolke erscheine ich ber der Deckplatte.
LEV 16:3 Nur unter der Bedingung darf Aaron in das Heiligtum hineingehen, 
da er einen jungen Stier als Sndopfer und einen Widder als Brandopfer 
darbringt;
LEV 16:4 einen heiligen linnenen Leibrock mu er anhaben, linnene 
Beinkleider mssen seine Scham bedecken, mit einem linnenen Grtel mu er 
sich grten und einen linnenen Kopfbund umbinden. Heilige Kleider sind es -
 er soll sie anlegen, nachdem er seinen Leib gebadet hat.
LEV 16:5 Von der Gemeinde der Israeliten aber soll er zwei Ziegenbcke zum 
Sndopfer und einen Widder zum Brandopfer nehmen.
LEV 16:6 Sodann soll Aaron seinen eigenen Sndopfer-Farren herzubringen 
und sich und seinem Hause Shne schaffen.
LEV 16:7 Dann soll er die beiden Bcke nehmen und Sie Jahwe darstellen an 
der Thre des OffenbarungszeItes.
LEV 16:8 Und Aaron soll ber die beiden Bcke das Los werfen: ein Los fr 
Jahwe und ein Los fr Asasel.
LEV 16:9 Sodann soll Aaron den Bock, der durch das Los fr Jahwe bestimmt 
worden ist, herzubringen und ihn als Sndopfer herrichten.
LEV 16:10 Der Bock aber, der durch das Los fr Asasel bestimmt ward, ist 
Jahwe lebendig darzustellen, damit man die Shnegebruche ber ihm 
vollziehe und ihn dem Asasel in die Wste schicke.
LEV 16:11 So soll also Aaron seinen eigenen Sndopfer-Farren herzubringen 
und sich und seinem Hause Shne schaffen und soll seinen Sndopfer-Farren 
schlachten.
LEV 16:12 Sodann aber soll er eine Pfanne voll glhender Kohlen von dem 
Altar, der vor Jahwe steht, hinwegnehmen und feingestoenes wohlriechendes 
Rucherwerk, so viel er mit seinen beiden Hnden zu fassen vermag, und 
soll es hinein hinter den Vorhang bringen.
LEV 16:13 Sodann soll er das Rucherwerk vor Jahwe auf das Feuer thun, 
damit die Wolke von dem Rucherwerk die Deckplatte, die sich ber dem 
Gesetze befindet, verhlle, und er nicht sterben msse.
LEV 16:14 Sodann nehme er etwas von dem Blute des Farren und sprenge es 
mit seinem Finger oben auf die Vorderseite der Deckplatte; vor die 
Deckplatte hin aber sprenge er mit seinem Finger siebenmal von dem Blute.
LEV 16:15 Sodann schlachte er den Sndopferbock des Volks und bringe sein 
Blut hinein hinter den Vorhang und verfahre mit seinem Blute so, wie er 
mit dem Blute des Farren verfuhr, und sprenge es auf die Deckplatte und 
vor die Deckplatte hin
LEV 16:16 und entsndige so das Heiligtum von wegen der Unreinigkeiten der 
Israeliten und der bertretungen, die sie irgend begangen haben, und 
ebenso verfahre er mit dem Offenbarungszelte, das bei ihnen weilt inmitten 
ihrer Unreinigkeiten.
LEV 16:17 Es darf aber gar niemand im Offenbarungszelte zugegen sein, wenn 
er hineingeht, um die Shnegebruche im Heiligtum zu vollziehen, bis er 
wieder hinausgeht, und so soll er sich und seinem Hause und der ganzen 
Gemeinde Israel Shne schaffen.
LEV 16:18 Sodann soll er hinausgehen an den Altar, der vor Jahwe steht, 
und ihn entsndigen; und zwar soll er etwas von dem Blute des Farren und 
dem Blute des Bockes nehmen und ringsum an die Hrner des Altars streichen
LEV 16:19 und soll mit seinem Finger siebenmal etwas von dem Blut auf ihn 
sprengen und ihn so reinigen und weihen von wegen der Unreinigkeit der 
Israeliten.
LEV 16:20 Wenn er so die Entsndigung des Heiligtums und des 
Offenbarungszeltes und des Altars vollendet hat, so bringe er den 
lebendigen Bock herzu.
LEV 16:21 Und Aaron soll seine beiden Hnde auf den Kopf des lebendigen 
Bockes aufstemmen und ber ihm alle Verschuldungen der Israeliten bekennen 
und alle bertretungen, die Sie irgend begangen haben, und soll sie auf 
den Kopf des Bockes legen und diesen durch einen bereitgehaltenen Mann in 
die Wste entsenden.
LEV 16:22 So soll der Bock alle ihre Verschuldungen auf sich hinwegtragen 
in eine abgelegene Gegend, und man soll den Bock erst in der Wste 
loslassen.
LEV 16:23 Und Aaron soll hineingehen ins Offenbarungszelt und die linnenen 
Kleider ausziehen, die er angelegt hatte, als er in das Heiligtum 
hineinging, und sie dort niederlegen.
LEV 16:24 Sodann soll er seinen Leib an heiliger Sttte baden und seine 
Kleider anziehen; dann soll er herauskommen und sein und des Volkes 
Brandopfer herrichten, um sich und dem Volke Shne zu schaffen.
LEV 16:25 Das Fett des Sndopfers aber soll er auf dem Altar in Rauch 
aufgehen lassen.
LEV 16:26 Und der, welcher den Bock zu Asasel hinausgeschafft hat, mu 
seine Kleider waschen und seinen Leib baden; darnach darf er ins Lager 
kommen.
LEV 16:27 Den Sndopfer-Farren aber und den Sndopferbock, deren Blut 
hineingebracht wurde, um im Heiligtume die Shnegebruche zu vollziehen, 
soll man hinaus vor das Lager schaffen und ihr Fleisch und ihren Mist 
verbrennen.
LEV 16:28 Und der, welcher sie verbrannt hat, mu seine Kleider waschen 
und seinen Leib baden; darnach darf er ins Lager kommen.
LEV 16:29 Und es soll euch als eine Satzung fr alle Zeiten gelten: Im 
siebenten Monat, am zehnten des Monats, mt ihr euch kasteien und drft 
ihr gar kein Geschft verrichten, der Landeseingeborne, wie der Fremde, 
der sich unter euch aufhlt.
LEV 16:30 Denn an diesem Tage wird man euch Shne schaffen, um euch zu 
reinigen; von allen euren Snden sollt ihr rein werden vor Jahwe.
LEV 16:31 Ein Tag unbedingter Ruhe soll es fr euch sein, und ihr sollt 
euch kasteien kraft einer fr alle Zeiten geltenden Satzung.
LEV 16:32 Es soll aber die Entsndigung vollziehen der Priester, den man 
salben und dem man die Hand fllen wird, da er Priesterdienst thue an 
Stelle seines Vaters. Und er soll die linnenen Kleider, die heiligen 
Kleider, anlegen
LEV 16:33 und das Allerheiligste entsndigen; und das Offenbarungszelt und 
den Altar soll er entsndigen und den Priestern und allen Gliedern der 
Gemeinde soll er Shne schaffen.
LEV 16:34 Und das soll euch als eine Satzung fr alle Zeiten gelten, da 
man den Israeliten einmal im Jahre Shne schaffen soll von wegen aller 
ihrer Snden. Und er that, wie Jahwe Mose befohlen hatte.
LEV 17:1 Und Jahwe redete mit Mose also:
LEV 17:2 Rede mit Aaron und mit seinen Shnen und allen Israeliten und 
sprich zu ihnen: Dies ist's, was Jahwe geboten hat:
LEV 17:3 Jedermann aus dem Hause Israel, der ein Rind oder ein Lamm oder 
eine Ziege schlachtet im Lager oder der sie schlachtet auerhalb des Lagers
LEV 17:4 und sie nicht hinbringt zur Thre des Offenbarungszeltes, um sie 
Jahwe als Opfergabe darzubringen vor der Wohnung Jahwes, einem solchen 
soll es als Blutschuld angerechnet werden: Blut hat er vergossen, und ein 
solcher soll hinweggetilgt werden mitten aus seinen Volksgenossen,
LEV 17:5 damit die Israeliten ihre SchIachtopfer, die sie auf freiem Felde 
zu opfern pflegen, herbringen, und zwar sollen sie sie fr Jahwe an die 
Thre des Offenbarungszeltes zum Priester bringen und sollen sie als 
Heilsopfer fr Jahwe schlachten.
LEV 17:6 Und der Priester soll das Blut an den Altar Jahwes sprengen vor 
der Thre des Offenbarungszeltes und soll das Fett in Rauch aufgehen 
lassen zum lieblichen Geruch fr Jahwe.
LEV 17:7 Und sie sollen ihre Schlachtopfer hinfort nicht mehr den 
Bocksgestalten opfern, mit denen sie Abgtterei treiben. Solches soll 
ihnen als eine Satzung fr alle Zeiten gelten, die zu beobachten ist von 
Geschlecht zu Geschlecht.
LEV 17:8 Und du sollst zu ihnen sprechen: Jedermann vom Hause Israel und 
von den Fremden, die sich unter ihnen aufhalten, der ein Brandopfer oder 
SchIachtopfer bringt
LEV 17:9 und es nicht hinbringt an die Thre des Offenbarungszeltes, um es 
fr Jahwe herzurichten, ein solcher soll hinweggetilgt werden aus seinen 
Volksgenossen.
LEV 17:10 Und jedermann vom Hause Israel und von den Fremden, die sich 
unter ihnen aufhalten, der irgend Blut geniet, - gegen einen solchen, der 
Blut geniet, will ich mein Antlitz richten und ihn hinwegtilgen mitten 
aus seinen Volksgenossen.
LEV 17:11 Denn das Leben des Leibes ist im Blute, und ich habe es euch 
verliehen fr den Altar, da man euch Shne damit schaffe; denn das Blut 
bewirkt Shne mittels des in ihm enthaltenen Lebens.
LEV 17:12 Darum habe ich den Israeliten geboten: Niemand von euch darf 
Blut genieen! Auch der Fremde, der sich unter euch aufhlt, darf kein 
Blut genieen.
LEV 17:13 Und jedermann von den Israeliten und von den Fremden, die sich 
unter ihnen aufhalten, der ein Stck Wild oder Geflgel erjagt; das 
gegessen werden darf, der soll sein Blut auslaufen lassen und dann mit 
Erde bedecken.
LEV 17:14 Denn das Leben eines jeden Leibes besteht in seinem das Leben 
enthaltenden Blute. Daher gebot ich den Israeliten: Von keinem Leibe drft 
ihr das Blut genieen: Denn das Leben eines jeden Leibes besteht in seinem 
Blute - jeder, der es geniet, soll hinweggetilgt werden!
LEV 17:15 Und jeder, der Aas oder von wilden Tieren Zerrissenes geniet, 
es sei ein Landeseingeborner oder ein Fremder, der mu seine Kleider 
waschen und sich baden und bleibt unrein bis zum Abend; dann wird er rein.
LEV 17:16 Wenn er sie aber nicht wscht und seinen Leib nicht badet, so 
ldt er Verschuldung auf sich.
LEV 18:1 Und Jahwe redete mit Mose also:
LEV 18:2 Rede mit den Israeliten und sprich zu ihnen: Ich bin Jahwe, euer 
Gott.
LEV 18:3 Ihr drft nicht thun, wie man im Lande gypten thut, in welchem 
ihr gewohnt habt, und ihr drft nicht thun, wie man im Lande Kanaan thut, 
wohin ich euch bringen will; nach ihren Satzungen drft ihr nicht wandeln.
LEV 18:4 Nach meinen Rechten sollt ihr thun und meine Satzungen sollt ihr 
beobachten und nach ihnen wandeln; ich bin Jahwe, euer Gott.
LEV 18:5 Darum sollt ihr meine Satzungen und meine Rechte beobachten: 
derjenige, der nach ihnen thut, wird durch sie leben; ich bin Jahwe!
LEV 18:6 Keiner von euch darf seinen nchsten Blutsverwandten nahen, ihre 
Scham zu entblen; ich bin Jahwe.
LEV 18:7 Die Scham deines Vaters und die Scham deiner Mutter darfst du 
nicht entblen; es ist deine Mutter, du darfst ihre Scham nicht entblen.
LEV 18:8 Die Scham des Weibes deines Vaters darfst du nicht entblen, es 
ist deines Vaters Scham.
LEV 18:9 Die Scham deiner Schwester, der Tochter deines Vaters oder der 
Tochter deiner Mutter, mag sie nun im Hause oder mag sie drauen geboren 
sein - du darfst ihre Scham nicht entblen.
LEV 18:10 Die Scham der Tochter deines Sohns oder der Tochter deiner 
Tochter - du darfst ihre Scham nicht entblen, denn es ist deine Scham.
LEV 18:11 Die Scham der Tochter des Weibes deines Vaters, die dein Vater 
erzeugt hat - du darfst ihre Scham nicht entblen; sie ist deine 
Schwester.
LEV 18:12 Die Scham der Schwester deines Vaters darfst du nicht entblen, 
sie ist deines Vaters nchste Blutsverwandte.
LEV 18:13 Die Scham der Schwester deiner Mutter darfst du nicht entblen, 
denn sie ist deiner Mutter nchste Blutsverwandte.
LEV 18:14 Die Scham des Bruders deines Vaters darfst du nicht entblen, 
darfst seinem Weibe nicht nahen; sie ist deine Muhme.
LEV 18:15 Die Scham deiner Schwiegertochter darfst du nicht entblen; sie 
ist das Weib deines Sohns, du darfst ihre Scham nicht entblen.
LEV 18:16 Die Scham des Weibes deines Bruders darfst du nicht entblen, 
es ist deines Bruders Scham.
LEV 18:17 Die Scham eines Weibes und ihrer Tochter darfst du nicht 
entblen. Die Tochter ihres Sohns und die Tochter ihrer Tochter darfst du 
nicht nehmen, ihre Scham zu entblen; sie sind nchste Blutsverwandte - 
solches ist grobe Unzucht.
LEV 18:18 Auch darfst du nicht ein Weib zu ihrer Schwester hinzunehmen und 
so Feindschaft erregen, indem du ihre Scham entblest neben ihr, bei 
ihren Lebzeiten.
LEV 18:19 Du darfst einem Weibe nicht nahen, ihre Scham zu entblen, 
whrend der Zeit ihrer Unreinigkeit.
LEV 18:20 Mit dem Weibe deines Nchsten darfst du dich nicht fleischlich 
vermischen und dich dadurch verunreinigen.
LEV 18:21 Du darfst nicht eines von deinen Kindern hergeben, um es dem 
Melech zu weihen, da du nicht entheiligest den Namen deines Gottes; ich 
bin Jahwe.
LEV 18:22 Du darfst nicht bei einem Manne liegen, wie man beim Weibe 
liegt; solches ist eine Greueltat.
LEV 18:23 Mit keinem Tiere darfst du dich fleischlich vermischen und dich 
dadurch verunreinigen, und ein Weib soll sich nicht vor ein Tier 
hinstellen, da es sich mit ihr begatte; solches ist eine schwere 
Schandthat.
LEV 18:24 Ihr drft euch nicht durch irgend etwas derartiges 
verunreinigen; denn durch alles das haben sich die Heiden verunreinigt, 
die ich vor euch vertreibe.
LEV 18:25 Da wurde das Land unrein, und ich suchte seine Verschuldung an 
ihm heim, so da das Land seine Bewohner ausspie.
LEV 18:26 So beobachtet denn ihr meine Satzungen und meine Rechte und 
verbt nicht irgend eine dieser Greuelthaten, weder der Landeseingeborne, 
noch der Fremde, der sich unter euch aufhlt.
LEV 18:27 Denn alle diese Greuelthaten haben die Bewohner des Landes 
verbt, die vor euch waren, und das Land wurde unrein;
LEV 18:28 da nicht etwa das Land euch ausspeie, wenn ihr es verunreinigt, 
wie es das Volk ausgespieen hat, das vor euch war.
LEV 18:29 Denn wer irgend eine dieser Greuelthaten verben wird: solche, 
die sie verben, sollen hinweggetilgt werden mitten aus ihren 
Volksgenossen.
LEV 18:30 So befolgt denn meine Anordnungen, da ihr nicht thut nach den 
greulichen Sitten, die vor euch gebt wurden, und euch dadurch 
verunreinigt; ich bin Jahwe, euer Gott!
LEV 19:1 Und Jahwe redete mit Mose also:
LEV 19:2 Rede mit der ganzen Gemeinde der Israeliten und sprich zu ihnen: 
Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig, Jahwe, euer Gott.
LEV 19:3 Ihr sollt ein jeglicher seine Mutter und seinen Vater frchten 
und meine Ruhetage sollt ihr beobachten; ich bin Jahwe, euer Gott.
LEV 19:4 Ihr sollt euch nicht den Gtzen zuwenden und drft euch keine 
gegossenen Gtter machen; ich bin Jahwe, euer Gott.
LEV 19:5 Und wenn ihr Jahwe ein Heilsopfer schlachtet, sollt ihr es 
opfern, da es euch wohlgefllig mache.
LEV 19:6 An dem Tag, an welchem ihr es opfert, und Tags darauf mu es 
gegessen werden; was aber bis zum dritten Tag brig geblieben ist, mu 
verbrannt werden.
LEV 19:7 Sollte aber dennoch am dritten Tage davon gegessen werden, so 
wrde es als Verdorbenes gelten und nicht wohlgefllig aufgenommen werden.
LEV 19:8 Wer es geniet, ldt Verschuldung auf sich; denn er hat das Jahwe 
Geheiligte entweiht und ein solcher soll hinweggetilgt werden aus seinen 
Volksgenossen.
LEV 19:9 Wenn ihr euer Land aberntet, so sollst du dein Feld nicht bis auf 
den uersten Rand abernten und nicht Nachlese halten nach deiner Ernte.
LEV 19:10 Auch deinen Weinberg sollst du nicht nachlesen und die 
umhergestreuten Beeren in deinem Weinberge nicht auflesen: den Armen und 
den Fremden sollst du sie berlassen; ich bin Jahwe, euer Gott.
LEV 19:11 Ihr sollt nicht stehlen, nichts ableugnen und nicht einer den 
andern betrgen.
LEV 19:12 Ihr sollt bei meinem Namen nicht falsch schwren, da du so den 
Namen deines Gottes entweihest; ich bin Jahwe.
LEV 19:13 Du sollst deinen Nchsten nicht bervorteilen und nicht 
berauben; der Lohn des Lohnarbeiters soll von dir nicht zurckbehalten 
werden bis zum andern Morgen.
LEV 19:14 Du sollst einem Tauben nicht fluchen und einem Blinden nicht ein 
Hindernis in den Weg legen, sondern sollst dich vor deinem Gotte frchten; 
ich bin Jahwe.
LEV 19:15 Ihr sollt nicht Unrecht verben beim Rechtsprechen - du sollst 
weder fr einen Geringen Partei ergreifen, noch auf einen Vornehmen 
Rcksicht nehmen, sondern du sollst deinen Nchsten recht richten.
LEV 19:16 Du sollst nicht als Verleumder unter deinen Volksgenossen 
umgehen, noch auf dem Tode deines Nchsten bestehen; ich bin Jahwe.
LEV 19:17 Du sollst gegen deinen Bruder nicht Ha im Herzen tragen, 
sondern sollst deinen Nchsten freimtig zur Rede stellen, da du nicht 
etwa seinetwegen Snde auf dich ladest.
LEV 19:18 Du sollst nicht rachgierig noch nachtrgerisch sein gegenber 
deinen Volksgenossen, sondern sollst deinen Nchsten lieben, wie dich 
selbst; ich bin Jahwe.
LEV 19:19 Meine Satzungen sollt ihr beobachten: du darfst nicht zweierlei 
Arten deines Viehs sich begatten lassen, noch dein Feld mit zweierlei 
Arten von Samen besen, noch darf dir ein Kleid, das aus zweierlei Fden 
zusammengewirkt ist, auf den Leib kommen.
LEV 19:20 Wenn sich einer mit einem Weibe fleischlich vermischt, das als 
Sklavin unter der Gewalt eines anderen Mannes steht, ohne da Sie 
losgekauft oder freigelassen war, so soll eine Strafe verhngt werden; 
doch sollen sie nicht mit dem Tode bestraft werden, denn sie war nicht 
freigelassen.
LEV 19:21 Er soll aber Jahwe als seine Bue einen Widder zum Schuldopfer 
an die Thre des Offenbarungszeltes bringen,
LEV 19:22 und der Priester soll ihm mit dem Schuldopfer-Widder vor Jahwe 
Shne schaffen wegen der Snde, die er begangen hat; so wird ihm dann die 
Snde, die er begangen hat, vergeben werden.
LEV 19:23 Wenn ihr in das Land kommt und allerlei Fruchtbume pflanzt, so 
sollt ihr deren Vorhaut - ihre ersten Frchte - ungestrt wachsen lassen. 
Drei Jahre sollen sie euch als unbeschnitten gelten, und darf nicht von 
ihnen gegessen werden.
LEV 19:24 Im vierten Jahre sollen alle ihre Frchte Jahwe zu einer 
Dankfeier geweiht sein.
LEV 19:25 Im fnften Jahr aber drft ihr ihre Frchte essen, da euch um 
so reichIicherer Ertrag von ihnen zu teil werde; ich bin Jahwe, euer Gott.
LEV 19:26 Ihr drft nichts samt dem Blut essen. Ihr drft nicht wahrsagen, 
noch Zauberei treiben.
LEV 19:27 Ihr drft den Rand eures Kopfes nicht kreisfrmig abscheren, 
noch sollst du den Rand deines Bartes verstmmeln.
LEV 19:28 Ihr drft euch nicht wegen eines Toten Einschnitte an eurem 
Leibe machen, noch drft ihr euch Schriftzeichen eintzen; ich bin Jahwe.
LEV 19:29 Du sollst deine Tochter nicht entweihen, indem du sie zum Huren 
anhltst, da nicht das Land hurerisch und voll grober Unzucht werde.
LEV 19:30 Meine Ruhetage sollt ihr beobachten und euch vor meinem 
Heiligtume scheuen; ich bin Jahwe.
LEV 19:31 Wendet euch nicht an die Totenbeschwrer- und an die 
Wahrsagegeister. Befragt sie nicht, da ihr euch durch sie verunreinigt; 
ich bin Jahwe, euer Gott.
LEV 19:32 Vor einem grauen Haupte sollst du aufstehen und die Person eines 
Greisen ehren und sollst dich frchten vor deinem Gott; ich bin Jahwe.
LEV 19:33 Und wenn sich ein Fremder bei dir aufhlt in eurem Lande, so 
sollt ihr ihn nicht bedrcken.
LEV 19:34 Wie ein Landeseingeborner aus eurer Mitte soll euch der Fremde 
gelten, der sich bei euch aufhlt, und du sollst ihn lieben, wie dich 
selbst. Denn ihr seid auch Fremdlinge gewesen in gypten; ich bin Jahwe, 
euer Gott.
LEV 19:35 Ihr sollt nicht Unrecht verben beim Rechtsprechen, noch in 
betreff des Lngenmaes, des Gewichts und des Hohlmaes.
LEV 19:36 Richtige Wage, richtige Gewichtsteine, richtiges Epha und 
richtiges Hin sollt ihr fhren; ich bin Jahwe, euer Gott, der euch aus 
gypten weggefhrt hat.
LEV 19:37 So sollt ihr denn alle meine Satzungen und alle meine Rechte 
beobachten und nach ihnen thun; ich bin Jahwe.
LEV 20:1 Und Jahwe redete mit Mose also:
LEV 20:2 Und zu den Israeliten sollst du sprechen: Jedermann von den 
Israeliten und von den Fremden, die sich in Israel aufhalten, der eines 
von seinen Kindern dem Melech hingiebt, soll mit dem Tode bestraft werden; 
die Landesbewohner sollen ihn steinigen.
LEV 20:3 Und ich selbst will gegen einen solchen mein Antlitz richten und 
ihn hinwegtilgen mitten aus seinem Volke, darum da er eines von seinen 
Kindern dem Melech hingegeben hat, um mein Heiligtum zu verunreinigen und 
meinen heiligen Namen zu entweihen.
LEV 20:4 Und wenn etwa die Landesbewohner einem solchen durch die Finger 
sehen wollten, wenn er eines von seinen Kindern dem Melech hingiebt, da 
Sie ihn nicht tten wollen,
LEV 20:5 so will doch ich mein Antlitz wider einen solchen richten und 
wider sein Geschlecht und will ihn und alle, die es ihm in der Abgtterei 
nachthun, indem sie mit dem Melech Abgtterei treiben, mitten aus ihrem 
Volk hinwegtilgen.
LEV 20:6 Derjenige aber, der sich an die Totenbeschwrer- und die 
Wahrsagegeister wendet und so Abgtterei mit ihnen treibt, wider einen 
solchen will ich mein Antlitz richten und ihn mitten aus seinem Volk 
hinwegtilgen.
LEV 20:7 Und ihr sollt euch heilig erweisen und sollt heilig sein, denn 
ich bin Jahwe, euer Gott.
LEV 20:8 Darum sollt ihr meine Satzungen beobachten und nach ihnen thun; 
ich bin Jahwe der euch heiligt.
LEV 20:9 Denn jedermann, der seinem Vater und seiner Mutter flucht, soll 
mit dem Tode bestraft werden; seinem Vater und seiner Mutter hat er 
geflucht - Blutschuld haftet auf ihm.
LEV 20:10 Und wenn jemand Ehebruch treibt mit einem Eheweibe, wenn jemand 
Ehebruch treibt mit dem Weibe seines Nchsten, soll sowohl der Ehebrecher 
als die Ehebrecherin mit dem Tode bestraft werden.
LEV 20:11 Und wenn jemand bei dem Weibe seines Vaters liegt, so hat er die 
Scham seines Vaters entblt; sie sollen beide mit dem Tode bestraft 
werden, Blutschuld haftet auf ihnen.
LEV 20:12 Und wenn jemand bei seiner Schwiegertochter liegt, so sollen 
beide mit dem Tode bestraft werden; sie haben eine schwere Schandthat 
verbt, Blutschuld haftet auf ihnen.
LEV 20:13 Und wenn jemand bei einem Manne liegt, wie man beim Weibe liegt, 
so haben beide eine Greuelthat verbt; mit dem Tode sollen sie bestraft 
werden, Blutschuld haftet auf ihnen.
LEV 20:14 Und wenn jemand ein Weib nimmt und dazu ihre Mutter, so ist dies 
grobe Unzucht; man soll ihn und sie beide verbrennen, da nicht Unzucht 
unter euch im Schwange gehe.
LEV 20:15 Und wenn sich jemand mit einem Tiere fleischlich vermischt, so 
soll er mit dem Tode bestraft werden, und auch das Tier sollt ihr tten.
LEV 20:16 Und wenn sich ein Weib irgend einem Tiere naht, da es sich mit 
ihr begatte, so sollst du das Weib samt dem Tiere tten; mit dem Tode 
sollen sie bestraft werden, Blutschuld haftet auf ihnen.
LEV 20:17 Und wenn einer seine Schwester, die Tochter seines Vaters oder 
die Tochter seiner Mutter, nimmt, so da er ihre Scham sieht, und sie 
seine Scham sieht, so ist dies Blutschande, und sie sollen hinweggetilgt 
werden vor den Augen ihrer Volksgenossen; die Scham seiner Schwester hat 
er entblt und Verschuldung auf sich geladen.
LEV 20:18 Und wenn jemand bei einem Weibe liegt zur Zeit ihrer monatlichen 
Krankheit und ihre Scham entblt, ihren Brunnen aufgedeckt hat, und sie 
so den Brunnen ihres Bluts entblt hat, so sollen beide mitten aus ihrem 
Volk hinweggetilgt werden.
LEV 20:19 Die Scham der Schwester deiner Mutter und der Schwester deines 
Vaters darfst du nicht entblen; denn wer es thut, der hat seine nchste 
Blutsverwandte aufgedeckt und sie haben Verschuldung auf sich geladen.
LEV 20:20 Und wenn jemand bei dem Weibe des Bruders seines Vaters liegt, 
so hat er die Scham seines Oheims entblt und sie haben Snde auf sich 
geladen - ohne Kinder sollen sie sterben.
LEV 20:21 Und wenn jemand das Weib seines Bruders nimmt, so ist dies 
Blutschande; die Scham seines Bruders hat er entblt - sie sollen ohne 
Kinder sein.
LEV 20:22 So beobachtet denn alle meine Satzungen und alle meine Rechte 
und thut darnach, da euch das Land nicht ausspeie, in das ich euch 
bringen will, da ihr darin wohnen sollt.
LEV 20:23 Ihr drft nicht wandeln nach den Satzungen des Volks, welches 
ich vor euch ausstoe, weil sie alles das verbt haben, so da es mich vor 
ihnen ekelte.
LEV 20:24 Darum sprach ich zu euch: Ihr sollt ihren Boden zu eigen 
bekommen, und ich will ihn euch zum Besitze geben - ein Land, das von 
Milch und Honig berfliet, ich, Jahwe, euer Gott, der euch ausgesondert 
hat von den Vlkern.
LEV 20:25 So macht denn einen Unterschied zwischen den reinen und den 
unreinen Vierflern, sowie zwischen den unreinen und den reinen Vgeln, 
und macht euch nicht selbst abscheulich durch Vierfler oder Vgel oder 
irgend etwas, das sich auf Erden regt, was ich abgesondert habe, damit es 
euch als unrein gelte.
LEV 20:26 Und ihr sollt mir heilig sein, denn ich, Jahwe, bin heilig und 
habe euch abgesondert von den Vlkern, da ihr mir angehren sollt.
LEV 20:27 Und wenn sich in einem Mann oder Weib ein Totenbeschwrer- oder 
Wahrsagegeist befinden wird, so sollen sie mit dem Tode bestraft werden; 
man soll sie steinigen, Blutschuld lastet auf ihnen.
LEV 21:1 Und Jahwe sprach zu Mose: Sage den Priestern, den Shnen Aarons, 
und sprich zu ihnen: ein Priester darf sich nicht an einer Leiche 
verunreinigen unter seinen Volksgenossen.
LEV 21:2 Nur an den Blutsverwandten, die ihm am nchsten stehen, an seiner 
Mutter und seinem Vater, seinem Sohne, seiner Tochter, seinem Bruder und
LEV 21:3 seiner Schwester, die Jungfrau ist und ihm so noch nahe steht, 
die noch keinem Manne zu teil geworden ist - an der darf er sich 
verunreinigen.
LEV 21:4 Er darf sich nicht verunreinigen unter seinen Volksgenossen, da 
er sich dadurch entweihe.
LEV 21:5 Sie drfen sich auf ihrem Haupte keine Glatze scheren, drfen den 
Rand ihres Bartes nicht abscheren und sich an ihrem Leibe keine 
Einschnitte machen.
LEV 21:6 Sie sollen ihrem Gotte heilig sein und den Namen ihres Gottes 
nicht entweihen; denn Sie bringen die Feueropfer Jahwes, die Speise ihres 
Gottes, dar, darum sollen sie heilig sein.
LEV 21:7 Eine Hure oder eine Geschwchte drfen sie nicht zum Weibe 
nehmen; auch eine von ihrem Manne verstoene Frau drfen Sie nicht nehmen, 
denn der Priester ist seinem Gotte heilig.
LEV 21:8 Darum sollst du ihn heilig halten, denn er bringt die Speise 
deines Gottes dar; als heilig soll er dir gelten, denn ich bin heilig, 
Jahwe, der euch heiligt.
LEV 21:9 Und wenn sich die Tochter eines Priesters entweiht durch Hurerei, 
so entweiht sie damit ihren Vater; man soll sie verbrennen.
LEV 21:10 Der aber Hoherpriester ist unter seinen Brdern, auf dessen 
Haupt das Salbl gegossen ward, dem man die Hand gefllt und die heiligen 
Kleider angelegt hat, der darf sein Haupthaar nicht wild fliegen lassen 
und seine Kleider nicht zerreien.
LEV 21:11 Er darf zu gar keiner Leiche hineingehen; sogar an seinem Vater 
und an seiner Mutter darf er sich nicht verunreinigen.
LEV 21:12 Das Heiligtum darf er nicht verlassen, damit er nicht etwa das 
Heiligtum seines Gottes entweihe, denn die Weihe des Salbls seines Gottes 
ruht auf ihm; ich bin Jahwe.
LEV 21:13 Eine reine Jungfrau mu er zum Weibe nehmen;
LEV 21:14 eine Witwe oder Verstoene oder Geschwchte oder Hure - diese 
darf er nicht nehmen; nur eine Jungfrau aus seinen Volksgenossen darf er 
zum Weibe nehmen,
LEV 21:15 da er nicht seinen Stamm unter seinen Volksgenossen entweihe, 
denn ich bin Jahwe, der ihn heiligt.
LEV 21:16 Und Jahwe redete mit Mose also:
LEV 21:17 Rede mit Aaron also: wenn jemand von deinen Nachkommen, jetzt 
und in allen knftigen Zeiten, ein Leibesgebrechen hat, so darf er nicht 
herzutreten, um die Speise seines Gottes darzubringen.
LEV 21:18 Denn wer irgend ein Leibesgebrechen hat, darf nicht herzutreten, 
er sei nun blind oder lahm oder im Gesicht verstmmelt oder mit einem zu 
langen Gliede behaftet
LEV 21:19 oder habe ein gebrochenes Bein oder einen gebrochenen Arm
LEV 21:20 oder sei bucklig oder unnatrlich abgemagert oder habe weie 
Flecken im Auge oder leide an Krtze oder Flechten oder an einem 
Hodenbruch.
LEV 21:21 Keiner von den Nachkommen Aarons, des Priesters, der ein 
Leibesgebrechen hat, darf herzunahen, um die Feueropfer Jahwes 
darzubringen; hat er ein Leibesgebrechen, so darf er nicht herzunahen, die 
Speise seines Gottes darzubringen.
LEV 21:22 Von der Speise seines Gottes, sowohl den hochheiligen, als den 
heiligen Gaben, darf er essen.
LEV 21:23 Nur darf er nicht hineingehn zum inneren Vorhang und zum Altar 
nicht nahen, weil er ein Leibesgebrechen hat, damit er meine Heiligtmer 
nicht entweihe; denn ich bin Jahwe, der sie heiligt.
LEV 21:24 Und Mose redete solches zu Aaron und zu seinen Shnen und zu 
allen Israeliten.
LEV 22:1 Und Jahwe redete mit Mose also:
LEV 22:2 Sage Aaron und seinen Shnen, da sie sich vorsichtig verhalten 
sollen gegenber den heiligen Gaben der Israeliten, die sie mir weihen, 
damit sie nicht meinen heiligen Namen entweihen; ich bin Jahwe.
LEV 22:3 Sprich zu ihnen: Wenn irgend jemand von allen euren Nachkommen, 
jetzt und in knftigen Zeiten, den heiligen Gaben, welche die Israeliten 
Jahwe weihen werden, sich nhert, whrend ihm Unreinigkeit anhaftet, ein 
solcher soll hinweggetilgt werden aus meinem Angesicht; ich bin Jahwe.
LEV 22:4 Wer irgend von den Nachkommen Aarons ausstzig ist oder einen 
Flu hat, darf von den heiligen Gaben nicht mit essen, bis er wieder rein 
ist. Wer irgend einen durch eine Leiche Verunreinigten berhrt hat oder 
wem der Same entgangen ist,
LEV 22:5 oder wer irgend ein Gewrm berhrt hat, durch das er unrein 
geworden ist, oder einen Menschen, durch den er unrein geworden ist 
zufolge irgend welcher Unreinigkeit, die ihm anhaftet, -LEV 22:6 wer 
solches berhrt hat, ein solcher bleibt unrein bis zum Abend und darf 
nicht von den heiligen Gaben essen, wenn er nicht zuvor seinen Leib 
gebadet hat.
LEV 22:7 Sobald die Sonne untergegangen ist, ist er wieder rein; alsdann 
mag er von den heiligen Gaben essen, denn das ist seine Speise.
LEV 22:8 Aas und von wilden Tieren Zerrissenes darf er nicht essen, da er 
sich dadurch verunreinigt; ich bin Jahwe.
LEV 22:9 So sollen sie denn meine Anordnungen befolgen, da sie nicht 
wegen des Geheiligten Snde auf sich laden und deshalb sterben, weil sie 
es entweihen; ich bin Jahwe, der sie heiligt.
LEV 22:10 Kein Fremder aber darf Geheiligtes essen; der Beisa oder 
Tagelhner eines Priesters darf nicht Geheiligtes essen.
LEV 22:11 Wenn aber ein Priester einen Sklaven fr Geld erwirbt, so darf 
dieser mit davon essen; ebenso der in seinem Hause geborene - sie drfen 
mit von seiner Speise essen.
LEV 22:12 Eine Priesterstochter, die einem Fremden zu teil geworden ist, 
darf von der Hebe, die von den heiligen Gaben entrichtet wird, nicht mit 
essen.
LEV 22:13 Eine Priesterstochter aber, welche Witwe oder von ihrem Manne 
verstoen und kinderlos ist und wieder zu ihrer Familie zurckkehrt, wie 
in ihrer Jugend, die darf von der Speise ihres Vaters essen; dagegen darf 
durchaus kein Fremder mit davon essen.
LEV 22:14 Und wenn jemand aus Versehen Geheiligtes it, so soll er ein 
Fnftel des Betrags darauf legen und es dem Priester geben samt dem 
Geheiligten.
LEV 22:15 Und die Priester sollen die heiligen Gaben der Israeliten nicht 
entweihen - was sie als Hebe fr Jahwe hinwegnehmen -,
LEV 22:16 damit Sie ihnen nicht Schuld aufladen durch ihre Verschuldung, 
wenn Sie ihre heiligen Gaben verzehren; denn ich bin Jahwe, der Sie 
heiligt.
LEV 22:17 Und Jahwe redete mit Mose also:
LEV 22:18 Rede mit Aaron und mit seinen Shnen und allen Israeliten und 
sprich zu ihnen: Wenn irgend jemand vom Hause Israel oder von den Fremden 
in Israel seine Opfergabe darbringt - irgend welche gelobte oder 
freiwillige Gaben, die sie Jahwe als Brandopfer darbringen wollen -,
LEV 22:19 sollt ihr sie so darbringen, da sie euch wohlgefllig mache: 
ein fehlloses, mnnliches Tier von den Rindern, den Lmmern oder den 
Ziegen.
LEV 22:20 Was irgend einen Makel an sich hat, drft ihr nicht darbringen; 
denn es wrde euch nicht wohlgefllig machen.
LEV 22:21 Und wenn jemand Jahwe von den Rindern oder Schafen ein 
Heilsopfer darbringen will, sei es nun zur Abtragung eines Gelbdes oder 
als freiwillige Gabe, so mu es fehllos sein, damit es ihn wohlgefllig 
mache; es darf gar keinen Makel an sich haben.
LEV 22:22 Was blind ist oder ein gebrochenes Glied oder eine Wunde hat 
oder mit Geschwren oder Krtze oder Flechten behaftet ist - solche drft 
ihr Jahwe nicht darbringen und kein derartiges Jahwe als Feueropfer auf 
den Altar legen.
LEV 22:23 Ein Rind aber oder ein Schaf mit zu langen oder zu kurzen 
Gliedern darfst du als freiwillige Gabe herrichten; dagegen als 
Gelbdeopfer wrde es euch nicht wohlgefllig machen.
LEV 22:24 Auch ein solches, dem die Hoden zerquetscht oder zerschlagen 
oder abgerissen oder ausgeschnitten sind, drft ihr Jahwe nicht 
darbringen. Ihr drft weder irgend welche derart Verstmmelte in eurem 
Lande machen,
LEV 22:25 noch von einem Auslnder erwerben und als Speise eures Gottes 
darbringen; denn es haftet ihnen ein Schaden an - ein Makel haftet an 
ihnen -, darum werden sie euch nicht wohlgefllig machen.
LEV 22:26 Und Jahwe redete mit Mose also:
LEV 22:27 wenn ein Rind oder ein Lamm oder ein Zicklein geboren wird, so 
soll es sieben Tage von seiner Mutter gesugt werden; aber vom achten Tage 
ab und weiterhin wird es wohlgefllig aufgenommen werden, wenn es Jahwe 
als Feueropfer dargebracht wird.
LEV 22:28 Ein Rind oder Schaf drft ihr nicht zusammen mit seinem Jungen 
an einem und demselben Tage schlachten.
LEV 22:29 Und wenn ihr Jahwe ein Dankopfer opfern wollt, sollt ihr es so 
opfern, da es euch wohlgefllig mache.
LEV 22:30 An ebendemselben Tage mu es verzehrt werden: ihr drft nichts 
davon brig lassen bis zum nchsten Morgen; ich bin Jahwe.
LEV 22:31 So beobachtet denn meine Gebote und thut darnach - ich bin Jahwe.
LEV 22:32 Und entweiht nicht meinen heiligen Namen, damit ich geheiligt 
werde inmitten der Israeliten; ich bin Jahwe, der euch heiligt,
LEV 22:33 der euch weggefhrt hat aus gypten, um euer Gott zu sein - ich, 
Jahwe!
LEV 23:1 Und Jahwe redete mit Mose also:
LEV 23:2 Rede mit den Israeliten und sprich zu ihnen: Die Festzeiten 
Jahwes, die ihr auszurufen habt als Festversammlungen am Heiligtume - 
folgende sind meine Festzeiten.
LEV 23:3 Sechs Tage hindurch darf Arbeit verrichtet werden, aber der 
siebente Tag ist ein Tag unbedingter Ruhe, mit Festversammlung am 
Heiligtum; da drft ihr keinerlei Arbeit verrichten in allen euren 
Wohnsitzen - es ist ein Ruhetag fr Jahwe.
LEV 23:4 Dies sind die Festzeiten Jahwes, mit Festversammlungen am 
Heiligtume, die ihr auszurufen habt, ein jedes zu seiner Zeit.
LEV 23:5 Im ersten Monat, am vierzehnten des Monats gegen Abend findet 
Passahfeier fr Jahwe statt.
LEV 23:6 Am fnfzehnten Tage aber desselben Monats ist Jahwe das Fest der 
ungesuerten Brote zu feiern; sieben Tage lang mt ihr ungesuerte Brote 
essen.
LEV 23:7 Am ersten Tage habt ihr Festversammlung am Heiligtume zu halten; 
da drft ihr keinerlei Werktagsarbeit verrichten.
LEV 23:8 Und sieben Tage hindurch habt ihr Jahwe ein Feueropfer 
darzubringen; am siebenten Tage findet Festversammlung am Heiligtume 
statt, da drft ihr keinerlei Werktagsarbeit verrichten.
LEV 23:9 Und Jahwe redete mit Mose also:
LEV 23:10 Rede mit den Israeliten und sprich zu ihnen: Wenn ihr in das 
Land kommt, das ich euch verleihen werde, und die Ernte in ihm abhaltet, 
so sollt ihr die Erstlingsgarbe von eurer Ernte zum Priester bringen,
LEV 23:11 und er soll die Garbe vor Jahwe weben, da Sie euch wohlgefllig 
mache; am Tage nach dem Sabbat soll sie der Priester weben.
LEV 23:12 Und ihr sollt an dem Tage, an welchem ihr die Garbe webt, ein 
fehlIoses, einjhriges Lamm zum Brandopfer fr Jahwe herrichten,
LEV 23:13 dazu als Speisopfer zwei Zehntel Feinmehl, angemacht mit l, als 
ein Feueropfer lieblichen Geruchs fr Jahwe, und als Trankopfer dazu ein 
Viertel Hin Wein.
LEV 23:14 Brot aber und gerstete oder zerstoene Krner drft ihr bis zu 
eben diesem Tage nicht essen, bis ihr die Opfergabe fr euren Gott 
dargebracht habt. Das ist eine fr alle Zeiten geltende Satzung, die ihr 
beobachten sollt von Geschlecht zu Geschlecht in allen euren Wohnsitzen.
LEV 23:15 Sodann sollt ihr vom Tage nach dem Sabbat ab - von dem Tage ab, 
wo ihr die Webegarbe darbrachtet, - sieben volle Wochen zhlen,
LEV 23:16 bis zum Tage nach dem siebenten Sabbat sollt ihr zhlen, fnfzig 
Tage; alsdann sollt ihr Jahwe ein Speisopfer vom neuen Getreide darbringen.
LEV 23:17 Aus euren Wohnsitzen sollt ihr zwei Webe-Brote bringen; aus zwei 
Zehnteln Feinmehl sollen sie bestehen und mit Sauerteig gebacken sein, als 
Erstlingsopfer fr Jahwe.
LEV 23:18 Und zu dem Brote sollt ihr darbringen sieben fehllose einjhrige 
Lmmer, einen jungen Stier und zwei Widder - die sollen Jahwe als 
Brandopfer gebracht werden, nebst dem zugehrigen Speisopfer und den 
zugehrigen Trankopfern, als ein Feueropfer lieblichen Geruchs fr Jahwe.
LEV 23:19 Ferner sollt ihr einen Ziegenbock herrichten zum Sndopfer und 
zwei einjhrige Lmmer zum Heilsopfer.
LEV 23:20 Und der Priester soll sie samt den Erstlingsbroten als Webeopfer 
vor Jahwe weben samt zwei Lmmern; sie sollen Jahwe geheiligt sein zum 
Besten des Priesters.
LEV 23:21 Und ihr sollt an eben diesem Tag ausrufen - ihr sollt 
Festversammlung am Heiligtum abhalten; da drft ihr keinerlei 
Werktagsarbeit verrichten. Das ist eine fr alle Zeiten geltende Satzung, 
die ihr beobachten sollt in allen euren Wohnsitzen von Geschlecht zu 
Geschlecht.
LEV 23:22 Und wenn ihr euer Land aberntet, so sollst du dein Feld nicht 
bis auf den uersten Rand abernten und sollst nicht Nachlese halten nach 
deiner Ernte: den Armen und den Fremden sollst du beides berlassen; ich 
bin Jahwe, euer Gott.
LEV 23:23 Und Jahwe redete mit Mose also:
LEV 23:24 Rede mit den Israeliten also: Im siebenten Monat soll euch der 
erste des Monats ein Ruhetag sein, mit mahnendem Lrmblasen und 
Festversammlung am Heiligtum.
LEV 23:25 Ihr drft da keinerlei Werktagsarbeit verrichten und habt Jahwe 
ein Feueropfer darzubringen.
LEV 23:26 Und Jahwe redete mit Mose also:
LEV 23:27 Dagegen der zehnte desselben siebenten Monats ist der Shntag; 
da habt ihr Festversammlung am Heiligtume zu halten und euch zu kasteien 
und Jahwe ein Feueropfer darzubringen.
LEV 23:28 Und an eben diesem Tage drft ihr keinerlei Arbeit verrichten, 
denn der Shntag ist es, da man euch Shne schaffe vor Jahwe, eurem Gott.
LEV 23:29 Denn wer irgend an diesem Tage sich nicht kasteit, der soll 
hinweggetilgt werden aus seinen Volksgenossen.
LEV 23:30 Und wer immer an diesem Tag irgend welche Arbeit verrichtet, 
einen solchen will ich hinwegraffen mitten auf seinen Volksgenossen.
LEV 23:31 Ihr drft da keinerlei Arbeit verrichten; das ist eine fr alle 
Zeiten geltende Satzung, die ihr beobachten sollt von Geschlecht zu 
Geschlecht in allen euren Wohnsitzen.
LEV 23:32 Als ein Tag unbedingter Ruhe soll er euch gelten, und ihr sollt 
euch kasteien. Am Abend des neunten des Monats - vom Abend bis wieder zum 
Abend sollt ihr die geforderte Ruhezeit einhalten.
LEV 23:33 Und Jahwe redete mit Mose also:
LEV 23:34 Rede mit den Israeliten also: Am fnfzehnten Tage desselben 
siebenten Monats soll man Jahwe sieben Tage lang das Httenfest feiern.
LEV 23:35 Am ersten Tag ist Festversammlung am Heiligtume; da drft ihr 
keinerlei Werktagsarbeit verrichten.
LEV 23:36 Sieben Tage hindurch habt ihr Jahwe ein Feueropfer darzubringen; 
am achten Tage habt ihr Festversammlung am Heiligtume zu halten und Jahwe 
ein Feueropfer darzubringen - Festversammlung ist es; da drft ihr 
keinerlei Werktagsarbeit verrichten.
LEV 23:37 Das sind die Festzeiten Jahwes, in welchen ihr Festversammlungen 
am Heiligtum ausrufen sollt, da man Jahwe Feueropfer darbringe - 
Brandopfer und Speisopfer, Schlachtopfer und Trankopfer, je nach der 
Erfordernis des betreffenden Tags,
LEV 23:38 abgesehen von den Sabbaten Jahwes und abgesehen von euren Gaben, 
sowie von allen euren Gelbdeopfern und allen euren freiwilligen Spenden, 
die ihr Jahwe bringen wollt.
LEV 23:39 Jedoch am fnfzehnten Tage des siebenten Monats, wenn ihr den 
Ertrag des Landes einheimst, sollt ihr sieben Tage lang das Fest Jahwes 
feiern; der erste Tag ist ein Ruhetag und der achte Tag ist ein Ruhetag.
LEV 23:40 Und ihr sollt euch am ersten Tage Frchte von prchtigen Bumen, 
Palmenzweige und ste von dichtbelaubten Bumen, sowie von Bachweiden 
holen und sieben Tage lang vor Jahwe, eurem Gotte, frhlich sein,
LEV 23:41 und sollt es als ein Fest Jahwes feiern jedes Jahr sieben Tage 
lang; das ist eine fr alle Zeiten geltende Satzung, die ihr beobachten 
sollt von Geschlecht zu Geschlecht: im siebenten Monat sollt ihr es feiern.
LEV 23:42 Da sollt ihr sieben Tage lang in Htten wohnen; alle 
Landeseingebornen in Israel sollen in Htten wohnen,
LEV 23:43 damit eure knftigen Geschlechter erfahren, da ich die 
Israeliten habe in Htten wohnen lassen, als ich sie aus gypten 
hinwegfhrte, ich, Jahwe, euer Gott.
LEV 23:44 Und Mose sagte den Israeliten die Festzeiten Jahwes.
LEV 24:1 Und Jahwe redete mit Mose also:
LEV 24:2 Gebiete den Israeliten, da sie dir lauteres l aus zerstoenen 
Oliven fr den Leuchter herbeibringen, damit man bestndig Lampen 
aufstecken kann.
LEV 24:3 Auerhalb des Vorhangs vor dem Gesetz im Offenbarungszelte soll 
ihn Aaron herrichten, da er bestndig vor Jahwe brenne vom Abend bis zum 
Morgen. Das ist eine fr alle Zeiten geltende Satzung, die ihr beobachten 
sollt von Geschlecht zu Geschlecht.
LEV 24:4 Auf dem Leuchter von gediegenem Golde soll er die Lampen 
herrichten, da sie bestndig vor Jahwe brennen.
LEV 24:5 Ferner sollst du Feinmehl nehmen und daraus zwlf Kuchen backen - 
zwei Zehntel sollen auf jeden Kuchen kommen -LEV 24:6 und sollst sie in 
zwei Reihen, je sechs in einer Reihe, auf dem Tisch von gediegenem Golde 
vor Jahwe auflegen.
LEV 24:7 Jeder Schicht aber sollst du reinen Weihrauch beigeben; dieser 
soll dann als Duftteil von dem Brote dienen als ein Jahwe dargebrachtes 
Feueropfer.
LEV 24:8 Jedesmal am Sabbattage soll er es bestndig vor Jahwe 
aufschichten, kraft einer den Israeliten obliegenden, fr alle Zeiten 
geltenden Verpflichtung.
LEV 24:9 Und es soll Aaron und seinen Shnen zufallen, da sie es 
verzehren an heiliger Sttte; denn es gehrt ihm als ein Hochheiliges 
unter den Feueropfern, kraft eines fr alle Zeiten geltenden Rechts.
LEV 24:10 Und der Sohn einer Israelitin - er stammte aber von einem 
gyptischen Manne - ging aus mitten unter die Israeliten; da gerieten sie 
im Lager in Streit, der Sohn der Israelitin und ein israelitischer Mann.
LEV 24:11 Da lsterte der Sohn der Israelitin den heiligen Namen und 
fluchte; da brachten sie ihn zu Mose (seine Mutter aber hie Selomith, die 
Tochter Dibris, vom Stamme Dan).
LEV 24:12 Und sie legten ihn in Gewahrsam, bis ihnen Weisung zukme auf 
Grund eines Ausspruchs Jahwes.
LEV 24:13 Und Jahwe redete mit Mose also:
LEV 24:14 La den Flucher hinaus vor das Lager fhren, und alle, die es 
gehrt haben, sollen ihm die Hnde auf da Haupt aufstemmen, und sodann 
soll ihn die ganze Gemeinde steinigen.
LEV 24:15 Zu den Israeliten aber sollst du also sprechen: Wer irgend 
seinem Gotte flucht, der ldt Snde auf sich.
LEV 24:16 Und wer den Namen Jahwes lstert, soll mit dem Tode bestraft 
werden; die ganze Gemeinde soll ihn unfehlbar steinigen. Es sei ein 
Fremder oder ein Landeseingeborner - wenn er den heiligen Namen lstert, 
soll er gettet werden.
LEV 24:17 Wenn jemand irgend einen Menschen erschlgt, soll er mit dem 
Tode bestraft werden.
LEV 24:18 Und wer ein Stck Vieh erschlgt, hat er es zu ersetzen - Leben 
um Leben.
LEV 24:19 Wenn jemand seinem Nchsten einen Leibesschaden zufgt, dem soll 
man thun, wie er gethan hat:
LEV 24:20 Bruch um Bruch, Auge um Auge, Zahn um Zahn; derselbe 
Leibesschaden, den er einem andern zufgt, soll ihm zugefgt werden.
LEV 24:21 Wer ein Stck Vieh erschlgt, hat es zu ersetzen; wer aber einen 
Menschen erschlgt, der soll gettet werden.
LEV 24:22 Einerlei Recht soll unter euch gelten, fr den Fremden, wie fr 
den Landeseingebornen, denn ich bin Jahwe, euer Gott.
LEV 24:23 Und Mose redete mit den Israeliten; da fhrten sie den Flucher 
hinaus vor das Lager und steinigten ihn. Und die Israeliten thaten, wie 
Jahwe Mose befohlen hatte.
LEV 25:1 Und Jahwe redete mit Mose auf dem Berge Sinai also:
LEV 25:2 Rede mit den Israeliten und sprich zu ihnen: Wenn ihr in das Land 
kommt, das ich euch verleihen werde, so soll das Land Jahwe eine Ruhezeit 
halten.
LEV 25:3 Sechs Jahre hindurch magst du dein Feld besen und sechs Jahre 
hindurch deinen Weinberg beschneiden und den Ertrag des Landes einheimsen.
LEV 25:4 Aber das siebente Jahr soll fr das Land eine Zeit unbedingter 
Ruhe sein, eine Ruhezeit fr Jahwe. Da darfst du dein Feld nicht besen, 
noch deinen Weinberg beschneiden;
LEV 25:5 den Nachwuchs deiner vorigen Ernte darfst du nicht einernten und 
die Trauben deines unbeschnittenen Weinstocks nicht lesen - es soll ein 
Ruhejahr sein fr das Land.
LEV 25:6 Was das Land in der Ruhezeit freiwillig trgt, soll euch zur 
Nahrung dienen - dir, deinem Sklaven und deiner Sklavin, sowie deinem 
Lohnarbeiter und deinem Beisassen, die sich bei dir aufhalten;
LEV 25:7 auch deinem Vieh und dem Wild in deinem Lande soll alles, was es 
trgt, zur Nahrung dienen.
LEV 25:8 Weiter sollst du sieben Ruhejahre zhlen - siebenmal sieben Jahre 
- so da die Zeit der sieben Ruhejahre neunundvierzig Jahren gleichkommt.
LEV 25:9 Dann aber sollst du im siebenten Monat, am zehnten des Monats die 
Lrmposaune erschallen Iassen; am Shntage sollt ihr berall in eurem 
Lande die Posaune erschallen lassen
LEV 25:10 und sollt so das fnfzigste Jahr weihen und im Lande Freiheit 
ausrufen fr alle seine Bewohner. Als ein Halljahr soll es euch gelten; da 
sollt ihr ein jeder wieder zu seinem Besitz und zu seinem Geschlechte 
kommen.
LEV 25:11 Als ein Halljahr soll es euch gelten, das fnfzigste Jahr; in 
ihm drft ihr nicht sen und den Nachwuchs nicht einernten, noch von den 
unbeschnittenen Weinstcken Trauben lesen.
LEV 25:12 Denn ein Halljahr ist es und soll euch als geheiligt gelten; vom 
Felde weg sollt ihr essen, was es trgt.
LEV 25:13 In solchem Halljahre sollt ihr ein jeder wieder zu seinem 
Besitze kommen.
LEV 25:14 Wenn du deinem Nchsten etwas verkaufst oder von deinem Nchsten 
kaufst, so sollt ihr nicht einer den andern bervorteilen.
LEV 25:15 Mit Rcksicht auf die Anzahl der Jahre seit dem letzten 
Halljahre sollst du deinem Nchsten abkaufen, und mit Rcksicht auf die 
Anzahl der Erntejahre soll er dir verkaufen.
LEV 25:16 Fr eine grere Zahl von Jahren hast du einen entsprechend 
hheren Kaufpreis zu zahlen, wie fr eine geringere Zahl von Jahren einen 
entsprechend geringeren; denn eine Anzahl von Ernten verkauft er dir.
LEV 25:17 So bervorteilt nun keiner seinen Nchsten, sondern frchte dich 
vor deinem Gotte, denn ich bin Jahwe, euer Gott.
LEV 25:18 Darum sollt ihr nach meinen Satzungen thun und meine Rechte 
beobachten und nach ihnen thun, damit ihr sicher im Lande wohnt.
LEV 25:19 Da wird dann das Land seine Frucht hergeben, da ihr euch satt 
essen knnt und sicher darin wohnt.
LEV 25:20 Und falls ihr sprchet: Was sollen wir essen im siebenten Jahre, 
wenn wir nicht sen und uns keine Frchte einsammeln drfen?
LEV 25:21 So wisset: Ich werde im sechsten Jahre meinen Segen zu euren 
Gunsten aufbieten, da es fr alle drei Jahre den ntigen Ertrag abwerfen 
soll.
LEV 25:22 Und wenn ihr im achten Jahre set, werdet ihr noch immer von dem 
Ertrag altes Getreide essen; bis zum neunten Jahre - bis der Ertrag 
desselben zu Gebote steht - werdet ihr altes essen.
LEV 25:23 Grund und Boden darf nicht endgiltig verkauft werden, denn mein 
ist das Land; denn ihr seid nur Fremdlinge und Beisassen bei mir.
LEV 25:24 Daher sollt ihr in dem Lande, das ihr zu eigen habt, berall 
eine Wiedereinlsung von Grund und Boden gestatten.
LEV 25:25 Wenn dein Bruder verarmt und etwas von seinem Besitztume 
verkauft, so soll sein nchster Verwandter als Lser fr ihn eintreten und 
das, was sein Verwandter verkauft hat, wieder einlsen.
LEV 25:26 Und wenn jemand keinen Lser hat, aber so viel zu beschaffen 
vermag, als er zur Wiedereinlsung bedarf,
LEV 25:27 so soll er die Jahre, die seit dem Verkaufe verflossen sind, in 
Anrechnung bringen; was darber ist, soll er demjenigen, an den er 
verkauft hat, zurckerstatten, damit er wieder zu seinem Besitztum komme.
LEV 25:28 Beschafft er aber nicht so viel, als er zur Rckerstattung 
bedarf, so bleibt das von ihm Verkaufte im Besitze des Kufers bis zum 
Halljahr; im Halljahr aber soll es unentgeltlich heimfallen, so da er 
wieder zu seinem Besitztume kommt.
LEV 25:29 Und wenn jemand ein Wohnhaus in einer ummauerten Stadt verkauft, 
so soll er es wieder einlsen drfen bis zum Abschlusse des Jahres, in 
welchem er es verkauft hat; fr seine Wiedereinlsung ist damit eine Frist 
gesetzt.
LEV 25:30 Wenn es aber bis zum Ablauf eines vollen Jahres nicht eingelst 
wird, so wird das Haus, das in einer ummauerten Stadt liegt, dem Kufer 
und seinen Nachkommen endgiltig als Besitz besttigt und fllt im 
Halljahre nicht heim.
LEV 25:31 Dagegen die Huser in den Drfern, welche nicht ringsum eine 
Mauer haben, sind als ein Teil des Ackerbesitzes zu betrachten; sie drfen 
wieder eingelst werden und fallen im Halljahre heim.
LEV 25:32 Was aber die Huser der Leviten betrifft - die Huser in den 
Stdten, die ihr Eigentum sind -, so steht den Leviten jederzeit die 
Wiedereinlsung zu.
LEV 25:33 Und wenn jemand von den Leviten seinen Besitz nicht wieder 
einlst, so fllt das von ihm - und zwar in der Stadt, wo er seinen 
Erbbesitz hat - verkaufte Haus im Halljahre heim; denn die Huser in den 
Stdten der Leviten sind ihr Erbbesitz inmitten der Israeliten.
LEV 25:34 Das zu ihren Stdten gehrende Weideland aber darf nicht 
verkauft werden; denn es gehrt ihnen fr alle Zeiten als Erbbesitz.
LEV 25:35 Und wenn dein Bruder verarmt, da er sich neben dir nicht halten 
kann, so sollst du ihn aufrecht erhalten als Fremdling und Beisassen, da 
er seinen Unterhalt neben dir habe.
LEV 25:36 Du darfst nicht Zins und Wucher von ihm nehmen, sondern sollst 
dich frchten vor deinem Gotte, da dein Bruder seinen Unterhalt neben dir 
habe.
LEV 25:37 Du darfst ihm dein Geld nicht um Zins geben, noch deine 
Nahrungsmittel um Wucher.
LEV 25:38 Ich bin Jahwe, euer Gott, der euch aus gypten weggefhrt hat, 
um euch das Land Kanaan zu verleihen, um euer Gott zu sein.
LEV 25:39 Und wenn dein Bruder neben dir verarmt und sich dir verkauft, so 
sollst du ihn nicht Sklavendienst thun lassen.
LEV 25:40 Gleich einem Lohnarbeiter, einem Beisassen, soll er bei dir 
sein; bis zum Halljahre soll er bei dir dienen.
LEV 25:41 Dann aber soll er samt seinen Kindern frei von dir ausgehen und 
zu seinem Geschlechte zurckkehren und wieder zu seinem vterlichen 
Besitztume kommen.
LEV 25:42 Denn meine Knechte sind sie, die ich aus gypten weggefhrt 
habe; sie drfen nicht verkauft werden, wie man Sklaven verkauft.
LEV 25:43 Du sollst nicht mit Hrte ber ihn herrschen, sondern dich 
frchten vor deinem Gotte.
LEV 25:44 Und wenn du Sklaven und Sklavinnen haben willst: Von den 
Vlkern, die euch rings umgeben, - von denen mgt ihr Sklaven und 
Sklavinnen kaufen.
LEV 25:45 Auch von den Kindern der Beisassen, die sich bei euch aufhalten, 
mgt ihr welche kaufen, sowie aus ihrer Sippschaft, die sich bei euch 
befindet, die in eurem Lande geboren ist; sie sollen euer Besitztum sein,
LEV 25:46 und ihr mgt sie auf eure Kinder nach euch vererben, da sie ihr 
Eigentum seien, und mgt sie so dauernd zu Sklaven haben. Aber ber eure 
Brder, die Israeliten, - da darfst du nicht, einer ber den andern, mit 
Hrte herrschen.
LEV 25:47 Und wenn ein Fremdling oder Beisa neben dir zu Besitz gelangt, 
dagegen dein Bruder neben ihm verarmt und sich einem Fremdling oder 
Beisassen oder einem Abkmmling von der Sippschaft eines Fremdlings neben 
dir verkauft,
LEV 25:48 so soll er, nachdem er sich verkauft hat, wieder ausgelst 
werden knnen. Einer seiner Brder mag ihn auslsen,
LEV 25:49 oder sein Oheim oder der Sohn seines Oheims mag ihn auslsen, 
oder sonst einer von seinen nchsten Blutsverwandten aus seinem 
Geschlechte mag ihn auslsen; oder, wenn er selbst wieder zu Besitz 
gelangt, so mag er sich auslsen.
LEV 25:50 Und zwar soll er mit dem, der ihn gekauft hat, die Zeit 
berechnen von dem Jahr ab, wo er sich ihm verkaufte, bis zum Halljahr. Der 
Preis, um den er sich verkauft, soll der Anzahl der Jahre entsprechen; 
gleich einem Lohnarbeiter ist er eine bestimmte Zeit bei ihm.
LEV 25:51 Wenn noch viele Jahre fehlen, so hat er zum Behufe seiner 
Auslsung einen dementsprechenden Betrag von der Kaufsumme 
zurckzuerstatten.
LEV 25:52 Wenn aber nur noch wenige Jahre bis zum Halljahre fehlen, so mu 
er sie ihm auch berechnen; nach seinen Dienstjahren richtet es sich, wie 
viel er zum Behufe seiner Auslsung zurckzuerstatten hat.
LEV 25:53 Gleich einem, der Jahr um Jahr fr Lohn arbeitet, soll er bei 
ihm sein; du darfst nicht ruhig mit ansehen, da er mit Hrte ber ihn 
herrscht.
LEV 25:54 Falls er aber nicht in dieser Weise ausgelst wird, so soll er 
samt seinen Kindern im Halljahre frei ausgehen.
LEV 25:55 Denn die Israeliten gehren mir als Knechte zu; meine Knechte 
sind sie, der ich sie aus gypten weggefhrt habe, ich, Jahwe, ihr Gott!
LEV 26:1 Ihr drft euch nicht Gtzen anfertigen und euch nicht 
Schnitzbilder und Malsteine aufstellen, noch einen Stein mit Bildwerk in 
eurem Lande setzen, um euch davor niederzuwerfen, denn ich bin Jahwe, euer 
Gott.
LEV 26:2 Meine Ruhetage sollt ihr beobachten und euch vor meinem 
Heiligtume scheuen; ich bin Jahwe.
LEV 26:3 Wenn ihr nach meinen Satzungen wandeln und meine Gebote 
beobachten und nach ihnen thun wollt,
LEV 26:4 so will ich euch jedesmal zur rechten Zeit Regen senden, da der 
Boden seinen Ertrag gebe, und die Bume auf dem Feld ihre Frchte tragen;
LEV 26:5 da soll sich bei euch die Dreschzeit bis zur Weinlese hinziehen 
und die Weinlese bis zur Saatzeit, da ihr Brot in Flle zu essen habt und 
sicher in eurem Lande wohnt.
LEV 26:6 Und ich will machen, da Friede im Lande herrscht, das ihr euch 
niederlegen knnt, ohne da euch jemand aufschreckt; die reienden Tiere 
will ich wegschaffen aus dem Land, und kein Schwert soll in euer Land 
eindringen.
LEV 26:7 Ihr werdet eure Feinde in die Flucht schlagen, da sie auf der 
Flucht vor euch dem Schwerte verfallen.
LEV 26:8 Fnf von euch sollen hundert in die Flucht schlagen, und hundert 
von euch sollen zehntausend in die Flucht schlagen, so da eure Feinde auf 
der Flucht vor euch dem Schwerte verfallen.
LEV 26:9 Und ich werde mich zu euch wenden und will verleihen, da ihr 
euch mehrt und zahlreich werdet, und will meinen Bund mit euch in Kraft 
treten lassen.
LEV 26:10 Und ihr werdet abgelagertes altes Getreide zu essen haben und 
das alte hinausschaffen mssen, um das neue unterzubringen.
LEV 26:11 Und ich werde meinen Wohnsitz unter euch aufschlagen und keinen 
Widerwillen gegen euch hegen,
LEV 26:12 sondern werde unter euch wandeln und will euer Gott sein, und 
ihr sollt mein Volk sein.
LEV 26:13 Ich bin Jahwe, euer Gott, der euch aus gypten weggefhrt hat, 
damit ihr nicht lnger ihre Sklaven wret; ich zerbrach die Stangen eures 
Jochs und lie euch aufrecht einhergehn.
LEV 26:14 Wenn ihr mir aber nicht gehorcht und nicht durchaus nach diesen 
Geboten handelt,
LEV 26:15 wenn ihr meine Satzungen verachtet und gegen meine Rechte 
Widerwillen hegt, so da ihr nicht durchaus nach meinen Geboten handelt 
und so den Bund mit mir brecht,
LEV 26:16 so will auch ich demgem mit euch verfahren und will 
Schreckliches ber euch verhngen: Schwindsucht und Fieber, die die Augen 
erlschen und das Leben schwinden machen. Da sollt ihr dann vergeblich 
euren Samen sen, denn eure Feinde werden es verzehren.
LEV 26:17 Und ich werde mein Angesicht wider euch kehren, da ihr 
geschlagen werdet und fliehen mt vor euren Feinden; und eure Hasser 
werden euch unterjochen, und ihr werdet fliehen, auch wenn euch niemand 
verfolgt.
LEV 26:18 Und wenn ihr mir auch dann noch ungehorsam seid, so will ich 
euch noch siebenmal hrter zchtigen um eurer Snden willen
LEV 26:19 und will euren frechen Stolz brechen und will machen, da der 
Himmel ber euch wie Eisen und euer Boden wie Erz ist.
LEV 26:20 Da werdet ihr euch dann nutzlos abqulen: der Boden wird euch 
keinen Ertrag geben, und die Bume im Lande werden keine Frchte tragen.
LEV 26:21 Und wenn ihr mir zuwiderhandelt und mir nicht gehorchen wollt, 
so will ich euch weiter schlagen siebenmal, wie es eure Snden verdienen.
LEV 26:22 Da werde ich die wilden Tiere gegen euch entsenden, da Sie euch 
eurer Kinder berauben und euer Vieh wrgen und eure Zahl mindern, so da 
eure Straen verden.
LEV 26:23 Und wenn ihr euch dadurch nicht von mir warnen lat, sondern mir 
zuwiderhandelt,
LEV 26:24 so will auch ich euch zuwiderhandeln und will euch meinerseits 
schlagen siebenmal um eurer Snden willen
LEV 26:25 und will ein Schwert ber euch kommen lassen, das Rache nehmen 
soll fr den Bundesbruch. Und wenn ihr euch dann in eure Stdte 
zurckziehen werdet, so will ich die Pest unter euch senden, und ihr sollt 
in Feindeshand gegeben werden.
LEV 26:26 Wenn ich euch die Sttze des Brotes zerbreche, so werden dann 
zehn Weiber in einem Backtopfe Brot fr euch backen und euch das Brot 
abgewogen zurckbringen, und ihr werdet essen, aber nicht satt werden.
LEV 26:27 Und wenn ihr mir trotzdem ungehorsam seid und mir zuwiderhandelt,
LEV 26:28 so will dann auch ich im Grimm euch zuwiderhandeln und euch 
zchtigen siebenmal um eurer Snden willen.
LEV 26:29 Und ihr sollt das Fleisch eurer Shne verzehren und das Fleisch 
eurer Tchter sollt ihr verzehren.
LEV 26:30 Und ich will eure Opferhhen verwsten und eure Sonnensulen 
zerstren und will eure Leichen auf die Leichen eurer Gtzen werfen und 
werde Abscheu vor euch empfinden.
LEV 26:31 Eure Stdte will ich zu Trmmerhaufen machen und eure 
Heiligtmer verwsten und will nicht riechen den lieblichen Geruch eurer 
Opfer.
LEV 26:32 Ja, ich selbst will das Land verwsten, da sich eure Feinde, 
die sich darin niederlassen, darber entsetzen sollen.
LEV 26:33 Euch aber will ich verstreuen unter den Vlkern und will hinter 
euch her das Schwert zcken; und euer Land soll zur Wste und eure Stdte 
sollen zu Trmmerhaufen werden.
LEV 26:34 Da wird dann das Land seine Ruhezeiten ersetzt bekommen die 
ganze Zeit hindurch, in der es wste liegt, whrend ihr im Land eurer 
Feinde seid; da wird dann das Land Ruhe haben und seine Ruhezeiten 
abtragen.
LEV 26:35 Die ganze Zeit hindurch, in der es wste liegt, wird es Ruhe 
haben - die Ruhe, die es nicht gehabt hat zu den Ruhezeiten, die euch 
geboten waren, als ihr noch darin wohntet.
LEV 26:36 Und die von euch brig sein werden, die will ich gnzlich 
verzagt machen in den Lndern ihrer Feinde, da sie das Rauschen eines 
verwehten Blattes in die Flucht jagen soll, da sie fliehen sollen, wie 
man vor dem Schwerte flieht, und hinstrzen, obschon sie niemand verfolgt.
LEV 26:37 Und sie sollen bereinander fallen, wie auf der Flucht vor dem 
Schwert, obschon sie niemand verfolgt; und ihr sollt nicht Stand halten 
knnen vor euren Feinden.
LEV 26:38 Und ihr sollt unter den Heiden zu Grunde gehen, und das Land 
eurer Feinde soll euch verzehren.
LEV 26:39 Und die von euch brig sein werden, sollen infolge ihrer 
Sndenschuld in den Lndern eurer Feinde dahinsiechen; berdies auch 
infolge der Verschuldungen ihrer Vter sollen sie dahinsiechen, wie diese.
LEV 26:40 Wenn Sie dann ihre Sndenschuld und die Schuld ihrer Vter 
bekennen - die Untreue, die sie gegen mich begangen haben, und wie sie mir 
zuwidergehandelt haben,
LEV 26:41 daher auch ich ihnen zuwiderhandelte und sie in das Land ihrer 
Feinde verbrachte, - ja, wenn sich dann ihr unbeschnittenes Herz beugt, 
und Sie alsdann ihre Sndenschuld ben,
LEV 26:42 so will ich an meinen Bund mit Jakob gedenken und auch meines 
Bundes mit Isaak, sowie meines Bundes mit Abraham will ich gedenken und 
des Landes will ich gedenken.
LEV 26:43 Es mu aber das Land von ihnen verlassen werden und seine 
Ruhezeiten ersetzt bekommen, whrend es wste liegt nach ihrer Entfernung; 
sie selbst aber mssen ihre Sndenschuld ben, dieweil Sie meine Rechte 
verworfen und gegen meine Satzungen Widerwillen gehegt haben.
LEV 26:44 Aber selbst dann, wenn sie im Land ihrer Feinde sind, verwerfe 
ich sie nicht und verabscheue ich sie nicht, da ich sie ganz vertilgen 
und so meinen Bund mit ihnen brechen sollte, denn ich bin Jahwe, euer Gott.
LEV 26:45 Und ich will zu ihrem Besten gedenken an den Bund mit den 
Vorfahren, die ich vor den Augen der Heiden aus gypten weggefhrt habe, 
um ihr Gott zu sein - ich, Jahwe!
LEV 26:46 Das sind die Satzungen und Rechte und Weisungen, die Jahwe auf 
dem Berge Sinai durch Mose gegeben hat, da sie zwischen ihm und den 
Israeliten zu Recht bestehen sollten.
LEV 27:1 Und Jahwe redete mit Mose also:
LEV 27:2 Rede mit den Israeliten und sprich zu ihnen: Wenn jemand Jahwe 
ein Gelbde abtrgt, und zwar ein solches von Personen nach dem 
Schtzungswert,
LEV 27:3 so soll der Schtzungswert eines Mannes von zwanzig bis zu 
sechzig Jahren fnfzig Silbersekel nach dem heiligen Gewichte betragen; 
ist es aber ein Weib, so soll der Schtzungswert dreiig Sekel betragen.
LEV 27:4 Ist es jemand von fnf bis zu zwanzig Jahren,
LEV 27:5 so soll der Schtzungswert der mnnlichen Person zwanzig Sekel, 
der weiblichen zehn SekeI betragen.
LEV 27:6 Ist es jemand von einem Monat bis zu fnf Jahren, so soll der 
Schtzungswert des Knaben fnf Silbersekel, der Schtzungswert des 
Mdchens drei Silbersekel betragen.
LEV 27:7 Ist es jemand von sechzig Jahren und darber, so soll der 
Schtzungswert des Mannes fnfzehn Sekel betragen, der des Weibes zehn 
Sekel.
LEV 27:8 Und wenn der Betreffende zu arm ist, um den Schtzungswert zu 
entrichten, so stelle man ihn vor den Priester, und der Priester mge ihn 
abschtzen; mit Rcksicht darauf, wie viel der Gelobende zu leisten 
vermag, soll ihn der Priester abschtzen.
LEV 27:9 Und wenn es Vieh ist, von welchem man Jahwe Opfer bringen kann, 
so soll alles, was einer Jahwe davon giebt, als geheiligt gelten.
LEV 27:10 Er darf es nicht umwechseln, noch vertauschen - ein gutes fr 
ein schlechtes oder ein schlechtes fr ein gutes; und wenn er dennoch ein 
Stck Vieh mit einem anderen vertauschen sollte, so soll das eine wie das 
andere dem Heiligtume verfallen sein.
LEV 27:11 Ist es aber irgend welches unreines Vieh, von dem man Jahwe 
keine Opfer bringen kann, so soll man das Vieh dem Priester darstellen,
LEV 27:12 und der Priester soll es abschtzen, je nachdem es schn oder 
gering ist; bei dem Schtzungswerte, den der Priester festsetzt, soll es 
verbleiben.
LEV 27:13 Will er es aber einlsen, so hat er noch ein Fnftel von dem 
Schtzungswerte darauf zu legen.
LEV 27:14 Und wenn jemand Jahwe sein Haus als heilige Gabe weiht, so soll 
es der Priester abschtzen, je nachdem es schn oder gering ist; so, wie 
es der Priester abschtzt, soll es zu stehen kommen.
LEV 27:15 Falls aber der, der sein Haus geweiht hat, es wieder einlsen 
will, so hat er noch ein Fnftel der Schtzungssumme darauf zu legen; dann 
gehrt es ihm.
LEV 27:16 Wenn jemand etwas von seinem erblichen Grundbesitze Jahwe weiht, 
so richtet sich der Schtzungswert nach dem Mae der Aussaat; ein Feld von 
einem Gomer Gerste Aussaat ist auf fnfzig Silbersekel zu schtzen.
LEV 27:17 Weiht er sein Feld vom Halljahr ab, so soll es nach dem 
Schtzungswerte zu stehen kommen.
LEV 27:18 Weiht er aber sein Feld nach dem Halljahr, so mu ihm der 
Priester den Betrag berechnen mit Rcksicht auf die Zahl der Jahre, die 
noch bis zum Halljahre fehlen, und es ist dann von dem vollen 
Schtzungswert ein Abzug zu machen.
LEV 27:19 Will aber der, der das Feld geweiht hat, es doch wieder 
einlsen, so hat er ein Fnftel der Schtzungssumme darauf zu legen; dann 
verbleibt es ihm.
LEV 27:20 Lst er das Feld nicht ein, verkauft aber trotzdem das Feld an 
einen anderen, so kann es nicht wiederum eingelst werden,
LEV 27:21 sondern das Feld hat, wenn es im Halljahre frei wird, als etwas 
Jahwe Geweihtes zu gelten, wie ein dem Banne verfallenes Feld; das 
Eigentumsrecht daran fllt dem Priester zu.
LEV 27:22 Weiht er dagegen Jahwe ein von ihm erkauftes Feld, welches nicht 
zu seinem erblichen Grundbesitze gehrt,
LEV 27:23 so mu ihm der Priester ausrechnen, wie hoch sich der 
Schtzungswert fr den Zeitraum bis zum Halljahre beluft, und er soll 
diesen Schtzungswert am gleichen Tag als eine Jahwe geweihte Gabe 
entrichten.
LEV 27:24 Im Halljahr aber kommt das Feld wieder an den, von dem er es 
gekauft hatte, dem es als Erbbesitz gehrte.
LEV 27:25 Alle Schtzungen haben nach heiligem Gewichte zu geschehen; 
zwanzig Gera machen einen Sekel.
LEV 27:26 Jedoch Erstgeburten unter dem Vieh, die als erstgeborne Jahwe 
verfallen, darf niemand weihen; es sei Rind oder Schaf - es gehrt Jahwe.
LEV 27:27 Handelt es sich aber um unreines Vieh, so mu man es loskaufen 
nach dem Schtzungswert und ein Fnftel des Betrags darauf legen; falls es 
aber nicht eingelst wird, ist es nach dem Schtzungswerte zu verkaufen.
LEV 27:28 Gebanntes jedoch, welches jemand Jahwe mittels des Bannes weiht 
von allem, was ihm gehrt, es seien Menschen oder Vieh oder erblicher 
Grundbesitz, darf niemals verkauft oder eingelst werden; alles Gebannte 
ist Jahwe hochheilig.
LEV 27:29 Wenn irgend Menschen mit dem Banne belegt werden, so drfen sie 
nicht losgekauft werden, sondern mssen gettet werden.
LEV 27:30 Alle Zehnten vom Boden, von der Saatfrucht, wie von den 
Baumfrchten, gehren Jahwe, sind Jahwe geheiligt.
LEV 27:31 Sollte aber jemand einen Teil seines Zehnten einlsen wollen, so 
hat er ein Fnftel des Betrags darauf zu legen.
LEV 27:32 Was aber den Zehnten von den Rindern und Schafen anlangt, so 
soll von allem, was unter dem Hirtenstab hindurchgeht, das je zehnte Stck 
Jahwe geheiligt sein.
LEV 27:33 Man soll nicht untersuchen, ob es gut oder schlecht sei, und 
darf es nicht mit einem anderen vertauschen. Sollte es einer aber doch 
vertauschen, so ist das eine wie das andere dem Heiligtume verfallen und 
darf nicht eingelst werden.
LEV 27:34 Das sind die Gebote, die Jahwe Mose auf dem Berge Sinai fr die 
Israeliten auftrug.
NUM 1:1 Und Jahwe redete mit Mose in der Steppe am Sinai, im 
Offenbarungszelt, am ersten Tage des zweiten Monats im zweiten Jahre nach 
ihrem Auszug aus gypten, und gebot:
NUM 1:2 Nehmt die Gesamtzahl der ganzen Gemeinde der Israeliten auf, 
Geschlecht fr Geschlecht, Familie fr Familie samt den einzelnen Namen - 
alles, was mnnlich ist, Kopf fr Kopf.
NUM 1:3 Alles, was kriegstchtig ist in Israel, von zwanzig Jahren an und 
darber, sollt ihr mustern, Schar fr Schar, du und Aaron.
NUM 1:4 Und von jedem Stamme soll euch je einer, und zwar das Oberhaupt 
der zum Stamme gehrenden Familien, zugesellt sein.
NUM 1:5 Dies sind die Namen der Mnner, die euch zur Seite stehen sollen: 
von Ruben Elizur, der Sohn Sedeurs,
NUM 1:6 von Simeon Selumiel, der Sohn Zuri-Sadais,
NUM 1:7 von Juda Nahasson, der Sohn Amminadabs,
NUM 1:8 von Issachar Nethaneel, der Sohn Zuars,
NUM 1:9 von Sebulon Eliab, der Sohn Helons,
NUM 1:10 von den Shnen Josephs: von Ephraim Elisama, der Sohn Ammihuds, 
von Manasse Gamliel, der Sohn Pedazurs;
NUM 1:11 von Benjamin Abidan, der Sohn Gideonis,
NUM 1:12 von Dan Ahieser, der Sohn Ammi-Sadais,
NUM 1:13 von Asser Pagiel, der Sohn Ochrans,
NUM 1:14 von Gad Eliasaph, der Sohn Deguels,
NUM 1:15 von Naphthali Ahira, der Sohn Enans.
NUM 1:16 Das waren die aus der Gemeinde Berufenen, die Frsten ihrer 
vterlichen Stmme, die Hupter der Tausendschaften Israels.
NUM 1:17 Da lieen Mose und Aaron die genannten Mnner, die ihnen 
namentlich bezeichnet worden waren, zu sich kommen
NUM 1:18 und versammelten die ganze Gemeinde am ersten Tage des zweiten 
Monats. Da lieen sie sich in die Geburts-Verzeichnisse eintragen nach 
ihren Geschlechtern, Familien und einzelnen Namen, von zwanzig Jahren an 
und darber, Kopf fr Kopf,
NUM 1:19 wie Jahwe Mose befohlen hatte; so musterte er sie denn in der 
Steppe am Sinai.
NUM 1:20 Es beliefen sich aber die Abkmmlinge der Shne Rubens, des 
Erstgebornen Israels, nach ihren Geschlechtern, Familien und einzelnen 
Namen, Kopf fr Kopf gerechnet - alles, was mnnlich war von zwanzig 
Jahren an und darber, alles, was kriegstchtig war,
NUM 1:21 so viele ihrer vom Stamme Ruben gemustert wurden, auf 46500.
NUM 1:22 Die Abkmmlinge der Shne Simeons nach ihren Geschlechtern, 
Familien und einzelnen Namen, Kopf fr Kopf gerechnet - alles, was 
mnnlich war von zwanzig Jahren an und darber, alles, was kriegstchtig 
war,
NUM 1:23 so viele ihrer vom Stamme Simeon gemustert wurden, beliefen sich 
auf 59300.
NUM 1:24 Die Abkmmlinge der Shne Gads nach ihren Geschlechtern, Familien 
und einzelnen Namen, von zwanzig Jahren an und darber, alles, was 
kriegstchtig war,
NUM 1:25 so viele ihrer vom Stamme Gad gemustert wurden, beliefen sich auf 
45650.
NUM 1:26 Die Abkmmlinge der Shne Judas nach ihren Geschlechtern, 
Familien und einzelnen Namen, von zwanzig Jahren an und darber, alles, 
was kriegstchtig war,
NUM 1:27 so viele ihrer vom Stamme Juda gemustert wurden, beliefen sich 
auf 74600.
NUM 1:28 Die Abkmmlinge der Shne Issachars nach ihren Geschlechtern, 
Familien und einzelnen Namen, von zwanzig Jahren an und darber, alles, 
was kriegstchtig war,
NUM 1:29 so viele ihrer vom Stamme Issachar gemustert wurden, beliefen 
sich auf 54400.
NUM 1:30 Die Abkmmlinge der Shne Sebulons nach ihren Geschlechtern, 
Familien und einzelnen Namen, von zwanzig Jahren an und darber, alles, 
was kriegstchtig war,
NUM 1:31 so viele ihrer vom Stamme Sebulon gemustert wurden, beliefen sich 
auf 57400.
NUM 1:32 Was die Shne Josephs anbelangt, so beliefen sich die Abkmmlinge 
der Shne Ephraims nach ihren Geschlechtern, Familien und einzelnen Namen, 
von zwanzig Jahren an und darber, alles, was kriegstchtig war,
NUM 1:33 so viele ihrer vom Stamme Ephraim gemustert wurden, auf 40500;
NUM 1:34 die Abkmmlinge der Shne Manasses nach ihren Geschlechtern, 
Familien und einzelnen Namen, von zwanzig Jahren an und darber, alles, 
was kriegstchtig war,
NUM 1:35 so viele ihrer vom Stamme Manasse gemustert wurden, auf 32200.
NUM 1:36 Die Abkmmlinge der Shne Benjamins nach ihren Geschlechtern, 
Familien und einzelnen Namen, von zwanzig Jahren an und darber, alles, 
was kriegstchtig war,
NUM 1:37 so viele ihrer vom Stamme Benjamin gemustert wurden, beliefen 
sich auf 35400.
NUM 1:38 Die Abkmmlinge der Shne Dans nach ihren Geschlechtern, Familien 
und einzelnen Namen, von zwanzig Jahren an und darber, alles, was 
kriegstchtig war,
NUM 1:39 so viele ihrer vom Stamme Dan gemustert wurden, beliefen sich auf 
62700.
NUM 1:40 Die Abkmmlinge der Shne Assers nach ihren Geschlechtern, 
Familien und einzelnen Namen, von zwanzig Jahren an und darber, alles, 
was kriegstchtig war,
NUM 1:41 so viele ihrer vom Stamme Asser gemustert wurden, beliefen sich 
auf 41500.
NUM 1:42 Die Abkmmlinge der Shne Naphthalis nach ihren Geschlechtern, 
Familien und einzelnen Namen, von zwanzig Jahren an und darber, alles, 
was kriegstchtig war,
NUM 1:43 so viele ihrer vom Stamme Naphthali gemustert wurden, beliefen 
sich auf 53.400.
NUM 1:44 Das sind die Gemusterten, die Mose und Aaron und die Frsten 
Israels musterten; derer waren zwlf, je einer fr den zu ihm gehrenden 
Stamm.
NUM 1:45 Und es beliefen sich alle, die von den Israeliten nach ihren 
Familien gemustert waren, von zwanzig Jahren an und darber, alles, was 
kriegstchtig war in Israel, -NUM 1:46 es beliefen sich alle Gemusterten 
auf 603550.
NUM 1:47 Die Leviten aber nach ihrem vterlichen Stamme wurden nicht mit 
unter ihnen gemustert.
NUM 1:48 Und Jahwe redete mit Mose also:
NUM 1:49 Jedoch den Stamm Levi darfst du nicht mit mustern und ihre 
Gesamtzahl nicht aufnehmen inmitten der brigen Israeliten.
NUM 1:50 Stelle du die Leviten an bei der Wohnung des Gesetzes und allen 
ihren Gerten und allem, was zu ihr gehrt; sie sollen die Wohnung und 
alle ihre Gerte tragen und sie sollen sie bedienen und sich rings um die 
Wohnung lagern.
NUM 1:51 Wenn sich die Wohnung in Bewegung setzt, sollen die Leviten sie 
abbrechen, und wenn die Wohnung rastet, sollen die Leviten sie aufrichten; 
ein Fremder aber, der herantritt, soll gettet werden.
NUM 1:52 Die brigen Israeliten sollen sich nach ihren Heerscharen ein 
jeder in seinem Lager und bei seinem Paniere lagern;
NUM 1:53 die Leviten aber sollen sich rings um die Wohnung des Gesetzes 
lagern, da nicht etwa ein Zorn ber die Gemeinde der Israeliten komme. So 
sollen denn die Leviten des Dienstes an der Wohnung des Gesetzes warten.
NUM 1:54 Und es thaten die Israeliten ganz, wie Jahwe Mose befohlen hatte, 
- also thaten sie.
NUM 2:1 Und Jahwe redete mit Mose und Aaron also:
NUM 2:2 Die Israeliten haben sich zu Iagern, ein jeder bei seinem Panier, 
bei den Feldzeichen seines Stammes; gegenber dem Offenbarungszelte sollen 
sie sich ringsum lagern.
NUM 2:3 Und zwar sollen nach vorn, nach Osten zu, lagern: das Panier des 
Lagers Judas nach seinen Heerscharen, und als Anfhrer der Shne Judas 
Nahasson, der Sohn Amminadabs,
NUM 2:4 mit seinem Heer und mit ihren Gemusterten, 74600.
NUM 2:5 Und neben ihm soll sich lagern der Stamm Issachar, und als 
Anfhrer der Shne Issachars Nethaneel, der Sohn Zuars,
NUM 2:6 mit seinem Heer und seinen Gemusterten, 54400;
NUM 2:7 ferner der Stamm Sebulon, und als Anfhrer der Shne Sebulons 
Eliab, der Sohn Helons,
NUM 2:8 mit seinem Heer und seinen Gemusterten, 57400.
NUM 2:9 Alle die Gemusterten im Lager Judas nach ihren Heerscharen zhlen 
somit 186400; sie haben zuerst aufzubrechen.
NUM 2:10 Nach Sden zu soll sich lagern das Panier des Lagers Rubens nach 
seinen Heerscharen, und als Anfhrer der Shne Rubens Elizur, der Sohn 
Sedeurs,
NUM 2:11 mit seinem Heer und seinen Gemusterten, 46500.
NUM 2:12 Und neben ihm soll sich lagern der Stamm Simeon, und als Anfhrer 
der Shne Simeons Selumiel, der Sohn Zuri-Sadais,
NUM 2:13 mit seinem Heer und mit ihren Gemusterten, 59300;
NUM 2:14 ferner der Stamm Gad, und als Anfhrer der Shne Gads Eliasaph, 
der Sohn Reguels,
NUM 2:15 mit seinem Heer und mit ihren Gemusterten, 45650.
NUM 2:16 Alle die Gemusterten im Lager Rubens nach ihren Heerscharen 
zhlen somit 151450; diese haben an zweiter Stelle aufzubrechen.
NUM 2:17 Das Offenbarungszelt aber, das Lager der Leviten, soll aufbrechen 
inmitten der brigen Lager; wie sie lagern, so haben Sie aufzubrechen, ein 
jeder auf seiner Seite, nach ihren Panieren.
NUM 2:18 Das Panier des Lagers Ephraims nach seinen Heerscharen soll sich 
lagern nach Westen zu, und als Anfhrer der Shne Ephraims Elisama, der 
Sohn Ammihuds,
NUM 2:19 mit seinem Heer und mit ihren Gemusterten, 40500;
NUM 2:20 und neben ihm der Stamm Manasse, und als Anfhrer der Shne 
Manasses Gamliel, der Sohn Pedazurs,
NUM 2:21 mit seinem Heer und mit ihren Gemusterten, 32200;
NUM 2:22 ferner der Stamm Benjamin, und als Anfhrer der Shne Benjamins 
Abidan, der Sohn Gideonis,
NUM 2:23 mit seinem Heer und mit ihren Gemusterten, 35 400.
NUM 2:24 Alle die Gemusterten im Lager Ephraims nach ihren Heerscharen 
zhlen somit 108100. Diese haben an dritter Stelle aufzubrechen.
NUM 2:25 Das Panier des Lagers Dans nach seinen Heerscharen soll sich 
lagern nach Norden zu, und als Anfhrer der Shne Dans Ahieser, der Sohn 
Ammi-Sadais,
NUM 2:26 mit seinem Heer und mit ihren Gemusterten, 62700.
NUM 2:27 Und neben ihm soll sich lagern der Stamm Asser, und als Anfhrer 
der Shne Assers Pagiel, der Sohn Ochrans,
NUM 2:28 mit seinem Heer und mit ihren Gemusterten, 41500.
NUM 2:29 Ferner der Stamm Naphthali, und als Anfhrer der Shne Naphthalis 
Ahira, der Sohn Enans,
NUM 2:30 mit seinem Heer und mit ihren Gemusterten, 53400.
NUM 2:31 Alle die Gemusterten im Lager Dans zhlen somit 157600. Diese 
haben zuletzt aufzubrechen nach ihren Panieren.
NUM 2:32 Das sind die Gemusterten der Israeliten nach ihren Stmmen, 
smtliche Gemusterte der verschiedenen Lager nach ihren Heerscharen, 
603550.
NUM 2:33 Die Leviten aber wurden nicht mit gemustert unter den Israeliten, 
wie Jahwe Mose befohlen hatte.
NUM 2:34 Und die Israeliten thaten ganz, wie Jahwe Mose befohlen hatte, - 
also lagerten sie sich nach ihren Panieren und also brachen sie auf, ein 
jeder nach seinem Geschlechte bei seinem Stamm.
NUM 3:1 Dies sind die Nachkommen Aarons und Moses, zu der Zeit, wo Jahwe 
mit Mose auf dem Berge Sinai redete.
NUM 3:2 Dies sind die Namen der Shne Aarons: Nadab, der Erstgeborne, und 
Abihu; Eleasar und Ithamar.
NUM 3:3 Dies sind die Namen der Shne Aarons, der gesalbten Priester, 
denen man die Hand gefllt hatte, damit sie Priesterdienste thten.
NUM 3:4 Es starben aber Nadab und Abihu vor Jahwe, als sie in der Steppe 
am Sinai ein ungehriges Feueropfer vor Jahwe brachten; sie hatten aber 
keine Shne. So pflegten nun Eleasar und Ithamar unter den Augen ihres 
Vaters Aaron des Priesteramts.
NUM 3:5 Und Jahwe redete mit Mose also:
NUM 3:6 La den Stamm Levi herzutreten und stelle ihn vor Aaron, den 
Priester, damit sie ihm dienen;
NUM 3:7 und sie sollen besorgen, was es fr ihn und fr die ganze Gemeinde 
vor dem Offenbarungszelte zu besorgen giebt, und sollen so den Dienst an 
der Wohnung verrichten.
NUM 3:8 Und sie sollen die smtlichen Gerte des Offenbarungszeltes 
besorgen, sowie alles, was es fr die Israeliten zu besorgen giebt, und 
sollen so den Dienst an der Wohnung verrichten.
NUM 3:9 Und du sollst die Leviten Aaron und seinen Shnen bergeben; ganz 
zu eigen seien sie ihm gegeben von Seiten der Iraeliten.
NUM 3:10 Aaron aber und seine Shne sollst du bestellen, damit sie ihres 
Priesteramts warten; ein Fremder, der herantritt, soll gettet werden.
NUM 3:11 Und Jahwe redete mit Mose also:
NUM 3:12 Ich selbst habe die Leviten herausgenommen aus den Israeliten an 
Stelle aller Erstgebornen der Israeliten, derer, die zuerst den 
Mutterscho durchbrochen haben, - damit die Leviten mir gehren sollen.
NUM 3:13 Denn mir gehren alle Erstgebornen; an dem Tag, an welchem ich 
alle Erstgeburten in gypten ttete, habe ich, Jahwe, mir alle 
Erstgeburten in Israel geweiht, es seien Menschen oder Vieh; mir sollen 
sie gehren.
NUM 3:14 Und Jahwe redete mit Mose in der Steppe am Sinai also:
NUM 3:15 Mustere die Shne Levis nach ihren Familien und Geschlechtern; 
alles, was mnnlich ist, von einem Monat an und darber, sollst du von 
ihnen mustern.
NUM 3:16 Da musterte sie Mose gem dem Befehle Jahwes, wie ihm geheien 
war.
NUM 3:17 Und dies sind die Shne Levis nach ihren Namen: Gerson, Kahath 
und Merari.
NUM 3:18 Und dies sind die Namen der Shne Gersons nach ihren 
Geschlechtern: Libni und Simei.
NUM 3:19 Und die Shne Kahaths nach ihren Geschlechtern: Amram, Jizhar, 
Hebron und Usiel.
NUM 3:20 Und die Shne Meraris nach ihren Geschlechtern: Maheli und Musi. 
Das sind die GeschIechter der Leviten nach ihrer Abstammung.
NUM 3:21 Von Gerson stammt das Geschlecht der Libniter und das Geschlecht 
der Simeiter. Das sind die Geschlechter der Gersoniter.
NUM 3:22 Die Gesamtzahl der von ihnen Gemusterten - alles, was mnnlich 
war, von einem Monat an und darber, - betrug 7500.
NUM 3:23 Die Geschlechter der Gersoniter lagerten jedesmal hinter der 
Wohnung, nach Westen zu,
NUM 3:24 und Oberhaupt der Shne Gersons war Eliasaph, der Sohn Laels.
NUM 3:25 Am Offenbarungszelt aber hatten die Shne Gersons zu besorgen: 
die Wohnung und das Zeltdach; seine berdecke und den Vorhang vor der 
Thre des Offenbarungszeltes,
NUM 3:26 die Umhnge des Vorhofs und den Vorhang vor der Thre des 
Vorhofs, der die Wohnung und den Altar rings umgiebt, und die zugehrigen 
Seile - mit allem, was es dabei zu verrichten gab.
NUM 3:27 Und von Kahath stammte das Geschlecht der Amramiter, das 
Geschlecht der Jezehariter, das Geschlecht der Hebroniter und das 
Geschlecht der Osieliter. Das sind die Geschlechter der Kahathiter;
NUM 3:28 ihre Zahl - alles, was mnnlich war, von einem Monat an und 
darber, - betrug 8600 solcher, die die Geschfte am Heiligtume besorgten.
NUM 3:29 Die Geschlechter der Shne Kahaths lagerten jedesmal an der 
Langseite der Wohnung nach Sden zu,
NUM 3:30 und Oberhaupt der Geschlechter der Kahathiter war Elizaphan, der 
Sohn Usiels.
NUM 3:31 Sie hatten aber zu besorgen: die Lade, den Tisch, den Leuchter, 
die Altre, die heiligen Gerte, mit denen sie den Dienst verrichteten, 
und den Vorhang - mit allem, was es dabei zu verrichten gab.
NUM 3:32 Und das Oberhaupt der Leviten-Oberhupter war Eleasar, der Sohn 
Aarons, des Priesters, mit der Aufsicht ber die, welche die Geschfte am 
Heiligtume besorgten.
NUM 3:33 Von Merari stammte das Geschlecht der Maheliter und das 
Geschlecht der Musiter; das sind die Geschlechter Meraris.
NUM 3:34 Die Gesamtzahl der von ihnen Gemusterten - alles, was mnnlich 
war, von einem Monat an und darber, - betrug 6200.
NUM 3:35 Und Oberhaupt ber die Geschlechter Meraris war Zuriel, der Sohn 
Abihails; sie lagerten jedesmal an der Langseite der Wohnung, nach Norden 
zu.
NUM 3:36 Es war aber den Shnen Meraris bertragen die Sorge fr die 
Bretter der Wohnung, ihre Riegel, Sulen und Fe, samt allen ihren 
Gerten und allem, was es dabei zu verrichten gab;
NUM 3:37 ferner fr die Sulen des Vorhofs ringsum mit ihren Fen, 
Pflcken und Seilen.
NUM 3:38 Vor der Wohnung aber nach vorn zu - vor dem Offenbarungszelte 
nach Osten zu - lagerten Mose und Aaron mit seinen Shnen, die den Dienst 
am Heiligtume besorgten, alles, was fr die Israeliten zu besorgen war; 
ein Fremder aber, der herantritt, soll gettet werden.
NUM 3:39 Smtliche von den Leviten Gemusterte, die Mose und Aaron gem 
dem Befehle Jahwes Geschlecht fr Geschlecht gemustert hatten - alles, was 
mnnlich war, von einem Monat an und darber, - beliefen sich auf 22000.
NUM 3:40 Und Jahwe gebot Mose: Mustere alle mnnlichen Erstgebornen der 
Israeliten, von einem Monat an und darber, und nimm die Zahl ihrer Namen 
auf.
NUM 3:41 Du sollst aber die Leviten fr mich, fr Jahwe, nehmen an Stelle 
aller Erstgebornen unter den Israeliten und das Vieh der Leviten an Stelle 
aller Erstgeburten unter dem Vieh der Israeliten.
NUM 3:42 Und Mose musterte alle Erstgebornen unter den Israeliten, wie ihm 
Jahwe befohlen hatte.
NUM 3:43 Es betrug aber die Zahl der Namen aller mnnlichen Erstgebornen 
von einem Monat an und darber, so viele ihrer gemustert wurden, 22273.
NUM 3:44 Und Jahwe redete mit Mose also:
NUM 3:45 Nimm die Leviten an Stelle aller Erstgebornen unter den 
Israeliten und das Vieh der Leviten an Stelle ihrer Viehs, da die Leviten 
mir gehren; ich bin Jahwe.
NUM 3:46 Und was die Auslsung der 273 israelitischen Erstgebornen 
betrifft, die berzhlig sind ber die Zahl der Leviten,
NUM 3:47 so sollst du fr jeden Kopf fnf Sekel erheben; nach heiligem 
Gewichte sollst du sie erheben, den Sekel zu zwanzig Gera gerechnet.
NUM 3:48 Dieses Geld sollst du Aaron und seinen Shnen bergeben als 
Auslsung derer, die unter ihnen berzhlig sind.
NUM 3:49 Da erhob Mose die Auslsungs-Summe von denen, welche berzhlig 
waren ber die durch die Leviten Ausgelsten.
NUM 3:50 Von den Erstgebornen der Israeliten erhob er die Summe, 1365 
Sekel heiliges Gewicht.
NUM 3:51 Und Mose bergab die Auslsungs-Summe Aaron und seinen Shnen 
gem dem Befehle Jahwes, wie Jahwe Mose befohlen hatte.
NUM 4:1 Und Jahwe redete mit Mose und Aaron also:
NUM 4:2 Nehmt unter den Shnen Levis die Gesamtzahl der Shne Kahaths auf, 
Geschlecht fr Geschlecht, Familie fr Familie,
NUM 4:3 von dreiig Jahren an und darber bis zu fnfzig Jahren, alle, die 
sich dem Dienst unterziehen und Geschfte am Offenbarungszelte verrichten.
NUM 4:4 Dies ist die Verrichtung der Shne Kahaths am Offenbarungszelte: 
die hochheiligen Dinge.
NUM 4:5 Es sollen aber Aaron und seine Shne, wenn sich das Lager in 
Bewegung setzt, hineingehen, den verdeckenden Vorhang herabnehmen und mit 
ihm die Gesetzeslade umhllen.
NUM 4:6 Sodann sollen sie eine Decke von Seekuhfell darauf legen und oben 
darber ein ganz aus blauem Purpur bestehendes Tuch breiten und die 
Stangen einstecken.
NUM 4:7 ber den Schautisch aber sollen sie ein Tuch von blauem Purpur 
breiten und darauf die Schsseln, Schalen und Becher, sowie die Kannen zum 
Trankopfer setzen; auch das stndig aufgelegte Brot soll darauf liegen.
NUM 4:8 ber alles dieses aber sollen sie ein Tuch von Karmesin breiten, 
dieses mit einer Decke von Seekuhfell berdecken und sodann die Stangen 
einstecken.
NUM 4:9 Weiter sollen sie ein Tuch von blauem Purpur nehmen und damit den 
Leuchter berdecken samt seinen Lampen, seinen Lichtscheren und Pfannen 
und allen seinen lgefen, mit denen man ihn zu besorgen pflegt;
NUM 4:10 sodann sollen sie ihn samt allen seinen Gerten in eine Hlle von 
Seekuhfell thun und auf die Trage legen.
NUM 4:11 ber den goldenen Altar aber sollen sie ein Tuch von blauem 
Purpur breiten, ihn mit einer Decke von Seekuhfell berdecken und die 
Stangen einstecken.
NUM 4:12 Sodann sollen sie alle fr den Dienst erforderlichen Gerte, mit 
denen man den Dienst im Heiligtume zu besorgen pflegt, nehmen und in ein 
Tuch von blauem Purpur thun; dann sollen sie sie mit einer Decke von 
Seekuhfell berdecken und auf die Trage legen.
NUM 4:13 Weiter sollen sie den Altar von der Asche reinigen und ein Tuch 
von rotem Purpur ber ihn breiten.
NUM 4:14 Auf dieses sollen sie alle die Gerte legen, mit denen man den 
Dienst an ihm zu besorgen pflegt, die Pfannen, Gabeln, Schaufeln und 
Becken, kurz alle zum Altar gehrigen Gerte; darber sollen sie eine 
Hlle von Seekuhfell breiten und die Stangen einstecken.
NUM 4:15 Und wenn Aaron und seine Shne mit der Einhllung der heiligen 
Dinge und aller der heiligen Gerte zu Ende sind, wenn sich das Lager in 
Bewegung setzt, so sollen darnach die Shne Kahaths kommen, um sie zu 
tragen; aber berhren drfen sie die heiligen Dinge nicht, sonst mssen 
sie sterben. Das ist's, was die Shne Kahaths vom Offenbarungszelte zu 
tragen haben.
NUM 4:16 Eleasar aber, dem Sohne Aarons, des Priesters, ist bertragen das 
l fr den Leuchter, das wohlriechende Rucherwerk, das regelmige 
Speisopfer und das Salbl, sowie die Aufsicht ber die ganze Wohnung und 
alles, was sich in ihr befindet an heiligen Gegenstnden und den 
dazugehrigen Gerten.
NUM 4:17 Und Jahwe redete mit Mose und Aaron also:
NUM 4:18 Lat es nicht geschehen, da der Stamm der Geschlechter der 
Kahathiter mitten aus den Leviten weggetilgt werde.
NUM 4:19 Vielmehr thut das fr sie, damit sie am Leben bleiben und nicht 
sterben mssen, wenn sie sich den hochheiligen Dingen nhern: Aaron und 
seine Shne sollen hineingehen und sie Mann fr Mann anstellen bei dem, 
was sie zu verrichten und was sie zu tragen haben,
NUM 4:20 da sie nicht etwa hineingehen, um auch nur einen Augenblick die 
heiligen Dinge zu sehen, da sie sonst sterben mssen.
NUM 4:21 Und Jahwe redete mit Mose also:
NUM 4:22 Nimm nun die Gesamtzahl auch der Shne Gersons auf, Familie fr 
Familie, Geschlecht fr Geschlecht;
NUM 4:23 von dreiig Jahren an und darber bis zu fnfzig Jahren sollst du 
sie mustern, alle, die sich dem unterziehen, Dienst zu thun und 
Verrichtungen am Offenbarungszelte zu besorgen.
NUM 4:24 Dies ist die Verrichtung der Geschlechter der Gersoniter - was 
sie zu verrichten und zu tragen haben.
NUM 4:25 Sie haben zu tragen die Teppiche der Wohnung und das 
Offenbarungszelt, seine Decke und die Decke von Seekuhfell, die oben 
darber liegt, sowie den Vorhang vor der Thre des Offenbarungszeltes,
NUM 4:26 ferner die Vorhnge des Vorhofs und den Vorhang vor der 
Thorffnung des Vorhofs, der die Wohnung und den Altar rings umgiebt, samt 
seinen Seilen und allen Gerten, die es dabei zu besorgen giebt; und 
alles, was dabei zu thun ist, das sollen sie besorgen.
NUM 4:27 Nach dem Befehl Aarons und seiner Shne sollen alle Verrichtungen 
der Gersoniter stattfinden, bezglich alles dessen, was sie zu tragen, und 
alles dessen, was sie zu verrichten haben; und zwar sollt ihr ihnen alles, 
was sie zu tragen haben, namentlich anweisen.
NUM 4:28 Dies ist's, was die Geschlechter der Gersoniter am 
Offenbarungszelte zu verrichten haben, und zwar stehe ihr Dienst unter der 
Leitung Ithamars, des Sohnes Aarons, des Priesters.
NUM 4:29 Auch die Shne Meraris sollst du mustern, Geschlecht fr 
Geschlecht, Familie fr Familie;
NUM 4:30 von dreiig Jahren an und darber bis zu fnfzig Jahren sollst du 
sie mustern, alle, die sich dem Dienst unterziehen und die Verrichtungen 
fr das Offenbarungszelt besorgen.
NUM 4:31 Und das ist's, was ihnen zu tragen obliegt, was sie alles vom 
Offenbarungszelte zu besorgen haben: die Bretter der Wohnung, ihre Riegel, 
Sulen und Fe;
NUM 4:32 ferner die Sulen des Vorhofs ringsum mit ihren Fen, Pflcken 
und Seilen, mit allen ihren Gerten und allem, was es dabei zu besorgen 
giebt. Und zwar sollt ihr ihnen die Gerte, die zu tragen ihnen obliegt, 
namentlich anweisen.
NUM 4:33 Das ist die Verrichtung der Geschlechter der Shne Meraris, 
alles, was sie vom Offenbarungszelt unter der Aufsicht Ithamars, des 
Sohnes Aarons, des Priesters, zu besorgen haben.
NUM 4:34 Und Mose, Aaron und die Frsten der Gemeinde musterten die 
Kahathiter, Geschlecht fr Geschlecht und Familie fr Familie,
NUM 4:35 von dreiig Jahren an und darber bis zu fnfzig Jahren, alle, 
die sich dem Dienste - den Verrichtungen am Offenbarungszelt - unterzogen.
NUM 4:36 Es beliefen sich aber die Geschlecht fr Geschlecht aus ihnen 
Gemusterten auf 2750.
NUM 4:37 Das sind die aus den Geschlechtern der Kahathiter Gemusterten, 
alle, die am Offenbarungszelte Dienst thaten, welche Mose und Aaron 
musterten gem dem Befehle Jahwes durch Mose.
NUM 4:38 Und was die betrifft, die aus den Shnen Gersons Geschlecht fr 
Geschlecht und Familie fr Familie gemustert waren,
NUM 4:39 von dreiig Jahren an und darber bis zu fnfzig Jahren, alle, 
die sich dem Dienste - den Verrichtungen am Offenbarungszelt - unterzogen,
NUM 4:40 so beliefen sich die Geschlecht fr Geschlecht, Familie fr 
Familie aus ihnen Gemusterten auf 2630.
NUM 4:41 Das sind die aus den Geschlechtern der Shne Gersons Gemusterten, 
alle, die am Offenbarungszelt Dienst thaten, welche Mose und Aaron 
musterten gem dem Befehle Jahwes.
NUM 4:42 Und was die betrifft, die aus den Geschlechtern der Shne Meraris 
Geschlecht fr Geschlecht, Familie fr Familie gemustert waren,
NUM 4:43 von dreiig Jahren an und darber bis zu fnfzig Jahren, alle, 
die sich dem Dienste - den Verrichtungen am Offenbarungszelt - unterzogen,
NUM 4:44 so beliefen sich die Geschlecht fr Geschlecht aus ihnen 
Gemusterten auf 3200.
NUM 4:45 Das sind die aus den Geschlechtern der Shne Meraris Gemusterten, 
die Mose und Aaron musterten gem dem Befehle Jahwes durch Mose.
NUM 4:46 Was aber smtliche Gemusterte betrifft, die Mose, Aaron und die 
Frsten Israels Geschlecht fr Geschlecht und Familie fr Familie unter 
den Leviten musterten,
NUM 4:47 von dreiig Jahren an und darber bis zu fnfzig Jahren, alle die 
sich dem unterzogen, am OffenbarungszeIte dienstliche Verrichtungen, sowie 
den Dienst des Tragens zu besorgen,
NUM 4:48 so beliefen sich die aus ihnen Gemusterten auf 8580.
NUM 4:49 Gem dem Befehle Jahwes stellte man sie unter der Aufsicht Moses 
Mann fr Mann bei dem an, was sie zu besorgen und zu tragen hatten, wie 
Jahwe Mose befohlen hatte.
NUM 5:1 Und Jahwe redete mit Mose also:
NUM 5:2 Befiehl den Israeliten, da Sie alle mit dem Aussatz oder einem 
Flusse Behafteten, sowie alle, die sich an einer Leiche verunreinigt 
haben, aus dem Lager hinausschaffen.
NUM 5:3 Sowohl Mnner, als Weiber sollt ihr hinausschaffen; hinaus vor das 
Lager sollt ihr sie schaffen, damit sie ihr Lager nicht verunreinigen, da 
doch ich unter ihnen wohne.
NUM 5:4 Und die Israeliten thaten also und schafften sie hinaus vor das 
Lager; wie Jahwe Mose geboten hatte, also thaten die Israeliten.
NUM 5:5 Und Jahwe redete mit Mose also:
NUM 5:6 Sage den Israeliten: Wenn ein Mann oder ein Weib irgend eine Snde 
begehen, wie sie von den Menschen begangen wird, da sie eine Veruntreuung 
gegen Jahwe verben, und der Betreffende so in Schuld gert,
NUM 5:7 so sollen sie die Snde, die sie begangen haben, bekennen und 
sollen das von ihnen Veruntreute nach seinem vollen Werte zurckerstatten 
und noch ein Fnftel des Betrags darauf legen, und sollen es dem geben, 
gegen den sie sich verschuldet haben.
NUM 5:8 Wenn aber der Betreffende keinen nchsten Verwandten hinterlassen 
hat, dem man die Bue entrichten knnte, so fllt die Bue, die zu 
entrichten ist, Jahwe zu zum Besten der Priester, abgesehen von dem 
Shnewidder, mit dem man ihm Shne schafft.
NUM 5:9 Und alle Hebe, von allen heiligen Gaben der Israeliten, die sie 
zum Priester bringen, soll diesem gehren.
NUM 5:10 Ihm soll gehren, was irgend jemand heiligt; was jemand dem 
Priester giebt, soll diesem gehren.
NUM 5:11 Und Jahwe redete mit Mose also:
NUM 5:12 Sage den Israeliten und sprich zu ihnen: wenn irgend jemandes 
Weib sich vergeht und ihm untreu wird,
NUM 5:13 so da sich einer fleischlich mit ihr vermischt, ihr Mann aber 
nichts davon erfhrt, und sie unentdeckt bleibt, obschon sie sich 
verunreinigt hat, auch kein Zeuge wider sie vorhanden ist, indem sie nicht 
auf der That ertappt ward,
NUM 5:14 und es kommt ber ihn ein Geist der Eifersucht, so da er 
eiferschtig wird auf sein Weib, indem sie sich verunreinigt hat - oder 
auch, es kommt ber ihn ein Geist der Eifersucht, da er eiferschtig wird 
auf sein Weib, obschon sie sich nicht verunreinigt hat -,
NUM 5:15 so soll dieser Mann sein Weib zum Priester bringen und das 
erforderliche Opfer, das um ihretwillen zu bringen ist, mit hinnehmen: ein 
Zehntel Epha Gerstenmehl; doch darf er nicht l darber gieen, noch 
Weihrauch darauf thun. Denn es ist ein Eifersuchts-Speisopfer, ein 
Offenbarungs-Speisopfer, das Verschuldung offenbar macht.
NUM 5:16 Hierauf soll sie der Priester herantreten lassen und sie vor 
Jahwe stellen.
NUM 5:17 Sodann nehme der Priester heiliges Wasser in ein irdenes Gef; 
ferner nehme der Priester etwas Erde, die sich am Boden der Wohnung 
befindet, und thue sie in das Wasser.
NUM 5:18 Und der Priester stelle das Weib vor Jahwe, lse dem Weibe die 
Haare und gebe ihr das Offenbarungs-Speisopfer in die Hnde - ein 
Eiferfuchts-Speisopfer ist es; aber das fluchbringende Wasser des bitteren 
Wehs behalte der Priester in der Hand.
NUM 5:19 Sodann nehme der Priester die Beschwrung mit ihr vor und spreche 
zu dem Weibe: Wenn dir niemand beigewohnt hat und du dich nicht vergangen 
und verunreinigt und so die Pflicht gegen deinen Mann verletzt hast, so 
soll dir dieses fluchbringende Wasser des bitteren Wehs nicht schaden.
NUM 5:20 Wenn du dich aber vergangen und die Pflicht gegen deinen Mann 
verletzt und dich verunreinigt hast, und sich irgend jemand auer deinem 
Manne fleischlich mit dir vermischt hat -.
NUM 5:21 So beschwre nun der Priester das Weib mit feierlicher 
Verwnschung und der Priester spreche zu dem Weibe: Jahwe mache dich fr 
deine Volksgenossen zu einem Beispiele feierlicher Verwnschung, indem 
Jahwe deine Hfte schwinden, deinen Bauch aber anschwellen lt;
NUM 5:22 und dieses fluchbringende Wasser soll eindringen in deine 
Eingeweide, da der Bauch schwelle und die Hfte schwinde! Das Weib aber 
spreche: So geschehe es! So geschehe es!
NUM 5:23 Hierauf schreibe der Priester diese Verwnschungen auf ein Blatt, 
wische sie ab in das Wasser des bitteren Wehs hinein
NUM 5:24 und gebe dem Weibe das fluchbringende Wasser des bitteren Wehs zu 
trinken, damit das fluchbringende Wasser in sie eindringe zu bitterem Weh.
NUM 5:25 Sodann nehme der Priester dem Weibe das Eifersuchts-Speisopfer 
aus der Hand, webe das Speisopfer vor Jahwe und bringe es hin zum Altar.
NUM 5:26 Und zwar soll der Priester eine Hand voll von dem Speisopfer als 
den Duftteil, der von ihm zu entrichten ist, nehmen und auf dem Altar in 
Rauch aufgehn lassen, darnach gebe er dem Weibe das Wasser zu trinken.
NUM 5:27 Und wenn er ihr das Wasser zu trinken gegeben hat, so wird, wenn 
sie sich verunreinigt hat und ihrem Mann untreu geworden ist, das 
fluchbringende Wasser in sie eindringen zu bitterem Weh: ihr Bauch wird 
anschwellen und ihre Hfte schwinden, und so wird das Weib unter ihren 
Volksgenossen zu einem Beispiele fr Verwnschungen werden.
NUM 5:28 Hat sich aber das Weib nicht verunreinigt, sondern ist rein, so 
wird sie unversehrt bleiben und dann schwanger werden.
NUM 5:29 Das sind die Bestimmungen in betreff der Eifersuchtsklagen: wenn 
ein Weib sich vergeht und die Pflicht gegen ihren Mann verletzt und sich 
verunreinigt,
NUM 5:30 oder auch, wenn ber einen Mann ein Geist der Eifersucht kommt 
und er eiferschtig wird auf sein Weib, so stelle er das Weib vor Jahwe, 
und der Priester verfahre mit ihr ganz nach diesen Bestimmungen.
NUM 5:31 Der Mann wird frei bleiben von Verschuldung; ein solches Weib 
aber ldt Verschuldung auf sich.
NUM 6:1 Und Jahwe redete mit Mose also:
NUM 6:2 Rede mit den Israeliten und sprich zu ihnen: Wenn ein Mann oder 
ein Weib das Gelbde eines Gottgeweihten ablegen will, um sich so Jahwe zu 
weihen,
NUM 6:3 so mu er sich des Weins und berauschenden Getrnks enthalten. 
Auch Essig von Wein oder berauschendem Getrnke darf er nicht trinken; er 
darf keinerlei aus Trauben bereitete Flssigkeit trinken, noch frische 
oder getrocknete Trauben essen.
NUM 6:4 So lange seine Weihezeit dauert, darf er gar nichts von dem essen, 
was aus dem Weinstock gewonnen wird, weder unreife Trauben, noch die 
Spitzen der Ranken.
NUM 6:5 Die ganze Zeit, fr die sein Weihe-Gelbde gilt, darf kein 
Schermesser ber sein Haupt kommen. Bis die Zeit um ist, fr die er sich 
Jahwe geweiht hat, soll er als ein Geheiligter gelten; er hat sein 
Haupthaar frei wachsen zu lassen.
NUM 6:6 Die ganze Zeit hindurch, whrend der er sich Jahwe geweiht hat, 
darf er zu keiner Leiche hineingehen.
NUM 6:7 Selbst wenn sein Vater oder seine Mutter, sein Bruder oder seine 
Schwester stirbt, darf er sich nicht an ihnen verunreinigen, denn die 
Weihe seines Gottes ist auf seinem Haupte.
NUM 6:8 Whrend der ganzen Zeit seiner Weihe ist er Jahwe geheiligt.
NUM 6:9 Falls aber jemand ganz pltzlich in seiner Gegenwart stirbt, und 
er so sein geweihtes Haupt verunreinigt, so hat er sein Haupt an dem Tag, 
an welchem er wieder rein wird, zu scheren: am siebenten Tag hat er es zu 
scheren.
NUM 6:10 Am achten Tag aber bringe er zwei Turteltauben oder zwei junge 
Tauben hin zum Priester vor die Thre des OffenbarungszeItes.
NUM 6:11 Und der Priester richte die eine her zu einem Sndopfer, die 
andere zu einem Brandopfer und schaffe ihm Shne dafr, da er sich durch 
die Verunreinigung an der Leiche versndigt hat; sodann soll er am 
gleichen Tage sein Haupt aufs neue fr geheiligt erklren,
NUM 6:12 sich Jahwe fr die frher von ihm gelobte Zeit weihen und ein 
einjhriges Lamm als Schuldopfer bringen; die erste Weihezeit aber wird 
hinfllig, weil seine Weihe verunreinigt ward.
NUM 6:13 Und dies sind die Bestimmungen in betreff des Gottgeweihten: wenn 
die von ihm gelobte Weihezeit um ist, soll man ihn vor die Thre des 
Offenbarungszeltes bringen.
NUM 6:14 Als seine Opfergabe aber hat er Jahwe ein fehlloses, einjhriges 
Lamm zum Brandopfer und ein fehlloses, einjhriges weibliches Lamm zum 
Sndopfer, sowie einen fehllosen Widder zum Heilsopfer darzubringen,
NUM 6:15 ferner einen Korb mit ungesuerten Kuchen von Feinmehl, die mit 
l angemacht sind, und ungesuerte mit l bestrichene Fladen, nebst dem 
zugehrigen Speisopfer und den zugehrigen Trankopfern.
NUM 6:16 Und der Priester bringe sie vor Jahwe und richte das Sndopfer 
und das Brandopfer fr ihn her.
NUM 6:17 Den Widder aber richte er her als Heilsopfer fr Jahwe, samt dem 
Korbe mit dem Ungesuerten; auch das Speisopfer und das Trankopfer richte 
der Priester fr ihn her.
NUM 6:18 Sodann schere der Gottgeweihte vor der Thre des 
Offenbarungszeltes sein geweihtes Haupt, nehme sein geweihtes Haupthaar 
und werfe es in das Feuer, das unter dem Heilsopfer brennt.
NUM 6:19 Hierauf nehme der Priester den gekochten Bug von dem Widder nebst 
einem ungesuerten Kuchen aus dem Korb und einem ungesuerten Fladen und 
gebe es dem Gottgeweihten in die Hnde, nachdem derselbe sein geweihtes 
Haar abgeschoren hat.
NUM 6:20 Sodann webe es der Priester vor Jahwe als Webe, es ist eine dem 
Priester zufallende heilige Gabe, auer der Webebrust und der Webekeule. 
Darnach darf der Gottgeweihte Wein trinken.
NUM 6:21 Das sind die Bestimmungen in betreff des Gottgeweihten, der ein 
Gelbde thut, - was er zufolge seiner Weihe Jahwe darzubringen hat, 
abgesehen von dem, was er auerdem noch zu leisten vermag. Wie das Gelbde 
fordert, das er abgelegt hat, soll er verfahren, nach den fr seine Weihe 
geltenden Bestimmungen.
NUM 6:22 Und Jahwe redete mit Mose also:
NUM 6:23 Rede mit Aaron und mit seinen Shnen also: So sollt ihr die 
Israeliten segnen, indem ihr zu ihnen sprecht:
NUM 6:24 Jahwe segne dich und behte dich!
NUM 6:25 Jahwe lasse sein Angesicht ber dich leuchten und sei dir gndig!
NUM 6:26 Jahwe erhebe sein Angesicht auf dich und schaffe dir Friede!
NUM 6:27 So sollen sie meinen Namen auf die Israeliten legen, und ich will 
ihnen Segen zu teil werden lassen.
NUM 7:1 Als nun Mose die Wohnung fertig aufgerichtet und sie gesalbt und 
geweiht hatte samt allen ihren Gerten, dazu auch den Altar mit allen 
seinen Gerten gesalbt und geweiht hatte,
NUM 7:2 da brachten die Frsten IsraeIs, die Oberhupter der einzelnen 
Stmme - das sind die Stammesfrsten, die Vorstnde der Gemusterten - 
Opfer.
NUM 7:3 Und zwar brachten sie vor Jahwe als ihre Gabe sechs berdeckte 
Wagen und zwlf Rinder, je einen Wagen von zwei Frsten und je ein Rind 
von jedem; die brachten sie hin vor die Wohnung.
NUM 7:4 Da sprach Jahwe zu Mose also:
NUM 7:5 Nimm sie von ihnen an, damit sie zur Besorgung der Verrichtungen 
fr das Offenbarungszelt verwendet werden; und zwar sollst du sie den 
Leviten bergeben, mit Rcksicht darauf, was der Dienst eines jeden 
erfordert.
NUM 7:6 Da nahm Mose die Wagen und die Rinder und bergab sie den Leviten.
NUM 7:7 Zwei von den Wagen und vier Rinder bergab er den Shnen Gersons, 
entsprechend dem, was ihr Dienst erforderte.
NUM 7:8 Vier von den Wagen und acht Rinder bergab er den Shnen Meraris, 
entsprechend dem, was ihr Dienst unter der Leitung Ithamars, des Sohnes 
Aarons, des Priesters, erforderte.
NUM 7:9 Den Shnen Kahaths dagegen gab er nichts. Denn ihnen lag die 
Besorgung der heiligen Dinge ob; diese hatten sie auf der Schulter zu 
tragen.
NUM 7:10 Es brachten aber die Frsten die Gaben zur Einweihung des Altars 
an dem Tage dar, an welchem er gesalbt ward; und die Frsten brachten ihre 
Opfergabe hin vor den Altar.
NUM 7:11 Da sprach Jahwe zu Mose: La Tag fr Tag jedesmal einen der 
Frsten seine Opfergabe zur Einweihung des Altars darbringen.
NUM 7:12 Der, welcher seine Opfergabe am ersten Tage darbrachte, war 
Rahasson, der Sohn Amminadabs, vom Stamme Juda.
NUM 7:13 Und seine Opfergabe war eine silberne Schssel, hundertunddreiig 
Sekel schwer, ein silbernes Becken, siebzig Sekel schwer nach heiligem 
Gewichte, beide gefllt mit Feinmehl, das mit l angemacht war, zum 
Speisopfer,
NUM 7:14 eine Schale, zehn Goldsekel schwer, gefllt mit Rucherwerk,
NUM 7:15 ein junger Stier, ein Widder, ein einjhriges mnnliches Lamm zum 
Brandopfer,
NUM 7:16 ein Ziegenbock zum Sndopfer,
NUM 7:17 und zum Heilsopfer zwei Rinder, fnf Widder, fnf Bcke und fnf 
einjhrige mnnliche Lmmer. Das war die Gabe Rahassons, des Sohnes 
Amminadabs.
NUM 7:18 Am zweiten Tage opferte Nethaneel, der Sohn Zuars, der Frst von 
Issachar.
NUM 7:19 Seine Opfergabe war eine silberne Schssel, hundertunddreiig 
Sekel schwer, ein silbernes Becken, siebzig Sekel schwer nach heiligem 
Gewichte, beide gefllt mit Feinmehl, das mit l angemacht war, zum 
Speisopfer,
NUM 7:20 eine Schale, zehn Goldsekel schwer, gefllt mit Rucherwerk,
NUM 7:21 ein junger Stier, ein Widder, ein einjhriges mnnliches Lamm zum 
Brandopfer,
NUM 7:22 ein Ziegenbock zum Sndopfer,
NUM 7:23 und zum Heilsopfer zwei Rinder, fnf Widder, fnf Bcke und fnf 
einjhrige mnnliche Lmmer. Das war die Gabe Nethaneels, des Sohnes Zuars.
NUM 7:24 Am dritten Tage der Frst der Shne Sebulons, Eliab, der Sohn 
Helons.
NUM 7:25 Seine Opfergabe war eine silberne Schssel, hundertunddreiig 
Sekel schwer, ein silbernes Becken, siebzig Sekel schwer nach heiligem 
Gewichte, beide gefllt mit Feinmehl, das mit l angemacht war, zum 
Speisopfer,
NUM 7:26 eine Schale, zehn Goldsekel schwer, gefllt mit Rucherwerk,
NUM 7:27 ein junger Stier, ein Widder, ein einjhriges mnnliches Lamm zum 
Brandopfer,
NUM 7:28 ein Ziegenbock zum Sndopfer,
NUM 7:29 und zum Heilsopfer zwei Rinder, fnf Widder, fnf Bcke und fnf 
einjhrige mnnliche Lmmer. Das war die Gabe Eliabs, des Sohnes Helons.
NUM 7:30 Am vierten Tage der Frst der Shne Rubens, Elizur, der Sohn 
Sedeurs.
NUM 7:31 Seine Opfergabe war eine silberne Schssel, hundertunddreiig 
Sekel schwer, ein silbernes Becken, siebzig Sekel schwer nach heiligem 
Gewichte, beide gefllt mit Feinmehl, das mit l angemacht war, zum 
Speisopfer,
NUM 7:32 eine Schale, zehn Goldsekel schwer, gefllt mit Rucherwerk,
NUM 7:33 ein junger Stier, ein Widder, ein einjhriges mnnliches Lamm zum 
Brandopfer,
NUM 7:34 ein Ziegenbock zum Sndopfer,
NUM 7:35 und zum Heilsopfer zwei Rinder, fnf Widder, fnf Bcke und fnf 
einjhrige mnnliche Lmmer. Das war die Gabe EIizurs, des Sohnes Sedeurs.
NUM 7:36 Am fnften Tage der Frst der Shne Simeons, Selumiel, der Sohn 
Zuri Sadais.
NUM 7:37 Seine Opfergabe war eine silberne Schssel, hundertunddreiig 
Sekel schwer, ein silbernes Becken, siebzig Sekel schwer nach heiligem 
Gewichte, beide gefllt mit Feinmehl, das mit l angemacht war, zum 
Speisopfer,
NUM 7:38 eine Schale, zehn Goldsekel schwer, gefllt mit Rucherwerk,
NUM 7:39 ein junger Stier, ein Widder, ein einjhriges mnnliches Lamm zum 
Brandopfer,
NUM 7:40 ein Ziegenbock zum Sndopfer,
NUM 7:41 und zum Heilsopfer zwei Rinder, fnf Widder, fnf Bcke und fnf 
einjhrige mnnliche Lmmer. Das war die Gabe Selumiels, der Sohnes Zuri 
Sadais.
NUM 7:42 Am sechsten Tage der Frst der Shne Gads, Eliasaph, der Sohn 
Deguels.
NUM 7:43 Seine Opfergabe war eine silberne Schssel, hundertunddreiig 
Sekel schwer, ein silbernes Becken, siebzig Sekel schwer nach heiligem 
Gewichte, beide gefllt mit Feinmehl, das mit l angemacht war, zum 
Speisopfer,
NUM 7:44 eine Schale, zehn Goldsekel schwer, gefllt mit Rucherwerk,
NUM 7:45 ein junger Stier, ein Widder, ein einjhriges mnnliches Lamm zum 
Brandopfer,
NUM 7:46 ein Ziegenbock zum Sndopfer,
NUM 7:47 und zum Heilsopfer zwei Rinder, fnf Widder, fnf Bcke und fnf 
einjhrige mnnliche Lmmer. Das war die Gabe Eliasaphs, des Sohnes 
Deguels.
NUM 7:48 Am siebenten Tage der Frst der Shne Ephraims, Elisama, der Sohn 
Ammihuds.
NUM 7:49 Seine Opfergabe war eine silberne Schssel, hundertunddreiig 
Sekel schwer, ein silbernes Becken, siebzig Sekel schwer nach heiligem 
Gewichte, beide gefllt mit Feinmehl, das mit l angemacht war, zum 
Speisopfer,
NUM 7:50 eine Schale, zehn Goldsekel schwer, gefllt mit Rucherwerk,
NUM 7:51 ein junger Stier, ein Widder, ein einjhriges mnnliches Lamm zum 
Brandopfer,
NUM 7:52 ein Ziegenbock zum Sndopfer,
NUM 7:53 und zum Heilsopfer zwei Rinder, fnf Widder, fnf Bcke und fnf 
einjhrige mnnliche Lmmer. Das war die Gabe Elisamas, des Sohnes 
Ammihuds.
NUM 7:54 Am achten Tage der Frst der Shne Manasses, Gamliel, der Sohn 
Pedazurs.
NUM 7:55 Seine Opfergabe war eine silberne Schssel, hundertunddreiig 
Sekel schwer, ein silbernes Becken, siebzig Sekel schwer nach heiligem 
Gewichte, beide gefllt mit Feinmehl, das mit l angemacht war, zum 
Speisopfer,
NUM 7:56 eine Schale, zehn Goldsekel schwer, gefllt mit Rucherwerk,
NUM 7:57 ein junger Stier, ein Widder, ein einjhriges mnnliches Lamm zum 
Brandopfer,
NUM 7:58 ein Ziegenbock zum Sndopfer,
NUM 7:59 und zum Heilsopfer zwei Rinder, fnf Widder, fnf Bcke und fnf 
einjhrige mnnliche Lmmer. Das war die Gabe Gamliels, des Sohnes 
Pedazurs.
NUM 7:60 Am neunten Tage der Frst der Shne Benjamins, Abidan, der Sohn 
Gideonis.
NUM 7:61 Seine Opfergabe war eine silberne Schssel, hundertunddreiig 
Sekel schwer, ein silbernes Becken, siebzig Sekel schwer nach heiligem 
Gewichte, beide gefllt mit Feinmehl, das mit l angemacht war, zum 
Speisopfer,
NUM 7:62 eine Schale, zehn Goldsekel schwer, gefllt mit Rucherwerk,
NUM 7:63 ein junger Stier, ein Widder, ein einjhriges mnnliches Lamm zum 
Brandopfer,
NUM 7:64 ein Ziegenbock zum Sndopfer,
NUM 7:65 und zum Heilsopfer zwei Rinder, fnf Widder, fnf Bcke und fnf 
einjhrige mnnliche Lmmer. Das war die Gabe Abidans, des Sohnes Gideonis.
NUM 7:66 Am zehnten Tage der Frst der Shne Dans, Ahieser, der Sohn 
Ammisadais.
NUM 7:67 Seine Opfergabe war eine silberne Schssel, hundertunddreiig 
Sekel schwer, ein silbernes Becken, siebzig Sekel schwer nach heiligem 
Gewichte, beide gefllt mit Feinmehl, das mit l angemacht war, zum 
Speisopfer,
NUM 7:68 eine Schale, zehn Goldsekel schwer, gefllt mit Rucherwerk,
NUM 7:69 ein junger Stier, ein Widder, ein einjhriges mnnliches Lamm zum 
Brandopfer,
NUM 7:70 ein Ziegenbock zum Sndopfer,
NUM 7:71 und zum Heilsopfer zwei Rinder, fnf Widder, fnf Bcke und fnf 
einjhrige mnnliche Lmmer. Das war die Gabe Ahiesers, des Sohnes 
Ammisadais.
NUM 7:72 Am elften Tage der Frst der Shne Assers, Pagiel, der Sohn 
Ochrans.
NUM 7:73 Seine Opfergabe war eine silberne Schssel, hundertunddreiig 
Sekel schwer, ein silbernes Becken, siebzig Sekel schwer nach heiligem 
Gewichte, beide gefllt mit Feinmehl, das mit l angemacht war, zum 
Speisopfer,
NUM 7:74 eine Schale, zehn Goldsekel schwer, gefllt mit Rucherwerk,
NUM 7:75 ein junger Stier, ein Widder, ein einjhriges mnnliches Lamm zum 
Brandopfer,
NUM 7:76 ein Ziegenbock zum Sndopfer,
NUM 7:77 und zum Heilsopfer zwei Rinder, fnf Widder, fnf Bcke und fnf 
einjhrige mnnliche Lmmer. Das war die Gabe Pagiels, des Sohnes Ochrans.
NUM 7:78 Am zwlften Tage der Frst der Shne Naphthalis, Ahira, der Sohn 
Enans.
NUM 7:79 Seine Opfergabe war eine silberne Schssel, hundertunddreiig 
Sekel schwer, ein silbernes Becken, siebzig Sekel schwer nach heiligem 
Gewichte, beide gefllt mit Feinmehl, das mit l angemacht war, zum 
Speisopfer,
NUM 7:80 eine Schale, zehn Goldsekel schwer, gefllt mit Rucherwerk,
NUM 7:81 ein junger Stier, ein Widder, ein einjhriges mnnliches Lamm zum 
Brandopfer,
NUM 7:82 ein Ziegenbock zum Sndopfer,
NUM 7:83 und zum Heilsopfer zwei Rinder, fnf Widder, fnf Bcke und fnf 
einjhrige mnnliche Lmmer. Das war die Gabe Ahiras, des Sohnes Enans.
NUM 7:84 Das war die Spende zur Einweihung des Altars an dem Tag, an 
welchem er gesalbt ward, von seiten der Frsten Israels: zwlf silberne 
Schsseln, zwlf silberne Becken, zwlf goldene Schalen,
NUM 7:85 jede Schssel hundertunddreiig Silbersekel, jedes Becken siebzig 
Sekel schwer; das gesamte Silber der Gefe belief sich somit auf 2400 
Sekel heiliges Gewicht;
NUM 7:86 zwlf goldene Schalen, gefllt mit Rucherwerk, jede Schale zehn 
Sekel schwer nach heiligem Gewichte; das gesamte Gold der Schalen belief 
sich somit auf hundertundzwanzig Sekel.
NUM 7:87 Die smtlichen Rinder zum Brandopfer beliefen sich auf zwlf 
Farren, dazu zwlf Widder, zwlf einjhrige mnnliche Lmmer nebst dem 
zugehrigen Speisopfer und zwlf Ziegenbcke zum Sndopfer.
NUM 7:88 Die smtlichen Rinder zum Heilsopfer aber beliefen sich auf 
vierundzwanzig Farren; dazu sechzig Widder, sechzig Bcke und sechzig 
einjhrige mnnliche Lmmer. Das war die Spende zur Einweihung des AItars, 
nachdem derselbe gesalbt worden war.
NUM 7:89 Und wenn Mose hineinging ins Offenbarungszelt, um mit ihm zu 
reden, so hrte er die Stimme zu sich reden von der Deckplatte aus, die 
sich auf der Gesetzeslade befindet, von dem Orte zwischen den beiden 
Keruben; so redete er mit ihm.
NUM 8:1 Und Jahwe redete mit Mose also:
NUM 8:2 Rede mit Aaron und sprich zu ihm: Wenn du die Lampen aufsetzest, 
so la die sieben Lampen ihr Licht auf die Vorderseite des Leuchters 
werfen.
NUM 8:3 Und Aaron that also; auf der Vorderseite des Leuchters setzte er 
die Lampen auf, wie Jahwe Mose befohlen hatte.
NUM 8:4 Der Leuchter aber war in getriebener Arbeit aus Gold gefertigt. 
Sowohl sein Schaft, als seine Blten, alles war getriebene Arbeit; wie es 
dem Bild entsprach, welches Jahwe Mose gezeigt hatte, so fertigte er den 
Leuchter.
NUM 8:5 Und Jahwe redete mit Mose also:
NUM 8:6 Nimm die Leviten aus den Israeliten heraus und reinige sie.
NUM 8:7 Und zwar sollst du so mit ihnen verfahren, um sie zu reinigen: 
Besprenge sie mit Entsndigungswasser, und sie sollen ber ihren ganzen 
Leib ein Schermesser gehen lassen, ihre Leiber waschen und sich reinigen.
NUM 8:8 Sodann sollen sie einen jungen Stier nehmen und das zugehrige 
Speisopfer - mit l angemachtes Feinmehl -, und du sollst einen zweiten 
jungen Stier nehmen zu einem Sndopfer.
NUM 8:9 Hierauf sollst du die Leviten herantreten lassen vor das 
Offenbarungszelt und die ganze Gemeinde der Israeliten versammeln.
NUM 8:10 Sodann sollst du die Leviten herantreten lassen vor Jahwe; die 
Israeliten sollen ihre Hnde auf die Leviten stemmen,
NUM 8:11 und Aaron soll die Leviten vor Jahwe weben als Webeopfer von 
seiten der Israeliten, damit sie sich der Verrichtung des Dienstes fr 
Jahwe unterziehen.
NUM 8:12 Die Leviten aber sollen ihre Hnde auf den Kopf der Farren 
stemmen; sodann richte den einen als Sndopfer, den andern als Brandopfer 
fr Jahwe her, um den Leviten Shne zu schaffen.
NUM 8:13 Und du sollst die Leviten Aaron und seinen Shnen darstellen und 
sie als Webeopfer fr Jahwe weben
NUM 8:14 und sollst die Leviten aussondern aus den Israeliten, damit die 
Leviten mir gehren.
NUM 8:15 Darnach aber mgen die Leviten hineingehen, um das 
Offenbarungszelt zu bedienen; so sollst du sie reinigen und als Webeopfer 
weben.
NUM 8:16 Denn sie sind mir ganz zu eigen gegeben aus den Israeliten; an 
Stelle von allem, was zuerst den Mutterscho durchbricht, von allen 
Erstgeborenen unter den Israeliten, habe ich sie fr mich genommen.
NUM 8:17 Denn mir gehren alle Erstgebornen unter den Israeliten, von den 
Menschen, wie vom Vieh. An dem Tag, an welchem ich alle Erstgebornen in 
gypten ttete, habe ich sie mir geheiligt.
NUM 8:18 Und ich nahm die Leviten an Stelle aller Erstgebornen unter den 
Israeliten
NUM 8:19 und gab die Leviten Aaron und seinen Shnen aus den Israeliten zu 
eigen, damit sie fr die Israeliten den Dienst am Offenbarungszelte 
besorgen und den Israeliten als Deckung dienen, da nicht eine Plage ber 
die Israeliten kommt, wenn sich die Israeliten dem Heiligtume nherten.
NUM 8:20 Mose aber und Aaron und die ganze Gemeinde der Israeliten 
verfuhren so mit den Leviten; genau so, wie es Jahwe Mose in betreff der 
Leviten befohlen hatte, so verfuhren die Israeliten mit ihnen.
NUM 8:21 Und die Leviten lieen sich entsndigen und wuschen ihre Kleider; 
und Aaron webte sie als Webeopfer und Aaron schaffte ihnen Shne behufs 
ihrer Reinigung.
NUM 8:22 Darnach aber gingen die Leviten hinein, um unter der Aufsicht 
Aarons und seiner Shne ihren Dienst im Offenbarungszelte zu verrichten; 
wie es Jahwe Mose in betreff der Leviten befohlen hatte, so verfuhren sie 
mit ihnen.
NUM 8:23 Und Jahwe redete mit Mose also:
NUM 8:24 Dies ist's, was in betreff der Leviten gelten soll: von 
fnfundzwanzig Jahren an und darber soll er eintreten, um bei der 
Besorgung des OffenbarungszeItes Dienst zu thun;
NUM 8:25 aber von fnfzig Jahren an soll er der Dienstpflicht ledig sein 
und braucht nicht mehr zu dienen.
NUM 8:26 Er mag seinen Brdern im Offenbarungszelte bei der Besorgung der 
Geschfte zur Hand gehen, aber Dienst soll er nicht thun. So sollst du mit 
den Leviten verfahren hinsichtlich ihrer Amtsgeschfte.
NUM 9:1 Und Jahwe redete mit Mose in der Steppe am Sinai im zweiten Jahre 
nach ihrem Auszug aus gypten, im ersten Monat, also:
NUM 9:2 Es sollen aber die Israeliten das Passah zur festgesetzten Zeit 
feiern.
NUM 9:3 Am vierzehnten Tage dieses Monats gegen Abend sollt ihr es feiern 
zur festgesetzten Zeit; nach allen den Satzungen und allen den Ordnungen, 
die dafr gelten, sollt ihr es feiern.
NUM 9:4 Und Mose sagte den Israeliten, da sie das Passah feiern sollten.
NUM 9:5 Da feierten sie das Passah im ersten Monat, am vierzehnten Tage 
des Monats gegen Abend in der Steppe am Sinai; ganz so, wie Jahwe Mose 
befohlen hatte, also thaten die Israeliten.
NUM 9:6 Es waren aber Mnner vorhanden, die durch eine Leiche unrein 
geworden waren, so da sie an selbigem Tage das Passah nicht feiern 
konnten. Da traten sie an selbigem Tage vor Mose und Aaron,
NUM 9:7 und eben diese Mnner sprachen zu ihm: Wir sind durch eine Leiche 
unrein; warum sollen wir verkrzt werden, da wir die Opfergabe fr Jahwe 
nicht zur festgesetzten Zeit inmitten der Israeliten darbringen drfen?
NUM 9:8 Mose antwortete ihnen: Wartet, da ich hre, was Jahwe eurethalben 
befiehlt.
NUM 9:9 Und Jahwe redete mit Mose also:
NUM 9:10 Sage den Israeliten und sprich: Wenn irgend jemand von euch oder 
von euren Nachkommen unrein sein sollte durch eine Leiche oder sich auf 
einer weiten Reise befinden sollte, so soll er doch Jahwe Passah feiern.
NUM 9:11 Im zweiten Monat, am vierzehnten Tage gegen Abend sollen sie es 
feiern; zu ungesuertem Brot und bitteren Krutern sollen sie es verzehren.
NUM 9:12 Sie drfen nichts davon brig lassen bis zum Morgen, auch keinen 
Knochen an ihm brechen; nach allen Satzungen, die fr das Passah gelten, 
sollen Sie es feiern.
NUM 9:13 Derjenige aber, der rein ist und sich nicht auf einer Reise 
befindet und dennoch unterlt, das Passah zu feiern, - ein solcher soll 
hinweggetilgt werden aus seinen Volksgenossen, denn er hat die Opfergabe 
fr Jahwe nicht dargebracht zur festgesetzten Zeit; ein solcher hat Snde 
auf sich geladen.
NUM 9:14 Und wenn sich ein Fremder bei euch aufhlt und Jahwe Passah 
feiert, soll er so verfahren, wie es die Satzungen und Ordnungen des 
Passah fordern. Einerlei Satzung soll fr euch gelten, sowohl fr den 
Fremden, wie fr den Landeseingebornen.
NUM 9:15 An dem Tag aber, an welchem man die Wohnung aufrichtete, bedeckte 
die Wolke die Wohnung - das Zelt mit dem Gesetz - und abends lag sie ber 
der Wohnung wie ein feuriger Schein.
NUM 9:16 So war es bestndig: die Wolke bedeckte sie und des Nachts ein 
feuriger Schein bis zum Morgen.
NUM 9:17 Und so oft sich die Wolke vom Zelt hinweg erhob, brachen die 
Israeliten jedesmal darnach auf, und da, wo die Wolke sich niederlie, da 
lagerten sich die Israeliten.
NUM 9:18 Nach dem Befehle Jahwes brachen die Israeliten auf und nach dem 
Befehle Jahwes lagerten sie sich; so lange irgend die Wolke auf der 
Wohnung ruhte, blieben sie gelagert.
NUM 9:19 Und wenn die Wolke lange Zeit auf der Wohnung verzog, so fgten 
sich die Israeliten der Anordnung Jahwes und brachen nicht auf.
NUM 9:20 Es kam auch vor, da die Wolke nur wenige Tage ber der Wohnung 
blieb; nach dem Befehle Jahwes lagerten sie sich und nach dem Befehle 
Jahwes brachen sie auf.
NUM 9:21 Es kam auch vor, da die Wolke vom Abend bis zum Morgen blieb, 
und da sich die Wolke am Morgen erhob; so brachen sie dann auf. Oder da 
Sie einen Tag und eine Nacht blieb, und da sich die Wolke dann erhob; so 
brachen sie dann auf.
NUM 9:22 Oder da sie zwei Tage oder einen Monat oder lngere Zeit blieb, 
indem die Wolke ber der Wohnung verzog und auf ihr ruhen blieb; so 
blieben dann die Israeliten gelagert und brachen nicht auf. Wenn sie sich 
aber erhob, so brachen sie auf.
NUM 9:23 Nach dem Befehle Jahwes lagerten sie sich jedesmal und nach dem 
Befehle Jahwes brachen Sie jedesmal auf; sie fgten sich der Anordnung 
Jahwes gem dem Befehle Jahwes durch Mose.
NUM 10:1 Und Jahwe redete mit Mose also:
NUM 10:2 Fertige dir zwei Trompeten an - in getriebener Arbeit sollst du 
sie anfertigen -, damit sie dir dienen zur Einberufung der Gemeinde, und 
wenn die Lager aufbrechen sollen.
NUM 10:3 Wenn man sie blst, so hat sich die ganze Gemeinde zu dir zu 
versammeln vor die Thre des OffenbarungszeItes.
NUM 10:4 Wird man aber nur eine blasen, so haben sich die Frsten, die 
Stammhupter IsraeIs, zu dir zu versammeln.
NUM 10:5 Wenn ihr Lrm blasen werdet, so haben die Lager, die nach Osten 
zu lagern, aufzubrechen.
NUM 10:6 Und wenn ihr zum zweiten MaIe Lrm blasen werdet, so haben die 
Lager, die nach Sden zu lagern, aufzubrechen; Lrm soll man blasen, wenn 
sie aufbrechen sollen.
NUM 10:7 Wenn es aber gilt, die Gemeinde zu versammeln, so sollt ihr 
einfach in die Trompeten stoen, nicht aber Lrm blasen.
NUM 10:8 Und zwar sollen die Shne Aarons, die Priester, die Trompeten 
blasen, und ihr Gebrauch soll euch als eine fr alle Zeit und alle 
Geschlechter auferlegte Verpflichtung gelten.
NUM 10:9 Und wenn ihr in eurem Land in Krieg geratet mit dem Feinde, der 
euch bedrngt, und in die Trompeten stot, so wird eurer gedacht werden 
vor Jahwe, eurem Gotte, da ihr von euren Feinden errettet werdet.
NUM 10:10 Auch an euren Freudentagen, sowie an euren Festen und euren 
Neumonden, sollt ihr die Trompeten blasen zu euren Brandopfern und zu 
euren Heilsopfern, da Sie euch ein gndiges Gedenken von seiten eures 
Gottes schaffen; ich bin Jahwe, euer Gott.
NUM 10:11 Im zweiten Jahre, im zweiten Monat, am zwanzigsten des Monats, 
erhob sich die Wolke von der Wohnung des Gesetzes.
NUM 10:12 Da brachen die Israeliten nacheinander auf von der Steppe am 
Sinai, und die Wolke lie sich nieder in der Steppe Paran.
NUM 10:13 So brachen sie zum ersten Mal auf, gem dem Befehle Jahwes 
durch Mose.
NUM 10:14 Und es brach zuerst auf das Panier des Lagers der Shne Judas, 
Heerschar fr Heerschar; Anfhrer des zu ihm gehrenden Heers war 
Nahasson, der Sohn Amminadabs.
NUM 10:15 Das Heer des Stammes der Shne Issachars befehligte Nethaneel, 
der Sohn Zuars,
NUM 10:16 das Heer des Stammes der Shne Sebulons Eliab, der Sohn Helons.
NUM 10:17 Und wenn die Wohnung abgebrochen war, so brachen die Shne 
Gersons und die Shne Meraris auf, die die Wohnung zu tragen hatten.
NUM 10:18 Sodann brach das Panier des Lagers Rubens auf, Heerschar fr 
Heerschar; Anfhrer des zu ihm gehrenden Heers war Elizur, der Sohn 
Sedeurs.
NUM 10:19 Das Heer des Stammes der Shne Simeons befehligte Selumiel, der 
Sohn Zuri Sadais,
NUM 10:20 das Heer des Stammes der Shne Gads Eliasaph, der Sohn Deguels.
NUM 10:21 Sodann brachen die Kahathiter auf, die das Heilige trugen; bis 
zu ihrer Ankunft hatte man die Wohnung bereits aufgerichtet.
NUM 10:22 Sodann brach das Panier des Lagers der Shne Ephraims auf, 
Heerschar fr Heerschar; Anfhrer des zu ihm gehrenden Heers war Elisama, 
der Sohn Ammihuds.
NUM 10:23 Das Heer des Stammes der Shne Manasses befehligte Gamliel, der 
Sohn Pedazurs,
NUM 10:24 das Heer des Stammes der Shne Benjamins Abidan, der Sohn 
Gideonis.
NUM 10:25 Sodann brach das Panier des Lagers der Shne Dans auf, das den 
Beschlu smtlicher Lager bildete, Heerschar fr Heerschar; Anfhrer des 
zu ihm gehrenden Heers war Ahieser, der Sohn Ammisadais.
NUM 10:26 Das Heer des Stammes der Shne Assers befehligte Pagiel, der 
Sohn Ochrans,
NUM 10:27 das Heer des Stammes der Shne Naphthalis Ahira, der Sohn Enans.
NUM 10:28 Das war die Ordnung, in der die Israeliten nacheinander 
aufbrachen, Heerschar fr Heerschar. Als sie nun aufbrachen,
NUM 10:29 da sprach Mose zu Hobab, dem Sohne Reguels, dem Midianiter, dem 
Schwiegervater Moses: Wir brechen jetzt auf nach der Sttte, von der Jahwe 
verheien hat: ich will sie euch verleihen; ziehe mit uns, so wollen wir 
dich reichlich bedenken, denn Jahwe hat den Israeliten reiches Gut 
verheien!
NUM 10:30 Er aber erwiderte. Ich mag nicht mitziehen, sondern will in 
meine Heimat und zu meiner Verwandtschaft gehen.
NUM 10:31 Da bat er: La uns doch nicht im Stich; denn du weit nun einmal 
Bescheid, wo wir in der Steppe ein Lager aufschlagen knnen, und sollst 
uns als Wegweiser dienen.
NUM 10:32 Wenn du mit uns ziehst und uns dann all das reiche Gut zu teil 
wird, mit dem uns Jahwe beschenken will, so wollen wir dich reichlich 
bedenken.
NUM 10:33 Da zogen sie vom Berge Jahwes drei Tagereisen weiter; die Lade 
mit dem Gesetze Jahwes aber zog ihnen voraus drei Tagereisen weit, um 
einen Lagerplatz fr sie zu ersphen.
NUM 10:34 Und die Wolke Jahwes schwebte am Tage ber ihnen, wenn sie aus 
dem Lager aufbrachen.
NUM 10:35 Wenn aber die Lade sich in Bewegung setzte, sprach Mose: Mache 
dich auf, Jahwe, damit deine Feinde zerstieben, und deine Widersacher vor 
dir fliehen!
NUM 10:36 Und wenn sie den Lagerplatz erreichte, sprach er: Kehre wieder, 
Jahwe, zu den zehntausendmal Tausenden Israels!
NUM 11:1 Das Volk aber beklagte sich laut gegen Jahwe, da es ihm schlecht 
gehe. Als Jahwe dies vernahm, wurde er zornig. Da loderte das von Jahwe 
gesandte Feuer unter ihnen empor und verzehrte einen Teil des Lagers.
NUM 11:2 Da schrie das Volk zu Mose um Hilfe; Mose aber betete zu Jahwe, 
da begann das Feuer zu erlschen.
NUM 11:3 Daher heit jene rtlichkeit Tabera, weil das Feuer Jahwes unter 
ihnen emporloderte.
NUM 11:4 Das hergelaufene Gesindel aber, das sich unter ihnen befand, 
bekam Gelste; da begannen auch die Israeliten wiederum zu jammern und 
sprachen: Wer giebt uns nun Fleisch zu essen!
NUM 11:5 Wir gedenken der Fische, die wir in gypten umsonst zu essen 
bekamen, der Gurken, der Melonen, des Lauchs, der Zwiebeln und des 
Knoblauchs!
NUM 11:6 Jetzt aber verschmachten wir, denn es ist gar nichts da; wir 
bekommen nichts zu sehen, als das Manna.
NUM 11:7 Das Manna aber war wie Korianderkrner und sah aus wie 
Bdolachharz.
NUM 11:8 Die Leute streiften umher, lasen es auf und mahlten es in der 
Handmhle oder zerstieen es im Mrser. Dann kochten sie es im Topf und 
bereiteten daraus Fladen; es schmeckte aber wie lkuchen.
NUM 11:9 Und wenn des Nachts Tau auf das Lager fiel, so fiel auch das 
Manna darauf.
NUM 11:10 Als nun Mose das Volk familienweise, einen jeden vor der Thre 
seines Zeltes jammern hrte, entbrannte der Zorn Jahwes heftig, und es 
mifiel Mose sehr.
NUM 11:11 Da sprach Mose zu Jahwe: Warum Issest du es deinem Sklaven so 
bel ergehn, und warum gelte ich dir nichts mehr, da du mir die Last der 
Leitung dieses ganzen Volks auferlegst?
NUM 11:12 Habe etwa ich dieses ganze Volk empfangen oder ich es geboren, 
da du mir nun befiehlst: Trage es an deinem Busen, wie die Wrterin den 
Sugling, in das Land, das du seinen Vorfahren zugeschworen hast?
NUM 11:13 Woher soll ich Fleisch nehmen, um es diesem ganzen Volke zu 
geben? Sie jammern mir vor und rufen: Schaffe uns Fleisch zu essen!
NUM 11:14 ich kann die Last, die mir mit diesem ganzen Volk aufliegt, 
nicht allein tragen; sie ist zu schwer fr mich.
NUM 11:15 Wenn du mir das anthun willst, so tte mich lieber gleich ganz, 
wenn ich dir etwas gelte, damit ich mein Elend nicht mehr anzusehen 
brauche.
NUM 11:16 Da befahl Jahwe Mose: Rufe mir siebzig Mnner aus den Vornehmen 
der Israeliten zusammen, von denen du weit, da sie die Vornehmsten unter 
dem Volk und Aufseher ber dasselbe sind; die bringe mit dir zum 
Offenbarungszelte, damit sie sich dort neben dir aufstellen.
NUM 11:17 Dann will ich hinabfahren, um daselbst mit dir zu reden, und 
will etwas von dem Geiste, der auf dir ruht, hinwegnehmen und ber sie 
kommen lassen, damit sie dir die Last der Leitung dieses Volks tragen 
helfen, und du sie nicht allein zu tragen brauchst.
NUM 11:18 Zum Volk aber sollst du sprechen: Sorgt dafr, da ihr morgen 
rein seid, so sollt ihr Fleisch zu essen bekommen; denn ihr habt laut vor 
Jahwe gejammert und gesagt: Wer giebt uns nun Fleisch zu essen? Wir hatten 
es ja in gypten besser! So wird euch nun Jahwe Fleisch schaffen, da ihr 
zu essen haben sollt.
NUM 11:19 Nicht blo einen ober zwei oder fnf oder zehn oder zwanzig Tage 
sollt ihr es zu essen haben,
NUM 11:20 sondern einen ganzen Monat lang, bis ihr es nicht mehr erriechen 
knnt, und es euch zum Ekel wird; denn ihr habt Jahwe, der unter euch 
weilt, gering geachtet und ihm vorgejammert und gesagt: Wozu sind wir doch 
aus gypten ausgezogen?
NUM 11:21 Da entgegnete Mose: Sechshunderttausend Mann zu Fu zhlt das 
Volk, unter welchem ich weile, und du verheiest: Fleisch will ich ihnen 
schaffen, da sie einen ganzen Monat lang zu essen haben?
NUM 11:22 Knnen so viele Schafe und Rinder fr sie geschlachtet werden, 
bis es fr sie zulangt, oder sollen alle Fische des Meers fr sie 
zusammengebracht werden, bis es fr sie zulangt?
NUM 11:23 Jahwe aber sprach zu Mose: Ist denn Jahwes Macht beschrnkt? Nun 
sollst du erfahren, ob sich meine Verheiung dir erfllt, oder nicht.
NUM 11:24 Da ging Mose heraus und berichtete dem Volke die Worte Jahwes; 
dann rief er siebzig Mann von den Vornehmsten des Volks zusammen und lie 
sie rings um das Zelt sich aufstellen.
NUM 11:25 Da fuhr Jahwe in der Wolke hinab und redete mit ihm. Und er nahm 
etwas von dem Geiste, der auf ihm ruhte, hinweg und lie ihn ber die 
siebzig Mnner, jene Vornehmsten, kommen. Als nun der Geist sich auf sie 
niederlie, gerieten sie in prophetische Begeisterung, spter aber nicht 
mehr.
NUM 11:26 Es waren aber zwei Mnner im Lager zurckgeblieben; der eine 
hie Eldad, der andere hie Medad. Auch auf sie lie sich der Geist 
nieder, denn sie gehrten zu den Aufgeschriebenen, hatten sich aber nicht 
hinaus zum Zelte begeben; so gerieten sie denn im Lager in prophetische 
Begeisterung.
NUM 11:27 Da lief ein Diener hin und berichtete es Mose mit den Worten: 
Eldad und Medad sind im Lager in prophetische Begeisterung geraten!
NUM 11:28 Da antwortete Josua, der Sohn Nuns, der von seiner Jnglingszeit 
an Moses Diener gewesen war, und sprach: O Herr, wehre es ihnen!
NUM 11:29 Mose aber erwiderte ihm: Willst du dich fr mein Recht ereifern? 
O bestnde doch das ganze Volk Jahwes aus Begeisterten, da Jahwe seinen 
Geist ber sie kommen liee!
NUM 11:30 Hierauf zog sich Mose mit jenen Vornehmsten der Israeliten ins 
Lager zurck.
NUM 11:31 Da erhob sich ein von Jahwe gesandter Wind; der trieb Wachteln 
vom Meer herber und lie sie ber das Lager hinfliegen, eine Tagereise 
weit nach dieser und eine Tagereise weit nach jener Richtung rings um das 
Lager her, in einer Hhe von etwa zwei Ellen ber dem Boden.
NUM 11:32 Da machte sich das Volk jenen ganzen Tag und die ganze Nacht und 
den ganzen folgenden Tag hindurch ans Werk und sammelte Wachteln ein; wer 
wenig sammelte, bekam zehn Chomer, und sie breiteten sie weithin rings um 
das Lager aus.
NUM 11:33 Noch aber aen sie von dem Fleische, noch war es nicht 
aufgezehrt, da entbrannte der Zorn Jahwes ber das Volk, und Jahwe brachte 
dem Volk eine sehr schwere Niederlage bei.
NUM 11:34 Daher heit jener Ort Kibrot hattaawa; denn dort begrub man die 
Leute, die Gelste gehabt hatten.
NUM 11:35 Von Kibrot hattaawa aber zog das Volk nach Hazeroth, und sie 
blieben zu Hazeroth.
NUM 12:1 Mirjam und Aaron aber redeten bel von Mose wegen des 
kuschitischen Weibes, das er geheiratet hatte; denn er hatte ein 
kuschitisches Weib geheiratet.
NUM 12:2 Und sie sprachen: Hat denn Jahwe blo mit Mose geredet? Hat er 
nicht auch mit uns geredet? Und Jahwe vernahm es.
NUM 12:3 Der Mann Mose aber war ausnehmend sanftmtig, mehr als alle 
Menschen auf Erden.
NUM 12:4 Da gebot Jahwe unversehens Mose, Aaron und Mirjam: Begebt euch 
alle drei hinaus zum Offenbarungszelte! Da begaben sie sich alle drei 
hinaus.
NUM 12:5 Da fuhr Jahwe in einer Wolkensule hinab, trat unter die Thre 
des Zeltes und rief Aaron und Mirjam; da gingen die beiden hinaus.
NUM 12:6 Er aber sprach: Hrt, was ich sage! Wenn unter euch ein Prophet 
ist, so offenbare ich mich ihm durch Gesichte oder rede durch Trume mit 
ihm.
NUM 12:7 Nicht so steht es mit meinem Diener Mose; er ist betraut mit 
meinem ganzen Hauswesen.
NUM 12:8 Von Mund zu Mund rede ich mit ihm, offenbarlich und nicht in 
Rtseln, sondern er schaut die Gestalt Jahwes. Warum habt ihr euch da 
nicht gescheut, von meinem Diener, von Mose, bel zu reden?
NUM 12:9 Da wurde Jahwe sehr zornig ber sie und ging hinweg,
NUM 12:10 und die Wolke wich von dem Zelte. Mirjam aber wurde pltzlich 
ausstzig, wei wie Schnee. Und als sich Aaron zu ihr hinwandte, war sie 
pltzlich ausstzig geworden.
NUM 12:11 Da sprach Aaron zu Mose: Ach, Herr, la uns nicht dafr ben, 
da wir thricht gehandelt und uns vergangen haben!
NUM 12:12 La sie nicht werden wie ein totes Kind, dessen Fleisch, wenn es 
aus dem Mutterleibe kommt, zur Hlfte verfault ist!
NUM 12:13 Da schrie Mose zu Jahwe um Hilfe und sprach: Ach nein! La sie 
doch wieder gesund werden!
NUM 12:14 Da sprach Jahwe zu Mose: Wenn ihr Vater ihr ins Gesicht gespieen 
htte, wrde sie sich da nicht sieben Tage lang schmen mssen? Sieben 
Tage soll sie auerhalb des Lagers abgesperrt bleiben; nachher mag sie 
wieder aufgenommen werden.
NUM 12:15 Da wurde Mirjam sieben Tage lang auerhalb des Lagers 
abgesperrt. Das Volk aber zog nicht weiter, bis Mirjam wieder aufgenommen 
war.
NUM 12:16 Darnach brach das Volk von Hazeroth auf und lagerte sich in der 
Steppe Paran.
NUM 13:1 Und Jahwe redete mit Mose also:
NUM 13:2 Entsende Mnner, damit sie das Land Kanaan, das ich den 
Israeliten geben will, auskundschaften; je einen aus jedem Stamme sollt 
ihr entsenden, lauter solche, die Frsten unter ihnen sind.
NUM 13:3 Da entsandte sie Mose aus der Steppe Paran nach dem Befehle 
Jahwes, lauter Mnner, die Hupter der Israeliten waren.
NUM 13:4 Und dies sind ihre Namen: vom Stamme Ruben Sammua, der Sohn 
Zakurs;
NUM 13:5 vom Stamme Simeon Saphat, der Sohn Horis;
NUM 13:6 vom Stamme Juda Kaleb, der Sohn Jephunnes;
NUM 13:7 vom Stamme Issachar Igeal, der Sohn Josephs;
NUM 13:8 vom Stamme Ephraim Hosea, der Sohn Nuns;
NUM 13:9 vom Stamme Benjamin Palti, der Sohn Raphus;
NUM 13:10 vom Stamme Sebulon Gadiel, der Sohn Sodis;
NUM 13:11 vom Stamme Joseph: vom Stamme Manasse Gaddi, der Sohn Susis;
NUM 13:12 vom Stamme Dan Ammiel, der Sohn Gemallis;
NUM 13:13 vom Stamme Asser Sethur, der Sohn Michaels;
NUM 13:14 vom Stamme Naphthali Rahebi, der Sohn Wophsis;
NUM 13:15 vom Stamme Gad Geuel, der Sohn Machis.
NUM 13:16 Das sind die Namen der Mnner, die Mose aussandte, um das Land 
auszukundschaften. Hosea aber, den Sohn Nuns, nannte Mose Josua.
NUM 13:17 Und Mose sandte sie, das Land Kanaan auszukundschaften. Und er 
sprach zu ihnen: Steigt hier hinauf ins Sdland und ersteigt das Gebirge;
NUM 13:18 seht zu, wie das Land beschaffen ist, und ob die Leute, die es 
bewohnen, stark oder schwach, gering an Zahl oder zahlreich sind;
NUM 13:19 wie das Land beschaffen ist, das sie bewohnen, ob schn oder 
hlich; wie die Stdte beschaffen sind, die sie bewohnen, ob sie in 
Lagern oder in Festungen wohnen;
NUM 13:20 auch wie der Boden beschaffen ist, ob fett oder mager, ob Bume 
darauf stehen oder nicht. So zeigt euch nun tapfer und nehmt etliche 
Frchte des Landes mit! Es war aber gerade die Zeit der ersten Weintrauben.
NUM 13:21 Da stiegen sie hinauf und kundschafteten das Land aus von der 
Steppe Zin an bis Rehob, bis da, wo es nach Hamath hineingeht.
NUM 13:22 Da stiegen sie hinauf ins Sdland und kamen bis Hebron, woselbst 
sich Ahiman, Sesai und Thalmai, die Sprlinge Enaks, befanden. Hebron 
aber war sieben Jahre vor Zoan in gypten gebaut.
NUM 13:23 Als sie nun ins Thal Eskol gelangt waren, schnitten sie dort 
eine Rebe mit einer Weintraube ab und trugen Sie zu zweien an einer Stange 
fort; auch einige Granatpfel und einige Feigen.
NUM 13:24 Jene rtlichkeit nennt man Thal Eskol wegen der Traube, die die 
Israeliten dort abgeschnitten haben.
NUM 13:25 Nach Verlauf von vierzig Tagen aber, nachdem sie das Land 
ausgekundschaftet hatten, kehrten sie um.
NUM 13:26 Und sie zogen hin und gelangten zu Mose und Aaron und zu der 
ganzen Gemeinde der Israeliten in die Steppe Paran nach Kades. Und sie 
brachten ihnen und der ganzen Gemeinde Bescheid und zeigten ihnen die 
Frchte des Landes.
NUM 13:27 Und sie erzhlten ihm und sprachen: Wir sind in das Land 
gelangt, in das du uns gesandt hast.
NUM 13:28 Allerdings fliet es ber von Milch und Honig, und dies hier 
sind Frchte von ihm. Aber freilich die Leute, die das Land bewohnen, sind 
stark und die Stdte fest und sehr gro; dazu haben wir dort auch die 
Sprlinge Enaks erblickt.
NUM 13:29 Die Amalekiter bewohnen das Sdland, die Hethiter, Jebusiter und 
Amoriter bewohnen das Gebirge, die Kanaaniter wohnen am Meer und zur Seite 
des Jordan.
NUM 13:30 Kaleb aber beschwichtigte das Murren des Volks gegen Mose und 
rief: Wir wollen dennoch hinaufziehn und es erobern, denn wir knnen es 
recht gut bewltigen!
NUM 13:31 Jedoch die Mnner, die mit ihm hinauf gezogen waren, riefen: Wir 
sind nicht imstande, gegen diese Leute zu Felde zu ziehn, denn sie sind 
uns zu stark!
NUM 13:32 Und sie berichteten den Israeliten schlimme Dinge ber das Land, 
das sie ausgekundschaftet hatten, und sprachen: Das Land, das wir 
durchzogen haben, um es auszukundschaften, das frit seine Bewohner; und 
alle die Leute, die wir darin sahen, waren von auerordentlicher Gre.
NUM 13:33 Auch sahen wir dort die Riesen, die Enakiter, die zu den Riesen 
gehren, und wir kamen uns vor, wie Heuschrecken, und ebenso kamen wir 
ihnen vor.
NUM 14:1 Da erhob die ganze Gemeinde ein lautes Geschrei, und es jammerte 
das Volk in jener Nacht,
NUM 14:2 und smtliche Israeliten murrten wider Mose und Aaron, und die 
ganze Gemeinde rief ihnen zu: Ach, wren wir doch in gypten gestorben 
oder wren wir doch hier in der Steppe gestorben!
NUM 14:3 Warum will uns doch Jahwe in dieses Land bringen, damit mir durch 
das Schwert fallen? Unsere Weiber und kleinen Kinder aber werden eine 
Beute der Feinde werden. Wre es nicht das Beste fr uns, wir kehrten nach 
gypten zurck?
NUM 14:4 Und sie sprachen einer zum andern: Lat uns einen Anfhrer whlen 
und nach gypten zurckkehren!
NUM 14:5 Da fielen Mose und Aaron vor der ganzen versammelten Gemeinde der 
Israeliten auf ihr Angesicht.
NUM 14:6 Josua aber, der Sohn Nuns, und Kaleb, der Sohn Jephunnes, die das 
Land mit ausgekundschaftet hatten, zerrissen ihre Kleider
NUM 14:7 und sprachen zur ganzen Gemeinde der Israeliten also: Das Land, 
das wir durchzogen haben, um es auszukundschaften, ist ein beraus schnes 
Land.
NUM 14:8 Wenn uns Jahwe geneigt ist, so wird er uns in dieses Land bringen 
und es uns geben - ein Land, das von Milch und Honig berfliet!
NUM 14:9 Nur drft ihr euch nicht gegen Jahwe empren und drft euch nicht 
frchten vor den Bewohnern des Landes, denn wir werden sie aufzehren. Ihr 
Schutz ist von ihnen gewichen, whrend mit uns Jahwe ist; frchtet sie 
nicht!
NUM 14:10 Als nun die ganze Gemeinde nahe daran war, sie zu steinigen, da 
erschien die Herrlichkeit Jahwes vor allen Israeliten am Offenbarungszelt.
NUM 14:11 Und Jahwe sprach zu Mose: wie lange soll es whren, da mich 
dieses Volk verhhnt, und da sie mir nicht Glauben schenken trotz aller 
der Zeichen, die ich unter ihnen gewirkt habe?
NUM 14:12 Ich will sie durch die Pest tten und sie hinwegtilgen und will 
dich zum Stammvater eines Volks machen, das grer und zahlreicher ist als 
sie!
NUM 14:13 Da sprach Mose zu Jahwe: Aber die gypter werden es hren; denn 
du hast dieses Volk durch deine Macht aus ihrer Mitte herausgefhrt.
NUM 14:14 Und sie werden sprechen zu den Bewohnern dieses Landes. Sie 
haben gehrt, da du, Jahwe, inmitten dieses Volkes bist, der sich Auge 
gegen Auge geoffenbart hat, du, Jahwe, und deine Wolke steht ber ihnen, 
und in einer Wolkensule schreitest du bei Tage vor ihnen her und in einer 
Feuersule des Nachts.
NUM 14:15 Wenn du nun dieses Volk tten wirst, wie einen Mann, so werden 
die VIker, die die Kunde von dir vernommen haben, also sprechen:
NUM 14:16 Weil Jahwe nicht imstande war, dieses Volk in das Land zu 
bringen, das er ihnen zugeschworen hatte, darum schlachtete er sie ab in 
der Steppe.
NUM 14:17 Mchte sich doch nun deine Macht, o Herr, gro erzeigen, wie du 
verheien hast, als du sprachst:
NUM 14:18 Jahwe ist langsam zum Zorn und reich an Huld, er vergiebt 
Missethat und bertretung; aber er lt nicht ganz ungestraft, sondern 
ahndet Vterschuld an den Kindern, am dritten und vierten Glied.
NUM 14:19 Vergieb doch die Missethat dieses Volks kraft deiner groen Huld 
und wie du von gypten an bis heute diesem Volke vergeben hast!
NUM 14:20 Jahwe antwortete: Ich vergebe, wie du erbeten hast.
NUM 14:21 Aber wahrlich: so wahr ich lebe, und so gewi die ganze Erde der 
Herrlichkeit Jahwes voll werden soll,
NUM 14:22 so gewi sollen alle die Mnner, die meine Herrlichkeit und alle 
die Zeichen, die ich in gypten und in der Steppe gewirkt habe, mit Augen 
gesehen und mich dennoch nun zehnmal versucht haben und ungehorsam gegen 
mich gewesen sind,
NUM 14:23 das Land nicht zu sehen bekommen, das ich ihren Vtern 
zugeschworen habe; ja von allen denen, die mich verhhnt haben, soll es 
keiner zu sehen bekommen.
NUM 14:24 Deinen Diener Kaleb aber, der sich von einem anderen Geist 
erfllt gezeigt und mir vollen Gehorsam bewiesen hat, den will ich in das 
Land bringen, in das er gegangen war, und seine Nachkommen werden es in 
Besitz nehmen.
NUM 14:25 Die Amalekiter aber und die Kanaaniter wohnen in der Niederung. 
Morgen wendet euch und zieht in die Steppe in der Richtung nach dem 
Schilfmeere zu.
NUM 14:26 Und Jahwe redete mit Mose und Aaron also:
NUM 14:27 Wie lange soll es whren, da diese bse Gemeinde wider mich 
murrt? Das Murren der Israeliten, das sie wider mich erhoben, habe ich 
gehrt!
NUM 14:28 Sage ihnen: So wahr ich lebe, ist der Spruch Jahwes: Ganz so, 
wie ihr es laut vor mir ausgesprochen habt, will ich mit euch verfahren.
NUM 14:29 In dieser Steppe sollen eure Leiber fallen, und zwar so viele 
eurer gemustert wurden - die ganze Zahl, von zwanzig Jahren an und 
darber, die ihr wider mich gemurrt habt!
NUM 14:30 Von euch soll keiner hineinkommen in das Land, das ich euch 
durch einen Eid zum Wohnsitz angewiesen hatte, auer Kaleb, der Sohn 
Jephunnes, und Josua, der Sohn Nuns.
NUM 14:31 Eure kleinen Kinder aber, von denen ihr sagtet, sie wrden eine 
Beute der Feinde werden, - die werde ich hineinbringen, damit sie das Land 
kennen lernen, das ihr verschmht habt.
NUM 14:32 Eure eigenen Leiber aber sollen in dieser Steppe fallen.
NUM 14:33 Eure Shne aber sollen vierzig Jahre lang in der Steppe ihre 
Herden weiden und so eure Auflehnung ben, bis der letzte von euch in der 
Steppe gefallen ist.
NUM 14:34 Entsprechend den vierzig Tagen, in denen ihr das Land 
ausgekundschaftet habt - jeden Tag zu einem Jahre gerechnet - sollt ihr 
eure Verschuldungen ben vierzig Jahre lang, da ihr inne werdet, was es 
sei, wenn ich die Hand abziehe!
NUM 14:35 Ich, Jahwe, habe es gesagt: wahrlich, so will ich verfahren mit 
dieser ganzen bsen Gemeinde, die sich wider mich zusammengerottet hat; in 
dieser Steppe sollen sie aufgerieben werden, und da sollen sie sterben.
NUM 14:36 Die Mnner aber, die Mose ausgesandt hatte, das Land 
auszukundschaften, und die nach ihrer Rckkehr die ganze Gemeinde dazu 
gebracht hatten, wider ihn zu murren, indem sie schlimme Dinge ber das 
Land berichteten, -NUM 14:37 diese Mnner, die schlimme Dinge ber das 
Land berichtet hatten, starben dort vor Jahwe eines pltzlichen Todes.
NUM 14:38 Nur Josua, der Sohn Nuns, und Kaleb, der Sohn Jephunnes, blieben 
von den Mnnern, die zur Auskundschaftung des Landes ausgezogen waren, am 
Leben.
NUM 14:39 Als nun Mose allen Israeliten diese Worte berbrachte, da wurde 
das Volk sehr betrbt.
NUM 14:40 Und am andern Morgen frh zogen Sie hinauf auf die Hhe des 
Gebirgs und sprachen: Wir sind bereit, hinaufzuziehen in das Gebiet, von 
dem Jahwe geredet hat; denn wir haben uns vergangen.
NUM 14:41 Mose aber erwiderte: Warum wollt ihr doch den Befehl Jahwes 
bertreten? Das wird nicht gelingen!
NUM 14:42 Zieht nicht hinauf, denn Jahwe ist nicht in eurer Mitte; ihr 
werdet sonst geschlagen werden und fliehen mssen vor euren Feinden.
NUM 14:43 Denn die Amalekiter und Kanaaniter stehen euch dort gegenber, 
und ihr werdet durch das Schwert fallen. Nachdem ihr euch einmal von Jahwe 
abgewendet habt, wird Jahwe nicht mit euch sein!
NUM 14:44 Sie aber blieben hartnckig dabei, auf die Hhe des Gebirgs zu 
ziehn; dagegen kamen die Lade mit dem Gesetze Jahwes und Mose nicht aus 
dem Lager.
NUM 14:45 Da kamen die Amalekiter und Kanaaniter, die auf jenem Gebirge 
wohnten, herab und schlugen sie und zersprengten sie bis Horma.
NUM 15:1 Und Jahwe redete mit Mose also:
NUM 15:2 Rede mit den Israeliten und sprich zu ihnen: Wenn ihr in das Land 
kommt, das ich euch zum Wohnsitze geben werde,
NUM 15:3 und Jahwe ein Feueropfer bereiten wollt, es sei nun ein 
Brandopfer oder ein Schlachtopfer, um ein Gelbde abzutragen oder als 
freiwillige Gabe oder bei Gelegenheit eurer Feste, um Jahwe einen 
lieblichen Geruch zu bereiten durch ein Opfer von den Rindern oder den 
Schafen,
NUM 15:4 so soll der, welcher Jahwe seine Opfergabe darbringt, zugleich 
ein Zehntel Feinmehl, das mit einem Viertel Hin l angemacht ist, als 
Speisopfer darbringen.
NUM 15:5 An Wein zum Trankopfer aber sollst du bei Brandopfern oder 
Schlachtopfern ein Viertel Hin fr jedes Lamm herrichten.
NUM 15:6 Fr einen Widder dagegen sollst du als Speisopfer zwei Zehntel 
Feinmehl, das mit einem Drittel Hin l angemacht ist, herrichten,
NUM 15:7 und an l zum Speisopfer ein Drittel Hin; so wirst du Jahwe ein 
Opfer lieblichen Geruchs darbringen.
NUM 15:8 Wirst du aber einen jungen Stier als Brandopfer oder 
Schlachtopfer herrichten zur Abtragung eines Gelbdes oder als Heilsopfer 
fr Jahwe,
NUM 15:9 so soll man zu dem jungen Rinde drei Zehntel Feinmehl, die mit 
einem halben Hin l angemacht sind, als Speisopfer darbringen.
NUM 15:10 An Wein zum Trankopfer aber sollst du ein halbes Hin darbringen, 
als ein Jahwe dargebrachtes Feueropfer lieblichen Geruchs.
NUM 15:11 So soll verfahren werden bei jedem Rinde, bei jedem Widder und 
bei jedem Lamm von den Schafen oder den Ziegen.
NUM 15:12 Entsprechend der Anzahl der Stcke, die ihr herrichtet, habt ihr 
Stck fr Stck bei einem jeden so zu verfahren.
NUM 15:13 Jeder Landeseingeborne hat nach diesen Bestimmungen zu 
verfahren, wenn er Jahwe ein Feueropfer lieblichen Geruchs darbringt.
NUM 15:14 Und wenn sich ein Fremder bei euch aufhlt oder ein solcher, der 
fr immer unter euch ist, so soll er ebenso verfahren, wie ihr verfahrt.
NUM 15:15 Einerlei Satzung gilt fr jedermann, fr euch, wie fr den 
Fremden, der sich bei euch aufhlt. Das ist eine fr alle Zeiten und 
Geschlechter geltende Satzung: vor Jahwe gilt fr den Fremden dasselbe, 
wie fr euch.
NUM 15:16 Ein und dieselben Bestimmungen und Ordnungen gelten fr euch und 
fr den Fremden, der sich bei euch aufhlt.
NUM 15:17 Und Jahwe redete mit Mose also:
NUM 15:18 Rede mit den Israeliten und sprich zu ihnen: Wenn ihr in das 
Land kommt, in das ich euch bringen werde,
NUM 15:19 so sollt ihr, wenn ihr von dem Getreide des Landes et, Jahwe 
eine Hebe abgeben.
NUM 15:20 Als Erstling eures Schrotmehls sollt ihr einen Kuchen als Hebe 
abgeben; ebenso, wie die Hebe von der Tenne, sollt ihr sie abgeben.
NUM 15:21 Von den Erstlingen eures Schrotmehls sollt ihr Jahwe eine Hebe 
geben, von Geschlecht zu Geschlecht.
NUM 15:22 Und wenn ihr euch unvorstzlich vergeht und irgend eines dieser 
Gebote, die Jahwe Mose aufgetragen hat, zu befolgen unterlat,
NUM 15:23 irgend etwas von dem, was euch Jahwe durch Mose hat befehlen 
lassen, von dem Tag an, an welchem Jahwe Gebote gab, und weiterhin, von 
Geschlecht zu Geschlecht,
NUM 15:24 so soll, wenn das Versehen unwissentlich von der Gemeinde 
begangen worden ist, die ganze Gemeinde einen jungen Stier zum Brandopfer 
herrichten, zu einem lieblichen Geruch fr Jahwe, nebst dem zugehrigen 
Speisopfer und Trankopfer, wie es sich gebhrt, und einen Ziegenbock zum 
Sndopfer.
NUM 15:25 Wenn nun der Priester der ganzen Gemeinde der Israeliten Shne 
geschafft haben wird, so wird ihnen vergeben werden. Denn es war ein 
Versehen, und sie haben ihre Opfergabe in Gestalt eines Feueropfers fr 
Jahwe, dazu ihr Sndopfer vor Jahwe wegen ihres Versehens dargebracht.
NUM 15:26 So wird dann der ganzen Gemeinde der Israeliten, sowie dem 
Fremden, der sich unter ihnen aufhlt, vergeben werden; denn das Vergehen 
fiel dem ganzen Volke zur Last.
NUM 15:27 Wenn sich dagegen ein einzelner unvorstzlich vergeht, so hat er 
eine einjhrige Ziege als Sndopfer darzubringen.
NUM 15:28 Und der Priester soll dem, der sich durch sein Versehen 
unvorstzlich gegen Jahwe vergangen hat, Shne schaffen, indem er die 
Shnegebruche fr ihn vollzieht, so wird ihm vergeben werden.
NUM 15:29 Ein und dieselbe Bestimmung gilt fr euch, - fr den 
Landeseingebornen unter den Israeliten, wie fr den Fremden, der sich 
unter ihnen aufhlt, - wenn jemand unvorstzlich etwas thut.
NUM 15:30 Wenn aber jemand vorstzlich sndigt, er sei ein 
Landesdeingeborner oder ein Fremder, der lstert Jahwe; ein solcher soll 
hinweggetilgt werden aus seinen Volksgenossen.
NUM 15:31 Denn er hat das Wort Jahwes fr nichts geachtet und sein Gebot 
zu nichte gemacht; ein solcher soll unerbittlich weggetilgt werden - seine 
Verschuldung lastet auf ihm.
NUM 15:32 Whrend die Israeliten in der Steppe waren, ertappten sie einen 
Mann, der am Sabbattage Holz la.
NUM 15:33 Da brachten ihn die, welche ihn beim Holzlesen ertappt hatten, 
zu Mose und Aaron und zu der ganzen Gemeinde.
NUM 15:34 Und man legte ihn in Gewahrsam; denn es war noch keine 
Bestimmung darber vorhanden, was mit ihm zu geschehen habe.
NUM 15:35 Jahwe aber sprach zu Mose: Der Mann ist mit dem Tode zu 
bestrafen; die ganze Gemeinde soll ihn auerhalb des Lagers steinigen!
NUM 15:36 Da fhrte ihn die ganze Gemeinde hinaus vor das Lager und 
steinigte ihn zu Tode, wie Jahwe Mose befohlen hatte.
NUM 15:37 Und Jahwe sprach zu Mose also:
NUM 15:38 Rede mit den Israeliten und sprich zu ihnen, sie sollen sich 
Quasten an den Zipfeln ihrer Kleider machen, sie und ihre Nachkommen, und 
an jeder Zipfelquaste eine Schnur von blauem Purpur anbringen.
NUM 15:39 Das soll euch ein bedeutsamer Schmuck sein: wenn ihr ihn anseht, 
so sollt ihr aller Gebote Jahwes gedenken, da ihr nach ihnen thut und 
nicht abschweift zu dem, was euer Herz und eure Augen gelstet, durch die 
ihr euch zur Abgtterei verfhren lat;
NUM 15:40 damit ihr aller meiner Gebote eingedenk seid und nach ihnen thut 
und so heilig seid vor eurem Gott.
NUM 15:41 Ich bin Jahwe, euer Gott, der euch aus gypten weggefhrt hat, 
um euer Gott zu sein, ich, Jahwe, euer Gott!
NUM 16:1 Es emprte sich aber Korah, der Sohn Jizhars, des Sohnes Kahaths, 
des Sohnes Levis, und Dathan und Abiram, die Shne Eliabs, des Sohnes 
Pallus, des Sohnes Rubens.
NUM 16:2 Die emprten sich gegen Mose samt zweihundertundfnfzig Mnnern 
aus den Israeliten, die Vorsteher der Gemeinde, Ratsherren und 
hochangesehen waren.
NUM 16:3 Und sie scharten sich wider Mose und Aaron zusammen und sprachen 
zu ihnen: Lat's nun genug sein! Denn die ganze Gemeinde, alle 
miteinander, sind heilig, und Jahwe ist unter ihnen; warum erhebt ihr euch 
da ber die Gemeinde Jahwes?
NUM 16:4 Als Mose das hrte, fiel er auf sein Angesicht.
NUM 16:5 Sodann antwortete er Korah und seiner ganzen Rotte also: Morgen 
wird Jahwe kund thun, wer ihm angehrt und wer heilig ist, da er ihn zu 
sich nahen lasse; wer ihm genehm ist, den wird er zu sich nahen lassen!
NUM 16:6 Thut Folgendes: Nehmt euch Rucherpfannen, Korah und seine ganze 
Rotte,
NUM 16:7 thut Feuer darein und legt morgen vor Jahwe Rucherwerk darauf; 
und derjenige, zu dem sich Jahwe bekennt, der soll als heilig gelten. 
Lat's nun genug sein, ihr Shne Levis!
NUM 16:8 Und Mose sprach zu Korah: Hrt doch, ihr Shne Levis!
NUM 16:9 Ist's euch nicht genug, da euch der Gott Israels aus der 
Gemeinde Israels ausgesondert hat, um euch zu sich nahen zu lassen, damit 
ihr den Dienst an der Wohnung Jahwes verrichtet und euch der Gemeinde zur 
Verfgung stellt, sie zu bedienen?
NUM 16:10 Und er lie dich samt allen deinen Brdern, den Shnen Levis, zu 
sich nahen, und nun verlangt ihr auch noch Priesterrechte?
NUM 16:11 Somit rottet ihr euch wider Jahwe zusammen, du und deine ganze 
Rotte, - denn was ist Aaron, da ihr wider ihn murrt?
NUM 16:12 Und Mose lie Dathan und Abiram, die Shne Eliabs, rufen; sie 
erwiderten jedoch: Wir kommen nicht!
NUM 16:13 Ist's nicht genug damit, da du uns aus einem Lande, das von 
Milch und Honig berflo, hergefhrt hast, um uns in der Steppe umkommen 
zu lassen, da du dich auch noch zum Herrscher ber uns aufwerfen willst?
NUM 16:14 Ja, fein hast du uns in ein Land gebracht, das von Milch und 
Honig berfliet, und uns Felder und Weinberge zum Besitze gegeben! Meinst 
du, du knnest die Leute blind machen? Wir kommen nicht!
NUM 16:15 Da wurde Mose sehr zornig und sprach zu Jahwe: Wende dich nicht 
zu ihrem Opfer! Keinem von ihnen habe ich auch nur einen Esel genommen, 
keinem von ihnen etwas zu Leide gethan!
NUM 16:16 Da sprach Mose zu Korah: Du und deine ganze Rotte mgt euch 
morgen vor Jahwe einfinden - du und sie und Aaron!
NUM 16:17 Und nehmt ein jeder seine Rucherpfanne, thut Rucherwerk darauf 
und bringt dann ein jeder seine Rucherpfanne hin vor Jahwe - 
zweihundertundfnfzig Rucherpfannen; auch du und Aaron bringt ein jeder 
seine Rucherpfanne!
NUM 16:18 Da nahmen sie ein jeder seine Rucherpfanne, thaten Feuer darein 
und legten Rucherwerk darauf. Sodann stellten sie sich vor der Thre des 
OffenbarungszeItes auf, und ebenso Mose und Aaron.
NUM 16:19 Und Korah versammelte wider sie die ganze Gemeinde vor die Thre 
des Offenbarungszeltes. Da erschien der ganzen Gemeinde die Herrlichkeit 
Jahwes.
NUM 16:20 Und Jahwe redete mit Mose und Aaron also:
NUM 16:21 Sondert euch ab von dieser Gemeinde, da ich sie im Nu vertilge!
NUM 16:22 Da fielen sie auf ihr Angesicht und sprachen: O Gott, du Herr 
des Lebensodems in einem jeglichen Leibe! Willst du, wenn ein Mann 
sndigt, wider die ganze Gemeinde wten?
NUM 16:23 Da redete Jahwe mit Mose also:
NUM 16:24 Rede mit der Gemeinde und gebiete ihr: Zieht euch zurck aus dem 
Bereiche der Wohnung Korahs, Dathans und Abirams!
NUM 16:25 Hierauf begab sich Mose hin zu Dathan und Abiram, und die 
Vornehmsten der Israeliten folgten ihm.
NUM 16:26 Und er redete mit der Gemeinde also: Zieht euch schIeunig zurck 
von den Zelten dieser gottlosen Mnner und berhrt nichts von dem, was 
ihnen gehrt, damit ihr nicht mit weggerafft werdet um aller ihrer Snden 
willen!
NUM 16:27 Da zogen sie sich aus dem Bereiche der Wohnung Korahs, Dathans 
und Abirams zurck. Dathan aber und Abiram waren herausgetreten und hatten 
sich vor der Thr ihrer Zelte aufgestellt, samt ihren Weibern und ihren 
groen und kleinen Kindern.
NUM 16:28 Da sprach Mose: Daran sollt ihr erkennen, da Jahwe mich gesandt 
hat, um alle diese Thaten zu verrichten, und da ich sie nicht von mir aus 
verrichtet habe.
NUM 16:29 Wenn diese sterben werden, wie alle Menschen sterben, und ihnen 
nur widerfhrt, was allen Menschen zu widerfahren pflegt, so war es nicht 
Jahwe, der mich gesandt hat.
NUM 16:30 Wenn aber Jahwe etwas Unerhrtes schafft, und die Erde ihren 
Mund aufthut und sie mit allem, was ihnen gehrt, verschlingt, so da sie 
lebendig in die Unterwelt hinabfahren, - dann werdet ihr erkennen, da 
diese Mnner Jahwe gelstert haben!
NUM 16:31 Als er nun mit dieser seiner Rede zu Ende gekommen war, da 
spaltete sich der Boden unter ihnen,
NUM 16:32 und die Erde that ihren Mund auf und verschlang sie samt ihren 
Behausungen und allen den Leuten, die Korah gehrten, und der gesamten 
Habe.
NUM 16:33 So fuhren sie mit allem, was ihnen gehrte, lebendig hinab in 
die Unterwelt, und die Erde schlo sich ber ihnen, so da sie mitten aus 
der Gemeinde verschwunden waren.
NUM 16:34 Und ganz Israel, das rings um sie her war, floh bei ihrem 
Geschrei, denn sie dachten: die Erde knnte uns sonst auch verschIingen!
NUM 16:35 Und es ging Feuer aus von Jahwe und verzehrte die 
zweihundertundfnfzig Mnner, die das Rucherwerk darbrachten.
NUM 17:1 Und Jahwe redete mit Mose also:
NUM 17:2 Sage Eleasar, dem Sohne Aarons, des Priesters, er soll die 
Rucherpfannen von der Brandsttte aufheben, und streue das Feuer in 
einiger Entfernung von hier aus. Denn
NUM 17:3 die Rucherpfannen dieser Frevler sind dem Heiligtume verfallen, 
nachdem sie mit ihrem Leben gebt haben; man schlage sie breit zu Blechen 
und berziehe damit den Altar. Denn sie haben sie hingebracht vor Jahwe, 
und so sind sie dem Heiligtume verfallen. So mgen sie nun zu einem 
Wahrzeichen fr die Israeliten werden.
NUM 17:4 Da nahm Eleasar, der Priester, die kupfernen Rucherpfannen, 
welche die Verbrannten hingebracht hatten, und man schlug sie breit zu 
einem berzuge fr den Altar,
NUM 17:5 als ein Merkzeichen fr die Israeliten, da keiner, der nicht zu 
den Nachkommen Aarons gehrt, herzutreten darf, um vor Jahwe Rucherwerk 
anzuznden, da es ihm nicht ergehe, wie Korah und seiner Rotte, wie ihm 
Jahwe durch Mose verkndigt hatte.
NUM 17:6 Am andern Morgen aber murrte die ganze Gemeinde der Israeliten 
wider Mose und Aaron und rief: Ihr habt die, welche Jahwe angehrten, 
umgebracht!
NUM 17:7 Als sich nun die Gemeinde wider Mose und Aaron zusammenrottete, 
da blickten diese nach dem Offenbarungszelt; und schon bedeckte es die 
Wolke und die Herrlichkeit Jahwes erschien.
NUM 17:8 Da begaben sich Mose und Aaron hin vor das Offenbarungszelt.
NUM 17:9 Und Jahwe redete mit Mose also:
NUM 17:10 Hebt euch hinweg aus dieser Gemeinde, damit ich sie im Nu 
vertilge! Da fielen sie auf ihr Angesicht.
NUM 17:11 Mose aber sprach zu Aaron: Nimm die Rucherpfanne, thue Feuer 
vom Altar hinein, lege Rucherwerk auf und trage es schleunig in die 
Gemeinde hinein, da du ihnen Shne schaffst; denn das Wten ist bereits 
von Jahwe ausgegangen, die Plage hat begonnen.
NUM 17:12 Da nahm Aaron, wie Mose geboten hatte, und lief mitten unter die 
Volksmenge hinein. Schon hatte die Plage unter dem Volke begonnen; da 
rucherte er und schaffte so dem Volke Shne.
NUM 17:13 Als er nun dastand zwischen den Toten und den Lebendigen, da 
wurde der Plage Einhalt gethan.
NUM 17:14 Es belief sich aber die Zahl derer, die durch die Plage 
umgekommen waren, auf 14700; ungerechnet die, welche um Korahs willen 
umgekommen waren.
NUM 17:15 Hierauf kehrte Aaron zurck zu Mose vor die Thre des 
OffenbarungszeItes, und der Plage war Einhalt gethan.
NUM 17:16 Und Jahwe redete mit Mose also:
NUM 17:17 Rede mit den Israeliten und la dir von ihnen je einen Stab von 
jedem Stamme geben, von allen ihren Frsten, Stamm fr Stamm, zusammen 
zwlf Stbe. Schreibe den Namen eines jeden auf seinen Stab,
NUM 17:18 den Namen Aarons aber schreibe auf den Stab Levis; denn ein Stab 
gehrt ihrem Stammhaupte zu.
NUM 17:19 Sodann lege Sie im Offenbarungszelte nieder vor dem Gesetze, 
woselbst ich mich dir zu offenbaren pflege.
NUM 17:20 Und der Stab desjenigen, den ich erwhle, soll ausschlagen; so 
will ich das Murren der Israeliten, das sie gegen euch erheben, zum 
Schweigen bringen, da es mir nicht nochmals lstig falle!
NUM 17:21 Als Mose dies den Israeliten verkndigt hatte, bergaben ihm 
alle ihre Frsten, Stamm fr Stamm, jeder Frst einen Stab, zusammen zwlf 
Stbe, und der Stab Aarons war mit unter ihren Stben.
NUM 17:22 Sodann legte Mose die Stbe vor Jahwe im Gesetzeszelte nieder.
NUM 17:23 Als aber Mose am folgenden Morgen das Gesetzeszelt betrat, da 
hatte der Stab Aarons, der vom Stamme Levi, ausgeschlagen, hatte Sprossen 
und Blten getrieben und trug nun reife Mandeln.
NUM 17:24 Da brachte Mose die smtlichen Stbe aus dem Heiligtum heraus zu 
allen Israeliten, und sie beschauten sie und nahmen sich ein jeder seinen 
Stab.
NUM 17:25 Jahwe aber gebot Mose: lege den Stab Aarons wieder hin vor das 
Gesetz, damit er aufbewahrt bleibe als ein Wahrzeichen fr Widerspenstige, 
und ihr Murren ein Ende habe und mir nicht nochmals lstig falle; sonst 
mten sie sterben!
NUM 17:26 Da that Mose, wie ihm Jahwe befohlen hatte; also that er.
NUM 17:27 Die Iraeliten aber sprachen zu Mose: Frwahr, wir kommen um, wir 
sind verloren, wir sind alle verloren!
NUM 17:28 Wer irgend herantritt, wer herantritt an die Wohnung Jahwes, mu 
sterben; sollen wir denn bis auf den letzten Mann umkommen?
NUM 18:1 Und Jahwe sprach zu Aaron: Du und deine Shne und dein 
vterlicher Stamm sollt die Verfehlungen in betreff der heiligen Dinge auf 
euch nehmen; du aber und deine Shne sollt die Verfehlungen gegen eure 
Priesterpflichten auf euch nehmen.
NUM 18:2 Aber auch deine Brder, den Stamm Levi, deinen vterlichen Stamm, 
la mit dir herantreten, da sie sich dir anschlieen und dich bedienen, 
whrend du mit deinen Shnen vor dem Gesetzeszelte bist.
NUM 18:3 Und zwar sollen sie die Geschfte verrichten, die zu deiner und 
des ganzen Zeltes Bedienung erforderlich sind. Nur drfen sie nicht 
herantreten an die heiligen Gerte und an den Altar, sonst mten sie und 
ihr sterben.
NUM 18:4 Und sie sollen sich an dich anschlieen und die Geschfte am 
Offenbarungszelte besorgen, den gesamten Dienst am Zelte; ein Fremder 
dagegen darf nicht zu euch herantreten.
NUM 18:5 Ihr aber sollt die Geschfte im Heiligtum und die Geschfte am 
Altar besorgen, damit nicht nochmals ein Wten ber die Israeliten komme.
NUM 18:6 Ich meinerseits habe eure Brder, die Leviten, aus den Israeliten 
genommen als ein Geschenk fr euch, als solche, die Jahwe zu eigen gegeben 
sind, damit sie den Dienst am Offenbarungszelte besorgen.
NUM 18:7 Du aber und deine Shne sollt eures Priesteramts warten in allen 
Angelegenheiten des Altars und drinnen hinter dem Vorhang, und sollt 
Dienst thun. Als einen geschenkweise verliehenen Dienst bergebe ich euch 
das Priestertum; der Fremde aber, der herantritt, soll mit dem Tode 
bestraft werden.
NUM 18:8 Und Jahwe sprach zu Aaron: Ich meinerseits berweise dir, was von 
meinen Hebeopfern aufzubewahren ist; von allen heiligen Gaben der 
Israeliten berweise ich sie dir und deinen Shnen als Anteil, als eine 
allezeit fllige Gebhr.
NUM 18:9 Folgendes soll dir von den hochheiligen Gaben - nach Abzug des zu 
Verbrennenden gehren: alle ihre Opfergaben an Speisopfern, an Sndopfern 
und an Schuldopfern, die sie mir als Ersatz darbringen; als hochheilige 
sollen sie dir und deinen Shnen gehren.
NUM 18:10 An hochheiligem Orte sollst du sie verzehren. Alles, was 
mnnlich ist, darf sie verzehren; als etwas Heiliges sollen sie dir gelten.
NUM 18:11 Und dies soll dir als Hebe von ihren brigen Gaben zufallen, von 
allen Webeopfern der Israeliten: ich berweise sie dir und deinen Shnen 
und Tchtern als eine allezeit fllige Gebhr; jeder, der rein ist in 
deiner Familie, darf es verzehren.
NUM 18:12 Alles Beste vom l und alles Beste vom Most und Getreide, das 
Vorzglichste davon, das sie Jahwe geben, das habe ich dir berwiesen.
NUM 18:13 Die Erstlinge von allem, was in ihrem Lande ist, die sie Jahwe 
bringen, sollen dir gehren; jeder, der rein ist in deiner Familie, darf 
es verzehren.
NUM 18:14 Alles Gebannte in Israel soll dir gehren.
NUM 18:15 Alles, was den Mutterscho durchbricht von allem, was man Jahwe 
darzubringen pflegt, es sei Mensch oder Vieh, soll dir gehren; nur mut 
du die menschliche Erstgeburt auslsen lassen und ebenso mut du die 
Erstgeburt eines unreinen Tiers auslsen lassen.
NUM 18:16 Und was seine Auslsung betrifft, so sollst du ihn im Alter von 
einem Monat und darber auf Grund der Schtzung fr einen Betrag von fnf 
Sekeln heiliges Gewicht, den Sekel zu zwanzig Gera gerechnet, auslsen 
lassen.
NUM 18:17 Dagegen darfst du die Erstgeburt eines Rindes oder Schafs oder 
einer Ziege nicht auslsen lassen; sie sind heilig. Ihr Blut sollst du an 
den Altar sprengen und ihr Fett in Rauch aufgehn lassen als ein Jahwe 
dargebrachtes Feueropfer lieblichen Geruchs.
NUM 18:18 Ihr Fleisch aber soll dir gehren; wie die Webebrust und die 
rechte Keule soll es dir gehren.
NUM 18:19 Alle Hebeopfer von den heiligen Gaben, welche die Israeliten 
Jahwe als Hebe abgeben, berweise ich dir und deinen Shnen und Tchtern 
als eine allezeit fllige Gebhr: ein fr alle Zeiten giltiger Salzbund 
ist dies vor Jahwe fr dich und fr deine Nachkommen.
NUM 18:20 Und Jahwe sprach zu Aaron: Du sollst in ihrem Lande keinen 
Erbbesitz haben und sollst keinen Anteil unter ihnen besitzen; ich bin 
dein Anteil und dein Erbbesitz inmitten der Israeliten.
NUM 18:21 Wohl aber berweise ich den Shnen Levis alle Zehnten in Israel 
als Erbbesitz fr den Dienst, den sie verrichten, den Dienst am 
Offenbarungszelt.
NUM 18:22 Die Israeliten aber drfen fortan nicht mehr an das 
Offenbarungszelt herantreten, da sie sonst Snde auf sich laden und 
umkommen wrden.
NUM 18:23 Vielmehr die Leviten haben den Dienst am Offenbarungszelte zu 
verrichten und haben die Verfehlungen jener auf sich zu nehmen, kraft 
einer allezeit, von Geschlecht zu Geschlecht, fr euch giltigen Satzung; 
aber Erbbesitz sollen sie unter den Israeliten nicht besitzen.
NUM 18:24 Denn ich berweise den Leviten die Zehnten der Israeliten, die 
sie an Jahwe als Hebeopfer abgeben, zum Erbbesitz; darum habe ich in Bezug 
auf sie verordnet, da sie keinen Erbbesitz unter den Israeliten besitzen 
sollen.
NUM 18:25 Und Jahwe redete mit Mose also:
NUM 18:26 Den Leviten aber sollst du sagen und sie anweisen: Wenn ihr von 
den Israeliten den Zehnten in Empfang nehmt, den ich euch als Abgabe von 
jenen zum Erbbesitz berwiesen habe, so sollt ihr von ihm ein Hebeopfer 
fr Jahwe abgeben, einen Zehnten vom Zehnten.
NUM 18:27 Dieses euer Hebeopfer wird euch angerechnet werden wie Getreide 
von der Tenne und berflu von der Kelter.
NUM 18:28 Ebenso sollt auch ihr von allen euch zufallenden Zehnten, die 
ihr von den Israeliten in Empfang nehmt, ein Hebeopfer fr Jahwe abgeben; 
und zwar sollt ihr davon das fr Jahwe bestimmte Hebeopfer Aaron, dem 
Priester, bergeben.
NUM 18:29 Von allen euch zufallenden Gaben habt ihr stets ein Hebeopfer 
fr Jahwe abzugeben, und zwar von allem Besten daran, als die von ihm zu 
entrichtende heilige Gabe.
NUM 18:30 Sprich zu ihnen: wenn ihr so das Beste von ihm abgebt, so wird 
es den Leviten angerechnet werden wie Ertrag von der Tenne und Ertrag von 
der Kelter.
NUM 18:31 Ihr drft ihn an jedem Orte verzehren, ihr und eure Familie; 
denn er ist euer Lohn fr euren Dienst am Offenbarungszelt.
NUM 18:32 Und ihr werdet seinethalben keine Snde auf euch laden, wenn ihr 
nur das Beste von ihm abgebt, und werdet die heiligen Gaben der Israeliten 
nicht entweihen und nicht umkommen.
NUM 19:1 Und Jahwe redete mit Mose und Aaron also:
NUM 19:2 Dies ist die Gesetzesbestimmung, die Jahwe ergehen lie, indem er 
verordnete: Sage den Israeliten, da sie dir eine rotfarbige, fehllose Kuh 
bringen sollen, an der kein Makel, und auf welche noch nie ein Joch 
gekommen ist.
NUM 19:3 Die sollt ihr Eleasar, dem Priester, bergeben; sodann fhre man 
sie hinaus vor das Lager und schlachte sie vor seinen Augen.
NUM 19:4 Und Eleasar, der Priester, nehme mit seinem Finger etwas von 
ihrem Blut und sprenge siebenmal etwas von ihrem Blut in der Richtung nach 
der Vorderseite des Offenbarungszeltes hin.
NUM 19:5 Sodann verbrenne man die Kuh vor seinen Augen; ihr Fett, ihr 
Fleisch und ihr Blut soll man verbrennen samt ihrem Mist.
NUM 19:6 Der Priester aber nehme Cedernholz, Ysop und Karmesin und werfe 
es hinein in das Feuer, in dem die Kuh brennt.
NUM 19:7 Sodann wasche der Priester seine Kleider und bade seinen Leib. 
Darnach darf er ins Lager kommen; doch bleibt der Priester unrein bis zum 
Abend.
NUM 19:8 Auch derjenige, der sie verbrannt hat, mu seine Kleider waschen 
und seinen Leib baden und bleibt unrein bis zum Abend.
NUM 19:9 Und einer, der rein ist, sammle die Asche der Kuh und lege sie 
drauen vor dem Lager an einem reinen Orte nieder, damit sie fr die 
Gemeinde des Israeliten zum Reinigungswasser aufbewahrt werde; ein 
Sndopfer ist es.
NUM 19:10 Und derjenige, der die Asche der Kuh gesammelt hat, mu seine 
Kleider waschen und bleibt unrein bis zum Abend. Es soll aber den 
Israeliten und dem Fremden, der sich unter ihnen aufhlt, als eine 
allezeit zu beobachtende Satzung gelten:
NUM 19:11 Wer einen Toten, irgendwelche menschliche Leiche, berhrt, der 
wird fr sieben Tage unrein.
NUM 19:12 Ein solcher soll sich damit entsndigen am dritten Tag und am 
siebenten Tage, so wird er rein werden. Entsndigt er sich aber nicht am 
dritten Tag und am siebenten Tage, so bleibt er unrein.
NUM 19:13 Jeder, der einen Toten, die Leiche eines gestorbenen Menschen, 
berhrt und sich nicht entsndigt, der verunreinigt die Wohnung Jahwes, 
und ein solcher soll hinweggetilgt werden aus Israel. Weil kein 
Reinigungswasser auf ihn gesprengt ward, bleibt er unrein; seine 
Unreinigkeit haftet an ihm nach wie vor.
NUM 19:14 Folgende Bestimmung gilt, wenn jemand in einem Zelte stirbt: 
jeder, der das Zelt betritt, und jeder, der sich in dem Zelte befindet, 
wird fr sieben Tage unrein.
NUM 19:15 Und jedes offene Gef, auf dem nicht ein mit einer Schnur 
befestigter Deckel liegt, wird unrein.
NUM 19:16 Ebenso wird jeder, der auf freiem Felde mit einem Ermordeten 
oder Gestorbenen oder einem Gerippe oder Grabe in Berhrung kommt, fr 
sieben Tage unrein.
NUM 19:17 Fr einen so Verunreinigten nehme man Asche von dem verbrannten 
Sndopfer und giee in einem Gefe lebendiges Wasser darber.
NUM 19:18 Sodann nehme einer, der rein ist, Ysop, tauche ihn in das Wasser 
und besprenge das Zelt samt allen Gerten und den Personen, die darin 
waren, sowie den, der mit einem Gerippe oder einem Ermordeten oder 
Gestorbenen oder einem Grabe in Berhrung gekommen war.
NUM 19:19 Und zwar soll der Reine den Unreinen am dritten Tag und am 
siebenten Tage besprengen; so wird er ihn am siebenten Tag entsndigen. 
Alsdann hat er seine Kleider zu waschen und sich zu baden, so wird er am 
Abend rein sein.
NUM 19:20 Wenn aber jemand unrein wird und sich nicht entsndigt, ein 
solcher soll hinweggetilgt werden aus der Volksgemeinde; denn er hat das 
Heiligtum Jahwes verunreinigt: es ist kein Reinigungswasser auf ihn 
gesprengt worden, darum ist er unrein.
NUM 19:21 Dies soll euch als eine allezeit zu beobachtende Satzung gelten. 
Und wer das Reinigungswasser sprengt, hat seine Kleider zu waschen, und 
wer das Reinigungswasser berhrt, wird unrein bis zum Abend.
NUM 19:22 Und alles, was der unrein Gewordene berhrt, wird unrein; ebenso 
wird jeder, der ihn berhrt, unrein bis zum Abend.
NUM 20:1 Und die ganze Gemeinde der Israeliten gelangte in die Steppe Zin 
im ersten Monat, und das Volk lie sich nieder in Kades. Und Mirjam starb 
daselbst und wurde daselbst begraben.
NUM 20:2 Es hatte aber die Gemeinde kein Wasser. Da rotteten sie sich 
wider Mose und Aaron zusammen,
NUM 20:3 und das Volk haderte mit Mose und schrie: Ach, wren wir doch nur 
mit umgekommen, als unsere Brder vor Jahwe umkamen!
NUM 20:4 Warum hast du doch die Volksgemeinde Jahwes in diese Steppe 
gebracht, da wir hier sterben sollen samt unserem Vieh!
NUM 20:5 Und warum hast du uns aus gypten fortgefhrt, um uns an diesen 
bsen Ort zu bringen, wo man nicht sen kann, und wo es keine Feigen und 
Weinstcke und Granatpfel und kein Trinkwasser giebt!
NUM 20:6 Mose und Aaron aber wichen vor dem Volk an die Thre des 
Offenbarungszeltes und fielen auf ihr Angesicht; da erschien ihnen die 
Herrlichkeit Jahwes.
NUM 20:7 Und Jahwe redete mit Mose also: Hole den Stab, versammle die 
Gemeinde, du und dein Bruder Aaron, und redet vor ihren Augen mit dem 
Felsen, so wird er Wasser hergeben.
NUM 20:8 La fr sie Wasser aus dem Felsen hervorgehn und schaffe der 
Gemeinde zu trinken samt ihrem Vieh!
NUM 20:9 Da holte Mose den Stab aus dem Heiligtume, wie ihm Jahwe befohlen 
hatte.
NUM 20:10 Hierauf versammelten Mose und Aaron das Volk vor den Felsen. Und 
er sprach zu ihnen: Hrt, ihr Widerspenstigen! Knnen wir wohl aus diesem 
Felsen Wasser fr euch hervorgehn lassen!
NUM 20:11 Hierauf erhob Mose seine Hand und schlug mit seinem Stabe 
zweimal an den Felsen. Da kam viel Wasser herauf, so da die Gemeinde 
trinken konnte samt ihrem Vieh.
NUM 20:12 Jahwe aber sprach zu Mose und Aaron: Weil ihr mir nicht vertraut 
habt, da ihr mir als dem Heiligen die Ehre gegeben httet vor den Augen 
der Israeliten, so sollt ihr dieses Volk nicht hineinbringen in das Land, 
das ich ihnen verliehen habe.
NUM 20:13 Das ist das Haderwasser, wo die Israeliten mit Jahwe haderten, 
und er sich unter ihnen verherrlichte.
NUM 20:14 Und Mose sandte von Kades aus Boten an den Knig von Edom: So 
spricht dein Bruder Israel: Du kennst alle die Mhsale, die uns betroffen 
haben,
NUM 20:15 wie unsere Vorvter nach gypten zogen, und wir lange Zeit in 
gypten wohnen geblieben sind, und da die gypter uns, wie unsere Vter, 
hart bedrckt haben.
NUM 20:16 Da schrieen wir zu Jahwe um Hilfe, und er hrte unser Flehen und 
sandte einen Engel; der fhrte uns aus gypten hinweg. Nun sind wir hier 
in Kades, einer Stadt an der Grenze deines Gebiets.
NUM 20:17 La uns doch durch dein Land ziehen! Wir wollen nicht durch 
cker oder Weinberge ziehen und kein Wasser aus den Brunnen trinken; auf 
der Heerstrae wollen wir dahinziehen, ohne nach rechts oder links 
abzubiegen, bis wir dein Gebiet durchzogen haben.
NUM 20:18 Edom aber antwortete ihm: Du darfst nicht durch mein Land 
ziehen, sonst mte ich dir mit dem Schwert entgegentreten!
NUM 20:19 Da sprachen die Israeliten zu ihm: Auf der gebahnten Strae 
wollen wir dahinziehen, und wenn wir von deinem Wasser trinken, wir und 
unsere Herden, so wollen wir's bezahlen. Es handelt sich ja um nichts 
weiter, als da wir einfach durchziehen mchten!
NUM 20:20 Er aber erwiderte: Du darfst nicht durchziehen! Und Edom trat 
ihm entgegen mit zahlreichem Kriegsvolk und mit gewaffneter Hand.
NUM 20:21 Da sich Edom somit weigerte, Israel den Durchzug durch sein 
Gebiet zu gestatten, so lie ihn Israel und bog seitwrts ab.
NUM 20:22 Sodann brachen sie auf von Kades, und die ganze Gemeinde der 
Israeliten gelangte zum Berge Hor.
NUM 20:23 Jahwe aber sprach zu Mose und Aaron am Berge Hor, an der Grenze 
des Landes Edom, also:
NUM 20:24 Aaron soll nunmehr zu seinen Stammesgenossen versammelt werden; 
denn er soll das Land, das ich den Israeliten verlieben habe, nicht 
betreten, weil ihr am Haderwasser meinem Befehl ungehorsam gewesen seid.
NUM 20:25 Nimm Aaron und seinen Sohn Eleasar und fhre sie hinauf auf den 
Berg Hor.
NUM 20:26 Ziehe Aaron seine Kleider aus und bekleide damit seinen Sohn 
Eleasar; Aaron aber soll zu seinen Stammesgenossen versammelt werden und 
daselbst sterben.
NUM 20:27 Und Mose that, wie ihm Jahwe befohlen hatte, und sie stiegen vor 
den Augen der ganzen Gemeinde hinauf auf den Berg Hor.
NUM 20:28 Und Mose zog Aaron seine Kleider aus und bekleidete damit seinen 
Sohn Eleasar. Aaron aber starb dort auf dem Gipfel des Berges; sodann 
stiegen Mose und Eleasar vom Berge herab.
NUM 20:29 Als aber die ganze Gemeinde sah, da Aaron verschieden war, da 
beweinte ganz Israel Aaron dreiig Tage lang.
NUM 21:1 Als aber der Kanaaniter, der Knig von Arad, der im Sdlande 
wohnte, vernahm, da die Israeliten auf dem Wege von Atharim heranzgen, 
fhrte er Krieg mit den Israeliten und nahm einige von ihnen gefangen.
NUM 21:2 Da legten die Israeliten Jahwe ein Gelbde ab des Inhalts: Wenn 
du diese Leute in unsere Hand fallen lssest, wollen wir ihre Stdte dem 
Banne preisgeben.
NUM 21:3 Da erhrte Jahwe die Bitte der Israeliten und lie die Kanaaniter 
in ihre Hand fallen; da gaben sie sie und ihre Stdte dem Banne preis; die 
Sttte aber hie fortan Horma.
NUM 21:4 Da zogen sie vom Berge Hor weiter auf der Strae zum Schilfmeer, 
um das Land Edom zu umgehen. Unterwegs aber wurde das Volk mimutig.
NUM 21:5 Und das Volk fhrte freche Reden wider Gott, und wider Mose: Habt 
ihr uns dazu aus gypten weggefhrt, damit wir in der Steppe umkommen? Es 
giebt ja weder Brot noch Wasser, und die elende Nahrung widert uns an!
NUM 21:6 Da entsandte Jahwe wider das Volk die Brandschlangen; die bissen 
die Leute, so da viele Leute von den Israeliten starben.
NUM 21:7 Da kamen die Leute zu Mose und sprachen: Wir haben gesndigt, 
indem wir wider Jahwe und wider dich redeten; lege doch Frbitte bei Jahwe 
ein, da er uns von den Schlangen befreie! Da legte Mose Frbitte fr das 
Volk ein.
NUM 21:8 Jahwe aber befahl Mose: Fertige eine Brandschlange an und 
befestige sie an einer Stange; wenn dann jemand gebissen wird und sie 
anschaut, so wird er am Leben bleiben.
NUM 21:9 Da verfertigte Mose eine eherne Schlange und befestigte sie an 
einer Stange; wenn dann die Schlangen jemanden bissen, und er die eherne 
SchIange anschaute, blieb er am Leben.
NUM 21:10 Hierauf zogen die Israeliten weiter und lagerten sich in Oboth.
NUM 21:11 Dann zogen sie von Oboth weiter und lagerten sich in Ijje Ha-
abarim, in der Steppe, welche stlich vor Moab liegt.
NUM 21:12 Von dort zogen sie weiter und lagerten sich im Bachthale des 
Sared.
NUM 21:13 Von dort zogen sie weiter und lagerten sich jenseits des Arnon, 
der in der Steppe fliet, der im Gebiete der Amoriter entspringt; denn der 
Arnon bildet die Grenze Moabs zwischen den Moabitern und den Amoritern.
NUM 21:14 Daher heit es im Buche der Kriege Jahwes: Waheb in Supha und 
die Bachthler, den Arnon,
NUM 21:15 und den Abhang der Bachthler, der sich bis zur Lage von Ar 
erstreckt und sich an die Grenze Moabs lehnt.
NUM 21:16 Und von dort nach Beer; das ist der Brunnen, den Jahwe meinte, 
als er Mose befahl: Versammle das Volk, damit ich ihnen Wasser gebe!
NUM 21:17 Damals sangen die Israeliten folgendes Lied: Quelle auf, o 
Brunnen! Singt ihm zu!
NUM 21:18 Brunnen, den Frsten gruben, den die Edelsten des Volkes bohrten 
mit dem Scepter, mit ihren Stben! Und aus der Steppe nach Mattana;
NUM 21:19 von Mattana nach Nahaliel und von Nahaliel nach Bamoth;
NUM 21:20 von Bamoth nach dem Thale, das im Gefilde der Moabiter liegt, 
zum Gipfel des Pisga, der auf die Wste herabschaut.
NUM 21:21 Israel aber sandte Boten an Sihon, den Knig der Amoriter, und 
lie ihm sagen:
NUM 21:22 La mich durch dein Land ziehen; wir wollen weder auf einen 
Acker noch auf einen Weinberg abbiegen, noch Wasser aus den Brunnen 
trinken, sondern auf der Heerstrae ziehen, bis wir dein Gebiet durchzogen 
haben.
NUM 21:23 Sihon aber gestattete den Israeliten den Durchzug durch sein 
Gebiet nicht, vielmehr zog Sihon alle seine Mannschaften zusammen und 
rckte aus den Israeliten entgegen in die Steppe, und als er bis Jahaz 
gelangt war, lieferte er den Israeliten eine Schlacht.
NUM 21:24 Die Israeliten aber besiegten ihn in blutigem Kampf und 
eroberten sein Land vom Arnon bis an den Jabok, bis zum Gebiete der 
Ammoniter; denn die Grenze der Ammoniter war fest.
NUM 21:25 Und die Israeliten nahmen alle Stdte, die dort lagen, ein, und 
die Israeliten setzten sich fest in allen Stdten der Amoriter, in Hesbon 
und allen dazugehrigen Ortschaften.
NUM 21:26 Denn Hesbon war die Stadt des Amoriterknigs Sihon; dieser hatte 
nmlich mit dem frheren Knige der Moabiter Krieg gefhrt und ihm sein 
ganzes Land bis an den Arnon entrissen.
NUM 21:27 Daher singen die Spruchdichter: Kommt nach Hesbon! Aufgebaut und 
befestigt werde die Stadt Sihons!
NUM 21:28 Ja ein Feuer ging aus von Hesbon, eine Flamme von der Stadt 
Sihons; die verzehrte Ar Moab, die Bewohner der Anhhen des Arnon.
NUM 21:29 Weh, dir, Moab! Du bist verloren, Volk des Kamos! Er lie seine 
Shne Flchtlinge werden, seine Tchter Gefangene Sihons, des Knigs der 
Amoriter.
NUM 21:30 Wir beschossen sie, verloren war Hesbon bis Dibon; wir 
verwsteten bis Nophah, mit Feuer bis Medeba.
NUM 21:31 Und die Israeliten setzten sich im Lande der Amoriter fest.
NUM 21:32 Sodann schickte Mose Kundschafter gegen Jaezer hin, und sie 
nahmen es nebst den dazu gehrigen Drfern ein. So vertrieb er die 
Amoriter, die daselbst wohnten.
NUM 21:33 Hierauf wandten sie um und zogen in der Richtung nach Basan. Da 
rckte Og, der Knig von Basan, mit seiner ganzen Mannschaft ihnen 
entgegen, um ihnen bei Edrei eine Schlacht zu liefern.
NUM 21:34 Jahwe aber sprach zu Mose: Habe keine Angst vor ihm, denn ich 
gebe ihn nebst seinem ganzen Volk und seinem Land in deine Hand, und du 
magst mit ihm verfahren, wie du mit dem Amoriterknige Sihon, der in 
Hesbon wohnte, verfahren bist.
NUM 21:35 Da schlugen sie ihn nebst seinen Shnen und seiner ganzen 
Mannschaft, so da sie ihm keinen brig lieen, der htte fliehen knnen, 
und sie nahmen sein Land in Besitz.
NUM 22:1 Hierauf zogen die Israeliten weiter und lagerten sich in den 
Steppen Moabs, jenseits des Jordan gegenber Jericho.
NUM 22:2 Balak, der Sohn Zipors, aber sah alles, was die Israeliten den 
Amoritern zufgten.
NUM 22:3 Da gerieten die Moabiter in groe Furcht vor dem Volke; denn 
dasselbe war zahlreich, und den Moabitern wurde angst und bange vor den 
Israeliten.
NUM 22:4 Da sprachen die Moabiter zu den Vornehmsten der Midianiter: Wie 
es jetzt steht, wird dieser Haufe alles, was sich in unserer Umgebung 
findet, aufessen, wie die Stiere alles Grne auf den Feldern abfressen. 
Balak, der Sohn Zipors, war aber zu jener Zeit Knig ber die Moabiter.
NUM 22:5 Da sandte er Boten an Bileam, den Sohn Beors, nach Pethor, das am 
Euphrat liegt, nach dem Lande seiner Volksgenossen, um ihn herbeizurufen, 
und lie ihm sagen: Da ist ein Volk aus gypten ausgezogen, das hat das 
Land weit und breit berflutet und nun lagert es mir gegenber.
NUM 22:6 So komm nun und verfluche mir dieses Volk, denn es ist mir zu 
mchtig; vielleicht kann ich ihm dann eine Niederlage beibringen und es 
aus dem Lande vertreiben. Ich wei ja: wen du segnest, der bleibt 
gesegnet, und wem du fluchst, der bleibt verflucht!
NUM 22:7 Da brachen die Vornehmsten der Moabiter und die Vornehmsten der 
Midianiter auf, indem sie Wahrsagerlohn mitnahmen, gelangten zu Bileam und 
richteten ihm den Auftrag Balaks aus.
NUM 22:8 Er aber antwortete ihnen: Bleibt heute Nacht hier, so will ich 
euch Bescheid geben, je nachdem Jahwe mich anweisen wird. Da blieben die 
Huptlinge der Moabiter bei Bileam.
NUM 22:9 Gott aber kam zu Bileam und fragte ihn: Wer sind die Mnner, die 
da bei dir sind?
NUM 22:10 Bileam antwortete Gott: Balak, der Sohn Zipors, der Knig von 
Moab, hat mir Botschaft gesandt:
NUM 22:11 Da ist ein Volk, das aus gypten ausgezogen ist und das ganze 
Land weit und breit berflutet hat; so komm nun und verwnsche mir 
dasselbe; vielleicht bin ich dann imstande, es zu bekmpfen und es zu 
vertreiben.
NUM 22:12 Gott aber sprach zu Bileam: Du darfst nicht mit ihnen gehen, du 
darfst dieses Volk nicht verfluchen, denn es ist ein gesegnetes!
NUM 22:13 Frhmorgens nun gab Bileam den Huptlingen Balaks den Bescheid: 
Zieht nur in euer Land, denn Jahwe, will es mir nicht gestatten, mit euch 
zu ziehn.
NUM 22:14 Da brachen die Huptlinge der Moabiter auf, gelangten wieder zu 
Balak und berichteten: Bileam hat sich geweigert, mit uns zu ziehn!
NUM 22:15 Hierauf entsandte Balak nochmals Boten und zwar noch mehr und 
angesehenere Huptlinge, als jene.
NUM 22:16 Als diese zu Bileam gelangt waren, sprachen sie zu ihm: So lt 
dir Balak, der Sohn Zipors, sagen: Schlage es nicht ab, zu mir zu kommen!
NUM 22:17 Ich will dir's beraus reichlich lohnen und will alles thun, was 
du mich heiest; so komm nun und verwnsche mir dieses Volk!
NUM 22:18 Bileam aber entgegnete den Untergebenen Balaks: Wenn mir Balak 
Silber und Gold schenkte, so viel nur in sein Haus geht, so knnte ich 
doch dem Befehle Jahwes, meines Gottes, nicht zuwiderhandeln, mchte es 
nun eine geringfgige oder eine wichtige Sache betreffen.
NUM 22:19 Bleibt also nun auch ihr heute Nacht hier, damit ich erst in 
Erfahrung bringe, was Jahwe mir diesmal sagt.
NUM 22:20 Whrend der Nacht aber kam Gott zu Bileam und sprach zu ihm: 
Wenn diese Mnner gekommen sind, um dich zu berufen, so mache dich auf und 
geh mit ihnen; nur darfst du nichts anderes thun, als was ich dich heien 
werde.
NUM 22:21 Am andern Morgen frh zumte Bileam seine Eselin auf und zog mit 
den Huptlingen der Moabiter von dannen.
NUM 22:22 Aber Gott geriet in Zorn darber, da er sich auf den Weg 
gemacht hatte; und der Engel Jahwes trat ihm auf dem Wege feindselig 
entgegen, whrend er auf seiner Eselin ritt und seine beiden Diener bei 
sich hatte.
NUM 22:23 Als nun die Eselin sah, wie der Engel Jahwes mit dem gezckten 
Schwert in der Hand auf dem Wege dastand, da bog die Eselin vom Weg ab und 
ging auf dem Felde; Bileam aber schlug die Eselin, um sie wieder auf den 
Weg zu bringen.
NUM 22:24 Da trat der Engel Jahwes in den Hohlweg zwischen den Weinbergen, 
wo zu beiden Seiten eine Mauer war.
NUM 22:25 Als nun die Eselin den Engel Jahwes erblickte, drngte sie sich 
an die Mauerwand und prete so den Fu Bileams an die Mauerwand; da schlug 
er sie abermals.
NUM 22:26 Der Engel Jahwes aber ging nochmals voraus und trat an eine enge 
Stelle, wo keine Mglichkeit war, nach rechts oder nach links auszuweichen.
NUM 22:27 Als nun die Eselin den Engel Jahwes erblickte, legte sie sich 
unter Bileam auf den Boden. Da geriet Bileam in Zorn und schlug die Eselin 
mit dem Stocke.
NUM 22:28 Jahwe aber verlieh der Eselin Sprache; da sagte sie zu Bileam: 
Was habe ich dir gethan, da du mich nun schon dreimal geschlagen hast?
NUM 22:29 Bileam erwiderte der Eselin: Weil du mich zum Narren gehabt 
hast! Htte ich nur ein Schwert in der Hand, so htte ich dich lngst 
umgebracht!
NUM 22:30 Da sprach die Eselin zu Bileam: Bin ich denn nicht deine Eselin, 
auf der du geritten bist von jeher bis auf den heutigen Tag? Hatte ich 
jemals die Gewohnheit, so gegen dich zu handeln? Er erwiderte: Nein!
NUM 22:31 Da ffnete Jahwe Bileam die Augen, da er den Engel Jahwes 
erblickte, wie er mit dem gezckten Schwert in der Hand auf dem Wege 
dastand. Da verneigte er sich und warf sich zu Boden.
NUM 22:32 Der Engel Jahwes aber sprach zu ihm: Warum hast du deine Eselin 
nun schon dreimal geschlagen? Ich bin es ja, der dir entgegengetreten ist, 
denn der Weg ist abschssig vor mir.
NUM 22:33 Die Eselin aber sah mich und wich mir daher nun schon dreimal 
aus. Wre sie mir nicht ausgewichen, so htte ich dich schon lngst 
umgebracht; sie aber htte ich am Leben gelassen.
NUM 22:34 Da erwiderte Bileam dem Engel Jahwes: Ich habe gefehlt; ich 
wute ja nicht, da du mir auf dem Weg entgegengetreten warst. Wenn es dir 
also mifllig ist, so will ich wieder umkehren!
NUM 22:35 Der Engel Jahwes aber antwortete Bileam: Zieh nur hin mit den 
Mnnern; aber blo die Worte, die ich dir eingeben werde, darfst du reden! 
Da zog Bileam mit den Huptlingen Balaks weiter.
NUM 22:36 Als nun Balak vernahm, da Bileam unterwegs sei, zog er ihm 
entgegen bis nach Ir Moab, das an der Arnongrenze liegt, an der uersten 
Grenze.
NUM 22:37 Da sprach Balak zu Bileam: habe ich denn nicht wiederholt Boten 
an dich geschickt, um dich rufen zu lassen? Warum bist du nicht zu mir 
gekommen? Bin ich denn etwa nicht imstande, dir es reichlich zu lohnen?
NUM 22:38 Bileam antwortete Balak: Wohl bin ich zu dir gekommen. Aber 
werde ich wirklich irgend etwas reden knnen? Die Worte, die mir Gott in 
den Mund legt, die werde ich reden!
NUM 22:39 Hierauf ging Bileam mit Balak, und sie gelangten nach Kirjath 
Chuzoth.
NUM 22:40 Balak aber lie Rinder und Schafe opfern und sandte Stcke davon 
an Bileam und die Huptlinge, die bei ihm waren.
NUM 22:41 Am andern Morgen frh aber nahm Balak Bileam mit und fhrte ihn 
hinauf nach Bamoth Baal; von dort konnte er einen Teil des Volkes sehen.
NUM 23:1 Da sprach Bileam zu Balak: La hier sieben Altre fr mich 
errichten und sieben junge Stiere und sieben Widder hier fr mich bereit 
stellen.
NUM 23:2 Balak that, wie Bileam verlangt hatte, und Balak und Bileam 
brachten auf jedem Altar einen Farren und einen Widder dar.
NUM 23:3 Hierauf sprach Bileam zu Balak: Bleibe hier bei deinem 
Brandopfer; ich will hingehen, vielleicht wird sich Jahwe mir irgendwie 
offenbaren. Was er mich auch erschauen lassen wird, will ich dir dann 
mitteilen. Da ging er auf einen kahlen Hgel.
NUM 23:4 Da offenbarte sich Gott Bileam, und er sprach zu ihm: die sieben 
Altre habe ich zugerstet und auf jedem einen Farren und einen Widder 
dargebracht.
NUM 23:5 Da legte Jahwe dem Bileam Worte in den Mund und sprach zu ihm: 
Kehre zu Balak zurck und sprich also!
NUM 23:6 Da kehrte er zu ihm zurck; er aber stand noch da bei seinem 
Brandopfer mit allen Huptlingen der Moabiter.
NUM 23:7 Da trug er seinen Spruch vor und sprach: Aus Aram lt mich Balak 
holen, aus den Bergen des Ostlands der Moabiter Knig. Geh, verfluche mir 
Jakob, ja, geh, verwnsche Israel!
NUM 23:8 Wie soll ich verfluchen, den Gott nicht verflucht, und wie soll 
ich verwnschen, den Jahwe nicht verwnscht?
NUM 23:9 Denn von Felsengipfeln sehe ich ihn und von Anhhen erblicke ich 
ihn. Es ist ein Volk, das abgesondert wohnt und sich nicht rechnet unter 
die Vlker.
NUM 23:10 Wer kann zhlen die Erdkrumen Jakobs und wer berechnen die 
Myriaden Israels? Mchte ich einst sterben, wie Gerechte sterben, und 
mchte mein Ende sein, wie das seinige!
NUM 23:11 Da sprach Balak zu Bileam: Was hast du mir da gethan! Um meine 
Feinde zu verwnschen, habe ich dich kommen lassen; du aber hast nur 
gesegnet!
NUM 23:12 Er aber erwiderte: Mu ich nicht genau so reden, wie Jahwe es 
mir in den Mund legt?
NUM 23:13 Balak aber sprach zu ihm: komm mit mir an eine andere Stelle, 
von wo aus du es sehen kannst, - aber nur einen Teil von ihm kannst du 
sehen, das Ganze kannst du nicht sehen - und verwnsche mir es dort!
NUM 23:14 Hierauf fhrte er ihn auf das Gefilde Zophim nach dem Gipfel des 
Pisga, errichtete sieben Altre und brachte auf jedem derselben einen 
Farren und einen Widder dar.
NUM 23:15 Da sprach er zu Balak: warte hier bei deinem Brandopfer; ich 
aber will dort eine Offenbarung suchen.
NUM 23:16 Da offenbarte sich Jahwe Bileam, legte ihm Worte in den Mund und 
befahl ihm: Kehre zu Balak zurck und sprich also!
NUM 23:17 Da kam er zu ihm; er aber stand noch da bei seinem Brandopfer 
mit den Huptlingen der Moabiter. Da fragte ihn Balak: Was hat Jahwe 
geredet?
NUM 23:18 Da trug er seinen Spruch vor und sprach: Wohlan, Balak, horch 
auf! Hre mir zu, Sohn Zipors!
NUM 23:19 Gott ist nicht ein Mensch, da er sein Wort brche, noch ein 
Menschenkind, dass ihn etwas reute. SoIlte er etwas ankndigen und nicht 
ausfhren? Sollte er etwas verheien und nicht ins Werk setzen?
NUM 23:20 Zu segnen wurde mir aufgetragen: so will ich denn segnen und 
nehme es nicht zurck!
NUM 23:21 Nicht erblickt man Unheil in Jakob, noch findet man Leid in 
Israel. Jahwe, sein Gott, ist mit ihm, und Knigsjubel erschallt bei ihm.
NUM 23:22 Gott fhrte sie auf gypten hinweg, Hrner wie die eines 
Wildochsen hat es.
NUM 23:23 Denn keine Beschwrung haftet an Jakob, und keine Bezauberung an 
Israel. Jetzt kann man von Jakob und Israel nur rufen: wie Groes hat Gott 
gethan!
NUM 23:24 Ja, wie eine Lwin macht sich das Volk auf, und wie ein Lwe 
erhebt es sich. Nicht legt es sich nieder, bevor es Beute verzehrt und 
Blut Erschlagener getrunken hat.
NUM 23:25 Da sprach Balak zu Bileam: Du sollst es weder verwnschen, noch 
segnen.
NUM 23:26 Bileam aber antwortete Balak: Habe ich es dir nicht gesagt: 
Alles, was Jahwe verlangt, werde ich thun?
NUM 23:27 Hierauf sprach Balak zu Bileam: Komm, ich will dich an eine 
andere Stelle fhren; vielleicht willigt Gott ein, da du mir es dort 
verwnschest!
NUM 23:28 Da fhrte Balak Bileam auf den Gipfel des Peor, der auf die 
Wste herabschaut.
NUM 23:29 Bileam aber sprach zu Balak: La hier sieben Altre fr mich 
errichten und sieben Farren und sieben Widder hier fr mich bereit stellen!
NUM 23:30 Balak that, wie Bileam gewnscht hatte, und er brachte auf jedem 
Altar einen Farren und einen Widder dar.
NUM 24:1 Als nun Bileam merkte, da es Jahwe gefiel, Israel zu segnen, 
ging er nicht, wie die vorigen Male, auf Wahrzeichen aus, sondern wandte 
sich gegen die Steppe.
NUM 24:2 Als er nun hinschaute und Israel erblickte, wie es nach seinen 
Stmmen lagerte, da kam der Geist Gottes ber ihn.
NUM 24:3 Da trug er seinen Spruch vor und sprach: So spricht Bileam, der 
Sohn Beors; so spricht der Mann, dessen Auge verschlossen ist.
NUM 24:4 So spricht der, der gttliche Reden vernimmt, Gesichte des 
Allmchtigen schaut, hingesunken und enthllten Auges.
NUM 24:5 Wie herrlich sind deine Zelte, Jakob, deine Wohnsitze, Israel!
NUM 24:6 Wie Bachthler, die sich weithin erstrecken, wie Baumgrten an 
einem Strom; wie Cardamomen, die Jahwe gepflanzt hat, wie Cedern am Wasser!
NUM 24:7 Es rinnt Wasser aus seinen Eimern, und seine Saat hat reichliches 
Wasser. Mchtiger als Agag ist sein Knig, und seine Herrschaft erhaben.
NUM 24:8 Gott, der es aus gypten hinwegfhrte, ist fr es wie die Hrner 
eines Wildochsen; Vlker, die ihm feind sind, zehrt es aus und zermalmt 
ihre Knochen und es zerschmettert seine Drnger.
NUM 24:9 Es hat sich gestreckt, gelagert wie ein Lwe und wie eine Lwin; 
wer darf es aufreizen? Wer irgend dich segnet, soll gesegnet sein, wer dir 
aber flucht, der sei verflucht!
NUM 24:10 Da wurde Balak sehr zornig ber Bileam und schlug unwillig die 
Hnde zusammen. Da sprach Balak zu Bileam: Um meine Feinde zu verfluchen, 
habe ich dich berufen; du aber hast nur gesegnet, nun bereits dreimal!
NUM 24:11 So begieb dich nunmehr nur in deine Heimat. Ich gedachte dir's 
reichlich zu lohnen; aber Jahwe hat dich um den Lohn gebracht.
NUM 24:12 Bileam antwortete Balak: Habe ich nicht bereits zu deinen Boten, 
die du an mich abgesandt hast, gesagt:
NUM 24:13 Wenn mir Balak Silber und Gold schenkte, so viel nur in sein 
Haus geht, so knnte ich doch dem Befehle Jahwes nicht zuwiderhandeln und 
irgend etwas aus eigenem Willen thun, sondern mu reden, was Jahwe mir 
eingiebt.
NUM 24:14 So will ich denn nun wieder zu meinen Stammesgenossen ziehen; 
aber wohlan, ich will dir erffnen, was dieses Volk deinem Volk in der 
Folgezeit anthun wird.
NUM 24:15 Da trug er seinen Spruch vor und sprach: So spricht Bileam, der 
Sohn Beors, und spricht der Mann, dessen Auge verschlossen ist.
NUM 24:16 So spricht der, welcher gttliche Reden vernimmt, der um die 
Erkenntnis des Hchsten wei, der Gesichte des Allmchtigen schaut, 
hingesunken und enthllten Auges.
NUM 24:17 Ich sehe ihn, doch nicht schon jetzt, ich ersphe ihn, aber noch 
nicht nah. Es geht auf ein Stern aus Jakob, und ein Scepter erhebt sich 
aus Israel; das zerschlgt die Schlfen der Moabiter und den Scheitel 
aller Shne Seths.
NUM 24:18 Und Edom wird Unterthanenland, und Seir, sein Feind, wird 
Unterthanenland; Israel aber verrichtet groe Thaten.
NUM 24:19 Man wird herrschen von Jakob aus und Entronnene hinwegtilgen aus 
den Stdten.
NUM 24:20 Als er aber die Amalekiter erblickte, trug er folgenden Spruch 
vor: Das vorzglichste der Vlker ist Amalek, aber schlielich neigt es 
sich dem Untergange zu!
NUM 24:21 Und als er auf die Keniter blickte, trug er folgenden Spruch 
vor: Fest sind deine Wohnsitze, und auf dem Felsen ist dein Nest gebaut.
NUM 24:22 Und doch ist Kain dem Untergang verfallen: Wie lange noch, so 
fhrt dich Assur in Gefangenschaft!
NUM 24:23 Dann trug er folgenden Spruch vor: Weh, wer wird leben bleiben, 
wenn Gott Solches verhngt!
NUM 24:24 Und Schiffe von der Seite der Kittiter her, die demtigen Assur 
und demtigen das Land jenseits, und auch dieses verfllt dem Untergang!
NUM 24:25 Hierauf machte sich Bileam auf, um wieder in seine Heimat 
zurckzukehren, und auch Balak zog seines Wegs.
NUM 25:1 Whrend nun Israel in Sittim verweilte, hob das Volk an, mit den 
Moabiterinnen zu buhlen.
NUM 25:2 Diese luden das Volk zu den Opfermahlen ihrer Gtter; da a das 
Volk und warf sich vor ihren Gttern nieder.
NUM 25:3 Und Israel hngte sich an den Baal Peor; da wurde Jahwe zornig 
ber Israel.
NUM 25:4 Und Jahwe sprach zu Mose: Versammle alle Hupter des Volks und 
setze die Schuldigen Jahwe im Angesichte der Sonne aus, damit der heftige 
Zorn Jahwes von Israel ablasse!
NUM 25:5 Da gebot Mose den Befehlshabern des Volks: Ein jeglicher tte die 
seiner Leute, die sich an den Baal Peor gehngt haben!
NUM 25:6 Es kam aber einer von den Israeliten herein und brachte eine 
Midianitin her zu seinen Volksgenossen, vor den Augen Moses und der ganzen 
Gemeinde der Israeliten, whrend sie vor der Thre des Offenbarungszeltes 
jammerten.
NUM 25:7 Als das Pinehas, der Sohn Eleasars, des Sohnes Aarons, des 
Priesters, gewahrte, da trat er aus der Gemeinde hervor und ergriff einen 
Speer.
NUM 25:8 Sodann ging er dem israelitischen Manne nach in das innere Gemach 
und durchstach beide, den israelitischen Mann und das Weib, durch ihren 
Bauch. Da ward der Plage unter den Israeliten Einhalt gethan.
NUM 25:9 Es belief sich aber die Zahl derer, die durch die Plage 
umgekommen waren, auf 24000.
NUM 25:10 Und Jahwe redete mit Mose also:
NUM 25:11 Pinehas, der Sohn Eleasars, des Sohnes Aarons, des Priesters, 
hat gemacht, da mein Grimm von den Israeliten ablie, indem er den Eifer 
unter ihnen bewies, den ich zu beweisen pflege, und so habe ich die 
Israeliten nicht aufgerieben durch mein Eifern.
NUM 25:12 Darum verkndige: Ich sichere ihm zu, da ihm Heil von mir 
widerfahren soll.
NUM 25:13 Und zwar soll ihm, sowie seinen Nachkommen, fr alle Zeiten 
Priesterrecht zugesichert sein, zum Lohne dafr, da er fr seinen Gott 
geeifert und den Israeliten Shne geschafft hat!
NUM 25:14 Der gettete Israelit aber, der samt der Midianitin gettet 
ward, hie Simri, der Sohn Salus, des Vorstehers eines Geschlechts der 
Simeoniten.
NUM 25:15 Und das gettete midianitische Weib hie Kosbi, die Tochter 
Surs; der war das Haupt einer Sippe, eines Geschlechts, unter den 
Midianitern.
NUM 25:16 Und Jahwe redete mit Mose also:
NUM 25:17 Befehdet die Midianiter und bringt ihnen eine Niederlage bei.
NUM 25:18 Denn sie haben euch befehdet durch ihre Rnke, die sie gegen 
euch verbt haben in betreff des Peor und in betreff ihrer Landsmnnin 
Kosbi, der Tochter des midianitischen Frsten, die am Tage der wegen des 
Peor verhngten Plage gettet ward.
NUM 26:1 Nach der Plage aber sprach Jahwe zu Mose und zu Eleasar, dem 
Sohne Aarons, des Priesters:
NUM 26:2 Nehmt die Gesamtzahl der ganzen Gemeinde der Israeliten auf, von 
zwanzig Jahren an und darber, Geschlecht fr Geschlecht, alle, die 
heerespflichtig sind in Israel.
NUM 26:3 Und Mose und Eleasar, der Priester, musterten sie in den Steppen 
Moabs, am Jordan gegenber Jericho,
NUM 26:4 von zwanzig Jahren an und darber, wie Jahwe Mose befohlen hatte. 
Es waren aber die Israeliten, die aus gypten ausgezogen waren:
NUM 26:5 Ruben, der Erstgeborne Israels. Die Shne Rubens waren: Hanoch, 
von dem das Geschlecht der Hanochiter kommt; von Pallu das Geschlecht der 
Palluiter;
NUM 26:6 von Hezron das Geschlecht der Hezroniter, von Karmi das 
Geschlecht der Karmiter.
NUM 26:7 Das sind die Geschlechter der Rubeniten. Es belief sich aber die 
Zahl der aus ihnen Gemusterten auf 43730.
NUM 26:8 Und die Shne PaIlus waren: Eliab;
NUM 26:9 und die Shne Eliabs: Remuel, Dathan und Abiram. Das sind jene 
Ratsherren Dathan und Abiram, die unter der Rotte Korahs mit Mose und 
Aaron haderten, als diese mit Jahwe haderte,
NUM 26:10 worauf die Erde ihren Mund auftat und sie und Korah verschlang, 
whrend die Rotte umkam, indem das Feuer die 250 Mann verzehrte, so da 
sie zu einem Warnungszeichen wurden;
NUM 26:11 die Shne Korahs aber kamen nicht mit um.
NUM 26:12 Die Geschlechter der Shne Simeons waren diese: von Remuel das 
Geschlecht der Remueliter; von Jamin das Geschlecht der Jaminiter, von 
Jachin das Geschlecht der Jachiniter,
NUM 26:13 von Serah das Geschlecht der Serahiter, von Saul das Geschlecht 
der Sauliter.
NUM 26:14 Das sind die Geschlechter der Simeoniten: 22200.
NUM 26:15 Die Geschlechter der Shne Gads waren diese: von Zephon das 
Geschlecht der Zephoniter, von Haggi das Geschlecht der Haggiter, von Suni 
das Geschlecht der Suniter,
NUM 26:16 von Osni das Geschlecht der Osniter, von Eri das Geschlecht der 
Eriter,
NUM 26:17 von Arod das Geschlecht der Aroditer, von Areli das Geschlecht 
der Areliter.
NUM 26:18 Das sind die Geschlechter der Shne Gads, so viele ihrer 
gemustert wurden: 40500.
NUM 26:19 Die Shne Judas waren Er und Onan; es starben aber Er und Onan 
im Lande Kanaan.
NUM 26:20 Es waren aber die Geschlechter der Shne Judas: von Sela das 
Geschlecht der Selaniter, von Perez das Geschlecht der Pereziter, von 
Serah das Geschlecht der Serahiter.
NUM 26:21 Und die Shne Perez waren: von Hezron das Geschlecht der 
Hezroniter, von Hamul das Geschlecht der Hamuliter.
NUM 26:22 Das sind die Geschlechter Judas, so viele ihrer gemustert 
wurden: 76500.
NUM 26:23 Die Geschlechter der Shne Issachars waren diese: von Tola das 
Geschlecht der Tolaiter, von Puwwa das Geschlecht der Puniter,
NUM 26:24 von Jasub das Geschlecht der Jasubiter, von Simron das 
Geschlecht der Simroniter.
NUM 26:25 Das sind die Geschlechter Issachars, so viele ihrer gemustert 
wurden: 64300.
NUM 26:26 Die Geschlechter der Shne Sebulons waren diese: von Sered das 
Geschlecht der Serediter, von Elon das Geschlecht der Eloniter, von 
Jalleel das Geschlecht der Jalleeliter.
NUM 26:27 Das sind die Geschlechter der Sebuloniten, so viele ihrer 
gemustert wurden: 60500.
NUM 26:28 Die Geschlechter der Shne Josephs waren Manasse und Ephraim.
NUM 26:29 Die Shne Manasses: von Machir das Geschlecht der Machiriter. 
Machir aber erzeugte Gilead; von Gilead kommt das Geschlecht der 
Gileaditer.
NUM 26:30 Dies sind die Shne Gileads: Jeser, von dem das Geschlecht der 
Jesriter kommt; von Helek das Geschlecht der Helekiter,
NUM 26:31 von Asriel das Geschlecht der Asrieliter, von Sichem das 
Geschlecht der Sichemiter,
NUM 26:32 von Semida das Geschlecht der Semidaiter, und von Hepher das 
Geschlecht der Hepheriter.
NUM 26:33 Zelophad aber, der Sohn Hephers, hatte keine Shne, sondern nur 
Tchter, und die Tchter Zelophhads hieen Mahla, Noa, Hogla, Milka und 
Thirza.
NUM 26:34 Das sind die Geschlechter Manasses, so viele ihrer gemustert 
wurden: 52700.
NUM 26:35 Dies sind die Geschlechter der Shne Ephraims: von Suthelah das 
Geschlecht der Suthelahiter, von Becher das Geschlecht der Becheriter, von 
Tahan das Geschlecht der Tahaniter.
NUM 26:36 Und dies waren die Shne Suthelahs: von Eran das Geschlecht der 
Eraniter.
NUM 26:37 Das sind die Geschlechter der Shne Ephraims, so viele ihrer 
gemustert wurden, 32500. Das sind die Geschlechter der Shne Josephs.
NUM 26:38 Die Geschlechter der Shne Benjamins waren diese: von Bela das 
Geschlecht der BeIaiter, von Asbel das Geschlecht der Asbeliter, von 
Ahiram das Geschlecht der Ahiramiter,
NUM 26:39 von Supham das Geschlecht der Suphamiter, von Hupham das 
Geschlecht der Huphamiter.
NUM 26:40 Die Shne BeIas aber waren Ard und Naaman; von Ard kommt das 
Geschlecht der Arditer, von Naaman das Geschlecht der Naamaniter.
NUM 26:41 Dies sind die Geschlechter der Shne Benjamins, so viele ihrer 
gemustert wurden: 45600.
NUM 26:42 Dies sind die Geschlechter der Shne Dans: von Suham das 
Geschlecht der Suhamiter; das sind die Geschlechter Dans nach ihren 
Geschlechtern.
NUM 26:43 Alle Geschlechter der Suhamiter, so viele ihrer gemustert 
wurden, beliefen sich auf 64400.
NUM 26:44 Die Geschlechter der Shne Assers waren diese: von Jimna das 
Geschlecht der Jimniter, von Jiswi das Geschlecht der Jiswiter, von Bria 
das Geschlecht der Briiter;
NUM 26:45 von den Shnen Brias: von Heber das Geschlecht der Hebriter, von 
Malkiel das Geschlecht der Malkieliter.
NUM 26:46 Und die Tochter Assers hie Serah.
NUM 26:47 Dies sind die Geschlechter der Shne Assers, so viele ihrer 
gemustert wurden: 53400.
NUM 26:48 Die Geschlechter der Shne Naphthalis waren diese: von Jahzeel 
das Geschlecht der Jahzeeliter, von Guni das Geschlecht der Guniter,
NUM 26:49 von Jezer das Geschlecht der Jezeriter, von Sillem das 
Geschlecht der Sillemiter.
NUM 26:50 Das sind die Geschlechter Naphthalis nach ihren Geschlechtern, 
und die aus ihnen Gemusterten beliefen sich auf 45400.
NUM 26:51 Das sind die von den Israeliten Gemusterten: 601730.
NUM 26:52 Und Jahwe redete mit Mose also:
NUM 26:53 An diese ist das Land nach Verhltnis der Kopfzahl erblich zu 
verteilen.
NUM 26:54 Dem, der viele Kpfe zhlt, sollst du ausgedehnten Erbbesitz 
geben, dagegen dem, der wenig zhlt, einen kleinen Erbbesitz; einem jeden 
soll mit Rcksicht auf die aus ihm Gemusterten sein Erbbesitz zugewiesen 
werden.
NUM 26:55 Doch soll das Land durch das Los verteilt werden, da sie es 
nach den Namen ihrer vterlichen Stmme in Besitz haben.
NUM 26:56 Nach dem Lose soll der Erbbesitz zwischen dem, der viele, und 
dem, der wenig Kpfe zhlt, verteilt werden.
NUM 26:57 Und dies sind die aus den Leviten Gemusterten, Geschlecht fr 
Geschlecht: von Gerson das Geschlecht der Gersoniter, von Kahath das 
Geschlecht der Kahathiter, von Merari das Geschlecht der Merariter.
NUM 26:58 Dies sind die Geschlechter Levis: das Geschlecht der Libniter, 
das Geschlecht der Hebroniter, das Geschlecht der Maheliter, das 
Geschlecht der Musiter, das Geschlecht der Korahiter. Kahath aber erzeugte 
Amram.
NUM 26:59 Und das Weib Amrams hie Jochebed, eine Tochter Levis, die Levi 
in gypten geboren ward; diese gebar dem Amram Aaron und Mose und ihre 
Schwester Mirjam.
NUM 26:60 Dem Aaron aber wurden Nadab, Abihu, Eleasar und Ithamar geboren.
NUM 26:61 Nadab aber und Abihu muten sterben, als sie ein ungehriges 
Feueropfer vor Jahwe brachten.
NUM 26:62 Es beliefen sich aber die aus ihnen Gemusterten auf 23000, 
alles, was mnnlich war, von einem Monat an und darber. Denn sie waren 
nicht mit den brigen Israeliten gemustert worden, weil ihnen kein 
Erbbesitz unter den Israeliten verliehen wurde.
NUM 26:63 Das sind die von Mose und Eleasar, dem Priester, Gemusterten, 
welche die Israeliten in den Steppen Moabs am Jordan gegenber Jericho 
musterten.
NUM 26:64 Unter diesen war aber keiner mehr von denen, welche Mose und 
Aaron, der Priester, gemustert hatten, welche die Israeliten in der Steppe 
am Sinai musterten.
NUM 26:65 Denn Jahwe hatte ihnen angekndigt, da sie in der Steppe 
sterben mten; so war denn keiner von ihnen brig geblieben auer Kaleb, 
der Sohn Jephunnes, und Josua, der Sohn Nuns.
NUM 27:1 Da traten herzu die Tchter Zelophhads, des Sohnes Hephers, des 
Sohnes Gileads, des Sohnes Machirs, des Sohnes Manasses, von den 
Geschlechtern Manasses, des Sohnes Josephs, und seine Tchter hieen 
Mahla, Noa, Hogla, Milka und Thirza.
NUM 27:2 Die traten vor Mose und Eleasar, den Priester, und vor die 
Frsten und die ganze Gemeinde vor der Thre des Offenbarungszeltes und 
sprachen:
NUM 27:3 Unser Vater ist in der Steppe gestorben; er gehrte jedoch nicht 
zu der Rotte Korah, die sich wider Jahwe zusammenrottete, zu der Rotte 
Korah, sondern ist um seiner eignen Snde willen gestorben. Er hatte aber 
keine Shne.
NUM 27:4 Warum soll nun der Name unseres Vaters aus seinem Geschlechte 
verschwinden, weil er keinen Sohn hat? Gebt uns Landbesitz unter den 
Brdern unseres Vaters!
NUM 27:5 Da brachte Mose ihre Rechtssache vor Jahwe.
NUM 27:6 Jahwe aber sprach zu Mose also:
NUM 27:7 Die Tchter Zelophhads haben recht geredet; du sollst ihnen in 
der That Erbbesitz unter den Brdern ihres Vaters geben und sollst den 
ihrem Vater zukommenden Erbbesitz auf sie bergehen lassen.
NUM 27:8 Zu den Israeliten aber sollst du also sprechen: wenn jemand 
stirbt, ohne einen Sohn zu hinterlassen, so sollt ihr seinen Erbbesitz auf 
seine Tochter bergehen lassen.
NUM 27:9 Hat er aber keine Tochter, so sollt ihr seinen Erbbesitz seinen 
Brdern geben.
NUM 27:10 Hat er aber keine Brder, so sollt ihr seinen Erbbesitz den 
Brdern seines Vaters geben.
NUM 27:11 Hatte sein Vater keine Brder, so sollt ihr seinen Erbbesitz 
seinem nchsten Blutsverwandten aus seinem Geschlechte geben; der soll ihn 
in Besitz nehmen. Das soll den Israeliten als eine Rechtssatzung gelten, 
wie Jahwe Mose befohlen hat.
NUM 27:12 Und Jahwe sprach zu Mose: Steige auf das Abarimgebirge hier und 
beschaue das Land, das ich den Israeliten verliehen habe.
NUM 27:13 Und wenn du es beschaut hast, so sollst auch du zu deinen 
Stammesgenossen versammelt werden, wie dein Bruder Aaron zu ihnen 
versammelt wurde,
NUM 27:14 weil ihr meinem Befehle ungehorsam wart in der Steppe Zin, als 
die Gemeinde haderte und ihr mich vor ihren Augen durch das Wasser 
verherrlichen solltet. (Das ist das Haderwasser von Kades in der Steppe 
Zin.)
NUM 27:15 Mose aber redete also zu Jahwe:
NUM 27:16 Jahwe, der Herr des Lebensodems in einem jeglichen Leibe, wolle 
einen Mann ber die Gemeinde bestellen,
NUM 27:17 der an ihrer Spitze ausziehe und einziehe, der sie herausfhre 
und hineinfhre, da die Gemeinde Jahwes nicht sei, wie Schafe, die keinen 
Hirten haben.
NUM 27:18 Jahwe aber sprach zu Mose: Nimm zu dir Josua, den Sohn Nuns, 
einen Mann, der von Geist erfllt ist, lege ihm die Hand auf
NUM 27:19 und stelle ihn vor Eleasar, den Priester, und vor die ganze 
Gemeinde, da du ihn vor ihren Augen einsetzest;
NUM 27:20 und zwar sollst du einen Teil deiner Hoheit auf ihn legen, damit 
die ganze Gemeinde der Israeliten ihm gehorsam sei.
NUM 27:21 Er soll aber vor Eleasar, den Priester, treten, damit dieser das 
Urim-Orakel fr ihn vor Jahwe befrage; nach seiner Anweisung sollen sie 
aus- und einziehen, er samt allen Israeliten und die ganze Gemeinde.
NUM 27:22 Da that Mose, wie Jahwe ihm befohlen hatte: er nahm Josua und 
stellte ihn vor Eleasar, den Priester, und vor die ganze Gemeinde.
NUM 27:23 Sodann legte er ihm die Hnde auf und setzte ihn ein, wie Jahwe 
durch Mose geredet hatte.
NUM 28:1 Und Jahwe redete mit Mose also:
NUM 28:2 Befiehl den Israeliten und sprich zu ihnen: Ihr sollt acht darauf 
haben, mir meine Opfergaben, meine Speise in Gestalt der fr mich 
bestimmten Feueropfer zum lieblichen Geruch fr mich, zur bestimmten Zeit 
darzubringen.
NUM 28:3 Und sprich zu ihnen: Das sind die Feueropfer, die ihr Jahwe 
darzubringen habt: Tag fr Tag zwei fehllose einjhrige Lmmer als 
regelmiges Brandopfer.
NUM 28:4 Das eine Lamm sollst du am Morgen herrichten und das andere Lamm 
sollst du gegen Abend herrichten
NUM 28:5 und ein Zehntel Epha Feinmehl, das mit einem Viertel Hin l aus 
zerstoenen Oliven angemacht ist, zum Speisopfer.
NUM 28:6 Das ist das regelmige Brandopfer, das am Berge Sinai 
hergerichtet ward zum lieblichen Geruch, als ein Jahwe dargebrachtes 
Feueropfer.
NUM 28:7 Und als das zugehrige Brandopfer soll ein Viertel Hin zu jedem 
Lamme kommen. Im Heiligtum ist Jahwe das Wrzwein-Trankopfer zu spenden.
NUM 28:8 Das andere Lamm aber sollst du gegen Abend herrichten; mit 
demselben Speisopfer, wie am Morgen, und dem zugehrigen Trankopfer sollst 
du es herrichten als ein Jahwe dargebrachtes Feueropfer lieblichen Geruchs.
NUM 28:9 Am Sabbattage zwei einjhrige fehllose Lmmer nebst zwei Zehnteln 
mit l angemachten Feinmehls als Speisopfer und dem zugehrigen Trankopfer.
NUM 28:10 Das ist das an einem jeden Sabbat neben dem regelmigen 
Brandopfer und dem zugehrigen Trankopfer darzubringende Brandopfer.
NUM 28:11 Je am ersten Tag eurer Monate aber habt ihr Jahwe als Brandopfer 
darzubringen: zwei junge Stiere, einen Widder und sieben einjhrige 
fehllose Lmmer;
NUM 28:12 dazu auf jeden Farren drei Zehntel mit l angemachtes Feinmehl 
als Speisopfer, auf jeden Widder zwei Zehntel mit l angemachtes Feinmehl 
als Speisopfer,
NUM 28:13 und auf jedes Lamm je ein Zehntel mit l angemachtes Feinmehl 
als Speisopfer - als ein Brandopfer lieblichen Geruchs, als ein Jahwe 
dargebrachtes Feueropfer.
NUM 28:14 Und was die zugehrigen Trankopfer anlangt, so soll auf jeden 
Farren ein halbes Hin Wein kommen, auf jeden Widder ein Drittel Hin und 
auf jedes Lamm ein Viertel Hin. Das ist das an einem jeden Neumonde das 
ganze Jahr hindurch darzubringende Brandopfer.
NUM 28:15 Dazu ein Ziegenbock zum Sndopfer fr Jahwe; neben dem 
regelmigen Brandopfer und dem zugehrigen Trankopfer soll er 
hergerichtet werden.
NUM 28:16 Im ersten Monat aber, am vierzehnten Tage des Monats, findet 
Passahfeier fr Jahwe statt.
NUM 28:17 Und am fnfzehnten Tage desselben Monats findet Festfeier statt. 
Sieben Tage hindurch sollen ungesuerte Brote gegessen werden.
NUM 28:18 Am ersten Tage findet Festversammlung am Heiligtume statt; da 
drft ihr keinerlei Werktagsarbeit verrichten.
NUM 28:19 Und als Feueropfer in Gestalt von Brandopfern sollt ihr Jahwe 
darbringen: zwei junge Stiere, einen Widder und sieben einjhrige Lmmer - 
fehllos sollt ihr sie liefern.
NUM 28:20 Dazu als Speisopfer mit l angemachtes Feinmehl; drei Zehntel 
sollt ihr zu dem Farren und zwei Zehntel zu dem Widder herrichten.
NUM 28:21 Je ein Zehntel aber soll man zu jedem der sieben Lmmer 
herrichten.
NUM 28:22 Ferner einen Bock zum Sndopfer, um euch Shne zu schaffen.
NUM 28:23 Diese alle sollt ihr auer dem Morgen-Brandopfer, welches als 
regelmiges Brandopfer gebracht wird, herrichten.
NUM 28:24 Ebendieselben Opfer sollt ihr sieben Tage lang Tag fr Tag als 
eine Jahwe dargebrachte Feueropferspeise lieblichen Geruchs herrichten; 
neben dem regelmigen Brandopfer und dem zugehrigen Trankopfer sind sie 
herzurichten.
NUM 28:25 Am siebenten Tag aber sollt ihr Festversammlung am Heiligtum 
abhalten; da drft ihr keinerlei Werktagsarbeit verrichten.
NUM 28:26 Und am Tage der Erstlinge, wenn ihr Jahwe ein Speisopfer vom 
neuen Getreide darbringt, an eurem Wochenfeste, sollt ihr Festversammlung 
am Heiligtum abhalten; da drft ihr keinerlei Werktagsarbeit verrichten.
NUM 28:27 Und an Brandopfern zum lieblichen Geruch fr Jahwe sollt ihr 
darbringen: zwei junge Stiere, einen Widder und sieben einjhrige Lmmer.
NUM 28:28 Dazu als Speisopfer mit l angemachtes Feinmehl; drei Zehntel zu 
jedem Farren, zwei Zehntel zu dem Widder,
NUM 28:29 je ein Zehntel zu jedem der sieben Lmmer.
NUM 28:30 Ferner einen Ziegenbock, um euch Shne zu schaffen.
NUM 28:31 Auer dem regelmigen Brandopfer und dem zugehrigen Speisopfer 
nebst den zugehrigen Trankopfern sollt ihr sie herrichten; fehllos sollt 
ihr sie liefern.
NUM 29:1 Im siebenten Monat aber, am ersten des Monats, sollt ihr 
Festversammlung am Heiligtum abhalten; da drft ihr keinerlei 
Werktagsarbeit verrichten: als Tag des Lrmblasens soll er euch gelten.
NUM 29:2 Da sollt ihr als Brandopfer zum lieblichen Geruch fr Jahwe 
herrichten: einen jungen Stier, einen Widder und sieben fehllose, 
einjhrige Lmmer.
NUM 29:3 Dazu als Speisopfer mit l angemachtes Feinmehl; drei Zehntel zu 
dem Farren, zwei Zehntel zu dem Widder
NUM 29:4 und je ein Zehntel zu jedem der sieben Lmmer.
NUM 29:5 Ferner einen Ziegenbock als Sndopfer, um euch Shne zu schaffen, 
-NUM 29:6 auer dem Neumond-Brandopfer und dem zugehrigen Speisopfer, 
sowie auer dem regelmigen Brandopfer und dem zugehrigen Speisopfer und 
den Trankopfern, die ihnen beizugeben sind, wie es sich gebhrt - zum 
lieblichen Geruch, als ein Jahwe dargebrachtes Feueropfer.
NUM 29:7 Und am zehnten Tage desselben siebenten Monats sollt ihr 
Festversammlung am Heiligtum abhalten und euch kasteien; da drft ihr 
keinerlei Arbeit verrichten.
NUM 29:8 An Brandopfern habt ihr Jahwe darzubringen, als lieblichen 
Geruch: einen jungen Stier, einen Widder und sieben einjhrige Lmmer; 
fehllos sollt ihr sie liefern.
NUM 29:9 Dazu als Speisopfer mit l angemachtes Feinmehl; drei Zehntel zu 
dem Farren, zwei Zehntel zu dem Widder,
NUM 29:10 je ein Zehntel zu jedem der sieben Lmmer.
NUM 29:11 Ferner einen Ziegenbock als Sndopfer, auer dem Sndopfer zur 
Entsndigung und dem regelmigen Brandopfer nebst dem zugehrigen 
Speisopfer und den zugehrigen Trankopfern.
NUM 29:12 Und am fnfzehnten Tage der siebenten Monats sollt ihr 
Festversammlung am Heiligtum abhalten; da drft ihr keinerlei 
Werktagsarbeit verrichten, sondern sollt Jahwe ein Fest feiern sieben Tage 
lang.
NUM 29:13 Und an Brandopfern, als Feueropfer zu lieblichem Geruch fr 
Jahwe, habt ihr darzubringen: dreizehn junge Stiere, zwei Widder und 
vierzehn einjhrige Lmmer; fehllos mssen sie sein.
NUM 29:14 Dazu als Speisopfer mit l angemachtes Feinmehl; drei Zehntel zu 
jedem der dreizehn Farren, zwei Zehntel zu jedem der beiden Widder
NUM 29:15 und je ein Zehntel zu jedem der vierzehn Lmmer.
NUM 29:16 Ferner einen Ziegenbock als Sndopfer, auer dem regelmigen 
Brandopfer nebst dem zugehrigen Speisopfer und Trankopfer.
NUM 29:17 Und am zweiten Tage: zwlf junge Stiere, zwei Widder und 
vierzehn fehllose einjhrige Lmmer
NUM 29:18 nebst den zugehrigen Speisopfern und Trankopfern zu den Farren, 
den Widdern und den Lmmern, entsprechend ihrer Anzahl, wie es sich 
gebhrt.
NUM 29:19 Ferner einen Ziegenbock als Sndopfer, auer dem regelmigen 
Brandopfer nebst dem zugehrigen Speisopfer und den zugehrigen 
Trankopfern.
NUM 29:20 Am dritten Tage: elf Farren, zwei Widder und vierzehn fehllose, 
einjhrige Lmmer
NUM 29:21 nebst den zugehrigen Speisopfern und Trankopfern zu den Farren, 
den Widdern und den Lmmern, entsprechend ihrer Anzahl, wie es sich 
gebhrt.
NUM 29:22 Ferner einen Bock zum Sndopfer, auer dem regelmigen 
Brandopfer nebst dem zugehrigen Speisopfer und Trankopfer.
NUM 29:23 Am vierten Tage: Zehn Farren, zwei Widder und vierzehn fehllose, 
einjhrige Lmmer
NUM 29:24 nebst den zugehrigen Speisopfern und Trankopfern zu den Farren, 
den Widdern und den Lmmern, entsprechend ihrer Anzahl, wie es sich 
gebhrt.
NUM 29:25 Ferner einen Ziegenbock als Sndopfer, auer dem regelmigen 
Brandopfer nebst dem zugehrigen Speisopfer und Trankopfer.
NUM 29:26 Am fnften Tage neun Farren, zwei Widder und vierzehn fehllose 
einjhrige Lmmer
NUM 29:27 nebst den zugehrigen Speisopfern und Trankopfern zu den Farren, 
den Widdern und den Lmmern, entsprechend ihrer Anzahl, wie es sich 
gebhrt.
NUM 29:28 Ferner einen Bock zum Sndopfer, auer dem regelmigen 
Brandopfer nebst dem zugehrigen Speisopfer und Trankopfer.
NUM 29:29 Am sechsten Tage: acht Farren, zwei Widder und vierzehn fehllose 
einjhrige Lmmer
NUM 29:30 nebst den zugehrigen Speisopfern und Trankopfern zu den Farren, 
den Widdern und den Lmmern, entsprechend ihrer Anzahl, wie es sich 
gebhrt.
NUM 29:31 Ferner einen Bock zum Sndopfer, auer dem regelmigen 
Brandopfer nebst dem zugehrigen Speisopfer und den zugehrigen 
Trankopfern.
NUM 29:32 Am siebenten Tage: sieben Farren, zwei Widder und vierzehn 
fehllose einjhrige Lmmer
NUM 29:33 nebst den zugehrigen Speisopfern und Trankopfern zu den Farren, 
den Widdern und den Lmmern, entsprechend ihrer Anzahl, wie es sich 
gebhrt.
NUM 29:34 Ferner einen Bock zum Sndopfer, auer dem regelmigen 
Brandopfer nebst dem zugehrigen Speisopfer und Trankopfer.
NUM 29:35 Am achten Tage sollt ihr Festversammlung abhalten; da drft ihr 
keinerlei Werktagsarbeit verrichten.
NUM 29:36 Und an Brandopfern, als Feueropfer lieblichen Geruchs fr Jahwe, 
habt ihr darzubringen einen Farren, einen Widder und sieben fehllose, 
einjhrige Lmmer
NUM 29:37 nebst den zugehrigen Speisopfern und Trankopfern zu dem Farren, 
dem Widder und den Lmmern, entsprechend ihrer Anzahl, wie es sich gebhrt.
NUM 29:38 Ferner einen Bock zum Sndopfer, auer dem regelmigen 
Brandopfer nebst dem zugehrigen Speisopfer und Trankopfer.
NUM 29:39 Diese Opfer habt ihr Jahwe herzurichten an euren Festen, auer 
dem, was ihr an Brandopfern, Speisopfern, Trankopfern und Heilsopfern 
infolge von Gelbden oder als freiwillige Spende darbringen werdet.
NUM 30:1 Und Mose gab den Israeliten Anweisung, ganz wie Jahwe Mose 
befohlen hatte.
NUM 30:2 Und Mose redete zu den Stammhuptern der Israeliten also: Dies 
ist's, was Jahwe befohlen hat.
NUM 30:3 Wenn jemand Jahwe ein Gelbde thut oder einen Eid schwrt, durch 
den er sich selbst zu einer Enthaltung verpflichtet, so soll er sein Wort 
nicht brechen, genau so, wie er es ausgesprochen hat, soll er handeln.
NUM 30:4 Und wenn eine Frauensperson Jahwe ein Gelbde thut und sich zu 
einer Enthaltung verpflichtet, so lange sie noch in ledigem Stand im Hause 
ihres Vaters ist,
NUM 30:5 und ihr Vater erfhrt von ihrem Gelbde und der Enthaltung, zu 
der sie sich selbst verpflichtet hat, und schweigt dazu, so haben alle 
ihre Gelbde Giltigkeit, und jederlei Enthaltung, zu der sie sich selbst 
verpflichtet hat, hat Giltigkeit.
NUM 30:6 Wenn aber ihr Vater am gleichen Tag, an welchem er davon erfhrt, 
ihr wehrt, so haben alle ihre Gelbde und die Enthaltungen, zu denen sie 
sich selbst verpflichtet hat, keine Giltigkeit, und Jahwe wird ihr 
vergeben, da ihr Vater ihr gewehrt hat.
NUM 30:7 Falls sie sich aber verheiraten sollte, whrend noch Gelbde auf 
ihr lasten oder ein unbedacht ausgesprochenes Wort, durch das sie sich 
selbst verpflichtet hat,
NUM 30:8 und ihr Mann erfhrt davon, schweigt aber dazu an dem Tag, an 
welchem er es erfahren hat, so haben ihre Gelbde Giltigkeit, und ihre 
Enthaltungen, zu denen sie sich selbst verpflichtet hat, haben Giltigkeit.
NUM 30:9 Wenn aber ihr Mann am gleichen Tag, an welchem er davon erfhrt, 
ihr wehrt, so macht er das Gelbde, das auf ihr lastet, und das unbedacht 
ausgesprochene Wort, durch das sie sich selbst verpflichtet hat, ungiltig, 
und Jahwe wird ihr vergeben.
NUM 30:10 Das Gelbde einer Witwe aber und einer von ihrem Manne 
Verstoenen - alles, wodurch sie sich selbst verpflichtet hat, - hat 
Giltigkeit fr sie.
NUM 30:11 Wenn sie aber im Hause ihres Mannes ein Gelbde thut oder sich 
selbst durch einen Eid zu einer Enthaltung verpflichtet,
NUM 30:12 und ihr Mann davon erfhrt, aber dazu schweigt und ihr nicht 
wehrt, so haben alle ihre Gelbde Giltigkeit, und jede Enthaltung, zu der 
sie sich selbst verpflichtet hat, hat Giltigkeit.
NUM 30:13 Wenn aber ihr Mann am gleichen Tag, an welchem er von ihnen 
erfhrt, sie ungiltig macht, so hat nichts von dem Giltigkeit, was sie 
ausgesprochen hat, seien es nun Gelbde oder die Verpflichtung zu einer 
Enthaltung; ihr Mann hat sie ungiltig gemacht, darum wird Jahwe ihr 
vergeben.
NUM 30:14 Jedes Gelbde und jede eidliche Angelobung einer Enthaltung zum 
Behufe der Selbstkasteiung kann ihr Mann giltig und kann ihr Mann ungiltig 
machen.
NUM 30:15 Und zwar, wenn ihr Mann von einem Tage zum andern dazu schweigt, 
so macht er alle ihre Gelbde oder alle die Enthaltungen, die ihr 
obliegen, giltig; dadurch, da er an dem Tag, an welchem er von ihnen 
erfuhr, dazu schwieg, hat er sie giltig gemacht.
NUM 30:16 Sollte er sie aber ungiltig machen, nachdem er schon einige Zeit 
darum gewut hat, so ldt er die Verschuldung, die daraus fr sie 
erwchst, auf sich.
NUM 30:17 Das sind die Satzungen, welche Jahwe Mose anbefohlen hat, damit 
sie gelten zwischen einem Mann und seinem Weibe, sowie zwischen einem 
Vater und seiner Tochter, so lange Sie noch in ledigem Stand im Hause 
ihres Vaters ist.
NUM 31:1 Und Jahwe redete mit Mose also:
NUM 31:2 Nimm Rache fr die Israeliten an den Midianitern; darnach sollst 
du zu deinen Stammesgenossen versammelt werden.
NUM 31:3 Und Mose redete mit dem Volk also: Rstet euch Mnner aus eurer 
Mitte zum Kriegszug aus, damit sie gegen die Midianiter ziehen, um die 
Rache Jahwes an den Midianitern zu vollstrecken;
NUM 31:4 von smtlichen Stmmen Israels sollt ihr je tausend Mann zu dem 
Kriegszug entsenden.
NUM 31:5 Da wurden aus den Tausenden IsraeIs je tausend von jedem Stamme 
gestellt, zusammen zwlftausend zum Kriegszuge Gerstete.
NUM 31:6 Und Mose sandte sie, je tausend von jedem Stamme, zum Kriegszug 
aus, und mit ihnen Pinehas, den Sohn Eleasars, des Priesters, zum 
Kriegszug; der fhrte die heiligen Gerte und die Lrmtrompeten mit sich.
NUM 31:7 Da zogen sie gegen die Midianiter zu Felde, wie Jahwe Mose 
befehlen hatte, und tteten alles, was mnnlich war.
NUM 31:8 Auch die Knige der Midianiter tteten sie zu den brigen von 
ihnen ErschIagenen hinzu, nmlich Evi, Rekem, Zur, Hur und Reba, die fnf 
Knige der Midianiter; auch Bileam, den Sohn Beors, tteten sie mit dem 
Schwert.
NUM 31:9 Sodann fhrten die Israeliten die Weiber und die kleinen Kinder 
der Midianiter als Gefangene hinweg und alle ihre Lasttiere, sowie ihr 
gesamtes Herdenvieh und ihre gesamte Habe nahmen sie als Beute mit.
NUM 31:10 Alle ihre Stdte aber an ihren Wohnsitzen und alle ihre 
Zeltlager steckten sie in Brand.
NUM 31:11 Sodann nahmen sie den gesamten Raub und die gesamte Beute zu 
Menschen und Vieh
NUM 31:12 und brachten die Gefangenen und die Beute und den Raub zu Mose 
und zu Eleasar, dem Priester, und zur Gemeinde der Israeliten ins Lager, 
in die Steppen Moabs, die am Jordan gegenber Jericho liegen.
NUM 31:13 Da gingen Mose und Eleasar, der Priester, und smtliche Frsten 
der Gemeinde ihnen entgegen, hinaus vor das Lager.
NUM 31:14 Mose aber war zornig ber die Anfhrer des Heeres, die 
Hauptleute ber tausend und die Hauptleute ber hundert, die von dem 
Kriegszuge kamen.
NUM 31:15 Und Mose sprach zu ihnen: Habt ihr denn alle Weiber am Leben 
gelassen?
NUM 31:16 Gerade sie sind ja den Israeliten infolge des Rates Bileams 
Anla geworden, Untreue gegen Jahwe zu begehen in betreff Peors, so da 
die Plage ber die Gemeinde Jahwes kam.
NUM 31:17 So ttet nun alles, was mnnlich ist unter den Kindern; ebenso 
ttet jedes Weib, dem bereits ein Mann beigelegen hat.
NUM 31:18 Dagegen alle Kinder weiblichen Geschlechts, denen noch kein Mann 
beigelegen hat, lat fr euch am Leben.
NUM 31:19 Ihr selbst aber mt sieben Tage lang auerhalb des Lagers 
bleiben; ihr alle, die ihr Menschen gettet und Erschlagene berhrt habt, 
mt euch am dritten und am siebenten Tage entsndigen samt euren 
Gefangenen.
NUM 31:20 Ebenso mt ihr auch alle Kleider, alles Lederzeug, alles aus 
Ziegenhaaren Gefertigte, sowie alle hlzernen Gerte entsndigen.
NUM 31:21 Und Eleasar, der Priester, sprach zu den Kriegsleuten, die in 
den Kampf gezogen waren: Das ist die Gesetzesbestimmung, die Jahwe Mose 
anbefohlen hat.
NUM 31:22 Nur mt ihr das Gold, das Silber, das Kupfer, das Eisen, das 
Zinn und das Blei -NUM 31:23 alles, was das Feuer vertrgt, - durch das 
Feuer gehen lassen, so wird es rein sein; nur, da es mit Reinigungswasser 
entsndigt werden mu. Alles aber, was das Feuer nicht vertrgt, mt ihr 
durch das Wasser gehen lassen.
NUM 31:24 Und wenn ihr am siebenten Tag eure Kleider gewaschen habt, so 
werdet ihr rein sein, und darnach drft ihr ins Lager kommen.
NUM 31:25 Jahwe aber sprach zu Mose:
NUM 31:26 Nimm die Gesamtzahl auf von dem, was als Beute weggefhrt wurde 
an Menschen und Vieh, du und Eleasar, der Priester, und die Stammhupter 
der Gemeinde.
NUM 31:27 Die eine Hlfte der Beute gieb denen, die mit dem Kriege zu thun 
hatten, die ins Feld gezogen sind, die andere der ganzen brigen Gemeinde.
NUM 31:28 Du sollst aber von den Kriegsleuten, die ins Feld gezogen sind, 
eine Abgabe fr Jahwe erheben, nmlich je ein Stck von fnf hunderten - 
von den Menschen, wie von den Rindern, Eseln und Schafen.
NUM 31:29 Von ihrer Hlfte sollt ihr sie nehmen und sollt sie Eleasar, dem 
Priester, als Hebe fr Jahwe bergeben.
NUM 31:30 Aus der den Israeliten zufallenden Hlfte aber sollst du immer 
eins von fnfzig herausgreifen, aus den Menschen, wie aus den Rindern, 
Eseln und Schafen - dem gesamten Vieh -, und sollst sie den Leviten 
bergeben, die des Dienstes an der Wohnung Jahwes warten.
NUM 31:31 Und Mose und Eleasar, der Priester, thaten, wie Jahwe Mose 
befohlen hatte.
NUM 31:32 Es beliefen sich aber die erbeuteten Stcke - was brig war von 
der Beute, die das Kriegsvolk gemacht hatte - auf 675000 Schafe,
NUM 31:33 72000 Rinder
NUM 31:34 und 61000 Esel;
NUM 31:35 und was die Menschen anlangt, so betrug die Zahl der Mdchen, 
denen noch kein Mann beigelegen hatte, insgesamt 32000 Seelen.
NUM 31:36 Es belief sich aber der halbe Anteil, der den ins Feld Gezogenen 
zufiel, auf 337500 Schafe,
NUM 31:37 und die Abgabe von den Schafen fr Jahwe auf 675;
NUM 31:38 ferner auf 36000 Rinder, und die Abgabe davon fr Jahwe auf 72;
NUM 31:39 ferner auf 30500 Esel, und die Abgabe davon fr Jahwe auf 61;
NUM 31:40 endlich auf 16000 Menschen, und die Abgabe davon fr Jahwe auf 
32 Seelen.
NUM 31:41 Und Mose bergab die zur Hebe fr Jahwe bestimmte Abgabe an 
Eleasar, den Priester, wie Jahwe Mose befohlen hatte.
NUM 31:42 Und aus der den Israeliten zufallenden Hlfte, die Mose von der 
den Kriegsleuten gehrenden abgesondert hatte
NUM 31:43 es belief sich aber die der Gemeinde zufallende Hlfte auf 
337500 Schafe,
NUM 31:44 36000 Rinder,
NUM 31:45 30500 Esel
NUM 31:46 und 16000 Menschen, -NUM 31:47 aus der den Israeliten 
zufallenden Hlfte also griff Mose immer eins von fnfzig heraus, aus den 
Menschen, wie aus dem Vieh, und bergab sie den Leviten, die des Dienstes 
an der Wohnung Jahwes warteten, wie Jahwe Mose befohlen hatte.
NUM 31:48 Es traten aber zu Mose heran die Anfhrer der Tausende des 
Heers, die Hauptleute ber tausend und die Hauptleute ber hundert,
NUM 31:49 und sprachen zu Mose: Deine Knechte haben die Gesamtzahl der 
Kriegsleute aufgenommen, die unter unserem Befehle standen, und wir 
vermissen von ihnen keinen einzigen Mann.
NUM 31:50 Darum bringen wir Jahwe als Opfergabe zur Deckung unseres Lebens 
vor Jahwe, was ein jeder an goldenen Gerten, Armketten, Armspangen, 
Fingerringen, Ohrringen und Geschmeide erbeutet hat.
NUM 31:51 Da nahmen Mose und Eleasar, der Priester, das Gold - allerlei 
Kunstgerte - von ihnen in Empfang.
NUM 31:52 Es belief sich aber das gesamte Gold, das sie als Hebe an Jahwe 
abgaben, auf 16750 Sekel, von den Hauptleuten ber tausend und den 
Hauptleuten ber hundert.
NUM 31:53 Die gemeinen Krieger hatten ein jeder fr sich Beute gemacht.
NUM 31:54 Und Mose und Eleasar, der Priester, nahmen das Gold von den 
Hauptleuten ber tausend und hundert und brachten es ins Offenbarungszelt, 
damit der Israeliten vor Jahwe gndig gedacht wrde.
NUM 32:1 Es hatten aber die Rubeniten und die Gaditen einen groen 
Viehstand, einen sehr starken. Als sie nun den Bezirk Jaeser und den 
Bezirk Gilead besichtigten, fanden sie, da die Gegend zur Viehzucht 
geeignet sei.
NUM 32:2 Da gingen die Gaditen und die Rubeniten hin und sprachen zu Mose 
und zu Eleasar, dem Priester, und zu den Vorstnden der Gemeinde also:
NUM 32:3 Ataroth, Dibon, Jaeser, Nimra, Hesbon, Eleals, Sebam, Nebo und 
Beon, -NUM 32:4 der Bezirk, den Jahwe von der Gemeinde Israel hat 
bezwingen lassen, - ist wohlgeeignet zur Viehzucht, und wir, deine 
Knechte, haben starken Viehstand.
NUM 32:5 Und sie sprachen: Wenn wir Gnade bei dir gefunden haben, so mge 
doch dieser Bezirk deinen Knechten als erblicher Besitze verliehen werden; 
fhre uns nicht ber den Jordan!
NUM 32:6 Mose antwortete den Gaditen und Rubeniten: Wie? eure Brder 
sollen in den Kampf ziehen, und ihr wollt hier bleiben?
NUM 32:7 Warum wollt ihr doch euren Brdern den Mut benehmen, in das Land 
hinberzuziehen, das ihnen Jahwe verliehen hat?
NUM 32:8 Gerade so haben eure Vter gehandelt, als ich sie von Kades 
Barnea aussandte, das Land zu besichtigen.
NUM 32:9 Als sie aber bis zum Thal Eskol gelangt waren und das Land 
besichtigt hatten, benahmen sie den Israeliten den Mut, so da sie nicht 
in das Land wollten, das ihnen Jahwe verliehen hatte.
NUM 32:10 Jenes Tags geriet Jahwe in Zorn und that den Schwur:
NUM 32:11 Die Mnner, die aus gypten gezogen sind, von zwanzig Jahren an 
und darber, sollen das Land nicht zu sehen bekommen, das ich Abraham, 
Isaak und Jakob zugeschworen habe. Denn Sie haben mir nicht vollen 
Gehorsam bewiesen,
NUM 32:12 ausgenommen Kaleb, der Sohn Jephunnes, der Kenisiter, und Josua, 
der Sohn Nuns; denn sie haben Jahwe vollen Gehorsam bewiesen.
NUM 32:13 Und Jahwe wurde zornig ber Israel und er lie sie hin und her 
ziehen in der Steppe vierzig Jahre lang, bis das ganze Geschlecht 
ausgestorben war, das sich gegen Jahwe versndigt hatte.
NUM 32:14 Und nun seid ihr aufgetreten an Stelle eurer Vter, eine Brut 
von Sndern, um den heftigen Zorn Jahwes ber Israel noch zu steigern.
NUM 32:15 Wenn ihr euch von ihm abwendet, so wird er es noch lnger in der 
Steppe lassen, und ihr werdet so dieses ganze Volk ins Verderben strzen!
NUM 32:16 Und sie traten zu ihm heran und sprachen: Wir wollen hier 
Schafhrden fr unsere Herden errichten und Stdte fr unsere kleinen 
Kinder.
NUM 32:17 Wir selbst aber wollen kampfgerstet an der Spitze der 
Israeliten einherziehen, bis wir sie in ihre Wohnsitze gebracht haben; 
unsere kleinen Kinder aber sollen wegen der Bewohner des Landes in den 
festen Stdten bleiben.
NUM 32:18 Wir wollen nicht eher zu unseren Husern zurckkehren, als bis 
smtliche Israeliten zu ihrem Erbbesitze gelangt sind.
NUM 32:19 Denn wir werden so ja nicht zusammen mit ihnen drben ber dem 
Jordan Erbbesitz erhalten, sondern uns ist die Gegend stlich vom Jordan 
als Erbbesitz zugefallen.
NUM 32:20 Mose sprach zu ihnen: Wenn ihr das thun wollt, da ihr euch im 
Angesichte Jahwes zum Kampfe rstet,
NUM 32:21 und da alle die unter euch, welche gerstet sind, im Angesichte 
Jahwes den Jordan berschreiten, bis er seine Feinde vor sich ausgetrieben 
hat,
NUM 32:22 und ihr erst dann umkehrt, wenn das Land von Jahwe bezwungen 
ist, so sollt ihr eurer Verpflichtung gegenber Jahwe und gegenber Israel 
ledig sein, und dieses Land soll euch nach dem Willen Jahwes als Erbbesitz 
zufallen.
NUM 32:23 Wenn ihr aber nicht so handelt, so versndigt ihr euch damit 
gegen Jahwe und sollt erfahren, was euch infolge eurer Versndigung 
betreffen wird.
NUM 32:24 Baut euch Stdte fr eure kleinen Kinder und Hrden fr eure 
Schafe und thut, wie ihr gesagt habt.
NUM 32:25 Da erwiderten die Gaditen und Rubeniten Mose Folgendes: Deine 
Knechte werden thun, wie du, o Herr, befiehlst.
NUM 32:26 Unsere kleinen Kinder, unsere Weiber, unser Vieh und unsere 
smtlichen Lasttiere sollen hier bleiben in den Stdten Gileads.
NUM 32:27 Wir aber, deine Knechte, wollen im Angesichte Jahwes, so viele 
von uns kriegsgerstet sind, hinber in den Kampf ziehen, wie du, o Herr, 
gesagt hast.
NUM 32:28 Da gab Mose Eleasar, dem Priester, und Josua, dem Sohne Nuns, 
und den Stammhuptern der Israeliten ihrethalben Anweisung.
NUM 32:29 Und Mose sprach zu ihnen: Wenn die Gaditen und Rubeniten, so 
viele ihrer gerstet sind, mit euch im Angesichte Jahwes ber den Jordan 
hinber in den Kampf ziehen, und das Land von euch bezwungen sein wird, so 
gebt ihnen das Land Gilead zum Erbbesitz.
NUM 32:30 Ziehen sie aber nicht kampfgerstet mit euch hinber, so sollen 
sie unter euch in Kanaan ansssig werden.
NUM 32:31 Da antworteten die Gaditen und Rubeniten also: Wie Jahwe in 
Bezug auf uns, deine Knechte, geredet hat, so wollen wir thun.
NUM 32:32 Wir wollen kampfgerstet im Angesichte Jahwes hinberziehen nach 
Kannan, damit uns unser Erbbesitz jenseits des Jordans verbleibe.
NUM 32:33 Da verlieh ihnen Mose - den Gaditen, den Rubeniten und dem 
halben Stamme Mansses, des Sohnes Josephs, - das Knigreich Sihons, des 
Knigs der Amoriter, und das Knigreich Ogs, des Knigs von Basan, das 
Land und die Stdte darin samt den zugehrigen Bezirken, die Stdte im 
Lande ringsum.
NUM 32:34 Da bauten die Gaditen wieder auf: Dibon, Ataroth, Aroer,
NUM 32:35 Aterot, Sophan, Jaeser, Jogbeha,
NUM 32:36 Beth Nimra und Beth Haran - feste Stdte und Schafhrden.
NUM 32:37 Die Rubeniten aber bauten wieder auf: Hesbon, Eleale, Kirjathaim,
NUM 32:38 Nebo, Baal Meon (mit verndertem Namen zu sprechen!) und Sibma; 
und sie gaben den Stdten, die sie wieder aufgebaut hatten, Namen.
NUM 32:39 Die Shne Machirs aber, des Sohnes Manasses, zogen nach Gilead 
und eroberten es und vertrieben die Amoriter, die darin waren.
NUM 32:40 Und Mose verlieh Machir, dem Sohne Manasses, Gilead, und er lie 
sich darin nieder.
NUM 32:41 Jair aber, der Sohn Machirs, zog hin, eroberte ihre Zeltdrfer 
und nannte sie Zeltdrfer Jairs.
NUM 32:42 Und Nobah zog hin, eroberte Kenath samt den zugehrigen 
Ortschaften und benannte es nach seinem Namen Nobah.
NUM 33:1 Dies sind die Zge der Israeliten, in denen ihre Heerscharen 
unter der Fhrung Moses und Aarons den Wegzug aus gypten vollfhrt haben.
NUM 33:2 Und Mose verzeichnete nach dem Befehle Jahwes die Orte, von denen 
ihre Zge ausgingen; und dies sind ihre Zge von einem Ausgangsorte zum 
andern.
NUM 33:3 Sie brachen auf von Raemses im ersten Monat, am fnfzehnten Tage 
des ersten Monats. Am Tage nach dem Passah zogen die Israeliten 
schlagbereit aus vor den Augen aller gypter,
NUM 33:4 whrend die gypter alle Erstgebornen begruben, die Jahwe ihnen 
gettet hatte; denn Jahwe hatte ihre Gtter seine Macht fhlen lassen.
NUM 33:5 Und die Israeliten brachen auf von Raemses und lagerten sich in 
Suchoth.
NUM 33:6 Und sie brachen auf von Suchoth und lagerten sich in Etham, 
welches am Rande der Steppe liegt.
NUM 33:7 Und sie brachen auf von Etham und wandten sich nach Pi-Hahiroth, 
welches stlich von Baal Zephon liegt, und lagerten sich stlich von 
Migdol.
NUM 33:8 Und sie brachen auf von Pi-Hahiroth und zogen mitten durch das 
Meer hinber in die Steppe und wanderten drei Tagereisen weit in der 
Steppe von Etham und lagerten sich in Mara.
NUM 33:9 Und sie brachen auf von Mara und gelangten nach Elim; in Elim 
aber gab es zwlf Quellen und siebzig Palmbume, und sie lagerten sich 
daselbst.
NUM 33:10 Und sie brachen auf von Elim und lagerten sich am Schilfmeer.
NUM 33:11 Und sie brachen auf vom Schilfmeer und lagerten sich in der 
Steppe Sin.
NUM 33:12 Und sie brachen auf aus der Steppe Sin und lagerten sich in 
Dophka.
NUM 33:13 Und sie brachen auf von Dophka und lagerten sich in Alus.
NUM 33:14 Und sie brachen auf von Alus und lagerten sich in Raphidim; und 
das Volk hatte daselbst kein Wasser zu trinken.
NUM 33:15 Und sie brachen auf von Raphidim und lagerten sich in der Steppe 
am Sinai.
NUM 33:16 Und sie brachen auf aus der Steppe am Sinai und lagerten sich 
bei den Lustgrbern.
NUM 33:17 Und sie brachen auf von den Lustgrbern und lagerten sich in 
Hazeroth.
NUM 33:18 Und sie brachen auf von Hazeroth und lagerten sich in Rithma.
NUM 33:19 Und sie brachen auf von Rithma und lagerten sich in Rimmon Parez.
NUM 33:20 Und sie brachen auf von Rimmon Parez und lagerten sich in Libna.
NUM 33:21 Und sie brachen auf von Libna und lagerten sich in Rissa.
NUM 33:22 Und sie brachen auf von Rissa und lagerten sich in Kehelatha.
NUM 33:23 Und sie brachen auf von Kehelatha und lagerten sich am Berge 
Sapher.
NUM 33:24 Und sie brachen auf vom Berge Sapher und lagerten sich in Harada.
NUM 33:25 Und sie brachen auf von Harada und lagerten sich in Makheloth.
NUM 33:26 Und sie brachen auf von Makheloth und lagerten sich in Thahath.
NUM 33:27 Und sie brachen auf von Thahath und lagerten sich in Tharah.
NUM 33:28 Und sie brachen auf von Tharah und lagerten sich in Mithka.
NUM 33:29 Und sie brachen auf von Mithka und lagerten sich in Hasmona.
NUM 33:30 Und sie brachen auf von Hasmona und lagerten sich in Moseroth.
NUM 33:31 Und sie brachen auf von Moseroth und lagerten sich in Bene 
Jaakan.
NUM 33:32 Und sie brachen auf von Bene Jaakan und lagerten sich in Hor 
Hagidgad.
NUM 33:33 Und sie brachen auf von Hor Hagidgad und lagerten sich in 
Jotbatha.
NUM 33:34 Und sie brachen auf von Jotbatha und lagerten sich in Abrona.
NUM 33:35 Und sie brachen auf von Abrona und lagerten sich in Eziongeber.
NUM 33:36 Und sie brachen auf von Eziongeber und lagerten sich in der 
Steppe Zin, das ist Kades.
NUM 33:37 Und sie brachen auf von Kades und lagerten sich am Berge Hor an 
der Grenze des Landes Edom.
NUM 33:38 Und Aaron, der Priester, stieg nach dem Befehle Jahwes hinauf 
auf den Berg Hor und starb daselbst, im vierzigsten Jahre nach dem Wegzuge 
der Israeliten aus gypten, im fnften Monat, am ersten des Monats.
NUM 33:39 Hundertunddreiundzwanzig Jahre war Aaron alt, als er auf dem 
Berge Hor starb.
NUM 33:40 Als aber der Kanaaniter, der Knig von Arad, der im sdlichsten 
Teile des Landes Kanaan seinen Sitz hatte, vom Anrcken der Israeliten 
hrte . . . .
NUM 33:41 Und sie brachen auf vom Berge Hor und lagerten sich in Zalmona.
NUM 33:42 Und sie brachen auf von Zalmona und lagerten sich in Phunon.
NUM 33:43 Und sie brachen auf von Phunon und lagerten sich in Oboth.
NUM 33:44 Und sie brachen auf von Oboth und lagerten sich in Jje Ha-abarim 
im Gebiete Moabs.
NUM 33:45 Und sie brachen auf von Jjim und lagerten sich in Dibon Gad.
NUM 33:46 Und sie brachen auf von Dibon Gad und lagerten sich in Almon 
Diblathaim.
NUM 33:47 Und sie brachen auf von Almon Diblathaim und lagerten sich am 
Gebirge Abarim stlich von Nebo.
NUM 33:48 Und sie brachen auf vom Gebirge Abarim und lagerten sich in den 
Steppen Moabs am Jordan gegenber Jericho.
NUM 33:49 Und zwar lagerten sie am Jordan von Beth Hajesimoth bis AbeI 
Hasittim in den Steppen Moabs.
NUM 33:50 Und Jahwe redete mit Mose in den Steppen Moabs am Jordan 
gegenber Jericho also:
NUM 33:51 Rede mit den Israeliten und sprich zu ihnen: Wenn ihr ber den 
Jordan hinber ins Land Kanaan gezogen seid,
NUM 33:52 so mt ihr alle Bewohner des Landes vor euch austreiben und 
alle ihre Bildwerke vernichten. Auch alle ihre Gubilder sollt ihr 
vernichten und alle ihre Opferhhen verwsten
NUM 33:53 und sollt das Land in Besitz nehmen und darin wohnen; denn euch 
habe ich das Land verliehen, da ihr es besitzen sollt.
NUM 33:54 Und zwar sollt ihr das Land vermittelst des Loses zum Besitz 
angewiesen erhalten, Stamm fr Stamm; dem, der viele Kpfe zhlt, sollt 
ihr einen ausgedehnten Erbbesitz geben, und dem, der wenig zhlt, einen 
kleinen Erbbesitz. Worauf immer das Los fr ihn fllt, das soll ihm zu 
teil werden; Stamm fr Stamm sollt ihr das Land zum Besitz angewiesen 
erhalten.
NUM 33:55 Wrdet ihr aber die Bewohner des Landes nicht vor euch 
austreiben, so werden die, die ihr von ihnen brig lat, zu Dornen in 
euren Augen und zu Stacheln in euren Seiten werden und werden euch 
bedrngen in dem Land, in dem ihr euren Wohnsitz habt;
NUM 33:56 und so werde ich euch widerfahren lassen, was ich gedachte ihnen 
widerfahren zu lassen!
NUM 34:1 Und Jahwe redete mit Mose also:
NUM 34:2 Befiehl den Israeliten und sprich zu Ihnen: Wenn ihr in das Land 
kommt, so soll dies das Gebiet sein, das euch als Erbbesitz zufllt: das 
Land Kanaan in seiner ganzen Ausdehnung.
NUM 34:3 Als Sdseite soll euch gelten der Landstrich von der Steppe Zin 
an Edom entlang; und zwar soll euch als stlicher Ausgangspunkt eurer 
Sdgrenze das Ende des Salzmeers gelten.
NUM 34:4 Sodann soll sich eure Grenze sdlich von der Skorpionenstiege 
herumziehn bis nach Zin hinber und weiter, bis sie sdlich von Kades 
Barnea endigt. Sodann laufe sie aus nach Hazar Adar und hinber nach Azmon.
NUM 34:5 Von Azmon aus wende sich die Grenze nach dem Bach gyptens hin, 
bis sie am Meere endigt.
NUM 34:6 Und was die Westgrenze anlangt, so soll euch das groe Meer als 
solche gelten; das sei eure Westgrenze.
NUM 34:7 Und dies soll euch als Nordgrenze gelten: vom groen Meer an 
sollt ihr euch die Grenze ziehen bis zum Berge Hor;
NUM 34:8 vom Berge Hor an sollt ihr die Grenze ziehen bis dahin, wo es 
nach Hamath hineingeht, und Endpunkt der Grenze soll Zedad sein.
NUM 34:9 Sodann laufe die Grenze aus nach Siphron und weiter bis Hazar 
Enan als zu ihrem Endpunkte. Das sei eure Nordgrenze.
NUM 34:10 Und als Ostgrenze sollt ihr euch festsetzen: von Hazar Enan nach 
Sepham.
NUM 34:11 Von Sepham aber zieht sich die Grenze abwrts nach Haribla, 
stlich von Ain; sodann ziehe sie sich abwrts und streife den Bergrcken 
stlich vom See Kinnereth.
NUM 34:12 Weiter ziehe sich die Grenze hinab an den Jordan, bis sie am 
Salzmeer endigt. Das sollen ringsum die Grenzen eures Landes sein.
NUM 34:13 Und Mose gab den Israeliten Anweisung und sprach: Das ist das 
Land, welches ihr vermittelst des Loses zum Besitz angewiesen erhalten 
sollt, welches Jahwe den neunundeinhalb Stmmen zu geben befohlen hat.
NUM 34:14 Denn die zum Stamme der Rubeniten gehrenden Familien und die 
zum Stamme der Gaditen gehrenden Familien und der halbe Stamm Manasse, - 
die haben ihren Erbbesitz erhalten.
NUM 34:15 Die zweiundeinhalb Stmme haben ihren Erbbesitz jenseits auf der 
Ostseite des Jordan gegenber Jericho erhalten.
NUM 34:16 Und Jahwe redete mit Mose also:
NUM 34:17 Dies sind die Namen der Mnner, die euch das Land zuteilen 
sollen. Eleasar, der Priester, und Josua, der Sohn Nuns;
NUM 34:18 ferner sollt ihr je einen Frsten von jedem Stamme bei der 
Austeilung des Landes hinzuziehen.
NUM 34:19 Und dies sind die Namen der Mnner: vom Stamme Juda Kaleb, der 
Sohn Jephunnes;
NUM 34:20 vom Stamme der Simeoniten Samuel, der Sohn Ammihubs;
NUM 34:21 vom Stamme Benjamin Elidab, der Sohn Kislons;
NUM 34:22 als Frst des Stammes der Daniten Buki, der Sohn Iglis;
NUM 34:23 von den Shnen Josephs. als Frst des Stammes der Manassiten 
Haniel, der Sohn Ephods,
NUM 34:24 und als Frst des Stammes der Ephraimiten Kemuel, der Sohn 
Siphthans;
NUM 34:25 als Frst der Sebutoniten Elizaphan, der Sohn Parnachs;
NUM 34:26 als Frst der Issachariten Paltiel, der Sohn Asans;
NUM 34:27 als Frst der Asseriten Ahihud, der Sohn Selomis;
NUM 34:28 als Frst der Naphthaliten Pedahel, der Sohn Ammihuds.
NUM 34:29 Das sind die, welchen Jahwe befahl, den Israeliten im Lande 
Kanaan ihr Erbe auszuteilen.
NUM 35:1 Und Jahwe redete mit Mose in den Steppen Moabs am Jordan 
gegenber Jericho also:
NUM 35:2 Befiehl den Israeliten, da sie von ihrem Erbbesitze den Leviten 
Stdte zu Wohnsitzen geben. Zu den Stdten aber sollt ihr den Leviten auch 
Weidetrift rings um sie her geben;
NUM 35:3 und zwar sollen ihnen die Stdte als Wohnsitz dienen, die dazu 
gehrenden Weidetriften aber sollen sie fr ihre Lasttiere, ihren 
Viehstand und fr alle ihre anderen Tiere haben.
NUM 35:4 Es sollen sich aber die Weidetriften bei den Stdten, die ihr den 
Leviten abtreten werdet, von der Stadtmauer ab ringsum tausend Ellen weit 
erstrecken.
NUM 35:5 Und ihr sollt auerhalb der Stadt auf der Ostseite zweitausend 
Ellen abmessen, ebenso auf der Sdseite zweitausend Ellen, auf der 
Westseite zweitausend Ellen und auf der Nordseite zweitausend Ellen, 
whrend die Stadt in die Mitte zu liegen kommt. Das soll ihnen als 
Weidetrift bei den Stdten zufallen.
NUM 35:6 Und was die Stdte betrifft, die ihr den Leviten abzutreten habt, 
so sollt ihr die sechs Freistdte abtreten, damit dorthin fliehen kann, 
wer einen Totschlag begangen hat; auerdem aber sollt ihr zweiundvierzig 
Stdte abtreten.
NUM 35:7 Die Gesamtzahl der Stdte, die ihr den Leviten abzutreten habt, 
soll sich auf achtundvierzig Stdte samt den zugehrigen Weidetriften 
belaufen.
NUM 35:8 Und zwar sollt ihr die greren Stmme der Israeliten mehr, die 
kleineren weniger Stdte von ihrem Erbbesitz abtreten lassen; nach Magabe 
des erblichen Besitzes, den sie zu eigen erhalten werden, sollen sie ein 
jeder eine Anzahl seiner Stdte an die Leviten abtreten.
NUM 35:9 Und Jahwe redete mit Mose also:
NUM 35:10 Rede mit den Israeliten und sprich zu ihnen: Wenn ihr ber den 
Jordan hinber in das Land Kanaan kommt,
NUM 35:11 so sollt ihr geeignete Stdte bestimmen, damit sie euch als 
Freistdte dienen; dorthin mag fliehen, wer einen Totschlag begangen, 
einen Menschen unvorstzlich gettet hat.
NUM 35:12 Und zwar sollen euch diese Stdte als Zuflucht vor dem 
Blutrcher dienen, damit der Totschlger nicht gettet wird, bis er zum 
behufe seiner Aburteilung vor der Gemeinde gestanden hat.
NUM 35:13 Es sollen aber der Freistdte, die ihr abzutreten habt, sechs 
sein.
NUM 35:14 Drei Stdte sollt ihr jenseits des Jordan abtreten und drei 
Stdte sollt ihr im Lande Kanaan abtreten; Freistdte sollen es sein.
NUM 35:15 Den Israeliten, sowie dem Fremden und dem Beisassen unter euch, 
sollen diese sechs Stdte als Zuflucht dienen, damit jeder dorthin ziehe, 
der unvorstzlich einen Menschen gettet hat.
NUM 35:16 Hat er ihn aber mit einem eisernen Gerte getroffen, so da er 
starb, so ist er ein Mrder; der Mrder ist mit dem Tode zu bestrafen.
NUM 35:17 Wenn er ihn mit einem Steine, den er in der Hand fhrte, und 
durch den einer gettet werden kann, getroffen hat, so da er starb, so 
ist er ein Mrder; der Mrder ist mit dem Tode zu bestrafen.
NUM 35:18 Und wenn er ihn mit einem hlzernen Gerte, das er in der Hand 
fhrte, und durch das einer gettet werden kann, getroffen hat, so da er 
starb, so ist er ein Mrder; der Mrder ist mit dem Tode zu bestrafen.
NUM 35:19 Und zwar soll der Blutrcher den Mrder tten; wenn er ihn 
antrifft, soll er ihn tten.
NUM 35:20 Und wenn er ihm aus Ha einen Sto gegeben oder absichtlich 
etwas auf ihn geworfen hat, so da er starb,
NUM 35:21 oder wenn er ihn aus Feindschaft auch nur mit der Hand 
geschlagen hat, so da er starb, so soll der, welcher geschlagen hat, mit 
dem Tode bestraft werden. Er ist ein Mrder; der Blutrcher soll den 
Mrder tten, wenn er ihn antrifft.
NUM 35:22 Hat er ihn aber von ungefhr gestoen, ohne da Feindschaft 
vorlag, oder unabsichtlich irgend ein Gerte auf ihn geworfen
NUM 35:23 oder irgend einen Stein, durch den einer gettet werden kann, 
auf ihn fallen lassen, so da er starb, whrend er doch keine Feindschaft 
gegen ihn hegte und ihm nichts Bses zufgen wollte,
NUM 35:24 so soll die Gemeinde nach obigen Rechtssatzungen 
schiedsrichterlich zwischen dem Schlger und dem Blutrcher entscheiden.
NUM 35:25 Und die Gemeinde soll den Totschlger vor dem Blutrcher retten 
und die Gemeinde soll ihn in die Stadt, wohin er geflohen war und Zuflucht 
gefunden hatte, zurckbringen lassen, und er soll in ihr bleiben bis zum 
Tode des Hohenpriesters, den man mit dem heiligen le gesalbt hat.
NUM 35:26 Sollte aber der Totschlger den Bereich der Stadt, wohin er 
geflohen war und Zuflucht gefunden hatte, verlassen,
NUM 35:27 und der Blutrcher ihn auerhalb des Bereichs der Stadt, die ihm 
Zuflucht bietet, antreffen, und sollte dann der Blutrcher den Totschlger 
tten, so hat er keine Blutschuld.
NUM 35:28 Denn jener hat in der Stadt, die ihm Zuflucht bietet, bis zum 
Tode des Hohenpriesters zu bleiben; nach dem Tode des Hohenpriesters 
jedoch darf der Totschlger dahin zurckkehren, wo er seinen Erbbesitz hat.
NUM 35:29 Diese Bestimmungen sollen euch als Rechtssatzung gelten, die ihr 
beobachten sollt von Geschlecht zu Geschlecht in allen euren Wohnsitzen.
NUM 35:30 Wenn jemand einen Menschen erschlgt, so soll man auf Grund der 
Aussage von Zeugen den Mrder hinrichten; doch soll auf die Aussage nur 
eines Zeugen hin niemand zum Tode verurteilt werden.
NUM 35:31 Ihr drft aber kein Lsegeld annehmen fr das Leben des Mrders, 
der des Todes schuldig ist, vielmehr soll er mit dem Tode bestraft werden.
NUM 35:32 Auch drft ihr kein Lsegeld zu dem Zweck annehmen, da einer 
nicht in die Stadt, die ihm Zuflucht bietet, zu fliehen braucht, sondern 
noch vor dem Tode des Priesters wiederkommen und irgendwo im Lande wohnen 
darf.
NUM 35:33 Und ihr sollt das Land, in welchem ihr euch befindet, nicht 
entweihen; denn das Blut entweiht das Land, und dem Lande wird nicht Shne 
geschafft fr das Blut, das in ihm vergossen ward, auer durch das Blut 
dessen, der es vergossen hat.
NUM 35:34 So verunreinigt denn das Land nicht, in welchem ihr wohnt, da 
auch ich darin wohne; denn ich, Jahwe, wohne unter den Israeliten.
NUM 36:1 Es traten aber heran die Familienhupter des Geschlechts der 
Shne Gileads, des Sohnes Machirs, des Sohnes Manasses, aus den 
Geschlechtern der Shne Josephs. Die brachten vor Mose und den Frsten, 
den Stammhuptern der Israeliten, ein Anliegen vor
NUM 36:2 und sprachen: Jahwe hat dir, o Herr, befohlen, den Israeliten das 
Land vermittelst des Loses zum Erbbesitze zu geben; auch wurde dir, o 
Herr, von Jahwe befohlen, das Erbe unseres Stammgenossen Zelophhad seinen 
Tchtern zu geben.
NUM 36:3 Wenn diese nun einen Abkmmling der brigen Stmme der Israeliten 
heiraten, so wird ihr Erbbesitz dem Erbbesitz unserer Vter entzogen und 
zu dem Erbbesitze des Stammes derer hinzugefgt, mit denen sie sich 
verheiraten, und der uns zufallende Erbbesitz wird dadurch geschmlert.
NUM 36:4 Wenn dann fr die Israeliten das Halljahr kommt, so wird ihr 
Erbbesitz zu dem Erbbesitze des Stammes derer hinzugefgt werden, mit 
denen sie sich verheiraten; dem Erbbesitz unseres vterlichen Stammes aber 
wird ihr Erbbesitz entzogen werden.
NUM 36:5 Da gab Mose den Israeliten nach dem Befehle Jahwes folgende 
Anweisung: der Stamm der Shne Josephs hat recht geredet.
NUM 36:6 Das ist's, was Jahwe in betreff der Tchter Zelophhads befohlen 
hat: Sie mgen sich verheiraten, mit wem es ihnen gefllt; nur mssen sie 
einen Angehrigen ihres vterlichen Stammes heiraten,
NUM 36:7 damit nicht israelitischer Erbbesitz von einem Stamme zum andern 
bergehe. Vielmehr sollen smtliche Israeliten an dem Erbbesitz ihres 
vterlichen Stammes festhalten.
NUM 36:8 Und alle Mdchen, die in einem der israelitischen Stmme zu 
Erbbesitz gelangen, mssen einen Angehrigen ihres vterlichen Stammes 
heiraten, damit smtliche Israeliten den vterlichen Erbbesitz behaupten,
NUM 36:9 und nicht Erbbesitz von einem Stamme zum andern bergehe. 
Vielmehr sollen smtliche israelitischen Stmme an ihrem Erbbesitze 
festhalten.
NUM 36:10 Wie Jahwe Mose befohlen hatte, so taten die Tchter Zelophhads,
NUM 36:11 indem Mahla, Thirza, Hogla, Milka und Noa, die Tchter 
Zelophhads, die Shne ihrer Oheime heirateten.
NUM 36:12 Mit Mnnern aus den Geschlechtern der Shne Manasses, des Sohnes 
Josephs, verheirateten sie sich, so da ihr Erbbesitz bei dem Stamme 
verblieb, zu dem das Geschlecht ihres Vaters gehrte.
NUM 36:13 Das sind die Gebote und Rechtssatzungen, die Jahwe in den 
Steppen Moabs am Jordan gegenber Jericho den Israeliten durch Mose 
anbefahl.
DEU 1:1 Dies sind die Worte, welche Mose jenseits des Jordan in der Wste, 
in der Steppe, gegenber von Suph, zwischen Paran, Tophel, Laban, Hazeroth 
und Disahab zu dem ganzen Israel geredet hat.
DEU 1:2 Elf Tagereisen betrgt die Entfernung auf dem Wege nach dem 
Gebirge Seir vom Horeb bis Kades-Barnea.
DEU 1:3 Im vierzigsten Jahre, am ersten Tage des elften Monats verkndigte 
Mose den Israeliten alles, was ihm Jahwe fr sie anbefohlen hatte,
DEU 1:4 nachdem er den Amoriterknig Sihon, der in Hesbon, und Og, den 
Knig von Basan, der in Astaroth wohnte, bei Edrei besiegt hatte.
DEU 1:5 Jenseits des Jordan im Lande Moab unternahm es Mose, in folgender 
Unterweisung das Gesetz zu erlutern, indem er sprach:
DEU 1:6 Jahwe, unser Gott, hat am Horeb folgendermaen zu uns geredet: Ihr 
habt nun lange genug an diesem Berge verweilt.
DEU 1:7 Brecht auf und zieht geradewegs nach dem Gebirge der Amoriter und 
zu allen ihren Nachbarn, die in der Steppe, auf dem Gebirge, in der 
Niederung, im Sdland und an der Meereskste wohnen, in das Land der 
Kanaaniter und zum Libanon bis zu dem groen Strome, dem Euphratstrom.
DEU 1:8 Das Land ist euch hiermit von mir bergeben. Zieht hinein und 
nehmt das Land in Besitz, von dem Jahwe euren Vtern Abraham, Isaak und 
Jakob geschworen hat, da er es ihnen und nachmals ihren Nachkommen 
verleihen wolle.
DEU 1:9 Zu eben jener Zeit sagte ich zu euch: Es fllt mir zu schwer, 
allein fr euch Sorge zu tragen.
DEU 1:10 Jahwe, euer Gott, hat euch so zahlreich gemacht, da ihr schon 
jetzt den Sternen des Himmels an Menge gleichkommt.
DEU 1:11 Mge Jahwe, der Gott eurer Vter, eurer Zahl noch tausendmal 
soviel hinzufgen und euch segnen, wie er euch verheien hat!
DEU 1:12 Aber wie soll ich ganz allein eure Last, eure Brde und eure 
Streitigkeiten tragen?
DEU 1:13 Bringt mir Stamm fr Stamm weise, verstndige und angesehene 
Mnner her, da ich sie zu euren Vorgesetzten mache!
DEU 1:14 Da antwortetet ihr mir und spracht: Das ist gut, was du da 
angekndigt hast!
DEU 1:15 Da whlte ich unter euch weise und angesehene Mnner aus und 
machte sie zu euren Vorgesetzten als Oberste ber tausend, als Oberste 
ber hundert, als Oberste ber fnfzig, als Oberste ber zehn und als 
Amtleute in euren Stmmen.
DEU 1:16 Und ich gab zu derselben Zeit euren Richtern folgende Anweisung: 
Verhrt eure Volksgenossen und fllt gerechte Urteile, sei es da jemand 
mit einem seiner Volksgenossen oder mit einem Fremdling einen Streit hat!
DEU 1:17 Seid unparteiisch im Gericht; hrt den Geringsten an, wie den 
Grten! Scheuet euch vor niemand; denn das Gericht ist Gottes. Aber die 
Streitflle, die euch zu schwer sind, lat an mich gelangen, damit ich 
Verhr darber anstelle.
DEU 1:18 So gab ich euch damals Anweisung in betreff alles dessen, was ihr 
thun solltet.
DEU 1:19 Sodann brachen wir vom Horeb auf und durchzogen dem Befehle 
Jahwes, unseres Gottes, gem auf dem Wege nach dem Amoritergebirge jene 
ganze groe und furchtbare Steppe, die ihr gesehen habt. Und als wir nach 
Kades-Barnea gelangt waren,
DEU 1:20 da sprach ich zu euch: Ihr seid nun beim Amoritergebirge 
angelangt, das uns Jahwe unser Gott, verleihen will.
DEU 1:21 Du siehst, das Land ist dir jetzt von Jahwe, deinem Gott, 
bergeben; ziehe hin, es in Besitz zu nehmen, wie dir Jahwe, der Gott 
deiner Vter, geboten hat. Sei ohne Furcht und unverzagt!
DEU 1:22 Da tratet ihr alle zu mir heran und spracht: Lat uns Mnner 
voraussenden, da sie uns das Land erforschen und uns Bescheid 
zurckbringen ber den Weg, auf dem wir hinaufziehen sollen, und ber die 
Stdte, zu denen wir gelangen werden!
DEU 1:23 Da mir der Vorschlag gut schien, nahm ich aus euch zwlf Mnner, 
einen von jedem Stamme.
DEU 1:24 Die zogen geradewegs ins Gebirge hinauf, gelangten bis zum Thale 
Eskol und kundschafteten das Land aus.
DEU 1:25 Auch nahmen sie etliche von den Frchten des Landes mit sich und 
brachten sie zu uns herab. Und sie gaben uns Bescheid und sprachen: Das 
Land ist schn, das uns Jahwe, unser Gott, verleihen will.
DEU 1:26 Aber ihr wolltet nicht hinaufziehen und widersetztet euch dem 
Befehle Jahwes, eures Gottes.
DEU 1:27 Ihr murrtet in euren Zelten und spracht: Aus Ha gegen uns hat 
uns Jahwe aus gypten weggefhrt, um uns den Amoritern auszuliefern, damit 
sie uns vertilgen.
DEU 1:28 Wohin ziehen wir denn sonst? Unsere eigenen Volksgenossen haben 
uns allen Mut genommen, indem sie sprachen: Leute sind es, die grer und 
von hherem Wuchse sind als wir, Stdte, die gro und himmelhoch befestigt 
sind, und sogar Enakiter haben wir dort gesehen!
DEU 1:29 Da sprach ich zu euch: Entsetzt euch nicht und frchtet euch 
nicht vor ihnen!
DEU 1:30 Jahwe, euer Gott, der euch voranzieht, wird selbst fr euch 
streiten, ganz so, wie er euch in gypten sichtbar beigestanden hat,
DEU 1:31 und in der Steppe, die du gesehen hast, wo dich Jahwe, dein Gott, 
getragen hat, wie einer sein Kind trgt, auf dem ganzen Wege, den ihr 
zurckgelegt habt, bis zu eurer Ankunft an diesem Orte.
DEU 1:32 Aber trotz alledem hattet ihr kein Vertrauen zu Jahwe, eurem 
Gotte,
DEU 1:33 der euch auf dem Wege voranzog, um euch einen Lagerplatz 
auszusuchen: des Nachts im Feuer, damit ihr sehen knntet auf dem Wege, 
den ihr ziehen mutet, und tagsber in der Wolke.
DEU 1:34 Als Jahwe eure Reden hrte, wurde er zornig und that den Schwur:
DEU 1:35 Nicht ein einziger von diesen Mnnern, von diesem bsen 
Geschlechte, soll das schne Land sehen, das ich ihren Vtern zugeschworen 
habe.
DEU 1:36 Nur Kaleb, der Sohn Jephunnes, soll es zu sehen bekommen, und ihm 
und seinen Kindern will ich das Land geben, das er betreten hat, weil er 
Jahwe vollen Gehorsam bewiesen hat.
DEU 1:37 Auch auf mich zrnte Jahwe um euretwillen, so da er sprach: Auch 
du sollst nicht dorthin gelangen.
DEU 1:38 Josua, der Sohn Nuns, der dein stndiger Diener ist, er soll 
hinein gelangen; ihm sprich Mut ein, denn er wird es unter die Israeliten 
verteilen.
DEU 1:39 Eure Kleinen aber, von denen ihr sagtet: Sie werden eine Beute 
der Feinde werden! und eure Shne, die heute noch nicht zwischen gut und 
bse zu unterscheiden wissen, sie werden hinein gelangen, ihnen werde ich 
es geben, und sie sollen es in Besitz nehmen.
DEU 1:40 Ihr aber macht kehrt und brecht auf in die Steppe auf dem Wege 
zum Schilfmeer.
DEU 1:41 Da antwortetet ihr und spracht zu mir: Wir haben uns gegen Jahwe 
versndigt; wir wollen nun doch hinaufziehen und kmpfen, ganz wie es uns 
Jahwe, unser Gott, befohlen hat! Und ihr grtetet euch insgesamt eure 
Waffen um und zogt leichtsinnigerweise hinauf ins Gebirge.
DEU 1:42 Da sprach Jahwe zu mir: Sage ihnen: Zieht nicht hinauf und wagt 
keine Schlacht, denn ich bin nicht unter euch; sonst werdet ihr von euren 
Feinden eine Niederlage erleiden!
DEU 1:43 Ich redete euch zu, aber ihr hrtet nicht, sondern widerspenstig 
gegen den ausdrcklichen Befehl Jahwes zogt ihr vermessenen Sinnes hinauf 
ins Gebirge.
DEU 1:44 Da rckten die Amoriter, die auf jenem Gebirge wohnten, aus, euch 
entgegen, verfolgten euch so hartnckig wie Bienen und versprengten euch 
in Seir bis Horma.
DEU 1:45 Zurckgekehrt jammertet ihr vor Jahwe; aber Jahwe achtete nicht 
auf euer Wehklagen und hrte nicht auf euch.
DEU 1:46 Ihr mutet in Kades die lange Zeit, die ihr dort wart, verweilen.
DEU 2:1 Hierauf machten wir kehrt und brachen auf nach der Steppe auf dem 
Wege zum Schilfmeere, wie uns Jahwe geboten hatte. Und als wir das Gebirge 
Seir schon eine lange Zeit umzogen hatten,
DEU 2:2 sprach Jahwe zu mir also:
DEU 2:3 Ihr habt nun lange genug dieses Gebirge umzogen; schlagt die 
Richtung nach Norden ein!
DEU 2:4 Und dem Volke gieb folgenden Befehl: Es steht euch der Durchzug 
durch das Gebiet eurer Brder, der Shne Esaus, die in Seir wohnen, bevor, 
und sie werden sich vor euch frchten. Aber nehmt euch wohl in acht,
DEU 2:5 da ihr nicht Krieg mit ihnen anfangt; denn ich werde euch auch 
nicht einen Fu breit von ihrem Lande geben, da ich das Gebirge Seir Esau 
zum Erbbesitze verliehen habe.
DEU 2:6 Was ihr an Speise braucht, sollt ihr ihnen mit Geld abkaufen, 
damit ihr zu essen habt, und ebenso sollt ihr auch das ntige Wasser mit 
Geld von ihnen kaufen, damit ihr zu trinken habt.
DEU 2:7 Jahwe, dein Gott, hat dich ja in allem, was du unternommen hast, 
gesegnet. Er hat fr deinen Marsch durch diese groe Steppe Frsorge 
getragen: vierzig Jahre sind es nun, da Jahwe, dein Gott, mit dir ist; an 
nichts hat es dir gefehlt.
DEU 2:8 Indem wir nun von unsern Brdern, den Shnen Esaus, die ihre 
Wohnsitze in Seir haben, den Weg in der Steppe von Elath und Eziongeber 
weg weiter zogen, marschierten wir weiter in der Richtung nach der Steppe 
Moabs.
DEU 2:9 Da sprach Jahwe zu mir: Befehde die Moabiter nicht und la dich in 
keinen Krieg mit ihnen ein; denn ich gebe dir von ihrem Lande nichts zum 
Eigentume, da ich Ar den Nachkommen Lots zum Erbbesitze verliehen habe.
DEU 2:10 Die Emiter wohnten vor Zeiten darin, Leute so gro, zahlreich und 
hochgewachsen, wie die Enakiter.
DEU 2:11 Auch sie galten fr Rephaiter, wie die Enatiter, und die Moabiter 
nannten sie Emiter.
DEU 2:12 In Seir aber wohnten vor Zeiten die Horiter; an deren Stelle 
setzten sich die Shne Esaus fest, nachdem sie sie vertrieben und 
ausgetilgt hatten, gerade wie die Israeliten mit dem Lande verfuhren, das 
ihnen Jahwe zum Erbbesitze verliehen hatte.
DEU 2:13 Macht euch nun auf und berschreitet den Bach Sared! Da 
berschritten wir den Bach Sared.
DEU 2:14 Achtunddreiig Jahre waren wir unterwegs von Kades-Barnea bis zur 
berschreitung des Baches Sared, bis das ganze Geschlecht, die 
kriegstchtige Mannschaft, aus dem Lager weggestorben war, wie Jahwe ihnen 
geschworen hatte.
DEU 2:15 Die Hand Jahwes hatte selbst noch mitgeholfen, um sie bis auf den 
letzten Mann aus der Mitte des Lagers zu vertilgen.
DEU 2:16 Alle kriegstchtige Mannschaft war nun aus dem Volke 
hinweggestorben.
DEU 2:17 Da redete Jahwe mit mir also:
DEU 2:18 Du bist jetzt auf dem Durchzuge durch das Gebiet der Moabiter, 
durch Ar, begriffen
DEU 2:19 und wirst in die nchste Nhe der Ammoniter kommen; befehde sie 
nicht und Ia dich nicht mit ihnen in Streit ein! Denn ich werde dir von 
dem Lande der Ammoniter nichts zum Eigentume geben, da ich es den 
Nachkommen Lots zum Erbbesitze verliehen habe.
DEU 2:20 Es gilt gleichfalls als ein Land der Rephaiter; vor Zeiten 
wohnten Rephaiter darin, und die Ammoniter nannten sie Samsummiter.
DEU 2:21 Es waren Leute, so gro, zahlreich und hochgewachsen, wie die 
Enakiter. Jahwe aber vertilgte sie vor ihnen, so da sie ihr Land 
einnahmen und sich an ihrer Stelle niederlieen bis auf den heutigen Tag,
DEU 2:22 wie er auch fr die Shne Esaus that, die Seir bewohnen, indem er 
die Horiter vor ihnen vertilgte, so da sie ihr Land einnahmen und sich an 
ihrer Stelle niederlieen bis auf den heutigen Tag.
DEU 2:23 Auch die Aviter, die in Gehften bis nach Gaza hin wohnten, 
wurden vertilgt von den Kaphtoritern, die aus Kaphtor kamen, und diese 
lieen sich an ihrer Stelle nieder.
DEU 2:24 Brecht nun auf und berschreitet den Arnonflu. Siehe, ich gebe 
den Amoriter Sihon, den Knig zu Hesbon, samt seinem Land in deine Gewalt; 
beginne die Besetzung und berziehe ihn mit Krieg!
DEU 2:25 Von jetzt an lege ich Furcht und Schrecken vor dir auf die Vlker 
berall unter dem Himmel: Sobald sie nur von dir hren, werden sie vor dir 
zittern und beben.
DEU 2:26 Da schickte ich von der Steppe Kedemoth aus Gesandte mit 
folgenden friedlichen Worten an Sihon, den Knig zu Hesbon:
DEU 2:27 Ich wnsche dein Land zu durchziehen, will aber immerfort nur auf 
der Strae bleiben, ohne zur Rechten oder zur Linken abzubiegen.
DEU 2:28 Nahrungsmittel sollst du mir fr Geld verkaufen, damit ich zu 
essen, und Wasser sollst du mir fr Geld liefern, damit ich zu trinken 
habe. Um nichts, als um den Weg fr meine Fe zum Durchzug ersuche ich, -
DEU 2:29 das haben mir ebenso die Shne Esaus, die in Seir, und die 
Moabiter, die in Ar wohnen, gestattet, - bis ich ber den Jordan in das 
Land hinberziehen kann, das Jahwe, unser Gott, uns verleihen will.
DEU 2:30 Aber Sihon, der Knig zu Hesbon, weigerte sich, uns den Durchzug 
zu gestatten, weil Jahwe, dein Gott, seinen Sinn unbeugsam und sein Herz 
verstockt gemacht hatte, damit er ihn in deine Gewalt gebe, wie es jetzt 
gekommen ist.
DEU 2:31 Da sprach Jahwe zu mir: Siehst du, ich habe dir bereits Sihon und 
sein Land preisgegeben; beginne nun mit der Besetzung, um sein Land in 
Besitz zu nehmen.
DEU 2:32 Und als Sihon mit seinem gesamten Kriegsvolke gegen uns 
ausrckte, um uns bei Jahaz eine Schlacht zu liefern,
DEU 2:33 gab ihn Jahwe, unser Gott, uns preis, so da wir ihn samt seinen 
Shnen und seinem gesamten Kriegsvolke besiegten.
DEU 2:34 Damals nahmen wir auch alle seine Stdte ein und vollstreckten in 
jeglicher Stadt an Mnnern, Weibern und Kindern den Bann; niemanden lieen 
wir entrinnen.
DEU 2:35 Nur das Vieh und den Raub aus den von uns eingenommenen Stdten 
behielten wir fr uns als Beute.
DEU 2:36 Von Aroer am Ufer des Arnonflusses und von der Stadt im Thale bis 
nach Gilead war kein fester Platz, der uns zu steil gewesen wre; alles 
gab Jahwe, unser Gott, uns preis.
DEU 2:37 Nur lieest du das Land der Ammoniter unberhrt, alles, was sich 
zur Seite des Jabokflusses befindet, die Stdte im Gebirge und alles, was 
Jahwe, unser Gott, verboten hatte.
DEU 3:1 Als wir aber in der Richtung nach Basan zogen, rckte Og, der 
Knig von Basan, mit seinem gesamten Kriegsvolk uns entgegen, um uns bei 
Edrei eine Schlacht zu liefern.
DEU 3:2 Da sprach Jahwe zu mir: Habe keine Angst vor ihm! Denn ich gebe 
ihn nebst seinem ganzen Volk und seinem Land in deine Gewalt, und du magst 
mit ihm verfahren, wie du mit dem Amoriterknige Sihon, der in Hesbon 
wohnte, verfahren bist.
DEU 3:3 Und so gab Jahwe, unser Gott, auch Og, den Knig von Basan, mit 
aller seiner Mannschaft in unsere Gewalt, so da wir ihm eine solche 
Niederlage bereiteten, da ihm keiner brig blieb, der htte fliehen 
knnen.
DEU 3:4 Damals nahmen wir alle seine Stdte ein; da war kein fester Platz 
mehr, den wir ihnen nicht weggenommen htten: sechzig Stdte, alles, was 
zum Bezirke Argob, zum Knigreiche Ogs in Basan gehrte, -DEU 3:5 lauter 
Stdte, die mit hoher Mauer, mit Thoren und Riegeln befestigt waren, - 
auerdem noch zahllose offene Landstdte.
DEU 3:6 Wir vollstreckten an ihnen, in gleicher Weise, wie bei Sihon, dem 
Knige zu Hesbon, den Bann, indem wir in jeglicher Stadt Mnner, Weiber 
und Kinder austilgten;
DEU 3:7 alles Vieh aber samt dem Raub aus den Stdten behielten wir fr 
uns als Beute.
DEU 3:8 So eroberten wir damals das den beiden Amoriterknigen gehrige 
Land jenseits des Jordan vom Arnonflusse bis zum Hermongebirge -DEU 3:9 
die Sidonier nennen den Hermon Sirjon, die Amoriter dagegen nennen ihn 
Senir -:
DEU 3:10 alle Stdte in der Ebene, ganz Gilead und ganz Basan bis Salcha 
und Edrei, die zum Knigreiche Ogs gehrenden Stdte in Basan.
DEU 3:11 Denn Og, der Knig von Basan, war der letzte von den berresten 
der Rephaiter. Sein Sarg aus Basalt ist noch in der Ammoniterstadt Rabba 
zu sehen; er mit nach gewhnlicher Elle in der Lnge neun und in der 
Breite vier Ellen.
DEU 3:12 Von diesem Lande nahmen wir damals Besitz. Von Aroer an, das am 
Arnonflusse liegt, bergab ich es nebst der Hlfte des Gebirges Gilead und 
den zugehrigen Stdten den Rubeniten und den Gaditen.
DEU 3:13 Dem halben Stamme Manasse aber bergab ich den brigen Teil von 
Gilead und ganz Basan, das Knigreich Ogs, den ganzen Bezirk Argob; jenes 
ganze Basan wird Land der Rephaiter genannt.
DEU 3:14 Jair, der Sohn Manasses, hatte den ganzen Bezirk Argob bis zum 
Gebiete der Gesuriter und Maachatiter eingenommen und diese Gegenden, 
Basan, nach seinem Namen Drfer Jairs genannt, und so heien sie bis auf 
diesen Tag.
DEU 3:15 Machir gab ich Gilead
DEU 3:16 und den Rubeniten und Gaditen gab ich das Gebiet von Gilead an 
bis zum Arnonflu, bis zu der Mitte des Thales als der Sdgrenze, bis an 
den Arnonflu, die Grenze der Ammoniter,
DEU 3:17 ferner den stlichen Teil der Steppe mit dem Jordan als Grenze 
vom See Kinnereth an bis zum Meere der Steppe, dem Salzmeer, am Fue der 
Abhnge des Pisga.
DEU 3:18 Damals gebot ich euch folgendes: Jahwe, euer Gott, hat euch 
dieses Land zum Besitze gegeben; aber gerstet mt ihr, so viele von euch 
kriegstchtige Mnner sind, euern Volksgenossen, den Israeliten, 
voranziehn,
DEU 3:19 nur eure Weiber und eure Kinder, sowie euer Vieh (ich wei, da 
ihr viel Vieh habt) sollen sich in euren Stdten die ich euch verliehen 
habe, niederlassen, -DEU 3:20 bis Jahwe euren Volksgenossen, wie euch, 
Ruhe verliehen hat, und auch sie das Land in Besitz genommen haben, das 
ihnen Jahwe, euer Gott, jenseits des Jordan verleihen will. Dann mgt ihr 
heimkehren, ein jeder in sein Besitztum, das ich euch verliehen habe.
DEU 3:21 Josua aber gab ich damals folgende Weisung: Du hast mit deinen 
eigenen Augen alles mit angesehen, was Jahwe, euer Gott, diesen beiden 
Knigen widerfahren lie; auf die gleiche Weise wird Jahwe mit allen 
Knigreichen drben verfahren, wohin du ziehen wirst.
DEU 3:22 Du brauchst sie nicht zu frchten; denn Jahwe, euer Gott, ist es, 
der fr euch streitet.
DEU 3:23 Auch flehte ich damals zu Jahwe um Erbarmen, indem ich sprach:
DEU 3:24 O Herr, Jahwe, du hast nun bereits, deinem Knechte gezeigt, wie 
gro du bist, und wie stark deine Hand ist; wo ist im Himmel oder auf 
Erden ein Gott, der solche Werke und gewaltige Thaten verrichten knnte, 
wie du!
DEU 3:25 La mich doch auch hinbergelangen, da ich das schne Land sehe, 
das jenseits des Jordan liegt, diese schnen Berge und den Libanon!
DEU 3:26 Aber Jahwe erzrnte sich ber mich um euretwillen und erhrte 
mich nicht; sondern Jahwe sprach zu mir: La es genug sein! Rede nichts 
weiter zu mir in dieser Sache!
DEU 3:27 Steige hinauf auf den Gipfel des Pisga und la deine Blicke nach 
Westen, Norden, Sden und Osten schweifen, da du es mit deinen Augen 
sehest! Denn du wirst diesen Jordan nicht berschreiten.
DEU 3:28 Josua aber gieb Anweisung, sprich ihm Mut ein und strke ihn, 
denn er soll an der Spitze dieses Volks hinberziehn und er soll ihnen das 
Land, das du schaust, austeilen.
DEU 3:29 Und so blieben wir im Thale, gegenber von Beth-Peor.
DEU 4:1 Nun aber hre, Israel, die Satzungen und die Rechte, die ich euch 
lehre, da ihr darnach thun sollt, damit ihr am Leben bleibt und in den 
Besitz des Landes gelangt, das Jahwe, der Gott eurer Vter, euch verleihen 
will.
DEU 4:2 Ihr sollt zu den Geboten, die ich euch gebe, weder etwas 
hinzufgen, noch etwas davon wegnehmen; sondern ihr sollt die Gebote 
Jahwes, eures Gottes, die ich euch gebe, befolgen.
DEU 4:3 Mit eigenen Augen konntet ihr sehen, was Jahwe wegen des Baal-Peor 
gethan hat: Alle die, welche dem Baal-Peor nachliefen, hat Jahwe, euer 
Gott, aus eurer Mitte hinweggetilgt;
DEU 4:4 ihr aber, die ihr treulich an Jahwe, eurem Gotte, festhieltet, 
seid heute noch alle am Leben.
DEU 4:5 Merkt euch, ich habe euch Satzungen und Rechte gelehrt, wie mir 
Jahwe, mein Gott, befohlen hat, damit ihr darnach thut dort in dem Land, 
in das ihr zieht, um es in Besitz zu nehmen.
DEU 4:6 Beobachtet und befolgt sie! Denn da wird auch in den Augen der 
anderen Vlker eure Weisheit und Klugheit ausmachen; wenn sie von allen 
diesen Satzungen hren, werden sie sprechen: Wahrlich, ein weises und 
kluges Volk ist diese groe Nation!
DEU 4:7 Denn wo wre irgend eine groe Nation, die einen Gott htte, der 
ihr so nahe ist, wie uns Jahwe, unser Gott, so oft wir ihn anrufen?
DEU 4:8 Und wo wre irgend eine groe Nation, die so vollkommene Satzungen 
und Rechte bese, wie dieses ganze Gesetz, das ich euch heute vorlege?
DEU 4:9 Nur hte dich und nimm dich wohl in acht, da du die Dinge, welche 
du mit eigenen Augen gesehen hast, nicht vergessest, und da sie dir Zeit 
deines Lebens nicht aus dem Sinne kommen; sondern thue sie deinen Kindern 
und Kindeskindern kund.
DEU 4:10 Vergi nicht den Tag, da du am Horeb vor Jahwe, deinem Gotte, 
standest, als mir Jahwe befahl: Versammle mir das Volk! Ich will sie meine 
Worte vernehmen lassen, damit sie mich frchten lernen die ganze Zeit, 
whrend sie auf dem Erdboden leben, und sie auch ihre Kinder lehren.
DEU 4:11 Da tratet ihr herzu und stelltet euch am Fue des Berges auf; der 
Berg aber stand in hellem Feuer bis in den Himmel hinein, whrend im 
brigen Finsternis, Gewlk und Dunkelheit war.
DEU 4:12 Jahwe redete zu euch mitten aus dem Feuer heraus; den Schall der 
Worte hrtet ihr, nur den Schall allein, eine Gestalt aber konntet ihr 
nicht wahrnehmen.
DEU 4:13 Er verkndete euch seinen Bund, den er euch zu halten gebot, die 
zehn Worte, und schrieb sie auf zwei steinerne Tafeln.
DEU 4:14 Mir aber trug Jahwe damals auf, euch Satzungen und Rechte zu 
lehren, damit ihr darnach thtet in dem Land, in das ihr hinberziehen 
werdet, um es in Besitz zu nehmen.
DEU 4:15 So nehmt euch nun - es gilt euer Leben! wohl in acht, da ihr am 
Tag, als Jahwe am Horeb aus dem Feuer zu euch redete, keinerlei Gestalt 
gesehen habt,
DEU 4:16 da ihr nicht so verderbt handelt und euch ein Schnitzbild in 
Gestalt irgend welches Standbildes verfertigt, sei es die Figur eines 
mnnlichen oder eines weiblichen Wesens,
DEU 4:17 die Figur irgend welches vierfigen Tiers auf Erden oder die 
Figur irgend welches beschwingten Vogels, der am Himmel fliegt,
DEU 4:18 die Figur irgend eines Tiers, das auf dem Erdboden umherkriecht, 
oder die Figur irgend eines Fisches, der sich im Wasser unter der Erde 
befindet,
DEU 4:19 und das du, wenn du deine Blicke gen Himmel schweifen Issest und 
die Sonne, den Mond und die Sterne, das ganze Heer des Himmels, 
betrachtest, dich nicht dazu verleiten lssest, dich vor ihnen 
niederzuwerfen und ihnen Verehrung zu bezeigen. Denn Jahwe, dein Gott, hat 
sie allen Vlkern unter allen Himmelsstrichen zugeteilt;
DEU 4:20 euch aber hat Jahwe genommen und euch aus dem Eisenschmelzofen, 
aus gypten, herausgefhrt, da ihr ein Volk wrdet, das ihm besonders zu 
eigen gehrt, wie es jetzt der Fall ist.
DEU 4:21 ber mich aber war Jahwe um euretwillen so zornig geworden, da 
er schwur, ich solle nicht den Jordan berschreiten und nicht das schne 
Land betreten, das dir Jahwe, dein Gott, zum Eigentume geben will;
DEU 4:22 sondern ich werde in diesem Lande sterben, ohne den Jordan 
berschritten zu haben. Ihr aber werdet hinberziehn, um dieses schne 
Land in Besitz zu nehmen.
DEU 4:23 Seid auf eurer Hut, da ihr nicht des Bundes, den Jahwe, euer 
Gott, mit euch geschlossen hat, vergesset und euch ein Schnitzbild in der 
Gestalt von irgend etwas anfertigt, was dir Jahwe, dein Gott, verboten hat.
DEU 4:24 Denn Jahwe, dein Gott, ist ein verzehrendes Feuer, ein eifriger 
Gott!
DEU 4:25 Wenn ihr, nachdem dir Kinder und Kindeskinder geboren sind, und 
ihr lngst eingelebt seid im Lande, verderbt handeln solltet, indem ihr 
euch ein Schnitzbild in Gestalt von irgend etwas anfertigt und euch so 
gegen Jahwe, euren Gott, versndigtet, so da er erzrnt wrde,
DEU 4:26 so nehme ich heute den Himmel und die Erde zu Zeugen gegen euch, 
da ihr dann schIeunigst aus dem Lande vertilgt werden sollt, in das ihr 
ber den Jordan hinberziehen werdet, um es in Besitz zu nehmen. Ihr 
werdet dann nicht eine lange Reihe von Jahren darin bleiben, sondern 
gnzlich daraus vertilgt werden.
DEU 4:27 Und zwar wird euch Jahwe unter die Vlker zerstreuen, und nur 
eine geringe Zahl von euch wird brig bleiben unter den Nationen, unter 
welche euch Jahwe wegfhren wird.
DEU 4:28 Dort werdet ihr Gtter verehren, die von Menschenhnden gemacht 
sind, hlzerne und steinerne, die weder sehen noch hren, weder essen noch 
riechen knnen.
DEU 4:29 Dort wirst du dann Jahwe, deinen Gott, suchen und wirst ihn 
finden, wenn du von ganzem Herzen und von ganzer Seele nach ihm verlangst.
DEU 4:30 In deiner Not, wenn dich alles dies betroffen haben wird, wirst 
du dich in der darauf folgenden Zeit zu Jahwe, deinem Gotte, bekehren und 
auf seine Stimme hren.
DEU 4:31 Denn Jahwe, dein Gott, ist ein barmherziger Gott; er wird dich 
nicht fahren lassen und will nicht dein Verderben, und er wird des Bundes 
mit deinen Vtern nicht vergessen, den er ihnen eidlich bekrftigt hat.
DEU 4:32 Denn frage doch in den frheren Zeiten nach, die vor dir gewesen 
sind, seit der Zeit, wo Gott Menschen auf der Erde erschaffen hat, und von 
einem Ende des Himmels bis zum andern, ob je so groe Dinge geschehen 
sind, oder ob je dergleichen gehrt wurde!
DEU 4:33 Ob jemals ein Volk Gott vernehmlich mitten aus dem Feuer heraus 
reden hrte, wie du es gehrt hast, und am Leben blieb!
DEU 4:34 Oder ob je ein Gott auch nur den Versuch gemacht hat, auf Erden 
zu kommen, um sich mit Machterweisen, Zeichen und Wundern, mit Krieg, mit 
starker Hand und ausgerecktem Arm und mit erstaunlicher Gewalt eine Nation 
aus der Mitte einer andern herauszuholen, wie es doch Jahwe, euer Gott, 
vor deinen Augen in gypten mit euch gethan hat!
DEU 4:35 Du hast solches zu sehen bekommen, damit du erkennen solltest, 
da Jahwe der wahre Gott ist, da es auer ihm keinen giebt.
DEU 4:36 Vom Himmel her lies er dich seine Stimme hren, um dich zurecht 
zu leiten, und auf der Erde lie er dich sein groes Feuer sehen, und aus 
dem Feuer heraus hast du seine Worte vernommen.
DEU 4:37 Zum Danke dafr, da er deine Vter lieb gewonnen und ihre 
Nachkommen nach ihnen erwhlt und dich in eigener Person mit seiner groen 
Kraft auf gypten hinweggefhrt hat,
DEU 4:38 in der Absicht, Vlker, die grer und strker sind, als du, vor 
dir zu vertreiben, damit er dich in ihr Land bringe und es dir zum 
Eigentume gebe, wie es jetzt geschieht, -DEU 4:39 sollst du jetzt erkennen 
und dir zu Herzen nehmen, da Jahwe Gott ist im Himmel droben und drunten 
auf Erden und keiner sonst,
DEU 4:40 und sollst auch seine Satzungen und Gebote, die ich dir heute 
gebe, beobachten, damit es dir und deinen Kindern nach dir wohlergehe, und 
du allezeit lange leben mgest in dem Lande, das dir Jahwe, dein Gott, 
verleihen will.
DEU 4:41 Damals sonderte Mose in dem jenseits des Jordan gegen 
Sonnenaufgang gelegenen Gebiete drei Stdte aus,
DEU 4:42 damit ein solcher, der etwa seinen Nchsten unvorstzlich und 
ohne da er ihm schon lngst feind war, gettet htte, sich dorthin 
flchten und durch die Flucht in eine dieser Stdte sein Leben retten 
knnte:
DEU 4:43 Bezer in der Steppe auf der Hochebene fr die Rubeniten, Ramoth 
in Gilead fr die Gaditen und Golan in Basan fr die Manassiten.
DEU 4:44 Und dies ist das Gesetz, das Mose den Israeliten vorlegte.
DEU 4:45 Dies sind die Verordnungen, Satzungen und Rechte, welche Mose den 
Israeliten bei ihrem Auszug aus gypten verkndigte,
DEU 4:46 jenseits des Jordan im Thale, gegenber von Beth-Peor im Lande 
des Amoriterknigs Sihon, der zu Hesbon wohnte, den Mose und die 
Israeliten bei ihrem Auszug aus gypten besiegt
DEU 4:47 und dessen Land sie, wie auch das Land Ogs, des Knigs von Basan, 
erobert hatten, das Land der beiden Amoriterknige, welche jenseits des 
Jordan auf der Seite nach Sonnenaufgang herrschten,
DEU 4:48 von Aroer am Ufer des Arnonflusses an bis zum Berge Sion, das ist 
dem Hermon,
DEU 4:49 samt der ganzen Steppe auf der Ostseite des Jordan bis zum Meere 
der Steppe am Fue der Abhnge des Pisga.
DEU 5:1 Mose berief das ganze Israel und sprach zu ihnen: Hre, Israel, 
die Satzungen und die Rechte, die ich heute vor euren Ohren rede! Lernt 
sie und habt acht darauf, sie zu befolgen.
DEU 5:2 Jahwe, unser Gott, hat mit uns am Horeb einen Bund geschlossen.
DEU 5:3 Nicht mit unsern Vtern hat Jahwe diesen Bund geschlossen, sondern 
mit uns, den Lebenden, mit uns allen, die wir heute hier sind.
DEU 5:4 Jahwe redete mit euch auf dem Berge von Angesicht zu Angesicht aus 
dem Feuer;
DEU 5:5 ich selbst aber hatte damals meinen Standort zwischen Jahwe und 
euch, um euch Jahwes Wort mitzuteilen, weil ihr euch vor dem Feuer 
frchtetet und nicht auf den Berg hinaufstiegt. Und er sprach:
DEU 5:6 Ich bin Jahwe, dein Gott, der dich aus gypten, dem Lande, wo ihr 
Sklaven wart, weggefhrt hat.
DEU 5:7 Du sollst keinen anderen Gott haben neben mir.
DEU 5:8 Du sollst dir keinen Gtzen verfertigen, irgend ein Abbild von 
etwas, was droben am Himmel oder unten auf der Erde oder im Wasser unter 
der Erde ist.
DEU 5:9 Du sollst dich vor ihnen nicht niederwerfen, noch sie verehren, 
denn ich, Jahwe, dein Gott, bin ein eiferschtiger Gott, der die 
Verschuldung der Vter ahndet an den Kindern, sowie an den Enkeln und 
Urenkeln derer, die mich hassen,
DEU 5:10 aber Gnade erweist solchen, die mich lieben und meine Befehle 
beobachten, auf Tausende hinaus.
DEU 5:11 Du sollst den Namen Jahwes, deines Gottes, nicht freventlich 
aussprechen, denn Jahwe lt den nicht ungestraft, der seinen Namen 
freventlich ausspricht.
DEU 5:12 Beobachte den Sabbattag, da du ihn heilig haltest, wie dir 
Jahwe, dein Gott befohlen hat.
DEU 5:13 Sechs Tage hindurch sollst du arbeiten und alle deine Geschfte 
verrichten,
DEU 5:14 aber der siebente Tag ist ein Jahwe, deinem Gotte, geweihter 
Sabbat, da sollst du keinerlei Geschft verrichten, weder du selbst, noch 
dein Sohn, noch deine Tochter, noch dein Sklave, noch deine Sklavin, noch 
dein Ochse, noch dein Esel, noch eines deiner Lasttiere, noch der Fremde, 
der sich in deinen Ortschaften aufhlt, damit dein Sklave und deine 
Sklavin ruhen knnen, wie du.
DEU 5:15 Denke daran, da du selbst Sklave gewesen bist in gypten, und 
da dich Jahwe, dein Gott, mit starker Hand und ausgerecktem Arme von dort 
hinweggefhrt hat. Darum hat dir Jahwe, dein Gott, befohlen, den Sabbattag 
zu begehen.
DEU 5:16 Sei ehrerbietig gegen deinen Vater und deine Mutter, wie dir 
Jahwe, dein Gott, befohlen hat, damit du lange lebest und es dir wohl gehe 
auf dem Boden, den dir Jahwe, dein Gott, zu eigen geben wird.
DEU 5:17 Du sollst nicht morden. Du sollst nicht ehebrechen. Du sollst 
nicht stehlen. Du sollst gegen deinen Nchsten nicht als falscher Zeuge 
aussagen.
DEU 5:18 Du sollst nicht Verlangen tragen nach deines Nchsten Weibe, noch 
sollst du Verlangen haben nach dem Hause deines Nchsten, oder nach seinem 
Felde, seinem Sklaven, seiner Sklavin, seinem Ochsen oder Esel, oder nach 
irgend etwas, das deinem Nchsten gehrt.
DEU 5:19 Diese Worte und nichts weiter redete Jahwe mit lauter Stimme zu 
eurer ganzen Versammlung auf dem Berge aus dem Feuer, dem Gewlk und der 
Dunkelheit heraus; und nachdem er sie auf zwei steinerne Tafeln 
geschrieben hatte, bergab er sie mir.
DEU 5:20 Als ihr nun die Stimme aus dem Dunkel heraus vernahmt, whrend 
der Berg in hellem Feuer stand, da tratet ihr zu mir heran, eure 
smtlichen Stammhupter und Vornehmsten,
DEU 5:21 und spracht: Jahwe, unser Gott, hat uns nun seine Herrlichkeit 
und seine Gre sehen lassen, und wir haben seine Stimme aus dem Feuer 
heraus vernommen; so haben wir uns heute berzeugt, da Gott mit dem 
Menschen reden kann, ohne da dieser sterben mu.
DEU 5:22 Warum also sollen wir etwa jetzt noch sterben? Denn wir frchten, 
dieses groe Feuer wird uns verzehren; wenn wir noch lnger die Stimme 
Jahwes, unseres Gottes, anhren, so mssen wir sterben.
DEU 5:23 Denn wo gbe es irgend ein sterbliches Wesen, da, wie wir, den 
lebendigen Gott mit vernehmlicher Stimme aus dem Feuer heraus htte reden 
hren und am Leben geblieben wre?
DEU 5:24 Tritt du hinzu und hre, was irgend Jahwe, unser Gott, sprechen 
wird, und du mgest uns dann alles, was Jahwe, unser Gott, zu dir reden 
wird, berichten, damit wir es hren und darnach thun.
DEU 5:25 Als nun Jahwe eure lauten Reden bei eurer Besprechung mit mir 
vernahm, da sprach Jahwe zu mir: Ich habe die Reden vernommen, die dieses 
Volk an dich gerichtet hat; sie haben recht mit dem, was sie gesagt haben.
DEU 5:26 Mchte dies nur immer ihre Gesinnung bleiben, da sie mich 
frchten und alle meine Gebote halten, damit es ihnen und ihren Nachkommen 
immerdar wohl gehe!
DEU 5:27 Geh, sage ihnen: Kehrt nur zu euren Zelten zurck!
DEU 5:28 Du aber bleibe hier bei mir stehen, da ich dir alle Gebote, 
Satzungen und Rechte mitteile, welche du sie lehren sollst, damit sie 
darnach thun in dem Lande, das ich ihnen zu eigen geben werde.
DEU 5:29 So achtet nun darauf, da ihr befolgt, was euch Jahwe, euer Gott, 
befohlen hat, ohne zur Rechten oder zur Linken davon abzuweichen.
DEU 5:30 Genau den Weg, den Jahwe, euer Gott, euch vorgeschrieben hat, 
sollt ihr gehen, damit ihr am Leben bleibt und glcklich seid und lange 
lebet in dem Lande, das ihr in Besitz nehmen werdet.
DEU 6:1 Dies aber sind die Gebote, die Satzungen und Rechte, die ich euch 
nach dem Befehle Jahwes, eures Gottes, lehren soll, damit ihr sie dort in 
dem Land, in das ihr hinberzieht, um es in Besitz zu nehmen, befolgen 
sollt,
DEU 6:2 damit du, dein Sohn und dein Enkel, dein Leben lang in Furcht vor 
Jahwe, deinem Gott, alle seine Satzungen und Gebote haltest, die ich dir 
befehle, und damit du infolgedessen lange lebest.
DEU 6:3 Hast du sie aber gehrt, Israel, so trage Sorge, sie zu befolgen, 
damit es dir wohl gehe und ihr beraus zahlreich werdet, wie Jahwe, der 
Gott deiner Vter, dir verheien hat, ein Land, das von Milch und Honig 
berfliet.
DEU 6:4 Hre, Israel! Jahwe, unser Gott, Jahwe ist nur einer!
DEU 6:5 Und du sollst Jahwe, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von 
ganzer Seele und mit aller deiner Kraft.
DEU 6:6 Diese Worte, die ich dir heute vorlege, sollen dir im Herzen 
bleiben;
DEU 6:7 auch sollst du sie deinen Kindern einschrfen und von ihnen reden, 
wenn du in deinem Hause weilst oder dich auf Reisen befindest, wenn du 
dich niederlegst und wieder aufstehst.
DEU 6:8 Du sollst sie als ein Denkzeichen auf deine Hand binden und als 
Stirnbnder zwischen den Augen haben
DEU 6:9 und sollst sie auf die Pfosten deines Hauses und an deine Thore 
schreiben.
DEU 6:10 Wenn dich nun Jahwe, dein Gott, in das Land bringen wird, das er 
dir kraft des deinen Vtern Abraham, Isaak und Jakob geleisteten Eides 
verleihen will, in ein Land mit groen und schnen Stdten, die du nicht 
gebaut hast,
DEU 6:11 mit Husern, die ohne dein Zuthun mit Gtern jeder Art angefllt 
sind, mit ausgehauenen Cisternen, die du nicht ausgehauen hast, und mit 
Wein- und Olivengrten, die du nicht gepflanzt hast, und du dich satt 
darin issest,
DEU 6:12 so hte dich wohl, da du nicht Jahwes vergessest, der dich aus 
gypten, dem Lande, wo du Sklave warst, hinweggefhrt hat!
DEU 6:13 Jahwe, deinen Gott, sollst du frchten, ihn sollst du verehren 
und bei seinem Namen schwren;
DEU 6:14 nicht aber drft ihr irgend einem anderen Gotte nachgehen von den 
Gttern der Vlker, welche rings um euch wohnen.
DEU 6:15 Denn Jahwe, dein Gott, ist ein eiferschtiger Gott in deiner 
Mitte; gar leicht knnte Jahwe, dein Gott, zornig ber dich werden und 
dich vom Erdboden vertilgen!
DEU 6:16 Ihr sollt Jahwe, euren Gott, nicht versuchen, wie ihr ihn 
versucht habt in Massa.
DEU 6:17 Vielmehr sollt ihr die Gebote Jahwes, eures Gottes, halten, seine 
Verordnungen und Satzungen, die er dir gegeben hat,
DEU 6:18 und sollst thun, was recht und gut ist in den Augen Jahwes, damit 
es dir wohl gehe und du hineinkommest und das schne Land, das Jahwe 
deinen Vtern zugeschworen hat, in Besitz nehmest,
DEU 6:19 wenn Jahwe, wie er verheien hat, alle deine Feinde vor dir 
verjagt.
DEU 6:20 Wenn dich knftig dein Sohn fragt: Was haben diese Verordnungen, 
Satzungen und Rechte zu bedeuten, die Jahwe, unser Gott, euch befohlen hat?
DEU 6:21 so sollst du deinem Sohne antworten: Wir waren Sklaven des Pharao 
in gypten, aber Jahwe fhrte uns mit starker Hand aus gypten hinweg.
DEU 6:22 Jahwe that vor unseren Augen groe und verderbenbringende Zeichen 
und Wunder an gypten, am Pharao und an seinem ganzen Hause;
DEU 6:23 uns aber fhrte er von dort hinweg, um uns hineinzubringen und 
uns das Land zu geben, das er unseren Vtern zugeschworen hatte.
DEU 6:24 Und Jahwe befahl uns, alle diese Satzungen zu befolgen, indem wir 
Jahwe, unseren Gott, frchteten, damit wir immerdar glcklich seien und er 
uns am Leben erhalte, wie bisher.
DEU 6:25 Und wir werden rechtschaffen vor Jahwe, unserem Gotte, dastehen, 
wenn wir darauf bedacht sein werden, alle diese Gebote zu befolgen, wie er 
uns befohlen hat.
DEU 7:1 Wenn dich Jahwe, dein Gott, in das Land, in das du hineinziehst, 
um es in Besitz zu nehmen, gebracht und viele Nationen: die Hethiter, 
Girgasiter, Amoriter, Kanaaniter, Pheresiter, Heviter und Jebusiter, 
sieben Nationen, die grer und mchtiger sind, als du, vor dir 
ausgetrieben haben wird,
DEU 7:2 und wenn Jahwe, dein Gott, sie dir preisgegeben und du sie besiegt 
haben wirst, so sollst du den Bann an ihnen vollstrecken: du darfst ihnen 
nicht Friedensbedingungen auferlegen, noch Gnade gegen sie ben!
DEU 7:3 Auch darfst du dich nicht mit ihnen verschwgern; weder darfst du 
deine Tochter einem ihrer Shne zum Weibe geben, noch eine ihrer Tchter 
fr deinen Sohn zum Weibe nehmen.
DEU 7:4 Denn sie knnten deinen Sohn mir abspenstig machen, so da er 
andere Gtter verehrte, und Jahwe ber euch zornig werden und dich 
schleunigst vertilgen wrde.
DEU 7:5 Vielmehr, auf folgende Weise sollt ihr mit ihnen verfahren: Ihre 
Altre sollt ihr zerstren, ihre Malsteine zertrmmern, ihre heiligen 
Bume umhauen und ihre Schnitzbilder verbrennen.
DEU 7:6 Denn ein Jahwe, deinem Gotte, geheiligtes Volk bist du; dich hat 
Jahwe, dein Gott, aus allen Vlkern auf dem Erdboden zum Eigentumsvolke 
fr sich erwhlt.
DEU 7:7 Nicht, weil ihr an Zahl alle Vlker bertroffen httet, hat Jahwe 
sich euch zugeneigt und euch erwhlt, - denn ihr seid das kleinste von 
allen Vlkern -,
DEU 7:8 sondern weil Jahwe Liebe zu euch hat und den Eid halten wollte, 
den er euren Vtern geschworen hat, fhrte euch Jahwe mit starker Hand 
hinweg und befreite dich aus der Sklaverei, aus der Gewalt des Pharao, des 
Knigs von gypten,
DEU 7:9 damit du erkennest, da Jahwe, dein Gott, der wahre Gott ist, der 
treue Gott, der den Bund und die Huld bis auf tausend Geschlechter denen 
bewahrt, die ihn lieben und seine Gebote halten,
DEU 7:10 aber einen jeden von denen, die ihn hassen, an seiner eigenen 
Person die Vergeltung erfahren lt, indem er ihn vertilgt. Er gewhrt 
dem, der ihn hat, keinen Aufschub, sondern lt ihn an seiner eigenen 
Person die Vergeltung erfahren.
DEU 7:11 Darum sollst du die Gebote, Satzungen und Rechte befolgen, die 
ich dir heute gebiete, da du darnach thun sollst.
DEU 7:12 Wenn ihr nun diese Rechte gehorsam befolgt und innehaltet, so 
wird dir dafr Jahwe, dein Gott, auch den Bund und die Huld bewahren, die 
er deinen Vtern geschworen hat:
DEU 7:13 er wird dich lieben, segnen und mehren, er wird deine 
Leibesfrucht und deine Feldfrucht, dein Getreide, deinen Most und dein l, 
den Wurf deiner Rinder und den Zuwachs deiner Kleinviehherde in dem Lande 
segnen, das er dir kraft des deinen Vtern geleisteten Eides verleihen 
will.
DEU 7:14 Gesegnet wirst du sein vor allen Vlkern; unter deinen Mnnern 
und Weibern wird es keine unfruchtbaren geben und ebenso unter deinem Vieh.
DEU 7:15 Jahwe wird jegliche Krankheit von dir fernhalten und keine der 
bsen gyptischen Seuchen, die du wohl kennst, dir auferlegen, vielmehr 
alle die damit behaften, die dich hassen.
DEU 7:16 Alle die Vlker aber, die Jahwe, dein Gott, dir preisgiebt, 
sollst du vertilgen, ohne mitleidig auf sie zu blicken, und ihre Gtter 
sollst du nicht verehren; denn das wre fr dich ein Fallstrick.
DEU 7:17 Falls du aber denken solltest: diese Nationen sind grer, als 
ich; wie sollte ich sie vertreiben knnen?
DEU 7:18 so habe keine Furcht vor ihnen, gedenke vielmehr an das, was 
Jahwe, dein Gott, dem Pharao und ganz gypten widerfahren lie,
DEU 7:19 an die groen Machterweise, die du mit eigenen Augen gesehen 
hast, an die Zeichen und Wunder, die starke Hand und den ausgereckten Arm, 
womit dich Jahwe, dein Gott, hinweggefhrt hat! Ebenso wird Jahwe, dein 
Gott, mit allen den Vlkern verfahren, vor denen du jetzt Furcht hast.
DEU 7:20 Ja, auch die Hornissen wird Jahwe, dein Gott, gegen sie 
entsenden, bis alle vernichtet sind, die brig geblieben sind und die sich 
vor dir versteckt haben.
DEU 7:21 Entsetze dich nicht vor ihnen! Denn Jahwe, dein Gott, ist in 
deiner Mitte als ein groer und furchtbarer Gott
DEU 7:22 und Jahwe dein Gott, wird nach und nach diese Vlker vor dir 
austreiben. Du darfst sie nicht rasch vertilgen, sonst knnten dir die 
wilden Tiere zu zahlreich werden.
DEU 7:23 Jahwe, dein Gott, wird sie dir preisgeben und in groe Verwirrung 
versetzen, bis sie vernichtet sind.
DEU 7:24 Und er wird ihre Knige in deine Gewalt geben, da du ihren Namen 
unter dem Himmel austilgest; niemand wird vor dir Stand halten, bis du sie 
vernichtet hast.
DEU 7:25 Die Schnitzbilder ihrer Gtter sollt ihr verbrennen, ohne da du 
das Silber und Gold, das an ihnen ist, begehrtest und dir aneignetest, 
damit du nicht etwa dadurch in eine Falle gertst. Denn solches ist fr 
Jahwe, deinen Gott, ein Greuel,
DEU 7:26 und einen Greuel sollst du nicht in dein Haus bringen, damit du 
nicht gleich ihm dem Banne verfallest. Vielmehr verabscheuen sollst du es 
und Grauen davor empfinden; denn es ist dem Banne verfallen.
DEU 8:1 Alle die Gebote, die ich euch heute anbefehle, sollt ihr bedacht 
sein zu erfllen, damit ihr am Leben bleibt und euch vermehrt und 
hineinkommt, das Land in Besitz zu nehmen, welches Jahwe euren Vtern 
zugeschworen hat.
DEU 8:2 Gedenke daran, wie dich Jahwe, dein Gott, nun vierzig Jahre lang 
in der Steppe auf dem ganzen Zuge geleitet hat, um dich zu demtigen und 
auf die Probe zu stellen, damit er erfahre, wie du gesinnt seist, ob du 
seine Gebote erfllen wollest oder nicht!
DEU 8:3 Er demtigte dich, lie dich Hunger leiden und speiste dich dann 
mit dem Manna, das dir und deinen Vtern unbekannt war, um dir kundzuthun, 
da der Mensch nicht von Brot allein lebt, sondern da der Mensch durch 
irgend ein beliebiges Wort, das aus dem Munde Jahwes hervorgeht, am Leben 
erhalten werden kann.
DEU 8:4 Die Kleider, die du trugst, zerfielen nicht, und deine Fe 
schwollen nicht an, nun schon vierzig Jahre lang.
DEU 8:5 So sei denn berzeugt, da Jahwe, dein Gott, dich zurecht leitet, 
wie nur immer jemand seinen Sohn zurecht leiten kann,
DEU 8:6 und befolge die Gebote Jahwes, deines Gottes, indem du auf seinen 
Wegen wandelst und ihn frchtest.
DEU 8:7 Denn Jahwe, dein Gott, bringt dich in ein schnes Land, in ein 
Land mit Wasserbchen, Quellen und Seen, die in den Thlern und auf den 
Bergen entspringen,
DEU 8:8 in ein Land mit Weizen und Gerste, mit Weinstcken, Feigen und 
Granatbumen, in ein Land mit Olivenbumen und Honig,
DEU 8:9 ein Land, in dem du dich nicht kmmerlich nhren, sondern in dem 
du an nichts Mangel haben wirst, ein Land, dessen Steine eisenhaltig sind, 
und aus dessen Bergen du Erz graben kannst.
DEU 8:10 Wenn du nun gegessen und dich gesttigt hast, so sollst du Jahwe, 
deinen Gott, fr das schne Land preisen, das er dir verliehen hat.
DEU 8:11 Nimm dich in acht, da du nicht Jahwes, deines Gottes, vergessest 
und dann seine Gebote, Rechte und Satzungen nicht mehr haltest, die ich 
dir heute gebiete.
DEU 8:12 La nicht, wenn du dich satt issest und dir schne Huser zur 
Wohnung baust,
DEU 8:13 wenn deine Rinder und Schafe sich mehren, Silber und Gold dir in 
Menge zu eigen wird, und dein gesamter Besitz sich vergrert,
DEU 8:14 dein Herz hochmtig werden und vergi nicht Jahwes, deines 
Gottes, der dich aus gypten, dem Lande, wo du Sklave warst, hinweggefhrt 
hat,
DEU 8:15 der dich durch die furchtbare, groe Steppe, wo es 
BrandschIangen, Skorpionen und wasserlose drre Gegenden giebt, hindurch 
leitete und dir Wasser aus kieselhartem Felsen hervorquellen lie,
DEU 8:16 der dich in der Steppe mit Manna speiste, welches deinen Vtern 
unbekannt war, um dich zu demtigen und auf die Probe zu stellen, damit er 
dir in der Folgezeit Gutes thue,
DEU 8:17 und denke nicht etwa: Meine Kraft und die Strke meiner Hand hat 
mir diesen Reichtum erworben!
DEU 8:18 Gedenke vielmehr an Jahwe, deinen Gott, denn er ist es, der dir 
Kraft verleiht, Reichtum zu erwerben, um, wie es jetzt geschieht, seine 
Verheiung in Kraft treten zu lassen, die er deinen Vtern beschworen hat.
DEU 8:19 Wenn du aber gleichwohl Jahwes, deines Gottes, vergessen 
solltest, so da du andern Gttern nachfolgst, ihnen dienst und dich vor 
ihnen niederwirfst, so erklre ich euch heute auf das Bestimmteste, da 
ihr zu Grunde gehen werdet.
DEU 8:20 Ganz wie die Vlker, die Jahwe vor euch zu Grunde gehen lt, 
sollt auch ihr zu Grunde gehen, zur Strafe dafr, da ihr der Stimme 
Jahwes, eures Gottes, nicht gehorcht habt.
DEU 9:1 Hre, Israel! Du ziehst jetzt ber den Jordan, um Herr zu werden 
ber Vlker, die grer und mchtiger sind, als du, ber Stdte, die gro 
und himmelhoch befestigt sind,
DEU 9:2 ber ein groes und hochgewachsenes Volk, die Enakiter, die du ja 
selber kennst und von denen du selbst hast sagen hren: Wer vermag den 
Enakitern standzuhalten?
DEU 9:3 So wisse denn jetzt, da es Jahwe, dein Gott, ist, der als 
verzehrendes Feuer dir voranzieht; er wird sie vertilgen und er wird sie 
vor dir niederwerfen, so da du sie rasch aus ihrem Besitze vertreiben und 
vernichten kannst, wie dir Jahwe verheien hat.
DEU 9:4 Denke nicht etwa, wenn Jahwe, dein Gott, sie vor dir herjagt: Um 
meiner Rechtbeschaffenheit willen hat mich Jahwe in den Besitz dieses 
Landes gelangen lassen! - whrend Jahwe diese Vlker vielmehr um ihrer 
Frevel willen vor dir vertreibt.
DEU 9:5 Nicht um deiner Rechtbeschaffenheit und um deines lauteren Herzens 
willen gelangst du in den Besitz ihres Landes, sondern Jahwe, dein Gott, 
vertreibt diese Vlker vor dir um ihrer Frevel willen und um die eidliche 
Zusage zu erfllen, die Jahwe deinen Vtern Abraham, Isaak und Jakob 
gegeben hat.
DEU 9:6 So erkenne nun, da dir Jahwe, dein Gott, dieses schne Land nicht 
um deiner Rechtbeschaffenheit willen zum Besitze verleiht, denn du bist 
ein halsstarriges Volk.
DEU 9:7 Denke daran und vergi es nicht, wie du Jahwe, deinen Gott, in der 
Steppe erzrntest! Von dem Tage an, wo du aus gypten wegzogst, bis zu 
eurer Ankunft an diesem Orte zeigtet ihr euch widerspenstig gegen Jahwe.
DEU 9:8 Am Horeb erzrntet ihr Jahwe, und Jahwe wurde ber euch so 
aufgebracht, da er euch vertilgen wollte.
DEU 9:9 Ich war auf den Berg gestiegen, um die steinernen Tafeln, die 
Tafeln des Bundes, den Jahwe mit euch geschlossen hatte, in Empfang zu 
nehmen, und verweilte vierzig Tage und vierzig Nchte auf dem Berg, ohne 
Brot zu essen und Wasser zu trinken.
DEU 9:10 Jahwe bergab mir die beiden steinernen Tafeln, die vom Finger 
Gottes beschrieben waren und alle die Worte enthielten, die Jahwe am 
Versammlungstag auf dem Berg aus dem Feuer mit euch geredet hatte.
DEU 9:11 Nach Verlauf von vierzig Tagen und vierzig Nchten bergab mir 
Jahwe die beiden steinernen Tafeln, die Tafeln mit dem Gesetz.
DEU 9:12 Dann aber sprach Jahwe zu mir: Auf! steige eilends von hier 
hinab; denn dein Volk, das du aus gypten weggefhrt hast, handelt 
verderbt. Gar schnell sind sie von dem Weg abgewichen, den ich ihnen 
vorgeschrieben habe; sie haben sich ein Gubild verfertigt.
DEU 9:13 Und Jahwe sprach zu mir: Ich sehe nun wohl, da dieses Volk ein 
halsstarriges Volk ist.
DEU 9:14 So la mich nun, da ich sie vertilge und ihren Namen unter dem 
Himmel auslsche und dich zum Stammvater eines Volkes mache, das strker 
und grer ist, als dieses.
DEU 9:15 Da machte ich mich auf den Rckweg und stieg vom Berge, der in 
hellem Feuer stand, hinab, mit den beiden Gesetztafeln in meinen beiden 
Hnden.
DEU 9:16 Da sah ich denn wahrhaftig: Ihr hattet euch gegen Jahwe, euren 
Gott, versndigt, hattet euch ein gegossenes Kalb verfertigt und wart so 
gar schnell von dem Weg abgewichen, den Jahwe euch vorgeschrieben hatte.
DEU 9:17 Da fate ich die beiden Tafeln, schleuderte sie weg aus meinen 
beiden Hnden und zerschmetterte sie vor euren Augen.
DEU 9:18 Dann aber warf ich mich, wie das erste Mal, vierzig Tage und 
vierzig Nchte, ohne Brot zu essen und Wasser zu trinken, vor Jahwe nieder 
um aller eurer Snde willen, die ihr begangen hattet, indem ihr thatet, 
was Jahwe mifiel, so da es ihn erzrnen mute.
DEU 9:19 Denn mir war bange vor dem Zorn und Grimm, den Jahwe gegen euch 
hegte, da er euch vertilgen wollte. Und Jahwe erhrte mich auch diesmal.
DEU 9:20 Auch ber Aaron war Jahwe so sehr erzrnt, da er ihn vertilgen 
wollte, und ich flehte damals auch fr Aaron.
DEU 9:21 Das Denkmal eurer Snde aber, das ihr verfertigt hattet, das 
Kalb, nahm ich, verbrannte es und zerstie und zermalmte es vollstndig, 
bis es zu feinem Staube wurde; diesen Staub warf ich in den Bach, der vom 
Berge herabfliet.
DEU 9:22 Ferner erzrntet ihr Jahwe zu Tabera, zu Massa und bei den 
Lustgrbern.
DEU 9:23 Auch als euch Jahwe von Kades-Barnea entsandte, indem er gebot: 
Zieht hinauf und nehmt das Land ein, das ich euch verliehen habe, zeigtet 
ihr euch widerspenstig gegen den Befehl Jahwes, eures Gottes, und wolltet 
ihm nicht vertrauen, noch auf seine Stimme hren.
DEU 9:24 Widerspenstig habt ihr euch gegen Jahwe gezeigt, seitdem ich euch 
kenne.
DEU 9:25 Als ich nun die vierzig Tage und vierzig Nchte; die ich mich 
niederwarf, vor Jahwe lag, weil Jahwe gedroht hatte, euch vertilgen zu 
wollen,
DEU 9:26 da betete ich zu Jahwe und sprach: O Herr, Jahwe! Verdirb dein 
Volk und dein Eigentum nicht, das du durch deine groe Macht erlst, das 
du mit starker Hand auf gypten weggefhrt hast!
DEU 9:27 Denke an deine Knechte, an Abraham, Isaak und Jakob! Kehre dich 
nicht an die Halsstarrigkeit deines Volks, an seine Bosheit und seine 
Snde,
DEU 9:28 damit man in dem Land, aus dem du uns weggefhrt hast, nicht 
sagen knne: Weil Jahwe nicht imstande war, sie in das Land zu bringen, 
das er ihnen verheien hatte, und weil er sie hate, hat er sie 
weggefhrt, um sie in der Steppe umkommen zu lassen!
DEU 9:29 Sie sind ja dein Volk und dein Eigentum, das du mit deiner groen 
Kraft und deinem ausgereckten Arm hinweggefhrt hast.
DEU 10:1 Damals befahl mir Jahwe: Haue dir zwei steinerne Tafeln zurecht, 
wie die frheren waren, und steige herauf zu mir auf den Berg; auch 
verfertige dir eine hlzerne Lade!
DEU 10:2 Ich will auf die Tafeln die Worte schreiben, die auf den frheren 
Tafeln standen, die du zerbrochen hast, und dann sollst du sie in die Lade 
legen.
DEU 10:3 Als ich demgem eine Lade aus Akazienholz verfertigt und zwei 
steinerne Tafeln, wie die frheren, zurechtgehauen hatte, stieg ich mit 
den beiden Tafeln in der Hand hinauf auf den Berg.
DEU 10:4 Da schrieb er die zehn Worte, die er am Tage der Versammlung auf 
dem Berg aus dem Feuer heraus zu euch geredet hatte, in der gleichen 
Schrift, wie zuvor, auf die Tafeln. Sodann bergab sie mir Jahwe.
DEU 10:5 Da stieg ich wieder vom Berge herab und, wie mir Jahwe befohlen 
hatte, legte ich die Tafeln in die Lade, die ich verfertigt hatte, und sie 
blieben daselbst.
DEU 10:6 Und die Israeliten zogen von Beeroth Bene Jaakan nach Mosera. 
Dort starb Aaron und wurde dort begraben, und sein Sohn Eleasar wurde an 
seiner Statt Priester.
DEU 10:7 Von da zogen sie nach Gudgoda und von Gudgoda nach Jotha, einer 
Gegend, wo sich Wasserbche finden.
DEU 10:8 Damals sonderte Jahwe den Stamm Levi dazu aus, da er die Lade 
mit dem Gesetze Jahwes trage, vor Jahwe als sein stndiger Diener stehe 
und in seinem Namen segne, wie es bis heute geschieht.
DEU 10:9 Darum fiel Levi kein Anteil noch Erbbesitz zu, wie seinen 
Brdern; Jahwe ist sein Erbbesitz, wie Jahwe, dein Gott, ihm verheien hat.
DEU 10:10 Ich aber blieb, wie das erste Mal, vierzig Tage und vierzig 
Nchte auf dem Berg, und Jahwe erhrte mich auch diesmal: Jahwe wollte 
dich nicht verderben.
DEU 10:11 Und es befahl mir Jahwe: Auf, geh, um an der Spitze des Volks 
aufzubrechen, da sie hinkommen und von dem Lande Besitz nehmen, das ich 
ihnen kraft des ihren Vtern geleisteten Eides verleihen will.
DEU 10:12 Und nun, Israel, was fordert Jahwe, dein Gott, von dir, auer 
da du Jahwe, deinen Gott, frchtest und demgem immerdar auf seinen 
Wegen wandelst, da du ihn liebst und Jahwe, deinem Gotte, von ganzem 
Herzen und von ganzer Seele dienst,
DEU 10:13 indem du die Gebote und Satzungen Jahwes, die ich dir heute 
gebiete, zu deinem Besten beobachtest?
DEU 10:14 Denn obwohl Jahwe, deinem Gotte, der Himmel bis zu seinen 
hchsten Hhen, die Erde und alles, was auf ihr ist, gehrt,
DEU 10:15 hat sich doch Jahwe zu deinen Vtern allein geneigt, sie zu 
lieben, und hat nachher euch, ihre Nachkommen, aus allen Vlkern erwhlt, 
wie sich jetzt zeigt.
DEU 10:16 So beschneidet nun die Vorhaut eures Herzens und zeigt euch 
fernerhin nicht mehr halsstarrig!
DEU 10:17 Denn Jahwe, euer Gott, ist der Gott der Gtter und der Herr der 
Herren, der groe, mchtige und furchtbare Gott, der keine Parteilichkeit 
kennt und keine Bestechung annimmt,
DEU 10:18 der Waisen und Witwen Recht schafft und den Fremdling liebt, da 
er ihm Brot und Kleider giebt.
DEU 10:19 Und ihr sollt den Fremdling lieben, denn ihr seid auch 
Fremdlinge in gypten gewesen.
DEU 10:20 Jahwe, deinen Gott, sollst du frchten, ihn verehren, ihm 
anhangen und bei seinem Namen schwren!
DEU 10:21 Er ist dein Gott, der an dir jene groen und furchtbaren Dinge 
gethan hat, die du mit eigenen Augen gesehen hast.
DEU 10:22 In der Zahl von siebzig Seelen zogen deine Vter nach gypten, 
und jetzt lt dich Jahwe, dein Gott, an Menge den Sternen des Himmels 
gleichen.
DEU 11:1 So liebe denn Jahwe, deinen Gott, und beobachte allezeit, was er 
zu beobachten befohlen hat, seine Satzungen, seine Rechte und seine Gebote,
DEU 11:2 und erkennet heute - denn nicht mit euren Kindern, die es nicht 
erlebt und nicht gesehen haben, rede ich - die Zucht und Leitung Jahwes, 
eures Gottes, seine Gre, seine starke Hand und seinen ausgereckten Arm,
DEU 11:3 seine Zeichen und Thaten, die er in gypten am Pharao, dem Knige 
von gypten, und an seinem ganzen Lande gethan hat,
DEU 11:4 was er der Heeresmacht gyptens, seinen Rossen und Wagen 
widerfahren lie, indem Jahwe, als sie euch nachjagten, die Wasser des 
Schilfmeers ber sie dahinfluten lie und sie so vertilgte bis auf diesen 
Tag;
DEU 11:5 was er dann an euch in der Steppe bis zu eurer Ankunft an diesem 
Orte gethan hat
DEU 11:6 und was er Dathan und Abiram, den Shnen Eliabs, des Sohnes 
Rubens, widerfahren lie, indem die Erde ihren Mund aufthat und sie 
inmitten von ganz Israel verschlang samt ihren Behausungen und Zelten und 
allem, was zu ihrem Gefolge gehrte.
DEU 11:7 Denn mit eigenen Augen habt ihr alle die groen Thaten gesehen, 
die Jahwe gethan hat.
DEU 11:8 So beobachtet nun alle die Gebote, die ich euch heute gebe, damit 
ihr Kraft gewinnt, hinzukommen und das Land in Besitz zu nehmen, in das 
ihr nun hinberzieht, um es in Besitz zu nehmen,
DEU 11:9 und damit ihr lange lebt in dem Lande, welches Jahwe kraft des 
euren Vtern geleisteten Eides ihnen und ihren Nachkommen verliehen hat, - 
ein Land, das von Milch und Honig berfliet.
DEU 11:10 Denn das Land, in das du hineinziehst, um es in Besitz zu 
nehmen, ist nicht wie das Land gypten, aus dem ihr weggezogen seid, das 
du, wenn du es mit deinem Samen best hattest, wie einen Gemsegarten 
durch mit deinem Fue getriebene Schpfrder bewssern mutest.
DEU 11:11 Das Land, in das ihr hinberzieht, um es in Besitz zu nehmen, 
ist ein Land mit Bergen und Thlern, das, wenn der Regen vom Himmel fllt, 
Wasser trinkt,
DEU 11:12 ein Land, fr das Jahwe, dein Gott, Sorge trgt; bestndig sind 
die Augen Jahwes, deines Gottes, darauf gerichtet, vom Anfang bis zum Ende 
des Jahres.
DEU 11:13 Wenn ihr meinen Geboten, die ich euch heute gebe, treulich 
gehorcht, indem ihr Jahwe, euren Gott, liebt und ihm von ganzem Herzen und 
von ganzer Seele dient,
DEU 11:14 so werde ich eurem Lande zur rechten Zeit Regen geben, Frhregen 
wie Sptregen, damit du dein Getreide, deinen Most und dein l einheimsen 
kannst.
DEU 11:15 Auch werde ich dir auf deinen Fluren Gras fr dein Vieh geben, 
so da du dich satt essen kannst.
DEU 11:16 Seid wohl auf eurer Hut, da sich euer Herz nicht betren lt, 
und ihr nicht andere Gtter verehrt und euch vor ihnen niederwerft.
DEU 11:17 Sonst wird der Zorn Jahwes gegen euch entbrennen, und er wird 
den Himmel verschlieen, so da kein Regen mehr fllt, und der Boden 
seinen Ertrag nicht mehr giebt, und ihr werdet rasch aus dem schnen Lande 
verschwinden, das euch Jahwe verleihen will.
DEU 11:18 So nehmt euch nun diese meine Worte zu Herzen und zu Gemte, 
bindet sie als ein Denkzeichen auf eure Hand und habt sie als Stirnbnder 
zwischen euren Augen!
DEU 11:19 Lehrt sie eure Kinder, indem ihr davon redet, wenn du in deinem 
Hause weilst und wenn du dich auf Reisen befindest, wenn du dich 
niederlegst und wenn du aufstehst;
DEU 11:20 schreibe sie auf die Pfosten deines Hauses und auf deine Thore,
DEU 11:21 damit ihr und eure Kinder in dem Lande, das Jahwe euren Vtern 
mit einem Eidschwur zugesagt hat, so lange lebt, als der Himmel ber der 
Erde steht.
DEU 11:22 Denn wenn ihr ernstlich darauf bedacht seid, alle diese Gebote, 
die ich euch gebe, zu erfllen, indem ihr Jahwe, euren Gott, liebt, 
immerdar auf seinen Wegen wandelt und ihm anhanget,
DEU 11:23 so wird Jahwe alle diese Vlker vor euch vertreiben, und ihr 
werdet dann Vlker beerben, die grer und strker sind als ihr.
DEU 11:24 Jede Sttte, die eure Fusohle betritt, soll euch zufallen, von 
der Steppe bis zum Libanon, vom Strome, dem Euphratstrom, an bis an das 
westliche Meer soll sich euer Gebiet erstrecken.
DEU 11:25 Niemand wird gegen euch standhalten; Furcht und Schrecken vor 
euch wird Jahwe, euer Gott, ber das ganze Land kommen lassen, das ihr 
betretet, wie er euch verheien hat.
DEU 11:26 Seht, ich lege euch heute Segen und Fluch vor:
DEU 11:27 den Segen, wenn ihr den Geboten Jahwes, eures Gottes, die ich 
euch heute gebiete, gehorcht,
DEU 11:28 aber den Fluch, falls ihr den Geboten Jahwes, eures Gottes, 
nicht gehorcht und von dem Weg abweicht, den ich euch heute vorschreibe, 
um andern Gttern nachzufolgen, die ihr vorher nicht kanntet.
DEU 11:29 Und wenn dich Jahwe, dein Gott, in das Land gebracht hat, in das 
du hineinziehst, um es in Besitz zu nehmen, so sollst du den Segen auf den 
Berg Gerisim legen und den Fluch auf den Berg Ebal.
DEU 11:30 Wie bekannt, liegen diese jenseits des Jordan westwrts von der 
Strae des Sonnenuntergangs, im Lande der die Araba bewohnenden 
Kanaaniter, gegenber vom Gilgal, bei der Orakel-Terebinthe.
DEU 11:31 Denn ihr berschreitet den Jordan, um in den Besitz des Landes 
zu gelangen, das euch Jahwe, euer Gott, verleihen will. Wenn ihr es dann 
eingenommen und euch darin niedergelassen habt,
DEU 11:32 sollt ihr auf die Befolgung aller der Satzungen und Rechte 
achten, welche ich euch heute vorlege.
DEU 12:1 Dies sind die Satzungen und Rechte, auf deren Befolgung ihr in 
dem Lande, das dir Jahwe, der Gott deiner Vter, zum Besitze gegeben hat, 
allezeit achten sollt, so lange ihr auf Erden lebt.
DEU 12:2 Gnzlich sollt ihr alle die Sttten zerstren, woselbst die 
Vlker, welche ihr vertreibt, ihre Gtter verehrt haben, auf den hohen 
Bergen, auf den Hgeln und unter jedem grnen Baume.
DEU 12:3 Strzt ihre Altre um, zertrmmert ihre Malsteine, verbrennt ihre 
heiligen Bume, zerschlagt die Schnitzbilder ihrer Gtter und vertilgt 
ihren Namen von jenen Sttten.
DEU 12:4 Ihr drft nicht ebenso wie diese Vlker verfahren in betreff der 
Verehrung Jahwes, eures Gottes;
DEU 12:5 sondern nur an die Sttte, welche Jahwe, euer Gott, aus allen 
euren Stmmen erwhlen wird, um seinen Namen daselbst wohnen zu lassen, 
sollt ihr euch halten, und dorthin sollst du dich begeben.
DEU 12:6 Dorthin sollt ihr eure Brandopfer und Schlachtopfer, eure Zehnten 
und was ihr an Hebeopfern bringen wollt, eure Gelbde, eure freiwilligen 
Gaben und die Erstgeburten eurer Rinder und Schafe bringen.
DEU 12:7 Dort sollt ihr vor Jahwe, eurem Gotte, das Opfermahl halten und 
samt euren Familien frhlich sein ber alles, was ihr erworben habt, womit 
dich Jahwe, dein Gott, gesegnet hat.
DEU 12:8 Ihr drft dann nicht thun, wie wir jetzt hier ein jeder nach 
seinem Belieben zu thun pflegen;
DEU 12:9 denn bis jetzt seid ihr noch nicht zur Ruhe und zu dem Besitze 
gelangt, den dir Jahwe, dein Gott, verleihen will.
DEU 12:10 Aber wenn ihr den Jordan berschritten und in dem Lande Wohnung 
genommen habt, das Jahwe, euer Gott, euch zum Eigentume giebt, und wenn er 
euch vor allen euren Feinden ringsum Ruhe verschafft hat, so da ihr 
sicher wohnt,
DEU 12:11 dann soll die Sttte, die Jahwe, euer Gott, erwhlt, um seinen 
Namen daselbst wohnen zu lassen, allein es sein, wohin ihr alles bringt, 
was ich euch befehle: eure Brandopfer und Schlachtopfer, eure Zehnten und 
was ihr an Hebeopfern bringen wollt, und alle eure auserlesenen 
Gelbdeopfer, die ihr Jahwe gelobt habt.
DEU 12:12 Und ihr sollt vor Jahwe, eurem Gotte, frhlich sein, ihr und 
eure Shne und Tchter, eure Sklaven und Sklavinnen, samt dem Leviten, der 
in euren Ortschaften wohnt, weil er keinen Landanteil noch Erbbesitz bei 
euch hat.
DEU 12:13 Hte dich, deine Brandopfer an jeder beliebigen Sttte 
darzubringen;
DEU 12:14 sondern nur an der Sttte, die Jahwe in einem deiner Stmme 
erwhlen wird, dort sollst du deine Brandopfer darbringen und dort alles 
das verrichten, was ich dir befehle.
DEU 12:15 Doch darfst du nach Herzenslust in allen deinen Ortschaften 
schlachten und Fleisch essen, so viel dir durch den Segen Jahwes, deines 
Gottes, gegeben ist; der Unreine, wie der Reine darf davon essen, wie bei 
einer Gazelle oder bei einem Hirsch.
DEU 12:16 Nur das Blut drft ihr nicht genieen; auf die Erde mut du es 
flieen lassen wie Wasser.
DEU 12:17 Aber nicht darfst du in deinen Ortschaften den Zehnten deines 
Getreides oder Mostes oder ls verzehren, noch die Erstgeburten deiner 
Kinder oder Schafe, noch irgend eines deiner Gelbdeopfer, die du gelobt 
hast, noch deine freiwilligen Gaben, noch etwas, was du als Hebeopfer 
darbringst,
DEU 12:18 sondern nur vor Jahwe, deinem Gott, an der Sttte, die Jahwe, 
dein Gott, erwhlen wird, kannst du es verzehren, du, dein Sohn, deine 
Tochter, dein Sklave und deine Sklavin, samt dem Leviten, der sich an 
deinem Wohnort aufhlt, und sollst ber alles, was du erworben hast, vor 
Jahwe, deinem Gotte, frhlich sein.
DEU 12:19 Hte dich, da du den Leviten nicht im Stiche lssest, so lange 
du in deinem Lande lebst!
DEU 12:20 Wenn dir Jahwe, dein Gott, wie er dir verheien hat, dein Gebiet 
erweitert und du sprichst: Ich mchte Fleisch essen! weil dich nach 
Fleischgenu gelstet, so magst du nach Herzenslust Fleisch essen.
DEU 12:21 Wenn die Sttte, die Jahwe, dein Gott, erwhlt, um seinen Namen 
daselbst wohnen zu lassen, zu weit von dir entfernt ist, so schlachte, wie 
ich dir geboten habe, von deinen Rindern und Schafen, die dir Jahwe 
gegeben hat, und i davon an deinem Wohnorte nach Herzenslust.
DEU 12:22 Nur sollst du es ebenso essen, wie Gazellen- und Hirschfleisch 
gegessen wird; der Unreine so gut, wie der Reine mgen davon essen.
DEU 12:23 Allein sei fest, da du dich ganz des Bluts enthaltest; denn das 
Blut ist das Leben, und du darfst nicht zugleich mit dem Fleisch auch das 
Leben verzehren.
DEU 12:24 Du darfst es nicht genieen; auf die Erde mut du es flieen 
lassen wie Wasser.
DEU 12:25 Du darfst es nicht genieen, damit es dir und deinen Kindern 
nach dir wohl gehe, wenn du thust, was vor Jahwe recht ist.
DEU 12:26 Aber was du an heiligen Gaben zu bringen hast und deine 
Gelbdeopfer sollst du zu der Sttte, die Jahwe erwhlen wird, hintragen
DEU 12:27 und auf dem Altare Jahwes, deines Gottes, deine Brandopfer, das 
Fleisch und das Blut, herrichten, whrend von deinen Schlachtopfern das 
Blut auf den Altar Jahwes, deines Gottes, auszugieen ist, das Fleisch 
aber du essen darfst.
DEU 12:28 Beobachte und befolge alle diese Gebote, die ich dir gebe, damit 
es dir und deinen Kindern nach dir immerdar wohl gehe, wenn du thust, was 
vor Jahwe, deinem Gotte, gut und recht ist.
DEU 12:29 Wenn Jahwe, dein Gott, die Vlker vor dir ausrottet, zu deren 
Vertreibung du dorthin ziehst, und wenn du sie vertrieben und in ihrem 
Lande Wohnung genommen hast,
DEU 12:30 so hte dich, da du nicht, nachdem sie vor dir vertilgt sind, 
dich bestricken lssest, es ihnen nachzuthun, und da du dich nicht nach 
ihren Gttern erkundigst, indem du fragst: Wie pflegten doch diese Vlker 
ihre Gtter zu verehren, da ich auch so verfahre?
DEU 12:31 Du darfst in betreff der Verehrung Jahwes, deines Gottes, nicht 
so verfahren. Denn alles, was Jahwe ein Greuel ist, was er hat, haben sie 
gegenber ihren Gttern gethan; verbrennen sie doch ihren Gttern sogar 
ihre Shne und Tchter.
DEU 13:1 Ihr sollt auf die Befolgung aller der Gebote, die ich euch gebe, 
achten, ohne da du etwas hinzufgst oder davon thust.
DEU 13:2 Wenn in deiner Mitte ein Prophet oder einer, der Trume hat, 
auftritt und dir ein Zeichen oder Wunder ankndigt,
DEU 13:3 und das Zeichen oder Wunder eintrifft, das er dir ankndigte, 
indem er zugleich aufforderte: Lat uns anderen Gttern nachfolgen - 
Gttern, die du nicht kennen gelernt hast - und lat uns ihnen dienen!
DEU 13:4 So sollst du auf die Worte jenes Propheten oder jenes Trumers 
nicht hren; denn Jahwe, euer Gott, stellt euch damit auf die Probe, um zu 
erfahren, ob ihr Jahwe, euren Gott, von ganzem Herzen und von ganzer Seele 
lieb habt.
DEU 13:5 Jahwe, eurem Gotte, sollt ihr nachfolgen und ihn frchten, seine 
Gebote sollt ihr beobachten und auf seine Stimme hren, ihm sollt ihr 
dienen und ihm anhangen.
DEU 13:6 Jener Prophet oder Trumer aber soll gettet werden, - denn er 
hat gegen Jahwe, euren Gott, der euch aus gypten weggefhrt und dich aus 
der Sklaverei befreit hat, Auflehnung gepredigt, um dich abwendig zu 
machen von dem Weg, auf dem du nach dem Befehle Jahwes, deines Gottes, 
wandeln sollst; und sollst so das Bse aus deiner Mitte hinwegtilgen.
DEU 13:7 Wenn dein Bruder, der dieselbe Mutter mit dir hat, oder dein Sohn 
oder deine Tochter oder das Weib an deinem Busen oder dein Freund, der dir 
so lieb ist wie dein Leben, dich heimlich verlocken und sprechen sollte: 
La uns doch hingehn und anderen Gttern dienen! - Gttern, die dir und 
deinen Vtern unbekannt sind,
DEU 13:8 von den Gttern der Vlker, die rings um euch her wohnen, sei es 
nun in deiner Nhe oder in weiter Ferne von dir, von einem Ende der Erde 
bis zum andern -,
DEU 13:9 so sollst du ihm nicht willfahren und ihm nicht gehorchen, auch 
keinen Blick des Mitleids fr ihn haben, noch seiner schonen und seine 
Schuld verheimlichen.
DEU 13:10 Vielmehr umbringen sollst du ihn; deine Hand soll sich zuerst 
gegen ihn erheben, um ihn zu tten, und darnach die Hand des ganzen Volks.
DEU 13:11 Du sollst ihn zu Tode steinigen, weil er darnach getrachtet hat, 
dich von Jahwe, deinem Gott, abwendig zu machen, der dich aus gypten, wo 
du Sklave warst, hinweggefhrt hat.
DEU 13:12 Und ganz Israel soll es hren und sich frchten, damit fernerhin 
niemand etwas so Bses in deiner Mitte thue.
DEU 13:13 Wenn du etwa hrst, in einer deiner Stdte, die dir Jahwe, dein 
Gott, zur Wohnung giebt,
DEU 13:14 seien nichtswrdige Leute aus deiner Mitte aufgetreten und 
htten die Bewohner ihrer Stadt abwendig gemacht, indem sie sprachen: Lat 
uns doch hingehn und anderen Gttern dienen! - Gttern, die ihr nicht 
kennt -,
DEU 13:15 so stelle genaue Nachforschung und grndliche Untersuchung an, 
und ergiebt sich dann, da es sich in der That so verhlt, da solcher 
Greuel in deiner Mitte verbt worden ist,
DEU 13:16 so sollst du die Bewohner jener Stadt mit dem Schwerte tten, 
indem du an ihr und an allem, was in ihr ist, und an ihrem Vieh mit dem 
Schwerte den Bann vollstreckst.
DEU 13:17 Alles in ihr Erbeutete sollst du auf ihren freien Platz 
zusammentragen und die Stadt und alles in ihr Erbeutete verbrennen als ein 
Ganzopfer fr Jahwe, deinen Gott, und sie soll fr immer ein Ruinenhgel 
bleiben und nie mehr aufgebaut werden.
DEU 13:18 Nichts von dem mit dem Banne Belegten darf an deiner Hand kleben 
bleiben, damit Jahwe von seinem heftigen Zorn ablasse und dir Erbarmen 
beweise, und damit er in seinem Erbarmen dich mehre, wie er deinen Vtern 
geschworen hat,
DEU 13:19 wenn du so auf die Stimme Jahwes, deines Gottes, hrst, indem du 
alle seine Gebote, die ich dir heute gebe, beobachtest und thust, was vor 
Jahwe, deinem Gotte, recht ist.
DEU 14:1 Ihr seid Kinder Jahwes, eures Gottes; ihr drft euch daher nicht 
wegen eines Toten Hauteinritzungen machen, noch euch vorn am Kopf eine 
Glatze scheren.
DEU 14:2 Denn du bist ein Jahwe, deinem Gotte, geheiligtes Volk, und dich 
hat Jahwe von allen Vlkern, die auf Erden sind, erwhlt, da du ihm als 
Eigentumsvolk angehren sollst.
DEU 14:3 Du sollst nichts Abscheuliches essen!
DEU 14:4 Dies sind die Tiere, die ihr essen drft: Ochse, Schaf und Ziege,
DEU 14:5 Hirsch, Gazelle und Damhirsch, Steinbock, Antilope, Teo und Demer.
DEU 14:6 Alle Vierfler, die gespaltene Klauen - und zwar beide Klauen 
ganz durchgespalten - haben und die zugleich wiederkuen unter den 
Vierflern, die drft ihr essen.
DEU 14:7 Nur die folgenden drft ihr von den Wiederkuern und von denen, 
die ganz durchgespaltene Klauen haben, nicht essen: das Kamel, den Hasen 
und den Klippdachs; denn sie sind zwar Wiederkuer, haben aber keine 
durchgespaltenen Klauen, - als unrein haben sie euch zu gelten;
DEU 14:8 ferner das Schwein, denn es hat zwar durchgespaltene Klauen, ist 
aber kein Wiederkuer, - als unrein hat es euch zu gelten. Ihr drft weder 
ihr Fleisch genieen, noch drft ihr ihr Aas berhren.
DEU 14:9 Von allen im Wasser lebenden Tieren drft ihr folgende essen: 
Alle, welche Flossen und Schuppen haben, drft ihr essen;
DEU 14:10 dagegen drft ihr keine von denen essen, die keine Flossen und 
Schuppen haben, - als unrein sollen sie euch gelten.
DEU 14:11 Alle reinen Vgel drft ihr essen;
DEU 14:12 die folgenden aber drft ihr nicht essen: den Adler, den 
Bartgeier, den Geier,
DEU 14:13 die Weihe und das Geschlecht der Falken,
DEU 14:14 das ganze Geschlecht der Raben,
DEU 14:15 den Strau, die Schwalbe, die Mwe und das Geschlecht der 
Habichte,
DEU 14:16 das Kuzchen, den Uhu, die Eule,
DEU 14:17 den Pelekan, den Erdgeier, den Sturzpelekan,
DEU 14:18 den Storch, das Geschlecht der Regenpfeifer, den Wiedehopf und 
die Fledermaus.
DEU 14:19 Alle geflgelten kleinen Tiere sollen euch als unrein gelten; 
sie drfen nicht gegessen werden.
DEU 14:20 Alles reine Geflgel drft ihr essen.
DEU 14:21 Ihr drft keinerlei Aas essen. Dem Fremden, der sich an deinem 
Wohnort aufhlt, magst du es geben, da er es esse, oder du magst es einem 
Auslnder verkaufen; denn du bist ein Jahwe, deinem Gotte, geheiligtes 
Volk. Nicht darfst du ein Bckchen in der Milch seiner Mutter kochen.
DEU 14:22 Von allem Ertrag deiner Aussaat, von allem, was auf dem Felde 
wchst, sollst du Jahr fr Jahr gewissenhaft den Zehnten nehmen
DEU 14:23 und vor Jahwe, deinem Gott, an der Sttte, die er erwhlt, um 
seinen Namen daselbst wohnen zu lassen, den Zehnten deines Getreides, 
Mostes und ls und die Erstgeburten deiner Rinder und Schafe verzehren, 
damit du Jahwe, deinen Gott, allezeit frchten lernst.
DEU 14:24 Und wenn dir der Weg zu lang sein sollte, wenn du es nicht 
hinschaffen kannst, weil die Sttte, die Jahwe, dein Gott, zur Wohnung 
seines Namens erwhlt hat, zu weit von dir entfernt ist, wenn Jahwe, dein 
Gott, dich gesegnet hat,
DEU 14:25 so mache es zu Geld, nimm das Geld wohlverwahrt mit dir, begieb 
dich nach der Sttte, die Jahwe, dein Gott, erwhlt hat,
DEU 14:26 und kaufe fr das Geld, was du irgend begehrst, Rinder und 
Schafe, Wein und starkes Getrnk und alles, wonach du Verlangen hast, und 
i daselbst vor Jahwe, deinem Gott, und sei frhlich samt deiner Familie.
DEU 14:27 Dabei sollst du den Leviten, der sich an deinem Wohnort aufhlt, 
nicht vergessen; denn er hat keinen Landanteil noch Erbbesitz bei dir.
DEU 14:28 Am Ende von drei Jahren sollst du den gesamten Zehnten von 
deinem Ertrag in jenem dritten Jahre herausgeben und in deinem Wohnorte 
niederlegen,
DEU 14:29 damit die Leviten, die ja keinen Landanteil noch Erbbesitz bei 
dir haben, die Fremdlinge, die Waisen und Witwen, die an deinem Wohnorte 
leben, kommen und sich satt essen, auf da dich Jahwe, dein Gott, bei 
allem Thun segne, das deine Hand verrichtet.
DEU 15:1 Am Ende von sieben Jahren sollst du einen Erla stattfinden 
lassen.
DEU 15:2 Und zwar hat es mit dem Erlasse folgende Bewandtnis: Jeder 
Glubiger soll das Handdarlehen, das er seinem Nchsten gewhrt hat, 
erlassen; er soll seinen Nchsten und Volksgenossen nicht drngen, denn 
man hat einen Erla zu Ehren Jahwes ausgerufen.
DEU 15:3 Den Auslnder magst du drngen, das aber, was du von deinem 
Volksgenossen zu fordern hast, sollst du erlassen.
DEU 15:4 Jedoch es wird keine Armen unter dir geben, - denn Jahwe wird 
dich reichlich segnen in dem Lande, das dir Jahwe, dein Gott, zum 
Erbbesitze geben wird, da du es einnehmest,
DEU 15:5 falls du nur wirklich der Stimme Jahwes, deines Gottes, 
gehorchst, indem du auf die Befolgung aller dieser Gebote, die ich dir 
heute gebe, achtest.
DEU 15:6 Denn Jahwe, dein Gott, hat dir den Segen verliehen, wie er dir 
verheien hat, so da du vielen Vlkern leihen wirst, selber aber nicht zu 
entlehnen brauchst, und da du ber viele Vlker herrschen wirst; ber 
dich aber soll keines herrschen.
DEU 15:7 Wenn es unter dir einen Armen giebt, irgend einen deiner 
Volksgenossen in einer deiner Ortschaften in deinem Lande, das Jahwe, dein 
Gott, dir giebt, so sollst du nicht hartherzig sein und deine Hand vor 
deinem armen Volksgenossen nicht verschlieen,
DEU 15:8 sondern vielmehr deine Hand fr ihn aufthun und ihm gerne leihen, 
so viel er in seinem Mangel bedarf, der ihn betroffen hat.
DEU 15:9 Hte dich, da nicht in deinem Herzen ein nichtswrdiger Gedanke 
aufsteige, nmlich: Das siebente Jahr, das Jahr des Erlasses, ist nahe! 
und da du nicht einen mignstigen Blick auf deinen armen Volksgenossen 
werfest und ihm nichts gebest; wenn er dann deinetwegen zu Jahwe schreit, 
so wird eine Verschuldung auf dir lasten.
DEU 15:10 Vielmehr geben sollst du ihm und sollst, wenn du ihm giebst, 
nicht verdrielichen Sinnes sein; denn um solcher That willen wird dich 
Jahwe, dein Gott, segnen bei allem deinem Thun und bei allem, was deine 
Hand unternimmt.
DEU 15:11 Denn niemals wird es im Land an Armen fehlen; darum gebiete ich 
dir: Thue gern fr deinen drftigen und armen Volksgenossen in deinem 
Lande deine Hand auf!
DEU 15:12 Wenn sich dir einer deiner VoIksgenossen, ein Hebrer oder eine 
Hebrerin, verkauft, so soll er sechs Jahre dein Sklave sein, im siebenten 
Jahre aber sollst du ihn frei ausgehen lassen.
DEU 15:13 Und wenn du ihn frei ausgehen lssest, so sollst du ihn nicht 
leer ziehen lassen.
DEU 15:14 Vielmehr sollst du ihm von deinen Schafen, von deiner Tenne und 
aus deiner Kelter eine gehrige Last mitgeben. Womit dich Jahwe, dein 
Gott, gesegnet hat, davon sollst du ihm geben
DEU 15:15 und sollst daran denken, da du auch Sklave warst in gypten, 
und Jahwe, dein Gott, dich freigemacht hat; deshalb gebiete ich dir heute 
Solches.
DEU 15:16 Falls er aber zu dir sagt: Ich will nicht von dir wegziehen, - 
weil er dich und dein Haus lieb gewonnen hat, da es ihm wohl bei dir war, -
DEU 15:17 so nimm den Pfriemen und bohre ihn durch sein Ohr in die Thre, 
so ist er dann fr immer dein Sklave, und auch mit deiner Sklavin sollst 
du so verfahren.
DEU 15:18 Es darf dir nicht schwer fallen, wenn du ihn frei ausgehen 
lassen mut, denn, was an Wert das doppelte des Lohns eines Tagelhners 
ausmacht, hat er dir sechs Jahre lang abverdient; und so wird dich Jahwe, 
dein Gott, segnen in allem, was du thust.
DEU 15:19 Jedes mnnliche erstgeborne Stck, das dir unter deinen Rindern 
und Schafen geboren wird, sollst du Jahwe, deinem Gotte, weihen; mit den 
erstgebornen deiner Rinder darfst du nicht arbeiten und die erstgebornen 
deiner Schafe darfst du nicht scheren.
DEU 15:20 An der Sttte, die Jahwe erwhlt hat, mut du sie Jahr fr Jahr 
mit deiner Familie vor Jahwe, deinem Gotte, verzehren.
DEU 15:21 Und wenn sie einen Makel haben, lahm oder blind sind oder irgend 
einen anderen schlimmen Makel haben, so darfst du sie Jahwe, deinem Gotte, 
nicht opfern.
DEU 15:22 An deinem Wohnorte mut du solche essen, der Unreine so gut, wie 
der Reine, wie eine Gazelle oder einen Hirsch.
DEU 15:23 Nur ihr Blut darfst du nicht genieen; auf die Erde mut du es 
flieen lassen wie Wasser.
DEU 16:1 Achte auf den Monat Abib, da du Jahwe, deinem Gotte, zu Ehren 
Passah feierst; denn im Monat Abib hat dich Jahwe, dein Gott, bei Nacht 
aus gypten hinweggefhrt.
DEU 16:2 Und du sollst als Passahopfer fr Jahwe, deinen Gott, Schafe und 
Rinder schlachten an der Sttte, die Jahwe erwhlen wird, um seinen Namen 
daselbst wohnen zu lassen.
DEU 16:3 Du darfst nichts Gesuertes dazu essen; sieben Tage lang sollst 
du ungesuerte Brote essen, Brot des Elends, denn in ngstlicher Hast bist 
du aus gypten weggezogen -, damit du an den Tag deines Auszugs aus 
gypten dein Leben lang gedenkest.
DEU 16:4 Sieben Tage lang darf sich in deinem ganzen Bereiche kein 
Sauerteig bei dir vorfinden, und von dem Fleische, das du am ersten Tag am 
Abend opferst, darf nichts ber Nacht bis zum Morgen bleiben.
DEU 16:5 Du darfst das Passahopfer nicht in einer deiner Ortschaften 
feiern, die dir Jahwe, dein Gott, giebt;
DEU 16:6 sondern an der Sttte, die Jahwe, dein Gott, erwhlen wird, um 
seinen Namen daselbst wohnen zu lassen, sollst du das Passahopfer 
schlachten, am Abend, wenn die Sonne untergeht, zu der Zeit, wo du aus 
gypten wegzogst,
DEU 16:7 und sollst es kochen und essen an der Sttte, die Jahwe, dein 
Gott, erwhlen wird, und am andern Morgen sollst du dich auf den Weg 
machen, um wieder heimzukehren.
DEU 16:8 Sechs Tage lang sollst du ungesuerte Brote essen, und am 
siebenten Tag ist Festversammlung fr Jahwe, deinen Gott; da darfst du 
keine Arbeit verrichten.
DEU 16:9 Sieben Wochen sollst du dir abzhlen; von da an, wo man zuerst 
die Sichel an die Halme legte, sollst du anfangen, sieben Wochen zu zhlen,
DEU 16:10 und sollst dann Jahwe, deinem Gotte, das Wochenfest halten, mit 
den freiwilligen Gaben, die deine Hand geben wird je nach dem Mae des 
Segens, den dir Jahwe, dein Gott, verleiht,
DEU 16:11 und sollst vor Jahwe, deinem Gotte, frhlich sein, du und dein 
Sohn und deine Tochter, dein Sklave und deine Sklavin, der Levit, der sich 
an deinem Wohnort aufhlt, und der Fremdling, die Waise und die Witwe, die 
unter dir wohnen, an der Sttte, die Jahwe, dein Gott, erwhlen wird, um 
seinen Namen daselbst wohnen zu lassen.
DEU 16:12 Und du sollst daran denken, da du Sklave in gypten gewesen 
bist, und auf die Befolgung dieser Satzungen achten.
DEU 16:13 Das Laubhttenfest sollst du sieben Tage lang feiern, wenn du 
den Ertrag von deiner Tenne und von deiner Kelter einheimsest.
DEU 16:14 Und du sollst an deinem Feste frhlich sein, du und dein Sohn 
und deine Tochter, dein Sklave und deine SkIavin, der Levit, der 
Fremdling, die Waise und die Witwe, die in deinen Ortschaften wohnen.
DEU 16:15 Sieben Tage lang sollst du Jahwe, deinem Gott, an der Sttte 
feiern, die Jahwe erwhlen wird. Denn Jahwe, dein Gott, wird dich segnen 
in allem, was dir zuwchst, und bei allem, was deine Hnde thun; darum 
sollst du beraus frhlich sein.
DEU 16:16 Dreimal im Jahre soll alles, was mnnlich unter dir ist, vor 
Jahwe, deinem Gott, erscheinen, an der Sttte, die er erwhlen wird, am 
Feste der ungesuerten Brote, am Wochenfest und am Laubhttenfest, und vor 
Jahwe soll man nicht mit leeren Hnden erscheinen;
DEU 16:17 jeder soll mit dem kommen, was er zu geben vermag, je nach dem 
Segen, den dir Jahwe, dein Gott, gegeben hat.
DEU 16:18 Richter und Amtleute sollst du dir Stamm fr Stamm in allen 
deinen Ortschaften, die dir Jahwe, dein Gott, giebt, einsetzen, damit sie 
das Volk mit Gerechtigkeit richten.
DEU 16:19 Du sollst das Recht nicht beugen, nicht parteilich sein und 
nicht Geschenke annehmen; denn das Geschenk macht die Weisen blind und 
verkehrt die gerechte Sache. 20 Nichts als das Recht sollst du im Auge 
haben, auf da du leben bleibest im Besitze des Landes, welches dir Jahwe, 
dein Gott, giebt.
DEU 16:20 Du sollst dir neben den Altar Jahwes, deines Gottes, den du dir 
errichtest,
DEU 16:21 keinen heiligen Baum von irgend welchem Holz einpflanzen
DEU 16:22 und sollst dir keinen Malstein aufrichten, wie ihn Jahwe, dein 
Gott, hat.
DEU 17:1 Du sollst Jahwe, deinem Gotte, kein Rind oder Schaf opfern, das 
einen Makel, irgend etwas Schlimmes, an sich hat; denn das ist Jahwe, 
deinem Gott, ein Greuel.
DEU 17:2 Wenn unter dir in einer deiner Ortschaften, die dir Jahwe, dein 
Gott, giebt, jemand, es sei ein Mann oder ein Weib, betroffen wird, 
welcher thut, was Jahwe, deinem Gotte, mifllt, indem er seine 
Bundesordnung bertritt
DEU 17:3 und hingeht, um anderen Gttern zu dienen und sich vor ihnen und 
der Sonne oder dem Mond oder dem ganzen Heere des Himmels niederzuwerfen, 
was ich nicht erlaubt habe,
DEU 17:4 und es dir angezeigt wird, und sich nach Anstellung des Verhrs 
und grndlicher Untersuchung ergiebt, da es sich in der That so verhlt, 
da solcher Greuel in Israel verbt worden ist,
DEU 17:5 so sollst du jenen Mann oder jenes Weib, die so Schlimmes gethan 
haben, zum Gerichtsplatz am Thore hinausfhren, den Mann oder das Weib, 
und sie zu Tode steinigen.
DEU 17:6 Auf die Aussage zweier oder dreier Zeugen hin soll der zum Tode 
Verurteilte gettet werden, nicht aber darf er gettet werden auf die 
Aussage nur eines Zeugen hin.
DEU 17:7 Die Zeugen sollen zuerst die Hand gegen ihn erheben, um ihn zu 
tten, und darnach das ganze Volk; und sollst so das Bse aus deiner Mitte 
hinwegtilgen.
DEU 17:8 Wenn dir ein Rechtshandel in betreff eines Mordes, einer 
Eigentumsfrage oder einer thtlichen Mihandlung, berhaupt irgend welche 
Streitsachen in deinen Wohnorten auergewhnlich schwierig vorkommen, so 
sollst du dich aufmachen und hinreisen an die Sttte, die Jahwe, dein 
Gott, erwhlen wird,
DEU 17:9 und sollst dich an die levitischen Priester und an den Richter 
wenden, der zu dieser Zeit vorhanden sein wird, und um Rat fragen, und sie 
sollen dir den Urteilsspruch kundgeben.
DEU 17:10 Du aber sollst verfahren, wie der Spruch lautet, den sie dir von 
jener Sttte aus, die Jahwe erwhlt, mitteilen werden, und sollst in allem 
genau so verfahren, wie sie dich anweisen werden.
DEU 17:11 Gem der Weisung, die sie dir erteilen, und dem Urteile, das 
sie dir zustellen, sollst du handeln, ohne von dem Spruche, den sie dir 
mitteilen, zur Rechten oder zur Linken abzuweichen.
DEU 17:12 Sollte aber einer so vermessen sein, auf den Priester, der dort 
im Dienste Jahwes, deines Gottes, steht, oder auf den Richter nicht zu 
hren, der soll sterben, und du sollst das Bse aus Israel hinwegtilgen,
DEU 17:13 damit alles Volk es vernehme und sich frchte und niemand mehr 
so vermessen handle.
DEU 17:14 Wenn du nach deinem Einzug in das Land, das dir Jahwe, dein 
Gott, giebt, Besitz davon genommen und dir Wohnung darin gemacht hast und 
du dann sprichst: Ich will einen Knig ber mich setzen, wie alle die 
Vlker, die rings um mich wohnen,
DEU 17:15 so darfst du nur einen solchen zum Knig ber dich setzen, den 
Jahwe, dein Gott, erwhlt. einen von deinen Volksgenossen sollst du als 
Knig ber dich setzen; einen Auslnder, der nicht dein Volksgenosse ist, 
darfst du nicht ber dich setzen.
DEU 17:16 Nur soll er sich nicht viele Rosse halten, noch das Volk nach 
gypten zurckfhren, um sich viele Rosse zu verschaffen, whrend euch 
doch Jahwe gesagt hat: Ihr sollt diesen Weg nie wieder zurckkehren!
DEU 17:17 Auch soll er sich nicht viele Frauen halten, damit sein Herz 
nicht abwendig werde, und Silber und Gold soll er sich nicht in Masse 
anhufen.
DEU 17:18 Wenn er nun den kniglichen Thron eingenommen hat, soll er sich 
eine Abschrift dieses Gesetzes, das er sich dazu von den levitischen 
Priestern geben lassen mu, in ein Buch schreiben.
DEU 17:19 Und er soll es immer zur Hand haben und sein Leben lang darin 
lesen, auf da er Jahwe, seinen Gott, frchten lerne und auf die 
Ausfhrung aller Aussprche dieses Gesetzes und dieser Satzungen acht habe,
DEU 17:20 da er sich nicht hochmtig ber seine Volksgenossen erhebe und 
von den Geboten weder zur Rechten noch zur Linken abweiche, damit er und 
seine Shne eine lange Reihe von Jahren inmitten Israels die Herrschaft 
fhren.
DEU 18:1 Den levitischen Priestern, dem ganzen Stamme Levi, soll kein 
Landanteil noch Erbbesitz zufallen, wie dem brigen Israel; von den 
Feueropfern Jahwes und von dem, was ihm zu eigen gehrt, sollen sie sich 
ernhren.
DEU 18:2 Erbbesitz aber soll er nicht haben inmitten seiner Volksgenossen; 
Jahwe ist sein Erbbesitz, wie er ihm verheien hat.
DEU 18:3 Und dies ist das Recht, das die Priester gegenber dem Volke, 
gegenber denen haben sollen, welche ein Opfer, sei es ein Rind oder ein 
Schaf, schlachten: Man hat davon dem Priester das Vorderbein, die beiden 
Kinnbacken und den Magen zu geben.
DEU 18:4 Das Vorzglichste von deinem Getreide, Most und l, sowie das 
Vorzglichste von der Schur deiner Schafe hast du ihm zu geben.
DEU 18:5 Denn ihn hat Jahwe, dein Gott, aus allen deinen Stmmen erwhlt, 
da er und seine Shne allezeit im Namen Jahwes priesterlichen Dienst thun.
DEU 18:6 Wenn nun ein Levit aus irgend einer deiner Ortschaften in ganz 
Israel, woselbst er sich als Fremdling aufhlt, an die Sttte kommt, die 
Jahwe erwhlt hat, - und er kann ganz nach seinem Belieben kommen! -DEU 
18:7 so darf er im Namen Jahwes, seines Gottes, priesterlichen Dienst 
thun, so gut wie alle seine Brder, die Leviten, die dort im Dienste 
Jahwes stehen.
DEU 18:8 Zu gleichen Teilen sollen sie die dortigen Einknfte genieen, 
abgesehen von dem, was einer aus dem Verkauf vterlichen Vermgens lst.
DEU 18:9 Wenn du in das Land hineinkommst, das dir Jahwe, dein Gott, 
giebt, sollst du die Greuel jener Vlker nicht nachahmen lernen.
DEU 18:10 Es soll sich unter dir niemand finden, der seinen Sohn oder 
seine Tochter durchs Feuer gehen lt, niemand, der Wahrsagerei oder 
Zeichendeuterei oder geheime Knste oder Zauberei treibt,
DEU 18:11 auch niemand, der Bannungen vornimmt oder einen Totenbeschwrer- 
oder Wahrsagegeist befragt oder sich an die Toten wendet.
DEU 18:12 Denn ein jeder, der solches treibt, ist Jahwe ein Greuel, und um 
dieser Greuel willen rottet sie Jahwe, dein Gott, vor dir aus.
DEU 18:13 Du sollst dich ganz und gar, nur an Jahwe, deinen Gott, halten.
DEU 18:14 Denn diese Vlker, die du vertreibst, hren auf Zeichendeuter 
und Wahrsager; dir aber gestattet Jahwe, dein Gott, derartiges nicht.
DEU 18:15 Einen Propheten wird dir je und je Jahwe, dein Gott, aus deiner 
Mitte, aus deinen Volksgenossen, erstehen lassen, wie ich einer bin; auf 
den sollt ihr hren.
DEU 18:16 So wird ganz in Erfllung gehen, was du von Jahwe, deinem Gott, 
am Tage der Versammlung am Horeb erbeten hast, als du sprachst: Ich mchte 
die Stimme Jahwes, meines Gottes, nicht weiter hren und dieses groe 
Feuer nicht mehr sehen, damit ich nicht sterbe!
DEU 18:17 Damals sagte mir Jahwe: Sie haben recht mit ihrem Wunsche!
DEU 18:18 Einen Propheten will ich ihnen je und je aus der Zahl ihrer 
Volksgenossen erstehen lassen, wie du einer bist. Dem will ich meine Worte 
in den Mund legen, und er soll ihnen alles verkndigen, was ich ihm 
auftragen werde.
DEU 18:19 Und wenn jemand nicht auf meine Worte, die er in meinem Namen 
verknden wird, hren sollte, den werde ich zur Rechenschaft ziehen.
DEU 18:20 Aber der Prophet, der sich vermessen sollte, in meinem Namen 
etwas zu verknden, dessen Verkndigung ich ihm nicht aufgetragen habe, 
oder der im Namen anderer Gtter reden sollte, - ein solcher Prophet mu 
sterben!
DEU 18:21 Und falls du bei dir denken solltest: Wie sollen wir erkennen, 
da Jahwe etwas nicht geredet hat?
DEU 18:22 so wisse: Wenn ein Prophet im Namen Jahwes redet, und der Spruch 
sich nicht erfllt und nicht eintrifft, so ist das ein solches Wort, das 
Jahwe nicht gesprochen hat. In Vermessenheit hat es der Prophet 
gesprochen; du brauchst dich nicht davor zu frchten!
DEU 19:1 Wenn Jahwe, dein Gott, die Vlker ausrottet, deren Land dir 
Jahwe, dein Gott, verleiht, und du sie vertrieben und in ihren Stdten und 
Husern Wohnung genommen hast,
DEU 19:2 sollst du dir in deinem Lande, das dir Jahwe, dein Gott, zum 
Besitze giebt, drei Stdte aussondern.
DEU 19:3 Du hast dir den Weg dahin in stand zu setzen und das Gebiet 
deines Landes, das dich Jahwe, dein Gott, wird einnehmen lassen, in drei 
Kreise einzuteilen; und dies soll geschehen, damit jeder Totschlger sich 
dorthin flchten knne.
DEU 19:4 Und zwar hat es folgende Bewandtnis mit dem Totschlger, der sich 
dorthin flchten kann, um am Leben zu bleiben: Wer einen andern 
unversehens und ohne da er ihm von frher her feind war, ttet,
DEU 19:5 zum Beispiel, wenn einer mit seinem Nchsten in den Wald geht, um 
Holz zu fllen, und es holt seine Hand mit der Axt aus, um einen Baum zu 
fllen, und das Eisen fhrt vom Stiel ab und trifft seinen Nchsten so, 
da er stirbt, ein solcher mag sich in eine dieser Stdte flchten, um am 
Leben zu bleiben,
DEU 19:6 damit nicht der Blutrcher, wenn er erhitzten Gemtes ist, dem 
Totschlger nachsetze und ihn, weil der Weg weit ist, einhole und 
totschlage, obschon er keineswegs des Todes schuldig ist, da er ihm nicht 
von frher her feind war.
DEU 19:7 Deshalb gebe ich dir diesen Befehl: Du sollst dir drei Stdte 
aussondern.
DEU 19:8 Und wenn Jahwe, dein Gott, dein Gebiet so erweitert, wie er 
deinen Vtern geschworen hat, und dir das ganze Land giebt, dessen 
Verleihung er deinen Vtern verheien hat,
DEU 19:9 sofern du dir die Befolgung aller dieser Gebote, die ich dir 
heute gebe, angelegen sein lssest, indem du allezeit Jahwe, deinen Gott, 
liebst und in seinen Wegen wandelst, so sollst du zu diesen dreien noch 
drei Stdte hinzufgen,
DEU 19:10 damit in deinem Lande, das dir Jahwe, dein Gott, zum Eigentume 
giebt, nicht das Blut eines Unschuldigen vergossen werde, und du so mit 
Blutschuld beladen werdest.
DEU 19:11 Wenn aber ein solcher in eine dieser Stdte fliehen sollte, der 
aus Ha gegen seinen Nchsten diesem aufgelauert, ihn berfallen und ihn 
derart geschlagen hat, da er starb,
DEU 19:12 so sollen die Vorgesetzten seiner Stadt ihn von dort holen 
lassen und an den Blutrcher ausliefern, da er sterbe.
DEU 19:13 Du sollst nicht mitleidig auf ihn blicken, sondern sollst das 
Blut des Unschuldigen aus Israel hinwegtilgen, damit es dir wohl gehe.
DEU 19:14 Verrcke nicht die Grenze deines Nachbarn, welche die Vorfahren 
gezogen haben, bei deinem Besitztume, das du in dem Lande, welches dir 
Jahwe, dein Gott, zum Eigentume giebt, bekommen wirst.
DEU 19:15 Ein einziger Zeuge soll gegen niemanden aufkommen, wenn es sich 
um irgend ein Verbrechen oder Vergehen - irgend eine Verfehlung, die einer 
begehen kann, - handelt; erst auf die Aussage von zwei oder von drei 
Zeugen hin soll eine Sache Giltigkeit haben.
DEU 19:16 Wenn gegen irgend wen ein frevelhafter Zeuge auftritt, um ihn 
einer bertretung anzuklagen,
DEU 19:17 so sollen sich die beiden Mnner, die den Streit haben, vor 
Jahwe stellen, vor die Priester und die Richter, die zu jener Zeit 
vorhanden sein werden,
DEU 19:18 und die Richter sollen sorgfltig untersuchen, und stellt es 
sich heraus, da der Zeuge ein lgenhafter Zeuge war, da er Lgen gegen 
seinen Volksgenossen ausgesagt hat,
DEU 19:19 so sollt ihr ber ihn als Strafe verhngen, was er ber seinen 
Volksgenossen zu bringen gedachte, und sollst so das Bse aus deiner Mitte 
hinwegtilgen.
DEU 19:20 Und die brigen werden es vernehmen und sich frchten und nicht 
wieder solcherlei Bses in deiner Mitte verben.
DEU 19:21 Dein Auge soll kein Erbarmen kennen: Leben um Leben, Auge um 
Auge, Zahn um Zahn, Hand um Hand, Fu um Fu!
DEU 20:1 Wenn du gegen deinen Feind in den Krieg ziehst und Rosse und 
Wagen, sowie ein an Zahl dir berlegenes Kriegsvolk erblickst, so sollst 
du dich nicht vor ihnen frchten, denn Jahwe, dein Gott, der dich aus 
gypten hergefhrt hat, ist mit dir.
DEU 20:2 Wenn ihr euch nun zum Kampf anschickt, so trete der Priester 
heran und rede zu dem Volk
DEU 20:3 und spreche zu ihnen: Hre, Israel! Ihr schickt euch heute an zum 
Kampfe mit euren Feinden; seid unverzagten Mutes und frchtet euch nicht, 
erbebet nicht und erschreckt nicht vor ihnen.
DEU 20:4 Denn Jahwe, euer Gott, zieht mit euch, um fr euch mit euren 
Feinden zu streiten und euch Sieg zu verleihen.
DEU 20:5 Dann sollen die Beamten also zu dem Kriegsvolke sprechen: 
Jedermann unter euch, der ein neues Haus gebaut und noch nicht eingeweiht 
hat, mag abtreten und heimkehren, damit er nicht in der Schlacht umkomme, 
und ein anderer es einweihe!
DEU 20:6 Und jedermann, der einen Weinberg gepflanzt und noch nicht zu 
nutzen angefangen hat, trete ab und kehre heim, damit er nicht in der 
Schlacht umkommme, und ein anderer ihn zu nutzen anfange.
DEU 20:7 Auch wer sich ein Weib verlobt, aber noch nicht heimgefhrt hat, 
trete ab und kehre heim, damit er nicht in der Schlacht umkomme, und ein 
anderer sie heimfhre.
DEU 20:8 Weiter sollen dann die Beamten zu dem Kriegsvolke sprechen: 
Jeder, der furchtsam und mutlos ist, trete ab und kehre heim, damit er 
seine Volksgenossen, nicht auch so mutlos mache, wie er ist.
DEU 20:9 Wenn aber die Beamten ihre Ansprache an das Volk beendigt haben, 
soll man Truppenfhrer an die Spitze des Volkes stellen.
DEU 20:10 Wenn du dich zur Belagerung einer Stadt anschickst, so sollst du 
ihr ein gtliches Abkommen anbieten,
DEU 20:11 und wenn sie in das gtliche Abkommen einwilligt und dir die 
Thore ffnet, so soll dir alles in ihr befindliche Volk fronpflichtig und 
unterthan sein.
DEU 20:12 Wenn sie aber kein gtliches Abkommen mit dir treffen, sondern 
Krieg mit dir fhren will, so sollst du sie belagern
DEU 20:13 und, wenn sie Jahwe, dein Gott, in deine Gewalt gegeben hat, 
alles, was an Mnnern darin ist, mit dem Schwerte tten,
DEU 20:14 dagegen die Weiber und Kinder, das Vieh und alles, was sich 
sonst in der Stadt findet, alles in ihr Erbeutete, dir rauben und das von 
deinen Feinden Erbeutete, das dir Jahwe, dein Gott, gegeben hat, genieen.
DEU 20:15 Auf diese Weise sollst du mit allen den Stdten verfahren, die 
sehr weit von dir entfernt liegen, die nicht zu den Stdten dieser Vlker 
gehren.
DEU 20:16 Dagegen in den Stdten dieser Vlker, die dir Jahwe, dein Gott, 
zum Eigentume giebt, sollst du keine Seele am Leben lassen.
DEU 20:17 Vielmehr mut du den Bann an ihnen vollstrecken: an den 
Hethitern, Amoritern, Kanaanitern, Pheresitern, Hevitern und Jebusitern, 
wie dir Jahwe, dein Gott, befohlen hat,
DEU 20:18 damit sie euch nicht lehren, alle ihre Greuel nachzuahmen, die 
sie ihren Gttern zu Ehren verbt haben, und ihr euch so gegen Jahwe, 
euren Gott, versndigt.
DEU 20:19 Wenn du eine Stadt behufs ihrer Belagerung lange Zeit 
einschlieen mut, um sie zu erobern, so verdirb nicht die zu ihr 
gehrenden Bume, indem du die Axt an sie legst, sondern geniee ihre 
Frchte, sie selbst aber haue nicht um. Oder sind etwa die Bume des 
Feldes Menschen, da auch sie der Belagerung von dir unterworfen werden 
sollten?
DEU 20:20 Nur solche Bume, von denen du weit, da sie keine ebaren 
Frchte tragen, darfst du verderben und umhauen, um gegen die Stadt, 
welche Krieg mit dir fhrt, Belagerungswerke zu errichten, bis sie fllt.
DEU 21:1 Wenn in dem Lande, das dir Jahwe, dein Gott, zum Besitztume 
verleiht, ein Erschlagener auf dem Felde liegen gefunden wird, ohne da 
man wei, wer ihn erschlagen hat,
DEU 21:2 so sollen deine Vornehmsten und Richter hinausgehen und die 
Entfernung bis zu den Stdten abmessen, die sich rings um den Erschlagenen 
befinden.
DEU 21:3 Ist dann die dem Erschlagenen zunchst liegende Stadt ermittelt, 
so sollen die Vornehmsten jener Stadt eine junge Kuh nehmen, mit der noch 
nicht gearbeitet worden ist, die noch nicht an einem Joche gezogen hat.
DEU 21:4 Dann sollen die Vornehmsten jener Stadt die junge Kuh in ein Thal 
mit nie versiegendem Wasser hinabfhren, wo nicht geackert und nicht gest 
wird, und sollen dort im Thale der jungen Kuh das Genick brechen.
DEU 21:5 Darauf sollen die Priester, die Shne Levis, herzutreten, - denn 
sie hat Jahwe, dein Gott, erwhlt, da sie ihm dienen und im Namen Jahwes 
segnen sollen, und nach ihrem Ausspruche wird ber jeden Streit und jede 
Verletzung entschieden, -DEU 21:6 und alle Vornehmsten jener Stadt, als 
die, welche dem Erschlagenen am nchsten wohnen, sollen ber der jungen 
Kuh, der im Thale das Genick gebrochen wurde, ihre Hnde waschen
DEU 21:7 und sollen anheben und sprechen: Unsere Hnde haben dieses Blut 
nicht vergossen, und unsere Augen haben die Unthat nicht gesehen.
DEU 21:8 Vergieb, o Jahwe, deinem Volke Israel, das du erlst hast, und 
lege deinem Volke Israel nicht die Verantwortung fr unschuldig 
vergossenes Blut auf! So werden sie von der Blutschuld frei werden,
DEU 21:9 und du sollst das unschuldig vergossene Blut aus deiner Mitte 
hinwegtilgen, damit es dir wohl gehe, wenn du thust, was vor Jahwe recht 
ist.
DEU 21:10 Wenn du gegen deine Feinde in den Krieg ziehst, und Jahwe, dein 
Gott, sie in deine Gewalt giebt, und du Gefangene unter ihnen machst
DEU 21:11 und unter den Gefangenen ein Weib von schner Gestalt erblickst 
und von Liebe zu ihr ergriffen wirst, da du sie dir zum Weibe nehmen 
willst,
DEU 21:12 so bringe sie hinein in dein Haus, da sie ihr Haupt beschere, 
ihre Ngel beschneide
DEU 21:13 und ihre Gefangenenkleidung ablege. So soll sie in deinem Hause 
wohnen und ihren Vater und ihre Mutter einen Monat lang betrauern; und 
darnach darfst du zu ihr eingehen und sie ehelichen, da sie dein Weib sei.
DEU 21:14 Wenn sie dir aber nicht mehr gefllt, so hast du sie ganz frei 
zu geben und darfst sie keinesfalls um Geld verkaufen. Du darfst dich 
nicht gewaltthtig gegen sie erzeigen, weil du sie geschwcht hast.
DEU 21:15 Wenn ein Mann zwei Frauen hat, von denen er die eine bevorzugt, 
die andere aber zurcksetzt, und beide ihm Shne gebren, die bevorzugte 
wie die zurckgesetzte, und der erstgeborne Sohn von der zurckgesetzten 
stammt,
DEU 21:16 so darf er, wenn er seinen Shnen sein Vermgen als Erbe 
bergiebt, nicht mit Hintansetzung des Sohns der zurckgesetzten, der der 
Erstgeborne ist, dem Sohne der bevorzugten die Rechte des Erstgebornen 
verleihen,
DEU 21:17 sondern er hat den wirklichen Erstgebornen, den Sohn der 
zurckgesetzten, als solchen anzuerkennen, indem er ihm von allem, was er 
besitzt, doppelten Anteil gewhrt; denn dieser ist der Erstling deiner 
Kraft, ihm gehrt das Erstgeburtsrecht.
DEU 21:18 Hat jemand einen miratenen und widerspenstigen Sohn, der auf 
die Mahnung seines Vaters und seiner Mutter nicht hren will und ihnen 
auch, nachdem sie ihn gezchtigt haben, nicht gehorcht,
DEU 21:19 so sollen ihn seine Eltern ergreifen, ihn vor die Vornehmsten 
seiner Stadt und zwar zum Thore seine Wohnorts hinausfhren
DEU 21:20 und zu den Vornehmsten seiner Stadt sprechen: Dieser unser Sohn 
da ist miraten und widerspenstig, will auf unsere Mahnung nicht hren, 
ist ein Verschwender und Trunkenbold!
DEU 21:21 So sollen ihn dann alle Leute aus seiner Stadt zu Tode 
steinigen, und so sollst du das Bse aus deiner Mitte hinwegtilgen, und 
ganz Israel soll es vernehmen und sich frchten.
DEU 21:22 Wenn einer, der ein todeswrdiges Verbrechen begangen hat, mit 
dem Tode bestraft wird, und man ihn an einen Baum aufgehngt hat,
DEU 21:23 so soll sein Leichnam nicht ber Nacht an dem Baume hngen 
bleiben, sondern du hast ihn noch am gleichen Tage zu begraben; denn ein 
Gehngter ist bei Gott verflucht, und du sollst dein Land nicht 
verunreinigen, das dir Jahwe, dein Gott, zum Eigentume verleiht.
DEU 22:1 Wenn du einen Ochsen oder ein Schaf deines Volksgenossen irre 
gehen siehst, sollst du ihnen deine Hilfe nicht vorenthalten, sondern sie 
vielmehr deinem Volksgenossen zurckbringen.
DEU 22:2 Und wenn dein Volksgenosse nicht in deiner Nhe wohnt oder wenn 
er dir nicht bekannt ist, so sollst du es in dein Haus aufnehmen und bei 
dir behalten, bis dein Volksgenosse es sucht, und sollst es ihm dann 
zurckgeben.
DEU 22:3 Ebenso sollst du verfahren mit seinem Esel; ebenso sollst du mit 
seinem Kleidungsstcke verfahren und ebenso sollst du mit jedem verlorenen 
Gegenstande verfahren, der deinem Volksgenossen abhanden gekommen ist, und 
den du gefunden hast; du darfst ihm deine Frsorge nicht vorenthalten.
DEU 22:4 Wenn du siehst, da ein Esel oder ein Ochse deines Volksgenossen 
auf dem Wege gestrzt ist, so sollst du ihnen deine Hilfe nicht 
vorenthalten, vielmehr sollst du sie ihm aufrichten helfen.
DEU 22:5 Ein Weib soll nicht Mnnertracht tragen, und ein Mann soll nicht 
Weiberkleider anziehen; denn jeder, der solches thut, ist Jahwe, deinem 
Gott, ein Greuel.
DEU 22:6 Wenn dir zufllig auf dem Weg auf irgend einem Baum oder am Boden 
ein Vogelnest mit Jungen oder mit Eiern zu Gesichte kommt, whrend die 
Mutter auf den Jungen oder den Eiern sitzt, so sollst du nicht die Mutter 
samt den Jungen nehmen;
DEU 22:7 vielmehr sollst du die Mutter fliegen lassen und dir nur die 
Jungen nehmen, damit es dir wohl gehe und du lange lebest.
DEU 22:8 Wenn du ein neues Haus baust, so sollst du an deinem Dach ein 
Gelnder anbringen, damit du nicht Blutschuld auf dein Haus ladest, falls 
jemand von demselben herunterfallen sollte.
DEU 22:9 Du sollst in deinem Weinberge nicht zweierlei pflanzen; sonst ist 
das Ganze dem Heiligtume verfallen, die Saat, die du angest hast, und der 
Ertrag des Weinbergs.
DEU 22:10 Du sollst nicht Ochse und Esel zusammen zum Pflgen verwenden.
DEU 22:11 Du sollst nicht Kleider anziehen, die aus zweierlei Fden, aus 
Wolle und Flachs, zusammengewirkt sind.
DEU 22:12 Du sollst dir Quasten an den vier Zipfeln deines Oberkleides, 
mit dem du dich umhllst, anbringen.
DEU 22:13 Wenn jemand, nachdem er eine Frau heimgefhrt und ihr beigewohnt 
hat, Widerwillen gegen sie empfindet
DEU 22:14 und ihr schndliche Dinge zur Last legt und sie so in blen Ruf 
bringt, indem er behauptet: Ich habe diese Frau heimgefhrt, aber bei der 
Beiwohnung sie nicht als Jungfrau erfunden,
DEU 22:15 so sollen die Eltern der jungen Person die Zeichen der 
Jungfrauschaft der jungen Person nehmen und hinaus zum Thore vor die 
Vornehmsten der Stadt bringen,
DEU 22:16 und der Vater der jungen Frau soll zu den Vornehmsten sagen: Ich 
habe meine Tochter diesem Manne zur Frau gegeben, und da er nun 
Widerwillen gegen sie empfindet,
DEU 22:17 legt er ihr schndliche Dinge zur Last, indem er behauptet: Ich 
habe deine Tochter nicht als Jungfrau erfunden; hier aber ist der Beweis 
fr die Jungfrauschaft meiner Tochter! und sie sollen zugleich das 
Betttuch vor den Vornehmsten der Stadt ausbreiten.
DEU 22:18 Darauf sollen die Vornehmsten jener Stadt den Mann nehmen und 
ihn zchtigen lassen;
DEU 22:19 auch sollen sie ihm eine Geldbue von hundert Silbersekeln 
auferlegen, um sie dem Vater der jungen Frau einzuhndigen. Denn er hat 
eine israelitische Jungfrau in bsen Ruf gebracht und er soll sie zur Frau 
behalten und sein Leben lang nicht das Recht haben, sich von ihr zu 
scheiden.
DEU 22:20 Wenn aber solche Nachrede auf Wahrheit beruht, wenn die 
Jungfrauschaft der jungen Frau nicht erwiesen werden kann,
DEU 22:21 so soll man die junge Person vor die Thre ihres vterlichen 
Hauses fhren, und die Leute aus ihrer Stadt sollen sie zu Tode steinigen, 
weil sie eine schwere Schandthat in Israel begangen hat, indem sie im 
vterlichen Hause Unzucht trieb. So sollst du das Bse aus deiner Mitte 
hinwegtilgen.
DEU 22:22 Wenn jemand dabei betroffen wird, da er einer verheirateten 
Frau beiwohnt, so sollen sie alle beide sterben, sowohl der Mann, der der 
Frau beiwohnte, als auch die Frau. So sollst du das Bse aus Israel 
hinwegtilgen.
DEU 22:23 Wenn jemand mit einer Jungfrau, die einem Manne verlobt ist, 
innerhalb der Stadt zusammentrifft und ihr beiwohnt,
DEU 22:24 so sollt ihr sie beide zum Thore der betreffenden Stadt 
hinausfhren und sie zu Tode steinigen, das Mdchen, weil sie nicht, wie 
sie in der Stadt konnte, um Hilfe geschrieen hat, und den Mann, weil er 
das Weib seines Nchsten geschwcht hat. So sollst du das Bse aus deiner 
Mitte hinwegtilgen.
DEU 22:25 Wenn aber der Mann die verlobte Jungfrau auf freiem Felde 
angetroffen und der Mann ihr Gewalt angethan und ihr beigewohnt hat, so 
soll der Mann, der ihr beigewohnt hat, allein sterben.
DEU 22:26 Dem Mdchen aber soll man nichts anhaben, denn das Mdchen hat 
kein todeswrdiges Verbrechen begangen; es verhlt sich mit diesem Falle 
so, wie wenn einer seinen Nchsten berfllt und totschIgt.
DEU 22:27 Denn da er sie auf freiem Felde angetroffen hat, kann die 
verlobte Jungfrau geschrieen haben, ohne da ihr jemand zu Hilfe kommen 
konnte.
DEU 22:28 Wenn jemand eine Jungfrau, die nicht verlobt ist, antrifft, sie 
ergreift und ihr beiwohnt, und sie ertappt werden,
DEU 22:29 so hat der Mann, der ihr beigewohnt hat, dem Vater des Mdchens 
fnfzig Silbersekel zu bezahlen; sie aber soll ihm als Frau angehren, 
weil er sie geschwcht hat, und er soll sein Leben lang nicht das Recht 
haben, sich von ihr zu scheiden.
DEU 23:1 Niemand soll das Weib seines Vaters heiraten und so die Decke 
seines Vaters aufheben. Wer aus der Gemeinde Gottes auszuschlieen sei. 
Reimhaltung des Kriegslagers.
DEU 23:2 Der Gemeinde Jahwes darf keiner angehren, der durch 
Hodenzerquetschung oder durch das Abschneiden der Harnrhre verstmmelt 
ist.
DEU 23:3 Der Gemeinde Jahwes darf kein Bastard angehren; keiner, der auch 
nur im zehnten Gliede von einem solchen abstammt, darf der Gemeinde Jahwes 
angehren.
DEU 23:4 Kein Ammoniter oder Moabiter darf der Gemeinde Jahwes angehren; 
niemals soll einer, der auch nur im zehnten Gliede von ihnen abstammt, der 
Gemeinde Jahwes angehren drfen,
DEU 23:5 weil sie euch unterwegs, als ihr aus gypten wegzogt, nicht mit 
Brot und Wasser entgegengekommen sind und wider dich aus Pethor in 
Mesopotamien Bileam, den Sohn Beors, gedungen haben, um dich zu verfluchen.
DEU 23:6 Aber Jahwe, dein Gott, war nicht willens, auf Bileam zu hren, 
vielmehr verwandelte dir Jahwe, dein Gott, den Fluch in Segen; denn Jahwe, 
dein Gott, hatte dich lieb.
DEU 23:7 Du sollst, so lange du lebst, niemals auf ihr Wohlergehen und ihr 
Glck bedacht sein.
DEU 23:8 Die Edomiter sollst du nicht verabscheuen, denn sie sind deine 
Brder; auch die gypter sollst du nicht verabscheuen, denn du hast in 
ihrem Land als Fremdling geweilt.
DEU 23:9 Solche Nachkommen von ihnen, die ihnen im dritten Gliede geboren 
werden, drfen der Gemeinde Jahwes angehren.
DEU 23:10 Wenn du im Kriege gegen deine Feinde ein Lager beziehst, so hte 
dich vor allem Ungehrigen.
DEU 23:11 Wenn einer unter dir ist, der infolge eines nchtlichen 
Begebnisses unrein geworden ist, soll er sich hinaus vor das Lager begeben 
und darf nicht ins Lager hineinkommen;
DEU 23:12 erst wenn er sich gegen Abend gewaschen hat, darf er um 
Sonnenuntergang wieder hinein ins Lager kommen.
DEU 23:13 Auch sollst du einen bestimmten Ort auerhalb des Lagers haben, 
an den du dich hinauszubegeben hast;
DEU 23:14 und unter deinen Gerten sollst du einen Pflock haben: mit dem 
sollst du, wenn du dich drauen niederkauern mut, ein Loch graben und es 
dann zur Bedeckung deines Unrats wieder zuscharren.
DEU 23:15 Denn Jahwe, dein Gott, zieht inmitten deines Lagers einher, um 
dich zu schtzen und dir deine Feinde preiszugeben; darum soll dein Lager 
heilig sein, damit er nicht irgend etwas Widerliches an dir sehe und sich 
von dir zurckziehe.
DEU 23:16 Einen Sklaven, der sich vor seinem Herrn zu dir geflchtet hat, 
sollst du seinem Herrn nicht ausliefern.
DEU 23:17 Er soll bei dir innerhalb deiner Grenzen bleiben drfen, an dem 
Orte, den er erwhlen wird, in einer deiner Ortschaften, wo es ihm 
gefllt, ohne da du ihn belstigen darfst.
DEU 23:18 Es soll unter den israelitischen Mdchen keine im Dienst einer 
heidnischen Gottheit der Unzucht Geweihte geben, noch darf es unter den 
israelitischen Knaben einen Geweihten geben.
DEU 23:19 Du darfst nicht aus Anla irgend welches Gelbdes Hurenlohn oder 
Hundegeld in das Haus Jahwes, deines Gottes, bringen, denn auch dieses 
beides ist Jahwe, deinem Gott, ein Greuel.
DEU 23:20 Von deinem Volksgenossen darfst du keine Zinsen nehmen, weder 
fr Geld, noch fr Speise, noch fr irgend etwas anderes, das man auf Zins 
leihen kann.
DEU 23:21 Von dem Auslnder darfst du Zinsen nehmen, aber von deinem 
Volksgenossen darfst du keine fordern, damit dich Jahwe, dein Gott, in 
allem segne, was deine Hand unternimmt in dem Lande, in das du einziehst, 
um es in Besitz zu nehmen.
DEU 23:22 Wenn du Jahwe, deinem Gotte, ein Gelbde thust, so zgere nicht, 
es zu erfllen; denn sonst wird es Jahwe, dein Gott, von dir fordern, und 
du wrest eines Vergehens schuldig.
DEU 23:23 Wenn du aber auf das Geloben verzichtest, so bist du deshalb 
keines Vergehens schuldig.
DEU 23:24 Was du einmal ausgesprochen hast, sollst du halten und 
dementsprechend handeln, wie du Jahwe, deinem Gotte, freiwillig gelobt, 
und was dein Mund ausgesprochen hat.
DEU 23:25 Wenn du in den Weinberg deines Nchsten kommst, so magst du 
Trauben essen, so viel du Lust hast, bis du satt bist, aber in dein Gef 
darfst du nichts thun.
DEU 23:26 Wenn du in das in Halmen stehende Getreide deines Nchsten 
kommst, darfst du dir hren mit der Hand abreien, aber die Sichel darfst 
du nicht ber die Halme deines Nchsten schwingen.
DEU 24:1 Wenn jemand ein Weib heimfhrt und sie ehelicht, sie aber dann 
sein Wohlgefallen nicht erlangt, weil er etwas Widerwrtiges an ihr 
entdeckt, und er ihr einen Scheidebrief schreibt und einhndigt und sie 
aus seinem Hause entlt, -DEU 24:2 wenn sie sodann, nachdem sie aus 
seinem Hause weggezogen ist, weiterhin eines andern Mannes Weib geworden 
ist,
DEU 24:3 dieser zweite Mann aber, weil er ihr gleichfalls abgeneigt wurde, 
ihr auch einen Scheidebrief geschrieben und eingehndigt und sie aus 
seinem Hause entlassen hat -, oder wenn der zweite Mann, der sie als sein 
Weib heimgefhrt hat, gestorben ist:
DEU 24:4 so kann ihr erster Mann, der sie entlassen hat, sie nicht 
wiederum heimfhren, um sie zum Weibe zu haben, nachdem sie sich hat 
verunreinigen lassen; denn solches gilt vor Jahwe als ein Greuel, und du 
sollst das Land, das dir Jahwe, dein Gott, zum Eigentume giebt, nicht mit 
Snden beflecken.
DEU 24:5 Wenn einer neuvermhlt ist, so braucht er nicht mit dem Heer 
auszuziehen, und man soll ihm keinerlei Leistung auferlegen; er soll ein 
Jahr lang frei sein fr sein Haus, damit er das Weib, das er heimgefhrt 
hat, erfreue.
DEU 24:6 Man soll nicht die Handmhle oder auch blo den oberen MhIstein 
als Pfand nehmen, denn das hiee, das Leben selbst zum Pfande nehmen.
DEU 24:7 Wenn einer dabei ertappt wird, da er einen seiner Volksgenossen, 
einen Israeliten, raubt und ihn gewaltthtig behandelt oder ihn verkauft, 
so soll ein solcher Menschendieb sterben. Du sollst das Bse aus deiner 
Mitte hinwegtilgen.
DEU 24:8 Sei auf der Hut vor der Plage des Aussatzes, indem du genau alle 
die Weisungen beobachtest und befolgst, die euch die levitischen Priester 
erteilen; nach den Vorschriften, die ich ihnen gegeben habe, sollt ihr 
sorgfltig verfahren.
DEU 24:9 Bedenke, was Jahwe, dein Gott, unterwegs, als ihr aus gypten 
wegzogt, Mirjam widerfahren lie!
DEU 24:10 Wenn du deinem Nchsten irgend welches Darlehn gewhrst, so 
darfst du nicht in sein Haus hineingehen, um ein Pfand von ihm zu erheben;
DEU 24:11 drauen sollst du stehen bleiben, und der, dem du leihst, soll 
das Pfand zu dir hinausbringen.
DEU 24:12 Und wenn er ein armer Mann ist, sollst du dich nicht mit seinem 
Pfande schlafen legen.
DEU 24:13 Vielmehr sollst du ihm das Pfand bei Sonnenuntergang 
zurckgeben, damit er sich in seinem Mantel schlafen lege und dich segne; 
so wirst du vor Jahwe, deinem Gotte, rechtschaffen dastehen.
DEU 24:14 Einen armen und bedrftigen Tagelhner sollst du nicht 
bedrcken, mag er nun zu deinen Volksgenossen oder zu den Fremdlingen 
gehren, die sich in deinem Land in deinen Ortschaften bei dir aufhalten.
DEU 24:15 Je am gleichen Tage sollst du ihm seinen Lohn auszahlen, ehe 
noch die Sonne untergeht, denn er ist arm und verlangt sehnschtig 
darnach; sonst ruft er Jahwe wider dich an, und du bist einer Verfehlung 
schuldig.
DEU 24:16 Es sollen nicht Vter um der Kinder willen, noch Kinder um der 
Vter willen mit dem Tode bestraft werden; ein jeder soll nur wegen seines 
eigenen Vergehens gettet werden drfen.
DEU 24:17 Du sollst nicht das Recht eines Fremdlings oder einer Waise 
beugen und nicht das Kleid einer Witwe als Pfand nehmen.
DEU 24:18 Gedenke daran, da du in gypten Sklave warst, und da dich 
Jahwe, dein Gott, von dort befreite; darum gebiete ich dir, so zu handeln.
DEU 24:19 Wenn du auf deinem Felde deine Ernte hltst und eine Garbe auf 
dem Felde vergissest, so sollst du nicht umkehren, um sie zu holen; den 
Fremdlingen, Waisen und Witwen soll sie zufallen, auf da dich Jahwe, dein 
Gott, bei allem Thun deiner Hnde segne.
DEU 24:20 Wenn du deine lbume abklopfst, sollst du nicht hinterher noch 
die Zweige absuchen; es soll, was noch daran ist, den Fremdlingen, Waisen 
und Witwen zufallen.
DEU 24:21 Wenn du deinen Weinberg aberntest, sollst du nicht hinterher 
noch Nachlese halten; es soll, was zurckbleibt, den Fremdlingen, Waisen 
und Witwen zufaIlen.
DEU 24:22 Gedenke daran, da du in gypten Sklave warst; darum gebiete ich 
dir, so zu handeln.
DEU 25:1 Wenn Mnner, die einen Streit miteinander haben, vor Gericht 
treten, und man ihnen das Urteil gesprochen hat, indem man den 
Unschuldigen frei sprach und den Schuldigen verurteilte,
DEU 25:2 so soll der Richter, wenn sich herausgestellt hat, da der 
Schuldige Prgelstrafe verdient, denselben hinlegen und ihm in seiner 
Gegenwart eine seiner Schuld entsprechende Anzahl Hiebe geben lassen.
DEU 25:3 Vierzig Hiebe darf er ihm geben lassen, aber nicht mehr, damit 
dein Volksgenosse nicht in deinen Augen entehrt werde, wenn man ihm noch 
viele weitere Hiebe versetzt.
DEU 25:4 Du sollst einem Ochsen beim Dreschen keinen Maulkorb anlegen.
DEU 25:5 Wenn Brder beisammen wohnen und einer von ihnen stirbt, ohne 
einen Sohn zu hinterlassen, so soll die Gattin des Verstorbenen sich nicht 
auswrts an einen fremden Mann verheiraten; ihr Schwager soll zu ihr 
eingehen, da er sie sich zur Frau nehme und ihr die Schwagerpflicht 
Ieiste.
DEU 25:6 Der erste Sohn aber, den sie gebiert, soll seinem verstorbenen 
Bruder zugerechnet werden, damit dessen Name nicht in Israel erlsche.
DEU 25:7 Wenn aber der Mann keine Lust hat, seine Schwgerin zu heiraten, 
so soll seine Schwgerin hin zum Thore zu den Vornehmsten gehen und 
sprechen: Mein Schwager weigert sich, den Namen seines Bruders in Israel 
aufrecht zu erhalten; er will mir die Schwagerpflicht nicht leisten.
DEU 25:8 Daraufhin sollen die Vornehmsten seiner Stadt ihn vorladen und 
mit ihm reden, und wenn er darauf besteht und erklrt: Ich habe keine 
Lust, sie zu nehmen!
DEU 25:9 so soll seine Schwgerin in Gegenwart der Vornehmsten an ihn 
herantreten, ihm den Schuh von seinem Fue abziehen, ihm ins Angesicht 
spucken und anheben und sprechen: So soll es jedem ergehen, der die 
Familie seines Bruders nicht fortpflanzen will!
DEU 25:10 Und seine Familie soll fortan in Israel Barferfamilie heien.
DEU 25:11 Wenn bei einem Raufhandel zweier Volksgenossen das Weib des 
einen herzueilt, um ihren Mann aus der Gewalt dessen, der ihn schlgt, zu 
befreien, und diesen mit ihrer Hand bei den Schamteilen packt,
DEU 25:12 so sollst du ihr die Hand abhauen ohne jedes Erbarmen.
DEU 25:13 Du sollst in deiner Tasche nicht zweierlei Gewichtsteine haben, 
einen greren und einen kleineren.
DEU 25:14 Du sollst in deinem Hause nicht zweierlei Hohlmae haben, ein 
greres Epha und ein kleineres.
DEU 25:15 Volles und richtiges Gewicht sollst du haben, volles und 
richtiges Hohlma sollst du haben, damit du lange lebest in dem Lande, das 
dir Jahwe, dein Gott, verleiht.
DEU 25:16 Denn ein Greuel ist Jahwe, deinem Gott, ein jeder, der solches 
thut, jeder, der ein Unrecht begeht.
DEU 25:17 Gedenke daran, was dir die Amalekiter angethan haben unterwegs, 
als ihr aus gypten wegzogt,
DEU 25:18 wie sie dich ohne irgend welche Furcht vor Gott, als du 
erschpft und mde warst, unterwegs berfielen und alle deine ermatteten 
Nachzgler von dir abschnitten.
DEU 25:19 Darum sollst du, wenn dir Jahwe, dein Gott, vor allen deinen 
Feinden ringsum Ruhe verschafft hat in dem Lande, welches dir Jahwe, dein 
Gott, zum Erbbesitze verleiht, die Amalekiter bis auf den Namen von der 
Erde vertilgen; vergi es nicht!
DEU 26:1 Wenn du in das Land gekommen bist, das dir Jahwe, dein Gott, zum 
Eigentume verleiht, und du es in Besitz genommen und Wohnung darin gemacht 
hast,
DEU 26:2 sollst du einen Teil der Erstlinge von allen Feldfrchten nehmen, 
die du von deinem Lande einbringst, das dir Jahwe, dein Gott, verleiht, 
sie in einen Korb legen und dich an die Sttte begeben, die Jahwe, dein 
Gott, zum Wohnsitze seines Namens erwhlen wird.
DEU 26:3 Dort tritt dann hin zu dem Priester, der zu dieser Zeit vorhanden 
sein wird, und sprich zu ihm: Hiermit bezeuge ich heute Jahwe, deinem 
Gotte, da ich in das Land gekommen bin, dessen Verleihung an uns Jahwe 
unseren Vtern eidlich verheien hat.
DEU 26:4 Sodann soll der Priester den Korb aus deiner Hand nehmen und ihn 
vor den Altar Jahwes, deines Gottes, hinstellen,
DEU 26:5 und du sollst anheben und vor Jahwe, deinem Gotte, also sprechen: 
Ein umherirrender Aramer war mein Vater; der zog mit einer geringen Zahl 
von Leuten hinab nach gypten, hielt sich dort als Fremdling auf und wurde 
dort zu einem groen, starken und zahlreichen Volke.
DEU 26:6 Da uns aber die gypter mihandelten und bedrckten und uns harte 
Arbeit auferlegten,
DEU 26:7 so schrieen wir zu Jahwe, dem Gott unserer Vter, um Hilfe, und 
Jahwe hrte unser Rufen und sah unser Elend, unsere Mhsal und unsere 
Bedrngnis.
DEU 26:8 Und Jahwe fhrte uns mit starker Hand und ausgerecktem Arm, mit 
furchtbarer Macht und unter Zeichen und Wundern aus gypten hinweg.
DEU 26:9 Und er brachte uns an diesen Ort und gab uns dieses Land, ein 
Land, das von Milch und Honig berfliet.
DEU 26:10 Und hier bringe ich nun die Erstlinge von den Frchten des 
Landes, das du mir gegeben hast, Jahwe! Damit sollst du ihn Jahwe, deinem 
Gott, bergeben, dich vor Jahwe, deinem Gotte, niederwerfen
DEU 26:11 und dich samt deiner Familie, dem Leviten und dem Fremdling, der 
sich unter dir aufhlt, an all' dem Segen erfreuen, den dir Jahwe, dein 
Gott, verliehen hat.
DEU 26:12 Wenn du im dritten Jahre, dem Zehntjahre, den ganzen Zehnten von 
deinen Ertrgnissen vollstndig abgeliefert und den Leviten, Fremdlingen, 
Waisen und Witwen bergeben hast, damit sie ihn in deinen Ortschaften 
verzehren und sich sttigen,
DEU 26:13 so sollst du vor Jahwe, deinem Gott, erklren: Ich habe das 
Heilige aus dem Hause geschafft und es den Leviten, Fremdlingen, Waisen 
und Witwen zukommen lassen, in genauer Befolgung des Gebots, das du mir 
gegeben hast; ich habe keines deiner Gebote bertreten und keines 
vergessen.
DEU 26:14 Ich habe nichts davon genossen, als ich in Trauer war, nichts 
davon fortgeschafft als ich unrein war, und nichts davon fr einen Toten 
hergegeben. Ich habe dem Gebote Jahwes, meines Gottes, gehorcht und alles 
befolgt, was du mir befohlen hast.
DEU 26:15 Blicke herab von deiner heiligen Wohnung, vom Himmel, und segne 
dein Volk Israel und das Land, das du uns verliehen hast, wie du unsern 
Vtern geschworen hast, ein Land, das von Milch und Honig berfliet.
DEU 26:16 Am heutigen Tage befiehlt dir Jahwe, dein Gott, diese Satzungen 
und Rechte zu halten; so beachte und befolge sie denn von ganzem Herzen 
und von ganzer Seele!
DEU 26:17 Du hast dir heute von Jahwe erklren lassen, da er dein Gott 
sein wolle, und da du in seinen Wegen zu wandeln, seine Satzungen, Gebote 
und Rechte zu halten und seiner Stimme zu gehorchen habest,
DEU 26:18 und Jahwe hat dich heute die Erklrung abgeben lassen, da du 
ihm als Eigentumsvolk angehren wollest, wie er es dir geboten hat, und 
da du alle seine Gebote befolgen wollest,
DEU 26:19 damit er dich hoch ber alle Vlker, die er geschaffen hat, zu 
Preis, Ruhm und Ehre erhebe, und du ein Jahwe, deinem Gotte, geheiligtes 
Volk seiest, wie er geboten hat.
DEU 27:1 Mose aber und die Vornehmsten in Israel gaben dem Volke folgenden 
Befehl: Haltet alle die Gebote, die ich euch heute gebe!
DEU 27:2 Und wenn ihr ber den Jordan hinber in das Land gezogen seid, 
das dir Jahwe, dein Gott, verleiht, so richte dir groe Steine auf, 
bertnche sie mit Kalk
DEU 27:3 und schreibe darauf alle Worte dieses Gesetzes, sobald du 
hinbergezogen bist, damit du, wie dir Jahwe, der Gott deiner Vter, 
verheien hat, in das Land hineinkommst, das dir Jahwe, dein Gott, 
verleiht, ein Land, das von Milch und Honig berfliet.
DEU 27:4 Sobald ihr den Jordan berschritten habt, sollt ihr diese Steine, 
gem dem, was ich euch heute gebiete, auf dem Berge Ebal aufrichten und 
mit Kalk bertnchen.
DEU 27:5 Auch sollst du dort Jahwe, deinem Gott, einen Altar errichten, 
und zwar einen Altar aus Steinen, die du nicht mit eisernen Werkzeugen 
bearbeitet hast,
DEU 27:6 - aus unbehauenen Steinen sollst du den Altar Jahwes, deines 
Gottes, errichten - und sollst Jahwe, deinem Gotte, Brandopfer darauf 
darbringen
DEU 27:7 und Heilsopfer schlachten und sie daseIbst verzehren und vor 
Jahwe, deinem Gotte, frhlich sein.
DEU 27:8 Auf die Steine aber sollst du alle Worte dieses Gesetzes deutlich 
und sorgfltig schreiben.
DEU 27:9 So sprachen Mose und die levitischen Priester zu ganz Israel 
also: Sei still und hre zu, Israel! Heute bist du das Volk Jahwes, deines 
Gottes, geworden;
DEU 27:10 so hre denn auf die Stimme Jahwes, deines Gottes, und halte 
seine Gebote und seine Satzungen, die ich dir heute gebiete.
DEU 27:11 An ebendemselben Tage gab Mose dem Volke folgende Anweisung:
DEU 27:12 Wenn ihr den Jordan berschritten habt, sollen sich die einen 
auf dem Berge Gerizim aufstellen, um das Volk zu segnen, nmlich: Simeon, 
Levi, Juda, Issachar, Joseph und Benjamin;
DEU 27:13 die anderen aber sollen sich, um den FIuch auszusprechen, auf 
dem Berg Ebal aufstellen, nmlich: Ruben, Gad, Asser, Zebulon, Dan und 
Naphthali.
DEU 27:14 Und die Leviten sollen anheben und mit hocherhobener Stimme zu 
allen Israeliten sprechen:
DEU 27:15 Verflucht ist, wer ein Schnitzbild oder Gubild, ein Machwerk 
von Knstlerhnden verfertigt, zum Greuel fr Jahwe, und es im Geheimen 
aufstellt! Und das ganze Volk soll antworten und sprechen: So sei es!
DEU 27:16 Verflucht ist, wer seinen Vater oder seine Mutter verunehrt! Und 
das ganze Volk soll sprechen: So sei es!
DEU 27:17 Verflucht ist, wer die Grenze seines Nchsten verrckt! Und das 
ganze Volk soll sprechen: So sei es!
DEU 27:18 Verflucht ist, wer einen Blinden irre fhrt! Und das ganze Volk 
soll sprechen: So sei es!
DEU 27:19 Verflucht ist, wer das Recht von Fremdlingen, Waisen oder Witwen 
beugt! Und das ganze Volk soll sprechen: So sei es!
DEU 27:20 Verflucht ist, wer dem Weibe seines Vaters beiwohnt, denn er hat 
die Scham seines Vaters aufgedeckt. Und das ganze Volk soll sprechen: So 
sei es!
DEU 27:21 Verflucht ist, wer irgend einem Tiere beiwohnt! Und das ganze 
Volk soll sprechen: So sei es!
DEU 27:22 Verflucht ist, wer seiner Schwester, sie sei nun die Tochter 
seines Vaters oder seiner Mutter, beiwohnt! Und das ganze Volk soll 
sprechen: So sei es!
DEU 27:23 Verflucht ist, wer seiner Schwgerin beiwohnt! Und das ganze 
Volk soll sprechen: So sei es!
DEU 27:24 Verflucht ist, wer seinen Nchsten heimlich erschlgt! Und das 
ganze Volk soll sprechen: So sei es!
DEU 27:25 Verflucht ist, wer sich dazu dingen lt, das Blut eines 
Unschuldigen mrderisch zu vergieen! Und das ganze Volk soll sprechen: So 
sei es!
DEU 27:26 Verflucht ist, wer die Worte dieses Gesetzes nicht in Kraft 
treten lt, indem er nicht darnach thut! Und das ganze Volk soll 
sprechen: So sei es!
DEU 28:1 Wenn du getreulich der Stimme Jahwes, deines Gottes, gehorchst 
und wohl darauf acht hast, alle seine Gebote, die ich dir heute gebe, zu 
halten, so wird dich Jahwe, dein Gott, hoch ber alle Vlker der Erde 
erheben,
DEU 28:2 und es werden alle die nachfolgenden Segnungen ber dich kommen 
und sich an dir verwirklichen, wenn du auf die Stimme Jahwes, deines 
Gottes, hrst:
DEU 28:3 Gesegnet bist du in der Stadt und gesegnet auf dem Felde.
DEU 28:4 Gesegnet ist deine Leibesfrucht und deine Feldfrucht und die 
Frucht deines Viehs, der Wurf deiner Rinder und die Tracht deiner Schafe.
DEU 28:5 Gesegnet ist dein Korb und deine Backschssel.
DEU 28:6 Gesegnet bist du, wenn du eingehst, und gesegnet bist du, wenn du 
ausgehst.
DEU 28:7 Jahwe wird deine Feinde, die sich wider dich erheben, vor dir 
niederstrecken; auf einem Wege werden sie gegen dich zu Felde ziehen, aber 
auf sieben Wegen vor dir fliehen.
DEU 28:8 Mge Jahwe dich vom Segen begleiten lassen in deinen Speichern 
und bei allem, was deine Hand unternimmt, und dich segnen in dem Lande, 
das dir Jahwe, dein Gott, verleiht!
DEU 28:9 Mge dich Jahwe zu einem heiligen Volke fr sich herrichten, wie 
er dir geschworen hat, falls du die Gebote Jahwes, deines Gottes, halten 
und in seinen Wegen wandeln wirst,
DEU 28:10 damit alle Vlker der Erde sehen, da du nach dem Namen Jahwes 
genannt bist, und sich vor dir frchten!
DEU 28:11 Dann wird dir auch Jahwe durch die Frucht deines Leibes, die 
Frucht deines Viehs und die Frucht deines Landes berflu geben an Gtern 
in dem Lande, dessen Verleihung an dich Jahwe deinen Vtern eidlich 
verheien hat.
DEU 28:12 Jahwe wird seine reiche Schatzkammer, den Himmel, fr dich 
aufthun, um deinem Lande den Regen zu geben zu seiner Zeit und um alles 
Thun deiner Hand zu segnen, so da du vielen Vlkern wirst leihen knnen, 
ohne selbst je entlehnen zu mssen.
DEU 28:13 So wird dich Jahwe zum Haupte machen und nicht zum Schwanze, und 
du wirst immer nur hher steigen, und nie wird es mit dir abwrts gehen, 
wenn du den Geboten Jahwes, deines Gottes, die ich dir heute gebe, 
gehorsam sein wirst, da du sie beobachtest und hltst
DEU 28:14 und von allem, was ich euch heute gebiete, weder zur Rechten 
noch zur Linken abweichst, um anderen Gttern nachzufolgen und zu dienen.
DEU 28:15 Wenn du aber der Forderung Jahwes, deines Gottes, nicht 
gehorchst, nach der du alle seine Gebote und Satzungen, die ich dir heute 
vorlege, genau befolgen sollst, so werden alle die nachfolgenden Flche 
ber dich kommen und sich an dir verwirklichen:
DEU 28:16 Verflucht bist du in der Stadt und verflucht auf dem Felde.
DEU 28:17 Verflucht ist dein Korb und deine Backschssel.
DEU 28:18 Verflucht ist die Frucht deines Leibes und die Frucht deines 
Feldes, der Wurf deiner Rinder und die Tracht deiner Schafe.
DEU 28:19 Verflucht bist du, wenn du eingehst, und verflucht bist du, wenn 
du ausgehst.
DEU 28:20 Jahwe wird gegen dich entsenden den Fluch, die Bestrzung und 
die Verwnschung bei allen Geschften, die deine Hand in Angriff nimmt, 
bis du wegen der Schlechtigkeit deiner Thaten, darum, da du mich 
verlassen hast, schleunigst vertilgt und zu Grunde gerichtet bist.
DEU 28:21 Jahwe wird machen, das sich die Pest an dich heftet, bis sie 
dich aus dem Lande ausgetilgt hat, in das du einziehst, um es in Besitz zu 
nehmen.
DEU 28:22 Jahwe wird dich mit Schwindsucht, Fieber, Entzndung und Hitze, 
mit Trockenheit, Getreidebrand und Vergilbung schlagen; die sollen dich 
verfolgen, bis du zu Grunde gerichtet bist.
DEU 28:23 Der Himmel ber deinem Haupte soll Erz und der Boden unter dir 
Eisen sein.
DEU 28:24 Jahwe wird den Regen fr dein Land in Staub und Sand verwandeln; 
die sollen vom Himmel auf dich herabfallen, bis du zu Grunde gerichtet 
bist.
DEU 28:25 Jahwe wird dich vor deinen Feinden zu Boden strecken; auf einem 
Wege wirst du gegen sie zu Felde ziehen, aber auf sieben Wegen vor ihnen 
fliehen. So wirst du fr alle Knigreiche der Erde zu einem Schreckbilde 
werden,
DEU 28:26 und deine Leichname werden allen Vgeln des Himmels und den 
wilden Tieren zum Frae dienen, und niemand wird sie wegscheuchen.
DEU 28:27 Jahwe wird dich schlagen mit dem gyptischen Geschwr, mit 
Pestbeulen, Krtze und Grind, die unheilbar sind.
DEU 28:28 Jahwe wird dich schlagen mit Wahnsinn und Blindheit und 
Geistesverwirrung.
DEU 28:29 Du wirst am hellen Mittag herumtappen, wie der Blinde in der 
Dunkelheit herumtappt, und wirst bei deinen Unternehmungen kein Glck 
haben; du wirst immerfort nur unterdrckt und beraubt sein, ohne da dir 
jemand zu Hilfe kme.
DEU 28:30 Du verlobst dir ein Weib, aber ein anderer Mann beschlft sie; 
du baust ein Haus, wirst aber nicht darin wohnen; du pflanzest einen 
Weinberg, wirst aber seine Frchte nicht genieen.
DEU 28:31 Dein Ochse wird vor deinen Augen geschlachtet, du aber bekommst 
nichts davon zu essen; dein Esel wird dir vor deinem Angesichte weggeraubt 
und kehrt nie mehr zu dir zurck; deine Schafe werden deinen Feinden 
ausgeliefert und niemand kommt dir zu Hilfe.
DEU 28:32 Deine Shne und deine Tchter werden einem fremden Volk als 
Sklaven berliefert: deine Augen mssen es ansehen und verschmachten vor 
Sehnsucht nach ihnen, aber du bist machtlos dagegen.
DEU 28:33 Die Frucht deines Landes und alles, was du mit saurer Arbeit 
erworben hast, wird ein Volk verzehren, das dir unbekannt ist, und du 
wirst immerfort nur unterdrckt und zerschlagen sein
DEU 28:34 und wirst wahnsinnig werden beim Anblick dessen, was deine Augen 
sehen mssen.
DEU 28:35 Jahwe schlgt dich an Knieen und Schenkeln mit unheilbaren, 
bsartigen Geschwren, von der Fusohle bis zum Scheitel.
DEU 28:36 Jahwe wird dich und deinen Knig, den du ber dich setzen wirst, 
zu einem Volke wegfhren, das dir und deinen Vtern unbekannt war; dort 
wirst du andere Gtter verehren, hlzerne und steinerne.
DEU 28:37 Du wirst ein Gegenstand des Entsetzens, des Spottes und Hohnes 
werden unter allen den Vlkern, unter die Jahwe dich fhren wird.
DEU 28:38 Vielen Samen fhrst du aufs Feld hinaus, aber wenig sammelst du 
ein; denn die Heuschrecken fressen es ab.
DEU 28:39 Weinberge wirst du pflanzen und bearbeiten, aber Wein hast du 
weder zu trinken noch einzukellern; denn der Wurm frit ihn weg.
DEU 28:40 berall wirst du lbume auf deinem Gebiete haben, aber mit l 
kannst du dich nicht salben, denn deine Oliven fallen ab.
DEU 28:41 Shne und Tchter wirst du erzeugen, aber sie werden dir nicht 
angehren; denn sie wandern in Gefangenschaft.
DEU 28:42 Alle deine Bume und deine Feldfrucht wird das Ungeziefer in 
Besitz nehmen.
DEU 28:43 Der Fremdling, der unter dir weilt, wird immer hher und hher 
ber dich emporsteigen; mit dir aber wird es mehr und mehr abwrts gehen.
DEU 28:44 Er wird dir leihen, du aber wirst ihm nichts zu leihen haben; er 
wird das Haupt, du aber wirst zum Schwanze werden.
DEU 28:45 Alle diese Flche werden ber dich kommen, dich verfolgen und 
sich an dir verwirklichen, bis du hinweggetilgt bist, weil du der Stimme 
Jahwes, deines Gottes, nicht gehorcht, seine Gebote und Satzungen, die er 
dir auferlegte, nicht beobachtet hast,
DEU 28:46 und sie werden als Zeichen und Wunder dir und deinen Nachkommen 
ewiglich anhaften.
DEU 28:47 Weil du vor lauter berflu Jahwe, deinem Gotte, nicht mit 
Freuden und Herzenslust gedient hast,
DEU 28:48 so sollst du deinen Feinden, die Jahwe gegen dich entsendet, in 
Hunger und Durst, in Ble und in uerstem Mangel dienstbar sein, und er 
wird dir ein eisernes Joch auf den Hals legen bis er dich vertilgt hat.
DEU 28:49 Jahwe wird gegen dich von ferne, vom Ende der Erde her, ein Volk 
aufbieten, das wie ein Adler daherschwebt, ein Volk, dessen Sprache du 
nicht verstehst,
DEU 28:50 ein Volk wilden Blickes, das keine Rcksicht kennt gegen den 
Greis und kein Erbarmen hat mit dem Knaben.
DEU 28:51 Es verzehrt die Frucht deines Viehs und die Frucht deines 
Landes, bis du vernichtet bist; es lt dir nichts brig von Korn, Most 
und l, vom Wurf deiner Rinder und der Tracht deiner Schafe, bis es dich 
zu Grunde gerichtet hat.
DEU 28:52 Es belagert dich in allen deinen Wohnorten, bis berall in 
deinem Lande deine hohen und festen Mauern, auf die du dein Vertrauen 
setzest, eingestrzt sind; es belagert dich in allen deinen Wohnorten, 
berall in deinem Lande, das dir Jahwe, dein Gott, verleiht.
DEU 28:53 In der Angst und Bedrngnis, in die dich dein Feind versetzt, 
wirst du deine Leibesfrucht verzehren, das Fleisch deiner Shne und 
Tchter, die dir Jahwe, dein Gott, gegeben hat.
DEU 28:54 Auch der weichlichste und am meisten verzrtelte unter dir wird 
sich mignstig zeigen gegen seinen Bruder und das Weib an seinem Busen 
und gegen die brigen Kinder, die er noch brig hat;
DEU 28:55 keinem von ihnen giebt er etwas von dem Fleische seiner Kinder, 
das er verzehrt, weil ihm gar nichts anderes brig geblieben ist, in der 
Angst und Bedrngnis, in die dich dein Feind in allen deinen Wohnorten 
versetzt.
DEU 28:56 Die weichlichste und ppigste unter dir, die vor Verzrtelung 
und Weichlichkeit nie den Versuch gemacht hat, ihren Fu auf die Erde zu 
setzen, auch sie wird sich mignstig zeigen gegen den Mann an ihrem 
Busen, gegen ihren Sohn oder ihre Tochter
DEU 28:57 und wird ihnen die Nachgeburt mignnen, die aus ihrem Schoe 
hervorgeht, und die Kinder, die sie zur Welt bringt; denn bei dem Mangel 
an allem wird sie dieselben insgeheim essen, in der Angst und Bedrngnis, 
in die dich dein Feind in deinen Wohnorten versetzt.
DEU 28:58 Wenn du nicht acht darauf hast, alle Worte dieses Gesetzes, die 
in diesem Buche geschrieben stehen, zu befolgen, indem du diesen 
glorreichen und furchtbaren Namen, Jahwe, deinen Gott, frchtest,
DEU 28:59 so verhngt Jahwe ber dich und deine Nachkommen 
auerordentliche Plagen, gewaltige und anhaltende Plagen und bartige und 
anhaltende Krankheiten
DEU 28:60 und bringt wieder ber dich alle gyptischen Seuchen, vor denen 
du Grauen empfindest, da sie dir anhaften.
DEU 28:61 Dazu wird Jahwe Krankheiten und Plagen aller Art, von denen in 
diesem Gesetzbuche nichts geschrieben steht, ber dich kommen lassen, bis 
du vernichtet bist.
DEU 28:62 Statt da ihr vorher den Sternen des Himmels an Menge 
gleichkamt, werdet ihr nur wenige Mann stark brig bleiben, weil du der 
Stimme Jahwes, deines Gottes, nicht gehorcht hast.
DEU 28:63 Und wie Jahwe vorher Freude daran hatte, euch glcklich und 
zahlreich zu machen, so wird dann Jahwe Freude daran haben, euch zu Grunde 
zu richten und zu vertilgen, so da ihr herausgerissen werdet aus dem 
Land, in das du einziehst, um es in Besitz zu nehmen.
DEU 28:64 Und zwar wird dich Jahwe unter alle Vlker von einem Ende der 
Erde zum andern zerstreuen; dort wirst du andern Gttern dienen, die dir 
und deinen Vtern nicht bekannt waren; hlzernen und steinernen,
DEU 28:65 und du wirst unter jenen Vlkern keine Ruhe haben, noch wird es 
einen Ort geben, wo dein Fu rasten kann. Vielmehr wird dir Jahwe daselbst 
ein bebendes Herz, vor Sehnsucht verschmachtende Augen und eine verzagte 
Seele geben.
DEU 28:66 Dein Leben scheint dir wie an einem Faden vor dir hngend; du 
zitterst bei Tag und bei Nacht und glaubst dich niemals deines Lebens 
sicher.
DEU 28:67 Am Morgen denkst du: wre es doch erst Abend! und am Abend 
denkst du: wre es doch erst Morgen! infolge der Angst, die dein Herz 
erfllt, und bei dem Anblick dessen, was deine Augen sehen mssen.
DEU 28:68 Jahwe wird dich zu Schiffe wieder nach gypten zurckbringen, 
auf dem Wege, von dem ich dir versprach: du sollst ihn nicht wieder sehen! 
Und dort werdet ihr euren Feinden als Sklaven und Sklavinnen feilgeboten 
werden, und es wird niemand geben, der euch kaufen mag.
DEU 28:69 Das sind die Worte des Bundes, den Mose im Auftrage Jahwes mit 
den Israeliten im Lande Moab schlo, abgesehen von dem Bunde, den er am 
Horeb mit ihnen schlo.
DEU 29:1 Und Mose berief ganz Israel und sprach zu ihnen: Ihr habt 
gesehen, was alles Jahwe vor euren Augen in gypten dem Pharao, sowie 
allen seinen Untergebenen und seinem ganzen Lande widerfahren lie:
DEU 29:2 die groen Machterweise, die deine Augen gesehen haben, jene 
groen Zeichen und Wunder.
DEU 29:3 Aber bis auf den heutigen Tag hat euch Jahwe keine Einsicht 
gegeben, um zu verstehen, keine Augen, um zu sehen, und keine Ohren, um zu 
hren.
DEU 29:4 Und ich fhrte euch doch vierzig Jahre in der Wste: die Kleider, 
die ihr anhattet, zerfielen nicht, und dein Schuhwerk zerfiel nicht an 
deinen Fen;
DEU 29:5 ihr hattet kein Brot zu essen, noch Wein oder starkes Getrnke zu 
trinken, damit ihr erkennen solltet, da ich Jahwe, euer Gott, bin.
DEU 29:6 Und als ihr in diese Gegend kamt, und Sihon, der Knig von 
Hesbon, und Og, der Knig von Basan, uns feindlich entgegentraten, da 
besiegten wir sie,
DEU 29:7 nahmen ihnen das Land weg und gaben es den Rubeniten, den Gaditen 
und dem halben Stamme der Manassiten zum Erbbesitz.
DEU 29:8 So habt denn wohl acht auf die Befolgung der Worte dieses Bundes, 
damit ihr alles, was ihr unternehmt, glcklich ausfhrt.
DEU 29:9 Ihr steht heute alle vor dem Angesichte Jahwes, eures Gottes, 
eure Stammhupter, eure Stmme, eure Vornehmsten und Amtleute, alle 
israelitischen Mnner,
DEU 29:10 eure Kinder und Weiber und die zu dir gehrigen Fremdlinge, die 
sich inmitten deines Lagers befinden - sowohl die Holzhauer als die 
Wasserschpfer, die zu dir gehren, -DEU 29:11 um in den Bund mit Jahwe, 
deinem Gott, und in die eidlich bekrftigte Gemeinschaft mit ihm 
einzutreten, die Jahwe, dein Gott, heute mit dir eingeht,
DEU 29:12 damit er dich heute zu seinem Volke bestelle und er auch dein 
Gott werde, wie er dir verheien und deinen Vtern Abraham, Isaak und 
Jakob geschworen hat.
DEU 29:13 Aber nicht mit euch allein schliee ich diesen Bund und diese 
mit Eiden bekrftigte Gemeinschaft,
DEU 29:14 sondern sowohl mit denen, die jetzt mit uns vor Jahwe, unserem 
Gotte, hier stehen, als auch mit denen, die heute nicht mit uns hier 
gegenwrtig sind.
DEU 29:15 Ihr selbst wit ja, wie wir in gypten wohnten und mitten durch 
die Vlker hindurchzogen, die ihr durchzogen habt,
DEU 29:16 und ihr saht ihre Scheusale und ihre Gtzen von Holz und Stein, 
Silber und Gold, die sich bei ihnen finden.
DEU 29:17 Mge nur ja nicht unter euch ein Mann oder Weib oder Geschlecht 
oder Stamm sein, dessen Herz sich heute von Jahwe, unserem Gotte, 
wegwendet, um zur Verehrung der Gtter jener Vlker berzugehen! Mge sich 
unter euch ja nicht eine Wurzel finden, die Gift und Wermut als Frucht 
trgt!
DEU 29:18 Da etwa einer, wenn er die Worte dieser eidlich bekrftigten 
Vereinbarung hrt, sich in seinem Innern alles Gute verspricht, indem er 
denkt: Mich wird kein Schaden treffen, wenn ich auch meinem eigenen 
starren Sinne folge! Das wrde dahin fhren, da alles miteinander, das 
Bewsserte samt dem Drren, hinweggerafft wrde.
DEU 29:19 Einem solchen wird Jahwe nie verzeihen mgen, vielmehr wird 
alsdann der Zorn und der Eifer Jahwes gegen einen solchen Menschen 
auflodern; der ganze in diesem Buch aufgezeichnete Fluch wird sich auf ihn 
niederlassen, und Jahwe wird seinen Namen unter dem Himmel auslschen.
DEU 29:20 Einen solchen Stamm wird Jahwe zu seinem Verderben aus allen 
Stmmen Israels ausscheiden, ganz wie es der Bundesfluch fordert, der in 
diesem Gesetzbuch aufgezeichnet ist,
DEU 29:21 und die kommenden Geschlechter, eure Kinder, die nach euch 
aufwachsen werden, und der Auslnder, der aus fernem Lande kommt, werden 
sprechen, wenn sie die Plagen und Krankheiten sehen, mit denen Jahwe 
dieses Land heimgesucht hat, -DEU 29:22 indem sein Boden in nichts als 
Schwefel, Salz und Brandflchen besteht, so da er nicht best werden kann 
und nichts sprossen lt, und keinerlei Gewchs in ihm aufgeht, da es 
eine Verwstung ist, wie die von Sodom und Gomorra, Adma und Zeboim, die 
Jahwe in seinem Zorn und Grimm von Grund auf zerstrte, -DEU 29:23 ja, 
alle Vlker werden fragen: Warum ist Jahwe so mit diesem Lande verfahren? 
Woher kam eine so gewaltige Zornesglut?
DEU 29:24 Dann wird man antworten: Weil sie den Bund auer acht lieen, 
den Jahwe, der Gott ihrer Vter, mit ihnen schlo, als er sie aus gypten 
wegfhrte,
DEU 29:25 und hingingen, andern Gttern zu dienen und sich vor ihnen 
niederzuwerfen, vor Gttern, die ihnen unbekannt waren, und die er ihnen 
nicht zugeteilt hatte.
DEU 29:26 Darum entbrannte der Zorn Jahwes ber dieses Land, so da er den 
ganzen Fluch, der in diesem Buch aufgezeichnet ist, ber dasselbe brachte;
DEU 29:27 und Jahwe ri sie im Zorn und Grimm und in heftiger Erbitterung 
aus ihrem Boden heraus und schleuderte sie in ein anderes Land, wie man 
noch heute gewahren kann.
DEU 29:28 Das in der Zukunft Verborgene steht bei Jahwe, unserem Gotte; 
was aber offenbar ist, gilt uns und unseren Kindern immerdar, damit wir 
alle Worte dieses Gesetzes erfllen.
DEU 30:1 Wenn sich einst alles dieses, der Segen und der Fluch, was ich 
dir in Aussicht stelle, an dir erfllt haben wird, und du es unter allen 
den Vlkern, unter die dich Jahwe, dein Gott, verstoen hat, zu Herzen 
nimmst
DEU 30:2 und dich samt deinen Kindern von ganzem Herzen und von ganzer 
Seele zu Jahwe, deinem Gotte, bekehrst und seiner Stimme gehorchst in 
allem, was ich dir heute gebiete,
DEU 30:3 so wird Jahwe, dein Gott, dein Geschick wenden und sich deiner 
erbarmen und wird dich wiederum sammeln aus allen den Vlkern, unter die 
dich Jahwe, dein Gott, verstreut hat.
DEU 30:4 Wenn sich Versprengte, die zu dir gehren, am Ende des Himmels 
befinden sollten, wird dich Jahwe, dein Gott, von dort sammeln und dich 
von dort holen
DEU 30:5 und Jahwe, dein Gott, wird dich in das Land bringen, das deine 
Vter besessen hatten, damit du es besitzest, und wird dich beglcken und 
mehren, reichlicher als deine Vter.
DEU 30:6 Jahwe, dein Gott, wird dir und deinen Nachkommen das Herz 
beschneiden, da du Jahwe, deinen Gott, von ganzem Herzen und von ganzer 
Seele liebest, um deines Lebens willen,
DEU 30:7 und Jahwe, dein Gott, wird alle diese Flche auf deine Feinde und 
Hasser fallen lassen, die dich verfolgt haben.
DEU 30:8 Du aber wirst der Stimme Jahwes wiederum gehorchen und alle seine 
Gebote, die ich dir heute gebe, befolgen,
DEU 30:9 und Jahwe, dein Gott, wird dir berflu geben an Gtern bei 
allem, was deine Hnde unternehmen, sowie an Leibesfrucht, an Frucht von 
deinem Vieh und Frucht von deinem Lande; denn Jahwe wird zu deinem Besten 
wieder Freude an dir haben, wie er sich ber deine Vter freute,
DEU 30:10 wenn du der Stimme Jahwes, deines Gottes, gehorsam seine Gebote 
und Satzungen, was in diesem Gesetzbuch aufgezeichnet ist, befolgst, wenn 
du dich von ganzem Herzen und von ganzer Seele zu Jahwe, deinem Gotte, 
bekehrst.
DEU 30:11 Denn dieses Gebot, das ich dir heute gebe, bersteigt deine 
Krfte nicht und ist fr dich nicht unerreichbar.
DEU 30:12 Nicht im Himmel ist es, da du sagen knntest: Wer steigt uns in 
den Himmel, um es uns herabzuholen und es uns zu verkndigen, damit wir 
darnach thun?
DEU 30:13 Auch ist es nicht jenseits des Meeres, da du sagen knntest: 
Wer fhrt uns ber das Meer und holt es uns herbei und verkndigt es uns, 
da wir darnach thun?
DEU 30:14 Sondern beraus nahe liegt dir das Wort; in deinen Mund und in 
dein Herz ist es gelegt, so da du darnach thun kannst.
DEU 30:15 Wie du siehst, habe ich dir heute Leben und Glck, Tod und 
Unglck vor Augen gestellt.
DEU 30:16 Wenn du den Geboten Jahwes, deines Gottes, die ich dir heute 
gebe, gehorchst, indem du Jahwe, deinen Gott, liebst, auf seinen Wegen 
wandelst und seine Gebote, Satzungen und Rechte beobachtest, so wirst du 
am Leben bleiben und dich mehren, und Jahwe, dein Gott, wird dich segnen 
in dem Land, in das du einziehst, um es in Besitz zu nehmen.
DEU 30:17 Wenn aber dein Herz abtrnnig wird, und du dich ungehorsam 
zeigst, so das du dich verfhren lssest, dich vor anderen Gttern 
niederzuwerfen und ihnen zu dienen,
DEU 30:18 so kndige ich euch hiermit heute an: Ihr werdet sicher zu 
Grunde gehen; ihr werdet kein langes Leben haben in dem Land, in das ihr 
ber den Jordan hinberzieht, um es in Besitz zu nehmen.
DEU 30:19 Ich nehme heute den Himmel und die Erde zu Zeugen gegen euch, 
da ich dir Leben und Tod, Segen und Fluch vor Augen gestellt habe; so 
whle denn das Leben, damit du am Leben bleibest, du und deine Nachkommen,
DEU 30:20 indem du Jahwe, deinen Gott, liebst, seiner Stimme gehorchst und 
ihm anhngst - denn davon hngt fr dich Leben und lange Lebensdauer ab -, 
auf da du in dem Lande bleibest, dessen Verleihung Jahwe deinen Vtern 
Abraham, Isaak und Jakob eidlich verheien hat!
DEU 31:1 Und Mose ging hin und redete folgende Worte zu dem ganzen Israel
DEU 31:2 und sprach zu ihnen: Ich bin nun hundertundzwanzig Jahre alt und 
kann daher nicht mehr aus- und einziehen; auch hat mir Jahwe gesagt: Du 
sollst den Jordan da nicht mit berschreiten!
DEU 31:3 Jahwe, dein Gott, zieht selbst vor dir hinber und wird selbst 
diese Vlker vor dir vertilgen, so da du in ihren Besitz eintreten 
kannst. Josua wird dein Anfhrer sein, wie Jahwe angeordnet hat.
DEU 31:4 Jahwe wird mit ihnen verfahren, wie er bei der Vernichtung der 
Amoriterknige Sihon und Og und ihres Landes verfahren ist.
DEU 31:5 Jahwe wird sie euch preisgeben, und ihr werdet mit ihnen genau 
nach dem Befehle verfahren, den ich euch gegeben habe.
DEU 31:6 Seid mutig und stark; frchtet euch nicht und erschreckt nicht 
vor ihnen! Denn Jahwe, dein Gott, zieht selbst mit dir; er wird dich nicht 
loslassen, noch dich im Stiche lassen.
DEU 31:7 Hierauf berief Mose Josua und sprach zu ihm in Gegenwart von ganz 
Israel: Sei mutig und stark! Denn du wirst dieses Volk in das Land 
bringen, dessen Verleihung an sie Jahwe ihren Vtern eidlich verheien 
hat, und du wirst es auch unter sie verteilen.
DEU 31:8 Jahwe aber wird selbst vor dir herziehen; er wird mit dir sein, 
dich nicht loslassen, noch dich im Stiche lassen. Sei ohne Furcht und 
unverzagt!
DEU 31:9 Und Mose schrieb dieses Gesetz nieder und bergab es den 
Priestern, den Shnen Levis, die die Lade mit dem Gesetze Jahwes zu tragen 
hatten, und allen Vornehmsten Israels;
DEU 31:10 und Mose gab ihnen folgende Anweisung dabei: Nach Ablauf von 
sieben Jahren, im Erlajahr, am Laubhttenfeste,
DEU 31:11 wenn ganz Israel, um das Angesicht Jahwes, deines Gottes, zu 
sehen, an die Sttte kommt, die er erwhlen wird, sollst du dieses Gesetz 
ganz Israel laut vorlesen.
DEU 31:12 Versammle dazu das Volk, - die Mnner, die Weiber und die 
Kinder, sowie die zu dir gehrenden Fremdlinge, die sich an deinen 
Wohnorten aufhalten, damit sie es hren und lernen, Jahwe, euren Gott, zu 
frchten und alle Worte dieses Gesetzes wohl zu befolgen.
DEU 31:13 Und diejenigen von ihren Kindern, die es noch nicht kennen 
gelernt haben, sollen es hren, damit sie lernen, Jahwe, euren Gott, zu 
frchten whrend der ganzen Zeit, die ihr in dem Lande lebt, in das ihr 
ber den Jordan hinberzieht, um es in Besitz zu nehmen.
DEU 31:14 Jahwe aber sprach zu Mose: Der Zeitpunkt deines Todes ist nun 
herbeigekommen; rufe Josua und tretet in das Offenbarungszelt, damit ich 
ihm meine Befehle geben kann! Da gingen Mose und Josua hin und traten in 
das Offenbarungszelt;
DEU 31:15 darauf erschien Jahwe im Zelt in einer Wolkensule, und die 
Wolkensule stand an der Thre des Zeltes.
DEU 31:16 Da sprach Jahwe zu Mose: Du wirst dich nun bald zu deinen 
Vorfahren legen; dann wird sich dieses Volk erheben und in seiner Mitte 
mit den auslndischen Gttern Abgtterei treiben in dem Land, in das es 
einzieht, und wird mich verlassen und den Bund mit mir, den ich mit ihm 
geschlossen habe, brechen.
DEU 31:17 Zu jener Zeit aber wird mein Zorn ber sie entbrennen, und werde 
ich sie im Stiche lassen und mein Angesicht vor ihnen verbergen, und es 
wird der Vertilgung anheimfallen, und viele bel und Drangsale werden es 
treffen. Zu jener Zeit wird es dann sprechen: Offenbar haben mich diese 
bel deshalb betroffen, weil mein Gott nicht mehr in meiner Mitte ist.
DEU 31:18 Ich aber werde zu jener Zeit mein Angesicht gnzlich verbergen 
wegen all des Bsen, das es gethan hat, indem es sich anderen Gttern 
zuwandte.
DEU 31:19 So schreibt euch nun das nachfolgende Lied auf und lehre es die 
Israeliten; lege es ihnen in den Mund, damit mir dieses Lied zum Zeugen 
gegen die Israeliten diene.
DEU 31:20 Denn ich bringe sie in das Land, das ich ihren Vtern eidlich 
verheien habe, das von Milch und Honig berfliet, und sie werden essen, 
satt und fett werden und sich dann anderen Gttern zuwenden und ihnen 
dienen; mich aber werden sie verschmhen und den Bund mit mir brechen.
DEU 31:21 Wenn sie dann von vielen beln und Drangsalen betroffen werden, 
soll dieses Lied - denn es wird unvergessen im Mund ihrer Nachkommen 
bleiben - vor ihnen Zeugnis ablegen; denn ich kenne ihre Gedanken wohl, 
mit denen sie schon heute umgehen, noch ehe ich sie in das Land gebracht 
habe, das ich ihren Vtern eidlich verheien habe!
DEU 31:22 Und Mose schrieb an jenem Tage das nachfolgende Lied nieder und 
lehrte es die Israeliten.
DEU 31:23 Und er gab Josua, dem Sohne Nuns, seine Befehle, indem er 
sprach: Sei mutig und sei stark! Denn du wirst die Israeliten in das Land 
hineinfhren, das ich ihnen eidlich verheien habe, und ich werde mit dir 
sein.
DEU 31:24 Als Mose die Aufzeichnung der Worte dieses Gesetzes in ein Buch 
ganz zu Ende gefhrt hatte,
DEU 31:25 gab Mose den Leviten, die die Lade mit dem Gesetze Jahwes zu 
tragen hatten, folgenden Befehl:
DEU 31:26 Nehmt dieses Gesetzbuch und legt es neben die Lade mit dem 
Gesetze Jahwes, eures Gottes, da es dort als Zeuge gegen dich diene!
DEU 31:27 Denn ich kenne deine Widerspenstigkeit und deine Halsstarrigkeit 
wohl. Seid ihr doch schon jetzt, wo ich noch als Lebender unter euch 
weile, widerspenstig gegen Jahwe gewesen; wieviel mehr wird es der Fall 
sein nach meinem Tode!
DEU 31:28 Versammelt zu mir alle Vornehmsten eurer Stmme und eure 
Amtleute, da ich ihnen diese Worte laut verkndige und den Himmel und die 
Erde zu Zeugen gegen sie nehme.
DEU 31:29 Denn ich wei: Nach meinem Tode werdet ihr so ganz verderbt 
handeln, da ihr von dem Wege, den ich euch gewiesen habe, abgehen werdet; 
so wird euch dann in der Folgezeit das Unglck treffen, weil ihr thut, was 
Jahwe mifllt, indem ihr ihn durch eure Handlungen erzrnt.
DEU 31:30 Hierauf sprach Mose laut vor dem ganzen versammelten Israel die 
Worte des nachfolgenden Liedes bis zu Ende:
DEU 32:1 Hrt, Ihr Himmel, denn ich will reden, und die Erde vernehme die 
Sprche meines Mundes!
DEU 32:2 Meine Lehre ergiee sich wie Regen, es trufle meine Rede wie der 
Tau, wie Regenschauer auf junges Grn, wie Wassertropfen auf die Grser!
DEU 32:3 Denn Jahwes Namen ruf ich aus: Gebt unserm Gotte die Ehre!
DEU 32:4 Ein Fels ist er! Vollkommen ist sein Thun; denn Recht sind alle 
seine Wege. Ein Gott der Treue und ohne Falsch, gerecht und redlich ist er!
DEU 32:5 bel handelte gegen ihn - nicht seine Kinder, ihr Schandfleck - 
das verkehrte und verderbte Geschlecht.
DEU 32:6 Willst du so Jahwe vergelten, du thrichtes und unverstndiges 
Volk? Ist nicht er dein Vater, der dich geschaffen, er es, der dir Dasein 
und Bestand geschenkt hat?
DEU 32:7 Gedenke der Tage der Vorzeit, betrachtet die Zeit der vergang'nen 
Geschlechter! Frage deinen Vater, da er dir's kund thue, die Greise unter 
dir, da sie dir's sagen!
DEU 32:8 Als der Hchste den Vlkern Erbbesitz verlieh, als er die 
Menschenkinder sonderte, bestimmte er die Grenzen der Vlker nach der Zahl 
der Shne Israels.
DEU 32:9 Denn Jahwes Anteil ist sein Volk, Jakob der ihm zugemessene 
Erbbesitz.
DEU 32:10 Er fand ihn im Bereiche der Wste und in der Einde, im Geheule 
der Wildnis. Er beschtzte ihn, verlor ihn nicht aus den Augen, er 
behtete ihn wie seinen Augapfel.
DEU 32:11 Wie ein Adler, der sein Nest zum Fluge aufstrt und ber seinen 
Jungen schwebt, breitete er seine Flgel aus, nahm ihn auf und trug ihn 
auf seinen Fittichen.
DEU 32:12 Jahwe allein leitete ihn, und kein fremder Gott stand ihm zur 
Seite.
DEU 32:13 Er lie ihn einherfahren auf den Hhen des Landes, gab ihm zu 
genieen die Frchte des Gefildes. Er lie ihn Honig saugen aus Felsen und 
I aus Kieselgestein,
DEU 32:14 die Dickmilch der Khe und die Milch der Ziegen samt dem Fette 
von Lmmern und Widdern, gab ihm Basanstiere und Bche samt dem 
Nierenfette des Weizens, und Traubenblut trankst du als feurigen Wein!
DEU 32:15 Aber Jeschurun wurde fett und schlug aus - fett wurdest du, dick 
und feist! Da verstie er Gott, der ihn gemacht hatte, und verachtete den 
Fels seines Heils.
DEU 32:16 Sie erregten seinen Eifer durch fremde Gtter, durch Greuel 
erbitterten Sie ihn.
DEU 32:17 Sie opferten den bsen Geistern, Ungttern, Gttern, die sie 
zuvor nicht gekannt hatten, Neulingen, die erst jngst aufgekommen waren, 
vor denen eure Vter feine Scheu empfanden.
DEU 32:18 An den Felsen, der dich erzeugte, dachtest du nicht und 
vergaest den Gott, der dich geboren.
DEU 32:19 Jahwe sah es und verwarf sein Volk, aus Verdru ber seine Shne 
und Tchter.
DEU 32:20 Er sprach: Ich will mein Antlitz vor ihnen verhllen, will 
sehen, was ihr Ende sein wird. Denn ein grundverkehrtes Geschlecht sind 
sie, Kinder, bei denen keine Treue zu finden.
DEU 32:21 Sie haben meinen Eifer erregt durch Ungtter, mich erbittert 
durch ihre nichtigen Gtzen. Nun will ich ihren Eifer erregen durch ein 
Unvolk, durch eine heidnische Nation sie erbittern.
DEU 32:22 Denn ein Feuer loderte auf in meiner Nase, das brennt bis in die 
Tiefen der Unterwelt, verzehrt die Erde samt ihrem Gewchs und entzndet 
die Grundfesten der Berge.
DEU 32:23 berhufen will ich sie mit beln, will alle meine Pfeile gegen 
Sie verbrauchen.
DEU 32:24 Sind sie abgemagert vor Hunger und verzehrt von Pestglut und 
giftiger Seuche, so will ich noch der Tiere Zahn gegen sie entsenden samt 
dem Gifte der im Staube schleichenden Schlangen.
DEU 32:25 Drauen soll sie das Schwert kinderlos machen und in den 
Gemchern der Schrecken, Jnglinge wie Jungfrauen, Suglinge, wie 
silberhaarige Greise.
DEU 32:26 Ich sprche: Zerstcken will ich sie, will ihr Gedchtnis 
auslschen unter den Menschen!
DEU 32:27 frchtete ich nicht den Verdru ber die Feinde, da ihre 
Bedrnger es verkennen, da sie denken knnten: Unsere Hand war siegreich, 
und nicht Jahwe war es, der dies alles gethan hat!
DEU 32:28 Ja, ein Volk sind sie, von allem Rate verlassen, und keine 
Einsicht findet sich unter ihnen.
DEU 32:29 Wren sie weise, so wrden sie das begreifen, wrden das Ende 
bedenken, das ihnen bevorsteht.
DEU 32:30 Wie knnte ein einziger tausend verfolgen, und zwei zehntausend 
in die Flucht jagen, htte nicht ihr Fels sie verkauft und Jahwe sie 
preisgegeben?
DEU 32:31 Denn ihr Fels ist nicht wie unser Fels - des sind unsere Feinde 
Richter!
DEU 32:32 Denn vom Weinstocke Sodoms stammt ihr Weinstock und aus den 
Gefilden Gomorras. Ihre Trauben sind giftige Trauben, gallenbitter sind 
ihre Beeren.
DEU 32:33 Drachengeifer ist ihr Wein und schreckliches Gift der Vipern.
DEU 32:34 Liegt Solches nicht bei mir aufbewahrt, wohl versiegelt in 
meinen Schatzkammern,
DEU 32:35 auf den Tag der Rache und Vergeltung, auf die Zeit, wo ihr Fu 
wanken wird? Denn er ist nahe, der Tag ihres Verderbens, und es eilt 
herbei, was ihnen bereitet ist!
DEU 32:36 Denn Jahwe wird seinem Volke Recht schaffen und ber seine 
Diener sich erbarmen, wenn er sieht, da jeder Halt geschwunden ist, und 
Mndige, wie Unmndige dahin sind.
DEU 32:37 Er wird sprechen: Wo sind nun ihre Gtter? der Fels, bei dem sie 
Zuflucht suchten?
DEU 32:38 Die das Fett ihrer Opfer verzehrten, den Wein ihrer Trankopfer 
tranken, die mgen sich erheben und euch Hilfe bringen, mgen euer Schirm 
sein!
DEU 32:39 Seht nun, da ich, ich es bin, und da kein Gott neben mir ist! 
Ich tte und mache lebendig, ich zerschlage und schaffe auch Heilung, und 
niemand kann aus meiner Hand erretten.
DEU 32:40 Denn ich erhebe zum Himmel meine Hand und spreche: So wahr ich 
in Ewigkeit lebe -DEU 32:41 Wenn ich mein blitzendes Schwert geschrft 
habe, und meine Hand zum Gerichte greift, dann will ich Rache nehmen an 
meinen Drngern und will meinen Hassern vergelten!
DEU 32:42 Meine Pfeile sollen trunken werden von Blut, und mein Schwert 
soll Fleisch fressen vom Blut Erschlagener und Gefangener, vom Haupte der 
Fhrer des Feindes!
DEU 32:43 Preiset, ihr Nationen, sein Volk! Denn er rcht das Blut seiner 
Diener. Er nimmt Rache an seinen Drngern und entsndigt das Land seines 
Volks.
DEU 32:44 Und Mose kam und sprach die Worte dieses Liedes laut vor dem 
Volk, er und Hosea, der Sohn Nuns.
DEU 32:45 Als nun Mose dem ganzen Israel alle diese Worte bis zu Ende 
vorgetragen hatte,
DEU 32:46 sprach er zu ihnen: Nehmt alle die Worte, die ich euch heute 
feierlich einschrfe, zu Herzen, damit ihr sie euren Kindern gebietet, da 
sie darauf achten sollen, alle Worte dieses Gesetzes zu befolgen.
DEU 32:47 Denn das ist nicht eine gleichgiltge Sache fr euch, sondern 
euer Leben hngt daran, und eben dadurch werdet ihr ein langes Leben haben 
in dem Land, in das ihr ber den Jordan hinberzieht, um es in Besitz zu 
nehmen.
DEU 32:48 An ebendemselben Tage redete Jahwe zu Mose also:
DEU 32:49 Steige auf das Abarimgebirge hier, auf den Berg Nebo, der im 
Lande Moab stlich von Jericho liegt, und beschaue das Land Kanaan, das 
ich den Israeliten zum Erbbesitze verleihen werde.
DEU 32:50 Sodann wirst du auf dem Berge, den du besteigen wirst, sterben 
und zu deinen Stammesgenossen versammelt werden, wie dein Bruder Aaron auf 
dem Berge Hor starb und zu seinen Stammesgenossen versammelt wurde,
DEU 32:51 weil ihr euch inmitten der Israeliten an mir vergangen habt dort 
bei dem Haderwasser von Kades in der Steppe Zin, weil ihr mir inmitten der 
Israeliten nicht als dem Heiligen die Ehre gabt.
DEU 32:52 Denn nur dir gegenber sollst du das Land sehen, aber hinein 
sollst du nicht kommen in das Land, das ich den Israeliten verleihen werde.
DEU 33:1 Dies ist der Segen, mit dem Mose, der Mann Gottes, die Israeliten 
vor seinem Tode gesegnet hat.
DEU 33:2 Er sprach: Jahwe kam vom Sinai her und glnzte ihnen auf von 
Seir. Er lie sein Licht aufleuchten vom Gebirge Paran und kam nach 
Meribath Kades, zu seiner Rechten ein loderndes Feuer.
DEU 33:3 Und liebend hegte er sein Volk, alle seine Heiligen standen in 
deiner Hand, und sie folgten gehorsam deinem Fue, vernahmen deine Sprche.
DEU 33:4 Ein Gesetz verordnete uns Mose, einen Erbbesitz fr die Gemeinde 
Jakobs.
DEU 33:5 Und es erstand Jeschurun ein Knig, als die Hupter des Volks 
sich versammelten, zusammentraten die Stmme Israels.
DEU 33:6 Es lebe Ruben und sterbe nicht! es seien seiner Mannen nicht 
wenig!
DEU 33:7 Und dies ist der Segen ber Juda. Er sprach: Erhre, Jahwe, Judas 
Rufen und bringe ihn zurck zu seinem Volk! Mit deinen Hnden streite fr 
ihn und sei ihm Hilfe gegenber seinen Bedrngern!
DEU 33:8 ber Levi sprach er: deine Tummim und Urim gehren den Leuten des 
dir Ergebenen, den du bei Massa versuchtest, mit dem du an den Wassern von 
Meriba gestritten,
DEU 33:9 dem, der von Vater und Mutter sprach: Ich kenne sie nicht, der 
seine Brder nicht anerkannte und von seinen Kindern nichts wissen wollte. 
Denn sie hielten sich an dein Gebot und bewahrten dein Gesetz.
DEU 33:10 Sie lehren Jakob deine Rechte und Israel deine Weisung; sie 
bringen Opferduft in deine Nase und Ganzopfer auf deinen Altar.
DEU 33:11 Segne, Jahwe, seinen Wohlstand und la dir das Thun seiner Hnde 
gefallen! Zerschmettere seinen Gegnern die Lenden und seinen Hassern, da 
sie sich nicht mehr erheben!
DEU 33:12 ber Benjamin sprach er: Der Liebling Jahwes ist er; in 
Sicherheit wohnet er bei ihm. Er beschirmt ihn allezeit und hat Wohnung 
genommen zwischen seinen Bergrcken.
DEU 33:13 Und ber Joseph sprach er: Von Jahwe gesegnet ist sein Land mit 
der kstlichsten Himmelsgabe, dem Tau, und mit der Wasserflut, die drunten 
lagert,
DEU 33:14 mit dem Kstlichsten, was die Sonne hervorbringt, und dem 
Kstlichsten, was die Monde sprossen lassen,
DEU 33:15 mit dem Besten der uralten Berge und dem Kstlichsten der ewigen 
Hgel,
DEU 33:16 mit dem Kstlichsten der Erde und ihrer Flle! Und das 
Wohlgefallen dessen, der im Dornbusch wohnt, komme auf das Haupt Josephs 
und auf den Scheitel des Gekrnten unter seinen Brdern!
DEU 33:17 Hoheit umgiebt seinen erstgebornen Stier, wie eines WiIdochsen 
sind seine Hrner. Mit ihnen stt er Vlker nieder, allzumal die Enden 
der Erde. Das sind die Zehntausende Ephraims und das die Tausende Manasses!
DEU 33:18 Und ber Sebulon sprach er: Freue dich, Sebulon, deiner Fahrten, 
und du, o Issachar, deiner Zelte!
DEU 33:19 VIkerscharen laden sie ein auf den Berg, dort opfern sie rechte 
Opfer, denn den berflu des Meers saugen sie ein und die verborgensten 
Schtze des Sandes.
DEU 33:20 Und ber Gad sprach er: Gepriesen sei, der Gad weiten Raum 
schafft! Wie eine Lwin hat er sich gelagert und zerreit Arm und Scheitel.
DEU 33:21 Er ersah sich das erste eroberte Land, denn dort lag der Anteil 
fr einen Stammesfhrer bereit. Aber mit den Huptern des Volks 
vollstreckte er Jahwes Gerechtigkeit und seine Gerichte gemeinsam mit 
Israel.
DEU 33:22 Und ber Dan sprach er: Ein Lwenjunges ist Dan, das aus Basan 
hervorspringt.
DEU 33:23 Und ber Naphthali sprach er: Naphthali! gesttigt mit Gaben der 
Huld und voll von den Segnungen Jahwes, Meer und Sdland nimm in Besitz!
DEU 33:24 Und ber Asser sprach er: Der gesegnetste Sohn sei Asser! Er sei 
der Liebling seiner Brder und tauche seinen Fu in l!
DEU 33:25 Von Eisen und Erz seien deine Schlsser, und so lange du lebst, 
whre deine Kraft!
DEU 33:26 Es giebt keinen, wie den Gott Jeschuruns, der am Himmel 
daherfhrt dir zur Hilfe und in seiner Hoheit auf den Wolken!
DEU 33:27 Eine Zuflucht ist der ewige Gott, und hienieden regen sich ewige 
Arme. Er vertrieb vor dir den Feind und gebot: Vertilge!
DEU 33:28 Und so wohnte Israel in Sicherheit, abgesondert der Quell 
Jakobs, in einem Lande, voll Getreide und Most, und sein Himmel trufelt 
Tau.
DEU 33:29 Heil dir, Israel! Wer ist wie du? - ein Volk, siegreich durch 
Jahwe! Er ist der Schild, der dir Hilfe bringt, und er das Schwert, das 
dich glorreich macht! Deine Feinde werden dir Freundschaft heucheln, und 
du wirst dahinschreiten ber ihre Hhen.
DEU 34:1 Und Mose stieg aus den Steppen Moabs auf den Berg Nebo, auf die 
Spitze des Pisga, der gegenber von Jericho liegt; da zeigte ihm Jahwe das 
ganze Land: Gilead bis nach Dan,
DEU 34:2 ganz Naphthali und das Gebiet Ephraims und Manasses, sowie das 
ganze Gebiet Judas bis zum westlichen Meere,
DEU 34:3 das Sdland und die Jordans-Aue, die Ebene der Palmenstadt 
Jericho bis nach Zoar.
DEU 34:4 Und Jahwe sprach zu ihm: Das ist das Land, das ich Abraham, Isaak 
und Jakob eidlich verheien habe, indem ich sprach: Deinen Nachkommen will 
ich es verleihen! Ich habe es dich mit eigenen Augen schauen lassen; aber 
hinber sollst du nicht gelangen!
DEU 34:5 Und Mose, der Knecht Jahwes, starb dort im Lande Moab, wie Jahwe 
gesagt hatte,
DEU 34:6 und man begrub ihn im Thale im Lande Moab, gegenber von Beth 
Peor, aber niemand kennt sein Grab bis auf den heutigen Tag.
DEU 34:7 Und Mose war hundertundzwanzig Jahre alt, als er starb; seine 
Augen waren nicht erloschen und seine Frische nicht geschwunden.
DEU 34:8 Und die Israeliten beweinten Mose in den Steppen Moabs dreiig 
Tage lang; erst dann war die Zeit des Weinens und Trauerns um Mose voll.
DEU 34:9 Josua aber, der Sohn Nuns, war mit dem Geiste der Weisheit 
erfllt, weil Mose seine Hnde auf ihn gelegt hatte, und die Israeliten 
gehorchten ihm und handelten so dem Befehle gem, den Jahwe Mose gegeben 
hatte.
DEU 34:10 Es stand aber in Israel kein Prophet mehr auf, wie Mose, mit dem 
Jahwe von Angesicht zu Angesicht verkehrt htte,
DEU 34:11 in Anbetracht aller der Zeichen und Wunder, die er als 
Abgesandter Jahwes in gypten am Pharao und allen seinen Untergebenen, 
sowie an seinem ganzen Lande getan hat,
DEU 34:12 und in Anbetracht aller der gewaltigen Strke und furchtbaren 
Macht, die Mose vor den Augen von ganz Israel bethtigte.
JOS 1:1 Nach dem Tode Moses, des Knechtes Jahwes, aber sprach Jahwe zu 
Josua, dem Sohne Nuns, dem Diener Moses, also:
JOS 1:2 Nun, da mein Knecht Mose gestorben ist, so brich du auf und ziehe 
mit diesem ganzen Volk ber den Jordan da hinber in das Land, das ich 
ihnen, den Israeliten, verleihen will.
JOS 1:3 Eine jegliche Sttte, die eure Fusohle betreten wird, will ich 
euch verleihen, wie ich es Mose verheien habe.
JOS 1:4 Von der Steppe an und dem Libanon dort bis an den groen Strom, 
den Euphratstrom, das ganze Land der Hethiter, bis zum groen Meer im 
Westen soll euer Gebiet reichen.
JOS 1:5 Niemand wird vor dir standhalten knnen dein Leben lang. Wie ich 
mit Mose gewesen bin, will ich auch mit dir sein; ich will meine Hand 
nicht von dir abziehen und dich nicht im Stiche lassen.
JOS 1:6 Sei fest und thatkrftig; denn du sollst an dieses Volk dieses 
Land, dessen Verleihung ich ihren Vtern zugeschworen habe, als Erbbesitz 
verteilen.
JOS 1:7 Sei nur fest und eifrigst darauf bedacht, pnktlich, gem dem 
ganzen Gesetze, das mein Knecht Mose dir anbefohlen hat, zu handeln; 
weiche davon nicht ab weder nach rechts, noch nach links, damit du 
weislich handeltst in allem, was du unternimmst.
JOS 1:8 Bestndig sollst du dieses Gesetzbuch im Munde fhren und ihm 
nachsinnen Tag und Nacht, damit du darauf bedacht seist, alles zu halten, 
was darin aufgezeichnet ist; dann wirst du deine Unternehmungen glcklich 
vollfhren und weislich handeln.
JOS 1:9 Habe ich dir ja doch anbefohlen: Sei fest und thatkrftig! Sei 
ohne Furcht und unverzagt, denn Jahwe, dein Gott, ist mit dir bei allem, 
was du unternimmst.
JOS 1:10 Da gab Josua den Amtleuten des Volks folgenden Befehl:
JOS 1:11 Geht durch das Lager hindurch und befehlt dem Volke: Macht euch 
Mundvorrat zurecht; denn wenn drei Tage um sind, sollt ihr den Jordan da 
berschreiten, um einzuziehen und das Land in Besitz zu nehmen, das euch 
Jahwe, euer Gott, zum Besitze geben will.
JOS 1:12 Zu den Rubeniten, Gaditen und dem halben Stamme Manasse aber 
sprach Josua also:
JOS 1:13 Seid dessen eingedenk, was euch Mose, der Knecht Jahwes befohlen 
hat, da er sagte: Jahwe, euer Gott, hat euch an euren Bestimmungsort 
gebracht und euch dieses Land verliehen.
JOS 1:14 Eure Weiber, eure kleinen Kinder und euer Vieh sollen in dem 
Lande bleiben, das euch Mose jenseits des Jordan angewiesen hat; ihr aber, 
smtliche streitbare Mnner, sollt kampfgerstet vor euren Volksgenossen 
einherziehen und ihnen Hilfe leisten,
JOS 1:15 bis Jahwe auch eure Volksgenossen, gerade so wie euch, an ihren 
Bestimmungsort gebracht hat, und auch sie das Land, das ihnen Jahwe, ihr 
Gott, verleihen will, eingenommen haben. Dann sollt ihr in das Land, das 
euer Eigentum ist, zurckkehren und es in Besitz nehmen; denn Mose, der 
Knecht Jahwes, hat es euch ja jenseits des Jordan im Osten angewiesen.
JOS 1:16 Da erwiderten sie Josua also: Alles, was du uns befiehlst, wollen 
wir thun, und wohin du uns ziehen heiest, wollen wir ziehen!
JOS 1:17 Wie wir Mose in allen Stcken gehorcht haben, so wollen wir auch 
dir gehorchen, wenn nur Jahwe, dein Gott, mit dir ist, wie er mit Mose war.
JOS 1:18 Ein jeder, der deinem Befehle zuwider handelt und deinen 
Anweisungen nicht gehorcht, in allem, was du uns gebietest, soll mit dem 
Tode bestraft werden; nur sei fest und thatkrftig!
JOS 2:1 Josua, der Sohn Nuns, aber sandte von Sittim heimlich zwei Mnner 
als Kundschafter aus mit dem Auftrage: Geht hin und seht euch die Gegend 
um Jericho an! Da gingen sie hin und begaben sich in das Haus einer 
Buhlerin, Namens Rahab; dort legten sie sich schlafen.
JOS 2:2 Da wurde dem Knige von Jericho berichtet: Es sind da heute Nacht 
einige Mnner von den Israeliten hierher gekommen, um das Land 
auszukundschaften.
JOS 2:3 Da schickte der Knig von Jericho zu Rahab und lie ihr sagen: 
Liefere die Mnner aus, die zur dir gekommen sind, die in dein Haus 
gekommen sind; denn sie sind gekommen, um die ganze Gegend 
auszukundschaften!
JOS 2:4 Das Weib aber nahm die beiden Mnner und versteckte sie. Dann 
sprach sie: Allerdings sind die Mnner zu mir gekommen; aber ich wute 
nicht, woher sie waren.
JOS 2:5 Und als bei Anbruch der Finsternis eben das Stadtthor geschlossen 
werden sollte, gingen die Mnner fort. Ich wei nicht, wohin die Mnner 
gegangen sind; jagt ihnen doch schleunigst nach, so werdet ihr sie gewi 
einholen!
JOS 2:6 Sie hatte sie aber hinauf auf das platte Dach gefhrt und unter 
ihren Flachsstengeln versteckt, die auf dem Dache ausgebreitet waren.
JOS 2:7 Die Leute jedoch verfolgten sie auf dem Wege zum Jordan gegen die 
Furten hin, und das Stadtthor schlo man, nachdem die Leute, die sie 
verfolgen sollten, hindurchgegangen waren.
JOS 2:8 Bevor sich aber jene schlafen legten, kam sie zu ihnen hinauf auf 
das Dach
JOS 2:9 und sprach zu den Mnnern: Ich wei wohl, da euch Jahwe dieses 
Land verliehen, und da uns ein Schrecken vor euch befallen hat, und da 
alle Bewohner des Landes vor euch verzagen.
JOS 2:10 Denn wir haben davon gehrt, da Jahwe, als ihr aus gypten 
wegzogt, das Wasser des Schilfmeers vor euch vertrocknen lie, und was ihr 
den beiden Knigen der Amoriter jenseits des Jordan, Sihon und Og, 
angethan habt, da ihr den Bann an ihnen vollstreckt habt.
JOS 2:11 Als wir das aber vernahmen, wurden wir ganz verzagt, und 
jedermann entsank der Mut vor euch; denn Jahwe, euer Gott, ist Gott droben 
im Himmel und hiernieden auf Erden!
JOS 2:12 Schwrt es mir deshalb bei Jahwe zu, da, weil ich euch Gutes 
erwiesen habe, auch ihr meiner Familie Gutes erweisen wollt, und gebt mir 
ein sicheres Zeichen,
JOS 2:13 da ihr meinen Vater, meine Mutter, meine Brder, meine 
Schwestern und alle ihre Angehrigen am Leben lassen und uns vor dem Tode 
bewahren wollt!
JOS 2:14 Da erwiderten ihr die Mnner: Unser Leben wollen wir fr das 
eurige einsetzen, wenn ihr uns in unserer jetzigen Lage nicht verratet; 
wenn uns dann Jahwe dieses Land zu teil werden lt, so wollen wir dir 
Gutes erweisen und Treue halten.
JOS 2:15 Hierauf lie sie sie an einem Seile durch das Fenster hinab, denn 
ihr Haus stand an der Ringmauer, und an der Mauer wohnte sie.
JOS 2:16 Und sie sprach zu ihnen: Begebt euch ins Gebirge, sonst knnten 
die Verfolger auf euch stoen; haltet euch dort drei Tage lang verborgen, 
bis die Verfolger wieder heimgekehrt sind. Hernach knnt ihr eures Weges 
ziehen!
JOS 2:17 Da sprachen die Mnner zu ihr: Wir wollen aber des dir 
geleisteten Eides, den du uns hast schwren lassen, quitt sein:
JOS 2:18 wenn wir ins Land kommen, mut du die rote Schnur hier an das 
Fenster knpfen, durch das du uns hinabgelassen hast, und mut deinen 
Vater, deine Mutter, deine Brder und alle deine Familienangehrigen zu 
dir ins Haus nehmen;
JOS 2:19 jeder, der sich dann auerhalb des Thores deines Hauses begiebt, 
trgt selbst die Verantwortung, wenn er umgebracht wird, und wir sind frei 
von Schuld. Fr jeden aber, der bei dir drinnen bleibt, fr den sind wir 
verantwortlich, wenn ihn jemand antastet.
JOS 2:20 Wenn du uns jedoch in unserer jetzigen Lage verrtst, so sind wir 
des Eides quitt, den du uns hast schwren lassen!
JOS 2:21 Sie erwiderte: So wie ihr sagt, soll es geschehen! Hierauf 
entlie sie sie, und sie gingen von dannen. Sie aber knpfte die rote 
Schnur an das Fenster.
JOS 2:22 Jene aber gingen von dannen und gelangten ins Gebirge; dort 
blieben sie drei Tage lang, bis die Verfolger heimgekehrt waren. Die 
Verfolger aber suchten berall unterwegs nach ihnen, konnten sie jedoch 
nicht finden.
JOS 2:23 Hierauf machten sich die beiden Mnner auf den Heimweg. Sie 
stiegen vom Gebirge herunter, setzten ber und gelangten zu Josua, dem 
Sohne Nuns; dem erzhlten sie alles, was ihnen begegnet war.
JOS 2:24 Und sie sprachen zu Josua: Jahwe hat das ganze Land in unsere 
Gewalt gegeben; auch sind alle Bewohner des Landes in Angst vor uns.
JOS 3:1 Josua aber machte sich frh auf; da zogen sie von Sittim weiter 
und gelangten an den Jordan, er nebst allen Israeliten, und sie brachten 
die Nacht daselbst zu, bevor sie bersetzten.
JOS 3:2 Nach Verlauf von drei Tagen aber gingen die Amtleute durch das 
Lager
JOS 3:3 und befahlen dem Volke: Wenn ihr die Lade mit dem Gesetze Jahwes, 
eures Gottes, erblickt, wie sie die levitischen Priester tragen, so sollt 
auch ihr von eurem Standort aufbrechen und ihr folgen.
JOS 3:4 Nur lat zwischen euch und ihr einen Zwischenraum von etwa 
zweitausend Ellen - kommt ihr nicht zu nahe! - so werdet ihr den Weg 
wissen, den ihr zu ziehen habt; denn ihr seid diesen Weg frher noch 
niemals gezogen.
JOS 3:5 Da gebot Josua dem Volke: Sorgt dafr, da ihr rein seid, denn 
morgen wird Jahwe Wunderthaten unter euch verrichten.
JOS 3:6 Den Priestern aber befahl Josua Folgendes: Nehmt die Gesetzeslade 
auf und zieht vor dem Volk hinber. Da nahmen sie die Gesetzeslade auf und 
zogen vor dem Volk einher.
JOS 3:7 Da sprach Jahwe zu Josua: Am heutigen Tage will ich anfangen, dich 
vor den Augen von ganz Israel zu verherrlichen, damit sie erkennen, da 
ich, wie ich mit Mose war, ebenso mit dir bin!
JOS 3:8 Du sollst nun den Priestern, welche die Gesetzeslade tragen, 
folgenden Befehl erteilen: Wenn ihr an den Rand des Wassers des Jordan 
kommt, sollt ihr am Jordan stehen bleiben.
JOS 3:9 Da sprach Josua zu den Israeliten: Tretet heran und vernehmt die 
Worte Jahwes, eures Gottes!
JOS 3:10 Und Josua sprach: Daran sollt ihr erkennen, da ein lebendiger 
Gott in eurer Mitte weilt und da er die Kanaaniter, Hethiter, Heviter, 
Pheresiter, Girgasiter, Amoriter und Jebusiter sicher vor euch vertreiben 
wird.
JOS 3:11 Nun wird die Gesetzeslade des Herrn der ganzen Erde den Jordan 
vor euch hergehen.
JOS 3:12 So whlt euch nun aus den Stmmen Israels zwlf Mnner, je einen 
aus jedem Stamme.
JOS 3:13 Sobald dann die Priester, die die Lade Jahwes, des Herrn der 
ganzen Erde, tragen mit ihren Fen im Jordan stehen, wird das Wasser des 
Jordan zu flieen aufhren, das Wasser, das von oben her zufliet, und 
wird dastehen wie ein Wall.
JOS 3:14 Als nun das Volk seine Zelte verlie, um den Jordan zu 
berschreiten, indem die Priester, welche die Gesetzeslade trugen, dem 
Volke voranzogen,
JOS 3:15 und als die, welche die Lade trugen, an den Jordan gelangt waren, 
und die Priester, welche die Lade trugen, eben am Rande des Wassers ihre 
Fe eingetaucht hatten, - es trat aber der Jordan die ganze Erntezeit 
hindurch berall aus seinen Ufern -JOS 3:16 da hielt das Wasser, das von 
oben her zuflo, im Laufe inne und stand aufrecht, wie ein Wall, in weiter 
Ferne bei der Ortschaft Adam, die neben Zarthan liegt; dagegen das 
thalwrts zum Steppenmeere, dem Salzmeere, strmende Wasser, flo vllig 
ab; so zog das Volk hinber, gegenber von Jericho.
JOS 3:17 Die Priester aber, welche die Gesetzeslade Jahwes trugen, standen 
mitten im Jordan im Trockenen still, whrend alle Israeliten auf dem 
Trockenen hindurchzogen, bis das ganze Volk die berschreitung des Jordan 
beendigt hatte.
JOS 4:1 Als nun das ganze Volk die berschreitung des Jordan beendigt 
hatte, sprach Jahwe zu Josua also:
JOS 4:2 Whlt euch aus dem Volke zwlf Mnner, je einen Mann aus jedem 
Stamm,
JOS 4:3 und befehlt ihnen: Nehmt euch von dort, mitten aus dem Jordan, von 
da, wo die Fe der Priester stillstanden, zwlf Steine, tragt sie mit 
euch hinber und stellt sie an dem Platze auf, wo ihr heute bernachten 
werdet.
JOS 4:4 Da berief Josua die zwlf Mnner, die er aus den Israeliten 
bestellt hatte, je einen aus jedem Stamm.
JOS 4:5 Und Josua befahl ihnen: Geht vor der Lade Jahwes, eures Gottes, 
einher mitten in den Jordan hinein und nehmt ein jeder einen Stein auf die 
Schulter, entsprechend der Anzahl der israelitischen Stmme.
JOS 4:6 Diese sollen zu einem Denkmal unter euch dienen. Wenn euch dann 
knftig eure Shne fragen: Was haben diese Steine fr eine Bedeutung fr 
euch?
JOS 4:7 so sollt ihr ihnen antworten: Die, da das Wasser des Jordan vor 
der Gesetzeslade Jahwes, als sie den Jordan durchzog, zu flieen aufhrte. 
Das Wasser des Jordan hrte auf zu flieen; so sollen nun diese Steine den 
Israeliten zum Andenken dienen auf ewige Zeiten.
JOS 4:8 Da thaten die Israeliten, wie ihnen Josua befohlen hatte, und 
nahmen zwlf Steine mitten aus dem Jordan, wie Jahwe Josua geboten hatte, 
entsprechend der Anzahl der israelitischen Stmme; die trugen sie mit sich 
hinber an den Platz, wo sie bernachteten, und stellten sie daselbst auf.
JOS 4:9 Und Josua richtete mitten im Jordan zwlf Steine auf an dem 
Platze, wo die Fe der Priester, die die Gesetzeslade trugen, gestanden 
hatten; und sie blieben dort bis auf den heutigen Tag.
JOS 4:10 Die Priester aber, welche die Lade trugen, blieben mitten im 
Jordan stehen, bis alles ausgefhrt war, was Jahwe Josua befohlen hatte, 
damit er es dem Volke auftrge, gem alledem, was Mose Josua befohlen 
hatte, und das Volk zog rasch hinber.
JOS 4:11 Als nun das ganze Volk den bergang beendigt hatte, ging auch die 
Lade Jahwes mit den Priestern hinber und trat an die Spitze des Volks.
JOS 4:12 Und die Rubeniten, die Gaditen und der halbe Stamm Manasse zogen 
kampfgerstet an der Spitze der Israeliten hinber, wie ihnen Mose geboten 
hatte.
JOS 4:13 In der Strke von ungefhr vierzigtausend kriegsgersteten 
Mnnern zogen sie vor Jahwe in den Krieg, hinber in die Steppen von 
Jericho.
JOS 4:14 An jenem Tage verherrlichte Jahwe Josua vor den Israeliten, und 
sie hielten ihn nun sein Leben lang hoch, wie sie Mose hochgehalten hatten.
JOS 4:15 Da sprach Jahwe zu Josua also:
JOS 4:16 Befiehl den Priestern, die die Gesetzeslade tragen, aus dem 
Jordan heraufzusteigen!
JOS 4:17 Da befahl Josua den Priestern und sprach: Steigt herauf aus dem 
Jordan!
JOS 4:18 Als nun die Priester, die die Gesetzeslade Jahwes trugen, aus dem 
Jordan heraufstiegen und die Priester kaum eben ihre Fe auf das Trockene 
gesetzt hatten, kehrte das Wasser des Jordan wieder an seine frhere 
Stelle zurck und trat, wie frher berall aus seinen Ufern.
JOS 4:19 Das Volk aber kam am zehnten des ersten Monats aus dem Jordan 
herauf und lagerte sich am Gilgal am stlichen Ende des Gebiets von 
Jericho.
JOS 4:20 Jene zwlf Steine aber, die sie aus dem Jordan genommen hatten 
richtete Josua im Gilgal auf
JOS 4:21 und sprach zu den Israeliten also: Wenn eure Shne knftig ihre 
Vter fragen und sprechen: Was bedeuten diese Steine?
JOS 4:22 so sollt ihr es euren Shnen zu wissen thun: Trockenen Fues 
haben die Israeliten den Jordan hier berschritten,
JOS 4:23 indem Jahwe, euer Gott, das Wasser des Jordan vor euch 
vertrocknen lie, bis ihr hinbergezogen wart, ebenso wie Jahwe, euer 
Gott, mit dem Schilfmeere that, das er vor uns vertrocknen lie, bis wir 
durchgezogen waren,
JOS 4:24 damit alle Vlker der Erde erkennen sollten, da die Macht Jahwes 
gewaltig ist, damit ihr Jahwe, euren Gott, frchtet, solange ihr lebt.
JOS 5:1 Als aber alle Knige der Amoriter jenseits des Jordan im Westen 
und alle Knige der Kanaaniter, die am Meere wohnten, vernahmen, da Jahwe 
das Wasser des Jordan vor den Israeliten hatte vertrocknen lassen, bis sie 
hinbergezogen waren, wurden sie ganz verzagt und lieen den Mut vor den 
Israeliten sinken.
JOS 5:2 Zu jener Zeit gebot Jahwe Josua: Mache dir steinerne Messer und 
beschneide wiederum die Israeliten, zum zweiten Male.
JOS 5:3 Da machte sich Josua steinerne Messer und beschnitt die Israeliten 
beim Hgel der Vorhute.
JOS 5:4 Und dies war der Grund, warum Josua die Beschneidung vornahm: das 
ganze Volk, das aus gypten ausgezogen war, soweit es mnnlichen 
Geschlechts war, alle Kriegsleute, waren unterwegs in der Steppe nach 
ihrem Wegzug aus gypten gestorben.
JOS 5:5 denn alle die, die auszogen, waren beschnitten gewesen; dagegen 
alle die, welche unterwegs in der Steppe nach ihrem Wegzug aus gypten 
geboren worden waren, hatte man nicht beschnitten.
JOS 5:6 Denn vierzig Jahre waren die Israeliten in der Steppe gewandert, 
bis das ganze Volk, die Kriegsleute, die aus gypten weggezogen waren, 
ausgestorben war, weil sie den Worten Jahwes nicht gehorcht hatten. Denn 
Jahwe hatte ihnen geschworen, da er sie das Land, dessen Verleihung an 
uns Jahwe ihren Vtern zugeschworen hatte, - ein Land, das von Milch und 
Honig berfliet, - nicht sehen lassen werde.
JOS 5:7 Und er hatte ihre Shne an ihre Stelle treten lassen; diese nun 
beschnitt Josua, denn sie waren unbeschnitten, da man sie unterwegs nicht 
beschnitten hatte.
JOS 5:8 Als nun das ganze Volk bis auf den letzten Mann beschnitten war, 
blieben sie an ihren Pltzen im Lager, bis sie genesen waren.
JOS 5:9 Jahwe aber sprach zu Josua: Heute habe ich den Hohn der gypter 
von euch abgewlzt! Daher heit die Sttte Gilgal bis auf den heutigen Tag.
JOS 5:10 Als sich nun die Israeliten im Gilgal gelagert hatten, feierten 
sie am vierzehnten Tage des Monats, am Abend, in den Steppen von Jericho 
das Passah.
JOS 5:11 Und sie aen an dem auf das Passah folgenden Tage ungesuerte 
Brote und gerstetes Getreide von dem Ertrage des Landes, an eben diesem 
Tage.
JOS 5:12 Am folgenden Tag aber hrte das Manna auf, indem sie nun von dem 
Ertrage des Landes aen, und es wurde den Israeliten kein Manna mehr zu 
teil; so nhrten sie sich nun in jenem Jahre von dem Ertrage des Landes 
Kanaan.
JOS 5:13 Whrend sich aber Josua bei Jericho befand, schaute er einst auf 
und sah, wie ein Mann mit einem gezckten Schwert in der Hand ihm 
gegenberstand. da ging Josua auf ihn zu und fragte ihn: Gehrst du zu uns 
oder zu unseren Feinden?
JOS 5:14 Er antwortete: Nein, sondern ich bin der Anfhrer des 
Kriegsheeres Jahwes; eben bin ich gekommen! Da warf sich Josua zu Boden 
auf sein Angesicht und verneigte sich; dann fragte er ihn: O Herr! Was 
befiehlst du deinem Diener?
JOS 5:15 da sprach der Anfhrer des Kriegsheeres Jahwes: Zieh deine 
Sandalen aus; denn die Sttte, auf die du trittst, ist heilig! Da that 
Josua so.
JOS 6:1 Jericho aber hatte die Thore geschlossen und war verschlossen vor 
den Israeliten, so da niemand aus- und eingehen konnte.
JOS 6:2 Da sprach Jahwe zu Josua: Nun will ich Jericho in deine Gewalt 
berliefern nebst ihrem Knig und den Kriegsleuten.
JOS 6:3 Und zwar sollt ihr - smtliche Kriegsleute! - einmal um die Stadt 
ziehen, rings um die Stadt herum; so sollst du sechs Tage hindurch thun.
JOS 6:4 Und sieben Priester sollen sieben Trompeten aus Widderhrnern vor 
der Lade einhertragen; am siebenten Tag aber sollt ihr die Stadt siebenmal 
umziehen, und die Priester sollen in die Trompeten stoen.
JOS 6:5 Wenn aber das Widderhorn geblasen wird, soll das gesamte Volk, 
sobald ihr den Trompetenschall hrt, ein lautes Kriegsgeschrei erheben; so 
wird dann die Mauer der Stadt in sich zusammenstrzen, und das Volk mag 
hinaufsteigen, ein jeder von da, wo er gerade steht.
JOS 6:6 Da berief Josua, der Sohn Nuns, die Priester und sprach zu ihnen: 
Ihr sollt die Gesetzeslade tragen, und sieben Priester sollen sieben 
Trompeten aus Widderhrnern vor der Lade Jahwes einhertragen.
JOS 6:7 Dann befahl er dem Volke: Geht und zieht um die Stadt herum; die 
Gewappneten aber mgen vor der Lade Jahwes einherziehen!
JOS 6:8 Als nun Josua dem Volke den Befehl gegeben hatte, da zogen die 
sieben Priester, die sieben Trompeten aus Widderhrnern trugen, vor Jahwe 
einher und stieen in die Trompeten; die Gesetzeslade Jahwes aber folgte 
hinter ihnen drein.
JOS 6:9 Die Gewappneten jedoch zogen vor den Priestern, die in die 
Trompeten stieen; der groe Haufe aber zog hinter der Lade drein, indem 
sie fortwhrend in die Trompeten stieen.
JOS 6:10 Und Josua befahl dem Volke: Ihr drft kein Kriegsgeschrei erheben 
und keinen Lrm machen, ja kein einziges Wort sprechen bis zu der Zeit, wo 
ich euch gebieten werde, das Kriegsgeschrei zu erheben; dann sollt ihr es 
erheben.
JOS 6:11 Und er lie die Lade Jahwes einmal rings um die ganze Stadt herum 
tragen; hierauf kehrten sie ins Lager zurck und brachten die Nacht im 
Lager zu.
JOS 6:12 Josua aber machte sich frh auf; da nahmen die Priester die Lade 
Jahwes auf,
JOS 6:13 und die sieben Priester, die die sieben Trompeten aus 
Widderhjrnern vor der Lade Jahwes trugen, stieen im Gehen bestndig in 
die Trompeten, und die Gewappneten schritten vor ihnen her; der groe 
Haufe aber zog hinter der Lade Jahwes drein, indem sie bestndig in die 
Trompeten stieen.
JOS 6:14 So zogen sie auch am zweiten Tag einmal um die Stadt herum; dann 
kehrten sie in Lager zurck. So thaten sie sechs Tage hindurch.
JOS 6:15 Am siebenten Tag aber brachen sie bei Anbruch der Morgenrte auf 
und zogen nach gewohnter Weise siebenmal um die Stadt herum.
JOS 6:16 Beim siebenten Mal aber stieen die Priester in die Trompeten. Da 
sprach Josua zu dem Volke: Erhebt ein Kriegsgeschrei, denn Jahwe hat euch 
die Stadt berliefert!
JOS 6:17 Die Stadt aber nebst allem, was darin ist, soll kraft des Bannes 
Jahwe geweiht sein; nur die Buhlerin Rahab nebst allen, die bei ihr im 
Hause sind, soll am Leben bleiben, weil sie die Boten, die wir absandten, 
versteckt hat.
JOS 6:18 Nehmt euch aber wohl vor dem Geweihten in acht, da ihr euch 
nicht gelsten lat, euch von dem Geweihten etwas anzueignen; ihr wrdet 
dadurch das israelitische Lager unter den Bann bringen und es ins Unglck 
strzen.
JOS 6:19 Vielmehr soll alles Silber und Gold und alle ehernen und eisernen 
Gertschaften Jahwe geweiht sein und in den Schatz Jahwes kommen.
JOS 6:20 Da erhob das Volk das Kriegsgeschrei und sie stieen in die 
Trompeten. Als nun das Volk den Trompetenschall vernahm, da erhob das Volk 
ein gewaltiges Kriegsgeschrei. Da strzte die Mauer in sich zusammen, das 
Volk aber drang in die Stadt ein, ein jeder von da, wo er gerade stand; so 
nahmen sie die Stadt ein.
JOS 6:21 Und sie vollstreckten an allem, was sich in der Stadt befand, an 
den Mnnern, wie an den Weibern, den Jungen und Alten, wie an Rindern, 
Schafen und Eseln, den Bann mit dem Schwerte.
JOS 6:22 den beiden Mnnern aber, die das Land ausgekundschaftet hatten, 
befahl Josua: Begebt euch in das Haus jener Buhlerin und fhrt das Weib 
nebst allen ihren Angehrigen von dort hinweg, wie ihr es zugeschworen 
habt.
JOS 6:23 Da begaben sich die jungen Mnner, die als Kundschafter gedient 
hatten, hin und fhrten Rahab nebst ihrem Vater, ihrer Mutter, ihren 
Brdern und allen ihren Angehrigen hinaus und brachten sie auerhalb des 
israelitischen Lagers unter.
JOS 6:24 Die Stadt aber und alles, was darin war, brannte man nieder; nur 
das Silber und Gold, sowie die ehernen und eisernen Gerte brachte man in 
die Schatzkammer der Behausung Jahwes.
JOS 6:25 Die Buhlerin Rahab aber und die familie ihres Vaters und alle 
ihre Angehrigen lie Josua am Leben, und so blieb ihr Geschlecht unter 
den Israeliten wohnen bis auf den heutigen Tag, weil sie die Boten 
versteckt hatte, die Josua ausgesandt hatte, um Jericho auszukundschaften.
JOS 6:26 Zu jener Zeit sprach Josua folgenden Fluch aus: Verflucht vor 
Jahwe soll der Mann sein, der es wagt, diese Stadt, Jericho, wieder 
aufzubauen! Wenn er ihren Grund legt, koste es ihn seinen Erstgeborenen, 
und wenn er ihre Thore einsetzt, seinen jngsten Sohn!
JOS 6:27 Jahwe aber war mit Josua, und sein Ruf verbreitete sich durch das 
ganze Land.
JOS 7:1 Die Israeliten aber vergriffen sich treulos an dem Geweihten; denn 
Achan, der Sohn Karmis, des Sohnes Sabdis, des Sohnes Serahs aus dem 
Stamme Juda eignete sich etwas von dem Geweihten an. da wurde Jahwe sehr 
zornig ber die Israeliten.
JOS 7:2 Hierauf sandte Josua von Jericho aus Leute nach Ai, das bei Beth 
Aven stlich von Bethel liegt, und befahl ihnen: Zieht hinauf und 
kudschaftet die gegend aus! Da zogen die Mnner hinauf und kundschafteten 
Ai aus.
JOS 7:3 Sodann kehrten sie zu Josua zurck und berichteten ihm: Es braucht 
nicht das gesamte Volk hinzuziehen; zwei- oder dreitausend Mann mgen 
hinziehen, um Ai zu unterwerfen. Du brauchst nicht das ganze Volk dorthin 
zu bemhen, denn jene sind gering an Zahl!
JOS 7:4 Da zogen von dem Volk ungefhr dreitausend Mann dorthin; sie 
wurden jedoch von den Einwohnern von Ai in die Flucht geschlagen.
JOS 7:5 Und die Einwohner von Ai erschlugen von ihnen ungefhr 
sechsunddreiig Mann, verfolgten sie von dem Stadtthore bis Saharim und 
schlugen sie am Bergabhang; da entsank dem Volke der Mut und zerflo.
JOS 7:6 Josua aber zerri seine Kleider, warf sich vor der Lade Jahwes auf 
sein Angesicht zu Boden und lag da bis zum Abend, er und die Vornehmsten 
der Israeliten, und sie streuten Erde auf ihr Haupt.
JOS 7:7 Und Josua sprach: Ach Herr, Jahwe! Hast du denn dieses Volk den 
Jordan berschreiten lassen, um uns den Amoritern zu berliefern, damit 
sie uns vernichten? O htten wir uns doch entschlossen, jenseits des 
Jordan wohnen zu bleiben!
JOS 7:8 Aber bitte, o Herr! Was soll ich sagen, nachdem nun die Israeliten 
vor ihren Feinden haben fliehen mssen?
JOS 7:9 Wenn das die Kanaaniter und alle Bewohner des Landes erfahren, so 
werden sie uns umzingeln und uns bis auf den Namen vom Erdboden vertilgen. 
Was willst du nun fr deinen gewaltigen Namen tun?
JOS 7:10 Jahwe aber erwiderte Josua: Steh auf! Wozu liegst du noch auf 
deinem Angesicht
JOS 7:11 Die Israeliten haben sich versndigt; haben sie doch die 
Verfgung, die ich ihnen gegenber getroffen habe, bertreten und sich von 
dem Geweihten etwas angeeignet. So haben sie sowohl einen Diebstahl 
begangen, als auch das Gestohlene verheimlicht - haben sie es ja doch 
unter ihre Gerte getan!
JOS 7:12 daher knnen die Israeliten vor ihren Feinden nicht standhalten; 
sondern mssen vor ihren Feinden die Flucht ergreifen, weil sie selbst dem 
Banne verfallen sind. deshalb will ich nicht eher wieder mit euch sein, 
als bis ihr das dem Banne Geweihte aus eurer Mitte getilgt habt.
JOS 7:13 Geh ans Werk, weihe das Volk und befiehl: Sorgt dafr, d ihr 
morgen rein seid! Denn so spricht Jahwe, der Gott Israels: dem Banne 
geweihtes ist unter dir, o Israel! Darum kannst du vor deinen Feinden 
nicht standhalten, bis ihr das dem Banne Geweihte aus euerer Mitte 
entfernt habt.
JOS 7:14 Deshalb sollt ihr morgen frh Stamm fr Stamm herantreten, und 
der Stamm, den Jahwe bezeichnen wird, sollen die einzelnen Mnner 
herantreten.
JOS 7:15 Denjenigen aber, der im Besitze des dem Banne Geweihten betroffen 
wird, soll man verbrennen nebst allen, was ihm angehrt; denn er hat die 
Verfgung Jahwes bertreten und eine schandthat in Israel verbt!
JOS 7:16 da lie Josua am andern Morgen frh die Israeliten Stamm fr 
Stamm herantreten; da wurde der Stamm Juda bezeichnet.
JOS 7:17 Da lie er die Geschlechter Judas herantreten und bezeichnete das 
Geschlecht der Serahiter. Sodann lie er das Geschlecht der Serahiter 
familienweise herantreten, Mann fr Mann,
JOS 7:18 und nun wurde Achan, der Sohn Karmis, des Sohnes Sabdis, des 
Sohnes Serahs, aus dem Stamme Juda bezeichnet.
JOS 7:19 Da sprach Josua zu Achan: Mein Sohn, gieb Jahwe, dem Gott 
Israels, die Ehre und lege ihm ein Bekenntnis ab. Sage mir doch, was du 
getan hast; verhehle mir nichts!
JOS 7:20 Da erwiderte Achan Josua und sprach: Ich habe mich in Wahrheit an 
Jahwe, dem Gott Israels versndigt: das und das habe ich getan.
JOS 7:21 Ich erblickte unter der Beute einen schnen Mantel aus Sinear, 
zweihundert Sekel Silber und eine goldene Zunge, fnfzig Sekel schwer. Da 
gelstete es mich nach diesen Dingen, und ich eignete sie mir an; sie 
liegen im Boden vergraben in meinem Zelt und das Geld liegt darunter.
JOS 7:22 Da schickte Josua Boten aus, die liefen in das Zelt; da ergab 
sich, da die Sachen in seinem Zelte vergraben waren und das Geld darunter.
JOS 7:23 Und sie nahmen sie aus dem Zelte fort, brachten sie zu Josua und 
allen Israeliten und legten sie vor Jahwe nieder.
JOS 7:24 Josua aber nahmAchan, den Sohn Serahs, das geld, den Mantel und 
die goldene Zunge, sowie seine Shne und Tchter, seine Rinder, Esel und 
Schafe nebst seinem Zelt und allem, was ihm gehrte, im Beisein aller 
Israeliten, und sie brachten sie hinauf ins Tal Achor.
JOS 7:25 Da sprach Josua: Wie hast du uns ins Unglck gestrzt! So strze 
dich jetzt Jahwe ins Unglck! Da bewarfen ihn alle Israeliten mit Steinen, 
und sie verbrannten sie und steinigten sie.
JOS 7:26 Sodann errichteten sie ber ihm einen groen Steinhaufen, der 
befindet sich dort bis auf den heutigen Tag; Jahwe aber lie ab von seinem 
heftigen Zorn. Daher heit jene Sttte Thal Achor bis auf den heutigen Tag.
JOS 8:1 Da sprach Jahwe zu Josua: Sei ohne Furcht und unverzagt! Nimm alle 
Kriegsleute mit dir und ziehe hinauf gen Ai; ich will den Knig von Ai, 
sein Volk, seine Stadt und sein Land in deine Gewalt geben.
JOS 8:2 Und du sollst mit Ai und seinem Knige verfahren, wie du mit 
Jericho und seinem Knige verfahren bist; doch drft ihr, was sich an 
Beute und Vieh darin findet, fr euch nehmen. Lege der Stadt auf ihrer 
Westseite einen Hinterhalt!
JOS 8:3 Da machte sich Josua mit allen Kriegsleuten auf, um gegen Ai zu 
ziehen. Josua aber whlte dreiigtausend tapfere Mnner aus und sandte sie 
des Nachts ab,
JOS 8:4 indem er ihnen befahl: Habt acht! ihr sollt euch gegen die Stadt 
und zwar westlich von der Stadt in den Hinterhalt legen, aber nicht 
allzuweit entfernt von der Stadt, und sollt euch insgesamt bereit halten.
JOS 8:5 Ich aber, und alle die Leute, die ich bei mir habe, wollen gegen 
die Stadt anrcken; wenn sie dann einen Ausfall machen, wie das erste Mal, 
um uns entgegen zu treten, so wollen wir vor ihnen fliehen.
JOS 8:6 Und sie werden uns dann verfolgen, bis wir sie von der Stadt 
abgeschnitten haben; denn sie werden denken: da fliehen sie vor uns wie 
das erste Mal! und wir werden vor ihnen fliehen.
JOS 8:7 Ihr aber sollt dann aus dem Hinterhalt hervorbrechen und euch der 
Stadt bemchtigen; Jahwe, euer Gott, wird sie in eure Gewalt geben.
JOS 8:8 Wenn ihr nun die Stadt eingenommen habt, so sollt ihr Feuer an die 
Stadt legen. Thut, was Jahwe euch heit! Habt acht, ich habe es euch 
befohlen!
JOS 8:9 Hierauf lie sie Josua ziehen, und sie begaben sich in den 
Hinterhalt und nahmen Stellung zwischen Bethel und Ai, westlich von Ai. 
Josua aber brachte jene Nacht im Thale zu.
JOS 8:10 Am andern Morgen frh musterte Josua das Kriegsvolk; dann zog er 
mit den Vornehmsten der Israeliten an der Spitze des Kriegsvolks hinauf 
nach Ai.
JOS 8:11 Und alle die Kriegsleute, die er bei sich hatte, zogen mit 
hinauf; sie kamen nher, gelangten vor die Stadt und lagerten sich 
nrdlich von Ai, so da das Thal zwischen ihnen und Ai war.
JOS 8:12 Sodann nahm er ungefhr fnftausend Mann und lie sie sich 
zwischen Bethel und Ai, westlich von der Stadt, in den Hinterhalt legen.
JOS 8:13 Und sie stellten das Kriegsvolk, das ganze Heerlager, das sich 
nrdlich von der Stadt befand, und seine Nachhut westlich von der Stadt 
auf. Josua aber begab sich in eben jener Nacht mitten in den Thalgrund.
JOS 8:14 Als das der Knig von Ai wahrnahm, beeilten sich die Bewohner der 
Stadt, brachen frh auf und zogen den Israeliten entgegen, um ihnen eine 
Schlacht zu liefern, er und sein gesamtes Kriegsvolk an den bestimmten Ort 
stlich von der Steppe. Er wute aber nichts davon, da ihm westlich von 
der Stadt ein Hinterhalt gelegt war.
JOS 8:15 Josua aber und alle Israeliten lieen sich von ihnen schlagen und 
flohen in der Richtung nach der Steppe zu.
JOS 8:16 Da wurden alle Leute, die in der Stadt waren, aufgeboten, sie zu 
verfolgen; indem sie nun Josua verfolgten, entfernten sie sich immer 
weiter von der Stadt,
JOS 8:17 und es blieb niemand in Ai und Bethel zurck, der nicht 
ausgezogen wre, die Israeliten zu verfolgen, sondern sie lieen die Stadt 
mit offenen Thoren hinter sich und verfolgten die Israeliten.
JOS 8:18 Da befahl Jahwe Josua: Recke die Lanze, die du in der Hand hast, 
gegen Ai aus; denn ich will es in deine Gewalt geben! Da reckte Josua die 
Lanze, die er in der Hand hatte, gegen die Stadt aus.
JOS 8:19 Die Leute aber, die im Hinterhalt lagen, brachen schleunigst von 
ihrem Standort auf, eilten, als er die Hand ausstreckte, herbei, drangen 
in die Stadt ein und besetzten sie; sodann legten sie schleunigst Feuer an 
die Stadt.
JOS 8:20 Als nun die Leute von Ai sich umwandten, sahen sie, wie der Rauch 
von der Stadt zum Himmel emporstieg. Da hatten sie nicht die Kraft, weder 
hierhin noch dorthin zu fliehen; dazu wandten sich auch diejenigen, welche 
nach der Steppe zu geflohen waren, gegen die Verfolger.
JOS 8:21 Als aber Josua und alle Israeliten sahen, da der Hinterhalt die 
Stadt besetzt hatte, und da Rauchwolken aus der Stadt emporstiegen, 
machten sie kehrt und schlugen auf die Leute von Ai los.
JOS 8:22 Diese aber waren aus der Stadt ausgezogen, um sie zu bekmpfen, 
und waren nun mitten zwischen die Israeliten geraten, so da sie deren auf 
beiden Seiten hatten; diese schlugen sie, bis keiner mehr von ihnen brig 
war, der geflohen wre und sich gerettet htte.
JOS 8:23 Den Knig von Ai aber bekamen sie lebendig in ihre Gewalt und 
fhrten ihn vor Josua.
JOS 8:24 Als nun die Israeliten alle Einwohner von Ai auf freiem Feld, in 
der Steppe, in der man sie verfolgt hatte, erschlagen hatten, und diese 
alle bis auf den letzten Mann durch das Schwert gefallen waren, wandten 
sich alle Israeliten zurck gen Ai und erschlugen die Einwohner.
JOS 8:25 Und die Gesamtzahl derer, die an jenem Tag umkamen, an Mnnern 
und Weibern, belief sich auf zwlftausend, smtliche Einwohner von Ai.
JOS 8:26 Josua aber zog seinen Arm, den er mit der Lanze ausgereckt hielt, 
nicht zurck, bis er an allen Einwohnern von Ai den Bann vollstreckt hatte.
JOS 8:27 Blo das Vieh und die in jener Stadt gemachte Beute nahmen die 
Israeliten fr sich nach dem Befehle Jahwes, den er Josua erteilt hatte.
JOS 8:28 Josua aber lie Ai in Brand stecken und machte es fr ewige 
Zeiten zu einem Schutthgel, zu einer Wstenei, bis auf den heutigen Tag,
JOS 8:29 Und den Knig von Ai lie er an einen Pfahl hngen bis zum Abend. 
Als aber die Sonne unterging, befahl Josua, seinen Leichnahm von dem 
Pfahle herabzunehmen. Sodann warf man ihn vor das Stadtthor und errichtete 
ber ihm einen groen Steinhaufen; der befindet sich dort bis auf den 
heutigen Tag.
JOS 8:30 Hierauf errichtete Josua Jahwe, dem Gott Israels, einen Altar auf 
dem Berge Ebal,
JOS 8:31 wie es Mose, der Knecht Jahwes, den Israeliten befohlen hatte, 
wie es vorgeschrieben ist im Gesetzbuche Moses: einen Altar aus 
unbehauenen Steinen, die man nicht mit eisernen Werkzeugen bearbeitet 
hatte. Und sie brachten Jahwe Brandopfer auf ihm dar und schlachteten 
Heilsopfer.
JOS 8:32 Und er schrieb dort auf die Steine eine Abschrift des Gesetzes 
Moses, welches er den Israeliten vorgeschrieben hatte.
JOS 8:33 Und alle Israeliten, ihre Vornehmsten, ihre Amtleute und Richter 
standen zu beiden Seiten der Lade neben den levitischen Priestern, die die 
Gesetzeslade Jahwes zu tragen hatten, sowohl Fremdlinge als 
Stammesgenossen, die eine Hlfte auf der Seite des Berges Gerisim, die 
andere Hlfte auf der Seite des Berges Ebal, wie Mose, der Knecht Jahwes, 
frher angeordnet hatte, das Volk Israel zu segnen.
JOS 8:34 Und danach las er alle Worte des Gesetzes, den Segen und den 
Fluch, ganz so wie es im Gesetzbuche vorgeschrieben war.
JOS 8:35 Es blieb nichts von alledem, was Mose geboten hatte, das Josua 
nicht der ganzen Gemeinde der Israeliten, auch den Weibern, den kleinen 
Kindern und den Fremden, die mit ihnen gezogen waren, vogelesen htte.
JOS 9:1 Als nun alle die Knige, die jenseits des Jordan auf dem Gebirge 
und in der Niederung und berall lngs dem Gestade des groen Meeres bis 
an den Libanon hin wohnten, dies vernahmen - die Hethiter, Amoriter, 
Kanaaniter, Pheresiter, Heviter und Jebusiter, -JOS 9:2 da thaten sie sich 
einmtig alle zusammen, um Josua und die Israeliten zu bekmpfen.
JOS 9:3 Aber auch die Bewohner von Gibeon vernahmen, wie Josua mit Jericho 
und Ai verfahren war.
JOS 9:4 Da wollten auch sie listig handeln und gingen daran, sich mit 
Zehrung fr die Reise zu versehen, und nahmen abgenutzte Scke fr ihre 
Esel und alte zerrissene und zusammengebundene Weinschluche
JOS 9:5 und legten alte geflickte Sandalen und abgenutzte Kleider an, und 
alles Brot, das sie als Mundvorrat mitnahmen, war hart und zerkrmelt.
JOS 9:6 So begaben sie sich zu Josua in das Lager im Gilgal und sprachen 
zu ihm und den israelitischen Mnnern: Aus fernem Lande kommen wir; so 
trefft nun ein friedliches Abkommen mit uns!
JOS 9:7 Da antworteten die israelitischen Mnner den Heviten: Vielleicht 
wohnt ihr mitten unter uns; wie knnen wir da ein friedliches Abkommen mit 
euch treffen!
JOS 9:8 Da sprachen sie zu Josua: Wir wollen dir unterthan sein. Da fragte 
sie Josua: Wer seid ihr, und woher kommt ihr?
JOS 9:9 Sie erwiderten ihm: Aus einem sehr fernen Lande kommen wir, deine 
Knechte, um des Ruhmes Jahwes, deines Gottes, willen; denn wir haben von 
ihm gehrt, sowohl alles das, was er den gyptern angethan hat,
JOS 9:10 als auch alles das, was er den beiden Knigen der Amoriter, die 
jenseits des Jordan wohnten, Sihon, dem Knige von Hesbon, und Og, dem 
Knige von Basan zu Astaroth, angethan hat.
JOS 9:11 Da geboten uns unsere Huptlinge und alle Bewohner unseres 
Landes: Versorgt euch mit Zehrung fr die Reise, zieht ihnen entgegen und 
sprecht zu ihnen: Wir wollen euch unterthan sein; so trefft nun ein 
friedliches Abkommen mit uns!
JOS 9:12 Hier ist unser Brot; wir haben es noch warm aus unserer Heimat 
als Zehrung fr uns mitgenommen, als wir uns auf den Weg zu euch machten, 
und nun ist es hart geworden und zerkrmelt.
JOS 9:13 Und da sind die Weinschluche: sie waren neu, als wir sie 
fllten, und nun sind sie zerrissen; und da sind unsere Kleider und 
Sandalen: sie sind infolge der weiten Reise gnzlich abgenutzt,
JOS 9:14 Da nahmen die Mnner etwas von ihrem Mundvorrat; aber den 
Bescheid Jahwes holten sie nicht ein.
JOS 9:15 Und Josua sicherte ihnen Unverletzlichkeit zu und traf mit ihnen 
ein friedliches Abkommen, sie am Leben lassen zu wollen. Und die Frsten 
der Gemeinde schworen ihnen Verschonung zu.
JOS 9:16 Als aber drei Tage verflossen waren, nachdem man ein friedliches 
Abkommen mit ihnen getroffen hatte, da vernahm man, da sie aus der Nhe 
waren und mitten unter ihnen wohnten.
JOS 9:17 Da brachen die Israeliten auf und gelangten am dritten Tage zu 
ihren Ortschaften; ihre Ortschaften aber waren Gibeon, Kaphira, Beeroth 
und Kirjath Jearim.
JOS 9:18 Und die Israeliten thaten ihnen nichts zuleide, denn die Frsten 
der Gemeinde hatten ihnen bei Jahwe, dem Gott Israels, Verschonung 
zugeschworen. Da murrte die ganze Gemeinde gegen die Frsten.
JOS 9:19 Da sprachen die Frsten zu der ganzen Gemeinde: Wir haben ihnen 
bei Jahwe, dem Gott Israels, geschworen; deshalb drfen wir sie nicht 
antasten.
JOS 9:20 Folgendes wollen wir ihnen anthun und ihnen das Leben schenken, 
damit uns nicht ein Gotteszorn treffe wegen des Eids, den wir ihnen 
geschworen haben.
JOS 9:21 Da sprachen die Frsten zu ihnen: Sie sollen am Leben bleiben! 
Und sie dienten der ganzen Gemeinde als Holzhauer und Wasserschpfer, wie 
die Frsten ihnen angekndigt hatten.
JOS 9:22 Da lie sie Josua rufen und sprach zu ihnen also: Warum habt ihr 
uns getuscht, indem ihr behauptet: Wir wohnen weit von euch entfernt, 
whrend ihr doch mitten unter uns wohnt?
JOS 9:23 Darum sollt ihr verflucht sein und sollt nie aufhren, Sklaven zu 
sein und zwar Holzhauer und Wasserschpfer fr das Haus meines Gottes!
JOS 9:24 Da erwiderten sie Josua und sprachen: Es wurde uns, deinen 
Knechten, berichtet, welche Anweisung Jahwe, dein Gott, seinem Knechte 
Mose gegeben hat, da er euch das ganze Land verleihen und alle Bewohner 
des Landes vor euch vertilgen wolle. Da frchteten wir sehr, ihr mchtet 
uns das Leben nehmen; darum handelten wir so.
JOS 9:25 Nun aber sind wir ja in deiner Gewalt; verfahre mit uns, wie es 
dir recht und gut dnkt.
JOS 9:26 Da verfuhr Josua mit ihnen auf solche Weise und schtzte sie vor 
den Israeliten, da sie sie nicht umbrachten.
JOS 9:27 Und Josua machte sie damals zu Holzhauern und Wasser schpfern 
fr die Gemeinde und fr den Altar Jahwes, und so ist es geblieben bis auf 
den heutigen Tag, an der Sttte, die er erwhlen wrde.
JOS 10:1 Als aber Adonizedek, der Knig von Jerusalem, vernahm, da Josua 
Ai eingenommen und den Bann an ihm vollstreckt habe, da er, wie er mit 
Jericho und seinem Knige verfahren war, so auch mit Ai und seinem Knige 
verfahren sei, und da die Bewohner von Gibeon mit den Israeliten Frieden 
gemacht htten und unter ihnen wohnen geblieben seien,
JOS 10:2 da frchteten sie sich sehr; den Gibeon war eine groe Stadt, wie 
nur eine der Stdte des Reichs, und sie war grer als Ai und alle ihre 
Mnner sehr tapfer.
JOS 10:3 Da sandte Adonizedek, der Knig von Jerusalem, Botschaft an 
Hoham, den Knig von Hebron, an Piream, den Knig von Jarmuth, an Japhia, 
den Knig von Lachis, und an Debir, den Knig von Eglon, und lie ihnen 
sagen:
JOS 10:4 Kommt zu mir und helft mir, da wir die Gibeoniten bekmpfen, 
weil sie mit Josua und den Israeliten Frieden gemacht haben.
JOS 10:5 Da thaten sich die fnf Knige der Amoriter zusammen und zogen 
heran: der Knig von Jerusalem, der Knig von Hebron, der Knig von 
Jarmuth, der Knig von Lachis, der Knig von Eglon, mit ihrem ganzen Heer; 
und sie belagerten Gibeon und begannen die Feinseligkeiten gegen dasselbe.
JOS 10:6 Da schickten die Einwohner von Gibeon Botschaft an Josua ins 
Lager nach dem Gilgal und lieen ihm sagen: La deine Knechte nicht im 
Stich! Komm uns schleunigst zu Hilfe und untersttze uns; denn es haben 
sich gegen uns zusammengethan alle Knige der Amoriter, die auf dem 
Gebirge wohnen!
JOS 10:7 Da zog Josua mit der ganzen Streitmacht und allen Tapferen von 
Gilgal aus.
JOS 10:8 Da sprach Jahwe zu Josua: Habe keine Furcht vor ihnen, denn ich 
will sie in deine Gewalt geben; keiner von ihnen soll vor dir standhalten 
knnen!
JOS 10:9 Josua aber geriet, nachdem er die ganze Nacht hindurch vom Gilgal 
aus herangezogen war, unversehens ber sie.
JOS 10:10 Und Jahwe brachte sie in Verwirrung und lie sie fliehen vor den 
Israeliten; da brachten sie ihnen bei Gibeon eine schwere Niederlage bei 
und verfolgten sie in der Richtung nach der Steige von Beth Horon und 
trieben sie in die Flucht bis nach Aseka und bis Makeda.
JOS 10:11 Als sie sich nun auf der Flucht vor den Israeliten auf dem 
Abstiege von Beth Horon befanden, da lie Jahwe Steine vom Himmel auf sie 
fallen, bis nach Aseka, so da sie umkamen; es waren derer, die durch die 
Hagelsteine umkamen, mehr denn derer, die die Israeliten mit dem Schwert 
umgebracht hatten.
JOS 10:12 Damals sprach Josua zu Jahwe, als Jahwe die Amoriter den 
Israeliten preisgab; und er sprach im Beisein Israels: Sonne, steh still 
zu Gibeon, und Mond im Tale von Ajalon!
JOS 10:13 Da stand die Sonne still und der Mond blieb stehen, bis das Volk 
Rache nahm an seinen Feinden. Das steht ja geschrieben im Buche der 
Rechtschaffenen. da blieb die Sonne mitten am Himmel stehen und beeilte 
sich nicht unterzugehen, fast einen ganzen Tag lang.
JOS 10:14 Und es hat weder frher noch spter jemals einen solchen Tag 
gegeben, an dem Jahwe so das Verlangen jemandes erhrt htte; kmpfte doch 
Jahwe selbst fr Israel.
JOS 10:15 Hierauf kehrte Josua mit dem gesamten Israel ins Lager nach 
Gilgal zurck.
JOS 10:16 Jene fnf Knige aber flohen und versteckten sich in der Hhle 
bei Makeda.
JOS 10:17 Da wurde Josua berichtet: Die fnf Knige halten sich in der 
Hhle bei Makeda versteckt!
JOS 10:18 Da befahl Josua: Wlzt groe Steine vor den Eingang der Hhle 
und stellt einige Mnner bei ihr auf mit dem Auftrag, sie zu bewachen.
JOS 10:19 Ihr selbst aber lat euch nicht aufhalten, sondern verfolgt eure 
Feinde, ttet ihre Nachzgler und lat sie nicht in ihre Stdte gelangen; 
hat sie doch Jahwe, euer Gott, in eure Gewalt gegeben!
JOS 10:20 Als nun Josua und die Israeliten sie vollends geschlagen und 
ihnen eine sehr schwere Niederlage beigebracht hatten, soda sie beinahe 
aufgerieben waren - was noch von ihnen brig war, war in die festen Stdte 
entronnen - ,
JOS 10:21 da kehrte die gesamte Mannschaft wohlbehalten zu Josua ins Lager 
nach Makeda zurck, und es wagte niemand mehr gegen die Israeliten zu 
mucksen.
JOS 10:22 Da befahl Josua: ffnet den Zugang zu der Hhle und hlt mir 
jene fnf Knige aus der Hhle heraus!
JOS 10:23 Da thaten sie so und brachten ihm jene fnf Knige aus der Hhle 
heraus, den Knig von Jerusalem, den Knig von Hebron, den Knig von 
Jarmuth, den Knig von Lachis und den Knig von Eglon.
JOS 10:24 Als man nun jene Knige zu Josua hinausgebracht hatte, rief 
Josua alle israelitischen Mnner herbei; sodann befahl er den Obersten der 
Kriegsleute, die mit ihm gezogen waren: Tretet heran und setzet diesen 
Knigen euren Fu auf den Hals.
JOS 10:25 Und Josua sprach zu ihnen: Seid ohne Furcht und unverzagt! Seid 
fest und thatkrftig; denn ebenso wird Jahwe mit all euren Feinden 
verfahren, die ihr bekmpft habt!
JOS 10:26 Hierauf lie sie Josua tten, und nachdem er sie hatte umbringen 
lassen, lie er sie an fnf Pfhle hngen; so hingen sie an den Pfhlen, 
bis gegen Abend.
JOS 10:27 Als aber die Sonne eben untergehen wollte, befahl Josua, sie von 
den Pfhlen herabzunehmen. Da warf man sie in die Hhle, in der sie sich 
versteckt hatten, und legte groe Steine vor den Eingang der Hhle; die 
befinden sich dort bis auf diesen selbigen Tag.
JOS 10:28 Und die Stadt Makeda nahm Josua an jenem Tage ein, er eroberte 
sie in blutigem Kampf und vollstreckte an ihrem Knige den Bann, ebenso an 
ihr und an allen Menschen, die darin waren, und lie niemanden entrinnen; 
und mit dem Knige von Makeda verfuhr er, wie er mit dem Knige von 
Jericho verfahren war.
JOS 10:29 Hierauf zog Josua mit dem gesamten Israel von Makeda nach Libna 
und kmpfte mit Libna.
JOS 10:30 Und Jahwe lie auch diese Stadt nebst ihrem Knig in die Gewalt 
der Israeliten fallen. Und sie eroberten sie in blutigem Kampf und 
erschlugen alle Menschen, die darin waren, ohne einen einzigen entrinnen 
zu lassen; und mit ihrem Knige verfuhren sie, wie sie mit dem Knige von 
Jericho verfahren waren.
JOS 10:31 Hierauf zog Josua mit dem gesamten Israel von Libna nach Lachis, 
belagerte es und erffnete die Feinseligkeiten gegen dasselbe.
JOS 10:32 Und Jahwe lie Lachis in die Gewalt der Israeliten fallen, und 
sie nahmen es am nchsten Tage ein und eroberten es in blutigem Kampf, und 
erschlugen alle Menschen, die darin waren, ganz so, wie sie mit Libna 
verfahren waren.
JOS 10:33 Da kam Horam, der Knig von Geser, herangezogen, um Lachis Hilfe 
zu leisten; aber Josua brachte ihm und seinem Kriegsvolk eine Niederlage 
bei, so da keiner von ihnen entkam.
JOS 10:34 Hierauf zog Josua mit dem gesamten Israel von Lachis nach Eglon; 
und sie belagerten es und erffneten die Feindseligkeiten gegen dasselbe.
JOS 10:35 Und sie nahmen es noch am gleichen Tage ein und eroberten es in 
blutigem Kampf, und an allen Menschen, die darin waren, vollstreckte er 
jenes Tages den Bann, ganz so, wie er mit Lachis verfahren war.
JOS 10:36 Hierauf zog Josua mit dem gesamten Israel von Eglon nach Hebron, 
und sie erffneten die Feindseligkeiten gegen dasselbe,
JOS 10:37 nahmen es ein und eroberten es in blutigem Kampf; und sie 
erschlugen den Knig, zerstrten alle umliegenden Ortschaften und 
erschlugen alle Menschen, die darin waren, so da niemand entkam, ganz so, 
wie er mit Eglon verfahren war. Und er vollstreckte an ihm, sowie an allen 
Menschen, die darin waren, den Bann.
JOS 10:38 Hierauf wandte sich Josua mit dem gesamten Israel gegen Debir 
und erffnete die Feindseligkeiten gegen dasselbe.
JOS 10:39 Und er brachte es samt dem Knig und den umliegenden Ortschaften 
in seine Gewalt. Und sie erschlugen sie und vollstreckten an allen 
Menschen, die darin waren, den Bann, so da keiner entkam, wie er mit 
Hebron verfahren war, ebenso verfuhr er mit Debira und seinem Knige, und 
wie er mit Libna und seinem Knige verfahren war.
JOS 10:40 So eroberte Josua das ganze Land, das bergland, das Sdland, die 
Niederung und die Bergabhnge und alle Knige derselben, so da niemand 
entkam, und an allem, was lebendig war, vollstreckte er den Bann, wie 
Jahwe, der Gott Israels, befohlen hatte.
JOS 10:41 Und Josua besiegte alle, die von Kades Barnea bis Gaza wohnten, 
und das ganze Land Gosen bis Gibeon.
JOS 10:42 Und alle jene Knige und ihr Land nahm Josua mit einem Schlage 
ein; denn Jahwe, der Gott Israels, kmpfte fr Israel.
JOS 10:43 Hierauf kehrte Josua mit dem gesamten Israel ins Lager nach dem 
Gilgal zurck.
JOS 11:1 Als nun Jabin, der Knig von Hazor, davon hrte, sandte er 
Botschaft an Jobab, den Knig von Madon, sowie an den Knig von Simron, 
den Knig von Achsaph
JOS 11:2 und an die Knige, die imm Norden wohnten, im Berglande, sowie in 
der Steppe sdlich von Kinneroth, in der Niederung und auf den Hhen von 
Dor am Meere,
JOS 11:3 die Kanaaniter im Osten und Westen, die Amoriter, Hethiter, 
Pheresiter und Jebusiter auf dem Gebirge und die heviter am Fue des 
Hermon im Lande Mizpa.
JOS 11:4 Die zogen aus mit ihrem gesamten Kriegsheer, eine Volksmenge, so 
zahlreich, wie der Sand am Ufer des Meeres, und mit sehr vielen Rossen und 
Streitwagen.
JOS 11:5 Und alle jene Knige trafen miteinander Verabredung, zogen hin 
und lagerten sich miteinander am Gewsser Merom, um den Israeliten eine 
Schlacht zu liefern.
JOS 11:6 Da sprach Jahwe zu Josua: Frchte dich nicht vor ihnen; denn ich 
werde es fgen, da sie morgen um diese Zeit alle erschlagen vor den 
Israeliten daliegen: ihre Rosse sollst du lhmen und ihre Streitwagen 
verbrennen.
JOS 11:7 Da geriet Josua mit seiner ganzen Streitmacht beim Gewsser Merom 
unversehens ber sie, und sie warfen sich auf sie.
JOS 11:8 Jahwe aber gab sie in die gewalt der Israeliten, und sie schlugen 
sie und verfolgten sie bis Sidon, der groen Stadt, und bis Misrephot 
Majim und bis in die Thalebene von Mizpe im Osten, und sie schlugen sie, 
so da keiner von ihnen entrann.
JOS 11:9 Josua aber verfuhr mit ihnen, wie ihm Jahwe geboten hatte: ihre 
Rosse lhmte er und verbrannte ihre Streitwagen.
JOS 11:10 Zu jener Zeit machte Josua kehrt und nahm Hazor ein und lie 
dessen Knig tten; Hazor war nmlich vormals die Hauptstadt aller jener 
Knigreiche.
JOS 11:11 Und sie erschlugen alle Menschen, die darin waren, indem sie den 
Bann an ihnen vollstreckten; kein lebendes Wesen blieb brig, und Hazor 
lie er verbrennen.
JOS 11:12 Und alle Stdte jener Knige nebst allen ihren Knigen bekam 
Josua in seine Gewalt und brachte sie um und vollstreckte den Bann an 
ihnen, wie Mose der Knecht Jahwes befohlen hatte.
JOS 11:13 Nur alle die Ortschaften, die auf Erhhungen angelegt waren, 
brannten die Israeliten nicht nieder; mit einziger Ausnahme von Hazor, das 
Josua niederbrennen lie.
JOS 11:14 Und alle Beute aus jenen Ortschaften, sowie das Vieh, nahmen die 
Israeliten fr sich; dagegen alle Menschen erschlugen sie und rotteten sie 
aus, indem sie niemanden am Leben lieen.
JOS 11:15 So wie Jahwe seinem Knechte Mose befohlen, so hatte Mose Josua 
befohlen, und so verfuhr Josua, ohne irgend etwas von dem, was Jahwe Mose 
befohlen hatte, zu unterlassen.
JOS 11:16 Und Josua nahm dieses ganze Land ein, das Bergland, das ganze 
Sdland, das ganze Land Gosen, die Niederung und die Steppe, sowie das 
Bergland von Israel und die dazu gehrende Niederung,
JOS 11:17 vom glatten Gebirge an, das gegen Seir ansteigt, bis nach Baal 
Gad im Thale des Libanon am Fue des Hermon; und alle seine Knige bekam 
er in seine Gewalt und er schlug sie und ttete sie.
JOS 11:18 Lange Zeit hindurch fhrte Josua mit jenen Knigen Krieg.
JOS 11:19 Es gab keine Stadt, die sich den Israeliten friedlich unterwarf, 
ausgenommen die der Heviter, der Bewohner von Gibeon; alles eroberten sie 
mit Waffengewalt.
JOS 11:20 Denn von Jahwe war es so gefgt, da er ihren Sinn verhrtete, 
so da sie sich auf den Krieg mit Israel einlieen, damit man ohne Gnade 
den Bann an ihnen vollstrecken und sie ausrotten knne, wie Jahwe Mose 
befohlen hatte.
JOS 11:21 Zu jener zeit zog Josua aus und rottete die Enakiter aus vom 
Gebirge, von Hebron, Dbir und Anab, vom ganzen Gebirge von Juda und dem 
ganzen Gebirge von Israel; und Josua vollstreckte an ihnen sowie an ihren 
Stdten den Bann.
JOS 11:22 Es blieben keine Enakiter im Gebiete der Israeliten brig; blo 
in Gaza, Gath und Asdod hielten sich Reste derselben.
JOS 11:23 Und Josua nahm das ganze Land ein, ganz so, wie Jahwe es Mose 
geboten hatte, und gab es den Israeliten entsprechend ihren Abteilungen, 
nach ihren Stmmen, zum Erbbesitz, und das Land bekam Ruhe vom Kriege.
JOS 12:1 Und dies sind die Knige des Landes, welche die Israeliten 
schlugen und deren Land sie in Besitz nahmen: jenseits des Jordan im Osten 
und das Land vom Arnonflusse bis zum Hermongebirge und die ganze Steppe im 
Osten.
JOS 12:2 Sihon, der Knig der Amoriter, der in Hesbon wohnte und das Land 
von Arver an, das am Ufer des Arnonflusses liegt, und die mitte des Thals 
und die eine Hlfte von Gilead bis an den Flu Jabok, die Grenze der 
Ammoniter, beherrschte.
JOS 12:3 Und die Steppe bis zum See Kinneroth im Osten und bis zum Meere 
der Steppe, dem Salzmeer, im Osten gegen Beth Jesimoth hin und von Theman 
an am Fue der Abhnge des Pisga.
JOS 12:4 Und das Gebiet Ogs, des Knigs von Basan, der zu den berresten 
der Rephaiter gehrte und in Astaroth und Edrei wohnte
JOS 12:5 und ber das Hermongebirge, Salcha und ganz Basan herrschte bis 
zur Grenze der Gesuriter und Maachatiter und ber die Hlfte von Gilead 
bis zur Grenze Sihons, des knigs von Hesbon.
JOS 12:6 Mose, der Knecht Jahwes, und die Israeliten hatten sie besiegt, 
und mose, der Knecht Jahwes, hatte das Land den Rubeniten, Gaditen und dem 
halben Stamm Manasse zum Besitze gegeben.
JOS 12:7 Dies sind die Knige des Landes, welche Josusa und die Israeliten 
jenseits, westlich vom Jordan, besiegten, von Baal Gad im Libanonthal an 
bis zum glatten Gebirge, das gegen Seir ansteigt, und deren Land Josua den 
Stmmen Israels entsprechend ihren Abteilungen zum Besitze verlieh,
JOS 12:8 auf dem Gebirge, in der Niederung, in der Araba, an den 
Bergabhngen, in der Steppe und im Sdlande, das Gebiet der Hethiter, 
Amoriter, Kanaaniter, Pheresiter, Heviter und Jebusiter.
JOS 12:9 Der Knig von Jericho, einer; der Knig von Ai, das neben Bethel 
liegt, einer;
JOS 12:10 der Knig von Jerusalem, einer; der Knig von Hebron, einer;
JOS 12:11 der Knig von Jarmuth, einer; der Knig von Lachis, einer;
JOS 12:12 der Knig von Eglon, einer; der Knig von Geser, einer;
JOS 12:13 der Knig von Debir, einer; der Knig von Geder, einer;
JOS 12:14 der Knig von Horma, einer; der Knig von Arad, einer;
JOS 12:15 der Knig von Libna, einer: der Knig von Adullam, einer;
JOS 12:16 der Knig von Makeda, einer; der Knig von Bethel, einer;
JOS 12:17 der Knig von Thappuah, einer; der Knig von Hepher, einer;
JOS 12:18 der Knig von Aphek, einer; der Knig von Saron, einer;
JOS 12:19 der Knig von Madon, einer; der Knig von Hazor, einer;
JOS 12:20 der Knig von Simron Meron, einer; der Knig von Achsaph, einer;
JOS 12:21 der Knig von Taanach, einer; der Knig von Megiddo, einer;
JOS 12:22 der Knig von Kedes, einer; der Knig von Jokneam am Karmel, 
einer;
JOS 12:23 der Knig von Dor, das zu Naphat Dor gehrt, einer; der Knig 
der Heiden von Gilgal, einer;
JOS 12:24 der Knig von Thirza, einer; - zusammen einunddreiig Knige.
JOS 13:1 Als nun Josua alt und hochbetagt war, sprach Jahwe zu ihm: Du 
bist alt und hochbetagt, aber ein sehr groer Teil des Landes ist noch 
immer nicht in Besitz genommen.
JOS 13:2 Dies ist das Gebiet, das noch brig geblieben ist: Smtliche 
Bezirke der Philister und das ganze Gesur.
JOS 13:3 Vom Sihor an, der stlich von gypten fliet, bis zur nrdlichen 
Grenze von Ekron wird es zum Gebiete der Kanaaniter gerechnet: die fnf 
Frsten der Philister, der von Gaza, der von Asdod, der von Askalon, der 
von Gath und der von Ekron, dazu die Aviter
JOS 13:4 im Sden; ferner das ganze Land der Kanaaniter und Meara, das den 
Sidoniern gehrt, bis Aphek, bis zur Grenze der Amoriter,
JOS 13:5 und das Land der Gibliter, sodann der ganze Libanon im Osten, von 
Baal Gad am Fue des Hermongebirgs bis dahin, wo es nach Hamath hineingeht.
JOS 13:6 Smtliche Bewohner des Gebirgs vom Libanon an bis Misrephoth 
Maim, smtliche Sidonier, werde ich selbst vor den Israeliten austreiben; 
verlose es nur unter die Israeliten zum Erbbesitze, wie ich dir befohlen 
habe.
JOS 13:7 So verteile nun dieses Land an die neun Stmme und den halben 
Stamm Manasse.
JOS 13:8 Mit ihm haben die Rubeniten und die Gaditen ihren Erbbesitz 
empfangen, indem ihnen Mose denselben jenseits, stlich vom Jordan, 
anwies, wie ihn Mose, der Knecht Jahwes, ihnen angewiesen hatte,
JOS 13:9 von Aroer an, das am Ufer des Arnonflusses liegt, und der Stadt 
mitten im Thale, dazu die ganze Ebene - Medeba bis Dibon -,
JOS 13:10 sowie smtliche Stdte des Amoriterknigs Sihon, der zu Hesbon 
herrschte, bis zur Grenze der Ammoniter;
JOS 13:11 ferner Gilead und das Gebiet der Gesuriter und Maachatiter, 
sowie das ganze Hermongebirge und ganz Basan bis Salcha,
JOS 13:12 das gesamte Knigreich Ogs in Basan, der zu Astaroth und Edrei 
herrschte. Derselbe war von den berresten der Rephaiter brig geblieben; 
diese besiegte Mose und vertrieb sie.
JOS 13:13 Dagegen vertrieben die Israeliten nicht die Gesuruter und 
Maachatiter, und so blieben Leute von Gesur und Maachat unter den 
Israeliten wohnen bis auf den heutigen Tag.
JOS 13:14 Nur dem Stamme der Leviten verlieh er keinen Erbbesitz: Jahwe, 
der Gott Israels, - er ist sein Erbbesitz, wie er ihm verheien hat.
JOS 13:15 Und Mose verlieh den einzelnen Geschlechtern des Stammes der 
Rubeniten,
JOS 13:16 und zwar wurde ihnen zu teil das Gebiet von Aroer an, da am 
Ufer des Arnonflusses liegt, und der Stadt mitten im Thale, dazu die ganze 
Ebene bei Medeba,
JOS 13:17 Hesbon und alle zugehrigen Stdte, die in der Ebene liegen, 
Dibon, Bamoth Baal, Beth Baal Meon,
JOS 13:18 Jahza, Kedemoth, Mephaath,
JOS 13:19 Kirjathaim, Sibma, Zereth-Sahar auf dem Berg in der Thalebene,
JOS 13:20 Beth Peor, die Abhnge des Pisga und Beth Jesimoth,
JOS 13:21 ferner alle Stdte in der Ebene und das ganze Knigreich des 
Amoriterknigs Sihon, der zu Hesbon herrschte, den Mose besiegte samt den 
Huptlingen der Midianiter: Evi, Rekem, Zur, Hur und Reba, den im Land 
ansssigen Frsten Sihons.
JOS 13:22 Auch den Wahrsager Bileam, den Sohn Beors, tteten die 
Israeliten zu den brigen von ihnen Erschlagenen hinzu mit dem Schwert.
JOS 13:23 Und die grenze der Rubeniten bildete durchweg der Jordan. Das 
ist der Erbbesitz der einzelnen Geschlechter der Rubeniten, die Stdte und 
die zugehrigen Drfer.
JOS 13:24 Und Mose verlieh dem Stamme Gad, den einzelnen Geschlechtern der 
Gaditen, und zwar wurde ihnen folgendes Gebiet zu teil:
JOS 13:25 Jaeser und smtliche Stdte Gileads und die Hlfte des Landes 
der Ammoriter, bis Aroer, welches stlich von Rabba liegt,
JOS 13:26 und von Hesbon bis Ramath Mizpe und Betonim, und von Mahanaim 
bis zum Gebiet von Lidebir.
JOS 13:27 Ferner in der Thalebene: Beth Haram, Beth Nimra, Suchoth und 
Zaphon, der rest des Knigreichs Sihons, des Knigs von Hesbon, mit dem 
Jordan als Grenze bis zum Ende des Sees Kinnereth, jenseits, stlich vom 
Jordan.
JOS 13:28 Das ist der Erbbesitz der einzelnen Geschlechter der Gaditen, 
die Stdte und die zugehrigen Drfer.
JOS 13:29 Und Mose verlieh dem halben Stamm Manasse, und zwar wurde den 
einzelnen Geschlechtern des halben Stammes manasse Folgendes zu teil.
JOS 13:30 Und es erstreckte sich ihr Gebiet von Mahanaim an ber ganz 
Basan, und smtliche Zeltdrfer Jairs, die in Basan liegen, sechzig Stdte;
JOS 13:31 dazu die Hlfte von Gilead, sowie Astaroth und Edrei, die Stdte 
des Knigreichs Ogs in Basan. Dieses wurde zu teil den Shnen Machirs, des 
Sohnens Manasses, - den einzelnen Geschlechtern der einen Hlfte der Shne 
Machirs.
JOS 13:32 Das sind die Gebiete, die Mose in den Steppen Moabs zum 
Erbbesitz austeilte, jenseits, stlich vom Jordan gegenber Jericho.
JOS 13:33 Dem Stamme der Leviten jedoch verlieh Mose keinen Erbbesitz; 
Jahwe, der Gott Israels, der ist ihr Erbbesitz, wie er ihnen verheien hat.
JOS 14:1 Und dies sind die Gebiete, welche die Israeliten im Lande Kanaan 
zum Erbbesitz erhielten, die ihnen Eleasar, der Priester, und Josua, der 
Sohn Nuns, und die Stammhupter der israelitischen Stmme
JOS 14:2 mittels des Loses zum Erbbesitz austeilten, wie Jahwe durch Mose 
in betreff der neunundeinhalb Stmme befohlen hatte.
JOS 14:3 Denn den zweiundeinhalb Stmmen hatte Mose jenseits des Jordans 
ihren Erbbesitz angewiesen, und den Leviten verlieh er keinen Erbbesitz 
unter ihnen.
JOS 14:4 Denn die Shne Josephs bildeten zwei Stmme, Manasse und Ephraim, 
und den Leviten hatte man keinen Anteil im Lande verliehen, auer Stdte 
zum Wohnen mit den zugehrigen Weidetriften fr ihre Herden und ihre Habe.
JOS 14:5 Wie Jahwe Mose befohlen hatte, so thaten die Israeliten und 
verteilten das Land.
JOS 14:6 Da traten die Juder im Gilgal zu Josua heran, und Kaleb, der 
Sohn Jephunnes, der Kenisiter, sprach zu ihm: Du kennst den Ausspruch, den 
Jahwe gegen Mose, den Mann Gottes, in Bezug auf mich und in Bezug auf dich 
in Kades Barnea gethan hat.
JOS 14:7 Vierzig Jahre war ich alt, als mich Mose, der Knecht Jahwes, von 
Kades Barnea aussandte, um das Land auszukundschaften, und ich brachte ihm 
nach bester berzeugung Bescheid.
JOS 14:8 Meine Volksgenossen aber, die mit mir gezogen waren, benahmen dem 
Volk allen Mut, whrend ich, Jahwe, meinem Gotte, vollen Gehorsam bewies.
JOS 14:9 Jenes Tages that Mose diesen Schwur: Wahrlich, dir und deinen 
Nachkommen soll das Land, das dein Fu betreten hat, fr ewige Zeiten als 
Erbbesitz zufallen, weil du Jahwe, deinem Gott, vollen Gehorsam bewiesen 
hast!
JOS 14:10 Nun hat mich Jahwe, wie du siehst, seiner Verheiung gem am 
Leben erhalten ganz fnfundvierzig Jahre seit der Zeit, wo Jahwe jenen 
Ausspruch gegen Mose gethan hat, whrend welcher Israel in der Steppe 
umhergezogen ist, und so bin ich nun gegenwrtig fnfundachtzig Jahre alt.
JOS 14:11 Noch immer bin ich so rstig, wie damals, als mich Mose 
aussandte; meine Kraft von damals kommt noch heute meine Kraft gleich, 
wenn es gilt, zu kmpfen und aus- und einzuziehen.
JOS 14:12 So verleihe mir nun dieses Bergland, von dem Jahwe jenes Tages 
geredet hat, - du selbst hast ja jenes Tages zugehrt! Denn Enakiter 
finden sich dort und groe, feste Stdte; vielleicht ist Jahwe mit mir, 
da ich sie vertreibe, wie Jahwe verheien hat.
JOS 14:13 Da wnschte ihm Josua Glck und verlieh Kaleb, dem Sohne 
Jephunnes, Hebron zum Erbbesitz.
JOS 14:14 Demgem wurde Hebron Kaleb, dem Sohne Jephunnes, dem Kenisiter, 
bis auf den heutigen Tag als Erbbesitz zu teil, weil er Jahwe, dem Gott 
Israels, vollen Gehorsam bewiesen hatte.
JOS 14:15 Hebron aber hie frher Stadt Arbas; der war der mchtigste Mann 
unter den Enakitern. Und das Land bekam Ruhe vom Kriege.
JOS 15:1 Die einzelnen Geschlechter des Stammes der Juder aber erhielten 
ihren Anteil nach der Grenze Edoms hin, sdwrts nach der Steppe Zin hin, 
im uersten Sden.
JOS 15:2 Und zwar luft ihre Sdgrenze vom Ende des Salzmeers - von der 
nach Sden gewendeten Spitze - aus
JOS 15:3 und setzt sich fort bis sdlich von der Skorpionenstiege hinber 
nach Zin und zieht sich sdlich von Kades Barnea aufwrts hinber nach 
Hezron; sodann zieht sie sich aufwrts nach Adar und wendet sich herum 
nach Karka.
JOS 15:4 Sodann zieht sie sich hinber nach Azmon und setzt sich fort bis 
zum Bach gyptens, bis die grenze am Meere endigt; das soll eure Sdgrenze 
sein.
JOS 15:5 Die Ostgrenze aber bildet das Salzmeer bis zur Mndung des 
Jordan. Und die Grenze nach Norden zu luft aus von der Spitze des Meers, 
von der Mndung des Jordan.
JOS 15:6 Sodann zieht sich die Grenze aufwrts nach Beth Hogla und hinber 
bis nrdlich von Beth Araba. Weiter zieht sich die Grenze aufwrts zum 
Steine Bohans, des Sohnes Rubens.
JOS 15:7 Sodann zieht sich die Grenze aufwrts nach Debir vom Thak Achor 
her und wendet sich nordwrts nach dem Gilgal, welches der Stiege von 
Adummim gegenberliegt, die sich sdwrts vom Bache befindet. Sodann zieht 
sich die Grenze hinber nach dem Wasser von En Semes und luft weiter bis 
zur Quelle Rogel.
JOS 15:8 Sodann zieht sich die Grenze aufwrts ins Thal Ben Hinnom sdlich 
vom Bergrcken der Jebusiter, das ist Jerusalem. Sodann zieht sich die 
Grenze aufwrts auf den Gipfel des Bergs, der westlich vor dem Thale 
hinnom und am nrdlichen Ende der Ebene Rephaim liegt.
JOS 15:9 Vom Gipfel des Bergs aber biegt die Grenze um zur Quelle des 
Wassers von Nephtoah und luft weiter zu den Stdten des Bergs Ephron; 
sodann biegt die Grenz um nach Baala, das ist Kirjath Jearim.
JOS 15:10 Von Baala aber wendet sich die Grenze westwrts zum Berge Seir, 
zieht sich hinber bis nrdlich vom Bergrcken von Har Jearim, das ist 
Kesalon, zieht sich hinab nach Beth Semes und hinber nach Thimna.
JOS 15:11 Sodann luft die Grenze nordwrts weiter bis zum Bergrcken von 
Ekron und die grenze biegt um nach Sichron, zieht sich hinber nach dem 
Berge Baala, luft weiter bis Jabneel, und so endet die Grenze am Meere.
JOS 15:12 Die westgrenze aber bildet durchweg das groe Meer. Das ist die 
Grenze der verschiedenen Geschlechter der Juder ringsum.
JOS 15:13 Kaleb aber, dem Sohne Jephunnes, gab er Anteil unter den Judern 
gem dem Befehle Jahwes an Josua, nmlich die Stadt Arbas, des Vaters 
Enaks, das ist Hebron.
JOS 15:14 Und Kaleb vertrieb von dort die drei Shne Enaks, Sesai, Ahiman 
und Thalmai, die Sprlinge Enaks.
JOS 15:15 Von da zog er gegen die Bewohner von Debir; Debir aber hie 
frher Kirjath Sepher.
JOS 15:16 Und Kaleb verhie: Wer Kirjath Sepher bezwingt und es einnimmt, 
dem will ich meine Tochter Achsa zum Weibe geben!
JOS 15:17 Da nahm es Othniel, der Sohn des Kenas, der Bruder Kalebs, ein, 
und er gab ihm seine Tochter Achsa zum Weibe.
JOS 15:18 Als sie ihm nun zugefhrt wurde, reizte sie ihn an, er mge von 
ihrem Vater ein Feld verlangen. Sie glitt vom Esel herab, so da Kaleb sie 
fragte: Was ist dir?
JOS 15:19 Sie erwiderte: Gieb mir doch ein Abschiedsgeschenk! Denn du hast 
mich nach dem Sdlande vergeben; so gieb mir den Wasserbrunnen! Da gab ihr 
Kaleb Brunnen in der Hhe und Brunnen in der Niederung.
JOS 15:20 Das ist der Erbbesitz der verschiedenen Geschlechter des Stammes 
der Juder.
JOS 15:21 Es waren aber die Stdte am Rande des Stammes der Juder gegen 
die Grenze Edoms hin im Sdlande: Kabzeel, Eder, Jagur,
JOS 15:22 Kina, Dimona, Adada,
JOS 15:23 Kedes, Hazor und Ithnam;
JOS 15:24 Siph, Telem, Bealoth,
JOS 15:25 Hazor, Hadatta und Kerijoth Hezron, das ist Hazor;
JOS 15:26 Amam, Sema, Molada,
JOS 15:27 Hazar, Gadda, Hesmon, Beth Peleth,
JOS 15:28 Hazar Sual, Beerseba und die zugehrigen Ortschaften;
JOS 15:29 Baala, Ijim, Ezem,
JOS 15:30 Eltholad, Kesil, Horma,
JOS 15:31 Ziklag, Madmanna, Sansanna,
JOS 15:32 Lebaoth, Silhim und En Rimmon, ingesamt neunundzwanzig Stdte 
mit den zugehrigen Drfern.
JOS 15:33 In der Niederung: Esthaol, Zorea, Asna,
JOS 15:34 Sanoah und En Gannim, Thappuah und Enam,
JOS 15:35 Jarmuth und Adullam, Socho, Aseka,
JOS 15:36 Saaraim, Adithaim, Gedera und Gederothaim - vierzehn Stdte mit 
den zugehrigen Drfern.
JOS 15:37 Ferner Zenan, Hadasa, Migdal Gad,
JOS 15:38 Dilean, Mizpe und Joktheel;
JOS 15:39 Lachis, Bozkat, Eglon,
JOS 15:40 Kabbon, Lahmas, Kithlis
JOS 15:41 und Gederoth; Beth Dagon, Naama und Makeda - sechszehn Stdte 
mit den zugehrigen Drfern.
JOS 15:42 Ferner Libna, Ether, Asan,
JOS 15:43 Jiphta, Asna, Nezib
JOS 15:44 Kegila, Achsib und Maresa - neun Stdte mit den zugehrigen 
Drfern.
JOS 15:45 Ekron mit den zugehrigen Ortschaften und Drfern.
JOS 15:46 Von Ekron bis zum Meere alles, was zur Seite von Asdod liegt mit 
den zugehrigen Drfern,
JOS 15:47 Asdod mit den zugehrigen Ortschaften und Drfern, Gaza mit den 
zugehrigen Ortschaften und Drfern bis zum Bach gyptens; die Grenze aber 
bildet durchweg das groe Meer.
JOS 15:48 Auf dem Gebirge aber: Samir, Jattir, Socho,
JOS 15:49 Danna, Kirjath Sanna, das ist Debir,
JOS 15:50 Anab, Esthemo, Anim,
JOS 15:51 Gosen, Holon und Gilo - elf Stdte mit den zugehrigen Drfern.
JOS 15:52 Ferner Arab, Duma, Esean,
JOS 15:53 Janum, Beth Thappuah, Apheka,
JOS 15:54 Humta, Kirjath Arba, das ist Hebron und Zior - neun Stdte mit 
den zugehrigen Drfern.
JOS 15:55 Ferner Maon, Karmel, Siph, Juta,
JOS 15:56 Jesreel, Jokdeam, Sanoah,
JOS 15:57 Kain, Gibea und Thimna - zehn Stdte mit den zugehrigen Drfern.
JOS 15:58 Ferner Halhul, Bethzur, Gedor,
JOS 15:59 Maarath, Beth Anoth und Elthekon - sechs Stdte mit den 
zugehrigen Drfern.
JOS 15:60 Ferner Kirjath Baal, das ist Kirjath Jearim, und Rabba - zwei 
Stdte mit den zugehrigen Drfern.
JOS 15:61 In der Steppe: Beth Araba, Middin, Sechara,
JOS 15:62 Nibsan und die Salzstadt und Engedi - sechs Stdte mit den 
zugehrigen Drfern.
JOS 15:63 Was aber die Jebusiter, die Bewohner Jerusalems, anlangt, so 
vermochten die Juder diese nicht zu vertreiben, und so blieben die 
Jebusiter mit den Judern in Jerusalem wohnen bis auf den heutigen Tag.
JOS 16:1 Die Shne Josephs aber erhielten ihren Anteil vom Jordan 
gegenber Jericho, bei dem Wasser Jerichos ostwrts, nach der Steppe zu, 
die sich von Jericho aus hinaufzieht auf das Gebirge nach Bethel.
JOS 16:2 Sodann setzt sich die Grenze fort von Bethel nach Lus, zieht sich 
hinber nach dem Gebiete der Arkiter nach Ataroth,
JOS 16:3 senkt sich westwrts hinab nach dem Gebiete der Japhletiter bis 
zum Gebiete des unteren Beth Horon und bis Geser und endigt am Meere.
JOS 16:4 Und die Shne Josephs, Manasse und Ephraim, erhielten Erbbesitz.
JOS 16:5 Es war aber das Gebiet der verschiedenen Geschlechter der 
Ephraimiten folgendes. Im Osten war die grenze ihres Erbbesitzes Ateroth 
Addar bis zum oberen Beth Horon;
JOS 16:6 sodann setzt sich die Grenze fort bis zum Meere. Im Norden war 
der Grenzpunkt Michmethath; und zwar wendet sich die Grenze ostwrts nach 
Thaanath Silo und zieht sich daran vorber stlich von Janoha.
JOS 16:7 Von Janoha aber zieht sie sich hinab nach Ataroth und Naarath, 
stt an Jericho und endet am Jordan.
JOS 16:8 Von Thappuah aus luft die Grenze westwrts zum Bache Kana und 
endigt am Meere. Das ist der Erbbesitz der verschiedenen Geschlechter des 
Stammes der Ephraimiten.
JOS 16:9 Dazu kamen noch die ephraimitischen Stdte, die abgesondert 
inmitten des Erbbesitzes der Manassiten lagen, smtliche Stdte mit den 
zugehrigen Drfern.
JOS 16:10 Sie vertrieben jedoch nicht die Kanaaniter, die in Geser 
wohnten; so blieben die Kanaaniter inmitten Ephraims wohnen bis auf den 
heutigen Tag und wurden zu dienstbaren Frhnern.
JOS 17:1 Und der Stamm Manasse erhielt seinen Anteil, denn er war der 
Erstgeborne Josephs; Machir, dem Erstgebornen Manasses, dem Vater Gileads, 
wurde Gilead und Basan zu teil, denn er war ein Kriegsmann.
JOS 17:2 Und es erhielten ihren Anteil die brigen Nachkommen Manasses, 
Geschlecht fr Geschlecht: die Nachkommen Abiesers, die Nachkommen Heleks, 
die Nachkommen Asriels, die Nachkommen Sechems, die Nachkommen Hephers und 
die Nachkommen Semidas. Das sind die mnnlichen Nachkommen Manasses, des 
Sohnes Josephs, Geschlecht fr Geschlecht.
JOS 17:3 Zelophhad aber, der Sohn Hephers, des Sohnes Gileads, des Sohnes 
Machirs, des Sohnes manasses, hatte keine Shne, sondern nur Tchter, und 
seine Tchter hieen Mahla, Noa, Hogla, Milka und Thirza.
JOS 17:4 Die traten vor Eleasar, den Priester, und vor Josua, den Sohn 
Nuns, und vor die Frsten und sprachen: Jahwe hat Mose befohlen, uns 
Erbbesitz unter unsern Stammesgenossen zu verleihen. Da verlieh er ihnen 
gem dem Befehle Jahwes Erbbesitz unter den Stammesgenossen ihres Vaters.
JOS 17:5 So entfielen auf Manasse zehn Anteile - abgesehen vom Lande 
Gilead und von Basan, die jenseits des Jordans liegen, -JOS 17:6 weil auch 
die weiblichen Nachkommen Manasses unter seinen mnnlichen Nachkommen 
Erbbesitz erhielten. Das Land Gilead dagegen wurde den brigen Nachkommen 
Manasses zu teil.
JOS 17:7 Es lief aber die grenze Manasses von Asser nach Michmethath, 
welches stlich von Sichem liegt. Sodann zieht sich die Grenze nach rechts 
zu den Bewohner von En Thappuah hin:
JOS 17:8 die Landschaft Thappuah gehrte Manasse, Thappuah dagegen, an der 
Grenze Manasses, den Ephraimiten.
JOS 17:9 Weiter zieht sich die Grenze hinab zum Bache Kana, sdlich vom 
Bache - diese Stdte gehren den Ephraimiten inmitten der Stdte Manasses -
; sodann aber lief die Grenze Manasses nrdlich vom Bach und endigte am 
Meere.
JOS 17:10 Was sdwrts lag, gehrte zu Ephraim, und was nordwrts, zu 
Manasse, und das Meer bildete seine Grenze. Im Norden aber grenzten sie an 
Asser und im Osten an Issachar.
JOS 17:11 Es gehrten aber Manasse in Issachar und in Asser: Beth Sean mit 
den zugehrigen Ortschaften, Jibleam mit den zugehrigen Ortschaften, die 
Bewohner von En Dor mit den zugehrigen Ortschaften, die Bewohner von 
Thaanach mit den zugehrigen Ortschaften und die Bewohner von Megiddo mit 
den zugehrigen Ortschaften, - die drei Hhen.
JOS 17:12 Die Manassiten waren jedoch nicht imstande, die Bewohner der 
genannten Stdte zu vertreiben. So gelang es den Kanaanitern, in dieser 
Gegend wohnen zu bleiben.
JOS 17:13 Als aber die Israeliten erstarckt waren, machten sie die 
Kanaaniter fronpflichtig; aber gnzlich vertrieben sie dieselben nicht.
JOS 17:14 da trugen die Josephiten Josua Folgendes vor: Warum hast du mir 
nur ein Los und einen Anteil zum Erbbesitze verliehen, obschon ich viele 
Leute zhle, da mich Jahwe bisher gesegnet hat?
JOS 17:15 Josua erwiderte ihnen: Wenn du zu viele Leute zhlst, so ziehe 
doch hinauf ins Waldgebirge und rode dir dort im Lande der Pheresiter und 
Rephaiter aus, falls dir das gebirge Ephraim zu eng ist!
JOS 17:16 Da sprachen die Josephiten: Das Gebirge reicht fr uns nicht 
aus; alle Kanaaniter aber, die in der Thalebene wohnen, besitzen eiserne 
Wagen: so die, welche in Beth Sean und den zugehrigen Ortschaften, und 
die, welche in der Ebene Jesreel wohnen.
JOS 17:17 Da sprach Josua zum Hause Josephs, zu Ephraim und zu Manasse, 
also: Du zhlst viele Leute und besitzest groe Macht; so wird es fr dich 
nicht bei einem Lose bleiben.
JOS 17:18 Denn ein Bergland wird dir zu teil: wenn es Wald ist, so mut du 
ihn ausroden; so werden dir dann auch die angrenzenden Gebiete zufallen. 
Denn du mut die Kanaaniter vertreiben, weil sie eiserne Wagen haben und 
stark sind.
JOS 18:1 Und die ganze Gemeinde der Israeliten versammelte sich nach Silo; 
daselbst richteten sie das Offenbarungszelt auf, indem ihnen das Land 
unterworfen war.
JOS 18:2 Es waren aber unter den Israeliten noch sieben Stmme brig, die 
ihren Erbbesitz noch nicht verteilt hatten.
JOS 18:3 da sprach Josua zu den Israeliten: Wie lange wollt ihr euch 
lssig zeigen, da ihr nicht hingeht, um das Land in Besitz zu nehmen, das 
euch Jahwe, der Gott eurer Vter, verliehen hat?
JOS 18:4 Bringt drei Mnner von jedem Stamme, so will ich sie aussenden, 
damit sie sich aufmachen und im Land umherziehen, es mit Rcksicht auf 
ihren Bedarf an Erbbesitz schriftlich aufnehmen und wieder zu mir kommen;
JOS 18:5 alsdann mgen sie sieben Teile machen und es unter sich 
verteilen. Juda behlt sein Gebiet im Sden, und das Haus Josephs behlt 
sein Gebiet im Norden.
JOS 18:6 Ihr aber sollt das Land, nachdem ihr es in sieben Teile zerlegt 
habt, schriftlich aufnehmen und mir die Aufzeichnungen hierher bringen, 
damit ich hier vor Jahwe, unserem Gotte, das Los fr euch werfe.
JOS 18:7 Denn die Leviten erhalten keinen Anteil unter euch, vielmehr ist 
das Priestertum Jahwes ihr Erbbesitz. Gad aber und Ruben und der halbe 
Stamm Manasse haben ihren Erbbesitz jenseits, stlich vom Jordan, 
empfangen, indem ihnen Mose, der Knecht Jahwes, denselben angewiesen hat.
JOS 18:8 Da machten sich die Mnner auf und zogen von dannen, und Josua 
gab den Ausziehenden Anweisung, das Land schriftlich aufzunehmen, indem er 
sprach: Geht hin, zieht im Land umher, nehmt es schriftlich auf, und kommt 
wieder zu mir; so will ich dann hier vor Jahwe in Silo das Los fr euch 
werfen.
JOS 18:9 Da gingen die Mnner hin, durchzogen das Land und nahmen es in 
sieben TeilenStadt fr Stadt schriftlich auf in ein Buch; sodann kamen sie 
zu Josua ins Lager nach Silo.
JOS 18:10 Da warf Josua zu Silo vor Jahwe das Los fr sie, und Josua 
teilte dort den Israeliten das Land aus, so wie es ihren Abteilungen 
entsprach.
JOS 18:11 Da kam heraus das Los fr die verschiedenen Geschlechter des 
Stammes der Benjaminiten, und zwar kam das Gebiet, das ihnen durch das Los 
zufiel, zwischen die Juder und die Josephiten zu liegen.
JOS 18:12 Es geht aber ihre Grenze auf der Nordseite vom Jordan aus. 
Sodann zieht sich die Grenze aufwrts zu dem Bergrcken nrdlich von 
Jericho und weiter hinauf auf das Gebirge nach Westen zu und luft aus 
nach der Steppe von Beth Aven zu.
JOS 18:13 Von da zieht sich die Grenze hinber nach Lus auf die Sdseite 
des Bergrckens von Lus, das ist Bethel; sodann zieht sich die Grenze 
hinab nach Ateroth. Addar auf den Berg, der sdlich vom unteren Beth Horon 
liegt.
JOS 18:14 Sodann biegt die Grenze um und wendet sich auf ihrer Westseite 
von dem Berge aus, der sdlich vor Beth Horon liegt, sdwrts und luft 
aus nach Kirjath Baal, das ist die judische Stadt Kirjath Jearim. Das ist 
die Westseite.
JOS 18:15 Die Sdseite aber geht aus von der Grenze von Kirjath Jearim; 
sodann setzt sich die Grenze fort nach Westen und setzt sich fort zur 
Quelle des Wassers von Nephthoah.
JOS 18:16 Sodann zieht sich die Grenze hinab bis ans Ende des Bergs, der 
stlich vom Thale Ben Hinnom und der auf der Nordseite der Ebene Rephaim 
liegt. Sodann zieht sie sich hinab ins Thal Hinnom sdlich vom Bergrcken 
der Jebusiter und weiter hinab zur Quelle Rogel.
JOS 18:17 Hierauf biegt sie um nach Norden und setzt sich fort nach En 
Semes und weiter bis Geliloth, welches der Stiege von Adummin gegenber 
liegt. Sodann zieht sie sich hinab zum Steine Bohans, des Sohnes Rubens,
JOS 18:18 hinber zu dem Bergrcken, der nordwrts der Araba gegenber 
liegt; sodann zieht sie sich hinab in die Araba.
JOS 18:19 Sodann zieht sich die Grenze hinber bis nrdlich vom Bergrcken 
von Beth Hogla und die Grenze endigt an der Nordspitze des Salzmeers, am 
sdlichen Ende des Jordan. das ist die Sdgrenze.
JOS 18:20 Auf der Ostseite aber bildet der Jordan die Grenze. Das sind die 
Grenzen rings um den Erbbesitz der verschiedenen Geschlechter der 
Benjaminiten.
JOS 18:21 Die Stdte der verschiedenen Geschlechter des Stammes der 
Benjaminiten aber sind: Jericho, Beth Hogla, Emek Keziz,
JOS 18:22 Beth Araba, Zemaraim, Bethel,
JOS 18:23 Avim, Hapara, Ophra,
JOS 18:24 Kephar Ammoni, Ophni, Geba - zwlf Stdte mit den zugehrigen 
Drfern.
JOS 18:25 Gibeon, Rama, Beeroth,
JOS 18:26 Mizpe, Kephira, Moza,
JOS 18:27 Rekem, Jirpeel, Tharala,
JOS 18:28 Zela, Eleph und die Jebusiterstadt, das ist Jerusalem, Gibeath 
und Kirjath - vierzehn Stdte mit den zugehrigen Drfern. Das ist der 
Erbbesitz der verschiedenen Geschlechter der Benjaminiten.
JOS 19:1 Das zweite Los aber kam heraus fr Simeon, fr die verschiedenen 
Geschlechter des Stammes der Simeoniten. Und zwar lag ihr Erbbesitz 
inmitten des Erbbesitzes der Juder.
JOS 19:2 Sie erhielten aber zum Erbbesitze: Beerseba, Molada,
JOS 19:3 Hazar Sual, Bala, Ezem,
JOS 19:4 Eltholad, Bethul, Horma,
JOS 19:5 Ziklag, Beth Markaboth, Hazar Susa,
JOS 19:6 Beth Lebaoth und Saruhen - dreizehn Stdte mit den zugehrigen 
Drfern;
JOS 19:7 En Rimmon, Ether, und Asan - vier Stdt mit den zugehrigen 
Drfern;
JOS 19:8 dazu alle die Drfer, die rings um die genannten Stdte lagen bis 
Baalath Beer, dem Rama des Sdlands. Das ist der Erbbesitz der 
verschiedenen Geschlechter des Stammes der Simeoniten.
JOS 19:9 Vom Anteile der Juder war der Erbbesitz der Simeoniten genommen. 
Denn der Anteil der Juder war fr diese zu gro, und so erhielten die 
Simeoniten Erbbesitz inmitten ihres Erbbesitzes.
JOS 19:10 Das dritte Los aber kam heraus fr die verschiedenen 
Geschlechter der Sebuloniten, und der Bereich ihres Erbbesitzes erstreckte 
sich bis Sarid.
JOS 19:11 Und nach Westen zu zieht sich ihre Grenze aufwrts nach Marela, 
berhrt Dabbeseth und stt an den Bach, der stlich von Jokneam fliet.
JOS 19:12 Dagegen, nach Osten, nach Sonnenaufgang, zu wendet sie sich von 
Sarid nach dem Gebiete von Kisloth Thabor, setzt sich fort nach Daberath 
und zieht sich aufwrts nach Japhia.
JOS 19:13 Von da zieht sie sich nach Osten, gegen Sonnenaufgang, hinber 
nach Gad Hepher, nach Eth Kazin, setzt sich fort nach Rimmona und biegt um 
nach Nea.
JOS 19:14 Sodann wendet sich die Grenze um dasselbe herum nrdlich von 
Hannathon und endigt im Thale von Jiphta-El.
JOS 19:15 ...Katath, Nahalal, Simron, Jidala und Bethlehem - zwlf Stdte 
mit den zugehrigen Drfern.
JOS 19:16 Das ist der Erbbesitz der verschiedenen Geschlechter der 
Sebuloniten: die genannten Stdte mit den zugehrigen Drfern.
JOS 19:17 Fr Issachar kam das vierte Los heraus, fr die verschiedenen 
Geschlechter der Issachariten.
JOS 19:18 Und ihr Gebiet erstreckte sich ber Jesreel, Kesulloth, Sunem,
JOS 19:19 Hapharaim, Sion, Anaharath,
JOS 19:20 Rabbith, Kisjon, Ebez,
JOS 19:21 Remeth, En Gannim, En Hadda und Beth Pazzez.
JOS 19:22 Und die Grenze berhrt Thabor, Sahazima und Beth Semes und ihre 
Grenze endigt am Jordan - sechzehn Stdte mit den zugehrigen Drfern.
JOS 19:23 Das ist der Erbbesitz der verschiedenen Geschlechter des Stammes 
der Issachariten, die Stdte mit den zugehrigen Drfern.
JOS 19:24 Das fnfte Los aber kam heraus fr die verschiedenen 
Geschlechter des Stammes der Asseriten.
JOS 19:25 Und ihr Gebiet erstreckte sich ber Helkath, Hali, Beten, 
Achsaph,
JOS 19:26 Allammelech, Amead und Miseal und stt an den Karmel am Meer 
und an den Sihor von Libnath.
JOS 19:27 Sodann wendet sich die Grenze nach Sonnenaufgang nach Beth 
Dagon, berhrt Sebulon und das Thal Jiphthah-El im Norden, Beth Emek und 
Regiel und setzt sich nordwrts fort nach Kabul,
JOS 19:28 Ebron, Rehob, Ammon und Kana bis zur groen Stadt Sidon.
JOS 19:29 Sodann wendet sich die Grenze zurck bis nach Rama und bis zur 
festen Stadt Tyrus. Sodann wendet sich die Grenze nach Hos und ihre 
Auslufer sind das Meer, Mahleb, Achsib,
JOS 19:30 Akko, Aphek und Rehob - zweiundzwanzig Stdte mit den 
zugehrigen Drfern.
JOS 19:31 Das ist der Erbbesitz der verschiedenen Geschlechter des Stammes 
der Asseriten: die genannten Stdte mit den zugehrigen Drfern.
JOS 19:32 Fr die Naphthaliten kam das sechste Los heraus, fr die 
verschiedenen Geschlechter der Naphthaliten.
JOS 19:33 Und ihre Grenze lief von Heleph, von den Terebinthen bei 
Zaanannim, Adami Nekeb und Jabneel an bis Lakkum und endigte am Jordan.
JOS 19:34 Sodann wendet sich die Grenze westwrts nach Asnoth Thabor und 
von da setzt sie sich fort nach Hukkok, stt nach Sden zu an Sebulon und 
an Asser stt sie nach Westen zu und an Juda, whrend der Jordan im Osten 
fliet.
JOS 19:35 Und feste Stdte waren: Ziddim, Zer, Hammath, Rakkath, Kinnereth,
JOS 19:36 Adama; Rama; Hazor;
JOS 19:37 Kedes, Edrei, En Hazor,
JOS 19:38 Jireon, Migdal El, Horem, Beth Annath und Beth Semes - neunzehn 
Stdte mit den zugehrigen Drfern.
JOS 19:39 Das ist der Erbbesitz der verschiedenen Geschlechter des Stammes 
der Naphthaliten: die Stdte mit den zugehrigen Drfern.
JOS 19:40 Fr die verschiedenen Geschlechter des Stammes der Daniten kam 
das siebente Los heraus.
JOS 19:41 Und der Bereich ihres Erbbesitzes erstreckte sich ber Zorea, 
Esthaol, Ir Semes,
JOS 19:42 Saalabin, Ajalon, Jithla,
JOS 19:43 Elon, Thimnath, Ekron,
JOS 19:44 Eltheke, Gibbethon, Baalath,
JOS 19:45 Jehud, Bene Barak, Gath Rimmon,
JOS 19:46 Me Jarkon und Rakkon samt dem Gebiete gegen Japho hin....
JOS 19:47 So ging das Gebiet der Daniten fr sie verloren. da zogen die 
Daniten hin und kmpften mit Lesem, eroberten es und bezwangen es in 
blutigem Kampfe; sodann nahmen sie es in Besitz und lieen sich darin 
nieder und nannten Lesem Dan nach dem Namen ihres Ahnherrn Dan.
JOS 19:48 Das ist der Erbbesitz der verschiedenen Geschlechter des Stammes 
der Daniten: die genannten Stdte mit den zugehrigen Drfern.
JOS 19:49 Als sie nun die Verteilung des Landes nach seiner ganzen 
Ausdehnung beendigt hatten, verliehen die Israeliten Josua, dem Sohne 
Nuns, Erbbesitz in ihrer Mitte.
JOS 19:50 Nach dem Geheie Jahwes verliehen sie ihm die Stadt, die er 
erbeten hatte, Thimnath Serah auf dem Gebirge Ephraim. Und er befestigte 
die Stadt und lie sich darin nieder.
JOS 19:51 Das sind die Erbteile, die Eleasar, der Priester, und Josua, der 
Sohn Nuns, und die Stammhupter der israelitischen Stmme zu Silo vor 
Jahwe, an der Thre des Offenbarungszeltes, mittels des Loses austeilten. 
Und so hatten sie die Verteilung des Landes beendigt.
JOS 20:1 Und Jahwe redete mit Josua also:
JOS 20:2 Rede mit den Israeliten also: Bestimmt die Zufluchtsstdte, von 
denen ich euch durch Mose gesagt habe,
JOS 20:3 da ein Totschlger - wer unvorstzlich, unversehens, einen 
Menschen gettet hat - sich dorthin flchten soll, damit sie euch als 
Zuflucht vor dem Blutrcher dienen.
JOS 20:4 Und zwar soll er in eine dieser Stdte fliehen, an den Eingang 
des Stadtthors treten und seine Angelegenheit den Vornehmsten der 
betreffenden Stadt vortragen. Sodann sollen sie ihn zu sich in die Stadt 
aufnehmen und ihm Raum gewhren, da er bei ihnen wohnen bleibe.
JOS 20:5 Und wenn ihm der Blutrcher nachsetzt, so drfen sie ihm den 
Totschlger nicht ausliefern, weil er seinen Nchsten unwissentlich 
gettet hat, ohne, da er ihm von frher her feind war.
JOS 20:6 Und er soll in selbiger Stadt bleiben, bis er zum Behufe seiner 
Aburteilung vor der Gemeinde gestanden hat - bis zum Tode des 
Hohenpriesters, der zu dieser Zeit vorhanden sein wird. Alsdann mag der 
Totschlger wieder in seine Stadt und sein Haus, die Stadt, aus der er 
geflohen war, zurckkehren.
JOS 20:7 Da weihten sie Kedes im Galil auf dem Gebirge Naphthali und 
Sichem auf dem Gebirge Ephraim und Kirjat Arba, das ist Hebron, auf dem 
Gebirge Juda.
JOS 20:8 Und jenseits des Jordans gegenber Jericho im Osten traten sie 
Bezer in der Steppe, in der Ebene, vom Stamme Ruben ab und Ramoth in 
Gilead vom Stamme Gad und Golan in Basan vom Stamme Manasse.
JOS 20:9 Das waren die Stdte, die fr alle Israeliten und die Fremdlinge, 
die unter ihnen weilten, festgesetzt waren, da alle, die dorthin fliehen 
sollten, die einen Menschen unvorstzlich tten wrden, damit sie nicht 
durch den Blutrcher umgebracht wrden, ehe sie vor der Gemeinde gestanden 
htten.
JOS 21:1 Da traten die Familienhupter der Leviten zu Eleasar, dem 
Priester, und zu Josua, dem Sohne Nuns, und zu den Stammhuptern der 
israelitischen Stmme
JOS 21:2 und sprachen zu ihnen in Silo im Lande Kanaan also: Jahwe hat 
durch Mose befohlen, uns Stdte zu Wohnsitzen und die zugehrigen 
Weidetriften fr unser Vieh abzutreten.
JOS 21:3 Da bergaben die Israeliten auf das Gehei Jahwes den Leviten von 
ihrem Erbbesitze die nachfolgenden Stdte samt den zugehrigen 
Weidetriften.
JOS 21:4 Und es kam das Los fr die Geschlechter der Kahathiter heraus; 
und zwar erhielten unter den Leviten die Nachkommen Aarons, des Priesters, 
vom Stamme Juda und vom Stamme der Simeoniten und vom Stamme Benjamin 
durch das Los dreizehn Stdte.
JOS 21:5 Die brigen Nachkommen Kahaths aber erhielten von den 
Geschlechtern des Stammes Ephraim und vom Stamme Dan und vom halben Stamm 
Manasse durch das Los zehn Stdte.
JOS 21:6 Die Nachkommen Gersons erhielten von den Geschlechtern des 
Stammes Issachar und vom Stamme Asser und vom Stamme Naphthali und vom 
halben Stamm Manasse in Basan durch das Los dreizehn Stdte.
JOS 21:7 Die verschiedenen Geschlechter der Nachkommen Meraris erhielten 
vom Stamme Ruben und vom Stamme Gad und vom Stamme Sebulon zwlf Stdte.
JOS 21:8 Und zwar bergaben die Israeliten den Leviten die erwhnten 
Stdte samt den zugehrigen Weidetriften auf Grund des Loses, wie Jahwe 
durch Mose befohlen hatte.
JOS 21:9 Sie traten aber vom Stamme der Juder und vom Stamme der 
Simeoniten folgende namentlich benannte Stdte ab.
JOS 21:10 Von den Geschlechtern der Kahathiter unter den Nachkommen Levis 
erhielten die Nachkommen Aarons - denn auf sie fiel zuerst das Los -,
JOS 21:11 und man trat ihnen ab die Stadt Arbas, des Vaters Enaks, das ist 
Hebron, auf dem Gebirge Juda samt den zugehrigen Weidetriften rings um 
sie her.
JOS 21:12 Die zu der Stadt gehrenden cker aber und die zugehrigen 
Drfer bergaben sie Kaleb, dem Sohne Jephunnes, als ihm zufallenden 
Erbbesitz.
JOS 21:13 Den Nachkommen Aarons, des Priesters, aber bergaben sie die 
Zufluchtsstadt fr Totschlger, Hebron, samt den zugehrigen Weidetriften, 
Libna samt den zugehrigen Weidetriften,
JOS 21:14 Jattir samt den zugehrigen Weidetriften, Esthemoa samt den 
zugehrigen Weidetriften,
JOS 21:15 Holon samt den zugehrigen Weidetriften, Debir samt den 
zugehrigen Weidetriften,
JOS 21:16 Asan samt den zugehrigen Weidetriften, Jutta samt den 
zugehrigen Weidetriften und Beth Semes samt den zugehrigen Weidetriften -
 neun Stdte von seiten der genannten beiden Stmme.
JOS 21:17 Und vom Stamme Benjamin: Gibeon samt den zugehrigen 
Weidetriften, Geba samt den zugehrigen Weidetriften,
JOS 21:18 Anathoth samt den zugehrigen Weidetriften und Almon samt den 
zugehrigen Weidetriften - vier Stdte.
JOS 21:19 Es erhielten somit die Nachkommen Aarons, die Priester, 
insgesamt dreizehn Stdte samt den zugehrigen Weidetriften.
JOS 21:20 Und was die Geschlechter der zu den Leviten zhlenden Nachkommen 
Kahaths, betrifft, so wurden die Stdte, die ihnen durch das Los zufielen, 
vom Stamme Ephraim abgetreten.
JOS 21:21 Und zwar trat man ihnen ab: die Zufluchtsstadt fr Totschlger, 
Sichem, samt den zugehrigen Weidetriften, auf dem Gebirge Ephraim, Geser 
samt den zugehrigen Weidetriften,
JOS 21:22 Kibzaim samt den zugehrigen Weidetriften, und Beth Horon samt 
den zugehrigen Weidetriften - vier Stdte.
JOS 21:23 Und vom Stamme Dan: Eltheke samt den zugehrigen Weidetriften, 
Gibbethon samt den zugehrigen Weidetriften,
JOS 21:24 Ajalon samt den zugehrigen Weidetriften und Gath Rimmon samt 
den zugehrigen Weidetriften - vier Stdte.
JOS 21:25 Und vom halben Stamme Manasse: Thaanach samt den zugehrigen 
Weidetriften und Jibleam samt den zugehrigen Weidetriften - zwei Stdte.
JOS 21:26 Es erhielten somit die Geschlechter der brigen Nachkommen 
Kahaths insgesamt zehn Stdte samt den zugehrigen Weidetriften.
JOS 21:27 Weiter erhielten unter den Geschlechtern der Leviten die 
Nachkommen Gersons vom halben Stamm Manasse: die Zufluchtsstadt fr 
Totschlger, Golan in Basan, samt den zugehrigen Weidetriften und 
Beesthera samt den zugehrigen Weidetriften - zwei Stdte.
JOS 21:28 Und vom Stamme Issachar Kisjon samt den zugehrigen 
Weidetriften, Daberath samt den zugehrigen Weidetriften,
JOS 21:29 Jarmuth samt den zugehrigen Weidetriften und En Gannim samt den 
zugehrigen Weidetriften - vier Stdte.
JOS 21:30 Und vom Stamme Asser: Miseal samt den zugehrigen Weidetriften 
und Rehob samt den zugehrigen Weidetriften,
JOS 21:31 Helkath samt den zugehrigen Weidetriften und Rehob samt den 
zugehrigen Weidetriften - vier Stdte.
JOS 21:32 Und vom Stamme Naphtali: die Zufluchtstadt fr Totschlger, 
Kedes im Galil, samt den zugehrigen Weidetriften, Hammoth Dor samt den 
zugehrigen Weidetriften und Karthan samt den zugehrigen Weidetriften - 
drei Stdte.
JOS 21:33 Es erhielten somit die verschiedenen Geschlechter der Gersoniter 
insgesamt dreizehn Stdte samt den zugehrigen Weidetriften.
JOS 21:34 Die Geschlechter der Nachkommen Meraris aber, der noch brigen 
Leviten, erhielten vom Stamme Sebulon: Jokneam samt den zugehrigen 
Weidetriften, Kartha samt den zugehrigen Weidetriften,
JOS 21:35 Dimna samt den zugehrigen Weidetriften und Nahalal samt den 
zugehrigen Weidetriften - vier Stdte.
JOS 21:36 Und vom Stamme Ruben: die Zufluchtstadt fr Totschlger, Bezer 
in der Steppe, samt den zugehrigen Weidetriften, Jahza samt den 
zugehrigen Weidetriften,
JOS 21:37 Kedemoth samt den zugehrigen Weidetriften und Mephaat samt den 
zugehrigen Weidetriften - vier Stdte.
JOS 21:38 Und vom Stamme Gad: die Zufluchtstadt fr Totschlger, Ramoth in 
Gilead, samt den zugehrigen Weidetriften, Mahanaim samt den zugehrigen 
Weidetriften,
JOS 21:39 Hesbon samt den zugehrigenWeidetriften und Jaeser samt den 
zugehrigen Weidetriften - insgesamt vier Stdte.
JOS 21:40 So erhielten die verschiedenen Geschlechter der Nachkommen 
Meraris, die noch brig waren von den Geschlechtern der Leviten, als 
Anteil, der ihnen durch das Los zufiel, insgesamt zwlf Stdte.
JOS 21:41 Es waren also der Levitenstdte inmitten des Erbbesitzes der 
Israeliten achtundvierzig samt den zugehrigen Weidetriften rings um sie 
her; dies gilt von allen den genannten Stdten.
JOS 21:42 Es bestanden aber die genannten Stdte jedesmal in einer Stadt 
und den zugehrigen Weidetriften rings um sie her; dies gilt von allen den 
genannten Stdten.
JOS 21:43 Und Jahwe verlieh Israel das ganze Land, dessen verleihun er 
ihremn Vtern eidlich verheien hatte, und sie nahmen es in Besitz und 
siedelten sich darin an.
JOS 21:44 Und Jahwe verschaffte ihnen ringsum Ruhe, ganz wie er ihren 
Vtern geschworen hatte. Keiner von allen ihren Feinden hielt gegen sie 
stand; Jahwe gab alle ihre Feinde in ihre Gewalt.
JOS 21:45 Von allen den Verheiungen, die Jahwe dem Hause Israel gegeben 
hatte, war keine hinfllig geworden: alles war in Erfllung gegangen.
JOS 22:1 Damals berief Josua die Rubeniten und Gaditen und den halben 
Stamm Manasse
JOS 22:2 und sprach zu ihnen: Ihr habt alles beobachtet, was euch Mose, 
der Knecht Jahwes, befohlen hat, und habt meiner Stimme gehorcht in 
betreff alles dessen, was ich euch befohlen habe.
JOS 22:3 Eine so lange Zeit hindurch bis auf diesen Tag habt ihr eure 
Volksgenossen nicht im Stiche gelassen und den befehl Jahwes, eures 
Gottes, treulich beobachtet.
JOS 22:4 Nun aber hat Jahwe, euer Gott, euren Volksgenossen Ruhe 
verschafft, wie er ihnen verheien hatte; so kehrt nun wieder nach Hause 
zurck, dahin, wo euer Erbbesitz liegt, den euch Mose, der Knecht Jahwes, 
jenseits des Jordans angewiesen hat.
JOS 22:5 Nur seid eifrig bedacht, dem Befehl und der Weisung nachzukommen 
die euch Mose, der Knecht Jahwes, gegeben hat, da ihr Jahwe, euren Gott, 
lieben und immerdar auf seinen Wegen wandeln, da ihr seine Gebote 
beobachten, ihm anhangen und ihm von ganzen Herzen und von ganzer Seele 
dienen sollt!
JOS 22:6 Und Josua verabschiedete sie mit Segenswnschen und entlie sie, 
und sie kehrten nach Hause zurck.
JOS 22:7 Der einen Hlfte des Stammes Manasse hatte Mose in Basan 
Landbesitz angewiesen; der andern Hlfte aber hatte Josua bei ihren 
Volksgenossen auf der Westseite des Jordans Landbesitz angewiesen. Als nun 
Josua sie nach Hause entlassen und mit Segenswnschen verabschiedet hatte,
JOS 22:8 kehrten sie mit vielen Schtzen und einem sehr groen Viehstand, 
mit Silber und Gold, Kupfer und Eisen und sehr zahlreichen Gewndern nach 
Hause zurck und teilten mit ihren Volksgenossen, was sie von ihren 
Feinden erbeutet hatten.
JOS 22:9 Da kehrten die Rubeniten, Gaditen und der halbe Stamm Manasse um 
und zogen hinweg von den brigen Israeliten, von Silo, das im Lande Kanaan 
liegt, um sich ins Land Gilead zu begeben, dahin, wo ihr Erbbesitz lag, wo 
sie nach dem durch Mose ergangenen befehle Jahwes ansssig geworden waren.
JOS 22:10 Als sie nun zu den Geliloth am Jordan gelangt waren, die sich 
noch im Lande Kanaan befinden, da errichteten die Rubeniten und Gaditen 
und der halbe Stamm Manasse dort am Jordan einen Altar, einen ansehnlichen 
Altar.
JOS 22:11 da vernahmen die Israeliten die Kunde: die Rubeniten und Gaditen 
und der halbe Stamm Manasse haben den Altar gegenber dem Lande Kanaan in 
den Gelioth des Jordans, in dem Gebiete jenseits von den Israeliten 
errichtet.
JOS 22:12 Als das die Israeliten hrten, da versammelte sich die ganze 
gemeinde der Israelietn nach Silo, um gegen sie zu Felde zu ziehen.
JOS 22:13 Hierauf sandten die Israeliten an die Rubeniten, die Gaditen und 
den halben Stamm Manasse ins Land Gilead Pinehas, den Sohn Eleasars, des 
Priesters,
JOS 22:14 nebst zehn Frsten, je einem Frsten von jedem Stamme von 
smtlichen Stmmen Israels; jeder derselben war Oberhaupt der zu seinem 
Stamme gehrenden Familien unter den Tausendschaften Israels.
JOS 22:15 Als sie nun zu den Rubeniten und Gaditen und dem halben Stamm 
Manasse ins Land Gilead gelangt waren, redeten sie also mit ihnen:
JOS 22:16 So lot die ganze Gemeinde Jahwes sagen: Was bedeutet diese 
Untreue, die ihr gegen den Gott Israels verbt habt, da ihr euch heute 
von Jahwe abwendet, indem ihr euch einen Altar errichtet, da ihr euch 
heute gegen Jahwe emprt?
JOS 22:17 Haben wir noch nicht genug an der Verschuldung in betreffs 
Peors, von der wir uns bis auf den heutigen Tag noch nicht gereinigt 
haben, und um deretwillen die Plage kam ber die Gemeinde Jahwes?
JOS 22:18 Und ihr wollt euch dennoch heute von Jahwe abwenden? da kann es 
nicht ausbleiben: ihr emprt euch heute gegen Jahwe, und morgen wird sich 
sein Zorn ber die ganze Gemeinde Israel entladen!
JOS 22:19 Wenn brigens das Land, das ihr zum Erbbesitz erhalten habt, 
unrein ist, so zieht doch hinber in das Land, das Jahwe zu eigen gehrt, 
woselbst die Wohnung Jahwes aufgeschlagen ist, und werdet unter uns 
ansssig. Gegen Jahwe aber drft ihr euch nicht empren und gegen uns 
drft ihr euch nicht empren, indem ihr euch auer dem Altar Jahwes, 
unseres Gottes, noch einen besonderen Altar errichtet.
JOS 22:20 Ist etwa nicht, als sich Achan, der Sohn Serahs, treuloserweise 
an dem Gebannten vergriff, ein Zorn ber die ganze Gemeinde Israel 
gekommen, so da er keineswegs allein um seiner Verschuldung willen 
sterben mute?
JOS 22:21 da antworteten die Rubeniten und Gaditen und der halbe Stamm 
Manasse und sprachen zu den Huptern der Tausendschaften Israels:
JOS 22:22 Der Starke, Gott, Jahwe - der Starke, Gott, Jahwe, er wei es, 
und Israel soll es wissen: Wenn es in Emprung oder in Untreue gegen Jahwe 
- mchtest du uns dann noch heute deine Hilfe entziehen! - geschehen ist,
JOS 22:23 da wir uns einen Altar errichtet haben, um uns von Jahwe 
abzuwenden; wenn zu dem Zweck, um Brandopfer und Speisopfer darauf 
darzubringen oder um Heilsopfer darauf herzurichten, so mge Jahwe selbst 
es ahnden!
JOS 22:24 Vielmehr nur aus Besorgnis vor einem mglichen Ereignis haben 
wir es gethan, weil wir nmlich dachten, eure Nachkommen knnten knftig 
zu unseren Nachkommen sprechen: Was geht euch Jahwe, der Gott Israels, an?
JOS 22:25 Hat doch Jahwe den Jordan zur Grenze zwischen uns und euch 
Rubeniten und Gaditen bestimmt; ihr habt keinen Anteil an Jahwe! Und so 
knnten eure Nachkommen unsere Nachkommen davon abbringen, Jahwe zu 
verehren.
JOS 22:26 Darum beschlossen wir: Wir wollen uns doch ein Zeugnis machen, 
indem wir den Altar errichten; nicht zum Zwecke von Brandopfern oder von 
Schlachtopfern,
JOS 22:27 sondern Zeuge soll er sein sowohl fr uns, wie fr euch und fr 
unsere Nachkommen, da wir der verehrung Jahwes vor seinem Angesicht 
obliegen wollen mit unseren Brandopfern, unseren Schlachtopfern und 
unseren Heilsopfern, und da eure Nachkommen knftig nicht zu unseren 
Nachkommen sprechen knnen: Ihr habt keinen Anteil an Jahwe!
JOS 22:28 Wir dachten: wenn sie etwa knftig so zu uns oder zu unseren 
Nachkommen sprechen sollten, so wollen wir sagen: Betrachtet das Modell 
des Jahwe-Altars, den unsere Vter errichtet haben, nicht zum Zwecke von 
Brandopfern oder von Schlachtopfern, sondern Zeuge sollte er sein sowohl 
fr uns, wie fr euch.
JOS 22:29 Ferne sei es von uns, da wir uns gegen Jahwe empren und uns 
heute von Jahwe abwenden sollten, indem wir zum Zwecke von Brandopfern, 
Speisopfern und Schlachtopfern noch einen besonderen Altar errichten auer 
dem Altar Jahwes, unseres Gottes, der vor seiner Wohnung steht!
JOS 22:30 Als nun Pinehas, der Priester, und die Frsten der Gemeinde, die 
Hupter der Tausendschaften Israels, die ihn begleiteten, die Worte 
vernahmen, welche die Rubeniten, die Gaditen und die Manassiten redeten, 
waren sie befriedigt.
JOS 22:31 Und Pinehas, der Sohn Eleasars, des Priesters, sprach zu den 
Rubeniten, den gaditen und den Manassiten: Heute erfahren wir, da Jahwe 
unter uns ist, weil ihr nicht eine solche Untreue gegen Jahwe verbt habt. 
Damit habt ihr die Israeliten vor dem Strafgericht Jahwes bewahrt!
JOS 22:32 Hierauf kehrten Pinehas, der Sohn Eleasars, des Priesters, und 
die Frsten zurck aus dem Lande Gilead, von den Rubeniten und den 
Gaditen, ins Land Kanaan zu den Israeliten und brachten ihnen Bescheid.
JOS 22:33 Und die Israeliten waren durch den Bescheid befriedigt und die 
Israeliten priesen Gott und dachten nicht mehr daran, gegen sie zu felde 
zu ziehen, um das Land zu verwsten, in welchem die Rubeniten und die 
gaditen ansssig waren.
JOS 22:34 Und die Rubeniten und die Gaditen nannten den Altar; denn er ist 
Zeuge fr uns, wie fr euch, da Jahwe Gott ist.
JOS 23:1 Nach Verlauf einer langen Zeit, als Jahwe den Israeliten vor 
allen ihren Feinden ringsum Ruhe verschafft hatte, und Josua alt und 
hochbetagt war,
JOS 23:2 da berief Josua das ganze Israel, seine Vornehmsten, seine 
Oberhupter, seine Richter und Amtleute, und sprach zu ihnen: Ich bin nun 
alt und wohlbetagt.
JOS 23:3 Ihr habt selbst alles das gesehen, was Jahwe, euer Gott, allen 
diesen Vlkern widerfahren lie, indem er sie vor euch niederwarf; denn 
Jahwe, euer Gott, hat selbst fr euch gekmpft.
JOS 23:4 Nun habe ich den einzelnen Stmmen von euch diese Vlker, die 
noch brig sind, durch das los zum ERbbesitz berwiesen, vom Jordan an und 
alle die Vlker, die ich ausgerottet habe, und das groe Meer gegen 
Sonnenuntergang.
JOS 23:5 Und Jahwe, euer Gott, selbst wird sie vor euch verjagen und sie 
vor euch austreiben, damit ihr ihr Land in Besitz nehmt, wie euch Jahwe, 
euer Gott verheien hat.
JOS 23:6 So erzeigt euch nun durchaus fest in der Beobachtung und 
Befolgung alles dessen, was im Gesetzbuche Moses geschrieben steht, ohne 
zur Rechten oder zur Linken davon abzuweichen,
JOS 23:7 damit ihr euch nicht etwa mit diesen Vlkern, die da noch bei 
euch brig geblieben sind, vermischt, die Namen ihrer Gtter in den Mund 
nehmt, bei ihnen schwrt, sie verehrt und euch vor ihnen niederwerft;
JOS 23:8 vielmehr Jahwe, eurem Gotte, sollt ihr anhangen, wie ihr bis auf 
diesen Tag gethan habt.
JOS 23:9 Darum vertrieb Jahwe vor euch groe und starke Vlker: gegen euch 
vermochte kein Mensch standzuhalten bis auf den heutigen Tag.
JOS 23:10 Ein einziger von euch jagte tausend vor sich her, denn Jahwe, 
euer Gott, kmpfte selbst fr euch, wie er euch verheien hat.
JOS 23:11 So habt denn - es gilt euer Leben! - sorgfltig acht darauf, 
Jahwe, euren Gott, zu lieben.
JOS 23:12 Denn wenn ihr etwa abtrnnig werden und euch dem berreste 
dieser Vlker, die da noch bei euch brig geblieben sind, anschlieen 
wolltet, indem ihr euch mit ihnen verschwgertet und ihr euch so 
gegenseitig miteinander vermischtet,
JOS 23:13 so sollt ihr wissen, da dann Jahwe, euer Gott diese Vlker 
nicht weiter vor euch vertreiben wird; vielmehr sollen sie zur Schlinge 
und zum Fallstrick fr euch werden, zur Geisel in euren Seiten und zu 
Stacheln in euren Augen, bis ihr aus diesem schnen Lande verschwindet, 
das euch Jahwe, euer Gott, verliehen hat.
JOS 23:14 Wenn ich nun jetzt den Weg gehe, den alle Welt gehen mu, so 
seid euch dessen von ganzem Herzen und von ganzer Seele bewut, da von 
allen den erfreulichen Verheiungen, die Jahwe in Bezug auf euch gegeben 
hat, keine einzige hinfllig geworden ist: insgesamt sind sie fr euch in 
Erfllung gegangen, keine einzige von ihnen ist hinfllig geworden.
JOS 23:15 Aber wie die verheiung, die euch Jahwe, euer Gott, gegeben hat, 
fr euch in Erfllung gegangen ist, ebenso wird Jahwe alle die Drohungen 
an euch in Erfllung gehen lassen, bis er euch hinweggetilgt hat aus 
diesem schnen Lande, das euch Jahwe, euer Gott, verliehen hat.
JOS 23:16 Wenn ihr die Bundesordnung Jahwes, eures Gottes, die er euch 
vorgeschrieben hat, bertretet und hingeht, um andere Gtter zu verehren 
und euch vor ihnen niederzuwerfen, so wird der Zorn Jahwes gegen euch 
entbrennen, und ihr werdet rasch aus dem schnen Lande verschwinden, das 
er euch verliehen hat.
JOS 24:1 Sodann versammelte Josua alle Stmme Israels nach Sichem und er 
berief die Vornehmsten Israels, sowie ihre Oberhupter, ihre Richter und 
Amtleute, und sie stellten sich vor Gott auf.
JOS 24:2 Da sprach Josua zu dem ganzen Volke: So spricht Jahwe, der Gott 
Israels: In grauer Vorzeit wohnten eure Vorfahren jenseits des Stromes, 
Tharah, der Vater Abrahams und Nahors, und verehrten andere Gtter.
JOS 24:3 Da fhrte ich euren Ahnherrn Abraham aus dem Gebiete jenseits des 
Stromes hinweg und geleitete ihn durch das ganze Land Kanaan und gab ihm 
zahlreiche Nachkommen und schenkte ihm Isaak.
JOS 24:4 Isaak aber schenkte ich Jakob und Esau, und Esau verlieh ich das 
Gebirge Seir, damit er es in Besitz nehmen sollte; Jakob aber und seine 
Shne zogen nach gpyten.
JOS 24:5 Sodann sandte ich Mose und Aaron und suchte gypten heim mit 
Wunterthaten, die ich in ihm verrichtete. Hernach fhrte ich euch hinweg
JOS 24:6 und ich fhrte eure Vter hinweg aus gypten, und ihr gelangtet 
ans Meer. Die gypter aber setzten euren Vter mit Streitwagen und Reitern 
nach ans Schilfmeer.
JOS 24:7 Da riefen sie Jahwe um Hilfe an, und er bewirkte, da zwischen 
euch und den gyptern dichte Finsternis eintrat; sodann lie er das Meer 
ber sie dahinfluten, so da es sie bedeckte. Und ihr saht mit eigenen 
Augen, was ich den gyptern widerfahren lie; sodann verweiltet ihr 
geraume Zeit in der Steppe.
JOS 24:8 Hierauf brachte ich euch in das Land der Amoriter, die jenseits 
des Jordans ansssig waren, und sie kmpften mit euch. Aber ich gab sie in 
eure Gewalt, und ihr nahmt ihr Land in Besitz, und ich vertilgte sie vor 
euch.
JOS 24:9 Sodann trat Balak auf, der Sohn Zippors, der Knig von Moab, und 
kmpfte gegen Israel. Und er sandte hin und lie Bileam, den Sohn Beors, 
rufen, damit er euch verwnsche.
JOS 24:10 Ich war jedoch nicht willens, auf Bileam zu hren. Er aber 
segnete euch vielmehr, und so befreite ich euch aus seiner Gewalt.
JOS 24:11 Sodann berschrittet ihr den Jordan und gelangtet nach Jericho; 
und die Brger von Jericho kmpften gegen euch, die Amoriter, Pheresiter, 
Kanaaniter, Hethiter, Girgasiter, Heviter und Jebusiter, und ich gab sie 
in eure Gewalt.
JOS 24:12 Und ich sandte die Hornissen vor euch her, und sie vertrieben 
sie vor euch, die zwlf Knige der Amoriter - nicht durch dein Schwert und 
nicht durch deinen Bogen!
JOS 24:13 Und ich verlieh euch ein Land, um das du dich nicht gemht 
hattest, und Stdte, die ihr nicht bebaut hattet und nahmt doch Wohnung in 
ihnen; Weinberge und Olivengrten, die ihr nicht gepflanzt hattet, bekamt 
ihr zu genieen.
JOS 24:14 So frchtet nun Jahwe und dienet ihm mit Aufrichtigkeit und 
Treue und schafft die Gtter weg, denen eure Vorfahren jenseits des 
Stromes und in gypten gedient haben, und dienet Jahwe!
JOS 24:15 Mifllt es euch aber, Jahwe zu dienen, so entscheidet euch 
heute, wem ihr dienen wollt, - ob den Gttern, denen eure Vorfahren, die 
jenseits des Stromes wohnten, gedient haben, oder den Gttern der 
Amoriter, in deren Lande ihr euren Wohnsitz habt; ich aber und mein Haus 
wollen Jahwe dienen!
JOS 24:16 Da antwortete das Volk und sprach: Ferne sei es von uns, da wir 
Jahwe verlassen sollten, um anderen Gttern zu dienen!
JOS 24:17 Vielmehr Jahwe ist unser Gott; er war es, der uns und unsere 
Vter aus gypten, wo wir Sklaven waren, hergefhrt und der vor unseren 
Augen diese groen Wunder verrichtet hat und uns berall auf dem Wege, den 
wir zurckgelegt haben, und unter allen den Vlkern, durch die wir mitten 
hindurchgezogen sind, behtete.
JOS 24:18 Und Jahwe vertrieb vor uns alle Vlker und die Amoriter, die 
Bewohner des Landes. Auch wir wollen Jahwe dienen, denn er ist unser Gott!
JOS 24:19 Josua sprach zu dem Volke: Ihr seid nicht imstande, Jahwe zu 
dienen, denn er ist ein heiliger Gott; ein eiferschtiger Gott ist er: er 
wird euch eure bertretung und eure Snden nicht vergeben!
JOS 24:20 Wenn ihr Jahwe verlassen und auslndischen Gttern dienen 
werdet, so wird er sich abwenden und euch Unheil widerfahren lassen und 
euch vertilgen, nachdem er es euch hatte wohl gehen lassen.
JOS 24:21 Das Volk sprach zu Josua: Nein, sondern Jahwe wollen wir dienen!
JOS 24:22 Da sprach Josua zu dem Volke: Ihr seid Zeugen gegen euch selbst, 
da ihr euch dafr entschieden habt, Jahwe dienen zu wollen. Sie sprachen: 
Jawohl!
JOS 24:23 So schafft nun die auslndischen Gtter weg, die unter euch 
sind, und neigt eure Herzen Jahwe, dem Gott Israels, zu!
JOS 24:24 Das Volk sprach zu Josua: Jahwe, unserem Gotte, wollen wir 
dienen und seiner Stimme gehorchen!
JOS 24:25 Und Josua stellte jenes Tags die Bundesverpflichtung fr das 
Volk fest und gab ihm dort in Sichem Gesetz und Recht.
JOS 24:26 Und Josua zeichnete diesen Vorgang auf im Gesetzbuche Gottes; 
sodann nahm er einen groen Stein und richtete ihn dort auf unter der 
Eiche, die sich im Heiligtume Jahwes befindet.
JOS 24:27 Und Josua sprach zu dem ganzen Volke: Wohlan, dieser Stein soll 
Zeuge gegen uns sein, denn er hat alle die Worte gehrt, die Jahwe mit uns 
geredet hat; darum soll er Zeuge gegen euch sein, damit ihr euren Gott 
nicht verleugnet!
JOS 24:28 Hierauf entlie Josua das Volk, einen jeden in sein Besitztum.
JOS 24:29 Nach diesen Begebenheiten starb Josua, der Sohn Nuns, der Knecht 
Jahwes, im Alter von hundertundzehn Jahren,
JOS 24:30 und man begrub ihn im Bereiche seines Erbbesitzes, zu Thimnath 
Serah auf dem Gebirge Ephraim, nrdlich vom Berge Gaas.
JOS 24:31 Und Israel diente Jahwe, so lange Josua lebte und die Vornehmen, 
die Josua berlebten und die alle die Thaten kannten, die Jahwe fr Israel 
gethan hatte.
JOS 24:32 Die Gebeine Josephs aber, welche die Israeliten aus gypten 
mitgebracht hatten, begrub man zu Sichem auf dem Feldstcke, welches Jakob 
von den Shnen Hemors, des Vaters Sichems, um den Preis von hundert Kesita 
erworben und Joseph zum Erbbesitze verliehen hatte.
JOS 24:33 Und als Eleasar, der Sohn Aarons, gestorben war, begrub man ihn 
zu Gibea, der Stadt seines Sohnes Pinehas, die ihm auf dem Gebirge Ephraim 
verliehen worden war.
JDG 1:1 Nach Josuas Tode aber fragten die Israeliten Jahwe: Wer von uns 
soll zuerst gegen die Kanaaniter ziehen, um mit ihnen zu kmpfen?
JDG 1:2 Jahwe sprach: Juda soll hinziehen; ich werde das Land in seine 
Gewalt geben!
JDG 1:3 Juda aber sprach zu seinem Bruder Simeon: Ziehe mit mir hin in 
meinen Anteil, da wir die Kanaaniter bekmpfen, so will ich dann auch mit 
dir in deinen Anteil ziehn! So zog Simeon mit ihm.
JDG 1:4 Und Juda zog hin und Jahwe gab die Kanaaniter und Pheresiter in 
ihre Gewalt, so da sie sie bei Besek schlugen - 10000 Mann.
JDG 1:5 Und sie stieen auf Adonibesek bei Besek, kmpften mit ihm und 
schlugen die Kanaaniter und Pheresiter.
JDG 1:6 Adonibesek aber floh und sie jagten ihm nach, ergriffen ihn und 
hieben ihm die Daumen und die groen Zehen ab.
JDG 1:7 Da sprach Adonibesek: Siebzig Knige mit abgehauenen Daumen und 
groen Zehen lasen unter meinem Tische Brocken auf: wie ich gethan habe, 
so vergilt mir Gott! Sodann brachten sie ihn nach Jerusalem, dort starb er.
JDG 1:8 Die Juder aber kmpften gegen Jerusalem, nahmen es ein und 
eroberten es in blutigem Kampf und die Stadt steckten sie in Brand.
JDG 1:9 Darnach zogen die Juder hinab, um die Kanaaniter, die das 
Gebirge, das Sdland und die Niederung bewohnten, zu bekmpfen.
JDG 1:10 Und Juda zog gegen die Kanaaniter, die Hebron bewohnten. Hebron 
aber hie frher Kirjath Arba. Und sie besiegten Sesai, Ahiman und 
Thalmai, die Sprlinge Enaks.
JDG 1:11 Von dort zog er gegen die Bewohner von Debir; Debir aber hie 
frher Kirjath Sepher.
JDG 1:12 Und Kaleb verhie: Wer Kirjath Sepher bezwingt und es einnimmt, 
dem will ich meine Tochter Achsa zum Weibe geben.
JDG 1:13 Da nahm es Othniel, der Sohn des Kenas, der jngere Bruder 
Kalebs, ein, und er gab ihm seine Tochter Achsa zum Weibe.
JDG 1:14 Als sie ihm nun zugefhrt wurde, reizte er sie an, sie mge von 
ihrem Vater ein Feld verlangen. Sie glitt vom Esel herab, so da Kaleb sie 
fragte: Was ist dir?
JDG 1:15 Sie erwiderte ihm: Gieb mir doch ein Abschiedsgeschenk! Denn du 
hast mich nach dem drren Sdland vergeben, so gieb mir denn 
Wasserbrunnen! Da gab ihr Kaleb Brunnen in der Hhe und Brunnen in der 
Niederung.
JDG 1:16 Und die Shne des Keniters, des Schwagers Moses, waren mit den 
Judern aus der Palmenstadt heraufgezogen nach der Wste Juda, die am 
Abhange von Arad liegt, und sie gingen hin und lieen sich bei den 
Amalekitern nieder.
JDG 1:17 Juda aber zog mit seinem Bruder Simeon und sie besiegten die 
Kanaaniter, die die Stadt Sephat bewohnten, und vollstreckten den Bann an 
ihr; daher heit die Stadt Horma.
JDG 1:18 Und Juda eroberte Gaza und ihr Gebiet und Askalon und ihr Gebiet 
und Ekron und ihr Gebiet.
JDG 1:19 Und Jahwe war mit Juda, so da er das Bergland eroberte. Die 
Bewohner der Ebene nmlich vermochte er nicht zu vertreiben, weil sie 
eiserne Wagen besaen.
JDG 1:20 Und sie verliehen Kaleb Hebron, wie Mose geboten hatte, und er 
vertrieb von dort die drei Sprlinge Enaks.
JDG 1:21 Aber die Jebusiter, die Bewohner Jerusalems, vermochten die 
Juder nicht zu vertreiben. So blieben die Jebusiter bei den Judern in 
Jerusalem wohnen bis auf den heutigen Tag.
JDG 1:22 Die Shne Josephs aber zogen ihrerseits hinauf gegen Bethel, und 
Jahwe war mit ihnen.
JDG 1:23 Und die Shne Josephs lieen Bethel auskundschaften; die Stadt 
hie jedoch frher Lus.
JDG 1:24 Da sahen die Spione einen Mann, der zur Stadt herauskam. Zu dem 
sagten sie: zeige uns doch, wo wir in die Stadt eindringen knnen, so 
werden wir dir Gutes erweisen!
JDG 1:25 Da zeigte er ihnen, wo sie in die Stadt eindringen konnten, und 
sie eroberten die Stadt in blutigem Kampfe, den Mann aber und sein ganzes 
Geschlecht lieen sie abziehen.
JDG 1:26 Der Mann zog ins Land der Hethiter, erbaute eine Stadt und nannte 
sie Lus; so heit sie bis auf den heutigen Tag.
JDG 1:27 Und Manasse vertrieb nicht die Bewohner von Beth Sean und den 
zugehrigen Ortschaften, Thaanach und den zugehrigen Ortschaften, die 
Bewohner von Dor und den zugehrigen Ortschaften, die Bewohner von Jibleam 
und den zugehrigen Ortschaften und die Bewohner von Megiddo und den 
zugehrigen Ortschaften. So gelang es den Kanaanitern, in dieser Gegend 
wohnen zu bleiben.
JDG 1:28 Als aber Israel erstarkt war, machte es die Kanaaniter 
fronpflichtig; zu vertreiben aber vermochte es sie nicht.
JDG 1:29 Ephraim vertrieb nicht die Kanaaniter, die in Geser wohnten; so 
blieben die Kanaaniter in seiner Mitte in Geser wohnen.
JDG 1:30 Sebulon vertrieb nicht die Bewohner von Kitron und die Bewohner 
von Nahalol; so blieben die Kanaaniter in seiner Mitte wohnen und wurden 
schlielich fronpflichtig.
JDG 1:31 Asser vertrieb nicht die Bewohner von Akko und die Bewohner von 
Sidon, ferner Ahlab, Achsib, Helba, Aphik und Rehob.
JDG 1:32 So wohnten die Asseriten inmitten der Kanaaniter, die das Land 
inne hatten, weil sie sie nicht vertreiben konnten.
JDG 1:33 Naphthali vertrieb nicht die Bewohner von Beth Semes und die 
Bewohner von Beth Anath. So wohnte er inmitten der Kanaaniter, die das 
Land inne hatten, aber die Bewohner von Beth Semes und Beth Anath wurden 
ihnen fronpflichtig.
JDG 1:34 Die Amoriter aber drngten die Daniten auf das Gebirge und lieen 
sie nicht in die Ebene herabsteigen.
JDG 1:35 So gelang es den Amoritern, in Har Heres, in Ajalon und in 
Saalbim wohnen zu bleiben. Als ihnen aber das Haus Josephs berlegen war, 
wurden sie fronpflichtig.
JDG 1:36 Und das Gebiet der Edomiter erstreckte sich von der 
Skorpionenstiege bis Sela und weiter hinauf.
JDG 2:1 Und der Engel Jahwes zog aus dem Gilgal hinauf nach Bochim.
JDG 2:2 ihr aber drft mit den Bewohnern dieses Landes kein friedliches 
Abkommen treffen, sondern mt ihre Altre zerstren. Aber ihr habt meinem 
Befehle nicht gehorcht - was habt ihr gethan!
JDG 2:3 Nun sage ich euch: Ich werde sie nicht vor euch vertreiben, damit 
sie euch zu Stacheln in euren Seiten und ihre Gtter fr euch zum 
Fallstrick werden.
JDG 2:4 Whrend aber der Engel Jahwes diese Worte zu allen Israeliten 
redete, fing das Volk laut zu weinen an.
JDG 2:5 Daher heit jene rtlichkeit Bochim. Und sie opferten dort Jahwe.
JDG 2:6 Als nun Josua das Volk entlassen hatte, da machten sich die 
Israeliten auf den Weg, um das Land in Besitz zu nehmen - ein jeder nach 
seinem Erbbesitz.
JDG 2:7 Und das Volk diente Jahwe, so lange Josua lebte und die Vornehmen, 
die Josua berlebten, die alle die groen Thaten Jahwes gesehen hatten, 
die er fr Israel that.
JDG 2:8 Da starb Josua, der Sohn Nuns, der Knecht Jahwes, im Alter von 110 
Jahren.
JDG 2:9 Und man begrub ihn im Bereiche seines Erbbesitzes, in Thimnath 
Heres auf dem Gebirge Ephraim, nrdlich vom Berge Gaas.
JDG 2:10 Dazu wurde jenes ganze Geschlecht zu seinen Vtern versammelt, 
und es kam nach ihnen ein anderes Geschlecht auf, Leute, die Jahwe nicht 
kannten noch die Thaten, die er fr Israel gethan hatte.
JDG 2:11 Und die Israeliten thaten, was Jahwe mifiel, und verehrten die 
Baale
JDG 2:12 und verlieen Jahwe, den Gott ihrer Vter, der sie aus gypten 
weggefhrt hatte, und liefen andern Gttern nach, solchen aus den Gttern 
der Vlker, die rings um sie her wohnten, und warfen sich vor ihnen nieder 
und reizten damit Jahwe.
JDG 2:13 Als sie aber Jahwe verlieen und den Baal und die Astarten 
verehrten,
JDG 2:14 da entbrannte der Zorn Jahwes ber Israel und er gab sie 
Plnderern preis, die muten sie plndern, und verkaufte sie in die Gewalt 
ihrer Feinde ringsum, so da sie vor ihren Feinden nicht mehr 
standzuhalten vermochten.
JDG 2:15 Wohin sie immer zogen, war die Hand Jahwes wider sie zu ihrem 
Unheil, wie Jahwe gedroht und wie Jahwe ihnen zugeschworen hatte. So 
brachte er sie in groe Not.
JDG 2:16 Aber Jahwe lie Richter erstehen; die erretteten sie aus der 
Gewalt ihrer Plnderer.
JDG 2:17 Aber auch ihren Richtern gehorchten sie nicht, sondern trieben 
Abgtterei mit fremden Gttern und warfen sich vor ihnen nieder. Sie waren 
schnell von dem Weg abgewichen, den ihre Vter gewandelt waren, indem sie 
den Geboten Jahwes gehorchten: sie handelten nicht so.
JDG 2:18 Wenn ihnen nun Jahwe Richter erstehen lie, so war Jahwe mit dem 
Richter und errettete sie whrend der ganzen Lebenszeit des Richters aus 
der Gewalt ihrer Feinde. Denn Jahwe fhlte Mitleid infolge ihres 
Wehklagens ber ihre Bedrnger und Bedrcker.
JDG 2:19 Wenn aber der Richter starb, so trieben sie es aufs neue 
schlimmer als ihre Vter, indem sie andern Gttern nachfolgten, um sie zu 
verehren und sich vor ihnen niederzuwerfen. Sie gaben ihr Thun und ihren 
hartnckigen Wandel nicht auf.
JDG 2:20 Da entbrannte der Zorn Jahwes ber Israel und er sprach: Darum 
weil dieses Volk meine Bundesordnung, die ich ihren Vtern auferlegte, 
bertreten und meinem Befehle nicht gehorcht hat,
JDG 2:21 so will auch ich ferner keinen einzigen mehr von den Vlkern, die 
Josua bei seinem Tode brig gelassen hat, vor ihnen vertreiben,
JDG 2:22 um Israel durch sie auf die Probe zu stellen, ob sie auf Jahwes 
Weg achten, um auf ihm zu wandeln, wie ihre Vter darauf geachtet haben, 
oder nicht.
JDG 2:23 So lie Jahwe jene Vlker da, ohne sie rasch zu vertreiben, und 
gab sie nicht in Josuas Gewalt.
JDG 3:1 Das sind aber die Vlker, die Jahwe da lie, um durch sie Israel 
auf die Probe zu stellen, alle diejenigen, welche alle die Kmpfe um 
Kanaan nicht kannten, -JDG 3:2 nur um der Geschlechter der Israeliten 
willen, um sie die Kriegfhrung zu lehren, nur die, welche von den 
frheren Kmpfen nichts wuten:
JDG 3:3 die fnf Frsten der Philister, alle Kanaaniter, die Sidonier und 
die Heviter, die auf dem Gebirge Libanon vom Berge Baal Hermon bis da, wo 
es nach Hamath hineingeht, wohnen.
JDG 3:4 Sie dienten dazu, um Israel auf die Probe zu stellen, um zu 
erfahren, ob sie den Geboten Jahwes gehorchen wrden, die er ihren Vtern 
durch Mose gegeben hatte.
JDG 3:5 So wohnten die Israeliten inmitten der Kanaaniter, Hethiter, 
Amoriter, Pheresiter, Heviter und Jebusiter,
JDG 3:6 nahmen sich ihre Tchter zu Frauen und verheirateten ihre Tchter 
an die Shne jener und dienten ihren Gttern.
JDG 3:7 Und die Israeliten thaten, was Jahwe mifiel, und vergaen Jahwe, 
ihren Gott, und verehrten die Baale und die Ascheren.
JDG 3:8 Da entbrannte der Zorn Jahwes ber Israel, so da er sie in die 
Gewalt Kusan Risathaims, des Knigs von Aram Naharim, verkaufte; und die 
Israeliten waren Kusan Risathaim acht Jahre unterthan.
JDG 3:9 Darauf schrieen die Israeliten zu Jahwe um Hilfe, und Jahwe lie 
den Israeliten einen Retter erstehen, der errettete sie: Othniel, den Sohn 
des Kenas, den jngeren Bruder Kalebs.
JDG 3:10 Und der Geist Jahwes kam ber ihn, so da er Israel zu seinem 
Rechte verhalf. Und als er in den Kampf zog, gab ihm Jahwe Kusan 
Risathaim, den Knig von Aram, in seine Gewalt, und er gewann ber Kusan 
Risathaim die Oberhand.
JDG 3:11 Und das Land geno vierzig Jahre lang Ruhe. Und Othniel, der Sohn 
des Kenas, starb.
JDG 3:12 Aber die Israeliten thaten aufs neue, was Jahwe mifiel. Da gab 
Jahwe Eglon, dem Knige von Moab, Macht ber Israel, weil sie thaten, was 
Jahwe mifiel.
JDG 3:13 Der versammelte zu sich die Ammoniter und Amalekiter und zog hin, 
schlug Israel und besetzte die Palmenstadt.
JDG 3:14 Die Israeliten waren Eglon, dem Knige von Moab, achtzehn Jahre 
unterthan.
JDG 3:15 Da schrieen die Israeliten zu Jahwe, und Jahwe lie ihnen einen 
Retter erstehen, Ehud, den Sohn des Benjaminiten Gera, einen linkshndigen 
Mann. Durch ihn sandten nmlich die Israeliten Tribut an Eglon, den Knig 
von Moab.
JDG 3:16 Da fertigte sich Ehud ein Schwert, das hatte zwei Schneiden und 
war eine Spanne lang; das grtete sich Ehud unter seinem Gewand an seine 
rechte Seite.
JDG 3:17 So brachte er Eglon, dem Knige von Moab, den Tribut. Eglon war 
aber ein sehr feister Mann.
JDG 3:18 Als er nun die berreichung des Tributs vollzogen hatte, 
geleitete er die Leute, welche den Tribut getragen hatten;
JDG 3:19 er selbst aber kehrte bei den Schnitzbildern am Gilgal wieder um 
und lie Eglon sagen: Ich habe ein vertrauliches Wort an dich, o Knig! Da 
gebot er: Bst! darauf traten alle, die ihn umstanden, ab.
JDG 3:20 Als nun Ehud zu ihm eingetreten war, whrend er allein in seinem 
khlen Obergemache sa, sprach Ehud: Ich habe einen Gottesspruch an dich! 
Da erhob er sich von seinem Sitze.
JDG 3:21 Da griff Ehud mit seiner linken Hand zu, nahm das Schwert von 
seiner rechten Seite und stie es ihm in den Leib,
JDG 3:22 so da nach der Klinge auch das Heft noch eindrang, und das Fett 
die Klinge umschlo, denn er hatte das Schwert nicht wieder aus seinem 
Leibe herausgezogen. Dann ging er nach dem Dache hinaus.
JDG 3:23 Dann ging Ehud nach der Halle hinaus, schlo die Thren des 
Obergemachs hinter sich und verriegelte sie.
JDG 3:24 Als er aber eben hinausgegangen war, kamen seine Hflinge; als 
diese bemerkten, da die Thren des Obergemachs verriegelt waren, dachten 
sie: Er wird wohl nur in der khlen Kammer seine Notdurft verrichten.
JDG 3:25 So warteten sie endlos. Als er aber die Thren des Obergemachs 
immer noch nicht ffnete, nahmen sie den Schlssel und schlossen auf; da 
fanden sie ihren Herrn tot am Boden liegend.
JDG 3:26 Whrend sie aber gezgert hatten, war Ehud entronnen; er war 
unterdes bis an die Schnitzbilder hinaus gelangt und entkam so nach Seira.
JDG 3:27 Als er aber heimkam, stie er auf dem Gebirge Ephraim in die 
Posaune. Da stiegen die Israeliten mit ihm herab vom Gebirge und er an 
ihrer Spitze.
JDG 3:28 Und er gebot ihnen: Steigt mir nach hinab, denn Jahwe hat eure 
Feinde, die Moabiter, in eure Gewalt gegeben. Da stiegen sie ihm nach 
herab, besetzten die Jordanfurten nach Moab zu und lieen niemand 
bersetzen.
JDG 3:29 Und sie besiegten zu jener Zeit die Moabiter, etwa 10000 Mann, 
lauter starke und streitbare Leute, so da niemand entrann.
JDG 3:30 So muten sich die Moabiter damals unter die Gewalt Israels 
beugen. Und das Land hatte achtzig Jahre lang Ruhe. Ehud aber richtete 
sie, bis er starb.
JDG 3:31 Und nach ihm trat Samgar, der Sohn Anaths, auf; der schlug die 
Philister, 600 Mann, mit einem Ochsenstecken, und auch er errettete Israel.
JDG 4:1 Die Israeliten thaten jedoch aufs Neue, was Jahwe mifiel - Ehud 
war nmlich gestorben.
JDG 4:2 Da verkaufte sie Jahwe in die Gewalt Jabins, des Knigs von 
Kanaan, der in Hazor regierte. Sein Feldherr aber war Sisera; dieser 
wohnte im Haroseth der Heiden.
JDG 4:3 Da schrien die Israeliten zu Jahwe um Hilfe. Er besa nmlich 900 
eiserne Wagen und er bedrckte die Israeliten gewaltig, zwanzig Jahre lang.
JDG 4:4 Und Debora, eine Prophetin, das Weib Lapidoths, die sprach Israel 
zu jener Zeit Recht.
JDG 4:5 Und zwar wohnte sie unter der Deborapalme zwischen Rama und Bethel 
auf dem Gebirge Ephraim, und die Israeliten pflegten zu ihr hinzugehen, um 
sich Urteilssprche zu holen.
JDG 4:6 Die sandte hin und lie Barak, den Sohn Abinoams, aus Kedes in 
Naphthali rufen und sprach zu ihm: Wahrlich! Jahwe, der Gott Israels, 
gebietet: Mache dich auf den Weg, ziehe hin auf den Berg Thabor und nimm 
mit dir 10000 Mann aus den Naphthaliten und den Sebuloniten;
JDG 4:7 dann werde ich Sisera, den Feldherrn Jabins, samt seinen Wagen und 
seinen Haufen zu dir hin nach dem Bache Kison bringen und werde ihn in 
deine Gewalt geben.
JDG 4:8 Barak antwortete ihr: Wenn du mit mir gehst, will ich gehen; wenn 
du aber nicht mit mir gehst, gehe ich nicht!
JDG 4:9 Sie erwiderte: Ich werde in der That mit dir gehen; doch wird der 
Ruhm auf dem Wege, den du gehst, nicht dir zufallen, sondern in eines 
Weibes Gewalt wird Jahwe Sisera verkaufen! Und Debora machte sich auf und 
ging mit Barak nach Kedes.
JDG 4:10 Hierauf entbot Barak Sebulon und Naphthali nach Kedes; 10000 Mann 
folgten ihm auf dem Fue hinauf, und auch Debora zog mit ihm hinauf.
JDG 4:11 Der Keniter Heber aber hatte sich von Kain, von den Nachkommen 
Hobabs, des Schwiegervaters Moses, getrennt und schlug hin und her sein 
Zelt auf bis zur Eiche bei Zaanaim, das bei Kedes liegt.
JDG 4:12 Als man Sisera meldete, da Barak, der Sohn Abinoams, auf den 
Berg Thabor gezogen sei,
JDG 4:13 da entbot Sisera alle seine Wagen, 900 eiserne Wagen, und das 
gesamte Kriegsvolk, das er um sich hatte, aus dem Haroseth der Heiden an 
den Bach Kison.
JDG 4:14 Da sprach Debora zu Barak: Auf! denn dies ist der Tag, an dem 
Jahwe Sisera in deine Gewalt gegeben hat; ist doch Jahwe selbst vor dir 
her ausgezogen! So stieg denn Barak vom Berge Thabor herab und 10000 Mann 
folgten ihm.
JDG 4:15 Da setzte Jahwe Sisera und alle die Wagen und sein ganzes Heer 
durch scharfes Dreinschlagen vor Barak her in Verwirrung, und Sisera stieg 
vom Wagen und floh zu Fue.
JDG 4:16 Barak aber jagte hinter den Wagen und dem Heere her bis zum 
Haroseth der Heiden und das ganze Heer Siseras fiel durchs Schwert, und 
auch nicht einer blieb brig.
JDG 4:17 Sisera aber war zu Fue zum Zelte Jaels, des Weibes des Keniters 
Heber, geflohen; denn zwischen Jabin, dem Knige von Hazor, und dem Hause 
des Keniters Heber herrschte Friede.
JDG 4:18 Da trat Jael heraus Sisera entgegen und sprach zu ihm: Kehre ein, 
o Herr, kehre ein zu mir; du hast nichts zu frchten! Da kehrte er zu ihr 
ein ins Zelt, und sie deckte ihn mit einem Teppich zu.
JDG 4:19 Er aber bat sie: Willst du mir nicht ein wenig Wasser zu trinken 
geben? ich bin durstig! Da ffnete sie den Milchschlauch und gab ihm zu 
trinken; sodann deckte sie ihn wieder zu.
JDG 4:20 Hierauf bat er sie: Tritt an die Thre des Zeltes, und wenn 
jemand kommt und dich fragt und spricht: Ist jemand hier? so sage: Nein!
JDG 4:21 Da ergriff Jael, das Weib Hebers, einen Zeltpflock, nahm den 
Hammer in die Hand, trat leise an ihn heran und schlug ihm den Pflock 
durch die Schlfe, so da er in die Erde eindrang; er war nmlich fest 
eingeschlafen. Da wurde er ohnmchtig und starb.
JDG 4:22 Da gerade erschien Barak, in der Verfolgung Siseras begriffen. 
Jael aber trat hinaus ihm entgegen und rief ihm zu: Komm, ich will dir den 
Mann zeigen, den du suchst! Und als er zu ihr eintrat, fand er Sisera tot 
daliegend, und der Pflock stak noch in seiner Schlfe.
JDG 4:23 So lie Gott damals Jabin, den Knig von Kanaan, vor den 
Israeliten unterliegen.
JDG 4:24 Und die Hand der Israeliten lastete immer schwerer auf Jabin, dem 
Knige von Kanaan, bis sie Jabin, den Knig von Kanaan, vernichtet hatten.
JDG 5:1 Da sangen Debora und Barak, der Sohn Abinoams, jenes Tages also:
JDG 5:2 Da Fhrer fhrten in Israel, da willig das Volks war - preiset 
Jahwe!
JDG 5:3 Hrt zu, o Knige! Merkt auf, ihr Frsten! Ich will Jahwe, ich 
will singen, will spielen Jahwe, dem Gott Israels!
JDG 5:4 Jahwe, als du auszogst aus Seir, einhertratest vom Gefilde Edoms 
her, da bebte die Erde, es troffen die Himmel, es troffen die Wolken von 
Wasser;
JDG 5:5 Berge wankten vor Jahwe, dieser Sinai vor Jahwe, dem Gott Israels.
JDG 5:6 In den Tagen Samgars, des Sohnes Anaths, in den Tagen Jaels 
feierten die Pfade, und die auf den Wegen gingen, gingen krumme Pfade.
JDG 5:7 Es feierten die Edlen Israels, feierten, bis du aufstandest, 
Debora, aufstandest, eine Mutter in Israel!
JDG 5:8 Man erwhlte neue Gtter; damals war Kampf an den Thoren. Schild 
ward nicht gesehen, noch Speer bei vierzigtausend in Israel.
JDG 5:9 Mein Herz gehrt den Leitern Israels; die ihr euch willig zeigt im 
Volke, preiset Jahwe!
JDG 5:10 Die ihr reitet auf rtlichen Eselinnen, die ihr sitzt auf Decken 
und die ihr auf dem Wege wandelt, redet!
JDG 5:11 Fern von dem Lrm der Pfeilschtzen, zwischen den Schpfrinnen, 
dort mge man erzhlen die Gerichtsthaten Jahwes, die Gerichtsthaten 
seiner Edlen in Israel! Damals stieg hinab zu den Thoren das Volk Israel.
JDG 5:12 Auf, auf, Debora, auf, auf, singe ein Lied! Erhebe dich, Barak, 
und fange deine Fnger, Sohn Abinoams!
JDG 5:13 Damals stieg herab ein berrest von Edlen, von Kriegsvolk, Jahwe 
stieg zu mir herab unter den Helden.
JDG 5:14 Von Ephraim, deren Wurzel in Amalek, hinter dir her, o Benjamin, 
in deinen Volksscharen. Von Machir stiegen herab Gebieter, und von 
Sebulon, die mit dem Stabe des Ordners einherziehen,
JDG 5:15 und die Frsten in Issachar mit Debora, und wie Issachar so 
Barak: In die Thalebene wurde er fortgerissen von seinen Fen. An Rubens 
Bchen gab es schwere berlegungen.
JDG 5:16 Was saest du zwischen den Hrden, zu hren das Flten bei den 
Herden? An Rubens Bchen gab es schwere berlegungen.
JDG 5:17 Gilead blieb ruhig jenseits des Jordan, und Dan - warum weilt er 
bei den Schiffen? Asser sa still am Meeresufer und blieb ruhig bei seinen 
Buchten.
JDG 5:18 Sebulon ist ein Volk, das sein Leben dem Tode preisgiebt, und 
Naphthali auf den Hhen des Gefilds.
JDG 5:19 Es kamen Knige, kmpften, damals kmpften die Knige Kanaans zu 
Thaanach an den Wassern von Megiddo: Beute an Silber gewannen sie nicht!
JDG 5:20 Vom Himmel her kmpften die Sterne, von ihren Bahnen aus kmpften 
sie mit Sisera;
JDG 5:21 der Bach Kison ri sie fort, der Bach der Schlachten, der Bach 
Kison. Tritt auf, meine Seele, mit Macht!
JDG 5:22 Damals stampften der Rosse Hufe vom Jagen, dem Jagen ihrer Recken.
JDG 5:23 Fluchet Meros! sprach der Engel Jahwes, ja, fluchtet ihren 
Bewohnern, weil sie Jahwe nicht zu Hilfe kamen, Jahwe zu Hilfe unter den 
Helden!
JDG 5:24 Gepriesen vor allen Weibern sei Jael, das Weib Hebers, des 
Keniters; vor allen Weibern im Zelte sei sie gepriesen!
JDG 5:25 Wasser heischte er, Milch gab sie, in prchtiger Schale reichte 
sie Dickmilch.
JDG 5:26 Ihre Hand streckte sie aus nach dem Pflock und ihre Rechte nach 
dem Arbeitshammer und hmmerte auf Sisera, zerschlug sein Haupt, 
zerschmetterte und durchbohrte seine Schlfe.
JDG 5:27 Zu ihren Fen brach er zusammen, fiel nieder, lag da; zu ihren 
Fen brach er zusammen, fiel nieder: da wo er zusammenbrach, blieb er 
erschlagen liegen.
JDG 5:28 Durch das Fenster sphte aus und rief Siseras Mutter, durch das 
Gitter: Warum zgert sein Wagen heimzukommen? Warum verziehen die Tritte 
seiner Gespanne?
JDG 5:29 Die klgsten ihrer Frstinnen antworteten ihr, auch sie selbst 
wiederholt sich ihre Worte:
JDG 5:30 Sicher fanden sie, teilten sie Beute, eine Dirne, zwei Dirnen fr 
jeden Mann, Beute an farbigen Gewndern fr Sisera, Beute an farbigen 
Gewndern, Buntgewirktem, farbiges Zeug, zwei buntgewirkte Tcher fr den 
Hals der Knigin!
JDG 5:31 So mssen zu Grunde gehen alle deine Feinde, Jahwe! Aber die ihn 
lieb haben, sind wie der Aufgang der Sonne in ihrer Pracht. Und das Land 
hatte Ruhe vierzig Jahre lang.
JDG 6:1 Als aber die Israeliten thaten, was Jahwe mifiel, gab sie Jahwe 
sieben Jahre lang in die Gewalt der Midianiter.
JDG 6:2 Und die Midianiter gewannen die Oberhand ber Israel. Zum Schutze 
vor den Midianitern machten sich die Israeliten die Schluchten, die sich 
in den Bergen befinden, und die Hhlen und die Bergfesten.
JDG 6:3 Und so oft die Israeliten gest hatten, zogen die Midianiter, die 
Amalekiter und die im Osten heran und zogen gegen sie heran.
JDG 6:4 Und sie lagerten sich wieder sie und vernichteten die Frchte des 
Landes bis nach Gaza hin und lieen keinerlei Lebensmittel in Israel 
brig, auch nicht Schafe, Rinder und Esel.
JDG 6:5 Denn sie zogen heran mit ihren Herden und Zelten und kamen so 
massenhaft, wie Heuschrecken; sie selbst, wie ihre Kamele, waren ohne 
Zahl, und sie drangen in das Land ein, um es zu verheeren.
JDG 6:6 So wurde Israel durch die Midianiter sehr geschwcht: da schrieen 
die Israeliten zu Jahwe um Hilfe.
JDG 6:7 Als nun die Israeliten wegen der Midianiter zu Jahwe schrieen,
JDG 6:8 da sandte Jahwe einen Propheten zu den Israeliten, der sprach zu 
ihnen: So spricht Jahwe, der Gott Israels: Ich habe euch aus gypten 
hergebracht, habe euch weggefhrt von dort, wo ihr Sklaven wart,
JDG 6:9 und euch errettet aus der Gewalt der gypter und der Gewalt aller 
eurer Drnger und vertrieb sie vor euch und verlieh euch ihr Land.
JDG 6:10 Und ich sprach zu euch: Ich bin Jahwe, euer Gott; ihr drft die 
Gtter der Amoriter, in deren Land ihr wohnt, nicht verehren! - aber ihr 
habt meinem Befehle nicht gehorcht.
JDG 6:11 Da kam der Engel Jahwes und setzte sich unter die Terebinthe des 
Abiesriten Joas zu Ophra, whrend eben sein Sohn Gideon in der Kelter 
Weizen ausklopfte, um ihn vor den Midianitern zu bergen.
JDG 6:12 Der Engel Jahwes zeigte sich ihm und redete ihn an: Jahwe mit 
dir, du tapferer Held!
JDG 6:13 Gideon erwiderte ihm: Mit Vergunst, mein Herr! Wenn Jahwe mit uns 
ist, warum hat uns dann dies alles betroffen? und wo sind alle seine 
Wunderthaten, von denen unsere Vter uns erzhlt haben, indem sie 
sprachen: Ja, Jahwe hat uns aus gypten hergebracht! Aber jetzt hat uns 
Jahwe verstoen und hat uns den Midianitern preisgegeben!
JDG 6:14 Da wandte sich Jahwe zu ihm und sprach: Geh hin in dieser deiner 
Kraft, so wirst du Israel aus der Gewalt der Midianiter erretten! Gewi, 
ich sende dich!
JDG 6:15 Er erwiderte ihm: Mit Vergunst, o Herr! Womit soll ich Israel 
erretten? Ist doch mein Geschlecht das schwchste in Manasse, und ich der 
geringste in meiner Familie!
JDG 6:16 Jahwe sprach zu ihm: Ich werde mit dir sein, und du sollst die 
Midianiter schlagen wie einen Mann.
JDG 6:17 Er erwiderte ihm: Wenn du mir irgend gndig gesinnt bist, so gieb 
mir ein Zeichen, da du mit mir redest!
JDG 6:18 Ziehe dich doch nicht von hier zurck, bis ich wieder zu dir 
gekommen bin und meine Opfergabe herausgeholt und dir vorgesetzt habe! Er 
entgegnete: Ich bleibe, bis du zurckkommst.
JDG 6:19 Da ging Gideon hinein, richtete ein Ziegenbckchen her und 
ungesuerten Kuchen von einem Epha Mehl; das Fleisch legte er in einen 
Korb, die Brhe that er in einen Topf, brachte es hin zu ihm unter die 
Terebinthe und setzte es ihm vor.
JDG 6:20 Aber der Engel Gottes gebot ihm: Nimm das Fleisch und die 
ungesuerten Kuchen, lege sie auf diesen Stein da und giee die Brhe 
darber. Er that so.
JDG 6:21 Da griff der Engel Jahwes hin und berhrte mit der Spitze des 
Stabes, den er in der Hand hielt, das Fleisch und die Kuchen. Darauf 
schlug Feuer aus dem Felsen hervor und verzehrte das Fleisch und die 
Kuchen; der Engel Jahwes aber war ihm aus den Augen verschwunden.
JDG 6:22 Da wurde Gideon gewahr, da es der Engel Jahwes gewesen war. Und 
Gideon rief aus: Wehe, Herr Jahwe! habe ich ja doch den Engel Jahwes von 
Angesicht zu Angesicht gesehen!
JDG 6:23 Jahwe erwiderte ihm: Beruhige dich, sei unbesorgt, du wirst nicht 
sterben!
JDG 6:24 Darauf errichtete Gideon Jahwe dort einen Altar und nannte ihn: 
Jahwe ist Heil. Bis zum heutigen Tage steht er noch in Ophra der 
Abiesriten.
JDG 6:25 In jener Nacht nun gebot ihm Jahwe: Nimm zehn Leute aus deinen 
Sklaven und einen siebenjhrigen Stier, reie den Baalsaltar deines Vaters 
ein und haue die danebenstehende Aschere um;
JDG 6:26 sodann errichte Jahwe, deinem Gott, auf der Hhe dieser Burg in 
der Bastion einen Altar, nimm den zweiten Stier und opfere ihn als 
Brandopfer mit dem Holze der Aschere, die du umhauen sollst.
JDG 6:27 Da nahm Gideon zehn Mann aus seinen Sklaven und that, wie Jahwe 
ihm geheien hatte. Aber weil er sich vor seiner Familie und den Leuten 
der Stadt frchtete, es bei Tage zu thun, that er es des Nachts.
JDG 6:28 Als aber die Leute der Stadt am andern Morgen aufstanden, da 
befand sich, da der Altar des Baal niedergerissen und die Aschere neben 
ihm umgehauen war; den zweiten Stier aber hatte man auf dem neuerrichteten 
Altar als Opfer dargebracht.
JDG 6:29 Da fragten die Leute einander: Wer hat dies angerichtet? Und als 
sie so fragten und forschten, hie es: Gideon, der Sohn Joas', hat dies 
angerichtet!
JDG 6:30 Nun forderten die Leute der Stadt von Joas: Gieb deinen Sohn 
heraus, er mu sterben, weil er den Altar des Baal niedergerissen und die 
Aschere daneben umgehauen hat!
JDG 6:31 Joas aber erwiderte der Menge, die ihn umstand: Wollt ihr fr den 
Baal streiten oder wollt ihr ihm zu Hilfe kommen? Wer fr ihn streitet 
soll umgebracht werden, ehe noch der Morgen anbricht. Ist er ein Gott, so 
streite er fr sich, weil man seinen Altar niedergerissen hat!
JDG 6:32 Daher benannte man ihn an jenem Tage Jerubbaal und wollte damit 
ausdrcken: der Baal streite gegen ihn, weil er seinen Altar 
niedergerissen hat.
JDG 6:33 Nun hatten sich smtliche Midianiter, die Amalekiter und die im 
Osten versammelt, waren bergesetzt und hatten sich in der Ebene Jesreel 
gelagert.
JDG 6:34 Da hatte der Geist Jahwes Gideon erfat, da er in die Posaune 
stie und Abieser zur Heeresfolge aufrief.
JDG 6:35 Dazu hatte Gideon Boten in ganz Manasse umhergesandt, und es war 
gleichfalls zur Heeresfolge aufgerufen worden; auch hatte er Boten in 
Asser, Sebulon und Naphthali umhergesandt, und auch diese zogen ihnen 
entgegen.
JDG 6:36 Da sprach Gideon zu Gott: Wenn du wirklich durch meine Hand 
Israel erretten willst, wie du gesagt hast:
JDG 6:37 wohlan! ich lege ein Schafvlie auf die Tenne: wenn sich auf dem 
Vlie allein Tau zeigen wird, whrend berall sonst der Erdboden trocken 
geblieben ist, dann wei ich, da du Israel durch meine Hand erretten 
willst, wie du gesagt hast!
JDG 6:38 So geschah es. Als er aber am andern Morgen frh das Vlie 
ausdrckte, da konnte er Tau aus dem Vliee pressen, eine ganze Schale 
voll Wasser.
JDG 6:39 Aber Gideon sprach zu Gott: Ach, la deinen Zorn nicht ber mich 
ausbrechen, wenn ich nur diesmal noch rede! La mich nur dies eine Mal 
noch einen Versuch mit dem Vliee machen: es soll nun das Vlie allein 
trocken bleiben, berall sonst auf dem Erdboden aber Tau sein!
JDG 6:40 Da fgte es Gott in jener Nacht so, da das Vlie allein trocken 
blieb, berall sonst auf dem Erdboden aber Tau lag.
JDG 7:1 In der Frhe nun machte sich Jerubbaal, das ist Gideon, mit 
smtlichen Leuten, die er bei sich hatte, auf, und sie lagerten sich bei 
der Quelle Harod. Das Lager der Midianiter aber befand sich nrdlich von 
ihm, vom Hgel More an in der Ebene.
JDG 7:2 Jahwe aber sprach zu Gideon: Der Leute bei dir sind zu viel, als 
da ich die Midianiter in ihre Gewalt geben sollte; sonst knnte sich 
Israel mir gegenber brsten und sagen: Meine Hand hat mir Rettung 
geschafft!
JDG 7:3 So rufe denn laut, da die Leute es hren, aus: Wer Furcht 
empfindet und zaghaft ist, mag sich wenden und umkehren vom Gebirge 
Gilead! Da kehrten 22000 von den Leuten um, so da nur noch 10000 brig 
blieben.
JDG 7:4 Da sprach Jahwe zu Gideon: Noch sind der Leute zu viel; fhre sie 
hinab an das Wasser, da ich sie dir dort sichte. Von wem ich dann zu dir 
sagen werde: dieser da soll dich begleiten! - der soll dich begleiten, 
aber jeder, von dem ich zu dir sagen werde: dieser da soll dich nicht 
begleiten! - der wird nicht mitgehen.
JDG 7:5 Da fhrte er die Leute hinab ans Wasser. Und Jahwe sprach zu 
Gideon: Jeden, der mit der Zunge Wasser leckt, so wie die Hunde lecken, 
den stelle besonders und ebenso jeden, der niederkniet, um aus der Hand zu 
trinken, indem er sie zum Munde fhrt.
JDG 7:6 Es belief sich aber die Zahl derer, die das Wasser leckten, auf 
300 Mann; alle brigen Leute hingegen waren niedergekniet, um Wasser zu 
trinken.
JDG 7:7 Da sprach Jahwe zu Gideon: Mit den 300 Mann, die das Wasser 
leckten, werde ich euch erretten und die Midianiter in deine Gewalt geben; 
alle brigen Leute aber mgen ein jeder an seinen Ort gehen.
JDG 7:8 Da nahmen sie den Mundvorrat der Leute, sowie ihre Posaunen an 
sich; alle israelitischen Mnner aber entlie er, einen jeden in seine 
Heimat, und behielt nur die 300 Mann zurck. Und das Lager der Midianiter 
befand sich unter ihm in der Ebene.
JDG 7:9 In jener Nacht nun gebot ihm Jahwe: Auf, brich drunten ins Lager 
ein, denn ich habe es in deine Gewalt gegeben!
JDG 7:10 Frchtest du dich aber, drunten einzubrechen, so begieb dich mit 
deinem Diener Pura hinunter an das Lager
JDG 7:11 und belausche, was man dort spricht. Dann wirst du Mut gewinnen, 
in das Lager einzubrechen. Da begab er sich mit seinem Diener Pura 
hinunter bis in die nchste Nhe der Krieger im Lager.
JDG 7:12 Da hatten sich die Midianiter, Amalekiter und alle die aus dem 
Osten in der Ebene gelagert, so massenhaft, wie die Heuschrecken, und ihre 
Kamele waren zahllos, so massenhaft wie der Sand am Meeresufer.
JDG 7:13 Als aber Gideon herankam, da erzhlte eben einer einem andern 
einen Traum mit den Worten: Da hab' ich einen Traum gehabt, und zwar 
rollte da ein Gerstenbrot-Kuchen ins midianitische Lager, drang bis zum 
Huptlingszelte vor, traf es, da es umfiel, und drehte es nach oben um, 
da das Zelt dalag.
JDG 7:14 Da antwortete der andere und sprach: Das ist nichts anderes, als 
das Schwert des Israeliten Gideon, des Sohnes Joas'. Gott hat die 
Midianiter und das ganze Lager in seine Gewalt gegeben!
JDG 7:15 Als nun Gideon die Erzhlung von dem Traum und seine Deutung 
vernommen hatte, warf er sich andchtig nieder, kehrte sodann zum 
israelitischen Lager zurck und rief: Auf! denn Jahwe hat das Lager der 
Midianiter in eure Gewalt gegeben.
JDG 7:16 Darauf teilte er die 300 Mann in drei Heerhaufen und gab ihnen 
insgesamt Posaunen und leere Krge in die Hand; in den Krgen aber 
befanden sich Fackeln.
JDG 7:17 Dazu gebot er ihnen: Seht auf mich und thut ebenso! Wenn ich bis 
zum Rande des Lagers vorgedrungen sein werde, dann thut dasselbe, was ich 
thue.
JDG 7:18 Wenn ich also samt allen, die bei mir sind, in die Posaune stoe, 
so stot ihr ebenfalls in die Posaunen auf allen Seiten des Lagers und 
ruft: Schwert Jahwes und Gideons!
JDG 7:19 So drang Gideon mit 100 Mann, die er bei sich hatte, zu Anfang 
der mittleren Nachtwache bis zum Rande des Lagers vor; eben hatte man die 
Wachen aufgestellt. Da stieen sie in die Posaunen und zerschmetterten die 
Krge in ihrer Hand,
JDG 7:20 und zwar stieen die drei Heerhaufen zugleich in die Posaunen, 
zerbrachen die Krge, nahmen die Fackeln in die linke Hand und in die 
rechte die Posaunen zum Blasen und riefen aus: Schwert Jahwes und Gideons!
JDG 7:21 Da blieb ein jeder auf seinem Platze stehen rings um das Lager 
her; im Lager aber rannte alles umher, dann flohen sie unter lautem 
Geschrei.
JDG 7:22 Als sie aber in die dreihundert Posaunen stieen, richtete Jahwe 
ihre Schwerter berall im Lager gegen die eigenen Leute, und was im Lager 
war, floh bis Beth-Hasitta nach Zereda zu, bis an das Ufer von Abel-Mehola 
bei Tabbath.
JDG 7:23 Sodann wurden die Israeliten aus Naphthali, aus Asser und aus 
ganz Manasse aufgeboten, und sie verfolgten die Midianiter.
JDG 7:24 Auch hatte Gideon Boten auf das ganze Gebirge Ephraim gesandt mit 
der Aufforderung: zieht herab den Midianitern entgegen und schneidet ihnen 
das Wasser ab bis Beth-Bara und an den Jordan! Da wurden alle Ephraimiten 
aufgeboten und besetzten das Wasser bis Beth-Bara und an den Jordan.
JDG 7:25 Auch nahmen sie die zwei Midianiterfrsten Oreb und Seeb gefangen 
und hieben Oreb beim Rabenfelsen nieder und Seeb hieben sie bei der 
Wolfskelter nieder. Dann verfolgten sie die Midianiter. Die Kpfe Orebs 
und Seebs aber brachten sie zu Gideon ber den Jordan hinber.
JDG 8:1 Die Ephraimiten aber sprachen zu ihm: Was hast du uns da angethan, 
da du uns nicht gerufen hast? Vielmehr bist du allein in den Kampf gegen 
die Midianiter gezogen! und haderten gewaltig mit ihm.
JDG 8:2 Er erwiderte ihnen: Was habe ich nun geleistet im Vergleiche mit 
euch? Ist die Nachlese Ephraims nicht wichtiger, als die Weinernte 
Abiesers?
JDG 8:3 In eure Gewalt hat Gott die midianitischen Frsten Oreb und Seeb 
gegeben. Was habe ich im Vergleiche mit euch zu thun vermocht? Als er das 
sagte, legte sich ihr Zorn, und sie lieen von ihm ab.
JDG 8:4 Als nun Gideon an den Jordan kam und mit den dreihundert Mann, die 
von der Verfolgung erschpft, ihn begleiteten, bergesetzt war,
JDG 8:5 bat er die Brger von Sukkoth: Gebt doch den Leuten, die ich 
anfhre, Brotkuchen, denn sie sind erschpft, da ich in der Verfolgung der 
midianitischen Knige Sebah und Zalmunna begriffen bin.
JDG 8:6 Aber die Hupter der Stadt fragten: Hltst du denn Sebahs und 
Zalmunnas Faust schon in der Hand, da wir deinem Heere Brot geben sollten?
JDG 8:7 Gideon erwiderte: Nun gut! Wenn Jahwe Sebah und Zalmunna in meine 
Gewalt giebt, so will ich eure Leiber mit Wstendornen und Stacheln 
zerdreschen!
JDG 8:8 Von da zog er nach Pnuel und sprach sie in derselben Weise an. 
Aber die Brger von Pnuel gaben ihm denselben Bescheid, den ihm die Brger 
von Sukkoth gegeben hatten.
JDG 8:9 Da erwiderte er auch den Brgern von Pnuel: Wenn ich heil 
zurckkomme, will ich diese Burg niederreien!
JDG 8:10 Sebah und Zalmunna aber befanden sich samt ihrem Heer in Karkor - 
ungefhr 15000 Mann, alle, die noch brig waren vom ganzen Heere derer von 
Osten; der Gefallenen hingegen waren 120000 Mann, smtlich mit Schwertern 
bewaffnet.
JDG 8:11 Da marschierte Gideon auf der Karawanenstrae stlich von Nobah 
und Jogbeha und berfiel das Lager, whrend das Heer sorglos dalag.
JDG 8:12 Sebah und Zalmunna flohen; er aber jagte ihnen nach und nahm die 
beiden midianitischen Knige Sebah und Zalmunna gefangen, das ganze Heer 
aber scheuchte er auseinander.
JDG 8:13 Sodann kehrte Gideon, der Sohn Joas', an der Steige von Heres von 
seinem Zuge um.
JDG 8:14 Darnach griff er einen jungen Mann von den Brgern Sukkoths auf; 
den fragte er aus, und er mute ihm die Hupter und die vornehmsten Brger 
von Sukkoth, 77 Mann, aufschreiben.
JDG 8:15 Als er dann zu den Brgern von Sukkoth kam, rief er: Da sind nun 
Sebah und Zalmunna, wegen derer ihr mich gehhnt habt mit der Frage: 
Hltst du denn Sebahs und Zalmunnas Faust schon in der Hand, da wir 
deinen ermatteten Leuten Brot geben sollten?!
JDG 8:16 Damit ergriff er die Vornehmsten der Stadt und dazu Wstendornen 
und Stacheln und zerdrasch damit die Brger von Sukkoth.
JDG 8:17 Die Burg von Pnuel aber zerstrte er und metzelte die Brger der 
Stadt nieder.
JDG 8:18 Sodann fragte er Sebah und Zalmunna: Wie waren die Mnner 
gestaltet, die ihr am Thabor erschlagen habt? Sie sprachen: Ganz wie du 
waren sie: jeder sah aus wie ein Knigssohn!
JDG 8:19 Er sprach: Es waren meine Brder, meiner Mutter Shne. So wahr 
Jahwe lebt: httet ihr sie am Leben gelassen, so wollte ich euch nicht 
erschlagen!
JDG 8:20 Sodann rief er seinem Erstgebornen Jether zu: Auf! haue sie 
nieder! Aber der Knabe zog sein Schwert nicht, weil er sich scheute; denn 
er war noch ein Knabe.
JDG 8:21 Da sprachen Sebah und Zalmunna: Auf, stoe du uns nieder; denn 
wie der Mann, so seine Kraft! Da stand Gideon auf und hieb Sebah und 
Zalmunna nieder. Und er nahm die kleinen Monde, die ihre Kamele an den 
Hlsen trugen.
JDG 8:22 Hierauf baten die israelitischen Mnner Gideon: Herrsche ber 
uns, du sowohl, als dein Sohn und deines Sohnes Sohn! denn du hast uns aus 
der Gewalt der Midianiter befreit.
JDG 8:23 Gideon aber erwiderte ihnen: Weder ich will ber euch herrschen, 
noch soll mein Sohn ber euch herrschen, Jahwe soll ber euch herrschen!
JDG 8:24 Da sprach Gideon zu ihnen: Ich will mir etwas von euch erbitten: 
Gebt mir ein jeder die Ringe, die er erbeutet hat! Sie trugen nmlich 
goldene Ringe, da sie Ismaeliter waren.
JDG 8:25 Sie erwiderten: Die wollen wir dir gerne geben! Und sie breiteten 
einen Mantel aus, und jeder warf die von ihm erbeuteten Ringe darauf.
JDG 8:26 Es betrug aber das Gewicht der goldenen Ringe, die er sich erbat, 
1700 Goldsekel, abgesehen von den Monden, den Ohrgehngen und den 
Purpurgewndern, die die midianitischen Knige trugen, sowie abgesehen von 
den Halsbndern an den Hlsen ihrer Kamele.
JDG 8:27 Gideon aber lie daraus einen Ephod verfertigen und stellte ihn 
in seiner Vaterstadt Ophra auf, und ganz Israel trieb dort Abgtterei mit 
ihm, und er wurde fr Gideon und seine Familie zum Fallstrick.
JDG 8:28 So wurden die Midianiter vor den Israeliten gedemtigt, so da 
sie das Haupt nicht wieder erhoben. Und das Land hatte vierzig Jahre lang 
Ruhe, so lange Gideon lebte.
JDG 8:29 Sodann ging Jerubbaal, der Sohn Joas', heim und blieb fortan in 
seinem Hause.
JDG 8:30 Gideon besa siebzig leibliche Shne, denn er hatte viele Weiber.
JDG 8:31 Und sein Kebsweib, das er in Sichem hatte, gebar ihm gleichfalls 
einen Sohn, den benannte er Abimelech.
JDG 8:32 Und Gideon, der Sohn Joas', starb in hohem Alter und wurde im 
Grabe seines Vaters Joas im Ophra der Abiesriten begraben.
JDG 8:33 Als aber Gideon tot war, trieben die Israeliten wieder Abgtterei 
mit den Baalen und nahmen sich den Bundesbaal zum Gotte.
JDG 8:34 Und die Israeliten gedachten nicht an Jahwe, ihren Gott, der sie 
aus der Gewalt aller ihrer Feinde ringsumher befreit hatte;
JDG 8:35 auch bten sie keine Liebe gegen die Familie Jerubbaals, Gideons, 
die den Wohlthaten, die er Israel erwiesen, entsprochen htte.
JDG 9:1 Es begab sich aber Jerubbaals Sohn Abimelech nach Sichem zu den 
Brdern seiner Mutter und redete sie und das ganze Geschlecht der Familie 
seiner Mutter also an:
JDG 9:2 Fragt doch alle Brger von Sichem eindringlich: Was frommt euch 
mehr: wenn siebzig Mnner, smtliche Shne Jerubbaals, ber euch 
herrschen, oder wenn ein Mann ber euch herrscht? Dazu bedenkt, da ich 
von eurem Fleisch und Bein bin!
JDG 9:3 Da redeten die Brder seiner Mutter allen Brgern von Sichem 
seinetwegen ganz diesen Worten gem eindringlich zu, so da sich ihr Sinn 
Abimelech zuneigte, weil sie dachten: er ist unser Stammesgenosse!
JDG 9:4 Daher gaben sie ihm siebzig Silbersekel aus dem Tempel des 
Bundesbaal; damit dingte sich Abimelech nichtsnutzige, leichtfertige 
Menschen und wurde ihr Anfhrer.
JDG 9:5 Darauf begab er sich zum Palaste seines Vaters nach Ophra und 
ermordete seine Brder, die Shne Jerubbaals, siebzig Mann, auf einem 
Steine; nur Jerubbaals jngster Sohn Jotham blieb brig, da er sich 
versteckt hatte.
JDG 9:6 Darauf versammelten sich alle Brger von Sichem samt allen 
Insassen des Millo, gingen hin und erwhlten Abimelech zum Knige bei der 
Denkmalseiche, die bei Sichem steht.
JDG 9:7 Als man das Jotham hinterbrachte, ging er hin, stellte sich auf 
den Gipfel des Berges Gerisim und rief ihnen mit hocherhobener Stimme zu:
JDG 9:8 Hrt mich an, ihr Brger von Sichem, damit Gott auch euch anhre! 
Einst gingen die Bume hin, einen Knig ber sich zu salben; und sie 
sprachen zum lbaum: Bitte, sei Knig ber uns!
JDG 9:9 Aber der lbaum erwiderte ihnen: Soll ich etwa meine Fettigkeit 
lassen, um deretwillen mich Gtter und Menschen preisen, und hingehen, um 
ber den Bumen zu schweben?
JDG 9:10 Da sprachen die Bume zum Feigenbaum: Wohlan, sei du Knig ber 
uns!
JDG 9:11 Aber der Feigenbaum erwiderte ihnen: Soll ich etwa meine 
Sigkeit und meine kstliche Frucht lassen und hingehen, um ber den 
Bumen zu schweben?
JDG 9:12 Da sprachen die Bume zum Weinstock: Wohlan, sei du Knig ber 
uns!
JDG 9:13 Aber der Weinstock erwiderte ihnen: Soll ich etwa meinen Most 
lassen, der Gtter und Menschen frhlich macht, und hingehen, um ber den 
Bumen zu schweben?
JDG 9:14 Da sprachen die Bume alle zum Stechdorn: Wohlan, so sei du Knig 
ber uns!
JDG 9:15 Der Stechdorn aber erwiderte den Bumen: Wenn ihr mich im Ernste 
zum Knig ber euch salben wollt, so kommt und bergt euch in meinem 
Schatten! Wo nicht, wird Feuer vom Stechdorn ausgehen und die Cedern des 
Libanon verzehren!
JDG 9:16 Nun denn, wenn ihr ehrlich und redlich gehandelt habt, indem ihr 
Abimelech zum Knige machtet, und schn gehandelt habt an Jerubbaal und 
seiner Familie und ihm vergolten habt, was seine Hand fr euch that,
JDG 9:17 - ihr, fr die mein Vater gekmpft und sein Leben gewagt hat und 
die er aus der Gewalt der Midianiter errettete,
JDG 9:18 whrend ihr euch heute gegen meines Vaters Familie erhoben, seine 
Shne, siebzig Mann, auf einem Steine ermordet und Abimelech, den Sohn 
seiner Sklavin, zum Knige ber die Brger von Sichem erwhlt habt, weil 
er euer Stammesgenosse ist:
JDG 9:19 - wenn ihr also heute ehrlich und redlich an Jerubbaal und seiner 
Familie gehandelt habt, so freut euch Abimelechs, und er mge sich eurer 
auch erfreuen!
JDG 9:20 Wenn aber nicht, so gehe Feuer aus von Abimelech und verzehre die 
Brger von Sichem und die Insassen des Millo, und gehe Feuer aus von den 
Brgern Sichems und den Insassen des Millo und verzehre Abimelech!
JDG 9:21 Darauf entwich Jotham und gelangte auf seiner Flucht nach Beer; 
dort lie er sich nieder, in Sicherheit vor seinem Bruder Abimelech.
JDG 9:22 Als nun Abimelech drei Jahre ber Israel geherrscht hatte,
JDG 9:23 da lie Gott einen Geist der Zwietracht zwischen Abimelech und 
den Brgern von Sichem aufkommen, so da die Brger von Sichem von 
Abimelech abtrnnig wurden,
JDG 9:24 damit der an den siebzig Shnen Jerubbaals begangene Frevel sich 
rche, und damit er ihr Blut auf ihren Bruder Abimelech, der sie ermordet 
hatte, und auf die Brger von Sichem, die ihm bei der Ermordung seiner 
Brder geholfen hatten, kommen liee.
JDG 9:25 So stifteten denn die Brger von Sichem auf den Hhen der Berge 
Wegelagerer gegen ihn auf, die jeden, der an der Landstrae an ihnen 
vorberzog, beraubten. Das wurde Abimelech hinterbracht.
JDG 9:26 Es kam aber Gaal, der Sohn Jobels, mit seinen Stammesgenossen; 
die zogen in Sichem ein, und die Brger von Sichem gewannen Vertrauen zu 
ihm.
JDG 9:27 Sie begaben sich hinaus aufs Feld, hielten die Weinlese, 
kelterten und veranstalteten ein Dankfest, gingen in den Tempel ihres 
Gottes, aen und tranken und fluchten auf Abimelech.
JDG 9:28 Da rief Gaal, der Sohn Jobels: Wer ist Abimelech und wer der Sohn 
Jerubbaals, da wir ihm unterthan sein sollten? Ist er nicht ein Sichemit 
und Sebul sein Vogt? So mag er ihm denn samt den Leuten Hemors, des 
Stammvaters der Sichemiten, unterthan sein. Aber warum sollen wir ihm 
unterthan sein?
JDG 9:29 Htte ich doch ber dieses Volk zu befehlen, so wollte ich 
Abimelech verjagen und zu Abimelech sprechen: Vermehre dein Heer und rcke 
aus!
JDG 9:30 Als aber Sebul, der Befehlshaber ber die Stadt, von den Reden 
Gaals, des Sohnes Jobels hrte, geriet er in Zorn,
JDG 9:31 sandte hinterlistigerweise Boten an Abimelech und lie ihm sagen: 
Nun ist Gaal, der Sohn Jobels, mit seinen Stammesgenossen nach Sichem 
gekommen, und nun wiegeln sie die Stadt gegen dich auf!
JDG 9:32 So mache dich denn mitsamt dem Kriegsvolke, das du bei dir hast, 
des Nachts auf und lege dich drauen im Freien in den Hinterhalt;
JDG 9:33 frh morgens aber, sobald die Sonne aufgeht, brich auf und 
berfalle die Stadt: wenn er dann mit den Leuten, die er bei sich hat, 
gegen dich ausrckt, so verfahre mit ihm, wie es die Gelegenheit giebt!
JDG 9:34 Da machte sich Abimelech mit dem gesamten Kriegsvolke, das er bei 
sich hatte, des Nachts auf, und sie legten sich in vier Abteilungen gegen 
Sichem in den Hinterhalt.
JDG 9:35 Als nun Gaal, der Sohn Jobels, ausrckte und vor das Stadtthor 
hinaustrat, brach Abimelech mit den Leuten, die er bei sich hatte, aus dem 
Hinterhalt hervor.
JDG 9:36 Gaal sah das Kriegsvolk und sprach zu Sebul: Da kommt ja 
Kriegsvolk von den Hhen der Berge herab! Sebul erwiderte ihm: Du siehst 
den Schatten der Berge fr Menschen an!
JDG 9:37 Gaal aber hob noch einmal an und sprach: Frwahr, Krieger steigen 
vom Nabel des Landes herab, und eine Abteilung kommt in der Richtung von 
der Zauberer-Eiche her!
JDG 9:38 Nun rief Sebul ihm zu: Wo ist denn nun das groe Maul, mit dem du 
sprachst: Wer ist Abimelech, da wir ihm unterthan sein sollten? Da ist ja 
nun das Kriegsvolk, das du verachtet hast. So rcke doch jetzt aus und 
kmpfe mit ihm!
JDG 9:39 Da rckte Gaal an der Spitze der Brger von Sichem aus und 
lieferte Abimelech eine Schlacht.
JDG 9:40 Abimelech aber jagte ihn vor sich her in die Flucht, und eine 
Menge Erschlagener fiel bis dicht vor das Stadtthor.
JDG 9:41 Dann verweilte Abimelech in Aruma, whrend Sebul Gaal und seine 
Stammesgenossen verjagte, so da fr sie in Sichem kein Bleiben mehr war.
JDG 9:42 Am andern Morgen aber ging das Volk ins Freie hinaus. Das 
hinterbrachte man Abimelech.
JDG 9:43 Da nahm er das Kriegsvolk, teilte es in drei Abteilungen und 
legte sich drauen im Freien in den Hinterhalt, und sobald er sah, wie das 
Volk aus der Stadt kam, rckte er gegen sie an und schlug sie nieder.
JDG 9:44 Abimelech selbst aber und die Abteilung, die er bei sich hatte, 
brachen los und nahmen Stellung vor dem Stadtthore, whrend die beiden 
anderen Abteilungen ber alle die herfielen, die sich drauen im Freien 
befanden, und sie niederschlugen.
JDG 9:45 Sodann bestrmte Abimelech die Stadt jenen ganzen Tag hindurch 
und eroberte sie; die Leute darin hieb er nieder, die Stadt selbst aber 
zerstrte er und streute Salz darauf.
JDG 9:46 Als nun alle Insassen der Burg von Sichem dies vernahmen, begaben 
sie sich in den Kellerraum des Tempels des Bundesgottes.
JDG 9:47 Als nun dem Abimelech hinterbracht wurde: Alle Insassen der Burg 
von Sichem sind dort beisammen!
JDG 9:48 da stieg Abimelech mit dem gesamten Kriegsvolke, das er bei sich 
hatte, auf den Berg Salmon. Hier ergriff Abimelech ein Beil, hieb einen 
Busch ab, hob ihn auf und legte ihn auf seine Schulter. Dann gebot er den 
Kriegern, die ihn begleiteten: Was ihr mich thun saht, thut mir 
schleunigst nach!
JDG 9:49 Da hieben auch smtliche Krieger Mann fr Mann einen Busch ab, 
schritten dann hinter Abimelech her, warfen ihn ber den Kellerraum und 
steckten ihnen so den Kellerraum von oben her in Brand, so da nun auch 
smtliche Bewohner der Burg von Sichem ums Leben kamen - bei 1000 Mnner 
und Weiber.
JDG 9:50 Darauf zog Abimelech gegen Thebez, belagerte Thebez und eroberte 
es.
JDG 9:51 Nun befand sich in der Mitte der Stadt ein fester Turm; dorthin 
flchteten sich alle Mnner und Weiber und smtliche Brger der Stadt. Sie 
verrammelten hinter sich den Eingang und stiegen hinauf auf das Dach des 
Turms.
JDG 9:52 Abimelech aber rckte vor den Turm und bestrmte ihn. Als er nun 
an das Thor des Turms herantrat, um es in Brand zu stecken,
JDG 9:53 schleuderte ein Weib Abimelech einen oberen Mhlstein aufs Haupt 
und zerschmetterte ihm den Schdel.
JDG 9:54 Da rief er schleunigst den Diener, der ihm die Waffen trug, 
herbei und befahl ihm: Zcke dein Schwert und gieb mir vollends den Tod, 
damit es nicht von mir heie: Ein Weib hat ihn gettet! Da durchbohrte ihn 
sein Diener, und er starb.
JDG 9:55 Als nun die Israeliten wahrnahmen, da Abimelech tot war, gingen 
sie ein jeder an seinen Ort.
JDG 9:56 So vergalt Gott die Frevelthat Abimelechs, die er an seinem Vater 
verbt hatte, indem er seine siebzig Brder mordete,
JDG 9:57 und ebenso lie Gott alle Frevelthaten der Sichemiten auf ihr 
Haupt zurckfallen. So ging der Fluch Jothams, des Sohnes Jerubbaals, an 
ihnen in Erfllung.
JDG 10:1 Nach Abimelech trat zur Errettung Israels der Issacharit Thola, 
der Sohn Puas, des Sohnes Dodos, auf. Dieser wohnte in Samir auf dem 
Gebirge Ephraim
JDG 10:2 und richtete Israel 23 Jahre; sodann starb er und wurde in Samir 
begraben.
JDG 10:3 Nach ihm trat der Gileadit Jair auf und richtete Israel 22 Jahre.
JDG 10:4 Dieser hatte dreiig Shne, die auf dreiig Eselsfllen ritten; 
sie besaen dreiig Stdte. Die heien die Zeltdrfer Jairs bis auf den 
heutigen Tag; sie liegen im Lande Gilead.
JDG 10:5 Dann starb Jair und wurde in Kamon begraben.
JDG 10:6 Aber die Israeliten thaten aufs Neue, was Jahwe mifiel, und 
verehrten die Baale und die Astarten, die Gtter Arams, die Gtter Sidons, 
die Gtter Moabs, die Gtter der Ammoniter und die Gtter der Philister 
und verlieen Jahwe und verehrten ihn nicht.
JDG 10:7 Da entbrannte der Zorn Jahwes ber Israel, und er verkaufte sie 
in die Gewalt der Philister und in die Gewalt der Ammoniter;
JDG 10:8 die qulten und mihandelten die Israeliten in jenem Jahre - 
achtzehn Jahre lang, alle Israeliten jenseits des Jordan im Lande der 
Amoriter, die in Gilead wohnten.
JDG 10:9 Dazu berschritten die Ammoniter den Jordan, um auch Juda, 
Benjamin und das Haus Ephraim anzugreifen, so da Israel in groer Not war.
JDG 10:10 Da schrieen die Israeliten zu Jahwe um Hilfe und sprachen: Wir 
haben gegen dich gesndigt, da wir unseren Gott verlassen und die Baale 
verehrt haben!
JDG 10:11 Jahwe erwiderte den Israeliten: Nicht wahr, von den gyptern, 
den Amoritern, den Ammonitern und den Philistern -JDG 10:12 und die 
Sidonier, die Amalekiter und die Midianiter bedrngten euch, dann schrieet 
ihr zu mir, und ich errettete euch aus ihrer Gewalt.
JDG 10:13 Ihr aber habt mich verlassen und andere Gtter verehrt. Deshalb 
will ich euch ferner nicht mehr erretten.
JDG 10:14 Geht hin und schreit zu den Gttern, die ihr euch erkoren habt! 
Sie mgen euch Rettung schaffen, wenn ihr in Bedrngnis seid!
JDG 10:15 Da sprachen die Israeliten zu Jahwe: Wir haben gesndigt; 
verfahre mit uns ganz wie es dir gutdnkt, nur reie uns jetzt heraus!
JDG 10:16 Sodann schafften sie die auslndischen Gtter hinweg aus ihrem 
Bereich und verehrten Jahwe; da wurde er ungeduldig ber das Elend Israels.
JDG 10:17 Da wurden die Ammoniter aufgeboten und lagerten sich in Gilead. 
Und die Israeliten sammelten sich und lagerten sich bei Mizpa.
JDG 10:18 Aber das Volk, die Frsten Gileads, sprachen zu einander: Wer 
ist der Mann, der den Kampf mit den Ammonitern erffnet? Er soll das Haupt 
ber alle Einwohner Gileads werden!
JDG 11:1 Der Gileadit Jephtha war ein tapferer Held, aber er war der Sohn 
einer Buhlerin; Gilead hatte Jephtha gezeugt,
JDG 11:2 und als das Weib Gileads diesem Shne gebar, und die Shne des 
Weibes heranwuchsen, vertrieben sie Jephtha und sprachen zu ihm: Du darfst 
in unserer Familie nicht miterben, denn du bist der Sohn eines anderen 
Weibes!
JDG 11:3 So entwich Jephtha vor seinen Brdern und nahm seinen Aufenthalt 
im Lande Tob. Da scharten sich um Jephtha nichtsnutzige Leute, die zogen 
mit ihm aus.
JDG 11:4 Nach einiger Zeit jedoch begannen die Ammoniter Krieg mit Israel.
JDG 11:5 Als aber die Ammoniter Krieg mit Israel begannen, machten sich 
die Vornehmsten Gileads auf den Weg, um Jephtha aus dem Lande Tob 
herbeizuholen.
JDG 11:6 Sie sprachen zu Jephtha: Komm und werde unser Anfhrer, so wollen 
wir gegen die Ammoniter kmpfen!
JDG 11:7 Jephtha erwiderte den Vornehmen Gileads: Habt ihr nicht einen Ha 
auf mich geworfen und mich aus meiner Familie vertrieben? Warum kommt ihr 
nun zu mir, wo ihr in Not seid?
JDG 11:8 Die Vornehmen Gileads entgegneten Jephtha: Ja, wir sind nun auf 
dich zurckgekommen, und gehst du mit uns und fhrst den Krieg gegen die 
Ammoniter, so sollst du uns als Haupt gelten - allen Einwohnern Gileads!
JDG 11:9 Jephtha antwortete den Vornehmen Gileads: Wenn ihr mich 
zurckholt, um den Krieg gegen die Ammoniter zu fhren, und Jahwe giebt 
sie vor mir preis, so will ich euer Haupt sein!
JDG 11:10 Da sprachen die Vornehmen Gileads zu Jephtha: Jahwe wolle die 
Verabredung unter uns hren! Wahrlich, wie du gesagt hast, so wollen wir 
thun!
JDG 11:11 Darauf folgte Jephtha den Vornehmen Gileads, und das Volk 
bestellte ihn zum Haupt und zum Anfhrer ber sich, und Jephtha trug Jahwe 
in Mizpa alle seine Anliegen vor.
JDG 11:12 Hierauf schickte Jephtha Gesandte an den Knig der Ammoniter mit 
der Botschaft: Was willst du von mir, da du gegen mich herangezogen bist, 
um mein Land mit Krieg zu berziehen?
JDG 11:13 Der Knig der Ammoniter erwiderte den Gesandten Jephthas: Israel 
hat mir, als es aus gypten herzog, mein Land weggenommen, vom Arnon bis 
zum Jabok und bis zum Jordan: so gieb sie nun im Guten wieder zurck!
JDG 11:14 Da schickte Jephtha nochmals Gesandte an den Knig der Ammoniter
JDG 11:15 und lie ihm sagen: So spricht Jephtha: Israel hat den Moabitern 
und Ammonitern ihr Land nicht weggenommen,
JDG 11:16 sondern als sie aus gypten herzogen und Israel in der Steppe 
bis zum Schilfmeere gekommen und nach Kades gelangt war,
JDG 11:17 schickte Israel Gesandte an den Knig von Edom mit der Bitte: 
La mich doch durch dein Land ziehen! Aber der Knig von Edom willfahrte 
nicht. Ebenso sandte es an den Knig von Moab; er aber wollte nicht. Da 
blieb Israel in Kades,
JDG 11:18 wanderte durch die Steppe, umging das Land Edom und das Land 
Moab und gelangte so in das Gebiet stlich vom Lande Moab. Und sie 
lagerten sich jenseits des Arnon und betraten das Gebiet Moabs nicht, denn 
der Arnon bildet die Grenze Moabs.
JDG 11:19 Hierauf schickte Israel Gesandte an den Amoriterknig Sihon, den 
Knig von Hesbon. Und Israel lie ihm sagen: La uns doch durch dein Land 
an meinen Ort ziehen!
JDG 11:20 Aber Sihon traute Israel nicht, da er es htte sein Gebiet 
durchziehen lassen. Vielmehr zog Sihon all' sein Kriegsvolk zusammen; die 
lagerten sich bei Jahza, und er griff Israel an.
JDG 11:21 Allein Jahwe, der Gott Israels, gab Sihon und sein gesamtes Volk 
in die Gewalt der Israeliten, da sie sie besiegten, und Israel das ganze 
Land der Amoriter, die dieses Land bewohnten, eroberte.
JDG 11:22 So eroberten sie das ganze Gebiet der Amoriter vom Arnon bis zum 
Jabok und von der Steppe bis zum Jordan.
JDG 11:23 Nun denn! Jahwe, der Gott Israels, hat die Amoriter vor seinem 
Volke Israel vertrieben, und du willst in ihren Besitz eintreten?
JDG 11:24 Nicht wahr, wen dir dein Gott Kamos zuweist, dessen Land nimmst 
du in Besitz? Und wen immer Jahwe, unser Gott, vor uns vertrieben hat, in 
dessen Besitz treten wir ein!
JDG 11:25 Und nun, bist du etwa so viel besser, als Balak, der Sohn 
Zipors, der Knig von Moab? Hat er etwa mit Israel gerechtet oder hat er 
etwa gegen sie gekmpft?
JDG 11:26 Whrend Israel in Hesbon und den zugehrigen Ortschaften, in 
Aror und den zugehrigen Ortschaften und in allen den Stdten, die auf 
beiden Seiten des Arnon liegen, 300 Jahre lang ansssig war - warum habt 
ihr sie denn in dieser Zeit nicht an euch gerissen?
JDG 11:27 Ich habe dir nichts zuleide gethan, aber du thust Unrecht an 
mir, indem du mich angreifst: Jahwe, der Richter, richte heute zwischen 
den Israeliten und den Ammonitern!
JDG 11:28 Aber der Knig der Ammoniter hrte nicht auf die Worte, die ihm 
Jephtha entbot.
JDG 11:29 Da kam ber Jephtha der Geist Jahwes, und er zog nach Gilead und 
Manasse und zog nach Mizpe in Gilead und von Mizpe in Gilead zog er hin 
gegen die Ammoniter.
JDG 11:30 Und Jephtha gelobte Jahwe ein Gelbde und sprach: Wenn du in der 
That die Ammoniter in meine Gewalt giebst,
JDG 11:31 so soll, wer immer aus der Thre meines Hauses heraus mir 
entgegenkommt, wenn ich wohlbehalten von den Ammonitern zurckkehre, Jahwe 
angehren, und ich will ihn als Brandopfer darbringen.
JDG 11:32 Hierauf zog Jephtha gegen die Ammoniter, um ihnen eine Schlacht 
zu liefern, und Jahwe gab sie in seine Gewalt.
JDG 11:33 Er brachte ihnen eine gar gewaltige Niederlage bei, von Aror bis 
gegen Minnith hin, zwanzig Stdte erobernd, und bis nach Abel Keramim. So 
wurden die Ammoniter vor den Israeliten gedemtigt.
JDG 11:34 Als nun Jephtha nach Mizpa zu seinem Hause kam, trat eben seine 
Tochter heraus ihm entgegen mit Pauken und im Reigentanz. Sie war sein 
einziges Kind; auer ihr hatte er weder Sohn noch Tochter.
JDG 11:35 Als er sie nun erblickte, zerri er seine Kleider und rief: Ach, 
meine Tochter! Wie tief beugst du mich nieder: gerade du strzest mich ins 
Unglck! Habe ich doch meinen Mund aufgethan Jahwe gegenber und kann es 
nicht zurcknehmen!
JDG 11:36 Sie erwiderte ihm: Mein Vater, hast du deinen Mund aufgethan 
Jahwe gegenber, so verfahre mit mir, wie es von dir ausgesprochen worden 
ist. Hat doch Jahwe bewirkt, da du dich an deinen Feinden, den 
Ammonitern, rchen konntest!
JDG 11:37 Doch bat sie ihren Vater: Das mge mir gewhrt sein: la noch 
zwei Monate lang von mir ab, da ich hingehe, hinab nach den Bergen, und 
mein Sterben im Jungfrauenalter beweine - ich und meine Gespielinnen.
JDG 11:38 Er antwortete: Gehe hin! und lie sie fr zwei Monate ziehen. Da 
ging sie mit ihren Gespielinnen hin und beweinte auf den Bergen ihr 
Sterben im Jungfrauenalter.
JDG 11:39 Aber nach Verlauf von zwei Monaten kehrte sie zu ihrem Vater 
zurck, und er vollzog an ihr das Gelbde, das er gelobt hatte. Sie hatte 
aber nie mit einem Manne zu thun gehabt. Und es ward zur Sitte in Israel:
JDG 11:40 Von Jahr zu Jahr gehen die Tchter Israels hin, die Tochter des 
Gileaditers Jephtha zu besingen, jedes Jahr vier Tage lang.
JDG 12:1 Es wurden aber die Ephraimiten aufgeboten; sie zogen nordwrts 
und sprachen zu Jephtha: Warum bist du in den Kampf gegen die Ammoniter 
gezogen und hast uns nicht gerufen, da wir mit dir zgen? Nun wollen wir 
dein Haus ber dir in Brand stecken!
JDG 12:2 Jephtha erwiderte ihnen: Ich und mein Volk lagen in harter Fehde 
mit den Ammonitern; da rief ich euch an, aber ihr errettetet mich nicht 
aus ihrer Gewalt.
JDG 12:3 Als ich nun sah, da du mir nicht beistehen wolltest, setzte ich 
mein Leben daran und zog gegen die Ammoniter, und Jahwe gab sie in meine 
Gewalt. Was zieht ihr also heute gegen mich heran, um mich anzugreifen?
JDG 12:4 Und Jephtha bot alle Gileaditer auf und griff die Ephraimiten an, 
und die Gileaditer brachten den Ephraimiten eine Niederlage bei. Sie 
hatten nmlich gesagt: Ephraimitische Flchtlinge seid ihr; Gilead liegt 
inmitten Ephraims, inmitten Manasses.
JDG 12:5 Und die Gileaditer besetzten die Jordanfurten nach Ephraim zu. 
Wenn dann die ephraimitischen Flchtlinge riefen: Lat mich bersetzen, so 
fragten die Gileaditer den Betreffenden: Bist du ein Ephrathiter? 
Antwortete er: Nein!
JDG 12:6 so geboten sie ihm: Sage einmal Schibboleth! Sagte er dann 
Sibboleth, weil er nicht darauf achtete, es richtig auszusprechen, so 
ergriffen sie ihn und hieben ihn an den Jordanfurten zusammen. So fielen 
damals aus Ephraim 42000.
JDG 12:7 Und Jephtha richtete Israel sechs Jahre. Dann starb Jephtha aus 
Gilead und wurde in einer der Stdte Gileads begraben.
JDG 12:8 Nach ihm richtete Ibzan aus Bethlehem.
JDG 12:9 Dieser hatte dreiig Shne und dreiig Tchter gab er nach 
auswrts und fhrte seinen Shnen dreiig Tchter von auswrts zu. Er 
richtete Israel sieben Jahre;
JDG 12:10 dann starb Ibzan und wurde in Bethlehem begraben.
JDG 12:11 Nach ihm richtete Israel der Sebulonit Elon; dieser richtete 
Israel zehn Jahre.
JDG 12:12 Dann starb der Sebulonit Elon und wurde in Ajalon im Lande 
Sebulon begraben.
JDG 12:13 Nach ihm richtete Israel der Pirathonit Abdon, der Sohn Hillels.
JDG 12:14 Dieser hatte vierzig Shne und dreiig Enkel, die auf siebzig 
Eselsfllen ritten. Er richtete Israel acht Jahre;
JDG 12:15 dann starb der Pirathonit Abdon, der Sohn Hillels, und wurde in 
Pirathon im Land Ephraim auf dem Amalekitergebirge begraben.
JDG 13:1 Aber die Israeliten thaten aufs neue, was Jahwe mifiel; da gab 
sie Jahwe in die Gewalt der Philister vierzig Jahre lang.
JDG 13:2 Es war ein Mann aus Zorea vom Geschlechte der Daniten namens 
Manoah; dessen Weib war unfruchtbar und hatte nicht geboren.
JDG 13:3 Da erschien der Engel Jahwes dem Weibe und sprach zu ihr: 
Allerdings bist du ja unfruchtbar und hast nicht geboren, aber du sollst 
schwanger werden und einen Sohn gebren.
JDG 13:4 So nimm dich denn in acht, trinke weder Wein noch berauschendes 
Getrnk und i keinerlei Unreines.
JDG 13:5 Dann wirst du demnchst schwanger werden und einen Sohn gebren; 
auf dessen Haupt darf kein Schermesser kommen, denn der Knabe soll von 
Mutterleibe an ein Gottgeweihter sein, und er wird anfangen, Israel aus 
der Gewalt der Philister zu erretten.
JDG 13:6 Das Weib aber ging hin und erzhlte ihrem Manne also: Ein Mann 
Gottes kam zu mir, der war anzusehen wie der Engel Gottes - beraus 
furchtbar; aber ich fragte ihn nicht, woher er sei, und seinen Namen 
nannte er mir nicht.
JDG 13:7 Der sagte zu mir: Wirst du demnchst schwanger werden und einen 
Sohn gebren, so trinke dann weder Wein, noch berauschendes Getrnk und i 
keinerlei Unreines; denn der Knabe soll ein Gottgeweihter sein von 
Mutterleibe an bis zum Tage seines Todes.
JDG 13:8 Da betete Manoah zu Jahwe und sprach: Mit Vergunst, o Herr! Der 
Gottesmann, den du gesandt hast, mge doch noch einmal zu uns kommen und 
uns belehren, wie wir uns in betreff des Knaben, der geboren werden soll, 
zu verhalten haben!
JDG 13:9 Gott aber willfahrte Manoah, so da der Engel Gottes nochmals zu 
dem Weibe kam, whrend sie eben auf dem Felde sa, und ihr Mann, Manoah, 
nicht bei ihr war.
JDG 13:10 Da lief das Weib schleunigst hin und berichtete es ihrem Manne 
und sprach zu ihm: Eben ist mir der Mann erschienen, der neulich zu mir 
kam!
JDG 13:11 Da machte sich Manoah seinem Weibe nach auf den Weg und als er 
bei dem Manne angelangt war, fragte er ihn: Bist du der Mann, der mit dem 
Weibe gesprochen hat? Er erwiderte: Ja.
JDG 13:12 Nun fragte Manoah: Wenn nun dein Wort eintrifft - wie soll es 
dann mit dem Knaben gehalten und wie mit ihm verfahren werden?
JDG 13:13 Der Engel Jahwes erwiderte Manoah: Das Weib mu sich vor allem, 
was ich ihr genannt habe, in acht nehmen.
JDG 13:14 Sie darf schlechterdings nichts essen, was vom Weinstocke kommt, 
darf nicht Wein oder berauschendes Getrnke trinken und keinerlei Unreines 
essen: was ich ihr geboten habe, soll sie alles beobachten.
JDG 13:15 Da sprach Manoah zum Engel Jahwes: Wir mchten dich gerne 
zurckhalten und dir ein Ziegenbckchen vorsetzen.
JDG 13:16 Aber der Engel Jahwes erwiderte Manoah: Wenn du mich auch 
zurckhieltest, wrde ich doch nicht von deiner Speise essen; willst du 
aber ein Brandopfer herrichten, so bringe es Jahwe dar! Manoah wute 
nmlich nicht, da es der Engel Jahwes war.
JDG 13:17 Da fragte Manoah den Engel Jahwes: Wie heiest du? Denn wenn 
dein Wort eintrifft, wollen wir dich ehren.
JDG 13:18 Der Engel Jahwes erwiderte ihm: Was fragst du nach meinem Namen? 
- ist er doch wunderbar!
JDG 13:19 Da nahm Manoah das Ziegenbckchen und das dazu gehrige 
Speisopfer und brachte es Jahwe auf einem Stein als Opfer dar. Dabei 
geschah etwas Wunderbares vor den Augen Manoahs und seines Weibes.
JDG 13:20 Als nmlich die Flamme vom Altare gen Himmel aufstieg, da fuhr 
der Engel Jahwes in der Altarflamme hinauf. Als Manoah und sein Weib dies 
sahen, warfen sie sich zur Erde nieder auf ihr Angesicht.
JDG 13:21 Aber der Engel Jahwes zeigte sich Manoah und seinem Weibe nicht 
wieder. Da erkannte Manoah, da es der Engel Jahwes gewesen war.
JDG 13:22 Und Manoah rief seinem Weibe zu: Wir mssen sterben, denn wir 
haben Gott gesehen!
JDG 13:23 Sein Weib aber entgegnete ihm: Wenn uns Jahwe htte tten 
wollen, so htte er nicht ein Brandopfer und Speisopfer von uns angenommen 
und htte uns nicht dies alles mit ansehen und uns jetzt nicht solches 
hren lassen!
JDG 13:24 Und das Weib gebar einen Sohn und nannte ihn Simson; der Knabe 
wuchs heran, und Jahwe segnete ihn.
JDG 13:25 Und der Geist Jahwes begann ihn zu treiben im Lager Dans 
zwischen Zorea und Esthaol.
JDG 14:1 Als nun Simson nach Thimnath hinabging, lernte er in Thimnath ein 
philistisches Mdchen kennen.
JDG 14:2 Da ging er hinauf und erzhlte es seinen Eltern, indem er sprach: 
Ich habe in Thimnath ein philistisches Mdchen kennen gelernt, gebt mir 
die zum Weibe!
JDG 14:3 Seine Eltern erwiderten ihm: Giebt es denn unter den Tchtern 
deiner Stammesgenossen und in meinem ganzen Volke kein Weib, da du dir 
auswrts bei den Philistern, den Unbeschnittenen, ein Weib holen willst? 
Simson entgegnete seinem Vater: Diese gieb mir, denn sie sagt mir zu!
JDG 14:4 Aber seine Eltern wuten nicht, da das eine Fgung Jahwes war, 
weil er den Philistern gegenber nach einem Anlasse suchte. Zu jener Zeit 
herrschten nmlich die Philister ber Israel.
JDG 14:5 So ging Simson mit seinen Eltern hinunter nach Thimnath. Als sie 
nun an die Weingrten von Thimnath gelangten, trat ihm pltzlich ein 
junger Lwe brllend in den Weg.
JDG 14:6 Da berkam ihn der Geist Jahwes, da er ihn zerri, wie man ein 
Bckchen zerreit, ohne da er irgend etwas in der Hand hatte. Seinen 
Eltern aber sagte er nicht, was er gethan hatte.
JDG 14:7 Dann ging er vollends hinab und besprach sich mit dem Mdchen, 
und sie sagte Simson zu.
JDG 14:8 Nach einiger Zeit kam er wieder, um sie heimzufhren. Als er nun 
vom Wege abbog, um nach dem toten Lwen zu sehen, da fand sich in dem Aase 
des Lwen ein Bienenschwarm mit Honig.
JDG 14:9 Er bemchtigte sich seiner, nahm ihn in seine hohlen Hnde und a 
im Weitergehen. Als er sodann zu seinen Eltern kam, gab er ihnen auch 
davon zu essen, sagte ihnen aber nicht, da er den Honig aus dem Aase des 
Lwen an sich gebracht hatte.
JDG 14:10 Darauf ging sein Vater zu dem Mdchen hinab, und Simson 
veranstaltete dort ein Gelage; denn so pflegten es die jungen Leute zu 
halten.
JDG 14:11 Aber aus Furcht vor ihm bestellten sie dreiig Brautgesellen, 
die um ihn sein muten.
JDG 14:12 Zu diesen sprach Simson: Ich will euch einmal ein Rtsel 
aufgeben: Knnt ihr es mir whrend der sieben Tage des Gelages lsen und 
es erraten, so gebe ich euch dreiig Unterkleider und dreiig Festgewnder;
JDG 14:13 seid ihr aber nicht imstande, es mir zu lsen, so habt ihr mir 
dreiig Unterkleider und dreiig Festgewnder zu geben! Sie erwiderten 
ihm: Gieb dein Rtsel auf, da wir es hren!
JDG 14:14 Da sprach er zu ihnen: Speise ging aus vom Fresser, und 
Sigkeit ging aus von dem Starken. Aber sie vermochten das Rtsel drei 
Tage lang nicht zu lsen.
JDG 14:15 Am vierten Tag aber baten sie Simsons Weib: Berede doch deinen 
Mann, da er uns das Rtsel lst, sonst verbrennen wir dich samt deines 
Vaters Hause! Nicht wahr, ihr habt uns nur geladen, um uns arm zu machen?
JDG 14:16 Nun weinte Simsons Weib diesem vor und rief: Nur Abneigung hast 
du fr mich, nicht Liebe; du hast meinen Volksgenossen ein Rtsel 
aufgegeben, mir aber hast du es nicht verraten! Er erwiderte ihr: Habe ich 
es doch meinem Vater und meiner Mutter nicht verraten und sollte es dir 
verraten?
JDG 14:17 Da weinte sie ihm die sieben Tage, whrend welcher sie das 
Gelage hielten, vor. Am siebenten Tag endlich verriet er es ihr, weil sie 
ihm arg zugesetzt hatte. Sie aber verriet das Rtsel ihren Volksgenossen.
JDG 14:18 Am siebenten Tage sagten denn die Leute der Stadt zu ihm, ehe er 
in das Brautgemach ging: Was ist ser, als Honig? Und was ist strker, 
als der Lwe? Er erwiderte ihnen: Httet ihr nicht mit meinem Kalbe 
gepflgt, so httet ihr mein Rtsel nicht erraten!
JDG 14:19 Da berkam ihn der Geist Jahwes, da er hinab nach Askalon ging 
und dreiig Mann von ihnen erschlug. Denen nahm er ab, was sie an sich 
hatten, und gab die Festgewnder denen, die das Rtsel erraten hatten. Und 
er geriet in groen Zorn und ging hinauf in seines Vaters Haus.
JDG 14:20 Simsons Weib aber wurde seinem Gesellen zu teil, den er sich 
beigesellt hatte.
JDG 15:1 Nach einiger Zeit aber, in der Zeit der Weizenernte, kam Simson 
mit einem Ziegenbckchen, um sein Weib zu besuchen, und verlangte: Lat 
mich zu meinem Weibe ins innere Gemach gehen! Aber ihr Vater lie ihn 
nicht eintreten.
JDG 15:2 Vielmehr erklrte ihr Vater: Ich dachte in der That, du seist ihr 
abgeneigt, und gab sie deinem Gesellen; aber ihre jngere Schwester ist ja 
noch schner als sie: sie sei dein anstatt jener!
JDG 15:3 Simson aber erwiderte ihnen: Diesmal bin ich ohne Schuld den 
Philistern gegenber, wenn ich ihnen etwas anhnge!
JDG 15:4 So machte sich denn Simson auf den Weg und fing dreihundert 
Fchse, nahm Fackeln, kehrte immer einen Schwanz gegen den anderen und 
that mitten zwischen je zwei Schwnze eine Fackel.
JDG 15:5 Dann steckte er die Fackeln in Brand, lie sie in die 
Getreidefelder der Philister laufen und steckte so sowohl die Garben, als 
die noch stehenden Halme und die Olivengrten in Brand.
JDG 15:6 Als nun die Philister fragten: Wer hat dies gethan? hie es: 
Simson, der Eidam des Thimniters, - weil er ihm sein Weib genommen und es 
seinem Gesellen gegeben hat! Da kamen die Philister herangezogen und 
verbrannten sie samt ihrem Vater.
JDG 15:7 Simson aber sprach zu ihnen: Wenn ihr dergleichen thut, so will 
ich nicht eher ruhen, als bis ich Rache an euch genommen habe!
JDG 15:8 So zerschlug er ihnen Schenkel und Hfte mit heftigen Schlgen. 
Dann ging er hinab und nahm seinen Aufenthalt in der Felsenkluft von Etam.
JDG 15:9 Da rckten die Philister heran, lagerten sich in Juda und 
breiteten sich ber Lehi aus.
JDG 15:10 Als nun die Juder fragten: Warum seid ihr gegen uns 
herangezogen? erwiderten sie: Um Simson festzunehmen, sind wir 
herangezogen, um mit ihm zu verfahren, wie er mit uns verfahren ist.
JDG 15:11 Da zogen dreitausend Mann aus Juda hinab nach der Felsenkluft 
von Etam und riefen Simson zu: Weit du nicht, da die Philister unsere 
Herren sind? Warum hast du uns also das angethan? Er erwiderte ihnen: Wie 
sie mit mir verfahren sind, so verfuhr ich mit ihnen.
JDG 15:12 Sie sprachen zu ihm: Dich festzunehmen, sind wir hergekommen, um 
dich den Philistern auszuliefern! Simson aber erwiderte ihnen: Schwrt 
mir, da ihr selbst mich nicht erschlagen wollt!
JDG 15:13 Sie antworteten ihm: Nein, wir wollen dich ja nur festnehmen und 
ihnen ausliefern - tten wollen wir dich nicht! So fesselten sie ihn denn 
mit zwei neuen Stricken und brachten ihn herauf vom Felsen.
JDG 15:14 Als er aber bis Lehi gelangt war, und die Philister schon ein 
Freudengeschrei erhoben ber seine Ankunft, da berkam ihn der Geist 
Jahwes, und die Stricke an seinen Armen wurden wie Fden, die vom Feuer 
versengt sind, und seine Bande zerflossen ihm an den Hnden.
JDG 15:15 Als er sodann einen frischen Eselskinnbacken fand, streckte er 
seine Hand aus, nahm ihn und erschlug damit tausend Mann.
JDG 15:16 Da rief Simson: Mit einem Eselskinnbacken habe ich sie grndlich 
geschoren, mit einem Eselskinnbacken habe ich 1000 Mann erschlagen!
JDG 15:17 Als er ausgeredet hatte, warf er den Kinnbacken weg, und man 
nannte seitdem jene rtlichkeit Ramath Lehi.
JDG 15:18 Da ihn aber sehr drstete, rief er Jahwe an und sprach: Du hast 
durch deines Knechtes Hand diesen groen Sieg gegeben - und nun soll ich 
vor Durst umkommen und den Unbeschnittenen in die Hnde fallen?
JDG 15:19 Da spaltete Gott die Vertiefung in dem Kinnbacken, und es flo 
Wasser daraus hervor. Als er nun getrunken hatte, kehrten seine 
Lebensgeister zurck und er lebte wieder auf. Daher nannte man sie: Quelle 
des Rufers; die befindet sich bei Lehi bis auf den heutigen Tag.
JDG 15:20 Er richtete aber Israel in den Tagen der Philisterherrschaft 
zwanzig Jahre.
JDG 16:1 Simson aber ging nach Gaza. Dort lernte er eine Buhlerin kennen 
und wohnte ihr bei.
JDG 16:2 Als aber den Gaziten hinterbracht wurde: Simson ist hierher 
gekommen! da umzingelten sie die Stadt und lauerten ihm die ganze Nacht 
hindurch am Stadtthor auf, verhielten sich aber die ganze Nacht stille, 
weil sie dachten: Bis der Morgen tagt, werden wir ihn erschlagen.
JDG 16:3 Simson aber blieb bis Mitternacht liegen. Um Mitternacht aber 
stand er auf, fate die beiden Flgel des Stadtthors samt den beiden 
Pfosten und hob sie zugleich mit dem Riegel aus. Sodann legte er sie auf 
seine Schultern und trug sie auf den Gipfel des Bergs, der Hebron 
gegenber liegt.
JDG 16:4 Spterhin begab es sich, da er am Bache Sorek ein Weib 
liebgewann namens Delila.
JDG 16:5 Da kamen die Frsten der Philister zu ihr herauf und redeten ihr 
zu: Berede ihn, damit du erfhrst, worauf es beruht, da er so stark ist, 
und womit wir ihm beikommen knnen, da wir ihn fesseln und bezwingen, so 
wollen wir dir Mann fr Mann 1100 Silbersekel geben!
JDG 16:6 Da redete Delila Simson zu: Verrate mir doch, worauf es beruht, 
da du so stark bist, und womit man dich fesseln mte, um dich zu 
bezwingen!
JDG 16:7 Simson erwiderte ihr: Wenn man mich mit sieben frischen Schnren 
bnde, die nicht ausgetrocknet sind, wrde ich schwach und wre wie ein 
anderer Mensch.
JDG 16:8 Da brachten ihr die Frsten der Philister sieben frische Schnre, 
die nicht ausgetrocknet waren, und sie band ihn damit.
JDG 16:9 Es saen aber auf ihr Anstiften Leute zum Auflauern im inneren 
Gemach. Als sie ihm nun zurief: Die Philister sind an dir, Simson! da 
zerri er die Schnre, wie man einen Wergfaden zerreit, wenn er dem Feuer 
zu nahe kommt, - aber das Geheimnis seiner Kraft ward nicht kund.
JDG 16:10 Da hielt Delila Simson vor: Du hast mich also hintergangen und 
mir Lgen vorgeredet! So sage mir denn jetzt, womit man dich fesseln kann!
JDG 16:11 Er erwiderte ihr: Wenn man mich mit neuen Stricken bnde, mit 
denen noch keinerlei Arbeit gethan ist, so wrde ich schwach und wre wie 
ein anderer Mensch.
JDG 16:12 Da nahm Delila neue Stricke und band ihn damit; dann rief sie 
ihm zu: Die Philister sind an dir, Simson! whrend Leute zum Auflauern im 
inneren Gemache saen. Er aber ri sie von seinen Armen ab wie einen Faden.
JDG 16:13 Nun hielt Delila Simson vor: Bisher hast du mich hintergangen 
und mir Lgen vorgeredet: verrate mir doch, womit man dich fesseln kann! 
Er erwiderte ihr: Wenn du die sieben Locken auf meinem Haupte mit dem 
Aufzug eines Gewebes verflchtest
JDG 16:14 und mit dem Webepflock befestigtest, wrde ich schwach und wre 
wie ein anderer Mensch. Als er nun schlief, nahm Delila die sieben Locken 
auf seinem Haupte, verflocht sie mit dem Aufzug und befestigte ihn mit dem 
Webepflock. Dann rief sie ihm zu: Die Philister sind an dir, Simson! Da 
erwachte er aus seinem Schlaf und ri den Webepflock samt dem Aufzug 
heraus.
JDG 16:15 Da hielt ihm Delila vor: Wie kannst du sagen: ich liebe dich! 
whrend dein Herz mir entfremdet ist? Dreimal hast du mich nun 
hintergangen und mir nicht verraten, worauf es beruht, da du so stark 
bist!
JDG 16:16 Als sie ihm aber mit ihren Reden unaufhrlich zusetzte und ihn 
so qulte, da ihm das Leben ganz verleidet war,
JDG 16:17 da entdeckte er ihr die volle Wahrheit und sprach zu ihr: Auf 
mein Haupt ist noch kein Schermesser gekommen, denn ich bin ein 
Gottgeweihter von Mutterleibe an: - wrde ich beschoren, so wrde meine 
Kraft von mir weichen; ich wrde schwach und wre wie jeder andere Mensch.
JDG 16:18 Da nun Delila erkannte, da er ihr die volle Wahrheit entdeckt 
hatte, sandte sie hin und lie die Philisterfrsten rufen, indem sie ihnen 
sagen lie: Diesmal mt ihr herkommen, denn er hat mir die volle Wahrheit 
entdeckt! Da kamen die Philisterfrsten und brachten das Geld mit sich.
JDG 16:19 Sie aber lie ihn auf ihrem Scho einschlafen; dann rief sie 
einen Mann, der schor die sieben Locken auf seinem Haupte ab. Da wurde er 
schwcher und schwcher, und seine Strke verlie ihn.
JDG 16:20 Als sie nun rief: Die Philister sind an dir, Simson! und er aus 
seinem Schlaf erwachte, dachte er: Ich komme davon, wie immer, und 
schttle mich frei! - er wute nmlich nicht, da Jahwe von ihm gewichen 
war.
JDG 16:21 Da nahmen ihn die Philister fest und stachen ihm die Augen aus. 
Dann brachten sie ihn hinunter nach Gaza und schlugen ihn in eherne 
Fesseln, und er mute im Gefngnis die Mhle drehen.
JDG 16:22 Aber sein Haupthaar begann, nachdem es geschoren war, wieder zu 
wachsen.
JDG 16:23 Nun kamen einst die Frsten der Philister zusammen, um ihrem 
Gotte Dagon ein groes Opferfest zu veranstalten und ein Freudenfest zu 
feiern, weil sie sich sagten: Unser Gott hat unsern Feind Simson in unsere 
Gewalt gegeben!
JDG 16:24 Als ihn nun das Volk erblickte, priesen sie ihren Gott, weil sie 
sich sagten: Unser Gott hat unsern Feind, den Verwster unseres Landes, 
den, der uns so viele erschlagen hat, in unsere Gewalt gegeben!
JDG 16:25 Als sie nun guter Dinge wurden, riefen sie: Lat Simson holen, 
da er uns belustige! Da lie man Simson aus dem Gefngnis holen und er 
mute sie belustigen; und zwar hatte man ihn zwischen die Sulen gestellt.
JDG 16:26 Da bat Simson den Diener, der ihn an der Hand hielt: La mich 
einmal los, da ich die Sulen ertaste, auf denen das Haus ruht, und mich 
an sie lehne!
JDG 16:27 Das Haus war aber voll von Mnnern und Weibern; auch waren alle 
Frsten der Philister anwesend, und auf dem Dache befanden sich gegen 3000 
Mnner und Weiber, die dem Spiele Simsons zusahen.
JDG 16:28 Da rief Simson Jahwe an und sprach: Herr Jahwe! Gedenke doch 
meiner und gieb mir doch nur dies eine Mal noch Kraft, o Gott, damit ich 
fr meine beiden Augen mit einem Schlag an den Philistern Rache nehme!
JDG 16:29 Hierauf umfate Simson die beiden Mittelsulen, auf denen das 
Haus ruhte, eine mit seiner Rechten, die andere mit seiner Linken, und 
drckte auf sie.
JDG 16:30 Dabei rief Simson: Nun will ich mit den Philistern umkommen! und 
neigte sich mit Macht, so da das Haus auf die Frsten und auf alles Volk, 
das sich darin befand, herabstrzte, und der Toten, die er bei seinem Tode 
gettet, mehr waren, als derer, die er bei Lebzeiten gettet hatte.
JDG 16:31 Da kamen seine Brder und seine ganze Familie herab, holten ihn 
hinauf und begruben ihn zwischen Zorea und Esthaol in der Gruft seines 
Vaters Manoah. Zwanzig Jahre lang hatte er Israel gerichtet.
JDG 17:1 Es war ein Mann auf dem Gebirge Ephraim namens Micha;
JDG 17:2 der sprach zu seiner Mutter: Die elfhundert Silbersekel, die dir 
entwendet worden sind, daher du eine Verwnschung ausgestoen und in 
meiner Gegenwart gesagt hast: - - dieses Geld ist in meiner Verwahrung; 
ich habe es entwendet: aber nun will ich es dir zurckgeben! Seine Mutter 
erwiderte: Mgest du von Jahwe gesegnet sein, mein Sohn!
JDG 17:3 So gab er seiner Mutter die elfhundert Silbersekel zurck. Seine 
Mutter aber sprach: Ich will das Geld Jahwe geweiht haben und zum Besten 
meines Sohns darauf verzichten, damit ein Schnitz- und Gubild daraus 
verfertigt wird.
JDG 17:4 Da nahm seine Mutter zweihundert Silbersekel und gab sie einem 
Goldschmied, der machte daraus ein Schnitz- und Gubild. Das kam in das 
Haus Michas.
JDG 17:5 Und der Mann Micha, der war im Besitz eines Gotteshauses; dazu 
lie er einen Ephod und Teraphim fertigen und stellte einen seiner Shne 
an, da er ihm als Priester diente.
JDG 17:6 Zu jener Zeit gab es keinen Knig in Israel; jeder that, was ihm 
gutdnkte.
JDG 17:7 Nun war ein junger Mann zu Bethlehem in Juda aus dem Geschlecht 
Juda; der war ein Levit und verweilte dort als Fremder.
JDG 17:8 Derselbe verlie die Stadt Bethlehem in Juda, um als Fremder zu 
verweilen, wo es sich trfe, und gelangte auf das Gebirge Ephraim zum 
Hause Michas, um dann seine Reise fortzusetzen.
JDG 17:9 Micha fragte ihn: Woher kommst du? Er antwortete ihm: Ich bin ein 
Levit aus Bethlehem in Juda; ich bin unterwegs, um mich niederzulassen, wo 
ich es treffe.
JDG 17:10 Micha erwiderte ihm: Bleibe bei mir und sei mir Vater und 
Priester, so will ich dir jhrlich zehn Silbersekel geben und den Aufwand 
fr Kleider und deinen Lebensunterhalt.
JDG 17:11 Da willigte der Levit ein, bei dem Manne zu bleiben, und der 
junge Mann galt ihm wie einer seiner Shne.
JDG 17:12 So stellte Micha den Leviten an, und der junge Mann wurde sein 
Priester und blieb in Michas Hause.
JDG 17:13 Da sprach Micha: Nun wei ich gewi, da mir Jahwe wohlthun 
wird, weil ich den Leviten zum Priester habe.
JDG 18:1 Zu jener Zeit gab es keinen Knig in Israel, und der Stamm der 
Daniten suchte sich zu jener Zeit Erbbesitz zur Niederlassung, denn es war 
ihm bis auf jenen Tag inmitten der Stmme Israels noch nichts als 
Erbbesitz zugefallen.
JDG 18:2 So schickten denn die Daniten aus ihrem Geschlecht, aus ihrer 
Gesamtheit, fnf tchtige Mnner aus Zorea und Esthaol, um das Land zu 
erkunden und es auszuforschen, und geboten ihnen: Zieht hin, erforscht das 
Land! Sie gelangten aber aufs Gebirge Ephraim zu Michas Haus und blieben 
hier ber Nacht.
JDG 18:3 Als sie nun bei Michas Hause waren und die Mundart des jungen 
Mannes, des Leviten, erkannten, kehrten sie dort ein und fragten ihn: Wer 
hat dich hierher gebracht? Was thust du da und was hast du hier?
JDG 18:4 Er antwortete ihnen: So und so hat Micha gegen mich gehandelt; er 
dingte mich, und ich wurde sein Priester.
JDG 18:5 Da baten sie ihn: Befrage doch Gott, da wir erfahren, ob die 
Reise, auf der wir begriffen sind, guten Erfolg haben wird!
JDG 18:6 Der Priester erwiderte ihnen: Geht getrost! Die Reise, auf der 
ihr begriffen seid, ist Jahwe genehm!
JDG 18:7 So zogen die fnf Mnner weiter und gelangten nach Lais. Da 
nahmen sie wahr, wie die Leute darin sorglos lebten nach der Weise der 
Sidonier, ruhig und sorglos, indem an nichts Mangel im Lande war, und im 
Besitze von Reichtum. Auch waren sie fern von den Sidoniern und hatten mit 
niemandem Verkehr.
JDG 18:8 Als sie nun zu ihren Stammesgenossen nach Zorea und Esthaol 
kamen, sprachen sie zu ihren Stammesgenossen: Was sitzt ihr stille?
JDG 18:9 Auf, lat uns gegen sie zu Felde ziehen! Denn wir haben das Land 
besehen - es ist in der That ganz vortrefflich! Und ihr seid unschlssig? 
Zgert nicht lnger, euch auf den Weg zu machen, um hinzuziehen und das 
Land in Besitz zu nehmen!
JDG 18:10 Wenn ihr hinkommt, trefft ihr ein sorgloses Volk, und das Land 
hat Raum nach allen Seiten. Ja, Gott hat es in eure Gewalt gegeben - einen 
Ort, woselbst an nichts Mangel ist, was es auf Erden giebt!
JDG 18:11 Da brachen von dort aus dem Geschlechte der Daniten von Zorea 
und Esthaol 600 mit Waffen ausgerstete Leute auf.
JDG 18:12 Auf ihrem Zuge lagerten sie sich in Kirjath-Jearim in Juda. 
Daher nennt man jenen Platz bis zum heutigen Tage Lager Dans - hinter 
Kirjath-Jearim.
JDG 18:13 Von da marschierten sie auf das Gebirge Ephraim und gelangten an 
das Haus Michas.
JDG 18:14 Da ergriffen die fnf Mnner, die nach Lais ausgezogen waren, um 
das Land zu erkunden, das Wort und sprachen zu ihren Stammesgenossen: Wit 
ihr auch, da sich in diesem Gehft ein Ephod und Teraphim, ein Schnitz- 
und Gubild befinden? Seht also zu, was ihr thun wollt!
JDG 18:15 Da bogen sie in jener Richtung ab, gelangten zu dem Hause des 
jungen Mannes, des Leviten, dem Hause Michas, und fragten ihn nach seinem 
Befinden.
JDG 18:16 Und zwar blieben 600 Mann, die zu den Daniten gehrten, mit 
ihren Waffen angethan auen vor dem Thore stehen,
JDG 18:17 und die fnf Mnner, die ausgezogen waren, das Land zu erkunden, 
stiegen hinauf, drangen dort ein, entwendeten das Schnitzbild, den Ephod 
und Teraphim und das Gubild. Der Priester aber stand vor dem Thor, und 
die 600 Mann mit den Waffen angethan.
JDG 18:18 Da drangen jene in das Haus Michas ein und entwendeten das 
Schnitzbild und den Ephod und Teraphim und das Gubild. Der Priester 
fragte sie: Was macht ihr?
JDG 18:19 Sie aber erwiderten ihm: Schweig still! Lege die Hand auf den 
Mund, geh mit uns und werde uns Vater und Priester! Willst du lieber 
Hauspriester eines einzelnen Mannes sein oder Priester eines Stammes und 
Geschlechts in Israel?
JDG 18:20 Das sagte dem Priester zu, und er nahm den Ephod und Teraphim, 
das Schnitzbild und das Gubild und trat inmitten der Leute.
JDG 18:21 Darauf wandten sie sich zum Gehen und stellten die Kinder, das 
Vieh und die Dinge von Wert an die Spitze.
JDG 18:22 Kaum aber hatten sie sich vom Hause Michas entfernt, da scharten 
sich die Bewohner des Gehfts beim Hause Michas zusammen und holten die 
Daniten ein.
JDG 18:23 Sie riefen die Daniten an, worauf diese sich umwandten und Micha 
fragten: Was ist dir, da du dich zusammengeschart hast?
JDG 18:24 Er antwortete: Die Gtter, die ich mir hergestellt habe, habt 
ihr weggenommen, dazu den Priester, und seid davongegangen - was bleibt 
mir nun noch? Wie knnt ihr da noch fragen: Was ist dir?
JDG 18:25 Die Daniten erwiderten ihm: La uns nichts weiter hren, sonst 
knnten erbitterte Leute ber euch herfallen, und durch deine Schuld wre 
es um dein und der Deinigen Leben geschehen!
JDG 18:26 Darauf zogen die Daniten ihres Wegs. Micha aber erkannte, da 
sie ihm berlegen waren, und kehrte wieder nach Hause zurck.
JDG 18:27 Nachdem sie so mitgenommen, was Micha hergestellt hatte, samt 
dem Priester, den er besa, berfielen sie Lais, ruhig und sorglos lebende 
Leute. Die besiegten sie in blutigem Kampf und steckten die Stadt in Brand,
JDG 18:28 ohne da ihr jemand Hilfe gebracht htte, denn sie lag fern von 
Sidon, und sie hatten mit niemandem Verkehr; sie lag nmlich in der Ebene 
von Beth-Rehob. Sodann bauten sie die Stadt wieder auf und siedelten sich 
daran an
JDG 18:29 und zwar nannten sie die Stadt Dan nach dem Namen ihres Ahnherrn 
Dan, der dem Israel geboren wurde; dagegen hatte die Stadt frher Lais 
geheien.
JDG 18:30 Darauf stellten sich die Daniten das Schnitzbild auf, und 
Jonathan, der Sohn Gersoms, des Sohnes Moses, und seine Shne dienten dem 
Stamme Dan als Priester bis zu der Zeit, wo das Land gerumt werden mute.
JDG 18:31 Und sie stellten sich das Schnitzbild, das Micha gefertigt 
hatte, auf ber die ganze Zeit, whrend welcher das Gotteshaus zu Silo 
bestand.
JDG 19:1 Es begab sich aber zu jener Zeit - es gab nmlich noch keinen 
Knig in Israel -, da hielt sich ein levitischer Mann im Innern des 
Gebirges Ephraim als Fremdling auf; der nahm sich ein Mdchen aus 
Bethlehem in Juda zum Kebsweibe.
JDG 19:2 Aber dieses sein Kebsweib wurde zornig auf ihn und entlief ihm 
und ging zu ihrer Familie nach Bethlehem in Juda und verweilte dort eine 
Zeit von vier Monaten.
JDG 19:3 Darauf machte sich ihr Mann ihr nach auf den Weg, um ihr 
zuzureden und sie zurckzuholen; er hatte seinen Diener und ein Paar Esel 
bei sich. Als er nun zu ihrer Familie gelangt war, und der Vater des 
Mdchens ihn erblickte, war er erfreut ber seine Ankunft.
JDG 19:4 Sein Schwiegervater, der Vater des Mdchens, nahm ihn bei der 
Hand und fhrte ihn hinein, und er blieb drei Tage bei ihm. Sie aen und 
tranken und blieben dort ber Nacht.
JDG 19:5 Am vierten Tag aber, als sie sich des Morgens erhoben hatten, und 
er sich auf den Weg machen wollte, sagte der Vater des Mdchens zu seinem 
Eidam: Strke dich erst mit einem Bissen Brot, hernach mgt ihr reisen!
JDG 19:6 So blieben sie denn und die beiden aen und tranken zusammen; 
dann aber bat der Vater des Mdchens den Mann: La es dir doch gefallen 
und bleibe ber Nacht und sei guter Dinge!
JDG 19:7 Aber der Mann erhob sich zum Weggehen; sein Schwiegervater 
ntigte ihn jedoch, da er noch einmal ber Nacht dablieb.
JDG 19:8 Als er sich dann am fnften Tage frhmorgens aufmachte, um zu 
gehen, sagte der Vater des Mdchens: Strke dich doch erst, und verzieht, 
bis der Tag sich neigt! So aen die beiden zusammen.
JDG 19:9 Als dann der Mann aufstand, um mit seinem Kebsweib und seinem 
Diener zu gehen, sagte sein Schwiegervater, der Vater des Mdchens, zu 
ihm: Sieh' doch, wie der Tag abgenommen hat, es wird Abend: bleibt doch 
ber Nacht! Sieh', wie der Tag sich neigt: bleibe hier ber Nacht und sei 
guter Dinge! Morgen frh mgt ihr dann eures Weges ziehen, damit du heim 
gelangst.
JDG 19:10 Aber der Mann weigerte sich, ber Nacht zu bleiben, machte sich 
auf den Weg und gelangte bis gegenber von Jebus, das ist Jerusalem. Er 
hatte aber ein Paar gesattelter Esel und sein Kebsweib bei sich.
JDG 19:11 Als sie sich nun bei Jebus befanden, und der Tag schon stark 
abgenommen hatte, sprach der Diener zu seinem Herrn: Komm, la uns in der 
Jebusiterstadt da einkehren und darin bernachten!
JDG 19:12 Sein Herr entgegnete ihm: Wir wollen nicht in einer Stadt der 
Fremden einkehren, wo keine Israeliten wohnen, sondern wollen bis Gibea 
weiter ziehen.
JDG 19:13 Und er sprach zu seinem Diener: Komm, wir wollen nach einer der 
Ortschaften hingehen und in Gibea oder Rama bernachten.
JDG 19:14 So zogen sie des Weges weiter, aber nahe bei Gibea, das zu 
Benjamin gehrt, ging ihnen die Sonne unter.
JDG 19:15 Da kehrte sie dort ein, um in Gibea zu bernachten. Als er nun 
hinkam, verweilte er auf dem freien Platze der Stadt - aber da war 
niemand, der sie zum bernachten in sein Haus aufgenommen htte.
JDG 19:16 Es erschien aber ein alter Mann, der des Abends von seiner 
Arbeit vom Felde heimkehrte; er stammte vom Gebirge Ephraim und verweilte 
als Fremdling in Gibea, whrend die Leute des Orts Benjaminiten waren.
JDG 19:17 Als dieser nun aufsah und den Wanderer auf dem freien Platze der 
Stadt erblickte, fragte der alte Mann: Wohin gehst du und woher kommst du?
JDG 19:18 Er antwortete ihm: Wir sind auf der Durchreise von Bethlehem in 
Juda nach dem Innern des Gebirges Ephraim; von da bin ich her. Ich bin 
nach Bethlehem in Juda gereist und bin nun unterwegs nach meinem Hause - 
aber da ist niemand, der mich in sein Haus aufnimmt!
JDG 19:19 Wir haben sowohl Stroh, als Futter fr unsere Esel; ebenso haben 
wir Brot und Wein fr mich und deine Magd und fr den Diener, den deine 
Sklaven bei sich haben: an gar nichts fehlt es.
JDG 19:20 Da sagte der alte Mann: Willkommen! Nur, wenn es dir an irgend 
etwas gebricht, berla mir die Sorge! Jedenfalls aber darfst du nicht im 
Freien bernachten.
JDG 19:21 Hierauf fhrte er ihn in sein Haus und gab den Eseln Futter; und 
sie wuschen ihre Fe und aen und tranken.
JDG 19:22 Whrend sie so sich gtlich thaten, da umringen pltzlich die 
Mnner der Stadt, nichtswrdige Menschen, das Haus, drngten gegen die 
Thr und riefen dem alten Manne, dem Hausherrn zu: Gieb den Mann heraus, 
der in deinem Haus eingekehrt ist, da wir ihm beiwohnen!
JDG 19:23 Da ging der Mann, der Hausherr, zu ihnen hinaus und sprach zu 
ihnen: Nicht doch, ihr Brder! Begeht kein Unrecht! Nachdem dieser Mann in 
mein Haus eingekehrt ist, drft ihr eine solche Schandthat nicht verben!
JDG 19:24 Da ist ja meine jungfruliche Tochter und sein Kebsweib; die 
will ich euch herausgeben, und ihr mgt ihnen Gewalt anthun und mit ihnen 
verfahren, wie es euch gutdnkt. Aber an diesem Manne drft ihr eine 
derartige Schandthat nicht verben!
JDG 19:25 Aber die Mnner wollten nicht auf ihn hren. Da fate der Mann 
sein Kebsweib und fhrte sie zu ihnen hinaus auf die Strae, und sie 
wohnten ihr bei und trieben ihren Mutwillen mit ihr die ganze Nacht 
hindurch bis an den Morgen und lieen sie erst los, als die Morgenrte 
aufging.
JDG 19:26 Als nun der Morgen anbrach, kam das Weib und brach vor der 
Hausthre des Mannes, bei dem ihr Herr weilte, zusammen und blieb liegen 
bis zum lichten Tag.
JDG 19:27 Als aber ihr Herr am Morgen aufstand, die Hausthr ffnete und 
heraustrat, um seines Weges zu ziehen, - da lag das Weib, sein Kebsweib, 
vor der Thre des Hauses mit den Hnden auf der Schwelle.
JDG 19:28 Er redete sie an: Steh' auf, wir wollen gehn! - aber es erfolgte 
keine Antwort. Da lud er sie auf den Esel und der Mann machte sich auf den 
Weg nach seinem Wohnsitz.
JDG 19:29 Als er aber heimkam, nahm er ein Messer, erfate sein Kebsweib, 
zerstckte sie vollstndig in zwlf Stcke und sandte sie im ganzen 
Bereich Israels umher.
JDG 19:30 Da rief dann ein jeder, der es zu Gesichte bekam: So etwas ist 
nicht geschehen, noch gesehen worden seit der Zeit, wo die Israeliten aus 
gypten wegzogen bis auf den heutigen Tag! Nun bedenkt euch darber, ratet 
und sprecht!
JDG 20:1 Da zogen die Israeliten aus, und die Gemeinde versammelte sich 
wie ein Mann von Dan bis Beerseba, dazu das Land Gilead, vor Jahwe in 
Mizpa.
JDG 20:2 Und die Hupter des ganzen Volkes, alle Stmme Israels, stellten 
sich bei der Versammlung des Volkes Gottes - 400000 Mann zu Fu, mit 
Schwertern bewaffnet.
JDG 20:3 Aber die Benjaminiten hrten, da die Israeliten nach Mizpa 
gezogen seien. Da fragten die Israeliten: Sagt an, wie ist diese schlimme 
That geschehen?
JDG 20:4 Da antwortete der levitische Mann, der Mann des gemordeten Weibes 
also: Nach Gibea, das in Benjamin liegt, war ich mit meinem Kebsweibe 
gekommen, um ber Nacht zu bleiben.
JDG 20:5 Da zeigten sich die Brger von Gibea feindselig gegen mich und 
umringten Nachts in feindseliger Absicht gegen mich das Haus: mich selbst 
dachten sie umzubringen und meinem Kebsweibe haben sie Gewalt angethan, 
da sie starb.
JDG 20:6 Da erfate ich mein Kebsweib, zerstckte sie und sandte sie im 
ganzen Bereiche des Erbbesitzes Israels umher; denn sie haben ein 
Verbrechen und eine Schandthat in Israel verbt!
JDG 20:7 Ihr seid hier alle zugegen, Israeliten! So entscheidet nun und 
ratet allhier!
JDG 20:8 Da erhob sich das ganze Volk wie ein Mann und rief: Keiner von 
uns darf heimgehen, keiner sich nach seinem Hause begeben!
JDG 20:9 Nun denn, das ist das Verfahren, das wir gegen Gibea anwenden 
wollen: ber sie mit dem Lose!
JDG 20:10 Und zwar wollen wir zehn Mann von hundert von allen Stmmen 
Israels und hundert von tausend und tausend von zehntausend nehmen, da 
sie Zehrung fr die Leute holen, damit man mit Gibea in Benjamin ganz so 
verfahre, wie die Schandthat verdient, die es in Israel verbt hat.
JDG 20:11 Da versammelten sich alle Israeliten bei der Stadt, wie ein Mann 
verbndet.
JDG 20:12 Hierauf sandten die Stmme Israels Leute im ganzen Stamme 
Benjamin umher mit der Botschaft: Was ist das fr eine schlimme That, die 
unter euch geschehen ist?
JDG 20:13 So gebt nun die nichtswrdigen Menschen in Gibea heraus, da wir 
sie umbringen und das Bse aus Israel wegtilgen! Aber die Benjaminiten 
weigerten sich, dem Verlangen ihrer Volksgenossen, der Israeliten, Folge 
zu leisten.
JDG 20:14 Da versammelten sich die Benjaminiten aus den brigen Stdten 
nach Gibea, um zum Kampfe mit den Israeliten auszurcken.
JDG 20:15 Und zwar belief sich die Zahl der Benjaminiten aus den Stdten 
an jenem Tag auf 26000 mit Schwertern Bewaffnete, abgesehen von den 
Bewohnern Gibeas, deren Zahl sich auf 700 auserlesene Mnner belief.
JDG 20:16 Von allen diesen Leuten waren 700 auserlesene Mnner 
linkshndig: jeder derselben verstand haarscharf mit Steinen zu 
schleudern, ohne zu fehlen.
JDG 20:17 Die Mnner von Israel hingegen beliefen sich ohne Benjamin auf 
400000 mit Schwertern Bewaffnete, lauter Kriegsleute.
JDG 20:18 Die machten sich auf den Weg nach Bethel hinauf und befragten 
Gott. Und zwar fragten die Israeliten: Wer von uns soll zuerst zum Kampfe 
mit den Benjaminiten ausrcken? Jahwe antwortete: Zuerst Juda.
JDG 20:19 Da brachen die Israeliten am Morgen auf und lagerten sich vor 
Gibea,
JDG 20:20 und die Mnner von Israel rckten aus zum Kampfe gegen Benjamin 
und die Mnner von Israel stellten sich ihnen gegenber in Schlachtordnung 
auf in der Richtung nach Gibea zu.
JDG 20:21 Die Benjaminiten aber rckten aus Gibea aus und streckten an 
jenem Tage 22000 Mann von Israel zu Boden.
JDG 20:22 Da zogen die Israeliten hinauf und weinten vor Jahwe bis zum 
Abend und befragten Jahwe und sprachen: Soll ich noch einmal zum Kampfe 
mit meinen Volksgenossen, den Benjaminiten, ausrcken: Jahwe antwortete: 
Rckt aus gegen sie!
JDG 20:23 Da ermannte sich das Volk, die Mnner von Israel, und stellten 
sich an dem Platze, wo sie sich am ersten Tag aufgestellt hatten, nochmals 
in Schlachtordnung auf.
JDG 20:24 Als nun die Israeliten am zweiten Tage wieder gegen die 
Benjaminiten anrckten,
JDG 20:25 zogen ihnen die Benjaminiten am zweiten Tag aus Gibea entgegen 
und streckten von den Israeliten abermals 18000 Mann zu Boden - insgesamt 
mit Schwertern Bewaffnete.
JDG 20:26 Da machten sich smtliche Israeliten und das ganze Volk auf den 
Weg nach Bethel hinauf und verweilten hier weinend vor Jahwe und fasteten 
an jenem Tage bis zum Abend. Dann brachten sie Brand- und Heilsopfer vor 
Jahwe dar.
JDG 20:27 Darauf befragten die Israeliten Jahwe - dort befand sich nmlich 
zu jener Zeit die Lade mit dem Gesetze Gottes,
JDG 20:28 und Pinehas, der Sohn Eleasars, des Sohnes Aarons, wartete zu 
jener Zeit des Dienstes vor ihr - und sprachen: Soll ich noch einmal zum 
Kampfe mit meinen Volksgenossen, den Benjaminiten, ausrcken oder soll ich 
es lassen? Jahwe antwortete: Zieht hin, denn morgen gebe ich sie in deine 
Gewalt.
JDG 20:29 Nun legte Israel ringsum Leute in den Hinterhalt gegen Gibea;
JDG 20:30 dann rckten die Israeliten am dritten Tage gegen die 
Benjaminiten heran und stellen sich gegen Gibea in Schlachtordnung auf wie 
die vorigen Male.
JDG 20:31 Die Benjaminiten aber rckten gegen das Volks aus, wurden von 
der Stadt fortgelockt und begannen, wie die vorigen Male, etliche von dem 
Volke zu erschlagen, auf den Straen, deren eine nach Bethel hinauffhrt, 
whrend die andere durch Gefilde nach Gibea fhrt - gegen 30 Mann von 
Israel.
JDG 20:32 Da dachten die Benjaminiten: Sie erliegen uns wie das erste Mal. 
Die Israeliten hingegen hatten verabredet: Wir wollen fliehen, da wir sie 
von der Stadt weglocken nach den Straen hin.
JDG 20:33 Nun brachen alle Mnner Israels von ihrem Standort auf und 
stellten sich bei Baal Thamar auf, und die Israeliten im Hinterhalte 
brachen aus ihrem Standort im Westen von Geba hervor.
JDG 20:34 Darauf rckten Gibea gegenber 10000 aus ganz Israel erlesene 
Mnner heran, und es entspann sich ein heftiger Kampf, wobei das Verderben 
sie unversehens ereilte.
JDG 20:35 So lie Jahwe Benjamin vor Israel erliegen und die Israeliten 
hieben von Benjamin an jenem Tage 25100 Mann nieder, lauter mit Schwertern 
Bewaffnete.
JDG 20:36 Und die Benjaminiten erkannten, da sie unterlegen waren. Nun 
gaben die Israeliten Benjamin Raum; denn sie verlieen sich auf den 
Hinterhalt, den sie Gibea gelegt hatten.
JDG 20:37 Da brachen die im Hinterhalte pltzlich gegen Gibea vor, und der 
Hinterhalt zog hin und hieb smtliche Bewohner der Stadt mit dem Schwerte 
nieder.
JDG 20:38 Es war aber zwischen den Israeliten und dem Hinterhalte die 
Verabredung getroffen worden, da sie ein Rauchsignal aus der Stadt 
aufsteigen lassen sollten.
JDG 20:39 Als sich nun die Israeliten im Verlaufe des Kampfes zur Flucht 
wendeten, und die Benjaminiten schon begonnen hatten, etliche von den 
Israeliten - etwa dreiig Mann - zu erschlagen, weil sie dachten: Sie sind 
uns ja erlegen, wie in der ersten Schlacht! -JDG 20:40 da begann das 
Signal in Gestalt einer Rauchwolke von der Stadt aufzusteigen, und als die 
Benjaminiten zurckschauten, da stand bereits die ganze Stadt in Flammen, 
die bis zum Himmel emporschlugen.
JDG 20:41 Da machten die Israeliten kehrt, und die Benjaminiten gerieten 
in Bestrzung; denn sie erkannten nun, da das Verderben sie ereilt hatte.
JDG 20:42 Sie zogen sich vor den Israeliten in der Richtung nach der 
Steppe zurck, aber der Kampf gegen sie tobte weiter, und die aus den 
Stdten hieben ihn in seiner Mitte nieder.
JDG 20:43 Sie umzingelten Benjamin, verfolgten ihn; am Ruheplatze traten 
sie ihn nieder bis stlich gegenber von Gibea.
JDG 20:44 Dabei fielen von Benjamin 18000 Mann, lauter tapfere Mnner.
JDG 20:45 Da wandten sie sich zur Flucht nach der Steppe gegen den Felsen 
Rimmon hin; aber jene hielten unter ihnen auf den Straen noch eine 
Nachlese von 5000 Mann und setzten ihnen nach bis nach Gideom, wobei sie 
noch 2000 Mann von ihnen erschlugen.
JDG 20:46 So betrug die Gesamtheit der gefallenen Benjaminiten an jenem 
Tage 25000 mit Schwertern bewaffnete, lauter tapfere Mnner.
JDG 20:47 Da wandten sie sich zur Flucht nach der Steppe gegen den Felsen 
Rimmon hin, 600 Mann stark, und verweilten vier Monate beim Felsen Rimmon.
JDG 20:48 Die Israeliten aber kehrten zurck zu den noch brigen 
Benjaminiten und hieben sie mit dem Schwerte nieder, sowohl Menschen als 
Vieh, alles, was sich vorfand; dazu steckten sie alle vorhandenen Stdte 
in Brand.
JDG 21:1 Nun hatten die Israeliten in Mizpa den Schwur gethan: Keiner von 
uns darf seine Tochter an einen Benjaminiten verheiraten!
JDG 21:2 Da begab sich das Volk nach Bethel und sie verweilten dort bis 
zum Abend vor Gott und fingen laut zu wehklagen an
JDG 21:3 und riefen: Warum, o Jahwe, du Gott Israels, ist das in Israel 
geschehen, da Israel nunmehr ein ganzer Stamm fehlt?
JDG 21:4 Am andern Morgen frh aber errichtete das Volk dort einen Altar 
und brachte Brand- und Heilsopfer dar.
JDG 21:5 Dann fragten die Israeliten: Wer ist etwa aus allen Stmmen 
Israels nicht mit der Gemeinde her zu Jahwe gekommen? Es war nmlich dem, 
der nicht zu Jahwe nach Mizpa kommen wrde, unter feierlichen Eiden 
angedroht: Er soll mit dem Tode bestraft werden!
JDG 21:6 Und es war den Israeliten leid um ihren Bruder Benjamin, und sie 
riefen: Nun ist ein ganzer Stamm aus Israel hinweggerissen!
JDG 21:7 Wie sollen wir denen, die brig geblieben sind, zu Frauen 
verhelfen, nachdem wir bei Jahwe geschworen haben, da wir keine von 
unsern Tchtern an sie verheiraten wollen?
JDG 21:8 Da fragten sie: Ist etwa einer von den Stmmen Israels nicht her 
zu Jahwe nach Mizpa gekommen? Da befand sich, da aus Jabes in Gilead 
niemand zur Versammlung ins Lager gekommen war.
JDG 21:9 Da wurde unter dem Volke Musterung gehalten und es ergab sich, 
da von den Einwohnern von Jabes in Gilead niemand zugegen war.
JDG 21:10 Nun entsandte die Gemeinde dort 12000 von den tapfersten Mnnern 
und gab ihnen den Befehl: Geht hin und metzelt die Einwohner von Jabes in 
Gilead mit dem Schwerte nieder, sowohl Frauen als Kinder.
JDG 21:11 Dabei sollt ihr es aber folgendermaen halten: an allem, was 
mnnlich ist, sowie an allen Weibern, die mnnliche Beiwohnung erfahren 
haben, sollt ihr den Bann vollstrecken, dagegen die Jungfrauen lasset 
leben! Sie thaten so
JDG 21:12 und zwar fanden sie unter den Einwohnern von Jabes in Gilead 
vierhundert jungfruliche Mdchen, die noch keine mnnliche Beiwohnung 
erfahren hatten; die brachten sie ins Lager nach Silo, das im Lande Kanaan 
liegt.
JDG 21:13 Da sandte die ganze Gemeinde hin und verhandelte mit den 
Benjaminiten, die sich beim Felsen Rimmon befanden, und versprach ihnen 
Sicherheit.
JDG 21:14 So kehrten nun die Benjaminiten zurck und man bergab ihnen die 
Frauen, die man von den Frauen zu Jabes in Gilead am Leben gelassen hatte. 
Diese reichten jedoch noch nicht fr sie aus.
JDG 21:15 Da war es dem Volke leid um Benjamin, weil Jahwe einen Ri in 
die Stmme Israels gemacht hatte.
JDG 21:16 Da sprachen die Vornehmsten der Gemeinde: Wie sollen wir den 
briggebliebenen zu Frauen verhelfen? Sind doch aus Benjamin die Frauen 
ausgerottet?
JDG 21:17 Sie antworteten: Den Benjaminiten, die entronnen sind, mu ihr 
Erbbesitz verbleiben, da nicht ein Stamm aus Israel hinweggetilgt werde;
JDG 21:18 aber wir knnen keine unserer Tchter an sie verheiraten! Die 
Israeliten hatten nmlich geschworen: Verflucht sei, wer einem 
Benjaminiten ein Weib giebt!
JDG 21:19 Da sprachen sie: Es findet ja Jahr fr Jahr das Fest Jahwes zu 
Silo statt, das nrdlich von Bethel, stlich von der Strae, die von 
Bethel nach Sichem hinauffhrt, und sdlich von Lebona liegt.
JDG 21:20 Und sie wiesen die Benjaminiten an: Geht hin und lauert in den 
Weinbergen,
JDG 21:21 und wenn ihr dann seht, da die Mdchen von Silo herauskommen, 
um Reigentnze aufzufhren, so kommt hervor aus den Weinbergen und raubt 
euch ein jeder aus den Mdchen von Silo ein Weib; dann geht heim ins Land 
Benjamin.
JDG 21:22 Wenn dann ihre Vter oder Brder kommen, um mit uns zu hadern, 
so wollen wir ihnen erwidern: Lat sie ihnen, ihr habt sie ihnen ja nicht 
gegeben! - sonst freilich wrdet ihr euch verschulden!
JDG 21:23 Die Benjaminiten thaten so und holten sich die ntige Anzahl von 
Frauen unter den Tnzerinnen, die sie raubten. Sodann kehrten sie heim in 
ihr Besitztum, bauten die Stdte auf und lieen sich darin nieder.
JDG 21:24 Die Israeliten aber gingen nunmehr von dannen, jeder in seinen 
Stamm und zu seinem Geschlecht, und zogen ab von dort, ein jeder in sein 
Besitztum.
JDG 21:25 Zu jener Zeit gab es keinen Knig in Israel: jeder that, was ihm 
gutdnkte.
RUT 1:1 In der Zeit, als die Richter regierten, entstand eine Hungersnot 
im Lande. Da machte sich ein Mann aus Bethlehem in Juda samt seinem Weibe 
und seinen beiden Shnen auf den Weg, um in das Gebiet Moabs auszuwandern.
RUT 1:2 Der Mann hie Elimelech, sein Weib hie Naemi und seine beiden 
Shne hieen Machlon und Kiljon - Ephratiter aus Bethlehem in Juda. Sie 
gelangten in das Gebiet Moabs und weilten dort.
RUT 1:3 Da starb Naemis Mann Elimelech, und sie blieb mit ihren zwei 
Shnen zurck.
RUT 1:4 Die nahmen sich moabitische Frauen; die eine hie Orpa, die andere 
hie Ruth. Und sie weilten dort ungefhr zehn Jahre.
RUT 1:5 Hierauf starben auch diese beiden, Machlon und Kiljon, so da die 
Frau von ihren beiden Kindern und ihrem Manne verlassen zurckblieb.
RUT 1:6 Da machte sie sich mit ihren Schwiegertchtern auf den Rckweg aus 
dem Gebiete Moabs, weil sie im Gebiete Moabs gehrt hatte, da Jahwe sein 
Volk heimgesucht und ihnen Brot gegeben habe.
RUT 1:7 So verlie sie in Begleitung ihrer beiden Schwiegertchter den 
Ort, wo sie geweilt hatte. Als sie aber ihres Weges gingen, um ins Land 
Juda zurckzukehren,
RUT 1:8 sprach Naemi zu ihren beiden Schwiegertchtern: Geht, kehrt um, 
eine jede zu ihrer Mutter Haus! Jahwe mge euch Liebe erweisen, wie ihr an 
den Toten und an mir gethan habt!
RUT 1:9 Gewhrt es euch Jahwe, so wird sicher jede von euch eine Heimat 
finden im Haus ihres Mannes! Sodann kte sie sie. Aber sie begannen laut 
zu weinen
RUT 1:10 und sprachen zu ihr: Wir wollen ja mit dir zu deinem Volke 
zurckkehren!
RUT 1:11 Naemi erwiderte: Kehrt um, meine Tchter! Was wollt ihr mit mir 
gehen? Berge ich etwa noch Shne in meinem Schoe, die eure Mnner werden 
knnten?
RUT 1:12 Kehrt um, meine Tchter, geht! denn ich bin zu alt, um noch eines 
Mannes Weib zu werden. Gesetzt aber, da ich dchte: Ich habe noch 
Aussicht! und noch diese Nacht eines Mannes wrde und auch wirklich Shne 
gebren sollte -RUT 1:13 solltet ihr darum warten, bis sie erwachsen 
wren? Solltet ihr euch darum einschlieen und nicht eines Mannes werden? 
Nein, meine Tchter! Denn ich bin sehr bekmmert um euch; denn ber mich 
ist die Hand Jahwes ergangen!
RUT 1:14 Da begannen sie abermals laut zu weinen; dann kte Orpa ihre 
Schwiegermutter, Ruth aber hngte sich an sie.
RUT 1:15 Da sprach sie: Nachdem nun deine Schwgerin umgekehrt ist zu 
ihrem Volk und ihrem Gott, so kehre um und folge deiner Schwgerin!
RUT 1:16 Ruth aber erwiderte: Dringe nicht in mich, da ich dich verlassen 
und umkehren und dir nicht folgen soll! Denn wo du hingehst, da gehe ich 
hin, und wo du bleibst, da bleibe ich. Dein Volk ist mein Volk und dein 
Gott ist mein Gott;
RUT 1:17 wo du stirbst, sterbe ich und da will ich begraben sein: Jahwe 
thue mir an, was er will - nur der Tod soll mich und dich scheiden!
RUT 1:18 Als sie nun sah, da jene fest entschlossen war, mit ihr zu 
gehen, redete sie ihr nicht weiter zu.
RUT 1:19 So gingen denn die beiden weiter, bis sie nach Bethlehem 
gelangten. Als sie aber nach Bethlehem hineingingen, geriet die ganze 
Stadt ihretwegen in Aufruhr und die Weiber riefen: Ist das Naemi?
RUT 1:20 Sie antwortete ihnen: Nennt mich nicht Naemi, nennt mich Mara, 
denn der Allmchtige hat viel Bitteres ber mich verhngt!
RUT 1:21 Voll zog ich aus und leer hat mich Jahwe wieder heimgebracht: was 
nennt ihr mich Naemi, da doch Jahwe mich gedemtigt und der Allmchtige 
mir Leid zugefgt hat?
RUT 1:22 So kehrte Naemi und mit ihr ihre Schwiegertochter, die Moabiterin 
Ruth, die aus dem Gebiete Moabs zurckkam, heim; und zwar gelangten sie 
beim Beginn der Gerstenernte nach Bethlehem.
RUT 2:1 Naemi aber besa einen Verwandten ihres Mannes, einen recht 
vermgenden Mann aus dem Geschlecht Elimelechs, Namens Boas.
RUT 2:2 Nun sagte einmal die Moabiterin Ruth zu Naemi: Ich will doch aufs 
Feld gehen und hren lesen hinter dem her, der mir wohl will! Sie 
erwiderte ihr: Geh, meine Tochter!
RUT 2:3 Da ging sie, kam hin und las auf dem Felde auf hinter den 
Schnittern her; dabei traf es sich zufllig fr sie, da das Stck Feld 
dem Boas gehrte, der aus Elimelechs Geschlecht stammte.
RUT 2:4 Da kam eben Boas aus Bethlehem heraus und redete die Schnitter an: 
Jahwe sei mit euch! Sie erwiderten ihm: Jahwe segne dich!
RUT 2:5 Da fragte Boas seinen Diener, der ber die Schnitter gesetzt war: 
Wem gehrt das Mdchen da?
RUT 2:6 Der Diener, der ber die Schnitter gesetzt war, antwortete und 
sprach: Es ist ein Moabitermdchen, die, welche mit Naemi aus dem Gebiete 
Moabs zurckgekommen ist.
RUT 2:7 Sie fragte: Drfte ich nicht auflesen und unter den Garben sammeln 
hinter den Schnittern her? und ist dann gekommen und hat ausgehalten 
seitdem der Morgen anbrach bis jetzt und hat sich nicht ein Weilchen Ruhe 
gegnnt.
RUT 2:8 Da sprach Boas zu Ruth: Hrst du wohl, meine Tochter: Gehe auf 
kein anderes Feld zum Auflesen, gehe auch nicht von hier weg, sondern 
halte dich da zu meinen Mdchen.
RUT 2:9 Behalte das Feld, das sie schneiden, im Auge und folge ihnen; ich 
habe ja den Knechten Befehl gegeben, dich nicht zu behelligen. Und hast du 
Durst, so gehe zu den Gefen hin und trinke von dem, was meine Knechte 
schpfen.
RUT 2:10 Da warf sie sich mit dem Angesicht auf die Erde nieder und sprach 
zu ihm: Warum erweisest du mir die Gnade, mich anzublicken, whrend ich 
doch eine Auslnderin bin?
RUT 2:11 Boas entgegnete und sprach zu ihr: Man hat mir alles 
hinterbracht, was du nach deines Mannes Tode an deiner Schwiegermutter 
gethan hast, und da du Vater und Mutter und dein Heimatland verlassen 
hast und zu einem Volke gezogen bist, das du vorher nicht kanntest.
RUT 2:12 Jahwe vergelte dir dein Thun, und dir werde voller Lohn von 
Jahwe, dem Gott Israels, zu teil, unter dessen Fittigen du Zuflucht zu 
suchen gekommen bist.
RUT 2:13 Sie antwortete: Mgest du mir gndig gesinnt sein, mein Herr! 
Denn du hast mich getrstet und hast deiner Magd freundlich zugesprochen, 
obwohl ich nicht einmal einer deiner Mgde gleich bin.
RUT 2:14 Zur Essenszeit aber sagte Boas zu ihr: Komm hierher und i von 
der Speise und tunke deinen Bissen in den Weinessig! Da setzte sie sich 
zur Seite der Schnitter, und er legte ihr gerstete Krner vor, so da sie 
sich satt essen konnte und noch brig lie.
RUT 2:15 Als sie nun aufstand, um zu lesen, gab Boas seinen Knechten den 
Befehl: Sie mag auch zwischen den Garben lesen, und ihr drft ihr nichts 
zuleide thun;
RUT 2:16 zieht vielmehr aus den Getreidebndeln hren fr sie heraus und 
lat sie liegen, da sie auflesen kann, ohne da ihr sie anfahrt!
RUT 2:17 So las sie auf dem Felde auf bis zum Abend. Und als sie 
ausklopfte, was sie aufgelesen hatte, da war es fast ein Epha Gerste.
RUT 2:18 Sie hob es auf, und als sie in die Stadt kam, sah ihre 
Schwiegermutter, was sie aufgelesen hatte. Darauf zog sie heraus, was sie 
brig behalten hatte, als sie satt geworden war, und gab es ihr.
RUT 2:19 Da fragte sie ihre Schwiegermutter: Wo hast du heute gelesen und 
wo gearbeitet? Gesegnet sei, der dich beachtet hat! Nun erzhlte sie ihrer 
Schwiegermutter, bei wem sie gearbeitet hatte, und sagte: Der Mann, bei 
dem ich heute gearbeitet habe, heit Boas.
RUT 2:20 Da sprach Naemi zu ihrer Schwiegertochter: Gesegnet sei er von 
Jahwe, der sein Erbarmen nicht versagt hat den Lebenden und den Toten! 
Sodann sagte Naemi zu ihr: Der Mann ist unser Verwandter, er gehrt zu 
unseren Lsern!
RUT 2:21 Da sagte Ruth, die Moabiterin: Auch hat er ja zu mir gesagt: 
Halte dich nur zu meinen Leuten, bis sie mit meiner ganzen Ernte fertig 
sind.
RUT 2:22 Naemi erwiderte ihrer Schwiegertochter Ruth: Gut, meine Tochter! 
du gehst mit seinen Mdchen hinaus; so kann dir niemand auf einem fremden 
Feld etwas zuleide thun!
RUT 2:23 So hielt sie sich beim Lesen zu den Mdchen des Boas, bis die 
Gersten- und die Weizenernte beendigt war; dann blieb sie bei ihrer 
Schwiegermutter.
RUT 3:1 Da sprach ihre Schwiegermutter Naemi zu ihr: Meine Tochter, ich 
werde dir eine Heimat verschaffen, damit es dir wohl gehe.
RUT 3:2 Nun denn, Boas, dessen Mdchen du dich angeschlossen hast, ist ja 
unser Verwandter; der worfelt eben heute Nacht die Gerstentenne.
RUT 3:3 So wasche und salbe dich, lege deine besten Kleider an und gehe 
zur Tenne hinunter; aber gieb dich dem Mann nicht zu erkennen, bis er mit 
Essen und Trinken fertig ist.
RUT 3:4 Dann aber, wenn er sich niederlegt, merke den Ort, wohin er sich 
legt, gehe hin, decke den Platz zu seinen Fen auf und lege dich hin; er 
wird dir dann sagen, was du thun sollst.
RUT 3:5 Sie erwiderte ihr: ganz wie du sagst, will ich thun!
RUT 3:6 Hierauf ging sie zur Tenne hinunter und that ganz, wie ihre 
Schwiegermutter sie geheien hatte.
RUT 3:7 Als nun Boas gegessen und getrunken hatte und guter Dinge geworden 
war, ging er, um sich hinter dem Getreidehaufen niederzulegen. Sie aber 
kam leise herbei, deckte den Platz zu seinen Fen auf und legte sich hin.
RUT 3:8 Da, um Mitternacht, erschrak der Mann, und als er sich vorbeugte - 
da befand sich, da ein Weib an seinem Fuende lag.
RUT 3:9 Er rief: Wer bist du? Sie antwortete: Ich bin deine Magd Ruth: 
breite deinen Fittig ber deine Magd aus, denn du bist Lser!
RUT 3:10 Er erwiderte: Mgest du von Jahwe gesegnet sein, meine Tochter! 
Du hast nachgehends deine Liebe noch schner bethtigt, als zuvor, indem 
du nicht den jungen Mnnern nachliefest, ob arm oder reich.
RUT 3:11 Nun denn, meine Tochter, sei getrost! Ich werde ganz deinen 
Worten gem an dir handeln; im Thore meiner Volksgenossen wei ja ein 
jeder, da du eine wackere Frau bist.
RUT 3:12 Nun also, es ist ja wahr, da ich Lser bin; aber es ist auerdem 
ein Lser vorhanden, der noch nher verwandt ist als ich.
RUT 3:13 Bleibe die Nacht hier: wenn er dich dann am Morgen lst, gut, so 
mag er es thun; hat er aber keine Lust, dich zu lsen, so werde ich dich 
lsen, so wahr Jahwe lebt! Lege dich bis zum Morgen nieder!
RUT 3:14 Also legte sie sich bis zum Morgen an seinem Fuende nieder. Dann 
erhob sie sich, ehe noch ein Mensch den andern erkennen konnte. Er dachte 
nmlich: Es darf nicht bekannt werden, da die Frau auf die Tenne gekommen 
ist!
RUT 3:15 Da sagte er: Nimm den berwurf, den du anhast, und halte ihn her! 
Sie hielt ihn hin. Da ma er sechs Ma Gerste ab und lud es ihr auf. So 
kam sie in die Stadt.
RUT 3:16 Als sie nun zu ihrer Schwiegermutter kam, fragte diese: Wie 
steht's mit dir, meine Tochter? Da erzhlte sie ihr alles, was ihr der 
Mann erwiesen hatte,
RUT 3:17 und sprach: diese sechs Ma Gerste hat er mir gegeben, denn er 
sagte: Du darfst nicht leer zu deiner Schwiegermutter kommen!
RUT 3:18 Da sagte sie: verhalte dich ruhig, meine Tochter, bis du weit, 
wie die Sache ausfllt! Denn der Mann wird nicht ruhen, ehe er die Sache 
heute zu Ende gefhrt hat.
RUT 4:1 Boas aber war zum Thor hinaufgegangen und hatte sich 
niedergesetzt. Als nun gerade der Lser, von dem Boas geredet hatte, 
vorbeiging, sprach er: Komm hierher und setze dich nieder, du so und so! 
Als er nun herangekommen war und sich gesetzt hatte,
RUT 4:2 nahm er zehn Mnner von den Vornehmsten und sprach: Setzt euch 
hier nieder! Als sie sich gesetzt hatten,
RUT 4:3 redete er den Lser an: Naemi, die aus dem Gebiete Moabs 
zurckgekommen ist, verkauft das Stck Land, das unserem Verwandten 
Elimelech gehrte.
RUT 4:4 Nun dachte ich, ich wolle es dir zu Ohren bringen und sagen: Kaufe 
es in Gegenwart der hier Anwesenden und in Gegenwart der Vornehmsten 
meiner Volksgenossen. Wenn du als Lser auftreten willst, so sei Lser! 
Willst du aber nicht Lser sein, so thue mir's kund, damit ich Bescheid 
wei. Es ist nmlich auer dir niemand da, der Lser sein knnte, und ich 
nach dir! Er sagte: Ich will Lser sein.
RUT 4:5 Da sprach Boas: Gleichzeitig damit, da du Naemi das Feld 
abkaufst, hast du auch die Moabitin Ruth, des Verstorbenen Witwe, erkauft, 
um des Verstorbenen Namen auf seinem Erbbesitz wieder erstehen zu lassen.
RUT 4:6 Da erwiderte der Lser: Ich kann es nicht fr mich einlsen; ich 
wrde sonst mein Erbland verderben. Lse du dir, was ich zu lsen htte, 
denn ich kann es nicht lsen!
RUT 4:7 Nun war vor Zeiten Folgendes in Israel Brauch bei der Lsung und 
dem Tausch, um irgend etwas festzumachen: Einer zog seinen Schuh aus und 
gab ihn dem andern - das diente als Besttigung in Israel.
RUT 4:8 So sagte denn der Lser zu Boas: Kaufe es fr dich! und zog seinen 
Schuh aus.
RUT 4:9 Boas aber sprach zu den Vornehmen und zu allem Volk: Ihr seid 
heute Zeugen, da ich Naemi den ganzen Besitz Elimelechs, sowie den ganzen 
Besitz Kiljons und Machlons abgekauft habe.
RUT 4:10 Dazu habe ich die Moabiterin Ruth, Machlons Witwe, mir zum Weibe 
erkauft, um des Verstorbenen Namen auf seinem Erbbesitz wieder erstehen zu 
lassen, damit des Verstorbenen Name aus dem Kreise seiner Verwandten und 
aus dem Thore seines Heimatortes nicht verschwinde - ihr seid heute Zeugen!
RUT 4:11 Da rief alles Volk, das sich im Thore befand, und die Vornehmen: 
Jawohl! Mge Jahwe das Weib, das in dein Haus einziehen soll, machen wie 
Rahel und Lea, welche beide das Haus Israel erbaut haben! be Macht in 
Ephrata aus und rufe einen gefeierten Namen in Bethlehem!
RUT 4:12 Und durch die Nachkommen, die dir Jahwe von diesem jungen Weibe 
geben wird, gleiche dein Haus dem Hause des Perez, den Thamar dem Juda 
gebar!
RUT 4:13 So heiratete Boas die Ruth, und sie ward sein Weib. Und als er zu 
ihr einging, gewhrte ihr Jahwe, da sie schwanger wurde, und sie gebar 
einen Sohn.
RUT 4:14 Da sagten die Frauen zu Naemi: Gepriesen sei Jahwe, der dir heute 
einen Lser nicht versagt hat, so da sein Name in Israel genannt werden 
wird!
RUT 4:15 Er wird dir ein Erquicker und ein Versorger deines Alters werden, 
denn deine Schwiegertochter, die dich lieb hat, hat ihn geboren - sie, die 
fr dich mehr wert ist als sieben Shne!
RUT 4:16 Da nahm Naemi das Kind und legte es auf ihren Scho und wurde 
seine Wrterin.
RUT 4:17 Und die Nachbarinnen benannten es, indem sie sprachen: Naemi ist 
ein Sohn geboren! und benannten es Obed - das ist der Vater von Davids 
Vater Isai.
RUT 4:18 Das ist der Stammbaum des Perez: Perez erzeugte Hezron,
RUT 4:19 Hezron erzeugte Ram, Ram erzeugte Amminadab,
RUT 4:20 Amminadab erzeugte Nachson, Nachson erzeugte Salmon,
RUT 4:21 Salmon erzeugte Boas, Boas erzeugte Obed,
RUT 4:22 Obed erzeugte Isai, Isai erzeugte David.
1SA 1:1 Es war aber ein Mann von Ramathaim, ein Zuphit vom Gebirge 
Ephraim, Namens Elkana, ein Sohn Jerohams, des Sohnes Elihus, des Sohnes 
Thohus, des Sohnes Zuphs, ein Ephraimit.
1SA 1:2 Der hatte zwei Frauen: die eine hie Hanna, die zweite Peninna; 
Peninna besa Kinder, Hanna aber nicht.
1SA 1:3 Dieser Mann zog Jahr fr Jahr von seinem Wohnort aus hinauf, um 
vor Jahwe der Heerscharen in Silo zu beten und zu opfern. Dort waren die 
beiden Shne Elis, Hophni und Pinehas, als Priester Jahwes.
1SA 1:4 Jedesmal nun, wenn Elkana opferte, gab er seinem Weibe Peninna und 
allen ihren Shnen und Tchtern Anteile.
1SA 1:5 Aber auch Hanna gab er nur einen Anteil, ungeachtet er sie lieber 
hatte; Jahwe aber hatte ihren Mutterscho verschlossen.
1SA 1:6 Ihre Nebenbuhlerin dagegen erging sich in krnkenden Reden gegen 
sie, um sie zum Zorne zu reizen, weil Jahwe ihren Scho verschlossen hatte.
1SA 1:7 So benahm sie sich Jahr fr Jahr: so oft sie zum Hause Jahwes 
hinaufzogen, krnkte sie jene. Da weinte sie und a nicht.
1SA 1:8 Aber ihr Mann Elkana fragte sie: Hanna, warum weinst du und issest 
nicht und warum bist du so verstimmt? Bin ich dir nicht mehr wert, als 
zehn Shne?
1SA 1:9 Als sie nun einst in Silo gegessen und getrunken hatten, erhob 
sich Hanna und trat vor Jahwe, whrend Eli, der Priester, auf einem Stuhl 
an dem Thrpfosten des Jahwetempels sa.
1SA 1:10 Da betete sie denn in ihrer Betrbnis zu Jahwe unter vielen 
Thrnen
1SA 1:11 und that folgendes Gelbde: Jahwe der Heerscharen! Wenn du dich 
um das Elend deiner Magd bekmmerst und meiner gedenkst und deiner Magd 
nicht vergissest, indem du deiner Magd einen mnnlichen Spro schenkst: so 
will ich ihn Jahwe bergeben fr sein ganzes Leben, und kein Schermesser 
soll auf sein Haupt kommen!
1SA 1:12 Whrend sie nun so lange vor Jahwe betete, wobei Eli ihren Mund 
beobachtete -1SA 1:13 Hanna redete nmlich leise; nur ihre Lippen bewegten 
sich, aber ihre Stimme hrte man nicht -, kam Eli auf den Gedanken, sie 
sei trunken.
1SA 1:14 So sagte er denn zu ihr: Wie lange willst du dich trunken 
erzeigen? Schttle deinen Rausch von dir ab!
1SA 1:15 Hanna entgegnete: Nein, mein Herr, ich bin ein unglckliches 
Weib: Wein und berauschendes Getrnk habe ich nicht getrunken, sondern ich 
habe mein Herz vor Jahwe ausgeschttet.
1SA 1:16 Erachte deine Magd nicht fr eine Nichtswrdige, denn nur infolge 
meines groen Kummers und meiner Traurigkeit habe ich bisher geredet.
1SA 1:17 Eli erwiderte: Geh in Frieden; der Gott Israels wird dir 
gewhren, was du von ihm erbeten hast!
1SA 1:18 Sie sprach: Mge deine Magd deine Huld gewinnen! Damit ging das 
Weib ihres Weges und a und war nicht mehr niedergeschlagen.
1SA 1:19 Am andern Morgen frh verrichteten sie ihre Andacht vor Jahwe und 
kehrten dann heim nach Rama. Als dann Elkana seinem Weibe Hanna beiwohnte, 
da gedachte Jahwe ihrer,
1SA 1:20 und als das Jahr um war, war Hanna schwanger gewesen und hatte 
einen Sohn geboren. Den nannte sie Samuel: denn - sagte sie - von Gott 
habe ich ihn erbeten!
1SA 1:21 Als sodann jener Elkana mit seiner ganzen Familie hinaufzog, um 
Jahwe sein jhrliches Opfer und was er gelobt hatte, darzubringen,
1SA 1:22 ging Hanna nicht mit hinauf, sondern sprach zu ihrem Manne: Erst 
wann der Knabe entwhnt ist, will ich ihn hinbringen, da er vor Jahwe 
erscheine und fr immer dort bleibe.
1SA 1:23 Elkana, ihr Mann, erwiderte ihr: Thue, was du fr gut hltst; 
bleibe zurck, bis du ihn entwhnt hast. Jahwe gebe nur, da dein Wort 
wahr werde! So blieb das Weib zurck und sugte ihren Sohn bis zu seiner 
Entwhnung.
1SA 1:24 Als sie ihn dann entwhnt hatte, nahm sie ihn mit sich hinauf und 
dazu ein dreijhriges Rind, ein Epha Mehl und einen Schlauch Wein; so 
brachte sie ihn in den Tempel Jahwes nach Silo.
1SA 1:25 Da schlachtete man das Rind, und die Mutter des Knaben begab sich 
samt dem Knaben zu Eli.
1SA 1:26 Darauf sprach sie: Mit Vergunst, mein Herr! So wahr du lebst, 
mein Herr: ich bin das Weib, das hier bei dir gestanden hat, um zu Jahwe 
zu beten.
1SA 1:27 Um diesen Knaben betete ich, und Jahwe hat mir die Bitte gewhrt, 
die ich an ihn richtete.
1SA 1:28 So habe denn auch ich ihn Jahwe geliehen: so lang er lebt, sei er 
Jahwe geliehen! So lie sie ihn denn dort vor Jahwe.
1SA 2:1 Und Hanna betete und sprach: Es jauchzt mein Herz durch Jahwe, 
mein Horn ist hoch erhoben durch meinen Gott, weit aufgethan mein Mund 
wider meine Feinde, denn ich freue mich deiner Hilfe!
1SA 2:2 Niemand ist heilig, wie Jahwe, denn keiner ist auer dir; es ist 
kein Fels gleich unserm Gott!
1SA 2:3 Sagt nicht immer: Hoch hinaus! hoch hinaus! Vermessenes entfahre 
nicht eurem Mund! Denn ein wissender Gott ist Jahwe und ein Gott, der 
Thaten wgt.
1SA 2:4 Der Helden Bogen wird zerschmettert, Strauchelnde aber grten sich 
mit Kraft;
1SA 2:5 Satte haben sich um Brot verdingt, aber Hungernde knnen feiern. 
Ja, die Unfruchtbare gebiert sieben, whrend die Kinderreiche dahinwelkt.
1SA 2:6 Jahwe ttet und macht lebendig, er strzt in die Unterwelt und 
fhrt herauf.
1SA 2:7 Jahwe macht arm und macht reich, erniedrigt und erhhet auch.
1SA 2:8 Aus dem Staube richtet er den Schwachen empor, aus dem Kot erhebt 
er den Armen, heit sie sitzen neben den Frsten, weist ihnen an den 
Ehrenplatz. Denn Jahwes sind der Erde Sulen, und er stellte auf sie den 
Erdkreis.
1SA 2:9 Die Fe seiner Frommen behtet er, aber die Gottlosen kommen um 
in Finsternis. Denn nicht durch eigene Kraft siegt jemand:
1SA 2:10 die wider Jahwe streiten, werden zerschmettert! ber ihm donnert 
er im Himmel; Jahwe richtet die Enden der Erde. Er verleiht Strke seinem 
Knig, erhebt das Horn seines Gesalbten!
1SA 2:11 Darauf ging sie wieder nach Rama. Der Knabe aber besorgte den 
Dienst vor Jahwe unter den Augen des Priesters Eli.
1SA 2:12 Elis Shne jedoch waren nichtswrdige Menschen, die sich um Jahwe 
nicht kmmerten,
1SA 2:13 noch darum, was dem Priester vom Volke zukam. So oft nmlich 
jemand ein Opfer schlachtete, kam, whrend das Fleisch noch kochte, der 
Bursche des Priesters mit einer dreizackigen Gabel in der Hand
1SA 2:14 und stach damit in den Kessel oder Topf oder in das Becken oder 
die Schssel: was dann irgend die Gabel heraufbrachte, nahm der Priester 
fr sich. So verfuhren sie mit allen Israeliten, die dorthin nach Silo 
kamen.
1SA 2:15 Und ehe man noch das Fett in Rauch aufgehen lie, pflegte der 
Bursche des Priesters zu kommen und sprach zu dem, der opferte: Gieb 
Fleisch her zum Braten fr den Priester! Er will nicht gekochtes Fleisch 
von dir haben, sondern rohes!
1SA 2:16 Erwiderte ihm aber jener: Zuerst mu man doch das Fett in Rauch 
aufgehen lassen; darnach nimm dir, was du gerne magst! so gab er zur 
Antwort: Nein, sondern glich sollst du es hergeben - wo nicht, so nehme 
ich es mit Gewalt!
1SA 2:17 So war die Versndigung der beiden jungen Mnner sehr schwer vor 
Jahwe, weil sie das Opfer Jahwes gering achteten.
1SA 2:18 Samuel aber besorgte den Dienst vor Jahwe - ein Knabe, umgrtet 
mit einem linnenen Schulterkleid.
1SA 2:19 Dazu pflegte ihm seine Mutter einen kleinen Rock zu fertigen und 
brachte ihm denselben jedes Jahr, wenn sie mit ihrem Manne zum jhrlichen 
Opfermahl hinaufwanderte.
1SA 2:20 Da segnete dann Eli jedesmal Elkana und sein Weib und sprach: 
Mge dir Jahwe Nachwuchs von diesem Weib erstatten an Stelle des 
Darlehens, das an Jahwe geliehen ward! Sodann kehrte er an seinen Ort 
zurck.
1SA 2:21 Und Jahwe nahm sich Hannas an, so da sie noch drei Shne und 
zwei Tchter gebar. Der junge Samuel aber wuchs heran bei Jahwe.
1SA 2:22 Nun war Eli ein sehr alter Mann. Doch wenn er hrte, was alles 
seine Shne an ganz Israel begingen und da sie mit den Weibern buhlten, 
die drauen vor dem Offenbarungszelte Dienst thaten,
1SA 2:23 dann sagte er zu ihnen: Warum thut ihr dergleichen Dinge, wie ich 
sie vom ganzen Volke vernehme?
1SA 2:24 Nicht doch, meine Shne! Das ist ein schlimmes Gercht, das ich 
vom Volke Jahwes verbreiten hre!
1SA 2:25 Sndigt ein Mensch wider Menschen, so entscheidet die Gottheit; 
sndigt aber jemand wider Jahwe - wer wollte sich da fr ihn zum Richter 
aufwerfen? Sie aber hrten nicht auf die Worte ihres Vaters, denn Jahwe 
hatte ihren Tod beschlossen.
1SA 2:26 Der Knabe Samuel hingegen wuchs immer mehr heran und gewann immer 
mehr an Gunst bei Jahwe, wie bei Menschen.
1SA 2:27 Da kam ein Gottesmann zu Eli und redete ihn an: So spricht Jahwe: 
Allerdings habe ich mich deiner Familie geoffenbart, als sie noch in 
gypten Knechte des Hauses des Pharao waren,
1SA 2:28 und erwhlte sie mir aus allen Stmmen Israels zu Priestern, da 
sie zu meinem Altar hinaufsteigen, Rucherwerk anzuznden und das 
Schulterkleid vor mir tragen sollten, und habe deiner Familie alle 
Feueropfer der Israeliten berwiesen -1SA 2:29 warum tretet ihr meine 
Schlachtopfer und Opfergaben mit Fen, die ich angeordnet habe, und 
achtest du deine Shne hher als mich, da ihr euch mstet von den besten 
Stcken aller Opfer, die Israel vor mir darbringt?
1SA 2:30 So lautet denn der Spruch Jahwes, des Gottes Israels: Ich habe 
zwar gesagt, deine und deines Vaters Angehrige sollen fr immer vor mir 
aus- und eingehen - jetzt aber lautet Jahwes Spruch: Ferne sei es von mir! 
Nein, wer mich ehrt, den ehre ich, aber wer mich verachtet, soll in 
Schande geraten:
1SA 2:31 die Zeit wird kommen, wo ich deinen und deines Geschlechtes Arm 
zerschmettere, so da es keinen Betagten mehr in deiner Familie giebt.
1SA 2:32 Dann wirst du auf alle die Wohlthaten blicken, die ich Israel 
erweisen werde; aber in deiner Familie soll sich nie mehr ein Betagter 
finden.
1SA 2:33 Nur einen deiner Angehrigen will ich nicht wegtilgen von meinem 
Altar, damit seine Augen verschmachten und seine Seele sich hrme; dagegen 
soll die ganze brige Menge deiner Nachkommen durch Menschenschwert 
umkommen.
1SA 2:34 Als Zeichen, das an deinen beiden Shnen Hophni und Pinehas 
eintreffen wird, diene dir dieses: an einem Tage werden beide sterben!
1SA 2:35 Aber ich will mir einen zuverlssigen Priester bestellen, der 
nach meinem Sinn und Willen handelt; dem will ich ein dauerndes Haus 
bauen, da er allezeit vor meinem Gesalbten aus- und eingehen soll.
1SA 2:36 Dann wird es kommen, da, wer etwa von deinen Nachkommen noch 
brig ist, herzutritt und sich vor ihm niederwirft, um ein Geldstck oder 
einen Laib Brot zu erbetteln, indem er spricht: Geselle mich doch einem 
deiner Priestermter bei, da ich ein Stck Brot zu essen habe!
1SA 3:1 Der junge Samuel aber besorgte den Dienst vor Jahwe unter den 
Augen Elis. Eine Offenbarung Jahwes war zu jener Zeit etwas Seltenes, 
Gesichte wurden wenig erlebt.
1SA 3:2 Zu jener Zeit nun, whrend Eli an seinem Platze schlief, - seine 
Augen hatten angefangen, stumpf zu werden, so da er nicht mehr sehen 
konnte,
1SA 3:3 die Leuchte Gottes war jedoch noch nicht erloschen; Samuel aber 
schlief im Tempel Jahwes da, wo die Gotteslade stand, -1SA 3:4 da rief 
einst Jahwe: Samuel! Samuel! Er antwortete: Hier bin ich!
1SA 3:5 lief zu Eli hin und sprach: Hier bin ich, du hast nach mir 
gerufen! Der sprach: ich habe nicht gerufen, lege dich wieder schlafen! Da 
ging er und legte sich schlafen.
1SA 3:6 Jahwe aber rief noch einmal: Samuel! Samuel! Samuel erhob sich, 
ging zu Eli und sprach: Hier bin ich, du hast mich ja gerufen! Der sprach: 
Ich habe nicht gerufen, mein Sohn; lege dich wieder schlafen!
1SA 3:7 Samuel hatte nmlich Jahwe noch nicht kennen gelernt, und es war 
ihm noch keine Offenbarung Jahwes zu teil geworden.
1SA 3:8 Nun rief Jahwe Samuel aufs Neue, zum dritten Male. Da erhob er 
sich, ging zu Eli und sprach: Hier bin ich, du hast mich ja gerufen! Jetzt 
merkte Eli, da es Jahwe war, der den Knaben rief.
1SA 3:9 Daher sprach Eli zu Samuel: geh, lege dich schlafen; und wenn er 
dich etwa anruft, so antworte: Rede, Jahwe! Dein Knecht hrt. Da ging 
Samuel und legte sich an seinem Platze schlafen.
1SA 3:10 Da kam Jahwe, stellte sich hin und rief wie die vorigen Male: 
Samuel! Samuel! Samuel sprach: Rede, dein Knecht hrt!
1SA 3:11 Da sprach Jahwe zu Samuel: Frwahr, ich will in Israel etwas 
ausfhren, da jedem, der davon hren wird, beide Ohren gellen sollen:
1SA 3:12 an jenem Tage werde ich alles das an Eli in Erfllung gehen 
lassen, was ich ber seine Familie geredet habe - von Anfang bis zu Ende.
1SA 3:13 Du sollst ihm aber kundthun, da ich ber seine Familie fr immer 
das Urteil gesprochen habe, weil er wute, da seine Shne Gott lstern, 
und ihnen nicht wehrte.
1SA 3:14 So habe ich denn der Familie Elis geschworen: Wahrlich, die 
Schuld der Familie Elis soll weder durch Schlachtopfer noch durch 
Opfergaben jemals geshnt werden!
1SA 3:15 Samuel blieb bis zum Morgen liegen. Frhmorgens aber erhob er 
sich und ffnete die Thore des Jahwetempels. Doch scheute sich Samuel, Eli 
kundzuthun, was er geschaut hatte.
1SA 3:16 Eli aber rief Samuel und sprach: Mein Sohn Samuel! Er antwortete: 
Hier bin ich!
1SA 3:17 Da fragte er: Was war es, was er zu dir geredet hat? Verhehle es 
mir ja nicht; Gott thue dir dies und das, wenn du nur irgend etwas von dem 
verhehlst, was er zu dir geredet hat!
1SA 3:18 So teilte ihm denn Samuel die ganze Sache mit und verschwieg ihm 
nichts. Da erwiderte jener: Es ist Jahwe; was ihm gutdnkt, mge er thun!
1SA 3:19 Samuel aber wuchs heran, und Jahwe war mit ihm und lie nichts 
von dem, was er angekndigt, zur Erde fallen.
1SA 3:20 Und ganz Israel von Dan bis Beerseba erkannte, da sich Samuel 
als ein zuverlssiger Prophet Jahwes erwies.
1SA 3:21 Und Jahwe erschien auch weiterhin zu Silo; denn Jahwe offenbarte 
sich Samuel in Silo durch das Wort Jahwes.
1SA 4:1 So erging Samuels Ruf an ganz Israel, und die Israeliten zogen in 
den Kampf gegen die Philister und lagerten sich bei Eben Ha-eser, whrend 
die Philister sich bei Aphek gelagert hatten.
1SA 4:2 Die Philister griffen Israel an; der Kampf aber ward ungleich: die 
Israeliten unterlagen den Philistern, und es wurden auf dem Kampfplatz auf 
freiem Felde gegen 4000 Mann erschlagen.
1SA 4:3 Als aber das Volk ins Lager zurckgekommen war, sprachen die 
Vornehmen Israels: Warum hat uns Jahwe heute den Philistern unterliegen 
lassen? Wir wollen die Lade mit dem Gesetze Jahwes aus Silo zu uns 
herholen, da er in unsere Mitte komme und uns aus der Gewalt unserer 
Feinde errette!
1SA 4:4 Da sandte das Volk nach Silo und man holte von dort die Lade mit 
dem Gesetze Jahwes der Heerscharen, der ber den Keruben thront, und die 
beiden Shne Elis, Hophni und Pinehas, begleiteten die Lade mit dem 
Gesetze Gottes.
1SA 4:5 Als aber die Lade mit dem Gesetze Jahwes ins Lager einzog, da 
erhob ganz Israel ein so lautes Jubelgeschrei, da die Erde erdrhnte.
1SA 4:6 Als nun die Philister das Jubelgeschrei erschallen hrten, fragten 
sie: Was bedeutet dieses lautschallende Jubelgeschrei im Lager der 
Hebrer? Und als sie nun erfuhren, da die Lade Jahwes ins Lager gelangt 
sei,
1SA 4:7 da frchteten sich die Philister, denn sie dachten: Gott ist zu 
ihnen ins Lager gekommen, und riefen: Wehe uns nunmehr, denn dergleichen 
ist frher nie geschehen!
1SA 4:8 Wehe uns! Wer wird uns aus der Gewalt dieser gewaltigen Gottheit 
erretten? Das ist dieselbe Gottheit, die die gypter mit allerlei Plagen 
und mit der Pest schlug!
1SA 4:9 Rafft euch zusammen und zeigt euch als Mnner, ihr Philister, 
damit ihr nicht den Hebrern dienstbar werdet, wie sie euch dienstbar 
waren! So zeigt euch denn als Mnner und kmpft!
1SA 4:10 Da kmpften die Philister; die Israeliten aber unterlagen und 
flohen, ein jeder in seine Heimat. Die Niederlage war eine sehr schwere: 
es fielen von Israel 30000 Mann Fuvolk.
1SA 4:11 Die Lade Gottes aber wurde weggenommen, und die beiden Shne 
Elis, Hophni und Pinehas, kamen um.
1SA 4:12 Ein Benjaminit nun lief von der Wahlstatt weg und gelangte noch 
am selben Tage nach Silo mit zerrissenen Kleidern und mit Erde auf dem 
Haupte.
1SA 4:13 Als er ankam, sa Eli auf einem Stuhle neben dem Thor und sphte 
nach der Strae aus, denn sein Herz bangte um die Lade Gottes. Als nun der 
Mann kam, um der Stadt die Kunde zu bringen, da schrie die ganze Stadt auf.
1SA 4:14 Als Eli das laute Geschrei hrte, fragte er: Was bedeutet dieses 
laute Geschrei? Da trat der Mann eilends herzu und brachte Eli die Kunde.
1SA 4:15 Eli war aber achtundneunzig Jahre alt, und seine Augen waren 
starr geworden, so da er nicht mehr sehen konnte.
1SA 4:16 Als nun der Mann zu Eli sagte: Ich bin der, der von der Wahlstatt 
gekommen ist, und zwar bin ich heute von der Wahlstatt geflohen! da fragte 
er: Wie ist es gegangen, mein Sohn?
1SA 4:17 Der Bote gab ihm zur Antwort: geflohen ist Israel vor den 
Philistern. Dazu ist dem Volk eine groe Niederlage beigebracht; auch 
deine beiden Shne, Hophni und Pinehas, sind tot, und die Lade Gottes ist 
genommen!
1SA 4:18 Da nun, als er von der Lade Gottes berichtete, fiel jener neben 
dem Thore rcklings vom Stuhle, brach das Genick und starb; denn er war 
alt und ein schwerer Mann. Vierzig Jahre war er Richter ber Israel 
gewesen.
1SA 4:19 Seine Schwiegertochter aber, das Weib des Pinehas, war 
hochschwanger. Als sie nun die Kunde vom Verluste der Lade Gottes vernahm, 
und da ihr Schwiegervater und ihr Gatte tot seien, da sank sie nieder und 
gebar, da die Wehen ber sie kamen.
1SA 4:20 Als es nun mit ihr zum Sterben ging, sprachen die Weiber, die sie 
umstanden: Sei getrost, du hast einen Sohn geboren! Sie gab jedoch keine 
Antwort und achtete nicht darauf,
1SA 4:21 sondern nannte den Knaben Ikabod, indem sie sprach: Dahin ist die 
Ehre von Israel! - wegen des Verlustes der Gotteslade und wegen ihres 
Schwiegervaters und Gatten.
1SA 4:22 Und sie rief aus: Dahin ist die Ehre von Israel, denn die Lade 
Gottes ist genommen!
1SA 5:1 Die Philister aber hatten die Lade Gottes an sich genommen und sie 
von Eben Ha-eser nach Asdod berfhrt.
1SA 5:2 Darauf nahmen die Philister die Lade Gottes, brachten sie in den 
Tempel Dagons und stellen sie neben Dagon hin.
1SA 5:3 Als aber die Asdoditer am andern Morgen frh in den Tempel Dagons 
kamen, gewahrten sie, da Dagon vor der Lade Jahwes niedergefallen war auf 
sein Angesicht. Da nahmen sie den Dagon und stellen ihn wieder an seinen 
Platz.
1SA 5:4 Am andern Morgen frh aber befand sich, da Dagon abermals vor der 
Lade Jahwes auf sein Angesicht niedergefallen war, und zwar lagen der Kopf 
Dagons und seine beiden Hnde abgeschlagen auf der Schwelle; nur der Rumpf 
Dagons war noch von ihm zurckgeblieben.
1SA 5:5 Daher treten die Priester Dagons und wer irgend den Dagonstempel 
besucht bis auf den heutigen Tag nicht auf die Schwelle Dagons in Asdod.
1SA 5:6 Es lag aber die Hand Jahwes schwer auf den Asdoditern; er setzte 
sie in Schrecken und schlug sie mit Pestbeulen, sowohl Asdod als sein 
Gebiet.
1SA 5:7 Als aber die Leute von Asdod merkten, da es an dem sei, erklrten 
sie: Die Lade des Gottes Israels soll nicht lnger bei uns bleiben, denn 
seine Hand lastet schwer auf uns und unserem Gott Dagon.
1SA 5:8 Darauf sandten sie hin, versammelten alle Frsten der Philister zu 
sich und sprachen: Was sollen wir mit der Lade des Gottes Israels 
anfangen? Jene erklrten: Nach Gath soll die Lade des Gottes Israels 
bergefhrt werden. Da fhrten sie die Lade des Gottes Israels dorthin 
ber.
1SA 5:9 Aber nachdem man sie bergefhrt hatte, kam die Hand Jahwes ber 
die Stadt in Gestalt einer gewaltigen Bestrzung, und er schlug die 
Bewohner der Stadt, klein und gro, da die Beulen an ihnen hervorbrachen.
1SA 5:10 Da schickten sie die Lade Gottes nach Ekron. Als aber die Lade 
Gottes in Ekron ankam, da wehklagten die Ekroniter: Sie haben die Lade des 
Gottes Israels zu mir bergefhrt, um mich und mein Volk dem Tode 
preiszugeben!
1SA 5:11 Sodann sandten sie hin, versammelten alle Frsten der Philister 
und forderten: Schickt die Lade des Gottes Israels fort, da sie an ihren 
Ort zurckkomme und nicht mich und mein Volk umbringe! Denn es war eine 
tdliche Bestrzung ber die ganze Stadt gekommen; gar schwer lag die Hand 
Gottes darauf.
1SA 5:12 Die Leute, die nicht starben, wurden mit Pestbeulen geplagt, und 
das Wehgeschrei der Stadt stieg zum Himmel empor.
1SA 6:1 Nachdem sich so die Lade Jahwes sieben Monate im Gebiete der 
Philister befunden hatte,
1SA 6:2 beriefen die Philister die Priester und Wahrsager und sprachen: 
Was sollen wir mit der Lade Jahwes anfangen? Thut uns kund, auf welche 
Weise wir sie an ihren Ort schaffen sollen!
1SA 6:3 Sie erwiderten: Wollt ihr die Lade des Gottes Israels 
fortschaffen, so lat sie nicht ohne Entgelt von dannen gehn, sondern 
erstattet ihr ein Shngeschenk. Dann werdet ihr heil, und es wird euch 
kund werden, weshalb seine Hand nicht von euch ablt.
1SA 6:4 Da fragten sie: Was fr ein Shngeschenk sollen wir ihr erstatten? 
Sie antworteten: Entsprechend der Zahl der Frsten der Philister fnf 
goldene Pestbeulen und fnf goldene Muse; denn dieselbe Plage trifft euch 
wie eure Frsten.
1SA 6:5 So verfertigt denn Bilder eurer Pestbeulen und Bilder eurer Muse, 
die das Land verheeren, und gebt dem Gott Israels die Ehre: vielleicht 
lt er dann seine Hand nicht lnger auf euch lasten, sowie auf eurem Gott 
und Land.
1SA 6:6 Wozu solltet ihr euch verstockt zeigen, wie die gypter und der 
Pharao sich verstockt zeigten? Nicht wahr, als er seinen Spott mit ihnen 
trieb, da lieen sie sie ziehen?
1SA 6:7 Nun denn, schafft das Ntige herbei und verfertigt einen neuen 
Wagen, dazu nehmt zwei sugende Khe, auf die noch kein Joch gekommen ist, 
spannt die Khe an den Wagen und bringt ihre Klber von ihnen weg nach 
Hause zurck.
1SA 6:8 Sodann nehmt die Lade Jahwes und stellt sie auf den Wagen; die 
goldenen Gegenstnde aber, die ihr ihr als Shngeschenk erstattet habt, 
legt in ein Kstchen an ihrer Seite; dann lat sie ihres Weges ziehen.
1SA 6:9 Seht aber zu: wenn sie den Heimweg antritt hinauf nach Bethsemes, 
dann hat er uns dieses groe Unheil zugefgt; wenn nicht, so wissen wir 
dann, da nicht seine Hand uns getroffen hat: auf einem Zufall beruhte, 
was uns widerfahren ist!
1SA 6:10 Da thaten die Leute so, nahmen zwei sugende Khe und spannten 
sie an den Wagen; ihre Klber aber hielten sie zu Hause zurck.
1SA 6:11 Sodann stellten sie die Lade Jahwes auf den Wagen samt dem 
Kstchen mit den goldenen Musen und den Bildern ihrer Geschwlste.
1SA 6:12 Die Khe aber liefen geradeaus in der Richtung nach Bethsemes zu; 
immer gingen sie auf der gebahnten Strae, unaufhrlich brllend, ohne 
nach rechts oder links abzubiegen. Die Frsten der Philister aber folgten 
ihnen bis an das Gebiet von Bethsemes.
1SA 6:13 Die Leute von Bethsemes aber hielten eben die Weizenernte im 
Thalgrunde. Als sie nun aufsahen und die Lade erblickten, freuten sie sich 
ihrer Ankunft.
1SA 6:14 Als aber der Wagen zum Felde Josuas von Bethsemes gelangt war, 
blieb er dort stehen. Dort lag ein groer Stein. Da spalteten sie das Holz 
des Wagens und opferten die Khe Jahwe als Brandopfer.
1SA 6:15 Die Leviten aber nahmen die Lade Jahwes herab samt dem bei ihr 
befindlichen Kstchen, in welchem die goldenen Gegenstnde lagen, und 
stellten sie auf den groen Stein. Die Leute von Bethsemes aber brachten 
Brandopfer und schlachteten Jahwe an jenem Tage Schlachtopfer.
1SA 6:16 Und die fnf Frsten der Philister sahen es mit an und kehrten 
sodann am gleichen Tage nach Ekron zurck.
1SA 6:17 Folgendes sind die goldenen Pestbeulen, welche die Philister 
Jahwe als Shngeschenk erstatteten: fr Asdod eine, fr Gaza eine, fr 
Askalon eine, fr Gath eine, fr Ekron eine;
1SA 6:18 dazu die goldenen Muse entsprechend der Zahl der Ortschaften der 
Philister unter den fnf Frsten, sowohl der befestigten Stdte, als der 
Bauerndrfer. Der groe Stein, auf welchen sie die Lade Jahwes 
niedersetzten, ist bis auf den heutigen Tag Zeuge auf dem Felde Josuas von 
Bethsemes.
1SA 6:19 Den Shnen Jechonjas aber bekam es bel unter den Leuten von 
Bethsemes, da sie sich die Lade Jahwes besehen hatten: er ttete von 
ihnen 70 Mann, 50000 Mann. Das Volk aber trauerte darber, da Jahwe unter 
dem Volk eine so groe Niederlage angerichtet hatte.
1SA 6:20 Und die Leute von Bethsemes riefen aus: Wer vermag in der Nhe 
Jahwes, dieses heiligen Gottes, zu bestehen? Zu wem soll er nun von uns 
gehen?
1SA 6:21 Da sandten sie Boten zu den Einwohnern von Kirjath Jearim und 
lieen ihnen sagen: Die Philister haben die Lade Jahwes zurckgebracht; 
kommt herab und holt sie zu euch herauf!
1SA 7:1 Da kamen die Leute von Kirjath Jearim und holten die Lade Jahwes 
hinauf; und zwar brachten sie sie in das Haus Abinadabs auf der Anhhe und 
weihten seinen Sohn Eleasar dazu, da er die Lade Jahwes hte.
1SA 7:2 Seitdem nun die Lade in Kirjath Jearim weilte, verging eine lange 
Zeit, es verflossen zwanzig Jahre; da wandte sich das ganze Haus Israel 
Jahwe zu.
1SA 7:3 Samuel aber sprach zum ganzen Hause Israel also: Falls ihr euch 
von ganzem Herzen zu Jahwe zurckwenden wollt, so entfernt aus eurer Mitte 
die auslndischen Gtter und die Astarten und richtet euren Sinn auf 
Jahwe, da ihr ihn allein verehrt, - so wird er euch aus der Gewalt der 
Philister befreien.
1SA 7:4 Da entfernten die Israeliten die Baale und Astarten und verehrten 
Jahwe allein.
1SA 7:5 Darauf gebot Samuel: Versammelt ganz Israel nach Mizpa, so will 
ich fr euch zu Jahwe beten!
1SA 7:6 Da versammelten sie sich in Mizpa und schpften Wasser und gossen 
es vor Jahwe aus und fasteten an jenem Tag und bekannten dort: Wir haben 
gegen Jahwe gesndigt! Und Samuel sprach den Israeliten Recht in Mizpa.
1SA 7:7 Als aber die Philister hrten, da sich die Israeliten in Mizpa 
versammelt hatten, zogen die Frsten der Philister gegen Israel heran. Als 
die Israeliten dies vernahmen, gerieten sie in Furcht vor den Philistern;
1SA 7:8 und die Israeliten baten Samuel: Versage dich uns nicht, da du 
nicht zu Jahwe, unserem Gotte, flehen solltest, da er uns aus der Gewalt 
der Philister befreie!
1SA 7:9 Da nahm Samuel ein Milchlamm und brachte es Jahwe als Brandopfer - 
und Jahwe erhrte ihn.
1SA 7:10 Whrend nun Samuel eben das Brandopfer darbrachte, waren die 
Philister nahe herangerckt zum Kampfe mit Israel. Jahwe aber donnerte an 
jenem Tage mit gewaltigem Schalle wider die Philister und setzte sie in 
Verwirrung, da sie Israel unterlagen.
1SA 7:11 Die Mnner Israels aber rckten von Mizpa aus, verfolgten die 
Philister und richteten unter ihnen eine Niederlage an bis unterhalb von 
Bethkar.
1SA 7:12 Samuel aber nahm einen groen Stein und stellte ihn zwischen 
Mizpa und Jeschana auf. Und er nannte ihn Eben Ha-eser und sprach: Bis 
hierher hat uns Jahwe Hilfe geleistet!
1SA 7:13 So waren denn die Philister niedergeworfen, so da sie fernerhin 
nicht mehr in das Gebiet Israels eindrangen, sondern Jahwes Hand lag auf 
den Philistern, so lange Samuel lebte.
1SA 7:14 Die Stdte aber, welche die Philister Israel weggenommen hatten, 
kamen an Israel zurck, von Ekron bis Gath; auch das zu ihnen gehrende 
Gebiet entri Israel den Hnden der Philister. Und es ward Friede zwischen 
Israel und den Amoritern.
1SA 7:15 Samuel aber bte das Richteramt ber Israel sein Lebelang aus,
1SA 7:16 und zwar wanderte er Jahr fr Jahr umher und besuchte Bethel und 
Gilgal und Mizpa und sprach Israel an allen diesen Sttten Recht.
1SA 7:17 Dann kehrte er nach Rama zurck, denn da wohnte er und da sprach 
er Israel Recht. Und er errichtete daselbst Jahwe einen Altar.
1SA 8:1 Als aber Samuel alt geworden war, bestellte er seine Shne zu 
Richtern ber Israel.
1SA 8:2 Sein erstgeborener Sohn hie Joel, sein zweiter Abia; die sprachen 
zu Beerseba Recht.
1SA 8:3 Aber seine Shne wandelten nicht in seinen Wegen: sie suchten 
ihren Vorteil, lieen sich bestechen und beugten das Recht.
1SA 8:4 Da traten alle Vornehmen Israels zusammen, begaben sich zu Samuel 
nach Rama
1SA 8:5 und sprachen zu ihm: Du bist nun alt, deine Shne aber wandeln 
nicht in deinen Wegen: so setze denn einen Knig ber uns, da er uns 
regiere, wie es bei allen andern Vlkern geschieht!
1SA 8:6 Samuel aber mifiel es, wie sie sprachen: Gieb uns einen Knig, 
da er uns regiere! Da betete Samuel zu Jahwe;
1SA 8:7 Jahwe aber gebot Samuel: Gieb der Forderung des Volks Gehr in 
allem, was sie von dir verlangen! Denn nicht dich haben sie verworfen, 
sondern mich haben sie verworfen, da ich nicht lnger Knig ber sie sein 
soll.
1SA 8:8 Genau so, wie sie gehandelt haben seit der Zeit, wo ich sie aus 
gypten herfhrte, bis heute, indem sie mich verlieen und andere Gtter 
verehrten, handeln sie nun auch dir gegenber.
1SA 8:9 Nun denn, gieb ihrer Forderung Gehr! Nur verwarne sie zugleich 
ernstlich und thue ihnen die Gerechtsame des Knigs, der ber sie 
herrschen soll, kund!
1SA 8:10 Hierauf teilte Samuel alles, was Jahwe gesagt hatte, dem Volke, 
das einen Knig von ihm forderte, mit
1SA 8:11 und fuhr fort: Folgendes wird die Gerechtsame des Knigs sein, 
der ber euch herrschen wird: eure Shne wird er nehmen, um sie bei seinem 
Wagen und seinen Rossen zu verwenden, da sie vor seinem Wagen herlaufen,
1SA 8:12 und um sie als Oberste ber Tausend und als Oberste ber Fnfzig 
anzustellen, und damit sie sein Ackerland pflgen und seine Ernte 
einbringen und ihm Kriegsbedarf und Wagengerte anfertigen.
1SA 8:13 Eure Tchter aber wird er nehmen, da sie ihm Salben bereiten und 
kochen und backen.
1SA 8:14 Von euren Feldern, Weinbergen und lpflanzungen wird er die 
besten nehmen und sie seinen Beamten geben;
1SA 8:15 von eurem Saatland und euren Weinbergen wird er den Zehnten 
erheben und ihn seinen Hmlingen und Beamten geben.
1SA 8:16 Eure Sklaven und Sklavinnen, sowie eure besten Rinder und eure 
Esel wird er nehmen und fr seine Wirtschaft verwenden;
1SA 8:17 von euren Schafen wird er den Zehnten erheben. Ihr selbst aber 
werdet seine Knechte werden.
1SA 8:18 Wenn ihr dann knftig aufschreien werdet wegen eures Knigs, den 
ihr euch erkoren habt, so wird euch Jahwe alsdann nicht erhren!
1SA 8:19 Aber das Volk verschmhte es, auf Samuels Rat zu hren, und rief: 
Nichts da! Einen Knig wollen wir haben,
1SA 8:20 damit wir allen den andern Vlkern gleichen, und unser Knig soll 
uns Recht sprechen und unser Anfhrer sein und unsere Kriege fhren!
1SA 8:21 Samuel hrte alles an, was das Volk redete, und trug es Jahwe vor.
1SA 8:22 Jahwe aber gebot Samuel: Gieb ihrer Forderung Gehr und setze 
einen Knig ber sie! Da erwiderte Samuel den Mnnern von Israel: Geht ein 
jeder in seine Heimat!
1SA 9:1 Es war ein Mann aus Gibea in Benjamin, Namens Kis, ein Sohn 
Abiels, des Sohnes Zerors, des Sohnes Bechoraths, des Sohnes Apiahs, des 
Sohnes eines Benjaminiten, ein vermgender Mann.
1SA 9:2 Der hatte einen Sohn namens Saul, stattlich und schn; es gab 
unter den Israeliten keinen schneren Mann als ihn: um Haupteslnge 
berragte er jedermann im Volke.
1SA 9:3 Nun waren Kis, dem Vater Sauls, die Eselinnen verloren gegangen. 
Da gebot Kis seinem Sohne Saul: Nimm einen von den Knechten mit und mache 
dich auf den Weg, die Eselinnen zu suchen!
1SA 9:4 Da durchwanderten sie das Gebirge Ephraim und durchwanderten das 
Gebiet von Salisa, fanden sie aber nicht. Sodann durchwanderten sie das 
Gebiet von Saalim, aber sie waren nicht da. Sodann durchwanderten sie das 
Gebiet von Benjamin, fanden sie aber nicht.
1SA 9:5 Als sie nun ins Gebiet von Zuph gelangt waren, sagte Saul zu dem 
Knechte, den er bei sich hatte: Komm, la uns heimkehren; sonst knnte 
mein Vater, statt um die Eselinnen, sich um uns sorgen!
1SA 9:6 Jener erwiderte ihm: Hier in dieser Stadt lebt ein Gottesmann, der 
Mann ist berhmt: alles, was er sagt, trifft sicher ein. La uns doch 
gleich hingehen; vielleicht giebt er uns Bescheid ber den Weg, den wir 
unternommen haben.
1SA 9:7 Saul entgegnete seinem Knechte: Gut, aber falls wir nun hingehen, 
was bringen wir dem Manne? Denn das Brot ist uns ausgegangen in unsern 
Taschen, und ein Geschenk haben wir nicht, da wir es dem Manne Gottes 
bringen knnten. Was haben wir?
1SA 9:8 Da erwiderte der Knecht Saul noch einmal und sprach: Ich habe da 
noch einen silbernen Viertelsekel bei mir, den magst du dem Gottesmanne 
geben, damit er uns sagt, welchen Weg wir einschlagen sollen.
1SA 9:9 Vor Zeiten sagte man in Israel, wenn man Gott befragen ging, also: 
Kommt, lat uns zum Seher gehen! Denn die jetzt Propheten genannt werden, 
hieen vor Zeiten Seher.
1SA 9:10 Da sprach Saul zu seinem Knechte: Du hast recht. Komm, la uns 
gehen! So gingen sie denn nach der Stadt, wo der Gottesmann war.
1SA 9:11 Whrend sie nun die Steige zur Stadt hinaufgingen, trafen sie 
Mdchen, die zum Wasserschpfen herauskamen. Die fragten sie: Ist der 
Seher hier?
1SA 9:12 Sie antworteten ihnen und sprachen: Jawohl, er ist da vor euch; 
eben jetzt ist er in die Stadt hereingekommen - das Volk feiert nmlich 
heute ein Opferfest auf der Hhe!
1SA 9:13 Wenn ihr in die Stadt kommt, werdet ihr ihn gerade noch 
antreffen, ehe er zur Mahlzeit nach der Opfersttte hinaufgeht. Denn das 
Volk it nicht eher, als bis er kommt; denn er segnet das Opfermahl, und 
erst dann essen die Geladenen. Geht also nur hinauf, denn eben jetzt knnt 
ihr ihn treffen!
1SA 9:14 Da gingen sie hinauf zur Stadt. Als sie aber eben ins Stadtthor 
eingetreten waren, kam ihnen Samuel von drinnen entgegen, um zur 
Opfersttte hinaufzusteigen.
1SA 9:15 Nun hatte Jahwe einen Tag, bevor Saul kam, Samuel folgende 
Offenbarung zu teil werden lassen:
1SA 9:16 Morgen um diese Zeit werde ich dir einen Mann aus dem Gebiete 
Benjamins zusenden, den sollst du zum Frsten ber mein Volk Israel 
salben. Er wird mein Volk aus der Gewalt der Philister befreien; denn ich 
habe auf die Bedrckung meines Volks geachtet, da sein Hilferuf zu mir 
gedrungen ist.
1SA 9:17 Whrend nun Samuel Sauls ansichtig wurde, hatte Jahwe ihm 
Bescheid gegeben: Da ist der Mann, von dem ich dir gesagt habe: der soll 
ber mein Volk herrschen.
1SA 9:18 Da trat Saul inmitten des Thors an Samuel heran und bat: Sage mir 
doch, wo der Seher wohnt!
1SA 9:19 Samuel erwiderte Saul: Ich bin der Seher; gehe mir voran hinauf 
zur Opfersttte. Ihr mt heute mit mir essen; morgen frh will ich dich 
dann ziehen lassen und dir Bescheid geben ber alles, was dich beschftigt.
1SA 9:20 Was aber die Eselinnen betrifft, die dir heute vor drei Tagen 
abhanden kamen, so sorge dich nicht um sie: sie haben sich gefunden. Wem 
aber gehrt alles, was Wert hat in Israel? Nicht dir und deines Vaters 
ganzer Familie?
1SA 9:21 Saul entgegnete: Ich bin doch nur ein Benjaminit, ein Abkmmling 
aus einem der kleinsten Stmme Israels; dazu ist mein Geschlecht das 
geringste von allen Geschlechtern des Stammes Benjamin: warum redest du da 
so zu mir?
1SA 9:22 Samuel aber nahm Saul und seinen Knecht mit sich, fhrte sie in 
den Saal und wies ihnen an der Spitze der Geladenen Pltze an; deren waren 
ungefhr dreiig Mann.
1SA 9:23 Und Samuel gebot dem Koch: Gieb das Stck her, das ich dir 
bergeben habe, das, von dem ich dir sagte: Hebe es auf!
1SA 9:24 Da trug der Koch die Keule und den Fettschwanz auf und setzte sie 
Saul vor. Und er sprach: Da ist dir, was brig blieb, vorgesetzt; i, denn 
auf die bestimmte Zeit ist es dir aufgehoben, indem man sprach: das Volk 
habe ich geladen. So a denn Saul an jenem Tage mit Samuel.
1SA 9:25 Als sie dann von der Opfersttte nach der Stadt hinuntergegangen 
waren, bettete man Saul auf dem Dach,
1SA 9:26 und er legte sich schlafen. Als aber die Morgenrte anbrach, rief 
Samuel dem Saul nach dem Dache hinauf: Steh auf, da ich dich geleite! Da 
stand Saul auf, und sie beide, er und Samuel, gingen hinaus.
1SA 9:27 Whrend sie nun nach der Grenze des Stadtgebiets 
hinunterschritten, sagte Samuel zu Saul: Heie den Knecht uns vorangehen; 
du selbst aber bleibe jetzt stehen, da ich dir ein Gotteswort kundthue!
1SA 10:1 Da ergriff Samuel die lflasche und go sie ber sein Haupt aus; 
sodann kte er ihn und sprach: Damit hat dich Jahwe zum Frsten ber sein 
Volk Israel gesalbt. Du sollst ber das Volk Jahwes herrschen und sollst 
es aus der Gewalt seiner Feinde befreien. Und dies mag dir als Zeichen 
dafr dienen, da dich Jahwe zum Frsten ber sein Erbe gesalbt hat:
1SA 10:2 wenn du heute von mir gegangen bist, wirst du beim Grabe der 
Rahel an der Grenze von Benjamin auf zwei Mnner stoen, die zu dir sagen 
werden: Die Eselinnen, die du suchen gingst, haben sich gefunden. Aber 
dein Vater denkt nicht mehr an die Eselinnen, sondern sorgt sich um euch 
und sagt: Was soll ich wegen meines Sohnes thun?
1SA 10:3 Gehst du dann von da weiter und kommst zur Eiche Thabor, so 
werden dort drei Mnner zu dir stoen, die zu Gott nach Bethel 
hinaufgehen; einer fhrt mit sich drei Bcklein, einer drei Brotlaibe und 
einer einen Schlauch Wein.
1SA 10:4 Die werden dich gren und dir zwei Laibe Brot geben; die nimm 
von ihnen an.
1SA 10:5 Hernach kommst du nach Gibea Gottes, an der Stelle, wo die Sule 
der Philister steht; und wenn du an jenen Platz in der Stadt kommst, wirst 
du einem Trupp Propheten begegnen, die von der Opfersttte herabkommen. 
Vor ihnen her ertnt Harfe, Pauke, Flte und Zither, whrend sie selbst in 
prophetischer Begeisterung sind.
1SA 10:6 Da wird dann der Geist Jahwes ber dich kommen, da du gleich 
ihnen in prophetische Begeisterung gertst und dich in einen anderen 
Menschen verwandeln wirst.
1SA 10:7 Und wenn du so diese Zeichen eintreffen siehst, so thue, was sich 
dir darbietet, denn Gott ist mit dir.
1SA 10:8 Und geh mir voran nach Gilgal hinab; ich werde dann zu dir 
hinabkommen, um Brandopfer darzubringen, um Heilsopfer zu schlachten: 
sieben Tage warte zu, bis ich zu dir komme und dir kundthue, was du thun 
sollst.
1SA 10:9 Als er nun den Rcken wandte, um von Samuel wegzugehn, da 
verwandelte Gott sein Inneres, und alle die genannten Zeichen trafen an 
jenem Tage ein.
1SA 10:10 Als sie dorthin nach Gibea kamen, begegnete ihm ein Trupp 
Propheten, und der Geist Gottes kam ber ihn, so da er sich mitten unter 
ihnen wie ein Verzckter geberdete.
1SA 10:11 Als aber jedermann, der ihn von frher her kannte, sah, wie er 
sich gleich den brigen Propheten verzckt geberdete, - da fragten die 
Leute einander: Was ist denn mit dem Sohne des Kis vorgegangen? Gehrt 
denn Saul auch zu den Propheten?
1SA 10:12 Da wandte ein Mann von dort ein: Aber wer ist denn ihr Vater? 
Daraus ist die sprichwrtliche Redensart entstanden: Gehrt denn Saul auch 
zu den Propheten?
1SA 10:13 Als nun seine prophetische Erregung zu Ende war, ging er nach 
Hause.
1SA 10:14 Da fragte Sauls Vetter ihn und seinen Knecht: Wohin seid ihr 
gegangen? Er sprach: Die Eselinnen zu suchen; und als wir sie nirgends 
fanden, begaben wir uns zu Samuel.
1SA 10:15 Da sagte Sauls Vetter: Teile mir doch mit, was Samuel zu euch 
gesagt hat!
1SA 10:16 Saul antwortete seinem Vetter: Er hat uns mitgeteilt, da die 
Eselinnen gefunden seien. Was aber Samuel in betreff des Knigtums gesagt 
hatte, das verriet er ihm nicht.
1SA 10:17 Da berief Samuel das Volk zu Jahwe nach Mizpa
1SA 10:18 und sprach zu den Israeliten: So spricht Jahwe, der Gott 
Israels: Ich habe Israel aus gypten hergefhrt und habe euch aus der 
Gewalt der gypter und aller der Knigreiche, die euch bedrngten, 
errettet.
1SA 10:19 Ihr aber habt jetzt euren Gott verworfen, der euch ein Helfer 
war in allen euren Nten und Drangsalen, und sagtet: Nein, sondern einen 
Knig sollst du ber uns bestellen! Nun denn, so stellt euch vor Jahwe auf 
nach Stmmen und Tausendschaften!
1SA 10:20 Hierauf lie Samuel alle Stmme Israels herantreten, und es traf 
den Stamm Benjamin.
1SA 10:21 Darauf lie er den Stamm Benjamin geschlechterweise herantreten; 
da traf es das Geschlecht der Matriter. Darauf lie er das Geschlecht der 
Matriter Mann fr Mann herantreten; da traf es Saul, den Sohn des Kis. Als 
man aber nach ihm suchte, war er nicht zu finden.
1SA 10:22 Da fragten sie noch einmal bei Jahwe an: Ist der Mann berhaupt 
hierher gekommen? Jahwe antwortete: Ja, er hlt sich bei dem Gepck 
verborgen.
1SA 10:23 Da liefen sie hin und holten ihn von dort. Und als er mitten 
unter das Volk trat, berragte er jedermann im Volk um Haupteslnge.
1SA 10:24 Da sprach Samuel zum ganzen Volke: Habt ihr gesehen, da ihm, 
den Jahwe erkoren hat, im ganzen Volke keiner gleichkommt? Da brach das 
ganze Volk in den Ruf aus: Es lebe der Knig!
1SA 10:25 Darnach trug Samuel dem Volke die Gerechtsame des Knigtums vor, 
schrieb sie in ein Buch und legte dieses vor Jahwe nieder. Dann entlie 
Samuel das ganze Volk, jeden in seine Heimat.
1SA 10:26 Auch Saul ging heim nach Gibea und zwar geleiteten ihn die 
Tapferen, denen Gott das Herz gerhrt hatte;
1SA 10:27 einige Nichtswrdige aber sagten: Was kann uns der helfen? und 
verachteten ihn und brachten ihm kein Geschenk.
1SA 11:1 Nach ungefhr einem Monat aber zog der Ammoniter Nahas heran und 
belagerte Jabes in Gilead. Da lie die ganze Brgerschaft von Jabes Nahas 
sagen: Gehe einen Vergleich mit uns ein, so wollen wir uns dir unterwerfen!
1SA 11:2 Aber der Ammoniter Nahas erwiderte ihnen: Auf der Grundlage will 
ich einen Vergleich mit euch eingehen, da ich jedem von euch das rechte 
Auge aussteche und damit dem ganzen Israel einen Schimpf anthue!
1SA 11:3 Da entgegneten ihm die Vornehmsten von Jabes: Gieb uns sieben 
Tage Frist, da wir Boten in das ganze Gebiet Israels entsenden; wenn dann 
niemand ist, der uns hilft, so wollen wir uns dir ergeben!
1SA 11:4 Als nun die Boten nach Gibea, der Stadt Sauls, kamen und dem Volk 
ihr Anliegen vortrugen, da brach das ganze Volk in lautes Weinen aus.
1SA 11:5 Saul aber kam eben hinter den Rindern her vom Felde heim. Da 
fragte Saul: Was hat das Volk, da es weint? und man berichtete ihm das 
Anliegen der Leute von Jabes.
1SA 11:6 Als er nun den Sachverhalt vernommen hatte, kam ber Saul der 
Geist Gottes, und er geriet in heftigen Zorn.
1SA 11:7 Er ergriff ein paar Rinder, zerstckte sie und sandte die Stcke 
durch Boten im ganzen Gebiet Israels umher mit dem Aufruf: Wer nicht mit 
ausrckt hinter Saul und Samuel her, dessen Rindern soll es so ergehen! Da 
befiel das Volk ein Schrecken Jahwes, da es ausrckte wie ein Mann.
1SA 11:8 Und als er sie in Besek musterte, waren es 300 000 Israeliten und 
30 000 Juder.
1SA 11:9 Da sagte er den Boten, die gekommen waren: Meldet den Mnnern von 
Jabes in Gilead: Morgen, wenn es hei wird, soll euch Hilfe werden! Da 
gingen die Boten heim, und als sie es den Brgern von Jabes meldeten, 
freuten sie sich.
1SA 11:10 Nun gaben die Brger von Jabes Nahas den Bescheid: Morgen wollen 
wir uns euch ergeben; dann mgt ihr mit uns verfahren, wie es euch irgend 
gutdnkt.
1SA 11:11 Am andern Morgen aber teilte Saul das Volk in drei Heerhaufen, 
und sie drangen um die Morgenwache in das Lager ein und richteten unter 
den Ammonitern eine Niederlage an, bis es hei wurde. Was aber brig 
blieb, zerstreute sich, so da nicht zwei von ihnen beisammen blieben.
1SA 11:12 Da sprach das Volk zu Samuel: Wer sind die, die da fragten: Saul 
soll Knig ber uns werden? Schafft sie her, da wir sie tten!
1SA 11:13 Saul aber entgegnete: An diesem Tage soll niemand den Tod 
erleiden, denn heute hat Jahwe Israel zum Siege verholfen!
1SA 11:14 Samuel aber forderte das Volk auf: Kommt, lat uns nach dem 
Gilgal ziehen und dort das Knigtum erneuern!
1SA 11:15 Da zog das ganze Volk nach dem Gilgal und setzte dort Saul vor 
Jahwe im Gilgal zum Knig ein. Und man schlachtete dort Heilsopfer vor 
Jahwe, und Saul und alle Mnner Israels waren dort beraus frhlich.
1SA 12:1 Und Samuel sprach zum ganzen Israel: Ich habe nun in allem, was 
ihr mir vorgetragen habt, eurem Verlangen nachgegeben und habe einen Knig 
ber euch gesetzt.
1SA 12:2 So wird denn nunmehr der Knig vor euch aus- und einziehen; ich 
aber bin alt und grau geworden, so da nun meine Shne unter euch sind. 
Aber ich habe von meiner Jugend an bis auf den heutigen Tag vor euren 
Augen meinen Wandel gefhrt -1SA 12:3 da bin ich, tretet gegen mich auf 
vor Jahwe und seinem Gesalbten! Wessen Ochse oder wessen Esel habe ich 
weggenommen? Wen habe ich bedrckt, wem Gewalt angethan? Von wem habe ich 
Shngeld oder ein paar Schuhe genommen? Tretet gegen mich auf, so will ich 
es euch zurckerstatten!
1SA 12:4 Sie erwiderten: Du hast uns nicht bedrckt und uns keine Gewalt 
angethan und hast von niemandem etwas angenommen.
1SA 12:5 Da sprach er zu ihnen: Jahwe sei Zeuge euch gegenber, und sein 
Gesalbter sei heute Zeuge, da ihr in meiner Hand nichts gefunden habt. 
Sie riefen: Jawohl!
1SA 12:6 Da sprach Samuel zum Volke: Zeuge sei Jahwe, der Mose und Aaron 
erschaffen und der eure Vter aus gypten hergefhrt hat!
1SA 12:7 Nun aber stellt euch her, da ich mit euch vor Jahwe rechte und 
euch alle Wohltaten Jahwes vorhalte, die er euch und euren Vtern erwiesen 
hat!
1SA 12:8 Als Jakob nach gypten gekommen war, plagten die gypter sie. Da 
schrieen eure Vter zu Jahwe, und Jahwe sandte Mose und Aaron, die fhrten 
euere Vter aus gypten hinweg; und er gab ihnen Wohnsitze in diesem Lande.
1SA 12:9 Aber sie vergaen Jahwe, ihren Gott. Da verkaufte er sie in die 
Gewalt Siseras, des Feldherrn des Knigs Jabin von Hazor, sowie in die 
Gewalt der Philister und des Knigs von Moab, da sie sie angriffen.
1SA 12:10 Sie aber schrieen zu Jahwe und riefen: Wir haben gesndigt, da 
wir Jahwe verlassen und den Baalen und Astarten gedient haben: nun aber 
befreie uns aus der Gewalt unserer Feinde, so wollen wir dir dienen!
1SA 12:11 da sandte Jahwe Jerubbaal, Barak, Jephta und Samuel und befreite 
euch aus der Gewalt eurer Feinde ringsum, da ihr in Sicherheit wohnen 
konntet.
1SA 12:12 Als ihr aber gewahrtet, da Nahas, der Knig der Ammoniter, 
gegen euch anrckte, da spracht ihr zu mir: Nein! ein Knig soll ber uns 
herrschen! - whrend doch euer Gott Jahwe euer Knig ist.
1SA 12:13 Nun denn, da ist der Knig, den ihr erkoren habt; Jahwe hat nun 
einen Knig ber euch bestellt.
1SA 12:14 Wenn ihr Jahwe frchtet, ihm dient, seiner Stimme gehorcht und 
dem Befehl Jahwes nicht widerstrebt und wenn ihr, sowohl ihr selbst, als 
der Knig, der euch regiert, Jahwe, eurem Gotte, folgsam seid - - ;
1SA 12:15 wenn ihr aber der Stimme Jahwes nicht gehorcht und dem Befehle 
Jahwes widerstrebt, so wird die Hand Jahwes wider euch und euren Knig 
sein.
1SA 12:16 Jetzt aber tretet her, da ihr Zeugen des gewaltigen Ereignisses 
seiet, da Jahwe vor euren Augen geschehen lt.
1SA 12:17 Nicht wahr, gegenwrtig ist Weizenernte? Ich werde Jahwe 
anrufen, da er Gewitter und Regen sendet: so werdet ihr dann inne werden 
und einsehen, wie groes Unrecht ihr nach dem Urteile Jahwes begangen 
habt, indem ihr einen Knig fordertet!
1SA 12:18 Da rief Samuel Jahwe an, und Jahwe sandte an jenem Tage Gewitter 
und Regen. Das Volk aber geriet in groe Angst vor Jahwe und vor Samuel.
1SA 12:19 Da bat das ganze Volk Samuel: Thue Frbitte fr deine Sklaven 
bei Jahwe, deinem Gotte, da wir nicht umkommen, weil wir zu allen Snden 
nun auch noch das Unrecht begangen haben, einen Knig zu fordern!
1SA 12:20 Samuel erwiderte dem Volke: Seid getrost; ihr habt zwar all 
dieses Unrecht verbt - so lat nun wenigstens nicht davon ab, Jahwe 
nachzufolgen, sondern dient Jahwe von ganzem Herzen
1SA 12:21 und folgt nicht den Nichtigen nach, die zu nichts taugen und 
nicht retten, da sie nichtig sind.
1SA 12:22 Denn Jahwe wird um seines groen Namens willen sein Volk nicht 
verstoen; hat es doch Jahwe gefallen, euch zu seinem Volke zu machen.
1SA 12:23 Auch von mir sei es ferne, da ich mich an Jahwe versndigen 
sollte, indem ich abliee, Frbitte fr euch zu thun: vielmehr will ich 
euch den guten und geraden Weg weisen.
1SA 12:24 Nur frchtet Jahwe und dient ihm treulich von ganzem Herzen; 
denn seht, was er Groes an euch gethan hat!
1SA 12:25 Wenn ihr aber bse handelt, so werdet ihr samt eurem Knige 
hinweggerafft werden.
1SA 13:1 Saul war....Jahre alt, als er Knig wurde, und herrschte....Jahre 
ber Israel.
1SA 13:2 Saul whlte sich 3000 Mann aus Israel aus; davon waren 2000 bei 
Saul in Michmas und auf dem Gebirge von Bethel, 1000 aber bei Jonathan zu 
Gibea in Benjamin. Den Rest des Kriegsvolks entlie er, jedermann in seine 
Heimat.
1SA 13:3 Da zerschlug Jonathan die Sule der Philister, die in Geba stand. 
Da vernahmen die Philister die Kunde: die Hebrer sind abgefallen. Saul 
aber hatte inzwischen im ganzen Land umher die Posaune blasen lassen,
1SA 13:4 und ganz Israel hatte die Kunde vernommen: Saul hat die Sule der 
Philister zerschlagen, und nun ist Israel in Verruf geraten bei den 
Philistern. Und das Kriegsvolk wurde aufgeboten, Saul nach dem Gilgal zu 
folgen,
1SA 13:5 whrend sich die Philister schon zum Kriege mit Israel gesammelt 
hatten, 3000 Wagen und 6000 Reiter und Fuvolk so zahlreich wie der Sand 
am Ufer des Meers, und nun heranrckten und sich bei Michmas lagerten, 
gegenber von Beth Aven.
1SA 13:6 Als nun die israelitische Mannschaft sah, da sie in die Enge 
geriet, weil sie bedrngt wurde, da verkroch sich das Volk in Hhlen, 
Erdlchern, Felsspalten, Kellern und Gruben
1SA 13:7 und ging ber die Jordanfurten ins Land Gad und Gilead. Saul 
jedoch war noch im Gilgal; alles Kriegsvolk aber hatte ihn aus Angst 
verlassen.
1SA 13:8 Er wartete sieben Tage, bis zu dem Zeitpunkte, den Samuel 
bestimmt hatte; aber Samuel kam nicht nach dem Gilgal. Da sich aber die 
Leute von ihm verliefen,
1SA 13:9 gebot Saul: Bringt mir das Brandopfer und die Heilsopfer her! und 
vollzog das Opfer.
1SA 13:10 Als er aber mit dem Darbringen des Opfers zu Ende war, da 
pltzlich erschien Samuel. Saul ging ihm entgegen, um ihn zu begren.
1SA 13:11 Samuel aber fragte: Was hast du gethan? Saul erwiderte: Ich sah, 
da sich die Leute von mir verliefen; du aber trafst zur bestimmten Zeit 
nicht ein, obschon sich die Philister in Michmas versammelt hatten.
1SA 13:12 Da dachte ich: Nun werden die Philister gegen mich ins Gilgal 
herabziehen, ehe ich noch Jahwe begtigt habe, und fate mir ein Herz und 
vollzog das Opfer.
1SA 13:13 Da sprach Samuel zu Saul: Du warst ein Thor; du hast den Befehl, 
den dir Jahwe, dein Gott, gab, nicht befolgt; denn nun htte Jahwe dein 
Knigtum ber Israel fr immer besttigt.
1SA 13:14 So aber wird dein Knigtum keinen Bestand haben. Jahwe hat sich 
einen Mann nach seinem Herzen gesucht und hat ihn zum Frsten ber sein 
Volk bestellt. Denn du hast nicht befolgt, was dir Jahwe befohlen hatte!
1SA 13:15 Da machte sich Samuel auf, verlie das Gilgal und ging seines 
Wegs. Der Rest des Kriegsvolks aber zog hinter Saul her den Kriegern 
entgegen. Als sie aber vom Gilgal nach Gibea in Benjamin gekommen waren, 
da musterte Saul das Kriegsvolk, das ihm zu Gebote stand - etwa 600 Mann.
1SA 13:16 Saul und sein Sohn Jonathan verweilten mit den Leuten, die ihnen 
zu Gebote standen, zu Geba in Benjamin, whrend sich die Philister in 
Michmas gelagert hatten.
1SA 13:17 Da zog aus dem Lager der Philister eine plndernde Schar in drei 
Abteilungen aus:
1SA 13:18 Die eine Abteilung schlug die Richtung gegen Ophra hin nach dem 
Lande Sual ein, die andere Abteilung schlug die Richtung nach Beth Horon 
ein, die dritte schlug die Richtung nach dem Hgel ein, der ber dem 
Hynenthal auf die Steppe hinabschaut.
1SA 13:19 Ein Schmied aber fand sich im ganzen Lande Israel nicht (die 
Philister dachten nmlich: Die Hebrer mchten sich Schwerter oder Lanzen 
anfertigen!),
1SA 13:20 vielmehr mute aus ganz Israel jedermann zu den Philistern 
hinab, wenn er seine Pflugschar, seinen Karst, seine Axt und seinen 
Ochsenstachel schrfen lassen wollte,
1SA 13:21 - mit den Pflugscharen und den Karsten und den dreizinkigen 
Gabeln und den xten, und um den Ochsenstachel gerade zu machen.
1SA 13:22 So fand sich denn am Tage der Schlacht bei dem ganzen 
Kriegsvolke, das Saul und Jonathan bei sich hatten, weder Schwert noch 
Spie vor; Saul aber und seinem Sohne Jonathan standen sie zu Gebote.
1SA 13:23 Aber ein Posten der Philister rckte vor gegen den Pa von 
Michmas.
1SA 14:1 Eines Tages nun gebot Jonathan, der Sohn Sauls, ohne seinem Vater 
Mitteilung zu machen, dem burschen, der ihm Wasser trug: Komm, la uns 
hinbergehen auf den Posten der Philister kos, der dort drben steht!
1SA 14:2 Saul aber sa eben an der Grenze von Gibea unter dem Granatbaume, 
der bei Migron steht. Die Leute, die er bei sich hatte, beliefen sich auf 
etwa 600 Mann;
1SA 14:3 und Ahia, der Sohn Ahitubs, des Bruders Ikabods, des Sohnes des 
Pinehas, dses sohnes Elis, des Priesters Jahwes zu Silo, trug damals den 
Ephod. Die Leute wuten aber nichts davon, da Jonathan weggegangen war.
1SA 14:4 Inmitten des Passes aber, den Jonathan zu berschreiten suchte, 
um den Posten der Philister anzugreifen, befand sich je eine felszacke 
diesseits und jenseits; die eine hie Bozez, die andere Sene.
1SA 14:5 Die eine Zacke erhebt sich steil auf der Nordseite, Michmas 
gegenber, die andere auf der Sdseite, Geba gegenber.
1SA 14:6 Jonathan gebot also dem Burschen, der ihm die Waffen trug: Komm, 
la uns hinbergehen auf den Posten dieser Unbeschnittenen los! Vielleicht 
wird Jahwe fr uns streiten; den fr Jahwe besteht kein Hindernis, durch 
Viel oder durch Wenig Hilfe zu schaffen!
1SA 14:7 Der Waffentrger antwortete ihm: Thue nur, wonach dir irgend der 
Sinn steht; ich bin bereit, mich dir anzuschlieen: was du willst, will 
auch ich!
1SA 14:8 Jonathan erwiderte: Wohlan, wenn wir jetzt zu den leuten 
hinbergehen, und sie unserer ansichtig werden
1SA 14:9 und uns alsdann zurufen: Halt, bis wir zu euch hinkommen! so 
wollen wir auf unserem Platze stehen bleiben und nicht zu ihnen 
hinaufsteigen.
1SA 14:10 Rufen sie aber: Kommt herauf zu uns! so wollen wir 
hinaufsteigen; denn dann hat sie Jahwe in unsere Gewalt gegeben. Das soll 
uns als Zeichen dienen!
1SA 14:11 Als nun die Beiden dem Posten der Philister zu Gesichte kamen, 
da dachten die Philister: Das sind ja Hebrer, die aus den Lchern 
hervorkommen, darein sie sich verkrochen haben!
1SA 14:12 So riefen denn die Leute vom Posten Jonathan und seinen 
Waffentrger an: Kommt herauf zu uns, so sollt ihr etwas von uns erfahren! 
Da sprach Jonathan zu seinem Waffentrger: Steige mir nach, denn Jahwe hat 
sie in die Gewalt Israels gegeben!
1SA 14:13 Nun kletterte Jonathan auf Hnden und Fen empor und sein 
Waffentrger ihm nach. Da wandten sie sich zur Flucht vor Jonathan. Er 
aber hieb sie nieder, und sein Waffentrger ttete sie vollends hinter ihm 
her.
1SA 14:14 So belief sich das erste Blutbad, das Jonathan und sein 
waffentrger anrichteten, auf ungefhr zwanzig Mann, ungefhr auf der 
Hlfte einer Furchenstrecke, einem Joche Feldes.
1SA 14:15 Da entstand Schrecken im Feldlager und unter allem Kriegsvolk; 
ebenso erschraken der Posten und die plndernde Schar. Dazu bebte die Erde 
und erzeugte einen Gottesschrecken.
1SA 14:16 Als aber die Spher sauls zu Gibea in Benjamin hinsahen, da 
wogte das Lager hin und her.
1SA 14:17 Nun gebot Saul den Leuten, die um ihn waren: Haltet doch 
Musterung und seht, wer von uns hinweggegangen ist! Als man nun Musterung 
hielt, da fehlten Jonathan und sein Waffentger.
1SA 14:18 Da gebot Saul dem Ahia: Bringe den Ephod her! denn er trug 
damals den Ephod vor den Israeliten.
1SA 14:19 Whrend aber Saul mit dem Priester redete, wurde das Getse im 
Lager der Philister immer rger, so da Saul dem Priester gebot: La es 
sein!
1SA 14:20 da versammelten sich Saul und das ganze Kriegsvolk, das er bei 
sich hatte, und als sie zum Kampfplatze kamen, da hatte ein jeder das 
Schwert gegen den andern erhoben, so da eine sehr groe Verwirrung 
entstanden war.
1SA 14:21 Die hebrer aber, welche seit lange den Philistern angehrt 
hatten und welche mit ihnen ins Feld gezogen waren, fielen nun ihrerseits 
auch ab, um sich den Israeliten, die zu Saul und Jonathan hielten, 
anzuschlieen.
1SA 14:22 Dazu als alle die israelitischen Mnner, die sich im Gebirge 
Ephraim verborgen hatten, hrten, da die Philister geflphen seien, 
setzten sie ihnen gleichfalls nach, um sie zu bekmpfen.
1SA 14:23 So verlieh Jahwe Israel an jenem Tage Sieg. Als sich aber der 
Kampf ber Beth Aven hin ausgedehnt hatte -1SA 14:24 das ganze Volk ging 
mit Saul, etwa 10000 Mann stark, und der Kampf zersplitterte sich auf dem 
Gebirge Ephraim -, da beging Saul jenes Tags ein schweres Versehen. Er 
nahm dem Volke folgenden Eid ab: Verflucht sei jeder, der etwas it bis 
zum Abend, bis ich an meinen Feinden Rache genommen habe! Daher nahm 
keiner der Leute Speise zu sich.
1SA 14:25 Nun befanden sich Honigwaben auf dem Blachfelde.
1SA 14:26 Als das Volk zu den Waben kam, da befand sich, da die Bienen 
ausgeflogen waren; trotzdem aber fhrte niemand die Hand zum Munde, weil 
die Leute sich vor dem Schwure scheuten.
1SA 14:27 Jonathan hingegen hatte nicht mit angehrt, wie sein Vater den 
Eid von den Leuten forderte. So langte er denn mit der Spitze des Stabes, 
den er in der Hand hielt, hin, tauchte sie in eine Honigwabe und fhrte 
die Hand zum Munde - da wurden seine Augen wieder helle.
1SA 14:28 Einer der Krieger aber redete ihn an und sprach: Dein Vater hat 
die Leute einen feierlichen Eid schwren lassen, der lautete: Verflucht 
sei jeder, der heute etwas it! Das Volk war aber ermattet.
1SA 14:29 Jonathan erwiderte: Mein Vater strzt das Land ins Unglck; sieh 
doch, wie meine Augen leuchten, weil ich dies bischen Honig genossen habe:
1SA 14:30 wie viel mehr, wenn die Leute von der feindlichen Beute, die sie 
gemacht haben, heute tchtig gegessen htten, - so aber ist die Niederlage 
unter den Philistern nicht gro geworden!
1SA 14:31 Sie schlugen aber die Philister an jenem Tage von Michmas bis 
Ajalon, und das Kriegsvolk war sehr ermattet.
1SA 14:32 So machten sich denn dei Leute ber die beute her, nahmen 
Schafe, Rinder und Klber und schlachteten sie am Boden, und die Leute 
aen das Fleisch samt dem Blute.
1SA 14:33 Als man nun Saul die Kunde brachte: Die Leute versndigen sich 
an Jahwe, indem sie das Fleisch samt dem Blut essen, rief er: Ihr frevelt! 
Wlzt mir einen groen Stein her!
1SA 14:34 Und Saul gebot: Zerstreut euch unter die Leute und sagt ihnen: 
Ein jeder von euch bringe sein Rind und sein Schaf her zu mir und 
schlachte es hier und esse sodann, damit ihr euch nicht an Jahwe 
versndigt, indem ihr es mit dem Blute et! Da brachte ein jeder von den 
leuten, was er besa, und schlachtete es dort.
1SA 14:35 Und Saul errichtete Jahwe einen Altar; das ist der erste Altar, 
den Saul Jahwe errichtete.
1SA 14:36 Da schlug Saul vor: Wir wollen den Philistern in der Nacht 
nachsetzen, damit wir bis zum Tagesanbruch unter ihnen plndern und keinen 
von ihnen brig lassen! Sie riefen: Thue ganz, wie es dir gutdnkt! Der 
Priester aber sprach: Wir wollen hierher vor Gott treten.
1SA 14:37 Als aber Saul bei Gott anfragte: Soll ich den Philistern 
nachsetzen? Wirst du sie in die Gewalt der Israeliten geben? da gab er ihm 
jenes Tags keine Antwort.
1SA 14:38 Da gebot Saul: Tretet hierher, alle Obersten des Volks, und 
forscht nach, von wem diese versndigung heute begangen worden ist!
1SA 14:39 Denn so wahr Jahwe lebt, der Israel Sieg verliehen hat, selbst 
wenn sie sich bei meinem Sohne Jonathan fnde - er mte sterben! Aber 
niemand von den Leuten allen antwortete ihm.
1SA 14:40 Da gebot er dem ganzen Israel: Ihr stellt eine Seite dar, und 
ich und mein Sohn Jonathan stellen die andere Seite dar. Das Volk 
erwiderte Saul: Thue was dir gutdnkt!
1SA 14:41 da rief Saul: Jahwe, du Gott Israels, weshalb hast du deinem 
Knechte heute nicht geantwortet? Wenn diese verschuldung an mir oder 
meinem Sohne Jonathan haftet, Jahwe, du Gott Israels, so la Urim 
erscheinen; haftet sie aber an deinem Volke Israel, so la Tummin 
erscheinen! Da wurden Jonathan und Saul getroffen, das Volk aber ging frei 
aus.
1SA 14:42 Saul gebot: Lost zwischen mir und meinem Sohne Jonathan! Da 
wurde Jonathan getroffen.
1SA 14:43 Nun fragte Saul Jonathan: Thue mir kund: was hast du getan? Da 
that es ihm Jonathan kund und sprach: Mit der Spitze des Stabes, den ich 
in der Hand hielt, kostete ich nur ein wenig Honig - dafr soll ich 
sterben?!
1SA 14:44 Saul erwiderte: Gott thue mir an, was er will: ja, du mut 
sterben, Jonathan!
1SA 14:45 Aber das Volk rief Saul zu: Jonathan soll sterben, der diesen 
groen Sieg in Israel errungen hat? Das darf nicht sein! So wahr Jahwe 
lebt, es soll nicht ein Haar von seinem Haupte zur Erde fallen; denn mit 
Gottes Hilfe hat er ihn heute errungen! Da lste das Volk Jonathan aus, 
da er nicht sterben mute.
1SA 14:46 Und Saul kam wieder herauf von der Verfolgung der Philister; die 
Philister aber zogen an ihren Ort.
1SA 14:47 Als nun Saul das Knigtum ber Israel gewonnen hatte, fhrte er 
Kriege ringsum gegen alle seine feinde: gegen Moab, gegen die Ammoniter, 
gegen Edom, gegen den Knig von Zoba und gegen die Philister und wohin er 
sich auch wandte, da war er siegreich.
1SA 14:48 Auch bewies er Tapferkeit und schlug Amalek und errettete Israel 
aus der Gewalt seines Plnderers.
1SA 14:49 Die Shne Sauls waren: Jonathan, Isjo und Malkisua, und seine 
zwei Tchter hieen: die ltere Merab, die jngere Michal.
1SA 14:50 Und Sauls Weib hie: Ahinoam, Tochter des Ahimaaz; und seine 
Heerfhrer hieen Abner, Sohn Ners, dews Oheims Sauls.
1SA 14:51 Sowohl Sauls Vater Kis, als Abners Vater Ner waren nmlich Shne 
Abiels.
1SA 14:52 Aber der Krieg gegen die Philister tobte heftig, solange Saul 
lebte, und sah Saul irgend einen Tapfern oder einen kriegstchtigen Mann, 
den gesellte er sich zu.
1SA 15:1 Samuel aber sprach zu Saul: Mich hat Jahwe beauftragt, dich zum 
Knig ber sein Volk Israel zu salben; so gehorche nun dem Befehle Jahwes.
1SA 15:2 So spricht Jahwe der Heerscharen: Ich bin entschlossen, zu anden, 
was Amalek Israel angethan hat, indem er sich ihm in den Weg stellte, als 
er aus gypten heraufzog.
1SA 15:3 So ziehe denn hin und schlage Amalek und vollstrecke an ihm den 
Bann und an allem, was ihm gehrt, und schone ihn nicht, sondern la 
sterben Mnner wie Weiber, Knaben wie Suglinge, Rinder wie Schafe, Kamele 
wie Esel!
1SA 15:4 Sa bot Saul das Volk auf. Und er musterte sie in Telam: 200000 
Fugnger und 10000 Juder.
1SA 15:5 Sodann rckte Saul vor die Haupstadt Amaleks und legte einen 
Hinterhalt in das Bachthal.
1SA 15:6 Aber zu den Kenitern sprach Saul: Auf! Zieht euch zurck! Geht 
weg aus dem Bereiche der Amalekiter, damit ich dich nicht mit ihnen 
weggraffe, whrend du dich doch allen Israeliten freundlich erwiesen hast, 
als sie aus gypten heraufzogen. Da zog sich Kain zurck aus dem Bereiche 
Amaleks.
1SA 15:7 Saul aber schlug Amalek von Telam an bis gegen Sur hin, das 
stlich von gypten liegt.
1SA 15:8 Agag, den Knig von Amalek, nahm er lebendig gefangen, das ganze 
Kriegsvolk aber hieb er in blutigem Kampf zusammen;
1SA 15:9 jedoch schonten Saul und das Volk Agag und das Beste der Schafe 
und Rinder, die feisten und gemsteten Tiere, und berhaupt alles 
Wertvolle und mochten nicht den Bann an ihm vollstrecken; nur was vom Vieh 
wertlos und gering war, an dem vollstreckten sie den Bann.
1SA 15:10 Da erging Jahwes Wort an Samuel also:
1SA 15:11 Es reut mich, da ich Saul zum Knig gemacht habe, denn er hat 
sich von mir abgewandt und meine Befehle nicht vollzogen. Das that Samuel 
wehe, und er flehte die ganze Nacht zu Jahwe.
1SA 15:12 Frhmorgens aber ging Samuel Saul entgegen. Da wurde Samuel 
gemeldet: Saul ist heimgekommen nach Karmel, dort hat er sich ein Denkmal 
errichtet; dann hat er sich gewandt und ist weitergezogen hinab ins Gilgal.
1SA 15:13 Als nun Samuel mit Saul zusammentraf, sprach Saul zu ihm: Mgest 
du von Jahwe gesegnet sein! Ich habe Jahwes Befehl vollzogen.
1SA 15:14 Samuel erwiderte: Was bedeutet aber dieses Blken von Schafen, 
das zu meinen Ohren dringt, und das Brllen von Rindern, das ich hre?
1SA 15:15 Saul antwortete: Von den Amalekitern haben sie sie heimgebracht, 
weil das Volk das Beste der Schafe und Rinder verschohnt hat, um sie 
Jahwe, deinem Gotte zu opfern; an dem brigen haben wir den Bann 
vollstreckt.
1SA 15:16 Da sprach Samuel zu Saul: Halt ein, da ich dir kund thue, was 
Jahwe diese Nacht mit mir geredet hat! Er erwiderte: Rede!
1SA 15:17 Samuel sprach: Nicht wahr, trotzdem du dir selbst klein 
vorkommen mut, bist du doch das Haupt der Stmme Israels: denn Jahwe 
salbte dich zum Knig ber Israel.
1SA 15:18 Dazu hat Jahwe dich ausziehen heien, und dir geboten: Gehe hin 
und vollstrecke an den Frevlern, an Amalek, den Bann und kmpfe gegen sie, 
bis du sie vernichtet hast!
1SA 15:19 Warum hast du nun dem Befehle Jahwes nicht gehorcht, sondern 
dich auf die Beute gestrzt und gethan, was Jahwe mifllig war?
1SA 15:20 Saul antwortete Samuel: Ich habe ja dem Befehle Jahwes gehorcht: 
den Zug, zu dem Jahwe mich aussandte, habe ich unternommen und den 
Amalekiterknig Agag habe ich mitgebracht und an Amalek habe ich den Bann 
vollstreckt;
1SA 15:21 aber das Volk hat Schafe und Rinder von der Beute weggenommen, 
das Beste des dem Banne Geweihtem, um es Jahwe, deinem Gott, im Gilgal zu 
opfern.
1SA 15:22 Da rief Samuel: Hat denn Jahwe an brandopfern und Schlachtopfern 
dieselbe freude, wie am Gehorsam gegen Jahwes Befehl? Nein, Gehorsam ist 
besser, als Opfer, und Hren mehr wert, als Fett von Widdern;
1SA 15:23 denn Widerstreben ist so schlimm, wie Wahrsagerei-Snde, und 
Eigensinn ist so schlimm, wie Abgtterei und Teraphim! Weil du den Befehl 
Jahwes gering geachtet hast, so hat auch er dich zu gering geachtet fr 
das Knigtum!
1SA 15:24 Saul erwiderte Samuel: Ich habe gesndigt, indem ich Jahwes 
Befehl und deine Anordnungen bertreten habe; aber ich frchtete mich vor 
dem Volk und so gab ich ihrer Forderung nach;
1SA 15:25 aber jetzt vergib mir meine Snde und kehre mit mir um, da ich 
mich vor Jahwe niederwerfe!
1SA 15:26 Samuel entgegnete Saul: Ich kehre nicht mit dir um: weil du den 
Befehl Jahwes gering geachtet hast, so hat Jahwe dich zu gering dazu 
geachtet, Knig ber Israel zu sein.
1SA 15:27 Als sich nun Samuel zum Gehen wandte, da erfat jener den Zipfel 
seines Mantels, aber dieser ri ab.
1SA 15:28 Da sprach Samuel zu ihm: Abgerissen hat Jahwe heute das Knigtum 
ber Israel von dir und hat es einem anderen gegeben, der besser ist als 
du!
1SA 15:29 Dazu lgt der Ruhm Israels nicht und empfindet keine Reue, den 
er ist nicht ein Mensch, da er reue empfnde!
1SA 15:30 Er erwiderte: Ich habe ja gesndigt - aber erweise mir jetzt 
wenigstens vor den Augen der Vornehmen meines Volks und vor den Augen 
Israels die Ehre, da du mit mir umkehrst, damit ich mich vor Jahwe, 
deinem Gotte, niederwerfe!
1SA 15:31 Da kehrte Samuel um und folgte Saul, und Saul warf sich vor 
Jahwe nieder.
1SA 15:32 Hierauf gebot Samuel: Man bringe den Amalekiterknig Agag vor 
mich! Heiter schritt Agag auf ihn los; dabei rief Agag aus: Ja, nun ist 
des Todes Bitterkeit gewichen!
1SA 15:33 Samuel sprach: Wie dein Schwert Frauen der Kinder beraubt hat, 
so soll deine Mutter wie keine andere der Frauen der Kinder beraubtt sein! 
Damit hieb Samuel Agag in Stcke vor Jahwe im Gilgal.
1SA 15:34 Dann begab sich Samuel nach Rama, und Saul ging heim nach Gibea 
Sauls hinauf.
1SA 15:35 Samuel aber sah Saul bis an seinen Todestag nicht wieder, denn 
Samuel trauerte um Saul; aber Jahwe hatte es bereut, da er Saul zum Knig 
ber Israel gemacht hatte.
1SA 16:1 Und Jahwe sprach zu Samuel: Wie lange willst du um Saul trauern, 
da ich ihn doch zu gering geachtet habe, Knig ber Israel zu sein? Flle 
dein Horn mit l und mache dich auf den Weg: ich sende dich zu dem 
Bethlehemiten Isai; denn unter seinen Shnen habe ich mir einen zum Knig 
ersehen.
1SA 16:2 Samuel erwiderte: Wie kann ich hingehen? Wenn Saul davon hrt, 
wird er mich umbringen! Jahwe aber gebot: Nimm eine junge Kuh mit und 
sage: Jahwe zu opfern, komme ich!
1SA 16:3 und lade den Isai zum Opfermahl. Ich selbst werde dir dann 
mitteilen, was du thun sollst, und zwar sollst du mir den salben, den ich 
dir nennen werde.
1SA 16:4 Samuel that, was Jahwe geboten hatte. Und als er nach Bethlehem 
kam, gingen ihm die Vornehmsten der Stadt unterwrfig entgegen und 
fragten: Bedeutet dein Kommen Gutes?
1SA 16:5 Er antwortete: Jawohl! Jahwe zu opfern, komme ich; heiligt euch 
und kommt mit mir zum Opfermahl! Sodann heiligte er Isai und seine Shne 
und lud sie zum Opfermahl.
1SA 16:6 Als sie nun kamen, und er den Eliab erblickte, dachte er: 
Sicherlich steht hier vor Jahwe sein Gesalbter!
1SA 16:7 Jahwe aber sprach zu Samuel: Achte nicht auf sein Aussehen und 
seinen hohne Wuchs, denn ich habe ihn nicht gewrdigt. Denn Gott sieht 
nicht das an, worauf der Mensch sieht: der Mensch sieht auf den 
Augenschein, Jahwe aber sieht auf das Herz!
1SA 16:8 Da rief Isai den Abinadab und fhrte ihn Samuel vor. Aber er 
erklrte: Auch diesen hat Jahwe nicht erkoren!
1SA 16:9 Da fhrte Isai den Samma vor. Aber er erklrte: Auch diesen hat 
Jahwe nicht erkoren!
1SA 16:10 Da fhrte Isai Samuel seine sieben Shne vor; aber Samuel 
erklrte Isai: Diese hat Jahwe nicht erkoren!
1SA 16:11 Da fragte Samuel Isai: Sind das die jungen Leute alle? Er 
entgegnete: Es fehlt noch der Jngste, der htet die Schafe. Samuel gebot 
Isai: Sende hin und la ihn holen; denn wir setzen uns nicht, bevor er 
herkommt!
1SA 16:12 Da sandte er hin und lie ihn kommen; und er war rtlich, mit 
schnen Augen und wohlgebildeter gestalt. da befahl Jahwe: Auf! salbe ihn, 
denn dieser ist es!
1SA 16:13 Da nahm Samuel das lhorn und salbte ihn in Gegenwart seiner 
Brder. Da kam der Geist Jahwes ber David von dem Tage an und weiterhin. 
Samuel aber brach auf und begab sich nach Rama.
1SA 16:14 Nachden nun der Geist Jahwes von Saul sich zurckgezogen hatte, 
qulte ihn ein von Jahwe ausgesandter bser Geist.
1SA 16:15 Da machte Sauls Umgebung diesen Vorschlag: Da dich einmal ein 
bser Gottesgeist qult,
1SA 16:16 so darf unser Herr nur gebieten; deine Sklaven stehen zu deiner 
Verfgung und werden einen Mann suchen, der ein kundiger Zitherspieler 
ist: wenn dann der bse Gottesgeist ber dich kommt, und er spielt, so 
wird es dir besser werden.
1SA 16:17 Saul erwiderte seiner Umgebung: Seht euch fr mich nach einem 
Manne um, der ein geschickter Saitenspieler ist, und bringt ihn mir her!
1SA 16:18 da nahm einer von den Dienern das Wort und sprach: Ich habe da 
einen Sohn des Bethlehemiten Isai gesehen, der ist des Saitenspiels 
kundig, ein tchtiger Mann und kriegsgebt, dazu des Wortes mchtig und 
ein Mann von schner Gestalt, und Jahwe ist mit ihm!
1SA 16:19 Da schickte Saul Boten an Isai und lie ihm sagen: Schicke mir 
deinen Sohn David, der bei den Schafen ist!
1SA 16:20 Da nahm Isai zehn Brotlaibe, einen Schlauch Wein und ein 
Ziegenbckchen und schickte es durch seinen Sohn David an Saul.
1SA 16:21 Als nun David zu Saul kam und bei ihm Dienste tat, gewann er ihn 
sehr lieb, soda er sein Eaffentrger wurde.
1SA 16:22 Da schickte Saul zu Isai und lie ihm sagen: La doch David in 
meinen Dienst treten, denn er gefllt mir wohl!
1SA 16:23 So oft hernach der Gottesgeist ber Saul kam, griff David zur 
Zither und spielte: da wurde es Saul leichter und besser, und der bse 
Geist zog sich von ihm zurck.
1SA 17:1 Aber die Philister sammelten ihr Heere zum Krieg, und zwar zogen 
sie sich nach Socho, das zu Juda gehrt, zusammen und bezogen bei Ephes 
Dammin zwischen Socho und Aseka ein Lager.
1SA 17:2 Saul aber und die israelitische Mannschaft hatten sich versammelt 
und ein Lager im Terebinthenthale bezogen und rsteten sich zum Angriff 
auf die Philister.
1SA 17:3 Die Philister hatten sich auf der einen, Israel auf der anderen 
Seite am Berge hin aufgestellt, soda das Thal zwischen ihnen lag.
1SA 17:4 Da trat der Mittelsmann aus den Reihen der Philister hervor; der 
hie Goliath aus Gath, war sechs Ellen und eine Spanne hoch,
1SA 17:5 hatte einen Helm von Erz auf dem Haupt und trug einen 
Schuppenpanzer; und zwar belief sich das Gewicht des Panzers auf 5000 
Sekel Erz.
1SA 17:6 An den beinen trug er eherne Schienen und einen ehernen Schild 
zwischen den Schultern.
1SA 17:7 Sein Speerschaft aber war wie ein Weberbaum, und die Spitze 
seines Speers betrug 600 Sekel Eisen, und sein Schildtrger schritt vor 
ihm her.
1SA 17:8 Der trat auf und rief den reihen Israels die Worte zu: Warum 
zieht ihr aus, um euch zum Angriff zu rsten? Bin ich nicht der Philister 
und ihr Sauls Knechte? Whlt einen von euch aus, da er gegen mich 
auftrete!
1SA 17:9 Vermag er mit mir zu kmpfen und besiegt mich, so wollen wir euch 
unterthan sein; bin aber ich ihm berlegen und besiege ihn, so werdet ihr 
uns unterthan und mt uns dienen!
1SA 17:10 Und der Philister rief: Ich habe am heutigen Tage die Reihen 
Israels verhhnt: schafft mir einen Gegner, da wir miteinander kmpfen!
1SA 17:11 Als saul und ganz Israel diese reden des Philisters hrten, 
erschraken sie und frchteten sich sehr.
1SA 17:12 David aber war der Sohn dieses Ephrathiters aus Bethlehem in 
Juda; der hie Isai und hatte acht Shne. In den Tagen Sauls war der Mann 
alt und in die Jahre gekommen.
1SA 17:13 Die drei ltesten Shne Isais aber waren unter Saul in den Krieg 
gezogen. Seine drei Shne, die in den Krieg gezogen waren, hieen: der 
lteste Eliab, sein zweiter Abinadab und der dritte Samma.
1SA 17:14 David aber war der jngste; die drei lteren waren unter Saul 
ausgezogen.
1SA 17:15 David aber ging fter von Saul hinweg heim, um in Bethlehem 
seines Vaters Schafe zu hten.
1SA 17:16 Aber der Philister trat frh und spt herzu und stellte sich 
hin, vierzig Tage lang.
1SA 17:17 Nun gebot einst Isai seinem Sohne David: Nimm doch fr deine 
brder ein Epha von diesem Rstkorn und zehn Laibe von diesem Brot und 
bringe sei eilends deinen Brdern ins Lager;
1SA 17:18 und diese zehn Milchkse bringe dem Hauptmann und erkundige dich 
nach dem Befinden deiner Brder und la dir ein Pfand von ihnen geben.
1SA 17:19 Saul und sie und die ganze israelitische Mannschaft befinden 
sich nmlich im Terebinthenthal im Kampfe mit den Philistern.
1SA 17:20 Da berlie David am andern Morgen frh die Schafe einem Hter, 
lud auf, und machte sich dem Befehl Isais gem auf den Weg. Als er zur 
Wagenburg kam, rckte das Heer eben in Schlachtordnung aus, und man erhob 
das Kriegsgeschrei.
1SA 17:21 Sowohl Israel als die Philister standen kampfbereit, Reihe gegen 
Reihe.
1SA 17:22 Da entledigte sich David seines Gepcks, berlie es dem 
Trowchter und lief in die Schlachtreihe. Als er hinkam, fragte er seine 
Brder nach ihrem Ergehen.
1SA 17:23 Whrend er nun mit ihnen sprach, kam eben der Mittelsmann - er 
hie der Philister Goliath aus Gath - aus den Reihen der Philister heran 
und fhrte die erwhnten Reden, so da David es hrte.
1SA 17:24 Als aber die israelitischen Krieger den Mann erblickten, flohen 
sie alle vor ihm und frchteten sich sehr.
1SA 17:25 Und einer aus Israel rief: Habt ihr den Mann gesehen, der da 
herankommt? Um Israel zu verhhnen, kommt er heran, und wer ihn erschlgt, 
den will der Knig zu einem sehr reichen Manne machen und will ihm seine 
Tochter geben und seines Vaters Familie steuerfrei machen in Israel!
1SA 17:26 Da fragte David die neben ihm stehenden Mnner: Was soll 
demjenigen geschehen, der diesen Philister da erschlgt und die Schmach 
von Israel wegnimmt? Denn wer ist dieser unbeschnittene Philister, da er 
die Reihen des lebendigen Gottes hhnen durfte?
1SA 17:27 Die Leute antworteten ihm ganz ebenso: So und so wird dem, der 
ihn erschlgt, geschehen.
1SA 17:28 Als aber sein ltester bruder Eliab hrte, wie er mit den 
Mnnern sprach, geriet Eliab in heftigen Zorn ber David und rief: Wozu 
bist du eigentlich hergekommen und wem hast du jene paar Schafe in der 
Steppe berlassen? Ich kenne deine Frechheit und deinen boshaften Sinn: 
ja, um den Krieg anzusehen, bist du hergekommen!
1SA 17:29 David erwiderte: Nun, was habe ich denn gethan? Es war ja blo 
ein Wort.
1SA 17:30 Und er wandte sich von ihm ab einem andern zu und fragte ihn in 
derselben Weise, und die Leute erwiderten ihm wie das erste Mal.
1SA 17:31 Als nun kund wurde, wie david sich aussprach, machte man Saul 
Mitteilung davon, und er lie ihn kommen.
1SA 17:32 Da redete David Saul an: Mein Herr lasse den Mut nicht sinken: 
dein Sklave wird hingehen und mit diesem Philister kmpfen.
1SA 17:33 Saul erwiderte David: Du kannst diesem Philister nicht 
gegenbertreten, um mit ihm zu kmpfen, denn du bist ein Knabe, und er ein 
Kriegsmann von Jugend auf!
1SA 17:34 David entgegnete Saul: dein Sklave htete seinem Vater die 
Schafe: wenn da ein Lwe oder ein Br kam und ein Schaf von der Herde 
forttrug,
1SA 17:35 so lief ich ihm nach und schlug ihn und ri es ihm aus dem 
Rachen; leistete er mir aber Widerstand, so fate ich ihn am bart und 
schlug ihn tot.
1SA 17:36 Lwen, wie Bren hat dein Sklave erschlagen, und diesem 
unbeschnittenem Philister soll es ebenso ergehen, wie einem von jenen, 
weil er die Schlachtreihen des lebendigen Gottes verhhnt hat!
1SA 17:37 David schlo: Jahwe, der mich aus den Krallen der Lwen und 
Bren errettet hat, der wird mich aus der Hand dieses Philisters erretten! 
Da sprach Saul zu David: Gehe hin, und Jahwe wird mit dir sein!
1SA 17:38 Und Saul legte david seinen Waffenrock an und setzte ihm einen 
ehernen Helm aufs Haupt und legte ihm einen Panzer an,
1SA 17:39 und David grtete sein Schwert ber seinen Waffenrock und bemht 
sich zu gehen, ich habe es noch nie versucht! Da zog man ihm die Rstung 
wieder aus,
1SA 17:40 und er nahm seinen Stock in die Hand und suchte sich fnf glatte 
Steine aus dem Bachthal aus und legte sie in die Hirtentasche, die er 
besa, und in den Bausch des Gewands, nahm seine Schleuder zur Hand und 
trat gegen den Philister vor.
1SA 17:41 Der Philister rckte aber immer nher an David heran, und der 
Mann, der ihm den Schild trug, ging vor ihm her.
1SA 17:42 Als aber der Philister hinsah und david erblickte, verachtete er 
ihn, weil er noch ein Knabe war und rtlich und von schmuckem Aussehen.
1SA 17:43 Und der Philister redete David an: Bin ich denn ein Hund, da du 
mit Stcken zu mir kommst? Und der Philister verfluchte David bei seinem 
Gott.
1SA 17:44 Und der Philister rief david zu: Komm her, da ich dein Fleisch 
den Vgeln unter dem Himmel und den Tieren auf dem Feld bergebe!
1SA 17:45 David entgegnete dem Philister: Du trittst mir entgegen mit 
Schwert, Speer und Schild; ich aber trete dir entgegen mit dem Namen 
Jahwes der Heerscharen, des Gottes der Schlachtreihen Israels, die du 
verhhnt hast:
1SA 17:46 am heutigen Tage hat dich Jahwe in meine Hnad geliefert, da ich 
dich erschlagen und dir den Kopf abhauen werde, und deinen Leichnam und 
die Leichname des Philisterheeres werde ich heute noch den Vgeln unter 
dem Himmel und den wilden Tieren auf der Erde bergeben, da die ganze 
Erde erkennen soll, da Israel einen Gott hat,
1SA 17:47 und da diese ganze Versammlung erkennen soll, da Jahwe nicht 
durch Schwert und Speer Rettung schafft; denn Jahwes Sache ist der Kampf, 
und er wird euch in unsere Hand liefern.
1SA 17:48 Als nun der Philister sich aufmachte und herankam und david 
entgegen ging, lief david schnell dem Philister entgegen nach der 
Schlachtreihe zu;
1SA 17:49 dann griff David mit seiner Hand nach der Tasche, nahm einen 
Stein heraus, schleuderte ihn und traf den Philister an die Stirn. Und der 
Stein drang in seine Stirne ein, so da er auf sein Angesicht zur Erde 
niederfiel.
1SA 17:50 Und David berwand den Philister mit Schleuder und Stein und 
schlug den Philister tot, obwohl David kein Schwert zur Hnad hatte.
1SA 17:51 David aber lief hin, trat neben den Philister, ergriff sein 
Schwert, zog es aus der Scheide und ttete ihn vollends. Dann hieb er ihm 
damit den Kopf ab. Als aber die Philister sahen, da ihr Riese tot war, 
ergriffen sie die Flucht.
1SA 17:52 Aber die Mnner von Israel und Juda rafften sich auf, erhoben 
den Kriegsruf und verfolgten die Philister bis nach Gath hin und bis vor 
die Thore von Ekron, so da die Erschlagenen der Philister noch in den 
Thorwegen fielen, sowohl was Gath als was Ekron anlangt.
1SA 17:53 Darauf kehrten die Israeliten von der Verfolgung der Philister 
zurck und plnderten ihr Lager.
1SA 17:54 David aber nahm den Kopf des Philisters und brachte ihn nach 
Jerusalem und seine Rstung legte er in sein Zelt.
1SA 17:55 Als Saul David dem Philister entgegen schreiten sah, fragte er 
seinen Feldherrn Abner: Wessen Sohn ist doch der Jngling, Abner? Abner 
antwortete: So wahr du lebst, o Knig, ich wei es nicht!
1SA 17:56 Der Knig erwiderte: Erkundige dich, wessen Sohn der junge Mann 
ist.
1SA 17:57 Als dann David nach der Erlegung des Philisters zurckkehrte, 
nahm ihn Abner und fhrte ihn vor Saul, whrend er noch den Kopf des 
Philisters in der Hand hielt.
1SA 17:58 Saul fragte ihn: Wessen Sohn bist du, Jngling? David 
antwortete: Der Sohn deines Sklaven Isai zu Bethlehem.
1SA 18:1 Als er aber seine Worte ann saul geendet hatte, da schlo 
Jonathan David tief in sein Herz und Jonathan gewann ihn lieb wie sich 
selbst.
1SA 18:2 Saul aber nahm ihn an jenem Tage zu sich und lie ihn nicht mehr 
in sein Elternhaus zurckkehren.
1SA 18:3 Und Jonathan schlo einen Freundschaftsbund, weil er ihn liebte 
wie sich selbst.
1SA 18:4 Dabei zog Jonathan den Mantel, den er anhatte, aus und gab ihn 
David, dazu seinen Waffenrock bis auf sein Schwert, seinen Bogen und 
Grtel.
1SA 18:5 Und wenn david Zge unternahm, hatte er erfolg, wohin auch Saul 
ihn sandte, soda ihn Saul ber die Kriegsleute setzte. Und er war beliebt 
beim ganzen Volk und selbst bei der Umgebung Sauls.
1SA 18:6 Als sie nun heimkamen, als David, nachden er den Philister 
erschlagen hatte, zurckkehrte, da schritten aus allen Stdten Israels die 
frauen im Reigen David entgegen unter Pauken, Jubel und Cymbeln,
1SA 18:7 und die Frauen hoben an und riefen: Saul hat seine Tausende 
geschlagen, David aber seine Zehntausende!
1SA 18:8 Da geriet Saul in heftigen Zorn, und dies Wort mifiel Saul sehr, 
und er uerte: David haben sie die Zehntausende zugewiesen und mir die 
Tausende: nun fehlt ihm nur noch die Krone!
1SA 18:9 Und Saul sah David von jenem Tage an und weiterhin scheel an.
1SA 18:10 Am folgenden Tage nun kam ein bser Geist Gottes ber Saul, so 
da er drin im Palaste raste; David aber spielte die Zither wie jeden Tag, 
whrend Saul den Speer in der Hand hielt.
1SA 18:11 Da schwang Saul den Speer und dachte: Ich will David an die Wand 
spieen. david aber wich zweimal vor ihm aus.
1SA 18:12 Saul aber frchtete sich sehr vor David, denn Jahwe war mit ihm, 
whrend er sich von Saul zurckgezogen hatte.
1SA 18:13 Darum entfernte ihn Saul von sich und machte ihn zum Obersten 
ber Tausend; da zog er an der Spitze der Leute aus und ein.
1SA 18:14 David aber hatte Erfolg auf Schritt und Tritt, weil Jahwe mit 
ihm war.
1SA 18:15 Und als Saul sah, da er viel Erfolg hatte, geriet er in Angst 
vor ihm.
1SA 18:16 Ganz Israel und Juda aber liebte David, weil er an ihrer Spitze 
aus- und einzog.
1SA 18:17 Und saul redete david an: Hier meine lteste Tochter Merab, die 
geb ich dir zum Weibe - aber du mut dich mir als Held erweisen und die 
Kmpfe Jahwes fhren! Saul dachte nmlich: Ich mag nicht selbst Hand an 
ihn legen, die Philister mgen Hand an ihn legen!
1SA 18:18 David erwiderte Saul: Wer bin ich, und wer ist meine Sippe, das 
geschlecht meines Vaters, in Israel, da ich des Knigs Eidam werden 
sollte?
1SA 18:19 Aber als die Zeit kam, da sauls Tochter Merab David gegeben 
werden sollte, wurde sie Adriel aus Mehola zum Weibe gegeben.
1SA 18:20 Aber Sauls Tochter Michal liebte den David. Als man das Saul 
hinterbrachte, war er damit einverstanden.
1SA 18:21 Saul dachte nmlich: Ich will sie ihm geben, damit sie ihm zum 
Fallstricke werde, und die Philister Hand an ihn legen. So erklrte den 
saul dem David: Zum zweiten Male kannst du heute mein Eidam werden.
1SA 18:22 Und Saul trug seinen Hofbeamten auf: Redet insgeheim mit David 
in folgender Weise: Der Knig hat bekanntlich Gefallen an dir, und seine 
ganze Umgebung mag dich leiden, und nun kannst du des Knigs Eidam werden.
1SA 18:23 Da redeten die Hofbeamten Sauls David Solches vor. David aber 
erwiderte: Scheint euch das etwas so Geringfgiges, des Knigs Eidam zu 
werden, da ich doch nur ein armer und geringer Mann bin?
1SA 18:24 Da hinterbrachten Sauls Hofbeamte diesem: Das und das hat David 
gesagt!
1SA 18:25 Saul gebot: Sprecht so zu David: Der Knig begehrt keine weitere 
Morgengabe, als hundert Philistervorhute, um an des Knigs Feinden Rache 
zu nehmen. Saul rechnete nmlich darauf, David durch die Hand der 
Philister zu fllen.
1SA 18:26 Als nun seine Hofbeamten david diese Mitteilung machten, war 
david damit einverstanden, des Knigs Eidam zu werden; die Zeit war aber 
noch nicht um.
1SA 18:27 So machte sich denn David mit seinen Leuten auf den Weg und 
erschlug unter den Philistern 100 Mann. Und David brachte ihre Vorhute 
und legte sie dem Knig vollzhlig vor, damit er des Knigs Eidam werden 
knnte; da gab ihm Saul seine Tochter Michal zum Weibe.
1SA 18:28 Als aber Saul immer deutlicher erkannte, da Jahwe David 
beistand, und da ganz Israrel ihn liebte,
1SA 18:29 frchtete er sich noch viel mehr vor David. So wurde Saul Davids 
Feind fr alle Zeit.
1SA 18:30 Und die Hauptleute der Philister rckten ins Feld; so oft sie 
aber ausrckten, hatte david mehr Erfolg als alle Untergebenen Sauls, so 
da sein Name hochgeehrt wurde.
1SA 19:1 Nun redete Saul zu seinem Sohne Jonathan und seiner ganzen 
Umgebung davon, er wolle David umbringen. Sauls Sohn Jonathan aber war 
david sehr zugethan;
1SA 19:2 daher hinterbrachte Jonathan dem David: Mein Vater saul trachtet 
darnach, dich ums leben zu bringen; nimm dich daher morgen frh in acht, 
verbirg dich und bleibe versteckt.
1SA 19:3 Ich selbst aber will hinausgehen und mich neben meinen vater 
stellen auf dem felde, wo du dich aufhlst, und will vor meinem vater von 
dir reden, und wenn ich etwas erfahre, will ich dir Bescheid sagen.
1SA 19:4 Da redete Jonathan vor seinem Vater Saul Gutes ber David und 
sprach zu ihm: der Knig mge sich an seinem Diener david nicht 
versndigen, denn er hat sich nicht gegen dich vergangen, und sein ganzes 
verhalten war dir sehr ntzlich:
1SA 19:5 er hat sein Leben aufs Spiel gesetzt und den Philister 
erschlagen, und so hat Jahwe ganz Israel einen groen Sieg verschafft. Du 
hast es mit angesehen und dich gefreut; warum willst du dich also an 
unschuldigem Blute versndigen, indem du david grundlos ttest?
1SA 19:6 Saul schenkte Jonathan Gehr und Saul schwur: So wahr Jahwe lebt, 
er soll nicht gettet werden!
1SA 19:7 Da rief Jonathan dem David und Jonathan hinterbrachte ihm diese 
ganze Unterredung. Dann fhrte Jonathan david zu Saul, und er war in 
seiner Nhe, wie ehedem.
1SA 19:8 Als aber der Krieg wieder ausbrach, zog David ins Feld, kmpfte 
gegen die Philister und richtete eine groe Niederlage unter ihnen an, so 
da sie vor ihm flohen.
1SA 19:9 ber saul aber kam ein bser Geist von Gott, als er einmal zu 
Hause sa und seinen Speer in der Hand hielt, whrend davids Hand die 
Zither spielte:
1SA 19:10 da wollte Saul David mit seinem Speer an die Wand spieen. Er 
wich jedoch vor Saul aus, so da er den Speer in die Wand stie. David 
aber floh und entkam. In derselben Nacht nun
1SA 19:11 schickte Saul Boten nach dem Hause Davids, um ihn zu bewachen, 
damit er ihn am Morgen umbringen knnte. Aber sein Weib Michal berichtete 
es david und sprach: Wenn du nicht diese nacht dein Leben in Sicherheit 
bringst, wirst du morgen umgebracht!
1SA 19:12 Da lie Michal david durchs fenster hinab; so floh er davon und 
entkam.
1SA 19:13 Dann nahm Michal den Teraphim, legte ihn ins Bett und legte das 
Netz von Ziegenhaaren an das Kopfende und deckte ihn mit einem 
Kleidungsstcke zu.
1SA 19:14 Als nun Saul Boten sandte, David zu holen, erklrte sie: Er ist 
krank.
1SA 19:15 Da sandte Saul die Leute zurck, um nach David zu sehen, mit dem 
Auftrag: Bringt mir ihn samt dem Bette her, da ich ihn umbringe!
1SA 19:16 Als aber die Boten hinkamen, da lag der Teraphim im bett und an 
seinem Kopfende das Netz von Ziegenhaaren.
1SA 19:17 da sprach Saul zu Michal: Warum hast du mich so betrogen, indem 
du meinen Feind davongehen lieest, da er entkam? Michal erwiderte Saul: 
Er bat mich: La mich davon, oder ich tte dich!
1SA 19:18 Nachdem so david geflohen und entronnen war, kam er zu Samuel 
nach Rama und teilte ihm mit, was alles Saul ihm angethan hatte; sodann 
ging er mit Samuel und sie wohnten in Najoth in Rama.
1SA 19:19 Als nun Saul hinterbracht wurde: david ist in Najoth in Rama,
1SA 19:20 schickte Saul Boten, David zu holen. Als sie aber die Schar der 
Propheten erblickten, wie sie in Verzckung redeten, und Samuel an ihrer 
Spitze stehend, da kam der Geist Gottes ber die Boten Sauls, so da auch 
sie in Prophetischer Begeisterung redeten.
1SA 19:21 Als man dies Saul meldete, sandte er andere Boten; aber auch sie 
redeten in prophetischer Begeisterung. Und als Saul weiterhin zum dritten 
Male Boten sandte, redeten sie ebenfalls in prophetischer begeisterung.
1SA 19:22 da ging er selbst nach Rama. Und als er bis zum Brunnen der 
Tenne, die auf dem kahlen Hgel liegt, gelangt war, fragte er: Wo sind 
Samuel und David? Man antwortete ihm: In Najoth in Rama.
1SA 19:23 Als er aber von dort nach Najoth in Rama ging, da berkam auch 
ihn der Geist Gottes, da er immerfort im Gehen in prophetischer 
Begeisterung redete, bis er nach Najoth in Rama kam.
1SA 19:24 Da zog auch er seine Kleider aus und redete ebenfalls vor Samuel 
in prophetischer Begeisterung und lag nackt da jenen ganzen Tag und die 
ganze Nacht. Daher pflegt man zu sagen: Ist Saul auch unter den Propheten?
1SA 20:1 David aber floh aus Najoth in Rama und kam heim und sprach sich 
gegenber Jonathan aus: Was habe ich gethan, und worin besteht meine 
Schuld und mein Vergehen gegenber deinem Vater, da er mir nach dem Leben 
trachtet?
1SA 20:2 Er erwiderte ihm: Gott bewahre, du wirst nicht ums Leben kommen. 
Mein Vater thut ja nichts, sei es wichtig oder unbedeutend, ohne es mir zu 
offenbaren: warum also sollte mir mein Vater dies vorenthalten? Keine Rede!
1SA 20:3 David gab ihm zurck: Dein Vater wei wohl, da du Gefallen an 
mir gefunden hast, und denkt: Das braucht Jonathan nicht zu wissen, er 
knnte sich darber betrben - vielmehr, so wahr Jahwe lebt und so wahr du 
lebst, zwischen mir und dem Tod ist nur ein Schritt!
1SA 20:4 Jonathan entgegnete David: Was du begehrst werde ich dir thun.
1SA 20:5 David erwiderte Jonathan: Morgen ist Neumond, und ich kann mit 
dem Knige nicht zu Tische sitzen. So entlasse mich denn, da ich mich auf 
dem Felde verberge bis zum Abend;
1SA 20:6 sollte dein Vater mich etwa vermissen, so sage: David hat sich 
von mir die Erlaubnis erbeten, geschwind nach seiner Vaterstadt Bethlehem 
gehen zu drfen, weil dort das Jahresopfer fr das ganze Geschlecht 
stattfindet.
1SA 20:7 Sagt er darauf: Gut! so ist dein Sklave ungefhrdet; gert er 
aber in Zorn, so kannst du wissen, da von ihm auch das Unheil 
beschlossene Sache ist.
1SA 20:8 Erzeige damit deinem Sklaven einen Beweis deiner Liebe: du hast 
ja deinen Sklaven in einen Jahwebund mit dir eintreten lassen! Ist aber 
auf meiner Seite eine Verschuldung, so tte du mich, aber zu deinem vater -
 warum wolltest du mich dahin bringen?
1SA 20:9 Jonathan antwortete: Denke doch das nicht! Denn wenn ich wirklich 
erfahren sollte, da es von seiten meines Vaters beschlossene Sache ist, 
Unheil ber dich zu bringen, wrde ich dir so etwas nicht hinterbringen?
1SA 20:10 David entgegnete Jonathan: Wenn mir nur jemand hinterbringen 
wrde, ob dir etwa dein Vater eine unfreundliche Antwort erteilt!
1SA 20:11 Jonathan antwortete David: Komm, la uns aufs Feld hinausgehen! 
Da gingen die Beiden hinaus aufs Feld.
1SA 20:12 Jonathan aber redete David an: Jahwe, der Gott Israels, sei 
Zeuge: wenn ich morgen meinen Vater ausforsche, und es steht gut fr David 
- sollte ich dann nicht nach dir schicken und es dir offenbaren?
1SA 20:13 Jahwe tue Jonathan dies und das: wenn es meinem Vater gefllt, 
Unheil ber dich zu bringen, so werde ich es dir offenbaren und dich 
entlassen, da du ungefhrdet ziehen magst, und Jahwe wird mit dir sein, 
wie er mit meinem vater gewesen ist.
1SA 20:14 Und willst du nicht, wenn ich noch am Leben bin, willst du mir 
dann nicht Barmherzigkeit in der Weise Jahwes erzeigen, da ich nicht 
umkomme?
1SA 20:15 Und entziehe niemals deine Barmherzigkeit meinem Hause; und wenn 
Jahwe die Feinde Davids Mann fr Mann vom Erdboden ausrottet,
1SA 20:16 so soll Jonathans Name nicht hinweggerissen werden vom Hause 
Davids, und mge Jahwe Rache ben an den Feinden Davids!
1SA 20:17 Da schwur Jonathan David noch einmal bei seiner Liebe zu ihm; 
denn er war ihm in herzlicher Liebe zugethan.
1SA 20:18 Und Jonathan sprach zu ihm: Morgen ist Neumond, da wirst du 
vermit werden, wenn man nach deinem Sitze sieht.
1SA 20:19 Am dritten Tag aber wird man dich ernstlich vermissen; dann 
stelle dich an dem Ort ein, wo du dich damals bei dem Anschlage verborgen 
hattest, und setze dich neben jenen Erdhaufen:
1SA 20:20 ich werde dann am dritten Tage mit Pfeilen an seiner Seite 
hinschieen, um ein Ziel zu treffen.
1SA 20:21 Dann werde ich den Burschen abschicken: Geh, suche den Pfeil! 
Wenn ich nun dem Burschen zurufe: Der Pfeil liegt herwrts von dir, bringe 
ihn! so komme heim, denn du bist ungefhrdet, und es ist nichts, so wahr 
Jahwe lebt.
1SA 20:22 Rufe ich aber dem jungen Manne folgendermaen zu: Der Pfeil 
liegt von dir hinwrts! dann gehe, denn Jahwe hat dich weggeschickt.
1SA 20:23 In Beziehung aber auf das Wort, das wir, ich und du, geredet 
haben, ist Jahwe Zeuge zwischen mir und dir in Ewigkeit!
1SA 20:24 Da versteckte sich David auf dem Felde. Als nun der Neumond am, 
setzte sich der Knig zum Mahle zu Tische,
1SA 20:25 und zwar sa der Knig auf seinem gewhnlichen Sitz, auf dem 
Sitzplatz an der Wand, Jonathan aber sa vorn, und Abner an Sauls Seite, 
whrend Davids Platz leer blieb.
1SA 20:26 Aber Saul sagte an diesem Tage nichts, sondern dachte: Es ist 
ein Zufall; er ist nicht rein, weil er sich nicht hat reinigen lassen.
1SA 20:27 Aber am Tage nach dem Neumonde fragte Saul, als davids Platz 
leer blieb, seien Sohn Jonathan. Warum ist der Sohn Isais weder gestern 
noch heute zu Tische gekommen?
1SA 20:28 Jonathan antwortete saul: David hat von mir Urlaub nach 
Bethlehem erbeten.
1SA 20:29 Er sagte: Willst du mich nicht gehen lassen, denn wir haben ein 
Geschlechtsopfer in der Heimatstadt, und meine brder haben es mir 
anbefohlen. Bist du mir gndig gesinnt, nun so la mich abkommen und meine 
Brder besuchen! Aus diesem Grund ist er nicht an des Knigs Tafel 
gekommen.
1SA 20:30 Da geriet Saul ber Jonathan in Zorn und schalt ihn: Du Sohn 
einer entarteten Mutter! Ich wei wohl, da du dem Sohne Isais anhngst, 
dir selbst und der Scham deiner Mutter zur Schmach?
1SA 20:31 Denn Denn solange berhaupt der Sohn Isais auf dem Erdboden 
lebt, wirst weder du noch dein Knigtum feststehen. So schicke denn hin 
und la ihn vor mich bringen, denn er ist ein Kind des Todes!
1SA 20:32 Jonathan antwortete seinem Vater Saul und fragte ihn: Weshalb 
soll er umgebracht werden? Was hat er verbrochen?
1SA 20:33 Da schwang Saul den Speer gegen ihn in der Absicht, ihn zu 
treffen. Als aber Jonathan erkannte, da es bei seinem Vater beschlossene 
Sache sei, David ums Leben zu bringen,
1SA 20:34 erhob er sich in glhendem Zorne von der Tafel und a am zweiten 
Neumondstage nichts; denn es schmerzte ihn um Davids willen, da sein 
Vater ihn beschimpft hatte.
1SA 20:35 Am Morgen aber ging Jonathan um die mit David verabredete Zeit 
mit einem jungen Burschen hinaus aufs Feld.
1SA 20:36 Hier gebot er seinem Burschen: Laufe hin und suche den Pfeil, 
den ich abschieen werde! Whrend nun der Bursche hinlief, scho er den 
Pfeil ber ihn hinaus.
1SA 20:37 Als aber der Bursche bei dem Pfeil, den Jonathan abgeschossen 
hatte, angekommen war,
1SA 20:38 rief Jonathan dem Burschen die Worte nach: Eile schnell, halte 
dich nicht auf! Der Bursche hob den Pfeil auf und brachte ihn seinem Herrn;
1SA 20:39 aber der Bursche wute von nichts, nur Jonathan und David wuten 
um die Sache.
1SA 20:40 Und Jonathan bergab sein Gescho dem Burschen, den er bei sich 
hatte, und gebot ihm: Geh, bringe es nach der Stadt!
1SA 20:41 Whrend nun der Bursche heimging, erhob sich David neben dem 
Erdhaufen, warf sich mit dem Angesicht zur Erde nieder und verneigte sich 
dreimal. Und sie kten einander und weinten aneinander berlaut.
1SA 20:42 Dann sprach Jonathan zu David: Geh getrost: in betreff dessen, 
was wir beide uns im Namen Jahwes geschworen haben, wird Jahwe zwischen 
mir und dir, sowie zwischen meiner und deiner Nachkommenschaft in Ewigkeit 
als Zeuge walten!
1SA 21:1 Da erhob er sich und ging hinweg; Jonathan aber ging heim nach 
der Stadt.
1SA 21:2 Und david gelangte nach Nob zum Priester Ahimelech. Ahimelech 
aber kam David unterwrfig entgegen und fragte ihn: Weshalb kommst du 
allein und hast niemand bei dir?
1SA 21:3 David erwiderte dem Priester Ahimelech: Der Knig hat mir einen 
Befehl erteilt mit dem Bemerken: Niemand darf etwas erfahren von der 
sache, in der ich dich sende und die ich dir aufgetragen habe; daher habe 
ich mir die Leute an einen bestimmten Ort bestellt.
1SA 21:4 Nun aber, wenn du fnf Brotlaibe im Besitz hast, so gieb sie mir 
her, oder was du sonst zur Verfgung hast!
1SA 21:5 Der Priester antwortete David: Ich habe kein gewhnliches Brot in 
meinem Besitz, es ist vielmehr nur heiliges Brot vorhanden - wofern die 
Leute sich nur der Weiber enthalten haben!
1SA 21:6 David antwortete dem Priester und sprach zu ihm: O gewi! Weiber 
waren uns in letzter Zeit versagt! Bei meinem Weggange war das Gerte der 
Leute heilig; es ist zwar ein gewhnliches Unternehmen, aber nun werden 
sie vollends durch das heilige Brot im Gerte heilig sein.
1SA 21:7 Da gab ihm der Priester heiliges; es war nmlich kein anderes 
brot da, als das Schaubrot, das man vor dem Angesichte Jahwes wegnimmt, um 
am Tage seiner Wegnahme frisches Brot aufzulegen.
1SA 21:8 Nun befand sich dort an jenem Tag einer von Sauls Beamten vor 
Jahwe eingeschlossen, namens Doeg, der Edomiter, der gewaltigste der 
Trabanten Sauls.
1SA 21:9 David fragte Ahimelech: Ist hier irgendwo ein Speer oder Schwert 
zur Hand? Ich habe nmlich weder mein Schwert, noch meine waffen 
mitgenommen, weil der Befehl des Knigs so dringend war.
1SA 21:10 Der Priester sprach: Da ist ja das Schwert des Philisters 
Goliath, den du im Terebinthenthal erschlagen hast, eingehllt in das 
Gewand hinter dem Ephod: willst du es haben, so nimm es, denn ein anderes 
ist sonst nicht hier. David erwiderte: Seinesgleichen gibt es nicht: gieb 
es mir her!
1SA 21:11 Da brach David auf und floh jenes Tages vor Saul und begab sich 
zu dem Knig Achis von Gad.
1SA 21:12 Des Achis Umgebung aber sprach zu ihm: Das ist ja David, der 
zuknftige Knig des Landes; dem zu Ehren sangen sie ja im Reigen: Saul 
hat seine Tausende geschlagen, david seine Zehntausende!
1SA 21:13 Diese Worte nahm sich David zu Herzen und frchtete sich sehr 
vor dem Knig Achis von Gath.
1SA 21:14 Daher stellte er sich wahnsinnig vor ihren Augen und gebrdete 
sich unter ihren Hnden wie ein Rasender, trommelte gegen die Thorflgel 
und lie seinen Speichel in den Bart flieen.
1SA 21:15 Da rief Achis seiner Umgebung zu: Ihr seht ja, da der Mensch 
verrckt ist, weshalb bringt ihr mir ihn her?
1SA 21:16 Fehlt es mir etwa an Verrckten, da ihr den hergebracht habt, 
damit er vor mir tobe? Der soll in meinen Palast kommen?
1SA 22:1 Da ging David von dort hinweg und entrann in die Bergfeste 
Adullam. Als nun seine Brder und seine Familie dies erfuhren, kamen sie 
zu ihm hinab.
1SA 22:2 Und es scharten sich um ihn allerlei Bedrngte, sowie jeder, der 
einem Glubiger verfallen war, und allerlei mivergngte Leute, und er 
wurde ihr Hauptmann. Bei 400 Mann schlossen sich ihm an.
1SA 22:3 Von da ging David nach Mizpe in Moab und bat den Knig von Moab: 
Drften nicht mein Vater und meine Mutter bei euch wohnen, bis ich wei, 
was Gott mit mit thut?
1SA 22:4 Da lie er sie in der Umgebung des Knigs von Moab, und sie 
wohnten bei ihm, so lange David auf der Bergfeste war.
1SA 22:5 Aber der Prophet Gad sprach zu David: Du sollst nicht auf der 
Bergfeste bleiben; mache dich auf den Weg und begieb dich ins Land Juda. 
Da machte sich David auf den Weg und gelangte nach Jaar Hereth.
1SA 22:6 Als nun Saul vernahm, da David und die Leute, die bei ihm waren, 
entdeckt seien - Saul sa eben in Gibea unter der Tamariske auf der Hhe, 
den Speer in der Faust, und alle seine Hofbeamten umstanden ihn -,
1SA 22:7 da sprach Saul zu seinen Hofbeamten, die ihn umstanden: Hrt 
doch, ihr Benjaminiten! Wird wohl der Sohn Isais euch allen auch Felder 
und Weinberge schenken und euch alle zu Hauptleuten ber Tausende und ber 
Hunderte ernennen,
1SA 22:8 da ihr euch alle wider mich verschworen habt, und niemand es mir 
mitgeteilt hat, als sich mein Sohn mit dem Sohne Isais verbndete, und da 
niemand von euch Mitgefhl mit mir hatte und mir mitteilte, da, wie es 
jetzt der Fall ist, mein Sohn meinen Knecht zum Feinde wider mich 
aufgestiftet hat?
1SA 22:9 Da ergriff der Edomiter Doeg - er stand neben den Beamten Sauls - 
das Wort: Ich sah, wie der Sohn Isais zu Abimelech, dem Sohne Ahitubs, 
nach Nob kam.
1SA 22:10 Der fragte fr ihn Jahwe; auch hat er ihm Zehrung gegeben und 
ihm das Schwert des Philisters Goliath gegeben.
1SA 22:11 da lie der Knig Ahimelech, den Sohn Ahitubs, den Priester, und 
sein ganzes Geschlecht, die Priesterschaft von Nob, zu sich entbieten, und 
sie erschienen vollzhlig vor dem Knige.
1SA 22:12 Da sprach Saul: Hre einmal, du Sohn Ahitubs! Er antwortete: Ich 
hre, mein Gebieter!
1SA 22:13 Da fragte ihn Saul: Warum habt ihr euch, du und der Sohn Isais, 
wider mich verschworen, da du ihm Brot und ein Schwert gabst und Gott fr 
ihn befragtest, so da er als Feind wider mich auftreten konnte, wie es 
jetzt der Fall ist?
1SA 22:14 Ahimelech entgegnete dem Knige: Aber wer unter allen deinen 
Dienern ist so bewhrt, wie David, dazu des Knigs Eidam, Oberster ber 
deine Leibwache und geehrt in deinem Hause?
1SA 22:15 Habe ich denn erst jetzt angefangen, Gott fr ihn zu befragen? 
Durchaus nicht! Mge doch der Knig seinem Sklaven und meinem ganzen 
Geschlechte nichts unterlegen, denn dein Sklave hat um alles dieses nicht 
das Geringste gewut!
1SA 22:16 Der Knig aber rief: Du mut sterben, Ahimelech, du selbst und 
dein ganzes Geschlecht!
1SA 22:17 Und der Knig gebot den Trabanten, die ihm zur Seite standen: 
Her! und bringt die Jahwepriester um, denn auch sie haben David 
beigestanden und haben mir, obwohl sie wuten, da er auf der Flucht sei, 
keine Mitteilung gemacht! Aber die Diener des Knigs weigerten sich, Hand 
anzulegen, um die Priester Jahwes niederzustoen.
1SA 22:18 Da gebot der Knig dem Doeg: Tritt du hin und stoe die Priester 
nieder! Da trat der Edomiter Doeg hin und er stie die Priester nieder und 
ttete an jenem Tag 85 Mnner, die da linnene Schulterkleid trugen.
1SA 22:19 Und Nob, die Stadt der Priester, strafte er mit der 
Niedermetzelung sowohl der Mnner, als der Weiber, der Knaben wie der 
Suglinge, der Rinder, wie der Esel und Schafe; alles metzelte er nieder.
1SA 22:20 Nur ein Sohn Ahimelechs, des Sohnes Ahitubs, namens Abjathar, 
entkam und floh zu Davids Gefolge.
1SA 22:21 Und Abjathar meldete David: Saul hat die Priester Jahwes 
ermordet!
1SA 22:22 David erwiderte Abjathar: Ich wute es schon damals, weil der 
Edomiter Doeg dort war, da er es Saul verraten wrde: ich bin schuldig an 
allen Menschenleben in deinem Geschlechte!
1SA 22:23 Bleibe unbesorgt bei mir! Nur wer mir nach dem Leben stehen 
wollte, knnte dir nach dem Leben stehen: du bist bei mir in guter Hut!
1SA 23:1 Da meldete man David: Die Philister belagern eben Kegila und 
plndern die Tennen.
1SA 23:2 Da befragte David Jahwe: Soll ich hinziehen und jene Philister 
schlagen? Jahwe antwortete David: Ziehe hin und schlage die Philister und 
befreie Kegila!
1SA 23:3 Aber Davids Leute hielten ihm entgegen: Schweben wir doch schon 
hier in Juda in Furcht, und nun sollen wir gar vor Kegila ziehen gegen die 
Scharen der Philister?
1SA 23:4 Da befragte David Jahwe noch einmal, und Jahwe gab ihm den 
Bescheid: Mache dich auf hinab nach Kegila, denn ich werde die Philister 
in deine Gewalt geben!
1SA 23:5 Darauf zog David mit seinen Leuten vor Kegila, griff die 
Philister an, trieb ihr Vieh weg und brachte ihnen eine schwere Niederlage 
bei. So brachte David den Einwohnern von Kegila Hilfe.
1SA 23:6 Als nmlich Abjathar, der Sohn Ahimelechs, zu david floh, brachte 
er einen Ephod mit hinab.
1SA 23:7 Als nun Saul hinterbracht wurde, David befinde sich in Kegila, 
rief Saul aus: Gott hat ihn mir in die Hnde geliefert; denn indem er sich 
in eine Stadt mit Thoren und Riegeln begab, hat er sich selbst 
eingeschlossen.
1SA 23:8 Darnach bot Saul das ganze Volk zum Kriege auf, um gegen Kegila 
zu ziehen zur Belagerung Davids und seiner Leute.
1SA 23:9 Als nun David erfuhr, da Saul Unheil gegen ihn schmiede, da 
gebot er dem Priester Abjathar: Bringe den Ephod her!
1SA 23:10 Darauf betete David: Jahwe, du Gott Israels! Dein Sklave hat die 
Kunde vernommen, da Saul im Sinne hat, gegen Kegila anzurcken, um 
meinethalben Verderben ber die Stadt zu bringen.
1SA 23:11 Werden die Brger von Kegila mich ihm ausliefern? Wird Saul 
herabkommen, wie dein Sklave vernommen hat? Jahwe, du Gott Israels, thue 
das deinem Sklaven kund! Jahwe antwortete: Ja.
1SA 23:12 Da fragte David: Werden die Brger von Kegila mich und meine 
Leute Saul ausliefern? Jahwe antwortete: Ja.
1SA 23:13 Da machte sich David mit seinen Leuten, etwa 600 Mann, auf, und 
sie verlieen Kegila und streiften da und dort umher. Als aber Saul 
gemeldet wurde, da David aus Kegila entkommen sei, gab er seinen Zug auf.
1SA 23:14 Nun hielt sich David in der Wste auf Berghhen auf und er hielt 
sich auf dem Gebirge in der Wste Siph auf, und Saul suchte ihn die ganze 
Zeit; aber Gott gab ihn nicht in seine Gewalt.
1SA 23:15 David aber geriet in Angst, als Saul auszog, ihm nach dem Leben 
zu trachten. David war nmlich in Hores in der Wste Siph.
1SA 23:16 Sauls Sohn Jonathan aber machte sich auf und ging zu David nach 
Hores und machte ihn wieder mutig in Gott
1SA 23:17 und redete ihm zu: Frchte dich nicht, denn mein Vater saul wird 
dich nicht in seine Gewalt bekommen, sondern du wirst Knig ber Israel 
werden, und ich werde der Zweite nach dir sein - auch mein Vater Saul wei 
das.
1SA 23:18 Da schlossen beide einen Bund vor Jahwe. David aber blieb in 
Hores, whrend Jonathan nach Hause ging.
1SA 23:19 Die Siphiter aber gingen zu Saul nach Gibea hinauf und sprachen: 
Weit du wohl, da David sich bei uns auf den Berghhen in Hores verborgen 
hlt, in Gibeath Hahachila, sdlich von der Einde?
1SA 23:20 Nun denn, sobald es dir beliebt, o Knig, herzukommen, komme 
her: unsere Sache wird es dann sein, ihn dem Knig auszuliefern!
1SA 23:21 Saul erwiderte: Mgt ihr von Jahwe gesegnet werden, weil ihr 
Mitgefhl mit mir gehabt habt.
1SA 23:22 Wohlan denn! gebt ferner acht und erkundet schleunigst seinen 
Aufenthalt, woselbst sein Fu weilt, denn man hat mir gesagt, er sei sehr 
listig.
1SA 23:23 Und kundschaftet aus, was von Schlupfwinkeln vorhanden ist, an 
denen er sich versteckt hlt, und bringt mir zuverlssigen Bescheid, da 
ich mit euch gehe. Ist er im Lande, so werde ich ihn unter allen Tausenden 
Judas ausfindig machen!
1SA 23:24 Da machten sie sich vor Saul her auf den Weg nach Siph. David 
aber befand sich gerade mit seinen Leuten in der Wste Maon, in der 
Steppe, sdlich von der Einde.
1SA 23:25 Als aber Saul mit seinen Leuten sich aufmachte, ihn zu suchen, 
hinterbrachte man es David, und er zog hinab zu dem Felsen, der in der 
Wste Maon liegt. Das vernahm Saul und setzte david in die Wste Maon nach.
1SA 23:26 Da marschierte nun Saul mit seinen Leuten an der einen, und 
David mit seinen Leuten an der anderen Seite des Gebirgs, wobei David sich 
angstvoll beeilte, Saul zu entrinnen, whrend Saul mit seinen Leuten im 
Begriffe stand, David und seine Leute zu umgehen, um ihrer habhaft zu 
werden,
1SA 23:27 als pltzlich ein Bote bei Saul eintraf mit der Meldung: Mache 
dich schleunigst auf den Weg, denn die Philister sind ins Land 
eingebrochen!
1SA 23:28 Da stand Saul von der Verfolgung Davids ab und zog den 
Philistern entgegen. Daher nennt man jene rtlichkeit Fels der Abteilungen.
1SA 24:1 David zog von dort herauf und hielt sich auf den Berghhen von 
Engedi auf.
1SA 24:2 Als nun saul von seinem Zuge gegen die Philister zurckgekehrt 
war, meldete man ihm: David befindet sich jetzt in der Wste Engedi.
1SA 24:3 Da nahm Saul 3000 aus ganz Israel auserlesene Leute und machte 
sich auf den Weg, David und seine Leute auf der Vorderseite der 
Steinbockfelsen zu suchen.
1SA 24:4 Er gelangte zu den Schafhrden am Wege. Dort befand sich eine 
Hhle. Saul trat ein, um seine Notdurft zu verrichten, whrend david sich 
mit seinen Leuten im Innern der Hhle niedergelassen hatte.
1SA 24:5 Davids Leute aber redeten ihm zu: Das ist nun der Tag, von dem 
Jahwe dir gesagt hat: Ich liefere dir noch einmal deinen Feind in die 
Hnde, da du mit ihm verfahren kannst, wie es dir gut dnkt! Da stand 
David auf und schnitt von dem Mantel, den Saul trug, heimlich einen Zipfel 
ab.
1SA 24:6 Nachher aber schlug David das Gewissen darber, da er den Zipfel 
von Sauls Mantel abgeschnitten hatte,
1SA 24:7 und er sagte zu seinen Leuten: Gott strafe mich, wenn ich gegen 
meinen Herrn, den Gesalbten Jahwes, so etwas verben sollte, da ich Hand 
an ihn legte, denn er ist der Gesalbte Jahwes!
1SA 24:8 Und David richtete seine Leute mit Scheltworten bel zu und 
erlaubte ihnen nicht, Saul ein Leid zu thun. Als sich aber Saul aus der 
Hhle erhoben hatte und seines Weges weiterging,
1SA 24:9 machte sich David auf hinter ihm her, verlie die Hhle und rief 
Saul nach: Mein Herr Knig! Da sah sich Saul um; Davis aber warf sich mit 
dem Angesicht zur Erde nieder und huldigte ihm.
1SA 24:10 Dann rief David saul zu: Warum hrst du auf das Gerede der 
Leute, die da sagen: David sinnt auf dein Verderben? Am heutigen Tage hast 
du ja mit eigenen Augen gesehen, wie dich Jahwe heute in der Hhle mir in 
die Hnde gegeben hat.
1SA 24:11 Man sprach mir zu, dich niederzustoen, aber ich schonte deiner 
und dachte, ich will nicht Hand an meinen Herrn legen, denn er ist der 
Gesalbte Jahwes!
1SA 24:12 Aber bitte, sieh, ja sieh den Zipfel deines Mantels in meiner 
Hand! Daran, da ich den Zipfel deines Mantels abschnitt, ohne dich 
niederzustoen, magst du genugsam erkennen, da ich nicht Bosheit und 
Verrat im Schilde fhre und mich an dir nicht vergangen habe. Du aber 
trachtest darnach, mir das Leben zu nehmen.
1SA 24:13 Jahwe soll zwischen uns beiden entscheiden, Jahwe mich an dir 
rchen, aber meine hand soll sich nicht gegen dich wenden.
1SA 24:14 Wie das alte Wort sagt: Von Frevlern kommt Frevel, - aber meine 
Hand soll sich nicht gegen dich wenden.
1SA 24:15 Zu wessen Verfolgung ist Knig Israels ausgezogen? Wem jagst du 
nach? Einem toten Hund, einem einzelnen Floh!
1SA 24:16 So sei denn Jahwe Richter und entscheide zwischen uns beiden und 
sehe darein, fhre meine Sache und schaffe mir recht vor dir!
1SA 24:17 Als nun david mit dieser Anrede an Saul zu Ende war, rief Saul: 
Ist das nicht deine Stimme, mein Sohn David? Und Saul hob laut zu weinen an
1SA 24:18 und sprach zu David: Du bist in deinem rechte gegen mich: du 
hast mir Gutes erwiesen, whrend ich dir Bses erwies,
1SA 24:19 und zwar hast du heute noch vermehrt, was du gutes an mir 
thatest, indem du mich nicht niedergestoen hast, obwohl Jahwe mich dir in 
die Hnde lieferte.
1SA 24:20 Wenn jemand auf seinen Feind trifft, lt er ihn da wohl 
friedlich seines Weges ziehen? Aber Jahwe wird dir diesen Tag mit Gte 
vergelten, an dem du mir zu gut gehandelt hast!
1SA 24:21 Nun, ich wei ja, da du Knig werden wirst, und da in deiner 
Hand das Knigtum ber Israel Bestand haben wird:
1SA 24:22 so schwre mir denn bei Jahwe, da du meine nachkommenschaft 
nicht ausrotten und meinen Namen aus meinem Geschlechte nicht austilgen 
willst!
1SA 24:23 David schwur es Saul, dann zog Saul heim, David aber stieg mit 
seinen Leuten auf die Berghhe.
1SA 25:1 Da starb Samuel, und ganz Israel versammelte sich und betrauerte 
ihn, und man begrub ihn bei seinem Hause in Rama. Und David machte sich 
auf und zog hinab in die Wste Maon.
1SA 25:2 Nun lebte in Maon ein Mann, der hatte sein Geschft in Karmel. 
Der Mann war sehr reich; er besa 3000 Schafe und 1000 Ziegen. Er eben mit 
der Schur seine Schafe in Karmel beschftigt.
1SA 25:3 Der Mann hie Nabul und sein Weib Abigail. Sie war eine Frau von 
gutem Verstand und schnem ueren, der Mann hingegen roh und bsartig: er 
war ein Kalebiter.
1SA 25:4 Als nun David in der Wste vernahm, da Nabal in der Schafschur 
begriffen sei,
1SA 25:5 schickte David zehn Leute ab. Und David gebot den Leuten: Geht 
nach Karmel hinauf, begebt euch zu Nabal, grt ihn in meinem Namen
1SA 25:6 und richtet meinem Bruder aus: Du selbst bist wohlbehalten, dazu 
auch deine Familie, sowie dein ganzer Besitz.
1SA 25:7 Nun habe ich gehrt, da man bei dir Schur hlt. Da nun deine 
Hirten in unserer Nhe geweilt haben, ohne da wir sie beschimpften, oder 
da etwas von ihnen vermit wurde, so lange sie in Karmel waren,
1SA 25:8 - frage nur deine Leute, so werden sie es dir sagen, - so magst 
du dich den Leuten freundlich erweisen, wir sind ja zu einem Festtage 
gekommen! Gieb also deinen Sklaven und deinem Sohne David, was du gerade 
zur Hand hast!
1SA 25:9 Als nun Davids Leute hinkamen, richteten sie diesen Auftrag 
Davids vollstndig aus und warteten sodann.
1SA 25:10 Nabal aber erwiderte davids Knechten also: Wer ist David? wer 
ist der Sohn Isais? Heutzutage giebt es genug Knechte, die ihrem Herrn 
davonlaufen!
1SA 25:11 Soll ich etwa mein Brot, meinen Wein und mein Schlachtvieh, da 
ich fr meine Scherer geschlachtet habe, nehemn und an Leute weggeben, von 
denen ich nicht einmal wei, woher sie sind?
1SA 25:12 Da wandten sich Davids Leute zum Rckweg, gingen heim und 
meldeten ihm genau, was vorgefallen war.
1SA 25:13 Da gebot David seiner Schar: Jeder grte sein Schwert um. Dann 
grtete David auch sein Schwert um, und sie marschierten unter Davids 
Fhrung aus, bei 400 Mann stark; 200 aber blieben beim Gepck.
1SA 25:14 Inzwischen hatte einer von den Knechten Abigail, dem Weibe 
Nabals, die Kunde hinterbracht: Eben hat David von der Wste aus Boten 
geschickt, unsern Herrn gren zu lassen, aber er fuhr auf sie los.
1SA 25:15 Und die Mnner sind doch sehr gut gegen uns; wir sind nicht 
beschimpft worden und haben nie etwas vermit, wenn wir auf dem Felde 
waren, so lange wir in ihrer Nhe umherzogen.
1SA 25:16 Sie waren eine Mauer um uns bei Nacht wie bei Tage, so lange wir 
in ihrer Nhe die Schafe hteten.
1SA 25:17 Besinne dich daher, was du jetzt thun willst, denn das Verderben 
ist beschlossen ber unsern Herrn und ber sein ganzes Haus; er selbst 
aber ist ein zu bsartiger Mann, als da man mit ihm reden knnte.
1SA 25:18 Da nahm Abigail schleunigst zweihundert Brote, zwei Schluche 
mit Wein, fnf fertig zubereitete Schafe, fnf Sea gerstetes Getreide, 
hundert Rosinentrauben und zweihundert Feigenkuchen, packte sie auf Esel
1SA 25:19 und gebot, ohne ihrem Manne Nabal etwas davon zu sagen, ihren 
Leuten: Geht mit voraus, ich folge euch sogleich nach!
1SA 25:20 Whrend sie nun vom Berge verdeckt auf einem Esel abwrts ritt, 
kam pltzlich David mit seinen Leuten den Berg herunter auf sie zu, so da 
sie auf sie stie.
1SA 25:21 David aber hatte erwogen: Rein umsonst habe ich dem seine 
gesamte Habe in der Wste behtet, so da nie etwas von seiner gesamten 
Habe vermit wurde: er aber hat mir Gutes mit Bsem vergolten!
1SA 25:22 Dies und das thue Gott David an, wenn ich von allem, was sein 
ist, bis der Morgentagt, einen, der an die Wand pit, brig lasse!
1SA 25:23 Als nun Abigail David erblickte, stieg sie eilends vom Esel und 
warf sich zur Erde niedergestreckt vor David auf ihr Angesicht,
1SA 25:24 warf sich ihm dann zu Fen und rief: Auf mir, mein Herr, liegt 
die Schuld! Mchte deine Sklavin vor dir reden drfen, und mchtest du den 
Worten deiner Sklavin Gehr schenken!
1SA 25:25 Mchte sich doch mein Herr um diesen nichtswrdigen Menschen, 
den Nabal, nicht kmmern, denn wie er heit, so ist er: Nabal heit er, 
und voll Thorheit ist er: ich aber, deine Sklavin, habe die Leute meines 
Herrn nicht gesehen, die du gesandt hast.
1SA 25:26 Nun denn, mein Herr, so wahr Jahwe lebt, und so wahr du lebst, 
den Jahwe davon zurckgehalten hat, in blutschuld zu geraten und dir mit 
eigener Hand zu helfen: nun, mgen Nabal gleich werden deine Feinde und 
wer ber meinen Herrn Unheil bringen will!
1SA 25:27 Nun denn, dies Geschenk, da deine Sklavin meinem Herrn 
mitgebracht hat, la den Leuten geben, die das Gefolge meines Herrn auf 
seinen Zgen bilden.
1SA 25:28 Vergieb deiner Sklavin ihr Vergehen, denn Jahwe wird meinem 
Herrn ein dauerndes Haus schaffen, weil mein Herr die Kmpfe Jahwes 
kmpft, und sich kein Unrecht an dir finden wird dein Leben lang.
1SA 25:29 Wenn ein Mensch sich erhebt, dich zu verfolgen, und dir nach dem 
Leben zu trachten, so mge das Leben meines Herrn eingebunden sein in das 
Bndel der Lebendigen bei Jahwe, deinem Gotte; das Leben deiner Feinde 
aber mge er fortschleudern in der Schleuderpfanne!
1SA 25:30 Wenn dann Jahwe an meinem Herrn ganz so thut, wie er dir Gutes 
verheien hat, und dich zum Frsten ber Israel bestellt,
1SA 25:31 so wird dir das nicht zum Ansto und Fallstrick gereichen, da 
mein Herr unschuldig Blut vergossen und sich mit eigner Hand Hilfe 
geschafft htte. Wenn aber Jahwe meinem Herrn wohlthun wird, so denke an 
deine Sklavin!
1SA 25:32 David erwiderte Abigail: Gepriesen sei Jahwe, der Gott Israels, 
der dich mir heute entgegengeschickt hat,
1SA 25:33 gepriesen deine Klugheit und gepriesen du selbst, die mich heute 
davon zurckhielt, da ich in Blutschuld geriet und mir mit eigener Hand 
half!
1SA 25:34 Aber so wahr Jahwe lebt, der Gott Israels, der mich abgehlten 
hat, dir bles zu thun: wenn du nicht geeilt httest, mir 
entgegenzukommen, es wre Nabal, bis der Morgen tagte, nicht einer brig 
geblieben, der an die Wand pit!
1SA 25:35 Hierauf nahm David, was sie ihm mitgebracht hatte, von ihr an 
und zu ihr selbst sprach er: Geh unbesorgt heim. Sieh, ich habe dir Gehr 
geschenkt und Rcksicht auf dich genommen!
1SA 25:36 Als aber Abigail zu Nabal heim kam, da hielt er eben im Hause 
einen Schmaus, wie ein Knigsmahl. Nabals Herz war guter Dinge, und er war 
schwer betrunken. daher sagte sie ihm nicht das Geringste, bis der Morgen 
tagte.
1SA 25:37 Am andern Morgen aber, als der Rausch von Nabal gewichen war, 
erzhlte ihm sein Weib, was vorgegangen war. Da erstarb sein Herz in 
seinem Leibe und er wurde wie ein Stein.
1SA 25:38 Und es whrte etwa zehn Tage, da schlug Jahwe Nabal, da er 
starb.
1SA 25:39 Als nun David hrte, da Nabal tot sei, rief er aus: Gepriesen 
sei Jahwe, der meine Beschimpfung an Nabal gerochen und seinen Knecht vom 
Unrecht zurchgehalten hat, whrend Jahwe das Unrecht Nabals auf ihn 
selbst zurckfallen lie! Darauf sandte David hin und warb um Abigail, um 
sie sich zum Weibe zu nehmen.
1SA 25:40 Als nun Davids Untergebene zu Abigail nach Karmel kamen und um 
sie warben, indem sie sprachen: David schickt uns zu dir, um dich zu 
holen, da du sein Weib werdest,
1SA 25:41 da erhob sie sich, warf sich dann mit dem Angesicht zur Erde 
nieder und rief: Dein Sklavin betrachtet sich als Magd, bereit, den 
Untergebenen meines herrn die Fe zu waschen!
1SA 25:42 Sodann stand Abigail schleunigst auf und bestieg ihren Esel; 
ebenso ihre fnf Mdchen, die ihr Gefolge bildeten. So folgte sie den 
Abgesandten Davids und wurde sein Weib.
1SA 25:43 Ahinoam aber hatte sich David aus Jesreel geholt; so wurden 
beide zumal seine Frauen.
1SA 25:44 Saul hingegen hatte seine Tochter Michal, das Weib Davids, 
Palti, dem Sohne des Lais aus Gallim, gegeben.
1SA 26:1 Aber die Siphiter kamen zu Saulnach Gibea und sprachen: Weit du 
wohl, da sich David in Gibeath Hahachila vorn an der Einde versteckt 
hlt?
1SA 26:2 Da machte sich Saul mit einer 3000 Mann starken Auslese aus 
Israel auf nach der Wste Siph hinab, um David in der Wste Siph zu suchen.
1SA 26:3 Saul lagerte sich in Gibeath Hahachila, das vorn an der Einde am 
Wege liegt. David hingegen hatte sich in der Wste niedergelassen. Als er 
nun erfuhr, da Saul zu seiner Verfolgung in die Wste gekommen sei,
1SA 26:4 sandte er Kundschafter aus und brachte in Erfahrung, da Saul in 
Nachon angelangt sei.
1SA 26:5 Nun machte sich David auf und kam an den Ort, wo Saul sich 
gelagert hatte.
1SA 26:6 Als aber David den Platz sah, wo Saul mit seinem Feldherrn Abner, 
dem Sohne Ners lag - Saul lag nmlich in der Wagenburg, whrend die Leute 
im Kreise um ihn lagerten -, redete er den Hethiter Ahimelech und Abisai, 
den Sohn der Zeruja, den Bruder Joabs, also an: Wer dringt mit mir drunten 
zu Saul ins Lager ein? Abisai rief: Ich dringe mit ein!
1SA 26:7 Als nun David und Abisai nachts zu den Leuten vorgedrungen waren, 
da lag Saul schlafend in der Wagenburg, und sein Speer stak zu seinen 
Hupten im Boden; Abner aber und die Leute lagen im Kreise um ihn.
1SA 26:8 Da sprach Abisai zu David: Heute hat dir Gott deinen Feind in die 
Hnde geliefert: so will ich ihn denn mit dem Speer mit einem Sto an den 
Boden spieen; ich brauche keinen zweiten!
1SA 26:9 David aber erwiderte Abisai: bringe ihn nicht um! Denn wer htte 
je an den Gesalbten Jahwes Hand angelegt und wr ungestraft geblieben?
1SA 26:10 David fgte hinzu: So wahr Jahwe lebt! Vielmehr wiord entweder 
Jahwe ihn schlagen, oder es kommt von selbst sein Todestag, oder er zieht 
in den Krieg und wird weggerafft.
1SA 26:11 Bewahre mich Jahwe davor, da ich Hand an den Gesalbten Jahwes 
legen sollte! So nimm denn den Speer zu seinen Hupten und seine 
Wasserschale, und dann wollen wir unseres Weges gehen!
1SA 26:12 So nahm denn David den Speer und die Wasserschale von Sauls 
Kopfende weg, dann gingen sie ihres Weges, ohne da jemand sie sah oder 
jemand es merkte oder erwachte; vielmehr schliefen alle, weil sich ein von 
Jahwe gesandter tiefer Schlaf auf sie herabgesnkt hatte.
1SA 26:13 Sodann ging David auf die andere Seite und stellte sich in 
einiger Entfernung, so da ein weiter Zwischenraum zwischen ihnen war, auf 
den Gipfel des Bergs.
1SA 26:14 da rief david den Leuten und Abner, dem Sohne Ners, zu: Giebst 
du keine Antwort, Abner? Abner erwiederte: Wer bist du, der den Knig 
anruft?
1SA 26:15 David entgegnete Abner: Du bist doch ein Mann, wer in Israel 
gleicht dir? - Warum hast du denn deinen Herrn, den Knig, nicht behtet? 
Denn es ist jemand vom Heer eingedrungen, um seinen herrn, den Knig 
umzubringen.
1SA 26:16 Das ist kein gutes Stck, das du da geliefert hast. So wahr 
Jahwe lebt - den Tod habt ihr verdient, da ihr euren Herrn, den Gesalbten 
Jahwes, nicht behtet habt! Sieh doch zu, wo der Speer des Knigs ist und 
wo die Wasserschale, die zu seinen Hupten lag!
1SA 26:17 Saul aber erkannte Davids Stimme und rief: Ist das nicht deine 
Stimme, mein Sohn David? David rief: Ja, mein Herr Knig!
1SA 26:18 und fuhr fort: Warum doch jagt mein Herr seinem Sklaven nach? 
Was hebe ich denn gethan, und was liegt bei mir Bses vor?
1SA 26:19 Mchte darum mein Herr Knig jetzt dem Vorschlage seines Sklaven 
Gehr schenken! Hat etwa Jahwe dich gegen mich aufgereizt, so mag er 
Opferduft zu riechen bekommen; wenn aber Menschen, so seien sie verflucht 
vor Jahwes Angesicht, weil sie mich heute austreiben, da ich nicht teil 
an Jahwes Eigentum haben soll, indem sie sprechen: Fort! verehre andere 
Gtter!
1SA 26:20 Mge aber nun mein Blut nicht zur Erde fallen, fern vom 
Angesichte Jahwes, da der Knig von Israel ausgezogen ist, mein Leben zu 
erjagen, wie man auf ein Rebhuhn in den Bergen Jagd macht!
1SA 26:21 Saul erwiderte: Ich habe mich versndigt! Kehre zurck, mein 
Sohn David, ich will dir nie wieder ein Leid thun, dafr, da mein Leben 
dir heute teuer gewesen ist. Ich wei, ich habe tricht gehandelt und mich 
sehr schwer vergangen!
1SA 26:22 David rief zur Antwort: Da ist des Knigs Speer; einer der Leute 
mag herberkommen und ihn holen.
1SA 26:23 Aber Jahwe vergilt jedermann sein richtiges Verhalten und seine 
Treue: denn Jahwe hatte dich mir heute in die Hnde geliefert, ich aber 
wollte nicht Hand an den Gesalbten Jahwes legen.
1SA 26:24 So wert aber dein Leben heute mir war, so wert mge mein Leben 
Jahwe sein, und mge er mich aus aller Not erretten!
1SA 26:25 Saul entgegnete David: Magst du gesegnet sein, mein Sohn David; 
du wirst es ausfhren und den Sieg gewinnen! Hierauf ging David seines 
Wegs, und Saul kehrte an seinen Ort zurck.
1SA 27:1 David aber sagte sich selbst: Nun werde ich eines Tages durch 
Sauls Hand hingerafft werden: es ntzt mir nichts, als da ich 
thatschlich ins Philisterland entrinne; dann giebt Saul es auf, noch 
lnger im ganzen Gebiet Israels auf mich zu fahnden, und ich bin aus 
seinen Hnden entronnen.
1SA 27:2 So machte sich David auf und ging mit den 600 Mann, die er um 
sich hatte, zu Achis, dem Sohne Maochs, dem Knige von Gath, ber.
1SA 27:3 Und David blieb samt seinen Leutenbei Achis in Gath, jeder mit 
seiner Familie; David mit seinen beiden Frauen: Ahinoam aus Jesreel und 
Abigail, dem Weibe des Karmeliters Nabal.
1SA 27:4 Als nun Saul die Meldung empfing, David sei nach Gath geflohen, 
gab er es auf, noch lnger auf ihn zu fahnden.
1SA 27:5 David aber bat Achis: Wenn du mir irgend gewogen bist, so wrdest 
du mir vielleicht einen Platz in einer der Landstdte zum Aufenthalt 
anweisen lassen; wozu doch soll dein Sklave bei dir in der Hauptstadt 
wohnen?
1SA 27:6 Da wies ihm Achis noch an demselben Tage Ziklag an; infolgedessen 
gehrt Ziklag den Knigen von Juda bis auf den heutigen Tag.
1SA 27:7 Die Zeit, welche David im Landgebiete der Philister zubrachte, 
betrug ein Jahr und vier Monate.
1SA 27:8 Und David zog mit seinen Leuten hinauf, und sie brachen bei den 
Gesuritern, den Gisritern und den Amalekitern ein; denn das sind die 
Bewohnerschaften des Landes, welches sich von Telam bis nach Sur und bis 
nach gypten erstreckt.
1SA 27:9 Und wenn David ein solches Gebiet berfiel, lie er weder Mann 
noch Weib am Leben, nahm Schafe, Rinder, Esel, Kamele und gewnder weg und 
kehrte so zu Achis zurck.
1SA 27:10 Fragte dann Achis: Wo seid ihr heute eingebrochen? so antwortete 
David: Im Sdlande von Juda, oder: Im Sdlande der Jerahmeeliter, oder: Im 
Sdlande der Keniter!
1SA 27:11 David lie aber weder Mann noch Weib leben und nach Gath kommen, 
in der Erwgung: Sie knnten gegen uns zeugen und berichten: So hat david 
gehandelt! Dieses Verfahren bte er so lange er sich im Landgebiete der 
Philister aufhielt.
1SA 27:12 So schenkte Achis David Vertrauen in der berzeugung: Er ist bei 
seinen Landsleuten in Israel in Verruf gekommen und so wird er fr immer 
in meinem Dienst bleiben.
1SA 28:1 in jener zeit nun zogen die Philister ihr Heer zu einem Feldzuge 
gegen Israel zusammen. Achis erffnete david: Du wirst wissen, da du samt 
deinen Leuten im Heerbanne mit mir ausziehen mut.
1SA 28:2 David erwiderte Achis: Gut nun wirst du sehen, was dein Sklave zu 
leisten vermag! Achis entgegnete David: Gut, ich ernenne dich zu meinem 
Leibwchter die ganze Zeit ber!
1SA 28:3 Samuel war gestorben; ganz Israel haztte ihn betrauert und ihn in 
seiner Vaterstadt Rama begraben. Saul aber hatte die Totenbeschwrer und 
Wahrsager aus dem Lande gejagt.
1SA 28:4 Nun zogen sich die Philister zusammen und drangen bis Sunem vor, 
wo sie Lager schlugen. Saul hingegen versammelte ganz Israel, und es 
schlug auf dem Gilboa Lager.
1SA 28:5 Als aber Saul das Lager der Philister erblickte, geriet er in 
Angst, so da er im innersten Herzen bebte.
1SA 28:6 Saul befragte Jahwe, aber Jahwe antwortete ihm nicht, weder durch 
Trume, noch durch die Urim, noch durch die Propheten.
1SA 28:7 Da gab Saul seiner Umgebung den Auftrag: Sucht fr mich nach 
einem Weibe, die ber einen Totenbeschwrer-Geist verfgt!
1SA 28:8 da verstellte sich Saul, zog andere Kleider an und machte sich 
mit zwei Begleitern auf den Weg. Sie traten nachts bei dem Weibe ein, und 
er bat: Wahrsage mir mit Hilfe des Totenbeschwrer-Geistes und lasse mir 
einen erscheinen, den ich dir nennen werde.
1SA 28:9 Das Weib erwiderte ihm: Du weit ja selbst, was Saul gethan hat, 
da er die Totenbeschwrer und Wahrsager im Lande ausgerottet hat, - warum 
also legst du mir eine Schlinge, um mich ums Leben zu bringen?
1SA 28:10 Da schwur ihr Saul bei Jahwe: So wahr Gott lebt: es soll dich 
keine Schuld in dieser Sache treffen!
1SA 28:11 Nun fragte das Weib: Wen soll ich dir erscheinen lassen? Er 
erwiderte: Samuel la mir erscheinen!
1SA 28:12 Als aber das weib Samuel erblickte, schrie sie laut auf. Sodann 
sprach das Weib zu Saul: Warum hast du mich betrogen? Du bist ja saul!
1SA 28:13 Der Knig entgegnete ihr Sei unbesorgt: was siehst du? das Weib 
antwortete Saul: Einen geist sehe ich aus der Erde aufsteigen.
1SA 28:14 Da fragte er sie: Wie sieht es aus? Sie sagte: Ein alter Mann 
steigt herauf, in einen Mantel gehllt. Da erkannte Saul, da es Samuel 
sei, und warf sich ehrerbietig mit dem Angesicht zur Erde nieder.
1SA 28:15 Samuel aber fragte Saul: Warum beunruhigst du mich, da du mich 
erscheinen lssest? Saul erwiderte: Ich bin in groer Not. Die Philister 
liegen im Kampfe mit mir, und Gott ist von mir gewichen und antwortet mir 
nicht mehr, weder durch die Propheten, noch durch Trume: so lie ich dich 
rufen, damit du mir knden mchtest, was ich thun soll.
1SA 28:16 Samuel erwiderte: Was fragst du mich dann, da doch Jahwe von dir 
gewichen und dir Feind geworden ist?
1SA 28:17 Jahwe hat dir also gethan, wie er durch mich angekndigt hat: 
Jahwe hat dir den Thron entrissen und ihm einen andern, dem David, gegeben.
1SA 28:18 Weil du Jahwes Befehle nicht gehorcht und seinen grimmigen Zorn 
an Amalek nicht vollstreckt hast, deshalb hat dir Jahwe heute Folgendes 
angethan
1SA 28:19 und Jahwe wird auch Israel samt dir den Philistern in die Hnde 
liefern: Morgen wirst du samt deinen Shnen fallen; auch Israels Lager 
wird Jahwe den Philistern in die Hnde liefern!
1SA 28:20 Da fiel saul voller Entsetzen seiner ganzen Lnge nach zu Boden. 
Er geriet nmlich ber den Worten Samuels in groe Angst; auch war er 
schon kraftlos, weil er den ganzen Tag und die ganze Nacht nichts gegessen 
hatte.
1SA 28:21 Nun lief das Weib herzu zu Saul, und als sie sah, wie sehr er 
entsetzt war, redete sie ihn an: Nachdem nun deine Magd dir Gehr 
geschenkt hat und ich mein Leben aufs Spiel gesetzt und dem Wunsche, den 
du mir uertest, gewillfahrt habe,
1SA 28:22 so mut nun auch du deiner Magd Gehr schenken. Ich will dir 
einen Bissen Brot vorsetzen: den i, da du Kraft gewinnst, deines Wegs zu 
ziehn!
1SA 28:23 Er weigerte sich und versicherte: ich esse nichts! Als aber 
seine Begleiter samt dem Weibe in ihn drangen, gab er ihrem Verlangen 
nach, stand vom Boden auf und setzte sich auf das Polster.
1SA 28:24 Das Weib hatte ein Mastkalb im Hause; das schlachtete sie 
eiligst, dazu nahm sie Mehl, knetete es und buk Brotkuchen daraus.
1SA 28:25 Dann setzte sie es Saul und seinen Begleitern vor, und nachdem 
sie gegessen hatten, machten sie sich noch in derselben Nacht auf den Weg.
1SA 29:1 Die Philister zogen also ihren ganzen HZeerbann nach Aphek 
zusammen, whrend Israel sich an der Quelle bei Jesreel gelagert hatte.
1SA 29:2 Als nun die Frsten der Philister mit ihren Hunderten und 
Tausenden einherzogen, und zuletzt auch david mit seinen Leuten bei Achis 
einherzog,
1SA 29:3 riefen die Philisterfrsten: Was sollen diese Hebrer? Achis 
entgegnete den Philisterfrsten: das ist ja david aus der Umgebung des 
Knigs saul von Israel, der nun schon zwei Jahre bei mir weilt, ohne da 
ich seit dem Tage, da er zu mir berging, bis heute das Geringste an ihm 
gefunden htte.
1SA 29:4 Aber die Philisterfrsten wurden unmutig ber ihn, und so 
verlangten die Philisterfrsten von ihm: Schicke den Mann zurck! Er soll 
wieder an seinen Ort gehen, den du ihm angewiesen hast, und nicht mit uns 
in die Schlacht ziehen, damit er nicht in der schlacht zum Verrter an uns 
werde! Womit knnte sich der die Gunst seines Herrn besser wieder 
erwerben, als mit den Kpfen unserer Leute?
1SA 29:5 Ist das nicht der David, dem zu Ehren man im Reigen sang: Saul 
hat seine Tausende geschlagen, David seine Zehntausende?
1SA 29:6 Da lie Achis David rufen und sprach zu ihm: Sowahr Jahwe lebt! 
du bist redlich, und mir ist es erwnscht, da du im Heerlager mit mir aus-
 und einziehst, denn ich habe an dir nichts Unrechtes finden knnen, seit 
 du zu mir kamst, bis auf den heutigen Tag; - aber den Frsten bist du 
 nicht genehm.
1SA 29:7 So gehe denn friedlich heim, damit du nicht etwas den Frsten der 
Philister Miflliges thust!
1SA 29:8 David erwiderte Achis: Was habe ich denn gethan? Was hast du an 
deinem Sklaven gefunden, seitdem ich in deinen Dienst getreten bin bis zum 
heutigen Tage, da ich gegen die feinde meines kniglichen Herrn nicht in 
den Kampf ziehen soll?
1SA 29:9 Achis gab David zur Antwort: Ich wei, da du mir so lieb bist 
wie ein Engel Gottes; nur verlangen die Frsten der Philister: Er darf 
nicht mit uns in die Schlacht ziehen!
1SA 29:10 So mache dich denn morgen samt den Unterthanen deines Herrn, die 
mit dir hergekommen sind, in aller frhe auf und marschiert an den Ort, 
den ich euch angewiesen habe, und denke nicht schlimm von mir, denn du 
bist mir lieb, - macht euch also morgen in aller Frhe auf, da ihr, 
sobald es Tag wird, abmarschieren knnt!
1SA 29:11 So machte sich denn David mit seinen Leuten am Morgen in aller 
Frhe auf den Rckweg ins Philisterland, whrend die Philister nach 
Jesreel marschierten.
1SA 30:1 Als nun David mit seinen Leuten am dritten Tage Ziklag erreichte, 
waren die Amalekiter in das Sdland und in Ziklag eingefallen, hatten 
Ziklag geplndert und niedergebrannt,
1SA 30:2 die Weiber und was berhaupt anwesend war, klein und gro. jedoch 
ohne jemand zu tten, gefangen genommen und weggefhrt und waren ihres 
Wegs gezogen.
1SA 30:3 Als dann David mit seinen Leuten die Stadt erreichte, da war sie 
niedergebrannt, ihre Frauen, Shne und Tchter aber in Gefangenschaft 
geraten.
1SA 30:4 Da brachen david und die Leute, die er bei sich hatte, in lautes 
Weinen aus, bis sie keine Kraft zum Weinen mehr besaen.
1SA 30:5 Auch die beiden Frauen Davids waren in Gefangenschaft geraten: 
Ahinoam aus Jesreel und Abigail, das Weib des Karmeliters Nabal.
1SA 30:6 Aber David geriet in groe Not, indem die Leute davon sprachen, 
ihn zu steinigen, weil jedermann unter den Leuten wegen seiner Shne und 
Tchter in Erbitterung geraten war. Doch ermannte sich David in Jahwe, 
seinem Gott,
1SA 30:7 und David gebot dem Priester Abjathar, dem Sohne Ahimelechs: 
Bringe mir einmal den Ephod her! Da brachte Abjathar David den Ephod.
1SA 30:8 David fragte Jahwe: Soll ich diese Horde verfolgen? Werde ich sie 
einholen? Er antwortete ihm: Verfolge Sie! denn du wirst sie sicher 
einholen und erretten.
1SA 30:9 da machte sich David mit den 600 Mann, die er bei sich hatte, auf 
den Weg, und sie erreichten das Thal Besor. Die brigen aber blieben 
zurck.
1SA 30:10 David setzte mit 400 Mann die Verfolgung fort, whrend 2oo Mann, 
die ermdet waren, zurckblieben, ohne das Thal Besor zu berschreiten.
1SA 30:11 Da fanden sie auf freiem Feld einen gypter, den brachten sie zu 
David. Und als man ihm Brot zu essen und Wasser zu trinken gegeben hatte
1SA 30:12 und ihm ein Stck Feigenkuchen und zwei Rosinentrauben zu essen 
gegeben hatte, kam er wieder zu sich: er hatte nmlich drei Tage und drei 
Nchte nichts gegessen und nichts getrunken.
1SA 30:13 Darauf fragte ihn David: Wem gehrst du an und woher bist du? Er 
antwortete: Ich bin ein gyptischer Jngling, Sklave eines Amalekiters. 
Mein Herr hat mich im Stiche gelassen, weil ich heute vor drei Tagen 
erkrankte.
1SA 30:14 Wir haben einen Einfall gemacht in das Sdland der Kreter und in 
das Gebiet Judas und in das Sdland von Kaleb und haben Ziklag 
niedergebrannt.
1SA 30:15 David fragte ihn: Willst du uns zu dieser Horde hinfhren? Er 
erwiderte: Schwre mir bei Gott, da du mich nicht umbringen, noch mich 
meinem Herrn ausliefern wirst, so will ich dich zu dieser Horde hinfhren.
1SA 30:16 Als er ihn nun hinfhrte, da hatten sie sich weithin ber die 
Gegend ausgebreitet, aen und tranken und feierten ein Freudenfest ber 
all der groen Beute, die sie aus dem Philisterland und dem Lande Juda 
mitgebracht hatten.
1SA 30:17 David aber schlug sie vom Nachmittage bis zum Abend und 
vollstreckte an ihnen den Bann, so da keiner von ihnen entkam, auer 400 
Knechten, die sich auf die Kamele schwangen und entflohen.
1SA 30:18 Und alles, was die Amalekiter geraubt hatten, befreite David; 
auch seine beiden Frauen befreite David,
1SA 30:19 so da nichts von ihnen vermit wurde vom Geringsten bis zum 
Grten, weder Beute, noch Shne und Tchter, noch sonst irgend etwas, was 
sie geraubt hatteb: alles brachte David wieder zurck.
1SA 30:20 Da nahmen sie alle Schafe und Rinder und fhrten sie ihm vor und 
riefen: Das ist Davids Beute!
1SA 30:21 Als nun David zu den 200 Mann zurckkam, die zu mde gewesen 
waren, um mit David weiter zu ziehen, so da man sie am Thale Besor 
zurckgelassen hatte, da kamen sie David und den Leuten, die mit David 
gegangen waren, entgegen, und als david mit den Leuten herannahte, 
begrten sie sie.
1SA 30:22 Aber allerlei Bse und Nichtswrdige unter den Leuten, die mit 
David gegangen waren, lieen sich dahin vernehmen: Weil sie nicht mit uns 
gegangen sind, wollen wir ihnen auch von der Beute, die wir gerettet 
haben, nichts geben - abgesehen von eines jeden Weib und Kindern: die 
mgen sie mitnehmen und ihres Weges gehen.
1SA 30:23 David erwiderte: Handelt nicht so nach dem, was Jahwe uns zu 
teil werden lie, und nachdem er uns behtet und uns die Horde, die bei 
uns eingedrungen war, in die Hnde gegeben hat!
1SA 30:24 Wer wird auch in dieser Sache auf euch hren? Vielmehr: wie der 
Anteil dessen, der in den Kampf zieht, soll auch der Anteil dessen sein, 
der beim Gepck bleibt: gleichen Anteil sollen sie haben! -1SA 30:25 dabei 
blieb es von jenem Tage an. Er machte das zu einer Satzung und zu einem 
Brauch in Israel bis auf den heutigen Tag.
1SA 30:26 Als aber David nach Ziklag zurckkam, sandte er einen Teil der 
Beute an die ihm befreundeten Vornehmen Judas mit der Botschaft: Hier habt 
ihr ein Geschenk von der Beute der Feinde Jahwes!
1SA 30:27 Ebenso an die von Bethul, an die von Ramath im Sdland, an die 
von Jattir,
1SA 30:28 an die von Arara, an die von Siphmoth, an die von Esthemoa,
1SA 30:29 an die von Karmel, an die in den Stdten der Jerahmeeliter, an 
die in den Stdten der Keniter,
1SA 30:30 an die von Horma, an die von Bor-asan, an die von Athach,
1SA 30:31 an die von Hebron und an alle die Orte, an denen David mit 
seinen Leuten umhergestreift war.
1SA 31:1 Inzwischen hatten die Philister Israel angegriffen; die 
Israeliten aber hatten vor den Philistern die Flucht ergriffen, und auf 
dem Berge Gilboa lagen Erschlagene umher.
1SA 31:2 Die Philister hefteten sich an Sauls und seiner Shne Fersen, und 
die Philister erschlugen Sauls Shne: Jonathan, Abinadab und Malchisua.
1SA 31:3 Als aber der Kampf sich heftig gegen Saul wandte und einig der 
Bogenschtzen ihn entdeckt hatten, erfate ihn groe Angst vor den 
Schtzen.
1SA 31:4 Da bat Saul seinen Waffentrger: Zcke dein Schwerrt und 
durchbohre mich damit, da nicht diese Unbeschnittenen kommen und ihren 
Mutwillen mit mir treiben! Aber sein Waffentrger wollte nicht, weil er 
sich zu sehr frchtete. da ergriff Saul das Schwert und strzte sich 
darein.
1SA 31:5 Als aber sein Waffentrger sah, da Saul tot sei, strzte er sich 
gleichfalls in sein Schwert und starb an seiner Seite.
1SA 31:6 So kamen saul, seine drei Shne und sein Waffentrger an jenem 
Tage zugleich ums Leben.
1SA 31:7 Als aber die Israeliten, die auf der anderen Seite der Ebene und 
auf der anderen seite des Jordan wohnten gewahrten, da die Israeliten 
geflohen, und da Saul und seine Shne gefallen waren, rumten sie ihre 
Stdte und flchteten sich. Und die Philister kamen und setzten sich darin 
fest.
1SA 31:8 Am folgenden Tage nun, als die Philister kamen, die Erschlagenen 
zu berauben, fanden sie Saul mit seinen drei Shnen auf dem Berge Gilboa 
liegend.
1SA 31:9 Sie schnitten ihm den Kopf ab, zogen ihm seine Rstung aus und 
sandten Boten im Lande der Philister umher, um bei ihren Gtzen und dem 
Volke die Siegesbotschaft zu verknden.
1SA 31:10 Seine Rstung legten sie im Tempel der Astarde nieder und seine 
Leiche hingen sie auf an der Mauer von Bethsan.
1SA 31:11 Als aber die Brger von Jabes in Gilead ber ihn vernahmen, wie 
die Philister mit Saul verfahren waren,
1SA 31:12 machten sich alle wehrhaften Mnner auf, marschierten die ganze 
Nacht hindurch und stahlen den Leichnam Sauls und die Leichen seiner Shne 
von der Mauer Bethsans. Sodann kehrten sie nach Jabes zurck und 
verbrannten sie dort
1SA 31:13 und nahmen ihre Gebeine, begruben sie unter der Tamariske in 
Jabes und fasteten sieben Tage.
2SA 1:1 Nach Sauls Tode nun, als David von dem Sieg ber die Amalekiter 
zurckgekehrt war und David zwei Tage in Ziklag zugebracht hatte, -2SA 1:2 
da am dritten Tage traf pltzlich ein Mann aus dem Lager von Saul her ein, 
mit zerrissenen Kleidern und mit Erde auf dem Haupte. Als er bei David 
angelangt war, warf er sich ehrerbietig zur Erde nieder.
2SA 1:3 David fragte ihn: Woher kommst du? Er antwortete ihm: Aus dem 
Lager Israels bin ich entronnen.
2SA 1:4 David fragte ihn: Wie ist es gegangen? Sage es mir. Er erwiderte: 
Die Krieger sind aus der Schlacht geflohen, und viele von den Kriegern 
sind gefallen und umgekomen; auch Saul und sein Sohn Jonathan sind tot.
2SA 1:5 David fragte den jungen Mann, der ihm die Botschaft brachte: Wie 
hast du erfahren, da Saul und sein Sohn Jonathan tot sind?
2SA 1:6 Der Junge Mann, der ihm die Botschaft brachte, erwiderte: Ganz 
zufllig kam ich auf das Gebirge Gilboa; da fand ich Saul auf seinen Speer 
gesttzt, whrend sich die Wagen und Reiter an seine Fersen geheftet 
hatten.
2SA 1:7 Da wandte er sich rckwrts, und als er mich erblickte, rief er 
mich an. Ich antwortete: Ich hre!
2SA 1:8 Da fragte er mich: Wer bist du? Ich erwiderte ihm: Ich bin ein 
Amalekiter.
2SA 1:9 Da bat er mich: Tritt doch her zu mir und gieb mir den Todessto, 
denn mich hat der Krampf erfat, denn noch ist das Leben ganz in mir!
2SA 1:10 Da trat ich zu ihm und gab ihm den Todessto, denn ich wute, da 
er seinen Fall nicht berleben wrde. Dann nahm ich das Diadem auf seinem 
Haupt und die Spange an seinem Arm ab und berbringe sie hier meinem Herrn!
2SA 1:11 Da fate David seine Kleider und zerri sie, desgleichen alle 
Mnner seiner Umgebung,
2SA 1:12 und sie trauerten mit Weinen und Fasten bis zum Abend um Saul und 
seinen Sohn Jonathan und um das Volk Jahwes und das Haus Israel, weil sie 
durchs Schwert gefallen waren.
2SA 1:13 Dann fragte David den jungen Mann, der ihm die Botschaft brachte: 
Woher bist du? Er antwortete: Ich bin der Sohn eines amalekitischen 
Schutzbrgers.
2SA 1:14 David aber sprach zu ihm: Wie? du hast dich nicht gescheut, Hand 
anzulegen, um den Gesalbten Jahwes ums Leben zu bringen?
2SA 1:15 Hierauf rief David einen der Krieger und befahl: Her! stoe ihn 
nieder! Der hieb ihn nieder, da er starb.
2SA 1:16 David aber rief ihm zu: Dein Blut ber dein Haupt! Dein eigener 
Mund hat das Urteil ber dich gesprochen mit dem Worte: Ich habe dem 
Gesalbten Jahwes den Todessto gegeben!
2SA 1:17 David dichtete auf Saul und seinen Sohn Jonathan folgendes 
Klagelied
2SA 1:18 und gebot, es die Juder zu lehren. Es ist bekanntlich 
aufgezeichnet im Buche der Rechtschaffenen:
2SA 1:19 Die Zier liegt, o Israel, erschlagen auf deinen Hhen - wie sind 
die Helden gefallen!
2SA 1:20 Thut es nicht kund zu Gath, meldet es nicht in den Gassen von 
Askalon, da sich der Philister Tchter nicht freuen, nicht jubeln die 
Tchter der Unbeschnittenen!
2SA 1:21 Ihr Berge von Gilboa, nicht Tau, nicht Regen falle auf euch, ihr 
Truggefilde! Denn da ward der Helden Schild weggeworfen, der Schild Sauls, 
ungesalbt mit l.
2SA 1:22 Vom Blute der Erschlagenen, vom Fette der Helden wich Jonathans 
Bogen nicht zurck, kehrte das Schwert Sauls nicht leer heim.
2SA 1:23 Saul und Jonathan, die geliebten und gtigen, im Leben wie im 
Tode blieben sie vereint; sie, die schneller waren als Adler, strker als 
Lwen.
2SA 1:24 Ihr Tchter Israels, weinet ber Saul, der euch kleidete in 
Purpur und Wonnen, der Goldschmuck heftete auf euer Gewand!
2SA 1:25 Wie sind die Helden gefallen inmitten des Kampfes - Jonathan auf 
deinen Hhen erschlagen!
2SA 1:26 Es ist mir leid um dich, mein Bruder Jonathan: wie warst du mir 
so hold! Deine Liebe war mir wundersamer als Frauenliebe!
2SA 1:27 Wie sind die Helden gefallen, zu nichte die Rstzeuge des Streits!
2SA 2:1 Darnach fragte David Jahwe: Soll ich in eine der Stdte Judas 
ziehen? Jahwe antwortete ihm: Ja. Als sodann David fragte: Wohin soll ich 
ziehen? antwortete er: Nach Hebron.
2SA 2:2 So zog denn David dorthin samt seinen beiden Frauen, Ahinoam aus 
Jesreel und Abigail, dem Weibe des Karmeliters Nabal.
2SA 2:3 Ferner lie David die Mnner, die er bei sich hatte, je mit ihrer 
Familie hinaufziehen, und so wohnten sie in den Ortschaften um Hebron.
2SA 2:4 Da kamen die Juder und salbten David gort zum Knig ber das Haus 
Juda. Als man nun David hinterbrachte: die Mnner von Jabes in Gilead 
haben Saul begraben!
2SA 2:5 Da schickte David Gesandte zu den Mnnern von Jabes in Gilead mit 
der Botschaft: Mgt ihr von Jahwe gesegnet werden, die ihr Saul, euren 
Herrn, diesen Liebesdienst erwiesen habt, ihn zu begraben!
2SA 2:6 So mge denn Jahwe euch Liebe und Treue erweisen; aber auch ich 
will euch Gutes dafr erzeigen, da ihr diese That gethan habt.
2SA 2:7 Aber nun seid unerschrocken und zeigt euch als wackere Mnner. 
Denn Saul, euer Herr, ist tot; auch hat das Haus Juda mich zum Knig ber 
sich gesalbt.
2SA 2:8 Abner aber, der Sohn Ners, Sauls Feldherr, nahm Sauls Sohn Esbaal, 
brachte ihn nach Mahanaim hinber
2SA 2:9 und machte ihn zum Knig ber Gilead, ber die von Aser, ber 
Jesreel, Ephraim, Benjamin und das ganze Israel.
2SA 2:10 Vierzig Jahre war Sauls Sohn Esbaal alt, als er Knig ber Israel 
wurde, und zwei Jahre regierte er; nur das Haus Juda hielt sich zu David.
2SA 2:11 Die Zeit, welche David in Hebron Knig ber das Haus Juda war, 
betrug im ganzen sieben Jahre und sechs Monate.
2SA 2:12 Abner aber, der Sohn Ners, marschierte mit den Unterthanen 
Esbaals, des Sohnes Sauls, von Mahanaim nach Gibeon.
2SA 2:13 Ebenso rckte Joab, der Sohn der Zeruja, mit den Unterthanen 
Davids aus Hebron aus, so da sie am Teiche von Gibeon mit jenen 
gegenseitig zusammentrafen. Die einen lieen sich diesseits, die anderen 
jenseits des Teiches nieder.
2SA 2:14 Abner aber rief Joab zu: Die Leute sollen einmal in einem 
Kampfspiele vor uns auftreten! Joab rief: Gut!
2SA 2:15 Da machten sie sich auf und gingen abgezhlt hinber: zwlf von 
Benjamin, von Sauls Sohn Esbaal, und zwlf von den Unterthanen Davids.
2SA 2:16 Jeder aber fate mit der Hand seinen Gegner am Schopf und stie 
ihm das Schwert in die Seite, so da sie alle zugleich fielen. Da nannte 
man jenen Ort: Feld des Tckischen, welches bei Gibeon liegt.
2SA 2:17 Und es entspann sich an jenem Tag ein beraus heftiger Kampf; 
aber Abner und die Leute von Israel wurden von den Unterthanen Davids 
geschlagen.
2SA 2:18 Dabei befanden sich auch die drei Shne der Zeruja: Joab, Abisai 
und Asahel; Asahel aber war leichtfig, wie eine Gazelle auf dem Felde.
2SA 2:19 Nun verfolgte Asahel Abner und strmte hinter Abner her, ohne 
rechts oder links abzubiegen.
2SA 2:20 Da wandte sich Abner um und rief: Bist du es, Asahel? Er 
antwortete: Ja.
2SA 2:21 Da rief ihm Abner zu: Biege doch nach rechts oder links ab und 
gehe auf einen von den Leuten los und nimm dir seine Rstung! Aber Asahel 
weigerte sich von ihm abzulassen.
2SA 2:22 Da rief Abner Asahel noch einmal zu: Geh hinter mir weg! Wozu 
soll ich dich zu Boden schlagen? Wie knnte ich da deinem Bruder Joab 
unter die Augen treten?
2SA 2:23 Da er sich aber weigerte, von ihm abzulassen, stie ihn Abner 
rckwrts in den Leib, da der Speer hinten herauskam, und er da, wo er 
stand, tot niederstrzte. Jedermann aber, der an die Stelle kam, wo Asahel 
tot niedergestrzt war, blieb stehen.
2SA 2:24 Joab aber und Abisai verfolgten Abner und waren bei 
Sonnenuntergang bis Gibeath Amma gelangt, da an der Strae in der Wste 
Gibeon liegt,
2SA 2:25 als die Benjaminiten unter Abners Fhrung sich sammelten, eine 
geschlossenen Masse bildeten und sich auf dem Gipfel von Gibeath Amma 
aufstellten.
2SA 2:26 Hier rief Abner Joab zu: Soll denn das Schwert ewig fressen? 
Weit du nicht, da schlielich Erbitterung entsteht? Wie lange soll es 
noch anstehen, bis du die Leute anweisest, die Verfolgung ihrer Brder 
einzustellen?
2SA 2:27 Joab erwiderte: So wahr Jahwe lebt! Httest du nicht gesprochen, 
die Leute wren insgesamt erst am Morgen von der Verfolgung abgestanden.
2SA 2:28 Hierauf lie Joab in die Posaune stoen; da machte alles Volk 
halt, gab die Verfolgung Israels auf und stellte den Kampf ein.
2SA 2:29 Sodann marschierte Abner mit seinen Leuten die ganze Nacht 
hindurch durch die Araba; darauf setzten sie ber den Jordan, 
durchschritten die ganze Schlucht und gelangten so nach Mahanaim.
2SA 2:30 Joab hingegen versammelte, nachdem er die Verfolgung Abners 
eingestellt hatte, sein ganzes Kriegsvolk, und es fehlten von Davids 
Unterthanen nur neunzehn Mann und Asahel,
2SA 2:31 whrend die Unterthanen Davids aus Benjamin, von den Leuten 
Abners, 360 Mann erschlagen hatten.
2SA 2:32 Asahel aber hoben sie auf und begruben ihn in seines Vaters Grab, 
da in Bethlehem lag. Dann marschierte Joab mit seinen Leuten die ganze 
Nacht hindurch, bis ihnen zu Hebron der Tag anbrach.
2SA 3:1 Whrend sich nun der Krieg zwischen dem Hause Sauls und dem Hause 
David lange hinzog, wurde David immer mchtiger, das Haus Sauls aber immer 
schwcher.
2SA 3:2 In Hebron wurden David Shne geboren: sein Erstgeborener war 
Amnon, von Ahinoam aus Jesreel,
2SA 3:3 sein zweiter Kileab, von Abigail, dem Weibe des Karmeliters Nabal, 
der dritte Absalom, der Sohn Maachas, der Tochter des Knigs Thalmai von 
Gesur,
2SA 3:4 der vierte Adonia, der Sohn Haggiths, der fnfte Sephatja, der 
Sohn Abitals,
2SA 3:5 der sechste Jitream, von Davids Weibe Egla. Diese wurden David in 
Hebron geboren.
2SA 3:6 Whrend nun der Krieg zwischen dem Hause Sauls und dem Hause 
Davids whrte, stand Abner dem Hause Sauls krftig zur Seite.
2SA 3:7 Nun hatte Saul ein Kebsweib, Namens Rizpa, eine Tochter Ajas, 
gehabt. Da fragte Sauls Sohn Esbaal Abner: Warum bist du zu meines Vaters 
Kebsweib gegangen?
2SA 3:8 ber diese Frage Esbaals erzrnte sich Abner heftig und er rief: 
Bin ich denn ein judischer Hundskopf? Heute be ich Liebesdienste an dem 
Hause deines Vaters Saul gegenber seinen eigenen Angehrigen und Freunden 
und habe dich nicht in Davids Hnde geraten lassen - und heute machst du 
mir Vorwrfe um eines Weibes willen!
2SA 3:9 Gott tue Abner dies und das - was Jahwe David zugeschworen hat, 
werde ich an ihm erfllen:
2SA 3:10 ich werde das Knigtum dem Hause Sauls abnehmen, um Davids Thron 
ber Israel und Juda aufzurichten von Dan bis Beerseba!
2SA 3:11 Jener vermochte Abner aus Furcht vor ihm kein Wort zu erwidern.
2SA 3:12 So schickte denn Abner Gesandte zu David nach Hebron mit der 
Botschaft: Wem gehrt das Land? Damit wollte er sagen: Schliee einen 
Vertrag mit mir, so werde ich dir Beistand leisten, da du ganz Israel auf 
deine Seite bringst!
2SA 3:13 Jener gab zur Antwort: Gut, ich schliee einen Vertrag mit dir; 
nur stelle ich dabei eine Forderung an dich, nmlich: du trittst mir nicht 
unter die Augen, ohne da du Sauls Tochter Michal mitbringst, wenn du 
herkommst, um mir unter die Augen zu treten.
2SA 3:14 Aber David schickte Gesandte an Sauls Sohn Esbaal mit der 
Forderung: Gieb mein Weib Michal heraus, das ich mir um den Preis von 
hundert Philistervorhuten gefreit habe!
2SA 3:15 Da schickte Esbaal hin und lie sie ihrem Gatten Paltiel, dem 
Sohne des Lais, wegnehmen.
2SA 3:16 Ihr Gatte gab ihr das Geleite und folgte ihr unter bestndigem 
Weinen bis Bahurim. Hier rief Abner ihn an: Fort! Geh heim! Da kehrte er 
heim.
2SA 3:17 Nun hatte Abner mit den Vornehmsten in Israel Verhandlungen 
gepflogen und ihnen vorgehalten: Schon lngst habt ihr David zum Knig 
ber euch begehrt:
2SA 3:18 so fhrt es denn jetzt aus; denn Jahwe hat David zugesagt: Durch 
die Hand meines Knechtes David will ich mein Volk Israel aus der Gewalt 
der Philister und aller ihrer Feinde befreien.
2SA 3:19 Ebenso sprach sich Abner gegen die Benjaminiten aus und machte 
sich auerdem auf den Weg, um David in Hebron die Willensmeinung Israels 
und des ganzen Stammes Benjamin zu erffnen.
2SA 3:20 Als nun Abner in Begleitung von zwanzig Mnnern zu David nach 
Hebron kam, veranstaltete David fr Abner und die ihn begleitenden Mnner 
ein Gastmahl.
2SA 3:21 Da sprach Abner zu David: Ich will mich auf den Weg machen und um 
den Knig, meinen Herrn, das ganze Israel scharen, da es einen Vertrag 
mit dir schliet - dann kannst du Knig sein, soweit als du irgend Lust 
hast! Darnach entlie David Abner, und er ging unbehelligt hinweg.
2SA 3:22 Pltzlich aber kamen Davids Krieger mit Joab von einem Streifzug 
heim und brachten reiche Beute mit, whrend Abner schon nicht mehr bei 
David in Hebron war, sondern jener ihn unbehelligt hatte ziehen lassen.
2SA 3:23 Als nun Joab mit der ganzen Truppe, die mit ihm gewesen war, 
heimkam, hinterbrachte man Joab: Abner, der Sohn Ners, hat den Knig 
besucht, und er hat ihn unbehelligt wieder ziehen lassen.
2SA 3:24 Da ging Joab zum Knig und sprach: Was hast du gethan! Also Abner 
hat dich besucht: warum hast du ihn denn wieder davon ziehen lassen?
2SA 3:25 Merkst du nicht, da Abner, der Sohn Ners, nur gekommen ist, um 
dich zu hintergehen und dein Thun und Lassen und alles, was du 
unternimmst, zu erkunden?
2SA 3:26 Und als Joab David verlassen hatte, schickte er Abner Boten nach; 
die holten ihn von Bor Hasira wieder zurck, ohne da David darum wute.
2SA 3:27 Als nun Abner nach Hebron zurckkam, nahm ihn Joab beiseite in 
einen Winkel des Thors, um vertraulich mit ihm zu reden, und stach ihn 
hier in den Leib, da er starb - zur Rache fr das Blut seines Bruders 
Asahel.
2SA 3:28 Als David es nachtrglich erfuhr, rief er aus: Ich und mein 
Knigtum sind fr immer unschuldig vor Jahwe an dem Blut Abners, des 
Sohnes Ners!
2SA 3:29 Mge es zurckfallen auf das Haupt Joabs und auf seines Vaters 
ganze Familie, und mgen in Joabs Familie kein Ende nehmen solche, die an 
Flu und Aussatz leiden, Leute, die sich auf Krcken sttzen, die durchs 
Schwert fallen oder denen es an Brot fehlt!
2SA 3:30 Joab und sein Bruder Abisai hatten nmlich Abner ermordet, weil 
er ihren Bruder Asahel bei Gibeon im Kampfe gettet hatte.
2SA 3:31 Und David gebot Joab und seiner gesamten Umgebung: Zerreit eure 
Kleider, grtet euch hrene Gewnder um und geht wehklagend vor Abner her! 
Der Knig David aber schritt hinter der Bahre her,
2SA 3:32 und als man Abner in Hebron begrub, weinte der Knig gegen Abners 
Grab hin laut auf, und die Volksmenge weinte gleichfalls.
2SA 3:33 Sodann dichtete der Knig auf Abner folgendes Klagelied: Mute 
Abner den Tod eines Gottlosen sterben:
2SA 3:34 Deine Hnde waren nicht gebunden, deine Fe nicht in Fesseln 
geschlagen - wie einer vor Ruchlosen fllt, bist du gefallen! Da weinte 
die Volksmenge noch mehr um ihn.
2SA 3:35 Whrend es noch Tag war, kam dann die Volksmenge, um David zu 
ntigen, da er etwas geniee. Aber David schwur: Gott thue mir dies und 
das, wenn ich vor Sonnenuntergang Brot oder irgend etwas sonst geniee!
2SA 3:36 Als dies die Volksmenge wahrnahm, gefiel es ihr wohl; berhaupt 
gefiel alles, was der Knig that, der Volksmenge wohl.
2SA 3:37 Damals berzeugte sich die Volksmenge und ganz Israel, da die 
Ermordung Abners, des Sohnes Ners, nicht vom Knig ausgegangen war.
2SA 3:38 Auch uerte der Knig gegen seine Umgebung: Wisset ihr nicht, 
da heute ein Frst und Groer in Israel gefallen ist?
2SA 3:39 Ich aber bin heute, obwohl zum Knige gesalbt, schwach, whrend 
diese Leute, die Shne der Zeruja, in ihrer Gewaltthtigkeit mir berlegen 
sind! Mge Jahwe dem, der den Frevel begangen hat, seinem Frevel gem 
vergelten!
2SA 4:1 Als aber Sauls Sohn Esbaal erfuhr, da Abner in Hebron ums Leben 
gekommen sei, entsank ihm der Mut, und ganz Israel war bestrzt.
2SA 4:2 Nun hatte Sauls Sohn Esbaal zwei Mnner als Anfhrer von 
Streifscharen unter sich: der eine hie Baana, der andere Rechab - Shne 
Rimmons von Beeroth aus den Benjaminiten. Auch Beeroth wird nmlich zu 
Benjamin gerechnet;
2SA 4:3 doch flohen die von Beeroth nach Gittaim und hielten sich dort bis 
zum heutigen Tag als Schutzbrger auf.
2SA 4:4 Sauls Sohn Jonathan aber hatte einen Sohn, der an beiden Fen 
lahm war; er war fnf Jahre alt gewesen, als die Nachricht ber Saul und 
Jonathan aus Jesreel anlangte. Da nahm ihn seine Wrterin auf und floh 
davon. Aber in der Eile der Flucht entfiel er ihr und wurde so gelhmt; er 
hie Meribaal.
2SA 4:5 Die Shne Rimmons aus Beeroth, Rechab und Baana, machten sich auf 
und drangen whrend der Mittagshitze in Esbaals Haus, als er sich eben zum 
Mittagsschlaf hingelegt hartte.
2SA 4:6 Die Pfrtnerin des Hauses war nmlich beim Reinigen von Weizen 
eingenickt und schlief; da stahlen sich Rechab und sein Bruder Baana durch
2SA 4:7 und drangen in das Haus ein, und whrend jener in seinem 
Schlafzimmer auf dem Bette schlief, ermordeten sie ihn und hieben ihm den 
Kopf ab. Dann nahmen sie seinen Kopf und gingen die ganze Nacht hindurch 
die Araba entlang
2SA 4:8 und berbrachten Esbaals Kopf David in Hebron, indem sie also zum 
Knige sprachen: Hier hast du den Kopf Esbaals, des Sohnes Sauls, - deines 
Feindes, der dir nach dem Leben trachtete; aber Jahwe hat meinem Herrn, 
dem Knig, heute Rache an Saul und seinen Nachkommen gewhrt!
2SA 4:9 David aber gab Rechab und seinem Bruder Baana, den Shnen Rimmons 
aus Beeroth, folgende Antwort: So wahr Jahwe lebt, der mein Leben aus 
aller Not befreit hat:
2SA 4:10 den, der mir die Botschaft brachte: Saul ist tot! und der sich 
ein Glcksbote zu sein dnkte, lie ich in Ziklag festnehmen und 
niederhauen, um ihm seinen Botenlohn zu geben.
2SA 4:11 Wenn aber gar ruchlose Menschen einen rechtschaffenen Mann in 
seinem Haus auf seinem Lager ermorden - sollte ich da sein Blut nicht von 
euch zurckverlangen und euch vom Erdboden vertilgen?
2SA 4:12 Darauf gab David seinen Leuten Befehl; die tteten sie, hieben 
ihnen die Hnde und Fe ab und hngten sie am Teiche zu Hebron auf. Den 
Kopf Esbaals aber nahmen sie und begruben ihn in Abners Grab in Hebron.
2SA 5:1 Da kamen alle Stmme Israels zu David nach Hebron und sprachen: 
Wir sind ja dein Fleisch und Bein!
2SA 5:2 Schon lngst, als Saul noch unser Knig war, bist du es gewesen, 
der Israel ins Feld und wieder heim fhrte; dazu hat Jahwe dir zugesagt: 
Du sollst mein Volk Israel weiden und du sollst Frst ber Israel sein!
2SA 5:3 da kamen alle Vornehmen Israels zum Knige nach Hebron, und der 
Knig David schlo in Hebron vor Jahwes Angesicht einen Vertrag mit ihnen; 
dann salbten sie David zum Knig ber Israel.
2SA 5:4 Dreiig Jahre war David alt, als er zur Regierung kam; vierzig 
Jahre regierte er.
2SA 5:5 In Hebron regierte er ber Juda sieben Jahre und sechs Monate und 
in Jerusalem regierte er dreiunddreiig Jahre ber ganz Israel und Juda.
2SA 5:6 Als aber der Knig mit seinen Leuten vor Jerusalem gegen die 
Jebusiter, die die Gegend bewohnten, anrckte, hielt man David entgegen: 
Hier dringst du nicht ein, sondern die Blinden und Lahmen werden dich 
abtreiben! - das sollte heien: David wird hier nicht eindringen.
2SA 5:7 Aber David erstrmte die Burg Zion, das ist die Stadt Davids.
2SA 5:8 An jenem Tage sprach David: Jeder, der die Jebusiter 
schlgt....und die Blinden und Lahmen, die David in der Seele verhat 
sind. Daher pflegt man zu sagen: Ein Blinder und Lahmer kommt nicht ins 
Haus hinein!
2SA 5:9 Hierauf lie sich David in der Burg nieder und nannte sie Stadt 
Davids. Auch legte David ringsum Befestigungen an vom Millo an nach innen 
zu.
2SA 5:10 Und David nahm immer mehr an Macht zu, und Jahwe, der Gott der 
Heerscharen, war mit ihm.
2SA 5:11 Und Hiram, der Knig von Tyrus, schickte Gesandte an David mit 
Cedernhlzern, dazu Zimmerleute und Steinmetzen, damit sie David einen 
Palast bauten.
2SA 5:12 So erkannte David, da ihn Jahwe als Knig ber Israel besttigt 
und da er sein Knigtum hochgebracht habe um seines Volkes Israel willen.
2SA 5:13 In Jerusalem nahm sich David noch weitere Kebsweiber und Frauen, 
nachden er aus Hebron bergesiedelt war; auch wurden ihm weitere Shne und 
Tchter geboren.
2SA 5:14 Dies sind die Namen derer, die ihm in Jerusalem geboren wurden: 
Sannua, Sobab, Nathan, Salomo,
2SA 5:15 Jibhar, Elisua, Nepheg, Japhia,
2SA 5:16 Elisama, Beeljada, Eliphelet.
2SA 5:17 Als aber die Philister Davids Salbung zum Knig ber Israel 
vernahmen, rckten die Philister ingesamt an, um Davids habhaft zu werden. 
Aber David bekam Kunde davon und zog nach der Bergfeste hinab.
2SA 5:18 Als aber die Philister eingedrungen waren und sich in der Ebene 
Rephaim ausgebreitet hatten,
2SA 5:19 befragte David Jahwe: Soll ich gegen die Philister hinaufziehen? 
Wirst du sie in meine Gewalt geben? Jahwe erwiderte David: Ja, denn sicher 
werde ich die Philister in deine Gewalt geben.
2SA 5:20 Da rckte David nach Baal Perazim vor. Und als David sie dort 
geschlagen hatte, rief er aus: Jahwe hat meine Feinde vor mir her 
durchbrochen wie bei einem Wasserdurchbruch! Darum benannte man jene 
rtlichkeit: Baal Perazim.
2SA 5:21 Aber sie lieen ihre Gtter dort zurck, und David und seine 
Leute nahmen sie weg.
2SA 5:22 Aber die Philister rckten noch einmal an und breiteten sich in 
der Ebene Rephaim aus.
2SA 5:23 Als nun David Jahwe befragte, antwortete er: Ziehe nicht hinauf 
ihnen entgegen; wende dich gegen ihren Rcken und komme vom Bakagehlz her 
ber sie.
2SA 5:24 Wenn du aber das Gerusch des Einherschreitens in den Wipfeln des 
Bakagehlzes hrst, dann brich los, denn dann ist Jahwe ausgezogen vor dir 
her, um im Lager der Philister eine Niederlage anzurichten.
2SA 5:25 David that so, wie ihm Jahwe befohlen hatte, und schlug die 
Philister von Gibeon bis gegen Geser hin.
2SA 6:1 David versammelte nochmals alle Auserlesenen in Israel: 30000.
2SA 6:2 Dann machte sich David mit allen den Leuten, die er bei sich 
hatte, auf den Weg nach Baal in Juda, um von dort aus die Gotteslade 
hinaufzubringen, die nach dem Namen Jahwes der Heerscharen genannt ist, 
der ber den Keruben thront.
2SA 6:3 Sie luden aber die Gotteslade auf einen neuen Wagen und brachten 
sie aus dem Hause Abinadabs, das auf dem Hgel stand, hinweg; und zwar 
leiteten die Shne Abinadabs, Ussa und Ahio, den Wagen.
2SA 6:4 Ussa ging zur Seite der Gotteslade, whrend Ahio vor der Lade 
herschritt.
2SA 6:5 Aber David und das ganze Haus Israel tanzten vor Jahwe her mit 
aller Macht und unter Gesngen, mit Zithern, Harfen, Pauken, Schellen und 
Cymbeln.
2SA 6:6 Als sie nun zur Tenne von Kidon gekommen waren, griff Ussa mit der 
Hand nach der Gotteslade und hielt sie fest, weil die Rinder durchgingen.
2SA 6:7 Da loderte Jahwes Zorn auf gegen Ussa, und Gott schlug ihn dort, 
weil er mit der Hand nach der Lade gegriffen hatte, so da er ebenda, 
neben der Gotteslade, starb.
2SA 6:8 Aber David geriet in Unwillen, weil Jahwe an Ussa einen Ri 
gerissen hatte, und man nannte jene rtlichkeit Perez Ussa - bis auf den 
heutigen Tag.
2SA 6:9 Und David geriet jenes Tags in Furcht vor Jahwe, so da er rief: 
Wie kann da die Lade Jahwes zu mir gelangen?
2SA 6:10 So hatte David keine Lust, die Lade Jahwes zu sich in die Stadt 
Davids hinaufzunehmen, sondern David lie sie beiseite fhren nach dem 
Haus Obed Edoms aus Gath.
2SA 6:11 Und die Lade Jahwes blieb drei Monate im Haus Obed Edoms aus 
Gath; aber Jahwe segnete Obed Edom und sein ganzes Haus.
2SA 6:12 Als man nun dem Knige David meldete: Jahwe hat Obed Edoms Haus 
und sein ganzes Besitztum um der Gotteslade willen gesegnet, machte sich 
David auf den Weg und holte die Gotteslade feierlich aus Obed Edoms Hause 
nach der Stadt Davids
2SA 6:13 und opferte dabei, nachdem die Trger der Lade Jahwes sechs 
Schritte gegangen waren, ein Rind und ein Mastkalb.
2SA 6:14 Auch tanzte David mit aller Macht vor Jahwe her, wobei David mit 
einem linnenen Schulterkleid umgrtet war.
2SA 6:15 Und David und das ganze Haus Israel fhrten die Lade Jahwes unter 
Jubel und lautem Posaunenschall hinauf.
2SA 6:16 Whrend nun die Lade Jahwes in die Stadt Davids eingezogen war, 
hatte Sauls Tochter Michal durchs Fenster gesehen. Und als sie den Knig 
David erblickte, wie er vor Jahwe her sprang und tanzte, empfand sie 
Verachtung fr ihn.
2SA 6:17 Nachdem man sodann die Lade Jahwes hineingebracht und sie an 
ihren Platz in dem Zelte, das David fr sie errichtet, gestellt hatte, 
brachte David vor Jahwe Brandopfer und Heilsopfer dar,
2SA 6:18 und als David mit der Darbringung des Brandopfers und der 
Heilsopfer zu Ende war, segnete er das Volk im Namen Jahwes der Heerscharen
2SA 6:19 und teilte allem Volke, der ganzen Menge Israels, Mnnern wie 
Weibern, jedem einen Brotkuchen, ein Stck Fleisch und einen Traubenkuchen 
aus. Darauf ging jedermann im Volk heim.
2SA 6:20 Als aber David heimging, um seine Familie zu begren, trat Sauls 
Tochter Michal David entgegen mit den Worten: Wie ehrenvoll hat sich heute 
der Knig von Israel benommen, indem er sich heute vor den Augen der Mgde 
seiner Unterthanen entblte - wie sich irgend einer aus dem gemeinen 
Pbel entblt!
2SA 6:21 David erwiderte Michal: Vor Jahwe will ich tanzen, der mich vor 
deinem Vater und seinem ganzen Hause erwhlt hat, um mich zum Frsten ber 
das Volk Jahwes, ber Israel, zu bestellen, und vor Jahwe will ich spielen
2SA 6:22 und will gering geachtet sein - noch mehr als diesmal - und 
bescheiden von mir denken; aber bei den Mgden, von denen du sagtest, - 
bei ihnen mchte ich Ehre gewinnen!
2SA 6:23 Aber Michal, die Tochter Sauls, hatte kein Kind bis an ihren 
Todestag.
2SA 7:1 Einmal nun, whrend der Knig in seinem Palaste wohnte - Jahwe 
hatte ihm nmlich Ruhe verschafft vor allen seinen Feinden ringsum -,
2SA 7:2 sprach der Knig zum Propheten Nathan: Bedenke doch, ich wohne in 
einem Cedernpalast und die Lade Gottes weilt hinter einem Zelttuch!
2SA 7:3 Nathan erwiderte dem Knige: Wohlan, fhre aus, was du irgend im 
Sinne hast, denn Jahwe ist mit dir!
2SA 7:4 Aber noch in derselben Nacht erging an Nathan folgender Befehl 
Jahwes:
2SA 7:5 Wohlan, sage meinem Knechte David: So spricht Jahwe: Solltest du 
mir ein Haus zu einer Wohnung bauen?
2SA 7:6 Habe ich doch in keinem Hause gewohnt seit der Zeit, da ich die 
Israeliten aus gypten herfhrte, bis zum heutigen Tage - vielmehr 
wanderte ich in einer Zeltwohnung umher.
2SA 7:7 Habe ich etwa, so lange ich bei allen Israeliten umherzog, zu 
einem der Richter Israels, denen ich den Auftrag gab, mein Volk Israel zu 
weiden, je ein Wort derart gesagt: Warum baut ihr mir keinen Cedernpalast?
2SA 7:8 So sollst du denn jetzt meinem Knechte David verknden: So spricht 
Jahwe der Heerscharen: Ich habe dich von der Weide hinter der Herde 
weggeholt, da du Frst ber mein Volk Israel werden solltest,
2SA 7:9 habe dir beigestanden in allem, was du unternommen hast, und habe 
alle deine Feinde vor dir her vertilgt; und ich will dir einen Namen 
schaffen gleich dem Namen der Grten auf Erden
2SA 7:10 und werde meinem Volk Israel eine Sttte anweisen und es da 
einpflanzen, da es an seiner Sttte wohnen kann und sich nicht mehr 
ngstigen mu, und gewaltthtige Menschen es ferner nicht mehr bedrcken 
wie vordem
2SA 7:11 seit der Zeit, da ich Richter ber mein Volk Israel bestellte, 
und will ihm Ruhe verschaffen vor allen seinen Feinden: so kndigt dir 
denn Jahwe an, da Jahwe dir ein Haus bauen wird.
2SA 7:12 Wenn deine Zeit voll ist, und du dich zu deinen Vtern legst, 
dann will ich deine Nachkommenschaft, die von deinem Leibe kommen wird, zu 
deiner Nachfolge bestimmen und will ihr Knigtum besttigen.
2SA 7:13 Sie soll meinem Namen ein Haus bauen, und ich will ihren 
Knigsthron fr immer besttigen.
2SA 7:14 Ich will ihr Vater, und sie soll mir Sohn sein, so da, wenn sie 
sich verfehlt, ich sie mit Menschenruten und mit menschlichen Schlgen 
zchtige,
2SA 7:15 aber meine Gnade ihr nicht entziehe, wie ich sie deinem Vorgnger 
entzogen habe.
2SA 7:16 Vielmehr soll dein Knigshaus fr immer vor mir Bestand haben: 
dein Thron soll fr alle Zeiten feststehen!
2SA 7:17 Genau diesen Worten und diesem Gesichte gem redete denn Nathan 
zu David.
2SA 7:18 Da ging der Knig David hinein, setzte sich vor Jahwe nieder und 
rief: Wer bin ich, o Herr Jahwe, und was ist mein Haus, da du mich bis 
hierher gebracht hast?
2SA 7:19 Und das gengte dir noch nicht, o Herr Jahwe, vielmehr hast du 
deine Zusage auch auf das Haus deines Sklaven erstreckt und zwar auf weit 
hinaus, und du lieest mich schauen Geschlechter der Menschen, o Herr 
Jahwe.
2SA 7:20 Aber was soll David noch weiter zu dir sagen? Du selbst kennst ja 
deinen Sklaven, o Herr Jahwe!
2SA 7:21 Um deines Sklaven willen und deinem Herzen nach thatest du das, 
da du deinem Sklaven alles dies Herrliche verkndigtest.
2SA 7:22 Deshalb bist du mchtig, o Herr Jahwe, denn niemand ist dir 
gleich und kein Gott auer dir nach alledem, was wir mit eigenen Ohren 
gehrt haben.
2SA 7:23 Und wo gleicht auf Erden deinem Volke Israel ein anderes Volk, 
das ein Gott sich zum Volke zu erkaufen gegangen wre, sowie ihm einen 
Namen zu schaffen, ihnen Groes und Furchtbares zu erweisen, vor seinem 
Volke ein anderes Volk und seinen Gott zu vertreiben?
2SA 7:24 Aber du hast dir dein Volk Israel fr alle Zeiten zu deinem Volke 
besttigt und du, Jahwe, bist ihr Gott geworden.
2SA 7:25 Aber nun, o Herr Jahwe, mache die Zusage, die du in betreff 
deines Sklaven und seines Hauses gegeben hast, wahr fr alle Zeiten und 
thue, wie du geredet hast!
2SA 7:26 Dann wird dein Name fr alle Zeiten berhmt sein und lauten: 
Jahwe der Heerscharen, Gott ber Israel, - und das Haus deines Sklaven 
David wird vor dir Bestand haben.
2SA 7:27 Denn du, Jahwe der Heerscharen, Gott Israels, hast deinem Sklaven 
die Erffnung gemacht: Ich will dir ein Haus bauen! - darum hat dein 
Sklave sich ein Herz gefat, dieses Gebet dir vorzutragen.
2SA 7:28 Nun denn, o Herr Jahwe, du bist Gott, und deine Worte sind 
Wahrheit: nachdem du deinem Sklaven diese herrliche Zusage gemacht hast,
2SA 7:29 nun denn, la es dir gefallen und segne das Haus deines Sklaven, 
da es fr immer vor dir bestehe! Denn du, o Herr Jahwe, hast gesprochen, 
und durch deinen Segen wird das Haus deines Sklaven ewig gesegnet sein.
2SA 8:1 Hierauf schlug David die Philister und unterjochte sie; und David 
nahm so die Zgel der Hauptstadt den Philistern aus der Hand.
2SA 8:2 Dazu schlug er die Moabiter und ma sie mit einer Schnur ab, indem 
er sie auf die Erde niederliegen hie: je zwei Schnre ma er ab zur 
Hinrichtung und je eine Schnurlnge, um die Betreffenden am Leben zu 
lassen. So wurden die Moabiter Davids tributpflichtige Unterthanen.
2SA 8:3 Ferner schlug David den Knig von Zoba, Hadadeser, den Sohn 
Rehobs, als er eben unterwegs war, seine Herrschaft am Euphrat-Strom 
aufzurichten.
2SA 8:4 David nahm von ihm 1700 Reiter und 20000 Mann Fuvolk gefangen; 
die Wagenpferde lie David smtlich lhmen; nur 100 Pferde lie er davon 
brig.
2SA 8:5 Als aber die Aramer von Damaskus dem Knig Hadadeser von Zoba zu 
Hilfe kamen, erschlug David von den Aramern 22000 Mann.
2SA 8:6 Sodann setzte David Vgte im damascenischen Aram ein, so da die 
Aramer Davids tributpflichtige Unterthanen wurden. So verlieh Jahwe David 
Sieg berall, wohin er kam.
2SA 8:7 Auch erbeutete David die goldenen Schilde, welche die Hofbeamten 
Hadadesers trugen, und schaffte sie nach Jerusalem.
2SA 8:8 Dazu erbeutete der Knig David in Hadadesers Stdten Tebah und 
Berothai Erz in groer Menge.
2SA 8:9 Als aber der Knig Thou von Hamath erfuhr, da David das ganze 
Heer Hadaesers geschlagen habe,
2SA 8:10 sandte Thou seinen Sohn Hadoram zum Knig David, um ihn zu 
begren und wegen seines siegreichen Kriegs mit Hadadeser zu 
beglckwnschen - Hadadeser war nmlich dereinst ein Gegner Thous im 
Kriege gewesen -, wobei er goldene, silberne und eherne Gegenstnde 
mitbrachte.
2SA 8:11 Auch sie weihte der Knig David Jahwe, zusammen mit dem Silber 
und Gold, das er aus der Beute von allen den Vlkern, die er unterjocht, 
geweiht hatte:
2SA 8:12 von Edom, Moab, den Ammonitern, den Philistern, Amalek und von 
dem, was er von Hadadeser, dem Sohne rehobs, dem Knige von Zoba, erbeutet 
hatte.
2SA 8:13 Und David schlo Frieden. Nach seiner Rckkehr aber von dem Sieg 
ber die Aramer schlug David die Edomiter im Salzthal, 18000 Mann,
2SA 8:14 und setzte in Edom Vgte ein; in ganz Edom setzte er Vgte ein, 
so da ganz Edom David unterthan wurde. Jahwe aber verlieh David Sieg 
berall, wohin er kam.
2SA 8:15 Und David regierte ber ganz Israel und bte Recht und 
Gerechtigkeit an seinem ganzen Volke.
2SA 8:16 Joab, der Sohn der Zeruja, war ber das Heer gesetzt, Josaphat, 
der Sohn Ahiluds, war Kanzler;
2SA 8:17 Zadok und Abjathar, der Sohn Ahimelechs, des Sohnes Ahitubs, 
waren Priester, Seraja Staatsschreiber,
2SA 8:18 Benajahu, der Sohn Jehojadas, befehligte die Krether und Plether, 
und Davids Shne waren Priester.
2SA 9:1 David fragte: Ist etwa noch jemand vorhanden, der vom Hause Sauls 
brig geblieben wre? An dem will ich um Jonathans willen Barmherzigkeit 
ben.
2SA 9:2 Nun war in Sauls Familie ein Beamter, namens Ziba; den rief man 
vor David. Der Knig fragte ihn: Bist du Ziba? Er antwortete: Dein Sklave!
2SA 9:3 Der Knig fragte: Ist niemand mehr da vom Hause Sauls, da ich an 
ihm Barmherzigkeit in der weise Gottes be? Ziba erwiderte dem Knig: Es 
ist noch ein Sohn Jonathans da mit lahmen Fen.
2SA 9:4 Der Knig fragte ihn: Wo ist er? Ziba entgegnete dem Knig: Er 
befindet sich im Hause Machirs, des Sohnes Ammiels, in Lo-debar.
2SA 9:5 Da schickte der Knig David hin und lie ihn aus Lo-debar aus dem 
Hause Machirs, des Sohnes Ammiels, holen.
2SA 9:6 Als dann Meribaal, der Sohn Jonathans, des Sohnes Sauls, vor David 
trat, warf er sich aufs Angesicht nieder und huldigte. David rief: 
Meribaal! Er erwiderte: Hier ist dein Sklave!
2SA 9:7 David sprach zu ihm: Sei unbesorgt, ich will ja Barmherzigkeit an 
dir ben um deines Vaters Jonathan willen und will dir das ganze Besitztum 
deines Grovaters Saul zurckgeben, und du magst jederzeit an meinem 
Tische speisen!
2SA 9:8 Da huldigte er und rief aus: Was ist dein Sklave, da du dich um 
einen toten Hund, wie ich einer bin, gekmmert hast?
2SA 9:9 Nun rief der Knig nach Sauls Beamten Ziba und sprach zu ihm: Den 
ganzen Besitz Sauls und seiner Familie verleihe ich dem Sohne deines Herrn,
2SA 9:10 und du hast ihm das Land zu bestellen samt deinen Shnen und 
deinen Sklaven und hast es einzubringen, so da der Sohn deines Herrn 
Speise hat und essen kann; aber Meribal, der Sohn deines Herrn, soll 
jederzeit an meinem Tische speisen! Ziba besa fnfzehn Shne und zwanzig 
Sklaven.
2SA 9:11 Da erwiderte Ziba dem Knige: Ganz so, wie mein Herr, der Knig, 
seinem Sklaven gebietet, wird dein Sklave thun. So speiste denn Meribaal 
an Davids Tische wie einer der kniglichen Prinzen.
2SA 9:12 Meribaal besa ein Shnchen, namens Micha. Alles aber, was in 
Zibas Hause wohnte, war Sklave Meribaals.
2SA 9:13 Meribaal wohnte in Jerusalem, weil er stndig an des Knigs Tafel 
speiste. Er war aber lahm an beiden Fen.
2SA 10:1 Darnach ereignete es sich, da der Knig der Ammoniter starb, und 
sein Sohn Hanun an seiner Stelle zur Regierung kam.
2SA 10:2 David dachte: Ich will mich gegen Hanun, den Sohn de Nahas, 
freundlich erzeigen, wie sich sein Vater mir gegenber freundlich erzeigt 
hat. So schickte denn David hin, um ihn durch Leute seiner Umgebung wegen 
seines Vaters Trost zusprechen zu lassen. Als nun Davids Hofbeamte ins 
Land der Ammoniter kamen,
2SA 10:3 sagten die Frsten der Ammoniter zu ihrem Herrn Hanun: Glaubst du 
denn, da David, indem er dir Trster zusendet, deinem Vater eine Ehre 
erzeigen will? Sicher hat David seine Beamten nur zum Zweck der 
Erforschung der Stadt an dich gesandt, um sie auszukundschaften und dann 
zu zerstren!
2SA 10:4 Da lie Hanan die Beamten Davids ergreifen, lie ihnen den Bart 
halb abscheren und die Kleider halb abschneiden, bis ans Ges, und 
schickte sie dann fort.
2SA 10:5 Als man dies David meldete, sandte er ihnen entgegen - denn die 
Mnner waren schwer beschimpft -, und der Knig lie ihnen sagen: Bleibt 
in Jericho; erst wenn euch der Bart wieder gewachsen ist, kommt zurck!
2SA 10:6 Als nun die Ammoniter merkten, da sie sich bei David verhat 
gemacht hatten, schickten die Ammoniter hin und erkauften sich die Aramer 
von Beth Rehob und die Aramer von Zoba, 20000 Fusoldaten, sowie den 
Knig von Maacha, Istob mit zwlftausend Mann.
2SA 10:7 Als David davon hrte, schickte er Joab mit dem ganzen Heere, den 
Gibborim, hin.
2SA 10:8 Aber die Ammoniter rckten aus und stellten sich vor dem 
Stadtthor in Schlachtordnung auf, whrend die Aramer von Zoba und Rehob, 
sowie Istob und Maacha fr sich auf freiem Felde standen.
2SA 10:9 Als nun Joab sah, da ihm sowohl von vorn, wie von hinten ein 
Angriff drohe, traf er eine Auswahl aus allen Erlesenen Israels und 
stellte sich den Aramern gegenber.
2SA 10:10 Den Rest des Kriegsvolks hingegen ber gab er der Fhrung seines 
Bruders Abisai, damit er sich den Ammonitern gegenber stelle.
2SA 10:11 Dabei ordnete er an: Wenn die Aramer mir berlegen sind, so 
mut du mir zu Hilfe kommen; sind aber die Ammoniter dir berlegen, so 
werde ich herkommen, dir zu helfen.
2SA 10:12 Sei mannhaft und la uns mannhaft auftreten fr unser Volk und 
fr die Stdte unseres Gottes - Jahwe aber mge thun, was ihm wohlgefllt!
2SA 10:13 So rckte denn Joab mit den Truppen, die er bei sich hatte, zum 
Kampfe gegen die Aramer vor, und sie flohen vor ihn.
2SA 10:14 Als aber die Ammoniter bemerkten, da die Aramer flohen, flohen 
sie vor Abisai und zogen sich in die Stadt zurck. Joab aber lie von den 
Ammonitern ab und kehrte nach Jerusalem zurck.
2SA 10:15 Als nun die Aramer sahen, da sie von den Israeliten geschlagen 
worden waren, sammelten sie sich,
2SA 10:16 und Hadadeser sandte hin und lie die Aramer von jenseits des 
Stromes ausrcken. Sie kamen nach Helam mit Sobach, dem Feldherrn 
Hadadesers, an der Spitze.
2SA 10:17 Als das David hinterbracht wurde, bot er ganz Israel auf, 
berschritt den Jordan und gelangte nach Helam. Die Aramer stellten sich 
David entgegen und lieferten ihm eine Schlacht.
2SA 10:18 Aber die Aramer flohen vor den Israeliten und David ttete den 
Aramern 700 Wagenpferde und 40000 Mann; auch ihren Feldherrn Sobach 
verwundete er so, da er dort starb.
2SA 10:19 Als aber smtliche Hadadeser untergebenen Knige sahen, da sie 
von den Israelliten geschlagen waren, schlossen sie Frieden mit den 
Israeliten und unterwarfen sich ihnen, und die Aramer frchteten sich, 
den Ammonitern ferner noch Hilfe zu leisten.
2SA 11:1 Im folgenden Jahre aber sandte David um die Zeit, da die Knige 
ausgezogen waren, Joab mit seinen Untergebenen und ganz Israel aus. Sie 
verheerten das Land der Ammoniter und belagerten Rabba, whrend David in 
Jerusalem blieb.
2SA 11:2 Nun traf es sich einst des Abends, da David, als er sich von 
seinem Lager erhoben hatte und auf dem Dach des Knigspalastes spazieren 
ging, vom Dache aus ein Weib sich waschen sah. Das Weib war von sehr 
schnem ueren.
2SA 11:3 David schickte hin und erkundigte sich nach dem Weibe. Man sagte 
ihm: Das ist ja Bathseba, die Tochter Eliams, das Weib des Hethiters Uria.
2SA 11:4 Nun schickte David Boten hin und lie sie holen. Sie kam zu ihm, 
und er wohnte ihr bei, da sie sich von ihrer Unreinigkeit wieder rein 
gemacht hatte. Darauf kehrte sie nach Hause zurck.
2SA 11:5 Aber das Weib war schwanger geworden. Da sandte sie hin und lie 
David melden: Ich bin schwanger.
2SA 11:6 Da schickte David zu Joab: Schicke mir den Hethiter Uria her! 
Joab schickte Uria zu David.
2SA 11:7 Als nun Uria bei ihm eintrat, erkundigte David sich nach dem 
Ergehen Joabs und dem Ergehen des Heers und wie es im Kriege stehe;
2SA 11:8 dann sagte David zu Uria: Geh hinunter in dein Haus und wasche 
dir die Fe! Und als Uria den Knigspalast verlie, wurde ein knigliches 
Geschenk hinter ihm her getragen.
2SA 11:9 Aber Uria legte sich am Eingange des Knigspalastes bei allen 
andern Dienern seines Herrn nieder und ging nicht hinab in sein Haus.
2SA 11:10 Als man nun David meldete: Uria ist nicht hinab in sein Haus 
gegangen, fragte David Uria: Du kommst doch von der Reise - warum gehst du 
nicht hinab in dein Haus?
2SA 11:11 Uria erwiderte David: Die Lade und Israel und Juda weilen in 
Laubhtten, und mein Herr Joab und die Untergebenen meines Herrn lagern 
auf freiem Felde - und ich sollte mich nach Hause begeben, um zu essen und 
zu trinken und bei meinem Weibe zuliegen? So wahr Jahwe lebt, und so wahr 
du lebst, so etwas thue ich nicht!
2SA 11:12 Da sprach David zu Uria: Du kannst auch heute hier bleiben, 
morgen aber entlasse ich dich! So blieb Uria an jenem Tag in Jerusalem.
2SA 11:13 Am folgenden Morgen aber lud ihn David ein, da er vor ihm a 
und trank, und machte ihn trunken. Aber am Abend ging er hinaus, um sich 
auf sein Lager bei den Dienern seines Herrn zu legen; in sein Haus ging er 
jedoch nicht hinab.
2SA 11:14 Am folgenden Morgen aber schrieb David einen Brief an Joab und 
schickte ihn durch Uria hin.
2SA 11:15 In den Brief schrieb er folgendes: Stellt Uria im heftigsten 
Kampfe vorne hin und zieht euch dann von ihm zurck, damit er in der 
Schlacht den Tod findet!
2SA 11:16 So stellte denn Joab bei der Belagerung der Stadt Uria an eine 
Stelle, von der er wute, da dort tapfere Leute standen.
2SA 11:17 Als dann die in der Stadt bei einem Ausfalle Joab angriffen, 
fielen etliche von dem Kriegsvolke, von den Unterthanen Davids; dabei fand 
auch der Hethiter Uria den Tod.
2SA 11:18 Da sandte Joab hin und meldete David den ganzen Verlauf des 
Kampfs
2SA 11:19 und zwar gab er dem Abgesandten folgende Weisung: Wenn du dem 
Knige den ganzen Hergang des Kampfs bis zu Ende berichtet hast,
2SA 11:20 und der Knig alsdann aufbraust und dich fragt: Warum seid ihr 
zum Treffen so nahe an die Stadt herangerckt? Wutet ihr nicht, da sie 
von der Mauer herabschieen?
2SA 11:21 Wer hat Abimelech, den Sohn Jerubbaals, erschlagen? Hat nicht 
ein Weib in Thebez einen oberen Mhlstein von der Mauer aus auf ihn 
herabgeworfen, da er den Tod fand? Warum seid ihr so nahe an die Mauer 
herangerckt? - so sprich: auch dein Diener Uria, der Hethiter, ist ums 
Leben gekommen!
2SA 11:22 Der Angesandte ging, und als er ankam und David alles, was Joab 
ihm aufgetragen, nmlich den ganzen Hergang des Kampfes, meldete, wurde 
David zornig ber Joab und fragte den Abgesandten: Warum sein ihr zum 
Treffen so nahe an die Stadt herangerckt? Wutet ihr nicht, da ihr von 
der Mauer herab beschossen wrdet? Wer hat Abimelech, den Sohn Jerubbaals, 
erschlagen? Hat nicht ein Weib in Thebez einen oberen Mhlstein von der 
Mauer aus auf ihn herabgeworfen, da er den Tod fand? Warum seid ihr so 
nahe an die Mauer herangerckt?
2SA 11:23 Da antwortete der Angesandte David: Ja, die Leute waren uns 
berlegen und waren bis aufs freie Feld gegen uns vorgedrungen; daher 
muten wir an ihnen bleiben bis vor das Stadtthor hin.
2SA 11:24 Da aber schossen die Schtzen von der Mauer herab auf deine 
Knechte, so da von des Knigs Knechten etwa achtzehn Mann den Tod fanden, 
und auch dein Knecht Uria, der Hethiter, fand den Tod.
2SA 11:25 Da sprach David zu dem Abgesandten: Richte Joab aus: La dich 
das nicht anfechten, denn das Schwert fri bald so, bald so; kmpfe wacker 
gegen die Stadt und zerstre sie! - sprich ihm so Mut ein.
2SA 11:26 Als nun Urias Weib vernahm, da ihr Mann Uria gefallen sei, 
betrauerte sie ihren Gemahl.
2SA 11:27 Als aber die Trauerzeit vorber war, schickte David hin und 
fhrte sie heim in seinen Palast, und sie ward sein Weib und gebar ihm 
einen Sohn. Aber Jahwe mifiel die Handlungsweise Davids,
2SA 12:1 und Jahwe sandte den Propheten Nathan zu David; der trat bei ihm 
ein und redete ihn an: Es waren zwei Mnner in einer und derselben Stadt, 
der eine reich, der andere arm.
2SA 12:2 Der Reiche besa Schafe und Rinder in groer Menge,
2SA 12:3 der Arme aber besa gar nichts auer einem einzigen Lmmchen, da 
er sich gekauft und aufgezogen hatte, und das bei ihm und mit seinen 
Kindern zugleich gro wurde: von seinem Bissen a es, aus seinem Becher 
trank es, an seinem Busen schlief es und galt ihm wie eine Tochter.
2SA 12:4 Nun kam einst Besuch zu dem reichen Manne; da konnte er es nicht 
ber sich bringen, eines von seinen Schafen und Rindern zu nehmen, um es 
dem Gaste zuzubereiten, der zu ihm gekommen war, sondern er nahm das Lamm 
des armen Mannes und bereitete es dem Manne zu, der ihn besucht hatte.
2SA 12:5 Da geriet David in heftigen Zorn ber den Mann und sprach zu 
Nathan: So wahr Jahwe lebt: der Mann, der das gethan hat, ist ein Kind des 
Todes
2SA 12:6 und das Lamm mu er siebenfltig erstatten dafr, da er eine 
solche That begangen und kein Erbarmen gebt hat!
2SA 12:7 Nathan erwiderte David: Du bist der Mann! So spricht Jahwe, der 
Gott Israels: Ich habe dich zum Knig ber Israel gesalbt und ich habe 
dich aus Sauls Hnden errettet
2SA 12:8 und habe dir den Palast deines Herrn bergeben und die Frauen 
deines Herrn an deinen Busen gelegt und habe dir das Haus Israel und Juda 
bergeben - und wre das zu wenig, so wollte ich dir noch mehr geben auf 
diese oder jene Weise:
2SA 12:9 warum hast du Jahwes Wort gering geachtet und gethan, was ihm 
mifllt? Den Hethiter Uria hast du mit dem Schwert erschlagen und sein 
Weib hast du dir zum Weibe genommen, ihn selbst aber hast du durch das 
Schwert der Ammoniter ermordet!
2SA 12:10 Nun denn, so soll fr immer das Schwert nicht aus deinem Hause 
weichen zur Strafe dafr, da du mich verachtet und das Weib des Hethiters 
Uria weggenommen hast, damit sie dein Weib werde!
2SA 12:11 So spricht Jahwe: Ich werde noch Unheil fr dich aus deinem Haus 
erstehen lassen und werde dir deine Frauen vor deinen Augen wegnehmen und 
sie einem andern berliefern, da er im Angesicht dieser Sonne deinen 
Frauen beiwohnt!
2SA 12:12 Denn wenngleich du es heimlich gethan hast, werde ich doch diese 
Drohung angesichts von ganz Israel und angesichts der Sonne ausfhren!
2SA 12:13 David sprach zu Nathan: Ich habe mich gegen Jahwe versndigt. 
Nathan erwiderte David: So hat dir auch Jahwe deine Snde vergeben; du 
wirst nicht sterben.
2SA 12:14 Weil du aber durch deine Handlungsweise Jahwe Verachtung 
bewiesen hast, so mu nun der Sohn, der dir geboren ward, sterben!
2SA 12:15 Hierauf begab sich Nathan nach Hause. Jahwe aber schlug das 
Kind, das Urias Weib David geboren hatte, so da es erkrankte.
2SA 12:16 Da suchte David Gott um des Knabens willen und David fastete 
eine Zeit lang, und als er heimgekommen war, legte er sich ber Nacht auf 
den Boden.
2SA 12:17 Da traten die Vornehmsten des Hofs an ihn heran, um ihn zu 
bewegen, da er vom Boden aufstehe, aber er weigerte sich und geno keine 
Speise mit ihnen.
2SA 12:18 Da am siebenten Tage starb das Kind. Die Hflinge Davids 
scheuten sich jedoch, ihm zu melden, da das Kind gestorben sei, weil sie 
dachten: Hat er uns, so lange das Kind noch am Leben war, kein Gehr 
gegeben, als wir ihm zuredeten, wie knnen wir ihm nun sagen: das Kind ist 
tot, da er ein Unheil anrichte?
2SA 12:19 David aber bemerkte, da seine Hflinge miteinander flsterten. 
Daran erkannte David, da das Kind tot war. Da fragte David seine 
Hflinge: Ist das Kind gestorben? Sie antworteten: Ja.
2SA 12:20 Da stand David vom Boden auf, wusch und salbte sich und 
wechselte seine Kleider. Sodann trat er in die Behausung Jahwes ein und 
warf sich nieder, ging darauf heim und forderte etwas, und als man ihm 
Speise vorsetzte, a er.
2SA 12:21 Seine Hflinge aber fragten ihn: Was ist denn das fr ein 
Verfahren, da du wegen des Kindes eingeschlagen hast? Als es noch lebte, 
da hast du gefastet und geweint - und nun, nachdem das Kind gestorben ist, 
bist du aufgestanden und hast Speise genossen!
2SA 12:22 Er erwiderte: So lange das Kind noch lebte, habe ich gefastet 
und geweint, weil ich dachte: Wer wei, Jahwe kann sich meiner erbarmen, 
da das Kind leben bleibt.
2SA 12:23 Nun es aber tot ist - was soll ich da fasten? Kann ich es etwa 
wieder zurckbringen? Ich gehe zu ihm, es aber kommt nicht wieder zu mir.
2SA 12:24 Nachdem sodann David seine Gemahlin Bathseba getrstet hatte, 
begab er sich hinein zu ihr und wohnte ihr bei. Sie gebar einen Sohn, den 
nannte er Salomo, und Jahwe hatte ihn lieb.
2SA 12:25 Und er bergab ihn der Frsorge des Propheten Nathan und nannte 
ihn Jedidjah um Jahwes willen.
2SA 12:26 Joab aber bestrmte Rabba, die Stadt der Ammoniter, und eroberte 
die Wasserstadt.
2SA 12:27 Darauf sandte Joab Boten an David mit der Meldung: Ich habe 
Rabba bestrmt und bereits die Wasserstadt erobert -2SA 12:28 so sammle 
denn den Rest des Kriegsvolks um dich und belagere die Stadt und erobere 
sie, damit nicht ich die Stadt erobere und dann mein Name in Verbindung 
mit ihr genannt werde!
2SA 12:29 Da sammelte David alles Kriegsvolk um sich, zog gegen Rabba, 
bestrmte und eroberte es.
2SA 12:30 Er nahm dem Milkom die Krone vom Haupte - sie wog ein 
Goldtalent; an ihr befand sich ein kostbarer Edelstein. Die setzte sich 
David aufs Haupt und fhrte eine groe Menge Beute aus der Stadt hinweg.
2SA 12:31 Die Bevlkerung aber, die sich darin befand, fhrte er weg und 
stellte sie an die Sgen, an die eisernen Picken und die eisernen xte und 
lie sie mit Ziegelformen arbeiten. Ebenso verfuhr er mit allen anderen 
Stdten der Ammoniter. Dann kehrte David mit dem gesamten Kriegsvolke nach 
Jerusalem zurck.
2SA 13:1 Spter trug es sich zu, da, da Davids Sohn Absalom eine schne 
Schwester, Namens Thamar, besa, Davids Sohn Amnon diese lieb gewann.
2SA 13:2 Und zwar qulte sich Amnon ganz krank um seiner Schwester Thamar 
willen; sie war nmlich Jungfrau, und Amnon hielt es fr unmglich, ihr 
etwas anzuthun.
2SA 13:3 Nun hatte Amnon einen Freund, Namens Jonadab, einen Sohn von 
Davids Bruder Simea; dieser Jonadab war ein beraus kluger Mann.
2SA 13:4 Der fragte ihn: Warum bist du so abgezehrt, Knigssohn, Morgen 
fr Morgen? Willst du es mir nicht anvertrauen? Amnin erwiderte ihm: Ich 
liebe Thamar, die Schwester meines Bruders Absalom.
2SA 13:5 Da riet ihm Jonadab: Lege dich zu Bette und stelle dich krank, 
und wenn dann dein Vater kommt, um nach dir zu sehen, so sage zu ihm: Wenn 
nur meine Schwester Thamar herkme, um mir etwas zu essen zu geben! Wenn 
sie vor meinen Augen das Essen bereitete, da ich es sehen knnte, dann 
wollte ich aus ihrer Hand essen!
2SA 13:6 Amnon legte sich und stellte sich krank. Als nun der Knig kam, 
um nach ihm zu sehen, sprach Amnon zum Knige: Wenn nur meine Schwester 
Thamar herkme und vor meinen Augen zwei Kuchen bereitete, da ich sie aus 
ihrer Hand essen knnte!
2SA 13:7 Da schickte David nach Hause zu Thamar und lie ihr sagen: Gehe 
doch hin nach dem Hause deines Bruders Amnon und bereite ihm das Essen.
2SA 13:8 Da ging Thamar hin nach dem Hause ihres Bruders Amnon, whrend er 
zu Bette lag. Sie nahm Teig, knetete ihn und bereitete vor seinen Augen 
Kuchen und buk die Kuchen.
2SA 13:9 Dann rief sie dem Diener und schttete sie vor ihm hin. Er 
weigerte sich jedoch zu essen. Vielmehr rief Amnon: Jedermann soll 
hinausgehen! Da ging jedermann hinaus.
2SA 13:10 Hierauf sagte Amnon zu Thamar: Bringe das Essen ins innere 
Gemach, dann will ich aus deiner Hand essen. Thamar nahm die Kuchen, die 
sie bereitet hatte, und brachte sie ihrem Bruder Amnon ins innere Gemach.
2SA 13:11 Als sie ihm aber zu essen bot, fate er sie und sagte zu ihr: 
Komm, lege dich zu mir, meine Schwester!
2SA 13:12 Sie erwiderte ihm: Nicht doch, mein Bruder! Entehre mich nicht, 
denn so handelt man nicht in Israel; begehe nicht eine solche Frevelthat!
2SA 13:13 Wo sollte ich meine Schande hintragen? Du aber wrdest in Israel 
als einer der schlimmsten Frevler gelten: rede doch lieber mit dem Knig, 
er wird mich dir gewi nicht versagen!
2SA 13:14 Er wollte ihr jedoch kein Gehr schenken, sondern berwltigte 
und entehrte sie und wohnte ihr bei.
2SA 13:15 Dann aber erfate Amnon eine beraus tiefe Abneigung gegen sie, 
und zwar war die Abneigung, die er gegen sie fate, noch grer als die 
Liebe, die er zu ihr gehegt hatte. So gebot ihr Amnon: Auf! gehe fort!
2SA 13:16 Sie erwiderte ihm: Nicht doch, mein Bruder, denn dieses Unrecht 
wre noch grer, als das andere, das du mir angethan hast, wenn du mich 
jetzt fortschicktest! Aber er wollte nicht auf sie hren,
2SA 13:17 sondern rief seinem Knaben, seinem Diener, und gebot: Schafft 
mir die da fort hinaus auf die Strae und verriegle hinter ihr die Thr!
2SA 13:18 Sie trug ein rmelkleid - so nmlich kleideten sich von alters 
her die kniglichen Prinzessinnen, solange sie Jungfrauen waren. Als sie 
nun sein Diener hinaus auf die Strae gefhrt und die Thr hinter ihr 
verriegelt hatte,
2SA 13:19 streute Thamar Asche auf ihr Haupt und zerri das rmelkleid, 
das sie anhatte; sodann legte sie die Hand aufs Haupt und ging unter 
bestndigem Wehgeschrei davon.
2SA 13:20 Ihr Bruder Absalom redete sie an: Ist dein Bruder Amnon bei dir 
gewesen? Nun, meine Schwester, schweig still - es ist dein Bruder! Nimm 
dir diese Sache nicht zu Herzen! So blieb denn Thamar, und zwar einsam, im 
Hause ihres Bruders Absalom.
2SA 13:21 Als der Knig David den ganzen Vorgang erfuhr, geriet er in 
heftigen Zorn; aber er wollte seinem Sohn Amnon nicht wehtun, denn er 
liebte ihn, weil er sein Erstgeborener war.
2SA 13:22 Absalom aber redete kein Wort mit Amnon, weder im Bsen noch im 
Guten; denn Absalom hatte einen Groll gegen Amnon gefat, weil er seine 
Schwester Thamar entehrt hatte.
2SA 13:23 Nach Verlauf von zwei Jahren aber trug es sich zu, da Absalom 
in Baal Hazor, das bei Ephraim liegt, Schafschur hielt; dazu lud Absalom 
alle kniglichen Prinzen.
2SA 13:24 Auch ging Absalom zum Knig und sprach: Du weit, dein Sklave 
hlt heute Schafschur - wenn doch der Knig und sein Hof deinen Sklaven 
begleiten wollten!
2SA 13:25 Der Knig erwiderte Absalom: Nicht doch, mein Sohn! Wir wollen 
doch nicht alle hingehen, da wir dir nicht beschwerlich fallen! Er drang 
in ihn, aber er wollte nicht gehen und verabschiedete ihn.
2SA 13:26 Da sprach Absalom: Wenn also nicht, so soll doch mein Bruder 
Amnon mit uns gehen! Der Knig erwiderte ihm: Wozu soll er mit dir gehen?
2SA 13:27 Als aber Absalom in ihn drang, hie er Amnon und alle 
kniglichen Prinzen mit ihm gehen; und Absalom veranstaltete ein Gelage 
gleich einem Knigsgelage.
2SA 13:28 Dabei aber gab Absalom seiner Dienerschaft den Befehl: Seht zu, 
wenn Amnon vom Weine guter Dinge geworden ist, und ich euch zurufe: Haut 
Amnon nieder! - so bringt ihn um! Seid unbesorgt: ich habe euch ja den 
Befehl gegeben - seig mutig und zeigt euch als wackere Mnner!
2SA 13:29 So verfuhr denn Absaloms Dienerschaft mit Amnon nach Absaloms 
Befehl. Da standen alle kniglichen Prinzen auf, bestiegen ein jeder sein 
Maultier und flohen.
2SA 13:30 Whrend sie aber noch unterwegs waren, war schon das Gercht zu 
David gedrungen: Absalom hat alle kniglichen Prinzen ermordet, so da 
kein einziger von ihnen brig geblieben ist!
2SA 13:31 Da stand der Knig auf, zerri seine Kleider und legte sich auf 
den Erdboden, und seine Hofbeamten alle, die ihn umstanden, zerrissen ihre 
Kleider.
2SA 13:32 Da ergriff Jonadab, der Sohn von Davids Bruder Simea, das Wort 
und sprach: Mein Herr, denke nicht, man habe die jungen Leute, die 
kniglichen Prinzen, alle ums Leben gebracht: vielmehr ist Amnon alleine 
tot, denn ber Absaloms Gesicht lag ein unheilverkndender Zug seit dem 
Tage, da jener seine Schwester Thamar entehrt hatte.
2SA 13:33 So setze sich mein kniglicher Herr nicht den Gedanken in den 
Sinn, alle kniglichen Prinzen seien tot - vielmehr ist Amnon allein tot.
2SA 13:34 Absalom aber entfloh. Als aber der Diener, der Wchter 
ausschaute, gewahrte er, da eine Menge Leute auf der Strae nach Horonaim 
den Berg herabkamen. Der Wchter kam und meldete dem Knig: Ich habe 
Mnner von der Strae nach Horonaim von der Seite des Berges herkommend 
gesehen.
2SA 13:35 Da sprach Jonadab zum Knige: Siehst du? die Prinzen kommen; wie 
dein Sklave gesagt hat, so ist es geschehen.
2SA 13:36 Als er eben ausgeredet hatte, da kamen denn die Prinzen und 
weinten laut auf; auch der Knig und sein ganzer Hof brachen in berlautes 
weinen aus, (37b) und der Knig trauerte um seinen Sohn die ganze Zeit 
ber.
2SA 13:37 Absalom aber war geflohen und ging zu Thalmai, dem Sohne 
Ammihuds, dem Knige von Gesur,
2SA 13:38 Dort war er drei Jahre
2SA 13:39 Aber des Knigs Gemt sehnte sich danach, Absalom zu vergeben; 
denn er hatte sich darber getrstet, da Amnon tot war.
2SA 14:1 Als nun Joab, der Sohn der Zeruja, bemerkte, da des Knigs Herz 
an Absalom hing,
2SA 14:2 schickte Joab nach Thekoa, lie von dort eine kluge Frau holen 
und sprach zu ihr: Stelle dich doch trauernd und ziehe Trauerkleider an, 
salbe dich nicht mit l und geberde dich wie eine, die nun schon lange 
Zeit um einen Verstorbenen trauert.
2SA 14:3 Dann begieb dich hinein zum Knig und rede ihn folgendermaen an: 
- Joab gab ihr sodann die Worte in den Mund.
2SA 14:4 Das Weib aus Thekoa begab sich hinein zum Knige, warf sich 
huldigend mit dem Angesichte zur Erde nieder und rief: Hilf doch, o Knig, 
hilf doch!
2SA 14:5 Der Knig fragte sie: Was ist dir? Sie erwiderte: Ach ja! ich bin 
eine Witfrau und mein Mann ist gestorben.
2SA 14:6 Es besa aber deine Magd zwei Shne; die bekamen miteinander 
Streit auf dem Felde, ohne da jemand da war, der zwischen ihnen 
schlichtete: so schlug denn der eine auf seinen Bruder los und ttete ihn.
2SA 14:7 Auf einmal erhob sich das ganze Geschlecht gegen deine Magd und 
rief: Gieb den Brudermrder heraus, da wir ihn umbringen fr das Leben 
seines Bruders, den er erschlagen hat, und den Erben auch ausrotten! So 
wollen sie die Kohle, die mir noch brig geblieben ist, auslschen, um 
meinem Manne keinen Namen noch Nachkommen auf dem Erdboden zu lassen.
2SA 14:8 Der Knig erwiderte dem Weibe: Geh nach Hause, ich werde 
deinethalben verfgen.
2SA 14:9 Da entgegnete das Weib aus Thekoa dem Knige: Auf mir, mein 
kniglicher Herr, liege die Schuld und auf meiner Familie; der Knig aber 
und sein Thron sei rein!
2SA 14:10 Der Knig erwiderte: Den, der das Ansinnen an dich gestellt hat, 
fhre mir vor - er soll dich ferner nicht mehr antasten!
2SA 14:11 Sie warf ein: Mchte der Knig doch an Jahwe, seinen Gott, 
denken, da der Blutrcher nicht noch mehr verderben anrichte, und man 
meinen Sohn nicht hinwegtilge! Er sprach: So wahr Jahwe lebt: nicht ein 
Haar deines Sohnes soll zu Boden fallen!
2SA 14:12 Nun sagte das Weib: Drfte doch deine Magd an meinen kniglichen 
Herrn ein Wort richten! Er antwortete: Sprich!
2SA 14:13 Das Weib sagte: Warum hast du solches gegen das Volk Gottes im 
Sinn - und indem der Knig diese Entscheidung fllte, sprach er sich 
selbst das Urteil -, da der Knig seinen verstoenen nicht zurckruft?
2SA 14:14 Denn sterben mssen wir und sind wie Wasser, das auf die Erde 
gegossen wird, und das man nicht wieder zurcknehmen kann, und Gott rafft 
das Leben dessen nicht hin, der darauf sinnt, einen Verbannten nicht 
lnger von sich verbannt sein zu lassen!
2SA 14:15 Nun denn, da ich hergekommen bin, um an meinen kniglichen 
Herrn dies Wort zu richten, geschah deshalb, weil die Leute mir Angst 
machten; da dachte deine Magd: Ich will es doch dem Knige vortragen - 
vielleicht wird der Knig den Wunsch seiner Sklavin erfllen!
2SA 14:16 Denn der Knig wird darauf eingehen, da er seine Sklavin aus 
den Hnden des Mannes befreie, der darnach trachtet, mich und meinen Sohn 
zugleich aus dem Eigentume Gottes hinwegzutilgen.
2SA 14:17 Daher dachte deine Magd: Das Wort meines kniglichen Herrn soll 
mir eine Beruhigung sein; denn mein kniglicher Herr gleicht darin dem 
Engel Gottes, da er Gutes und Schlimmes anhrt - und Jahwe, dein Gott, 
sei mit dir!
2SA 14:18 Nun hob der Knig an und sprach zu dem Weibe: Verhehle mir 
nichts in Bezug auf das, was ich dich fragen will! Das Weib erwiderte: 
Mein kniglicher Herr wolle nur sprechen!
2SA 14:19 David fragte: Ist in diesem ganzen Handel die Hand Joabs bei dir 
mit im Spiel? Das Weib antwortete: So wahr du lebst, mein kniglicher 
Herr! Es ist nicht mglich, rechts oder links vorberzukommen an irgend 
etwas, was mein kniglicher Herr gesprochen hat: ja dein Diener Joab, der 
hat mir den Auftrag gegeben und der hat alle jene Worte deiner Magd in den 
Mund gelegt.
2SA 14:20 Um der Sache ein anderes Gesicht zu geben, hat dein Diener Joab 
in dieser Weise gehandelt: aber mein Herr kommt an Weisheit dem Engel 
Gottes gleich, da er alles wei, was auf Erden vorgeht.
2SA 14:21 Hierauf sprach der Knig zu Joab: Wohlan, ich will dieses 
Anliegen erfllen: so gehe denn hin und hole den jungen Mann, Absalom, 
zurck.
2SA 14:22 Da warf sich Joab mit dem Angesichte zur Erde nieder, huldigte 
und beglckwnschte den Knig. Und Joab rief aus: Heute erfhrt dein 
Sklave, da mein kniglicher Herr mir gndig gesinnt ist, weil der Knig 
das Anliegen seines Sklaven erfllt hat!
2SA 14:23 Hierauf machte sich Joab auf den Weg nach Gesur und fhrte 
Absalom nach Jerusalem zurck.
2SA 14:24 Der Knig aber erklrte: Er mag sich nach Hause wenden; mir aber 
soll er nicht unter die Augen treten! Da wandte sich Absalom nach Hause 
und trat dem Knige nicht unter die Augen.
2SA 14:25 So schn, wie Absalom, war kein Mann in ganz Israel, da man ihn 
gleich hoch htte preisen knnen: von der Fusohle bis zum Scheitel war 
kein Makel an ihm.
2SA 14:26 Und wenn er sein Haupthaar scheren lie -, so wog sein Haupthaar 
zweihundert Sekel nach kniglichem Gewicht.
2SA 14:27 Es wurden aber Absalom drei Shne und eine Tochter, Namens 
Thamar, geboren; diese war ein Weib von schnem ueren.
2SA 14:28 So wohnte Absalom in Jerusalem zwei Jahre lang, ohne dem Knig 
unter die Augen zu kommen.
2SA 14:29 Dann aber schickte Absalom zu Joab, um ihn zum Knige zu senden; 
aber Joab weigerte sich, zu ihm zu kommen. Da schickte er noch ein zweites 
Mal hin, aber er weigerte sich, zu kommen.
2SA 14:30 Da sagte er zu seinen Knechten: Seht, Joab hat da ein Feld neben 
mir und hat Gerste darauf: geht hin und steckt es in Brand! Absalom 
Knechte steckten das Feld in Brand.
2SA 14:31 Nun machte sich Joab auf, ging hin zu Absalom ins Haus und 
fragte ihn: Weshalb haben deine Knechte das Feld, das mir gehrt, in Brand 
gesteckt?
2SA 14:32 Absalom erwiderte Joab: Ich habe ja nach dir geschickt und dir 
sagen lassen: Komme her, ich mchte dich zum Knige senden mit der 
Botschaft: Wozu bin ich von Gesur heimgekommen? Es wre mir lieber, ich 
wre noch dort - nun aber werde ich dem Knig unter die Augen treten: 
liegt eine Schuld auf mir, so mag er mich tten!
2SA 14:33 Nun ging Joab zum Knig hin und meldete es ihm, und er lie 
Absalom rufen. Er trat vor den Knig und warf sich vor dem Knige mit dem 
Angesichte zur Erde nieder, und der Knig kte Absalom.
2SA 15:1 Spterhin begab es sich, da Absalom sich Wagen und Pferde 
anschaffte, dazu fnfzig Mann, die vor ihm herliefen.
2SA 15:2 Und Absalom pflegte sich frhmorgens neben dem Thorweg 
aufzustellen, und wenn nun irgendjemand einen Rechtshandel hatte, der ihn 
veranlate, den Knig um eine Entscheidung anzugehen, so Absalom ihn an 
und fragte: Aus welcher Stadt bist du? Antwortete er nun: Dein Sklave ist 
aus einem der Stmme Israels!
2SA 15:3 so sagte Absalom zu ihm: Was du sagst ist ja schn und wahr, aber 
auf seiten des Knigs ist niemand, der dir Gehr schenkt!
2SA 15:4 Und weiter sagte Absalom: Ach, wenn man doch mich zum Richter im 
Lande bestellte, da zu mir kme, wer irgendeinen handel oder eine 
Rechtssache htte, damit ich ihm zu seinem Rechte verhlfe!
2SA 15:5 Und wenn dann jemand herantrat, um ihm zu huldigen, so streckte 
er seine Hand aus, hielt ihn fest und kte ihn.
2SA 15:6 In dieser Weise benahm sich Absalom gegenber jedermann aud 
Israel, der den Knig um eine Entscheidung anging, und so bestrickte 
Absalom die Herzen der Israeliten.
2SA 15:7 Nach Verlauf von vier Jahren nun sprach Absalom zum Knige: Ich 
mchte gerne gehen und mein Gelbde, das ich Jahwe gelobt habe, in Hebron 
einlsen.
2SA 15:8 Dein Sklave hat nmlich, als ich in Gesur in Aram weilte, 
folgendes Gelbde gethan: Wenn mich Jahwe in der That nach Jerusalem 
zurckfhrt, so will ich Jahwe meine Verehrung bezeigen.
2SA 15:9 Der Knig erwiderte ihm: Geh' unbesorgt! So machte er sich denn 
auf den Weg nach Hebron.
2SA 15:10 Dabei sandte aber Absalom geheime Boten unter alle Stmme 
Israels aus und lie verkndigen: Wenn ihr Posaunenschall hrt, so sagt 
euch: Absalom ist in Hebron Knig geworden!
2SA 15:11 Mit Absalom gingen zweihundert Mnner aus Jerusalem weg, die 
geladen waren und arglos hingingen, ohne da sie das Geringste wuten.
2SA 15:12 Auch schickte Absalom hin und lie, whrend er die Opfer 
darbrachte, Ahitophel aus Gilo, den Berater Davids, aus seiner Vaterstadt 
Gilo rufen. Und die Verschwrung gewann Kraft, und vom Volke wandten sich 
immer mehr auf Absaloms Seite.
2SA 15:13 Als nun bei David Leute eintrafen, die ihm die Nachricht 
brachten: Die Israeliten haben ihr Herz Absalom zugewandt!
2SA 15:14 da sprach David zu seinen Hofbeamten allen, die in Jerusalem bei 
ihm waren: Auf! lat uns fliehen, denn sonst gibt es fr uns keine Rettung 
vor Absalom: macht euch sofort auf den Weg, damit er uns nicht pltzlich 
berfllt, das Unheil ber uns hereinbrechen lt und in der Stadt ein 
Blutbad anrichtet!
2SA 15:15 Die Beamten des Knigs erwiderten dem Knige: Ganz wie mein 
kniglicher Herr sich entscheidet - wir sind ja deine Sklaven!
2SA 15:16 So zog denn der Knig aus und sein ganzer Hof folgte ihm auf dem 
Fue nach; doch lie der Knig zehn Kebsweiber zurck, das Haus zu 
bewachen.
2SA 15:17 So zog der Knig aus und seine smtlichen Beamten folgten ihm 
auf dem Fue nach. Beim letzten Hause machten sie Halt,
2SA 15:18 whrend das ganze Volk und alle Krether und Plether neben ihm 
vorbermarschierten; ebenso marschierten auch smtliche Leute des 
Gathiters Ithai, sechshundert Mann, die unter seiner Fhrung aus Gath 
hergekommen waren, vor dem Knige vorber.
2SA 15:19 Der Knig redete Ithai aus Gath an: Weshalb gehst du auch mit 
uns? Kehre um und bleibe beim Knige: du bist ja ein Auslnder und ohnehin 
aus deiner Heimat verbannt.
2SA 15:20 Gestern kamst du, und heute sollte ich dich mit uns auf die 
Irrfahrt gehen heien, whrend ich gehe, wohin ich eben gehe? Kehre um und 
nimm deine Landsleute mit dir zurck; Jahwe aber wird Gnade und Treue an 
dir erzeigen!
2SA 15:21 Ithai erwiderte dem Knige: So wahr Jahwe lebt, und so wahr mein 
kniglicher Herr lebt: an dem Ort, an dem mein kniglicher Herr sein wird -
 es sei zum Tode oder zum Leben, - dort wird auch dein Diener sein!
2SA 15:22 Da sprach David zu Ithai: Wohlan denn, ziehe vorber! So zog 
Ithai aus Gath samt allen seinen Leuten und dem ganzen Tro, der bei ihm 
war, vorber.
2SA 15:23 Das ganze Land aber weinte laut auf, whrend alles Volk 
vorbeimarschierte. Der Knig aber stand im Bachthale des Kidron, whrend 
alles Volk in der Richtung nach dem lbaume, der in der Steppe steht, vor 
ihm vorbermarschierte.
2SA 15:24 Da waren auch Zadok und Abjathar mit allen Leviten, die trugen 
die Gesetzes-Lade Gottes; sie setzten aber die Lade Gottes nieder, bis 
alles Volk aus der Stadt vollstndig vorber gezogen war.
2SA 15:25 Aber der Knig gebot Zadok: Bringe die Lade Gottes nach der 
Stadt zurck: Wird Jahwe mir gndig gesinnt sein, so wird er mich 
zurckfhren und mich ihn selbst und seine Wohnung schauen lassen.
2SA 15:26 Ist aber sein Gedanke: Ich habe kein Gefallen an dir - da bin 
ich, er verfahre mit mir wie es ihm gut dnkt!
2SA 15:27 Sodann sagte der Knig zum Hohenpriester Zadok: Kehre ruhig nach 
der Stadt zurck, und dein Sohn Ahimaaz und Jonathan, der Sohn Abjathars, 
eure beiden Shne, mit euch;
2SA 15:28 merket: ich will bei den Furten in der Steppe verweilen, bis von 
euch ein Bescheid kommt und mir Nachricht giebt.
2SA 15:29 So brachten Zadok und Abjathar die Lade Gottes nach Jerusalem 
zurck und blieben dort.
2SA 15:30 David aber stieg den lberg hinan, im Gehen weinend und mit 
verhlltem Haupt. Und zwar ging er barfu, und alles Volk, da ihn 
begleitete, hatte das Haupt verhllt und stieg unter bestndigem Weinen 
hinauf.
2SA 15:31 Als man aber David hinterbrachte: Ahitophel ist unter den 
Verschwrern auf Absaloms Seite! Da rief David: Bethre doch, Jahwe, 
Ahitophels Rat!
2SA 15:32 Als nun David auf dem Gipfel, wo man Gott zu verehren pflegt, 
angelangt war - da trat ihm pltzlich Davids Freund, der Arkiter Husai, 
mit zerissenem Rock und Erde auf dem Haupt entgegen.
2SA 15:33 David sprach zu ihm: Wenn du mit mir gehst, so bist du mir eine 
Last;
2SA 15:34 gehst du aber nach der Stadt zurck und sagst zu Absalom: Dein 
Diener will ich, o Knig, sein; deines Vaters Diener, das bin ich ehedem 
gewesen, nun aber will ich dein Diener sein! - so kannst du mir Ahitophels 
Rat zunichte machen.
2SA 15:35 Auch sind ja die Priester Zadok und Abjatar dort bei dir: was 
immer du nun aus dem Knigspalast erfhrst, magst du an die Priester Zadok 
und Abjatar berichten.
2SA 15:36 Die haben dort ihre beiden Shne bei sich, Zadok den Ahimaaz und 
Abjathar den Jonathan: durch ihre Vermittlung knnt ihr an mich gelangen 
lassen, was ihr irgend in Erfahrung bringt!
2SA 15:37 So begab sich Davids Freund Husai nach der Stadt, und Absalom 
begab sich ebenfalls nach Jerusalem.
2SA 16:1 David hatte den Gipfel nur wenig berschritten, als ihm auf 
einmal Ziba, der Diener Meribaals, mit einem Paar gesattelter Esel 
entgegen kam, die zweihundert Brote, hundert Rosinentrauben, hundert 
Obstkuchen und einen Schlauch Wein trugen.
2SA 16:2 Der Knig fragte Ziba: Was willst du damit? Ziba erwiderte: Die 
Esel sind fr die knigliche Familie zum Reiten, das Brot und das Obst, 
da die Dienerschaft zu essen, und der Wein, da die Ermatteten in der 
Steppe zu trinken haben!
2SA 16:3 Da fragte der Knig: Wo ist aber der Sohn deines Herrn? Ziba 
erwiderte dem Knig: Er ist in Jerusalem geblieben, weil er dachte: Nun 
wird das Haus Israel mir das Reich meines Vaters zurckgeben!
2SA 16:4 Da sprach der Knig zu Ziba: So soll nun aller Besitz Meribaals 
dir gehren! Ziba rief aus: Ich werfe mich nieder! Mgest du mir gndig 
gesinnt sein, mein kniglicher Herr!
2SA 16:5 Als aber der Knig David bis Bahurim gelangt war, kam dort auf 
einmal ein Mann vom Geschlechte des Hauses Sauls, Namens Simei, Sogn 
Geras, heraus. Unter bestndigem Fluchen kam er heraus
2SA 16:6 und bewarf David und smtliche Hofbeamte des Knigs David mit 
Steinen, obwohl alles Volk und smtliche Gibborim zu seiner Rechten und zu 
seiner Linken gingen.
2SA 16:7 Und zwar schrie Simei folgende Flche: Hinaus, hinaus, du 
Blutmensch, du Nichtswrdiger!
2SA 16:8 Jahwe hat all das Blut des Hauses Sauls, an dessen Stelle du 
Knig geworden bist, ber dich gebracht, und Jahwe hat das Knigtum deinem 
Sohn Absalom bergeben, und nun bist du im Unglck, weil du ein Blutmensch 
bist!
2SA 16:9 Da sprach Abisai, der Sohn der Zeruja, zum Knige: Weshalb soll 
dieser tote Hund meinem kniglichen Herrn fluchen drfen? La mich 
hinbergehen und ihm den Kopf abhauen!
2SA 16:10 Der Knig aber rief: Was habe ich mit euch zu schaffen, ihr 
Zerujashne? Wenn er flucht, und wenn Jahwe im geheien hat: Fluche David! 
- wer darf dann fragen: Weshalb thust du so?!
2SA 16:11 Und David sprach zu Abisai und zu seinem ganzen Hofe: Wenn mein 
Sohn, der von meinem Leibe gekommen ist, mir nach dem Leben steht - 
wieviel mehr dann dieser Benjaminit? Lat ihn, er mag fluchen, denn Jahwe 
hat es ihm geheien!
2SA 16:12 Vielleicht wird Jahwe mein Elend ansehen und wird Jahwe mir 
wieder Glck geben an Stelle des Fluchs, der mich heute trifft.
2SA 16:13 So zog David mit seinen Leuten seines Wegs, Simei aber ging an 
der Seite des Bergs neben ihm her und fluchte im Gehen, bewarf ihn mit 
Steinen und besprengte ihn mit Erdschollen.
2SA 16:14 Darauf gelangte der Knig mit allem Volke, das er bei sich 
hatte, erschpft nach dem Jordan; dort erholte er sich.
2SA 16:15 Absalom aber war mit allen Mnnern Israels nach Jerusalem 
gelangt; auch Ahitophel war bei ihm.
2SA 16:16 Als nun Davids Freund, der Arkiter Husai, bei Absalom eintraf, 
rief Husai Absalom zu: Es lebe der Knig! Es lebe der Knig!
2SA 16:17 Absalom fragte Husai: Ist das deine Liebe zu deinem Freunde? 
Warum bist du nicht mit deinem Freunde gegangen?
2SA 16:18 Husai erwiderte Absalom: Nein, sondern wen Jahwe erwhlt hat und 
dieses Volk und alle Israeliten, - dem gehre ich an und bei dem bleibe 
ich!
2SA 16:19 Und zweitens: Wem thue ich Dienst? - doch bei dem Sohn? Wie ich 
bei deinem Vater Dienst gethan habe, so werde ich zu deiner Verfgung sein!
2SA 16:20 Darauf sprach Absalom zu Ahitophel: Gebt euren Rat, was wir thun 
sollen!
2SA 16:21 Ahitophel erwiderte Absalom: Begieb dich zu den Kebsweibern 
deines Vaters, die er dagelassen hat, den Palast zu bewachen: dann wird 
ganz Israel hren, da du dich bei deinem Vater in Verruf gebracht hast, 
und alle deine Anhnger werden dadurch ermutigt werden.
2SA 16:22 Da schlug man Absalom auf dem Dach ein Zelt auf; dann ging 
Absalom vor den Augen des ganzen Israel zu den Kebsweibern seines Vaters 
hinein.
2SA 16:23 Ein Rat nmlich, den Ahitophel erteilt hatte, galt zu jener 
Zeit, wie wenn jemand das Gotteswort befragte, - so galt jeder Rat 
Ahitophels bei David, wie bei Absalom.
2SA 17:1 Darauf schlug Ahitophel Absalom vor: Ich will mir einmal 
zwlftausend Mann auswhlen und mich aufmachen, um David noch in der Nacht 
nachzusetzen
2SA 17:2 und ihn zu berfallen, whrend er noch ermattet und mutlos ist: 
so werde ich ihn in Schrecken setzen; alles Volk, das er bei sich hat, 
wird die Flucht ergreifen, und ich werde den Knig allein erschlagen 
knnen.
2SA 17:3 Dann will ich alles Volk zu dir zurckbringen, so wie eine 
Neuvermhlte zu ihrem Gatten zurckkehrt: du stehst ja doch nur einem 
Manne nach dem Leben, und das ganze Volk wird Frieden haben!
2SA 17:4 Dieser Rat sagte Absalom zu, ebenso allen Vornehmsten Israels.
2SA 17:5 Doch gebot Absalom: Ruft doch auch den Arkiter Husai, da wir 
hren, was er zu sagen hat!
2SA 17:6 Als nun Husai bei Absalom eintrat, teilte ihm Absalom mit: den 
und den Vorschlag hat Ahitophel gemacht: sollen wir seinen Vorschlag 
ausfhren? Wo nicht, so rede du!
2SA 17:7 Husai erwiderte Absalom: Diesmal ist der Rat, den Ahitophel 
erteilt hat, nicht ersprielich.
2SA 17:8 Und zwar sagte Husai: Du kennst deinen Vater und seine Leute, was 
fr Helden sie sind und wie grimmen Mutes - einer Brin auf dem Felde 
gleich, der die Jungen geraubt sind; dazu ist dein Vater ein Kriegsmann, 
der hlt nicht Nachtruhe mit den Leuten:
2SA 17:9 Sicher hlt er sich jetzt in irgendeiner Schlucht oder an 
irgendeinem Platze versteckt. Fallen nun gleich anfangs einige von ihnen, 
und die Leute hren es, so werden sie behaupten: Unter den Leuten, die es 
mit Absalom halten, ist eine Niederlage angerichtet worden!
2SA 17:10 Da wird es dann geschehen: auch der Tapfere, der beherzt ist, 
wie ein Lwe, wird gnzlich verzagen; denn ganz Israel wei, da dein 
Vater ein Held und seine Begleiter tapfere Mnner sind.
2SA 17:11 Und so rate ich: Es soll ganz Israel von Dan bis Beerseba um 
dich versammelt werden, so massenhaft wie der Sand, der am Meeresufer 
liegt, und du selbst ziehst in ihrer Mitte aus.
2SA 17:12 Stoen wir dann auf ihn an irgend einem Platze, wo er sich 
betreffen lt, so fallen wir auf ihn nieder, wie der Tau aufs Erdreich 
fllt, und es soll von ihm und von den Mnnern allen, die er bei sich hat, 
auch nicht einer brig bleiben!
2SA 17:13 Zieht er sich aber in eine Stadt zurck, so soll ganz Israel 
Seile an jene Stadt anlegen, und wir schleifen sie ins Thal, bis auch 
nicht ein Steinchen mehr dort zu finden sein wird.
2SA 17:14 Da riefen Absalom und alle Israeliten: Der Rat des Arkiters 
Husai ist besser, als Ahitophels Rat! Jahwe hatte es nmlich so geordnet, 
da der gute Rat Ahitophels zunichte werden sollte, damit Jahwe das Unheil 
ber Absalom kommen liee.
2SA 17:15 Darauf teilte Husai den Priestern Zadok und Abjathar mit: Das 
und das hat Ahitophel Absalom und den Vornehmsten Israels geraten, und das 
und das habe ich geraten.
2SA 17:16 So schickt denn eilends hin und meldet David Folgendes: Bringe 
die Nacht nicht bei den Furten in der Steppe zu, setze vielmehr ber, 
damit der Knig und alles Volk, das bei ihm ist, nicht aufgerieben werde!
2SA 17:17 Es hatten sich aber Jonathan und Ahimaaz bei der Quelle Rogel 
aufgestellt, und eine Magd ging je und je hin und brachte ihnen Nachricht; 
dann gingen sie jedesmal und hinterbrachten sie dem Knige David; denn sie 
durften sich nicht sehen lassen und in die Stadt kommen.
2SA 17:18 Einst aber sah sie ein Knabe und teilte es Absalom mit. Da 
liefen die beiden eilig weiter, bis sie zu dem Hause eines Mannes in 
Bahurim gelangten, der in seinem Hof einen Brunnen besa; da stiegen sie 
hinunter,
2SA 17:19 und das Weib nahm eine Decke, breitete sie ber den Brunnen hin 
und streute Schrotkorn darber, da man nicht das Geringste bemerkte.
2SA 17:20 Als nun die Leute Absaloms zu dem Weibe ins Haus kamen und 
fragten: Wo sind Ahimaaz und Jonathan? sagte das Weib zu ihnen: Sie sind 
zum Wasser weitergegangen! Sie suchten, und als sie sie nicht fanden, 
kehrten sie nach Jerusalem zurck.
2SA 17:21 Als sie nun weggegangen waren, stiegen jene aus dem Brunnen 
herauf, gingen weiter und brachten dem Knige David Kunde. Und zwar 
sprachen sie zu David: Auf! setzt eilig ber das Wasser, denn so hat 
Ahitophel in betreff eurer geraten!
2SA 17:22 Da machte sich David und alles Volk, das bei ihm war, auf und 
setzten ber den Jordan. Bis der Morgen tagte, fehlte niemand, bis auf den 
letzten Mann, der nicht ber den Jordan gesetzt wre.
2SA 17:23 Als aber Ahitophel sah, da sein Rat nicht zur Ausfhrung kam, 
sattelte er den Esel und machte sich auf den Weg nach Hause in seine 
Vaterstadt; da bestellte er sein Haus und erhngte sich. Als er gestorben 
war, wurde er in seines Vaters Grab begraben.
2SA 17:24 So war David schon nach Mahanaim gelangt, als Absalom, gegleitet 
von allen Israeliten, den Jordan berschritt.
2SA 17:25 An Stelle Joabs hatte Absalom Amasa an die Spitze des Heers 
gestellt. Amasa war der Sohn eines Mannes, der hie Jithra der Ismaelit; 
er hatte mit Abigal, der Tochter Isais, der Schwester der Zeruja, der 
Mutter Joabs, Umgang gepflogen.
2SA 17:26 Und Israel und Absalom lagerten sich im Lande Gilead.
2SA 17:27 Als aber David nach Mahanaim kam, hatten Sobi, der Sohn des 
Nahas aus der Hauptstadt der Ammoniter, Machir, der Sohn Ammiels, aus 
Lodebar, und der Gileadit Barsillai aus Rogelim
2SA 17:28 Betten, Decken, Tpfe, irdene Geschirre, Weizen, Gerste, Mehl, 
Rstkorn, Bohnen, Linsen,
2SA 17:29 Honig, Sahne, Schafe und Kuhkse gebracht und setzten David und 
dem Volke, das mit ihm war, zu essen vor; denn sie dachten: das Volk ist 
in der Steppe hungrig, erschpft und durstig geworden.
2SA 18:1 Nun musterte David das Kriegsvolk, das er bei sich hatte, und 
stellte an ihre Spitze Anfhrer ber je tausend und ber je hundert.
2SA 18:2 Sodann teilte David das Kriegsvolk in drei Teile, ein Dritteil 
unter dem Befehle Joabs, ein Dritteil unter dem Befehle von Joabs Bruder 
Abisai, dem Sohne der Zeruja, ein Dritteil unter den Befehle des Gathiters 
Ithai. Dabei erklrte David den Leuten: Ich bin entschlossen, ebenfalls 
mit euch ins Feld zu ziehen.
2SA 18:3 Die Leute erwiderten: Du darfst nicht ins Feld ziehen! Denn falls 
wir die Flucht ergriffen, wird man sich um uns nicht kmmern; auch wenn 
die Hlfte von uns ums Leben kme, wird man sich um uns nicht kmmern, 
denn du bist wie von uns zehntausend. Auch ist es jetzt besser, wenn du 
uns von der Stadt aus zur Hilfe bereit bist.
2SA 18:4 Der Knig entgegnete ihnen: Was euch gut dnkt, will ich thun. 
Sodann stellte sich der Knig an die Seite des Thors, whrend alles Volk 
nach Hunderten und Tausenden auszog.
2SA 18:5 Der Knig gab aber Joab, Abisai und Ithai den Befehl: Verfahrt 
mir gelinde mit dem jungen Manne, mit Absalom! Und alles Volk hrte zu, 
wie der Knig allen Heerfhrern Absaloms halber Befehl erteilte.
2SA 18:6 So zogen die Leute ins Feld, Israel entgegen. Im Walde von 
Mahanaim kam es zur Schlacht.
2SA 18:7 Dort wurden die Leute von Israel von Davids Kriegern 
zurckgeschlagen, so sa an jenem Tage dort eine schwere Niederlage 
erfolgte - zwanzigtausend Mann.
2SA 18:8 Es verbreitete sich aber dort der Kampf ber das ganze Land, und 
der Wald raffte mehr Leute hinweg, als das Schwert an jenem Tage 
weggerafft hatte.
2SA 18:9 Da kam Absalom zufllig Davids Kriegern unter die Augen. Absalom 
ritt nmlich ein Maultier, und das Maultier drang in das dichte 
Terebinthengebsch ein, so da sein Kopf in einer Terebinthe hngen blieb, 
und er so zwischen Himmel und Erde schwebte, whrend das Maultier unter 
ihm davonlief.
2SA 18:10 Das sah einer, der teilte es Joab mit und sprach: Da habe ich 
eben Absalom an der Therebinthe hngen sehen!
2SA 18:11 Joab erwiderte dem Manne, der ihm die Kunde brachte: Nun, wenn 
du ihn gesehen hast, warum hast du ihn da nicht auf der Stelle zu Boden 
geschlagen? An mir wre es dann gewesen, dir zehn Silbersekel und einen 
Grtel zu geben!
2SA 18:12 Der Mann entgegnete jedoch Joab: Und wenn man mir tausend 
Silbersekel in die Hand zahlte - ich wrde an des Knigs Sohn nicht Hand 
anlegen; hat doch der Knig vor unseren Ohren dir, Abisai und Ithai den 
Befehl gegeben: Habt mir auf den jungen Mann, auf Absalom acht!
2SA 18:13 Htte ich aber heimtckisch gegen ihn gehandelt - es bleibt ja 
dem Knige nicht das Geringste verborgen -, du wrdest dich dann doch 
beiseite halten!
2SA 18:14 Da rief Joab: Unter diesen Umstnden mag ich mich nicht lnger 
mit dir aufhalten! ergriff drei Wurfspiee und stie sie Absalom in die 
Brust. da er aber im Gezweige der Terebinthe hngend noch am Leben war,
2SA 18:15 traten zehn Knappen, Joabs Waffentrger, herzu und schlugen 
Absalom vollends tot.
2SA 18:16 Alsdann lie Joab in die Posaune stoen; da standen die Krieger 
von der Verfolgung Israels ab, denn Joab gebot den Kriegern Halt.
2SA 18:17 Darauf nahmen sie Absalom, warfen ihn in ein groes Loch im Wald 
und trmten einen mchtigen Steinhaufen ber ihm auf. Die Israeliten aber 
hatten sich ingesamt ein jeder in seine Heimat geflchtet.
2SA 18:18 Absalom hatte schon bei Lebzeiten den Malstein im Knigsthale 
genommen und ihn fr sich errichtet, weil er sich sagte: Ich habe keinen 
Sohn, um meinen Namen fortleben zu lassen! und hatte den Malstein mit 
seinem Namen benannt. Daher heit er bis zum heutigen Tage das Denkmal 
Absaloms.
2SA 18:19 Ahimaaz aber, der Sohn Zadoks, rief: Ich mchte gern hinlaufen 
und dem Knige die Botschaft bringen, da ihm Jahwe Recht geschafft hat 
gegenber seinen Feinden.
2SA 18:20 Joab erwiderte ihm: Du bist am heutigen Tage nicht der Mann fr 
eine Botschaft; ein andermal magst du Botschaft bringen: am heutigen Tage 
aber darfst du nicht Botschaft bringen, ist ja doch des Knigs Sohn tot!
2SA 18:21 Hierauf gebot Joab dem Mohren: geh, melde dem Knige, was du 
gesehen hast! Da warf sich der Mohr vor Joab nieder und lief davon.
2SA 18:22 Nun redete Ahimaaz, der Sohn Zadoks, Joab noch einmal an: Mag 
kommen, was da will: ich mchte doch auch noch hinter dem Mohren 
herlaufen! Joab entgegnete. Was willst du den hinlaufen, mein Sohn, da dir 
doch kein Botenlohn ausgezahlt werden wird?
2SA 18:23 Er antwortete: Mag kommen, was da will - ich laufe hin! Da 
sprach er zu ihm: So laufe! Da lief Ahimaaz den Weg durch die Jordanaue 
und berholte den Mohren.
2SA 18:24 David sa eben zwischen den beiden Thoren. Der Spher aber stieg 
auf das Dach des Thors gegen die Mauer hin. Als er nun ausschaute, nahm er 
war, wie ein Mann allein daherlief.
2SA 18:25 Der Spher rief dem Knige die Meldung zu. der Knig sprach: Ist 
er allein, so bringt er gute Botschaft! Jener lief und lief und war schon 
nahe herangekommen,
2SA 18:26 da sah der Spher einen zweiten Mann einherlaufen. Der Spher 
rief ins Thor hinein: Da luft noch ein zweiter Mann allein daher. Der 
Knig sprach: Auch der bringt gute Botschaft!
2SA 18:27 Da rief der Spher: So viel ich sehe, gleicht das Laufen des 
ersten dem Laufen des Ahimaaz, des Sohnes Zadoks. Der Knig sprach: Das 
ist ein trefflicher Mann, der kommt zu glcklicher Botschaft!
2SA 18:28 Ahimaaz aber kam heran und rief dem Knige zu: Heil! warf sich 
sodann vor dem Knige mit dem Angesicht zur Erde nieder und sprach: 
Gepriesen sei Jahwe, dein Gott, der die Leute preisgegeben hat, die wider 
meinen kniglichen Herrn ihre Hand erhoben haben!
2SA 18:29 Der Knig fragte: Geht es dem jungen Manne, dem Absalom, wohl? 
Ahimaaz sagte: Ich sah einen groen Zusammenlauf, als Joab deinen Sklaven 
abschickte; aber ich habe nicht erfahren, was vorging.
2SA 18:30 Der Knig erwiderte: Tritt beiseite und stelle dich hierher! Da 
trat er beiseite und stand da,
2SA 18:31 als eben der Mohr eintraf. Der Mohr rief: Mein kniglicher Herr 
lasse sich frohe Botschaft melden; denn heute hat Jahwe dir Recht 
geschafft gegenber allen, die sich gegen dich emprt haben!
2SA 18:32 Der Knig fragte den Mohren: Geht es dem jungen Manne, dem 
Absalom, wohl? Der Mohr erwiderte: Mgen die Feinde meines kniglichen 
Herrn und alle, die sich feindlich wider dich erheben, dem jungen Manne 
gleich werden!
2SA 19:1 Da erbebte der Knig, ging in das Obergemach im Thore hinauf und 
weinte. Im Gehen aber rief er die Worte: Mein Sohn Absalom! Mein Sohn, 
mein Sohn Absalom! O wre doch ich statt deiner gestorben, Absalom, mein 
Sohn, mein Sohn!
2SA 19:2 Als nun Joab hinterbracht wurde: der Knig weint und hrmt sich 
um Absalom!
2SA 19:3 Da gestaltete sich an jenem Tage der Sieg fr das ganze Volk zu 
einer Trauer, weil das Volk an jenem Tage die Kunde vernahm: Der Knig 
grmt sich um seinen Sohn!
2SA 19:4 So stahl sich denn das Volk an jenem Tage zum Einzug in die Stadt 
heran, wie sich ein Heer heranstiehlt, das sich mit Schimpf bedeckt hat, 
weil es in der Schlacht geflohen ist.
2SA 19:5 Der Knig aber hatte sich das Gesicht verhllt, und der Knig 
schrie laut auf: Mein Sohn Absalom! Absalom, mein Sohn, mein Sohn!
2SA 19:6 Da begab sich Joab zum Knig hinein und sprach: Heute hast du 
alle deine Diener offen beschimpft, die dir, wie deinen Shnen und 
Tchtern, deinen Gattinnen und Kebsweibern heute das Leben gerettet haben,
2SA 19:7 indem du denen, die dich hassen, Liebe, und denen die dich 
lieben, Ha erzeigt hast: denn heute hast du wissen lassen, da du keine 
Heeresobersten und Diener habest, - ja jetzt wei ich: wre Absalom noch 
am Leben und wir alle jetzt tot, so wrest du damit ganz zufrieden!
2SA 19:8 Nun aber auf! Tritt hinaus und sprich freundlich mit deinen 
Unterthanen! Denn bei Jahwe schwre ich es: Solltest du nicht zum 
Vorschein kommen, so wird frwahr diese Nacht auch nicht ein Mann bei dir 
verbleiben, und das mte fr dich ein Unheil sein, schlimmer als irgend 
eines, das von deiner Jugend an bis jetzt ber dich gekommen ist!
2SA 19:9 Da stand der Knig auf und setzte sich unter das Thor. Als man 
nun dem ganzen Volke kund gab: Der Knig sitzt unter dem Thore! kam alles 
Volk vor den Knig.
2SA 19:10 Als nun von Israel jedermann nach seiner Heimat geflohen war, 
lag das ganze Volk im Hader; in allen Stmmen Israels hie es: Der Knig 
hat uns aus der Gewalt unserer Feinde befreit und er hat uns aus der 
Gewalt der Philister errettet: nun aber ist er vor Absalom aus dem Lande 
geflohen;
2SA 19:11 Absalom hingegen, den wir zum Knig ber uns gesalbt hatten, ist 
in der Schlacht gefallen - nun denn! was zgert ihr den Knig 
zurckzufhren?
2SA 19:12 Was ganz Israel unter sich sagte, kam vor den Knig. Der Knig 
aber sandte zu den Priestern zadok und Abjathar und lie ihnen sagen: 
Redet mit den Vornehmen Judas und fragt: Warum wollt ihr zurckbleiben, 
wenn es sich darum handelt, den Knig in seinen Palast zurckzufhren?
2SA 19:13 Ihr seid meine Stammesgenossen, mein Fleisch und Bein seid ihr: 
warum wollt ihr also zurckbleiben, wenn es sich darum handelt, den Knig 
zurckzufhren?
2SA 19:14 Und zu Amasa sagt: Du bist ja doch mein Fleisch und Bein - Gott 
mag mir anthun, was er will, wenn du nicht bei mir auf Lebenszeit an Joabs 
Stelle Oberfeldherr wirst!
2SA 19:15 Der lenke den Sinn aller Juder, da sie einmtig dem Knig 
entboten: Kehre mit deinem ganzen Hofe zurck!
2SA 19:16 So trat denn der Knig den Rckweg an und gelangte an den 
Jordan, whrend die Juder nach dem Gilgal kamen, um dem Knig 
entgegenzugehen und den Knig ber den Jordan berzusetzen.
2SA 19:17 Es kam aber auch der Benjaminit Simei, der Sohn Geras aus 
Bahurim, eilends mit den Judern herab dem Knige David entgegen,
2SA 19:18 und mit 1000 Mann aus Benjamin. Sauls Hausvogt Ziba aber war 
samt seinen fnfzehn Shnen und seinen zwanzig Sklaven dem Knige voraus 
an den Jordan hinab geeilt;
2SA 19:19 sie hatten die Furt berschritten, um die Familie des Knigs 
berzusetzen und ihm zur Verfgung zu stehen. Und Simei, der Sohn Geras, 
warf sich vor dem Knige nieder, als er eben ber den Jordan setzen wollte,
2SA 19:20 und redete den Knig an: Mge mir mein Herr Verschuldung nicht 
anrechnen und gedenke nicht an das, was dein Sklave an dem Tage verbrochen 
hat, als mein Herr und Knig Jerusalem verlie, und beachte es nicht:
2SA 19:21 dein Sklave ist sich ja bewut, da ich mich vergangen habe; 
aber, wie du siehst, bin ich heute als der erste vom ganzen Hause Joseph 
zur Einholung meines kniglichen Herrn herabgekommen.
2SA 19:22 Da ergriff Abisai, der Sohn der Zeruja, das Wort und sprach: 
Sollte deswegen Simei nicht ums Leben gebracht werden? Er hat ja den 
Gesalbten Jahwes verwnscht!
2SA 19:23 David erwiderte jedoch: Was habe ich mit euch zu thun, ihr 
Zerujashne, da ihr mir heute zum Versucher werdet? Solte heute in Israel 
jemand ums Leben kommen? Wei ich doch nun, da ich jetzt Knig ber 
Israel bin.
2SA 19:24 So sagte denn der Knig zu Simei: Du sollst nicht sterben! und 
der Knig beschwor es ihm.
2SA 19:25 Und Meribaal, Sauls Enkelsohn, war gleichfalls zur Einholung des 
Knigs herabgekommen; er hatte seine Fe nicht gepflegt, seinen Bart 
nicht geordnet und seine Kleider nicht gewaschen von dem Tage an, an dem 
der Knig sich auf den Weg gemacht hatte, bis zu dem Tag, an dem er 
wohlbehalten zurckkehrte.
2SA 19:26 Als er nun von Jerusalem her zur Einholung des Knigs herbeikam, 
fragte ihn der Knig: Warum bist du nicht mit mir ausgezogen, Meribaal?
2SA 19:27 Er antwortete: Mein Herr und Knig! mein Diener hat mich 
betrogen. Dein Sklave befahl ihm nmlich: Sattle mir einmal die Eselin, 
da ich sie besteige, um den Knig zu begleiten! - dein Sklave ist ja lahm.
2SA 19:28 Aber er hat deinen Sklaven bei meinem kniglichen Herrn 
verleumdet. Doch mein kniglicher Herr gleicht dem Engel Gottes: so thu, 
was dir gut dnkt!
2SA 19:29 Meine ganze Familie hatte ja von meinem Herrn und Knig nichts 
zu erwarten, als den Tod; da hast du deinen Sklaven unter deine 
Tischgenossen aufgenommen -, was bleibt mir noch fr ein Recht, was fr 
ein Anspruch an den Knig?
2SA 19:30 Der Knig erwiderte ihm: Was machst du noch viele Worte? Ich 
bestimme: Du und Ziba sollen das Gut teilen!
2SA 19:31 Meribaal antwortete dem Knig: Er mag sogar das Ganze haben, 
nachdem mein Herr und Knig wohlbehalten heimgekehrt ist.
2SA 19:32 Der Gileadit Barsillai war von Rogelim herabgekommen und zog mit 
dem Knige zum Jordan, um ihn ber den Jordan zu geleiten.
2SA 19:33 Barsillai war aber sehr alt, ein Mann von achzig Jahren. Er 
hatte den Knig whrend seines Aufenthalts in Mahanaim mit Lebensmitteln 
versorgt; er war nmlich ein sehr vermgender Mann.
2SA 19:34 Da sprach der Knig zu Barsillai: Du mut mit mir gehen, da ich 
bei mir in Jerusalem fr deine alten Tage sorge.
2SA 19:35 Barsillai aber erwiderte dem Knige: Wie viel Lebenszeit habe 
ich noch, da ich mit dem Knige nach Jerusalem gehen sollte?
2SA 19:36 Achzig Jahre bin ich jetzt alt: knnte ich da noch Gutes und 
Schlechtes unterscheiden, oder wrde dein Knecht einen Geschmack von dem 
haben, was ich esse und was ich trinke? Oder knnte ich noch der Stimme 
der Snger und Sngerinnen lauschen? Wozu also sollte dein Knecht meinem 
kniglichen Herrn noch zur Last fallen?
2SA 19:37 Ein wenig wollte dein Knecht den Knig begleiten; aber warum 
vergilt mir der Knig in dieser Weise?
2SA 19:38 La deinen Knecht umkehren, da ich in meiner Vaterstadt bei dem 
Grabe meines Vaters und meiner Mutter sterbe: hier dein Knecht Kimham mag 
mit meinem Herrn und Knige ziehen; thue an ihm, was dir gut scheint!
2SA 19:39 Der Knig erwiderte: So mag Kimham mit mir ziehen; ich werde an 
ihm thun, was dir gut scheint, und was immer du von mir haben willst, 
werde ich dir erweisen.
2SA 19:40 Nun setzte alles Kriegsvolk ber den Jordan, dann setzte der 
Knig ber. Dabei kte der Knig Barsillai und verabschiedete sich von 
ihm, worauf er in seine Heimat zurckkehrte.
2SA 19:41 Darauf zog der Knig nach dem Gilgal und Kimham zog mit ihm. Das 
gesamte Kriegsvolk von Juda aber zog mit dem Knige, ebenso die Hlfte des 
Kriegsvolks von Israel.
2SA 19:42 Pltzlich kamen alle brigen Israeliten beim Knig an. Sie 
fragten den Knig: Warum haben unsere Volksgenossen, die Juden, dich 
entfhrt und den Knig und seine Familie samt der ganzen Umgebung Davids 
ber den Jordan gebracht?
2SA 19:43 Die Juder insgesamt erwiderten den Israeliten: Der Knig ist 
uns doch verwandt! Warum bist du denn da wegen dieser Angelegenheit in 
Zorn geraten? Haben wir etwa ein Stck vom Knige gegessen, oder ist er 
etwa von uns weggeschleppt worden?
2SA 19:44 Die Israeliten aber antworteten den Judern: Wir haben zehn 
Teile am Knige, dazu bin ich der Erstgeborene dir gegenber; warum also 
hast du mich gering geachtet? Und wurde nicht auf meiner Seite zuerst der 
Wunsch laut, meinen Knig zurckzubringen? Die Juder aber lieen noch 
heftigere Worte fallen, als von seiten der Israeliten geschehen war.
2SA 20:1 Nun war dort von ungefhr ein nichtswrdiger Mensch, ein 
Benjaminit, Namens Seba, Sohn Bichris, mit anwesend; der stie in die 
Posaune und rief: Wir haben keinen Teil an David und kein Erbe am Sohn 
Isais - ein jeder in seine Heimat, Israel!
2SA 20:2 Da fielen die Israeliten insgesamt von David zu Seba, dem Sohne 
Bichris, ab; die Juder hingegen scharten sich um ihren Knig vom Jordan 
an bis nach Jerusalem.
2SA 20:3 Als nun David nach Jerusalem in seinen Palast gelangt war, lie 
er die zehn Kebsweiber, die er zur Bewachung des Palastes zurckgelassen 
hatte, in ein besonderes Haus bringen und versorgte sie, jedoch ohne ihnen 
beizuwohnen. So lebten sie abgeschlossen bis an ihren Tod, bei Lebzeiten 
schon im Witwenstande.
2SA 20:4 Sodann gebot der Knig Amasa: Biete mir die Juder in drei Tagen 
auf; du selbst stelle dich dann hier!
2SA 20:5 Amasa machte sich auf den Weg, die Juder aufzubieten. Als er 
jedoch ber die Zeit hinaus verzog, die er ihm bestimmt hatte,
2SA 20:6 sagte David zu Joab: Nun wird uns Seba, der Sohn Bichris, noch 
greres Unheil zufgen als Absalom; nimm du deines Herrn Leute und setze 
ihm nach, da er nicht etwa befestigte Stdte gewinnt und unser Auge 
beschattet.
2SA 20:7 So zog denn Joab mit Abisai an der Spitze seiner Truppe aus samt 
den Krethern und Plethern und den smtlichen Gibborim. Sie verlieen 
Jerusalem, um Seba, dem Sohne Bichris, nachzusetzen.
2SA 20:8 Whrend sie sich nun bei dem groen Steine, der bei Gibeon liegt, 
befanden, ging Amasa vor ihnen her. Joab aber hatte unter dem Waffenrock 
ein Schwert in der Hand und darber hatte er sich ein Schwert umgegrtet, 
das mit der Scheide an seiner Hfte festgeknpft war; das glitt ihm heraus 
und fiel zu Boden.
2SA 20:9 Nun fragte Joab Amasa: Geht es dir gut, mein Bruder? Dabei fate 
Joab Amasa mit der rechten Hand am Bart, um ihn zu kssen.
2SA 20:10 Amasa aber hatte das Schwert nicht beachtet, das Joab in der 
Hand hielt, und so stie er es ihm in den Leib, da er seine Eingeweide 
zur Erde schttete und starb, ohne da er ihm einen zweiten Sto gab. Joab 
aber und sein Bruder Abisai setzten alsdann Seba, dem Sohne Bichris, nach.
2SA 20:11 Einer aus Joabs Truppe aber mute bei ihm stehen bleiben und 
rufen: Wer es mit Joab und wer zu David hlt, ziehe Joab nach!
2SA 20:12 Da aber Amasa mit Blut besudelt mitten im Wege lag, und der Mann 
sah, wie die Leute alle stehen blieben, schob er Amasa beiseite vom Weg 
hinweg aufs Feld und warf einen Mantel ber ihn, nachdem er bemerkt hatte, 
wie jeder, der an ihm vorbeikam, stehen blieb.
2SA 20:13 Nachdem er ihn vom Wege weggeschafft hatte, zog jedermann Joab 
nach, um Seba, dem Sohne Bichris, nachzusetzen.
2SA 20:14 Der durchzog jedoch alle Stmme Israels bis nach Abel Beth 
Maacha, und alle Bichriter kamen zuhauf und drangen ihm nach dort ein.
2SA 20:15 Aber sie rckten nach, belagerten ihn in Abel Beth Maacha und 
schtteten gegen die Stadt einen Wall auf; der kam auf den Festungsgraben 
zu stehen. Dann bte das ganze Heer, das Joab bei sich hatte sein 
Zerstrungswerk, um die Mauer zu Falle zu bringen.
2SA 20:16 Da rief eine kluge Frau aus der Stadt heraus: Hrt! Hrt! 
Richtet doch dem Joab aus: Komm daher, ich mchte dich sprechen!
2SA 20:17 Als er nun zu ihr hinkam, fragte das Weib: Bist du Joab? Er 
sagte: Ja! Da sprach sie zu ihm: So hre die Worte deiner Sklavin an! Er 
antwortete: Ich hre!
2SA 20:18 Da sprach sie wie folgt: In alter Zeit galt es als Sprichwort: 
Man frage doch nach in Abel und in Dan, ob da auer Brauch gekommen,
2SA 20:19 was die Getreuen Israels verordnet haben! Du suchst eine Stadt 
und Mutter in Israel zu Grunde zu richten: warum verdirbst du das Erbe 
Jahwes?
2SA 20:20 Joab entgegnete: Das liegt mir ganz fern! Ich will nicht 
verderben und nicht vernichten!
2SA 20:21 Nicht darum handelt es sich, sondern ein Mann vom Gebirge 
Ephraim, Namens Seba, Sohn Bichris, hat seine Hand gegen den Knig David 
erhoben: gebt ihn allein heraus, so will ich von der Stadt abziehen! Das 
Weib erwiderte Joab: Sofort soll dir sein Kopf ber die Mauer zugeworfen 
werden.
2SA 20:22 Hierauf beredete sie mit ihrer Klugheit die ganze Stadt, da sie 
Seba, dem Sohne Bichris, den Kopf abhieben und ihn Joab zuwarfen. Der lie 
alsdann die Trompete blasen, da sich das Heer auflste und von der Stadt 
abzog, jedermann nach seiner Heimat, whrend sich Joab zum Knige nach 
Jerusalem zurckbegab.
2SA 20:23 Joab war ber das gesamte Heer gesetzt, Benaja, der Sohn 
Jehojadas, ber die Krether und die Plether,
2SA 20:24 Adoniram ber die Fron; Josaphat, der Sohn Ahiluds, war Kanzler,
2SA 20:25 Seja war Staatsschreiber, Zadok und Abjathar waren Priester.
2SA 20:26 Der Jairit Ira war gleichfalls Priester bei David.
2SA 21:1 Unter der Regierung Davids fand einst drei Jahre lang Jahr fr 
Jahr eine Hungersnot statt. Da bemhte sich David um eine Offenbarung 
Jahwes, worauf Jahwe erwiderte: Auf Saul und seinem Hause ruht eine 
Blutschuld, weil er die Gibeoniten umgebracht hat.
2SA 21:2 Der Knig lie die Gibeoniten kommen und fragte sie - die 
Gibeoniten gehren nmlich nicht zu den Israeliten, sondern zu den 
berbleibseln der Amoriter; obgleich nun die Israeliten ihnen dereinst 
Verschonung zugeschworen hatten, versuchte Saul in seinem Eifer fr die 
Israeliten und Juder sie auszurotten.
2SA 21:3 David also fragte die Gibeoniten: Was soll ich fr euch thun und 
womit soll ich Shne schaffen, da ihr Jahwes Erbteil wieder segnet?
2SA 21:4 Die Gibeoniten erwiderten ihm: Es handelt sich fr uns gegenber 
Saul und seinem Hause nicht um Silber oder Gold, und es steht uns nicht 
zu, irgend jemand in Israel zu tten. Er entgegnete: Was fordert ihr, da 
ich euch thun soll?
2SA 21:5 Da sprachen sie zum Knige: Der Mann, der uns aufgerieben hat und 
der darauf sann, uns auszutilgen, so da wir im ganzen Gebiet Israels 
nicht mehr existieren sollten,
2SA 21:6 - aus dessen Nachkommen soll man uns sieben Mnner ausliefern, 
da wir sie in Gibeon auf dem Berge Jahwes Jahwe aussetzen. Der Knig 
erwiderte: Ich werde sie ausliefern.
2SA 21:7 Der Knig verschonte jedoch Meribaal, den Sohn von Sauls Sohn 
Jonathan, um des Eides willen, den sie sich gegenseitig bei Jahwe 
geleistet hatten, David auf der einen und Sauls Sohn Jonathan auf der 
anderen Seite.
2SA 21:8 Dagegen lie der Knig die beiden Shne, die Rizpa, die Tochter 
Ajas, Saul geboren hatte, Armoni und Meribaal, sowie die fnf Shne von 
Sauls Tochter Merab, die sie Adriel, dem Sohne Barsillais aus Mehola, 
geboren hatte, den Gibeoniten ausliefern.
2SA 21:9 Die setzten sie vor Jahwe auf dem Berge aus, so da die Sieben 
zusammen umkamen; und zwar wurden sie in den ersten Tagen der Ernte 
umgebracht.
2SA 21:10 Aber Rizpa, die Tochter Ajas, nahm ihr Trauergewand und machte 
sich daraus ein Lager auf dem Felsen zurecht vom Beginn der Ernte an, bis 
Regen vom Himmel auf die Toten niederfiel, und verhinderte so, da die 
Vgel unter dem Himmel bei Tag und die wilden Tiere bei Nacht sich ber 
sie her machten.
2SA 21:11 Als man nun David hinterbrachte, was Sauls Kebsweib Rizpa, die 
Tochter Ajas, gethan habe,
2SA 21:12 machte sich David auf den Weg und lie sich die Gebeine Sauls, 
sowie die seines Sohnes Jonathan von den Brgern von Jabes in Gilead 
herausgeben, die sie von dem freien Platze zu Beth San gestohlen hatten, 
wo die Philister sie damals, als sie Saul auf dem Gilboa schlugen, 
aufgehngt hatten.
2SA 21:13 Er brachte die Gebeine Sauls und die seines Sohnes Jonathan von 
dort hinweg; dann sammelte man die Gebeine der Ausgesetzten
2SA 21:14 und begrub sie bei den Gebeinen Sauls und seines Sohnes 
Jonathan, im Gebiete von Bejamin in Zela, im Grabe seines Vaters Kis. Den 
Befehl des Knigs fhrte man genau aus, und von da an lie sich Gott fr 
das Land wieder gnstig stimmen.
2SA 21:15 Als einst wieder ein Krieg zwischen den Philistern und Israel 
ausgebrochen, und David in Begleitung seiner Untergebenen zum Kampfe gegen 
die Philister hinabgezogen war, erhob sich, als sie sich zu Gob lagerten, 
Dod,
2SA 21:16 einer von den Riesenkindern, dessen Speer 300 Sekel Erz wog, und 
der mit einem neuen Schwert umgrtet war, und gedachte David zu erschlagen.
2SA 21:17 Da kam ihm Abisai, der Sohn der Zeruja, zu Hilfe und schlug den 
Philister tot. Damals beschworen Davids Helden diesen mit den Worten: Du 
darfst nicht mehr mit uns in den Kampf ziehen, da du die Leuchte Israels 
nicht auslschest!
2SA 21:18 Spter kam es bei Gob nochmals zum Kampfe mit den Philistern. 
Damals erlegte der Husathiter Sibbechai den Saph, der auch zu den 
Riesenkindern gehrte.
2SA 21:19 Als es dann nochmals bei Gob zum Kampfe mit den Philistern kam, 
erlegte Elhanan, der Sohn Jairs aus Bethlehem, den Goliath aus Gath, 
dessen Speerschaft einem Weberbaume glich.
2SA 21:20 Als es einst wieder bei Gath zum Kampfe kam, befand sich da ein 
riesenlanger Mensch, der an den Hnden je sechs Finger, an den Fen je 
sechs Zehen hatte - zusammen vierundzwanzig - und der ebenfalls vom 
Riesengeschlechte stammte.
2SA 21:21 Als dieser Israel hhnte, erlegte ihn Jonathan, der Sohn von 
Davids Bruder Simei.
2SA 21:22 Die genannten Vier stammten vom Riesengeschlechte zu Gath und 
fielen durch die Hand Davids und seiner Untergebenen.
2SA 22:1 David richtete an Jahwe die Worte dieses Lieds zu der Zeit, als 
Jahwe ihn aus der Hand aller seiner Feinde und aus der Hand Sauls errettet 
hatte.
2SA 22:2 Er sprach: Jahwe ist mein Fels in meiner Drangsal und der mir 
Rettung schafft.
2SA 22:3 Mein Gott ist mein Hort, bei dem ich Zuflucht suche, mein Schild 
und mein Heilshorn, meine Burg und meine Zuflucht, mein Befreier, der du 
von Gewaltthat mich befreist.
2SA 22:4 Den Preiswrdigen rufe ich, Jahwe, so werde ich von meinen 
Feinden befreit.
2SA 22:5 Denn umringt hatten mich Wasserwogen, tckische Bche schreckten 
mich;
2SA 22:6 Bande der Unterwelt umfingen mich, Schlingen des Todes berfielen 
mich.
2SA 22:7 Da mir angst ward, rief ich Jahwe an und zu meinem Gotte schrie 
ich: Er erhrte aus seinem Palaste meine Stimme und mein Geschrei drang zu 
seinen Ohren.
2SA 22:8 Er blickte her - da wankte die Erde; des Himmels Grundfesten 
erbebten und schwankten hin und her, weil er ergrimmt war.
2SA 22:9 Rauch stieg auf in seiner Nase, und Feuer fra aus seinem Munde, 
glhende Kohlen brannten von ihm aus.
2SA 22:10 Er neigte den Himmel und lie sich herab, whrend Dunkel unter 
seinen Fen war.
2SA 22:11 Er bestieg einen Kerub und flog dahin und schwebte einher auf 
den Fittigen des Windes.
2SA 22:12 Er umgab sich mit Finsternis als einer Htte, mit Wasserdunkel, 
dichte Wolken.
2SA 22:13 Vom Glanze vor ihm brachen hervor Hagel und Feuerkohlen;
2SA 22:14 es donnerte vom Himmel Jahwe und der Hchste lie seine Stimme 
erschallen.
2SA 22:15 Er schleuderte Pfeile und zerstreute sie, blitzte Blitze und 
scheuchte sie.
2SA 22:16 Da wurden sichtbar die Betten des Meeres, blogelegt die 
Grundfesten des Erdkreises vor dem Schelten Jahwes, vor dem Schnauben des 
Odems seiner Nase.
2SA 22:17 Er langte herab aus der Hhe, ergriff mich, zog mich aus groen 
Wassern.
2SA 22:18 Er entri mich meinem starken Feinde, meinen Hassern, weil sie 
mir zu mchtig waren.
2SA 22:19 Sie berfielen mich an meinem Unglckstage, aber Jahwe ward 
meine Sttze.
2SA 22:20 Er fhrte mich heraus in freien Raum, ri mich heraus, weil er 
Wohlgefallen an mir hatte.
2SA 22:21 Jahwe erweist mir nach meiner Gerechtigkeit, nach der Reinheit 
meiner Hnde vergilt er mir.
2SA 22:22 Denn ich hielt inne die Wege Jahwes und frevelte nicht gegen 
meinen Gott.
2SA 22:23 Denn alle seine Rechte sind mir gegenwrtig, und seine Satzungen 
schob ich nicht beiseite.
2SA 22:24 Ich war redlich gegen ihn und htete mich vor meiner 
Verschuldung:
2SA 22:25 Da vergalt mir Jahwe nach meiner Gerechtigkeit, nach der 
Reinheit meiner Hnde vor seinen Augen.
2SA 22:26 Gegen die Liebreichen zeigst du dich liebreich, gegen die 
Redlichen zeigst du dich redlich.
2SA 22:27 gegen den Lauteren zeigst du dich lauter und gegen den 
Verkehrten zeigst du dich verdreht.
2SA 22:28 Und du schaffst Hilfe gedrcktem Volke, aber die Augen aller 
Hoffrtigen erniedrigst du.
2SA 22:29 Denn du bist mein Leuchte, Jahwe, und Jahwe erhellt meine 
Finsternis.
2SA 22:30 Denn durch dich zerbreche ich Mauern, mit meinem Gotte springe 
ich ber Wlle.
2SA 22:31 Gottes Weg ist vollkommen! Das Wort Jahwes ist durchlutert: ein 
Schild ist er allen, die bei ihm Zuflucht suchen.
2SA 22:32 Denn wer ist Gott auer Jahwe, und wer ein Hort auer unserem 
Gott?
2SA 22:33 Dem Gott, der mich mit Strke grtet und meinen Weg eben macht;
2SA 22:34 der meine Fe den Hindinnen gleich macht und mich auf Hhen 
stellt;
2SA 22:35 der meine Hnde streiten lehrt, da meine Arme den ehernen Bogen 
spannen.
2SA 22:36 Und du gabst mir den Schild deines Heils und deine Herablassung 
machte mich gro.
2SA 22:37 Du machtest weiten Raum fr meinen Schritt, und meine Knchel 
wanken nicht.
2SA 22:38 Ich verfolgte meine Feinde und holte sie ein und kehrte nicht 
um, bis ich sie vernichtet;
2SA 22:39 ich vernichtete und zerschmetterte sie, da sie nicht mehr 
aufstanden und hinsanken unter meine Fe.
2SA 22:40 Du grtetest mich mit Strke zum Streit, beugtest meine 
Widersacher unter mich.
2SA 22:41 Du lieest mein Feinde vor mir fliehen; meine Hasser - die 
rottete ich aus!
2SA 22:42 Sie schrieen - aber da war kein Helfer, zu Jahwe - aber er 
antwortete ihnen nicht.
2SA 22:43 Und ich zermalmte sie wie Staub auf dem Boden, wie Gassenkot 
zertrat ich sie, go ich sie aus.
2SA 22:44 Du errettetest mich aus Vlkerfehden, setzest mich zum Haupte 
der Heiden: Leute, die ich nicht kannte, wurden mir unterthan.
2SA 22:45 Aufs Hrensagen gehorchen sie mir, die Shne der Fremde 
schmeicheln mir.
2SA 22:46 Die Shne der Fremde schmachten dahin und zittern hervor aus 
ihren Schlssern.
2SA 22:47 Es lebt Jahwe und gepriesen ist mein Hort, und hoch erhaben der 
Gott, der Fels meines Heils;
2SA 22:48 der Gott, der mir Rache gab und die Vlker unter mich that,
2SA 22:49 der mich herausnahm aus meinen Feinden, und ber meine 
Widersacher erhhtest du mich. Vor dem Manne voll Gewaltthaten errettetest 
du mich.
2SA 22:50 Darum will ich dich preisen, Jahwe, unter den Heiden und deinem 
Namen singen,
2SA 22:51 der seinem Knige groes Heil verleiht und seinem Gesalbten Huld 
erweist, David und seinem Samen bis in Ewigkeit!
2SA 23:1 Folgendes sind Davids letzte Worte: Ausspruch Davids, des Sohnes 
Isais, Ausspruch des Mannes, der hoch erhoben ward, des Gesalbten des 
Gottes Jakobs, des Lieblings der Loblieder Israels.
2SA 23:2 Der Geist Jahwes redete mit mir, und sein Wort ist auf meiner 
Zunge.
2SA 23:3 Es sprach der Gott Israels, zu mir redete Israels Fels: Wer 
gerecht ber Menschen herrscht, wer da herrscht in der Furcht Gottes:
2SA 23:4 der ist wie das Licht am Morgen, wenn die Sonne aufgeht, am 
Morgen wolkenlos, wenn vom Sonnenstrahle nach Regen junges Grn aus der 
Erde spriet.
2SA 23:5 Ja, steht mein Haus nicht also zu Gott? Hat er mir doch eine ewig 
gltige Zusage gegeben, die in allen Stcken festgestellt und gesichert 
ist. Ja, was mir irgend zu Heil und Freude dient, sollte er das nicht 
sprossen lassen?
2SA 23:6 Die Nichtswrdigen aber - wie weggeworfene Dornen sind sie 
allzumal, die man nicht mit der Hand anfat.
2SA 23:7 Wer auf sie trifft, wappnet sich mit Eisen und Lanzenschaft, und 
gnzlich werden sie mit Feuer verbrannt.
2SA 23:8 Folgendes sind die Namen von Davids Helden: Isbaal der 
Hahmoniter, das Haupt der Drei. Er schwang seinen Speer ber 800 
Erschlagenen auf einmal.
2SA 23:9 Nach ihm kommt unter den drei Helden Eleasar, der Sohn Dodis, der 
Ahohiter. Er war mit David in Pas-Dammim, whrend die Philister sich dort 
zur Schlacht versammelt hatten. Als nun die Israeliten sich zurckzogen,
2SA 23:10 da hielt er stand und hieb auf die Philister ein, bis seine Hand 
ermattete und seine Hand krampfhaft am Schwerte kleben blieb, so da Jahwe 
an jenem Tage einen groen Sieg schaffte. Dann kehrte das brige 
Kriegsvolk hinter ihm her wieder um - auschlielich zur Plnderung.
2SA 23:11 Nach ihm kommt Samma, der Sohn Ages, der Harariter. Einst zogen 
sich die Philister nach Lehi zusammen. Dort war ein Stck Feld voll 
Linsen. Da aber die Leute vor den Philistern flohen,
2SA 23:12 stellte er sich mitten auf das Feld, entri es den Feinden und 
schlug die Philister, so da Jahwe einen groen Sieg schaffte.
2SA 23:13 Einst kamen drei von den dreiig Obersten zu David nach dem 
Felsennest hinab, nach der Feste Adullam, whrend die Rotte der Philister 
in der Ebene Rephaim lagerte.
2SA 23:14 Damals befand sich David in der Feste, whrend sich die 
Besatzung der Philister gleichzeitig in Bethlehem befand.
2SA 23:15 Da versprte David ein Gelste und rief: Wer schafft mir 
Trinkwasser aus der Cisterne, die in Bethlehem am Stadtthore liegt?
2SA 23:16 Da schlugen sich die drei Helden durch das Lager der Philister 
durch, schpften aus der Cisterne, die in Bethlehem am Stadtthore lag, 
Wasser und brachten es zu David hin. Aber er verschmhte es zu trinken, 
sondern go es aus als Trankopfer fr Jahwe
2SA 23:17 mit den Worten: Bewahre mich Jahwe davor, da ich so etwas thun 
sollte! Das Blut der Helden, die mit Daransetzung ihres Lebens hingegangen 
sind - - ?! - und trank es durchaus nicht. Das thaten die drei Helden.
2SA 23:18 Abisai, der Bruder Joabs, der Sohn der Zeruja, der war das Haupt 
der Dreiig. Er schwang seinen Speer ber dreihundert Erschlagenen und war 
berhmt unter den Dreiig.
2SA 23:19 Unter den Dreiig - da stand er in Ehren und war ihr Anfhrer, 
aber an die Drei reichte er nicht.
2SA 23:20 Benaja, der Sohn Jehojadas, ein tapferer Mann, gro von Thaten, 
aus Kabzeel. Er erschlug die beiden Shne Ariels aus Moab. Derselbe 
erschlug, als einmal Schnee gefallen war, einen Lwen drunten in einer 
Cisterne.
2SA 23:21 Derselbe erschlug auch einen riesigen gypter; der gypter hatte 
einen Speer in der Hand, er aber ging mit einem Stock auf ihn los, ri dem 
gypter den Speer aus der Hand und erlegte ihn mit seinem Speer.
2SA 23:22 Solche Thaten verrichtete Benaja, der Sohn Jehojadas, und er war 
berhmt unter den dreiig Helden.
2SA 23:23 Unter den Dreiig stand er in Ehren, aber an die Drei reichte er 
nicht. David stellte ihn an die Spitze seiner Leibwache.
2SA 23:24 Asahel, der Bruder Joabs, war unter den Dreiig; Elhanan, der 
Sohn Dodos, aus Bethlehem;
2SA 23:25 Samma aus Harod; Elika aus Harod;
2SA 23:26 Helez aus Pelet; Ira, der Sohn des Ikes, aus Thekoa;
2SA 23:27 Abieser aus Anathoth; Sibbechai aus Husa;
2SA 23:28 Zalmon aus Ahoh; Maharai aus Retopha;
2SA 23:29 Heled, der Sohn Baanas, aus Retopha; Ithai, der Sohn Ribais, aus 
dem Gibea der Benjaminiten;
2SA 23:30 Benaja aus Pireathon; Hiddai aus Rahale-Gaas;
2SA 23:31 Abiel aus Beth-Araba; Asmaweth aus Bahurim;
2SA 23:32 Eljahba aus Saalbon; Jasen, der Gunit; Jonathan,
2SA 23:33 der Sohn Sammas, aus Harar; Ahiam, der Sohn Sarars, aus Harar;
2SA 23:34 Eliphelet, der Sohn Ahasbais, aus Beth Maacha; Eliam, der Sohn 
Ahitophels, aus Gilo;
2SA 23:35 Hezro aus Karmel; Paarai, der Arkit;
2SA 23:36 Jigal, der Sohn Nathans, aus Zoba; Bani aus Gad;
2SA 23:37 Zelek, der Ammoniter; Raharai aus Beeroth, der Waffentrger 
Joabs, des Sohns der Zeruja;
2SA 23:38 Ira aus Jattir; Gareb aus Jattir;
2SA 23:39 Uria, der Hethiter - zusammen siebenunddreiig.
2SA 24:1 Und Jahwes Zorn entbrannte aufs Neue gegen Israel, so da er 
David gegen sie aufstiftete mit dem Gehei: Auf! zhle Israel und Juda!
2SA 24:2 Da gebot der Knig Joab und den unter ihm stehenden 
Truppenfhrern: Durchstreife einmal alle Stmme Israels von Dan bis 
Beerseba und haltet Volkszhlung, damit ich die Zahl der Bevlkerung 
erfahre!
2SA 24:3 Joab erwiderte dem Knig: Und mag Jahwe, dein Gott, zum Volke - 
sie mgen sein so viel sie wollen - noch hundertmal mehr hinzuthun, und 
mag mein Herr und Knig das selbst noch erleben - aber warum hegt mein 
Herr und Knig ein solches Verlangen?
2SA 24:4 Aber des Knigs Befehl bezwang Joab und die Truppenfhrer; so 
begab sich denn Joab mit den Truppenfhrern vom Knig hinweg, um die 
Volkszhlung an Israel vorzunehmen.
2SA 24:5 Sie berschritten den Jordan und fingen bei Aroer an und bei der 
Stadt, die im Bachthale liegt, in der Richtung nach Gad und nach Jaeser 
hin.
2SA 24:6 So gelangten sie nach Gilead und bis zum Lande der Hethiter, 
gegen Kades hin. Darauf gelangten sie nach Dan, und von Dan bogen sie um 
nach Sidon zu.
2SA 24:7 Sodann gelangten sie zur Festung von Tyrus und zu allen Stdten 
der Heviter und Kanaaniter, worauf sie von da hinweg ins Sdland von Juda, 
nach Beerseba, zogen.
2SA 24:8 Als sie so das ganze Land durchstreift hatten, kamen sie nach 
Verlauf von neun Monaten und zwanzig Tagen heim nach Jerusalem.
2SA 24:9 Joab gab dem Knige die Zahl an, die sich bei der Musterung des 
Volks herausgestellt hatte, und zwar belief sich Israel auf 800 000 
waffenfhige, schwertgerstete Mnner und die Juder auf 500 000 Mann.
2SA 24:10 Aber David schlug das Gewissen, nachdem er das Volk hatte zhlen 
lassen. Da sprach David zu Jahwe: Ich habe mit dem, was ich that, schwer 
gesndigt; nun aber, Jahwe, la doch deinem Knechte seine Verschuldung 
hingehen, denn ich war schwer bethrt!
2SA 24:11 Als sich nun David am Morgen erhoben hatte (es erging nmlich 
das Wort Jahwes an den Propheten Gad, den Seher Davids, mit der Weisung:
2SA 24:12 Gehe hin und sprich zu David: So spricht Jahwe: Drei Dinge lege 
ich dir vor; whle dir eines davon, da ich es dir anthue!),
2SA 24:13 da ging Gad zu David hinein, teilte ihm dies mit und sprach zu 
ihm: Willst du, da drei Jahre Hungersnot ber dein Land kommen soll, oder 
da du drei Monate vor deinen Feinden fliehen mut, und das Schwert dich 
verfolge, oder da drei Tage Pest in deinem Lande sei? Nun besinne dich 
und sieh' zu, was ich dem, der mich sendet, antworten soll!
2SA 24:14 David entgegnete Gad: Mir ist sehr bange - la uns in die Hand 
Jahwes fallen, denn sein Erbarmen ist gro; aber Menschen mchte ich nicht 
in die Hnde fallen!
2SA 24:15 So whlte sich David die Pest. Es war aber gerade die Zeit der 
Weizenernte, als die Seuche begann, und es starben aus dem Volke von Dan 
bis Beerseba 70 000 Mann.
2SA 24:16 Als aber der Engel seine Hand gegen Jerusalem ausstreckte, um es 
zu Grunde zu richten, da reute Jahwe das Unheil, und er gebot dem Engel, 
der die Verheerung im Volk anzurichten hatte: Genug! ziehe nun deine Hand 
ab! - der Engel Jahwes befand sich eben bei der Tenne des Jebusiters 
Arawna.
2SA 24:17 Als aber David sah, wie der Engel das Volk niederschlug, betete 
er also zu Jahwe: Ich habe ja gesndigt und habe mich verschuldet; diese 
aber, die Schafe, - was haben sie gethan? La doch deine Hand sich gegen 
mich und meine Familie wenden!
2SA 24:18 An jenem Tage erschien dann Gad bei David und sprach zu ihm: 
Geh' hinauf, errichte Jahwe einen Altar auf der Tenne des Jebusiters 
Arawna!
2SA 24:19 Da begab sich David auf Gads Gehei hinauf, entsprechend dem 
Befehl Jahwes.
2SA 24:20 Als nun Arawna ausschaute und den Knig gewahrte, wie er mit 
seinem Gefolge auf ihn zuschritt, da trat Arawna hinaus und verneigte sich 
vor dem Knige mit dem Angesicht bis auf den Boden.
2SA 24:21 Sodann fragte Arawna: Warum kommt mein Herr und Knig zu seinem 
Sklaven? David erwiderte: Um dir die Tenne abzukaufen, damit ich Jahwe 
einen Altar baue, und so die Seuche vom Volk abgewehrt wird.
2SA 24:22 Arawna entgegnete David: Mein Herr und Knig wolle nehmen, was 
ihm zusagt, und opfern: sieh' da die Rinder zum Brandopfer und die 
Dreschschlitten und das Geschirr der Rinder zum Brennholz -2SA 24:23 das 
alles schenkt dem Knige der Sklave meines kniglichen Herrn. Und Arawna 
sprach zum Knige: Jahwe, dein Gott, mge dir geneigt sein!
2SA 24:24 Der Knig erwiderte jedoch Arawna: Nein, sondern ich will es von 
dir um Entgelt kuflich erwerben und will Jahwe, meinem Gotte, nicht 
Brandopfer darbringen, die ich umsonst habe! So kaufte denn David die 
Tenne und die Rinder fr den Betrag von 50 Silbersekeln.
2SA 24:25 Darauf baute David dort Jahwe einen Altar und brachte Brand- und 
Heilsopfer dar. Und Jahwe lie sich dem Lande wieder gnstig stimmen und 
die Seuche wurde von Israel abgewehrt.
1KI 1:1 Als nun der Knig David alt und hochbetagt war, konnte er nicht 
mehr warm werden, obgleich man ihn in Decken einhllte.
1KI 1:2 Da sprachen seine Diener zu ihm: Man mu fr meinen Herrn, den 
Knig, ein Mdchen, welches noch Jungfrau ist, suchen, damit sie dem 
Knige aufwarte und ihm als Pflegerin diene; wenn die an deinem Busen 
liegt, so wird mein Herr, der Knig, warm werden.
1KI 1:3 Und sie suchten im ganzen Gebiete Israels nach einem besonders 
schnen Mdchen und fanden Abisag von Sunem und brachten sie dem Knige;
1KI 1:4 die war ein beraus schnes Mdchen, und sie wurde des Knigs 
Pflegerin und bediente ihn, aber der Knig wohnte ihr nicht bei.
1KI 1:5 Adonia aber, der Haggith Sohn, berhob sich und meinte: Ich bins, 
der Knig wird! So schaffte er sich denn Wagen und Pferde an und fnfzig 
Mann, die vor ihm her liefen.
1KI 1:6 Und sein Vater hatte ihn nie in seinem Leben betrbt, da er zu 
ihm gesagt htte: Warum hast du dies oder das gethan? Und er war auch von 
sehr schner Gestalt; dazu war er zunchst nach Absalom geboren.
1KI 1:7 Und er hatte Unterredungen mit Joab, dem Sohne der Zeruja, und mit 
dem Priester Abjathar, und sie untersttzten die Partei des Adonia.
1KI 1:8 Der Priester Zadok dagegen und Benaja, der Sohn Jehojadas, und der 
Prophet Nathan, sowie Simei und Rei und die Gibborim Davids hielten es 
nicht mit Adonia.
1KI 1:9 Als nun Adonia bei dem Schlangenstein, der neben der Walkerquelle 
liegt, Schafe, Rinder und Mastklber zum Opfermahle schlachtete, lud er 
dazu alle seine Brder, die Prinzen, und alle Juder, die des Knigs 
Diener waren;
1KI 1:10 aber den Propheten Nathan, Benaja, die Gibborim und seinen Bruder 
Salomo lud er nicht dazu.
1KI 1:11 Da sprach Nathan zu Bathseba, der Mutter Salomos: Du hast doch 
gehrt, da Adonia, der Sohn der Haggith, Knig geworden ist, ohne da 
David, unser Herr, darum wei?
1KI 1:12 So la mich dir nun einen Rat geben, wie du dein und deines 
Sohnes Salomo Leben erretten kannst.
1KI 1:13 Gehe hinein zum Knige David und sprich zu ihm: Hast du nicht 
selbst, mein Herr und Knig, deiner Magd geschworen: dein Sohn Salomo soll 
nach mir Knig sein, und er soll auf meinem Throne sitzen? Warum ist denn 
nun Adonia Knig geworden?
1KI 1:14 Whrend du aber dort noch mit dem Knige redest, will ich nach 
dir hineinkommen und deine Worte bekrftigen.
1KI 1:15 Da ging Bathseba zum Knig in das innere Gemach hinein; der Knig 
aber war sehr alt, und Abisag von Sunem bediente den Knig.
1KI 1:16 Als sich nun Bathseba verneigt und vor dem Knige niedergeworfen 
hatte, fragte der Knig: Was begehrst du?
1KI 1:17 Sie erwiderte ihm: Mein Herr, du selbst hast deiner Magd bei 
Jahwe, deinem Gotte, geschworen: dein Sohn Salomo soll nach mir Knig sein 
und er soll auf meinem Throne sitzen!
1KI 1:18 Nun ist aber ja Adonia Knig geworden, und du, mein Herr und 
Knig, weit nicht darum!
1KI 1:19 Und er hat Ochsen, Mastklber und Schafe in Menge geschlachtet 
und alle kniglichen Prinzen samt dem Priester Abjathar und Joab, dem 
Feldhauptmann, dazu geladen; deinen Knecht Salomo jedoch hat er nicht 
geladen.
1KI 1:20 Auf dich, mein Herr und Knig, sind nun die Augen von ganz Israel 
gerichtet, da du ihnen kund thuest, wer nach dir, mein Herr und Knig, 
auf deinem Throne sitzen soll.
1KI 1:21 Sonst wird nicht ausbleiben: sobald sich mein Herr und Knig zu 
seinen Vtern legt, so werden ich und mein Sohn Salomo als Verbrecher 
dastehen!
1KI 1:22 Whrend sie aber noch mit dem Knige redete, erschien der Prophet 
Nathan.
1KI 1:23 Da meldete man dem Knige: Der Prophet Nathan! Als er nun vor den 
Knig gekommen und sich vor ihm auf sein Angesicht zur Erde niedergeworfen 
hatte,
1KI 1:24 sprach Nathan: Mein Herr und Knig, hast denn du angeordnet: 
Adonia soll nach mir Knig sein, und er soll auf meinem Throne sitzen?
1KI 1:25 Denn er ist heute hinabgegangen und hat Ochsen, Mastklber und 
Schafe in Menge geschlachtet und hat alle kniglichen Prinzen geladen, 
dazu die Heeresobersten und den Priester Abjathar. Und nun essen und 
trinken sie vor ihm und rufen: Es lebe der Knig Adonia!
1KI 1:26 Mich selbst aber, deinen Knecht, sowie den Priester Zadok, 
Benaja, den Sohn Jehojadas, und deinen Knecht Salomo hat er nicht geladen.
1KI 1:27 Ist dies alles etwa auf Befehl meines kniglichen Herrn 
geschehen, indem du deinen Knecht nicht wissen lieest, wer nach dir, mein 
Herr und Knig, auf deinem Throne sitzen soll?
1KI 1:28 Da antwortete der Knig David und sprach: Ruft mir Bathseba! Als 
sie nun hineingekommen war vor den Knig und vor dem Knige stand,
1KI 1:29 da schwur der Knig und sprach: So wahr Jahwe lebt, der mich aus 
allen Nten errettet hat -1KI 1:30 wie ich dir geschworen habe bei Jahwe, 
dem Gott Israels: dein Sohn Salomo soll nach mir Knig sein und er soll 
auf meinem Throne sitzen an meiner Statt! so will ich es heute wahrmachen.
1KI 1:31 Da verneigte sich Bathseba mit ihrem Antlitz bis zur Erde, fiel 
vor dem Knige nieder und sprach: Mein Herr, der Knig David, lebe 
immerdar!
1KI 1:32 Und der Knig David gebot: Ruft mir den Priester Zadok, den 
Propheten Nathan und Benaja, den Sohn Jehojadas. Als sie nun 
hineingekommen waren vor den Knig,
1KI 1:33 gebot ihnen der Knig: Nehmt eures Herrn Diener mit euch; sodann 
lat meinen Sohn Salomo mein eigenes Maultier besteigen und fhrt ihn 
hinab zur Quelle Gihon.
1KI 1:34 Dort soll ihn der Priester Zadok und der Prophet Nathan zum Knig 
ber Israel salben; alsdann stot in die Posaune und ruft: Es lebe der 
Knig Salomo!
1KI 1:35 Sodann zieht hinter ihm drein wieder herauf, damit er hereinkomme 
und sich auf meinen Thron setze und er Knig sei an meiner Statt; denn ihn 
habe ich bestellt, da er Frst sei ber Israel und Juda.
1KI 1:36 Da antwortete Benaja, der Sohn Jehojadas, dem Knig und sprach: 
So sei es! Also wolle es Jahwe, der Gott meines Herrn, des Knigs!
1KI 1:37 Wie Jahwe mit meinem Herrn, dem Knige, gewesen ist, also sei er 
auch mit Salomo und mache seinen Thron noch erhabener, als den meines 
Herrn, des Knigs David!
1KI 1:38 Da gingen der Priester Zadok und der Prophet Nathan und Benaja, 
der Sohn Jehojadas, samt den Krethern und Plethern hinab, und sie lieen 
Salomo das Maultier des Knigs David besteigen und geleiteten ihn zur 
Quelle Gihon.
1KI 1:39 Sodann nahm der Priester Zadok das lhorn aus dem Zelt und salbte 
Salomo. Hierauf stieen sie in die Posaune, und alles Volk rief: Es lebe 
der Knig Salomo!
1KI 1:40 Und alles Volk zog hinter ihm her hinauf; dabei bliesen die Leute 
auf Flten und jauchzten dermaen, da schier die Erde barst von ihrem 
Geschrei.
1KI 1:41 Das hrte Adonia samt allen Geladenen, die sich bei ihm befanden, 
als sie eben das Mahl beendigt hatten. Als aber Joab den Posaunenschall 
hrte, sprach er: Was bedeutet das Lrmen und Toben in der Stadt?
1KI 1:42 Whrend er noch redete, kam Jonathan, der Sohn des Priester 
Abjathar. Adonia aber sprach: Komm her, denn du bist ein wackerer Mann und 
wirst gute Botschaft bringen!
1KI 1:43 Da antwortete Jonathan und sprach zu Adonia: Jawohl! unser Herr, 
der Knig David, hat Salomo zum Knige gemacht!
1KI 1:44 Und zwar hat ihm der Knig den Priester Zadok, den Propheten 
Nathan und Benaja, den Sohn Jehojadas, samt den Krethern und Plethern 
mitgegeben; die haben ihn des Knigs Maultier besteigen lassen,
1KI 1:45 dann haben ihn der Priester Zadok und der Prophet Nathan an der 
Quelle Gihon zum Knige gesalbt und sind mit Jauchzen von dort 
heraufgezogen, so da die Stadt in Aufruhr geriet. Das bedeutete der Lrm, 
den ihr gehrt habt.
1KI 1:46 Weiter aber hat sich Salomo auf den kniglichen Thron gesetzt,
1KI 1:47 und die Diener des Knigs sind bereits hineingegangen, unserem 
Herrn, dem Knige David, Glck zu wnschen, indem sie sprechen: Dein Gott 
mache den Namen Salomos noch herrlicher, als dein Name ist, und mache 
seinen Thron noch erhabener, als deinen Thron! Und der Knig hat sich auf 
seinem Lager verneigt.
1KI 1:48 Und weiter hat der Knig also gesprochen: Gepriesen sei Jahwe, 
der Gott Israels, der es heute gefgt hat, da einer auf meinem Throne 
sitzt, so da meine Augen es sehen.
1KI 1:49 Da erschraken alle, die von Adonia geladen waren, brachen auf und 
gingen ein jeglicher seines Wegs.
1KI 1:50 Adonia aber war voll Furcht vor Salomo, eilte hin und erfate die 
Hrner des Altars.
1KI 1:51 Als nun Salomo gemeldet wurde: Adonia hlt jetzt aus Furcht vor 
dem Knige Salomo die Hrner des Altars gefat und spricht: Der Knig 
Salomo mu mir zuvor schwren, da er seinen Knecht nicht hinrichten 
lassen will! -1KI 1:52 da entschied Salomo: Wird er sich als ein wackerer 
Mann erweisen, so soll keines seiner Haare auf die Erde fallen; wird sich 
aber befinden, da er Bses thut, so mu er sterben!
1KI 1:53 So holten ihn denn die Boten des Knigs Salomo vom Altar herab; 
und als er hineinkam, fiel er vor dem Knige Salomo nieder. Salomo aber 
sprach zu ihm: Gehe in dein Haus!
1KI 2:1 Als nun die Zeit herbeikam, da David sterben sollte, gebot er 
seinem Sohne Salomo:
1KI 2:2 Wenn ich nun den Weg gehe, den alle Welt gehen mu, so sei getrost 
und erweise dich als einen Mann.
1KI 2:3 Und beobachte, was Jahwe, dein Gott, fordert, da du wandelst auf 
seinen Wegen und haltest seine Satzungen, Gebote, Rechte und Zeugnisse, 
gem dem, was geschrieben steht im Gesetze Moses, auf da du Gelingen 
habest in allem, was du thust, und berall, wohin du dich wendest;
1KI 2:4 auf das Jahwe sein Wort wahr mache, das er ber mich geredet hat, 
welches lautet: Werden deine Shne auf ihren Weg acht haben, so da sie 
treulich vor mir wandeln, von ganzem Herzen und von ganzer Seele, so soll 
es dir nimmer an einem Nachkommen fehlen auf dem THron Israels.
1KI 2:5 Weiter aber weit du selbst, was mir Joab, der Sohn der Zeruja, 
angethan, wie er an den beiden Obersten ber die Heere Israels, Abner, dem 
Sohne Ners, und Amasa, dem Sohne Jethers, gehandelt hat, indem er sie 
ermordete und so mitten im Frieden eine blutige kriegsthat beging, indem 
er Blut, wie man's im Kriege vergiet, an den Grtel brachte, der um seine 
Lenden war, und an die Schuhe, die er an den Fen trug.
1KI 2:6 So handle nun nach deiner Weisheit und la seine grauen Haare 
nicht unversehrt hinunter in die Unterwelt kommen.
1KI 2:7 Aber den Shnen des Gileaditers Barsillai sollst du Huld erweisen, 
da sie mit an deinem Tische essen; denn ebenso sind sie mir entgegen 
gekommen, als ich vor deinem Bruder Absalom floh.
1KI 2:8 Ferner hast du da bei dir Simei, den Sohn Geras, den Benjaminiter 
von Bahurim; der hat mir in schlimmster Weise geflucht damals, als ich 
nach Mahanaim ging. Als er mir aber doch an den Jordan hinunter entgegen 
kam, schwur ich ihm bei Jahwe: Ich werde dich nicht hinrichten lassen!
1KI 2:9 Du aber la ihn nicht ungestraft; denn du bist ein weiser Mann und 
wirst wissen, was du ihm thun mut, da du seine grauen Haare mit Blut 
hinunter in die Unterwelt kommen lassest.
1KI 2:10 Und David legte sich zu seinen Vtern und ward begraben in der 
Stadt Davids.
1KI 2:11 Die Zeit aber, die David ber Israel geherrscht hat, betrug 
vierzig Jahre; zu Hebron regierte er sieben Jahre, zu Jerusalem aber 
dreiunddreiig Jahre.
1KI 2:12 Und Salomo sa auf den Throne seines Vaters David und seine Macht 
befestigte sich mehr und mehr.
1KI 2:13 Da begab sich Adonia, der Sohn der Haggith, ginein zu Bathseba, 
der Mutter Salomos. Als sie nun fragte: Bedeutet dein Kommen etwas Gutes? 
antwortete er: Ja.
1KI 2:14 Sodann begann er: Ich habe mit dir zu reden. Sie sprach: Sage an!
1KI 2:15 Darauf sprach er: Du weit selbst, da das Knigtum mein war, und 
das ganz Israel erwartete, ich wrde Knig werden, wie es aber dann anders 
kam, und das Knigtum meinem Bruder zufiel, denn Jahwe hatte es ihm nun 
einmal bestimmt.
1KI 2:16 Und nun habe ich nur eine einzige Bitte an dich; weise mich nicht 
ab! Sie sprach zu ihm: Rede!
1KI 2:17 Da sprach er: Bitte doch den Knig Salomo - denn dich wird er 
gewi nicht abweisen - da er mir Abisag von Sunem zum Weibe gebe!
1KI 2:18 Da sprach Bathseba: Wohl, ich selbst will deinethalben mit dem 
Knige reden.
1KI 2:19 Als nun bathseba zum Knige Salomo hineinkam, um ber Adonia mit 
ihm zu reden, erhob sich der Knig, ging ihr entgegen, verneigte sich vor 
ihr und setzte sich sodann auf seinen Thron; gierauf wurde fr die Mutter 
des Knigs ein Sessel hingestellt, und sie lie sich nieder zu seiner 
Rechten.
1KI 2:20 Sodann sprach sie: Ich habe eine kleine Bitte an dich, weise mich 
nicht ab! Der Knig sprach zu ihr: Bitte nur, liebe Mutter, denn ich werde 
dich nicht abweisen.
1KI 2:21 Da sprach sie: Mchte doch Abisag von Sunem deinem Bruder Adonia 
zum Weibe gegeben werden!
1KI 2:22 Da antwortete der Knig Salomo und sprach zu seiner Mutter: Ei, 
warum bittest du den blo um Abisag von Sunem fr Adonia? Bitte doch 
lieber gleich um das Knigtum fr ihn - er ist ja mein lterer Bruder! - 
fr ihn und den Priester Abjathar und fr Joab, den Sohn der Zeruja.
1KI 2:23 Und der Knig Salomo schwur bei Jahwe also: Gott soll mir dies 
und das thun: da Adonia dieses Verlangen geuert hat, soll ihm das Leben 
kosten!
1KI 2:24 So wahr Jahwe lebt, der mich befestigt und auf den Thron meines 
Vaters David gesetzt und der mir gem seiner Verheiung ein Haus 
gegrndet hat: noch heute soll Adonia gettet werden!
1KI 2:25 Hierauf beauftragte der Knig Salomo Benaja, den Sohn Jojadas; 
der stie ihn nieder, da er starb.
1KI 2:26 Dem Priester Abhathar aber befahl der Knig: Begieb dich nach 
Anathot auf dein Landgut, denn du hast den Tod verwirkt. Aber heute will 
ich dich nicht tten, weil du die Lade des Herrn Jahwe vor meinem Vater 
David getragen und alles, was mein Vater erlitten, mit erduldet hast.
1KI 2:27 So verstie Salomo den Abjathar, da er nich lnger ein Priester 
Jahwes war, damit das Wort Jahwes erfllt wrde, das er zu Silo in betreff 
des Hauses Elis geredet hatte.
1KI 2:28 Als aber das Gercht bis zu Joab gedrungen war, - denn Joab hatte 
sich an Adonia angeschlossen, whrend er sich an Absalom nicht 
angeschlossen hatte, - da floh Joab zum Zelte Jahwes und erfasste die 
Hrner des Altars.
1KI 2:29 Als nun dem Knige Salomo gemeldet wurde: Joab ist zum Zelte 
Jahwes geflohen: da steht er neben dem Altar! Da sandte Salomo Benaja, den 
Sohn Jojadas, hin mit dem Befehl: Geh, stoe ihn nieder!
1KI 2:30 Als nun Benaja zum Zelte Jahwes kam und zu ihm sprach: Also 
lautet des Knigs Befehl: Komm heraus! da erwiderte er: Nein, ich will 
hier sterben! Und Benaja brachte dem Knige Bescheid und sprach: So hat 
Joab geredet und so hat er mir geantwortet.
1KI 2:31 Der Knig sprach zu ihm: Thue, wie er geredet hat; stoe ihn 
nieder und begrabe ihn, damit du das Blut, das Joab ohne Ursache vergossen 
hat, von mir und meiner Familie wegschaffest,
1KI 2:32 und Jahwe sein Blut zurckfallen lasse auf sein Haupt, weil er 
zwei Mnner niedergestoen hat, die frmmer und besser waren als er, und 
hat sie ermordet, ohne da mein Vater David darum wute, nmlich Abner, 
den Sohn Ners, den Feldhauptmann Israels, und Amasa, den Sohn Jethers, den 
Feldhauptmann Judas.
1KI 2:33 So soll denn ihr Blut fr immer zurckfallen auf das Haupt Joabs 
und seiner Nachkommen; David aber und seinen Nachkommen, seinem Hause und 
seinem Throne msse immerdar Heil von Jahwe widerfahren!
1KI 2:34 Da ging Benaja, der Sohn Jojadas, hinauf, stie ihn nieder und 
ttete ihn. Er ward aber in seinem Hause in der Steppe begraben.
1KI 2:35 Und der Knig setzte Benaja, den Sohn Jojadas, an seiner Statt 
ber das Heer, und den Priester Zadok setzte der Knig an die Stelle 
Abjathars.
1KI 2:36 Hierauf sandte der Knig hin, lie Simei rufen und befahl ihm: 
Baue dir ein Haus zu Jerusalem und bleibe daselbst wohnen, ohne dich von 
dannen irgendwohin zu begeben.
1KI 2:37 Solltest du jedoch aus der Stadt gehen und den Bach Kidron 
berschreiten, als dann - das merke dir - mut du sterben! Dein Blut fllt 
dann auf dein Haupt!
1KI 2:38 Simei erwiderte dem Knige: Gut so! Wie mein Herr und Knig 
geboten hat, so wird dein Sklave thun! So wohnte denn Simei zu Jerusalem 
lange Zeit.
1KI 2:39 Nach Verlauf von drei Jahren aber entliefen Simei zwei Sklaven zu 
Achis, dem Sohne Maachas, dem Knige von Gath. Als man nun Simei 
hinterbrachte: Deine Sklaven sind in Gath!
1KI 2:40 Da sattelte Simei seinen Esel und machte sich auf den Weg nach 
Gath zu Achis, um seine Sklaven zu suchen. So zog denn Simei hin und holte 
seine Sklaven von Gath.
1KI 2:41 Als aber Salomo gemeldet wurde, da sich Simei von Jerusalem nach 
Gath begeben habe und wieder gekommen sei,
1KI 2:42 da sandte der Knig hin, lie Simei rufen und sprach zu ihm: Habe 
ich dich nicht bei Jahwe beschworen und dir beteuert: Sobald du von dannen 
gehst und dich irgendwohin begiebst, mut du - das merke dir - sofort 
sterben? Und du antwortetest mir: Gut so, ich habe es gehrt!
1KI 2:43 Warum hast du dich denn nicht bekmmert um den bei Jahwe 
geschworenen Eid und um das Gebot, das ich dir eingeschrft habe?
1KI 2:44 Sodann sprach der Knig zu Simei: Du kennst selbst all' das Bse, 
dessen dein Herz sich bewut ist, das du meinem Vater David angethan hast. 
So mge denn Jahwe deine Bosheit zurckfallen lassen auf dein Haupt:
1KI 2:45 Der Knig Salomo dagegen mge gesegnet sein, und der Thron Davids 
immerdar vor Jahwe feststehen!
1KI 2:46 Und der Knig beauftragte Benaja, den Sohn Jojadas; der ging 
hinaus und stie ihn nieder, da er starb.
1KI 3:1 Als nun das Knigtum in Salomos Hand gefestigt war, verschwgerte 
sich Salomo mit dem Pharao, dem Knige von gypten. Und er nahm die 
Tochter des Pharao und brachte sie in die Stadt Davids, bis er den Bau 
seines Palastes und des Tempels Jahwes und der Mauer rings um Jerusalem 
vollendet hatte.
1KI 3:2 Nur opferte das Volk noch auf den Hhen; denn bis zu dieser Zeit 
war dem Namen Jahwes noch kein Wohnsitz gebaut.
1KI 3:3 Salomo aber hatte Jahwe lieb, so da er in den Satzungen seines 
vaters David wandelte; nur opferte und rucherte er noch auf den Hhen.
1KI 3:4 Und der Knig begab sich nach Gibeon, um daselbst zu opfern; denn 
das war die vornehmste Hhe. Tausend brandopfer brachte Salomo auf 
selbigem Altare dar.
1KI 3:5 Zu Gibeon erschien Jahwe dem Salomo des Nachts im Traume. Und Gott 
sprach: Bitte, was ich dir geben soll!
1KI 3:6 Da antwortete Salomo: Du hast deinem Knechte, meinem Vater David, 
groe Huld erwiesen, wie er denn in Treue und Frmmigkeit und aufrichtiger 
Gesinnung gegen dich vor deinem Angesichte gewandelt hat; und du hast ihm 
diese groe Huld bewahrt und ihm einen Sohn verliehen, der auf seinem 
Throne sitzt, wie es jetzt der Fall ist.
1KI 3:7 Nun denn, Jahwe, mein Gott, du hast deinem Knecht an meines vaters 
David Statt zum Knige gemacht. Ich aber bin ein junger Mensch und wei 
nicht aus, noch ein.
1KI 3:8 Und dein Knecht ist inmitten deines Volks, das du erwhlt hast, 
eines so groen Volks, da es vor Menge nicht zu zhlen, noch zu berechnen 
ist.
1KI 3:9 So wollest du denn deinem Knecht ein gehorsames Herz geben, da er 
dein Volk regieren mge und zu unterscheiden wisse zwischen gut und bse. 
Denn wer vermchte sonst dieses dein mchtiges Volk zu regieren?
1KI 3:10 das gefiel dem Herrn wohl, da Salomo solches erbat.
1KI 3:11 Und Gott sprach zu ihm: Weil du darum gebeten und dir nicht 
langes Leben oder Reichtum oder auch den Tod deiner Feinde erbeten hast, 
sondern um Verstand gebeten hast, um auf recht zu hren,
1KI 3:12 so will ich deine Bitte erfllen: ich will dir ein weises und 
verstndiges Herz geben, da deinesgleichen weder vor dir gewesen sein, 
noch nach dir erstehen soll.
1KI 3:13 Aber auch das, worum du nicht gebeten hast, will ich dir 
verleihen: sowohl Reichtum als Ehre, da deinesgleichen keiner sein soll 
unter den Knigen all' dein Leben lang.
1KI 3:14 Und wenn du in meinen Wegen wandeln wirst, da du meine Satzungen 
und Gebote beobachtest, wie dein Vater David gewandelt hat, so will ich 
dir auch ein langes Leben verleihen!
1KI 3:15 Als aber Salomo erwachte, war es ein Traum gewesen. Als er nun 
nach Jerusalem gelangt war, trat er vor die Lade mit dem Gesetze Jahwes, 
opferte Brandopfer und brachte Heilsopfer dar; darauf lie er fr alle 
seine Diener ein Mahl bereiten.
1KI 3:16 Damals kamen zwei Huren zum Knig und traten vor ihn.
1KI 3:17 Und das eine Weib sprach: Bitte, mein Herr, ich und dieses Weib 
da wohnen in einem und denselben Hause, und ich gebar in ihrem Beisein in 
dem Hause.
1KI 3:18 Am dritten Tag aber, nachdem ich geboren hatte, gebar auch dieses 
weib; und wir waren beieinander, ohne da jemand fremdes mit uns im Hause 
war: nur wir beide waren im Hause.
1KI 3:19 Da starb der Sohn dieses Weibes in der Nacht, denn sie hatte ihn 
im Schlaf erdrckt.
1KI 3:20 Sie aber stand mitten in der Nacht auf, nahm meinen Sohn von 
meiner Seite, whrend deine Magd schlief, und legte ihn an ihren Busen; 
ihren toten Sohn aber legte sie an meinen Busen.
1KI 3:21 Als ich nun des Morgens aufstand, meinen Sohn zu sugen, fand 
sich da er tot war. Als ich ihn aber am Morgen genau betrachtete, fand 
sich, da es nicht mein Sohn war, den ich geboren hatte.
1KI 3:22 Das andere weib aber sprach: Nein! sondern mein Sohn ist der 
lebendige, und dein Sohn ist der tote! Und jene behauptete: Nein! sondern 
dein Sohn ist der tote, und mein Sohn ist der lebendige! Also stritten sie 
vor dem Knige.
1KI 3:23 Da sprach der Knig: Diese behauptet: der da ist mein Sohn, der 
lebendige, und dein Sohn ist der tote! Und jene behauptet: Nein! sondern 
dein Sohn ist der tote, und mein Sohn ist der lebendige!
1KI 3:24 Darauf gebot der Knig: Holt mir ein Schwert! Als man aber das 
Schwert vor den Knig gebracht hatte,
1KI 3:25 gebot der Knig: Zerschneidet den lebendigen Knaben in zwei Teile 
und gebt dieser die Hlfte und jener die Hlfte!
1KI 3:26 Da sprach das weib, dessen Sohn der lebendige war, zum Knige - 
denn die Liebe zu ihrem Sohne regte sich heftig in ihr - sie sprach: 
Bitte, mein Herr, gebt ihr das lebendige Kind und ttet es ja nicht! Jene 
aber rief: Es soll weder mir noch dir gehren: schneidet durch!
1KI 3:27 Da entschied der Knig: die, welche bat: gebt ihr das lebendige 
Kind und ttet es ja nicht! - die ist seine Mutter!
1KI 3:28 Als nun ganz Israel von dem Urteile vernahm, das der Knig 
gefllt hatte, wurden sie von Verehrung fr den Knig erfllt, denn sie 
erkannten, da gttliche Weisheit in ihm war, Gerechtigkeit zu ben.
1KI 4:1 Also war der Knig Salomo Knig ber ganz Israel.
1KI 4:2 Und dies waren die obersten Beamten, die er hatte: Asarja, der 
Sohn Zadoks, war Priester;
1KI 4:3 Elihoreph und Ahija, die Shne Sisas, waren Staats-Schreiber. 
Josaphat, der Sohn Ahiluds, war der kanzler.
1KI 4:4 Und Benaja, der Sohn Jojadas, befehligte das Heer. Zadok und 
Abjathar waren Priester.
1KI 4:5 Und Asarja, der Sohn Nathans, war ber die Vgte gesetzt. Und 
Sabud, der Sohn Nathans, war Priester und Freund des Knigs.
1KI 4:6 Ahisar aber war ber den Palast gesetzt und Adoniram, der Sohn 
Abdas, ber die Fron.
1KI 4:7 Und Salomo hatte zwlf Vgte, die ber ganz Israel verteilt waren. 
Die versorgten reihum den Knig und seinen Hof: je einen Monat im Jahre 
lag einem jeden die Versorgung ob.
1KI 4:8 Und dies sind ihre Namen, der Sohn Hurs auf dem Gebirge Ephraim;
1KI 4:9 der Sohn Dekers zu Makaz und zu Saalbim und Beth-Semes und Elon 
bis Beth-Hanan;
1KI 4:10 der Sohn Heseds zu Arubboth; ihm war Socho und das ganze Gebiet 
von Hepher zugewiesen.
1KI 4:11 Der Sohn Abinadabs: das ganze Naphat-Dor; er hatte Taphath, 
Salomos Tochter, zum Weibe.
1KI 4:12 Baana, der Sohn Ahiluds: Thaanach und Megiddo und ganz Beth-Sean 
bis Abel-Mehola, bis jenseits von Jokmeam;
1KI 4:13 der Sohn Gebers zu Ramoth in Gilead; ihm waren die Drfer Jairs, 
des Sohnes Manasses, in Gilead, ihm der Landstrich Argob in Basan 
zugewiesen, sechzig groe Stdte mit Mauern und ehernen Riegeln;
1KI 4:14 Ahinadab, der Sohn Iddos, zu Mahanaim;
1KI 4:15 Ahimaaz in Naphthali; auch er hatte eine Tochter Salomos, die 
Basmath, zum Weibe genommen.
1KI 4:16 Baana, der Sohn Husais, in Asser und Bealoth;
1KI 4:17 Josaphat, der Sohn Paruahs, in Issachar;
1KI 4:18 Simei, der Sohn Elas, in Benjamin;
1KI 4:19 Geber, der Sohn Uris, im Lande Gilead, dem Lande Sihons, des 
Knigs der Amoriter, und Ogs, des Knigs von Basan; nur ein Vogt war in 
dem Lande.
1KI 4:20 Die Bewohner von Juda und Israel waren zahlreich, wie der Sand am 
Meere, schmausten und waren voll Frhlichkeit.
1KI 5:1 Und Salomo war Herrscher ber alle Knigreiche vom Euphratstrom an 
bis zu dem Lande der Philister und bis an die Grenze gyptens; sie 
brachten Geschenke dar und waren Salomo all' sein Leben lang unterthan.
1KI 5:2 Es belief sich aber der Speisebedarf Salomos tglich auf dreiig 
Kor Feinmehl und sechzig Kor gewhnliches Mehl,
1KI 5:3 zehn gemstete Rinder, zwanzig von der Weide geholte Rinder und 
hundert Schafe, ungerechnet die Hirsche, Gazellen und Damhirsche und das 
gemstete Geflgel.
1KI 5:4 Denn er hatte Gewalt ber alles Land jenseits des Stromes, von 
Tiphsah bis nach Gaza, ber alle Knige jenseits des Stromes, und hatte 
Frieden auf allen Seiten ringsum,
1KI 5:5 da Juda und Israel sicher wohnten, ein jeglicher unter seinem 
Weinstock und unter seinem Feigenbaum, von Dan bis Beerseba, so lange 
Salomo lebte.
1KI 5:6 Und Salomo hatte vierzigtausend Gespanne Rosse fr seine Wagen und 
zwlftausend Reitpferde.
1KI 5:7 Und jene Vgte versorgten den Knig Salomo und alle, die zum 
Tische des Knigs Salomo Zutritt hatten, jeder einen Monat lang; sie 
lieen es an nichts fehlen.
1KI 5:8 Auch die Gerste und das Stroh fr die Rosse und die Rennpferde 
brachten sie jedesmal an den Ort, wo er sich gerade aufhielt, ein jeder 
nach seiner Ordnung.
1KI 5:9 Und Gott verlieh Salomo sehr viel Weisheit und Einsicht und 
Reichtum des Geistes gleich dem Sande, der am Ufer des Meeres liegt,
1KI 5:10 da die Weisheit Salomos grer war, als die Weisheit aller, die 
gegen Morgen wohnen, und als alle Weisheit gyptens.
1KI 5:11 und er war weiser als alle Menschen, auch weiser als Ethan, der 
Esrahiter, und Heman und Chalkol und Darda, die Shne Mahols, und war 
berhmt unter allen Vlkern ringsum.
1KI 5:12 Und er redete dreitausend Sprche, und seiner Lieder waren 
tausendundfnf.
1KI 5:13 Und er redete ber die Bume, von der Ceder auf dem Libanon an 
bis zum Ysop, der aus der Mauer hervorwchst. Auch redete er ber die 
vierfigen Tiere und die Vgel, ber das Gewrm und die Fische.
1KI 5:14 Und es kamen Leute aus allen Vlkern, um die Weisheit Salomos zu 
hren, von allen Knigen der Erde her, die von seiner Weisheit gehrt 
hatten.
1KI 5:15 Und Hiram, der Knig von Tyrus, sandte seine Diener zu Salomo; 
denn er hatte gehrt, da man ihn an seines Vaters Statt zum Knige 
gesalbt hatte. Hiram war nmlich allezeit ein vertrauter Freund Davids 
gewesen.
1KI 5:16 Und Salomo sandte zu Hiram und lie ihm sagen:
1KI 5:17 Du weit selbst, da mein Vater David nicht imstande war, dem 
Namen Jahwes, seines Gottes, ein Haus zu bauen, um des Kriegs willen, mit 
dem sie ihm rings zu schaffen machten, bis Jahwe sie ihm unter seine 
Fusohlen legte.
1KI 5:18 Nun aber hat mir Jahwe, mein Gott, ringsum Ruhe gegeben, da kein 
Widersacher oder Migeschick mehr vorhanden ist.
1KI 5:19 So gedenke ich denn, dem Namen Jahwes, meines Gottes, ein Haus zu 
bauen, wie Jahwe zu meinem Vater David geredet hat, da er sprach: Dein 
Sohn, den ich statt deiner auf deinen Thron setzen werde, der soll meinem 
Namen das Haus bauen!
1KI 5:20 Darum befiehl nun, da man mir Cedern auf dem Libanon haue, und 
meine Knechte mgen sich deinen Knechten beigesellen; den Lohn fr deine 
Knechte aber will ich dir geben, ganz wie du bestimmst. Denn du weit 
selbst, da unter uns niemand ist, der Bauholz zuhauen verstnde, wie die 
Sidonier.
1KI 5:21 Als aber Hiram die Botschaft Salomos vernahm, freute er sich hoch 
und sprach: Gepriesen sei Jahwe heute, der David einen weisen Sohn gegeben 
hat zum Herrscher ber dieses groe Volk!
1KI 5:22 Und Hiram sandte Boten an Salomo und lie ihm sagen: Ich habe 
gehrt, was du mir entboten hast. Ich fr meinen Teil will alles 
beschaffen, was du an Cedern- und Cypressenstmmen begehrst.
1KI 5:23 Meine Knechte sollen sie vom Libanon hinabbringen ans Meer, und 
ich will sie auf dem Meer in Fle legen lassen und bis an den Ort 
bringen, den du mir sagen lassen wirst; dort will ich sie dann auseinander 
nehmen, damit du sie holen lassest. Du aber sollst nun auch mein Begehren 
erfllen und mir Speise liefern fr meinen Hof.
1KI 5:24 Also lieferte Hiram dem Salomo Cedern- und Cypressenstmme, so 
viel er begehrte.
1KI 5:25 Salomo aber lieferte dem Hiram zwanzigtausend Kor Weizen, als 
Speise fr seinen Hof, und zwanzigtausend Bath ls aus zerstoenen Oliven. 
Soviel lieferte Salomo dem Hiram Jahr fr Jahr.
1KI 5:26 Und Jahwe hatte dem Salomo Weisheit verliehen, wie er ihm 
verhieen hatte. Und es war gutes Einvernehmen zwischen Hiram und Salomo, 
und sie schlossen einen Vertrag miteinander.
1KI 5:27 Und der Knig Salomo hob von ganz Israel Fronarbeiter aus, und es 
beliefen sich die Fronarbeiter auf 30000 Mann.
1KI 5:28 Und er sandte sie abwechselnd auf den Libanon, jeden Monat 10000, 
da sie einen Monat auf dem Libanon waren und zwei Monate daheim. Und 
Adoniram war ber die Fron gesetzt.
1KI 5:29 Und Salomo hatte 70000 Lasttrger und 80000 Steinhauer im Gebirge,
1KI 5:30 ungerechnet die obersten Beamten der Vgte Salomos, die ber das 
Werk gesetzt waren, nmlich 3300, welche ber die Leute, die bei dem Werke 
beschftigt waren, die Aufsicht fhrten.
1KI 5:31 Und der Knig gab Befehl, da sie groe Steine ausbrchen, 
kostbare Steine, um den Grund des Hauses mit Quadersteinen zu legen.
1KI 5:32 Und die Bauleute Salomos und Hirams behieben sie und machten 
Fugenrnder daran und richteten die Stmme und die Steine zum Bau des 
Tempels her.
1KI 6:1 Im 480. Jahre nach dem Auszuge der Israreliten aus gypten, im 
vierten Jahr - im Monat Siw, das ist der zweite Monat - der Regierung 
Salomos ber Israel, da baute er den Tempel fr Jahwe.
1KI 6:2 Und das Gebude, das der Knig Salomo fr Jahwe errichtete, war 
sechzig Ellen lang, zwanzig Ellen breit und dreiig Ellen hoch.
1KI 6:3 Und die Halle vor dem Hauptraume des Gebudes war zwanzig Ellen 
lang, stlich vor der Breitseite des Gebudes, und zehn Ellen breit 
stlich vor dem Gebude.
1KI 6:4 Und er brachte an dem Gebude mit Balkenwerk vergitterte und nach 
innen zu schrg einfallende Fenster an.
1KI 6:5 Und an der Wand des Gebudes errichtete er einen Anbau rings um 
die Wnde des Hauses, rings um den Hauptraum und den Hinterraum, und 
stellte so ringsum Seitengemcher her.
1KI 6:6 Das unterste Stockwerk dieses Anbaus war fnf Ellen breit, das 
mittlere war sechs Ellen breit und das dritte sieben Ellen breit; denn er 
hatte auen am Gebude ringsum Abstze gemacht, da kein Eingreifen in die 
Wnde des Gebudes stattfand.
1KI 6:7 Und als das Gebude errichtet ward, baute man mit Steinen, die 
gleich beim Bruch fertig zugerichtet waren, so da bei der Errichtung des 
Gebudes weder Hmmer noch Meiel, kurz keinerlei eisernes Werkzeug zu 
hren war.
1KI 6:8 Die Thr zum untersten Seitenstocke befand sich auf der Sdseite 
des Gebudes, und auf einer Wendeltreppe stieg man zum mittleren und vom 
mittleren zum dritten Stockwerk empor.
1KI 6:9 Und so errichtete er das Gebude und vollendete es; und er deckte 
das Gebude mit Balken und Tfelwerk von Cedern.
1KI 6:10 Und er errichtete den Anbau rings am ganzen Gebude, jedes 
Stockwerk fnf Ellen hoch, und verband sie mit dem Hause durch 
Cedernbalken.
1KI 6:11 Und es erging das Wort Jahwes an Salomo also:
1KI 6:12 Ich will acht haben auf dieses Gebude, welches du errichtest. 
Wirst du nun in meinen Satzungen wandeln und nach meinen Rechten thun und 
acht haben auf alle meine Gebote, da du darinnen wandelst, so will ich 
mein Wort an dir erfllen, das ich zu deinem Vater David geredet habe,
1KI 6:13 und will inmitten der Israeliten wohnen und will mein Volk Israel 
nicht verlassen.
1KI 6:14 So errichtete Salomo das Gebude und vollendete es.
1KI 6:15 Und er baute die Wnde im Innern des Gebudes aus mit Brettern 
von Cedern; vom Fuboden des Gebudes an bis zu den Balken der Decke 
belegte er's im Innern mit Holz. Den Fuboden des Gebudes aber belegte er 
mit Cypressenbrettern.
1KI 6:16 Und er baute die zwanzig Ellen auf der hinteren Seite des Hauses 
aus mit cedernen Brettern vom Fuboden an bis zu den Balken. Also baute er 
sich's im Innern aus zum Hinterraum, zum Allerheiligsten.
1KI 6:17 Und vierzig Ellen ma das Gebude, das heit der Hauptraum vor 
dem Hinterraum.
1KI 6:18 Und Cedernholz war am Gebude inwendig, Schnitzwerk von 
Coloquinten und Blumengehngen; alles war cedern, und kein Stein zu sehen.
1KI 6:19 Und einen Hinterraum richtete er inwendig inmitten des Gebudes 
her, da man die Lade mit dem Gesetz Jahwes dort hinstelle.
1KI 6:20 Und vor dem Hinterraume - derselbe war zwanzig Ellen lang, 
zwanzig Ellen breit und zwanzig Ellen hoch; und er berzog ihn mit feinem 
Golde - machte er einen Altar aus Cedernholz.
1KI 6:21 Und Salomo berzog das Gebude inwendig mit feinem Gold, und er 
brachte quer vor dem Hinterraume goldene Kettchen an und berzog ihn mit 
Gold.
1KI 6:22 Das ganze Gebude berzog er so mit Gold, vllig das ganze 
Gebude; auch den ganzen Altar, der dem Hinterraum angehrte, berzog er 
mit Gold.
1KI 6:23 Und er machte im Hinterraume zwei Kerube aus Holz vom wilden 
lbaum, je zehn Ellen hoch.
1KI 6:24 Fnf Ellen aber ma der eine Flgel des Kerub und fnf Ellen der 
andere Flgel des Kerub, so da es von dem einen Ende seiner Flgel bis 
zum anderen zehn Ellen waren.
1KI 6:25 Und weitere zehn Ellen ma der andere Kerub; beide Kerube hatten 
einerlei Ma und einerlei Gestalt.
1KI 6:26 Die Hhe des einen Kerub betrug zehn Ellen, und ebenso viel ma 
der andere Kerub.
1KI 6:27 Und er stellte die Kerube mitten ins Innerste des Gebudes, und 
sie hielten ihre Flgel ausgebreitet, so da des einen Flgel an die eine 
Wand rhrte, und der Flgel des anderen Kerubs an die andere Wand rhrte, 
whrend ihre Flgel in der Mitte des Raumes aneinanderstieen.
1KI 6:28 Und er berzog die Kerube mit Gold.
1KI 6:29 Und an allen Wnden des Gebudes rundum lie er Schnitzwerk von 
Keruben, Palmen und Blumengehngen einschneiden, im Innern und auswendig.
1KI 6:30 Auch den Fuboden des Gebudes berzog er mit Gold, inwendig und 
auswendig.
1KI 6:31 Fr die Thre des Hinterraums aber lie er Thrflgel aus Holz 
vom wilden lbaum anfertigen: die obere Einfassung der Thre und die 
Seitenpfosten bildeten ein Fnfeck.
1KI 6:32 Auf den beiden Thrflgeln von lbaumholz aber lie er 
Schnitzwerk von Keruben, Palmen und Blumengehngen anbringen und berzog 
es mit Gold, nmlich die Kerube und die Palmen mit breitgeschlagenem Golde.
1KI 6:33 Und ebenso lie er fr den Eingang zum Hauptraume Pfosten aus 
Holz vom wilden lbaum, viereckige Pfosten, anfertigen
1KI 6:34 und zwei Thrflgel von Cypressenholz; der eine Flgel bestand 
aus zwei drehbaren Blttern, und der andere Flgel bestand aus zwei 
drehbaren Blttern.
1KI 6:35 Und er lie Bildwerk von Keruben, Palmen und Blumengehngen 
anbringen und berzog sie unter genauer Anpassung an das Eingeschnitzte 
mit Gold.
1KI 6:36 Und er baute die Mauer um den inneren Vorhof aus drei Lagen von 
Quadersteinen und einer Lage von Cedernbalken.
1KI 6:37 Im vierten Jahre ward der Grund gelegt zum Tempel Jahwes, im 
Monat Siw.
1KI 6:38 Und im elften Jahre, im Monat Bul - das ist der achte Monat - 
ward der Tempel vollendet nach allen seinen Stcken und nach aller seiner 
Gebhr, so da er sieben Jahre daran baute.
1KI 7:1 An seinem eigenen Palast aber baute Salomo dreizehn Jahre und 
vollendete also sein ganzes Haus.
1KI 7:2 Nmlich er erbaute das Libanonwald-Haus, hundert Ellen lang, 
fnfzig Ellen breit und dreiig Ellen hoch, auf vier Reihen von 
Cedernsulen, und Cedernbalken lagen auf den Sulen.
1KI 7:3 Und es war gedeckt mit Cedernholz oberhalb der von den Sulen 
getragenen Gemcher, fnfundvierzig an der Zahl, je fnfzehn in einer 
Reihe.
1KI 7:4 Und das Balkenwerk lag in drei Reihen, und Lichtffnungen lagen 
einander gegenber dreimal.
1KI 7:5 Und alle Thren und Lichtffnungen waren viereckig, aus Geblk, 
und die Thren lagen einander gegenber dreimal.
1KI 7:6 Und die Sulenhalle errichtete er, fnfzig Ellen lang und dreiig 
Ellen breit, samt einer Galle davor, mit Sulen und einem Auftritt davor.
1KI 7:7 Und die Thronhalle, in der er Recht sprach, die Gerichtshalle, 
errichtete er, und sie war mit Cedern getfelt vom Fuboden an bis zu den 
Balken der Decke.
1KI 7:8 Und sein Haus, in welchem er wohnte, im anderen Hofe, einwrts von 
der Halle, war in gleicher Weise errichtet. Auch fr die Tochter des 
Pharao, die Salomo zum Weibe genommen hatte, errichtete er ein Haus gleich 
dieser Halle.
1KI 7:9 Alle diese Bauten waren errichtet aus kostbaren Steinen, die nach 
bestimmten Maen gehauen und nach innen und auen mit der Sge geschnitten 
waren, und zwar vom Grund an bis zu den Kragsteinen und vom inneren bis 
zum groen Vorhof.
1KI 7:10 Und zur Grundlage dienten kostbare Steine, groe Steine, Steine 
von zehn Ellen und Steine von acht Ellen.
1KI 7:11 Und darber waren verwendet kostbare Steine, nach bestimmten 
Maen gehauen, und Cedernholz.
1KI 7:12 Und der groe Vorhof hatte ringsum drei Lagen von Quadern und 
eine Lage von Cedernbalken, wie auch der innere Vorhof des Tempels Jahwes 
und der Vorhof der Sulenhalle des Palastes.
1KI 7:13 Und der Knig Salomo sandte hin und lie Hiram von Tyrus holen.
1KI 7:14 Dieser war der Sohn einer Witwe aus dem Stamme Naphtali, sein 
Vater aber ein Tyrier, ein Erzschmied; und er war voll Kunstsinn, Verstand 
und Einsicht, allerlei Arbeit in Erz auszufhren. Er kam zum Knige Salomo 
und fhrte alle Arbeiten fr ihn aus.
1KI 7:15 Er go die beiden Sulen fr die Vorhalle des Tempels aus Erz. 
Achtzehn Ellen betrug die Hhe der einen Sule, und ein Faden von zwlf 
Ellen konnte sie umspannen; vier Finger war die Sule dick, inwendig hohl. 
Und ebenso fertigte er die zweite Sule.
1KI 7:16 Und er fertigte zwei Knufe, von Erz gegossen, um sie oben auf 
die Sulen zu setzen; fnf Ellen betrug die Hhe des einen Knaufs und fnf 
Ellen die Hhe des anderen Knaufs.
1KI 7:17 Und er fertigte zwei Gitter, Flechtwerk, kettenartige Schnre, 
zur Bedeckung der Knufe, welche oben auf den Sulen waren; ein Gitter fr 
den einen Knauf und ein Gitter fr den anderen Knauf.
1KI 7:18 Und er fertigte die Granatpfel und zwar zwei Reihen von 
Granatpfeln aus Erz auf das eine Gitter, und der Granatpfel waren 
zweihundert in Reihen rings um den einen Knauf; und ebenso verfertigte er 
sie fr den anderen Knauf.
1KI 7:19 Und die Knufe, die sich oben auf den Sulen befanden, waren 
lilienfrmig, in der Vorhalle, vier Ellen.
1KI 7:20 Und Knufe waren auf den beiden Sulen auch oberhalb nahe bei der 
Ausbauchung, die nach der Seite des Gitters ging.
1KI 7:21 Und er richtete die Sulen auf bei der Vorhalle des Tempels; er 
richtete die Sule zur Rechten auf und nannte sie Jachin, und er richtete 
die Sule zur Linken auf und nannte sie Boas.
1KI 7:22 Und oben auf den Sulen war's wie Lilien gestaltet. Also ward das 
Werk der Sulen vollendet.
1KI 7:23 Und er fertigte das Meer, aus Erz gegossen, von einem Rande bis 
zum andern zehn Ellen weit, ringsum rund und fnf Ellen hoch, und eine 
Schnur von dreiig Ellen umspannte dasselbe ringsum.
1KI 7:24 Unterhalb seines Randes aber umgaben es ringsum zehn Ellen 
Coloquinten, die rings um das Meer herumliefen, zwei Reihen Coloquinten, 
die gleich bei seinem Gusse mitgegossen waren.
1KI 7:25 Es stand auf zwlf Rindern; drei waren gegen Norden gewandt, drei 
gegen Westen, drei gegen Sden und drei gegen Osten. das Meer aber ruhte 
oben auf ihnen, und alle ihre Hinterteile waren nach innen gewendet.
1KI 7:26 Und seine Dicke betrug eine Handbreite, und sein Rand war wie der 
Rand eines Bechers gestaltet, nach Art einer Lilienblte; zweitausend Bath 
fate es.
1KI 7:27 Er fertigte auch die Gesthle, zehn an der Zahl, aus Erz; jedes 
solche Gesthl war vier Ellen lang, vier Ellen breit und drei Ellen hoch.
1KI 7:28 Es war aber das Gesthl folgendermaen gearbeitet: sie hatten 
Leisten und zwar Leisten zwischen den Sprossen.
1KI 7:29 Auf den Leisten aber, die zwischen den Sprossen liefen, befanden 
sich Lwen, Rinder und Kerube, und ebenso auf den Sprossen. Sowohl 
oberhalb als unterhalb der Lwen und Rinder befanden sich Blumengewinde, 
Gehnge.
1KI 7:30 Und jedes Gesthl hatte vier eherne Rder und eherne Achsen. Und 
seine vier Ecken hatten Schulterstcke. Unterhalb des Beckens waren die 
Schulterstcke angegossen; gegenber einem jeden waren Gewinde.
1KI 7:31 Seine ffnung aber befand sich innerhalb des Aufsatzes, und 
aufwrts ma dieser eine Elle. Seine ffnung aber war rund, wie eine Art 
von Gestell, anderthalb Ellen im Durchmesser, und auch auf ihm war 
Bildwerk eingegraben; seine Leisten aber waren viereckig, nicht rund.
1KI 7:32 Und die vier Rder befanden sich unterhalb der Leisten, und die 
Halter der Rder waren am Gesthle befestigt. Jedes Rad aber war 
anderthalb Ellen hoch.
1KI 7:33 Und die Rder warern gearbeitet wie Wagenrder. Ihre Halter, 
sowie ihre Felgen, Speichen und Naben - alles war Guwerk.
1KI 7:34 Und an den vier Ecken eines jeden Gesthls waren vier 
Schulterstcke; aus einem Gu mit dem Gesthle waren seine Schulterstcke.
1KI 7:35 Und oben auf dem Gesthle war eine Art von Gestell, eine halbe 
Elle hoch, ringsum gerundet, und oben auf dem Gesthle war der Aufsatz mit 
seinen Haltern, die das Becken sttzten. Seine Halter und seine Leisten 
waren aus einem Gu mit ihm.
1KI 7:36 Und auf die Flchen grub er Kerube, Lwen und Palmen ein, so viel 
auf einer jeden Raum war, und Blumengewinde ringsum.
1KI 7:37 Auf diese Weise fertigte er die zehn Gesthle; sie alle waren von 
einerlei Gu, einerlei Ma und einerlei Gestalt.
1KI 7:38 Sodann fertigte er zehn eherne Becken. Jedes dieser Becken fate 
vierzig Bath; jedes Becken hatte vier Ellen im Durchmesser. Ein Becken war 
auf jedem der zehn Gesthle.
1KI 7:39 Und er stellte fnf von den Gesthlen auf der sdlichen und fnf 
auf der nrdlichen Seite des Tempels auf; das Meer aber stellte er auf der 
Sdseite des Tempels auf, nach Osten zu, gegenber dem Sden.
1KI 7:40 Und Hiram fertigte die Tpfe, Schaufeln und Sprengschalen, und so 
vollendete Hiram alle Arbeiten, die er dem Knige Salomo fr den Tempel 
Jahwes gefertigt hatte:
1KI 7:41 zwei Sulen und die beiden Kugeln der Knufe oben auf den Sulen 
und die beiden Gitter, um die beiden Kugeln der Knufe oben auf den Sulen 
zu bedecken,
1KI 7:42 und die 400 Granatpfel fr die beiden Gitter, zwei Reihen 
Granatpfel fr jedes Gitter;
1KI 7:43 ferner die zehn Gesthle und die zehn Becken auf den Gesthlen
1KI 7:44 und das eine Meer und die zwlf Rinder unter dem Meer,
1KI 7:45 und die Tpfe, Schaufeln und Sprengschalen; und alle diese 
Gerte, die Hiram dem Knige Salomo fr den Tempel Jahwes gefertigt hatte, 
waren von poliertem Erz.
1KI 7:46 In der Jordansaue lie sie der Knig gieen, in Formen von 
Thonerde, zwischen Sukkoth und Zarethan.
1KI 7:47 Und Salomo lie die smtlichen Gerte ungewogen wegen der beraus 
groen Anzahl; das Gewicht des Erzes wurde nicht festgestellt.
1KI 7:48 Und Salomo fertigte alle die Gerte, die sich im Tempel Jahwes 
befanden: Den goldenen Altar und den Tisch, auf dem die Schaubrote lagen, 
aus Gold,
1KI 7:49 und die Leuchter, fnf zur Rechten und fnf zur Linken vor dem 
Hinterraum, aus feinem Gold, und die Blten, Lampen und Lichtscheren, aus 
Gold,
1KI 7:50 und die Becken, Messer, Sprengschalen, Schsseln und Pfannen, aus 
feinem Gold. Auch die Angeln an der Flgelthre, die zum innersten Raume - 
zum Allerheiligsten - fhrte, und an der Flgelthre des Tempels - zum 
Hauptraume - waren aus Gold.
1KI 7:51 Als nun alle die Arbeiten, die der Knig Salomo fr den Tempel 
Jahwes fertigen lie, vollendet waren, brachte Salomo die Weihgeschenke 
seines Vaters David hinein; das Silber und das Gold, und die Gerte legte 
er in die Schatzkammern des Tempels Jahwes.
1KI 8:1 Damals versammelte Salomo die Vornehmsten Israels und alle Hupter 
der Stmme, die Frsten der israelitischen Geschlechter, zum Knige Salomo 
nach Jerusalem, um die Lade mit dem Gesetze Jahwes aus der Stadt Davids, 
das ist Zion, hinaufzubringen.
1KI 8:2 Da versammelten sich zum Knige Salomo alle Mnner Israels im 
Monat Ethanim, am Feste, das ist der siebente Monat.
1KI 8:3 Da kamen alle die Vornehmsten Israels herzu, und die Priester 
nahmen die Lade auf,
1KI 8:4 und brachten die Lade Jahwes hinauf samt dem Offenbarungszelt und 
allen den heiligen Gerten, die sich im Zelte befanden - die brachten die 
Priester und die Leviten hinauf.
1KI 8:5 Der Knig Salomo aber und die ganze Gemeinde Israel, die sich bei 
ihm eingefunden hatte, standen mit ihm vor der Lade, indem sie Schafe und 
Rinder opferten, so viele, da man sie nicht zhlen noch berechnen konnte.
1KI 8:6 Und die Priester brachten die Lade mit dem Gesetze Jahwes an ihren 
Ort, in den Hinterraum des Gebudes in das Allerheiligste unter die Flgel 
der Kerube.
1KI 8:7 Denn die Kerube hielten die Flgel ausgebreitet ber den Ort der 
Lade, und so bedeckten die Kerube die Lade und ihre Stangen von oben her.
1KI 8:8 Und die Stangen waren so lang, da ihre Spitzen von dem Platze vor 
dem Hinterraum aus gesehen werden konnten; drauen aber waren sie nicht 
sichtbar. Und sie blieben daselbst bis auf den heutigen Tag.
1KI 8:9 In der Lade war nichts auer den beiden steinernen Tafeln, die 
Mose am Horeb hineingelegt hatte, den Tafeln des Bundes, den Jahwe mit den 
Israeliten schlo, als sie aus gypten zogen.
1KI 8:10 Als aber die Priester das Heiligtum verlieen, erfllte die Wolke 
den Tempel Jahwes,
1KI 8:11 da es den Priestern um der Wolke willen unmglich war, 
hinzutreten, um Dienst zu thun, denn die Herrlichkeit Jahwes erfllte den 
Tempel Jahwes.
1KI 8:12 Damals sprach Salomo:
1KI 8:13 Nun habe ich ein Haus gebaut zur Wohnung fr dich,
1KI 8:14 Und der Knig wandte sein Angesicht und begrte mit einem 
Segenswunsche die ganze Gemeinde Israel, whrend die ganze Gemeinde Israel 
stand.
1KI 8:15 Und er sprach. Gepriesen sei Jahwe, der Gott Israels, der durch 
seinen Mund mit meinem Vater David geredet und durch seine Hand erfllt 
hat, was er zusagte, indem er sprach:
1KI 8:16 Seit der Zeit, da ich mein Volk Israel aus gypten herausfhrte, 
habe ich aus keinem der Stmme Israels eine Stadt erwhlt, da man einen 
Tempel erbaue, damit mein Name daselbst wre. Dann aber habe ich Jerusalem 
erwhlt, da mein Name daselbst wre, und habe David erwhlt, da er ber 
mein Volk Israel Herrscher sein sollte.
1KI 8:17 Und mein Vater David hatte zwar im Sinne, dem Namen Jahwes, des 
Gottes Israels, einen Tempel zu bauen;
1KI 8:18 aber Jahwe sprach zu meinem Vater David: Da du dir vorgenommen 
hast, meinem Namen einen Tempel zu bauen, an diesem Entschluss hast du 
wohlgethan.
1KI 8:19 Doch nicht du sollst den Tempel bauen, sondern dein Sohn, der aus 
deinen Lenden hervorgehen wird, der soll meinem Namen den Tempel bauen.
1KI 8:20 Und Jahwe hat die Verheiung, die er gegeben, in Erfllung gehen 
lassen. Denn ich trat auf an meines Vaters David Statt und bestieg den 
Thron Israels, wie Jahwe verheien hat, und baute den Tempel fr den Namen 
Jahwes, des Gottes Israels.-1KI 8:21 Und ich richtete daselbst eine Sttte 
her fr die Lade, in der sich das Bundesgesetz Jahwes befindet, des 
Bundes, den er mit unseren Vtern geschlossen hat, als er sie aus gypten 
herausfhrte.
1KI 8:22 Und Salomo trat vor den Altar Jahwes angesichts der ganzen 
Gemeinde Israel, breitete seine Hnde aus gen Himmel
1KI 8:23 und sprach: Jahwe, du Gott Israels, es ist kein Gott, weder 
droben im Himmel, noch unten auf Erden, dir gleich, der du den Bund und 
die Gnade bewahrst deinen Knechten, die von ganzem Herzen vor dir wandeln,
1KI 8:24 der du deinem Knechte, meinem Vater David, gehalten hast, was du 
ihm verheien hattest. Ja, du hattest es mit deinem Munde geredet und mit 
deiner Hand hast du es erfllt, wie nunmehr zu ersehen ist.
1KI 8:25 Nun denn, Jahwe, du Gott Israels, halte deinem Knechte, meinem 
Vater David, was du ihm verheien hast, indem du sprachst: Es soll dir nie 
fehlen an einem Nachkommen vor mir, der da sitze auf dem Throne Israels, 
wenn nur deine Shne auf ihren Weg Acht haben, da sie vor mir wandeln, 
gleich wie du vor mir gewandelt hast.
1KI 8:26 Und nun, du Gott Israels, la deine Verheiung wahr werden, die 
du deinem Knechte, meinem Vater David, gegeben hast.
1KI 8:27 Sollte in Wahrheit Gott auf Erden wohnen? Siehe, der Himmel und 
die hchsten Himmel knnen dich nicht fassen, geschweige denn dieser 
Tempel, den ich gebaut habe.
1KI 8:28 Aber wende dich zu dem Gebet und Flehen deines Knechtes, Jahwe, 
mein Gott, da du hrest auf das Schreien und das Gebet, das dein Knecht 
heute vor dir betet;
1KI 8:29 da deine Augen bei Nacht und bei Tag offen stehen ber diesen 
Tempel, ber die Sttte, von der du verheien hast: Mein Name soll 
daselbst sein; da du hrest auf das Gebet, das dein Knecht an dieser 
Sttte beten wird.
1KI 8:30 Und du wollest hren auf die flehentlichen Worte deines Knechts 
und deines Volkes Israel, die sie an dieser Sttte beten werden; ja, du 
wollest hren an der Sttte, da du thronest, im Himmel, und wenn du hrst, 
verzeihen!
1KI 8:31 Falls sich jemand wider seinen Nchsten versndigt, und man ihm 
einen Eid auferlegt, um ihn seine Aussage eidlich bekrftigen zu lassen, 
und er kommt und schwrt vor deinem Altar in diesem Hause:
1KI 8:32 so wollest du hren im Himmel und eingreifen und deinen Knechten 
Recht schaffen, da du den Schuldigen verdammst, indem du sein Thun auf 
sein Haupt zurckfallen lssest, den Unschuldigen aber gerecht sprichst, 
indem du ihm giebst nach seiner Gerechtigkeit.
1KI 8:33 Wenn dein Volk Israel geschlagen wird und vor dem Feinde fliehen 
mu, weil sie sich an dir versndigt haben, und sie bekehren sich zu dir 
und bekennen deinen Namen und beten und flehen zu dir in diesem Hause:
1KI 8:34 so wollest du hren im Himmel und die Snde deines Volkes Israel 
vergeben und sie zurckbringen auf den Boden, den du ihren Vtern 
verliehen hast.
1KI 8:35 Wenn der Himmel verschlossen ist, und kein Regen fllt, weil sie 
sich an dir versndigt haben, und sie beten an dieser Sttte und bekennen 
deinen Namen und bekehren sich von ihrer Snde, weil du sie demtigst:
1KI 8:36 so wollest du hren im Himmel und die Snde deiner Knechte und 
deines Volkes Israel vergeben, wenn du ihnen den guten Weg weisest, auf 
dem sie wandeln sollen; und wollest Regen senden auf dein Land, da du 
deinem Volke zum Erbbesitze verliehen hast.
1KI 8:37 Wenn Hungersnot im Lande sein sollte, wenn Pest, wenn Brand und 
Vergilben des Getreides, oder Heuschrecken und Ungeziefer, wenn sein Feind 
es bedrngt in einer seiner Ortschaften, kurz wenn irgendwelche Plage, 
irgendwelche Krankheit eintritt:
1KI 8:38 geschieht dann irgendein Gebet oder Flehen von irgendeinem 
Menschen, von deinem ganzen Volk Israel, wenn ein jeglicher den Schlag in 
seinem Gewissen sprt und seine Hnde nach diesem Hause ausbreitet:
1KI 8:39 so wollest du hren im Himmel, der Sttte, da du thronest, und 
vergeben und schaffen, da du einem jeglichen gebest, ganz wie er 
gewandelt hat, wie du sein Herz erkennst, - denn du allein kennst das Herz 
aller Menschenkinder! -1KI 8:40 auf da sie dich frchten allezeit, 
solange sie auf dem Boden leben, den du unseren Vtern verliehen hast.
1KI 8:41 Aber auch auf den Fremdling, der nicht zu deinem Volk Israel 
gehrt, wenn er aus fernem Lande kommt um deines Namens willen,
1KI 8:42 - denn sie werden hren von deinem groen Namen, deiner starken 
Hand und deinem ausgereckten Arm - wenn er kommt und vor diesem Tempel 
betet,
1KI 8:43 so wollest du hren im Himmel, der Sttte, da du thronest, und 
alles das thun, worum der Fremde dich anruft, damit alle Vlker der Erde 
deinen Namen erkennen, da sie dich ebenso frchten, wie dein Volk Israel, 
und da sie inne werden, da dieser Tempel, den ich gebaut habe, nach 
deinem Namen genannt sei.
1KI 8:44 Wenn dein Volk zum Kampfe gegen seinen Feind ausziehen wird, des 
Wegs, den du sie senden wirst, und sie zu Jahwe beten in der Richtung nach 
der Stadt hin, die du erwhlt hast, und nach dem Tempel, den ich deinem 
Namen erbaut habe:
1KI 8:45 so wollest du ihr Gebet und Flehen im Himmel hren und ihnen 
Recht verschaffen.
1KI 8:46 Wenn sie sich an dir versndigen werden, - denn es giebt keinen 
Menschen, der nicht sndigte, - und du auf sie zrnst und sie dem Feinde 
preis giebst, da ihre Bezwinger sie gefangen fhren in das Land des 
Feindes, es sei nun fern oder nahe,
1KI 8:47 und sie gegen in sich in dem Lande, wohin sie gefangen gefhrt 
sind, und bekehren sich und flehen zu dir im Land ihrer Bezwinger und 
sprechen: Wir haben gesndigt und verkehrt gehandelt, wir sind gottlos 
gewesen!
1KI 8:48 und bekehren sich also zu dir von ganzem Herzen und von ganzer 
Seele im Land ihrer Feinde, die sie weggefhrt haben, und beten zu dir in 
der Richtung nach ihrem Lande hin, das du ihren Vtern verliehen hast, 
nach der Stadt, die du erwhlt hast, und nach dem Hause, das ich deinem 
Namen erbaut habe:
1KI 8:49 so wollest du ihr Gebet und Flehen hren im Himmel, der Sttte, 
da du thronest, und ihnen Recht verschaffen
1KI 8:50 und deinem Volke vergeben, was sie an dir gesndigt haben, und 
alle ihre bertretungen, womit sie sich wider dich vergangen gaben, und 
wollest ihnen Barmherzigkeit widerfahren lassen von seiten derer, die sie 
gefangen halten, da die sich ihrer erbarmen.
1KI 8:51 Denn sie sind dein Volk und dein Eigentum, das du aus gypten 
herausgefhrt hast, mitten aus dem Eisen-Schmelzofen,
1KI 8:52 da deine Augen offen stehen fr das Flehen deines Knechts und 
das Flehen deines Volkes Israel, da du sie erhrest in allem, worum sie 
dich anrufen.
1KI 8:53 Denn du hast sie dir ausgesondert zum Eigentum aus allen Vlkern 
der Erde, wie du durch deinen Knecht Mose verheien hast, als du unsere 
Vter aus gypten herausfhrtest, o Herr Jahwe!
1KI 8:54 Und als Salomo all' dieses Gebet und Flehen zu Jahwe ausgebetet 
hatte, erhob er sich von dem Platze vor dem Altare Jahwes, wo er mit gen 
Himmel ausgebreiteten Hnden auf den Knieen gelegen hatte,
1KI 8:55 und trat hin und segnete die ganze Gemeinde Israel mit lauter 
Stimme, indem er sprach:
1KI 8:56 Gepriesen sei Jahwe, der seinem Volk Israel Ruhe verliehen, ganz 
wie er verheien hat; keine einzige ist hinfllig geworden von all' den 
herrlichen Verheiungen, die er durch seinen Knecht Mose gegeben hat.
1KI 8:57 Es sei Jahwe, unser Gott, mit uns, wie er mit unseren Vtern 
gewesen ist. Er wolle uns nicht verlassen noch verstoen,
1KI 8:58 auf da er unser Herz zu ihm neige, da wir immerdar auf seinen 
Wegen wandeln und seine Gebote, Satzungen und Rechte beobachten, die er 
unseren Vtern anbefohlen hat.
1KI 8:59 Und diese meine Worte, die ich flehend vor Jahwe geredet habe, 
mgen Jahwe, unserem Gotte, bei Tag und bei Nacht nahe sein, da er seinem 
Knecht und seinem Volk Israel nach eines jeglichen Tags Erfordernis Recht 
schaffe,
1KI 8:60 damit alle Vlker der Erde erkennen, da Jahwe Gott ist, und 
keiner sonst.
1KI 8:61 Und euer Herz sei ungeteilt gegenber Jahwe, unserem Gotte, da 
ihr nach seinen Satzungen wandelt und seine Gebote haltet, wie es jetzt 
der Fall ist.
1KI 8:62 Der Knig aber und ganz Israel mit ihm opferten Schlachtopfer vor 
Jahwe.
1KI 8:63 Und zwar opferte Salomo als das Heilsopfer, das er Jahwe 
schlachtete, 22 000 Rinder und 120 000 Schafe. Also weihten sie den Tempel 
Jahwes ein, der Knig und alle Israeliten.
1KI 8:64 Jenes Tages weihte der Knig den mittleren Teil des Vorhofs, der 
vor dem Tempel Jahwes liegt, indem er die Brandopfer, die Speisopfer und 
die Fettstcke der Heilsopfer daselbst opferte. Denn der eherne Altar, der 
vor Jahwe stand, war zu klein, um die Brandopfer und Speisopfer und die 
Fettstcke der Heilopfer zu fassen.
1KI 8:65 So beging Salomo zu jener Zeit das Fest und ganz Israel mit ihm, -
 eine gewaltige Versammlung, von da, wo es nach Hammath hineingeht, an bis 
 zum Bach gyptens, - vor Jahwe, unserem Gotte, sieben Tage lang und 
 sieben Tage, zusammen vierzehn Tage.
1KI 8:66 Am achten Tag aber entlie er das Volk. Und sie verabschiedeten 
sich vom Knig und gingen hin in ihre Heimat frhlich und gutes Muts wegen 
all' des Guten, das Jahwe seinem Knechte David und seinem Volk Israel 
erwiesen hatte.
1KI 9:1 Als nun Salomo den Bau des Tempels Jahwes und des kniglichen 
Palastes und jeglichen Plan Salomos, nach dessen Ausfhrung er Verlangen 
getragen, zu Ende gefhrt hatte,
1KI 9:2 da erschien Jahwe dem Salomo zum anderen Male, wie er ihm zu 
Gibeon erschienen war.
1KI 9:3 Und Jahwe sprach zu ihm: Ich habe dein Gebet und dein Flehen 
gehrt, das du vor mich gebracht hast. Ich habe diesen Tempel, den du 
erbaut hast, zu einem Heiligtume gemacht, indem ich meinen Namen fr immer 
daselbst wohnen lasse, und meine Augen und mein Herz sollen immerdar 
daselbst weilen.
1KI 9:4 Wenn du nun vor mir wandeln wirst, wie dein Vater David gewandelt 
hat, in Herzenseinfalt und in Aufrichtigkeit, da du thust, ganz wie ich 
dir geboten habe, und meine Satzungen und Rechte beobachtest:
1KI 9:5 So will ich den Thron deines Knigtums ber Israel fr immer 
besttigen, wie ich deinem Vater David verheien habe, indem ich sprach: 
Es soll dir nie fehlen an einem Nachkommen auf dem Thron Israels.
1KI 9:6 Werdet ihr euch aber doch von mir abwenden, ihr und eure Kinder, 
und meine Gebote und Satzungen, die ich euch vorgelegt habe, nicht 
beobachten, sondern hingehen und andere Gtter verehren und euch vor ihnen 
niederwerfen:
1KI 9:7 so werde ich Israel wegtilgen von dem Boden, den ich ihnen 
verliehen habe, und werde den Tempel, den ich meinem Namen geheiligt habe, 
verworfen sein lassen vor meinem Angesicht, und Israel soll ein Gegenstand 
des Spottes und Hohnes werden unter allen Vlkern.
1KI 9:8 Und dieser Tempel, der erhaben war, soll zu Trmmern werden; 
jeder, der an ihm vorbergeht, wird sich entsetzen und zischen, und wenn 
man dann fragen wird: Warum hat Jahwe diesem Land und diesem Tempel 
Solches angethan?
1KI 9:9 So wird man antworten: Darum, da sie Jahwe, ihren Gott, der ihre 
Vter aus gypten herausfhrte, verlassen und sich zu anderen Gttern 
gehalten haben und haben sich vor ihnen niedergeworfen und ihnen gedient, -
 darum hat Jahwe all' dieses Unglck ber sie gebracht!
1KI 9:10 Nach Ablauf der zwanzig Jahre aber, in welchen Salomo die beiden 
Gebude, den Tempel Jahwes und den kniglichen Palast, errichtet hatte,
1KI 9:11 - Hiram nmlich, der Knig von Tyrus, hatte Salomo untersttzt 
mit Cedern- und Cypressenbalken, sowie mit Gold, soviel er begehrte, - 
damals trat der Knig Salomo dem Hiram zwanzig Stdte in der Landschaft 
Galila ab.
1KI 9:12 Und Hiram zog aus von Tyrus, um die Stdte zu besehen, die ihm 
Salomo abgetreten hatte, aber sie gefielen ihm nicht.
1KI 9:13 Da sprach er: Was sind das fr Stdte, die du mir da abgetreten 
hast, mein Bruder! Daher nennt man sie die Landschaft Kabul bis auf den 
heutigen Tag.
1KI 9:14 Hiram aber sandte dem Knig hundert und zwanzig Talente Goldes.
1KI 9:15 Und also verhielt sich's mit der Fron, die der Knig Salomo 
aushob, um den Tempel Jahwes und seinen Palast, das Millo und die Mauer 
Jerusalems, sowie die Befestigungen von Hazor, Megiddo und Geser zu 
erbauen.
1KI 9:16 Der Pharao nmlich, der Knig von gypten, war herangezogen, 
hatte Geser erobert und eingeschert und die Kanaaniter niedergemetzelt, 
die die Stadt bewohnten, und hatte dieselbe seiner Tochter, der Gemahlin 
Salomos, zur Mitgift gegeben.
1KI 9:17 Also befestigte Salomo Geser und das untere Beth-Horon
1KI 9:18 und Baalath und Thamar in der Steppe im Lande
1KI 9:19 und alle Vorratsstdte, die Salomo gehrten, und die Wagenstdte 
und die Stdte fr die Reiter und was immer Salomo zu Jerusalem, auf dem 
Libanon und im ganzen Bereiche seiner Herrschaft zu erbauen wnschte.
1KI 9:20 Alles nun, was noch brig war, von den Amoritern, Hethitern, 
Pheresitern, Hevitern und Jebusitern, die nicht zu den Israeliten gehrten,
1KI 9:21 - die Nachkommen von ihnen, die noch brig waren im Lande, an 
denen die Israeliten den Bann nicht hatten vollstrecken knnen, - die hob 
Salomo zum Frondienst aus, und so fronen sie bis auf den heutigen Tag.
1KI 9:22 Von den Israeliten aber machte Salomo niemand zum Leibeigenen, 
sondern sie waren die Kriegsleute und seine Beamten, seine Obersten und 
Wagenkmpfer, die Befehlshaber ber seine Wagen und Reiter.
1KI 9:23 Dies waren die obersten Beamten der Vgte, die ber das Werk 
Salomos gesetzt waren: 550, welche ber die Leute, die bei dem Werke 
beschftigt waren, die Aufsicht fhrten.
1KI 9:24 Kaum aber war die Tochter des Pharao aus der Stadt Davids 
heraufgezogen in ihr eigenes Haus, das er fr sie erbaut hatte, da baute 
er das Millo.
1KI 9:25 Und Salomo opferte dreimal im Jahre Brandopfer und Heilsopfer auf 
dem Altare, den er Jahwe erbaut hatte, und rucherte mit ihm, was vor 
Jahwe war, und vollendete das Haus.
1KI 9:26 Auch Schiffe erbaute der Knig Salomo zu Ezeon-Geber, das bei 
Eloth am Ufer des Schilfmeers im Lande Edom liegt.
1KI 9:27 Und Hiram sandte auf der Flotte Unterthanen von sich - 
Schiffsleute, die mit dem Meere vertraut waren, - zusammen mit den 
Unterthanen Salomos.
1KI 9:28 Und sie gelangten nach Ophir und holten von dort Gold - 420 
Talente - und brachten es zum Knige Salomo.
1KI 10:1 Als aber die Knigin von Saba das Gercht von Salomo vernahm und 
von dem Tempel, den Salomo dem Namen Jahwes erbaut hatte, da kam sie, um 
ihn mit Rtseln zu versuchen.
1KI 10:2 Sie kam aber nach Jerusalem mit einem sehr groen Gefolge, sowie 
mit Kamelen, die Spezereien und eine groe Menge Goldes und Edelsteine 
trugen. Als sie nun zu Salomo hineinkam, trug sie ihm alles das vor, was 
sie sich vorgenommen hatte.
1KI 10:3 Salomo aber hatte Antwort auf alle ihre Fragen; es gab nichts, 
was dem Knige verborgen gewesen wre, da er ihr die Antwort darauf 
schuldig geblieben wre.
1KI 10:4 Als aber die Knigin von Saba alle die Weisheit Salomos wahrnahm, 
und den Palast, den er erbaut hatte,
1KI 10:5 und die Speisen fr seinen Tisch, die Wohnungen seiner Beamten 
und das Aufwarten seiner Diener und ihre Gewnder und seine Mundschenken 
und sein Brandopfer, das er im Tempel Jahwes darzubringen pflegte, da 
geriet sie ganz auer sich
1KI 10:6 und sprach zum Knige: Volle Wahrheit ist es gewesen, was ich in 
meinem Lande von deinen Angelegenheiten und von deiner Weisheit vernommen 
habe.
1KI 10:7 Ich habe der Kunde nicht glauben wollen, bis ich gekommen bin und 
es mit eigenen Augen gesehen habe. Und dabei ist mir noch nicht einmal die 
Hlfte berichtet worden; du besitzest vielmehr Weisheit und Reichtum, als 
das Gercht sagt, welches ich vernommen habe.
1KI 10:8 Glckselig deine Frauen, glckselig diese deine Diener, die 
allezeit dienend vor dir stehen und deine Weisheit hren!
1KI 10:9 Es sei Jahwe, dein Gott gepriesen, der an dir Wohlgefallen hatte, 
da er dich auf den Thron Israels setzte; weil Jahwe Israel lieb hat 
ewiglich, darum hat er dich zum Knig eingesetzt, da du Recht und 
Gerechtigkeit best!
1KI 10:10 Und sie schenkte dem Knige 120 Talente Goldes und eine groe 
Menge Spezereien und Edelsteine; niemals wieder gingen so viele Spezereien 
ein, als die Knigin von Saba dem Knige Salomo schenkte.
1KI 10:11 Aber auch die Schiffe Hirams, die Gold aus Ophir geholt hatten, 
brachten eine groe Menge von Sandelholz und Edelsteinen mit.
1KI 10:12 Und der Knig lie von dem Sandelholz Lehnen sowohl fr den 
Tempel, als fr den kniglichen Palast, anfertigen, sowie Zithern und 
Harfen fr die Snger; in solcher Weise ist Sandelholz nicht mehr 
eingefhrt worden, noch zu sehen gewesen bis auf den heutigen Tag.
1KI 10:13 Und der Knig Salomo gab der Knigin von Saba alles, was sie 
wnschte und begehrte, auer dem, was er ihr gab aus eigner kniglicher 
Freigebigkeit. Hierauf machte sie sich auf den Heimweg und zog samt ihren 
Dienern wieder in ihr Land.
1KI 10:14 Und das Gewicht des Goldes, das fr Salomo in einem Jahre 
einkam, betrug 666 Goldtalente,
1KI 10:15 abgesehen von dem, was einkam von den Karawanen und dem Handel 
der Kaufleute und von allen Knigen der Steppenbewohner und den 
Stattgaltern des Landes.
1KI 10:16 Und der Knig Salomo lie zweihundert groe Schilde von 
geschlagenem Gold anfertigen; sechshundert Sekel Goldes verwendete er auf 
jeden Schild;
1KI 10:17 dazu dreihundert Tartschen von geschlagenem Golde: drei Minen 
Goldes verwendete er auf jede Tartsche. Und der Knig that sie ins 
Libanonwald-Haus.
1KI 10:18 Ferner lie der Knig einen groen elfenbeinernen Thron 
anfertigen und berzog ihn mit lauterem Golde.
1KI 10:19 Sechs Stufen hatte der Thron, und das Oberteil hinten am Throne 
war gerundet; und am Sitzplatze waren auf beiden Seiten Armlehnen, und 
neben den Lehnen standen zwei Lwen.
1KI 10:20 Zwlf Lwen aber standen auf den sechs Stufen zu beiden Seiten. 
Derartiges ist nie fr irgend ein Knigreich angefertigt worden.
1KI 10:21 Und alle Trinkgefe des Knigs Salomo waren von Gold und alle 
Gerte des Libanonwald-Hauses waren von feinem Golde, nichts von Silber, 
denn das Silber wurde zu den Zeiten Salomos fr gar nichts geachtet.
1KI 10:22 Denn der Knig hatte Tarsisschiffe auf dem Meere bei den 
Schiffen Hirams; aller drei Jahre einmal kamen die Tarsisschiffe und 
brachten Gold, Silber, Elfenbein, Affen und Pfauen.
1KI 10:23 Und der Knig Salomo bertraf alle Knige der Erde an Reichtum 
und Weisheit.
1KI 10:24 Und alle Welt begehrte Salomo zu sehen, um die Aussprche seiner 
Weisheit zu hren, die ihm Gott ins Herz gegeben hatte.
1KI 10:25 Dabei brachten sie ein jeder sein Geschenk, silberne und goldene 
Gerte, Gewnder und Waffen, Spezereien, Rosse und Maultiere, ein Jahr wie 
das andere.
1KI 10:26 Und Salomo beschaffte zahlreiche Wagen und Reiter, und zwar 
besa er 1400 Wagen und 12000 Reiter; die legte er in die Wagenstdte und 
in die Umgebung des Knigs zu Jerusalem.
1KI 10:27 Und der Knig machte, da das Silber zu Jerusalem an Menge den 
Steinen gleichkam, und die Cedern den Maulbeerfeigenbumen, die in der 
Niederung wachsen.
1KI 10:28 Und die Ausfuhr der Rosse Salomos erfolgte aus gypten, und zwar 
pflegten die kniglichen Hndler einen Zug zu holen gegen Bezahlung,
1KI 10:29 so da ein Wagen um 600 Silbersekel aus gypten heraufgebracht 
und ausgefhrt wurde, ein Pferd aber um 150. Und auf diese Weise wurden 
sie durch ihre Vermittelung an alle Knige der Hethiter und die Knige der 
Aramer ausgefhrt.
1KI 11:1 Der Knig Salomo aber liebte viele auslndische Weiber auer der 
Tochter des Pharao: Moabiterinnen, Ammoniterinnen, Edomiterinnen, 
Sidonierinnen, Hethiterinnen,
1KI 11:2 also Weiber aus den Vlkern, in betreff deren Jahwe den 
Israeliten geboten hatte: Ihr drft euch nicht mit ihnen vermischen, noch 
sie sich mit euch; sonst werden sie euch dazu verfhren, da ihr euch zu 
ihren Gttern haltet! An diesen hing Salomo mit Liebe.
1KI 11:3 Und zwar besa er 700 eigentliche Frauen und 300 Kebsweiber, und 
seine Weiber verfhrten ihn.
1KI 11:4 Als nun Salomo alt geworden war, verfhrten ihn seine Weiber 
dazu, da er sich zu fremden Gttern hielt, und sein Herz war nicht mehr 
ungeteilt gegenber Jahwe, seinem Gotte, wie das Herz seines Vaters David.
1KI 11:5 So wandelte denn Salomo der Asthoreth nach, der Gottheit der 
Sidonier, und dem Milkom, dem Scheusal der Ammoniter.
1KI 11:6 Und Salomo that, was Jahwe mifllig war, und bewies Jahwe nicht 
vollen Gehorsam, wie sein Vater David.
1KI 11:7 Damals errichtete Salomo eine Opferhhe fr Kamos, das Scheusal 
der Moabiter, auf dem Berge, der stlich von Jerusalem liegt, und fr 
Milkom, das Scheusal der Ammoniter.
1KI 11:8 Und so that er fr alle seine auslndischen Weiber, indem sie 
ihren Gttern rucherten und opferten.
1KI 11:9 Jahwe aber ward zornig ber Salomo, da er abtrnnig geworden war 
von Jahwe, dem Gott Israels, der ihm doch zweimal erschienen war
1KI 11:10 und der ihm gerade dieses Gebot gegeben hatte, nicht fremden 
Gttern nachzufolgen; aber was ihm Jahwe geboten, hatte er nicht gehalten.
1KI 11:11 Darum sprach Jahwe zu Salomo: Weil du dir Solches hast beikommen 
lassen und die Verpflichtung, die ich auferlegt, sowie meine Satzungen, 
die ich dir geboten, nicht beobachtet hast, so will ich dir nun das 
Knigtum entreien und es deinem Knechte verleihen.
1KI 11:12 Doch bei deinen Lebzeiten will ich es noch nicht thun, um deines 
Vaters David willen; aber deinem Sohne will ich es entreien.
1KI 11:13 Doch will ich ihm nicht das ganze Reich entreien; einen Stamm 
will ich deinem Sohne geben, um meines Knechtes David willen und um 
Jerusalems willen, das ich erwhlt habe.
1KI 11:14 Und Jahwe lie Salomo einen Widersacher erstehen in dem Edomiter 
Hadad; der stammte aus dem kniglichen Geschlecht in Edom.
1KI 11:15 Damals nmlich, als David die Edomiter ausrottete, als der 
Feldhauptmann Joab hinzog, die Erschlagenen zu begraben, und alles was 
mnnlich war in Edom niedermetzelte
1KI 11:16 - denn Joab blieb sechs Monate dort mit dem ganzen Israel, bis 
er alles was mnnlich war in Edom, ausgerottet hatte, -1KI 11:17 da floh 
Hadad mit etlichen Edomitern, die zu den Dienern seines Vaters gehrt 
hatten, um sich nach gypten zu begeben; Hadad aber war damals noch ein 
kleiner Knabe.
1KI 11:18 Und sie brachen aus Midian auf und gelangten nach Paran; sodann 
nahmen sie aus Paran Leute mit sich und gelangten nach gypten zum Pharao, 
dem Knige von gypten. Der gab ihm ein Haus und wies ihm Nahrung an; auch 
Land gab er ihm.
1KI 11:19 Und Hadad kam in groe Gunst bei dem Pharao, so da er ihm die 
ltere Schwester seiner Gemahlin Thachpenes zum Weibe gab.
1KI 11:20 Und die Schwester der Thachpenes gebar ihm einen Sohn Genubath; 
Thachpenes aber entwhnte ihn im Palaste des Pharao, und so blieb Genubath 
im Palaste des Pharao mitten unter den Kindern des Pharao.
1KI 11:21 Als nun Hadad in gypten vernahm, da sich David zu seinen 
Vtern gelegt habe, und da der Feldhauptmann Joab tot sei, bat Hadad den 
Pharao: Entla mich, da ich nach meiner Heimat ziehe!
1KI 11:22 Der Pharao aber erwiderte ihm: Was fehlt dir denn bei mir, da 
du nach deiner Heimat zu ziehen begehrst? Er erwiderte: Nichts, aber la 
mich ziehen!
1KI 11:23 Ferner lie ihm Gott einen Widersacher erstehen in Reson, dem 
Sohne Eljadas, der aus der Umgebung Hadad-Esers, des Knigs von Zoba, 
seines Herrn entwichen war.
1KI 11:24 Dieser sammelte Leute um sich und ward Oberster einer 
Streifschar damals, als David das Blutbad unter den Aramern anrichtete; 
und er eroberte Damaskus und setzte sich darin fest und wurde Knig in 
Damaskus.
1KI 11:25 Und er war Israels Widersacher, solange Salomo lebte, und zwar 
neben dem Unheil, welches Hadad angestiftet hatte; und er hatte einen 
heftigen Widerwillen gegen Israel und war Knig ber Aram.
1KI 11:26 Und Jerobeam, der Sohn Nebaths, ein Ephraimiter von Zereda 
(seine Mutter hie Zerua und war eine Witwe), ein Beamter Salomos, emprte 
sich gleichfalls gegen den Knig.
1KI 11:27 Da er sich aber gegen den Knig emprte, das ging so zu: Salomo 
erbaute das Millo und verschlo die Lcke an der Stadt Davids, seines 
Vaters;
1KI 11:28 jener Jerobeam aber war ein wackerer Bursche. Als nun Salomo 
wahrnahm, da der junge Mann ein tchtiger Arbeiter sei, machte er ihn zum 
Aufseher ber alle Fronarbeit des Stammes Joseph.
1KI 11:29 Es begab sich aber zu jener Zeit, als Jerobeam einmal aus 
Jerusalem hinweggegangen war, da ihm unterwegs der Prophet Ahia von Silo 
antraf; der war mit einem neuen Mantel angethan, und die beiden waren 
allein auf freien Felde.
1KI 11:30 Da fate Ahia den neuen Mantel, den er anhatte, zerri ihn in 
zwlf Stcke
1KI 11:31 und sprach zu Jerobeam: Nimm dir zehn Stcke! Denn so spricht 
Jahwe, der Gott Israels: Frwahr, ich will Salomo das Reich entreien und 
dir die zehn Stmme bergeben,
1KI 11:32 - aber den einen Stamm soll er behalten um meines Knechtes David 
willen und um Jerusalems willen, der Stadt, die ich erwhlt habe aus allen 
Stmmen Israels, -1KI 11:33 darum, da er mich verlassen und sich 
niedergeworfen hat vor Astoreth, der Gottheit der Sidonier, vor Kamos, dem 
Gotte der Moabiter, und vor Milkom, dem Gotte der Ammoniter, und ist nicht 
auf meinen Wegen gewandelt, da er das, was mir wohlgefllt, und meine 
Satzungen und Rechte gebt htte, wie sein Vater David.
1KI 11:34 Aber ich will ihm nicht das ganze Reich entreien, sondern will 
ihn Frst sein lassen fr seine ganze Lebenszeit um Davids, meines 
Knechtes, willen, den ich erwhlt habe, der meine Gebote und Satzungen 
beobachtet hat.
1KI 11:35 Seinem Sohn aber will ich das Reich entreien und es dir geben, 
nmlich die zehn Stmme,
1KI 11:36 und seinem Sohne will ich einen Stamm geben, damit meinem 
Knechte David allezeit eine Leuchte vor mir verbleibe in Jerusalem, der 
Stadt, die ich erwhlt habe, um meinen Namen daselbst wohnen zu lassen.
1KI 11:37 Und dich will ich nehmen, da du herrschest ber alles, wonach 
dich gelstet, und Knig seist ber Israel.
1KI 11:38 Wirst du nun gehorchen in allem, was ich dir gebieten werde, und 
auf meinen Wegen wandeln und thun, was mir wohlgefllt, indem du meine 
Satzungen und Gebote beobachtest, wie mein Knecht David gethan hat: so 
will ich mit dir sein und dir ein dauerndes Haus bauen, wie ich es David 
gebaut habe, ich will dir Israel bergeben;
1KI 11:39 die Nachkommen Davids aber will ich um deswillen demtigen, doch 
nicht fr alle Zeit!
1KI 11:40 Und Salomo trachtete darnach, Jerobeam ums Leben zu bringen: da 
machte sich Jerobeam auf und entwich nach gypten zu Sisak, dem Knige von 
gypten, und blieb in gypten bis zum Tode Salomos.
1KI 11:41 Was aber sonst noch von Salomo zu sagen ist und alles, was er 
ausgefhrt hat, und der Bericht ber seine Weisheit, das ist ja 
aufgezeichnet im Buche der Geschichte Salomos.
1KI 11:42 Und die Zeit, whrend welcher Salomo zu Jerusalem ber ganz 
Israel Knig war, betrug vierzig Jahre.
1KI 11:43 Alsdann legte sich Salomo zu seinen Vtern und ward in der Stadt 
Davids, seines Vaters, begraben. Und sein Sohn Rehabeam wurde Knig an 
seiner Statt.
1KI 12:1 Und Rehabeam begab sich nach Sichem, denn zu Sichem war ganz 
Israel erschienen, um ihn zum Knige zu machen.
1KI 12:2 Sobald aber Jerobeam, der Sohn Nebats, vernahm - er war nmlich 
noch in gypten, wohin er vor dem Knige Salomo geflohen war -, da Salomo 
gestorben sei, da kehrte Jerobeam aus gypten zurck.
1KI 12:3 Und sie sandten hin und lieen ihn rufen. Da kamen Jerobeam und 
die ganze Gemeinde Israel, und sie redeten zu Rehabeam also:
1KI 12:4 Dein Vater hat uns ein drckendes Joch auferlegt; so erleichtere 
du uns nun den harten Dienst und das schwere Joch, das uns dein Vater 
auferlegt hat, so wollen wir dir unterthan sein.
1KI 12:5 Er erwiderte ihnen: Zieht euch noch fr drei Tage zurck und 
kommt dann wieder zu mir! Und das Volk zog sich zurck.
1KI 12:6 Da beriet sich der Knig Rehabeam mit den Alten, die seinem Vater 
Salomo bei dessen Lebzeiten gedient hatten, und sprach: Welchen Bescheid 
ratet ihr diesen Leuten zu geben?
1KI 12:7 Sie erwiderten ihm also: Wirst du heute diesen Leuten zu Willen 
sein und dich ihnen fgen und auf sie hren und ihnen einen freundlichen 
Bescheid erteilen, so werden sie dir allezeit zu Willen sein.
1KI 12:8 Er aber kehrte sich nicht an den Rat, den ihm die Alten gegeben 
hatten, sondern beriet sich mit den Jungen, die mit ihm aufgewachsen waren 
und nun in seinem Dienste standen,
1KI 12:9 und fragte sie: Welchen Bescheid ratet ihr diesen Leuten zu 
geben, die also zu mir geredet haben: Mache das Joch leichter, das uns 
dein Vater auferlegt hat?
1KI 12:10 Da antworteten ihm die Jungen, die mit ihm aufgewachsen waren, 
also: So mu du diesen Leuten antworten, die das zu dir gesagt haben: 
Dein Vater hat uns ein schweres Joch auferlegt, du aber mache es uns 
leichter, - so mut du zu ihnen sprechen: Mein kleiner Finger ist dicker 
als meines Vaters Lenden!
1KI 12:11 Wohlan denn, hat mein Vater euch ein schweres Joch aufgeladen, 
so will ich euer Joch noch drckender machen; hat euch mein Vater mit 
Peitschen gezchtigt, so will ich euch mit Skorpionen zchtigen!
1KI 12:12 Als nun Jerobeam und das ganze Volk am dritten Tage zu Rehabeam 
kam, nach dem Befehle des Knigs: Kommt am dritten Tage wieder zu mir:
1KI 12:13 da gab der Knig dem Volk eine harte Antwort und kehrte sich 
nicht an den Rat, den ihm die Alten gegeben hatten,
1KI 12:14 sondern redete nach der Jungen Rat also zu ihnen: Hat euch mein 
Vater ein schweres Joch auferlegt, so will ich euer Joch noch drckender 
machen; hat euch mein Vater mit Peitschen gezchtigt, so will ich euch mit 
Skorpionen zchtigen!
1KI 12:15 Also gab der Knig dem Volke kein Gehr; denn so war es von 
Jahwe verhngt, damit er sein Wort in Kraft treten liee, das Jahwe durch 
Ahia von Silo zu Jerobeam, dem Sohne Nebats, geredet hatte.
1KI 12:16 Als aber ganz Israel erkannte, da ihnen der Knig kein Gehr 
geschenkt habe, gab das Volk dem Knige diesen Bescheid: Was haben wir fr 
Teil an David? Kein Erbe steht uns zu am Sohne Isais! Nach deiner Heimat 
begieb dich Israel! Nun sieh nach deinem Hause, David! Also begaben sich 
die Israeliten in ihre Heimat.
1KI 12:17 ber die Israeliten aber, die in den Stdten Judas wohnten, ber 
diese war Rehabeam Knig.
1KI 12:18 Als nun der Knig Rehabeam den Fronmeister Adoniram hinsandte, 
warf ihn ganz Israel mit Steinen zu Tode. Der Knig Rehabeam aber sprang 
noch rasch auf seinen Wagen und floh nach Jerusalem.
1KI 12:19 Also fiel Israel vom Hause Davids ab bis auf den heutigen Tag.
1KI 12:20 Als aber ganz Israel vernahm, da Jerobeam zurckgekehrt sei, 
sandten sie hin und lieen ihn zur Volksversammlung rufen und machten ihn 
zum Knig ber das ganze Israel. Niemand hielt es mit dem Hause Davids 
auer allein der Stamm Juda.
1KI 12:21 Als aber Rehabeam nach Jerusalem gelangt war, versammelte er das 
ganze Haus Juda und den Stamm Benjamin, 180 000 auserlesene Krieger, zum 
Kampfe gegen das Haus Israel, um Rehabeam, dem Sohne Salomos, das Knigtum 
wiederzugewinnen.
1KI 12:22 Aber das Wort Gottes erging an Semaja, den Mann Gottes, also:
1KI 12:23 Sprich zu Rehabeam, dem Sohne Salomos, dem Knige von Juda, und 
zum ganzen Hause Juda und Benjamin samt dem brigen Volk also:
1KI 12:24 So spricht Jahwe: Ihr sollt nicht hinziehen, um gegen eure 
Brder, die Israeliten, zu kmpfen: jedermann kehre wieder heim, denn 
durch mich ist es also gefgt worden! Als sie das Wort Jahwes vernahmen, 
kehrten sie um und zogen ab, wie Jahwe befahl.
1KI 12:25 Jerobeam aber befestigte Sichem auf dem Gebirge Ephraim und lie 
sich darin nieder; sodann zog er von dort aus und befestigte Pnuel.
1KI 12:26 Jerobeam aber dachte bei sich: das Knigtum wird nun wohl an das 
Haus Davids zurckfallen.
1KI 12:27 Wenn dieses Volk hinaufziehen wird, um im Tempel Jahwes zu 
Jerusalem Schlachtopfer zu bringen, so werden die Herzen dieses Volks 
ihrem Herrn Rehabeam, dem Knige von Juda, wieder zufallen, und sie werden 
mich umbringen und Rehabeam, dem Knige von Juda, wieder zufallen.
1KI 12:28 Darum ging der Knig mit sich zu Rate, fertigte zwei goldene 
Klber und sprach zum Volke: Ihr seid nun lange genug nach Jerusalem 
gepilgert! Da hast du deine Gottheit, Israel, die dich aus gypten 
hergefhrt hat.
1KI 12:29 Und er stellte das eine in Bethel auf, das andere aber that er 
nach Dan.
1KI 12:30 Aber dies geriet zur Snde, und das Volk zog vor dem einen her 
bis nach Dan.
1KI 12:31 Auch errichtete er Hhentempel und bestellte zu Priestern alle 
beliebigen Leute, die nicht zu den Leviten gehrten.
1KI 12:32 Und Jerobeam richtete ein Fest ein am fnfzehnten Tage des 
achten Monats, in der Weise des Festes, das in Juda stattfand, und er 
stieg hinauf zum Altar. Also that er zu Bethel, um den Klbern, die er 
angefertigt hatte, Opfer zu schlachten, und lie in Bethel die 
Hhenpriester, die er bestellt hatte, zum Dienst antreten.
1KI 12:33 Und er stieg hinauf zu dem Altare, den er zu Bethel errichtet 
hatte, am fnfzehnten Tage des achten Monats, in dem Monate, den er sich 
selber erdacht hatte, um in ihm ein Fest fr die Israeliten einzurichten. 
Als er aber gerade zum Altar hinaufstieg, um zu ruchern,
1KI 13:1 da erschien zu Bethel auf das Gehei Jahwes ein Gottesmann aus 
Juda, als Jerobeam eben am Altare stand, um zu ruchern.
1KI 13:2 Der rief wider den Altar auf Gehei Jahwes und sprach: Altar, 
Altar! so spricht Jahwe: Einst wird dem Hause Davids ein Sohn geboren 
werden, namens Josia; der wird auf dir die Hhenpriester schlachten, die 
auf dir ruchern, und Menschengebeine wird man auf dir verbrennen!
1KI 13:3 Und er kndigte jenes Tags ein Wahrzeichen an, indem er sprach: 
Dies ist das Wahrzeichen, da Jahwe solches geredet hat: der Altar wird 
bersten, da die Fettasche, die darauf ist, verschttet wird.
1KI 13:4 Als aber der Knig das Wort des Gottesmannes vernahm, das dieser 
wider den Altar zu Bethel rief, streckte Jerobeam vom Altar herab seine 
Hand aus und befahl: Greift ihn! Da verdorrte seine Hand, die er wider ihn 
ausgestreckt hatte, und er konnte sie nicht wieder an sich ziehen.
1KI 13:5 Der Altar aber barst, und die Fettasche wurde vom Altar herab 
verschttet, gem dem Wahrzeichen, das der Gottesmann auf Gehei Jahwes 
angekndigt hatte.
1KI 13:6 Da hob der Knig an und sprach zu dem Gottesmanne: Begtige doch 
Jahwe, deinen Gott, und bitte fr mich, da ich meine Hand wieder an mich 
ziehen knne! Da begtigte der Gottesmann Jahwe, so da der Knig seine 
Hand wieder an sich ziehen konnte, und sie war wie zuvor.
1KI 13:7 Darauf redete der Knig mit dem Gottesmann und sprach: Komm mit 
mir ins Haus und labe dich, so will ich dir ein Geschenk geben!
1KI 13:8 Der Gottesmann aber erwiderte dem Knige: Und wenn du mir die 
Hlfte deines Besitzes gbest, so kme ich doch nicht mit dir, wrde auch 
keine Speise nehmen noch Wasser trinken an diesem Ort.
1KI 13:9 Denn also ist mir befohlen durch das Wort Jahwes, welches 
lautete: Du darfst dort weder Speise nehmen noch Wasser trinken und darfst 
den Weg, den du gegangen bist, nicht nochmals einschlagen!
1KI 13:10 Hierauf zog er auf einem anderen Wege von dannen und kehrte 
nicht auf demselben Weg zurck, den er nach Bethel gekommen war.
1KI 13:11 Es wohnte aber ein alter Prophet zu Bethel; dessen Shne kamen 
und erzhlten ihm alles, was der Gottesmann jenes Tags zu Bethel gethan 
hatte, und die Worte, die er zum Knige geredet hatte. Als sie das ihrem 
Vater erzhlt hatten,
1KI 13:12 fragte sie ihr Vater: Welchen Weg ist er von dannen gezogen? Da 
wiesen ihm seine Shne den Weg, den der Gottesmann gezogen war, der aus 
Juda gekommen war.
1KI 13:13 Er aber gebot seinen Shnen: Sattelt mir den Esel! Und als sie 
ihm den Esel gesattelt hatten, bestieg er ihn,
1KI 13:14 ritt dem Gottesmanne nach und fand ihn unter der Terebinthe 
sitzend. Da fragte er ihn: Bist du der Gottesmann, der aus Juda gekommen 
ist? Er antwortete: Ja.
1KI 13:15 Da bat er ihn: Komm mit mir heim und nimm Speise!
1KI 13:16 Er aber sprach: Ich kann nicht mit dir umkehren und dich 
begleiten, werde auch weder Speise nehmen, noch Wasser trinken an diesem 
Ort.
1KI 13:17 Denn durch das Wort Jahwes ist zu mir geredet worden: Du darfst 
weder Speise nehmen, noch Wasser daselbst trinken; du darfst den Weg, den 
du gegangen bist, nicht nochmals einschlagen!
1KI 13:18 Da sprach er zu ihm: Auch ich bin ein Prophet wie du, und auf 
das Gehei Jahwes hat ein Engel also zu mir geredet: Bringe ihn wieder 
mit dir heim, da er Speise nehme und Wasser trinke! Damit belog er ihn.
1KI 13:19 Da kehrte er mit ihm um und nahm Speise in seinem Haus und trank 
Wasser.
1KI 13:20 Whrend sie aber zu Tische saen, erging das Wort Jahwes an den 
Propheten, der ihn zurckgeholt hatte.
1KI 13:21 Da rief er dem Gottesmanne, der aus Juda gekommen war, Folgendes 
zu: So spricht Jahwe: Darum da du dich gegen den Befehl Jahwes aufgelehnt 
und das Gebot, das dir Jahwe, dein Gott, gab, nicht beobachtet hast,
1KI 13:22 sondern bist umgekehrt, hast Speise genommen und Wasser 
getrunken an dem Ort, von dem er dir sagte: du darfst dort weder Speise 
nehmen, noch Wasser trinken! so soll dein Leichnam nicht in deiner Vter 
Grab kommen!
1KI 13:23 Nachdem er nun Speise genommen und nachdem er getrunken hatte, 
lie er ihm den Esel satteln, den des Propheten, der ihn zurckgeholt 
hatte.
1KI 13:24 Als er aber weggezogen war, traf unterwegs ein Lwe auf ihn; der 
ttete ihn. Und sein Leichnam lag hingestreckt auf dem Weg, und der Esel 
stand neben ihm, und der Lwe neben dem Leichnam.
1KI 13:25 Als nun Leute vorbergingen, da sahen sie den Leichnam auf dem 
Wege hingestreckt und den Lwen neben dem Leichnam stehen. Da kamen sie 
und erzhlten es in der Stadt, in der der alte Prophet wohnte.
1KI 13:26 Als nun der Prophet, der ihn von dem bereits angetretenen Wege 
zurckgeholt hatte, davon hrte, rief er: Es ist der Gottesmann, der sich 
gegen den Befehl Jahwes aufgelehnt hat; darum hat ihn Jahwe dem Lwen 
preisgegeben: der hat ihn zermalmt und gettet gem dem Worte Jahwes, das 
er zu ihm geredet hat.
1KI 13:27 Dann sprach er also zu seinen Shnen: Sattelt mir den Esel! Sie 
thaten es.
1KI 13:28 Da ritt er hin und fand seinen Leichnam auf dem Weg 
hingestreckt, den Esel aber und den Lwen neben dem Leichnam stehen. Der 
Lwe hatte weder den Leichnam gefressen noch den Esel zermalmt.
1KI 13:29 Da hob der Prophet den Leichnam des Gottesmannes auf, legte ihn 
auf den Esel und fhrte ihn zurck. Und er kam in die Stadt des alten 
Propheten, um die Totenklage zu halten und ihn zu begraben.
1KI 13:30 Er legte aber den Leichnam in sein eigenes Grab, und man hielt 
um ihn die Klage: Ach mein Bruder!
1KI 13:31 Und als er ihn begraben hatte, sprach er also zu seinen Shnen: 
Wenn ich gestorben bin, so begrabt mich in dem Grab, in welchem der 
Gottesmann begraben ist; neben seine Gebeine legt meine Gebeine, damit 
meine Gebeine unversehrt gelassen werden mit seinen Gebeinen!
1KI 13:32 Denn die Drohung, die er auf Gehei Jahwes wider den Altar zu 
Bethel und wider alle Hhentempel in den Stdten Samarias ausgerufen hat, 
wird sicher in Erfllung gehen!
1KI 13:33 Auch nach dieser Begebenheit bekehrte sich Jerobeam nicht von 
seinem schlimmen Wandel, sondern bestellte aufs Neue alle beliebigen Leute 
zu Hhenpriestern. Wer da wollte, dem fllte er die Hand, und so wurde der 
ein Hhenpriester.
1KI 13:34 Solches aber geriet dem Hause Jerobeams zur Versndigung und zur 
Vernichtung und Vertilgung vom Erdboden hinweg.
1KI 14:1 Zu jener Zeit wurde Ahia, der Sohn Jerobeams, krank.
1KI 14:2 Da sprach Jerobeam zu seiner Gemahlin: Wohlan, verkleide dich, 
da man dir nicht anmerke, da du die Gemahlin Jerobeams bist, und begieb 
dich nach Silo. Dort ist ja der Prophet Ahia, der den Ausspruch ber mich 
gethan hat, da ich Knig werden solle ber dieses Volk.
1KI 14:3 Nimm aber mit dir zehn Brote und Kuchen und einen Krug mit Honig 
und geh zu ihm hinein. Er wird dir kund thun, wie es dem Knaben ergehen 
wird.
1KI 14:4 Die Gemahlin Jerobeams that also, brach auf nach Silo und begab 
sich in das Haus Ahias. Ahia aber konnte nicht sehen, denn seine Augen 
waren infolge seines hohen Alters starr geworden.
1KI 14:5 Jahwe aber hatte zu Ahia gesprochen: Eben kommt die Gemahlin 
Jerobeams, um von dir Auskunft ber ihren Sohn zu begehren, denn er ist 
krank. Rede so und so zu ihr! Als sie nun in verstelltem Aufzug ankam,
1KI 14:6 und Ahia das Gerusch ihrer Tritte vernahm, whrend sie zur Thre 
hineinging, da rief er: Komm herein, Gemahlin Jerobeams! Wozu verstellst 
du dich noch, da mir doch eine harte Botschaft an dich aufgetragen ist?
1KI 14:7 Geh, sage Jerobeam: So spricht Jahwe, der Gott Israels: Darum, 
weil ich dich mitten aus dem Volk emporgehoben und dich zum Frsten 
gemacht habe ber mein Volk Israel
1KI 14:8 und habe dem Hause Davids das Knigtum entrissen und dir 
verliehen, - du aber bist nicht gewesen wie mein Knecht David, der meine 
Gebote beobachtete und von ganzem Herzen mir nachwandelte, indem er nur 
that, was mir wohlgefiel,
1KI 14:9 sondern hast mehr Bses gethan, als alle, die vor dir gewesen 
sind, bist hingegangen und hast dir andere Gtter gemacht, und zwar 
Gubilder, um mich zum Zorne zu reizen, und hast mich hinter deinen Rcken 
geworfen: -1KI 14:10 darum will ich nunmehr Unglck ber das Haus 
Jerobeams bringen und von Jerobeam ausrotten alles, was an die Wand pit, 
Unmndige, wie Mndige in Israel, und will das Haus Jerobeams hinwegfegen, 
wie man den Koth wegfegt, bis es ganz mit ihm aus ist.
1KI 14:11 Wer von Jerobeam in der Stadt stirbt, den sollen die Hunde 
fressen; wer aber drauen im Freien stirbt, den sollen die Vgel unter dem 
Himmel fressen, denn Jahwe hat es geredet!
1KI 14:12 Du aber gehe nur immer heim: wenn deine Fe die Stadt betreten, 
wird der Knabe sterben.
1KI 14:13 Und das ganze Israel wird ihm die Totenklage halten, und man 
wird ihn begraben; denn er allein wird von Jerobeam in ein Grab kommen, 
weil sich an ihm noch etwas fand, was Jahwe, dem Gott Israels wohlgefllig 
war im Hause Jerobeams.
1KI 14:14 Jahwe aber wird sich einen Knig ber Israel erstehen lassen, 
der das Haus Jerobeams ausrotten wird. Dies ist der Tag; und was geschieht 
schon jetzt?
1KI 14:15 Und Jahwe wird Israel schlagen, das es schwankt, gleichwie das 
Schilfrohr im Wasser schwankt, und wird Israel ausreien aus diesem 
schnen Lande, das er ihren Vtern verliehen hat, und wird sie zerstreuen 
jenseits des Stromes, wegen ihrer Ascheren, die sie sich hergerichtet 
haben, indem sie Jahwe zum Zorne reizten.
1KI 14:16 Und er wird Israel dahingeben um der Snden Jerobeams willen, 
die er begangen und zu denen er Israel verfhrt hat!
1KI 14:17 Da machte sich die Gemahlin Jerobeams auf den Weg und gelangte 
nach Thirza; aber gerade als sie die Schwelle des Hauses betrat, da starb 
der Knabe.
1KI 14:18 Und man begrub ihn, und ganz Israel hielt ihm die Totenklage 
gem dem Worte Jahwes, das er durch seinen Knecht, den Propheten Ahia, 
geredet hatte.
1KI 14:19 Was aber sonst noch von Jerobeam zu sagen ist, wie er Krieg 
gefhrt und regiert hat, das ist ja aufgezeichnet im Buche der Geschichte 
der Knige von Israel.
1KI 14:20 Und die Zeit, whrend welcher Jerobeam Knig war, betrug 
zweiundzwanzig Jahre. Alsdann legte er sich zu seinen Vtern, und sein 
Sohn Nadab ward Knig an seiner Statt.
1KI 14:21 Rehabeam aber, der Sohn Salomos, ward Knig in Juda. 
Einundvierzig Jahre war Rehabeam alt, als er Knig ward, und siebzehn 
Jahre regierte er in Jerusalem, der Stadt, die Jahwe aus allen Stmmen 
Israels erwhlt hatte, um seinen Namen daselbst wohnen zu lassen. Seine 
Mutter aber hie Naama, die Ammoniterin.
1KI 14:22 Und Juda that was Jahwe mifiel, und sie erregten seinen Eifer, 
mehr als durch alles, was ihre Vter gethan hatten, geschehen war, durch 
ihre Snden, die sie verbten.
1KI 14:23 Denn auch sie errichteten sich Hhen und Malsteine und Ascheren 
auf jedem hohen Hgel und unter jedem grnen Baume.
1KI 14:24 Ja es fehlte auch nicht an der Unzuchr Geweihten im Lande. Sie 
ahmten alle die Greuel der Vlker nach, die Jahwe vor den Israeliten 
vertrieben hatte.
1KI 14:25 Aber im fnften Jahre des Knigs Rehabeam zog Sisak, der Knig 
von gypten, wider Jerusalem heran
1KI 14:26 und nahm die Schtze des Tempels Jahwes und die Schtze des 
kniglichen Palastes; samt und sonders nahm er's. Und er nahm alle die 
goldenen Schilde, die Salomo hatte anfertigen lassen.
1KI 14:27 An ihrer Statt aber lie der Knig Rehabeam eherne Schilde 
anfertigen und bergab sie der Obhut der Obersten der Trabanten, die am 
Eingange des kniglichen Palastes die Wache hatten.
1KI 14:28 Und jedesmal, wenn sich der Knig in den Tempel Jahwes begab, 
trugen sie die Trabanten und brachten sie dann zurck in das Wachtzimmer 
der Trabanten.
1KI 14:29 Was aber sonst noch von Rehabeam zu sagen ist und alles, was er 
ausgefhrt hat, das ist ja aufgezeichnet im Buche der Geschichte der 
Knige von Juda.
1KI 14:30 Es war aber allezeit Krieg zwischen Rehabeam und Jerobeam.
1KI 14:31 Und Rehabeam legte sich zu seinen Vtern und ward bei seinen 
Vtern in der Stadt Davids begraben. Seine Mutter aber hie Naama, die 
Ammoniterin. Und sein Sohn Abia ward Knig an seiner Statt.
1KI 15:1 Und im achtzehnten Jahre des Knigs Jerobeam, des Sohnes Nebats, 
ward Abia Knig ber Juda.
1KI 15:2 Er regierte drei Jahre zu Jerusalem; seine Mutter aber hie 
Maacha, die Tochter Abisaloms.
1KI 15:3 Und er wandelte in allen Snden seines Vaters, die dieser vor ihm 
verbt hatte, und sein Herz war nicht ungeteilt gegenber Jahwe, seinem 
Gotte, wie das Herz seines Ahnherrn David.
1KI 15:4 Denn nur um Davids willen verlieh ihm Jahwe, sein Gott, eine 
Leuchte zu Jerusalem, da er seine Shne nach ihm aufkommen und Jerusalem 
bestehen lie,
1KI 15:5 weil David gethan hatte, was Jahwe wohlgefiel, und nichts von dem 
verabsumt hatte, was er ihm geboten, sein ganzes Leben lang, auer in der 
Angelegenheit des Hethiters Uria.
1KI 15:6 Es war aber Krieg zwischen Rehabeam und Jerobeam, solange er 
lebte.
1KI 15:7 Was aber sonst noch von Abia zu sagen ist und alles, was er 
ausgefhrt hat, das ist ja aufgezeichnet in der Geschichte der Knige von 
Juda. Es war aber Krieg zwischen Abia und Jerobeam.
1KI 15:8 Und Abia legte sich zu seinen Vtern, und man begrub ihn in der 
Stadt Davids. Und sein Sohn Asa ward Knig an seiner Statt.
1KI 15:9 Und im zwanzigsten Jahre Jerobeams, des Knigs von Israel, ward 
Asa Knig ber Juda.
1KI 15:10 Er regierte aber einundvierzig Jahre zu Jerusalem, und seine 
Mutter hie Maacha, die Tochter Uriels von Gibea.
1KI 15:11 Und Asa that, was Jahwe wohlgefiel, wie sein Ahnherr David.
1KI 15:12 So trieb er die der Unzucht Geweihten aus dem Land und 
beseitigte alle die Gtzen, die seine Ahnen verfertigt hatten.
1KI 15:13 Ja, er setzte sogar seine Mutter Maacha von der Wrde als Herrin 
ab, weil sie der Aschera ein Schandbild angefertigt hatte. Und Asa hieb 
ihr Schandbild um und verbrannte es im Kidronthale.
1KI 15:14 Die Hhen wurden zwar nicht abgeschafft; doch war das Herz Asas 
ungeteilt gegenber Jahwe sein Leben lang.
1KI 15:15 Auch lie er, was sein Vater geweiht hatte, sowie seine eigenen 
Weihgeschenke in den Tempel Jahwes bringen - Silber, Gold und Gerte.
1KI 15:16 Es war aber Krieg zwischen Asa und Baesa, dem Knige von Israel, 
so lange sie lebten.
1KI 15:17 Und zwar zog Baesa, der Knig von Israel, wider Juda heran und 
befestigte Rama, um zu verhindern, da jemand bei Asa, dem Knige von 
Juda, aus- oder eingehe.
1KI 15:18 Da nahm Asa alles Silber und Gold, das in den Schatzkammern des 
Tempels Jahwes noch vorhanden war, und die Schtze des kniglichen 
Palastes und hndigte sie seinen Dienern ein; alsdann sandte sie der Knig 
Asa zu Benhadad, dem Sohne Tabrimmons, des Sohnes Hesions, dem Knige von 
Aram, der zu Damaskus wohnte, und lie ihm sagen:
1KI 15:19 Es besteht ein Bndnis zwischen mir und dir, zwischen meinem 
Vater und deinem Vater. Hier sende ich dir ein Geschenk an Silber und 
Gold; wohlan! brich nun dein Bndnis mit Baesa, dem Knige von Israel, da 
er von mir abziehe.
1KI 15:20 Benhadad aber schenkte dem Knig Asa Gehr und sandte seine 
Heeresobersten wider die Stdte Israels und verheerte Jijon und Dan und 
Abel-Beth-Maacha und ganz Kinneroth samt der ganzen Landschaft Naphthali.
1KI 15:21 Als dies Baesa vernahm, stand er davon ab, Rama noch weiter zu 
befestigen, und kehrte nach Thirza zurck.
1KI 15:22 Der Knig Asa aber bot das ganze Juda auf - niemand war 
ausgenommen -, und sie schafften die Steine und die Balken, die Baesa zur 
Befestigung von Rama verwendet hatte, fort, und der Knig Asa lie damit 
Geba in Benjamin und Mizpa befestigen.
1KI 15:23 Was aber sonst noch von Asa zu sagen ist und alle seine tapferen 
Thaten und alles was er ausgefhrt hat, und die Stdte, die er befestigt 
hat, das ist ja aufgezeichnet im Buche der Geschichte der Knige von Juda. 
Doch litt er in seinem Alter an kranken Fen.
1KI 15:24 Und Asa legte sich zu seinen Vtern und ward bei seinen Vtern 
in der Stadt Davids, seines Ahnherrn, begraben. Und sein Sohn Josaphat 
ward Knig an seiner Statt.
1KI 15:25 Nadab aber, der Sohn Jerobeams, ward Knig ber Israel im 
zweiten Jahre Asas, des Knigs von Juda, und regierte zwei Jahre ber 
Israel.
1KI 15:26 Und er that, was Jahwe mifiel, und wandelte auf dem Wege seines 
Vaters und in seiner Snde, zu der er Israel verfhrt hatte.
1KI 15:27 Aber Baesa, der Sohn Ahias, vom Hause Issachar, zettelte eine 
Verschwrung gegen ihn an, und Baesa erschlug ihn zu Gibbethon, welches 
den Philistern gehrte: Nadab und das ganze Israel belagerten nmlich 
gerade Gibbethon.
1KI 15:28 Also ttete ihn Baesa im dritten Jahre Asas, des Knigs von 
Juda, und ward Knig an seiner Statt.
1KI 15:29 Sobald er nun Knig geworden war, erschlug er alles, was zum 
Hause Jerobeams gehrte; er lie von Jerobeam nichts brig, was Odem 
hatte, bis er es vertilgt hatte, gem dem Worte Jahwes, das er durch 
seinen Knecht Ahia von Silo geredet hatte,
1KI 15:30 um der Snden Jerobeams willen, die er verbt und zu denen er 
Israel verfhrt hatte, indem er Jahwe, den Gott Israels, zum Zorne reizte.
1KI 15:31 Was aber sonst noch von Nadab zu sagen ist und alles, was er 
ausgefhrt hat, das ist ja aufgezeichnet im Buche der Geschichte der 
Knige von Israel.
1KI 15:32 Es war aber Krieg zwischen Asa und Baesa, dem Knige von Israel, 
solange sie lebten.
1KI 15:33 Im dritten Jahre Asas, des Knigs von Juda, ward Baesa, der Sohn 
Ahias, Knig ber ganz Israel zu Thirza und regierte vierundzwanzig Jahre.
1KI 15:34 Und er that, was Jahwe mifiel, und wandelte auf dem Wege 
Jerobeams und in seiner Snde, zu der er Israel verfhrt hatte.
1KI 16:1 Es erging aber das Wort Jahwes an Jehu, den Sohn Hananis, wider 
Baesa folgendermaen:
1KI 16:2 Darum, weil ich dich aus dem Staub erhoben und zum Frsten ber 
mein Volk Israel gemacht habe, du aber auf dem Wege Jerobeams wandelst und 
mein Volk Israel zur Snde verfhrst, da sie mich durch ihre Snden zum 
Zorne reizen,
1KI 16:3 so will ich frwahr Baesa und sein Haus hinwegfegen und will mit 
deinem Hause verfahren, wie mit dem Hause Jerobeams, des Sohnes Nebats.
1KI 16:4 Wer von Baesa in der Stadt stirbt, den sollen die Hunde fressen, 
wer aber von ihm drauen im Freien stirbt, den sollen die Vgel unter dem 
Himmel fressen.
1KI 16:5 Was aber sonst noch von Baesa zu sagen ist und was er ausgefhrt 
hat und seine tapferen Thaten, das ist ja aufgezeichnet im Buche der 
Geschichte der Knige von Israel.
1KI 16:6 Und Baesa legte sich zu seinen Vtern und ward zu Thirza 
begraben. Und sein Sohn Ela ward Knig an seiner Statt.
1KI 16:7 brigens war durch den Propheten Jehu, den Sohn Hananis, das Wort 
Jahwes ber Baesa und sein Haus ergangen teils wegen all des Bsen, das er 
in den Augen Jahwes gethan hatte, indem er ihn durch das Machwerk seiner 
Hnde zum Zorne reizte, so da es ihm ergehen sollte, wie dem Hause 
Jerobeams, teils deshalb, weil er gemordet hatte, was zu diesem gehrte.
1KI 16:8 Im sechsundzwanzigsten Jahre Asas, des Knigs von Juda, ward Ela, 
der Sohn Baesas, Knig ber Israel und regierte zu Thirza zwei Jahre.
1KI 16:9 Sein Diener Simri aber, der Oberste ber die eine Hlfte der 
Streitwagen, zettelte eine Verschwrung wider ihn an. Und whrend er sich 
zu Thirza im Hause Arzas, des Haushofmeisters zu Thirza, trunken zechte,
1KI 16:10 drang Simri ein und schlug ihn tot, im siebenundzwanzigsten Jahr 
Asas, des Knigs von Juda, und ward Knig an seiner Statt.
1KI 16:11 Als er nun Knig war, sobald er auf seinem Throne sa, mordete 
er alles, was zum Hause Baesas gehrte, - er lie nichts von ihm brig, 
was an die Wand pite, - samt seinen Verwandten und Freunden.
1KI 16:12 Also vertilgte Simri das ganze Haus Baesas, nach dem Wort 
Jahwes, das er durch den Propheten Jehu ber Baesa geredet hatte,
1KI 16:13 wegen aller der Snden Baesas und der Snden seines Sohnes Ela, 
die sie begangen und zu denen sie Israel verfhrt hatten, da sie Jahwe, 
den Gott Israel, durch ihre nichtigen Gtzen zum Zorne reizten.
1KI 16:14 Was aber sonst noch von Ela zu sagen ist, und alles was er 
ausgefhrt hat, das ist ja aufgezeichnet im Buche der Geschichte der 
Knige von Israel.
1KI 16:15 Im siebenundzwanzigsten Jahre Asas, des Knigs von Juda, ward 
Simri Knig und regierte sieben Jahre zu Thirza, whrend das Kriegsvolk 
Gibbethon belagerte, welches den Philistern gehrte.
1KI 16:16 Als nun das Volk im Lager die Kunde vernahm, Simri habe eine 
Verschwrung angezettelt und den Knig erschlagen, da machte ganz Israel 
Omri, der als Feldhauptmann ber Israel gebot, jenes Tags im Lager zum 
Knige.
1KI 16:17 Sodann zog Omri mit dem ganzen Israel von Gibbethon heran, und 
sie belagerten Thirza.
1KI 16:18 Als aber Simri wahrnahm, da die Stadt genommen sei, begab er 
sich in die Burg des kniglichen Palastes, steckte den kniglichen Palast 
ber sich in Brand und fand so den Tod
1KI 16:19 um seiner Snden willen, die er begangen hatte, indem er that, 
was Jahwe mifiel, indem er auf dem Wege Jerobeams wandelte und in seiner 
Snde, die er begangen hatte, indem er Israel zur Snde verfhrte.
1KI 16:20 Was aber sonst noch von Simri zu sagen ist und seine 
Verschwrung, die er angezettelt hat, das ist ja aufgezeichnet im Buche 
der Geschichte der Knige von Israel.
1KI 16:21 Damals spaltete sich das Volk Israel in verschiedene Parteien. 
Die eine Hlfte des Volks schlug sich zu Thibni, dem Sohne Ginaths, um ihn 
zum Knige zu machen, die andere Hlfte aber hing Omri an.
1KI 16:22 Es gewannen aber die, welche Omri anhingen, die Oberhand ber 
die, welche Thibni, dem Sohne Ginaths, anhingen. Als aber Thibni gestorben 
war, wurde Omri Knig.
1KI 16:23 Im einunddreiigsten Jahre Asas, des Knigs von Juda, ward Omri 
Knig ber Israel und regierte zwlf Jahre; zu Thirza regierte er sechs 
Jahre.
1KI 16:24 Der kaufte den Berg Samaria von Semer um zwei Talente Silbers 
und befestigte den Berg und benannte die Stadt, die er erbaut hatte, nach 
dem Namen Semers, des Herrn des Berges, Samaria.
1KI 16:25 Und Omri that, was Jahwe mifiel, und trieb es rger, als alle, 
die vor ihm gewesen waren,
1KI 16:26 und wandelte ganz auf dem Wege Jerobeams, des Sohnes Nebats, und 
in seiner Snde, zu der er Israel verfhrt hatte, da sie Jahwe, den Gott 
Israels, durch ihre nichtigen Gtzen zum Zorne reizten.
1KI 16:27 Was aber sonst noch von Omri zu sagen ist und alles, was er 
ausgefhrt hat, und seine tapferen Thaten, die er gethan hat, das ist ja 
aufgezeichnet im Buche der Geschichte der Knige von Israel.
1KI 16:28 Und Omri legte sich zu seinen Vtern und ward zu Samaria 
begraben. Und sein Sohn Ahab ward Knig an seiner Statt.
1KI 16:29 Und Ahab, der Sohn Omris, ward Knig ber Israel im 
achtunddreiigsten Jahre Asas, des Knigs von Juda, und Ahab, der Sohn 
Omris, regierte ber Israel zu Samaria zweiundzwanzig Jahre.
1KI 16:30 Und Ahab, der Sohn Omris, that, was Jahwe mifiel, und trieb es 
rger, als alle, die vor ihm gewesen waren.
1KI 16:31 Und das war noch das Geringste, da er in den Snden Jerobeams, 
des Sohnes Nebats, wandelte; aber er nahm auch Isebel, die Tochter 
Ethbaals, des Knigs der Sidonier, zum Weibe und diente dann dem Baal und 
betete ihn an.
1KI 16:32 Und er errichtete dem Baal einen Altar in dem Baals-Tempel, den 
er zu Samaria erbaut hatte.
1KI 16:33 Auch fertigte Ahab die Aschera an; und Ahab verbte noch andere 
rgernisse, Jahwe, den Gott Israels, zum Zorne zu reizen, mehr als alle 
Knige Israels, die vor ihm gewesen waren.
1KI 16:34 Zu seiner Zeit baute Hiel von Bethel die Stadt Jericho wieder 
auf; es kostete ihn seinen Erstgeborenen, Abiram, als er ihren Grund 
legte, und seinen jngsten Sohne Segub, als er ihre Thore einsetzte, nach 
dem Worte Jahwes, das er durch Josua, den Sohn Nuns, geredet hatte.
1KI 17:1 Da sprach Elia, der Thisbiter, aus Thisbe in Gilead, zu Ahab: So 
wahr Jahwe lebt, der Gott Israels, in dessen Dienst ich stehe: es soll 
diese Jahre weder Tau noch Regen kommen, auer ich selbst kndige es an!
1KI 17:2 Und es erging an ihn das Wort Jahwes also:
1KI 17:3 Gehe von hinnen und wende dich ostwrts und verbirg dich am Bache 
Krith, der stlich vom Jordan fliet.
1KI 17:4 Aus dem Bache nmlich sollst du trinken, und den Raben habe ich 
befohlen, dich daselbst zu versorgen.
1KI 17:5 Da that er nach dem Geheie Jahwes, ging hin und blieb am Bache 
Krith, der stlich vom Jordan fliet.
1KI 17:6 Und die Raben brachten ihm bestndig Brot und Fleisch am Morgen 
und Brot und Fleisch am Abend, und aus dem Bache trank er.
1KI 17:7 Nach einiger Zeit aber versiegte der Bach, denn es hatte im Lande 
nicht geregnet.
1KI 17:8 Da erging das Wort Jahwes an ihn also:
1KI 17:9 Auf, begieb dich nach Zarpath, das zu Sidon gehrt, und bleibe 
daselbst; ich habe einer Witwe dort Befehl gegeben, dich zu versorgen.
1KI 17:10 Da brach er auf und begab sich nach Zarpath, und als er an den 
Eingang zur Stadt gelangte, war da gerade eine Witwe mit dem Auflesen von 
Holzstckchen beschftigt. Da rief er sie an und bat: Hole mir doch ein 
wenig Wasser in einem Gefe, da ich trinke!
1KI 17:11 Als sie nun hinging, es zu holen, rief er ihr nach und bat: 
Bringe mir doch auch einen Bissen Brot mit!
1KI 17:12 Sie aber sprach: So wahr Jahwe, dein Gott, lebt, ich habe nichts 
Gebackenes, sondern nur eine Handvoll Mehl im Topf und ein wenig l im 
Kruge. Eben lese ich nun ein paar Holzstckchen auf; dann will ich 
heimgehen und es fr mich und meinen Sohn zurichten, und wenn wir es 
verzehrt haben, so wollen wir alsdann sterben!
1KI 17:13 Elia aber sprach zu ihr: Sei unbesorgt! Geh heim und thue, wie 
du gesagt hast; doch bereite mir davon zuerst einen kleinen Fladen und 
bringe mir ihn heraus. Fr dich aber und fr deinen Sohn magst du darnach 
welche bereiten.
1KI 17:14 Denn so spricht Jahwe, der Gott Israels: Das Mehl im Topfe soll 
nicht zu Ende gehen und das l im Kruge soll nicht ausgehen bis auf den 
Tag, da Jahwe auf den Erdboden Regen senden wird.
1KI 17:15 Da ging sie hin und that, wie Elia gesagt hatte, und sie hatte 
zu essen, sie und er und ihr Sohn Tag fr Tag.
1KI 17:16 Das Mehl im Topfe ging nicht zu Ende, und das l im Kruge ging 
nicht aus, nach dem Worte Jahwes, das er durch Elia geredet hatte.
1KI 17:17 Nach diesen Begebenheiten aber ward der Sohn des Weibes, der das 
Haus gehrte, krank, und seine Krankheit steigerte sich so sehr, da kein 
Odem mehr in ihm blieb.
1KI 17:18 Da sprach sie zu Elia: Was habe ich mit dir zu schaffen, du Mann 
Gottes? Du bist doch nur zu mir hereingekommen, um Gott an meine 
Verschuldung zu erinnern und dadurch meinen Sohn umzubringen!
1KI 17:19 Er aber sprach zu ihr: Gieb mir deinen Sohn her! Hierauf nahm er 
ihn von ihrem Schoe, trug ihn hinauf ins Obergemach, in welchem er 
wohnte, und legte ihn auf sein Bette.
1KI 17:20 Sodann rief er Jahwe an und sprach: Jahwe, mein Gott, hast du 
sogar der Witwe, bei der ich zu Gaste bin, so bel gethan, da du ihren 
Sohn ttetest?
1KI 17:21 Darauf streckte er sich dreimal ber den Knaben hin und rief 
Jahwe an und sprach: Jahwe, mein Gott, la doch das Leben dieses Knaben in 
ihn zurckkehren!
1KI 17:22 Und Jahwe hrte auf das Rufen Elias, und der Lebensodem des 
Knaben kehrte in ihn zurck, so da er wieder lebendig ward.
1KI 17:23 Elia aber nahm den Knaben, brachte ihn vom Obergemach hinab ins 
Haus und bergab ihn seiner Mutter. Und Elia sprach: Siehe da, dein Sohn 
lebt!
1KI 17:24 Da sprach das Weib zu Elia: Ja, nun wei ich, da du ein 
Gottesmann bist, und das Wort Jahwes in deinem Munde ist Wahrheit!
1KI 18:1 Lange Zeit darnach aber erging das Wort Jahwes an Elia im dritten 
Jahr also: Geh, zeige dich Ahab, damit ich Regen auf den Erdboden sende.
1KI 18:2 Da ging Elia, um sich Ahab zu zeigen. Als aber die Hungersnot in 
Samaria berhand nahm,
1KI 18:3 lie Ahab Obadja, den Haushofmeister, rufen. Obadja aber war ein 
treuer Verehrer Jahwes.
1KI 18:4 Daher nahm Obadja, als Isebel die Propheten Jahwes ausrottete, 
hundert Propheten und versteckte sie, je fnfzig Mann in einer Hhle, und 
versorgte sie mit Brot und Wasser.
1KI 18:5 Ahab also sprach zu Obadja: Auf! la uns rings im Land alle 
Wasserquellen und alle Bachthler aufsuchen; vielleicht finden wir Gras, 
da wir Ro und Maultier am Leben erhalten und nicht einen Teil der Tiere 
niedermachen mssen!
1KI 18:6 Da teilten sie sich in das Land, um es zu durchziehen; Ahab zog 
fr sich in der einen Richtung, und Obadja zog fr sich in einer anderen 
Richtung.
1KI 18:7 Whrend nun Obadja unterwegs war, begegnete ihm pltzlich Elia. 
Und als er ihn erkannte, fiel er auf sein Antlitz und rief: Bist du es 
wirklich, mein Herr Elia?
1KI 18:8 Er antwortete ihm: Ich bin es! Gehe hin, sage deinem Herrn: Elia 
ist da!
1KI 18:9 Er aber sprach: Was habe ich verschuldet, da du deinen Sklaven 
dem Ahab preisgeben willst, damit er mich umbringe?
1KI 18:10 So wahr Jahwe, dein Gott, lebt: es giebt kein Volk noch 
Knigreich, dahin mein Herr nicht gesandt htte, dich zu suchen. Hie es 
dann: Er ist nicht da! so nahm er einen Eid von dem Knigreich und Volk, 
da man dich nicht angetroffen habe.
1KI 18:11 Und da sprichst du jetzt: Gehe hin, sage deinem Herrn: Elia ist 
da!
1KI 18:12 Ginge ich aber wirklich von dir weg, so wrde dich der Geist 
Jahwes, wer wei, wohin? entfhren. Kme ich dann, es Ahab zu melden, und 
er fnde dich nicht, so wrde er mich umbringen; und doch hat dein Sklave 
von Jugend auf Jahwe gefrchtet.
1KI 18:13 Ist meinem Herrn nicht mitgeteilt worden, was ich gethan habe, 
als Isebel die Propheten Jahwes umbrachte? da ich von den Propheten 
Jahwes hundert Mann, je fnfzig Mann in einer Hhle, versteckte und mit 
Brot und Wasser versorgte?
1KI 18:14 Und da sprichst du jetzt: Gehe hin, sage deinem Herrn: Elia ist 
da - da er mich umbringe!
1KI 18:15 Elia aber sprach: So wahr Jahwe der Heerscharen lebt, in dessen 
Dienst ich stehe: noch heute werde ich mich ihm zeigen!
1KI 18:16 Da ging Obadja hin, bis er mit Ahab zusammentraf, und teilte es 
ihm mit; sodann ging Ahab dem Elia entgegen.
1KI 18:17 Als nun Ahab den Elia erblickte, rief ihn Ahab an: Bist du da, 
Unglcksbringer fr Israel?
1KI 18:18 Er aber antwortete: Ich habe Israel nicht ins Unglck gestrzt, 
sondern du und deine Familie, indem ihr die Gebote Jahwes auer Acht 
liet, und du den Baalen nachwandeltest.
1KI 18:19 Nun aber sende hin und versammle zu mir das ganze Israel nach 
dem Berge Karmel samt den vierhundertundfnfzig Propheten des Baal und den 
vierhundert Propheten der Aschera, die vom Tische der Isebel essen.
1KI 18:20 Da sandte Ahab unter allen Israeliten umher und versammelte die 
Propheten nach dem Berge Karmel.
1KI 18:21 Da trat Elia zu allem Volke heran und sprach: Wie lange wollt 
ihr hinken auf beiden Seiten? Ist Jahwe der wahre Gott, so wandelt ihm 
nach; ist's aber Baal, so wandelt ihm nach! Und das Volk antwortete ihm 
nichts.
1KI 18:22 Da sprach Elia zum Volke: Ich bin allein brig als Prophet 
Jahwes, der Propheten Baals dagegen sind vierhundertundfnfzig Mann.
1KI 18:23 So gebe man uns nun zwei Farren. Sie mgen sich dann einen 
Farren auswhlen, ihn zerstcken und auf die Holzscheite legen, jedoch 
ohne Feuer daran zu legen; ich aber will den andern Farren herrichten und 
auf die Holzscheite legen, jedoch ohne Feuer daran zu legen.
1KI 18:24 Dann mgt ihr den Namen eures Gottes anrufen, ich aber will den 
Namen Jahwes anrufen; welcher Gott nun mit Feuer antworten wird, der gelte 
als der wahre Gott! Da antwortete das ganze Volk und rief: So ist's recht!
1KI 18:25 Darauf sprach Elia zu den Propheten Baals: Whlt euch einen von 
den Farren aus und richtet zuerst zu, denn ihr seid die Mehrzahl, und ruft 
den Namen eures Gottes an; Feuer drft ihr jedoch nicht daran legen:
1KI 18:26 Da nahmen sie den Farren, dessen Wahl er ihnen berlassen hatte, 
richteten ihn her und riefen den Namen Baals an vom Morgen bis zum Mittag, 
indem sie sprachen: Baal, erhre uns! Aber da war kein Laut und keine 
Antwort zu verspren. Und sie hinkten um den Altar, den sie errichtet 
hatten.
1KI 18:27 Als es aber Mittag war, verspottete sie Elia und sprach: Ruft 
nur laut, denn er ist ja ein Gott! Er hat wohl den Kopf voll oder ist bei 
Seite gegangen oder hat eine Reise vor oder er schlft vielleicht und wird 
wieder aufwachen!
1KI 18:28 Sie aber riefen laut und machten sich nach ihrer Weise 
Einschnitte mit Schwertern und Spieen, bis das Blut an ihnen herabflo.
1KI 18:29 Als aber Mittag vorber war, gerieten sie ins Rasen bis um die 
Zeit, da man das Speisopfer darzubringen pflegt; aber da war kein Laut und 
keine Antwort, noch Beachtung zu verspren.
1KI 18:30 Da sprach Elia zu allem Volke: Tretet heran zu mir! Da trat 
alles Volk zu ihm heran, und er stellte den niedergerissenen Altar Jahwes 
wieder her.
1KI 18:31 Und Elia nahm zwlf Steine entsprechend der Zahl der Stmme der 
Shne Jakobs - an den das Wort Jahwes also ergangen war: Israel soll dein 
Name sein! -1KI 18:32 und errichtete von den Steinen einen Altar im Namen 
Jahwes und zog rings um den Altar her einen Graben, der einen Raum von 
ungefhr zwei Sea Aussaat einnahm.
1KI 18:33 Sodann legte er die Holzscheite zurecht, zerstckte den Farren 
und legte ihn auf die Scheite.
1KI 18:34 Hierauf gebot er: Fllet vier Eimer mit Wasser und giet es auf 
das Brandopfer und auf die Scheite! Und sie thaten also. Hierauf befahl 
er: Thut es noch einmal! und sie thaten es noch einmal. Da gebot er: Thut 
es zum dritten Male! und sie thaten es zum dritten Male.
1KI 18:35 Und das Wasser flo rings um den Altar, und auch den Graben 
fllte er mit Wasser.
1KI 18:36 Um die Zeit aber, wo man das Speisopfer darzubringen pflegt, 
trat der Prophet Elia herzu und sprach: Jahwe, du Gott Abrahams, Isaaks 
und Israels, la heute kund werden, da du Gott in Israel bist, ich aber 
dein Knecht, und da ich auf dein Gehei dieses alles gethan habe.
1KI 18:37 Erhre mich, Jahwe, erhre mich, damit dieses Volk erkenne, da 
du, Jahwe, der wahre Gott bist, und da du ihre Herzen wieder herumgelenkt 
hast!
1KI 18:38 Da fiel Feuer von Jahwe herab und verzehrte das Brandopfer, die 
Scheite, die Steine und das Erdreich; auch das Wasser, das im Graben war, 
leckte es auf.
1KI 18:39 Als alles Volk dieses wahrnahm, fielen sie auf ihr Angesicht und 
riefen: Jahwe ist der wahre Gott! Jahwe ist der wahre Gott!
1KI 18:40 Elia aber gebot ihnen: Greift die Propheten Baals! Lat keinen 
von ihnen entrinnen! Da griff man sie, und Elia fhrte sie hinab an den 
Bach Kison und schlachtete sie daselbst.
1KI 18:41 Hierauf sprach Elia zu Ahab: Gehe hinauf, i und trink; denn ich 
hre schon das Rauschen des Regens!
1KI 18:42 Da ging Ahab hinauf, um zu essen und zu trinken. Elia aber stieg 
auf die Spitze des Karmels, bckte sich zur Erde nieder und that sein 
Gesicht zwischen seine Kniee.
1KI 18:43 Sodann sprach er zu seinem Diener: Gehe doch hinauf und blicke 
aus in der Richtung nach dem Meere zu! Der ging hinauf, blickte aus und 
sprach: es ist nichts da! Er sprach: geh nochmals hin! Und der Diener ging 
wieder und wieder hin siebenmal.
1KI 18:44 Beim siebenten Male aber sprach er: eben steigt eine kleine 
Wolke, so gro wie eine Manneshand, aus dem Meere auf! Da sprach er: gehe 
hinauf und sage Ahab: Spanne an und fahre hinab, da dich der Regen nicht 
zurckhalte!
1KI 18:45 Und im Handumdrehen war der Himmel schwarz von Wolken und Wind, 
und es kam ein gewaltiger Regen; Ahab aber stieg auf und fuhr nach Jesreel.
1KI 18:46 ber Elia aber war die Hand Jahwes gekommen, da er seine Lenden 
schnrte und vor Ahab her lief bis nach Jesreel.
1KI 19:1 Als nun Ahab der Isebel alles erzhlte, was Elia gethan, und wie 
er smtliche Propheten mit dem Schwerte gettet hatte,
1KI 19:2 da sandte Isebel einen Boten an Elia und lie ihm sagen: Mgen 
mir die Gtter anthun, was sie wollen: ja, morgen um diese Zeit will ich 
mit deinem Leben verfahren, wie mit dem Leben eines jeden von ihnen 
geschehen ist!
1KI 19:3 Da frchtete er sich, brach auf und ging davon, um sein Leben zu 
retten. Als er aber nach Beerseba gelangt war, das zu Juda gehrt, lie er 
seinen Diener daselbst.
1KI 19:4 Er aber ging hinein in die Wste, eine Tagereise weit, kam und 
setzte sich unter einen Ginsterstrauch. Da wnschte er sich den Tod und 
sprach: Es ist genug! Nimm nunmehr, Jahwe, mein Leben hin, denn ich bin 
nicht besser als meine Vter!
1KI 19:5 Hierauf legte er sich nieder unter einem Ginsterstrauch und 
schlief ein. Da mit einem Male rhrte ihn ein Engel an und sprach zu ihm: 
Stehe auf und i!
1KI 19:6 Und als er hinblickte, da fand sich zu seinen Hupten ein 
gersteter Brotfladen und ein Krug mit Wasser. Da a und trank er und 
legte sich sodann wieder schlafen.
1KI 19:7 Aber der Engel Jahwes kam zum zweiten Male wieder, rhrte ihn an 
und sprach: Stehe auf und i, sonst ist der Weg fr dich zu weit!
1KI 19:8 Da stand er auf, a und trank und wanderte vermge der Kraft, die 
diese Speise wirkte, vierzig Tage und vierzig Nchte hindurch bis zum 
Gottesberge Horeb;
1KI 19:9 dort aber trat er in eine Hhle ein und blieb daselbst ber 
Nacht. Da nun erging das Wort Jahwes, und er sprach zu ihm: Was willst du 
hier, Elia?
1KI 19:10 Er antwortete: Geeifert habe ich fr Jahwe, den Gott der 
Heerscharen; denn die Israeliten haben deine Verordnungen auer Acht 
gelassen, deine Altre niedergerissen und deine Propheten mit dem Schwerte 
gettet, so da ich allein brig geblieben bin, und sie trachten darnach, 
mir das Leben zu nehmen!
1KI 19:11 Da sprach er: gehe hinaus und tritt auf den Berg vor Jahwe! 
Jahwe aber zog an der Hhle vorber, und ein groer und heftiger 
Sturmwind, der Berge zerri und Felsen zerschmetterte, ging Jahwe voran; 
Jahwe aber war nicht in dem Sturmwind. Nach dem Sturmwind aber kam ein 
Erdbeben; Jahwe war nicht in dem Erdbeben.
1KI 19:12 Und nach dem Erdbeben kam ein Feuer; Jahwe war nicht in dem 
Feuer. Nach dem Feuer aber lie sich ein sanftes Suseln vernehmen.
1KI 19:13 Als Elia das hrte, verhllte er sein Antlitz mit seinem Mantel, 
ging heraus und trat an den Eingang der Hhle; da redete ihn eine Stimme 
an und sprach: Was willst du hier, Elia?
1KI 19:14 Er antwortete: Geeifert habe ich fr Jahwe, den Gott der 
Heerscharen, denn die Israeliten haben deine Verordnungen auer Acht 
gelassen, deine Altre niedergerissen und deine Propheten mit dem Schwerte 
gettet, so da ich allein brig geblieben bin; und sie trachten darnach, 
mir das Leben zu nehmen.
1KI 19:15 Jahwe aber sprach zu ihm: gehe wiederum deines Wegs, nach der 
Wste von Damaskus, und begieb dich hinein und salbe Hasael zum Knig ber 
Aram.
1KI 19:16 Jehu aber, den Sohn Nimsis, salbe zum Knig ber Israel, und 
Elisa, den Sohn Saphats, von Abel Mehola, salbe zum Propheten an deiner 
Statt.
1KI 19:17 Und es soll geschehen: wer dem Schwert Hasaels entrinnt, den 
wird Jehu tten, und wer dem Schwerte Jehus entrinnt, den wird Elisa tten.
1KI 19:18 Doch will ich in Israel siebentausend brig bleiben lassen, 
nmlich alle die Kniee, die sich nicht vor dem Baal gebeugt haben, und 
jeglichen Mund, der ihn nicht gekt hat!
1KI 19:19 Als er nun von dannen ging, traf er auf Elisa, den Sohn Saphats; 
der war gerade mit Pflgen beschftigt: zwlf Rinderpaare waren vor ihm, 
und er selbst befand sich bei dem zwlften. Da ging Elia zu ihm hinber 
und warf seinen Mantel auf ihn.
1KI 19:20 Er aber verlie die Rinder, eilte Elia nach und bat: La mich 
zuvor noch meinen Vater und meine Mutter kssen, dann will ich dir 
nachfolgen! Er antwortete ihm: Geh noch einmal hin, doch bedenke, was ich 
dir gethan habe!
1KI 19:21 Da verlie er ihn und ging noch einmal zurck, nahm das 
Rinderpaar und schlachtete es; mit dem Geschirre der Rinder aber kochte er 
ihr Fleisch und gab's den Leuten, da sie aen. Sodann brach er auf und 
folgte Elia nach und ward sein Diener.
1KI 20:1 Benhadad aber, der Knig von Aram, zog seine ganze Heeresmacht 
zusammen: zweiunddreiig Knige waren mit ihm samt Rossen und Wagen; und 
er zog heran, schlo die Stadt Samaria ein und bestrmte sie.
1KI 20:2 Und er sandte Boten in die Stadt zu Ahab, dem Knige von Israel,
1KI 20:3 und lie ihm sagen: So spricht Benhadad: Dein Silber und dein 
Gold ist mein, und deine schnsten Weiber und Kinder sind gleichfalls mein!
1KI 20:4 Da lie ihm der Knig von Israel antworten: Wie du befiehlst, 
mein Herr Knig! Dein bin ich mit allem, was ich habe!
1KI 20:5 Die Boten kamen jedoch nochmals wieder und sprachen: So spricht 
Benhadad: Ich habe dir keineswegs entbieten lassen: Dein Silber und dein 
Gold, deine Weiber und deine Kinder sollst du mir geben!
1KI 20:6 Vielmehr will ich morgen um diese Zeit meine Leute zu dir senden, 
da sie dein Haus und die Huser deiner Unterthanen durchsuchen und alles, 
was ihnen begehrenswert erscheint, sich aneignen und mitnehmen!
1KI 20:7 Da berief der Knig von Israel alle Vornehmen des Landes und 
sprach: Da seht ihr nun deutlich, wie bse er's vorhat! Denn als er zu mir 
sandte und meine Weiber und Kinder sowie mein Silber und Gold verlangte, 
da habe ich's ihm nicht verweigert!
1KI 20:8 Da antworteten ihm smtliche Vornehme und das ganze Volk: Hre 
nicht darauf und willige nicht ein!
1KI 20:9 Darauf sprach er zu den Boten Benhadads: Sagt meinem Herrn, dem 
Knig: Alles, was du zuerst deinem Knecht entboten hast, will ich thun; 
aber dies kann ich nicht thun! Hierauf gingen die Boten und brachten ihm 
Antwort.
1KI 20:10 Da sandte Benhadad zu ihm und lie ihm sagen: Mgen mir die 
Gtter anthun, was sie wollen: der Schutt Samarias wird nicht hinreichen, 
allen den Kriegern, die ich anfhre, die hohlen Hnde zu fllen!
1KI 20:11 Der Knig von Israel aber antwortete und sprach: Sagt ihm: Wer 
sich wappnet, soll sich nicht rhmen gleich dem, der die Rstung ablegt.
1KI 20:12 Als er nun diese Antwort vernahm, whrend er eben mit den 
Knigen in den Laubhtten zechte, da befahl er seinen Leuten: Macht 
fertig! und sie machten die Sturmbcke fertig wider die Stadt.
1KI 20:13 Es trat aber ein Prophet zu Ahab, dem Knige von Israel, heran 
und sprach: So spricht Jahwe: Siehst du wohl diesen ganzen groen Haufen? 
Den will ich heute in deine Gewalt geben, damit du erkennest, da ich 
Jahwe bin!
1KI 20:14 Ahab fragte: Durch wen? Da antwortete er: So spricht Jahwe: 
Durch die Leute der Landvgte! Da fragte er weiter: Wer soll den Kampf 
beginnen? Jener antwortete: Du selbst!
1KI 20:15 Da musterte er die Leute der Landvgte, und es waren ihrer 
zweihundertzweiunddreiig. Nach ihnen aber musterte er das ganze Volk, 
smtliche Israeliten, siebentausend Mann.
1KI 20:16 Und sie rckten aus am Mittage, whrend sich Benhadad samt den 
zweiunddreiig Knigen, die ihm zu Hilfe gekommen waren, in den Laubhtten 
trunken zechte.
1KI 20:17 Die Leute der Landvgte aber rckten zuerst aus. Als nun 
Benhadad Leute auf Kundschaft ausschickte, meldeten ihm diese: Es sind 
Mnner aus Samaria ausgerckt!
1KI 20:18 Da gebot er: Mgen sie nun in friedlicher Absicht oder Kampfes 
halber ausgerckt sein, greift sie auf jeden Fall lebendig!
1KI 20:19 Sobald nun jene aus der Stadt ausgerckt waren - die Leute der 
Landvgte und das ihnen nachfolgende Heer -,
1KI 20:20 schlugen sie ein jeglicher seinen Mann. Und die Aramer flohen, 
die Israeliten aber setzten ihnen nach. Und Benhadad, der Knig von Aram, 
entrann auf einem Rosse mit seinen Reitern.
1KI 20:21 Der Knig von Israel aber rckte aus und erbeutete die Rosse und 
die Wagen. Und er brachte den Aramern wiederholt eine groe Niederlage 
bei.
1KI 20:22 Da trat der Prophet an den Knig von Israel heran und sprach zu 
ihm: Wohlan, halte dich wacker und sieh wohl zu, was du thun willst; denn 
im kommenden Jahre wird der Knig von Aram gegen dich heranziehen.
1KI 20:23 Die Diener des Knigs von Aram aber sprachen zu diesem: Ein 
Berggott ist ihr Gott - darum haben sie uns berwunden! Aber knnten wir 
nur in der Ebene mit ihnen kmpfen, so wollten wir sie gewi berwinden!
1KI 20:24 Thue brigens Folgendes: La die Knige smtlich von ihrer 
Stelle abtreten und ersetze sie durch Statthalter.
1KI 20:25 Sodann bringe dir selbst ein Heer zusammen von gleicher Anzahl, 
wie jene, und la uns in der Ebene mit ihnen kmpfen, so werden wir sie 
gewi berwinden! Da gab er ihrem Rate Gehr und that also.
1KI 20:26 Im folgenden Jahre nun musterte Benhadad die Aramer und zog 
heran nach Aphek zum Kampfe mit den Israeliten.
1KI 20:27 Und die Israeliten wurden gemustert und mit Mundvorrat versorgt, 
und sie zogen ihnen entgegen. Die Israeliten aber lagerten ihnen gegenber 
wie zwei Huflein Ziegen, whrend die Aramer das Land erfllten.
1KI 20:28 Da trat der Gottesmann herzu und sprach zum Knige von Israel: 
So spricht Jahwe: Darum, weil die Aramer gesagt haben, ein Berggott sei 
Jahwe und nicht ein Gott der Thalgrnde, so will ich diesen ganzen groen 
Haufen in deine Gewalt geben, damit du erkennest, da ich Jahwe bin!
1KI 20:29 So lagerten sie sieben Tage lang einander gegenber; am 
siebenten Tag aber kam's zur Schlacht, und die Israeliten erschlugen von 
den Aramern hunderttausend Mann Fuvolks an einem Tage.
1KI 20:30 Die briggebliebenen aber flohen nach Aphek in die Stadt hinein; 
da fiel die Stadtmauer auf siebenundzwanzigtausend Mann, die brig 
geblieben waren. Auch Benhadad war geflohen, und gelangte in die Stadt, 
aus einer Kammer in die andere.
1KI 20:31 Da sprachen seine Diener zu ihm: Wohlan, wir haben gehrt, da 
die Knige des Hauses Israel barmherzige Knige sind; so la uns nun 
hrene Gewnder um unsere Hften legen und Stricke um unsere Hupter und 
uns dem Knige von Israel ergeben; vielleicht lt er dich am Leben.
1KI 20:32 Darauf umgrteten sie ihre Hften mit hrenen Gewndern und ihre 
Hupter mit Stricken, begaben sich zum Knige von Israel und sprachen: 
Dein Knecht Benhadad lt dir sagen: La mich am Leben! Er erwiderte: lebt 
er noch? Mein Bruder ist er!
1KI 20:33 Die Mnner aber dachten an gute Vorbedeutung und griffen es 
eilends von ihm auf und sprachen: Dein Bruder ist Benhadad. Er aber 
sprach: Geht und holt ihn! Da ging Benhadad zu ihm hinaus, und er lie ihn 
zu sich auf den Wagen steigen.
1KI 20:34 Und Benhadad sprach zu ihm: Die Stdte, die mein Vater deinem 
Vater weggenommen hat, will ich zurckgeben, und du magst dir Bazare zu 
Damaskus anlegen, wie mein Vater zu Samaria gethan hat. Was aber mich 
betrifft, so wollest du mich auf solche Vereinbarung hin freilassen. Da 
schlo er einen Vertrag mit ihm und lie ihn ziehen.
1KI 20:35 Einer von den Prophetenjngern aber sprach auf Gehei Jahwes zu 
seinem Genossen: Verwunde mich doch! Jener aber weigerte sich, ihn zu 
verwunden.
1KI 20:36 Da sprach er zu ihm: Darum, weil du dem Befehle Jahwes nicht 
gehorcht hast, so wird dich, sobald du von mir weggehst, ein Lwe 
verwunden. Und als er von ihm fortging, stie ein Lwe auf ihn und 
verwundete ihn.
1KI 20:37 Hierauf traf er einen anderen an und sprach: Verwunde mich doch! 
Da schlug ihn der andere wund.
1KI 20:38 Nun ging der Prophet hin, stellte sich an den Weg, den der Knig 
kommen mute, und machte sich durch eine Binde ber den Augen unkenntlich.
1KI 20:39 Sobald aber der Knig vorberkam, schrie er den Knig an und 
sprach: Dein Sklave war mit ausgezogen mitten in die Schlacht; da trat 
pltzlich jemand aus der Schlachtreihe aus, brachte einen Mann zu mir und 
sprach: Bewache diesen Mann; wrde er dennoch vermit werden, so soll dein 
Leben fr das seinige haften, oder du mut ein Talent Silbers darwgen!
1KI 20:40 Whrend aber dein Sklave bald da, bald dort zu thun hatte, war 
er pltzlich verschwunden. Der Knig von Israel aber sprach zu ihm: So 
lautet dein Urteil; du hast es selbst gefllt!
1KI 20:41 Da that er eilends die Binde von seinen Augen, und der Knig von 
Israel erkannte ihn, da er zu den Propheten gehrte.
1KI 20:42 Jener aber sprach zu ihm: So spricht Jahwe: Weil du den Mann, 
der meinem Banne verfallen war, aus deiner Hand gelassen hast, so soll nun 
dein Leben fr sein Leben haften, und dein Volk fr sein Volk!
1KI 20:43 Und der Knig von Israel begab sich mimutig und zornig nach 
seinem Hause und gelangte nach Samaria.
1KI 21:1 Nach diesen Begebenheiten aber ereignete sich Folgendes: Der 
Jesreeliter Naboth besa einen Weinberg, der zu Jesreel neben dem Palaste 
Ahabs, des Knigs von Samaria, lag.
1KI 21:2 Und Ahab redete also zu Naboth: Tritt mir deinen Weinberg ab, 
damit er mir als Gemsegarten diene, weil er so nahe bei meinem Palaste 
liegt. Ich will dir aber einen besseren Weinberg dafr geben oder, wenn 
dir's recht ist, will ich dir den Kaufpreis fr diesen in Geld erstatten.
1KI 21:3 Naboth aber erwiderte Ahab: Bewahre mich Jahwe davor, da ich dir 
das Erbe meiner Vter abtreten sollte!
1KI 21:4 Da kam Ahab in seinen Palast, mimutig und zornig um der Antwort 
willen, die ihm der Jesreeliter Naboth gegeben hatte, indem er sprach: Ich 
mag dir das Erbe meiner Vter nicht abtreten! Und er legte sich auf sein 
Bette, wandte sein Angesicht ab und nahm keine Speise zu sich.
1KI 21:5 Da trat seine Gemahlin Isebel zu ihm ein und redete ihn an: Warum 
bist du doch so mimutig gestimmt und nimmst keine Speise zu dir?
1KI 21:6 Er antwortete ihr: Rede ich da mit dem Jesreeliter Naboth und 
sage ihm: Tritt mir deinen Weinberg ab fr Geld, oder ich will dir, wenn 
du das lieber hast, einen anderen dafr geben - da spricht er: Ich mag dir 
meinen Weinberg nicht abtreten!
1KI 21:7 Da erwiderte ihm seine Gemahlin Isebel: bst du jetzt 
Knigsgewalt in Israel aus? Steh auf, nimm Speise zu dir und sei guter 
Dinge. Den Weinberg des Jesreeliters Naboth will ich dir verschaffen!
1KI 21:8 Hierauf schrieb sie in Ahabs Namen einen Brief, untersiegelte ihn 
mit seinem Siegel und sandte den Brief an die Edlen und Vornehmen, die in 
seiner Stadt waren, die mit Naboth zusammen wohnten.
1KI 21:9 In dem Brief aber schrieb sie Folgendes: Lat ein Fasten ausrufen 
und Naboth unter den Leuten obenan sitzen
1KI 21:10 und setzt ihm zwei nichtswrdige Buben gegenber, da sie wider 
ihn zeugen und sprechen: Du hast Gott und dem Knige geflucht! Alsdann 
fhrt ihn hinaus und steinigt ihn zu Tode!
1KI 21:11 Und die Mnner in seiner Stadt, die Vornehmen und Edlen, die in 
seiner Stadt wohnten, thaten, wie ihnen Isebel entboten hatte, wie in dem 
Briefe geschrieben stand, den sie ihnen bersandt hatte:
1KI 21:12 Sie riefen ein Fasten aus und setzten Naboth unter den Leuten 
obenan.
1KI 21:13 Da kamen die beiden nichtswrdigen Buben und setzten sich ihm 
gegenber, und die nichtswrdigen Menschen zeugten wider Naboth, 
angesichts des Volks und sprachen: Naboth hat Gott und dem Knige 
geflucht! Hierauf fhrten sie ihn hinaus vor die Stadt und steinigten ihn 
zu Tode.
1KI 21:14 Dann aber lieen sie der Isebel entbieten: Naboth wurde 
gesteinigt und ist tot!
1KI 21:15 Sobald aber Isebel vernahm, da Naboth gesteinigt und tot sei, 
sprach sie zu Ahab: Auf! nimm den Weinberg des Jesreeliters Naboth, den er 
fr Geld nicht abtreten wollte, in Besitz; denn Naboth lebt nicht mehr, 
sondern ist tot!
1KI 21:16 Sobald nun Ahab vernahm, da Naboth tot sei, machte er sich auf, 
um zu dem Weinberge des Jesreeliters Naboth hinabzuziehen, um ihn in 
Besitz zu nehmen.
1KI 21:17 Es erging aber das Wort Jahwes an Elia, den Thisbiter, also:
1KI 21:18 Mache dich auf, gehe hinab und tritt vor Ahab, den Knig von 
Israel, der zu Samaria wohnt - er befindet sich eben im Weinberge Naboths, 
wohin er hinabgezogen ist, um ihn in Besitz zu nehmen, -1KI 21:19 und 
sprich zu ihm also: So spricht Jahwe: Hast du gemordet und nun auch die 
Erbschaft angetreten? Und sprich weiter zu ihm also: So spricht Jahwe: An 
der Sttte, wo die Hunde ds Blut Naboths geleckt haben, sollen die Hunde 
auch dein Blut lecken!
1KI 21:20 Ahab antwortete Elia: Hast du mich gefunden, mein Feind? Er aber 
sprach: Jawohl! Weil du dich dazu hergegeben hast, zu thun, was Jahwe 
mifllt,
1KI 21:21 so will ich nunmehr Unglck ber dich bringen und dich wegfegen 
und will von Ahab ausrotten alles, was an die Wand pit, Unmndige wie 
Mndige in Israel.
1KI 21:22 Und ich will mit deinem Hause verfahren, wie mit dem Hause 
Jerobeams, des Sohnes Nebats, und dem Hause Baesas, des Sohnes Ahias, um 
des Ingrimms willen, den du erregt, und da du Israel zur Snde verfhrt 
hast.
1KI 21:23 Auch ber Isebel that Jahwe einen Ausspruch und zwar also: Die 
Hunde sollen Isebel fressen auf der Flur von Jesreel.
1KI 21:24 Wer von Ahab in der Stadt stirbt, den sollen die Hunde fressen; 
wer aber drauen im Freien stirbt, den sollen die Vgel unter dem Himmel 
fressen.
1KI 21:25 Es hat schlechterdings niemanden gegeben, der sich so dazu 
hergegeben htte, das Jahwe Mifllige zu thun, wie Ahab, den sein Weib 
Isebel dazu verleitete.
1KI 21:26 Und er handelte ber die Maen abscheulich, indem er den Gtzen 
nachwandelte, ganz wie die Amoriter gethan hatten, die Jahwe vor den 
Israeliten ausgetrieben hatte.
1KI 21:27 Als aber Ahab diese Worte hrte, zerri er seine Kleider, legte 
ein hrenes Gewand um seinen bloen Leib und fastete; und er schlief in 
dem hrenen Gewand und schlich still umher.
1KI 21:28 Da erging das Wort Jahwes an Elia, den Thisbiter, also:
1KI 21:29 Hast du bemerkt, da sich Ahab vor mir gedemtigt hat? Weil er 
sich nun vor mir gedemtigt hat, will ich das Unglck nicht bei seinen 
Lebzeiten hereinbrechen lassen; aber bei Lebzeiten seines Sohnes will ich 
das Unglck ber sein Haus hereinbrechen lassen!
1KI 22:1 Und sie blieben drei Jahre ruhig, ohne da es zwischen Aram und 
Israel zum Kampfe kam.
1KI 22:2 Im dritten Jahr aber zog Josaphat, der Knig von Juda, hinab zum 
Knige von Israel.
1KI 22:3 Und der Knig von Israel sprach zu seinen Dienern: Ihr wit ja 
doch, da Ramoth in Gilead uns gehrt; wir aber sitzen mig, anstatt es 
dem Knige von Aram zu entreien!
1KI 22:4 Hierauf sprach er zu Josaphat: Willst du mit mir in den Krieg 
ziehen nach Ramoth in Gilead? Da antwortete Josaphat dem Knige von 
Israel: Ich will sein wie du, mein Volk wie dein Volk, meine Rosse wie 
deine Rosse!
1KI 22:5 Josaphat aber sprach zum Knige von Israel: Frage doch erst, was 
Jahwe dazu sagt!
1KI 22:6 Da versammelte der Knig von Israel die Propheten, ungefhr 
vierhundert Mann, und fragte sie: Soll ich wider Ramoth in Gilead in den 
Krieg ziehen oder soll ich es unterlassen? Sie antworteten: Ziehe hin, 
damit es Jahwe in die Gewalt des Knigs gebe!
1KI 22:7 Josaphat aber sprach: Ist denn hier weiter kein Prophet Jahwes, 
da wir ihn befragen knnen?
1KI 22:8 Der Knig von Israel aber antwortete Josaphat: Noch einer ist da, 
durch den wir Jahwe befragen knnten; aber ich bin ihm gram, denn er 
pflegt ber mich nicht Gutes zu weissagen, sondern Schlimmes: Micha, der 
Sohn Jimlas. Josaphat aber sprach: Der Knig soll nicht also reden!
1KI 22:9 Da rief der Knig von Israel einen Kmmerer und befahl: Hole 
schleunigst Micha, den Sohn Jimlas!
1KI 22:10 Whrend nun der Knig von Israel und Josaphat, der Knig von 
Juda, angethan mit purpurnen Kleidern am Eingange des Thores von Samaria 
ein jeglicher auf seinem Throne saen, und alle Propheten vor ihnen 
weissagten,
1KI 22:11 machte sich Zedekia, der Sohn Kenaanas, eiserne Hrner und rief: 
So spricht Jahwe: Mit solchen wirst du die Aramer niederstoen, bis du 
sie vernichtet hast!
1KI 22:12 Und smtliche Propheten weissagten ebenso und sprachen: Ziehe 
hin nach Ramoth in Gilead, und das Gelingen kann dir nicht fehlen; Jahwe 
wird es schon in die Gewalt des Knigs geben!
1KI 22:13 Der Bote aber, der hingegangen war, Micha zu rufen, sprach zu 
ihm also: Sieh', die Propheten haben dem Knig einstimmig Gutes 
verkndigt; la doch dein Wort sein wie das Wort eines von ihnen und rede 
Gutes!
1KI 22:14 Micha aber sprach: So wahr Jahwe lebt: nur was Jahwe zu mir 
sagen wird, das will ich reden!
1KI 22:15 Als er nun zum Knige kam, fragte ihn der Knig: Micha, sollen 
wir nach Ramoth in Gilead in den Krieg ziehen oder sollen wir es 
unterlassen? Da antwortete er ihm: Zieh nur hin, und das Gelingen kann dir 
nicht fehlen; Jahwe wird es schon in die Gewalt des Knigs geben.
1KI 22:16 Der Knig aber sprach zu ihm: Wie oft soll ich dich beschwren, 
da du mir im Namen Jahwes nichts als die Wahrheit verkndigen sollst?
1KI 22:17 Da sprach er: Ich sah ganz Israel zerstreut auf den Bergen, wie 
Schafe, die keinen Hirten haben. Jahwe aber sprach: Diese haben keinen 
Herrn; sie mgen unversehrt ein jeglicher nach seinem Hause zurckkehren!
1KI 22:18 Der Knig von Israel aber sprach zu Josaphat: Habe ich dir nicht 
gesagt: Er weissagt nicht Gutes ber mich, sondern Bses?
1KI 22:19 Da sprach er: Nicht doch! Vernimm das Wort Jahwes! Ich sah Jahwe 
auf seinem Throne sitzen und das ganze Himmelsheer zu seiner Rechten und 
Linken bei ihm stehen.
1KI 22:20 Und Jahwe sprach: Wer will Ahab bethren, da er zu Felde ziehe 
und zu Ramoth in Gilead falle? Und der eine sagte dies, der andere sagte 
das.
1KI 22:21 Da trat der Geist hervor, stellte sich vor Jahwe und sprach: Ich 
will ihn bethren. Jahwe aber fragte ihn: Womit?
1KI 22:22 Da antwortete er: Ich will ausgehen und zum Lgengeiste werden 
in aller seiner Propheten Munde! Er aber sprach: Ja, du wirst die 
Bethrung vollbringen! Gehe aus und thue also!
1KI 22:23 So hat nun, wie du siehst, Jahwe in den Mund aller dieser deiner 
Propheten einen Lgengeist gelegt, whrend doch Jahwe Unheil ber dich 
beschlossen hat.
1KI 22:24 Da trat Zedekia, der Sohn Kenaanas, herzu, schlug Micha auf den 
Backen und sprach: Auf welchem Wege wre denn der Geist Jahwes von mir 
gewichen, um mit dir zu reden?
1KI 22:25 Micha aber sprach: Du wirst es erfahren an dem Tag, an welchem 
du aus einer Kammer in die andere gehen wirst, um dich zu verstecken!
1KI 22:26 Der Knig von Israel aber befahl dem Kmmerer: Nimm Micha und 
bringe ihn zurck zu Amon, dem Befehlshaber ber die Stadt, und zum 
Prinzen Joas
1KI 22:27 und melde: So spricht der Knig: Setzt diesen in den Kerker ein 
und speist ihn mit krglichem Brot und krglichem Wasser, bis ich 
wohlbehalten heimkomme.
1KI 22:28 Da sprach Micha: Kehrst du wirklich wohlbehalten wieder, so hat 
Jahwe nicht durch mich geredet! Und er sprach: Hrt, ihr Vlker, insgesamt!
1KI 22:29 Also zog der Knig von Israel mit Josaphat, dem Knige von Juda, 
nach Ramoth in Gilead.
1KI 22:30 Und der Knig von Israel sprach zu Josaphat: ich will mich 
verkleiden und so in den Kampf gehen; du aber behalte deine kniglichen 
Kleider an. Und der Knig von Israel verkleidete sich und ging in den 
Kampf.
1KI 22:31 Der Knig von Aram aber hatte den zweiunddreiig Obersten seiner 
Streitwagen befohlen: Ihr sollt mit niemandem kmpfen, er sei gering oder 
vornehm, auer allein mit dem Knige von Israel!
1KI 22:32 Als nun die Obersten der Wagen den Josaphat erblickten, dachten 
sie: das kann nur der Knig von Israel sein! und wandten sich gegen ihn 
zum Angriff; aber Josaphat schrie.
1KI 22:33 Sobald jedoch die Obersten der Wagen merkten, da es nicht der 
Knig von Israel war, lieen sie von ihm ab und lenkten wieder um.
1KI 22:34 Ein Mann aber hatte von ungefhr den Bogen gespannt und traf den 
Knig von Israel zwischen Ringelgurt und Panzer. Da gebot er seinem 
Wagenlenker: Lenke um und bringe mich aus dem Kampfgetmmel hinaus, denn 
ich bin verwundet!
1KI 22:35 Aber der Kampf entbrannte jenes Tags immer heftiger, und der 
Knig stand aufrecht im Wagen den Aramern gegenber bis zum Abend, und 
das Blut aus der Wunde ergo sich in das Innere des Wagens; am Abend aber 
starb er.
1KI 22:36 Da erscholl bei Sonnenuntergang durch das Heer der Ruf: Jeder 
nach seiner Stadt und nach seinem Lande -1KI 22:37 denn der Knig ist tot! 
Und sie kamen nach Samaria und begruben den Knig zu Samaria.
1KI 22:38 Als man aber den Wagen am Teiche von Samaria absplte, leckten 
die Hunde sein Blut, und die Huren badeten sich darin nach dem Worte, das 
Jahwe geredet hatte.
1KI 22:39 Was aber sonst noch von Ahab zu sagen ist und alles, was er 
ausgefhrt hat, und das Elfenbeinhaus, das er gebaut, und alle Stdte, die 
er befestigt hat, das ist ja aufgezeichnet im Buche der Geschichte der 
Knige von Israel.
1KI 22:40 Und Ahab legte sich zu seinen Vtern, und sein Sohn Ahasja ward 
Knig an seiner Statt.
1KI 22:41 Und Josaphat, der Sohn Asas, ward Knig ber Juda im vierten 
Jahre Ahabs, des Knigs von Israel.
1KI 22:42 Fnfunddreiig Jahre war Josaphat alt, als er Knig ward, und 
fnfundzwanzig Jahre regierte er zu Jerusalem. Seine Mutter aber hie 
Asuba, die Tochter Silhis.
1KI 22:43 Und er wandelte ganz auf dem Wege seines Vaters Asa und wich 
nicht von ihm ab, indem er that, was Jahwe wohlgefiel.
1KI 22:44 Nur wurden die Hhen nicht abgeschafft; noch immer opferte und 
rucherte das Volk auf den Hhen.
1KI 22:45 Und Josaphat hielt Frieden mit dem Knige von Israel.
1KI 22:46 Was aber sonst noch von Josaphat zu sagen ist und seine tapferen 
Thaten, die er gethan, und wie er Krieg gefhrt hat, das ist ja 
aufgezeichnet im Buche der Geschichte der Knige von Juda.
1KI 22:47 Auch tilgte er den Rest der Unzucht Geweihten, die zu der Zeit 
seines Vaters Asa brig geblieben waren, aus dem Lande.
1KI 22:48 Es gab aber damals keinen Knig in Edom; ein Statthalter war 
Knig.
1KI 22:49 Josaphat hatte Tarsisschiffe bauen lassen, die nach Ophir fahren 
sollten, um Gold zu holen; aber man fuhr nicht, denn die Schiffe 
scheiterten zu Ezeon-Geber.
1KI 22:50 Damals sprach Ahasja, der Sohn Ahabs, zu Josaphat: La meine 
Leute mit deinen Leuten auf den Schiffen fahren! Josaphat aber wollte 
nicht.
1KI 22:51 Und Josaphat legte sich zu seinen Vtern und ward bei seinen 
Vtern in der Stadt Davids, seines Ahnherrn, begraben. Und sein Sohn 
Jehoram ward Knig an seiner Statt.
1KI 22:52 Ahasja, der Sohn Ahabs, ward Knig ber Israel zu Samaria im 
siebzehnten Jahre Josaphats, des Knigs von Juda, und regierte zwei Jahre 
ber Israel.
1KI 22:53 Und er that, was Jahwe mifiel, und wandelte auf dem Wege seines 
Vaters und auf dem Wege seiner Mutter und auf dem Wege Jerobeams, des 
Sohnes Nebats, der Israel zur Snde verfhrt hatte.
1KI 22:54 Und er diente dem Baal und betete ihn an und reizte Jahwe, den 
Gott Israels, zum Zorne, ganz wie sein Vater gethan hatte.
2KI 1:1 Nach Ahabs Tod aber fielen die Moabiter von Israel ab.
2KI 1:2 Als nun Ahasja in seinem Obergemache zu Samaria durch das Gitter 
gefallen war und krank lag, sandte er Boten aus und befahl ihnen: Geht 
hin, befragt den Baal-Sebub, den Gott von Ekron, ob ich von dieser meiner 
Krankheit genesen werde!
2KI 1:3 Der Engel Jahwes aber hatte zu Elia, dem Thisbiter, geredet: 
Wohlan! gehe hinauf, den Boten des Knigs von Samaria entgegen, und sprich 
zu ihnen: Es giebt wohl keinen Gott in Israel, da ihr hinzieht, den Baal-
Sebub, den Gott von Ekron, zu befragen?
2KI 1:4 Darum spricht nun Jahwe also: Von dem Bette, auf das du gestiegen 
bist, sollst du nicht mehr herabsteigen, sondern sterben sollst du! Und 
Elia ging von dannen.
2KI 1:5 Als nun die Boten zu ihm zurckkamen, fragte er sie: Warum kommt 
ihr denn wieder?
2KI 1:6 Sie antworteten ihm: Ein Mann kam herauf, uns entgegen, der sprach 
zu uns: Kehrt nur wieder um zu dem Knige, der euch gesandt hat, und sagt 
ihm: So spricht Jahwe: Es giebt wohl keinen Gott in Israel, da du 
hinsendest, Baal-Sebub, den Gott von Ekron, zu befragen? Darum sollst du 
von dem Bette nicht herabsteigen, auf das du gestiegen bist, sondern 
sterben sollst du!
2KI 1:7 Da fragte er sie: Wie sah der Mann aus, der euch entgegen 
heraufkam und Solches zu euch redete?
2KI 1:8 Sie antworteten ihm: Er hatte als Mantel zottiges Fell und trug 
einen ledernen Grtel um seine Lenden. Da sprach er: Das ist Elia, der 
Thisbiter!
2KI 1:9 Hierauf schickte er einen Hauptmann ber fnfzig samt seinen 
fnfzig nach ihm aus. Als der zu ihm hinaufkam - er sa nmlich oben auf 
dem Gipfel des Bergs, - redete er ihn an: Mann Gottes, der Knig befiehlt: 
Du sollst herabkommen!
2KI 1:10 Elia aber antwortete und sprach zu dem Hauptmann ber die 
fnfzig: Nun wohl, wenn ich ein Mann Gottes bin, so falle Feuer vom Himmel 
herab und verzehre dich und deine fnfzig! Da fiel Feuer vom Himmel herab 
und verzehrte ihn und seine fnfzig.
2KI 1:11 Hierauf schickte er abermals und zwar einen anderen Hauptmann 
ber fnfzig samt seinen fnfzig aus. Der kam hinauf und redete ihn an: 
Mann Gottes, so spricht der Knig: Komm schleunigst herab!
2KI 1:12 Elia aber antwortete und sprach zu ihm: Bin ich ein Mann Gottes, 
so falle Feuer vom Himmel herab und verzehre dich und deine fnfzig! Da 
fiel Feuer Gottes vom Himmel herab und verzehrte ihn und seine fnfzig.
2KI 1:13 Darauf schickte er nochmals und zwar einen dritten Hauptmann ber 
fnfzig samt seinen fnfzig aus. Der ging hinauf, und als er hinkam, der 
dritte Hauptmann ber die fnfzig, beugte er seine Kniee vor Elia und 
redete ihn flehend an: Mann Gottes, la doch mein Leben und das Leben 
dieser deiner fnfzig Knechte etwas vor dir gelten!
2KI 1:14 Siehe, Feuer ist vom Himmel gefallen und hat die beiden ersten 
Hauptleute ber fnfzig samt ihren fnfzigen verzehrt; nun aber la mein 
Leben etwas vor dir gelten!
2KI 1:15 Da sprach der Engel Jahwes zu Elia: Gehe mit ihm hinab, frchte 
dich nicht vor ihm! Da stand er auf und ging mit ihm hinab zum Knige.
2KI 1:16 Und Elia redete zum Knige: So spricht Jahwe: Darum, da du Boten 
ausgeschickt hast, um den Baal-Sebub, den Gott von Ekron, zu befragen - es 
giebt wohl keinen Gott in Israel, dessen Ausspruch man einholen knnte? - 
so sollst du von dem Bette, auf das du gestiegen bist, nicht herabsteigen, 
sondern sterben sollst du!
2KI 1:17 Also starb er nach dem Worte Jahwes, das Elia geredet hatte, und 
sein Bruder Joram ward Knig an seiner Statt im zweiten Jahre Jehorams, 
des Sohnes Josaphats, des Knigs von Juda; denn er hatte keinen Sohn.
2KI 1:18 Was aber sonst noch von Ahasja zu sagen ist, was er ausgefhrt 
hat, das ist ja aufgezeichnet im Buche der Geschichte der Knige von 
Israel.
2KI 2:1 Um diese Zeit aber, da Jahwe Elia im Wetter gen Himmel fahren lie 
ging Elia mit Elisa aus dem Gilgal hinweg.
2KI 2:2 Und Elia sprach zu Elisa: Bleibe doch hier, denn Jahwe hat mich 
bis nach Bethel gesandt. Elisa aber antwortete: So wahr Jahwe lebt, und so 
wahr du lebst, ich verlasse dich nicht! So stiegen sie hinab nach Bethel.
2KI 2:3 Da gingen die Prophetenjnger, die zu Bethel waren, zu Elisa 
heraus und sprachen zu ihm: Weit du wohl, da dir Jahwe heute deinen 
Herrn ber deinen Hupten hinwegnehmen wird? Er antwortete: Auch ich wei 
es; schweigt nur still!
2KI 2:4 Da sprach Elia zu ihm: Elisa, bleibe doch hier, denn Jahwe hat 
mich nach Jericho gesandt! Er aber antwortete: So wahr Jahwe lebt, und so 
wahr du lebst, ich verlasse dich nicht! So kamen sie nach Jericho.
2KI 2:5 Da traten die Prophetenjnger, die zu Jericho waren, zu Elisa 
heran und sprachen zu ihm: Weit du wohl, da dir Jahwe heute deinen Herrn 
ber deinen Hupten hinwegnehmen wird? Er antwortete: Auch ich wei es; 
schweigt nur still!
2KI 2:6 Da sprach Elia zu ihm: Bleibe doch hier, denn Jahwe hat mich an 
den Jordan gesandt. Er aber antwortete: So wahr Jahwe lebt, und so wahr du 
lebst, ich verlasse dich nicht! Also gingen die beiden miteinander.
2KI 2:7 Aber fnfzig Mann von den Prophetenjngern gingen hin und stellten 
sich abseits in einiger Entfernung auf; die beiden aber traten an den 
Jordan.
2KI 2:8 Da nahm Elia seinen Mantel, wickelte ihn zusammen und schlug ins 
Wasser; da zerteilte es sich nach beiden Seiten, so da die beiden auf dem 
Trockenen hindurchgingen.
2KI 2:9 Als sie aber hinber gelangt waren, sprach Elia zu Elisa: Bitte 
von mir, was ich dir thun soll, ehe ich von dir genommen werde. Elisa 
antwortete: Mchte mir denn ein doppelter Anteil an deinem Geiste zu teil 
werden!
2KI 2:10 Da sprach er: Du hast Schweres erbeten. Wirst du mich sehen, wie 
ich von dir genommen werde, so wird dir solches zu teil werden; wenn aber 
nicht, so wird es nicht geschehen.
2KI 2:11 Whrend sie nun in solcher Unterredung immer weiter gingen, 
erschien pltzlich ein feuriger Wagen und feurige Rosse; die trennten 
beide von einander, und Elia fuhr also im Wetter gen Himmel.
2KI 2:12 Als Elisa das sah, schrie er: Mein Vater, mein Vater! du Israels 
Wagen und Reiter! Dann aber sah er ihn nicht mehr. Da erfate er seine 
Kleider und zerri sie in zwei Stcke.
2KI 2:13 Sodann hob er den Mantel Elias auf, der ihm entfallen war, kehrte 
um und trat an das Ufer des Jordans.
2KI 2:14 Da nahm er den Mantel Elias, der ihm entfallen war, schlug ins 
Wasser und sprach: Wo ist denn nun Jahwe, der Gott Elias? Als er aber ins 
Wasser schlug, zerteilte es sich nach beiden Seiten, und Elisa ging 
hindurch.
2KI 2:15 Als das die Prophetenjnger zu Jericho drben wahrnahmen, 
sprachen sie: Der Geist Elias ruht auf Elisa! Und sie kamen ihm entgegen, 
verneigten sich vor ihm bis auf den Boden
2KI 2:16 und sprachen zu ihm: Sieh, es befinden sich hier bei deinen 
Knechten fnfzig rstige Mnner; la sie doch gehen und deinen Herrn 
suchen, ob ihn nicht etwa der Geist Jahwes entfhrt und auf irgend einen 
Berg oder in irgend ein Thal geworfen hat. Er aber sprach: Sendet nicht!
2KI 2:17 Als sie jedoch bis zum uersten in ihn drangen, sprach er: So 
sendet hin! Da sandten sie fnfzig Mann; die suchten drei Tage lang, 
fanden ihn aber nicht.
2KI 2:18 Und sie kehrten zu ihm zurck, whrend er noch zu Jericho weilte; 
da sprach er zu ihnen: Sagte ich euch nicht, ihr solltet nicht hingehen?
2KI 2:19 Und die Brger der Stadt sprachen zu Elisa: Die Lage der Stadt 
ist ja gut, wie du selbst siehst, o Herr; aber das Wasser ist schlecht, 
und die Gegend verursacht hufig Fehlgeburten.
2KI 2:20 Da sprach er: Bringt mir eine neue Schale und thut Salz darein! 
Als man sie ihm gebracht hatte,
2KI 2:21 ging er hinaus an den Quellort des Wassers, warf das Salz hinein 
und sprach: So spricht Jahwe: Ich habe dieses Wasser gesund gemacht; 
fortan soll es weder Tod noch Fehlgeburt mehr verursachen.
2KI 2:22 Also ward das Wasser gesund bis auf den heutigen Tag nach dem 
Worte, das Elisa geredet hatte.
2KI 2:23 Von dort aber ging er hinauf nach Bethel. Als er nun eben den Weg 
hinaufging, kamen kleine Knaben aus der Stadt heraus und verspotteten ihn 
mit dem Zuruf: Komm herauf, Kahlkopf! Komm herauf, Kahlkopf!
2KI 2:24 Er aber wandte sich um; und als er sie sah, fluchte er ihnen im 
Namen Jahwes. Da kamen zwei Brinnen aus dem Wald und zerrissen 
zweiundvierzig von den Kindern.
2KI 2:25 Von da aber begab er sich nach dem Berge Karmel und kehrte von 
dort nach Samaria zurck.
2KI 3:1 Joram aber, der Sohn Ahabs, ward Knig ber Israel zu Samaria im 
achtzehnten Jahre Josaphats, des Knigs von Juda, und regierte zwlf Jahre.
2KI 3:2 Und er that, was Jahwe mifiel, jedoch nicht wie sein Vater und 
seine Mutter; denn er beseitigte die Malsteine des Baal, die sein Vater 
hatte herstellen lassen.
2KI 3:3 Jedoch an den Snden Jerobeams, des Sohnes Nebats, zu denen er 
Israel verfhrt hatte, hielt er fest und lie nicht davon.
2KI 3:4 Mesa aber, der Knig von Moab, zchtete groe Herden und zinste 
dem Knige von Israel jedesmal hunderttausend Lmmer und die Wolle von 
hunderttausend Widdern.
2KI 3:5 Als nun Ahab gestorben war, fiel der Knig von Moab vom Knige von 
Israel ab.
2KI 3:6 Der Knig Joram aber rckte zu jener Zeit aus Samaria aus und 
mustere das ganze Israel.
2KI 3:7 Und Josaphat, dem Knige von Juda, lie er Folgendes entbieten: 
Der Knig von Moab ist von mir abgefallen; willst du mit mir wider die 
Moabiter in den Krieg ziehen? Er antwortete: Jawohl! Ich will sein wie du; 
mein Volk sei wie dein Volk, meine Rosse wie deine Rosse!
2KI 3:8 Da fragte er: Welchen Weg sollen wir ziehen? Er antwortete: den 
Weg durch die Steppe von Edom!
2KI 3:9 So zog denn der Knig von Israel, der Knig von Juda und der Knig 
von Edom hin. Als sie aber eine Strecke von sieben Tagereisen umhergezogen 
waren, hatte das Heer und das Vieh, das ihnen folgte, kein Wasser.
2KI 3:10 Da rief der Knig von Israel: O weh! Jahwe hat diese drei Knige 
hergerufen, um sie in die Gewalt der Moabiter zu geben.
2KI 3:11 Josaphat aber sprach: ist denn hier kein Prophet Jahwes, da wir 
Jahwe durch ihn befragen knnten? Da antwortete einer von den Dienern des 
Knigs von Israel: hier ist Elisa, der Sohn Saphats, der Elia als 
vertrautester Diener Wasser auf die Hnde gegossen hat.
2KI 3:12 Josaphat sprach: Bei ihm ist das Wort Jahwes zu finden! So gingen 
denn der Knig von Israel und Josaphat und der Knig von Edom zu ihm hinab.
2KI 3:13 Elisa aber sprach zu dem Knige von Israel: Was habe ich mit dir 
zu schaffen? Geh zu den Propheten deines Vaters und zu den Propheten 
deiner Mutter! Der Knig von Israel aber sprach zu ihm: Nicht doch! denn 
Jahwe hat diese drei Knige hergerufen, um sie in die Gewalt der Moabiter 
zu geben.
2KI 3:14 Da sprach Elisa: So wahr Jahwe der Heerscharen lebt, in dessen 
Dienst ich stehe: wenn ich nicht auf Josaphat, den Knig von Juda, 
Rcksicht nhme, ich wollte auf dich nicht blicken noch dich ansehen!
2KI 3:15 Jetzt aber holt mir einen Saitenspieler! Jedesmal, wenn der 
Saitenspieler spielte, kam ber ihn die Hand Jahwes.
2KI 3:16 Und er sprach: So spricht Jahwe: Macht in diesem Bachthale Grube 
an Grube!
2KI 3:17 Denn so spricht Jahwe: Ihr werdet weder Wind noch Regen zu sehen 
bekommen, und dennoch soll sich dieses Thal mit Wasser fllen, so da ihr 
samt eurem Heer und eurem Vieh zu trinken haben werdet.
2KI 3:18 Und dies dnkt Jahwe noch zu gering; er wird auch die Moabiter in 
eure Gewalt geben,
2KI 3:19 da ihr alle festen Stdte und alle auserlesenen Stdte 
bezwingen, alle Fruchtbume fllen, alle Wasserquellen verstopfen und 
smtliche gute cker mit Steinen verderben sollt.
2KI 3:20 Am andern Morgen aber, um die Zeit, da man das Speisopfer 
darzubringen pflegt, kam pltzlich Wasser in der Richtung von Edom her, 
und das Land fllte sich mit Wasser.
2KI 3:21 Als aber smtliche Moabiter vernahmen, da die Knige 
herangezogen seien, um sie anzugreifen, wurde alles aufgeboten, was nur 
irgend waffenfhig war, und sie stellten sich an der Grenze auf.
2KI 3:22 Frhmorgens aber, als die Sonne ber dem Wasser aufstrahlte, 
erschien den Moabitern drben das Wasser rot wie Blut.
2KI 3:23 Da riefen sie: Das ist Blut! Gewi sind die Knige aneinander 
geraten, und es ist zu einem Gemetzel unter ihnen gekommen. Nun auf zur 
Beute, ihr Moabiter!
2KI 3:24 Als sie aber zum israelitischen Lager kamen, rckten die 
Israeliten aus und schlugen die Moabiter, so da sie vor ihnen flohen; 
dann aber drangen sie immer tiefer ins Land ein und brachten den Moabitern 
noch weitere Niederlagen bei.
2KI 3:25 Die Stdte aber rissen sie nieder, verschtteten alle guten 
cker, indem sie Mann fr Mann einen Stein darauf warfen, verstopften alle 
Wasserquellen und fllten alle Fruchtbume, bis nichts mehr brig blieb 
als die Steinmauern von Kir-Hareseth. Als aber die Schleuderer sie 
umzingelten und beschossen,
2KI 3:26 und der Knig von Moab erkannte, da er dem Angriff unterliegen 
msse, nahm er mit sich siebenhundert Mann, die mit Schwertern bewaffnet 
waren, um zum Knige von Edom durchzubrechen; aber es gelang ihnen nicht.
2KI 3:27 Da nahm er seinen erstgeborenen Sohn, der nach ihm herrschen 
sollte, und opferte ihn auf der Mauer als Brandopfer. Da kam ein 
gewaltiger Zorn ber Israel, so da sie von ihm ablieen und abzogen und 
in ihr Land zurckkehrten.
2KI 4:1 Und eines von den Weibern der Prophetenjnger schrie Elisa also 
an: Mein Mann, dein Knecht, ist gestorben, und du weit, da dein Knecht 
allezeit Jahwe frchtete; nun kommt der Glubiger und will sich meine 
beiden Knaben zu Sklaven nehmen!
2KI 4:2 Elisa aber sprach zu ihr: Was soll ich fr dich thun? Sage mir, 
was hast du im Hause? Sie antwortete: Deine Magd hat gar nichts im Hause 
als ein Salbgef mit etwas l.
2KI 4:3 Da sprach er: geh und borge dir drauen von der ganzen 
Nachbarschaft leere Gefe, aber nicht zu wenige;
2KI 4:4 dann gehe hinein, verschliee die Thre hinter dir und deinen 
Shnen und giee in alle diese Gefe ein, und wenn eines voll ist, so 
setze es beiseite!
2KI 4:5 Da ging sie von ihm hinweg und that also. Sie verschlo die Tre 
hinter sich und ihren Shnen; diese langten ihr zu und sie go bestndig 
ein.
2KI 4:6 Als nun die Gefe voll waren, sprach sie zu ihrem Sohne: Lange 
mir noch ein Gef her! Er erwiderte ihr: Es ist kein Gef mehr da! Da 
flo das l nicht weiter.
2KI 4:7 Als sie nun kam und es dem Gottesmanne berichtete, da sprach er: 
Gehe hin, verkaufe das l und bezahle deine Schuld; von dem brigen aber 
magst du und deine Shne leben.
2KI 4:8 Eines Tags nun ging Elisa hinber nach Sunem. Daselbst wohnte eine 
reiche Frau; die ntigte ihn, bei ihr zu speisen. So oft er nun 
vorberkam, kehrte er dort ein, um zu speisen.
2KI 4:9 Da sprach sie einst zu ihrem Manne: Sieh', ich merke, da es ein 
heiliger Gottesmann ist, der da immer bei uns vorberkommt.
2KI 4:10 La uns doch ein kleines ummauertes Obergemach herstellen und ihm 
Bette, Tisch, Stuhl und Leuchter hineinsetzen, damit er, wenn er zu uns 
kommt, daselbst einkehre.
2KI 4:11 Eines Tags nun kam er auch hin, kehrte in dem Obergemach ein und 
legte sich dort zum Schlafen nieder.
2KI 4:12 Darauf befahl er seinem Diener Gehasi: Rufe die Sunamitin da! Da 
rief er sie und sie trat vor ihn.
2KI 4:13 Da befahl er ihm: Sprich doch zu ihr: Sieh', du hast unsertwegen 
alle diese Unruhe gemacht; was kann man fr dich thun? Brauchst du 
Frsprache beim Knig oder beim Feldhauptmanne? Sie antwortete: ich wohne 
sicher inmitten meiner Geschlechtsgenossen!
2KI 4:14 Als er nun fragte: Was lt sich denn fr sie thun? antwortete 
Gehasi: Ja doch, sie hat keinen Sohn, und ihr Mann ist alt!
2KI 4:15 Da befahl er: Rufe sie! Als er sie nun gerufen hatte, und sie in 
die Thre trat,
2KI 4:16 da sprach er: bers Jahr um diese Zeit wirst du einen Sohn 
herzen! Sie aber sprach: Ach nein, Herr, du Mann Gottes, belge doch deine 
Magd nicht!
2KI 4:17 Und die Frau ward schwanger und gebar um dieselbe Zeit im 
folgenden Jahr einen Sohn, wie Elisa ihr verheien hatte.
2KI 4:18 Als nun der Knabe heranwuchs, ging er eines Tags zu seinem Vater 
hinaus zu den Schnittern.
2KI 4:19 Da klagte er seinem Vater: Mein Kopf, mein Kopf! Er aber befahl 
dem Diener: Trage ihn zu seiner Mutter!
2KI 4:20 Da nahm er ihn auf und brachte ihn hinein zu seiner Mutter; und 
er sa bis zum Mittag auf ihrem Schoe, dann starb er.
2KI 4:21 Da ging sie hinauf, legte ihn auf das Bette des Gottesmannes, 
schlo hinter ihm zu und ging hinaus.
2KI 4:22 Sodann rief sie ihren Mann und sprach: Schicke mir doch einen von 
den Dienern mit einer Eselin; ich will schnell zu dem Manne Gottes und 
wieder zurck!
2KI 4:23 Er aber sprach: Warum willst du zu ihm? Ist doch heute weder 
Neumond noch Sabbat! Sie antwortete: Es hat nichts auf sich!
2KI 4:24 Als sie nun die Eselin gesattelt hatte, befahl sie ihrem Diener: 
Treibe nur immer an! Halte mich nicht auf im Reiten, bis ich es dir sage!
2KI 4:25 Also zog sie hin und gelangte zu dem Manne Gottes auf den Berg 
Karmel.
2KI 4:26 Laufe ihr sogleich entgegen und frage sie: Geht es dir wohl? Geht 
es deinem Manne wohl? Geht es dem Knaben wohl? Sie antwortete: Ja!
2KI 4:27 Als sie aber zu dem Manne Gottes auf den Berg kam, umfate sie 
seine Fe. Da trat Gehasi herzu, um sie wegzustoen. Aber der mann Gottes 
sprach: La sie, denn sie ist schwer bekmmert, und Jahwe hat mir's 
verborgen und nicht kundgethan!
2KI 4:28 Da sprach sie: Habe ich etwa meinen Herrn um einen Sohn gebeten? 
Sagte ich nicht, du sollest mich nicht tuschen?
2KI 4:29 Da befahl er Gehasi: Grte deine Lenden, nimm meinen Stab in die 
Hand und gehe hin - wenn du jemandem begegnest, so gre ihn nicht, und 
wenn dich jemand grt, so danke ihm nicht! - und lege meinen Stab auf das 
Antlitz des Knaben.
2KI 4:30 Die Mutter des Knaben aber sprach: So wahr Jahwe lebt, und so 
wahr du lebst: ich verlasse dich nicht! Da machte er sich auf und folgte 
ihr.
2KI 4:31 Gehasi aber war ihnen vorausgegangen und hatte den Stab auf das 
Antlitz des Knaben gelegt; doch da war kein Laut noch Beachtung zu 
verspren. Da kehrte er um, ging ihm entgegen und meldete ihm: Der Knabe 
ist nicht aufgewacht.
2KI 4:32 Als nun Elisa ins Haus kam, fand er den Knaben tot auf seinem 
Bette liegend.
2KI 4:33 Da ging er hinein, verschlo die Thr hinter ihnen beiden und 
betete zu Jahwe.
2KI 4:34 Sodann stieg er auf das Bette hinauf und legte sich ber den 
Knaben, und zwar that er den Mund auf seinen Mund, die Augen auf seine 
Augen und die Hnde auf seine Hnde und beugte sich ber ihn; da erwarmte 
der Leib des Knaben.
2KI 4:35 Dann kam er wieder, ging im Hause einmal auf und ab, stieg hinauf 
und beugte sich abermals ber ihn. Da nieste der Knabe siebenmal; darnach 
schlug der Knabe seine Augen auf.
2KI 4:36 Da rief er Gehasi und befahl: Rufe die Sunamitin da! Und als sie 
auf sein Rufen zu ihm eingetreten war, sprach er: Nimm deinen Sohn hin!
2KI 4:37 Da trat sie herzu, fiel ihm zu Fen und verneigte sich bis auf 
den Boden; alsdann nahm sie ihren Sohn und ging hinaus.
2KI 4:38 Elisa aber kam wieder nach Gilgal, whren die Hungersnot im Lande 
herrschte. Als nun die Prophetenjnger vor ihm saen, befahl er seinem 
Diener: Setze den grten Topf zu und koche ein Gericht fr die 
Prophetenjnger!
2KI 4:39 Da ging einer aufs Feld hinaus, um Kruter zu pflcken, und als 
er auf dem Fled ein Rankengewchs fand, pflckte er davon wilde Gurken, 
sein ganzes Gewand voll, kam heim und schnitt sie in den Etopf, denn sie 
kannten sie nicht.
2KI 4:40 Darauf schttete man fr die Mnner aus, damit sie en. Sobald 
sie aber von dem Gerichte kosteten, schrieen sie auf und riefen: Der Tod 
ist im Topfe, du Mann Gottes! und vermochten es nicht zu essen.
2KI 4:41 Er aber sprach: Bringt nur Mehl her! Und nachdem er es in den 
Topf geworfen hatte, befahl er: Schtte es den Leuten hin, da sie essen! 
Da war nichts Schdliches mehr in dem Topfe.
2KI 4:42 Es erschien aber ein Mann von Baal-Salisa und brachte dem Manne 
Gottes Erstlingsbrot, nmlich zwanzig Gerstenbrote und zerrstoene Krner 
in seinem Quersack. Da befahl er: Gieb den Leuten, da sie essen!
2KI 4:43 Sein Diener erwiderte: Wie kann ich das hundert Mnnern vorlegen? 
Er aber sprach: Gieb den Leuten, da sie essen! Denn so spricht Jahwe: 
Essen werden sie und noch brig lassen!
2KI 4:44 Da legte er ihnen vor, und sie aen und lieen noch brig, wie 
Jahwe verheien hatte.
2KI 5:1 Naeman aber, der Feldhauptmann des Knigs von Aram, galt viel bei 
seinem Herrn und war hoch angesehen, denn durch ihn hatte Jahwe den 
Aramern Sieg verliehen; aber der Mann war bei aller Vortrefflichkeit 
ausstzig.
2KI 5:2 Nun hatten einst Aramer auf einem Streifzug eine junge Dirne aus 
dem Lande Israel als Gefangene hinweggefhrt; die stand im Dienste der 
Gemahlin Naemans.
2KI 5:3 Da sprach sie zu ihrer Herrin: Ach, da mein Herr bei dem 
Propheten zu Samaria wre! Der wrde ihn von seinem Aussatze befreien.
2KI 5:4 Da ging Naeman hinein zu seinem Herrn und teilte ihm mit: So und 
so hat die Dirne aus dem Land Israel geredet.
2KI 5:5 Darauf sprach der Knig von Aram: Ziehe nur hin, ich werde dem 
Knige von Israel einen Brief senden. Also zog er hin und nahm zehn 
Talente Silber, sechstausend Sekel Gold und zehn vollstndige Anzge mit 
sich
2KI 5:6 und berbrachte dem Knige von Israel den Brief, in welchem stand: 
Wenn nun dieser Brief an dich gelangt, so wisse: ich habe meinen Diener 
Naeman zu dir gesandt, damit du ihn von seinem Aussatze befreiest.
2KI 5:7 Als aber der Knig von Israel den Brief gelesen hatte, zerri er 
seine Kleider und sprach: Bin ich denn ein Gott, der tten und lebendig 
machen kann, da dieser mir entbieten lt, einen Menschen von seinem 
Aussatze zu befreien? Da seht ihr ja nun deutlich, wie er Hndel mit mir 
sucht!
2KI 5:8 Sobald aber Elisa, der Mann Gottes, vernahm, da der Knig von 
Israel seine Kleider zerrissen habe, sandte er zum Knig und lie ihm 
sagen: Warum hast du deine Kleider zerrissen? La ihn nur zu mir kommen, 
so soll er erfahren, da es Propheten in Israel giebt!
2KI 5:9 Also kam Naeman mit seinen Rossen und Wagen und hielt vor der 
Thre des Hauses Elisas.
2KI 5:10 Da sandte Elisa einen Boten zu ihm und lie ihm sagen: Gehe hin 
und bade dich siebenmal im Jordan, so wird dein Fleisch wieder hergestellt 
werden, und du wirst rein sein!
2KI 5:11 Naeman aber ward unwillig und ging hinweg mit den Worten: Meinte 
ich doch, er werde zu mir herauskommen und hertreten, den Namen Jahwes, 
seines Gottes, anrufen, seine Hand ber die Stelle schwingen und so den 
Aussatz beseitigen.
2KI 5:12 Sind nicht Abana und Pharphar, die Flsse von Damaskus, besser 
als alle Wasser in Israel? Knnte ich mich nicht in ihnen baden und rein 
werden? Also wandte er sich und ging voller Zorn hinweg.
2KI 5:13 Da traten seine Diener heran und redeten ihm zu und sprachen: 
Wenn dir der Prophet etwas Schweres anbefohlen htte, wrdest du es nicht 
thun? Wieviel mehr, da er zu dir gesagt hat: Bade dich, so wirst du rein 
sein!
2KI 5:14 Da zog er hinab und tauchte siebenmal im Jordan unter, wie der 
Mann Gottes geboten hatte; da ward sein Fleisch wieder hergestellt wie das 
eines jungen Knaben, und er war rein.
2KI 5:15 Da kehrte er mit seinem ganzen Gefolge zu dem Manne Gottes 
zurck, und als er hinkam, trat er vor ihn und sprach: Wisse, ich habe nun 
erkannt, da es keinen Gott giebt in allen Landen, auer in Israel; so 
nimm denn nun ein Abschiedsgeschenk von deinem Knechte!
2KI 5:16 Er aber sprach: So wahr Jahwe lebt, in dessen Dienst ich stehe: 
ich nehme nichts! Und obwohl er in ihn drang, es zu nehmen, weigerte er 
sich.
2KI 5:17 Da sprach Naeman: Wenn denn nicht, so mge wenigstens deinem 
Knecht eine Last Erde - so viel, als zwei Maultiere tragen knnen - 
gegeben werden. Denn dein Knecht will fortan keinen anderen Gttern mehr 
Brandopfer und Schlachtopfer bringen, sondern nur Jahwe!
2KI 5:18 Aber in dem Stcke wolle Jahwe deinem Knechte verzeihen: wenn 
mein Herr in den Tempel Rimmons geht, um daselbst anzubeten, und sich 
dabei auf meinen Arm sttzt, so da ich mich mit niederwerfe im Tempel 
Rimmons, wenn er sich dort niederwirft, so wolle doch Jahwe deinem Knecht 
in diesem Stcke verzeihen!
2KI 5:19 Er aber sprach zu ihm: Ziehe hin in Frieden! Als er nun eine 
Strecke Wegs von ihm fortgezogen war,
2KI 5:20 sprach Gehasi, der Diener Elisas, des Gottesmannes, bei sich 
selbst: Da hat nun mein Herr diesen Aramer Naeman geschont und hat von 
ihm nicht angenommen, was er hergebracht hat. So wahr Jahwe lebt, ich mu 
ihm nachlaufen und mir etwas von ihm geben lassen!
2KI 5:21 Also rannte Gehasi dem Naeman nach. Als aber Naeman bemerkte, da 
ihm einer nachlief, sprang er vom Wagen, ging ihm entgegen und fragte: 
Steht alles wohl?
2KI 5:22 Er antwortete Ja! Mein Herr sendet mich und lt dir sagen: Da 
sind soeben vom Gebirge Ephraim zwei junge Leute, die zu den 
Prophetenjngern gehren, zu mir gekommen; gieb mir doch fr sie ein 
Talent Silbers und zwei Anzge!
2KI 5:23 Naeman erwiderte: Thue mir den Gefallen und nimm zwei Talente! 
Und er drang in ihn und band zwei Talente Silbers in zwei Beutel und zwei 
Anzge und gab sie seinen beiden Dienern; die trugen sie vor ihm her.
2KI 5:24 Als er aber an den Hgel gelangt war, nahm er sie ihnen ab, 
verwahrte sie im Hause und lie die Mnner gehen. Als sie sich entfernt 
hatten,
2KI 5:25 ging er hinein und trat vor seinen Herrn. Elisa aber fragte ihn: 
Woher, Gehasi? Er antwortete: Dein Knecht war nirgends hingegangen.
2KI 5:26 Er aber sprach zu ihm: Bin ich nicht im Geiste mit dir gegangen, 
als ein gewisser Mann sich umdrehte, von seinem Wagen stieg und dir 
entgegenging? Nun wohl, du hast das Geld bekommen und wirst Kleider, 
lgrten, Weinberge, Schafe, Rinder, Sklaven und Sklavinnen dafr bekommen;
2KI 5:27 aber der Aussatz Naemans wird dir und deinen Nachkommen immerdar 
anhangen! Da ging er von ihm hinaus, schneewei von Aussatz.
2KI 6:1 Es sprachen aber die Prophetenjnger zu Elisa: Wie du siehst, ist 
der Raum, wo wir vor dir sitzen, zu eng fr uns;
2KI 6:2 la uns an den Jordan gehen und dort ein jeder einen Balken holen, 
damit wir uns dort eine Sttte herrichten, wo wir uns niederlassen knnen. 
Er sprach: Gehet hin!
2KI 6:3 Einer von ihnen aber bat: Sei so gut und begleite deine Knechte! 
Da sprach er: Gut, ich will mitgehen.
2KI 6:4 Also ging er mit ihnen. Als sie nun zum Jordan gelangt waren, 
hieben sie Stmme um.
2KI 6:5 Whrend nun einer von ihnen einen Balken fllte, fiel das Eisen 
ins Wasser. Da schrie er und rief: Ach, Herr! es ist noch dazu entlehnt!
2KI 6:6 Aber der Mann Gottes sprach: Wohin ist es gefallen? Als er ihm nun 
die Stelle gezeigt hatte, schnitt er einen Stock ab, stie dort hinein und 
machte das Eisen schwimmen.
2KI 6:7 Sodann sprach er: Hole dir's herauf! Da langte er hin und holte es 
sich.
2KI 6:8 Whrend nun der Knig von Aram Krieg mit Israel fhrte, traf er 
Verabredung mit seinen Dienern und gebot: An dem und dem Orte mt ihr 
euch in den Hinterhalt legen!
2KI 6:9 Aber der Mann Gottes sandte zum Knige von Israel und lie ihm 
sagen: Hte dich, an diesem Orte vorberzuziehen; denn dort sind die 
Aramer versteckt.
2KI 6:10 Darauf sandte der Knig von Israel hin an den Ort, den ihm der 
Mann Gottes bezeichnet hatte. Und so warnte er ihn jedesmal, und er war 
dann stets auf seiner Hut an dem betreffenden Ort, und das geschah nicht 
nur einmal oder zweimal.
2KI 6:11 Da geriet der Knig von Aram in Aufregung ber diese Sache, 
berief seine Diener und sprach zu ihnen: Knnt mir mir denn nicht sagen, 
wer uns dem Knige von Israel verrt?
2KI 6:12 Da antwortete einer von seinen Dienern: Nicht doch, mein Herr 
Knig, sondern der Prophet Elisa, der in Israel ist, teilt dem Knige von 
Israel die Worte mit, die du in deinem Schlafzimmer redest!
2KI 6:13 Da befahl er: Geht hin und seht zu, wo er ist, da ich hinsende 
und ihn fangen lasse. Als man ihm nun meldete: Er ist in Dothan!
2KI 6:14 Da sandte er dorthin Rosse und Wagen und eine starke Kriegsschar; 
die kamen bei Nacht hin und umzingelten die Stadt.
2KI 6:15 Als er nun am andern Morgen frh heraustrat, lag da eine 
Kriegsschar rings um die Stadt mit Rossen und Wagen. Sein Diener aber 
sprach zu ihm: O weh, Herr! Was wollen wir nun anfangen?
2KI 6:16 Er aber sprach: Frchte dich nicht; denn derer sind mehr, die bei 
uns sind, als derer, die bei Ihnen sind.
2KI 6:17 Und Elisa betete und sprach: Jahwe, ffne ihm doch die Augen, da 
er sehe! Da ffnete Jahwe dem Diener die Augen, und er sah, wie der Berg 
rings um Elisa her mit Rossen und feurigen Wagen angefllt war.
2KI 6:18 Als sie nun gegen ihn anrckten, betete Elisa zu Jahwe und 
sprach: Schlage doch diese Leute mit Blindheit! Da schlug er sie mit 
Blindheit, wie Elisa gebeten hatte.
2KI 6:19 Darauf sprach Elisa zu ihnen: Dies ist nicht der richtige Weg und 
dies nicht die richtige Stadt. Folgt mir, so will ich euch zu dem Manne 
fhren, den ihr sucht! Sodann fhrte er sie nach Samaria.
2KI 6:20 Sowie sie aber nach Samaria gelangt waren, sprach Elisa: Jahwe, 
ffne ihnen die Augen, da sie sehen! Da ffnete ihnen Jahwe die Augen, 
und sie sahen sich pltzlich mitten in Samaria.
2KI 6:21 Als nun der Knig von Israel sie erblickte, fragte er Elisa: Soll 
ich sie niedermetzeln, mein Vater?
2KI 6:22 Er aber antwortete: Du darfst sie nicht niedermetzeln. Pflegst du 
etwa die niederzumetzeln, die du mit deinem Schwert und Bogen zu 
Gefangenen gemacht hast? Setze ihnen Speise und Wasser vor, da sie essen 
und trinken; dann mgen sie zu ihrem Herrn ziehen.
2KI 6:23 Da lie er ein groes Mahl fr sie zurichten, und als sie 
gegessen und getrunken hatten, entlie er sie, und sie zogen zu ihrem 
Herrn. Seitdem kamen keine Streifscharen der Aramer mehr ins Land Israel.
2KI 6:24 Darnach begab es sich, da Benhadad, der Knig von Aram, seine 
ganze Heeresmacht zusammenzog und heranrckte und Samaria belagerte.
2KI 6:25 Da entstand eine groe Hungersnot zu Samaria, und es geriet in 
solche Bedrngnis, da ein Eselskopf achtzig Silbersekel und ein Viertel 
Kab Taubenmist fnf Silbersekel galt.
2KI 6:26 Als nun einst der Knig von Israel auf der Mauer einherging, 
schrie ihn ein Weib an und bat: Hilf mir, mein Herr Knig!
2KI 6:27 Er aber sprach: Hilft dir Jahwe nicht, woher soll ich dir helfen? 
Von der Tenne oder von der Kelter?
2KI 6:28 Sodann fragte sie der Knig: Was hast du? Sie antwortete: Dieses 
Weib da sprach zu mir: Gieb deinen Sohn her, da wir ihn heute verzehren; 
morgen wollen wir dann meinen Sohn verzehren!
2KI 6:29 So kochten wir denn meinen Sohn und verzehrten ihn. Als ich aber 
am andern Tage zu ihr sagte: Gieb deinen Sohn her, da wir ihn verzehren! 
da hielt sie ihren Sohn versteckt.
2KI 6:30 Als nun der Knig das Weib so reden hrte, zerri er seine 
Kleider, whrend er auf der Mauer stand; da gewahrte das Volk, da er 
darunter ein hrenes Gewand auf seinem Leibe trug.
2KI 6:31 Und er sprach: Gott mge mir anthun, was er will, wenn das Haupt 
Elisas, des Sohnes Saphats, heute auf seinen Schultern bleibt!
2KI 6:32 Whrend nun Elisa in seinem Hause sa und die Vornehmen bei ihm 
saen, sandte er einen Mann vor sich her. Aber ehe noch der Bote des 
Knigs zu ihm gelangte, sagte er zu den Vornehmen: Habt ihr gesehen, da 
dieser Mrdersohn hergesandt hat, um mir den Kopf abschlagen zu lassen? 
Seht zu, sobald der Bote kommt, verschliet die Thr und stemmt euch mit 
der Thre gegen ihn! Hinter ihm drein sind ja schon die Tritte seines 
Herrn zu vernehmen.
2KI 6:33 Whrend er noch mit ihnen redete, kam alsbald der Knig zu ihm 
hinab und sprach: Sieh nun, welches Unheil Jahwe verhngt! Was soll ich da 
noch lnger auf Jahwe harren?
2KI 7:1 Elisa aber sprach: Hrt das Wort Jahwes! So spricht Jahwe: Morgen 
um diese Zeit wird ein Sea Feinmehl im Thore von Samaria einen Sekel 
gelten und zwei Sea Gerste auch einen Sekel.
2KI 7:2 Da antwortete der Ritter, auf dessen Arm sich der Knig sttzte, 
dem Manne Gottes also: Und wenn Jahwe Fenster am Himmel anbrchte, wie 
knnte solches geschehen? Er erwiderte: Du sollst es mit eigenen Augen 
sehen, aber nichts davon genieen!
2KI 7:3 Nun waren vier Mnner als Ausstzige vor dem Thore; die sprachen 
zu einander: Wozu sollen wir hier bleiben, bis wir tot sind?
2KI 7:4 Wenn wir uns vornehmen wollten, in die Stadt hineinzugehen, 
trotzdem da in der Stadt Hungersnot herrscht, so mten wir dort sterben; 
bleiben wir aber hier, so mssen wir auch sterben. So lat uns denn jetzt 
ins Lager der Aramer berlaufen. Lassen sie uns am Leben, so bleiben wir 
leben; tten sie uns aber, nun so sterben wir!
2KI 7:5 Also machten sie sich in der Abenddmmerung auf, um sich ins Lager 
der Aramer zu begeben. Als sie nun an das vordere Ende des aramischen 
Lagers kamen, war dort kein Mensch zu erblicken.
2KI 7:6 Denn der Herr hatte gemacht, da man im Lager der Aramer den Lrm 
von Rossen und den Lrm von Wagen, kurz den Lrm einer groen Heeresmacht 
vernahm, so da sie untereinander sprachen: Sicherlich hat der Knig von 
Israel die Knige der Hethiter und die Knige von gypten wider uns 
gedungen, da sie uns berfallen sollen!
2KI 7:7 So brachen sie denn auf und flohen in der Dmmerung; ihre Zelte 
aber und ihre Rosse und Esel - das Lager, wie es ging und stand, - lieen 
sie im Stich und flohen, um nur ihr Leben zu retten.
2KI 7:8 Als nun jene Ausstzigen an das vordere Ende des Lagers kamen, 
gingen sie in ein Zelt hinein, aen und tranken, schafften dann Silber, 
Gold und Kleider heraus und gingen hin, die Beute zu vergraben. Dann kamen 
sie wieder, gingen in ein anderes Zelt, schafften Beute heraus und 
vergruben sie.
2KI 7:9 Darauf aber sprachen sie untereinander: Wir thun Unrecht! Dieser 
Tag ist ein Tag guter Botschaft. Wenn wir aber schweigen und bis zum 
lichten Morgen warten, so trifft uns Verschuldung. Lat uns daher jetzt 
hineingehen und es im Palaste des Knigs melden!
2KI 7:10 Als sie nun hinkamen, riefen sie den Wchtern am Stadtthor und 
meldeten ihnen: Wir begaben uns ins Lager der Aramer, aber da war 
niemand, uns kein Mensch lie sich hren, sondern wir fanden nur die Rosse 
und Esel angebunden, und ihre Zelte, wie sie lagen und standen.
2KI 7:11 Da riefen die Thorwchter die Befehlshaber ber die Stadt, und 
diese meldeten es drinnen im Palaste des Knigs.
2KI 7:12 Da erhob sich der Knig mitten in der Nacht und sprach zu seinen 
Dienern: Ich will euch sagen, was die Aramer gegen uns angestiftet haben. 
Sie wissen, da wir Hunger leiden, da haben sie denn das Lager verlassen, 
um sich drauen herum zu verstecken, indem sie denken: Wenn sie aus der 
Stadt herauskommen, wollen wir sie lebendig greifen und in die Stadt 
eindringen!
2KI 7:13 Da antwortete einer von seinen Dienern also: So nehme man doch 
etliche von den noch brig gebliebenen Rossen, die hier briggeblieben 
sind - es wird ihnen ja doch ergehen, wie der ganzen Menge, die schon 
dahin ist, - und lat sie uns aussenden und zusehen!
2KI 7:14 Da holten sie zwei Wagen mit Rossen, die sandte der Knig dem 
Heere der Aramer nach mit dem Auftrag: Zieht hin und seht zu!
2KI 7:15 Als sie ihnen nun bis an den Jordan nachzogen, fand sich, da der 
ganze Weg voller Kleider und Waffen lag, die die Aramer auf ihrer 
hastigen Flucht weggeworfen hatten. Da kehrten die Boten um und meldeten 
das dem Knige.
2KI 7:16 Nun ging das Volk hinaus und plnderte das Lager der Aramer, und 
es galt ein Sea Feinmehl einen Sekel und zwei Sea Gerste auch einen Sekel, 
wie Jahwe verheien hatte.
2KI 7:17 Der Knig aber hatte den Ritter, auf dessen Arm er sich damals 
gesttzt hatte, zum Aufseher der Thore bestellt. Aber das Volk zertrat ihn 
im Thore, so da er starb, nach dem Worte des Mannes Gottes, das er 
geredet hatte, als der Knig zu ihm hinabkam.
2KI 7:18 Als nmlich der Mann Gottes zum Knig also sprach: Zwei Sea 
Gerste werden morgen um diese Zeit im Thore von Samaria einen Sekel gelten 
und ein Sea Feinmehl auch einen Sekel,
2KI 7:19 da gab der Ritter dem Manne Gottes zur Antwort: Und wenn Jahwe 
Fenster am Himmel anbrchte, wie knnte dergleichen geschehen? Da 
erwiderte er: Du sollst es mit eigenen Augen sehen, aber nichts davon 
genieen!
2KI 7:20 Und so erging es ihm: denn das Volk zertrat ihn im Thore, so da 
er starb.
2KI 8:1 Elisa aber hatte mit dem Weibe, dessen Sohn er wieder lebendig 
gemacht hatte, geredet und gesagt: Brich auf und ziehe mit deinen 
Hausgenossen von dannen und halte dich irgendwo in der Fremde auf; denn 
Jahwe lt eine siebenjhrige Hungersnot ber das Land kommen, und sie ist 
bereits eingetreten.
2KI 8:2 Da machte sich das Weib auf und that nach dem Geheie des Mannes 
Gottes: sie zog samt ihren Hausgenossen von dannen und verweilte sieben 
Jahre im Philisterlande.
2KI 8:3 Nach Ablauf der sieben Jahre aber kehrte das Weib aus dem 
Philisterlande zurck und machte sich auf den Weg, um den Knig wegen 
ihres Hauses und ihrer cker um Hilfe anzurufen.
2KI 8:4 Der Knig aber redete gerade mit Gehasi, dem Diener des Mannes 
Gottes, und sprach: Erzhle mir doch alle die groen Thaten, die Elisa 
verrichtet hat!
2KI 8:5 Als er nun dem Knig erzhlte, wie er den Toten wieder lebendig 
gemacht habe, siehe, da erschien gerade das Weib, dessen Sohn er wieder 
lebendig gemacht hatte, um den Knig wegen ihres Hauses und ihrer cker um 
Hilfe anzurufen. Da sprach Gehasi: Mein Herr Knig! Das ist das Weib, und 
dies ist ihr Sohn, den Elisa wieder lebendig gemacht hat!
2KI 8:6 Darauf befragte der Knig das Weib, und sie erzhlte es ihm. Da 
gab ihr der Knig einen Kmmerer mit und befahl diesem: Sorge, da sie 
alles, was ihr gehrt, wiederbekommt, dazu den gesamten Ertrag der cker 
von der Zeit an, wo sie das Land verlassen hat, bis jetzt!
2KI 8:7 Und Elisa kam nach Damaskus; Benhadad aber, der Knig von Aram, 
lag krank. Als man ihm nun mitteilte: Der Mann Gottes ist hierher gekommen,
2KI 8:8 da sprach der Knig zu Hasael: Nimm Geschenke mit dir, geh dem 
Manne Gottes entgegen und befrage durch ihn Jahwe, ob ich von dieser 
meiner Krankheit wieder genesen werde.
2KI 8:9 Da ging ihm Hasael entgegen und nahm Geschenke mit sich, was es 
nur Kostbares zu Damaskus gab, vierzig Kamelslasten. Als er nun hingelangt 
war, trat er vor ihn und sprach: Dein Sohn Benhadad, der Knig von Aram, 
hat mich zu dir gesandt und lt fragen: Werde ich von dieser meiner 
Krankheit wieder genesen?
2KI 8:10 Elisa antwortete ihm: Gehe hin und sage ihm: Gewi wirst du 
genesen! obschon Jahwe mir gezeigt hat, da er sterben mu.
2KI 8:11 Und er richtete seinen Blick starr und endlos lange auf ihn hin; 
sodann weinte der Mann Gottes.
2KI 8:12 Hasael fragte ihn: Warum weinst du, Herr? Er antwortete: Weil ich 
wei, wie viel Bses du den Israeliten anthun wirst. Ihre festen Stdte 
wirst du in Brand stecken und ihre junge Mannschaft mit dem Schwert 
umbringen, ihre Kindlein zerschmettern und ihre Schwangeren aufschlitzen.
2KI 8:13 Hasael antwortete: Was ist doch dein Knecht, der Hund, da er so 
Groes verrichten sollte? Elisa erwiderte: Jahwe hat dich mir als Knig 
ber Aram gezeigt.
2KI 8:14 Hierauf ging er von Elisa hinweg, und als er zu seinem Herrn kam, 
fragte ihn dieser: Was sagte dir Elisa? Er antwortete: Er sagte mir: Gewi 
wirst du genesen!
2KI 8:15 Des andern Tags aber nahm er die Bettdecke, tauchte sie ins 
Wasser und breitete sie ber sein Angesicht; da starb er, und Hasael ward 
Knig an seiner Statt.
2KI 8:16 Und im fnften Jahre Jorams, des Sohnes Ahabs, des Knigs von 
Israel, ward Jehoram Knig, der Sohn Josaphats, des Knigs von Juda.
2KI 8:17 Zweiunddreiig Jahre war er alt, als er Knig ward, und regierte 
acht Jahre zu Jerusalem.
2KI 8:18 Und er wandelte auf dem Wege der Knige von Israel, wie die vom 
Hause Ahabs thaten; denn er hatte die Tochter Ahabs zum Weibe. Also that 
er, was Jahwe mifiel.
2KI 8:19 Aber Jahwe wollte Juda nicht verderben um seines Knechtes David 
willen, gem dem, was er diesem verheien hatte, da er ihm allezeit eine 
Leuchte vor seinem Angesichte verleihen wolle.
2KI 8:20 Unter seiner Regierung machten sich die Edomiter von der 
Obergewalt Judas los und setzten einen Knig ber sich.
2KI 8:21 Da zog Jehoram mit smtlichen Streitwagen hinber nach Zair. Er 
aber erhob sich des Nachts und schlug die Edomiter, die ihn umzingelt 
hielten, sowie die Obersten ber die Streitwagen, und das Kriegsvolk floh 
in seine Heimat.
2KI 8:22 So wurden die Edomiter von der Obergewalt Judas abtrnnig bis auf 
den heutigen Tag. Damals fiel auch Libna ab, um dieselbe Zeit.
2KI 8:23 Was aber sonst noch von Jehoram zu sagen ist und alles, was er 
ausgefhrt hat, das ist ja aufgezeichnet im Buche der Geschichte der 
Knige von Juda.
2KI 8:24 Und Jehoram legte sich zu seinen Vtern und ward bei seinen 
Vtern in der Stadt Davids begraben. Und sein Sohn Ahasjahu ward Knig an 
seiner Statt.
2KI 8:25 Im zwlften Jahre Jorams, des Sohnes Ahabs, des Knigs von 
Israel, ward Ahasjahu Knig, der Sohn Jehorams, des Knigs von Juda.
2KI 8:26 Zweiundzwanzig Jahre war Ahasjahu alt, als er Knig ward, und 
regierte ein Jahr zu Jerusalem. Seine Mutter aber hie Athalja, die 
Enkelin Omris, des Knigs von Israel.
2KI 8:27 Und er wandelte auf dem Wege des Hauses Ahabs und that, was Jahwe 
mifiel, wie das Haus Ahabs, denn er war mit dem Hause Ahabs verschwgert.
2KI 8:28 Und er zog mit Joram, dem Sohne Ahabs, in den Krieg wider Hasael, 
den Knig von Aram, gen Ramoth in Gilead; aber die Aramer verwundeten 
Joram.
2KI 8:29 Da kehrte der Knig Joram zurck, um sich in Jesreel von den 
Wunden heilen zu lassen, die ihm die Aramer zu Rama beigebracht hatten, 
als er mit Hasael, dem Knige von Aram, kmpfte. Ahasjahu aber, der Sohn 
Jehorams, der Knig von Juda, war hinabgekommen, um Joram, den Sohn Ahabs, 
zu Jesreel zu besuchen, weil er krank lag.
2KI 9:1 Der Prophet Elisa aber rief einen der Prophetenjnger und befahl 
ihm: Grte deine Lenden, nimm diese lflasche mit dir und gehe nach Ramoth 
in Gilead.
2KI 9:2 Dort angelangt, sieh dich daselbst nach Jehu, dem Sohne Josaphats, 
des Sohnes Nimsis, um. Und wenn du hineingelangt bist, so heie ihn sich 
aus der Mitte seiner Genossen erheben und fhre ihn in das innerste Gemach.
2KI 9:3 Dann nimm die lflasche und giee sie ber sein Haupt aus mit den 
Worten: So spricht Jahwe: Ich habe dich zum Knig ber Israel gesalbt! 
Alsdann ffne die Thr und fliehe unverweilt!
2KI 9:4 Da ging der Jngling, der Diener des Propheten, hin nach Ramoth in 
Gilead.
2KI 9:5 Als er nun hineinkam, saen gerade die Hauptleute des Heeres 
beisammen; da sprach er: Ich habe dir etwas zu sagen, Hauptmann! Als aber 
Jehu fragte: Wem von uns allen? antwortete er: Dir, Hauptmann!
2KI 9:6 Da erhob er sich und ging hinein ins Haus. Er aber go ihm das l 
aufs Haupt und sprach zu ihm: So spricht Jahwe, der Gott Israels: Ich habe 
dich ber das Volk Jahwes, ber Israel, zum Knige gesalbt.
2KI 9:7 Und du sollst das Haus Ahabs, deines Herrn, ausrotten, damit ich 
so das Blut meiner Knechte, der Propheten, und das Blut aller Knechte 
Jahwes an Isebel rche.
2KI 9:8 Ja, das ganze Haus Ahabs soll umkommen, und ich will von Ahab 
alles, was an die Wand pit, ausrotten, Unmndige wie Mndige in Israel.
2KI 9:9 Und ich will das Haus Ahabs dem Hause Jerobeams, des Sohnes 
Nebats, und dem Hause Baesas, des Sohnes Ahias, gleichmachen.
2KI 9:10 Isebel aber sollen die Hunde fressen auf der Flur von Jesreel, 
und niemand sie begraben! Darauf ffnete er die Thr und floh.
2KI 9:11 Als nun Jehu zu den Dienern seines Herrn hinauskam, fragten sie 
ihn: Steht alles wohl? Warum ist dieser Verrckte zu dir gekommen? Er 
antwortete ihnen: Ihr kennt ja den Menschen und sein Vorhaben.
2KI 9:12 Da riefen sie: Das sind Ausflchte! Sage es uns doch! Da 
antwortete er: So und so hat er zu mir gesprochen, nmlich: So spricht 
Jahwe: Ich habe dich zum Knig ber Israel gesalbt!
2KI 9:13 Da nahmen sie eiligst ein jeder sein Gewand und legten es unter 
ihn auf die bloen Stufen, stieen in die Posaune und riefen: Jehu ist 
Knig geworden!
2KI 9:14 Also zettelte Jehu, der Sohn Josaphats, des Sohnes Nimsis, eine 
Verschwrung gegen Joram an. Joram aber hatte mit ganz Israel zu Ramoth-
Gilead gegen Hasael, den Knig von Aram, die Wache gehalten.
2KI 9:15 Dann aber war der Knig Joram zurckgekehrt, um sich in Jesreel 
von den Wunden heilen zu lassen, die ihm die Aramer beigebracht hatten, 
als er mit Hasael, dem Knige von Aram kmpfte. Jehu aber sprach: Ist es 
euch genehm, so lat niemanden aus der Stadt entrinnen, der etwa hingehen 
wollte, um das Geschehene in Jesreel zu verkndigen.
2KI 9:16 Hierauf bestieg Jehu den Wagen und fuhr nach Jesreel, denn dort 
lag Joram; Ahasjahu aber, der Knig von Juda, war hinabgekommen, um Joram 
zu besuchen.
2KI 9:17 Der Wchter aber stand auf dem Turme zu Jesreel. Als er nun die 
Schar Jehus bei dessen Herankommen erblickte, meldete er: Ich erblicke 
eine Schar von Mnnern. Da befahl Joram: Hole einen Reiter und schicke 
ihnen den entgegen, da er frage: Kommt ihr in friedlicher Absicht?
2KI 9:18 Und der Reiter ritt hin ihm entgegen und sprach: So lt der 
Knig fragen: Kommt ihr in friedlicher Absicht? Jehu aber antwortete: Was 
geht das dich an? Lenke um und folge mir! Der Wchter meldete dies und 
sprach: Der Bote ist bei ihnen angelangt und kommt nicht wieder.
2KI 9:19 Da sandte er einen zweiten Reiter ab. Als der zu ihnen gelangt 
war, sprach er: So lt der Knig fragen: Kommt ihr in friedlicher 
Absicht? Jehu aber antwortete: Was geht das dich an? Lenke um und folge 
mir!
2KI 9:20 Der Wchter meldete dies und sprach: Er ist bis hin zu ihnen 
gelangt und kommt nicht wieder. Das Jagen aber gleicht dem Jagen Jehus, 
des Sohnes Nimsis; denn er jagt, als ob er rasend wre.
2KI 9:21 Da befahl Joram, anzuspannen. Und als angespannt war, fuhr Joram, 
der Knig von Israel, mit Ahasjahu, dem Knige von Juda, hinaus, jeder auf 
seinem Wagen; sie fuhren aber Jehu entgegen und trafen auf dem Grundstcke 
des Jesreeliters Naboth mit ihm zusammen.
2KI 9:22 Als aber Joram Jehu erblickte, fragte er: Kommst du in 
friedlicher Absicht, Jehu? Er antwortete: Was friedliche Absicht, solange 
die Hurerei und die endlosen Zaubereien deiner Mutter Isebel whren?
2KI 9:23 Da lenkte Joram um zur Flucht und rief Ahasjahu zu: Verrterei, 
Ahasja!
2KI 9:24 Aber Jehu fate den Bogen und scho Joram in den Rcken, da ihm 
der Pfeil durch das Herz fuhr, und er in seinem Wagen zusammenbrach.
2KI 9:25 Da sprach er zu dem bei ihm stehenden Ritter Bidekar: Nimm ihn 
und wirf ihn auf das Grundstck des Jesreeliters Naboth; denn gedenke 
daran, wie wir beide miteinander hinter seinem Vater Ahab herfuhren, als 
Jahwe diesen Ausspruch ber ihn that:
2KI 9:26 Wahrlich, das Blut Naboths und seiner Kinder habe ich gestern 
gesehen, ist der Spruch Jahwes, und ich will dir vergelten auf diesem 
Grundstck, ist der Spruch Jahwes. So nimm ihn nun und wirf ihn auf das 
Grundstck gem dem Worte Jahwes!
2KI 9:27 Als das Ahasjahu, der Knig von Juda, sah, floh er in der 
Richtung nach dem Gartenhause. Jehu aber jagte ihm nach und befahl: Auch 
ihn! Schiet ihn nieder! Und sie schossen ihn auf dem Wagen an der Steige 
von Gur, das bei Jibleam liegt. Und er floh nach Megiddo und starb 
daselbst.
2KI 9:28 Darauf hoben ihn seine Diener auf den Wagen und brachten ihn nach 
Jerusalem und begruben ihn in seiner Grabsttte bei seinen Vtern in der 
Stadt Davids.
2KI 9:29 Im elften Jahre Jorams aber, des Sohnes Ahabs, war Ahasjahu Knig 
ber Juda geworden.
2KI 9:30 Jehu aber gelangte nach Jesreel. Sobald Isebel das erfuhr, 
schminkte sie ihre Augenlider, schmckte ihr Haupt und schaute zum Fenster 
hinaus.
2KI 9:31 Als nun Jehu zum Thore hereinkam, rief sie: Geht es dir wohl, 
Simri, Mrder seines Herrn?
2KI 9:32 Er aber schaute zum Fenster hinauf und rief: Wer hlt's mit mir, 
wer? Als dann zwei oder drei Kmmerer zu ihm herausschauten,
2KI 9:33 befahl er: Strzt sie herab! Und sie strzten sie herab, da die 
Wand und die Rosse von ihrem Blute bespritzt wurden, und diese sie 
zerstampften.
2KI 9:34 Er aber ging hinein, a und trank; dann befahl er: Seht doch nach 
dieser Verfluchten und bestattet sie; denn sie ist eine Knigstochter!
2KI 9:35 Als sie aber hingingen, sie zu bestatten, fanden sie nichts von 
ihr, als den Schdel und die Fe und die flachen Hnde.
2KI 9:36 Da kamen sie wieder und meldeten es ihm; er aber erklrte: So 
erfllt sich jenes Wort Jahwes, das er durch seinen Knecht, den Thisbiter 
Elia, geredet hat: Auf der Flur von Jesreel sollen die Hunde das Fleisch 
Isebels fressen,
2KI 9:37 und Isebels Leichnam soll auf der Flur von Jesreel dem Mist auf 
dem Acker gleichen, da man nicht sagen kann: Das ist Isebel!
2KI 10:1 Es befanden sich aber siebzig Shne Ahabs zu Samaria. Und Jehu 
schrieb Briefe und sandte sie nach Samaria an die Befehlshaber ber die 
Stadt und an die Vornehmen und an die Vormnder der Shne Ahabs; darin 
hie es:
2KI 10:2 Wenn nun dieser Brief zu euch gelangt, die ihr ber die Shne 
eures Herrn, sowie ber die Wagen und Rosse, ber eine feste Stadt und das 
Rstzeug verfgt,
2KI 10:3 so whlt aus den Shnen eures Herrn den besten und tchtigsten 
aus, setzt ihn auf seines Vaters Thron und kmpft fr das Haus eures Herrn!
2KI 10:4 Aber sie frchteten sich gar sehr und sprachen: Haben ihm die 
beiden Knige nicht standhalten knnen, wie sollen wir da beistehen?
2KI 10:5 So sandte denn der Palasthauptmann und der Stadthauptmann samt 
den Vornehmen und den Vormndern folgende Botschaft an Jehu: Wir sind 
deine Knechte und wollen alles thun, was du uns befehlen wirst. Wir mgen 
niemanden zum Knige machen; thue, was dir gut dnkt.
2KI 10:6 Da schrieb er einen zweiten Brief an sie; darin hie es: Wenn ihr 
denn zu mir haltet und meinem Befehle gehorchen wollt, so nehmt die Kpfe 
der Shne eures Herrn und kommt morgen um diese Zeit zu mir nach Jesreel. 
Die Shne des Knigs aber, siebzig Mann, waren bei den Groen der Stadt, 
die sie auferzogen.
2KI 10:7 Als nun der Brief an sie gelangte, nahmen sie die Shne des 
Knigs und schlachteten sie, alle siebzig Mann, legten ihre Kpfe in Krbe 
und schickten sie ihm nach Jesreel.
2KI 10:8 Als ihm aber durch einen Boten gemeldet ward, man habe die Kpfe 
der Knigsshne gebracht, befahl er: legt sie in zwei Haufen vor den 
Eingang des Thors bis an den Morgen.
2KI 10:9 Frhmorgens aber ging er hinaus, trat hin und sprach zu allem 
Volk: Ihr seid ohne Schuld! Ich freilich habe wieder meinen Herrn eine 
Verschwrung angezettelt und ihn umgebracht; doch wer hat diese alle 
erschlagen?
2KI 10:10 So erkennt denn, da von dem Worte Jahwes, das Jahwe wider das 
Haus Ahabs geredet hat, nichts zur Erde fllt; denn Jahwe hat ausgefhrt, 
was er durch seinen Knecht Elia geredet hat!
2KI 10:11 Hierauf erschlug Jehu alle, die vom Hause Ahabs zu Jesreel noch 
brig waren, samt allen seinen Groen und seinen Vertrauten und seinen 
Priestern, so da kein einziger von ihnen entrann.
2KI 10:12 Sodann machte er sich auf und zog des Wegs nach Samaria, und als 
er bis nach Beth-Eked gelangt war,
2KI 10:13 da stie Jehu auf die Brder Ahasjahus, des Knigs von Juda. Er 
fragte sie: Wer seid ihr? Sie antworteten: Wir sind die Brder Ahasjahus 
und sind herabgekommen, um die Shne des Knigs und die Shne der Knigin-
Mutter zu begren.
2KI 10:14 Da befahl er: Greift sie lebendig! Und sie griffen sie lebendig 
und schlachteten sie und strzten sie in die Zisterne von Beth-Eked, 
zweiundvierzig Mann, so da kein einziger von ihnen brig blieb.
2KI 10:15 Als er nun von dannen weiterzog, stie er auf Jonadab, den Sohn 
Rechabs, der ihm entgegenkam. Da grte er ihn und sprach zu ihm: Bist du 
aufrichtig gegen mich gesinnt, wie ich gegen dich? Jonadab antwortete: 
Gewi! Da sprach Jehu: Wenn dem so ist, so gieb mir deine Hand! Da gab er 
ihm seine Hand; und er lie ihn zu sich auf den Wagen steigen
2KI 10:16 und sprach: Komm mit mir, so sollst du deine Lust sehen an 
meinem Eifern fr Jahwe! Also fuhr er mit ihm auf seinem Wagen.
2KI 10:17 Als er nun in Samaria angelangt war, erschlug er alle, die von 
Ahab zu Samaria noch brig waren, bis er ihn ausgetilgt hatte, gem dem 
Worte Jahwes, das er zu Elia geredet hatte.
2KI 10:18 Hierauf versammelte Jehu das ganze Volk und sprach zu ihnen: 
Ahab hat dem Baal wenig Verehrung erwiesen; Jehu wird ihn eifrig verehren.
2KI 10:19 So beruft denn alle Propheten des Baal, alle seine Verehrer und 
alle seine Priester zu mir - keiner darf fehlen! Denn ich habe ein groes 
Opferfest fr den Baal vor; keiner, der fehlen wird, soll am Leben 
bleiben! Aber Jehu handelte dabei hinterlistig, um die Verehrer des Baal 
umzubringen.
2KI 10:20 Und Jehu befahl ihnen: Kndigt eine feierliche Versammlung fr 
den Baal an! Da riefen sie eine solche aus.
2KI 10:21 Und Jehu sandte in ganz Israel umher; da erschienen alle 
Verehrer des Baal, da niemand brig war, der nicht erschienen wre. Und 
sie gingen in den Tempel des Baal, da der Tempel des Baal voll ward von 
einem Ende bis zum andern.
2KI 10:22 Hierauf befahl er dem Aufseher ber die Kleiderkammer: Gieb 
Gewnder heraus fr alle Verehrer des Baal! Da gab er die Gewnder fr sie 
heraus.
2KI 10:23 Als aber Jehu mit Jonadab, dem Sohne Rechabs, in den Tempel des 
Baal kam, befahl er den Verehrern des Baal: Forschet nach und seht zu, da 
sich nicht etwa hier unter euch jemand von den Dienern Jahwes befinde, 
sondern nur Verehrer des Baal!
2KI 10:24 Sodann ging er hinein, um Schlachtopfer und Brandopfer 
herzurichten. Jehu aber hatte sich drauen achtzig Mann aufgestellt und 
gesagt: Wer einen von den Mnnern, die ich euch in die Hnde liefere, 
entrinnen lt, der soll mit seinem Leben fr das des anderen haften!
2KI 10:25 Als er nun mit der Herrichtung des Brandopfers fertig war, 
befahl Jehu den Trabanten und den Rittern: Geht hinein und metzelt sie 
nieder, lat keinen heraus! Und sie metzelten sie mit dem Schwerte nieder, 
schafften sie heraus und warfen sie hin. Und die Trabanten und Ritter 
drangen bis zum Hinterraume des Baalstempels vor
2KI 10:26 und schafften die Aschera des Baalstempels heraus und 
verbrannten sie.
2KI 10:27 Und sie zertrmmerten den Malstein des Baal, rissen den Tempel 
des Baal nieder und machten Kloaken daraus; die sind dort bis auf den 
heutigen Tag.
2KI 10:28 So vertilgte Jehu den Baal aus Israel.
2KI 10:29 Jedoch von den Snden Jerobeams, des Sohnes Nebats, zu denen er 
Israel verfhrt hatte, von denen lie Jehu nicht ab, - nmlich von den 
goldenen Klbern zu Bethel und zu Dan.
2KI 10:30 Und Jahwe sprach zu Jehu: Weil du wohl ausgerichtet hast, was 
mir wohlgefllt, und ganz nach meinem Sinn am Hause Ahabs gehandelt hast, 
so sollen Nachkommen von dir bis ins vierte Glied auf dem Throne Israels 
sitzen.
2KI 10:31 Aber Jehu hatte nicht Acht, im Gesetze Jahwes, des Gottes 
Israel, von ganzem Herzen zu wandeln; er lie nicht von den Snden 
Jerobeams, zu denen er Israel verfhrt hatte.
2KI 10:32 Zu jener Zeit begann Jahwe, Stcke von Israel abzuschneiden, und 
Hasael brachte ihnen im ganzen Grenzgebiet Israels Niederlagen bei; er 
bezwang
2KI 10:33 vom Jordan an nach Osten hin das ganze Land Gilead, die Gaditen, 
Rubeniten und Manassiten, von Aroer am Arnonflu an, sowohl Gilead als 
Basan.
2KI 10:34 Was aber sonst noch von Jehu zu sagen ist und alles, was er 
ausgefhrt hat, und alle seine tapferen Thaten, das ist ja aufgezeichnet 
im Buche der Geschichte der Knige von Israel.
2KI 10:35 Und Jehu legte sich zu seinen Vtern, und man begrub ihn zu 
Samaria; und sein Sohn Joahas ward Knig an seiner Statt.
2KI 10:36 Die Zeit aber, die Jehu ber Israel regiert hat, betrug 
achtundzwanzig Jahre zu Samaria.
2KI 11:1 Als aber Athalja, die Mutter Ahasjahus, erfuhr, da ihr Sohn tot 
sei, ging sie ans Werk und brachte die ganze knigliche Familie um.
2KI 11:2 Joseba aber, die Tochter des Knigs Jehoram, Ahasjahus Schwester, 
nahm Jehoas, den Sohn Ahasjahus, und brachte ihn mitten aus den 
Knigsshnen, die gettet werden sollten, hinweg in Sicherheit und steckte 
ihn mit seiner Amme in die Bettkammer. So verbarg man ihn vor Athalja, da 
er nicht gettet ward.
2KI 11:3 Und er war bei ihr im Tempel Jahwes sechs Jahre lang versteckt, 
whrend Athalja ber das Land herrschte.
2KI 11:4 Im siebenten Jahr aber sandte Jojada hin, lie die Hauptleute 
ber die Hundertschaften der Karer und der Trabanten holen und zu sich in 
den Tempel Jahwes kommen. Sodann nahm er sie feierlich in Pflicht und lie 
sie im Tempel Jahwes schwren. Sodann zeigte er ihnen den Sohn des Knigs
2KI 11:5 und gab ihnen die Anweisung: Folgendes habt ihr zu thun: ein 
Drittel von euch, die ihr am Sabbat antretet, sollt die Wache im 
kniglichen Palast bernehmen,
2KI 11:6 und ein Drittel am Thore Sur und ein Drittel am Thore hinter den 
Trabanten, da ihr die Wache ber den Palast haltet dem Brauche gem.
2KI 11:7 Aber die zwei Abteilungen von euch allen, die am Sabbat abtreten, 
sollen die Wache im Tempel Jahwes bei dem Knig bernehmen.
2KI 11:8 Und ihr sollt euch rings um den Knig scharen, jeder mit seinen 
Waffen in der Hand; und wer in die Reihen eindringt, soll gettet werden. 
Also sollt ihr bei dem Knige sein, wann er aus dem Tempel aus- und wann 
er in den Palast einzieht.
2KI 11:9 Und die Hauptleute ber die Hundertschaften thaten genau so, wie 
der Priester Jojada sie angewiesen hatte, und nahmen ein jeder seine 
Leute, sowohl die, welche am Sabbat antraten, als die, welche am Sabbat 
abtraten, und sie kamen zum Priester Jojada.
2KI 11:10 Und der Priester gab den Obersten ber die Hundertschaften die 
Spiee und die Schilde, die dem Knige David gehrt hatten, die sich im 
Tempel Jahwes befanden.
2KI 11:11 Und die Trabanten stellten sich, ein jeder mit seinen Waffen in 
der Hand, von der sdlichen Seite des Tempels bis zur nrdlichen Seite des 
Tempels, bis zum Altar und wieder bis zum Tempel hin rings um den Knig.
2KI 11:12 Darauf lie er den Knigssohn hervorkommen und legte ihm den 
Stirnreif und die Spangen an, und sie machten ihn zum Knig und salbten 
ihn und riefen unter Hndeklatschen: Es lebe der Knig!
2KI 11:13 Als aber Athalja das Geschrei der Trabanten, des Volkes hrte, 
kam sie zum Volk in den Tempel Jahwes.
2KI 11:14 Da sah sie denn, wie der Knig dem Brauche gem an der Sule 
stand, und die Hauptleute und die Trompeter bei dem Knig, und alles Volk 
des Landes war frhlich und stie in die Trompeten. Da zerri Athalja ihre 
Kleider und rief: Verschwrung, Verschwrung!
2KI 11:15 Aber der Priester Jojada gebot den Hauptleuten ber die 
Hundertschaften, den Obersten des Heers, und sprach zu ihnen: Fhrt sie 
hinaus zwischen den Reihen hindurch, und wer ihr folgt, den ttet mit dem 
Schwerte! Denn der Priester hatte befohlen, sie solle nicht im Tempel 
Jahwes gettet werden.
2KI 11:16 Da legte man Hand an sie, und sie gelangte durch den Eingang fr 
die Rosse zum kniglichen Palast und ward daselbst gettet.
2KI 11:17 Und Jojada schlo den Bund zwischen Jahwe und dem Knig und dem 
Volke, da sie ein Volk Jahwes sein wollten, sowie zwischen dem Knig und 
dem Volk.
2KI 11:18 Sodann begab sich alles Volk des Landes in den Tempel des Baal 
und ri ihn nieder. Seine Altre und Bilder zerstrten sie grndlich; 
Mattan aber, den Priester des Baal, tteten sie vor den Altren. Hierauf 
bestellte der Priester Wachen fr den Tempel Jahwes
2KI 11:19 und nahm die Hauptleute ber die Hundertschaften und die Karer 
und Trabanten und alles Volk des Landes, und sie fhrten den Knig aus dem 
Tempel Jahwes hinab und gelangten durch das Trabantenthor in den 
kniglichen Palast, und er setzte sich auf den kniglichen Thron.
2KI 11:20 Da war alles Volk des Landes frhlich, und die Stadt blieb 
ruhig. Athalja aber tteten sie im kniglichen Palaste mit dem Schwert.
2KI 12:1 Sieben Jahre war Jehoas alt, als er Knig ward.
2KI 12:2 Im siebenten Jahre Jehus ward Jehoas Knig und vierzig Jahre 
regierte er zu Jerusalem; seine Mutter aber hie Zibja und stammte aus 
Berseba.
2KI 12:3 Und Jehoas that, was Jahwe wohlgefiel, sein ganzes Leben lang, 
weil der Priester Jojada ihn unterwiesen hatte.
2KI 12:4 Nur wurden die Hhen nicht abgeschafft; das Volk opferte und 
rucherte noch auf den Hhen.
2KI 12:5 Und Jehoas sprach zu den Priestern: Alles Geld, das als 
Weihgeschenk in den Tempel Jahwes gebracht wird, sowohl das Geld, das 
einem durch Schtzung auferlegt wird, als auch alles Geld, das irgend 
jemand aus freien Stcken in den Tempel Jahwes bringt,
2KI 12:6 das sollen die Priester an sich nehmen, ein jeglicher von seinem 
Bekannten. Und zwar sollen sie davon ausbessern, was am Tempel baufllig 
ist, alles, woran sich etwas Bauflliges findet.
2KI 12:7 Im dreiundzwanzigsten Jahre des Knigs aber hatten die Priester 
noch immer nicht ausgebessert, was am Tempel baufllig war.
2KI 12:8 Da berief der Knig Jehoas den Priester Jojada und die brigen 
Priester und sprach zu ihnen: Warum bessert ihr denn nicht aus, was am 
Tempel baufllig ist? So sollt ihr auch kein Geld mehr in Empfang nehmen 
von euren Bekannten, sondern sollt es hergeben fr das, was am Tempel 
baufllig ist.
2KI 12:9 Und die Priester erklrten sich einverstanden, da sie kein Geld 
mehr vom Volk in Empfang nehmen, aber auch nicht ausbessern sollten, was 
am Tempel baufllig war.
2KI 12:10 Darauf nahm der Priester Jojada eine Lade, bohrte ein Loch in 
ihren Deckel und stellte sie neben den Malstein zur Rechten vom Eingang in 
den Tempel Jahwes; dahinein thaten die Priester, die die Schwelle hteten, 
alles das Geld, das zum Tempel Jahwes gebracht wurde.
2KI 12:11 Sobald sie dann merkten, da viel Geld in der Lade war, kam der 
Schreiber des Knigs und der Hohepriester herauf, und sie banden das Geld, 
das sich im Tempel Jahwes vorfand, zusammen und zhlten es.
2KI 12:12 Dann bergaben sie das abgewogene Geld den Werkmeistern, die 
beim Tempel Jahwes die Aufsicht fhrten; die gaben es aus an die 
Zimmerleute und die Bauleute, die am Tempel Jahwes arbeiteten,
2KI 12:13 und an die Maurer und Steinmetzen, sowie fr den Ankauf von Holz 
und behauenen Steinen, damit das Baufllige am Tempel Jahwes ausgebessert 
wrde, kurz fr alles, was die Ausbesserung des Tempels kostete.
2KI 12:14 Doch lie man von dem Gelde, das zum Tempel Jahwes gebracht 
wurde, keine silbernen Becken, Messer, Sprengschalen, Trompeten, noch 
irgend ein goldenes oder silbernes Gerte fr den Tempel Jahwes anfertigen,
2KI 12:15 sondern den Arbeitern gab man es, da sie davon den Tempel 
Jahwes ausbesserten.
2KI 12:16 Mit den Mnnern aber, denen man das Geld bergab, damit sie es 
den Arbeitern aushndigten, rechnete man nicht ab, sondern auf Treu und 
Glauben handelten sie.
2KI 12:17 Das Geld von Schuldopfern und Sndopfern aber ward nicht zum 
Tempel Jahwes gebracht; den Priestern gehrte es.
2KI 12:18 Damals zog Hasael, der Knig von Aram, heran, belagerte die 
Stadt Gath und eroberte sie. Als nun Hasael Miene machte, Jerusalem 
anzugreifen,
2KI 12:19 nahm Jehoas, der Knig von Juda, alle die Weihegaben, die seine 
Ahnherren, Josaphat, Jehoram und Ahasjahu, die Knige von Juda, Jahwe 
geweiht hatten, und seine eigenen Weihegaben, sowie alles Gold, das sich 
in den Schatzkammern des Tempels Jahwes und des kniglichen Palastes 
vorfand, und sandte es Hasael, dem Knige von Aram. Da stand er von dem 
Angriff auf Jerusalem ab.
2KI 12:20 Was aber sonst noch von Jehoas zu sagen ist und alles, was er 
ausgefhrt hat, das ist ja aufgezeichnet im Buche der Geschichte der 
Knige von Juda.
2KI 12:21 Es erhoben sich aber seine Diener, zettelten eine Verschwrung 
an und erschlugen Jehoas im Hause Millo, wo es nach Silla hinabgeht.
2KI 12:22 Josachar nmlich, der Sohn Simeaths, und Josabad, der Sohn 
Somers, seine Diener, schlugen ihn tot; und man begrub ihn bei seinen 
Vtern in der Stadt Davids. Amazja aber, sein Sohn, ward Knig an seiner 
Statt.
2KI 13:1 Im dreiundzwanzigsten Jahre Jehoas', des Sohnes Ahasjahus, des 
Knigs von Juda, ward Joahas, der Sohn Jehus, Knig ber Israel zu Samaria 
und regierte siebzehn Jahre.
2KI 13:2 Und er that, was Jahwe mifiel, und folgte den Snden Jerobeams, 
des Sohnes Nebats, zu denen er Israel verfhrt hatte, und lie nicht davon.
2KI 13:3 Da entbrannte der Zorn Jahwes wider Israel, und er gab sie in die 
Gewalt Hasaels, des Knigs von Aram, und Benhadads, des Sohnes Hasaels, 
die ganze Zeit hindurch.
2KI 13:4 Aber Joahas besnftigte Jahwe, und Jahwe schenkte ihm Gehr, denn 
er sah die Bedrngnis Israels, wie sie der Knig von Aram bedrngte.
2KI 13:5 Und Jahwe verlieh Israel einen Retter, so da sie von der 
Obergewalt Arams frei wurden und die Israeliten in ihren Zelten wohnten, 
wie vorlngst.
2KI 13:6 Nur lieen sie nicht von den Snden des Hauses Jerobeams, zu 
denen er Israel verfhrt hatte; darin wandelten sie. Auch blieb die 
Aschera zu Samaria stehen.
2KI 13:7 Denn Jahwe lie dem Joahas nicht mehr Kriegsvolk brig, als 
fnfzig Reiter, zehn Wagen und zehtausend Mann Fuvolks. Denn der Knig 
von Aram hatte sie vertilgt und wie zu Staub zermalmt.
2KI 13:8 Was aber sonst noch von Joahas zu sagen ist und alles, was er 
ausgefhrt hat, seine tapferen Thaten, das ist ja aufgezeichnet im Buche 
der Geschichte der Knige von Israel.
2KI 13:9 Und Joahas legte sich zu seinen Vtern, und man begrub ihn zu 
Samaria. Und sein Sohn Joas ward Knig an seiner Statt.
2KI 13:10 Im siebenunddreiigsten Jahre Jehoas', des Knigs von Juda, ward 
Joas, der Sohn Joahas', Knig ber Israel zu Samaria und regierte sechzehn 
Jahre.
2KI 13:11 Und er that was Jahwe mifiel; er lie nicht von allen Snden 
Jerobeams, des Sohnes Nebats, zu denen er Israel verfhrt hatte, sondern 
wandelte darin.
2KI 13:12 Was aber sonst noch von Joas zu sagen ist und alles, was er 
ausgefhrt hat, und seine tapferen Thaten, wie er mit Amazia, dem Knig 
von Juda, Krieg gefhrt hat, das ist ja aufgezeichnet im Buche der 
Geschichte der Knige von Israel.
2KI 13:13 Und Joas legte sich zu seinen Vtern, und Jerobeam bestieg 
seinen Thron. Joas aber ward zu Samaria bei den Knigen von Israel 
begraben.
2KI 13:14 Als aber Elisa in die Krankheit verfallen war, an der er sterben 
sollte, kam Joas, der Knig von Israel, zu ihm hinab und weinte bei ihm 
und sprach: Mein Vater, mein Vater! du Israels Wagen und Reiter!
2KI 13:15 Elisa aber sprach zu ihm: Bringe einen Bogen und Pfeile! Da 
brachte er ihm einen Bogen und Pfeile.
2KI 13:16 Da sprach er zum Knige von Israel: Lege deine Hand auf den 
Bogen! Als er das gethan, legte Elisa seine Hnde auf des Knigs Hnde.
2KI 13:17 Dann sprach er: ffne das Fenster nach Osten zu! Als er es 
geffnet hatte, gebot Elisa: Schiee! Da scho er. Er aber sprach: Ein 
Pfeil des Sieges vor Jahwe! Ja, ein Pfeil des Sieges ber Aram! Sollst du 
doch zu Aphek die Aramer schlagen, bis sie vernichtet sind.
2KI 13:18 Sodann gebot er: Nimm die Pfeile! Er nahm sie. Da sprach er zum 
Knige von Israel: Schlage damit auf die Erde! Da schlug er dreimal, dann 
hielt er inne.
2KI 13:19 Da ward der Gottesmann ber ihn aufgebracht und sprach, du 
httest fnf- oder sechsmal schlagen sollen, dann wrdest du die Aramer 
geschlagen haben, bis sie vernichtet waren; nun aber wirst du die Aramer 
nur dreimal schlagen.
2KI 13:20 Elisa aber starb, und man begrub ihn. Es pflegten aber in jenem 
Jahre die moabitischen Streifscharen ins Land einzubrechen.
2KI 13:21 Als sie nun gerade einen Mann begraben wollten, erblickten sie 
pltzlich eine Streifschar. da warfen sie den Mann in Elisas Gruft und 
gingen davon. Als aber der Mann die Gebeine Elisas berhrte, ward er 
wieder lebendig und stellte sich auf seine Fe.
2KI 13:22 Hasael aber, der Knig von Aram, bedrngte Israel, so lange 
Joahas lebte.
2KI 13:23 Doch Jahwe erwies ihnen Gnade und erbarmte sich ihrer und wandte 
sich ihnen wieder zu, um seines Bundes mit Abraham, Isaak und Jakob 
willen, und wollte ihr Verderben nicht, hatte sie auch bis dahin noch 
nicht von seinem Angesichte verworfen.
2KI 13:24 Als aber Hasael, der Knig von Aram, gestorben, und sein Sohn 
Benhadad an seiner Statt Knig geworden war,
2KI 13:25 da entri Joas, der Sohn Joahas', Benhadad, dem Sohne Hasaels, 
die Stdte wieder, die dieser seinem Vater Joahas im Krieg entrissen 
hatte. Dreimal schlug ihn Joas und gewann so die israelitischen Stdte 
zurck.
2KI 14:1 Im zweiten Jahre Joas', des Sohnes Joahas', des Knigs von 
Israel, ward Amazja Knig, der Sohn Jehoas', des Knigs von Juda.
2KI 14:2 Fnfundzwanzig Jahre war er alt, als er Knig ward, und 
neunundzwanzig Jahre regierte er zu Jerusalem. Seine Mutter aber hie 
Joadin und stammte aus Jerusalem.
2KI 14:3 Und er that, was Jahwe wohlgefiel, jedoch nicht ganz, wie sein 
Ahnherr David; vielmehr that er ganz, wie sein Vater Jehoas gethan hatte.
2KI 14:4 Nur wurden die Hhen nicht abgeschafft; das Volk opferte und 
rucherte noch immer auf den Hhen.
2KI 14:5 Sobald er aber die knigliche Macht fest in den Hnden hatte, 
lie er seine Diener, die den Knig, seinen Vater, erschlagen hatten, 
tten.
2KI 14:6 Die Kinder der Totschlger lie er jedoch nicht hinrichten, nach 
dem Gebote Jahwes, das im Gesetzbuche Moses geschrieben steht und so 
lautet: Es sollen nicht Vter um der Kinder willen und Kinder um der Vter 
willen mit dem Tode bestraft werden; sondern ein jeder soll nur wegen 
seines eigenen Vergehens gettet werden drfen.
2KI 14:7 Er war es, der die Edomiter, zehntausend Mann, im Salzthale 
schlug und die Stadt Sela eroberte; und er nannte sie Joktheel, und so 
heit sie bis auf den heutigen Tag.
2KI 14:8 Damals sandte Amazja Boten an Joas, den Sohn Joahas', des Sohnes 
Jehus, den Knig von Israel, und er lie ihm sagen: Wohlan, wir wollen uns 
miteinander messen!
2KI 14:9 Da lie Joas: der Knig von Israel, Amazja, dem Knige von Juda, 
Folgendes entbieten: Die Distel auf dem Libanon sandte zur Ceder auf dem 
Libanon und lie ihr sagen: Gieb deine Tochter meinem Sohne zum Weibe! 
Aber das Wild auf dem Libanon lief ber die Distel und zertrat sie.
2KI 14:10 Weil du glcklich die Edomiter geschlagen hast, so reit dich 
nun dein Hochmut fort. Habe den Ruhm und bleibe daheim! Warum willst du 
nur das Unglck herausfordern, da du zu Falle kommest und Juda mit dir?
2KI 14:11 Aber Amazja wollte nicht hren. Da rckte Joas, der Knig von 
Israel, heran, und sie maen sich miteinander, er und Amazja, der Knig 
von Juda, zu Bethsemes, welches zu Juda gehrt.
2KI 14:12 Und die Juder wurden von den Israeliten geschlagen, so da ein 
jeder in seine Heimat floh.
2KI 14:13 Amazja aber, den Knig von Juda, den Sohn Jehoas', des Sohnes 
Ahasjahus, nahm Joas, der Knig von Israel, zu Bethsemes gefangen und 
brachte ihn nach Jerusalem. Und er legte in die Mauer Jerusalems eine 
Bresche vom Ephraimthhor an bis an das Eckthor, eine Strecke von 
vierhundert Ellen.
2KI 14:14 Und er nahm alles Gold und Silber und alles Gerte, die sich im 
Tempel Jahwes und in den Schatzkammern des kniglichen Palastes vorfanden, 
dazu die Geiseln und kehrte nach Samaria zurck.
2KI 14:15 Was aber sonst noch von Joas zu sagen ist, was er ausgefhrt hat 
und seine tapferen Thaten, und wie er mit Amazja, dem Knige von Juda, 
Krieg gefhrt hat, das ist ja aufgezeichnet im Buche der Geschichte der 
Knige von Israel.
2KI 14:16 Und Joas legte sich zu seinen Vtern und ward zu Samaria bei den 
Knigen von Israel begraben. Und sein Sohn Jerobeam ward Knig an seiner 
Statt.
2KI 14:17 Amazja aber, der Sohn Jehoas', der Knig von Juda, lebte nach 
dem Tode Joas', des Sohnes Joahas', des Knigs von Israel, noch fnfzehn 
Jahre.
2KI 14:18 Was aber sonst noch von Amazja zu sagen ist, das ist ja 
aufgezeichnet im Buche der Geschichte der Knige von Juda.
2KI 14:19 Und sie zettelten zu Jerusalem eine Verschwrung gegen ihn an. 
Da floh er nach Lachis; aber man sandte hinter ihm drein nach Lachis und 
lie ihn daselbst ermorden.
2KI 14:20 Sodann hob man ihn auf den Wagen, und er ward zu Jerusalem bei 
seinen Vtern in der Stadt Davids begraben.
2KI 14:21 Darauf nahm das ganze Volk von Juda den Asarja, obwohl er erst 
sechzehn Jahre alt war, und machten ihn an seines Vaters Amazja Statt zum 
Knige.
2KI 14:22 Dieser befestigte Elath und brachte es wieder an Juda, nachdem 
sich der Knig zu seinen Vtern gelegt hatte.
2KI 14:23 Im fnfzehnten Jahre Amazjas, des Sohnes Jehoas', des Knigs von 
Juda, ward Jerobeam, der Sohn Joas', des Knigs von Israel, Knig zu 
Samaria und regierte einundvierzig Jahre.
2KI 14:24 Und er that, was Jahwe mifiel; er lie nicht von allen Snden 
Jerobeams, des Sohnes Nebats, zu denen er Israel verfhrt hatte.
2KI 14:25 Derselbe eroberte das israelitische Gebiet zurck, von da an, wo 
es nach Hamath hineingeht, bis zum Meere der Steppe, nach dem Wort Jahwes, 
des Gottes Israels, das er durch seinen Knecht, den Propheten Jona, den 
Sohn Amithais von Gath-Hahepher, geredet hatte.
2KI 14:26 Denn Jahwe hatte das bittere Elend Israels wahrgenommen, und 
Unmndige wie Mndige waren dahin, und es gab keinen Helfer fr Israel.
2KI 14:27 Davon aber hatte Jahwe nicht geredet, da er den Namen Israels 
austilgen wolle unter dem Himmel, und so half er ihnen durch Jerobeam, den 
Sohn Joas'.
2KI 14:28 Was aber sonst noch von Jerobeam zu sagen ist und alles, was er 
ausgefhrt hat, und seine tapferen Thaten, wie er Krieg gefhrt und wie er 
den einstigen jdischen Anteil an Damaskus und Hamath an Israel 
zurckgebracht hat, das ist ja aufgezeichnet im Buche der Geschichte der 
Knige von Israel.
2KI 14:29 Und Jerobeam legte sich zu seinen Vtern und ward zu Samaria bei 
den Knigen von Israel begraben. Und sein Sohn Sacharja ward Knig an 
seiner Statt.
2KI 15:1 Im siebenundzwanzigsten Jahre Jerobeams, des Knigs von Israel, 
ward Asarja Knig, der Sohn Amazjas, des Knigs von Juda.
2KI 15:2 Sechzehn Jahre war er alt, als er Knig ward, und zweiundfnzig 
Jahre regierte er zu Jerusalem. Seine Mutter aber Hie Jecholja und 
stammte aus Jerusalem.
2KI 15:3 Und er that, was Jahwe wohlgefiel, ganz wie sein Vater Amazja 
gethan hatte.
2KI 15:4 Nur wurden die Hhen nicht abgeschafft; das Volk opferte und 
rucherte noch immer auf den Hhen.
2KI 15:5 Und Jahwe verhngte eine Plage ber den Knig, da er ausstzig 
ward bis zum Tage seines Todes. Und er wohnte in einem besonderen Hause; 
Jotham aber, der Sohn des Knigs, stand dem Palaste vor und sprach dem 
Volke des Landes Recht.
2KI 15:6 Was aber sonst noch von Asarja zu sagen ist und alles, was er 
ausgefhrt hat, das ist ja aufgezeichnet im Buche der Geschichte der 
Knige von Juda.
2KI 15:7 Und Asarja legte sich zu seinen Vtern, und man begrub ihn bei 
seinen Vtern in der Stadt Davids. Und sein Sohn Jotham ward Knig an 
seiner Statt.
2KI 15:8 Im achtundreiigsten Jahre Asarjas, des Knigs von Juda, ward 
Sacharja, der Sohn Jerobeams, Knig ber Israel zu Samaria und regierte 
sechs Monate.
2KI 15:9 Und er that, was Jahwe mifiel, wie seine Vter gethan hatten. Er 
lie nicht ab, von den Snden Jerobeams, des Sohnes Nebats, zu denen er 
Israel verfhrt hatte.
2KI 15:10 Und Sallum, der Sohn Jabes', zettelte eine Verschwrung wider 
ihn an und ermordete ihn zu Jibleam und ward Knig an seiner Statt.
2KI 15:11 Was aber sonst noch von Sacharja zu sagen ist, das ist ja 
aufgezeichnet im Buche der Geschichte der Knige von Israel.
2KI 15:12 So erfllte sich das Wort Jahwes, das er zu Jehu geredet hatte, 
als er sprach: Es sollen Nachkommen von dir bis ins vierte Glied auf dem 
Thron Israels sitzen. Und so ist es geschehen.
2KI 15:13 Sallum, der Sohn Jabes', ward Knig im neununddreiigsten Jahre 
Usias, des Knigs von Juda, und regierte einen Monat lang zu Samaria.
2KI 15:14 Da zog Menahem, der Sohn Gadis', von Thirza heran, und als er 
nach Samaria gelangt war, ermordete er Sallum, den Sohn Jabes', zu Samaria 
und ward Knig an seiner Statt.
2KI 15:15 Was aber sonst noch von Sallum zu sagen ist und die 
Verschwrung, die er anzettelte, das ist ja aufgezeichnet im Buche der 
Geschichte der Knige von Israel.
2KI 15:16 Damals verheerte Menahem die Stadt Thappuah und alles, was darin 
war, und ihr ganzes Gebiet von Thirza aus, weil man ihm die Thore nicht 
geffnet hatte, und alle Schwangeren darin lie er aufschlitzen.
2KI 15:17 Im neununddreiigsten Jahre Asarjas, des Knigs von Juda, ward 
Menahem, der Sohn Gadis', Knig ber Israel und regierte zehn Jahre zu 
Samaria.
2KI 15:18 Und er that was Jahwe mifiel; er lie nicht ab von allen Snden 
Jerobeams, des Sohnes Nebats, zu denen er Israel verfhrt hatte.
2KI 15:19 Zu seiner Zeit berfiel Phul, der Knig von Assyrien, das Land, 
und Menahem gab dem Phul tausend Talente Silbers, da er es mit ihm hielte 
und so die Herrschaft in seiner Hand befestigte.
2KI 15:20 Und Menahem erhob das Geld von Israel, von allen wehrpflichtigen 
Mnnern, um es dem Knige von Assyrien zu geben; fnfzig Sekel Silbers 
kamen auf einen jeden. Da zog der Knig von Assyrien wieder ab und 
verweilte nicht lnger da im Lande.
2KI 15:21 Was aber sonst noch von Menahem zu sagen ist und alles, was er 
ausgefhrt hat, das ist ja aufgezeichnet im Buche der Geschichte der 
Knige von Israel.
2KI 15:22 Und Menahem legte sich zu seinen Vtern, und sein Sohn Pekahjah 
ward Knig an seiner Statt.
2KI 15:23 Im fnfzigsten Jahre Asarjas, des Kmigs von Juda, ward 
Pekahjah, der Sohn Menahems, Knig ber Israel und regierte zu Samaria 
zwei Jahre.
2KI 15:24 Und er that, was Jahwe mifiel; er lie nicht von den Snden 
Jerobeams, des Sohnes Nebats, zu denen er Israel verfhrt hatte.
2KI 15:25 Und Pekah, der Sohn Remaljas, sein Ritter, zettelte eine 
Verschwrung wider ihn an und ermordete ihn zu Samaria in der Burg des 
kniglichen Palastes mit Argob und Arje; dabei halfen ihm fnzig Mann von 
den Gileaditern. Also ttete er ihn und ward Knig an seiner Statt.
2KI 15:26 Was aber sonst noch von Pekahjah zu sagen ist und alles, was er 
ausgefhrt hat, das ist ja aufgezeichnet im Buche der Geschichte der 
Knige von Israel.
2KI 15:27 Im zweiundfnfzigsten Jahre Assarjas, des Knigs von Juda, ward 
Pekah, der Sohn Remaljas, Knig ber Israel zu Samaria und regierte 
zwanzig Jahre.
2KI 15:28 Und er that, was Jahwe mifiel; er lie nicht von den Snden 
Jerobeams, des Sohnes Nebats, zu denen er Israel verfhrt hatte.
2KI 15:29 Zur Zeit Pekahs, des Knigs von Israel, erschien Thiglath-
Pileser, der Knig von Assyrien, eroberte Ijon, Abel-Beth-Maacha, Janoah, 
Kedes und Hazor, Gilead und Galila, das ganze Land Naphtali, und fhrte 
die Bewohner gefangen nach Assyrien.
2KI 15:30 Und Hosea, der Sohn Elas, zettelte eine Verschwrung wider 
Pekah, den Sohn Remaljas, an, ermordete ihn und ward Knig an seiner Statt 
im zwanzigsten Jahre Jothams, des Sohnes Usias.
2KI 15:31 Was aber sonst noch von Pekah zu sagen ist, und alles was er 
ausgefhrt hat, das ist ja aufgezeichnet im Buche der Geschichte der 
Knige von Israel.
2KI 15:32 Im zweiten Jahre Pekahs, des Sohnes Remaljas, ward Jotham Knig, 
der Sohn Usias, des Knigs von Juda.
2KI 15:33 Fnfundzwanzig Jahre war er alt, als er Knig ward, und sechzehn 
Jahre regierte er zu Jerusalem. Seine Mutter aber hie Jerusa, die Tochter 
Zadoks.
2KI 15:34 Und er that, was Jahwe wohlgefiel, ganz wie sein Vater Usia 
gethan hatte.
2KI 15:35 Nur wurden die Hhen nicht abgeschafft; das Volk opferte und 
rucherte noch immer auf den Hhen. Derselbe baute das obere Thor am 
Tempel Jahwes.
2KI 15:36 Was aber sonst noch von Jotham zu sagen ist und alles, was er 
ausgefhrt hat, das ist ja aufgezeichnet im Buche der Geschichte der 
Knige von Juda.
2KI 15:37 Zu jener Zeit begann Jahwe Rezin, den Knig von Aram, und Pekah, 
den Sohn Remaljas, gegen Juda loszulassen.
2KI 15:38 Jotham aber legte sich zu seinen Vtern und ward bei seinen 
Vtern in der Stadt Davids begraben, und sein Sohn Ahas ward Knig an 
seiner Statt.
2KI 16:1 Im siebzehnten Jahre Pekahs, des Sohnes Remaljas, ward Ahas 
Knig, der Sohn Jothams, des Knigs von Juda.
2KI 16:2 Zwanzig Jahre war Ahas alt, als er Knig ward, und sechzehn Jahre 
regierte er zu Jerusalem. Er that jedoch nicht, was Jahwe, seinem Gotte, 
wohlgefiel, wie sein Ahnherr David,
2KI 16:3 sondern wandelte auf dem Wege der Knige von Israel. Ja, er lie 
seinen Sohn durch Feuer gehen und ahmte so die Greuel der Vlker nach, 
welche Jahwe vor den Israeliten ausgetrieben hatte.
2KI 16:4 Und er opferte und rucherte auf den Hhen und auf den Hgeln und 
unter jedem grnen Baum.
2KI 16:5 Damals zog Rezin, der Knig von Aram, mit Pekah, dem Sohne 
Remaljas, dem Knige von Israel, gegen Jerusalem heran, um es anzugreifen; 
und sie belagerten Ahas, vermochten aber nicht mit Erfolg zu kmpfen.
2KI 16:6 Zu jener Zeit brachte Rezin, der Knig von Aram, Elath an Edom 
zurck und warf die Juder aus Elath hinaus. Da kamen Edomiter nach Elath 
und lieen sich dort nieder, bis auf den heutigen Tag,
2KI 16:7 Ahas aber sandte Boten an Thiglath-Pileser, den Knig von 
Assyrien, und lie ihm sagen: Dein Sklave und dein Sohn bin ich! Ziehe 
heran und befreie mich aus der Gewalt des Knigs von Aram und des Knigs 
von Israel, die mich angegriffen haben!
2KI 16:8 Dazu nahm Ahas das Silber und Gold, das sich im Tempel Jahwes und 
in den Schatzkammern des kniglichen Palastes vorfand, und sandte es als 
Huldigungsgeschenk an den Knig von Assyrien.
2KI 16:9 Der Knig von Assyrien aber schenkte ihm Gehr, und so zog der 
Knig von Assyrien gegen Damaskus heran, eroberte die Stadt und fhrte die 
Einwohner gefangen nach Kir; Rezin aber lie er hinrichten.
2KI 16:10 Als sich nun der Knig Ahas zum Zwecke einer Begegnung mit 
Thiglath-Pileser, dem Knige von Assyrien, nach Damakus begeben hatte, 
bekam er den Altar zu sehen, der sich zu Damaskus befand. Da sandte der 
Knig Ahas ein Abbild und Modell von dem Altar, das ihm genau entsprach, 
an den Priester Uria.
2KI 16:11 Und der Priester Uria errichtete darnach einen Altar; genau nach 
der Vorschrift, die der Knig Ahas von Damaskus aus gegeben hatte, verfuhr 
der Priester Uria, ehe noch der Knig Ahas von Damaskus heimkam.
2KI 16:12 Als nun der Knig von Damaskus heimkam, und der Knig den Altar 
erblickte, da nahte sich der Knig dem Altar, stieg zu ihm hinauf
2KI 16:13 und lie sein Brandopfer und sein Speisopfer in Rauch aufgehen, 
go sein Trankopfer aus und sprengte das Blut seiner Heilsopfer an den 
Altar.
2KI 16:14 Den kupfernen Altar aber, der vor Jahwe stand, rckte er von der 
Vorderseite des Tempels, von der Stelle zwischen dem neuen Altar und dem 
Tempel Jahwes hinweg und setzte ihn auf die Nordseite des Altars.
2KI 16:15 Und der Knig Ahas gab dem Priester Uria folgende Anweisung: Auf 
dem groen Altar la das Morgenbrandopfer und das Abendspeisopfer und das 
Brandopfer des Knigs samt seinem Speisopfer und die Brandopfer von 
jedermann im Lande samt ihrem Speisopfer und ihren Trankopfern in Rauch 
aufgehen und sprenge daran alles Brandopferblut und alles 
Schlachtopferblut. Wegen des kupfernen Altars aber will ich mich bedenken.
2KI 16:16 Und der Priester Uria verfuhr genau so, wie ihm der Knig Ahas 
geheien hatte.
2KI 16:17 Auch lie der Knig Ahas die Leisten an den Gesthlen 
herausbrechen und nahm die Becken von ihnen herab; auch das Meer lie er 
von den ehernen Rindern, auf denen es stand, herabnehmen und auf ein 
Steinpflaster setzen.
2KI 16:18 Und die bedeckte Sabbatshalle, die man gebaut hatte, und den 
ueren Eingang fr den Knig verlegte er in den Tempel Jahwes um des 
Knigs von Assyrien willen.
2KI 16:19 Was aber sonst noch von Ahas zu sagen ist, was er ausgefhrt 
hat, das ist ja aufgezeichnet im Buche der Geschichte der Knige von Juda.
2KI 16:20 Und Ahas legte sich zu seinen Vtern und ward bei seinen Vtern 
in der Stadt Davids begraben. Und sein Sohn Hiskia ward Knig an seine 
Statt.
2KI 17:1 Im zwlften Jahre Ahas', des Knigs von Juda, ward Hosea, der 
Sohn Elas, zu Samaria Knig ber Israel und regierte neun Jahre.
2KI 17:2 Und er that, was Jahwe mifiel; jedoch nicht wie die Knige von 
Israel, die vor ihm gewesen waren.
2KI 17:3 Gegen ihn zog Salmanassar, der Knig von Assyrien, heran, und 
Hosea ward ihm unterthan und entrichtete ihm Tribut.
2KI 17:4 Als aber der Knig von Assyrien den Hosea treulos erfand (er 
hatte nmlich Boten an Sewe, den Knig von gypten, gesandt und nicht 
mehr, wie sonst alljhrlich, an den Knig von Assyrien Tribut gezahlt), da 
schritt der knig von Assyrien wider ihn ein und legte ihn gebunden ins 
Gefngnis.
2KI 17:5 Und der Knig von Assyrien zog gegen das ganze Land heran und zog 
nach Samaria und belagerte es drei Jahre lang.
2KI 17:6 Im neunten Jahre Hoseas aber eroberte der Knig von Assyrien 
Samaria und fhrte die Israeliten gefangen hinweg nach Assyrien und gab 
ihnen Wohnsitze in Halah und am Habor, dem Strome von Gosan, und in den 
Stdten der Meder.
2KI 17:7 Es hatten sich aber die Israeliten an Jahwe, ihrem Gotte, der sie 
aus gypten und aus der Gewalt des Pharao, des Knigs von gypten, befreit 
hatte, versndigt; sie verehrten andere Gtter
2KI 17:8 und wandelten in den Satzungen der Vlker, welche Jahwe vor den 
Israeliten ausgetrieben hatte, und in den Satzungen der Knige von Israel, 
die diese selbst gemacht hatten.
2KI 17:9 Und die Israeliten ersannen Dinge, die nicht recht waren, wider 
Jahwe, ihren Gott: sie errichteten sich Opferhhen in allen ihren 
Ortschaften vom bloen Wachtturm an bis zur befestigten Stadt,
2KI 17:10 stellten sich Malsteine auf und Ascheren auf jedem hohen Hgel 
und unter jedem grnen Baum
2KI 17:11 und rucherten daselbst auf allen Hhen, wie die Vlker, die 
Jahwe vor ihnen weggefhrt hatte. Sie trieben schlimme Dinge, um Jahwe zum 
Zorne zu reizen,
2KI 17:12 und dienten den Gtzen, in betreff deren Jahwe ihnen gesagt 
hatte: Ihr drft solches nicht thun!
2KI 17:13 Jahwe aber verwarnte Israel und Juda durch alle seine Propheten, 
jeden Schauer, indem er sprach: Bekehrt euch von euren bsen Wegen und 
haltet meine Gebote und meine Satzungen, genau nach der Weisung, die ich 
euren Vtern gegeben, und gem dem, was ich euch durch meine Knechte, die 
Propheten, entboten habe.
2KI 17:14 Sie aber gehorchten nicht, sondern zeigten sich halsstarrig, wie 
ihre Vter, die auf Jahwe, ihren Gott, nicht vertraut hatten;
2KI 17:15 sie wollten nichts wissen von seinen Satzungen und seinem Bunde, 
den er mit ihren Vtern geschlossen hatte, und von seinen Warnungen, mit 
denen er sie verwarnte, sondern wandelten den Nichtigen nach und handelten 
nichtig in Nachahmung der Vlker, die rings um sie her wohnten, obgleich 
Jahwe ihnen verboten hatte, es jenen gleich zu thun.
2KI 17:16 Sie sagten sich los von allen Geboten Jahwes, ihres Gottes, 
fertigten sich Gubilder an, zwei Klber, und machten sich Ascheren, 
warfen sich nieder vor dem ganzen Heere des Himmels und dienten dem Baal.
2KI 17:17 Sie lieen ihre Shne und Tchter durchs Feuer gehen, trieben 
Wahrsagerei und Zeichendeuterei und gaben sich dazu her, zu thun, was 
Jahwe mifiel, da sie ihn zum Zorne reizten
2KI 17:18 Da erzrnte sich Jahwe heftig ber Israel und schaffte sie 
hinweg von seinem Angesicht; nichts blieb brig, auer allein der Stamm 
Juda.
2KI 17:19 Aber auch die Juder hielten die Gebote Jahwes, ihres Gottes, 
nicht, sondern wandelten in den Satzungen der Israeliten, die diese selbst 
gemacht hatten.
2KI 17:20 Darum verwarf Jahwe das ganze Geschlecht der Israeliten und 
demtigte sie und gab sie Plnderern preis, bis er sie aus seiner 
Gegenwart verstie.
2KI 17:21 Denn als sich Israel vom Hause David losgerissen, und sie 
Jerobeam, den Sohn Nebats, zum Knige gemacht hatten, da trieb Jerobeam 
die Israeliten zum Abfall von Jahwe und verfhrte sie zu schwerer Snde.
2KI 17:22 Also wandelten die Israeliten in allen den Snden, die Jerobeam 
angestiftet hatte; sie lieen nicht von ihnen,
2KI 17:23 bis Jahwe die Israeliten aus seiner Gegenwart hinwegschaffte, 
wie er durch alle seine Knechte, die Propheten, gedroht hatte. Also 
wanderten die Israeliten von ihrem Boden hinweg nach Assyrien in die 
Gefangenschaft und blieben da bis auf den heutigen Tag.
2KI 17:24 Der Knig von Assyrien aber lie Leute aus Babel, Kutha, Awwa, 
Hamath und Sepharwaim kommen und siedelte sie an Stelle der Israeliten in 
den Stdten von Samaria an. Also nahmen sie die Landschaft Samaria in 
Besitz und wohnten in deren Stdten.
2KI 17:25 Da sie aber in der ersten Zeit, in der sie dort wohnten, Jahwe 
nicht verehrten, sandte Jahwe Lwen unter sie; die richteten ein Wrgen 
unter ihnen an.
2KI 17:26 Da meldete man dem Knige von Assyrien: Die Vlkerschaften, die 
du aus ihrer Heimat weggefhrt und in den Stdten Samarias angesiedelt 
hast, wissen nicht, was fr eine Verehrung dem Landesgotte gebhrt.
2KI 17:27 Da befahl der Knig von Assyrien also: La einen der Priester 
hingehen, die ich von dort weggefhrt habe, da er hingehe und sich dort 
niederlasse und sie lehre, was fr eine Verehrung dem Landesgotte gebhrt.
2KI 17:28 Da kam einer von den Priestern, die sie aus Samaria weggefhrt 
hatten, und lie sich in Bethel nieder; der lehrte sie fortan, wie sie 
Jahwe zu verehren htten.
2KI 17:29 Sie fertigten sich aber, Volk fr Volk, je ihren eigenen Gott an 
und stellten ihn in den Hhentempeln auf, welche die Samariter errichtet 
hatten, jedes Volk in seinen Stdten, in denen sie ansssig waren.
2KI 17:30 Die Leute von Babel nmlich fertigten Sukkoth-Benoth an, und die 
von Kuth fertigten einen Nergal an; die von Hammath fertigten einen Assima 
an,
2KI 17:31 und die Awwiter fertigten einen Nibchas und einen Tharthak an; 
die Sepharwiter aber verbrannten dem Adrammelech und Anammelech, den 
Gttern von Sepharwaim, ihre Kinder.
2KI 17:32 Daneben verehrten sie auch Jahwe und bestellten sich beliebige 
Leute aus ihrer Mitte zu Hhenproiestern; die opferten fr sie in den 
Hhentempeln.
2KI 17:33 Jahwe verehrten sie, dienten aber gleichzeitig auch ihren 
Gttern, nach der Weise der Vlker, aus deren Bereiche man sie weggefhrt 
hatte.
2KI 17:34 Bis auf den heutigen Tag thun sie nach der alten Weise. Jahwe 
verehren sie nicht, noch handeln sie nach ihren Satzungen und nach ihrer 
Weise und nach dem Gesetz und Gebot, das Jahwe den Shnen Jakobs anbefahl, 
welchem er den namen Israel gab.
2KI 17:35 Jahwe aber schlo einen Bund mit ihnen und gebot ihnen: Verehrt 
keine anderen Gtter! Betet sie nicht an, dient ihnen nicht und opfert 
ihnen nicht;
2KI 17:36 sondern Jahwe, der euch mit groer Kraft und ausgerecktem Arm 
aus gypten hergefhrt hat, den verehrt, den betet an und dem opfert!
2KI 17:37 Die Satzungen und Rechte aber, das Gesetz und das Gebot, das er 
euch vorgeschrieben hat, sollt ihr beobachten, da ihr allezeit darnach 
thut, und sollt nicht andere Gtter verehren.
2KI 17:38 Und des Bundes, den ich mit euch geschlossen habe, vergesset 
nicht und verehrt keine anderen Gtter;
2KI 17:39 sondern Jahwe, eueren Gott, sollt ihr verehren, so wird er euch 
aus der Gewalt aller eurer Feinde erretten!
2KI 17:40 Sie gehorchten jedoch nicht, sondern thun nach ihrer alten Weise.
2KI 17:41 Also verehrten diese Vlkerschaften Jahwe, dienten aber auch 
zugleich ihren Schnitzbildern. Und was ihre Kinder und Enkel betrifft, so 
thun auch sie, wie ihre Vter gethan haben, bis auf den heutigen Tag.
2KI 18:1 Im dritten Jahre Hoseas aber, des Sohnes Elas, des Knigs von 
Israel, ward Hiskia Knig, der Sohn Ahas', des Knigs von Juda.
2KI 18:2 Fnfundzwanzig Jahre war er alt, als er Knig ward, und 
neunundzwanzig Jahre regierte er zu Jerusalem. Seine Mutter aber hie 
Abija, die Tochter Sacharjas.
2KI 18:3 Und er that, was Jahwe wohlgefiel, ganz wie sein Ahnherr David 
gethan hatte.
2KI 18:4 Derselbe schaffte die Hhen ab, zertrmmerte die Malsteine, hieb 
die Aschera um, und zerschlug die eherne Schlange, die Mose angefertigt 
hatte; denn bis zu jener Zeit hatten die Israeliten ihr geruchert, und 
man nannte sie Nehustan.
2KI 18:5 Auf Jahwe, den Gott Israels, vertraute er, so da es nach ihm 
keinen seinesgleichen gab unter allen Knigen von Juda, noch unter denen, 
die vor ihm gewesen waren.
2KI 18:6 Er hing Jahwe an und lie nicht davon ab, ihm nachzufolgen, und 
hielt seine Gebote, die Jahwe dem Mose anbefohlen hatte.
2KI 18:7 Und Jahwe war bestndig mit ihm; in allem, was er unternahm, 
hatte er Glck. Und er ward vom Knige von Assyrien abtrnnig und blieb 
ihm nicht lnger unterthan.
2KI 18:8 Er schlug die Philister bis nach Gaza und verheerte das Gebiet 
dieser Stadt vom Wachtturm an bis zur befestigten Stadt.
2KI 18:9 Im vierten Jahre des Knigs Hiskia aber - das ist das siebente 
Jahr Hoseas, des Sohnes Elas, des Knigs von Israel - zog Salmanasser, der 
Knig von Assyrien, gegen Samaria heran und belagerte es.
2KI 18:10 Und nach drei Jahren eroberte er es; im sechsten Jahre Hiskias - 
das ist das neunte Jahr Hoseas, des Knigs von Israel, - ward Samaria 
erobert.
2KI 18:11 Und der Knig von Assyrien fhrte die Israeliten gefangen nach 
Assyrien und siedelte sie in Halah und am Habor, dem Strome Gosans, und in 
den Stdten der Meder an,
2KI 18:12 weil sie dem Gebote Jahwes, ihres Gottes nicht gehorcht, sondern 
seine Bundessatzung bertreten hatten - alles, was Mose, der Knecht 
Jahwes, geboten. Sie aber hatten weder darauf gehrt, noch darnach gethan.
2KI 18:13 Im vierzehnten Jahr aber des Knigs Hiskia zog Sanherib, der 
Knig von Assyrien wider alle festen Stdte Judas heran und nahm sie ein.
2KI 18:14 Da sandte Hiskia, der Knig von Juda, Boten an den Knig von 
Assyrien nach Lachis und lie ihm sagen: Ich habe mich vergangen: ziehe 
wieder ab von mir; was du mir auferlegst, will ich tragen! Da legte der 
Knig von Assyrien Hiskia, dem Knige von Juda, dreihundert Talente Silber 
und dreiig Talente Gold auf.
2KI 18:15 Und Hiskia gab alles Silber her, da sich im Tempel Jahwes und 
in den Schatzkammern des kniglichen Palastes vorfand.
2KI 18:16 Zu jener Zeit beschnitt Hiskia die Thren am Tempel Jahwes und 
die Pfeiler, die Hiskia, der Knig von Juda, mit Gold berzogen hatte, und 
liefert die Goldbleche dem Knige von Assyrien aus.
2KI 18:17 Hierauf sandte der Knig von Assyrien den Thartan und den 
Rabsaris und den Rabsake von Lachis aus mit starker Heeresmacht zum Knig 
Hiskia nach Jerusalem. Der zog heran und gelangte nach Jerusalem und nahm 
Aufstellung an der Wasserleitung des oberen Teichs, an der Strae zum 
Walkerfelde.
2KI 18:18 Als er nun nach dem Knige verlangte, gingen Eljakim, der Sohn 
Hilkias, der dem Palaste vorstand, Sebna, der Staatsschreiben, und Joah, 
der Sohn Asaphs, der Kanzler, zu ihm hinaus.
2KI 18:19 Der Rabsake aber sprach zu ihnen: Sagt Hiskia: So spricht der 
groe Knig, der Knig von Assyrien: Was bedeutet die stolze Zuversicht, 
die du da hegst?
2KI 18:20 Meinst du etwa, ein bloes Wort genge, um den rechten Entschlu 
und die ntige Macht zum Kriege zu beschaffen? Auf wen verlssest du dich 
eigentlich, da du von mir abtrnnig geworden bist?
2KI 18:21 Nun wohl, du verlssest dich auf den zerstoenen Rohrstab da, 
auf gypten, der jedem, der sich auf ihn sttzt, in die Hand fhrt und sie 
durchbohrt. So erzeigt sich der Pharao, der Knig von gypten, allen, die 
sich auf ihn verlassen.
2KI 18:22 Wolltet ihr mir aber antworten: Auf Jahwe, unseren Gott, 
verlassen wir uns! so ist das ja derselbe, dessen Hhen und Altre Hiskia 
abgeschafft hat, indem er Juda und Jerusalem befahl: Vor diesem Altare 
sollt ihr anbeten zu Jerusalem!
2KI 18:23 Nun wohlan, gehe doch mit meinem Herrn, dem Knige von Assyrien, 
eine Wette ein: ich will dir zweitausend Rosse geben, ob du wohl imstande 
bist, die ntigen Reiter fr sie zu beschaffen?
2KI 18:24 Wie willst du da den Angriff eines einzigen Hauptmanns von den 
geringsten Dienern meines Herrn zurckschlagen? Und doch verlt du dich 
auf gypten um der Wagen und Reiter willen?
2KI 18:25 Nun, bin ich etwa ohne Jahwes Zustimmung wider diesen Ort 
herangezogen, ihn zu verheeren? Jahwe selbst hat mir geboten: Ziehe wider 
dieses Land und verheere es!
2KI 18:26 Da sprachen Eljakim, der Sohn Hilkias, und Sebna und Joah zum 
Rabsake: Rede doch mit deinen Knechten aramisch, denn wir verstehen es; 
und rede nicht auf judisch mit uns vor den Ohren der Leute, die auf der 
Mauer stehen.
2KI 18:27 Der Rabsake aber antwortete ihnen: Hat mich etwa mein Herr zu 
deinem Herrn oder zu dir gesandt, um solches zu verknden, und nicht 
vielmehr zu den Mnnern, die auf der Mauer sitzen, da sie samt euch ihren 
eigenen Kot verzehren und ihren Harn trinken?
2KI 18:28 Hierauf trat der Rabsake hin und rief mit lauter Stimme auf 
judisch und redete und sprach: Vernehmt das Wort des groen Knigs, des 
Knigs von Assyrien!
2KI 18:29 So spricht der Knig: Lat euch nicht von Hiskia bethren, denn 
er vermag euch nicht aus meiner Gewalt zu erretten.
2KI 18:30 Und lat euch nicht von Hiskia auf Jahwe vertrsten, wenn er 
spricht: Jahwe wird uns sicherlich erretten, und diese Stadt wird nicht in 
die Gewalt des Knigs von Assyrien berliefert werden.
2KI 18:31 Hrt nicht auf Hiskia! Denn so spricht der Knig von Assyrien: 
Macht Frieden mit mir und bergebt euch mir, so sollt ihr ein jeder von 
seinem Weinstock und seinem Feigenbaum essen und ein jeder das Wasser 
seiner Zisterne trinken,
2KI 18:32 bis ich komme und euch in ein Land hole, das eurem Lande 
gleicht, ein Land voller Korn und Most, ein Land voller Brotkorn und 
Weinberge, ein Land voller lbume und Honig, da ihr lebt und nicht 
sterbet. Hrt also nicht auf Hiskia! Denn er verfhrt euch, wenn er 
spricht: Jahwe wird uns erretten!
2KI 18:33 Haben etwa die Gtter der Vlker ein jeglicher sein Land aus der 
Gewalt des Knigs von Assyrien errettet?
2KI 18:34 Wo sind die Gtter von Hamath und Arpad? Wo sind die Gtter von 
Sepharwaim, Hana und Awwa? Und wo sind die Gtter des Landes Samaria, da 
sie Samaria aus meiner Gewalt errettet htten?
2KI 18:35 Wo wren unter allen den Gttern der Lnder solche, die ihr Land 
aus meiner Gewalt errettet htten, da nun Jahwe Jerusalem aus meiner 
Gewalt erretten sollte?
2KI 18:36 Da schwiegen sie still und antworteten ihm nichts; denn so 
lautete der Befehl des Knigs: Antwortet ihm nicht!
2KI 18:37 Darauf kamen Eljakim, der Sohn Hilkias, der dem Palaste 
vorstand, und Sebna, der Staatsschreiber, und Joah, der Sohn Asaphs, der 
Kanzler, mit zerrissenen Kleidern zu Hiskia und berichteten ihm, was der 
Rabsake gesagt hatte.
2KI 19:1 Als das der Knig Hiskia vernahm, zerri er seine Kleider, hllte 
sich in ein hrenes Gewand und ging in den Tempel Jahwes.
2KI 19:2 Eljakim aber, der dem Palaste vorstand, und Sebna, den 
Staatsschreiber, samt den vornehmsten Priestern sandte er mit hrenen 
Gewndern umhllt zum Propheten Jesaja, dem Sohne des Amoz.
2KI 19:3 Und sie sprachen zu ihm: So spricht Hiskia: Ein Tag der Not und 
der Zchtigung und Verwerfung ist der heutige Tag; denn das Kind ist an 
den Muttermund gekommen, aber es ist keine Kraft da, zu gebren.
2KI 19:4 Vielleicht hrt Jahwe, dein Gott, alle die Reden des Rabsake, den 
sein Herr, der Knig von Assyrien, gesandt hat, den lebendigen Gott zu 
lstern. So mge er denn die Rede ahnden, die Jahwe, dein Gott, gehrt 
hat. Du aber lege Frbitte ein fr den berrest, der noch vorhanden ist!
2KI 19:5 Als nun die Diener des Knigs Hiskia zu Jesaja kamen,
2KI 19:6 gab ihnen Jesaja den Bescheid: Sprecht also zu eurem Herrn: So 
spricht Jahwe: Frchte dich nicht wegen der Reden, die du gehrt hast, mit 
denen mich die Knechte des Knigs von Assyrien gelstert haben.
2KI 19:7 Frwahr, ich will ihnen einen Geist eingeben, da er eine Kunde 
vernehmen und nach seinem Lande zurckkehren soll, und will ihn dann in 
seinem eigenen Lande durchs Schwert fllen!
2KI 19:8 Darauf kehrte der Rabsake zurck und fand den Knig von Assyrien 
mit der Belagerung von Libna beschftigt; er hatte nmlich erfahren, da 
er von Lachis aufgebrochen war.
2KI 19:9 Als aber Sanherib in betreff Thirhakas, des Knigs von Kusch, die 
Kunde vernahm: Er ist ausgerckt um mit dir zu kmpfen, da sandte er 
abermals Boten an Hiskia mit den Worten:
2KI 19:10 Sprecht also zu Hiskia, dem Knige von Juda: La dich von deinem 
Gott, auf den du dich verlssest, nicht betren, indem du denkst: 
Jerusalem wird nicht in die Gewalt des Knigs von Assyrien berliefert 
werden!
2KI 19:11 Du hast ja selbst gehrt, wie die Knige von Assyrien mit allen 
Lndern verfahren sind, indem sie den Bann an ihnen vollstreckten, und da 
wolltest du entrinnen?
2KI 19:12 Haben etwa die Gtter der Vlker, die von meinen Vtern 
vernichtet wurden, diese gerettet - Gosan und Haran und Rezeph und die 
Leute von Eden zu Thelassar?
2KI 19:13 Wo ist der Knig von Hamath und der Knig von Arpad und ein 
Knig ber die Stadt Sepharwaim, Hana und Awwa?
2KI 19:14 Als nun Hiskia den Brief aus der Hand der Boten empfangen und 
ihn gelesen hatte, ging er hinauf in den Tempel Jahwes, und Hiskia 
breitete ihn vor Jahwe aus.
2KI 19:15 Und Hiskia betete vor Jahwe und sprach: Jahwe, du Gott Israels, 
der du ber den Keruben thronst, du allein bist der wahre Gott ber alle 
Reiche der Erde; du hast den Himmel und die Erde gemacht.
2KI 19:16 Neige, Jahwe, dein Ohr und hre; ffne, Jahwe, deine Augen und 
siehe! Ja, hre die Worte Sanheribs, der hergesandt hat, um den lebendigen 
Gott zu lstern.
2KI 19:17 In der That, Jahwe, haben die Knige von Assyrien die Vlker und 
ihre Lnder verheert
2KI 19:18 und haben ihre Gtter ins Feuer geworfen. Denn das waren nicht 
wirkliche Gtter, sondern nur Werk aus Menschenhnden, Holz und Stein, und 
so konnte man sie vernichten.
2KI 19:19 Nun aber, Jahwe, unser Gott, errette uns doch aus seiner Gewalt, 
damit alle Reiche der Erde erkennen, da du, Jahwe, allein Gott bist!
2KI 19:20 Da sandte Jesaja, der Sohn des Amoz, zu Hiskia, und lie ihm 
sagen: So spricht Jahwe, der Gott Israels: Was du um Sanheribs, des Knigs 
von Assyrien, willen zu mir gebetet hast, habe ich gehrt.
2KI 19:21 Dies ist das Wort, das Jahwe ber ihn geredet hat: Es verachtet 
dich, es spottet deiner die Jungfrau, die Tochter Zion. Hinter dir her 
schttelt das Haupt die Tochter Jerusalem.
2KI 19:22 Wen hast du gehhnt und gelstert, und gegen wen hast du deine 
Stimme erhoben und hoch emporgehoben deine Augen? Wider den heiligen 
Israels!
2KI 19:23 Durch deine Boten hast du den Herrn gelstert und gesagt: Mit 
meiner Wagen Menge erstieg ich die Berge, den uersten Libanon; ich hieb 
den Hochwuchs deiner Cedern um, seine auserlesensten Cypressen, und drang 
vor bis zu deiner uersten Herberge, in seinen dichtesten Baumgarten
2KI 19:24 Ich grub auf und trank fremde Wasser und trocknete mit der Sohle 
meiner Fe alle Kanle gyptens!
2KI 19:25 Hrst du wohl? Von lngst her habe ich es bereitet, von uralten 
Zeiten her habe ich es geordnet. Jetzt aber habe ich es herbeigefhrt, da 
du feste Stdte verheeren sollst zu wsten Steinhaufen!
2KI 19:26 Ihre Bewohner aber in ihrer Ohnmacht schraken zusammen und 
wurden zuschanden, wurden wie Kraut auf dem Feld und sprossendes Grn, 
Gras auf den Dchern und verdorrendes Korn.
2KI 19:27 Dein Aufstehen und dein Sitzen ist mit offenbar, dein Gehen und 
Kommen kenne ich wohl, sowie dein Toben wider mich!
2KI 19:28 Weil du denn wider mich tobst, und dein bermut angestiegen ist 
zu meinen Ohren, so will ich dir einen Ring in die Nase legen und meinen 
Zaum in deine Lippen und will dich desselben Wegs zurckfhren, auf dem du 
gekommen bist!
2KI 19:29 Folgendes aber diene dir zum Wahrzeichen: Heuer wird man essen, 
was von selbst wchst, und im zweiten Jahre, was noch aus den Wurzeln 
wchst; im dritten Jahre aber sollt ihr sen und ernten und Weinberge 
pflanzen und ihre Frucht genieen.
2KI 19:30 Und was vom Hause Juda entronnen und brig geblieben ist, soll 
aufs Neue unten Wurzel schlagen und oben Frucht bringen.
2KI 19:31 Denn von Jerusalem wird ein berrest ausgehen und Entronnene vom 
Berge Zion; der Eifer Jahwes der Heerscharen wird solches thun!
2KI 19:32 Darum spricht Jahwe also ber den Knig von Assyrien: Er soll 
nicht in diese Stadt eindringen und keinen Pfeil dareinschieen, und soll 
mit keinem Schilde gegen sie anrcken, noch einen Wall gegen sie 
aufschtten.
2KI 19:33 Desselben Wegs, auf dem er gekommen ist, soll er zurckkehren: 
aber in diese Stadt soll er nicht eindringen, ist der Spruch Jahwes.
2KI 19:34 Und ich will diese Stadt beschirmen, da ich sie errette, um 
meinetwillen und um meines Knechts David willen!
2KI 19:35 In derselben Nacht aber ging der Engel Jahwes aus und schlug im 
Lager der Assyrer 185000 Mann; und als man sich des Morgens frh 
aufmachte, fand man sie alle als leblose Leichen.
2KI 19:36 Da brach Sanherib, der Knig von Assyrien, auf und zog ab, 
kehrte um und blieb zu Nineve.
2KI 19:37 Und whrend er einst im Tempel seines Gottes Nisroch anbetete, 
ermordeten ihn seine Shne Adrammelech und Sarezer. Sie flchteten sich 
aber darnach ins Land Ararat, und sein Sohn Asarhaddon ward Knig an 
seiner Statt.
2KI 20:1 Zu jener Zeit ward Hiskia todkrank. Da kam zu ihm der Prophet 
Jesaja, der Sohn des Amoz, und sprach zu ihm: So spricht Jahwe: Bestelle 
dein Haus, denn du wirst sterben und nicht genesen!
2KI 20:2 Da wandte er sein Antlitz zur Wand und betete also zu Jahwe:
2KI 20:3 Ach Jahwe, gedenke doch, da ich treulich und mit ungeteiltem 
Herzen vor deinem Angesicht gewandelt und gethan habe, was dir 
wohlgefllt! Und Hiskia brach in lautes Weinen aus.
2KI 20:4 Jesaja aber hatte den mittleren Vorhof noch nicht verlassen, als 
folgendes Wort Jahwes an ihn erging:
2KI 20:5 Kehre um und sage Hiskia, dem Frsten meines Volks: So spricht 
Jahwe: der Gott deines Ahnherrn David: Ich habe dein Gebet gehrt und 
deine Trnen gesehen. So will ich dich denn heilen; schon am dritten Tage 
wirst du hinauf in den Tempel Jahwes gehen.
2KI 20:6 Und ich will deinen Lebenstagen fnfzehn Jahre hinzufgen; dazu 
will ich dich und diese Stadt aus der Gewalt des Knigs von Assyrien 
erretten und diese Stadt beschirmen um meinetwillen und um meines Knechtes 
David willen.
2KI 20:7 Darauf befahl Jesaja: bringet ein Pflaster von Feigen! Da 
brachten sie es und legten es auf das Geschwr; da genas er.
2KI 20:8 Hiskia aber sprach zu Jesaja: Was ist das Wahrzeichen dafr, da 
Jahwe mich heilen wird und ich am dritten Tage hinauf in den Tempel Jahwes 
gehen werde?
2KI 20:9 Jesaja antwortete: Dies diene dir als Zeichen von Jahwe, da 
Jahwe ausfhren wird, was er verheien hat: Soll der Schatten zehn Stufen 
vorrcken oder soll er zehn Stufen zurckgehen?
2KI 20:10 Hiskia erwiderte: Es ist dem Schatten ein leichtes zehn Stufen 
abwrts zugehen; nein, der Schatten soll um zehn Stufen rckwrts gehen.
2KI 20:11 Da rief der Prophet Jesaja Jahwe an; der lie den Schatten am 
Sonnenzeiger des Ahas zehn Stufen rckwrts gehen.
2KI 20:12 Zu jener Zeit sandte Merodach Baladan, der Sohn Baladans, der 
Knig von Babel, einen Brief und Geschenke an Hiskia; denn er hatte 
gehrt, da er krank gewesen und wieder zu Krften gekommen war.
2KI 20:13 Und Hiskia freute sich ber sie und zeigte ihnen sein ganzes 
Schatzhaus, das Silber und das Gold und die Spezereien und das kosbare l 
und sein ganzes Zeughaus und alles, was in seinen Schatzkammern vorhanden 
war. Es gab nicht, was ihnen Hiskia nicht gezeigt htte, in seinem Palast 
und im ganzen Bereiche seiner Herrschaft.
2KI 20:14 Da kam der Prophet Jesaja zum Knig Hiskia und fragte ihn: Was 
haben diese Mnner gesagt und woher kommen sie zu dir? Hiskia erwiderte: 
Aus fernem Lande sind sie gekommen, von Babel.
2KI 20:15 Darauf fragte er: Was haben sie in deinem Palaste gesehen? 
Hiskia antwortete: Sie haben alles gesehen, was sich in meinem Palaste 
befindet; es giebt in meinen Schatzkammern nichts, was ich ihnen nicht 
gezeigt htte.
2KI 20:16 Da sprach Jesaja zu Hiskia: Hre das Wort Jahwes:
2KI 20:17 Es wird die Zeit kommen, wo alles, was sich in deinem Palaste 
befindet und was deine Vter bis zum heutigen Tage aufgespeichert haben, 
nach Babel gebracht werden wird; nichts wird brig gelassen werden, 
spricht Jahwe.
2KI 20:18 Und von deinen Shnen, die von dir abstammen werden, die du 
erzeugen wirst, wird man welche nehmen, da sie im Palaste des Knigs von 
Babel als Kmmerer dienen.
2KI 20:19 Hiskia aber sprach zu Jesaja: Das Wort Jahwes, das du geredet 
hast ist gtig! Denn er dachte: Es wird ja doch Wohlfahrt und bestndiges 
Wesen herrschen, solange ich lebe!
2KI 20:20 Was aber sonst noch von Hiskia zu sagen ist und alle seine 
tapferen Thaten und wie er den Teich und die Wasserleitung hergestellt und 
das Wasser in die Stadt geleitet hat, das ist ja aufgezeichnet im Buche 
der Geschichte der Knige von Juda.
2KI 20:21 Und Hiskia legte sich zu seinen Vtern und sein Sohn Manasse 
ward Knig an seiner Statt.
2KI 21:1 Zwlf Jahre war Manasse alt, als er Knig ward, und 
fnfundzwanzig Jahre regierte er zu Jerusalem. Seine Mutter aber hie 
Hephziba.
2KI 21:2 Und er that was Jahwe mifiel, und ahmte die Greuel der Vlker 
nach, die Jahwe vor den Israeliten ausgetrieben hatte.
2KI 21:3 Und er baute die Hhen wieder auf, die sein Vater Hiskia zerstrt 
hatte, errichtete Altre fr den Baal und fertigte eine Aschera, wie Ahab, 
der Knig von Israel, gethan hatte, und betete das ganze Heer des Himmels 
an und diente ihnen.
2KI 21:4 Solche Altre erbaute er im Tempel Jahwes, von welchem doch Jahwe 
gesagt hatte: Jerusalem will ich zum Sitze meines Namens machen.
2KI 21:5 Auch erbaute er in den beiden Vorhfen des Tempels Jahwes Altre 
fr das ganze Heer des Himmels.
2KI 21:6 Er lie seinen Sohn durchs Feuer gehen, trieb Zauberei und 
Wahrsagerei und bestellte Totenbeschwrer und Zeichendeuter; er hat vieles 
gethan, was Jahwe mifiel, um ihn zum Zorne zu reizen.
2KI 21:7 Und er stellte das Bild der Aschera, das er angefertigt hatte, in 
den Tempel, von welchem doch Jahwe zu David und zu dessen Sohne Salomo 
gesagt hatte: Diesen Tempel und Jerusalem, das ich aus allen Stmmen 
Israels erwhlt habe, will ich zum Sitze meines Namens machen fr ewige 
Zeiten.
2KI 21:8 Und ich will den Fu Israels nicht mehr flchtig werden lassen, 
da sie weichen mten von dem Boden, den ich ihren Vtern verliehen habe, 
vorausgesetzt, da sie darauf bedacht sind, ganz so zu thun, wie ich ihnen 
geboten habe, nmlich ganz nach dem Gesetze, das ihnen mein Knecht Mose 
anbefohlen hat.
2KI 21:9 Aber sie gehorchten nicht, und Manasse verfhrte sie dazu, Bses 
zu thun, schlimmer, als die Vlker, die Jahwe vor den Israeliten vertilgt 
hatte.
2KI 21:10 Da redete Jahwe durch seine Knechte, die Propheten, also:
2KI 21:11 Darum, da Manasse, der Knig von Juda, diese Greuel verbt hat, 
die schlimmer sind als alles, was die Amoriter gethan haben, die vor ihm 
gewesen sind, und auch Juda mit seinen Gtzen zur Snde verfhrt hat,
2KI 21:12 darum spricht Jahwe, der Gott Israels, also: Ich will Unglck 
ber Jerusalem und Juda bringen, da allen, die davon hren werden, beide 
Ohren gellen sollen.
2KI 21:13 Ja, ich will ber Jerusalem die Meschnur ziehen, wie ber 
Samaria, und die Setzwage anlegen, wie beim Hause Ahabs, und will 
Jerusalem abwischen, wie man eine Schssel rein abwischt und nach dem 
Wischen umstrzt.
2KI 21:14 Und ich will den berrest meines Eigentums verstoen und sie in 
die Gewalt ihrer Feinde geben. da sie allen ihren Feinden zum Raub und 
zur Beute werden sollen,
2KI 21:15 darum, da sie gethan haben, was mir mifllt, und mich 
bestndig zum Zorne reizten, von dem Tage an, an welchem ihre Vter aus 
gypten wegzogen, bis auf den heutigen Tag.
2KI 21:16 Dazu vergo Manasse sehr viel unschuldiges Blut, bis er 
Jerusalem bis oben an damit erfllt hatte, abgesehen von seiner 
Versndigung, da er Juda verfhrte, zu thun, was Jahwe mifiel.
2KI 21:17 Was aber sonst noch von Manasse zu sagen ist und alles, was er 
ausgefhrt hat, und seine Snde, die er begangen, das ist ja aufgezeichnet 
im Buche der Geschichte der Knige von Juda.
2KI 21:18 Und Manasse legte sich zu seinen Vtern und wurde in seinem 
Begrbnis im Garten Ussas begraben. Und sein Sohn Amon ward Knig an 
seiner Statt.
2KI 21:19 Zweiundzwanzig Jahre war Amon alt, als er Knig ward, und zwei 
Jahre regierte er zu Jerusalem. Seine Mutter aber hie Mesullemeth, die 
Tochter des Haruz, und stammte aus Jotba.
2KI 21:20 Und er that, was Jahwe mifiel, gleichwie sein Vater Manasse 
gethan hatte,
2KI 21:21 und wandelte durchaus auf dem Wege, den sein Vater gewandelt 
hatte, und diente den Gtzen, denen sein Vater gedient hatte, und betete 
sie an
2KI 21:22 und ward abtrnnig von Jahwe, dem Gotte seiner Vter, und 
wandelte nicht auf dem Wege Jahwes.
2KI 21:23 Und die Diener Amons verschworen sich wider ihn und tteten den 
Knig in seinem Palaste.
2KI 21:24 Die Landbevlkerung aber erschlug alle, die sich wider den Knig 
Amon verschworen hatten; sodann machten sie seinen Sohn Josia an seiner 
Statt zum Knige.
2KI 21:25 Was aber sonst noch von Amon zu sagen ist und alles, was er 
ausgefhrt hat, das ist ja aufgezeichnet im Buche der Geschichte der 
Knige von Juda.
2KI 21:26 Und man begrub ihn im Begrnisse seines Vaters im Garten Tssas, 
und sein Sohn Josia ward Knig an seiner Statt.
2KI 22:1 Acht Jahre war Josia alt, als er Knig ward, und einunddreiig 
Jahre regierte er zu Jerusalem. Seine Mutter aber hie Jedida, die Tochter 
Adajas, und stammte aus Bozkath.
2KI 22:2 Und er that, was Jahwe wohlgefiel und wandelte durchaus auf dem 
Wege seines Ahnherrn David und wich nicht ab, weder zur Rechten noch zur 
Linken.
2KI 22:3 Im achtzehnten Jahre des Knigs Josia aber, im achten Monate, 
sandte der Knig den Staatsschreiber Saphan, den Sohn Azaljas, des Sohnes 
Mesullams, in den Tempel Jahwes, indem er ihm befahl:
2KI 22:4 Gehe hinauf zum Hohenpriester Hiskia und versiegle das Geld, das 
zum Tempel Jahwes gebracht worden ist, das die Schwellenhter vom Volk 
eingesammelt haben,
2KI 22:5 damit man es den Werkmeistern bergebe, die am Tempel Jahwes 
bestellt sind, damit man es den Arbeitern gebe, die am Tempel Jahwes 
beschftigt sind, das, was am Tempel baufllig ist, zu bessern,
2KI 22:6 nmlich den Zimmerleuten und den Bauleuten und Maurern, sowie zum 
Ankaufe von Bauholz und behauenen Steinen, den Tempel auszubessern;
2KI 22:7 doch soll in betreff des Geldes, das man ihnen bergiebt, nicht 
mit ihnen abgerechnet werden, sondern auf Treu und Glauben handeln sie.
2KI 22:8 Da sprach der Hohepriester Hilkia zum Staatsschreiber Saphan: Ich 
habe im Tempel Jahwes das Gesetzbuch gefunden. Und Hilkia bergab Saphan 
das Buch; der las es.
2KI 22:9 Darauf begab sich Saphan, der Staatsschreiber, zum Knig und 
erstattet dem Knige Bericht, indem er sprach: Deine Diener haben das Geld 
ausgeschttet, das sich im Tempel vorfand, und haben es den Werkmeistern 
bergeben, die am Tempel Jahwes bestellt sind.
2KI 22:10 Sodann berichtete Saphan, der Staatsschreiber, dem Knige: Der 
Priester Hilkia hat mir ein Buch gegeben. Und Saphan las es dem Knige vor.
2KI 22:11 Als aber der Knig die Worte des Gesetzbuchs vernahm, zerri er 
seine Kleider.
2KI 22:12 Sodann gebot der Knig dem Priester Hilkia und Ahikam, dem Sohne 
Saphans, und Achbor, dem Sohne Michajas, und Saphan, dem Staatsschreiber, 
und Asaja, dem Leibdiener des Knigs, Folgendes:
2KI 22:13 Geht hin und befragt Jahwe fr mich und fr das Volk und ganz 
Juda in betreff dieses Buchs, das aufgefunden ward; denn gro ist der 
Grimm Jahwes, der gegen uns entbrannt ist, weil unsere Vter den Worten 
dieses Buchs nicht gehorcht haben, da sie genau dem Folge geleistet 
htten, was darin geschrieben steht.
2KI 22:14 Da begab sich der Priester Hilkia mit Ahikam, Achbor, Saphan und 
Asaja zur Prophetin Hulda, dem Weibe Sallums, des Kleiderhters, des 
Sohnes Thikwas, des Sohnes Harhas'; die wohnte zu Jerusalem im zweiten 
Bezirk, und sie redeten mit ihr.
2KI 22:15 Da sprach sie zu ihnen: So spricht Jahwe, der Gott Israels: Sagt 
dem Manne, der euch zu mir gesandt hat:
2KI 22:16 So spricht Jahwe: Frwahr, ich will Unglck ber diesen Ort und 
seine Bewohner bringen, alle Drohungen des Buches, das der Knig von Juda 
gelesen hat;
2KI 22:17 darum, da sie mich verlassen und anderen Gttern geruchert 
haben, auf da sie mich mit all' dem Machwerk ihrer Hnde zum Zorne 
reizten, und mein Grimm soll entbrennen wider diesen Ort und nicht 
erlschen.
2KI 22:18 Zu dem Knige von Juda aber, der euch gesandt hat, Jahwe zu 
befragen, sollt ihr also sprechen: So spricht Jahwe, der Gott Israels.
2KI 22:19 Weil dein Herz erweicht ward durch die Worte, die du gehrt 
hast, und du dich vor Jahwe gedemtigt hast, als du hrtest, was ich wider 
diesen Ort und seine Bewohner geredet habe, da sie ein Gegenstand des 
Entsetzens und des Fluchs werden sollen, und hast deine Kleider zerrissen 
und vor mir geweint, so habe auch ich Gehr geschenkt, ist der Spruch 
Jahwes.
2KI 22:20 So will ich dich denn zu deinen Vtern versammeln, da du 
unbehelligt in deine Grabsttte eingebracht werdest, und deine Augen nicht 
ansehen mssen all' das Unglck, das ich ber diesen Ort bringen werde! 
Und sie erstatteten dem Knige Bericht.
2KI 23:1 Darauf sandte der Knig Boten aus, und sie versamelten zu ihm 
alle Vornehmen von Juda und Jerusalem.
2KI 23:2 Und der Knig ging hinauf zum Tempel Jahwes und alle Mnner von 
Juda und alle Bewohner Jerusalems mit ihm, sowie die Priester und die 
Propheten und das ganze Volk, so klein wie gro; und man las vor ihren 
Ohren alle Worte des Bundesgesetzbuchs, das im Tempel Jahwes gefunden 
worden war.
2KI 23:3 Sodann trat der Knig an die Sule und bernahm die Verpflichtung 
vor Jahwe, da sie Jahwe nachwandeln und seine Gebote, Zeugnisse und 
Satzungen von ganzem Herzen und von ganzer Seele beobachten wollten, um so 
die Worte dieses Bundesgesetzes, die in diesem Buche geschrieben standen, 
in Kraft treten zu lassen. Und alles Volk trat in den Bund.
2KI 23:4 Hierauf gebot der Knig dem Hohenpriester Hilkia und dem 
zweithchsten Priester und den Schwellenhtern, alle Gerte, die fr den 
Baal und die Aschera und das ganze Heer des Himmels angefertigt waren, aus 
dem Hauptraume des Tempels Jahwes hinauszuschaffen. Und er lie sie 
auerhalb Jerusalems in den Kalkbrennereien am Kidron verbrennen und 
brachte ihren Staub nach Bethel.
2KI 23:5 Auch beseitigte er die Gtzenpriester, welche die Knige von Juda 
eingesetzt, und die dann auf den Hhen in den Stdten Judas und in der 
Umgebung Jerusalems geruchert hatten, sowie die, welche dem Baal, der 
Sonne, dem Monde, den Tierkreisbildern und dem ganzen Heere des Himmels 
rucherten.
2KI 23:6 Und er lie die Aschera aus dem Tempel Jahwes hinaus vor 
Jerusalem ins Thal des Kidron schaffen und verbrannte sie im Thale des 
Kidron, zermalmte sie dann zu Staub und warf den Staub von ihr auf die 
Grber der gemeinen Leute.
2KI 23:7 Ferner brach er die Behausungen der der Unzucht Geweihten ab, die 
sich am Tempel Jahwes befanden, woselbst die Weiber Zelte fr die Aschera 
webten.
2KI 23:8 Und er lie alle Priester aus den Stdten Judas kommen und 
verunreinigte die Opferhhen, woselbst die Priester geruchert hatten, von 
Geba an bis nach Beerseba. Auch brach er die Hhen der Bocksgestalten ab, 
die am Eingange des Thores des Stadthauptmanns Josua standen, welches dem, 
der ins Thor der Stadt eintritt, zur Linken liegt.
2KI 23:9 Doch durften die Hhenpriester nicht zum Altare Jahwes in 
Jerusalem hinansteigen, sondern aen ihren Anteil inmitten ihrer Brder.
2KI 23:10 Auch verunreinigte er die Greuelsttte, die im Thale Ben-Hinnom 
lag, da niemand mehr seinen Sohn oder seine Tochter fr den Melech durchs 
Feuer gehen liee.
2KI 23:11 Ferner beseitigte er die Rosse, welche die Knige von Juda zu 
Ehren der Sonne am Eingange zum Tempel Jahwes hingestellt hatten, nach der 
Zelle des Kmmerers Nethan-Melech zu, die im Parwarim lag; die Wagen der 
Sonne aber verbrannte er.
2KI 23:12 Und die Altre, die sich auf dem Dache des Obergemachs des Ahas 
befanden, welche die Knige von Juda gemacht hatten, und die Altre, die 
Manasse in den beiden Vorhfen des Tempels Jahwes gemacht hatte, brach der 
Knig ab und lief von dannen und warf den Schutt von ihnen ins Kidronthal.
2KI 23:13 Und die Hhen, die stlich von Jerusalem, sdlich vom lberge 
lagen, die Salomo, der Knig von Israel, der Astarte, dem Scheusal der 
Sidonier, und dem Kamos, dem Scheusal der Moabiter, und dem Milkom, dem 
greulichen Gtzen der Ammoniter, errichtet hatte, lie der Knig 
verunreinigen.
2KI 23:14 Auch zertrmmerte er die Malsteine und hieb die Ascheren um und 
fllte ihre Sttte mit Menschengebeinen an.
2KI 23:15 Aber auch den Altar zu Bethel, die Hhe, die Jerobeam, der Sohn 
Nebats, der Israel zur Snde verfhrte, errichtet hatte, - auch diesen 
Altar samt der Hhe brach er ab und verbrannte die Aschera und zermalmte 
sie zu Staub.
2KI 23:16 Als sich nun Josia umwandte und die Grber erblickte, die sich 
dort am Berge befanden, sandte er hin, lie die Gebeine aus den Grbern 
holen, verbrannte sie auf dem Altar und verunreinigte ihn so, nach dem 
Worte Jahwes, das der Gottesmann verkndigt hatte, der diese Dinge 
verkndigte.
2KI 23:17 Da fragte er: Was ist das fr ein Grabmal, das ich da sehe? Die 
Leute der Stadt aber antworteten ihm: Das ist das Grab des Gottesmannes, 
der aus Juda kam und diese Dinge, die du gethan hast, ber den Altar von 
Bethel verkndigte.
2KI 23:18 Da befahl er: Lat ihn! Niemand beunruhige seine Gebeine! Also 
lie man seine Gebeine unversehrt samt den Gebeinen des Propheten, der aus 
der Landschaft Samaria stammte.
2KI 23:19 Dazu beseitigte Josia auch alle die Hhentempel, die sich in den 
Stdten von Samaria befanden, welche die Knige von Israel errichtet 
hatten, Jahwe zum Zorne zu reizen, und verfuhr mit ihnen ganz so, wie er 
zu Bethel gethan hatte.
2KI 23:20 Und alle Hhenpriester, die daselbst waren, schlachtete er auf 
den Altren und verbrannte auf ihnen Menschengebeine. Darauf kehrte er 
nach Jerusalem zurck.
2KI 23:21 Und der Knig gebot allem Volk also: Feiert Jahwe, eurem Gotte, 
ein Passah, wie in diesem Bundesgesetzbuche vorgeschrieben ist.
2KI 23:22 Denn es war kein solches Passah gefeiert worden, wie dieses, von 
der Zeit der Richter an, die Israel gerichtet haben, und die ganze Zeit 
der Knige von Israel und der Knige von Juda hindurch;
2KI 23:23 sondern erst im achtzehnten Jahre des Knigs Josia wurde Jahwe 
dieses Passah zu Jerusalem gefeiert.
2KI 23:24 Dazu vertilgte Josia auch die Totenbeschwrer, die 
Zeichendeuter, die Teraphim und die Gtzen und alle die Scheusale, die im 
Lande Juda und in Jerusalem zu sehen waren, damit er die Worte des 
Gesetzes in Kraft treten liee, die in dem Buche, das der Priester Hilkia 
im Tempel Jahwes gefunden hatte, geschrieben standen.
2KI 23:25 Und seinesgleichen hatte es vor ihm keinen Knig gegeben, der 
sich so von ganzem Herzen, von ganzer Seele und aus aller Kraft, genau 
nach dem Gesetze Moses, zu Jahwe bekehrt htte; und auch nach ihm erstand 
seinesgleichen nicht.
2KI 23:26 Doch lie Jahwe nicht ab von seinem heftigen Grimm und Zorn, in 
dem er ber Juda erzrnt war um aller der rgernisse willen, mit denen ihn 
Manasse zum Zorne gereizt hatte.
2KI 23:27 Und Jahwe sprach: Auch Juda will ich aus meiner Gegenwart 
entfernen, gleichwie ich Israel entfernt habe, und will diese Stadt 
verwerfen, die ich erwhlt hatte, nmlich Jerusalem und den Tempel, von 
dem ich verheien, mein Name solle daselbst sein!
2KI 23:28 Was aber sonst noch von Josia zu sagen ist und alles, was er 
ausgefhrt hat, das ist ja aufgezeichnet im Buche der Geschichte der 
Knige von Juda.
2KI 23:29 Zu seiner Zeit zog der Pharao Necho, der Knig von gypten, 
wider den Knig von Assyrien zu Felde an den Euphratstrom. Da zog ihm der 
Knig Josia entgegen; er aber ttete ihn zu Megiddo, sobald er ihn zu 
Gesicht bekommen hatte.
2KI 23:30 Da fuhren ihn seine Diener tot von Megiddo hinweg, brachten ihn 
nach Jerusalem und begruben ihn in seinem Begrbnis. Die Landbevlkerung 
aber nahm Jehoahas, den Sohn Josias, und sie salbten ihn und machten ihn 
zum Knig an seines Vaters Statt.
2KI 23:31 Dreiundzwanzig Jahre war Jehoahas alt, als er Knig ward, und 
drei Monate regierte er zu Jerusalem. Seine Mutter aber hie Hamutal, die 
Tochter Jeremias, und stammte aus Libna.
2KI 23:32 Und er that, was Jahwe mifiel, ganz wie seine Vter gethan 
hatten.
2KI 23:33 Der Pharao Necho aber setze ihn zu Ribla in der Landschaft 
Hamath gefangen, da er nicht Knig blieb zu Jerusalem, und legte dem Land 
eine Geldbue von hundert Talenten Silbers und zehn Talenten Goldes auf.
2KI 23:34 Und der Pharao Necho machte Eljakim, den Sohn Josias, an seines 
Vaters Josia Statt zum Knig und wandelte seinen Namen um in Jojakim. Den 
Jehoahas aber nahm er mit sich, und er gelangte nach gypten und starb 
daselbst.
2KI 23:35 Das Silber aber und das Gold lieferte Jojakim dem Pharao. Er 
mute jedoch das Land einschtzen, um das vom Pharao verlangte Geld zu 
liefern; je nachdem ein jeder geschtzt war, trieb er das Silber und das 
Gold von der Landbevlkerung ein, um es dem Pharao Necho zu liefern.
2KI 23:36 Fnfundzwanzig Jahre war Jojakim alt, als er Knig ward, und elf 
Jahre regierte er zu Jerusalem. Seine Mutter aber hie Sebudda, die 
Tochter Pedajas, und stammte aus Ruma.
2KI 23:37 Und er that, was Jahwe mifiel, ganz wie seine Vter gethan 
hatten.
2KI 24:1 Zu seiner Zeit zog Nebukadnezar, der Knig von Babel, heran, und 
Jojakim ward ihm unterthan drei Jahre lang; dann aber fiel er wieder von 
ihm ab.
2KI 24:2 Da entsandte Jahwe wider ihn die Streifscharen der Chalder und 
die Streifscharen der Edomiter und die Streifscharen der Moabiter und die 
Streifscharen der Ammoniter; die entsandte er wider Juda, da sie es zu 
Grunde richteten, nach dem Worte Jahwes, das er durch seine Knechte, die 
Propheten, geredet hatte.
2KI 24:3 Nur wegen des Zornes Jahwes erging es ber Juda, da er sie aus 
seiner Gegenwart entfernte, um der Snden Manasses willen, gem allem, 
was er gethan hatte;
2KI 24:4 dazu das Blut der Unschuldigen, das er vergossen hatte, so da er 
Jerusalem mit unschuldigem Blut erfllte, - das wollte Jahwe nicht 
vergeben!
2KI 24:5 Was aber sonst noch von Jojakim zu sagen ist und alles, was er 
ausgefhrt hat, das ist ja aufgezeichnet im Buche der Geschichte der 
Knige von Juda.
2KI 24:6 Und Jojakim legte sich zu seinen Vtern, und sein Sohn Jojachin 
ward Knig an seiner Statt.
2KI 24:7 Der Knig von gypten aber zog fortan nicht mehr aus seinem Lande 
aus, denn der Knig von Babel hatte vom Bach gyptens an bis zum 
Euphratstrom alles erobert, was dem Knige von gypten gehrt hatte.
2KI 24:8 Achtzehn Jahre war Jojachin alt, als er Knig ward, und drei 
Monate regierte er zu Jerusalem. Seine Mutter aber hie Nehustha, die 
Tochter Elnathans, und stammte aus Jerusalem.
2KI 24:9 Und er that, was Jahwe mifiel, ganz wie sein Vater gethan hatte.
2KI 24:10 Zu jener Zeit zogen die Diener Nebukadnezars, des Knigs von 
Babel, gegen Jerusalem heran, und die Stadt geriet in Belagerung.
2KI 24:11 Als nun Nebukadnezar, der Knig von Babel, die Stadt angriff, 
whrend seine Diener sie belagerten,
2KI 24:12 begab sich Jojachin, der Knig von Juda, zum Knige von Babel 
hinaus, er und seine Mutter und seine Diener, sein Obersten und seine 
Kmmerer. Und so nahm ihn der Knig von Babel im achten Jahre seines 
Knigtums gefangen.
2KI 24:13 Und er fhrte alle Schtze des Tempels Jahwes und die Schtze 
des kniglichen Palastes von dort hinweg und zerschlug alle die goldenen 
Gefe, die Salomo, der Knig von Israel, fr den Tempel Jahwes 
angefertigt, wie Jahwe gedroht hatte.
2KI 24:14 Ganz Jerusalem aber und alle Obersten und alle wehrfhigen 
Mnner, zehntausend an der Zahl, fhrte er fort als Gefangene, dazu alle 
Schmiede und Schlosser; nichts blieb zurck auer den geringen Leuten der 
Landbevlkerung.
2KI 24:15 Und er fhrte den Jojachin hinweg nach Babel; auch die Mutter 
des Knigs, sowie die Frauen des Knigs und seine Kmmerer und die 
Vornehmen des Landes fhrte er als Gefangene von Jerusalem fort nach Babel.
2KI 24:16 Dazu alle wehrfhigen Leute, siebentausend an der Zahl, und die 
Schmiede und Schlosser, tausend an der Zahl, lauter kriegstchtige Mnner, 
- die brachte der Knig von Babel als Gefangene nach Babel.
2KI 24:17 Und der Knig von Babel machte seinen Oheim Matthanja an seiner 
Statt zum Knig und wandelte seinen Namen um in Zedekia.
2KI 24:18 Einundzwanzig Jahre war Zedekia alt, als er Knig ward, und elf 
Jahre regierte er zu Jerusalem. Seine Mutter aber hie Hamutal, die 
Tochter Jeremias, und stammte aus Libna.
2KI 24:19 Und er that, was Jahwe mifiel, ganz wie Jojakim gethan hatte.
2KI 24:20 Denn wegen des Zornes Jahwes erging es ber Jerusalem und Juda, 
bis er sie aus seiner Gegenwart verstoen hatte. Zedekia aber ward 
abtrnnig vom Knige von Babel.
2KI 25:1 Da, im neunten Jahre seines Knigtums, im zehnten Monat, am 
zehnten des Monats, rckte Nebukadnezar, der Knig von Babel, mit seiner 
gesamten Heeresmacht gegen die Stadt Jerusalem an und belagerte sie, und 
sie errichteten rings um sie her einen Belagerungswall.
2KI 25:2 Also geriet die Stadt in Belagerung bis zum elften Jahre des 
Knigs Zedekia.
2KI 25:3 Im vierten Monat, am neunten des Monats, als die Hungersnot in 
der Stadt berhand genommen und die Landbevlkerung nichts mehr zu essen 
hatte,
2KI 25:4 da wurde Bresche in die Stadt gelegt; und der Knig und alle 
Krieger flohen des Nachts durch das Thor zwischen den beiden Mauern, das 
am Knigsgarten liegt, whrend die Chalder rings um die Stadt lagen, und 
zogen weiter in der Richtung nach der Steppe.
2KI 25:5 Aber die Truppen der Chalder jagten dem Knige nach, und sie 
holten ihn ein in den Steppen von Jericho, nachdem ihn alle seine Truppen 
verlassen und sich zerstreut hatten.
2KI 25:6 Und sie ergriffen den Knig und fhrten ihn zum Knige von Babel 
nach Ribla; der sprach ihm das Urteil.
2KI 25:7 Die Shne Zedekias schlachtete man vor seinen Augen; Zedekia aber 
lie er blenden und in Ketten legen. Sodann brachten sie ihn nach Babel.
2KI 25:8 Im fnften Monat aber, am siebenten des Monats - das ist das 
neunzehnte Jahr des Knigtums Nebukadnezars, des Knigs von Babel, - kam 
Nebusar-Adan, der Oberste der Leibwchter, des Knigs von Babel vertrauter 
Diener, nach Jerusalem
2KI 25:9 und verbrannte den Tempel Jahwes und den kniglichen Palast und 
alle Huser Jerusalems und alle groen Huser verbrannte er mit Feuer.
2KI 25:10 Die Mauern rings um Jerusalem aber wurden von smtlichen Truppen 
der Chalder, die bei dem Obersten der Leibwchter waren, niedergerissen.
2KI 25:11 Und den Rest des Volks, die in der Stadt brig Gebliebenen, und 
die berlufer, die zum Knige von Babel bergelaufen waren, und den Rest 
der Landbevlkerung fhrte Nebusar-Adan, der Oberste der Leibwchter, 
hinweg nach Babel.
2KI 25:12 Von den geringen Leuten im Land aber lie der Oberste der 
Leibwchter etliche als Winzer und als Ackerleute zurck.
2KI 25:13 Aber die ehernen Sulen, welche am Tempel Jahwes waren, und die 
Gesthle und das eherne Meer, die im Tempel Jahwes waren, zerbrachen die 
Chalder und nahmen das Erz von denselben mit nach Babel.
2KI 25:14 Und die Tpfe, Schaufeln, Messer, Schalen und alle die ehernen 
Gefe, mit denen man den Dienst verrichtete, nahmen sie weg.
2KI 25:15 Auch die Kohlenpfannen und die Sprengschalen, was nur von purem 
Gold und Silber war, nahm der Oberste der Leibwchter weg.
2KI 25:16 Die Sulen, zwei an der Zahl, das eine Meer und die Gesthle, 
die Salomo fr den Tempel Jahwes angefertigt hatte, - das Erz aller dieser 
Gerte war nicht zu wgen.
2KI 25:17 Achtzehn Ellen betrug die Hhe der einen Sule, und oben auf ihr 
befand sich ein Knauf von Erz, und die Hhe des Knaufs betrug fnf Ellen, 
und ein Gitter und Granatpfel waren ringsum an dem Knauf, alles von Erz; 
und eben solche hatte die zweite Sule. Es waren aber der Granatpfel 
sechsundneunzig luftwrts; aller Granatpfel waren hundert ringsum an dem 
Gitter.
2KI 25:18 Und der Oberste der Leibwchter nahm den Oberpriester Seraja und 
den zweithchsten Priester Zephanja und die drei Schwellenhter.
2KI 25:19 Und aus der Stadt nahm er einen Kmmerer, welcher Befehlshaber 
ber die Kriegsleute war, und fnf Mnner aus der stndigen Umgebung des 
Knigs, die in der Stadt vorgefunden wurden, und den Schreiber des 
Feldhauptmanns, der die Landbevlkerung zum Kriegsdienst aushob, und 
sechzig Mann von der Landbevlkerung, die in der Stadt vorgefunden wurden.
2KI 25:20 Die also nahm Nebusar-Adan, der Oberste der Leibwchter, und 
brachte sie zum Knige von Babel nach Ribla.
2KI 25:21 Der Knig von Babel aber lie sie zu Ribla in der Landschaft 
Hamath hinrichten. Also ward Juda von seinem Boden hinweggefhrt.
2KI 25:22 ber diejenigen aber, die im Lande Juda zurckgeblieben waren, 
die Nebukadnezar, der Knig von Babel, brig gelassen hatte, setzte er 
Gedalja, den Sohn Ahikams, des Sohnes Saphans.
2KI 25:23 Als nun alle Heeresobersten samt den Kriegsleuten vernahmen, da 
der Knig von Babel den Gedalja eingesetzt habe, begaben sie sich zu 
Gedalja nach Mizpa, nmlich Ismael, der Sohn Nethanjas, und Johanan, der 
Sohn Kareahs, und Seraja, der Sohn Thanhumets, aus Netopha, und Jaasanja, 
der Sohn des Maachathiters, samt ihren Leuten.
2KI 25:24 Und Gedalja schwur ihnen und ihren Leuten und sprach zu ihnen: 
Frchtet euch nicht vor den Chaldern; bleibt im Land und seid dem Knige 
von Babel unterthan, so soll es euch wohl ergehen!
2KI 25:25 Aber im siebenten Monat erschien Ismael, der Sohn Nethanjas, des 
Sohnes Elisamas, aus kniglichem Geschlecht, und mit ihm zehn Mnner; und 
sie ermordeten Gedalja und die Juden und Chalder, die zu Mizpa bei ihm 
waren.
2KI 25:26 Da brach alles Volk vom Kleinsten bis zum Grten samt den 
Heeresobersten auf und begab sich nach gypten; denn sie frchteten sich 
vor den Chaldern.
2KI 25:27 Und im siebenunddreiigsten Jahre der Wegfhrung Jojachins, des 
Knigs von Juda, im zwlften Monat, am siebenundzwanzigsten des Monats, 
begnadigte Ewil-Merodach, der Knig von Babel, - in dem Jahre, in welchem 
er Knig ward - Jojachin, den Knig von Juda, und befreite ihn aus dem 
Kerker;
2KI 25:28 und er redete freundlich mit ihm und wies ihm seinen Sitz an 
ber den anderen Knigen, die bei ihm in Babel waren.
2KI 25:29 Und er legte seine Gefngniskleider ab und speiste bestndig in 
seiner Gegenwart, so lange er lebte.
2KI 25:30 Sein Unterhalt aber - stetiger Unterhalt - wurde ihm, so viel er 
tglich bedurfte, sein ganzes Leben lang von seiten des Knigs gewhrt.
1CH 1:1 Adam, Seth, Enos.
1CH 1:2 Kenan, Mahalalel, Jared.
1CH 1:3 Henoch, Methusalah, Lamech.
1CH 1:4 Noah, Sem, Ham und Japhet.
1CH 1:5 Die Shne Japhets waren: Gomer, Magog, Madai, Javan, Tubal, Mesech 
und Tiras.
1CH 1:6 Und die Shne Gomers: Askenas, Riphath und Togarma.
1CH 1:7 Und die Shne Javans: Elisa, Tarsis, die Kittiter und die 
Rodaniter.
1CH 1:8 Die Shne Hams waren: Kusch, Mizraim, Put und Kanaan.
1CH 1:9 Und die Shne Kuschs: Seba, Havila, Sabta, Raema und Sabtecha, und 
die Shne Raemas Saba und Dedan.
1CH 1:10 Und Kusch erzeugte den Nimrod; dieser fing an, ein Gewaltiger zu 
werden auf der Erde.
1CH 1:11 Und Mizraim erzeugte die Luditer, die Anamiter, die Lehabiter, 
die Naphtuhiter,
1CH 1:12 die Patrusiter, die Kasluhiter, von denen die Philister 
ausgegangen sind, und die Kaphtoriter.
1CH 1:13 Kanaan aber erzeugte Zidon, seinen Erstgeborenen, und Heth
1CH 1:14 und die Jebusiter, Amoriter, Girgasiter,
1CH 1:15 Heviter, Arkiter, Siniter,
1CH 1:16 Arvaditer, Zemariter und Hamathiter.
1CH 1:17 Die Shne Sems waren: Elam, Assur, Arpachsad, Lud, Aram, Hul, 
Gether und Mas.
1CH 1:18 Arpachsad aber erzeugte Selah, und Selah erzeugte Eber.
1CH 1:19 Und dem Eber wurden zwei Shne geboren; der eine hie Peleg, weil 
sich zu seiner Zeit die Bevlkerung der Erde zerteilte, und sein Bruder 
hie Joktan.
1CH 1:20 Und Joktan erzeugte Almodad, Saleph, Hazarmaweth, Jarah,
1CH 1:21 Hadoram, Usal, Dikla,
1CH 1:22 Ebal, Abimael, Saba,
1CH 1:23 Ophir, Havila und Jobab: diese alle sind Shne Joktans.
1CH 1:24 Sem, Arpachsad, Selah,
1CH 1:25 Eber, Peleg, Reu,
1CH 1:26 Serug, Nahor, Tharah,
1CH 1:27 Abram, das ist Abraham.
1CH 1:28 Die Shne Abrahams waren Isaak und Ismael.
1CH 1:29 Dies ist ihr Stammbaum: der Erstgeborene Ismaels Nebajoth; Kedar, 
Adbeel, Mibsam,
1CH 1:30 Misma, Duma, Massa, Hadad, Thema,
1CH 1:31 Jetur, Naphis und Kedma: das sind die Shne Ismaels.
1CH 1:32 Und die Shne Keturas, des Kebsweibes Abrahams: sie gebar ihm 
Simran, Joksan, Medan, Midian, Jisbak und Suah, und die Shne Joksans 
waren Seba und Dedan.
1CH 1:33 Und die Shne Midians: Epha, Epher, Hanoch, Abida und Eldaa. 
Diese alle stammen von Ketura.
1CH 1:34 Und Abraham erzeugte Isaak; die Shne Isaaks waren Esau und 
Israel.
1CH 1:35 Die Shne Esaus waren: Eliphas, Reguel, Jehus, Jaelam und Korah.
1CH 1:36 Die Shne Eliphas waren: Theman, Omar, Zephi, Gaetham, Kenas, 
Thimna und Amalek.
1CH 1:37 Die Shne Reguels waren: Nahath, Serah, Samma und Missa.
1CH 1:38 Und die Shne Seirs: Lotan, Sobal, Zibeon, Ana, Dison, Ezer und 
Disan.
1CH 1:39 Und die Shne Lotans: Hori und Homam; und die Schwester Lotans 
war Thimna.
1CH 1:40 Die Shne Sobals waren: Aljan, Manahath, Ebal, Sephi und Onam. 
Und die Shne Zibeons Ajja und Ana.
1CH 1:41 Die Shne Anas waren: Dison. Und die Shne Disons: Hamran, Esban, 
Jithran und Keran.
1CH 1:42 Die Shne Ezers waren: Bilhan, Sawan und Jaakan. Die Shne Disans 
waren: Uz und Aram.
1CH 1:43 Und dies sind die Knige, die im Lande Edom geherrscht haben, 
bevor es einen Knig der Israeliten gab: Bela, der Sohn Beors, und seine 
Residenz hie Dinhaba.
1CH 1:44 Als Bela gestorben war, wurde Jobab, der Sohn Serahs, aus Bosra 
Knig an seiner Statt.
1CH 1:45 Als Jobab gestorben war, wurde Husam aus dem Lande der Themaniter 
Knig an seiner Statt.
1CH 1:46 Als Husam gestorben war, wurde Hadad, der Sohn Bedads, Knig an 
seiner Statt, derselbe, der die Midianiter auf der Hochebene von Moab 
schlug; und seine Residenz hie Awith.
1CH 1:47 Als Hadad gestorben war, wurde Samla aus Masreka Knig an seiner 
Statt.
1CH 1:48 Als Samla gestorben war, wurde Saul aus Rehoboth am Euphratstrome 
Knig an seiner Statt.
1CH 1:49 Als Saul gestorben war, wurde Baal-hanan, der Sohn Achbors, Knig 
an seiner Statt.
1CH 1:50 Als Baal-hanan gestorben war, wurde Hadad Knig an seiner Statt; 
seine Residenz aber hie Pagi und sein Weib Mehetabeel, die Tochter 
Matreds, der Tochter Mesahabs.
1CH 1:51 Und Hadad starb; und die Huptlinge von Edom waren: der Huptling 
Thimna, der Huptling Alwa, der Huptling Jetheth,
1CH 1:52 der Huptling Oholibama, der Huptling Ela, der Huptling Pinon,
1CH 1:53 der Huptling Kenas, der Huptling Theman, der Huptling Mibzar,
1CH 1:54 der Huptling Magdiel, der Huptling Iran. Das sind die 
Huptlinge von Edom.
1CH 2:1 Dies sind die Shne Israels: Ruben, Simeon, Levi und Juda, 
Issachar und Sebulon,
1CH 2:2 Dan Joseph und Benjamin, Naphthali, Gad und Asser.
1CH 2:3 Die Shne Judas waren: Ger, Onan und Sela, drei, die ihm von der 
Tochter Suas, der Kanaaniterin, geboren wurden. Es machte sich aber Ger, 
der Erstgeborene Judas, Jahwe mifllig; daher lie er ihn sterben.
1CH 2:4 Seine Schwiegertochter Thamar gebar ihm Perez und Serah. Die 
Gesamtzahl der Shne Judas war fnf.
1CH 2:5 Die Shne Perez waren: Hezron und Hamul.
1CH 2:6 Und die Shne Serahs: Simri, Ethan, Heman, Chalkol und Dara, 
zusammen fnf.
1CH 2:7 Und die Shne Karmis: Achar, der Israel ins Unglck strzte, indem 
er sich treulos am Geweihten vergriff.
1CH 2:8 Und die Shne Ethans: Asarja.
1CH 2:9 Und die Shne Hezrons, die ihm geboren wurden: Jerahmeel, Ram und 
Kelubai.
1CH 2:10 Ram aber erzeugte Amminadab, und Amminadab erzeugte Nahesson, den 
Frsten der Juder;
1CH 2:11 Nahesson erzeugte Salma, Salma erzeugte Boas,
1CH 2:12 Boas erzeugte Obed, Obed erzeugte Isai.
1CH 2:13 Und Isai erzeugte Eliab, seinen Erstgeborenen, und Abinadab als 
zweiten, Simea als dritten,
1CH 2:14 Nethaneel als vierten, Raddai als fnften,
1CH 2:15 Ozem als sechsten, David als siebenten.
1CH 2:16 Und ihre Schwestern waren: Zeruja und Abigail; und die Shne 
Zerujas waren Absai, Joab und Asahel, zusammen drei.
1CH 2:17 Abigail aber gebar Amasa, und der Vater Amasas war der Ismaelit 
Jether.
1CH 2:18 Kaleb aber, der Sohn Hezrons, erzeugte Kinder mit Asuba und mit 
Jerioth; und dies sind deren Shne: Jeser, Sobab und Ardon.
1CH 2:19 Und als Asuba gestorben war, heiratete Kaleb die Ephrath; die 
gebar ihm Hur.
1CH 2:20 Hur aber erzeugte Uri und Uri erzeugte Bezaleel.
1CH 2:21 Darnach verband sich Hezron mit der Tochter Machirs, des Vaters 
Gileads, und nahm sie zum Weibe, als er sechzig Jahre alt war; die gebar 
ihm Segub.
1CH 2:22 und Segub erzeugte Jair; der besa dreiundzwanzig Stdte im Lande 
Gilead.
1CH 2:23 Aber die Gesuriter und Aramer nahmen ihnen die Zeltdrfer Jairs, 
Kenath und die zugehrigen Ortschaften, zusammen sechzig Stdte. Diese 
alle waren Shne Machirs, des Vaters Gileads.
1CH 2:24 Und nach dem Tode Hezrons kam Kaleb nach Ephrath. Und das Weib 
Hezrons war Abia; die gebar ihm Ashur, den Vater Thekoas.
1CH 2:25 und die Shne Jerahmeels, des Erstgeborenen Hezrons, waren: Ram, 
der Erstgeborene, und Buna, Oren, Ozem, Ahia.
1CH 2:26 Und Jerahmeel hatte noch ein anderes Weib, die hie Atara; diese 
war die Mutter Onams.
1CH 2:27 Und die Shne Rams, des Erstgeborenen Jerahmeels, waren: Maaz, 
Jamin und Eker.
1CH 2:28 Und die Shne Onams waren: Sammai und Jada, und die Shne 
Sammais: Nadab und Abisur.
1CH 2:29 Das Weib Abisurs aber hie Abihail; die gebar ihm Achban und 
Molid.
1CH 2:30 Und die Shne Nadabs waren: Seled und Appaim; Seled aber starb 
kinderlos.
1CH 2:31 Und die Shne Appaims waren: Jisei; und die Shne Jiseis: Sesan; 
und die Shne Sesans: Ahelai.
1CH 2:32 Und die Shne Jadas, des Bruders Sammais, waren: Jether und 
Jonathan; Jether aber starb kinderlos.
1CH 2:33 Und die Shne Jonathans waren: Peleth und Sasa. Das waren die 
Shne Jerahmeels.
1CH 2:34 Und Sesan hatte keine Shne, sondern nur Tchter. Es besa aber 
Sesan einen gyptischen Sklaven, der hie Jarha.
1CH 2:35 Und Sesan gab seinem Sklaven Jarha seine Tochter zum Weibe; die 
gebar ihm Attai.
1CH 2:36 Attai erzeugte Nathan, Nathan erzeugte Sabad,
1CH 2:37 Sabad erzeugte Ephlal, Ephlal erzeugte Obed,
1CH 2:38 Obed erzeugte Jehu, Jehu erzeugte Asarja,
1CH 2:39 Asarja erzeugte Helez, Helez erzeugte Eleasa,
1CH 2:40 Eleasa erzeugte Sisemai, Sisemai erzeugte Sallum,
1CH 2:41 Sallum erzeugte Jekamja, Jekamja erzeugte Elisama.
1CH 2:42 Und die Shne Kalebs, des Bruders Jerahmeels, waren: Mesa, sein 
Erstgeborener, das ist der Vater von Siph, und die Bewohner Maresas, des 
Vaters von Hebron.
1CH 2:43 Und die Shne Hebrons waren: Korah, Thappuah, Rekem und Sema.
1CH 2:44 Sema erzeugte Raham, den Vater Jorkeams, und Rekem erzeugte 
Sammai.
1CH 2:45 Der Sohn Sammais aber war Maon, und Maon war der Vater von Beth-
Zur.
1CH 2:46 Und Epha, das Kebsweib Kalebs, gebar Haran, Moza und Gases; Haran 
aber erzeugte Gases.
1CH 2:47 Und die Shne Jehdais waren: Regem, Jotham, Gesan, Pelet, Epha 
und Saaph.
1CH 2:48 Maacha, das Kebsweib Kalebs, gebar Seber und Thirhena.
1CH 2:49 Und sie gebar auch Saaph, Saaph, den Vater Madmannas, Sewa, den 
Vater Machbenas und den Vater Gibeas; und die Tochter Kalebs war Achsa.
1CH 2:50 Dies sind die Shne Kalebs: die Shne Hurs, des Erstgeborenen von 
Ephratha, waren: Sobal, der Vater von Kirjath-Jearim,
1CH 2:51 Salma, der Vater von Bethlehem, Hareph, der Vater von Beth-Gader.
1CH 2:52 Und Sobal, der Vater von Kirjath-Jearim, hatte zu Shnen: Haroe, 
halb Menuhoth
1CH 2:53 und die Geschlechter von Kirjath-Jearim, sowie die Jithriter, die 
Puthiter, die Sumathiter und die Misraiter. Von diesen gingen aus die 
Zoreathiter und die Esthaoliter.
1CH 2:54 Die Shne Salmas sind: Bethlehem und Netophathiter, Ataroth, Beth-
Joab und die Hlfte der Manahthiter, das ist der Zoreiter,
1CH 2:55 und die Geschlechter der Schriftgelehrten, die Jabez bewohnen, 
die Thireathiter, die Simeathiter und die Suchathiter. Das sind die 
Kiniter, die von Hammath, dem Stammvater des Hauses Rechabs, abstammen.
1CH 3:1 Und dies waren die Shne Davids, die ihm in Hebron geboren wurden: 
der Erstgeborene Ammon, von Ahinoam aus Jesreel; der zweite Daniel, von 
Abigail aus Karmel;
1CH 3:2 der dritte Absalom, der Sohn Maachas, der Tochter des Knigs 
Thalmai von Gesur; der vierte Adonia, der Sohn Haggiths;
1CH 3:3 der fnfte Sephatja, von Abital; der sechste Jithream, von seinem 
Weibe Egla.
1CH 3:4 Secha wurden ihm in Hebron geboren; dort regierte er sieben Jahre 
und sechs Monate und dreiunddreiig Jahre regierte er in Jerusalem.
1CH 3:5 Diese aber wurden ihm in Jerusalem geboren: Simea, Sobab, Nathan 
und Salomo, zusammen vier, von Bath-Sua, der Tochter Ammiels;
1CH 3:6 ferner Jibhar, Elisama, Eliphelet,
1CH 3:7 Nogah, Nepheg, Japhia,
1CH 3:8 Elisama, Eljada, Eliphelet, zusammen neun.
1CH 3:9 Das sind smtliche Shne Davids, abgesehen von den Shnen von 
Kebsweibern. Und Thamar war ihre Schwester.
1CH 3:10 Und Salomos Sohn war Rehabeam; dessen Sohn war Abia, dessen Sohn 
Asa, dessen Sohn Josaphat,
1CH 3:11 dessen Sohn Joram, dessen Sohn Ahasja, dessen Sohn Joas,
1CH 3:12 dessen Sohn Amazja, dessen Sohn Asarja, dessen Sohn Jotam,
1CH 3:13 dessen Sohn Ahas, dessen Sohn Hiskia, dessen Sohn Manasse,
1CH 3:14 dessen Sohn Amon, dessen Sohn Josia.
1CH 3:15 Und die Shne Josias waren: der Erstgeborene Johanan, der zweite 
Jojakim, der dritte Zedekia, der vierte Sallum.
1CH 3:16 Und die Shne Jojakims waren: sein Sohn Jechonja; dessen Sohn war 
Zedekia.
1CH 3:17 Und die Shne Jechonjas, des Gefangenen, waren: sein Sohn 
Sealthiel,
1CH 3:18 Malchiram, Pedaja, Seneazzar, Jekamja, Hosama und Nedabja.
1CH 3:19 Die Shne Pedajas waren: Serubabel und Simei, und die Shne 
Serubabels: Mesullam und Hananja; deren Schwester war Selomith.
1CH 3:20 Ferner Hasuba, Ohel, Berechja, Hasadja, Jusab-Hesed, zusammen 
fnf.
1CH 3:21 Die Shne Hananjas waren: Pelatja und Jesaja; die Shne Rephajas, 
die Shne Arnans, die Shne Obadjas, die Shne Sechanjas.
1CH 3:22 Die Shne Sechanjas waren: Semaja, und die Shne Semajas: Hattus, 
Jigeal, Bariah, Nearja, Saphat, zusammen sechs.
1CH 3:23 Die Shne Nearjas waren: Eljoenai, Hiskia, Asrikam, zusammen drei.
1CH 3:24 Die Shne Eljoenais aber waren: Hodawja, Eljasib, Pelaja, Akkub, 
Johanan, Delaja, Anani, zusammen sieben.
1CH 4:1 Die Shne Judas waren: Perez, Hezron, Kelubai, Hur und Sobal.
1CH 4:2 Reaja aber, der Sohn Sobals, erzeugte Jahath; Jahath erzeugte 
Ahumai und Lahad. Das sind die Geschlechter der Zoreathiter.
1CH 4:3 Und dies sind die Shne Etams: Jesreel, Jisma, Jidhas; und ihre 
Schwester hie Hazelelponi.
1CH 4:4 Ferner Penuel, der Vater Gedors, und Eser, der Vater Husas. Das 
sind die Shne Hurs, des Erstgeborenen von Ephratha, dem Vater Bethlehems.
1CH 4:5 Ashur aber, der Vater von Thekoa, hatte zwei Weiber: Helea und 
Naera.
1CH 4:6 Und Naera gebar ihm Ahussam, Hepher, Themni und die Ahasthariter. 
das sind die Shne Naeras.
1CH 4:7 Und die Shne Heleas waren: Zereth, Jizhar und Ethnan.
1CH 4:8 Koz aber erzeugte Anub, Hazobeba und die Geschlechter Aharhels, 
des Sohnes Harums.
1CH 4:9 Jaebez aber war vornehmer als seine Brder; und seine Mutter 
nannte ihn Jaebez, indem sie sprach: Ich habe ihn mit Schmerzen geboren.
1CH 4:10 Und Jaebez rief zum Gott Israels und sprach: Wenn du mich 
segnest, und mein Gebiet erweiterst, und deine Hand mit mir ist, und wenn 
du sorgst, da Unheil fern bleibt, so da mich kein Schmerz trifft, ...Und 
Gott lie seine Bitte in Erfllung gehen.
1CH 4:11 Kelub aber, der Bruder Suhas, erzeugte Mehir; das ist der Vater 
Esthons.
1CH 4:12 Esthon aber erzeugte Beth-Rapha, Paseah und Thehinna, den Vater 
der Stadt Nahas; das sind die Mnner von Recha.
1CH 4:13 Und die Shne Kenas waren: Othniel und Seraja, und die Shne 
Othniels: Hathad.
1CH 4:14 Meonothai aber erzeugte Ophra, und Seraja erzeugte Joab, den 
Vater des Zimmererthals; denn sie waren Zimmerleute.
1CH 4:15 Die Shne Kalebs aber, des Sohnes Jephunnes, waren Ir und Ela und 
Naam, und die Shne Elas und Kenas'.
1CH 4:16 Die Shne Jehalelels waren Siph, Sipha, Thirja und Asareel.
1CH 4:17 Und die Shne Esras waren Jeter, Mered, Epher und Jalon. Und dies 
sind die Shne Bitjas, der Tochter des Pharao, die Mered heiratete: sie 
gebar Mirjam, Sammai und Jisbah, den Vater Esthemoas.
1CH 4:18 Sein jdisches Weib aber gebar Jered, den Vater von Hedor, und 
Heber, den Vater von Socho, Jekuthiel, den Vater von Sanoah
1CH 4:19 Und die Shne des Weibes Hodijas, der Schwester Nahams, waren: 
der Vater von Kegila, der Garmiter, und Esthemoa, Maachathiter.
1CH 4:20 Die Shne Simons waren: Amnon, Rinna, Ben-Hanan und Thilon; und 
die Shne Jiseis Soheth und der Sohn Soheths.
1CH 4:21 Die Shne Selas, des Sohnes Judas, waren: Her, der Vater Lechas, 
Laeda, der Vater Maresas, und die Geschlechter der Baumwollen-Arbeiter von 
Beth-Asbea;
1CH 4:22 ferner Jokim und die Mnner von Koseba und Joas und Saraph, 
welche Moab eroberten; und sie kehrten nach Bethlehem zurck. Doch das 
sind alte Geschichten.
1CH 4:23 Sie waren Tpfer und bewohnten Netaim und Gedera; bei dem Knig, 
in seinem Dienste, wohnten sie daselbst.
1CH 4:24 Die Shne Simeons waren: Nemuel, Jamin, Jarib, Serah, Saul,
1CH 4:25 dessen Sohn war Sallum, dessen Sohn Mibsam, dessen Sohn Misma.
1CH 4:26 Die Shne Mismas waren: sein Sohn Hammuel, dessen Sohn Sakkur, 
dessen Sohn Simei.
1CH 4:27 Simei aber hatte sechzehn Shne und sechs Tchter, whrend seine 
Brder nicht viele Kinder hatten, und ihr Geschlecht vermehrte sich nicht 
so, da sie die Zahl der Juder erreicht htten.
1CH 4:28 Sie wohnten aber in Beerseba, Molada, Hazar-Sual,
1CH 4:29 Bilha, Ezem, Tholad,
1CH 4:30 Bethuel, Horma, Ziklag,
1CH 4:31 Beth Markaboth, Hasar-Susim, Beth-Birei und Saaraim. Das waren 
ihre Ortschaften bis zu der Zeit, wo David regierte.
1CH 4:32 Ihre Drfer aber waren Etam, Ain, Rimmon, Thochen und Asan - fnf 
Ortschaften;
1CH 4:33 dazu alle ihre Drfer, die rings um die genannten Ortschaften 
lagen, bis nach Baal hin. Das waren ihre Wohnsitze, und sie hatten ihr 
eigenes Geschlechtsregister.
1CH 4:34 Ferner: Mesobab, Jamlech, Josa, der Sohn Amazjas,
1CH 4:35 Joel, Jehu, der Sohn Josibjas, des Sohnes Serajas, des Sohnes 
Asiels,
1CH 4:36 und Eljoenai, Jaakoba, Jesohaja, Asaja, Adiel, Jesimiel und 
Benaja;
1CH 4:37 Sisa, der Sohn Sipheis, des Sohnes Allons, des Sohnes Jedajas, 
des Sohnes Simris, des Sohnes Semajas.
1CH 4:38 Diese hier mit Namen aufgefhrten waren Frsten in ihren 
Geschlechtern, und ihre Familien hatten sich mchtig ausgebreitet.
1CH 4:39 Und sie zogen bis da, wo es nach Gedor hineingeht, bis stlich 
vom Thale, um fr ihre Herden Weidepltze zu suchen.
1CH 4:40 Und sie fanden fette und gute Weide, und das Land war gerumig, 
ruhig und friedlich; denn die vorher dort gewohnt hatten, gehrten zu den 
Hamiten.
1CH 4:41 Da kamen die oben mit Namen Verzeichneten zur Zeit Hiskias, des 
Knigs von Juda, zerstrten ihre Zelte und schlugen die Meuniter, die sich 
dort befanden, und vollstreckten den Bann an ihnen, bis auf den heutigen 
Tag, und wohnten an ihrer Statt; denn es gab dort Weidepltze fr ihre 
Herden.
1CH 4:42 Und ein Teil von ihnen, den Simeoniten, zog auf das Gebirge Seir -
 fnfhundert Mann; an ihrer Spitze Pelatja, Nearja, Rephaja und Ussiel, 
 die Shne Jiseis.
1CH 4:43 Und sie erschlugen die letzten berreste der Amalekiter und 
blieben dort wohnen bis auf den heutigen Tag.
1CH 5:1 Und die Shne Rubens, des Erstgeborenen Israels, - denn er war der 
Erstgeborene; als er aber das Lager seines Vaters entweiht hatte, wurde 
sein Erstgeburtsrecht den Shnen Josephs, des Sohnes Israels, verliehen, 
nur da er im Geschlechtregister nicht als Erstgeborener eingetragen 
werden sollte.
1CH 5:2 Denn Juda hatte die Obmacht unter seinen Brdern, und zum Frsten 
ward einer aus ihm genommen; aber das Erstgeburtsrecht wurde Joseph zuteil 
-1CH 5:3 die Shne Rubens also, des Erstgeborenen Israels, waren: Hanoch, 
Pallu, Hezron und Karmi.
1CH 5:4 Die Shne Joels waren: sein Sohn Semaja, dessen Sohn Gog, dessen 
Sohn Simei,
1CH 5:5 dessen Sohn Micha, dessen Sohn Reaja, dessen Sohn Baal,
1CH 5:6 dessen Sohn Beera, den Thilhath-Pilneser, der Knig von Assyrien, 
in die Gefangenschaft fhrte; er war ein Frst der Rubeniten.
1CH 5:7 Und seine Brder nach ihren Geschlechtern, wie sie nach ihrer 
Abstammung verzeichnet wurden, waren: der Erste Jeiel und Sacharja
1CH 5:8 und Bela, der Sohn Asas', des Sohnes Semas, des Sohnes Joels; der 
wohnte zu Aroer und bis Nebo und Baal Meon.
1CH 5:9 Und nach Osten zu wohnte er bis an den Rand der Steppe, die sich 
vom Euphratstrome her erstreckt; denn ihre Herden waren zahlreich in 
Gilead.
1CH 5:10 Zur Zeit Sauls aber fhrten sie Krieg gegen die Hagriter, und als 
diese durch ihre Hand gefallen waren, besetzten sie ihre Zeltlager auf der 
ganzen Ostseite von Gilead.
1CH 5:11 Die Shne Gads aber wohnten ihnen gegenber im Lande Basan bis 
Salcha:
1CH 5:12 Joel, der erste, und Saphan, der zweite an Rang, und Jaenai und 
Saphat in Basan.
1CH 5:13 Und ihre Brder nach ihren Familien waren: Michael, Mesullam, 
Seba, Jorai, Jaekan, Sia und Eber, zusammen sieben.
1CH 5:14 Dies sind die Shne Abihails, des Sohnes Huris, des Sohnes 
Jahroas, des Sohnes Gileads, des Sohnes Michaels, des Sohnes Jesisais, des 
Sohnes Jados, des Sohnes Bus'.
1CH 5:15 Ahi, der Sohn Abdiels, des Sohnes Gunis, war ein Haupt ihrer 
Familien.
1CH 5:16 Und sie wohnten in Gilead, in Basan und den zugehrigen 
Ortschaften und auf allen Weidetriften Sarons bis an ihre Ausgnge.
1CH 5:17 Diese alle wurden aufgezeichnet zur Zeit Jothams, des Knigs von 
Juda, und zur Zeit Jerobeams, des Knigs von Israel.
1CH 5:18 Die Rubeniten, die Gaditen und der halbe Stamm Manasse, was 
tapfere Mnner waren, die Schild und Schwert trugen und den Bogen spannten 
und kampfgebt waren - 44760 kriegstchtige Mnner -,
1CH 5:19 die fhrten Krieg mit den Hagritern und mit Jetur, Naphis und 
Nodab.
1CH 5:20 Und es ward ihnen geholfen wider sie und die Hagriter wurden samt 
allen ihren Verbndeten in ihre Gewalt gegeben. Denn sie hatten whrend 
des Kampfes zu Gott um Hilfe geschrien, und er lie sich von ihnen 
erbitten, weil sie auf ihn vertraut hatten.
1CH 5:21 Und sie fhrten ihre Herden als Beute hinweg: 50000 Kamele, 
250000 Schafe und 2000 Esel; dazu 100000 Menschen.
1CH 5:22 Denn es waren viele vom Schwert durchbohrt gefallen, weil der 
Krieg von Gott geordnet war. Und so wohnten sie an ihrer Statt bis zur 
Wegfhrung.
1CH 5:23 Und die Angehrigen des halben Stammes Manasse wohnten im Lande 
von Basan bis Baal Hermon und bis zum Senir und zum Hermongebirge. Sie 
waren zahlreich,
1CH 5:24 und dies waren ihre Familienhupter: Epher, Jisei, Eliel, Asriel, 
Jeremia, Hodawja und Jahdiel, tapfere Krieger, hochgefeierte Mnner, 
Hupter in ihren Familien.
1CH 5:25 Als sie aber gegen den Gott ihrer Vter treulos handelten und mit 
den Gttern der heidnischen Vlkerschaften buhlten, die Gott vor ihnen 
vertilgt hatte,
1CH 5:26 da reizte der Gott Israels die Wut Puls, des Knigs von Assyrien, 
und die Wut Thilgath-Pilnesers, des Knigs von Assyrien, an, da er die 
Rubeniten, die Gaditen und den halben Stamm Manasse hinwegfhrte und sie 
nach Halah, Habor, Hara und an den Flu Gosan brachte, bis auf den 
heutigen Tag.
1CH 5:27 Die Shne Levis waren: Gerson, Kahath und Merari.
1CH 5:28 Und die Shne Kahaths: Amram, Jizhar, Hebron und Ussiel.
1CH 5:29 Und die Shne Amrams: Aaron, Mose und Mirjam. Und die Shne 
Aarons: Nadab, Abihu, Eleasar und Ithamar.
1CH 5:30 Eleasar erzeugte Pinehas, Pinehas erzeugte Abisua,
1CH 5:31 Abisua erzeugte Bukki, Bukki erzeugte Ussi,
1CH 5:32 Ussi erzeugte Serahja, Serahja erzeugte Merajoth
1CH 5:33 Merajoth erzeugte Amarja, Amarja erzeugte Ahitub,
1CH 5:34 Ahitub erzeugte Zadok, Zadok erzeugte Ahimaaz,
1CH 5:35 Ahimaaz erzeugte Asarja, Asarja erzeugte Johanan,
1CH 5:36 Johanan erzeugte Asarja; das ist der, welcher Priesterdienst that 
in dem Tempel, den Salomo zu Jerusalem erbaut hatte.
1CH 5:37 Asarja aber erzeugte Amarja, Amarja erzeugte Ahitub,
1CH 5:38 Ahitub erzeugte Zadok, Zadok erzeugte Sallum,
1CH 5:39 Sallum erzeugte Hilkia, Hilkia erzeugte Asarja,
1CH 5:40 Asarja erzeugte Seraja, Seraja erzeugte Jozadak.
1CH 5:41 Jozadak aber zog von dannen, als Jahwe die Bewohner von Juda und 
Jerusalem durch Nebukadnezar hinwegfhren lie.
1CH 6:1 Die Shne Levis waren: Gerson, Kahath und Merari.
1CH 6:2 Und dies sind die Namen der Shne Gersoms: Libni und Simei.
1CH 6:3 Und die Shne Kahaths waren: Amram, Jizhar, Hebron und Ussiel.
1CH 6:4 Die Shne Meraris waren: Maheli und Musi. Und dies sind die 
Geschlechter der Leviten nach ihren Familien:
1CH 6:5 Von Gersom kamen: sein Sohn Libni, dessen Sohn Jahath, dessen Sohn 
Simna,
1CH 6:6 dessen Sohn Joah, dessen Sohn Iddo, dessen Sohn Sera, dessen Sohn 
Jeathrai.
1CH 6:7 Die Shne Kabaths waren: sein Sohn Amminadab, dessen Sohn Korah, 
dessen Sohn Assir,
1CH 6:8 dessen Sohn Elkana, dessen Sohn Ebjasaph, dessen Sohn Assir,
1CH 6:9 dessen Sohn Thahath, dessen Sohn Uriel, dessen Sohn Ussia, dessen 
Sohn Saul.
1CH 6:10 Und die Shne Elkanas waren: Amasai und Ahimoth;
1CH 6:11 dessen Sohn war Elkana, dessen Sohn Zophai, und dessen Sohn 
Nahath,
1CH 6:12 dessen Sohn Eliab, dessen Sohn Jeroham, dessen Sohn Elkana, 
dessen Sohn Samuel.
1CH 6:13 Und die Shne Samuels waren: der Erstgeborene Joel und der zweite 
Abia.
1CH 6:14 Die Shne Meraris waren: Maheli, dessen Sohn Libni, dessen Sohn 
Simei, dessen Sohn Ussa,
1CH 6:15 dessen Sohn Simea, dessen Sohn Haggia, dessen Sohn Assaja.
1CH 6:16 Und das sind die, welche David fr den Gesang im Tempel Jahwes 
bestellte, nachdem die Lade einen Ruheort gefunden hatte;
1CH 6:17 sie hatten den Dienst als Snger vor der Wohnung des 
Offenbarungszeltes, bis Salomo den Tempel Jahwes zu Jerusalem erbaute, und 
verrichteten ihr Amt nach der fr sie geltenden Vorschrift.
1CH 6:18 Und das sind die, welche das Amt fhrten, und ihre Shne: Von den 
Shnen der Kahathiter: Heman, der Snger, der Sohn Joels, des Sohnes 
Samuels,
1CH 6:19 des Sohnes Elkanas, des Sohnes Jerohams, des Sohnes Eliels, des 
Sohnes Thoahs,
1CH 6:20 des Sohnes Zuphs, des Sohnes Elkanas, des Sohnes Mahats, des 
Sohnes Amasais,
1CH 6:21 des Sohnes Elkanas, des Sohnes Joels, des Sohnes Asarjas, des 
Sohnes Zephanjas,
1CH 6:22 des Sohnes Thahaths, des Sohnes Assirs, des Sohnes Ebjasaphs, des 
Sohnes Korahs,
1CH 6:23 des Sohnes Jizhars, des Sohnes Kahaths, des Sohnes Levis, des 
Sohnes Israels.
1CH 6:24 Und sein Bruder war Asaph, der zu seiner Rechten stand, Asaph der 
Sohn Berechjas, des Sohnes Simeas,
1CH 6:25 des Sohnes Michaels, des Sohnes Baasejas, des Sohnes Malchias,
1CH 6:26 des Sohnes Ethnis, des Sohnes Serahs, des Sohnes Adajas,
1CH 6:27 des Sohnes Ethans, des Sohnes Simmas, des Sohnes Simmeis,
1CH 6:28 des Sohnes Jahaths, des Sohnes Gersoms, des Sohnes Levis.
1CH 6:29 Und die Shne Meraris, ihre Brder, standen zur Linken: Ethan, 
der Sohn Kisis, des Sohnes Abdis, des Sohnes Malluchs,
1CH 6:30 des Sohnes Hasabjas, des Sohnes Amazjas, des Sohnes Hilkias,
1CH 6:31 des Sohnes Amzis, des Sohnes Banis, des Sohnes Semers,
1CH 6:32 des Sohnes Mahelis, des Sohnes Musis, des Sohnes Meraris, des 
Sohnes Levis.
1CH 6:33 Und ihre Brder, die Leviten, waren fr den gesamten Dienst an 
der Wohnung des Tempels Gottes bestellt.
1CH 6:34 Aaron aber und seine Shne besorgten den Opferdienst am 
Brandopferaltar und am Rucheraltar und den gesamten Dienst am 
Allerheiligsten und die Beschaffung der Shne fr Israel, genau nach der 
Vorschrift, die Mose, der Knecht Gottes, gegeben hatte.
1CH 6:35 Und dies sind die Shne Aarons: sein Sohn Eleasar, dessen Sohn 
Pinehas, dessen Sohn Abisua,
1CH 6:36 dessen Sohn Bukki, dessen Sohn Ussi, dessen Sohn Serahja,
1CH 6:37 dessen Sohn Merajoth, dessen Sohn Amarja, dessen Sohn Ahitub,
1CH 6:38 dessen Sohn Zadok, dessen Sohn Ahimaaz.
1CH 6:39 Und dies sind ihre Wohnsitze nach ihren Zeltlagern in ihrem 
Gebiet: den Nachkommen Aarons, dem Geschlecht der Kahathiter, - denn auf 
sie fiel zuerst das Los -1CH 6:40 denen gab man Hebron im Lande Juda samt 
den zugehrigen Weidetriften rings um sie her;
1CH 6:41 die zu der Stadt gehrenden cker aber und die zugehrigen Drfer 
bergaben sie Kaleb, dem Sohne Jephunnes.
1CH 6:42 Den Nachkommen Aarons aber bergaben sie die Zufluchtstadt fr 
Totschlger Hebron und Libna samt den zugehrigen Weidetriften, Jattin und 
Esthemoa samt den zugehrigen Weidetriften,
1CH 6:43 Holon samt den zugehrigen Weidetriften, Debir samt den 
zugehrigen Weidetriften,
1CH 6:44 Asan samt den zugehrigen Weidetriften, Jutta samt den 
zugehrigen Weidetriften, Beth-Semes samt den zugehrigen Weidetriften.
1CH 6:45 Und vom Stamme Benjamin: Gibeon samt den zugehrigen 
Weidetriften, Geba samt den zugehrigen Weidetriften, Alemeth samt den 
zugehrigen Weidetriften und Anathoth mit den zugehrigen Weidetriften. 
Die Gesamtzahl ihrer Stdte betrug dreizehn Stdte samt den zugehrigen 
Weidetriften.
1CH 6:46 Die brigen Nachkommen Kahaths aber erhielten von den 
Geschlechtern des Stammes Ephraim und vom Stamme Dan und vom halben Stamme 
Manasse durch das Los zehn Stdte.
1CH 6:47 Die Nachkommen Gersoms aber nach ihren Geschlechtern erhielten 
vom Stamme Issachar und vom Stamme Asser und vom Stamme Naphtalie und vom 
Stamme Manasse in Basan dreizehn Stdte.
1CH 6:48 Die Nachkommen Meraris nach ihren Geschlechtern erhielten vom 
Stamme Ruben und vom Stamme Gad und vom Stamme Sebulon durch das Los zwlf 
Stdte.
1CH 6:49 So bergaben die Israeliten den Leviten die Stdte samt den 
zugehrigen Weidetriften.
1CH 6:50 Und zwar traten sie auf Grund des Loses vom Stamme der Juder und 
vom Stamme der Simeoniten und vom Stamme der Benjaminiten jene namentlich 
benannten Stdte ab.
1CH 6:51 Und was die Geschlechter der Nachkommen Kahaths betrifft, so 
wurden ihnen die Stdte, die ihnen durch das Los zufielen, vom Stamm 
Ephraim abgetreten.
1CH 6:52 Und zwar bergab man ihnen die Zufluchtsstadt fr Totschlger, 
Sichem, samt den zugehrigen Weidetriften auf dem Gebirge Ephraim, Geser 
samt den zugehrigen Weidetriften,
1CH 6:53 Jokmeam samt den zugehrigen Weidetriften, Beth Horon samt den 
zugehrigen Weidetriften,
1CH 6:54 Ajalon samt den zugehrigen Weidetriften und Gath-Rimmon samt den 
zugehrigen Weidetriften.
1CH 6:55 Und vom halben Stamme Manasse: Thaanach samt den zugehrigen 
Weidetriften und Jibleam samt den zugehrigen Weidetriften - den 
Geschlechtern der brigen Nachkommen Kahaths.
1CH 6:56 Die Nachkommen Gersoms erhielten vom halben Stamme Manasse: Golam 
in Basan samt den zugehrigen Weidetriften und Astaroth samt den 
zugehrigen Weidetriften.
1CH 6:57 Und vom Stamme Issachar: Kedes samt den zugehrigen Weidetriften, 
Dabrath samt den zugehrigen Weidetriften,
1CH 6:58 Ramoth samt den zugehrigen Weidetriften und Anem samt den 
zugehrigen Weidetriften.
1CH 6:59 Und vom Stamme Asser: Miseal samt den zugehrigen Weidetriften, 
Abdon samt den zugehrigen Weidetriften.
1CH 6:60 Helkath samt den zugehrigen Weidetriften und Rehob samt den 
zugehrigen Weidetriften.
1CH 6:61 Und vom Stamme Naphtalie: Kedes im Galil samt den zugehrigen 
Weidetriften, Hammoth samt den zugehrigen Weidetriften und Kirjathaim 
samt den zugehrigen Weidetriften.
1CH 6:62 Die brigen Nachkommen Meraris erhielten vom Stamme Sebulon: 
Rimmono samt den zugehrigen Weidetriften und Thabor samt den zugehrigen 
Weidetriften.
1CH 6:63 Und jenseits des Jordans gegenber von Jericho, stlich vom 
Jordan, erhielten sie vom Stamme Ruben: Bezer in der Steppe samt den 
zugehrigen Weidetriften, Jahza samt den zugehrigen Weidetriften,
1CH 6:64 Kedemoth samt den zugehrigen Weidetriften und Mephaath samt den 
zugehrigen Weidetriften.
1CH 6:65 Und vom Stamme Gad: Ramoth in Gilead samt den zugehrigen 
Weidetriften, Mahanaim samt den zugehrigen Weidetriften,
1CH 6:66 Hesbon samt den zugehrigen Weidetriften und Jaser samt den 
zugehrigen Weidetriften.
1CH 7:1 Und die Shne Issachars waren: Thola, Pua, Jasub und Simron, 
zusammen vier.
1CH 7:2 Und die Shne Tholas: Ussi, Rephaja, Jeriel, Jahemai, Jibsam und 
Samuel, Hupter ihrer Familien in Thola, kriegstchtige Mnner nach ihren 
Geschlechtern. Ihre Anzahl betrug zur Zeit Davids 22600.
1CH 7:3 Die Shne Ussis waren: Jisrahja; die Shne Jisrahjas: Michael, 
Obadja, Joel, Jissia, insgesamt fnf Familienhupter.
1CH 7:4 Und zu ihnen gehrten nach ihren Geschlechtern, ihren Familien, 
Kriegerscharen: 36000 Mann; denn sie hatten viele Weiber und Kinder.
1CH 7:5 Und ihre Stammesgenossen, smtliche Geschlechter Issachars, waren 
kriegstchtige Mnner; im ganzen belief sich ihr Geschlechtsregister auf 
87000.
1CH 7:6 Die Shne Benjamins waren: Bela, Becher, Jediael, zusammen drei.
1CH 7:7 Und die Shne Belas: Ezbon, Ussi, Ussiel, Jerimoth und Iri, 
zusammen fnf, Familienhupter, kriegstchtige Mnner, und ihr 
Geschlechtsregister belief sich 22034.
1CH 7:8 Die Shne Bechers waren: Semira, Joas, Elieser, Eljoenai, Omri, 
Jeremoth, Abia, Anathoth und Alemeth; diese alle sind Shne Bechers.
1CH 7:9 Und ihr Geschlechtsregister nach ihren Geschlechtern, ihren 
Familienhuptern, kriegstchtigen Mnnern, belief sich auf 20200.
1CH 7:10 Die Shne Jediaels waren: Bilhan, und die Shne Bilhans: Jeus, 
Benjamin, Egud, Kenaana, Sethan, Tharsis und Ahisahar.
1CH 7:11 Diese alle sind Shne Jediaels, Familienhupter, kriegstchtige 
Leute, 17200 zum Kampfe gerstete Mnner.
1CH 7:12 Und Suppim und Huppim waren Shne Irs, Husim aber die Shne eines 
anderen.
1CH 7:13 Die Shne Naphtalis waren: Jahziel, Guni, Jezer und Sallum, die 
Nachkommen Bilhas.
1CH 7:14 Die Shne Manasses waren: Asriel, welchen sein aramisches 
Kebsweib gebar. Sie gebar Machir, den Vater Gileads.
1CH 7:15 Und Machir nahm fr Huppim und Suppim ein Weib, und seine 
Schwester hie Maacha. Der zweite hie Zelophhad, und Zelophhad hatte 
Tchter.
1CH 7:16 Und Maacha, das Weib Machirs, gebar einen Sohn, den nannte sie 
Peres. Sein Sohn aber hie Seres, und dessen Shne waren Ulam und Rekem.
1CH 7:17 Und die Shne Ulams waren: Bedan. Das sind die Shne Gileads, des 
Sohnes Machirs, des Sohnes Manasses.
1CH 7:18 Seine Schwester Hammolecheth aber gebar Ishod, Abieser und Mahela.
1CH 7:19 Und die Shne Semidas waren: Ahjan, Sechem, Likhi und Aniam.
1CH 7:20 Die Shne Ephraims waren: Suthelah; dessen Sohn war Bered, dessen 
Sohn Thahath, dessen Sohn Eleada, dessen Sohn Thahath,
1CH 7:21 dessen Sohn Sabad, dessen Sohn Suthela und Eser und Elead; und 
die Mnner von Gath, die im Lande geboren waren, tteten sie, weil sie 
hinabgezogen waren, um ihnen ihr Vieh zu rauben.
1CH 7:22 Da trauerte ihr Stammvater Ephraim lange Zeit, und seine Brder 
kamen, ihn zu trsten.
1CH 7:23 Und er wohnte seinem Weibe bei; da wurde sie schwanger und gebar 
einen Sohn. den nannte er Beria, weil es geschehen war, whrend Unglck in 
seinem Hause herrschte.
1CH 7:24 Seine Tochter aber war Seera; die erbaute das untere und das 
obere Beth-Horon und Ussen-Seera.
1CH 7:25 Dessen Sohn war Rephah und Reseph, dessen Sohn Thelah, dessen 
Sohn Thahan,
1CH 7:26 dessen Sohn Laedan, dessen Sohn Ammihud, dessen Sohn Elisama,
1CH 7:27 dessen Sohn Nun, dessen Sohn Josua.
1CH 7:28 Und ihr Erbbesitz und ihre Wohnsitze waren: Bethel mit den 
zugehrigen Ortschaften, nach Osten zu Naaran, nach Westen zu Geser mit 
den zugehrigen Ortschaften; ferner Sichem mit den zugehrigen Ortschaften 
bis Ajja mit den zugehrigen Ortschaften.
1CH 7:29 Und in den Hnden der Manassiten: Beth-Sean mit den zugehrigen 
Ortschaften, Thaanach mit den zugehrigen Ortschaften, Megiddo mit den 
zugehrigen Ortschaften, Dor mit den zugehrigen Ortschaften. in diesen 
wohnten die Shne Josephs, des Sohnes Israels.
1CH 7:30 Die Shne Assers waren: Jimna, Jiswa und Beria und ihre Schwester 
Serah.
1CH 7:31 Und die Shne Berias: Heber und Malchiel, das ist der Vater 
Birsajiths.
1CH 7:32 Heber aber erzeugte Japhlet, Semer, Hotham und ihre Schwester Sua.
1CH 7:33 Die Shne Japhlets waren Pasach, Bimehal und Aswath; das waren 
die Shne Japhlets.
1CH 7:34 Und die Shne Semers: Ahi, Rohga, Hubba und Aram.
1CH 7:35 Und die Shne seines Bruders Helem waren Zophah, Jimna, Seles und 
Amal.
1CH 7:36 Die Shne Zophas waren: Suah, Harnepher, Sual, Beri, Jimra,
1CH 7:37 Bezer, Hod, Samma, Silsa, Jithran und Beera.
1CH 7:38 Und die Shne Jeters: Jephunne, Pispa und Ara.
1CH 7:39 Und die Shne Ullas: Arah, Hanniel ind Rizja.
1CH 7:40 Diese alle waren Shne Assers, Hupter der Familien, auserwhlte 
kriegstchtige Mnner, Hupter unter den Frsten. Und die Anzahl der aus 
ihnen fr den Kriegsdienst Aufgezeichneten betrug 26000 Mann.
1CH 8:1 Und Benjamin erzeugte Bela, seinen Erstgeborenen, Asbel, den 
zweiten, Ahrah, den dritten,
1CH 8:2 Noha, den vierten, und Rapha den fnften.
1CH 8:3 Und Bela hatte folgende Shne: Addar, Gera, Abihud,
1CH 8:4 Abisua, Naahman, Ahoah,
1CH 8:5 Gera, Sephuphan und Huram.
1CH 8:6 Und dies sind die Shne Ehuds (Diese sind Familienhupter der 
Bewohner von Geba, und sie fhrten sie als Gefangene hinweg nach Manahath;
1CH 8:7 Naaman, Ahia und Gera, der fhrte sie hinweg) und er erzeugte Ussa 
und Ahihud.
1CH 8:8 Saharaim aber erzeugte im Gefilde der Moabiter, nachdem er sie 
verstoen hatte - seine Weiber Husim und Baara -,
1CH 8:9 da erzeugte er mit seinem Weibe Hodes: Jobab, Zibja, Mesa, Malkam,
1CH 8:10 Jenz, Sochja und Mirma. Das sind seine Shne, Familienhupter.
1CH 8:11 Und mit Husim erzeugte er Abitub und Elpaal.
1CH 8:12 Die Shne Elpaals waren: Eber, Miseam und Semer. Dieser erbaute 
Ono und Lod samt den zugehrigen Ortschaften.
1CH 8:13 Und Beria und Sema (das sind die Familienhupter der Bewohner 
Ajalons; diese verjagten die Bewohner von Gath)
1CH 8:14 und sein Bruder Elpaal und Sasak und Jeremoth.
1CH 8:15 Und Sebadja, Arad, Eder,
1CH 8:16 Michael, Jispa und Joha waren die Shne Berias.
1CH 8:17 Und Sebadja, Mesullam, Hiski, Heber,
1CH 8:18 Jismerai, Jislia und Jobab waren die Shne Elpaals.
1CH 8:19 Und Jakim, Sichri, Sabdi,
1CH 8:20 Elienai, Zillethai, Eliel,
1CH 8:21 Adaja, Beraja und Simrath waren die Shne Simeis.
1CH 8:22 Und Jispan, Eber, Eliel,
1CH 8:23 Abdon, Sichri, Hanon,
1CH 8:24 Hananja, Elam, Anthothija,
1CH 8:25 Jiphdeja und Penuel waren die Shne Sasaks.
1CH 8:26 Und Samserai, Seharja, Athalja,
1CH 8:27 Jaaresja, Elia und Sichri waren die Shne Jerohams.
1CH 8:28 Diese waren Familienhupter in ihren Geschlechtern, Oberhupter; 
diese wohnten zu Jerusalem.
1CH 8:29 Und zu Gibeon wohnten: der Vater von Gibeon, Jeiel, und sein Weib 
hie Maacha.
1CH 8:30 Und sein erstgeborener Sohn war Abdon, und Zur, Kis, Baal, Ner, 
Nadab,
1CH 8:31 Gedor, Ahjo und Secher.
1CH 8:32 Mikloth aber erzeugte Simea. Und auch sie wohnten ihren Brdern 
gegenber in Jerusalem bei ihren Brdern.
1CH 8:33 Und Ner erzeugte Abner, und Kis erzeugte Saul, und Saul erzeugte 
Jonathan, Malchisua, Abinadab und Esbaal.
1CH 8:34 Und der Sohn Jonathans war Meribaal, und Meribaal erzeugte Micha.
1CH 8:35 Und die Shne Michas waren Pithon, Melech, Tharea und Ahas.
1CH 8:36 Ahas aber erzeugte Joadda, Joadda erzeugte Alemeth, Asmaweth und 
Simri. Simri erzeugte Moza,
1CH 8:37 Moza erzeugte Binea; dessen Sohn war Rapha, dessen Sohn war 
Eleasa, dessen Sohn war Azel.
1CH 8:38 Azel aber hatte sechs Shne; die hieen: Asrikam, Bochru, Ismael, 
Searja, Obadja und Hanan. Diese alle waren Shne Azels.
1CH 8:39 Und die Shne seines Bruders Esek waren: Ulam, sein 
Erstgeborener, Jeus, der zweite, und Eliphelet, der dritte.
1CH 8:40 Und die Shne Ulams waren kriegstchtige Mnner, die den Bogen zu 
spannen wuten, und hatten zahlreiche Shne und Enkel, 150 an der Zahl. 
Diese alle gehren zu den Benjaminiten .
1CH 9:1 Alle Israeliten aber wurden im Geschlechtsregister eingetragen; 
sie finden sich aufgezeichnet im Buche der Knige von Israel. Und die 
Juder wurden wegen ihrer Vergehungen nach Babel hinweggefhrt.
1CH 9:2 Die frheren Bewohner aber, die in ihrem Erbbesitz, in ihren 
Stdten lebten, waren gemeine Israeliten, die Priester, die Leviten und 
die Tempeldiener.
1CH 9:3 Und in Jerusalem wohnten Juder, Benjaminiten, Ephraimiten und 
Manassiten:
1CH 9:4 Uthai, der Sohn Ammihuds, des Sohnes Omris, des Sohnes Imris, des 
Sohnes Banis von den Nachkommen Perez', des Sohnes Judas.
1CH 9:5 Und von den Selaniten: Asaja, der Erstgeborene, und seine Shne.
1CH 9:6 Und von den Nachkommen Serahs: Jeguel und ihre Brder, zusammen 
690.
1CH 9:7 Und von den Benjaminiten: Sallu, der Sohn Messulams, des Sohnes 
Hodawjas, des Sohnes Hassenuas;
1CH 9:8 ferner Jibneja, der Sohn Jerohams, Ela, der Sohn Ussis, des Sohnes 
Michris, Mesullam, der Sohn Sephatjas, des Sohnes Reguels, des Sohnes 
Jibnijas,
1CH 9:9 und ihre Brder nach ihren Geschlechtern, zusammen 956. Alle diese 
Mnner waren Familienhupter in ihren Familien.
1CH 9:10 Und von den Priestern: Jedaja, Jojarib, Jachin
1CH 9:11 und Asarja, der Sohn Hilkias, des Sohnes Messulams, des Sohnes 
Zadoks, des Sohnes Merajoths, des Sohnes Ahitubs, der Frst im Tempel 
Gottes.
1CH 9:12 Ferner Adaja, der Sohn Jerohams, des Sohnes Pashurs, des Sohnes 
Malchias, und Maesai, der Sohn Adiels, des Sohnes Jaseras, des Sohnes 
Mesullams, des Sohnes Mesillemiths, des Sohnes Immers,
1CH 9:13 und ihre Brder, Hupter in ihren Familien, zusammen 1760, 
tchtige Mnner in der Verrichtung des Dienstes am Tempel Gottes.
1CH 9:14 Und von den Leviten: Semaja, der Sohn Hassubs, des Sohnes 
Asrikams, des Sohnes Hasabjas, von den Nachkommen Meraris.
1CH 9:15 Ferner Bakbakkar, Heres, Hasal, Mattanja, der Sohn Michas, des 
Sohnes Sichris, des Sohnes Asaphs,
1CH 9:16 und Obadja, der Sohn Semajas, des Sohnes Galals, des Sohnes 
Jeduthuns, und Berechja, der Sohn Asas, des Sohnes Elkanas, der in den 
Drfern der Nethophathiter wohnte.
1CH 9:17 Und die Thorhter: Sallum, Akkub, Talmon und Ahiman mit ihren 
Brdern; Sallum war der Oberste
1CH 9:18 und wacht bis heute am Knigsthor nach Osten zu. Das sind die 
Thorhter im Lager der Leviten.
1CH 9:19 Sallum aber, der Sohn Kores, des Sohnes Ebjasaphs, des Sohnes 
Korahs, und seine Brder aus seiner Familie, die Korahiten, lagen der 
Verrichtung des Dienstes ob, indem sie die Schwellen des heiligen Zeltes 
hteten, indem schon ihre Vter im Lager Jahwes die Hter des Eingangs 
gewesen waren,
1CH 9:20 und Pinehas, der Sohn Eleasars, war vor Zeiten Frst ber sie 
(Jahwe sei mit ihm!).
1CH 9:21 Sacharja aber, der Sohn Meselemjas, war Thorhter am Eingange des 
Offenbarungszeltes.
1CH 9:22 Sie alle, die zu Thorhtern an den Schwellen auserlesen waren, 
beliefen sich auf 212; ihre Eintragung in die Geschlechtsregister fand in 
ihren Drfern statt. David und Samuel, der Seher, hatten sie in ihre 
Amtspflicht eingesetzt.
1CH 9:23 Sie und ihre Shne standen an den Thoren der Wohnung Jahwes, der 
Zeltwohnung, um Wache zu halten.
1CH 9:24 Nach den vier Himmelsrichtungen standen die Thorhter: nach 
Osten, Westen, Norden und Sden.
1CH 9:25 Ihre Brder aber in ihren Drfern hatten jeweilen fr sieben Tage 
hereinzukommen, um sie zu untersttzen.
1CH 9:26 Denn sie, die vier Obersten der Thorhter, standen in dauernder 
Amtspflicht. Das sind die Leviten. Sie beaufsichtigten auch die Zellen und 
die Vorratskammern im Tempel Gottes
1CH 9:27 und blieben in der Umgebung des Tempels Gottes ber Nacht. Denn 
ihnen lag die Bewachung ob, und sie hatten alle Morgen aufzuschlieen.
1CH 9:28 Und ein Teil von ihnen hatte die gottesdienstlichen Gerte zu 
beaufsichtigen; sie zhlten sie, wenn sie sie hinein- und wenn sie sie 
herausbrachten.
1CH 9:29 Wieder andere waren zur Beaufsichtigung der Gerte, und zwar 
aller heiligen Gerte, und des Feinmehls, des Weins und des ls, des 
Weihrauchs und der Spezereien bestellt.
1CH 9:30 Einige von den Priestern aber hatten das Geschft, aus den 
Spezereien Salben zu mischen.
1CH 9:31 Und Mattithja, einem der Leviten, dem Erstgeborenen des Korahiten 
Sallum, war das Pfannenbackwerk anvertraut.
1CH 9:32 Und etliche von den Kahathitern, ihren Brdern, waren fr die 
reihenweise aufgelegten Brote bestellt, da sie sie an jedem Sabbat 
herrichteten.
1CH 9:33 Das sind die Snger, levitische Familienhupter, die von anderem 
Dienste befreit in den Zellen wohnen; denn sie haben Tag und Nacht mit 
ihren Amtsverrichtungen zu thun.
1CH 9:34 Das sind die levitischen Familienhupter nach ihren 
Geschlechtern, Oberhupter. Diese wohnten zu Jerusalem.
1CH 9:35 Und zu Gibeon wohnten: der Vater von Gibeon, Jeiel, und sein Weib 
hie Maacha.
1CH 9:36 Und sein erstgeborener Sohn war Abdon, und Zur, Kis, Baal, Ner, 
Nadab,
1CH 9:37 Gedor, Ahjo, Sacharja und Mikloth.
1CH 9:38 Mikloth aber erzeugte Simeam. Und auch sie wohnten ihren Brdern 
gegenber in Jerusalem bei ihren Brdern.
1CH 9:39 Und Ner erzeugte Abner, und Kios erzeugte Saul, und Saul erzeugte 
Jonathan, Malchsua, Abinadab und Esbaal.
1CH 9:40 Und der Sohn Jonathans war Meribaal, und Meribaal erzeugte Micha.
1CH 9:41 Und die Shne Michas waren Pithon, Melech, Thareah und Ahas.
1CH 9:42 Ahas aber erzeugte Jaera, Jaera erzeugte Alemeth, Asmaweth und 
Simri; Simri aber erzeugte Moza,
1CH 9:43 Moza erzeugte Binea. Dessen Sohn war Rephaja, dessen Sohn Eleasa, 
dessen Sohn Azel.
1CH 9:44 Azel aber hatte sechs Shne; die hieen: Asrikam, Bochru, Ismael, 
Searja, Obadja, Hanan. Das sind die Shne Azels.
1CH 10:1 Und die Philister hatten Israel angegriffen; die Israeliten aber 
hatten vor den Philistern die Flucht ergriffen und auf dem Berge Gilboa 
lagen Erschlagene umher.
1CH 10:2 Und die Philister hefteten sich an Sauls und seiner Shne Fersen 
und die Philister erschlugen Sauls Shne: Jonathan, Abinadab und Malchisua.
1CH 10:3 Als aber der Kampf sich heftig gegen Saul wendete, und die 
Bogenschtzen ihn entdeckt hatten, erfate ihn Angst vor den Schtzen.
1CH 10:4 Da bat Saul seinen Waffentrger: Zcke dein Schwert und 
durchbohre mich damit, da nicht diese Unbeschnittenen kommen und ihren 
Mutwillen mit mir treiben! Aber sein Waffentrger wollte nicht, weil er 
sich zu sehr frchtete. Da ergiff Saul das Schwert und strzte sich darein.
1CH 10:5 Als aber sein Waffentrger sah, da Saul tot sei, strzte er sich 
gleichfalls ins Schwert und starb.
1CH 10:6 So starben Saul und seine drei Shne und sein ganzes Haus: sie 
starben miteinander.
1CH 10:7 Als aber smtliche Israeliten, die in der Ebene wohnten, 
gewahrten, da die Israeliten geflohen und da Saul und seine Shne 
gefallen waren, rumten sie ihre Stdte und flchteten sich. Und die 
Philister kamen und setzten sich darin fest.
1CH 10:8 Am fogenden Tage nun, als die Philister kamen, die Erschlagenen 
zu berauben, fanden sie Saul mit seinen drei Shnen auf dem Gebirge Gilboa 
liegend.
1CH 10:9 Da zogen sie ihn aus, nahmen seinen Kopf und seine Waffen und 
sandten Boten im Lande der Philister umher, um bei ihren Gtzen und dem 
Volke die Siegesbotschaft zu verknden.
1CH 10:10 Seine Rstung legten sie im Tempel ihres Gottes nieder und 
seinen Schdel nagelten sie im Dagontempel an.
1CH 10:11 Als aber smtliche Brger von Jabes in Gilead von allem 
vernahmen, wie die Philister mit Saul verfahren waren,
1CH 10:12 machten sich alle wehrhaften Mnner auf, trugen die Leiche Sauls 
und die Leichen seiner Shne hinweg und brachten sie nach Jabes. Sodann 
begruben sie ihre Gebeine unter der Terebinthe in Jabes und fasteten 
sieben Tage.
1CH 10:13 So starb Saul um der Vergehungen willen, die er gegen Jahwe 
begangen hatte, wegen des Gebotes Jahwes, das er nicht beachtet, und auch, 
weil er einen Totengeist befragte, um eine Offenbarung zu erhalten,
1CH 10:14 anstatt Jahwe um eine Offenbarung anzugehen. Darum lie er ihn 
sterben und wandte das Knigtum David, dem Sohne Isais, zu.
1CH 11:1 Da versammelten sich alle Israeliten zu David und sprachen: Wir 
sind ja dein Fleisch und Bein!
1CH 11:2 Schon lngst, als Saul noch Knig war, bist du es gewesen, der 
Israel ins Feld und wieder heim fhrte; dazu hat Jahwe, dein Gott, dir 
zugesagt: Du sollst mein Volk Israel weiden und du sollst Frst ber mein 
Volk Israel sein!
1CH 11:3 Da kamen alle Vornehmen Israels zum Knige nach Hebron, und David 
schlo in Hebron vor Jahwes Angesicht einen Vertrag mit ihnen; dann 
salbten sie David zum Knig ber Israel, gem dem Befehle Jahwes, der 
durch Samuel ergangen war.
1CH 11:4 Als aber David und ganz Israel gegen Jerusalem anrckte - das ist 
Jebus, und dort waren die Jebusiter, die ursprnglichen Bewohner des 
Landes -,
1CH 11:5 da hielten die Bewohner von Jebus David entgegen: Hier dringst du 
nicht ein! Aber David erstrmte die Burg Zion, das ist die Stadt Davids.
1CH 11:6 Damals sprach David: Jeder, der zuerst die Jebusiter schlgt, 
soll Hauptmann und Anfhrer sein! Da stieg zuerst Joab, der sohn Zerujas, 
hinauf und ward Hauptmann.
1CH 11:7 Hierauf lie sich David in der Burg nieder; darum nannte man sie 
Stadt Davids.
1CH 11:8 Und er befestigte die Stadt ringsum vom Millo an bis zum Umkreis; 
Joab aber stellte die brige Stadt wieder her.
1CH 11:9 Und David nahm immer mehr an Macht zu, und Jahwe der Heerscharen 
war mit ihm.
1CH 11:10 Und dies sind die Vornehmsten der Helden Davids, die ihm bei 
seiner Erhebung zur Knigswrde krftig beistanden, im Verein mit dem 
ganzen Israel, um ihn gem dem Befehle Jahwes an Israel zum Knige zu 
machen.
1CH 11:11 Und dies ist die Anzahl der Helden Davids: Jasobeam, der Sohn 
Hachmonis, das Haupt der drei. Er schwang seinen Speer ber dreihundert 
Erschlagenen auf einmal.
1CH 11:12 Und nach ihm kommt Eleasar, der Sohn Dodos, der Ahohither; auch 
er war unter den drei vornehmsten Helden.
1CH 11:13 Er war mit David in Pasdammim, whrend die Philister sich dort 
zur Schlacht versammelt hatten. Es war aber dort ein Stck Feld von 
Gerste. Als aber die Leute vor den Philistern flohen,
1CH 11:14 stellten sie sich mitten auf das Feld, entrissen es den Feinden 
und schlugen die Philister, so da Jahwe zu einem groen Siege verhalf.
1CH 11:15 Einst kamen drei von den dreiig Obersten zu David nach dem 
Felsennest hinab, nach der Feste Adullam, whrend das Heer der Philister 
in der Ebene Rephaim lagerte.
1CH 11:16 Damals befand sich David in der Feste, whrend sich die 
Besatzung der Philister gleichzeitig in Bethlehem befand.
1CH 11:17 Da versprte David ein Gelste und rief: Wer schafft mir 
Trinkwasser aus der Cisterne, die in Bethlehem am Stadtthore liegt?
1CH 11:18 Da schlugen sich die drei durch das Lager der Philister durch, 
schpften aus der Cisterne, die in Bethlehem am Stadtthore lag, Wasser und 
brachten es David hin. Aber David verschmhte es zu trinken, sondern go 
es aus als Trankopfer fr Jahwe
1CH 11:19 mit den Worten: Bewahre mich mein Gott davor, da ich so etwas 
thun sollte! Ich sollte das Blut dieser Helden trinken, die mit 
Daransetzung ihres Lebens hingegangen sind? Denn mit Daransetzung ihres 
Lebens haben sie es hergebracht! - und trank es durchaus nicht. das thaten 
die drei Helden.
1CH 11:20 Absai, der Bruder Joabs, der war das Haupt der dreiig. Er 
schwang seinen Speer ber dreihundert Erschlagenen und war berhmt unter 
den dreiig.
1CH 11:21 Unter den dreiig, da stand er in Ehren und war ihr Anfhrer, 
aber an die drei reichte er nicht.
1CH 11:22 Benaja, der Sohn Jehojadas, ein tapferer Mann, gro von Thaten, 
stammte aus Kabzeel. Er erschlug die beiden Shne Ariels aus Moab. 
Derselbe erschlug, als einmal Schnee gefallen war, einen Lwen drunten in 
einer Cisterne.
1CH 11:23 Derselbe erschlug auch den gypter, einen riesigen Mann von fnf 
Ellen Hhe. Der gypter hatte einen Speer in der Hand so stark wie ein 
Weberbaum; er aber ging mit einem Stock auf ihn los, ri dem gypter den 
Speer aus der Hand und erlegte ihn mit seinem Speer.
1CH 11:24 Solche Thaten verrichtete Benaja, der Sohn Jehojadas, und er war 
berhmt unter den dreiig Helden.
1CH 11:25 Unter den dreiig - da stand er in Ehren, aber an die drei 
reichte er nicht. David stellte ihn an die Spitze seiner Leibwache.
1CH 11:26 Und die tapferen Helden waren: Asahel, der Bruder Joabs, 
Elhanan, der Sohn Dodos, von Bethlehem,
1CH 11:27 Sammoth aus Haror, Helez aus Palon,
1CH 11:28 Ira, der Sohn des Ikkes, aus Thekoa, Abieser aus Anathoth,
1CH 11:29 Sibbechai aus Husa, Ilai aus Ahoh,
1CH 11:30 Maharai aus Netopha, Heled, der Sohn Baanas, aus Netopha,
1CH 11:31 Ithai, der Sohn Ribais, aus dem Gibea der Benjaminiten, Benaja 
aus Pireathon,
1CH 11:32 Hurai aus Nahale-Gaas, Abiel aus Araba,
1CH 11:33 Asmaweth aus Bahurim, Eljahba aus Saalbon,
1CH 11:34 Hasem aus Gison, Jonathan der Sohn Sages, aus Harar,
1CH 11:35 Ahiam, der Sohn Sachars, aus Harar, Eliphal, der Sohn Urs,
1CH 11:36 Hepher aus Mechera, Ahia aus Palon,
1CH 11:37 Hezro aus Karmel, Naarai, der Sohn Esbais,
1CH 11:38 Joel, der Bruder Nathans, Mibhar, der Sohn Hagris,
1CH 11:39 Zelek, der Ammoniter, Nahrai aus Beeroth, der Waffentrger 
Joabs, des Sohnes Zerujas,
1CH 11:40 Ira aus Jattir, Gareb aus Jattir,
1CH 11:41 Uria, der Hethiter, Sabad, der Sohn Ahlais,
1CH 11:42 Adina, der Sohn Sisas, der Rubenit, ein Huptling der Rubeniten 
und mit ihm dreiig Mann,
1CH 11:43 Hanan, der Sohn Maachas, und Josaphat aus Methen,
1CH 11:44 Ussia aus Asthera, Sama und Jekel, die Shne Hotams, aus Aroer,
1CH 11:45 Jediael, der Sohn Simris, und sein Bruder Joha, der Thiziter,
1CH 11:46 Eliel aus Mahanaim und Jeribai und Josawja, die Shne Elnaams, 
und Jithma, der Moabiter.
1CH 11:47 Eliel, Obed Jaasiel der Mezobaja.
1CH 12:1 Und dies sind die, welche zu David nach Ziklag kamen, als er noch 
vor Saul, dem Sohne Kis', auf der Flucht war. Auch sie gehrten zu den 
Helden als Helfer im Streit,
1CH 12:2 mit Bogen bewaffnet und geschickt, mit der Rechten und der linken 
Steine zu schleudern und Pfeile zu schieen. Von den Stammesgenossen 
Sauls, den Benjaminiten:
1CH 12:3 Der Hauptmann Ahieser und Joas, die Shne Hassemaas von Gibea, 
Jesiel und Pelet, die Shne Asmaweths, Beracha und Jehu von Anathoth.
1CH 12:4 Jismaja von Gibeon, ein Held unter den dreiig und ein Anfhrer 
der dreiig; Jeremia, Jahasiel, Johanan und Josabad von Gedera.
1CH 12:5 Eleusai, Jerimoth, Bealja, Semarja und Sephatja von Hariph;
1CH 12:6 Elkana, Jissija, Asareel, Joeser und Jasobeam, die Korhiter;
1CH 12:7 Joela und Sebadja, die Shne Jerohams von Gedor.
1CH 12:8 Von den Gaditen gingen zu David ber - auf seine Burg in der 
Wste - tapfere Mnner, kampfgerstete Krieger, die Schild und Lanze 
fhrten, die anzusehen waren wie Lwen und schnellfig wie Gazellen auf 
den Bergen:
1CH 12:9 Eser, der Hauptmann, Obadja, der zweite, Eliab, der dritte,
1CH 12:10 Mismanna, der vierte, Jeremia, der fnfte,
1CH 12:11 Attai, der sechste, Eliel, der siebente,
1CH 12:12 Johanan, der achte, Elsabad, der neunte,
1CH 12:13 Jeremia, der zehnte, Machbannai, der elfte.
1CH 12:14 Diese kamen von den Gaditen, die Heerfhrer, deren Geringster es 
mit hundert, deren grter es mit tausend aufnehmen konnte.
1CH 12:15 Diese waren es, die den Jordan berschritten im ersten Monat, 
als er seine Ufer bis an den Rand fllte, und die alle Bewohner der 
Seitenthler in die Flucht jagten, nach Osten und nach Westen.
1CH 12:16 Es kamen aber auch etliche von den Benjaminiten und Judern bis 
zur Burg Davids.
1CH 12:17 Da ging David hinaus, trat vor sie, hob an und sprach zu ihnen: 
Wenn ihr in friedlicher Absicht zu mir kommt, um mir beizustehen, so will 
ich mich von Herzen mit euch vereinigen; kommt ihr aber, um mich an meine 
Feinde zu verraten, obschon kein Frevel an meinen Hnden klebt, so sehe 
der Gott unserer Vter darein und strafe es!
1CH 12:18 Da ergriff der Geist Amasai, das Oberhaupt der dreiig, und er 
rief: Dein, o David, und mit dir, Sohn Isais! Heil. Heil dir und Heil 
deinen Helfern, denn dir half dein Gott! Da nahm sie David an und machte 
sie zu Hauptleuten der Kriegerschar.
1CH 12:19 Von Manasse gingen zu David ber, als er mit den Philistern zum 
Kampfe gegen Saul auszog, - doch halfen sie ihnen in Wahrheit nicht; denn 
die Frsten der Philister schickten ihn, nachdem sie Rat gepflogen, 
hinweg, indem sie sprachen: er knnte mit Darangabe unserer Kpfe zu Saul, 
seinem Herrn, bergegen.
1CH 12:20 Als er nun nach Ziklag zog, gingen von Manasse zu ihm ber: - 
Adnah, Josabad, Jediael, Michael, Josabad, Elihu und Zillethai, die 
Hupter der Tausendschaften in Manasse.
1CH 12:21 Diese nun verbndeten sich mit David gegen die Ruberschar, denn 
sie waren insgesamt tapfere Mnner und wurden Anfhrer im Heere.
1CH 12:22 Denn Tag fr Tag kamen welche zu David, um ihm beizustehen, bis 
das Heer gro war, wie ein Gottesheer.
1CH 12:23 Und dies sind die Zahlen der Hupter der zum Heereszuge 
Gersteten, die zu David nach Hebron kamen, um ihm gem dem Befehle 
Jahwes das Knigtum Sauls zu bertragen:
1CH 12:24 Juder, die Schild und Lanze trugen: 6800 zum Heereszuge 
Gerstete.
1CH 12:25 Von den Simeoniten: 7100 tapfere Krieger.
1CH 12:26 Von den Leviten: 4600.
1CH 12:27 Dazu Jojada, der Frst ber die aus dem Hause Aarons, mit 3700
1CH 12:28 und Zadok, ein tapferer Jngling; seine Familie zhlte 22 
Anfhrer.
1CH 12:29 Von den Benjaminiten, den Stammesgenossen Sauls: 3000; denn bis 
dahin hielten die Meisten von ihnen am Hause Sauls fest.
1CH 12:30 Von den Ephraimiten: 20800 tapfere, in ihren Familien 
hochberhmte Mnner.
1CH 12:31 Vom halben Stamm Manasse: 18000, die namentlich bezeichnet 
waren, da sie hingehen sollten, um David zum Knige zu machen.
1CH 12:32 Von den Nachkommen Issachars, die um die Zeitlufe Bescheid 
wuten, so da sie wuten, was Israel thun solle: 200 Hauptleute und ihre 
smtlichen Stammesgenossen unter ihrem Befehl.
1CH 12:33 Von Sebulon: 50000 Kriegstchtige, mit allerlei kriegerischen 
Waffen zum Kampfe Gerstete und bereit, einmtig im Streite mitzuhelfen.
1CH 12:34 Von Naphtali: 1000 Anfhrer und mit ihnen 37000 mit Schild und 
Speer.
1CH 12:35 Von den Daniten 28600 zum Kampfe Gerstete.
1CH 12:36 Von Asser: 40000 Kriegstchtige, bereit, Krieg zu fhren.
1CH 12:37 Von jenseits des Jordan: Von den Rubeniten, den Gaditen und dem 
halben Stamme Manasse: 120000 mit allerlei zur Kriegfhrung dienenden 
Waffen.
1CH 12:38 Alle diese, in Schlachtreihe geordnete Krieger, kamen einmtig 
nach Hebron, um David ber ganz Israel zum Knige zu machen.
1CH 12:39 Und sie blieben drei Tage dort bei David und aen und tranken, 
denn ihre Volksgenossen hatten fr sie zugerichtet.
1CH 12:40 Dazu brachten die, die in der Nhe von ihnen wohnten, bis nach 
Issachar, Sebulon und Naphtali hin, Lebensmittel auf Eseln, Kamelen, 
Maultieren und Rindern: Mehl zur Nahrung, Feigenkuchen, Rosinenkuchen, 
Wein, l und Rinder und Schafe in Menge; denn es herrschte Freude in 
Israel.
1CH 13:1 Und David beriet sich mit den Anfhrern der Tausendschaften und 
der Hundertschaften, mit allen Frsten.
1CH 13:2 Und David sprach zur ganzen Volksgemeinde Israels: Wenn es euch 
recht ist und von Jahwe, unserem Gotte, beschlossen ist, so wollen wir zu 
unseren Volksgenossen senden, die irgendwo in den Gauen Israels 
zurckgeblieben sind, sowie zu den Priestern und Leviten in den 
Ortschaften, die ihnen samt ihren Weidetriften angewiesen sind, da sie 
sich zu uns versammeln,
1CH 13:3 damit wir die Lade unseres Gottes wieder zu uns herholen; denn 
unter der Regierung Sauls haben wir nicht nach ihr gefragt.
1CH 13:4 Da antwortete die ganze Volksgemeinde, man solle demgem thun, 
denn der Vorschlag war dem ganzen Volke recht.
1CH 13:5 Da berief David das ganze Israel zusammen vom Sihor in gypten an 
bis dahin, wo es nach Hamath hineingeht, damit sie die Lade Gottes aus 
Kirjath-Jearim herbeiholten.
1CH 13:6 Und David zog mit dem ganzen Israel nach Baala, das ist nach 
Kirjath-Jearim, welches zu Juda gehrt, um von dort aus die Gotteslade 
hinaufzubringen, die nach dem Namen Jahwes benannt ist, der ber den 
Keruben thront.
1CH 13:7 Sie luden aber die Gotteslade vom Hause Abinadabs hinweg auf 
einen neuen Wagen, und Ussa und Ahio leiteten den Wagen.
1CH 13:8 Und David und das ganze Israel tanzten vor Gott einher mit aller 
Macht und unter Gesngen, mit Zithern, Harfen, Pauken, Cymbeln und 
Trompeten.
1CH 13:9 Als sie nun bis zur Tenne von Kidon gekommen waren, streckte Ussa 
die Hand aus, um die Lade festzuhalten, weil die Rinder durchgingen.
1CH 13:10 Da loderte Jahwes Zorn auf gegen Ussa und er schlug ihn dort, 
weil er mit der Hand nach der Lade gegriffen hatte, so da er ebenda, 
angesichts Gottes, starb.
1CH 13:11 Aber David geriet in Unwillen, weil Jahwe an Ussa einen Ri 
gethan hatte, und man nannte jene rtlichkeit Perez Ussa bis auf den 
heutigen Tag.
1CH 13:12 Und David geriet jenes Tags in Furcht vor Gott, so da er rief: 
Wie kann ich da die Lade Gottes zu mir bringen?
1CH 13:13 So lie David die Lade nicht zu sich in die Stadt Davids 
verbringen, sondern lie sie beiseite bringen in das Haus Obed-Edoms aus 
Gath.
1CH 13:14 Und die Lade Gottes verblieb drei Monate bei dem Hause Obed-
Edoms in seinem Hause; aber Jahwe segnete das Haus Obed-Edoms und alles, 
was ihm gehrte.
1CH 14:1 Und Hiram, der Knig von Tyrus, schickte Gesandte an David mit 
Cedernhlzern, dazu Steinmetzen und Zimmerleute, damit sie ihm einen 
Palast bauten.
1CH 14:2 So erkannte David, da ihn Jahwe als Knig ber Israel bettigt, 
da sein Knigtum von Jahwe hochgebracht war um seines Volkes Israel 
willen.
1CH 14:3 In Jerusalem nahm sich David noch weitere Frauen, und David 
erzeugte noch weitere Shne und Tchter.
1CH 14:4 Dies sind die Namen der Kinder, die ihm in Jerusalem geboren 
wurden: Sammua, Sobab, Nathan, Salomo,
1CH 14:5 Jibhar, Elisua, Elpelet,
1CH 14:6 Nogah, Nepheg, Japhia,
1CH 14:7 Elisama, Beeljada, Eliphelet.
1CH 14:8 Als aber die Philister vernahmen, da David zum Knig ber ganz 
Israel gesalbt war, rckten die Philister insgesamt an, um Davids habhaft 
zu werden. Als das David vernahm, zog er gegen sie aus.
1CH 14:9 Als aber die Philister eingedrungen waren und sich in der Ebene 
Rephaim ausbreiteten,
1CH 14:10 befragte David Gott: Soll ich gegen die Philister ziehen, und 
wirst du sie in meine Gewalt geben? Jahwe erwiderte ihm: Ziehe hin - ich 
werde sie in deine Gewalt geben!
1CH 14:11 Als sie nun von Baal Perazim vorrckten, und David sie dort 
geschlagen hatte, rief er aus: Gott hat meine Feinde durch meine Hand 
durchbrochen wie bei einem Wasserdurchbruch! Darum benannte man jene 
rtlichkeit: Baal Perazim.
1CH 14:12 Aber sie lieen ihre Gtter dort zurck; die wurden auf Befehl 
Davids verbrannt.
1CH 14:13 Aber die Philister rckten nocheinmal an und breiteten sich in 
der Ebene aus.
1CH 14:14 Als nun David abermals Gott befragte, antwortete ihm Gott: Ziehe 
ihnen nicht entgegen; wende dich gegen ihren Rcken und komme vom 
Bakagehlz her ber sie!
1CH 14:15 Sobald du aber das Gerusch des Einherschreitens in den Wipfeln 
des Bakagehlzes hrst, dann schreite zum Angriff; denn Gott ist 
ausgezogen vor dir her, um das Heer der Philister zu schlagen.
1CH 14:16 David that, wie ihm Gott befohlen hatte, und so schlugen sie das 
Heer der Philister von Gibeon bis gegen Geser hin.
1CH 14:17 Und der Ruhm Davids verbreitete sich in allen Landen, und Jahwe 
lie die Furcht vor ihm auf alle Vlker fallen.
1CH 15:1 Und er baute sich Huser in der Stadt Davids und richtete eine 
Sttte fr die Lade Gottes her und schlug ein Zelt fr sie auf.
1CH 15:2 Damals befahl David: Die Lade Gottes darf niemand tragen auer 
den Leviten; denn sie hat Jahwe erwhlt, die Lade Gottes zu tragen und ihm 
immerdar zu dienen!
1CH 15:3 Da berief David das ganze Israel zusammen nach Jerusalem, um die 
Lade Jahwes hinaufzubringen an ihre Sttte, die er fr sie hergerichtet 
hatte.
1CH 15:4 Und David versammelte die Nachkommen Aarons und die Leviten:
1CH 15:5 Von den Nachkommen Kahaths: Uriel, den Obersten, und seine 
Verwandten, 120.
1CH 15:6 Von den Nachkommen Meraris: Asaja, den Obersten, und seine 
Verwandten, 220.
1CH 15:7 Von den Nachkommen Gersoms: Joel, den Obersten, und seine 
Verwandten, 130.
1CH 15:8 Von den Nachkommen Elizaphans: Semaja, den Obersten, und seine 
Verwandten, 200.
1CH 15:9 Von den Nachkommen Hebrons: Eliel, den Obersten, und seine 
Verwandten 80.
1CH 15:10 Von den Nachkommen Ussiels: Amminadab, den Obersten, und seine 
Verwandten, 112.
1CH 15:11 Sodann berief David die Priester Zadok und Abjatar und die 
Leviten Uriel, Asaja, Joel, Semaja, Eliel und Amminadab
1CH 15:12 und sprach zu ihnen: Ihr seid die Familienhupter der Leviten; 
heiligt euch, samt euren Brdern, damit ihr die Lade Jahwes, des Gottes 
Israels, hinauf an die Sttte bringt, die ich fr sie hergerichtet habe.
1CH 15:13 Weil ihr das erste Mal nicht zugegen wart, hat Jahwe, unser 
Gott, einen Ri an uns gerissen; denn wir haben uns nicht um seine 
Vorschrift gekmmert.
1CH 15:14 Da heiligten sich die Priester und die Leviten, um die Lade 
Jahwes, des Gottes Israels, hinaufzubringen.
1CH 15:15 Sodann hoben die Leviten die Lade Gottes, wie Mose nach dem 
Befehle Jahwes verordnet hatte, mit den Tragstangen auf sich, auf ihre 
Schulter.
1CH 15:16 Hierauf befahl David den Obersten der Leviten, ihre 
Stammesgenossen, die Snger, mit ihren Musiukinstrumenten, den Harfen, 
Zithern und Cymbeln zu bestellen, damit sie lauten Jubelschall ertnen 
lieen.
1CH 15:17 Da bestellten die Leviten Heman, den Sohn Joels, und von seinen 
Stammesgenossen Asaph, den Sohn Berechjas, und von den Nachkommen Meraris, 
ihren Stammesgenossen, Ethan, den Sohn Kusajas.
1CH 15:18 Und mit ihnen ihre Stammesgenossen, die vom zweiten Rang: 
Sacharja, Jaasiel, Semiramoth, Jehiel, Unni, Eliab, Benaja, Maaseja, 
Mattithja, Eliphelehu, Mikneja, Obed-Edom und Jeiel, die Thorhter.
1CH 15:19 Dazu die Snger, Heman, Asaph und Ethan, mit ehernen Cymbeln, um 
laut zu spielen;
1CH 15:20 Sacharja aber, Asiel, Semiramoth, Jehiel, Unni, Eliab, Maaseja 
und Benaja mit Harfen nach Jungfrauenweise,
1CH 15:21 Mattithja, Eliphelehu, Mikneja, Obed-Edom, Jeiel und Asasja mit 
Zithern nach der achten, um den Gesang zu leiten.
1CH 15:22 Kenanja aber, der Oberste der Leviten beim Tragen, hatte die 
Aufsicht ber das Tragen, denn er verstand sich darauf.
1CH 15:23 Und Berechja und Elkana waren Thorhter der Lade.
1CH 15:24 Sebanja aber, Josaphat, Nethaneel, Amasai, Sacharja, Benaja, 
Elieser, die Priester, bliesen vor der Lade Gottes her mit Trompeten, und 
Obed-Edom und Jehia waren Thorhter der Lade.
1CH 15:25 David aber und die Vornehmsten der Israeliten und die Obersten 
der Tausendschaften zogen hin, um die Lade mit dem Gesetze Jahwes aus dem 
Hause Obed-Edoms voller Freude hinaufzubringen.
1CH 15:26 Und als Gott den Leviten, die die Lade mit dem Gesetze Jahwes 
trugen, beistand, opferte man sieben Farren und sieben Widder.
1CH 15:27 David aber war mit einem Mantel von Byssus bekleidet und ebenso 
alle Leviten, die die Lade trugen, und die Snger und Kenanja, der Oberste 
beim Tragen, der Oberste der Snger; David aber trug ein linnenes 
Schulterkleid.
1CH 15:28 Und das ganze Israel brachte die Lade mit dem Gesetze Jahwes 
hinauf unter Jubel und lautem Posaunenschall und mit Trompeten und Cymbeln 
und lieen Harfen und Zithern ertnen.
1CH 15:29 Whrend nun die Lade mit dem Gesetze Jahwes bis zur Stadt Davids 
gelangt war, hatte Sauls Tochter Michal durch Fenster gesehen. Und als sie 
den Knig David hpfen und tanzen sah, empfand sie Verachtung fr ihn.
1CH 16:1 Nachdem man sodann die Lade Gottes hineingebracht und in dem 
Zelte, das David fr sie errichtet, aufgestellt hatte, brachte man vor 
Gott Brandopfer und Heilsopfer dar.
1CH 16:2 Und als David mit der Darbringung des Brandopfers und der 
Heilsopfer zu Ende war, segnete er das Volk im Namen Jahwes
1CH 16:3 und teilte allen Israeliten, Mnnern wie Weibern, jedem einen 
Laib Brot, ein Stck Fleisch und einen Traubenkuchen aus.
1CH 16:4 Er bestellte aber welche von den Leviten zu Dienern vor der Lade 
Jahwes und da sie Jahwe, den Gott Israels preisen, ihm danken und ihn 
rhmen sollten:
1CH 16:5 Asaph, das Haupt, und Sacharja, den zweiten im Range nach ihm, 
Jeiel, Semiramoth, Jehiel, Mattithja, Eliab, Benaja, Obed-Edom und Jeiel 
mit ihren Instrumenten, Harfen und Zithern; whrend Asaph die Cymbeln,
1CH 16:6 die Priester Benaja und Jahasiel aber bestndig die Trompeten vor 
der Lade mit dem Gesetze Gottes erschallen lieen.
1CH 16:7 Damals, an jenem Tage, bertrug David Asaph und seinen Brdern 
zuerst, das Danket Jahwe! zu singen. (Vergl. Ps. 105,1 ff. 96,1b-13a. 
106,1 u. 47f.)
1CH 16:8 Danket Jahwe, ruft seinen Namen an! Macht unter den Vlkern seine 
Thaten kund!
1CH 16:9 Singet ihm! Lobsinget ihm! Redet von allen seinen Wundern.
1CH 16:10 Rhmet euch seines heiligen Namens; es freue sich das Herz 
derer, die Jahwe suchen.
1CH 16:11 Fragt nach Jahwe und seiner Strke, sucht bestndig sein 
Angesicht.
1CH 16:12 Gedenkt seiner Wunder, die er gethan, seiner Zeichen und der 
Urteilssprche seines Mundes,
1CH 16:13 Nachkommen Israels, seine Knechte Shne Jakobs, seine 
Auserwhlten!
1CH 16:14 Er, Jahwe, ist unser Gott; ber die ganze Erde ergehen seine 
Gerichte.
1CH 16:15 Gedenket ewig seines Bundes, des Wortes, das er verordnet hat, 
auf tausend Geschlechter,
1CH 16:16 des Bundes, den er mit Abraham geschlossen, und seines Schwurs 
an Isaak.
1CH 16:17 Und er stellte ihn fr Jakob als eine Satzung hin, als einen 
ewigen gltigen Bund fr Israel, -1CH 16:18 indem er sprach: Dir will ich 
das Land Kanaan verleihen als euer erbliches Besitztum! -1CH 16:19 als 
ihr noch gering an Zahl wart, gar wenige, und als Fremdlinge darin weiltet.
1CH 16:20 Und sie zogen von Volk zu Volk und von einem Knigreiche zu 
einer anderen Nation.
1CH 16:21 Er gestattete niemandem, sie zu bedrcken, und strafte um 
ihretwillen Knige.
1CH 16:22 Tastet meine Gesalbten nicht anund thut meinen Propheten kein 
Leid!
1CH 16:23 Singt Jahwe, alle Lande! Verkndet von einem Tag zum anderen 
sein Heil!
1CH 16:24 Erzhlt unter den Heiden seine Herrlichkeit, unter allen Vlkern 
seine Wunder.
1CH 16:25 Denn gro ist Jahwe und hoch zu loben und furchtbar ist er ber 
alle Gtter.
1CH 16:26 Denn alle Gtter der Vlker sind Gtzen, aber Jahwe hat den 
Himmel geschaffen.
1CH 16:27 Majestt und Hoheit sind vor seinem Angesicht, Strke und 
Frohlocken an seinem Wohnsitz.
1CH 16:28 Gebt Jahwe, ihr Vlkergeschlechter, gebt Jahwe Herrlichkeit und 
Strke!
1CH 16:29 Gebt Jahwe die Herrlichkeit, die seinem Namen gebhrt; bringt 
Gaben und kommt vor sein Angesicht. Werft euch nieder vor Jahwe in 
heiligem Schmuck,
1CH 16:30 erzittert vor ihm, alle Lande; Auch hat er den Erdkreis 
gefestigt, da er nicht wankt.
1CH 16:31 Es freue sich der Himmel und die Erde frohlocke, und man spreche 
unter den Heiden: Jahwe ward Knig!
1CH 16:32 Es brause das Meer und was es fllt; es jauchze das Gefilde und 
alles, was darauf ist.
1CH 16:33 Alsdann werden jubeln alle Bume des Waldes vor Jahwe, denn er 
kommt, die Erde zu richten.
1CH 16:34 Danket Jahwe, denn er ist gtig; denn ewig whrt seine Gnade.
1CH 16:35 Und sprecht: Hilf uns, o Gott, der du unsere Hilfe bist, und 
sammle und errette uns aus den Heiden, da wir deinem heiligen Namen 
danken, uns deines Lobpreises rhmen!
1CH 16:36 Gepriesen sei Jahwe, der Gott Israels, von Ewigkeit bis zu 
Ewigkeit. Und alles Volk sprach Amen! und einen Lobpreis Jahwes.
1CH 16:37 Und er lie Asaph und seine Brder dort vor der Lade mit dem 
Gesetze Jahwes, damit sie bestndig den Dienst vor der Lade verrichteten, 
so wie es ein jeder Tag erforderte,
1CH 16:38 Obed-Edom aber, den Sohn Jedithuns, und Hosa und ihre Brder, 68 
an der Zahl, als Thorhter.
1CH 16:39 Den Priester Zadok aber und seine Brder, die Priester, lie er 
vor der Wohnung Jahwes auf der Opferhhe zu Gibeon,
1CH 16:40 damit sie Jahwe regelmig, am Morgen und am Abend, auf dem 
Brandopferaltare Brandopfer darbrchten und alle Vorschriften des Gesetzes 
Jahwes, das er Israel anbefohlen hat, erfllten.
1CH 16:41 Und mit ihnen waren Heman und Jeduthun und die brigen 
Auserwhlten, die namentlich bezeichnet waren, um Jahwe Dank zu sagen, da 
seine Gnade ewig whre.
1CH 16:42 Und mit ihnen waren Trompeten und Cymbeln fr die Musiker und 
die Instrumente fr die Gotteslieder; die Shne Jeduthuns aber waren fr 
das Thor.
1CH 16:43 Darauf ging jedermann im Volke heim. David aber wandte sich, um 
seine Familie zu begren.
1CH 17:1 Als nun David in seinem Palaste wohnte, sprach David einst zum 
Propheten Nathan: Ich wohne nun im Cedernpalaste, whrend die Lade mit dem 
Gesetze Jahwes unter Zelttchern weilt!
1CH 17:2 Nathan erwiderte dem Knige: Was du irgend im Sinne hast, das 
fhre aus, denn Gott ist mit dir!
1CH 17:3 Aber noch in derselben Nacht erging an Nathan folgender Befehl 
Gottes:
1CH 17:4 Wohlan, sage meinem Knechte David: So spricht Jahwe: Nicht du 
sollst mir das Haus zur Wohnung bauen!
1CH 17:5 Habe ich doch in keinem Hause gewohnt seit der Zeit, da ich die 
Israeliten herfhrte, bis zum heutigen Tage - vielmehr wanderte ich in 
einer Zeltwohnung umher.
1CH 17:6 Habe ich etwa, solange ich in ganz Israel umherzog, zu einem der 
Richter Israels, denen ich den Auftrag gab, mein Volk Israel zu weiden, je 
ein Wort derart gesagt: Warum baut ihr mir keinen Cedernpalast?
1CH 17:7 So sollst du denn jetzt meinem Knechte David verknden: So 
spricht Jahwe der Heerscharen: Ich habe dich von der Weide hinter der 
Herde weggeholt, da du Frst ber mein Volk Israel werden solltest,
1CH 17:8 habe dir beigestanden in allem, was du unternommen hast, und habe 
alle deine Feinde vor dir her vertilgt; und ich will dir einen Namen 
schaffen gleich dem Namen der Grten auf Erden
1CH 17:9 und werde meinem Volke Israel eine Sttte anweisen und es da 
einpflanzen, da es an seiner Sttte wohnen kann, und gewaltthtige 
Menschen es nicht mehr aufreiben wie vordem
1CH 17:10 seit der Zeit, da ich Richter ber mein Volk Israel bestellt 
habe, und will alle deine Feinde demtigen. Darum kndige ich dir an, da 
Jahwe dir ein Haus bauen wird.
1CH 17:11 Wenn einst deine Zeit voll ist, da du hingehst und dich deinen 
Vtern zugesellst, dann will ich deine Nachkommenschaft, die aus deinem 
Leibe vohanden sein wird, zu deiner Nachfolge bestimmen und will ihr 
Knigtum besttigen.
1CH 17:12 Sie soll mir ein Haus bauen, und ich will ihren Thron fr immer 
besttigen.
1CH 17:13 Ich will ihr Vater, und sie soll mir Sohn sein, und ich will ihr 
meine Gnade nicht entziehen, wie ich sie deinem Vorgnger entzogen habe.
1CH 17:14 Vielmehr will ich sie fr immer ber mein Haus und mein Knigtum 
bestellen, und ihr Thron soll fr alle Zeiten Bestand haben!
1CH 17:15 Genau diesen Worten und diesem Gesichte gem redete denn Nathan 
zu David.
1CH 17:16 Da ging der Knig David hinein, setzte sich vor Jahwe nieder und 
rief: Wer bin ich, Jahwe, o Gott, und was ist mein Haus, da du mich bis 
hierher gebracht hast?
1CH 17:17 Und das gengt dir noch nicht, o Gott, vielmehr hast du deine 
Zusage auch auf das Haus deines Sklaven erstreckt und zwar auf weit 
hinaus, und du lieest mich schauen Geschlechter der Menschen, Jahwe, o 
Gott.
1CH 17:18 Aber was soll David noch weiter zu dir sagen? Du selbst kennst 
ja deinen Sklaven!
1CH 17:19 Jahwe, um deines Sklaven willen und deinem Herzen nach thatest 
du das, da du deinem Sklaven alles dies Herrliche verkndigest.
1CH 17:20 Jahwe, niemand ist dir gleich und kein Gott auer dir nach alle 
dem, was wir mit eigenen Ohren gehrt haben.
1CH 17:21 Und wo gleicht auf Erden deinem Volke Israel ein anderes Volk, 
das ein Gott sich zum Volke zu erkaufen gegangen wre, sowie ihm einen 
Namen zu schaffen, ihnen Groes und Furchtbares zu erweisen, vor seinem 
Volk ein anderes Volk und seinen Gott zu vertreiben?
1CH 17:22 Aber du hast dein Volk Israel fr alle Zeiten zu deinem Volke 
bestimmt und du, Jahwe, bist ihr Gott geworden.
1CH 17:23 Aber nun, Jahwe, mge sich die Zusage, die du in betreff deines 
Sklaven und seines Hauses gegeben hast, fr alle Zeiten giltig erweisen, 
und thue, wie du geredet hast.
1CH 17:24 Dann wird sich dein Name treu erweisen und fr alle Zeiten 
berhmt sein und lauten: Jahwe der Heerscharen, Israels Gott, und das Haus 
deines Sklaven David wird vor dir Bestand haben.
1CH 17:25 Denn du, mein Gott, hast deinem Sklaven die Erffnung gemacht, 
da du ihm ein Haus bauen wolltest; darum hat dein Sklave sich ein Herz 
gefat, dieses Gebet dir vorzutragen.
1CH 17:26 Nun denn, Jahwe, du bist Gott: nachdem du deinem Sklaven diese 
herrliche Zusage gemacht hast, -1CH 17:27 nun denn, la es dir gefallen 
und segne das Haus deines Sklaven, da es fr immer vor dir bestehe. Denn 
was du, Jahwe, segnest, ist gesegnet fr immer!
1CH 18:1 Hierauf schlug David die Philister und unterjochte sie und entri 
Gath und die zugehrigen Ortschaften der Gewalt der Philister.
1CH 18:2 Dazu schlug er die Moabiter, und so wurden die Moabiter Davids 
tributpflichtige Unterthanen.
1CH 18:3 Ferner schlug David Hadareser, den Knig von Zoba, in der 
Richtung nach Hamath hin, als er eben unterwegs war, seine Herrschaft am 
Euphratstrom aufzurichten.
1CH 18:4 David nahm von ihm 1000 Wagen, 17000 Reiter und 20000 Mann 
Fuvolk gefangen. Die Wagenpferde lie David smtlich lhmen; nur 100 
Pferde lie er davon brig.
1CH 18:5 Als aber die Aramer von Damaskus dem Knig Hadareser von Zoba zu 
Hilfe kamen, erschlug David von den Aramern 22000 Mann.
1CH 18:6 Sodann setzte David Vgte im Damascenischen Aram ein, so da die 
Aramer Davids tributpflichtige Unterthanen wurden. So verlieh Jahwe David 
Sieg berall, wo er hinkam.
1CH 18:7 Auch erbeutete David die goldenen Schilde, welche die Hofbeamten 
Hadaresers trugen, und schaffte sie nach Jerusalem.
1CH 18:8 Dazu erbeutete David in Hadaresers Stdten Tebah und Kun Erz in 
groer Menge.
1CH 18:9 Als aber der Knig Thou von Hamath erfuhr, da David das ganze 
Heer des Knigs Hadareser von Zoba geschlagen habe,
1CH 18:10 sandte er seinen Sohn Hadoram zum Knige David, um ihn zu 
begren und wegen seines siegreichen Kriegs mit Hadareser zu 
beglckwnschen - Hadareser war nmlich dereinst ein Gegner Thous im 
Kriege gewesen, - mit allerlei goldenen, silbernen und ehernen 
Gegenstnden.
1CH 18:11 Auch sie weihte der Knig David Jahwe, zusammen mit dem Silber 
und Golde, das er von allen Vlkern fortgefhrt hatte, von Edom, Moab, den 
Ammonitern, den Philistern und von Amalek.
1CH 18:12 Absai aber, der Sohn Zerujas, schlug die Edomiter im Salzthal, 
18000 Mann.
1CH 18:13 Und er setzte in Edom Vgte ein, so da ganz Edom David 
unterthan wurde. Jahwe aber verlieh David Sieg berall, wohin er kam.
1CH 18:14 Und David regierte ganz Israel und bte recht und Gerechtigkeit 
an seinem ganzen Volke.
1CH 18:15 Joab, der Sohn Zerujas, war ber das Heer gesetzt, Josaphat, der 
Sohn Ahiluds, war Kanzler.
1CH 18:16 Zadok, der Sohn Ahitubs, und Ahimelech, der Sohn Abjathars, 
waren Priester, Savsa Staatsschreiber,
1CH 18:17 Benajahu, der Sohn Jehojadas, befehligte die Kreter und Plether, 
und Davids Shne waren die Ersten zum Dienste des Knigs.
1CH 19:1 Darnach ereignete es sich, da Nahas, der Knig der Ammoniter, 
starb, und sein Sohn Hanun an seiner Stelle zur Regierung kam.
1CH 19:2 David dachte: Ich will mich gegen Hanun, den Sohn des Nahas, 
freundlich erzeigen, da sich sein Vater mir gegenber freundlich erzeigt 
hat. So schickte denn David Gesandte, um ihm wegen seines Vaters Trost 
zusprechen zu lassen. Als nun Davids Hofbeamte ins Land der Ammoniter zu 
Hanun kamen, um ihm Trost zuzusprechen,
1CH 19:3 sagten die Frsten der Ammoniter zu Hanun: Glaubst du denn, da 
David, indem er dir Trster zusendet, deinem Vater eine Ehre erzeigen 
will? Sicher sind seine Beamten nur deshalb zu dir gekommen, um die Stadt 
zu erforschen und zu zerstren und das Land auszukundschaften?
1CH 19:4 Da lie Hanun die Beamten Davids ergreifen, lie sie scheren und 
ihnen die Kleider halb abschneiden, bis ans Ges, und schickte sie dann 
fort.
1CH 19:5 Als man nun hinging und David in betreff der Mnner Meldung that, 
sandte er ihnen entgegen - denn die Mnner waren schwer beschimpft - und 
der Knig lie ihnen sagen: Bleibt in Jericho; erst wann euch der Bart 
wieder gewachsen ist, kommt zurck!
1CH 19:6 Als nun die Ammoniter merkten, da sie sich bei David verhat 
gemacht hatten, schickten Hanun und die Ammoniter tausend Talente Silber, 
um sich von den Aramern in Mesopotamien und den Aramern von Maacha und 
von Zoba Wagen und Reiter zu erkaufen.
1CH 19:7 So erkauften sie sich 32000 Wagen und den Knig von Maacha mit 
seinen Truppen; die kamen und lagerten sich vor Medeba. Und die Ammoniter 
versammelten sich aus ihren Stdten und rckten zum Kampfe aus.
1CH 19:8 Als David davon hrte, schickte er Joab mit dem ganzen Heere der 
Gibborim hin.
1CH 19:9 Aber die Ammoriter rckten aus und stellten sich am Eingange der 
Stadt in Schlachtordnung auf, whrend die Knige, die herbeigekommen 
waren, fr sich auf freiem Felde standen.
1CH 19:10 Als nun Joab sah, da ihm sowohl von vorn wie von hinten ein 
Angriff drohe, traf er eine Auswahl aus allen Erlesenen in Israel und 
stellte sich den Aramern gegenber.
1CH 19:11 Den Rest des Kriegsvolks hingegen bergab er der Fhrung seines 
Bruders Absai, damit sie sich den Ammonitern gegenberstellten.
1CH 19:12 Dabei ordnete er an: Wenn die Aramer mir berlegen sind, so 
mut du mir zu Hilfe kommen; sind aber die Ammoniter dir berlegen, so 
werde ich dir helfen.
1CH 19:13 Sei mannhaft und la uns mannhaft auftreten fr unser Volk und 
fr die Stdte unseres Gottes - Jahwe aber mge thun, was ihm wohlgefllt!
1CH 19:14 So rckte denn Joab mit den Truppen, die er bei sich hatte, zum 
Kampfe gegen die Aramer vor, und sie flohen vor ihm.
1CH 19:15 Als aber die Ammoniter bemerkten, da die Aramer vor Joab 
flohen, da flohen auch sie vor seinem Bruder Absai und zogen sich in die 
Stadt zurck. Joab aber kehrte nach Jerusalem zurck.
1CH 19:16 Als nun die Aramer sahen, da sie von den Israeliten geschlagen 
waren, sandten sie Boten und lieen die Aramer von jenseits des Stromes 
ausrcken, und Sophach, der Feldherr Hadaresers, stand an ihrer Spitze.
1CH 19:17 Als das David hinterbracht wurde, bot er ganz Israels auf, 
berschritt den Jordan, gelangte nach Helam und stellte sich gegen sie 
auf. Da stellten sich auch die Aramer in Schlachtordnung gegen David auf 
und lieferten ihm eine Schlacht.
1CH 19:18 Aber die Aramer flohen vor den Israeliten, und David ttete den 
Aramern 7000 Wagenpferde und 40000 Mann Fuvolk; auch Sophach, den 
Feldherrn, ttete er.
1CH 19:19 Als aber die Unterthanen Hadaresers sahen, da sie von den 
Israeliten geschlagen waren, schlossen sie Frieden mit David und 
unterwarfen sich ihm, und die Aramer hatten keine Lust, den Ammonitern 
ferner noch Hilfe zu leisten.
1CH 20:1 Im folgenden Jahre aber um die Zeit, da die Knige ausgezogen 
waren, fhrte Joab das Kriegsheer ins Feld und verheerte das Land der 
Ammoniter. Sodann zog er hin und belagerte Rabba, whrend David in 
Jerusalem blieb. Und Joab besiegte Rabba und zerstrte es.
1CH 20:2 David aber nahm dem Milkom die Krone vom Haupt und befand, da 
sie ein Goldtalent wog, und an ihr war ein kostbarer Edelstein. Die setzte 
sich David aufs Haupt und fhrte eine groe Menge Beute aus der Stadt 
hinweg.
1CH 20:3 Die Bevlkerung aber, die sich darin befand, fhrte er weg und 
stellte sie an die Sgen, an die eisernen Picken und die xte. Ebenso 
verfuhr David mit allen anderen Stdten der Ammoniter. Dann kehrte David 
mit dem gesamten Kriegsvolke nach Jerusalem zurck.
1CH 20:4 Spter kam es bei Geser nochmals zum Kampfe mit den Philistern. 
Damals erlegte der Husathiter Sibbechai den Sippai, einen von den 
Riesenkindern, und so wurden sie gedemtigt.
1CH 20:5 Als es dann nochmals zum Kampfe mit den Philistern kam, erlegte 
Elhanan, der Sohn Jairs, Lahmi, den Bruder des Goliath aus Gath, dessen 
Speerschaft einem Weberbaume glich.
1CH 20:6 Als es einst wieder bei Gath zum Kampfe kam, befand sich da ein 
riesenlanger Mensch, der je sechs Finger und Zehen hatte, zusammen 
vierundzwanzig, und der ebenfalls vom Riesengeschlechte stammte.
1CH 20:7 Als dieser Israel hhnte, erlegte ihn Jonathan, der Sohn von 
Davids Bruder Simea.
1CH 20:8 Die Genannten stammten vom Riesengeschlechte zu Gath und fielen 
durch die Hand Davids und seiner Untergebenen.
1CH 21:1 Es trat aber Satan wider Israel auf und reizte David an, Israel 
zu zhlen.
1CH 21:2 Da gebot David Joab und den Obersten des Volks: Wohlan, zhlet 
Israel von Beerseba bis Dan und bringt mir Bescheid, damit ich erfahre, 
wie viele ihrer sind!
1CH 21:3 Joab erwiderte: Mag Jahwe zu seinem Volke, so viele ihrer sind, 
noch hundertmal mehr hinzuthun, so sind sie, mein Herr und Knig, ja doch 
ingesamt meinem Herrn unterthan - warum verlangt mein Herr solches? Warum 
soll es Israel zur Verschuldung gereichen?
1CH 21:4 Aber des Knigs Befehl bezwang Joab, und so machte sich denn Joab 
auf den Weg und zog in ganz Israel umher; sodann kam er wieder nach 
Jerusalem.
1CH 21:5 Und Joab gab David die Zahl an, die sich bei der Musterung des 
Volks herausgestellt hatte, und zwar belief sich ganz Israel auf 1100000 
schwertgerstete Mnner, und Juda auf 470000 schwertgerstete Mnner.
1CH 21:6 (Levi und Benjamin aber hatte er nicht mit gemustert, denn der 
Befehl des Knigs war Joab ein Greuel.)
1CH 21:7 Gott aber mifiel diese Sache, und er schlug Israel.
1CH 21:8 Da sprach David zu Gott: Ich habe schwer damit gesndigt, da ich 
dies gethan habe; nun aber la doch deinem Knechte sein Verschuldung 
hingehen, denn ich war schwer bethrt!
1CH 21:9 Da redete Jahwe zu Gad, dem Seher Davids, also:
1CH 21:10 Gehe hin und sprich zu David also: So spricht Jahwe: Drei Dinge 
lege ich dir vor; whle dir eines davon, da ich es dir anthue!
1CH 21:11 Da ging Gad zu David hinein und sprach zu ihm: So spricht Jahwe: 
Whle dir!
1CH 21:12 Entweder drei Jahre Hungersnot oder drei Monate Flucht vor 
deinen Widersachern, indem dich das Schwert deiner Feinde ereilt, oder 
drei Tage das Schwert Jahwes und Pest im Lande, so da der Engel Jahwes im 
ganzen Bereiche Israels Verheerung anrichtet. Nun sieh zu, was ich dem, 
der mich sendet, antworten soll!
1CH 21:13 David entgegnete Gad: Mir ist sehr bange - la mich in die Hand 
Jahwes fallen, denn sein Erbarmen ist sehr gro, aber Menschen mchte ich 
nicht in die Hnde fallen!
1CH 21:14 So verhngte Jahwe eine Pest ber Israel, und es fielen aus 
Israel 70000 Mann.
1CH 21:15 Und Gott sandte einen Engel nach Jerusalem, es zu verheeren; als 
er aber verheerte, sah Jahwe darein und lie sich das Unheil gereuen und 
gebot dem Engel, der die Verheerung anzurichten hatte: Genug! Ziehe nun 
deine Hand ab! - der Engel Jahwes befand sich eben bei der Tenne des 
Jebusiters Ornan.
1CH 21:16 Als nun David aufblickte, sah er den Engel Jahwes zwischen 
Himmel und Erde stehen, mit dem gezckten Schwert, das gegen Jerusalem 
ausgestreckt war, in seiner Hand. Da fielen David und die Vornehmen, mit 
hrenen Gewndern bedeckt, nieder auf ihr Angesicht,
1CH 21:17 und David betete zu Gott: Ich habe ja den Befehl gegeben, das 
Volk zu zhlen; ich bin es also, der gesndigt und sehr bel gethan hat; 
diese aber, die Schafe, was haben sie gethan? Jahwe, mein Gott, la doch 
deine Hand sich gegen mich und meine Familie wenden, nicht aber gegen dein 
Volk, da es einer Seuche erliege!
1CH 21:18 Der Engel Jahwes aber hatte Gad angewiesen, David zu sagen, 
David mge hinaufgehen, um Jahwe auf der Tenne des Jebusiters Ornan einen 
Altar zu errichten.
1CH 21:19 Da begab sich David auf Gads Gehei, das dieser im Namen Jahwes 
ausgesprochen hatte, hinauf.
1CH 21:20 Und Ornan kehrte zurck und sah den Knig, whrend sich seine 
vier Shne, die bei ihm waren, versteckten; Ornan aber drasch gerade 
Weizen.
1CH 21:21 Als nun David zu Ornan kam, blickt Ornan auf und gewahrte David. 
Da trat er aus der Tenne heraus und verneigte sich vor David mit dem 
Angesicht bis auf den Boden.
1CH 21:22 David sprach zu Ornan: Tritt mir den Tennenplatz ab, damit ich 
Jahwe einen Altar darauf erbaue - fr den vollen Betrag sollst du mir ihn 
abtreten! - und so die Seuche vom Volk abgewehrt wird.
1CH 21:23 Ornan entgegnete David: Nimm sie hin, und mein Herr und Knig 
wolle thun, was ihm beliebt! Siehe da, ich gebe dir die Rinder zu den 
Brandopfern und die Dreschschlitten zum Brennholz und den Weizen zum 
Speisopfer - alles gebe ich dir!
1CH 21:24 Der Knig David erwiderte jedoch Ornan: Nein, sondern ich will 
es kuflich erwerben um den vollen Betrag; denn ich will nicht, was dir 
gehrt, fr Jahwe nehmen, um ein Brandopfer zu bringen, das ich umsonst 
habe!
1CH 21:25 So gab denn David Ornan fr den Platz die Summe von sechshundert 
Goldsekeln.
1CH 21:26 Sodann baute David dort Jahwe einen Altar und brachte Brandopfer 
und Heilsopfer dar, und als er Jahwe anrief, da antwortete er ihm mit der 
Herabsendung von Feuer vom Himmel her auf den Brandopferaltar.
1CH 21:27 Und Jahwe befahl dem Engel, sein Schwert wieder in die Scheide 
zu stecken.
1CH 21:28 Damals, als David wahrnahm, da ihm Jahwe auf der Tenne des 
Jebusiters Ornan geantwortet hatte, opferte er dort.
1CH 21:29 Die Wohnung Jahwes aber, die Mose in der Steppe angefertigt 
hatte, und der Brandopferaltar befanden sich damals auf der Opferhhe zu 
Gibeon.
1CH 21:30 David konnte jedoch nicht vor ihm erscheinen, um Gott zu suchen, 
denn er war erschrocken vor dem Schwerte des Engels Jahwes.
1CH 22:1 Und David sprach: Dies hier sei die Behausung Jahwes, Gottes, und 
dies der Altar fr die Brandopfer Israels!
1CH 22:2 Sodann befahl David, die Fremdlinge zu versammeln, die sich im 
Lande Israel befanden, und bestellte Steinmetzen, die Quadersteine zum Bau 
des Tempels Jahwes zuzuhauen.
1CH 22:3 Ferner beschaffte David eine Menge Eisen zu den Ngeln fr die 
Thorflgel und zu den Klammern, sowie eine solche Menge Erz, da man es 
nicht wgen konnte,
1CH 22:4 und unzhlige Cedernbalken; denn die Sidonier und Tyrier brachten 
David Cedernbalken in Menge.
1CH 22:5 Denn David dachte: Mein Sohn Salomo ist noch jung und zart; der 
Tempel aber, den es Jahwe zu bauen gilt, mu beraus gro werden, da er 
als ein Ruhm und eine Zierde dastehe fr alle Lnder. So will ich denn 
Vorrat fr ihn beschaffen! Und so beschaffte David vor seinem Tode Vorrat 
in Menge.
1CH 22:6 Sodann lie er seinen Sohn Salomo rufen und beauftragte ihn, 
Jahwe, dem Gott Israels, einen Tempel zu bauen.
1CH 22:7 Da sprach David zu Salomo: Mein Sohn! Ich selbst hatte mir 
vorgenommen, dem Namen Jahwes, meines Gottes, einen Tempel zu bauen.
1CH 22:8 Es erging jedoch das Wort Jahwes an mich folgendermaen: Du hast 
Blut in Menge vergossen und groe Kriege gefhrt: du darfst meinem Namen 
kein Haus bauen, weil du vor meinem Angesichte viel Blut zur Erde 
vergossen hast.
1CH 22:9 Aber es wird dir ein Sohn geboren werden, der wird ein Mann der 
Ruhe sein, und ich will ihm Ruhe schaffen vor allen seinen Feinden 
ringsum. Denn er wird Salomo heien, und Frieden und Ruhe will ich Israel 
unter seiner Regierung verleihen.
1CH 22:10 Der soll meinem Namen einen Tempel bauen; er soll mir Sohn, und 
ich will ihm Vater sein und will den Thron seines Knigtums ber Israel 
fr immer besttigen.
1CH 22:11 Und nun, mein Sohn, - mge Jahwe mit dir sein, da du Gelingen 
habest und den Tempel Jahwes, deines Gottes, bauest, wie er von dir 
verheien hat!
1CH 22:12 Mge dir Jahwe nur Klugheit und Einsicht verleihen und dich zum 
Herrscher ber Israel bestellen und dazu, da du das Gesetz Jahwes, deines 
Gottes, beobachtest.
1CH 22:13 Dann wirst du Gelingen haben, wenn du die Satzungen und 
Ordnungen, die Jahwe Mose und Israel anbefohlen hat, sorgsam einhltst. 
Sei mutig und stark! Sei getrost und la dich nicht erschrecken!
1CH 22:14 Siehe, trotz meiner Mhsal habe ich fr den Tempel Jahwes 
beschafft: 100000 Talente Gold, eine Million Talente Silber, dazu Erz und 
Eisen so viel, da es nicht zu wgen ist, denn es ist in Massen vorhanden. 
Auch Balken und Steine habe ich beschafft, und du wirst noch mehr dazuthun.
1CH 22:15 Auch Werkleute - Steinmetzen, Maurer und Zimmerleute - hast du 
in Menge zur Verfgung und allerlei Kunstverstndige fr allerlei Arbeiten
1CH 22:16 in Gold, Silber, Erz und Eisen in zahlloser Menge. Auf, gehe ans 
Werk, und Jahwe mge mit dir sein!
1CH 22:17 Sodann befahl David allen Frsten Israels, seinen Sohn Salomo zu 
untersttzen, und sprach:
1CH 22:18 War doch Jahwe, euer Gott, mit euch und hat euch ringsum Ruhe 
verschafft! Denn er hat die frheren Bewohner des Landes in meine Gewalt 
gegeben, und das Land mute sich Jahwe und seinem Volk unterwerfen.
1CH 22:19 So richtet nun euer Herz und euren Sinn darauf, Jahwe, euren 
Gott, zu suchen. Macht euch daran, das Heiligtum Jahwes, Gottes, zu 
erbauen, damit ihr die Lade mit dem Gesetze Jahwes und die heiligen Gerte 
Gottes hineinbringen knnt in den Tempel, der dem Namen Jahwes erbaut 
werden soll.
1CH 23:1 Als David alt und lebenssatt war, machte er seinen Sohn Salomo 
zum Knig ber Israel.
1CH 23:2 Er versammelte alle Frsten Israels, die Priester und die Leviten.
1CH 23:3 Und die Leviten wurden gezhlt, von dreiig Jahren an und 
darber, und es belief sich ihre Zahl, Kopf fr Kopf gerechnet, auf 38000 
Mnner.
1CH 23:4 Von diesen sollen 24000 den Geschften am Tempel Jahwes 
vorstehen; 6000 sollen Amtleute und Richter sein,
1CH 23:5 4000 Thorhter, und 4000 sollen Jahwe lobpreisen mit den 
Instrumenten, die ich zum Lobpreisen angefertigt habe.
1CH 23:6 Und David teilte sie in Abteilungen nach den Shnen Levis, 
Gerson, Kahath und Merari.
1CH 23:7 Zu den Gersonitern gehrten: Laedan und Simei.
1CH 23:8 Die Shne Laedans waren: Jehiel, das Oberhaupt, Setham und Joel, 
zusammen drei.
1CH 23:9 Die Shne Simeis waren: Selomith, Hasiel und Haran, zusammen 
drei. Dies waren die Familienhupter des Geschlechts Laedans.
1CH 23:10 Die Shne Simeis aber waren: Jahath, Sina, Jeus und Beria; dies 
waren die Shne Simeis, zusammen vier.
1CH 23:11 Und Jahath war das Oberhaupt, Sina der zweite; Jeus und Beria 
aber hatten nur wenig Kinder, so da sie nur eine Familie, eine Amtsklasse 
bildeten.
1CH 23:12 Die Shne Kahaths waren: Amram, Jizhar, Hebron und Ussiel, 
zusammen vier.
1CH 23:13 Die Shne Amrams waren: Aaron und Mose. Aaron aber wurde 
ausgesondert, damit er als hochheilig geweiht wrde, er und seine Shne, 
fr alle Zeiten, damit sie fr alle Zeiten vor Jahwe rucherten, ihm 
dienten und in seinem Namen segneten.
1CH 23:14 Und was Mose, den Mann Gottes, betrifft, so wurden seine Shne 
zum Stamme Levi berhaupt gerechnet.
1CH 23:15 Die Shne Moses waren: Gersom und Elieser;
1CH 23:16 die Shne Gersoms: Sebuel, das Oberhaupt.
1CH 23:17 Die Shne Eliesers aber waren: Rehabja, das Oberhaupt. Andere 
Shne hatte Elieser nicht; dagegen waren die Shne Rehabjas beraus 
zahlreich.
1CH 23:18 Die Shne Jizhars waren: Selomith, das Oberhaupt;
1CH 23:19 die Shne Hebrons: Jerija das Oberhaupt, Amarja der zweite, 
Jahasiel der dritte, Jekameam der vierte.
1CH 23:20 Die Shne Ussiels waren: Micha das Oberhaupt und Jissia der 
zweite.
1CH 23:21 Die Shne Meraris waren: Mahli und Musi; die Shne Mahlis: 
Eleasar und Kis.
1CH 23:22 Eleasar aber starb, ohne Shne zu hinterlassen; er hatte nur 
Tchter. Diese heirateten die Shne Kis', ihre Vettern.
1CH 23:23 Die Shne Musis waren: Mahli, Eder und Jeremoth, zusammen drei.
1CH 23:24 Dies sind die Leviten nach ihren Familien, die Familienhupter, 
so viele ihrer gemustert wurden, nach der Zahl der Namen Kopf fr Kopf, 
die beim Dienst am Tempel Jahwes beschftigt waren, von zwanzig Jahren an 
und darber.
1CH 23:25 Denn David sprach: Jahwe, der Gott Israels, hat seinem Volke 
Ruhe gegeben und wohnt nun fr immer zu Jerusalem.
1CH 23:26 So brauchen nun auch die Leviten die Wohnung und alle zu ihrem 
Dienst erforderlichen Gerte nicht mehr zu tragen.
1CH 23:27 (Denn nach den letzten Geschichten Davids wurde die Anzahl der 
Leviten von den Zwanzigjhrigen an berechnet.)
1CH 23:28 Vielmehr besteht ihre Amtspflicht in der Untersttzung der Shne 
Aarons, im Dienst am Tempel Jahwes als Aufseher ber die Vorhfe und die 
Zellen und die Reinigung alles Heiligen, sowie in den Dienstverrichtungen 
am Tempel Gottes,
1CH 23:29 ferner in der Besorgung der reihenweise aufgelegten Brote, des 
Feinmehls zu den Speisopfern, der ungesuerten Fladen, der Pfanne und des 
Eingerhrten, sowie in jeder Art des Messens,
1CH 23:30 ferner darin, da sie jeden Morgen hintreten, Jahwe zu danken 
und ihn zu preisen, und ebenso am Abend
1CH 23:31 und bei jeder Darbringung von Brandopfern fr Jahwe, an den 
Sabbaten, den Neumonden und den Festen, so viele ihrer nach der darber 
geltenden Vorschrift bestndig vor Jahwe darzubringen sind.
1CH 23:32 Und so sollen sie der Geschfte am Offenbarungszelt und der 
Geschfte am Heiligtum und der Geschfte in der Untersttzung der Shne 
Aarons, ihrer Stammesgenossen, warten im Dienst an der Wohnung Jahwes.
1CH 24:1 Die Nachkommen Aarons aber hatten auch ihre Abteilungen. Die 
Shne Aarons waren Nadab, Abihu, Eleasar und Ithamar.
1CH 24:2 Nadab und Abihu aber starben vor ihrem Vater, ohne Shne zu 
hinterlassen, und so bekleideten nur Eleasar und Ithamar das Priesteramt.
1CH 24:3 Und David nebst Zadok, der von den Nachkommen Eleasars war, und 
Ahimelech, der von den Nachkommen Ithamars war, teilten sie je nach ihrem 
Amt in ihren Dienst ein.
1CH 24:4 Es befand sich aber, da die Nachkommen Eleasars hinsichtlich der 
Geschlechtshupter zahlreicher waren, als die Nachkommen Ithamars; daher 
teilte man sie so, da auf Eleasar sechzehn, auf Ithamar acht 
Familienhupter kamen.
1CH 24:5 Und zwar teilte man sie, die einen wie die anderen, durchs Los 
ab; denn es gab Frsten des Heiligtums und Frsten Gottes sowohl unter den 
Nachkommen Eleasars, als unter den Nachkommen Ithamars.
1CH 24:6 Und Semaja, der Sohn Nethaneels, der Schreiber aus der Zahl der 
Leviten, schrieb sie auf in Gegenwart des Knigs und der Frsten und des 
Priesters Zadok und Ahimelechs, des Sohnes Abjathars, sowie der 
Familienhupter der Priester und Leviten. Je eine Familie wurde von der 
Linie Eleasar und je eine von der Linie Ithamar ausgelost.
1CH 24:7 Das erste Los fiel auf Jojarib, das zweite auf Jedaja,
1CH 24:8 das dritte auf Harim, das vierte auf Seorim,
1CH 24:9 das fnfte auf Malchia, das sechste auf Mijamin,
1CH 24:10 das siebente auf Hakkoz, das achte auf Abia,
1CH 24:11 das neunte auf Jesua, das zehnte auf Sechanja,
1CH 24:12 das elfte auf Eljasib, das zwlfte auf Jakim,
1CH 24:13 das dreizehnte auf Huppa, das vierzehnte auf Jesebeab,
1CH 24:14 das fnfzehnte auf Bilga, das sechzehnte auf Immer,
1CH 24:15 das siebzehnte auf Hesir, das achtzehnte auf Happizzez,
1CH 24:16 das neunzehnte auf Pethahja, das zwanzigste auf Jeheskel,
1CH 24:17 das einundzwanzigste auf Jachin, das zweiundzwanzigste auf Gamul,
1CH 24:18 das dreiundzwanzigste auf Delaja, das vierundzwanzigste auf 
Maasja.
1CH 24:19 Das ist ihre Amtsordnung fr ihren Dienst, den Tempel Jahwes zu 
betreten, gem der Vorschrift, die ihr Ahnherr Aaron fr sie erlassen 
hatte, so wie es Jahwe, der Gott Israels ihm befohlen hatte.
1CH 24:20 Was aber die brigen Nachkommen Levis betrifft, so waren von den 
Nachkommen Amrams Subael, von den Nachkommen Subaels Jehdeja,
1CH 24:21 von den Nachkommen Rehabjas das Oberhaupt Jissia,
1CH 24:22 von den Jizharitern Selomoth, von den Nachkommen Selomoths 
Jahath;
1CH 24:23 von den Nachkommen Hebrons aber waren: Jeria, das Oberhaupt, 
Amarja, der zweite, Jahasiel, der dritte, Jekameam, der vierte.
1CH 24:24 Die Nachkommen Ussiels waren: Micha, von den Nachkommen Michas 
Samir.
1CH 24:25 Der Bruder Michas war Jissia; von den Nachkommen Jissias war 
Sacharja.
1CH 24:26 Die Nachkommen Meraris waren Mahli und Musi, und die Nachkommen 
seines Sohnes Jaasia.
1CH 24:27 Die Nachkommen Meraris von seinem Sohne Jaasia waren: Soham, 
Sakkur und Ibri.
1CH 24:28 Von Mali war Eleasar; der hatte keine Shne.
1CH 24:29 Von Kis: Die Nachkommen Kis' waren: Jerahmeel.
1CH 24:30 Die Nachkommen Musis waren: Mahli, Eder und Jerimoth. Das sind 
die Nachkommen der Leviten nach ihren Familien.
1CH 24:31 Und auch sie warfen Lose, so gut wie ihre Stammesgenossen, die 
Nachkommen Aarons, in Gegenwart des Knigs David und Zadoks und Ahimelechs 
und der Familienhupter der Priester und Leviten, und zwar die 
Familienhupter so gut wie ihre jngeren Brder.
1CH 25:1 Weiter sonderten David und die Heeresobersten die Nachkommen 
Asaphs und Jeduthuns, die mit Zithern, Harfen und Cymbeln begeistert 
musizierten, fr den heiligen Dienst aus. Und es betrug die Zahl derer, 
die mit diesem Dienste beschftigt waren:
1CH 25:2 Von den Nachkommen Asaphs waren Sakkur, Joseph, Nethanja und 
Asarela, die Shne Asaphs, nach Anweisung Asaphs, der nach Anweisung des 
Knigs begeistert musizierte.
1CH 25:3 Von Jeduthun: die Shne Jeduthuns: Gedalja, Zeri, Jesaja, 
Hasabja, Mattithja, Simei, zusammen sechs, zur Untersttzung ihres Vaters 
Jeduthun, der beim Danksagen und beim Lobpreise Jahwes begeistert mit der 
Harfe musizierte.
1CH 25:4 Von Heman: Die Shne Hemans: Bukkia, Mattanja, Ussiel, Sebuel, 
Jerimoth, Hananja, Hanani, Eliatha, Giddalthi, Romamthi-Eser, Josbekasa, 
Mallothi, Hothir, Mahasioth.
1CH 25:5 Diese alle waren Shne Hemans, des Schauers des Knigs, kraft der 
Verheiung Gottes, sein Horn zu erheben. Und Gott verlieh Heman vierzehn 
Shne und drei Tchter.
1CH 25:6 Diese alle waren unter der Leitung ihres Vaters beim Gesang im 
Tempel Jahwes thtig mit Cymbeln, Harfen und Zithern, zum Dienst im Tempel 
Gottes, unter der Leitung des Knigs, Asaphs, Jeduthuns und Hemans.
1CH 25:7 Und ihre Anzahl nebst der ihrer Verwandten, die mit den Liedern 
Jahwes vertraut waren, aller Meister, belief sich auf 288.
1CH 25:8 Und sie warfen Lose zur Feststellung der Amtsordnung, die 
jngeren ganz wie die lteren, Meister samt Schlern.
1CH 25:9 Das erste Los fr Asaph fiel auf Joseph, seine Shne und Brder, 
zusammen zwlf. Das zweite auf Gedalja samt seinen Brdern und Shnen, 
zusammen zwlf.
1CH 25:10 Das dritte auf Sakkur, seine Shne und Brder, zusammen zwlf.
1CH 25:11 Das vierte auf Jizri, seine Shne und Brder, zusammen zwlf.
1CH 25:12 Das fnfte auf Nethanja, seine Shne und Brder, zusammen zwlf.
1CH 25:13 Das sechste auf Bukkia, seine Shne und Brder, zusammen zwlf.
1CH 25:14 Das siebente auf Jesarela, seine Shne und Brder, zusammen 
zwlf.
1CH 25:15 Das achte auf Jesaja, seine Shne und Brder, zusammen zwlf.
1CH 25:16 Das neunte auf Mattanja, seine Shne und Brder, zusammen zwlf.
1CH 25:17 Das zehnte auf Simei, seine Shne und Brder, zusammen zwlf.
1CH 25:18 Das elfte auf Asareel, seine Shne und Brder, zusammen zwlf.
1CH 25:19 Das zwlfte auf Hasabja, seine Shne und Brder, zusammen zwlf.
1CH 25:20 Das dreizehnte auf Subael, seine Shne und Brder, zusammen 
zwlf.
1CH 25:21 Das vierzehnte auf Mattithja, seine Shne und Brder, zusammen 
zwlf.
1CH 25:22 Das fnfzehnte auf Jeremoth, seine Shne und Brder, zusammen 
zwlf.
1CH 25:23 Das sechzehnte auf Hananja, seine Shne und Brder, zusammen 
zwlf.
1CH 25:24 Das siebzehnte auf Josbekasa, seine Shne und Brder, zusammen 
zwlf.
1CH 25:25 Das achtzehnte auf Hanani, seine Shne und Brder, zusammen 
zwlf.
1CH 25:26 Das neunzehnte auf Mallothi, seine Shne und Brder, zusammen 
zwlf.
1CH 25:27 Das zwanzigste auf Eliatha, seine Shne und Brder, zusammen 
zwlf.
1CH 25:28 Das einundzwanzigste auf Hothir, seine Shne und Brder, 
zusammen zwlf.
1CH 25:29 Das zweiundzwanzigste auf Giddalthi, seine Shne und Brder, 
zusammen zwlf.
1CH 25:30 Das dreiundzwanzigste auf Mahasioth, seine Shne und Brder, 
zusammen zwlf.
1CH 25:31 Das vierundzwanzigste auf Romamthi-Eser, seine Shne und Brder, 
zusammen zwlf.
1CH 26:1 Was die Thorhterabteilungen betrifft, so waren von den 
Korahitern: Meselemja, der Sohn Kores, aus den Nachkommen Asaphs.
1CH 26:2 Meselemjas Shne aber waren: Sacharja, der Erstgeborene, Jediael 
der zweite, Sebadja der dritte, Jathniel der vierte,
1CH 26:3 Elam der fnfte, Johanan der sechste, Eljoenai der siebente.
1CH 26:4 Die Shne Obed-Edoms waren: Semaja der Erstgeborene, Josabad der 
zweite, Joah der dritte, Sachar der vierte, Nethaneel der fnfte,
1CH 26:5 Ammiel der sechste, Issachar der siebente, Pegullethai der achte -
 denn Gott hatte ihn gesegnet.
1CH 26:6 Seinem Sohne Semaja aber wurden auch Shne geboren, die in ihrer 
Familie herrschten; denn sie waren wackere Mnner.
1CH 26:7 Die Shne Semajas waren: Othni, Rephael, Obed und Elsabad, seine 
Brder, tchtige Leute, Elihu und Semachja.
1CH 26:8 Diese alle gehrten zu den Nachkommen Obed-Edoms, sie und ihre 
Shne und Brder, tchtige Mnner, voller Fhigkeit zum Dienst, zusammen 
62 von Obed-Edom.
1CH 26:9 Auch Meselemja hatte Shne und Brder, tchtige Leute, zusammen 
18.
1CH 26:10 Und die Shne Hosas, der zu den Nachkommen Meraris gehrte, 
waren: Simri, das Oberhaupt (denn es war kein Erstgeborener mehr 
vorhanden, und so machte ihn sein Vater zum Oberhaupte),
1CH 26:11 Hilkia der zweite, Tebalja der dritte, Sacharja der vierte. Der 
Shne und Brder Hosas waren insgesamt 13.
1CH 26:12 Diesen Abteilungen der Thorhter, genauer den 
Geschlechtshuptern, fielen so gut wie ihren Stammesgenossen amtliche 
Verrichtungen im Dienst am Tempel Jahwes zu.
1CH 26:13 Und man warf das Los fr die einzelnen Thore nach Familien, so 
da es den jngeren wie den lteren Gliedern derselben galt.
1CH 26:14 Da fiel das Los fr das Thor nach Osten zu auf Selemja. Auch fr 
seinen Sohn Sacharja, einen einsichtsvollen Berater, warf man Lose, und 
das Los fiel fr ihn auf das Thor nach Norden zu,
1CH 26:15 fr Obed-Edom nach Sden zu und fr seine Shne auf das 
Vorratshaus,
1CH 26:16 und fr Hosa auf das Thor nach Westen zu nebst dem Sallechet-
Thor, an der aufsteigenden Strae, ein Posten neben dem andern.
1CH 26:17 Am Thore nach Osten zu waren der Leviten sechs, nach Norden zu 
tglich vier, nach Sden zu tglich vier, am Vorratshause je zwei;
1CH 26:18 am Parpar nach Westen zu: vier fr die Strae, zwei fr den 
Parpar.
1CH 26:19 Dies sind die Abteilungen der Thorhter von den Nachkommen der 
Korahiter und von den Nachkommen Meraris.
1CH 26:20 Und ihre Stammesgenossen, die Leviten, beaufsichtigten die 
Vorrte des Tempels Gottes und die Vorrte an geweihten Gaben:
1CH 26:21 Die Nachkommen Laedans, die Nachkommen des Gersoniters, Laedans, 
die Familienhupter des Geschlechtes Laedans, des Gersoniters, die 
Jehieliter,
1CH 26:22 die Nachkommen der Jehieliter, Setham und sein Bruder Joel, 
beaufsichtigten die Vorrte des Tempels Jahwes.
1CH 26:23 Was die Amramiter, Jizhariter, Hebroniter und Ussieliter 
betrifft,
1CH 26:24 so war Sebuel, der Sohn Gersoms, des Sohnes Moses, Oberaufseher 
ber die Vorrte.
1CH 26:25 Und was seine Stammesgenossen von Elieser her betrifft, so war 
dessen Sohn Rehabja, dessen Sohn Jesaja, dessen Sohn Joram, dessen Sohn 
Sichri, dessen Sohn Selomith.
1CH 26:26 Dieser Selomith und seine Brder beaufsichtigten alle Vorrte an 
geweihten Gaben, die der Knig David und die Familienhupter, die Anfhrer 
der Tausendschaften und der Hundertschaften und die Heerfhrer geweiht 
hatten
1CH 26:27 (von den Kriegen her und von der Beute hatten sie sie geweiht, 
um den Tempel Jahwes zu untersttzen),
1CH 26:28 und alles, was Samuel, der Seher, und Saul, der Sohn Kis', und 
Abner, der Sohn Ners, und Joab, der Sohn Zerujas, geweiht hatten, - alles 
Geweihte stand unter der Aufsicht Selomiths und seiner Brder.
1CH 26:29 Von den Jizharitern waren Kenanja und seine Shne fr die 
auswrtigen Geschfte in Israel - als Amtleute und Richter - bestimmt.
1CH 26:30 Von den Hebronitern standen Hasabja und seine Brder, tchtige 
Leute, 1700 an der Zahl, der Verwaltung Israels westlich vom Jordan vor, 
in allen Angelegenheiten Jahwes und im Dienste des Knigs.
1CH 26:31 Zu den Hebronitern gehrte Jeria, das Oberhaupt der Hebroniter 
nach ihren Geschlechtern und ihren Familien (im vierzigsten Jahre der 
Regierung Davids wurden sie aufgesucht, und es fanden sich unter ihnen 
wackere Mnner zu Jaeser in Gilead),
1CH 26:32 und seine Geschlechtsgenossen, tchtige Leute, zusammen 2700 
Familienhupter; die setzte der Knig David ber die Rubeniten, die 
Gaditen und den halben Stamm der Manassiten in allen Angelegenheiten 
Gottes und den Angelegenheiten des Knigs.
1CH 27:1 Und dies sind die Israeliten nach ihrer Anzahl, die 
Familienhupter, die Anfhrer der Tausendschaften und der Hundertschaften 
und ihre Amtleute, die dem Knige dienten in allen Angelegenheiten der 
Abteilungen, die Monat fr Monat alle Monate des Jahres hindurch antraten 
und abzogen, jede Abteilung in der Strke von 24000 Mann.
1CH 27:2 Die erste Abteilung, im ersten Monate, befehligte Jasobeam, der 
Sohn Sabdiels, und zu seiner Abteilung gehrten 24000.
1CH 27:3 Er gehrte zu den Nachkommen Perez' und war das Oberhaupt aller 
Heerfhrer im ersten Monat.
1CH 27:4 Die Abteilung des zweiten Monats befehligte Eleasar, der Sohn 
Dodais, der Ahohiter, und seine Abteilung befehligte Mikloth, der 
Oberaufseher, und zu seiner Abteilung gehrten 24000.
1CH 27:5 Der Anfhrer des dritten Heeres, fr den dritten Monat, war 
Benaja, der Sohn des Priesters Jojada, als Oberhaupt, und zu seiner 
Abteilung gehrten 24000.
1CH 27:6 Dieser Benaja war der Held unter den dreiig, und die dreiig und 
seine Abteilung befehligte sein Sohn Ammisabad.
1CH 27:7 Der vierte, fr den vierten Monat, war Asahel, der Bruder Joabs, 
und nach ihm sein Sohn Sebadja, und zu seiner Abteilung gehrten 24000.
1CH 27:8 Der fnfte, fr den fnften Monat, war der Oberste Samhuth, der 
Jisrahiter, und zu seiner Abteilung gehrten 24000.
1CH 27:9 Der sechste, fr den sechsten Monat, war Ira, der Sohn des Ikkes 
von Thekoa, und zu seiner Abteilung gehrten 24000.
1CH 27:10 Der siebente, fr den siebenten Monat, war Helez, der Peloniter, 
aus den Ephraimiten, und zu seiner Abteilung gehrten 24000.
1CH 27:11 Der achte, fr den achten Monat, war Sibbechai, der Hussathiter, 
aus den Serahitern, und zu seiner Abteilung gehrten 24000.
1CH 27:12 Der neunte, fr den neunten Monat, war Abieser von Anathoth, aus 
den Benjaminiten, und zu seiner Abteilung gehrten 24000.
1CH 27:13 Der zehnte, fr den zehnten Monat, war Maharai von Netopha, aus 
den Serahitern, und zu seiner Abteilung gehrten 24000.
1CH 27:14 Der elfte, fr den elften Monat, war Benaja von Pirathon, aus 
den Ephraimiten, und zu seiner Abteilung gehrten 24000.
1CH 27:15 Der zwlfte, fr den zwlften Monat, war Heldai von Netopha, aus 
dem Geschlecht Othniels, und zu seiner Abteilung gehrten 24000.
1CH 27:16 Und ber die Stmme Israels waren gesetzt: von den Rubeniten war 
Frst: Elieser, der Sohn Sichris, von den Simeoniten Sephatja, der Sohn 
Maachas,
1CH 27:17 von Levi Hasabja, der Sohn Kemuels, von Aaron Zadok,
1CH 27:18 von Juda Elihu, einer der Brder Davids, von Issachar Omri, der 
Sohn Michaels,
1CH 27:19 von Sebulon Jismaja, der Sohn Obadjas, von Naphthali Jerimoth, 
der Sohn Asriels,
1CH 27:20 von den Ephraimiten Hosea, der Sohn Asasjas, vom halben Stamme 
Manasse Joel, der Sohn Pedajas,
1CH 27:21 fr den halben Stamm Manasse in Gilead: Iddo, der Sohn 
Sacharjas, von Benjamin Jaasiel, der Sohn Abners,
1CH 27:22 von Dan Asareel, der Sohn Jerohams. Das sind die Frsten der 
Stmme Israels.
1CH 27:23 Aber die Anzahl derer, die unter zwanzig Jahre alt waren, lie 
David nicht aufnehmen; denn Jahwe hatte verheien, die Israeliten so 
zahlreich zu machen, wie die Sterne am Himmel.
1CH 27:24 Joab, der Sohn Zerujas, hatte mit der Zhlung begonnen, war aber 
nicht damit zu Ende gekommen; denn es erging deshalb ein Gotteszorn ber 
Israel, und die Zahl ward unter die Zahlen in der Geschichte des Knigs 
David nicht aufgenommen.
1CH 27:25 Die Vorrte des Knigs beaufsichtigte Asmaweth, der Sohn Adiels, 
und die Vorrte auf dem Felde, in den Stdten, Drfern und Trmen 
Jonathan, der Sohn Ussias.
1CH 27:26 Die Feldarbeiter, die den Acker besorgten, beaufsichtigte Esri, 
der Sohn Kelubs,
1CH 27:27 die Weinberge Simei von Rama; was sich in den Weinbergen an 
Weinvorrten befand, Sabdi, der Siphmiter;
1CH 27:28 Die lbume und Maulbeerfeigen, die sich in der Niederung 
befanden, Baal Hanan von Gader, die lvorrte Joas.
1CH 27:29 Die Rinder, die in der Saronebene weideten, beaufsichtigte der 
Saroniter Sitrai, die Rinder in den Thlern Saphat, der Sohn Adlais,
1CH 27:30 die Kamele der Ismaeliter Obil, die Eselinnen der Meronothiter 
Jehdeja,
1CH 27:31 das Kleinvieh der Hagriter Jasis. Diese alle waren Oberbeamte 
ber das Eigentum des Knigs David.
1CH 27:32 Jonathan aber, der Oheim Davids, ein einsichtiger und 
schriftkundiger Mann, war Rat; Jehiel, der Sohn Hachmonis, war bei den 
Shnen des Knigs.
1CH 27:33 Ahitophel war kniglicher Rat, und Husai, der Arkiter, war der 
Freund des Knigs.
1CH 27:34 Nach Ahitophel aber war es Jojada, der Sohn Benajas, und 
Abjathar. Und Joab war der Feldhauptmann des Knigs.
1CH 28:1 Und David versammelte alle Obersten Israels, die Obersten der 
Stmme und die Obersten der Abteilungen, die dem Knige dienten, die 
Anfhrer der Tausendschaften und die Anfhrer der Hundertschaften, die 
Oberbeamten ber das gesamte Eigentum und die Herden des Knigs und seiner 
Shne, samt den Kmmerern und den Gibborim und allen kriegstchtigen 
Mnnern nach Jerusalem.
1CH 28:2 Da erhob sich David von seinem Sitz und sprach: Hrt mich an, 
meine Brder und mein Volk! Ich hatte im Sinne, fr die Lade mit dem 
Gesetze Jahwes und den Schemel der Fe unseres Gottes eine Ruhesttte zu 
erbauen, und traf Vorbereitungen fr den Bau.
1CH 28:3 Gott aber sprach zu mir: Du sollst meinem Namen keinen Tempel 
erbauen; denn du bist ein Kriegsmann und hast Blut vergossen.
1CH 28:4 Aber Jahwe, der Gott Israels, erwhlte mich aus meiner ganzen 
Familie, da ich fr immer Knig ber Israel sein sollte. Denn Juda hat er 
zum Frsten erwhlt und im Stamme Juda meine Familie, und unter den Shnen 
meines Vaters beliebte es ihm, mich ber ganz Israel zum Knige zu machen.
1CH 28:5 Und von allen meinen Shnen - denn Jahwe hat mir viele Shne 
geschenkt! - erwhlte er meinen Sohn Salomo, da er auf dem Throne des 
Knigtums Jahwes ber Israel sitzen sollte.
1CH 28:6 Er sprach zu mir: Dein Sohn Salomo - der soll meinen Tempel und 
meine Vorhfe erbauen, denn ihn habe ich mir zum Sohn erwhlt und ich will 
ihm Vater sein.
1CH 28:7 Und ich will sein Knigtum fr immer besttigen, wenn er sich im 
Halten meiner Gebote und Vorschriften fest erzeigen wird, wie es jetzt der 
Fall ist.
1CH 28:8 Und nun, vor den Augen von ganz Israel, der Gemeinde Jahwes, und 
vor den Ohren unseres Gottes ermahne ich euch: Richtet euch sorgfltig 
nach allen Geboten Jahwes, eures Gottes, damit ihr im Besitze dieses 
schnen Landes bleibt und es fr alle Zeiten auf eure Nachkommen vererbt.
1CH 28:9 Und du, mein Sohn Salomo, erkenne den Gott deines Vaters und 
diene ihm von ganzem Herzen und mit williger Seele! Denn Jahwe erforscht 
alle Herzen und kennt alles ihr Dichten und Trachten. Wirst du ihn suchen, 
so wird er sich von dir finden lassen; wirst du abtrnnig von ihm, so wird 
er dich fr immer verwerfen.
1CH 28:10 So siehe nun zu! Denn Jahwe hat dich erwhlt, ihm ein Haus zum 
Heiligtume zu bauen; gehe mutig ans Werk!
1CH 28:11 Hierauf bergab David seinem Sohne Salomo den Plan der Vorhalle 
und der Rume des Tempels, seiner Schatzkammern, seiner Obergemcher, 
seiner inneren Kammern und des Raumes fr die Lade mit der Deckplatte,
1CH 28:12 sowie den Plan von alledem, was er in seinem Sinne hatte: von 
den Vorhfen des Tempels Jahwes und allen den Zellen ringsum, den 
Vorratskammern fr den Tempel Gottes und den Vorratskammern fr die 
Weihegaben;
1CH 28:13 ferner von den Abteilungen der Priester und Leviten, von allen 
dienstlichen Verichtungen im Tempel Jahwes und von allen Gerten fr den 
Dienst im Tempel Jahwes.
1CH 28:14 An Gold bergab er ihm so viel, als je fr die Gerte zu den 
verschiedenen Dienstleistungen erforderlich war; ebenso zu allen silbernen 
Gerten so viel, als je fr die Gerte zu den verschiedenen 
Dienstleistungen erforderlich war.
1CH 28:15 Ferner den Bedarf fr die goldenen Leuchter und die zugehrigen 
goldenen Lampen, so viel jeder Leuchter mit den zugehrigen Lampen wiegen 
sollte, und den Bedarf fr die silbernen Leuchter, so viel jeder Leuchter 
und die zugehrigen Lampen wiegen sollte, wie es die Verwendung der 
verschiedenen Leuchter erforderte.
1CH 28:16 Ferner den Goldbedarf fr die verschiedenen Tische mit den 
reihenweise aufgelegten Broten und das Silber fr die silbernen Tische,
1CH 28:17 und die Gabeln, Becken und Kannen von gediegenem Gold, und den 
Bedarf fr die verschiedenen goldenen Becher, sowie den Bedarf fr die 
verschiedenen silbernen Becher.
1CH 28:18 Ferner den Bedarf an gelutertem Gold fr den Rucheraltar und 
das Modell des Gefhrts, der goldenen Kerube, die ihre Flgel ausbreiteten 
und die Lade mit dem Gesetze Jahwes berdeckten.
1CH 28:19 Das alles ist verzeichnet in einer Schrift von der Hand Jahwes; 
er hat mich ber alle Arbeiten zur Ausfhrung des Plans unterwiesen.
1CH 28:20 Sodann sprach David zu seinem Sohne Salomo: Sei mutig und stark 
und gehe ans Werk! Sei getrost und la dich nicht erschrecken; den Gott 
Jahwe, mein Gott, wird mit dir sein. Er wird dich nicht loslassen und dich 
nicht im Stiche lassen, bis alle Arbeiten fr den Dienst am Tempel Jahwes 
vollendet sind.
1CH 28:21 Schon sind hier die Abteilungen der Priester und Leviten fr den 
gesamten Dienst am Tempel Gottes bereit, und bei jedem Geschfte hast du 
allerlei Leute zur Verfgung, die mit ihrer Kunstfertigkeit zu jeglicher 
Verrichtung willig sind, und ebenso stehen dir die Obersten und das ganze 
Volk immerdar zu Befehl.
1CH 29:1 Weiter sprach der Knig David zu der ganzen Volksgemeinde: Mein 
Sohn Salomo, der eine, den Gott erwhlt hat, ist noch jung und zart, aber 
das Werk ist gewaltig; denn nicht fr einen Menschen ist der Palast 
bestimmt, sondern fr Gott Jahwe.
1CH 29:2 Und so habe ich mit aller meiner Kraft fr den Tempel meines 
Gottes Gold zu dem goldenen, Silber zum silbernen, Erz zum ehernen, Eisen 
zum eisernen, Holz zum hlzernen Gerte beschafft, dazu Schohamsteine und 
Steine zu Einfassungen, Tuch- und Rimasteine, sowie allerlei andere 
kostbare Steine und Alabastersteine in Menge.
1CH 29:3 Weiter aber will ich ob meiner Freude am Tempel meines Gottes, 
was ich an Gold und Silber besitze, zum Tempel meines Gottes geben, zu 
alledem, was ich bereits fr das Heiligtum beschafft habe:
1CH 29:4 3000 Talente Goldes, und zwar Ophirgold, 7000 Talente geluterten 
Silbers, um die Wnde der Tempelrume zu berziehen,
1CH 29:5 und zur Beschaffung von Gold fr die goldenen und von Silber fr 
die silbernen Gerte und zu allen Arbeiten von Knstlerhand. Wer ist nun 
willig, heute gleichfalls fr Jahwe ein Opfer zu bringen?
1CH 29:6 Da erzeigten sich die Obersten der Familien, die Obersten der 
Stmme Israels, die Obersten der Tausendschaften und der Hundertschaften, 
und die Obersten im Dienste des Knigs willig
1CH 29:7 und spendeten zum Bau des Tempels Gottes 5000 Talente Goldes, 
10000 Dariken, 10000 Talente Silbers, 18000 Talente Erz und 100000 Talente 
Eisen.
1CH 29:8 Und wer Edelsteine besa, gab sie zum Schatze des Tempels Jahwes 
unter die Obhut des Gersoniters Jehiel.
1CH 29:9 Da freute sich das Volk ber ihre Freigebigkeit, denn von ganzem 
Herzen hatten sie freiwillig fr Jahwe gespendet, und auch der Knig David 
freute sich hoch.
1CH 29:10 Alsdann pries David Jahwe angesichts der ganzen Versammlung; und 
David sprach: Gepriesen seist du, Jahwe, du Gott unseres Ahnherrn Israel, 
von Ewigkeit zu Ewigkeit.
1CH 29:11 Dein, Jahwe, ist die Gre und die Macht und die Herrlichkeit 
und der Ruhm und die Hoheit, denn dein ist alles, was im Himmel und auf 
Erden ist. Dein, Jahwe, ist das Knigtum und in deiner Gewalt derjenige, 
der sich als Haupt ber alle erhebt.
1CH 29:12 Und der Reichtum und die Ehre kommen von dir; du bist Herrscher 
ber alles, in deiner Hand stehen Kraft und Macht, und in deiner Hand 
steht es, irgend etwas gro und stark zu machen.
1CH 29:13 Und nun, unser Gott, wir danken dir und rhmen deinen herrlichen 
Namen.
1CH 29:14 Denn wer bin ich, und was ist mein Volk, da wir imstande sein 
sollten, freiwillig so viel zu spenden? Vielmehr von dir kommt alles, und 
aus deiner Hand haben wir es dir gegeben.
1CH 29:15 Denn Gste sind wir vor dir und Beisassen, wie alle unsere 
Vter; einem Schatten gleichen unsere Lebenstage auf Erden, ohne Hoffnung.
1CH 29:16 Jahwe, unser Gott, alle diese Reichtmer, die wir beschafft 
haben, um dir - deinem heiligen Namen - einen Tempel zu bauen: aus deiner 
Hand kommen sie, und dein ist das alles!
1CH 29:17 Und ich wei, mein Gott, da du das Herz prfst und an 
Aufrichtigkeit Wohlgefallen hast. Ich selbst habe aufrichtigen Sinnes 
alles dies freiwillig gespendet, und nun habe ich mit Freuden gesehen, wie 
auch dein Volk, das hier zugegen ist, dir freiwillig spendete.
1CH 29:18 Jahwe, du Gott unserer Vter Abraham, Isaak und Israel, bewahre 
immerdar solchen Sinn und solche Gedanken im Herzen deines Volkes und 
lenke ihr Herz zu dir.
1CH 29:19 Meinem Sohne Salomo aber schenke ein williges Herz, da er deine 
Gebote, Zeugnisse und Satzungen beobachte und das alles ausfhre und den 
Gottespalast baue, den ich vorbereitet habe!
1CH 29:20 Sodann gebot David der ganzen Versammlung: Preiset doch Jahwe, 
euren Gott! Da pries die ganze Versammlung Jahwe, den Gott ihrer Vter, 
und sie verneigten sich und warfen sich vor Jahwe und dem Knige nieder.
1CH 29:21 Und des anderen Morgens schlachteten sie Opfer fr Jahwe und 
brachten Jahwe Brandopfer dar: 1000 Farren, 1000 Widder und 1000 Lmmer 
nebst den zugehrigen Trankopfern, dazu Schlachtopfer in Menge fr ganz 
Israel.
1CH 29:22 Und so aen und tranken sie jenes Tags vor Jahwe mit groer 
Freude und machten Salomo, den Sohn Davids, zum zweiten Male zum Knig und 
salbten ihn Jahwe zum Frsten und den Zadok zum Priester.
1CH 29:23 Und so sa Salomo anstelle seines Vaters David als Knig auf dem 
Throne Jahwes und hatte Glck, und ganz Israel gehorchte ihm.
1CH 29:24 Auch alle Obersten und die Gibborim, sowie alle Shne des Knigs 
David unterwarfen sich dem Knige Salomo.
1CH 29:25 Und Jahwe lie Salomo beraus herrlich werden vor den Augen von 
ganz Israel und verlieh ihm ein glorreiches Knigtum, wie es vor ihm kein 
Knig ber Israel gehabt hatte.
1CH 29:26 David, der Sohn Isais, hatte ber ganz Israel geherrscht.
1CH 29:27 Die Zeit aber, der er ber Israel geherrscht hat, betrug vierzig 
Jahre. Zu Hebron herrschte er sieben Jahre, zu Jerusalem aber 
dreiunddreiig.
1CH 29:28 Und er starb in einem schnen Alter, gesttigt mit Lebenstagen, 
Reichtum und Ehre, und sein Sohn Salomo ward Knig an seiner Statt.
1CH 29:29 Die Geschichte des Knigs David, die frhere wie die sptere, 
findet sich aufgezeichnet in der Geschichte Samuels, des Sehers, sowie in 
der Geschichte des Propheten Nathan und in der Geschichte Gads, des 
Schauers,
1CH 29:30 samt aller seiner Herrschermacht und seinen tapferen Thaten und 
den Zeitlufen, die ber ihn und ber Israel und alle Reiche der 
Heidenlnder dahingegangen sind.
2CH 1:1 Salomo, der Sohn Davids, befestigte sich in seinem Knigtum, und 
Jahwe, sein Gott, war mit ihm und lie ihn beraus herrlich werden.
2CH 1:2 Und Salomo lie Befehl ergehen an ganz Israel, an die Anfhrer der 
Tausendschaften und der Hundertschaften, an die Richter und alle Frsten 
in ganz Israel, die Familienhupter,
2CH 1:3 und so zog Salomo mit der ganzen Volksgemeinde nach der Opferhhe 
zu Gibeon. Denn dort befand sich das Offenbarungszelt Gottes, welches 
Mose, der Knecht Jahwes, in der Steppe angefertigt hatte.
2CH 1:4 (Dagegen die Lade Gottes hatte David aus Kirjath Jearim 
heraufgebracht an den Ort, den David fr sie hergerichtet hatte; denn er 
hatte zu Jerusalem ein Zelt fr sie aufgeschlagen.)
2CH 1:5 Auch der kupferne Altar, den Bezaleel, der Sohn Uris, des Sohnes 
Hurs, angefertigt hatte, stand dort vor der Wohnung Jahwes, und Salomo und 
die Volksgemeinde suchten dort Jahwe.
2CH 1:6 Und Salomo opferte dort auf dem kupfernen Altar vor Jahwe, der zum 
Offenbarungszelte gehrte, und brachte auf ihm tausend Brandopfer dar.
2CH 1:7 In jener Nacht nun erschien Gott dem Salomo und sprach zu ihm: 
Bitte, was ich dir geben soll!
2CH 1:8 Da antwortete Salomo Gotte: Du hast meinem Vater David groe Huld 
erwiesen und hast mich an seiner Statt zum Knige gemacht.
2CH 1:9 Mge nun, Gott Jahwe, deine Verheiung an meinen Vater David in 
Kraft treten! Denn du hast mich zum Knige gemacht ber ein Volk, das so 
zahlreich ist, wie die Krmchen der Erde.
2CH 1:10 So verleihe mir nun Weisheit und Einsicht, damit ich gegenber 
diesem Volk aus und ein wisse; denn wer vermchte sonst dieses dein groes 
Volk zu regieren?
2CH 1:11 Da sprach Gott zu Salomo: Weil du solches im Sinne fhrtest und 
nicht um Reichtum, Schtze und Ehre oder den Tod deiner Hasser, auch nicht 
um langes Leben gebeten hast, sondern dir Weisheit und Einsicht erbatest, 
um mein Volk, ber das ich dich zum Knige gemacht habe, regieren zu 
knnen,
2CH 1:12 so sei dir die erbetene Weisheit und Einsicht verliehen. Aber 
auch Reichtum, Schtze und Ehre will ich dir verleihen, dergleichen kein 
Knig vor dir besessen, noch nach dir jemals besitzen wird!
2CH 1:13 Sodann begab sich Salomo von der Hhe zu Gibeon, von dem Platze 
vor dem Offenbarungszelte wieder nach Jerusalem und herrschte ber Israel.
2CH 1:14 Und Salomo beschaffte zahlreiche Wagen und Reiter, und zwar besa 
er 1400 Wagen und 12000 Reiter; die legte er in die Wagenstdte und in die 
Umgebung des Knigs zu Jerusalem.
2CH 1:15 Und der Knig machte, da das Silber und das Gold zu Jerusalem an 
Menge den Steinen gleichkam, und die Cedern den Maulbeerfeigenbumen, die 
in der Niederung wachsen.
2CH 1:16 Und die Ausfuhr der Rosse Salomos erfolgte aus gypten, und zwar 
pflegten die kniglichen Hndler einen Zug zu holen gegen Bezahlung,
2CH 1:17 so da sie einen Wagen um 600 Silbersekel aus gypten 
heraufbrachten und ausfhrten, ein Pferd aber um 150. Und auf diese Weise 
wurden sie durch ihre Vermittelung an alle Knige der Hethiter und an die 
Knige der Aramer ausgefhrt.
2CH 1:18 Und Salomo befahl, dem Namen Jahwes einen Tempel und fr ihn 
selbst einen Knigspalast zu erbauen.
2CH 2:1 Und Salomo zhlte 70000 Lasttrger ab und 80000 Steinhauer im 
Gebirge und 3600 Aufseher ber sie.
2CH 2:2 Sodann sandte Salomo zu Huram, dem Knige von Tyrus, und lie ihm 
sagen: Was du meinem Vater David erwiesen hast, indem du ihm Cedern 
sandtest, damit er sich einen Palast zu seinem Wohnsitz erbaue, das 
erweise auch mir.
2CH 2:3 Ich bin soeben im Begriff, dem Namen Jahwes, meines Gottes, einen 
Tempel zu erbauen, um ihm denselben zu weihen, wohlriechendes Rucherwerk 
vor ihm zu verbrennen, sowie zur regelmigen Darbringung der reihenweise 
aufgelegten Brote und zu den Brandopfern an jedem Morgen und Abend, an den 
Sabbathen und Neumonden und den Festen Jahwes, unseres Gottes, - solches 
liegt Israel fr immer ob.
2CH 2:4 Und der Tempel, den ich bauen will, soll gro sein; denn unser 
Gott ist grer als alle Gtter.
2CH 2:5 Wer aber wre imstande, ihm eine Behausung zu erbauen? Denn der 
Himmel und die hchsten Himmel knnen ihn nicht fassen, und wer bin ich, 
da ich ihm eine Behausung bauen sollte? - es sei denn, um vor ihm zu 
ruchern!
2CH 2:6 So sende mir nun einen Mann, der geschickt ist, in Gold, Silber, 
Erz, Eisen, rotem Purpur, karmesinfarbigem Zeug und blauem Purpur zu 
arbeiten, und der sich auf das Eingravieren von Bildwerk versteht, im 
Verein mit den Knstlern, die mir in Juda und Jerusalem zur Verfgung 
stehen, die mein Vater David beschafft hat.
2CH 2:7 Sende mir auch Cedernbalken, Cypressen und Sandelholz vom Libanon; 
denn ich wei, da sich deine Leute darauf verstehen, Bauholz auf dem 
Libanon zu hauen, und meine Leute stehen zur Untersttzung der deinigen 
bereit.
2CH 2:8 Und es mssen Balken in Menge fr mich beschafft werden; denn das 
Haus, das ich bauen will, soll gro und auerordentlich sein.
2CH 2:9 Fr die Holzhauer aber, die die Bume fllen, liefere ich zur 
Bekstigung deiner Leute 20000 Kor Weizen und 20000 Kor Gerste, 20000 Bath 
Wein und 20000 Bath l.
2CH 2:10 Huram aber, der Knig von Tyrus, antwortete in einem Brief und 
sandte an Salomo die Botschaft: Weil Jahwe sein Volk lieb hat, hat er dich 
zum Knig ber sie gesetzt.
2CH 2:11 Und Huram sprach: Gepriesen sei Jahwe, der Gott Israels, der den 
Himmel und die Erde gemacht hat, da er dem Knige Davis einen weisen Sohn 
gegeben hat, der sich auf Klugheit und Einsicht versteht, um Jahwe einen 
Tempel und sich einen Knigspalast zu erbauen.
2CH 2:12 Und nun sende ich dir einen kunstverstndigen, einsichtigen Mann, 
Huram Abi,
2CH 2:13 den Sohn eines danitischen Weibes, der einen Tyrier zum Vater 
hat. Er versteht sich darauf, in Gold, Silber, Erz, Eisen und Steinen, 
sowie in Holz, rotem und blauem Purpur, Byssus und karmesinfarbigem Zeuge 
zu arbeiten, jede Art von Bildwerk einzugravieren und allerlei Kunstwerke, 
die ihm etwa aufgetragen werden, auszufhren, im Verein mit deinen 
Knstlern und den Knstlern meines Herrn David, deines Vaters.
2CH 2:14 So mge denn nun mein Herr den Weizen, die Gerste, das l und den 
Wein, von dem er gesprochen hat, seinen Knechten senden.
2CH 2:15 Wir aber wollen Bume auf dem Libanon fllen, soviel du irgend 
bedarfst, und wollen sie dir als Fle auf dem Meer nach Japho bringen; du 
aber magst sie dann hinauf nach Jerusalem schaffen.
2CH 2:16 Und Salomo zhlte alle die Fremdlinge, die im Lande Israel 
wohnten, nach der Zhlung, bei der sie sein Vater David gezhlt hatte; da 
fanden sich 153600.
2CH 2:17 Von diesen machte er 70000 zu Lasttrgern, 80000 zu Steinhauern 
im Gebirge und 3600 zu Aufsehern, damit sie die Leute zur Fronarbeit 
anhielten.
2CH 3:1 Und Salomo begann den Tempel Jahwes zu Jerusalem auf dem Berge 
Moria, wo Jahwe seinem Vater David erschienen war, zu erbauen, an dem 
Platze, den David bereitet hatte, auf der Tenne des Jebusiters Ornan.
2CH 3:2 Und zwar begann er mit dem Bau am zweiten Tage des zweiten Monats, 
im vierten Jahre seiner Regierung.
2CH 3:3 Und dies war die Grundlegung zum Bau des Tempels Gottes von seiten 
Salomos: Die Lnge betrug - nach altem Mae - sechzig Ellen, die Breite 
zwanzig Ellen.
2CH 3:4 Und die Vorhalle, die sich stlich vor dem Hauptraume des Gebudes 
befand, war zehn Ellen breit, whrend die Lnge, stlich vor der 
Breitseite des Gebudes, zwanzig Ellen betrug, die Hhe hundertundzwanzig 
Ellen. Und er berzog sie inwendig mit gediegenem Golde.
2CH 3:5 Den groen Raum aber bedeckte er mit Cypressenbrettern, berzog 
ihn sodann mit lauterem Gold und brachte Palmen und Ketten darauf an.
2CH 3:6 Und weiter berzog er den Raum mit kostbarem Gesteine zum Schmuck; 
das Gold aber war Parwaimgold.
2CH 3:7 Und so berzog er den Raum, die Balken und Schwellen, sowie seine 
Wnde und Thren mit Gold und lie Kerube an den Wnden eingravieren.
2CH 3:8 Sodann stellte er den Raum des Allerheiligsten her; seine Lnge 
betrug, entsprechend der Breitseite des Gebudes, zwanzig Ellen, seine 
Breite gleichfalls zwanzig Ellen, und er berzog ihn mit lauterem Gold im 
Gewicht von sechshundert Talenten.
2CH 3:9 Das Gewicht der Ngel betrug fnfzig Sekel Goldes. Auch die 
Obergemcher berzog er mit Gold.
2CH 3:10 Im Allerheiligsten aber machte er zwei Kerube, ein Werk der 
Bildhauerkunst, und berzog sie mit Gold.
2CH 3:11 Die Flgel der Kerube hatten zusammen eine Lnge von zwanzig 
Ellen. Der eine, fnf Ellen lange Flgel des einen Kerub berhrte die Wand 
des Gebudes, whrend der andere, gleichfalls fnf Ellen lange Flgel den 
Flgel des anderen Kerub berhrte.
2CH 3:12 Ebenso berhrte der eine, fnf Ellen lange Flgel des anderen 
Kerub die Wand des Gebudes, whrend der andere gleichfalls fnf Ellen 
lange Flgel an den Flgel des anderen Kerub antie.
2CH 3:13 Die Flgel dieser Kerube maen ausgebreitet zwanzig Ellen. Sie 
standen aber auf ihrern Fen und ihr Gesicht war nach dem Gebude 
gerichtet.
2CH 3:14 Und er fertigte den Vorhang aus blauem und rotem Purpur, 
karmesinfarbigem Zeug und Byssus und brachte Kerube darauf an.
2CH 3:15 stlich vor dem Gebude aber fertigte er zwei Sulen an, 
fnfunddreiig Ellen lang, whrend der Knauf, der sich oben auf einer 
jeden befand, fnf Ellen ma.
2CH 3:16 Und er fertigte Ketten an, fr den unteren Saum der Knufe und 
brachte sie oben an den Sulen an; sodann fertigte er hundert Granatpfel 
an und that sie an die Ketten.
2CH 3:17 Und die Sulen richtete er auf der Vorderseite des Tempels auf, 
eine rechts, die andere links; die zur Rechten nannte er Jachin, die zur 
Linken Boas.
2CH 4:1 Weiter fertigte er einen kupfernen Altar an, zwanzig Ellen lang, 
zwanzig Ellen breit und zehn Ellen hoch.
2CH 4:2 Und er fertigte das Meer, aus Erz gegossen, von einem Rande bis 
zum anderen zehn Ellen weit, ringsum rund und fnf Ellen hoch, und eine 
Schnur von dreiig Ellen umspannte dasselbe ringsum.
2CH 4:3 Unterhalb aber war es ganz ringsum von Rindergestalten - je zehn 
auf die Elle - umgeben; die umgaben das Meer ringsum, zwei Reihen von 
Rindern, die gleich bei seinem Gusse mitgegossen waren.
2CH 4:4 Es stand auf zwlf Rindern; drei waren gegen Norden gewendet, drei 
gegen Westen, drei gegen Sden und drei gegen Osten. Das Meer aber ruhte 
oben auf ihnen, und alle ihre Hinterteile waren nach innen gewendet.
2CH 4:5 Und seine Dicke betrug eine Handbreite, und sein Rand war wie der 
Rand eines Bechers gestaltet, nach Art einer Lilienblte; es fate 
dreitausend Bath.
2CH 4:6 Weiter fertigte er zehn Becken; fnf davon stellte er rechts und 
fnf links auf, damit man darin wsche (Man splte darin ab, was zum 
Brandopfer gehrt); das Meer aber, damit sich die Priester darin wschen.
2CH 4:7 Sodann fertigte er die goldenen Leuchter, zehn an der Zahl, gem 
der fr sie geltenden Vorschrift, und stellte sie in den Hauptraum, fnf 
zur Rechten und fnf zur Linken.
2CH 4:8 Weiter fertigte er zehn Tische und stellte sie in den Hauptraum, 
fnf zur Rechten und fnf zur Linken; auch fertigte er hundert goldene 
Sprengschalen.
2CH 4:9 Sodann machte er den Vorhof der Priester und den groen Hof und 
Thren zu dem Hof; die zugehrigen Thrflgel berzog er mit Erz.
2CH 4:10 Das Meer aber stellte er auf der Sdseite des Tempels auf, nach 
Osten zu, gegenber dem Sden.
2CH 4:11 Und Huram fertigte die Tpfe, Schaufeln und Sprengschalen, und so 
vollendete Huram die Arbeiten, die er dem Knige Salomo am Tempel Gottes 
gefertigt hatte:
2CH 4:12 zwei Sulen und die beiden Kugeln der Knufe oben auf den Sulen 
und die beiden Gitter, um die beiden Kugeln der Knufe oben auf den Sulen 
zu bedecken,
2CH 4:13 und die vierhundert Granatpfel fr die beiden Gitter, zwei 
Reihen Granatpfel fr jedes Gitter;
2CH 4:14 ferner die zehn Gesthle und die zehn Becken auf den Gesthlen
2CH 4:15 und das eine Meer und die zwlf Rinder darunter.
2CH 4:16 Und die Tpfe, Schaufeln, Gabeln und alle zugehrigen Gerte 
fertigte Huram-Abiw dem Knige Salomo fr den Tempel Jahwes aus poliertem 
Erz.
2CH 4:17 In der Jordansaue lie sie der Knig gieen, in Formen von 
Thonerde, zwischen Sukkoth und Zereda.
2CH 4:18 Und Salomo lie alle diese Gerte in sehr groer Anzahl fertigen, 
denn das Gewicht des Erzes wurde nicht festgestellt.
2CH 4:19 Und Salomo fertigte alle die Gerte, die sich im Tempel Gottes 
befanden: den goldenen Altar, die Tische mit den Schaubroten darauf,
2CH 4:20 die Leuchter samt den zugehrigen Lampen, damit sie 
vorschriftsmig vor dem Hinterraum angezndet wrden, aus feinem Gold,
2CH 4:21 und die Bten, Lampen und Lichtscheren aus Gold - und zwar aus 
lauterstem Gold -2CH 4:22 und die Messer, Sprengschalen, Schsseln und 
Pfannen aus feinem Gold. Und was die Thren des Tempels betrifft, so waren 
ihre inneren Flgel, die zum Allerheiligsten fhrten, und die Thrflgel 
des Gebudes, die zum Hauptraume fhrten, von Gold.
2CH 5:1 Als nun alle die Arbeiten, die Salomo fr den Tempel Jahwes 
fertigen lie, vollendet waren, brachte Salomo die Weihgeschenke seines 
Vaters hinein und legte das Silber und das Gold und alle die Gerte in die 
Schatzkammern des Tempels Gottes.
2CH 5:2 Damals versammelte Salomo die Vornehmsten Israels und alle Hupter 
der Stmme, die Frsten der israelitischen Geschlechter, nach Jerusalem, 
um die Lade mit dem Gesetze Jahwes aus der Stadt Davids, das ist Zion, 
hinaufzubringen.
2CH 5:3 Da versammelten sich zum Knig alle Mnner Israels im Monat 
Ethanim, am Feste, das ist der siebente Monat.
2CH 5:4 da kamen alle die Vornehmsten Israels herzu, und die Leviten 
nahmen die Lade auf
2CH 5:5 und brachten die Lade hinauf, samt dem Offenbarungszelt und allen 
den heiligen Gerten, die sich im Zelte befanden - die brachten die 
levitischen Priester hinauf.
2CH 5:6 Der Knig Salomo aber und die ganze Gemeinde Israel, die sich bei 
ihm eingefunden hatte, standen vor der Lade, indem sie Schafe und Rinder 
opferten, so viele, da man sie nicht zhlen, noch berechnen konnte.
2CH 5:7 Und die Priester brachten die Lade mit dem Gesetze Jahwes an ihren 
Ort, in den Hinterraum des Gebudes, in das Allerheiligste, unter die 
Flgel der Kerube.
2CH 5:8 Denn die Kerube hielten die Flgel ausgebreitet ber den Ort der 
Lade, und so bedeckten die Kerube die Lade und ihre Stangen von oben her.
2CH 5:9 Und die Stangen waren so lang, da ihre Spitzen vom Heiligen, von 
dem Platze vor dem Hinterraum aus, gesehen werden konnten; drauen aber 
waren sie nicht sichtbar. Und sie blieben daselbst bis auf den heutigen 
Tag.
2CH 5:10 In der Lade war nichts auer den beiden Tafeln, die Mose am Horeb 
hineingethan hatte, den Tafeln des Bundes, den Jahwe mit den Israeliten 
schlo, als sie aus gypten zogen.
2CH 5:11 Als aber die Priester das Heiligtum verlieen, denn alle 
Priester, die zugegen waren, hatten sich geheiligt, ohne Rcksicht auf die 
Abteilungen,
2CH 5:12 und die levitischen Snger insgesamt, Asaph, Heman, Jeduthun 
nebst ihren Shnen und Brdern, standen in Byssus gekleidet mit Cymbeln, 
Harfen und Zithern stlich vom Altar, und bei ihnen hundertundzwanzig 
Priester, welche Trompeten bliesen;
2CH 5:13 es hatten aber die Trompeter und die Snger gleichzeitig und 
einstimmig anzuheben, Jahwe zu rhmen und ihm zu danken, - sowie man also 
die Trompeten und Cymbeln und die brigen Musikinstrumente und den 
Lobpreis Jahwes denn er ist gtig, denn ewig whrt seine Gnade 
erschallen lie, da wurde der Tempel Jahwes von einer Wolke erfllt,
2CH 5:14 da es den Priestern um der Wolke willen unmglich war, 
hinzutreten, um Dienst zu thun, denn die Herrlichkeit Jahwes erfllte den 
Tempel Gottes.
2CH 6:1 Damals sprach Salomo: Jahwe hat erklrt, im Dunkel wolle er wohnen.
2CH 6:2 Ich aber habe ein Haus gebaut zur Wohnung fr dich und eine Sttte 
zu deinem Wohnsitz fr ewige Zeiten.
2CH 6:3 Und der Knig wandte sein Angesicht und begrte mit einem 
Segenswunsch die ganze Gemeinde Israel, whrend die ganze Gemeinde Israel 
stand.
2CH 6:4 Und er sprach: Gepriesen sei Jahwe, der Gott Israels, der durch 
seinen Mund mit meinem Vater David geredet und durch seine Hnde erfllt 
hat, was er zusagte, indem er sprach:
2CH 6:5 Seit der Zeit, da ich mein Volk aus gypten herausfhrte, habe ich 
aus keinem der Stmme Israels eine Stadt erwhlt, da man einen Tempel 
erbaue, damit mein Name daselbst wre, habe auch niemanden dazu erwhlt, 
da er ber mein Volk Israel Frst sei.
2CH 6:6 Dann aber habe ich Jerusalem erwhlt, da mein Name daselbst wre, 
und habe David erwhlt, da er ber mein Volk Israel Herrscher sein sollte.
2CH 6:7 Und mein Vater David hatte zwar im Sinne, dem Namen Jahwes, des 
Gottes Israels, einen Tempel zu bauen;
2CH 6:8 aber Jahwe sprach zu meinem Vater David: Da du dir vorgenommen 
hast, meinem Namen einen Tempel zu bauen, an diesem Entschlusse hast du 
wohlgethan.
2CH 6:9 Doch nicht du sollst den Tempel bauen, sondern dein Sohn, der aus 
deinen Lenden hervorgehen wird; der soll meinem Namen den Tempel bauen!
2CH 6:10 Und Jahwe hat die Verheiung, die er gegeben, in Erfllung gehen 
lassen. Denn ich trat auf, an meines Vaters David Statt und bestieg den 
Thron Israels, wie Jahwe verheien hat, und baute den Tempel fr den Namen 
Jahwes, des Gottes Israels.
2CH 6:11 Und ich stellte daselbst die Lade auf, in der sich das 
Bundesgesetz Jahwes befindet, des Bundes, den er mit den Israeliten 
geschlossen hat.
2CH 6:12 Sodann trat er vor den Altar Jahwes angesichts der ganzen 
Gemeinde Israel, breitete seine Hnde aus
2CH 6:13 (Salomo hatte nmlich ein kupfernes Gestelle anfertigen lassen 
und es mitten in den Hof gestellt, fnf Ellen lang, fnf Ellen breit und 
drei Ellen hoch; auf dieses trat er, lie sich angesichts der ganzen 
Gemeinde Israel auf seine Kniee nieder und breitete seine Hnde gen Himmel 
aus)
2CH 6:14 und sprach: Jahwe, du Gott Israels, es ist kein Gott im Himmel 
und auf Erden dir gleich, der du den Bund und die Gnade bewahrst deinen 
Knechten, die von ganzen Herzen vor dir wandeln,
2CH 6:15 der du deinem Knechte, meinem Vater David gehalten hast, was du 
ihm verheien hattest. Ja, du hattest es mit deinem Munde geredet und mit 
deiner Hand hast du es erfllt, wie nunmehr zu ersehen ist.
2CH 6:16 Nun denn, Jahwe, du Gott Israels, halte deinem Knechte, meinem 
Vater David, was du ihm verheien hast, indem du sprachst: Es soll dir nie 
fehlen an einem Nachkommen vor mir, der da sitze auf dem Thron Israels, 
wenn nur deine Shne auf ihren Weg acht haben, da sie nicht nach meinem 
Gesetze wandeln, gleichwie du vor mir gewandelt hast.
2CH 6:17 Und nun, du Gott Israels, la deine Verheiung wahr werden, die 
du deinem Knechte David gegeben hast!
2CH 6:18 Sollte in Wahrheit Gott bei den Menschen auf Erden wohnen? Siehe, 
der Himmel und die hchsten Himmel knnen dich nicht fassen, geschweige 
denn dieser Tempel, den ich gebaut habe.
2CH 6:19 Aber wende dich zu dem Gebet und Flehen deines Knechtes, Jahwe, 
mein Gott, da du hrest auf das Schreien und das Gebet, da dein Knecht 
vor dir betet;
2CH 6:20 da deine Augen Tag und Nacht offen stehen ber diesen Tempel, 
ber die Sttte, von der du verheien hast, da du deinen Namen daselbst 
wohnen lassen willst; da du hrest auf das Gebet, da dein Knecht an 
dieser Sttte beten wird.
2CH 6:21 Und du wollest hren auf die flehentlichen Worte deines Knechtes 
und deines Volkes Israel, da sie an dieser Sttte beten werden; du 
wollest hren von der Sttte, da du thronest, vom Himmel aus, und wenn du 
hrst, verzeihen!
2CH 6:22 Falls sich jemand wider seinen Nchsten versndigt, und man ihm 
einen Eid auferlegt, um ihn seine Aussage eidlich bekrftigen zu lassen, 
und er kommt und schwrt vor deinem Altar in diesem Hause:
2CH 6:23 so wollest du hren vom Himmel her und eingreifen und deinen 
Knechten Recht schaffen, da du dem Schuldigen vergiltst, indem du sein 
Thun auf sein Haupt zurckfallen lssest, den Unschuldigen aber gerecht 
sprichst, indem du ihm gibst nach seiner Gerechtigkeit.
2CH 6:24 Und wenn dein Volk Israel geschlagen wird und vor dem Feinde 
fliehen mu, weil sie sich an dir versndigt haben, und sie bekehren sich 
und bekennen deinen Namen und beten und flehen vor dir in diesem Hause:
2CH 6:25 so wollest du hren vom Himmel her und die Snde deines Volkes 
Israel vergeben und sie zurckbrigen auf den Boden, den du ihnen und ihren 
Vtern verliehen hast.
2CH 6:26 Wenn der Himmel verschlossen ist, und kein Regen fllt, weil sie 
sich an dir versndigt haben, und sie beten an dieser Sttte und bekennen 
deinen Namen und bekehren sich von ihrer Snde, weil du sie demtigst:
2CH 6:27 so wollest du hren im Himmel und die Snde deiner Knechte und 
deines Volkes Israel vergeben, wenn du ihnen den guten Weg weisest, auf 
dem sie wandeln sollen, und wollest Regen senden auf dein Land, das du 
deinem Volk zum Erbbesitze verliehen hast.
2CH 6:28 Wenn Hungersnot im Lande sein sollte, wenn Pest, wenn Brand und 
Vergilbung des Getreides, oder Heuschrecken und Ungeziefer, wenn seine 
Feinde es bedrngen in einer seiner Ortschaften, kurz wenn irgendwelche 
Plage und irgendwelche Krankheit eintritt:
2CH 6:29 geschieht dann irgendein Gebet oder Flehen von irgendeinem 
Menschen und von deinem ganzen Volke Israel, wenn ein jeglicher den Schlag 
und den Schmerz, der ihn betroffen, sprt und seine Hnde nach diesem 
Hause ausbreitet:
2CH 6:30 so wollest du hren vom Himmel her, der Sttte, da du thronest, 
und vergeben und einem jeglichen geben, ganz wie er gewandelt hat, wie du 
sein Herz erkennst - denn du allein kennst das Herz der Menschenkinder! -
2CH 6:31 auf da sie dich frchten, bereit, in deinen Wegen zu wandeln 
allezeit, solange sie auf dem Boden leben, den du unseren Vtern verliehen 
hast.
2CH 6:32 Aber auch auf den Fremdling, der nicht zu deinem Volke Israel 
gehrt, wenn er aus fernem Lande kommt, um deines groen Namens, deiner 
starken Hand und deines ausgereckten Armes willen - wenn sie kommen und 
vor diesem Tempel beten,
2CH 6:33 so wollest du hren vom Himmel her, der Sttte, da du thronest, 
und alles das thun, worum der Fremde dich anruft, damit alle Vlker der 
Erde deinen Namen erkennen, da sie dich ebenso frchten, wie dein Volk 
Israel, und da sie inne werden, da dieser Tempel, den ich gebaut habe, 
nach deinem Namen genannt sei.
2CH 6:34 Wenn dein Volk zum Kampf gegen seine Feinde ausziehen wird, des 
Wegs, den du sie senden wirst, und sie zu dir beten in der Richtung nach 
dieser Stadt hin, die du erwhlt hast, und nach dem Tempel, den ich deinem 
Namen erbaut habe:
2CH 6:35 so wollest du ihr Gebet und Flehen vom Himmel hren und ihnen 
Recht verschaffen.
2CH 6:36 Wenn sie sich an dir versndigen werden, - denn es gibt keinen 
Menschen, der nicht sndigte! - und du auf sie zrnst und sie dem Feinde 
preisgibst, da ihre Bezwinger sie gefangen fhren in ein fernes oder 
nahes Land,
2CH 6:37 und sie gehen in sich in dem Lande, wohin sie gefangen gefhrt 
sind, und sprechen: Wir haben gesndigt, wir haben verkehrt gehandelt und 
sind gottlos gewesen!
2CH 6:38 und bekehren sich also zu dir von ganzem Herzen und von ganzer 
Seele im Land ihrer Bezwinger, die sie weggefhrt haben, und beten in der 
Richtung nach ihrem Lande hin, das du ihren Vtern verliehen hast, und 
nach der Stadt, die du erwhlt hast, und nach dem Hause, das ich deinem 
Namen erbaut habe:
2CH 6:39 so wollest du ihr Gebet und inbrnstiges Flehen hren vom Himmel 
her, der Sttte, da du thronest, und ihnen Recht verschaffen und deinem 
Volke vergeben, was sie an dir gesndigt haben.
2CH 6:40 Mchten nun, o mein Gott, deine Augen offen stehen, und deine 
Ohren aufmerken auf das Gebet an dieser Sttte!
2CH 6:41 Und nun: Brich auf, Gott Jahwe, nach deiner Ruhesttte, du und 
deine mchtige Lade! Deine Priester, Gott Jahwe, seien angethan mit Heil, 
und deine Frommen mgen sich des Glcks freuen!
2CH 6:42 Gott Jahwe, weise deinen Gesalbten nicht ab; gedenke an die 
Gnadenerweisungen gegenber deinem Knechte David!
2CH 7:1 Als aber Salomo ausgebetet hatte, fuhr Feuer vom Himmel herab und 
verzehrte das Brandopfer und die Schlachtopfer, und die Herrlichkeit 
Jahwes erfllte den Tempel,
2CH 7:2 so da die Priester den Tempel Jahwes nicht zu betreten 
vermochten, weil die Herrlichkeit Jahwes den Tempel Jahwes erfllte.
2CH 7:3 Und als alle Israeliten sahen, wie das Feuer herabfuhr, und die 
Herrlichkeit Jahwes ber dem Tempel lagerte, beugten sie sich mit dem 
Angesichte zur Erde nieder auf das Steinpflaster, beteten an und priesen 
Jahwe, da er gtig und da seine Gnade ewig whrt.
2CH 7:4 Der Knig aber und das ganze Volk opferten Schlachtopfer vor Jahwe.
2CH 7:5 Und zwar opferte der knig Salomo als das Heilsopfer 22000 Rinder 
und 120000 Schafe.
2CH 7:6 Die Priester aber standen auf ihren Posten und ebenso die Leviten 
mit den Musikinstrumenten Jahwes, die der Knig David hatte anfertigen 
lassen, um Jahwe zu danken, da seine Gnade ewig whrt, indem sie so den 
Lobpreis Davids vortrugen; und die Priester bliesen ihnen gegenber die 
Trompeten, whrend smtliche Israeliten dabeistanden.
2CH 7:7 Und Salomo weihte den mittleren Teil des Vorhofs, der vor dem 
Tempel Jahwes liegt, indem er die Brandopfer und die Fettstcke der 
Heilsopfer daselbst opferte. Denn der eherne Altar, den Salomo hatte 
anfertigen lassen, vermochte nicht die Brandopfer und Speisopfer und die 
Fettstcke zu fassen.
2CH 7:8 So beging Salomo zu jener Zeit das Fest sieben Tage lang und ganz 
Israel mit ihm - eine sehr groe Versammlung, von da an, wo es nach Hamath 
hineingeht, bis zum Bach gyptens.
2CH 7:9 Und am achten Tage hielten sie eine Festversammlung; denn die 
Einweihung des Altars hatten sie sieben Tage lang begangen und das Fest 
sieben Tage.
2CH 7:10 Am dreiundzwanzigsten Tage des siebenten Monats aber entlie er 
die Leute in ihre Heimat, frhlich und gutes Muts wegen des Guten, das 
Jahwe David und Salomo und seinem Volke Israel erwiesen hatte.
2CH 7:11 Als nun Salomo den Tempel Jahwes und den kniglichen Palast 
vollendet und alles das glcklich durchgefhrt hatte, was sich Salomo im 
Tempel Jahwes und in seinem Palast auszufhren vogenommen hatte,
2CH 7:12 da erschien Jahwe Salomo des Nachts und sprach zu ihm: Ich habe 
dein Gebet gehrt und mir diesen Ort zu einer Opfersttte erwhlt.
2CH 7:13 Wenn ich den Himmel verschliee, so da kein Regen fllt, und 
wenn ich Heuschrecken entbiete, das Land abzufressen, und wenn ich Pest in 
mein Volk sende,
2CH 7:14 und mein Volk, das nach meinem Namen genannt ist, sich demtigt, 
und sie zu mir beten und mein Angesicht suchen und sich von ihrem 
schlimmen Wandel bekehren, so will ich vom Himmel her sie erhren, ihnen 
ihre Snde vergeben und ihrem Lande Heilung schaffen.
2CH 7:15 Nun sollen meine Augen offen stehen und meine Ohren aufmerken auf 
das Gebet an dieser Sttte.
2CH 7:16 Und nun habe ich diesen Tempel erwhlt und zu einem Heiligtume 
gemacht, da mein Name fr immer daselbst wohnen, und meine Augen und mein 
Herz immerdar daselbst weilen sollen.
2CH 7:17 Wenn du nun vor mir wandeln wirst, wie dein Vater David gewandelt 
hat, da du thust, ganz wie ich dir geboten habe, und meine Satzungen und 
Rechte beobachtest,
2CH 7:18 so will ich den Thron deines Knigtums besttigen, wie ich deinem 
Vater David zugesichert habe, indem ich sprach: Es soll dir nie fehlen an 
einem Nachkommen, der ber Israel herrsche.
2CH 7:19 Werdet ihr aber antrnnig werden und meine Satzungen und Gebote, 
die ich euch vorgelegt habe, fahren lassen und hingehen und andere Gtter 
verehren und euch vor ihnen niederwerfen,
2CH 7:20 so will ich sie hinwegreien von meinem Boden, den ich ihnen 
verliehen habe, und werde diesen Tempel, den ich meinem Namen geheiligt 
habe, verworfen sein lassen vor meinem Angesicht und ihn zu einem 
Gegenstand des Spottes und Hohnes machen unter allen Vlkern.
2CH 7:21 Und was diesen Tempel betrifft, der erhaben war, - jeder, der an 
ihm vorbergeht, wird sich entsetzen. Und wenn er dann fragen wird: Warum 
hat Jahwe diesem Land und diesem Tempel solches angethan?
2CH 7:22 so wird man antworten: Darum, da sie Jahwe, den Gott ihrer 
Vter, der diese aus gypten herausfhrte, verlassen und sich zu anderen 
Gttern gehalten und sich vor ihnen niedergeworfen und ihnen gedient 
haben, - darum hat Jahwe all' dieses Unglck ber sie gebracht!
2CH 8:1 Nach Ablauf der zwanzig Jahre aber, whrend welcher Salomo den 
Tempel Jahwes und seinen Palast erbaut hatte,
2CH 8:2 befestigte Salomo die Stdte, die Huram dem Salomo abgetreten 
hatte, und siedelte dort die Israeliten an.
2CH 8:3 Sodann zog Salomo nach Hamath bei Zoba und berwltigte es.
2CH 8:4 Und er befestigte Tadmor in der Wste und alle die Vorratsstdte, 
die er in Hamath errichtete.
2CH 8:5 Weiter befestigte er das obere Beth-Horon und das untere Beth-
Horon als Festungen mit Mauern, Thoren und Riegeln,
2CH 8:6 ferner Baalath und alle Vorratsstdte, die Salomo gehrten, und 
alle die Wagenstdte und die Stdte fr die Reiter und was immer Salomo zu 
Jerusalem, auf dem Libanon und im ganzen Bereiche seiner Herrschaft zu 
erbauen wnschte.
2CH 8:7 Alles nun, was noch brig war von den Hethitern, Amoritern, 
Pheresitern, Hevitern und Jebusitern, die nicht zu den Israeliten gehrten,
2CH 8:8 - Nachkommen von ihnen, die noch brig waren im Lande, die die 
Israeliten nicht vertilgt hatten, - die hob Salomo zum Frondienst aus, und 
so fronen sie bis auf den heutigen Tag.
2CH 8:9 Von den Israeliten aber machte Salomo keine Leibeigenen fr seine 
Arbeiter, sondern sie waren Kriegsleute und die Befehlshaber ber seine 
Wagenkmpfer und die Befehlshaber ber seine Wagen und Reiter.
2CH 8:10 Und dies waren die obersten Beamten der Vgte des Knigs Salomo: 
250, welche ber die Leute die Aufsicht fhrten.
2CH 8:11 Und die Tochter des Pharao brachte Salomo aus der Stadt Davids in 
das Haus, das er fr sie erbaut hatte; denn er sprach: Es soll mir kein 
Weib im Palaste Davids, des Knigs von Israel, wohnen; denn sie sind ein 
Heiligtum, weil die Lade Jahwes zu ihnen eingegangen ist.
2CH 8:12 Damals brachte Salomo Jahwe Brandopfer dar auf dem Altar Jahwes, 
den er vor der Vorhalle errichtet hatte,
2CH 8:13 und zwar, wie es jeden Tag erforderlich war, indem er 
entsprechend dem Gebote Moses an den Sabbaten und den Neumonden und den 
Festen dreimal im Jahre - am Fest der ungesuerten Brote, am Wochenfest 
und am Laubhttenfest - Opfer brachte.
2CH 8:14 Und nach der Anordnung seines Vaters David bestellte er die 
Abteilungen der Priester zu ihrem Dienst und die Leviten zu ihren 
Amtsverichtungen, zu lobsingen und bei den Priestern Dienste zu leisten, 
so wie es ein jeder Tag erforderte, und die Thorhter nach ihren 
Abteilungen fr die einzelnen Thore; denn so lautete der Befehl Davids, 
des Mannes Gottes.
2CH 8:15 Man wich in keinem Stcke von dem Befehle des Knigs in betreff 
der Priester und der Leviten und der Schatzkammern ab.
2CH 8:16 Und so wurde das ganze Werk Salomos fertig gestellt vom Tage der 
Grndung des Tempels an bis zu seiner Vollendung; der Tempel Jahwes war 
fertig.
2CH 8:17 Damals zog Salomo nach Ezeon-Geber und nach Eloth am Ufer des 
Meers im Lande Edom.
2CH 8:18 Huram aber sandte ihm durch seine Leute Schiffe und Leute, die 
mit dem Meere vertraut waren. Und sie gelangten zusammen mit den Leuten 
Salomos nach Ophir und holten von dort 450 Talente Goldes und brachten es 
zum Knige Salomo.
2CH 9:1 Als aber die Knigin von Saba das Gercht von Salomo vernahm, da 
kam sie, um Salomo mit Rtseln zu versuchen, mit einem sehr groen 
Gefolge, sowie, mit Kamelen, die Spezereien und eine Menge Goldes und 
Edelsteine trugen, nach Jerusalem. Als sie nun zu Salomo hineinkam, redete 
sie mit ihm von allem, was sie sich vorgenommen hatte.
2CH 9:2 Salomo aber hatte Antwort auf alle ihre Fragen; nichts blieb 
Salomo verborgen, da er ihr die Antwort darauf schuldig geblieben wre.
2CH 9:3 Als aber die Knigin von Saba die Weisheit Salomos wahrnahm und 
den Palast, den er erbaut hatte,
2CH 9:4 und die Speisen fr seinen Tisch, die Wohnungen seiner Beamten und 
das Aufwarten seiner Diener und ihre Gewnder und seine Mundschenken und 
ihre Gewnder und seine Brandopfer, die er im Tempel Jahwes darzubringen 
pflegte, da geriet sie ganz auer sich,
2CH 9:5 und sprach zum Knige: volle Wahrheit ist es, was ich in meinem 
Lande von deinen Angelegenheiten und von deiner Weisheit vernommen habe!
2CH 9:6 Ich habe ihre Erzhlungen nicht glauben wollen, bis ich gekommen 
bin und es mit eigenen Augen gesehen habe. Und dabei ist mir noch nicht 
einmal die Hlfte von der Flle deiner Weisheit berichtet worden; du 
bertriffst noch das Gercht, das ich vernommen habe.
2CH 9:7 Glckselig deine Frauen und glckselig diese deine Diener, die 
allezeit dienend vor dir stehen und deine Weisheit hren!
2CH 9:8 Es sei Jahwe, dein Gott, gepriesen, der an dir Wohlgefallen hatte, 
da er dich auf den Thron setzte als einen Knig Jahwes, deines Gottes; 
weil dein Gott Israel lieb hat, da er ihm fr immer Beistand verleihen 
will, darum hat er dich zum Knig ber sie gesetzt, da du Recht und 
Gerechtigkeit best!
2CH 9:9 Und sie schenkte dem Knige 120 Talente Goldes und eine sehr groe 
Menge Spezereien und Edelsteine; nie hat es wieder so viele Spezereien 
gegeben, als die Knigin von Saba dem Knig Salomo schenkte.
2CH 9:10 Aber auch die Leute Hurams und die Leute Salomos, die Gold aus 
Ophir geholt hatten, brachten Sandelholz und Edelsteine mit.
2CH 9:11 Und der Knig lie von dem Sandelholz Lehnen sowohl fr den 
Tempel als fr den kniglichen Palast anfertigen, sowie Zithern und Harfen 
fr die Snger; dergleichen war vorher nicht im Lande Juda zu sehen 
gewesen.
2CH 9:12 Und der Knig Salomo gab der Knigin von Saba alles, was sie 
wnschte und begehrte, auer dem, was sie zum Knige gebracht hatte. 
Hierauf machte sie sich auf den Heimweg und zog samt ihren Dienern wieder 
in ihr Land.
2CH 9:13 Und das Gewicht des Goldes, das fr Salomo in einem Jahr einkam, 
betrug 666 Goldtalente,
2CH 9:14 abgesehen von dem, was einkam von den Karawanen und dem, was die 
Hndler brachten; dazu brachten auch alle Knige Arabiens und die 
Statthalter des Landes Salomo Gold und Silber.
2CH 9:15 Und der Knig Salomo lie zweihundert groe Schilde von 
geschlagenem Gold anfertigen: sechshundert Sekel geschlagenen Goldes 
verwendete er auf jeden Schild;
2CH 9:16 dazu dreihundert Tartschen von geschlagenem Golde: dreihunder 
Sekel Goldes verwendete er auf jede Tartsche. Und der Knig that sie ins 
Libanonwaldhaus.
2CH 9:17 Ferner lie der Knig einen groen elfenbeinernen Thron 
anfertigen und berzog ihn mit gediegenem Golde.
2CH 9:18 Sechs Stufen hatte der Thron, und eine vergoldete Fubank war am 
Throne befestigt. Und am Sitzplatze waren auf beiden Seiten Armlehnen, und 
neben den Lehnen standen zwei Lwen.
2CH 9:19 Zwlf Lwen aber standen auf den sechs Stufen zu beiden Seiten. 
Derartiges ist nie fr irgend ein Knigreich angefertigt worden.
2CH 9:20 Und alle Trinkgefe des Knigs Salomo waren von Gold, und alle 
Gerte des Libanonwaldhauses waren von feinem Golde, nichts von Silber, 
denn das Silber wurde zu den Zeiten Salomos fr gar nichts geachtet.
2CH 9:21 Denn der Knig hatte Schiffe, die mit den Leuten Hurams nach 
Tarsis fuhren; aller drei Jahre einmal kamen die Tarsisschiffe und 
brachten Gold, Silber, Elfenbein, Affen und Pfauen.
2CH 9:22 Und der Knig Salomo bertraf alle Knige der Erde an Reichtum 
und Weisheit.
2CH 9:23 Und alle Knige der Erde begehrten, Salomo zu sehen, um die 
Aussprche seiner Weisheit zu hren, die ihm Gott ins Herz gegeben hatte.
2CH 9:24 Dabei brachten sie ein jeder sein Geschenk, silberne und goldene 
Gerte, Gewnder, Waffen und Spezereien, Rosse und Maultiere - ein Jahr 
wie das andere.
2CH 9:25 Und Salomo besa 4000 Gespanne Rosse und Wagen und zwlftausend 
Reiter; die legte er in die Wagenstdte und in die Umgebung des Knigs zu 
Jerusalem.
2CH 9:26 Und er war Herrscher ber alle Knige vom Euphratstrom an bis zum 
Lande der Philister und bis zur Grenze gyptens.
2CH 9:27 Und der Knig machte, da das Silber zu Jerusalem an Menge den 
Steinen gleichkam, und die Cedern den Maulbeerfeigenbumen, die in der 
Niederung wachsen.
2CH 9:28 Und man fhrte fr Salomo Rosse aus gypten und aus allen Lndern 
aus.
2CH 9:29 Die brige Geschichte Salomos aber, die frhere wie die sptere, 
findet sich ja aufgezeichnet in der Geschichte des Propheten Nathan und in 
der Weissagung Ahias von Silo und in der Offenbarung Jedos, des Sehers, an 
Jerobeam, den Sohn Nebats.
2CH 9:30 Es herrschte aber Salomo zu Jerusalem vierzig Jahre als Knig 
ber ganz Israel.
2CH 9:31 Alsdann legte sich Salomo zu seinen Vtern, und man begrub ihn in 
der Stadt Davids, seines Vaters. Und sein Sohn Rehabeam ward Knig an 
seiner Statt.
2CH 10:1 Und Rehabeam begab sich nach Sichem, denn zu Sichem war ganz 
Israel erschienen, um ihn zum Knige zu machen.
2CH 10:2 Sobald aber Jerobeam, der Sohn Nebats, vernahm - er befand sich 
nmlich in gypten, wohin er vor dem Knige Salomo geflohen war, - da 
Salomo gestorben sei, kehrte Jerobeam aus gypten zurck.
2CH 10:3 Und sie sandten hin und lieen ihn rufen. Da kamen Jerobeam und 
ganz Israel und redeten zu Rehabeam also:
2CH 10:4 Dein Vater hat uns ein drckendes Joch auferlegt; so erleichtere 
uns nun den harten Dienst und das schwere Joch, da uns dein Vater 
auferlegt hat, so wollen wir dir unterthan sein.
2CH 10:5 Er erwiderte ihnen: Zieht euch nochmals fr drei Tage zurck und 
kommt dann wieder zu mir! Und das Volk zog sich zurck.
2CH 10:6 Da beriet sich der Knig Rehabeam mit den Alten, die seinen Vater 
Salomo bei dessen Lebzeiten bedient hatten, und sprach: Welchen Bescheid 
ratet ihr diesen Leuten zu geben?
2CH 10:7 Sie erwiderten ihm also: Wirst du heute gegen diese Leute gtig 
sein und sie gndig behandeln und ihnen einen freundlichen Bescheid 
erteilen, so werden sie dir allezeit unterthan sein.
2CH 10:8 Er aber kehrte sich nicht an den Rat, den ihm die Alten gegeben 
hatten, sondern beriet sich mit den Jungen, die mit ihm aufgewachsen waren 
und nun in seinem Dienste standen,
2CH 10:9 und fragte sie: Welchen Bescheid ratet ihr diesen Leuten zu 
geben, die also zu mir geredet haben: Mache das Joch leichter, das uns 
dein Vater auferlegt hat?
2CH 10:10 Da antworteten ihm die Jungen, die mit ihm aufgewachsen waren, 
also: So mut du den Leuten antworten, die das zu dir gesagt haben: Dein 
Vater hat uns ein schweres Joch auferlegt, du aber mache es uns leichter, 
- so mut du zu ihnen sprechen: Mein kleiner Finger ist dicker als meines 
Vaters Lenden!
2CH 10:11 Wohlan denn, hat euch mein Vater ein schweres Joch aufgeladen, 
so will ich euer Joch noch drckender machen; hat euch mein Vater mit 
Peitschen gezchtigt, so will ich euch mit Scorpionen zchtigen!
2CH 10:12 Als nun Jerobeam und das ganze Volk am dritten Tage zu Rehabeam 
kam, nach dem Befehle des Knigs: Kommt am dritten Tage wieder zu mir!
2CH 10:13 da gab ihnen der Knig eine harte Antwort. Und der Knig 
Rehabeam kehrte sich nicht an den Rat der Alten,
2CH 10:14 sondern redete nach der Jungen Rat also zu ihnen: Hat euch mein 
Vater ein schweres Joch auferlegt, so will ich es noch drckender machen; 
hat euch mein Vater mit Peitschen gezchtigt, so will ich euch mit 
Skorpionen zchtigen!
2CH 10:15 Also gab der Knig dem Volke kein Gehr; denn so war es von Gott 
verhngt, damit Jahwe sein Wort in Kraft treten liee, das er durch Ahia 
von Silo zu Jerobeam, dem Sohne Nebats, geredet hatte.
2CH 10:16 Als aber ganz Israel erkannte, da ihnen der Knig kein Gehr 
geschenkt habe, gab das Volk dem Knige diesen Bescheid: Was haben wir fr 
Teil an David? Kein Erbe steht uns zu am Sohne Isais! Mann fr Mann nach 
deiner Heimat begieb dich, Israel! Nun sieh nach deinem Hause, David! Also 
begaben sich smtliche Israeliten in ihre Heimat.
2CH 10:17 ber die Israeliten aber, die in den Stdten Judas wohnten, ber 
diese war Rehabeam Knig.
2CH 10:18 Als nun der Knig Rehabeam den Fronmeister Hadoram hinsandte, 
warfen ihn die Israeliten mit Steinen zu Tode. Der Knig Rehabeam aber 
sprang noch rasch auf seinen Wagen und floh nach Jerusalem.
2CH 10:19 Also fiel Israel vom Hause Davids ab, bis auf den heutigen Tag.
2CH 11:1 Als aber Rehabeam nach Jerusalem gelangt war, versammelte er das 
Haus Juda und Benjamin, 180000 auserlesene Krieger, zum Kampfe gegen 
Israel, um Rehabeam das Knigtum wiederzugewinnen.
2CH 11:2 Aber das Wort Jahwes erging an Semaja, den Mann Gottes also:
2CH 11:3 Sprich zu Rehabeam, dem Sohne Salomos, dem Knige von Juda, und 
zu ganz Israel in Juda und Benjamin also:
2CH 11:4 So spricht Jahwe: Ihr sollt nicht hinziehen, um gegen eure Brder 
zu kmpfen: jedermann kehre wieder heim, denn durch mich ist es also 
gefgt worden! Als sie die Worte Jahwes vernahmen, kehrten sie um und 
gaben den Zug gegen Jerobeam auf.
2CH 11:5 So blieb denn Rehabeam zu Jerusalem. Und er baute eine Anzahl 
Stdte in Juda zu Festungen um;
2CH 11:6 und zwar baute er Bethlehem, Etam, Thekoa,
2CH 11:7 Beth-Zur, Socho, Adullam,
2CH 11:8 Gath, Maresa, Siph,
2CH 11:9 Adoraim, Lachis, Aseka,
2CH 11:10 Zorea, Ajalon, und Hebron, die in Juda und Benjamin lagen, zu 
festen Stdten um.
2CH 11:11 Er machte diese Festungen stark, that Befehlshaber hinein, sowie 
Vorrte von Speise, l und Wein
2CH 11:12 und in jede Stadt Schilde und Speere und machte sie beraus 
stark. Und es gehrte ihm Juda und Benjamin.
2CH 11:13 Die Priester und Leviten aber, die sich irgendwo in Israel 
befanden, kamen aus allen ihren Bezirken und stellten sich ihm zur 
Verfgung.
2CH 11:14 Denn die Leviten verlieen ihre Weidetriften und ihr Besitztum 
und begaben sich nach Juda und Jerusalem. Denn Jerobeam und seine Shne 
hatten sie aus dem Priesterdienste vor Jahwe verstoen;
2CH 11:15 und er hatte sich selbst Priester bestellt fr die Opferhhen 
und die Bocksgestalten und die Klber, die er hatte anfertigen lassen.
2CH 11:16 Und aus allen Stmmen Israels schlossen sich ihnen diejenigen 
an, die ihren Sinn darauf richteten, Jahwe, den Gott Israels, zu suchen. 
Sie kamen nach Jerusalem, um Jahwe, den Gott ihrer Vter, zu opfern.
2CH 11:17 So strkten sie das Reich Juda und befestigten Rehabeam, den 
Sohn Salomos, drei Jahre lang. Denn sie wandelten in den Wegen Davids und 
Salomos, drei Jahre lang.
2CH 11:18 Und Rehabeam nahm sich Mahalath, die Tochter Jerimoths, des 
Sohnes Davids, und Abihails, der Tochter Eliabs, des Sohnes Isais, zum 
Weibe;
2CH 11:19 die gebar ihm folgende Shne: Jeus, Semarja und Saham.
2CH 11:20 Und nach ihr heiratete er Maacha, die Tochter Absaloms; die 
gebar ihm Abia, Attai, Sisa und Selomith.
2CH 11:21 Und Rehabeam hatte Maacha, die Tochter Absaloms, lieber als alle 
seine anderen Frauen und Kebsweiber; denn er hatte achtzehn Frauen und 
sechzig Kebsweiber genommen und erzeugte achtundzwanzig Shne und sechzig 
Tchter.
2CH 11:22 Und Rehabeam bestellte Abia, den Sohn Maachas, zum Haupte, zum 
Frsten unter seinen Brdern; denn er gedachte ihn zum Knige zu machen.
2CH 11:23 Und er handelte klug und verteilte eine Anzahl von allen seinen 
Shnen in alle Gegenden von Juda und Benjamin in alle die festen Stdte 
und lieferte ihnen reichliche Zehrung und begehrte fr sie eine Menge von 
Frauen.
2CH 12:1 Als aber das Knigtum Rehabeams befestigt, und er zu Macht 
gelangt war, fiel er samt dem ganzen Israel vom Gesetze Jahwes ab.
2CH 12:2 Aber im fnften Jahre der Regierung Rehabeams, rckte Sisak, der 
Knig von gypten, gegen Jerusalem an, weil sie treulos wider Jahwe 
gehandelt hatten,
2CH 12:3 mit 1200 Wagen und 60000 Reitern. Und zahlos war das Kriegsvolk, 
das mit ihm aus gypten kam: Libyer, Suchiter und thiopier.
2CH 12:4 Er eroberte die judischen Festungen und gelangte bis vor 
Jerusalem.
2CH 12:5 Es kam aber der Prophet Semaja zu Rehabeam und den Obersten 
Judas, die sich aus Furcht vor Sisak nach Jerusalem zurckgezogen hatten, 
und sprach zu ihnen: So spricht Jahwe: Ihr habt mich verlassen, so 
berlasse ich euch nun auch der Gewalt Sisaks!
2CH 12:6 Da demtigten sich die Obersten Judas und der Knig und sprachen: 
Jahwe ist im Recht!
2CH 12:7 Als aber Jahwe wahrnahm, da sie sich gedemtigt hatten, erging 
das Wort Jahwes an Semaja also: Sie haben sich gedemtigt; ich will sie 
daher nicht zugrunde richten, sondern will ihnen ein wenig Errettung 
widerfahren lassen, da sich mein Grimm nicht durch Sisak ber Jerusalem 
ergieen soll.
2CH 12:8 Doch sollen sie ihm unterthan werden, da sie den Unterschied 
kennen lernen zwischen meinem Dienst und dem Dienst heidnischer Knige.
2CH 12:9 So rckte denn Sisak, der Knig von gypten, gegen Jerusalem an 
und nahm die Schtze des Tempels Jahwes und die Schtze des kniglichen 
Palastes, samt und sonders nahm er's; und er nahm auch die goldenen 
Schilde, die Salomo hatte anfertigen lassen.
2CH 12:10 An ihrer Statt aber lie der Knig Rehabeam eherne Schilde 
anfertigen und bergab sie der Obhut der Obersten der Trabanten, die am 
Eingange des kniglichen Palastes die Wache hatten.
2CH 12:11 Und jedesmal, wenn sich der Knig in den Tempel Jahwes begab, 
kamen die Trabanten, um sie zu tragen, und brachten sie dann zurck in das 
Wachtzimmer der Trabanten.
2CH 12:12 Weil er sich aber demtigte, lie der Zorn Jahwes von ihm ab, 
ohne ihn gnzlich zugrunde zu richten; es war ja auch an Juda noch etwas 
Gutes.
2CH 12:13 Und so befestigte sich der Knig Rehabeam in Jerusalem und 
regierte weiter; denn einundvierzig Jahre war Rehabeam alt, als er Knig 
ward, und siebzehn Jahre regierte er zu Jerusalem, der Stadt, die Jahwe 
aus allen Stmmen Israels erwhlt hatte, um seinen Namen daselbst wohnen 
zu lassen. Seine Mutter aber hie Naama, die Ammoniterin.
2CH 12:14 Und er handelte bel; denn hatte seinen Sinn nicht darauf 
gerichtet, Jahwe zu suchen.
2CH 12:15 Die Geschichte Rehabeams aber, die frhere wie die sptere, 
findet sich ja aufgezeichnet in der Geschichte des Propheten Semaja und 
Iddos, des Sehers, nach Weise der Geschlechtsrehister. Und die Kmpfe 
Rehabeams und Jerobeams dauerten die ganze Zeit hindurch.
2CH 12:16 Und Rehabeam legte sich zu seinen Vtern und wurde in der Stadt 
Davids begraben. Und sein Sohn Abia ward Knig an seiner Statt.
2CH 13:1 Im achtzehnten Jahre des Knigs Jerobeam wurde Abia Knig ber 
Juda.
2CH 13:2 Er regierte drei Jahre zu Jerusalem; seine Mutter aber hie 
Maacha, die Tochter Uriels von Gibea. Es war aber Krieg zwischen Abia und 
Jerobeam.
2CH 13:3 Und Abia erffnete den Kampf mit einem Heere von tapferen 
Kriegern, 400000 auserlesenen Leuten; Jerobeam aber stellte sich gegen ihn 
in Schlachtordnung mit 800000 auserlesenen Leuten, tapferen Helden.
2CH 13:4 Da stellte sich Abia oben auf den Berg Zemaraim im Gebirge 
Ephraim und rief: Hret mich, Jerobeam und ganz Israel!
2CH 13:5 Mtet ihr nicht wissen, da Jahwe, der Gott Israels, das 
Knigtum ber Israel fr alle Zeiten David und seinen Nachkommen kraft 
eines Salzbundes verliehen hat?
2CH 13:6 Aber Jerobeam, der Sohn Nebats, der Knecht Salomos, des Sohnes 
Davids, trat auf und emprte sich wider seinen Herrn.
2CH 13:7 Und es scharten sich um ihn nichtsnutzige, nichtswrdige Leute 
und gewannen die Obmacht ber Rehabeam, den Sohn Salomos; denn Rehabeam 
war jung und mutlos und konnte ihnen nicht standhalten.
2CH 13:8 Und nun whnt ihr, dem Knigtume Jahwes, das die Nachkommen 
Davids inne haben, standhalten zu knnen, weil ihr ein groer Haufe seid, 
und die goldenen Klber, die euch Jerobeam zu Gttern gemacht hat, auf 
eurer Seite sind.
2CH 13:9 Habt ihr nicht die Priester Jahwes, die Nachkommen Aarons, und 
die Leviten ausgestoen und euch Priester gemacht, wie die Bewohner der 
Heidenlnder? Wer irgend mit einem jungen Rind und sieben Widdern kam, um 
sich ins Priesteramt einsetzen zu lassen, der ward ein Priester der 
Ungtter.
2CH 13:10 Unser Gott aber ist Jahwe, und wir sind nicht von ihm abtrnnig 
geworden, und als Priester dienen Jahwe die Nachkommen Aarons, und die 
Leviten liegen den Amtsverrichtungen ob
2CH 13:11 und lassen fr Jahwe an jedem Morgen und an jedem Abend 
Brandopfer in Rauch aufgehen und wohlriechendes Rucherwerk und legen die 
Brote reihenweise auf den Tisch von gediegenem Gold und znden alle Abende 
den goldenen Leuchter mit seinen Lampen an. Denn wir beobachten die 
Vorschriften Jahwes, unseres Gottes, ihr aber seid von ihm abtrnnig 
geworden!
2CH 13:12 Frwahr, mit uns ist Gott, der an unserer Spitze steht, und 
seine Priester und die Lrmtrompeten zum Lrmblasen wider euch. O ihr 
Israeliten! Streitet nicht wider Jahwe, den Gott eurer Vter, denn ihr 
werdet nichts ausrichten!
2CH 13:13 Jerobeam aber lie die im Hinterhalt liegenden herumgehen, damit 
sie ihnen in den Rcken kmen; und so standen sie einesteils den Judern 
gegenber, whrend sich der Hinterhalt im Rcken derselben befand.
2CH 13:14 Als sich nun die Juder umwandten, sahen sie sich von vorn und 
von hinten angegriffen. Da schrieen sie zu Jahwe, und die Priester bliesen 
die Trompeten,
2CH 13:15 und die Juder erhoben ein Kriegsgeschrei; und als die Juder 
das Kriegsgeschrei erhoben, da schlug Gott Jerobeam und das ganze Israel 
vor Abia und Juda.
2CH 13:16 Und die Israeliten flohen vor den Judern, und Gott gab sie in 
deren Gewalt.
2CH 13:17 Und Abia und seine Krieger richteten eine gewaltige Niederlage 
unter ihnen an, so da von den Israeliten 500000 Erschlagene fielen.
2CH 13:18 So wurden die Israeliten damals gedemtigt, und die Juder 
gewannen die Oberhand; denn sie hatten sich auf Jahwe, den Gott ihrer 
Vter, gesttzt.
2CH 13:19 Abia aber verfolgte Jerobeam und gewann ihm etliche Stdte ab: 
Bethel mit den zugehrigen Ortschaften, Jesana mit den zugehrigen 
Ortschaften und Ephron mit den zugehrigen Ortschaften.
2CH 13:20 Und Jerobeam behielt keine Kraft mehr, solange Abia lebte; und 
Jahwe schlug ihn, da er starb.
2CH 13:21 Abia aber wurde mchtig; und er nahm sich vierzehn Frauen und 
erzeugte zweiundzwanzig Shne und sechzehn Tchter.
2CH 13:22 Was aber sonst noch von Abia zu sagen ist, und sein Wandel und 
seine Reden, ist aufgezeichnet im Midrasch des Propheten Iddo.
2CH 13:23 Und Abia legte sich zu seinen Vtern und man begrub ihn in der 
Stadt Davids. Und sein Sohn Asa ward Knig an seiner Statt. Unter ihm 
hatte das Land zehn Jahre lang Ruhe.
2CH 14:1 Asa that, was in den Augen Jahwes, seines Gottes, gut und recht 
war.
2CH 14:2 er beseitigte die fremden Altre und die Opferhhen, zertrmmerte 
die Malsteine und hieb die heiligen Bume um.
2CH 14:3 Und er gebot den Judern, sich an Jahwe, den Gott ihrer Vter, zu 
halten und nach dem Gesetz und Gebot zu thun.
2CH 14:4 Er beseitigte aus allen Stdten Judas die Opferhhen und die 
Sonnensulen, und das Reich hatte unter ihm Ruhe.
2CH 14:5 Er erbaute Festungen in Juda; denn das Land hatte Ruhe, und 
niemand fhrte in jenen Jahren Krieg mit ihm, weil ihm Jahwe Ruhe 
verschafft hatte.
2CH 14:6 Daher sprach er zu den Judern: Lat uns diese Stdte erbauen und 
mit Mauern und Trmen, mit Thoren und Riegeln umgeben. Denn noch liegt das 
Land offen vor uns da, weil wir uns an Jahwe, unseren Gott, gehalten 
haben. Wir haben uns an ihn gehalten, und er hat uns ringsum Ruhe 
verschafft. Und so bauten sie und hatten Gelingen.
2CH 14:7 Und Asa hatte ein Heer, das Schild und Speer trug: aus Juda 300 
000 und aus Benjamin 280 000, die Tartschen trugen und den Bogen spannten, 
- lauter tapfere Krieger.
2CH 14:8 Es zog aber gegen sie der Kuschit Serah zu Felde mit einem Heere 
von einer Million Kriegern und dreihundert Wagen und gelangte bis Maresa.
2CH 14:9 Da zog Asa aus ihm entgegen, und sie stellten sich im Thale 
Zephatha bei Maresa in Schlachtordnung.
2CH 14:10 Und Asa rief Jahwe, seinen Gott, an und betete: Jahwe, nur du 
kannst helfen in dem Streite zwischen einem Mchtigen und einem 
Ohnmchtigen. Hilf uns, Jahwe, unser Gott! Denn auf dich sttzen wir uns 
und in deinem Namen sind wir gegen diesen Vlkerhaufen in den Kampf 
gezogen. Jahwe, du bist unser Gott; dir gegenber kann sich kein 
Sterblicher behaupten!
2CH 14:11 Und Jahwe schlug die Kuschiten vor Asa und vor den Judern, so 
da die Kuschiten flohen.
2CH 14:12 Asa aber und die Krieger, die er bei sich hatte, verfolgten sie 
bis Gerar, und es fielen von den Kuschiten so viele, da ihrer keiner am 
Leben blieb; denn sie wurden zerschmettert vor Jahwe und seinem Heer. Und 
sie trugen ungeheure Beute davon
2CH 14:13 und berwltigten alle die Stdte rings um Gerar; denn der 
Schrecken Jahwes war ber sie gekommen. Und so plnderten sie alle diese 
Stdte; denn es gab viel darin zu plndern.
2CH 14:14 Auch die Zelte mit den Viehherden berwltigen sie und fhrten 
Schafe in Menge und Kamele als Beute von dannen und kehrten zurck nach 
Jerusalem.
2CH 15:1 Da nun kam der Geist Gottes ber Asarja, den Sohn Obeds,
2CH 15:2 und er ging hinaus, trat vor Asa und sprach zu ihm: Hrt mich, 
Asa und ihr Juder und Benjaminiten insgesamt! Jahwe ist mit euch, wenn 
ihr zu ihm haltet! Wenn ihr ihn sucht, so wird er sich von euch finden 
lassen; wenn ihr ihn aber verlat, so wird er euch auch verlassen!
2CH 15:3 Aber lange Zeit war Israel ohne den wahren Gott, ohne Priester, 
die es belehrten, und ohne Gesetz.
2CH 15:4 Dann aber bekehrte es sich in seiner Not zu Jahwe, dem Gott 
Israels; und da sie ihn suchten, lie er sich von ihnen finden.
2CH 15:5 In jenen Zeiten aber gab es keine Sicherheit fr die Aus- und 
Eingehenden, vielmehr lastete auf allen Bewohnern dieser Landstriche groe 
Beunruhigung.
2CH 15:6 Ein Volk wurde gehen das andere gestoen und eine Stadt gegen die 
andere, denn Gott beunruhigte sie durch allerlei Trbsal.
2CH 15:7 Ihr aber, seid mutig und lat eure Hnde nicht sinken, denn euer 
Thun wird seinen Lohn finden!
2CH 15:8 Als nun Asa diese Worte und die Weissagung vernahm, da ermannte 
er sich und schaffte aus dem ganzen Lande Juda und Benjamin und den 
Stdten, die er auf dem Gebirge Ephraim erobert hatte, die Scheusale 
hinweg und erneuerte den Jahwealtar, der vor der Vorhalle Jahwes stand.
2CH 15:9 Sodann versammelte er ganz Juda und Benjamin und diejenigen aus 
Ephraim, Manasse und Simeon, die als Fremdlinge bei ihnen weilten; denn es 
waren aus Israel eine Menge Leute zu ihm bergegangen, da sie sahen, da 
Jahwe, sein Gott, mit ihm war.
2CH 15:10 Und sie versammelten sich zu Jerusalem im dritten Monat des 
fnfzehnten Jahres der Regierung Asas
2CH 15:11 und schlachteten Jahwe an jenem Tage von der Beute, die sie 
heimgebracht hatten, siebenhundert Rinder und siebentausend Schafe.
2CH 15:12 Und sie verpflichteten sich feierlich, sich von ganzem Herzen 
und von ganzer Seele an Jahwe, den Gott ihrer Vter, halten zu wollen;
2CH 15:13 und wer irgend sich nicht an Jahwe, den Gott Israels, halten 
wrde, der sollte gettet werden, er sei klein oder gro, Mann oder Weib.
2CH 15:14 Und so schwuren sie Jahwe mit lauter Stimme und jauchzendem Ruf 
unter Trompeten- und Posaunenschall.
2CH 15:15 Und ganz Juda war voller Freude ber den Schwur; denn sie hatten 
von ganzem Herzen geschworen und ihn mit aufrichtigem Verlangen gesucht, 
und so lie sich Jahwe von ihnen finden und verschaffte ihnen ringsumher 
Ruhe.
2CH 15:16 Ja, er setzte sogar Maacha, die Mutter des Knigs Asa, von der 
Wrde als Herrin ab, weil sie der Aschera ein Schandbild angefertigt 
hatte. Und Asa hieb ihr Schandbild um, zermalmte es und verbrannte es im 
Kidronthale.
2CH 15:17 Die Hhen wurden zwar in Israel nicht abgeschafft, doch war das 
Herz Asas ungeteilt sein Leben lang.
2CH 15:18 Auch lie er, was sein Vater geweiht hatte, sowie seine eigenen 
Weihgeschenke in den Tempel Gottes bringen - Silber, Gold und Gerte.
2CH 15:19 Und es war kein Krieg bis zum fnfunddreiigsten Jahre der 
Regierung Asas.
2CH 16:1 Im sechsunddreiigsten Jahre der Regierung Asas zog Baesa, der 
Knig von Israel, wider Juda heran, und befestigte Rama, um zu verhindern, 
da jemand bei Asa, dem Knige von Juda, aus- und eingehe.
2CH 16:2 Da entnahm Asa den Schatzkammern des Tempels Jahwes, und des 
kniglichen Palastes Silber und Gold und sandte es Benhadad, dem Knig von 
Aram, der zu Damaskus wohnte, und lie ihm sagen:
2CH 16:3 Es besteht ein Bndnis zwischen mir und dir und zwischen meinem 
Vater und deinem Vater. Hier sende ich dir Silber und Gold: Wohlan! brich 
dein Bndnis mit Baesa, dem Knige von Israel, da er von mir abziehe.
2CH 16:4 Benhadad aber schenkte dem Knig Asa Gehr und sandte seine 
Heeresobersten wider die Stdte Israels, und sie verheerten Ijon, Dan und 
Abel-Maim und alle Vorratshuser in den Stdten Naphtalis.
2CH 16:5 Als dies Baesa vernahm, stand er davon ab, Rama noch weiter zu 
befestigen, und stellte seine Arbeit ein.
2CH 16:6 Der Knig Asa aber holte ganz Juda herzu, und sie schafften die 
Steine und die Balken, die Baesa zur Befestigung von Baesa verwendet 
hatte, fort, und er lie damit Geba und Mizpa befestigen.
2CH 16:7 Zu der Zeit aber kam der Seher Hanani zu Asa, dem Knige von 
Juda, und sprach zu ihm: Weil du dich auf den Knig von Aram gesttzt hast 
und dich nicht auf Jahwe, deinen Gott, gesttzt hast, darum ist das Heer 
des Knigs von Aram deiner Hand entronnen.
2CH 16:8 Waren nicht die Kuschiten und die Libyer ein groes Heer mit 
einer Unzahl von Wagen und Reitern? Aber da du dich auf Jahwe sttztest, 
gab er sie in deine Gewalt.
2CH 16:9 Denn die Augen Jahwes schweifen ber die ganze Erde hin, damit er 
sich stark erweise in der Untersttzung derer, deren Herz ihm gegenber 
ungeteilt ist. Du hast in diesem Stcke tricht gehandelt; denn von nun an 
giebt es bestndig Kmpfe fr dich!
2CH 16:10 Asa aber ward unwillig ber den Seher und warf ihn ins 
Stockhaus, denn er war dessentwegen erzrnt ber ihn. Auch mihandelte Asa 
zu dieser Zeit etliche aus dem Volke.
2CH 16:11 Die Geschichte Asas aber, die frhere wie die sptere, findet 
sich aufgezeichnet im Buche der Knige von Juda und Israel.
2CH 16:12 Im neununddreiigsten Jahre seiner Regierung erkrankte Asa an 
den Fen, und seine Krankheit war beraus heftig. Aber auch in dieser 
seiner Krankheit suchte er nicht Hilfe bei Jahwe, sondern bei den rzten.
2CH 16:13 Und Asa legte sich zu seinen Vtern, und zwar starb er im 
einundvierzigsten Jahre seiner Regierung.
2CH 16:14 Und man begrub ihn in seiner Grabsttte, die er sich in der 
Stadt Davids hatte graben lassen. Und zwar legte man ihn auf ein Lager, 
das man mit Spezereien und in der Weise von Salben gemischten Sorten von 
Wohlgerchen angefllt hatte, und veranstaltete fr ihn ein beraus 
groartigen Brand.
2CH 17:1 Und sein Sohn Josaphat ward Knig an seiner Statt und befestigte 
sich wider Israel.
2CH 17:2 Er legte Heeresmacht in alle festen Stdte Judas und legte 
Besatzungen in das Land Juda und die Stdte Ephraims, die sein Vater Asa 
erobert hatte.
2CH 17:3 Und Jahwe war mit Josaphat; denn er wandelte in den anfnglichen 
Wegen seines Ahnherrn David und hielt sich nicht an die Baale,
2CH 17:4 sondern hielt sich an den Gott seines Ahnherrn und wandelte nach 
seinen Geboten und that nicht wie die Israeliten.
2CH 17:5 Daher lie Jahwe das Knigtum unter seiner Hand erstarken, und 
alle Juder gaben Josaphat Geschenke, so da ihm Reichtum und Ehre in 
Menge zu teil ward.
2CH 17:6 Und da ihm in den Wegen Jahwes der Mut wuchs, so beseitigte er 
auch die Opferhhen und die heiligen Bume aus Juda.
2CH 17:7 Im dritten Jahre seiner Regierung aber sandte er seine obersten 
Beamten Benhail, Obadja, Sacharja, Nethaneel und Michaja aus, in den 
Stdten Judas zu lehren,
2CH 17:8 und mit ihnen die Leviten Semaja, Nethanja, Sebadja, Asahel, 
Semiramoth, Jonathan, Adonia, Tobia und Tob-Adonia, die Leviten, und mit 
ihnen die Priester Elisama und Joram.
2CH 17:9 Die lehrten in Juda, indem sie das Buch mit dem Gesetze Jahwes 
bei sich hatten, und zogen in allen Stdten Judas umher und lehrten unter 
dem Volke.
2CH 17:10 Und der Schrecken Jahwes kam ber alle Reiche der Heidenlnder, 
die rings um Juda lagen, so da sie nicht mit Josaphat kriegten.
2CH 17:11 Und von den Philistern brachten welche dem Josaphat Geschenke 
und Silber als Tribut; auch die Araber brachten ihm Kleinvieh: 7700 Widder 
und 7700 Ziegenbcke.
2CH 17:12 Und so ward Josaphat immer mchtiger, bis er es beraus war, und 
er erbaute in Juda Schlsser und Vorratsstdte
2CH 17:13 und hatte gewaltigen Mundvorrat in den Stdten Judas und eine 
Schar tapferer Krieger zu Jerusalem.
2CH 17:14 Und dies ist ihre Amtsordnung nach ihren Familien: zu Juda 
gehrten als Oberste von Tausendschaften: Adna, der Oberste, und mit ihm 
300000 tapfere Mnner;
2CH 17:15 neben ihm Johanan, der Oberste, und mit ihm 280000,
2CH 17:16 und neben ihm Amasja, der Sohn Sichris, der sich freiwillig 
Jahwe hingegeben hatte, und mit ihm 200000 tapfere Mnner.
2CH 17:17 Zu Benjamin aber gehrten: der tapfere Eljada und mit ihm 200000 
mit Bogen und Schild Gerstete,
2CH 17:18 und neben ihm Josabad und mit ihm 180000 zum Kriegszuge 
Gerstete.
2CH 17:19 Diese waren es, die dem Knige dienten, abgesehen von denen, die 
der Knig in ganz Juda in die festen Stdte gelegt hatte.
2CH 18:1 So wurde Josaphat Reichtum und Ehre in Menge zu teil, und er 
verschwgerte sich mit Ahab.
2CH 18:2 Nach Verlauf einiger Jahre nun zog er zu Ahab nach Samaria hinab. 
Da schlachtete Ahab ihm und den Leuten, die er bei sich hatte, eine Menge 
Schafe und Rinder und verlockte ihn, mit gegen Ramoth in Gilead zu ziehen.
2CH 18:3 Da sprach Ahab, der Knig von Israel, zu Josaphat, dem Knige von 
Juda: Willst du mit mir nach Ramoth in Gilead ziehen? Er erwiderte ihm: 
Ich will sein wie du; mein Volk sei wie dein Volk, und ich will mit dir in 
den Krieg!
2CH 18:4 Und weiter sprach Josaphat zum Knige von Israel: Frage doch 
erst, was Jahwe dazu sagt!
2CH 18:5 Da versammelte der Knig von Israel die Propheten, vierhundert 
Mann, und fragte sie: Soll ich gegen Ramoth in Gilead in den Krieg ziehen 
oder soll ich es unterlassen? Sie antworteten: Ziehe hin, damit es Gott in 
die Gewalt des Knigs gebe!
2CH 18:6 Josaphat aber sprach: Ist denn hier weiter kein Prophet Jahwes, 
da wir ihn befragen knnten?
2CH 18:7 Der Knig von Israel aber antwortete Josaphat: Noch einer ist da, 
durch den wir Jahwe befragen knnten; aber ich bin ihm gram, denn er 
pflegt ber mich nicht Gutes zu weissagen, sondern allezeit Schlimmes: das 
ist Micha, der Sohn Jimlas. Josaphat aber sprach: Der Knig wolle nicht 
also reden!
2CH 18:8 Da rief der Knig von Israel einen Kmmerer und befahl: Hole 
schleunigst Micha, den Sohn Jimlas!
2CH 18:9 Whrend nun der Knig von Israel und Josaphat, der Knig von 
Juda, angethan mit purpurnen Kleidern am Eingange des Thores von Samaria 
ein jeglicher auf seinem Throne saen, und alle Propheten vor ihnen 
weissagten,
2CH 18:10 machte sich Zedekia, der Sohn Kenaanas, eiserne Hrner und rief: 
So spricht Jahwe: Mit solchen wirst du die Aramer niederstoen, bis du 
sie vernichtet hast!
2CH 18:11 Und smtliche Propheten weissagten ebenso und sprachen: Ziehe 
hin nach Ramoth in Gilead, und das Gelingen kann dir nicht fehlen; Jahwe 
wird es schon in die Gewalt des Knigs geben!
2CH 18:12 Der Bote aber, der hingegangen war, Micha zu rufen, sprach zu 
ihm also: Sieh', die Propheten haben dem Knig einstimmig Gutes 
verkndigt; so la doch dein Wort sein wie das Wort eines von ihnen und 
rede Gutes!
2CH 18:13 Micha aber sprach: So wahr Jahwe lebt: nur was mein Gott zu mir 
sagen wird, das will ich reden!
2CH 18:14 Als er nun zum Knige kam, fragte ihn der Knig: Micha, sollen 
wir nach Ramoth in Gilead in den Krieg ziehen oder sollen wir es 
unterlassen? Da antwortete er: Zieht hin, und das Gelingen kann euch nicht 
fehlen; sie werden in eure Gewalt gegeben werden!
2CH 18:15 Der Knig aber sprach zu ihm: Wie oft soll ich dich beschwren, 
da du mir im Namen Jahwes nichts als die Wahrheit verkndigen sollst?
2CH 18:16 Da sprach er: Ich sah ganz Israel zerstreut auf den Bergen, wie 
Schafe, die keinen Hirten haben. Jahwe aber sprach: Diese haben keinen 
Herrn; sie mgen unversehrt ein jeglicher nach seinem Hause zurckkehren!
2CH 18:17 Der Knig von Israel aber sprach zu Josaphat: Habe ich dir nicht 
gesagt: Er weissagt nichts Gutes ber mich, sondern Bses?
2CH 18:18 Da sprach er: Nicht doch! Vernehmt das Wort Jahwes! Ich sah 
Jahwe auf seinem Throne sitzen und das ganze Himmelsheer zu seiner Rechten 
und Linken stehen.
2CH 18:19 Und Jahwe sprach: Wer will Ahab, den Knig von Israel, bethren, 
da er zu Felde ziehe und zu Ramoth in Gilead falle? Und der eine sagte 
dies, der andere sagte das.
2CH 18:20 Da trat der Geist hervor, stellte sich vor Jahwe und sprach: ich 
will ihn bethren! Jahwe aber fragte ihn: Womit?
2CH 18:21 Da antwortete er: Ich will ausgehen und zum Lgengeiste werden 
in aller seiner Propheten Munde! Er aber sprach: Ja, du wirst die 
Bethrung vollbringen! Gehe aus und thue also!
2CH 18:22 So hat nun, wie du siehst, Jahwe in den Mund dieser deiner 
Propheten einen Lgengeist gelegt, whrend doch Jahwe Unheil ber dich 
beschlossen hat.
2CH 18:23 Da trat Zedekia, der Sohn Kenaanas, herzu, schlug Micha auf den 
Backen und sprach: Auf welchem Wege wre denn der Geist Jahwes von mir 
gewichen, um mit dir zu reden?
2CH 18:24 Micha aber sprach: Du wirst es erfahren an dem Tag, an welchem 
du aus einer Kammer in die andere gehen wirst, um dich zu verstecken!
2CH 18:25 Der Knig von Israel aber befahl: Nehmt Micha und bringt ihn 
zurck zu Amon, dem Befehlshaber ber die Stadt, und zum Prinzen Joas
2CH 18:26 und meldet: So spricht der Knig: Setzt diesen in den Kerker ein 
und speiset ihn mit krglichem Brot und krglichem Wasser, bis ich 
wohlbehalten wiederkomme.
2CH 18:27 Da sprach Micha: Kehrst du wirklich wohlbehalten wieder, so hat 
Jahwe nicht durch mich geredet! Und er sprach: Hret, ihr Vlker, 
insgesamt!
2CH 18:28 Also zog der Knig von Israel mit Josaphat, dem Knige von Juda, 
gegen Ramoth in Gilead.
2CH 18:29 Und der Knig von Israel sprach zu Josaphat: Ich will mich 
verkleiden und so in den Kampf gehen; du aber behalte deine kniglichen 
Kleider an! Und der Knig von Israel verkleidete sich, und sie gingen in 
den Kampf.
2CH 18:30 Der Knig von Aram aber hatte den Obersten seiner Streitwagen 
befohlen: Ihr sollt mit niemandem kmpfen, er sei gering oder vornehm, 
auer allein mit dem Knige von Israel!
2CH 18:31 Als nun die Obersten der Wagen Josaphat erblickten, dachten sie: 
das ist der Knig von Israel! und umringten ihn, um ihn anzugreifen. Aber 
Josaphat schrie, und Jahwe stand ihm bei und Gott lockte sie von ihm 
hinweg.
2CH 18:32 Sobald jedoch die Obersten der Wagen merkten, da es nicht der 
Knig von Israel war, lieen sie von ihm ab und lenkten wieder um.
2CH 18:33 Ein Mann aber hatte von ungefhr den Bogen gespannt und traf den 
Knig von Israel zwischen Ringelgurt und Panzer. Da gebot er dem 
Wagenlenker: Lenke um und bringe mich aus dem Kampfgetmmel hinaus, denn 
ich bin verwundet!
2CH 18:34 Aber der Kampf entbrannte jenes Tags immer heftiger, und der 
Knig von Israel stand aufrecht im Wagen den Aramern gegenber bis zum 
Abend; um die Zeit des Sonnenuntergangs aber starb er.
2CH 19:1 Josaphat aber, der Knig von Juda, kehrte wohlbehalten nach 
Hause, nach Jerusalem, zurck.
2CH 19:2 Da trat Jehu, der Sohn Hananis, der Seher, vor ihn und sprach zum 
Knige Josaphat: Mutest du dem Gottlosen helfen und liebst du die, die 
Jahwe hassen? Darum lastet nun auf dir grimmiger Zorn von seiten Jahwes!
2CH 19:3 Doch ward wenigstens noch etwas Gutes an dir erfunden: denn du 
hast die Ascheren aus dem Lande ausgerottet und deinen Sinn darauf 
gerichtet, Gott zu suchen!
2CH 19:4 Josaphat aber blieb einige Zeit zu Jerusalem. Sodann zog er 
wieder unter dem Volk umher von Beerseba bis zum Gebirge Ephraim und 
bekehrte sie zu Jahwe, dem Gott ihrer Vter.
2CH 19:5 Auch bestellte er Richter im Lande, in allen festen Stdten 
Judas, Stadt fr Stadt.
2CH 19:6 Und er sprach zu den Richtern: Seht wohl zu, was ihr thut! Denn 
ihr richtet nicht im Auftrage von Menschen, sondern Jahwes, und er hilft 
euch beim Rechtsprechen.
2CH 19:7 So mge nun die Furcht vor Jahwe auf euch ruhn! Habt bei eurem 
Thun wohl acht - denn bei Jahwe, unserem Gott, giebt es kein Unrecht, noch 
Parteilichkeit, noch Annehmen von Bestechung!
2CH 19:8 Aber auch zu Jerusalem bestellte Josaphat welche von den Leviten 
und den Priestern und den Familienhuptern Israels fr die Angelegenheiten 
Jahwes und die Rechtshndel der Bewohner Jerusalems.
2CH 19:9 Und er gab ihnen folgende Anweisung: Also sollt ihr verfahren, in 
der Furcht Jahwes, in Treue und aufrichtiger Gesinnung.
2CH 19:10 In jedem Rechtshandel aber, der von seiten eurer Brder, die in 
ihren Stdten wohnen, vor euch gebracht wird, er betreffe nun einen Mord 
oder irgend ein Gesetz und Gebot oder irgendwelche Satzungen und Rechte, 
sollt ihr sie belehren, damit sie sich nicht gegen Jahwe verschulden, und 
nicht ein grimmiger Zorn ber euch und eure Brder komme. Also sollt ihr 
verfahren, damit ihr euch nicht verschuldet!
2CH 19:11 Der Oberpriester Amarja aber soll in allen Angelegenheiten 
Jahwes, und Sebadja, der Sohn Ismaels, der Frste des Hauses Juda, in 
allen weltlichen Angelegenheiten euer Vorstand sein. Als Beamte aber 
stehen euch die Leviten zur Verfgung. Geht mutig ans Werk, Jahwe wird mit 
den Wackeren sein!
2CH 20:1 Darnach aber rckten die Moabiter und die Ammoniter und mit ihnen 
welche von den Meunitern gegen Josaphat an, um ihn anzugreifen.
2CH 20:2 Als nun Boten kamen und Josaphat meldeten: Von jenseits des 
Meers, von Edom, rckt ein gewaltiger Haufe gegen dich an, und sie sind 
schon in Hazezon-Thamar (das ist Engedi)! -2CH 20:3 da geriet Josaphat in 
Furcht und schickte sich an, Jahwe zu suchen, und lie in ganz Juda ein 
Fasten ausrufen.
2CH 20:4 Da versammelten sich die Juder, um Jahwe um Hilfe anzugehen; 
auch aus allen Stdten kamen sie, Jahwe zu suchen.
2CH 20:5 Josaphat aber trat in der Volksgemeinde Judas und Jerusalems, im 
Tempel Jahwes, vor den neuen Vorhof hin
2CH 20:6 und sprach: Jahwe, du Gott unserer Vter, du bist ja Gott im 
Himmel, du der Herrscher ber alle Reiche der Heiden! In deiner Hand ist 
Kraft und Strke, und niemand vermag dir gegenber standzuhalten.
2CH 20:7 Du, unser Gott, hast ja die Bewohner dieses Landes vor deinem 
Volk Israel vertrieben und es den Nachkommen Abrahams, deines Freundes, 
fr immer bergeben.
2CH 20:8 Und sie lieen sich darin nieder und erbauten dir darin ein 
Heiligtum fr deinen Namen, indem sie sprachen:
2CH 20:9 Wenn uns ein Unglck trifft, Krieg, Strafgericht, Pest oder 
Hungersnot, so wollen wir vor diesen Tempel und vor dich treten - denn 
dein Name wohnt in diesem Tempel! - und dich in unserer Not anflehen, 
damit du uns hrest und errettest.
2CH 20:10 Nun sind da die Ammoniter und Moabiter und die vom Gebirge Ser, 
deren Land du die Israeliten, als sie aus gypten kamen, nicht betreten 
lieest; vielmehr wichen sie ihnen aus und vernichteten sie nicht.
2CH 20:11 Und jetzt ben sie Vergeltung gegen uns und kommen, uns aus 
deinem Besitztum, das du uns verliehen hast, zu vertreiben!
2CH 20:12 O unser Gott! Willst du sie nicht strafen? Denn wir sind 
kraftlos gegenber diesem gewaltigen Haufen, der gegen uns anrckt; wir 
wissen nicht, was wir thun sollen, sondern auf dich sind unsere Augen 
gerichtet!
2CH 20:13 Smtliche Juder aber standen da vor Jahwe samt ihren kleinen 
Kindern, ihren Frauen und ihren Shnen.
2CH 20:14 Da kam der Geist Jahwes inmitten der Volksgemeinde ber 
Jahasel, den Sohn Sacharjas, des Sohnes Benajas, des Sohnes Jeels, des 
Sohnes Mattanjas, den Leviten aus den Nachkommen Asaphs,
2CH 20:15 und er rief: Merkt auf, all' ihr Juder und ihr Bewohner 
Jerusalems, und du, o Knig Josaphat! So spricht Jahwe zu euch: Ihr 
braucht euch nicht zu frchten, noch zu erschrecken vor diesem gewaltigen 
Haufen, denn nicht euch liegt der Kampf ob, sondern Gotte!
2CH 20:16 Zieht morgen gegen sie hinab; sie werden auf der Steige von Ziz 
anrcken, und ihr werdet auf sie stoen am Ende des Bachthals stlich von 
der Steppe von Jeruel.
2CH 20:17 Aber nicht euch liegt es ob, bei diesem Anla zu kmpfen; nehmt 
nur Aufstellung dort, so werdet ihr die Errettung sehen, die Jahwe euch, 
ihr Juder und Jerusalemiten, widerfahren lt. Frchtet euch nicht und 
erschrecket nicht! Zieht ihnen morgen entgegen, und Jahwe wird mit euch 
sein!
2CH 20:18 Da verneigte sich Josaphat mit dem Angesichte bis zur Erde, und 
ganz Juda und die Bewohner Jerusalems warfen sich vor Jahwe nieder, um 
Jahwe anzubeten.
2CH 20:19 Sodann erhoben sich die Leviten, die zu den Nachkommen der 
Kahathiter und den Nachkommen der Korhiter gehrten, um Jahwe, den Gott 
Israels, mit beraus lauter Stimme zu preisen.
2CH 20:20 Am andern Morgen frh aber zogen sie nach der Steppe von Thekoa, 
und als sie auszogen, trat Josaphat hin und sprach: Hrt mich an, ihr 
Juder und ihr Bewohner Jerusalems! Vertraut auf Jahwe, euren Gott, so 
werdet ihr Bestand haben; vertraut auf seine Propheten, so werdet ihr 
Gelingen haben!
2CH 20:21 Sodann verabredete er sich mit dem Volk und bestellte Snger 
Jahwes, da sie im heiligen Schmucke den Lobpreis anstimmten, whrend sie 
vor den Kampfgersteten einherzgen, und sprchen: Danket Jahwe, denn ewig 
whrt seine Gnade!
2CH 20:22 Sobald sie aber mit dem Jubelruf und Lobpreis begonnen hatten, 
sorgte Jahwe fr Auflauerer gegen die Ammoniter, Moabiter und die vom 
Gebirge Ser, die gegen Juda anrckten, und sie wurden geschlagen.
2CH 20:23 Und zwar standen die Ammoniter und Moabiter gegen die Bewohner 
des Gebirges Ser, sie niederzumetzeln und zu vertilgen, und als sie mit 
den Bewohnern Sers fertig waren, halfen sie sich einander zum Verderben.
2CH 20:24 Als nun die Juder auf die Hhe kamen, von der aus man die 
Steppe bersehen konnte, und nach dem Vlkerhaufen ausschauten, da fand 
sich, da es lauter Leichen waren, die am Boden lagen, ohne da einer 
entronnen war.
2CH 20:25 Josaphat aber kam mit seinen Kriegern herzu, um als Beute zu 
nehmen, was sie bei sich hatten; da fanden sie eine Menge Vieh und 
Fahrhabe und Kleider und kostbare Gerte und nahmen sich davon so viel, 
da es nicht fortzubringen war. Und so waren sie drei Tage mit der 
Plnderung beschftigt - so gro war die Beute.
2CH 20:26 Am vierten Tag aber versammelten sie sich im Lobpreisthale. Denn 
dort preisen sie Jahwe; darum nennt man jene rtlichkeit bis auf den 
heutigen Tag Lobpreisthal.
2CH 20:27 Hierauf wandten alle Mnner von Juda und Jerusalem und Josaphat 
an ihrer Spitze um, um voller Freude nach Jerusalem zurckzukehren, denn 
Jahwe hatte sie in betreff ihrer Feinde mit Freude erfllt.
2CH 20:28 Und so kamen sie nach Jerusalem mit Harfen, Zithern und 
Trompeten zum Tempel Jahwes.
2CH 20:29 Alle Reiche der Heidenlnder aber befiel ein Schrecken Gottes, 
als sie vernahmen, da Jahwe selbst mit den Feinden Israels gestritten 
hatte.
2CH 20:30 Und so herrschte Josaphat in Frieden, und sein Gott verschaffte 
ihm rings umher Ruhe.
2CH 20:31 Und Josaphat herrschte ber Juda; fnfunddreiig Jahre regierte 
er zu Jerusalem. Seine Mutter aber hie Asuba, die Tochter Silhis.
2CH 20:32 Und er wandelte auf dem Wege seines Vaters Asa und wich nicht 
von ihm ab, indem er that, was Jahwe wohlgefiel.
2CH 20:33 Nur wurden die Hhen nicht abgeschafft, und noch immer hatte das 
Volk seinen Sinn nicht auf den Gott seiner Vter gerichtet.
2CH 20:34 Die brige Geschichte Josaphats aber, die frhere wie die 
sptere, findet sich aufgezeichnet in der Geschichte Jehus, des Sohnes 
Hananis, die in das Buch der Knige Israels eingerckt ist.
2CH 20:35 Darnach verbndete sich Josaphat, der Knig von Juda, mit 
Ahasja, dem Knige von Israel; derselbe handelte frevelhaft.
2CH 20:36 Er nahm ihn aber zum Bundesgenossen, um Schiffe fr die Fahrt 
nach Tarsis zu bauen, und so bauten sie Schiffe zu Ezeon-Geber.
2CH 20:37 Da weissagte Elieser, der Sohn Dodawahus, von Maresa wider 
Josaphat und sprach: Weil du dich mit Ahasja verbndet hast, wird Jahwe 
dein Machwerk zertrmmern! Und die Schiffe scheiterten und vermochten 
nicht, nach Tarsis zu fahren.
2CH 21:1 Und Josaphat legte sich zu seinen Vtern und ward bei seinen 
Vtern in der Stadt Davids begraben. Und sein Sohn Jehoram ward Knig an 
seiner Statt.
2CH 21:2 Derselbe hatte Brder, die Shne Josaphats: Asarja, Jehel, 
Secharjahu, Asarjahu, Michael und Sephatjahu; diese alle waren Shne 
Josaphats, des Knigs von Israel.
2CH 21:3 Und ihr Vater hatte ihnen groe Geschenke gemacht an Silber und 
Gold und Kleinodien nebst befestigten Stdten in Juda; aber die 
Knigswrde verlieh er Jehoram, denn dieser war der Erstgeborene.
2CH 21:4 Als nun Jehoram zur Herrschaft ber das Reich seines Vaters 
gelangt war und sich befestigt hatte, lie er seine smtlichen Brder, 
sowie etliche von den obersten Beamten Israels niedermetzeln.
2CH 21:5 Zweiunddreiig Jahre war Jehoram alt, als er Knig ward, und acht 
Jahre regierte er zu Jerusalem.
2CH 21:6 Und er wandelte auf dem Wege der Knige von Israel, wie die vom 
Hause Ahabs thaten; denn er hatte die Tochter Ahabs zum Weibe. Also that 
er, was Jahwe mifiel.
2CH 21:7 Aber Jahwe wollte das Haus Davids nicht verderben, um der 
feierlichen Zusage willen, die er David gegeben, und gem dem, was er 
verheien hatte, da er ihm und seinen Nachkommen allezeit eine Leuchte 
verleihen wolle.
2CH 21:8 Unter seiner Regierung machten sich die Edomiter von der 
Obergewalt Judas los und setzten einen Knig ber sich.
2CH 21:9 Da zog Jehoram mit seinen Obersten und mit smltichen Streitwagen 
hinber. Da erhob er sich des Nachts und schlug die Edomiter, die ihn 
umzingelt hielten, sowie die Obersten ber die Streitwagen.
2CH 21:10 So wurden die Edomiter von der Obergewalt Judas abtrnnig bis 
auf den heutigen Tag. Damals machte sich um dieselbe Zeit auch Libna von 
seiner Obergewalt los, weil er von Jahwe, dem Gotte seiner Vter, 
abgefallen war.
2CH 21:11 Auch er errichtete Opferhhen in den Stdten Judas, verfhrte 
die Bewohner Jerusalems zur Abgtterei und machte Juda abwendig.
2CH 21:12 Da gelangte an ihn ein Schreiben vom Propheten Elia des Inhalts: 
So spricht Jahwe, der Gott deines Ahnherrn Davids: Dafr, da du nicht in 
den Wegen deines Vaters Josaphat und in den Wegen Asas, des Knigs von 
Juda, gewandelt hast,
2CH 21:13 vielmehr in der Weise der Knige von Israel wandeltest und Juda 
und die Bewohner Jerusalems zur Abgtterei verfhrtest, so wie das Haus 
Ahabs zur Abgtterei verfhrte, berdies auch deine Brder, die Glieder 
deiner Familie, die besser waren, als du, ermorden lieest,
2CH 21:14 wird Jahwe einen gewaltigen Schlag gegen dein Volk, deine Shne 
und Frauen und deine gesamte Habe fhren. Du selbst aber wirst in schweres 
Siechtum, in eine Krankheit der Eingeweide, verfallen, so da ber Jahr 
und Tag infolge der Krankheit deine Eingeweide heraustreten werden!
2CH 21:15 Und Jahwe erregte wider Jehoram die Wut der Philister und der 
Araber, die neben den Kuschiten wohnen,
2CH 21:16 da sie gegen Juda anrckten, es eroberten und die gesamte 
Fahrhabe, die sich im Palaste des Knigs vorfand, dazu auch seine Shne 
und Frauen als Beute hinwegfhrten; es blieb ihm kein Sohn, auer Joachas, 
der jngste von seinen Shnen.
2CH 21:17 Nach alledem aber strafte ihn Jahwe mit einer unheilbaren 
Krankheit seiner Eingeweide.
2CH 21:18 Und ber Jahr und Tag, und zwar um die Zeit, wo das Ende zweier 
Jahre ablief, traten ihm infolge seiner Krankheit die Eingeweide heraus, 
und er starb unter bsen Schmerzen. Sein Volk aber veranstaltete ihm 
keinen Brand, wie dies bei seinen Vtern geschehen war.
2CH 21:19 Zweiunddreiig Jahre war er alt, als er Knig wurde, und acht 
Jahre regierte er zu Jerusalem. Er fuhr dahin, ohne da ihn jemand 
zurckgewnscht htte, und man begrub ihn in der Stadt Davids, doch nicht 
in den Grbern der Knige.
2CH 22:1 Hierauf machten die Bewohner Jerusalems seinen jngsten Sohn 
Ahasjahu an seiner Statt zum Knige; denn alle lteren hatte die Horde 
gettet, die unter den Arabern zum Lager gekommen war, und so ward 
Ahasjahu, der Sohn des Knigs Jehoram von Juda, Knig.
2CH 22:2 Zweiundzwanzig Jahre war Ahasjahu alt, als er Knig ward, und ein 
Jahr regierte er zu Jerusalem. Seine Mutter aber hie Athalja, die Enkelin 
Omris.
2CH 22:3 Auch er wandelte in den Wegen des Hauses Ahabs, denn seine Mutter 
leitete ihn durch ihre Ratschlge zum Freveln an.
2CH 22:4 Also that er, was Jahwe mifiel, wie die vom Hause Ahabs; denn 
diese wurden nach dem Tode seines Vaters seine Berater, zum Verderben fr 
ihn.
2CH 22:5 Ihrem Rate folgend zog er auch mit Joram, dem Sohne Ahabs, dem 
Knige von Israel, in den Krieg wider Hasael, den Knig von Aram, gen 
Ramoth in Gilead; aber die Aramer verwundeten Joram.
2CH 22:6 Da kehrte er zurck, um sich in Jesreel von den Wunden heilen zu 
lassen, die man ihm zu Rama beigebracht hatte, als er mit Hasael, dem 
Knige von Aram, kmpfte. Ahasjahu aber, der Sohn Jehorams, der Knig von 
Juda, war hinabgekommen, um Joram, den Sohn Ahabs, zu Jesreel zu besuchen, 
weil er krank lag.
2CH 22:7 Es war aber zum Untergang Ahasjahus von Gott verhngt, da er 
sich zu Joram begab. Als er hinkam, ging er mit Joram hinaus zu Jehu, dem 
Sohne Nimsis, den Jahwe hatte salben lassen, damit er das Haus Ahabs 
ausrotte.
2CH 22:8 Als nun Jehu das Strafgericht am Hause Ahabs vollzog, stie er 
auf die Obersten Judas und die Shne der Brder Ahasjahus, welche Ahasjahu 
bedienten, und lie sie niedermetzeln.
2CH 22:9 Sodann lie er Ahasjahu suchen, und man fing ihn, whrend er sich 
zu Samaria versteckt hielt. Da brachten sie ihn zu Jehu und tteten ihn. 
Alsdann aber begruben sie ihn; denn sie sprachen: es ist der Sohn 
Josaphats, der von ganzem Herzen zu Jahwe hielt! Es war aber vom Hause 
Ahasjahus niemand mehr vorhanden, der imstande gewesen wre, die 
Knigswrde zu bernehmen.
2CH 22:10 Als aber Athalja, die Mutter Ahasjahus, erfuhr, da ihr Sohn tot 
sei, ging sie ans Werk und brachte die ganze knigliche Familie des Hauses 
Juda um.
2CH 22:11 Joseba aber, die Tochter des Knigs, nahm Jehoas, den Sohn 
Ahasjahus, und brachte ihn mitten aus den Knigsshnen, die gettet werden 
sollten, hinweg in Sicherheit und steckte ihn mit seiner Amme in die 
Bettkammer. So verbarg ihn Joseba, die Tochter des Knigs Jehoram, die 
Gemahlin des Oberpriesters Jojada, - denn sie war die Schwester Ahasjahus -
 vor Athalja, da sie ihn nicht ttete.
2CH 22:12 Und er war bei ihnen im Tempel Gottes sechs Jahre lang 
versteckt, whrend Athalja ber das Land herrschte.
2CH 23:1 Im siebenten Jahr aber ermannte sich Jojada und nahm sich die 
Hauptleute ber die Hundertschaften - Asarja, den Sohn Jerohams, Ismael, 
den Sohn Johanans, Asarjahu, den Sohn Obeds, Maaseja, den Sohn Adajas und 
Elisaphat, den Sohn Sichris, - zu Verbndeten.
2CH 23:2 Die zogen in Juda umher und versammelten die Leviten aus allen 
Stdten Judas und die israelitischen Familienhupter, und sie kamen nach 
Jerusalem.
2CH 23:3 Da schlo die ganze Versammlung im Tempel Gottes einen Bund mit 
dem Knig. Und er sprach zu ihnen: Hier der Knigssohn soll Knig sein, 
wie Jahwe in betreff der Nachkommen Davids verheien hat.
2CH 23:4 Folgendes habt ihr zu thun: Das Drittel von euch - den Priester 
und Leviten -, das am Sabbat abzieht, soll als Thorhter an den Schwellen 
dienen;
2CH 23:5 ein Drittel soll den kniglichen Palast und ein Drittel das 
Jesodthor, das gesamte Volk aber die Vorhfe des Tempels Jahwes besetzen.
2CH 23:6 Den Tempel Jahwes darf jedoch niemand betreten auer den 
Priestern und den dienstthuenden Leviten. Diese drfen ihn betreten, denn 
sie sind geheiligt. Das gesamte brige Volk aber hat die Vorschrift Jahwes 
zu beobachten.
2CH 23:7 Und die Leviten sollen sich rings um den Knig scharen, ein jeder 
mit seinen Waffen in der Hand, und wer in den Tempel eindringt, soll 
gettet werden. Also sollt ihr bei dem Knige sein, wenn er aus- und wenn 
er einzieht.
2CH 23:8 Und die Leviten thaten genau so, wie der Priester Jojada sie 
angewiesen hatte, und nahmen ein jeder seine Leute, sowohl die, welche am 
Sabbat abzogen, als die, welche am Sabbat aufzogen; denn der Priester 
Jojada hatte die dienstfrei gewordenen Abteilungen nicht entlassen.
2CH 23:9 Und der Priester Jojada gab den Obersten ber die Hundertschaften 
die Spiee, Schilde und Tartschen, die dem Knige David gehrt hatten, die 
sich im Tempel Gottes befanden.
2CH 23:10 Sodann stellte er das ganze Volk, und zwar einen jeden mit 
seiner Lanze in der Hand, von der sdlichen Seite des Tempels bis zur 
nrdlichen Seite des Tempels, bis zum Altar und wieder bis zum Tempel hin, 
rings um den Knig auf.
2CH 23:11 Da fhrten sie den Knigssohn heraus, legten ihm den Stirnreif 
an und das Gesetz und machten ihn zum Knige; Jojada aber und seine Shne 
salbten ihn und riefen: Es lebe der Knig!
2CH 23:12 Als aber Athalja das Geschrei des Volks, der Trabanten, hrte, 
und wie sie dem Knige zujubelten, kam sie zu dem Volk in den Tempel 
Jahwes.
2CH 23:13 Da sah sie denn, wie der Knig am Eingang an seinem Standorte 
stand und die Hauptleute und die Trompeter bei dem Knige, und alles Volk 
des Landes, wie es voller Frhlichkeit in die Trompeten stie, und die 
Snger mit den Musikinstrumenten, wie sie zum Jubilieren das Zeichen 
gaben. Da zerri Athalja ihre Kleider und rief: Verschwrung, Verschwrung!
2CH 23:14 Der Priester Jojada aber lie die Hauptleute ber die 
Hundertschaften, die Obersten des Heeres, vortreten und sprach zu ihnen: 
Fhrt sie hinaus zwischen den Reihen hindurch, und wer ihr folgt, soll mit 
dem Schwerte gettet werden! Denn der Priester hatte befohlen: Ttet sie 
nicht im Tempel Jahwes!
2CH 23:15 Da legte man Hand an sie, und als sie bis an den Eingang des 
Rothors am kniglichen Palaste gelangt war, ttete man sie daselbst.
2CH 23:16 Und Jojada verpflichtete sich feierlich mit dem gesamten Volk 
und dem Knige, da sie ein Volk Jahwes werden wollten.
2CH 23:17 Sodann begab sich das ganze Volk zum Tempel des Baal und ri ihn 
nieder. Seine Altre und Bilder zerstrten sie; Mattan aber, den Priester 
des Baal, tteten sie vor den Altren.
2CH 23:18 Hierauf bestellte Jojada Wachen fr den Tempel Jahwes durch die 
levitischen Priester, welche David fr den Dienst am Tempel Jahwes in 
Klassen eingeteilt hatte, damit sie die Brandopfer Jahwes gem den 
Vorschriften des Gesetzes Moses unter Jubelruf und Gesngen nach der 
Anordnung Davids darbrchten.
2CH 23:19 Und er stellte die Thorhter an die Thore des Tempels Jahwes, 
damit keiner hereinkme, der irgendwie unrein wre.
2CH 23:20 Sodann nahm er die Hauptleute ber die Hundertschaften, die 
Vornehmen und die ber das Volk geboten, sowie das gesamte Volk des 
Landes, und fhrte den Knig aus dem Tempel Jahwes hinab. Und als sie 
durch das obere Thor in den kniglichen Palast gelangt waren, setzten sie 
den Knig auf den kniglichen Thron.
2CH 23:21 Da war alles Volk des Landes frhlich, und die Stadt blieb 
ruhig. Athalja aber tten sie mit dem Schwert.
2CH 24:1 Sieben Jahre war Jehoas alt, als er Knig ward, und vierzig Jahre 
regierte er zu Jerusalem; seine Mutter aber hie Zibja und stammte aus 
Beerseba.
2CH 24:2 Und Jehoas that, was Jahwe wohlgefiel, so lange der Priester 
Jojada lebte.
2CH 24:3 Jojada verheiratete ihn mit zwei Frauen, und er erzeugte Shne 
und Tchter.
2CH 24:4 Nachmals aber beschlo Jehoas, den Tempel Jahwes 
wiederherzustellen.
2CH 24:5 Da versammelte er die Priester und die Leviten und gebot ihnen: 
Geht hinaus in die Stdte Judas und sammelt von ganz Israel Geld ein, um 
Jahr fr Jahr den Tempel eures Gottes auszubessern, und zwar mt ihr die 
Sache eilig betreiben! Aber die Leviten beeilten sich nicht.
2CH 24:6 Da berief der Knig Jojada, das Oberhaupt der Priester, und 
sprach zu ihm: Warum hast du dich nicht darum gekmmert, da die Leviten 
die Steuer aus Juda und Jerusalem einbringen, die von Mose, dem Knechte 
Jahwes, der Volksgemeinde Israels zum Besten des Gesetzeszeltes auferlegt 
ward?
2CH 24:7 Denn Athalja, das ruchlose Weib, und ihre Shne haben am Tempel 
Gottes Zerstrungen angerichtet, dazu auch alle dem Tempel Jahwes geweihte 
Gaben fr die Baale verwendet!
2CH 24:8 Sodann verfertigte man auf Befehl des Knigs eine Lade und 
stellte sie hinaus vor das Thor des Tempels Jahwes.
2CH 24:9 Alsdann rief man in Juda und Jerusalem aus, da man Jahwe die von 
Mose, dem Knechte Gottes, den Israeliten in der Wste auferlegte Steuer 
herbeibringen solle.
2CH 24:10 Da freuten sich alle Obersten bis auf den letzten Mann.
2CH 24:11 Und jedesmal, wenn er die Lade durch die Leviten zu der 
kniglichen Aufsichtsbehrde bringen lie, wenn sie nmlich sahen, da des 
Geldes viel war, kam der Schreiber des Knigs und der Beauftragte des 
Hohenpriesters; die leerten die Lade und trugen sie dann wieder an ihren 
Ort. So thaten sie Tag fr Tag und sammelten eine Menge Geld.
2CH 24:12 Und der Knig und Jojada gaben es den Werkfhrern bei der Arbeit 
am Tempel Jahwes; die dingeten alsdann Steinmetzen und Zimmerleute, um den 
Tempel Jahwes wiederherzustellen, dazu auch Eisen- und Kupferschmiede, um 
den Tempel Jahwes auszubessern.
2CH 24:13 Und die Werkmeister waren thtig, so da die Ausbesserung durch 
sie vorwrts ging, und so stellten sie den Tempel Gottes nach den 
gegebenen Maen wieder her und setzten ihn in guten Stand.
2CH 24:14 Und als sie damit fertig waren, brachten sie das brige Geld dem 
Knig und Jojada, und man machte Gerte fr den Tempel Jahwes daraus - 
Gerte fr den Gottesdienst und die Darbringung der Opfer, Schalen und 
goldene und silberne Gerte. Und man brachte bestndig Brandopfer im 
Tempel Jahwes, so lange Jojada lebte.
2CH 24:15 Es ward aber Jojada alt und lebenssatt und starb; 
hundertunddreiig Jahre war er alt, als er starb.
2CH 24:16 Und man begrub ihn in der Stadt Davids bei den Knigen; denn er 
hatte sich um Israel und um Gott und seinen Tempel verdient gemacht.
2CH 24:17 Nach dem Tode Jojadas aber kamen die Obersten Judas und warfen 
sich vor dem Knige nieder; da hrte der Knig auf sie.
2CH 24:18 Und sie verlieen den Tempel Jahwes, des Gottes ihrer Vter, und 
verehrten die Ascheren und die Schnitzbilder. Da kam grimmiger Zorn ber 
Juda und Jerusalem um dieser Verschuldung willen.
2CH 24:19 Und er sandte Propheten unter sie, um sie zu Jahwe 
zurckzubringen; diese beschworen sie, aber sie hrten nicht darauf.
2CH 24:20 Aber der Geist Gottes ergriff Sacharja, den Sohn des Priesters 
Jojada, da er vor das Volk trat und zu ihnen sprach: So spricht Gott: 
Warum bertretet ihr die Gebote Jahwes und wollt euch um euer Glck 
bringen? Weil ihr Jahwe verlassen habt, verlie er euch!
2CH 24:21 Da stifteten sie eine Verschwrung wider ihn und steinigten ihn 
auf Befehl des Knigs im Vorhofe des Tempels Jahwes.
2CH 24:22 Und der Knig Jehoas gedachte nicht der Liebe, die ihm Jojada, 
der Vater jenes, erwiesen hatte, sondern lie seinen Sohn tten. Dieser 
aber rief sterbend: Jahwe sieht es und wird es ahnden!
2CH 24:23 Und um die Wende des Jahres rckte das Heer der Aramer wider 
ihn an. Als die nach Juda und Jerusalem gelangt waren, rotteten sie alle 
Obersten des Volkes aus dem Volke aus und sandten alle Beute, die sie 
ihnen abgenommen, dem Knige von Damaskus.
2CH 24:24 Obwohl das aramische Heer nur mit einer geringen Zahl von 
Leuten kam, gab doch Jahwe ein beraus groes Heer in ihre Gewalt, weil 
sie Jahwe, den Gott ihrer Vter, verlassen hatten, und so vollzogen sie an 
Jehoas das Strafgericht.
2CH 24:25 Als sie aber von ihm abzogen - sie lieen ihn nmlich schwer 
erkrankt zurck -, verschworen sich seine Diener wider ihn wegen der 
Blutschuld am Sohne des Priesters Jojada und ermordeten ihn auf seinem 
Bette. So starb er, und man begrub ihn in der Stadt Davids, begrub ihn 
aber nicht in den Grbern der Knige.
2CH 24:26 Und diese waren es, die sich wider ihn verschworen hatten: 
Sabad, der Sohn der Ammoniterin Simeath, und Josabad, der Sohn der 
Moabiterin Simrith.
2CH 24:27 Seine Shne aber, sowie die Hhe des ihm auferlegten Tributs und 
der Bau des Tempels finden sich aufgezeichnet im Midrasch des Buches der 
Knige. Und sein Sohn Amazja ward Knig an seiner Statt.
2CH 25:1 Fnfundzwanzig Jahre alt wurde Amazja Knig und neunundzwanzig 
Jahre regierte er zu Jerusalem. Seine Mutter aber hie Joaddan und stammte 
aus Jerusalem.
2CH 25:2 Und er that, was Jahwe wohlgefiel, jedoch nicht mit ungeteiltem 
Herzen.
2CH 25:3 Sobald er aber im Besitze der kniglichen Macht war, lie er 
seine Diener, die den Knig, seinen Vater, erschlagen hatten, tten.
2CH 25:4 Ihre Kinder lie er jedoch nicht hinrichten, sondern verfuhr nach 
dem Gebote Jahwes, das im Gesetz, im Buche Moses, geschrieben steht und so 
lautet: Es sollen nicht Vter um der Kinder willen und Kinder um der Vter 
willen sterben, sondern sollen ein jeder nur wegen seines eigenen 
Vergehens gettet werden drfen.
2CH 25:5 Und Amazja versammelte die Juder und stellte sie familienweise 
auf, nach den Obersten ber die Tausendschaften und den Obersten ber die 
Hundertschaften von ganz Juda und Benjamin. Sodann musterte er sie von den 
Zwanzigjhrigen an und darber und fand, da es 300000 auserlesene, Speer 
und Schild fhrende Krieger waren.
2CH 25:6 Dazu dingte er aus Israel fr hundert Talente Silbers 100000 
tapfere Mnner.
2CH 25:7 Aber ein Mann Gottes kam zu ihm und sprach: O Knig! Das 
israelitische Heer darf nicht mir dir ziehen; denn Jahwe ist nicht mit 
Israel, mit allen Ephraimiten.
2CH 25:8 Vielmehr ziehe du allein, gehe mutig an den Streit; Gott knnte 
dich sonst vor dem Feinde zu Falle bringen.
2CH 25:9 Amazja erwiderte dem Manne Gottes: Was soll aber in betreff der 
hundert Talente geschehen, die ich der israelitischen Heerschar gegeben 
habe? Der Mann Gottes erwiderte: Jahwe kann dir weit mehr als das geben!
2CH 25:10 Da sondere Amazja die Heerschar, die aus Ephraim zu ihm gekommen 
war, ab, damit sie wieder heimgingen. Da wurden diese sehr zornig auf die 
Juder und kehrten in hellem Zorne heim.
2CH 25:11 Amazja aber fate Mut, fhrte sein Volk von dannen, zog ins 
Salzthal und schlug die Seriten, zehntausend Mann.
2CH 25:12 Zehntausend andere aber nahmen die Juder lebendig gefangen; die 
fhrten sie auf die Spitze des Felsens und strzten sie von der Spitze des 
Felsen herab, so da sie insgesamt zerschellten.
2CH 25:13 Die Glieder der Streifschar aber, die Amazja zurckgeschickt 
hatte, so da sie nicht mit ihm in den Streit ziehen durfte, die fielen in 
die Stdte der Juder ein, von Samaria an bis Beth Horon, erschlugen 
dreitausend von ihnen und machten groe Beute.
2CH 25:14 Als aber Amazja nach dem Sieg ber die Edomiter heimgekommen 
war, brachte er die Gtter der Seriten mit und stellte sie sich als 
Gtter auf, und vor ihnen pflegte er fortan anzubeten und ihnen rucherte 
er.
2CH 25:15 Da entbrannte der Zorn Jahwes wider Amazja, und er sandte einen 
Propheten zu ihm. Der sprach zu ihm: Warum hltst du dich an die Gtter 
dieses Volks, die ihr eigenes Volk nicht aus deiner Gewalt erretten 
konnten?
2CH 25:16 Als er aber so zu ihm redete, sprach jener zu ihm: Haben wir 
dich zum Ratgeber des Knigs bestellt? Hre auf, sonst wird man dich 
schlagen! Da lie der Prophet ab und sprach: Ich merke nun, da Gott 
beschlossen hat, dich zu verderben, weil du so gehandelt hast und auf 
meinen Rat nicht hren willst!
2CH 25:17 Und nachdem sich Amazja, der Knig von Juda, beraten, sandte er 
Boten an Joas, den Sohn Joahas', des Sohnes Jehus, den Knig von Israel, 
und lie ihm sagen: Wohlan, wir wollen uns miteinander messen!
2CH 25:18 Da lie Joas, der Knig von Israel, Amazja, dem Knige von Juda, 
Folgendes entbieten: Die Distel auf dem Libanon sandte zur Ceder auf dem 
Libanon und lie ihr sagen: Gieb deine Tochter meinem Sohne zum Weibe! 
Aber das Wild auf dem Libanon lief ber die Distel und zertrat sie.
2CH 25:19 Du denkst: Habe ich doch die Edomiter geschlagen! So reit dich 
nun dein Hochmut fort, dich zu berheben. Bleibe nur daheim! Warum willst 
du das Unglck herausfordern, da du zu Falle kommest und Juda mit dir?
2CH 25:20 Aber Amazja wollte nicht hren; denn solches war von Gott 
verhngt, um sie in Feindesgewalt zu berliefern, weil sie sich an die 
Gtter Edoms gehalten hatten.
2CH 25:21 Da rckte Joas, der Knig von Israel, heran, und sie maen sich 
miteinander, er und Amazja, der Knig von Juda, zu Bethsemes, welches zu 
Juda gehrt.
2CH 25:22 Und die Juder wurden von den Israeliten geschlagen, so da ein 
jeder in seine Heimat floh.
2CH 25:23 Amazja aber, den Knig von Juda, den Sohn Jehoas', des Sohnes 
Jehoahas, nahm Joas, der Knig von Israel, zu Bethsemes gefangen und 
brachte ihn nach Jerusalem. Und er legte in die Mauer Jerusalems eine 
Bresche vom Ephraimthor an bis an das Eckthor, eine Strecke von 
vierhundert Ellen.
2CH 25:24 Und er nahm alles Gold und Silber und alle Gerte, die sich im 
Tempel Gottes bei Obed Edom vorfanden, sowie die Schtze des kniglichen 
Palastes und die Geiseln und kehrte nach Samaria zurck.
2CH 25:25 Amazja aber, der Sohn Jehoas', der Knig von Juda, lebte nach 
dem Tode Joas', des Sohnes Joahas', des Knigs von Israel, noch fnfzehn 
Jahre.
2CH 25:26 Die brige Geschichte Amazjas aber, die frhere und die sptere, 
findet sich ja aufgezeichnet im Buche der Knige von Juda und Israel.
2CH 25:27 Und von der Zeit an, wo Amazja von Jahwe abtrnnig geworden war, 
zettelten sie zu Jerusalem eine Verschwrung gegen ihn an. Da floh er nach 
Lachis; aber man sandte hinter ihm drein nach Lachis und lie ihn daselbst 
ermorden.
2CH 25:28 Sodann hob man ihn auf den Wagen und begrub ihn zu Jerusalem bei 
seinen Vtern in der Stadt Davids.
2CH 26:1 Darauf nahm das ganze Volk des Landes den Usia, obwohl er erst 
sechzehn Jahre alt war, und machte ihn an seines Vaters Amazja Statt zum 
Knige.
2CH 26:2 Dieser befestigte Eloth und brachte es wieder an Juda, nachdem 
sich der Knig zu seinen Vtern gelegt hatte.
2CH 26:3 Sechzehn Jahre war Usia alt, als er Knig wurde, und 
zweiundfnfzig Jahre regierte er zu Jerusalem. Seine Mutter aber hie 
Jecholja und stammte aus Jerusalem.
2CH 26:4 Und er that, was Jahwe wohlgefiel, ganz wie sein Vater Amazja 
gethan hatte.
2CH 26:5 Er war beflissen, sich zu Gott zu halten, so lange Sacharja 
lebte, der ihn in der Furcht Gottes unterwies; und so lange er sich zu 
Jahwe hielt, gab ihm Gott Gelingen.
2CH 26:6 Er zog zu Felde und fhrte Krieg gegen die Philister, ri die 
Mauern von Gath und die Mauern von Jabne und die Mauern von Asdod nieder 
und erbaute Stdte im Gebiete von Asdod und anderwrts im Gebiete der 
Philister.
2CH 26:7 Und Gott stand ihm bei gegen die Philister und die Araber, die zu 
Gur-Baal wohnten, und gegen die Meuniter.
2CH 26:8 Auch die Ammoniter zahlten Usia Tribut, und sein Ruhm erstreckte 
sich bis nach gypten hin, denn er erzeigte sich beraus mchtig.
2CH 26:9 Und Usia erbaute Trme zu Jerusalem, auf dem Eckthor, auf dem 
Thalthor und auf dem Winkel, und befestigte sie.
2CH 26:10 Auch erbaute er Trme in der Steppe und lie zahlreiche 
Zisternen aushauen. Denn er hatte groe Herden, sowohl in der Niederung, 
als in der Ebene, und Ackerleute und Winzer auf den Bergen und im 
Fruchtgefilde; denn er liebte den Landbau.
2CH 26:11 Usia hatte auch ein Heer, das Kriegsdienst that, Krieger, die in 
Scharen zu Felde zogen, so viele ihrer durch den Schreiber Jeel und den 
Amtmann Maaseja unter der Aufsicht Hananjas, eines der obersten Beamten 
des Knigs, gemustert waren.
2CH 26:12 Die Gesamtzahl der Familienhupter, tapferer Helden, betrug 2600.
2CH 26:13 Unter ihrem Befehl aber stand eine Heeresmacht von 307500, die 
in gewaltiger Kraft Kriegsdienst that, um dem Knige wider die Feinde 
beizustehen.
2CH 26:14 Fr dieses ganze Heer beschaffte Usia Schilde, Speere, Helme, 
Panzer und Schleudersteine.
2CH 26:15 Auch lie er in Jerusalem kunstvoll ersonnene Maschinen 
anfertigen; die kamen auf die Trme und Mauerecken, um mit Pfeilen und 
groen Steinen zu schieen. Und sein Ruhm verbreitete sich weithin; denn 
ihm ward wunderbar geholfen, bis er beraus mchtig war.
2CH 26:16 Als er aber mchtig geworden war, berhob sich sein Sinn bis zu 
verderblichem Thun, und er verging sich wider Jahwe, seinen Gott, indem er 
in den Tempel Jahwes hineinging, um auf dem Rucheraltare zu ruchern.
2CH 26:17 Da folgte ihm der Oberpriester Asarja nebst achtzig wackeren 
Jahwepriestern.
2CH 26:18 Die traten dem Knig Usia entgegen und sprachen zu ihm: Nicht 
dir kommt es zu, Usia, Jahwe zu ruchern, sondern den Priestern, den 
Nachkommen Aarons, die zum Ruchern geweiht sind. Verla das Heiligtum, 
denn du hast dich vergangen, und es gereicht dir vor Jahwe Gott nicht zur 
Ehre!
2CH 26:19 Usia aber ward zornig, whrend er das Rauchfa in der Hand 
hielt, um zu ruchern; und whrend er so auf die Priester zrnte, brach 
angesichts der Priester im Tempel Jahwes, neben dem Rucheraltar, an 
seiner Stirn der Aussatz hervor.
2CH 26:20 Als ihn nun der Hohepriester Asarja und alle Priester 
anblickten, da befand sich, da er an der Stirne ausstzig war. Da trieben 
sie ihn eiligst von dannen, und auch er selbst beeilte sich, 
hinauszugehen, weil Jahwe ihn geschlagen hatte.
2CH 26:21 Und so war der Knig Usia ausstzig bis zum Tage seines Todes 
und wohnte in einem besonderen Hause als Ausstziger; denn er war vom 
Tempel Jahwes ausgeschlossen. Sein Sohn Jotham aber stand dem kniglichen 
Palaste vor und sprach dem Volke des Landes Recht.
2CH 26:22 Die brige Geschichte Usias aber, die frhere und die sptere, 
hat der Prophet Jesaja, der Sohn des Amoz, beschrieben.
2CH 26:23 Und Usia legte sich zu seinen Vtern, und man begrub ihn bei 
seinen Vtern auf dem freien Felde bei der Gruft der Knige; denn man 
sagte: Er ist ausstzig! Und sein Sohn Jotham ward Knig an seiner Statt.
2CH 27:1 Fnfundzwanzig Jahre war Jotham alt, als er Knig ward, und 
sechzehn Jahre regierte er zu Jerusalem. Seine Mutter aber hie Jerusa, 
die Tochter Zadoks.
2CH 27:2 Und er that, was Jahwe wohlgefiel, ganz wie sein Vater Usia 
gethan hatte; nur drang er nicht in den Tempel ein. Das Volk aber handelte 
noch immer verderbt.
2CH 27:3 Derselbe baute das obere Thor am Tempel Jahwes; auch baute er 
viel an der Mauer des Ophel.
2CH 27:4 Dazu baute er Stdte auf dem Gebirge Juda und in den Wldern 
baute er Schlsser und Trme.
2CH 27:5 Derselbe fhrte auch Krieg mit dem Knige der Ammoniter und 
berwand sie. Da gaben ihm die Ammoniter in jenem Jahre hundert Talente 
Silber, zehntausend Kor Weizen und zehntausend Kor Gerste; diesen Betrag 
lieferten ihm die Ammoniter auch im zweiten und dritten Jahre.
2CH 27:6 So wurde Jotham immer mchtiger; denn er fhrte seinen Wandel 
stetig im Angesichte Jahwes, seines Gottes.
2CH 27:7 Was aber sonst noch von Jotham zu sagen ist und alle seine Kriege 
und Unternehmungen finden sich aufgezeichnet im Buche der Knige von 
Israel und Juda.
2CH 27:8 Fnfundzwanzig Jahre war er alt, als er Knig ward, und sechzehn 
Jahre regierte er zu Jerusalem.
2CH 27:9 Und Jotham legte sich zu seinen Vtern, und man begrub ihn in der 
Stadt Davids. Und sein Sohn Ahas ward Knig an seiner Statt.
2CH 28:1 Zwanzig Jahre war Ahas alt, als er Knig ward, und sechzehn Jahre 
regierte er zu Jerusalem. Er that jedoch nicht, was Jahwe wohlgefiel, wie 
sein Ahnherr David,
2CH 28:2 sondern wandelte auf den Wegen der Knige von Israel; dazu lie 
er auch Gubilder fr die Baale anfertigen.
2CH 28:3 Er rucherte im Thale Ben-Hinnom, lie seine Shne durchs Feuer 
gehen und ahmte so die Greuel der Vlker nach, welche Jahwe vor den 
Israeliten ausgetrieben hatte.
2CH 28:4 Und er opferte und rucherte auf den Hhen und auf den Hgeln und 
unter jedem grnen Baum.
2CH 28:5 Da berlieferte ihn Jahwe, sein Gott, in die Gewalt des Knigs 
der Aramer; die brachten ihm eine Niederlage bei, nahmen eine groe Menge 
der Seinen gefangen und fhrten sie nach Damaskus. Dazu wurde er auch der 
Gewalt des Knigs von Israel berliefert, und auch dieser brachte ihm eine 
groe Niederlage bei.
2CH 28:6 Und zwar ttete Pekach, der Sohn Remaljas, in Juda 120000 an 
einem Tage, lauter tapfere Mnner, weil sie von Jahwe, dem Gott ihrer 
Vter, abgefallen waren.
2CH 28:7 Sichri aber, ein ephraimitischer Held, ttete den Prinzen Maaseja 
und den Palastvorsteher Asrikam und Elkana, den zweiten im Range nach dem 
Knige.
2CH 28:8 Und die Israeliten fhrten ihren Volksgenossen 200000 Frauen, 
Shne und Tchter hinweg, nahmen ihnen massenhafte Beute ab und brachten 
die Beute nach Samaria.
2CH 28:9 Es war aber daselbst ein Prophet Jahwes, Namens Oded. Der ging 
hinaus, trat vor das Heer, das heimkam nach Samaria, und sprach zu ihnen: 
Frwahr, infolge des Zornes Jahwes, des Gottes eurer Vter, auf die Juder 
hat er sie in eure Gewalt gegeben, so da ihr ein Gemetzel unter ihnen 
anrichten konntet, mit einer Wut, die bis zum Himmel reichte.
2CH 28:10 Und nun gedenkt ihr, diese Juder und Jerusalemiten zu Sklaven 
und Sklavinnen fr euch zu machen. Aber lasten nicht auch auf euch 
Verschuldungen gegen Jahwe, euren Gott?
2CH 28:11 So gebt mir nun Gehr und schickt die Gefangenen, die ihr von 
euren Volksgenossen hinweggefhrt habt, wieder zurck; denn der grimmige 
Zorn Jahwes lastet auf euch!
2CH 28:12 Da traten einige von den Huptern der Ephraimiten, Asarja, der 
Sohn Johanans, Berechja, der Sohn Mesillemoths, Hiskia, der Sohn Sallums, 
und Amasa, der Sohn Hadlais, den vom Feldzug Heimkehrenden entgegen
2CH 28:13 und sprachen zu ihnen: Ihr drft die Gefangenen nicht hierher 
bringen! Denn ihr habt im Sinn, unsere Snden und unsere Verschuldung noch 
zu vermehren, zu der Verschuldung gegen Jahwe hinzu, die bereits auf uns 
lastet. Denn wir haben groe Verschuldung, und grimmiger Zorn lastet auf 
Israel!
2CH 28:14 Da gaben die Krieger die Gefangenen und die Beute in Gegenwart 
der Obersten und der ganzen Volksgemeinde frei.
2CH 28:15 Und die Mnner, die namentlich dazu bezeichnet waren, gingen 
daran, sich der Gefangenen anzunehmen, bekleideten alle, die nackt unter 
ihnen waren, aus der Beute, gaben ihnen Kleider und Schuhe und zu essen 
und zu trinken, versorgten sie, so viele ihrer zum Gehen zu matt waren, 
mit Eseln, brachten sie nach Jericho, der Palmenstadt, in die Nhe ihrer 
Volksgenossen und kehrten sodann nach Samaria zurck.
2CH 28:16 Um diese Zeit schickte der Knig Ahas an die Knige von 
Assyrien, da sie ihm helfen sollten.
2CH 28:17 Dazu drangen noch die Edomiter ein, richteten eine Niederlage 
unter den Judern an und fhrten Gefangene hinweg.
2CH 28:18 Die Philister aber fielen in die Stdte in der Niederung und im 
Sdlande von Juda ein, eroberten Beth-Semes, Ajalon, Gederoth und Socho 
mit den zugehrigen Ortschaften, Thimna mit den zugehrigen Ortschaften 
und Gimso mit den zugehrigen Ortschaften und setzten sich daselbst fest.
2CH 28:19 Denn Jahwe demtigte Juda um Ahas, des Knigs von Israel, 
willen, weil er zuchtloses Wesen in Juda angerichtet und sich treulos 
gegen Jahwe erzeigt hatte.
2CH 28:20 Da rckte Thilgath Pilneser, der Knig von Assyrien, wider ihn 
an und bedrngte ihn, anstatt ihn zu untersttzen.
2CH 28:21 Denn Ahas plnderte den Tempel Jahwes und den kniglichen Palast 
und die Obersten und gab alles dem Knige von Assyrien, aber ohne da es 
ihm etwas geholfen htte.
2CH 28:22 Doch selbst in der Zeit, wo ihn jener bedrngte, beging er, der 
Knig Ahas, neue Treulosigkeiten gegen Jahwe.
2CH 28:23 Er opferte den Gttern von Damaskus, die ihn besiegt hatten, und 
sprach: Die Gtter der Knige von Aram, die haben ihnen beigestanden; 
ihnen will ich opfern, damit sie mir auch beistehen! Sie dienten ihm aber 
vielmehr dazu, ihn und ganz Israel zu Falle zu bringen.
2CH 28:24 Und Ahas raffte die Gerte des Tempels Gottes zusammen und 
zerschlug die Gerte des Tempels Gottes; er schlo die Thren des Tempels 
Jahwes und errichtete sich in jeder Ecke zu Jerusalem Altre.
2CH 28:25 Dazu errichtete er in jeder einzelnen Stadt Judas Opferhhen, um 
den fremden Gttern zu ruchern, und reizte so Jahwe, den Gott seiner 
Vter, zum Zorn.
2CH 28:26 Seine brige Geschichte aber und alle seine Unternehmungen, die 
frheren und die spteren, finden sich aufgezeichnet im Buche der Knige 
von Juda und Israel.
2CH 28:27 Da legte sich Ahas zu seinen Vtern, und man begrub ihn zu 
Jerusalem, inmitten der Stadt; denn man brachte ihn nicht in die Grber 
der Knige von Israel. Und sein Sohn Hiskia ward Knig an seiner Statt.
2CH 29:1 Hiskia ward Knig im Alter von fnfundzwanzig Jahren und regierte 
neunundzwanzig Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter aber hie Abija, die 
Tochter Sacharjas.
2CH 29:2 Und er that, was Jahwe wohlgefiel, ganz wie sein Ahnherr David 
gethan hatte.
2CH 29:3 Im ersten Monate des ersten Jahres seiner Regierung ffnete er 
die Thren des Tempels Jahwes und stellte sie wieder her.
2CH 29:4 Sodann lie er die Priester und die Leviten kommen und 
versammelte sie auf dem stlich vom Tempel gelegenen freien Platz.
2CH 29:5 Da sprach er zu ihnen: Hrt mich an, ihr Leviten! Heiligt euch 
nunmehr und heiligt den Tempel Jahwes, des Gottes eurer Vter, und schafft 
den Unflat aus dem Heiligtum heraus!
2CH 29:6 Denn unsere Vter haben treulos gehandelt, haben gethan, was 
Jahwe, unserem Gotte, mifiel, und sind von ihm abgefallen. Sie wandten 
ihr Angesicht von der Wohnung Jahwes ab und kehrten ihr den Rcken.
2CH 29:7 Dazu haben sie die Thren der Vorhalle geschlossen, die Lampen 
ausgelscht, kein Rucherwerk mehr angezndet und dem Gott Israels kein 
Brandopfer mehr im Heiligtume dargebracht.
2CH 29:8 Daher kam der grimmige Zorn Jahwes ber Juda und Jerusalem, und 
er machte sie zu einem Schreckbild, einem Gegenstande des Entsetzens und 
des Gezisches, wie ihr es mit eignen Augen seht.
2CH 29:9 Nun wohl, unsere Vter sind durchs Schwert gefallen, und unsere 
Shne, Tchter und Frauen sind um deswillen in der Gefangenschaft.
2CH 29:10 Nun bin ich entschlossen, gegen Jahwe, den Gott Israels, eine 
feierliche Verpflichtung einzugehen, damit sein grimmiger Zorn von uns 
ablasse.
2CH 29:11 So zeigt euch nun nicht lssig, meine Kinder! Denn euch hat 
Jahwe erwhlt, da ihr vor ihm stehen sollt, um ihn zu bedienen, und da 
ihr ihm Diener seiet und ihm ruchert.
2CH 29:12 Da machten sich die Leviten auf, Mahath, der Sohn Amasais, und 
Joel, der Sohn Asarjas, von den Kahathitern; und von den Meraritern: Kis, 
der Sohn Abdis, und Asarja, der Sohn Jehalleleels; von den Gersoniten: 
Joah, der Sohn Simmas, und Eden, der Sohn Joahs;
2CH 29:13 von den Nachkommen Elizaphans: Simri und Jeel; von den 
Nachkommen Asaphs: Sacharja und Mattanja;
2CH 29:14 von den Nachkommen Hemans: Jehel und Simei; von den Nachkommen 
Jeduthuns: Semaja und Ussiel.
2CH 29:15 Diese versammelten ihre Stammesgenossen, heiligten sich und 
kamen dann, um nach dem Befehle des Knigs den Tempel gem den 
Vorschriften Jahwes zu reinigen.
2CH 29:16 Die Priester aber begaben sich ins Innere des Tempels Jahwes, um 
es zu reinigen, und schafften alle Unreinigkeit, die sie in der Halle 
Jahwes vorfanden, hinaus in den Vorhof des Tempels Jahwes, und die Leviten 
nahmen es in Empfange, um es hinaus an den Kidronbach zu schaffen.
2CH 29:17 Und zwar begannen sie mit der Heiligung am ersten Tage des 
ersten Monats, und am achten Tage waren sie bis zur Vorhalle Jahwes 
gelangt; sodann heiligten sie den Tempel Jahwes innerhalb acht Tagen und 
am sechzehnten Tage des ersten Monats waren sie fertig.
2CH 29:18 Da gingen sie hinein zum Knig Hiskia und meldeten: Wir haben 
den ganzen Tempel Jahwes gereinigt, dazu auch den Brandopferaltar samt 
allen seinen Gerten und den Tisch fr die reihenweise aufgelegten Brote 
samt allen seinen Gerten.
2CH 29:19 Alle die Gerte aber, die der Knig Ahas whrend seiner 
Regierung infolge seines Abfalls verchtlich bei Seite geworfen hatte, 
haben wir wieder aufgestellt und geweiht; dort stehen sie vor dem Altar 
Jahwes!
2CH 29:20 Frhmorgens nun versammelte der Knig Hiskia alle Obersten der 
Stadt und begab sich hinauf zum Tempel Jahwes.
2CH 29:21 Da brachte man sieben Farren, sieben Widder und sieben Lmmer; 
dazu sieben Ziegenbcke zum Sndopfer fr das Knigreich und fr das 
Heiligtum und fr Juda. Und er gebot den Nachkommen Aarons, den Priestern, 
sie auf dem Altar Jahwes darzubringen.
2CH 29:22 Da schlachteten sie die Rinder, und die Priester fingen das Blut 
auf und sprengten es an den Altar. Sodann schlachteten sie die Widder und 
sprengten das Blut an den Altar.
2CH 29:23 Hierauf brachten sie die Sndopferbcke herzu vor den Knig und 
die Versammlung, und sie stemmten ihre Hnde auf sie.
2CH 29:24 Sodann schlachteten sie die Priester und brachten ihr Blut zur 
Entsndigung an den Altar, um ganz Israel Shne zu schaffen; denn fr ganz 
Israel hatte der Knig das Brandopfer und das Sndopfer befohlen.
2CH 29:25 Und er stellte die Leviten am Tempel Jahwes auf mit Cymbeln, 
Harfen und Zithern, nach der Anordnung Davids und Gads, des Sehers des 
Knigs, und des Propheten Nathan. Denn die Anordnung war durch Jahwe, 
durch seine Propheten, ergangen.
2CH 29:26 So standen denn die Leviten da mit den Musikinstrumenten Davids 
und die Priester mit Trompeten.
2CH 29:27 Da gebot Hiskia, das Brandopfer auf den Altar zu bringen; und 
sobald das Brandopfer begann, begannen auch die Jahwelieder und die 
Trompeten, und zwar nach Anleitung der Instrumente Davids, des Knigs von 
Israel.
2CH 29:28 Die ganze Versammlung aber warf sich nieder; der Gesang ertnte, 
und die Trompeten schmetterten, - das alles, bis das Brandopfer vollendet 
war.
2CH 29:29 Und als man mit der Darbringung des Opfers zu Ende war, beugten 
der Knig und alle, die mit ihm zugegen waren, die Kniee und warfen sich 
nieder.
2CH 29:30 Sodann geboten der Knig Hiskia und die Obersten der Leviten, 
Jahwe den Lobgesang anzustimmen mit den Worten Davids und des Sehers 
Asaph. Da sangen sie den Lobpreis mit Freuden und verneigten sich und 
warfen sich nieder.
2CH 29:31 Hierauf hob Hiskia an und sprach: Jetzt habt ihr euch aufs Neue 
Jahwe geweiht; tretet herzu und bringt Schlachtopfer und Dankopfer zum 
Tempel Jahwes! Da brachte die Versammlung Schlachtopfer und Dankopfer und 
jeder, den sein Herz dazu trieb, Brandopfer.
2CH 29:32 Es betrug aber die Zahl der Brandopfer, welche die Versammlung 
brachte: siebzig Rinder, hundert Widder und zweihundert Lmmer; diese alle 
als Brandopfer fr Jahwe.
2CH 29:33 Und die Dankopfer betrugen sechshundert Rinder und dreitausend 
Schafe.
2CH 29:34 Nur waren der Priester zu wenige, so da sie nicht allen 
Brandopfern die Haut abziehen konnten; da halfen ihnen ihre 
Stammesgenossen, die Leviten, bis das Geschft zu Ende war, und die 
Priester sich heiligten; denn die Leviten waren redlich darauf bedacht, 
sich zu heiligen, - mehr als die Priester.
2CH 29:35 Dazu gab es Brandopfer in Menge samt den Fettstcken der 
Heilsopfer und den Trankopfern zu den Brandopfern. So war der Opferdienst 
am Tempel Jahwes hergestellt.
2CH 29:36 Hiskia aber und das ganze Volk freuten sich ber das, was Gott 
dem Volke bereitet hatte; denn die Sache war mit einem Male vor sich 
gegangen.
2CH 30:1 Hierauf sandte Hiskia Boten an ganz Israel und Juda und schrieb 
auch an Ephraim und Manasse Briefe, sie mchten zum Tempel Jahwes in 
Jerusalem kommen, um Jahwe, dem Gott Israels, Passah zu halten.
2CH 30:2 Und der Knig und seine Obersten und die ganze Volksgemeinde zu 
Jerusalem wurden schlssig, das Passah im zweiten Monate zu halten.
2CH 30:3 Denn sie hatten es zu selbiger Zeit nicht halten knnen, weil 
sich die Priester noch nicht in ausreichender Zahl geheiligt hatten, und 
das Volk noch nicht nach Jerusalem versammelt war.
2CH 30:4 Der Beschlu gefiel dem Knig und der ganzen Volksgemeinde wohl;
2CH 30:5 daher faten sie weiter den Beschlu, in ganz Israel, von 
Beerseba bis Dan, verknden zu lassen, da man kommen solle, um Jahwe, dem 
Gott Israels, zu Jerusalem Passah zu halten. Denn sie hatten es nicht, wie 
die Vorschrift lautete, in Menge gehalten.
2CH 30:6 Da durchzogen die Lufer mit den Briefen von der Hand des Knigs 
und seiner obersten Beamten ganz Israel und Juda und verkndeten auf 
Befehl des Knigs: Ihr Israeliten, bekehrt euch zu Jahwe, dem Gott 
Abrahams, Isaaks und Israels, damit er sich zu den Entronnenen kehre, die 
euch aus der Gewalt der Knige von Assyrien noch brig geblieben sind.
2CH 30:7 Seid nicht wie eure Vter und wie eure Volksgenossen, die sich 
gegen Jahwe, den Gott ihrer Vter, treulos erzeigt haben, so da er sie 
der Verheerung preisgab, wie ihr es vor euch seht.
2CH 30:8 So zeigt euch nun nicht halsstarrig wie eure Vter; reicht Jahwe 
die Hand und kommt zu seinem Heiligtume, das er fr immer geweiht hat, und 
dient Jahwe, eurem Gotte, damit sich sein grimmiger Zorn von euch wende.
2CH 30:9 Denn wenn ihr euch zu Jahwe bekehrt, so werden eure Brder und 
Shne Erbarmen finden bei denen, die sie in die Gefangenschaft gefhrt 
haben, so da sie in dieses Land zurckkehren knnen. Denn Jahwe, euer 
Gott, ist gndig und barmherzig und wird euch sein Angesicht nicht 
entziehen, wenn ihr euch zu ihm bekehrt!
2CH 30:10 Und die Lufer zogen von Stadt zu Stadt durch das Gebiet von 
Ephraim und Manasse und bis nach Sebulon hin, aber man verlachte und 
verspottete sie.
2CH 30:11 Etliche jedoch von Asser, Manasse und Sebulon demtigten sich 
und kamen nach Jerusalem.
2CH 30:12 Auch in Juda waltete die Hand Gottes, da er ihnen Einmtigkeit 
verlieh, dem Gebote Folge zu leisten, das der Knig und seine obersten 
Beamten nach dem Befehl Jahwes erlassen hatten.
2CH 30:13 So versammelte sich denn eine groe Volksmenge nach Jerusalem, 
um das Fest der ungesuerten Brote im zweiten Monate zu begehen, - eine 
beraus zahlreiche Versammlung.
2CH 30:14 Und sie gingen zuerst daran, die Altre zu Jerusalem zu 
beseitigen; ebenso beseitigten sie auch alle Rucheraltre und warfen sie 
in den Kidronbach.
2CH 30:15 Sodann schlachteten sie am vierzehnten Tage des zweiten Monats 
das Passah, und die Priester und die Leviten fhlten sich beschmt und 
heiligten sich und brachten die Brandopfer zum Tempel Jahwes.
2CH 30:16 Und sie traten an ihren Standort gem der fr sie geltenden 
Vorschrift nach dem Gesetze Moses, des Mannes Gottes; die Priester 
sprengten das Blut, nachdem sie es aus der Hand der Leviten genommen 
hatten.
2CH 30:17 Denn es waren viele in der Versammlung, die sich nicht geheiligt 
hatten, und so besorgten die Leviten das Schlachten der Passahlmmer fr 
jeden, der nicht rein war, um sie Jahwe zu weihen.
2CH 30:18 Denn die groe Menge des Volks, viele aus Ephraim, Manasse, 
Issachar und Sebulon, hatten sich nicht gereinigt, sondern aen das Passah 
in vorschriftswidriger Weise. Aber Hiskia hatte fr sie gebetet und 
gesagt: Jahwe, der da gtig ist, mge
2CH 30:19 einem jeden verzeihen, der seinen Sinn darauf gerichtet hat, 
Gott zu suchen, Jahwe, den Gott seiner Vter, auch ohne die fr das 
Heiligtum erforderliche Reinheit!
2CH 30:20 Und Jahwe erhrte Hiskia und lie das Volk unversehrt.
2CH 30:21 So begingen denn die zu Jerusalem anwesenden Israeliten das Fest 
der ungesuerten Brote sieben Tage lang mit groer Freude, und Tag fr Tag 
priesen die Leviten und die Priester mit aller Macht Jahwe.
2CH 30:22 Und Hiskia sprach allen Leviten, die gute Einsicht fr den 
Dienst Jahwes bewiesen, freundlich zu. Und so aen sie die sieben Tage 
hindurch das Festopfer, indem sie Heilsopfer schlachteten und Jahwe, den 
Gott ihrer Vter priesen.
2CH 30:23 Und die ganze Versammlung wurde schlssig, noch weitere sieben 
Tage zu feiern, und so feierten sie sieben Tage lang ein Freudenfest.
2CH 30:24 Denn Hiskia, der Knig von Juda, hatte der Versammlung tausend 
Farren und siebentausend Schafe als Hebe geliefert, und die obersten 
Beamten hatten der Versammlung gleichfalls tausend Farren und zehntausend 
Schafe als Hebe geliefert. Und es heiligten sich Priester in Menge.
2CH 30:25 So freute sich die ganze Volksgemeinde Judas und die Priester 
und die Leviten und die ganze Versammlung derer, die aus Israel 
herbeigekommen waren, und die Fremden, die aus dem Gebiete Israels 
herbeigekommen oder in Juda ansssig waren.
2CH 30:26 Und es herrschte groe Freude in Jerusalem; denn seit den Tagen 
Salomos, des Sohnes Davids, des Knigs von Israel, hatte sich derartiges 
zu Jerusalem nicht mehr ereignet.
2CH 30:27 Und die levitischen Priester erhoben sich und segneten das Volk, 
und ihr Rufen ward erhrt, und ihr Gebet drang zu seinem heiligen 
Wohnsitze, zum Himmel.
2CH 31:1 Als nun alles dies beendigt war, zogen smtliche dabei anwesende 
Israeliten hinaus in die Stdte Judas, zertrmmerten die Malsteine, hieben 
die Ascheren um und zerstrten die Opferhhen und die Altre in ganz Juda, 
Benjamin, Ephraim und Manasse, bis sie gnzlich damit aufgerumt hatten. 
Alsdann kehrten smtliche Israeliten, ein jeder in seinen Erbbesitz, in 
ihre Stdte zurck.
2CH 31:2 Hiskia aber bestellte die Abteilungen der Priester und Leviten 
nach ihren Abteilungen, einen jeden nach Magabe des ihm obliegenden 
priesterlichen oder levitischen Dienstes beim Brandopfer und bei den 
Heilsopfern, damit sie in den Thoren des Lagers Jahwes Dienst thten und 
Danksagung und Lobpreis anstimmten.
2CH 31:3 Und der Beitrag des Knigs von seiner Habe diente zur Beschaffung 
der Brandopfer, der Morgen- und Abendbrandopfer, sowie der Brandopfer an 
den Sabbaten, den Neumonden und den Festen, gem den Vorschriften im 
Gesetze Jahwes.
2CH 31:4 Und er gebot dem Volke, den Bewohnern Jerusalems, den Priestern 
und Leviten den ihnen gebhrenden Anteil zu liefern, damit sie am Gesetze 
Jahwes festhalten knnten.
2CH 31:5 Als sich dieser Befehl verbreitete, lieferten die Israeliten 
Erstlinge vom Getreide, Most, l, Honig und allem Ertrage des Ackers in 
Menge und brachten den Zehnten von allem in Masse.
2CH 31:6 Die Israeliten und Juder aber, die in den Stdten Judas wohnten, 
brachten gleichfalls den Zehnten von Rindern und Schafen und den Zehnten 
von den Weihegaben, die Jahwe, ihrem Gotte, geweiht wurden, und legten ihn 
in lauter einzelnen Haufen hin.
2CH 31:7 Im dritten Monat begannen sie mit dem Aufschtten der Haufen und 
im siebenten Monate waren sie damit zu Ende.
2CH 31:8 Da kamen Hiskia und die Obersten herbei, besichtigten die Haufen 
und priesen Jahwe und sein Volk Israel.
2CH 31:9 Als nun Hiskia die Priester und Leviten in betreff der Haufen 
befragte,
2CH 31:10 antwortete ihm Asarja, der Hohepriester vom Hause Zadoks, und 
sprach: Seit man angefangen hat, die Hebe zum Tempel Jahwes zu bringen, 
haben wir uns satt gegessen und noch viel brig behalten; denn Jahwe hat 
sein Volk gesegnet, so da wir diese Masse brig behielten.
2CH 31:11 Da gebot Hiskia, im Tempel Jahwes Zellen herzurichten. Und als 
man sie hergerichtet hatte,
2CH 31:12 brachte man die Hebe und den Zehnten und die Weihegaben 
gewissenhaft hinein. Und der Levit Chananja war Aufseher darber, und sein 
Bruder Simei als zweiter im Rang;
2CH 31:13 Jehiel aber, Asasja, Nahath, Asahel, Jerimoth, Josabad, Eliel, 
Jismachja, Mahath und Benaja waren Chananja und seinem Bruder Simei als 
Gehilfen beigegeben, nach der Anordnung des Knigs Hiskia und Asarjas, des 
Frsten im Tempel Gottes.
2CH 31:14 Und der Levit Kore, der Sohn Jimnas, der Thorhter nach Osten 
zu, beaufsichtigte die Gaben, welche Gotte freiwillig gespendet wurden, 
damit die Jahwe zufallende Hebe und die hochheiligen Gaben abgeliefert 
wrden.
2CH 31:15 Unter seiner Aufsicht aber standen Eden, Minjamin, Jesua, 
Semaja, Amarja und Sechanja, damit sie in den Priesterstdten ihren 
Amtsgenossen abteilungsweise, den Alten wie den Jungen, gewissenhaft ihren 
Anteil gben,
2CH 31:16 abgesehen von den Mannspersonen unter ihnen, die in die 
Geschlechtsregister eingetragen waren, von den Dreijhrigen an und 
darber, von allen, die zum Tempel Jahwes kamen, wie es ein jeder Tag 
erforderte, um je nach ihren Obliegenheiten abteilungsweise ihren Dienst 
zu thun.
2CH 31:17 Und was die Eintragung der Priester in die Geschlechtsregister 
betrifft, so erfolgte sie familienweise und die der Leviten von den 
Zwanzigjhrigen an und darber nach ihren Obliegenheiten, ihren 
Abteilungen.
2CH 31:18 Und zwar muten sie samt ihren kleinen Kindern, ihren Frauen, 
Shnen und Tchtern, denen des ganzen Standes, eingetragen werden; denn 
mit Gewissenhaftigkeit ihrerseits pflegten sie sich grndlich zu heiligen.
2CH 31:19 Dazu hatten die Nachkommen Aarons, die Priester, auf den Feldern 
der zu ihren Stdten gehrenden Trift, in jeder einzelnen Stadt, Leute, 
die namentlich bezeichnet waren, damit sie allen Mannspersonen unter den 
Priestern und allen ins Geschlechtsregister eingetragenen Leviten ihre 
Anteile gben.
2CH 31:20 So verfuhr Hiskia in ganz Juda und that, was vor Jahwe, seinem 
Gotte, gut und recht und gewissenhaft war.
2CH 31:21 Und bei allem Thun, das er anhob, in betreff des Dienstes am 
Tempel Gottes und in betreff des Gesetzes und des Gebots, um mit alledem 
seinen Gott zu suchen, handelte er von ganzem Herzen und hatte Gelingen.
2CH 32:1 Nach diesen Begebenheiten und diesem treulichen Eifer rckte 
Sanherib, der Knig von Assyrien, an. Der rckte in Juda ein, belagerte 
die festen Stdte und gedachte, sie fr sich zu erobern.
2CH 32:2 Als nun Hiskia wahrnahm, da Sanherib anrckte, mit der Absicht, 
Jerusalem anzugreifen,
2CH 32:3 da wurde er mit seinen obersten Beamten und seinen Helden 
schlssig, die Wasser der Quellen, die sich auerhalb der Stadt befanden, 
zu verstopfen, und sie untersttzten ihn dabei.
2CH 32:4 Da versammelten sich eine Menge Leute und verstopften smtliche 
Quellen, sowie den Bach, der mitten durchs Land strmte, indem sie 
sprachen: Warum sollen doch die Knige von Assyrien, wenn sie anrcken, 
viel Wasser finden?
2CH 32:5 Alsdann ging er mutig ans Werk, stellte die Mauer berall, wo sie 
Risse hatte, wieder her, bestieg die Trme und die uere Mauer drauen, 
befestigte das Millo in der Stadt Davids und lie eine Menge Wurfgeschosse 
und Schilde anfertigen.
2CH 32:6 Sodann stellte er Kriegshauptleute an die Spitze des Volks; diese 
versammelte er zu sich auf den freien Platz am Stadtthor und redete ihnen 
freundlich zu, indem er sprach:
2CH 32:7 Seid mutig und stark! Seid getrost und erschreckt nicht vor dem 
Knige von Assyrien und vor dem ganzen Haufen, den er bei sich hat! Denn 
mit uns ist ein grerer, als mit ihm:
2CH 32:8 Mit ihm ist ein fleischerner Arm; mit uns aber ist Jahwe, unser 
Gott, da er uns beistehe und unsere Kriege fhre!
2CH 32:9 Darnach sandte Sanherib, der Knig von Assyrien, seine Diener 
nach Jerusalem (er selbst stand mit seiner ganzen Macht vor Lachis) zu 
Hiskia, dem Knige von Juda, und zu allen Judern, die sich zu Jerusalem 
befanden, und lie ihnen sagen:
2CH 32:10 So spricht Sanherib, der Knig von Assyrien: Worauf verlat ihr 
euch, da ihr in Jerusalem, in der Belagerungsnot, sitzen bleibt?
2CH 32:11 Wahrlich, Hiskia verfhrt euch, um euch vor Hunger und Durst 
sterben zu lassen, indem er spricht: Jahwe, unser Gott, wird uns aus der 
Gewalt des Knigs von Assyrien erretten!
2CH 32:12 Hat nicht derselbe Hiskia seine Hhen und Altre abgeschafft, 
indem er Juda und Jerusalem befahl: Vor einem einzigen Altare sollt ihr 
anbeten und nur auf ihm drft ihr ruchern?
2CH 32:13 Wit ihr nicht, was ich und meine Vter allen Vlkern der 
verschiedenen Lnder angethan haben? Haben etwa die Gtter der Vlker in 
den verschiedenen Lndern ihr Land aus meiner Gewalt zu erretten vermocht?
2CH 32:14 Wer von allen den Gttern dieser Vlker, an denen meine Vter 
den Bann vollstreckt haben, htte sein Volk aus meiner Gewalt zu erretten 
vermocht, da euch euer Gott aus meiner Gewalt sollte erretten knnen!
2CH 32:15 So lat euch nun nicht von Hiskia bethren und auf solche Art 
verfhren! Glaubt ihm nicht! Denn kein Gott von irgend welchem Volk oder 
Reich vermochte bisher sein Volk aus meiner Gewalt oder aus der Gewalt 
meiner Vter zu erretten, geschweige da euch euer Gott aus meiner Gewalt 
erretten sollte!
2CH 32:16 Und so redeten seine Diener noch mehr wider Gott, Jahwe, und 
wider seinen Knecht Hiskia.
2CH 32:17 Auch einen Brief schrieb er, um Jahwe, den Gott Israels, zu 
lstern und wider ihn zu reden, indem er behauptete: Wie die Gtter der 
Vlker in den verschiedenen Lndern ihr Volk nicht aus meiner Gewalt 
errettet haben, ebensowenig wird auch der Gott Hiskias sein Volk aus 
meiner Gewalt erretten.
2CH 32:18 Und sie riefen die Bewohner Jerusalems, die sich auf der Mauer 
befanden, mit lauter Stimme auf judisch an, um sie in Furcht und 
Schrecken zu versetzen, damit sie die Stadt in ihre Gewalt bekmen,
2CH 32:19 und redeten vom Gotte Jerusalems wie von den Gttern der 
Heidenvlker, die nur ein Werk von Menschenhnden sind.
2CH 32:20 Als nun der Knig Hiskia und der Prophet Jesaja, der Sohn des 
Amoz, um dieser Sache willen beteten und zum Himmel schrieen,
2CH 32:21 da sandte Jahwe einen Engel; der vertilgte smtliche Krieger, 
Heerfhrer und Oberste im Lager des Knigs von Assyrien, so da er mit 
Schmach bedeckt in sein Land zurckkehrte. Als er sich nun in den Tempel 
seines Gottes begab, fllten ihn dort welche, die von seinem eigenen Leibe 
gekommen waren, durchs Schwert.
2CH 32:22 So rettete Jahwe Hiskia und die Bewohner Jerusalems aus der 
Gewalt Sanheribs, des Knigs von Assyrien, und aus der Gewalt aller und 
verschaffte ihnen ringsum Ruhe.
2CH 32:23 Und viele brachten Jahwe Gaben und Jerusalem und Hiskia, dem 
Knige von Jerusalem, Kleinodien, und er stand darnach in den Augen aller 
Vlker hoch da.
2CH 32:24 Zu jener Zeit ward Hiskia todkrank. Da betete er zu Jahwe, und 
dieser redete zu ihm und gab ihm ein Wunderzeichen.
2CH 32:25 Aber Hiskia vergalt nicht die Wohlthat, die ihm widerfahren war, 
sondern ward hochmtig; darum kam grimmiger Zorn ber ihn und ber Juda 
und Jerusalem.
2CH 32:26 Da demtigte sich Hiskia in seinem Hochmut, er und die Bewohner 
Jerusalems; daher kam der grimmige Zorn Jahwes nicht schon bei den 
Lebzeiten Hiskias ber sie.
2CH 32:27 Es besa aber Hiskia sehr groen Reichtum und Macht. Er hatte 
sich Schatzkammern angelegt fr Silber, Gold und Edelsteine, sowie fr 
Spezereien, Schilde und allerlei kostbare Gerte,
2CH 32:28 dazu Vorratshuser fr den Ertrag an Getreide, Most und l, und 
Stlle fr allerlei Arten von Vieh und Hrden fr die Herden.
2CH 32:29 Auch legte er sich Stdte an und groe Herden von Schafen und 
Rindern; denn Gott hatte ihm beraus viel Habe geschenkt.
2CH 32:30 Derselbe Hiskia verstopfte den oberen Ausflu der Quelle Gihon 
und leitete sie hinunter nach der Westseite der Stadt Davids; und bei 
allem, was er unternahm, hatte Hiskia Gelingen.
2CH 32:31 Demgem gab ihn Gott auch den Gesandten der Frsten von Babel, 
die zu ihm geschickt waren, um sich nach dem Wunderzeichen zu erkundigen, 
das im Lande geschehen war, nur so weit preis, um ihn auf die Probe zu 
stellen, damit er seine Gesinnung vollstndig erfahre.
2CH 32:32 Die brige Geschichte Hiskias aber und seine frommen Thaten 
finden sich aufgezeichnet in den Offenbarungen des Propheten Jesaja, des 
Sohnes des Amoz, und im Buche der Knige von Juda und Israel.
2CH 32:33 Und Hiskia legte sich zu seinen Vtern, und man begrub ihn am 
Aufstieg zu den Grbern der Nachkommen Davids, und ganz Juda und die 
Bewohner Jerusalems erwiesen ihm Ehre bei seinem Tode. Und sein Sohn 
Manasse ward Knig an seiner Statt.
2CH 33:1 Zwlf Jahre war Manasse alt, als er Knig ward, und 
fnfundfnfzig Jahre regierte er zu Jerusalem.
2CH 33:2 Und er that, was Jahwe mifiel, und ahmte die Greuel der Vlker 
nach, die Jahwe vor den Israeliten ausgetrieben hatte.
2CH 33:3 Er baute die Hhen wieder auf, die sein Vater Hiskia zertrmmert 
hatte, errichtete Altre fr die Baale, fertigte Ascheren an und betete 
das ganze Heer des Himmels an und diente ihnen.
2CH 33:4 Solche Altre erbaute er im Tempel Jahwes, von welchem doch Jahwe 
gesagt hatte: Zu Jerusalem soll allezeit mein Name wohnen!
2CH 33:5 Auch erbaute er in den beiden Vorhfen des Tempels Jahwes Altre 
fr das ganze Heer des Himmels.
2CH 33:6 Er lie seine Shne im Thale Ben-Hinnom durchs Feuer gehen, trieb 
Zauberei, Wahrsagerei und geheime Knste, bestellte Totenbeschwrer und 
Zeichendeuter; er hat vieles gethan, was Jahwe mifiel, um ihn zum Zorne 
zu reizen.
2CH 33:7 Und er stellte das geschnitzte Standbild, das er angefertigt 
hatte, in den Tempel Gottes, von welchem Gott zu David und zu dessen Sohne 
Salomo gesagt hatte: Diesen Tempel und Jerusalem, das ich aus allen 
Stmmen Israels erwhlt habe, will ich zum Sitze meines Namens machen fr 
ewige Zeiten.
2CH 33:8 Und ich will den Fu Israels nicht mehr von dem Boden entfernen, 
den ich euren Vtern verliehen habe, vorausgesetzt, da sie darauf bedacht 
sind, alles das zu thun, was ich ihnen geboten habe, nmlich ganz nach dem 
Gesetz und den Satzungen und Ordnungen, die durch Mose gegeben worden sind.
2CH 33:9 Aber Manasse verfhrte Juda und die Bewohner Jerusalems dazu, 
Bses zu thun, schlimmer als die Vlker, die Jahwe vor den Israeliten 
vertilgt hatte.
2CH 33:10 Und Jahwe redete zu Manasse und zu seinem Volk, aber sie 
achteten nicht darauf.
2CH 33:11 Da lie Jahwe Heerfhrer des Knigs von Assyrien ber sie 
kommen; die fingen Manasse mit Haken, fesselten ihn mit Ketten und fhrten 
ihn nach Babel.
2CH 33:12 Als er nun in der Bedrngnis war, suchte er Jahwe, seinen Gott, 
zu begtigen und demtigte sich tief vor dem Gotte seiner Vter.
2CH 33:13 Als er nun zu ihm betete, lie er sich von ihm erbitten. Er 
erhrte sein Flehen und brachte ihn zurck nach Jerusalem in sein 
Knigtum. Da erkannte Manasse, da Jahwe der wahre Gott sei.
2CH 33:14 Darnach aber baute er eine uere Mauer an der Stadt Davids, 
westwrts nach der Quelle Gihon zu im Thale und bis da, wo es ins 
Fischthor hineingeht, zog sie um den Ophel und machte sie beraus hoch. 
Auch legte er Heeresoberste in alle festen Stdte in Juda.
2CH 33:15 Sodann schaffte er die auslndischen Gtter und das Standbild 
aus dem Tempel Gottes hinweg, sowie alle die Altre, die er auf dem Berge 
des Tempels Jahwes und zu Jerusalem errichtet hatte, und warf sie hinaus 
vor die Stadt.
2CH 33:16 Den Altar Jahwes aber stellte er wieder her und opferte auf ihm 
Heils- und Dankopfer; und er befahl den Judern, Jahwe, dem Gott Israels, 
zu dienen.
2CH 33:17 Aber das Volk opferte noch immer auf den Hhen, jedoch nur 
Jahwe, ihrem Gott.
2CH 33:18 Die brige Geschichte Manasses aber und sein Gebet zu seinem 
Gott und die Worte der Schauer, die im Namen Jahwes, des Gottes Israels, 
zu ihm redeten, die stehen in der Geschichte der Knige von Israel.
2CH 33:19 Sein Gebet aber und wie er erhrt wurde, und alle seine Snde 
und Untreue und die Orte, an denen er Opferhhen errichtete und die 
Ascheren und Schnitzbilder aufstellte, bevor er sich demtigte, das alles 
findet sich aufgezeichnet in der Geschichte der Seher.
2CH 33:20 Und Manasse legte sich zu seinen Vtern und man begrub ihn in 
seinem Hause. Und sein Sohn Amon ward Knig an seiner Statt.
2CH 33:21 Zweiundzwanzig Jahre war Amon alt, als er Knig ward, und zwei 
Jahre regierte er zu Jerusalem.
2CH 33:22 Und er that, was Jahwe mifiel, gleichwie sein Vater Manasse 
gethan hatte. Allen den Schnitzbildern, die sein Vater Manasse angefertigt 
hatte, brachte Amon viele Opfer und diente ihnen.
2CH 33:23 Aber er demtigte sich nicht vor Jahwe, wie sich sein Vater 
gedemtigt hatte, sondern er, Amon, lud groe Verschuldung auf sich.
2CH 33:24 Und seine Diener verschworen sich wider ihn und tteten ihn in 
seinem Palaste.
2CH 33:25 Die Landbevlkerung aber erschlug alle, die sich wider den Knig 
Amon verschworen hatten; sodann machte die Landbevlkerung seinen Sohn 
Josia an seiner Statt zum Knige.
2CH 34:1 Acht Jahre war Josia alt, als er Knig ward, und einunddreiig 
Jahre regierte er zu Jerusalem.
2CH 34:2 Und er that, was Jahwe wohlgefiel, und wandelte auf den Wegen 
seines Ahnherrn David und wich nicht ab weder zur Rechten noch zur Linken.
2CH 34:3 Im achten Jahre seiner Regierung, als er noch sehr jung war, fing 
er an, den Gott seines Ahnherrn David zu suchen, und im zwlften Jahre 
fing er an, Juda und Jerusalem von den Opferhhen und Ascheren und den 
Schnitzbildern und den Gubildern zu subern.
2CH 34:4 Man ri in seiner Gegenwart die Altre der Baale ein, und er hieb 
die Sonnensulen um, die sich oben auf ihnen befanden; die Ascheren aber 
und die Schnitzbilder und Gubilder zertrmmerte und zermalmte er und 
streute den Staub auf die Grber derer, die ihnen geopfert hatten.
2CH 34:5 Und die Gebeine der Priester verbrannte er auf ihren Altren und 
suberte so Juda und Jerusalem.
2CH 34:6 Und in den Stdten Manasses, Ephraims, Simeons und bis nach 
Naphthali hin - in ihren Trmmern ringsum -2CH 34:7 da ri er die Altre 
ein, zertrmmerte und zermalmte die Ascheren und die Schnitzbilder und 
hieb im ganzen Land Israel alle Sonnensulen um. Darauf kehrte er nach 
Jerusalem zurck.
2CH 34:8 Und im achtzehnten Jahre seiner Regierung, indem er das Land und 
den Tempel suberte, sandte er Saphan, den Sohn Azaljas, und den 
Stadthauptmann Maaseja und den Kanzler Joah, den Sohn des Joahas, um den 
Tempel Jahwes, seines Gottes, ausbessern zu lassen.
2CH 34:9 Als diese nun zum Hohenpriester Hilkia kamen, bergaben sie das 
Geld, das zum Tempel Gottes gebracht worden war, welches die Leviten, die 
Schwellenhter, von den Manassiten, Ephraimiten und allen brigen 
Israeliten, sowie von allen Judern und Benjaminiten und den Bewohnern 
Jerusalems eingesammelt hatten.
2CH 34:10 Und zwar bergaben sie es den Werkmeistern, die am Tempel Jahwes 
bestellt waren; die bergaben es den Arbeitern, die am Tempel Jahwes 
arbeiteten, um den Tempel herzustellen und auszubessern.
2CH 34:11 Und zwar gaben sie es den Zimmerleuten und den Bauleuten zum 
Ankaufe von behauenen Steinen und von Holz zu den Kammern und um die 
Gebude, die die Knige von Juda zerstrt hatten, mit Balken zu versehen.
2CH 34:12 Diese Leute arbeiteten auf Treu und Glauben an dem Werk, und 
ber sie waren gesetzt: die Leviten Jahath und Obadja von den Nachkommen 
Meraris und Sacharja und Mesullam von den Nachkommen der Kahathiter, um 
die Aufsicht zu fhren. Und die Leviten - jeder der sich auf 
Musikinstrumente verstand, - waren
2CH 34:13 ber die Lasttrger gesetzt, und es gab Aufseher fr alle mit 
irgend einer Dienstleistung Beschftigten. Etliche aber von den Leviten 
waren Schreiber und Amtleute und Thorhter.
2CH 34:14 Als sie nun das Geld, das zum Tempel Jahwes gebracht worden war, 
herausnahmen, fand der Priester Hilkia das von Mose herrhrende Gesetzbuch 
Jahwes.
2CH 34:15 Da hob Hilkia an und sprach zum Staatsschreiber Saphan: Ich habe 
im Tempel Jahwes das Gesetzbuch gefunden. Und Hilkia bergab Saphan das 
Buch.
2CH 34:16 Darauf brachte Saphan das Buch zum Knig und erstattete dem 
Knig anderweitig Bericht, indem er sprach: Alles, was deinen Dienern 
aufgetragen war, haben sie gethan.
2CH 34:17 Sie haben das Geld ausgeschttet, das sich im Tempel Jahwes 
vorfand, und haben es den zur Aufsicht Bestellten und den Werkmeistern 
bergeben.
2CH 34:18 Sodann berichtete Saphan der Staatsschreiber, dem Knige: Der 
Priester Hilkia hat mir ein Buch gegeben. Und Saphan las dem Knige daraus 
vor.
2CH 34:19 Als aber der Knig die Worte des Gesetzes vernahm, zerri er 
seine Kleider.
2CH 34:20 Sodann gebot der Knig dem Hilkia und Ahikam, dem Sohne Saphans, 
und Abdon, dem Sohne Michas, und Saphan, dem Staatsschreiber, und Asaja, 
dem Leibdiener des Knigs, folgendes:
2CH 34:21 Geht hin und befragt Jahwe fr mich und fr die, die in Israel 
und Juda noch brig sind, in betreff des Buchs, das aufgefunden ward; denn 
gro ist der Grimm Jahwes, der sich ber uns ergossen hat, weil unsere 
Vter das Gebot Jahwes nicht beachtet haben, da sie genau dem Folge 
geleistet htten, was in diesem Buche geschrieben steht.
2CH 34:22 Da begab sich Hilkia mit denen, die der Knig genannt hatte, zur 
Prophetin Hulda, dem Weibe Sallums, des Kleiderhters, des Sohnes 
Thokhaths, des Sohnes Hasras; die wohnte zu Jerusalem im zweiten Bezirk, 
und sie redeten demgem mit ihr.
2CH 34:23 Da sprach sie zu ihnen: So spricht Jahwe, der Gott Israels: Sagt 
dem Manne, der euch zu mir gesandt hat:
2CH 34:24 So spricht Jahwe: Frwahr, ich will Unglck ber diesen Ort und 
seine Bewohner bringen, alle die Flche, die in dem Buche stehen, das man 
dem Knige von Juda vorgelesen hat,
2CH 34:25 darum, da sie mich verlassen und anderen Gttern geruchert 
haben, auf da sie mich mit all' den Machwerken ihrer Hnde zum Zorne 
reizten; daher ergo sich mein Grimm wider diesen Ort und soll nicht 
erlschen.
2CH 34:26 Zu dem Knige von Juda aber, der euch gesandt hat, Jahwe zu 
befragen, sollt ihr also sprechen: So spricht Jahwe, der Gott Israels:
2CH 34:27 Weil dein Herz erweicht ward durch die Worte, die du gehrt 
hast, und du dich vor Gott gedemtigt hast, als du seine Worte wider 
diesen Ort und seine Bewohner hrtest, und hast dich vor mir gedemtigt 
und deine Kleider zerrissen und vor mir geweint, so habe auch ich Gehr 
geschenkt, ist der Spruch Jahwes.
2CH 34:28 Frwahr, ich will dich zu deinen Vtern versammeln, da du 
unbehelligt in deine Grabsttte eingebracht werdest, und deine Augen nicht 
ansehen mssen all' das Unglck, das ich ber diesen Ort bringen werde! 
Und sie erstatteten dem Knige Bericht.
2CH 34:29 Darauf sandte der Knig Boten aus und versammelte alle Vornehmen 
von Juda und Jerusalem.
2CH 34:30 Und der Knig ging hinauf zum Tempel Jahwes und mit ihm alle 
Mnner von Juda und die Bewohner Jerusalems, sowie die Priester und die 
Leviten und das ganze Volk vom Grten bis zum Kleinsten; und man las vor 
ihren Ohren alle Worte des Bundesgesetzbuchs, das im Tempel Jahwes 
gefunden worden war.
2CH 34:31 Sodann stellte sich der Knig auf seinen Standort und bernahm 
die Verpflichtung vor Jahwe, da sie Jahwe nachwandeln und seine Gebote, 
Zeugnisse und Satzungen von ganzem Herzen und von ganzer Seele beobachten 
wollten, um so die Worte des Bundesgesetzes, die in diesem Buche 
geschrieben standen, zu befolgen.
2CH 34:32 Und der Knig lie alle, die sich zu Jerusalem und in Benjamin 
befanden, in den Bund treten. Und die Bewohner Jerusalems handelten gem 
dem Bundesgesetze Gottes, des Gottes ihrer Vter.
2CH 34:33 Josia aber beseitigte alle Greuel aus allen Lndern der 
Israeliten und ntigte alle, die sich in Israel befanden, Jahwe, ihrem 
Gott, zu dienen. So lange er lebte, lieen sie nicht davon ab, Jahwe, dem 
Gott ihrer Vter, nachzufolgen.
2CH 35:1 Sodann hielt Josia Jahwe ein Passah zu Jerusalem, und man 
schlachtete das Passah am vierzehnten des ersten Monats.
2CH 35:2 Da bestellte er die Priester zu ihren Obliegenheiten und machte 
ihnen Mut zum Dienst am Tempel Jahwes.
2CH 35:3 Zu den Leviten aber, die ganz Israel unterwiesen und die Jahwe 
geweiht waren, sprach er: Setzt die heilige Lade in den Tempel, den 
Salomo, der Sohn Davids, der Knig von Israel, erbaut hat. Ihr braucht sie 
nicht mehr auf der Schulter zu tragen. Dient nunmehr Jahwe, eurem Gott, 
und seinem Volk Israel.
2CH 35:4 So haltet euch denn bereit nach euren Familien in euren 
Abteilungen gem der Vorschrift Davids, des Knigs von Israel, und dem 
Erlasse seines Sohnes Salomo.
2CH 35:5 Stellt euch im Heiligtum auf je nach den Gruppen der Familien 
eurer Brder, der Leute aus dem Volk, und zwar fr jede derselben eine 
Abteilung von einer levitischen Familie.
2CH 35:6 Schlachtet sodann das Passah und heiligt euch und richtet fr 
eure Brder zu, indem ihr gem dem durch Mose ergangenen Befehle Jahwes 
verfahrt.
2CH 35:7 Und Josia lieferte den Leuten aus dem Volke Kleinvieh als Hebe, 
Schaflmmer und junge Ziegen - alles zu Passahopfern fr alle, die 
anwesend waren, 30000 an der Zahl, - und 3000 Rinder; diese alle vom 
Eigentume des Knigs.
2CH 35:8 Seine obersten Beamten aber lieferten freiwillig fr das Volk, 
die Priester und die Leviten eine Hebe. Hilkia, Sacharja und Jehiel, die 
Frsten im Tempel Gottes, gaben fr die Priester zu Passahopfern 2600 
Lmmer und 300 Rinder.
2CH 35:9 Chananja aber und Semaja und Nethaneel, seine Brder, sowie 
Hasabja, Jeel und Josabad, die Obersten der Leviten, lieferten als Hebe 
fr die Leviten zu Passahopfern 5000 Lmmer und 500 Rinder.
2CH 35:10 So war der Dienst geordnet, und die Priester traten auf ihren 
Standort, und die Leviten stellten sich nach ihren Abteilungen auf, wie 
der Knig befohlen hatte.
2CH 35:11 Sodann schlachteten sie das Passah, und die Priester sprengten 
das Blut, nachdem sie es aus ihrer Hand genommen hatten, whrend die 
Leviten die Haut abzogen.
2CH 35:12 Und sie schieden das zum Brandopfer Bestimmte aus, um es den 
einzelnen Familiengruppen der Leute aus dem Volke zu geben, damit sie es 
Jahwe darbrchten, wie im Buche Moses vorgeschrieben ist, und ebenso 
verfuhren sie mit den Rindern.
2CH 35:13 Sodann brieten sie das Passah der Vorschrift gem am Feuer, 
kochten die Weihegaben in Kesseln, Tpfen und Schsseln und brachten sie 
eilig allen Leuten aus dem Volke.
2CH 35:14 Darnach aber richteten sie fr sich und die Priester zu. Denn 
die Priester, die Nachkommen Aarons, hatten mit der Darbringung der 
Brandopfer und der Fettstcke bis zur Nacht zu thun, und so richteten die 
Leviten fr sich und die Priester, die Nachkommen Aarons, zu.
2CH 35:15 Und die Snger, die Nachkommen Asaphs, waren auf ihrem Posten 
nach der Anordnung Davids, Asaphs, Hemans und Jeduthuns, des Sehers des 
Knigs, und ebenso die Thorhter an den einzelnen Thoren. Sie brauchten 
ihren Dienst nicht im Stiche zu lassen, denn ihre Stammesgenossen, die 
Leviten richteten fr sie zu.
2CH 35:16 So war jenes Tags der ganze Dienst Jahwes geordnet, indem man 
das Passah hielt und auf dem Altar Jahwes Brandopfer darbrachte, nach der 
Anordnung des Knigs Josia.
2CH 35:17 Und so hielten die Israeliten, die zugegen waren, zu jener Zeit 
das Passah, dazu das Fest der ungesuerten Brote sieben Tage lang.
2CH 35:18 Es war aber kein derartiges Passah gefeiert worden seit der Zeit 
des Propheten Samuel; keiner der Knige von Israel hatte je ein Passah 
gefeiert wie das, welches Josia feierte und die Priester und Leviten und 
alle Juder und Israeliten, die zugegen waren, und die Bewohner Jerusalems.
2CH 35:19 Im achtzehnten Jahre der Regierung Josias wurde dieses Passah 
gefeiert.
2CH 35:20 Nach alledem - nachdem so Josia den Tempel wieder in Stand 
gesetzt hatte - rckte Necho, der Knig von gypten, heran, um bei 
Karkemis am Euphrat eine Schlacht zu liefern. Da zog ihm Josia entgegen.
2CH 35:21 Er aber sandte Boten an ihn und lie ihm sagen: Was habe ich mit 
dir zu schaffen, Knig von Juda? Nicht gegen dich komme ich jetzt, sondern 
gegen das Haus, das mit mir im Kampfe ist, und Gott befahl mir zu eilen. 
Vergreife dich nicht an Gott, der mit mir ist, damit er dich nicht 
verderbe!
2CH 35:22 Aber Josia wandte sich nicht von ihm ab, denn er war fest 
entschlossen, ihn anzugreifen. Daher hrte er nicht auf die Worte Nechos, 
obschon sie aus dem Munde Gottes kamen, sondern rckte an, um in der Ebene 
von Megiddo mit ihm zu kmpfen.
2CH 35:23 Aber die Schtzen schossen auf den Knig Josia. Da sprach der 
Knig zu seinen Dienern: Bringt mich weg, denn ich bin schwer verwundet!
2CH 35:24 Da brachten ihn seine Diener vom Streitwagen hinweg und fuhren 
ihn auf seinem zweiten Wagen, und als sie ihn nach Jerusalem gebracht 
hatten, starb er und wurde in den Grbern seiner Vter begraben. Und ganz 
Juda und Jerusalem trauerte um Josia,
2CH 35:25 und Jeremia dichtete ein Klagelied auf Josia, und alle Snger 
und Sngerinnen redeten seitdem in ihren Klageliedern von Josia bis auf 
den heutigen Tag. Und man machte sie zu einer dauernden Satzung fr 
Israel, und sie finden sich aufgezeichnet in den Klageliedern.
2CH 35:26 Die brige Geschichte Josias aber und seine frommen, der 
Vorschrift im Gesetze Jahwes entsprechenden Thaten,
2CH 35:27 sowie seine frhere und sptere Geschichte, finden sich 
aufgezeichnet im Buche der Knige von Israel und Juda.
2CH 36:1 Die Landbevlkerung aber nahm Jehoahas, den Sohn Josias, und 
machte ihn an seines Vaters Statt in Jerusalem zum Knig.
2CH 36:2 Dreiundzwanzig Jahre war Jehoahas alt, als er Knig ward, und 
drei Monate regierte er zu Jerusalem.
2CH 36:3 Der Knig von gypten aber setzte ihn ab, so da er nicht Knig 
blieb zu Jerusalem, und legte dem Land eine Geldbue von hundert Talenten 
Silbers und einem Talente Goldes auf.
2CH 36:4 Und der Knig von gypten machte seinen Bruder Eljakim zum Knig 
ber Juda und Jerusalem und wandelte seinen Namen um in Jojakim. Seinen 
Bruder Jehoahas aber nahm Necho mit sich und fhrte ihn nach gypten.
2CH 36:5 Fnfundzwanzig Jahre war Jojakim alt, als er Knig ward, und elf 
Jahre regierte er zu Jerusalem. Und er that, was Jahwe, seinem Gotte, 
mifiel.
2CH 36:6 Gegen ihn zog Nebukadnezar, der Knig von Babel, heran und legte 
ihn in Ketten, um ihn nach Babel zu bringen.
2CH 36:7 Auch einen Teil der Gerte des Tempels Jahwes brachte 
Nebukadnezar nach Babel und that sie in seinen Palast zu Babel.
2CH 36:8 Die brige Geschichte Jojakims aber und seine Greuel, die er 
anfertigen lie, und was sonst Bses an ihm erfunden ward, finden sich 
aufgezeichnet im Buche der Knige von Israel und Juda. Und sein Sohn 
Jojachin ward Knig an seiner Statt.
2CH 36:9 Acht Jahre war Jojachin alt, als er Knig ward, und drei Monate 
und zehn Tage regierte er zu Jerusalem. Und er that, was Jahwe mifiel.
2CH 36:10 Im folgenden Jahr aber lie ihn der Knig Nebukadnezar nach 
Babel bringen, samt den kostbaren Gerten des Tempels Jahwes, und machte 
seinen Bruder Zedekia zum Knig ber Juda und Jerusalem.
2CH 36:11 Einundzwanzig Jahre war Zedekia alt, als er Knig ward, und elf 
Jahre regierte er zu Jerusalem.
2CH 36:12 Und er that, was Jahwe, seinem Gotte, mifiel; er demtigte sich 
nicht vor dem Worte des Propheten Jeremia, das aus dem Munde Jahwes kam.
2CH 36:13 Auch vom Knig Nebukadnezar ward er abtrnnig, der ihn doch bei 
Gott hatte Gehorsam schwren lassen. Aber er zeigte sich halsstarrig und 
verstockte sein Herz, so da er sich nicht zu Jahwe, dem Gott Israels, 
bekehrte.
2CH 36:14 Ebenso begingen smtliche Oberste der Priester und das Volk viel 
Untreue in Nachahmung der Greuel der Heiden und verunreinigten den Tempel 
Jahwes, den er in Jerusalem geheiligt hatte.
2CH 36:15 Und Jahwe, der Gott ihrer Vter, sandte unermdlich immer wieder 
Mahnungen an sie durch seine Boten; denn er hatte Mitleid mit seinem Volk 
und seinem Wohnsitz.
2CH 36:16 Aber sie verhhnten nur die Boten Gottes, verachteten seine 
Worte und trieben ihren Spott mit seinen Propheten, bis der Grimm Jahwes 
zu einem Grade stieg, da keine Rettung mehr mglich war.
2CH 36:17 Er lie den Knig der Chalder wider sie anrcken und ttete 
ihre junge Mannschaft in ihrem Heiligtume mit dem Schwert; er verschonte 
weder Jngling noch Jungfrau, noch Greis und Grauhaarige, - alles gab er 
in seine Gewalt.
2CH 36:18 Auch alle Gerte des Tempels Gottes, gro und klein, samt den 
Schtzen des Tempels Jahwes und den Schtzen des Knigs und seiner 
obersten Beamten - alles brachte er nach Babel.
2CH 36:19 Sie verbrannten den Tempel Gottes, rissen die Mauer Jerusalems 
nieder und scherten alle seine Palste ein, so da alle die kostbaren 
Gerte darin zu Grunde gingen.
2CH 36:20 Und was dem Schwert entronnen war, fhrte er nach Babel in die 
Gefangenschaft, und sie wurden ihm und seinen Shnen unterthan, bis das 
persische Reich zur Herrschaft kam,
2CH 36:21 damit das Wort Jahwes, das er durch den Mund Jeremias geredet, 
in Erfllung ginge, bis das Land seine Ruhezeiten ersetzt bekommen hatte; 
die ganze Zeit hindurch, in der es wste lag, hatte es Ruhe, bis siebzig 
Jahre voll waren.
2CH 36:22 Und im ersten Jahre des Cyrus, des Knigs von Persien, - damit 
das durch den Mund Jeremias ergangene Wort Jahwes in Erfllung ginge, gab 
Jahwe dem Cyrus, dem Knige von Persien, ein, da er in seinem ganzen 
Knigreich und zwar auch schriftlich, folgenden Befehl ergehen lie:
2CH 36:23 So spricht Cyrus, der Knig von Persien: Alle Knigreiche auf 
Erden hat mir Jahwe, der Gott des Himmels, bergeben und er hat mir 
befohlen, ihm zu Jerusalem in Juda einen Tempel zu erbauen. Wer irgend 
unter euch zu seinem Volke gehrt, mit dem sei sein Gott, und er ziehe 
hinauf.
EZR 1:1 Und im ersten Jahre des Cyrus, des Knigs von Persien, - damit das 
aus dem Munde Jeremias ergangene Wort Jahwes in Erfllung ginge - gab 
Jahwe dem Cyrus, dem Knige von Persien, ein, da er in seinem ganzen 
Knigreich, und zwar auch schriftlich, folgenden Befehl ergehen lie:
EZR 1:2 So spricht Cyrus, der Knig von Persien: Alle Knigreiche auf 
Erden hat mir Jahwe, der Gott des Himmels, bergeben und er hat mir 
befohlen, ihm zu Jerusalem in Juda einen Tempel zu erbauen.
EZR 1:3 Wer irgend unter euch zu seinem Volke gehrt, mit dem sei sein 
Gott, und er ziehe hinauf nach Jerusalem in Juda und baue den Tempel 
Jahwes, des Gottes Israels; das ist der Gott, der zu Jerusalem wohnt.
EZR 1:4 Und wer noch brig ist, den sollen an allen Orten, wo er sich 
aufhlt, die Bewohner seines Orts untersttzen mit Silber und mit Gold und 
mit Habe und mit Vieh, neben den freiwilligen Gaben fr den Tempel Gottes 
zu Jerusalem.
EZR 1:5 Da machten sich die Familienhupter von Juda und Benjamin und die 
Priester und die Leviten auf - alle, denen es Gott eingab, hinaufzuziehen, 
um den Tempel Jahwes zu Jerusalem zu bauen.
EZR 1:6 Und alle Leute in ihrer Umgebung untersttzten sie mit silbernen 
Gerten, mit Gold, mit Habe und mit Vieh und Kleinodien, abgesehen von 
allen freiwilligen Spenden.
EZR 1:7 Der Knig Cyrus aber gab die Gefe des Tempels Jahwes heraus, die 
Nebukadnezar aus Jerusalem weggefhrt und in den Tempel seines Gottes 
gethan hatte.
EZR 1:8 Die bergab Cyrus, der Knig von Persien, dem Schatzmeister 
Mithredath; der zhlte sie dem judischen Frsten Sesbazar zu.
EZR 1:9 Und das war ihre Zahl: 30 goldene Becken, 1000 silberne Becken, 29 
Pfannen,
EZR 1:10 30 goldene Becher, .... silberne Becher, 410 anderweitige Becher, 
1000 andere Gerte, -EZR 1:11 im Ganzen 5400 goldene und silberne Gerte. 
Das alles brachte Sesbazar mit herauf, als die Gefangenen von Babel nach 
Jerusalem hinaufgefhrt wurden.
EZR 2:1 Und dies sind die Angehrigen der Provinz Juda, die aus der 
Gefangenschaft der Weggefhrten, die Nebukadnezar, der Knig von Babel, 
nach Babel weggefhrt hatte, heraufzogen und nach Jerusalem in Juda, ein 
jeder in seine Stadt, heimkehrten,
EZR 2:2 die mit Serubabel, Jesua, Nehemia, Seraja, Reelja, Mardochai, 
Bilsan, Mispar, Bigevai, Rehum und Baana kamen. Die Zahl der Mnner des 
Volkes Israel betrug:
EZR 2:3 Die Nachkommen Pareos': 2172.
EZR 2:4 Die Nachkommen Sephatjas: 372.
EZR 2:5 Die Nachkommen Arahs: 775.
EZR 2:6 Die Nachkommen Pahath-Moabs, nmlich die Nachkommen Jesuas und 
Joabs: 2812.
EZR 2:7 Die Nachkommen Elams: 1254.
EZR 2:8 Die Nachkommen Sattus: 945.
EZR 2:9 Die Nachkommen Sakkais: 760.
EZR 2:10 Die Nachkommen Banis: 642.
EZR 2:11 Die Nachkommen Bebais: 623.
EZR 2:12 Die Nachkommen Asgads: 1222.
EZR 2:13 Die Nachkommen Adonikams: 666.
EZR 2:14 Die Nachkommen Bigevais: 2056.
EZR 2:15 Die Nachkommen Adins: 454.
EZR 2:16 Die Nachkommen Aters von Hiskia: 98.
EZR 2:17 Die Nachkommen Bezais: 323.
EZR 2:18 Die Nachkommen Joras: 112.
EZR 2:19 Die Nachkommen Hasums: 223.
EZR 2:20 Die Leute von Gibeon: 95.
EZR 2:21 Die Leute von Bethlehem: 123.
EZR 2:22 Die Mnner von Netopha: 56.
EZR 2:23 Die Mnner von Anathot: 128.
EZR 2:24 Die Leute von Asmaveth: 42.
EZR 2:25 Die Leute von Kirjath Jearim, Kaphira und Beeroth: 743.
EZR 2:26 Die Leute von Rama und Geba: 621.
EZR 2:27 Die Mnner von Michmas: 122.
EZR 2:28 Die Mnner von Bethel und Ai: 223.
EZR 2:29 Die Leute von Nebo: 52.
EZR 2:30 Die Nachkommen Magbis': 156.
EZR 2:31 Die Nachkommen des anderen Elam: 1254.
EZR 2:32 Die Nachkommen Harims: 320.
EZR 2:33 Die Leute von Lod, Hadid und Ono: 725.
EZR 2:34 Die Leute von Jericho: 345.
EZR 2:35 Die Leute von Senaa: 3630.
EZR 2:36 Die Priester: die Nachkommen Jedajas, vom Hause Jesuas: 973.
EZR 2:37 Die Nachkommen Immers: 1052.
EZR 2:38 Die Nachkommen Pashurs: 1247.
EZR 2:39 Die Nachkommen Harims: 1017.
EZR 2:40 Die Leviten: die Nachkommen Jesuas und Kadmiels, von den 
Nachkommen Hodavjas: 74.
EZR 2:41 Die Snger: die Nachkommen Asaphs: 128.
EZR 2:42 Die Thorhter: die Nachkommen Sallums, die Nachkommen Aters, die 
Nachkommen Talmons, die Nachkommen Akkubs, die Nachkommen Hatitas, die 
Nachkommen Sobais, zusammen 139.
EZR 2:43 Die Tempeldiener: die Nachkommen Zihas, die Nachkommen Hasuphas, 
die Nachkommen Tabbaoths,
EZR 2:44 die Nachkommen Keros', die Nachkommen Siehas, die Nachkommen 
Padons,
EZR 2:45 die Nachkommen Lebanas, die Nachkommen Hagabas, die Nachkommen 
Akkubs,
EZR 2:46 die Nachkommen Hagabs, die Nachkommen Salmais, die Nachkommen 
Hanans,
EZR 2:47 die Nachkommen Giddels, die Nachkommen Gahars, die Nachkommen 
Reajas,
EZR 2:48 die Nachkommen Rezins, die Nachkommen Nekodas, die Nachkommen 
Gasams,
EZR 2:49 die Nachkommen Usas, die Nachkommen Paseahs, die Nachkommen 
Besais,
EZR 2:50 die Nachkommen Asnas, die Nachkommen der Meuniter, die Nachkommen 
der Nephisiter,
EZR 2:51 die Nachkommen Bakbuks, die Nachkommen Hakuphas, die Nachkommen 
Harhurs,
EZR 2:52 die Nachkommen Bazeluths, die Nachkommen Mehidas, die Nachkommen 
Harsas,
EZR 2:53 die Nachkommen Barkos',
EZR 2:54 die Nachkommen Hatiphas.
EZR 2:55 Die Nachkommen der Sklaven Salomos: die Nachkommen Sotais, die 
Nachkommen Sophereths, die Nachkommen Prudas,
EZR 2:56 die Nachkommen Jaelas, die Nachkommen Darkons, die Nachkommen 
Giddels,
EZR 2:57 die Nachkommen Sephatjas, die Nachkommen Hattils, die Nachkommen 
des Pochereth-Hazzebaim, die Nachkommen Amis,
EZR 2:58 smtliche Tempeldiener und Nachkommen der Sklaven Salomos: 392.
EZR 2:59 Und diese sind des, die aus Tel-Melah, Tel-Harsa, Cherub, Addan, 
Immer heraufzogen, ohne da sie ihre Familie und ihre Abstammung angeben 
konnten, ob sie aus Israel stammten:
EZR 2:60 die Nachkommen Delajas, die Nachkommen Tobias, die Nachkommen 
Nekodas: 652.
EZR 2:61 Und von den Nachkommen der Priester, die Nachkommen Habajas, die 
Nachkommen Hakkoz', die Nachkommen Barsillais, der eine von den Tchtern 
des Gileaditers Barsillai geheiratet hatte und nach ihrem Namen genannt 
wurde.
EZR 2:62 Diese suchten ihre Geschlechtsverzeichnisse, aber sie waren nicht 
zu finden, daher wurden sie vom Priestertum ausgeschlossen.
EZR 2:63 Und der Statthalter verbot ihnen, vom Hochheiligen zu essen, bis 
wieder ein Priester fr die Handhabung der Urim und Tummim erstehen wrde.
EZR 2:64 Die ganze Gemeinde betrug zusammen 42360,
EZR 2:65 ungerechnet ihre Sklaven und Sklavinnen; deren gab es 7337 und 
dazu kamen 200 Snger und Sngerinnen.
EZR 2:66 Rosse hatten sie: 736, Maultiere: 245,
EZR 2:67 Kamele: 435, Esel: 6720.
EZR 2:68 Und einige von den Familienhuptern spendeten, als sie zum Tempel 
Jahwes in Jerusalem gelangt waren, freiwillige Gaben fr den Tempel 
Gottes, um ihn an seiner Sttte wieder aufzurichten.
EZR 2:69 Je nach ihrem Vermgen gaben sie zum Schatze fr den 
Tempeldienst, an Gold 61000 Drachmen und an Silber 5000 Minen, dazu 
hundert Priesterrcke.
EZR 2:70 Und so wohnten die Priester und die Leviten und ein Teil des 
Volks und die Snger und die Thorhter und die Tempeldiener in ihren 
Stdten.
EZR 3:1 Als aber der siebente Monat herankam, whrend die Israeliten in 
den Stdten waren, versammelte sich das Volk wie ein Mann nach Jerusalem.
EZR 3:2 Da gingen Jesua, der Sohn Jozadaks, und seine Brder, die 
Priester, und Serubabel, der Sohn Sealthels, und seine Brder, daran, den 
Altar des Gottes Israels wieder aufzubauen, um Brandopfer auf ihm 
darzubringen, gem dem, was im Gesetze Moses, des Mannes Gottes, 
vorgeschrieben ist.
EZR 3:3 Und zwar richteten sie den Altar auf seiner alten Stelle auf, da 
sie von Schrecken vor den Bewohnern des Landes ergriffen waren, und 
brachten Jahwe Brandopfer auf ihm dar, Brandopfer fr den Morgen und fr 
den Abend.
EZR 3:4 Und sie begingen das Laubhttenfest, wie es vorgeschrieben ist, 
und brachten Tag fr Tag Brandopfer nach der gesetzlichen Zahl, der 
Ordnung gem, wie es sich fr jeden Tag gehrt;
EZR 3:5 und darnach die regelmigen Brandopfer und die fr die Neumonde 
und fr alle die geheiligten Festzeiten Jahwes, und die Opfer von einem 
jeden, der Jahwe eine freiwillige Gabe darbrachte.
EZR 3:6 Vom ersten Tage des siebenten Monats an begannen sie, Jahwe 
Brandopfer darzubringen, ohne da noch zum Tempel Jahwes der Grund gelegt 
war.
EZR 3:7 Und sie gaben den Steinhauern und Zimmerleuten Geld und den 
Sidoniern und Tyriern Speise und Trank und l, damit sie Cedernstmme vom 
Libanon auf das Meer nach Japho brchten, gem der Ermchtigung von 
seiten des Cyrus, des Knigs von Persien.
EZR 3:8 Und im zweiten Jahre nach ihrer Ankunft beim Tempel Gottes zu 
Jerusalem, im zweiten Monate, begannen Serubabel, der Sohn Sealthels, und 
Jesua, der Sohn Jozadaks, und ihre brigen Brder, die Priester und die 
Leviten, und alle, die sonst aus der Gefangenschaft nach Jerusalem gelangt 
waren, die Leviten von zwanzig Jahren und darber zur Beaufsichtigung der 
Arbeiten am Tempel Jahwes zu bestellen.
EZR 3:9 Und so traten Jesua, seine Shne und seine Brder, Kadmiel und 
seine Shne, die Shne Hodavjas, die Shne Hanadads, sowie ihre Shne und 
ihre Brder, die Leviten, einmtig ihren Dienst an, um die, welche die 
Arbeiten am Tempel Gottes ausfhrten, zu beaufsichtigen.
EZR 3:10 Und als die Bauleute den Grund zum Tempel Jahwes legten, da 
stellten sich die Priester in Amtskleidung auf mit Trompeten und die 
Leviten, die Nachkommen Asaphs, mit Cymbeln, um Jahwe zu preisen nach der 
Anordnung Davids, des Knigs von Israel.
EZR 3:11 Und sie stimmten an mit Lobpreis und mit Danksagung gegen Jahwe, 
da er gtig ist, da seine Gnade ewig ber Israel waltet. Und das ganze 
Volk erhob ein lautes Jubelgeschrei, indem es Jahwe dafr pries, da nun 
der Grund zum Tempel Jahwes gelegt war.
EZR 3:12 Viele aber von den Priestern und den Leviten und den 
Familienhuptern - die Greise, die den frheren Tempel gesehen hatten, - 
weinten laut, als man vor ihren Augen den Grund zu diesem Hause legte, 
whrend viele andere in Jubel und Freude ihre Stimme erhoben.
EZR 3:13 Und das Volk konnte den lauten Jubelschall nicht von dem lauten 
Weinen im Volk unterscheiden; denn das Volk erhob ein groes 
Jubelgeschrei, und der Schall war weithin zu hren.
EZR 4:1 Als aber die Widersacher Judas und Benjamins hrten, da die aus 
der Gefangenschaft Zurckgekehrten Jahwe, dem Gott Israels, einen Tempel 
bauten,
EZR 4:2 da traten sie herzu zu Serubabel und zu den Familienhuptern und 
sprachen zu ihnen: Wir wollen mit euch bauen, denn gleich euch suchen wir 
euren Gott und ihm opfern wir seit den Tagen Assarhaddons, des Knigs von 
Assyrien, der uns hierher gebracht hat.
EZR 4:3 Serubabel aber und Jesua und die brigen israelitischen 
Familienhupter sprachen zu ihnen: Wir haben nichts mit euch zu schaffen, 
da wir mit euch zusammen unserem Gott einen Tempel bauen sollten, sondern 
wir fr uns wollen Jahwe, dem Gott Israels, bauen, wie uns der Knig 
Cyrus, der Knig von Persien, befohlen hat.
EZR 4:4 Da brachten es die Bewohner des Landes dahin, da die Bewohner 
Judas die Hnde sinken lieen, und schreckten sie vom Bauen ab
EZR 4:5 und dingten Sachwalter gegen sie, um ihre Absicht zu vereiteln, so 
lange als Cyrus, der Knig von Persien, lebte, und bis zur Regierung des 
Darius, des Knigs von Persien.
EZR 4:6 Und whrend der Regierung des Ahasveros, im Anfange seiner 
Regierung, schrieben Bislam, Mithredath, Tabeel und seine brigen Genossen 
eine Anklageschrift gegen die Bewohner von Juda und Jerusalem.
EZR 4:7 Unter der Regierung Arthahsasthas aber schrieben Rehum, der 
Befehlshaber, und Simsai, der Schreiber, einen Brief gegen die Bewohner 
von Jerusalem an Arthahsastha, den Knig von Persien, folgenden Inhalts.
EZR 4:8 Der Brief war persisich geschrieben und ins Aramische bersetzt.
EZR 4:9 Rehum, der Befehlshaber, und Simsai, der Schreiber, und ihre 
brigen Genossen, die Diner, Apharsathecher, Tarpeler, Apharser, 
Arkever, Babylonier, Susancher, Deher, Elamiter
EZR 4:10 und die brigen Vlker, die der groe und erlauchte Asnappar aus 
ihrer Heimat weggefhrt und in der Stadt Samarien und in den brigen 
Gebieten jenseits des Euphratstroms angesiedelt hat, und so weiter.
EZR 4:11 Dies ist der Inhalt des Briefs, den sie an den Knig Arthahsastha 
sandten: Deine Knechte, die Mnner im Gebiete jenseits des Stroms, und so 
weiter.
EZR 4:12 Kund sei dem Knige, da die Juden, die von dir heraufgezogen 
sind, zu uns, nach Jerusalem, gelangt sind. Sie sind im Begriff, die 
aufrhrerische und bse Stadt wieder aufzubauen und die Mauern zu 
vollenden, und die Fundamente graben sie bereits aus.
EZR 4:13 So sei nun dem Knige kund, da sie, wenn erst diese Stadt wieder 
aufgebaut und ihre Mauern vollendet sein werden, keine Steuern, Abgaben 
und Wegegelder mehr entrichten und so das Einkommen der Knige 
beeintrchtigen werden.
EZR 4:14 Da wir nun aber das Salz des kniglichen Palastes essen und 
deshalb die Schdigung des Knigs nicht mit ansehen drfen, darum senden 
wir und thun es dem Knige kund,
EZR 4:15 damit man nachforsche im Buche der Denkwrdigkeiten aus der Zeit 
deiner Ahnen; so wirst du im Buche der Denkwrdigkeiten finden und 
erfahren, da diese Stadt eine aufrhrerische und Knigen wie Provinzen 
schdliche Stadt ist, und da man seit uralten Zeiten Aufruhr in ihr 
angestiftet hat; deshalb ist diese Stadt auch zerstrt worden.
EZR 4:16 Wir thun dem Knige kund, da du, wenn diese Stadt wieder 
aufgebaut und ihre Mauern vollendet werden, eben deshalb an dem Gebiete 
jenseits des Stroms keinen Anteil mehr haben wirst.
EZR 4:17 Folgenden Erla sandte der Knig an Rehum, den Befehlshaber, und 
Simsai, den Schreiber, und ihre brigen Genossen, die in Samarien und dem 
brigen Gebiete jenseits des Stromes wohnten: Heil! und so weiter.
EZR 4:18 Der Brief, den ihr an uns gesandt habt, ist mir deutlich 
vorgelesen worden.
EZR 4:19 Und nachdem ich Befehl erteilt, hat man nachgeforscht und 
gefunden, da sich diese Stadt seit uralten Zeiten gegen die Knige 
aufgelehnt hat, und da Aufruhr und Emprung in ihr angestiftet ward.
EZR 4:20 Und mchtige Knige haben ber Jerusalem geherrscht und ihre 
Macht ber das ganze Gebiet jenseits des Stroms ausgedehnt, indem ihnen 
Steuer, Abgabe und Wegegeld entrichtet wurde.
EZR 4:21 So erteilt nun Befehl, da diese Mnner ihre Arbeit einstellen, 
damit diese Stadt nicht aufgebaut werde, bis von mir Befehl erteilt werden 
wird.
EZR 4:22 Und seid auf eurer Hut, da ihr euch hierbei keine Versumnis zu 
Schulden kommen lat, damit nicht groer Schaden daraus erwachse zum 
Nachteil der Knige!
EZR 4:23 Sobald nun der Inhalt des Briefs des Knigs Arthahsastha Rehum 
und Simsai, dem Schreiber, und ihren Genossen vorgelesen worden war, zogen 
sie in Eile nach Jerusalem zu den Juden und ntigten sie unter Anwendung 
von Gewalt zur Einstellung der Arbeit.
EZR 4:24 Damals wurde die Arbeit am Tempel Gottes zu Jerusalem eingestellt 
und blieb eingestellt bis zum zweiten Jahre der Regierung des Darius, des 
Knigs von Persien.
EZR 5:1 Es weissagten aber der Prophet Haggai und der Prophet Sacharja, 
der Sohn Iddos, den Judern in Juda und Jerusalem im Namen des Gottes 
Israels, der ber ihnen waltete.
EZR 5:2 Da gingen Serubabel, der Sohn Sealthels, und Jesua, der Sohn 
Jozadaks, daran, den Bau des Tempels Gottes zu Jerusalem zu beginnen, und 
mit ihnen waren die Propheten Gottes und untersttzten sie.
EZR 5:3 Zu der Zeit kamen zu ihnen Thathnai, der Statthalter des Gebiets 
jenseits des Stroms, und Sthar Bosnai und ihre Genossen und sprachen also 
zu ihnen: Wer hat euch Erlaubnis gegeben, diesen Tempel zu bauen und diese 
Mauern zu vollenden?
EZR 5:4 Sodann sprachen sie also zu ihnen: Welches sind die Namen der 
Mnner, die diesen Bau ausfhren?
EZR 5:5 Aber das Auge ihres Gottes wachte ber den Vornehmen der Juden, so 
da man ihnen nicht Einhalt that, bis die Angelegenheit an Darius gelangt, 
und der schriftliche Bescheid darber zurckgekommen sein wrde. -EZR 5:6 
Inhalt des Briefs, den Thathnai, der Statthalter des Gebiets jenseits des 
Stroms, und Sthar Bosnai und seine Genossen, die Apharsecher, die in dem 
Gebiete jenseits des Stroms wohnten, an den Knig Darius sandten, -EZR 5:7 
Bericht sandten sie an ihn und also stand darin geschrieben -: Dem Knige 
Darius alles Heil!
EZR 5:8 Kund sei dem Knige, da wir uns nach der Provinz Juda zum Tempel 
des groen Gottes begeben haben; derselbe wird aus Quadersteinen erbaut, 
und Geblk in seine Wnde eingesetzt, und diese Arbeit wird mit Eifer 
betrieben und geht unter ihren Hnden gut von statten.
EZR 5:9 Da haben wir ihre Vornehmen gefragt - folgendermaen sprachen wir 
zu ihnen: Wer hat euch Erlaubnis gegeben, diesen Tempel zu bauen und diese 
Mauern zu vollenden?
EZR 5:10 Und auch nach ihren Namen fragten wir sie, um dich in Kenntnis zu 
setzen, indem wir dir die Namen der Mnner schrieben, die an ihrer Spitze 
stehen.
EZR 5:11 Und folgendermaen gaben sie uns Bescheid: Wir sind Knechte des 
Gottes des Himmels und der Erde und bauen den Tempel wieder auf, der viele 
Jahre vor unserer Zeit gebaut war, indem ihn ein groer Knig von Israel 
gebaut und vollendet hat.
EZR 5:12 Weil jedoch unsere Vter den Gott des Himmels erzrnt hatten, gab 
er sie in die Gewalt Nebukadnezars, des Knigs von Babel, des Chalders; 
der hat diesen Tempel zerstrt und das Volk nach Babel weggefhrt.
EZR 5:13 Aber im ersten Jahres des Cyrus, des Knigs von Babel, gab der 
Knig Cyrus Erlaubnis, diesen Tempel Gottes wieder aufzubauen.
EZR 5:14 Auch die goldenen und silbernen Gerte des Tempels Gottes, die 
Nebukadnezar aus dem Tempel in Jerusalem weggefhrt und in den Tempel zu 
Babel gebracht hatte, gab der Knig Cyrus aus dem Tempel zu Babel heraus, 
und sie wurden dem von ihm eingesetzten Statthalter Namens Sesbazar 
bergeben.
EZR 5:15 Und er gebot ihm: Nimm diese Gerte, ziehe hin und lege sie im 
Tempel zu Jerusalem nieder; und der Tempel Gottes soll wieder aufgebaut 
werden an seiner frheren Stelle.
EZR 5:16 Alsdann kam dieser Sesbazar, legte den Grund zum Tempel Gottes in 
Jerusalem, und seit dieser Zeit und bis jetzt baut man daran, und noch ist 
er nicht vollendet.
EZR 5:17 Und nun, wenn es dem Knige recht ist, mge man im kniglichen 
Schatzhause dort in Babel nachforschen, ob es sich so verhlt, da vom 
Knig Cyrus die Erlaubnis erteilt worden ist, diesen Tempel Gottes zu 
Jerusalem zu bauen; und der Knig wolle uns seine Willensmeinung in dieser 
Sache zukommen lassen.
EZR 6:1 Da gab der Knig Darius Auftrag, im Archiv, woselbst man in Babel 
auch die Schtze niederzulegen pflegte, nachzuforschen,
EZR 6:2 und es fand sich in der Burg zu Ahmetha, das in der Provinz Medien 
liegt, eine Schriftrolle; in der stand folgendes: Denkwrdigkeit.
EZR 6:3 Im ersten Jahre des Knigs Cyrus erlie der Knig Cyrus folgenden 
Befehl: Der Tempel Gottes zu Jerusalem - dieser Tempel soll wieder 
aufgebaut werden, als eine Sttte, wo man Opfer bringt, und seine 
Fundamente sollen wieder Mauern tragen. Seine Hhe soll sechzig Ellen 
betragen und seine Breite sechzig Ellen.
EZR 6:4 Der Schichten von Quadersteinen sollen drei sein und eine Schicht 
von Geblk; und die Kosten sollen aus dem kniglichen Palaste bestritten 
werden.
EZR 6:5 Dazu sollen auch die goldenen und silbernen Gerte des Tempels 
Gottes, die Nebukadnezar aus dem Tempel zu Jerusalem weggefhrt und nach 
Babel gebracht hat, zurckgegeben werden, da jedes wieder in den Tempel 
zu Jerusalem an seinen Ort komme, und du sollst sie im Tempel Gottes 
niederlegen.
EZR 6:6 So mgt ihr denn also - Thathnai, Statthalter des Gebiets jenseits 
des Stroms, und Sthar Bosnai und ihre Genossen, die Apharsecher, im 
Gebiete jenseits des Stroms - euch von dort fernhalten.
EZR 6:7 Lat die Arbeit an diesem Tempel Gottes gewhren; der Statthalter 
der Juden und die Vornehmen der Juden mgen diesen Tempel Gottes auf 
seiner frheren Stelle wieder aufbauen.
EZR 6:8 Und von mir ist Befehl ergangen in betreff dessen, was ihr diesen 
Vornehmen der Juden fr den Bau dieses Tempels Gottes anweisen sollt. Und 
zwar sollen diesen Mnnern von den kniglichen Einknften aus den Steuern 
des Gebiets jenseits des Flusses die Kosten genau erstattet werden - ohne 
Versumnis!
EZR 6:9 Und was man ntig hat, sowohl junge Stiere als auch Widder und 
Lmmer zu Brandopfern fr den Gott des Himmels, Weizen, Salz, Wein und l, 
soll ihnen nach der Angabe der Priester zu Jerusalem Tag fr Tag 
ungeschmlert gegeben werden,
EZR 6:10 damit sie dem Gotte des Himmels Opfer lieblichen Geruchs 
darbringen und fr das Leben des Knigs und seiner Shne beten.
EZR 6:11 Und von mir ist Befehl ergangen, da, wenn irgend jemand diesen 
Erla abndern sollte, ein Balken aus seinem Hause herausgerissen, und er 
an ihm gekreuzigt werden soll; sein Haus aber soll dieserhalb zu einem 
Misthaufen gemacht werden.
EZR 6:12 Der Gott aber, der seinen Namen dort wohnen lt, strze alle 
Knige und Vlker, die etwa ihre Hand ausstrecken, um diesen Erla 
abzundern oder um diesen Tempel Gottes zu Jerusalem zu zerstren. Ich, 
Darius, habe Befehl gegeben; mit Sorgfalt werde er ausgefhrt!
EZR 6:13 Da verfuhren Thathnai, der Statthalter des Gebiets jenseits des 
Stroms, und Sthar Bosnai und ihre Genossen sorgfltig nach dem Bescheid, 
den der Knig Darius in der angegebenen Weise gesandt hatte.
EZR 6:14 Und die Vornehmen der Juden bauten und kamen vorwrts unter 
Beihilfe der Weissagung der Propheten Haggai und Sacharjas, des Sohnes 
Iddos. Und so vollendeten sie den Bau infolge des Befehls des Gottes 
Israels und infolge des Befehls des Cyrus und des Darius und des 
Arthahsastha, des Knigs von Persien.
EZR 6:15 Es wurde aber dieser Tempel vollendet bis zum dritten Tage des 
Monats Adar, und zwar war es das sechste Jahr der Regierung des Knigs 
Darius.
EZR 6:16 Und die Israeliten - die Priester und die Leviten und die brigen 
aus der Gefangenschaft Zurckgekehrten - begingen die Einweihung dieses 
Tempels Gottes mit groer Freude.
EZR 6:17 Und sie opferten zur Einweihung dieses Tempels Gottes hundert 
Stiere, zweihundert Widder, vierhundert Lmmer, und zum Sndopfer fr ganz 
Israel zwlf Ziegenbcke, nach der Zahl der Stmme Israels.
EZR 6:18 Und sie bestellten die Priester nach ihren Klassen und die 
Leviten nach ihren Abteilungen zum Dienste Gottes zu Jerusalem, gem der 
Vorschrift des Buches Moses.
EZR 6:19 Und die aus der Gefangenschaft Zurckgekehrten begingen das 
Passah am vierzehnten des ersten Monats.
EZR 6:20 Denn die Priester und die Leviten hatten sich insgesamt 
gereinigt; alle waren rein. Und so schlachteten sie das Passah fr alle 
aus der Gefangenschaft Zurckgekehrten und fr ihre Brder, die Priester, 
und fr sich selbst.
EZR 6:21 Da aen es die Israeliten, die aus der Gefangenschaft heimgekehrt 
waren, und alle, die sich von der Unreinigkeit der heidnischen Bewohner 
des Landes zu ihnen abgesondert hatten, um Jahwe, den Gott Israels, zu 
suchen.
EZR 6:22 Und so begingen sie das Fest der ungesuerten Brote sieben Tage 
mit Freuden; denn Jahwe hatte ihnen Freude zu teil werden lassen, indem er 
ihnen das Herz des Knigs von Assyrien zuwandte, so da er sie bei den 
Arbeiten am Tempel Gottes, des Gottes Israels, untersttzte.
EZR 7:1 Nach diesen Begebenheiten aber zog unter der Regierung 
Arthahsasthas, des Knigs von Persien, Esra, der Sohn Serajas, des Sohnes 
Asarjas, des Sohnes Hilkias,
EZR 7:2 des Sohnes Sallums, des Sohnes Zadoks, des Sohnes Ahitobs,
EZR 7:3 des Sohnes Amarjas, des Sohnes Asarjas, des Sohnes Merajoths,
EZR 7:4 des Sohnes Serahjas, des Sohnes Ussis, des Sohnes Bulkis,
EZR 7:5 des Sohnes Abisuas, des Sohnes Pinehas', des Sohnes Eleasars, des 
Sohnes Aarons, des Hohenpriesters, -EZR 7:6 eben dieser Esra zog herauf 
von Babel. Er war aber ein Schriftgelehrter, kundig des Gesetzes Moses, 
das Jahwe, der Gott Israels, gegeben hat; und der Knig gewhrte ihm, da 
die Hand Jahwes, seines Gottes, ber ihm waltete, all' sein Begehren.
EZR 7:7 Und verschiedene von den Israeliten und den Priestern, den 
Leviten, den Sngern, Thorhtern und Tempeldienern zogen mit ihm nach 
Jerusalem, im siebenten Jahre des Knigs Arthahsastha.
EZR 7:8 Und er gelangte nach Jerusalem im fnften Monat, und zwar war es 
das siebente Jahr des Knigs.
EZR 7:9 Denn am ersten Tage des ersten Monats ordnete er den Aufbruch von 
Babel an und am ersten Tage des fnften Monats gelangte er nach Jerusalem, 
da die Hand seines Gottes gndig ber ihm waltete.
EZR 7:10 Denn Esra hatte seinen Sinn darauf gerichtet, im Gesetze Jahwes 
zu forschen und es zu erfllen und in Israel Satzung und Recht zu lehren.
EZR 7:11 Und folgendes ist der Inhalt des Briefs, den der Knig 
Arthahsastha dem Priester Esra, dem Schriftgelehrten, der des Wortlauts 
der Gebote und Satzungen Jahwes an Israel kundig war, gegeben hatte:
EZR 7:12 Arthahsastha, der Knig der Knige, an Esra, den Priester und 
Schreiber des Gesetzes des Gottes des Himmels - in bekannter Weise 
ausgefertigt, und so weiter.
EZR 7:13 Von mir ist Befehl ergangen, da jeder, der in meinem Reiche von 
dem Volk Israel und seinen Priestern und Leviten willens ist, nach 
Jerusalem zu ziehen, mit dir ziehen soll,
EZR 7:14 da du vom Knig und seinen sieben Rten gesandt bist, um auf 
Grund des Gesetzes deines Gottes, das in deiner Hand ist, eine 
Untersuchung ber Juda und Jerusalem anzustellen
EZR 7:15 und das Silber und das Gold hinzubringen, das der Knig und seine 
Rte aus freiem Entschlusse fr den Gott Israels, dessen Wohnung zu 
Jerusalem ist, bewilligt haben,
EZR 7:16 sowie alles Silber und Gold, das du in der ganzen Provinz Babel 
bekommen wirst, samt den freiwilligen Spenden des jdischen Volks und der 
Priester, indem auch sie freiwillige Gaben fr den Tempel ihres Gottes zu 
Jerusalem spenden.
EZR 7:17 Demgem sollst du fr dieses Geld gewissenhaft Stiere, Widder, 
Lmmer und die zu ihnen gehrenden Speis- und Trankopfer einkaufen und sie 
auf dem Altar des Tempels eures Gottes zu Jerusalem darbringen.
EZR 7:18 Und was dir und deinen Brdern mit dem brigen Silber und Gold zu 
thun recht scheint, das mgt ihr gem dem Willen eures Gottes thun.
EZR 7:19 Die Gerte aber, die man dir zum Dienst im Tempel deines Gottes 
einhndigt, liefere vollstndig vor dem Gotte zu Jerusalem ab.
EZR 7:20 Und was du sonst noch an Bedrfnissen fr den Tempel deines 
Gottes zu bestreiten haben solltest, das magst du aus dem kniglichen 
Schatzhause bestreiten.
EZR 7:21 Und von mir, dem Knige Arthahsastha, ist an alle Schatzmeister 
im Gebiete jenseits des Stroms Befehl ergangen: Alles, was der Priester 
Esra, der Schreiber des Gesetzes des Gottes des Himmels, von euch 
verlangen wird, das soll gewissenhaft ausgefhrt werden,
EZR 7:22 bis zu hundert Talenten Silber und bis zu hundert Kor Weizen und 
bis zu hundert Bath Wein und bis zu hundert Bath l, und Salz ohne 
Einschrnkung.
EZR 7:23 Alles, was infolge des Befehls des Gottes des Himmels ntig ist, 
soll pnktlich fr den Tempel des Gottes des Himmels ausgefhrt werden, 
damit nicht das Reich des Knigs und seiner Shne ein Zorn treffe.
EZR 7:24 Euch aber wird kund gethan, da niemand berechtigt sein soll, 
irgend einem Priester oder Leviten, Snger, Thrhter, Tempeldiener oder 
Arbeiter an diesem Tempel Gottes Steuer, Abgabe und Wegegeld aufzuerlegen.
EZR 7:25 Und du, Esra, bestelle kraft der Weisheit deines Gottes, die in 
deiner Hand ist, Richter und Sachwalter, damit sie allem Volk im Gebiete 
jenseits des Stromes Recht sprechen, - denen, die die Gesetze deines 
Gottes kennen; und wer sie nicht kennt, den sollt ihr belehren.
EZR 7:26 ber jeden aber, der das Gesetz deines Gottes und das Gesetz des 
Knigs nicht befolgt, soll gewissenhaft Gericht gehalten werden, sei es 
zum Tod oder zur Verbannung oder zu Geldbue und zur Einkerkerung.
EZR 7:27 Gepriesen sei Jahwe, der Gott unserer Vter, der dem Knige 
solches in den Sinn gegeben hat, den Tempel Jahwes in Jerusalem zu 
verherrlichen,
EZR 7:28 und der es gefgt hat, da ich vor dem Knig und seinen Rten und 
vor allen den gewaltigen Frsten des Knigs Gnade fand! Und ich fate Mut, 
da ja die Hand Jahwes, meines Gottes, ber mir waltete, und so versammelte 
ich israelitische Familienhupter, da sie mit mir hinaufzgen.
EZR 8:1 Und dies sind ihre Familienhupter - samt den in ihrem Geschlechte 
Verzeichneten -, die unter der Regierung des Knigs Arthahsastha mit mir 
aus Babel heraufzogen.
EZR 8:2 Von den Nachkommen des Pinehas: Gersom. Von den Nachkommen 
Ithamars: Daniel. Von den Nachkommen Davids: Hattus,
EZR 8:3 der Sohn Sechanjas. Von den Nachkommen Pareos': Sacharja, und mit 
ihm verzeichnet an Mannspersonen 150.
EZR 8:4 Von den Nachkommen Pahath-Moabs: Eljehonai, der Sohn Serahjas, 
und mit ihm 200 Mannspersonen.
EZR 8:5 Von den Nachkommen Sattus: Sechanja, der Sohn Jehasels, und mit 
ihm 300 Mannspersonen.
EZR 8:6 Von den Nachkommen Adins: Ebed, der Sohn Jonathans, und mit ihm 50 
Mannspersonen.
EZR 8:7 Von den Nachkommen Elams: Jesaja, der Sohn Athaljas, und mit ihm 
70 Mannspersonen.
EZR 8:8 Von den Nachkommen Sephatjas: Sebadja, der Sohn Michals, und mit 
ihm 80 Mannspersonen.
EZR 8:9 Von den Nachkommen Joabs: Obadja, der Sohn Jehiels, und mit ihm 
218 Mannspersonen.
EZR 8:10 Von den Nachkommen Banis: Selomith, der Sohn Josiphjas, und mit 
ihm 160 Mannspersonen.
EZR 8:11 Von den Nachkommen Bebais: Sacharja, der Sohn Bebais, und mit ihm 
28 Mannspersonen.
EZR 8:12 Von den Nachkommen Asgads: Johanan, der Sohn Hakkatans, und mit 
ihm 110 Mannspersonen.
EZR 8:13 Von den Nachkommen Adonikams: Sptlinge, und zwar mit Namen: 
Eliphelet, Jeel und Semaja, und mit ihnen 60 Mannspersonen.
EZR 8:14 Von den Nachkommen Bigevais: Uthai und Sabbud, und mit ihnen 70 
Mannspersonen.
EZR 8:15 Und ich versammelte sie an dem Flusse, der nach Ahawa hinfliet, 
und wir lagerten dort drei Tage. Als ich aber das Volk und die Priester 
nher in Augenschein nahm, fand ich keinen von den Leviten dort.
EZR 8:16 Da entsandte ich Eleser, Arel, Semaja, Elnathan, Jarib, 
Elnathan, Nathan, Sacharja und Mesullam, smtlich Hupter, und Jojarib und 
Elnathan, beides Lehrer,
EZR 8:17 und beorderte sie an Iddo, das Haupt, in der Ortschaft Kasiphja 
und legte ihnen in den Mund, was sie Iddo, seinen Brdern und den 
Tempeldienern in der Ortschaft Kasiphja wrtlich ausrichten sollten, um 
uns Diener fr den Tempel unseres Gottes zuzufhren.
EZR 8:18 Und da die Hand unseres Gottes gndig ber uns waltete, brachten 
sie uns einen einsichtigen Mann von den Nachkommen Mahelis, des Sohnes 
Levis, des Sohnes Israels, und zwar Serebja mit seinen Shnen und Brdern, 
zusammen achtzehn,
EZR 8:19 und Hosabja und mit ihm Jesaja von den Nachkommen Meraris, seine 
Brder und ihre Shne, zusammen zwanzig;
EZR 8:20 und von den Tempeldienern, die David und seine Obersten zur 
Bedienung der Leviten hergegeben hatten: 220 Tempeldiener; sie alle sind 
mit Namen angegeben.
EZR 8:21 Und ich lie dort am Flusse Ahawa ein Fasten ausrufen, damit wir 
uns vor unserem Gotte demtigten, um glckliche Reise fr uns und unsere 
Kinder und alle unsere Habe von ihm zu erbitten.
EZR 8:22 Denn ich schmte mich, vom Knige Heeresmacht und Reiter zu 
verlangen, damit sie uns auf dem Wege vor Feinden schtzten. Denn wir 
hatten dem Knige gesagt: Unseres Gottes Hand waltet ber allen, die ihn 
suchen, zu ihrem Besten; aber sein machtvoller Zorn wendet sich gegen 
alle, die von ihm abfallen.
EZR 8:23 Und so fasteten wir und baten unseren Gott dieserhalb um 
Erhrung, und er lie sich von uns erbitten.
EZR 8:24 Hierauf erwhlte ich zwlf aus den Obersten der Priester und 
Serebja, Hasabja und mit ihnen zehn von ihren Brdern,
EZR 8:25 und wog ihnen das Silber und das Gold und die Gefe dar - die 
Weihgeschenke fr den Tempel unseres Gottes, die der Knig und seine Rte 
und seine Obersten und alle Israeliten, die sich dort befanden, gestiftet 
hatten.
EZR 8:26 Und so wog ich ihnen in ihre Hnde dar: 650 Talente Silber; 
hundert silberne Gefe im Werte von .... Talenten; an Gold: hundert 
Talente;
EZR 8:27 dazu zwanzig goldene Becher im Werte von tausend Drachmen und 
zwei Gefe von feinem, goldglnzendem Erz, so kostbar wie Gold.
EZR 8:28 Und ich sprach zu ihnen: Ihr seid Jahwe heilig, und die Gerte 
sind heilig, und das Silber und das Gold sind eine freiwillige Spende fr 
Jahwe, den Gott eurer Vter.
EZR 8:29 So verwahrt es denn sorgsam, bis ihr es vor den Obersten der 
Priester und der Leviten und den Familien-Obersten Israels in Jerusalem, 
in die Zellen des Tempels Jahwes darwgt!
EZR 8:30 Da bernahmen die Priester und die Leviten das Silber und das 
Gold und die Gefe nach dem Gewicht, um es nach Jerusalem, zum Tempel 
unseres Gottes zu bringen.
EZR 8:31 Da brachen wir auf vom Flusse Ahawa am zwlften Tage des ersten 
Monats, um nach Jerusalem zu ziehen, und die Hand unseres Gottes waltete 
ber uns, so da er uns aus der Gewalt der Feinde und Wegelagerer 
errettete.
EZR 8:32 Und so gelangten wir nach Jerusalem und verweilten dort drei Tage.
EZR 8:33 Am vierten Tag aber wurde das Silber und das Gold und die Gerte 
im Tempel unseres Gottes dargewogen in die Hnde des Priesters Meremoth, 
des Sohnes Urias, - und bei ihm war Eleasar, der Sohn Pinehas', und diesen 
wieder waren zugesellt die Leviten Josabad, der Sohn Jesuas, und Noadja, 
der Sohn Binnuis -EZR 8:34 insgesamt nach Zahl und Gewicht dargewogen; und 
das gesamte Gewicht wurde damals aufgeschrieben.
EZR 8:35 Die aus der Gefangenschaft Angelangten brachten dem Gott Israels 
Brandopfer dar: 12 Stiere fr ganz Israel, 96 Widder, 77 Lmmer, 12 Bcke 
zum Sndopfer - alles als Brandopfer fr Jahwe.
EZR 8:36 Und sie bergaben die Verordnungen des Knigs an die kniglichen 
Satrapen und die Statthalter des Gebiets jenseits des Stroms, und sie 
untersttzen das Volk und den Tempel Gottes.
EZR 9:1 Als dies nun ausgefhrt war, traten zu mir die Obersten und 
sprachen: Das Volk Israel und die Priester und die Leviten haben sich 
nicht von den heidnischen Bewohnern des Landes abgesondert, wie es wegen 
ihrer Greuel am Platze wre, nmlich von den Kanaanitern, Hethitern, 
Pheresitern, Jebusitern, Ammonitern, Moabitern, gyptern und Amoritern;
EZR 9:2 denn sie haben welche von deren Tchtern fr sich und ihre Shne 
zu Weibern genommen, und so hat sich der heilige Same mit dem der 
heidnischen Bewohner des Landes vermischt, und die Obersten und Vorsteher 
haben zu solcher Versndigung zuerst die Hand geboten.
EZR 9:3 Sobald ich diese Anklage vernahm, zerri ich meinen Rock und mein 
Obergewand, raufte mir die Haare aus meinem Haupt und Bart und setzte mich 
dann stumm und starr hin.
EZR 9:4 Da versammelten sich zu mir alle, die sich im Hinblick auf das 
Gebot des Gottes Israels wegen der Versndigung der Weggefhrten 
ngstigten; ich aber blieb stumm und starr sitzen bis zum Abendopfer.
EZR 9:5 Und zur Zeit des Abendopfers stand ich auf von meiner 
Selbstdemtigung, indem ich zugleich nochmals meinen Rock und mein 
Oberkleid zerri; sodann sank ich auf meine Kniee nieder, breitete meine 
Hnde aus zu Jahwe, meinem Gott,
EZR 9:6 und betete: Mein Gott, ich bin zu tief beschmt, als da ich mein 
Angesicht zu dir, mein Gott erheben knnte. Denn unsere Verschuldungen 
sind uns ber das Haupt gewachsen, und unsere Schuld ist gro geworden bis 
an den Himmel hinan.
EZR 9:7 Seit den Tagen unserer Vter sind wir in groer Schuld bis auf den 
heutigen Tag, und um unserer Verschuldungen willen wurden wir 
preisgegeben, wir, unsere Knige und unsere Priester, der Gewalt der 
Knige der Heidenlnder, dem Schwert, der Gefangenschaft, der Plnderung 
und der Schmach, wie es noch heutzutage der Fall ist.
EZR 9:8 Jetzt aber ist uns einen kleinen Augenblick von Jahwe, unserem 
Gotte, Gnade zu teil geworden, indem er uns eine Schar von Entronnenen 
brig lie und uns wiederum an seiner heiligen Sttte einen bleibenden 
Wohnsitz verlieh, damit unser Gott unsere Augen hell strahlen lasse und 
uns ein wenig neue Lebenskraft verleihe mitten in unserer Knechtschaft.
EZR 9:9 Denn Knechte sind wir; doch hat uns unser Gott in dieser unserer 
Knechtschaft nicht verlassen, sondern hat es gefgt, da wir vor den 
Knigen von Persien Gnade fanden, so da sie uns neue Lebenskraft 
verliehen, den Tempel unseres Gottes wieder aufzurichten und seine Trmmer 
herzustellen und uns in Juda und Jerusalem einen wohlummauerten Wohnsitz 
zu schaffen.
EZR 9:10 Und nun, unser Gott, was sollen wir nach alledem sagen? Da wir 
doch abgewichen sind von deinen Geboten,
EZR 9:11 die du uns durch deine Knechte, die Propheten, geboten hast, 
indem du sprachst: Das Land, in das ihr gelangen werdet, um es in Besitz 
zu nehmen, ist ein unreines Land infolge der Unreinigkeit der heidnischen 
Bewohner des Landes, wegen ihrer Greuel, mit denen sie es von einem Ende 
bis zum andern infolge ihrer Verunreinigung angefllt haben.
EZR 9:12 So sollt ihr nun weder eure Tchter ihren Shnen geben, noch ihre 
Tchter mit euren Shnen verheiraten, und fr alle Zukunft sollt ihr ihr 
Wohlergehen und ihren Vorteil nicht zu frdern suchen, damit ihr mchtig 
werdet und den Segen des Landes genieet und es fr immer auf euere Kinder 
vererbet.
EZR 9:13 Und nach allem, was uns um unserer schlimmen Thaten und unserer 
groen Schuld willen betroffen hat, - wobei du, unser Gott, unsere 
Verschuldung noch teilweise niedergeschlagen und uns einen solchen 
berrest bewilligt hast -,
EZR 9:14 knnten wir da wohl aufs neue deine Gebote brechen, indem wir uns 
mit den Vlkern verschwgern, bei denen diese Greuel im Schwange gehen? 
Wrdest du nicht mit Recht bis zur Vertilgung auf uns zrnen, so da 
alsdann kein berrest und keine Entronnenen mehr vorhanden sein wrden?
EZR 9:15 Jahwe, du Gott Israels, du bist gerecht; denn wir sind, wie es 
der Zeit der Fall ist, nur als Entronnene brig geblieben: Siehe, wir 
stehen vor dir in unserer Verschuldung, da wir dieserhalb nicht vor dir 
bestehen knnen!
EZR 10:1 Als nun Esra so betete und weinend vor dem Tempel Gottes 
hingestreckt sein Bekenntnis ablegte, hatte sich eine sehr groe Schar von 
Israeliten um ihn versammelt, Mnner und Weiber und Kinder; denn auch das 
Volk war in heftiges Weinen ausgebrochen.
EZR 10:2 Da hob Sechanja, der Sohn Jehels, von den Nachkommen Elams, an 
und sprach zu Esra: Wir haben uns vergangen gegen unseren Gott, da wir 
fremde Weiber von den Bewohnern des Landes heimgefhrt haben; doch ist 
dieserhalb jetzt noch Hoffnung fr Israel!
EZR 10:3 So lat uns jetzt unserem Gotte feierlich geloben, alle solche 
Weiber und was von ihnen geboren ist, kraft der Entschlieung meines Herrn 
und derer, die vor dem Gesetz unseres Gottes Ehrfurcht haben, 
fortzuschaffen, und nach dem Gesetze soll verfahren werden.
EZR 10:4 Stehe auf, denn dir liegt die Sache ob, und wir werden dir 
beistehen; ermanne dich und handle!
EZR 10:5 Da erhob sich Esra und lie die Obersten der Priester und der 
Leviten und von ganz Israel schwren, demgem zu handeln, und sie 
schwuren.
EZR 10:6 Da verlie Esra den Platz vor dem Tempel Gottes und begab sich in 
die Zelle Johanans, des Sohnes Eljasibs. Dort bernachtete er, ohne Speise 
zu genieen oder Wasser zu trinken; denn er war in Bekmmernis ber die 
Versndigung der Weggefhrten.
EZR 10:7 Hierauf lie man in Juda und Jerusalem an alle aus der 
Gefangenschaft Zurckgekehrten Befehl ergehen, sich nach Jerusalem zu 
versammeln.
EZR 10:8 Und wer irgend am dritten Tage nicht erscheinen wrde, wie es der 
Beschlu der Obersten und der Vornehmen forderte, dessen gesamte Habe 
sollte dem Banne verfallen, und er selbst aus der Gemeinde der 
Weggefhrten ausgeschlossen werden.
EZR 10:9 Da versammelten sich alle Mnner von Juda und Benjamin am dritten 
Tage nach Jerusalem, und zwar war es der neunte Monat, am zwanzigsten Tage 
des Monats. Und das ganze Volk sa auf dem freien Platze vor dem Tempel 
Gottes, zitternd um der Angelegenheit willen und infolge der Regengsse.
EZR 10:10 Da erhob sich Esra, der Priester, und sprach zu ihnen: Ihr habt 
euch vergangen und habt fremde Weiber heimgefhrt, um die Schuld Israels 
noch zu vermehren.
EZR 10:11 So legt nun vor Jahwe, dem Gott eurer Vter, das Bekenntnis 
eurer Snde ab und thut seinen Willen, indem ihr euch von den Bewohnern 
des Landes und den fremden Weibern absondert.
EZR 10:12 Da antwortete die ganze Gemeinde und sprach mit lauter Stimme: 
So, wie du gesagt hast, liegt uns ob zu thun.
EZR 10:13 Jedoch das Volk ist zahlreich, und es ist die Regenzeit, so da 
wir nicht im Freien bleiben knnen; auch ist das Geschft nicht an einem 
oder in zwei Tagen zu erledigen, weil wir uns in dieser Angelegenheit 
vielfltig verschuldet haben.
EZR 10:14 So mgen denn unsere Obersten fr die ganze Gemeinde tagen; und 
alle die in unseren Stdten, die fremde Weiber heimgefhrt haben, sollen 
je zur anberaumten Zeit kommen, und mit ihnen die Vornehmen und Richter 
der einzelnen Stdte, um endlich die Zornesglut unseres Gottes bezglich 
dieser Angelegenheit von uns abzuwenden.
EZR 10:15 Nur Jonathan, der Sohn Asahels, und Jahseja, der Sohn Thikwas, 
traten hiergegen auf; und Mesullam und der Levit Sabthai untersttzten sie.
EZR 10:16 Da thaten die aus der Gefangenschaft Zurckgekehrten also. Und 
Esra, der Priester, whlte sich Mnner aus, die Familienhupter der 
einzelnen Familien, und zwar alle mit Namen; und sie hielten eine Sitzung 
am ersten Tage des zehnten Monats, um die Angelegenheit zu untersuchen.
EZR 10:17 Und sie erledigten allerwrts die Sache der Mnner, die fremde 
Weiber heimgefhrt hatten, bis zum ersten Tage des ersten Monats.
EZR 10:18 Es fanden sich aber von den Nachkommen der Priester folgende, 
die fremde Weiber heimgefhrt hatten: Von den Nachkommen Jesuas, des 
Sohnes Jozadaks, und seinen Brdern: Maaseja, Eliser, Jarib und Gedalja;
EZR 10:19 die gaben ihre Hand darauf, da sie ihre Weiber fortschaffen und 
einen Widder als Bue fr ihre Schuld entrichten wollten.
EZR 10:20 Von den Nachkommen Immers: Hanani und Sebadja.
EZR 10:21 Von den Nachkommen Harims: Maaseja, Elia, Semaja, Jehel und 
Usia.
EZR 10:22 Von den Nachkommen Pashurs: Eljonai, Maaseja, Ismal, 
Nethaneel, Josabad und Eleasa.
EZR 10:23 Und von den Leviten: Josabad, Sime und Kelaja - das ist Kelita -
, Pethahja, Juda und Eliser.
EZR 10:24 Von den Sngern: Eljasib. Von den Thorhtern: Sallum, Telem und 
Uri.
EZR 10:25 Von den gemeinen Israeliten: Von den Nachkommen Pareos': Ramja, 
Jisia, Malchia, Mijamin, Eleasar, Malchia und Benaja.
EZR 10:26 Von den Nachkommen Elams: Mattanja, Sacharja, Jehel, Abdi, 
Jeremoth und Elia.
EZR 10:27 Von den Nachkommen Sattus: Eljonai, Eljasib, Mattanja, 
Jeremoth, Sabad und Asisa.
EZR 10:28 Von den Nachkommen Bebais: Johanan, Hananja, Sabbai, Athlai.
EZR 10:29 Von den Nachkommen Banis: Mesullam, Malluch und Adaja, Jasub, 
Seal, Jeramoth.
EZR 10:30 Von den Nachkommen Pahath-Moabs: Adna, Kelal, Benaja, Maaseja, 
Mattanja, Bezaleel, Binnui und Manasse.
EZR 10:31 Und die Nachkommen Harims: Eliser, Jisia, Malchia, Semaja, 
Simeon,
EZR 10:32 Benjamin, Malluch, Semarja.
EZR 10:33 Von den Nachkommen Hasums: Mathnai, Mathatha, Sabad, Eliphelet, 
Jeremai, Manasse, Sime.
EZR 10:34 Von den Nachkommen Banis: Maadai, Amram, Ul,
EZR 10:35 Benaja, Bedja, Keluhi,
EZR 10:36 Banja, Meremoth, Eljasib,
EZR 10:37 Mattanja, Mathnai, Jaasai,
EZR 10:38 Bani, Binnui, Sime,
EZR 10:39 Selemja, Nathan, Adaja,
EZR 10:40 Machnadbai, Sasai, Sarai,
EZR 10:41 Asareel, Selemja, Semarja,
EZR 10:42 Sallum, Amarja, Joseph.
EZR 10:43 Von den Nachkommen Nebos: Jeel, Mattithja, Sabad, Sebina, 
Jaddai, Jol, Benaja.
EZR 10:44 Alle diese hatten fremde Weiber genommen; und sie entlieen sie 
samt den Kindern.
NEH 1:1 Der Bericht Nehemias, des Sohnes Hakaljas. Im Monat Kislev des 
zwanzigsten Jahres, als ich in der Burg Susa war,
NEH 1:2 kam Hanani, einer meiner Brder, mit einigen Mnnern aus Juda. Als 
ich sie nun ber die Juden, die Geretteten, die von den Weggefhrten brig 
geblieben waren, und ber Jerusalem befragte,
NEH 1:3 da antworteten sie mir: Die briggebliebenen, die von den 
Weggefhrten dort in der Provinz brig geblieben sind, sind in groem 
Elend und in Schmach, da die Mauern Jerusalems auseinandergerissen und 
seine Thore verbrannt sind.
NEH 1:4 Als ich diesen Bericht vernahm, setzte ich mich hin und weinte und 
wehklagte tagelang, und ich fastete und betete immerfort vor dem Gotte des 
Himmels
NEH 1:5 und sprach: Ach, Jahwe, du Gott des Himmels, du groer und 
furchtbarer Gott, der am Gnadenbunde festhlt gegenber denen, die ihn 
lieben und seine Gebote halten!
NEH 1:6 La doch dein Ohr aufmerken und deine Augen offen sein, da du das 
Gebet deines Knechtes hrest, das ich gegenwrtig Tag und Nacht fr die 
Israeliten, deine Knechte, vor dir bete und in welchem ich die Snden der 
Israeliten bekenne, die wir gegen dich begangen haben; ja, auch ich und 
meine Familie haben uns versndigt!
NEH 1:7 Gar bel haben wir gegen dich gehandelt und haben die Gebote, 
Satzungen und Rechte, die du deinem Knechte Mose aufgetragen hast, nicht 
gehalten.
NEH 1:8 Gedenke doch des Wortes, das du deinem Knechte Mose aufgetragen 
hast, indem du sprachst: Werdet ihr euch vergehen, so werde ich euch unter 
die Vlker zerstreuen!
NEH 1:9 Wenn ihr euch aber zu mir bekehrt und meine Gebote haltet und 
darnach thut: sollten auch eure Vertriebenen am Ende des Himmels sein, so 
will ich sie doch von dort sammeln und heimbringen an den Ort, den ich 
erwhlt habe, um meinen Namen daselbst wohnen zu lassen.
NEH 1:10 Sie sind ja deine Knechte und dein Volk, das du durch deine groe 
Kraft und deine starke Hand erlst hast.
NEH 1:11 Ach Herr, la doch dein Ohr aufmerken auf das Gebet deines 
Knechts und auf das Gebet deiner Knechte, die ihre Freude daran haben, 
deinen Namen zu frchten: la es deinem Knechte heute gelingen und la ihn 
Erbarmen finden vor diesem Manne! - Ich war aber einer von den 
Mundschenken des Knigs.
NEH 2:1 Und im Monat Nisan des zwanzigsten Jahres des Knigs Arthahsastha, 
als Wein vor ihm stand, da nahm ich den Wein und reichte ihn dem Knige, 
ohne da ich ihn merken lie, wie schlecht mir zu Mute war.
NEH 2:2 Der Knig aber sprach zu mir: Warum siehst du so schlecht aus, da 
du doch nicht krank bist? Das kann nichts anderes sein, als da es dir 
schlecht zu Mute ist! Da frchtete ich mich gar sehr.
NEH 2:3 Und ich sprach zum Knige: Der Knig mge immerdar leben! Warum 
sollte ich nicht schlecht aussehen, wenn die Stadt, die Begrbnissttte 
meiner Vter, wste liegt, und ihre Thore vom Feuer verzehrt sind?
NEH 2:4 Da sprach der Knig zu mir: Um was willst du denn bitten? Da 
betete ich zu dem Gotte des Himmels;
NEH 2:5 sodann sprach ich zu dem Knige: Wenn es dem Knige recht ist, und 
wenn dir dein Knecht der rechte Mann dazu zu sein scheint -: da du mich 
nach Juda entsendest, nach der Stadt, wo die Grber meiner Vter sind, da 
ich sie wieder aufbaue!
NEH 2:6 Und der Knig sprach zu mir, whrend die Knigin zu seiner Seite 
sa: Wie lange wird deine Reise dauern und wann wirst du zurckkehren? 
Somit war es dem Knige recht, mich zu entsenden, und ich gab ihm eine 
Frist an.
NEH 2:7 Und ich sprach zum Knige: Wenn es dem Knige recht ist, so mge 
man mir Briefe mitgeben an die Statthalter des Gebiets jenseits des 
Stromes, da sie mich durchreisen lassen, bis ich nach Juda gelange,
NEH 2:8 und einen Brief an Asaph, den Aufseher des kniglichen Forstes, 
da er mir Bauhlzer gebe, um die Thore der Burg, die zum Tempel gehrt, 
mit Balken zu versehen, und zur Stadtmauer und fr das Haus, in das ich 
einziehen werde. Und der Knig bewilligte es mir, indem die Hand meines 
Gottes gndig ber mir waltete.
NEH 2:9 Als ich nun zu den Statthaltern des Gebiets jenseits des Stromes 
gelangt war, bergab ich ihnen die Briefe des Knigs; auch sandte der 
Knig Heeresoberste und Reiter mit mir.
NEH 2:10 Als aber Sanballat, der Horoniter, und Tobia, der ammonitische 
Knecht, davon vernahmen, da verdro es sie schwer, da jemand angekommen 
war, um fr das Wohlergehen der Israeliten Sorge zu tragen.
NEH 2:11 So gelangte ich nach Jerusalem, und als ich drei Tage daselbst 
gewesen war,
NEH 2:12 machte ich mich des nachts mit einigen wenigen Mnnern auf, ohne 
da ich jemand mitgeteilt hatte, was mir mein Gott ins Herz gab, fr 
Jerusalem zu thun, und ohne da Reittiere bei mir waren auer dem Tier, 
auf dem ich ritt.
NEH 2:13 Und ich zog des Nachts durch das Thalthor hinaus, und zwar in der 
Richtung nach der Drachenquelle und dem Mistthore hin; dabei betrachtete 
ich die Mauern Jerusalems, wie sie auseinandergerissen und ihre Thore vom 
Feuer verzehrt waren.
NEH 2:14 Sodann zog ich weiter nach dem Quellthor und nach dem 
Knigsteiche; da war fr das Reittier kein Raum mehr, um unter mir 
durchzukommen.
NEH 2:15 So stieg ich denn des nachts im Thale hinan und betrachtete dabei 
die Mauer. Dann kam ich durch das Thalthor wieder hinein und kehrte heim.
NEH 2:16 Aber die Vorsteher wuten nicht, wohin ich gegangen war und was 
ich unternehmen wollte, wie ich auch den gemeinen Juden und den Priestern 
und den Edlen und den Vorstehern und den brigen Tempelbediensteten bis 
dahin nichts mitgeteilt hatte.
NEH 2:17 Und ich sprach nun zu ihnen: Ihr seht die schlimme Lage, in der 
wir uns befinden, da Jerusalem wste liegt und seine Thore verbrannt 
sind. Wohlan, lat uns die Mauern Jerusalems wieder aufbauen, da wir 
nicht lnger ein Gegenstand der Verhhnung seien!
NEH 2:18 Hierauf teilte ich ihnen mit, wie die Hand meines Gottes gndig 
ber mir gewaltet hatte, und auch die Worte des Knigs, die er zu mir 
gesprochen hatte. Da sprachen sie: Wir wollen darangehen und bauen! Und so 
strkten sie ihre Hnde zum guten Werke.
NEH 2:19 Als aber Sanballat, der Horoniter, und Tobia, der ammonitische 
Knecht, und Gesem, der Araber, davon vernahmen, spotteten sie unser und 
thaten verchtlich gegen uns und sprachen: was ist das fr eine Sache, die 
ihr da unternehmt? Wollt ihr euch gegen den Knig empren?
NEH 2:20 Da gab ich ihnen Antwort und sprach zu ihnen: Der Gott des 
Himmels, er wird es uns gelingen lassen; wir aber, seine Knechte, wollen 
darangehen und bauen. Ihr jedoch habt weder Anteil, noch Anrecht, noch 
Gedchtnis in Jerusalem!
NEH 3:1 Da gingen Eljasib, der Hohepriester, und seine Brder, die 
Priester, daran und bauten das Schafthor - das weihten sie und setzten 
seine Thren ein. Und weiter bis zum Turme Hammea - den weihten sie. Und 
weiter bis zum Turme Hananeel.
NEH 3:2 Daneben bauten die Leute von Jericho. Daneben baute Sakkur, der 
Sohn Imris.
NEH 3:3 Und das Fischthor bauten die Leute von Sanaa: sie versahen es mit 
Balken und setzten seine Thren, Riegel und Querbalken ein.
NEH 3:4 Daneben besserte aus Meremoth, der Sohn Urias, des Sohnes Hakkoz'. 
Daneben besserte aus Mesullam, der Sohn Berechjas, des Sohnes Mesesabeels. 
Daneben besserte aus Zadok, der Sohn Baanas.
NEH 3:5 Daneben besserten aus die Thekoiter; aber ihre Vornehmen beugten 
ihren Nacken nicht unter den Dienst ihres Herrn.
NEH 3:6 Und das Thor der Altstadt besserten aus Jojada, der Sohn Paseahs, 
und Mesullam, der Sohn Besodjas; sie versahen es mit Balken und setzten 
seine Thren, Riegel und Querbalken ein.
NEH 3:7 Daneben besserte aus Melatja, der Gibeoniter, und Jadon, der 
Meronothiter, und die Mnner von Gibeon und Mizpa vom Amtsstuhle des 
Statthalters des Gebiets jenseits des Stromes.
NEH 3:8 Daneben besserte aus Usel, der Sohn Harhajas, und unter ihm die 
Goldschmiede. Daneben besserte aus Hananja von der Zunft der 
Salbenhndler; und sie pflasterten Jerusalem bis zur breiten Mauer.
NEH 3:9 Daneben besserte aus Rephaja, der Sohn Hurs, der Oberste der 
Hlfte des Bezirks von Jerusalem.
NEH 3:10 Daneben besserte aus Jedaja, der Sohn Harumaphs, und zwar seinem 
Hause gegenber. Daneben besserte aus Hattus, der Sohn Hasabnejas.
NEH 3:11 Eine zweite Strecke besserte aus Malchia, der Sohn Harims, und 
Hassub, der Sohn Pahath-Moabs, samt dem Ofenturm.
NEH 3:12 Daneben besserte aus Sallum, der Sohn Halohes', der Oberste der 
anderen Hlfte des Bezirks von Jerusalem, - er und seine Tchter.
NEH 3:13 Das Thalthor besserte aus Hanun und die Bewohner von Sanoah - die 
bauten es auf und setzten seine Thren, Riegel und Querbalken ein - und 
weiter tausend Ellen an der Mauer bis zum Mistthor.
NEH 3:14 Das Mistthor besserte aus Malchia, der Sohn Rechabs, der Oberste 
des Bezirks von Beth-Cherem: der baute es auf und setzte seine Thren, 
Riegel und Querbalken ein.
NEH 3:15 Das Quellthor besserte aus Sallun, der Sohn Chol-Hoses, der 
Oberste des halben Bezirks von Mizpa - der baute es auf, berdachte es und 
setzte seine Thren, Riegel und Querbalken ein -, und weiter die Mauer am 
Teiche der Wasserleitung zum Knigsgarten und bis an die Stufen, die von 
der Davidsstadt herabfhren.
NEH 3:16 Darnach besserte aus Nehemia, der Sohn Asbuks, der Oberste der 
Hlfte des Bezirks von Bethzur, bis gegenber den Davidsgrbern und bis an 
den knstlich angelegten Teich und bis zum Hause der Gibborim.
NEH 3:17 Darnach besserten aus die Leviten, als ihr Leiter Rehum, der Sohn 
Banis. Daneben besserte aus Hasabja, der Oberste der Hlfte des Bezirks 
von Kegila, fr seinen Bezirk.
NEH 3:18 Darnach besserten aus ihre Brder, als ihr Leiter Binnui, der 
Sohn Henadads, der Oberste der anderen Hlfte des Bezirks von Kegila.
NEH 3:19 Daneben besserte Eser, der Sohn Jesuas, der Oberste der Hlfte 
von Mizpa, eine zweite Strecke aus, gegenber dem Aufstiege des Rsthauses 
zum Winkel.
NEH 3:20 Darnach den Berg aufwrts, besserte Baruch, der Sohn Sabbais, 
eine zweite Strecke aus, vom Winkel bis an die Thr des Hauses des 
Hohenpriesters Eljasib.
NEH 3:21 Darnach besserte Meremoth, der Sohn Urias, des Sohnes Hakkoz', 
eine zweite Strecke aus, von der Thr des Hauses Eljasibs bis zum Ende des 
Hauses Eljasibs.
NEH 3:22 Darnach besserten aus die Priester, die Mnner des Landbezirks.
NEH 3:23 Darnach besserten aus Benjamin und Hassub, gegenber ihrem Hause. 
Darnach besserte aus Asarja, der Sohn Maasejas, des Sohnes Ananjas, neben 
seinem Hause.
NEH 3:24 Darnach besserte Binnui, der Sohn Henadads, eine zweite Strecke 
aus, vom Hause Asarjas bis zum Winkel und bis zur Ecke.
NEH 3:25 Palal, der Sohn Usais, besserte aus gegenber dem Winkel und dem 
oberen Turme, der aus dem kniglichen Palast hervorspringt und zum 
Gefngnishofe gehrt. Darnach besserte aus Pedaja, der Sohn Pareos'.
NEH 3:26 Die Tempeldiener aber wohnten auf dem Ophel bis gegenber dem 
Wasserthore nach Osten zu und gegenber dem hervorspringenden Turme.
NEH 3:27 Darnach besserten die Thekoiter eine zweite Strecke aus, 
gegenber dem hervorspringenden groen Turm und bis an die Ophel-Mauer.
NEH 3:28 Oberhalb des Rothors besserten die Priester aus, ein jeder 
gegenber seinem Hause.
NEH 3:29 Darnach besserte aus Zadok, der Sohn Immers, gegenber seinem 
Hause. Darnach besserte aus Semaja, der Sohn Sechanjas, der Hter des 
Ostthors.
NEH 3:30 Darnach besserten Hananja, der Sohn Selemjas, und Hanun, der 
sechste Sohn Zalaphs, eine zweite Strecke aus. Darnach besserte aus 
Mesullam, der Sohn Berechjas, gegenber seiner Zelle.
NEH 3:31 Darnach besserte aus Malchia, der zur Zunft der Goldschmiede 
gehrte, bis zum Hause der Tempeldiener, und weiter die Krmer gegenber 
dem Miphkad-Thor und bis zum Ecksller.
NEH 3:32 Und zwischen dem Ecksller und dem Schafthore besserten aus die 
Goldschmiede und die Krmer.
NEH 3:33 Sobald aber Sanballat hrte, da wir an der Mauer bauten, ward er 
zornig und rgerte sich sehr. Und er spottete ber die Juden
NEH 3:34 und sprach in Gegenwart seiner Brder und der Heeresmacht 
Samariens und sagte: Was haben die schwchlichen Juden vor? Werden sie es 
so heute noch zu stande bringen? Werden sie die Steine aus den 
Schutthaufen heraus lebendig machen, obgleich sie verbrannt sind?
NEH 3:35 Und Tobia, der Ammoniter, stand neben ihm und sprach: Was sie 
auch bauen - wenn ein Fuchs hinaufsteigt, so wird er ihre Steinmauer 
wieder auseinanderreien! -NEH 3:36 Hre, unser Gott, wie wir verachtet 
worden sind! La ihren Hohn auf ihr Haupt zurckfallen und gieb sie in 
einem fremden Land als Gefangene der Plnderung preis.
NEH 3:37 Decke ihre Verschuldung nicht zu, und ihre Snde werde nimmermehr 
ausgelscht vor deinem Angesicht; denn sie haben angesichts der Bauenden 
rgernis erregt.
NEH 3:38 Wir aber bauten an der Mauer, und die ganze Mauer ward 
geschlossen bis zur Hlfte ihrer Hhe, und das Volk war voll Eifer fr die 
Arbeit.
NEH 4:1 Als nun Sanballat und Tobia und die Araber und die Ammoniter und 
Asdoditer hrten, da den Mauern Jerusalems ein Verband angelegt worden 
war, da die Risse sich zu schlieen begannen, wurden sie sehr zornig
NEH 4:2 und verschworen sich alle miteinander, herbeizukommen, um gegen 
Jerusalem zu kmpfen und Verwirrung dort anzurichten.
NEH 4:3 Da beteten wir zu unserem Gott und stellten aus Furcht vor ihnen 
bei Tage und bei Nacht Wachtposten gegen sie auf.
NEH 4:4 Die Juder aber sprachen: Es wankt die Kraft der Lasttrger, da 
des Schuttes gar viel ist, und so sind wir auer stande, an der Mauer zu 
bauen.
NEH 4:5 Unsere Widersacher aber dachten: Sie sollen nichts merken und 
nichts sehen, bis wir mitten unter sie kommen und sie niedermetzeln und 
dem Bau ein Ende bereiten!
NEH 4:6 Als nun die Juden, die ihnen zunchst wohnten, wohl zehnmal von 
allen den Orten her, wo jene gegen uns anrckten, kamen und uns Meldung 
machten,
NEH 4:7 da stellte ich lngs des Platzes hinter der Mauer an gedeckten 
Stellen Wurfmaschinen auf; und die Leute stellte ich geschlechterweise mit 
ihren Schwerten, Lanzen und Bogen auf.
NEH 4:8 Und ich besichtigte alles und dann machte ich mich auf und sprach 
zu den Edlen und den Vorstehern und zu dem brigen Volke: Frchtet euch 
nicht vor ihnen! Denkt vielmehr an den groen und furchtbaren Herrn und 
kmpft mutig fr eure Brder, eure Shne und Tchter, eure Weiber und 
Huser!
NEH 4:9 Als nun unsere Feinde hrten, da es uns kund geworden war, und 
Gott ihren Plan vereitelt hatte, da konnten wir alle zur Mauer 
zurckkehren, ein jeder an seine Beschftigung.
NEH 4:10 Seit jenem Tage aber arbeitete nur die Hlfte meiner Leute an dem 
Bau; die andere Hlfte hielt die Schwerter und die Lanzen, die Schilde, 
die Bogen und die Panzer, whrend die Obersten hinter smtlichen Judern 
standen,
NEH 4:11 die an der Mauer bauten. Die Lasttrger aber waren zum Kampfe 
gerstet; mit ihrer einen Hand lagen sie ihrer Beschftigung ob, whrend 
die andere die Lanze hielt.
NEH 4:12 Und die Mauernden hatten ein jeder sein Schwert um seine Hfte 
gegrtet und mauerten so; und der Trompetenblser stand neben mir.
NEH 4:13 Und ich sprach zu den Edlen und den Vorstehern und dem brigen 
Volke: Die Arbeit ist gro und ausgedehnt, und so sind wir auf der Mauer 
zerstreut, fern voneinander.
NEH 4:14 Da, wo ihr den Trompetenschall hrt, dahin sollt ihr euch zu uns 
versammeln; unser Gott wird fr uns streiten!
NEH 4:15 So arbeiteten wir an dem Bau, whrend die eine Hlfte von ihnen 
die Lanzen hielt, vom Aufgange der Morgenrte bis zum Hervortreten der 
Sterne.
NEH 4:16 Auch sprach ich zu jener Zeit zum Volke: Ein jeder mge samt 
seinen Leuten die Nacht in Jerusalem verbleiben, damit sie uns whrend der 
Nacht als Wachtposten dienen und tagsber am Bau.
NEH 4:17 Aber weder ich, noch meine Brder und meine Leute, noch die 
wachhabenden Mannschaften, die unter meinem Befehle standen, legten jemals 
unsere Kleider ab, und jeder hatte seine Waffe zu seiner Rechten.
NEH 5:1 Es erhob sich aber ein groes Geschrei seitens der gewhnlichen 
Leute und ihrer Weiber gegen ihre jdischen Brder.
NEH 5:2 Da sagten welche: Unsere Shne und Tchter mssen wir verpfnden; 
mge man uns doch Getreide zukommen lassen, damit wir zu essen haben und 
am Leben bleiben!
NEH 5:3 Und andere sagten: Unsere Felder und Weinberge und Huser mssen 
wir verpfnden; mge man uns doch Getreide zukommen lassen in der Teuerung!
NEH 5:4 Und wieder andere sagten: Wir haben zur Beschaffung der 
kniglichen Steuer auf unsere Felder und Weinberge Geld geliehen.
NEH 5:5 Und nun, obwohl unser Leib schlielich ebenso viel wert ist wie 
unserer Brder Leib, unsere Kinder wie ihre Kinder, so mssen wir doch 
unsere Shne und unsere Tchter zu leibeigenen Knechten machen; auch 
einige von unseren Tchtern sind bereits leibeigen geworden. Und wir 
knnen nichts dagegen thun, da doch unsere Felder und unsere Weinberge 
anderen gehren.
NEH 5:6 Da ward ich sehr zornig, als ich diese ihre Klage und diese Worte 
vernahm.
NEH 5:7 Und ich ging mit mir selbst zu Rate; sodann machte ich den Edlen 
und den Vorstehern Vorwrfe und sprach zu ihnen: Auf Wucher leiht ihr 
einer dem andern? Und ich veranstaltete gegen sie eine groe Versammlung
NEH 5:8 und sprach zu ihnen: Wir haben unsere jdischen Brder, die an die 
Heiden verkauft waren, losgekauft, so oft es uns mglich war. Ihr aber 
wollt gar eure Brder verkaufen, da sie an uns verkauft werden? Da 
schwiegen sie still und wuten nichts zu antworten.
NEH 5:9 Und ich sprach: es ist nicht schn, da ihr so handelt! Solltet 
ihr nicht vielmehr in der Furcht unseres Gottes wandeln, schon um der 
Schmhung der Heiden, unserer Feinde, willen?
NEH 5:10 Auch ich, sowie meine Brder und meine Leute haben ihnen Geld und 
Getreide dargeliehen; so wollen wir doch diese Schuldforderung fallen 
lassen!
NEH 5:11 Gebt ihnen doch gleich heute ihre Felder, ihre Weinberge, ihre 
lgrten und ihre Huser zurck und erlat ihnen die Schuldforderung an 
Geld und Getreide, an Most und l, das ihr ihnen geliehen habt.
NEH 5:12 Da sprachen sie: Wir wollen sie zurckgeben und nichts von ihnen 
zurckverlangen; wir wollen thun, wie du wnschest. Da lie ich die 
Priester rufen und lie ihnen einen Eid abnehmen, da sie demgem 
verfahren wollten.
NEH 5:13 Auch schttelte ich meinen Busen aus und sprach: So mge Gott 
einen jeden, der diesem seinem Versprechen untreu wird, aus seinem Hause 
und seinem Eigentum ausschtteln, und so soll er ausgeschttelt und 
ausgeleert sein! Da sprach die ganze Versammlung: Amen! und pries Jahwe. 
Und das Volk verfuhr demgem.
NEH 5:14 brigens habe ich von dem Tage an, an dem er mich beorderte, ihr 
Statthalter im Lande Juda zu sein - vom zwanzigsten Jahre bis zum 
zweiunddreiigsten Jahre des Knigs Arthahsastha, also zwlf Jahre lang -, 
samt meinen Brdern die dem Statthalter gebhrende Kost nicht bezogen,
NEH 5:15 whrend die frheren Statthalter, die vor mir waren, das Volk 
belastet und fr Brot und Wein tglich vierzig Sekel Geldes von ihnen 
bezogen hatten; dazu hatten auch ihre Leute gegen das Volk die Herren 
gespielt. Ich aber verfuhr nicht so, aus Scheu vor Gott.
NEH 5:16 Und auch bei dem Bau dieser Mauer habe ich mit Hand angelegt, 
ohne da wir durch Ankauf Grundbesitz erworben gehabt htten, und alle 
meine Leute waren dort beim Bau versammelt.
NEH 5:17 Die Juden aber, sowohl die Vorsteher, hundertundfnfzig an der 
Zahl, als auch die, welche aus den rings um uns befindlichen Heidenlndern 
zu uns kamen, aen an meinem Tisch;
NEH 5:18 und was fr jeden einzelnen Tag zugerichtet zu werden pflegte - 
ein Stier, sechs auserlesene Schafe und Geflgel -, das wurde auf meine 
Kosten zugerichtet, und berdies je innerhalb zehn Tagen ein groes 
Quantum von allerlei Wein. Bei alledem habe ich die dem Statthalter 
gebhrende Kost nicht beansprucht, denn die Fronpflicht lastete schwer auf 
diesem Volke.
NEH 5:19 Gedenke mir, mein Gott, alles, was ich fr dieses Volk gethan 
habe, zum Besten!
NEH 6:1 Als nun Sanballat und Gesem, dem Araber, und unseren brigen 
Feinden zu Ohren kam, da ich die Mauer gebaut hatte, so da kein Ri 
darin brig geblieben war - wenn ich auch bis zu dieser Zeit die Thren 
noch nicht in die Thore eingesetzt hatte -,
NEH 6:2 da sandten Sanballat und Gesem zu mir und lieen mir sagen: Komm, 
da wir in einem der Drfer in der Ebene von Ono eine Zusammenkunft 
halten! Dabei beabsichtigten sie aber, mir Bses anzuthun.
NEH 6:3 Da sandte ich Boten zu ihnen und lie ihnen sagen: Ich bin mit 
einem groen Werke beschftigt, so da ich nicht hinabkommen kann. Das 
Werk kann unmglich liegen bleiben, indem ich es im Stiche lassen sollte, 
um zu euch hinabzukommen!
NEH 6:4 Und sie sandten auf diese Weise viermal zu mir; aber ich 
antwortete ihnen in der angegebenen Weise.
NEH 6:5 Da sandte Sanballat noch ein fnftes Mal zu mir, und zwar seinen 
Diener mit einem offenen Brief in der Hand.
NEH 6:6 Darin stand: Unter den Vlkern verlautet, und Gasmu sagt aus, du 
und die Juden, ihr beabsichtigtet, euch zu empren; deshalb seist du 
dabei, die Mauer zu bauen, und wollest Knig werden, wie aus alledem 
hervorgehe.
NEH 6:7 Auch habest du Propheten angestellt, da sie zu deinen Gunsten in 
Jerusalem ausrufen sollen: Er sei Knig in Juda! Und nun werden 
derartige Gerchte dem Knige zu Ohren kommen. Darum komm, da wir eine 
Zusammenkunft halten!
NEH 6:8 Da sandte ich zu ihm und lie ihm sagen: Es ist nichts derartiges 
geschehen, wovon du sprichst; vielmehr ersinnst du das nur von dir aus!
NEH 6:9 Denn sie alle wollten uns in Furcht jagen, indem sie dachten: Ihre 
Hnde werden erschlaffen und von dem Bau ablassen, so da er nicht zu 
stande kommt. So strke nun - betete ich - meine Hnde!
NEH 6:10 Und ich kam in das Haus Semajas, des Sohnes Delajas, des Sohnes 
Mehetabeels, whrend er in seinem Hause abgesperrt war. Der sprach: Wir 
wollen zusammen in den Tempel Gottes, in den Hauptraum hinein, gehen und 
dann die Thren des Hauptraums verschlieen; denn es werden welche kommen, 
dich zu tten, und zwar werden sie des Nachts kommen, dich zu tten!
NEH 6:11 Ich aber sprach: Sollte ein Mann wie ich fliehen? Und wie knnte 
unsereiner den Hauptraum des Tempels betreten und am Leben bleiben? Ich 
werde nicht hineingehen!
NEH 6:12 Und ich merkte wohl: nicht Gott hatte ihn gesandt, sondern er 
hatte die Weissagung ber mich geredet, weil Tobia und Sanballat ihn 
gedungen hatten.
NEH 6:13 Zu dem Zwecke war er gedungen, da ich mich frchten und also 
thun und mich versndigen sollte; und das htte ihnen dann als Anla zu 
bler Nachrede gedient, damit sie mich verlstern knnten. -NEH 6:14 
Gedenke, mein Gott, Tobia und Sanballat diese ihre Thaten, auch der 
Prophetin Noadja und den brigen Propheten, die mich in Furcht jagen 
wollten!
NEH 6:15 Und die Mauer wurde fertig am fnfundzwanzigsten des Elul, nach 
zweiundfnfzig Tagen.
NEH 6:16 Als nun alle unsere Feinde dies vernahmen, gerieten alle Vlker 
rings um uns her in Furcht und kamen sich nun sehr viel kleiner vor, und 
sie erkannten, da infolge des Beistands von seiten unseres Gottes dieses 
Werk zu stande gekommen war.
NEH 6:17 Auch lieen in jenen Tagen die Edlen Judas viele Briefe von sich 
an Tobia abgehen und erhielten solche von Tobia.
NEH 6:18 Denn in Juda gab es viele, die eidlich mit ihm verbndet waren; 
denn er war der Schwiegersohn Sachanjas, des Sohnes Arahs, und sein Sohn 
Johanan hatte die Tochter Mesullams, des Sohnes Berechjas, geheiratet.
NEH 6:19 Auch pflegten sie vor mir von seinen guten Absichten zu reden und 
wiederum ihm meine Worte zuzutragen; auch Briefe hatte Tobia gesandt, um 
mich in Furcht zu jagen.
NEH 7:1 Als nun die Mauer gebaut war, setzte ich die Thren ein, und es 
wurden die Thorhter mit der Aufsicht betraut.
NEH 7:2 Und ich beorderte zu Befehlshabern ber Jerusalem meinen Bruder 
Hanani und Hananja, den Obersten der Burg; denn er war ein so 
zuverlssiger und gottesfrchtiger Mann, wie wenige.
NEH 7:3 Und ich wies sie an: Die Thore Jerusalems drfen nicht eher 
geffnet werden, als bis die Sonne hei scheint. Und whrend die 
Wachtposten noch dastehen, soll man die Thrflgel schlieen und 
verriegeln. Und dann soll man Wachen aus den Einwohnern Jerusalems 
aufstellen, einen jeden auf seinem Posten und zwar einen jeden gegenber 
seinem Hause.
NEH 7:4 Es war aber die Stadt von groer Ausdehnung, jedoch nur wenig 
Volks in ihr, und manche Huser waren nicht wieder aufgebaut.
NEH 7:5 Da gab mir mein Gott in den Sinn, die Edlen und die Vorsteher und 
das Volk zur Anfertigung eines Geschlechtsverzeichnisses zu versammeln. Da 
fand ich das Geschlechtsbuch derer, die zuerst heraufgezogen waren, und 
fand darin geschrieben:
NEH 7:6 Dies sind die Angehrigen der Provinz Juda, die aus der 
Gefangenschaft der Weggefhrten, die Nebukadnezar, der Knig von Babel, 
weggefhrt hatte, heraufzogen und nach Jerusalem und Juda, ein jeder in 
seine Stadt, heimkehrten,
NEH 7:7 die mit Serubabel, Jesua, Nehemia, Asarja, Raamja, Nahemani, 
Mardochai, Bilsan, Mispereth, Bigevai, Nehum und Baana kamen. Die Zahl der 
Mnner des Volkes Israel betrug:
NEH 7:8 Die Nachkommen Pareos': 2172.
NEH 7:9 Die Nachkommen Sephatjas: 372.
NEH 7:10 Die Nachkommen Arahs: 652.
NEH 7:11 Die Nachkommen Pahath-Moabs, nmlich die Nachkommen Jesuas und 
Joabs: 2818.
NEH 7:12 Die Nachkommen Elams: 1254.
NEH 7:13 Die Nachkommen Sattus: 845.
NEH 7:14 Die Nachkommen Sakkais: 760.
NEH 7:15 Die Nachkommen Binnuis: 648.
NEH 7:16 Die Nachkommen Bebais: 628.
NEH 7:17 Die Nachkommen Asgads: 2322.
NEH 7:18 Die Nachkommen Adonikams: 667.
NEH 7:19 Die Nachkommen Bigevais: 2067.
NEH 7:20 Die Nachkommen Adins: 655.
NEH 7:21 Die Nachkommen Aters von Hiskia: 98.
NEH 7:22 Die Nachkommen Hasums: 328.
NEH 7:23 Die Nachkommen Bezais: 324.
NEH 7:24 Die Nachkommen Hariphs: 112.
NEH 7:25 Die Leute von Gibeon: 95.
NEH 7:26 Die Leute von Bethlehem und Netopha: 188.
NEH 7:27 Die Leute von Anathoth: 128.
NEH 7:28 Die Mnner von Beth-Asmaveth: 42.
NEH 7:29 Die Mnner von Kirjath-Jearim, Kaphira und Beeroth: 743.
NEH 7:30 Die Mnner von Rama und Geba: 621.
NEH 7:31 Die Mnner von Michmas: 122.
NEH 7:32 Die Mnner von Bethel und Ai: 123.
NEH 7:33 Die Mnner von Nebo: 52.
NEH 7:34 Die Nachkommen des anderen Elam: 1254.
NEH 7:35 Die Nachkommen Harims: 320.
NEH 7:36 Die Leute von Jericho: 345.
NEH 7:37 Die Leute von Lod, Hadid und Ono: 721.
NEH 7:38 Die Leute von Senaa: 3930.
NEH 7:39 Die Priester: Die Nachkommen Jedajas vom Hause Jesua: 973.
NEH 7:40 Die Nachkommen Immers: 1052.
NEH 7:41 Die Nachkommen Pashurs: 1247.
NEH 7:42 Die Nachkommen Harims: 1017.
NEH 7:43 Die Leviten: Die Nachkommen Jesuas und Kadmiels, von den 
Nachkommen Hodejas: 74.
NEH 7:44 Die Snger: Die Nachkommen Asaphs: 148.
NEH 7:45 Die Thorhter: Die Nachkommen Sallums, die Nachkommen Aters, die 
Nachkommen Talmons, die Nachkommen Akkubs, die Nachkommen Hatitas, die 
Nachkommen Sobais: 138.
NEH 7:46 Die Tempeldiener: Die Nachkommen Zihas, die Nachkommen Hasuphas, 
die Nachkommen Tabbaoths,
NEH 7:47 die Nachkommen Keros', die Nachkommen Sias, die Nachkommen Padons,
NEH 7:48 die Nachkommen Lebanas, die Nachkommen Hagabas, die Nachkommen 
Salmais,
NEH 7:49 die Nachkommen Hanans, die Nachkommen Giddels, die Nachkommen 
Gahars,
NEH 7:50 die Nachkommen Reajas, die Nachkommen Rezins, die Nachkommen 
Nekodas,
NEH 7:51 die Nachkommen Gassams, die Nachkommen Usas, die Nachkommen 
Paseahs,
NEH 7:52 die Nachkommen Besais, die Nachkommen der Meuniter, die 
Nachkommen der Nephisiter,
NEH 7:53 die Nachkommen Bakbuks, die Nachkommen Kauphas, die Nachkommen 
Harhurs,
NEH 7:54 die Nachkommen Bazeliths, die Nachkommen Mehidas, die Nachkommen 
Harsas,
NEH 7:55 die Nachkommen Barkos', die Nachkommen Siseras, die Nachkommen 
Themahs,
NEH 7:56 die Nachkommen Neziahs, die Nachkommen Hatiphas.
NEH 7:57 Die Nachkommen der Sklaven Salomos: Die Nachkommen Sotais, die 
Nachkommen Sophereths, die Nachkommen Peridas,
NEH 7:58 die Nachkommen Jaalas, die Nachkommen Darkons, die Nachkommen 
Giddels,
NEH 7:59 die Nachkommen Sephatjas, die Nachkommen Hattils, die Nachkommen 
des Pochereth-Hazzebaim, die Nachkommen Amons,
NEH 7:60 smtliche Tempeldiener und Nachkommen der Sklaven Salomos: 392.
NEH 7:61 Und diese sind es, die aus Tel-Melah, Tel-Harsa, Cherub, Addon 
und Immer heraufzogen, ohne da sie ihre Familie und ihre Abstammung 
angeben konnten, ob sie aus Israel stammten:
NEH 7:62 Die Nachkommen Delajas, die Nachkommen Tobias, die Nachkommen 
Nekodas: 642.
NEH 7:63 Und von den Priestern: Die Nachkommen Habajas, die Nachkommen 
Hakkoz', die Nachkommen Barsillais, der eine von den Tchtern des 
Gileaditers Barsillai geheiratet hatte und nach ihrem Namen genannt wurde.
NEH 7:64 Diese suchten ihre Geschlechtsverzeichnisse, aber sie waren nicht 
zu finden; daher wurden sie vom Priestertum ausgeschlossen.
NEH 7:65 Und der Statthalter verbot ihnen, vom Hochheiligen zu essen, bis 
wieder ein Priester fr die Handhabung der Urim und Tummim erstehen wrde.
NEH 7:66 Die ganze Gemeinde betrug zusammen 42360,
NEH 7:67 ungerechnet ihre Sklaven und Sklavinnen; deren gab es 7337 und 
dazu kamen 245 Snger und Sngerinnen.
NEH 7:68 Rosse hatten sie: 736, Maultiere: 245,
NEH 7:69 Kamele: 435, Esel: 6720.
NEH 7:70 Und ein Teil der Familienhupter spendete zum Tempeldienst. Der 
Statthalter spendete fr den Schatz: an Gold tausend Drachmen, fnfzig 
Sprengschalen, 30 Priesterrcke.
NEH 7:71 Und einige von den Familienhuptern spendeten zum Schatze fr den 
Tempeldienst: an Gold 20000 Drachmen und an Silber 2200 Minen.
NEH 7:72 Und was das brige Volk spendete, betrug an Gold 20000 Drachmen 
und an Silber 2000 Minen, und siebenundsechzig Priesterrcke.
NEH 7:73 Und so wohnten die Priester und die Leviten und die Thorhter und 
die Snger und ein Teil des Volks und die Tempeldiener und smtliche 
Israeliten in ihren Stdten.
NEH 8:1 Als aber der siebente Monat herankam, whrend die Israeliten in 
ihren Stdten waren, (1) da versammelte sich das ganze Volk wie ein Mann 
auf den freien Platz vor dem Wasserthor. Und sie baten Esra, den 
Schriftgelehrten, das Buch des Gesetzes Moses herbeizubringen, welches 
Jahwe den Israeliten anbefohlen hatte.
NEH 8:2 Da brachte Esra, der Priester, das Gesetz herzu vor die 
Versammlung, die Mnner und Weiber und alle, die verstndig genug waren, 
um zuzuhren, am ersten Tage des siebenten Monats.
NEH 8:3 Und er las daraus vor, angesichts des freien Platzes vor dem 
Wasserthore, von Tagesanbruch bis zum Mittag, in Gegenwart der Mnner und 
der Weiber und derer von den Kindern, die es verstehen konnten, indem die 
Ohren von ganz Israel auf das Buch des Gesetzes gerichtet waren.
NEH 8:4 Und Esra, der Schriftgelehrte, stand auf einem hlzernen Gerste, 
das sie fr diesen Zweck errichtet hatten, und neben ihm standen 
Mattithja, Sema, Anaja, Asarja, Uria, Hilkia und Maaseja zu seiner 
Rechten, und zu seiner Linken Pedaja, Misal, Malchia, Hasum, Hasbaddana, 
Sacharja und Mesullam.
NEH 8:5 Und Esra schlug das Buch auf vor den Augen des ganzen Volks - denn 
er stand hher als das ganze Volk -, und als er es aufschlug, stand das 
ganze Volk auf.
NEH 8:6 Und Esra pries Jahwe, den groen Gott, und alles Volk antwortete: 
Amen, Amen! whrend sie zugleich ihre Hnde hochhoben und sich verneigten 
und vor Jahwe mit dem Angesichte zur Erde niederwarfen.
NEH 8:7 Und Jesua, Bani, Serebja, Jamin, Akkub, Sabthai, Hodia, Maaseja, 
Kelita, Asarja, Josabad, Hanan und Pelaja, die Leviten, belehrten das Volk 
ber das Gesetz, whrend die Leute auf ihrem Platze blieben.
NEH 8:8 Und sie lasen aus dem Buche, dem Gesetze Gottes, deutlich vor und 
machten den Sinn klar, so da man das Gelesene verstand.
NEH 8:9 Und Nehemia, der Statthalter, und der Priester Esra, der 
Schriftgelehrte, und die Leviten, die das Volk belehrten, sprachen zu dem 
ganzen Volke: Der heutige Tag ist Jahwe, eurem Gott, heilig; klagt und 
weint nicht! Denn es weinten alle Leute, als sie die Gesetzesworte 
vernahmen.
NEH 8:10 Und er sprach zu ihnen: Geht hin, et fette Speisen und trinkt 
se Getrnke und schickt Gerichte als Festgeschenke an die, fr die nicht 
angerichtet ist; denn der heutige Tag ist unserem Herrn heilig. Darum seid 
nicht traurig, denn die Freude an Jahwe, die ist eure Schutzwehr!
NEH 8:11 Zugleich beschwichtigten die Leviten das ganze Volk, indem sie 
sprachen: Seid still, denn dieser Tag ist heilig, darum seid nicht traurig!
NEH 8:12 Da gingen alle Leute hin, um zu essen und zu trinken und Gerichte 
als Festgeschenke zu verschicken und um ein groes Freudenfest zu begehen; 
denn sie hatten auf das geachtet, was man sie gelehrt hatte.
NEH 8:13 Am zweiten Tag aber versammelten sich die Familienhupter des 
ganzen Volks, die Priester und die Leviten, zu Esra, dem Schriftgelehrten, 
und zwar um auf die Gesetzesworte acht zu haben.
NEH 8:14 Da fanden sie geschrieben in dem Gesetze, das Jahwe durch Mose 
anbefohlen hatte, da die Israeliten whrend des Festes im siebenten Monat 
in Laubhtten wohnen sollten,
NEH 8:15 und da sie in allen ihren Stdten und zu Jerusalem folgenden 
Befehl ausrufen und verkndigen lassen sollten: Geht hinaus aufs Gebirge 
und holt euch Zweige vom Olivenbaum und Zweige vom wilden lbaum und 
Zweige von der Myrte und Zweige von Palmen und Zweige von dichtbelaubten 
Bumen, um nach der Vorschrift des Gesetzes Laubhtten zu machen.
NEH 8:16 Und das Volk ging hinaus, holte die Zweige und machte sich 
Laubhtten, ein jeder auf seinem Dach und in ihren Hfen und in den Hfen 
des Tempels Gottes und auf dem freien Platz am Wasserthor und auf dem 
freien Platz am Ephraimthor.
NEH 8:17 Und die ganze Gemeinde, so viele ihrer aus der Gefangenschaft 
heimgekehrt waren, machte Laubhtten und wohnte in den Laubhtten. Denn 
die Israeliten hatten seit der Zeit Jesuas, des Sohnes Nuns, bis auf eben 
jenen Tag nicht also gethan, und so herrschte eine sehr groe Freude.
NEH 8:18 Und Tag fr Tag las man aus dem Buche des Gesetzes Gottes vor, 
vom ersten Tag an bis zum letzten Tage. Und sie begingen das Fest sieben 
Tage lang, und am achten Tage fand der Vorschrift gem eine 
Festversammlung statt.
NEH 9:1 Und am vierundzwanzigsten Tage dieses Monats versammelten sich die 
Israeliten unter Fasten und in hrenen Gewndern und mit Erde auf ihren 
Huptern.
NEH 9:2 Und die Abkmmlinge der Israeliten hielten sich von allen 
Auslndern abgesondert, und sie traten hin und bekannten ihre Snden und 
die Verschuldungen ihrer Vter.
NEH 9:3 Sodann erhoben sie sich an ihrem Platze, und man las aus dem Buche 
des Gesetzes Jahwes, ihres Gottes, whrend des vierten Teils des Tages 
vor, und whrend eines anderen Vierteils bekannten sie ihre Snden und 
warfen sich vor Jahwe, ihrem Gotte, nieder.
NEH 9:4 Und auf dem erhhten Platze der Leviten standen Jesua, Bani, 
Kadmel, Sebanja, Bunni, Serebja, Bani und Chenani und schrieen mit lauter 
Stimme zu Jahwe, ihrem Gott.
NEH 9:5 Und es sprachen die Leviten Jesua, Kadmel, Bani, Hasabneja, 
Serebja, Hodia, Sebanja, Pethahja: Wohlan, preiset Jahwe, euren Gott, von 
Ewigkeit zu Ewigkeit! Und preisen soll man deinen herrlichen und ber 
allen Preis und Ruhm erhabenen Namen!
NEH 9:6 Und Esra sprach: Du, Jahwe, bist's allein; du hast den Himmel 
geschaffen, den Himmel bis zu seinen hchsten Hhen mit seinem ganzen 
Heer, die Erde und alles, was auf ihr ist, das Meer und alles, was in ihm 
ist, und du machst sie alle lebendig, und das Heer des Himmels verneigt 
sich vor dir.
NEH 9:7 Du bist's, Jahwe, Gott, der du Abram erwhlt und aus Ur in Chalda 
hinweggefhrt und ihm den Namen Abraham gegeben hast.
NEH 9:8 Und da du sein Herz treu gegen dich erfandest, so gabst du ihm die 
feierliche Zusage, da du das Land der Kanaaniter, Hethiter, Amoriter, 
Pheresiter, Jebusiter und Girgasiter - da du es seinen Nachkommen 
verleihen wollest. Und du hast deine Zusage erfllt, denn du bist gerecht.
NEH 9:9 Und als du das Elend unserer Vter in gypten wahrnahmst und ihr 
Geschrei am Schilfmeer hrtest,
NEH 9:10 da thatest du Wunder und Zeichen am Pharao und an allen seinen 
Dienern und an allen Bewohnern seines Landes; denn du hattest bemerkt, da 
sie bermtig gegen sie gehandelt hatten. Und so machtest du dir einen 
groen Namen bis auf den heutigen Tag.
NEH 9:11 Und das Meer zerteiltest du vor ihnen, so da sie mitten durch 
das Meer auf dem Trockenen hindurchzogen; aber ihre Verfolger 
schleudertest du in die Tiefen wie Steine, in gewaltige Gewsser.
NEH 9:12 Und in der Wolkensule fhrtest du sie bei Tage und in der 
Feuersule des Nachts, um ihnen den Weg zu erleuchten, auf dem sie ziehen 
sollten.
NEH 9:13 Und auf den Berg Sinai stiegst du hinab, und indem du mit ihnen 
vom Himmel her redetest, gabst du ihnen billige Rechtsforderungen und 
wahrhaftige Gesetze und gute Satzungen und Gebote.
NEH 9:14 Und deinen heiligen Sabbat hast du ihnen kundgethan und ihnen 
Gebote, Satzungen und Gesetz durch deinen Knecht Mose anbefohlen.
NEH 9:15 Und du gabst ihnen Brot vom Himmel fr ihren Hunger und lieest 
ihnen Wasser aus dem Felsen hervorquellen fr ihren Durst. Und du befahlst 
ihnen, hineinzuziehen, um das Land in Besitz zu nehmen, dessen Verleihung 
du ihnen mit zum Schwur erhobener Hand versprochen hattest.
NEH 9:16 Aber sie, unsere Vter, wurden bermtig und halsstarrig und 
hrten nicht auf deine Gebote.
NEH 9:17 Sie verweigerten den Gehorsam und gedachten nicht deiner 
Wunderthaten, die du an ihnen gethan hattest, sondern zeigten sich 
halsstarrig und whlten einen Anfhrer, um zu ihrem Sklavendienst in 
gypten zurckzukehren. Du aber bist ein Gott, der gern verzeiht, gndig 
und barmherzig, langmtig und reich an Huld, und hast sie nicht verlassen.
NEH 9:18 Sogar als sie sich ein gegossenes Kalb machten und sprachen: Das 
ist dein Gott, der dich aus gypten weggefhrt hat, und groe Lsterungen 
vollfhrten,
NEH 9:19 hast du in deiner groen Barmherzigkeit sie in der Wste nicht 
verlassen: die Wolkensule wich nicht von ihnen bei Tage, um sie auf dem 
Wege zu geleiten, noch die Feuersule des Nachts, um ihnen den Weg zu 
erleuchten, auf dem sie ziehen sollten.
NEH 9:20 Und du verliehst ihnen deinen guten Geist, um sie zu belehren, 
und hast ihrem Munde dein Manna nicht vorenthalten und gabst ihnen Wasser 
fr ihren Durst.
NEH 9:21 Und so versorgtest du sie vierzig Jahre in der Wste, so da 
ihnen nichts mangelte: ihre Kleider zerfielen nicht, und ihre Fe 
schwollen nicht an.
NEH 9:22 Und du gabst ihnen Knigreiche und Vlker zur Beute und 
verteiltest diese nach bestimmten Grenzen, und sie nahmen in Besitz das 
Land Sihons und das Land des Knigs von Hesbon und das Land Ogs, des 
Knigs von Basan.
NEH 9:23 Und ihre Kinder machtest du so zahlreich wie die Sterne des 
Himmels und brachtest sie in das Land, in das sie hineinkommen sollten, um 
es in Besitz zu nehmen, wie du ihren Vtern verheien hattest.
NEH 9:24 Und die Shne kamen hinein und nahmen das Land in Besitz, und du 
unterwarfst ihnen die Bewohner des Landes, die Kanaaniter, und gabst sie 
in ihre Gewalt, sowohl ihre Knige als die Bewohner des Landes, da sie 
mit ihnen verfahren sollten, wie es ihnen gutdnkte.
NEH 9:25 Und sie eroberten befestigte Stdte und fettes Land und nahmen 
Huser in Besitz, die mit allerlei Gut angefllt waren, sowie ausgehauene 
Brunnen, Weinberge und lgrten und Obstbume in Menge. Da aen sie und 
wurden satt und fett und schwelgten in deiner groen Segensflle.
NEH 9:26 Aber sie wurden widerspenstig und emprten sich gegen dich und 
warfen dein Gesetz hinter ihren Rcken; ja, deine Propheten, die sie 
verwarnten, um sie zu dir zurckzufhren, tteten sie und vollfhrten 
groe Lsterungen.
NEH 9:27 Da berliefertest du sie der Gewalt ihrer Bedrnger; die 
bedrngten sie hart. Wenn sie aber in Bedrngnis waren, schrieen sie zu 
dir, und du erhrtest sie vom Himmel her und gabst ihnen nach deiner 
groen Barmherzigkeit Retter, damit diese sie aus der Gewalt ihrer 
Bedrnger erretteten.
NEH 9:28 Sobald sie aber Ruhe hatten, thaten sie wiederum Bses vor dir, 
und so mutest du sie aufs neue in die Gewalt ihrer Feinde geraten lassen, 
da diese ber sie herrschten. Dann schrieen sie abermals zu dir, und du 
erhrtest sie vom Himmel her und rettetest sie nach deiner groen 
Barmherzigkeit viele Male.
NEH 9:29 Und du verwarntest sie, um sie zu deinem Gesetze zurckzufhren; 
sie aber waren bermtig und hrten nicht auf deine Gebote und 
versndigten sich gegen deine Ordnungen, durch die doch leben soll, wer 
nach ihnen thut. Sie aber kehrten dir widerspenstig den Rcken zu und 
zeigten sich halsstarrig und gehorchten nicht.
NEH 9:30 Und du verzogst mit deinem Einschreiten gegen sie viele Jahre und 
verwarntest sie durch deinen Geist vermittelst deiner Propheten, und doch 
hrten sie nicht. Da berliefertest du sie in die Gewalt der Bewohner der 
heidnischen Lnder;
NEH 9:31 aber in deiner groen Barmherzigkeit hast du ihnen nicht den 
Garaus gemacht und sie nicht gnzlich verlassen, denn du bist ein gndiger 
und barmherziger Gott!
NEH 9:32 Und nun, unser Gott, du groer, gewaltiger und furchtbarer Gott, 
der an dem Gnadenbunde festhlt, nicht mge dir gering erscheinen all das 
Ungemach, das uns betroffen hat, unsere Knige, unsere Obersten, unsere 
Priester, unsere Propheten, unsere Vter und dein ganzes Volk, seit den 
Tagen der Knige von Assyrien bis auf den heutigen Tag.
NEH 9:33 Doch du stehst gerecht da bei alledem, was ber uns gekommen ist; 
denn du hast Treue gebt, wir aber haben gefrevelt.
NEH 9:34 Und unsere Knige, unsere Obersten, unsere Priester und unsere 
Vter haben dein Gesetz nicht gehalten und haben nicht auf deine Gebote 
geachtet, noch auf deine Mahnungen, mit denen du sie verwarnt hast.
NEH 9:35 Und obwohl sie in ihrem eigenen Reiche wohnten und inmitten der 
groen Segensflle, die du ihnen schenktest, und in dem weiten und fetten 
Lande, das du ihnen berlieest, haben sie dir doch nicht gedient und ihr 
schlimmes Treiben nicht aufgegeben.
NEH 9:36 Siehe, wir sind jetzt Knechte, und das Land, das du einst unseren 
Vtern verliehst, damit sie seine Frchte und seine Segensflle genieen 
sollten, - in dem sind wir nun Knechte!
NEH 9:37 Seinen reichen Ertrag giebt es den Knigen, die du um unserer 
Snden willen ber uns gesetzt hast; sie verfgen ber unsere Leiber und 
ber unser Vieh, wie es ihnen gutdnkt, und so sind wir in groer 
Bedrngnis!
NEH 10:1 Auf Grund alles dessen gingen wir eine Verpflichtung ein und 
unterschrieben. Und auf dem Versiegelten waren unterzeichnet unsere 
Obersten, unsere Leviten und unsere Priester.
NEH 10:2 Und auf den versiegelten Urkunden standen: Nehemia, der 
Statthalter, der Sohn Hakaljas, und Zedekia,
NEH 10:3 Seraja, Asarja, Jeremia,
NEH 10:4 Pashur, Amarja, Malchia,
NEH 10:5 Hattus, Sebanja, Malluch,
NEH 10:6 Harim, Meremoth, Obadja,
NEH 10:7 Daniel, Ginnethon, Baruch,
NEH 10:8 Mesullam, Abia, Mijamin,
NEH 10:9 Maasja, Bilgai, Semaja - das sind die Priester.
NEH 10:10 Und die Leviten: Jesua, der Sohn Asanjas, Binnui, von den 
Nachkommen Henadads, Kadmel
NEH 10:11 und ihre Brder: Sebanja, Hodia, Kelita, Pelaja, Hanan,
NEH 10:12 Micha, Rehob, Hasabja,
NEH 10:13 Sakkur, Serebja, Sebanja,
NEH 10:14 Hodia, Bani, Beninu.
NEH 10:15 Die Hupter des Volks: Pareos, Pahath-Moab, Elam, Sattu, Bani,
NEH 10:16 Bunni, Asgad, Bebai,
NEH 10:17 Adonia, Bigvai, Adin,
NEH 10:18 Ater, Hiskia, Asur,
NEH 10:19 Hodia, Hasum, Bezai,
NEH 10:20 Hariph, Anathoth, Nobai,
NEH 10:21 Magpias, Mesullam, Hesir,
NEH 10:22 Mesesabeel, Zadok, Jaddua,
NEH 10:23 Pelatja, Hanan, Anaja,
NEH 10:24 Hosea, Hananja, Hassub,
NEH 10:25 Hallohes, Pilha, Sobek,
NEH 10:26 Rehum, Hasabna, Maaseja,
NEH 10:27 Ahia, Hanan, Anan,
NEH 10:28 Malluch, Harim und Baana.
NEH 10:29 Und das brige Volk - die Priester, die Leviten, die Thorhter, 
die Snger, die Tempeldiener und alle, die sich von den heidnischen 
Bewohnern des Landes abgesondert und dem Gesetze Gottes unterworfen hatten 
-, ihre Weiber, Shne und Tchter, alle, die alt genug waren, es zu 
verstehen,
NEH 10:30 schlossen sich ihren Brdern, den Vornehmen, an und nahmen Eid 
und Schwur auf sich, da sie nach dem Gesetze Gottes, das durch Mose, den 
Knecht Gottes, bermittelt ist, wandeln und alle Gebote, Ordnungen und 
Satzungen Jahwes, unseres Herrn, beobachten und halten wollten,
NEH 10:31 nmlich, da wir weder unsere Tchter den heidnischen Bewohnern 
des Landes zu Weibern geben, noch ihre Tchter an unsere Shne verheiraten 
wollten;
NEH 10:32 ferner, da wir, wenn die Bewohner des Landes am Sabbat 
Marktwaren und allerlei Getreide zum Verkauf herbeibrchten, es ihnen am 
Sabbat oder an einem anderen heiligen Tage nicht abnehmen wollten. Und im 
siebenten Jahre wollen wir das Land brach liegen lassen und auf jegliches 
Handdarlehen verzichten.
NEH 10:33 Weiter stellten wir als gesetzliche Verpflichtung fr uns fest, 
da wir uns jhrlich den dritten Teil eines Sekels fr den Dienst am 
Tempel unseres Gottes auferlegen wollten,
NEH 10:34 nmlich fr die reihenweise aufgelegten Brote, das regelmige 
Speisopfer und das regelmige Brandopfer, die Opfer an den Sabbaten und 
den Neumondstagen, fr die Festopfer, die Dankopfer und die Sndopfer, um 
Israel Shne zu schaffen, und fr den ganzen Dienst am Tempel unseres 
Gottes.
NEH 10:35 Und wir, die Priester, die Leviten und das Volk, warfen das Los 
wegen der Holzlieferungen, da wir es jahraus jahrein familienweise zur 
festgesetzten Zeit fr den Tempel unseres Gottes liefern wollten, damit es 
auf dem Altare Jahwes, unseres Gottes, verbrenne, wie es im Gesetze 
vorgeschrieben ist.
NEH 10:36 Und weiter verpflichteten wir uns, die Erstlinge unseres 
Ackerlands und die Erstlinge aller Frchte von jeder Art von Bumen 
jahraus jahrein an den Tempel Jahwes abzuliefern
NEH 10:37 und ebenso unsere erstgeborenen Shne und die Erstgeborenen 
unseres Viehs nach der Vorschrift im Gesetze, sowie die Erstgeborenen 
unserer Rinder und unserer Schafe an den Tempel unseres Gottes, an die 
Priester, die im Hause unseres Gottes Dienst thun, abzuliefern.
NEH 10:38 Auch das Erste von unserer Grtze und unseren Hebeopfern und den 
Frchten smtlicher Bume, dem Most und dem l wollen wir an die Priester 
in die Zellen des Tempels unseres Gottes einliefern und den Zehnten von 
unserem Ackerland an die Leviten; denn sie, die Leviten, sammeln in allen 
unseren Ackerbaustdten den Zehnten ein.
NEH 10:39 Und der aaronitische Priester soll bei den Leviten zugegen sein, 
wenn die Leviten den Zehnten einsammeln, und die Leviten sollen den 
Zehnten vom Zehnten zum Tempel unseres Gottes, in die Zellen des 
Schatzhauses bringen.
NEH 10:40 Denn in diese Zellen haben die Israeliten und die Leviten die 
Hebe vom Getreide, dem Moste und dem l abzuliefern, da sich dort die 
Gefe des Heiligtums und die dienstthuenden Priester und die Thorhter 
und die Snger befinden. So wollen wir den Tempel unseres Gottes nicht im 
Stiche lassen.
NEH 11:1 Und die Obersten des Volks nahmen ihren Wohnsitz in Jerusalem; 
das brige Volk warf das Los, um je einen von zehn hineinzubringen, da er 
in Jerusalem, der heiligen Stadt, wohne, die brigen neun Zehntel aber in 
den Landstdten.
NEH 11:2 Und das Volk segnete alle die Mnner, die sich freiwillig 
entschlossen, in Jerusalem zu wohnen.
NEH 11:3 Und dies sind die Hupter der Provinz, die in Jerusalem und in 
den Stdten Judas wohnten - sie wohnten nmlich in ihren Stdten, ein 
jeder in seinem Besitztum: Israel, die Priester, die Leviten, die 
Tempeldiener und die Nachkommen der Sklaven Salomos -:
NEH 11:4 In Jerusalem wohnten sowohl Juder, als Benjaminiten. Von den 
Judern: Athaja, der Sohn Usias, des Sohnes Sacharjas, des Sohnes Amarjas, 
des Sohnes Sephatjas, des Sohnes Mahalaleels, von den Nachkommen des Perez,
NEH 11:5 und Maaseja, der Sohn Baruchs, des Sohnes Chol-Hoses, des Sohnes 
Hasajas, des Sohnes Adajas, des Sohnes Jojaribs, des Sohnes Sacharjas, des 
Sohnes des Selaniten.
NEH 11:6 Smtliche Nachkommen des Perez, die zu Jerusalem wohnten, 
beliefen sich auf 468 kriegstchtige Mnner.
NEH 11:7 Und dies sind die Benjaminiten: Sallu, der Sohn Mesullams, des 
Sohnes Jods, des Sohnes Pedajas, des Sohnes Kolajas, des Sohnes Maasejas, 
des Sohnes Ithels, des Sohnes Jesajas,
NEH 11:8 und nach ihm Jibneja, zusammen 928.
NEH 11:9 Joel, der Sohn Sichris, war ihr Aufseher, und Juda, der Sohn 
Hasnuas, war ber die Stadt gesetzt als zweiter im Rang.
NEH 11:10 Von den Priestern: Jedaja, Jojarib, Jachin;
NEH 11:11 Seraja, der Sohn Hilkias, des Sohnes Mesullams, des Sohnes 
Zadoks, des Sohnes Merajoths, des Sohnes Ahitubs, der Frst des Tempels 
Gottes,
NEH 11:12 und ihre Brder, die den Dienst am Tempel besorgten, zusammen 
822, und Adaja, der Sohn Jerohams, des Sohnes Pelaljas, des Sohnes Amzis, 
des Sohnes Sacharjas, des Sohnes Pashurs, des Sohnes Malchias,
NEH 11:13 und seine Brder, Hupter von Familien, zusammen 242, und 
Amassai, der Sohn Asareels, des Sohnes Ahsais, des Sohnes Mesillemoths, 
des Sohnes Immers,
NEH 11:14 und ihre Brder, tchtige Mnner, zusammen 128. Ihr Aufseher war 
Sabdiel, der Sohn Hagedolims.
NEH 11:15 Und von den Leviten: Semaja, der Sohn Hassubs, des Sohnes 
Asrikams, des Sohnes Hasabjas, von den Shnen Meraris,
NEH 11:16 und Sabthai und Josabad, die ber die ueren Geschfte am 
Tempel Gottes gesetzt waren aus der Zahl der Levitenhupter,
NEH 11:17 und Mattanja, der Sohn Michas, des Sohnes Sabdis, des Sohnes 
Asaphs, der Leiter des Lobgesangs, der das Danket! zum Gebet anstimmte, 
und Bakbukja, der zweite im Rang von seinen Brdern, und Abda, der Sohn 
Sammuas, des Sohnes Galals, des Sohnes Jedithuns,
NEH 11:18 smtliche Leviten in der heiligen Stadt, zusammen 284.
NEH 11:19 Und die Thorhter: Akkub, Talmon und ihre Brder, die die Wache 
an den Thoren hatten, zusammen 172.
NEH 11:20 Und das brige Israel, die Priester und die Leviten, waren in 
allen brigen Stdten Judas, ein jeder in seinem Erbbesitz.
NEH 11:21 Die Tempeldiener aber wohnten auf dem Ophel, und Ziha und Gispa 
waren ber die Tempeldiener gesetzt.
NEH 11:22 Und der Aufseher der Leviten in Jerusalem war Usi, der Sohn 
Banis, des Sohnes Hasabjas, des Sohnes Mattanjas, des Sohnes Michas, von 
den Nachkommen Asaphs, den Sngern, fr den Dienst am Tempel Gottes.
NEH 11:23 Denn es war ihretwegen eine Verordnung des Knigs ergangen, 
indem den Sngern die Lieferung ihres Bedarfs fr jeden einzelnen Tag fest 
zugesichert war.
NEH 11:24 Und Pethahja, der Sohn Mesesabeels, von den Nachkommen Serahs, 
des Sohnes Judas, war der Bevollmchtigte des Knigs in allen das Volk 
betreffenden Angelegenheiten.
NEH 11:25 Und was die Drfer auf ihren Feldmarken betrifft, so wohnten von 
den Judern welche in Kirjath-Ha-arba und den zugehrigen Ortschaften und 
in Dibon und den zugehrigen Ortschaften und in Jekabzeel und den 
zugehrigen Gehften
NEH 11:26 und in Jesua und in Molada und in Bethpelet
NEH 11:27 und in Hazar-Sual und in Beerseba und den zugehrigen Ortschaften
NEH 11:28 und in Ziklag und in Mechona und den zugehrigen Ortschaften
NEH 11:29 und in En-Rimmon und in Zorea und in Jarmuth,
NEH 11:30 Sanoah, Adullam und den zugehrigen Gehften, in Lachis und 
seinen Feldmarken, in Aseka und den zugehrigen Ortschaften. Sie hatten 
sich also niedergelassen von Beerseba an bis zum Thale Hinnom hin.
NEH 11:31 Und Benjaminiten wohnten von Geba an in Michmas, Aja, Bethel und 
den zugehrigen Ortschaften,
NEH 11:32 in Anathoth, Nob, Ananja,
NEH 11:33 Hazor, Rama, Gittaim,
NEH 11:34 Hadid, Zeboim, Neballat,
NEH 11:35 Lod und Ono, im Zimmererthale.
NEH 11:36 Und von den Leviten gehrten Abteilungen zu Juda und zu Benjamin.
NEH 12:1 Und dies sind die Priester und die Leviten, die mit Serubabel, 
dem Sohne Sealthels, und Jesua heraufzogen: Seraja, Jeremia, Esra,
NEH 12:2 Amarja, Malluch, Hattus,
NEH 12:3 Sechanja, Harim, Meremoth,
NEH 12:4 Iddo, Ginnethoi, Abia,
NEH 12:5 Mijamin, Maadja, Bilga,
NEH 12:6 Semaja, Jojarib, Jedaja,
NEH 12:7 Sallu, Amok, Hilkia und Jedaja; das sind die Hupter der Priester 
und ihrer Brder zur Zeit Jesuas.
NEH 12:8 Und die Leviten: Jesua, Binnui, Kadmel, Serebja, Juda, Mattanja, 
der samt seinen Brdern dem Danket-Singen vorstand;
NEH 12:9 Unni, ihre Brder, standen ihnen gegenber, als dem Wechselgesang 
obliegende Dienstabteilungen.
NEH 12:10 Und Jesua erzeugte Jojakim, und Jojakim erzeugte Eljasib, und 
Eljasib erzeugte Jojada,
NEH 12:11 und Jojada erzeugte Johanan, und Johanan erzeugte Jaddua.
NEH 12:12 Und zur Zeit Jojakims waren von den Priester folgende die 
Hupter der Familien: Meraja fr Seraja, Hananja fr Jeremia,
NEH 12:13 Mesullam fr Esra, Johanan fr Amarja,
NEH 12:14 Jonathan fr Malluchi, Joseph fr Sebanja,
NEH 12:15 Adna fr Harim, Helkai fr Merajoth,
NEH 12:16 Sacharja fr Iddo, Mesullam fr Ginnethon,
NEH 12:17 Sichri fr Abia, ....... fr Minjamin, Piltai fr Moadja,
NEH 12:18 Sammua fr Bilga, Jonathan fr Semaja,
NEH 12:19 Mathnai fr Jojarib, Usi fr Jedaja,
NEH 12:20 Kallai fr Sallai, Eber fr Amok,
NEH 12:21 Hasabja fr Hilkia, Nethaneel fr Jedaja.
NEH 12:22 Zur Zeit Eljasibs, Jojadas, Johanans und Jadduas wurden die 
Familienhupter verzeichnet und die Priester bis zur Regierung Darius, des 
Persers.
NEH 12:23 Von den Nachkommen Levis wurden die Familienhupter im Buche der 
Zeitgeschichte verzeichnet, und zwar bis zur Zeit Johanans, des Enkels 
Eljasibs.
NEH 12:24 Und die Hupter der Leviten waren: Hasabja, Serebja, Jesua, 
Binnui, Kadmel und ihre Brder, die ihnen gegenberstanden, um zu 
lobpreisen durch Danket-Singen, nach der Anordnung Davids, des Mannes 
Gottes, eine Abteilung abwechselnd mit der andern:
NEH 12:25 Mattanja, Bakbukja, Obadja, Mesullam; Talmon und Akkub waren 
Thorhter, die Wache hielten bei den Vorratshusern an den Thoren.
NEH 12:26 Diese waren die Familienhupter zur Zeit Jojakims, des Sohnes 
Jesuas, des Sohnes Jozadaks, und zur Zeit Nehemias, des Statthalters, und 
des Priesters Esra, des Schriftgelehrten.
NEH 12:27 Bei der Einweihung der Mauer von Jerusalem aber holte man die 
Leviten aus allen ihren Wohnorten, um sie nach Jerusalem zu bringen, damit 
sie die Einweihung mit Jubel und Danksagungen und mit Gesang, Cymbeln, 
Harfen und Zithern begehen sollten.
NEH 12:28 Da versammelten sich die Sngerchre sowohl aus dem Landkreise 
rings um Jerusalem, als auch aus den Drfern der Netophathiter
NEH 12:29 und aus Beth-Gilgal und aus den Feldmarken von Geba und 
Asmaveth; denn die Snger hatten sich rings um Jerusalem Drfer gebaut.
NEH 12:30 Und die Priester und die Leviten reinigten sich und reinigten 
sodann auch das Volk und die Thore und die Mauer.
NEH 12:31 Und ich lie die Obersten von Juda auf die Mauer hinaufsteigen 
und bestellte zwei groe Dankchre und Zge: Der eine Dankchor zog auf der 
Mauer nach rechts nach dem Mistthore zu,
NEH 12:32 und hinter ihnen her zogen Hosaja und die Hlfte der Obersten 
von Juda
NEH 12:33 und Asarja, Esra und Mesullam,
NEH 12:34 Juda und Benjamin und Semaja und Jeremia,
NEH 12:35 und welche von den Priestern mit Trompeten, sodann Sacharja, der 
Sohn Jonathans, des Sohnes Semajas, des Sohnes Mattanjas, des Sohnes 
Michajas, des Sohnes Sakkurs, des Sohnes Asaphs,
NEH 12:36 und seine Brder: Semaja und Asareel, Milalai, Gilalai, Maai, 
Nethaneel und Juda, Hananil, mit den Musikinstrumenten Davids, des Mannes 
Gottes, und Esra, der Schriftgelehrte, ging an ihrer Spitze,
NEH 12:37 und weiter nach dem Quellthor, und nun stiegen sie geradeaus auf 
den Stufen der Davidsstadt den Aufstieg zur Mauer hinan, oberhalb vom 
Palaste Davids und bis zum Wasserthore nach Osten zu.
NEH 12:38 Und der zweite Dankchor zog nach links, whrend ich und die 
andere Hlfte des Volks hinter ihm hergingen, oben auf der Mauer, ber den 
Ofenturm und bis zur breiten Mauer
NEH 12:39 und ber das Ephraimthor und das Thor der Altstadt und das 
Fischthor und den Turm Hananeel und den Turm Mea und bis zum Schafthor, 
und sie stellten sich auf beim Gefngnisthor.
NEH 12:40 Und so stellten sich die beiden Dankchre beim Tempel Gottes 
auf, und ich und die Hlfte der Vorsteher mit mir,
NEH 12:41 und die Priester Eljakim, Maaseja, Minjamin, Michaja, Eljonai, 
Sacharja, Hananja mit Trompeten,
NEH 12:42 und Maaseja, Semaja, Eleasar, Usi, Johanan, Malchia, Elam und 
Eser. Und die Snger lieen ihre Stimme erschallen, und Jisrahja war ihr 
Vorsteher.
NEH 12:43 Und sie opferten an jenem Tage groe Opfer und freuten sich, 
weil Gott ihnen groe Freude beschert hatte, und auch die Weiber und 
Kinder freuten sich, da die Freude Jerusalems weithin vernommen ward.
NEH 12:44 Zu jener Zeit wurden Mnner zu Aufsehern ber die Zellen 
bestellt, die fr die Hebeopfer, die Erstlinge und die Zehnten als 
Vorratskammern dienten, damit die gesetzlichen Abgaben fr die Priester 
und die Leviten von den Feldmarken der Stdte darin angesammelt wrden; 
denn Juda hatte seine Freude an den Priestern und an den Leviten, die im 
Dienste standen.
NEH 12:45 Und diese verrichteten den Dienst ihres Gottes und den 
Reinigungsdienst, und die Snger und die Thorhter verrichteten 
gleichfalls ihren Dienst nach der Anordnung Davids und seines Sohnes 
Salomo.
NEH 12:46 Denn schon vor alters, zur Zeit Davids und Asaphs, des Hauptes 
der Snger, gab es Lob- und Danksagungsgesang fr Gott.
NEH 12:47 Und alle Israeliten gaben zur Zeit Serubabels und zur Zeit 
Nehemias die Abgaben fr die Snger und die Thorhter, soviel fr jeden 
Tag erforderlich war, und zwar lieferten sie die Weihegaben den Leviten, 
die Leviten aber lieferten den Nachkommen Aarons die ihnen zukommenden 
Weihegaben.
NEH 13:1 Damals wurde dem Volk aus dem Buche Moses vorgelesen, und es fand 
sich darin geschrieben, da kein Ammoniter oder Moabiter jemals der 
Gemeinde Gottes angehren drfe,
NEH 13:2 weil sie den Israeliten nicht Brot und Wasser entgegenbrachten 
und Bileam gegen sie dingten, damit er sie verfluche, welchen Fluch unser 
Gott jedoch in Segen wandelte.
NEH 13:3 Und als sie das Gesetz vernahmen, sonderten sie alle Fremden von 
Israel ab.
NEH 13:4 Vorher aber hatte der Priester Eljasib, ein Verwandter des Tobia, 
der bei den Zellen des Tempels unseres Gottes angestellt war,
NEH 13:5 diesem eine groe Zelle eingerichtet; dorthin hatte man ehedem 
immer das Speisopfer, den Weihrauch und die Gerte und den Zehnten vom 
Getreide, Most und l, die Gebhr der Leviten, Snger und Thorhter, sowie 
die Hebegaben fr die Priester gethan.
NEH 13:6 Aber whrend sich alles dies zutrug, war ich nicht in Jerusalem; 
denn im zweiunddreiigsten Jahre des Arthahsastha, des Knigs von Babel, 
hatte ich mich zum Knige begeben. Nach einer gewissen Zeit erbat ich mir 
vom Knig Urlaub;
NEH 13:7 und als ich nach Jerusalem kam, da gewahrte ich den Frevel, den 
Eljasib begangen hatte, indem er Tobia in den Vorhfen des Tempels Gottes 
eine Zelle einrichtete.
NEH 13:8 Das rgerte mich schwer, und so warf ich alles Hausgerte Tobias 
aus der Zelle hinaus
NEH 13:9 und ordnete an, da man die Zellen reinigte; sodann brachte ich 
die Gerte des Tempels Gottes, das Speisopfer und den Weihrauch, wieder 
hinein.
NEH 13:10 Ich erfuhr aber auch, da die Abgaben fr die Leviten nicht 
abgeliefert worden waren, so da die Leviten und die Snger, die den 
Dienst zu versehen hatten, ein jeder auf sein Landgut entwichen waren.
NEH 13:11 Da machte ich den Vorstehern Vorwrfe und sprach: Weshalb hat 
man den Tempel Gottes im Stiche gelassen? Und ich rief sie zusammen und 
stellte sie wieder auf ihren Posten.
NEH 13:12 Alle Juden aber brachten den Zehnten vom Getreide, Most und l 
in die Vorratskammern.
NEH 13:13 Und ich beorderte ber die Vorratskammern den Priester Selemja 
und Zadok, den Schriftgelehrten, und Pedaja von den Leviten, und zu ihrer 
Untersttzung Hanan, den Sohn Sakkurs, des Sohnes Mattanjas; denn diese 
galten fr zuverlssig, und ihnen lag es ob, ihren Brdern auszuteilen.
NEH 13:14 Gedenke mir dies, mein Gott, und tilge nicht aus deinem 
Gedchtnis die Wohlthaten, die ich dem Tempel meines Gottes und dem Dienst 
an ihm erwiesen habe!
NEH 13:15 Zu jener Zeit sah ich in Juda welche, die am Sabbat die Keltern 
traten und Getreidehaufen einbrachten, und andere, die Esel beluden, und 
zwar auch mit Wein, Trauben, Feigen und allerlei sonstiger Ware, und sie 
am Sabbattage hineinbrachten nach Jerusalem. Und ich verwarnte sie, wenn 
sie Lebensmittel verkauften.
NEH 13:16 Und die Tyrier, die sich darin angesiedelt hatten, brachten 
Fische und allerlei Ware hinein und verkauften sie am Sabbat an die Juden 
zu Jerusalem.
NEH 13:17 Da machte ich den jdischen Edlen Vorwrfe und sprach zu ihnen: 
Wie knnt ihr doch so unrecht handeln, da ihr den Sabbat entweiht!
NEH 13:18 Haben nicht eure Vter ebenso gehandelt, so da unser Gott ber 
uns und diese Stadt all' dieses Unglck bringen mute? Ihr aber vermehrt 
noch den Zorn Gottes ber Israel, indem ihr den Sabbat entweiht!
NEH 13:19 Und sobald es vor Sabbatsanbruch in den Thoren dunkel wurde, 
befahl ich, da die Thren geschlossen wrden; und weiter befahl ich, da 
man sie nicht eher wieder ffnen drfe als nach dem Sabbat. Und ich 
stellte einige von meinen Leuten an die Thore, da am Sabbattage keine 
Ware hereinkme.
NEH 13:20 Da verbrachten die Kaufleute und die Verkufer von allerlei 
Marktware die Nacht drauen vor Jerusalem, einmal und zweimal.
NEH 13:21 Da verwarnte ich sie und sprach zu ihnen: Was sitzt ihr da des 
Nachts vor der Mauer? Wenn ihr's nochmals thut, so werde ich Hand an euch 
legen! Seit der Zeit kamen sie nicht mehr am Sabbat.
NEH 13:22 Auch befahl ich den Leviten, da sie sich reinigen und dann 
kommen sollten, die Thore zu bewachen, um so den Sabbattag zu heiligen. 
Auch das gedenke mir, mein Gott, und erbarme dich meiner nach deiner 
groen Gnade!
NEH 13:23 Auch besuchte ich zu jener Zeit die Juden, welche Weiber aus 
Asdod, Ammoniterinnen und Moabiterinnen heimgefhrt hatten.
NEH 13:24 Deren Kinder redeten zur Hlfte asdoditisch oder entsprechend 
der Sprache des betreffenden Volks und verstanden nicht, judisch zu reden.
NEH 13:25 Und ich machte ihnen Vorwrfe und fluchte ihnen, ja, ich schlug 
und raufte einige von den Mnnern und beschwor sie bei Gott: Ihr sollt 
eure Tchter nicht ihren Shnen geben und von ihren Tchtern keine fr 
eure Shne und fr euch selbst nehmen!
NEH 13:26 Hat nicht ihretwegen Salomo, der Knig von Israel, gesndigt? 
Unter allen den vielen Vlkern gab es keinen Knig wie er, und also ward 
er von seinem Gotte geliebt, da ihn Gott zum Knig ber ganz Israel 
machte! Aber auch ihn verfhrten die auslndischen Frauen zur Snde.
NEH 13:27 Und nun mssen wir von euch hren, da ihr all' dieses groe 
Unrecht begeht, euch an unserem Gotte zu versndigen, indem ihr 
auslndische Weiber heimfhrt?
NEH 13:28 Und einer von den Shnen Jojadas, des Sohnes des Hohenpriesters 
Eljasib, war ein Schwiegersohn des Horoniters Sanballat; ihn vertrieb ich, 
um mich seiner zu entledigen.
NEH 13:29 Gedenke ihnen, mein Gott, die Befleckungen des Priestertums und 
der heiligen Verpflichtung, die dem Priestertum und den Leviten auferlegt 
ist!
NEH 13:30 Und so reinigte ich sie von allem auslndischen Wesen und 
stellte die Dienstordnung der Priester und der Leviten nach den 
Obliegenheiten eines jeden fest
NEH 13:31 und die Einlieferung des Holzes zur festgesetzten Zeit und die 
der Erstlinge. Gedenke mir dies, mein Gott, zum Besten!
EST 1:1 Es begab sich aber in den Tagen des Ahasveros - das ist der 
Ahasveros, der von Indien bis nach thiopien ber 
hundertundsiebenundzwanzig Provizen herrschte -,
EST 1:2 in jenen Tagen, als der Knig Ahasveros auf seinem kniglichen 
Throne sa in der Burg Susa,
EST 1:3 im dritten Jahre seiner Regierung, da veranstaltete er ein 
Gastmahl fr alle seine Frsten und seine Knechte, so da die 
Heeresobersten von Persien und Medien, die Edlen und die Obersten der 
Provinzen vor ihm waren,
EST 1:4 wobei er den Reichtum seiner kniglichen Herrlichkeit und die 
glnzende Pracht seiner Gre viele Tage lang - hundertundachtzig Tage - 
sehen lie.
EST 1:5 Und als diese Tage zu Ende gegangen waren, da veranstaltete der 
Knig fr alles Volk, das in der Burg Susa zugegen war, vom Grten bis 
zum Kleinsten, ein Gastmahl sieben Tage lang, in dem Gehege des Gartens am 
kniglichen Palaste:
EST 1:6 dort gab es weies Baumwollenzeug und purpurblaues Tuch, eingefat 
mit Schnren von Byssus und Purpur, an silbernen Ringen und marmornen 
Sulen, Polster von Gold und Silber auf einem Steinpflaster von Alabaster 
und weiem Marmor und Perlmutterstein und gefleckten Marmor.
EST 1:7 Das Getrnke aber reichte man in goldenen Gefen, wobei die einen 
Gefe von den anderen verschieden waren; und kniglicher Wein war in 
Menge vorhanden, wie es kniglicher Freigebigkeit entspricht.
EST 1:8 Und das Trinken richtete sich nach der Verordnung, da niemand 
ntigen solle; denn diese Weisung hatte der Knig an alle Vorsteher in 
seinem Palast ergehen lassen, da es jedermann nach seinem Gutdnken 
halten drfe.
EST 1:9 Auch die Knigin Vasthi veranstaltete ein Gastmahl fr die Frauen 
im kniglichen Palaste des Knigs Ahasveros.
EST 1:10 Am siebenten Tag aber, als das Herz des Knigs vom Weine frhlich 
war, befahl er dem Mehuman, Bistha, Harbona, Bighta und Abaghta, Sethar 
und Charkas, den sieben Kmmerern, die den Dienst vor dem Knig Ahasveros 
hatten,
EST 1:11 da sie die Knigin Vasthi mit dem kniglichen Diadem vor den 
Knig bringen sollten, um den Vlkern und Frsten ihre Schnheit zu 
zeigen; denn sie war sehr schn von Ansehen.
EST 1:12 Doch die Knigin Vasthi weigerte sich, auf den durch die Kmmerer 
bermittelten Befehl des Knigs hin zu erscheinen. Da ward der Knig sehr 
zornig, indem sein Ingrimm in ihm aufloderte.
EST 1:13 Und der Knig sprach zu den Weisen, die sich auf die Zeiten 
verstehen - denn so wird jedes Wort des Knigs allen Gesetz- und 
Rechtskundigen vorgelegt;
EST 1:14 und die ihm am nchsten Stehenden waren Charsena, Sethar, 
Admatha, Tharsis, Meres, Marsena und Memuchan, die sieben Frsten der 
Perser und Meder, die das Angesicht des Knigs sahen, die den Vorsitz im 
Knigreiche hatten -:
EST 1:15 Was ist nach dem Gesetz mit der Knigin Vasthi zu thun, dafr, 
da sie den durch die Kmmerer bermittelten Befehl des Knigs Ahasveros 
nicht befolgt hat?
EST 1:16 Da sprach Memuchan angesichts des Knigs und der Frsten: Nicht 
gegen den Knig allein hat die Knigin Vasthi gefrevelt, sondern gegen 
alle Frsten und gegen alle Vlker, die in allen Provinzen des Knigs 
Ahasveros wohnen.
EST 1:17 Denn das Verhalten der Knigin wird allen Weibern kund werden, 
derart, da ihre Mnner ihnen verchtlich vorkommen werden, wenn es heit: 
der Knig Ahasveros befahl, die Knigin Vasthi vor ihn zu bringen, aber 
sie erschien nicht!
EST 1:18 Und gleich heute werden es die Frstinnen der Perser und Meder, 
die von dem Verhalten der Knigin gehrt haben, allen Frsten des Knigs 
erzhlen, und es Verachtung und Verdru gerade genug geben.
EST 1:19 Wenn es dem Knige recht ist, so mge ein kniglicher Erla von 
ihm ausgehen und unter den Gesetzen der Perser und Meder aufgezeichnet 
werden, so da er nicht aufgehoben werden kann: da Vasthi nicht mehr vor 
dem Knig Ahasveros erscheinen drfe, und ihr Knigtum gebe der Knig 
einer anderen, die besser ist, als sie.
EST 1:20 Wird dann die Verordnung des Knigs, die er in seinem ganzen 
Knigreiche - das ja gro ist - erlt, vernommen, so werden alle Frauen 
ihren Mnnern die Ehre geben, vom Grten bis zum Kleinsten.
EST 1:21 Dieser Vorschlag gefiel dem Knige und den Frsten, und der Knig 
that nach dem Vorschlage Memuchans.
EST 1:22 Und er sandte Schreiben in alle Provinzen des Knigs, in jede 
Provinz, je nach ihrer Schrift und zu jedem Volke je nach seiner Sprache: 
jeder Mann solle Herr in seinem Hause sein und reden alles, was ihm 
passend erscheine.
EST 2:1 Nach diesen Begebenheiten, als sich der Zorn des Knigs Ahasveros 
gelegt hatte, gedachte er der Vasthi und dessen, was sie gethan hatte, und 
dessen, was ber sie beschlossen worden war.
EST 2:2 Da sprachen die Hflinge des Knigs, die ihn bedienten: Man suche 
fr den Knig nach jugendlich schnen Jungfrauen,
EST 2:3 und der Knig bestelle Beamte in allen Provinzen seines 
Knigreichs, da sie alle jugendlich schnen Jungfrauen zusammenbringen 
nach der Burg Susa ins Frauenhaus unter die Obhut Hegais, des kniglichen 
Kmmerers, des Aufsehers ber die Frauen, und nehme die ntigen 
Vorbereitungen mit ihnen vor;
EST 2:4 und das Mdchen, welches dem Knige gefllt, soll Knigin werden 
an Stelle Vasthis. Dieser Vorschlag gefiel dem Knig und er that also.
EST 2:5 Es war aber in der Burg Susa ein jdischer Mann, Namens Mardachai, 
ein Sohn Jairs, des Sohnes Simeis, des Sohnes Kis', ein Benjaminit,
EST 2:6 der aus Jerusalem weggefhrt worden war zugleich mit den 
Weggefhrten, die mit Jechonja, dem Knige von Juda, weggefhrt wurden, 
die Nebukadnezar, der Knig von Babel, wegfhrte.
EST 2:7 Und er war der Pflegevater Hadassas - das ist Esther -, der 
Tochter seines Oheims, da sie weder Vater noch Mutter hatte. Das Mdchen 
war von herrlicher Gestalt und schnem Ansehen, und als ihr Vater und ihre 
Mutter starben, hatte sie Mardachai als Tochter angenommen.
EST 2:8 Als nun der Erla des Knigs und sein Gesetz kund wurde, und man 
viele Mdchen nach der Burg Susa unter die Obhut Hegais zusammenbrachte, 
da wurde auch Esther in den Palast des Knigs unter die Obhut Hegais, des 
Aufsehers ber die Frauen, geholt.
EST 2:9 Und das Mdchen gefiel ihm und sie fand Gnade vor ihm; daher 
beeilte er sich, sie vorzubereiten, ihr die geignete Kost zu reichen und 
ihr die sieben ihr zukommenden Dienerinnen aus dem kniglichen Palaste zu 
verschaffen; und er versetzte sie und ihre Dienerinnen in die besten 
Gemcher des Frauenhauses.
EST 2:10 Esther hatte ihr Volk und ihre Herkunft nicht verraten; denn 
Mardachai hatte ihr anbefohlen, es nicht zu verraten.
EST 2:11 Mardachai aber ging Tag fr Tag vor dem Hofe des Frauenhauses 
umher, um zu erkunden, ob es Esther wohlgehe, und was mit ihr geschehen 
werde.
EST 2:12 Und jedesmal, wenn die Reihe an ein Mdchen kam, sich zum Knige 
Ahasveros hineinzubegeben, nach Ablauf der zwlfmonatlichen Frist, in der 
sie gem den fr die Frauen geltenden Vorschriften behandelt worden war, -
 denn so viel Zeit verging ber ihrer Vorbereitung: sechs Monate ber der 
 vermittelst Balsaml und sechs Monate ber der vermittelst Spezereien und 
 anderen Mitteln zur Vorbereitung der Frauen -:
EST 2:13 wenn sich also das Mdchen zum Knige hineinbegab, so mute man 
ihr alles, was sie verlangte, geben, da es mit ihr aus dem Frauenhause in 
den kniglichen Palast gelange.
EST 2:14 Am Abend begab sie sich hinein und am Morgen kehrte sie zurck, 
nunmehr ins zweite Frauenhaus, unter die Obhut Saasgas', des kniglichen 
Kmmerers, des Aufsehers ber die Kebsweiber; sie durfte dann nicht wieder 
zum Knige kommen, auer wenn der Knig Gefallen an ihr gefunden hatte, 
und sie ausdrcklich berufen wurde.
EST 2:15 Als nun an Esther, die Tochter Abihails, des Oheims Mardachais, 
der sie als Tochter angenommen hatte, die Reihe kam, da sie sich zum 
Knige hineinbegeben sollte, verlangte sie nichts, auer was Hegai, der 
Kmmerer des Knigs, der Aufseher ber die Frauen angab. Und Esther erwarb 
sich Gunst bei allen, die sie sahen.
EST 2:16 Und so ward Esther zum Knig Ahasveros in seinen kniglichen 
Palast geholt, im zehnten Monate - das ist der Monat Thebet -, im 
siebenten Jahre seiner Regierung.
EST 2:17 Und der Knig gewann Esther lieb, mehr als alle die anderen 
Frauen, und sie erwarb sich Gunst und Gnade vor ihm, mehr als alle die 
anderen Jungfrauen. Und er setzte das knigliche Diadem auf ihr Haupt und 
machte sie an Stelle Vasthis zur Knigin.
EST 2:18 Sodann veranstaltete der Knig ein groes Gastmahl fr alle seine 
Frsten und Diener, das Gastmahl zu Ehren Esthers, und auch fr die 
Provinzen veranstaltete er eine Lustbarkeit und bewilligte dazu eine 
Spende mit kniglicher Freigebigkeit.
EST 2:19 Als man nun ein zweites Mal Jungfrauen zusammenbrachte, whrend 
Mardachai gerade im Thore des Knigs verweilte -EST 2:20 Esther aber hatte 
ihre Herkunft und ihr Volk nicht verraten, wie Mardachai ihr anbefohlen 
hatte, indem Esther den Befehl des Mardachai ausfhrte, ebenso wie damals, 
als sie noch in Pflege bei ihm war -:
EST 2:21 in jenen Tagen also, whrend Mardachai gerade im Thore des Knigs 
verweilte, gerieten Bigthan und Theres, zwei Kmmerer des Knigs, die zu 
den Schwellenhtern gehrten, in Zorn, und trachteten darnach, Hand an den 
Knig Ahasveros zu legen.
EST 2:22 Aber die Sache wurde Mardachai kund, und er teilte es der Knigin 
Esther mit, und Esther sagte es im Namen Mardachais dem Knige.
EST 2:23 Als nun die Sache untersucht und richtig befunden ward, wurden 
beide an den Galgen gehngt. Und der Hergang wurde im Buche der 
Zeitgeschichte fr den Knig aufgezeichnet.
EST 3:1 Nach diesen Begebenheiten verlieh der Knig Ahasveros Haman, dem 
Sohne Hamedathas, dem Agagiter, eine hohe Stellung und zeichnete ihn hoch 
aus und setzte seinen Stuhl ber den aller Frsten in seiner Umgebung.
EST 3:2 Und alle Diener des Knigs, die im Thore des Knigs waren, beugten 
die Kniee und warfen sich nieder vor Haman; denn dies hatte der Knig fr 
ihn angeordnet. Aber Mardachai beugte die Kniee nicht und warf sich nicht 
nieder.
EST 3:3 Da sprachen die Diener des Knigs, die im Thore des Knigs waren, 
zu Mardachai: Warum bertrittst du das Gebot des Knigs?
EST 3:4 Und als sie es tagtglich zu ihm sagten, ohne da er auf sie 
hrte, meldeten sie es Haman, um zu sehen, ob man die Ausrede Mardachais 
gelten lassen werde; denn er hatte ihnen mitgeteilt, da er ein Jude sei.
EST 3:5 Und als Haman wahrnahm, da Mardachai weder seine Kniee vor ihm 
beugte, noch sich niederwarf, da wurde Haman voller Zorn.
EST 3:6 Aber es erschien ihm verchtlich, an Mardachai allein Hand zu 
legen; denn man hatte ihm mitgeteilt, welchem Volke Mardachai angehre, 
und so trachtete Haman darnach, alle Juden im ganzen Knigreiche des 
Ahasveros, die Volksgenossen Mardachais, zu vernichten.
EST 3:7 Im ersten Monate - das ist der Monat Nisan -, im zwlften Jahre 
des Knigs Ahasveros, warf man das Pur - das ist das Los - vor Haman, von 
einem Tage zum andern und von einem Monate zum andern, und es fiel das Los 
auf den 13. Tag des zwlften Monats - das ist der Monat Adar.
EST 3:8 Und Haman sprach zum Knig Ahasveros: Es giebt ein Volk, das 
zwischen den Vlkern in allen Provinzen deines Reichs zerstreut und 
abgesondert lebt; ihre Gesetze sind von denen jedes anderen Volks 
verschieden, und die Gesetze des Knigs befolgen sie nicht, so da es fr 
den Knig unangemessen ist, sie gewhren zu lassen.
EST 3:9 Wenn es dem Knige recht ist, so mge schriftlich angeordnet 
werden, sie zu vertilgen; und zwar will ich zehntausend Talente Silbers in 
die Hnde der Schatzbeamten darwgen, damit sie es in die Schatzkammern 
des Knigs berfhren.
EST 3:10 Da zog der Knig seinen Siegelring von seiner Hand und bergab 
ihn Haman, dem Sohne Hamedathas, dem Agagiter, dem Widersacher der Juden.
EST 3:11 Sodann sprach der Knig zu Haman: Das Silber sei dir bergeben, 
und mit dem Volke magst du verfahren, wie es dir gut dnkt.
EST 3:12 Da wurden die Schreiber des Knigs berufen, am dreizehnten Tage 
des ersten Monats; und ganz so, wie es Haman anordnete, erging 
schriftlicher Befehl an die Satrapen des Knigs und an die Statthalter 
ber die einzelnen Provinzen und an die Obersten der einzelnen Vlker, 
gem der Schrift jeder einzelnen Provinz und gem der Sprache jedes 
einzelnen Volks; im Namen des Knigs Ahasveros wurde der Befehl erlassen 
und dann mit dem Siegelringe des Knigs versiegelt.
EST 3:13 Und die Schreiben wurden durch Eilboten in alle Provinzen des 
Knigs gesandt, mit dem Befehl, alle Juden zu vernichten, zu tten und 
umzubringen, sowohl Junge als Alte, Kinder und Weiber, an einem Tage, am 
dreizehnten des zwlften Monats - das ist der Monat Adar -, und ihr 
Besitztum wie herrenloses Gut zu plndern.
EST 3:14 Der Wortlaut des Schreibens ging dahin, es solle in jeder 
einzelnen Provinz ein Gesetz erlassen werden, so da es bei allen Vlkern 
kund wrde, damit sie auf diesen Tag bereit wren.
EST 3:15 Die Eilboten zogen auf den Befehl des Knigs eilends aus, sobald 
das Gesetz in der Burg Susa erlassen worden war. Der Knig aber und Haman 
setzten sich nieder zum Gelage, whrend die Stadt Susa in Bestrzung 
geriet.
EST 4:1 Als aber Mardachai alles erfahren hatte, was geschehen war, da 
zerri Mardachai seine Kleider, that ein hrenes Gewand an und Asche aufs 
Haupt, ging hinaus mitten in die Stadt und wehklagte laut und bitterlich.
EST 4:2 So kam es bis vor das Thor des Knigs; denn zum Thore des Knigs 
darf man nicht in einem hrenen Gewand hineingehen.
EST 4:3 Und in jeder einzelnen Provinz, wo nur der Erla des Knigs und 
sein Gesetz hingelangte, war groe Trauer bei den Juden und Fasten und 
Weinen und Klagen: die meisten breiteten sich ein hrenes Gewand und Asche 
unter.
EST 4:4 Als nun die Dienerinnen Esthers und ihre Kmmerer kamen und es ihr 
mitteilten, da wurde die Knigin von tiefem heftigen Schmerz ergriffen. 
Und sie sandte Kleider, damit man sie Mardachai anziehe, und er das hrene 
Gewand wieder ablege; aber er nahm sie nicht an.
EST 4:5 Da berief Esther den Hathach, einen von den Kmmerern des Knigs, 
die er zu ihrem Dienst beordert hatte, und gab ihm den Auftrag an 
Mardachai, von diesem zu erkunden, was dies bedeute und warum es geschehe.
EST 4:6 Da ging Hathach zu Mardachai hinaus auf den Stadtplatz, der vor 
dem Thore des Knigs lag.
EST 4:7 Mardachai aber teilte ihm alles mit, was ihm begegnet war, und den 
Betrag an Silber, den Haman fr die Schatzkammer des Knigs darzuwgen 
versprochen hatte, fr die Juden, damit man sie umbringe.
EST 4:8 Dazu gab er ihm auch den Wortlaut der Gesetzesvorschrift, die man 
zu Susa behufs ihrer Vernichtung erlassen hatte, damit er ihn Esther zeige 
und ihr Mitteilung mache und sie beauftrage, zum Knige hineinzugehen, um 
ihn um Gnade anzuflehen und fr ihr Volk bei ihm Frbitte zu thun.
EST 4:9 Und Hathach kam und teilte Esther die Worte Mardachais mit.
EST 4:10 Esther jedoch gab Hathach nochmals mndlichen Auftrag an 
Mardachai:
EST 4:11 Alle Diener des Knigs und die Leute in den Provinzen des Knigs 
wissen, da fr jedermann, es sei Mann oder Weib, der sich zum Knig in 
den inneren Vorhof hineinbegiebt, ohne gerufen zu sein, ein und dasselbe 
Gesetz gilt, nmlich, da man ihn ttet, mit einziger Ausnahme dessen, dem 
der Knig sein goldenes Scepter entgegenstreckt, damit er am Leben bleibe. 
ich aber bin seit nunmehr dreiig Tagen nicht mehr berufen worden, zum 
Knige zu kommen.
EST 4:12 Als nun Mardachai die Worte Esthers mitgeteilt worden waren,
EST 4:13 da lie Mardachai der Esther wieder sagen: Whne nicht, da du 
allein von allen Juden entrinnen werdest, weil du im Palaste des Knigs 
bist.
EST 4:14 denn wenn du wirklich zu dieser Zeit stille schweigen solltest, 
so wird den Juden Befreiung und Rettung von einer anderen Seite her 
erstehen; du aber wirst samt deiner Familie umkommen. vielleicht bist du 
nur um der gegenwrtigen Zeit willen zum Knigtume gelangt!
EST 4:15 Da lie Esther dem Mardachai wieder sagen:
EST 4:16 Gehe hin, versammle alle Juden, die sich zu Susa finden, und 
fastet fr mich: und zwar sollt ihr drei Tage lang, bei Nacht und bei 
Tage, weder essen noch trinken; auch ich will mit meinen Dienerinnen 
ebenso fasten. Und darnach will ich zum Knige hineingehen, obwohl dies 
dem Gesetze zuwiderluft; und wenn ich umkommen soll, nun so komme ich um!
EST 4:17 Und Mardachai ging fort und that ganz so, wie ihm Esther 
aufgetragen hatte.
EST 5:1 Am dritten Tag aber legte Esther knigliche Kleidung an und 
stellte sich in den inneren Vorhof des kniglichen Palastes, gegenber dem 
kniglichen Palaste, whrend der Knig im kniglichen Palaste gegenber 
dem Eingange zum Palast auf seinem kniglichen Throne sa.
EST 5:2 Als nun der Knig die Knigin Esther im Vorhofe stehen sah, fand 
sie Gnade vor ihm, und der Knig streckte Esther das goldene Scepter 
entgegen, das er in der Hand hielt. Da trat Esther heran und berhrte die 
Spitze des Scepters.
EST 5:3 Und der Knig sprach zu ihr: Was hast du, Knigin Esther, und was 
ist dein Begehren? Glte es auch die Hlfte des Knigreichs, so soll es 
dir bewilligt werden!
EST 5:4 Da sprach Esther: Wenn es dem Knige recht ist, so mge der Knig 
heute samt Haman zu dem Gastmahle kommen, das ich ihm bereitet habe.
EST 5:5 Da gebot der Knig: Holt eilends den Haman, damit wir den Wunsch 
Esthers erfllen! Als nun der Knig samt Haman bei dem Mahle, das Esther 
bereitet hatte, erschienen war,
EST 5:6 da sprach der Knig zu Esther beim Weingelage: Was ist deine 
Bitte, das sie dir gewhrt werde? Und was ist dein Begehren? Glte es auch 
die Hlfte des Knigreichs, so soll es erfllt werden!
EST 5:7 Da antwortete Esther und sprach: Meine Bitte und mein Begehren ist:
EST 5:8 wenn ich Gnade gefunden habe in den Augen des Knigs, und wenn es 
dem Knige gefllt, meine Bitte zu gewhren und mein Begehren zu erfllen, 
so mge der Knig samt Haman zu dem Gastmahle kommen, das ich fr sie 
bereiten werde; morgen will ich dann nach dem Wunsche des Knigs thun.
EST 5:9 Und Haman ging an jenem Tag frhlich und guten Muts von dannen. 
Als aber Haman den Mardachai im Thore des Knigs erblickte, wie er weder 
aufstand, noch Furcht vor ihm zeigte, da ward Haman voller Zorn ber 
Mardachai;
EST 5:10 doch hielt Haman an sich. Als er aber nach Hause gekommen war, 
sandte er hin, und lie seine Freunde und seine Gemahlin Seres holen.
EST 5:11 Denen erzhlte Haman von seinem gewaltigen Reichtum und der Menge 
seiner Shne und von alledem, wie ihn der Knig hochgeehrt und wie er ihn 
ausgezeichnet habe vor den Frsten und den Dienern des Knigs.
EST 5:12 Und Haman sprach: Ja, die Knigin Esther hat niemand mit dem 
Knige zu dem Gastmahle kommen lassen, das sie bereitet hatte, als nur 
mich; und auch fr morgen bin ich mit dem Knige von ihr eingeladen.
EST 5:13 Aber all dies gengt mir nicht, solange ich noch den Juden 
Mardachai am Thore des Knigs sitzen sehe.
EST 5:14 Da antwortete ihm seine Gemahlin Seres und alle seine Freunde: 
Man richte einen Galgen her, fnfzig Ellen hoch, und morgen frh sprich 
dann zum Knige, da man Mardachai daran hngen solle. Alsdann gehe 
frhlich mit dem Knige zum Gastmahl! Dieser Vorschlag gefiel Haman wohl, 
und er lie den Galgen herrichten.
EST 6:1 In jener Nacht floh den Knig der Schlaf. da befahl er das Buch 
der geschichtlichen Denkwrdigkeiten herbeizubringen, und sie wurden dem 
Knige vorgelesen.
EST 6:2 Da fand sich aufgezeichnet, wie Mardachai ber Bigthana und 
Theres, die beiden Kmmerer des Knigs aus der Zahl der Schwellenhter, 
Mitteilung gemacht hatte, da sie Hand an den Knig Ahasveros zu legen 
getrachtet htten.
EST 6:3 Da fragte der Knig: Was ist Mardachai dieserhalb an Ehren und 
Wrden erwiesen worden? Die Diener des Knigs, die ihm aufwarteten, 
sprachen: Es ist ihm nichts erwiesen worden.
EST 6:4 Da fragte der Knig: Wer ist im Vorhofe? gerade als Haman den 
ueren Vorhof des kniglichen Palastes betreten hatte, um den Knig zu 
bitten, da man Mardachai an den Galgen hngen lassen solle, den er fr 
ihn hergerichtet hatte.
EST 6:5 Die Diener des Knigs sprachen zu ihm: Haman steht soeben im 
Vorhofe. der Knig gebot: Er soll eintreten!
EST 6:6 Als aber Haman eingetreten war, fragte ihn der Knig: Was soll mit 
dem Manne geschehen, dem der Knig gern Ehre erweisen mchte? Da dachte 
Haman bei sich: Wem wird der Knig gern Ehre erweisen wollen auer mir?
EST 6:7 Und Haman sprach zu dem Knige: Wenn der Knig gern jemanden Ehre 
erweisen mchte,
EST 6:8 so bringe man ein knigliches Gewand herbei, mit welchem der Knig 
bekleidet war, und ein Ro, welches der Knig geritten hat, und auf dessen 
Kopf eine knigliche Krone angebracht ist,
EST 6:9 und bergebe das Gewand und das Ro einem von den Frsten des 
Knigs, den Edlen, damit man den Mann, dem der Knig gerne Ehre erweisen 
mchte, damit bekleide und ihn auf dem Ro auf dem Stadtplatz umherreiten 
lasse und vor ihm her ausrufe: So geschieht dem Manne, dem der Knig gern 
Ehre erweisen mchte!
EST 6:10 Da sprach der Knig zu Haman: Hole eilends das Gewand und das 
Ro, so wie du gesagt hast, und thue so mit dem Juden Mardachai, der im 
Thore des Knigs sitzt; unterlasse nichts von alledem, was du gesagt hast!
EST 6:11 Da holte Haman das Gewand und das Ro, bekleidete Mardachai damit 
und lie ihn auf dem Stadtplatz umherreiten und rief vor ihm aus: So 
geschieht dem Manne, den der Knig gern ehren mchte!
EST 6:12 Hierauf kehrte Mardachai zum Thore des Knigs zurck. Haman aber 
lief eilends nach Hause, traurig und mit verhlltem Haupte.
EST 6:13 Und Haman erzhlte seiner Gemahlin Seres und allen seinen 
Freunden alles, was ihm begegnet war. Da sprachen zu ihm seine Weisen und 
seine Gemahlin Seres: Wenn Mardachai, vor welchem zu fallen du angefangen 
hast, vom Stamme der Juden ist, so wirst du nichts gegen ihn vermgen, 
sondern gnzlich vor ihm fallen.
EST 6:14 Whrend sie noch mit ihm redeten, erschienen die Kmmerer des 
Knigs und fhrten Haman eilends zu dem Mahle, welches Esther bereitet 
hatte.
EST 7:1 Als nun der Knig mit Haman eingetreten war, um bei der Knigin 
Esther zu zechen,
EST 7:2 da fragte der Knig Esther auch am zweiten Tage beim Weingelage: 
Was ist deine Bitte, Knigin Esther, da sie dir gewhrt werde? Und was 
ist dein Begehren? Glte es auch die Hlfte des Knigreichs, so soll es 
erfllt werden!
EST 7:3 Da antwortete die Knigin Esther und sprach: Wenn ich Gnade 
gefunden habe in deinen Augen, o Knig, und wenn es dem Knige recht ist, 
so mge mir mein Leben geschenkt werden auf Grund meiner Bitte und das 
meines Volks auf Grund meines Begehrens.
EST 7:4 Denn man hat uns verkauft, mich und mein Volk, um uns zu 
vernichten, zu tten und umzubringen. Und wenn wir noch als Sklaven und 
Sklavinnen verkauft worden wren, so htte ich geschwiegen; da aber der 
Knig geschdigt werden soll, so verdient der Widersacher nicht, geschont 
zu werden.
EST 7:5 Da sprach der Knig Ahasveros und sagte zu der Knigin Esther: Wer 
ist der und wo ist der, dem es in den Sinn kommen konnte also zu thun?
EST 7:6 Esther sprach: Der Widersacher und Feind ist der schlimme Haman! - 
Haman aber erschrak vor dem Knig und der Knigin.
EST 7:7 Und der Knig stand in seinem Zorne von dem Weingelage auf und 
ging in den Garten des Palastes, whrend Haman stehen blieb, um bei der 
Knigin Esther um sein Leben zu flehen; denn er merkte, da das Unheil 
beim Knige fest ber ihn beschlossen war.
EST 7:8 Als nun der Knig aus dem Garten des Palastes in das Zimmer, wo 
das Weingelage stattgefunden hatte, zurckkam, war Haman auf das Polster, 
auf welchem Esther sa, niedergesunken. Da rief der Knig: Soll etwa gar 
der Knigin bei mir im Hause Gewalt angethan werden? Kaum war dem Munde 
des Knigs dieses Wort entfahren, als man auch schon das Gesicht Hamans 
verhllte.
EST 7:9 Und Herbona, einer von den Kmmerern, die den Knig bedienten, 
sprach: Schon steht ja in der Behausung Hamans der Galgen, den Haman fr 
Mardachai - der doch zum Heile fr den Knig geredet hatte - hat 
herrichten lassen, fnfzig Ellen hoch! Da sprach der Knig: Hngt ihn 
daran!
EST 7:10 Und man hngte Haman an den Galgen, den er fr Mardachai hatte 
herrichten lassen. da legte sich der Zorn des Knigs.
EST 8:1 Jenes Tags schenkte der Knig Ahasveros der Knigin Esther das 
Haus Hamans, des Widersachers der Juden. Mardachai aber erhielt Zutritt 
zum Knige, denn Esther hatte diesem mitgeteilt, was er ihr sei.
EST 8:2 Und der Knig zog seinen Siegelring ab, den er dem Haman hatte 
abnehmen lassen, und bergab ihm Mardachai. Esther aber setzte Mardachai 
ber das Haus Hamans.
EST 8:3 Und Esther redete abermals vor dem Knige, fiel ihm zu Fen, 
weinte und flehte ihn um Gnade an, da er den unheilvollen Anschlag, den 
Haman, der Agagiter, gegen die Juden geschmiedet hatte, abwenden mge.
EST 8:4 Der Knig aber streckte Esther das goldene Scepter entgegen. da 
erhob sich Esther, trat vor den Knig
EST 8:5 und sprach: wenn es dem Knige recht ist, und wenn ich Gnade vor 
ihm gefunden habe, und es dem Knig angemessen erscheint, und ich ihm 
wohlgefllig bin, so mge schriftlicher Befehl ergehen, da die Schreiben 
zurckgenommen werden, nmlich der Anschlag Hamans, des Sohnes Hamedathas, 
des Agagiters, die er schreiben lie, um die Juden in smtlichen Provinzen 
des Knigs umzubringen.
EST 8:6 Denn wie knnte ich's ertragen, den Untergang meines Geschlechts 
mit anzusehen!
EST 8:7 Da sprach der Knig Ahasveros zur Knigin Esther und zu dem Juden 
Mardachai: Ich habe ja Esther das Haus Hamans geschenkt, und ihn hat man 
an den Galgen gehngt, dafr, da er Hand an die Juden gelegt hatte.
EST 8:8 Ihr nun mgt in betreff der Juden im Namen des Knigs schreiben, 
wie es euch gut dnkt, und es alsdann mit dem kniglichen Siegelringe 
versiegeln. Denn ein Schreiben, da im Namen des Knigs geschrieben und 
mit dem kniglichen Siegelringe versiegelt ist, kann nicht zurckgenommen 
werden.
EST 8:9 Da wurden zu jener Zeit, am 23. des dritten Monats - das ist der 
Monat Siwan - , die Schreiber des Knigs berufen; und es wurde 
geschrieben, ganz so wie Mardachai es anordnete, an die Juden und an die 
Satrapen und die Statthalter und die Obersten der 
hundertundsiebenundzwanzig Provinzen von Indien bis thiopien, gem der 
Schrift jeder einzelnen Provinz und gem der Sprache jedes einzelnen 
Volks, und so auch an die Juden gem ihrer Schrift und Sprache.
EST 8:10 Und er lie schreiben im Namen des Knigs Ahasveros und 
versiegelte es mit dem kniglichen Siegelringe; und er sandte Schreiben 
durch die berittenen Eilboten, die auf den herrschaftlichen Rennpferden 
aus den kniglichen Gestten ritten,
EST 8:11 wonach der Knig den Juden in allen einzelnen Stdten gestattete, 
sich zu versammeln und ihr Leben zu verteidigen, und alle Volkshaufen in 
den Provinzen, von denen sie befehdet wrden, auch Kinder und Weiber zu 
vernichten, zu tten und umzubringen und ihre Habe wie herrenloses Gut zu 
plndern,
EST 8:12 an einem Tag in allen Provinzen des Knigs Ahasveros, nmlich am 
dreizehnten des zwlften Monats - das ist der Monat Adar.
EST 8:13 Der Wortlaut des Schreibens sollte in allen einzelnen Provinzen 
als Gesetz erlassen werden, damit es allen Vlkern kund wrde, und die 
Juden am genannten Tage bereit wren, sich an ihren Feinden zu rchen.
EST 8:14 Die auf den herrschaftlichen Rennpferden reitenden Eilboten zogen 
auf den Befehl des Knigs schleunigst und eiligst aus, sobald das Gesetz 
in der Burg Susa erlassen worden war.
EST 8:15 Mardachai aber ging von dem Knige hinaus in einem kniglichen 
Gewande, purpurblau und wei, und mit einer groen goldenen Krone, 
bekleidet mit einem Mantel von Byssus und Purpur, und die Stadt Susa 
jauchzte und freute sich.
EST 8:16 Den Juden war Glck und Freude und Wonne und Ehre zuteil geworden.
EST 8:17 Und in jeder Provinz und in jeder Stadt, wo nur der Erla des 
Knigs und sein Gesetz hingelangte, war Freude und Wonne bei den Juden, 
Gasterei und Festtag. Und viele von der heidnischen Bevlkerung wurden 
Juden, weil der Schrecken vor den Juden auf sie gefallen war.
EST 9:1 Und am dreizehnten Tage des zwlften Monats - das ist der Monat 
Adar -, wo der Erla des Knigs und sein Gesetz zur Ausfhrung kommen 
sollte, an demselben Tag, an dem die Feinde der Juden gehofft hatten, sie 
zu berwltigen, und an dem nun umgekehrt die Juden selbst ihre Hasser 
berwltigen sollten:
EST 9:2 da versammelten sich die Juden in ihren Stdten in smtlichen 
Provinzen des Knigs Ahasveros, um Hand an die zu legen, die ihnen Unheil 
zuzufgen trachteten. Und niemand hielt ihnen stand, denn der Schrecken 
vor ihnen war auf alle Vlker gefallen.
EST 9:3 Und alle Obersten der Provinzen und die Satrapen und Statthalter 
und Beamten des Knigs untersttzten die Juden, denn der Schrecken vor 
Mardachai war auf sie gefallen.
EST 9:4 Denn Mardachai stand gro da am Hofe des Knigs, und die Kunde von 
ihm durchlief alle Provinzen, denn der Mann Mardachai wurde immer 
mchtiger.
EST 9:5 Und so richteten die Juden unter allen ihren Feinden mit 
Erstechen, Niedermetzeln und Umbringen eine Niederlage an und verfuhren 
mit ihren Hassern nach ihrem Gutdnken.
EST 9:6 Und in der Burg Susa tteten die Juden und brachten um fnfhundert 
Mann.
EST 9:7 Und Parsandatha, Dalphon, Aspatha,
EST 9:8 Poratha, Adalja, Aridatha,
EST 9:9 Parmastha, Arisai, Aridai, Vajesatha,
EST 9:10 die zehn Shne Hamans, des Sohnes Hamedathas, des Widersachers 
der Juden, tteten sie; aber nach der Beute streckten sie nicht ihre Hand 
aus.
EST 9:11 An jenem Tage gelangte die Meldung von der Zahl derer, die in der 
Burg Susa gettet worden waren, vor den Knig.
EST 9:12 Und der Knig sprach zu der Knigin Esther: In der Burg Susa 
haben die Juden fnfhundert Mann und die zehn Shne Hamans gettet und 
umgebracht; aber in den brigen Provinzen des Knigs - was mgen sie da 
gethan haben! Doch was ist deine Bitte, da sie dir gewhrt werde? Und was 
ist weiter dein Begehren, da es erfllt werde?
EST 9:13 Da sprach Esther: Wenn es dem Knige recht ist, so mge auch 
morgen den Juden zu Susa gestattet werden, ganz in der Weise wie heute zu 
handeln; und die zehn Shne Hamans mge man an den Galgen hngen.
EST 9:14 Da befahl der Knig, da also gethan werden solle; und so ward 
ein solcher Befehl in Susa erlassen, und die zehn Shne Hamans hngte man.
EST 9:15 So versammelten sich die Juden zu Susa auch am vierzehnten Tage 
des Monats Adar und tteten in Susa dreihundert Mann; aber nach der Beute 
streckten sie nicht ihre Hand aus.
EST 9:16 Auch die brigen Juden, die in den Provinzen des Knigs wohnten, 
versammelten sich und verteidigten ihr Leben, indem sie sich an ihren 
Feinden rchten und unter ihren Hassern 75000 tteten - aber nach der 
Beute streckten sie ihre Hand nicht aus -EST 9:17 am dreizehnten Tage des 
Monats Adar, so da sie am vierzehnten desselben ausruhten und diesen zu 
einem Tage der Gasterei und der Freude machten.
EST 9:18 Die Juden zu Susa aber hatten sich sowohl am dreizehnten als am 
vierzehnten dieses Monats versammelt, so da sie am fnfzehnten ausruhten 
und diesen zu einem Tage der Gasterei und der Freude machten.
EST 9:19 Darum machen die Juden auf dem Lande, die in den Ortschaften des 
offenen Landes wohnen, den vierzehnten des Monats Adar zu einem Tage der 
Freude und Gasterei und zu einem Festtage, wobei sie sich gegenseitig 
Gerichte als Festgeschenke zusenden.
EST 9:20 Und Mardachai schrieb diese Begebengeiten auf und sandte 
Schreiben an alle Juden in allen Provinzen des Knigs Ahasveros, die nahen 
und die fernen,
EST 9:21 um ihnen zur feststehenden Pflicht zu machen, da sie alljhrlich 
den vierzehnten Tag und den fnfzehnten Tag des Monats Adar begehen sollten
EST 9:22 - entsprechend den Tagen, an denen die Juden vor ihren Feinden 
Ruhe bekamen, und dem Monat, in welchem ihnen Kummer in Freude und Trauer 
in einen Festtag verwandelt wurde -, indem sie sie als Tage der Gasterei 
und der Freude begingen, wobei sie sich gegenseitig Gerichte als 
Festgeschenke und den Armen Almosen senden sollten.
EST 9:23 Und die Juden machten das, was sie zu thun begonnen, und was 
Mardachai an sie geschrieben hatte, zum feststehenden Brauche.
EST 9:24 Weil Haman, der Sohn Hamedathas, der Agagiter, der Widersacher 
aller Juden, gegen die Juden geplant hatte, sie umzubringen, und das Pur - 
das ist das Los - hatte werfen lassen, um sie zu verstren und zu 
vertilgen,
EST 9:25 der Knig aber, als Esther vor ihn trat, schriftlich befohlen 
hatte, da sein verderblicher Plan, den er gegen die Juden geschmiedet, 
auf sein Haupt zurckfallen und da man ihn und seine Shne an den Galgen 
hngen solle:
EST 9:26 deshalb nannte man diese Tage Purim, nach dem Worte Pur. Deswegen 
- wegen des gesamten Inhalts dieses Briefs, sowohl wegen dessen, was sie 
selbst in dieser Hinsicht erlebt hatten, als wegen dessen, was zu ihnen 
gedrungen war,-EST 9:27 machten es die Juden fr sich und ihre Nachkommen, 
sowie fr alle, die sich ihnen anschlieen wrden, zu einer feststehenden 
Pflicht und zu einem unabnderlichen Brauche, da sie alljhrlich diese 
zwei Tage nach der ber sie geltenden Vorschrift und Zeitbestimmung zu 
begehen htten,
EST 9:28 und da diese Tage im Gedchtnisse behalten und in allen 
Zeitaltern, Geschlechtern, Provinzen und Stdten begangen werden sollten, 
so da diese Purimtage im Bereiche der Juden nie verschwnden, und ihr 
Gedchtnis bei ihren Nachkommen niemals aufhrte.
EST 9:29 Und die Knigin Esther, die Tochter Abihails, und der Jude 
Mardachai schrieben unter Einsetzung ihres ganzen Ansehens, um dieses 
zweite Purimschreiben zum Gesetze zu erheben.
EST 9:30 Und er sandte Schreiben an alle Juden in die 
hundertundsiebenundzwanzig Provinzen, das ganze Reich des Ahasveros, mit 
freundschaftlichen und wohlgemeinten Worten,
EST 9:31 um diese Purimtage zu ihren bestimmten Zeiten zum Gesetze zu 
erheben, gleichwie sie der Jude Mardachai und die Knigin Esther fr sie 
zum Gesetze gemacht und gleichwie sie die Vorschriften in betreff der 
Fasten und ihrer Wehklage fr sich selbst und fr ihre Nachkommen zum 
Gesetze gemacht hatten.
EST 9:32 Und der Befehl Esthers erhob die Purimvorschrift zum Gesetz; und 
er ward aufgezeichnet in einer Urkunde.
EST 10:1 Und der Knig Ahasveros legte dem Festland und den Inseln des 
Meers einen Tribut auf.
EST 10:2 Und alle Erweise seiner Macht und Strke und die genaue 
Schilderung der hohen Wrde Mardachais, zu der ihn der Knig erhob, das 
alles ist ja aufgezeichnet im Buche der Geschichte der Knige von Medien 
und Persien.
EST 10:3 Denn der Jude Mardachai hatte den zweiten Rang unmittelbar nach 
dem Knig Ahasveros und stand in hohem Ansehen bei den Juden und war 
beliebt bei seinen smtlichen Volksgenossen, da er das Heil seines Volkes 
suchte und fr sein ganzes Geschlecht zum Besten redete.
JOB 1:1 Es war ein Mann im Lande Uz mit Namen Hiob; der war unstrflich 
und rechtschaffen, gottesfrchtig und dem Bsen feind.
JOB 1:2 Und es wurden ihm sieben Shne und drei Tchter geboren,
JOB 1:3 und sein Besitz bestand in 7000 Schafen, 3000 Kamelen, 500 Joch 
Rindern, 500 Eselinnen und einem sehr zahlreichen Gesinde; so berragte 
dieser Mann alle Bewohner des Ostens.
JOB 1:4 Seine Shne aber pflegten hinzugehen und der Reihe nach im Hause 
eines jeden ein Mahl zu veranstalten; sie lieen dann jedesmal auch ihre 
drei Schwestern einladen, mit ihnen zu essen und zu trinken.
JOB 1:5 Wenn nun diese Gelage reihum gegangen waren, lie ihnen Hiob 
sagen, sie mchten sich weihen; dann machte er sich frh am Morgen auf und 
brachte fr jedes von ihnen ein Brandopfer dar. Denn Hiob dachte: 
Vielleicht haben sich meine Kinder versndigt und sich in ihrem Herzen von 
Gott losgesagt! So that Hiob regelmig.
JOB 1:6 Nun geschah es eines Tags, da die Gottesshne kamen, sich vor 
Jahwe zu stellen, und auch der Satan kam unter ihnen.
JOB 1:7 Dann fragte Jahwe den Satan: Wo kommst du her? Der Satan 
antwortete Jahwe und sprach: Von einem Streifzug auf der Erde und vom 
Umherwandeln auf ihr!
JOB 1:8 Dann sprach Jahwe zum Satan: Hast du wohl acht gehabt auf meinen 
Knecht Hiob? Denn seinesgleichen giebt es niemand auf Erden, so 
unstrflich und rechtschaffen, gottesfrchtig und dem Bsen feind!
JOB 1:9 Der Satan erwiderte Jahwe und sprach: Ist Hiob etwa umsonst 
gottesfrchtig? Hast nicht du selbst ihn und sein Haus und alles, was ihm 
gehrt, rings umhegt?
JOB 1:10 Seiner Hnde Arbeit hast du gesegnet und seine Herden breiteten 
sich im Lande aus.
JOB 1:11 Aber recke nur einmal deine Hand aus und taste an alles, was ihm 
gehrt, so wird er sich sicherlich offen von dir lossagen!
JOB 1:12 Dann sprach Jahwe zum Satan: Wohlan, alles, was ihm gehrt, sei 
in deiner Gewalt, nur ihn selbst rhre nicht an! Und der Satan ging von 
Jahwe hinweg.
JOB 1:13 Eines Tages nun, als die Shne und Tchter Hiobs eben im Hause 
ihres ltesten Bruders schmausten und Wein tranken,
JOB 1:14 kam ein Bote zu Hiob mit der Meldung: Die Rinder waren am Pflgen 
und die Eselinnen weideten daneben,
JOB 1:15 da machten die Saber einen berfall und raubten sie; die Knechte 
aber erschlugen sie mit dem Schwert, und nur ich allein bin entronnen, 
dir's zu melden.
JOB 1:16 Noch redete dieser, da kam ein anderer und sprach: Feuer Gottes 
fiel vom Himmel herab und fuhr zndend unter die Schafe und die Knechte 
und verzehrte sie, und nur ich allein bin entronnen, dir's zu melden.
JOB 1:17 Noch redete dieser, da kam ein anderer und sprach: Die Chalder 
stellten drei Heerhaufen auf, fielen ber die Kamele her und raubten sie; 
die Knechte aber erschlugen sie mit dem Schwert, und nur ich allein bin 
entronnen, dir's zu melden.
JOB 1:18 Noch redete dieser, da kam ein anderer und sprach: deine Shne 
und Tchter schmausten und tranken Wein im Hause ihres ltesten Bruders,
JOB 1:19 da kam pltzlich ein gewaltiger Sturmwind ber die Wste herber 
und erfate das Haus an seinen vier Ecken, da es auf die jungen Leute 
strzte, und diese ums Leben kamen; nur ich allein bin entronnen, dir's zu 
melden.
JOB 1:20 Dann stand Hiob auf, zerri sein Gewand und beschor sein Haupt; 
sodann fiel er nieder auf die Erde, betete an
JOB 1:21 und sprach: Nackt ging ich hervor aus meiner Mutter Scho und 
nackt werde ich dorthin zurckkehren: Jahwe hat's gegeben und Jahwe hat's 
genommen - der Name Jahwes sei gepriesen!
JOB 1:22 Bei alledem versndigte sich Hiob nicht und legte Gott nichts 
Thrichtes zur Last.
JOB 2:1 Nun geschah es eines Tags, da die Gottesshne kamen, sich vor 
Jahwe zu stellen, und auch der Satan kam unter ihnen, sich vor Jahwe zu 
stellen.
JOB 2:2 Da fragte Jahwe den Satan: Woher kommst du? Der Satan antwortete 
Jahwe und sprach: Von einem Streifzug auf der Erde und vom Umherwandeln 
auf ihr!
JOB 2:3 Da sprach Jahwe zum Satan: hast du wohl acht gehabt auf meinen 
Knecht Hiob? Denn seinesgleichen giebt es niemand auf Erden, so 
unstrflich und rechtschaffen, gottesfrchtig und dem Bsen feind. Noch 
hlt er fest an seiner Frmmigkeit, und du hast mich somit verleitet, ihn 
ohne Grund zu verderben!
JOB 2:4 Der Satan antwortete Jahwe und sprach: Haut um Haut! - und alles, 
was der Mensch hat, giebt er dahin fr sein Leben!
JOB 2:5 Aber recke nur einmal deine Hand aus und taste sein Gebein und 
Fleisch an, so wird er sich sicherlich offen von dir lossagen!
JOB 2:6 Da sprach Jahwe zum Satan: Wohlan, er sei in deiner Gewalt, nur 
schone sein Leben!
JOB 2:7 Da ging der Satan von Jahwe hinweg und schlug Hiob mit bsartigem 
Geschwr von der Fusohle bis zum Scheitel.
JOB 2:8 Und er nahm sich eine Scherbe, um sich damit zu kratzen, und sa 
dabei mitten in der Asche.
JOB 2:9 Da sprach sein Weib zu ihm: Hltst du noch fest an deiner 
Frmmigkeit? Sage dich los von Gott und stirb!
JOB 2:10 Er aber sprach zu ihr: Du redest, wie die erste beste Thrin 
redet. Das Gute nahmen wir von Gott an und sollten das Bse nicht auch 
annehmen? Bei alledem versndigte sich Hiob nicht mit seinen Lippen.
JOB 2:11 Als nun die drei Freunde Hiobs von all' diesem Unglck hrten, 
das ihn betroffen hatte, machten sie sich auf, ein jeder von seinem 
Wohnort: Eliphas von Theman, Bildad von Suah und Zophar von Naama, und 
verabredeten sich miteinander, hinzugehen, um ihm ihr Beileid zu bezeugen 
und ihn zu trsten.
JOB 2:12 Als sie nun in einiger Entfernung von ihm ihre Augen aufschlugen, 
erkannten sie ihn nicht wieder; da fingen sie laut zu weinen an, zerrissen 
ein jeder sein Gewand und warfen Staub gen Himmel auf ihre Hupter herab.
JOB 2:13 Und so saen sie bei ihm an der Erde sieben Tage und sieben 
Nchte, ohne da einer ein Wort zu ihm redete, denn sie sahen, da sein 
Schmerz allzu gro war.
JOB 3:1 Endlich ffnete Hiob den Mund und verfluchte seinen Geburtstag.
JOB 3:2 Und Hiob hob an und sprach:
JOB 3:3 Verflucht sei der Tag, an dem ich geboren, und die Nacht, die da 
sprach: es ward ein Knabe empfangen!
JOB 3:4 Dieser Tag msse finster bleiben: nicht frage nach ihm Gott in der 
Hhe, noch erglnze ber ihm Tageshelle!
JOB 3:5 Zurckfordern sollen ihn Finsternis und Tiefdunkel; Wolkendickicht 
lagere ber ihm, und Tagverdsterung mge ihn erschrecken.
JOB 3:6 Jene Nacht - sie sei ein Raub der Finsternis: nicht soll sie sich 
freuen unter des Jahres Tagen und in die Zahl der Monde trete sie nicht 
ein.
JOB 3:7 Ja, diese Nacht sei unfruchtbar: kein Jubelruf soll sie 
durchdringen.
JOB 3:8 Es sollen sie verwnschen, die den Tag verfluchen, die fhig sind, 
den Drachen anzuhetzen.
JOB 3:9 Es mssen sich verfinstern ihrer Dmmerung Sterne; sie harre auf 
Licht - umsonst! und niemals schaue sie der Morgenrte Wimpern,
JOB 3:10 weil sie mir nicht verschlo des Mutterleibes Pforten, nicht barg 
das Elend vor meinen Augen!
JOB 3:11 Warum starb ich nicht im Mutterleibe, verschied ich nicht, als 
ich herausgetreten aus dem Mutterscho?
JOB 3:12 Warum empfingen mich Kniee, und wozu Brste, da ich sog?
JOB 3:13 So lge ich nun und rastete, wre entschlafen und htte Ruhe
JOB 3:14 bei Knigen und Ratsherren der Lnder, die Pyramiden fr sich 
bauten,
JOB 3:15 oder mit Frsten, reich an Gold, die ihre Huser mit Silber 
fllten.
JOB 3:16 Oder einer verscharrten Fehlgeburt gleich wre ich nicht ins 
Dasein getreten, Kindern gleich, die nie das Licht geschaut.
JOB 3:17 Dort hren Frevler auf mit Toben, dort haben Ruhe, deren Kraft 
erschpft.
JOB 3:18 Es rasten die Gefangenen allzumal, sie hren nicht des Fronvogts 
Ruf.
JOB 3:19 Klein und gro gilt dort gleich, und frei ist der Knecht von 
seinem Herrn!
JOB 3:20 Warum schenkt er dem Elenden das Licht und Tiefbetrbten das 
Leben? -JOB 3:21 die da harren auf den Tod, er aber kommt nicht, die nach 
ihm graben, eifriger als nach Schtzen;
JOB 3:22 die sich freuen wrden bis zum Jubel, jauchzen wrden, wenn sie 
das Grab fnden -JOB 3:23 dem Manne, dessen Pfad verborgen ist, den Gott 
ringsum abgesperrt hat?
JOB 3:24 Denn Seufzen ward mein tglich Brot, und gleich dem Wasser 
strmen meine Klagen.
JOB 3:25 Denn graute mir vor etwas, so traf es mich, und wovor ich 
schauderte, das ward mir zu Teil.
JOB 3:26 Noch fand ich nicht Ruhe, nicht Rast, nicht Frieden, da kam schon 
neues Toben!
JOB 4:1 Dann antwortete Eliphas aus Theman und sprach:
JOB 4:2 Wird's dich verdrieen, wenn man ein Wort an dich wagt? Doch wer 
vermag der Worte Lauf zu hemmen!
JOB 4:3 Hast du doch Viele selbst ermahnt und schlaffe Arme neu gestrkt:
JOB 4:4 Wer strauchelte, den hielten deine Worte aufrecht, und wankenden 
Knieen verliehst du Kraft.
JOB 4:5 Nun, da es dich trifft, verzagst du; da dich's erfat, brichst du 
zusammen.
JOB 4:6 Ist deine Gottesfurcht nicht dein Vertrauen, und deine Hoffnung 
dein unstrflich Leben?
JOB 4:7 Bedenke doch, wer kam je schuldlos um, und wo wurden jemals 
Rechtschaffene vernichtet?
JOB 4:8 So viel ich sah: nur, wer Unheil pflgte und Elend ste, hat es 
auch eingeerntet!
JOB 4:9 Durch Gottes Odem gingen sie zu Grunde, durch seinen Zornhauch 
schwanden sie dahin.
JOB 4:10 Des Lwen Brllen und des Leuen Stimme - der jungen Lwen Zhne 
sind zerbrochen!
JOB 4:11 Der Leu kommt um, weil ihm die Beute fehlt, und zerstreuen mssen 
sich der Lwin Kinder.
JOB 4:12 Und zu mir drang ein verstohlenes Wort, mein Ohr vernahm davon 
einen flsternden Laut -JOB 4:13 bei der Gedanken Spiel infolge von 
Nachtgesichten, wenn tiefer Schlaf sich auf die Menschen senkt.
JOB 4:14 Ein Beben berkam mich und ein Zittern, alle meine Gebeine 
geriethen in Beben.
JOB 4:15 Ein Wehen zog an mir vorber, es strubten sich die Haare mir am 
Leibe.
JOB 4:16 Dann stand - sein Aussehn konnt ich nicht erkennen - ein Gebilde 
vor meinen Augen; ich vernahm eine flsternde Stimme:
JOB 4:17 Ist wohl ein Mensch gerecht vor Gott, vor seinem Schpfer rein 
ein Mann?
JOB 4:18 Frwahr, seinen Dienern traut er nicht und seinen Engeln mit er 
Irrtum bei,
JOB 4:19 geschweige den Lehmhttenbewohnern, deren Sein im Staube 
wurzelt, die zermalmt werden wie eine Motte.
JOB 4:20 Zwischen Morgen und Abend werden sie zerschmettert; ohne da es 
jemand beachtet, gehn sie auf ewig zu Grunde.
JOB 4:21 Wird ihr Zeltstrick in ihnen zerrissen, so sterben sie dahin in 
Unverstand.
JOB 5:1 Rufe nur! Giebt's einen, der dir Antwort gbe? und an wen unter 
den Heiligen wolltest du dich wenden?
JOB 5:2 Denn den Thoren mordet sein Unmut, und den Albernen ttet sein 
Eifern.
JOB 5:3 Ich habe einen Thoren festgewurzelt gesehen, verwnschte aber 
pltzlich seine Sttte.
JOB 5:4 Seinen Kindern bleibt die Hilfe fern; sie mssen sich zertreten 
lassen im Thor, und keiner errettet sie.
JOB 5:5 Seine Ernte verzehrt der Hungrige - selbst aus den Dornen holt er 
sie heraus - und Durstige schnappen nach seinem Gut.
JOB 5:6 Denn Unheil wchst nicht aus dem Staub hervor, noch spriet das 
Elend aus dem Boden:
JOB 5:7 Nein, der Mensch ist zum Elend geboren, so wie der Flamme Kinder 
aufwrts fliegen.
JOB 5:8 Ich aber wrde mich an den Allmchtigen wenden und meine Sache 
Gott vorlegen,
JOB 5:9 der groe Dinge thut, die unerforschlich, und Wunder, die 
unzhlbar sind:
JOB 5:10 Der der Erde Regen schenkt und Wasser auf die Fluren sendet,
JOB 5:11 der Niedrige hoch emporhebt, und Trauernde erfahren hohes Heil.
JOB 5:12 Er vereitelt die Plne der Listigen, da ihre Hnde nichts 
Bestndiges schaffen.
JOB 5:13 Er fngt die Klugen in ihrer eignen List, und der Verschlagenen 
Anschlag berstrzt sich.
JOB 5:14 Am hellen Tage stoen sie auf Finsternis und wie zur Nachtzeit 
tappen sie am Mittag.
JOB 5:15 So rettet er vom Schwert, aus ihrem Rachen, und aus der Gewalt 
des Starken den Armen.
JOB 5:16 So geht dem Schwachen Hoffnung auf, und die Bosheit schliet ihr 
Maul.
JOB 5:17 O, glcklich der Mann, den Gott zurechtweist! - so verschmhe 
nicht die Zucht des Allmchtigen!
JOB 5:18 Denn er verwundet, doch er verbindet auch; er zerschlgt, und 
seine Hnde heilen.
JOB 5:19 Aus sechs Nten errettet er dich, und in sieben trifft dich kein 
Unheil.
JOB 5:20 Bei Hungersnot errettet er dich vom Tode und im Kriege von den 
Streichen des Schwerts.
JOB 5:21 Vor der Zunge Geiel bist du geborgen, hast nichts zu frchten, 
wenn Verheerung naht.
JOB 5:22 Der Verheerung und der Teuerung kannst du lachen, die wilden 
Tiere brauchst du nicht zu frchten.
JOB 5:23 Denn mit des Feldes Steinen bist du im Bunde, und die wilden 
Tiere sind mit dir befreundet.
JOB 5:24 Und so wirst du erfahren, da wohlbehalten dein Zelt: du musterst 
deine Behausung und vermissest nichts.
JOB 5:25 Du wirst erfahren, da deine Nachkommen zahlreich sind, und deine 
Sprossen wie das Gras der Flur.
JOB 5:26 In Vollreife gehst du zum Grabe ein, gleichwie die Garbe 
hinaufgebracht wird zu ihrer Zeit.
JOB 5:27 Siehe, das ist's, was wir erforscht, so ist's! Vernimm es und 
beherzige es wohl!
JOB 6:1 Hiob antwortete und sprach:
JOB 6:2 O da man meinen Unmut wge und mein Leid dagegen auf die Wage 
legte!
JOB 6:3 Denn nun ist's schwerer, als der Sand am Meer - drum gehen irre 
meine Worte!
JOB 6:4 Denn des Allmchtigen Pfeile stecken in mir: mein Geist saugt ihr 
Gift ein, die Schrecknisse Gottes verstren mich!
JOB 6:5 Schreit etwa der Wildesel auf grner Weide, oder brllt der Stier 
bei seinem Mengfutter?
JOB 6:6 Kann man Fades ungesalzen genieen, oder hat das Eiwei 
Wohlgeschmack?
JOB 6:7 Mich widert's an, es anzurhren; es ekelt mich vor der 
Unreinigkeit meiner Speise.
JOB 6:8 O da doch mein Wunsch sich erfllte, und Gott mein Verlangen 
gewhrte!
JOB 6:9 Gefiele es Gott, mich zu zermalmen, seine Hand zu entfesseln und 
meinen Lebensfaden abzuschneiden!
JOB 6:10 So wre doch das noch mein Trost und aufhpfen wollte ich im 
schonungslosen Schmerz -, da ich des Heiligen Worte nie verleugnet habe.
JOB 6:11 Was ist denn meine Kraft, da ich noch harren, und was mein Ende, 
da ich mich gedulden sollte?
JOB 6:12 Ist meine Kraft etwa Felsenkraft, oder ist mein Leib aus Erz?
JOB 6:13 Bin ich nicht der Hilfe bar, und ist nicht aller Halt von mir 
genommen?
JOB 6:14 Dem Verzagenden gebhrt das Mitleid seines Nchsten, selbst wenn 
er von der Furcht vor dem Allmchtigen lt.
JOB 6:15 Meine Freunde haben sich treulos erzeigt wie ein Bach, wie die 
Rinnsale, die berschwellen,
JOB 6:16 die trbe sind von Eis, in die herab der Schnee sich birgt.
JOB 6:17 Wenn sie durchglht werden, schwinden sie dahin: wenn's hei 
wird, sind sie weggelscht von ihrem Ort.
JOB 6:18 Karawanen biegen ab von ihrer Strae, ziehen hinauf in die de 
und kommen um.
JOB 6:19 Die Karawanen Themas schauten aus, die Reisezge Sabas warteten 
auf sie:
JOB 6:20 Sie wurden zu Schanden mit ihrem Vertrauen, kamen hin und wurden 
enttuscht.
JOB 6:21 So seid ihr nun fr mich geworden: ihr schautet Schrecknis, - da 
scheutet ihr euch!
JOB 6:22 Habe ich etwa gesagt: Schafft mir her und von eurer Habe spendet 
fr mich;
JOB 6:23 errettet mich aus der Gewalt des Bedrngers und aus der Gewalt 
der Tyrannen kauft mich los?
JOB 6:24 Belehrt mich, so will ich schweigen, und worin ich geirrt habe, 
thut mir kund.
JOB 6:25 Wie eindringlich sind der Wahrheit Worte! aber was beweist denn 
euer Verweis?
JOB 6:26 Gedenkt ihr, Worte zu rgen? Die Reden des Verzweifelten 
verhallen im Wind!
JOB 6:27 Selbst ber meine Waise wrdet ihr losen und euren eignen Freund 
verhandeln.
JOB 6:28 Und nun - wollet doch mich anblicken, ich werde euch doch 
wahrlich nicht ins Angesicht lgen!
JOB 6:29 O kehret um, lat Unrecht nicht geschehen, ja, kehret um, noch 
hab' ich Recht hierin.
JOB 6:30 Wohnt denn auf meiner Zunge Frevel, oder unterscheidet mein 
Gaumen nicht die Unglcksschlge?
JOB 7:1 Ein Kriegsdienst ist des Menschen Los auf Erden, den Tagen eines 
Lhners gleichen seine Lebenstage.
JOB 7:2 Gleich einem Sklaven, der nach Schatten lechzt, und wie ein 
Lhner, der seines Lohnes harrt,
JOB 7:3 so hab' ich Monde der Qual beschert erhalten, und Schmerzensnchte 
wurden mir zugezhlt.
JOB 7:4 Wenn ich mich niederlege, spreche ich: Wann werd' ich aufstehn? 
Es dehnt sich der Abend, und bersatt werde ich des Umherwerfens bis zum 
Morgengrauen.
JOB 7:5 Mein Leib umkleidet sich mit Gewrm und erdiger Kruste, meine Haut 
vernarbt und wird wieder flssig.
JOB 7:6 Meine Tage fliegen schneller als ein Weberschiff und schwinden 
hoffnungslos dahin.
JOB 7:7 Bedenke, da mein Leben nur ein Hauch! Nie wieder schaut mein Auge 
Glck.
JOB 7:8 Das Auge, das mich sieht, wird mich nicht mehr schauen; deine 
Augen suchen mich, ich aber bin dahin.
JOB 7:9 Wie die Wolke schwindet und dahingeht, so kehrt nicht wieder, wer 
zur Unterwelt hinabstieg.
JOB 7:10 Nie kehrt er wieder in sein Haus zurck, noch kennt ihn ferner 
seine Sttte.
JOB 7:11 So will ich nun auch meinem Munde nicht wehren, will reden in 
meines Herzens Drangsal und klagen in meiner Seele Bekmmernis.
JOB 7:12 Bin ich ein Meer oder ein Ungeheuer, da du eine Wache gegen mich 
aufstellen mut?
JOB 7:13 Wenn ich denke: mein Lager soll mich trsten, mein Bette meinen 
Jammer tragen helfen,
JOB 7:14 so schreckst du mich durch Trume und mit Gesichten ngstigst du 
mich,
JOB 7:15 so da ich Erwrgung lieber she, lieber den Tod, als dieses 
Gerippe!
JOB 7:16 Ich schwinde dahin, nicht ewig werde ich leben: la ab von mir, 
denn ein Hauch sind meine Tage!
JOB 7:17 Was ist der Mensch, da du so gro ihn achtest und da du auf ihn 
richtest deinen Sinn?
JOB 7:18 da du ihn heimsuchst jeden neuen Morgen und jeden Augenblick ihn 
prfst?
JOB 7:19 Wann endlich wirst du deinen Blick ablenken, mir Ruhe lassen, bis 
ich meinen Speichel schlucke?
JOB 7:20 Habe ich gesndigt - was kann ich dir anthun, du Menschenhter? 
Warum machst du mich zum Angriffspunkt fr dich, da ich mir selbst zur 
Last bin?
JOB 7:21 Und warum vergiebst du meine Snde nicht und verzeihst meine 
Schuld? Denn schon lege ich mich in den Staub, und suchst du mich, so bin 
ich nicht mehr.
JOB 8:1 Dann antwortete Bildad von Suah und sprach:
JOB 8:2 Wie lange willst du solches reden, und sind ein heftiger Wind 
deines Mundes Worte?
JOB 8:3 Beugt etwa Gott das Recht oder beugt der Allmchtige gerechte 
Sache?
JOB 8:4 Wenn deine Kinder gegen ihn gesndigt haben, so lieferte er sie 
ihrem Frevel aus.
JOB 8:5 Wenn du dich ernstlich an Gott wendest und zum Allmchtigen um 
Gnade flehst, -JOB 8:6 wenn du lauter und redlich bist, so wird er alsbald 
fr dich wach werden und deine Wohnsttte in der du als Gerechter weilst, 
wieder herstellen.
JOB 8:7 Dann wird dann dein frheres Los armselig erscheinen, aber 
herrlich gro wird das nachmalige sein.
JOB 8:8 Denn befrage nur frhere Geschlechter und achte auf das, was ihre 
Vter erforschten.
JOB 8:9 Denn wir sind von gestern und wissen nichts, weil unsere Tage nur 
ein Schatten sind auf Erden.
JOB 8:10 Sie aber werden dich belehren, dir es sagen und aus ihrer 
Einsicht Kunde geben.
JOB 8:11 Wchst, wo kein Sumpf ist, Papyrus? Schiet Riedgras ohne Wasser 
auf?
JOB 8:12 Noch steht's in seinem frischen Trieb, wo es nicht abgeschnitten 
werden kann, aber vor allem Grase verdorrt es.
JOB 8:13 Das ist das Ende Aller, die Gottes vergessen, und des Ruchlosen 
Hoffnung wird zu nichte.
JOB 8:14 Seine Zuversicht ist ein Sommerfaden, und ein Spinnengewebe 
ist's, worauf er vertraut.
JOB 8:15 Er sttzt sich auf sein Haus, aber es hlt nicht Stand; er hlt 
sich daran fest, doch es bleibt nicht stehn.
JOB 8:16 Frisch grnt er angesichts der Sonne, und ber seinen Garten 
laufen seine Senker aus.
JOB 8:17 Um Gerll verflechten sich seine Wurzeln, zwischen Steinen bohrt 
er sich hindurch.
JOB 8:18 Doch wenn er ihn wegtilgt von seinem Standort, so verleugnet ihn 
der: Ich sah dich nie!
JOB 8:19 Sieh', das ist die Wonne seines Lebenswegs, und aus dem Staube 
sprossen andre auf!
JOB 8:20 Nein, Gott verschmht den Frommen nicht und hlt der Missethter 
Hand nicht fest.
JOB 8:21 Noch wird er deinen Mund mit Lachen erfllen und deine Lippen mit 
Jauchzen.
JOB 8:22 Die dich hassen, werden sich mit Schande bedecken, aber das Zelt 
der Frevler wird verschwunden sein.
JOB 9:1 Hiob antwortete und sprach:
JOB 9:2 Ja wohl, ich wei, da es so ist, - wie knnte der Mensch je Recht 
behalten gegen Gott!
JOB 9:3 Wenn er geruhte, mit ihm zu streiten, - nicht auf eins von Tausend 
knnt' er ihm erwidern!
JOB 9:4 Der weisen Sinnes und von gewaltiger Kraft ist - wer hat ihm je 
getrotzt und blieb unversehrt?
JOB 9:5 Er, der unvermerkt Berge versetzt, indem er sie umstrzt in seinem 
Grimm;
JOB 9:6 der die Erde aufbeben macht von ihrer Sttte, da ihre Sulen ins 
Wanken geraten,
JOB 9:7 der der Sonne verbietet, aufzustrahlen, und die Sterne unter 
Siegel legt;
JOB 9:8 der den Himmel ausspannt allein und einher schreitet auf den Hhen 
des Meers,
JOB 9:9 der den Bren schuf, den Orion und die Pleiaden und die Kammern 
des Sdens;
JOB 9:10 der groe Dinge thut, die unerforschlich, und Wunder, die nicht 
aufzuzhlen sind.
JOB 9:11 Frwahr, er zieht an mir vorber, aber ich sehe ihn nicht; er 
schwebt dahin, aber ich gewahre ihn nicht.
JOB 9:12 Rafft er hinweg, wer will ihm wehren? Wer darf zu ihm sprechen: 
Was thust du da?
JOB 9:13 Gott wehrt nicht seinem Zorn - krmmten sich doch Rahabs Helfer 
unter ihm! -JOB 9:14 geschweige, da ich ihm erwidern drfte, ihm 
gegenber meine Worte whlen knnte,
JOB 9:15 der ich, auch wenn ich Recht habe, keine Antwort bekomme, zu 
meinem Widerpart um Gnade flehen mu.
JOB 9:16 Wenn ich ihn riefe und er gbe mir Antwort, so wrde ich's doch 
nicht glauben, da er mich anhren werde.
JOB 9:17 Vielmehr, im Sturmwind wrde er mich anschnauben und meine Wunden 
ohne Ursach' mehren,
JOB 9:18 wrde mich nimmer aufatmen lassen, sondern mich sttigen mit 
bitterem Weh.
JOB 9:19 Gilt's Kraft des Starken, so ist er da, aber gilt's den Rechtsweg 
- wer darf mich vorfordern?
JOB 9:20 Wr' ich im Recht - mein Mund wrde mich verdammen, wre ich 
unschuldig - er wrde mich zum Betrger machen!
JOB 9:21 Unschuldig bin ich - was kmmert mich mein Leben! ich verachte 
mein Dasein!
JOB 9:22 Eins ist es, drum spreche ich's aus: er bringt den Frommen wie 
den Frevler um!
JOB 9:23 Wenn die Geiel jhlings ttet, so lacht er ber die Verzweiflung 
Unschuldiger.
JOB 9:24 Die Erde ist in der Frevler Hand gegeben, die Augen ihrer Richter 
hlt er zu: wenn er nicht - wer denn sonst?
JOB 9:25 und meine Tage eilten schneller dahin, als ein Lufer, entflohen, 
ohne Glck geschaut zu haben,
JOB 9:26 fuhren dahin wie Binsenkhne, wie ein Adler, der auf Beute stt.
JOB 9:27 Wenn ich denke: Ich will meinen Jammer vergessen, will meinen 
Unmut lassen und heiter blicken,
JOB 9:28 so schaudre ich vor allen meinen Schmerzen: ich wei, da du mich 
nicht lossprechen wirst.
JOB 9:29 Ich, ich soll schuldig sein, wozu mich da noch vergeblich abmhen?
JOB 9:30 Wenn ich mich auch mit Schnee wsche und meine Hnde mit Lauge 
reinigte,
JOB 9:31 so wrdest du mich in den Pfuhl eintauchen, da meine Kleider vor 
mir Abscheu htten.
JOB 9:32 Denn er ist nicht ein Mensch wie ich, da ich ihm Antwort geben, 
da wir miteinander vor Gericht treten knnten.
JOB 9:33 Kein Schiedsmann ist zwischen uns, der auf uns beide seine Hand 
legen knnte.
JOB 9:34 Er nehme seinen Stock von mir hinweg und lasse seinen Schrecken 
mich nicht ngstigen,
JOB 9:35 so will ich reden, ohne ihn zu frchten, denn so steht es mit 
meinem Innern nicht!
JOB 10:1 Mich widert mein Leben an; so will ich denn meiner Klage ihren 
Lauf lassen, will reden in meiner Seelenpein.
JOB 10:2 Ich spreche zu Gott: Verdamme mich nicht! La mich erfahren, 
warum du mich befehdest.
JOB 10:3 Bringt's dir Gewinn, wenn du Bedrckung bst? wenn du deiner 
Hnde mhsam Werk verwirfst, whrend zu der Frevler Plan dein Antlitz 
leuchtet?
JOB 10:4 Hast du denn Fleisches Augen oder siehst du, wie Menschen sehen?
JOB 10:5 Sind deine Tage wie der Menschen Tage, oder deine Jahre wie eines 
Mannes Tage,
JOB 10:6 da du nach meiner Verschuldung suchst und nach meiner Snde 
forschest,
JOB 10:7 ob du gleich weit, da ich nicht schuldig bin, und Niemand aus 
deiner Hand errettet?
JOB 10:8 Deine Hnde haben mich sorgsam gebildet und bereiteten mich, 
alles zusammen ringsum - und du wolltest mich verderben?
JOB 10:9 Gedenke doch, da du wie Thon mich formtest, und willst mich nun 
wieder zu Staube machen?
JOB 10:10 Hast du mich nicht hingegossen wie Milch und wie Kse mich 
gerinnen lassen?
JOB 10:11 Mit Haut und Fleisch bekleidetest du mich und mit Knochen und 
Sehnen durchflochtest du mich.
JOB 10:12 Leben und Huld erwiesest du mir, und deine Obhut bewahrte meinen 
Odem.
JOB 10:13 Dabei aber bargst du dies in deinem Herzen - ich wei, da du 
solches plantest -:
JOB 10:14 Wenn ich fehlte, so wolltest du mich bewachen und meine Schuld 
nicht ungestraft lassen.
JOB 10:15 Wre ich schuldig - wehe mir! Und htte ich Recht, so sollte ich 
doch mein Haupt nicht erheben, gesttigt mit Schande und getrnkt mit 
Elend!
JOB 10:16 Und wollte sich's erheben, wie ein Leu wolltest du mich jagen 
und immer aufs neue deine Wundermacht an mir erweisen.
JOB 10:17 Stets neue Zeugen wolltest du wider mich vorfhren und deinen 
Grimm vielfltig gegen mich ausben - ein Schmerzensheer, sich stets 
ablsend, gegen mich!
JOB 10:18 Warum doch zogst du mich hervor aus dem Mutterleibe? Ich htte 
verscheiden sollen, ehe mich ein Auge sah!
JOB 10:19 Als wr' ich nie gewesen, htte ich werden sollen: vom 
Mutterschoe weg zum Grabe getragen!
JOB 10:20 Nur wenige Tage stehn mir noch bevor - so lasse er doch ab und 
wende sich von mir, da ich ein wenig mich erheitre,
JOB 10:21 bevor ich hingehe, ohne Wiederkehr, ins Land der Finsternis und 
des tiefen Dunkels,
JOB 10:22 ins Land der Umdsterung wie Mitternacht, des tiefen Dunkels 
ordnungslos, so da es aufglnzt wie Mitternacht.
JOB 11:1 Dann antwortete Zophar aus Naama und sprach:
JOB 11:2 Soll dem Wortschwalle keine Antwort werden, und der Maulheld 
Recht behalten?
JOB 11:3 Dein Geschwtz sollte Mnner zum Schweigen bringen? und hhnen 
wolltest du, ohne da dich jemand beschmt?
JOB 11:4 Sagtest du doch: Meine Lehre ist lauter, und rein war ich in 
deinen Augen!
JOB 11:5 Aber wahrlich - wollte Gott nur reden und seine Lippen gegen dich 
aufthun
JOB 11:6 und dir die verborgenen Tiefen der Weisheit offenbaren, da sie 
von vielfltig wahrhaftem Bestande sind, - du wrdest dann erkennen, da 
Gott dir einen Teil von deiner Schuld noch bersieht!
JOB 11:7 Kannst du den tiefsten Grund in Gott erreichen oder bis zum 
uersten Ende bei dem Allmchtigen hingelangen?
JOB 11:8 Himmelhoch - was kannst du thun? tiefer als die Unterwelt - was 
kannst du wissen?
JOB 11:9 Sie ist weiter als die Erde an Ausdehnung und breiter als das 
Meer.
JOB 11:10 Wenn er einherfhrt und verhaftet und die Gerichtsversammlung 
einberuft - wer will ihm wehren?
JOB 11:11 Denn er kennt die Nichtswrdigen und schaut den Frevel, ohne 
sonderlich darauf zu achten.
JOB 11:12 Und ein Hohlkopf wird gewitzigt, und ein Wildeselfllen zum 
Menschen umgeboren.
JOB 11:13 Wenn du dein Herz bereitest und deine Hnde zu ihm ausbreitest -
JOB 11:14 klebt Frevel an deiner Hand, entferne ihn und la in deinen 
Zelten kein Unrecht wohnen! -JOB 11:15 ja, dann wirst du dein Antlitz frei 
von Fehl erheben, wirst fest dastehn und brauchst dich nicht zu frchten.
JOB 11:16 Ja, dann wirst du dein Ungemach vergessen; wie an verlaufenes 
Wasser wirst du daran denken.
JOB 11:17 Und heller als der Mittag geht das Leben auf; mag's dunkeln, 
wird es doch wie Morgen sein!
JOB 11:18 Du hegst Vertrauen, weil noch Hoffnung ist, und sphst du aus - 
du kannst dich sorglos niederlegen
JOB 11:19 und lagerst, ohne da dich jemand schreckt, und viele werden 
sich um deine Gunst bemhn.
JOB 11:20 Jedoch der Frevler Augen schmachten hin; fr sie ist jede 
Zuflucht verloren, und ihre Hoffnung ist - die Seele auszuhauchen!
JOB 12:1 Hiob antwortete und sprach:
JOB 12:2 Ja frwahr, ihr seid das Volk, und mit euch wird die Weisheit 
aussterben!
JOB 12:3 Ich habe auch Verstand wie ihr: nicht stehe ich hinter euch 
zurck - und wem wre dergleichen nicht bewut!
JOB 12:4 Ein Spott des eignen Freundes mu ich sein, - ich, dessen Ruf bei 
Gott Erhrung fand, ein Spott ich, der Gerechte und Fromme!
JOB 12:5 Dem Unglck Verachtung! - so denkt der Sichere - ein Sto denen, 
deren Fu im Wanken ist!
JOB 12:6 Wohlbehalten stehn den Rubern ihre Zelte, und sorglos leben, die 
Gottes Zorn erregen, wer seinen Gott in seiner Faust fhrt!
JOB 12:7 Wahrlich, frage doch nur das Vieh, das wird dich's lehren, und 
die Vgel des Himmels, die werden dir's verkndigen,
JOB 12:8 oder was auf der Erde kriecht, das wird dich's lehren, und die 
Fische des Meeres werden dir's erzhlen.
JOB 12:9 Wer erkennte nicht an alledem, da Jahwes Hand solches gemacht 
hat,
JOB 12:10 in dessen Hand die Seele alles Lebendigen ruht und der Geist 
jegliches Menschenleibes?
JOB 12:11 Prft nicht das Ohr die Worte, gleichwie der Gaumen die Speise 
kostet?
JOB 12:12 Bei Ergrauten ist Weisheit, und langes Leben so gut wie 
Einsicht.
JOB 12:13 Bei ihm ist Weisheit und Strke, sein ist der Rat und die 
Einsicht!
JOB 12:14 Wenn er einreit, so wird nicht wieder aufgebaut, wen er 
einkerkert, dem wird nicht mehr aufgethan.
JOB 12:15 Wenn er die Wasser hemmt, versiegen sie; lt er sie los, so 
whlen sie die Erde um.
JOB 12:16 Bei ihm ist Macht und Bestand, ihm gehrt der Irrende und der 
Verfhrer.
JOB 12:17 Er fhrt Ratsherren ausgezogen fort und bethrt Richter.
JOB 12:18 Er lst die Fessel der Knige und schlingt um ihre Hften einen 
Strick.
JOB 12:19 Er fhrt Priester ausgezogen fort, und strzt Lngstbestehende,
JOB 12:20 entzieht Wohlbewhrten die Rede und beraubt Greise des gesunden 
Urteils.
JOB 12:21 Er giet Verachtung ber Edle aus und lockert den Grtel 
Gewaltiger.
JOB 12:22 Er enthllt Tiefverborgenes aus Finsternis heraus und zieht 
tiefes Dunkel an das Licht.
JOB 12:23 Er lt Vlker gro werden und strzt sie ins Verderben, breitet 
Vlker aus und lt hinweg sie fhren.
JOB 12:24 Er raubt den Huptern des Volkes den Verstand und lt sie irren 
in unwegsamer de.
JOB 12:25 Sie tappen in lichtlosem Dunkel, und er lt sie taumeln wie 
Trunkene.
JOB 13:1 Sieh', alles hat mein Auge gesehen, mein Ohr gehrt und sich's 
gemerkt!
JOB 13:2 Was ihr wit, wei ich auch; ich stehe hinter euch nicht zurck.
JOB 13:3 Aber ich will zum Allmchtigen reden und mit Gott zu rechten habe 
ich Lust.
JOB 13:4 Denn wahrlich, ihr seid Lgenschmiede und Flicker von Nichtigem 
insgesamt.
JOB 13:5 O da ihr doch ganz stille schwiegt, so knnte das als eure 
Weisheit gelten!
JOB 13:6 So hrt denn die Rge meines Mundes und merkt auf die Vorwrfe 
meiner Lippen.
JOB 13:7 Wollt ihr Gott zu Liebe Unrecht reden und ihm zu Liebe Trug reden?
JOB 13:8 Wollt ihr fr ihn Partei ergreifen oder fr Gott streiten?
JOB 13:9 Wird es gut ablaufen, wenn er euch erforscht, oder wollt ihr ihn 
narren, wie man Menschen narrt?
JOB 13:10 Nein, strafen, strafen wird er euch, wenn ihr insgeheim Partei 
ergreift.
JOB 13:11 Seine Hoheit wird euch betuben, und sein Schrecken auf euch 
fallen.
JOB 13:12 Eure Merksprche sind Aschensprche, Lehmschanzen sind eure 
Schanzen.
JOB 13:13 Lat mich in Ruhe, so will ich reden, mag ber mich ergehen, was 
da will.
JOB 13:14 Ich will mein Fleisch in meine Zhne nehmen und mein Leben aufs 
Spiel setzen.
JOB 13:15 Er wird mich tten - ich harre seiner; nur will ich meinen 
Wandel ihm ins Angesicht darlegen.
JOB 13:16 Schon das gereicht mir zum Sieg, da vor sein Angesicht kein 
Heuchler tritt.
JOB 13:17 So hrt denn aufmerksam meine Rede, und meine Darlegung dringe 
zu euren Ohren.
JOB 13:18 Wohlan, ich habe den Handel eingeleitet; ich wei, da ich Recht 
behalten werde.
JOB 13:19 Wer ist's, der mit mir streiten drfte? - denn dann wollt' ich 
schweigen und verscheiden!
JOB 13:20 Nur zweierlei thue mir nicht an, dann will ich mich vor deinem 
Antlitz nicht verbergen:
JOB 13:21 Zieh deine Hand von mir zurck und la deinen Schrecken mich 
nicht ngstigen;
JOB 13:22 dann rufe, so will ich Rede stehn, oder ich will reden, und du 
entgegne mir!
JOB 13:23 Wieviel Vergehungen und Snden habe ich denn? Meinen Frevel und 
meine Snde la mich wissen!
JOB 13:24 Warum verhllst du dein Antlitz und erachtest mich fr deinen 
Feind?
JOB 13:25 Willst du ein verwehtes Blatt aufschrecken und den drren Halm 
verfolgen,
JOB 13:26 da du mir Bitteres als Urteil schreibst und mich die Snden 
meiner Jugend erben lssest?
JOB 13:27 da du meine Fe in den Block legst und alle meine Wege 
bewachst und dir einen Kreis um meine Sohlen ziehst?
JOB 13:28 Und eben dieser Mann zerfllt wie von Wurmfra, wie ein Kleid, 
das die Motte zerfressen hat!
JOB 14:1 Der Mensch, vom Weibe geboren, kurz von Tagen und gesttigt mit 
Unruhe, -JOB 14:2 wie eine Blume geht er auf und welkt dahin, flieht wie 
der Schatten und hat nicht Bestand.
JOB 14:3 Und ber solchen hltst du deine Augen offen und mich ziehst du 
vor dein Gericht!
JOB 14:4 Wie knnte wohl ein Reiner von Unreinen kommen? Nicht einer!
JOB 14:5 Wenn seine Tage fest bestimmt sind, die Zahl seiner Monde 
feststeht bei dir, du ihm ein Ziel gesetzt hast, das er nicht 
berschreiten kann,
JOB 14:6 so blicke weg von ihm, da er raste und wie ein Lhner seines 
Tages froh werde!
JOB 14:7 Denn fr den Baum zwar giebt's ein Hoffen: wird er abgehauen, so 
treibt er neue Sprossen, und sein Schling bleibt nicht aus.
JOB 14:8 Oba auch seine Wurzel in der Erde altert, und sein Stumpf im 
Staube abstirbt,
JOB 14:9 vom Duft des Wassers schlgt er wieder aus und treibt Zweige wie 
ein frisch gepflanztes Reis.
JOB 14:10 Doch stirbt ein Mann, so liegt er hingestreckt, verscheidet ein 
Mensch - wo ist er dann?
JOB 14:11 Wie die Gewsser schwinden aus dem See, der Strom versiegt und 
vertrocknet,
JOB 14:12 so legt der Mensch sich nieder und steht nicht wieder auf; bis 
der Himmel vergeht, erwachen sie nicht und regen sich nicht aus ihrem 
Schlaf.
JOB 14:13 O da du mich in der Unterwelt verwahrtest, mich brgest, bis 
dein Zorn sich gelegt, ein Ziel mir setztest und dann mein gedchtest! -
JOB 14:14 Wenn der Mensch stirbt, lebt er dann wieder auf? Dann wollte ich 
alle meine Kampfestage ausharren, bis meine Ablsung kme!
JOB 14:15 Du wrdest rufen, und ich dir antworten; nach deiner Hnde Werk 
wrdest du dich sehnen.
JOB 14:16 Jetzt aber zhlst du meine Schritte, gehst an meiner Snde nicht 
vorber.
JOB 14:17 Versiegelt ruht ihm Beutel mein Vergehen, und meine Schuld 
verklebtest du.
JOB 14:18 Aber wie der Berg im Sturze zerfllt, und der Fels von seiner 
Stelle rckt,
JOB 14:19 wie das Wasser Steine zerreibt, und seine Fluten das Erdreich 
fortschwemmen, so hast du des Menschen Hoffen vernichtet.
JOB 14:20 Du vergewaltigst ihn fr immer, und er geht dahin, entstellst 
sein Antlitz und lssest ihn dahinfahren.
JOB 14:21 Kommen seine Kinder zu Ehren - er wei es nicht, sinken sie 
herab - er hat nicht acht auf sie.
JOB 14:22 Nur ber ihn selbst fhlt Schmerz sein Leib, und ber ihn selbst 
trauert seine Seele!
JOB 15:1 Dann antwortete Eliphas von Theman:
JOB 15:2 Wird wohl ein Weiser windige Ansicht als Antwort vortragen und 
sein Inneres mit Ostwind fllen -JOB 15:3 mit Rede strafend, die nichts 
taugt, und mit Worten, durch die er nichts frdert?
JOB 15:4 Dazu zerstrst du die Gottesfurcht und thust die Andacht ab, die 
Gott gebhrt.
JOB 15:5 Denn deine Schuld macht deinen Mund gelehrig, und du erwhlst die 
Sprache Verschmitzter.
JOB 15:6 Dein Mund verurteilt dich, nicht ich, und deine Lippen zeugen 
wider dich.
JOB 15:7 Bist du als der erste der Menschen geboren und noch vor den 
Hgeln hervorgebracht?
JOB 15:8 Hast du im Rate Gottes zugehrt und die Weisheit an dich gerissen?
JOB 15:9 Was weit du, da wir nicht wten, was verstehst du, das uns 
nicht auch bewut wre?
JOB 15:10 Auch unter uns sind Greise, sind Ergraute, reicher als dein 
Vater an Lebenstagen!
JOB 15:11 Sind dir Gottes Trstungen zu gering, und ein Wort, das sanft 
mit dir verfuhr?
JOB 15:12 Was reit dein Unmut dich fort, und was rollen deine Augen,
JOB 15:13 da du gegen Gott dein Schnauben kehrst und deinem Munde solche 
Worte entfahren lssest?
JOB 15:14 Was ist der Mensch, da er rein sein knnte, und da gerecht 
dastnde der Weibgeborene?
JOB 15:15 Selbst seinen Heiligen traut er nicht, und der Himmel ist nicht 
rein in seinen Augen,
JOB 15:16 geschweige der Abscheuliche, Verderbte - der Mensch, der Unrecht 
wie Wasser trinkt!
JOB 15:17 Ich will dich unterweisen, hre mir zu, und was ich geschaut, 
das will ich erzhlen,
JOB 15:18 was die Weisen berichten unverhohlen von ihren Vtern her.
JOB 15:19 Ihnen war noch das Land allein gegeben, und noch kein Fremdling 
unter ihnen umhergezogen.
JOB 15:20 Sein Leben lang ngstigt sich der Frevler und alle die Jahre 
hindurch, die dem Wterich aufgespart sind.
JOB 15:21 Schreckenslaute tnen in seinen Ohren, mitten im Frieden 
berfllt ihn der Verwster.
JOB 15:22 Er giebt die Hoffnung auf, dem Dunkel zu entrinnen, fr das 
Schwert ist er ausersehen.
JOB 15:23 Er schweift nach Brot umher - wo ist's zu finden? - er wei, 
da ihm bereit gestellt der Unglckstag.
JOB 15:24 Ihn schrecken Not und Angst; sie packt ihn wie ein Knig, der 
zum Sturm bereit,
JOB 15:25 weil er seine Hand gegen Gott ausgereckt und dem Allmchtigen 
Trotz geboten hat.
JOB 15:26 Er strmte gegen ihn an mit dem Halse, mit den dichten Buckeln 
seiner Schilde,
JOB 15:27 weil er sein Gesicht mit Schmeer bedeckte und Fett ansetzte an 
der Lende,
JOB 15:28 sich ansiedelte in verfehmden Stdten, in Husern, die niemand 
bewohnen sollte, die zu Steinhaufen bestimmt waren.
JOB 15:29 Er wird nicht reich, noch hat seine Habe Bestand, und seine 
hre neigt sich nicht zur Erde.
JOB 15:30 Er entgeht nicht der Umfinsterung; seine Schlinge drrt die 
Flamme aus, und durch seinen Zornhauch vergeht er.
JOB 15:31 Er vertraue nicht auf Trug, er irrt sich: denn Trug wird sein 
Eintausch sein.
JOB 15:32 Ehe noch sein Tag kommt, erfllt es sich, und sein Palmenzweig 
grnt nicht mehr.
JOB 15:33 Wie der Weinstock stt er seine Herlinge ab, wirft, wie der 
lbaum, seine Blte hin.
JOB 15:34 Denn des Ruchlosen Rotte ist unfruchtbar, und Feuer verzehrt 
die Zelte der Bestechung.
JOB 15:35 Mit Mhsal schwanger gebaren sie Unheil, und ihr Scho bereitet 
Trug!
JOB 16:1 Hiob antwortete und sprach:
JOB 16:2 Dergleichen habe ich vieles gehrt, leidige Trster seid ihr 
insgesamt.
JOB 16:3 Sind die windigen Reden nun zu Ende? oder was reizt dich zum 
Erwidern?
JOB 16:4 Auch ich knnte sprechen wie ihr, wre euch nur zu Mute, wie mir 
zu Mute ist, knnte Reden wider euch zusammendrechseln und den Kopf ber 
euch schtteln,
JOB 16:5 euch strken mit meinem Mund, und meiner Lippen Beileid sollte 
lindern!
JOB 16:6 Mag ich reden - mein Schmerz wird nicht gelindert, und unterlasse 
ich's - was wird dann von mir weichen?
JOB 16:7 Hat er doch nunmehr meine Kraft erschpft - verdet hast du 
meinen ganzen Kreis,
JOB 16:8 hast mich gepackt, das mu als Zeugnis gelten! Mein eignes 
Siechtum tritt wider mich auf, ins Angesicht hinein verklagt es mich.
JOB 16:9 Sein Grimm zerfleischt und befehdet mich, er fletscht gegen mich 
seine Zhne; als mein Widersacher wetzt er seine Augen wider mich.
JOB 16:10 Man reit gegen mich das Maul auf, schlgt mich schmhlich auf 
die Wangen; insgesamt rotten sie sich gegen mich zusammen.
JOB 16:11 Gott giebt mich Frevlern preis und in der Gottlosen Hnde strzt 
er mich.
JOB 16:12 Ich lebte ruhig, da zerschmetterte er mich, packte mich beim 
Genick und schttelte mich und stellte mich als Zielscheibe fr sich auf.
JOB 16:13 Es umschwirren mich seine Pfeile; erbarmungslos spaltet er meine 
Nieren, giet auf die Erde meine Galle.
JOB 16:14 Bresche auf Bresche legt er in mich, strmt gegen mich an wie 
ein Kriegsheld.
JOB 16:15 Hrenes Gewand habe ich um meine Haut genht, habe in den Staub 
mein Horn gebohrt.
JOB 16:16 Mein Antlitz ist hochgertet vom Weinen, und tiefes Dunkel ruht 
auf meinen Wimpern,
JOB 16:17 obwohl kein Frevel an meinen Hnden, und mein Gebet lauter ist.
JOB 16:18 O Erde, bedecke nicht mein Blut! Mein Wehruf finde keine 
Ruhestatt!
JOB 16:19 Schon jetzt ist im Himmel mein Zeuge, und mein Brge in der Hhe.
JOB 16:20 Meine Freunde spotten mein - zu Gott blickt thrnend mein Auge 
empor,
JOB 16:21 da er dem Manne Recht schaffe gegen Gott und zwischen dem 
Menschen und seinem Freund entscheide.
JOB 16:22 Denn nur noch wenige Jahre werden kommen, und den Pfad ohne 
Rckkehr mu ich wandeln.
JOB 17:1 Mein Lebensgeist ist zerstrt, meine Tage sind erloschen, die 
Grbersttte wartet mein.
JOB 17:2 Dann treiben sie frwahr noch Spott mit mir! Auf ihrem Hadern mu 
mein Auge weilen!
JOB 17:3 O setze ein, verbrge dich fr mich bei dir! Wer anders sollte 
mir den Handschlag geben?
JOB 17:4 Denn ihr Herz hast du der Einsicht verschlossen, darum wirst du 
sie auch nicht obsiegen lassen.
JOB 17:5 Zur Beuteteilung verrt man Freunde, und seiner Kinder Augen 
schmachten hin.
JOB 17:6 Zu einem Sprichwort fr alle Welt hat er mich hingestellt, 
anspeien lassen mu ich mich ins Angesicht,
JOB 17:7 so da mein Auge blde ward vor Kummer, und alle meine Glieder 
nur ein Schatten sind.
JOB 17:8 Darber entsetzen sich die Rechtschaffenen, und der Unschuldige 
emprt sich ber den Ruchlosen.
JOB 17:9 Doch der Fromme hlt fest an seinem Weg, und wer reine Hnde hat, 
erstarkt nur noch mehr.
JOB 17:10 Ihr alle aber kommt nur wieder heran, ich werde unter euch doch 
keinen Weisen finden.
JOB 17:11 Meine Tage sind dahin, meine Plne sind zerrissen, sie, meines 
Herzens Hoffnungen.
JOB 17:12 Nacht wollen sie zum Tage machen, Licht soll mir nher sein als 
Finsternis.
JOB 17:13 Wenn ich auf die Unterwelt als meine Behausung hoffe, in der 
Finsternis mein Lager hingebreitet habe,
JOB 17:14 wenn ich das Grab mein Vater nenne, meine Mutter und Schwester 
das Gewrm -JOB 17:15 wo bleibt denn da meine Hoffnung, und meine 
Hoffnung, wer erschaut sie?
JOB 17:16 Zu den Riegeln der Unterwelt fhrt sie hinab wenn allzumal im 
Staube Ruhe ist.
JOB 18:1 Bildad von Suah antwortete und sprach:
JOB 18:2 Wie lange wollt ihr diese Wortjagd treiben? Kommt zu Verstand, 
hernach wollen wir reden!
JOB 18:3 Weswegen werden wir dem Vieh gleichgeachtet, gelten fr vernagelt 
in euren Augen?
JOB 18:4 Du, der sich in seinem Grimme selbst zerfleischt, - soll um 
deinetwillen die Erde entvlkert werden, und der Fels von seiner Stelle 
rcken?
JOB 18:5 Jawohl erlischt der Gottlosen Licht, und seines Feuers Flamme 
leuchtet nicht.
JOB 18:6 Das Licht verfinstert sich in seinem Zelt, und seine Leuchte ber 
ihm erlischt.
JOB 18:7 Seine rstigen Schritte werden kurz, sein eigner Anschlag strzt 
ihn ins Verderben.
JOB 18:8 Denn ins Netz wird er getrieben mit seinen Fen und ber 
Flechtwerk wandelt er dahin.
JOB 18:9 Die Ferse packt ein Fallstrick, fest hlt ihn die Schlinge.
JOB 18:10 An der Erde ist der Strick fr ihn versteckt, und die Falle fr 
ihn auf dem Pfade.
JOB 18:11 Ringsum ngstigen ihn Schrecknisse und scheuchen ihn auf Schritt 
und Tritt.
JOB 18:12 Es hungert nach ihm das Unheil, und das Verderben klammert sich 
an seine Seite.
JOB 18:13 Es frit die Glieder seines Leibes, es frit seine Glieder der 
Erstgeborene des Todes.
JOB 18:14 Er wird herausgerissen aus seinem Zelt, auf das er vertraute: es 
treibt ihn hin zum Knige der Schrecken.
JOB 18:15 In seinem Zelte wohnt, was ihm nicht angehrt, auf seine 
Wohnsttte wird Schwefel gestreut.
JOB 18:16 Unten verdorren seine Wurzeln, und oben verwelkt sein Gezweig.
JOB 18:17 Sein Gedchtnis verschwindet von der Erde, und kein Name bleibt 
ihm auf der Flur.
JOB 18:18 Man stt ihn aus dem Licht in Finsternis und treibt ihn weg vom 
Erdenrund.
JOB 18:19 Nicht Spro bleibt ihm noch Scho in seinem Volk, und kein 
Entronnener ist in seiner Behausung.
JOB 18:20 Oba seines Verhngnistags erstarren die im Westen, und Schauder 
packt, die im Osten wohnen.
JOB 18:21 Ja, so ergeht's der Wohnung des Frevlers, und so der Sttte 
dessen, der sich um Gott nicht kmmerte!
JOB 19:1 Hiob antwortete und sprach:
JOB 19:2 Wie lange wollt ihr mich krnken und mich mit Reden zermalmen?
JOB 19:3 Schon zehnmal nun beschimpftet ihr mich und schmt euch nicht, 
mich zu mihandeln!
JOB 19:4 Und habe ich auch wirklich mich vergangen, so bleibt doch mein 
Fehltritt mir allein bewut.
JOB 19:5 Wollt ihr euch wirklich ber mich erheben, so bringt mir den 
Beweis fr meine Schande!
JOB 19:6 Erkennet doch, da Gott mich gebeugt und mich mit seinem Netz 
umzingelt hat.
JOB 19:7 Frwahr, ich schreie Gewalt! und finde keine Erhrung; ich rufe 
um Hilfe, doch da giebt's kein Recht.
JOB 19:8 Meinen Weg hat er vermauert, da ich nicht hinber kann, und ber 
meine Pfade breitet er Finsternis.
JOB 19:9 Meiner Ehre hat er mich entkleidet und mir die Krone vom Haupte 
genommen.
JOB 19:10 Er wirft mich nieder ringsum, da ich dahinfahre, und reit 
gleich einem Baume meine Hoffnung aus.
JOB 19:11 Er lt seinen Zorn wider mich entbrennen und achtet mich seinen 
Feinden gleich.
JOB 19:12 Allzumal rcken seine Scharen heran, schtten ihren Weg wider 
mich auf und lagern sich rings um mein Zelt.
JOB 19:13 Meine Brder hat er von mir entfernt, und meine Freunde sind mir 
ganz entfremdet.
JOB 19:14 Meine Verwandten bleiben aus, und meine Bekannten haben mich 
vergessen.
JOB 19:15 Die Genossen meines Hauses und meine Mgde achten mich fr einen 
Fremden, zum Auslnder ward ich in ihren Augen.
JOB 19:16 Rufe ich meinen Sklaven, so antwortet er nicht, mit meinem Munde 
mu ich zu ihm flehen.
JOB 19:17 Mein Atem ist zuwider meinem Weibe, und mein Gestank meinen 
leiblichen Brdern.
JOB 19:18 Selbst die Kleinen verachten mich; will ich aufstehn, verspotten 
sie mich.
JOB 19:19 Alle meine Vertrauten verabscheuen mich, und die ich liebte, 
haben sich gegen mich gekehrt.
JOB 19:20 An meiner Haut und meinem Fleisch klebt mein Gebein, und nur mit 
meiner Zhne Haut bin ich entronnen.
JOB 19:21 Erbarmt euch mein, erbarmt euch mein, ihr meine Freunde, denn 
Gottes Hand hat mich getroffen!
JOB 19:22 Warum verfolgt ihr mich wie Gott und werdet nicht satt, mich zu 
zerfleischen?
JOB 19:23 Ach, da doch meine Worte aufgeschrieben, auf eine Tafel 
eingezeichnet wrden,
JOB 19:24 mit Eisengriffel und Blei, fr ewig in den Fels gehauen!
JOB 19:25 Ich aber wei, da mein Erlser lebt, und als letzter wird er 
auf dem Staube sich erheben.
JOB 19:26 Und nachdem meine Haut also zerschlagen ist, und ledig meines 
Fleisches werde ich Gott schauen!
JOB 19:27 Ich werde ihn schauen mir zum Heil; ja, meine Augen sehen ihn, 
und nicht als Gegner: mein Herz verzehrt sich in meiner Brust!
JOB 19:28 Wenn ihr nun sagt: Wie wollen wir ihn verfolgen! und in mir 
sei der Sache Grund zu finden,
JOB 19:29 so frchtet euch vor dem Schwert - denn das sind 
Schwertesverschuldungen! - damit ihr erkennet, da es ein Gericht giebt.
JOB 20:1 Zophar aus Naama antwortete und sprach:
JOB 20:2 Darum antworten mir meine Gedanken, und weil es in mir mchtig 
strmt:
JOB 20:3 mich beschimpfende Rge mu ich hren, und der Geist giebt mir 
Antwort aus meiner Einsicht.
JOB 20:4 Kennst du denn nicht die alte Wahrheit - so alt, als Menschen auf 
der Erde leben, -JOB 20:5 da der Gottlosen Jubel nicht lange whrt, und 
des Ruchlosen Freude nur einen Augenblick?
JOB 20:6 Oba auch sein hoher Mut sich bis zum Himmel erhebt, und sein 
Haupt bis an die Wolken reicht,
JOB 20:7 gleich seinem Kote schwindet er fr immer; die ihn sahen, 
sprechen: Wo ist er?
JOB 20:8 Wie ein Traum verfliegt er spurlos und wird verscheucht wie ein 
Nachtgesicht.
JOB 20:9 Das Auge, das ihn geschaut, schaut ihn nicht wieder, und seine 
Sttte sieht ihn nimmermehr.
JOB 20:10 Seine Kinder mssen die Armen begtigen, seine Hnde das Gut 
herausgeben.
JOB 20:11 Ist auch sein Gebein voll Jugendkraft, sie mu sich mit ihm in 
die Erde betten.
JOB 20:12 Wenn seinem Munde s das Bse schmeckt, wenn er es unter seiner 
Zunge birgt,
JOB 20:13 es spart und nicht fahren lassen will und es inmitten seines 
Gaumens zurckhlt:
JOB 20:14 seine Speise verwandelt sich in seinen Eingeweiden, - zu 
Natterngalle in seinem Inneren.
JOB 20:15 Hab und Gut verschlang er - er mu es ausspeien: aus seinem 
Bauche treibt es Gott.
JOB 20:16 Natterngift sog er ein, es ttet ihn der Viper Zunge.
JOB 20:17 Nicht darf er sich der Bche freun, der flutenden Strme von 
Honig und Dickmilch.
JOB 20:18 Heraus giebt er das Erarbeitete, verschluckt es nicht, des 
eingetauschten Guts wird er nicht froh.
JOB 20:19 Denn er schlug Arme nieder, lie sie liegen - ein Haus ri er an 
sich, aber er baut es nicht aus.
JOB 20:20 Denn er kannte keine Ruhe in seinem Bauche; doch mit dem, woran 
er hngt, entkommt er nicht.
JOB 20:21 Nichts entging seiner Gier, darum hat sein Gut keinen Bestand.
JOB 20:22 In der Flle seines berflusses wird ihm Angst, die ganze Gewalt 
des Elends kommt ber ihn.
JOB 20:23 Dann geschieht's: um seinen Bauch zu fllen, entsendet er in ihn 
seines Zornes Glut und lt auf ihn regnen in sein Gedrm hinein.
JOB 20:24 Flieht er vor der eisernen Rstung, so durchbohrt ihn der eherne 
Bogen.
JOB 20:25 Er sieht, da kommt's aus dem Rcken, und der blitzende Stahl 
geht aus seiner Galle - ber ihm lagern Schrecken!
JOB 20:26 Alles Unglck ist aufgespart seinen Schtzen, ein Feuer verzehrt 
ihn, das nicht angefacht ward; es weidet ab den berrest in seinem Zelt.
JOB 20:27 Der Himmel deckt seine Schuld auf, und die Erde erhebt sich 
feindselig wider ihn.
JOB 20:28 Ins Elend geht seines Hauses Ertrag, zerrinnendes Wasser an 
seinem Zornestag.
JOB 20:29 Das ist das Los des gottlosen Menschen von seiten Gottes, und 
das Erbteil das ihm vom Hchsten beschieden ward!
JOB 21:1 Hiob antwortete und sprach:
JOB 21:2 O hret, hret einer Rede zu, und mge darin euer Trsten bestehn!
JOB 21:3 Vergnnt mir, da ich spreche, und wenn ich geredet, magst du 
hhnen.
JOB 21:4 Ergeht denn ber Menschen meine Klage? oder warum sollte ich 
nicht ungeduldig sein?
JOB 21:5 Schaut her zu mir und erstarrt und legt die Hand auf den Mund!
JOB 21:6 Ja, wenn ich daran denke, so werde ich bestrzt, und Schauder 
erfat meinen Leib.
JOB 21:7 Warum bleiben die Frevler am Leben, werden alt, ja erstarken an 
Kraft?
JOB 21:8 Ihr Nachwuchs gedeiht vor ihnen in ihrer Gemeinschaft, und ihre 
Sprlinge vor ihren Augen.
JOB 21:9 Ihre Huser sind wohlbehalten, sonder Schrecknis, und Gottes Rute 
trifft sie nicht.
JOB 21:10 Sein Stier bespringt und nicht vergebens, seine Kuh kalbt leicht 
und thut keine Fehlgeburt.
JOB 21:11 Wie eine Herde lassen sie ihre Buben hinaus, und ihre Kinder 
hpfen einher.
JOB 21:12 Sie singen laut bei Paukenschall und Zither und freuen sich am 
Klange der Schalmei.
JOB 21:13 Sie verbringen in Glck ihre Tage und in einem Augenblicke 
steigen sie hinab zur Unterwelt;
JOB 21:14 und sprachen doch zu Gott: Bleib uns fern - deine Wege zu 
kennen begehren wir nicht!
JOB 21:15 Was ist's mit dem Allmchtigen, da wir ihm dienen sollten, und 
was knnte es uns ntzen, ihn bittend anzugehn?
JOB 21:16 Frwahr, ihr Glck steht nicht in ihrer Hand - der Gottlosen 
Gesinnung liegt mir fern!
JOB 21:17 Wie oft erlischt denn der Gottlosen Leuchte, und berfllt sie 
ihr Verderben? Wie oft teilt er die Lose aus in seinem Zorn,
JOB 21:18 werden sie wie der Strohhalm vor dem Winde und wie Spreu, die 
der Sturm entfhrt hat?
JOB 21:19 Gott spart seinen Kindern sein Unheil auf. Er vergelte ihm 
selber, da er's fhle!
JOB 21:20 Seine eigenen Augen mgen sein Unheil sehen, und er selbst vom 
Grimme des Allmchtigen trinken!
JOB 21:21 Denn was kmmert ihn sein Haus nach seinem Tode, wenn seiner 
Monde Zahl beendet ist?
JOB 21:22 Will man Gotte Weisheit lehren, ihn, der die Himmlischen richtet?
JOB 21:23 Der eine stirbt im vollen Glck, vollkommen ruhig und wohlgemut;
JOB 21:24 seine Kufen sind mit Milch gefllt, und das Mark seiner Gebeine 
wird getrnkt.
JOB 21:25 Und der andere stirbt in bittrem Unmut, ohne da er je vom Glck 
genossen.
JOB 21:26 Gemeinsam liegen sie im Staube, und Gewrm bedeckt sie beide.
JOB 21:27 Ich kenne eure Gedanken wohl und die Anschlge, mit denen ihr 
Unrecht gegen mich verbt.
JOB 21:28 Wenn ihr sagt: Wo blieb das Haus des Tyrannen, und wo das Zelt, 
in dem die Gottlosen wohnten?
JOB 21:29 so fragt doch nur die des Wegs Vorberziehenden, - ihre Beweise 
werdet ihr nicht verkennen -JOB 21:30 da am Unglckstage der Bse 
verschont wird, am Tage der Zornesfluten sie hinweggeleitet werden!
JOB 21:31 Wer hlt ihm seinen Lebenswandel vor? Er hat's gethan! - wer 
will es ihm vergelten?
JOB 21:32 Zur Grbersttte wird er hingeleitet und hlt noch ber dem 
Hgel Wacht.
JOB 21:33 S sind ihm des Thales Schollen, und alle Welt zieht ihm nach, 
wie ihm Unzhlige vorangegangen.
JOB 21:34 Wie mgt ihr mich da so eitel trsten, und eure Antworten - da 
bleibt nichts als Bosheit!
JOB 22:1 Eliphas von Theman antwortete und sprach:
JOB 22:2 Kommt etwa Gotte zu gut des Menschen Thun? Nein, nur sich selber 
ntzt der Fromme!
JOB 22:3 Hat der Allmchtige einen Vorteil davon, wenn du rechtschaffen 
bist?, oder einen Gewinn, wenn du unstrflich wandelst?
JOB 22:4 Straft er dich etwa wegen deiner Gottesfurcht und zieht dich 
deshalb vor Gericht?
JOB 22:5 Ist deine Missethat nicht gro, und endlos deine Verschuldungen?
JOB 22:6 Denn du pfndetest deine Brder ohne Anla und Halbnackten zogst 
du die Kleider aus.
JOB 22:7 Nicht trnktest du mit Wasser den Verschmachteten und dem 
Hungernden versagtest du das Brot.
JOB 22:8 Dem Manne der Faust, ihm gehrte das Land, und der Hochangesehene 
wohnte darin.
JOB 22:9 Witwen schicktest du mit leeren Hnden fort, und der Verwaisten 
Arme wurden zermalmt.
JOB 22:10 Deshalb sind rings um dich Schlingen, und ngstigt dich jhlings 
der Schrecken!
JOB 22:11 Oder siehst du die Finsternis nicht, und die Wasserflut, die 
dich bedeckt?
JOB 22:12 Ist Gott nicht himmelhoch? Schau der Sterne Gipfel an, wie hoch 
sie ragen!
JOB 22:13 Und da willst du sprechen: Was wei denn Gott? Kann er durch 
Wolkendunkel hindurch Gericht halten?
JOB 22:14 Wolken sind seine Hlle, so da er nicht sieht, und auf des 
Himmels Kreis lustwandelt er.
JOB 22:15 Willst du der Vorwelt Bahn einhalten, die die Mnner des Frevels 
gewandelt sind?
JOB 22:16 sie, die gepackt wurden vor der Zeit, deren Grund zu einem 
Strome zerflo?
JOB 22:17 Die zu Gotte sprachen: Bleib uns fern! und was knne ihnen der 
Allmchtige thun?
JOB 22:18 Und doch erfllte er mit Segen ihre Huser - der Gottlosen 
Gesinnung liegt mir fern!
JOB 22:19 Es sehen's die Frommen und freuen sich, und der Schuldlose 
spottet ihrer:
JOB 22:20 Frwahr, unser Widersacher ist vernichtet, und ihren berrest 
hat das Feuer verzehrt!
JOB 22:21 Befreunde dich nicht mit ihm, so wirst du Frieden haben, dadurch 
kommt Segen ber dich.
JOB 22:22 Nimm doch aus seinem Munde Belehrung an und birg seine Worte in 
deinem Herzen.
JOB 22:23 Wenn du dich zum Allmchtigen bekehrst, dich demtigst, wenn du 
die Snde aus deinem Zelt entfernst -JOB 22:24 ja, wirf in den Staub das 
Brucherz und zu der Bche Kieseln das Ophirgold! -JOB 22:25 so wird der 
Allmchtige dein Erz sein und dir als strahlendes Silber gelten.
JOB 22:26 Ja, dann wirst du am Allmchtigen deine Wonne haben und dein 
Antlitz zu Gott erheben.
JOB 22:27 Flehst du zu ihm, so erhrt er dich, und deine Gelbde kannst du 
bezahlen.
JOB 22:28 Unternimmst du etwas, so gelingt es dir, und ber deinen Wegen 
strahlet Licht.
JOB 22:29 Wenn sie abwrts fhren, so rufst du: Empor! und dem Demtigen 
hilft er.
JOB 22:30 Er errettet den Nicht-Schuldlosen: ja, gerettet wird er durch 
die Reinheit deiner Hnde.
JOB 23:1 Hiob antwortete und sprach:
JOB 23:2 Auch heute emprt sich meine Klage; seine Hand drckt schwer auf 
mein Seufzen.
JOB 23:3 O da ich ihn zu finden wte, gelangen knnte bis zu seinem 
Richterstuhl!
JOB 23:4 So wollte ich vor ihm meine Sache darlegen und meinen Mund mit 
Beweisen fllen.
JOB 23:5 Ich mchte wissen, was er mir erwidern wrde, und erfahren, was 
er zu mir sagen wrde!
JOB 23:6 Wrde er in der Flle der Macht mit mir streiten? Nein, nur 
achten wrde er auf mich!
JOB 23:7 Dann wrde ein Redlicher mit ihm rechten, und fr immer machte 
ich mich von meinem Richter frei!
JOB 23:8 Doch - gehe ich ostwrts, so ist er nicht da, und westwrts - so 
gewahre ich ihn nicht.
JOB 23:9 Im Norden schafft er, aber ich sehe ihn nicht, biegt ab gen Sden 
- aber ich erblicke ihn nicht.
JOB 23:10 Denn er wei, welchen Wandel ich gefhrt - prfte er mich, wie 
Gold wrde ich hervorgehn.
JOB 23:11 An seiner Spur hat fest mein Fu gehalten, seinen Weg hab' ich 
verfolgt, ohne abzuweichen.
JOB 23:12 Von seiner Lippen Vorschrift wich ich nie, barg in meiner Brust 
die Worte seines Munds.
JOB 23:13 Er aber bleibt sich gleich - wer will ihm wehren? Sein Wille 
begehrt's, da fhrt er's aus!
JOB 23:14 Ja, er wird zu Ende fhren, was er mir bestimmt hat, und 
solcherlei hat er noch vieles im Sinn.
JOB 23:15 Darum erschrecke ich vor seinem Angesicht; berdenke ich's, so 
erbebe ich vor ihm.
JOB 23:16 Ja, Gott hat meinen Mut gebrochen und der Allmchtige hat mich 
mit Schrecken erfllt.
JOB 23:17 Denn nicht des Unglcks wegen fhle ich mich vernichtet, noch 
wegen meiner Person, die Dunkel bedeckt hat.
JOB 24:1 Warum sind vom Allmchtigen nicht Strafzeiten aufgespart, und 
sehen seine Getreuen seine Gerichtstage nicht?
JOB 24:2 Grenzen verrckt man, raubt eine Herde und treibt sie auf die 
Weide.
JOB 24:3 Den Esel der Verwaisten treibt man fort, nimmt der Witwe Rind zum 
Pfand.
JOB 24:4 Die Armen stt man vom Wege, die Elenden im Lande mssen sich 
insgesamt verstecken.
JOB 24:5 Ja, gleich Wildeseln in der Wste ziehen sie aus in ihrem 
Tagewerke, Zehrung suchend; die Steppe giebt ihm Brot fr die Kinder.
JOB 24:6 Auf dem Felde schneiden sie sein Mengfutter und den Weinberg des 
Gottlosen ernten sie nach.
JOB 24:7 Nackt liegen sie des Nachts, ohne Kleidung, und ohne Hlle in der 
Klte.
JOB 24:8 Vom Regengu der Berge triefen sie und ohne Obdach schmiegen sie 
sich an den Fels.
JOB 24:9 Man raubt von der Mutterbrust die Waise und den Elenden pfndet 
man.
JOB 24:10 Nackt schleichen sie einher, ohne Gewand, und hungernd tragen 
sie Garben.
JOB 24:11 Zwischen ihre Mauern pressen sie l, treten die Kelter und 
mssen drsten.
JOB 24:12 Aus den Stdten her chzen Sterbende, die Seele Erschlagener 
schreit um Rache; doch Gott achtet nicht der Ungereimtheit.
JOB 24:13 Jene sind Lichtfeinde geworden; seine Wege kennen sie nicht und 
sind nicht heimisch auf seinen Pfaden.
JOB 24:14 Bei Morgengrauen erhebt sich der Mrder, ttet den Elenden und 
Armen, und in der Nacht schleicht der Dieb.
JOB 24:15 Das Auge des Ehebrechers erlauert die Dmmerung; kein Auge, 
denkt er, wird mich sehen, und eine Hlle legt er vors Gesicht.
JOB 24:16 Im Finstern bricht man in Huser ein; bei Tage halten sie sich 
eingeschlossen, wollen nichts wissen vom Licht.
JOB 24:17 Denn ihnen allen gilt tiefes Dunkel als Morgen; denn mit den 
Schrecken des tiefen Dunkels ist man wohl vertraut.
JOB 24:18 Schnell ist er dahin auf Wassers Flche; verflucht wird ihr 
Erbteil im Lande, nicht wendet er sich mehr des Wegs zu den Weinbergen.
JOB 24:19 Drre und Hitze raffen die Schneewasser hinweg, die Unterwelt 
die, so gesndigt haben.
JOB 24:20 Es vergit seiner der Mutterscho; an ihm erlabt sich das 
Gewrm. Nicht wird seiner mehr gedacht, und einem Baume gleich wird der 
Frevel zerschmettert.
JOB 24:21 Er, der die Unfruchtbare ausbeutete, die nicht gebar, und der 
Witwe nichts Gutes erwies.
JOB 24:22 Und die Tyrannen erhlt er durch seine Kraft; ein solcher kommt 
wieder auf, wenn er schon am Leben verzweifelte.
JOB 24:23 Er gewhrt ihm Sicherheit, und er sieht sich gesttzt, und seine 
Augen wachen ber ihren Wegen.
JOB 24:24 Hoch stehen sie da - ein wenig nur, und er ist nicht mehr! 
Hingesenkt werden sie - wie alle werden sie eingerafft und wie der Kopf 
der hre abgeschnitten.
JOB 24:25 Und wenn's nicht so ist - wer will mich Lgen strafen und meine 
Rede zunichte machen?
JOB 25:1 Bildad von Suah antwortete und sprach:
JOB 25:2 Sein ist die Herrschermacht und Majestt, der Frieden schafft in 
seinen Hhen.
JOB 25:3 Wer kann seine Scharen zhlen, und ber wem erhebt sich nicht 
sein Licht?
JOB 25:4 Wie knnte da ein Mensch Recht haben gegen Gott, und rein 
erscheinen der vom Weib Geborene?
JOB 25:5 Sieh, selbst der Mond, er leuchtet nicht, und die Sterne sind 
nicht rein in seinen Augen;
JOB 25:6 geschweige denn der Mensch, die Made, und der Menschensohn, der 
Wurm!
JOB 26:1 Hiob antwortete und sprach:
JOB 26:2 Wie trefflich hast du der Ohnmacht geholfen, den kraftlosen Arm 
gesttzt,
JOB 26:3 wie trefflich den Unverstndigen beraten und Weisheit in Flle 
geoffenbart!
JOB 26:4 Wem hast du deine Reden vorgetragen, und wessen Geist hat aus dir 
gesprochen?
JOB 26:5 Die Schatten selbst werden in Beben versetzt unter den Wassern 
und ihren Bewohnern.
JOB 26:6 Nackt liegt die Unterwelt vor ihm, und unverhllt der Abgrund.
JOB 26:7 Er spannt den Norden ber dem Leeren aus, lt die Erde schweben 
ber dem Nichts.
JOB 26:8 Er bindet die Wasser in seine Wolken ein, ohne da unter ihnen 
das Gewlk zerreit.
JOB 26:9 Er verhllt den Anblick seines Throns, indem er sein Gewlk 
darber breitet.
JOB 26:10 Eine Grenze zog er ber den Wassern hin, da, wo sich scheiden 
Licht und Finsternis.
JOB 26:11 Des Himmels Sulen werden ins Wanken gebracht und entsetzen sich 
vor seinem Drun.
JOB 26:12 Durch seine Macht hat er das Meer erregt und durch seine 
Einsicht Rahab zerschmettert.
JOB 26:13 Durch seinen Hauch wird der Himmel heiter, seine Hand 
durchbohrte den flchtigen Drachen.
JOB 26:14 Und das sind nur die Sume seines Waltens - welch' leis 
Geflster nur, das wir vernehmen! Doch wer erfat die Donnersprache seiner 
Allgewalt!
JOB 27:1 Darauf fuhr Hiob also fort, seine Rede vorzutragen:
JOB 27:2 So wahr Gott lebt, der mir mein Recht entzogen, und der 
Allmchtige, der meine Seele betrbt hat -JOB 27:3 denn noch ist mein 
Lebensodem ganz in mir, und Gottes Hauch in meiner Nase! -JOB 27:4 nein. 
meine Lippen reden kein Unrecht, und meine Zunge sinnt nicht auf Betrug!
JOB 27:5 Fern sei es von mir, euch Recht zu geben; bis ich verscheide, 
lasse ich nicht von meiner Unschuld.
JOB 27:6 An meiner Gerechtigkeit halte ich fest und lasse sie nicht; mein 
Gewissen schilt keinen meiner Tage!
JOB 27:7 Als Schuldiger mu mein Feind erscheinen, und mein Widersacher 
als der Ungerechte.
JOB 27:8 Denn welche Hoffnung hat der Ruchlose, wenn abschneidet, wenn 
herauszieht Gott seine Seele?
JOB 27:9 Wird Gott sein Geschrei erhren, wenn ihn die Bedrngnis 
berfllt?
JOB 27:10 Oder kann er seine Wonne am Allmchtigen haben, Gott anrufen zu 
jeder Zeit?
JOB 27:11 Ich will euch ber Gottes Hand belehren, was der Allmchtige im 
Sinne hat, nicht verhehlen.
JOB 27:12 Ihr alle habt es ja selbst gesehen, warum wollt ihr euch doch so 
eitlem Wahn ergeben?
JOB 27:13 Das ist des bsen Menschen Los bei Gott, und das Erbe der 
Tyrannen, das sie vom Allmchtigen empfangen:
JOB 27:14 Sind seiner Kinder viel, so ist's frs Schwert, und seine 
Sprlinge haben nicht satt Brot.
JOB 27:15 Wer von den Seinen brig blieb, wird von der Pest begraben, und 
seine Witwen halten nicht die Totenklage.
JOB 27:16 Wenn er Silber aufhuft wie Sand und Kleider wie Lehm 
aufspeichert -JOB 27:17 er speichert auf, aber der Gerechte kleidet sich 
damit, und das Silber teilt der Fromme.
JOB 27:18 Der Spinne gleich hat er sein Haus gebaut und gleich der Htte, 
die ein Hter machte.
JOB 27:19 Reich legte er sich hin - er thut's nicht wieder; er ffnet 
seine Augen, da ist es aus mit ihm.
JOB 27:20 Es ereilen ihn Gewssern gleich die Schrecken, des Nachts 
entfhrt ihn der Sturmwind.
JOB 27:21 Der Ost hebt ihn empor, da er dahinfhrt, und strmt ihn fort 
von seiner Sttte.
JOB 27:22 Erbarmungslos schleudert er auf ihn, vor seiner Hand mu er 
entfliehn, entfliehn -JOB 27:23 da klatscht man ber ihn in die Hnde und 
zischt ihn aus von seiner Wohnstatt her.
JOB 28:1 Wohl giebt es einen Fundort fr das Silber, eine Sttte fr das 
Gold, das man lutert.
JOB 28:2 Eisen wird aus dem Erdreiche geholt, und Gestein schmilzt man zu 
Erz.
JOB 28:3 Ein Ende hat man der Finsternis gemacht und bis zur uersten 
Grenze durchforscht man das im tiefsten Dunkel verborgene Gestein.
JOB 28:4 Man bricht einen Schacht fern von den droben Wohnenden; vergessen 
von dem droben schreitenden Fu, fern von den Menschen hangen, schweben 
sie.
JOB 28:5 Aus der Erde geht Brotkorn hervor, und ihr Tiefen werden wie mit 
Feuer umgewhlt.
JOB 28:6 Des Saphirs Fundsttte ist ihr Gestein, Goldstubchen werden ihm 
zu teil.
JOB 28:7 Den Weg kennt nicht der Adler, noch erspht ihn des Geiers Auge.
JOB 28:8 Nicht betreten ihn die stolzen Raubtiere, noch schreitet auf ihm 
der Leu.
JOB 28:9 An den Kiesel legt man die Hand, whlt von Grund aus die Berge um.
JOB 28:10 Durch die Felsen schlgt man Gnge, und allerlei Kostbares 
erschaut das Auge.
JOB 28:11 Die Wasseradern verbindet man, da sie nicht thrnen, und bringt 
Verborgenes ans Licht.
JOB 28:12 Die Weisheit aber, wo findet man sie, und wo ist der Fundort der 
Erkenntnis?
JOB 28:13 Kein Mensch kennt den Weg zu ihr, und sie ist nicht zu finden im 
Lande der Lebendigen.
JOB 28:14 Die Meerestiefe spricht: In mir ist sie nicht! und das Meer 
spricht: Sie ist nicht bei mir!
JOB 28:15 Mit gediegenem Golde wird sie nicht erkauft, noch wird Silber 
dargewogen als ihr Preis.
JOB 28:16 Sie lt sich nicht aufwiegen mit Ophirgold, mit kostbarem 
Schoham und Sapphir.
JOB 28:17 Gold und Glas kommen ihr nicht gleich, noch tauscht man sie ein 
fr gldenes Geschirr.
JOB 28:18 Korallen und Krystall kommen nicht in Betracht, und der Besitz 
der Weisheit geht ber Perlen.
JOB 28:19 thiopiens Topas kommt ihr nicht gleich, mit reinstem Golde wird 
sie nicht aufgewogen.
JOB 28:20 Die Weisheit also - woher kommt sie, und wo ist der Fundort der 
Erkenntnis?
JOB 28:21 Verhllt ist sie vor den Augen aller Lebenden, auch den Vgeln 
unter dem Himmel ist sie verborgen.
JOB 28:22 Abgrund und Tod sprechen: Wir haben mit unseren Ohren ein 
Gercht von ihr gehrt.
JOB 28:23 Gott kennt den Weg zu ihr und er wei um ihren Fundort.
JOB 28:24 Denn er schaut bis zu der Erde Enden; was irgend unter dem 
Himmel ist, sieht er.
JOB 28:25 Als er des Windes Wucht abwog und dem Wasser sein Ma bestimmte,
JOB 28:26 als er dem Regen sein Gesetz gab, und seinen Pfad dem 
Wasserstrahle,
JOB 28:27 da sah er sie und machte sie kund, stellte sie hin und 
durchforschte sie.
JOB 28:28 Und zum Menschen sprach er: Siehe, Furcht des Herrn, das ist 
Weisheit, und das Bse meiden, ist Verstand!
JOB 29:1 Darauf fuhr Hiob also fort, seine Rede vorzutragen:
JOB 29:2 O da ich wre wie in frheren Monden, wie in den Tagen da mich 
Gott beschtzte;
JOB 29:3 als seine Leuchte ber meinem Haupte schien, und ich bei seinem 
Licht durch Dunkel wandelte,
JOB 29:4 so, wie ich war in meines Sommers Tagen, als Gottes Freundschaft 
ber meinem Zelte waltete,
JOB 29:5 als der Allmchtige noch mit mir war, rings um mich meine Knaben;
JOB 29:6 als ich meine Schritte in Dickmilch badete, und der Fels neben 
mir Bche ls ergo;
JOB 29:7 als ich zum Thore ging hinauf zur Stadt, auf dem freien Platze 
meinen Sitz aufschlug.
JOB 29:8 Wenn mich die Knaben sahen, verbargen sie sich, und die Greise 
erhoben sich und blieben stehn;
JOB 29:9 Huptlinge hielten inne mit Reden und legten die Hand auf ihren 
Mund.
JOB 29:10 Der Edlen Stimme verbarg sich, und ihre Zunge klebte an ihrem 
Gaumen.
JOB 29:11 Denn wo ein Ohr nur hrte, da pries es mich selig, und wo ein 
Auge sah, da gab es mir Zeugnis.
JOB 29:12 Denn ich rettete den Elenden, der um Hilfe schrie, und die Waise 
und den, der keinen Helfer hatte.
JOB 29:13 Der Segen des Verlorenen kam ber mich, und das Herz der Witwe 
macht ich jubeln.
JOB 29:14 Gerechtigkeit zog ich an, und sie zog mich an, wie Talar und 
Turban zog ich an meine Rechtschaffenheit.
JOB 29:15 Auge ward ich dem Blinden und Fu war ich dem Lahmen.
JOB 29:16 Ein Vater war ich den Armen und die Rechtssache des mir 
Unbekannten untersuchte ich;
JOB 29:17 ich zerschmetterte dem Frevler die Kinnladen und warf ihm die 
Beute aus den Zhnen.
JOB 29:18 So dachte ich denn: Bei meinem Neste werde ich verscheiden und 
wie der Phnix meine Tage mehren.
JOB 29:19 Meine Wurzel steht ber dem Wasser offen, und der Tau 
bernachtet in meinen Zweigen.
JOB 29:20 Meine Wrde ist stets neu bei mir, und mein Bogen verjngt sich 
in meiner Hand.
JOB 29:21 Mir hrten sie zu und warteten und lauschten schweigend meinem 
Rate.
JOB 29:22 Wenn ich geredet, sprachen sie nicht mehr, und meine Rede troff 
auf sie herab.
JOB 29:23 So warteten sie auf mich wie auf Regen und wie nach Sptregen 
sperrten sie den Mund auf.
JOB 29:24 Ich lchelte ihnen zu, wenn sie verzagten, und das heitre 
Antlitz trbten sie mir nie.
JOB 29:25 Gern whlte ich den Weg zu ihnen, sa da als Haupt und thronte 
wie ein Knig in der Heerschar, wie einer, der Trauernde trstet.
JOB 30:1 Und jetzt verlachen mich solche, die jnger sind als ich, deren 
Vter ich meinen Herdenhunden nicht htte beigesellen mgen.
JOB 30:2 Was sollte mir auch ihrer Hnde Kraft, da es fr sie doch keine 
volle Reife giebt?
JOB 30:3 Durch Mangel und durch Hunger ausgedrrt, benagen sie drres 
Land, die unfruchtbare Wste und de,
JOB 30:4 sie, die Melde pflcken am Gestruch und deren Speise 
Ginsterwurzeln sind.
JOB 30:5 Aus der Gesellschaft werden sie fortgetrieben; man schreit ber 
sie wie ber einen Dieb.
JOB 30:6 In schauerlichen Schluchten mssen sie wohnen, in Erdlchern und 
Felsenhhlen.
JOB 30:7 Zwischen den Struchern brllen sie, unter den Nesseln thun sie 
sich zusammen;
JOB 30:8 eine ruchlose und ehrlose Brut wurden sie hinausgepeitscht aus 
dem Lande.
JOB 30:9 Und jetzt bin ich ihr Spottlied geworden und diene ihnen zum 
Gerede.
JOB 30:10 Sie verabscheuen mich, rcken fern von mir hinweg und scheuen 
sich nicht, mir ins Gesicht zu speien.
JOB 30:11 Denn meine Sehne hat er gelst und mich gebeugt, so lassen auch 
sie den Zgel vor mir schieen.
JOB 30:12 Zur Rechten erhebt sich die Brut; meine Fe stoen sie hinweg 
und schtten wider mich ihre Verderbensstraen auf.
JOB 30:13 Meinen Pfad haben sie aufgerissen, zu meinem Sturze helfen sie, 
die Helferlosen.
JOB 30:14 Wie durch breite Bresche kommen sie, unter Trmmern wlzen sie 
sich heran.
JOB 30:15 Schrecknisse haben sich gegen mich gewendet; dem Sturmwinde 
gleich jagen sie meinen Adel dahin, und wie eine Wolke ist mein Glck 
entschwunden.
JOB 30:16 Und jetzt zerfliet in mir meine Seele, Tage des Elends halten 
mich fest.
JOB 30:17 Die Nacht bohrt in meine Gebeine und lst sich von mir ab, und 
meine Nager schlafen nicht.
JOB 30:18 Durch Allgewalt ist mein Gewand entstellt; wie die Halsffnung 
meines Leibrocks umschliet es mich.
JOB 30:19 Er hat mich in den Kot geworfen, und dem Staub und der Asche 
ward ich gleich.
JOB 30:20 Ich schreie zu dir, doch du antwortest mir nicht; ich stehe da, 
du aber starrst mich an.
JOB 30:21 Du wandelst dich in einen Grausamen fr mich, mit deiner starken 
Hand befeindest du mich.
JOB 30:22 Du hebst mich auf den Sturmwind, lssest mich dahinfahren und 
lssest mich vergehn in Sturmesbrausen.
JOB 30:23 Ja, ich wei zum Tode willst du mich fhren und zum 
Versammlungshaus fr alles Lebende.
JOB 30:24 Doch - streckt wohl einer nicht im Sturze seine Hand nach 
Rettung aus, oder giebts bei seinem Untergang nicht darob Hilfsgeschrei?
JOB 30:25 Oder habe ich nicht um den geweint, der harte Tage hatte, und 
hat mein Herz des Armen nicht gejammert?
JOB 30:26 Ja, auf Glck hoffte ich, aber Unheil kam; ich harrte auf Licht 
und es kam Dunkel.
JOB 30:27 Mein Inneres siedet ohne Unterla, Tage des Elends berfielen 
mich.
JOB 30:28 Geschwrzt gehe ich einher - doch nicht vom Sonnenbrand; ich 
stehe auf und schreie vor den Leuten.
JOB 30:29 Der Schakale Bruder bin ich geworden und ein Genosse den 
Strauen.
JOB 30:30 Meine Haut ist schwarz geworden und lst sich von mir ab, und 
meine Gebeine sind von Glut verbrannt.
JOB 30:31 Und so ward meine Zither zum Klagelaut und meine Schalmei zu 
lautem Weinen.
JOB 31:1 Strenge Vorschrift gab ich meinen Augen, und wie htte ich auf 
eine Jungfrau lstern blicken sollen!
JOB 31:2 Was wre da die Zuteilung von Gotte droben und das Verhngnis des 
Allmchtigen in Himmelshhen?
JOB 31:3 Ist es nicht Verderben fr den Frevler und Unglck fr die 
belthter?
JOB 31:4 Sieht er nicht meine Wege und zhlt alle meine Schritte?
JOB 31:5 Wenn ich mit Lge umging, und mein Fu dem Truge nachjagte, -JOB 
31:6 es wge mich Gott mit rechter Wage, da er meine Unschuld erkenne! -
JOB 31:7 wenn mein Schritt vom rechten Weg abwich, wenn mein Herz meinen 
Augen nachging, und an meinen Hnden ein Makel klebte,
JOB 31:8 so will ich sen und ein andrer mge essen, und meine Schlinge 
mgen ausgerissen werden.
JOB 31:9 Wenn sich mein Herz wegen eines Weibes bethren lie, und ich an 
der Thre meines Nchsten lauerte,
JOB 31:10 so mge mein Weib einem anderen mahlen, und andere mgen sich 
ber sie strecken.
JOB 31:11 Denn eine Schandthat wre das, ein Vergehen, vom Richter zu 
strafen,
JOB 31:12 ja, ein Feuer, das bis zum Abgrund fre und alle meine Habe 
entwurzeln mte.
JOB 31:13 Wenn ich das Recht meines Knechtes verachtete und das meiner 
Magd, wenn wir im Streite waren -JOB 31:14 was wollte ich auch thun, wenn 
Gott sich erhbe, und wenn er untersuchte, was ihm erwidern?
JOB 31:15 Hat nicht, der mich erschuf, im Mutterleib auch ihn geschaffen, 
und hat nicht Einer uns im Mutterscho bereitet? -JOB 31:16 Wenn ich 
Geringen einen Wunsch versagte und die Augen der Witwe verschmachten lie,
JOB 31:17 wenn ich meinen Bissen allein verzehrte, und die Waise nicht ihr 
Teil davon geno -JOB 31:18 nein, seit meiner Jugend wuchs sie mir auf wie 
einem Vater, von Mutterleib an leitete ich sie -JOB 31:19 wenn ich einen 
Verkommenden sah ohne Gewand und ohne Decke einen Armen,
JOB 31:20 wenn meine Hften mich nicht gesegnet haben, und er sich nicht 
erwrmte von meiner Lmmer Schur. -JOB 31:21 Wenn ich gegen eine Waise 
meine Faust geschwungen, weil ich im Thore Beistand fr mich sah,
JOB 31:22 so mge meine Achsel aus ihrer Schulter fallen, und mein Arm mir 
aus seiner Rhre gebrochen werden.
JOB 31:23 Denn furchtbar war mir das von Gott verhngte Verderben, und 
ohnmchtig bin ich vor seiner Majestt.
JOB 31:24 Wenn ich Gold zu meinem Hort gemacht und Feingold meinen Trost 
genannt habe,
JOB 31:25 wenn ich mich freute, da mein Schatz so gro, und da meine 
Hand so viel erworben -JOB 31:26 Wenn ich das Sonnenlicht betrachtete, wie 
es strahlte, und den Mond, wie er so prchtig dahinwallte,
JOB 31:27 und mein Herz sich insgeheim bethren lie, und meine Hand sich 
zum Ku an meinen Mund legte -JOB 31:28 auch das wre ein Vergehen, vom 
Richter zu strafen, weil ich Gotte droben geheuchelt htte -JOB 31:29 Wenn 
ich mich freute ber das Unglck meines Feindes und frolockte, wenn ihn 
Unheil traf, -JOB 31:30 aber nie habe ich meinem Munde gestattet, zu 
sndigen, indem ich ihm fluchend den Tod anwnschte -JOB 31:31 Wenn meine 
Hausgenossen nicht sagen muten: Wann wre jemand von seinem Fleische 
nicht satt geworden!
JOB 31:32 Der Fremdling durfte nicht im Freien bernachten, meine Thren 
ffnete ich dem Wanderer -JOB 31:33 Wenn ich, wie Menschen thun, meine 
Snden verheimlichte, indem ich meine Schuld in meinem Busen verbarg,
JOB 31:34 weil ich mich scheute vor der groen Menge, und die Verachtung 
der Geschlechter mich schreckte, so da ich mich still verhielt, nicht aus 
der Thre ging -JOB 31:35 O wre doch, der mich anhren wollte! Hier meine 
Unterschrift - der Allmchtige antworte mir! Und htte ich doch die 
KLageschrift, die mein Gegner schrieb!
JOB 31:36 Frwahr, ich wollte sie auf meine Schulter heben, als Diadem mir 
um die Schlfe winden;
JOB 31:37 ich wollte ihm jeden meiner Schritte knden und wie ein Frst 
ihm entgegen treten! Hier enden die Reden Hiobs.
JOB 31:38 Wenn ber mich mein Acker schrie, und insgesamt seine Furchen 
weinten;
JOB 31:39 wenn ich seinen Ertrag ohne Entgelt verzehrte und seinem 
Besitzer das Leben ausblies -JOB 31:40 so sollen statt Weizen Dornen 
aufgehen und statt der Gerste Unkraut.
JOB 32:1 Als nun jene drei Mnner Hiob nicht mehr antworteten, weil er 
sich fr gerecht hielt,
JOB 32:2 da entbrannte der Zorn Elihus, des Sohnes Barachels, von Bus aus 
dem Geschlechte Ram. ber Hiob ward er zornig, weil er sich Gotte 
gegenber fr gerecht hielt,
JOB 32:3 und ber seine drei Freunde ward er zornig, weil sie nicht 
Antwort gefunden hatten, um Hiob sein Unrecht zu beweisen.
JOB 32:4 Elihu hatte aber mit seiner Rede an Hiob gewartet, weil jene 
betagter waren als er.
JOB 32:5 Als aber Elihu sah, da der Mund der drei Mnner nichts mehr zu 
antworten wute, da entbrannte sein Zorn.
JOB 32:6 Und so hob Elihu, der Sohn Barachels, von Bus, also an: Ich bin 
noch jung an Jahren, und ihr seid Greise; darum war ich furchtsam und 
scheute mich, euch kund zu geben, was ich wei.
JOB 32:7 Ich dachte: Mag das Alter reden, und die Menge der Jahre Weisheit 
lehren!
JOB 32:8 Allein, der Geist im Menschen ist es und der Odem des 
Allmchtigen, der sie verstndig macht.
JOB 32:9 Nicht die Betagten sind die Weisesten, noch verstehen die Greise, 
was das Rechte ist.
JOB 32:10 Darum sage ich: Hre mir zu; auch ich will nun kundgeben, was 
ich wei.
JOB 32:11 Seht, ich habe eure Reden abgewartet, horchte auf eure Lehren, 
bis ihr die rechten Worte ergrnden wrdet.
JOB 32:12 Ja, auf euch habe ich acht gehabt, doch siehe, da war keiner 
unter euch, der Hiob berfhrt, der seine Worte widerlegt htte.
JOB 32:13 Sagt nicht: Wir sind auf Weisheit gestoen; nur Gott vermag ihn 
zu schlagen, nicht ein Mensch!
JOB 32:14 Gegen mich hat er keine Beweise gerichtet, und mit euren Worten 
werd' ich ihm nicht antworten.
JOB 32:15 Sie sind bestrzt, antworten nicht mehr; die Worte sind ihnen 
ausgegangen.
JOB 32:16 Und ich sollte warten, weil sie nicht reden, weil sie dastehen, 
ohne mehr Antwort zu geben?
JOB 32:17 Ich will auch mein Teil antworten, will auch meinerseits 
kundgeben, was ich wei.
JOB 32:18 Denn ich bin voll von Worten; mich drngt der Geist in meinem 
Inneren.
JOB 32:19 Frwahr, mein Inneres gleicht festverschlossenem Wein; wie 
neugefllte Schluche will es platzen.
JOB 32:20 Reden will ich, um mir Luft zu machen, will mein Lippen aufthun 
und entgegnen.
JOB 32:21 Fr niemand werde ich Partei ergreifen und werde keinem Menschen 
schmeicheln.
JOB 32:22 Denn ich verstehe mich nicht aufs Schmeicheln; gar leicht wrde 
mich sonst mein Schpfer hinwegnehmen.
JOB 33:1 Nun aber hre, Hiob, meine Rede und allen meinen Worten leih' 
dein Ohr.
JOB 33:2 Siehe doch, ich thue meinen Mund auf, und meine Zunge redet unter 
meinem Gaumen.
JOB 33:3 Geradem Sinn entstammen meine Worte, und was meine Lippen wissen, 
sprechen sie lauter aus.
JOB 33:4 Der Geist Gottes hat mich geschaffen, und des Allmchtigen Odem 
belebt mich.
JOB 33:5 Wenn du kannst, so widerlege mich; rste dich gegen mich, stelle 
dich zum Kampf.
JOB 33:6 Siehe, ich stehe zu Gott, wie du; aus gleichem Thon wie du bin 
ich geschnitten.
JOB 33:7 Nein, Furcht vor mir braucht dich nicht zu erschrecken, und meine 
Hand soll dich nicht niederdrcken.
JOB 33:8 Allein, vor meinen Ohren sagtest du - ich vernahm den Laut deiner 
Worte:
JOB 33:9 Rein bin ich, ohne Missethat, bin lauter und frei von Schuld.
JOB 33:10 Frwahr, Feindseligkeiten erfindet er gegen mich, erachtet mich 
fr seinen Feind,
JOB 33:11 legt meine Fe in den Block, beobachtet alle meine Wege.
JOB 33:12 Sieh, darin hast du Unrecht, erwidere ich dir; denn Gott ist 
grer als ein Mensch.
JOB 33:13 Warum hast du gegen ihn gehadert, da er auf alle deine Worte 
keine Antwort erteile?
JOB 33:14 Denn freilich spricht Gott einmal, auch zweimal - aber man 
beachtet es nicht.
JOB 33:15 Im Traum, im Nachtgesicht, wenn tiefer Schlaf auf die Menschen 
fllt, im Schlummer auf dem Lager,
JOB 33:16 dann ffnet er der Menschen Ohr und drckt ihrer Verwarnung das 
Siegel auf,
JOB 33:17 von seinem Thun den Menschen abzubringen und den Mann vor 
Hoffart zu schirmen.
JOB 33:18 Er bewahrt seine Seele vor der Grube und sein Leben, da es 
nicht durch Geschosse dahinfhrt.
JOB 33:19 Auch wird er gezchtigt durch Schmerz auf seinem Lager; 
ununterbrochen wtet der Kampf in seinem Gebein.
JOB 33:20 Dann lt ihm sein Lebenstrieb das Brot zum Ekel werden, und 
seine Seele die Lieblingsspeise.
JOB 33:21 Sein Fleisch schwindet dahin, da es kein Ansehen mehr hat, 
unscheinbar wird sein drres Gebein,
JOB 33:22 so da seine Seele dem Grabe nahe ist, und sein Leben den 
Todesengeln.
JOB 33:23 Wenn dann ein Frsprech-Engel fr ihn da ist, einer von den 
Tausend, dem Menschen seine Pflicht zu verkndigen,
JOB 33:24 und er sich seiner erbarmt und spricht: Erlse ihn und la ihn 
nicht in die Grube hinabfahren; ich habe das Lsegeld erhalten -JOB 33:25 
dann strotzt sein Leib von Jugendfrische, er kehrt zurck zu den Tagen 
seiner Jugendkraft.
JOB 33:26 Er fleht zu Gott, und der erweist ihm Gnade, lt ihm sein 
Antlitz unter Jauchzen schauen und vergilt so dem Menschen sein richtiges 
Verhalten.
JOB 33:27 Er singt vor den Leuten und spricht: Ich hatte gesndigt und 
das Recht verkehrt, doch wurde es mir nicht vergolten.
JOB 33:28 Er hat meine Seele erlst und sie nicht zur Grube hinfahren 
lassen, und mein Leben erfreut sich am Licht.
JOB 33:29 Sieh, dies alles thut Gott mit dem Menschen zweimal, dreimal,
JOB 33:30 seine Seele der Grube zu entreien, da er vom Lichte des Lebens 
umleuchtet werde.
JOB 33:31 Merke auf, Hiob, hre mir zu; schweige und la mich reden!
JOB 33:32 Hast du Worte, so widerlege mich; sprich nur, denn gern gbe ich 
dir Recht!
JOB 33:33 Wo nicht, so hre du mir zu; schweige, damit ich dich Weisheit 
lehre.
JOB 34:1 Elihu hob sodann wieder an und sprach:
JOB 34:2 Hrt, ihr Weisen, meine Worte, und ihr Verstndigen leiht mir 
euer Ohr.
JOB 34:3 Denn das Ohr prft die Worte, wie der Gaumen die Speise kostet.
JOB 34:4 Das Rechte wollen wir ausfindig machen, gemeinsam erkennen, was 
gut ist.
JOB 34:5 Denn Hiob hat gesagt: Ich bin schuldlos, doch Gott hat mir mein 
Recht entzogen.
JOB 34:6 Trotz meines Rechtes soll ich lgen? Mich traf ein bser Pfeil, 
ohne mein Verschulden.
JOB 34:7 Wo ist ein Mann wie Hiob, der Lsterung wie Wasser trinkt,
JOB 34:8 zur Genossenschaft mit belthtern schreitet und zum Umgang mit 
Frevlern?
JOB 34:9 Denn er hat gesagt: Der Mensch hat keinen Nutzen davon, da er 
mit Gott Freundschaft hlt.
JOB 34:10 Darum, ihr Einsichtigen, hrt mir zu: Ferne sei es, da Gott 
Frevel bte, und der Allmchtige Unrecht!
JOB 34:11 Nein, des Menschen Thun vergilt er ihm und nach des Mannes 
Wandel lt er's ihm ergehen.
JOB 34:12 Ja wahrlich, Gott handelt nicht ungerecht und der Allmchtige 
beugt nicht das Recht.
JOB 34:13 Wer hat ihm die Erde anvertraut? Und wer hat die ganze Welt 
gegrndet?
JOB 34:14 Wenn er auf sich nur achtete, seinen Geist und Odem an sich zge,
JOB 34:15 so wrde alles Fleisch miteinander vergehen, und der Mensch 
wrde wieder zu Staub.
JOB 34:16 Hast du Verstand, so hre dies, leihe dein Ohr dem Laute meiner 
Worte.
JOB 34:17 Kann auch, wer das Recht hat, die Zgel fhren? Oder willst du 
den Gerechten, Gewaltigen ins Unrecht setzen?
JOB 34:18 Ihn, der zum Knig spricht: Du Nichtswrdiger! du Gottloser 
zu Edlen?
JOB 34:19 Der nicht Partei fr Frsten nimmt, noch den Reichen vor dem 
Armen bevorzugt; denn seiner Hnde Werk sind sie alle.
JOB 34:20 Augenblicklich sterben sie und mitten in der Nacht: das Volk 
wird aufgerttelt, und sie fahren dahin; und den Starken beseitigt man, 
ohne eine Hand zu rhren.
JOB 34:21 Denn seine Augen schauen auf eines jeden Wege, und alle seine 
Schritte sieht er.
JOB 34:22 Keine Finsternis giebts und kein so tiefes Dunkel, da sich die 
belthter bergen knnten.
JOB 34:23 Denn er braucht nicht erst auf einen Mann zu achten, damit er 
vor Gott zum Gericht erscheine.
JOB 34:24 Er zerschmettert Starke ohne Untersuchung und lt andre an ihre 
Stelle treten.
JOB 34:25 Somit kennt er ihre Thaten und strzt sie ber Nacht, und sie 
werden zermalmt.
JOB 34:26 Ihre Missethat geielt er, da, wo alle es sehen,
JOB 34:27 darum, weil sie von ihm abgefallen sind und alle seine Wege 
auer acht gelassen haben,
JOB 34:28 damit sie das Geschrei des Armen vor ihn brchten, und er das 
Schreien der Elenden hrte.
JOB 34:29 Und wenn er Ruhe schaft, wer will ihn verurteilen? Wenn er das 
Antlitz verbirgt, wer kann ihn schauen? Und dennoch wacht er ber Volk und 
Menschen,
JOB 34:30 da nicht ein ruchloser Mensch herrsche, nicht Fallstricke des 
Volks.
JOB 34:31 Denn hat man etwa zu Gotte gesagt: Ich trage, will nicht bles 
thun!
JOB 34:32 Қber das, was ich nicht sehe, belehre du mich; wenn ich Unrecht 
gethan habe, will ich's nicht wieder thun.
JOB 34:33 Soll er es nach deinem Sinne vergelten, weil du verschmhst? 
Denn du mut bestimmen und nicht ich! Und was du weit sprich aus!
JOB 34:34 Einsichtige Leute werden mir sagen, und ein weiser Mann, der mir 
zuhrt:
JOB 34:35 Hiob redet ohne Einsicht, und seine Worte sind ohne berlegung.
JOB 34:36 O, mchte doch Hiob fort und fort geprft werden wegen seiner 
Einwnde nach Snderart!
JOB 34:37 Denn zu seiner Snde fgt er Frevel; in unserer Mitte hhnt er 
und macht viel Redens gegen Gott.
JOB 35:1 Elihu hob sodann wieder an und sprach:
JOB 35:2 Hlst du das Recht, nennst du das meine Gerechtigkeit vor Gott,
JOB 35:3 da du fragst, was sie dir ntze? Was hilft mir's mehr, als wenn 
ich sndige?
JOB 35:4 Ich will dir Antwort geben und deinen Freunden mit dir.
JOB 35:5 Schau zum Himmel auf und sieh, blicke hinauf zu den Wolken, die 
hoch ber dir sind.
JOB 35:6 Wenn du sndigst, was kannst du ihm thun? und sind deiner 
bertretungen viel, was schadest du ihm?
JOB 35:7 Bist du fromm, was schenkst du ihm, oder was empfngt er aus 
deiner Hand?
JOB 35:8 Den Mann, wie du einer bist, geht dein Frevel an, und das 
Menschenkind deine Frmmigkeit!
JOB 35:9 Man schreit wohl ber der Bedrckungen Menge, klagt ber den Arm 
der Groen,
JOB 35:10 doch keiner sagt: Wo ist Gott mein Schpfer, der Lobgesnge 
schenkt in der Nacht,
JOB 35:11 der uns belehrt vor den Tieren des Feldes und vor den Vgeln 
unter dem Himmel und Weisheit giebt?
JOB 35:12 Dann schreit man denn, ohne Erhrung bei ihm zu finden, ber den 
bermut der Bsen.
JOB 35:13 Nein, Nichtiges erhrt Gott nicht, und der Allmchtige beachtet 
es nicht,
JOB 35:14 geschweige, da du sagst, du sehest ihn nicht; der Streit liege 
ihm vor und du harrtest sein.
JOB 35:15 Und nun, weil sein Zorn nicht gestraft hat, soll er um die 
Vergehung gar nicht gewut haben!
JOB 35:16 Hiob aber that seinen Mund auf zu leerem Gerede; ohne Einsicht 
macht er viel Redens.
JOB 36:1 Weiter fuhr Elihu also fort:
JOB 36:2 Warte mir ein wenig, da ich dich unterweise, denn noch stehen 
Gott Worte zu Gebote.
JOB 36:3 Ich will mein Wissen fernher entnehmen und meinem Schpfer Recht 
verschaffen.
JOB 36:4 Denn wahrlich, meine Worte lgen nicht; mit einem Manne von 
vollkommener Erkenntnis hast du's zu thun.
JOB 36:5 Siehe, Gott ist gewaltig, doch verschmht er niemand, gewaltig an 
Kraft des Geistes.
JOB 36:6 Er erhlt den Gottlosen nicht am Leben, aber den Elenden gewhrt 
er Recht.
JOB 36:7 Er zieht seine Augen nicht ab von dem Frommen und bei Knigen auf 
dem Thron - da lt er sie immerdar sitzen, da sie erhht seien.
JOB 36:8 Und wenn sie mit Ketten gebunden sind, gefangen gehalten werden 
von Stricken des Elends,
JOB 36:9 und er ihnen ihr Thun vorhlt und ihre Snden, da sie sich 
berhoben,
JOB 36:10 und er so ihr Ohr der Warnung aufthut und sie umkehren heit vom 
Frevel:
JOB 36:11 Wenn sie gehorchen und sich unterwerfen, so werden sie ihre Tage 
im Glck und ihre Jahre in Wonne verbringen.
JOB 36:12 Gehorchen sie aber nicht, so fahren sie dahin durch Geschosse 
und verhauchen in Verblendung.
JOB 36:13 Denn als Leute von ruchlosem Sinn hegen sie Zorn, schreien 
nicht, wenn er sie fesselt;
JOB 36:14 in der Jugendfrische stirbt ihre Seele dahin, und ihr Leben wie 
das der Lustbuben.
JOB 36:15 Erretten wird er den Elenden durch sein Elend und thut ihnen 
durch die Drangsal das Ohr auf.
JOB 36:16 Und er lockt auch dich aus dem Rachen der Not auf weiten Plan, 
wo keine Beengung ist, und was auf deinen Tisch kommt, ist reich an Fett.
JOB 36:17 Bist du aber erfllt vom Urteile des Gottlosen, so werden Urteil 
und Gericht dich festhalten.
JOB 36:18 Denn Grimm verfhre dich nicht zu Hohn, und des Lsegelds Gre 
verleite dich nicht.
JOB 36:19 Wird er deinem Schreien anders abhelfen, als durch Bedrngnis 
und alle Kraftanstrengungen?
JOB 36:20 Lechze nicht nach der Nacht, da Vlker auffahren an ihrer 
Stelle,
JOB 36:21 Hte dich, wende dich nicht zum Frevel; denn dazu hast du mehr 
Lust als zum Leiden.
JOB 36:22 Siehe, Gott wirkt erhaben in seiner Kraft; wer ist ein Herrscher 
wie er?
JOB 36:23 Wer hat ihm seinen Weg vorgeschrieben, und wer gesagt: du hast 
Unrecht gethan?
JOB 36:24 Gedenke, da du sein Thun erhebst, welches die Menschen besingen!
JOB 36:25 Alle Menschen schauen ihre Lust daran; der Sterbliche erblickt 
es von ferne.
JOB 36:26 Ja, Gott ist erhaben und unbegreiflich fr uns, die Zahl seiner 
Jahre nicht zu erforschen.
JOB 36:27 Denn er zhlt des Wassers Tropfen ab, da sie infolge seines 
Nebels Regen sickern,
JOB 36:28 den die Wolken rieseln lassen, auf viele Menschen niedertrufeln.
JOB 36:29 Und vollends, wenn man die Ausbreitungen des Gewlks verstnde, 
das Krachen seines Gezelts!
JOB 36:30 Siehe, er breitet um sich aus sein Licht und bedeckt die Wurzeln 
des Meers.
JOB 36:31 Denn damit richtet er Vlker, giebt Speise zugleich im berflu.
JOB 36:32 Beide Hnde bedeckt er mit Licht und entbietet es gegen den 
Widersacher.
JOB 36:33 Ihn meldet an sein Drhnen, ihn, der seinen Zorn gegen das 
Unrecht eifern lat.
JOB 37:1 Ja, darber erzittert mein Herz und bebt empor von seiner Stelle.
JOB 37:2 O hrt, hrt das Grollen seiner Stimme und das Brausen, das aus 
seinem Munde kommt!
JOB 37:3 Unter den ganzen Himmel hin entfesselt er es und sein Licht ber 
die Sume der Erde.
JOB 37:4 Hinter ihm drein brllt eine Stimme; er donnert mit seiner 
majesttischen Stimme und hlt sie nicht zurck, wenn seine Stimme 
erschallt.
JOB 37:5 Gott donnert mit seiner Stimme wunderbar - er, der Groes thut, 
das fr uns unbegreiflich ist.
JOB 37:6 Denn zum Schnee spricht er: Falle zur Erde! und zum Regengu und 
zu seinen gewaltigen Regengssen.
JOB 37:7 Aller Menschen Hand versiegelt er, damit alle Leute sein Thun 
erkennen.
JOB 37:8 Dann geht das Wild ins Versteck und ruht in seinen Lagersttten.
JOB 37:9 Aus der Kammer kommt der Sturm, und aus den Speichern die Klte.
JOB 37:10 Durch Gottes Odem giebt es Eis, und des Wassers Weite liegt in 
Enge.
JOB 37:11 Auch mit Na belastet er die Wolke, streut weithin aus sein 
Lichtgewlk.
JOB 37:12 Das aber wendet sich ringsumher nach seiner Leitung gem ihrem 
Thun, zu Allem, was er ihnen gebeut ber die Erdenwelt hin -JOB 37:13 bald 
als Rute, wenn es seiner Erde dient, bald zum Segen lt er es treffen.
JOB 37:14 Vernimm dies, o Hiob! Steh still und beachte die Wunder Gottes!
JOB 37:15 Begreifst du es, wenn Gott ihnen Auftrag erteilt und das Licht 
seiner Wolken leuchten lt?
JOB 37:16 Begreifst du der Wolke Schweben, die Wunder des an Einsicht 
Vollkommenen?
JOB 37:17 du, dessen Kleider hei sind, wenn die Erde infolge des Sdwinds 
ruht.
JOB 37:18 Wlbst du mit ihm die lichten Hhen, die fest sind wie ein 
gegossener Spiegel?
JOB 37:19 Thue uns kund, was wir ihm sagen sollen! Wir knnen nichts 
vorbringen vor Finsternis!
JOB 37:20 Soll ihm gemeldet werden, da ich reden will? oder hat je ein 
Mensch gefordert, da er vernichtet werde?
JOB 37:21 Jetzt freilich sieht man nicht das Sonnenlicht, das hinter den 
Wolken helle leuchtet; doch ein Wind fhrt daher und reinigt sie.
JOB 37:22 Aus dem Norden kommt das Gold; um Gott lagert furchtbare 
Majestt.
JOB 37:23 Den Allmchtigen erreichen wir nicht, ihn, der von erhabener 
Macht ist; aber das Recht und die volle Gerechtigkeit beugt er nicht.
JOB 37:24 Darum frchten ihn die Menschen; alle die Selbstklugen sieht er 
nicht an.
JOB 38:1 Dann antwortete Jahwe Hiob aus dem Wettersturm und sprach:
JOB 38:2 Wer da verdunkelt Ratschlu mit Worten ohne Einsicht?
JOB 38:3 Auf, grte deine Lenden wie ein Mann; so will ich dich fragen und 
du belehre mich!
JOB 38:4 Wo warst du, als ich die Erde grndete? Sag an, wenn du Einsicht 
besitzest?
JOB 38:5 Wer hat ihre Mae bestimmt - du weit es ja! - oder wer hat ber 
sie die Meschnur gespannt?
JOB 38:6 Worauf sind ihre Pfeiler eingesenkt, oder wer hat ihren Eckstein 
hingeworfen,
JOB 38:7 unter dem Jubel der Morgensterne allzumal, als alle Gottesshne 
jauchzten?
JOB 38:8 Wer verwahrte hinter Thoren das Meer, als es hervorbrach, aus dem 
Mutterscho hervorging,
JOB 38:9 als ich Gewlk zu seinem Kleide machte und dichte Finsternis zu 
seinen Windeln?
JOB 38:10 als ich ihm seine Grenze ausbrach und Riegel und Thore setzte
JOB 38:11 und sprach: Bis hierher sollst du kommen und nicht weiter und 
hier soll sich brechen deiner Wogen bermut!
JOB 38:12 Hast du je in deinem Leben dem Morgen geboten, dem Frhrot seine 
Sttte angewiesen,
JOB 38:13 die Sume der Erde zu fassen, da die Frevler von ihr 
abgeschttelt werden?
JOB 38:14 Sie verwandelt sich wie Thon unter dem Siegel; sie stellen sich 
dar wie ein Gewand.
JOB 38:15 Und den Frevlern wird ihr Licht entzogen, und der schon erhobene 
Arm wird zerschmettert.
JOB 38:16 Bist du zu des Meeres Strudeln gelangt und bist du auf dem Grund 
der Tiefe gewandelt?
JOB 38:17 Haben sich dir des Todes Thore aufgethan, und schautest du die 
Thore des tiefen Dunkels?
JOB 38:18 Hast du der Erde Breiten berschaut? Sag an, wenn du das alles 
weit!
JOB 38:19 Wo hoch ist der Weg dahin, wo das Licht wohnt, und die 
Finsternis, - wo ist doch ihre Sttte,
JOB 38:20 da du sie in ihr Gehege brchtest und die Pfade zu ihrem Hause 
kenntest?
JOB 38:21 Du weit es, denn damals wurdest du geboren, und deiner Tage 
Zahl ist gro!
JOB 38:22 Bist du zu den Speichern des Schnees gelangt und hast du die 
Speicher des Hagels erschaut,
JOB 38:23 den ich aufgespart habe fr die Drangsalszeit, fr den Tag der 
Schlacht und des Kriegs?
JOB 38:24 Wo doch ist der Weg dahin, wo das Licht sich teilt, der Ost sich 
ber die Erde verbreitet?
JOB 38:25 Wer hat dem Regen Kanle gespalten und einen Weg dem 
Wetterstrahl,
JOB 38:26 um es regnen zu lassen auf menschenleeres Land, auf die Wste, 
in der niemand wohnt,
JOB 38:27 um de und Wildnis zu sttigen und frischen Graswuchs sprieen 
zu lassen?
JOB 38:28 Hat der Regen einen Vater, oder wer hat die Tautropfen gezeugt?
JOB 38:29 Aus wessen Schoe ging das Eis hervor, und des Himmels Reif, wer 
hat ihn geboren?
JOB 38:30 Wie Stein verdichten sich die Wasser, und die Flche der Flut 
hlt fest zusammen.
JOB 38:31 Vermagst du die Bande der Plejaden zu knpfen oder die Fesseln 
des Orions zu lsen?
JOB 38:32 Fhrst du die Tierkreisbilder heraus zu ihrer Zeit und leitest 
du den Br samt seinen Jungen?
JOB 38:33 Kennst du die Gesetze des Himmels oder bestimmst du seine 
Herrschaft ber die Erde?
JOB 38:34 Erhebst du zur Wolke deine Stimme, da Schwall von Wassern dich 
bedecke?
JOB 38:35 Entsendest du Blitze, da sie hinfahren und zu dir sagen: Hier 
sind wir?
JOB 38:36 Wer hat ins Wolkendunkel Weisheit gelegt oder wer verlieh dem 
Luftgebilde Verstand?
JOB 38:37 Wer zhlt die Wolken mit Weisheit ab, und die Krge des Himmels -
 wer legt sie um,
JOB 38:38 wenn das Erdreich zu Guwerk zusammenfliet, und die Schollen 
aneinander kleben?
JOB 38:39 Erjagst du fr die Lwin Beute und stillst du die Gier der 
jungen Lwen,
JOB 38:40 wenn sie sich in den Lagersttten ducken, im Dickicht auf der 
Lauer liegen?
JOB 38:41 Wer bereitet dem Raben seine Zehrung, wenn seine Jungen zu Gott 
schreien, umherirren ohne Nahrung?
JOB 39:1 Weit du die Zeit, da die Felsgemsen werfen? Beobachtest du der 
Hirschkhe Kreien?
JOB 39:2 Zhlst du die Monde, die sie trchtig gehen, und weit du die 
Zeit, wann sie gebren?
JOB 39:3 Sie kauern nieder, lassen ihre Jungen durchbrechen, werden rasch 
ihrer Wehen ledig.
JOB 39:4 Ihre Jungen erstarken, wachsen auf im Freien, laufen fort und 
kehren nicht wieder zurck.
JOB 39:5 Wer hat den Wildesel frei gelassen und wer des Wildfangs Bande 
gelst,
JOB 39:6 dem ich die Wste zur Behausung gab und die Salzsteppe zur 
Wohnung?
JOB 39:7 Er lacht des Getses der Stadt; das Lrmen des Treibers hrt er 
nicht.
JOB 39:8 Was er auf den Bergen erspht, ist seine Weide, und allem Grnen 
sprt er nach.
JOB 39:9 Wird dir der Wildochs willig dienen oder wird er an deiner Krippe 
bernachten?
JOB 39:10 Vermagst du den Wildochsen mit dem Leitseil an die Furche zu 
fesseln oder wird er dir folgend die Thalgrnde ackern?
JOB 39:11 Verlssest du dich auf ihn, weil seine Kraft so gro, und 
berlssest du ihm deinen Ernteertrag?
JOB 39:12 Traust du ihm zu, da er deine Saat einbringe und auf deine 
Tenne sammle?
JOB 39:13 Der Strauenhenne Fittich schlgt lustig; ist's fromme Schwinge 
und Feder?
JOB 39:14 Nein! sie berlt der Erde ihre Eier und brtet sie am Boden aus
JOB 39:15 und vergit, da ein Fu sie zerdrcken und das Wild der Steppe 
sie zertreten kann.
JOB 39:16 Sie ist hart gegen ihre Jungen, als gehrten sie ihr nicht; ob 
umsonst ihre Mhe, das ngstigt sie nicht.
JOB 39:17 Denn Gott hat ihr Klugheit versagt und keinen Anteil an Verstand 
gegeben.
JOB 39:18 Zur Zeit, da sie sich emporpeitscht, verlacht sie das Ro und 
seinen Reiter.
JOB 39:19 Giebst du dem Rosse Heldenkraft? Bekleidest du seinen Hals mit 
flatternder Mhne?
JOB 39:20 Machst du es springen wie die Heuschrecke? Sein prchtiges 
Schnauben, wie furchtbar!
JOB 39:21 Es scharrt im Thalgrund und freut sich der Kraft, zieht aus 
entgegen dem Harnisch.
JOB 39:22 Es lacht der Furcht und erschrickt nicht und macht nicht kehrt 
vor dem Schwert.
JOB 39:23 Auf ihm klirrt der Kcher, der blitzende Speer und die Lanze,
JOB 39:24 Mit Toben und Ungestm schlrft es den Boden und hlt nicht 
Stand, wenn die Trompete tnt.
JOB 39:25 So oft die Trompete tnt, ruft es: Hui! und wittert den Streit 
von ferne, der Anfhrer donnernden Ruf und das Schlachtgeschrei.
JOB 39:26 Hebt der Habicht kraft deiner Einsicht die Schwingen, breitet 
seine Fittiche aus nach Sden hin?
JOB 39:27 Oder fliegt auf dein Gehei der Adler so hoch und baut sein Nest 
in der Hhe?
JOB 39:28 Auf dem Felsen wohnt und horstet er, auf des Felsen Zacke und 
Hochwacht.
JOB 39:29 Von dort erspht er den Fra; in weite Ferne blicken seine Augen.
JOB 39:30 Und seine Jungen schlrfen Blut, und wo Erschlagene sind, da ist 
er.
JOB 40:1 Und Jahwe antwortete Hiob und sprach:
JOB 40:2 Hadern mit dem Allmchtigen will der Tadler? Der Anklger Gottes 
antwortete darauf!
JOB 40:3 Dann antwortete Hiob Jahwe und sprach:
JOB 40:4 Frwahr, zu gering bin ich; was soll ich dir erwidern? Ich lege 
meine Hand auf meinen Mund.
JOB 40:5 Einmal habe ich geredet und werde es nicht wiederholen - ein 
zweites Mal, und werde es nicht wieder thun!
JOB 40:6 Dann antwortete Jahwe Hiob aus Wettersturm und sprach:
JOB 40:7 Auf, grte deine Lenden wie ein Mann: Ich will dich fragen und du 
belehre mich!
JOB 40:8 Willst du gar mein Recht zunichte machen, mich verdammen, damit 
du Recht behaltest?
JOB 40:9 Hast du denn einen Arm wie Gott und vermagst du mit gleichem 
Schall wie er zu donnern?
JOB 40:10 Schmcke dich doch mit Majestt und Hoheit! Umkleide dich mit 
Glanz und Herrlichkeit!
JOB 40:11 La sich ergieen deines Zornes Fluten und wirf mit einem Blicke 
jeden Stolzen nieder!
JOB 40:12 Mit einem Blicke demtige jeden Stolzen und strecke die 
Gottlosen zu Boden.
JOB 40:13 Birg sie im Staube allzumal, banne ihr Angesicht an verborgenem 
Ort,
JOB 40:14 so will auch ich dich loben, da deine Rechte dir Sieg 
verschafft!
JOB 40:15 Sieh nur das Nilpferd, das ich schuf wie dich; Gras frit es wie 
ein Rind!
JOB 40:16 Sieh nur seine Kraft in seinen Lenden und seine Strke in den 
Muskeln seines Leibes.
JOB 40:17 Es streckt seinen Schwanz wie eine Ceder aus, die Sehnen seiner 
Schenkel sind dicht verschlungen.
JOB 40:18 Seine Knochen sind Rhren von Erz, seine Gebeine wie ein 
eiserner Stab.
JOB 40:19 Das ist der Erstling von Gottes Walten; der es schuf, reicht dar 
sein Schwert.
JOB 40:20 Denn Futter tragen ihm die Berge, wo alle Tiere des Feldes 
spielen.
JOB 40:21 Unter Lotusbschen lagert es, im Versteck von Rohr und Schilf.
JOB 40:22 Lotusbsche berdachen es, um ihm Schatten zu geben, des Baches 
Weiden umfangen es.
JOB 40:23 Wenn der Strom anschwillt, bangt es nicht, bleibt ruhig, wenn 
ein Jordan gegen seinen Rachen andringt.
JOB 40:24 Vermag es einer von vorn zu packen, mit Sprenkeln ihm die Nase 
zu durchbohren?
JOB 40:25 Kannst du das Krokodil mit der Angel ziehen und mit der Schnur 
seine Zunge niederdrcken?
JOB 40:26 Ziehst du ihm eine Binsenschnur durch die Nase und durchbohrst 
du mit dem Haken seine Backe?
JOB 40:27 Wird es dir viel Flehens machen oder dir gute Worte geben?
JOB 40:28 Wird es einen Vertrag mit dir eingehen, da du es fr immer zum 
Sklaven nehmest?
JOB 40:29 Wirst du mit ihm spielen, wie mit einem Vglein und kannst du es 
anbinden fr deine Mdchen?
JOB 40:30 Feilschen darum die Zunftgenossen, verteilen es unter die 
Hndler?
JOB 40:31 Kannst du sein Haupt mit Stacheln spicken und seinen Kopf mit 
schwirrenden Harpunen?
JOB 40:32 Lege nur deine Hand an es - gedenke, welch' ein Kampf! du 
wirst's nicht wieder thun.
JOB 41:1 Ja, seine Hoffnung ward betrogen; wird er doch schon bei seinem 
Anblick hingestreckt.
JOB 41:2 So tollkhn ist keiner, da er es reizen drfte, - und wer ist, 
der mir sich stellen drfte?
JOB 41:3 Wer hat mir etwas zuvor gethan, da ich vergelten mte? Was 
irgendwo unter dem Himmel ist, gehrt mir!
JOB 41:4 Ich darf nicht schweigen von seinen Gliedern, noch von der Strke 
und der Schnheit seines Baus.
JOB 41:5 Wer hat je vorn sein Gewand aufgedeckt, und wer dringt in seines 
Gebisses Doppelreihen?
JOB 41:6 Wer hat je seines Rachens Doppelthor geffnet? Um seine Zhne 
rings ist Schrecken!
JOB 41:7 Ein Stolz sind die Rinnen der Schilde, mit festem Siegel 
verschlossen.
JOB 41:8 Eins reiht sich an das andere, kein Lftchen dringt zwischen sie 
ein.
JOB 41:9 Jedes hngt am andern fest; sie schlieen sich zusammen 
unzertrennlich.
JOB 41:10 Sein Niesen lt Licht erglnzen, und seine Augen gleichen der 
Morgenrte Wimpern.
JOB 41:11 Seinem Rachen entfahren Fackeln, entsprhen Feuerfunken.
JOB 41:12 Aus seinen Nstern dringt Dampf hervor wie von einem siedenden 
Topf mit Binsenfeuerung.
JOB 41:13 Sein Odem entzndet Kohlen, und Flammen entfahren seinem Rachen.
JOB 41:14 Auf seinem Halse wohnt die Kraft, und vor ihm her tanzt Verzagen.
JOB 41:15 Die Wampen seines Leibes haften fest, ihm angegossen unbeweglich.
JOB 41:16 Sein Herz ist fest gegossen wie Stein, ja fest gegossen, wie ein 
unterer Mhlstein.
JOB 41:17 Wenn es auffhrt, so frchten sich Helden, geraten vor Schrecken 
in Verwirrung.
JOB 41:18 Greift man es an mit dem Schwert - so hlt das nicht Stand, 
nicht Lanze, Pfeil und Panzer.
JOB 41:19 Es achtet das Eisen fr Stroh, fr wurmstichig Holz das Erz.
JOB 41:20 Der Sohn des Bogens verjagt es nicht, in Strohhalme verwandeln 
sich ihm Schleudersteine.
JOB 41:21 Wie Strohhalme gelten ihm Keulen, und es lacht des Sausens der 
Lanze.
JOB 41:22 Unten an ihm sind spitzeste Scherben; einen Dreschschlitten 
breitet es aus auf dem Schlamm.
JOB 41:23 Es macht die Tiefe sieden wie einen Topf, macht das Wasser einem 
Salbenkessel gleich.
JOB 41:24 Hinter ihm leuchtet ein Pfad auf; man hlt die Flut fr 
Silberhaar.
JOB 41:25 Nichts kommt ihm gleich auf Erden, ihm, das geschaffen ist, sich 
nie zu frchten.
JOB 41:26 Auf alles Hohe sieht es herab - ein Knig ist es ber alle 
Stolzen!
JOB 42:1 Dann antwortete Hiob Jahwe und sprach:
JOB 42:2 Ich wei, da du alles vermagst, und da kein Plan fr dich 
unausfhrbar ist.
JOB 42:3 Wer da verhllt Ratschlu ohne Einsicht? Darum sprach ich es 
aus in Unverstand, Dinge, zu wunderbar fr mich, die ich nicht begriff!
JOB 42:4 So hre den, und la mich reden; ich will dich fragen, und du 
belehre mich.
JOB 42:5 Von Hrensagen hatte ich von dir gehrt, nun aber hat mein Auge 
dich gesehn!
JOB 42:6 Drum widerrufe ich und bereue in Staub und Asche!
JOB 42:7 Nachdem Jahwe diese Worte mit Hiob geredet hatte, sprach Jahwe zu 
Eliphas von Theman: Mein Zorn ist entbrannt gegen dich und gegen deine 
beiden Freunde, denn ihr habt nicht recht von mir geredet wie mein Knecht 
Hiob!
JOB 42:8 So nehmt euch nun sieben Farren und sieben Widder und geht hin zu 
meinem Knechte Hiob und bringt ein Brandopfer fr euch dar. Und mein 
Knecht Hiob mge fr euch beten; denn nur die Rcksicht auf ihn wird mich 
abhalten, eine bereilung an euch zu begehn, da ihr nicht recht von mir 
geredet habt wie mein Knecht Hiob!
JOB 42:9 Dann gingen Eliphas von Theman, Bildad von Suah und Zophar von 
Naama hin und thaten, wie Jahwe ihnen geheien hatte; und Jahwe nahm 
Rcksicht auf Hiob.
JOB 42:10 Und Jahwe wendete das Geschick Hiobs, als er fr seine Freunde 
betete; denn Jahwe gab Hiob alles, was er besessen hatte, doppelt zurck.
JOB 42:11 da kamen zu ihm alle seine Brder und alle seine Schwestern und 
alle seine Bekannten von ehedem und aen mit ihm in seinem Hause, 
bezeugten ihm ihr Beileid und trsteten ihn wegen all' des Unglcks, das 
Jahwe ber ihn gebracht hatte; auch schenkten sie ihm jeder eine Kesita 
und jeder einen goldenen Ring.
JOB 42:12 Jahwe aber segnete die nachfolgende Lebenszeit Hiobs noch mehr 
als seine frhere; denn er gelangte zu 14000 Schafen, 6000 Kamelen, 1000 
Joch Rindern und 1000 Eselinnen.
JOB 42:13 Auch wurden ihm sieben Shne und drei Tchter geboren;
JOB 42:14 die eine nannte er Tubchen, die zweite Kassia und die dritte 
Schminkbchschen.
JOB 42:15 Und im ganzen Lande fand man keine so schnen Frauen wie Hiobs 
Tchter; und ihr Vater gab ihnen Erbteil unter ihren Brdern.
JOB 42:16 Darnach lebte Hiob noch hundert und vierzig Jahre und sah seine 
Kinder und Kindeskinder, vier Geschlechter.
JOB 42:17 Sodann starb Hiob alt und lebenssatt.
PSA 1:1 Wohl dem Manne, der nicht nach der Gesinnung der Gottlosen wandelt 
noch auf den Weg der Snder tritt, noch auf dem Sitze der Sptter sitzt,
PSA 1:2 sondern am Gesetze Jahwes seine Lust hat und Tag und Nacht ber 
sein Gesetz nachsinnt!
PSA 1:3 Der ist wie ein an Wasserlufen gepflanzter Baum, der seine Frucht 
bringt zu seiner Zeit, und dessen Bltter nicht verwelken, und alles, was 
er thut, fhrt er glcklich hinaus.
PSA 1:4 Nicht so die Gottlosen! Sie gleichen der Spreu, die der Wind 
verweht.
PSA 1:5 Darum werden die Gottlosen im Gerichte nicht bestehn, noch die 
Snder in der Gemeinde der Frommen.
PSA 1:6 Denn der Herr kennt den Weg der Frommen, aber der Gottlosen Weg 
vergeht!
PSA 2:1 Warum toben die Vlker, und sinnen die Nationen Vergebliches?
PSA 2:2 Die Knige der Erde treten auf, und die Frsten ratschlagen 
miteinanderwider Jahwe und seinen Gesalbten.
PSA 2:3 Lat uns ihre Fesseln zerreien und ihre Stricke von uns werfen!
PSA 2:4 Der im Himmel thronet, lacht; der Herr spottet ihrer.
PSA 2:5 Dann redet er zu ihnen in seinem Zorn und in seinem Grimme 
schreckt er sie.
PSA 2:6 Habe doch ich meinen Knig eingesetzt auf dem Zion, meinem 
Heiligen Berge!
PSA 2:7 Lat mich Kunde geben von einem Beschlu: Jahwe sprach zu mir: Du 
bist mein Sohn; ich habe dich heute gezeugt!
PSA 2:8 Heische von mir, so will ich dir die Vlker zum Erbe geben und die 
Enden der Erde zum Eigentum!
PSA 2:9 Mit eisernem Stabe magst du sie zerschmettern, wie Tpfergef sie 
zertrmmern.
PSA 2:10 Nun denn, ihr Knige, handelt klug! Lat euch warnen, ihr Richter 
auf Erden!
PSA 2:11 Dienet Jahwe voll Furcht und jubelt unter Zittern.
PSA 2:12 Ksset den Sohn, damit er nicht zrne, und euer Weg euch ins 
Verderben fhrt.
PSA 2:13 Denn leicht knnte sein Zorn entbrennen; wohl allen, die bei ihm 
Zuflucht suchen!
PSA 3:1 Ein Psalm Davids, als er vor seinem Sohn Absalom floh.
PSA 3:2 Jahwe, wie sind meiner Bedrnger so viel, viele erheben sich wider 
mich!
PSA 3:3 Viele sagen von mir: Es giebt keine Hilfe fr ihn bei Gott! Sela.
PSA 3:4 Aber du, Jahwe, bist Schild um mich - meine Ehre und der mein 
Haupt erhebt!
PSA 3:5 Laut rief ich zu Jahwe; da erhrte er mich von seinem heiligen 
Berge. Sela.
PSA 3:6 Ich legte mich nieder und entschlief: ich bin erwacht, denn Jahwe 
sttzt mich.
PSA 3:7 Ich frchte mich nicht vor zahllosen Scharen von Kriegsvolk, die 
sich ringsum wider mich gelagert haben.
PSA 3:8 Auf, Jahwe! Hilf mir, mein Gott! Denn du schlugst alle meine 
Feinde auf den Kinnbacken, zerschmettertest die Zhne der Gottlosen.
PSA 3:9 Bei Jahwe steht die Hilfe! ber dein Volk komme dein Segen! Sela.
PSA 4:1 Dem Musikmeister, mit Saitenspiel. Ein Psalm Davids.
PSA 4:2 Wenn ich rufe, so erhre mich, o Gott, der du meine Gerechtigkeit 
bist! In der Bedrngnis hast du mir Raum geschafft: sei mir gndig und 
hre mein Gebet!
PSA 4:3 Ihr Mnner, wie lange soll meine Ehre geschndet werden? Wie lange 
wollt ihr euch an Nichtiges halten, nach Lgen trachten? Sela.
PSA 4:4 Erkennet doch, da Jahwe mich wunderbar begnadigt hat: Jahwe hrt, 
wenn ich zu ihm rufe.
PSA 4:5 Zittert und sndiget nicht! Sprecht in eurem Herzen auf eurem 
Lager und schweigt! Sela.
PSA 4:6 Opfert rechte Opfer und vertraut auf Jahwe!
PSA 4:7 Viele sagen: Wer lt uns Gutes schauen? Erhebe ber uns das Licht 
deines Angesichts, Jahwe!
PSA 4:8 Du hast mir grere Freude ins Herz gegeben, als wenn ihres Korns 
und Mostes viel war.
PSA 4:9 In Frieden will ich mich niederlegen und schlafen. Denn du, Jahwe, 
lssest mich ungestrt, in Sicherheit wohnen.
PSA 5:1 Dem Musikmeister, zu Flten. Ein Psalm Davids.
PSA 5:2 Hre meine Worte, Jahwe, vernimm mein Seufzen!
PSA 5:3 Merke auf mein lautes Schreien, mein Knig und mein Gott, denn zu 
dir bete ich.
PSA 5:4 Jahwe, in der Frhe wollest du meine Stimme hren; in der Frhe 
rste ich dir zu und schaue aus.
PSA 5:5 Denn du bist nicht ein Gott, der an Frevel Wohlgefallen hat; wer 
bse ist, darf bei dir nicht weilen.
PSA 5:6 bermtige bestehen nicht vor deinen Augen; du hassest alle 
belthter.
PSA 5:7 Du bringst die Lgner um; die Blutgierigen und die Betrger 
verabscheut Jahwe.
PSA 5:8 Ich aber darf ob deiner groen Huld in dein Haus eingehen, darf in 
der Furcht vor dir mich niederwerfen vor deinem heiligen Tempel.
PSA 5:9 Jahwe, leite mich nach deiner Gerechtigkeit um meiner Feinde 
willen; ebne vor mir deinen Weg!
PSA 5:10 Denn in ihrem Mund ist nichts Gewisses; ihr Inneres ist 
Verderben. Ein offenes Grab ist ihre Kehle, mit ihrer Zunge heucheln sie.
PSA 5:11 Sprich sie schuldig, o Gott! Mgen sie zu Falle kommen ob ihrer 
Anschlge! Ob der Menge ihrer bertretungen stoe sie hinweg, denn sie 
haben sich wider dich emprt!
PSA 5:12 Aber freuen mgen sich alle, die bei dir Zuflucht suchen; ewig 
mgen sie jubeln, da du sie beschirmst, und frohlocken mgen um 
deinetwillen, die deinen Namen lieben.
PSA 5:13 Denn du segnest die Frommen, Jahwe; du umgiebst sie mit Huld, wie 
mit einem Schilde.
PSA 6:1 Dem Musikmeister, mit Saitenspiel, nach der achten. Ein Psalm 
Davids.
PSA 6:2 Jahwe, nicht in deinem Zorne strafe mich und nicht in deinem 
Grimme zchtige mich!
PSA 6:3 Sei mir gndig, Jahwe, denn ich bin schwach - heile mich, Jahwe, 
denn mein Innerstes ist bestrzt
PSA 6:4 und meine Seele ist so sehr bestrzt; du aber, o Jahwe, - wie so 
lange!
PSA 6:5 Kehre wieder, Jahwe! Reie meine Seele heraus, hilf mir um deiner 
Gnade willen.
PSA 6:6 Denn im Tode gedenkt man deiner nicht; wer knnte in der Unterwelt 
dir lobsingen?
PSA 6:7 Ich bin matt von Seufzen; jede Nacht schwemme ich mein Bette, 
netze ich mit meinen Thrnen mein Lager.
PSA 6:8 Verfallen ist vor Kummer mein Auge, ist gealtert ob aller meiner 
Drnger.
PSA 6:9 Weicht von mir, alle ihr belthter! denn Jahwe hat mein lautes 
Weinen gehrt.
PSA 6:10 Jahwe hat mein Flehen gehrt; Jahwe nimmt mein Gebet an.
PSA 6:11 Meine Feinde mssen zu Schanden werden und sehr bestrzt, mssen 
umkehren und zu Schanden werden im Nu!
PSA 7:1 Ein Schiggajon Davids, welches er Jahwe wegen des Benjaminiten 
Kusch sang.
PSA 7:2 Jahwe, mein Gott, bei dir suche ich Zuflucht: Hilf mir von allen 
meinen Verfolgern und errette mich,
PSA 7:3 da er nicht wie ein Lwe mein Leben erraffe und hinwegraube, ohne 
da jemand zu retten vermag.
PSA 7:4 Jahwe, mein Gott, wenn ich das gethan habe, wenn Frevel an meinen 
Hnden klebt
PSA 7:5 wenn ich dem, der in Frieden mit mir lebte, Bses that, - ich 
errettete aber vielmehr den, der mich grundlos befehdete! -PSA 7:6 so mge 
der Feind mich verfolgen und einholen; er trete mein Leben zu Bodenund 
lege meine Ehre in den Staub! Sela.
PSA 7:7 Stehe auf, Jahwe, in deinem Zorn! Erhebe dich mit den 
Zornesausbrchen wider meine Bedrngerund werde wach fr mich, der du 
Gericht befohlen hast.
PSA 7:8 Eine Versammlung von Vlkern mge dich umgeben, und ber ihr in 
der Hhe nimm deinen Sitz.
PSA 7:9 Jahwe richtet die Vlker; schaffe mir Recht, Jahwe, nach meiner 
Frmmigkeit und nach der Redlichkeit, die an mir ist!
PSA 7:10 Mache der Bosheit der Gottlosen ein Ende und strke die Frommen, 
du Prfer der Herzen und Nieren, du gerechter Gott!
PSA 7:11 Meinen Schild hlt Gott, der denen hilft, die redliches Herzens 
sind.
PSA 7:12 Gott ist ein gerechter Richter und ein Gott der tglich zrnt.
PSA 7:13 Wenn man sich nicht bekehrt, so wetzt er sein Schwert; schon hat 
er seinen Bogen gespannt und in Bereitschaft gesetzt
PSA 7:14 und richtet auf ihn tdliche Geschosse - seine Pfeile macht er zu 
brennenden!
PSA 7:15 Frwahr, mit Nichtigem kreit der Frevler; er geht schwanger mit 
Unheil und wird Trug gebren.
PSA 7:16 Eine Grube hat er gegraben und ausgehhlt; aber er fllt in die 
Vertiefung, die er machte.
PSA 7:17 Das Unheil, das er plante, fllt auf sein Haupt zurck, und auf 
seinen Scheitel strzt sein Frevel herab.
PSA 7:18 Ich will Jahwe danken fr sein gerechtes Walten und dem Namen 
Jahwes, des Hchsten, lobsingen.
PSA 8:1 Dem Musikmeister, nach der gattitischen. Ein Psalm Davids.
PSA 8:2 Jahwe, unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name auf der ganzen 
Erde, der du deine Pracht auf den Himmel gelegt hast.
PSA 8:3 Durch den Mund von Kindern und Suglingen hast du ein Bollwerk 
gegrndet um deiner Widersacher willen, damit du Feinde und Rachgierige 
zum Schweigen bringest.
PSA 8:4 Wenn ich deinen Himmel anschaue, das Werk deiner Finger, den Mond 
und die Sterne, die du bereitet hast, -PSA 8:5 was ist der Mensch, da du 
seiner gedenkst, und das Menschenkind, da du nach ihm schaust?
PSA 8:6 Denn du lieest ihn nur wenig hinter Gott zurckstehn und mit Ehre 
und Hoheit umgabst du ihn.
PSA 8:7 Du machtest in zum Herrn ber die Werke deiner Hnde; alles hast 
du unter seine Fe gelegt:
PSA 8:8 Schafe und Rinder insgesamt, dazu auch die Tiere des Feldes,
PSA 8:9 die Vgel unter dem Himmel und die Fische im Meere - was irgend 
die Meerespfade durchzieht.
PSA 8:10 Jahwe, unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name auf der ganzen 
Erde!
PSA 9:1 Dem Musikmeister, nach Stirb fr den Sohn! Ein Psalm Davids.
PSA 9:2 Ich will Jahwe danken von ganzem Herzen, ich will alle deine 
Wunder erzhlen.
PSA 9:3 Ich will mich freuen und frohlocken um deinetwillen, ich will 
deinem Namen lobsingen, du Hchster,
PSA 9:4 weil meine Feinde zurckwichen, strauchelten und umkamen vor 
deinem Angesicht.
PSA 9:5 Denn du hast mein Recht und meine Sache hinausgefhrt, dich als 
gerechter Richter auf den Thron gesetzt.
PSA 9:6 Du hast die Heiden bedroht, die Gottlosen umgebracht, ihren Namen 
auf immer und ewig ausgetilgt.
PSA 9:7 Die Feinde sind vernichtet - Trmmer auf ewig! Und die Stdte hast 
du zerstrt, ihr Gedchtnis ist verschwunden.
PSA 9:8 Jahwe aber thront ewig; er hat seinen Thron aufgestellt, um 
Gericht zu halten,
PSA 9:9 und er richtet den Erdkreis mit Gerechtigkeit und spricht den 
Nationen ihr Urteil, wie es recht ist.
PSA 9:10 Und so ist Jahwe eine Burg fr den Unterdrckten, eine Burg in 
Zeiten der Drangsal.
PSA 9:11 Es vertrauen auf dich, die deinen Namen kennen; denn du 
verlssest nicht, die dich suchen, Jahwe.
PSA 9:12 Lobsingt Jahwe, der auf Zion thront, verkndigt unter den Vlkern 
seine Grothaten!
PSA 9:13 Denn er, der Blutschuld rcht, hat ihrer gedacht, hat das 
Schreien der Elenden nicht vergessen.
PSA 9:14 Sei mir gndig, Jahwe! Siehe an mein Elend durch die, die mich 
hassen, der du mich emporhebst aus den Thoren des Todes,
PSA 9:15 damit ich alle deine Ruhmesthaten verkndige, in den Thoren der 
Tochter Zion ber deine Hilfe frohlocke.
PSA 9:16 Versunken sind die Heiden in der Grube, die sie zugerichtet 
hatten; in dem Netze, das sie heimlich gelegt, fing sich ihr Fu.
PSA 9:17 Jahwe hat sich kund gegeben, hat Gericht gebt; in seiner Hnde 
Werk verstrickte sich der Gottlose. Harfenspiel, Sela.
PSA 9:18 Die Gottlosen mssen umkehren, mssen hinab in die Unterwelt, 
alle die gottvergessenen Heiden.
PSA 9:19 Denn nicht auf ewig wird der Arme vergessen, die Hoffnung der 
Elenden nicht fr immer verloren sein.
PSA 9:20 Auf, Jahwe! La nicht Menschen die Oberhand gewinnen; die Heiden 
mssen gerichtet werden vor deinem Angesicht!
PSA 9:21 Bereite ihnen Schrecken, Jahwe! Mgen die Heiden erkennen, da 
sie Menschen sind! Sela.
PSA 10:1 Warum stehst du fern, Jahwe, hltst dich verborgen in Zeiten der 
Drangsal?
PSA 10:2 Ob des bermuts der Gottlosen mu der Elende sich ngstigen; 
mchten sie ergriffen werden in den Rnken, die sie ausgedacht haben!
PSA 10:3 Denn der Gottlose lobsingt und thut dabei, was ihn gelstet, und 
der Habgierige preist und lstert zugleich Jahwe.
PSA 10:4 Der Gottlose whnt in seinem Hochmut: Er ahndet nicht! Es 
giebt keinen Gott - dahin gehen alle seine Gedanken.
PSA 10:5 Was er unternimmt, hat jederzeit Bestand; deine Gerichte bleiben 
hoch droben von ihm fern: alle seine Feinde - er blst sie verchtlich an.
PSA 10:6 Er denkt in seinem Sinn: Ich werde nimmermehr wanken, in alle 
Zukunft nicht in Unglck geraten.
PSA 10:7 Sein Mund ist voll Fluchens, Trug und Gewaltthat; unter seiner 
Zunge birgt sich Unheil und Verderben.
PSA 10:8 Er liegt im Hinterhalte der Gehfte, mordet insgeheim 
Unschuldige; seine Augen sphen nach dem Unglcklichen.
PSA 10:9 Er lauert im Verborgenen wie ein Lwe in seinem Dickicht. Er 
lauert, den Elenden zu erhaschen; er erhascht den Elenden, indem er ihn 
fortzieht mit seinem Netz.
PSA 10:10 Er wird niedergeschlagen, sinkt dahin; durch seine Strke fallen 
die Unglcklichen.
PSA 10:11 Er denkt in seinem Sinne: Gott vergit es; er hat sein Angesicht 
verborgen, er sieht es nimmermehr!
PSA 10:12 Auf, Jahwe! Gott, erhebe deine Hand! Vergi die Elenden nicht!
PSA 10:13 Warum lstert der Gottlose Gott, denkt in seinem Sinne: Du 
ahndest nicht?
PSA 10:14 Du hast es wohl gesehen! Denn du achtest auf Leid und Kummer, um 
sie in deine Hand zu nehmen. Dir berlt es der Unglckliche; dem 
Verwaisten wurdest du ein Helfer!
PSA 10:15 Zerbrich den Arm des Gottlosen! Und der Bse - ahnde seinen 
Frevel! Solltest du ihn nicht finden?
PSA 10:16 Jahwe ist Knig auf immer und ewig; verschwunden sind die Heiden 
aus seinem Lande.
PSA 10:17 Das Verlangen der Elenden hast du, Jahwe, gehrt; du strkst 
ihren Mut, du neigst dein Ohr,
PSA 10:18 da du den Verwaisten und Unterdrckten Recht schaffest. Nicht 
sollen fortan Menschen von der Erde trotzen!
PSA 11:1 Dem Musikmeister. Von David. Bei Jahwe suche ich Zuflucht. Wie 
knnt ihr zu mir sagen: Flieht auf eure Berge wie Vgel!
PSA 11:2 Denn frwahr, die Gottlosen spannen den Bogen, haben ihren Pfeil 
auf der Sehne zurechtgelegt, um im Dunkeln auf die zu schieen, die 
redliches Herzens sind.
PSA 11:3 Wenn die Grundpfeiler eingerissen werden - was hat der Fromme 
ausgerichtet?
PSA 11:4 Jahwe in seinem heiligen Palast, Jahwe, dessen Thron im Himmel 
ist -seine Augen sehen, seine Wimpern prfen die Menschenkinder.
PSA 11:5 Jahwe prft den Frommen; aber den Gottlosen und den, der 
Gewaltthat liebt, hat seine Seele.
PSA 11:6 Er lt auf die Gottlosen Schlingen regnen; Feuer und Schwefel 
und Zornhauch sind ihr Becherteil.
PSA 11:7 Denn Jahwe ist gerecht, gerechte Entscheidungen liebt er; 
Redliche schauen sein Angesicht!
PSA 12:1 Dem Musikmeister, nach der achten. Ein Psalm Davids.
PSA 12:2 Hilf, Jahwe! denn die Frommen sind zu Ende, die Treuen 
geschwunden unter den Menschenkindern!
PSA 12:3 Trgerisches reden sie einer mit dem andern; mit 
schmeichlerischer Lippe, aus falschem Herzen reden sie.
PSA 12:4 Mge Jahwe alle schmeichlerischen Lippen ausrotten, jede Zunge, 
die Vermessenes redet;
PSA 12:5 die da sprechen: Durch unsere Zunge sind wir stark, unsere Lippen 
stehen uns bei! Wer ist Herr ber uns?
PSA 12:6 Wegen der Unterdrckung Elender, wegen des Seufzens der Armen 
will ich nun mich erheben, spricht Jahwe, will in Heil versetzen den, der 
darnach verlangt!
PSA 12:7 Die Worte Jahwes sind lautere Worte, Silber, das im Tiegel an der 
Erde gelutert, siebenfltig gereinigt ist.
PSA 12:8 Du, Jahwe, wirst uns behten, wirst uns ewiglich bewahren vor 
diesem Geschlecht!
PSA 12:9 Ringsum wandeln die Gottlosen, wenn Gemeinheit unter den 
Menschenkindern obenauf kommt.
PSA 13:1 Dem Musikmeister. Ein Psalm Davids.
PSA 13:2 Wie lange, Jahwe, willst du mich fr immer vergessen? Wie lange 
willst du dein Angesicht vor mir verbergen?
PSA 13:3 Wie lange soll ich Schmerzen in meiner Seele hegen, Kummer in 
meinem Herzen Tag fr Tag? Wie lange soll mein Feind ber mich 
triumphieren?
PSA 13:4 Schaue her, erhre mich, Jahwe, mein Gott! Mache meine Augen 
hell, damit ich nicht zum Tode entschlafe,
PSA 13:5 da mein Feind nicht sagen knne: Ich habe ihn berwltigt! meine 
Widersacher frohlocken, da ich wanke.
PSA 13:6 Ich aber vertraue auf deine Gnade; mein Herz frohlockt ber deine 
Hilfe. Ich will Jahwe preisen, da er mir wohlgethan!
PSA 14:1 Dem Musikmeister. Von David. Es sprach der Thor in seinem Herzen: 
Es ist kein Gott! Verderbt, abscheulich handelten sie; da war keiner, der 
Gutes that.
PSA 14:2 Jahwe blickte vom Himmel herab auf die Menschenkinder, um zu 
sehen, ob es einen Klugen gebe, einen, der nach Gott frage.
PSA 14:3 Alles war abgewichen, insgesamt zeigten sie sich verdorben; da 
war keiner, der Gutes that - auch nicht einer!
PSA 14:4 Haben's denn nicht erfahren alle belthter, die mein Volk 
verzehrten, wie man Brot verzehrt, Jahwe nicht anriefen?
PSA 14:5 Daselbst erbebten sie, erbebten - denn Gott ist in dem frommen 
Geschlecht!
PSA 14:6 Den Ratschlag des Elenden mgt ihr immerhin zu Schanden machen, 
denn Jahwe ist seine Zuflucht.
PSA 14:7 Ach, da doch vom Zion die Hilfe fr Israel kme! Wenn Jahwe das 
Geschick seines Volkes wendet, wird Jakob frohlocken, Israel frhlich sein!
PSA 15:1 Ein Psalm Davids. Jahwe, wer darf Gast sein in deinem Zelte, wer 
darf wohnen auf deinem heiligen Berge?
PSA 15:2 Wer unstrflich wandelt und recht thut von von Herzen Wahrheit 
redet,
PSA 15:3 auf seiner Zunge nicht Verleumdung hegt, einem andern nichts 
Bses zufgt und nicht Schmach auf seinen Nchsten ldt;
PSA 15:4 dem der von Gott Verworfene als verchtlich gilt, der aber die, 
die Jahwe frchten, in Ehren hlt, der, wann er zu seinem Schaden 
geschworen hat, es doch nicht abndert;
PSA 15:5 der sein Geld nicht um Zins giebt und nicht Bestechung gegen den 
Unschuldigen annimmt - wer so handelt, wird nimmermehr wanken!
PSA 16:1 Ein Mikhtam Davids. Behte mich, Gott! denn bei dir suche ich 
Zuflucht.
PSA 16:2 Ich spreche zu Jahwe: Du bist mein Herr, es giebt fr mich kein 
Gut auer dir!
PSA 16:3 Die Heiligen, die im Lande sind, sie sind die Herrlichen, an 
denen ich all' mein Wohlgefallen habe.
PSA 16:4 Zahlreich sind die Schmerzen derer, die einen andern Gott 
eingetauscht haben; ich mag ihre Blut-Trankopfer nicht spenden, noch ihre 
Namen auf die Lippen nehmen!
PSA 16:5 Jahwe ist mein Erb- und Becherteil; du sttzest mein Los!
PSA 16:6 Die Meschnre sind fr mich aufs Lieblichste gefallen, und mein 
Erbe gefllt mir wohl.
PSA 16:7 Ich preise Jahwe, der mich beraten hat, und in den Nchten mahnen 
mich meine Nieren.
PSA 16:8 Ich habe Jahwe bestndig vor mir stehn: wenn er zu meiner Rechten 
ist, werde ich nicht wanken.
PSA 16:9 Darum freut sich mein Herz und frohlockt meine Seele, und mein 
Leib ruht in Sicherheit.
PSA 16:10 Denn du berlssest mein Leben nicht der Unterwelt, giebst nicht 
zu, da dein Frommer die Grube schaue.
PSA 16:11 Du wirst mich erfahren lassen den Lebenspfad: Freuden vollauf 
vor deinem Angesichte, Wonnen in deiner Rechten ewiglich!
PSA 17:1 Ein Gebet Davids! Hre, Jahwe, gerechte Sache! Merke auf mein 
Flehen! Vernimm mein Gebet, das ich nicht mit trgerischen Lippen bete!
PSA 17:2 Von deinem Angesichte msse mein Recht ausgehen; deine Augen 
sehen, was recht ist.
PSA 17:3 Wenn du mein Herz prfst, des Nachts nachsiehst, mich genau 
erforschest, so findest du keine schlimmen Gedanken in mir, noch macht 
sich mein Mund einer bertretung schuldig.
PSA 17:4 Beim Thun der Menschen habe ich nach dem Worte deiner Lippen mich 
gehtet vor des Gewaltthtigen Pfaden.
PSA 17:5 Meine Schritte hielten fest an deinen Geleisen; meine Tritte 
wankten nicht!
PSA 17:6 Ich rufe dich an, denn du erhrst mich, o Gott; neige zu mir dein 
Ohr, hre meine Rede!
PSA 17:7 Erzeige wunderbar deine vielfache Gnade, du Retter derer, die 
Zuflucht suchen vor ihren Widersachern bei deiner Rechten!
PSA 17:8 Behte mich wie den Stern im Auge, verbirg mich im Schatten 
deiner Flgel
PSA 17:9 vor den Gottlosen, die mich vergewaltigt haben, meinen Feinden, 
die mich gierig umkreisen.
PSA 17:10 Sie haben ihr Herz mit Fett verschlossen, mit ihrem Munde reden 
sie vermessen.
PSA 17:11 Unser Schritt - schon haben sie mich umringt; sie richten ihr 
Absehen darauf, zu Boden zu senken.
PSA 17:12 Er gleicht einem Lwen, der zu rauben begehrt, und einem 
Jungleuen, der im Verstecke liegt.
PSA 17:13 Auf, Jahwe! Tritt ihm entgegen, wirf ihn nieder! Rette mein 
Leben vor den Gottlosen mit deinem Schwert,
PSA 17:14 vor Mnnern, Jahwe, mit deiner Hand - vor Mnnern von der Welt, 
deren Teil im Leben ist, und deren Bauch du mit deinen Gtern fllst. Sie 
haben Shne vollauf und hinterlassen ihren Kindern ihren berflu.
PSA 17:15 Ich aber werde gerechtfertigt dein Angesicht schauen, werde 
mich, wenn ich erwache, an deiner Gestalt ersttigen!
PSA 18:1 Dem Musikmeister. Vom Knechte Jahwes, von David, der an Jahwe die 
Worte dieses Liedes richtete, als ihn Jahwe aus der Gewalt aller seiner 
Feinde und aus der Hand Sauls errettet hatte.
PSA 18:2 Er sprach: Ich will dich erhhen, Jahwe, meine Strke! Jahwe ist 
mein Fels in meiner Drangsal und mein Erretter.
PSA 18:3 Mein Gott ist mein Hort, bei dem ich Zuflucht suche, mein Schild 
und mein Heilshorn, meine Burg.
PSA 18:4 Den Preiswrdigen rufe ich, Jahwe, so werde ich von meinen 
Feinden befreit.
PSA 18:5 Denn umringt hatten mich Wasserwogen, und tckische Bche 
schreckten mich;
PSA 18:6 Bande der Unterwelt umfingen mich, Schlingen des Todes berfielen 
mich.
PSA 18:7 Da mir angst ward, rief ich Jahwe an und zu meinem Gotte schrie 
ich. Er hrte aus seinem Palaste meine Stimme, und mein Geschrei kam vor 
ihn, drang zu seinen Ohren.
PSA 18:8 Er blickte her - da wankte die Erde, und der Berge Grundfesten 
erbebten und schwankten hin und her, weil er ergrimmt war.
PSA 18:9 Rauch stieg auf in seiner Nase, und Feuer fra aus seinem Munde; 
glhende Kohlen brannten von ihm aus.
PSA 18:10 Er neigte den Himmel und lie sich herab, whrend Dunkel unter 
seinen Fen war.
PSA 18:11 Er bestieg einen Kerub und flog dahin und schwebte einher auf 
den Fittigen des Windes.
PSA 18:12 Er machte Finsternis zu seiner Hlle, ringsum zu seiner Htte 
Wasserdunkel, dichte Wolken.
PSA 18:13 Vom Glanze vor ihm brachen durch seine Wolken, Hagel und 
Feuerkohlen.
PSA 18:14 Da donnerte im Himmel Jahwe und der Hchste lie seine Stimme 
erschallen.
PSA 18:15 Er schleuderte seine Pfeile und zerstreute sie, blitzte Blitze 
und scheuchte sie.
PSA 18:16 Da wurden sichtbar die Betten des Meers, und blogelegt die 
Grundfesten des Erdkreises vor deinem Schelten, Jahwe, vor dem Schnauben 
des Odems deiner Nase!
PSA 18:17 Er langte herab aus der Hhe, ergriff mich, zog mich aus groen 
Wassern.
PSA 18:18 Er entri mich meinem starken Feinde und meinen Hassern, weil 
sie mir zu mchtig waren.
PSA 18:19 Sie berfielen mich an meinem Unglckstag, aber Jahwe ward meine 
Sttze.
PSA 18:20 Er fhrte mich heraus in freien Raum, ri mich heraus, weil er 
Wohlgefallen an mir hatte.
PSA 18:21 Jahwe erweist mir nach meiner Gerechtigkeit, nach der Reinheit 
meiner Hnde vergilt er mir.
PSA 18:22 Denn ich hielt inne die Wege Jahwes und frevelte nicht gegen 
meinen Gott.
PSA 18:23 Denn alle seine Rechte sind mir gegenwrtig, und seine Satzungen 
schob ich nicht beiseite.
PSA 18:24 Ich war redlich gegen ihn und htete mich vor meiner 
Verschuldung.
PSA 18:25 Da vergalt mir Jahwe nach meiner Gerechtigkeit, nach der 
Reinheit meiner Hnde vor seinen Augen.
PSA 18:26 Gegen den Liebreichen zeigst du dich liebreich, gegen den 
Redlichen zeigst du dich redlich,
PSA 18:27 gegen den Lauteren zeigst du dich lauter und gegen den 
Verkehrten zeigst du dich verdreht.
PSA 18:28 Denn du schaffst Hilfe gedrcktem Volk, aber hoffrtige Augen 
erniedrigst du.
PSA 18:29 Denn du lssest meine Leuchte scheinen; Jahwe, mein Gott, 
erhellt meine Finsternis.
PSA 18:30 Denn durch dich zerbreche ich Mauern und mit meinem Gotte 
springe ich ber Wlle.
PSA 18:31 Gottes Weg ist vollkommen! Das Wort Jahwes ist durchluert: ein 
Schild ist er allen, die bei ihm Zuflucht suchen.
PSA 18:32 Denn wer ist Gott auer Jahwe, und wer ein Hort auer unserem 
Gott?
PSA 18:33 Dem Gott, der mich mit Strke grtet und meinen Weg eben macht;
PSA 18:34 der meine Fe den Hindinnen gleich macht und mich auf Hhen 
stellt,
PSA 18:35 der meine Hnde streiten lehrt, da meine Arme den ehernen Bogen 
spannen.
PSA 18:36 Und du gabst mir den Schild deines Heils und deine Rechte 
sttzte mich, und deine Herablassung machte mich gro.
PSA 18:37 Du machtest weiten Raum fr meinen Schritt, und meine Knchel 
wankten nicht.
PSA 18:38 Ich verfolgte meine Feinde und holte sie ein und kehrte nicht 
um, bis ich sie vernichtet.
PSA 18:39 Ich zerschmetterte sie, da sie nicht mehr aufstehen konnten, 
dahinsanken unter meine Fe.
PSA 18:40 Du grtetest mich mit Strke zum Streit, beugtest meine 
Widersacher unter mich.
PSA 18:41 Du lieest meine Feinde vor mir fliehen, und meine Hasser - die 
rottete ich aus!
PSA 18:42 Sie schrieen - aber da war kein Helfer, zu Jahwe - aber er 
antwortete ihnen nicht.
PSA 18:43 Und ich zermalmte sie wie Staub vor dem Winde, wie Gassenkot 
leerte ich sie aus.
PSA 18:44 Du errettetest mich aus Vlkerfehden, setztest mich zum Haupte 
der Heiden: Leute, die ich nicht kannte, wurden mir unterthan.
PSA 18:45 Aufs Hrensagen gehorchen sie mir, die Shne der Fremde 
schmeicheln mir.
PSA 18:46 Die Shne der Fremde schmachten dahin und zittern hervor aus 
ihren Schlssern.
PSA 18:47 Es lebt Jahwe und gepriesen ist mein Hort, und hoch erhaben der 
Gott meines Heils;
PSA 18:48 der Gott, der mir Rache gab und die Vlker unter mich trieb,
PSA 18:49 der mich herausri aus meinen Feinden, und ber meine 
Widersacher erhhtest du mich; vor dem gewaltthtigen Mann errettetest du 
mich.
PSA 18:50 Darum will ich dich preisen, Jahwe, unter den Heiden und deinem 
Namen singen,
PSA 18:51 der seinem Knige groes Heil verleiht und seinem Gesalbten Huld 
erweist, David und seinem Samen bis in Ewigkeit!
PSA 19:1 Dem Musikmeister. Ein Psalm Davids.
PSA 19:2 Die Himmel erzhlen die Herrlichkeit Gottes, und die Veste 
verkndigt das Werk seiner Hnde.
PSA 19:3 Ein Tag strmt dem andern die Botschaft zu, und eine Nacht giebt 
der andern Kunde -PSA 19:4 nicht eine Botschaft und nicht Worte, deren 
Schall unhrbar wre!
PSA 19:5 In alle Lande geht ihre Meschnur aus, und ihre Worte bis ans 
Ende des Erdkreises. Dem Sonnenball hat er ein Zelt an ihnen bereitet.
PSA 19:6 Und der gleicht einem Brutigam, der aus seiner Kammer 
hervortritt, freut sich wie ein Held, die Bahn zu durchlaufen.
PSA 19:7 Von dem einen Ende des Himmels geht er ausund luft um bis zu 
seinem anderen Ende, und nichts bleibt vor seiner Glut geborgen.
PSA 19:8 Das Gesetz Jahwes ist vollkommen, erquickt die Seele; das Zeugnis 
Jahwes ist zuverlssig, macht den Einfltigen weise.
PSA 19:9 Die Befehle Jahwes sind recht, erfreuen das Herz; das Gebot 
Jahwes ist rein, erleuchtet die Augen.
PSA 19:10 Der Dienst Jahwes ist rein, besteht fr immer; die Satzungen 
Jahwes sind Wahrheit, sind rechtschaffen insgesamt.
PSA 19:11 Sie sind begehrenswerter als Gold und vieles Feingoldund ser 
als Honig und der Seim der Waben.
PSA 19:12 Auch wird dein Diener durch sie vermahnt; sie beobachten bringt 
groen Lohn!
PSA 19:13 Verirrungen - wer wird sich aller bewut? Von den verborgenen 
sprich mich los!
PSA 19:14 Dazu bewahre deinen Diener vor bermtigen: la sie nicht ber 
mich herrschen! Dann werde ich unstrflich sein und rein dastehen von 
groer Verschuldung.
PSA 19:15 Mchten die Worte meines Mundes und das Sinnen meines Herzens 
vor dir wohlgefllig sein, Jahwe, mein Fels und mein Erlser!
PSA 20:1 Dem Musikmeister. Ein Psalm Davids.
PSA 20:2 Jahwe erhre dich am Tage der Not, es schtze dich der Name des 
Gottes Jakobs!
PSA 20:3 Er sende dir Hilfe vom Heiligtum und vom Zion her sttze er dich.
PSA 20:4 Er gedenke aller deiner Opfergaben und deine Brandopfer finde er 
fett. Sela.
PSA 20:5 Er gebe dir, was dein Herz wnscht, und all' dein Vorhaben lasse 
er gelingen.
PSA 20:6 Mchten wir jubeln drfen ber die Hilfe, die dir zu teil ward, 
und ob des Namens unseres Gottes die Banner schwingen. Jahwe erflle alle 
deine Bitten!
PSA 20:7 Nun wei ich, da Jahwe seinem Gesalbten hilft; er erhrt ihn von 
seinem heiligen Himmel her durch Machtthaten, durch die Hilfe seiner 
Rechten.
PSA 20:8 Sie vertrauen auf Wagen und auf Rosse; wir aber rufen den Namen 
unseres Gottes an.
PSA 20:9 Sie strzten und fielen; wir aber richteten uns empor und blieben 
aufrecht.
PSA 20:10 Jahwe hilf dem Knig und erhre uns, wenn wir rufen!
PSA 21:1 Dem Musikmeister. Ein Psalm Davids.
PSA 21:2 Jahwe, ber deine Macht freut sich der Knig und ber deine Hilfe 
- wie frohlockt er so sehr!
PSA 21:3 Du gabst ihm, was sein Herz begehrte, und was seine Lippen 
wnschten, verweigertest du nicht. Sela.
PSA 21:4 Denn du kamst ihm entgegen mit Segnungen an Glck, setztest auf 
sein Haupt eine Krone von Feingold.
PSA 21:5 Leben erbat er von dir, du gabst es ihm - langes Leben fr immer 
und ewig.
PSA 21:6 Gro ist sein Ruhm durch deine Hilfe, Majestt und Hoheit legtest 
du auf ihn.
PSA 21:7 Denn du setzest ihn zu groem Segen fr immer, erfreust ihn mit 
Wonne vor deinem Angesicht.
PSA 21:8 Denn der Knig vertraut auf Jahwe, und die Huld des Hchsten 
macht, da er nicht wankt.
PSA 21:9 Deine Hand wird alle deine Feinde erreichen, deine Rechte wird 
erreichen, die dich hassen.
PSA 21:10 Du wirst sie einem Feuerofen gleich machen, wenn du erscheinst; 
Jahwe wird sie in seinem Zorne vertilgen und Feuer sie verzehren.
PSA 21:11 Ihre Frucht wirst du von der Erde hinwegtilgen und ihre 
Nachkommen aus den Menschenkindern.
PSA 21:12 Wenn sie Bses auf dich herabsenken wollen, Tckisches ersinnen, 
werden sie nichts ausrichten.
PSA 21:13 Denn du wirst sie in die Flucht schlagen, mit deinen Sehnen auf 
ihre Gesichter zielen.
PSA 21:14 Erhebe dich, Jahwe, in deiner Macht, so wollen wir singen und 
preisen deine Strke!
PSA 22:1 Dem Musikmeister, nach Hirschkuh der Morgenrte. Ein Psalm 
Davids.
PSA 22:2 Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen - fern von 
Hilfe fr mich, von den Worten, die ich sthne?
PSA 22:3 Mein Gott! rufe ich tagsber, doch du antwortest nicht, und bei 
Nacht, ohne da ich Beruhigung fnde.
PSA 22:4 Und du bist doch der Heilige, der ber den Lobliedern Israels 
thront.
PSA 22:5 Auf dich vertrauten unsere Vter, vertrauten, und du errettetest 
sie.
PSA 22:6 Zu dir schrieen sie und wurden errettet, auf dich vertrauten sie 
und wurden nicht zu Schanden.
PSA 22:7 Ich aber bin ein Wurm und kein Mensch, ein Hohn der Leute und vom 
Volke verachtet!
PSA 22:8 Alle, die mich sehen, spotten ber mich, verziehen die Lippe, 
schtteln den Kopf.
PSA 22:9 Wlze deine Sache auf Jahwe! Er mag ihn erretten, mag ihn 
herausreien; er hat ja Gefallen an ihm!
PSA 22:10 Ja, du bist's, der mich hervorzog aus dem Mutterscho, an meiner 
Mutter Brsten mich sorglos liegen lie!
PSA 22:11 Auf dich war ich geworfen von Mutterleibe an, vom Schoe meiner 
Mutter an bist du mein Gott.
PSA 22:12 Sei nicht fern von mir, denn Bedrngnis ist nahe, denn es giebt 
keinen Helfer.
PSA 22:13 Mich umgeben starke Farren, die Stiere Basans umzingeln mich.
PSA 22:14 Sie sperren ihren Rachen wider mich auf, wie ein reiender und 
brllender Lwe.
PSA 22:15 Wie Wasser bin ich hingegossen, und alle meine Gebeine sind 
auseinandergegangen. Mein Herz ist wie zu Wachs geworden, zerflossen in 
meinem Innern.
PSA 22:16 Mein Gaumen ist ausgetrocknet gleich einer Scherbe, meine Zunge 
angeklebt an meinen Schlund, und in den Todesstaub wirst du mich legen.
PSA 22:17 Denn Hunde umgeben mich, eine Rotte von Bsewichtern umkreist 
mich, dem Lwen gleich meine Hnde und Fe.
PSA 22:18 Ich kann alle meine Gebeine zhlen; sie blicken her, schauen 
ihre Lust an mir.
PSA 22:19 Sie teilen meine Kleider unter sich und werfen das Los ber mein 
Gewand.
PSA 22:20 Du aber, Jahwe, sei nicht fern! Meine Strke, eile mir zu Hilfe!
PSA 22:21 Errette mich vom Schwert, aus Hundesgewalt meine Einsame!
PSA 22:22 Hilf mir aus dem Rachen des Lwen und aus der Wildochsen Hrnern 
- erhrst du mich.
PSA 22:23 Ich will deinen Namen meinen Brdern verknden, inmitten der 
Gemeinde will ich dich preisen.
PSA 22:24 Die ihr Jahwe frchtet, preiset ihn! Aller Same Jakobs, ehret 
ihn, und scheut euch vor ihm, aller Same Israels!
PSA 22:25 Denn er hat das Elend des Elenden nicht verschmht und nicht 
verachtet und sein Antlitz nicht vor ihm verborgen, und als er zu ihm 
schrie, hat er gehrt.
PSA 22:26 Von dir geht mein Lobpreis aus in groer Versammlung; meine 
Gelbde will ich bezahlen angesichts derer, die ihn frchten.
PSA 22:27 Elende werden essen und satt werden; preisen werden Jahwe, die 
ihn suchen: Euer Herz lebe auf fr immer!
PSA 22:28 Alle Enden der Erde werden's inne werden und sich zu Jahwe 
bekehren, und vor dir sich niederwerfen alle Geschlechter der Heiden.
PSA 22:29 Denn Jahwe gehrt das Knigtum, und er herrscht ber die Heiden.
PSA 22:30 Nur vor ihm werden sich niederwerfen alle Fetten der Erde, vor 
ihm sich beugen alle, die in den Staub hinabfahren. Und wer seine Seele 
nicht am Leben erhielt,
PSA 22:31 dessen Same wird ihm dienen. Man wird erzhlen vom Herrn dem 
kommenden Geschlecht
PSA 22:32 und verkndigen wird man von seiner Gerechtigkeit dem Volke, das 
geboren werden soll, da er es ausgefhrt!
PSA 23:1 Ein Psalm Davids. Jahwe ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.
PSA 23:2 Auf grasigen Auen lt er mich lagern, zu Wassern, da ich ruhen 
kann, leitet er mich.
PSA 23:3 Er erquickt meine Seele, er fhrt mich auf rechten Pfaden um 
seines Namens willen.
PSA 23:4 Auch wenn ich in dunklem Thale wandern mu, frchte ich kein 
Unglck; denn du bist bei mir: dein Stecken und dein Stab - die trsten 
mich!
PSA 23:5 Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesichte meiner Bedrnger. 
Du hast mein Haupt mit l gesalbt, mein Becher hat berflu.
PSA 23:6 Nur Glck und Huld werden mir alle meine Lebenstage auf dem Fue 
folgen, und im Hause Jahwes werde ich bleiben lebenslang.
PSA 24:1 Von David. Ein Psalm. Jahwe gehrt die Erde und was sie fllt, 
der Erdkreis und die darauf wohnen.
PSA 24:2 Denn er hat ihn auf Meere gegrndet und auf Fluten festgestellt.
PSA 24:3 Wer darf den Berg Jahwes betreten und wer an seiner heiligen 
Sttte stehn?
PSA 24:4 Wer unschuldige Hnde hat und reines Herzens ist; wer nicht auf 
Falschheit ausgeht und nicht betrglich schwrt.
PSA 24:5 Der wird Segen von Jahwe empfangen und Gerechtigkeit von dem 
Gott, der seine Hilfe ist.
PSA 24:6 Das ist das Geschlecht derer, die nach ihm fragen, die dein 
Antlitz suchen, Gott Jakobs. Sela.
PSA 24:7 Erhebt, ihr Thore, eure Hupter! Ja, erhht euch, ihr uralten 
Pforten, da der Knig der Herrlichkeit einziehe!
PSA 24:8 Wer ist denn der Knig der Herrlichkeit? Jahwe, gewaltig und 
ein Held, Jahwe, ein Kriegsheld.
PSA 24:9 Erhebt, ihr Thore, eure Hupter! Ja, erhebt sie, ihr uralten 
Pforten, da der Knig der Herrlichkeit einziehe!
PSA 24:10 Wer ist denn nur der Knig der Herrlichkeit? Jahwe der 
Heerscharen, er ist der Knig der Herrlichkeit! Sela.
PSA 25:1 Von David. Zu dir, Jahwe, erhebe ich meine Seele.
PSA 25:2 Mein Gott, auf dich vertraue ich, la mich nicht zu Schanden 
werden; la meine Feinde nicht ber mich frohlocken!
PSA 25:3 Werden doch alle, die auf dich harren, nimmermehr zu Schanden; zu 
Schanden werden, die ohne Ursach abtrnnig wurden.
PSA 25:4 Jahwe, zeige mir deine Wege, lehre mich deine Steige!
PSA 25:5 La mich in deiner Wahrheit wandeln und lehre mich; denn du bist 
der Gott, der mir hilft: auf dich harre ich alle Zeit.
PSA 25:6 Gedenke deiner Barmherzigkeit, Jahwe, und deiner 
Gnadenerweisungen; denn von Ewigkeit her sind sie.
PSA 25:7 Der Snden meiner Jugend und meiner bertretungen gedenke nicht; 
nach deiner Gnade gedenke du meiner, um deiner Gte willen, Jahwe!
PSA 25:8 Gtig und wahrhaftig ist Jahwe, darum weist er Sndern den 
rechten Weg.
PSA 25:9 Er lt die Elenden im Rechte wandeln und lehrt die Elenden 
seinen Weg.
PSA 25:10 Alle Wege Jahwes sind Gnade und Wahrheit fr die, die seinen 
Bund und seine Zeugnisse bewahren.
PSA 25:11 Um deines Namens willen, Jahwe, vergieb mir meine Schuld, denn 
sie ist gro!
PSA 25:12 Wer ist der Mann, der Jahwe frchtet? Er unterweist ihn ber den 
Weg, den er whlen soll.
PSA 25:13 Ein solcher wird im Glcke weilen, und seine Nachkommen werden 
das Land besitzen.
PSA 25:14 Die Freundschaft Jahwes wird denen, die ihn frchten, zu teil, 
und seine Ordnungen thut er ihnen kund.
PSA 25:15 Meine Augen blicken stets auf Jahwe, denn er wird meine Fe aus 
dem Netze ziehn.
PSA 25:16 Wende dich zu mir und sei mir gndig, denn ich bin einsam und 
elend!
PSA 25:17 Den Nten meines Herzens schaffe Raum und fhre mich heraus aus 
meiner Bedrngnis!
PSA 25:18 Siehe an mein Elend und meine Not und vergieb mir alle meine 
Snden.
PSA 25:19 Siehe an meine Feinde, wie zahlreich sie sind und mit 
ungerechtem Hasse mich hassen.
PSA 25:20 Bewahre meine Seele und errette mich; la mich nicht zu Schanden 
werden, denn bei dir suche ich Zuflucht.
PSA 25:21 Unschuld und Redlichkeit mgen mich behten, denn ich harre auf 
dich.
PSA 25:22 O Gott, erlse Israel aus allen seinen Nten!
PSA 26:1 Von David. Schaffe mir Recht, Jahwe, denn in meiner Unschuld habe 
ich gewandelt und auf Jahwe habe ich vertraut, ohne zu wanken.
PSA 26:2 Prfe mich, Jahwe, und versuche mich; durchlutere meine Nieren 
und mein Herz!
PSA 26:3 Denn deine Gnade ist vor meinen Augen, und in deiner Wahrheit 
habe ich gewandelt.
PSA 26:4 Ich sa nicht bei falschen Mnnern und ging nicht ein zu 
Versteckten.
PSA 26:5 Ich hasse die Versammlung der Bsewichter und bei den Gottlosen 
sitze ich nicht.
PSA 26:6 Ich wasche in Unschuld meine Hnde, und so la mich schreiten um 
deinen Altar, Jahwe,
PSA 26:7 da ich lauten Dank vernehmen lasse und alle deine Wunder erzhle.
PSA 26:8 Jahwe, ich habe lieb die Sttte deines Hauses und den Ort, wo 
deine Herrlichkeit wohnt.
PSA 26:9 Raffe meine Seele nicht mit Sndern dahin und mit Blutmenschen 
mein Leben,
PSA 26:10 an deren Hnden Schandthat klebt, und deren Rechte voll ist von 
Bestechung.
PSA 26:11 Ich aber will in meiner Unschuld wandeln; erlse mich und sei 
mir gndig!
PSA 26:12 Mein Fu steht auf ebenem Weg. Ich will Jahwe preisen in den 
Versammlungen!
PSA 27:1 Von David. Jahwe ist mein Licht und mein Heil: vor wem sollte ich 
mich frchten? Jahwe ist meines Lebens Schutz: vor wem sollte mir grauen?
PSA 27:2 Wenn sich Bsewichter an mich machen, um mein Fleisch zu fressen, 
- meine Widersacher und die mir feind sind - so mssen sie straucheln und 
fallen!
PSA 27:3 Wenn sich ein Heer wider mich lagert, so frchtet sich doch mein 
Herz nicht; wenn sich Krieg wider mich erhebt, bin ich doch dabei getrost.
PSA 27:4 Eins erbitte ich von Jahwe, danach verlangt mich: da ich im 
Hause Jahwes bleiben drfe all' mein Leben lang, um die Lieblichkeit 
Jahwes zu schauen und an seinem Tempel meine Lust zu sehn.
PSA 27:5 Denn er birgt mich in einer Htte am Tage des Unheils; er schirmt 
mich im Schirme seines Zeltes, hebt mich empor auf einen Felsen.
PSA 27:6 So erhebt sich nun mein Haupt ber meine Feinde rings um mich 
her, und Opfer mit Trompetenschall will ich in seinem Zelte opfern, will 
Jahwe singen und spielen.
PSA 27:7 Hre, Jahwe, laut rufe ich! So sei mir denn gndig und antworte 
mir!
PSA 27:8 Von dir, spricht mein Herz, ergeht das Wort: Suchet mein Antlitz! 
Dein Antlitz, Jahwe, will ich suchen!
PSA 27:9 Verbirg dein Angesicht nicht vor mir, weise deinen Knecht im 
Zorne nicht ab. Du warst mein Beistand! Verstoe mich nicht und verla 
mich nicht, o Gott, der du meine Hilfe bist.
PSA 27:10 Denn mein Vater und meine Mutter haben mich verlassen, aber 
Jahwe nimmt mich auf.
PSA 27:11 Lehre mich, Jahwe, deinen Weg und leite mich auf ebener Bahn um 
meiner Feinde willen.
PSA 27:12 Gieb mich der Wut meiner Widersacher nicht preis; denn es haben 
sich falsche Zeugen wider mich erhoben und einer, der Frevel schnaubt!
PSA 27:13 Wenn ich nicht gewi wre, die Gte Jahwes zu schauen, im Lande 
der Lebendigen -!
PSA 27:14 Harre auf Jahwe! Sei getrost und starkes Muts; ja, harre auf 
Jahwe!
PSA 28:1 Von David. Zu dir, Jahwe, rufe ich; mein Fels, schweige mir 
nicht, da ich nicht, wenn du schweigst, denen gleich werde, die in die 
Grube hinabgefahren.
PSA 28:2 Hre mein lautes Flehen, wenn ich zu dir schreie, wenn ich meine 
Hnde zu deinem Allerheiligsten erhebe!
PSA 28:3 Raffe mich nicht weg mit den Gottlosen und mit den belthtern, 
die mit ihren Nchsten freundlich reden, whrend sie Bses im Sinne haben.
PSA 28:4 Gieb ihnen nach ihrem Thun und nach der Bosheit ihrer Thaten: 
nach dem, was ihre Hnde verbten, gieb ihnen; vergilt ihnen, was sie 
anderen angethan!
PSA 28:5 Denn sie achten nicht auf die Thaten Jahwes und das Werk seiner 
Hnde; er wird sie niederreien und nicht wieder aufbauen.
PSA 28:6 Gepriesen sei Jahwe, denn er hat mein lautes Flehen gehrt!
PSA 28:7 Jahwe ist mein Schutz und mein Schild; auf ihn vertraute mein 
Herz und mir ward geholfen. So frohlockt denn mein Herz, und mit meinem 
Liede will ich ihm danken!
PSA 28:8 Jahwe ist Schutz fr sein Volk, er die rettende Schutzwehr fr 
seinen Gesalbten.
PSA 28:9 Hilf deinem Volk und segne dein Eigentum und weide sie und trage 
sie bis in Ewigkeit!
PSA 29:1 Ein Psalm Davids. Gebt Jahwe, ihr Gttershne, gebt Jahwe den 
Ruhm der Herrlichkeit und Strke!
PSA 29:2 Gebt Jahwe die Herrlichkeit seines Namens, werft euch vor Jahwe 
nieder in heiligem Schmuck!
PSA 29:3 Der Donner Jahwes erschallt ber den Wassern; der Gott der 
Herrlichkeit donnert, Jahwe ber groen Wassern.
PSA 29:4 Der Donner Jahwes erschallt mit Macht, der Donner Jahwes mit 
Majestt.
PSA 29:5 Der Donner Jahwes zerschmettert Cedern, es zerschmettert Jahwe 
die Cedern des Libanon.
PSA 29:6 Er macht sie hpfen wie ein Kalb, den Libanon und Sirjon wie 
einen jungen Wildochsen.
PSA 29:7 Der Donner Jahwes spaltet Feuerflammen.
PSA 29:8 Der Donner Jahwes macht die Wste erzittern, Jahwe macht 
erzittern die Wste Kades.
PSA 29:9 Der Donner Jahwes macht Hirschkhe kreien und schlt Wlder ab, 
und in seinem Palaste ruft ein jeder: Herrlichkeit!
PSA 29:10 Jahwe thront ber der Sintflut und so thront Jahwe als Knig in 
Ewigkeit.
PSA 29:11 Jahwe wird seinem Volke Kraft verleihn, Jahwe wird sein Volk mit 
Frieden segnen.
PSA 30:1 Ein Psalm. Lied bei der Tempelweihe, von David.
PSA 30:2 Ich will dich erheben, Jahwe, da du mich herausgezogen hast und 
meine Feinde sich nicht ber mich freuen lieest.
PSA 30:3 Jahwe, mein Gott, ich schrie zu dir und du heiltest mich!
PSA 30:4 Jahwe, du hast meine Seele aus der Unterwelt heraufgefhrt, hast 
mich von denen, die in die Grube hinabgefahren, ins Leben zurckgefhrt.
PSA 30:5 Lobsingt Jahwe, ihr seine Frommen, und dankt seinem heiligen 
Namen!
PSA 30:6 Denn sein Zorn whrt nur einen Augenblick, lebenslang seine Huld; 
am Abend kehrt Weinen ein, und um den Morgen Jubel!
PSA 30:7 Ich aber dachte in meiner Sicherheit: Ich werde nimmermehr 
wanken!
PSA 30:8 Jahwe, durch deine Huld hattest du mich auf feste Berge gestellt; 
du verbargst dein Angesicht, ich wurde bestrzt.
PSA 30:9 Zu dir, Jahwe, rief ich und zu Jahwe flehte ich:
PSA 30:10 Welchen Gewinn hast du von meinem Blute, davon, da ich in die 
Grube hinabfahre? Kann Staub dich preisen? Kann er deine Treue verkndigen?
PSA 30:11 Hre, Jahwe, und sei mir gndig! Jahwe, sei mein Helfer!
PSA 30:12 Du hast mir meine Klage in einen Reigen verwandelt; du zogst mir 
das Trauergewand aus und grtetest mich mit Freude,
PSA 30:13 auf da dir meine Seele lobsinge und nicht schweige. Jahwe, mein 
Gott, immerdar will ich dich preisen!
PSA 31:1 Dem Musikmeister. Ein Psalm Davids.
PSA 31:2 Bei dir, Jahwe, suche ich Zuflucht: La mich nimmermehr zu 
Schanden werden! Befreie mich nach deiner Gerechtigkeit;
PSA 31:3 neige dein Ohr zu mir, eilend errette mich! Sei mir ein 
schtzender Fels, eine feste Burg, mir zu helfen!
PSA 31:4 Denn du bist mein Fels und meine Burg und um deines Namens willen 
wirst du mich fhren und leiten.
PSA 31:5 Du wirst mich aus dem Netze ziehen, das sie mir heimlich gelegt 
haben, denn du bist meine Schutzwehr.
PSA 31:6 In deine Hand befehle ich meinen Odem; du erlsest mich, Jahwe, 
du treuer Gott!
PSA 31:7 Du hassest die, die sich an die nichtigen Gtzen halten; ich aber 
vertraue auf Jahwe.
PSA 31:8 La mich jubeln und mich freuen ber deine Gnade, da du mein 
Elend angesehen, dich um die Nte meiner Seele gekmmert hast.
PSA 31:9 Du hast mich nicht in die Gewalt des Feindes berliefert, hast 
meine Fe auf freien Raum gestellt.
PSA 31:10 Sei mir gndig, Jahwe, denn mir ist angst! Verfallen ist vor 
Kummer mein Auge, meine Seele und mein Leib.
PSA 31:11 Denn mein Leben ist in Gram dahingeschwunden und meine Jahre in 
Seufzen. Es wankt meine Kraft ob meiner Verschuldung, und meine Gebeine 
sind verfallen
PSA 31:12 wegen aller meiner Drnger. Ich bin eine arge Schmach geworden 
fr meine Nachbarn und ein Schrecken fr meine Bekannten; die mich auf der 
Strae erblicken, fliehen vor mir.
PSA 31:13 Vergessen bin ich wie ein Toter, aus dem Sinne gekommen; ich 
gleiche einem zu Grunde gegangenen Gef.
PSA 31:14 Ja, gehrt habe ich die feindselige Rede vieler: Grauen 
ringsum! Indem sie zusammen wider mich ratschlagten, sannen sie darauf, 
mir das Leben zu nehmen.
PSA 31:15 Ich aber vertraue auf dich, Jahwe; ich spreche: Du bist mein 
Gott!
PSA 31:16 In deiner Hand steht mein Geschick: errette mich aus der Gewalt 
meiner Feinde und von meinen Verfolgern!
PSA 31:17 La ber deinen Knecht dein Antlitz leuchten: hilf mir durch 
deine Gnade!
PSA 31:18 Jahwe, la mich nicht zu Schanden werden, denn ich rufe dich an. 
Mgen die Gottlosen zu Schanden werden, mgen sie umkommen und hinabfahren 
in die Unterwelt.
PSA 31:19 Mgen die lgnerischen Lippen verstummen, die wider Fromme 
Freches reden in Hochmut und Verachtung!
PSA 31:20 Wie gro ist deine Gte, die du denen, die dich frchten, 
aufgespart, denen, die bei dir Zuflucht suchen, angesichts der Menschen 
erzeigt hast!
PSA 31:21 Du schirmst sie mit dem Schirme deines Antlitzes vor den 
Zusammenrottungen der Menschen; du birgst sie in einer Htte vor dem 
Hadern der Zungen.
PSA 31:22 Gepriesen sei Jahwe, da er mir seine Gnade wunderbar erwiesen 
hat in einer festen Stadt.
PSA 31:23 Ich aber dachte in meiner Bestrzung: ich bin abgeschnitten vom 
Bereiche deiner Augen! Aber du hast mein lautes Flehen gehrt, als ich zu 
dir schrie.
PSA 31:24 Liebt Jahwe, alle seine Frommen! Die Treuen behtet Jahwe, aber 
im vollen Mae vergilt er dem, der Hochmut bt.
PSA 31:25 Seid getrost und starkes Muts alle, die ihr auf Jahwe harrt!
PSA 32:1 Von David. Ein Maskil. Wohl dem, dessen bertretung vergeben, 
dessen Snde bedeckt ist!
PSA 32:2 Wohl dem Menschen, dem Jahwe Verschuldung nicht zurechnet, und in 
dessen Geiste kein Falsch ist!
PSA 32:3 Da ich schwieg, schwanden meine Gebeine durch mein unaufhrliches 
Sthnen.
PSA 32:4 Denn Tag und Nacht lastete deine Hand auf mir; mein Lebenssaft 
verwandelte sich durch Sommergluten. Sela.
PSA 32:5 Meine Snde bekannte ich dir und verhehlte meine Verschuldung 
nicht. Ich sprach: Ich will Jahwe meine bertretungen bekennen! Da 
vergabst du mir meine Sndenschuld. Sela.
PSA 32:6 Darum soll jeder Fromme zu dir beten zu der Zeit, da du dich 
finden lssest; ob auch groe Gewsser einherfluten, werden sie doch ihn 
nicht erreichen!
PSA 32:7 Du bist mein Schirm, wirst mich vor Not behten; mit 
Rettungsjubel wirst du mich umgeben. Sela.
PSA 32:8 Ich will dich belehren und unterweisen ber den Weg, den du gehen 
mut; ich will dich beraten, indem ber dir mein Auge wacht.
PSA 32:9 Seid nicht wie Rosse, wie Maultiere, die keinen Verstand haben; 
mit Zaum und Kappzaum, ihrem Geschirr, mssen sie gebndigt werden, sie 
nahen sich sonst nicht zu dir.
PSA 32:10 Der Gottlose hat viele Plagen; wer aber auf Jahwe vertraut, den 
wird er mit Gnade umgeben.
PSA 32:11 Freut euch ber Jahwe und frohlockt, ihr Frommen, und jubelt 
alle, die ihr redliches Herzens seid!
PSA 33:1 Jubelt, ihr Frommen, ber Jahwe; den Rechtschaffenen ziemt 
Lobgesang.
PSA 33:2 Danket Jahwe mit der Zither, auf zehnsaitiger Harfe spielet ihm!
PSA 33:3 Singt ihm ein neues Lied, schlagt krftig die Saiten unter 
Jubelschall!
PSA 33:4 Denn das Wort Jahwes ist wahrhaftig, und all' sein Thun in Treuen.
PSA 33:5 Er liebt Gerechtigkeit und Recht; von der Huld Jahwes ist die 
Erde voll.
PSA 33:6 Durch das Wort Jahwes ist der Himmel gemacht, und sein ganzes 
Heer durch den Hauch seines Mundes.
PSA 33:7 Er sammelt die Gewsser des Meers wie in einem Schlauch, legt die 
Fluten in Vorratskammern.
PSA 33:8 Vor Jahwe frchte sich die ganze Erde; vor ihm mssen alle 
Bewohner des Erdkreises erbeben.
PSA 33:9 Denn er gebot, da geschah's; er befahl, da stand es da.
PSA 33:10 Jahwe hat den Ratschlu der Heiden zu nichte gemacht, die 
Gedanken der Vlker vereitelt.
PSA 33:11 Der Ratschlu Jahwes bleibt ewig bestehn, seines Herzens 
Gedanken fr alle Zukunft.
PSA 33:12 Wohl dem Volke, dessen Gott Jahwe ist, dem Volke, das er sich 
zum Eigentum erwhlt hat!
PSA 33:13 Jahwe blickte vom Himmel herab, sah alle Menschenkinder;
PSA 33:14 von seinem Wohnsitze schaute er nach allen Bewohnern der Erde.
PSA 33:15 Er bildete ihnen insgesamt das Herz, er merkt auf alle ihre 
Thaten.
PSA 33:16 Der Knig siegt nicht durch die Gre des Heers, der Held rettet 
sich nicht durch die Gre der Kraft.
PSA 33:17 Betrogen ist, wer vom Rosse den Sieg erhofft, und durch die 
Gre seiner Strke errettet es nicht.
PSA 33:18 Frwahr, das Auge Jahwes sieht auf die, die ihn frchten, die 
auf seine Gnade hoffen,
PSA 33:19 da er ihre Seele vom Tod errette und sie in der Hungersnot am 
Leben erhalte.
PSA 33:20 Unsere Seele harrt auf Jahwe; er ist unsere Hilfe und unser 
Schild.
PSA 33:21 Ja, ber ihn freut sich unser Herz, ja, wir vertrauen auf seinen 
heiligen Namen.
PSA 33:22 Deine Gnade, Jahwe, sei ber uns, wie wir auf dich hoffen!
PSA 34:1 Von David, als er seinen Verstand vor Abimelech verstellte, und 
der ihn forttrieb, und er von dannen ging.
PSA 34:2 Ich will Jahwe preisen alle Zeit, sein Lob soll bestndig in 
meinem Munde sein.
PSA 34:3 Jahwes soll sich meine Seele rhmen; die Elenden sollen es hren 
und sich freuen.
PSA 34:4 Verherrlicht Jahwe mit mir und lat uns miteinander seinen Namen 
erheben!
PSA 34:5 So oft ich Jahwe suchte, erhrte er mich und aus allem, was ich 
gefrchtet, errettete er mich.
PSA 34:6 Die auf ihn blickten, wurden leuchtenden Angesichts, und ihr 
Antlitz brauchte nicht zu erblassen.
PSA 34:7 Hier ist so ein Elender, welcher rief, und Jahwe hrte und half 
ihm aus allen seinen Nten.
PSA 34:8 Der Engel Jahwes lagert sich rings um die, die ihn frchten, und 
reit sie heraus.
PSA 34:9 Schmeckt und seht, da Jahwe gtig ist; wohl dem Manne, der bei 
ihm Zuflucht sucht!
PSA 34:10 Frchtet Jahwe, ihr, seine Heiligen; denn die ihn frchten, 
haben keinen Mangel.
PSA 34:11 Junge Lwen darben und hungern; aber die, die Jahwe suchen, 
haben keinen Mangel an irgend einem Gut.
PSA 34:12 Kommt, Kinder, hrt mir zu; ich will euch die Furcht Jahwes 
lehren!
PSA 34:13 Wer ist der Mann, der Leben begehrt, zahlreiche Lebenstage 
wnscht, um Glck zu erleben?
PSA 34:14 Wahre deine Zunge vor Bsem und deine Lippen vor trgerischer 
Rede!
PSA 34:15 Halte dich fern vom Bsen und thue Gutes, suche Frieden und jage 
ihm nach!
PSA 34:16 Das Antlitz Jahwes ist wider die, die Bses thun, da er ihr 
Gedchtnis von der Erde vertilge.
PSA 34:17 Die Augen Jahwes sind auf die Frommen gerichtet, und seine Ohren 
auf ihr Geschrei.
PSA 34:18 Sie schrieen und Jahwe hrte und rettete sie aus allen ihren 
Nten.
PSA 34:19 Jahwe ist denen nahe, die zerbrochenes Herzens sind, und hilft 
denen, die ein zerschlagenes Gemt haben.
PSA 34:20 Zahlreich sind die Leiden des Frommen, aber Jahwe errettet ihn 
aus allen.
PSA 34:21 Er behtet alle seine Gebeine, da ihrer keines zerbrochen wird.
PSA 34:22 Den Gottlosen wird das Unheil tten, und die den Frommen hassen, 
werden ben.
PSA 34:23 Jahwe erlst die Seele seiner Knechte, und alle, die bei ihm 
Zuflucht suchen, werden nicht ben.
PSA 35:1 Von David. Streite, Jahwe, mit denen, die wider mich streiten; 
kmpfe mit denen, die wider mich kmpfen.
PSA 35:2 Ergreife Schild und Tartsche und erhebe dich als Hilfe fr mich.
PSA 35:3 Ziehe die Lanze heraus und sperre den Weg entgegen meinen 
Verfolgern; sprich zu meiner Seele: Ich bin deine Hilfe!
PSA 35:4 Beschmt und zu Schanden mssen werden, die mir nach dem Leben 
trachten, zurckweichen und enttuscht werden, die mein Unglck sinnen.
PSA 35:5 Sie mssen wie Spreu vor dem Winde werden, indem sie der Engel 
Jahwes umstt.
PSA 35:6 Ihr Weg msse finster und schlpfrig sein, whrend sie der Engel 
Jahwes verfolgt.
PSA 35:7 Denn ohne Ursache haben sie mir heimlich ihr Netz gelegt, ohne 
Ursache mir eine Grube gegraben.
PSA 35:8 Mge ihn unversehens Verderben berfallen, und sein Netz, das er 
heimlich gelegt, ihn fangen: ins Verderben strze er hinein!
PSA 35:9 Aber meine Seele wird ber Jahwe frohlocken, sich ber seine 
Hilfe freun!
PSA 35:10 Alle meine Gebeine werden sprechen: Jahwe, wer ist wie du? der 
den Elenden errettet von dem, der ihm zu stark ist, und den Elenden und 
Armen von dem, der ihn beraubt.
PSA 35:11 Es treten frevelhafte Zeugen auf; wovon ich nichts wei, danach 
fragen sie mich.
PSA 35:12 Sie vergelten mir Bses fr Gutes, Kinderlosigkeit ward mir zu 
teil.
PSA 35:13 Ich aber bekleidete mich, als sie krank waren, mit einem 
Trauergewand, kasteite mich mit Fasten, und mein Gebet kehrte zurck in 
meinen Busen.
PSA 35:14 Wie um einen Freund, einen Bruder von mir ging ich trauernd 
einher, war gebeugt wie einer, der um seine Mutter trauert.
PSA 35:15 Aber bei meinem Falle freuen sie sich und rotten sich wider mich 
zusammen. Es rotten sich Fremde wider mich zusammen und die ich nicht 
kenne; sie lstern ohne Aufhren.
PSA 35:16 Sie hhnen mich, spotten und spotten, indem sie gegen mich mit 
den Zhnen knirschen.
PSA 35:17 O Herr, wie lange willst du zusehen? Erquicke meine Seele und 
befreie sie von ihrem Gebrll, von den jungen Lwen meine Verlassene.
PSA 35:18 Ich will dich preisen in groer Versammlung, unter zahlreichem 
Volke dich rhmen.
PSA 35:19 La sich nicht freuen ber mich, die mich grundlos befeinden, 
noch mit dem Auge blinzeln, die mich ohne Ursache hassen.
PSA 35:20 Denn sie reden nicht, was zum Frieden dient, und wider die 
Stillen im Land ersinnen sie trgerische Worte.
PSA 35:21 Sie rissen ihr Maul weit auf wider mich, riefen: Ha, ha! Wir 
haben's mit eigenem Auge gesehen!
PSA 35:22 Du hast's gesehen, Jahwe; schweige nicht! Herr, sei nicht fern 
von mir!
PSA 35:23 Wache auf, ja erwache, mir Recht zu schaffen, mein Gott und 
Herr, meine Sache zu fhren!
PSA 35:24 Schaffe mir Recht nach deiner Gerechtigkeit, Jahwe, mein Gott, 
und la sie sich nicht ber mich freuen!
PSA 35:25 La sie nicht in ihrem Herzen sprechen: Ha, unsere Mordlust! La 
sie nicht sprechen: Wir haben ihn zu Grunde gerichtet!
PSA 35:26 La sie insgesamt beschmt und enttuscht werden, die sich ber 
mein Unglck freuen, in Scham und Schande sich hllen, die wider mich gro 
thun.
PSA 35:27 La jubeln und sich freuen, die Gerechtigkeit fr mich wollen; 
la sie allezeit sprechen: Gro ist Jahwe, der das Heil seines Knechtes 
will!
PSA 35:28 Und meine Zunge soll deine Gerechtigkeit preisen, alle Zeit 
deinen Ruhm.
PSA 36:1 Dem Musikmeister. Vom Knechte Jahwes, von David.
PSA 36:2 Eine Eingebung der Snde wird dem Gottlosen im Innern seines 
Herzens zu teil; es giebt vor seinen Augen keinen Schrecken Gottes.
PSA 36:3 Denn sie hat sanft gegen ihn gethan in seinen Augen, da seine 
Verschuldung kund werde, und ihn Ha treffe.
PSA 36:4 Die Worte seines Mundes sind Frevel und Trug; er hat's 
aufgegeben, klug zu sein, gut zu handeln.
PSA 36:5 Frevel sinnt er auf seinem Lager; er tritt auf einen unguten Weg, 
Bses verabscheut er nicht.
PSA 36:6 Jahwe, bis an den Himmel reicht deine Gnade, deine Treue bis zu 
den Wolken.
PSA 36:7 Deine Gerechtigkeit ist wie die Berge Gottes, deine Gerichte wie 
die groe Flut; Menschen und Vieh hilfst du, Jahwe.
PSA 36:8 Wie kstlich ist deine Gnade, o Gott! Die Menschenkinder bergen 
sich im Schatten deiner Flgel.
PSA 36:9 Sie laben sich vom Fette deines Hauses, und mit dem Bache deiner 
Wonnen trnkst du sie.
PSA 36:10 Denn bei dir ist die Quelle des Lebens; in deinem Lichte schauen 
wir Licht!
PSA 36:11 La deine Gnade fortwhren denen, die dich kennen, und deine 
Gerechtigkeit denen, die redliches Herzens sind.
PSA 36:12 La nicht den Fu des bermuts ber mich kommen, noch die Hand 
der Gottlosen mich in die Irre jagen!
PSA 36:13 Daselbst fielen die belthter, wurden umgestoen und vermochten 
sich nicht wieder zu erheben.
PSA 37:1 Von David. Erhitze dich nicht ber die Bsewichter, ereifere dich 
nicht ber die, welche Frevel verben.
PSA 37:2 Denn wie das Gras werden sie schnell abgeschnitten und wie das 
grne Kraut verwelken sie.
PSA 37:3 Vertraue auf Jahwe und thue Gutes, bewohne das Land und pflege 
Redlichkeit:
PSA 37:4 so wirst du an Jahwe deine Wonne haben, und er wird dir geben, 
was dein Herz wnscht.
PSA 37:5 Stelle Jahwe dein Geschick anheim und vertraue auf ihn, so wird 
er es machen
PSA 37:6 und wird deine Gerechtigkeit aufgehen lassen wie das Morgenlicht 
und dein Recht wie die Mittagshelle.
PSA 37:7 Sei still vor Jahwe und harre auf ihn; erhitze dich nicht ber 
den, der seine Unternehmungen glcklich hinausfhrt, ber einen, der Rnke 
bt.
PSA 37:8 Stehe ab vom Zorn und la den Groll fahren; erhitze dich nicht, 
es fhrt nur zum Bsesthun.
PSA 37:9 Denn die Bsewichter werden ausgerottet werden, aber die auf 
Jahwe harren, die werden das Land in Besitz nehmen.
PSA 37:10 Nur noch ein Weilchen, so ist der Gottlose nicht mehr, und 
achtest du auf seine Wohnsttte, so ist er nicht mehr da.
PSA 37:11 Aber die Elenden werden das Land in Besitz nehmen und an einer 
Flle von Heil ihre Wonne haben.
PSA 37:12 Der Gottlose sinnt Unheil gegen den Frommen und knirscht wider 
ihn mit den Zhnen.
PSA 37:13 Der Herr lacht seiner, denn er hat lngst gesehen, da sein Tag 
kommen wird.
PSA 37:14 Die Gottlosen haben das Schwert gezckt und ihren Bogen 
gespannt, um den Elenden und Armen zu fllen, um redlich Wandelnde 
hinzuschlachten.
PSA 37:15 Ihr Schwert wird ihnen ins eigene Herz dringen, und ihre Bogen 
werden zerbrochen werden.
PSA 37:16 Das Wenige, was der Fromme hat, ist besser, als der Reichtum 
vieler Gottlosen.
PSA 37:17 Denn die Arme der Gottlosen werden zerbrochen, aber die Frommen 
sttzt Jahwe.
PSA 37:18 Jahwe kennt die Lebenstage der Redlichen, und ihr Besitz wird 
immerdar bestehn.
PSA 37:19 Sie werden in bser Zeit nicht zu Schanden werden und in den 
Tagen der Hungersnot sich sttigen.
PSA 37:20 Denn die Gottlosen gehen zu Grunde, und die Feinde Jahwes sind 
wie die Pracht der Auen: sie schwinden dahin, wie der Rauch, schwinden 
dahin.
PSA 37:21 Der Gottlose borgt und bezahlt nicht, aber der Fromme ist 
mildthtig und giebt.
PSA 37:22 Denn die von ihm Gesegneten werden das Land in Besitz nehmen, 
und die von ihm Verfluchten werden ausgerottet.
PSA 37:23 Von Jahwe aus werden eines Mannes Schritte gefestigt, wenn er an 
seinem Wandel Gefallen hat.
PSA 37:24 Fllt er, so wird er nicht hingestreckt, denn Jahwe sttzt seine 
Hand.
PSA 37:25 Ich bin jung gewesen und bin alt geworden und habe nie einen 
Frommen verlassen gesehen oder seine Nachkommen nach Brot gehn.
PSA 37:26 Alle Zeit ist er mildthtig und leiht, und seine Nachkommen 
werden zum Segen.
PSA 37:27 Halte dich fern vom Bsen und thue Gutes, so wirst du immerdar 
wohnen bleiben.
PSA 37:28 Denn Jahwe liebt das Recht und verlt seine Frommen nimmermehr. 
Die Ungerechten werden vertilgt, und die Nachkommen der Gottlosen 
ausgerottet.
PSA 37:29 Die Frommen werden das Land in Besitz nehmen und fr immer darin 
wohnen.
PSA 37:30 Der Mund des Frommen spricht Weisheit, und seine Zunge redet 
Recht.
PSA 37:31 Das Gesetz seines Gottes ist in seinem Herzen; seine Schritte 
wanken nicht.
PSA 37:32 Der Gottlose lauert auf den Frommen und trachtet darnach, ihn zu 
tten.
PSA 37:33 Jahwe berliefert ihn nicht in seine Gewalt und lt ihn nicht 
verdammen, wenn mit ihm gerechtet wird.
PSA 37:34 Harre auf Jahwe und halte seinen Weg ein, so wird er dich 
erhhen, da du das Land in Besitz nehmest; die Ausrottung der Gottlosen 
wirst du mit ansehn.
PSA 37:35 Ich sah einen Gottlosen trotzig sich geberdend und sich 
spreizend wie die Cedern des Libanon.
PSA 37:36 Als ich aber nachmals vorberging, da war er nicht mehr da; ich 
suchte ihn, aber er war nicht zu finden.
PSA 37:37 Habe acht auf den Rechtschaffenen und sieh an den Redlichen, da 
dem Manne des Friedens Nachkommenschaft zu teil wird.
PSA 37:38 Aber die Abtrnnigen werden insgesamt vertilgt; die 
Nachkommenschaft der Gottlosen wird ausgerottet.
PSA 37:39 Die Hilfe fr die Frommen kommt von Jahwe, ihrer Schutzwehr in 
der Zeit der Not.
PSA 37:40 Und Jahwe hilft ihnen und errettet sie; er errettet sie von den 
Gottlosen und steht ihnen bei, weil sie bei ihm Zuflucht suchten.
PSA 38:1 Ein Psalm Davids, um in Erinnerung zu bringen.
PSA 38:2 Jahwe, nicht in deinem Zorne strafe mich und nicht in deinem 
Grimme zchtige mich!
PSA 38:3 Denn deine Pfeile haben sich in mich herabgesenkt, und deine Hand 
fuhr herab auf mich.
PSA 38:4 An meinem Leibe blieb nichts unversehrt infolge deines Grimms, 
nichts heil an meinen Gebeinen infolge meiner Snde.
PSA 38:5 Denn meine Verschuldungen gehen ber mein Haupt; wie eine schwere 
Last sind sie mir zu schwer.
PSA 38:6 Es stinken, es eitern meine Beulen infolge meiner Thorheit.
PSA 38:7 Ich bin beraus gekrmmt, gebeugt; immerfort gehe ich trauernd 
einher.
PSA 38:8 Denn meine Lenden sind voll Brand, und an meinem Leibe blieb 
nichts unversehrt.
PSA 38:9 Ich bin beraus erstarrt und zerschlagen; ich sthne lauter, als 
ein Lwe brllt.
PSA 38:10 O Herr, all' mein Begehren ist dir offenbar, und mein Seufzen 
ist dir nicht verborgen.
PSA 38:11 Mein Herz pocht heftig, meine Kraft hat mich verlassen; selbst 
meiner Augen Licht ist nicht bei mir.
PSA 38:12 Die mich liebten und mir freund waren, treten abseits bei meiner 
Pein, und die mir nahe standen, halten sich fern.
PSA 38:13 Und die mir nach dem Leben trachten, legten Schlingen, und die 
mein Unglck suchen, beschlossen Verderben und sinnen immerfort auf Trug.
PSA 38:14 Ich aber, gleich einem Tauben, hre nicht und bin wie ein 
Stummer, der seinen Mund nicht aufthut.
PSA 38:15 Ich ward wie einer, der nicht hrt, in dessen Munde keine 
Widerrede ist.
PSA 38:16 Denn auf dich, Jahwe, habe ich geharrt; du wirst erhren, Herr, 
mein Gott.
PSA 38:17 Denn ich spreche: da sie nur nicht ber mich frohlocken! Da 
mein Fu wankte, thaten sie gro wider mich.
PSA 38:18 Denn ich bin des Hinfallens gewrtig, und mein Schmerz verlt 
mich nie.
PSA 38:19 Denn meine Schuld mu ich bekennen, grme mich wegen meiner 
Snde.
PSA 38:20 Aber zahlreich sind, die mich ohne Ursache anfeinden, und viel 
sind derer, die mich grundlos hassen.
PSA 38:21 Indem sie mir Gutes mit Bsem vergelten, befehden sie mich, 
dafr, da ich dem Guten nachjage.
PSA 38:22 Verla mich nicht, Jahwe; mein Gott, sei nicht fern von mir!
PSA 38:23 Eile mir zu Hilfe, Herr, mein Heil!
PSA 39:1 Dem Musikmeister, von Jeduthun. Ein Psalm Davids.
PSA 39:2 Ich sprach: Ich will auf meine Wege acht haben, da ich nicht mit 
meiner Zunge sndige. Ich will meinem Mund einen Zaum anlegen, so lange 
der Gottlose in meiner Gegenwart ist.
PSA 39:3 Ich verstummte, hielt mich still; ich schwieg alles Glckes bar, 
aber mein Schmerz ward aufgeregt.
PSA 39:4 Mein Herz entbrannte in meinem Inneren, durch mein Nachsinnen 
wurde ein Feuer in mir angefacht; ich redete mit meiner Zunge.
PSA 39:5 Jahwe, thue mir mein Ende kund, und welches das Ma meiner Tage 
sein wird; la mich erkennen, von welcher kurzen Lebenszeit ich bin.
PSA 39:6 Frwahr, etliche Handbreiten lang hast du meine Tage gemacht, und 
meine Lebenszeit ist wie nichts vor dir. Nur ein Hauch ist jeder Mensch, 
wie fest er stehe. Sela.
PSA 39:7 Nur als ein Schattenbild geht der Mensch einher, um ein Nichts 
lrmen sie. Man huft Schtze auf und wei nicht, wer sie einheimst.
PSA 39:8 Und nun, worauf harre ich, Herr? Mein Hoffen steht allein auf 
dich!
PSA 39:9 Errette mich von allen meinen bertretungen; mache mich nicht zum 
Hohne des Thoren.
PSA 39:10 Ich bin verstummt, thue meinen Mund nicht auf, denn du hast es 
gethan.
PSA 39:11 Nimm deine Plage von mir; durch den Angriff deiner Hand bin ich 
dahingeschwunden.
PSA 39:12 Mit Strafen um seiner Verschuldung willen zchtigst du den 
Menschen und machst, da sein Kstlichstes wie eine Motte zergeht. Nur ein 
Hauch ist jeder Mensch. Sela.
PSA 39:13 Hre mein Gebet, Jahwe, und vernimm mein Schreien! Zu meinen 
Thrnen schweige nicht! Denn ein Gast bin ich bei dir, ein Beisasse, wie 
alle meine Vter.
PSA 39:14 Blicke hinweg von mir, da ich mich erheitere, bevor ich hingehe 
und nicht mehr bin!
PSA 40:1 Dem Musikmeister. Von David. Ein Psalm.
PSA 40:2 Sehnschtig habe ich auf Jahwe geharrt; da neigte er sich zu mir 
und hrte mein Schreien.
PSA 40:3 Er zog mich heraus aus der verderblichen Grube, aus dem kotigen 
Schlamm, und stellte meine Fe auf einen Felsen, machte meine Tritte fest.
PSA 40:4 Er legte mir ein neues Lied in den Mund, einen Lobgesang fr 
unsern Gott. Viele sehen es und frchten sich und vertrauen auf Jahwe.
PSA 40:5 Wohl dem Manne, der Jahwe zum Gegenstande seines Vertrauens 
gemacht und sich nicht zu den Trotzigen und zu denen, die zur Lge 
abfielen, gewendet hat!
PSA 40:6 Zahlreich sind deine Wunder und deine Plne, die du, Jahwe, mein 
Gott, fr uns ausgefhrt hast. Nichts ist dir zu vergleichen! Wollte ich 
von ihnen verknden und reden, so sind ihrer zu viel, als da ich sie 
aufzhlen knnte.
PSA 40:7 Schlachtopfer und Speisopfer gefallen dir nicht - Ohren hast du 
mir gegraben; Brandopfer und Sndopfer begehrst du nicht.
PSA 40:8 Da sprach ich: Siehe, ich komme; in der Buchrolle ist mir 
Vorschrift gegeben.
PSA 40:9 Deinen Willen zu thun, mein Gott, ist mir eine Lust, und dein 
Gesetz ist in meinem Innern.
PSA 40:10 Ich verknde deine Gerechtigkeit in groer Versammlung; frwahr, 
meinen Lippen that ich nicht Einhalt - Jahwe, du weit es!
PSA 40:11 Deine Gerechtigkeit verbarg ich nicht in meinem Herzen, redete 
von deiner Verlssigkeit und deiner Hilfe, verhehlte deine Gnade und Treue 
der groen Versammlung nicht.
PSA 40:12 Du, Jahwe, wirst deinem Erbarmen gegen mich keinen Einhalt thun, 
deine Gnade und Treue werden mich immerdar behten.
PSA 40:13 Denn Leiden ohne Zahl haben mich umringt; meine Verschuldungen 
haben mich eingeholt, da ich nicht mehr sehen kann. Sie sind zahlreicher, 
als die Haare auf meinem Haupt, und mein Mut hat mich verlassen.
PSA 40:14 La dir's gefallen, Jahwe, mich zu retten; Jahwe, eile mir zu 
Hilfe!
PSA 40:15 La sie insgesamt beschmt und enttuscht werden, die mir nach 
dem Leben trachten, es hinwegzuraffen; la zurckweichen und zu Schanden 
werden, die mein Unglck wollen.
PSA 40:16 Erstarren mgen ob ihrer Schande, die da rufen: Ha, ha!
PSA 40:17 La jubeln und sich freuen ber dich alle, die dich suchen; 
mgen immerdar rufen: Gro ist Jahwe! die nach deinem Heil verlangen.
PSA 40:18 Bin ich auch elend und arm, der Herr wird fr mich sorgen. Meine 
Hilfe und mein Retter bist du; mein Gott, sume nicht!
PSA 41:1 Dem Musikmeister. Ein Psalm Davids.
PSA 41:2 Wohl dem, der auf den Geringen achtet; am Unglckstage wird ihn 
Jahwe erretten.
PSA 41:3 Jahwe wird ihn behten und am Leben erhalten; er wird beglckt 
werden im Lande, und der Wut seiner Feinde wirst du ihn nicht preisgeben.
PSA 41:4 Jahwe wird ihn auf dem Siechbette sttzen; sein ganzes Lager 
wandelst du bei seiner Krankheit.
PSA 41:5 Ich sprach: Jahwe sei mir gndig! heile meine Seele, denn ich 
habe gegen dich gesndigt.
PSA 41:6 Meine Feinde reden Schlimmes ber mich: Wann wird er sterben und 
sein Name verschwinden?
PSA 41:7 Und kommt einer, mich zu besuchen, so redet er Falschheit; sein 
Herz sammelt Bosheit an: er geht hinaus, redet wider mich.
PSA 41:8 Alle, die mich hassen, flstern zusammen ber mich, ersinnen 
Unheil fr mich.
PSA 41:9 Heilloses haftet ihm an, und wer sich einmal gelegt hat, der 
steht nicht wieder auf!
PSA 41:10 Auch der, mit dem ich in Frieden lebte, auf den ich vertraute, 
der mein Brot a, hat die Ferse wider mich erhoben.
PSA 41:11 Du aber, Jahwe, sei mir gndig und richte mich wieder auf, damit 
ich ihnen vergelte!
PSA 41:12 Daran erkenne ich, da du Wohlgefallen an mir hast, da mein 
Feind nicht ber mich jauchzen wird.
PSA 41:13 Infolge meiner Redlichkeit hieltest du mich aufrecht und 
stelltest mich immerdar vor dein Angesicht.
PSA 41:14 Gepriesen sei Jahwe, der Gott Israels, von Ewigkeit zu Ewigkeit. 
Amen, Amen.
PSA 42:1 Dem Musikmeister. Ein Maskil von den Korachiten.
PSA 42:2 Wie eine Hirschkuh, die da lechzt nach Wasserbchen, so lechzt 
meine Seele nach dir, o Gott.
PSA 42:3 Meine Seele drstet nach Gott, dem lebendigen Gott: wann werde 
ich hingelangen und erscheinen vor Gottes Angesicht?
PSA 42:4 Meine Thrnen wurden meine Speise Tag und Nacht, da sie immerfort 
zu mir sagten: Wo ist nun dein Gott?
PSA 42:5 Daran will ich gedenken und ausschtten mein Herz in mir, wie ich 
dahinzog im Gedrnge, sie leitete zum Hause Gottes unter lautem Jubel und 
Dank, eine festliche Menge.
PSA 42:6 Was bist du gebeugt, meine Seele, und tobst in mir? Harre auf 
Gott! Denn noch werde ich ihn preisen als Hilfe fr mich und als meinen 
Gott.
PSA 42:7 Meine Seele ist gebeugt in mir; darum gedenke ich deiner vom 
Jordanland und den Hermonbergen her, vom kleinen Berge.
PSA 42:8 Eine Flut ruft der andern beim Rauschen deiner Wasserflle; alle 
deine Wogen und Wellen gingen ber mich.
PSA 42:9 Am Tage entbietet Jahwe seine Gnade, und des Nachts gilt ihm mein 
Lied, ein Gebet zum Gotte meines Lebens.
PSA 42:10 Ich spreche zu Gott, der mein Fels ist: Warum hast du meiner 
vergessen? Warum mu ich trauernd einhergehen ob der Bedrckung durch 
Feinde?
PSA 42:11 Wie Wurmfra in meinen Gebeinen verhhnten mich meine Bedrnger, 
da sie immerfort zu mir sagten: Wo ist nun dein Gott?
PSA 42:12 Was bist du gebeugt, meine Seele, und tobst in mir? Harre auf 
Gott! Denn noch werde ich ihn preisen als Hilfe fr mich und als meinen 
Gott.
PSA 43:1 Schaffe mir Recht, o Gott, und fhre meine Sache gegen das 
lieblose Volk; von den falschen und frevelhaften Leuten errette mich!
PSA 43:2 Denn du bist der Gott, der meine Schutzwehr ist. Warum hast du 
mich verworfen? Warum mu ich trauernd einhergehen ob der Bedrckung durch 
Feinde?
PSA 43:3 Sende dein Licht und deine Wahrheit! Die sollen mich fhren, 
sollen mich hinbringen zu deinem heiligen Berg und zu deiner Wohnung,
PSA 43:4 da ich eingehe zum Altare Gottes, zum Gott meiner jubelnden 
Freude, und dich preise auf der Zither, Gott, mein Gott!
PSA 43:5 Was bist du gebeugt, meine Seele, und tobst in mir? Harre auf 
Gott! Denn noch werde ich ihn preisen als Hilfe fr mich und als meinen 
Gott!
PSA 44:1 Dem Musikmeister. Von den Korachiten, ein Maskil.
PSA 44:2 Gott, mit unseren Ohren haben wir gehrt, unsere Vter haben uns 
erzhlt: Ein groes Werk hast du in ihren Tagen ausgefhrt, in den Tagen 
der Vorzeit.
PSA 44:3 Mit deiner Hand vertriebst du Vlker und pflanztest sie ein; du 
behandeltest Nationen bel, aber sie breitetest du aus.
PSA 44:4 Denn nicht durch ihr Schwert haben sie das Land in Besitz 
genommen und nicht ihr Arm schaffte ihnen Sieg, sondern deine Rechte und 
dein Arm und das Licht deines Angesichts, denn du hattest an ihnen 
Wohlgefallen.
PSA 44:5 Du bist ja mein Knig, o Gott: entbiete Hilfe fr Jakob!
PSA 44:6 Durch dich stoen wir unsere Bedrnger nieder und durch deinen 
Namen zertreten wir unsere Widersacher.
PSA 44:7 Denn ich verlasse mich nicht auf meinen Bogen, und mein Schwert 
schafft mir nicht Sieg.
PSA 44:8 Sondern du schaffst uns Sieg ber unsere Bedrnger und machst zu 
Schanden, die uns hassen.
PSA 44:9 Gottes rhmten wir uns allezeit und preisen immerdar deinen 
Namen. Sela.
PSA 44:10 Und doch hast du uns verworfen und lieest uns in Schmach fallen 
und ziehst nicht mehr aus mit unseren Heeren.
PSA 44:11 Du lssest uns zurckweichen vor dem Bedrnger, und die uns 
hassen, haben sich Beute gemacht.
PSA 44:12 Du gabst uns hin wie Schafe zum Verzehren und zerstreutest uns 
unter die Heiden.
PSA 44:13 Du verkauftest dein Volk um ein Spottgeld und gewannst nichts 
durch ihren Kaufpreis.
PSA 44:14 Du machst uns zur Schmach bei unseren Nachbarn, zum Spott und 
Hohn bei unserer Umgebung.
PSA 44:15 Du machst uns zum Sprichwort unter den Heiden, und da die 
Vlker ber uns den Kopf schtteln.
PSA 44:16 Meine Schmach steht mir immerfort vor Augen, und die Schande, 
die mir widerfahren, bedeckt mich,
PSA 44:17 da ich die Schnder und Lsterer hren und die Feinde und 
Rachgierigen sehen mu.
PSA 44:18 Dies alles ist ber uns gekommen, obschon wir deiner nicht 
vergessen, noch deinem Bunde die Treue gebrochen hatten.
PSA 44:19 Unser Herz ist nicht zurckgewichen, noch bog unser Schritt ab 
von deinem Pfade,
PSA 44:20 da du uns an der Sttte der Schakale zermalmt und uns mit 
Finsternis bedeckt hast.
PSA 44:21 Wenn wir des Namens unseres Gottes vergessen und unsere Hnde 
ausgestreckt htten zu einem fremden Gotte,
PSA 44:22 wrde Gott das nicht erforschen? Er kennt ja die Geheimnisse des 
Herzens!
PSA 44:23 Nein, um deinetwillen werden wir immerfort dahingewrgt, werden 
geachtet wie Schlachtschafe!
PSA 44:24 Wache auf! Warum schlfst du, Herr? Erwache, verwirf nicht fr 
immer!
PSA 44:25 Warum verbirgst du dein Antlitz, vergissest unseres Elends und 
unserer Drangsal?
PSA 44:26 Denn unsere Seele ist bis zum Staube gebeugt, es klebt am Boden 
unser Leib.
PSA 44:27 Mache dich auf, uns zu helfen, und erlse uns um deiner Gnade 
willen!
PSA 45:1 Dem Musikmeister, nach Lilien, von den Korachiten. Ein Maskil, 
ein Lied der Liebe.
PSA 45:2 Mein Herz wallt ber von lieblicher Rede; ich spreche: Mein Werk 
gilt einem Knige! Meine Zunge ist der Griffel eines gewandten Schreibers.
PSA 45:3 Du bist schn, wie sonst keiner unter den Menschen; Holdseligkeit 
ist ber deine Lippen ausgegossen. Darum hat dich Gott fr immer gesegnet.
PSA 45:4 Grte dein Schwert um die Hfte, du Held, deinen Glanz und deine 
Hoheit!
PSA 45:5 Dringe durch, fahre einher fr Wahrheit, Frmmigkeit und 
Gerechtigkeit, und deine Rechte lehre dich furchtbare Thaten!
PSA 45:6 Deine Pfeile sind scharf: Vlker fallen unter dir; vernichtet 
sind die Feinde des Knigs.
PSA 45:7 Dein Thron, o Gott, whrt immer und ewig, ein gerechtes Scepter 
ist das Scepter deines Knigtums.
PSA 45:8 Du liebst Gerechtigkeit und hassest Frevel; darum hat dich Gott, 
dein Gott, mit Freudenl gesalbt, wie keinen deiner Genossen.
PSA 45:9 Wie aus Balsam, Aloe, Kassia sind alle deine Gewnder, aus 
Elfenbein-Palsten erfreut dich Saitenspiel.
PSA 45:10 Knigstchter sind unter deinen Geliebten; die Gemahlin steht zu 
deiner Rechten in Ophirgold.
PSA 45:11 Hre, Tochter, und sieh und neige dein Ohr und vergi dein Volk 
und dein Vaterhaus.
PSA 45:12 Und wenn der Knig deiner Schne begehrt - denn er ist dein Herr 
-, so huldige ihm!
PSA 45:13 Und die Bewohnerschaft von Tyrus wird sich mit Geschenken um 
deine Gunst bemhn, die Reichsten des Volks.
PSA 45:14 Ganz Pracht ist die Knigstochter drinnen, aus Goldwirkerei 
besteht ihr Gewand.
PSA 45:15 In gestickten Kleidern wird sie zum Knige geleitet; Jungfrauen 
hinter ihr her, ihre Gespielinnen, werden zu dir gebracht.
PSA 45:16 Unter Freude und Jubel werden sie herzugefhrt, treten ein in 
des Knigs Palast.
PSA 45:17 An deiner Vter Stelle werden deine Shne treten; du wirst sie 
berall im Lande zu Frsten setzen.
PSA 45:18 Ich will machen, da alle kommenden Geschlechter deines Namens 
gedenken; darum werden die Vlker dich immer und ewig preisen.
PSA 46:1 Dem Musikmeister. Von den Korachiten, nach Jungfrauenweise, ein 
Lied.
PSA 46:2 Gott ist uns Zuflucht und Strke, als mchtige Hilfe in Nten 
erfunden.
PSA 46:3 Darum frchten wir uns nicht, wenn gleich die Erde wiche, und die 
Berge wankten und mitten ins Meer strzten.
PSA 46:4 Mgen seine Wasser toben und schumen, mgen von seinem Ungestm 
die Berge erbeben: Jahwe der Heerscharen ist mit uns, eine Burg fr uns 
der Gott Jakobs. Sela.
PSA 46:5 Ein Strom ist, dessen Arme erfreuen die Stadt Gottes, die heilige 
Wohnung des Hchsten.
PSA 46:6 Gott ist in ihrer Mitte, sie wird nicht wanken; Gott hilft ihr, 
wenn der Morgen anbricht.
PSA 46:7 Es tobten Vlker, es wankten Knigreiche: Er lie seine Stimme 
erschallen, es zerschmolz die Erde.
PSA 46:8 Jahwe der Heerscharen ist mit uns, eine Burg fr uns der Gott 
Jakobs. Sela.
PSA 46:9 Kommt, schaut die Thaten Jahwes, der Entsetzen auf Erden 
angerichtet hat;
PSA 46:10 der den Kriegen steuert bis ans Ende der Erde, Bogen zerbricht 
und Spiee zerhaut, Wagen mit Feuer verbrennt.
PSA 46:11 Lat ab und erkennt, da ich Gott bin; erhaben bin ich unter den 
Vlkern, erhaben auf Erden!
PSA 46:12 Jahwe der Heerscharen ist mit uns, eine Burg fr uns der Gott 
Jakobs. Sela.
PSA 47:1 Dem Musikmeister. Von den Korachiten. Ein Psalm.
PSA 47:2 Ihr Vlker alle, klatscht in die Hnde, jauchzt mit lautem Jubel 
Gotte zu!
PSA 47:3 Denn Jahwe, der Hchste, ist furchtbar, ein groer Knig ber die 
ganze Erde.
PSA 47:4 Er zwang Vlker unter uns und Nationen unter unsere Fe.
PSA 47:5 Er whlte uns unseren Erbbesitz aus, den Stolz Jakobs, den er 
liebgewonnen. Sela.
PSA 47:6 Gott ist aufgefahren mit Jauchzen, Jahwe mit Posaunenschall.
PSA 47:7 Lobsinget Gotte, lobsinget; lobsinget unserem Knige, lobsinget!
PSA 47:8 Denn Gott ist Knig ber die ganze Erde; singt ein Lied!
PSA 47:9 Gott ist Knig ber die Heiden geworden; Gott hat sich auf seinen 
heiligen Thron gesetzt.
PSA 47:10 Die Edlen der Vlker haben sich versammelt, ein Volk des Gottes 
Abrahams. Denn Gotte gehren die Schilde der Erde; er ist hoch erhaben.
PSA 48:1 Ein Lied. Ein Psalm. Von den Korachiten.
PSA 48:2 Gro ist Jahwe und hoch zu preisen in der Stadt unseres Gottes, 
auf seinem heiligen Berge.
PSA 48:3 Lieblich erhebt sich, die Freude der ganzen Erde ist der 
Zionberg, im uersten Norden die Stadt des groen Knigs.
PSA 48:4 Gott hat sich in ihren Palsten als eine Schutzwehr kund gethan.
PSA 48:5 Denn frwahr, die Knige versammelten sich, zogen miteinander 
heran.
PSA 48:6 Sobald sie sahen, erstaunten sie; sie wurden bestrzt, sind 
angstvoll entflohn.
PSA 48:7 Beben ergriff sie daselbst, Zittern wie eine Gebrende.
PSA 48:8 Durch den Ostwind zerschmetterst du Tarsis-Schiffe.
PSA 48:9 Wie wir's gehrt haben, also haben wir's gesehen in der Stadt 
Jahwes der Heerscharen, in der Stadt unseres Gottes: Gott lt sie ewig 
feststehn! Sela.
PSA 48:10 Wir bedenken, o Gott, deine Gnade drinnen in deinem Tempel.
PSA 48:11 Wie dein Name, o Gott, so erschallt auch dein Lobpreis bis an 
die Enden der Erde; deine Rechte ist voll von Gerechtigkeit.
PSA 48:12 Der Zionberg freut sich, die Tchter Judas frohlocken um deiner 
Gerichte willen.
PSA 48:13 Umgehet Zion, umwandelt sie ringsum, zhlt ihre Trme,
PSA 48:14 Richtet euer Augenmerk auf ihren Wall, durchschreitet ihre 
Palste, damit ihr dem knftigen Geschlecht erzhlt,
PSA 48:15 da dieses Gott, unser Gott, ist; er wird uns fhren immer und 
ewig.
PSA 49:1 Dem Musikmeister. Von den Korachiten. Ein Psalm.
PSA 49:2 Hrt dieses, alle Vlker; merkt auf, alle Bewohner der Welt,
PSA 49:3 ihr Menschenkinder insgesamt, sowohl reich als arm!
PSA 49:4 Mein Mund soll Weisheit reden, und was mein Herz sinnt, ist 
Einsicht.
PSA 49:5 Ich will mein Ohr einem Spruche neigen, bei Zitherklang mein 
Rtsel offenbaren:
PSA 49:6 Warum soll ich mich frchten in bsen Tagen, wenn mich die Schuld 
meiner Verfolger umgiebt,
PSA 49:7 die sich auf ihr Gut verlassen und sich mit der Gre ihres 
Reichtums brsten?
PSA 49:8 Niemand vermag einen Bruder vom Tode loszukaufen und Gotte das 
Lsegeld fr ihn zu erlegen
PSA 49:9 - wrde doch der Kaufpreis fr ihr Leben zu kostbar sein, so da 
er fr immer davon abstehen mu -PSA 49:10 damit er fr immer fortlebe, 
die Grube nicht zu sehen bekomme.
PSA 49:11 Vielmehr sieht er: Weise sterben; Thoren und Dumme kommen 
miteinander um und hinterlassen anderen ihr Gut.
PSA 49:12 Grber sind ihre Behausungen fr immer, ihre Wohnungen fr alle 
Zukunft, haben sie auch nach ihren Namen ganze Lnder benannt.
PSA 49:13 Und der Mensch in Herrlichkeit hat nicht Bestand, wird gleich 
dem Vieh: sie werden stumm gemacht.
PSA 49:14 Das ist das Schicksal der Zuversichtlichen und derer, die hinter 
ihnen drein an ihrem Munde Gefallen haben. Sela.
PSA 49:15 Wie Schafe sinken sie hinab in die Unterwelt, der Tod weidet 
sie, so da am Morgen die Frommen ber sie herrschen. Und ihre Gestalt ist 
zum Verzehren bestimmt; die Unterwelt wird ihr zur Wohnung.
PSA 49:16 Aber Gott wird meine Seele aus der Gewalt der Unterwelt erlsen; 
denn er wird mich aufnehmen. Sela.
PSA 49:17 Sei getrost, wenn einer reich wird, wenn sich die Herrlichkeit 
seines Hauses mehrt;
PSA 49:18 denn wenn er stirbt, nimmt er nichts von alledem mit, und seine 
Herrlichkeit fhrt ihm nicht nach,
PSA 49:19 mochte man ihn auch preisen bei seinen Lebzeiten, und mag man 
dich loben, da du dir gtlich thust.
PSA 49:20 Er geht ein zum Geschlechte seiner Vter, die nimmermehr das 
Licht erblicken.
PSA 49:21 Der Mensch in Herrlichkeit, doch ohne Verstand, wird gleich dem 
Vieh: sie werden stumm gemacht.
PSA 50:1 Ein Psalm Asaphs. Gott, Gott Jahwe, redet und ruft der Erde vom 
Aufgang der Sonne bis zu ihrem Untergang.
PSA 50:2 Aus Zion, der Krone der Schnheit, strahlt Gott auf.
PSA 50:3 Unser Gott kommt und schweigt nicht. Verzehrendes Feuer geht vor 
ihm her, und rings um ihn strmt es gewaltig.
PSA 50:4 Er ruft dem Himmel droben zu und der Erde, damit er sein Volk 
richte:
PSA 50:5 Versammelt mir meine Frommen, die den Bund mit mir beim Opfer 
schlossen!
PSA 50:6 Da verkndigte der Himmel seine Gerechtigkeit; denn Gott ist 
Richter. Sela.
PSA 50:7 Hre, mein Volk, la mich reden; Israel, la mich wider dich 
zeugen: Gott, dein Gott, bin ich!
PSA 50:8 Nicht wegen deiner Opfer will ich dich zur Rede setzen - sind 
doch deine Brandopfer bestndig vor mir!
PSA 50:9 Ich mag nicht Farren aus deinem Hause nehmen, noch Bcke aus 
deinen Hrden.
PSA 50:10 Denn mein sind alle Tiere des Waldes, das Vieh auf den Bergen 
mit ihren Tausenden.
PSA 50:11 Ich kenne alle Vgel auf den Bergen, und was sich im Gefilde 
regt, ist mir bewut.
PSA 50:12 Wenn mich hungerte, wrde ich dir's nicht sagen; denn mein ist 
der Erdkreis und was ihn fllt.
PSA 50:13 Esse ich etwa das Fleisch von Stieren oder trinke ich das Blut 
von Bcken?
PSA 50:14 Opfere Gott Dank, so wirst du dem Hchsten deine Gelbde 
bezahlen!
PSA 50:15 Und rufe mich an am Tage der Not: ich will dich erretten und du 
sollst mich preisen!
PSA 50:16 Zum Gottlosen aber spricht Gott: Was hast du meine Satzungen 
herzuzhlen und nimmst meinen Bund in deinen Mund,
PSA 50:17 whrend du doch Zucht hassest und meine Worte hinter dich 
wirfst?
PSA 50:18 Wenn du einen Dieb sahst, so liefst du mit ihm und mit 
Ehebrechern hattest du Gemeinschaft.
PSA 50:19 Du lssest deinen Mund sich frei in Bosheit ergehen, und deine 
Zunge flicht Betrug.
PSA 50:20 Du sitzest da, redest wider deinen Bruder, bringst Beschimpfung 
auf den Sohn deiner Mutter.
PSA 50:21 Solches thatest du, und ich schwieg. Da meintest du, ich sei 
ganz wie du. Aber ich will dich zur Rechenschaft ziehn und dir's vor 
Augen stellen!
PSA 50:22 Merkt doch dies, die ihr Gottes verget, da ich nicht 
hinwegraffe, ohne da jemand zu retten vermag.
PSA 50:23 Wer Dank opfert, ehrt mich, und wer unstrflich wandelt, den 
will ich seine Lust sehen lassen an Gottes Heil!
PSA 51:1 Dem Musikmeister. Ein Psalm Davids,
PSA 51:2 als der Prophet Nathan zu ihm kam, nachdem er zu Bathseba 
eingegangen war.
PSA 51:3 Gott, sei mir gndig nach deiner Huld, tilge meine Vergehungen 
nach deiner groen Barmherzigkeit!
PSA 51:4 Wasche mich grndlich von meiner Verschuldung und reinige mich 
von meiner Snde!
PSA 51:5 Denn ich kenne meine Vergehungen wohl, und meine Snde ist mir 
allezeit gegenwrtig.
PSA 51:6 An dir allein habe ich gesndigt und habe gethan, was dir 
mifllig ist, damit du Recht behaltest mit deinem Urteil.
PSA 51:7 Bin ich ja doch in Verschuldung geboren, und in Snde hat mich 
meine Mutter empfangen.
PSA 51:8 Verlangst du doch Wahrheit im Inneren, so thue mir denn im 
verborgenen Herzen Weisheit kund!
PSA 51:9 Entsndige mich mit Ysop, da ich rein werde; wasche mich, da 
ich weier werde, als Schnee.
PSA 51:10 La mich Freude und Wonne vernehmen; frohlocken mgen die 
Gebeine, die du zerschlagen hast.
PSA 51:11 Verbirg dein Angesicht vor meinen Snden und tilge alle meine 
Verschuldungen.
PSA 51:12 Schaffe mir, Gott, ein reines Herz und bringe in mich einen 
neuen, gewissen Geist.
PSA 51:13 Verwirf mich nicht von deinem Angesicht und nimm deinen heiligen 
Geist nicht von mir.
PSA 51:14 Erfreue mich wieder mit deiner Hilfe und sttze mich mit einem 
Geiste der Willigkeit.
PSA 51:15 Ich will Abtrnnige deine Wege lehren, und die Snder sollen 
sich zu dir bekehren.
PSA 51:16 Errette mich von Blutvergieen, Gott, du Gott, der mein Heil 
ist; mge meine Zunge ber deine Gerechtigkeit jubeln.
PSA 51:17 Herr, ffne mir die Lippen, damit mein Mund deinen Ruhm verknde!
PSA 51:18 Denn Schlachtopfer begehrst du nicht - sonst wollte ich sie 
geben - und an Brandopfern hast du nicht Wohlgefallen.
PSA 51:19 Die rechten Schlachtopfer fr Gott sind ein zerbrochener Geist; 
ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz wirst du, Gott, nicht verschmhen!
PSA 51:20 Thue wohl an Zion nach deiner Gnade; baue die Mauern Jerusalems!
PSA 51:21 Dann wirst du Wohlgefallen haben an rechten Opfern, an 
Brandopfer und Ganzopfer; dann wird man Farren auf deinen Altar bringen.
PSA 52:1 Dem Musikmeister. Ein Maskil von David,
PSA 52:2 als der Edomiter Doeg kam und Saul meldete und zu ihm sprach: 
David ist ins Haus Ahimelechs gekommen.
PSA 52:3 Was rhmst du dich der Bosheit, du Tyrann? Die Gnade Gottes whrt 
allezeit!
PSA 52:4 Deine Zunge sinnt Verderben wie ein scharfes Schermesser, du 
Arglist Verbender!
PSA 52:5 Du willst lieber Bses, als Gutes, redest lieber Lgen, als 
Wahrheit. Sela.
PSA 52:6 Du willst nur verderbliche Reden, nur trgerische Zunge.
PSA 52:7 So wird dich Gott auch fr immer zertrmmern, dich wegraffen und 
aus dem Zelte reien und dich auswurzeln aus dem Lande der Lebendigen. 
Sela.
PSA 52:8 Die Frommen aber werden es sehen und sich frchten und werden 
ber ihn lachen:
PSA 52:9 Das ist der Mann, der Gott nicht zu seiner Schutzwehr machte, 
sondern sich auf seinen groen Reichtum verlie und auf seine Schtze 
trotzte!
PSA 52:10 Ich aber bin wie ein grnender lbaum im Hause Gottes, verlasse 
mich auf Gottes Gnade immer und ewig.
PSA 52:11 Ich will dich immerdar preisen, da du es gethan hast, will 
angesichts deiner Frommen verkndigen, da dein Name so gtig ist.
PSA 53:1 Dem Musikmeister nach Machalath. Ein Maskil von David.
PSA 53:2 Es sprach der Thor in seinem Herzen: Es ist kein Gott! Verderbt 
handelten, abscheulich frevelten sie; da war keiner, der Gutes that.
PSA 53:3 Gott blickte vom Himmel herab auf die Menschenkinder, um zu 
sehen, ob es einen Klugen gebe, einen, der nach Gott frage.
PSA 53:4 Sie waren alle abtrnnig geworden, insgesamt zeigten sie sich 
verdorben; da war keiner, der Gutes that - auch nicht einer!
PSA 53:5 Haben's denn nicht erfahren die belthter, die mein Volk 
verzehrten, wie man Brot verzehrt, Gott nicht anriefen?
PSA 53:6 Daselbst erbebten sie, erbebten, wo kein Grund zum Erbeben war; 
denn Gott verstreute die Gebeine dessen, der sich wider dich gelagert 
hatte: du machtest sie zu Schanden, denn Gott hatte sie verworfen.
PSA 53:7 Ach, da doch vom Zion die Hilfe fr Israel kme! Wenn Gott das 
Geschick seines Volkes wendet, wird Jakob frohlocken, Israel frhlich sein.
PSA 54:1 Dem Musikmeister, mit Saitenspiel, ein Maskil von David,
PSA 54:2 als die Siphiter kamen und zu Saul sprachen: Weit du wohl, da 
sich David bei uns verborgen hlt?
PSA 54:3 Hilf mir, o Gott, durch deinen Namen und fhre meine Sache durch 
deine Strke! Hre, o Gott, mein Gebet, vernimm die Worte meines Mundes.
PSA 54:4 Denn Vermessene haben sich wider mich erhoben und Gewaltthtige 
trachten mir nach dem Leben; sie haben sich Gott nicht vor Augen gestellt. 
Sela.
PSA 54:5 Frwahr, Gott ist mein Helfer; der Herr ist's, der meine Seele 
sttzt!
PSA 54:6 Das Bse wird auf meine Feinde zurckfallen; vertilge sie nach 
deiner Treue!
PSA 54:7 So will ich dir freiwillige Opfer bringen, will deinen Namen 
preisen, Jahwe, da er so gtig ist,
PSA 54:8 da er mich aus aller Not errettet, und mein Auge seine Lust 
gesehen hat an seinen Feinden.
PSA 55:1 Dem Musikmeister, mit Saitenspiel, ein Maskil von David.
PSA 55:2 Vernimm, o Gott, mein Gebet und verbirg dich nicht vor meinem 
Flehn!
PSA 55:3 Merke auf mich und erhre mich; ich schweife umher in meiner 
Klage und seufze
PSA 55:4 ob des Lrmens der Feinde, wegen des Geschreis der Gottlosen; 
denn sie wlzen Unheil auf mich und befeinden mich grimmig.
PSA 55:5 Mein Herz windet sich in meinem Innern, und Todesschrecken haben 
mich befallen.
PSA 55:6 Furcht und Zittern kommt mich an, und Schauder bedeckt mich.
PSA 55:7 Da sprach ich: O, htte ich Flgel, wie die Tauben, so wollte ich 
davonfliegen und irgendwo bleiben!
PSA 55:8 Ja, fernhin wollte ich schweben, wollte in der Wste weilen. Sela.
PSA 55:9 Schleunig wollte ich entrinnen vor dem Toben der Windsbraut, vor 
dem Wetter!
PSA 55:10 Vernichte, Herr, zerteile ihre Zunge; denn ich sehe Gewaltthat 
und Hader in der Stadt.
PSA 55:11 Tag und Nacht umkreisen sie sie auf ihren Mauern, und Unheil und 
Mhsal ist in ihrem Innern.
PSA 55:12 Verderben ist in ihr, und Bedrckung und Trug weichen nicht von 
ihrem Markte.
PSA 55:13 Denn nicht ein Feind lstert mich - das wollte ich ertragen -, 
nicht einer, der mich hat, thut gro wider mich - vor ihm wollte ich mich 
bergen -,
PSA 55:14 sondern du, ein Mensch meinesgleichen, mein Freund und mein 
Vertrauter,
PSA 55:15 die wir se Gemeinschaft miteinander pflogen, im Hause Gottes 
unter der Volksmenge wandelten.
PSA 55:16 Der Tod berfalle sie; mgen sie lebendig in die Unterwelt 
hinabfahren! Denn Bosheit ist in ihren Wohnungen, in ihrem Herzen.
PSA 55:17 Ich will zu Gott rufen, und Jahwe wird mir helfen.
PSA 55:18 Abends und Morgens und Mittags will ich klagen und jammern, so 
wird er meine Stimme hren.
PSA 55:19 Er erlst und versetzt mich in Frieden, da sie nicht an mich 
knnen, denn gar viele waren wider mich.
PSA 55:20 Gott wird hren und wird ihnen antworten als der von Urzeit 
thront, Sela, bei denen es keinen Wechsel gab, und die Gott nicht frchten.
PSA 55:21 Er legte Hand an die, die in Frieden mit ihm lebten, entweihte 
seinen Bund.
PSA 55:22 Glatt sind die Butterworte seines Mundes, und Krieg sein Herz. 
Seine Worte sind linder als l und sind doch gezckte Schwerter.
PSA 55:23 Wirf deine Brde auf Jahwe, der wird dich versorgen; er wird den 
Frommen nicht fr immer wanken lassen.
PSA 55:24 Du aber, o Gott, wirst sie in die tiefste Grube hinabstrzen; 
die Blutgierigen und Falschen werden ihr Leben nicht auf die Hlfte 
bringen. Ich aber vertraue auf dich!
PSA 56:1 Dem Musikmeister, nach Stumme Taube der Fernen. Von David, ein 
Mikhtam, als ihn die Philister zu Gath ergriffen.
PSA 56:2 Sei mir gndig, o Gott, denn Menschen zermalmen mich, immerfort 
bedrngen mich Krieger.
PSA 56:3 Immerfort zermalmen meine Feinde, denn viele kriegen in der Hhe 
wider mich.
PSA 56:4 Wenn ich mich frchten mu, vertraue ich doch auf dich.
PSA 56:5 Gott macht, da ich sein Wort rhmen kann! Auf Gott vertraue ich, 
frchte mich nicht. Was kann Fleisch mir anhaben?
PSA 56:6 Immerfort thun sie meiner Sache wehe; wider mich sind alle ihre 
Gedanken auf Bses gerichtet.
PSA 56:7 Sie rotten sich zusammen, lauern auf, beobachten meine Tritte, 
gleichwie sie auf meine Seele harrten.
PSA 56:8 Ob des Frevels vergilt ihnen; strze, o Gott, im Zorne die Vlker!
PSA 56:9 Mein Umherirren hast du gezhlt, meine Thrnen sind in deinen 
Schlauch gelegt, ja gewi in dein Buch verzeichnet!
PSA 56:10 Alsdann werden meine Feinde zurckweichen, wenn ich rufe; das 
wei ich, da Gott fr mich ist.
PSA 56:11 Gott macht, da ich sein Wort rhmen kann!
PSA 56:12 Auf Gott vertraue ich, frchte mich nicht. Was knnen Menschen 
mir anhaben?
PSA 56:13 Ich schulde, was ich dir gelobt, o Gott; ich will dir Dankopfer 
bezahlen!
PSA 56:14 Denn du hast meine Seele vom Tod errettet, ja meine Fe vom 
Sturze, damit ich vor Gott im Lichte der Lebendigen wandle.
PSA 57:1 Dem Musikmeister, verdirb nicht! Von David, ein Mikhtam, als er 
vor Saul in die Hhle floh.
PSA 57:2 Sei mir gndig, o Gott, sei mir gndig! Denn bei dir sucht meine 
Seele Zuflucht, und im Schatten deiner Flgel will ich Zuflucht suchen, 
bis das Verderben vorbergeht.
PSA 57:3 Ich rufe zu Gott, dem Hchsten, zu Gott, der es fr mich 
hinausfhrt.
PSA 57:4 Er sendet vom Himmel und hilft mir: gelstert hat, der mich 
zermalmt, Sela; es sendet Gott seine Gnade und Treue.
PSA 57:5 Mitten unter Lwen mu ich liegen, unter Flammensprhenden, unter 
Menschen, deren Zhne Spiee und Pfeile, und deren Zunge ein scharfes 
Schwert.
PSA 57:6 Erhebe dich ber den Himmel, o Gott, ber die ganze Erde breite 
sich deine Herrlichkeit!
PSA 57:7 Sie haben meinen Fen ein Netz gestellt, haben meine Seele 
niedergebeugt. Sie haben vor mir eine Grube gegraben, fielen aber selbst 
hinein. Sela.
PSA 57:8 Mein Herz ist fest, o Gott, mein Herz ist fest; ich will singen 
und spielen!
PSA 57:9 Wache auf, meine Ehre, wache auf, Harfe und Zither; aufwecken 
will ich die Morgenrte.
PSA 57:10 Ich will dich preisen unter den Vlkern, Herr, will dich 
besingen unter den Nationen!
PSA 57:11 Denn gro bis zum Himmel ist deine Gnade, und bis zu den Wolken 
deine Treue.
PSA 57:12 Erhebe dich ber den Himmel, o Gott, ber die ganze Erde breite 
sich deine Herrlichkeit!
PSA 58:1 Dem Musikmeister, verdirb nicht! Von David, ein Mikhtam.
PSA 58:2 Fllt ihr Gtter in Wahrheit gerechten Spruch, richtet die 
Menschen, wie es recht ist?
PSA 58:3 Vielmehr verbt ihr insgesamt Frevel; auf Erden wgen eure Hnde 
Gewaltthat dar.
PSA 58:4 Die Gottlosen sind abtrnnig vom Mutterschoe an, es irren vom 
Mutterleibe an die Lgenredner.
PSA 58:5 Sie haben Gift wie Schlangengift, wie eine taube Natter, die ihr 
Ohr verstopft,
PSA 58:6 die nicht hrt auf die Stimme der Zauberer, des wohlerfahrenen 
Beschwrers.
PSA 58:7 Gott, zertrmmere ihre Zhne in ihrem Munde, zerschlage das Gebi 
der jungen Lwen, Jahwe!
PSA 58:8 Mgen sie zerflieen wie Wasser, die sich verlaufen; er spanne 
seine Pfeile, als seien sie abgehauen.
PSA 58:9 Gleich einer Schnecke, die zerflieend wandelt, gleich der 
Fehlgeburt eines Weibes, die das Licht nicht sah, -PSA 58:10 bevor eure 
Tpfe den Stechdorn merken, wird ihn, wenn er noch frisch ist, Zornglut 
hinwegstrmen.
PSA 58:11 Der Fromme wird sich freuen, da er Rache geschaut hat, wird 
seine Fe baden im Blute der Gottlosen.
PSA 58:12 Und man wird sprechen: Ja, Frucht wird dem Frommen! Ja, es 
giebt Gtter, die auf Erden richten!
PSA 59:1 Dem Musikmeister, verdirb nicht! Von David, ein Mikhtam, als 
Saul hinsandte, und sie das Haus bewachten, um ihn zu tten.
PSA 59:2 Errette mich, mein Gott, von meinen Feinden, stelle mich auf eine 
Hhe, wo ich sicher bin vor meinen Widersachern.
PSA 59:3 Errette mich von den belthtern und hilf mir gegen die 
Blutgierigen.
PSA 59:4 Denn frwahr, sie lauern mir auf; Starke rotten sich wider mich 
zusammen, ohne da ich mich vergangen und ohne da ich gesndigt habe, 
Jahwe.
PSA 59:5 Ohne Verschuldung von meiner Seite rennen sie an und stellen sich 
bereit: Wache auf, mir entgegen, und sieh zu!
PSA 59:6 Und du, Jahwe, Gott der Heerscharen, du Gott Israels, werde wach, 
um alle Heiden heimzusuchen; begnadige keinen der frevelhaften Verrter! 
Sela.
PSA 59:7 Alle Abende kehren sie wieder, heulen wie die Hunde und umkreisen 
die Stadt.
PSA 59:8 Frwahr, sie geifern mit ihrem Munde, Schwerter sind auf ihren 
Lippen, denn - wer hrt es?
PSA 59:9 Aber du, Jahwe, lachst ber sie, du spottest aller Heiden.
PSA 59:10 Meine Strke, von dir will ich singen, denn Gott ist meine Burg.
PSA 59:11 Mein Gott wird mir mit seiner Gnade entgegenkommen; Gott wird 
mich an meinen Feinden meine Lust sehen lassen.
PSA 59:12 Tte sie nicht, damit es mein Volk nicht vergesse. La sie 
umherirren durch deine Macht und strze sie, Herr, unser Schild!
PSA 59:13 Es flle sie die Snde ihres Mundes, das Wort ihrer Lippen. 
Mgen sie sich fangen in ihrem Hochmut und wegen der Flche und Lgen, die 
sie reden.
PSA 59:14 Vertilge sie im Grimme, vertilge, da sie nicht mehr seien, 
damit man inne werde, da Gott ber Jakob herrscht, bis an die Enden der 
Erde! Sela.
PSA 59:15 Und alle Abende kehren sie wieder, heulen wie die Hunde und 
umkreisen die Stadt.
PSA 59:16 Sie irren umher nach Fra; wenn sie nicht satt werden, so murren 
sie.
PSA 59:17 Ich aber will von deiner Strke singen und alle Morgen ber 
deine Gnade jubeln. Denn du warst mir eine Burg und eine Zuflucht in der 
Zeit meiner Not.
PSA 59:18 Meine Strke, von dir will ich singen, denn Gott ist meine Burg, 
mein gndiger Gott!
PSA 60:1 Dem Musikmeister, nach Lilie des Zeugnisses. Ein Mikhtam von 
David, zum Lehren,
PSA 60:2 als er mit den Aramern von Mesopotamien und den Aramern von 
Zoba stritt, und Joab umkehrte und die Edomiter im Salzthale schlug, 
zwlftausend Mann.
PSA 60:3 Gott, du hast uns verworfen, hast und zersprengt; du zrntest - 
stelle uns wieder her!
PSA 60:4 Du hast die Erde erschttert, hast sie gespalten; heile ihre 
Brche, denn sie wankt!
PSA 60:5 Du lieest dein Volk Schweres erleben, trnktest uns mit 
Taumelwein.
PSA 60:6 Du gabst denen, die dich frchten, ein Panier, sich zu erheben um 
der Wahrheit willen. Sela.
PSA 60:7 Damit deine Geliebten errettet werden, so hilf nun mit deiner 
Rechten und erhre uns.
PSA 60:8 Gott hat in seinem Heiligtume geredet: Ich will frohlocken! Ich 
will Sichem verteilen und das Thal Sukkoth ausmessen.
PSA 60:9 Mein ist Gilead und mein ist Manasse, und Ephraim ist die 
Schutzwehr meines Hauptes, Juda mein Herrscherstab!
PSA 60:10 Moab ist mein Waschbecken; auf Edom werfe ich meinen Schuh, ber 
Philista jauchze ich.
PSA 60:11 Wer fhrt mich nach der festen Stadt? Wer geleitet mich nach 
Edom?
PSA 60:12 Hast nicht du, o Gott, uns verworfen und ziehst nicht aus, o 
Gott, mit unseren Heeren?
PSA 60:13 Schaffe uns Hilfe gegen den Feind,
PSA 60:14 Mit Gott werden wir Heldenthaten verrichten,
PSA 61:1 Dem Musikmeister, zu Saitenspiel. Von David.
PSA 61:2 Hre, o Gott, mein Flehen und merke auf mein Gebet!
PSA 61:3 Vom Ende der Erde her rufe ich zu dir, da mein Herz 
verschmachtet: auf einen Felsen, der mir zu hoch ist, geleite mich!
PSA 61:4 Denn du warst meine Zuflucht, ein starker Turm gegen den Feind.
PSA 61:5 La mich immerdar in deinem Zelte weilen, im Schirme deiner 
Flgel meine Zuflucht suchen! Sela.
PSA 61:6 Denn du, Gott, hast auf meine Gelbde gehrt, gabst mir das 
Besitztum solcher, die deinen Namen frchten.
PSA 61:7 Fge Tage zu den Lebenstagen des Knigs hinzu; seine Jahre seien 
wie die von ganzen Geschlechtern!
PSA 61:8 Mge er immerdar vor dem Angesichte Gottes thronen; bestelle 
Gnade und Treue, ihn zu behten!
PSA 61:9 So will ich immerdar deinen Namen besingen, um Tag fr Tag meine 
Gelbde zu erfllen!
PSA 62:1 Dem Musikmeister, nach Jeduthun. Ein Psalm Davids.
PSA 62:2 Ja, zu Gott ist meine Seele still, von ihm kommt mir Hilfe.
PSA 62:3 Ja, er ist mein Fels und meine Hilfe, meine Burg - ich werde 
nicht wanken!
PSA 62:4 Wie lange wollt ihr einstrmen auf einen Mann, wollt insgesamt 
morden, wie gegen eine berhngende Wand, eine umgestoene Mauer?
PSA 62:5 Ja, von seiner Hhe beschlieen sie, ihn zu strzen, indem sie an 
Lge Gefallen haben. Mit ihrem Munde segnen sie, aber in ihrem Innern 
fluchen sie! Sela.
PSA 62:6 Ja, zu Gott sei still, meine Seele, denn von ihm kommt mir 
Hoffnung.
PSA 62:7 Ja, er ist mein Fels und meine Hilfe, meine Burg - ich werde 
nicht wanken!
PSA 62:8 Auf Gott ruht mein Heil und meine Ehre; mein starker Fels, meine 
Zuflucht ist in Gott.
PSA 62:9 Vertraue auf ihn, du ganze Volksgemeinde; schttet euer Herz vor 
ihm aus: Gott ist unsere Zuflucht! Sela.
PSA 62:10 Ja, ein Hauch sind die Menschenkinder, eine Lge die Menschen: 
werden sie auf die Wage gehoben, so sind sie allzumal leichter als ein 
Hauch!
PSA 62:11 Verlat euch nicht auf Erpressung und setzt nicht eitle Hoffnung 
auf Geraubtes; nimmt der Reichtum zu, so hngt nicht das Herz daran!
PSA 62:12 Einmal hat Gott geredet, zweimal habe ich dies vernommen, da 
die Macht bei Gott ist.
PSA 62:13 Und bei dir, Herr, ist Gnade, denn du vergiltst einem jeden nach 
seinem Thun.
PSA 63:1 Ein Psalm Davids, als er in der Wste Juda war.
PSA 63:2 Gott, du bist mein Gott, dich suche ich! Es drstet nach dir 
meine Seele, es schmachtet nach dir mein Leib, in drrem, lechzendem Land 
ohne Wasser.
PSA 63:3 So hab' ich dich im Heiligtume geschaut, um deine Macht und 
Herrlichkeit zu sehen.
PSA 63:4 Denn deine Gnade ist besser als Leben; meine Lippen sollen dich 
loben.
PSA 63:5 Also will ich dich preisen mein Leben lang, in deinem Namen meine 
Hnde erheben.
PSA 63:6 Wie an Mark und Fett ersttigt sich meine Seele, und mit 
Jubellippen rhmt mein Mund,
PSA 63:7 wenn ich auf meinem Lager deiner gedenke, in den Nachtwachen ber 
dich sinne.
PSA 63:8 Denn du warst meine Hilfe und im Schatten deiner Flgel juble ich.
PSA 63:9 Getreulich hngt dir meine Seele an; aufrecht hlt mich deine 
Rechte.
PSA 63:10 Jene aber - zu ihrem Verderben trachten sie mir nach dem Leben; 
in die Tiefen der Erde werden sie hinabfahren.
PSA 63:11 Man wird ihn dem Schwerte preisgeben; der Schakale Beute werden 
sie.
PSA 63:12 Aber der Knig wird sich Gottes freuen; rhmen wird sich jeder, 
der bei ihm schwrt, da den Lgenrednern der Mund gestopft ward.
PSA 64:1 Dem Musikmeister. Ein Psalm Davids.
PSA 64:2 Hre, o Gott, meine Stimme in meiner Klage; behte mein Leben vor 
dem Schrecken des Feindes!
PSA 64:3 Schirme mich vor der Gemeinschaft der Bsewichter, vor der Rotte 
der belthter,
PSA 64:4 die ihre Zunge geschrft haben wie ein Schwert, ihren Pfeil - 
bittere Rede - gespannt haben,
PSA 64:5 um im Verborgenen auf den Redlichen zu schieen:
PSA 64:6 pltzlich schieen sie auf ihn, ohne Scheu.
PSA 64:7 Sie halten fest an bsem Anschlag, reden davon, da sie 
Fallstricke verbergen wollen; sie denken: Wer wird auf uns sehen?
PSA 64:8 Sie ersinnen Frevelthat: Wir sind fertig, ersonnen ist der 
Anschlag! und das Innere eines jeden und sein Herz ist unergrndlich.
PSA 64:9 Da trifft sie Gott mit dem Pfeil; pltzlich entstehen ihnen 
Wunden.
PSA 64:10 Man lt ihn straucheln, indem ihre Zunge ber sie kommt; es 
schtteln sich alle, die auf sie blicken.
PSA 64:11 Da frchten sich alle Menschen und verknden Gottes Thun und 
betrachten sein Werk.
PSA 64:12 Der Fromme wird sich Jahwes freuen und Zuflucht bei ihm suchen, 
und rhmen werden sich alle, die redliches Herzens sind.
PSA 65:1 Dem Musikmeister. Ein Psalm Davids. Ein Lied.
PSA 65:2 Dir gebhrt Lobpreis, o Gott, auf Zion, und dir bezahle man 
Gelbde!
PSA 65:3 Der du Gebete hrst, zu dir kommt alles Fleisch.
PSA 65:4 Meine Verschuldungen hatten mich berwltigt, aber du deckst 
unsere Vergehungen zu.
PSA 65:5 Wohl dem, den du erwhlst und nahen lssest, da er in deinen 
Vorhfen wohne, damit wir uns ersttigen an den Gtern deines Hauses, 
deines heiligen Tempels.
PSA 65:6 Mit furchtbaren Thaten antwortest du uns nach deiner 
Gerechtigkeit, du Gott, der du unser Heil bist, du Zuversicht aller der 
fernen Enden der Erde und des Meers,
PSA 65:7 der durch seine Kraft die Berge feststellt, mit Strke gegrtet 
ist,
PSA 65:8 der das Brausen des Meeres stillt, das Brausen seiner Wellen und 
das Toben der Vlker,
PSA 65:9 so da sich die Bewohner der uersten Enden vor deinem Zeichen 
frchten: die Lnder gegen Morgen und gegen Abend versetzest du in Jubel.
PSA 65:10 Du hast das Land heimgesucht und hast es getrnkt, hast es gar 
reich gemacht mit einem Gottesbache voll Wasser, bereitest Getreide fr 
sie, denn also bereitest du das Land.
PSA 65:11 Du trnkst seine Furchen, lockerst seine Schollen, weichst es 
durch Regenschauer auf, segnest sein Gewchs.
PSA 65:12 Du krntest das Jahr mit deiner Gte, und deine Geleise triefen 
von Fett.
PSA 65:13 Es triefen die Auen der Steppe, und mit Jubel grten sich die 
Hgel.
PSA 65:14 Die Anger sind mit Herden von Schafen bekleidet, und die 
Thalgrnde hllen sich in Korn: sie jauchzen einander zu und singen.
PSA 66:1 Dem Musikmeister. Ein Lied. Ein Psalm. Jauchzet Gott, alle Lande!
PSA 66:2 Singt von der Herrlichkeit seines Namens, macht seinen Lobpreis 
herrlich.
PSA 66:3 Sprecht zu Gott: Wie furchtbar ist dein Thun! Ob der Gre 
deiner Macht heucheln dir deine Feinde.
PSA 66:4 Alle Lande mssen sich vor dir niederwerfen und dir lobsingen, 
von deinem Namen lobsingen. Sela.
PSA 66:5 Geht hin und seht die Thaten Gottes, der furchtbar ist mit seinem 
Thun ber den Menschenkindern.
PSA 66:6 Er verwandelte das Meer in trockenes Land, zu Fue gingen sie im 
Strom hinber: daselbst freuten wir uns ber ihn!
PSA 66:7 Er herrscht in Ewigkeit durch seine Strke; seine Augen sphen 
auf die Vlker: die Widerspenstigen drfen sich nicht erheben. Sela.
PSA 66:8 Preist, ihr Vlker, unsern Gott und lat seinen Ruhm laut 
erschallen,
PSA 66:9 der unserer Seele Leben verlieh und unsern Fu nicht wanken lie!
PSA 66:10 Denn du hast uns geprft, o Gott, hast uns gelutert, wie man 
Silber lutert,
PSA 66:11 hast uns ins Netz gebracht, hast drckende Last auf unsere 
Hften gelegt.
PSA 66:12 Du hast Menschen ber unser Haupt dahinfahren lassen, ins Feuer 
und ins Wasser sind wir gekommen, aber du hast uns herausgefhrt ins Weite.
PSA 66:13 Ich will mit Brandopfern zu deinem Tempel kommen, will dir meine 
Gelbde bezahlen,
PSA 66:14 zu denen sich meine Lippen aufgethan, und die mein Mund in 
meiner Not geredet hat.
PSA 66:15 Brandopfer von fetten Schafen will ich dir darbringen samt dem 
Opferduft von Widdern, will Rinder samt Bcken opfern. Sela.
PSA 66:16 Kommt, hrt zu, ihr Gottesfrchtigen alle, da ich erzhle, was 
er meiner Seele gethan hat!
PSA 66:17 Zu ihm rief ich mit meinem Munde, und Lobpreis war auf meiner 
Zunge.
PSA 66:18 Htte ich Frevel vorgehabt in meinem Sinne, so wrde mich der 
Herr nicht hren.
PSA 66:19 Aber Gott hat gehrt, hat auf mein lautes Beten geachtet.
PSA 66:20 Gepriesen sei Gott, der mein Gebet nicht abwies und mir seine 
Gnade nicht entzog.
PSA 67:1 Dem Musikmeister, mit Saitenspiel. Ein Psalm. Ein Lied.
PSA 67:2 Gott sei uns gndig und segne uns; er lasse sein Antlitz bei uns 
leuchten, Sela,
PSA 67:3 da man auf Erden deinen Weg erkenne, unter allen Vlkern dein 
Heil.
PSA 67:4 Es mssen dich preisen, o Gott, die Vlker; es mssen dich 
preisen die Vlker alle.
PSA 67:5 Es mssen sich freuen und jauchzen die Nationen, da du die 
Vlker recht regierst und die Nationen auf Erden leitest. Sela.
PSA 67:6 Es mssen dich preisen, o Gott, die Vlker; es mssen dich 
preisen die Vlker alle.
PSA 67:7 Das Land hat seinen Ertrag gegeben; es segne uns Gott, unser Gott.
PSA 67:8 Es segne uns Gott, und alle Enden der Erde sollen ihn frchten!
PSA 68:1 Dem Musikmeister. Von David. Ein Psalm. Ein Lied.
PSA 68:2 Gott erhebt sich: seine Feinde zerstieben, und die ihn hassen, 
fliehn vor seinem Angesicht.
PSA 68:3 Wie Rauch verweht, werden sie verweht; wie Wachs vor dem Feuer 
zerschmilzt, so vergehn die Gottlosen vor Gottes Angesicht.
PSA 68:4 Die Frommen aber freuen sich, jauchzen vor Gottes Angesicht und 
frohlocken in Wonne.
PSA 68:5 Singet Gott, lobsingt seinem Namen! Macht Bahn dem, der durch die 
Wste einherfhrt - Jah ist sein Name! - und jauchzt vor seinem Angesicht,
PSA 68:6 vor dem Vater der Waisen und dem Anwalte der Witwen, Gott in 
seiner heiligen Wohnung;
PSA 68:7 Gott, der Vertriebene in die Heimat zurckbringt, der Gefangene 
befreit zu Wohlergehen; nur die Widerspenstigen sind im drren Lande 
geblieben.
PSA 68:8 Gott, als du auszogst vor deinem Volke her, als du in der Wste 
einherschrittst, Sela,
PSA 68:9 da erbebte die Erde und die Himmel troffen vor Gottes Angesicht, 
der Sinai da vor Gott, dem Gott Israels.
PSA 68:10 Mit reichlichem Regen besprengtest du, o Gott, dein Erbe und, 
was ermattet war, du stelltest es her.
PSA 68:11 Deine Herde lie sich darin nieder; du bereitetest es nach 
deiner Gte, Gott, fr die Elenden.
PSA 68:12 Der Herr lie Siegesruf erschallen; der Siegesbotinnen war ein 
groes Heer:
PSA 68:13 Die Knige der Heerscharen fliehen, fliehn, und die Hausfrau 
teilt Beute!
PSA 68:14 Wollt ihr zwischen den Hrden liegen? Flgel der Taube, die 
mit Silber, und deren Schwingen mit grnlichem Golde bedeckt sind!
PSA 68:15 Als der Allmchtige die Knige darin zerstreute, da schneite es 
auf dem Zalmon.
PSA 68:16 Ein Gottesberg ist der Basansberg, ein vielgipfliger Berg ist 
der Basansberg.
PSA 68:17 Warum seht ihr scheel, ihr vielgipfligen Berge, auf den Berg, 
den Gott zu seinem Sitze begehrt hat? Ja, ewig wird Jahwe ihn bewohnen!
PSA 68:18 Der Wagen Gottes sind zehntausendmal zehntausend, immer 
wiederholte Tausende; der Herr kommt vom Sinai ins Heiligtum.
PSA 68:19 Du bist zur Hhe emporgestiegen, hast Gefangene fortgefhrt; du 
hast Gaben unter den Menschen empfangen - ja, auch Widerspenstige mssen 
bei Jah Gott wohnen.
PSA 68:20 Gepriesen sei der Herr! Tag fr Tag trgt er uns; Gott ist 
unsere Hilfe. Sela.
PSA 68:21 Gott ist uns ein Gott der Errettungen und Jahwe, der Herr, hat 
Auswege auch fr den Tod.
PSA 68:22 Ja, Gott zerschmettert das Haupt seiner Feinde, den Haarscheitel 
dessen, der in seinen Verschuldungen einhergeht.
PSA 68:23 Der Herr sprach: Aus Basan will ich sie zurckholen, will sie 
zurckholen aus den Tiefen des Meers,
PSA 68:24 damit du deinen Fu in Blut badest, die Zunge deiner Hunde von 
den Feinden ihr Teil habe.
PSA 68:25 Man schaute deinen Zug, o Gott, den Zug meines Gottes, meines 
Knigs, im Heiligtum.
PSA 68:26 Voran gingen Snger, darnach Saitenspieler inmitten 
paukenschlagender Jungfrauen.
PSA 68:27 In Versammlungen preiset Gott, den Herrn, ihr vom Quell Israels.
PSA 68:28 Daselbst ist Benjamin, der Jngste, ihr Beherrscher, die Oberen 
Judas mit ihrer Volksmenge, die Oberen Sebulons, die Oberen Naphthalis.
PSA 68:29 Entbiete, o Gott, deine Macht! Festige, o Gott, was du fr uns 
gethan hast!
PSA 68:30 Hinauf nach Jerusalem um deines Tempels willen werden Knige dir 
Geschenke bringen.
PSA 68:31 Bedrohe das Tier im Schilf, die Schar der Stiere samt den 
Vlkerklbern. Zerstampfe, die an Silber Gefallen haben, zerstreue die 
Vlker, die Kriege lieben!
PSA 68:32 Es kommen Boten aus gypten, Kusch lt seine Hnde zu Gott 
eilen.
PSA 68:33 Ihr Knigreiche der Erde, singet Gott! Lobsingt dem Herrn, Sela,
PSA 68:34 ihm, der im hchsten Himmel, dem uralten, einherfhrt. Da lt 
er seine Stimme - eine gewaltige Stimme! - erschallen.
PSA 68:35 Gebt Gott die Macht! ber Israel waltet seine Hoheit, und seine 
Macht in den Wolken.
PSA 68:36 Furchtbar erzeigt sich Gott von seinem Heiligtum aus; der Gott 
Israels, der verleiht dem Volke Macht und Strke. Gepriesen sei Gott!
PSA 69:1 Dem Musikmeister, nach Lilien. Von David.
PSA 69:2 Hilf mir, o Gott, denn das Wasser geht mir bis an die Seele!
PSA 69:3 Ich versinke im tiefen Schlamme, wo kein Grund ist; in 
Wassertiefen bin ich geraten, und die Flut hat mich berstrmt.
PSA 69:4 Ich habe mich mde geschrieen, meine Kehle ist ausgedrrt; meine 
Augen verschmachten vom Harren auf meinen Gott.
PSA 69:5 Derer, die mich ohne Ursach hassen, sind mehr, als der Haare auf 
meinem Haupte; zahlreicher als meine Gebeine sind, die mich grundlos 
befeinden. Was ich nicht geraubt habe, soll ich erstatten.
PSA 69:6 Gott, du kennst meine Thorheit, und meine Verschuldungen sind dir 
nicht verborgen.
PSA 69:7 La in mir nicht zu Schanden werden, die auf dich harren, o Herr, 
Jahwe der Heerscharen; la in mir nicht beschmt werden, die dich suchen, 
Gott Israels!
PSA 69:8 Denn um deinetwillen trage ich Schmach, bedeckt Schande mein 
Angesicht.
PSA 69:9 Ich bin meinen Brdern fremd geworden und unbekannt den Shnen 
meiner Mutter.
PSA 69:10 Denn der Eifer um dein Haus hat mich gefressen, und die 
Schmhungen derer, die dich schmhen, sind auf mich gefallen.
PSA 69:11 Ich kasteite durch Fasten meine Seele, und das ward mir zur 
Schmach.
PSA 69:12 Ich machte ein hrenes Gewand zu meinem Kleid und ward ihnen zum 
Gesptt.
PSA 69:13 Es reden ber mich, die im Thore sitzen, und das Saitenspiel der 
Wrzweinzecher.
PSA 69:14 Ich aber bete zu dir, Jahwe, zur wohlgeflligen Zeit; o Gott, 
nach deiner groen Gnade erhre mich mit deiner treuen Hilfe!
PSA 69:15 Errette mich aus dem Schlamme, da ich nicht versinke; la mich 
errettet werden von denen, die mich hassen, und aus Wassertiefen!
PSA 69:16 La die Wasserflut mich nicht berstrmen und die Tiefe mich 
nicht verschlingen, noch den Brunnen seinen Mund ber mir schlieen.
PSA 69:17 Erhre mich, Jahwe, denn deine Gnade ist kstlich; wende dich zu 
mir nach deiner groen Barmherzigkeit.
PSA 69:18 Und verbirg dein Antlitz nicht vor deinem Knechte; denn mir ist 
angst: eilend erhre mich!
PSA 69:19 Nahe dich meiner Seele, erlse sie; um meiner Feinde willen 
befreie mich!
PSA 69:20 Du kennst meine Schmach und Schande und Beschimpfung; alle meine 
Drnger sind dir bewut.
PSA 69:21 Die Schmach bricht mir das Herz, so da ich verzweifle; ich 
wartete auf Mitleid, aber da war keines, und auf Trster, aber ich fand 
sie nicht.
PSA 69:22 Sie gaben mir Galle zur Speise, und als mich drstete, trnkten 
sie mich mit Essig.
PSA 69:23 Mge ihr Tisch vor ihnen zur Schlinge und den Sicheren zum 
Fallstricke werden.
PSA 69:24 Mgen ihre Augen sich verfinstern, da sie nicht sehen, und ihre 
Hften la bestndig wanken.
PSA 69:25 Giee deinen Grimm ber sie aus, und die Glut deines Zorns 
erreiche sie.
PSA 69:26 Mge ihr Lager wste werden, und kein Bewohner in ihren Zelten 
sein.
PSA 69:27 Denn, den du selbst geschlagen hast, verfolgen sie und erzhlen 
von dem Schmerze deiner Verwundeten.
PSA 69:28 Fge Verschuldung zu ihrer Verschuldung und la sie nicht zu 
Gerechtigkeit vor dir gelangen.
PSA 69:29 Sie mssen ausgelscht werden aus dem Buche der Lebendigen und 
drfen nicht aufgeschrieben werden mit den Frommen.
PSA 69:30 Ich aber bin elend und voller Schmerzen; deine Hilfe, o Gott, 
wird mich erhhen.
PSA 69:31 Ich will den Namen Gottes durch Lieder preisen und ihn 
verherrlichen mit Lobgesang.
PSA 69:32 Das wird Jahwe besser gefallen als ein Stier, ein Farre mit 
Hrnern und Klauen.
PSA 69:33 Die Gebeugten sehen's, freuen sich; die ihr Gott sucht, euer 
Herz lebe auf!
PSA 69:34 Denn Jahwe hrt auf die Armen und verachtet seine Gefangenen 
nicht.
PSA 69:35 Himmel und Erde mssen ihn preisen, das Meer und alles, was sich 
darin tummelt.
PSA 69:36 Denn Gott wird Zion helfen und die Stdte Judas aufbauen, und 
man wird sich daselbst niederlassen und sie in Besitz nehmen.
PSA 69:37 Und die Nachkommen seiner Knechte werden sie zum Erbe erhalten, 
und die seinen Namen lieben, werden darin wohnen.
PSA 70:1 Dem Musikmeister. Von David, um in Erinnerung zu bringen.
PSA 70:2 La dir's gefallen, Gott, mich zu retten; Jahwe, eile mir zu 
Hilfe!
PSA 70:3 La beschmt und enttuscht werden, die mir nach dem Leben 
trachten: la zurckweichen und zu Schanden werden, die mein Unglck 
wollen.
PSA 70:4 La umkehren ob ihrer Schande, die da rufen: Ha, Ha!
PSA 70:5 La jubeln und sich freuen ber dich alle, die dich suchen, und 
mgen immerdar rufen: Gro ist Gott! die nach deinem Heile verlangen.
PSA 70:6 Ich aber bin elend und arm; o Gott, eile, mir zu gut! Meine Hilfe 
und mein Retter bist du; Jahwe, sume nicht!
PSA 71:1 Bei dir, Jahwe, suche ich Zuflucht: La mich nimmermehr zu 
Schanden werden!
PSA 71:2 Errette und befreie mich nach deiner Gerechtigkeit; neige zu mir 
dein Ohr und hilf mir!
PSA 71:3 Sei mir ein schtzender Fels, eine feste Burg, mir zu helfen; 
denn du bist mein Fels und meine Burg!
PSA 71:4 Mein Gott, befreie mich aus der Gewalt des Gottlosen, aus der 
Faust des Frevlers und Tyrannen.
PSA 71:5 Denn du bist meine Hoffnung, Herr Jahwe, meine Zuversicht von 
meiner Jugend an.
PSA 71:6 Auf dich habe ich mich verlassen von Mutterleibe an; vom 
Mutterschoe an warst du mein Versorger: auf dich geht immerdar mein 
Loblied.
PSA 71:7 Ich bin fr viele wie ein Wunder, aber du bist meine starke 
Zuflucht!
PSA 71:8 Mein Mund ist voll von deinem Ruhm, immerdar voll von deinem 
Preis.
PSA 71:9 Verwirf mich nicht zur Zeit des Alters; wenn mir die Krfte 
schwinden, verla mich nicht!
PSA 71:10 Denn meine Feinde reden ber mich und, die auf mein Leben 
lauern, beratschlagen sich miteinander
PSA 71:11 und sprechen: Gott hat ihn verlassen; verfolgt und greift ihn, 
denn da ist kein Retter!
PSA 71:12 Gott, sei nicht ferne von mir; mein Gott, eile mir zu Hilfe!
PSA 71:13 Mgen beschmt, vernichtet werden, die meine Seele befeinden, 
mit Schmach und Schande bedeckt werden, die mein Unglck wollen.
PSA 71:14 Ich aber will immerdar harren und all' deinen Ruhm vermehren.
PSA 71:15 Mein Mund soll deine Gerechtigkeit, soll immerfort dein Heil 
verknden, denn ich wei ihrer keine Zahl!
PSA 71:16 Ich will mit den Grothaten des Herrn Jahwes kommen, will allein 
deine Gerechtigkeit rhmen.
PSA 71:17 Gott, du hast mich gelehrt von meiner Jugend an, und bis hierher 
verkndige ich deine Wunder.
PSA 71:18 Aber auch bis zum Greisenalter und grauen Haar, o Gott, verla 
mich nicht, da ich deinen Arm dem knftigen Geschlechte verkndige, deine 
Strke allen, die noch kommen werden.
PSA 71:19 Denn deine Gerechtigkeit, o Gott, reicht bis zur Himmelshhe; 
der du Groes gethan hast, Gott, wer ist dir gleich?
PSA 71:20 Der du uns viel Not und Unglck erleben lieest, wirst uns neu 
beleben und aus den Tiefen der Erde uns wieder emporziehen.
PSA 71:21 Du wirst meine Hoheit mehren und mich wiederum trsten.
PSA 71:22 So will auch ich mit Harfenspiel, mein Gott, dich, deine Treue, 
preisen, will auf der Zither dir spielen, du Heiliger Israels!
PSA 71:23 Meine Lippen sollen jubeln, wenn ich dir spiele, und meine 
Seele, die du erlst hast.
PSA 71:24 Auch meine Zunge soll immerfort von deiner Gerechtigkeit reden; 
denn beschmt, zu Schanden wurden, die mein Unglck wollten.
PSA 72:1 Von Salomo. Gott, gieb dein Gericht dem Knige und deine 
Gerechtigkeit dem Knigssohn.
PSA 72:2 Mge er dein Volk mit Gerechtigkeit richten und deine Elenden mit 
Recht.
PSA 72:3 Mgen die Berge dem Volke Heil tragen, und die Hgel, durch 
Gerechtigkeit.
PSA 72:4 Er wird den Elenden im Volke Recht schaffen; er wird den Kindern 
des Armen helfen und den Gewaltthtigen zermalmen.
PSA 72:5 Er wird dauern, so lange wie die Sonne und im Angesichte des 
Mondes Geschlecht auf Geschlecht!
PSA 72:6 Er wird sich herabsenken wie Regen auf die frischgemhte Aue, wie 
Regenschauer, die das Land befeuchten.
PSA 72:7 In seinen Tagen wird der Fromme blhn, und Flle des Friedens 
herrschen, bis kein Mond mehr ist.
PSA 72:8 Und er wird herrschen von Meer zu Meer und vom Euphratstrome bis 
zu den Enden der Erde.
PSA 72:9 Vor ihm werden die Widersacher ihre Kniee beugen, und seine 
Feinde mssen Staub lecken.
PSA 72:10 Die Knige von Tarsis und den Inseln werden Geschenke 
entrichten, die Knige von Saba und Seba Tribut herzubringen.
PSA 72:11 Und alle Knige werden sich vor ihm niederwerfen, alle Vlker 
ihm dienen.
PSA 72:12 Denn er rettet den Armen, der um Hilfe schreit, und den Elenden 
und den, der keinen Helfer hat.
PSA 72:13 Er erbarmt sich des Geringen und Armen und den Seelen der Armen 
hilft er.
PSA 72:14 Aus Bedrckung und Gewaltthat erlst er ihre Seele, und kostbar 
ist ihr Blut in seinen Augen.
PSA 72:15 Und er wird leben, und man wird ihm vom Golde Sabas geben; man 
wird bestndig fr ihn beten, allezeit wird man ihn segnen.
PSA 72:16 Es wird berflu von Korn im Lande sein, auf dem Gipfel der 
Berge; seine Frucht wird rauschen, wie der Libanon, und aus der Stadt 
werden sie hervorblhn, wie die Pflanzen aus der Erde.
PSA 72:17 Sein Name wird ewig whren; im Angesichte der Sonne wird sein 
Name sprossen. Mit ihm werden sich alle Geschlechter der Erde einander 
Segen wnschen, alle Vlker werden ihn glcklich preisen.
PSA 72:18 Gepriesen sei Jahwe Gott, der Gott Israels, der allein Wunder 
thut,
PSA 72:19 und gepriesen sei sein herrlicher Name in Ewigkeit, und alle 
Lande mssen erfllt werden von seiner Herrlichkeit! Amen, Amen!
PSA 72:20 Zu Ende sind die Gebete Davids, des Sohnes Isais.
PSA 73:1 Ein Psalm Asaphs. Ja, gtig ist Gott gegen Israel, gegen die, die 
reines Herzens sind.
PSA 73:2 Meine Fe aber htten beinahe gestrauchelt; nichts fehlte, so 
wren meine Tritte ausgeglitten.
PSA 73:3 Denn ich ereiferte mich wegen der bermtigen, wenn ich sah, da 
es den Gottlosen so wohl ging.
PSA 73:4 Denn sie leiden keine Schmerzen, krftig und wohlgenhrt ist ihr 
Leib.
PSA 73:5 Sie geraten nicht in Unglck, wie andere Leute, und werden nicht 
wie andere Menschen geplagt.
PSA 73:6 Darum ist Hochmut ihr Halsgeschmeide, Gewaltthat umhllt sie als 
Gewand.
PSA 73:7 Aus der Verfettung stammt ihre Verschuldung, wallen die Gebilde 
ihres Herzens ber.
PSA 73:8 Sie hhnen und reden in Bosheit, reden Bedrckung von oben herab.
PSA 73:9 In den Himmel erheben sie ihr Maul, whrend sich ihre Zunge auf 
Erden ergeht.
PSA 73:10 Darum wendet sich sein Volk hierher, und Wasser in Flle wird 
von ihnen geschlrft.
PSA 73:11 Sie sprechen: Wie wei es Gott, und wie gbe es ein Wissen 
darum beim Hchsten?
PSA 73:12 Ja, so sind die Gottlosen und in steter Ruhe hufen sie Reichtum 
an.
PSA 73:13 War es denn ganz umsonst, da ich mein Herz rein erhielt und in 
Unschuld meine Hnde wusch -PSA 73:14 und ward doch immerfort geplagt, und 
alle Morgen war meine Zchtigung da?
PSA 73:15 Wenn ich dchte: Solches will ich verkndigen, so htte ich das 
Geschlecht deiner Kinder verleugnet!
PSA 73:16 Da sann ich nach, um es zu begreifen, aber ein Elend war es in 
meinen Augen,
PSA 73:17 bis ich in Gottes Heiligtmer eindrang, acht hatte auf ihr Ende.
PSA 73:18 Ja, auf schlpfrigen Boden stellst du sie, strzest sie in 
Trmmer.
PSA 73:19 Wie sind sie im Nu zur Wste geworden, haben ein Ende genommen, 
sind durch Schrecknisse dahin!
PSA 73:20 Gleich einem Traume nach dem Erwachen, so verschmhst du, Herr, 
wenn du wach wirst, ihr Bild.
PSA 73:21 Als mein Herz verbittert war, und es mich in den Nieren stach,
PSA 73:22 da war ich unvernnftig und wute nichts, war dir gegenber wie 
ein Vieh.
PSA 73:23 Aber ich bleibe stets bei dir; du hltst mich bei meiner rechten 
Hand.
PSA 73:24 Nach deinem Ratschlusse wirst du mich leiten und mich darnach zu 
Ehren annehmen.
PSA 73:25 Wen habe ich im Himmel? und auer dir begehre ich nichts auf 
Erden.
PSA 73:26 Wre gleich mein Fleisch und mein Herz dahingeschwunden - Gott 
ist immerdar meines Herzens Fels und mein Teil!
PSA 73:27 Denn frwahr, die sich von dir fern halten, kommen um; du 
vertilgst einen jeden, der dir treulos wird.
PSA 73:28 Mir aber ist die Nhe Gottes kstlich; in den Herrn Jahwe habe 
ich meine Zuflucht gesetzt, um von allen deinen Werken zu erzhlen.
PSA 74:1 Ein Maskil Asaphs. Warum, o Gott, hast du uns fr immer 
verworfen, warum bist du so grimmig erzrnt ber die Schafe deiner Weide?
PSA 74:2 Gedenke deiner Gemeinde, die du vor Alters erworben, zum Stamme 
deines Eigentums erlst hast, an den Zionsberg, auf dem du gewohnt hast.
PSA 74:3 Erhebe deine Schritte zu den ewigen Trmmern: alles hat der Feind 
im Heiligtume verderbt.
PSA 74:4 Deine Widersacher brllten inmitten deiner Versammlungssttte, 
stellten ihre Zeichen als Zeichen auf.
PSA 74:5 Er thut sich kund, wie einer, der im Dickicht der Bume die xte 
emporhebt.
PSA 74:6 Und nun sein Schnitzwerk insgesamt mit Beil und Hmmern 
zerschlagen sie.
PSA 74:7 Sie haben dein Heiligtum in Brand gesteckt, die Wohnung deines 
Namens bis zum Boden entweiht.
PSA 74:8 Sie dachten in ihrem Sinn: Ihre Brut insgesamt -! Sie haben alle 
heiligen Versammlungssttten im Lande verbrannt.
PSA 74:9 Unsere Zeichen erblicken wir nicht; kein Prophet ist mehr da, und 
wir haben niemand, der da wte, bis wann.
PSA 74:10 Bis wann, o Gott, soll der Widersacher lstern, soll der Feind 
deinen Namen immerfort verhhnen?
PSA 74:11 Warum ziehst du deine Hand und deine Rechte zurck? Ziehe sie 
heraus aus deinem Busen und vertilge!
PSA 74:12 Gott ist ja mein Knig von Alters her, der hilfreiche Thaten auf 
Erden gethan hat.
PSA 74:13 Du hast durch deine Macht das Meer gespalten, die Hupter der 
Seeungeheuer auf dem Wasser zerbrochen.
PSA 74:14 Du hast die Hupter des Leviathan zerschmettert, gabst ihn der 
Schar der Wstentiere zum Frae.
PSA 74:15 Du lieest Quell und Bach hervorbrechen, du lieest 
immerflieende Strme versiegen.
PSA 74:16 Dein ist der Tag und dein ist die Nacht, du hast das Licht und 
die Sonne hergerichtet.
PSA 74:17 Du hast alle Grenzen der Erde festgestellt; Sommer und Winter, 
du hast sie geschaffen.
PSA 74:18 Gedenke daran! Der Feind lstert, Jahwe, und ein thrichtes Volk 
verhhnt deinen Namen.
PSA 74:19 Gieb den Raubtieren nicht das Leben deiner Taube preis, vergi 
nicht fr immer das Leben deiner Elenden!
PSA 74:20 Blicke auf deinen Bund! Denn voll sind die Schlupfwinkel des 
Landes von Sttten der Gewaltthat.
PSA 74:21 La den Unterdrckten nicht mit Schanden davon gehn; la die 
Elenden und Armen deinen Namen preisen!
PSA 74:22 Auf, o Gott! Fhre deinen Streit! Gedenke an die Schmach, die 
dir unaufhrlich von dem Thoren widerfhrt!
PSA 74:23 Vergi nicht das Lrmen deiner Feinde, das Toben deiner 
Widersacher, das bestndig emporsteigt!
PSA 75:1 Dem Musikmeister, verdirb nicht! Ein Psalm Asaphs. Ein Lied.
PSA 75:2 Wir danken dir, Gott, wir danken, und die deinen Namen anrufen, 
verkndigen deine Wunder.
PSA 75:3 Wenn ich die Zeit gekommen finde, so richte ich, wie es recht 
ist.
PSA 75:4 Wenn die Erde und alle ihre Bewohner vor Furcht vergehn - ich 
stelle ihre Sulen fest! Sela.
PSA 75:5 Ich spreche zu den bermtigen: Seid nicht bermtig! und zu den 
Gottlosen: Hebt euer Horn nicht hoch!
PSA 75:6 Hebt euer Horn nicht hoch empor, redet nicht Freches wider den 
Fels!
PSA 75:7 Denn nicht vom Aufgang und nicht vom Niedergang und nicht aus der 
Wste kommt Erhhung,
PSA 75:8 sondern Gott ist Richter: diesen erniedrigt und jenen erhht er!
PSA 75:9 Denn Jahwe hat einen Becher in der Hand mit schumendem Wein und 
voll von Mischtrank und er schenkt daraus: ja, auch seine Hefen mssen 
schlrfen und trinken alle Gottlosen auf Erden.
PSA 75:10 Ich aber will immerdar jubeln, will dem Gott Jakobs lobsingen.
PSA 75:11 Und alle Hrner der Gottlosen will ich abhauen, aber die Hrner 
der Frommen sollen hoch erhoben sein!
PSA 76:1 Dem Musikmeister, mit Saitenspiel. Ein Psalm Asaphs. Ein Lied.
PSA 76:2 Gott ist in Juda bekannt, in Israel ist sein Name gro.
PSA 76:3 Ist doch in Salem seine Htte, und seine Wohnung auf Zion.
PSA 76:4 Dort zerbrach er die Blitze des Bogens, Schild und Schwert und 
Streit. Sela.
PSA 76:5 Furchtbar bist du, herrlich, von den ewigen Bergen her.
PSA 76:6 Ausgeplndert wurden, die starkes Mutes waren; sie sanken in 
Schlaf, und allen Tapferen versagten ihre Hnde.
PSA 76:7 Von deinem Schelten, Gott Jakobs, wurden so Wagen als Ro in 
tiefen Schlaf versenkt.
PSA 76:8 Du bist furchtbar, und wer kann vor deinem Angesicht bestehn, 
sobald du zrnst?
PSA 76:9 Vom Himmel lieest du das Urteil vernehmen; da erschrak die Erde 
und ward still,
PSA 76:10 als Gott sich zum Gericht erhob, um allen Gebeugten auf Erden zu 
helfen. Sela.
PSA 76:11 Denn der Grimm der Menschen preist dich; mit dem berreste der 
Ausbrche des Grimms grtest du dich.
PSA 76:12 Gelobt und bezahlt Gelbde Jahwe, eurem Gott! Alle um ihn her 
mssen dem Furchtbaren Gaben bringen,
PSA 76:13 der Frsten des Mutes beraubt und den Knigen auf Erden 
furchtbar ist.
PSA 77:1 Dem Musikmeister, nach Jeduthun. Von Asaph. Ein Psalm.
PSA 77:2 Meine Stimme erhebe sich zu Gott, und ich will schreien, meine 
Stimme erhebe sich zu Gott, da er auf mich hre.
PSA 77:3 In der Zeit meiner Not suche ich den Herrn: meine Hand ist des 
nachts ausgestreckt und ermattet nicht; meine Seele will sich nicht 
trsten lassen.
PSA 77:4 Ich gedenke an Gott und seufze; ich sinne nach, und es verzagt 
mein Geist. Sela.
PSA 77:5 Du hltst meine Augenlider wach; ich bin voller Unruhe und kann 
nicht reden.
PSA 77:6 Ich berdenke die Tage der Vorzeit, die lngst entschwundenen 
Jahre.
PSA 77:7 Ich gedenke in der Nacht meines Saitenspiels, sinne in meinem 
Herzen, und es forscht mein Geist:
PSA 77:8 Will denn der Herr auf ewig verstoen und keine Gnade mehr 
erzeigen?
PSA 77:9 Ist's denn fr immer mit seiner Gnade zu Ende, gar aus mit seiner 
Treue auf alle Geschlechter?
PSA 77:10 Hat denn Gott vergessen, gndig zu sein, oder im Zorn sein 
Erbarmen verschlossen? Sela.
PSA 77:11 Und ich sprach: Das ist mein Leiden, da die Rechte des Hchsten 
sich gendert hat.
PSA 77:12 Ich gedenke der Thaten Jah's; ja, ich gedenke deines wunderbaren 
Thuns in der Vorzeit.
PSA 77:13 Ich will nachdenken ber all' dein Thun und ber deine groen 
Thaten sinnen.
PSA 77:14 Gott, erhaben ist dein Weg! Wer ist ein groer Gott wie Gott?
PSA 77:15 Du bist der rechte Gott, thust Wunder; du hast unter den Vlkern 
deine Macht kund werden lassen.
PSA 77:16 Mit mchtigem Arm hast du dein Volk erlst, die Shne Jakobs und 
Josephs. Sela.
PSA 77:17 Da dich die Wasser sahen, Gott, da dich die Wasser sahen, bebten 
sie, und es zitterten die Fluten.
PSA 77:18 In den Strmen ergo sich das dichte Gewlk; die Wolken 
donnerten, und es fuhren einher deine Pfeile.
PSA 77:19 Dein Donner erschallte im Wirbelwind; Blitze erleuchteten den 
Erdkreis, es zitterte und erbebte die Erde.
PSA 77:20 Durchs Meer ging dein Weg, und dein Pfad durch groe Wasser, und 
deine Spuren waren nicht zu erkennen.
PSA 77:21 Du fhrtest dein Volk wie Schafe durch Mose und Aaron.
PSA 78:1 Ein Maskil Asaphs. Vernimm, mein Volk, meine Unterweisung, neigt 
euer Ohr den Worten meines Mundes!
PSA 78:2 Ich will meinen Mund zu Sprchen aufthun, will Rtsel aus der 
Vorzeit verknden.
PSA 78:3 Was wir gehrt und erfahren, und was unsere Vter uns erzhlt 
haben,
PSA 78:4 wollen wir ihren Kindern nicht verhehlen, indem wir dem 
nachfolgenden Geschlechte die ruhmwrdigen Thaten Jahwes erzhlen und 
seine Macht und die Wunder, die er gethan hat.
PSA 78:5 Er stellte ein Zeugnis in Jakob auf und gab eine Weisung in 
Israel, indem er unseren Vtern gebot, sie ihren Shnen kundzuthun,
PSA 78:6 damit das nachkommende Geschlecht sie erfhre, die Shne, die 
geboren wrden, damit sie auftrten und ihren Shnen davon erzhlten,
PSA 78:7 damit sie auf Gott ihr Vertrauen setzten und der groen Thaten 
Gottes nicht vergen und seine Gebote hielten
PSA 78:8 und nicht wie ihre Vter wrden, ein abtrnniges und 
widerspenstiges Geschlecht, ein Geschlecht, das nicht festes Sinnes war, 
und dessen Geist nicht treulich an Gott hielt.
PSA 78:9 Die Shne Ephraims, die Bogengersteten, kehrten am Tage des 
Kampfes um.
PSA 78:10 Sie hielten den Bund Gottes nicht und wollten nicht nach seinem 
Gesetze wandeln.
PSA 78:11 Sie vergaen seine groen Thaten und seine Wunder, die er sie 
hatte schauen lassen.
PSA 78:12 Vor ihren Vtern hatte er Wunder gethan in gypten, im Gefilde 
von Zoan.
PSA 78:13 Er spaltete das Meer und lie sie hindurchgehn und stellte die 
Wasser auf wie einen Damm.
PSA 78:14 Er leitete sie tagsber mit der Wolke, die ganze Nacht hindurch 
mit feurigem Schein.
PSA 78:15 Er spaltete Felsen in der Wste und trnkte sie wie mit Fluten 
in Flle.
PSA 78:16 Er lie Bche aus dem Felsen hervorgehn und Wasser in Strmen 
herabflieen.
PSA 78:17 Dennoch sndigten sie weiter gegen ihn, indem sie sich in der 
Wste gegen den Hchsten emprten.
PSA 78:18 Sie versuchten Gott in ihrem Herzen, indem sie Speise fr ihr 
Gelsten forderten.
PSA 78:19 Sie redeten wider Gott und sprachen: Kann wohl Gott in der 
Wste einen Tisch anrichten?
PSA 78:20 Wohl schlug er den Felsen, da Wasser strmten, und Bche sich 
ergossen; vermag er wohl auch Brot zu geben oder seinem Volke Fleisch zu 
verschaffen?
PSA 78:21 Darum, als Jahwe das hrte, entrstete er sich, und Feuer 
entzndete sich wider Jakob, und Zorn stieg herauf ber Israel,
PSA 78:22 weil sie Gotte nicht glaubten und auf seine Hilfe nicht 
vertrauten.
PSA 78:23 Und er gebot den Wolken droben und ffnete die Thren des 
Himmels,
PSA 78:24 lie Manna auf sie regnen, da sie zu essen htten, und verlieh 
ihnen Himmelskorn.
PSA 78:25 Engelbrot hatte jedermann zu essen; er sandte ihnen Zehrung in 
Flle.
PSA 78:26 Er lie den Ostwind am Himmel aufbrechen und fhrte durch seine 
Strke den Sdwind herbei.
PSA 78:27 Er lie Fleisch auf sie regnen wie Staub und beflgelte Vgel 
wie Sand am Meer.
PSA 78:28 Mitten in sein Lager lie er sie fallen, rings um seine Wohnung 
her.
PSA 78:29 Da aen sie und wurden grndlich satt, und er befriedigte ihr 
Gelst.
PSA 78:30 Noch hatten sie sich ihres Gelstes nicht entschlagen - sie 
hatten ihre Speise noch im Mund -PSA 78:31 da stieg der Zorn Gottes ber 
sie herauf und wrgte unter ihren Fetten und streckte die Jnglinge 
Israels nieder.
PSA 78:32 Trotz alledem sndigten sie weiter und glaubten nicht an seine 
Wunder.
PSA 78:33 Darum lie er ihre Tage wie einen Hauch dahinschwinden und ihre 
Jahre in bestrzender Schnelle.
PSA 78:34 Wenn er sie wrgte, so fragten sie nach ihm und wendeten sich 
zurck zu Gott
PSA 78:35 und gedachten daran, da Gott ihr Fels und Gott, der Hchste, 
ihr Erlser sei.
PSA 78:36 Sie beschwatzten ihn mit ihrem Munde und logen ihm mit ihrer 
Zunge;
PSA 78:37 aber ihr Sinn war ihm gegenber nicht fest, und sie hielten 
nicht treulich an seinem Bund,
PSA 78:38 whrend doch er barmherzig war, Schuld vergab und sie nicht 
vertilgte, gar oft von seinem Zorn ablie und nicht seinen ganzen Grimm 
aufbot.
PSA 78:39 Denn er gedachte daran, da sie Fleisch seien, ein Hauch, der 
dahinfhrt und nicht wiederkommt.
PSA 78:40 Wie oft emprten sie sich gegen ihn in der Wste, betrbten sie 
ihn in der Einde!
PSA 78:41 Immer wieder versuchten sie Gott und krnkten den Heiligen 
Israels.
PSA 78:42 Sie gedachten nicht an seine gewaltige Hand, an den Tag, da er 
sie vom Feinde befreit hatte,
PSA 78:43 da er seine Zeichen in gypten hinstellte und seine Wunder im 
Gefilde von Zoan.
PSA 78:44 Denn er verwandelte ihre Strme in Blut und ihre Bche, damit 
sie nicht trinken knnten.
PSA 78:45 Er sandte Hundsfliegen gegen sie, die fraen sie, und Frsche, 
die verderbten sie.
PSA 78:46 Er gab ihr Gewchs dem Ungeziefer preis und was sie erarbeitet, 
der Heuschrecke.
PSA 78:47 Er erschlug ihre Weinstcke mit Hagel und ihre 
Maulbeerfeigenbume mit Schloen.
PSA 78:48 Er gab ihr Vieh dem Hagel preis und ihre Herden den Blitzen.
PSA 78:49 Er entsandte wider sie die Glut seines Zorns, Wut und Grimm und 
Drangsal, eine Schar von Unglcksengeln.
PSA 78:50 Er lie seinem Zorne freien Lauf, entzog ihre Seele nicht dem 
Tod und berlieferte ihr Leben der Pest.
PSA 78:51 Er schlug alle Erstgeburt in gypten, die Erstlinge der 
Manneskraft in den Zelten Hams.
PSA 78:52 Und er lie sein Volk ausziehen wie Schafe und leitete sie in 
der Wste wie eine Herde.
PSA 78:53 Er fhrte sie sicher, und sie brauchten sich nicht zu frchten; 
ihre Feinde aber bedeckte das Meer.
PSA 78:54 Er brachte sie in sein heiliges Gebiet, zu dem Berge, den seine 
Rechte erworben hatte.
PSA 78:55 Er vertrieb vor ihnen Vlker, verloste ihr Land zum erblichen 
Besitz und lie in ihren Zelten die Stmme Israels wohnen.
PSA 78:56 Aber sie versuchten Gott, den Hchsten, und emprten sich gegen 
ihn und hielten seine Gebote nicht.
PSA 78:57 Sie wandten sich ab und waren treulos wie ihre Vter, wandelten 
sich, wie ein trgerischer Bogen.
PSA 78:58 Sie erzrnten ihn mit ihren Hhen und erregten seinen Eifer 
durch ihre Bilder.
PSA 78:59 Da Gott das vernahm, entrstete er sich und verwarf Israel 
vllig.
PSA 78:60 Er gab die Wohnung zu Silo preis, das Zelt, wo er unter den 
Menschen wohnte,
PSA 78:61 lie seine Macht in die Gefangenschaft wandern und seine Zier in 
die Gewalt des Feindes.
PSA 78:62 Er gab sein Volk dem Schwerte preis und entrstete sich ber 
sein Besitztum.
PSA 78:63 Seine Jnglinge fra das Feuer, und seine Jungfrauen blieben 
ohne Hochzeitslied.
PSA 78:64 Seine Priester fielen durch das Schwert, und seine Witwen 
hielten keine Totenklage.
PSA 78:65 Da erwachte der Herr wie ein Schlafender, wie ein Held, der vom 
Weine besiegt ward.
PSA 78:66 Und er schlug seine Feinde zurck: ewige Schmach brachte er ber 
sie.
PSA 78:67 Und er verwarf das Zelt Josephs und erwhlte nicht den Stamm 
Ephraim,
PSA 78:68 sondern erwhlte den Stamm Juda, den Berg Zion, den er 
liebgewonnen.
PSA 78:69 Und er baute so fest wie die Himmelshhen sein Heiligtum, wie 
die Erde, die er fr die Ewigkeit gegrndet hat.
PSA 78:70 Er erwhlte seinen Knecht David und nahm ihn von den Schafhrden 
hinweg.
PSA 78:71 Von den sugenden Schafen holte er ihn weg, da er sein Volk 
Jakob weide und Israel, sein Besitztum.
PSA 78:72 Und er weidete sie in Herzenseinfalt und fhrte sie mit kluger 
Hand.
PSA 79:1 Ein Psalm Asaphs. Gott, Heiden sind in dein Eigentum eingefallen, 
haben deinen heiligen Tempel verunreinigt, Jerusalem zu einem 
Trmmerhaufen gemacht.
PSA 79:2 Sie haben die Leichen deiner Knechte den Vgeln unter dem Himmel 
zu fressen gegeben und das Fleisch deiner Frommen den wilden Tieren.
PSA 79:3 Sie haben ihr Blut vergossen wie Wasser, rings um Jerusalem her, 
und niemand begrub.
PSA 79:4 Wir sind ein Hohn fr unsere Nachbarn, ein Spott und Schimpf fr 
unsere Umgebung.
PSA 79:5 Wie lange, Jahwe, willst du fr immer zrnen, soll dein Eifer wie 
Feuer brennen?
PSA 79:6 Giee deinen Grimm ber die Vlker aus, die von dir nichts wissen 
wollen, und ber die Knigreiche, die deinen Namen nicht anrufen.
PSA 79:7 Denn sie haben Jakob gefressen und seine Aue verwstet.
PSA 79:8 Rechne uns nicht die Verschuldungen der Vorfahren zu; eilends 
komme uns dein Erbarmen entgegen, denn wir sind ganz geschwcht.
PSA 79:9 Hilf uns, o Gott, der du unser Heil bist, um der Ehre deines 
Namens willen, und errette uns und vergieb uns unsere Snden um deines 
Namens willen!
PSA 79:10 Warum doch sollen die Heiden sagen: Wo ist nun ihr Gott? Mge an 
den Heiden vor unseren Augen kund werden die Rache fr das vergossene Blut 
deiner Knechte!
PSA 79:11 La das Seufzen der Gefangenen vor dich kommen, befreie kraft 
deines gewaltigen Arms die dem Tode Verfallenen
PSA 79:12 und vergilt unseren Nachbarn siebenfltig in ihren Busen die 
Lsterung, mit der sie dich, o Herr, gelstert haben!
PSA 79:13 Wir aber, dein Volk und die Schafe deiner Weide, wollen dir ewig 
danken, allen knftigen Geschlechtern deinen Ruhm verkndigen.
PSA 80:1 Dem Musikmeister, nach Lilien. Ein Zeugnis Asaphs. Ein Psalm.
PSA 80:2 Hirte Israels, vernimm! Der du Joseph leitest, wie Schafe, der du 
ber den Keruben thronst, glnze auf!
PSA 80:3 Vor Ephraim und Benjamin und Manasse her biete deine Macht auf 
und komm uns zu Hilfe!
PSA 80:4 Gott, stelle uns wieder her und la dein Angesicht leuchten, da 
uns geholfen werde!
PSA 80:5 Jahwe, Gott der Heerscharen, wie lange zrnst du bei dem Gebete 
deines Volks?
PSA 80:6 Du speistest sie mit Thrnenbrot und trnktest sie in reichem 
Mae mit Thrnen.
PSA 80:7 Du machtest uns zum Zankapfel fr unsere Nachbarn, und unsere 
Feinde treiben ihren Spott.
PSA 80:8 Gott der Heerscharen, stelle uns wieder her und la dein 
Angesicht leuchten, da uns geholfen werde!
PSA 80:9 Einen Weinstock hobst du aus gypten aus, vertriebst Heiden und 
pflanztest ihn dafr ein.
PSA 80:10 Du machtest Raum vor ihm, und er wurzelte ein und fllte das 
Land.
PSA 80:11 Die Berge wurden von seinem Schatten bedeckt, und die Cedern 
Gottes von seinen Zweigen.
PSA 80:12 Er entsandte seine Ranken bis ans Meer und seine Schlinge bis 
zum Euphratstrom.
PSA 80:13 Warum hast du seine Mauern eingerissen, da ihn alle, die des 
Wegs vorberkommen, zerpflcken?
PSA 80:14 Der Eber aus dem Walde frit ihn ab, und was sich auf dem Felde 
regt, weidet ihn ab.
PSA 80:15 Gott der Heerscharen, kehre doch wieder! Blicke vom Himmel herab 
und sieh darein und nimm dich dieses Weinstocks an
PSA 80:16 und des Setzlings, den deine Rechte gepflanzt, und des 
Schlings, den du dir krftig aufgezogen hast!
PSA 80:17 Er ist mit Feuer verbrannt, ist abgeschnitten; vor dem Drohen 
deines Angesichts vergehen sie!
PSA 80:18 Deine Hand sei ber dem Manne deiner Rechten, ber dem 
Menschensohne, den du dir krftig aufgezogen hast.
PSA 80:19 So wollen wir nicht von dir weichen! Erhalte uns am Leben, so 
wollen wir deinen Namen anrufen!
PSA 80:20 Jahwe, Gott der Heerscharen, stelle uns wieder her! La dein 
Angesicht leuchten, da uns geholfen werde!
PSA 81:1 Dem Musikmeister, nach der gattitischen. Von Asaph.
PSA 81:2 Jauchzet Gott, der unsere Strke ist, jubelt dem Gotte Jakobs zu!
PSA 81:3 Stimmt Gesang an und lat die Handpauke ertnen, die liebliche 
Zither samt der Harfe.
PSA 81:4 Stot am Neumond in die Posaune, am Vollmond auf den Tag unseres 
Festes.
PSA 81:5 Denn das ist eine Satzung fr Israel, ein Recht des Gottes Jakobs.
PSA 81:6 Er hat es als ein Zeugnis in Joseph festgesetzt, als er gegen 
gypten auszog; eine Sprache, die ich zuvor nicht kannte, vernehme ich:
PSA 81:7 Ich habe seinen Nacken von der Last befreit, seine Hnde sind 
des Lastkorbes ledig.
PSA 81:8 In der Not riefst du mich an und ich rettete dich; ich erhrte 
dich im Donnergewlk, prfte dich am Haderwasser. Sela.
PSA 81:9 Hre, mein Volk, damit ich dich vermahne, Israel, mchtest du 
auf mich hren!
PSA 81:10 Es soll unter dir kein anderer Gott sein, einen fremden Gott 
darfst du nicht anbeten.
PSA 81:11 Ich, Jahwe, bin dein Gott, der dich aus gypten hergefhrt hat: 
thue deinen Mund weit auf, damit ich ihn flle!
PSA 81:12 Aber mein Volk hrte nicht auf meine Stimme, und Israel hat mir 
nicht willfahrt.
PSA 81:13 Da berlie ich sie der Verstocktheit ihres Herzens; sie 
wandelten nach ihren eigenen Anschlgen.
PSA 81:14 O da doch mein Volk auf mich hren, Israel auf meinen Wegen 
wandeln wollte!
PSA 81:15 Wie leicht wollte ich ihre Feinde demtigen und meine Hand 
gegen ihre Drnger wenden.
PSA 81:16 Die Jahwe hassen, mten ihm schmeicheln, und ihre Zeit sollte 
ewig whren.
PSA 81:17 Mit dem besten Weizen wollte ich ihn speisen und dich mit Honig 
aus dem Felsen sttigen.
PSA 82:1 Ein Psalm Asaphs. Gott steht da in der Gottes-Versammlung, 
inmitten von Gttern hlt er Gericht.
PSA 82:2 Wie lange wollt ihr ungerecht richten und fr die Gottlosen 
Partei ergreifen? Sela.
PSA 82:3 Fhrt die Sache der Geringen und Verwaisten; den Elenden und 
Drftigen helft zum Recht!
PSA 82:4 Errettet die Geringen und Armen, befreit sie aus der Gewalt der 
Gottlosen!
PSA 82:5 Sie sind ohne Einsicht und ohne Verstand; in Finsternis gehen sie 
einher: es wanken alle Grundfesten der Erde.
PSA 82:6 Wohl habe ich gesagt: Ihr seid Gtter und insgesamt Shne des 
Hchsten:
PSA 82:7 Wahrlich, wie Menschen sollt ihr sterben und wie einer der 
Oberen fallen!
PSA 82:8 Auf, o Gott, richte die Erde; denn du bist Erbherr ber alle 
Heiden!
PSA 83:1 Ein Lied. Ein Psalm Asaphs.
PSA 83:2 O Gott, sei nicht lnger still; schweige nicht und bleibe nicht 
ruhig, o Gott!
PSA 83:3 Denn frwahr, deine Feinde toben, und die dich hassen, erheben 
das Haupt.
PSA 83:4 Wider dein Volk machen sie listigen Anschlag und beraten sich 
wider die von dir Geborgenen.
PSA 83:5 Sie sprechen: Wohlan, wir wollen sie vertilgen, da sie kein 
Volk mehr seien, und des Namens Israel fortan nicht mehr gedacht werde!
PSA 83:6 Denn sie haben sich einmtig beraten und schlossen einen Bund 
wider dich,
PSA 83:7 die Zelte Edoms und der Ismaeliter, Moabs und der Hagriter,
PSA 83:8 Gebal und Ammon und Amalek, Philista samt den Bewohnern von 
Tyrus.
PSA 83:9 Auch Assur hat sich zu ihnen geschlagen; sie leihen den Shnen 
Lots ihren Arm. Sela.
PSA 83:10 Thue ihnen, wie Midian, wie Sisera, wie Jabin am Bache Kison.
PSA 83:11 Sie wurden vertilgt bei Endor, wurden Dnger fr das Land.
PSA 83:12 Mache sie, ihre Edlen, wie Oreb und wie Seeb und alle ihre 
Frsten wie Sebah und Zalmunna.
PSA 83:13 Sie, die da sprachen: Wir wollen fr uns in Besitz nehmen die 
Auen Gottes!
PSA 83:14 Mein Gott, mache sie gleich wirbelndem Staube, gleich Stoppeln 
vor dem Winde.
PSA 83:15 Wie Feuer, das den Wald entzndet, und wie eine Flamme, die 
Berge verbrennt,
PSA 83:16 so verfolge sie mit deinem Wetter und schrecke sie mit deiner 
Windsbraut!
PSA 83:17 Mache ihr Angesicht voll Schmach, damit sie deinen Namen suchen, 
Jahwe.
PSA 83:18 La sie beschmt und erschreckt werden fr immer; la sie zu 
Schanden werden und zu Grunde gehn,
PSA 83:19 damit sie inne werden, da du Jahwe heiest, du allein erhaben 
bist ber die ganze Erde!
PSA 84:1 Dem Musikmeister, nach der gattitischen. Von den Korachiten. Ein 
Psalm.
PSA 84:2 Wie lieblich ist deine Wohnung, Jahwe der Heerscharen!
PSA 84:3 Meine Seele sehnte sich und schmachtete nach den Vorhfen Jahwes; 
mein Herz und mein Leib jubeln entgegen dem lebendigen Gott.
PSA 84:4 Hat doch der Vogel ein Haus gefunden, und die Schwalbe ein Nest, 
darein sie ihre Jungen gelegt hat: deine Altre, Jahwe der Heerscharen, 
mein Knig und mein Gott!
PSA 84:5 Wohl denen, die in deinem Hause wohnen; fort und fort preisen sie 
dich! Sela.
PSA 84:6 Wohl dem Menschen, der in dir seine Strke hat, wenn sie auf 
Pilgerfahrten sinnen.
PSA 84:7 Wenn sie durch das Thrnenthal gehen, machen sie es zu einem 
Quellort; ja, der Frhregen bedeckt es mit Segen.
PSA 84:8 Sie wandern von Kraft zu Kraft; er erscheint vor Gott auf dem 
Zion.
PSA 84:9 Jahwe, Gott der Heerscharen, hre mein Gebet, vernimm es, Gott 
Jakobs! Sela.
PSA 84:10 Gott, unser Schild, schau her und blicke auf das Antlitz deines 
Gesalbten!
PSA 84:11 Denn ein Tag in deinen Vorhfen ist besser als sonst tausend. 
Lieber will ich im Hause meines Gottes an der Schwelle stehen, als in den 
Zelten des Frevels wohnen.
PSA 84:12 Denn Jahwe Gott ist Sonne und Schild; Huld und Herrlichkeit 
verleiht Jahwe: kein Gut versagt er denen, die unstrflich wandeln.
PSA 84:13 Jahwe der Heerscharen, wohl dem Menschen, der auf dich vertraut!
PSA 85:1 Dem Musikmeister. Von den Korachiten. Ein Psalm.
PSA 85:2 Du hast dein Land begnadigt, Jahwe, hast das Geschick Jakobs 
gewendet.
PSA 85:3 Du hast die Verschuldung deines Volks hinweggenommen, hast alle 
ihre Snde vergeben. Sela.
PSA 85:4 Du hast allen deinen Grimm zurckgezogen, hast abgelassen von der 
Glut deines Zorns.
PSA 85:5 Stelle uns wieder her, Gott, der du unsere Hilfe bist, und la 
deinen Unmut gegen uns fahren.
PSA 85:6 Willst du denn ewig ber uns zrnen, deinen Zorn auf alle 
knftigen Geschlechter ausdehnen?
PSA 85:7 Willst du uns nicht wieder aufleben lassen, da sich dein Volk 
ber dich freuen mge?
PSA 85:8 Jahwe, la uns deine Gnade schauen und schenke uns dein Heil!
PSA 85:9 Ich will doch hren, was Gott Jahwe redet; er redet von Frieden 
zu seinem Volk und zu seinen Frommen und zu denen, die ihr Herz ihm 
zuwenden.
PSA 85:10 Ja, seine Hilfe ist nahe denen, die ihn frchten, da 
Herrlichkeit in unserem Lande wohne.
PSA 85:11 Gnade und Treue begegnen einander, Gerechtigkeit und Friede 
kssen sich.
PSA 85:12 Treue sprot aus der Erde hervor, und Gerechtigkeit schaut vom 
Himmel herab.
PSA 85:13 Ja, Jahwe wird Gutes gewhren, und unser Land wird sein Gewchs 
geben.
PSA 85:14 Gerechtigkeit geht vor ihm her und achtet auf die Richtung 
seiner Tritte.
PSA 86:1 Ein Gebet Davids. Neige, Jahwe, dein Ohr, erhre mich, denn ich 
bin elend und arm!
PSA 86:2 Bewahre meine Seele, denn ich bin fromm; hilf du, mein Gott, 
deinem Knechte, der auf dich vertraut.
PSA 86:3 Sei mir gndig, Herr, denn zu dir rufe ich allezeit.
PSA 86:4 Erfreue die Seele deines Knechtes, denn zu dir, Herr, erhebe ich 
meine Seele.
PSA 86:5 Denn du, Herr, bist gtig und willig, zu vergeben, und reich an 
Huld gegen alle, die dich anrufen.
PSA 86:6 Vernimm, Jahwe, mein Gebet und merke auf mein lautes Flehen!
PSA 86:7 Zur Zeit meiner Not rufe ich dich an, denn du erhrst mich.
PSA 86:8 Herr, dir ist keiner gleich unter den Gttern, und nichts gleicht 
deinen Werken.
PSA 86:9 Alle Vlker, die du geschaffen hast, werden kommen und sich vor 
dir niederwerfen, Herr, und deinem Namen Ehre geben.
PSA 86:10 Denn du bist gro und thust Wunder, du, o Gott, allein!
PSA 86:11 Lehre mich, Jahwe, deinen Weg, da ich in Treue gegen dich 
wandle; mein Herz freut sich daran, deinen Namen zu frchten.
PSA 86:12 Ich will dich preisen, Herr, mein Gott, von ganzem Herzen und 
deinen Namen immerdar ehren.
PSA 86:13 Denn deine Gnade ist gro ber mir, und du hast meine Seele aus 
der Unterwelt drunten errettet.
PSA 86:14 Gott, Vermessene haben sich wider mich erhoben, und eine Rotte 
Gewaltthtiger trachtet mir nach dem Leben, und haben dich nicht vor Augen.
PSA 86:15 Du aber, o Herr, bist ein barmherziger und gndiger Gott, 
langsam zum Zorn und reich an Huld und Treue.
PSA 86:16 Wende dich zu mir und sei mir gndig; verleihe deinem Knechte 
deine Strke und hilf dem Sohne deiner Magd!
PSA 86:17 Thue an mir ein Zeichen zum Guten, da es sehen, die mich 
hassen, und beschmt werden, da du, Jahwe, mir beigestanden und mich 
getrstet hast.
PSA 87:1 Von den Korachiten. Ein Psalm. Ein Lied. Seine Grndung liegt auf 
heiligen Bergen.
PSA 87:2 Jahwe liebt die Thore Zions mehr, denn alle anderen Wohnsttten 
Jakobs.
PSA 87:3 Herrliches ist von dir verheien, du Stadt Gottes! Sela.
PSA 87:4 Ich nenne Rahab und Babel meine Bekenner, ja Philista und Tyrus 
samt Kusch: dieser ist dort geboren!
PSA 87:5 Aber von Zion wird es heien: Mann fr Mann ist in ihr geboren 
und er, der Hchste, festigt sie.
PSA 87:6 Jahwe wird zhlen, wenn er die Vlker verzeichnet: Dieser ist 
dort geboren. Sela.
PSA 87:7 Und man singt, wie solche, die den Reigen tanzen; alle meine 
Quellen sind in dir.
PSA 88:1 Ein Lied. Ein Psalm, der Korachiten. Dem Musikmeister, nach 
Krankheit, zum Singen. Ein Maskil Hemans, des Esrachiten.
PSA 88:2 Jahwe, mein Gott, tagsber rufe ich um Hilfe, in der Nacht 
schreie ich vor dir.
PSA 88:3 La mein Gebet vor dich kommen, neige meinem Flehen dein Ohr!
PSA 88:4 Denn meine Seele ist mit Leiden gesttigt, und mein Leben ist der 
Unterwelt nahe.
PSA 88:5 Ich werde denen zugezhlt, die in die Grube hinabfuhren; ich 
gleiche einem kraftlosen Manne.
PSA 88:6 Unter die Toten werde ich gerechnet, gleich Erschlagenen, die im 
Grabe liegen, deren du nicht mehr gedenkst, indem sie von deiner Hand 
geschieden sind.
PSA 88:7 Du hast mich in die unterste Grube gelegt, in dichte Finsternis, 
in groe Tiefe.
PSA 88:8 Auf mir lastet dein Grimm, und alle deine Wogen drcken mich 
nieder. Sela.
PSA 88:9 Du hast meine Bekannten von mir entfernt, hast mich zum Abscheu 
fr sie gemacht; ich bin eingeschlossen und kann nicht hinauskommen.
PSA 88:10 Mein Auge verschmachtet vor Elend; ich rufe dich, Jahwe, an 
jedem Tage, ich breite meine Hnde zu dir aus.
PSA 88:11 Wirst du an den Toten Wunder thun, oder werden die Schatten 
auferstehen, um dich zu preisen? Sela.
PSA 88:12 Wird deine Gnade im Grabe verkndigt, deine Treue im Abgrund?
PSA 88:13 Werden deine Wunder in der Finsternis kund und deine 
Gerechtigkeit im Lande des Vergessens?
PSA 88:14 Ich aber schreie zu dir, Jahwe, und mein Gebet kommt des Morgens 
vor dich.
PSA 88:15 Warum verwirfst du, Jahwe, meine Seele, verbirgst vor mir dein 
Angesicht?
PSA 88:16 Ich bin elend und hinsterbend von Jugend auf; ich trage deine 
Schrecken, ich ermatte.
PSA 88:17 Deine Gluten sind ber mich ergangen, deine Schrecken haben mich 
vernichtet.
PSA 88:18 Sie umgeben mich allezeit wie Wasser, umringen mich insgesamt.
PSA 88:19 Freunde und Gefhrten hast du von mir entfernt; meine Bekannten 
sind Finsternis.
PSA 89:1 Ein Maskil Ethans, des Esrachiten.
PSA 89:2 Die Gnadenerweisungen Jahwes will ich immerdar besingen, will 
deine Treue allen knftigen Geschlechtern mit meinem Munde verkndigen.
PSA 89:3 Denn du sprachst: Auf ewig wird die Gnadenverheiung aufgebaut; 
auf den Himmel grndetest du deine Treue.
PSA 89:4 Ich habe meinen Erwhlten eine Zusicherung gegeben, habe meinem 
Knechte David geschworen:
PSA 89:5 Auf ewig will ich deine Nachkommenschaft fest gegrndet sein 
lassen und fr alle knftigen Geschlechter deinen Thron erbauen. Sela.
PSA 89:6 Und es preist der Himmel deine Wunder, Jahwe, und deine Treue in 
der Versammlung der Heiligen.
PSA 89:7 Denn wer im Gewlke gleicht Jahwe, ist Jahwe hnlich unter den 
Gttershnen?
PSA 89:8 dem Gotte, der beraus schrecklich im Rate der Heiligen und 
furchtbar ber alle um ihn her.
PSA 89:9 Jahwe, du Gott der Heerscharen, wer ist wie du gewaltig, Jah? Und 
deine Treue ist rings um dich her.
PSA 89:10 Du beherrschest den bermut des Meers; wenn sich seine Wellen 
erheben, du stillst sie.
PSA 89:11 Du hast Rahab wie einen Erschlagenen zermalmt; mit deinem 
starken Arm zerstreutest du deine Feinde.
PSA 89:12 Dein ist der Himmel, dein auch die Erde; der Erdkreis und was 
ihn fllt, - du hast sie gegrndet.
PSA 89:13 Nord und Sd, du hast sie geschaffen, Thabor und Hermon jubeln 
ber deinen Namen.
PSA 89:14 Du hast einen Arm voller Kraft; stark ist deine Hand, hoch 
erhoben deine Rechte.
PSA 89:15 Gerechtigkeit und Recht ist die Grundfeste deines Throns, Gnade 
und Treue gehen vor dir her.
PSA 89:16 Wohl dem Volke, das Jubelruf kennt, das, o Jahwe, im Lichte 
deines Angesichts wandelt!
PSA 89:17 ber deinen Namen frohlocken sie allezeit und stehen gro da 
durch deine Gerechtigkeit.
PSA 89:18 Denn du bist ihre starke Zier, und durch deine Gunst ist unser 
Horn hoch erhoben.
PSA 89:19 Denn Jahwe gehrt unser Schild und dem Heiligen Israels unser 
Knig.
PSA 89:20 Damals redetest du im Gesichte zu deinem Frommen und sprachst: 
Ich habe ein Diadem auf einen Helden gelegt, einen Erwhlten aus dem Volk 
emporgezogen.
PSA 89:21 Ich habe David, meinen Knecht, gefunden, mit meinem heiligen l 
ihn gesalbt,
PSA 89:22 ihn, mit dem meine Hand bestndig sein, und den mein Arm 
strken wird.
PSA 89:23 Kein Feind soll ihn bercken, noch ein Ruchloser ihn 
berwltigen.
PSA 89:24 Sondern ich will seine Bedrnger vor ihm her zermalmen und, die 
ihn hassen, will ich schlagen.
PSA 89:25 Meine Treue und Gnade sollen mit ihm sein, und durch meinen 
Namen soll sein Horn hoch erhoben sein.
PSA 89:26 Ich will machen, da seine Hand siegreich auf dem Meere liegt 
und seine Rechte auf den Strmen.
PSA 89:27 Er wird mich rufen: Mein Vater bist du, mein Gott und der Fels 
meines Heils!
PSA 89:28 Ja, zum Erstgebornen will ich ihn machen, zum Hchsten unter 
den Knigen der Erde.
PSA 89:29 Auf ewig will ich ihm meine Gnade bewahren, und meine 
Zusicherung bleibt ihm gewi.
PSA 89:30 Ich will seiner Nachkommenschaft ewigen Bestand verleihen und 
seinem Throne, so lange der Himmel whrt.
PSA 89:31 Wenn seine Shne mein Gesetz verlassen und nicht nach meinen 
Rechten wandeln,
PSA 89:32 wenn sie meine Satzungen entweihen und meine Gebote nicht 
halten,
PSA 89:33 so werde ich mit dem Stock ihr Vergehen ahnden und ihre 
Verschuldung mit Schlgen.
PSA 89:34 Aber meine Gnade will ich ihm nicht entziehen und werde meine 
Treue nicht brechen.
PSA 89:35 Ich will meine Zusicherung nicht entweihen und nicht ndern, 
was ber meine Lippen gegangen ist.
PSA 89:36 Einmal habe ich bei meiner Heiligkeit geschworen - ich werde 
David nimmermehr belgen! -:
PSA 89:37 Seine Nachkommenschaft soll ewig bestehen und sein Thron so 
wandellos vor mir wie die Sonne.
PSA 89:38 Gleich dem Monde soll er ewig bestehen, und der Zeuge im Gewlk 
ist zuverlssig! Sela.
PSA 89:39 Und doch hast du verworfen und verschmht, bist gegen deinen 
Gesalbten ergrimmt.
PSA 89:40 Du verabscheust die Zusicherung an deinen Knecht, hast sein 
Diadem entweiht und zu Boden getreten.
PSA 89:41 Du hast alle seine Mauern niedergerissen, alle seine Bollwerke 
in Trmmer gelegt.
PSA 89:42 Alle, die des Wegs vorberkamen, haben ihn geplndert; er ward 
zum Hohn fr seine Nachbarn.
PSA 89:43 Du lieest die Rechte seiner Bedrnger siegreich sein, 
erfreutest alle seine Feinde.
PSA 89:44 Du lieest die Schneide seines Schwerts zurckweichen und 
lieest ihn im Kampfe nicht aufkommen.
PSA 89:45 Du hast seinem Glanz ein Ende gemacht und seinen Thron zu Boden 
gestrzt.
PSA 89:46 Du hast die Tage seiner Jugend verkrzt, hast ihn mit Schande 
umhllt. Sela.
PSA 89:47 Wie lange, Jahwe, willst du dich fr immer verbergen, und soll 
dein Grimm wie Feuer brennen?
PSA 89:48 Gedenke doch, wie kurz mein Leben ist, zu welchem Nichts du alle 
Menschenkinder geschaffen hast!
PSA 89:49 Wo wre einer, der leben bliebe und den Tod nicht she, der sein 
Leben aus der Gewalt der Unterwelt erretten knnte? Sela.
PSA 89:50 Wo sind, o Herr, deine frheren Gnadenverheiungen, die du David 
kraft deiner Treue geschworen hast?
PSA 89:51 Gedenke, Herr, der Schmach deiner Knechte, da ich in meinem 
Busen den ganzen Hohn der Vlker trage,
PSA 89:52 womit deine Feinde, Jahwe, gehhnt haben, womit sie gehhnt 
haben die Fuspuren deines Gesalbten!
PSA 89:53 Gepriesen sei Jahwe in Ewigkeit. Amen, Amen!
PSA 90:1 Ein Gebet Moses, des Mannes Gottes. Herr, du warst eine 
Schutzwehr fr uns durch alle Geschlechter.
PSA 90:2 Ehe die Berge geboren, und die Erde und der Erdkreis 
hervorgebracht wurden und von Ewigkeit zu Ewigkeit bist du, o Gott.
PSA 90:3 Du lssest den Menschen zum Staube zurckkehren und sprichst: 
Kehrt zurck, ihr Menschenkinder!
PSA 90:4 Denn tausend Jahre sind in deinen Augen wie der gestrige Tag - 
denn sie fahren dahin! - und wie eine Wache in der Nacht.
PSA 90:5 Hast du sie hinweggeschwemmt, so sind sie wie ein Schlaf am 
Morgen, wie das Gras, das schnell vergeht.
PSA 90:6 Am Morgen blht es, um schnell zu vergehen; am Abend wird es 
abgeschnitten und verdorrt.
PSA 90:7 Denn wir sind durch deinen Zorn dahingeschwunden und durch deinen 
Grimm hinweggeschreckt.
PSA 90:8 Du hast unsere Verschuldungen vor dich gestellt, unsere 
verborgenen Snden in das Licht deines Angesichts.
PSA 90:9 Denn alle unsere Tage sind in deinem Grimm dahingeschwunden, wir 
haben unsere Jahre wie einen Seufzer verbracht.
PSA 90:10 Unser Leben whrt siebzig Jahre, und ihr Geprnge ist Mhsal und 
Nichtigkeit; denn es ging eilend vorber, und wir flogen davon.
PSA 90:11 Wer erkennt die Strke deines Zorns und wer frchtet die Gewalt 
deines Grimms?
PSA 90:12 Unsere Tage zu zhlen, das lehre uns, damit wir ein weises Herz 
gewinnen!
PSA 90:13 Kehre wieder, Jahwe - wie lange willst du verziehen? - und habe 
Mitleid mit deinen Knechten!
PSA 90:14 Sttige uns am Morgen mit deiner Gnade, da wir jubeln und 
frhlich seien unser Leben lang!
PSA 90:15 Erfreue uns so viele Tage als du uns gebeugt, so viele Jahre als 
wir Unglck erlebt haben.
PSA 90:16 Mchte deinen Knechten dein Thun erscheinen, und deine 
Herrlichkeit ihren Kindern.
PSA 90:17 Und die Huld Jahwes unseres Gottes sei ber uns, und das Werk 
unserer Hnde frdere bei uns; ja, frdere das Werk unserer Hnde!
PSA 91:1 Wohl dem, der im Schirme des Hchsten sitzt, im Schatten des 
Allmchtigen weilt,
PSA 91:2 der zu Jahwe spricht: Meine Zuflucht und meine Burg, mein Gott, 
auf den ich vertraue!
PSA 91:3 Denn er errettet dich aus der Schlinge des Vogelstellers, aus der 
verderblichen Pest.
PSA 91:4 Mit seinem Fittige bedeckt er dich, und unter seinen Flgeln 
birgst du dich: seine Treue ist Schild und Schirm.
PSA 91:5 Du brauchst dich nicht zu frchten vor dem Grauen der Nacht, noch 
vor dem Pfeil, der am Tage fliegt,
PSA 91:6 vor der Pest, die im Finstern schleicht, vor der Seuche, die am 
hellen Mittag verwstet.
PSA 91:7 Ob tausend zu deiner Seite fallen, und zehntausend zu deiner 
Rechten, an dich tritt sie nicht heran.
PSA 91:8 Vielmehr, mit eignen Augen wirst du es schauen und sehen, wie den 
Gottlosen vergolten wird,
PSA 91:9 weil du gesagt hast: Du, Jahwe, bist meine Zuflucht, den 
Hchsten zu deiner Schutzwehr gemacht hast.
PSA 91:10 Es wird dir kein Unheil begegnen, noch eine Plage deinem Zelte 
nahen.
PSA 91:11 Denn er wird seine Engel fr dich entbieten, da sie dich auf 
allen deinen Wegen behten.
PSA 91:12 Auf den Hnden werden sie dich tragen, da du mit deinem Fue 
nicht an einen Stein stoest.
PSA 91:13 ber Lwen und Ottern wirst du schreiten, junge Lwen und 
Drachen zertreten.
PSA 91:14 Weil er an mir hngt, so will ich ihn erretten, will ihn 
erhhen, weil er meinen Namen kennt.
PSA 91:15 Er wird mich anrufen, und ich werde ihn erhren; ich bin bei 
ihm in der Not: ich will ihn herausreien und zu Ehren bringen.
PSA 91:16 Mit langem Leben will ich ihn sttigen und ihn schauen lassen 
mein Heil!
PSA 92:1 Ein Psalm. Ein Lied, fr den Sabbattag.
PSA 92:2 Kstlich ist's, Jahwe zu danken und deinem Namen zu lobsingen, du 
Hchster,
PSA 92:3 am Morgen deine Gnade zu verkndigen und deine Treue in den 
Nchten
PSA 92:4 zum zehnsaitigen Psalter und zur Harfe, zu Saitenspiel auf der 
Zither.
PSA 92:5 Denn du hast mich frhlich gemacht, Jahwe, durch dein Thun; ich 
juble ber die Werke deiner Hnde.
PSA 92:6 Wie sind deine Werke so gro, Jahwe, deine Gedanken so sehr tief!
PSA 92:7 Der tierische Mensch erkennt es nicht, und der Thor begreift es 
nicht.
PSA 92:8 Wenn die Gottlosen wie das Gras sprossen, und alle belthter 
blhen, so geschieht das, damit sie fr immer vertilgt werden.
PSA 92:9 Du aber, Jahwe, thronst auf ewig in der Himmelshhe.
PSA 92:10 Denn frwahr, deine Feinde, Jahwe, denn frwahr, deine Feinde 
werden vergehen, alle belthter werden sich zerstreuen.
PSA 92:11 Und du lieest mein Horn hoch erhoben sein wie das eines 
Wildochsen, krftigtest mein Alter durch frisches l.
PSA 92:12 Mein Auge blickte mit Lust auf meine Feinde, und meine Ohren 
hrten ihre Freude an den Bsewichtern, die sich wider mich erhoben hatten.
PSA 92:13 Der Fromme sprot wie die Palme; er wchst wie die Ceder auf dem 
Libanon.
PSA 92:14 Im Tempel Jahwes gepflanzt, treiben sie in den Vorhfen unseres 
Gottes Sprossen.
PSA 92:15 Noch im Alter tragen sie Frucht, sind saftvoll und frisch,
PSA 92:16 zu verknden, da Jahwe gerecht ist, mein Fels, an dem kein 
Unrecht ist.
PSA 93:1 Jahwe ward Knig! Mit Hoheit hat er sich angethan; Jahwe hat sich 
angethan, hat sich mit Strke gegrtet: auch hat er den Erdkreis 
gefestigt, da er nicht wankt.
PSA 93:2 Fest steht dein Thron von jeher, von Ewigkeit her bist du.
PSA 93:3 Es erhoben Strme, Jahwe, es erhoben Strme ihr Brausen; es 
erhoben Strme ihr Tosen.
PSA 93:4 Mehr als das Donnern gewaltiger majesttischer Wasser, mehr als 
die Meeresbrandung ist Jahwe majesttisch in der Himmelshhe.
PSA 93:5 Deine Zeugnisse sind beraus zuverlssig; deinem Tempel gebhrt 
Heiligkeit, Jahwe ist fr alle Zeiten.
PSA 94:1 Gott der Rache, Jahwe, Gott der Rache, strahle auf!
PSA 94:2 Erhebe dich, Richter der Erde, vergilt den bermtigen, was sie 
andern angethan.
PSA 94:3 Wie lange sollen die Gottlosen, Jahwe, wie lange sollen die 
Gottlosen frohlocken?
PSA 94:4 Sie geifern, fhren vermessene Reden; es berheben sich alle 
belthter.
PSA 94:5 Dein Volk, Jahwe, zermalmen sie und dein Besitztum bedrcken sie.
PSA 94:6 Witwen und Fremdlinge wrgen sie und die Waisen morden sie
PSA 94:7 und whnen: Jah sieht es nicht und der Gott Jakobs merkt es 
nicht.
PSA 94:8 Merkt doch auf, ihr Unvernnftigen im Volke! und ihr Thoren - 
wann wollt ihr klug werden?
PSA 94:9 Der das Ohr gepflanzt hat, sollte der nicht hren? der das Auge 
gebildet, sollte der nicht sehen?
PSA 94:10 Der Vlker in Zucht hlt, sollte der nicht strafen - er, der die 
Menschen Erkenntnis lehrt?
PSA 94:11 Jahwe kennt die Gedanken der Menschen, denn sie sind ein bloer 
Hauch.
PSA 94:12 Wohl dem Manne, den du zurechtweisest, Jah, und aus deinem 
Gesetze belehrst,
PSA 94:13 ihm Ruhe zu schaffen vor Unglckstagen, bis dem Gottlosen die 
Grube gegraben wird.
PSA 94:14 Denn Jahwe wird sein Volk nicht verstoen, noch sein Besitztum 
preisgeben.
PSA 94:15 Denn auf Gerechtigkeit wird der Rechtsspruch hinauskommen, und 
dem werden sich anschlieen alle, die redliches Sinnes sind.
PSA 94:16 Wer wird sich fr mich gegen die Bsewichter erheben, wer fr 
mich auftreten gegen die belthter?
PSA 94:17 Wre Jahwe nicht meine Hilfe, so lge meine Seele wohl schon in 
der Todesstille.
PSA 94:18 Wenn ich dachte: es wankt mein Fu! so sttzte mich deine Gnade, 
Jahwe.
PSA 94:19 Wenn der schweren Gedanken in meinem Innern viele waren, 
erquickten deine Trstungen meine Seele.
PSA 94:20 Hat der verderbliche Stuhl mit dir Gemeinschaft, der wider Recht 
und Gesetz Unheil schafft?
PSA 94:21 Sie scharen sich zusammen wider das Leben der Frommen und 
verurteilen unschuldiges Blut.
PSA 94:22 Aber Jahwe ward mir zur Burg, und mein Gott zu einem Felsen, der 
mir Zuflucht bot.
PSA 94:23 Und er vergalt ihnen ihren Frevel und vertilgt sie in ihrer 
Bosheit; es vertilgt sie Jahwe, unser Gott.
PSA 95:1 Kommt, lat uns Jahwe zujubeln, lat uns zujauchzen dem Felsen, 
der unser Heil.
PSA 95:2 Lat uns mit Dank vor sein Angesicht kommen und mit Gesngen ihm 
zujauchzen.
PSA 95:3 Denn ein groer Gott ist Jahwe und ein groer Knig ber alle 
Gtter,
PSA 95:4 er, in dessen Gewalt das Innerste der Erde, und dem die uersten 
Hhen der Berge gehren.
PSA 95:5 Sein ist das Meer, denn er hat es geschaffen, und seine Hnde 
haben das feste Land gebildet.
PSA 95:6 Kommt, lat uns niederfallen und uns beugen, lat uns knieen vor 
Jahwe, unserem Schpfer.
PSA 95:7 Denn er ist unser Gott, und wir sind das Volk, das er weidet, und 
die Schafe, die er mit seiner Hand leitet. Mchtet ihr doch heute auf 
seine Stimme hren!
PSA 95:8 Verhrtet euer Herz nicht, wie zu Meriba, wie am Tage von Massa 
in der Wste,
PSA 95:9 wo mich eure Vter versuchten, mich prften, obschon sie doch 
mein Thun gesehen!
PSA 95:10 Vierzig Jahre hatte ich Ekel an diesem Geschlecht; da sprach 
ich: Sie sind ein Volk irrenden Herzens; denn sie wollen nichts von 
meinen Wegen wissen.
PSA 95:11 Und so schwur ich in meinem Zorn: Sie sollen nicht zu meiner 
Ruhestatt gelangen!
PSA 96:1 Singt Jahwe ein neues Lied, singt Jahwe, alle Lande!
PSA 96:2 Singt Jahwe, preist seinen Namen! Verkndet von einem Tage zum 
andern sein Heil!
PSA 96:3 Erzhlt unter den Heiden seine Herrlichkeit, unter allen Vlkern 
seine Wunder.
PSA 96:4 Denn gro ist Jahwe und hoch zu loben; furchtbar ist er ber alle 
Gtter.
PSA 96:5 Denn alle Gtter der Vlker sind Gtzen, aber Jahwe hat den 
Himmel geschaffen.
PSA 96:6 Majestt und Hoheit sind vor seinem Angesicht, Strke und Pracht 
in seinem Heiligtum.
PSA 96:7 Gebt Jahwe, ihr Vlkergeschlechter, gebt Jahwe Herrlichkeit und 
Strke!
PSA 96:8 Gebt Jahwe die Herrlichkeit, die seinem Namen gebhrt; bringt 
Gaben und kommt zu seinen Vorhfen.
PSA 96:9 Werft euch nieder vor Jahwe in heiligem Schmuck, erzittert vor 
ihm, alle Lande!
PSA 96:10 Sprecht unter den Heiden: Jahwe ward Knig! Auch hat er den 
Erdkreis gefestigt, da er nicht wankt. Er richtet die Vlker, wie es 
recht ist.
PSA 96:11 Es freue sich der Himmel und die Erde frohlocke; es brause das 
Meer und was es fllt.
PSA 96:12 Es jauchze das Gefilde und alles, was darauf ist; alsdann werden 
jubeln alle Bume des Waldes
PSA 96:13 vor Jahwe, denn er kommt, denn er kommt, die Erde zu richten und 
die Vlker kraft seiner Treue.
PSA 97:1 Jahwe ward Knig! Es frohlocke die Erde, es sollen sich freuen 
zahlreiche Inseln!
PSA 97:2 Gewlk und Dunkel ist um ihn her; Gerechtigkeit und Recht ist die 
Grundfeste seines Throns.
PSA 97:3 Feuer geht vor ihm her und verbrennt ringsum seine Feinde.
PSA 97:4 Seine Blitze erleuchteten den Erdkreis; die Erde sah's und 
erzitterte.
PSA 97:5 Berge zerschmolzen wie Wachs vor Jahwe, vor dem Herrn der ganzen 
Erde.
PSA 97:6 Der Himmel verkndete seine Gerechtigkeit, und alle Vlker sahen 
seine Herrlichkeit.
PSA 97:7 Beschmt sind alle, die Bildern dienen, die sich der Gtzen 
berhmen: werft euch nieder vor ihm, all' ihr Gtter!
PSA 97:8 Zion hrte es und ward frhlich, und es frohlockten die Tchter 
Judas um deiner Gerichte willen, Jahwe.
PSA 97:9 Denn du, Jahwe, bist der Hchste auf der ganzen Erde, bist hoch 
erhaben ber alle Gtter.
PSA 97:10 Die ihr Jahwe liebt, hasset das Arge! Er bewahrt die Seelen 
seiner Frommen; aus der Gewalt der Gottlosen rettet er sie.
PSA 97:11 Licht geht den Frommen auf und Freude denen, die redliches 
Sinnes sind.
PSA 97:12 Freut euch, ihr Frommen, ber Jahwe und dankt seinem heiligen 
Namen!
PSA 98:1 Ein Psalm. Singt Jahwe ein neues Lied, denn er hat Wunder gethan: 
es half ihm seine Rechte und sein heiliger Arm.
PSA 98:2 Jahwe hat sein Heil kund gethan; vor den Augen der Vlker 
offenbarte er seine Gerechtigkeit.
PSA 98:3 Er gedachte seiner Gnade und Treue gegen das Haus Israel; alle 
Enden der Erde sahen das Heil unseres Gottes.
PSA 98:4 Jauchzt Jahwe, alle Lande; brecht in Jubel aus und lobsingt!
PSA 98:5 Lobsingt Jahwe mit der Zither, mit der Zither und lautem Gesang.
PSA 98:6 Mit Trompeten und Posaunenschall jauchzt vor dem Knig Jahwe!
PSA 98:7 Es brause das Meer und was es fllt, der Erdkreis und die darauf 
wohnen.
PSA 98:8 Die Strme sollen in die Hnde klatschen, die Berge insgesamt 
jubeln
PSA 98:9 vor Jahwe, denn er kommt, die Erde zu richten. Er wird den 
Erdkreis mit Gerechtigkeit richten und die Vlker, wie es recht ist.
PSA 99:1 Jahwe ward Knig - erzittern mssen die Vlker! der ber den 
Keruben thront - es wanke die Erde!
PSA 99:2 Jahwe ist gro in Zion und erhaben ist er ber alle Vlker.
PSA 99:3 Sie sollen deinen groen und furchtbaren Namen preisen: heilig 
ist er!
PSA 99:4 Du bist Knig und liebst Recht. Du hast aufgerichtet, was recht 
ist; Recht und Gerechtigkeit hast du an Jakob gebt.
PSA 99:5 Erhebt Jahwe, unsern Gott, und werft euch nieder vor dem Schemel 
seiner Fe: heilig ist er!
PSA 99:6 Mose und Aaron waren unter seinen Priestern, und Samuel unter 
denen, die seinen Namen anriefen; sie riefen zu Jahwe und er erhrte sie.
PSA 99:7 In der Wolkensule redete er zu ihnen; sie hatten seine Zeugnisse 
bewahrt und die Mahnung, die er ihnen gegeben.
PSA 99:8 Jahwe, unser Gott, du hast sie erhrt. Du warst ihnen ein 
verzeihender Gott und ein Rcher ihrer schlimmen Thaten.
PSA 99:9 Erhebt Jahwe, unsern Gott, und werft euch nieder vor seinem 
heiligen Berge. Denn heilig ist Jahwe, unser Gott!
PSA 100:1 Ein Psalm beim Dankopfer. Jauchzt Jahwe, alle Lande!
PSA 100:2 Dient Jahwe mit Freuden, kommt vor sein Angesicht mit Jubel!
PSA 100:3 Erkennt, da Jahwe Gott ist! Er hat uns gemacht und sein sind 
wir, sein Volk und die Schafe seiner Weide.
PSA 100:4 Geht in seine Thore mit Danken ein, in seine Vorhfe mit 
Lobgesang: danket ihm, preist seinen Namen!
PSA 100:5 Denn gtig ist Jahwe: ewig whrt seine Gnade, und bis in die 
fernsten Geschlechter seine Treue.
PSA 101:1 Von David. Ein Psalm. Von Gnade und Recht will ich singen; dir, 
Jahwe, will ich lobsingen.
PSA 101:2 Ich will acht haben auf redlichen Wandel, - wann wirst du zu mir 
kommen? - will in Herzenseinfalt wandeln inmitten meines Hauses.
PSA 101:3 Ich will mir nicht vor die Augen stellen heillose Dinge; 
bertretung zu ben, hasse ich, es soll mir nicht ankleben.
PSA 101:4 Falscher Sinn soll mir fern bleiben, vom Bsen will ich nichts 
wissen.
PSA 101:5 Wer seinen Nchsten heimlich verleumdet, den vertilge ich; wer 
hochmtig und aufgeblasenes Sinnes ist, den mag ich nicht.
PSA 101:6 Meine Augen sind auf die Treuen im Lande gerichtet, da sie bei 
mir wohnen; wer auf redlichem Wege wandelt, der soll mir dienen.
PSA 101:7 Keiner soll in meinem Hause wohnen, der Trug verbt; wer Lgen 
redet, soll nicht bestehn vor meinen Augen.
PSA 101:8 Alle Morgen will ich vertilgen alle Frevler im Lande, um 
auszurotten aus der Stadt Jahwes alle belthter.
PSA 102:1 Gebet eines Elenden, wenn er schmachtet und vor Jahwe seine 
Klage ausschttet.
PSA 102:2 Jahwe, hre mein Gebet und la mein Schreien vor dich kommen!
PSA 102:3 Verbirg dein Antlitz nicht vor mir, wenn mir angst ist! Neige 
dein Ohr zu mir; wenn ich rufe, eilends erhre mich!
PSA 102:4 Denn meine Tage sind wie ein Rauch verschwunden, und meine 
Gebeine sind wie von Brand durchglht.
PSA 102:5 Mein Herz ward versengt und verdorrte wie Gras; denn ich 
vergesse, mein Brot zu essen.
PSA 102:6 Von meinem lauten Sthnen klebt mein Gebein an meinem Fleisch.
PSA 102:7 Ich gleiche dem Pelikan in der Wste, bin wie ein Kuzlein in 
Ruinen.
PSA 102:8 Ich bin schlaflos und klage wie ein einsamer Vogel auf dem Dach.
PSA 102:9 Unaufhrlich lstern mich meine Feinde; die wider mich toben, 
schwren bei mir.
PSA 102:10 Denn ich esse Asche wie Brot und mische meinen Trank mit Thrnen
PSA 102:11 wegen deines Grimms und deines Zorns; denn du hast mich 
emporgehoben und hingeschleudert.
PSA 102:12 Meine Tage gleichen einem langgestreckten Schatten, und ich 
verdorre wie Gras.
PSA 102:13 Du aber, Jahwe, thronst ewig, und dein Name whrt durch alle 
Geschlechter.
PSA 102:14 Du wirst dich erheben, dich Zions zu erbarmen; denn es ist 
Zeit, sie zu begnadigen, denn die ihr bestimmte Frist ist eingetreten.
PSA 102:15 Denn deine Knechte hngen mit Liebe an ihren Steinen und 
jammern ber ihren Schutt.
PSA 102:16 Und die Heiden werden den Namen Jahwes frchten, und alle 
Knige der Erde deine Herrlichkeit,
PSA 102:17 weil Jahwe Zion wieder aufgebaut hat, erschienen ist in seiner 
Herrlichkeit,
PSA 102:18 sich dem Gebete des Nackten zugewendet und ihr Gebet nicht 
verschmht hat.
PSA 102:19 Aufgeschrieben werde solches vom kommenden Geschlecht, und das 
Volk, das geschaffen werden soll, preise Jahwe,
PSA 102:20 da er von seiner heiligen Hhe herabgeschaut, Jahwe vom Himmel 
auf die Erde geblickt hat,
PSA 102:21 um das Seufzen des Gefangenen zu hren, die dem Tode 
Verfallenen loszumachen,
PSA 102:22 da man in Zion den Namen Jahwes verknde und seinen Ruhm in 
Jerusalem,
PSA 102:23 wenn sich die Vlker allzumal versammeln und die Knigreiche, 
um Jahwe zu dienen.
PSA 102:24 Er hat auf dem Wege meine Kraft gebeugt, meine Lebenstage 
verkrzt.
PSA 102:25 Ich spreche: Mein Gott, nimm mich nicht hinweg in der Hlfte 
meiner Tage, du, dessen Jahre durch alle Geschlechter whren.
PSA 102:26 Du hast vor Zeiten die Erde gegrndet, und der Himmel ist 
deiner Hnde Werk.
PSA 102:27 Sie werden vergehen, du aber bleibst: Sie werden insgesamt wie 
ein Gewand zerfallen; wie ein Kleid wirst du sie wechseln, und sie werden 
dahinfahren.
PSA 102:28 Du aber bist derselbe, und deine Jahre nehmen kein Ende.
PSA 102:29 Die Kinder deiner Knechte werden sicher wohnen, und ihre 
Nachkommen bestndig vor dir bleiben.
PSA 103:1 Von David. Preise, meine Seele, Jahwe, und alles, was in mir 
ist, seinen heiligen Namen!
PSA 103:2 Preise, meine Seele, Jahwe, und vergi nicht, was er dir alles 
gethan hat!
PSA 103:3 Der dir alle deine Schuld vergab, alle deine Gebrechen heilte,
PSA 103:4 der dein Leben aus der Grube erlste, mit Gnade und 
Barmherzigkeit dich krnte,
PSA 103:5 der dein Verlangen mit Gutem sttigte; dem Adler gleich erneuert 
sich deine Jugend!
PSA 103:6 Gerechtigkeit schafft Jahwe und Recht fr alle Unterdrckten.
PSA 103:7 Er lie seine Wege Mose kund werden, den Shnen Israels seine 
groen Thaten.
PSA 103:8 Barmherzig und gndig ist Jahwe, langsam zum Zorn und reich an 
Huld.
PSA 103:9 Nicht fr immer hadert er, noch trgt er ewig nach.
PSA 103:10 Er verfuhr mit uns nicht nach unseren Snden und vergalt uns 
nicht nach unseren Verschuldungen,
PSA 103:11 sondern so hoch der Himmel ber der Erde ist, ist seine Gnade 
mchtig ber denen, die ihn frchten.
PSA 103:12 So fern der Sonnenaufgang vom Untergang, hat er unsere 
Vergehungen von uns entfernt.
PSA 103:13 Wie sich ein Vater ber Kinder erbarmt, hat sich Jahwe erbarmt 
ber die, die ihn frchten.
PSA 103:14 Denn er wei, woraus wir geformt sind, ist eingedenk, da wir 
Staub sind.
PSA 103:15 Des Menschen Lebenstage sind wie das Gras; wie eine Blume auf 
dem Felde, also blht er.
PSA 103:16 Wenn ein Windhauch ber ihn dahingefahren, ist er dahin, und 
seine Sttte kennt ihn nicht mehr.
PSA 103:17 Die Gnade Jahwes aber whrt von Ewigkeit zu Ewigkeit ber 
denen, die ihn frchten, und seine Gerechtigkeit auf Kindeskinder
PSA 103:18 derer, die seinen Bund halten und seiner Gebote eingedenk sind, 
da sie danach thun.
PSA 103:19 Jahwe hat seinen Thron im Himmel aufgerichtet, und sein 
Knigtum herrscht ber das All.
PSA 103:20 Preist Jahwe, ihr, seine Engel, ihr starken Helden, die ihr 
seinen Befehl ausrichtet, indem sie auf den Schall seines Wortes hren.
PSA 103:21 Preist Jahwe, ihr, all sein Heer, seine Diener, die ihr seinen 
Willen vollzieht.
PSA 103:22 Preist Jahwe, alle seine Werke an allen Orten seiner 
Herrschaft. Preise, meine Seele, Jahwe!
PSA 104:1 Preise, meine Seele, Jahwe! Jahwe, mein Gott, du bist beraus 
gro; mit Majestt und Hoheit bist du angethan,
PSA 104:2 der sich in Licht hllt wie in einen Mantel, den Himmel 
ausspannt wie ein Zelttuch,
PSA 104:3 der seinen Sller im Wasser blkt, dichte Wolken zu seinem 
Fahrzeuge macht, auf den Fittigen des Windes wandelt,
PSA 104:4 der Winde zu seinen Boten macht, zu seinen Dienern loderndes 
Feuer.
PSA 104:5 Er hat die Erde auf ihre Pfeiler gegrndet, da sie in alle 
Ewigkeit nicht wanken kann.
PSA 104:6 Mit der Flut wie mit einem Gewande bedecktest du sie; auf den 
Bergen standen Gewsser.
PSA 104:7 Vor deinem Schelten flohen sie, vor deinem Donnerschall zogen 
sie sich angstvoll zurck -PSA 104:8 Berge stiegen empor, es senkten sich 
Thler - an die Sttte, die du ihnen gegrndet.
PSA 104:9 Du hast eine Grenze gesetzt, die drfen sie nicht berschreiten, 
drfen die Erde nicht wieder bedecken.
PSA 104:10 Der in den Thlern Quellen entsendet; zwischen den Bergen 
flieen sie dahin.
PSA 104:11 Sie trnken alle Tiere des Gefildes; die Wildesel lschen ihren 
Durst.
PSA 104:12 An ihnen wohnen die Vgel des Himmels, lassen aus den Zweigen 
heraus ihre Stimme erschallen.
PSA 104:13 Der von seinem Sller her die Berge trnkt - von der Frucht 
deiner Werke sttigt sich die Erde.
PSA 104:14 Der Gras sprossen lt fr das Vieh und Pflanzen zum Nutzen der 
Menschen, indem er Brotkorn aus der Erde hervorgehen lt
PSA 104:15 und Wein, der des Menschen Herz erfreut, und indem er ihr 
Angesicht von l erglnzen lt und Brot giebt, das das Herz des Menschen 
strkt.
PSA 104:16 Es sttigen sich die Bume Jahwes, die Cedern des Libanon, die 
er gepflanzt hat,
PSA 104:17 woselbst die Vgel nisten; auf den Cypressen hat der Storch 
sein Haus.
PSA 104:18 Die hohen Berge sind der Steinbcke, die Felsen der Klippdachse 
Zuflucht.
PSA 104:19 Er hat den Mond zur Bestimmung von Zeitrumen geschaffen; die 
Sonne kennt ihren Untergang.
PSA 104:20 Wirkst du Finsternis, so wird es Nacht; in ihr regen sich alle 
Tiere des Waldes.
PSA 104:21 Die jungen Lwen brllen nach Fra, indem sie von Gott ihre 
Nahrung verlangen.
PSA 104:22 Wenn die Sonne aufgeht, ziehen sie sich zurck und lagern sich 
in ihrer Behausung.
PSA 104:23 Der Mensch geht aus an sein Werk und an seine Arbeit bis zum 
Abend.
PSA 104:24 Wie sind deiner Werke so viel, Jahwe! Du hast sie alle in 
Weisheit geschaffen; die Erde ist voll von deinen Geschpfen.
PSA 104:25 Da ist das Meer, gro und weit nach beiden Seiten, darin ein 
Gewimmel ohne Zahl, kleine und groe Tiere.
PSA 104:26 Daselbst gehen Schiffe, der Leviathan, den du geschaffen hast, 
darin zu spielen.
PSA 104:27 Sie alle warten auf dich, da du ihnen zu seiner Zeit ihre 
Speise gebest.
PSA 104:28 Du giebst ihnen, sie lesen auf; du thust deine Hand auf, sie 
sttigen sich mit Gutem.
PSA 104:29 Du verbirgst dein Antlitz, sie werden bestrzt; du ziehst ihren 
Odem ein, sie verhauchen und werden wieder zu Erde.
PSA 104:30 Du entsendest deinen Odem, sie werden geschaffen, und du 
erneust das Angesicht der Erde.
PSA 104:31 Die Herrlichkeit Jahwes whrt ewig, Jahwe freut sich seiner 
Werke!
PSA 104:32 der die Erde anblickt, da sie erzittert, die Berge anrhrt, 
da sie rauchen.
PSA 104:33 Ich will Jahwe singen mein Leben lang, meinem Gotte lobsingen, 
so lange ich bin.
PSA 104:34 Mge ihm mein Dichten wohlgefallen; ich freue mich Jahwes!
PSA 104:35 Mchten die Snder von der Erde verschwinden, und die Gottlosen 
nicht mehr sein. Preise, meine Seele, Jahwe! Rhmet Jah!
PSA 105:1 Danket Jahwe, ruft seinen Namen an! Macht unter den Vlkern 
seine Thaten kund!
PSA 105:2 Singet ihm! Lobsingt ihm! Redet von allen seinen Wundern.
PSA 105:3 Rhmt euch seines heiligen Namens; es freue sich das Herz derer, 
die Jahwe suchen.
PSA 105:4 Fragt nach Jahwe und seiner Strke, sucht bestndig sein 
Angesicht.
PSA 105:5 Gedenkt seiner Wunder, die er gethan, seiner Zeichen und der 
Urteilssprche seines Mundes,
PSA 105:6 Nachkommen Abrahams, seine Knechte, Shne Jakobs, seine 
Auserwhlten!
PSA 105:7 Er, Jahwe, ist unser Gott; ber die ganze Erde ergehen seine 
Gerichte.
PSA 105:8 Er gedenkt ewig seines Bunds, des Wortes, das er verordnet hat, 
auf tausend Geschlechter,
PSA 105:9 des Bundes, den er mit Abraham geschlossen, und seines Schwurs 
an Isaak.
PSA 105:10 Und er stellte ihn fr Jakob als eine Satzung hin, als einen 
ewig giltigen Bund fr Israel, -PSA 105:11 indem er sprach: Dir will ich 
das Land Kanaan verleihen als euer erbliches Besitztum! -PSA 105:12 als 
sie noch gering an Zahl waren, gar wenige, und als Fremdlinge darin 
weilten.
PSA 105:13 Und sie zogen von Volk zu Volk, von einem Knigreiche zu einer 
anderen Nation.
PSA 105:14 Er gestattete niemandem, sie zu bedrcken, und strafte um 
ihretwillen Knige.
PSA 105:15 Tastet meine Gesalbten nicht an und thut meinen Propheten kein 
Leid!
PSA 105:16 Als er nun eine Hungersnot ins Land rief, jegliche Sttze an 
Brot zerbrach,
PSA 105:17 da hatte er ihnen bereits einen vorausgesandt; Joseph war als 
Sklave verkauft.
PSA 105:18 Sie hatten seine Fe in den Block gezwngt, in Eisenfesseln 
war er gekommen,
PSA 105:19 bis zu der Zeit, wo sein Wort eintraf, der Ausspruch Jahwes ihn 
bewhrte.
PSA 105:20 Da sandte der Knig hin und machte ihn los, der 
Vlkerbeherrscher, und befreite ihn.
PSA 105:21 Er machte ihn zum Herrn ber sein Haus und zum Herrscher ber 
allen seinen Besitz,
PSA 105:22 da er seine Frsten nach seinem Belieben fele und seine 
Vornehmen klug mache.
PSA 105:23 Und Israel kam nach gypten und Jakob weilte als Fremdling im 
Lande Hams.
PSA 105:24 Und er machte sein Volk beraus fruchtbar und machte es 
zahlreicher als seine Bedrnger.
PSA 105:25 Er wandelte ihren Sinn, sein Volk zu hassen, an seinen Knechten 
Arglist zu ben.
PSA 105:26 Er sandte Mose, seinen Knecht, Aaron, den er erwhlt hatte.
PSA 105:27 Er verrichtete an ihnen seine Wunder und seine Zeichen am Lande 
Hams.
PSA 105:28 Er sandte Finsternis und machte es finster, aber sie achteten 
nicht auf sein Wort.
PSA 105:29 Er verwandelte ihre Gewsser in Blut und lie ihre Fische 
sterben.
PSA 105:30 Ihr Land wimmelte von Frschen in den Gemchern ihrer Knige.
PSA 105:31 Er gebot, da kamen Hundsfliegen, Stechmcken in ihr ganzes 
Gebiet.
PSA 105:32 Er sandte ihnen Hagel als Regen, flammendes Feuer in ihr Land.
PSA 105:33 Er schlug ihren Weinstock und ihren Feigenbaum und 
zerschmetterte die Bume ihres Gebiets.
PSA 105:34 Er gebot, da kamen die Heuschrecken und die Fresser ohne Zahl.
PSA 105:35 Die fraen alle Pflanzen in ihrem Land und fraen die Frucht 
des Feldes.
PSA 105:36 Er schlug alle Erstgeborenen in ihrem Lande, die Erstlinge all' 
ihrer Manneskraft.
PSA 105:37 Er lie sie ausziehen mit Silber und Gold, und es gab keinen 
Strauchelnden unter seinen Stmmen.
PSA 105:38 gypten freute sich ber ihren Auszug, denn es hatte sie 
Schrecken vor ihnen befallen.
PSA 105:39 Er breitete Gewlk als Decke aus und Feuer, um die Nacht zu 
erhellen.
PSA 105:40 Sie forderten, da lie er Wachteln kommen und sttigte sie mit 
Himmelsbrot.
PSA 105:41 Er ffnete den Felsen, da flossen Wasser, rannen in der Drre 
als ein Strom.
PSA 105:42 Denn er gedachte an sein heiliges Wort, an Abraham, seinen 
Knecht,
PSA 105:43 und fhrte sein Volk in Freuden heraus, seine Auserwhlten 
unter Jubel.
PSA 105:44 Er verlieh ihnen die Lnder der Heiden, und was die Vlker mit 
Mhe erworben, das nahmen sie in Besitz,
PSA 105:45 damit sie seine Satzungen hielten und seine Weisungen 
beobachteten. Rhmet Jah!
PSA 106:1 Rhmet Jah! Danket Jahwe, denn er ist gtig; denn ewig whrt 
seine Gnade.
PSA 106:2 Wer kann die Machtthaten Jahwes ausreden, all seinen Ruhm 
verkndigen?
PSA 106:3 Wohl denen, die auf Recht halten, dem, der zu jeder Zeit 
Gerechtigkeit bt.
PSA 106:4 Gedenke meiner, Jahwe, nach der Huld, die du deinem Volke 
verheien; suche mich heim mit deiner Hilfe,
PSA 106:5 da ich am Glcke deiner Auserwhlten meine Lust schaue, mich an 
der Freude deines Volkes freue, mit deinem Eigentum mich rhme!
PSA 106:6 Wir haben gesndigt samt unsern Vtern, haben uns verschuldet, 
sind gottlos gewesen.
PSA 106:7 Unsere Vter in gypten begriffen deine Wunder nicht, gedachten 
nicht an deine groe Gnade und emprten sich wider den Hchsten am 
Schilfmeer.
PSA 106:8 Aber er half ihnen um seines Namens willen, um seine Strke kund 
zu thun.
PSA 106:9 Er bedrohte das Schilfmeer, da es vertrocknete, und fhrte sie 
durch die Fluten wie auf einer Trift.
PSA 106:10 Er rettete sie aus der Gewalt dessen, der sie hate, und 
befreite sie aus der Gewalt des Feindes.
PSA 106:11 Die Gewsser bedeckten ihre Bedrnger; kein einziger von ihnen 
blieb brig.
PSA 106:12 Da glaubten sie an seine Worte, sangen seinen Ruhm.
PSA 106:13 Eilends vergaen sie seine Thaten, warteten nicht auf seinen 
Entschlu.
PSA 106:14 Sie verfielen in der Steppe auf ein Gelst und versuchten Gott 
in der Einde.
PSA 106:15 Da gab er ihnen, was sie begehrten, und lie die Darre in sie 
kommen.
PSA 106:16 Und sie wurden eiferschtig auf Mose im Lager, auf Aaron, den 
Heiligen Jahwes.
PSA 106:17 Die Erde that sich auf und verschlang Dathan und bedeckte die 
Rotte Abirams.
PSA 106:18 Und Feuer zndete unter ihrer Rotte, die Flamme verbrannte die 
Gottlosen.
PSA 106:19 Sie machten ein Kalb am Horeb und warfen sich nieder vor einem 
Gubild
PSA 106:20 und vertauschten ihren Herrlichen mit dem Bild eines Stiers, 
der Gras frit.
PSA 106:21 Sie vergaen Gottes, ihres Erretters, der Groes in gypten 
gethan hatte,
PSA 106:22 Wunderbares im Lande Hams, Furchtbares am Schilfmeer.
PSA 106:23 Da gedachte er, sie zu vertilgen, wenn nicht Mose, sein 
Auserwhlter, vor ihm in die Bresche getreten wre, um seinen Grimm vom 
Vertilgen wieder abzubringen.
PSA 106:24 Sie verschmhten das wonnige Land und glaubten seinem Worte 
nicht.
PSA 106:25 Sie murrten in ihren Zelten, hrten nicht auf die Stimme Jahwes.
PSA 106:26 Da erhob er ihnen seine Hand und schwur, da er sie in der 
Wste fllen
PSA 106:27 und ihre Nachkommen unter die Vlker zerstreuen und in die 
Lnder versprengen wolle.
PSA 106:28 Sie hingen sich an Baal Peor und aen von den Opfern der toten 
Gtzen.
PSA 106:29 Und sie erzrnten ihn durch ihre Thaten; da fuhr eine Plage 
unter sie.
PSA 106:30 Pinehas aber trat auf und richtete, da ward der Plage Einhalt 
gethan.
PSA 106:31 Und das wurde ihm als Gerechtigkeit zugerechnet durch alle 
folgenden Geschlechter bis in Ewigkeit.
PSA 106:32 Sodann erzrnten sie Gott am Hader-Wasser, und es erging Mose 
um ihretwillen bel.
PSA 106:33 Denn sie hatten seinem Geiste widerstrebt, und er redete 
unbedacht mit seinen Lippen.
PSA 106:34 Sie vertilgten nicht die Vlker, die zu vertilgen Jahwe ihnen 
befohlen hatte.
PSA 106:35 Sie lieen sich mit den Heiden ein und lernten ihre Werke;
PSA 106:36 sie dienten ihren Gtzen, und sie wurden ihnen zum Fallstrick.
PSA 106:37 Sie opferten Shne und Tchter den Dmonen
PSA 106:38 und vergossen unschuldiges Blut, das Blut ihrer Shne und 
Tchter, die sie den Gtzen Kanaans opferten, da das Land durch 
Blutschuld entweiht ward.
PSA 106:39 Sie verunreinigten sich durch ihre Werke und verbten Buhlerei 
mit ihren Thaten.
PSA 106:40 Da entbrannte der Zorn Jahwes gegen sein Volk, und er 
verabscheute sein Eigentum.
PSA 106:41 Er berlieferte sie in die Gewalt der Heiden, da ihre Hasser 
ber sie herrschten.
PSA 106:42 Und ihre Feinde bedrckten sie, und sie wurden unter ihre 
Gewalt gebeugt.
PSA 106:43 Viele Male errettete er sie; sie aber waren widerspenstig in 
ihrem Vorhaben und sanken durch ihre Verschuldung.
PSA 106:44 Und er sah ihre Not an, als er ihr Flehen vernahm,
PSA 106:45 und gedachte ihnen zu gut an seinen Bund und lie sich's leid 
sein nach seiner groen Gnade.
PSA 106:46 Er schaffte, da sie Erbarmen fanden bei allen, die sie 
gefangen hielten.
PSA 106:47 Hilf uns, Jahwe, unser Gott, und sammle uns aus den Heiden, da 
wir deinem heiligen Namen danken, uns deines Lobpreises rhmen!
PSA 106:48 Gepriesen sei Jahwe, der Gott Israels, von Ewigkeit bis zu 
Ewigkeit, und alles Volk spreche: Amen! Rhmet Jah!
PSA 107:1 Danket Jahwe, denn er ist gtig, denn ewig whrt seine Gnade!
PSA 107:2 sollen die von Jahwe Erlsten sprechen, die er aus der Drangsal 
erlst
PSA 107:3 und die er aus den Lndern gesammelt hat, vom Aufgang und vom 
Niedergang, von Norden und von Westen her.
PSA 107:4 Sie irrten in der Wste, in wegloser Einde; sie fanden keine 
Stadt, in der sie wohnen konnten,
PSA 107:5 waren hungrig und durstig; ihre Seele in ihnen verzagte.
PSA 107:6 Da schrieen sie zu Jahwe in ihrer Not; der errettete sie aus 
ihren ngsten
PSA 107:7 und fhrte sie auf ebenem Wege, da sie nach einer Stadt 
wanderten, in der sie wohnen konnten.
PSA 107:8 Sie mgen Jahwe fr seine Gnade danken und fr seine Wunder an 
den Menschenkindern,
PSA 107:9 da er die lechzende Seele gesttigt und die hungernde Seele mit 
Gutem erfllt hat.
PSA 107:10 Die in Finsternis und Umnachtung saen, in Elend und Eisen 
gefangen, -PSA 107:11 denn sie hatten den Worten Gottes widerstrebt und 
den Ratschlu des Hchsten verachtet;
PSA 107:12 und er beugte ihren bermut durch Trbsal: sie sanken hin und 
niemand half.
PSA 107:13 Da schrieen sie zu Jahwe in ihrer Not; der half ihnen aus ihren 
ngsten.
PSA 107:14 Er fhrte sie heraus aus der Finsternis und Umnachtung und 
zerri ihre Bande.
PSA 107:15 Sie mgen Jahwe fr seine Gnade danken und fr seine Wunder an 
den Menschenkindern.
PSA 107:16 Denn er zerbrach die ehernen Thren und zerhieb die eisernen 
Riegel.
PSA 107:17 Die da hinsiechten infolge ihres sndigen Wandels und um ihrer 
Verschuldungen willen geplagt wurden;
PSA 107:18 jegliche Speise verabscheute ihre Seele, und sie waren schon 
nahe an den Thoren des Todes:
PSA 107:19 Da schrieen sie zu Jahwe in ihrer Not; der half ihnen aus ihren 
ngsten.
PSA 107:20 Er sandte sein Wort und heilte sie und lie sie aus ihren 
Gruben entrinnen.
PSA 107:21 Sie mgen Jahwe fr seine Gnade danken und fr seine Wunder an 
den Menschenkindern
PSA 107:22 und mgen Dankopfer bringen und seine Werke mit Jubel erzhlen.
PSA 107:23 Die auf Schiffen das Meer befuhren, auf groen Wassern Handel 
trieben,
PSA 107:24 die haben die Werke Jahwes geschaut und seine Wunder in der 
Tiefe!
PSA 107:25 Denn er gebot, da entstand ein Sturmwind; der hob seine Wellen 
hoch empor.
PSA 107:26 Sie stiegen zum Himmel auf, fuhren in die Tiefen hinab; ihre 
Seele verzagte in solcher Not.
PSA 107:27 Sie tanzten und schwankten wie ein Trunkener, und alle ihre 
Weisheit wurde zu nichte gemacht:
PSA 107:28 Da schrieen sie zu Jahwe in ihrer Not; der befreite sie aus 
ihren ngsten.
PSA 107:29 Er stillte den Sturm zum Suseln, und es schwiegen ihre Wellen.
PSA 107:30 Da wurden sie froh, da sie sich legten, und er fhrte sie zum 
ersehnten Hafen.
PSA 107:31 Sie mgen Jahwe fr seine Gnade danken und fr seine Wunder an 
den Menschenkindern
PSA 107:32 und mgen ihn in der Volksgemeinde erheben und im Rate der 
Vornehmen rhmen.
PSA 107:33 Er machte Strme zur Wste und Quellorte von Gewssern zu 
drrem Lande,
PSA 107:34 fruchtbares Land zur salzigen Steppe wegen der Bosheit derer, 
die es bewohnten.
PSA 107:35 Er machte die Wste zum Wasserteich und drres Land zu 
Quellorten von Gewssern.
PSA 107:36 Er lie daselbst Hungernde wohnen, und sie grndeten eine 
Stadt, in der sie wohnen konnten.
PSA 107:37 Sie beseten Felder und pflanzten Weinberge, die gaben 
alljhrlich Frchte.
PSA 107:38 Und er segnete sie, da sie sich beraus vermehrten, und gab 
ihnen nicht wenig Vieh.
PSA 107:39 Aber sie nahmen ab und wurden gebeugt durch den Druck des 
Unglcks und Jammers.
PSA 107:40 Er giet Verachtung ber Edle ausund lt sie irren in 
unwegsamer de.
PSA 107:41 Er hob den Armen aus dem Elend empor und machte die 
Geschlechter einer Herde gleich.
PSA 107:42 Die Frommen sehen's und freuen sich, und die Bosheit schliet 
ihr Maul.
PSA 107:43 Wer ist weise? Der beachte dies, und sie mgen merken auf die 
Gnadenerweisungen Jahwes!
PSA 108:1 Ein Lied. Ein Psalm Davids.
PSA 108:2 Mein Herz ist fest, o Gott; ich will singen und spielen!
PSA 108:3 Wache auf, meine Ehre, wache auf, Harfe und Zither; aufwecken 
will ich die Morgenrte!
PSA 108:4 Ich will dich preisen unter den Vlkern, Jahwe, und will dich 
besingen unter den Nationen!
PSA 108:5 Denn gro ber den Himmel hinaus ist deine Gnade, und bis zu den 
Wolken deine Treue.
PSA 108:6 Erhebe dich ber den Himmel, o Gott, und ber die ganze Erde 
breite sich deine Herrlichkeit.
PSA 108:7 Damit deine Geliebten errettet werden, so hilf nun mit deiner 
Rechten und erhre mich!
PSA 108:8 Gott hat in seinem Heiligtume geredet: Ich will frohlocken! 
Ich will Sichem verteilen und das Thal Sukkoth ausmessen.
PSA 108:9 Mein ist Gilead, mein ist Manasse, und Ephraim ist die 
Schutzwehr meines Hauptes, Juda mein Herrscherstab.
PSA 108:10 Moab ist mein Waschbecken; auf Edom werfe ich meinen Schuh, 
ber Philista jauchze ich.
PSA 108:11 Wer fhrt mich nach der festen Stadt? Wer geleitet mich nach 
Edom?
PSA 108:12 Hast nicht du, o Gott, uns verworfen und ziehst nicht aus, o 
Gott, mit unseren Heeren?
PSA 108:13 Schaffe uns Hilfe gegen den Feind, denn eitel ist Menschenhilfe!
PSA 108:14 Mit Gott werden wir Heldenthaten verrichten, und er wird unsere 
Feinde niedertreten.
PSA 109:1 Dem Musikmeister. Von David. Ein Psalm. Gott, der du mein 
Lobpreis bist, schweige nicht!
PSA 109:2 Denn gottlosen Mund und trgerischen Mund haben sie wider mich 
aufgethan, mit lgnerischer Zunge mit mir geredet.
PSA 109:3 Und mit Worten des Hasses haben sie mich umgeben und bekmpften 
mich ohne Ursache.
PSA 109:4 Fr meine Liebe befeinden sie mich, whrend ich doch ganz Gebet 
bin.
PSA 109:5 Sie vergalten mir Bses fr Gutes und Ha fr meine Liebe.
PSA 109:6 Bestelle einen Gottlosen wider ihn, und ein Anklger stehe zu 
seiner Rechten.
PSA 109:7 Wenn er gerichtet wird, msse er als schuldig hervorgehen, und 
sein Gebet werde zur Snde.
PSA 109:8 Seiner Lebenstage seien wenige, sein Amt empfange ein anderer.
PSA 109:9 Seine Kinder mssen zu Waisen werden, und sein Weib eine Witwe.
PSA 109:10 Seine Kinder mssen berall umherschweifen und betteln, mssen 
fortgetrieben werden aus ihren Ruinen.
PSA 109:11 Der Wucherer lege aller seiner Habe Schlingen, und Fremde mgen 
plndern, was er mhsam erworben hat.
PSA 109:12 Er habe niemanden, der ihm Huld erweist, und niemand sei, der 
sich seiner Waisen erbarmt.
PSA 109:13 Seine Nachkommenschaft msse der Ausrottung verfallen; im 
nchsten Geschlecht erlsche ihr Name!
PSA 109:14 Der Verschuldung seiner Vter werde bei Jahwe gedacht, und 
seiner Mutter Snde werde nicht ausgelscht.
PSA 109:15 Stets seien sie Jahwe gegenwrtig, damit er ihr Gedchtnis von 
der Erde vertilge,
PSA 109:16 weil er nicht daran gedacht hat, Liebe zu ben, sondern den 
elenden und armen Mann verfolgte und den Verzagten, um ihn vollends zu 
tten.
PSA 109:17 Er wollte den Fluch - so komme er ber ihn! Er hatte kein 
Gefallen an Segen - so bleibe er fern von ihm!
PSA 109:18 Er zog den Fluch an wie sein Gewand - so dringe er wie Wasser 
in sein Inneres ein und wie l in seine Gebeine!
PSA 109:19 Er werde ihm wie ein Kleid, in das er sich hllt, und zu einem 
Grtel, mit dem er sich bestndig grtet.
PSA 109:20 Dies sei der Lohn meiner Widersacher von Jahwe und derer, die 
Bses wider mich reden.
PSA 109:21 Du aber, Jahwe, Herr, verfahre mit mir um deines Namens willen; 
denn deine Gnade ist kstlich - errette mich!
PSA 109:22 Denn ich bin elend und arm, und mein Herz windet sich in meinem 
Inneren.
PSA 109:23 Gleich dem Schatten, wenn er sich neigt, schwinde ich dahin, 
bin ausgeschttelt, wie eine Heuschrecke.
PSA 109:24 Meine Kniee wanken vom vielen Fasten, und mein Leib ist 
abgemagert, ohne Fett.
PSA 109:25 Und ich bin ihnen zum Gesptte geworden; wenn sie mich sehen, 
schtteln sie den Kopf.
PSA 109:26 Hilf mir, Jahwe, mein Gott! Rette mich, nach deiner Gnade!
PSA 109:27 La sie inne werden, da dies deine Hand sei, da du, Jahwe, es 
gethan hast.
PSA 109:28 Mgen sie fluchen, du aber wollest segnen; die sich wider mich 
erheben, mssen zu Schanden werden, dein Knecht aber mge sich freuen 
drfen!
PSA 109:29 Mgen sich meine Widersacher mit Schmach bedecken und von ihrer 
Schande wie von einem Mantel umhllt sein.
PSA 109:30 Ich will Jahwe mchtig mit meinem Munde preisen und inmitten 
vieler will ich ihn rhmen!
PSA 109:31 Denn er steht dem Armen zur Rechten, um ihm zu helfen gegen 
die, die ihn verdammen.
PSA 110:1 Von David. Ein Psalm. Es spricht Jahwe zu meinem Herrn: Setze 
dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde hinlege als Schemel deiner 
Fe.
PSA 110:2 Dein mchtiges Scepter wird Jahwe vom Zion ausstrecken: Herrsche 
inmitten deiner Feinde!
PSA 110:3 Dein Volk ist voller Willigkeit an deinem Heertag; auf heiligen 
Bergen, aus dem Schoe der Morgenrte kommt dir der Tau deiner jungen 
Mannschaft.
PSA 110:4 Jahwe hat geschworen und lt sich's nicht gereuen: Du bist 
Priester fr immer nach der Weise Melchisedeks!
PSA 110:5 Der Herr zu deiner Rechten zerschmettert Knige am Tage seines 
Zorns,
PSA 110:6 Er hlt Gericht unter den Vlkern, fllt mit Leichen an; er 
zerschmettert Hupter ber weites Gefilde hin.
PSA 110:7 Aus dem Bach am Wege trinkt er, darum erhebt er das Haupt.
PSA 111:1 Rhmet Jah! Ich will Jahwe von ganzem Herzen preisen im Kreise 
der Frommen und in der Gemeinde.
PSA 111:2 Gro sind die Werke Jahwes, der Erforschung wert fr alle, die 
ihre Lust an ihnen haben.
PSA 111:3 Majestt und Hoheit ist sein Thun, und seine Gerechtigkeit 
besteht fr immer.
PSA 111:4 Er hat ein Gedchtnis seiner Wunder gestiftet; gndig und 
barmherzig ist Jahwe.
PSA 111:5 Er hat denen, die ihn frchten, Speise gegeben; er gedenkt auf 
ewig seines Bundes.
PSA 111:6 Die Macht seines Thuns hat er seinem Volke kund gethan, indem er 
ihnen das Besitztum der Heiden verlieh.
PSA 111:7 Das Thun seiner Hnde ist Treue und Recht; zuverlssig sind alle 
seine Befehle,
PSA 111:8 gesttzt fr immer, fr ewig, ausgefhrt in Treue und 
Redlichkeit.
PSA 111:9 Er hat seinem Volk Erlsung gesandt, auf ewig seinen Bund 
bestellt: heilig und furchtbar ist sein Name!
PSA 111:10 Die Furcht Jahwes ist der Weisheit Anfang; gute Einsicht wird 
allen, die sie ben. Sein Lobpreis besteht fr immer.
PSA 112:1 Rhmet Jah! Wohl dem Manne, der Jahwe frchtet, an seinen 
Geboten so recht seine Lust hat!
PSA 112:2 Seine Nachkommen werden gewaltig auf Erden sein; das Geschlecht 
der Frommen wird gesegnet.
PSA 112:3 Flle und Reichtum ist in seinem Hause, und seine Gerechtigkeit 
besteht fr immer.
PSA 112:4 Er geht den Frommen auf wie ein Licht in der Finsternis, gndig 
und barmherzig und gerecht.
PSA 112:5 Es ergeht dem wohl, der barmherzig ist und darleiht, der seine 
Angelegenheiten nach dem Rechte besorgt.
PSA 112:6 Denn er wird nimmermehr wanken; ewiges Gedenken wird dem Frommen 
zu teil.
PSA 112:7 Vor schlimmer Kunde braucht er sich nicht zu frchten; sein Herz 
ist getrost, voller Vertrauen auf Jahwe.
PSA 112:8 Sein Herz ist fest, er frchtet sich nicht, bis er an seinen 
Bedrngern seine Lust sieht.
PSA 112:9 Er hat ausgestreut, den Armen gegeben, seine Gerechtigkeit 
besteht fr immer; sein Horn wird hoch erhoben sein mit Ehren.
PSA 112:10 Der Gottlose wird es sehen und sich rgern, wird mit den Zhnen 
knirschen und vergehen; das Begehren der Gottlosen wird zu nichte werden.
PSA 113:1 Rhmet Jah! Rhmet, ihr Knechte Jahwes, rhmet den Namen Jahwes!
PSA 113:2 Der Name Jahwes sei gepriesen von nun an bis in Ewigkeit.
PSA 113:3 Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang sei der Name 
Jahwes gerhmt!
PSA 113:4 Jahwe ist erhaben ber alle Vlker, den Himmel berragt seine 
Herrlichkeit.
PSA 113:5 Wer gleicht Jahwe, unserem Gott, der da hoch thront,
PSA 113:6 der tief herabschaut, im Himmel und auf Erden;
PSA 113:7 der den Geringen aus dem Staube aufrichtet, den Armen aus dem 
Kot erhebt,
PSA 113:8 da er ihn neben den Edlen sitzen lasse, den Edlen seines Volks,
PSA 113:9 der die Unfruchtbare, die ohne Familie dastand, als Mutter der 
Kinder frhlich wohnen lt. Rhmet Jah!
PSA 114:1 Als Israel aus gypten zog, das Haus Jakobs aus dem 
unverstndlich redenden Volke,
PSA 114:2 da ward Juda sein Heiligtum, Israel sein Herrschaftsbereich.
PSA 114:3 Das Meer sah ihn und floh, der Jordan wandte sich zurck.
PSA 114:4 Die Berge hpften wie Widder, die Hgel wie Lmmer.
PSA 114:5 Was ist dir, o Meer, da du fliehst, du Jordan, da du dich 
zurckwendest?
PSA 114:6 Ihr Berge, da ihr wie Widder hpft, ihr Hgel wie Lmmer?
PSA 114:7 Vor dem Angesichte des Herrn erbebe, du Erde, vor dem Angesichte 
des Gottes Jakobs,
PSA 114:8 der den Felsen in einen Wasserteich verwandelt, den Kieselstein 
in einen Wasserquell.
PSA 115:1 Nicht uns, Jahwe, nicht uns, sondern deinem Namen gieb Ehre, um 
deiner Gnade, um deiner Treue willen!
PSA 115:2 Warum sollen die Heiden sagen: Wo ist doch ihr Gott?
PSA 115:3 Ist doch unser Gott im Himmel: alles, was ihm beliebte, hat er 
gethan.
PSA 115:4 Ihre Gtzen sind Silber und Gold, ein Werk von Menschenhnden.
PSA 115:5 Sie haben einen Mund und reden nicht; sie haben Augen und sehen 
nicht.
PSA 115:6 Sie haben Ohren und hren nicht; sie haben eine Nase und riechen 
nicht.
PSA 115:7 Hnde haben sie und tasten nicht, Fe haben sie und gehen 
nicht; sie sprechen nicht mit ihrer Kehle.
PSA 115:8 Ihnen gleich werden die, die sie verfertigen, jeder, der auf sie 
vertraut.
PSA 115:9 Israel, vertraue auf Jahwe - er ist ihre Hilfe und ihr Schild!
PSA 115:10 Ihr vom Hause Aarons, vertraut auf Jahwe - er ist ihre Hilfe 
und ihr Schild!
PSA 115:11 Die ihr Jahwe frchtet, vertraut auf Jahwe - er ist ihre Hilfe 
und ihr Schild!
PSA 115:12 Jahwe hat unser gedacht: er wird segnen, wird segnen das Haus 
Israel, segnen das Haus Aarons.
PSA 115:13 Er wird segnen, die Jahwe frchten, die Kleinen samt den Groen.
PSA 115:14 Jahwe wolle zu euch hinzuthun, zu euch und zu euren Kindern.
PSA 115:15 Gesegnet seid ihr von Jahwe, der Himmel und Erde gemacht hat.
PSA 115:16 Der Himmel ist Himmel Jahwes, aber die Erde hat er den Menschen 
gegeben.
PSA 115:17 Nicht die Toten rhmen Jahwe, noch einer von denen, die in die 
Stille hinabgefahren:
PSA 115:18 aber wir preisen Jah, von nun an bis in Ewigkeit. Rhmet Jah!
PSA 116:1 Ich freue mich, da Jahwe vernimmt mein lautes Flehn.
PSA 116:2 Denn er hat sein Ohr zu mir geneigt, und mein Leben lang will 
ich rufen.
PSA 116:3 Des Todes Bande hatten mich umfangen, und der Unterwelt ngste 
mich getroffen; ich stie auf Drangsal und Kummer.
PSA 116:4 Aber ich rief den Namen Jahwes an: Ach, Jahwe, errette meine 
Seele!
PSA 116:5 Gndig ist Jahwe und gerecht, und unser Gott ein Erbarmer.
PSA 116:6 Jahwe behtet die Einfltigen; bin ich schwach, so hilft er mir.
PSA 116:7 Kehre meine Seele, zu deiner Ruhe zurck, denn Jahwe hat dir 
wohlgethan.
PSA 116:8 Denn du hast meine Seele vom Tode befreit, mein Auge von den 
Thrnen, meinen Fu vom Sturze.
PSA 116:9 Ich werde vor dem Angesichte Jahwes wandeln in den Landen der 
Lebenden.
PSA 116:10 Ich vertraue, wenn ich rede; ich bin sehr gebeugt.
PSA 116:11 Ich sprach in meiner Bestrzung: alle Menschen lgen.
PSA 116:12 Wie soll ich Jahwe vergelten alle seine Wohlthaten gegen mich?
PSA 116:13 Ich will den Rettungsbecher erheben und den Namen Jahwes 
anrufen.
PSA 116:14 Meine Gelbde will ich Jahwe bezahlen und zwar angesichts 
seines ganzen Volks.
PSA 116:15 Kostbar ist in den Augen Jahwes der Tod seiner Frommen.
PSA 116:16 Ach, Jahwe! - Denn ich bin dein Knecht; ich bin dein Knecht, 
der Sohn deiner Magd: du hast meine Bande gelst.
PSA 116:17 Dir will ich ein Dankopfer bringen und den Namen Jahwes anrufen.
PSA 116:18 Meine Gelbde will ich Jahwe bezahlen und zwar angesichts 
seines ganzen Volks,
PSA 116:19 in den Vorhfen des Tempels Jahwes, in deiner Mitte, Jerusalem! 
Rhmet Jah!
PSA 117:1 Rhmet Jahwe, alle Heiden, preiset ihn, alle Vlker!
PSA 117:2 Denn mchtig ist ber uns seine Gnade, und die Treue Jahwes 
whrt ewig. Rhmet Jah!
PSA 118:1 Danket Jahwe, denn er ist gtig; denn ewig whrt seine Gnade!
PSA 118:2 So spreche Israel: denn ewig whrt seine Gnade!
PSA 118:3 Sprechen mgen denn die vom Hause Aarons: denn ewig whrt seine 
Gnade!
PSA 118:4 Sprechen mgen denn, die Jahwe frchten: denn ewig whrt seine 
Gnade!
PSA 118:5 Aus der Bedrngnis rief ich Jah; da hat mich Jah erhrt und in 
weiten Raum gestellt.
PSA 118:6 Jahwe ist fr mich, ich frchte mich nicht: was knnten mir 
Menschen thun?
PSA 118:7 Jahwe ist fr mich, unter meinen Helfern, und ich werde meine 
Lust sehen an denen, die mich hassen.
PSA 118:8 Besser ist's, bei Jahwe Zuflucht suchen, als auf Menschen 
vertrauen.
PSA 118:9 Besser ist's, bei Jahwe Zuflucht suchen, als auf Frsten 
vertrauen.
PSA 118:10 Alle Heiden umringten mich - im Namen Jahwes, frwahr, zerhaue 
ich sie.
PSA 118:11 Sie umringten, ja umringten mich - im Namen Jahwes, frwahr, 
zerhaue ich sie.
PSA 118:12 Sie umringten mich wie Bienen das Wachs, brannten wie Feuer in 
den Dornen - im Namen Jahwes, frwahr, zerhaue ich sie!
PSA 118:13 Du hast mich heftig gestoen, damit ich fallen mchte, aber 
Jahwe half mir.
PSA 118:14 Jah ist meine Strke und mein Lobgesang, und von ihm kam mir 
Heil.
PSA 118:15 Jubel- und Siegesruf erschallt in den Zelten der Frommen; die 
Rechte Jahwes verrichtet groe Thaten.
PSA 118:16 Die Rechte Jahwes hebt empor; die Rechte Jahwes verrichtet 
groe Thaten.
PSA 118:17 Ich werde nicht sterben, sondern leben und die Werke Jahs 
verkndigen.
PSA 118:18 Jah hat mich wohl gezchtigt, aber dem Tode hat er mich nicht 
preisgegeben.
PSA 118:19 Thut mir auf die Thore der Gerechtigkeit: ich will durch sie 
eingehen, Jah zu preisen!
PSA 118:20 Dies ist das Thor Jahwes: Fromme gehen durch es ein.
PSA 118:21 Ich preise dich, da du mich erhrt hast, und da mir Heil von 
dir kam.
PSA 118:22 Der Stein, den die Bauenden verworfen haben, ist zum Eckstein 
geworden:
PSA 118:23 Von seiten Jahwes ist das geschehen; wunderbar ist's in unseren 
Augen.
PSA 118:24 Dies ist der Tag, den Jahwe gemacht hat: lat uns frohlocken 
und frhlich an ihm sein!
PSA 118:25 Ach, Jahwe, hilf doch! Ach, Jahwe, gieb doch Gelingen!
PSA 118:26 Gesegnet sei, wer da eingeht, im Namen Jahwes: wir segnen euch 
vom Tempel Jahwes aus.
PSA 118:27 Jahwe ist Gott und er leuchtete uns. Bindet das Festopfer mit 
Seilen, bis an die Hrner des Altars!
PSA 118:28 Du bist mein Gott, und ich will dich preisen; mein Gott, ich 
will dich erheben!
PSA 118:29 Danket Jahwe, denn er ist gtig, denn ewig whrt seine Gnade!
PSA 119:1 Wohl denen, deren Weg unstrflich ist, die nach dem Gesetze 
Jahwes wandeln.
PSA 119:2 Wohl denen, die seine Zeugnisse beachten, ihn von ganzem Herzen 
suchen,
PSA 119:3 auch keinen Frevel verbt haben, sondern auf seinen Wegen 
gewandelt sind.
PSA 119:4 Du hast deine Befehle verordnet, da man sie eifrig beobachten 
soll.
PSA 119:5 Mchte doch mein Wandel fest sein, da ich deine Satzungen 
beobachte.
PSA 119:6 Dann werde ich nicht zu Schanden werden, wenn ich auf alle deine 
Gebote blicke.
PSA 119:7 Ich will dich mit redlichem Herzen preisen, wenn ich deine 
gerechten Ordnungen erlerne.
PSA 119:8 Deine Satzungen will ich beobachten: verla mich nicht vllig!
PSA 119:9 Wodurch kann ein Jngling seinen Pfad rein erhalten? Indem er 
deine Satzungen beobachtet gem deinem Worte.
PSA 119:10 Von ganzem Herzen suche ich dich: la mich nicht abirren von 
deinen Geboten!
PSA 119:11 In meinem Herzen berge ich dein Wort, damit ich mich nicht an 
dir versndige.
PSA 119:12 Gepriesen seist du, Jahwe; lehre mich deine Satzungen!
PSA 119:13 Mit meinen Lippen verknde ich alle Ordnungen deines Mundes.
PSA 119:14 An dem Wege, den deine Zeugnisse gebieten, freue ich mich wie 
ber irgend welchen Reichtum.
PSA 119:15 ber deine Befehle will ich sinnen und deine Pfade betrachten.
PSA 119:16 An deinen Satzungen will ich mich ergtzen, dein Wort nicht 
vergessen.
PSA 119:17 Thue deinem Knechte wohl, da ich lebe, so will ich dein Wort 
beobachten.
PSA 119:18 Decke meine Augen auf, damit ich erschaue Wunder aus deinem 
Gesetz.
PSA 119:19 Ein Gast bin ich auf Erden; verbirg deine Gebote nicht vor mir.
PSA 119:20 Meine Seele reibt sich auf vor Verlangen nach deinen Ordnungen 
zu jeder Zeit.
PSA 119:21 Du hast die verfluchten bermtigen bedroht, die von deinen 
Geboten abirrten.
PSA 119:22 Wlze Schmach und Verachtung von mir ab, denn ich habe deine 
Zeugnisse beachtet.
PSA 119:23 Haben auch Frsten sich hingesetzt, sich wider mich beredet - 
dein Knecht sinnt ber deine Satzungen nach.
PSA 119:24 Ja, deine Zeugnisse sind mein Ergtzen, deine Befehle sind 
meine Berater.
PSA 119:25 Meine Seele klebt am Staube; belebe mich gem deinem Worte.
PSA 119:26 Ich erzhlte meine Wege, da erhrtest du mich; lehre mich deine 
Satzungen.
PSA 119:27 La mich den Weg, den deine Befehle gebieten, verstehen, so 
will ich ber deine Wunder nachsinnen.
PSA 119:28 Meine Seele thrnt vor Kummer; richte mich auf gem deinem 
Worte.
PSA 119:29 Den Weg der Lge halte fern von mir und begnadige mich mit 
deinem Gesetze.
PSA 119:30 Den Weg der Treue habe ich erwhlt, deine Ordnungen vor mich 
hingestellt.
PSA 119:31 Ich hnge an deinen Zeugnissen; Jahwe, la mich nicht zu 
Schanden werden!
PSA 119:32 Den Weg deiner Gebote will ich laufen, denn du machst mir das 
Herz weit.
PSA 119:33 Lehre mich, Jahwe, den Weg deiner Satzungen, damit ich ihn bis 
zuletzt beachte.
PSA 119:34 La mich einsichtig werden, damit ich dein Gesetz beachte und 
von ganzem Herzen halte.
PSA 119:35 La mich auf dem Pfade deiner Gebote einhergehen, denn an ihm 
habe ich Gefallen.
PSA 119:36 Neige mein Herz deinen Zeugnissen zu und nicht dem ungerechten 
Gewinn.
PSA 119:37 Ziehe meine Augen davon ab, da sie nach Eitlem schauen; belebe 
mich auf deinen Wegen.
PSA 119:38 Erflle deinem Knechte deine Verheiung, die der Furcht vor dir 
gegeben ist.
PSA 119:39 La die Schmach, die ich frchte, an mir vorbergehen; denn 
deine Ordnungen sind gut.
PSA 119:40 Frwahr, mich verlangt nach deinen Befehlen; belebe mich durch 
deine Gerechtigkeit.
PSA 119:41 Mgen deine Gnadenerweisungen, Jahwe, ber mich kommen, dein 
Heil gem deiner Verheiung,
PSA 119:42 da ich dem, der mich lstert, etwas antworten kann; denn ich 
vertraue auf dein Wort.
PSA 119:43 Und entziehe meinem Munde nicht vllig das Wort der Wahrheit, 
denn auf deine Gerichte harre ich.
PSA 119:44 Und ich will dein Gesetz bestndig beobachten, immer und ewig,
PSA 119:45 so werde ich in weitem Raume wandeln, denn ich habe deine 
Befehle gesucht.
PSA 119:46 Und ich will von deinen Zeugnissen vor Knigen reden und mich 
nicht schmen.
PSA 119:47 Ich ergtze mich an deinen Geboten, die ich lieb gewonnen habe.
PSA 119:48 Und ich erhebe meine Hnde zu deinen Geboten, die ich lieb 
gewonnen, und will nachsinnen ber deine Satzungen.
PSA 119:49 Gedenke des Worts an deinen Knecht, dieweil du mich harren 
lieest.
PSA 119:50 Das ist mein Trost in meinem Elend, da mich dein Wort neu 
belebte.
PSA 119:51 bermtige haben mich gar sehr verspottet; von deinem Gesetze 
bin ich nicht abgewichen.
PSA 119:52 Ich gedachte deiner Gerichte von Uralters her, Jahwe, da 
trstete ich mich.
PSA 119:53 Zornglut hat mich erfat wegen der Gottlosen, die dein Gesetz 
verlassen.
PSA 119:54 Anla zu Lobpreis wurden mir deine Satzungen da, wo ich als 
Fremdling weile.
PSA 119:55 Ich gedachte des Nachts an deinen Namen, Jahwe, und beobachtete 
dein Gesetz.
PSA 119:56 Solches ward mir zu teil, denn ich habe deine Befehle beachtet.
PSA 119:57 Ich sprach: Mein Teil ist, Jahwe, deine Worte zu beobachten.
PSA 119:58 Von ganzem Herzen habe ich deine Gunst gesucht; sei mir gndig 
gem deiner Verheiung.
PSA 119:59 Ich berdachte meine Wege und lenkte meine Fe deinen 
Zeugnissen zu.
PSA 119:60 Ich eilte und zauderte nicht, deine Gebote zu beobachten.
PSA 119:61 Die Stricke der Gottlosen umgaben mich; dein Gesetz habe ich 
nicht vergessen.
PSA 119:62 Mitten in der Nacht erhebe ich mich, dir wegen deiner gerechten 
Ordnungen zu danken.
PSA 119:63 Ich bin ein Genosse aller derer, die dich frchten und deine 
Befehle beobachten.
PSA 119:64 Von deiner Gnade, Jahwe, ist die Erde voll; lehre mich deine 
Satzungen.
PSA 119:65 Du hast deinem Knechte Gutes erwiesen, Jahwe, gem deinem 
Worte.
PSA 119:66 Rechte Einsicht und Erkenntnis lehre mich, denn ich vertraue 
auf deine Gebote.
PSA 119:67 Bevor ich gedemtigt ward, ging ich irre, nun aber beobachte 
ich dein Wort.
PSA 119:68 Gtig bist du und thust wohl; lehre mich deine Satzungen.
PSA 119:69 Die bermtigen haben mir Lge angedichtet; ich aber beachte 
von ganzem Herzen deine Befehle.
PSA 119:70 Stumpf wie Fett ist ihr Sinn; ich aber ergtze mich an deinem 
Gesetze.
PSA 119:71 Es war heilsam fr mich, da ich gedemtigt ward, damit ich 
deine Satzungen lernte.
PSA 119:72 Das Gesetz deines Mundes ist kstlicher fr mich, als Tausende 
Goldes und Silbers.
PSA 119:73 Deine Hnde haben mich geschaffen und bereiteten mich; la mich 
einsichtig werden, damit ich deine Gebote lerne.
PSA 119:74 Die dich frchten, werden mich sehen und sich freuen, denn ich 
harre auf dein Wort.
PSA 119:75 Ich wei, Jahwe, da deine Gerichte gerecht sind, und da du in 
Treue mich gedemtigt hast.
PSA 119:76 Mchte doch deine Gnade dienen, mich zu trsten, nach deiner 
Verheiung an deinen Knecht.
PSA 119:77 Mchte dein Erbarmen ber mich kommen, da ich lebe, denn dein 
Gesetz ist mein Ergtzen.
PSA 119:78 La die bermtigen zu Schanden werden, weil sie mich ohne 
Grund gebeugt haben; ich sinne nach ber deine Befehle.
PSA 119:79 Mir mgen sich zuwenden, die dich frchten und die deine 
Zeugnisse kennen.
PSA 119:80 Mge mein Herz in deinen Satzungen unstrflich sein, damit ich 
nicht zu Schanden werde.
PSA 119:81 Meine Seele schmachtet nach deinem Heil; ich harre auf dein 
Wort.
PSA 119:82 Meine Augen schmachten nach deinem Wort und fragen: Wann wirst 
du mich trsten?
PSA 119:83 Denn ich gleiche einem Schlauch im Rauche; deine Satzungen habe 
ich nicht vergessen.
PSA 119:84 Wie viel sind der Lebenstage deines Knechts? Wann wirst du an 
meinen Verfolgern das Gericht vollstrecken?
PSA 119:85 Die bermtigen haben mir Gruben gegraben, sie, die deinem 
Gesetze nicht entsprechen.
PSA 119:86 Alle deine Gebote sind Wahrheit. Ohne Grund verfolgen sie mich: 
hilf mir!
PSA 119:87 Gar leicht htten sie mich auf Erden aufgerieben, obgleich ich 
von deinen Befehlen nicht gelassen habe.
PSA 119:88 Gem deiner Gnade erhalte mich am Leben, damit ich das Zeugnis 
deines Mundes beobachte.
PSA 119:89 Auf ewig, Jahwe, steht dein Wort im Himmel fest.
PSA 119:90 Durch alle Geschlechter whrt deine Treue; du hast die Erde 
hingestellt und sie blieb stehen.
PSA 119:91 Nach deinen Ordnungen stehen sie noch heut, denn das alles sind 
deine Diener.
PSA 119:92 Wenn nicht dein Gesetz mein Ergtzen gewesen wre, so wre ich 
vergangen in meinem Elend.
PSA 119:93 Nimmermehr will ich deine Befehle vergessen, denn durch sie 
hast du mich am Leben erhalten.
PSA 119:94 Dein bin ich, hilf mir! denn ich suche deine Befehle.
PSA 119:95 Die Gottlosen haben auf mich gelauert, mich umzubringen. Ich 
merke auf deine Zeugnisse.
PSA 119:96 Von allem sonstigen Umfang habe ich ein Ende gesehen: beraus 
weitreichend ist dein Gebot.
PSA 119:97 Wie liebe ich dein Gesetz! Allezeit ist es mein Sinnen.
PSA 119:98 Dein Gebot macht mich weiser, als es meine Feinde sind, denn es 
ist fr immer mein.
PSA 119:99 Ich bin klger als alle, die mich gelehrt haben, denn deine 
Zeugnisse sind mein Sinnen.
PSA 119:100 Ich bin einsichtiger als Greise, denn ich beachte deine 
Befehle.
PSA 119:101 Von jedem schlimmen Pfade hielt ich meine Fe zurck, um dein 
Wort zu beobachten.
PSA 119:102 Von deinen Ordnungen wich ich nicht, denn du unterwiesest mich.
PSA 119:103 Wie s sind meinem Gaumen deine Verheiungen, ser als Honig 
meinem Munde.
PSA 119:104 Durch deine Befehle werde ich einsichtig, darum hasse ich 
jeden Lgenpfad.
PSA 119:105 Dein Wort ist meines Fues Leuchte und ein Licht fr meinen 
Pfad.
PSA 119:106 Ich habe geschworen und hielt es, deine gerechten Ordnungen zu 
beobachten.
PSA 119:107 Ich bin schwer gebeugt; Jahwe, belebe mich nach deinem Worte.
PSA 119:108 La dir, Jahwe, die freiwilligen Opfer meines Mundes gefallen 
und lehre mich deine Ordnungen.
PSA 119:109 Ich trage mein Leben bestndig in meiner Hand und habe dein 
Gesetz nicht vergessen.
PSA 119:110 Die Gottlosen haben mir eine Schlinge gelegt, und von deinen 
Befehlen bin ich nicht abgeirrt.
PSA 119:111 Ich habe deine Zeugnisse fr immer zum Besitz erhalten, denn 
sie sind die Wonne meines Herzens.
PSA 119:112 Ich neige mein Herz dazu, nach deinen Satzungen zu thun, fr 
immer, bis zuletzt.
PSA 119:113 Zwiespltige hasse ich und dein Gesetz habe ich lieb.
PSA 119:114 Du bist mein Schirm und mein Schild, auf dein Wort harre ich.
PSA 119:115 Weicht von mir, ihr Bsewichter, da ich die Gebote meines 
Gottes beachte.
PSA 119:116 Sttze mich deiner Verheiung gem, da ich lebe, und la 
mich mit meiner Hoffnung nicht zu Schanden werden.
PSA 119:117 Strke mich, da mir geholfen werde, so will ich mich an 
deinen Satzungen bestndig ergtzen.
PSA 119:118 Du verwirfst alle, die sich von deinen Satzungen verirren, 
denn fruchtlos ist ihr Trgen.
PSA 119:119 Fr Schlacken erachtest du alle Gottlosen auf Erden; darum 
liebe ich deine Zeugnisse.
PSA 119:120 Mein Leib schaudert aus Furcht vor dir, und ich bange vor 
deinen Gerichten.
PSA 119:121 Ich habe Recht und Gerechtigkeit gebt; berlasse mich nicht 
meinen Unterdrckern.
PSA 119:122 Tritt fr deinen Knecht zu seinem Heile ein; la die 
bermtigen mich nicht unterdrcken.
PSA 119:123 Meine Augen schmachten nach deiner Hilfe und nach deinem 
gerechten Spruche.
PSA 119:124 Verfahre mit deinem Knechte deiner Gnade gem und lehre mich 
deine Satzungen.
PSA 119:125 Dein Knecht bin ich; la mich einsichtig werden, damit ich 
deine Zeugnisse erkenne.
PSA 119:126 Zeit ist's zu handeln fr Jahwe; sie haben dein Gesetz 
gebrochen.
PSA 119:127 Darum liebe ich deine Gebote mehr als Gold und als Feingold.
PSA 119:128 Darum halte ich alle deine Befehle fr recht; jeden Lgenpfad 
hasse ich.
PSA 119:129 Wunderbar sind deine Zeugnisse; darum hat sie meine Seele 
beachtet.
PSA 119:130 Das Thor deiner Worte leuchtet, macht die Einfltigen 
verstndig.
PSA 119:131 Ich sperre meinen Mund auf und lechze, denn mich verlangt nach 
deinen Geboten.
PSA 119:132 Wende dich zu mir und sei mir gndig, nach dem Rechte derer, 
die deinen Namen lieben.
PSA 119:133 Festige meine Tritte in deinem Wort und la keinerlei Bses 
ber mich herrschen.
PSA 119:134 Erlse mich von Menschenbedrckung, damit ich deine Befehle 
halte.
PSA 119:135 La deinem Knechte dein Antlitz leuchten und lehre mich deine 
Satzungen.
PSA 119:136 Von Wasserbchen strmten meine Augen ber, weil sie dein 
Gesetz nicht beobachtet haben.
PSA 119:137 Du bist gerecht, Jahwe, und deine Ordnungen sind recht.
PSA 119:138 Du hast in Gerechtigkeit deine Zeugnisse geboten und in Treue 
beraus.
PSA 119:139 Mich hat mein Eifer verzehrt, weil meine Bedrnger deine Worte 
vergaen.
PSA 119:140 Dein Wort ist beraus gelutert, und dein Knecht hat es lieb.
PSA 119:141 Ich bin klein und verachtet; deine Befehle verga ich nicht.
PSA 119:142 Deine Gerechtigkeit ist Gerechtigkeit fr immer, und dein 
Gesetz ist Wahrheit.
PSA 119:143 Not und Drangsal haben mich betroffen; deine Gebote sind mein 
Ergtzen.
PSA 119:144 Gerechtigkeit sind deine Zeugnisse fr immer; la mich 
einsichtig werden, damit ich lebe.
PSA 119:145 Ich rufe von ganzem Herzen: Erhre mich, Jahwe! Deine 
Satzungen will ich beachten.
PSA 119:146 Ich rufe dich, hilf mir, damit ich deine Satzungen beobachte.
PSA 119:147 Ich komme der Morgendmmerung zuvor und schreie, indem ich 
harre auf dein Wort.
PSA 119:148 Meine Augen kommen den Nachtwachen zuvor, um ber dein Wort 
nachzusinnen.
PSA 119:149 Hre meine Stimme gem deiner Gnade; Jahwe, deinen Ordnungen 
gem belebe mich.
PSA 119:150 Nahe sind, die mich mit Arglist verfolgen, sich von deinem 
Gesetze fernhalten;
PSA 119:151 aber du bist nahe, Jahwe, und alle deine Gebote sind Wahrheit.
PSA 119:152 Von lngst her wei ich aus deinen Zeugnissen, da du sie fr 
ewig gegrndet hast.
PSA 119:153 Siehe mein Elend und reie mich heraus, denn dein Gesetz 
verga ich nicht.
PSA 119:154 Fhre meine Sache und erlse mich; deiner Verheiung gem 
belebe mich.
PSA 119:155 Den Gottlosen bleibt die Hilfe fern, denn sie fragen nichts 
nach deinen Satzungen.
PSA 119:156 Deine Barmherzigkeit ist gro, Jahwe; deinen Ordnungen gem 
belebe mich.
PSA 119:157 Zahlreich sind meine Verfolger und Bedrnger; von deinen 
Zeugnissen wich ich nicht ab.
PSA 119:158 Ich gewahrte Abtrnnige und empfand Ekel - solche, die dein 
Wort nicht beobachteten.
PSA 119:159 Sieh, da ich deine Befehle liebe; Jahwe, deiner Gnade gem 
belebe mich.
PSA 119:160 Die Summe deines Worts ist Treue, und auf ewig whrt alle 
deine gerechte Ordnung.
PSA 119:161 Frsten verfolgen mich ohne Ursache, und vor deinem Worte bebt 
mein Herz.
PSA 119:162 Ich bin erfreut ber deine Verheiung wie einer, der groe 
Beute fand.
PSA 119:163 Lge hasse und verabscheue ich; dein Gesetz habe ich lieb.
PSA 119:164 Siebenmal des Tages preise ich dich wegen deiner gerechten 
Ordnungen.
PSA 119:165 Groes Heil wird denen, die dein Gesetz lieb haben, und es 
giebt fr sie keinen Ansto.
PSA 119:166 Ich hoffe auf deine Hilfe, Jahwe; habe ich doch nach deinen 
Geboten gethan.
PSA 119:167 Meine Seele hat deine Zeugnisse beobachtet, und ich gewann sie 
beraus lieb.
PSA 119:168 Ich habe deine Befehle und deine Zeugnisse beobachtet, denn 
alle meine Wege sind dir gegenwrtig.
PSA 119:169 Mein Jammern komme nahe vor dein Angesicht, Jahwe; deinem 
Worte gem la mich einsichtig werden.
PSA 119:170 Mein Flehen komme vor dein Angesicht; deiner Verheiung gem 
errette mich.
PSA 119:171 Meine Lippen sollen Lobpreis ausstrmen, denn du lehrst mich 
deine Satzungen.
PSA 119:172 Meine Zunge soll von deinem Worte singen, denn alle deine 
Gebote sind Gerechtigkeit.
PSA 119:173 Mge deine Hand bereit sein, mir zu helfen, denn deine Befehle 
habe ich erwhlt.
PSA 119:174 Mich verlangt nach deiner Hilfe, Jahwe, und dein Gesetz ist 
mein Ergtzen.
PSA 119:175 Mge meine Seele leben, da sie dich preise, und deine 
Gerichte mgen mir helfen.
PSA 119:176 Ich gehe in der Irre: wie ein verlorenes Schaf suche deinen 
Knecht; denn deine Gebote verga ich nicht.
PSA 120:1 Wallfahrtslieder. Zu Jahwe in meiner Not rief ich, und er 
erhrte mich.
PSA 120:2 Jahwe, errette meine Seele von lgnerischer Lippe, von 
trgerischer Zunge.
PSA 120:3 Was giebt dir und was mehrt dir die trgerische Zunge?
PSA 120:4 Geschrfte Kriegerpfeile samt Ginsterkohlen!
PSA 120:5 Wehe mir, da ich bei Mesech zu Gaste bin, bei den Zelten Kedars 
wohne!
PSA 120:6 Zu lange schon wohnt meine Seele bei solchen, die den Frieden 
hassen.
PSA 120:7 Ich bin ganz Friede, aber wenn ich etwas rede, sind sie auf 
Kampf aus.
PSA 121:1 Ein Lied fr die Wallfahrten. Ich hebe meine Augen zu den Bergen 
auf: von wo wird Hilfe fr mich kommen?
PSA 121:2 Meine Hilfe kommt von Jahwe, dem Schpfer Himmels und der Erde.
PSA 121:3 Er wird deinen Fu nimmermehr wanken lassen; dein Hter schlft 
nicht.
PSA 121:4 Frwahr, nicht schlft, noch schlummert der Hter Israels.
PSA 121:5 Jahwe ist dein Hter, Jahwe dein Schatten zu deiner rechten Hand.
PSA 121:6 Am Tage wird dich die Sonne nicht stechen, noch der Mond des 
Nachts.
PSA 121:7 Jahwe wird dich behten vor allem bel, wird deine Seele behten.
PSA 121:8 Jahwe wird dein Aus- und Eingehen behten von nun an bis in 
Ewigkeit.
PSA 122:1 Wallfahrtslieder. Von David. Ich freute mich, als man zu mir 
sprach: Lat uns zum Tempel Jahwes gehn!
PSA 122:2 Unsere Fe stehen in deinen Thoren, Jerusalem!
PSA 122:3 Jerusalem, du wiedergebaute, wie eine Stadt, die allzumal 
zusammengefgt ist,
PSA 122:4 wohin die Stmme hinaufziehen, die Stmme Jahs, nach dem Gesetz 
fr Israel, um dem Namen Jahwes zu danken.
PSA 122:5 Denn dort stehen Gerichtssessel, Sessel des Hauses Davids.
PSA 122:6 Erbittet Frieden fr Jerusalem: Mgen Ruhe haben, die dich 
lieben.
PSA 122:7 Friede sei in deinen Bollwerken, Ruhe in deinen Palsten.
PSA 122:8 Um meiner Brder und Freunde willen lat mich sprechen: Friede 
sei in dir!
PSA 122:9 Um des Tempels Jahwes, unseres Gottes, willen will ich dein 
Bestes suchen.
PSA 123:1 Wallfahrtslieder. Zu dir erhebe ich meine Augen, der du im 
Himmel thronst.
PSA 123:2 Frwahr, wie die Augen der Knechte auf die Hand ihres Herrn, wie 
die Augen der Magd auf die Hand ihrer Herrin, so sind unsere Augen auf 
Jahwe, unseren Gott, gerichtet, da er uns gndig sei.
PSA 123:3 Sei uns gndig, Jahwe, sei uns gndig, denn wir sind der 
Verachtung grndlich satt!
PSA 123:4 Grndlich satt ist unsere Seele des Hohns der Sicheren, der 
Verachtung der Stolzen.
PSA 124:1 Wallfahrtslieder. Von David. Wre es nicht Jahwe gewesen, der 
fr uns war - so spreche Israel! -PSA 124:2 Wre es nicht Jahwe gewesen, 
der fr uns war, als sich die Menschen wider uns erhoben,
PSA 124:3 so htten sie uns lebendig verschlungen, als ihr Zorn wider uns 
entbrannte;
PSA 124:4 so htten uns die Gewsser berstrmt, ein Bach wre ber uns 
dahingegangen,
PSA 124:5 so wren ber uns dahingegangen die stolzen Wasser!
PSA 124:6 Gepriesen sei Jahwe, da er uns ihren Zhnen nicht zum Raube 
gegeben hat!
PSA 124:7 Unsere Seele entrann gleich einem Vogel aus der Schlinge der 
Vogelsteller: die Schlinge zerri, und wir sind frei!
PSA 124:8 Unsere Hilfe steht im Namen Jahwes, des Schpfers Himmels und 
der Erde.
PSA 125:1 Wallfahrtslieder. Die auf Jahwe vertrauen, sind wie der Berg 
Zion, der nicht wankt, auf ewig besteht.
PSA 125:2 Um Jerusalem her sind Berge, und Jahwe ist um sein Volk her von 
nun an bis in Ewigkeit.
PSA 125:3 Denn das gottlose Scepter wird ber dem Lose der Frommen nicht 
bleiben, damit die Frommen ihre Hnde nicht nach Frevel ausstrecken.
PSA 125:4 Thue den Guten Gutes, Jahwe, und denen, die in ihrem Herzen 
redlich gesinnt sind.
PSA 125:5 Die aber, die auf ihre krummen Wege abbiegen, die lasse Jahwe 
mit den belthtern dahinfahren! Friede ber Israel!
PSA 126:1 Wallfahrtslieder. Als Jahwe das Geschick Zions wendete, waren 
wir wie Trumende.
PSA 126:2 Da war unser Mund voll Lachens, und unsere Zunge voll Jubels; da 
sprach man unter den Heiden: Jahwe hat Groes an diesen gethan!
PSA 126:3 Groes hatte Jahwe an uns gethan; wir waren frhlich.
PSA 126:4 Wende, Jahwe, unser Geschick, gleich Rinnsalen im Sdland.
PSA 126:5 Die unter Thrnen seten, werden mit Jubel ernten.
PSA 126:6 Unter bestndigem Weinen geht man dahin und trgt den Samen zur 
Aussaat; mit Jubel kehrt man heim und trgt seine Garben!
PSA 127:1 Wallfahrtslieder. Von Salomo.
PSA 127:2 Wenn Jahwe nicht das Haus baut, so haben sich seine Erbauer 
umsonst mit ihm abgemht; wenn Jahwe nicht die Stadt behtet, so hat der 
Wchter umsonst gewacht.
PSA 127:3 Es ist umsonst fr euch, die ihr frh aufsteht und erst spt 
euch niederlegt, indem ihr das Brot der Mhen et: ebenso giebt er's 
seinem Geliebten im Schlafe.
PSA 127:4 Frwahr, ein von Jahwe verliehener Besitz sind Shne, ein Lohn 
die Leibesfrucht.
PSA 127:5 Wie Pfeile in der Hand eines Helden, also sind die Shne der 
Jugendkraft.
PSA 127:6 Wohl dem Manne, der seinen Kcher mit ihnen gefllt hat! Sie 
werden nicht zu Schanden, wenn sie im Thore mit Feinden verhandeln.
PSA 128:1 Wallfahrtslieder. Wohl einem jeden, der Jahwe frchtet, der auf 
seinen Wegen wandelt!
PSA 128:2 Was deine Hnde erarbeitet, das wirst du genieen; wohl dir, du 
hast es gut!
PSA 128:3 Dein Weib ist wie ein fruchtbarer Weinstock im Innern deines 
Hauses, deine Shne wie lbaum-Setzlinge rings um deinen Tisch.
PSA 128:4 Ja wahrlich, so wird der Mann gesegnet, der Jahwe frchtet.
PSA 128:5 Jahwe segne dich vom Zion her, so wirst du alle deine Lebenstage 
am Glck Jerusalems deine Lust sehen
PSA 128:6 und Shne deiner Shne erleben. Friede ber Israel!
PSA 129:1 Wallfahrtslieder. Sie haben mich viel bedrngt von meiner Jugend 
an - so spreche Israel! -PSA 129:2 Sie haben mich viel bedrngt von meiner 
Jugend an und mich doch nicht berwltigt.
PSA 129:3 Auf meinem Rcken haben sie geackert, haben ihr Pflugland weit 
ausgedehnt.
PSA 129:4 Jahwe, der gerechte, hat der Gottlosen Strang zerhauen.
PSA 129:5 Beschmt mssen werden und zurckweichen alle, die Zion hassen.
PSA 129:6 Sie mssen wie das Gras auf den Dchern werden, das verdorrt, 
bevor man es herauszieht,
PSA 129:7 womit kein Schnitter seine Hand gefllt, noch seinen Busen ein 
Garbenbinder.
PSA 129:8 Und die des Wegs vorberkommen, sprechen nicht: Der Segen 
Jahwes sei ber euch! Wir segnen euch im Namen Jahwes!
PSA 130:1 Wallfahrtslieder. Aus der Tiefe rufe ich dich, Jahwe,
PSA 130:2 Herr, hre auf meine Stimme! Mchten deine Ohren aufmerksam sein 
auf mein lautes Flehn!
PSA 130:3 Wenn du Verschuldungen im Gedchtnis bewahrtest, Jah, Herr, wer 
kann dann bestehen?
PSA 130:4 Vielmehr, bei dir steht die Vergebung, damit man dich frchte.
PSA 130:5 Ich harre auf Jahwe; meine Seele harrt auf sein Wort.
PSA 130:6 Innig warte ich auf den Herrn, sehnschtiger, als Wchter auf 
den Morgen, als Wchter auf den Morgen.
PSA 130:7 Harre, Israel, auf Jahwe! Denn bei Jahwe ist die Gnade und bei 
ihm Erlsung in Flle,
PSA 130:8 und er wird Israel erlsen von allen seinen Verschuldungen.
PSA 131:1 Wallfahrtslieder. Von David. Jahwe, mein Herz ist nicht stolz, 
und meine Augen sind nicht hoffrtig und ich gehe nicht mit Dingen um, die 
mir zu hoch und zu wunderbar sind,
PSA 131:2 sondern ich habe meine Seele gestillt und beschwichtigt: wie ein 
entwhntes Kind an seiner Mutter, so ist meine Seele in mir entwhnt.
PSA 131:3 Harre, Israel, auf Jahwe von nun an bis in Ewigkeit!
PSA 132:1 Wallfahrtslieder. Gedenke, Jahwe, David, all' seine Mhsal!
PSA 132:2 ihm, der Jahwe schwur, dem Starken Jakobs gelobte:
PSA 132:3 Ich will mein Wohngezelt nicht betreten, noch das Bett meines 
Lagers besteigen,
PSA 132:4 will meinen Augen keinen Schlaf gnnen, meinen Wimpern keinen 
Schlummer,
PSA 132:5 bis ich fr Jahwe eine Sttte gefunden, eine Wohnung fr den 
Starken Jakobs.
PSA 132:6 Siehe, wir haben von ihr gehrt in Ephrat, haben sie gefunden in 
Waldgefilden.
PSA 132:7 Lat uns in seine Wohnung eingehen, vor dem Schemel seiner Fe 
niederfallen!
PSA 132:8 Brich auf, Jahwe, nach deiner Ruhesttte, du und deine mchtige 
Lade!
PSA 132:9 Deine Priester seien angethan mit rechtem Verhalten, und deine 
Frommen mgen jubeln!
PSA 132:10 Um deines Knechtes Davids willen weise deinen Gesalbten nicht 
ab!
PSA 132:11 Jahwe hat David einen wahrhaftigen Eid geschworen, von dem er 
nicht abgehen wird: Einen, der deinem Leib entsprossen, will ich auf 
deinen Thron setzen!
PSA 132:12 Wenn deine Shne meinen Bund beobachten und meine Zeugnisse, 
die ich sie lehren werde, so sollen auch ihre Shne fr immer auf deinem 
Throne sitzen.
PSA 132:13 Denn Jahwe hat Zion erwhlt, hat es zum Wohnsitze fr sich 
begehrt:
PSA 132:14 Dies ist fr immer meine Ruhesttte; hier will ich wohnen, 
denn nach ihr verlangte ich.
PSA 132:15 Ich will Zion reichlich segnen, ihre Armen mit Brot sttigen.
PSA 132:16 Ihre Priester will ich mit Heil bekleiden, und ihre Frommen 
sollen frhlich jubeln.
PSA 132:17 Daselbst will ich David Macht verleihen, eine Leuchte 
zurichten meinem Gesalbten.
PSA 132:18 Seine Feinde will ich in Schande kleiden, doch auf ihm soll 
seine Krone glnzen!
PSA 133:1 Wallfahrtslieder. Von David. Siehe, wie schn und wie lieblich 
ist's, wenn Brder beisammen wohnen!
PSA 133:2 Wie das kstliche l auf dem Haupte, das herabfliet auf den 
Bart, den Bart Aarons, der auf seiner Kleider Saum herabfliet,
PSA 133:3 wie der Tau des Hermon, der auf die Berge Zions herabfliet. 
Denn dahin hat Jahwe den Segen entboten, Leben bis in Ewigkeit.
PSA 134:1 Wallfahrtslieder. Preiset doch Jahwe, alle Diener Jahwes, die 
ihr in den Nchten im Tempel Jahwes steht!
PSA 134:2 Erhebt eure Hnde zum Heiligtum und preiset Jahwe!
PSA 134:3 Es segne dich Jahwe vom Zion aus, der Schpfer Himmels und der 
Erde.
PSA 135:1 Rhmet Jah! Rhmt den Namen Jahwes, rhmt, ihr Diener Jahwes,
PSA 135:2 die ihr im Tempel Jahwes steht, in den Vorhfen des Tempels 
unseres Gottes!
PSA 135:3 Rhmet Jah, den Jahwe ist gtig; lobsingt seinem Namen, denn er 
ist lieblich!
PSA 135:4 Denn Jah hat sich Jakob erwhlt, Israel zu seinem Eigentum.
PSA 135:5 Denn ich wei, da Jahwe gro ist und unser Herr alle Gtter 
berragt.
PSA 135:6 Alles, was ihm beliebte, hat Jahwe gethan, im Himmel und auf 
Erden, im Meer und in allen Tiefen.
PSA 135:7 Der Wolken herauffhrt vom Ende der Erde her, Regen und Blitze 
schafft, den Wind aus seinen Schatzkammern hervorholt;
PSA 135:8 der die Erstgeborenen gyptens schlug, sowohl Menschen, als Vieh,
PSA 135:9 Zeichen und Wunder in dich, gypten, entsandte, wider den Pharao 
und alle seine Unterthanen;
PSA 135:10 der viele Vlker schlug und mchtige Knige ttete:
PSA 135:11 Sihon, den Knig der Amoriter, und Og, den Knig von Basan, und 
alle Knigreiche Kanaans.
PSA 135:12 Und er gab ihr Land zum Besitztum, zum Besitztum seinem Volk 
Israel.
PSA 135:13 Jahwe, dein Name whrt ewig, dein Gedchtnis, Jahwe, durch alle 
Geschlechter.
PSA 135:14 Denn Jahwe schafft seinem Volke Recht und erbarmt sich ber 
seine Knechte.
PSA 135:15 Die Gtzen der Heiden sind Silber und Gold, ein Werk von 
Menschenhnden.
PSA 135:16 Sie haben einen Mund und reden nicht, sie haben Augen und sehen 
nicht.
PSA 135:17 Sie haben Ohren und hren nicht, und kein Odem ist in ihrem 
Munde.
PSA 135:18 Ihnen gleich werden die, die sie verfertigen, jeder, der auf 
sie vertraut.
PSA 135:19 Ihr vom Hause Israel, preiset Jahwe! Ihr vom Hause Aarons, 
preiset Jahwe!
PSA 135:20 Ihr vom Hause Levis, preiset Jahwe! Die ihr Jahwe frchtet, 
preiset Jahwe!
PSA 135:21 Gepriesen sei Jahwe vom Zion aus, er, der zu Jerusalem wohnt! 
Rhmet Jah!
PSA 136:1 Danket Jahwe, denn er ist gtig, denn ewig whrt seine Gnade.
PSA 136:2 Danket dem Gott der Gtter, denn ewig whrt seine Gnade.
PSA 136:3 Danket dem Herrn der Herren, denn ewig whrt seine Gnade.
PSA 136:4 Der allein groe Wunder thut, denn ewig whrt seine Gnade,
PSA 136:5 der den Himmel mit Einsicht schuf, denn ewig whrt seine Gnade,
PSA 136:6 der die Erde auf den Wassern ausbreitete, denn ewig whrt seine 
Gnade.
PSA 136:7 Der groe Lichter schuf, denn ewig whrt seine Gnade,
PSA 136:8 die Sonne zur Herrschaft ber den Tag, denn ewig whrt seine 
Gnade,
PSA 136:9 den Mond und die Sterne zur Herrschaft ber die Nacht, denn ewig 
whrt seine Gnade.
PSA 136:10 Der die gypter in ihren Erstgebornen schlug, denn ewig whrt 
seine Gnade,
PSA 136:11 und Israel aus ihrer Mitte fhrte, denn ewig whrt seine Gnade,
PSA 136:12 mit starker Hand und ausgerecktem Arm, denn ewig whrt seine 
Gnade.
PSA 136:13 Der das Schilfmeer in Stcke zerschnitt, denn ewig whrt seine 
Gnade,
PSA 136:14 und Israel mitten hindurchgehen lie, denn ewig whrt seine 
Gnade,
PSA 136:15 und den Pharao und sein Heer ins Schilfmeer schttelte, denn 
ewig whrt seine Gnade.
PSA 136:16 Der sein Volk durch die Wste geleitete, denn ewig whrt seine 
Gnade,
PSA 136:17 der groe Knige schlug, denn ewig whrt seine Gnade,
PSA 136:18 und majesttische Knige ttete: denn ewig whrt seine Gnade,
PSA 136:19 Sihon, den Knig der Amoriter, denn ewig whrt seine Gnade,
PSA 136:20 und Og, den Knig von Basan, denn ewig whrt seine Gnade.
PSA 136:21 und er gab ihr Land zum Besitztum, denn ewig whrt seine Gnade,
PSA 136:22 zum Besitztum seinem Knecht Israel, denn ewig whrt seine Gnade.
PSA 136:23 Der in unserer Niedrigkeit an uns gedachte, denn ewig whrt 
seine Gnade,
PSA 136:24 und uns losri von unseren Bedrngern, denn ewig whrt seine 
Gnade.
PSA 136:25 Der allem Fleische Speise giebt, denn ewig whrt seine Gnade:
PSA 136:26 Danket dem Gotte des Himmels, denn ewig whrt seine Gnade!
PSA 137:1 An den Strmen Babels, da saen wir und weinten, indem wir Zions 
gedachten.
PSA 137:2 An den Weiden, die dort waren, hingen wir unsere Zithern auf.
PSA 137:3 Denn dort begehrten, die uns gefangen gefhrt, Lieder von uns, 
und unsere Peiniger Frhlichkeit: Singt uns eines von den Zionsliedern!
PSA 137:4 Wie knnten wir die Jahwe-Lieder singen auf dem Boden der Fremde!
PSA 137:5 Wenn ich deiner vergesse, Jerusalem, so schrumpfe meine Rechte 
ein.
PSA 137:6 Es klebe meine Zunge an meinem Gaumen, wenn ich deiner nicht 
gedenke, wenn ich nicht lasse Jerusalem meine hchste Freude sein!
PSA 137:7 Gedenke, Jahwe, den Edomitern, den Unglckstag Jerusalems, die 
da riefen: Nieder damit, nieder damit bis auf den Grund in ihr!
PSA 137:8 Tochter Babel, du Verwsterin, wohl dem, der dir vergilt, was du 
uns angethan!
PSA 137:9 Wohl dem, der deine zarten Kinder packt und schmettert an den 
Felsen.
PSA 138:1 Von David. Von ganzem Herzen will ich dich preisen, angesichts 
der Gtter dir lobsingen!
PSA 138:2 Ich will mich niederwerfen vor deinem heiligen Tempel und deinen 
Namen preisen um deiner Gnade und Treue willen; denn du hast deinen Namen, 
dein Wort ber alles gro gemacht.
PSA 138:3 Als ich rief, erhrtest du mich; du machtest mich stolz, mein 
Inneres war voll Kraft.
PSA 138:4 Es sollen dich preisen, Jahwe, alle Knige der Erde, denn sie 
haben die Worte deines Mundes gehrt,
PSA 138:5 und sollen singen von den Wegen Jahwes, denn die Herrlichkeit 
Jahwes ist gro.
PSA 138:6 Denn erhaben ist Jahwe und sieht den Niedrigen und erkennt den 
Stolzen von ferne.
PSA 138:7 Wenn ich inmitten von Drangsal wandeln mu, wirst du mich am 
Leben erhalten! Wider den Zorn meiner Feinde wirst du deine Hand 
ausstrecken, und deine Rechte wird mir helfen.
PSA 138:8 Jahwe wird's fr mich vollenden: Jahwe, deine Gnade whrt ewig, 
la deiner Hnde Werke nicht fahren!
PSA 139:1 Dem Musikmeister. Von David. Ein Psalm. Jahwe, du erforschest 
und kennst mich.
PSA 139:2 Du weit mein Sitzen und mein Aufstehen; du verstehst meine 
Gedanken von ferne.
PSA 139:3 Mein Gehen und mein Liegen prfst du und bist vertraut mit allen 
meinen Wegen.
PSA 139:4 Denn es ist kein Wort auf meiner Zunge, das du, Jahwe, nicht 
schon durchaus kennst.
PSA 139:5 Hinten und vorn hast du mich umschlossen und legtest auf mich 
deine Hand.
PSA 139:6 Die Erkenntnis ist mir zu wunderbar, zu hoch - ich werde ihrer 
nicht mchtig!
PSA 139:7 Wohin soll ich gehen vor deinem Geist und wohin fliehen vor 
deinem Angesicht?
PSA 139:8 Stiege ich zum Himmel empor, so bist du dort, und machte ich die 
Unterwelt zu meinem Lager, du bist da!
PSA 139:9 Nhme ich Flgel der Morgenrte, liee mich nieder am uersten 
Ende des Meers,
PSA 139:10 auch da wrde deine Hand mich fhren, deine Rechte mich 
erfassen.
PSA 139:11 Sprche ich: Eitel Finsternis mge mich bedecken, und zu Nacht 
werde das Licht um mich her:
PSA 139:12 so wrde auch die Finsternis fr dich nicht finster sein und 
die Nacht leuchten wie der Tag: die Finsternis ist wie das Licht.
PSA 139:13 Denn du hast mein Innerstes geschaffen, wobst mich im 
Mutterleibe.
PSA 139:14 Ich preise dich dafr, da ich erstaunenswrdig ausgezeichnet 
bin: wunderbar sind deine Werke, und meine Seele erkennt das wohl.
PSA 139:15 Mein Gebein war dir nicht verhohlen, als ich im Verborgenen 
gemacht, in Erdentiefen gewirkt ward.
PSA 139:16 Deine Augen sahen mich, als ich noch ein ungestaltetes 
Klmpchen war; Tage wurden gebildet und insgesamt in dein Buch 
geschrieben, als noch keiner von ihnen da war.
PSA 139:17 Aber wie schwer sind mir, o Gott, deine Gedanken, wie gewaltig 
ihre Summen!
PSA 139:18 Wollte ich sie zhlen, so wrden ihrer mehr sein, als der 
Sandkrner; erwache ich, so bin ich noch bei dir.
PSA 139:19 Ach, da du doch die Gottlosen tten wolltest, Gott, und die 
Blutgierigen von mir weichen mten,
PSA 139:20 die sich arglistig wider dich empren, die deinen Namen 
freventlich aussprechen.
PSA 139:21 Sollte ich nicht hassen, Jahwe, die dich hassen, und nicht Ekel 
empfinden an denen, die sich wider dich auflehnen?
PSA 139:22 Mit vollendetem Hasse hasse ich sie, als Feinde gelten sie mir.
PSA 139:23 Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz; prfe mich und 
erkenne meine Gedanken!
PSA 139:24 Und siehe, ob ein Weg, der zu Schmerzen fhrt, bei mir zu 
finden sei, und leite mich auf ewigem Wege!
PSA 140:1 Dem Musikmeister. Ein Psalm Davids.
PSA 140:2 Errette mich, Jahwe, von bsen Menschen; vor den gewaltthtigen 
Leuten behte mich,
PSA 140:3 die in ihrem Herzen Bses ersonnen haben, jeden Tag Kmpfe 
erregen.
PSA 140:4 Sie haben ihre Zunge wie eine Schlange geschrft, Otterngift ist 
unter ihren Lippen. Sela.
PSA 140:5 Bewahre mich, Jahwe, vor den Hnden der Gottlosen; vor den 
gewaltthtigen Leuten behte mich, die darauf bedacht sind, meine Fe 
umzustoen.
PSA 140:6 Stolze haben mir eine verborgene Schlinge und Stricke gelegt, 
ein Netz neben dem Geleise ausgebreitet, mir Fallstricke gelegt. Sela.
PSA 140:7 Ich sprach zu Jahwe: Du bist mein Gott! Vernimm, Jahwe, mein 
lautes Flehen!
PSA 140:8 Jahwe, Herr, du meine starke Hilfe, du beschirmst mein Haupt am 
Tage des Streits.
PSA 140:9 Gewhre nicht, Jahwe, was der Gottlose begehrt, la seinen 
Anschlag nicht gelingen! Sela.
PSA 140:10 La nicht das Haupt erheben, die mich umgeben; das Unheil, das 
ihre Lippen stiften, mge sie bedecken.
PSA 140:11 Er lasse glhende Kohlen auf sie regnen, strze sie ins Feuer, 
in Gruben, da sie nicht mehr aufstehen.
PSA 140:12 Der Mann der verleumderischen Zunge wird im Lande nicht 
bestehen; den Gewaltthtigen wird das Unglck jagen Sto auf Sto.
PSA 140:13 Ich wei: Jahwe wird die Sache des Elenden fhren, den 
Rechtshandel der Armen.
PSA 140:14 Doch werden die Frommen deinem Namen danken, die Redlichen vor 
deinem Angesichte wohnen.
PSA 141:1 Ein Psalm Davids. Jahwe, ich rufe dich, eile zu mir; vernimm 
meine Stimme, wenn ich zu dir rufe.
PSA 141:2 Mein Gebet stelle sich als Rauchopfer vor dein Angesicht, das 
Aufheben meiner Hnde als Abend-Speisopfer.
PSA 141:3 Setze meinem Mund eine Wache, Jahwe, bewahre die Thre meiner 
Lippen!
PSA 141:4 La nicht zu, da sich mein Herz zu bser Sache neige, da ich 
mit Leuten, die belthter sind, in Gottlosigkeit schlimme Thaten verbe, 
und la mich nicht mitessen von ihren Leckerbissen.
PSA 141:5 Schlgt mich ein Gerechter in Liebe und zchtigt mich, so soll 
sich mein Haupt der Salbe fr das Haupt nicht weigern; wenn nochmals, so 
wendet sich mein Gebet wider ihre Bosheiten.
PSA 141:6 Hinabgestrzt wurden in die Gewalt des Felsens ihre Richter, und 
gehrt haben sie meine Worte, da sie lieblich seien.
PSA 141:7 Wie wenn einer pflgt und spaltet im Erdreich, wurden unsere 
Gebeine hingestreut dem Rachen der Unterwelt.
PSA 141:8 Denn auf dich, Jahwe, Herr, sind meine Augen gerichtet, bei dir 
suche ich Zuflucht; giee mein Leben nicht aus!
PSA 141:9 Bewahre mich vor der Schlinge, die sie mir gelegt haben, und vor 
den Fallstricken der belthter.
PSA 141:10 Mgen die Gottlosen miteinander in ihre Netze fallen, bis ich 
vorbergehe.
PSA 142:1 Ein Maskil Davids, als er sich in der Hhle befand. Ein Gebet.
PSA 142:2 Laut schreie ich zu Jahwe; laut flehe ich zu Jahwe.
PSA 142:3 Ich schtte meine Klage vor ihm aus, trage ihm vor meine Not.
PSA 142:4 Whrend mein Geist in mir verzagt, - du aber kennst meinen Pfad! 
- haben sie mir auf dem Wege, den ich gehen mu, eine verborgene Schlinge 
gelegt.
PSA 142:5 Blicke nach rechts und schaue - ich habe niemanden, der mich 
erkennt; um Zuflucht ist's fr mich geschehn - keiner fragt nach mir.
PSA 142:6 Ich schreie zu dir, Jahwe; ich spreche: Du bist meine Zuflucht, 
mein Teil im Lande der Lebendigen.
PSA 142:7 Merke auf meine flehentliche Bitte, denn ich bin beraus 
schwach; errette mich von meinen Verfolgern, denn sie sind mir zu mchtig.
PSA 142:8 Befreie mich aus dem Kerker, damit ich deinen Namen preise; mich 
werden die Frommen umringen, wenn du mir wohlthust.
PSA 143:1 Ein Psalm Davids. Jahwe, hre mein Gebet, horch auf mein Flehen; 
nach deiner Treue erhre mich, nach deiner Gerechtigkeit,
PSA 143:2 und gehe nicht ins Gericht mit deinem Knecht, denn vor dir ist 
kein Lebendiger gerecht.
PSA 143:3 Denn der Feind hat mich verfolgt, hat mein Leben zu Boden 
getreten, mich in tiefe Finsternis versetzt wie in der Urzeit Verstorbene.
PSA 143:4 Es verzagt in mir mein Geist, mein Herz erstarrt in meinem 
Inneren.
PSA 143:5 Ich gedenke der Tage der Vorzeit, sinne ber all' dein Thun, 
bedenke das Werk deiner Hnde.
PSA 143:6 Ich breite meine Hnde zu dir aus; meine Seele lechzt nach dir, 
wie lechzendes Land. Sela.
PSA 143:7 Eilends erhre mich, Jahwe! Es schmachtet mein Geist: Verbirg 
dein Angesicht nicht vor mir, da ich nicht denen gleich werde, die in die 
Grube hinabgefahren.
PSA 143:8 La mich am Morgen deine Gnade hren, denn auf dich vertraue 
ich; thue mir kund den Weg, den ich gehen soll, denn zu dir erhebe ich 
meine Seele!
PSA 143:9 Errette mich von meinen Feinden, Jahwe, denn auf dich harre ich.
PSA 143:10 Lehre mich nach deinem Wohlgefallen thun, denn du bist mein 
Gott: dein guter Geist leite mich auf ebener Bahn!
PSA 143:11 Um deines Namens willen, Jahwe, erhalte mich am Leben; kraft 
deiner Gerechtigkeit befreie meine Seele aus der Not!
PSA 143:12 Und kraft deiner Gnade vertilge meine Feinde und vernichte 
alle, die mich bedrngen, denn ich bin dein Knecht!
PSA 144:1 Von David. Gepriesen sei Jahwe, mein Fels, der meine Hnde 
kriegen, meine Finger streiten lehrt,
PSA 144:2 meine Strke und meine Burg, meine Veste und der mir Rettung 
schafft, mein Schild und der, bei dem ich Zuflucht suche, der mir Vlker 
unterwirft.
PSA 144:3 Jahwe, was ist der Mensch, da du dich um ihn kmmerst, das 
Menschenkind, da du es beachtest?
PSA 144:4 Der Mensch gleicht einem Hauch; seine Lebenstage sind wie ein 
Schatten, der vorberfhrt.
PSA 144:5 Jahwe, neige deinen Himmel und steige herab; rhre die Berge an, 
da sie rauchen!
PSA 144:6 Schleudere einen Blitz und zerstreue sie, sende deine Pfeile und 
scheuche sie!
PSA 144:7 Strecke aus der Hhe deine Hand aus, reie mich heraus und 
errette mich aus groen Wassern, aus der Gewalt der Fremden,
PSA 144:8 deren Mund Falschheit redet, und deren Rechte eine trgerische 
Rechte.
PSA 144:9 Gott, ein neues Lied will ich dir singen, auf zehnsaitiger Harfe 
will ich dir spielen,
PSA 144:10 der den Knigen Sieg verleiht, der seinen Knecht David dem 
verderblichen Schwert entri.
PSA 144:11 Reie mich heraus und errette mich aus der Gewalt der Fremden, 
deren Mund Falschheit redet, und deren Rechte eine trgerische Rechte.
PSA 144:12 Da unsere Shne in ihrer Jugend seien wie grogezogene 
Pflanzen, unsere Tchter wie Ecksulen, die nach Tempel-Bauart ausgehauen 
sind,
PSA 144:13 unsere Speicher voll, Spende gewhrend von jeglicher Art, 
unsere Schafe sich vertausendfachend, verzehntausendfacht auf unseren 
Triften,
PSA 144:14 unsere Rinder beladen; kein Mauerri und kein Auszug und kein 
Geschrei auf unseren Gassen.
PSA 144:15 Wohl dem Volke, dem es also ergeht! Wohl dem Volke, dessen Gott 
Jahwe ist!
PSA 145:1 Ein Lobgesang Davids. Ich will dich erheben, mein Gott, du 
Knig, und deinen Namen immer und ewig preisen!
PSA 145:2 Tag fr Tag will ich dich preisen und deinen Namen immer und 
ewig rhmen.
PSA 145:3 Jahwe ist gro und hoch zu rhmen, und seine Gre ist 
unausforschlich.
PSA 145:4 Ein Geschlecht rhme dem anderen deine Werke und verkndige 
deine gewaltigen Thaten.
PSA 145:5 Von der Hoheit deiner majesttischen Herrlichkeit sollen sie 
reden; von deinen Wundern will ich sprechen.
PSA 145:6 Von der Gewalt deiner furchtbaren Thaten sollen sie sagen, und 
deine groen Thaten, die will ich erzhlen.
PSA 145:7 Das Gedchtnis deiner groen Gte sollen sie ausstrmen und ber 
deine Gerechtigkeit jubeln.
PSA 145:8 Gndig und barmherzig ist Jahwe, langsam zum Zorn und von groer 
Gnade.
PSA 145:9 Jahwe ist allen gtig, und sein Erbarmen erstreckt sich ber 
alle seine Werke.
PSA 145:10 Es sollen dich loben, Jahwe, alle deine Werke, und deine 
Frommen dich preisen.
PSA 145:11 Von der Herrlichkeit deines Knigtums sollen sie sagen und von 
deiner Gewalt reden,
PSA 145:12 da sie den Menschenkindern seine gewaltigen Thaten kund thun 
und die majesttische Hoheit seines Knigtums.
PSA 145:13 Dein Reich ist ein Reich fr alle Ewigkeit, und deine 
Herrschaft whrt durch alle Geschlechter. Wahrhaftig ist Jahwe in allen 
seinen Worten und gndig in allen seinen Thaten.
PSA 145:14 Jahwe sttzt alle, die da fallen, und richtet alle Gebeugten 
auf.
PSA 145:15 Aller Augen warten auf dich, und du giebst ihnen ihre Speise zu 
seiner Zeit.
PSA 145:16 Du thust deine Hand auf und sttigst alles Lebendige mit 
Wohlgefallen.
PSA 145:17 Jahwe ist gerecht in allen seinen Wegen und gndig in allen 
seinen Thaten.
PSA 145:18 Jahwe ist nahe allen, die ihn anrufen, allen, die ihn mit Ernst 
anrufen.
PSA 145:19 Er thut nach dem Willen derer, die ihn frchten, und hrt ihr 
Geschrei und hilft ihnen.
PSA 145:20 Jahwe behtet alle, die ihn lieben, aber alle Gottlosen 
vertilgt er.
PSA 145:21 Mein Mund soll vom Ruhm Jahwes reden, und alles Fleisch preise 
seinen heiligen Namen immer und ewig!
PSA 146:1 Rhmet Jah! Rhme, meine Seele, Jahwe!
PSA 146:2 Ich will Jahwe mein Leben lang rhmen, meinem Gotte lobsingen, 
so lange ich bin!
PSA 146:3 Verlat euch nicht auf Frsten, auf einen Menschen, der nicht 
helfen kann.
PSA 146:4 Wenn sein Odem ausgeht, wird er wieder zu Erde; an demselben 
Tage ist's mit seinen Anschlgen vorbei.
PSA 146:5 Wohl dem, dessen Hilfe der Gott Jakobs ist, der seine Hoffnung 
setzt auf Jahwe, seinen Gott,
PSA 146:6 der Himmel und Erde, das Meer und alles, was in ihnen ist, 
geschaffen hat, der ewig Treue hlt,
PSA 146:7 der den Unterdrckten Recht schafft, der den Hungrigen Brot 
giebt. Jahwe befreit die Gefangenen,
PSA 146:8 Jahwe macht die Blinden sehend; Jahwe richtet die Gebeugten auf, 
Jahwe hat die Frommen lieb.
PSA 146:9 Jahwe behtet die Fremdlinge, erhlt Waisen und Witwen, aber die 
Gottlosen fhrt er in Irrsal.
PSA 146:10 Jahwe wird Knig sein in Ewigkeit, dein Gott, o Zion, durch 
alle Geschlechter! Rhmet Jah!
PSA 147:1 Rhmet Jah, denn er ist gtig; lobsingt unserem Gott, denn er 
ist lieblich; es ziemt sich Lobgesang.
PSA 147:2 Jahwe baut Jerusalem wieder auf, er sammelt die Versprengten 
Israels.
PSA 147:3 Er heilt, die zerbrochenes Herzens sind, und verbindet ihre 
Wunden.
PSA 147:4 Er bestimmt den Sternen eine Zahl, er ruft sie alle mit Namen.
PSA 147:5 Gro ist unser Herr und reich an Macht; seine Einsicht ist ohne 
Ma.
PSA 147:6 Jahwe hlt die Gebeugten aufrecht, erniedrigt die Gottlosen bis 
auf den Boden.
PSA 147:7 Singt Jahwe mit Danksagung, lobsingt unserem Gott auf der Zither!
PSA 147:8 Der den Himmel mit Wolken bedeckt, der Erde Regen bereitet, die 
Berge Gras sprossen lt,
PSA 147:9 der dem Vieh sein Futter giebt, den jungen Raben, die zu ihm 
schreien.
PSA 147:10 Er hat nicht Lust an der Strke des Rosses, noch an den 
Schenkeln des Mannes Gefallen.
PSA 147:11 Jahwe hat Gefallen an denen, die ihn frchten, die auf seine 
Gnade harren.
PSA 147:12 Preise Jahwe, Jerusalem; rhme deinen Gott, o Zion!
PSA 147:13 Denn er hat die Riegel deiner Thore fest gemacht, deine Kinder 
in dir gesegnet.
PSA 147:14 Er schafft deinen Grenzen Frieden, sttigt dich mit dem besten 
Weizen.
PSA 147:15 Er sendet sein Gebot auf Erden; gar schnell luft sein Wort.
PSA 147:16 Er spendet Schnee wie Wolle, streut Reif wie Asche.
PSA 147:17 Er wirft sein Eis wie Bissen hin; wer kann vor seinem Froste 
bestehen?
PSA 147:18 Er entsendet sein Wort und lt sie schmelzen, lt seinen Wind 
wehen, da rinnen Wasser.
PSA 147:19 Er that Jakob sein Wort kund, Israel seine Satzungen und Rechte.
PSA 147:20 Keinem Volk hat er also gethan und seine Rechte lehrte er sie 
nicht. Rhmet Jah!
PSA 148:1 Rhmet Jah! Rhmet Jahwe vom Himmel her, rhmet ihn in den 
Himmelshhen!
PSA 148:2 Rhmet ihn, alle seine Engel, rhmet ihn, all' sein Heer!
PSA 148:3 Rhmet ihn, Sonne und Mond, rhmet ihn, alle leuchtenden Sterne!
PSA 148:4 Rhmet ihn, ihr uersten Himmel und ihr Gewsser ber dem 
Himmel!
PSA 148:5 Sie sollen den Namen Jahwes rhmen; denn er gebot, da wurden sie 
geschaffen.
PSA 148:6 Er stellte sie hin fr immer und ewig; er gab ein Gesetz, das 
berschreiten sie nicht.
PSA 148:7 Rhmet Jahwe von der Erde her, ihr Seeungeheuer und all' ihr 
Fluten.
PSA 148:8 Feuer und Hagel, Schnee und Rauch, du Sturmwind, der sein Gebot 
ausrichtet,
PSA 148:9 ihr Berge und all' ihr Hgel, ihr Fruchtbume und all' ihr 
Cedern;
PSA 148:10 ihr wilden Tiere und alles Vieh, du Gewrm und ihr beschwingten 
Vgel;
PSA 148:11 ihr Erdenknige und all' ihr Vlker, ihr Frsten und all' ihr 
Erdenrichter;
PSA 148:12 ihr Jnglinge und ihr Jungfrauen, ihr Greise samt den Knaben:
PSA 148:13 Sie sollen den Namen Jahwes rhmen, denn sein Name allein ist 
erhaben; sein Glanz berragt Erde und Himmel.
PSA 148:14 Er verlieh seinem Volk ein hocherhobenes Horn; darob erschalle 
Lobpreis bei allen seinen Frommen, den Shnen Israels, dem Volke, das ihm 
nahe ist! Rhmet Jah!
PSA 149:1 Rhmet Jah! Singt Jahwe ein neues Lied; sein Lobpreis erschalle 
in der Gemeinde der Frommen.
PSA 149:2 Israel freue sich ber seinen Schpfer, die Shne Zions sollen 
ber ihren Knig frohlocken.
PSA 149:3 Sie sollen seinen Namen rhmen unter Reigentanz, mit Pauken und 
Zithern ihm lobsingen.
PSA 149:4 Denn Jahwe hat an seinem Volke Wohlgefallen; er schmckt die 
Gebeugten mit Heil.
PSA 149:5 Die Frommen sollen jauchzen ob der Herrlichkeit, auf ihren 
Lagern jubeln.
PSA 149:6 Lobpreis Gottes sei in ihrem Munde und ein zweischneidiges 
Schwert in ihrer Hand,
PSA 149:7 Rache an den Heiden zu vollstrecken, Zchtigungen an den 
Nationen,
PSA 149:8 ihre Knige mit Ketten zu binden und ihre Edlen mit eisernen 
Fesseln,
PSA 149:9 lngst aufgezeichnetes Gericht an ihnen zu vollstrecken: hohe 
Ehre ist solches fr alle seine Frommen. Rhmet Jah!
PSA 150:1 Rhmet Jah! Rhmet Gott in seinem Heiligtume, rhmet ihn in 
seiner starken Veste!
PSA 150:2 Rhmet ihn ob seiner gewaltigen Thaten, rhmet ihn nach der 
Flle seiner Gre!
PSA 150:3 Rhmet ihn mit Posaunenschall, rhmet ihn mit Harfe und Zither!
PSA 150:4 Rhmet ihn mit Pauke und Reigentanz, rhmet ihn mit Saitenspiel 
und Schalmei!
PSA 150:5 Rhmet ihn mit hellen Cymbeln, rhmet ihn mit schallenden 
Cymbeln!
PSA 150:6 Alles, was Odem hat, rhme Jah! Rhmet Jah!
PRO 1:1 Sprche Salomos, des Sohnes Davids, des Knigs von Israel,
PRO 1:2 da man Weisheit und Zucht begreife, Verstndnis gewinne 
verstndiger Reden,
PRO 1:3 da man Zucht annehme, welche klug macht, Gerechtigkeit und Sinn 
fr das Rechte und Geradheit,
PRO 1:4 da den Unerfahrenen Gescheidheit zu teil werde, dem Jngling 
Erkenntnis und Umsicht, -PRO 1:5 durch Hren mehrt der Weise sein Wissen, 
und gewinnt, wer verstndig ist, den rechten Weg -PRO 1:6 da man Rede in 
Sprchen und Bildern verstehe, die Worte von Weisen und ihre Rtsel.
PRO 1:7 Die Furcht Jahwes ist der Anfang der Erkenntnis; Weisheit und 
Zucht wird von den Narren verachtet.
PRO 1:8 Gehorche, mein Sohn, der Zucht deines Vaters und verwirf nicht die 
Weisung deiner Mutter!
PRO 1:9 Denn ein lieblicher Kranz sind sie fr dein Haupt, und ein 
Kettenschmuck an deinem Halse.
PRO 1:10 Mein Sohn, wenn dich die bsen Buben locken, so folge nicht.
PRO 1:11 Wenn sie sagen: Gehe mit uns! Wir wollen auf Blut lauern, dem 
Unschuldigen ohne Ursache nachstellen;
PRO 1:12 wir wollen sie wie die Unterwelt lebendig verschlingen und die 
Schuldlosen gleich denen, die in die Grube hinabfahren.
PRO 1:13 Allerlei kostbares Gut wollen wir gewinnen, wollen unsere Huser 
mit Raube fllen.
PRO 1:14 Du sollst gleichen Anteil mit uns haben; wir alle wollen einen 
Beutel fhren! -PRO 1:15 mein Sohn, so wandle nicht des Wegs mit ihnen, 
halte deinen Fu von ihrem Pfade zurck.
PRO 1:16 Denn ihre Fe laufen zum Bsen und eilen, Blut zu vergieen.
PRO 1:17 Denn vergeblich ist das Netz ausgespannt vor den Augen aller 
Geflgelten.
PRO 1:18 Jene aber lauern auf ihr eigenes Blut, stellen ihrem eigenen 
Leben nach.
PRO 1:19 Also ergeht es allen, die nach ungerechtem Gewinne trachten, da 
ihr Trachten ihnen das Leben nimmt.
PRO 1:20 Der Weisheit Rufe ertnen auf der Gasse, auf den freien Pltzen 
lt sie ihre Stimme erschallen.
PRO 1:21 An der Ecke lrmender Straen ruft sie; an den Eingngen der 
Thore, berall in der Stadt redet sie ihre Worte:
PRO 1:22 Wie lange wollt ihr Einfltigen Einfalt lieben, und wie lange 
wollen die Sptter Lust zum Spotten haben, und die Thoren Erkenntnis 
hassen?
PRO 1:23 Kehrt euch zu meiner Rge, so will ich euch meinen Geist sprudeln 
lassen, will euch meine Worte kund thun.
PRO 1:24 Weil ich denn rief, und ihr euch weigertet, ich meine Hand 
ausstreckte, und niemand darauf achtete,
PRO 1:25 ihr vielmehr allen meinen Rat in den Wind schlugt und meiner Rge 
nicht folgtet,
PRO 1:26 so will auch ich bei eurem Unglcke lachen, will spotten, wenn 
Schrecken ber euch kommt,
PRO 1:27 wenn einem Ungewitter gleich Schrecken ber euch kommt, und euer 
Unglck wie ein Sturmwind heranzieht, wenn Not und Drangsal ber euch 
kommen.
PRO 1:28 Alsdann werden sie mich rufen, aber ich werde nicht antworten; 
sie werden mich suchen, aber nicht finden.
PRO 1:29 Darum, da sie Erkenntnis haten und sich nicht fr die Furcht 
Jahwes entschieden,
PRO 1:30 von meinem Rate nichts wissen wollten, alle meine Rge 
verschmhten:
PRO 1:31 So sollen sie von den Frchten ihres Wandels zehren und sich an 
ihren eigenen Entschlieungen satt essen.
PRO 1:32 Denn ihr eignes Widerstreben bringt die Einfltigen um, und ihre 
eigne Sorglosigkeit richtet die Thoren zu Grunde.
PRO 1:33 Wer aber mir gehorcht, wird sicher wohnen und wohlgemut sein, 
ledig aller Furcht vor Unheil.
PRO 2:1 Mein Sohn, wenn du meine Reden animmstund meine Gebote bei dir 
verwahrst,
PRO 2:2 so da du der Weisheit aufmerksam dein Ohr leihst, dein Herz der 
Vernunft zuneigst -PRO 2:3 ja, wenn du der Einsicht rufst, nach der 
Vernunft hin deine Stimme erschallen lssest,
PRO 2:4 wenn du sie suchst wie Silberund nach ihr forschest wie nach 
verborgenen Schtzen -PRO 2:5 alsdann wirst du die Furcht Jahwes 
verstehenund Erkenntnis Gottes gewinnen.
PRO 2:6 Denn Jahwe allein verleiht Weisheit, aus seinem Munde kommt 
Erkenntnis und Vernunft.
PRO 2:7 Er spart den Rechtschaffenen Heil auf, beschirmt die, die 
unstrflich wandeln,
PRO 2:8 so da er die Pfade des Rechts behtetund den Weg seiner Frommen 
bewahrt.
PRO 2:9 Alsdann wirst du Gerechtigkeit und Recht verstehenund Geradheit, 
jede Bahn des Guten.
PRO 2:10 Denn Weisheit wird in dein Herz einziehenund Erkenntnis wird 
deiner Seele lieblich sein;
PRO 2:11 Umsicht wird dich bewahren, Vernunft deine Hterin sein, -PRO 
2:12 da sie dich vom Wege des Bsen errette, von den Leuten, die 
Verkehrtes reden,
PRO 2:13 die der Geradheit Pfade verlassen, um auf den Wegen der 
Finsternis zu wandeln,
PRO 2:14 die sich freuen, Bses zu thun, ber schlimme Verkehrtheit 
frohlocken,
PRO 2:15 die ihre Pfade krumm machenund in ihren Bahnen auf Abwege geraten 
-PRO 2:16 da sie dich von dem fremden Weibe errette, von der Auswrtigen, 
die einschmeichelnd redet,
PRO 2:17 die den Freund ihrer Jugend im Stiche gelassenund den von ihrem 
Gotte geordneten Bund vergessen hat.
PRO 2:18 Denn zum Tode sinkt ihr Haus hinab, und zu den Schatten fhren 
ihre Bahnen.
PRO 2:19 Alle, die zu ihr eingehen, kehren nicht wiederund erreichen nicht 
des Lebens Pfade -PRO 2:20 damit du auf dem Wege der Guten wandelstund die 
Pfade der Frommen einhaltest.
PRO 2:21 Denn die Rechtschaffenen werden das Land bewohnen, und die 
Unstrflichen darin brig bleiben.
PRO 2:22 Aber die Gottlosen werden aus dem Lande ausgerottet, und die 
Treulosen aus ihm herausgerissen werden.
PRO 3:1 Mein Sohn, vergi meine Weisung nicht, und dein Herz bewahre meine 
Gebote!
PRO 3:2 Denn langes Leben und glckliche Jahre und Wohlfahrt werden sie 
dir in Flle geben;
PRO 3:3 Liebe und Treue werden dich nimmermehr verlassen. Binde sie dir um 
den Hals, schreibe sie auf die Tafel deines Herzens,
PRO 3:4 so wirst du Anmut und feine Klugheit gewinnen, die Gott und 
Menschen gefallen.
PRO 3:5 Vertraue von ganzem Herzen auf Jahwe, aber auf deine Einsicht 
verla dich nicht.
PRO 3:6 Auf allen deinen Wegen denke an ihn, so wird er deine Pfade ebnen.
PRO 3:7 Dnke dich nicht weise: frchte Jahwe und halte dich fern vom 
Bsen;
PRO 3:8 das wird deinem Leibe gesund sein und deine Gebeine erquicken.
PRO 3:9 Ehre Jahwe mit Gaben von deinem Gut und von den Erstlingen all' 
deines Einkommens,
PRO 3:10 so werden sich deine Speicher mit berflu fllen, und deine 
Kufen von Most berstrmen.
PRO 3:11 Mein Sohn, verachte nicht die Zucht Jahwes und la dich seine 
Strafe nicht verdrieen.
PRO 3:12 Denn wen Jahwe liebt, den straft er, und zwar wie ein Vater den 
Sohn, dem er wohlwill.
PRO 3:13 Wohl dem Menschen, der Weisheit erlangt, und dem Manne, der 
Einsicht gewinnt.
PRO 3:14 Denn ihr Erwerb ist besser als der von Silber, und wertvoller als 
Gold ihr Gewinn.
PRO 3:15 Sie ist kostbarer als Korallen, und all' deine Kleinode kommen 
ihr nicht gleich.
PRO 3:16 Langes Leben ist in ihrer Rechten, in ihrer Linken Reichtum und 
Ehre.
PRO 3:17 Ihre Wege sind liebliche Wege, und alle ihre Steige sind 
Wohlfahrt.
PRO 3:18 Sie ist ein Lebensbaum fr die, die sie ergreifen, und wer sie 
festhlt, ist beglckt.
PRO 3:19 Jahwe hat durch Weisheit die Erde gegrndet, durch Einsicht den 
Himmel festgestellt.
PRO 3:20 Durch seine Erkenntnis haben sich die Fluten gespalten, und die 
Wolkenhhen triefen von Tau.
PRO 3:21 Mein Sohn, la sie nicht von deinen Augen weichen, bewahre 
Verstand und Umsicht,
PRO 3:22 so werden sie Leben fr dich sein und ein Schmuck voll Anmut fr 
deinen Hals.
PRO 3:23 Alsdann wirst du auf deinem Wege sicher wandeln und mit deinem 
Fue nicht anstoen.
PRO 3:24 Legst du dich nieder, so brauchst du nicht zu bangen, und liegst 
du, so wird dein Schlummer s sein.
PRO 3:25 Du brauchst dich nicht zu frchten vor pltzlichem Schrecknis, 
noch vor dem Verderben, wenn es ber die Gottlosen hereinbricht.
PRO 3:26 Denn Jahwe wird deine Zuversicht sein und deinen Fu behten, da 
er nicht gefangen werde.
PRO 3:27 Weigere dich nicht, dem Bedrftigen Gutes zu thun, wenn es in 
deiner Hnde Macht steht, es zu thun.
PRO 3:28 Sprich nicht zu deinem Nchsten: Gehe hin und komme wieder! und: 
Morgen will ich dir geben! whrend du es doch hast.
PRO 3:29 Ersinne nicht Bses wider deinen Nchsten, whrend er arglos bei 
dir wohnt.
PRO 3:30 Hadere nicht mit jemand ohne Ursache, wenn er dir kein Leid 
angethan hat.
PRO 3:31 Sei nicht neidisch auf den Gewaltthtigen und la dir keinen 
seiner Wege wohlgefallen.
PRO 3:32 Denn ein Greuel ist fr Jahwe, wer Abwege geht; aber mit den 
Rechtschaffenen hlt er vertraute Freundschaft.
PRO 3:33 Der Fluch Jahwes lastet auf dem Hause des Gottlosen; aber der 
Frommen Wohnsttte segnet er.
PRO 3:34 Hat er's mit Spttern zu thun, so spottet er, aber den Demtigen 
giebt er Gnade.
PRO 3:35 Ehre werden die Weisen zum Besitz erhalten, aber die Thoren hebt 
die Schande hoch.
PRO 4:1 Hrt, ihr Shne, des Vaters Zucht und merkt auf, da ihr Einsicht 
kennen lernt!
PRO 4:2 Denn gute Lehre gebe ich euch, lat meine Unterweisung nicht auer 
acht!
PRO 4:3 Denn da ich meinem Vater ein Sohn war, ein zarter und einziger 
unter der Obhut meiner Mutter,
PRO 4:4 da unterwies er mich und sprach zu mir: La dein Herz meine Worte 
festhalten; bewahre meine Gebote, so wirst du leben!
PRO 4:5 Erwirb Weisheit, erwirb Einsicht! Vergi nicht und weiche nicht ab 
von den Reden meines Mundes!
PRO 4:6 La sie nicht auer acht, so wird sie dich bewahren; gewinne sie 
lieb, so wird sie dich behten.
PRO 4:7 Der Weisheit Anfang ist: Erwirb Weisheit und mit all' deinem 
Besitz setze dich in den Besitz der Einsicht.
PRO 4:8 Halte sie hoch, so wird sie dich erhhen; sie wird dich zu Ehren 
bringen, wenn du sie umhalsest.
PRO 4:9 Sie wird einen lieblichen Kranz um dein Haupt winden, eine 
prchtige Krone wird sie dir bescheren.
PRO 4:10 Hre, mein Sohn, und nimm meine Reden an, so werden deiner 
Lebensjahre viel werden.
PRO 4:11 ber den Weg der Weisheit unterweise ich dich, lasse dich auf den 
Geleisen der Geradheit einherschreiten.
PRO 4:12 Wenn du wandelst, wird dein Schritt nicht beengt sein, und wenn 
du lufst, wirst du nicht straucheln.
PRO 4:13 Halte fest an der Zucht, la nicht los! Bewahre sie, denn sie ist 
dein Leben.
PRO 4:14 Begieb dich nicht auf den Pfad der Gottlosen und gehe nicht auf 
dem Wege der Bsen einher.
PRO 4:15 La ihn fahren, gehe nicht auf ihn hinber; lenke von ihm ab und 
gehe vorber.
PRO 4:16 Denn sie schlafen nicht, wenn sie nichts Bses gethan haben; und 
der Schlaf ist ihnen geraubt, wenn sie nicht jemanden zu Falle gebracht 
haben.
PRO 4:17 Denn sie nhren sich vom Brote der Gottlosigkeit und trinken den 
Wein der Gewaltthat.
PRO 4:18 Der Frommen Pfad ist wie lichter Morgenglanz, der bis zur 
Tageshhe immer heller leuchtet.
PRO 4:19 Der Gottlosen Weg ist wie das nchtliche Dunkel; sie wissen 
nicht, wodurch sie zu Falle kommen werden.
PRO 4:20 Mein Sohn, merke auf meine Worte, neige meinen Reden dein Ohr!
PRO 4:21 La sie nicht von deinen Augen weichen; bewahre sie inmitten 
deines Herzens.
PRO 4:22 Denn sie sind Leben fr die, die sie bekommen, und bringen ihrem 
ganzen Leibe Gesundung.
PRO 4:23 Mehr denn alles andere wahre dein Herz, denn von ihm geht das 
Leben aus.
PRO 4:24 Thue Falschheit des Mundes von dir ab und Verkehrtheit der Lippen 
la ferne von dir sein.
PRO 4:25 La deine Augen stracks vor sich sehen und deine Augenlider 
gerade vor dich hinblicken.
PRO 4:26 La deines Fues Bahn eben sein und alle deine Wege festbestimmt.
PRO 4:27 Biege weder zur Rechten noch zur Linken ab; halte deinen Fu vom 
Bsen fern.
PRO 5:1 Mein Sohn, merke auf meine Weisheit, neige meiner Einsicht dein 
Ohr,
PRO 5:2 da du berlegung bewahrst, und deine Lippen Erkenntnis behalten.
PRO 5:3 Denn von Honigseim triefen die Lippen der Fremden, und gltter als 
l ist ihr Gaumen.
PRO 5:4 Aber zuletzt ist sie bitter wie Wermut, scharf wie ein 
zweischneidiges Schwert.
PRO 5:5 Ihre Fe gehen zum Tode hinab, zur Unterwelt streben ihre 
Schritte hin.
PRO 5:6 Da sie ja den Pfad des Lebens verfehle, schweifen ihre Geleise, 
sie wei nicht wohin.
PRO 5:7 Nun denn, ihr Shne, gehorcht mir und weicht nicht ab von den 
Reden meines Mundes.
PRO 5:8 La deinen Weg fern von ihr sein und nahe dich nicht der Thr 
ihres Hauses,
PRO 5:9 da du nicht anderen deine Jugendblte preisgebest und deine Jahre 
einem Grausamen,
PRO 5:10 da sich nicht Fremde von deinem Vermgen sttigen, und der 
Ertrag deiner Mhen nicht in das Haus eines Auswrtigen komme,
PRO 5:11 und du zuletzt sthnen mssest, wenn dir Leib und Fleisch 
hinschwinden,
PRO 5:12 und sprechen mssest: Ach! da ich Zucht gehat habe, und mein 
Herz die Rge verschmht hat!
PRO 5:13 da ich nicht der Stimme meiner Lehrer gehorcht und denen, die 
mich unterwiesen, mein Ohr nicht geneigt habe!
PRO 5:14 Fast wre ich vllig ins Unglck geraten inmitten der Versammlung 
und der Gemeinde.
PRO 5:15 Trinke Wasser aus deiner Zisterne und was aus deinem Brunnen 
hervorquillt.
PRO 5:16 Sollen deine Quellen nach auen berflieen, deine Wasserbche 
auf die freien Pltze?
PRO 5:17 Dir allein mssen sie gehren und nicht Fremden neben dir.
PRO 5:18 Dein Born sei gesegnet, da du Freude habest vom Weibe deiner 
Jugend.
PRO 5:19 Die liebliche Hinde und anmutige Gazelle ihre Brste mgen dich 
allezeit berauschen; durch ihre Liebe mgest du immerdar in Taumel geraten.
PRO 5:20 Warum aber, mein Sohn, wolltest du durch eine Fremde in Taumel 
geraten und den Busen einer Auswrtigen umarmen?
PRO 5:21 Denn eines jeden Wege liegen klar vor den Augen Jahwes, und alle 
ihre Geleise bahnet er.
PRO 5:22 Die eignen Verschuldungen fangen ihn, den Gottlosen, und durch 
die Stricke seiner Snde wird er festgehalten.
PRO 5:23 Sterben wird er aus Mangel an Zucht und ob seiner groen Narrheit 
wird er hintaumeln.
PRO 6:1 Mein Sohn, bist du Brge geworden fr deinen Nchsten, hast du fr 
einen anderen deinen Handschlag gegeben,
PRO 6:2 bist du verstrickt durch die Reden deines Mundes, hast dich fangen 
lassen mit den Reden deines Mundes:
PRO 6:3 so thue doch dieses, mein Sohn, da du dich errettest - denn du 
bist in die Gewalt deines Nchsten geraten - gehe hin, wirf dich nieder 
und bestrme deinen Nchsten.
PRO 6:4 Gnne deinen Augen keinen Schlaf, noch deinen Wimpern Schlummer.
PRO 6:5 Errette dich wie eine Gazelle aus seiner Gewalt, wie ein Vogel aus 
der Gewalt des Vogelstellers.
PRO 6:6 Gehe hin zur Ameise, du Fauler; sieh ihre Weise an, da du klug 
werdest!
PRO 6:7 Obwohl sie keinen Frsten hat, keinen Amtmann oder Gebieter,
PRO 6:8 bereitet sie doch im Sommer ihr Brot, sammelt in der Erntezeit 
ihre Speise.
PRO 6:9 Wie lange, Fauler, willst du liegen? Wann willst du aufstehen von 
deinem Schlaf?
PRO 6:10 Ja, noch ein wenig Schlaf, ein wenig Schlummer, noch ein wenig 
die Hnde ineinander schlagen, um zu ruhn:
PRO 6:11 So kommt wie ein Landstreicher die Armut ber dich und der Mangel 
wie ein gewappneter Mann!
PRO 6:12 Ein nichtsnutziger Mensch, ein heilloser Mann ist, wer mit 
Falschheit des Mundes wandelt,
PRO 6:13 wer mit seinen Augen blinzelt, mit seinen Fen deutet, mit 
seinen Fingern Zeichen giebt,
PRO 6:14 in dessen Herzen Verkehrtheit ist, der zu jeder Zeit Bses 
ersinnt, Znkereien anrichtet.
PRO 6:15 Darum wird urpltzlich Unglck ber ihn kommen, pltzlich wird er 
unheilbar zerschellen.
PRO 6:16 Sechs Stcke sind's, die Jahwe hat, und sieben sind ihm ein 
Greuel:
PRO 6:17 Stolze Augen, eine falsche Zunge und Hnde die unschuldiges Blut 
vergieen,
PRO 6:18 ein Herz, das arge Tcke ersinnt, Fe, die behende zu bsem Thun 
eilen,
PRO 6:19 wer Lgen vorbringt als falscher Zeuge und wer zwischen Brdern 
Znkereien anrichtet. Warnung vor den buhlerischen Knsten des 
ehebrecherischen Weibes.
PRO 6:20 Bewahre, mein Sohn, das Gebot deines Vaters und verwirf nicht die 
Weisung deiner Mutter.
PRO 6:21 Binde sie dir immerdar aufs Herz, knpfe sie dir um den Hals.
PRO 6:22 Wenn du gehst, mge sie dich geleiten; wenn du dich legst, mge 
sie ber dich wachen, und wenn du aufwachst, mge sie dich anreden.
PRO 6:23 Denn eine Leuchte ist das Gebot und die Weisung ein Licht, und 
ein Weg zum Leben sind die Rgen der Zucht,
PRO 6:24 da du bewahrt werdest vor dem bsen Weibe, vor der glatten Zunge 
der Auswrtigen.
PRO 6:25 La dich in deinem Herzen nicht nach ihrer Schnheit gelsten, 
noch fange sie dich mit ihren Wimpern.
PRO 6:26 Denn durch ein Hurenweib kommt man herunter bis auf einen Laib 
Brot, aber eine Ehefrau erjagt ein edles Leben.
PRO 6:27 Kann wohl jemand Feuer in seinem Busen holen, ohne da seine 
Kleider brennen?
PRO 6:28 Oder kann jemand auf glhenden Kohlen gehen, ohne da seine Fe 
wund gebrannt wrden?
PRO 6:29 Also ergeht's dem, der zu seines Nchsten Weib eingeht; keiner, 
der sie berhrt, bleibt ungestraft.
PRO 6:30 Man verachtet den Dieb nicht, wenn er stiehlt, um seine Gier zu 
stillen, weil ihn hungert;
PRO 6:31 und wenn er ertappt wird, kann er's siebenfltig ersetzen, kann 
alles Gut seines Hauses hingeben.
PRO 6:32 Wer aber mit einem Weibe die Ehe bricht, ist unsinnig; nur wer 
sich selbst ins Verderben bringen will, thut solches.
PRO 6:33 Schaden und Schande gewinnt er, und seine Schmach ist 
unauslschlich.
PRO 6:34 Denn Eifersucht ist unvershnlicher Mannesgrimm, und am Tage der 
Rache schont er nicht.
PRO 6:35 Keinerlei Lsegeld kann ihn gnstig stimmen; er giebt sich nicht 
zufrieden, ob du auch viel schenken wolltest.
PRO 7:1 Mein Sohn, behalte meine Reden und verwahre meine Gebote bei dir.
PRO 7:2 Behalte meine Gebote, so wirst du leben, und meine Weisung wie 
deinen Augapfel.
PRO 7:3 Binde sie an deine Finger, schreibe sie auf die Tafel deines 
Herzens.
PRO 7:4 Sprich zur Weisheit: Meine Schwester bist du! und nenne Einsicht 
Vertraute,
PRO 7:5 da du vor dem fremden Weibe bewahrt werdest, vor der Auswrtigen, 
die einschmeichelnd redet.
PRO 7:6 Durch das Fenster nmlich meines Hauses, durch mein Gitter schaute 
ich aus.
PRO 7:7 Da sah ich unter den unerfahrenen, bemerkte unter den jungen 
Leuten einen unsinnigen Jngling.
PRO 7:8 Der ging auf der Gasse, nahe einer Ecke, und schritt in der 
Richtung nach ihrem Hause einher.
PRO 7:9 In der Dmmerung am Abende des Tags, in schwarzer Nacht und 
Dunkelheit.
PRO 7:10 Da auf einmal tritt ihm ein Weib entgegen im Huren-Anzug und mit 
heimtckischem Sinne -PRO 7:11 leidenschaftlich ist sie und unbndig; ihre 
Fe knnen nicht im Hause bleiben.
PRO 7:12 Bald ist sie auf der Strae, bald auf den Pltzen und lauert 
neben jeder Ecke -PRO 7:13 nun hat sie ihn gefat und gekt; mit frecher 
Miene sprach sie zu ihm:
PRO 7:14 Heilsopfer lagen mir ob; heute habe ich meine Gelbde bezahlt.
PRO 7:15 Darum bin ich herausgegangen, dir entgegen, um nach dir zu 
suchen, und habe dich nun gefunden.
PRO 7:16 Mit Decken habe ich mein Bette bedeckt, mit buntgestreiften 
Teppichen von gyptischem Garn.
PRO 7:17 Ich habe mein Lager besprengt mit Balsam, Alo und Zimmet.
PRO 7:18 Komm, wir wollen uns in Liebe berauschen bis zum Morgen, wollen 
schwelgen in Liebeslust.
PRO 7:19 Denn der Mann ist nicht daheim; er hat eine Reise in die Ferne 
angetreten.
PRO 7:20 Den Geldbeutel hat er mit sich genommen; erst am Vollmondstage 
kehrt er wieder heim!
PRO 7:21 Durch ihr eifriges Zureden verfhrte sie ihn, ri ihn fort durch 
ihre glatten Lippen.
PRO 7:22 Er folgt ihr pltzlich nach wie ein Stier, der zur Schlachtbank 
gefhrt wird, und wie ein Hirsch, der ins Netz rennt,
PRO 7:23 bis ihm der Pfeil die Leber spaltet; wie ein Vogel zur Schlinge 
eilt und wei nicht, da es sein Leben gilt.
PRO 7:24 Nun denn, ihr Shne, gehorcht mir und merkt auf die Reden meines 
Mundes.
PRO 7:25 La dein Herz nicht abbiegen zu ihren Wegen, verirre dich nicht 
auf ihre Steige.
PRO 7:26 Denn viel sind der Erschlagenen, die sie gefllt hat, und 
zahlreich sind, die sie alle gemordet hat.
PRO 7:27 Voller Wege zur Unterwelt ist ihr Haus, die hinabfhren zu des 
Todes Kammern.
PRO 8:1 Wohlan, die Weisheit ruft, und die Einsicht lt ihre Stimme 
erschallen.
PRO 8:2 Oben auf den Hhen am Wege, mitten auf den Steigen hat sie sich 
aufgestellt.
PRO 8:3 Neben den Thoren, wo die Stadt sich ffnet, am Eingange der 
Pforten ertnen ihre Rufe:
PRO 8:4 An euch, ihr Mnner, ergeht mein Ruf, und meine Stimme an die 
Menschenkinder.
PRO 8:5 Begreift, ihr Einfltigen, Gescheidheit, und ihr Thoren, begreift 
Verstand!
PRO 8:6 Hrt zu, denn was edel ist, will ich reden, und meine Lippen 
sollen sich ffnen zu dem, was recht ist.
PRO 8:7 Denn Wahrheit redet mein Gaumen, aber Gottlosigkeit ist meinen 
Lippen ein Greuel.
PRO 8:8 Rechtbeschaffen sind alle Reden meines Mundes; in ihnen ist nichts 
Hinterlistiges oder Falsches.
PRO 8:9 Insgesamt sind sie klar fr den Verstndnisvollen und einfach fr 
die zur Erkenntnis Gelangten.
PRO 8:10 Nehmt meine Zucht lieber an als Silber und Erkenntnis lieber als 
auserlesenes Gold.
PRO 8:11 Denn die Weisheit ist kstlicher als Korallen, und keinerlei 
Kleinode kommen ihr gleich.
PRO 8:12 Ich, die Weisheit, habe Gescheidheit inne und verfge ber 
umsichtige Erkenntnis.
PRO 8:13 Jahwe frchten ist Hassen des Bsen; Hoffart, Hochmut und bsen 
Wandel, sowie den Mund der Verkehrtheit hasse ich.
PRO 8:14 Mein ist Rat und Tchtigkeit; ich bin Einsicht, mein ist Strke.
PRO 8:15 Durch mich ben die Knige Knigsmacht, und beschlieen die 
Gewaltigen, was recht ist.
PRO 8:16 Durch mich ben die Herrscher Herrscheracht und die Edlen, alle 
Richter auf Erden.
PRO 8:17 Ich habe lieb, die mich lieb haben, und die nach mir suchen, 
werden mich finden.
PRO 8:18 Reichtum und Ehre sind bei mir, uraltes Gut und Gerechtigkeit.
PRO 8:19 Meine Frucht ist kstlicher als Edelmetall und Feingold, und mein 
Ertrag wertvoller als auserlesenes Silber.
PRO 8:20 Auf dem Pfade der Gerechtigkeit wandle ich, mitten auf den 
Steigen des Rechts,
PRO 8:21 da ich denen, die mich lieb haben, Besitztum zu eigen gebe und 
ihre Schatzkammern flle.
PRO 8:22 Jahwe schuf mich als den Anfang seiner Wege, als erstes seiner 
Werke, vorlngst.
PRO 8:23 Von Ewigkeit her bin ich eingesetzt, zu Anbeginn, seit dem 
Ursprunge der Erde.
PRO 8:24 Als die Urfluten noch nicht waren, wurde ich geboren, als es noch 
keine Quellen gab, reich an Wasser.
PRO 8:25 Ehe die Berge eingesenkt waren, vor den Hgeln wurde ich geboren,
PRO 8:26 ehe er noch Land und Fluren geschaffen hatte und die Masse der 
Schollen des Erdkreises.
PRO 8:27 Als er den Himmel herstellte, war ich dabei, als er die Wlbung 
ber dem Ocean festsetzte,
PRO 8:28 als er die Wolken droben festigte, als Haltung gewannen die 
Quellen des Oceans,
PRO 8:29 als er dem Meere seine Schranke setzte, da die Wasser seinen 
Befehl nicht berschreiten durften, als er die Grundfesten der Erde 
feststellte:
PRO 8:30 da war ich ihm als Werkmeisterin zur Seite; da war ich ganz 
Entzcken Tag fr Tag, spielend geschftig vor ihm zu jeder Zeit,
PRO 8:31 spielend auf seinem Erdenrund, und hatte mein Entzcken an den 
Menschenkindern.
PRO 8:32 Nun denn, ihr Shne, gehorcht mir! Denn: wohl denen, die meine 
Wege einhalten!
PRO 8:33 Hrt auf Zucht, da ihr weise werdet, und schlagt sie nicht in 
den Wind.
PRO 8:34 Wohl dem Menschen, der mir gehorcht, so da er Tag fr Tag an 
meinen Thren wacht, indem er die Pfosten meiner Thore htet.
PRO 8:35 Denn wer mich findet, der findet Leben und erlangt Wohlgefallen 
von Jahwe.
PRO 8:36 Wer mich aber verfehlt, der frevelt gegen sich selbst; alle, die 
mich hassen, wollen den Tod.
PRO 9:1 Die Weisheit hat ihr Haus gebaut, sich ihre sieben Sulen 
ausgehauen.
PRO 9:2 Sie hat ihr Schlachtvieh geschlachtet, ihren Wein gemischt, auch 
ihren Tisch bereitet.
PRO 9:3 Sie hat ihre Mgde ausgesandt; ihr Ruf ergeht oben auf den Anhhen 
der Stadt:
PRO 9:4 Wer einfltig ist, kehre hier ein! Wem es an Verstand gebricht, zu 
dem spricht sie:
PRO 9:5 Kommt, geniet von meiner Speise und trinkt von dem Weine, den ich 
gemischt habe.
PRO 9:6 Lat fahren, ihr Einfltigen, eure Thorheit, so werdet ihr leben, 
und geht einher auf dem Wege der Einsicht.
PRO 9:7 Wer den Sptter zurechtweist, holt sich selber Schande, und wer 
den Gottlosen tadelt, dem wird's zum eigenen Schandfleck.
PRO 9:8 Tadle den Sptter nicht, damit er dich nicht hasse; tadle den 
Weisen, so wird er dich lieben.
PRO 9:9 Gieb dem Weisen, so wird er noch weiser werden; belehre den 
Frommen, so wird er sein Wissen mehren.
PRO 9:10 Der Weisheit Anfang ist die Furcht Jahwes, und den Heiligen 
erkennen ist Einsicht.
PRO 9:11 Denn durch mich werden deiner Tage viel, und werden dir die 
Lebensjahre gemehrt werden.
PRO 9:12 Bist du weise, so bist du dir zu gut weise; bist du aber ein 
Sptter, so wirst du allein es tragen.
PRO 9:13 Frau Thorheit ist leidenschaftlich, voll Einfltigkeit und ganz 
unwissend:
PRO 9:14 Die sitzt an der Pforte ihres Hauses, auf einem Thron auf den 
Anhhen der Stadt,
PRO 9:15 da sie zurufe denen, die des Wegs vorber gehen, die auf ihren 
Pfaden geradeaus wandeln:
PRO 9:16 Wer einfltig ist, kehre hier ein! und wem es an Verstand 
gebricht, zu dem spricht sie:
PRO 9:17 Gestohlenes Wasser ist s, und heimliches Brot schmeckt lieblich.
PRO 9:18 Und er wei nicht, da die Schatten dort hausen, in der Unterwelt 
Tiefen sich befinden, die von ihr geladen sind.
PRO 10:1 Die Sprche Salomos. Ein weiser Sohn macht dem Vater Freude, aber 
ein thrichter Sohn ist seiner Mutter Grmen.
PRO 10:2 Durch Unrecht erworbene Schtze schaffen keinen Nutzen, aber 
Gerechtigkeit errettet vom Tode.
PRO 10:3 Jahwe lt den Hunger des Frommen nicht ungestillt, aber die Gier 
der Gottlosen stt er zurck.
PRO 10:4 Wer mit lssiger Hand arbeitet, verarmt, aber der Fleiigen Hand 
schafft Reichtum.
PRO 10:5 Wer im Sommer sammelt, ist klug, wer sich in der Erntezeit dem 
Schlaf ergiebt, handelt schndlich.
PRO 10:6 Segnungen kommen ber das Haupt des Frommen, aber der Gottlosen 
Mund birgt Unbill.
PRO 10:7 Das Gedchtnis des Frommen bleibt im Segen, aber der Gottlosen 
Name wird verwesen.
PRO 10:8 Wer weises Herzens ist, nimmt die Gebote an, wer aber ein 
Narrenmaul hat, kommt zu Fall.
PRO 10:9 Wer in Unschuld einhergeht, wandelt sicher, wer aber verkehrte 
Wege einschlgt, wird erkannt werden.
PRO 10:10 Wer mit dem Auge blinzelt, verursacht Krnkung; wer aber mit 
Freimut rgt, stiftet Frieden.
PRO 10:11 Ein Born des Lebens ist des Frommen Mund, aber der Gottlosen 
Mund birgt Unbill.
PRO 10:12 Ha erregt Znkereien, aber alle Vergehungen deckt die Liebe zu.
PRO 10:13 Auf den Lippen des Verstndigen wird Weisheit gefunden, aber die 
Rute gebhrt dem Rcken des Unsinnigen.
PRO 10:14 Die Weisen halten mit ihrer Erkenntnis zurck, aber des Narren 
Mund ist naher Einsturz.
PRO 10:15 Des Reichen Habe ist ihm eine feste Stadt; die Drftigen aber 
macht ihre Armut verzagt.
PRO 10:16 Der Erwerb des Frommen gereicht zum Leben, des Gottlosen 
Einkommen gereicht zur Snde.
PRO 10:17 Den Pfad zum Leben geht, wer Zucht bewahrt; wer aber Rge auer 
acht lt, geht irre.
PRO 10:18 Wer Ha verbirgt, ist ein Lgenmaul, und wer ble Nachrede 
verbreitet, ist ein Thor.
PRO 10:19 Wo der Worte viel sind, geht's ohne Vergehung nicht ab; wer aber 
seine Lippen zgelt, handelt klug.
PRO 10:20 Auserlesenes Silber ist des Frommen Zunge; der Gottlosen 
Verstand ist wenig wert.
PRO 10:21 Des Frommen Lippen weiden viele, aber die Narren sterben an 
Unverstand.
PRO 10:22 Der Segen Jahwes, der macht reich, und eigenes Mhen kann nichts 
zu ihm hinzuthun.
PRO 10:23 Als ein Vergngen gilt dem Thoren das Verben von Schandthat, 
dem einsichtigen Manne aber die Weisheit.
PRO 10:24 Wovor dem Gottlosen graut, das kommt ber ihn; aber was die 
Frommen begehren, wird ihnen gegeben.
PRO 10:25 Sobald die Windsbraut daherfhrt, ist's mit dem Gottlosen 
vorbei, aber der Fromme steht auf dauerndem Grund.
PRO 10:26 Was der Essig fr die Zhne und der Rauch fr die Augen, das ist 
der Faule fr den, der ihn sendet.
PRO 10:27 Die Furcht Jahwes mehrt die Lebenstage, aber der Gottlosen Jahre 
werden verkrzt.
PRO 10:28 Das Harren der Frommen endigt in Freude, aber der Gottlosen 
Hoffnung wird zunichte.
PRO 10:29 Das Walten Jahwes ist eine Schutzwehr fr die Unschuld, aber 
Bestrzung fr die beltter.
PRO 10:30 Der Fromme wird nimmermehr wanken, aber die Gottlosen werden 
nicht im Lande wohnen bleiben.
PRO 10:31 Der Mund des Frommen lt Weisheit sprieen, aber die Zunge der 
Verkehrtheit wird ausgerottet.
PRO 10:32 Die Lippen des Frommen wissen, was wohlgefllig ist, aber der 
Gottlosen Mund ist eitel Verkehrtheit.
PRO 11:1 Falsche Wage ist Jahwe ein Greuel, aber volles Gewicht ist sein 
Wohlgefallen.
PRO 11:2 Kommt bermut, so kommt auch Schande, aber bei den Demtigen ist 
Weisheit.
PRO 11:3 Die Rechtschaffenen leitet ihre Unschuld, aber die Treulosen 
richtet ihre Bosheit zu Grunde.
PRO 11:4 Keine Habe ntzt am Tage des Strafgerichts, aber Gerechtigkeit 
errettet vom Tode.
PRO 11:5 Die Gerechtigkeit des Unstrflichen macht seinen Weg eben, aber 
der Gottlose wird durch sein gottloses Wesen fallen.
PRO 11:6 Die Rechtschaffenen wird ihre Gerechtigkeit erretten, aber die 
Treulosen werden durch ihre eigene Gier gefangen.
PRO 11:7 Mit dem Tode des gottlosen Menschen wird seine Hoffnung zunichte, 
und die ruchlose Erwartung ist zunichte geworden.
PRO 11:8 Der Fromme wird aus der Not erlst, und der Gottlose kommt an 
seine Stelle.
PRO 11:9 Mit dem Munde bringt der Frevler seinen Nchsten ins Verderben, 
aber die Frommen werden durch Erkenntnis gerettet.
PRO 11:10 Ob des Glcks der Frommen frohlockt die Stadt, und wenn die 
Gottlosen umkommen, ertnt Jubel.
PRO 11:11 Durch den Segen der Rechtschaffenen kommt die Stadt empor, aber 
durch den Mund der Gottlosen wird sie niedergerissen.
PRO 11:12 Der Unverstndige bezeigt seinem Nchsten Verachtung, aber ein 
einsichtsvoller Mann schweigt still.
PRO 11:13 Wer als Verleumder umhergeht, verrt Geheimnisse, aber wer 
zuverlssiges Sinnes ist, hlt die Sache verborgen.
PRO 11:14 Wenn es an Fhrung fehlt, kommt ein Volk zu Fall, aber wohl 
steht's, wo genug Ratgeber sind.
PRO 11:15 Sehr schlimm ergeht's dem, der fr einen anderen Brge geworden 
ist; wer aber das Handschlag-Geben hat, ist sicher.
PRO 11:16 Ein anmutiges Weib empfngt Ehre, wie die Gewaltthtigen 
Reichtum erhalten.
PRO 11:17 Ein liebreicher Mann erweist sich selber Gutes, aber der 
Grausame qult sein eignes Fleisch.
PRO 11:18 Der Gottlose erwirkt trgerischen Gewinn, wer aber Gerechtigkeit 
set, wahrhaftigen Lohn.
PRO 11:19 Trachtet einer nach Gerechtigkeit, so fhrt's zum Leben, jagt er 
aber dem Bsen nach, so fhrt's zu seinem Tode.
PRO 11:20 Ein Greuel sind fr Jahwe, die ein verkehrtes Herz haben; die 
aber unstrflich wandeln, gefallen ihm wohl.
PRO 11:21 Die Hand darauf! der Bse wird nicht straflos bleiben, aber das 
Geschlecht der Frommen entrinnt.
PRO 11:22 Wie ein goldener Ring im Rssel einer Sau, so ein Weib, das 
schn ist, aber nichts von Schicklichkeit wei.
PRO 11:23 Der Frommen Wnschen fhrt zu lauter Glck der Gottlosen Hoffen 
zum Zorngericht.
PRO 11:24 Mancher teilt freigebig aus und bekommt immer mehr; ein anderer 
spart selbst an dem, was sich gebhrt, und wird doch rmer.
PRO 11:25 Eine wohlthtige Seele wird reich gelabt, und wer reichlich 
trnkt, der wird auch getrnkt werden.
PRO 11:26 Wer Getreide zurckhlt, den verwnschen die Leute, aber Segen 
kommt ber das Haupt dessen, der Getreide verkauft.
PRO 11:27 Wer auf Gutes bedacht ist, sucht, was wohlgefllig ist; wer aber 
nach Bsem trachtet, ber den wird es kommen.
PRO 11:28 Wer sich auf seinen Reichtum verlt, der wird fallen, aber die 
Frommen werden grnen wie das Laub.
PRO 11:29 Wer sein eigenes Haus verstrt, wird Wind zum Besitz erlangen, 
und der Narr wird zum Knechte dessen, der weises Sinnes ist.
PRO 11:30 Die Frucht des Frommen ist ein Lebensbaum, und der Weise gewinnt 
die Herzen.
PRO 11:31 So dem Frommen auf Erden vergolten wird, wie viel mehr dem 
Gottlosen und Snder!
PRO 12:1 Wer Zucht will, will Erkenntnis, wer aber die Rge hat, ist dumm.
PRO 12:2 Ein Guter erlangt von Jahwe Wohlgefallen, aber den tckischen 
Mann verdammt er.
PRO 12:3 Niemand gelangt durch gottloses Wesen zu festem Bestand, aber die 
Wurzel der Frommen wird nicht wanken.
PRO 12:4 Ein wackeres Weib ist die Krone ihres Gemahls, aber wie Wurmfra 
in seinen Gebeinen ist eine schandbare.
PRO 12:5 Die Gedanken der Frommen sind auf Recht aus, die Anschlge der 
Gottlosen auf Betrug.
PRO 12:6 Der Gottlosen Reden bedrohen mit Lebensgefahr, aber der Mund der 
Rechtschaffenen errettet sie.
PRO 12:7 Die Gottlosen werden umgestrzt und sind nicht mehr, aber das 
Haus der Frommen bleibt stehen.
PRO 12:8 Nach dem Mae siener Klugheit wird ein Mann gelobt, wer aber 
verschrobenes Sinnes ist, fllt der Verachtung anheim.
PRO 12:9 Besser fhrt, wer gering ist und dabei doch einen Diener hat, als 
wer vornehm tut und des Brots ermangelt.
PRO 12:10 Der Fromme wei, wie seinem Vieh zu Mute ist, aber der Gottlosen 
Herz ist grausam.
PRO 12:11 Wer seinen Acker baut, wird Brots die Flle haben, wer aber 
nichtigen Dingen nachjagt, ist unverstndig.
PRO 12:12 Den Gottlosen gelstet nach dem Fange der Bsen, aber die Wurzel 
des Frommen ist von Dauer.
PRO 12:13 Durch der Lippen Vergehung verstrickt sich der Bse, und so 
entgeht der Fromme der Not.
PRO 12:14 Von der Frucht seines Mundes hat einer Gutes in Flle, und was 
die Hnde des Menschen anderen anthun, das fllt auf ihn zurck.
PRO 12:15 Dem Narren erscheint sein Weg als der rechte, aber der Weise 
hrt auf Rat.
PRO 12:16 Des Narren rger giebt sich auf der Stelle kund, der Kluge aber 
verbirgt den Schimpf.
PRO 12:17 Wer ohne Scheu die Wahrheit spricht, sagt aus, was recht ist, 
ein falscher Zeuge aber Trgerei.
PRO 12:18 Es giebt welche, die schwatzen, als wren's Schwertstiche, aber 
die Zunge der Weisen bringt Heilung.
PRO 12:19 Wahrhaftige Lippe besteht fr immer, aber eine falsche Zunge nur 
fr den Augenblick.
PRO 12:20 Trug ist im Herzen derer, die bses ersinnen; aber die zum 
Frieden raten, stiften Freude.
PRO 12:21 Dem Frommen stt keinerlei Unheil zu, aber die Gottlosen sind 
voll Unglcks.
PRO 12:22 Falsche Lippen sind Jahwe ein Greuel; die aber Treue erzeigen, 
gefallen ihm wohl.
PRO 12:23 Ein kluger Mann hlt zurck mit seiner Erkenntnis; aber der 
Thoren Herz schreit die eigne Narrheit aus.
PRO 12:24 Die Hand der Fleiigen wird herrschen, die lssige aber wird 
fronpflichtig werden.
PRO 12:25 Kummer in eines Mannes Herzen drckt es nieder, aber ein 
freundliches Wort erheitert es.
PRO 12:26 Der Fromme erspht sich seine Weide, aber die Gottlosen fhrt 
ihr Weg in die Irre.
PRO 12:27 Der Lssige erjagt sein Wild nicht, aber ein kstliches Gut fr 
den Menschen ist Fleiigsein.
PRO 12:28 Auf dem Pfade der Gerechtigkeit ist Leben, aber der Weg des 
Frevels fhrt zum Tode.
PRO 13:1 Ein weiser Sohn gehorcht des Vaters Zucht, aber ein Sptter hrt 
kein Schelten.
PRO 13:2 Von seines Mundes Frucht geniet einer Gutes; aber der Treulosen 
Verlangen ist Gewaltthat.
PRO 13:3 Wer seinen Mund htet, der bewahrt sein Leben; wer seine Lippen 
aufreit, dem droht Einsturz.
PRO 13:4 Es lt sich gelsten, jedoch vergeblich, die Seele des Faulen, 
aber der Fleiigen Seele wird reich gelabt.
PRO 13:5 Der Fromme hat falsches Wesen, aber der Gottlose handelt 
schandbar und schimpflich.
PRO 13:6 Die Gerechtigkeit behtet unstrflichen Wandel, aber die 
Gottlosigkeit bringt die Snder zu Fall.
PRO 13:7 Mancher stellt sich reich und hat gar nichts; mancher stellt sich 
arm und hat doch groes Gut.
PRO 13:8 Lsegeld fr eines Mannes Leben ist sein Reichtum, aber der Arme 
bekommt keine Drohung zu hren.
PRO 13:9 Das Licht der Frommen scheint frhlich, aber der Gottlosen 
Leuchte erlischt.
PRO 13:10 Durch bermut richtet man nichts als Zank an, aber bei denen, 
die sich raten lassen, ist Weisheit.
PRO 13:11 Erhastetes Vermgen mindert sich, wer aber hndeweis sammelt, 
der vermehrt.
PRO 13:12 Lang hingezogenes Harren macht das Herz krank, aber ein Baum des 
Lebens ist der erfllte Wunsch.
PRO 13:13 Wer das Wort verachtet, mu ihm dafr haften, wer aber Scheu vor 
dem Gebot hat, empfngt seinen Lohn.
PRO 13:14 Des Weisen Lehre ist ein Born des Lebens, da man die 
Fallstricke des Todes meide.
PRO 13:15 Feine Klugheit schafft Gunst, aber der Treulosen Weg fhrt zu 
ihrem eigenen Verderben.
PRO 13:16 Der Kluge thut alles mit Verstand, ein Thor aber kramt Narrheit 
aus.
PRO 13:17 Ein gottloser Gesandter strzt in Unglck, aber ein treuer Bote 
bringt Heilung.
PRO 13:18 Armut und Schande erlangt, wer Zucht in den Wind schlgt; wer 
aber Rge beachtet, wird geehrt.
PRO 13:19 Befriedigtes Verlangen ist der Seele s, aber das Bse zu 
meiden, ist fr die Thoren ein Greuel.
PRO 13:20 Gehe mit Weisen um, so wirst du weise; wer es aber mit den 
Thoren hlt, dem ergeht's bel.
PRO 13:21 Die Snder verfolgt Unglck, aber die Frommen erreicht Glck.
PRO 13:22 Der Gute vererbt seine Habe auf Kindeskinder, aber des Snders 
Vermgen ist dem Frommen vorbehalten.
PRO 13:23 Speise in Flle bringt der Neubruch der Armen, aber mancher wird 
durch seine Ungerechtigkeit hinweggerafft.
PRO 13:24 Wer seiner Rute schont, der hat seinen Sohn; wer ihn aber lieb 
hat, ist auf Zchtigung bedacht.
PRO 13:25 Der Fromme hat zu essen, bis er satt wird, aber der Gottlosen 
Bauch mu Mangel leiden.
PRO 14:1 Der Frauen Weisheit hat ihr Haus gebaut, aber die Narrheit reit 
es mit ihren eigenen Hnden nieder.
PRO 14:2 Wer in seiner Geradheit wandelt, der frchtet Jahwe, wer aber 
krumme Wege geht, der verachtet ihn.
PRO 14:3 Im Munde des Narren ist eine Rute fr den Hochmut; den Weisen 
aber dienen ihre Lippen zur Bewahrung.
PRO 14:4 Wo keine Ochsen sind, ist die Krippe leer, aber reichliches 
Einkommen gewinnt man durch des Stieres Kraft.
PRO 14:5 Ein wahrhaftiger Zeuge lgt nicht, aber ein falscher Zeuge bringt 
Lgen vor.
PRO 14:6 Der Sptter sucht Weisheit, jedoch vergeblich; fr den 
Verstndigen aber ist Erkenntnis etwas Leichtes.
PRO 14:7 Gehst du hinweg von dem thrichten Mann, so hast du nichts von 
einsichtsvollen Lippen gemerkt.
PRO 14:8 Die Weisheit des Gescheiten ist, da er seinen Weg versteht, aber 
der Thoren Narrheit besteht in Betrug.
PRO 14:9 Der Narren spottet das Schuldopfer, aber zwischen den 
Rechtschaffenen ist Wohlgefallen.
PRO 14:10 Nur das Herz selbst kennt sein Leid, und auch in seine Freude 
kann sich kein Fremder mengen.
PRO 14:11 Das Haus der Gottlosen wird vertilgt werden, aber der 
Rechtschaffenen Zelt wird blhen.
PRO 14:12 Mancher Weg dnkt einen gerade, aber das Ende davon sind 
Todeswege.
PRO 14:13 Sogar beim Lachen kann das Herz Kummer fhlen, und der Freude 
Ende ist Gram.
PRO 14:14 Von seinen Wegen wird satt, wer abtrnniges Herzens ist, und 
ebenso von seinen Thaten ein wackerer Mann.
PRO 14:15 Der Einfltige glaubt jedem Wort, aber der Gescheite achtet auf 
seinen Schritt.
PRO 14:16 Der Weise frchtet sich und meidet das Bse, der Thor aber 
braust auf und fhlt sich sicher.
PRO 14:17 Der Jhzornige verbt Narrheit, und wer mit Rnken umgeht, wird 
gehat.
PRO 14:18 Die Einfltigen eignen sich Narrheit an, aber die Gescheiten 
werden mit Erkenntnis gekrnt.
PRO 14:19 Die Bsen mssen sich vor dem Guten bcken, und die Gottlosen an 
den Thoren des Frommen.
PRO 14:20 Sogar seinem Freund ist der Arme verhat; derer aber, die den 
Reichen lieb haben, sind viele.
PRO 14:21 Wer seinem Nchsten Verachtung bezeigt, versndigt sich, aber 
wohl dem, der sich der Elenden erbarmt.
PRO 14:22 Frwahr, in die Irre geraten, die auf Bses bedacht sind, aber 
Liebe und Treue erfahren, die auf Gutes bedacht sind.
PRO 14:23 Alle saure Arbeit schafft Gewinn, aber bloes Geschwtz fhrt 
nur zum Mangel.
PRO 14:24 Den Weisen ist ihr Reichtum eine Krone, aber die Narrheit der 
Thoren bleibt Narrheit.
PRO 14:25 Ein Lebensretter ist der wahrhaftige Zeuge, wer aber Lgen 
vorbringt, ist ein Betrger.
PRO 14:26 In der Furcht Jahwes liegt eine starke Zuversicht; auch die 
Shne eines solchen werden eine Zuflucht haben.
PRO 14:27 Die Furcht Jahwes ist ein Born des Lebens, da man die 
Fallstricke des Todes meide.
PRO 14:28 In der Menge des Volks besteht des Knigs Herrlichkeit, aber 
durch Mangel an Leuten kommt des Frsten Sturz.
PRO 14:29 Der Langmtige ist reich an Vernunft, aber der Jhzornige bringt 
die Narrheit hoch.
PRO 14:30 Ein gelassener Sinn ist des Leibes Leben, aber Leidenschaft ist 
wie Wurmfra im Gebein.
PRO 14:31 Wer den Geringen bedrckt, lstert dessen Schpfer; dagegen ehrt 
ihn, wer sich des Armen erbarmt.
PRO 14:32 Durch seine Bosheit wird der Gottlose gestrzt, aber der Fromme 
findet Zuflucht in seiner Redlichkeit.
PRO 14:33 Im Herzen des Verstndigen ruht die Weisheit, aber inmitten der 
Thoren giebt sie sich kund.
PRO 14:34 Gerechtigkeit erhht ein Volk, aber der Nationen Schmach ist die 
Snde.
PRO 14:35 Ein kluger Diener gefllt dem Knige wohl; aber seinen Grimm 
wird erfahren, wer schndlich handelt.
PRO 15:1 Eine gelinde Antwort stillt den Grimm, aber ein verletzendes Wort 
erregt den Zorn.
PRO 15:2 Der Weisen Zunge trufelt Erkenntnis, aber der Thoren Mund 
sprudelt Narrheit aus.
PRO 15:3 Allerorten sind die Augen Jahwes, berwachen bestndig die Bsen 
und die Guten.
PRO 15:4 Gelindigkeit der Zunge ist ein Lebensbaum, aber Verkehrtheit an 
ihr bewirkt Herzeleid.
PRO 15:5 Der Narr verschmht die Zucht seines Vaters, wer aber Rge 
beachtet, handelt klug.
PRO 15:6 In des Frommen Haus ist Vorrat in Flle, aber in dem Einkommen 
des Gottlosen ist Zerrttung.
PRO 15:7 Die Lippen der Weisen streuen Erkenntnis aus, aber der Thoren 
Herz ist verkehrt.
PRO 15:8 Das Opfer der Gottlosen ist ein Greuel fr Jahwe, aber der 
Rechtschaffenen Gebet gefllt ihm wohl.
PRO 15:9 Ein Greuel fr Jahwe ist der Gottlosen Weg; wer aber der 
Gerechtigkeit nachjagt, den liebt er.
PRO 15:10 Bse Zchtigung widerfhrt dem, der den rechten Pfad verlt; 
wer Rge hat, mu sterben.
PRO 15:11 Unterwelt und Abgrund liegen offen vor Jahwe, wie viel mehr die 
Herzen der Menschen!
PRO 15:12 Der Sptter liebt nicht, da man ihn zurechtweise; zu den Weisen 
begiebt er sich nicht.
PRO 15:13 Ein frhliches Herz macht das Angesicht freundlich, aber bei 
Herzenskummer ist das Gemt niedergeschlagen.
PRO 15:14 Des Verstndigen Herz sucht Erkenntnis, aber der Thoren Mund 
geht auf Narrheit aus.
PRO 15:15 Ein Elender hat nie einen guten Tag; wer aber wohlgemut ist, 
hlt immerdar ein frhliches Gastmahl.
PRO 15:16 Besser wenig in der Furcht Jahwes, als ein groer Schatz und 
Unruhe dabei.
PRO 15:17 Besser ein Gericht Kohl und Liebe dazu, als ein gemsteter Ochs 
und Ha dabei.
PRO 15:18 Ein hitziger Mann erregt Zank, aber ein Langmtiger stillt den 
Hader.
PRO 15:19 Des Faulen Weg ist wie eine Dornhecke, aber der Rechtschaffenen 
Pfad ist wohl gebahnt.
PRO 15:20 Ein weiser Sohn macht dem Vater Freude, aber ein Thor von einem 
Menschen verachtet seine Mutter.
PRO 15:21 Die Narrheit ist dem Unverstndigen eine Freude, aber ein Mann 
von Einsicht geht den geraden Weg.
PRO 15:22 Die Anschlge werden zunichte, wo Vorbesprechung fehlt; sind 
aber der Berater viele, so kommen sie zustande.
PRO 15:23 Freude erwchst einem Mann durch die Antwort seines Mundes, und 
ein Wort zu seiner Zeit - wie ist es so schn!
PRO 15:24 Der Pfad des Lebens geht aufwrts fr den Klugen, damit er nicht 
in die Unterwelt drunten gerate.
PRO 15:25 Der Hoffrtigen Haus wird Jahwe wegreien, aber der Witwe Grenze 
wird er feststellen.
PRO 15:26 Ein Greuel fr Jahwe sind arge Anschlge, aber rein sind ihm 
huldvolle Reden.
PRO 15:27 Sein eignes Haus verstrt, wer nach ungerechtem Gewinne geizt; 
wer aber Geschenke hat, der wird leben.
PRO 15:28 Des Frommen Herz berlegt, was zu antworten ist, aber der 
Gottlosen Mund sprudelt Bosheiten aus.
PRO 15:29 Jahwe ist fern von den Gottlosen, aber der Frommen Gebet erhrt 
er.
PRO 15:30 Freundlicher Blick erfreut das Herz; frohe Kunde labt das Gebein.
PRO 15:31 Ein Ohr, das Leben wirkende Rge hrt, wird inmitten der Weisen 
weilen.
PRO 15:32 Wer Zucht fahren lt, verwirkt sein Leben; wer aber auf Rge 
hrt, erwirbt Verstand.
PRO 15:33 Die Furcht Jahwes ist Zucht zur Weisheit, und der Ehre geht 
Demut voran.
PRO 16:1 Dem Menschen gehren des Herzens Entwrfe, aber von Jahwe kommt 
die Antwort der Zunge.
PRO 16:2 Alle seine Wege hlt ein Mann fr rein, aber Jahwe ist's, der die 
Geister wgt.
PRO 16:3 Befiehl Jahwe deine Werke, so werden deine Anschlge gelingen.
PRO 16:4 Alles hat Jahwe zu seinem Zwecke geschaffen, so auch den 
Gottlosen fr den Tag des Unglcks.
PRO 16:5 Ein Greuel ist fr Jahwe jeder Hochmtige; die Hand darauf: er 
wird nicht straflos bleiben!
PRO 16:6 Durch Liebe und Treue wird Verschuldung geshnt, und durch die 
Furcht Jahwes meidet man das Bse.
PRO 16:7 Wenn eines Mannes Wege Jahwe wohlgefallen, so shnt er auch seine 
Feinde mit ihm aus.
PRO 16:8 Besser wenig mit Gerechtigkeit, als ein groes Einkommen mit 
Unrecht.
PRO 16:9 Des Menschen Herz erdenkt seinen Weg, aber Jahwe lenkt seinen 
Schritt.
PRO 16:10 Orakelspruch ruht auf des Knigs Lippen; beim Urteilsprechen 
wird sein Mund sich nicht vergreifen.
PRO 16:11 Rechtes Wiegen und Wgen kommt von Jahwe; sein Werk sind alle 
Gewichtsteine im Beutel.
PRO 16:12 Ein Greuel ist den Knigen gottloses Thun; denn durch 
Gerechtigkeit wird der Thron befestigt.
PRO 16:13 Der Knige Wohlgefallen sind gerechte Lippen, und wer aufrichtig 
redet, den lieben sie.
PRO 16:14 Des Knigs Grimm ist gleich Todesboten, aber ein weiser Mann 
besnftigt ihn.
PRO 16:15 Im freundlichen Blicke des Knigs liegt Leben, und sein 
Wohlwollen gleicht dem Gewlke des Frhlingsregens.
PRO 16:16 Wie viel besser ist's, Weisheit zu erwerben, als Gold, und das 
Erwerben von Einsicht ist dem Silber vorzuziehn!
PRO 16:17 Der Rechtschaffenen Bahn besteht im Meiden des Bsen; sein Leben 
bewahren, heit auf seinen Wandel acht haben.
PRO 16:18 Dem Sturze geht Stolz voran, und hoffrtiger Sinn dem Fall.
PRO 16:19 Besser demtig sein mit Demtigen, als Beute teilen mit Stolzen.
PRO 16:20 Wer auf das Wort achtet, findet Glck, und wer Jahwe vertraut, - 
wohl ihm!
PRO 16:21 Wer weises Herzens ist, wird ein Verstndiger genannt, und die 
Sigkeit der Lippen mehrt die Belehrung.
PRO 16:22 Ein Born des Lebens ist die Klugheit fr den, der sie besitzt, 
aber der Narren Zchtigung ist die Narrheit.
PRO 16:23 Des Weisen Herz macht seinen Mund klug, und mehrt auf seinen 
Lippen die Belehrung.
PRO 16:24 Honigseim sind huldvolle Reden, Ses fr die Seele und Heilung 
dem Gebein.
PRO 16:25 Mancher Weg dnkt einen gerade, aber das Ende davon sind 
Todeswege.
PRO 16:26 Der Hunger des Arbeiters arbeitet fr ihn, denn sein eigener 
Mund treibt ihn an.
PRO 16:27 Ein nichtsnutziger Mann macht Gruben zum Unglck, und auf seinen 
Lippen ist gleichsam versengendes Feuer.
PRO 16:28 Ein rnkeschtiger Mann richtet Znkerei an, und ein Ohrenblser 
bringt vertraute Freunde auseinander.
PRO 16:29 Ein gewaltthtiger Mann verlockt seinen Nchsten und fhrt ihn 
auf keinen guten Weg.
PRO 16:30 Wer seine Augen schliet, will Rnke ersinnen; wer seine Lippen 
zusammenkneift, hat das Bse schon fertig.
PRO 16:31 Eine herrliche Krone ist graues Haar; auf dem Wege der 
Frmmigkeit wird sie erlangt.
PRO 16:32 Besser ein Langmtiger, als ein Held, und besser einer, der des 
eigenen Gemtes Herr ist, als ein Stdteeroberer.
PRO 16:33 In den Scho wirft man das Los, aber von Jahwe kommt all' sein 
Entscheid.
PRO 17:1 Besser ein trockener Bissen und Ruhe dabei, als das Haus voller 
Opferfleisch mit Hader.
PRO 17:2 Ein kluger Sklave wird ber den schandbaren Sohn Herr sein und 
inmitten der Brder das Erbe teilen.
PRO 17:3 Der Tiegel dient fr das Silber und der Schmelzofen fr das Gold, 
aber die Herzen prft Jahwe.
PRO 17:4 Der Bsewicht achtet auf die heillose Lippe; die Falschheit hrt 
auf die verderbliche Zunge.
PRO 17:5 Wer den Armen verspottet, lstert dessen Schpfer; wer sich ber 
Unglck freut, wird nicht straflos bleiben.
PRO 17:6 Der Alten Krone sind Kindeskinder, und der Kinder Ruhm sind ihre 
Vter.
PRO 17:7 Einem Thoren ziemt nicht wrdevolle Rede, wie viel weniger einem 
Edlen lgnerische Lippe.
PRO 17:8 Als ein kstlicher Stein gilt das Bestechungsgeschenk dem, der es 
empfngt; berall, wohin sich einer damit wendet, wird's ihm glcken.
PRO 17:9 Wer Vergehung zudeckt, sucht Liebe; wer aber eine Sache wieder 
aufrhrt, bringt vertraute Freunde auseinander.
PRO 17:10 Schelten dringt bei einem Verstndigen tiefer ein, als hundert 
Schlge bei einem Thoren.
PRO 17:11 Nur nach Unheil trachtet der Emprer, aber ein grausamer Bote 
wird wider ihn gesandt.
PRO 17:12 Lieber einer Brin begegnen, der die Jungen geraubt sind, als 
einem Thoren in seiner Narrheit!
PRO 17:13 Wer Gutes mit Bsem vergilt, von dessen Hause wird das Bse 
nicht weichen.
PRO 17:14 Wenn der Zank anfngt, ist's, wie wenn man Gewsser entfesselt; 
drum, ehe es zum Zhnefletschen kommt, la das Streiten!
PRO 17:15 Wer den, der Unrecht hat, freispricht und den, der Recht hat, 
verdammt, die sind alle beide fr Jahwe ein Greuel.
PRO 17:16 Was hilft denn das Geld in des Thoren Hand zum Erwerb von 
Weisheit, da doch kein Verstand vorhanden ist?
PRO 17:17 Zu jeder Zeit liebt der Freund, und wird in der Not als Bruder 
geboren.
PRO 17:18 Ein unverstndiger Mensch ist, wer Handschlag giebt, wer bei 
seinem Nchsten Brgschaft bernimmt.
PRO 17:19 Versndigung liebt, wer Zank liebt; wer seine Thre hoch macht, 
trachtet nach Einsturz.
PRO 17:20 Wer verkehrtes Herzens ist, findet kein Glck, und wer sich mit 
seiner Zunge windet, fllt in Unglck.
PRO 17:21 Wer einen Thoren erzeugt, dem bringt's Grmen, und der Vater 
eines Narren kann sich nicht freuen.
PRO 17:22 Ein frhlicher Sinn schafft gute Heilung, aber ein 
niedergeschlagenes Gemt drrt das Gebein aus.
PRO 17:23 Bestechung nimmt heimlich der Gottlose an, um die Pfade des 
Rechts zu beugen.
PRO 17:24 Der Verstndige hat die Weisheit vor sich stehn, aber die Augen 
des Thoren sind am Ende der Erde.
PRO 17:25 Ein rger fr seinen Vater ist der thrichte Sohn und bitterer 
Kummer fr die, die ihn geboren.
PRO 17:26 Schon da man dem, der im Rechte ist, eine Geldbue auferlegt, 
ist ein bles Ding; da man Edlen Schlge giebt, ist's in hohem Ma.
PRO 17:27 Wer mit seinen Worten zurckhlt, ist einsichtsvoll, und der 
Kaltbltige ist ein vernnftiger Mann.
PRO 17:28 Auch ein Narr kann, wenn er schweigt, fr einen Weisen gelten, 
wenn er seine Lippen verschliet, fr einen Verstndigen.
PRO 18:1 Nach dem, was ihn gelstet, strebt, wer sich absondert; wider 
alles Vernnftige lehnt er sich auf.
PRO 18:2 Ein Thor hat kein Gefallen an Einsicht, sondern daran, da sein 
Denken offenbar werde.
PRO 18:3 Wo der Gottlose hinkommt, da kommt auch Verachtung, und mit der 
Schande Schmach.
PRO 18:4 Tiefe Wasser sind die Worte von eines Mannes Mund, ein 
sprudelnder Bach, eine Quelle der Weisheit.
PRO 18:5 Da man fr den Gottlosen Partei nimmt, ist ein bles Ding, - da 
man den, der Recht hat, im Gericht hinwegstt.
PRO 18:6 Die Lippen des Thoren fhren Streit herbei, und sein Mund ruft 
nach Schlgen.
PRO 18:7 Der Mund des Thoren fhrt seinen Sturz herbei, und seine Lippen 
sind ein Fallstrick fr sein Leben.
PRO 18:8 Die Worte des Ohrenblsers sind wie Leckerbissen, und die dringen 
hinab in des Leibes Kammern.
PRO 18:9 Schon wer sich bei seinem Geschfte lssig zeigt, ist ein Bruder 
dessen, der zu Grunde richtet.
PRO 18:10 Ein fester Turm ist der Name Jahwes; dahin luft der Fromme und 
findet sich gesichert.
PRO 18:11 Des Reichen Habe ist ihm eine feste Stadt und bednkt ihn eine 
hohe Mauer.
PRO 18:12 Dem Sturz eines Mannes geht berhebung des Herzens voran, aber 
der Ehre geht Demut voran.
PRO 18:13 Giebt einer Antwort, ehe er noch hrte, so wird ihm das als 
Narrheit und als Schande gerechnet.
PRO 18:14 Des Mannes Mut hlt sein Leiden aus, aber ein niedergeschlagenes 
Gemt, wer kann das tragen?
PRO 18:15 Des Verstndigen Herz erwirbt sich Erkenntnis, und der Weisen 
Ohr strebt nach Erkenntnis.
PRO 18:16 Das Geschenk, das einer giebt, macht ihm Raum und geleitet ihn 
vor die Groen.
PRO 18:17 Recht hat der erste in seiner Streitsache; aber es kommt der 
andere und forscht ihn aus.
PRO 18:18 Streitigkeiten macht das Los ein Ende und bringt Starke 
auseinander.
PRO 18:19 Ein Bruder, gegen den treulos gehandelt ward, leistet mehr 
Widerstand als eine feste Stadt, und solcher Streit hlt hart wie eines 
Palastes Riegel.
PRO 18:20 Von der Frucht seines Mundes sttigt sich eines Mannes Leib; mit 
dem Ertrage seiner Lippen wird er gesttigt.
PRO 18:21 Tod und Leben steht in der Zunge Gewalt, und wer sie im Zaume 
hlt, wird ihre Frucht genieen.
PRO 18:22 Wer eine Ehefrau gefunden, hat etwas Kstliches gefunden und 
Wohlgefallen von Jahwe erlangt.
PRO 18:23 Flehentlich redet der Arme, aber der Reiche antwortet mit Hrte.
PRO 18:24 Viel Umgang bringt leicht Untergang; doch giebt's auch Freunde, 
anhnglicher als ein Bruder.
PRO 19:1 Besser ein Armer, der in seiner Unstrflichkeit wandelt, als wer 
verkehrte Lippen hat und dabei ein Thor ist.
PRO 19:2 Schon im Mangel an einsichtigem Sinne liegt nichts Gutes; wer 
aber hastig vorgeht, der tritt fehl.
PRO 19:3 Des Menschen eigene Narrheit zerstrt seinen Weg, aber wider 
Jahwe tobt sein Herz.
PRO 19:4 Der Reichtum schafft immer mehr Freunde; wer aber gering ist, von 
dem trennt sich sein Freund.
PRO 19:5 Ein falscher Zeuge bleibt nicht straflos, und wer Lgen 
vorbringt, entrinnt nicht.
PRO 19:6 Viele buhlen um des Vornehmen Gunst, und wer Geschenke giebt, hat 
jedermann zum Freunde.
PRO 19:7 Den Armen hassen alle seine Brder; wie viel mehr halten sich 
seine Freunde von ihm fern.
PRO 19:8 Wer Verstand erwirbt, liebt sein Leben; wer Vernunft bewahrt, 
wird Glck finden.
PRO 19:9 Ein falscher Zeuge bleibt nicht straflos, und wer Lgen 
vorbringt, kommt um.
PRO 19:10 Einem Thoren ziemt nicht Wohlleben, geschweige denn einem 
Sklaven, ber Frsten zu herrschen.
PRO 19:11 Des Menschen Klugheit macht ihn langmtig, und es ist ein Ruhm 
fr ihn, da er Vergehung bersieht.
PRO 19:12 Wie eines Jungleuen Brllen ist der Groll des Knigs, aber wie 
Tau auf Pflanzen sein Wohlwollen.
PRO 19:13 Ein rechtes Unglck fr seinen Vater ist ein thrichter Sohn, 
und eine stets rinnende Dachtraufe ist des Weibes Gekeif.
PRO 19:14 Haus und Habe erbt man von den Vtern, aber von Jahwe kommt ein 
verstndiges Weib.
PRO 19:15 Faulheit versenkt in tiefen Schlaf, und ein Lssiger wird Hunger 
leiden.
PRO 19:16 Wer das Gebot bewahrt, der bewahrt sein Leben, wer aber seiner 
Wege nicht achtet, wird sterben.
PRO 19:17 Wer sich des Geringen erbarmt, der leiht Jahwe, und seine 
Gutthat wird er ihm vergelten.
PRO 19:18 Zchtige deinen Sohn, denn noch ist Hoffnung vorhanden; aber bis 
dahin, da du ihn ttest, versteige dich nicht in deinem Sinn.
PRO 19:19 Wer jhzornig ist, mu Bue zahlen; denn wenn du retten willst, 
wirst du's nur noch schlimmer machen.
PRO 19:20 Hre auf Rat und nimm Zucht an, auf dass du in Zukunft weise 
seist.
PRO 19:21 Viele Anschlge sind in eines Mannes Herzen, aber Jahwes 
Ratschlu, der wird bestehn!
PRO 19:22 Ein Mensch hat Lust an seiner Wohlthat, und besser ist ein Armer 
als ein Lgenhafter.
PRO 19:23 Die Furcht Jahwes gereicht zum Leben; so kann man gesttigt 
bernachten, wird von keinem Unglck heimgesucht.
PRO 19:24 Steckt der Faule seine Hand in die Schssel, mag er sie nicht 
einmal zum Munde zurckbringen.
PRO 19:25 Schlgst du den Sptter, so wird der Einfltige gescheid, und 
weist man einen Verstndigen zurecht, so wird er Einsicht begreifen.
PRO 19:26 Wer den Vater mihandelt, die Mutter verjagt, ist ein Sohn, der 
Schimpf und Schande bereitet.
PRO 19:27 La ab, mein Sohn, auf Zurechtweisung zu hren, um dann doch 
abzuirren von vernnftigen Lehren.
PRO 19:28 Ein nichtsnutziger Zeuge spottet des Rechts, und der Gottlosen 
Mund verschlingt gierig das Arge.
PRO 19:29 Fr die Sptter stehen Strafgerichte bereit und Schlge fr den 
Rcken der Thoren.
PRO 20:1 Ein Sptter ist der Wein, ein Lrmer der Rauschtrank, und keiner, 
der davon taumelt, ist weise.
PRO 20:2 Wie eines Jungleuen Brllen ist des Knigs Schrecken; wer sich 
seinen Zorn zuzieht, verwirkt sein Leben.
PRO 20:3 Es ist dem Mann eine Ehre, vom Streite fern zu bleiben, aber ein 
jeder Narr ist hndelschtig.
PRO 20:4 Im Herbste pflgt der Faule nicht; wenn er dann in der Erntezeit 
nach Ertrag verlangt, so ist nichts da.
PRO 20:5 Wie tiefe Wasser ist das Vorhaben in eines Mannes Herzen, aber 
ein kluger Mann wei es heraufzuschpfen.
PRO 20:6 Gar viele Menschen werden liebreiche Leute genannt, aber einen 
treuen Freund, wer findet den?
PRO 20:7 Ein Frommer, der in seiner Unstrflichkeit wandelt, des Kindern 
wird's wohlgehen nach ihm.
PRO 20:8 Ein Knig, der auf dem Richterstuhle sitzt, scheidet mit seinen 
Augen sichtend alles Bse aus.
PRO 20:9 Wer kann sagen: Ich habe mein Herz lauter erhalten; ich bin rein 
von meiner Snde?
PRO 20:10 Zweierlei Gewicht und zweierlei Ma, die sind beide Jahwe ein 
Greuel.
PRO 20:11 Schon der Knabe giebt sich in seinen Handlungen zu erkennen, ob 
lauter und redlich sein Thun.
PRO 20:12 Das Ohr, welches hrt, und das Auge, welches sieht, Jahwe hat 
sie beide geschaffen.
PRO 20:13 Liebe nicht den Schlaf, da du nicht verarmest; halte deine 
Augen offen, so wirst du Brot in Flle haben.
PRO 20:14 Schlecht, schlecht! sagt der Kufer; geht er aber seines Wegs, 
alsdann rhmt er sich.
PRO 20:15 Man hat Gold und eine Menge von Korallen; aber ein kostbarer 
Schmuck sind einsichtsvolle Lippen.
PRO 20:16 Nimm ihm sein Kleid, denn er hat fr einen Fremden gebrgt, und 
um Auswrtiger willen pfnde ihn.
PRO 20:17 S schmeckt dem Manne das Brot des Trugs; hinterher aber wird 
ihm der Mund voll Kies.
PRO 20:18 Anschlge gewinnen durch guten Rat Bestand, und nur mit kluger 
Lenkung fhre Krieg.
PRO 20:19 Wer Geheimnisse verrt, geht als Verleumder umher; drum gieb 
dich nicht ab mit einem Plaudermaul.
PRO 20:20 Wer seinem Vater und seiner Mutter flucht, des Leuchte erlischt 
in schwarzer Finsternis.
PRO 20:21 Ein Erbe, das zuerst erhastet ward, wird schlielich ohne Segen 
sein.
PRO 20:22 Sprich nicht: Ich will Bses vergelten! Harre auf Jahwe, so wird 
er dir helfen.
PRO 20:23 Zweierlei Gewicht ist Jahwe ein Greuel, und falsche Wage ist ein 
bel Ding.
PRO 20:24 Von Jahwe sind bestimmt des Mannes Schritte; der Mensch aber, - 
wie mag er seinen Weg verstehn?
PRO 20:25 Ein Fallstrick ist's fr den Menschen, unbedacht geweiht! zu 
rufen und erst nach dem Geloben zu berlegen.
PRO 20:26 Ein weiser Knig scheidet sichtend die Gottlosen aus und lt 
dann das Rad ber sie hingehn.
PRO 20:27 Eine Leuchte Jahwes ist des Menschen Geist, die durchforscht 
alle Kammern des Leibes.
PRO 20:28 Liebe und Treue behten den Knig, und durch Liebe sttzt er 
seinen Thron.
PRO 20:29 Der Jnglinge Ruhm ist ihre Strke, und der Greise Schmuck ist 
das graue Haar.
PRO 20:30 Blutige Striemen subern den Bsewicht, und Schlge, die in des 
Leibes Kammern dringen.
PRO 21:1 Gleich Wasserbchen ist des Knigs Herz in der Hand Jahwes; wohin 
er irgend will, lenkt er es.
PRO 21:2 Alle seine Wege hlt ein Mann fr recht; aber Jahwe ist's, der 
die Herzen wgt.
PRO 21:3 Gerechtigkeit und Recht ben, ist Jahwe lieber als Schlachtopfer.
PRO 21:4 Hochfahrende Augen und aufgeblasener Sinn, - die Leuchte der 
Gottlosen ist Snde.
PRO 21:5 Des Fleiigen Anschlge fhren nur zu Gewinn, aber jeder Hastige 
bringt's nur zu Mangel.
PRO 21:6 Schtze, mit falscher Zunge erworben, sind wie verwehter Hauch, 
Fallstricke des Todes.
PRO 21:7 Die Gewaltthtigkeit der Gottlosen zieht sie sich nach, denn sie 
weigern sich, Recht zu ben.
PRO 21:8 Wer mit Schuld beladen ist, geht gewundene Wege; wer aber lauter 
ist, des Thun ist redlich.
PRO 21:9 Lieber auf der Zinne eines Daches wohnen, als ein znkisches Weib 
und gemeinsames Haus.
PRO 21:10 Die Seele des Gottlosen gelstet nach Bsem; sein Nchster 
findet bei ihm kein Erbarmen.
PRO 21:11 Wird dem Sptter Bue auferlegt, so wird der Einfltige weise, 
und belehrt man einen Weisen, so nimmt er Erkenntnis an.
PRO 21:12 Ein gerechter Gott achtet auf des Gottlosen Haus, strzt die 
Gottlosen ins Unglck.
PRO 21:13 Wer sein Ohr vor dem Schreien des Geringen verstopft, der wird, 
wenn er ruft, auch kein Gehr finden.
PRO 21:14 Heimliche Gabe besnftigt den Zorn und ein Geschenk im Busen 
heftigen Grimm.
PRO 21:15 Freude ist's dem Frommen, zu thun, was recht ist, aber ein 
Schrecken fr die belthter.
PRO 21:16 Ein Mensch, der vom Wege der Klugheit abirrt, wird bald in der 
Versammlung der Schatten ruhn.
PRO 21:17 Dem Mangel verfllt, wer Lustbarkeit liebt; wer Wein und Salbl 
liebt, der wird nicht reich.
PRO 21:18 Ein Lsegeld fr den Frommen ist der Gottlose, und an der 
Rechtschaffenen Stelle tritt der Treulose.
PRO 21:19 Lieber in wstem Lande wohnen, als ein znkisches Weib und rger 
dabei.
PRO 21:20 Kstlicher Schatz und l ist in des Weisen Behausung aber ein 
thrichter Mensch vergeudet es.
PRO 21:21 Wer der Gerechtigkeit und Gte nachjagt, der erlangt Leben, 
Gerechtigkeit und Ehre.
PRO 21:22 Die Stadt der Helden ersteigt ein Weiser und strzt das 
Bollwerk, auf das sie sich verlie.
PRO 21:23 Wer seinen Mund und seine Zunge bewahrt, der bewahrt sein Leben 
vor Gefahren.
PRO 21:24 Wer bermtig, vermessen ist, der heit ein Sptter, wer in 
malosem bermut handelt.
PRO 21:25 Des Faulen Verlangen ttet ihn, denn seine Hnde weigern sich, 
zu schaffen.
PRO 21:26 Immerfort hat der Faule zu wnschen, aber der Fromme giebt und 
spart nicht.
PRO 21:27 Das Schlachtopfer der Gottlosen ist ein Greuel fr Jahwe, 
vollends, wenn es einer fr eine Schandthat bringt.
PRO 21:28 Ein lgenhafter Zeuge wird zu Grunde gehn, aber ein Mann, der 
gehrt hat, darf immerdar reden.
PRO 21:29 Eine sichere Miene zeigt der gottlose Mann; wer aber 
rechtschaffen ist, der giebt seinem Wege Sicherheit.
PRO 21:30 Es giebt weder Weisheit noch Einsicht, noch giebt es Rat 
gegenber Jahwe.
PRO 21:31 Das Ro ist gerstet fr den Tag der Schlacht, aber der Sieg 
kommt von Jahwe.
PRO 22:1 Ein guter Name ist wertvoller als groer Reichtum; besser als 
Silber und Gold ist Gunst.
PRO 22:2 Reich und Arm begegnen einander: der sie alle schuf, ist Jahwe.
PRO 22:3 Der Kluge sieht das Unglck und verbirgt sich; die Einfltigen 
aber gehen weiter und mssen's ben.
PRO 22:4 Der Lohn der Demut, der Furcht Jahwes ist Reichtum, Ehre und 
Leben.
PRO 22:5 Dornen, Schlingen liegen auf dem Wege des Falschen; wer sein 
Leben bewahrt, bleibt fern von ihnen.
PRO 22:6 Erziehe den Knaben gem dem Wege, den er einhalten soll, so wird 
er auch im Alter nicht davon abgehen.
PRO 22:7 Der Reiche herrscht ber die Armen, und wer borgt, ist ein Knecht 
dessen, der ihm leiht.
PRO 22:8 Wer Unrecht set, wird Unheil ernten; durch die Rute seines 
Zornesausbruchs kommt er um.
PRO 22:9 Der Gtige wird gesegnet, denn er giebt von seinem Brote dem 
Geringen.
PRO 22:10 Treibe den Sptter fort, so geht der Zank weg, und ein Ende 
nimmt Streit und Schimpf.
PRO 22:11 Jahwe liebt den, der reines Herzens ist; we Lippen voll Anmut 
sind, des Freund ist der Knig.
PRO 22:12 Die Augen Jahwes behten die Erkenntnis, aber des Treulosen 
Worte bringt er zu Fall.
PRO 22:13 Der Faule spricht: es ist ein Lwe drauen; ich knnte mitten in 
den Straen erwrgt werden.
PRO 22:14 Eine tiefe Grube ist der Mund der fremden Weiber; wer von Jahwes 
Zorn getroffen ist, fllt darein.
PRO 22:15 Haftet Narrheit in des Knaben Herzen, die Rute der Zucht wird 
sie daraus entfernen.
PRO 22:16 Man bedrckt einen Geringen, da seines Gutes viel werde; man 
giebt einem Reichen, aber es gert ihm nur zum Mangel.
PRO 22:17 Neige dein Ohr und hre Worte von Weisen und richte deinen Sinn 
auf meine Lehre.
PRO 22:18 Denn lieblich ist's, wenn du sie in deinem Innern bewahrst, wenn 
sie allzumal auf deinen Lippen bereit sind,
PRO 22:19 damit auf Jahwe dein Vertrauen stehe, unterweise ich dich heute, 
ja dich.
PRO 22:20 Frwahr, ich schreibe dir Bedeutsames auf, mit Ratschlgen und 
Belehrung,
PRO 22:21 damit ich dir Wahrheit kundthue, zuverlssige Worte, da du 
zuverlssigen Bescheid bringest dem, der dich sendet.
PRO 22:22 Beraube nicht den Geringen, weil er gering ist, und zermalme 
nicht den Elenden im Thore;
PRO 22:23 denn Jahwe wird ihre Sache fhren und wird denen, die sie 
berauben, das Leben rauben.
PRO 22:24 Geselle dich nicht zu dem Zornmtigen und mit einem Hitzkopfe 
sollst du keinen Umgang haben,
PRO 22:25 damit du dich nicht an seine Pfade gewhnest, und dir einen 
Fallstrick fr dein Leben holest.
PRO 22:26 Sei nicht unter denen, die Handschlag geben, unter denen, die 
sich fr Schulden verbrgen;
PRO 22:27 denn wenn du nichts hast, um zu bezahlen, warum soll man dir das 
Bette unter dem Leibe wegnehmen?
PRO 22:28 Verrcke nicht die uralte Grenze, die deine Vter gemacht haben.
PRO 22:29 Siehst du einen behend in seinem Geschfte, vor Knigen kann er 
sich zum Dienste stellen; nicht wird er sich vor Unberhmten stellen.
PRO 23:1 Wenn du sitzest, um mit einem regierenden Herrn zu speisen, merke 
wohl, wen du vor dir hast,
PRO 23:2 und setze dir ein Messer an die Kehle, wenn du ein Gieriger bist.
PRO 23:3 hege kein Gelsten nach seinen Leckerbissen, denn es ist 
betrgliche Speise.
PRO 23:4 Mhe dich nicht ab, reich zu werden, und von deiner darauf 
gerichteten Klugheit sage dich los.
PRO 23:5 Sollen deine Augen auf den Reichtum losfliegen, er aber 
verschwunden sein? Denn gewilich verschafft er sich Flgel, wie ein 
Adler, der gen Himmel fliegt.
PRO 23:6 Sei nicht Tischgast des Mignstigen und hege kein Gelsten nach 
seinen Leckerbissen.
PRO 23:7 Denn wie einer, der fr sich nachrechnet, so ist er; i und 
trink! spricht er zu dir, aber sein Herz ist nicht bei dir.
PRO 23:8 Den Bissen, den du gegessen hast, mu du wieder ausspeien und 
deine freundlichen Worte hast du umsonst verschwendet.
PRO 23:9 Vor des Thrichten Ohren rede nicht, denn er hat nur Verachtung 
fr den klugen Sinn deiner Worte.
PRO 23:10 Verrcke nicht die Grenze der Witwe, und mache keinen Eingriff 
in der Verwaisten cker.
PRO 23:11 Denn ihr Erlser ist stark - der wird ihre Sache wider dich 
fhren.
PRO 23:12 Bringe her zur Zucht dein Herz und dein Ohren zu einsichtigen 
Reden.
PRO 23:13 Entziehe dem Knaben nicht die Zucht; wenn du ihn mit der Rute 
schlgst, so stirbt er nicht davon.
PRO 23:14 Du zwar schlgst ihn mit der Rute, aber sein Leben errettest du 
von der Unterwelt.
PRO 23:15 Mein Sohn, wenn dein Herz weise wird, bin auch nicht in meinem 
Herzen frhlich,
PRO 23:16 und mein Innerstes frohlockt, wenn deine Lippen reden, was recht 
ist.
PRO 23:17 Dein Herz ereifere sich nicht um der Snder willen, sondern um 
der Furcht Jahwes willen allezeit.
PRO 23:18 Wahrlich, es giebt noch eine Zukunft, und deine Hoffnung wird 
nicht zu nichte werden.
PRO 23:19 Hre du, mein Sohn, und werde weise und la dein Herz den 
geraden Weg gehen.
PRO 23:20 Sei nicht unter den Weinsufern, unter denen, die sich mit 
Fleischverprassen gtlich thun.
PRO 23:21 Denn der Sufer und Prasser verarmt, und schlfriges Wesen giebt 
Lumpen zur Kleidung.
PRO 23:22 Gehorche deinem Vater, der dich gezeugt hat, und verachte nicht, 
wenn sie alt geworden, deine Mutter.
PRO 23:23 Wahrheit erwirb und verkaufe sie nicht, Weisheit und Zucht und 
Einsicht.
PRO 23:24 Laut frohlockt eines Frommen Vater; und wer einen Weisen gezeugt 
hat, der freut sich ber ihn.
PRO 23:25 Es mge sich dein Vater und deine Mutter freuen, und mge 
frohlocken, die dich gebar.
PRO 23:26 Gieb mir, mein Sohn, dein Herz und la deinen Augen meine Wege 
wohlgefallen.
PRO 23:27 Denn eine tiefe Grube ist die Hure und ein enger Brunnen die 
Auswrtige.
PRO 23:28 Dazu liegt sie wie ein Ruber auf der Lauer und vermehrt die 
Treulosen unter den Menschen.
PRO 23:29 Wer hat Ach? wer hat Wehe? wer Geznk? wer Klage? wer Wunden 
ohne Ursache? wer hat trbe Augen?
PRO 23:30 Die, welche bis spt beim Weine sitzen, die da kommen, um den 
Mischtrank zu prfen.
PRO 23:31 Sieh nicht nach dem Weine, wie er rtlich schillert, wie er im 
Becher so schn sich spiegelt, leicht hinuntergleitet.
PRO 23:32 Hintennach beit er wie eine Schlange und spritzt Gift wie ein 
Basilisk.
PRO 23:33 Deine Augen werden Seltsames sehen, und dein Herz wird verkehrte 
Dinge reden.
PRO 23:34 Und du wirst sein wie einer, der mitten im Meere liegt, ja wie 
einer, der oben auf dem Mastbaume liegt.
PRO 23:35 Sie haben mich geschlagen, es that mir nichts wehe; sie haben 
mich geprgelt, ich spre nichts; Wann werde ich aufwachen? aufs neue will 
ich mich ihm wieder ergeben!
PRO 24:1 Ereifere dich nicht um boshafter Leute willen und hege kein 
Gelste, dich ihnen zuzugesellen;
PRO 24:2 den Gewaltthat sinnt ihr Herz, und Unheil reden ihre Lippen.
PRO 24:3 Durch Weisheit wird ein Haus gebaut und durch verstndiges Wesen 
wird es fest gegrndet;
PRO 24:4 durch Einsicht werden die Kammern gefllt mit allerlei kostbarer 
und lieblicher Habe.
PRO 24:5 Ein weiser Mann ist besser als ein starker, und ein einsichtiger 
besser als ein kraftvoller;
PRO 24:6 denn mit kluger Leitung wirst du glcklich Krieg fhren, und wohl 
steht's, wo genug Ratgeber sind.
PRO 24:7 Unerschwinglich ist fr den Narren die Weisheit; im Thore thut er 
seinen Mund nicht auf.
PRO 24:8 Wer sich vornimmt, Bses zu thun, den nennt man einen 
Erzbsewicht.
PRO 24:9 Ein nrrisches Vorhaben ist die Snde, und ein Greuel fr die 
Menschen ist der Sptter.
PRO 24:10 Zeigst du dich schlaff am Tage der Not, so ist auch schwchlich 
deine Kraft.
PRO 24:11 Errette, die zum Tode geschleppt werden, und die zur 
Schlachtbank wanken, o halte sie zurck!
PRO 24:12 Wolltest du sagen: Wir haben ja nichts davon gewut! - 
Frwahr, der die Herzen wgt, der merkt es, und der auf deine Seele acht 
hat, der wei es und wird dem Menschen vergelten nach seinem Thun.
PRO 24:13 I Honig, mein Sohn, denn er ist gut, und Honigseim ist s auf 
deinem Gaumen.
PRO 24:14 Ebenso erachte die Weisheit fr deine Seele: Hast du sie 
erlangt, so ist eine Zukunft vorhanden, und deine Hoffnung wird nicht zu 
nichte werden.
PRO 24:15 Belaure nicht, Gottloser, die Wohnstatt des Frommen und verstre 
seine Lagersttte nicht.
PRO 24:16 Denn siebenmal fllt der Fromme und steht wieder auf, aber die 
Gottlosen sinken hin in Unglck.
PRO 24:17 Wenn dein Feind fllt, so freue dich nicht, und wenn er 
hinsinkt, frohlocke nicht dein Herz,
PRO 24:18 da nicht Jahwe es sehe und Mifallen empfinde und seinen Zorn 
von jenem hinweg auf dich wende.
PRO 24:19 Erhitze dich nicht ber die Bsewichter, ereifere dich nicht 
ber die Gottlosen.
PRO 24:20 Denn der Bse wird keine Zukunft haben; die Leuchte der 
Gottlosen erlischt.
PRO 24:21 Frchte Jahwe, mein Sohn, und den Knig; mit Aufrhrerischen la 
dich nicht ein.
PRO 24:22 Denn pltzlich erhebt sich ihr Verderben, und beider Untergang 
kommt unversehens.
PRO 24:23 Auch diese Sprche sind von Weisen. Parteilichkeit im Gericht 
ist ein bel Ding.
PRO 24:24 Wer zum Schuldigen spricht: Du hast Recht!, den verwnschen 
Vlker, verfluchen Nationen.
PRO 24:25 Denen aber, welche nach Gebhr strafen, geht es wohl, und ber 
sie kommt Segen und Glck.
PRO 24:26 Die Lippen kt, wer eine richtige Antwort giebt.
PRO 24:27 Richte drauen dein Geschft aus und mache dir's auf dem Felde 
fertig; darnach magst du dein Haus bauen.
PRO 24:28 Sei nicht ohne Ursache Zeuge wider deinen Nchsten; denn 
mchtest du wohl Bethrung mit deinen Lippen anrichten?
PRO 24:29 Sprich nicht: Wie er mir gethan, so will ich ihm wieder thun; 
ich will dem Manne nach seinem Thun vergelten!
PRO 24:30 Am Acker eines faulen Mannes ging ich vorber und am Weinberg 
eines unverstndigen Menschen.
PRO 24:31 Da fand sich: er war ganz in Nesseln aufgegangen, seine 
Oberflche war mit Unkraut bedeckt, und seine Steinmauer war eingerissen.
PRO 24:32 Ich aber schaute, richtete meinen Sinn darauf, sah hin, entnahm 
mir daraus eine Warnung:
PRO 24:33 Ja, noch ein wenig Schlaf, ein wenig Schlummer, noch ein wenig 
die Hnde ineinanderschlagen, um zu ruhen,
PRO 24:34 so kommt wie ein Landstreicher die Armut ber dich, und der 
Mangel wie ein gewappneter Mann.
PRO 25:1 Auch dies sind Sprche Salomos, welche zusammengestellt haben die 
Mnner Hiskias, des Knigs von Juda.
PRO 25:2 Es ist Gottes Ehre, eine Sache verbergen, aber der Knige Ehre 
ist's, eine Sache erforschen.
PRO 25:3 Wie des Himmels Hhe und der Erde Tiefe, so ist auch der Knige 
Herz unerforschlich.
PRO 25:4 Werden die Schlacken vom Silber entfernt, so wird ein reines 
Gef daraus.
PRO 25:5 Man entferne die Gottlosen aus des Knigs Nhe, so wird durch 
Gerechtigkeit sein Thron befestigt.
PRO 25:6 Prunke nicht vor dem Knig und stelle dich nicht auf den Platz 
der Groen.
PRO 25:7 Denn es ist besser, da man zu dir sage: Rcke herauf! als da 
man dich erniedrige vor einem Vornehmen, den du doch wohl bemerkt hattest.
PRO 25:8 Gehe nicht rasch zum Streiten vor; denn was willst du hinterher 
machen, wenn dich dein Nchster beschmt?
PRO 25:9 Fhre deinen Streit mit deinem Nchsten, aber eines andern 
Geheimnis verrate nicht,
PRO 25:10 auf da dich nicht beschimpfe, wer es hrt, und dein bser Ruf 
nimmer aufhre.
PRO 25:11 Goldene pfel in silberner Prunkschale - so ein Wort, geredet zu 
rechter Zeit.
PRO 25:12 Wie ein goldener Ring und ein Geschmeide von Feingold, so ein 
weiser Mahner am hrenden Ohr.
PRO 25:13 Wie die Khle des Schnees zur Erntezeit, so ist ein 
zuverlssiger Bote dem, der ihn sendet; denn er erquickt die Seele seines 
Herrn.
PRO 25:14 Gewlk und Wind und doch kein Regen - so ist ein Mann, der mit 
Geschenken prahlt, die er doch nie giebt.
PRO 25:15 Durch Geduld lt sich ein Richter berreden, und eine gelinde 
Zunge zerbricht Knochen.
PRO 25:16 Hast du Honig gefunden, so i, was dir gengt, da du seiner 
nicht satt werdest und ihn dann ausspeiest.
PRO 25:17 La deinen Fu selten sein im Hause deines Nchsten, da er 
deiner nicht berdrssig und dir gram werde.
PRO 25:18 Hammer und Schwert und scharfer Pfeil - so ein Mann, der wider 
seinen Nchsten als falscher Zeuge aussagt.
PRO 25:19 Ein morscher Zahn und ein wankender Fu - so da Vertrauen auf 
einen Treulosen am Tage der Not.
PRO 25:20 Wie einer, der am kalten Tage das Kleid ablegt, wie Essig auf 
bsen Grind, also ist, wer einem betrbten Herzen Lieder singt.
PRO 25:21 Hungert deinen Hasser, so speise ihn mit Brot, und drstet ihn, 
so trnke ihn mit Wasser.
PRO 25:22 Denn damit hufst du feurige Kohlen auf sein Haupt, und Jahwe 
wird dir's vergelten.
PRO 25:23 Nordwind bringt Regen hervor, und verdrieliche Gesichter die 
heimliche Zunge.
PRO 25:24 Lieber auf der Zinne eines Daches wohnen, als ein znkisches 
Weib und gemeinsames Haus.
PRO 25:25 Wie kaltes Wasser fr eine lechzende Seele, so gute Nachricht 
aus fernem Lande.
PRO 25:26 Wie ein getrbter Born und eine verderbte Quelle, so ein 
Frommer, der angesichts der Gottlosen wankt.
PRO 25:27 Zu viel Honig essen ist nicht gut, und wer schwere Dinge 
erforscht, dem wird's zu schwer.
PRO 25:28 Wie eine offengelegte Stadt, die ohne Mauern ist, so ein Mann, 
dem Selbstbeherrschung fehlt.
PRO 26:1 Wie Schnee im Sommer und wie Regen in der Ernte, so ungehrig ist 
Ehre fr den Thoren.
PRO 26:2 Wie ein Sperling davon flattert, wie eine Schwalbe wegfliegt, so 
ist unverdienter Fluch - er trifft nicht ein.
PRO 26:3 Eine Peitsche dem Ro, ein Zaum dem Esel - so gebhrt eine Rute 
dem Rcken der Thoren.
PRO 26:4 Antworte dem Thoren nicht nach seiner Narrheit, da du dich 
selbst ihm nicht gleichstellest.
PRO 26:5 Antworte dem Thoren nach seiner Narrheit, da er sich nicht weise 
dnke.
PRO 26:6 Die Fe haut sich ab, Unbill schluckt, wer Bestellungen 
ausrichtet durch einen Thoren.
PRO 26:7 Wie das Herabhangen der Beine von einem Lahmen, so der 
Weisheitsspruch im Munde der Thoren.
PRO 26:8 Wie wenn man einen Stein an die Schleuder bnde, so handelt, wer 
einem Thoren Ehre anthut.
PRO 26:9 Wie ein Dornzweig in des Trunkenen Hand emporschnellt, so ist ein 
Weisheitsspruch im Munde von Thoren.
PRO 26:10 Wie ein Schtze, der alles verwundet, so wer einen Thoren dingt 
und wer Vorbergehende dingt.
PRO 26:11 Wie ein Hund, der zu seinem Gespei zurckkehrt, so ist ein Thor, 
der seine Narrheit wiederholt.
PRO 26:12 Siehst du einen Mann, der sich weise dnkt, - da ist fr einen 
Thoren mehr Hoffnung als fr ihn.
PRO 26:13 Der Faule spricht: Ein Leu ist auf dem Wege, ein Lwe innerhalb 
der Straen.
PRO 26:14 Wie sich die Thr auf ihrer Angel dreht, so der Faule auf seinem 
Bette.
PRO 26:15 Steckt der Faule seine Hand in die Schssel, wird's ihm sauer, 
sie wieder zum Munde zurckzubringen.
PRO 26:16 Ein Fauler dnkt sich weiser als sieben, die verstndig zu 
antworten wissen.
PRO 26:17 Wie einer, der einen vorberlaufenden Hund bei den Ohren packt, 
ist, wer sich ber einen Streit ereifert, der ihn nichts angeht.
PRO 26:18 Wie ein Unsinniger, der Brandpfeile wirft, todbringende 
Geschosse,
PRO 26:19 so ist ein Mann, der seinen Nchsten betrogen hat und dann 
spricht: Ich scherze ja nur!
PRO 26:20 Wenn kein Holz mehr vorhanden ist, erlischt das Feuer, und wenn 
kein Ohrenblser da ist, legt sich der Zank.
PRO 26:21 Wie Kohlen zur Glut und Holz zum Feuer, so dient ein znkischer 
Mann zum Schren von Streit.
PRO 26:22 Die Worte des Ohrenblsers sind wie Leckerbissen und dringen 
tief in des Leibes Kammern.
PRO 26:23 Wie Schlackensilber, womit eine Scherbe berzogen ist, sind 
feurige Ksse und ein bses Herz.
PRO 26:24 Mit seinen Lippen verstellt sich der Hasser, aber in seinem 
Innern hegt er Trug.
PRO 26:25 Wenn er seine Stimme holdselig macht, so glaube ihm nicht, denn 
sieben Greuel sind in seinem Herzen.
PRO 26:26 Mag sich der Ha in Tuschung hllen, seine Bosheit wird doch in 
ffentlicher Versammlung offenbar werden.
PRO 26:27 Wer eine Grube grbt, wird in sie hineinfallen, und wer einen 
Stein emporwlzt, auf den rollt er zurck.
PRO 26:28 Falsche Zunge hat die von ihr Geknickten, und schmeichlerischer 
Mund bereitet Sturz.
PRO 27:1 Rhme dich nicht des morgenden Tags, denn du weit nicht, was ein 
Tag gebren mag.
PRO 27:2 Es rhme dich ein Anderer und nicht dein eigener Mund, ein 
Fremder, aber nicht deine eigenen Lippen.
PRO 27:3 Schwere mag ein Stein haben und Gewicht der Sand, aber des Narren 
Unmut ist schwerer als beide.
PRO 27:4 Grimmig mag die Wut sein und der Zorn berfluten - aber wer kann 
vor der Eifersucht bestehen?
PRO 27:5 Besser unverhllte Rge, als geheim gehaltene Liebe.
PRO 27:6 Treugemeint sind Wunden von der Hand des Liebenden, aber 
abscheulich die Ksse des Hassers.
PRO 27:7 Ein Gesttigter tritt Honigseim mit Fen, aber ein Hungriger 
findet alles Bittere s.
PRO 27:8 Wie ein Vogel, der von seinem Neste geflohen ist, also ein Mann, 
der flchtig ward aus seiner Heimat.
PRO 27:9 Salbl und Rucherwerk erfreuen das Herz, aber ser ist einem 
der Freund als duftende Hlzer.
PRO 27:10 Deinen Freund und deines Vaters Freund verla nicht und in 
deines Bruders Haus geh nicht an deinem Unglckstage. Besser ein Nachbar 
in der Nhe als ein Bruder in der Ferne.
PRO 27:11 Sei weise, mein Sohn, und erfreue mein Herz, damit ich dem, der 
mich schmht, Rede stehen kann.
PRO 27:12 Der Kluge sieht das Unglck und verbirgt sich, die Einfltigen 
aber gehen weiter und mssen's ben.
PRO 27:13 Nimm ihm sein Kleid, denn er hat fr einen Fremden gebrgt, und 
um einer Auswrtigen willen pfnde ihn!
PRO 27:14 Wer seinen Nchsten am frhen Morgen mit lautem Segenswunsche 
grt, dem wird es als Fluch angerechnet.
PRO 27:15 Eine rinnende Dachtraufe zur Zeit des Regenwetters und ein 
znkisches Weib, die gleichen sich:
PRO 27:16 Wer sie aufhlt, der hlt den Wind auf und will l mit seiner 
Rechten fassen.
PRO 27:17 Eisen schrft Eisen; also schrft ein Mann die Schneide des 
andern.
PRO 27:18 Wer den Feigenbaum htet, wird seine Frucht genieen, und wer 
seines Herrn wartet, wird geehrt werden.
PRO 27:19 Wie im Wasser das Antlitz dem Antlitz entspricht, ebenso ist 
eines Menschen Herz gegen den andern.
PRO 27:20 Unterwelt und Abgrund bekommen nie genug; so sind auch der 
Menschen Augen unersttlich.
PRO 27:21 Der Tiegel ist fr das Silber und der Schmelzofen fr das Gold, 
und ein Mann wird beurteilt nach dem, was man von ihm rhmt.
PRO 27:22 Wenn du den Narren im Mrser zerstieest mit dem Stmpfel wie 
Grtze, so liee doch seine Narrheit nicht von ihm.
PRO 27:23 Habe wohl acht auf das Aussehen deiner Schafe, richte deine 
Aufmerksamkeit auf die Herden.
PRO 27:24 Denn Wohlstand whrt nicht fr immer, noch eine Krone von 
Geschlecht zu Geschlecht.
PRO 27:25 Ist das Gras geschwunden und frisches Grn erschienen, und sind 
der Berge Kruter eingesammelt,
PRO 27:26 dann hast du Lmmer fr deine Kleidung und Bcke als Kaufpreis 
fr einen Acker
PRO 27:27 und genug Ziegenmilch zu deiner Nahrung, zur Nahrung fr dein 
Haus, und Lebensunterhalt fr deine Mgde.
PRO 28:1 Die Gottlosen fliehen, obschon sie niemand verfolgt, aber die 
Frommen sind getrost wie ein junger Lwe.
PRO 28:2 Durch eines Landes Vergehung werden seiner Frsten viel, aber 
unter verstndigen, einsichtigen Leuten bleibt einer lange.
PRO 28:3 Ein Mann, der arm ist und die Geringen bedrckt, ist wie ein 
Regen, der wegschwemmt und kein Brot bringt.
PRO 28:4 Die das Gesetz verlassen, rhmen die Gottlosen; aber die, welche 
Jahwe suchen, verstehen alles.
PRO 28:5 Bse Menschen verstehen nichts von Recht; aber die, welche Jahwe 
suchen, verstehen alles.
PRO 28:6 Besser ein Armer, der in seiner Unschuld wandelt, als wer 
verkehrte Wege geht und dabei reich ist
PRO 28:7 Wer das Gesetz beobachtet, ist ein verstndiger Sohn; wer es aber 
mit Prassern hlt, bringt seinem Vater Beschmung.
PRO 28:8 Wer sein Vermgen durch Zins und Wucher mehrt, der sammelt es fr 
den, der sich der Geringen erbarmt.
PRO 28:9 Wer sein Ohr abwendet, um das Gesetz nicht zu hren, dessen Gebet 
sogar ist ein Greuel.
PRO 28:10 Wer Rechtschaffene irrefhrt auf bsem Wege, der wird selbst in 
seine Grube fallen; aber die Unstrflichen werden Gutes ererben.
PRO 28:11 Weise dnkt sich ein reicher Mann, aber ein Geringer, der 
verstndig ist, forscht ihn aus.
PRO 28:12 Wenn die Frommen frohlocken, ist die Herrlichkeit gro; wenn 
aber die Gottlosen aufkommen verkriechen sich die Leute.
PRO 28:13 Wer seine Vergehungen zudeckt, wird kein Gelingen haben; wer sie 
aber bekennt und lt, wird Barmherzigkeit erlangen.
PRO 28:14 Wohl dem Menschen, der stets Scheu hegt; wer aber sein Herz 
verhrtet, wird in Unglck fallen.
PRO 28:15 Wie ein brllender Lwe und ein gieriger Br, so ist ein 
gottloser Herscher ber ein geringes Volk.
PRO 28:16 Ein Frst, der an Einknften arm, ist reich an Erpressung; wer 
ungerechten Gewinn hat, wird lange leben.
PRO 28:17 Ein Mensch, den das Blut eines Gemordeten drckt, mu bis zur 
Grube flchtig sein; niemand halte ihn auf!
PRO 28:18 Wer unstrflich wandelt, wird gerettet werden; wer sich aber auf 
verkehrte Wege einlt, wird in eine Grube fallen.
PRO 28:19 Wer seinen Acker baut, wird Brots die Flle haben; wer aber 
nichtigen Dingen nachjagt, wird Armut in Flle haben.
PRO 28:20 Ein Mann von Treu und Glauben wird viel gesegnet; wer aber eilt, 
reich zu werden, bleibt nicht ungestraft.
PRO 28:21 Parteilichkeit ist ein bel Ding; aber schon wegen eines Bissens 
Brot kann sich ein Mann vergehen.
PRO 28:22 Mit Hast will sich bereichern ein mignstiger Mannund wei 
nicht, da Mangel ber ihn kommen wird.
PRO 28:23 Wer einen Menschen tadelt, wird hinterher mehr Dank ernten, als 
wer glattzngig schmeichelt.
PRO 28:24 Wer seine Eltern beraubt und spricht: Es ist keine Snde! der 
ist des Verderbers Geselle.
PRO 28:25 Der Habgierige erregt Zank; wer aber auf Jahwe vertraut, wird 
reichlich gelabt.
PRO 28:26 Wer auf seinen eigenen Verstand, der ist ein Thor; wer aber in 
Weisheit wandelt, der wird entrinnen.
PRO 28:27 Wer dem Armen giebt, leidet keinen Mangel; wer aber seine Augen 
verhllt, wird viel verflucht.
PRO 28:28 Wenn die Gottlosen aufkommen, verbergen sich die Leute; wenn sie 
aber umkommen, mehren sich die Frommen.
PRO 29:1 Ein vielgestrafter und doch halsstarriger Mannwird pltzlich 
unheilbar zerschellen.
PRO 29:2 Wenn die Frommen sich mehren, freut sich das Volk; wenn aber der 
Gottlose herrscht, seufzt das Volk.
PRO 29:3 Einer, der Weisheit liebt, macht seinem Vater Freude; wer es aber 
mit Huren hlt, bringt sein Vermgen durch.
PRO 29:4 Ein Knig giebt durch Recht dem Lande Bestand, wer aber Steuern 
huft, richtet es zugrunde.
PRO 29:5 Ein Mann, der seinem Nchsten schmeichelt, breitet ein Netz vor 
dessen Fen aus.
PRO 29:6 In des Bsen Vergehen liegt ein Fallstrick fr ihn; aber der 
Fromme darf jubeln und frhlich sein.
PRO 29:7 Der Fromme nimmt Kenntnis vom Rechtshandel der Geringen; der 
Gottlose versteht sich nicht auf Erkenntnis.
PRO 29:8 Sptter setzen eine Stadt in Flammen, aber Weise stillen den Zorn.
PRO 29:9 Wenn ein Weiser mit einem Narren rechtet, so tobt der und lacht, 
aber es giebt keine Ruhe.
PRO 29:10 Die Blutgierigen hassen den Redlichen; aber die Rechtschaffenen 
nehmen sich seiner an.
PRO 29:11 All' seinen Unmut lt der Thor herausfahren. aber der Weise 
beschwichtigt ihn zuletzt.
PRO 29:12 Ein Herrscher, der auf Lgenwort horcht, des Diener sind alle 
gottlos.
PRO 29:13 Armer und Leuteschinder begegnen einander; der beiden das 
Augenlich erhlt, ist Jahwe.
PRO 29:14 Ein Knig, der den Geringen treulich recht schafft, des Thron 
wird immerdar feststehen.
PRO 29:15 Rute und Rge gibt Weisheit, aber ein zuchloser Knabe bringt 
seiner Mutter Schande.
PRO 29:16 Wenn sich die gottlosen mehren, mehrt sich Vergehung; aber die 
Frommen werden ihren Sturz mit ansehn.
PRO 29:17 Zchtige deinen Sohn, so wird er dir Behagen gewhrenund deiner 
Seele Leckerbissen reichen.
PRO 29:18 Wenn es an Offenbarung fehlt, wird das Volk zgellos; aber wohl 
dem, der das Gesetz beobachtet.
PRO 29:19 Mit Worten lt sich ein Knecht nicht zurechtbringen; denn er 
versteht sie zwar, richtet sich aber nicht danach.
PRO 29:20 Schaust du einen, der mit seinen Worten zu hastig ist, -da ist 
fr einen Thoren mehr Hoffnung als fr ihn.
PRO 29:21 Wenn einer seinen Knecht von Jugend auf verzrtelt, so will er 
schlielich ein Junker sein.
PRO 29:22 Ein zorniger Mann erregt Zank, und ein hitziger begeht viel 
Snde.
PRO 29:23 Des Menschen Hochmut wird ihn erniedrigen, aber der Demtige 
wird Ehre erlangen.
PRO 29:24 Wer mit dem Diebe teilt, hat sein Leben; er hrt den Fluch und 
zeigt's nicht an.
PRO 29:25 Vor Menschen zittern, bringt zu Fall, wer aber auf Jahwe 
vertraut, wird geschtzt.
PRO 29:26 Viele suchen das Anlitz eines Herrschers; aber von Jahwe kommt 
das Recht eines Mannes.
PRO 29:27 Ein Greuel fr die Frommen ist, wer Unrecht tut, und ein Greuel 
fr den Gottlosen ist, wer gerade wandelt.
PRO 30:1 Dies sind die Worte Agurs, des Sohnes Jakes, der Ausspruch. Es 
spricht der Mann: Ich mhte mich ab um Gott, ich mhte mich ab um Gott 
und schwand dahin.
PRO 30:2 Denn ich bin zu dumm, um als Mensch gelten zu knnen, und 
Menschenverstand ist nicht bei mir.
PRO 30:3 Und nicht habe ich Weisheit gelernt, da ich den Heiligen zu 
erkennen wte.
PRO 30:4 Wer stieg hinauf zum Himmel und fuhr herab? Wer sammelte den Wind 
in seine Fuste? Wer band die Wasser in ein Gewand? Wer stellte alle Enden 
der Erde fest? Wie heit er und wie heit sein Sohn? - wenn du es weit!
PRO 30:5 Alle Rede Gottes ist gelutert; ein Schild ist er denen, die bei 
ihm Zuflucht suchen.
PRO 30:6 Thue nichts hinzu zu seinen Worten, da er dich nicht zur 
Rechenschaft ziehe und du als Lgner erfunden werdest.
PRO 30:7 Zweierlei erbitte ich von dir; versage mir's nicht, ehe ich 
sterbe:
PRO 30:8 Falschheit und Lgenwort la ferne von mir sein, Armut und 
Reichtum gib mir nicht, la mich aber mein zugemessenes Teil Speise 
dahinnehmen.
PRO 30:9 Ich mchte sonst, wenn ich zu satt wrde, verleugnen und sagen: 
Wer ist Jahwe? Oder wenn ich zu arm wrde, mchte ich stehlen und mich am 
Namen meines Gottes vergreifen.
PRO 30:10 Verleumde nicht den Knecht bei seinem Herrn; sonst wird er dir 
fluchen und du mut es ben.
PRO 30:11 Wehe ber ein Geschlecht, da seinem Vater flucht und seine 
Mutter nicht segnet;
PRO 30:12 ein Geschlecht, da sich rein dnkt und ist doch von seinem 
Unflat nicht gewaschen;
PRO 30:13 ein Geschlecht - wie trgt es die Augen hoch und wie ziehen sich 
seine Wimpern in die Hhe!
PRO 30:14 ein Geschlecht, dessen Zhne Schwerter sind, und dessen Gebi 
aus Messern besteht, um die Elenden von der Erde wegzufressen und die 
Armen aus der Mitte der Menschen.
PRO 30:15 Blutsaugerin hat zwei Tchter: Gieb her, gieb her! drei sind es, 
die nicht satt werden, vier sprechen nie: genug! -PRO 30:16 die Unterwelt 
und der unfruchtbare Mutterscho, die Erde, die des Wassers nie satt wird, 
und das Feuer, das nicht spricht: genug!
PRO 30:17 Ein Auge, das des Vaters spottet und den Gehorsam gegen die 
Mutter verchtlich findet, das mssen die Raben am Bach aushacken und die 
jungen Adler fressen.
PRO 30:18 Drei sind es, die mir zu wunderbar erscheinen, und vier, die 
begreife ich nicht -PRO 30:19 Des Adlers weg am Himmel, der Schlange weg 
auf einem Felsen, des Schiffes Weg inmitten des Meeres und des Mannes Weg 
bei einem Mdchen.
PRO 30:20 Also ist der Weg eines ehebrecherischen Weibes; sie geniet und 
wischt sich das Maul uns spricht: Ich habe nichts Unrechtes getan!
PRO 30:21 Unter dreien erbebt die Erde und unter vieren kann sie es nicht 
aushalten:
PRO 30:22 Unter einem Sklaven, wenn er Knig wird, und einem 
Niedertrchtigen, wenn er Brot die Flle hat,
PRO 30:23 unter einer lange Verschmhten, wenn sie noch zur Ehe kommt, und 
einer Magd, wenn sie ihre Herrin verdrngt.
PRO 30:24 Vier sind die Kleinen auf Erden und doch sind sie gewitzigte 
Weise:
PRO 30:25 Die Ameisen, ein Volk ohne Macht; dennoch bereiten sie im Sommer 
ihre Speise.
PRO 30:26 Klippdachse, ein Volk ohne Strke; dennoch legen sie im Felsen 
ihre Wohnung an.
PRO 30:27 Die Heuschrecke hat keinen Knig; dennoch zieht der ganze 
Schwarm geordnet aus.
PRO 30:28 Die Eidechse kannst du mit bloen Hnden greifen, und doch ist 
sie in Knigspalsten.
PRO 30:29 Drei sind es, die stattlich schreiten, und vier, die stattlich 
einhergehen:
PRO 30:30 Der Lwe, der Held unter den Tieren, der vor keinem Wesen Kehrt 
macht;
PRO 30:31 das lendenumgrtete Ro und der Bock und ein Knig, dem niemand 
widerstehen kann.
PRO 30:32 Magst du, indem du dich selbst berhebst, unvernnftig sein oder 
berlegt haben, lege die Hand auf den Mund!
PRO 30:33 Denn das Pressen von Milch bringt Butter hervor, und das Pressen 
der Nase bringt Blut hervor, und das Pressen des Zorns bringt Streit 
hervor.
PRO 31:1 Dies sind die Worte des Knigs Lemuel, ein Ausspruch, dem ihm 
seine Mutter einschrfte.
PRO 31:2 Was ich dir raten soll, mein Sohn? und was, du Sohn meines 
Leibes, und was, du Sohn meiner gelbde?
PRO 31:3 Gieb nicht den Weibern deine Kraft, noch deine liebkosungen 
denen, die Knige verderben.
PRO 31:4 Nicht gefalle es den Knigen, o Lemoel, nicht gefalle es den 
knigen Wein zu trinken, noch Rauschtrank den Frsten.
PRO 31:5 Sie mchten sonst trinken und das festgesetzte Recht vergessen 
und den Rechtshandel aller elenden Leute entstellen.
PRO 31:6 Gebt Rauschtrank dem, der am Untergehen ist, und Wein solchen, 
deren Seele betrbt ist.
PRO 31:7 Der mag trinken und seiner Armut vergessen und seines leids nicht 
mehr gedenken.
PRO 31:8 Thue deinen Mund auf fr den Stummen, fr die Sache aller 
dahinschmachtenden Leute.
PRO 31:9 Thue deinen Mund auf, richte gerecht und schaffe recht dem 
Elenden und Armen!
PRO 31:10 Ein wackeres weib, wer mag es finden? Weit ber Korallen geht 
ihr Wert.
PRO 31:11 Auf sie vertraut ihres Gatten Herz, und an Gewinn fehlt es ihm 
nicht.
PRO 31:12 Sie tut ihm liebes und kein Leid ihr ganzes Leben lang.
PRO 31:13 Sie tut sich um nach Wolle und Flachs und schafft mit 
arbeitslustigen Hnden.
PRO 31:14 Sie gleicht den Schiffen eines Kaufmanns; von ferne bringt sie 
ihre Nahrung herbei.
PRO 31:15 Sie steht auf, wenn's noch Nacht ist, und gibt Speise fr ihr 
Haus und das bestimmte Teil fr ihre Mgde.
PRO 31:16 Sie sinnt auf einen Acker und kauft ihn; von ihrer Hnde Frucht 
pflanzt sie einen Weinberg.
PRO 31:17 Sie grtet mit Kraft ihre Lenden und macht ihre Arme rstig.
PRO 31:18 Sie merkt, da ihr Hantieren gedeiht; nicht erlischt des Nachts 
ihre Leuchte.
PRO 31:19 Ihre Hnde streckt sie nach dem Rocken aus, und ihre Finger 
ergreifen die Spindel.
PRO 31:20 Ihre Hand reckt sie dem Elenden hin und ihre Arme streckt sie 
nach dem Drftigen aus,
PRO 31:21 Sie frchtet nichts fr ihr Haus vom Schnee, denn ihr ganzes 
Haus ist mit Scharlachwolle gekleidet.
PRO 31:22 Decken verfertigt sie sich; Byssus und Purpur ist ihr Gewand.
PRO 31:23 Angesehen ist ihr Gemahl in den Thoren, wenn er Sitzung hlt mit 
den Vornehmen des Landes.
PRO 31:24 Ein feines Unterkleid fertigt sie an und verkauft's und einen 
Grtel bergiebt sie dem Krmer.
PRO 31:25 Kraft und Hoheit ist ihr Gewand, und so lacht sie des knftigen 
Tags.
PRO 31:26 Ihren Mund thut sie mit Weisheit auf, und liebreiche 
Unterweisung ist auf ihrer Zunge.
PRO 31:27 Sie berwacht das Thun und Treiben ihres Hauses und Brot der 
Faulheit it sie nie.
PRO 31:28 Ihre Shne treten auf und preisen sie glckselig, ihr Gemahl 
tritt auf und rhmt sie:
PRO 31:29 Gar viele Frauen haben sich wacker erzeigt - du aber 
bertriffst sie alle!
PRO 31:30 Lug ist die Anmut und ein vergnglicher Hauch die Schnheit: ein 
Weib, das Jahwe frchtet, das soll man rhmen!
PRO 31:31 Gebt ihr von der Frucht ihrer Hnde, und in den Thoren mssen 
ihr Werke ihr Lob verknden.
ECC 1:1 Worte des Predigers, des Sohnes Davids, des Knigs zu Jerusalem.
ECC 1:2 O Eitelkeit der Eitelkeiten! spricht der Prediger; o Eitelkeit der 
Eitelkeiten! Alles ist eitel!
ECC 1:3 Was fr Gewinn hat der Mensch bei aller seiner Mhe, womit er sich 
mht unter der Sonne!
ECC 1:4 Ein Geschlecht geht dahin und ein anderes kommt, aber die Erde 
bleibt ewig stehn.
ECC 1:5 Und die Sonne geht auf und geht unter und eilt an ihren Ort, 
woselbst sie aufgeht.
ECC 1:6 Der Wind geht gen Sden und kreiset gen Norden, immerfort kreisend 
geht er und zu seinen Kreisen kehrt er zurck.
ECC 1:7 Alle Flsse gehen ins Meer, aber das Meer wird nicht voll: an den 
Ort, wohin die Flsse gehen, dahin gehen sie immer wieder.
ECC 1:8 Alle Dinge mhen sich ab, kein Mensch kann es ausreden; das Auge 
wird nicht satt zu sehen, und das Ohr wird nicht voll vom Hren.
ECC 1:9 Was gewesen ist, ebendas wird sein, und was geschehen ist, ebendas 
wird geschehen, und es giebt gar nichts Neues unter der Sonne.
ECC 1:10 Giebt es etwas, wovon man sagen mchte: Siehe, das ist neu! - 
lngst ist es gewesen in Zeiten, die vor uns gewesen sind.
ECC 1:11 Es giebt kein Andenken an die Frheren, und auch an die Spteren, 
welche sein werden, wird es kein Andenken geben bei denen, die noch spter 
sein werden.
ECC 1:12 Ich, Prediger, bin Knig gewesen ber Israel zu Jerusalem.
ECC 1:13 Ich richtete meinen Sinn darauf, alles, was unter dem Himmel 
geschieht, mit Weisheit zu erforschen und zu ersphen: eine leidige Mhe 
ist's, die Gott den Menschenkindern gegeben, sich damit abzumhen!
ECC 1:14 Ich sah alle Thaten, die unter der Sonne geschehen, und siehe: 
alles war eitel und Streben nach Wind.
ECC 1:15 Krummes kann nicht gerade werden, und Mangelndes nicht gezhlt 
werden.
ECC 1:16 Ich dachte bei mir selbst: Frwahr, ich habe groe und immer 
grere Weisheit erworben ber alle, die vor mir ber Jerusalem gewesen 
sind, und mein Sinn hat in Flle Weisheit und Erkenntnis erschaut.
ECC 1:17 Und da ich meinen Sinn darauf richtete, Weisheit zu erkennen und 
Tollheit und Thorheit zu erkennen, da erkannte ich, da auch das ein 
Streben nach Wind ist.
ECC 1:18 Denn bei viel Weisheit ist viel Unmut, und huft einer 
Erkenntnis, so huft er Schmerz.
ECC 2:1 Ich sprach zu mir selbst: Wohlan denn, versuche es mit Freude und 
geniee Gutes! Aber frwahr, auch das ist eitel.
ECC 2:2 Zum Lachen sprach ich: es ist toll! und zur Freude: was schafft 
die?
ECC 2:3 Ich sann in meinem Herzen aus, meinen Leib mit Wein zu pflegen, 
whrend mein Herz weislich leiten wrde, und mich an Thorheit zu halten, 
bis ich sehen wrde, was den Menschen ersprielich sei zu tun unter dem 
Himmel ihr Leben lang.
ECC 2:4 Ich fhrte groe Werke aus: ich baute mir Huser, pflanzte mir 
Weinberge;
ECC 2:5 ich legte mir Grten und Parke an und pflanzte darin allerlei 
Fruchtbume;
ECC 2:6 ich legte mir Wasserteiche an, um daraus einen baumsprossenden 
Wald zu bewssern;
ECC 2:7 ich kaufte Sklaven und Sklavinnen und besa solche, die im Hause 
geboren waren. Auch Herden von Rindern und Schafen besa ich, mehr als 
alle, die vor mir in Jerusalem gewesen waren.
ECC 2:8 Ich sammelte mir auch Silber und Gold und Schtze von Knigen und 
den Landschaften; ich schaffte mir Snger und Sngerinnen und die Wonne 
der Menschenkinder: Frauen in Menge.
ECC 2:9 So ward ich gro und grer als alle, die vor mir in Jerusalem 
waren; auch meine Weisheit verblieb mir.
ECC 2:10 Und was irgend meine Augen begehrten, versagte ich ihnen nicht; 
ich verwehrte meinem Herzen keinerlei Freude, denn mein Herz freite sich 
an aller meiner Mhe, und das war mein Teil von aller meiner Mhe.
ECC 2:11 Als ich aber hinblickte auf alle meine Werke, die meine Hnde 
gewirkt, und auf die Mhe, die ich aufgewandt hatte, sie auszufhren, da 
befand sich: alles war eitel und Streben nach Wind, und es giebt keinen 
Gewinn unter der Sonne.
ECC 2:12 Ich wandte mich dazu, mir Weisheit und Tollheit und Thorheit zu 
besehen; denn was wird der Mensch thun, der nach dem Knige kommen wird? 
Was man vorlngst gethan hat!
ECC 2:13 Da sah ich, da die Weisheit einen Vorzug hat vor der Thorheit, 
gleich dem des Lichtes vor der Finsternis.
ECC 2:14 Der Weise hat seine Augen im Kopfe; der Thor aber wandelt im 
Finstern. Zugleich aber erkannte ich, da einerlei Schicksal ihnen allen 
widerfhrt.
ECC 2:15 Und ich sprach zu mir selbst: das Schicksal des Thoren wird auch 
mir widerfahren, und wozu bin ich dann so beraus weise geworden? Da 
dachte ich in meinem Sinn, auch das sei eitel.
ECC 2:16 Denn von dem Weisen bleibt so wenig ein dauerndes Andenken, wie 
von dem Thoren, da sie in den kommenden Tagen alle lngst vergessen sind, 
und wie stirbt doch der Weise mit dem Thoren dahin!
ECC 2:17 Da hate ich das Leben, denn mir mifiel das Thun, das unter der 
Sonne geschieht; denn alles ist eitel und Streben nach Wind!
ECC 2:18 Und ich hate all' meine Mhen, womit ich mich mhte unter der 
Sonne, weil ich es dem hinterlassen mu, der nach mir sein wird.
ECC 2:19 Und wer wei, ob der ein Weiser oder ein Thor sein wird? Und 
dennoch soll er Gewalt bekommen ber all' mein Mhen, womit ich mich 
abgemht und weislich gehandelt hatte unter der Sonne - auch das ist eitel!
ECC 2:20 Da wandte ich mich dazu, mein Herz verzweifeln zu lassen ob all' 
der Mhe, womit ich mich gemht hatte unter der Sonne.
ECC 2:21 Denn hat einer seine Arbeit mit Weisheit und Einsicht und 
Tchtigkeit gethan, so mu er sie einem Menschen, der sich nicht darum 
gemht hat, zum Besitz berlassen: auch das ist eitel und ein groes bel.
ECC 2:22 Denn was wird dem Menschen fr alle seine Mhe und das Streben 
seines Herzens, womit er sich abmht unter der Sonne?
ECC 2:23 Alle seine Tage sind ja Schmerzen, und Kummer ist sein Geschft; 
sogar das Nachts hat sein Herz keine Ruhe. Auch das ist eitel!
ECC 2:24 Es giebt nichts besseres unter den Menschen, als da einer esse 
und trinke und sich gtlich thue bei seiner Mhsal; aber auch das kommt, 
wie ich gesehen habe, aus Gottes Hand.
ECC 2:25 Denn wer kann essen und wer genieen ohne ihn?
ECC 2:26 Denn dem, der ihm gefllt, giebt er Weisheit und Erkenntnis und 
Freude; dem Snder aber giebt er das Geschft, zu sammeln und aufzuhufen, 
um es dem zu geben, der Gott gefllt. Auch das ist eitel und Streben nach 
Wind.
ECC 3:1 Alles hat seine Zeit und jegliches Vornehmen unter dem Himmel hat 
seine Stunde.
ECC 3:2 Geboren werden hat seine Zeit und Sterben hat seine Zeit; Pflanzen 
hat seine Zeit und das Ausreien von Gepflanztem hat seine Zeit;
ECC 3:3 Tten hat seine Zeit und Heilen hat seine Zeit; Niederreien hat 
seine Zeit und Aufbauen hat seine Zeit;
ECC 3:4 Weinen hat seine Zeit und Lachen hat seine Zeit; Klagen hat seine 
Zeit und Tanzen hat seine Zeit;
ECC 3:5 Steine werfen hat seine Zeit und Steine sammeln hat seine Zeit; 
Umarmen hat seine Zeit und Fernbleiben vom Umarmen hat seine Zeit;
ECC 3:6 Suchen hat seine Zeit und Verlieren hat seine Zeit; Aufbewahren 
hat seine Zeit und Wegwerfen hat seine Zeit;
ECC 3:7 Zerreien hat seine Zeit und Nhen hat seine Zeit; Schweigen hat 
seine Zeit und Reden hat seine Zeit;
ECC 3:8 Lieben hat seine Zeit und Hassen hat seine Zeit; Krieg hat seine 
Zeit und Friede hat seine Zeit.
ECC 3:9 Was fr Gewinn hat der Handelnde bei dem, womit er sich abmht?
ECC 3:10 Ich sah das Geschft, das Gott den Menschenkindern gegeben hat, 
sich damit zu plagen.
ECC 3:11 Alles hat er schn gemacht zu seiner Zeit, auch die Ewigkeit hat 
er ihnen ins Herz gelegt; nur da der Mensch das Werk, welches Gott thut, 
nicht von Anfang bis zu Ende erfassen kann.
ECC 3:12 Ich erkannte, da es unter ihnen nichts besseres giebt, als sich 
zu freuen und sich in seinem Leben gtlich zu thun.
ECC 3:13 Aber auch, da irgend einer it und trinkt und Gutes geniet bei 
aller seiner Mhe, ist eine Gabe Gottes.
ECC 3:14 Ich erkannte, da alles, was Gott thut, fr immer besteht; dazu 
ist nichts hinzuzufgen und nichts davon wegzunehmen: Gott hat es so 
gemacht, da man sich vor ihm frchte.
ECC 3:15 Was da ist, war lngst, und was werden soll, ist lngst gewesen; 
und Gott sucht Verdrngtes wieder auf.
ECC 3:16 Und weiter sah ich unter der Sonne: an der Sttte des Rechts, da 
war das Unrecht, und an der Sttte der Gerechtigkeit, da war das Unrecht.
ECC 3:17 Ich sprach zu mir selbst: den Frommen und den Gottlosen wird Gott 
richten, denn er hat fr jegliches Vornehmen und fr jegliches Thun eine 
Zeit gesetzt.
ECC 3:18 Ich sprach zu mir selbst: um der Menschenkinder willen geschieht 
es, damit Gott sie prfe, und damit sie sehen, da sie selbst nur Vieh 
sind.
ECC 3:19 Denn das Geschick der Menschenkinder und dasjenige des Viehes, - 
dasselbe Geschick haben sie: wie dieses stirbt, so stirbt jener, und einen 
Odem haben sie alle, und einen Vorzug des Menschen vor dem Vieh giebt es 
nicht, denn alles ist eitel.
ECC 3:20 Alles geht dahin an Einen Ort: alles ist aus dem Staube geworden 
und alles wird wieder zu Staub.
ECC 3:21 Wer wei, ob der Geist der Menschenkinder aufwrts steigt, der 
Geist des Viehes aber zur Erde hinab fhrt?
ECC 3:22 So sah ich denn, da es nichts besseres giebt, als da der Mensch 
sich freue an seinen Werken, denn das ist sein Teil; denn wer kann ihn 
dahin bringen, da er sehe, was nach ihm sein wird.
ECC 4:1 Und wiederum sah ich alle die Bedrckungen, die unter der Sonne 
geschehen: da flieen die Thrnen der Bedrckten, aber es giebt keinen 
Trster fr sie, und von der Hand ihrer Bedrcker erfahren sie Gewaltthat, 
aber es giebt keinen Trster fr sie.
ECC 4:2 Da pries ich die Toten, die lngst gestorben, mehr als die 
Lebenden, die noch am Leben sind,
ECC 4:3 und glcklicher als beide den, der noch gar nicht geworden, der 
nicht zu sehen bekam das schlimme Thun, das unter der Sonne geschieht.
ECC 4:4 Und ich sah alle Mhe und alle Geschicklichkeit im Thun, da es 
Eifersucht sei des einen gegenber dem andern. Auch das ist eitel und 
Streben nach Wind.
ECC 4:5 Der Thor legt seine Hnde zusammen und verzehrt sein eigenes 
Fleisch.
ECC 4:6 Besser eine Hand voll Ruhe als beide Fuste voll Mhe und Streben 
nach Wind.
ECC 4:7 Und wiederum sah ich Eitles unter der Sonne:
ECC 4:8 es steht einer allein da, ohne einen zweiten, auch hat er weder 
Sohn noch Bruder, und doch ist seiner Mhe kein Ende und seine Augen 
werden des Reichtums nicht satt. Aber fr wen mhe ich mich denn und darbe 
mir Gutes ab? Auch das ist eitel und eine leidige Mhe!
ECC 4:9 Besser daran sind ihrer zwei als einer, weil sie guten Lohn haben 
fr ihre Mhe.
ECC 4:10 Denn fllt ihrer einer, so kann der eine seinen Genossen 
aufrichten; aber wehe dem einzelnen, wenn er fllt, und kein zweiter da 
ist, um ihn aufzurichten.
ECC 4:11 Ebenso wenn zwei bei einander liegen, so wird ihnen warm; wie 
aber kann es einem einzelnen warm werden?
ECC 4:12 Und wenn einer den einzelnen berwltigt, so werden ihrer zwei 
ihm gegenber standhalten, vollends eine dreifache Schnur ist nicht so 
bald zu zerreien.
ECC 4:13 Besser ein Jngling, der arm, aber weise, als ein Knig, der alt, 
aber thricht ist, der sich nicht mehr wei warnen zu lassen.
ECC 4:14 Denn aus dem Gefngnis ging jener hervor, um Knig zu werden, 
obschon er im Reiche dieses als ein Armer geboren ward.
ECC 4:15 Ich sah alle Lebenden, die unter der Sonne wandelten, auf der 
Seite des Jnglings, des zweiten, der an jenes Stelle treten sollte.
ECC 4:16 Kein Ende war all' des Volkes, aller der, an deren Spitze er 
stand. Gleichwohl freuen sich die Nachkommen seiner nicht. Denn auch das 
ist eitel und Streben nach Wind!
ECC 4:17 Hte deinen Fu, wenn du zum Hause Gottes gehst. Denn 
herzukommen, um zu hren, ist besser, als wenn die Thoren Schlachtopfer 
bringen; denn sie sind unwissend, so da sie Bses thun.
ECC 5:1 Sei nicht vorschnell mit dem Munde, und dein Herz eile nicht, ein 
Wort vor Gott auszusprechen; denn Gott ist im Himmel und du bist auf 
Erden: darum seien deiner Worte wenige.
ECC 5:2 Denn Trume kommen, wo viel Sorge ist, und thrichtes Gerede, wo 
viel Worte sind.
ECC 5:3 Wenn du Gott ein Gelbde thust, so sume nicht, es zu erfllen, 
denn er hat kein Wohlgefallen an den Thoren; was du gelobst, erflle.
ECC 5:4 Besser, du gelobst nicht, als da du gelobst und nicht erfllst.
ECC 5:5 Gestatte deinem Munde nicht, deinen Leib in Schuld zu bringen, und 
sage nicht vor dem Boten Gottes: es war eine bereilung! Warum soll Gott 
zrnen ber dein Gerede und das Werk deiner Hnde verderben?
ECC 5:6 Denn bei vielem Trumen und Reden giebt es auch viel Eitles. 
Frchte vielmehr Gott!
ECC 5:7 Wenn du Bedrckung des Armen und Entziehung von Recht und 
Gerechtigkeit in der Landschaft siehst, so wundere dich nicht ber die 
Sache; denn ein Hoher wacht ber den andern und ein Hchster ber sie alle.
ECC 5:8 Aber ein Vorzug fr ein Land ist allewege ein dem Ackerbau 
ergebener Knig.
ECC 5:9 Wer Geld liebt, wird Geldes nicht satt, und wer den Reichtum 
liebt, hat keinen Nutzen davon. Auch das ist eitel.
ECC 5:10 Mehrt sich das Gut, so mehren sich, die es verzehren, und welchen 
Gewinn hat sein Besitzer davon, als den Anblick?
ECC 5:11 S ist der Schlaf des Arbeiters, mag er wenig oder viel essen; 
aber den Reichen lt der berflu nicht zum Schlafen kommen.
ECC 5:12 Es giebt ein schlimmes bel, das ich sah unter der Sonne: 
Reichtum, der von seinem Besitzer zu seinem Unglck gehtet wird.
ECC 5:13 Geht dieser Reichtum durch einen schlimmen Fall verloren, und hat 
er einen Sohn gezeugt, so bleibt nichts in dessen Hand.
ECC 5:14 Wie er aus seiner Mutter Leibe hervorgegangen ist, so wird er 
nackt wieder dahin gehen, wie er gekommen ist, und wird nichts davon 
tragen fr seine Mhe, das er mitnehme in seiner Hand.
ECC 5:15 Auch das ist ein schlimmes bel: genau so, wie er kam, wird er 
davon gehen, und was fr Gewinn hat er davon, da er sich mht in den Wind?
ECC 5:16 Dazu sind alle seine Tage in Finsternis und Trauer und viel Unmut 
und Leid und Verdru.
ECC 5:17 Frwahr, was ich als gut, als schn ersehen habe, ist dies, da 
einer esse und trinke und Gutes geniee bei aller seiner Mhe, womit er 
sich mht unter der Sonne, alle seine Lebenstage hindurch, die ihm Gott 
gegeben hat; denn das ist sein Teil.
ECC 5:18 Auch wenn Gott irgend einem Menschen Reichtum und Schtze 
verliehen und in stand gesetzt hat, davon zu genieen und sein Teil 
dahinzunehmen, und sich an seiner Arbeit zu erfreuen: das ist eine Gabe 
Gottes.
ECC 5:19 Denn ein solcher denkt nicht viel an die Krze seiner Lebenstage, 
indem Gott die Freude seines Herzens gewhrt.
ECC 6:1 Es giebt ein bel, das ich gesehen unter der Sonne, das lastet 
schwer auf dem Menschen:
ECC 6:2 wenn Gott einem Reichtum und Schtze und Ehre giebt, so da er fr 
sich nichts entbehrt von allem, was er begehrt, Gott aber ihm nicht Macht 
giebt, davon zu genieen, sondern ein fremder Mann geniet es - das ist 
eitel und ein schlimmes Leiden.
ECC 6:3 Wenn einer hundert Kinder zeugte und viele Jahre lebte und seiner 
Lebenstage viele wren, er sich aber nicht an dem Guten sttigte, und ihm 
auch kein Begrbnis zu teil wrde, so sage ich: glcklicher als er ist die 
Fehlgeburt.
ECC 6:4 Denn in Nichtigkeit ist diese gekommen und in Finsternis geht sie 
dahin, und mit Finsternis ist ihr Name bedeckt;
ECC 6:5 auch hat sie die Sonne nicht gesehen, noch kennen gelernt: ihr ist 
wohler, als jenem.
ECC 6:6 Und wenn er tausend Jahre zweimal durchlebt, aber kein Gutes 
genossen htte: fhrt nicht alles an einen Ort?
ECC 6:7 Alle Arbeit des Menschen geschieht fr seinen Mund; gleichwohl 
wird die Begier nie gestillt.
ECC 6:8 Denn welchen Vorzug hat der Weise vor dem Thoren? welchen der 
Arme, der vor den Lebenden zu wandeln versteht?
ECC 6:9 Besser ist das Sehen mit Augen als das Schweifen der Begier. Auch 
das ist eitel und Streben nach Wind.
ECC 6:10 Was da geschieht, lngst ist es benannt, und es ist bestimmt, was 
ein Mensch sein wird, und er kann nicht rechten mit dem, der strker ist 
als er.
ECC 6:11 Giebt es gleich viel Worte, welche die Eitelkeit mehren, - 
welchen Vorteil hat der Mensch?
ECC 6:12 Denn wer wei, was dem Menschen gut ist im Leben, alle die Tage 
seines eitlen Lebens hindurch, die er zubringt wie ein Schatten? Denn wer 
verrt dem Menschen, was nach ihm sein wird unter der Sonne?
ECC 7:1 Besser ein guter Name, als gutes Salbl, und besser der Tag des 
Todes als der Tag der Geburt.
ECC 7:2 Besser in ein Trauerhaus gehen als in ein Trinkhaus gehen; denn 
jenes ist das Ende aller Menschen, und der Lebende nimmt es zu Herzen.
ECC 7:3 Besser Gram als Lachen, denn bei traurigem Angesicht ist's dem 
Herzen wohl.
ECC 7:4 Das Herz der Weisen ist im Trauerhause, aber das Herz der Thoren 
im Hause der Freude.
ECC 7:5 Besser das Schelten eines Weisen zu hren, als da einer den 
Gesang der Thoren hrt.
ECC 7:6 Denn wie das Knistern der Dornen unter dem Topfe, so ist das 
Lachen des Thoren: auch das ist eitel.
ECC 7:7 Die Erpressung macht den Weisen thricht, und Bestechung verdirbt 
das Herz.
ECC 7:8 Besser der Ausgang einer Sache als ihr Anfang; besser ein 
langmtiger als ein hochmtiger.
ECC 7:9 bereile dich nicht in deinem Geist, rgerlich zu werden, denn 
rger ruht im Busen der Thoren.
ECC 7:10 Sage nicht: Wie kommt's, da die frheren Tage besser waren, als 
die jetzigen? Denn nicht aus Weisheit fragst du darnach.
ECC 7:11 Weisheit ist so gut wie Erbbesitz, und ein Vorteil fr die, 
welche die Sonne sehen.
ECC 7:12 Denn Schatten gewhrt die Weisheit, Schatten das Geld, aber der 
Vorzug der Erkenntnis ist: die Weisheit erhlt dem, der sie besitzt, das 
Leben.
ECC 7:13 Siehe an das Werk Gottes; denn wer kann gerade machen, was er 
gekrmmt hat?
ECC 7:14 Am guten Tage sei guter Dinge und am bsen bedenke: auch diesen 
hat Gott gemacht ganz so wie jenen, damit der Mensch nachher nichts weiter 
zu erfahren bekomme.
ECC 7:15 Alles habe ich gesehen in meinen eitlen Lebenstagen: Manch ein 
Gerechter geht in seiner Gerechtigkeit zu Grunde, und mancher Gottlose 
lebt lange in seiner Bosheit.
ECC 7:16 Sei nicht allzu gerecht und erzeige dich nicht bermig weise: 
warum willst du dich zu Grunde richten?
ECC 7:17 Frevle nicht zu sehr und sei kein Thor; warum willst du sterben, 
ehe es Zeit fr dich ist?
ECC 7:18 Es ist gut, da du an diesem festhaltest und auch von jenem deine 
Hand nicht lssest, denn wer Gott frchtet, entgeht dem allen.
ECC 7:19 Die Weisheit gewhrt dem Weisen mehr Strke als zehn Gewaltige, 
die in der Stadt sind.
ECC 7:20 Denn es giebt keinen gerechten Menschen auf Erden, der Gutes 
thte und nicht sndigte.
ECC 7:21 Gieb auch nicht acht auf all' das Gerede, das man redet, damit du 
nicht deinen Knecht dir fluchen hrest.
ECC 7:22 Denn du bist dir vieler Flle bewut, wo auch du anderen geflucht 
hast.
ECC 7:23 Alles dies habe ich versucht mit Weisheit; ich dachte: ich will 
weise werden, aber sie blieb fern von mir.
ECC 7:24 Fern ist, was da ist, und tief, ja tief: wer kann's ergrnden?
ECC 7:25 Ich wandte mich, und mein Sinn war darauf gerichtet, zu erkennen 
und zu erforschen und Weisheit und kluge Berechnung zu suchen und zu 
erkennen, da Frevel Thorheit und Narrheit Tollheit ist.
ECC 7:26 Und bitterer als den Tod erfand ich das Weib; denn sie gleicht 
einem Netz, und ihr Herz einem Fanggarn, ihre Hnde Fesseln. Wer Gott 
gefllt, entrinnt ihr, aber der Snder wird durch sie gefangen.
ECC 7:27 Siehe, das habe ich gefunden, spricht der Prediger, eins zum 
andern fgend, um ein Ergebnis zu finden.
ECC 7:28 Was ich fortwhrend suchte, aber nicht fand, ist dies: Einen Mann 
unter tausend habe ich gefunden, aber ein Weib unter allen diesen habe ich 
nicht gefunden.
ECC 7:29 Nur dies, siehe, habe ich gefunden, da Gott den Menschen gerade 
geschaffen hat, sie aber suchen viele Knste.
ECC 8:1 Wer ist wie der Weise? und wer versteht die Deutung der Dinge? - 
Die Weisheit eines Menschen macht sein Angesicht leuchten, und die Rohheit 
seines Angesichts wird umgewandelt.
ECC 8:2 Ich sage: den Befehl des Knigs beachte und zwar wegen des Eides 
bei Gott.
ECC 8:3 bereile dich nicht, von ihm wegzugehen; la dich nicht in bsen 
Handel ein. Denn alles, was ihm beliebt, thut er,
ECC 8:4 dieweil des Knigs Wort mchtig ist, und wer darf zu ihm sagen: 
Was thust du?
ECC 8:5 Wer das Gebot beobachtet, wird nichts Schlimmes erfahren, und Zeit 
und Gericht wird des Weisen Herz zu erfahren bekommen.
ECC 8:6 Denn fr jegliches Unterfangen giebt es Zeit und Gericht, denn das 
Bse des Menschen liegt schwer auf ihm.
ECC 8:7 Er wei ja nicht, was werden soll, und wie es werden wird, wer 
kann's ihm verraten?
ECC 8:8 Kein Mensch hat Macht ber den Wind, da er den Wind aufhalten 
knnte, und keiner hat Macht ber den Tag des Todes, noch giebt es 
Entlassung im Kriege; und der Frevel rettet den nicht, der ihn verbt.
ECC 8:9 Alles dies habe ich gesehen, und zwar indem ich meinen Sinn 
richtete auf alles Thun, das unter der Sonne geschieht, zu einer Zeit, wo 
ein Mensch ber den andern herrscht zu dessen Unglck.
ECC 8:10 Und sodann sah ich Gottlose, die begraben wurden und zur Ruhe 
eingingen, aber von dem heiligen Orte muten fortziehen und wurden 
vergessen in der Stadt, die da recht gethan hatten. Auch das ist eitel.
ECC 8:11 Weil der Spruch ber das Thun der Bosheit nicht eilends vollzogen 
wird, darum schwillt den Menschenkindern der Mut, Bses zu thun,
ECC 8:12 weil ein Snder hundertmal Bses thut und dabei alt wird, 
wenngleich ich wei, da es wohl gehen wird den Gottesfrchtigen, die sich 
vor ihm frchten.
ECC 8:13 Nicht aber wird es wohl ergehen den Frevlern, und gleich dem 
Schatten wird er nicht lange leben, weil er sich nicht vor Gott frchtet.
ECC 8:14 Es ist etwas Eitles, das auf Erden geschieht, da es Fromme 
giebt, denen es ergeht nach dem Thun der Gottlosen, und da es Gottlose 
giebt, denen es ergeht nach dem Thun der Frommen. Ich sprach: auch das ist 
eitel!
ECC 8:15 Und so pries ich die Freude; denn es giebt nichts Besseres fr 
den Menschen unter der Sonne als zu essen und zu trinken und frhlich zu 
sein; und das begleite ihn bei seiner Mhe whrend der Tage seines Lebens, 
die ihm Gott gegeben hat unter der Sonne.
ECC 8:16 Als ich meinen Sinn darauf richtete, Weisheit zu erkennen und das 
Treiben zu besehen, das auf Erden geschieht, - denn weder bei Tage noch 
bei Nacht bekommt der Mensch mit seinen Augen Schlaf zu sehen -ECC 8:17 da 
gewahrte ich, da der Mensch all' das Thun Gottes nicht zu ergrnden 
vermag, das Thun, welches geschieht unter der Sonne, weil der Mensch sich 
abmht, zu suchen, und es doch nicht ergrndet, und auch, wenn der Weise 
meint, es zu erkennen, kann er's nicht ergrnden.
ECC 9:1 Denn alles das merkte ich mir wohl und alles das erforschte ich: 
da die Frommen und die Weisen und ihre Thaten in der Hand Gottes sind; 
weder Lieben noch Hassen wei der Mensch vorher; alles steht ihnen bevor.
ECC 9:2 Alles kann allen begegnen: einerlei Geschick widerfhrt dem 
Frommen und dem Gottlosen, dem Guten und Reinen und dem Unreinen, dem 
Opfernden und dem, der nicht opfert; wie der Gute, so der Snder, der 
Schwrende, wie wer den Schwur scheut.
ECC 9:3 Das ist ein bel bei allem, was unter der Sonne geschieht, da 
allen einerlei Geschick widerfhrt, und so wird auch das Herz der 
Menschenkinder voll des Bsen, und Tollheit ist in ihrem Herzen ihr Leben 
lang; darnach aber - geht's zu den Toten.
ECC 9:4 Denn, wenn einer allen Lebendigen zugesellt wird, da ist noch 
Hoffnung; denn ein lebendiger Hund ist besser als ein toter Lwe.
ECC 9:5 Denn die Lebenden wissen, da sie sterben werden, die Toten aber 
wissen gar nichts und haben weiter keinen Lohn, denn vergessen wird ihr 
Gedchtnis.
ECC 9:6 Sowohl ihr Lieben als ihr Hassen und ihr Eifern ist lngst dahin, 
und sie haben nie mehr teil an irgend etwas, was unter der Sonne geschieht.
ECC 9:7 Wohlan denn, i mit Freuden dein Brot und trinke mit frohem Herzen 
deinen Wein; denn vorlngst hat Gott dieses dein Thun gutgeheien.
ECC 9:8 Zu jeder Zeit seien deinen Kleider wei, und deinem Haupte mangle 
es nie an l.
ECC 9:9 Geniee das Leben mit dem Weibe, das du lieb hast, alle die Tage 
deines eitlen Lebens hindurch, die er dir gegeben hat unter der Sonne, 
alle deine eitlen Tage; denn das ist dein Teil am Leben und fr deine 
Mhe, womit du dich mhst unter der Sonne.
ECC 9:10 Alles, was deine Hand zu thun vermag mit deiner Kraft, das thue; 
denn weder Thun, noch Berechnung, noch Erkenntnis, noch Weisheit giebt's 
in der Unterwelt, wohin du gehen wirst.
ECC 9:11 Wiederum sah ich unter der Sonne, da nicht die Schnellen ber 
den Lauf verfgen, noch die Helden ber den Krieg, noch auch die Weisen 
ber das Brot, noch die Klugen ber den Reichtum, noch die Verstndigen 
ber die Gunst, sondern Zeit und Geschick widerfhrt ihnen allen.
ECC 9:12 Wei doch der Mensch nicht einmal seine Zeit: wie die Fische, die 
im bsen Netze gefangen werden, und wie die Vgel, die in der Schlinge 
gefangen werden, - gleich ihnen werden die Menschenkinder verstrickt zur 
Zeit des Unglcks, wenn es sie pltzlich berfllt.
ECC 9:13 Auch das sah ich als Weisheit unter der Sonne, und gro erschien 
sie mir:
ECC 9:14 da war eine kleine Stadt und wenig Mnner darin, und es kam wider 
sie ein groer Knig und umzingelte sie und baute wider sie groe 
Bollwerke.
ECC 9:15 Es fand sich aber in ihr ein armer, weiser Mann, der rettete die 
Stadt durch seine Weisheit; aber kein Mensch gedachte jenes armen Mannes.
ECC 9:16 Da dachte ich: Weisheit ist besser als Strke, aber die Weisheit 
des Armen ist verachtet, und seine Worte finden kein Gehr.
ECC 9:17 Worte von Weisen, in Ruhe vernommen, sind besser als das Geschrei 
eines Herrschers unter den Thoren.
ECC 9:18 Weisheit ist besser als Kriegsgerte, aber ein einziger Snder 
verdirbt viel Gutes.
ECC 10:1 Giftige Fliegen machen stinkend, ghrend das l des 
Salbenhndlers; gewichtiger als Weisheit, als Ehre ist ein wenig Thorheit.
ECC 10:2 Der Verstand des Weisen ist zu seiner Rechten, aber der Verstand 
des Thoren zu seiner Linken.
ECC 10:3 Auch auf dem Wege, wenn ein Narr da geht, fehlt im der Verstand, 
und er sagt zu allen, er sei ein Narr.
ECC 10:4 Wenn sich des Herrschers Zorn gegen dich erhebt, so verla deinen 
Posten nicht, denn Gelassenheit schlgt groe Snden nieder.
ECC 10:5 Es giebt ein bel, das ich sah unter der Sonne, gleich einem 
Versehen, welches vom Machthaber ausgeht:
ECC 10:6 die Narrheit wird auf groe Hhen gestellt, und Reiche mssen in 
Niedrigkeit sitzen.
ECC 10:7 Ich sah Sklaven auf Rossen, und Frsten wie Sklaven zu Fue gehen.
ECC 10:8 Wer eine Grube grbt, kann darein fallen; und wer Gemuer 
einreit, den kann eine Schlange beien.
ECC 10:9 Wer Steine losbricht, kann sich an ihnen wehe thun; wer Holz 
spaltet, kann sich dadurch gefhrden.
ECC 10:10 Wenn das Eisen stumpf geworden ist, und er die Vorderseite nicht 
geschrft hat, so mu er die Krfte anstrengen; aber der Vorteil der 
Zurechtmachung ist eine Frucht der Weisheit.
ECC 10:11 Wenn die Schlange beit ohne Beschwrung, so hat der Beschwrer 
keinen Vorteil.
ECC 10:12 Worte aus dem Mund eines Weisen sind lieblich; aber die Lippen 
des Thoren verderben ihn.
ECC 10:13 Der Anfang der Worte seines Mundes ist Thorheit, und das Ende 
seiner Rede ist schlimme Tollheit.
ECC 10:14 Und der Narr macht viele Worte; doch wei der Mensch nicht, was 
sein wird, und was nach ihm sein wird, wer kann's ihm verraten?
ECC 10:15 Die Mhsal der Thoren ermdet ihn, der nicht wei, zur Stadt zu 
gehen.
ECC 10:16 Wehe dir, Land, dessen Knig ein Knabe ist, und dessen Frsten 
am Morgen schmausen!
ECC 10:17 Heil dir, Land, dessen Knig ein Edler ist, und dessen Frsten 
zu rechter Zeit speisen, in Mannhaftigkeit und nicht in Vllerei!
ECC 10:18 Durch Faulheit senkt sich das Geblk, und durch Schlaffheit der 
Hnde trufelt das Haus.
ECC 10:19 Zur Belustigung veranstaltet man Mahlzeiten, und Wein erfreut 
das Leben, und das Geld gewhrt alles.
ECC 10:20 Auch in deinen Gedanken fluche nicht dem Knig und in deinen 
Schlafgemchern fluche nicht einem Reichen; denn die Vgel unter dem 
Himmel mchten den Laut entfhren, und die Geflgelten das Wort verraten.
ECC 11:1 La dein Brot bers Wasser fahren, denn im Verlauf vieler Tage 
wirst du es wieder bekommen.
ECC 11:2 Zerlege den Teil in sieben, ja in acht, denn du weit nicht, was 
fr Unglck auf Erden sein wird.
ECC 11:3 Wenn sich die Wolken mit Regen fllen, so leeren sie ihn auf die 
Erde aus; und fllt ein Baum im Sden oder im Norden, - da, wo der Baum 
fllt, da bleibt er liegen.
ECC 11:4 Wer auf den Wind achtet, set nicht, und wer auf die Wolken 
sieht, erntet nicht.
ECC 11:5 Gleichwie du nicht weit, welches der Weg des Windes ist, und wie 
die Gebeine im Leibe der Schwangeren entstehen, also kennst du auch das 
Werk Gottes nicht, der alles wirkt.
ECC 11:6 Am Morgen streue deinen Samen und gegen Abend la deine Hand 
nicht ruhen; denn du weit nicht, welches gelingen wird, ob dies oder 
jenes, oder ob beides zusammen gut geraten wird.
ECC 11:7 Und s ist das Licht, und wohlthuend ist's fr die Augen, die 
Sonne zu sehen.
ECC 11:8 Denn, wenn der Mensch viele Jahre lebt, soll er sich in ihnen 
allen freuen und der Tage der Finsternis gedenken, da ihrer viele sein 
werden: alles, was kommt, ist eitel.
ECC 11:9 Freue dich, Jngling, in deiner Jugend und la dein Herz guter 
Dinge sein in deinen Jnglingstagen und wandle, wohin es dein Herz zieht, 
und nach dem, was deine Augen schauen, aber wisse, da dich Gott um dies 
alles ins Gericht bringen wird.
ECC 11:10 Und entferne Unmut von deinem Herzen und halte deinem Leibe das 
bel fern; denn die Jugend und die schwarzen Haare sind eitel.
ECC 12:1 Und gedenke deines Schpfers in deinen Jnglingstagen, ehe denn 
die bsen Tage kommen, und die Jahre herannahen, von denen du sagen wirst: 
sie gefallen mir nicht;
ECC 12:2 ehe sich noch die Sonne verfinstert und das Licht und der Mond 
und die Sterne, und die Wolken nach dem Regen wiederkehren -ECC 12:3 zur 
Zeit, wo die Hter des Hauses zittern, und die starken Mnner sich 
krmmen, und die Mllerinnen mig stehen, weil ihrer wenig geworden; wo 
finster werden, die durch die Fenster sehen,
ECC 12:4 und die Thre nach der Strae verschlossen wird, indem das 
Gerusch der Mhle abnimmt, und man aufsteht beim Laut eines Vogels, und 
alle Sngerinnen gedmpft sind.
ECC 12:5 Auch frchtet man sich vor Anhhen, und Schrecknisse giebt's auf 
dem Wege, und es blht der Mandelbaum, und es schleppt sich die 
Heuschrecke, und es versagt die Kaper. Denn hingeht der Mensch zu seinem 
ewigen Hause, und auf der Gasse gehen die Klagenden umher, -ECC 12:6 ehe 
noch der silberne Strick zerreit, und die goldene Schale zerbricht, und 
der Eimer am Born zertrmmert, und das Rad am Brunnen zerbrochen wird,
ECC 12:7 und der Staub zur Erde zurckkehrt, wie er gewesen, und der Geist 
zu Gott zurckkehrt, der ihn gegeben hat.
ECC 12:8 O Eitelkeit der Eitelkeiten! spricht der Prediger, alles ist 
eitel!
ECC 12:9 Auerdem aber, da der Prediger ein Weiser war, lehrte er auch 
das Volk Erkenntnis und erwog und forschte und formte viele Sprche.
ECC 12:10 Es suchte der Prediger, anmutige Worte zu finden und in 
Aufrichtkeit Niedergeschriebenes, wahrhaftige Worte.
ECC 12:11 Die Worte der Weisen sind wie Stacheln, und wie eingeschlagene 
Ngel die gesammelten - sie sind gegeben von einem Hirten.
ECC 12:12 Und ferner noch: Mein Sohn, la dich warnen! Des vielen 
Bchermachens ist kein Ende, und vieles Studieren ermdet den Leib.
ECC 12:13 Das Endwort des Ganzen lat uns hren: Frchte Gott und halte 
seine Gebote! denn das gehrt allen Menschen zu.
ECC 12:14 Denn alles Thun wird Gott ins Gericht bringen, das ber alles 
Verborgene ergeht, es sei gut oder bse.
SOL 1:1 Das Lied der Lieder, von Salomo.
SOL 1:2 Er ksse mich mit seines Mundes Kssen; denn lieblicher als Wein 
ist deine Liebe.
SOL 1:3 Lieblich duften deine Salben; wie ausgegossenes l ist dein Name, 
darum haben dich Jungfrauen lieb.
SOL 1:4 Zieh mich dir nach; o, la uns eilen! - mich fhrte der Knig in 
seine Gemcher - Wir wollen jubeln und uns deiner freuen, deine Liebe 
preisen mehr als den Wein; mit Recht lieben sie dich!
SOL 1:5 Schwarz bin ich, doch lieblich, ihr Tchter Jerusalems! wie Kedars 
Gezelte, wie Salomos Zeltdecken.
SOL 1:6 Seht mich nicht an, da ich so schwrzlich bin, da die Sonne mich 
verbrannt hat. Die Shne meiner Mutter zrnten auf mich; sie bestellten 
mich zur Weinbergshterin - meinen eigenen Weinberg habe ich nicht gehtet!
SOL 1:7 Thu' mir kund, o du, den meine Seele liebt: Wo weidest du? wo 
lagerst du am Mittag? Denn warum soll ich wie eine Vermummte sein bei den 
Herden deiner Genossen?
SOL 1:8 Wenn du's nicht weit, o du schnste unter den Frauen, so geh' 
doch hinaus den Spuren der Herde nach und weide deine Zicklein bei den 
Htten der Hirten.
SOL 1:9 Den Stuten am Pharaowagen vergleiche ich dich, meine Freundin.
SOL 1:10 Lieblich stehn deinen Wangen die Gehnge, deinem Halse die 
Schnre.
SOL 1:11 Gehnge von Gold wollen wir dir machen mit silbernen Punkten.
SOL 1:12 So lange der Knig auf seinem Ruhepolster weilte, gab meine Narde 
ihren Duft.
SOL 1:13 Mein Geliebter ist mir das Balsambndel, das an meinem Busen ruht.
SOL 1:14 Die Cyprusdolde in Engedis Weinbergen ist mein Geliebter mir.
SOL 1:15 Wie schn bist du, meine Freundin; wie schn bist du! Deine Augen 
sind Taubenaugen.
SOL 1:16 Wie schn bist du, mein Geliebter, ja holdselig; ja immer grn 
ist unser Lager.
SOL 1:17 Die Balken unseres Hauses sind Cedern, unser Getfel Cypressen.
SOL 2:1 Ich bin die Narcisse der Saronsflur, die Lilie der Thler.
SOL 2:2 Wie eine Lilie unter den Dornen, so meine Freundin unter den 
Mdchen.
SOL 2:3 Wie ein Apfelbaum unter des Waldes Bumen, so mein Geliebter unter 
den Knaben. In seinem Schatten sa ich so gern, und seine Frucht war 
meinem Gaumen s.
SOL 2:4 Er fhrte mich zum Weinhause hin, und seine Fahne ber mir war 
Liebe.
SOL 2:5 O strkt mich mit Traubenkuchen, erquickt mich mit pfeln, denn 
ich bin liebeskrank.
SOL 2:6 Seine Linke sei unter meinem Haupt, und seine Rechte herze mich.
SOL 2:7 Ich beschwre euch, ihr Tchter Jerusalems, bei den Gazellen oder 
bei den Hinden auf der Flur: O weckt nicht auf, erweckt nicht die Liebe, 
bis ihr's gefllt!
SOL 2:8 Horch! mein Geliebter! Sieh, da kommt er, springt ber die Berge, 
hpft ber die Hgel.
SOL 2:9 Mein Geliebter gleicht einem Reh oder dem jungen Hirsche. Schon 
steht er hinter unserer Mauer, spht durch das Fenster, blickt durch das 
Gitter.
SOL 2:10 Mein Geliebter hebt an und spricht zu mir: Mache dich auf, meine 
Freundin, meine Schne, komme doch!
SOL 2:11 Denn der Winter ist ja vorber, der Regen vorbei, vergangen.
SOL 2:12 Die Blumen zeigen sich im Lande, die Zeit ist gekommen, den 
Weinstock zu beschneiden, und der Turteltaube Ruf lt sich in unserem 
Lande hren.
SOL 2:13 Der Feigenbaum - schon reifen seine Frchte, und die Reben, in 
Blte, verbreiten Duft. Mache dich auf, meine Freundin, meine Schne, 
komme doch!
SOL 2:14 Meine Taube in den Felsspalten, im Versteck der Klippen, la mich 
deinen Anblick genieen, la mich deine Stimme hren! Denn deine Stimme 
ist s, und dein Anblick lieblich.
SOL 2:15 Fangt uns Fchse, kleine Fchse, die Weinbergsverderber, denn 
unsere Weinberge stehen in Blte.
SOL 2:16 Mein Geliebter ist mein und ich bin sein, der in den Lilien 
weidet.
SOL 2:17 Bis der Tag sich verkhlt, und die Schatten fliehn, kehre um, 
mein Geliebter, und gleiche dem Reh, oder dem jungen Hirsch auf den 
Malobathronbergen.
SOL 3:1 Auf meinem Lager suchte ich nchtens, den meine Seele liebt; ich 
suchte ihn und fand ihn nicht.
SOL 3:2 So will ich aufstehen und die Stadt durchstreifen, die Mrkte und 
Straen. Ich will suchen, den meine Seele liebt! Ich suchte ihn und fand 
ihn nicht.
SOL 3:3 Mich fanden die Wchter, die in der Stadt umgehn: Den meine Seele 
liebt, habt ihr ihn gesehn?
SOL 3:4 Kaum da ich an ihnen vorber war, da fand ich ihn, den meine 
Seele liebt. Ich fate ihn und will ihn nicht lassen, bis ich ihn in 
meiner Mutter Haus gebracht und in die Kammer der, die mich gebar.
SOL 3:5 Ich beschwre euch, ihr Tchter Jerusalems, bei den Gazellen oder 
bei den Hinden auf der Flur: O weckt nicht auf, erweckt nicht die Liebe, 
bis ihr's gefllt!
SOL 3:6 Was ist's, das dort heraufkommt aus der Trift wie Rauches Sulen, 
umduftet von Balsam und Weihrauch, von allerlei Wrze des Krmers?
SOL 3:7 Das ist ja Salomos Snfte! Sechzig Mannen um sie herum aus Israels 
Mannen.
SOL 3:8 Sie alle mit der Hand am Schwert, im Kampf erfahren; jeder mit dem 
Schwert an der Hfte wegen nchtlichen Grauens.
SOL 3:9 Einen Tragstuhl lie sich Knig Salomo fertigen aus Holz vom 
Libanon.
SOL 3:10 Seine Sulen lie er aus Silber fertigen, seine Lehne aus Gold, 
seinen Sitz von Purpurzeug, sein Inneres mit Polstern bedeckt aus Liebe 
von den Tchtern Jerusalems.
SOL 3:11 Kommt heraus, ihr Tchter Zions, und weidet euch am Anblick des 
Knigs Salomo, an dem Kranz, mit dem ihn seine Mutter bekrnzt hat an 
seinem Vermhlungstag und am Tage seiner Herzensfreude!
SOL 4:1 Ja, du bist schn, meine Freundin, ja du bist schn: deine Augen 
sind Taubenaugen zwischen deinem Schleier hervor. Dein Haar gleicht der 
Ziegenherde, die am Berge Gilead herab sich lagert.
SOL 4:2 Deine Zhne sind wie eine Herde frisch geschorener Schafe, die aus 
der Schwemme gestiegen, die allzumal Zwillinge tragen, und deren keines 
unfruchtbar.
SOL 4:3 Wie ein Scharlachfaden sind deine Lippen, und lieblich dein Mund. 
Wie eine Granatapfelscheibe leuchtet deine Schlfe hinter deinem Schleier 
hervor.
SOL 4:4 Wie Davids Turm ist dein Hals, erbaut fr Trophenschmuck. Tausend 
Schilde hngen daran, alle Tartschen der Helden.
SOL 4:5 Deine Brste gleichen zwei Rehklbchen, Gazellenzwillingen, die in 
den Lilien weiden.
SOL 4:6 Bis der Tag sich verkhlt, und die Schatten fliehn, will ich zum 
Balsamberge gehn und zum Weihrauchhgel.
SOL 4:7 Alles ist schn an dir, meine Freundin, und kein Fehl ist an dir!
SOL 4:8 Mit mir, vom Libanon, o Braut, komm mit mir vom Libanon! Wandre 
herab von Amanas Gipfel, vom Gipfel des Senir und Hermon, von den 
Lwenwohnungen, von den Pantherbergen.
SOL 4:9 Du hast mich des Verstandes beraubt, meine Schwester Braut, du 
hast mich des Verstandes beraubt durch einen deiner Blicke, durch eine 
Kette von deinem Halsgeschmeide.
SOL 4:10 Wie s ist deine Liebe, meine Schwester Braut! Wie viel 
kstlicher ist deine Liebe als Wein, und deiner Salben Duft als alle 
Wohlgerche!
SOL 4:11 Honigseim trufeln deine Lippen, Braut, Honig und Milch birgt 
deine Zunge, und der Duft deiner Kleider gleicht dem Dufte des Libanon.
SOL 4:12 Ein verschlossener Garten ist meine Schwester Braut, ein 
verschlossener Born, ein versiegelter Quell.
SOL 4:13 Deine Schlinge sind ein Granatenhain mit kstlichen Frchten, 
Cyprusblumen samt Narden,
SOL 4:14 Narde und Krokus, Kalmus und Zimt samt allerlei 
Weihrauchstruchern, Balsam und Aloe samt allerlei besten Spezereien.
SOL 4:15 Eine Gartenquelle bist du, ein Brunnen lebendigen Wassers und vom 
Libanon rinnende Bche.
SOL 4:16 Erwache, Nord, und komm, o Sd, durchwehe meinen Garten, da sein 
Balsamduft strme! Es komme mein Geliebter in seinen Garten und geniee 
seine kstlichen Frchte.
SOL 5:1 Ich kam in meinen Garten, meine Schwester Braut; ich pflckte 
meinen Balsam samt meinem Wohlgeruch. Ich a meine Wabe samt meinem Honig, 
ich trank meinen Wein samt meiner Milch: Esset, trinkt und berauscht euch, 
Geliebte!
SOL 5:2 Ich schlafe, aber mein Herz ist wach. Horch, da klopft mein 
Geliebter! Thu mir auf, meine Schwester, meine Freundin, meine Taube, 
meine Reine! Denn mein Haupt ist voll Tau's, meine Locken voll nchtlicher 
Tropfen.
SOL 5:3 Ich habe mein Kleid ausgezogen, wie sollt' ich's wieder anziehen, 
habe meine Fe gewaschen, wie sollt' ich sie wieder beschmutzen?
SOL 5:4 Mein Geliebter streckte seine Hand durch das Fenster, da wallte 
mein Innerstes auf ber ihn.
SOL 5:5 Ich stand auf, meinem Geliebten zu ffnen, whrend meine Hnde von 
Balsam troffen, und meine Finger von flieendem Balsam auf die Griffe des 
Riegels.
SOL 5:6 Ich that meinem Geliebten auf, doch mein Geliebter war entwichen, 
verschwunden. Mir stockte der Atem, als er sprach. Ich suchte ihn, aber 
ich fand ihn nicht; ich rief ihn, aber er gab mir keine Antwort.
SOL 5:7 Mich fanden die Wchter, die in der Stadt umgehen: sie schlugen 
mich, verwundeten mich; meinen Schleier nahmen mir weg die Wchter der 
Mauern.
SOL 5:8 Ich beschwre euch, ihr Tchter Jerusalems: Wenn ihr meinen 
Geliebten findet, was wollt ihr ihm melden? da ich vor Liebe krank bin!
SOL 5:9 Was ist dein Geliebter vor einem andern Geliebten, du schnste 
unter den Weibern? Was ist dein Geliebter vor einem andern Geliebten, da 
du uns so beschwrst?
SOL 5:10 Mein Geliebter ist blendendwei und rot, hervorragend aus 
Zehntausend.
SOL 5:11 Sein Haupt ist das feinste Gold, seine Locken wie Ranken schwarz 
wie der Rabe;
SOL 5:12 seine Augen wie Tauben an Wasserbchen, in Milch sich badend, in 
Fassung eingelegt;
SOL 5:13 seine Wangen wie Balsambeete, die Gewrze treiben, seine Lippen 
sind Lilien, flieende Myrrhe trufelnd;
SOL 5:14 seine Hnde goldene Walzen, eingefat mit Tarsisstein, sein Leib 
ein Kunstwerk von Elfenbein, bedeckt mit Sapphiren;
SOL 5:15 seine Schenkel Marmorsulen, gesttzt auf Fe von Feingold, sein 
Anblick gleich dem des Libanon, auserlesen wie Cedern;
SOL 5:16 sein Gaumen Sigkeit und er ganz Lieblichkeit: Das ist mein 
Geliebter und das mein Freund, ihr Tchter Jerusalems!
SOL 6:1 Wohin ist dein Geliebter gegangen, du schnste unter den Weibern? 
Wohin hat sich dein Geliebter gewandt, da wir ihn mit dir suchen?
SOL 6:2 Mein Geliebter ging hinab in seinen Garten zu den Balsambeeten, in 
den Grten zu weiden und Lilien zu pflcken.
SOL 6:3 Ich gehre meinem Geliebten und mein Geliebter ist mein, der in 
den Lilien weidet.
SOL 6:4 Du bist schn, meine Freundin, wie Thirza, lieblich wie Jerusalem, 
furchtbar wie Bannerscharen.
SOL 6:5 Wende deine Augen von mir ab, denn sie erschrecken mich. Dein Haar 
gleicht der Ziegenherde, die am Gilead herab sich lagert.
SOL 6:6 Deine Zhne gleichen einer Herde von Mutterschafen, die aus der 
Schwemme gestiegen, die allzumal Zwillinge tragen, und deren keines 
unfruchtbar.
SOL 6:7 Wie eine Granatapfelscheibe leuchtet deine Schlfe hinter deinem 
Schleier hervor.
SOL 6:8 Sechzig Kniginnen hat Salomo und achtzig Nebenfrauen und 
Jungfrauen ohne Zahl.
SOL 6:9 Eine nur ist meine Taube, meine Reine, sie, die eine ihrer Mutter, 
die Auserwhlte der, die sie gebar. Sie sahen die Mdchen und priesen sie 
glcklich, Kniginnen und Nebenfrauen, rhmten sie.
SOL 6:10 Wer ist's, die herabblickt wie die Morgenrte, schn wie der 
Mond, rein wie die Sonne, furchtbar wie Bannerscharen?
SOL 6:11 Zum Nugarten war ich hinabgegangen, mich an den frischen Trieben 
des Thals zu erfreun, zu sehn, ob der Weinstock sprote, ob die Granaten 
blhten.
SOL 6:12 Unversehens hat mein Verlangen mich gefhrt zu dem Wagen der 
Leute eines Edlen.
SOL 7:1 Wende dich, wende dich, Sulamith, wende dich, wende dich, da wir 
dich anschaun! Was wollt ihr an Sulamith schauen? etwa den Reigen im 
Doppelchor?
SOL 7:2 Wie schn sind deine Fe in den Schuhen, du Tochter eines Edlen! 
Die Wlbungen deiner Hften sind wie Halsgeschmeide, das Werk von 
Knstlerhnden,
SOL 7:3 dein Scho ein gerundetes Becken, dem der Mischwein nicht fehlen 
darf, dein Leib ein Weizenhaufen, mit Lilien umsteckt,
SOL 7:4 deine Brste wie zwei Rehklbchen, Gazellenzwillinge.
SOL 7:5 Dein Hals ist wie der Elfenbeinturm, deine Augen Teiche zu Hesbon 
am Thore Bathrabbim, deine Nase wie der Libanonturm der gen Damaskus 
schaut.
SOL 7:6 Dein Haupt auf dir gleicht dem Karmel, und deines Hauptes Haar dem 
Purpur, - ein Knig gefesselt durch die Locken!
SOL 7:7 Wie schn und wie lieblich bist du, o Liebe, unter den Wonnen!
SOL 7:8 Dein Wuchs da gleicht der Palme und deine Brste den Trauben.
SOL 7:9 Ich denke, die Palme mu ich ersteigen, ihre Zweige ergreifen. 
Mchten doch deine Brste den Trauben am Weinstocke gleichen, und deiner 
Nase Duft den pfeln,
SOL 7:10 und dein Gaumen dem besten Wein, der meinem Geliebten glatt 
hinunterfliet, ber Lippen und Zhne gleitend.
SOL 7:11 Ich gehre meinem Geliebten, und nach mir steht sein Verlangen.
SOL 7:12 Komm, mein Geliebter, la uns hinausgehen aufs Feld, unter den 
Cyprusblumen weilen,
SOL 7:13 wollen frh aufbrechen zu den Weinbergen, sehen, ob der Weinstock 
sprote, die Blte sich geffnet hat, ob die Granaten blhen: dort will 
ich dir meine Liebe schenken!
SOL 7:14 Die Liebespfel verbreiten Duft, und an unseren Thren sind 
allerlei kstliche Frchte; frische, auch alte, mein Geliebter, habe ich 
dir aufbewahrt.
SOL 8:1 Ach, da du mir wrst wie ein Bruder, den meiner Mutter Brust 
gesugt! Trfe ich dich drauen, ich kte dich; man wrde mich doch nicht 
verachten.
SOL 8:2 Ich fhrte dich, brchte dich zu meiner Mutter Haus und in die 
Kammer der, die mich gebar. ich wollte dich trnken mit Wrzwein, mit 
meinem Granatenmost.
SOL 8:3 Seine Linke sei unter meinem Haupt, und seine Rechte herze mich.
SOL 8:4 Ich beschwre euch, ihr Tchter Jerusalems: o weckt nicht auf, 
erweckt nicht die Liebe, bis ihr's gefllt!
SOL 8:5 Wer ist's, der dort heraufkommt aus der Trift, gesttzt auf ihren 
Geliebten? Unter dem Apfelbaum weckte ich dich; dort gebar dich unter 
Schmerzen deine Mutter, dort unter Schmerzen, die dir das Dasein gab.
SOL 8:6 Lege mich wie einen Siegelring an dein Herz, wie einen Siegelring 
an deinen Arm. Denn stark wie der Tod ist Liebe, fest wie die Unterwelt 
ist Leidenschaft, ihre Gluten Feuergluten, eine Flamme Jahs!
SOL 8:7 Viele Wasser knnen die Liebe nicht auslschen, und Strme sie 
nicht berfluten. Wenn einer allen Reichtum seines Hauses hingeben wollte 
um Liebe, man wrde ihn doch nur verachten!
SOL 8:8 Wir haben eine keine Schwester, noch ohne Brste. Was sollen wir 
mit unserer Schwester thun, wen man einst um sie wirbt?
SOL 8:9 Ist sie eine Mauer, errichten wir auf ihr einen silbernen 
Mauerkranz; ist sie aber eine Thr, verwahren wir sie mit einer cedernen 
Bohle.
SOL 8:10 Ich bin eine Mauer, und meine Brste Trmen gleich; da ward mir 
vor seinen Augen Frieden zu teil.
SOL 8:11 Einen Weinberg hatte Salomo zu Baal Hamon; er bergab den 
Weinberg den Htern: ein jeder sollte fr seine Frucht tausend Silbersekel 
geben.
SOL 8:12 Mein Weinberg, der meine, steht zur Verfgung. Die tausend dir, o 
Salomo, und zweihundert den Htern seiner Frucht!
SOL 8:13 Die du in den Grten wohnst, Freunde lauschen auf deine Stimme: 
La mich sie hren!
SOL 8:14 Flieh, mein Geliebter, und gleiche der Gazelle oder dem jungen 
Hirsch auf den Balsambergen.
ISA 1:1 Die Offenbarungen, die Jesaja, der Sohn des Amoz, zur Zeit der 
judischen Knige Usia, Jotham, Ahas und Hiskia ber Juda und Jerusalem 
empfing.
ISA 1:2 Hre, o Himmel, und horch auf, o Erde! denn Jahwe hat geredet: 
Kinder habe ich gro gezogen und emporgebracht; sie aber haben sich gegen 
mich emprt.
ISA 1:3 Der Stier kennt seinen Besitzer und der Esel die Krippe seines 
Herrn - Israel erkennt nicht, mein Volk merkt nicht auf!
ISA 1:4 O der sndigen Nation, des schuldbeladenen Volks, der Brut von 
Bsewichtern, der frevelnden Kinder! Jahwe haben sie verlassen, haben den 
Heiligen Israels gelstert, haben den Rcken gewandt.
ISA 1:5 Wohin knntet ihr noch geschlagen werden, da ihr ja den Abfall 
fortsetzt? Ist doch das ganze Haupt krank und das ganze Herz todesschwach!
ISA 1:6 Ist doch von der Fusohle bis zum Haupte nichts Heiles daran: 
Stiche und Striemen und frische Wunden, die nicht ausgedrckt, noch 
verbunden, noch mit l erweicht sind!
ISA 1:7 Ist doch euer Land eine Wste, eure Stdte mit Feuer verbrannt. 
Eure cker - Fremde verzehren sie vor euren Augen - und eine Wstenei 
ist's, wie bei der Zerstrung von Sodom!
ISA 1:8 Und ist doch Zion nur brig, wie eine Htte im Weinberge, wie eine 
Nachthtte im Gurkenfelde, wie eine belagerte Stadt!
ISA 1:9 Htte nicht Jahwe der Heerscharen brig gelassen uns einen Rest, 
gar leicht wren wir wie Sodom geworden, Gomorrha wrden wir gleichen!
ISA 1:10 Hrt das Wort Jahwes, ihr Sodomsgebieter! Vernimm die Lehre 
unseres Gottes, du Gomorrhavolk!
ISA 1:11 Was soll ich mit der Menge eurer Schlachtopfer? spricht Jahwe. 
Ich bin satt der Widderbrandopfer und des Fettes der Mastklber und an dem 
Blute von Farren, Lmmern und Bcken habe ich kein Gefallen.
ISA 1:12 Wenn ihr hereinkommt, um vor mir zu erscheinen - wer hat das von 
euch verlangt, meine Vorhfe zu zerstampfen?
ISA 1:13 Bringt nicht mehr unntze Gaben dar - ein greulicher Brand sind 
sie mir! Neumonde und Sabbate, Versammlungen berufen - ich halte es nicht 
aus: Unrecht und zugleich Festfeier!
ISA 1:14 Eure Neumonde und Feste mag ich nicht; sie sind mir zu Last 
geworden, ich bin's mde zu tragen.
ISA 1:15 Und wenn ihr eure Hnde ausbreitet, so verhlle ich meine Augen 
vor euch, und wenn ihr noch so viel betet, so hre ich euch nicht. Eure 
Hnde sind voll Blutschuld!
ISA 1:16 Waschet, reiniget euch! Schafft mir eure bsen Thaten aus den 
Augen! Hrt auf, Bses zu thun!
ISA 1:17 Lernt Gutes thun! Trachtet nach Recht! Bringt die Gewaltthtigen 
zurecht! Verschafft den Waisen ihr Recht! Fhrt die Sache der Witwen!
ISA 1:18 Kommt doch, da wir miteinander rechten! spricht Jahwe. Wenn eure 
Snden scharlachrot sind, sollen sie doch schneewei werden; wenn sie rot 
wie Purpur sind, sollen sie doch wie Wolle werden.
ISA 1:19 Wenn ihr willig seid und gehorcht, sollt ihr die Gter des Landes 
verzehren.
ISA 1:20 Aber wenn ihr euch weigert und widerspenstig seid, so sollt ihr 
vom Schwerte verzehrt werden! Frwahr, Jahwes Mund hat es geredet!
ISA 1:21 Ach wie ist zur Hure geworden die treue Stadt, die von Recht 
erfllt, eine Herberge der Gerechtigkeit war und nun - voll Mrder!
ISA 1:22 Dein Silber ist zu Blei geworden, dein edler Wein mit Wasser 
verschnitten.
ISA 1:23 Deine Beamten sind Abtrnnige und Diebsgenossen. Sie alle nehmen 
gern Geschenke und laufen der Bezahlung nach; den Waisen verschaffen sie 
nicht Recht, und die Sache der Witwen kommt nicht vor sie.
ISA 1:24 Deshalb lautet der Spruch des Herrn, Jahwes der Heerscharen, des 
Starken Israels: Ha! ich will mich letzen an meinen Widersachern und mich 
rchen an meinen Feinden!
ISA 1:25 Ich will meine Hand wieder gegen dich kehren und will wie mit 
Lauge all' dein unedles Metall ausschmelzen und all' dein Blei ausscheiden
ISA 1:26 und will die Richter in dir wieder machen wie dereinst und die 
Ratsherren wie zu Anfang. Darnach wirst du die Rechtsburg heien, eine 
treue Stadt.
ISA 1:27 Zion soll durch Recht erlst werden und, die sich in ihm 
bekehren, durch Gerechtigkeit;
ISA 1:28 aber Zerschmetterung ber die Emprer und die Snder insgesamt! 
Die Jahwe verlassen, sollen zu Grunde gehen!
ISA 1:29 Denn ihr Vertrauen auf die Terebinthen, an denen ihr eure Lust 
hattet, soll zu Schanden werden, und ob der Grten, an denen ihr Gefallen 
hattet, sollt ihr errten.
ISA 1:30 Denn ihr sollt werden wie eine Terebinthe, deren Laub verwelkt, 
und wie ein Garten, dem es an Wasser fehlt,
ISA 1:31 und die Mchtigen sollen zu Werg werden und ihr Werk zu Funken, 
und beide zusammen sollen verbrennen, ohne da jemand lscht.
ISA 2:1 Das Wort, das Jesaja, der Sohn des Amoz, ber Juda und Jerusalem 
empfing:
ISA 2:2 In der letzten Zeit aber wird der Berg mit dem Tempel Jahwes fest 
gegrndet stehen als der hchste unter den Bergen und ber die Hgel 
erhaben sein, und alle Heiden werden zu ihm strmen,
ISA 2:3 und viele Vlker sich aufmachen und sprechen: Auf, lat uns 
hinaufsteigen zum Berge Jahwes, zum Tempel des Gottes Jakobs, damit er uns 
ber seine Wege belehre, und wir auf seinen Pfaden wandeln! Denn von Zion 
wird Lehre ausgehen und das Wort Jahwes von Jerusalem.
ISA 2:4 Und er wird zwischen den Heiden richten und vielen Vlkern Recht 
sprechen, und sie werden ihre Schwerter zu Karsten umschmieden und ihre 
Spiee zu Winzermessern. Kein Volk wird mehr gegen das andere das Schwert 
erheben und nicht mehr werden sie den Krieg erlernen.
ISA 2:5 Haus Jakobs, auf! Lat uns wandeln im Lichte Jahwes!
ISA 2:6 Denn du hast dein Volk verstoen; das Haus Jakobs. Denn sie sind 
voll von Wahrsagerei aus dem Osten und von Zauberern wie die Philister und 
schlagen in die Hand der Fremden ein.
ISA 2:7 Ihr Land ward voll Silber und Gold - unermelich sind ihre Schtze 
-, ihr Land ward voll Rosse - unzhlbar sind ihre Wagen -,
ISA 2:8 ihr Land ward voll Gtzen - vor dem Werk ihrer Hnde werden sie 
sich nieder, vor dem, was ihre Finger gemacht haben.
ISA 2:9 Da beugte sich der Mensch und demtigte sich der Mann, und du 
darfst ihnen nicht vergeben.
ISA 2:10 Verkrieche dich in die Felsen und verbirg dich im Staub vor dem 
Schrecken Jahwes und vor seiner majesttischen Pracht.
ISA 2:11 Und der Menschen Stolz wird gebeugt und der Mnner Hochmut 
gedemtigt, und nur Jahwe wird an jenem Tag erhaben sein!
ISA 2:12 Denn ein Tag Jahwes der Heerscharen wird kommen ber alles Stolze 
und Hohe, und ber alles Erhabene, da es erniedrigt werde,
ISA 2:13 ber alle die hohen und erhabenen Cedern des Libanon und ber 
alle Basanseichen,
ISA 2:14 ber alle die hohen Berge und ber alle die hochragenden Hgel,
ISA 2:15 ber jeden hohen Turm und ber jede steile Mauer,
ISA 2:16 ber alle die Tarsisschiffe und ber alle die kostbaren 
Schaustcke.
ISA 2:17 Dann wird der Menschen Stolz gebeugt und der Mnner Hochmut 
gedemtigt, und nur Jahwe wird an jenem Tag erhaben sein!
ISA 2:18 Und die Gtzen - das alles fhrt dahin!
ISA 2:19 Da wird man in Felshhlen gehen und in Erdlcher vor dem 
Schrecken Jahwes und vor seiner majesttischen Pracht, wenn er sich 
erhebt, um die Erde zu schrecken.
ISA 2:20 An jenem Tage werden die Menschen ihre silbernen und goldenen 
Gtzen, die sie sich zur Anbetung gemacht haben, den Ratten und 
Fledermusen hinwerfen,
ISA 2:21 um sich in Bergklfte und in die Risse der Felsen zu verkriechen 
vor dem Schrecken Jahwes und vor seiner majesttischen Pracht, wenn er 
sich erhebt, um die Erde zu schrecken.
ISA 2:22 Sagt euch doch los von den Menschen, die nichts als Hauch in der 
Nase haben! Denn wofr sind sie zu achten?
ISA 3:1 Denn hinwegnehmen wird der Herr, Jahwe der Heerscharen, jede Art 
von Sttze aus Jerusalem und Juda, jede Sttze an Brot und jede Sttze an 
Wasser:
ISA 3:2 Helden und Kriegsleute, Richter und Propheten, Wahrsager und 
Vornehme,
ISA 3:3 Hauptleute und Hochangesehene und Ratsherren und Kunstverstndige 
und Zaubereikundige.
ISA 3:4 Und ich will ihnen Knaben zu Beamten geben und Mutwillige sollen 
ber sie herrschen.
ISA 3:5 Und die Leute sollen sich mihandeln, einer den andern, der Freund 
den Freund: der Knabe wird gegen den Greis, und der Geringe gegen den 
Vornehmen auffahren.
ISA 3:6 Wenn einer seinen Bruder im vterlichen Hause packt: Du hast noch 
ein Obergewand, sei unser Gebieter, und dieser Trmmerhaufe sei dir 
untergeben!
ISA 3:7 so wird er jenes Tages antworten: Ich mag nicht Wundarzt sein; ist 
doch in meinem Hause weder Brot noch Obergewand, - ihr knnt mich nicht 
zum Gebieter des Volkes machen!
ISA 3:8 Denn Jerusalem wird in Trmmer gehen und Juda fallen, weil ihre 
Reden und ihre Thaten gegen Jahwe gerichtet sind, da sie seinen hehren 
Augen trotzen.
ISA 3:9 Ihre Mienen zeugen gegen sie, und sie machen ihre Snden kund ohne 
Hehl, wie die Sodomiter. Wehe ihnen! denn sie fgen sich selbst Bses zu!
ISA 3:10 Heil dem Frommen! denn es wird ihm wohl gehen, denn die Frchte 
seiner Thaten wird er genieen.
ISA 3:11 Wehe dem Gottlosen! Ihm wird's bel ergehen; denn was seine Hnde 
verbt haben, wird ihm widerfahren.
ISA 3:12 O mein Volk! Seine Zwingherren sind Buben, und Weiber beherrschen 
es! O mein Volk! Deine Leiter sind Verfhrer und haben den Weg, den du 
wandeln sollst, zerstrt.
ISA 3:13 Jahwe tritt hin, um zu rechten, und steht da, um Vlker zu 
richten!
ISA 3:14 Jahwe geht ins Gericht mit den Vornehmenund mit den Obersten 
seines Volks: Ihr aber habt den Weinberg abgeweidet! Das den Elenden 
geraubte Gut ist in euren Husern!
ISA 3:15 Was kommt euch bei, mein Volk zu zerstoenund die Elenden zu 
zermalmen? ist der Spruch des Herrn, Jahwes der Heerscharen.
ISA 3:16 Und Jahwe sprach: Weil die Frauen Zions hoch einherfahren, im 
Gehen den Hals hochrecken und freche Blicke werfen, immerfort tnzelnd 
einhergehen und mit den Fuspangen klirren,
ISA 3:17 so wird der Herr den Scheitel der Frauen Zions grindig machen und 
Jahwe ihre Scham entblsen.
ISA 3:18 An jenem Tage wird Jahwe abreien die prchtigen Fuspangen und 
die Stirnbnder und die Halbmonde,
ISA 3:19 die Ohrtropfen und die Armketten und die Kopfschleier,
ISA 3:20 die Kopfbunde und die Schrittkettchen und die Grtel und die 
Riechflschchen und die Amulette,
ISA 3:21 die Fingerringe und die Nasenringe,
ISA 3:22 die Feierkleider und die Mntel und die berwrfe und die Taschen,
ISA 3:23 die Spiegel und die feinen Linnen und die Turbane und die 
Schleier.
ISA 3:24 Und dann - Statt des Balsams giebt's Moder und statt der Schrpe 
den Strick, statt des kunstvollen Gekrusels die Glatze und statt des 
Prachtmantel Umgrtung mit hrenem Gewand, Brandmal statt der Schne!
ISA 3:25 Deine Mannen sollen durchs Schwert fallen und deine junge 
Mannschaft im Kampfe.
ISA 3:26 Und ihre Thore werden seufzen und trauern, und reinausgeplndert 
wird sie am Boden sitzen.
ISA 4:1 Und sieben Weiber werden an jenem Tag einen Mann festhalten und 
sprechen: Wir wollen unser eigenes Brot essen und mit unseren eigenen 
Gewndern uns kleiden, nur la uns nach deinem Namen genannt werden! 
Befreie uns von der Schande!
ISA 4:2 An jenem Tage wird das Gespro Jahwes den Geretteten in Israel zu 
Schmuck und Ehre und die Frucht des Landes zu Hoheit und Herrlichkeit 
gereichen.
ISA 4:3 Und die in Zion berleben und in Jerusalem brigbleiben, sollen 
heilig heien, alle die in Jerusalem zum Leben eingeschrieben sind.
ISA 4:4 Wenn der Herr den Unflat der Frauen Zions abgewaschen und die 
Blutschuld Jerusalems aus ihrer Mitte weggesplt haben wird durch den 
Hauch des Gerichts und den Hauch der Vertilgung,
ISA 4:5 dann wird Jahwe ber den ganzen Raum des Berges Zion und ber die 
Versammlungen dort tagsber Gewlk erschaffen und Rauch und flammenden 
Feuerglanz bei Nacht. Ja, ber aller Herrlichkeit wird ein Schirmdach sein!
ISA 4:6 Und eine Htte wird da sein als Schatten vor der Hitze tagsber 
und als Zuflucht und Obdach vor Unwetter und Regen.
ISA 5:1 Ich will von meinem Freunde singen, das Lied meines Liebsten von 
seinem Weinberg! Mein Freund besa einen Weinberg auf fetter Bergeshhe.
ISA 5:2 Und er behackte ihn und entsteinte ihn und bepflanzte ihn mit 
Edelreben. Einen Turm baute er mitten in ihm und hieb auch eine Kufe in 
ihm aus und wartete, da er Trauben brchte, aber er brachte Heerlinge.
ISA 5:3 So richtet nun, ihr Bewohner Jerusalems und ihr Mnner von Juda, 
zwischen mir und meinem Weinberge!
ISA 5:4 Was gab es noch an meinem Weinberge zu thun, das ich nicht an ihm 
gethan htte? Warum brachte er denn Heerlinge, whrend ich auf Trauben 
hoffte?
ISA 5:5 So will ich euch nun verknden, was ich mit meinem Weinberge thun 
werde: Wegreien will ich seinen Zaun, da er abgefressen werde! 
Durchbrechen will ich seine Mauer, da er zertreten werde.
ISA 5:6 Ich will eine Wstenei aus ihm machen: Er soll nicht beschnitten, 
noch behackt werden, sondern in Dornen und Gestrpp aufschieen; und den 
Wolken will ich verbieten, Regen auf ihn fallen zu lassen.
ISA 5:7 Denn das Haus Israel ist der Weinberg Jahwes der Heerscharen, und 
die Mnner von Juda sind seine liebliche Pflanzung. Und er wartete auf 
Recht - doch siehe da Blutvergieen, auf Gerechtigkeit - doch siehe da 
Jammergeschrei!
ISA 5:8 Wehe denen, die Haus an Haus reihen, Feld an Feld rcken, bis kein 
Platz mehr bleibt, und es dahin gebracht ist, da ihr allein im Lande 
wohnt.
ISA 5:9 In meinen Ohren offenbart sich Jahwe der Heerscharen: Frwahr! 
Viele Huser wollen verwstet werden, groe und schne menschenleer!
ISA 5:10 Denn zehn Joch Weinland sollen ein Bath geben und ein Chomer 
Aussaat ein Epha.
ISA 5:11 Wehe denen, die frh am Morgen dem Rauschtrank nachgehen, die in 
der Dmmerung verziehn, vom Wein erhitzt! -ISA 5:12 die Zither und Harfe, 
Pauke und Flte und Wein zum Gelage vereinen, aber auf Jahwes Thun blicken 
sie nicht und das Werk seiner Hnde sehen sie nicht!
ISA 5:13 Deshalb wird mein Volk unversehens in die Verbannung wandern; 
seine Vornehmen werden Hungerleider sein und seine Prasser vor Durst 
verschmachten.
ISA 5:14 Darum wird die Unterwelt ihren Rachen aufsperren und ihr Maul 
unermelich weit aufreien, da hinabfahren Jerusalems Pracht und Gewoge 
und Gebrause und wer daselbst frhlich ist.
ISA 5:15 Dann werden die Menschen gebeugt und die Mnner gedemtigt, und 
die Augen der Stolzen gedemtigt werden,
ISA 5:16 aber Jahwe der Heerscharen wird durch Gericht erhaben sein und 
der heilige Gott sich heilig erweisen durch Gerechtigkeit.
ISA 5:17 Und Lmmer werden dort weiden, als ob es ihre Trift wre, und 
Bcklein werden sich von den Trmmern der Fetten nhren.
ISA 5:18 Wehe denen, die Verschuldung an Stricken des Unrechts herbeiziehn 
und Strafe wie mit Wagenseilen!
ISA 5:19 Die da sprechen: Er beeile, beschleunige doch sein Werk, damit 
wir es erleben! Es nahe doch und trete ein, was der Heilige Israels plant, 
damit wir es kennen lernen!
ISA 5:20 Wehe denen, die Bses gut nennen und Gutes bse, die Finsternis 
zu Licht machen und Licht zu Finsternis, die bitter zu s machen und s 
zu bitter.
ISA 5:21 Wehe denen, die in ihren eigenen Augen weise sind und vor sich 
selber klug!
ISA 5:22 Wehe denen, die Helden sind im Weintrinken und tapfer, 
Rauschtrank zu mischen,
ISA 5:23 die fr Bezahlung den Schuldigen frei sprechen und dem, der Recht 
hat, sein gutes Recht entziehen!
ISA 5:24 Darum, wie die Zunge des Feuers Stoppeln frit und drre Halme in 
der Flamme zusammensinken, soll ihre Wurzel wie Moder werden, und ihre 
Blte wie Staub auffliegen - weil sie die Weisung Jahwes der Heerscharen 
verworfen und das Wort des Heiligen Israels gelstert haben.
ISA 5:25 Deshalb wird der Zorn Jahwes der Heerscharen gegen sein Volk 
entbrennen, und er wird seine Hand gegen dasselbe ausrecken und wird es 
schlagen, da die Berge erbeben und seine Leichen wie Kehricht auf den 
Gassen liegen. Bei alle dem hat sich sein Zorn nicht gewandt, und blieb 
seine Hand noch ausgereckt.
ISA 5:26 Und er wird ein Panier aufpflanzen fr ein Volk in der Ferne und 
es vom Rande der Erde herbeilocken: Schon kommt es eilends, schnell heran!
ISA 5:27 Kein Mder und kein Strauchelnder ist darunter; sie schlafen und 
schlummern nicht. Nicht lst sich der Gurt ihrer Lenden, nicht reit ihnen 
ein Schuhriemen.
ISA 5:28 Ihre Pfeile sind geschrft und alle ihre Bogen gespannt. Die Hufe 
ihrer Rosse gleichen Kieseln und ihre Rder dem Wirbelwind.
ISA 5:29 Ihr Gebrll ist wie das des Lwen; sie brllen wie Jungleuen, 
knurren und packen den Raub und bergen ihn, und niemand vermag zu erretten.
ISA 5:30 Und es wird an jenem Tag ber ihm tosen wie Meerestosen; und 
blickt es zur Erde, so ist da nur angstvolle Finsternis, und das Licht hat 
sich verfinstert in ihren Wolken.
ISA 6:1 Im Todesjahre des Knigs Usia sah ich den Herrn auf einem hohen 
und erhabenen Throne sitzen; seine Sume fllten den Tempel.
ISA 6:2 Seraphe standen vor ihm, jeder mit sechs Flgeln. Mit zweien 
bedeckte er sein Antlitz, mit zweien bedeckte er seine Fe und mit zweien 
flog er.
ISA 6:3 Und wiederholt riefen sie einander zu: Heilig, heilig, heilig ist 
Jahwe der Heerscharen; alle Lande erfllt seine Herrlichkeit!
ISA 6:4 Da erzitterten die Grundlagen der Schwellen von ihrem lauten 
Rufen; das Haus aber fllte sich immer mehr mit Rauch.
ISA 6:5 Da sprach ich: Wehe mir! ich bin verloren! Denn ich bin ein Mann 
unreiner Lippen und unter einem Volke mit unreinen Lippen wohne ich; denn 
meine Augen haben den Knig, Jahwe der Heerscharen gesehen!
ISA 6:6 Da flog zu mir einer von den Seraphen, mit einem glhenden Stein 
in der Hand, den er mit einer Zange vom Altare genommen hatte.
ISA 6:7 Und er berhrte damit meinen Mund und sprach: Nun dieser deine 
Lippen berhrt hat, wird deine Missethat schwinden und deine Snde geshnt!
ISA 6:8 Da hrte ich die Stimme des Herrn, der da sprach: Wen soll ich 
senden, und wer soll uns gehen? Ich sprach: Hier bin ich! sende mich!
ISA 6:9 Da erwiderte er: Geh hin und sprich zu diesem Volke: Hrt 
immerfort - doch ohne zu verstehen! Seht immerfort - doch ohne zu erkennen!
ISA 6:10 Verstocke das Herz dieses Volkes und verhrte seine Ohren und 
blende seine Augen, da es mit seinen Augen nicht sehe und mit seinen 
Ohren nicht hre, und sein Herz einsichtig werde und sich bekehre und 
Heilung erfahre.
ISA 6:11 Ich sprach: Bis wann, Herr? Er erwiderte: Bis die Stdte verheert 
sind, da sie ohne Bewohner, und die Huser menschenleer, und die cker 
zur Wste verheert sind,
ISA 6:12 bis Jahwe die Menschen in die Ferne geschickt hat, und die 
Verdung gro geworden ist inmitten des Landes!
ISA 6:13 Und wenn noch ein Zehntel darin, so soll auch dieses wieder der 
Vertilgung anheimfallen, gleich einer Terebinthe und einer Eiche, von 
denen beim Fllen ein Stumpf bleibt, - ein heiliger Same wird ihr Stumpf 
sein!
ISA 7:1 Zur Zeit Ahas', des Sohnes Jothams, des Sohnes Usias, des Knigs 
von Juda, zogen Rezin, der Knig von Aram, und Pekah, der Sohn Remaljas, 
der Knig von Israel, gegen Jerusalem heran, um es anzugreifen. Aber sie 
vermochten nicht wider Jerusalem zu kmpfen.
ISA 7:2 Als aber dem Hause Davids gemeldet wurde: die Aramer lagern in 
Ephraim! da erbebte sein und seines Volkes Herz, wie die Bume des Waldes 
vor dem Wind erbeben.
ISA 7:3 Jahwe aber sprach zu Jesaja: Gehe hinaus zu Ahas, du und dein Sohn 
Searjasub, an das Ende der Wasserleitung des oberen Teichs, nach der 
Strae am Walkerfeld
ISA 7:4 und sprich zu ihm: Hte dich und halte Ruhe, frchte dich nicht, 
und dein Herz verzage nicht wegen dieser beiden rauchenden Stummel von 
Feuerbrnden, trotz des lodernden Zorns Rezins und der Aramer und des 
Sohnes Remaljas!
ISA 7:5 Deshalb, weil Aram, Ephraim und der Sohn Remaljas Bses wider dich 
beschlossen haben, nmlich:
ISA 7:6 Wir wollen gegen Juda ziehen und ihm ein Grauen einjagen und es 
fr uns erobern und den Sohn Tabels zum Knig darin machen! -ISA 7:7 so 
hat der Herr Jahwe gesprochen: Es soll nicht zu stande kommen und soll 
nicht geschehen!
ISA 7:8 Denn Damaskus ist das Haupt Arams und Rezin ist das Haupt von 
Damaskus, und nach fnfundsechzig Jahren von jetzt ab wird Ephraim 
zertrmmert werden, so da es kein Volk mehr ist,
ISA 7:9 und Samaria ist das Haupt von Ephraim und der Sohn Remaljas das 
Haupt von Samaria! Glaubt ihr nicht, so bleibt ihr nicht!
ISA 7:10 Und Jahwe redete weiterhin also zu Ahas:
ISA 7:11 Erbitte dir ein Zeichen von Jahwe, deinem Gotte, tief unten aus 
der Unterwelt oder hoch oben aus der Hhe!
ISA 7:12 Ahas aber erwiderte: Ich will nicht bitten und Jahwe nicht 
versuchen!
ISA 7:13 Da sprach er: Hrt doch, ihr vom Hause Davids! Ist's euch nicht 
genug, Menschen zu ermden, da ihr auch meinen Gott ermdet?
ISA 7:14 Darum wird euch der Herr selbst ein Zeichen geben: Ein junges 
Weib wird schwanger werden und einen Sohn gebren und ihn Immanuel nennen.
ISA 7:15 Von Dickmilch und Honig wird er leben, bis er das Bse verwerfen 
und das Gute erwhlen lernt.
ISA 7:16 Denn ehe der Knabe das Bse verwerfen und das Gute erwhlen 
lernt, wird das Land, vor dessen beiden Knigen dir graut, verdet sein,
ISA 7:17 - wird Jahwe ber dich und dein Volk und dein Haus Tage kommen 
lassen, dergleichen nicht gekommen sind, seitdem Ephraim von Juda abfiel, 
den Knig von Assyrien.
ISA 7:18 Und an jenem Tage wird Jahwe die Bremse am Ende der Nilarme 
gyptens und die Biene im Lande Assur herbeilocken,
ISA 7:19 da sie alle hereinkommen und sich niederlassen in den 
Thalschluchten und den Felsspalten und in allen Dornstruchern und auf 
allen Triften.
ISA 7:20 An jenem Tage wird der Herr mit dem Scheermesser, das am Ufer des 
Euphrat gedungen ist, mit dem Knige von Assyrien, das Haupt und die 
Schamhaare abscheeren, und selbst den Bart wird es wegnehmen.
ISA 7:21 Und an jenem Tage wird sich einer eine junge Kuh und zwei Stck 
Kleinvieh halten,
ISA 7:22 und wegen der Menge Milch, die sie geben, wird er von Dickmilch 
leben; denn von Dickmilch und Honig wird jeder leben, der im Lande noch 
brig ist.
ISA 7:23 Und an jenem Tage wird jeder Platz, wo tausend Weinstcke im 
Werte von tausend Sekeln stehen, den Dornen und dem Gestrpp verfallen.
ISA 7:24 Mit Pfeil und Bogen wird man sie betreten; denn Dornen und 
Gestrpp werden allenthalben im Lande sein.
ISA 7:25 Und von den Bergen, die jetzt mit dem Karste behackt werden, wird 
man keinen betreten, aus Scheu vor Dornen und Gestrpp, sondern wird die 
Rinder hintreiben und sie von den Schafen zertreten lassen.
ISA 8:1 Und Jahwe sprach zu mir: Nimm dir eine groe Tafel und schreibe 
darauf in leserlicher Schrift: Eilend kommt Beute, schnell kommt Raub!
ISA 8:2 Und nimm mir zuverlssige Zeugen, den Priester Uria und Sacharja, 
den Sohn Jeberechjas.
ISA 8:3 Da nahte ich mich der Prophetin und sie wurde schwanger und gebar 
einen Sohn. Da sprach Jahwe zu mir: Nenne ihn: Eilend kommt Beute, schnell 
kommt Raub!
ISA 8:4 Denn ehe der Knabe rufen lernt mein Vater! und meine Mutter! 
wird man den Reichtum von Damaskus und die Beute von Samaria vor dem 
Knige von Assyrien dahintragen.
ISA 8:5 Und Jahwe redete weiterhin also zu mir:
ISA 8:6 Weil dieses Volk die sanft strmenden Wasser des Siloah verachtet, 
und man sich freut mit Rezin und dem Sohne Remaljas,
ISA 8:7 darum wird der Herr die starken und groen Wasser des Euphrat ber 
euch heraufkommen lassen, den Knig von Assyrien und seine ganze Macht, 
und sie werden ber alle seine Rinnsale emporsteigen und ber alle seine 
Ufer treten
ISA 8:8 und Juda durchbrausen, berfluten und berschwemmen, da sie bis 
an den Hals reichen, und werden mit ihren ausgespannten Flgeln dein Land, 
so breit es ist, ausfllen, o Immanuel!
ISA 8:9 Erkennt es, ihr Vlker, horcht auf, alle Fernen der Erde! Rstet 
euch nur, ihr sollt doch verzagen! Rstet euch nur, ihr sollt doch 
verzagen!
ISA 8:10 Schmiedet einen Plan: er wird zu nichte werden! Fat einen 
Beschlu: er soll nicht zu stande kommen - denn mit uns ist Gott!
ISA 8:11 Denn so hat Jahwe zu mir gesprochen, indem seine Hand mich 
berwltigte, und er mich immer wieder warnte, auf dem Wege dieses Volks 
zu wandeln:
ISA 8:12 Ihr sollt nicht alles heilig nennen, was dieses Volk heilig 
nennt, und vor dem, was es frchtet, euch nicht frchten noch erschrecken.
ISA 8:13 Jahwe der Heerscharen sollt ihr heilig halten, und er soll es 
sein, der euch Furcht und Schrecken einflt.
ISA 8:14 Und er wird fr die beiden Huser Israels zu einem Heiligtume 
werden, zu einem Stein, an dem man anstt, und zu einem Felsblock, ber 
den man strauchelt, zu einer Falle und zu einer Schlinge fr die Bewohner 
Jerusalems,
ISA 8:15 da viele unter ihnen straucheln und fallen und zerschmettert 
werden und sich verstricken und gefangen werden.
ISA 8:16 Verwahre die Offenbarung, versiegle die Lehre in meinen Jngern!
ISA 8:17 Und ich will harren auf Jahwe, der sein Antlitz vor dem Hause 
Jakobs verbirgt, und will auf ihn hoffen.
ISA 8:18 Sind wir doch, ich und die Shne, die mir Jahwe geschenkt hat, 
Sinnbilder und Zeichen in Israel von seiten Jahwes der Heerscharen, der 
auf dem Berge Zion wohnt!
ISA 8:19 Und wenn man zu euch sprechen wird: Befragt doch die Totengeister 
und die Wahrsagegeister, die da flstern und murmeln, - soll nicht ein 
Volk seinen Gott befragen? - um der Lebendigen willen die Toten?
ISA 8:20 Zur Lehre und zur Offenbarung! Wenn nicht also sprechen die, 
denen keine Morgenrte aufgeht,
ISA 8:21 so werden sie gedrckt und verhungert das Land durchziehen und 
ergrimmen, weil sie Hunger leiden, und ihren Knig und ihren Gott 
verfluchen; und sie wenden sich nach oben
ISA 8:22 und schauen zur Erde: aber da giebt es nur Angst und Finsternis, 
drangsalvolles Dster, und in dieses Dunkel sind sie verstoen.
ISA 8:23 Denn nicht wird Dster bleiben, wo Drangsal war! In der frheren 
Zeit hat er Schmach ber das Land Sebulon und das Land Naphthali gebracht, 
aber in der knftigen Zeit wird er die Strae nach dem Meere, das Gelnde 
am Jordan, den Bezirk der Heiden, zu Ehren bringen.
ISA 9:1 Das Volk, das in Finsternis wandert, wird ein groes Licht 
erblicken; ber denen, die in umnachtetem Lande wohnen, wird ein Licht 
erglnzen.
ISA 9:2 Du wirst reichen Jubel geben, wirst groe Freude verleihen! Sie 
werden sich vor dir freuen, wie man sich in der Ernte freut, wie man 
jubelt, wenn man Beute teilt.
ISA 9:3 Denn das Joch, das sie drckt, und den Stab auf ihrem Nacken, den 
Stock ihres Treibers, zerbrichst du wie am Tage der Midianiterschlacht.
ISA 9:4 Denn jeglicher Schuh, der im Getmmel einhertritt, und die durch 
Blutlachen dahingeschleiften Gewnder werden verbrannt, dem Feuer zur 
Speise!
ISA 9:5 Denn ein Kind wird uns geboren, ein Sohn wird uns gegeben, und die 
Herrschaft kommt auf seine Schulter, und er nennt ihn: Wunderrat, 
Gottheld, Ewiger, Friedensfrst.
ISA 9:6 Gro ist die Herrschaft und der Friede ohne Ende auf dem Throne 
Davids und ber seinem Knigreiche, indem er es festigt und sttzt durch 
gerechtes Gericht von nun an auf ewig. Der Eifer Jahwes der Heerscharen 
wird solches thun!
ISA 9:7 Der Herr hat ein Wort wider Jakob ausgesandt - das wird in Israel 
niederfallen,
ISA 9:8 und das ganze Volk soll es spren, Ephraim und die Bewohner 
Samarias - wider den Hochmut und stolzen Sinn, in dem sie sprachen:
ISA 9:9 Backsteine sind eingefallen, aber mit Quadern wollen wir aufbauen! 
Sykomoren sind umgehauen, aber Cedern wollen wir an ihre Stelle setzen!
ISA 9:10 Und Jahwe erhob Rezin ber sie und stachelte fort und fort ihre 
Feinde auf,
ISA 9:11 Aram im Osten und die Philister im Westen, und sie fraen Israel 
mit vollem Maule. Bei alledem wandte sich sein Zorn nicht, und blieb seine 
Hand noch ausgereckt.
ISA 9:12 Aber das Volk wandte sich nicht zu dem, der es schlug, und nach 
Jahwe der Heerscharen fragten sie nicht.
ISA 9:13 Da hieb Jahwe von Israel ab Kopf und Schwanz, Palmzweig und 
Binse, an einem Tage -ISA 9:14 die Vornehmen und Angesehenen sind der 
Kopf, und die Propheten, die Lgen reden, sind der Schwanz -ISA 9:15 und 
die Fhrer dieses Volks wurden Irreleiter und die Gefhrten zu Grunde 
gerichtet.
ISA 9:16 Deshalb verschont der Herr weder seine junge Mannschaft, noch 
erbarmt er sich seiner Waisen und Witwen; denn sie alle sind Ruchlose und 
Bsewichter, und jeder Mund redet Schndliches. Bei alledem wandte sich 
sein Zorn nicht, und blieb seine Hand noch ausgereckt.
ISA 9:17 Denn die Gottlosigkeit brannte wie Feuer, das Dornen und Gestrpp 
verzehrt, und zndete das Dickicht des Waldes an, da es in hochwirbelndem 
Rauch aufging.
ISA 9:18 Durch den Ingrimm Jahwes der Heerscharen brannte das Land aus, 
und wurde das Volk wie dem Feuer zur Speise, keiner verschonte den andern!
ISA 9:19 Rissen sie rechts Stcke ab, so blieben sie doch hungrig; fraen 
sie links, so wurden sie doch nicht satt. Sie fraen ein jeder das Fleisch 
seines eigenen Arms:
ISA 9:20 Manasse den Ephraim und Ephraim den Manasse, sie beide vereint 
wider Juda, - bei alledem wandte sich sein Zorn nicht, und blieb seine 
Hand noch ausgereckt.
ISA 10:1 Wehe denen, die Unheilsgesetze geben, und den Schreibern, die 
immerfort Qual schreiben,
ISA 10:2 da sie die Geringen vom Rechtsweg abdrngen und die Elenden 
meines Volks ihres Rechtes berauben, da die Witwen ihre Beute werden, und 
sie die Waisen ausplndern.
ISA 10:3 Was wollt ihr doch thun am Tage der Heimsuchung und wenn die 
Verheerung von fern her einbricht? Zu wem wollt ihr um Hlfe fliehen und 
wo euren Reichtum lassen?
ISA 10:4 - es sei denn, da sich einer unter Gefangene duckt, oder da sie 
unter Erschlagenen niedersinken. Bei alledem wandte sich sein Zorn nicht, 
und blieb seine Hand noch ausgereckt.
ISA 10:5 Wehe ber Assur, den Stock meines Zorns und die Rute meines 
Grimms!
ISA 10:6 Ich sende ihn gegen eine ruchlose Nation und entbiete ihn gegen 
das Volk meines Ingrimms, da er Beute mache und Raub hole und es wie 
Straenkot zertrete.
ISA 10:7 Er aber meint's nicht so und denkt nicht so in seinem Sinn; 
vielmehr das hat er im Sinn, zu vertilgen und auszurotten nicht wenige 
Vlker.
ISA 10:8 Denn er spricht: Sind meine Beamten nicht allesamt Knige?
ISA 10:9 Ist es nicht Kalno wie Karkemis ergangen? oder Hamath wie Arpad 
oder Samaria wie Damaskus?
ISA 10:10 Gleichwie meine Hand nach den Knigreichen der Gtzen gegriffen 
hat, deren Schnitzbilder doch zahlreicher waren als die in Jerusalem und 
Samaria, -ISA 10:11 sollte ich nicht ebenso, wie ich Samaria und seinen 
Gtzen gethan habe, auch Jerusalem und seinen Bildern thun knnen?
ISA 10:12 Aber wenn der Herr sein ganzes Werk am Berge Zion und an 
Jerusalem vollendet hat, wird er die Frucht des stolzen Sinnes des Knigs 
von Assur und den Trotz seiner hochfahrenden Augen heimsuchen!
ISA 10:13 Denn er sprach: Durch die Kraft meiner Hand und durch meine 
Weisheit habe ich's vollfhrt; denn ich verstehe mich darauf! Ich lie die 
Grenzen der Vlker verschwinden und plnderte ihre Vorrte und wie ein 
Allmchtiger stie ich die Thronenden herunter.
ISA 10:14 Und meine Hand griff nach dem Reichtum der Vlker wie nach einem 
Nest, und wie man verlassene Eier nimmt, so nahm ich die ganze Erde, ohne 
da einer die Flgel regte oder den Schnabel aufsperrte und zirpte!
ISA 10:15 Trotzt wohl die Axt dem, der damit haut? oder thut die Sge gro 
gegen den, der sie zieht? Wie wenn der Stock den schwnge, der ihn 
aufhebt, wie wenn die Rute den aufhbe, der nicht Holz ist!
ISA 10:16 Darum wird der Herr, Jahwe der Heerscharen, in sein Fett die 
Darre senden, und unter seiner Macht wird ein Brand entbrennen wie 
Feuerbrand.
ISA 10:17 Es wird das Licht Israels zum Feuer und sein Heiliger zur Flamme 
werden; die wird brennen und seine Dornen und sein Gestrpp an einem Tage 
verzehren.
ISA 10:18 Und seinen mchtigen Wald und seinen Baumgarten wird er 
vernichten, sowohl Seele als Leib, so da es ist, wie wenn ein Siecher 
dahinsiecht;
ISA 10:19 und der Rest der Bume in seinem Walde wird zu zhlen sein, da 
ein Knabe sie aufschreiben kann.
ISA 10:20 An jenem Tag aber werden sich der Rest Israels und die 
Entronnenen vom Hause Jakobs nicht mehr auf den sttzen, der sie 
geschlagen hat, sondern sich aufrichtig auf Jahwe, den Heiligen Israels, 
sttzen.
ISA 10:21 Ein Rest wird sich bekehren, ein Rest von Jakob zum Heldengott.
ISA 10:22 Denn wenn dein Volk, o Israel, wie der Sand am Meere wre, nur 
ein Rest wird sich in ihm bekehren! Vernichtung ist fest beschlossen, 
berstrmend von Gerechtigkeit.
ISA 10:23 Denn ein fest beschlossenes Garaus wird der Herr, Jahwe der 
Heerscharen, inmitten der ganzen Erde vollfhren.
ISA 10:24 Darum hat der Herr, Jahwe der Heerscharen, also gesprochen: 
Frchte dich nicht, mein Volk, das in Zion wohnt, vor Assur, das dich mit 
dem Stocke schlgt und seine Rute wider dich aufhebt, wie einst die 
gypter;
ISA 10:25 denn nur noch eine kurze, kleine Weile, so ist mein Grimm zu 
Ende, und mein Zorn geht daran, sie zu vertilgen!
ISA 10:26 Und Jahwe der Heerscharen wird die Geiel wider sie schwingen, 
wie damals, als er die Midianiter am Felsen Oreb schlug, und wird seinen 
Stab ber das Meer erheben, wie einst gegen die gypter.
ISA 10:27 Und an jenem Tage wird ihre Last von deinem Nacken verschwinden, 
und dein Hals ihres Joches ledig sein.
ISA 10:28 Er berfllt Ajath, er zieht durch Migron; in Michmas lt er 
sein Gepck.
ISA 10:29 Sie berschreiten die Schlucht, in Geba machen sie 
Nachtquartier, Rama erschrickt, Gibea Sauls flieht.
ISA 10:30 Schreit laut, Bewohner von Gallim, horcht auf, Laisa, antworte 
ihr, Anathot!
ISA 10:31 Madmena irrt unstt, die Bewohner von Gebim flchten.
ISA 10:32 Noch heute macht er Halt in Nob, schwingt er seine Hand gegen 
den Berg der Bewohner Zions, den Hgel Jerusalems!
ISA 10:33 Da reit der Herr, Jahwe der Heerscharen, das Gezweig herunter 
mit Schreckensgewalt, da die Hochragenden umgehauen und die Hohen 
erniedrigt werden.
ISA 10:34 Das Dickicht des Waldes wird mit dem Eisen niedergeschlagen, und 
der Libanonwald wird durch einen Herrlichen fallen!
ISA 11:1 Und aus dem Stumpfe Isais wird ein Reis ausschlagen, und aus 
seiner Wurzel ein Zweig hervorbrechen.
ISA 11:2 Der Geist Jahwes wird sich auf ihn niederlassen: Ein Geist der 
Weisheit und des Verstandes, ein Geist des Rats und der Kraft, ein Geist 
der Erkenntnis und der Furcht Jahwes.
ISA 11:3 An der Furcht Jahwes wird er sein Wohlgefallen haben und wird 
nicht nach dem richten, was seine Augen sehen, noch nach dem urteilen, was 
seine Ohren hren,
ISA 11:4 sondern ber die Geringen mit Gerechtigkeit richten und ber die 
Elenden des Landes in Geradheit urteilen und die Gewaltthtigen mit dem 
Stocke seines Mundes schlagen und mit dem Hauche seiner Lippen die 
Gottlosen tten.
ISA 11:5 Und Gerechtigkeit wird der Gurt seiner Hften sein, und die Treue 
der Gurt seiner Lenden.
ISA 11:6 Und der Wolf wird neben dem Bcklein lagern, Kalb und junger Lwe 
werden zusammen weiden, und ein kleiner Knabe sie leiten.
ISA 11:7 Kuh und Brin werden weiden und ihre Jungen neben einander 
lagern, und der Lwe wird Stroh fressen wie die Rinder.
ISA 11:8 Der Sugling wird an der Hhle der Otter spielen, und der 
Entwhnte seine Hand auf das Auge der Natter legen.
ISA 11:9 Sie werden keinen Schaden thun und kein Verderben anrichten in 
meinem ganzen heiligen Bergland; denn das Land wird von Erkenntnis Jahwes 
voll sein wie von Wassern, die das Meer bedecken.
ISA 11:10 Und an jenem Tage wird der Wurzelspro Isais, der als Panier fr 
die Vlker dasteht, von den Heiden aufgesucht werden und sein Wohnsitz 
herrlich sein.
ISA 11:11 Und an jenem Tage wird der Herr wiederum, zum zweiten Male, 
seine Hand ausrecken, um den Rest seines Volkes loszukaufen, der von Assur 
und von gypten und von Pathros und von Kusch und von Elam und von Sinear 
und von Hamath und von den Inseln des Meeres brig sein wird.
ISA 11:12 Er wird ein Panier fr die Vlker aufstecken und die 
versprengten Israeliten sammeln und die zerstreuten Juderinnen von den 
vier Sumen der Erde zusammenholen.
ISA 11:13 Und der Neid gegen Ephraim wird verschwinden und die, welche 
Juda befehden, werden ausgerottet werden: Ephraim wird Juda nicht beneiden 
und Juda Ephraim nicht befehden.
ISA 11:14 Vielmehr werden sie sich auf den Abhang der Philister im Westen 
strzen, vereint werden sie die Ostlnder plndern; ber Edom und Moab 
werden sie ihre Hand ausstrecken, und die Ammoniter werden ihnen unterthan 
sein.
ISA 11:15 Und Jahwe wird die gyptische Meereszunge austrocknen und seine 
Hand mit starkem Sturme wider den Euphrat schwingen und ihn in sieben 
Bche zerschlagen und sie in Schuhen hindurchschreiten lassen.
ISA 11:16 So wird es eine Strae geben fr den Rest seines Volks, der von 
Assur brig sein wird, wie eine solche fr Israel vorhanden war, als es 
aus gypten heraufzog.
ISA 12:1 An jenem Tag aber wirst du sprechen: ich danke dir, Jahwe, da 
sich, nachdem du mir gezrnt, dein Zorn gewandt, und du mich getrstet 
hast!
ISA 12:2 Frwahr, Gott ist mein Heil! Ich bin voller Zuversicht und 
frchte mich nicht! Denn Jah, Jahwe ist meine Strke und mein Lobgesang, 
und von ihm kam mir Heil.
ISA 12:3 Und ihr werdet mit Frohlocken Wasser schpfen aus Brunnen des 
Heils
ISA 12:4 und werdet an jenem Tage sprechen: Dankt Jahwe, ruft seinen Namen 
an! Macht unter den Vlkern seine Thaten kund, verkndigt, da sein Name 
erhaben ist!
ISA 12:5 Singt Jahwe! denn er hat Hohes vollfhrt; das werde berall auf 
Erden kund!
ISA 12:6 Jauchzt und jubelt, ihr Bewohner Zions! denn gro ist mitten 
unter euch der Heilige Israels!
ISA 13:1 Ausspruch ber Babel, den Jesaja, der Sohn des Amoz, empfing.
ISA 13:2 Auf kahlem Berge pflanzt ein Panier auf, ruft ihnen laut zu, 
winkt mit der Hand, da sie einziehn in die Thore der Tyrannen!
ISA 13:3 Ich selbst habe meine Geweihten entboten, ja berufen meine Helden 
zur Vollstreckung meines Zorns, meine Jubelnden und Stolzen!
ISA 13:4 Horch! es lrmt auf den Bergen wie zahlreiches Kriegsvolk; horch! 
es brausen Knigreiche, versammelte Vlker: Jahwe der Heerscharen mustert 
ein Kriegsheer.
ISA 13:5 Sie kommen aus fernem Lande, vom Ende des Himmels, Jahwe und die 
Werkzeuge seines Grimms, um die ganze Erde zu verheeren.
ISA 13:6 Heult! denn der Tag Jahwes ist nahe; er kommt wie Verwstung vom 
Allmchtigen.
ISA 13:7 Darob werden alle Hnde erschlaffen und jegliches Menschenherz 
verzagen,
ISA 13:8 und sie werden bestrzt sein! Krmpfe und Wehen packen sie, wie 
eine Gebrende winden sie sich; einer starrt den andern an, ihre Gesichter 
glhen wie Flammen.
ISA 13:9 Schon kommt der Tag Jahwes, grausam und in Grimm und Zornglut, um 
die Erde zur Wste zu machen und die Snder auf ihr hinwegzutilgen.
ISA 13:10 Denn die Sterne des Himmels und seine Orione werden ihr Licht 
nicht mehr leuchten lassen; die Sonne wird sich verfinstern, wenn sie 
aufgeht, und der Mond sein Licht nicht mehr erglnzen lassen.
ISA 13:11 Und ich will die Bosheit an der Welt heimsuchen und an den 
Gottlosen ihre Missethat und dem bermut der Vermessenen ein Ende machen 
und den Hochmut der Gewaltthtigen erniedrigen.
ISA 13:12 Ich will die Sterblichen rarer machen als Gold und die Menschen 
rarer als Ophirgold.
ISA 13:13 Deshalb werde ich den Himmel erschttern, und die Erde soll 
erzittern und ihre Stelle wechseln bei dem Grimme Jahwes der Heerscharen 
und am Tage seiner Zornglut.
ISA 13:14 Und wie gescheuchte Gazellen und wie Schafe, die niemand 
zusammenhlt, werden sie sich ein jeder zu seinem Volke wenden und ein 
jeder in seine Heimat fliehn.
ISA 13:15 Alle Ergriffenen werden durchbohrt und alle Erhaschten fallen 
durchs Schwert.
ISA 13:16 Ihre Kinder werden vor ihren Augen zerschmettert, ihre Huser 
geplndert und ihre Weiber geschndet.
ISA 13:17 Schon reize ich wider sie die Meder an, die des Silbers nicht 
achten und am Golde kein Gefallen haben.
ISA 13:18 Und Bogen werden Jnglinge zerschmettern; und sie werden sich 
weder der Leibesfrucht erbarmen, noch mitleidig auf die Kinder blicken.
ISA 13:19 Und es ergeht Babel, der Zierde der Knigreiche, der stolzen 
Pracht der Chalder, wie es erging, als Gott Sodom und Gomorrha von Grund 
aus zerstrte.
ISA 13:20 Nie soll sie mehr besiedelt sein, noch bewohnt auf Geschlecht 
und Geschlecht; nicht sollen dort Araber zelten, noch Hirten dort lagern 
lassen.
ISA 13:21 Vielmehr sollen sich Wstentiere dort lagern und die Huser mit 
Uhus angefllt sein. Straue sollen dort wohnen und Bocksgeister dort 
tanzen,
ISA 13:22 und die Wildhunde in den Palsten sollen dazu heulen, und die 
Schakale in den Lustschlssern. Ihre Zeit ist nahe herbeigekommen und ihre 
Tage werden sich nicht hinziehen.
ISA 14:1 Denn Jahwe wird sich Jakobs erbarmen und Israel noch einmal 
erwhlen und sie auf ihren Heimatboden versetzen. Die Fremdlinge werden 
sich ihnen anschlieen und sich dem Hause Jakobs zugesellen.
ISA 14:2 Die Vlker werden sie nehmen und an ihren Ort ringen, und das 
Haus Israel wird sich im Lande Jahwes jene aneignen zu Sklaven und zu 
Sklavinnen, so da sie ihre Fnger fangen und ihre Bedrcker unterjochen.
ISA 14:3 Dann aber, wenn dir Jahwe Ruhe verliehen hat von deiner Qual und 
Unruhe und der harten Knechtschaft, zu der du geknechtet wurdest,
ISA 14:4 wirst du dieses Spottlied auf den Knig von Babel anstimmen und 
sprechen: Wie hat der Bedrcker geendet, geendet die Mihandlung!
ISA 14:5 Zerbrochen hat Jahwe den Stab der Gottlosen, den Stock des 
Tyrannen,
ISA 14:6 der Nationen im Grimme schlug mit unaufhrlichem Schlagen, der 
Vlker im Zorn unterjochte mit schonungsloser Unterjochung.
ISA 14:7 Es ruht, es rastet die ganze Welt: sie brechen in Jubel aus!
ISA 14:8 Selbst die Cypressen haben ihre Schadenfreude ber dich, die 
Cedern des Libanon: Seitdem du daliegst, steigt keiner mehr zu uns, um uns 
zu fllen, herauf.
ISA 14:9 Die Unterwelt drunten geriet deinetwegen in Aufruhr, deiner 
Ankunft entgegen; sie jagte um deinetwillen die Schatten auf, alle Fhrer 
der Erde, lie von ihren Thronen aufstehen alle Knige der Vlker.
ISA 14:10 Sie alle heben an und sprechen zu dir: Auch du bist schwach 
geworden wie wir, bist uns gleich geworden?
ISA 14:11 In die Unterwelt ist dein Stolz hinabgestrzt, das Rauschen 
deiner Harfen. Unter dir ist Verwesung ausgebreitet, und Wrmer sind deine 
Decke.
ISA 14:12 Wie bist du vom Himmel gefallen, du strahlender Morgenstern! Wie 
bist du niedergehauen zum Boden, der du die Vlker niederstrecktest!
ISA 14:13 Du freilich gedachtest bei dir: Zum Himmel will ich 
emporsteigen, hoch ber die Sterne Gottes empor will ich meinen Thron 
setzen und auf dem Gtterberge mich niederlassen im uersten Norden.
ISA 14:14 Ich will zu den Wolkenhhen emporsteigen, dem Hchsten mich 
gleichstellen!
ISA 14:15 Aber in die Unterwelt wirst du hinabgestrzt, in die 
tiefunterste Grube!
ISA 14:16 Die dich erblicken, sehen dich gespannt, sehen dich nachdenklich 
an: Ist das der Mann, der die Erde erzittern machte, der die Knigreiche 
erschtterte,
ISA 14:17 der den Erdkreis zur Wste machte und die Stdte auf ihm 
zerstrte, der seine Gefangenen nicht in die Heimat entlie?
ISA 14:18 Alle Knige der Vlker, - sie alle liegen in Ehren, ein jeder in 
seinem Hause;
ISA 14:19 du aber bist, fern von deinem Grabe, hingeworfen wie ein 
verachteter Zweig, rings bedeckt von Getteten, von Schwertdurchbohrten, 
wie ein zertretenes Aas.
ISA 14:20 Mit denen, die zu den Grabessteinen hinabkommen, wirst du nicht 
gemein haben; denn du hast dein Land verderbt, dein Volk gettet. Nie soll 
mehr genannt werden das Geschlecht der Bsewichter!
ISA 14:21 Richtet eine Schlachtbank her fr seine Shne wegen der 
Missethat ihrer Vter, da sie nicht aufkommen und die Erde erobern und 
die Oberflche des Erdkreises mit Trmmern erfllen!
ISA 14:22 Und ich will mich wider sie erheben, ist der Spruch Jahwes der 
Heerscharen, und will von Babel ausrotten Namen und Nachkommen und Scho 
und Spro, ist der Spruch Jahwes.
ISA 14:23 Ich will es zum Besitztum von Rohrdommeln und zu Wassersmpfen 
machen und es mit dem Besen der Vernichtung hinwegfegen, ist der Spruch 
Jahwes der Heerscharen.
ISA 14:24 Jahwe der Heerscharen hat also geschworen: Frwahr, wie ich's 
erdacht habe, so soll's geschehen, und wie ich beschlossen habe, das soll 
zu stande kommen!
ISA 14:25 Zerschmettern will ich Assur in meinem Lande und auf meinen 
Bergen zertreten, da sein Joch von ihnen verschwinden und seine Last von 
ihrem Nacken verschwinden soll.
ISA 14:26 Das ist der Ratschlu, der ber die ganze Erde beschlossen ist, 
und das die hand, die ber alle Vlker ausgereckt ist!
ISA 14:27 Denn wenn Jahwe der Heerscharen beschlossen hat, wer kann es zu 
nichte machen? Wenn seine Hand ausgereckt ist, wer will sie zurckbiegen?
ISA 14:28 Im Todesjahre des Knigs Ahas erfolgte dieser Ausspruch:
ISA 14:29 Freue dich doch nicht, du gesamtes Philisterland, da der Stock, 
der dich schlug, zerbrochen ist! Denn aus der Wurzel der Schlange wird 
eine Natter hervorgehen, und deren Frucht ein fliegender Drache sein.
ISA 14:30 Die Allergeringsten werden ruhig weiden, und die Drftigen 
sicher lagern, aber deine Wurzel will ich durch Hunger ertten und deinen 
Rest will ich hinmorden.
ISA 14:31 Heule, o Thor! Schreie, o Stadt! Erbebe, gesamtes Philisterland! 
Denn von Norden her kommt Rauch, und keiner bleibt zurck von seinen 
Scharen.
ISA 14:32 Doch was soll man den heidnischen Gesandten antworten? Jahwe hat 
Zion gegrndet, und dort werden die Elenden seines Volks eine Zuflucht 
haben!
ISA 15:1 Ausspruch ber Moab: Ja in der Nacht ist Ar Moab berwltigt! 
vernichtet! Ja in der Nacht ist Kir Moab berwltigt! vernichtet!
ISA 15:2 Dibon ist zum Hhentempel hinaufgegangen, um zu weinen, auf dem 
Nebo und zu Medeba heult Moab. Auf allen Huptern ist eine Glatze, alle 
Brte sind geschoren.
ISA 15:3 In seinen Gassen haben sie Trauergewnder angelegt, auf seinen 
Dchern und seinen Mrkten heulen, zerflieen alle in Thrnen.
ISA 15:4 Hesbon und Eleale jammern, bis Jahaz wird ihr Geschrei gehrt; 
deshalb schreien die Gewappneten Moabs, das Herz zittert ihm.
ISA 15:5 Von Herzen bejammere ich Moab, dessen Flchtlinge bis Zoar 
streifen, bis zum dritten Egla. Denn die Steige von Luhith steigt man mit 
Weinen hinan; denn auf dem Wege nach Horonaim schreien und jammern sie 
ber Zerschmetterung.
ISA 15:6 Denn die Wasser von Nimrim werden zu Wsteneien; denn das Gras 
verdorrt, die Kruter vergehen, das Grn ist dahin!
ISA 15:7 Deshalb tragen sie die Habe, die sie erbrigt, und ihre Vorrte 
ber den Weidenbach.
ISA 15:8 Denn das Jammern geht rings um das Gebiet Moabs, bis Eglaim 
erschallt sein Geheul und bis zum Born Elim sein Geheul.
ISA 15:9 Denn die Wasser Dimons sind voll Blut, denn ich verhnge erneutes 
Unglck ber Dimon, fr die Entronnenen Moabs einen Lwen und fr den Rest 
des Landes.
ISA 16:1 Sendet das Lamm fr den Beherrscher des Landes von den 
Felsschluchten aus durch die Wste zum Berge der Bewohner Zions!
ISA 16:2 Und flatternden Vgeln, einem verscheuchten Nest werden die 
Gemeinden Moabs gleichen an den Furten des Arnon.
ISA 16:3 Gieb Rat, schaffe Vermittelung! Mache deinen Schatten der Nacht 
gleich am hohen Mittag; verbirg die Versprengten, verrate die Flchtigen 
nicht!
ISA 16:4 Mchten die Versprengten Moabs bei dir weilen drfen; sei ihnen 
eine Zuflucht vor den Verwstern, bis der Erpresser aufgehrt, die 
Vergewaltigung ein Ende genommen hat, die Zertreter aus dem Lande 
verschwunden sind!
ISA 16:5 So wird der Thron durch Huld gefestigt werden, und auf ihm im 
Zelte Davids in Bestndigkeit einer sitzen, der da richtet und nach Recht 
trachtet und sich der Gerechtigkeit befleiigt! -ISA 16:6 Wir haben vom 
Stolze Moabs gehrt, dem beraus hochfahrenden, von seinem Hochmut und 
seinem Stolz und seinem bermut, von seinem unwahren Gerede!
ISA 16:7 Darum wird Moab heulen ber Moab, alles wird heulen; um die 
Traubenkuchen von Kir Harefet werdet ihr seufzen, vllig niedergeschlagen.
ISA 16:8 Denn die Gefilde Hesbons sind verwelkt; heidnische Herren haben 
die Weinstcke Gibmas zerschlagen, sie, deren Reben bis Jaeser reichten, 
bis hinein in die Wste sich verirrten, deren Ranken sich ausbreiteten, 
das Meer berschritten.
ISA 16:9 Deshalb weine ich mit Jaeser um die Weinstcke Sibmas, begiee 
dich mit meinen Thrnen, Hesbon und Eleale. Denn in deinen Herbst und in 
deine Lese ist ein Juchzen gefallen,
ISA 16:10 Freude und Jubel ist genommen von den Grten, und niemand 
jauchzt in den Weinbergen mit lautem Schrei. Niemand tritt Wein in den 
Keltern, dem Juchzen habe ich ein Ende gemacht.
ISA 16:11 Deshalb erzittert mein Leib um Moab gleich einer Leier, und mein 
Innerstes um Kir Hares.
ISA 16:12 Und wenn auch Moab erscheint, sich abmht auf der Opferhhe und 
sein Heiligtum betritt, um zu beten, so wird es nichts ausrichten.
ISA 16:13 Dies ist das Wort, das Jahwe dereinst ber Moab geredet hat.
ISA 16:14 Jetzt aber hat Jahwe also geredet: In drei Jahren, wie die Jahre 
eines Lohnarbeiters gerechnet werden, wird die Macht Moabs mit all' dem 
groen Gewoge verchtlich geworden sein, und ein Wenig, ein Bischen gar 
gering wird als Rest bleiben.
ISA 17:1 Ausspruch ber Damaskus: Frwahr, Damaskus wird abgethan als 
Stadt und wird in Trmmer sinken!
ISA 17:2 de werden die Stdte Arams; den Viehherden werden sie 
anheimfallen; die werden dort lagern, ohne da jemand sie aufschreckt.
ISA 17:3 Und mit der Festung in Ephraim wird ein Ende gemacht und mit dem 
Knigtum in Damaskus. Und denen, die von Aram brig bleiben, ergeht es wie 
der Macht der Israeliten, ist der Spruch Jahwes der Heerscharen.
ISA 17:4 Und an jenem Tage wird die Macht Jakobs gering werden, und das 
Fett seines Leibes abmagern.
ISA 17:5 Es wird zugehen, wie wenn ein Schnitter die Halme zusammerafft, 
und sein Arm die hren schneidet. Es wird zugehen, wie wenn einer in der 
Ebene Rephaim hren liest.
ISA 17:6 Eine Nachlese wird von ihm brig bleiben wie beim Abschlagen der 
Oliven: zwei, drei Beeren im obersten Wipfel, vier oder fnf in den 
Zweigen des Fruchtbaums, ist der Spruch Jahwes, des Gottes Israels.
ISA 17:7 An jenem Tage werden die Menschen zu ihrem Schpfer aufschauen, 
und ihre Augen sich nach dem Heiligen Israels umsehn.
ISA 17:8 Sie werden sich nicht mehr nach den Altren, dem Werk ihrer Hnde 
umschauen und sich nicht mehr nach dem, was ihre Finger verfertigt haben, 
umsehen und nach den Ascheren und den Sonnensulen.
ISA 17:9 An jenem Tage wird es den festen Stdten Israels ergehen wie den 
verlassenen Orten der Heviter und Amoriter, die sie auf der Flucht vor den 
Israeliten verlieen: sie werden zur Wste!
ISA 17:10 Weil du den Gott, der dein Heil ist, vergessen und des Felsens, 
der dein Bollwerk ist, nicht gedacht hast, deshalb legst du liebliche 
Pflanzungen an und besetzest sie mit Absenkern aus der Fremde.
ISA 17:11 Am Tage, da du pflanzest, machst du ein Gehege darum und 
frhzeitig bringst du dein Gewchs zur Blte - doch weg ist die Ernte am 
Tage der tdlichen Wunde und des unheilbaren Leidens!
ISA 17:12 Wehe! ein Tosen vieler Vlker - wie Meerestosen tosen sie! und 
ein Brausen der Nationen - wie das Brausen gewaltiger Wasser brausen sie!
ISA 17:13 Nationen brausen wie das Brausen groer Wasser! Aber bedroht er 
sie, so fliehen sie in die Weite und werden dahingejagt wie Spreu auf den 
Bergen vor dem Sturm und wie wirbelnder Staub vor der Windsbraut.
ISA 17:14 Zur Abendzeit, da waltet Bestrzung; vor Anbruch des Morgens 
sind sie dahin. Das ist das Schicksal unserer Berauber und das Los unserer 
Plnderer!
ISA 18:1 Ha Land des Flgelgeschwirrs, jenseits der Strme von Kusch,
ISA 18:2 das auf dem Nil und in Papyruskhnen ber die Wasserflche Boten 
entsandte! Geht hin, ihr schnellen Boten, zu der hochgewachsenen und 
glatten Nation, zu dem weithinaus gefrchteten Volke, zu der riesenstarken 
und alles niedertretenden Nation, deren Land Strme durchschneiden:
ISA 18:3 Alle Bewohner des Erdkreises und die ihr auf Erden wohnt: wenn 
ein Panier auf den Bergen aufgepflanzt wird, so seht hin, und wenn man in 
die Posaune stt, so horcht auf!
ISA 18:4 Denn so hat Jahwe zu mir gesprochen: Ich will ruhig bleiben und 
auf meinem Sitze zuschauen wie heitere Wrme bei Sonnenschein, wie 
Taugewlk in der Ernteglut.
ISA 18:5 Denn vor der Lese, wenn die Blte vorber ist, und die Knospe zur 
reifenden Traube wird, wird er die Reben mit Winzermessern abschneiden, 
entfernt, zerknickt er die Ranken.
ISA 18:6 Insgesamt sollen sie den Raubvgeln der Berge und den Tieren des 
Landes preisgegeben werden, da die Raubvgel den Sommer bei ihnen 
verbringen sollen, und alle Tiere des Landes den Winter.
ISA 18:7 Zu jener Zeit werden Jahwe der Heerscharen Geschenke dargebracht 
werden von dem hochgewachsenen und glatten Volk und von dem weithinaus 
gefrchteten Volke, von der riesenstarken und alles niedertretenden 
Nation, deren Land Strme durchschneiden - nach der Sttte des Namens 
Jahwes der Heerscharen, dem Berge Zion.
ISA 19:1 Ausspruch ber gypten: Jahwe fhrt einher auf leichter Wolke und 
gelangt nach gypten: Da erbeben vor ihm die Gtzen gyptens, und das Herz 
der gypter verzagt in ihrer Brust.
ISA 19:2 Dann werde ich gypter gegen gypter aufstacheln, da sie gegen 
einander kmpfen, Bruder gegen Bruder, Freund gegen Freund, Stadt gegen 
Stadt, Reich gegen Reich.
ISA 19:3 Und der Verstand, der in den gyptern ist, soll ausgeleert 
werden, und ihre berlegung will ich zu nichte machen, da sie die Gtzen 
der Beschwrer befragen sollen, die Totengeister und Wahrsagegeister.
ISA 19:4 Und ich will die gypter der Gewalt eines harten Herrn 
preisgeben, und ein strenger Knig soll ber sie herrschen, lautet der 
Spruch des Herrn, Jahwes der Heerscharen.
ISA 19:5 Die Wasser im Nil werden versiegen, und der Strom bis auf den 
Grund austrocknen.
ISA 19:6 Und die Nilarme werden stinken, die Kanle gyptens seicht werden 
und austrocknen, Rohr und Schilf verwelken.
ISA 19:7 Die Auen am Nil, an der Mndung des Nils, und alle Saaten am Nil 
werden verdorren, vertrieben und verschwunden sein.
ISA 19:8 Und die Fischer werden seufzen, und trauern werden alle, die die 
Angel im Nil auswerfen, und die das Netz ber die Wasserflche breiten, 
werden sich abhrmen.
ISA 19:9 Und ratlos werden die, welche gehechelten Flachs verarbeiten und 
Weizeuge weben.
ISA 19:10 So werden gyptens Grundpfeiler zertrmmert; alle Lohnarbeiter 
sind seelenbetrbt.
ISA 19:11 Eitel Narren sind die Beamten in Zoan, die weisesten Berater des 
Pharao; ihre Ratschlge werden dumm. Wie knnt ihr zum Pharao sprechen: 
Ich stamme von den Weisen ab, von den Knigen der Vorzeit!
ISA 19:12 Wo sind denn deine Weisen? Sie mgen dir doch verkndigen und 
erkennen, welche Absicht Jahwe der Heerscharen gegen gypten hegt!
ISA 19:13 Als Narren stehen die Beamten von Zoan da! Getuscht sind die 
Beamten von Noph! Ins Taumeln bringen gypten, die den Eckstein seiner 
Kasten bilden!
ISA 19:14 Jahwe hat in ihnen einen Geist des Schwindels bereitet; infolge 
dessen bringen sie gypten in all' seinem Thun zum Taumeln, gleichwie ein 
Trunkener in seinem Gespei umhertaumelt;
ISA 19:15 und leistet gypten kein Werk, das Kopf und Schwanz, Palmzweig 
und Binse vollbrchte.
ISA 19:16 An jenem Tage werden die gypter wie Weiber werden und voll 
Angst und Furcht vor der Hand Jahwes der Heerscharen sein, die er gegen 
sie schwingen wird.
ISA 19:17 Und das Land Juda wird fr die gypter ein Gegenstand des 
Schreckens sein. So oft man es gegen sie erwhnt, werden sie in Furcht 
geraten wegen der Absicht Jahwes der Heerscharen, die er gegen die gypter 
hegt.
ISA 19:18 An jenem Tage werden fnf Stdte im Land gypten die Sprache 
Kanaans reden und zu Jahwe der Heerscharen schwren. Eine von ihnen wird 
Stadt der Gerechtigkeit heien.
ISA 19:19 An jenem Tage wird es einen Altar Jahwes mitten im Land gypten 
und einen Malstein Jahwes an seiner Grenze geben.
ISA 19:20 Das wird fr Jahwe der Heerscharen als Zeichen und als Zeuge im 
Land gypten dienen: wenn sie vor Drngern zu Jahwe schreien, so wird er 
ihnen einen Heiland senden; der wird fr sie streiten und sie erretten.
ISA 19:21 Und Jahwe wird sich den gyptern offenbaren, und die gypter 
werden Jahwe jenes Tages erkennen und ihn mit Schlachtopfern und 
Speisopfern verehren und Jahwe Gelbde thun und sie auch einlsen.
ISA 19:22 So wird Jahwe die gypter schlagen und heilen; und werden sie 
sich zu Jahwe bekehren, so wird er sich von ihnen erbitten lassen und sie 
heilen.
ISA 19:23 An jenem Tage wird eine gebahnte Strae von gypten nach 
Assyrien gehen, so da die Assyrier gypten und die gypter Assyrien 
besuchen, und die gypter vereint mit den Assyriern Jahwe verehren.
ISA 19:24 An jenem Tage wird sich Israel als der dritte zu gypten und zu 
Assyrien gesellen, als ein Segen inmitten der Erde,
ISA 19:25 die Jahwe der Heerscharen gesegnet hat, indem er sprach: 
Gesegnet sei mein Volk gypten und Assur, das Werk meiner Hnde, und mein 
Erbbesitz Israel!
ISA 20:1 In dem Jahre, in welchem der Thartan nach Asdod kam, als ihn der 
Knig Sargon von Assyrien sandte, und er Asdod belagerte und eroberte,
ISA 20:2 zu jener Zeit redete Jahwe durch Jesaja, den Sohn des Amoz, 
Folgendes: Wohlan, thue das hrene Gewand von deinen Hften ab und ziehe 
deine Schuhe von deinen Fen. Und er that also, so da er ohne Obergewand 
und barfu einherging.
ISA 20:3 Und Jahwe sprach: Gleichwie mein Knecht Jesaja ohne Obergewand 
und barfu einhergegangen ist, als Zeichen und Sinnbild gegenber gypten 
und Kusch auf drei Jahre hinaus,
ISA 20:4 so wird der Knig von Assyrien die gefangenen gypter und die 
weggefhrten Kuschiten einherziehen lassen, Junge und Alte, ohne 
Obergewand und barfu und mit entbltem Ges - zur Schande gyptens.
ISA 20:5 Da wird man dann erschrocken und enttuscht sein ber Kusch, nach 
dem man ausblickte, und ber gypten, mit dem man sich brstete,
ISA 20:6 und die Bewohner dieser Kste werden an jenem Tage sprechen: Wenn 
es so denen ergangen ist, nach denen wir ausblickten, zu denen wir um 
Hilfe geflohen waren, um uns vor dem Knige von Assyrien zu retten, - wie 
knnen wir da entrinnen?
ISA 21:1 Ausspruch ber die Meereswste. Gleich Strmen im Mittagslande, 
die heranjagen, kommt es aus der Wste, aus furchtbarem Lande.
ISA 21:2 Ein hartes Gesicht ist mir kund geworden: der Gewaltthtige 
vergewaltigt noch immer, und der Verwster verwstet noch immer! Ziehe 
heran, Elam! Belagere, Medien! All' ihrem Seufzen mach' ich ein Ende!
ISA 21:3 Deshalb liegen meine Hften in Zuckungen, packen mich Wehen wie 
die Wehen einer Gebrenden, bin ich schwindelig, da ich nicht hre, 
bestrzt, da ich nicht sehe.
ISA 21:4 Es taumeln meine Sinne, Entsetzen verstrt mich; die Dmmerung, 
die mir so lieb, hat es mir in Beben verwandelt!
ISA 21:5 man bereitet den Tisch, legt die Teppiche, man it, man trinkt - 
auf, ihr Frsten, salbt den Schild!
ISA 21:6 Denn so sprach der Herr zu mir: Auf, bestelle einen Spher! Was 
er sieht, soll er melden!
ISA 21:7 Und sieht er Berittene, Gespanne von Rossen, Eselreiter oder 
Kamelreiter, so soll er aufhorchen, gespannt aufhorchen!
ISA 21:8 Er aber rief: Auf der Warte stehe ich, o Herr, bestndig bei Tage 
und verharre auf meiner Wacht alle Nchte hindurch!
ISA 21:9 Siehe, da kamen berittene Mnner, Gespanne von Rossen. Die hoben 
an und sprachen: Gefallen, gefallen ist Babel, und alle seine Gtterbilder 
hat er zu Boden geschmettert!
ISA 21:10 O mein zermalmtes und zerdroschenes Volk! Was ich von Jahwe der 
Heerscharen, dem Gott Israels, vernommen habe, habe ich euch verkndigt!
ISA 21:11 Ausspruch ber Duma. Aus Seir ruft man mir zu: Wchter, wie spt 
ist's in der Nacht? Wchter, wie spt ist's in der Nacht?
ISA 21:12 Der Wchter spricht: Es kommt der Morgen, aber auch Nacht. Wenn 
ihr fragen wollt, so kommt nur wieder und fragt!
ISA 21:13 Ausspruch Am Abend. bernachtet am Abend im Wald, ihr 
Karawanen der Dedaniter!
ISA 21:14 Bringt Wasser den Durstigen entgegen, ihr Bewohner des Landes 
Thema! Bietet den Flchtigen Brot an!
ISA 21:15 Denn vor Schwertern sind sie flchtig geworden, vor dem 
gezckten Schwert und vor dem gespannten Bogen und vor der Wucht des 
Kampfs.
ISA 21:16 Denn so sprach der Herr zu mir: In einem Jahre, wie die Jahre 
eines Lohnarbeiters gerechnet werden, wird die ganze Macht Kedars zu 
nichte sein.
ISA 21:17 Und der berrest von der Zahl der Bogen der Kriegsmnner der 
Kedarener wird gering sein. Ja, Jahwe, der Gott Israels, hat es geredet!
ISA 22:1 Ausspruch ber das Offenbarungsthal. Was ist dir doch, da deine 
ganze Bevlkerung auf die Dcher stieg,
ISA 22:2 von Gebraus erfllter, lrmender Ort, frhliche Stadt? Deine 
Erschlagenen sind nicht mit dem Schwert erschlagen, sind nicht im Kampfe 
gefallen!
ISA 22:3 Alle deine Fhrer flohen insgesamt, wurden ohne einen Bogenschu 
gefangen! So viele von den Deinen ergriffen wurden, die wurden insgesamt 
gefangen, waren sie auch weithin geflohen!
ISA 22:4 Deshalb sage ich: Blickt weg von mir! Ich mu bitterlich weinen! 
Besteht nicht darauf, mich zu trsten, ber den Untergang meiner 
Volksgenossen!
ISA 22:5 Denn von dem Herrn, Jahwe der Heerscharen, war ein Tag der 
Bestrzung und der Niederwerfung und der Verwirrung im Offenbarungsthale 
gekommen; Mauern wurden gestrzt und Geschrei hallte gegen die Berge.
ISA 22:6 Elam nahm den Kcher, dazu bemannte Wagen und Reiter, und Kir 
enthllte den Schild.
ISA 22:7 Da, als sich deine schnsten Ebenen mit Wagen gefllt, und Reiter 
sich gegen die Thore aufgestellt,
ISA 22:8 und er die Decke von Juda weggezogen hatte, an jenem Tage 
blicktet ihr nach den Rstungen des Waldhauses
ISA 22:9 und saht, da die Risse der Davidstadt zahlreich waren, und 
sammeltet das Wasser des unteren Teichs
ISA 22:10 und mustertet die Huser Jerusalems und rit die Huser nieder, 
um die Mauer zu befestigen,
ISA 22:11 und machtet ein Sammelbecken zwischen den beiden Mauern fr das 
Wasser des alten Teichs - aber nach dem, der es bewirkt hatte, blicktet 
ihr nicht, und nach dem, der es von lange her ersonnen hatte, schautet ihr 
nicht.
ISA 22:12 und als der Herr, Jahwe der Heerscharen, an jenem Tage zum 
Weinen und klagen und zum Glatzescheren und zum Anlegen von 
Trauergewndern rief,
ISA 22:13 da gab es Lust und Freude, Rindertten und Schafeschlachten, 
Fleischessen und Weintrinken, Essen und Trinken, denn - morgen sind wir 
tot!
ISA 22:14 Wieder und wieder hat sich Jahwe der Heerscharen in meinen Ohren 
vernehmen lassen: Wahrlich, diese Missethat soll euch nicht vergeben 
werden, bis ihr sterbt, - hat der Herr, Jahwe der Heerscharen, gesprochen.
ISA 22:15 So hat der Herr, Jahwe der Heerscharen, gesprochen: Auf, mache 
dich an diesen Verwalter, an Sebna, den Hausminister:
ISA 22:16 Was hast du hier und wen hast du hier, da du dir hier ein Grab 
hast aushauen lassen? Lt er sich da sein Grab hoch oben aushauen, sich 
eine Kammer in den Felsen meieln!
ISA 22:17 Bald schleudert Jahwe dich wuchtig, o Mann, indem er dich 
gewaltig packt,
ISA 22:18 dich wickelt, krftig wickelt, wie einen Ball in ein weit und 
breit offenes Land! Dorthin sollst du kommen, um zu sterben, dorthin deine 
herrlichen Wagen, du Schmach fr das Haus deines Herrn!
ISA 22:19 Ich will dich aus deinem Amte stoen, und von deiner Stelle soll 
man dich herunterreien.
ISA 22:20 An jenem Tag aber will ich meinen Knecht Eljakim, den Sohn des 
Hilkia, berufen,
ISA 22:21 ihn mit deinem Leibrocke bekleiden, deine Schrpe ihm fest 
umlegen und deine Gewalt seinen Hnden bergeben, da er den Bewohnern 
Jerusalems und dem Hause Juda ein Vater werde.
ISA 22:22 Ich will ihm den Schlssel des Haues Davids bertragen, da, 
wenn er ffnet, niemand verschliee, wenn er verschliet, niemand ffnen 
soll!
ISA 22:23 Ich will ihn als Nagel an einem festen Ort einschlagen, und er 
soll ein Ehrenthron fr sein vterliches Haus werden.
ISA 22:24 Da wird sich dann die ganze Wucht seines vterlichen Hauses an 
ihn hngen, Kind und Kegel, all' das kleine Geschirr, sowohl das 
Beckengeschirr, als auch smtliches Kruggeschirr.
ISA 22:25 An jenem Tage - ist der Spruch Jahwes der Heerscharen - wird der 
Nagel, der an einem festen Ort eingeschlagen war, nachgeben, wird 
heruntergeschlagen werden und fallen, da die Last, die daran hngt, zu 
Grunde geht. Ja, Jahwe hat es geredet!
ISA 23:1 Ausspruch ber Tyrus. Heult, ihr Tarsisfahrer! denn eine 
Verwstung ist angerichtet worden, da es kein Haus, kein Unterkommen mehr 
giebt. Aus dem Lande der Kittiter ist es ihnen kund geworden.
ISA 23:2 Verstummt, ihr Bewohner der Kste, die von den Kaufleuten 
Phniziens, den Meerbefahrenden, belebt war,
ISA 23:3 die auf dem groen Wasser die Aussaat des Sihor, die Ernte des 
Nils einheimste, da sie zum Handelsgewinne der Vlker ward!
ISA 23:4 Schme dich, Phnizien! Denn das Meer, die Meeresfeste, spricht: 
Ich habe nicht in Wehen gelegen noch geboren! Ich habe nicht Jnglinge 
gro gezogen, noch Jungfrauen emporgebracht!
ISA 23:5 Wenn die Kunde zu den gyptern dringt, so geraten sie bei der 
Kunde ber Tyrus in Zittern.
ISA 23:6 Wandert nach Tarsis hinber! Heult, ihr Kstenbewohner!
ISA 23:7 Ist das eure frhliche Stadt, deren Ursprung in der Urzeit liegt, 
die ihre Fe weithin trugen, um sich anzusiedeln?
ISA 23:8 Wer hat solches ber Tyrus beschlossen - die Kronenspenderin, 
deren Kaufleute Frsten, deren Hndler die Mchtigsten auf Erden waren?
ISA 23:9 Jahwe der Heerscharen hat es beschlossen, um jeglichen 
Schmuckbeladenen Stolz zu entweihen, um alle Mchtigsten auf Erden zu 
verunehren.
ISA 23:10 berstrme dein Land gleich dem Nile, du Volk von Tarsis! Es 
beengt dich keine Fessel mehr!
ISA 23:11 Er hat seine Hand ber das Meer ausgestreckt, Knigreiche 
erschttert; Jahwe hat wider Kanaan Befehl gegeben, seine Bollwerke zu 
zerstren,
ISA 23:12 und hat gesprochen: Du sollst hinfort nicht mehr frhlich sein, 
du geschndetes, einst jungfruliches Phnizien! Auf! Begieb dich zu den 
Kittitern hinber! Aber auch dort sollst du nicht Ruhe finden!
ISA 23:13 Da! Das Land der Chalder - das ist das Volk, das zu nicht 
geworden ist! Assur hat es den Wstentieren angewiesen. Sie haben ihre 
Belagerungstrme errichtet, haben seine Palste von Grund aus zerstrt, 
haben es zu einem Trmmerhaufen gemacht.
ISA 23:14 Heult, ihr Tarsisfahrer, da eure Feste verwstet ist!
ISA 23:15 An jenem Tage wird Tyrus fr siebzig Jahre in Vergessenheit 
geraten, wie die Regierung eines und desselben Knigs. Nach Verlauf von 
siebzig Jahren aber wird es Tyrus ergehen, wie es im Liede von der Hure 
heit:
ISA 23:16 Nimm die Leier, durchziehe die Stadt, vergessene Hure! Spiele 
schn, singe eifrig, damit man deiner gedenke!
ISA 23:17 Nach siebzig Jahren nmlich wird Jahwe Tyrus heimsuchen, da es 
wieder zu seinem Buhlerlohnkommen und mit allen Reichen der Welt, die auf 
Erden sind, buhlen wird.
ISA 23:18 Aber sein Gewinn und sein Buhlerlohn wird Jahwe geheiligt 
werden; man wird ihn nicht ansammeln und aufspeichern, sondern denen, die 
im Angesichte Jahwes wohnen, soll sein Gewinn zu reichlicher Nahrung und 
stattlicher Kleidung dienen.
ISA 24:1 Frwahr, Jahwe wird die Erde leer machen und kahl, ihr Antlitz 
entstellen und ihre Bewohner zerstreuen.
ISA 24:2 Dem Priester wird es ergehen wie dem Volke, dem Herrn wie seinem 
Knechte, der Herrin wie ihrer Magd, dem Verkufer wie dem Kufer, dem 
Leiher wie dem Verleiher, dem Schuldner wie dem Glubiger.
ISA 24:3 Vllig entleert wird die Erde und vllig geplndert! Ja, Jahwe 
hat dieses Wort geredet!
ISA 24:4 Die Erde wird trauern, verwelken; der Erdkreis wird 
verschmachten, verwelken, des Erdenvolkes Hohe werden verschmachten!
ISA 24:5 Denn entweiht ist die Erde, soweit sie Bewohner trgt; denn sie 
haben die Gebote bertreten, das Gesetz berschritten, die ewige Ordnung 
gebrochen.
ISA 24:6 Deshalb frit ein Fluch die Erde, und ben ihre Bewohner; 
deshalb sind die Bewohner der Erde ausgedrrt und von den Sterblichen nur 
wenige brig.
ISA 24:7 Es trauert der Most, der Weinstock verschmachtet, es seufzen 
alle, die freudiges Herzens waren.
ISA 24:8 Still ward der lustige Paukenschlag, zu Ende ist der Lrm der 
Frhlichen, still ward die lustige Weise der Zither.
ISA 24:9 Man trinkt nicht mehr Wein bei Gesang, der Rauschtrank schmeckt 
bitter den Zechern.
ISA 24:10 Zertrmmert ist die nichtige Stadt, jedes Haus dem Eintritt 
verschlossen.
ISA 24:11 Man jammert um den Wein auf den Gassen, vergangen ist alle 
Freude, hinweggezogen aller Frohsinn auf Erden.
ISA 24:12 Nur die de bleibt in der Stadt zurck, in Stcke wird das Thor 
zerschlagen.
ISA 24:13 Denn so ergeht es auf der Erde, unter den Vlkern, wie beim 
Abklopfen der Oliven, wie bei der Nachlese, wenn die Weinernte vorber ist.
ISA 24:14 Jene erheben lauten Jubelruf, ber die Hoheit Jahwes jauchzen 
sie im Westen:
ISA 24:15 Darum gebt, ihr Bewohner des Ostens, Jahwe die Ehre, - ihr 
Bewohner der Meeresksten, dem Namen Jahwes, des Gottes Israels!
ISA 24:16 Vom Saume der Erde her vernahmen wir Lobgesnge: Herrlichkeit 
fr die Frommen! Aber ich sprach: Die Seuche befllt mich! Die Seuche 
befllt mich! Wehe mir! Die Treulosen handeln treulos, ja schndlich 
treulos handeln sie!
ISA 24:17 Grauen und Grube und Garn kommen ber dich, Bewohner der Erde.
ISA 24:18 Wer zufolge des Gerchts vom Grauen flieht, fllt in die Grube, 
und wer aus der Grube emporkommt, fngt sich im Garn. Denn die Gitter in 
der Himmelshhe ffnen sich, und die Grundfesten der Erde erzittern.
ISA 24:19 Es zerbricht und zerkracht die Erde, es reit und zerspringt die 
Erde, es wankt und schwankt die Erde.
ISA 24:20 Die Erde taumelt hin und her wie ein Trunkener und schwankt wie 
eine Nachthtte. Zu schwer wird ihr die Last ihres Abfalls: sie fllt, um 
sich nie mehr zu erheben.
ISA 24:21 Und an jenem Tage wird Jahwe mit Strafen heimsuchen das Heer der 
Hhe in der Hhe und die Knige der Erde auf der Erde;
ISA 24:22 wie man Gefangene einsperrt, werden sie in eine Grube gesperrt 
und unter Verschlu gethan und erst nach langer Zeit in Gnaden heimgesucht 
werden.
ISA 24:23 Und der Mond wird sich schmen und die Sonne zu Schanden werden. 
Denn Jahwe der Heerscharen wird die Knigsherrschaft auf dem Berge Zion 
und zu Jerusalem antreten, und vor seinen Oberen wird Herrlichkeit 
erstrahlen.
ISA 25:1 Jahwe, du bist mein Gott! Ich will dich hoch rhmen, will deinen 
Namen preisen. Denn du hast Wunder vollfhrt, lngst gefate Beschlsse in 
Treue und Wahrheit.
ISA 25:2 Denn du hast die Stadt in Steinhaufen, den festen Ort in Trmmer 
verwandelt, die Palste der Barbaren in eine gewesene Stadt; niemals 
werden sie wieder aufgebaut!
ISA 25:3 Deshalb werden dich starke Vlker ehren, die Stdte 
gewaltthtiger Vlker dich frchten.
ISA 25:4 Denn du warst eine Burg fr die Geringen, eine Burg fr die Armen 
in ihrer Not, eine Zuflucht vor dem Unwetter, ein Schatten vor der Hitze. 
Denn das Schnauben der Gewaltthtigen ist wie ein Unwetter, das gegen die 
Wand prallt.
ISA 25:5 Wie die Hitze bei der Drre, so dmpfst du das Gebrause der 
Barbaren; wie die Hitze durch den Schatten der Wolken, so verliert sich 
das Siegeslied der Gewaltthtigen.
ISA 25:6 Und Jahwe der Heerscharen wird fr alle Vlker auf diesem Berge 
bereiten ein Mahl von Fettspeisen, ein Mahl von Hefenweinen, von 
Fettspeisen, die mit Mark bereitet, von Hefenweinen, die gereinigt sind.
ISA 25:7 Vernichten wird er auf diesem Berge die Hlle, die alle Vlker 
verhllt, und die Decke, die ber alle Nationen gedeckt ist.
ISA 25:8 Vernichten wird er den Tod fr immer, und der Herr Jahwe wird die 
Thrnen von allen Angesichtern abwischen und die Schmach seines Volkes 
berall auf Erden verschwinden lassen. Ja, Jahwe hat es geredet!
ISA 25:9 An jenem Tage wird man sprechen: Da ist unser Gott, von dem wir 
hofften, da er uns helfen solle! Da ist Jahwe, auf den wir hofften! Lat 
uns jubeln und frhlich sein ber seine Hilfe!
ISA 25:10 Denn die Hand Jahwes wird auf diesem Berge ruhen. Aber Moab wird 
an seinem Orte niedergetreten werden, wie Stroh im Wasser eines 
Misthaufens niedergetreten wird.
ISA 25:11 Und breitet es seine Hnde darin aus, wie sie der Schwimmer zum 
Schwimmen ausbreitet, so wird er seinen Stolz samt den Kniffen seiner 
Hnde niederdrcken.
ISA 25:12 Deine steilen, hohen Mauern wird er niederstrecken, 
niederwerfen, zu Boden stoen bis in den Staub!
ISA 26:1 An jenem Tage wird man im Lande Juda dieses Lied singen: Wir 
haben eine feste Burg! Seinen Beistand macht er zu Mauern und Bollwerk.
ISA 26:2 ffnet Thore, da hineinziehe ein frommes, die Treue wahrendes 
Volk!
ISA 26:3 Die Gesinnung in uns ist fest, du wirst dauerndes Heil gewhren; 
denn auf dich setzt sie ihr Vertrauen.
ISA 26:4 Vertraut immerdar auf Jahwe! Denn Jah, Jahwe ist ein ewiger Fels.
ISA 26:5 Denn er hat, die in der Hhe wohnten, niedergestreckt, die 
hochragende Stadt, indem er sie niederwarf, niederwarf bis zum Boden, sie 
hinabstie bis in den Staub.
ISA 26:6 Fe zertreten sie, die Fe der Elenden, die Tritte der Geringen!
ISA 26:7 Der Pfad der Rechtschaffenen luft in der Ebene; eben ist die 
Bahn der Rechtschaffenen, die du bereitest.
ISA 26:8 Ja, den Pfad deiner Gerichte, Jahwe, dich haben wir erhofft; nach 
deinem Namen und deinem Preise verlangte uns!
ISA 26:9 Innig verlangte ich nach dir in der Nacht, ja herzlich ersehnte 
ich dich in meiner Brust! Denn sobald deine Gerichte die Erde treffen, 
lernen die Bewohner des Erdkreises das rechte Verhalten.
ISA 26:10 Widerfhrt den Gottlosen Nachsicht, so lernen sie nicht das 
rechte Verhalten, so freveln sie in dem Lande, wo es redlich zu handeln 
gilt, und sehen nicht auf die Hoheit Jahwes.
ISA 26:11 Jahwe, hoch erhoben war deine Hand; sie sahen es nicht. Sie 
sollen es sehen und zu Schanden werden! Der Eifer fr das Volk und das 
Feuer, das deinen Feinden droht, soll sie verzehren!
ISA 26:12 Jahwe, du wirst uns Heil verschaffen, denn du hast all' unser 
briges Thun fr uns gewirkt.
ISA 26:13 Jahwe, unser Gott, andere Herren als du haben ber uns 
geherrscht. Nur dich allein erkennen wir an, wir preisen deinen Namen!
ISA 26:14 Die Toten werde nicht lebendig, die Schatten stehen nicht auf. 
Darum hast du sie heimgesucht und hast sie vertilgt und jedes Gedenken an 
sie vernichtet.
ISA 26:15 Du hast das Volk vermehrt, Jahwe, das Volk vermehrt, hast dich 
verherrlicht, hast alle Grenzen des Landes erweitert.
ISA 26:16 Jahwe, in der Not suchten sie dich auf; sie ergossen leises 
Gebet, wenn deine Zchtigung sie traf.
ISA 26:17 Wie eine Schwangere, die nahe daran ist zu gebren, sich windet 
und schreit in ihren Wehen, so waren wir um deinetwillen, Jahwe.
ISA 26:18 Wir gingen schwanger, wir wanden uns; als wir geboren hatten, 
hatten wir Wind geboren. Volle Hilfe schafften wir nicht im Lande, und 
Weltbewohner kamen nicht ans Licht.
ISA 26:19 Mchten deine Toten wieder lebendig werden, mchten meine 
Leichen auferstehen! Erwacht und jauchzt, die ihr im Staube liegt, denn 
ein Tau des Lichts ist dein Tau, und die Erde wird die Schatten wieder von 
sich geben.
ISA 26:20 Wohlan, mein Volk, geh in deine Kammern und schliee deine Thre 
hinter dir zu! Verbirg dich einen kleinen Augenblick, bis der Grimm 
vorbergeht.
ISA 26:21 Denn Jahwe zieht aus von seinem Ort, um die Missethaten der 
Erdbewohner an ihnen heimzusuchen. Und die Erde wird das von ihr 
eingesogene Blut enthllen und nicht lnger die auf ihr Ermordeten 
bedecken.
ISA 27:1 An jenem Tage wird Jahwe mit seinem harten und groen und starken 
Schwerte den Leviathan, die flchtige Schlange, und den Leviathan, die 
gewundene Schlange, heimsuchen und den Drachen im Meere tten.
ISA 27:2 An jenem Tage singt von einem lieblichen Weinberg:
ISA 27:3 Ich, Jahwe, bin sein Hter. Aller Augenblicke wssere ich ihn. 
Damit sich niemand an ihm vergreife, will ich ihn nachts wie am Tage 
behten.
ISA 27:4 Zorn fhle ich nicht mehr! Fnde ich nur Dornen, Gestrpp - im 
Kampfe wollte ich darauf losgehen, alles in Brand setzen!
ISA 27:5 Es sei denn, da man sich in meinen Schutz begbe, da man 
Frieden mit mir machte, mit mir Frieden machte.
ISA 27:6 In Zukunft wird Jakob Wurzel schlagen, Israel blhen und treiben, 
da sie den Erdkreis mit Frchten fllen.
ISA 27:7 Hat er es etwa gepeinigt, wie er seinen Peiniger gepeinigt hat? 
Oder ward es hingemordet, wie seine Mrder hingemordet wurden?
ISA 27:8 Nein! Durch ihre Verstoung, durch ihre Entlassung rechtetest du 
mit ihr. Durch seinen heftigen Sturm hat er sie hinausgeschafft, als der 
Ostwind wehte.
ISA 27:9 Darum wird damit die Missethat Jakobs geshnt, und wird das die 
volle Frucht seiner Entsndigung sein, da er alle Altarsteine 
zerschlagenen Kalksteinen gleicht macht, da sich Ascheren und 
Sonnensulen icht mehr erheben.
ISA 27:10 Denn die feste Stadt liegt einsam, als eine entvlkerte und 
verlassene Sttte gleich der Steppe. Dort weiden und dort lagern Klber 
und fressen seine Bsche ab.
ISA 27:11 Wenn deren Zweige verdorren, werden sie abgebrochen; Weiber 
kommen herzu, znden sie an. Denn es ist ein Volk ohne Einsicht. Deshalb 
erbarmt sich sein Schpfer seiner nicht und sein Urheber begnadigt es 
nicht.
ISA 27:12 An jenem Tage wird Jahwe Krner ausklopfen vom Euphratstrome bis 
zum Bach gyptens; ihr aber werdet einzeln aufgelesen werden, ihr Shne 
Israels!
ISA 27:13 An jenem Tage wird die groe Posaune geblasen werden, da alle, 
die sich in Assyrien verloren haben und die nach gypten verstoen wurden, 
heimkommen und Jahwe auf dem heiligen Berge zu Jerusalem anbeten.
ISA 28:1 Wehe der stolzen Krone der Trunkenbolde Ephraims und der 
welkenden Blume, seinem herrlichen Schmuck, auf dem Gipfel des fetten 
Thals der vom Wein Berauschten!
ISA 28:2 Frwahr einen Starken und Mchtigen hat der Herr in Bereitschaft! 
Wie ein Hagelunwetter, ein schneidender Sturm, wie ein Gu von gewaltigen, 
strmenden Wassern wird er sie mit der Hand zu Boden werfen,
ISA 28:3 da sie mit Fen zertreten wird, die stolze Krone der 
Trunkenbolde Ephraims.
ISA 28:4 Und mit der welkenden Blume, seinem herrlichen Schmuck, auf dem 
Gipfel des fetten Thals wird es gehen wie mit einer Frhfeige vor der 
Reifezeit, die einer, wenn er sie sieht, verschlingt, whrend er sie noch 
in der Hand hat.
ISA 28:5 An jenem Tage wird Jahwe der Heerscharen dem Reste seines Volks 
eine schmucke Krone und ein herrlicher Stirnreif sein
ISA 28:6 und gerechte Gesinnung geben dem, der zu Gerichte sitzt, und 
Heldenkraft denen, die die Angriffe zum Thore hinaus zurckschlagen.
ISA 28:7 Aber auch diese hier wanken vom Wein und taumeln vom Rauschtrank! 
Priester und Propheten wanken vom Rauschtrank, sind verwirrt vom Wein, 
taumeln vom Rauschtrank, wanken beim Schauen, schwanken beim 
Urteilsprechen!
ISA 28:8 Denn alle Tische sind voll von unfltigem Gespei, bis auf den 
letzten Platz!
ISA 28:9 Wen will er Erkenntnis lehren und wen mit seiner Predigt 
unterrichten? Etwa eben von der Milch Entwhnte, von der Brust Genommene?
ISA 28:10 Denn Richtscheit an Richtscheit, Richtscheit an Richtscheit, 
Meschnur an Meschnur, Meschnur an Meschnur, ein bichen hier, ein 
bichen da! - -ISA 28:11 Ja wohl! In stotternden Lauten und in einer 
fremdartigen Zunge wird er zu diesem Volke reden,
ISA 28:12 er, der zu ihnen gesprochen hat: Das ist die Ruhe - gnnt Ruhe 
den Mden - und das ist die Erholung! Sie aber wollten nicht hren.
ISA 28:13 So soll ihnen denn das Wort Jahwes werden
ISA 28:14 Hrt darum das Wort Jahwes, ihr Sptter, ihr Spottlieddichter 
dieses Volks in Jerusalem!
ISA 28:15 Weil ihr gesagt habt: Wir haben mit dem Tode einen Vertrag 
geschlossen und mit der Unterwelt ein Bndnis gemacht! Die flutende Geiel 
wird, wenn sie daherfhrt, uns nicht erreichen! Denn wir haben Lge zu 
unserer Zuflucht gemacht und in Trug uns geborgen!
ISA 28:16 Darum hat der Herr Jahwe also gesprochen: Schon habe ich im Zion 
einen Grundstein gelegt, einen geprften Stein, einen kostbaren Eckstein 
festester Grundlage. Wer da glaubt, soll nicht weichen!
ISA 28:17 und ich will Recht zur Meschnur und die Gerechtigkeit zum 
Senkblei machen. Hagel soll die Lgenzuflucht vernichten und Wasser die 
Trugburg fortschwemmen.
ISA 28:18 Euer Vertrag mit dem Tode soll ausgestrichen werden, und euer 
Bndnis mit der Unterwelt keine Geltung haben. Wenn die flutende Geiel 
daherfhrt, sollt ihr von ihr zermalmt werden.
ISA 28:19 So oft sie daherfhrt, wird sie euch fassen; denn Morgen fr 
Morgen wird sie daherfahren, am Tage und in der Nacht, und eitel Schauder 
wird das Empfangen solches Unterrichts sein!
ISA 28:20 Denn das Lager wird zu kurz sein, sich auszustrecken, und die 
Decke zu knapp, sich darein zu wickeln.
ISA 28:21 Denn wie am Berge Perazim wird Jahwe sich erheben, wie in der 
Ebene bei Gibeon wird er toben, um sein Werk zu vollbringen - befremdlich 
ist sein Werk! - und seine Arbeit auszurichten - seltsam ist seine Arbeit!
ISA 28:22 Darum treibt nicht Gesptt, damit eure Bande nicht noch fester 
werden! Denn ein festbeschlossenes Garaus ber die ganze Erde habe ich vom 
Herrn, von Jahwe der Heerscharen, vernommen.
ISA 28:23 Horcht auf und hrt meine Stimme! Merkt auf und hrt meine Rede!
ISA 28:24 Pflgt einer etwa immerfort zum Zwecke der Aussaat, bricht er 
auf und bearbeitet er immerfort seinen Acker?
ISA 28:25 Nicht wahr? Wenn er seine Oberflche geebnet hat, streut er Dill 
und set Kmmel und steckt Weizen und Gerste und Spelt an seinem Rand.
ISA 28:26 Es unterwies ihn zum Rechten, es lehrte ihn sein Gott.
ISA 28:27 Dill wird doch nicht mit dem Schlitten gedroschen, noch ber 
Kmmel das Wagenrad gefhrt, sondern Dill wird mit dem Stab und Kmmel mit 
dem Stocke geklopft.
ISA 28:28 Wird Brotkorn etwa zermalmt? Nein! Nicht immer drischt er darauf 
los oder treibt das Rad seines Wagens und seine Rosse darber: er zermalmt 
es nicht!
ISA 28:29 Auch das ist von Jahwe der Heerscharen ausgegangen! Er hegt 
wunderbaren Plan, einen hohen Verstand!
ISA 29:1 Ach Ariel, Ariel, du Stadt, wo David Lager schlug! Fgt Jahr zu 
Jahr! Wenn die Feste ihren Umlauf vollendet haben,
ISA 29:2 so will ich Ariel bedrngen, da Wehklage und Klage entsteht, und 
sie soll mir wie Ariel werden!
ISA 29:3 Da will ich mein Lager rings im Kreise wider dich aufschlagen und 
dich mit einem Wall einengen und Schanzen gegen dich aufrichten,
ISA 29:4 da du tief drunten vom Boden her reden und gebeugt aus dem Staub 
hervor sprechen sollst, da deine Stimme der eines Gespenstes aus der Erde 
gleichen und deine Rede aus dem Staub hervor flstern soll.
ISA 29:5 Aber der Schwarm deiner Feinde soll wie feiner Staub werden, und 
der Schwarm der Gewaltthtigen wie Spreu, die dahinfhrt! Es soll im 
Augenblicke, pltzlich geschehen!
ISA 29:6 Von seiten Jahwes der Heerscharen soll Heimsuchung erfolgen mit 
Donner und Erdbeben und lautem Schall, mit Sturm und Wetter und der Flamme 
verzehrendes Feuers.
ISA 29:7 Und wie in einem Traum, einem nchtlichen Gesichte soll es dem 
Schwarm aller der Vlker ergehen, die wider Ariel zu Felde liegen, und 
aller, die wider sie und ihre Bergfeste zu Felde liegen und sie bedrngen.
ISA 29:8 Und gleichwie ein Hungriger trumt, er esse, dann aber mit 
ungestillter Gier aufwacht - und gleichwie ein Durstiger trumt, er 
trinke, dann aber matt und mit lechzender Gier aufwacht - also wird es dem 
Schwarm aller der Vlker ergehen, die wider den Berg Zion zu Felde liegen!
ISA 29:9 Stieret und staunet! Blendet euch und erblindet! Sie sind 
trunken, doch nicht von Wein; sie wanken, doch nicht von Rauschtrank.
ISA 29:10 Weil Jahwe einen Geist tiefen Schlafs ber euch ausgegossen und 
eure Augen, die Propheten, verschlossen und eure Hupter, die Seher, 
verhllt hat,
ISA 29:11 so ergeht es euch mit dem Weissagen von all' diesen Dingen wie 
mit den Worten eines versiegelten Buchs, das man dem, der sich auf 
Geschriebenes versteht, mit der Aufforderung giebt: Lies das einmal! 
worauf er versetzt: Ich kann nicht, weil es versiegelt ist!
ISA 29:12 bergiebt man aber das Buch einem, der sich nicht auf 
Geschriebenes versteht, mit der Aufforderung: Lies das einmal! so 
versetzt: Ich verstehe mich nicht auf Geschriebenes!
ISA 29:13 Und der Herr sprach: Weil sich dieses Volk mit seinem Munde naht 
und mit seinen Lippen mich ehrt, sein Herz aber fern von mir hlt, und 
ihre Gottesfurcht angelerntes Menschengebot ist,
ISA 29:14 darum handle ich nun mit diesem Volke noch einmal wunderbar, 
wunderbar und wundersam, da die Weisheit seiner Weisen zu nicht wird und 
die Klugheit seiner Klugen sich verbirgt.
ISA 29:15 Wehe denen, die ihre Plne vor Jahwe tief verbergen, so da ihr 
Thun im Finstern geschieht, und dabei denken: Wer sieht uns und wer kennt 
uns?
ISA 29:16 O ber eure Verkehrtheit! Oder darf der Tpfer dem Thone gleich 
geachtet werden? Da das Geschpf von seinem Schpfer sagen knnte: Er hat 
mich nicht geschaffen! und der Topf von dem Tpfer sagen knnte: Er 
versteht nichts!
ISA 29:17 Ist es denn nicht nur noch eine kurze, kleine Weile, da sich 
der Libanon in einen Fruchtgarten verwandeln, und der Fruchtgarten fr 
Wald gelten wird?
ISA 29:18 An jenem Tage werden die Tauben geschriebene Worte vernehmen, 
und die Augen der Blinden aus Dunkel und Finsternis heraus sehen knnen.
ISA 29:19 Die Dulder werden sich aufs neue Jahwes freuen, und die rmsten 
der Menschen ber den Heiligen Israels jubeln.
ISA 29:20 Denn Gewaltthtige wird es nicht mehr geben und mit den Spttern 
ein Ende haben, und alle, die auf Bosheit bedacht sind, werden ausgerottet 
sein,
ISA 29:21 die die Leute in einer Rechtssache zur Snde verleiten und dem 
Richter im Thore Schlingen legen und das Recht Unschuldiger durch 
Nichtigkeiten beugen.
ISA 29:22 Darum hat Jahwe, der Abraham erlste, also vom Hause Jakobs 
gesprochen: Nicht wird alsdann Jakob enttuscht werden, nicht wird alsdann 
sein Antlitz erblassen,
ISA 29:23 sondern wenn er - seine Kinder - das Werk meiner Hnde an ihm 
sehen wird, so werden sie meinen Namen heilig halten. Sie werden den 
Heiligen Jakobs heilig halten und vor dem Gott Israels Schrecken empfinden;
ISA 29:24 die verirrtes Geistes waren, werden Einsicht lernen, und die 
murrten, werden Belehrung annehmen.
ISA 30:1 Wehe den widerspenstigen Shnen - ist der Spruch Jahwes -, die 
einen Plan betreiben, der nicht von mir ausgegangen ist, und ein Bndnis 
schlieen, das nicht nach meinem Willen ist, so da sie Snde auf Snde 
hufen, -ISA 30:2 die sich auf den Weg nach gypten gemacht haben, ohne 
meinen Mund zu befragen, um sich mit dem Schutze des Pharao zu schtzen 
und im Schatten gyptens Zuflucht zu suchen.
ISA 30:3 Aber der Schutz des Pharao wird euch zur Enttuschung und die 
Zuflucht im Schatten gyptens zur Schmach gereichen.
ISA 30:4 Mgen auch seine Beamten in Zoan sein, und seine Boten bis nach 
Hanes gelangen,
ISA 30:5 alle werden enttuscht ber ein Volk, das ihnen nicht ntzt, das 
keine Hilfe und keinen Nutzen, sondern Enttuschung, ja Schande bringt.
ISA 30:6 Ausspruch ber die Tiere des Sdens. Durch ein Land der Not und 
Angst, wie sie dort Lwe und Lwin, Ottern und fliegende Drachen bringen, 
schleppen sie ihre Reichtmer auf dem Rcken von Eseln und ihre Schtze 
auf dem Hcker von Kamelen zu einem Volke, das nicht ntzt!
ISA 30:7 gyptens Hilfe ist ja eitel und nichtig. Darum nenne ich es: 
Gromaul, das nichts thut.
ISA 30:8 Nun gehe hinein! Schreibe es auf eine Tafel vor ihnen und fasse 
es in Schrift ab, da es fr die knftige Zeit als Zeuge auf immer diene!
ISA 30:9 Denn ein widerspenstiges Volk ist es, verlogene Shne, Shne, die 
die Weisung Jahwes nicht hren wollten;
ISA 30:10 die den Sehern befahlen: Ihr sollt nicht sehen! und den 
Weissagern: Ihr sollt uns nicht die Wahrheit weissagen! Redet uns 
Angenehmes, weissagt Tuschungen!
ISA 30:11 Weicht vom Wege ab, biegt ab vom Pfade! Lat uns mit dem 
Heiligen Israels in Ruhe!
ISA 30:12 Darum hat der Heilige Israels also gesprochen: Weil ihr dieses 
Wort verworfen und auf Verkehrtheit und Falschheit vertraut und euch 
darauf gesttzt habt,
ISA 30:13 darum soll euch diese Missethat werden wie ein Einsturz 
drohender Ri, der hervortritt an einer hohen Mauer, deren Zertrmmerung 
pltzlich, im Augenblick, eintreten kann, -ISA 30:14 der sie zertrmmert, 
wie man einen Tpferkrug zertrmmert, der schonungslos in Stcke 
geschlagen wird, so da sich unter seinen Stcken nicht eine Scherbe 
findet, mit der man Kohlen aus dem Brande scharren oder Wasser aus der 
Zisterne schpfen knnte.
ISA 30:15 Denn der Herr Jahwe, der Heilige Israels, hatte also gesprochen: 
In Umkehr und Ruhe besteht euer Heil, in Stille und Vertrauen besteht eure 
Heldenkraft! Aber ihr wolltet nicht
ISA 30:16 und sagtet: Nein! sondern auf Rossen wollen wir dahinfliegen! - 
deshalb sollt ihr fliehen! Und auf Rennern wollen wir reiten! - deshalb 
sollen rennen eure Verfolger!
ISA 30:17 Tausend von euch sollen fliehen vor dem Kriegsruf eines 
Einzigen, vor dem Kriegsruf von fnf Leuten, bis euer Rest geworden ist 
wie ein Mast auf dem Berggipfel, wie ein Panier auf dem Hgel.
ISA 30:18 Darum wartet Jahwe darauf, euch zu begnadigen, und darum wird er 
sich erheben, sich eurer zu erbarmen. Denn Jahwe ist ein Gott des Rechts. 
Heil allen, die auf ihn warten!
ISA 30:19 Ja du Volk, das auf dem Zion, das zu Jerusalem wohnt: Immerfort 
sollst du nicht weinen! Gewi wird er dich begnadigen infolge deines 
Schreiens. Wenn er es vernimmt, erhrt er dich.
ISA 30:20 Und wenn euch der Herr Brot der Not und Wasser der Drangsal 
geben wird, werden sich deine Lehrer nicht mehr verbergen, sondern deine 
Augen werden bestndig deine Lehrer erblicken,
ISA 30:21 und deine Ohren werden hinter dir den Ruf vernehmen: Das ist der 
Weg! Ihn geht! wenn ihr nach rechts geht oder nach links abbiegt.
ISA 30:22 Da werdet ihr dann eure mit Silber beschlagenen Gtzen und eure 
mit Gold berzogenen Gubilder verunreinigen. Wie etwas Ekelhaftes wirst 
du sie hinwerfen. Hinaus! wirst du zu ihnen sprechen.
ISA 30:23 Und er wird Regen fr deine Saat spenden, mit der du den Acker 
besest, und das Getreide, das der Acker trgt, wird saftvoll und fett 
sein. Dein Vieh wird an jenem Tag auf weiter Aue weiden.
ISA 30:24 Die Ochsen und die Esel, die den Acker bearbeiten, werden 
gesalzenes Mengfutter fressen, das mit der Schaufel und der Gabel 
geworfelt ist.
ISA 30:25 Auf allen hohen Bergen und auf allen hochragenden Hgeln wird es 
Bche geben, Wasserstrme, am Tage des groen Mordens, wenn die Trme 
fallen.
ISA 30:26 Das Licht des Mondes wird dem Lichte der Sonne gleichen, und das 
Licht der Sonne wird siebenfach sein wie das Licht von sieben Tagen, wenn 
Jahwe den Schaden seines Volks verbindet und die ihm geschlagenen Wunden 
heilt.
ISA 30:27 Da kommt die Erscheinung Jahwes aus der Ferne - sein Zorn 
lodert, und schwere Rauchwolken steigen auf. Seine Lippen schumen vor 
Grimm, seine Zunge gleicht verzehrendem Feuer,
ISA 30:28 sein Hauch dem berschwemmenden Strom, der bis an den Hals 
reicht, - um die Vlker in der Schwinge des Verderbens zu schwingen, ein 
irrefhrender Zaum an den Kinnbacken der Nationen.
ISA 30:29 Lieder werdet ihr singen wie in der Nacht der Festweihe und 
freudig gestimmt sein, wie die Wallfahrer, die unter Fltenspiel auf den 
Berg Jahwes kommen, zum Felsen Israels.
ISA 30:30 Jahwe lt seine majesttische Stimme erschallen und das 
Herabfahren seines Armes sehen mit tobendem Zorn und der Flamme 
verzehrenden Feuers, unter Sturm und Wetter und Hagelsteinen.
ISA 30:31 Denn vor dem Donner Jahwes soll Assur erschrecken, wenn er mit 
dem Stocke schlgt.
ISA 30:32 So oft der Stab des Verhngnisses einherfhrt, den Jahwe auf ihn 
niedersenden wird, sollen Pauken und Zithern erschallen, und mit rastlos 
geschwungener Hand wird er gegen sie kmpfen.
ISA 30:33 Denn bereits ist ein Tophet zugerstet! Auch das ist fr den 
Knig bereitet! Tief und breit ist sein Holzsto, Feuer und Holz ist in 
Menge da! Der Odem Jahwes, gleich einem Schwefelstrom, setzt es in Brand.
ISA 31:1 Wehe denen, die nach gypten hinabzogen, um Hilfe zu erlangen und 
sich auf Kriegsrosse zu sttzen, die auf Streitwagen ihr Vertrauen setzten 
wegen ihrer Menge und auf Reiter wegen ihrer groen Zahl, aber den 
Heiligen Israels nicht blickten und Jahwe nicht befragten!
ISA 31:2 Doch auch er war weise und fhrte Unglck herbei und er macht 
seine Worte nicht rckgngig. Und so wird er sich aufmachen gegen die 
Rotte der Bsewichter und gegen die Hilfleistung der belthter.
ISA 31:3 Die gypter sind ja Menschen, nicht Gott! Ihre Rosse sind ja 
Fleisch, nicht Geist! Daher wird, wenn Jahwe seine Hand ausreckt, der 
Untersttzende straucheln und der Untersttzte fallen, und alle zusammen 
werden sie zu Grunde gehen.
ISA 31:4 Denn so hat Jahwe zu mir gesprochen: Wie ein Lwe, ein junger 
Lwe, ber seiner Beute knurrt - eine Masse Hirten hat man gegen ihn 
aufgeboten, aber vor ihrem Geschrei erschrickt er nicht und von ihrem 
Lrmen lt er sich nicht anfechten - so wird Jahwe der Heerscharen zur 
Heerfahrt auf den Berg Zion und auf seine Hhe herniederfahren.
ISA 31:5 Gleich flatternden Vgeln, so wird Jahwe der Heerscharen 
Jerusalem beschirmen, beschirmen und erretten, verschonen und befreien.
ISA 31:6 Kehrt um zu dem, von dem man so tief abgefallen ist, ihr Shne 
Israels!
ISA 31:7 Denn an jenem Tage wird ein jeder seine silbernen und seine 
goldenen Gtzen verwerfen, die euch eure Hnde zur Verschuldung 
angefertigt haben.
ISA 31:8 Doch Assur wird nicht durch ein Mannesschwert fallen, und nicht 
ein Menschenschwert wird ihn fressen! Er wird fliehen vor dem Schwert, und 
seine Krieger werden zu Frnern werden. Sein Fels wird vor Grauen 
vergehen, und seine Fhrer vor einem Panier erbeben, ist der Spruch 
Jahwes, der sein Feuer in Zion und seinen Ofen zu Jerusalem hat.
ISA 32:1 In Zukunft wird ein Knig gerecht herrschen, und die Obersten dem 
Rechte gem walten.
ISA 32:2 Jeder wird einem Obdach vor dem Winde gleichen und einem Schutz 
vor Unwetter, den Wasserbchen in der Drre, dem Schatten eines mchtigen 
Felsens in lechzendem Lande.
ISA 32:3 Die Augen der Sehenden werden nicht mehr geblendet sein, und die 
Ohren der Hrenden werden aufmerken.
ISA 32:4 Der Verstand der Voreiligen wird lernen, zu urteilen, und die 
Zunge der Stotternden wird gelufig Deutliches reden.
ISA 32:5 Einen Frevler wird man nicht mehr edel nennen, noch einen 
Schurken vornehm heien.
ISA 32:6 Denn ein Frevler redet Frevel, und sein Sinn bereitet Unheil, 
indem er Ruchlosigkeit verbt und Irrsal wider Jahwe redet, indem er den 
Hungrigen darben lt und den Durstigen Mangel leiden lt an Getrnk.
ISA 32:7 Und des Schurken Waffen sind bse; solch' einer sinnt auf Rnke, 
da er die Elenden durch trgerische Reden verderbe, selbst wenn der Arme 
sein Recht beweist.
ISA 32:8 Aber der Edle sinnt auf Edles, und solch' einer beharrt auf Edlem.
ISA 32:9 Ihr sicheren Weiber! Auf, hrt meine Stimme! Ihr sorglosen 
Frauen! Horcht auf meine Rede!
ISA 32:10 ber Jahr und Tag werdet ihr unruhig werden, ihr Sorglosen! Denn 
ein Ende hat's mit der Weinlese, eine Obsternte kommt nicht mehr!
ISA 32:11 ngstigt euch, ihr Sicheren! Beunruhigt euch, ihr Sorglosen! 
Legt ab und entkleidet euch, umgrtet die Lenden mit dem Trauergewand!
ISA 32:12 Auf die Brste schlgt man sich in der Klage um die kstlichen 
Felder, um die fruchtbaren Weinstcke,
ISA 32:13 um den Acker meines Volks, der in Dornen und Gestrpp 
aufschiet, ja um alle lustigen Huser, um die frhliche Stadt.
ISA 32:14 Denn die Palste sind verlassen, der Lrm der Stadt ist verdet. 
Ophel und Warte dienen fr immer als Hhlen: eine Lust fr Wildesel, ein 
Weideplatz fr Herden -ISA 32:15 bis ein Geist aus der Hhe auf uns 
ausgegossen wird, da die Steppe zum Fruchtgarten werde, und der 
Fruchtgarten fr Wald gelte,
ISA 32:16 da in der Steppe das Recht hause und die Gerechtigkeit sich im 
Fruchtgarten niederlasse.
ISA 32:17 Und die Wirkung der Gerechtigkeit wird Friede sein, und der 
Ertrag der Gerechtigkeit Ruhe und Sicherheit fr immer.
ISA 32:18 Mein Volk wird sich niederlassen in einer Wohnung des Friedens, 
in Behausungen der Zuversicht und an sicheren Ruhepltzen.
ISA 32:19 Doch hageln wird es, wenn der Wald niedergeht, und die Stadt in 
Niedrigkeit niedersinkt.
ISA 32:20 Heil euch, die ihr allenthalben an den Gewssern set und den 
Fu der Rinder und Esel frei schweifen lat!
ISA 33:1 Wehe dir, Verwster, der selbst nicht Verwstung erlitt! Wehe dir 
Treulosem, der selbst nicht Treulosigkeit erfuhr! Wenn du fertigt bist mit 
Verwsten, sollst du verwstet werden; wenn du die Treulosigkeiten beendet 
hast, wird man dich treulos behandeln.
ISA 33:2 Jahwe, sei uns gndig! Auf dich hoffen wir! Sei unser Arm an 
jedem Morgen, ja unsere Hilfe in der Zeit der Not!
ISA 33:3 Vor lautem Getse fliehen die Vlker, vor deiner Erhebung 
zerstieben die Heiden.
ISA 33:4 Dann rafft man Beute zusammen, wie Heuschrecken raffen; wie Kfer 
umherrennen, rennt man darin umher.
ISA 33:5 Aber erhaben wird Jahwe sein; denn er wohnt in der Hhe. Er wird 
Zion mit Recht und Gerechtigkeit fllen;
ISA 33:6 sichere Zeiten wirst du haben. Weisheit und Erkenntnis werden 
heil anhufen, die Furcht Jahwes wird ihr Schatz sein.
ISA 33:7 Da jammern drauen die Helden, die Friedensboten weinen 
bitterlich.
ISA 33:8 Verdet sind die Straen, die Wanderer feiern! Er hat den Vertrag 
gebrochen, die Stdte mihandelt, die Menschen fr nichts geachtet.
ISA 33:9 In Trauer welkt das Land dahin, in Scham stirbt der Libanon ab, 
die Saronebene wird zur Steppe, Basan und Karmel werfen ihr Laub ab.
ISA 33:10 Nun will ich mich aufmachen, spricht Jahwe, nun will ich mich 
aufrichten, nun mich erheben!
ISA 33:11 Ihr geht schwanger mit drren Halmen, ihr gebrt Stoppeln. Euer 
Schnauben ist ein Feuer, das euch selbst verzehrt!
ISA 33:12 Dann werden die Vlker wie zu Kalk verbrannt, wie abgehauene 
Dornen, die durch Feuer entzndet werden.
ISA 33:13 Hrt, ihr Fernen, was ich gethan habe, und erfahrt, ihr Nahen, 
meine Heldenthat!
ISA 33:14 Die Snder in Zion werden erbeben, ein Zittern wird die 
Ruchlosen packen: Wer von uns kann weilen bei dem verzehrenden Feuer? Wer 
von uns kann weilen bei den bestndigen Gluten?
ISA 33:15 Wer in Rechtschaffenheit wandelt und die Wahrheit redet, wer 
Erpressungsgewinn verschmht, wer die Annahme von Bestechung abwehrt, wer 
sein Ohr verstopft, um nicht Mordplne zu hren, und seine Augen 
verschliet, um nicht an Bsem seine Lust zu sehen -ISA 33:16 der wird auf 
Hhen wohnen, Felsenfesten sind seine Burg; sein Brot wird ihm gereicht, 
sein Wasser versiegt nicht!
ISA 33:17 Deine Augen werden den Knig in seiner Schnheit erblicken, 
werden ein weites Gebiet erschauen.
ISA 33:18 Dein Herz wird ber die Schreckenszeit nachsinnen: wo ist, der 
das Geld zhlte? wo, der es abwog? wo ist, der die Trme abzhlte?
ISA 33:19 Das freche Volk wirst du nicht mehr sehen, das Volk mit dunkler, 
unverstndlicher Rede, mit stammelnder sinnloser Sprache.
ISA 33:20 Schaue auf Zion, die Stadt unserer Feste! Deine Augen werden 
Jerusalem sehen als eine sichere Wohnung, als ein Zelt, das nicht wandert, 
dessen Pflcke niemals ausgezogen werden, dessen Stricke insgesamt nicht 
reien.
ISA 33:21 Frwahr, dort wohnt ein Herrlicher, Jahwe, uns zu gute, als ob 
wogende Strme von groer Breite uns umgben, die keine Ruderflotte 
befhrt, kein stolzes Schiff berschreitet.
ISA 33:22 Denn Jahwe ist unser Richte, Jahwe unser Gebieter, Jahwe ist 
unser Knig, er wird uns helfen.
ISA 33:23 Schlaff hngen deine Taue, sie halten nicht das Gestell des 
Mastes, sie spannen das Segel nicht! Dann aber wird man Beute und Raub in 
Menge austeilen, selbst Lahme werden reichlich plndern.
ISA 33:24 Und kein Einwohner wird sagen: ich leide! Das Volk, das dort 
wohnt, hat Vergebung der Snde.
ISA 34:1 Herbei, ihr Vlker, zu hren, und gebt acht, ihr Nationen! Es 
hre die Erde und was sie fllt, der Erdkreis und alles, was ihm entsprot!
ISA 34:2 Denn ergrimmt ist Jahwe ber alle Vlker und zornig ber all' ihr 
Heer; er hat sie mit dem Banne belegt, hat sie der Schlachtung 
preisgegeben,
ISA 34:3 da ihre Erschlagenen hingeworfen daliegen und der Gestank von 
ihren Leichen aufsteigen und die Berge von ihrem Blute zerflieen sollen.
ISA 34:4 Das ganze Himmelsheer zergeht, wie ein Buch rollt sich der Himmel 
zusammen, und all sein Heer welkt ab, wie das Laub am Weinstock verwelkt, 
wie welke Bltter am Feigenbaum.
ISA 34:5 Denn berauscht hat sich im Himmel mein Schwert; nun fhrt es 
herab auf Edom und das von mir gebannte Volk zum Gericht.
ISA 34:6 Ein Schwert hat Jahwe, das trieft von Blut, das strotzt vom Fett, 
vom Blute der Lmmer und Bcke, vom Nierenfette der Widder. Denn Jahwe 
hlt ein Opfer in Bozra und ein groes Schlachten im Lande Edom.
ISA 34:7 Wildochsen werden mit jenen niedersinken und Farren mit den 
Stieren. Ihr Land wird sich berauschen von Blut, und ihr Boden von Fett 
strotzen.
ISA 34:8 Denn ein Tag der Rache kommt von Jahwe, ein Jahr der Vergeltung 
fr die Sache Zions.
ISA 34:9 Edoms Bche werden sich in Pech verwandeln, und sein Erdreich in 
Schwefel, da sein Land zu brennendem Peche wird.
ISA 34:10 Weder nachts noch bei Tage wird es verlschen, immerfort wird 
sein Qualm aufsteigen; von Geschlecht zu Geschlechte wird es wste liegen, 
auf ewige Zeiten wird es niemand durchwandern.
ISA 34:11 Pelikan und Rohrdommel werden es in Besitz nehmen, Uhu und Rabe 
werden darin wohnen. Und Jahwe wird darber ausspannen die Meschnur der 
de und das Senkblei der Leere.
ISA 34:12 Sein Adel - niemand ruft mehr das Knigtum aus, und alle sein 
Fhrer werden zu nichte.
ISA 34:13 In seinen Palsten werden Dornen aufschieen, Nesseln und 
Disteln in seinen Festungen; sie werden zur Wohnung von Schakalen, zu 
einem Gehege fr Straue,
ISA 34:14 und Wildkatzen werden Schakalen begegnen und Bocksgeister 
einander treffen. Nur die Lilith wird dort rasten und eine Ruhesttte fr 
sich finden.
ISA 34:15 Dort nistet und heckt die Pfeilschlange, legt Eier und brtet in 
ihrem Schatten, nur Weihen sammeln sich dort, eine zur andern.
ISA 34:16 Forscht in der Schrift Jahwes und lest nach: Keines von ihnen 
ist ausgeblieben, keines vermit das andere! Denn sein Mund war es, der es 
geboten, und sein Geist, der sie versammelt hat.
ISA 34:17 Er selbst hat ihnen das Los geworfen und seine Hand hat das Land 
mit der Meschnur unter sie verteilt. Auf immer werden sie es besitzen, 
von Geschlecht zu Geschlechte werden sie darin wohnen.
ISA 35:1 Freuen sollen sich die Wste und das drre Land; die Steppe soll 
jubeln und aufsprieen wie Krokus!
ISA 35:2 ppig soll sie aufsprieen und jubeln, ja jubeln und jauchzen! 
Die Herrlichkeit des Libanon wird ihr geschenkt, die Pracht unseres Gottes.
ISA 35:3 Strkt die lassen Hnde und festigt die wankenden Kniee!
ISA 35:4 Sprecht zu denen, die bestrzten Sinnes sind: Seid getrost, habt 
keine Furcht! Da ist euer Gott! Die Rache kommt, die Vergeltung Gottes! Er 
selbst kommt und hilft euch.
ISA 35:5 Dann werden sich die Augen der Blinden aufthun, und die Ohren der 
Tauben sich ffnen.
ISA 35:6 Dann wird der Lahme springen wie ein Hirsch, und die Zunge des 
Stummen wird jauchzen; denn in der Wste brechen Wasser hervor, und Bche 
in der Steppe,
ISA 35:7 und die Kimmung wird zum Teich und das durstige Land zu 
Wasserquellen. An der Sttte der Schakale, an ihrem Lager, entsteht ein 
Gehege fr Schilf und Rohr.
ISA 35:8 Und eine gebahnte Strae wird es dort geben; der heilige Weg wird 
sie heien, kein Unreiner wird sie betreten. Er selbst wird fr sie des 
Weges ziehn; so werden auch Thrichte nicht irren.
ISA 35:9 Nicht wird es dort Lwen geben, noch werden reiende Tiere zu ihr 
hinauf steigen; keines lt sich dort betreffen, und sicher wandeln die 
Erlsten.
ISA 35:10 Jahwes Befreite kehren heim und gelangen nach Zion mit Jauchzen, 
und ewige Freude umschwebt ihr Haupt. Wonne und Freude erlangen sie, 
Kummer und Seufzen entfliehn.
ISA 36:1 Im vierzehnten Jahr aber des Knigs Hiskia zog Sanherib, der 
Knig von Assyrien, wider alle festen Stdte Judas heran und nahm sie ein.
ISA 36:2 Da sandte der Knig von Assyrien den Rabsake von Lachis aus nach 
Jerusalem zum Knig Hiskia mit starker Heeresmacht; der nahm Aufstellung 
an der Wasserleitung des oberen Teichs, an der Strae zum Walkerfelde.
ISA 36:3 Da gingen Eljakim, der Sohn Hilkias, der dem Palaste vorstand, 
und Sebna, der Staatsschreiber, und Joah, der Sohn Asaphs, der Kanzler, zu 
ihm hinaus.
ISA 36:4 Der Rabsake aber sprach zu ihnen: Sagt Hiskia: So spricht der 
groe Knig, der Knig von Assyrien: Was bedeutet die stolze Zuversicht, 
die du da hegst?
ISA 36:5 Meinst du etwa, ein bloes Wort genge, um den rechten Entschlu 
und die ntige Macht zum Kriege zu beschaffen? Auf wen verlssest du dich 
eigentlich, da du von mir abtrnnig geworden bist?
ISA 36:6 Wohlan, du verlssest dich auf den zerstoenen Rohrstab da, auf 
gypten, der jedem, der sich auf ihn sttzt, in die Hand fhrt und sie 
durchbohrt. So erzeigt sich der Pharao, der Knig von gypten, allen, die 
sich auf ihn verlassen.
ISA 36:7 Wolltet ihr mir aber antworten: Auf Jahwe, unseren Gott, 
verlassen wir uns! so ist das ja derselbe, dessen Hhen und Altre Hiskia 
abgeschafft hat, indem er Juda und Jerusalem befahl: Vor diesem Altare 
sollt ihr anbeten!
ISA 36:8 Nun wohlan, gehe doch mit meinem Herrn, dem Knige von Assyrien, 
eine Wette ein: ich will dir zweitausend Rosse geben, ob du wohl imstande 
bist, die ntigen Reiter fr sie zu beschaffen?
ISA 36:9 Wie Willst du da den Angriff eines einzigen Hauptmanns von den 
geringsten Dienern meines Herrn zurckschlagen? Und doch verlssest du 
dich auf gypten um der Wagen und Reiter willen?
ISA 36:10 Nun, bin ich etwa ohne Jahwes Zustimmung wider dieses Land 
herangezogen, es zu verheeren? Jahwe selbst hat mir geboten: Ziehe wider 
dieses Land und verheere es!
ISA 36:11 Da sprachen Eljakim und Sebna und Joah zum Rabsake: Rede doch 
mit deinen Knechten aramisch, denn wir verstehen es, und rede nicht auf 
judisch mit uns vor den Ohren der Leute, die auf der Mauer stehen.
ISA 36:12 Der Rabsake aber antwortete: Hat mich etwa mein Herr zu deinem 
Herrn oder zu dir gesandt, um solches zu verkndigen, und nicht vielmehr 
zu den Mnnern, die auf der Mauer sitzen, da sie samt euch ihren eigenen 
Kot verzehren und ihren Harn trinken?
ISA 36:13 Hierauf trat der Rabsake hin und rief mit lauter Stimme auf 
judisch und sprach: Vernehmt die Worte des groen Knigs, des Knigs von 
Assyrien!
ISA 36:14 So spricht der Knig: Lat euch nicht von Hiskia bethren, denn 
er vermag euch nicht zu erretten.
ISA 36:15 Und lat euch nicht von Hiskia auf Jahwe vertrsten, wenn er 
spricht: Jahwe wird uns sicherlich erretten; diese Stadt wird nicht in die 
Gewalt des Knigs von Assyrien berliefert werden!
ISA 36:16 Hrt nicht auf Hiskia! Denn so spricht der Knig von Assyrien: 
Macht Frieden mit mir und bergebt euch mir, so sollt ihr ein jeder von 
seinem Weinstock und Feigenbaum essen und ein jeder das Wasser seiner 
Zisterne trinken,
ISA 36:17 bis ich komme und euch in ein Land hole, das eurem Lande 
gleicht, ein Land voller Korn und Most, ein Land voller Brotkorn und 
Weinberge.
ISA 36:18 Lat euch nur nicht von Hiskia verfhren, wenn er spricht: Jahwe 
wird uns erretten! Haben etwa die Gtter der Heiden ein jeglicher sein 
Land aus der Gewalt des Knigs von Assyrien errettet?
ISA 36:19 Wo sind die Gtter von Hamath und Arpad, wo sind die Gtter von 
Sepharwaim? Und wo sind die Gtter des Landes Samaria? Haben sie etwa 
Samaria aus meiner Gewalt errettet?
ISA 36:20 Wo wren unter allen den Gttern dieser Lnder solche, die ihr 
Land aus meiner Gewalt errettet htten, da nun Jahwe Jerusalem aus meiner 
Gewalt erretten sollte?
ISA 36:21 Da schwiegen sie still und antworteten ihm nichts. Denn so 
lautete der Befehl des Knigs: Antwortet ihm nicht!
ISA 36:22 Darauf kamen Eljakim, der Sohn Hilkias, der dem Palaste 
vorstand, und Sebna, der Staatsschreiber, und Joah, der Sohn Asaphs, der 
Kanzler, mit zerrissenen Kleidern zu Hiskia und berichteten ihm, was der 
Rabsake gesagt hatte.
ISA 37:1 Als das der Knig Hiskia vernahm, zerri er seine Kleider, hllte 
sich in ein hrenes Gewand und ging in den Tempel Jahwes.
ISA 37:2 Eljakim aber, der dem Palaste vorstand, und Sebna, den 
Staatsschreiber, samt den vornehmsten Priestern sandte er mit hrenen 
Gewndern umhllt zu Jesaja, dem Sohne des Amoz, dem Propheten.
ISA 37:3 Und sie sprachen zu ihm: So spricht Hiskia: Ein Tag der Not und 
der Zchtigung und Verwerfung ist dieser Tag; denn das Kind ist bis an den 
Muttermund gekommen, aber es ist keine Kraft da, zu gebren.
ISA 37:4 Vielleicht hrt Jahwe, dein Gott, die Reden des Rabsake, den sein 
Herr, der Knig von Assyrien, gesandt hat, den lebendigen Gott zu lstern. 
So mge er denn die Reden ahnden, die Jahwe, dein Gott, gehrt hat. Du 
aber lege Frbitte ein fr den berrest, der noch vorhanden ist!
ISA 37:5 Als nun die Diener des Knigs Hiskia zu Jesaja kamen,
ISA 37:6 gab ihnen Jesaja den Bescheid: Sprecht also zu eurem Herrn: So 
spricht Jahwe: frchte dich nicht wegen der Reden, die du gehrt hast, mit 
denen mich die Knechte es Knigs von Assyrien gelstert haben.
ISA 37:7 Frwahr, ich will ihm einen Geist eingeben, da er eine Kunde 
vernehmen und nach seinem Lande zurckkehren soll, und will ihn dann in 
seinem Lande durchs Schwert fllen!
ISA 37:8 Darauf kehrte der Rabsake zurck und fand den Knig von Assyrien 
mit der Belagerung von Libna beschftigt; er hatte nmlich erfahren, da 
er von Lachis aufgebrochen war.
ISA 37:9 Als aber Sanherib in betreff Thirhakas, des Knigs von Kusch, die 
Kunde vernahm: Er ist ausgerckt um mit dir zu kmpfen, da sandte er 
abermals Boten an Hiskia mit den Worten: Sprecht also zu Hiskia, dem 
Knige von Juda:
ISA 37:10 La dich von deinem Gott, auf den du dich verlssest, nicht 
bethren, indem du denkst: Jerusalem wird nicht in die Gewalt des Knigs 
von Assyrien berliefert werden.
ISA 37:11 Du hast ja selbst gehrt, wie die Knige von Assyrien mit allen 
Lndern verfahren sind, indem sie den Bann an ihnen vollstreckten, und da 
wolltest du entrinnen?
ISA 37:12 Haben etwa die Gtter der Vlker, die von meinen Vtern 
vernichtet wurden, diese Gerettet - Gosan und Haran und Rezeph und die 
Leute von Eden zu Thelassar?
ISA 37:13 Wo ist der Knig von Hamath und der Knig von Arpad und ein 
Knig ber die Stadt Sepharwaim, Hana und Awwa?
ISA 37:14 Als nun Hiskia den Brief aus der Hand der Boten empfangen und 
ihn gelesen hatte, ging er hinauf in den Tempel Jahwes und Hiskia breitete 
ihn vor Jahwe aus.
ISA 37:15 Und Hiskia betete zu Jahwe und sprach:
ISA 37:16 Jahwe der Heerscharen, du Gott Israels, der du ber den Keruben 
thronst, du allein bist der wahre Gott ber alle Reiche der Erde; du hast 
den Himmel und die Erde gemacht.
ISA 37:17 Neige, Jahwe, dein Ohr und hre; ffne, Jahwe, dein Auge und 
siehe! Ja, hre die Worte Sanheribs, der hergesandt hat, um den lebendigen 
Gott zu lstern.
ISA 37:18 In der That, Jahwe, haben die Knige von Assyrien alle Vlker 
und ihre Lnder verheert
ISA 37:19 und haben ihre Gtter ins Feuer geworfen. Denn das waren nicht 
wirkliche Gtter, sondern nur Werk von Menschenhnden, Holz und Stein, und 
so konnten sie sie vernichten.
ISA 37:20 Nun aber, Jahwe unser Gott, errette uns doch aus seiner Gewalt, 
damit alle Reiche der Erde erkennen, da du, Jahwe, allein Gott bist!
ISA 37:21 Da sandte Jesaja, der Sohn des Amoz, zu Hiskia und lie ihm 
sagen: So spricht Jahwe, der Gott Israels: Was du um Sanheribs, des Knigs 
von Assyrien, willen zu mir gebetet hast, habe ich gehrt.
ISA 37:22 Dies ist das Wort, das Jahwe ber ihn geredet hat: Es verachtet 
dich, es spottet deiner die Jungfrau, die Tochter Zion. Hinter dir her 
schttelt das Haupt die Tochter Jerusalem.
ISA 37:23 Wen hast du gehhnt und gelstert und gegen wen hast du deine 
Stimme erhoben und hoch emporgehoben deine Augen? Wider den Heiligen 
Israels!
ISA 37:24 Durch deine Knechte hast du den Herrn gelstert und gesagt: Mit 
meiner Wagen Menge erstieg ich die Hhen der Berge, den uersten Libanon; 
ich hieb den Hochwuchs seiner Cedern um, seine auserlesensten Cypressen, 
und drang vor bis zu seiner uersten Hhe, in seinen dichtesten 
Baumgarten.
ISA 37:25 Ich grub und trank fremde Wasser und trocknete mit der Sohle 
meiner Fe alle Kanle gyptens.
ISA 37:26 Hrst du wohl? Von lngsther habe ich es bereitet, von uralten 
Zeiten her habe ich es geordnet, jetzt aber habe ich es herbeigefhrt, da 
du feste Stdte verheeren solltest zu wsten Steinhaufen.
ISA 37:27 Ihre Bewohner aber in ihrer Ohnmacht schraken zusammen und 
wurden zu Schanden, wurden wie Kraut auf dem Feld und sprossendes Grn 
Gras auf den Dchern und verdorrendes Korn.
ISA 37:28 Dein Aufstehen und dein Sitzen ist mir offenbar dein Gehen und 
Kommen kenne ich wohl, sowie dein toben wider mich!
ISA 37:29 Weil du denn wider mich tobst, und dein bermut aufgestiegen ist 
zu meinen Ohren, so will ich dir meinen Ring in die Nase legen und meinen 
Zaum an deine Lippen, und will dich desselben Wegs zurckfhren, auf dem 
du gekommen bist!
ISA 37:30 Folgendes aber diene dir zum Wahrzeichen: Heuer wird man essen, 
was von selbst wchst, und im zweiten Jahre, was noch aus den Wurzeln 
wchst; im dritten Jahre aber sollt ihr sen und ernten und Weinberge 
pflanzen und ihre Frucht genieen.
ISA 37:31 Und was vom Hause Juda entronnen und brig geblieben ist, soll 
aufs Neue unten Wurzel schlagen und oben Frucht bringen.
ISA 37:32 Denn von Jerusalem wird ein berrest ausgehen und Entronnene vom 
Berge Zion; der Eifer Jahwes der Heerscharen wird solches thun!
ISA 37:33 Darum spricht Jahwe also ber den Knig von Assyrien: Er soll 
nicht in diese Stadt eindringen und keinen Pfeil darein schieen und soll 
mit keinem Schilde gegen sie anrcken, noch einen Wall gegen sie 
auffschtten.
ISA 37:34 Desselben Wegs, auf dem er gekommen ist, soll er zurckkehren, 
aber in diese Stadt soll er nicht eindringen, ist der Spruch Jahwes.
ISA 37:35 Und ich will diese Stadt beschirmen, da ich sie errette, um 
meinetwillen und um meines Knechtes David willen.
ISA 37:36 Da ging der Engel Jahwes aus und schlug im Lager der Assyrier 
185000 Mann; und als man sich des Morgens frh aufmachte, fand man sie 
alle als leblose Leichen.
ISA 37:37 Da brach Sanherib, der Knig von Assyrien, auf und zog ab, 
kehrte um und blieb zu Ninive.
ISA 37:38 Und whrend er einst im Tempel seines Gottes Nisroch anbetete, 
ermordeten ihn seine Shne Adrammelech und Sarezer. Sie flchteten sich 
aber darnach ins Land Ararat, und sein Sohn Asarhaddon ward Knig an 
seiner Statt.
ISA 38:1 Zu jener Zeit ward Hiskia todkrank. Da kam zu ihm der Prophet 
Jesaja, der Sohn des Amoz, und sprach zu ihm: So spricht Jahwe: Bestelle 
dein Haus, denn du wirst sterben und nicht genesen!
ISA 38:2 Da wandte Hiskia sein Antlitz zur Wand, betete zu Jahwe
ISA 38:3 und sprach: Ach, Jahwe, gedenke doch, da ich treulich und mit 
ungeteiltem Herzen vor deinem Angesichte gewandelt und gethan habe, was 
dir wohlgefllt! Und Hiskia brach in lautes Weinen aus.
ISA 38:4 Da erging das Wort Jahwes an Jesaja folgendermaen:
ISA 38:5 Geh' und sage Hiskia: So spricht Jahwe, der Gott deines Ahnherrn 
David: Ich habe dein Gebet gehrt und deine Thrnen gesehen. So will ich 
denn zu deinen Lebenstagen noch fnfzehn Jahre hinzufgen.
ISA 38:6 Dazu will ich dich und diese Stadt aus der Gewalt des Knigs von 
Assyrien erretten und will diese Stadt beschirmen.
ISA 38:7 Und dies diene dir als Wahrzeichen von Jahwe, da Jahwe ausfhren 
wird, was er verheien hat:
ISA 38:8 Ich will den Schatten so viele Stufen, als die Sonne am 
Sonnenzeiger des Ahas bereits herabgestiegen ist, wieder rckwrts gehen 
lassen, zehn Stufen; da ging die Sonne die zehn Stufen, die sie am 
Sonnenzeiger herabgestiegen war, wieder zurck.
ISA 38:9 Ein Schriftstck Hiskias, des Knigs von Juda, als er krank ward 
und von seiner Krankheit genas.
ISA 38:10 Ich sprach: Im ruhigen Laufe meiner Tage mu ich in die Thore 
der Unterwelt eingehen, werde ich des Restes meiner Lebensjahre beraubt.
ISA 38:11 Ich sprach: Nicht werde ich lnger Jah schauen, Jah im Lande der 
Lebendigen, nicht mehr Menschen erblicken bei den Bewohnern des 
Totenreichs.
ISA 38:12 Meine Wohnung ist abgebrochen und von mir fortgewandert wie ein 
Hirtenzelt. Gleich einem Weber habe ich mein Leben aufgewickelt; er 
schneidet mich ab vom Trumm: ehe noch die Nacht dem Tage folgt, machst du 
es aus mit mir.
ISA 38:13 Ich schrie um Hilfe: bis zum Morgen zermalmt er wie ein Lwe 
alle meine Gebeine; ehe noch die Nacht dem Tage folgt, machst du es aus 
mit mir!
ISA 38:14 Wie eine Schwalbe, ein Kranich zwitscherte ich, girrte wie eine 
Taube. Es thrnten meine Augen himmelwrts: Jahwe! bedrngt bin ich - 
tritt fr mich ein!
ISA 38:15 Was soll ich sprechen, nachdem er nun zu mir geredet und er es 
ausgefhrt hat! Alle meine Jahre soll ich ruhig dahinwallen trotz der 
Bekmmernis meiner Seele!
ISA 38:16 O Herr, davon lebt man und ganz steht darin das Leben meines 
Geistes, und du wirst mich gesund machen und wieder aufleben lassen.
ISA 38:17 Frwahr, zu meinem Heil widerfuhr mir Bitteres, ja Bitteres! 
Aber du bewahrtest mein Leben vor der Grube der Vernichtung, denn du 
warfst alle meine Snden hinter dich!
ISA 38:18 Denn nicht dankt dir die Unterwelt, nicht preist dich der Tod; 
nicht harren die in die Gruft Hinabgestiegenen auf deine Treue.
ISA 38:19 Der Lebende, der Lebende - er dankt dir, wie ich heute; der 
Vater macht den Shnen deine Treue kund.
ISA 38:20 Jahwe ist bereit, mir zu helfen: So lat uns denn die Saiten 
rhren all' unsere Lebenstage beim Tempel Jahwes!
ISA 38:21 Darauf befahl Jesaja, ein Pflaster von Feigen zu bringen und auf 
das Geschwr zu streichen, damit er genese.
ISA 39:1 Zu jener Zeit sandte Merodach Baladan, der Sohn Baladans, der 
Knig von Babel, einen Brief und Geschenke an Hiskia; denn er hatte 
gehrt, da er krank gewesen und wieder zu Krften gekommen sei.
ISA 39:2 Und Hiskia freute sich ber sie und zeigte ihnen sein Schatzhaus, 
das Silber und das Gold und die Spezereien und das kostbare l und sei 
ganzes Zeughaus und alles, was in seinen Schatzkammern vorhanden war. Es 
gab nichts, was ihnen Hiskia nicht gezeigt htte, in seinem Palast 8und im 
ganzen Bereiche seiner Herrschaft.
ISA 39:3 Da kam der Prophet Jesaja zum Knig Hiskia und fragte ihn: Was 
haben diese Mnner gesagt und woher kommen sie zu dir? Hiskia erwiderte: 
Aus fernem Lande sind sie zu mir gekommen, aus Babel.
ISA 39:4 Darauf fragte er: Was haben sie in deinem Palaste gesehen? Hiskia 
antwortete: Sie haben alles gesehen, was sich in meinem Palaste befindet; 
es giebt in meinen Schatzkammern nichts, was ich ihnen nicht gezeigt htte.
ISA 39:5 Da sprach Jesaja zu Hiskia: Hre das Wort Jahwes der Heerscharen!
ISA 39:6 Es wird die Zeit kommen, wo alles, was sich in deinem Palaste 
befindet und was deine Vter bis zum heutigen Tag aufgespeichert haben, 
nach Babel gebracht werden wird; nichts wird brig gelassen werden, 
spricht Jahwe.
ISA 39:7 Und von deinen Shnen, die von dir abstammen werden, du du 
erzeugen wirst, wird man welche nehmen, da sie im Palaste des Knigs von 
Babel als Kmmerer dienen.
ISA 39:8 Hiskia aber sprach zu Jesaja: Das Wort Jahwes, das du geredet 
hast, ist gtig! Denn er dachte: wird doch Wohlfahrt und bestndiges Wesen 
herrschen, so lange ich lebe!
ISA 40:1 Trstet, trstet mein Volk, spricht euer Gott!
ISA 40:2 Redet Jerusalem zu Herzen und ruft ihm zu, da sein Heerdienst 
beendet, seine Schuld abgetragen ist, da es aus Jahwes Hand Zwiefaches 
empfangen hat fr alle seine Snden.
ISA 40:3 Horch, man ruft: Bahnet in der Wste den Weg Jahwes, ebnet in der 
Steppe eine Strae fr unseren Gott!
ISA 40:4 Jedes Thal soll erhht und jeder Berg und Hgel soll niedrig 
werden, und das Hckerige soll zur Ebene werden und das Hgelgelnde zur 
Thalsohle,
ISA 40:5 damit sich die Herrlichkeit Jahwes offenbare und alles Fleisch 
zumal sie schaue: denn der Mund Jahwes hat es geredet!
ISA 40:6 Horch, man sagt: Rufe! Und ich sprach: Was soll ich rufen? - 
Alles Fleisch ist Gras und all' sein Liebreiz wie die Blume des Feldes:
ISA 40:7 es verdorrt das Gras, es verwelkt die Blume: denn der Hauch 
Jahwes hat sie angeweht. Ja wahrlich, Gras ist das Volk!
ISA 40:8 Es verdorrt das Gras, es verwelkt die Blume: aber das Wort 
unseres Gottes besteht auf ewig!
ISA 40:9 Steige hinauf auf einen hohen Berg, du Freudenbotin Zion, erhebe 
kraftvoll deine Stimme, du Freudenbotin Jerusalem, erhebe sie ohne Furcht, 
sprich zu den Stdten Judas: Da ist euer Gott!
ISA 40:10 Ja, der Herr, Jahwe, wird kommen als ein Starker, da sein Arm 
fr ihn schaltet, und sein Lohn kommt mit ihm und was er erworben, 
schreitet vor ihm her!
ISA 40:11 Wie ein Hirte wird er seine Herde weiden, sie in seinen Arm 
nehmen, wird er die Lmmer in seinem Busen tragen, die sugenden 
Mutterschafe behutsam geleiten.
ISA 40:12 Wer hat mit seiner hohlen Hand die Wasser gemessen und dem 
Himmel mit der Spanne sein Ma bestimmt, wer hat in einen Dreiling gefat 
den Staub der Erde und mit einer Schnellwage die Berge gewogen und die 
Hgel mit Wagschalen?
ISA 40:13 Wer hat den Geist Jahwes ermessen und unterweist ihn als sein 
Ratgeber?
ISA 40:14 Mit wem hat er sich beraten, da er ihm Einsicht gegeben und ihn 
ber den Pfad des Rechts belehrt und ihn Erkenntnis gelehrt und den Weg 
der vollen Einsicht htte wissen lassen?
ISA 40:15 Frwahr, Vlker sind wie ein Tropfen am Eimer und gelten ihm wie 
ein Stubchen an den Wagschalen; frwahr, Inseln hebt er auf wie ein 
Sandkrnchen!
ISA 40:16 Und der Libanon bietet nicht Holz genug zum Verbrennen, und sein 
Wild bietet nicht genug Brandopfer.
ISA 40:17 Alle Vlker sind wie nichts vor ihm, fr eitel nichts und 
nichtig gelten sie ihm.
ISA 40:18 Und wem wollt ihr Gott vergleichen und welch' Gebilde ihm 
gegenberstellen?
ISA 40:19 Das Gtterbild hat ein Knstler gegossen und ein Metallarbeiter 
beschlug es mit Gold und mit silbernen Ketten versah es ein Metallarbeiter.
ISA 40:20 Wer unvermgend zu einer solchen Weihegabe, whlt Holz, das 
nicht fault; einen geschickten Knstler sucht er sich aus, damit er ein 
Gtterbild aufstelle, das nicht wankt.
ISA 40:21 Seht ihr denn nicht ein? Hrt ihr denn nicht? Ist's euch nicht 
von Anfang an kund gethan? Habt ihr nicht verstehen gelernt, was die 
Grundfesten der Erde lehren?
ISA 40:22 Er ist's, der da thront auf der Rundung ber der Erde, da ihre 
Bewohner Heuschrecken gleichen, der den Himmel ausspannt wie einen Flor, 
da er ihn hinbreitet wie ein Zelt, da man darunter wohne,
ISA 40:23 der da Frsten in ein Nichts verwandelt, Erdenrichter zu nichte 
gemacht hat.
ISA 40:24 Kaum sind sie gepflanzt und kaum sind sie geset, kaum schlgt 
noch ihr Stamm in der Erde Wurzel, so blst er sie auch an, da sie 
verdorren, und der Sturmwind fhrt sie wie Stoppeln davon.
ISA 40:25 Und wem wollt ihr mich vergleichen, da ich ihm hnelte? spricht 
der Heilige.
ISA 40:26 Hebt eure Augen in die Hhe und seht: Wer hat diese geschaffen? 
Er, der ihr Heer nach ihrer Zahl herausfhrt, sie alle mit Namen nennt: 
infolge der Flle seiner Allgewalt und der Strke seiner Kraft ist keines 
zu vermissen!
ISA 40:27 Warum sprichst du, Jakob, und warum sagst du, Israel: Mein 
Schicksal ist Jahwe verborgen, und mein Recht entzieht sich meinem Gott?
ISA 40:28 Weit du denn nicht, hast du denn nicht gehrt: Ein ewiger Gott 
ist Jahwe, der Schpfer der Enden der Erde! Er wird nicht mde und wird 
nicht matt, seine Einsicht ist unausforschlich.
ISA 40:29 Er giebt Kraft dem Mden und dem Ohnmchtigen Strke in Flle.
ISA 40:30 Mgen Jnglinge mde und matt werden, und junge Mnner 
straucheln:
ISA 40:31 Die, die auf Jahwe harren, gewinnen immer wieder neue Kraft; sie 
verjngen ihre Gefieder wie die Adler, sie laufen und werden doch nicht 
matt, sie wandeln und werden doch nicht mde.
ISA 41:1 Hrt mir schweigend zu, ihr Inseln, und harrt meiner Darlegung, 
ihr Vlkerschaften. Sie mgen herantreten, alsdann mgen sie reden - 
zusammen lat uns zum Gericht herzutreten!
ISA 41:2 Wer hat vom Osten her erweckt ihn, dem Recht entgegenkommt auf 
jedem Schritte? Wer unterwirft ihm Vlker und strzt vor ihm Knige? Wer 
macht ihr Schwert dem Staube gleich, verwehten Stoppeln ihren Bogen?
ISA 41:3 Er verfolgt sie, zieht unversehrt daher, einen Pfad betritt er 
nicht auf seinem Marsche.
ISA 41:4 Wer hat's gethan und ausgefhrt? Er, der von Anfang an die 
Geschlechter der Menschen ins Leben rief: Ich, Jahwe, der ich uranfnglich 
und bei den Letzten noch immer derselbe bin!
ISA 41:5 Es sahen's die Inseln und gerieten in Furcht, die Enden der Erde 
erzitterten; sie vereinigten sich und kamen herbei.
ISA 41:6 Einer brachte dem andern Hilfe und sprach zu seinem Genossen: 
Fasse Mut!
ISA 41:7 Und der Knstler ermutigte den Goldschmied, der mit dem Hammer 
glttet den, der den Ambos schlgt, indem er von der Ltung sagte: Sie ist 
gut! Und dann befestigte er das Gtterbild mit Ngeln, da es nicht wanken 
kann.
ISA 41:8 Aber du, Israel, mein Knecht, Jakob, den ich erwhlt habe, du 
Same Abrahams, meines Freundes,
ISA 41:9 du, den ich von den Enden der Erde herbeigeholt und aus ihren 
entlegensten Gegenden berufen habe, indem ich zu dir sprach: Mein Knecht 
bist du, ich habe dich erwhlt und dich nicht verschmht!
ISA 41:10 Sei getrost, denn ich bin mit dir! Blicke nicht ngstlich, denn 
ich bin dein Gott: Ich mache dich stark, ja ich helfe dir; ja, ich halte 
dich fest mit meiner Recht wirkenden Rechten.
ISA 41:11 Frwahr, es sollen zu Schanden werden und in Schmach falle alle, 
die gegen dich entbrannt sind; es sollen zu nichte werden und zu Grunde 
gehen die Leute, die wider dich streiten.
ISA 41:12 Du wirst sie suchen und nicht mehr finden, die Leute, die mit 
dir hadern; zu nichte sollen werden und wie eitel nichts die Leute, die 
dich bekmpfen.
ISA 41:13 Denn ich, Jahwe, dein Gott, halte dich fest bei deiner Rechten, 
ich, der zu dir spricht: Sei getrost, ich helfe dir!
ISA 41:14 Sei getrost, du Wurm Jakob, du Huflein Israel; ich helfe dir, 
ist der Spruch Jahwes, und dein Erlser ist der Heilige Israels!
ISA 41:15 Siehe, ich mache dich zu einer neuen scharfen Dreschwalze mit 
vielen Schneiden: Du wirst die Berge dreschen und zermalmen und die Hgel 
der Spreu gleichmachen!
ISA 41:16 Du wirst sie worfeln, und der Wind wird sie davonfhren, und der 
Sturmwind wird sie auseinanderfegen. Du aber wirst frohlocken ber Jahwe, 
des Heiligen Israels wirst du dich berhmen.
ISA 41:17 Die Elenden und die Armen suchen nach Wasser, aber es ist keines 
da: ihre Zunge lechzt vor Durst. Ich, Jahwe, will sie erhren, ich, der 
Gott Israels, will sie nicht verlassen.
ISA 41:18 Ich will auf kahlen Hhen Flsse hervorbrechen lassen und 
Quellen inmitten der Thler; ich will die Wste zu einem Wasserteiche 
machen und drres Land zum Quellorte von Gewssern.
ISA 41:19 Ich will die Wste besetzen mit Cedern, Akazien, Myrten- und 
lbumen und die Steppe ausstatten mit Cypressen, Ulmen und Buchsbumen 
zugleich,
ISA 41:20 damit sie insgesamt sehen und erkennen und beherzigen und 
einsehen, da die Hand Jahwes dies gethan und der Heilige Israels es ins 
Leben gerufen hat.
ISA 41:21 Bringt eure Streitsache vor! spricht Jahwe; legt eure 
Beweisgrnde dar! spricht der Knig Jakobs.
ISA 41:22 Mgen sie herzutreten und uns kund thun, was sich ereignen wird! 
Thut kund, was es mit dem Frheren auf sich hatte, da wir unseren Sinn 
darauf richten und den Ausgang davon erkennen! Oder lat uns das Kommende 
hren!
ISA 41:23 Thut kund, was spterhin kommen wird, damit wir erkennen, da 
ihr Gtter seid; ja, thut nur irgend etwas Gutes oder Schlimmes, da wir 
insgesamt uns verwundern und etwas zu sehen bekommen.
ISA 41:24 Wahrlich, ihr seid gar nichts, und euer Thun ganz nichtig, ein 
Greuel der, der euch erwhlt!
ISA 41:25 Ich habe einen erweckt vom Norden her und er kam, vom Aufgange 
der Sonne her ihn, der meinen Namen verkndigt, da er Statthalter 
zertrete wie Lehm und wie ein Tpfer, der Thon tritt.
ISA 41:26 Wer hat es kund gethan von Anfang an, da wir's erkenneten, und 
im voraus, da wir htten sagen knnen: er hat Recht? Aber da ist keiner, 
der es kund thte, keiner, der es hren liee, niemand, der eure Worte 
hrte!
ISA 41:27 Als erster verkndige ich Zion: Siehe, da sind sie, deine 
Kinder! und Jerusalem widme ich einen Freudenboten!
ISA 41:28 Und sehe ich hin, so ist niemand da, und unter diesen da giebt's 
keinen Berater, da ich sie befragte und sie mir Bescheid gben!
ISA 41:29 Frwahr, sie alle sind nichtsntzig und nichtig sind ihre 
Machwerke und leerer Lufthauch ihre Gtterbilder!
ISA 42:1 Sieh da mein Knecht, den ich aufrecht halte, mein Erwhlter, an 
dem ich Wohlgefallen habe! Ich habe meinen Geist auf ihn gelegt: er wird 
den Vlkern das Recht verknden.
ISA 42:2 Er wird nicht schreien, noch laut rufen und nicht auf den Gassen 
seine Stimme erschallen lassen.
ISA 42:3 Zerknicktes Rohr wird er nicht vollends zerbrechen und glimmenden 
Docht wird er nicht auslschen: Der Wahrheit gem wird er das Recht 
verknden.
ISA 42:4 Er wird nicht ermatten und nicht zusammenbrechen, bis er auf 
Erden das Recht gegrndet hat, und seiner Unterweisung harren bereits die 
Inseln.
ISA 42:5 So spricht Gott, Jahwe, der den Himmel schuf und ihn ausspannte, 
der die Erde hinbreitete mit ihren Gewchsen, der Odem gab dem 
Menschenvolk auf ihr und Lebenshauch denen, die auf ihr wandeln:
ISA 42:6 Ich, Jahwe, habe dich berufen in Gerechtigkeit, und will dich bei 
deiner Hand ergreifen und will dich behten und dich machen zum Vertreter 
des Bundes mit dem Volk Israel, zu einem Licht fr die Heiden,
ISA 42:7 indem ich blinde Augen aufthue, Gefangene aus dem Kerker befreie, 
aus dem Gefngnisse die, die im Dunklen sitzen.
ISA 42:8 Ich, Jahwe, - das ist mein Name! Und ich will meine Herrlichkeit 
keinem anderen abtreten, noch meinen Ruhm den Gtzen.
ISA 42:9 Das Frhere ist nun eingetroffen und Neues verkndige ich; ehe es 
in die Erscheinung tritt, thue ich's euch kund.
ISA 42:10 Singt Jahwe einen neuen Sang, verkndigt seinen Ruhm am Ende der 
Erde: Es erbrause das Meer und was es erfllt, die Inseln samt ihren 
Bewohnern!
ISA 42:11 Laut rufe die Wste und ihre Stdte, - die Gehfte, die Kedar 
bewohnt! Jubeln sollen die Felsenbewohner, sollen aufjauchzen von den 
Gipfeln der Berge!
ISA 42:12 Sie sollen Jahwe die Ehre geben und seinen Ruhm auf den Inseln 
verkndigen!
ISA 42:13 Jahwe zieht aus wie ein Held, wie ein Kriegsmann weckt er 
Kampfeseifer: Den Schlachtruf erhebt er, ja er schreit laut; gegen seine 
Feinde erweist er sich als Held!
ISA 42:14 Geschwiegen habe ich seit langer Zeit, blieb stille, hielt an 
mich: einer Gebrenden gleich will ich nun aufsthnen, will schnaufen und 
schnappen zumal.
ISA 42:15 Ich will die Berge und die Hgel verwsten und all ihr Grn 
verdorren lassen; ich will Strme in Inseln verwandeln und Teiche 
austrocknen.
ISA 42:16 Und ich will Blinde auf einem Wege wandeln lassen, den sie 
bisher nicht kannten; Pfade, die sie nicht kannten, will ich sie betreten 
lassen. Ich wandle die Dunkelheit vor ihnen her in Licht und was holpricht 
ist, mache ich eben. Das ist die Verheiung - sie fhre ich aus und lasse 
sie nicht fallen!
ISA 42:17 Zurckgewichen sind alsdann, gnzlich zu Schanden mssen werden, 
die auf Gtzen vertrauten, die zu Gubildern sprachen: Ihr seid unsere 
Gtter!
ISA 42:18 Ihr Tauben hrt, und ihr Blinden, blickt auf, um zu sehn!
ISA 42:19 Wer ist blind, wenn nicht mein Knecht? und so taub wie mein 
Bote, den ich sende? Wer ist so blind wie der Vertraute und so blind wie 
der Knecht Jahwes?
ISA 42:20 Gesehen hast du vieles, ohne es zu beachten, hattest die Ohren 
offen, ohne zu hren.
ISA 42:21 Jahwe gefiel es um seiner Gerechtigkeit willen, seine 
Unterweisung gro und herrlich zu machen.
ISA 42:22 Und doch ist's jetzt noch ein beraubtes und geplndertes Volk: 
Verstrickt sind sie in Lchern insgesamt und in Gefngnissen verborgen 
gehalten; sie sind zum Raube geworden, ohne da jemand retten knnte, zur 
Beute, ohne da jemand sprche: Gieb heraus!
ISA 42:23 Wer unter euch will auf Folgendes hren, will darauf merken und 
es knftig beachten:
ISA 42:24 Wer hat Jakob zur Beraubung preisgegeben und Israel den 
Plnderern? War es nicht Jahwe, gegen den wir uns versndigt haben, - auf 
dessen Wegen man nicht wandeln wollte und auf dessen Weisung man nicht 
hrte?
ISA 42:25 Da schttete er ber ihn eine Zornesglut aus und des Krieges 
Wut, da sie ihn rings umloderte, ohne da er's merkte, und ihn in Brand 
steckte, ohne da er sich's zu Herzen nahm.
ISA 43:1 Nun aber spricht Jahwe also, er, der dich schuf, Jakob, und der 
dich bildete, Israel: Sei getrost, denn ich erlse dich; ich rufe dich bei 
Namen: mein bist du!
ISA 43:2 Wenn du Gewsser durchschreitest, bin ich mit dir, und wenn 
Strme, sollen sie dich nicht berfluten. Wenn du durch Feuer gehst, 
bleibst du unversengt, und die Flamme soll dich nicht brennen.
ISA 43:3 Denn ich, Jahwe, dein Gott, der Heilige Israels, bin dein 
Erretter: Ich gebe gypten als Lsegeld fr dich, Kusch und Seba an deiner 
Stelle.
ISA 43:4 Weil du teuer bist in meinen Augen, mir wert geachtet, und ich 
dich lieb gewonnen habe, so gebe ich Menschen fr dich hin und 
Vlkerschaften fr dein Leben.
ISA 43:5 Sei getrost, denn ich bin mit dir; vom Sonnenaufgang will ich 
deine Nachkommen herbringen und vom Sonnenuntergang her will ich dich 
versammeln.
ISA 43:6 Ich will zum Norden sagen: Gieb her! und zum Sden: Halte nicht 
zurck! Bringe her meine Shne aus der Ferne und meine Tchter vom Ende 
der Erde:
ISA 43:7 jeden, der sich nach meinem Namen nennt, und den ich zu meiner 
Ehre geschaffen, gebildet und bereitet habe!
ISA 43:8 Man fhre vor das Volk, das blind ist, obwohl es Augen hat, und 
sie, die taub sind, obwohl sie Ohren haben!
ISA 43:9 All' ihr Vlker, versammelt euch insgesamt, und die Nationen 
mgen sich zusammenscharen. Wer ist unter ihnen, der solches kund thte 
und Frheres uns vernehmen liee? Mgen sie ihre Zeugen stellen, um Recht 
zu bekommen, und mgen sie hren und sprechen: So ist's!
ISA 43:10 Ihr seid meine Zeugen, ist der Spruch Jahwes, und mein Knecht, 
den ich erwhlt habe, damit ihr erkennet und mir glaubt und einseht, da 
ich es bin: vor mir ist kein Gott gebildet worden und nach mir wird keiner 
vorhanden sein!
ISA 43:11 Ich, ich bin Jahwe, und auer mir giebt es keinen Erretter.
ISA 43:12 Ich bin's, der kund gethan und Rettung geschafft und verkndigt 
hat, und nicht war's ein fremder unter euch. Und so seid ihr meine Zeugen, 
ist der Spruch Jahwes: Ich bin Gott!
ISA 43:13 Ja, von Ewigkeit bin ich derselbe, und es giebt niemanden, der 
aus meiner Gewalt zu erretten vermchte; ich vollfhre es: wer wollte es 
da rckgngig machen?
ISA 43:14 So spricht Jahwe, euer Erlser, der Heilige Israels: Um 
euretwillen habe ich nach Babel entsendet und treibe sie alle als 
Flchtlinge stromabwrts und die Chalder auf den Schiffen, die bisher 
ihren Jubel weckten,
ISA 43:15 ich, Jahwe, euer Heiliger, der Erschaffer Israels, euer Knig!
ISA 43:16 So spricht Jahwe, der im Meer einen Weg anlegt und einen Pfad in 
gewaltigen Wassern,
ISA 43:17 der Wagen und Rosse ausziehen lt, das Heer und seine 
Gewaltigen: allesamt liegen sie nun da, um nicht wieder aufzustehen; 
ausgelscht sind sie, wie ein Docht verglommen.
ISA 43:18 Gedenkt nicht an das Frhere und achtet nicht mehr auf das, was 
einst geschah!
ISA 43:19 Frwahr, ich vollfhre etwas Neues: schon sprot es auf - 
erkennt ihr es nicht? - und ich will in der Wste einen Weg, in der Einde 
Strme schaffen.
ISA 43:20 Preisen soll mich das Wild in der Steppe, Schakale und Straue, 
da ich in der Wste Wasser, Strme in der Einde beschaffe, um mein Volk, 
mein auserwhltes, zu trnken.
ISA 43:21 Das Volk, das ich mir gebildet habe, sie sollen meinen Ruhm 
verkndigen.
ISA 43:22 Aber nicht mich hast du angerufen, Jakob, noch dich um mich 
bemht, o Israel!
ISA 43:23 Du hast mir nicht Schafe als Brandopfer von dir gebracht, noch 
mich geehrt mit deinen Schlachtopfern; ich habe dir keine Beschwerde 
gemacht mit Speisopfern, noch dich belstigt mit Weihrauchspenden.
ISA 43:24 Nicht hast du mir um Geld Gewrzrohr erworben, noch mich gelabt 
mit dem Fette deiner Schlachtopfer, - vielmehr nur Beschwerde hast du mir 
gemacht mit deinen Snden, mich belstigt mit deinen Vergehungen.
ISA 43:25 Ich, ich bin es, der ich deine bertretungen um meinetwillen 
austilge und deiner Snden nicht mehr gedenken will.
ISA 43:26 Erinnere mich doch: wir wollen miteinander rechten; zhle du 
auf, damit du Recht bekommst!
ISA 43:27 Schon dein erster Ahnherr hat gesndigt, und deine Mittler 
emprten sich wider mich.
ISA 43:28 So entweihte ich denn heilige Frsten und gab Jakob dem Banne 
preis und Israel der Verlsterung.
ISA 44:1 Aber nun hre, Jakob, mein Knecht, und Israel, den ich erwhlt 
habe.
ISA 44:2 So spricht Jahwe, der dich machte und dich bildete von 
Mutterleibe an, er, der dir half: Sei getrost, mein Knecht Jakob, und du, 
Jeschurun, den ich erwhlt habe!
ISA 44:3 Denn ich will Wasser ausgieen auf Durstige und rieselnde Bche 
auf trockenes Land: Ich will meinen Geist ausgieen auf deine Nachkommen 
und meinen Segen auf deine Schlinge,
ISA 44:4 da sie aufsprossen wie Gras zwischen Wassern, wie Weiden an 
Wasserbchen.
ISA 44:5 Der wird sagen: Jahwe gehre ich an, und jener wird den Namen 
Jakobs rhmen; und ein anderer wird seine Hand mit Jahwe gehrig 
zeichnen und mit dem Namen Israel zubenannt werden.
ISA 44:6 So spricht Jahwe, der Knig Israels, und sein Erlser, Jahwe der 
Heerscharen: Ich bin der erste und der letzte, und auer mir giebt es 
keinen Gott.
ISA 44:7 Und wer ist mir gleich? der trete doch auf und rufe und thue es 
mir kund und lege es mir dar! Wer hat euch ehedem Zuknftiges mitgeteilt, 
und was kommen wird, euch kundgethan?
ISA 44:8 Erbebet nicht und zaget nicht! Habe ich's nicht vorlngst dir 
mitgeteilt und kundgethan? Ja, ihr seid meine Zeugen! Giebt's einen Gott 
auer mir? Nein, keinen Felsen giebt's: ich kenne keinen!
ISA 44:9 Die Bildner von Gtterbildern sind allesamt nichtig, und ihre 
Lieblinge ntzen nichts; ihre eigenen Zeugen bekommen nichts zu sehen und 
erfahren nichts, damit sie zu Schanden werden.
ISA 44:10 Wer hat einen Gott gebildet und ein Gtterbild gegossen, damit 
es zu nichts ntze?
ISA 44:11 Frwahr, alle seine Genossen werden zu Schanden werden, und die 
Knstler - sie sind auch nur Menschen: mgen sie sich alle versammeln und 
sich hinstellen, - sie werden erbeben, insgesamt zu Schanden werden!
ISA 44:12 Der Eisenschmied schrft einen Meiel und fertigt es mit 
Glhkohle und formt es mit den Hmmern: und so fertigte er's mit seinem 
starken Arm; er hungerte dabei, da er kraftlos ward, trank nicht Wasser, 
da er ermattete.
ISA 44:13 Der Holzschnitzer hat eine Schnur ausgespannt; er zeichnet es 
mit dem Reistift, bearbeitet es mit Schnitzmessern und zeichnet es vor 
mit dem Zirkel, und so hat er es endlich gefertigt nach der Gestalt eines 
Mannes, nach dem Muster eines Menschen, da es in einem Hause wohne.
ISA 44:14 Er hat Cedern fr sich gefllt und er nahm eine Steineiche und 
eine Eiche und lie sie fr sich unter den Bumen des Waldes stark werden; 
er pflanzte eine Lrche und der Regen zog sie gro.
ISA 44:15 Und es diente das Holz den Leuten zur Feuerung. Da nahm er davon 
und wrmte sich; auch zndete er's an und buk Brot. Auch einen Gott 
verfertigte er und warf sich vor ihm nieder, machte ein Gtterbild daraus 
und kniete vor ihm.
ISA 44:16 Die eine Hlfte hat er verbrannt; ber der anderen Hlfte brt 
er Fleisch, it Braten und sttigt sich. Dazu wrmt er sich und spricht: 
Ah, mir ist warm geworden, ich spre das Feuer!
ISA 44:17 Aus dem Reste davon aber hat er einen Gott, ein Gtterbild fr 
sich gemacht: vor dem kniet er und wirft er sich nieder und zu dem betet 
er und spricht: Rette mich, denn du bist mein Gott!
ISA 44:18 Sie begreifen es nicht und sehen's nicht ein, denn verklebt sind 
ihre Augen, da sie nicht sehen, ihr Verstand, da sie nicht begreifen.
ISA 44:19 Da berlegt sich einer nicht, da ist nicht Einsicht und nicht 
Verstand, da er sich sagte: die eine Hlfte davon habe ich verbrannt, 
habe auch ber den Kohlen Brot gebacken, briet Fleisch und a es, und 
sollte nun den berrest davon zu einem Greuelbilde machen, vor einem 
Holzblock knieen?
ISA 44:20 Wer nach Asche trachtet, den hat ein betrogenes Herz verleitet, 
da er sein Leben nicht errettet und sich nicht sagt: halte ich mich nicht 
an Trug?
ISA 44:21 Gedenke dessen, Jakob, und du, Israel, da du mein Knecht bist! 
Ich habe dich gebildet, als Knecht gehrst du mir an; Israel, vergi mich 
nicht!
ISA 44:22 Ich tilge wie eine Wolke deine bertretungen und wie ein Gewlk 
deine Snden. Kehre dich doch wieder zu mir, denn ich habe dich erlst!
ISA 44:23 Juble, o Himmel, denn Jahwe hat's vollfhrt! Jauchzt, ihr 
tiefsten Erdengrnde! Brecht in Jubelgeschrei aus, ihr Berge, du Wald und 
alle Bume darin, denn Jahwe hat Jakob erlst und an Israel verherrlicht 
er sich!
ISA 44:24 So spricht Jahwe, dein Erlser, der dich bildete vom Mutterleibe 
an: Ich, Jahwe, bin's, der alles macht: der den Himmel ausspannte ganz 
allein, die Erde hinbreitete: wer stand mir bei?
ISA 44:25 Der die Wahrzeichen der Schwtzer zu nichte macht und die 
Wahrsager als Thoren hinstellt, der da macht, da die Weisen sich 
zurckziehen mssen, und ihr Wissen als Narrheit erweist,
ISA 44:26 der das Wort seines Knechts in Erfllung gehen lt und zur 
Ausfhrung bringt, was seine Boten verkndigten; der von Jerusalem 
spricht: es werde wieder bewohnt! und von den Stdten Judas: sie sollen 
wieder aufgebaut werden, und ihre Trmmer richte ich auf!
ISA 44:27 Der zu der Wassertiefe spricht: versiege! und deine Strme werde 
ich trocken legen!
ISA 44:28 Der von Cyrus sagt: mein Hirt! und all' mein Vorhaben wird er 
zur Ausfhrung bringen, indem er von Jerusalem spricht: es werde 
aufgebaut! und vom Tempel: er werde neu gegrndet!
ISA 45:1 So spricht Jahwe zu seinem Gesalbten, zu Cyrus - dessen Rechte 
ich ergriffen habe, um Vlker vor ihm niederzutreten und die Hften von 
Knigen zu entgrten, da sich die Thren vor ihm aufthun, und die Thore 
nicht verschlossen bleiben:
ISA 45:2 Ich werde vor dir hergehen und das Hckerichte ebnen; eherne 
Thren will ich zertrmmern und eiserne Riegel zerhauen,
ISA 45:3 und will dir die im Dunkel lagernden Schtze geben und tief 
versteckte Reichtmer dir aufthun, damit du erkennest, da ich, Jahwe es 
bin, der dich bei deinem Namen ruft, der Gott Israels!
ISA 45:4 Um meines Knechtes Jakobs und um Israels, meines Erwhlten, 
willen rief ich dich bei deinem Namen, belegte dich mit Schmeichelnamen, 
ohne da du mich noch kanntest.
ISA 45:5 Ich bin Jahwe, und keiner sonst, und auer mir giebt es keinen 
Gott! Ich grtete dich, ohne da du mich noch kannest,
ISA 45:6 damit sie erkennen sollten da, wo die Sonne aufgeht und wo sie 
untergeht, da es niemanden giebt auer mir: ich bin Jahwe, und keiner 
sonst,
ISA 45:7 der das Licht bildet und Finsternis schafft, der Heil wirkt und 
Unheil schafft, - ich, Jahwe, bin's, der alles dies bewirkt.
ISA 45:8 Trufle, o Himmel, droben, und aus den Wolken mge Recht rieseln! 
Die Erde thue sich aufund trage reichlich Heil und lasse Gerechtigkeit 
zumal hervorsprossen: ich, Jahwe, habe es geschaffen!
ISA 45:9 Hadert wohl ein Gef mit seinem Bildner, eine Scherbe mit dem 
Werkmeister in Thonerde? Sagt wohl der Thon zu seinem Bildner: Was machst 
du? oder zu dem, der mit ihm arbeitet: du hast ja keine Hnde!
ISA 45:10 Sagt wohl jemand zum Vater: Warum zeugst du? und zu dessen 
Weibe: Warum kreiest du?
ISA 45:11 So spricht Jahwe, der Heilige Israels, und der es gebildet: Nach 
dem Zuknftigen fragt mich und in betreff meiner Shne und des Werks 
meiner Hnde lat mich sorgen!
ISA 45:12 Ich habe die Erde gemacht und die Menschen auf ihr geschaffen; 
meine Hnde haben den Himmel ausgespannt und all' ihr Heer habe ich 
beordert.
ISA 45:13 Ich habe ihn erweckt, wie es Recht war, und alle seine Wege will 
ich ebnen: er wird meine Stadt aufbauen und meine Gefangenen loslassen,- 
nicht um einen Kaufpreis und nicht um ein Gegengeschenk: spricht Jahwe der 
Heerscharen.
ISA 45:14 So spricht Jahwe: Der Erwerb gyptens und der Handelsertrag von 
Kusch und sie Sebaiten, die hochgewachsenen Mnner, - auf dich werde sie 
bergehen und dir angehren: in Fesseln werden sie dir nachfolgen. Und sie 
werden vor dir niederfallen und dich anflehen: Nur in dir ist Gott und 
auerdem giebt es keinen, keine Gottheit weiter!
ISA 45:15 Frwahr, du bist ein verborgener Gott, Gott Israels, ein 
Erretter!
ISA 45:16 Zu Schanden werden sie alle und tief beschmt; insgesamt wandeln 
sie in Schmach dahin, die Gtzenverfertiger.
ISA 45:17 Israel jedoch ist durch Jahwe gerettet zu ewigem Heil: ihr sollt 
nicht mehr zu Schanden noch beschmt werden in alle Ewigkeit!
ISA 45:18 Denn so spricht Jahwe, der Schpfer des Himmels, - er ist der 
alleinige Gott, der Bildner der Erde und ihr Verfertiger; er hat sie 
hergestellt: nicht zu einer Einde hat er sie geschaffen, sondern da sie 
bewohnt werde, hat er sie gebildet -: ich bin Jahwe und keiner sonst!
ISA 45:19 Nicht im Verborgenen habe ich geredet, an einer Sttte finstern 
Landes, noch habe ich zu den nachkommen Jakobs gesagt: Umsonst suchet 
mich! Ich, Jahwe, rede richtiges, verkndige Wahrhaftiges!
ISA 45:20 Versammelt euch und kommt herbei, tretet allesamt heran, die ihr 
den Heiden entronnen seid: ohne Einsicht sind, die sich schleppen mit 
ihren hlzernen Bildern und die beten zu einem Gotte, der nicht erretten 
kann.
ISA 45:21 Thut kund und legt dar! Ja, beratschlagen mgen sie miteinander: 
Wer hat dies schon vor Alters verkndigt, vorlngst es kund gethan? War 
ich, Jahwe, es nicht? und keiner sonst ist Gott auer mir; einen 
wahrhaftigen und hilfreichen Gott giebt es nicht auer mir!
ISA 45:22 Wendet euch zu mir und lat euch erretten, all' ihr Enden der 
Erde; denn ich bin Gott, und keiner sonst!
ISA 45:23 Bei mir selbst habe ich geschworen - Wahrhaftiges ist aus meinem 
Munde hervorgegangen, ein Wort, das nicht rckgngig werden soll -: Mir 
soll sich beugen jedes Knie, mir soll schwren jede Zunge!
ISA 45:24 Nur bei Jahwe - soll man sprechen - giebt es Heilserweisungen 
und Kraft: zu ihm werden kommen und schmen werden sich mssen alle, die 
wider ihn entbrannt sind;
ISA 45:25 in Jahwe werden gerechtfertigt und seiner werden sich zu rhmen 
haben alle Nachkommen Israels.
ISA 46:1 Gestrzt ist Bel, es krmmt sich Nebo; ihre Bildsulen sind den 
Tieren und dem Lastvieh zugefallen: die vordem von euch Umhergetragenen 
sind aufgeladen, eine Last fr mdes Lastvieh.
ISA 46:2 Sie krmmten sich, strzten insgesamt: nicht vermochten sie die 
Last zu retten, ja sie selbst sind in die Gefangenschaft gewandert.
ISA 46:3 Hrt auf mich, ihr vom Hause Jakobs, und du gesamter berrest des 
Hauses Israels, die ihr mir aufgeladen seid vom Mutterleibe an, die ihr 
von mir getragen wurdet vom Mutterschoe an, -ISA 46:4 und bis zum 
Greisenalter bin ich derselbe und bis zum Ergrauen will ich euch auf mich 
laden: Ich habe es gethan und ich werde tragen und ich werde auf mich 
laden und werde erretten.
ISA 46:5 Wem wollt ihr mich vergleichen und gegenberstellen? und wem mich 
gleichstellen, da wir einander glichen?
ISA 46:6 Da schtten sie Gold aus dem Beutel und wgen Silber dar mit der 
Wage; sie dingen einen Goldschmied, da er einen Gott daraus mache, knieen 
nieder und beten an.
ISA 46:7 Sie nehmen ihn auf die Schulter, beladen sich damit und setzen 
ihn an seine Stelle, da er daselbst stehe, ohne von seinem Platze zu 
weichen. Und schreit einer zu ihm, so antwortet er nicht, errettet ihn 
nicht aus seiner Drangsal.
ISA 46:8 Gedenket daran und beachtet es wohl; nehmt es zu Herzen, ihr 
Abtrnnigen!
ISA 46:9 Gedenkt an das Frhere von Urzeiten her, da ich Gott bin und 
keiner sonst, da ich Gott bin und nirgends meinesgleichen ist,
ISA 46:10 der ich von Anfang an den Ausgang kund thue und von der Urzeit 
her, was noch nicht geschehen ist, der ich sprach: Mein Ratschlu soll zu 
stande kommen, und alles, was ich beabsichtige, will ich auch ausfhren!
ISA 46:11 Der ich vom Aufgang her den Stovogel berief, aus fernem Lande 
den Mann meines Ratschlusses: wie ich es verkndet habe, so will ich es 
eintreffen lassen; wie ich es geplant habe, so fhre ich's aus!
ISA 46:12 Hrt auf mich, ihr Starrsinnigen, die ihr euch fern haltet von 
der Gerechtigkeit!
ISA 46:13 Ich habe meine Gerechtigkeit nahe gebracht: sie ist nicht mehr 
fern, und mein Heil wird nicht lnger verziehen. Und ich will in Zion Heil 
spenden und fr Israel meine Herrlichkeit.
ISA 47:1 Steige herab und setze dich in den Staub, du Jungfrau, Tochter 
Babel! Setze dich auf die Erde, ohne Thron, du Tochter der Chalder! Denn 
man wird dich ferner nicht mehr nennen die weichliche und verzrtelte:
ISA 47:2 Nimm die Mhle und mahle Mehl! Thue den Schleier ab, hebe die 
Schleppe auf! Entble den Schenkel, wate durch Strme!
ISA 47:3 Aufgedeckt soll werden deine Ble, ja gesehen werden deine 
Schande! Rache will ich nehmen und keine Frbitte gelten lassen, spricht
ISA 47:4 unser Erlser - Jahwe der Heerscharen ist sein Name, der Heilige 
Israels!
ISA 47:5 Setze dich schweigend hin und begieb dich in die Finsternis, du 
Tochter der Chalder! Denn man wird dich ferner nicht mehr nennen eine 
Herrin ber Knigreiche.
ISA 47:6 ich war erzrnt ber mein Volk, entweihte mein Erbe und gab sie 
dahin in deine Gewalt: nicht schenktest du ihnen Erbarmen; selbst Greisen 
legtest du auf dein gar schweres Joch.
ISA 47:7 Whntest du doch: Fr immer werde ich Herrin sein! so da du dies 
nicht zu Herzen nahmst, noch den Ausgang davon bedachtest.
ISA 47:8 Nun aber hre dies, du ppige, die so sicher thront, die in ihrem 
Herzen denkt: Ich bin's, und niemand sonst! Ich werde nicht als Witwe 
sitzen und nicht Kinderlosigkeit erfahren mssen!
ISA 47:9 So soll dich denn dieses beides betreffen pltzlich, an einem 
Tage: Kinderlosigkeit und Witwenschaft; urpltzlich kommen sie ber dich, 
trotz der Menge deiner Zaubereien, trotz der gar groen Zahl deiner 
Bannsprche,
ISA 47:10 so da du in deiner Bosheit dich sicher fhltest, sprachst: 
Niemand sieht mich! Deine Weisheit und deine Erkenntnis, die hat dich 
verleitet, so da du in deinem Herzen dachtest: Ich bin's, und niemand 
sonst!
ISA 47:11 So soll denn Unheil ber dich kommen, das du nicht 
hinwegzuzaubern verstehst, und Verderben soll dich berfallen, das du 
nicht zu shnen vermagst, und pltzlich wird Untergang ber dich kommen, 
ohne da du dich dessen versiehst.
ISA 47:12 Tritt doch hin mit deinen Bannsprchen und mit der Menge deiner 
Zaubersprche, mit denen du dich abgemht hast von Jugend auf: Vielleicht 
vermagst du etwas auszurichten, vielleicht flest du Schrecken ein!
ISA 47:13 Du hast dich abgearbeitet durch dein vieles Plnemachen: so 
mgen doch hintreten und dich erretten, die des Himmels kundig sind, die 
nach den Sternen schauen, die alle Neumonde Kunde geben von dem, was dich 
betreffen wird!
ISA 47:14 Schon sind sie wie Stoppeln geworden, die Feuer versengt hat: 
Sie werden ihr Leben nicht erretten aus der Gewalt der Flamme; ist's doch 
keine Kohle, um sich zu wrmen, kein Herdfeuer, um davor zu sitzen.
ISA 47:15 So ist es dir ergangen mit denen, um die du dich abgemht 
hattest von Jugend auf; die mit dir Handel trieben, sind davongeirrt, ein 
jeder nach seiner Seite hin, einer hilft dir.
ISA 48:1 Hrt dies, ihr vom Hause Jakobs, die ihr nach dem Namen Israels 
benannt seid und aus dem Quell Judas hervorgingt, die da schwren bei dem 
Namen Jahwes und den Gott Israels im Munde fhren, wenngleich nicht in 
Wahrheit und nicht in Aufrichtigkeit!
ISA 48:2 Denn von der heiligen Stadt tragen sie ihren Namen und auf den 
Gott Israels sttzen sie sich: Jahwe der Heerscharen ist sein Name!
ISA 48:3 Das Frhere habe ich vorlngst kund gethan; aus meinem und ist es 
ergangen, und ich teilte es ihnen mit. Pltzlich habe ich es ausgefhrt, 
so da es eintraf,
ISA 48:4 weil ich wute, da du starrsinnig bist, und dein Nacken eine 
eiserne Sehne und deine Stirne Erz ist.
ISA 48:5 Und so that ich es dir vorlngst kund: ehe es eintraf, teilte ich 
dir's mit, damit du nicht sagen knntest: Mein Gtze hat es ausgefhrt, 
und mein Schnitzbild und mein Gubild hat es angeordnet!
ISA 48:6 Du hast's gehrt - da sieh es nun alles! Ihr aber - wollt ihr's 
nicht bekennen? Ich habe dir Neues mitgeteilt von jetzt ab und verborgen 
Gehaltenes und was du nicht wutest.
ISA 48:7 Jetzt ist es geschaffen und nicht vorlngst; und vor heute 
hattest du nicht davon gehrt, damit du nicht sagen knntest: Ich wute es 
ja!
ISA 48:8 Weder hattest du davon gehrt, noch wutest du davon, noch war 
dir vorlngst das Ohr aufgethan; denn ich wute: Ganz und gar bist du 
treulos und heiest Қbertreter vom Mutterleibe an!
ISA 48:9 Um meines Namens willen halte ich meinen Zorn hin und meines 
Ruhmes halber bndige ich ihn dir zu lieb, da ich dich nicht ausrotte.
ISA 48:10 Frwahr, ich habe dich geschmolzen, aber nicht als Silber; ich 
habe dich geprft im Schmelzofen des Elends.
ISA 48:11 Um meinetwillen, um meinetwillen thue ich's - denn wie wrde 
mein Name entweiht werden! - und meine Ehre will ich keinem anderen 
abtreten!
ISA 48:12 Hre auf mich, Jakob, und Israel, der du von mir berufen bist: 
Ich bin es, ich bin der erste und bin auch der letzte!
ISA 48:13 Hat doch meine Hand die Erde gegrndet, und meine Recht den 
Himmel ausgespannt. Ich rufe ihnen zu: insgesamt stehen sie da!
ISA 48:14 Versammelt euch, ihr alle, und hrt: Wer unter ihnen hat solches 
verkndigt: Er, den Jahwe liebt, wird seinen Willen an Babel vollstrecken 
und seine Macht an den Chaldern?
ISA 48:15 Ich, ich habe es verkndigt und habe ihn auch berufen; ich habe 
ihn hergefhrt und schenkte ihm Gelingen.
ISA 48:16 Tretet her zu mir und hret dies: Von Anfang an habe ich nicht 
im Verborgenen geredet; seitdem es geschah, bin ich zugegen! Jetzt aber 
hat der Herr, Jahwe, mich gesandt mit seinem Geiste!
ISA 48:17 So spricht Jahwe, dein Erlser, der Heilige Israels: Ich, Jahwe, 
dein Gott, bin's, der dich unterweist, ersprielich zu handeln der dich 
auf dem Wege leitet, den du gehen sollst.
ISA 48:18 O da du aufmerken wolltest auf meine Befehle, so wrde einem 
Strome gleich deine Wohlfahrt werden, und deine Gerechtigkeit wie die 
Meereswogen;
ISA 48:19 da wrden zahlreich wie der Sand deine Nachkommen sein und die 
Sprlinge deines Leibes wie die Krmchen der Erde: Nicht wird 
ausgerottet, noch vertilgt werden dein Name aus meinem Angesicht!
ISA 48:20 Zieht aus aus Babel, flieht hinweg von den Chaldern unter 
schallendem Jubelgeschrei. Thut dies kund und verkndigt es, breitet es 
aus bis ans Ende der Erde! Sprecht: Erlst hat Jahwe seinen Knecht Jakob!
ISA 48:21 Und sie drsteten nicht, als er sie durch Wsteneien fhrte, 
denn er lie ihnen Wasser aus Felsen rieseln und spaltete Felsen, da die 
Wasser rannen!
ISA 48:22 Keinen Frieden, spricht Jahwe, giebt es fr die Gottlosen!
ISA 49:1 Hrt auf mich, ihr Inseln, und merkt auf, ihr Vlkerschaften in 
weiter Ferne: Jahwe hat mich vom Mutterleibe an berufen, von meiner Mutter 
Schoe an meinen Namen im Munde gefhrt.
ISA 49:2 Und er machte meinen Mund wie ein scharfes Schwert: im Schatten 
seiner Hand versteckte er mich -ISA 49:3 Und er sprach zu mir: Mein Knecht 
bist du, bist Israel, an dem ich mich verherrlichen will!
ISA 49:4 Ich aber whnte: Vergeblich habe ich mich abgemht, fr nichts 
und nutzlos meine Kraft verbraucht; jedoch mein Recht steht bei Jahwe und 
mein Lohn bei meinem Gott!
ISA 49:5 Nun aber spricht Jahwe, der mich vom Mutterleibe an zu seinem 
Knechte bildete, da ich Jakob zu ihm zurckbrchte, und Israel fr ihn 
gesammelt wrde - und ich bin geehrt in den Augen Jahwes, und mein Gott 
ward meine Strke -ISA 49:6 und er sprach: dafr, da du mir als Knecht 
dienst, ist's zu gering, da du nur die Stmme Jakobs aufrichten und die 
aus Israel Bewahrten zurckbringen solltst; und so mache ich dich denn zum 
Lichte der Heiden, da mein Heil bis ans Ende der Welt reiche!
ISA 49:7 So spricht Jahwe, der Erlser Israels, sein Heiliger, zu dem, der 
von jedermann verachtet, der von den Leuten verabscheut wird, zu dem 
Sklaven von Tyrannen: Knige sollen es sehen und voller Ehrfurcht 
aufstehen -, Frsten, und sollen niederfallen, um Jahwes willen, der da 
treu ist, um des Heiligen Israels willen, der dich erwhlte!
ISA 49:8 So spricht Jahwe: Zur Zeit des Wohlgefallens erhre ich dich und 
am Tage des Heils helfe ich dir! Und ich will dich behten und dich zum 
Vertreter des Volksbundes machen, um das Land aufzurichten, um die 
verwsteten Erbstcke zum Besitze anzuweisen,
ISA 49:9 um den Gefangenen zu sagen: Geht heraus! und denen in der 
Finsternis: Kommt ans Licht! An den Wegen werden sie weiden und selbst auf 
allen kahlen Hhen ihre Weide haben.
ISA 49:10 Sie werden nicht hungern, noch drsten, noch wird sie Kimmung 
und Sonnenstich treffen; denn ihr Erbarmer wird sie fhren und an 
Wasserquellen behutsam geleiten.
ISA 49:11 Und ich will alle meine Berge zu Weg machen, und meine Straen 
wollen wohl aufgeschttet sein.
ISA 49:12 Da werden dann diese von fern her kommen, und diese von Norden 
und Westen, und jene vom Lande der Siniter.
ISA 49:13 Juble, o Himmel, und frohlocke, o Erde; und brecht aus, ihr 
Berge, in Jubelgeschrei! Denn Jahwe trstet sein Volk und seiner Elenden 
erbarmt er sich!
ISA 49:14 Zion aber sprach: Jahwe hat mich verlassen, und der Herr hat 
meiner vergessen! -ISA 49:15 Vergit wohl ein Weib ihres Suglings, da 
sie sich nicht erbarmen sollte ber den Sohn ihres Leibes? Aber mgen sie 
auch ihrer Kinder vergessen, so will doch ich deiner nicht vergessen!
ISA 49:16 Sieh, auf meine Hnde habe ich dich gezeichnet: deine Mauern 
sind mir immerdar vor Augen!
ISA 49:17 Schon sind deine Shne herbeigeeilt; deine Zerstrer und deine 
Verwster verlassen dich.
ISA 49:18 Erhebe ringsum deine Augen und schaue! Schon haben sie sich alle 
versammelt, sind zu dir gekommen! So wahr ich lebe! ist der Spruch Jahwes, 
sie alle sollst du wie einen Schmuck dir anlegen und sie dir umgrten wie 
eine Braut.
ISA 49:19 Denn deine Ruinen und deine Trmmersttten und dein zerstrtes 
Land - ja nun wirst du zu eng sein fr alle Bewohner, und fern werden sein 
deine Verderber.
ISA 49:20 Noch werden vor deinen Ohren sagen die Shne aus der Zeit deiner 
Kinderlosigkeit: Der Raum ist mir zu eng, mache mir Platz, da ich wohnen 
kann!
ISA 49:21 Da wirst du dann bei dir denken: Wer hat mir diese da geboren? - 
ich war ja kinderlos und unfruchtbar, verbannt und verstoen! Diese also - 
wer hat sie gro gezogen? - ich war ja allein brig geblieben: was ist's 
mit diesen?
ISA 49:22 So spricht der Herr, Jahwe: Frwahr, ich will nach den Heiden 
hin meine Hand erheben und nach den Vlkern zu mein Panier aufstecken, da 
sie deine Shne im Busen herbeibringen, und deine Tchter auf der Schulter 
hergetragen werden.
ISA 49:23 Und Knige sollen deine Wrter sein und ihre frstlichen 
Gemahlinnen deine Ammen; mit dem Angesichte zur Erde niederfallend sollen 
sie dir huldigen und den Staub deiner Fe lecken, und du sollst erfahren, 
da ich Jahwe bin, der ich nicht zu Schanden werden lasse, die auf mich 
harren! Denn so spricht Jahwe:
ISA 49:24 Kann man etwa einem Starken seine Beute abnehmen, oder knnen 
die Gefangenen eines Gewaltigen entwischen?
ISA 49:25 Mag man immerhin einem Starken die Gefangenen abnehmen, und mag 
die Beute eines Gewaltigen entwischen! Aber mit dem, der mit dir streitet, 
will ich streiten und deine Kinder will ich erretten!
ISA 49:26 Und ich will deinen Bedrckern ihr eigenes Fleisch zu essen 
geben, und wie an Most sollen sie sich an ihrem eigenen Blute berauschen; 
und so soll alles Fleisch erkennen, da ich, Jahwe, dein Erretter bin, und 
dein Erlser der Starke Jakobs!
ISA 50:1 So spricht Jahwe: Wo ist der Scheidebrief eurer Mutter, mit dem 
ich sie entlassen htte? Oder wer ist ein Glubiger von mir, dem ich euch 
verkauft htte? Vielmehr, um eure Verschuldugen seid ihr verkauft worden, 
und um eurer Vergehungen willen ward eure Mutter entlassen.
ISA 50:2 Warum war niemand da, als ich kam, antwortete niemand, als ich 
rief? Sollte wirklich meine Hand zu kurz sein, um zu erlsen? oder ist 
etwa keine Kraft in mir, um zu erretten? Frwahr, durch mein Schelten 
trockne ich das Meer aus, mache Strme zur Wste: die Fische darin 
verfaulen aus Mangel an Wasser und sterben vor Durst.
ISA 50:3 Ich will den Himmel in Trauerschwrze kleiden und hrenes Gewand 
zu seiner Hlle machen. Die Demut und der Duldersinn des Knechtes Jahwes 
als ein Voribld fr alle Formen im Volke samt erneuten Zusicherungen des 
Heils.
ISA 50:4 Der Herr, Jahwe, hat mir gegeben eine Jngerzunge, damit ich 
verstnde, Ermdeten durch Zusprache aufzuhelfen; er weckt alle Morgen, 
weckt mir das Ohr, damit ich nach Jngerweise hre.
ISA 50:5 Der Herr, Jahwe, hat mir das Ohr aufgethan, ich aber widerstrebte 
nicht, wich nicht zurck.
ISA 50:6 Meinen Rcken bot ich denen, die mich schlugen, und meine Wangen 
denen, die mich rauften, verbarg nicht mein Antlitz vor Beschimpfungen und 
Speichel.
ISA 50:7 Doch der Herr, Jahwe, stand mir bei: darum fhlte ich mich nicht 
beschmt. Darum machte ich mein Antlitz so hart wie Kiesel; wute ich 
doch, da ich nicht zu Schanden werden wrde.
ISA 50:8 Nahe ist, der mir Recht schafft! Wer will mit mir streiten? - so 
wollen wir miteinander hintreten! Wer ist mein Gegner? - er trete heran zu 
mir!
ISA 50:9 Frwahr, der Herr, Jahwe, wird mir beistehen! - wer irgend knnte 
mich verdammen? Vielmehr sie alle werden wie ein Gewand zerfallen, es 
frit sie die Motte!
ISA 50:10 Wer unter euch Jahwe frchtet, der gehorche der Rede seines 
Knechts; wer in Finsternis dahin wandelt, ohne einen Lichtstrahl, der 
vertraue auf den Namen Jahwes und sttze sich auf seinen Gott!
ISA 50:11 Ihr alle aber, die ihr Feuer anzndet, die ihr Brandpfeile zu 
heller Flamme entfacht, - hinein in die Glut eures Feuers und in die 
Brandpfeile, die ihr entzndet habt! Aus meiner Hand widerfhrt euch dies: 
an einen Schmerzensort sollt ihr euch hinlegen.
ISA 51:1 Hrt auf mich, die ihr der Gerechtigkeit nachjagt, die ihr Jahwe 
sucht! Blickt auf den Felsen hin, aus dem ihr gehauen seid, und auf die 
Hhlung des Brunnens, aus der ihr ausgegraben seid!
ISA 51:2 Blickt hin auf Abraham, euren Ahnherrn, und auf Sara, die euch 
gebar; denn als einzelnen Mann habe ich ihn berufen und ihn gesegnet und 
gemehrt!
ISA 51:3 Denn Jahwe trstet Zion, trstet alle ihre Ruinen. Er macht ihre 
Wste dem Wonnelande gleich und ihre Einde dem Garten Jahwes. Wonne und 
Freude soll man darin antreffen, Danksagung und lauten Lobgesang.
ISA 51:4 Merkt auf mich, ihr Vlker, und lauscht auf mich, ihr Nationen! 
Denn Unterweisung geht von mir aus, und mein Recht als Licht fr die 
Vlker.
ISA 51:5 Im Nu ist herbeigekommen meine Gerechtigkeit, hervorgetreten mein 
Heil, und meine Arme werden die Vlker richten. Auf mich harren die Inseln 
und warten auf meinen Arm.
ISA 51:6 Hebt eure Augen zum Himmel empor und blickt auf die Erde drunten: 
Denn der Himmel wird wie Rauch zerstieben, und die Erde wie ein Gewand 
zerfallen, und ihre Bewohner werden wie Mcken dahinsterben - mein Heil 
jedoch wird ewig dauern und meine Gerechtigkeit nicht aufhren!
ISA 51:7 Hrt auf mich, die ihr die Gerechtigkeit kennt, du Volk, in 
dessen Herzen meine Unterweisung wohnt: Frchtet nicht Schimpf von 
Menschen und vor ihren Schmhungen erschrecket nicht!
ISA 51:8 Denn gleich einem Gewande wird sie die Motte fressen, und der 
Wolle gleich wird sie die Schabe fressen: Meine Gerechtigkeit jedoch wird 
ewig dauern, und mein Heil bis zum fernsten Geschlecht!
ISA 51:9 Wach auf, wach auf, umkleide dich mit Kraft, du Arm Jahwes! Wach 
auf wie in den Tagen der Vorzeit, unter den Geschlechtern der uralten 
Zeiten! Warst nicht du es, der Rahab zerhieb, der den Drachen durchbohrte?
ISA 51:10 Warst nicht du es, der das Meer austrocknen lie, die Wasser der 
groen Flut? der die Tiefen des Meers in Weg verwandelte, damit die 
Erlsten hindurchschreiten knnten?
ISA 51:11 Jahwes Befreite kehren heim und gelangen nach Zion mit Jauchzen 
und ewige Freude umschwebt ihr Haupt. Wonne und Freude erlangen sie: 
entflohen sind Kummer und Seufzen!
ISA 51:12 Ich, ich bin's, der euch trstet! Wer bist du, da du dich 
frchten solltest vor Menschen, die sterben mssen, und vor 
Menschenkindern, die wie Gras behandelt werden,
ISA 51:13 und da du Jahwes, deines Schpfers, vergaest, der den Himmel 
ausgespannt und die Erde gegrndet hat, und bestndig allezeit bebtest vor 
dem Grimme des Bedrckers, als zielte er, dich zu vernichten? Wo ist denn 
nun der Grimm des Bedrckers?
ISA 51:14 Eilends wird, der da krumm liegt, seiner Fesseln entledigt, und 
nicht soll er sterbend der Grube verfallen, noch seines Brots ermangeln -
ISA 51:15 so wahr ich Jahwe, dein Gott, bin, der das Meer aufwhlt, da 
seine Wogen brausen: Jahwe der Heerscharen ist sein Name!
ISA 51:16 Und ich habe dir meine Worte in den Mund gelegt und im Schatten 
meiner Hand habe ich dich geborgen, um den Himmel aufs Neue auszuspannen 
und die Erde neu zu grnden und um zu Zion zu sagen: Mein Volk bist du!
ISA 51:17 Ermuntere dich, ermuntere dich! Erhebe dich, Jerusalem, die du 
getrunken hast aus der Hand Jahwes, den Becher seines Grimms: Den 
Taumelkelch hast du getrunken, ausgeschlrft.
ISA 51:18 Da war niemand, der sie geleitete, von allen Shnen, die sie 
geboren, niemand, der sie bei der Hand ergriff, von allen Shnen, die sie 
gro gezogen.
ISA 51:19 Zwiefaches, frwahr, betraf dich - wer knnte dir Beileid 
zollen? Die Zerstrung und die Zertrmmerung, der Hunger und das Schwert - 
wer knnte dich trsten?
ISA 51:20 Deine Shne lagen umnachtet an allen Straenecken, wie eine 
Antilope im Netze, sie, die sich vollgetrunken hatten vom Grimme Jahwes, 
von dem Schelten deines Gottes.
ISA 51:21 Darum hre doch dieses, du Elende, die du trunken bist, doch 
nicht von Wein!
ISA 51:22 So spricht dein Herr, Jahwe, und dein Gott, der seines Volkes 
Sache fhrt: Frwahr, ich habe aus deiner Hand genommen den Taumelbecher, 
den Kelch meines Grimms. Du sollst ihn fernerhin nicht mehr trinken mssen
ISA 51:23 und ich will ihn deinen Bedrckern in die Hand geben, die zu dir 
sprachen: Bcke dich, da wir darber hinschreiten! - so da du deinen 
Rcken machen mutest wie zum Erdboden und zur Strae fr die darber 
Hinschreitenden.
ISA 52:1 Wach auf, wach auf! Umkleide dich mit deiner Macht, o Zion! 
Umkleide dich mit deinen Prachtgewndern, o Jerusalem, du heilige Stadt! 
Denn nicht soll dich fernerhin betreten ein Unbeschnittener oder Unreiner.
ISA 52:2 Schttle den Staub von dir ab, erhebe dich, setze dich auf, 
Jerusalem! Entledige dich der Fesseln deines Halses, du Gefangene, Tochter 
Zion!
ISA 52:3 Denn so spricht Jahwe: Umsonst wurdet ihr verkauft, und ohne Geld 
sollt ihr befreit werden!
ISA 52:4 Denn so spricht der Herr, Jahwe: Nach gypten zog dereinst mein 
Volk hinab, um als Fremdling dort zu weilen, und Assur hat es ohne Entgelt 
bedrckt.
ISA 52:5 Und nun, was habe ich hier zu schaffen, ist der Spruch Jahwes, da 
mein Volk ja umsonst hingenommen worden ist? Seine Herrscher berheben 
sich, ist der Spruch Jahwes, und bestndig, allezeit ist mein Name 
verlstert.
ISA 52:6 Darum soll mein Volk meinen Namen erkennen, soll erkennen jenes 
Tags, da ich es bin, der da spricht: Da bin ich!
ISA 52:7 Wie lieblich sind auf den Bergen die Fe des Freudenboten, der 
Frieden verkndigt, der frohe Botschaft bringt, der Heil verkndigt, der 
zu Zion spricht: Dein Gott ist Knig!
ISA 52:8 Horch, deine Spher erheben ihre Stimme, insgesamt jubeln sie, 
weil sie jetzt Auge gegen Auge zusehen drfen der Heimkehr Jahwes nach 
Zion!
ISA 52:9 Brecht insgesamt in lauten Jubel aus, ihr Trmmerhaufen 
Jerusalems, denn Jahwe trstet sein Volk, erlst Jerusalem!
ISA 52:10 Entblt hat Jahwe seinen heiligen Arm vor den Augen aller 
Vlker, und alle Enden der Erde sollen sehen das Heil unseres Gottes!
ISA 52:11 Hinweg, hinweg! Zieht aus von dort! Rhrt nichts Unreines an! 
Zieht fort aus seinem Bereiche: reinigt euch, ihr Waffentrger Jahwes!
ISA 52:12 Denn nicht in Hast sollt ihr wegziehn und nicht in eiliger 
Flucht sollt ihr von dannen gehen, sondern Jahwe zieht vor euch her und 
euren Zug beschliet der Gott Israels!
ISA 52:13 Frwahr, mein Knecht wird Erfolg haben: er wird emporkommen und 
erhht werden und hoch erhaben sein!
ISA 52:14 Gleichwie sich viele ber dich entsetzt haben - so entstellt, 
nicht mehr menschenhnlich war sein Aussehen, und seine Gestalt nicht mehr 
wie die der Menschenkinder -,
ISA 52:15 so wird er viele Vlker vor Staunen und Ehrfurcht aufspringen 
machen; seinethalben werden Knige ihren Mund zusammenpressen. Denn was 
ihnen nie erzhlt ward, schauen sie, und was sie nie gehrt haben, nehmen 
sie wahr.
ISA 53:1 Wer hat dem, was uns verkndigt ward, geglaubt, und der Arm 
Jahwes, - wem ward er offenbar?
ISA 53:2 Und so wuchs er vor ihm auf wie ein Wurzelsprling und wie ein 
Wurzelscho aus drrem Land: er hatte nicht Gestalt, noch Schnheit, da 
wir ihn htten ansehen mgen, und kein Aussehen, da wir Gefallen an ihm 
gefunden htten.
ISA 53:3 Verachtet war er und von den Menschen verlassen, ein Mann der 
Schmerzen und vertraut mit Krankheit, und wie einer, vor dem man das 
Antlitz verhllt, verachtet, da wir ihn fr nichts rechneten.
ISA 53:4 Aber unsere Krankheiten hat er getragen und unsere Schmerzen hat 
er auf sich geladen; wir aber hielten ihn fr von Gott gestraft, fr von 
Gott geschlagen und geplagt,
ISA 53:5 whrend er doch um unserer bertretungen willen durchbohrt, um 
unserer Verschuldungen willen zermalmt war: Strafe uns zum Heile lag auf 
ihm, und durch seine Striemen ward uns Heilung!
ISA 53:6 Wir gingen alle in der Irre wie Schafe, wandten uns ein jeder 
seines Wegs; Jahwe aber lie ihn treffen unser aller Schuld.
ISA 53:7 Gemihandelt ward er, whrend er sich doch willig beugte und 
seinen Mund nicht aufthat, wie ein Lamm, das zum Schlachten gefhrt wird, 
und wie ein Schaf, das vor seinen Scherern verstummt ist.
ISA 53:8 Infolge von Drangsal und Gericht ward er hinweggerafft; wer unter 
seinen Zeitgenossen aber bedenkt es, da er aus dem Lande der Lebendigen 
hinweggerissen, infolge der Abtrnnigkeit meines Volks zum Tode getroffen 
ward?
ISA 53:9 Und man gab ihm bei den Gottlosen sein Grab und bei den 
belthtern, als er dahinstarb, trotzdem da er kein Unrecht gethan, und 
kein Trug in seinem Munde war.
ISA 53:10 Jahwe aber gefiel es, ihn unheilbar zu zermalmen. Wenn er sich 
selbst als Schuldopfer einsetzen wrde, sollte er Nachkommen schauen, 
lange leben und das Vorhaben Jahwes durch ihn gelingen.
ISA 53:11 Infolge der Mhsal seiner Seele wird er sich satt sehen: durch 
seine Erkenntnis wird er, der Gerechte, mein Knecht, den Vielen 
Gerechtigkeit schaffen und ihre Verschuldungen wird er auf sich laden.
ISA 53:12 Darum will ich ihm unter den Vielen seinen Anteil geben, und mit 
einer zahlreichen Schar soll er Beute teilen, dafr, da er sein Leben 
dahingab in den Tod und sich unter die Frevler zhlen lie, whrend er 
doch die Snden vieler getragen hat und fr die Frevler frbittend eintrat.
ISA 54:1 Juble, du Unfruchtbare, die nicht geboren hat! Brich in Jubel aus 
und jauchze, die nicht gekreit hat! Denn der Shne der Vereinsamten sind 
mehr als der Shne der Vermhlten, spricht Jahwe.
ISA 54:2 Erweitre den Raum deines Zeltes, und die Zeltdecken deiner 
Behausung mgen sie weit ausspannen: wehre dem nicht! Mache deine 
Zeltstricke lang und dein Pflcke schlage fest ein!
ISA 54:3 Denn nach rechts und links wirst du dich ausbreiten: Deine 
Nachkommen werden das Gebiet ganzer Vlker in Besitz nehmen und verdete 
Stdte neu bevlkern.
ISA 54:4 Sei getrost, denn du wirst nicht zu Schanden werden, und fhle 
dich nicht beschmt, denn du wirst nicht zu errten brauchen. Denn die 
Schande deiner Jugendzeit wirst du vergessen und der Schmach deiner 
Witwenschaft wirst du nicht lnger gedenken.
ISA 54:5 Denn dein Gemahl ist dein Schpfer: Jahwe der Heerscharen ist 
sein Name; und dein Erlser ist der Heilige Israels: der Gott der ganzen 
Erde heit er!
ISA 54:6 Denn wie ein verlassenes und in tiefster Seele betrbtes Weib 
berief dich Jahwe und eine Jugendgattin - kann die verschmht werden? 
spricht dein Gott.
ISA 54:7 Einen kleinen Augenblick zwar habe ich dich verlassen, aber mit 
groem Erbarmen will ich dich an mich ziehn.
ISA 54:8 In einer Aufwallung von Zorn habe ich mein Angesicht einen 
Augenblick vor dir verborgen, aber mit ewiger Huld erbarme ich mich dein, 
spricht dein Erlser, Jahwe.
ISA 54:9 Denn den Wassern Noahs gilt mir dies gleich: wie ich geschworen 
habe, da die Wasser Noahs die Erde nicht nochmals berfluten sollen, so 
habe ich geschworen, dir nicht mehr zu zrnen, noch dich zu schelten.
ISA 54:10 Denn mgen auch die Berge weichen und die Hgel wanken, so soll 
doch meine Huld nicht von dir weichen und mein Friedensbund nicht wanken, 
spricht dein Erbarmer, Jahwe.
ISA 54:11 Du Elende, Sturmbewegte, Ungetrstete! Frwahr, ich will deine 
Grundfesten mit Rubinen legen und will dich grnden mit Sapphiren.
ISA 54:12 Und deine Zinnen will ich aus Jaspis machen und deine Thore aus 
Karfunkeln und deine ganze Grenzeinfassung aus Edelsteinen.
ISA 54:13 Und alle deine Shne sind Jnger Jahwes und groen Frieden haben 
deine Shne.
ISA 54:14 Durch Gerechtigkeit wirst du fest gegrndet stehen: erachte dich 
fern von Bedrckung, denn du brauchst dich nicht zu frchten, sowie von 
Schrecknis, denn es wird dir nicht nahen.
ISA 54:15 Streitet aber doch einer wider dich, so ist's sicher nicht von 
mir gewollt: wer irgend mit dir streitet, der soll fallen!
ISA 54:16 Frwahr, ich habe den Schmied geschaffen, der das Kohlenfeuer 
anfacht und eine Waffe als sein Werk hervorbringt; ich habe aber auch den 
Verderber geschaffen, um unbrauchbar zu machen.
ISA 54:17 Keine Waffe, die zu deinem Unheile geschmiedet wird, soll etwas 
ausrichten, und jeder Zunge, die sich in einen Rechtsstreit mit dir 
einlt, wirst du ihr Unrecht beweisen knnen. Dies ist das Erbteil der 
Knechte Jahwes und die Gerechtigkeit, die ihnen durch mich zu teil wird, 
ist der Spruch Jahwes!
ISA 55:1 Ha! ihr Durstigen alle, kommt herbei zum Wasser! und ihr, die ihr 
kein Brot habt, kommt, kauft Getreide ein und esset! Ja kommt, kauft 
Getreide ohne Geld und ohne Bezahlung Wein und Milch!
ISA 55:2 Warum wollt ihr Geld darwgen, um doch kein Brot zu erhalten, und 
euren Verdienst fr etwas, das euch nicht satt macht? Hrt vielmehr auf 
mich, so sollt ihr Gutes zu essen haben, und eure Seele soll sich erlaben 
an Fett!
ISA 55:3 Neigt euer Ohr und kommt her zu mir! Hrt, da eure Seele 
auflebe! Und ich will euch einen ewigen Bund gewhren: - die 
unverbrchlichen Gnadenerweisungen an David!
ISA 55:4 Wahrlich, zu einem Zeugen fr Vlker habe ich ihn gemacht, zum 
Frsten und Gebieter ber Nationen!
ISA 55:5 Frwahr, ein Volk, das du nicht kennst, wirst du herbeirufen, und 
Leute, die dich nicht kennen, werden zu dir hinlaufen um Jahwes, deines 
Gottes, willen und des Heiligen Israels halber, weil er dich verherrlicht 
hat!
ISA 55:6 Suchet Jahwe, whrend er sich finden lt, rufet ihn an, whrend 
er nahe ist!
ISA 55:7 Der Gottlose mge von seinem Wandel lassen, und der Nichtswrdige 
von seinen Rnken und mge sich zu Jahwe bekehren, so wird er sich seiner 
erbarmen, und zu unserem Gotte, denn er wird reichlich vergeben.
ISA 55:8 Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken und eure Wege nicht 
meine Wege, ist der Spruch Jahwes;
ISA 55:9 sondern so viel der Himmel hher ist als die Erde, so viel sind 
auch meine Wege hher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken!
ISA 55:10 Denn gleichwie der Regen und der Schnee vom Himmel herabfllt 
und nicht wieder dorthin zurckkehrt - es sei denn, da er die Erde 
getrnkt und befruchtet und zum Sprossen gebracht und Samen zum Sen und 
Brot zum Essen dargereicht hat -,
ISA 55:11 ebenso wird mein Wort sein, das aus meinem Munde hervorgeht: es 
wird nicht leer zu mir zurckkehren, es sei den, da es vollbracht hat, 
was ich wollte, und durchgefhrt, wozu ich es sandte!
ISA 55:12 Denn mit Freuden werdet ihr ausziehen und in Frieden geleitet 
werden. Die Berge und die Hgel werden vor euch in Jubel ausbrechen, und 
alle Bume des Feldes in die Hnde klatschen.
ISA 55:13 Statt Dorngestrpp werden Cypressen emporwachsen, und statt der 
Nesseln werden Myrten emporwachsen, und es wird Jahwe zum Ruhme gereichen, 
zu einem ewigen, unvertilgbaren Merkzeichen.
ISA 56:1 So spricht Jahwe: Wahret das Recht und bt Gerechtigkeit! Denn 
mein Heil ist nahe daran, herbeizukommen, und meine Gerechtigkeit, sich zu 
offenbaren.
ISA 56:2 Heil dem Menschen, der dies thut, und dem Menschenkinde, das 
daran festhlt: der den Sabbat vor Entweihung bewahrt und der seine Hand 
wahrt, irgend etwas Bses zu thun!
ISA 56:3 Der Fremdling aber, der sich an Jahwe angeschlossen hat, whne 
nicht: Sicherlich wird mich Jahwe aus seinem Volk ausscheiden! und der 
Verschnittene sage nicht: Frwahr, ich bin ein drrer Baum!
ISA 56:4 Vielmehr so spricht Jahwe: Den Verschnittenen, die meine Sabbate 
halten und nach dem trachten, woran ich Gefallen habe, und an meinem Bunde 
festhalten,
ISA 56:5 denen will ich in meinem Tempel und in meinen Mauern ein Denkmal 
und einen Namen verleihen, die besser sind als Shne und Tchter: einen 
ewigen Namen will ich einem jeden solchen verleihen, der nicht ausgetilgt 
werden soll!
ISA 56:6 Und was die Fremdlinge betrifft, die sich an Jahwe anschlieen, 
um ihm zu dienen und den Namen Jahwes zu lieben, um seine Knechte zu 
werden: alle, die den Sabbat vor Entweihung bewahren und an meinem Bunde 
festhalten,
ISA 56:7 die will ich heimbringen zu meinem heiligen Berge und sie 
erfreuen in meinem Bethause: ihre Brandopfer und ihre Schlachtofper sollen 
mir wohlgefllig sein auf meinem Altare. Denn mein Haus wird ein Bethaus 
fr alle Vlker heien,
ISA 56:8 ist der Spruch des Herrn, Jahwes, der die Versprengten Israels 
sammelt. Auch weiterhin werde ich noch andere zu ihm hinzusammeln!
ISA 56:9 Versammelt euch, alle Tiere des Feldes, kommt herbei, um zu 
fressen, alle Tiere im Walde!
ISA 56:10 Seine Spher sind blind, insgesamt ohne Einsicht: insgesamt 
stumme Hunde, die nicht bellen knnen; trumend liegen sie da, 
schlafschtig.
ISA 56:11 Und diese Hunde sind heihungrig, kennen keine Sttigung, - und 
sie selbst, die Hirten, wissen nicht aufzumerken. Sie alle haben sich 
ihres Wegs gewandt, ein jeder seinem Vorteile zu, einer wie der andere:
ISA 56:12 Kommt herbei, ich will Wein holen, und lat uns Rauschtrank 
zechen! Und wie der heutige soll auch der morgende Tag sein: ganz 
besonders hoch soll es da wieder hergehen!
ISA 57:1 Der Gerechte kommt um, ohne da es jemand zu Herzen nhme, und 
die Frommen werden dahingerafft, ohne da jemand darauf achtet, da 
infolge der herrschenden Schlechtigkeit der Gerechte dahingerafft wurde.
ISA 57:2 In Frieden geht er ein in sein Grab: sie ruhen auf ihren 
Lagersttten, die ihres Wegs geradeaus gewandelt sind.
ISA 57:3 Ihr aber, tretet hierher, ihr Shne der Zauberin! Ihr Brut eines 
Ehebrechers und einer Hure -ISA 57:4 ber wen macht ihr euch doch lustig? 
Gegen wen reit ihr das Maul auf, streckt ihr die Zunge heraus? Seid ihr 
nicht die abtrnnigen Kinder, eine Lgenbrut?
ISA 57:5 die in Brunst geraten an den Terebinthen, unter jedem grnen 
Baume, die ihre Kinder schlachten in den Bachthlern, unter den Klften 
der Felsen.
ISA 57:6 An glatten Steinen im Bachthal hast du deinen Anteil, - sie, sie 
sind dein Los! Auch ihnen hast du Trankopfer ausgegossen, Speisopfer 
dargebracht. Soll ich mich darber zufrieden geben?
ISA 57:7 Auf hohem und ragendem Berge hast du dein Lager hingestellt: auch 
dort hinauf bist du gestiegen, um Opfer zu schlachten.
ISA 57:8 Und hinter der Thr und dem Pfosten brachtest du dein Merkzeichen 
an, denn abtrnnig von mir hast du dein Lager aufgedeckt und bestiegen, 
hast es weit gemacht, und du bedangst dir von ihnen deinen Lohn aus, du 
liebtest ihr Beilager, schautest aus nach jeder winkenden Hand.
ISA 57:9 Und du zogst hin zum Knige mit l und verwandtest viele Salben, 
und du sandtest deine Boten bis weithin und bis tief hinab in die 
Unterwelt.
ISA 57:10 Durch deine vielen Gnge wurdest du mde, sprachst aber nicht: 
Ich geb' es auf! Du bemerktest noch Leben in deiner Hand; darum fhltest 
du dich nicht zu schwach.
ISA 57:11 Vor wen scheutest und frchtetest du dich denn, da du treulos 
werden mutest und meiner nicht mehr gedachtest, nichts mehr von mir 
wissen wolltest? Nichtwahr, weil ich schweige, und zwar seit lngster 
Zeit, - darum frchtest du mich nicht mehr!
ISA 57:12 Ich will meine Gerechtigkeit kund werden lassen; deine Machwerke 
aber, - die werden dir nicht ntzen.
ISA 57:13 Wann du schreist, mgen dich deine Gtzen erretten: doch sie 
alle trgt ein Wind davon, nimmt ein Hauch hinweg.
ISA 57:14 Und so sagt er denn: Macht Bahn, macht Bahn! Richtet her den 
Weg! Rumt meinem Volke jeglichen Ansto aus dem Wege!
ISA 57:15 Denn so spricht der Hohe und Erhabene, der ewig Thronende, 
dessen Name Heiliger ist: In der Hhe und als Heiliger wohne ich, und die, 
die zerknirscht und demtiges Geistes sind - neu beleben will ich den 
Geist Demtiger und neu beleben das Herz Zerknirschter!
ISA 57:16 Denn nicht auf immer will ich hadern, noch will ich ewig zrnen; 
denn ihr Geist wrde vor mir dahinschmachten, und die Seelen, die ich 
selbst geschaffen habe.
ISA 57:17 Um seiner Verschuldung willen zrnte ich eine kleine Weile und 
strafte ihn, indem ich zrnend mich verhllte: da ging er abtrnnig dahin 
auf selbstgewhltem Wege.
ISA 57:18 Ich sah seine Wege und ich will ihn heilen, will ihn leiten und 
Trstung zukommen lassen ihm, das ist seinen Trauernden.
ISA 57:19 Er, der Frucht der Lippen schafft: Heil, Heil den Fernen und den 
Nahen, spricht Jahwe, und ich will ihn heilen!
ISA 57:20 Aber die Gottlosen sind wie das aufgewhlte Meer, denn es vermag 
nicht zur Ruhe zu kommen, und so whlen seine Wasser immer wieder Schlamm 
und Kot herauf.
ISA 57:21 Keinen Frieden, spricht mein Gott, giebt es fr die Gottlosen!
ISA 58:1 Rufe aus voller Kehle, halte nicht zurck! Gleich einer Posaune 
la weithin deine Stimme erschallen und thue meinem Volk ihre 
Abtrnnigkeit kund und denen vom Hause Jakobs ihre Snden!
ISA 58:2 Und doch befragen sie mich Tag fr Tag und tragen nach der 
Kenntnis meiner Wege Verlangen! Wie ein Volk, das Gerechtigkeit gebt hat 
und von dem Rechte seines Gottes nicht abgewichen ist, fordern sie 
gerechte Gerichte von mir: nach dem Erscheinen Gottes verlangen sie.
ISA 58:3 Warum haben wir gefastet, ohne da du es sahst, uns kasteit, 
ohne da du es merktest? Nehmt ihr doch an eurem Fasttage Geschfte vor 
und drngt alle eure Arbeiter!
ISA 58:4 Fastet ihr doch zu Streit und Zank und zum Zuschlagen mit roher 
Faust; nicht fastet ihr gegenwrtig, um eurem Flehen droben Gehr zu 
verschaffen.
ISA 58:5 Kann etwa derartig ein Fasten sein, wie ich es haben will: ein 
Tag, an dem der Mensch sich kasteit? da einer der Binse gleich seinen 
Kopf niederbeugt und Sack und Asche unterbreitet - kannst du das ein 
Fasten nennen und einen Tag des Wohlgefallens fr Jahwe?
ISA 58:6 Ist nicht vielmehr das ein Fasten, wie ich es haben will: 
ungerechte Fesseln abnehmen, die Bande des Joches lsen, Zerschlagene frei 
ausgehen lassen und jegliches Joch sprengen,
ISA 58:7 da du dem Hungrigen dein Brot brichst und umherirrende Elende 
ins Haus hineinfhrst, da, wenn du einen Nackenden siehst, du ihn 
bekleidest und deinem Fleische dich nicht entziehst?
ISA 58:8 Alsdann wird der Morgenrte gleich dein Licht hervorbrechen, und 
deine Heilung wird eilends anheben; deine Gerechtigkeit wird vor dir 
hergehen, die Herrlichkeit Jahwes deinen Zug beschlieen.
ISA 58:9 Alsdann wirst du rufen, und Jahwe wird antworten, wirst um Hilfe 
schreien, und er wird sprechen: Hier bin ich! Wenn du aus deinem Bereich 
Unterjochung entfernst, nicht mehr mit Fingern zeigst und Unheil redest,
ISA 58:10 dem Hungrigen dein Brot reichst und den Gebeugten sttigst, so 
wird dein Licht aufstrahlen in der Finsternis, und deine Dunkelheit wird 
wie der helle Mittag werden.
ISA 58:11 Und Jahwe wird dich immerdar geleiten: er wird in ausgedrrter 
Gegend dich sttigen und deine Gebeine wird er strken, da du einem 
wohlbewsserten Garten gleichst und einem Quellorte, dessen Wasser nicht 
trgen.
ISA 58:12 Und die zu dir gehren, werden die Trmmer der Vorzeit wieder 
aufbauen: die Grundmauern vergangener Geschlechter wirst du wieder 
aufrichten. Und man wird dich nennen Vermauerer von Rissen, 
Wiederhersteller von Pfaden, da man wohnen knne!
ISA 58:13 Wenn du vom Entheiligen des Sabbats deinen Fu fernhltst, da 
du nicht deine Geschfte an meinem heiligen Tage verrichtest, wenn du den 
Sabbat eine Wonne, den heiligen Tage Jahwes verehrungswrdig nennst und 
ihn in Ehren hltst, so da du nicht deinem Tagewerke nachgehst, deine 
Geschfte vornimmst und Geschwtz verfhrst, -ISA 58:14 alsdann wirst du 
deine Wonne an Jahwe haben, und ich will dich auf den Hhen des Landes 
einherfahren lassen und will dich das Erbteil deines Ahnherrn Jakob 
genieen lassen. Frwahr, Jahwes Mund hat es geredet!
ISA 59:1 Frwahr, die Hand Jahwes ist nicht zu kurz, um zu erretten, und 
sein Ohr nicht zu stumpf, um zu hren;
ISA 59:2 sondern eure Verschuldungen haben euch von eurem Gotte getrennt, 
und eure Snden haben bewirkt, da er das Antlitz vor euch verbarg, um 
nicht zu hren.
ISA 59:3 Denn eure Hnde sind mit Blut befleckt und eure Finger mit 
Verschuldung; eure Lippen haben Lgen geredet, eure Zunge spricht Frevel.
ISA 59:4 Keiner sagt aus in Redlichkeit und keiner rechtet mit 
Wahrhaftigkeit: - auf Nichtiges verlt man sich und redet Unbegrndetes, 
man geht mit Mhsal schwanger und gebiert Unheil!
ISA 59:5 Natterneier hecken sie aus und Spinnengewebe weben sie. Wer von 
ihren Eiern it, mu sterben, und wird eins zerdrckt, so wird eine Otter 
ausgeheckt.
ISA 59:6 Ihre Gewebe dienen nicht zu einem Kleide, noch kann man sich mit 
ihren Machwerken bedecken. Ihre Machwerke sind Machwerke des Unheils, und 
Verbung von Gewaltthat ist das Thun ihrer Hnde.
ISA 59:7 Ihre Fe laufen zum Bsen und eilen, unschuldiges Blut zu 
vergieen. Ihre Gedanken sind Gedanken des Unheils, Verheerung und 
Zerstrung sind auf ihren Straen.
ISA 59:8 Den Weg zum Frieden kennen sie nicht, und es giebt kein Recht auf 
ihren Geleisen; ihre Pfade haben sie sich krumm gemacht: keiner, der sie 
betritt, will etwas von Frieden wissen.
ISA 59:9 Darum blieb das Recht fern von uns, und Gerechtigkeit kommt uns 
nicht zu nahe. Wir harren auf Licht, aber da ist Finsternis, auf 
Lichtstrahlen - in tiefem Dunkel wandeln wir dahin!
ISA 59:10 Tappen mssen wir wie Blinde an der Wand und wie Augenlose 
mssen wir umhertappen; am hellen Mittage straucheln wir wie in der 
Dmmerung: unter Kraftstrotzenden gleichen wir den Toten.
ISA 59:11 So brummen wir alle wie die Bren und girren immerfort wie die 
Tauben. Wir harren auf Recht, aber es giebt keines, auf Heil, aber es ist 
fern von uns.
ISA 59:12 Denn zahlreich sind unsere bertretungen dir gegenber, und 
unsere Snden zeugen wider uns. Denn unsere bertretungen sind uns wohl 
bewut, und unsere Verschuldungen kennen wir wohl!
ISA 59:13 Man wurde abtrnnig von Jahwe und verleugnete ihn und entzog 
sich der Nachfolge unseres Gottes; Bedrckung und Abfall redete man, ging 
schwanger mit Lgenworten und stie sie aus dem Innern hervor.
ISA 59:14 Zurckgedrngt wird das Recht, und die Gerechtigkeit steht von 
ferne. Denn es strauchelte auf der Strae die Wahrhaftigkeit, und die 
Geradheit vermag nicht Eingang zu finden.
ISA 59:15 Und so kam es, da sich die Wahrheit vermissen lt, und wer 
Bses meidet, mu sich ausplndern lassen. Als Jahwe das sah, da mifiel 
es ihm, da es kein Recht mehr gab.
ISA 59:16 Und er sah, da niemand da war, und erstaunte, da keiner da 
war, der ins Mittel treten konnte: da half ihm sein Arm, und seine 
Gerechtigkeit, die untersttzte ihn.
ISA 59:17 Und er legte Gerechtigkeit an wie einen Panzer und setzte den 
Helm des Heils auf sein Haupt; er legte Rachekleider an als Gewandung und 
hllte sich in Eifer wie in einen Mantel.
ISA 59:18 Entsprechend dem, was man verbt hat, zahlt er heim: Grimm 
seinen Widersachern, Vergeltung seinen Feinden; den Inseln zahlt er 
Verbtes heim.
ISA 59:19 Und man wird den Namen Jahwes frchten in den Lndern des 
Sonnenuntergangs und in denen des Sonnenaufgangs seine Herrlichkeit. Denn 
er bricht herein wie ein eingeengter Strom, gegen den der Hauch Jahwes 
anstrmt.
ISA 59:20 Und er wird fr Zion als Erlser kommen und fr die, die sich in 
Jakob von ihrer Abtrnnigkeit bekehren, ist der Spruch Jahwes.
ISA 59:21 Und meinerseits ist dies mein Bund mit ihnen, spricht Jahwe: 
Mein Geist, der auf dir ruht, und meine Worte, die ich dir in den Mund 
gelegt habe, die sollen nicht aus deinem Munde weichen, noch aus dem Munde 
deiner Nachkommen, noch aus dem Munde der Nachkommen deiner Nachkommen, 
spricht Jahwe, von nun an bis in Ewigkeit!
ISA 60:1 Auf, werde hell, denn dein Licht ist erschienen, und die 
Herrlichkeit Jahwes ist ber dir aufgestrahlt!
ISA 60:2 Denn frwahr: Finsternis bedeckt die Erde und tiefes Dunkel die 
Vlker; doch ber dir wird Jahwe aufstrahlen, und seine Herrlichkeit wird 
ber dir erscheinen.
ISA 60:3 Und die Vlker werden hinwallen zu deinem Licht, und Knige zu 
dem Glanze, der ber dir aufgestrahlt.
ISA 60:4 Erhebe ringsum deine Augen und sieh: Sie alle haben sich 
versammelt, kommen zu dir heran! Deine Shne werden von ferne 
herbeikommen, und deine Tchter werden auf der Hfte herbeigetragen werden.
ISA 60:5 Alsdann wirst du's sehen und vor Freude strahlen, und das Herz 
wird dir beben und weit werden. Denn der Reichtum des Meeres wird sich dir 
zuwenden, die Gter der Vlker werden an dich gelangen.
ISA 60:6 Die Haufen der Kamele werden dich berfluten, die jungen Kamele 
von Midian und Epha; sie alle werden von Saba herbeikommen. Gold und 
Weihrauch werden sie bringen und die Ruhmesthaten Jahwes als frohe 
Botschaft verknden.
ISA 60:7 Alle Herden Kedars werden sich zu dir versammeln, die Widder der 
Nabater werden dir zu Diensten stehn. Als wohlgeflliges Opfer werden sie 
auf meinen Altar kommen, und meinen herrlichen Tempel will ich 
verherrlichen.
ISA 60:8 Wer sind diese da, die gleich einer Wolke daherfliegen, und wie 
Tauben nach ihren Schlgen?
ISA 60:9 Denn meiner harren die Inseln, und die Tarsisschiffe segeln 
voran, um deine Shne von fernher heimzubringen samt dem Silber und Golde 
der Vlker, fr den Namen Jahwes, deines Gottes, und fr den Heiligen 
Israels, denn er verherrlicht dich.
ISA 60:10 Und Fremdlinge werden deine Mauern bauen, und ihre Knige dich 
bedienen; denn in meinem Grimme schlug ich dich, aber in meiner Gnade 
erbarme ich mich deiner.
ISA 60:11 Und deine Thore werden bei Tage bestndig offen stehen und bei 
Nacht nicht geschlossen werden, da man die Gter der Vlker zu dir 
hineinbringe unter der Fhrung ihrer Knige.
ISA 60:12 Denn das Volk und das Reich, die dir nicht unterthan sein 
wollen, werden untergehen, und diese Vlker werden sicherlich verden.
ISA 60:13 Die Pracht des Libanon wird zu dir kommen: Cypressen, Ulmen und 
Buchsbume allzumal, um meine heilige Sttte zu verherrlichen und die 
Sttte meiner Fe zu ehren.
ISA 60:14 Und gebckt werden zu dir kommen die Shne derer, die dich 
bedrckten, und zu deinen Fusohlen werden sich niederwerfen alle, die 
dich verlsterten, und sie werden dich nennen Stadt Jahwes, Zion des 
Heiligen Israels.
ISA 60:15 An Stelle davon, da du verlassen und verhat warst, so da 
niemand an dir vorberzog, will ich dich zum ewigen Stolze machen, zur 
Wonne fr Geschlecht auf Geschlecht.
ISA 60:16 Und du wirst die Milch der Vlker saugen und an der Brust von 
Knigen saugen, und so sollst du erkennen, da ich, Jahwe, dein Erretter 
bin, und dein Erlser der Starke Jakobs.
ISA 60:17 Anstatt des Erzes will ich Gold einfhren lassen und anstatt des 
Eisens will ich Silber einfhren lassen, anstatt der Bauhlzer Erz und 
anstatt der Steine Eisen; und ich will zu deiner Obrigkeit den Frieden 
machen und zu deinem Herrn die Gerechtigkeit.
ISA 60:18 Nicht soll man ferner von Gewaltthat in deinem Lande hren, von 
Verheerung und Zerstrung in deinen Grenzen, und du wirst deine Mauern 
Heil nennen und deine Thore Ruhm.
ISA 60:19 Nicht wird dir ferner die Sonne als Licht bei Tage dienen, noch 
wird dir bei Nacht der Glanz des Mondes leuchten; vielmehr wird dir Jahwe 
als immerwhrendes Licht dienen und dein Gott zu deiner Verherrlichung.
ISA 60:20 Deine Sonne wird nicht mehr untergehen und dein Mond nicht 
abnehmen, denn Jahwe wird dir als immerwhrendes Licht dienen, und die 
Tage deiner Trauer werden zu Ende sein.
ISA 60:21 Und dein Volk wird aus lauter Gerechten bestehen; fr immer 
werden sie das Land in Besitz nehmen: sie, der Spro meiner Pflanzung, das 
Werk meiner Hnde, durch das ich mich verherrliche.
ISA 60:22 Der Kleinste wird zu einem Tausend werden und der Geringste zu 
einem starken Volk: Ich, Jahwe, will es zu seiner Zeit beschleunigen!
ISA 61:1 Der Geist des Herrn, Jahwes, ruht auf mir, dieweil Jahwe mich 
gesalbt hat, um den Elenden frohe Botschaft zu bringen, mich gesandt hat, 
zu verbinden, die gebrochenes Herzens sind, um den Gefangenen Freilassung 
anzukndigen und den Gefesselten hellen Ausblick,
ISA 61:2 um ein Jahr des Wohlgefallens Jahwes auszurufen und einen Tag der 
Rache unseres Gottes, um alle Trauernden zu trsten,
ISA 61:3 da er den Trauernden Zions zulege, ihnen verleihe Schmuck statt 
Asche, Freudenl statt Trauer, Prachtgewand statt verzagten Geistes. Und 
man wird sie nennen Terebinthen der Gerechtigkeit, Pflanzung Jahwes, durch 
die er sich verherrlicht.
ISA 61:4 Und sie werden uralte Ruinen wiederum bauen, werden die Trmmer 
der Altvordern wieder herstellen, werden verdete Stdte erneuern, die 
Trmmer lngstvergangener Geschlechter.
ISA 61:5 Fremde werden dastehen und eure Herden weiden, und Fremdlinge 
werden eure Ackerleute und Winzer sein.
ISA 61:6 Ihr aber sollt Priester Jahwes genannt werden, Diener unseres 
Gottes wird man euch heien. Die Gter der Vlker werdet ihr genieen und 
in ihren Reichtum werdet ihr eintreten.
ISA 61:7 Dafr, da sie zwiefache Schande und Beschimpfung als ihren 
Besitzanteil erhalten hatten, darum werden sie nun Zwiefaches in ihrem 
Lande zum Besitze bekommen: ewige Freude wird ihnen zu teil werden.
ISA 61:8 Denn ich, Jahwe, bin ein Freund des Rechts, hasse frevelhaften 
Raub. Ich gebe ihnen ihren Lohn in Treue und bewillige ihnen einen 
immerwhrenden Bund.
ISA 61:9 Und ihre Nachkommen werden bekannt sein unter den Vlkern und 
ihre Sprlinge inmitten der Nationen: alle, die sie sehen, werden sie 
dafr erkennen, da sie ein Geschlecht sind, das Jahwe gesegnet hat.
ISA 61:10 Voller Wonne will ich sein ber Jahwe, jubeln soll meine Seele 
ber meinen Gott, da er mich bekleidet hat mit Gewndern des Heils, mit 
dem Mantel der Gerechtigkeit mich umhllt, - wie ein Brutigam, der den 
Kopfschmuck herrichtet, und wie eine Braut, die ihren Brautstaat anlegt.
ISA 61:11 Denn gleich der Erde, die ihr Gewchs hervorbringt, und gleich 
einem Garten, der seine Smereien sprossen lt, so wird der Herr, Jahwe, 
Gerechtigkeit hervorsprossen lassen und Ruhm angesichts aller Vlker.
ISA 62:1 Um Zions willen will ich nicht schweigen und um Jerusalems willen 
nicht ruhen, bis wie Lichtglanz ihr Recht hervorbricht, und ihr Heil wie 
eine brennende Fackel.
ISA 62:2 Und die Vlker werden deine Gerechtigkeit sehen und alle Knige 
deine Herrlichkeit, und man wird dich mit einem neuen Namen benennen, den 
der Mund Jahwes bestimmen wird.
ISA 62:3 Und du wirst eine prchtige Krone in der Hand Jahwes sein und ein 
kniglicher Kopfbund in der Hand deines Gottes.
ISA 62:4 Man wird dich nicht lnger Verlassene heien und deine Heimat 
wird man nicht lnger Wstenei heien, sondern Meine Lust an ihr wird 
man dich nennen und deine Heimat Vermhlte; denn Jahwe hat seine Lust an 
dir und deine Heimat wird wiederum vermhlt sein.
ISA 62:5 Denn wie sich ein Jngling vermhlt mit einer Jungfrau, so werden 
sich dir deine Kinder vermhlen, und Wonne, wie ein Brutigam ber seine 
Braut, wird dein Gott ber dich empfinden.
ISA 62:6 ber deine Mauern, Jerusalem, habe ich Wchter bestellt: den 
ganzen Tag und die ganze Nacht hindurch mgen sie niemals schweigen. Ihr, 
die ihr Jahwe mahnen sollt, gnnt euch keine Ruhe!
ISA 62:7 Und lat ihm keine Ruhe, bis er Jerusalem herstellt, und bis er 
es macht zu einem Gegenstande des Lobpreises auf der Erde!
ISA 62:8 Jahwe hat geschworen bei seiner Rechten und bei seinem starken 
Arme: Nie will ich mehr berlassen dein Getreide deinen Feinden zur 
Speise, noch sollen Fremdlinge deinen Most trinken, um den du dich 
abgemht hast!
ISA 62:9 Vielmehr: die es einernten, die sollen es verzehren und Jahwe 
preisen, und die ihn einbringen, die sollen ihn trinken in meinen heiligen 
Vorhfen.
ISA 62:10 Zieht hindurch, zieht hindurch durch die Thore! Richtet her den 
Weg fr das Volk! Macht Bahn, macht Bahn! Rumt alle Steine aus dem Wege! 
Pflanzt ein Panier fr die Vlker auf!
ISA 62:11 Lt doch Jahwe verkndigen bis ans Ende der Welt: Saget der 
Tochter Zion: Frwahr, dein Heil kommt herbei! Frwahr, sein Lohn kommt 
mit ihm, und was er erworben, schreitet vor ihm her!
ISA 62:12 Und man wird sie nennen das heilige Volk, die Erlsten 
Jahwes; dich aber, Zion! wird man Ausgesuchte nennen, Stadt, die nicht 
verlassen ward.
ISA 63:1 Wer ist der, der von Edom herkommt, in hochroten Kleidern von 
Bozra? Dieser da, prchtig geschmckt mit seinem Gewand, einher schreitend 
in der Flle seiner Kraft? Ich bin's, der Gerechtigkeit verheit, der 
Macht hat, zu erretten!
ISA 63:2 Warum ist Rot an deinem Gewand und warum sind deine Kleider wie 
eines, der die Kelter tritt?
ISA 63:3 Ja, eine Kelter habe ich getreten, ich allein, und von den 
Vlkern stand mir niemand bei. Ich trat sie nieder in meinem Zorn und 
stampfte sie zusammen in meinem Grimm, da ihr Saft an meine Kleider 
spritzte, und ich alle meine Gewnder besudelte.
ISA 63:4 Denn einen Rachetag hatte ich im Sinn, und mein Erlsungsjahr war 
herbeigekommen.
ISA 63:5 Und ich blickte aus, aber da war kein Helfer, und staunend 
schaute ich umher: aber da war kein Untersttzer - da half mir mein Arm, 
und mein Grimm, der untersttzte mich,
ISA 63:6 so da ich Vlker niedertrat in meinem Zorn und sie 
zerschmetterte in meinem Grimm und ihren Saft zur Erde rinnen lie.
ISA 63:7 Die Gnadenerweisungen Jahwes will ich preisen, die Ruhmestaten 
Jahwes, entsprechend alle dem, was uns Jahwe erwiesen hat, und die 
vielfltige Gte gegen das Haus Israels, die er ihnen erwiesen hat gem 
seiner Barmherzigkeit und der Flle seiner Gnaden,
ISA 63:8 indem er sprach: Frwahr, mein Volk sind sie, Shne, die nicht 
trgen werden! Und so ward er ihr Erretter.
ISA 63:9 In aller ihrer Drangsal fhlte er sich bedrngt, und es errettete 
sie der Engel, in welchem er selbst erschien: vermge seiner Liebe und 
Verschonung erlste er sie, hob sie empor und trug sie alle Tage der 
Vorzeit.
ISA 63:10 Sie aber waren widerspenstig und betrbten seinen heiligen 
Geist; da verwandelte er sich fr sie in einen Feind: er selbst bekmpfte 
sie.
ISA 63:11 Da gedachte sein Volk an die Tage der Vorzeit, an Mose: Wo ist 
er, der sie herauffhrte aus dem Meere samt dem Hirten seiner Herde? Wo 
ist er, der in ihr Inneres legte seinen heiligen Geist?
ISA 63:12 Er lie zur Rechten Moses gehn seinen majesttischen Arm er 
spaltete die Gewsser vor ihnen, um sich einen ewigen Namen zu machen,
ISA 63:13 er lie sie durch Wasserfluten dahinschreiten, wie das Ro durch 
die Steppe, ohne zu straucheln;
ISA 63:14 gleich dem Vieh, das in den Thalgrund niedersteigt, brachte der 
Geist Jahwes es zur Ruhe. Also hast du dein Volk geleitet, um dir zu 
machen einen herrlichen Namen!
ISA 63:15 Blicke vom Himmel herab und schaue nieder, aus deiner heiligen 
und herrlichen Wohnung! Wo sind dein Eifer und deine Krafterweisungen? Mit 
der Regung deines Innern und deinem Erbarmen hltst du gegen mich zurck!
ISA 63:16 Frwahr, du bist unser Vater: denn Abraham wei nichts von uns, 
und Israel kennt uns nicht; du, Jahwe, bist unser Vater, unser Erlser 
von alters her ist dein Name.
ISA 63:17 Warum lssest du, Jahwe, uns abirren von deinen Wegen, lssest 
unser Herz sich verstocken, da es dich nicht mehr frchte? Kehre wieder 
um deiner Knechte, um der Stmme willen, die dein Besitztum sind!
ISA 63:18 Auf eine kleine Weile haben sie deinen heiligen Berg in Besitz 
genommen, haben unsere Feinde dein Heiligtum zertreten.
ISA 63:19 Wir stehen da wie solche, ber die du lngst nicht mehr 
geherrscht hast, die nie nach deinem Namen genannt waren. Ach, da du doch 
den Himmel zerrissest, herniederstiegst, da Berge vor dir in Schwanken 
gerieten!
ISA 64:1 - so wie Feuer Reisig anzndet, Feuer das Wasser in Wallung 
bringt, - um deinen Widersachern deinen Namen kund zu machen, da vor dir 
die Vlker erbeben mten,
ISA 64:2 wenn du furchtbare Thaten ausfhrtest, die wir nicht erhoffen 
konnten! Du stiegst hernieder; Berge gerieten vor dir in Schwanken!
ISA 64:3 Hat man doch von alters her nicht gehrt, noch erhorcht, noch hat 
je ein Auge gesehen einen Gott auer dir, der thtig wre fr den, der auf 
ihn harrt!
ISA 64:4 Du kamst entgegen dem, der sich freute, Gerechtigkeit zu ben:
ISA 64:5 Und so wurden wir allesamt wie ein Unreiner, und alle unsere 
Tugenden wie ein von Blutflu besudeltes Kleid. Insgesamt welkten wir 
dahin wie ein Blatt, und unsere Verschuldungen fhrten uns fort wie der 
Wind.
ISA 64:6 Da war niemand mehr, der deinen Namen anrief, der sich aufraffte, 
an dir festzuhalten; denn du hattest dein Angesicht vor uns verborgen und 
berliefertest uns in die Gewalt unserer Verschuldungen.
ISA 64:7 Nun aber, Jahwe, du bist ja unser Vater: wir sind der Thon und du 
unser Bildner, und das Werk deiner Hand sind wir alle!
ISA 64:8 Zrne, Jahwe, nicht gar zu sehr und gedenke nicht fr immer der 
Verschuldung! Ach, blicke doch her: Dein Volk sind wir alle!
ISA 64:9 Deine heiligen Stdte sind zur Wste geworden: Zion ist zur Wste 
geworden, Jerusalem zur Einde.
ISA 64:10 Unser heiliger und herrlicher Tempel, in welchem unsere Vter 
dich lobpriesen, ist in Flammen aufgegangen, und alles, was uns kstlich 
war, ist ein Trmmerhaufe geworden.
ISA 64:11 Kannst du darob dennoch an dich halten, Jahwe, in Schweigen 
verharren und ganz und gar uns niederbeugen?
ISA 65:1 Ich lie mich erkunden von solchen, die nicht nach mir fragten, 
lie mich finden von solchen, die mich nicht suchten; ich sprach: da bin 
ich, da bin ich! zu einem Volke, das meinen Namen nicht anrief.
ISA 65:2 Den ganzen Tag habe ich meine Hnde ausgebreitet nach einem 
widerspenstigen Volke, nach solchen, die den schlimmen Weg wandeln, ihren 
eigenen Gedanken nach:
ISA 65:3 nach Leuten, die mich zum Zorne reizen immerfort ins Angesicht 
hinein, indem sie in den Grten opfern und auf den Ziegelsteinen ruchern,
ISA 65:4 die in den Grbern sitzen und an den abgesperrten Orten 
bernachten, die Schweinefleisch essen, whrend Brhe von ekelhaften 
Dingen ihre Schsseln fllt,
ISA 65:5 die das sagen: Halte dich fern, komme mir nicht zu nahe, denn ich 
bin heilig fr dich! - Rauch stieg auf in meiner Nase, Feuer, das 
immerfort lodert!
ISA 65:6 Frwahr, aufgezeichnet liegt es vor mir; ich will nicht in 
Schweigen verharren, es sei denn, da ich heimgezahlt habe, und heimzahlen 
will ich in ihren Busen
ISA 65:7 eure Verschuldungen und zugleich die Verschuldungen eurer Vter, 
spricht Jahwe, die auf den Bergen geruchert und auf den Hgeln mich 
verunehrt haben! - ich will ihnen zuerst ihren Lohn zumessen in ihren 
Busen.
ISA 65:8 So spricht Jahwe: Wie wenn in einer Traube sich Most findet, und 
man dann sagt: Verdirb sie nicht, denn es ist ein Segen darin! ebenso 
will ich um meiner Knechte willen verfahren, da ich nicht das Ganze 
vernichte.
ISA 65:9 Und ich will aus Jakob einen Nachwuchs hervorgehen lassen und aus 
Juda einen Erben meiner Berge: und meine Auserwhlten sollen das Land zum 
Erbe erhalten, und meine Knechte sollen sich dort ansiedeln.
ISA 65:10 Und der Saron soll zu einer Aue fr das Kleinvieh werden, und 
das Thal Achor zur Lagersttte der Rinder fr mein Volk, so viel ihrer 
nach mir gefragt haben.
ISA 65:11 Ihr aber, die ihr Jahwe fahren lat, die ihr meines heiligen 
Berges verget, die ihr dem Glcksgott einen Tisch zurichtet und dem 
Verhngnis Mischtrank einschenkt, -ISA 65:12 ber euch verhnge ich das 
Schwert, und insgesamt sollt ihr euch zur Schlachtung niederducken, 
dieweil ich rief, ohne da ihr antwortetet, redete, ohne da ihr hrtet; 
vielmehr thatet ihr, was mir mifiel, und woran ich keinen Gefallen habe, 
das hattet ihr gern!
ISA 65:13 Darum spricht der Herr, Jahwe, also:
ISA 65:14 frwahr, meine Knechte werden jubeln vor Frhlichkeit, ihr aber 
sollt vor Herzensweh aufschreien und vor Geisteszerknirschung heulen!
ISA 65:15 Und ihr werdet euren Namen meinen Auserwhlten zur Nennung bei 
einer Verwnschung hinterlassen; nmlich: Tten mge dich der Herr, Jahwe, 
wie jene! Seine Knechte aber wird er benennen mit einem anderen Namen,
ISA 65:16 so da, wer sich segnen will im Lande, sich segnen wird bei dem 
wahrhaftigen Gott, und wer schwren will im Lande, schwren wird bei dem 
wahrhaftigen Gott, weil die frheren Drangsale vergessen und weil sie vor 
meinen Augen verborgen sind.
ISA 65:17 Denn frwahr, ich schaffe einen neuen Himmel und eine neue Erde, 
und an das Frhere wird man nicht mehr denken, noch wird es jemandem mehr 
in den Sinn kommen!
ISA 65:18 Vielmehr frohlockt und jubelt auf immer ber das, was ich 
schaffe; denn frwahr, ich schaffe Jerusalem zu Jubel um und seine 
Bevlkerung zu Frohlocken!
ISA 65:19 Und ich will jubeln ber Jerusalem und frohlocken ber mein 
Volk, und nicht soll sich darin ferner vernehmen lassen ein Laut des 
Weinens und ein Laut der Wehklage.
ISA 65:20 Nicht soll es dort geben einen Sugling, der nur einige Tage alt 
wrde,
ISA 65:21 Und sie werden Huser bauen und bewohnen, werden Weinberge 
pflanzen und ihre Frchte genieen;
ISA 65:22 nicht werden sie bauen, und ein anderer bewohnen, nicht werden 
sie pflanzen, und ein anderer die Frchte genieen. Denn wie die 
Lebensdauer der Bume wird die Lebensdauer meines Volkes sein, und was 
ihre Hnde geschafft, das sollen meine Auserwhlten auch verbrauchen.
ISA 65:23 Nicht werden sie sich vergeblich mhen und nicht Kinder zeugen 
fr ein jhes Verhngnis; denn ein Geschlecht von Gesegneten Jahwes sind 
sie und ihre Sprlinge haben sie immer um sich.
ISA 65:24 Und es soll geschehen: ehe sie noch rufen, antworte ich schon; 
whrend sie noch reden, erhre ich schon!
ISA 65:25 Wolf und Lamm werden bei einander weiden; der Lwe wird Stroh 
fressen wie die Rinder, und die Schlange sich von Erde nhren: sie werden 
keinen Schaden thun, noch Verderben anrichten in meinem ganzen heiligen 
Berglande, spricht Jahwe.
ISA 66:1 So spricht Jahwe: Der Himmel ist mein Thron und die Erde meiner 
Fe Schemel. Was wre das fr ein Haus, das ihr mir bauen wolltet, und 
welcher Ort meine Ruhesttte?
ISA 66:2 Hat doch meine Hand dieses alles gemacht, so da alles dieses 
entstand, ist der Spruch Jahwes. Auf solche aber blicke ich hin: auf die, 
welche elend sind und zerschlagenes Geistes und um meines Wortes willen 
erzittern.
ISA 66:3 Wer Stiere schlachtet, zugleich aber Menschen erschlgt; wer 
Schafe opfert, zugleich aber Hunde wrgt; wer Speisopfer darbringt, 
zugleich aber auch Schweinsblut; wer Weihrauch verbrennt, zugleich aber 
einen Abgott grt -: ebenso wie sie zu ihren eigenen Wegen Lust hatten, 
und an ihren Scheusalen Wohlgefallen haben,
ISA 66:4 so will auch ich an ihrer Mihandlung Lust habenund ihnen 
bringen, wovor ihnen graut, dieweil ich rief, ohne da jemand antwortete, 
redete, ohne da sie hrten; vielmehr, was mir mifiel, das thaten sie, 
und das, woran ich keinen Gefallen habe, hatten sie gern.
ISA 66:5 Hrt das Wort Jahwes, ihr, die ihr vor seinem Wort erzittert! 
Gesagt haben eure Brder, die euch hassen, euch von sich stoen um meines 
Namens willen: Mge sich nur Jahwe verherrlichen, da wir eure Freude mit 
ansehen knnen! Aber sie sollen zu Schanden werden.
ISA 66:6 Horch! Getse erschallt von der Stadt her; horch! vom Tempel her 
erschallt die Donnerstimme Jahwes, der heimzahlt seinen Feinden, was sie 
verbt haben!
ISA 66:7 Ehe sie kreite, hat sie geboren; ehe noch eine Wehe sie ankam, 
ist sie eines Knbleins genesen.
ISA 66:8 Wer hat je derartiges gehrt? wer hat je solches gesehen? Wird 
denn ein Land zur Welt gebracht an einem Tage, oder ein Volk geboren auf 
einmal? - da gekreit und zugleich auch geboren hat Zion ihre Kinder?
ISA 66:9 Werde ich etwa das Kind dem Durchbruche nahe bringen, ohne es 
gebren zu lassen? spricht Jahwe. oder bin ich ein solcher, der gebren 
lt und dann zurckhlt? spricht dein Gott.
ISA 66:10 Freut euch mit Jerusalem und jubelt ber sie, ihr alle, die ihr 
sie lieb habt; frohlockt mit ihr, ihr alle, die ihr ber sie trauert,
ISA 66:11 damit ihr euch satt saugt aus der Brust ihrer Trstungen, damit 
ihr schlrft und euch erlabt an der Flle ihrer Herrlichkeit!
ISA 66:12 Denn so spricht Jahwe: Frwahr, ich wende ihr Frieden zu gleich 
einem Strom und die Herrlichkeit der Vlker gleich einem berflutenden 
Bache, da ihr euch vollsaugen sollt, und auf der Hfte werdet ihr 
getragen und auf den Knieen geliebkost werden.
ISA 66:13 Wie einen, den seine Mutter trstet, so will ich euch trsten, 
und in Jerusalem sollt ihr getrstet werden.
ISA 66:14 Und wenn ihr es seht, so wird euer Herz frohlocken, und eure 
Gebeine werden sprossen wie junges Grn. Da wird sich die Hand Jahwes 
seinen Knechten offenbaren, aber aufbrausen wird er gegen seine Feinde.
ISA 66:15 Denn frwahr, Jahwe wird im Feuer daherkommen, und dem 
Sturmwinde gleichen seine Wagen, da er in Glut seinen Zorn heimzahle und 
sein Schelten in Feuerflammen.
ISA 66:16 Denn mit Feuer rechtet Jahwe und durch sein Schwert mit 
jeglichem Fleisch, und die von Jahwe Erschlagenen werden zahlreich sein.
ISA 66:17 Sie, die sich weihen und reinigen fr die Grten hinter dem 
Einen in der Mitte, dabei aber Fleisch verzehren vom Schwein und von eklem 
Getier und der Maus: mit ihnen soll es insgesamt ein Ende nehmen! ist der 
Spruch Jahwes.
ISA 66:18 Ich aber kenne ihr Thun und ihre Gedanken! Und ich werde kommen, 
zu versammeln alle Vlker und Zungen, da sie kommen und meine 
Herrlichkeit sehen.
ISA 66:19 Und ich werde ein Zeichen unter ihnen thun und etliche von ihnen 
als Entronnene zu den Vlkern senden: nach Tarsis, zu Put und Lud, die den 
Bogen spannen, zu Thubal und Javan, nach den fernen Inseln, die von meinem 
Namen nichts vernommen, noch meine Herrlichkeit gesehen haben. Und sie 
sollen meine Herrlichkeit unter den Vlkern kund thun,
ISA 66:20 damit sie alle eure Brder aus allen Vlkern heimbringen als 
eine Opfergabe fr Jahwe, auf Rossen und auf Wagen und auf Snften, auf 
Maultieren und Dromedaren, hinauf zu meinem heiligen Berge, nach 
Jerusalem, spricht Jahwe, gleichwie die Israeliten die Opfergaben in 
reinem Gefe zum Tempel Jahwes zu bringen pflegen.
ISA 66:21 Und auch von jenen werde ich mir welche zu Priestern nehmen, 
spricht Jahwe.
ISA 66:22 Denn gleichwie der neue Himmel und die neue Erde, die ich 
schaffe, vor mir fortbestehen werden - ist der Spruch Jahwes -, so wird 
auch euer Geschlecht und euer Name fortbestehen.
ISA 66:23 Und dereinst an jedem Neumondstage und an jedem Sabbattage wird 
alles Fleisch kommen, um vor mir anzubeten, spricht Jahwe.
ISA 66:24 Und sie werden hinausgehen und ihre Lust sehen an den Leichnamen 
der Mnner, die von mir abtrnnig geworden sind; denn ihr Wurm wird nicht 
sterben und ihr Feuer nicht verlschen, und sie werden ein Abscheu sein 
fr alles Fleisch!
JER 1:1 Reden Jeremias, des Sohnes Hilkias, der zu den Priestern gehrte, 
die in Anathoth im Gebiete Benjamins wohnten:
JER 1:2 an welchen das Wort Jahwes erging in den Tagen Josias, des Sohnes 
Amons, des Knigs von Juda, im dreizehnten Jahre seiner Regierung,
JER 1:3 und danach weiter erging in den Tagen Jojakims, des Sohnes Josias, 
des Knigs von Juda, bis zum Ende des elften Jahres Zedekias, des Sohnes 
Josias, des Knigs von Juda, bis zur Wegfhrung Jerusalems im fnften 
Monat.
JER 1:4 Es erging aber das Wort Jahwes an mich also:
JER 1:5 Ehe ich dich im Mutterleibe bildete, habe ich dich ausersehen, und 
ehe du aus dem Mutterschoe hervorgingst, habe ich dich geweiht; zu einem 
Propheten der Vlker habe ich dich bestimmt!
JER 1:6 Da sprach ich: Ach Herr, Jahwe! Ich verstehe ja nicht zu reden, 
denn ich bin noch zu jung.
JER 1:7 Jahwe aber sprach zu mir: Sage nicht: Ich bin noch zu jung! 
Sondern zu allen, zu denen ich dich senden werde, sollst du gehen, und 
alles, was ich dir auftragen werde, sollst du reden.
JER 1:8 Frchte dich nicht vor ihnen, denn ich bin mit dir, dich zu 
erretten! - ist der Spruch Jahwes.
JER 1:9 Sodann streckte Jahwe seine Hand aus und berhrte damit meinen 
Mund.
JER 1:10 Und Jahwe sprach zu mir: Hiermit lege ich meine Worte in deinen 
Mund; siehe, ich bestelle dich heute fr die Vlker und fr die 
Knigreiche, auszurotten und zu zerstren, zu verderben und 
niederzureien, zu bauen und zu pflanzen!
JER 1:11 Da erging das Wort Jahwes an mich also: Was siehst du, Jeremia? 
Ich erwiderte: Einen Mandelzweig sehe ich.
JER 1:12 Jahwe aber sprach zu mir: Du hast recht gesehen! Ja, ich wache 
ber meinem Wort, es wahr zu machen.
JER 1:13 Da erging das Wort Jahwes an mich zum zweiten Mal also: Was 
siehst du? Ich erwiderte: Einen siedenden Topf sehe ich, und zwar kehrt er 
uns seine Vorderseite von Norden her zu.
JER 1:14 Da sprach Jahwe zu mir: Vom Norden her wird das Unheil zum Sieden 
gebracht ber alle Bewohner des Landes,
JER 1:15 denn ich will alle Vlkerschaften der nordischen Knigreiche 
berufen - ist der Spruch Jahwes -, da sie kommen und ein jeder seinen 
Thron an den Eingang der Thore Jerusalems setze und wider alle seine 
Mauern ringsum und wider alle Stdte Judas.
JER 1:16 Und so will ich sie zur Rechenschaft ziehen wegen aller ihrer 
Bosheit, da sie mich verlassen und andern Gttern geopfert und vor den 
Machwerken ihrer Hnde sich niedergeworfen haben.
JER 1:17 Du aber, grte deine Lenden, mache dich auf und sage zu ihnen 
alles, was ich dir auftragen werde! Erschrick nicht vor ihnen, auf da ich 
dich nicht vor ihnen in Schrecken setze!
JER 1:18 Mache doch ich dich heute zu einer festen Burg und einer eisernen 
Sule und einer ehernen Ringmauer gegenber dem ganzen Lande, den Knigen 
Judas, seinen obersten Beamten, seinen Priestern und der Bevlkerung des 
Landes -JER 1:19 und wenn sie wider dich kmpfen, so werden sie doch 
nichts ber dich vermgen, denn ich bin mit dir - ist der Spruch Jahwes -, 
dich zu erretten.
JER 2:1 Und es erging das Wort Jahwes an mich also:
JER 2:2 Gehe hin und verkndige Jerusalem laut, wie folgt: So spricht 
Jahwe: Ich gedenke der Frmmigkeit deiner Jugend, der Liebe deiner 
Brautzeit, wie du hinter mir herzogst in der Wste, in unfruchtbarem Lande.
JER 2:3 Geheiligt war Israel Jahwe, ein Erstlingsertrag fr ihn: wer 
irgend davon a, lud Schuld auf sich; Unheil kam ber ihn, - ist der 
Spruch Jahwes.
JER 2:4 Hrt das Wort Jahwes, ihr vom Hause Jakobs und all' ihr 
Geschlechter des Hauses Israel!
JER 2:5 So spricht Jahwe: Was haben eure Vter Unrechtes an mir gefunden, 
da sie sich von mir entfernt haben und den nichtigen Gtzen nachgegangen 
und so der Nichtigkeit verfallen sind,
JER 2:6 da sie nicht sagten: Wo ist Jahwe, der uns aus gypten 
hergefhrt, der uns in der Wste geleitet hat, in einem steppen- und 
schluchtenreichen Land, in einem Lande der Drre und der dichten 
Finsternis, in einem Lande, das niemand durchzieht und in dem kein Mensch 
wohnt?
JER 2:7 Dann aber brachte ich euch in das fruchtreiche Land, damit ihr 
seine Frchte und seine Gter gensset; aber als ihr hineingelangt wart, 
verunreinigtet ihr MeinLand und machtet mein Besitztum zu einem Greuel.
JER 2:8 Die Priester sprachen nicht: Wo ist Jahwe? und die mit dem Gesetz 
umgehen, wollten nichts von mir wissen, und die Hirten wurden abtrnnig 
von mir, und die Propheten weissagten im Namen des Baal und gingen denen 
nach, die nicht zu helfen vermgen.
JER 2:9 Darum werde ich auch fernerhin mit euch rechten - ist der Spruch 
Jahwes - und noch mit euren Kindeskindern werde ich rechten;
JER 2:10 denn geht hinber nach den Ksten der Kittiter und berzeugt euch 
und sendet nach Kedar und merkt wohl auf und berzeugt euch, ob 
dergleichen je geschehen ist!
JER 2:11 - ob je ein Volk einen Gott umgetauscht hat -, und jene sind 
nicht einmal Gtter! Mein Volk aber hat seinen Herrlichen umgetauscht 
gegen einen, der nicht zu helfen vermag.
JER 2:12 Entsetzt euch, ihr Himmel, darob und schaudert, erstarrt ber die 
Maen! - ist der Spruch Jahwes.
JER 2:13 Denn zwiefach Bses hat mein Volk gethan: mich haben sie 
verlassen, den Quell lebendigen Wassers, um sich Brunnen auszuhauen, 
rissige Brunnen, welche das Wasser nicht halten.
JER 2:14 Ist denn Israel ein Sklave oder ein im Hause geborner 
Sklavensohn? Warum ist es dem Raube verfallen?
JER 2:15 Lwen brllten wider es, lieen ihre Stimme erschallen und sie 
machten sein Land zur Wste; seine Stdte wurden in Brand gesteckt, 
entvlkert.
JER 2:16 Auch die von Noph und Thahpanches weideten dir den Scheitel ab.
JER 2:17 Hast du dir das nicht dadurch zugezogen, da du Jahwe, deinen 
Gott, verlieest, zur Zeit, da er dich auf dem Wege leitete?
JER 2:18 Und nun - was kommt dir bei, da du nach gypten gehst, um das 
Wasser des Nil zu trinken?
JER 2:19 Deine Bosheit wird dir Zchtigung und dein schwerer Abfall Strafe 
bringen; da sollst du dann inne werden und erfahren, wie unheilvoll und 
bitter es ist, da du Jahwe, deinen Gott, verlieest und Furcht vor mir 
dich nicht anfocht, - ist der Spruch des Herrn, Jahwes der Heerscharen.
JER 2:20 Denn von alters her hast du dein Joch zerbrochen, deine Bande 
zerrissen und gesagt: Ich will nicht dienen! Vielmehr auf jeglichem hohen 
Hgel und unter jeglichem grnen Baume strecktest du dich buhlerisch hin.
JER 2:21 Ich aber hatte dich eingepflanzt als Edelrebe, lauter echtes 
Gewchs: wie konntest du dich doch fr mich in Ranken eines wilden 
Weinstocks verwandeln?
JER 2:22 Ja, wolltest du dich auch mit Laugensalz waschen und viel Seife 
an dich wenden, schmutzig bleibt doch deine Missethat vor mir! - ist der 
Spruch des Herrn, Jahwe.
JER 2:23 Wie kannst du sagen: Ich habe mich nicht verunreinigt, bin den 
Baalen nicht nachgelaufen? Schau an dein Treiben im Thale, sieh' sein, was 
du gethan, leichtfige Kamelstute, die hin- und herlaufend ihre eigenen 
Wege kreuzt,
JER 2:24 wie eine Wildeselin, die gewhnt an die Steppe ob ihres gierigen 
Verlangens nach Luft schnappt, - wer vermag sie von ihrer Brunst 
abzubringen? Alle, die sie suchen, brauchen sich nicht abzumhen; in ihrem 
Brunstmonate treffen sie sie von selbst.
JER 2:25 Bewahre doch deinen Fu, da ihm nicht der Schuh verloren geht, 
und deine Kehle, da sie nicht verdurste! - Du aber sagst: Umsonst! Nein! 
denn ich lobe mir die Fremden und ihnen will ich nachlaufen!
JER 2:26 Wie ein Dieb, wenn er betroffen wird, sich schmen mu, also 
werden sich schmen mssen die vom Hause Israel, samt ihren Knigen, ihren 
obersten Beamten, ihren Priestern und ihren Propheten,
JER 2:27 sie, die zum Holze sagen: Mein Vater bist du! und zum Steine: Du 
hast mich geboren! Denn den Rcken haben sie mir zugekehrt und nicht das 
Angesicht; wenn sie aber im Unglcke sind, da rufen sie: Auf und hilf uns!
JER 2:28 Wo sind denn deine Gtter, die du dir angefertigt hast? Sie mgen 
sich aufmachen, ob sie dir wohl helfen knnen, wenn du im Unglcke bist! 
Denn so zahlreich wie deine Stdte sind deine Gtter geworden, Juda!
JER 2:29 Warum hadert ihr wider mich? Ihr alle seid ja von mir abgefallen, 
- ist der Spruch Jahwes.
JER 2:30 Vergeblich habe ich eure Shne geschlagen, Zucht habt ihr nicht 
angenommen; es fra euer Schwert eure Propheten, einem reienden Lwen 
gleich.
JER 2:31 O Geschlecht, - ihr! Achtet doch auf das Wort Jahwes! Bin ich 
denn eine Wstenei fr Israel gewesen oder ein finsteres Land? Warum sagt 
denn mein Volk: Wir sind los! wir werden nicht wieder zu dir kommen!
JER 2:32 Vergit wohl eine Jungfrau ihres Schmucks, eine Braut ihres 
Grtels? Und doch hat mein Volk meiner vergessen seit zahllosen Tagen.
JER 2:33 Wie trefflich weit du deinen Weg einzurichten, um Liebschaft zu 
suchen! Zu dem Ende hast du dich auf deinen Pfaden selbst vor Verbrechen 
nicht gescheut;
JER 2:34 sogar an deinen Kleidersumen zeigen sie sich, - das Blut 
hingemordeter schuldloser Armen. Nicht etwa beim Einbruche betrafst du 
sie, sondern wegen aller dieser Dinge.
JER 2:35 Und doch sprichst du: Ich bin schuldfrei; hat sich ja doch sein 
Zorn von mir gewandt! Frwahr, nun ziehe ich dich zur Rechenschaft, weil 
du sagst: Ich habe nicht gesndigt!
JER 2:36 Wozu lufst du doch so eilig fort, um wieder einen andern Weg zu 
gehen? Auch in betreff gyptens wirst du enttuscht werden, wie du in 
betreff Assurs enttuscht wurdest;
JER 2:37 auch von dort wirst du herauskommen, die Hnde auf dem Kopfe: 
denn Jahwe hat die verworfen, auf die du dein Vertrauen gesetzt hast, und 
so wird es dir nicht mit ihnen glcken.
JER 3:1 Und es erging das Wort Jahwes an mich also: Wenn einer sein Weib 
entlt, und sie von ihm fortgeht und einen andern heiratet, kann er dann 
wohl wieder zu ihr zurckkehren? Wrde dadurch ein solches Land nicht 
entweiht werden? Du aber hast mit vielen Buhlen gehurt und solltest doch 
zu mir zurckkehren drfen? - ist der Spruch Jahwes.
JER 3:2 Blicke doch hinauf zu den kahlen Hhen und sieh zu: Wo bist du 
nicht geschndet worden? An den Wegen sitzend lauertest du auf sie wie ein 
Araber in der Wste und entweihtest das Land durch deine Buhlerei und 
deine Bosheit.
JER 3:3 Und wurden auch die Regenschauer vorenthalten und fiel kein 
Sptregen, du zeigtest doch die Stirn eines hurerischen Weibes; du 
wolltest dich nicht schmen.
JER 3:4 Freilich, nunmehr rufst du mir zu: Mein Vater! der Vertraute 
meiner Jugend bist du!
JER 3:5 Wird er denn immerdar grollen oder auf ewig nachtragen? Ja, so 
sprichst du, thust aber das Bse und gewinnst es ber dich.
JER 3:6 Und Jahwe sprach zu mir in den Tagen des Knigs Josia also: Hast 
du gesehen, was die Abtrnnige, Israel, gethan hat? Sie ging hin auf 
jeglichen hohen Berg und unter jeglichen grnen Baum und hurte daselbst.
JER 3:7 Zwar dachte ich: Nachdem sie alle diese Greuel verbt hat, wird 
sie zu mir zurckkehren, aber sie kehrte nicht zurck! Das sah die 
Treulose, ihre Schwester Juda,
JER 3:8 und obwohl sie sah, da ich eben deshalb, weil die Abtrnnige, 
Israel, Ehebruch getrieben, sie entlassen und ihr den Scheidebrief gegeben 
hatte, scheute die Treulose, ihre Schwester Juda, sich dennoch nicht, ging 
vielmehr hin und hurte gleichfalls,
JER 3:9 und durch ihre leichtfertige Hurerei entweihte sie das Land und 
trieb Ehebruch mit dem Stein und mit dem Holz.
JER 3:10 Aber trotz alledem ist die Treulose, ihre Schwester Juda, nicht 
von ganzem Herzen, sondern nur heuchlerischer Weise zu mir zurckgekehrt! -
 ist der Spruch Jahwes.
JER 3:11 Da sprach Jahwe zu mir: Die Abtrnnige, Israel, steht unschuldig 
da im Vergleiche mit der Treulosen, Juda!
JER 3:12 Gehe hin und rufe diese Worte nach Norden hin und sprich: Kehre 
wieder, du Abtrnnige, Israel - ist der Spruch Jahwes -, nicht werde ich 
lnger auf euch zrnen, denn huldreich bin ich - ist der Spruch Jahwes -, 
ich grolle nicht ewig!
JER 3:13 Nur erkenne deine Verschuldung, da du von Jahwe, deinem Gott, 
abgefallen bist, da du Kreuz- und Querwege eingeschlagen hast, um dich 
den Fremden hinzugeben unter jeglichem grnen Baume: mir aber habt ihr 
nicht gehorcht, - ist der Spruch Jahwes.
JER 3:14 Kehrt wieder, ihr abtrnnigen Shne - ist der Spruch Jahwes -, 
denn ich, ja ich bin euer Herr! Und ich will euch je einen aus einer Stadt 
und je zwei aus einem Geschlechte nehmen und euch nach Zion bringen
JER 3:15 und will euch Hirten nach meinem Sinne geben, da sie euch weiden 
mit Einsicht und Klugheit.
JER 3:16 Wenn ihr euch dann mehrt und fruchtbar seid im Land in jenen 
Tagen - ist der Spruch Jahwes -, dann wird man nicht mehr sagen: Die Lade 
mit dem Gesetze Jahwes! und sie wird niemandem mehr in den Sinn kommen, 
noch wird man ihrer gedenken, noch sie vermissen, noch wird man je wieder 
eine anfertigen;
JER 3:17 vielmehr wird man zu jener Zeit Jerusalem Thron Jahwes nennen, 
und es werden sich dahin alle Heiden versammeln, um des Namens Jahwes 
willen, und werden fernerhin nicht mehr starrsinnig ihrem eigenen bsen 
Sinne folgen.
JER 3:18 In jenen Tagen wird das Haus Juda mit dem Hause Israel 
zusammengehen und sie werden miteinander aus dem Nordland in das Land 
kommen, das ich euren Vtern zum Besitztum verliehen habe.
JER 3:19 Ich zwar hatte gedacht: Wie will ich dich ausstatten unter meinen 
Kinder und dir ein liebliches Land, den allerherrlichsten Erbbesitz unter 
allen Vlkern, verleihen! Und weiter dachte ich: Mein Vater! wrdet ihr 
mich nennen und nicht davon lassen, mir nachzufolgen.
JER 3:20 Aber wie ein Weib ihrem Buhlen untreu wird, so seid ihr mir 
untreu geworden, ihr vom Hause Israel, - ist der Spruch Jahwes.
JER 3:21 Horch! auf den kahlen Hhen wird es laut: flehentliches Weinen 
der Kinder Israel, weil sie auf krummen Pfaden gewandelt waren, Jahwes, 
ihres Gottes vergessen hatten!
JER 3:22 Kehrt zurck, ihr abtrnnigen Shne: ich will eure Abfallssnden 
heilen! - Da sind wir, wir kommen zu dir, denn du bist Jahwe, unser Gott.
JER 3:23 Frwahr, trgerisch ist von Hgeln her Lrm, von Bergen her! 
Frwahr bei Jahwe, unserem Gott, allein ist Heil fr Israel!
JER 3:24 Verzehrt hat die Schande den Erwerb unserer Vter von unserer 
Jugend an, ihre Schafe und ihre Rinder, ihre Shne und ihre Tchter!
JER 3:25 Hinlegen wollen wir uns in unsere Schande und zudecken soll uns 
unsere Schmach; denn an Jahwe, unserem Gotte, haben wir gesndigt, wir und 
unsere Vter, von unserer Jugend an bis auf den heutigen Tag, und haben 
nicht auf die Mahnung Jahwes, unseres Gottes, gehrt.
JER 4:1 Wenn du umkehrst, Israel - ist der Spruch Jahwes -, zu mir 
umkehrst und mir deine Scheusale aus den Augen schaffst und nicht mehr 
umherlufst:
JER 4:2 dann wirst du So wahr Jahwe lebt! in Treuen und voller 
Aufrichtigkeit schwren, und es werden sich Vlker in ihm segnen und 
seiner sich rhmen.
JER 4:3 Ja, so spricht Jahwe zu den Mnnern von Juda und zu Jerusalem: 
Brecht euch einen Neubruch und set nicht in Dornen hinein!
JER 4:4 Beschneidet euch fr Jahwe und entfernt die Vorhaut eures Herzens, 
ihr Mnner von Juda und ihr Bewohner Jerusalems, auf da nicht Feuer 
gleich mein Grimm losbreche und unauslschbar brenne ob der Schlechtigkeit 
eurer Thaten!
JER 4:5 Verkndigt in Juda und in Jerusalem ruft aus und sagt: Stot in 
die Trompete im Land umher! Ruft mit voller Stimme und sagt: Sammelt euch, 
da wir uns in die festen Stdte begeben!
JER 4:6 Pflanzt ein Panier auf in der Richtung nach Zion hin: flchtet, 
bleibt nicht stehen! Denn Unheil bringe ich von Norden her und gewaltige 
Zerstrung.
JER 4:7 Heraufgestiegen ist ein Lwe aus seinem Dickicht, ein Vlkerwrger 
ist aufgebrochen, ausgezogen aus seiner Wohnstatt, da er dein Land zur 
Wste mache, deine Stdte verwstet, entvlkert werden.
JER 4:8 Darum grtet Trauergewnder um, klagt und heult: denn nicht hat 
sich die Glut des Zornes Jahwes von uns abgewendet.
JER 4:9 An jenem Tage aber - ist der Spruch Jahwes -, da werden ratlos 
sein der Knig und die obersten Beamten, da werden starr sein die 
Priester, und die Propheten sich entsetzen.
JER 4:10 Da sprach ich: Ach, Herr Jahwe! Frwahr grndlich hast du dieses 
Volk und Jerusalem getuscht, als du sprachst: Heil soll euch widerfahren! 
whrend ihnen nun das Schwert ans Leben geht.
JER 4:11 Zu jener Zeit wird in betreff dieses Volks und Jerusalems gesagt 
werden: Ein strahlender Gluthauch auf den kahlen Hhen in der Wste ist 
das Treiben der Glieder meines Volks - ungeeignet zum Worfeln und 
ungeeignet zum Reinigen!
JER 4:12 Ein vollgewaltiger Wind trifft mich von ihnen her: nun aber will 
ich meinerseits ihnen das Urteil sprechen!
JER 4:13 Siehe! wie Wolken zieht er heran, und dem Sturme gleichen seine 
Wagen; schneller als Adler sind seine Rosse: Wehe uns, wir sind 
berwltigt!
JER 4:14 Wasche vom Bsen dein Herz, Jerusalem, auf da du gerettest 
werdest: wie lange doch sollen deine heillosen Gedanken in dir herbergen?
JER 4:15 Denn horch! man verkndet von Dan aus und meldet Unheil vom 
Gebirge Ephraim her.
JER 4:16 Entbietet den Vlkern! Wohlan! ruft sie auf wider Jerusalem! 
Belagerer kommen aus fernem Lande und erheben wider die Stdte Judas ihren 
Kriegsruf;
JER 4:17 wie Feldhter umlagern sie es ringsum, weil es sich gegen mich 
emprt hat, - ist der Spruch Jahwes.
JER 4:18 Dein Wandel und deine Thaten haben dir das eingetragen: das ist 
deine Bosheit, da es so bitter ist, da es dir bis ans Leben geht.
JER 4:19 Meine Eingeweide! meine Eingeweide! Krmmen mchte ich mich vor 
Schmerz! O meines Herzens Wnde! Es tobt mir das Herz, ich kann nicht 
stille sein! Denn den Trompetenschall hrt meine Seele, den Lrmruf des 
Kriegs.
JER 4:20 Zerstrung auf Zerstrung wird gemeldet, ja berwltigt ist das 
ganze Land; urpltzlich sind berwltigt meine Htten, in einem 
Augenblicke meine Zelte.
JER 4:21 Wie lange noch mu ich Paniere schauen, mu ich Trompetenschall 
hren?
JER 4:22 Ja, thricht ist mein Volk: mich kennen sie nicht; alberne Shne 
sind sie und ohne Einsicht sind sie. Weise sind sie, Bses zu thun, aber 
Gutes zu thun verstehen sie nicht.
JER 4:23 Ich schaute die Erde an, - und siehe da, sie war wste und leer! 
und zum Himmel hinauf, - hinweg war sein Licht!
JER 4:24 Ich schaute die Berge an, - und siehe da, sie zitterten, und die 
Hgel insgesamt, - sie erbebten!
JER 4:25 Ich schaute aus und siehe: da war kein Mensch mehr, und alle 
Vgel unter dem Himmel hatten sich geflchtet.
JER 4:26 Ich schaute aus und siehe: das Fruchtgefilde war zur Wste 
geworden, und alle seine Stdte waren zerstrt - von Jahwe her, von der 
Glut seines Zorns!
JER 4:27 Ja, so spricht Jahwe: Zur Einde soll das ganze Land werden, aber 
den Garaus will ich ihnen nicht machen.
JER 4:28 Darum trauert die Erde, und der Himmel droben verdunkelt sich, 
darum weil ich das gesagt habe und mich's nicht gereuen lasse, es 
beschlossen habe und nicht mehr davon abgehe.
JER 4:29 Vor dem Lrm der Reiter und der Bogenschtzen sind alle Stdte 
auf der Flucht; man schlpft in Dickichte hinein und steigt auf die Felsen 
hinauf: alle Stdte sind verdet, und niemand hlt sich mehr in ihnen auf.
JER 4:30 Du aber, berwltigt, was willst du thun? Magst du dich auch in 
Scharlach kleiden, magst du mit Bleiglanz deine Augen schminken: umsonst 
machst du dich schn; es verschmhen dich die Buhler, sie trachten dir 
nach dem Leben.
JER 4:31 Ja, Geschrei hre ich, wie von einer Kreienden, Angstruf wie von 
einer Erstgebrenden: das Geschrei der Tochter Zion, die da keuchend sich 
abqult, ihre Hnde flehend ausbreitet: O wehe mir! denn Mrdern erliegt 
meine Seele!
JER 5:1 Durchstreift die Gassen Jerusalems, seht euch doch um und bringt 
in Erfahrung und forscht auf ihren Straen, ob ihr jemanden findet, ob da 
einer ist, der Recht bet, der sich um Treue mht, da ich ihr verzeihe.
JER 5:2 Indes wenn sie auch So wahr Jahwe lebt! sagen, so schwren sie 
darum doch falsch.
JER 5:3 Aber sind deine Augen, Jahwe, - sind sie nicht vielmehr auf Treue 
gerichtet? Du hast die geschlagen, aber sie empfanden keinen Schmerz; du 
hast die aufgerieben, aber Zucht wollten sie nicht annehmen. Sie machten 
ihr Angesicht hrter als Felsgestein, sie wollten sich nicht bekehren.
JER 5:4 Ich zwar dachte: Nur geringe Leute sind's; sie gebrden sich 
thricht, weil sie den Weg Jahwes, die Gerechtsame ihres Gottes nicht 
kennen.
JER 5:5 Ich will doch zu den Groen gehen und mit ihnen reden; denn sie 
kennen den Weg Jahwes, die Gerechtsame ihres Gottes! Aber gerade sie 
hatten allesamt das Joch zerbrochen, die Bande zerrissen.
JER 5:6 Darum zermalmt sie der Lwe, der aus dem Walde hervorbricht, 
berwltigt sie der Wolf, der in der Steppe daheim ist, lauert der Pardel 
an ihren Stdten, so da, wer irgend aus ihnen herauskommt, zerrissen 
wird; denn vielfltig sind ihre bertretungen, zahlreich ihre 
Treulosigkeiten.
JER 5:7 Warum doch soll ich dir verzeihen? Deine Kinder haben mich 
verlassen und bei Ungttern geschworen, und sttigte ich sie, so brachen 
sie doch den Ehebund und drngten sich in Scharen zum Hurenhause.
JER 5:8 Wie feiste Rosse schweiften sie umher, geil wiehern sie ein jeder 
nach des andern Weibe.
JER 5:9 Sollte ich dergleichen Menschen nicht strafen? ist der Spruch 
Jahwes, oder mich an einem so gearteten Volke nicht rchen?
JER 5:10 Steigt hinauf auf ihre Mauern und zerstrt, aber macht ihnen 
nicht den Garaus; entfernt ihre Ranken, denn Jahwe gehren sie nicht an!
JER 5:11 Denn gar treulos hat an mir das Haus Israel und das Haus Juda 
gehandelt - ist der Spruch Jahwes.
JER 5:12 Verleugnet haben sie Jahwe und gesagt: Nicht der ist's! und nicht 
wird Unheil ber uns kommen: weder Schwert noch Hunger werden wir erleben;
JER 5:13 die Propheten aber werden sich als Wind erweisen, denn das 
Gotteswort ist nicht in ihnen: also ergehe es ihnen selbst!
JER 5:14 Darum spricht Jahwe, der Gott der Heerscharen, also: Weil ihr 
solche Rede gefhrt habt, so will ich meine Worte in deinem Munde zu Feuer 
machen und dieses Volk zu Brennholz, da es sie verzehre!
JER 5:15 Frwahr, ich lasse ber euch ein Volk von fernher kommen, ihr vom 
Hause Israel - ist der Spruch Jahwes -, ein unverwstliches Volk ist es, 
ein uraltes Volk ist es, ein Volk, dessen Sprache du nicht kennst und von 
dem du nicht verstehst, was es redet.
JER 5:16 Sein Kcher gleicht einem geffneten Grab und aus lauter Helden 
besteht es.
JER 5:17 Es wird deine Ernte und dein Brotkorn verzehren, deine Shne und 
deine Tchter werden sie verzehren, deine Schafe und deine Rinder wird es 
verzehren, deinen Weinstock und deinen Feigenbaum wird es verzehren: deine 
festen Stdte, auf die du dich verlssest, wird es mit dem Schwerte 
zertrmmern.
JER 5:18 Gleichwohl auch in diesen Tagen - ist der Spruch Jahwes - will 
ich es mit euch nicht garaus machen!
JER 5:19 Wenn ihr aber alsdann sprecht: Wofr hat Jahwe, unser Gott, uns 
alles das angethan? so sollst du zu ihnen sagen: So wie ihr mich verlassen 
und fremden Gttern in eurem Lande gedient habt, also sollt ihr der 
Fremden Sklaven sein in einem Lande, das euch nicht gehrt.
JER 5:20 Verkndet das in dem Hause Jakobs und ruft es aus in Juda:
JER 5:21 Hrt doch das, ihr thrichtes und unverstndiges Volk, die Augen 
haben, aber nicht sehen, die Ohren haben, aber nicht hren!
JER 5:22 Mich wollt ihr nicht frchten - ist der Spruch Jahwes - oder vor 
mir wollt ihr nicht zittern? vor mir, der ich dem Meere die Dne als 
Grenze gesetzt, als immerwhrende Schranke, die es nicht berschreiten 
darf. Und ob auch seine Wogen dagegen andrngen, sind sie doch machtlos, 
und ob sie auch dagegen toben, vermgen sie sie doch nicht zu 
berschreiten.
JER 5:23 Dieses Volk aber hat einen strrigen und aufrhrerischen Sinn: 
sie haben sich abgewandt und sind ihres Wegs gegangen,
JER 5:24 dachten aber nicht in ihrem Sinne: Lat uns doch Jahwe, unsern 
Gott, frchten, der den Regen, den Frhregen wie den Sptregen, zur 
rechten Zeit giebt, der die Wochen, die festen Ordnungen der Erntezeit zu 
unserem Besten einhlt!
JER 5:25 Eure Verschuldungen haben sie aus dem Geleise gebracht, und eure 
Snden haben euch den Segen entzogen!
JER 5:26 Denn Frevler finden sich in meinem Volke: man legt sich auf die 
Lauer, so wie sich Vogelsteller ducken; sie stellen Fallen auf, um 
Menschen zu fangen.
JER 5:27 Wie ein Korb angefllt mit Vgeln, also sind ihre Huser mit 
betrgerischem Erwerb angefllt: auf solche Art sind sie gro und reich 
geworden;
JER 5:28 feist sind sie geworden, glnzend vom Fett. Dazu flieen sie ber 
von unheilvollen Reden; fr die Sache der Waisen, fr die treten sie nicht 
ein, sie zum Siege zu bringen, und den Armen verhelfen sie nicht zum 
Rechte.
JER 5:29 Sollte ich dergleichen Menschen nicht strafen - ist der Spruch 
Jahwes - oder mich an einem so gearteten Volke nicht rchen?
JER 5:30 Entsetzliches und Schaudererregendes hat sich im Lande zugetragen:
JER 5:31 die Propheten - sie weissagen trgerisch, die Priester aber - sie 
schalten Hand in Hand mit ihnen, und mein Volk - die lieben's also! Was 
aber werdet ihr thun, wenn das Ende davon kommt?
JER 6:1 Flchtet, ihr Benjaminiten, aus Jerusalem und in Thekoa stot in 
die Trompete und ber Bethkerem richtet ein Zeichen auf; denn Unheil droht 
von Norden her und gewaltige Zerstrung.
JER 6:2 Die holde und verzrtelte - ich vertilge die Tochter Zion:
JER 6:3 es kommen Hirten zu ihr mit ihren Herden, schlagen rings um sie 
her ihre Zelte auf, weiden ein jeder seinen Bereich ab.
JER 6:4 Weiht euch zum Kampfe wider sie! Auf, da wir noch am Mittag 
heranrcken! O weh! Schon neigt sich der Tag, lang strecken sich die 
abendlichen Schatten!
JER 6:5 Auf, da wir des nachts heranrcken und ihre Palste zerstren!
JER 6:6 Denn also spricht Jahwe der Heerscharen: Fllt ihre Bume und 
schttet einen Wall wider Jerusalem auf! Das ist die Stadt, an der Strafe 
vollzogen wird! Allenthalben herrscht in ihr Vergewaltigung.
JER 6:7 Wie die Cisterne ihr Wasser frisch erhlt, also hlt auch sie ihre 
Bosheit frisch: Gewaltthat und Unterdrckung wird laut in ihr; vor meinem 
Angesichte Wind immerdar Leid und Mihandlung.
JER 6:8 La dich warnen, Jerusalem, damit sich meine Seele nicht von dir 
losreie, auf das ich dich nicht zur Wste mache, zu einem Lande, das 
nicht mehr bewohnt ist!
JER 6:9 So spricht Jahwe der Heerscharen: Grndliche Nachlese wie am 
Weinstocke wird man am berreste Israels halten, indem man immer wieder 
dem Winzer gleich die Hand nach den Ranken ausstreckt.
JER 6:10 Doch zu wem soll ich reden und warnend Zeugnis geben, da sie 
hren? Ist doch ihr Ohr mit einer Vorhaut bedeckt, so da sie nicht 
aufzumerken vermgen! Ja, das Wort Jahwes ist ihnen zum Gesptte geworden, 
sie haben kein Gefallen daran.
JER 6:11 Doch von der Zornglut Jahwes bin ich angefllt, umsonst mhe ich 
mich ab, sie zurckzuhalten. So giee sie denn aus ber das Kind auf der 
Gasse und ber den Kreis der Jnglinge insgesamt; denn sowohl Mann als 
Weib sollen ergriffen werden, der Greis samt dem Hochbetagten.
JER 6:12 Ihre Huser aber sollen an andere bergehen, Felder und Weiber 
zumal; denn ich strecke meine Hand aus wider die Bewohner des Landes, - 
ist der Spruch Jahwes.
JER 6:13 Denn vom Jngsten bis zum ltesten trachten sie allesamt nach 
Gewinn, und Propheten sowohl wie Priester verben allesamt Lug und Trug.
JER 6:14 Den Schaden meines Volks aber mchten sie auf schnellfertige 
Weise heilen, indem sie rufen: Heil! Heil! wo doch kein Heil ist.
JER 6:15 Schmen werden sie sich mssen, da sie Greuel verbt haben: 
indes, es giebt fr sie kein Errten mehr, noch wissen sie mehr, was sich 
schmen heit. Darum werden sie fallen unter den Fallenden; wenn die Zeit 
ihrer Heimsuchung kommt, werden sie straucheln, spricht Jahwe.
JER 6:16 Also sprach Jahwe: Tretet hin an die Wege und schaut und fragt 
nach den Pfaden, die man in der Urzeit gewandelt, welches der Weg zum 
Glcke sei, und geht ihn, da ihr Ruhe fr eure Seele findet! Sie aber 
sprachen: Wir mgen ihn nicht gehen!
JER 6:17 Dann stellte ich Wchter gegen euch auf: Merkt auf auf den Schall 
der Trompete! Sie aber sprachen: Wir mgen nicht aufmerken!
JER 6:18 Darum so hrt, ihr Vlker, und erkenne, Gemeinde, was in ihnen 
ist!
JER 6:19 Hre, Erde: nun bringe ich Unheil ber dieses Volk, die Frucht 
ihrer Anschlge; denn auf meine Worte haben sie nicht gemerkt und meine 
Weisung - die verwarfen sie!
JER 6:20 Was soll mir denn da Weihrauch, der aus Saba kommt, und das 
kstliche Zimtrohr aus fernem Lande? Eure Brandopfer gereichen mir nicht 
zum Wohlgefallen, noch sind mir eure Schlachtopfer angenehm.
JER 6:21 Darum spricht Jahwe also: Frwahr, ich will diesem Volke Anste 
in den Weg legen, da Vter und Shne miteinander darber straucheln, ein 
Nachbar mit dem andern umkomme.
JER 6:22 So spricht Jahwe: Schon kommt ein Volk vom Nordlande her, und 
eine groe Nation erhebt sich vom uersten Winkel der Erde.
JER 6:23 Bogen und Wurfspie fhren sie, grausam sind sie und ben kein 
Erbarmen; ihr Lrmen tost dem Meere gleich und auf Rossen reiten sie, 
gerstet wie ein Kriegsmann zum Kampfe wider dich, Tochter Zion.
JER 6:24 Wir haben die Kunde von ihm vernommen: schlaff sind unsere Hnde, 
Angst hat uns erfat, Zittern wie eine Gebrende!
JER 6:25 Gehe ja nicht hinaus ins Freie und wandere nicht auf der 
Landstrae, denn ein Schwert hat der Feind - Grauen ringsum!
JER 6:26 O mein Volk, umgrte dich mit einem Trauergewand und wlze dich 
in der Asche; veranstalte eine Trauer wie um den einzigen Sohn, bitterste 
Klage, denn gar pltzlich wird dich der Verwster berfallen!
JER 6:27 Zum Prfer habe ich dich bestellt fr mein Volk, da du ihr 
Verhalten kennen lernest und prfest:
JER 6:28 allesamt sind sie Erzemprer, verleumdungsschtige, nur Kupfer 
und Eisen, allesamt sind sie Verderber.
JER 6:29 Es schnaubte der Blasebalg, vom Feuer sollte das Blei verzehrt 
werden: doch umsonst hat man geschmolzen und geschmolzen, aber die 
Schlechten lieen sich nicht abscheiden.
JER 6:30 Verworfenes Silber! nennt man sie, denn Jahwe hat sie verworfen!
JER 7:1 Das Wort, welches an Jeremia von seiten Jahwes erging, also 
lautend:
JER 7:2 Tritt in das Thor des Tempels Jahwes und verkndige daselbst 
folgenden Spruch und sage: Hrt das Wort Jahwes, ihr Juder alle, die ihr 
in diese Thore eintretet, um Jahwe anzubeten!
JER 7:3 So spricht Jahwe der Heerscharen, der Gott Israels: Befleiigt 
euch eines guten Wandels und guter Thaten, so will ich euch an dieser 
Sttte wohnen lassen.
JER 7:4 Setzt euer Vertrauen nur ja nicht auf die trgerischen Reden, wenn 
sie sagen: Der Tempel Jahwes, der Tempel Jahwes, der Tempel Jahwes ist 
dies!
JER 7:5 Denn nur wenn ihr euch ernstlich eines guten Wandels und guter 
Thaten befleiigt, wenn ihr ernstlich das Recht zur Geltung bringt bei dem 
Streite des einen mit dem andern,
JER 7:6 Fremdlinge, Waisen und Witwen nicht bedrckt, noch unschuldiges 
Blut vergiet an dieser Sttte und nicht fremden Gttern nachwandelt - 
euch zum Unheil:
JER 7:7 dann will ich euch an dieser Sttte wohnen lassen, in dem Lande, 
das ich euren Vtern verliehen habe, von Ewigkeit zu Ewigkeit.
JER 7:8 Indes ihr setzt euer Vertrauen auf die trgerischen Reden - ohne 
irgend welchen Nutzen!
JER 7:9 Wie? stehlen, morden und ehebrechen und falsch schwren, dem Baal 
ruchern und fremden Gttern nachlaufen, die ihr nicht kennt:
JER 7:10 und dann kommt ihr und tretet vor mich hin in diesem Hause, das 
nach meinem Namen genannt ist, und sprecht: Wir sind geborgen! um alsbald 
alle jene Greuel aufs Neue zu verben?
JER 7:11 Ist denn in euren Augen dieses Haus, das nach meinem Namen 
genannt ist, zu einer Ruberhhle geworden? Ja wahrlich, auch ich sehe es 
so an, - ist der Spruch Jahwes.
JER 7:12 Denn geht doch hin an meine Wohnstatt in Silo, woselbst ich in 
frheren Zeiten meinen Namen wohnen lie, und seht, wie ich mit ihr ob der 
Bosheit meines Volkes Israel verfahren bin!
JER 7:13 Nun aber, weil ihr alle jene Frevelthaten verbt - ist der Spruch 
Jahwes - und, obschon ich immerfort ernstlich zu euch redete, dennoch 
nicht gehrt habt und, obschon ich euch rief, nicht geantwortet habt:
JER 7:14 so will ich mit dem Hause, das nach meinem Namen genannt ist, auf 
das ihr euer Vertrauen setzt, und dem Orte, den ich euch und euren Vtern 
verliehen habe, verfahren, wie ich mit Silo verfahren bin,
JER 7:15 und will euch aus meiner Gegenwart verstoen, so wie ich eure 
Brder, die gesamte Nachkommenschaft Ephraims, verstoen habe.
JER 7:16 Du aber, bete nicht fr dieses Volk, noch la flehentliche Bitte 
fr sie laut werden noch auch dringe in mich, denn ich hre dich doch 
nicht an!
JER 7:17 Siehst du denn nicht, was sie in den Stdten Judas und auf den 
Straen Jerusalems treiben?
JER 7:18 Die Kinder sammeln Holz und die Vter znden das Feuer an, die 
Weiber aber kneten den Teig, um Kuchen fr die Himmelsknigin herzurichten 
und fremden Gttern Trankopfer zu spenden, um mich so zu rgern.
JER 7:19 Indes rgern sie mich? - ist der Spruch Jahwes, - nicht vielmehr 
sich selbst, um schmhlich zu schanden zu werden?
JER 7:20 Darum spricht also der Herr Jahwe: Frwahr, mein Zorn und mein 
Grimm wird sich auf diesen Ort ergieen, ber Menschen und ber Vieh und 
ber die Bume des Feldes und ber die Frchte des Landes, und er wird 
brennen unauslschlich.
JER 7:21 So spricht Jahwe der Heerscharen, der Gott Israels: Fgt nur eure 
Brandopfer zu euren Schlachtopfern und et Fleisch!
JER 7:22 Denn ich habe euren Vtern, als ich sie aus gypten wegfhrte, 
nichts gesagt und nichts geboten in betreff von Brandopfern und 
Schlachtopfern,
JER 7:23 sondern das habe ich ihnen anbefohlen: Gehorcht meinen Befehlen, 
so will ich euer Gott sein, und wandelt durchaus auf dem Wege, den ich 
euch verordnen werde, auf da es euch wohlgehe!
JER 7:24 Sie aber hrten nicht, noch neigten sie ihr Ohr mir zu, sondern 
folgten in ihrem Wandel den Anschlgen ihres bsen Sinnes und kehrten mir 
den Rcken zu und nicht das Angesicht.
JER 7:25 Wohl habe ich von dem Tag an, da eure Vter aus gypten wegzogen, 
bis auf den heutigen Tag alle meine Knechte, die Propheten, Tag fr Tag 
unermdlich zu euch gesandt:
JER 7:26 aber sie hrten nicht auf mich, noch neigten sie ihr Ohr mir zu, 
zeigten sich vielmehr halsstarrig, indem sie es rger trieben als ihre 
Vter.
JER 7:27 Sprichst du aber nun alle diese Worte zu ihnen, so werden sie 
doch nicht auf dich hren, und rufst du ihnen zu - sie werden dir nicht 
antworten.
JER 7:28 Da wirst du dann von ihnen sagen: Das ist das Volk, das den 
Befehlen Jahwes, seines Gottes, nicht gehorcht, noch Zucht annimmt; 
geschwunden ist die Treue, ja weggetilgt ist sie aus ihrem Munde!
JER 7:29 Schere ab deinen Hauptschmuck und wirf ihn weg und stimme auf 
kahlen Hhen ein Klagelied an; denn verworfen hat Jahwe und verstoen das 
Geschlecht, das seinem Grimme verfallen ist!
JER 7:30 Denn die Shne Judas haben gethan, was mir mifllig ist - ist 
der Spruch Jahwes -: sie haben in dem Hause, das nach meinem Namen genannt 
ist, ihre Scheusale aufgestellt, um es zu verunreinigen,
JER 7:31 und haben die Opfersttten des Topheth im Thale Ben Hinnom 
errichtet, um ihre Shne und ihre Tchter zu verbrennen: was ich nicht 
geboten habe und mir nie in den Sinn gekommen ist.
JER 7:32 Darum wahrlich, es soll die Zeit kommen - ist der Spruch Jahwes -
, da wird man nicht mehr von dem Topheth, noch von dem Thale Ben 
Hinnom reden, sondern von dem Wrgethal, und man wird im Topheth 
begraben, weil sonst kein Raum mehr ist,
JER 7:33 und es werden die Leichen dieses Volks den Vgeln unter dem 
Himmel und den wilden Tieren zum Frae dienen, ohne da sie jemand 
hinwegscheucht.
JER 7:34 Dann werde ich aus den Stdten Judas und von den Gassen 
Jerusalems Wonnejubel und Freudenjubel, Brutigamsjubel und Brautjubel 
verschwinden lassen, denn zur Wstenei soll das Land werden.
JER 8:1 Zu jener Zeit - ist der Spruch Jahwes - wird man die Gebeine der 
Knige von Juda und die Gebeine seiner Oberen, die Gebeine der Priester 
und die Gebeine der Propheten und die Gebeine der Bewohner Jerusalems aus 
ihren Grbern herausholen
JER 8:2 und wird sie hinbreiten der Sonne und dem Monde und dem ganzen 
Himmelsheere, die sie geliebt und denen sie gedient haben, denen sie 
nachgelaufen sind und die sie befragt und vor denen sie sich 
niedergeworfen haben: sie werden nicht wieder eingesammelt, noch begraben 
werden; als Mist auf dem Acker sollen sie dienen.
JER 8:3 Alsdann wird der Tod dem Leben vorgezogen werden von dem ganzen 
berreste, von allen, die brig geblieben sind von diesem bsen 
Geschlecht, an allen den Orten, wohin ich sie verstoen habe, - ist der 
Spruch Jahwes der Heerscharen.
JER 8:4 Und so sprich denn zu ihnen: So spricht Jahwe: Fllt man wohl hin, 
ohne wieder aufzustehen? oder wendet man sich ab, ohne sich wieder 
umzuwenden?
JER 8:5 Warum hat sich denn dieses Volk abgewandt in immerwhrender 
Abkehr? Warum halten sie fest an Trug, weigern sich umzukehren?
JER 8:6 Doch ich habe hingehorcht und habe vernommen: Unwahrheit reden 
sie; kein einziger empfindet Reue ber seine Bosheit, da er sprche: Was 
habe ich gethan! Insgesamt haben sie sich abgewandt in ihrem Lauf, einem 
Rosse gleich, das im Kampfe dahinstrmt.
JER 8:7 Selbst der Storch unter dem Himmel wei seine Flugzeiten, und 
Turteltaube, Schwalbe und Kranich halten die Zeit ihrer Rckkunft ein, 
aber mein Volk wei nichts von der Rechtsordnung Jahwes.
JER 8:8 Wie drft ihr sprechen: Weise sind wir und verfgen ber das 
Gesetz Jahwes! - Jawohl! aber in Lge hat es der Lgengriffel von 
Schreibern verwandelt.
JER 8:9 Schmen mssen sich die Weisen, bestrzt werden und sich fangen; 
frwahr, das Wort Jahwes haben sie verworfen: welcherlei Weisheit ist 
ihnen nun geblieben?
JER 8:10 Darum werde ich ihre Weiber andern preisgeben, ihre Felder 
Eroberern. Denn vom Jngsten bis zum ltesten trachten sie allesamt nach 
Gewinn, Propheten so gut wie Priester verben allesamt Lug und Trug;
JER 8:11 den Schaden meiner Volksgenossen aber mchten sie auf 
schnellfertige Weise heilen, indem sie rufen: Heil, Heil! wo doch kein 
Heil ist.
JER 8:12 Schmen werden sie sich mssen da sie Greuel verbt haben! Indes 
es giebt fr sie kein Errten mehr, noch wissen sie mehr, was sich schmen 
heit. Darum werden sie fallen unter den Fallenden: wenn die Zeit ihrer 
Heimsuchung kommt, werden sie straucheln, spricht Jahwe.
JER 8:13 Zusamenraffen, fortschaffen will ich sie, - ist der Spruch 
Jahwes. Es giebt keine Trauben am Weinstock und keine Feigen am 
Feigenbaum, und das Laub ist verwelkt, und schon habe ich solche fr sie 
bestimmt, die sie abfressen sollen.
JER 8:14 Wozu sitzen wir noch still da? Sammelt euch doch, da wir in die 
festen Stdte ziehen und dort untergehen; denn Jahwe, unser Gott, lt uns 
untergehen und trnkt uns mit Giftwasser, weil wir wider Jahwe gesndigt 
haben!
JER 8:15 Wozu denn noch auf Heil harren, - wo es doch nichts Gutes mehr 
giebt? auf eine Zeit der Heilung - aber siehe da: Bestrzung!
JER 8:16 Von Dan her lt sich schon das Schnauben seiner Rosse vernehmen; 
von dem lauten Gewieher seiner Hengste erbebt das ganze Land, und sie 
kommen und fressen das Land auf und was darin ist, die Stadt samt ihren 
Bewohnern.
JER 8:17 Frwahr, ich sende unter euch Schlangen, Nattern, wider die es 
keine Beschwrung giebt, da sie euch beien, - ist der Spruch Jahwes.
JER 8:18 O wie knnte ich heiter sein bei dem Kummer! Ganz krank ist mein 
Herz in mir.
JER 8:19 Da - horch! laut schreit mein Volk aus weit entferntem Lande: Ist 
denn Jahwe nicht in Zion? oder ist ihr Knig nicht in ihr? - Warum haben 
sie mich zum Zorne gereizt durch ihre Schnitzbilder, durch Gtzen der 
Fremde?
JER 8:20 Vorber ging die Ernte, zu Ende ist die Obstlese: uns aber ist 
nicht geholfen worden!
JER 8:21 Weil mein Volk gebrochen ist, bin ich gebrochen, gehe ich 
trauernd einher, hat mich Entsetzen erfat.
JER 8:22 Giebt es denn keinen Balsam mehr in Gilead, oder ist kein Arzt 
mehr da? Warum doch wird meinem Volke kein Verband angelegt?
JER 8:23 O da doch mein Haupt Wasser wre, und mein Auge ein 
Thrnenquell, so wollte ich Tag und Nacht die Erschlagenen meines Volks 
beweinen!
JER 9:1 O da ich doch in der Wste eine Herberge htte, so wollte ich 
mein Volk verlassen und von ihnen weggehen, weil sie allesamt Ehebrecher 
sind, eine Bande von Treulosen.
JER 9:2 Sie spannen ihre Zunge als ihren Bogen, durch Lge und nicht durch 
Wahrheit sind sie mchtig im Lande; denn von einer Bosheit schreiten sie 
zur anderen, - mich aber kennen sie nicht! - ist der Spruch Jahwes.
JER 9:3 Htet euch einer vor dem andern und traut keinerlei Bruder, denn 
jeglicher Bruder bt Hinterlist, und jeglicher Genosse geht mit 
Verleumdung um.
JER 9:4 Sie hintergehen einer den andern und Wahrheit reden sie nicht; sie 
gewhnen ihre Zunge ans Lgenreden, rnkevoll zu handeln mhen sie sich ab.
JER 9:5 Du weilst mitten in Arglist: aus Arglist auch wollen sie mich 
nicht kennen! - ist der Spruch Jahwes.
JER 9:6 Darum spricht Jahwe der Heerscharen also: Frwahr, ich will sie 
schmelzen und prfen! Denn wie soll ich anders handeln angesichts der 
Bosheit meines Volks?
JER 9:7 Ein mrderischer Pfeil ist ihre Zunge, Trug redet man: mit seinem 
Munde redet man Freundliches mit seinem Nchsten, in seinem Inneren aber 
legt man ihm einen Hinterhalt.
JER 9:8 Sollte ich dergleichen Menschen nicht strafen - ist der Spruch 
Jahwes - oder mich an einem so gearteten Volke nicht rchen?
JER 9:9 Auf den Bergen will ich ein Weinen und Klagen anheben und auf den 
Auen der Trift ein Trauerlied anstimmen, da sie durch Feuer verheert 
sind, so da niemand mehr ber sie hinwandert, und sie das Blken einer 
Herde nicht mehr vernehmen: die Vgel unter dem Himmel wie das Wild sind 
geflchtet, hinweggezogen.
JER 9:10 Und ich will Jerusalem zu einem Steinhaufen machen, zu einer 
Behausung fr Schakale und die Stdte Judas will ich in eine Wstenei 
verwandeln, in der niemand wohnt.
JER 9:11 Wer ist so weise, da er dies begreife? und wer ist's, zu dem der 
Mund Jahwes geredet, da er es kund thue, weshalb das Land zu Grunde 
gegangen, verdet ist der Wste gleich, die niemand durchwandert?
JER 9:12 Jahwe aber sprach: Weil sie mein Gesetz, das ich ihnen vorgelegt, 
auer acht gelassen und meinem Gebote nicht gehorcht haben, noch danach 
gewandelt sind,
JER 9:13 sondern starrsinnig ihrem eigenen Sinn und den Baalen nachgefolgt 
sind, die zu verehren ihre Vter sie gelehrt haben:
JER 9:14 darum, so spricht Jahwe der Heerscharen, der Gott Israels, will 
ich sie, dieses Volk da, mit Wermut speisen und sie mit Giftwasser trnken
JER 9:15 und will sie zerstreuen unter die Vlker, die weder sie noch ihre 
Vter gekannt haben, und will das Schwert hinter ihnen dreinsenden, bis 
ich sie aufgerieben habe.
JER 9:16 So spricht Jahwe der Heerscharen: Merkt doch darauf und ruft den 
Klagefrauen, da sie herbeikommen, und sendet zu den klugen Frauen, da 
sie herbeikommen,
JER 9:17 da sie sich beeilen, ein Trauerlied ber uns anzustimmen, damit 
unsere Augen berflieen von Thrnen und von Wasser unsere Wimpern triefen!
JER 9:18 Denn laute Wehklage lt sich von Zion her vernehmen: Ach wie 
sind wir vergewaltigt, so gar mit Schmach bedeckt; denn wir haben das Land 
verlassen mssen, denn unsere Wohnungen haben sie niedergeworfen!
JER 9:19 Ja, hrt, ihr Weiber, Jahwes Wort, und es fasse euer Ohr das Wort 
seines Mundes, und lehrt eure Tchter Wehgesang, und eine die andere ein 
Klagelied!
JER 9:20 Denn emporgestiegen ist der Tod in unsere Fenster, eingedrungen 
in unsere Palste, da er die Kinder von der Strae hinwegtilge, die 
jungen Mnner von den Pltzen.
JER 9:21 Und die Leichen der Menschen liegen umher wie der Mist auf dem 
Acker und wie Garben hinter dem Schnitter, die niemand aufsammelt!
JER 9:22 So spricht Jahwe: Ein Weiser rhme sich nicht seiner Weisheit, 
und der Starke rhme sich nicht seiner Strke, noch rhme sich ein Reicher 
seines Reichtums,
JER 9:23 sondern dessen rhme sich, wer sich rhmen will, da er klug sei 
und mich erkenne, da ich, Jahwe, es bin, der Gnade, Recht und 
Gerechtigkeit auf Erden bt, denn an diesen habe ich Wohlgefallen, - ist 
der Spruch Jahwes.
JER 9:24 Frwahr, es wird die Zeit kommen, ist der Spruch Jahwes, wo ich 
alle Unbeschnittenen heimsuchen werde:
JER 9:25 gypten und Juda, Edom und die Ammoniter und Moab und alle mit 
abgestutztem Haarrand, die in der Wste wohnen, - denn alle Heiden sind 
unbeschnitten, alle vom Hause Israel aber sind unbeschnittenen Herzens.
JER 10:1 Hrt das Wort, welches Jahwe zu euch redet, ihr vom Hause Israel:
JER 10:2 So spricht Jahwe: An die Weise der Heidenvlker gewhnt euch 
nicht, noch zittert vor den Zeichen des Himmels, weil die Heidenvlker vor 
ihnen zittern!
JER 10:3 Denn die Satzungen der Vlker - der Gtze ist's: von Holz aus dem 
Walde schnitzt man ihn, ein Werk von Knstlerhnden, mit dem Schnitzmesser 
hergerichtet;
JER 10:4 mit Silber und mit Gold verziert man ihn, mit Ngeln und mit 
Hmmern befestigt man ihn, da er nicht wanke.
JER 10:5 Einer Tierscheuche im Gurkenfelde gleichen sie und knnen nicht 
reden; getragen mssen sie werden, denn zu schreiten vermgen sie nicht: 
darum frchtet euch nicht vor ihnen, denn sie knnen keinen Schaden thun, 
aber auch Glck zu bringen steht nicht in ihrer Macht!
JER 10:6 Deinesgleichen giebt es nicht, Jahwe! Gro bist du und gro ist 
dein Name durch deine Macht.
JER 10:7 Wer sollte dich nicht frchten, du Knig der Vlker? Ja, dir 
gebhrt das, denn unter allen Weisen der Vlker und in ihrem 
Herrschaftsbereich ist nicht deinesgleichen!
JER 10:8 Allesamt sind sie dumm und thricht: die Unterweisung der Gtzen -
 Holz ist's,
JER 10:9 breit gehmmertes Silber, das aus Tarsis gebracht ist, und Gold 
aus Uphas, Arbeit des Knstlers und der Hnde des Schmelzers; aus blauem 
und rotem Purpur besteht ihr Gewand, eine Arbeit Kunstverstndiger sind 
sie durch und durch.
JER 10:10 Jahwe jedoch ist wahrhaftiger Gott; er ist lebendiger Gott und 
ewiger Knig, vor dessen Zorne die Erde erbebt, und dessen Groll die 
Vlker nicht zu ertragen vermgen,
JER 10:11 - also sollt ihr zu ihnen sagen: die Gtter, die den Himmel und 
die Erde nicht gemacht haben, werden von der Erde und unter dem Himmel 
hinweg verschwinden -,
JER 10:12 er, der die Erde durch seine Kraft erschaffen, den Erdkreis 
durch seine Weisheit gegrndet und durch seine Einsicht den Himmel 
ausgespannt hat.
JER 10:13 Wird seine Donnerstimme laut, antwortet Wasserbrausen am Himmel, 
und Wolken lt er vom Rande der Erde heraufziehen, schafft Blitze, einen 
Weg zu bahnen dem Regen, und entlt den Wind aus seinen Vorratskammern.
JER 10:14 Verblfft steht da jeder und kann es nicht begreifen; schmen 
mu sich jeglicher Schmelzer wegen seines Gebildes, weil seine Gubilder 
Trug sind und kein Odem in ihnen ist:
JER 10:15 eitel Dunst sind sie, Machwerk zur Verhhnung; wenn die Zeit 
ihrer Heimsuchung kommt, ist's aus mit ihnen!
JER 10:16 Aber nicht gleicht diesen Jakobs Anteil, sondern der Schpfer 
des Alls ist er, und Israel ist sein Eigentumsstamm, Jahwe der Heerscharen 
ist sein Name.
JER 10:17 Raffe dein Bndel von der Erde auf, die du in der Belagerungsnot 
sitzest!
JER 10:18 Denn so spricht Jahwe: Frwahr, ich werde die Bewohner des 
Landes dieses Mal fortschleudern und ihnen Bedrngnis bereiten, auf da 
sie ben.
JER 10:19 O wehe mir ob meiner Verwundung, unheilbar ist der mir zugefgte 
Schlag! Und doch dachte ich: Ist nur das mein Leiden, so will ich es schon 
ertragen!
JER 10:20 Mein Gezelt ist verwstet, und alle meine Zeltstricke sind 
abgerissen; meine Shne sind von mir fortgezogen und sind nicht mehr: da 
ist niemand, der mein Zelt wieder aufschlge und meine Decken wieder 
befestigte.
JER 10:21 Ja, verdummt waren die Hirten und nach Jahwe fragten sie nicht; 
darum hatten sie kein Gelingen, und ihre ganze Herde zerstob.
JER 10:22 Horch! ein Gerusch! - schon kommt es heran, und ein gewaltiges 
Getse vom Nordlande her, um die Stdte Judas zur Einde zu machen, zu 
einem Wohnsitze fr Schakale!
JER 10:23 Ich wei, Jahwe, da das Schicksal des Menschen nicht in seiner 
Macht steht, noch in der Gewalt eines Mannes, der einherwandelt, da er 
seinen Schritt zum Ziele lenke.
JER 10:24 So zchtige mich doch, Jahwe, aber nur mit Maen, nicht in 
deinem Zorne, da du mich nicht aufreibest!
JER 10:25 Giee vielmehr deinen Grimm ber die Vlker aus, die von dir 
nichts wissen wollen, und ber die Geschlechter, die deinen Namen nicht 
anrufen; denn sie haben Jakob gefressen, ja sie haben ihn gefressen und 
aufgezehrt und seine Aue verwstet.
JER 11:1 Das Wort, das an Jeremia von seiten Jahwes erging, also lautend:
JER 11:2 Hrt die Worte dieses Gesetzes, und sage sie den Leuten von Juda 
und den Bewohnern von Jerusalem!
JER 11:3 - und sprich zu ihnen: So spricht Jahwe, der Gott Israels: 
Verflucht ist der Mann, der auf die Worte dieses Gesetzes nicht hrt,
JER 11:4 die ich euren Vtern anbefahl, als ich sie aus gypten, aus dem 
eisernen Schmelzofen wegfhrte, indem ich sprach: gehorcht meinem Befehl 
und thut danach, ganz wie ich euch gebieten werde; so sollt ihr mein Volk 
sein, und ich will euer Gott sein!
JER 11:5 damit ich den Eid aufrecht erhalte, den ich euren Vtern 
geschworen, da ich ihnen ein Land verleihen wolle, das von Milch und 
Honig berfliet, wie ihr es jetzt noch besitzt! - Da antwortete ich und 
sprach: So sei es, Jahwe!
JER 11:6 Sodann sprach Jahwe zu mir: Verknde alle diese Worte in den 
Stdten Judas und auf den Gassen Jerusalems und sprich: Hrt die Worte 
dieses Gesetzes und thut danach!
JER 11:7 Denn zwar habe ich immer und immer wieder eure Vter, als ich sie 
aus gypten wegfhrte und fernerhin bis auf den heutigen Tag aufs 
Ernstlichste verwarnt und gesagt: Gehorcht meinem Befehle!
JER 11:8 Aber sie hrten nicht, noch neigten sie ihr Ohr, wandelten 
vielmehr ein jeder nach seinem eigenen bsen Sinn, und so lie ich denn 
alle Drohungen dieses Gesetzes, das ich ihnen zu halten geboten hatte, das 
sie aber nicht hielten, an ihnen in Erfllung gehen.
JER 11:9 Da sprach Jahwe zu mir: Es besteht eine Verschwrung unter den 
Leuten von Juda und den Bewohnern von Jerusalem;
JER 11:10 sie sind in die Verschuldungen ihrer Vorvter zurckgefallen, 
die sich weigerten, meine Worte zu hren, - und so folgen auch sie andern 
Gttern, ihnen zu dienen: gebrochen haben das Haus Israel und das Haus 
Juda meinen Bund, den ich mit ihren Vtern geschlossen habe!
JER 11:11 Deshalb spricht Jahwe also: Nun will ich Unheil ber sie 
bringen, aus dem herauszukommen ihnen nicht gelingen soll, und wenn sie 
dann zu mir schreien, werde ich nicht auf sie hren.
JER 11:12 Gehen aber die Stdte Judas und die Bewohner Jerusalems alsdann 
hin, um zu den Gttern zu schreien, denen sie zu ruchern pflegen, so 
werden die ihnen in der Zeit ihres Unglcks ebensowenig helfen knnen.
JER 11:13 Allerdings so zahlreich wie deine Stdte sind, so zahlreich sind 
deine Gtter geworden, Juda, und so zahlreich wie die Gassen Jerusalems 
sind, habt ihr Altre errichtet, dem Baal zu ruchern.
JER 11:14 Du aber sollst nicht fr dieses Volk beten, noch sollst du 
flehentliche Bitte fr sie laut werden lassen, denn ich werde durchaus 
nicht hren, wenn sie mich zur Zeit ihres Unglcks anrufen!
JER 11:15 Was will mein Geliebter in meinem Tempel - ihn ausfhren, den 
listigen Anschlag? Werden Gebetsgeschrei und heiliges Opferfleisch deine 
Bosheit von dir fortnehmen, da du alsdann frohlocken darfst?
JER 11:16 Einen frischgrnen lbaum, prangend mit stattlicher Frucht, 
nannte dich Jahwe: bei gewaltigem Wettergebrause legt er Feuer an ihn, und 
es zersplittern seine ste.
JER 11:17 Jahwe der Heerscharen, der dich einpflanzte, hat dir Schlimmes 
angedroht, um der Bosheit des Hauses Israel und des Hauses Juda willen, 
die sie verbt, um mich zum Zorne zu reizen, indem sie dem Baal rucherten.
JER 11:18 Jahwe aber lie mich's erfahren, und da erfuhr ich es: damals 
lieest du mich ihr Treiben schauen!
JER 11:19 Ich selbst war wie ein zahmes Lamm, das zum Schlachten gefhrt 
wird, und wute nicht, da sie wider mich Anschlge planten: Lat uns den 
Baum in seinem Safte verderben und ihn ausrotten aus dem Lande der 
Lebendigen, da seines Namens fernerhin nicht mehr gedacht werde!
JER 11:20 Nun, Jahwe der Heerscharen, der du gerecht richtest und Nieren 
und Herz prfest: la mich deine Rache an ihnen schauen, denn auf dich 
habe ich meine Sache gewlzt!
JER 11:21 Darum spricht Jahwe also in betreff der Mnner von Anathoth - 
sie, die dir nach dem Leben trachten, indem sie sagen: Du sollst nicht 
weissagen im Namen Jahwes, sonst mut du durch unsere Hand sterben!
JER 11:22 Deshalb spricht Jahwe der Heerscharen also: Frwahr, ich will 
sie strafen: die jungen Mnner sollen durchs Schwert umkommen, ihre Shne 
und ihre Tchter sollen Hungers sterben;
JER 11:23 kein berrest soll ihnen bleiben, denn ich werde Unheil ber die 
Mnner von Anathoth bringen im Jahre ihrer Heimsuchung.
JER 12:1 Du bleibst im Rechte, Jahwe, wenn ich mit dir hadern wollte! Doch 
zur Rede mchte ich dich stellen, warum das Treiben der Frevler Gelingen 
hat, warum alle, die treulos handeln, unangefochten bleiben?
JER 12:2 Du pflanzest sie ein, sie schlagen auch Wurzel, sie gedeihen, 
bringen auch Frucht: nahe bist du ihnen ihren Reden nach, aber fern von 
ihrem Innern!
JER 12:3 Du aber, Jahwe, kennst mich, durchschaust mich und hast meine 
Gesinnung gegen dich erprobt: reie sie fort wie Schafe zum Schlachten und 
weihe sie dem Tage des Wrgens.
JER 12:4 Wie lange noch soll das Land trauern, und die Pflanzen berall 
auf der Flur verdorren? Ob der Bosheit der darin Wohnenden schwinden Tiere 
und Vgel dahin, - weil sie sagen: Er wird das Ende, das es mit uns nimmt, 
nicht sehen!
JER 12:5 Wenn du mit Fugngern lufst, und die dich schon ermden, wie 
willst du da mit Rossen um die Wette laufen? - und fhlst du dich nur in 
friedlichem Lande sicher, wie wilst du da thun im Dickichte des Jordans?
JER 12:6 Denn selbst deine Verwandten und deine Familie - auch sie sind 
treulos gegen dich, auch sie haben dir aus vollem Halse nachgeschrieen; 
traue ihnen nicht, wenn sie Freundliches zu dir reden!
JER 12:7 Preisgegeben habe ich mein Haus, verstoen mein Eigentum; was mir 
das Liebste ist, habe ich in die Gewalt seiner Feinde dahingegeben.
JER 12:8 Mein Eigentum ward fr mich gleich einem Lwen im Wald: es erhob 
ein Gebrll wider mich, deshalb hasse ich es!
JER 12:9 Ist denn mein Eigentum nicht fr mich wie ein bunter Vogel? 
Sammeln sich nicht schon die Vgel von allen Seiten wider es? Wohlan! 
versammelt alle Tiere des Feldes, lat sie herbeikommen zum Frae!
JER 12:10 Zahlreiche Hirten haben meinen Weinberg verwstet, mein 
Grundstck zertreten, haben das Grundstck, das meine Lust war, zur wsten 
Trift gemacht.
JER 12:11 Zur Wstenei hat man es gemacht, es trauert vor mir verwstet; 
verwstet ist das ganze Land, weil sich's niemand zu Herzen gehen lt.
JER 12:12 ber alle kahlen Hhen in der Trift sind Verwster gekommen; 
denn ein Schwert hat Jahwe, das von einem Ende des Landes bis zum anderen 
frit, da bleibt keins von allen Geschpfen unversehrt.
JER 12:13 Sie haben Weizen gest, aber Dornen geerntet; sie haben sich 
abgeplagt, ohne Nutzen davon zu haben, und so sollt ihr denn zu Schanden 
werden mit euren Ertrgnissen durch die Zornglut Jahwes.
JER 12:14 So spricht Jahwe - ber alle meine bsen Nachbarn, die das 
Eigentum, das ich meinem Volk Israel zu eigen gab, antasteten: Frwahr, 
ich will sie hinwegreien von ihrem Boden und will das Haus Juda aus ihrer 
Mitte herausreien!
JER 12:15 Darnach aber, nachdem ich sie hinweggerissen habe, will ich mich 
ihrer wieder erbarmen und will sie heimbringen, einen jeden in seinen 
Besitz und einen jeden in sein Land.
JER 12:16 Wenn sie sich alsdann an die Weise meines Volks gewhnen werden, 
da sie bei meinem Namen schwren: So wahr Jahwe lebt! gleichwie sie mein 
Volk daran gewhnt haben, beim Baal zu schwren, sollen sie inmitten 
meines Volkes aufgebaut werden;
JER 12:17 wenn sie aber nicht hren, werde ich selbiges Volk ganz und gar 
ausreien und vertilgen - ist der Spruch Jahwes.
JER 13:1 So sprach Jahwe zu mir: Gehe hin und kaufe dir einen linnenen 
Grtel und lege ihn um deine Hften, aber in Wasser la ihn nicht kommen!
JER 13:2 Da kaufte ich den Grtel, wie Jahwe geboten, und legte ihn um 
meine Hften.
JER 13:3 Sodann erging das Wort Jahwes zum zweiten Mal an mich, also 
lautend:
JER 13:4 Nimm den Grtel an deinen Hften, den du gekauft hast, begieb 
dich nach dem Euphrat und verbirg ihn dort in einer Felsenspalte!
JER 13:5 Da ging ich hin und verbarg ihn am Euphrat, wie mir Jahwe 
befohlen hatte.
JER 13:6 Nach Verlauf einer geraumen Zeit aber sprach Jahwe zu mir: Begieb 
dich nach dem Euphrat und hole von dort den Grtel, den ich dir dort zu 
verbergen befohlen habe!
JER 13:7 Da ging ich nach dem Euphrat, grub nach und nahm den Grtel von 
der Stelle, an der ich ihn verborgen hatte, aber siehe da - der Grtel war 
verdorben, taugte zu nichts mehr.
JER 13:8 Da erging das Wort Jahwes an mich folgendermaen:
JER 13:9 So spricht Jahwe: Ebenso will ich den Hochmut Judas und den 
Hochmut Jerusalems, den gewaltigen, ins Verderben strzen.
JER 13:10 Diese ruchlosen Menschen, die sich weigern, meine Worte zu 
hren, die starrsinnig nach ihrem Sinne wandeln und andern Gttern 
nachfolgten, ihnen zu dienen und sich vor ihnen niederzuwerfen, - sie 
sollen wie dieser Grtel werden, der zu nichts mehr taugt.
JER 13:11 Denn gleichwie sich der Grtel an die Hften eines Mannes 
anschmiegt, so hatte ich das ganze Haus Israel und das ganze Haus Juda 
sich an mich anschmiegen lassen - ist der Spruch Jahwes -, damit es mein 
Volk und mein Ruhm, mein Lobpreis und meine Zier sei, aber sie gehorchten 
nicht.
JER 13:12 So sprich nun zu ihnen dieses Wort: So spricht Jahwe, der Gott 
Israels: Jeglicher Krug wird mit Wein gefllt! Sagen sie dann zu dir: 
Sollten wir wirklich nicht wissen, da jeglicher Krug mit Wein gefllt 
wird?
JER 13:13 so sage zu ihnen: So spricht Jahwe: Frwahr, ich will alle 
Bewohner dieses Landes und die Knige, die als Nachkommen Davids auf 
seinem Throne sitzen, und die Priester und die Propheten und alle Bewohner 
Jerusalems mit Trunkenheit fllen
JER 13:14 und will sie einen an dem andern zerschmettern, und zwar die 
Vter und die Shne miteinander - ist der Spruch Jahwes; keine Schonung 
oder Mitleid will ich ben, noch will ich mich erbarmen, da ich sie nicht 
verderben sollte.
JER 13:15 So hrt doch und merkt auf! Seid nicht hochmtig, denn Jahwe hat 
geredet!
JER 13:16 Gebt Jahwe, eurem Gotte, die Ehre, bevor es finster wird, und 
bevor sich eure Fe an finstern Bergen stoen; da werdet ihr freilich auf 
Licht harren, er aber wird's in tiefe Finsternis verwandeln und zu dichtem 
Dunkel gestalten.
JER 13:17 Wenn ihr aber nicht darauf hrt, so will ich im Verborgenen ob 
des Hochmuts weinen, und unaufhrlich thrnen, ja in Thrnen zerflieen 
soll mein Auge, weil die Herde Jahwes gefangen fortgefhrt wird.
JER 13:18 Sprich zum Knige und zur Herrin: Setzt euch tief herunter, denn 
herabgesunken ist euer Hauptschmuck, eure prchtige Krone!
JER 13:19 Die Stdte des Sdlands sind verschlossen und niemand ffnet sie 
mehr, weggefhrt wird Juda insgesamt, vollzhlig weggefhrt!
JER 13:20 Hebe deine Augen auf und sieh, wie sie vom Norden her kommen: Wo 
ist die Herde, die dir anvertraut war, deine prchtigen Schafe?
JER 13:21 Was wirst du sagen, wenn er dir deine Buhlen - du hast sie ja 
selbst an dich gewhnt! - zum Oberhaupte setzen wird? Werden dich da nicht 
Wehen packen wie ein gebrendes Weib?
JER 13:22 Und wenn du in deinem Innern sprechen wolltest: Warum hat mich 
solches betroffen? - ob der Gre deiner Verschuldung ist deine Schleppe 
aufgedeckt, sind deine Fersen mihandelt!
JER 13:23 Kann wohl ein Mohr seine Haut verwandeln oder ein Pardel seine 
Flecken? Dann wrdet auch ihr gut zu handeln vermgen, die ihr gewohnt 
seid, Bses zu thun.
JER 13:24 Und so will ich sie denn zerstreuen wie Stoppeln, die 
dahinfahren vor dem Wstenwind.
JER 13:25 Das ist dein Los, dein Anteil, den ich dir zugemessen, ist der 
Spruch Jahwes, weil du mich vergessen hast und auf Lge vertrautest.
JER 13:26 Darum auch decke ich dir vorne die Schleppe auf, da deine 
Schande sichtbar werde!
JER 13:27 Deine Ehebrecherei und dein geiles Gewieher, deine schandbare 
Hurerei, - auf den Hgeln im freien Felde habe ich deine Greuel gesehen! 
Wehe dir, Jerusalem, du wirst nicht rein werden - nach wie lange noch?
JER 14:1 Was als Wort Jahwes an Jeremia erging in betreff der groen Drre:
JER 14:2 Es trauert Juda und die seine Thore bevlkern, sitzen abgehrmt, 
tieftraurig am Boden, und das Wehgeschrei Jerusalems steigt empor.
JER 14:3 Ihre Vornehmen senden ihre Untergebenen nach Wasser aus; sie 
kommen an die Cisternen, aber Wasser finden sie nicht: sie kehren zurck 
mit leeren Gefen, sie sind bestrzt und voll Scham und verhllen ihr 
Haupt.
JER 14:4 Um des Ackerbodens willen, der vor Entsetzen erstarrt ist, weil 
kein Regen im Lande gefallen, sind die Ackerer bestrzt, verhllen ihr 
Haupt.
JER 14:5 Ja selbst die Hirschkuh auf dem Felde gebiert und lt ihr Junges 
im Stiche, denn nichts Grnes ist gewachsen;
JER 14:6 die Wildesel stehen auf den kahlen Hhen und schnappen nach Luft, 
wie die Schakale: verschmachtet sind ihre Augen, denn es giebt kein Kraut.
JER 14:7 Wenn denn unsere Missethaten wider uns Zeugnis ablegen, Jahwe, so 
handle um deines Namens willen; denn zahlreich sind unsere bertretungen, 
an dir haben wir gesndigt.
JER 14:8 O Hoffnung Israels, sein Heiland in der Zeit der Not, warum bist 
du wie ein Fremdling im Land und wie ein Wanderer, der nur um zu 
bernachten sein Zelt aufgespannt hat?
JER 14:9 Warum bist du wie ein bestrzter Mann, einem Kriegsmanne gleich, 
der nicht zu helfen vermag? Und doch bist du in unserer Mitte, Jahwe, und 
nach deinem Namen sind wir genannt: o lat uns nicht fahren!
JER 14:10 Doch also spricht Jahwe in betreff dieses Volks: Also liebten 
sie umherzuschweifen, hemmten ihre Fe nicht, - Jahwe aber hatte kein 
Wohlgefallen an ihnen: nun gedenkt er ihrer Schuld und ahndet ihre Snden!
JER 14:11 Sodann sprach Jahwe zu mir: Du sollst nicht fr dieses Volk zum 
Heil flehen!
JER 14:12 Wenn sie fasten, so hre ich nicht auf ihr Flehen, und wenn sie 
Brandopfer und Speisopfer darbringen, so habe ich kein Gefallen daran: 
vielmehr durch Schwert und Hunger und Pest will ich sie vertilgen!
JER 14:13 Da sprach ich: Ach Herr Jahwe, die Propheten sagen ihnen ja: Ihr 
werdet das Schwert nicht zu sehen bekommen, noch wird euch Hungersnot 
treffen, sondern bestndiges Heil lasse ich euch an dieser Sttte zu teil 
werden!
JER 14:14 Jahwe aber sprach zu mir: Lge weissagen die Propheten in meinem 
Namen; ich habe sie nicht gesandt und sie nicht beordert, noch zu ihnen 
geredet. Erlogene Gesichte und nichtige Wahrsagerei und selbstersonnenen 
Trug weissagen sie euch!
JER 14:15 Darum spricht Jahwe also - in betreff der Propheten, die in 
meinem Namen weissagen und die, obwohl ich sie nicht gesandt habe, dennoch 
behaupten: Weder Schwert noch Hunger wird dieses Land treffen! - durch 
Schwert und durch Hunger sollen selbige Propheten endigen.
JER 14:16 Die Leute aber, denen sie weissagen, sollen auf den Gassen 
Jerusalems vom Hunger und Schwert hingestreckt daliegen, ohne da sie 
jemand bestattet, sie, ihre Weiber, ihre Shne und ihre Tchter - und 
ausschtten will ich ber sie ihre Bosheit!
JER 14:17 Du aber sage ihnen dieses Wort: Zerflieen sollen meine Augen in 
Thrnen bei Nacht und bei Tag und nicht aufhren, denn frchterlich 
zerschlagen ward die Jungfrau, die Tochter meines Volks, ganz unheilbar 
verwundet!
JER 14:18 Gehe ich hinaus aufs Feld, siehe da - vom Schwert Erschlagene; 
gehe ich hinein in die Stadt, siehe da - Hungerqualen! Ja, Propheten wie 
Priester wandern in ein Land, das sie nicht kennen.
JER 14:19 Hast du denn Juda ganz verworfen oder bist du Zions berdrssig? 
Warum hast du uns geschlagen, da es keine Heilung fr uns giebt? Man 
harrt auf Heil, aber da giebt's nichts Gutes, - und auf eine Zeit der 
Heilung, aber siehe da: Bestrzung!
JER 14:20 Wir erkennen, Jahwe, unseren Frevel, die Schuld unserer Vter, 
da wir an dir gesndigt haben.
JER 14:21 Verschmhe doch nicht, um deines Namens willen, - verunehre doch 
nicht den Thron deiner Herrlichkeit: gedenke an -, brich nicht deinen Bund 
mit uns!
JER 14:22 Giebt's etwa unter den Gtzen der Heiden Regenspender, oder 
spendet etwa der Himmel von selbst Regenschauer? Bist du es nicht, Jahwe, 
unser Gott, so da wir auf dich harren mssen? Denn du hast alles dieses 
gemacht!
JER 15:1 Da sprach Jahwe zu mir: Wenn auch Mose und Samuel vor mich 
hintrten, so wrde ich mich doch diesem Volke nicht mehr zuwenden, - 
schaffe sie mir aus den Augen, da sie von dannen gehen!
JER 15:2 Und wenn sie zu dir sprechen: Wohin sollen wir gehen? so sage 
ihnen: So spricht Jahwe: Wer zur Seuche zu gehen bestimmt ist - zur 
Seuche! und wer zum Schwerte - zum Schwerte! und wer zum Hunger - zum 
Hunger! und wer zur Gefangenschaft - zur Gefangenschaft!
JER 15:3 Viererlei Wesen beordere ich wider sie - ist der Spruch Jahwes: 
das Schwert zum Morden, die Hunde zum Fortschleifen, die Vgel unter dem 
Himmel und die Tiere des Landes zum Fressen und zum Vertilgen.
JER 15:4 Und ich will sie zu einem Schreckbilde machen fr alle 
Knigreiche der Erde - um Manasses, des Sohnes Hiskias, des Knigs von 
Juda, willen, wegen dessen, was er in Jerusalem gethan hat.
JER 15:5 Denn wer wird Erbarmen mit dir haben, Jerusalem? und wer dir 
Teilnahme beweisen? und wer bei dir einkehren, um sich nach deinem 
Befinden zu erkundigen?
JER 15:6 Du hast mich verstoen, ist der Spruch Jahwes, zogst dich zurck, 
darum habe ich meine Hand wider dich ausgestreckt und dich zu Grunde 
gerichtet, - ich bin's mde geworden, Erbarmen zu ben.
JER 15:7 Darum worfelte ich sie mit der Wurfgabel an den Thoren des 
Landes, machte kinderlos, vernichtete mein Volk: von ihren bsen Wegen 
kehrten sie nicht um!
JER 15:8 Seine Witwen wurden mir zahlreicher als der Sand am Meere. Ich 
brachte ihnen ber die Mtter der jungen Mannschaft den Verwster am 
hellen Mittag, lie pltzlich auf sie fallen Angst und Schrecken.
JER 15:9 Dahin welkte die, welche sieben geboren, sie hauchte ihre Seele 
aus. Ihre Sonne ging unter, als es noch Tag war, sie ward zu Schanden und 
mit Scham bedeckt. Und was von ihnen noch brig ist, will ich dem Schwerte 
preisgeben auf der Flucht vor ihren Feinden! - ist der Spruch Jahwes.
JER 15:10 O wehe! meine Mutter, da du mich geboren, einen Mann des 
Streits und einen Mann des Haders fr alle Welt! Ich habe weder 
ausgeliehen, noch hat man mir geliehen, aber allesamt fluchen sie mir!
JER 15:11 Es sprach Jahwe: Wahrlich, ich erhalte dich zum Guten! Wahrlich, 
ich will machen, da dich der Feind zur Zeit des Unheils und zur Zeit der 
Bedrngnis um Frbitte angeht!
JER 15:12 Kann auch Eisen brchig werden, nordisches Eisen und Erz?
JER 15:13 Dein Vermgen und deine Schtze gebe ich dem Raube preis, nicht 
fr Entgelt, vielmehr fr alle deine Snden, und zwar die du begangen in 
allen deinen Marken.
JER 15:14 Und ich lasse dich deinen Feinden in einem Lande dienen, das du 
bisher nicht gekannt; denn ein Feuer lodert auf in meiner Nase: wider euch 
ist's angezndet!
JER 15:15 Ja du weit es, Jahwe! Gedenke mein und nimm dich meiner an und 
schaffe mir Rache an meinen Verfolgern; raffe mich nicht hinweg in deiner 
Langmut gegen sie, - bedenke, da ich um deinetwillen Schmach trage!
JER 15:16 Gab es Worte von dir, so verschlang ich sie, und es gereichten 
mir deine Worte zur Wonne und zur Freude meines Herzens, weil ich nach 
deinem Namen genannt bin, Jahwe, du Gott der Heerscharen.
JER 15:17 Nicht sa ich im Kreise Frhlicher, da ich mit gejubelt htte: 
vielmehr wegen deiner Hand sa ich einsam, weil du mich mit Unmut 
erflltest.
JER 15:18 Warum ist mein Schmerz dauernd geworden, meine Wunde bsartig, 
da sie sich nicht heilen lt? Ja, du bist fr mich einem trgerischen 
Bache gleich, wie Wasser, auf die kein Verla ist.
JER 15:19 Deshalb sprach Jahwe also: Wenn du von deinem Kleinmut umkehrst, 
so will ich dich wieder vor mich hintreten lassen, - und wenn du nur 
Kstliches vorbringen wirst ohne Gemeines, dann sollst du mir wieder als 
Mund dienen! Sie sollen sich alsdann nach dir umwenden, du aber wirst dich 
nicht nach ihnen umwenden,
JER 15:20 und ich will dich diesem Volke gegenber zu einer 
unberwindlichen ehernen Mauer machen, und kmpfen sie wider dich, so 
werden sie doch nichts ber dich vermgen, denn ich bin mit dir, dir zu 
helfen und dich zu erretten, - ist der Spruch Jahwes,
JER 15:21 und ich will dich aus der Hand der Bsen erretten und dich aus 
der Faust der Gewaltthtigen befreien.
JER 16:1 Alsdann erging das Wort Jahwes an mich folgendermaen:
JER 16:2 Du sollst dir kein Weib nehmen, noch Shne und Tchter haben an 
diesem Orte!
JER 16:3 Denn so spricht Jahwe in betreff der Shne und der Tchter, die 
an diesem Orte geboren werden, und in betreff ihrer Mtter, die sie 
gebren, und in betreff ihrer Vter, die sie in diesem Lande zeugen:
JER 16:4 An qualvollen Todesarten werden sie sterben; man wird ihnen nicht 
die Totenklage halten, noch sie begraben: als Mist auf dem Acker sollen 
sie dienen. Durch Schwert und Hunger sollen sie aufgerieben werden, und 
ihre Leichname sollen den Vgeln unter dem Himmel und den Tieren auf dem 
Felde zum Frae dienen.
JER 16:5 Ja, so spricht Jahwe: Nicht sollst du in ein Haus des Jammers 
eintreten, noch hingehen, um die Totenklage zu halten, noch ihnen Beileid 
bezeugen; denn ich habe meinen Frieden von diesem Volke genommen, - ist 
der Spruch Jahwes, - die Gnade und das Erbarmen,
JER 16:6 und gro und klein sollen in diesem Lande sterben, ohne da man 
sie begrbt, noch ihnen die Totenklage hlt, noch auch ihretwegen sich 
Einritzungen macht oder eine Glatze schert.
JER 16:7 Auch wird man ihretwegen nicht Trauerbrot brechen, um einen wegen 
eines Gestorbenen zu trsten, noch wird man sie den Trostbecher trinken 
lassen wegen ihres Vaters oder wegen ihrer Mutter.
JER 16:8 Ebensowenig sollst du in ein Haus gehen, wo ein Gelage gehalten 
wird, um dich mit ihnen zum Essen und zum Trinken niederzusetzen.
JER 16:9 Denn so spricht Jahwe der Heerscharen, der Gott Israels: Frwahr, 
ich will aus diesem Orte vor euren Augen und in euren Tagen Wonnejubel und 
Freudenjubel, Brutigamsjubel und Brautjubel verschwinden lassen.
JER 16:10 Wenn du nun diesem Volk alle diese Worte verkndigst, und man 
dich fragt: Warum hat uns Jahwe all' dieses groe Unheil angedroht, und 
was ist unsere Verschuldung und was unsere Snde, die wir gegen Jahwe, 
unseren Gott begangen haben?
JER 16:11 so sage ihnen: Weil mich eure Vter verlassen haben, ist der 
Spruch Jahwes, und andern Gttern nachfolgten und ihnen dienten und sich 
vor ihnen niederwarfen; mich aber verlieen sie und beobachteten mein 
Gesetz nicht.
JER 16:12 Ihr aber habt noch bler gehandelt als eure Vter, indem ihr ja 
doch starrsinnig ein jeder seinem eigenen bsen Sinne folgt, ohne auf mich 
zu hren.
JER 16:13 So will ich euch denn aus diesem Lande fortschleudern in jenes 
Land, das euch unbekannt war, euch wie euren Vtern, auf da ihr daselbst 
andern Gttern dienet Tag und Nacht, - dieweil ich euch kein Erbarmen 
schenken werde!
JER 16:14 Darum frwahr, es kommt die Zeit, ist der Spruch Jahwes, da wird 
man nicht mehr sagen: So wahr Jahwe lebt, der die Israeliten aus gypten 
hergefhrt hat!
JER 16:15 sondern: So wahr Jahwe lebt, der die Israeliten aus dem Nordland 
und aus allen den Lndern, wohin er sie verstoen hatte, hergefhrt hat! 
Und ich will sie zurckbringen in ihr Land, das ich ihren Vtern verliehen 
habe.
JER 16:16 Frwahr, ich will zahlreiche Fischer entbieten - ist der Spruch 
Jahwes -, die sollen sie herausfischen, und darnach will ich zahlreiche 
Jger entbieten, die sollen sie erjagen auf jeglichem Berg und auf 
jeglichem Hgel und in den Felsenklften.
JER 16:17 Denn meine Augen sind auf alle ihre Wege gerichtet; sie bleiben 
nicht vor mir verborgen, noch ist ihre Verschuldung vor meinen Blicken 
versteckt.
JER 16:18 Zuerst aber will ich ihnen ihre Verschuldung und ihre Snde 
doppelt vergelten, weil sie mein Land durch das Aas ihrer Scheusale 
entweiht und mit ihren Greueln mein Erbteil erfllt haben.
JER 16:19 O Jahwe, meine Kraft und meine Burg und meine Zuflucht in 
Drangsalszeit, zu dir werden die Vlker von den Enden der Erde kommen und 
sprechen: Nur Trug haben unsere Vter zum Besitze bekommen, nichtige 
Gtzen, von denen keiner zu ntzen vermag.
JER 16:20 Kann wohl ein Mensch sich Gtter machen? - denn solche sind ja 
keine Gtter!
JER 16:21 Darum will ich sie nur diesesmal fhlen lassen, - ja, ich will 
sie meine Hand und meine Strke fhlen lassen, und sie sollen erkennen, 
da mein Name Jahwe ist!
JER 17:1 Die Snde Judas ist aufgezeichnet mit eisernem Griffel, mit 
diamantener Spitze, eingegraben auf ihres Herzens Tafel und an die Hrner 
ihrer Altre,
JER 17:2 wie sich denn ihre Shne an ihre Altre und ihre Ascheren 
erinnern bei dem Anblick von frisch belaubten Bumen, beim Verweilen auf 
den hohen Hgeln.
JER 17:3 O mein Berg im Gefilde, deine Habe, all' deine Schtze gebe ich 
dem Raube preis, deine Hhen wegen der Snde, begangen in allen deinen 
Marken.
JER 17:4 Da wird deine Hand deinen Erbbesitz, den ich dir verliehen, 
fahren lassen mssen, und ich will dich deinen Feinden in jenem Lande, das 
du nicht gekannt, dienen lassen; denn ein Feuer habt ihr in meiner Nase 
entflammt, das immerdar brennen wird.
JER 17:5 So spricht Jahwe: Verflucht ist der Mann, der sich auf Menschen 
verlt und Fleisch zu seinem Arme macht, dessen Herz aber von Jahwe 
abtrnnig wird!
JER 17:6 Er ist wie ein Wachholderstrauch in der Steppe und erlebt nicht, 
da Gutes eintrifft; er wohnt an ausgedrrten Sttten in der Wste, in 
salzreicher und unbewohnbarer Gegend.
JER 17:7 Gesegnet ist der Mann, der sich auf Jahwe verlt, und dessen 
Zuversicht Jahwe ist!
JER 17:8 Er ist wie ein Baum, der am Wasser gepflanzt ist und seine 
Wurzeln nach dem Bache hinstreckt, der sich nicht frchtet, wenn Hitze 
kommt, dessen Laub frischgrn bleibt, der auch in drren Jahren unbesorgt 
ist und nicht ablt, Frchte zu bringen.
JER 17:9 Arglistig mehr als alles ist das Herz und bsartig - wer kennt es 
aus?
JER 17:10 Ich, Jahwe, bin es, der das Herz erforscht, die Nieren prft, 
und zwar um einem jeden nach seinem Wandel, nach der Frucht seiner Thaten 
zu vergelten.
JER 17:11 Wie ein Rebhuhn, das brtet, ohne Eier gelegt zu haben, ist, wer 
Reichtum erwirbt und nicht auf rechtlichem Weg: in der Hlfte seiner 
Lebenstage mu er ihn fahren lassen und an seinem Ende steht er als Narr 
da.
JER 17:12 O Thron der Herrlichkeit, hocherhaben von Anfang an, Sttte 
unseres Heiligtums,
JER 17:13 du Hoffnung Israels - Jahwe! alle, die dich verlassen, mssen zu 
Schanden werden: ja, die von mir abtrnnig wurden, werden in den Staub 
eingezeichnet; denn den Quell lebendigen Wassers, Jahwe, haben sie 
verlassen.
JER 17:14 So heile mich denn, Jahwe, da ich heil werde, hilf mir, da mir 
geholfen werde, denn mein Lobpreis bist du!
JER 17:15 Jene freilich sprechen zu mir: Wo bleibt das Wort Jahwes? Mge 
es doch eintreffen!
JER 17:16 Und doch habe ich mich dem nicht entzogen, Hirte zu sein in 
deiner Nachfolge, noch habe ich den unheilvollen Tag herbeigewnscht - du 
weit es! Was meine Lippen vorbrachten, es liegt offen vor deinem 
Angesichte!
JER 17:17 Werde mir nicht zum Schrecknis - du bist meine Zuflucht am 
Unheilstage!
JER 17:18 La meine Verfolger zu Schanden werden, aber la mich nicht zu 
Schanden werden; la sie bestrzt werden, aber la mich nicht bestrzt 
werden: bringe ber sie den Unheilstag und mit doppelter Zerschmetterung 
zerschmettere sie!
JER 17:19 So sprach Jahwe zu mir: gehe hin und stelle dich ins Thor der 
Volksgenossen, durch welches die Knige Judas ein- und auszugehen pflegen, 
und in alle Thore Jerusalems
JER 17:20 und sprich zu ihnen: Hrt das Wort Jahwes, ihr Knige Judas und 
ihr Juder insgesamt und all' ihr Bewohner Jerusalems, die ihr in diese 
Thore eingeht!
JER 17:21 So spricht Jahwe: Htet euch - es gilt euer Leben! - und tragt 
am Sabbattage keine Last, da ihr sie in die Thore Jerusalems bringt.
JER 17:22 Tragt auch am Sabbattage keine Last aus euren Husern heraus, 
noch verrichtet irgend welche Arbeit, da ihr den Sabbattag heilig haltet, 
wie ich euren Vtern geboten habe.
JER 17:23 Aber sie gehorchten nicht, noch neigten sie ihr Ohr, sondern 
zeigten sich halsstarrig, da sie nicht gehorchten, noch Zucht annahmen.
JER 17:24 Wenn ihr nun auf mich hren wollt, ist der Spruch Jahwes, da 
ihr am Sabbattage keine Last in die Thore dieser Stadt bringt, vielmehr 
den Sabbattag heilig haltet, da ihr keinerlei Arbeit an demselben 
verrichtet,
JER 17:25 so werden durch die Thore dieser Stadt Knige einziehn, die auf 
dem Throne Davids sitzen, mit Wagen und Rossen daherfahren, samt ihren 
Oberen, die Mnner von Juda nebst den Bewohnern Jerusalems, und diese 
Stadt wird immerdar bewohnt sein.
JER 17:26 Und es werden aus den Stdten Judas und aus der Umgebung 
Jerusalems und aus dem Stammgebiete Benjamins und aus der Niederung und 
vom Gebirge und aus dem Sdlande Leute kommen, die Brandopfer und 
Schlachtopfer und Speisopfer und Weihrauch darbringen und die Dankopfer 
bringen zum Tempel Jahwes.
JER 17:27 Wenn ihr aber nicht auf mich hrt, den Sabbattag heilig zu 
halten und keine Last zu tragen und am Sabbattage nicht durch die Thore 
Jerusalems einzugehen, so will ich Feuer an seine Thore legen, das soll 
die Palste Jerusalems verzehren und nicht erlschen.
JER 18:1 Das Wort, welches an Jeremia von seiten Jahwes erging, also 
lautend:
JER 18:2 Mache dich auf und geh' hinab zum Hause des Tpfers; dort will 
ich dich meine Worte vernehmen lassen!
JER 18:3 Da ging ich zum Hause des Tpfers hinab und fand ihn mit einer 
Arbeit auf der Tpferscheibe beschftigt,
JER 18:4 und miriet das Gef, an dem er arbeitete, so machte er daraus 
wiederum ein anderes Gef, wie es der Tpfer eben machen wollte.
JER 18:5 Da erging das Wort Jahwes an mich folgendermaen:
JER 18:6 Kann ich nicht wie dieser Tpfer da mit euch verfahren, ihr vom 
Hause Israel? - ist der Spruch Jahwes; ganz wie der Thon in der Hand des 
Tpfers, so seid ihr in meiner Hand, ihr vom Hause Israel.
JER 18:7 Bald drohe ich einem Volk und einem Reich, es auszurotten und zu 
zerstren und zu verderben,
JER 18:8 bekehrt sich aber dasselbige Volk, das ich bedroht habe, von 
seiner Bosheit, so lasse ich mich des Unheils gereuen, das ich ihm 
zuzufgen gedachte.
JER 18:9 Bald aber verheie ich einem Volk und einem Reich, es bauen und 
pflanzen zu wollen;
JER 18:10 thut es aber, was mir mifllt, indem es meinem Befehl 
ungehorsam ist, so lasse ich mich des Guten gereuen, das ich ihm zu 
erweisen versprochen hatte.
JER 18:11 Und nun, sprich doch zu den Leuten von Juda und zu den Bewohnern 
Jerusalems also: So spricht Jahwe: Frwahr, ich bereite Unheil fr euch 
und hege Unheilsgedanken wider euch! Kehrt doch ein jeder von seinem bsen 
Wege um und befleiigt euch gutes Wandels und guter Thaten!
JER 18:12 Sie aber werden sprechen: Umsonst! vielmehr unseren Gedanken 
wollen wir folgen und wollen ein jeder starrsinnig nach seinem bsen Sinne 
handeln!
JER 18:13 Darum spricht Jahwe also: Fragt doch unter den Heiden nach, ob 
jemand derartiges schon gehrt hat? Gar Schauderhaftes hat die Jungfrau 
Israel gethan.
JER 18:14 Schwindet denn von dem Felsen ber dem Gefilde der Schnee des 
Libanon? Oder versiegen je die quellenden Wasser, die wallenden, 
rieselnden?
JER 18:15 Doch mein Volk hat meiner vergessen, den nichtigen Gtzen 
ruchern sie, und auf ihren Wegen haben sie zum Straucheln gebracht die 
Irrpfade der Vorzeit,
JER 18:16 da sie ihr Land zu einem Gegenstande des Entsetzens machen, 
immerwhrenden Gezisches, da, wer irgend daran vorberzieht, sich 
entsetzt, und den Kopf schttelt.
JER 18:17 Wie durch Ostwind werde ich sie zerstieben lassen vor dem Feinde 
her: den Rcken und nicht das Antlitz werde ich ihnen zeigen am Tag ihres 
Verderbens.
JER 18:18 Da sprachen sie: Wohlan, lat uns wider Jeremia verderbliche 
Anschlge ersinnen; denn nicht kommt den Priestern Weisung abhanden, noch 
den Weisen Rat, noch den Propheten Offenbarung, - wohlan, wir wollen ihn 
mit der Zunge niederschlagen und auf keines seiner Worte merken!
JER 18:19 So merke, Jahwe, auf mich und hre die Reden meiner Widersacher!
JER 18:20 Soll denn fr Gutes Bses vergolten werden, da sie mir eine 
Grube gegraben haben? Gedenke, wie ich vor dir betend stand, um ihnen zum 
Besten zu reden, um deinen Grimm von ihnen abzuwenden!
JER 18:21 Darum gieb ihre Shne dem Hunger preis und berliefere sie der 
Gewalt des Schwertes, da ihre Weiber kinderlos und Witwen werden, ihre 
Mnner aber von der Seuche erwrgt, ihre Jnglinge im Kampfe vom Schwert 
erschlagen werden!
JER 18:22 Mge man Wehgeschrei hren aus ihren Husern, wenn du pltzlich 
Mordbanden ber sie bringst; denn eine Grube haben sie gegraben, mich zu 
fangen, und heimlich Schlingen fr meine Fe gelegt.
JER 18:23 Du aber, Jahwe, kennst alle ihre todbringenden Plne wider mich: 
la ihre Verschuldung ungeshnt bleiben und ihre Snde vor dir nicht 
ausgelscht sein. Vielmehr mgen sie dir als zu Fall gebrachte gelten; zur 
Zeit des Ausbruchs deines Zorns aber handle wider sie!
JER 19:1 So sprach Jahwe: Gehe hin und kaufe dir einen Krug, wie ihn der 
Tpfer macht, nimm sodann mit dir etliche von den Vornehmsten des Volks 
und von den Vornehmsten der Priester
JER 19:2 und gehe hinaus ins Thal Ben Hinnom, das vor dem Scherbenthore 
liegt, und verkndige dort die Worte, die ich zu dir reden werde,
JER 19:3 und sprich: Hrt das Wort Jahwes, ihr Knige von Juda und ihr 
Bewohner Jerusalems! So spricht Jahwe der Heerscharen, der Gott Israels: 
Frwahr, ich will Unheil ber diesen Ort bringen, da jedem, der davon 
hren wird, die Ohren gellen sollen!
JER 19:4 Darum weil sie mich verlieen und diesen Ort verkannten und an 
ihm andern Gttern, die sie nicht kannten, rucherten - sie wie ihre Vter 
und die Knige Judas -, und diesen Ort mit dem Blut Unschuldiger erfllten
JER 19:5 und die Baalshhen erbauten, um ihre Shne als Brandopfer fr den 
Baal zu verbrennen, was ich weder geboten noch angeordnet habe, und was 
mir nie in den Sinn gekommen ist:
JER 19:6 darum, frwahr, soll die Zeit kommen, ist der Spruch Jahwes, wo 
man diesen Ort nicht mehr Topheth und Thal Ben Hinnom nennen wird, 
sondern Wrgethal.
JER 19:7 Da werde ich dann die Klugheit Judas und Jerusalems an diesem Ort 
ausschtten und sie auf der Flucht vor ihren Feinden durchs Schwert fllen 
und durch die, welche ihnen nach dem Leben trachten; ihre Leichname aber 
will ich den Vgeln unter dem Himmel und den Tieren auf dem Felde zum 
Frae preisgeben
JER 19:8 und will diese Stadt zu einem Gegenstande des Entsetzens und des 
Gezisches machen: wer irgend an ihr vorberzieht, soll sich entsetzen und 
zischen ob all' der Schlge, die sie betroffen haben.
JER 19:9 Und ich will ihnen das Fleisch ihrer Shne und das Fleisch ihrer 
Tchter zu essen geben, und sie sollen einer das Fleisch des andern essen, 
in der Drangsal und in der Bedrngnis, in die sie ihre Feinde und die, 
welche ihnen nach dem Leben trachten, bringen werden.
JER 19:10 Und du sollst den Krug vor den Augen der Mnner, die mit dir 
gegangen sind, zerbrechen
JER 19:11 und zu ihnen sagen: So spricht Jahwe der Heerscharen: So werde 
ich dieses Volk und diese Stadt zerbrechen, wie man Tpfergeschirr 
zerbricht, das nie mehr ganz gemacht werden kann, und im Topheth wird man 
begraben, weil sonst kein Raum zum Begraben mehr vorhanden ist.
JER 19:12 Also werde ich mit diesem Orte verfahren - ist der Spruch Jahwes 
-, und mit seinen Bewohnern, so da ich diese Stadt zu einem Topheth mache:
JER 19:13 da sollen dann die Huser Jerusalems und die Huser der Knige 
von Juda wie die Sttte des Topheth unrein werden - alle die Huser, auf 
deren Dchern sie dem gesamten Himmelsheere geruchert und andern Gttern 
Trankopfer gespendet haben.
JER 19:14 Als nun Jeremia vom Topheth, wohin ihn Jahwe zu prophetischer 
Verkndigung gesandt hatte, zurckkam, trat er in den Vorhof des Tempels 
Jahwes und sprach zum ganzen Volke:
JER 19:15 So spricht Jahwe der Heerscharen, der Gott Israels: Frwahr, ich 
will ber diese Stadt und ber alle zu ihr gehrenden Stdte all' das 
Unheil kommen lassen, das ich ihr angedroht habe, weil sie sich 
halsstarrig gezeigt und auf meine Worte nicht gehrt haben.
JER 20:1 Als aber der Priester Pashur, der Sohn Immers (dieser war nmlich 
Oberaufseher im Tempel Jahwes), Jeremia diese Worte verkndigen hrte,
JER 20:2 da schlug Pashur den Propheten Jeremia und legte ihn in den 
Block, der sich im oberen Benjaminsthor am Tempel Jahwes befand.
JER 20:3 Am andern Morgen jedoch, nachdem Pashur den Jeremia aus dem 
Blocke befreit hatte, sprach Jeremia zu ihm: Nicht Pashur nennt Jahwe 
deinen Namen, sondern Grauen ringsum!
JER 20:4 Denn also spricht Jahwe: Frwahr, ich will dich zu einem Grauen 
fr dich selbst und fr alle deine Freunde machen; vor deinen Augen sollen 
sie durch das Schwert ihrer Feinde fallen, und ganz Juda will ich in die 
Gewalt des Knigs von Babel berliefern, da er sie nach Babel gefangen 
fhre und mit dem Schwert erschlage.
JER 20:5 Dazu will ich alle Vorrte in dieser Stadt und alle ihre Habe und 
alle ihre Kostbarkeiten preisgeben, auch alle Schtze der Knige Judas 
will ich in die Gewalt ihrer Feinde berliefern: die sollen sie rauben und 
fortschleppen und nach Babel bringen.
JER 20:6 Du aber, Pashur, und alle Insassen deines Hauses - ihr werdet in 
Gefangenschaft gehen, und nach Babel sollst du gelangen und dort sterben 
und dort begraben werden, - du nebst allen deinen Freunden, denen du Lgen 
geweissagt hast.
JER 20:7 Du hast mich bethrt, Jahwe, und ich lie mich bethren; du hast 
mich erfat und berwltigtest mich: zum Gelchter bin ich geworden 
allezeit, jedermann spottet meiner.
JER 20:8 Ja, so oft ich rede, mu ich aufschreien, Unbill und 
Vergewaltigung! rufen; denn das Wort Jahwes ward fr mich ein Anla zu 
steter Beschimpfung und Verspottung.
JER 20:9 Dachte ich: Ich will seiner nicht gedenken und nicht mehr in 
seinem Namen reden! da war es in meinem Innern wie loderndes Feuer, das 
verhalten war in meinen Gebeinen; ich mhte mich ab, es auszuhalten, aber 
ich vermochte es nicht.
JER 20:10 Ja, gehrt habe ich die feindselige Rede vieler - Grauen 
ringsum! -: Zeigt ihn an! und Wir wollen ihn anzeigen! Selbst alle 
die, mit denen ich Freundschaft pflegte, lauern auf einen Fehltritt von 
mir: Vielleicht lt er sich bethren, da wir ihm beikommen und Rache an 
ihm nehmen!
JER 20:11 Aber Jahwe ist mit mir wie ein gewaltiger Held; darum werden 
meine Verfolger straucheln und nichts ausrichten: sie sollen arg zu 
Schanden werden, weil sie unklug gehandelt, - zu ewiger, unvergelicher 
Schmach.
JER 20:12 Nun, Jahwe der Heerscharen, der du den Frommen erprobst, Nieren 
und Herz siehst: la mich deine Rache an ihnen schauen, denn auf dich habe 
ich meine Sache gewlzt.
JER 20:13 Singet Jahwe, preiset Jahwe, da er das Leben des Armen aus der 
Gewalt der belthter errettete!
JER 20:14 Verflucht sei der Tag, an dem ich geboren ward; der Tag, an dem 
mich meine Mutter gebar, bleibe ungesegnet!
JER 20:15 Verflucht sei der Mann, der meinem Vater die frohe Kunde 
brachte: Dir ist ein Knblein geboren! und ihn dadurch hoch erfreute!
JER 20:16 Es ergehe diesem Manne wie den Stdten, die Jahwe erbarmungslos 
von Grund aus zerstrt hat, und er hre Geschrei am Morgen und Kriegslrm 
zur Mittagszeit,
JER 20:17 weil er mich nicht schon im Mutterschoe sterben lie, da meine 
Mutter mein Grab geworden und ihr Leib immerwhrend schwanger geblieben 
wre.
JER 20:18 Warum doch bin ich aus dem Mutterschoe hervorgekommen, um nur 
Mhsal und Kummer zu erleben, und da in Schande meine Tage vergingen.
JER 21:1 Das Wort, das von seiten Jahwes an Jeremia erging, als der Knig 
Zedekia Pashur, den Sohn Malkijas, und den Priester Zephanja, den Sohn 
Maasejas, mit dem Verlangen an ihn sandte:
JER 21:2 Befrage doch Jahwe fr uns, denn Nebukadrezar, der Knig von 
Babel, belagert uns: ob wohl Jahwe allen seinen wunderbaren Thaten gem 
an uns handeln wird, da er wieder von uns abzieht?
JER 21:3 Jeremia aber sprach zu ihnen: Also sollt ihr zu Zedekia sagen:
JER 21:4 So spricht Jahwe, der Gott Israels: Frwahr, ich will die 
Kriegswaffen in eurer Hand, mit denen ihr den Knig von Babel und die 
Chalder, die euch bedrngen, auerhalb der Stadtmauer bekmpft, umwenden 
und ins Innere dieser Stadt zusammenziehen,
JER 21:5 und ich selbst will mit euch kmpfen, mit ausgereckter Hand und 
starkem Arm und im Zorn und im Grimm und in gewaltiger Wut,
JER 21:6 und will die Bewohner dieser Stadt, die Menschen wie das Vieh, 
niederschlagen: durch eine gewaltige Pest sollen sie umkommen!
JER 21:7 Darnach aber - ist der Spruch Jahwes -, will ich Zedekia, den 
Knig von Juda, mit seinen Dienern und den Leuten, die in dieser Stadt von 
der Pest, dem Schwert und dem Hunger brig gelassen sind, in die Gewalt 
Nebukadrezars, des Knigs von Babel, und in die Gewalt ihrer Feinde und in 
die Gewalt derer, die ihnen nach dem Leben trachten, berliefern, da er 
sie mit dem Schwerte niedermetzle, ohne Mitleid mit ihnen und ohne 
Schonung und ohne Erbarmen.
JER 21:8 Zu diesem Volk aber sollst du sagen: So spricht Jahwe: Frwahr, 
ich stelle euch zur Wahl: den Weg, der zum Leben, und den, der zum Tode 
fhrt!
JER 21:9 Wer in dieser Stadt bleibt, wird durchs Schwert und durch den 
Hunger und durch die Pest umkommen; wer aber hinausgeht und sich den 
Chaldern, die euch bedrngen, ergiebt, wird leben bleiben und sein Leben 
zur Beute haben.
JER 21:10 Denn ich habe mein Antlitz wider diese Stadt gerichtet zum 
Unheil und nicht zum Heil - ist der Spruch Jahwes; in die Gewalt des 
Knigs von Babel soll sie berliefert werden, da er sie niederbrenne.
JER 21:11 Denen vom Hause des Knigs von Juda: Hrt das Wort Jahwes,
JER 21:12 ihr vom Hause Davids! So spricht Jahwe: Haltet alle Morgen 
gerechtes Gericht und rettet den Beraubten aus der Gewalt des Bedrckers, 
da nicht wie Feuer meine Zornglut hervorbreche und unauslschlich brenne -
 ob der Bsartigkeit eurer Thaten!
JER 21:13 Frwahr, an dich will ich, du Bewohnerin des Thals, des Felsens 
der Ebene - ist der Spruch Jahwes -, an euch, die ihr sprecht: Wer sollte 
ber uns herabkommen und wer sollte in unsere Wohnungen eindringen?
JER 21:14 Und ich will euch den Frchten eurer Thaten gem heim suchen - 
ist der Spruch Jahwes - und Feuer an ihren Wald legen, da es alles, was 
rings um sie her ist, verzehre.
JER 22:1 So sprach Jahwe: Gehe hinab zum Palaste des Knigs von Juda und 
sage dort dieses Wort
JER 22:2 und sprich: Hre das Wort Jahwes, Knig von Juda, der du auf dem 
Throne Davids sitzest, du samt deinen Dienern und deinem Volke, die durch 
diese Thore eingehen!
JER 22:3 So spricht Jahwe: bt Recht und Gerechtigkeit und rettet den 
Beraubten aus der Gewalt des Bedrckers! Fremdlinge aber, Waisen und 
Witwen bedrnget nicht, und vergewaltigt nicht und vergiet nicht 
unschuldiges Blut an diesem Orte.
JER 22:4 Denn nur wenn ihr solches thut, werden durch die Thore dieses 
Palastes Knige einziehen, die als Nachkommen Davids auf seinem Throne 
sitzen, mit Wagen und mit Rossen daherfahren, und er selbst und seine 
Diener und sein Volk.
JER 22:5 Wenn ihr aber nicht auf diese Worte hrt, so schwre ich bei mir 
selbst - ist der Spruch Jahwes -, da dieser Palast eine Wstenei werden 
soll.
JER 22:6 Denn so spricht Jahwe in betreff des Palastes des Knigs von 
Juda: Gilead gleich giltst du mir, gleich dem Gipfel des Libanon! Frwahr, 
ich will dich zur Steppe machen, gleich unbewohnbaren Stdten,
JER 22:7 und will Verderber wider dich zum Kampfe weihen, einen jeden mit 
seinen Waffen, da sie deine auserlesenen Cedern fllen und ins Feuer 
werfen.
JER 22:8 Viele Nationen aber sollen an dieser Stadt vorberziehen und 
einer zum andern sprechen: Warum ist Jahwe so mit dieser groen Stadt 
verfahren?
JER 22:9 Da wird man dann antworten: Weil sie von dem Bunde mit Jahwe, 
ihrem Gott, abtrnnig geworden sind und sich vor andern Gttern 
niederwarfen und ihnen dienten!
JER 22:10 Weinet nicht um einen, der tot ist, noch uert seinethalben 
Beileid: weinet vielmehr um den, der fortgezogen ist, weil er nicht mehr 
zurckkehren und sein Heimatland wiedersehen wird!
JER 22:11 Denn also spricht Jahwe in betreff Sallums, des Sohnes Josias, 
des Knigs von Juda, der an Stelle seines Vaters Josia Knig ward, der 
fortgezogen ist von diesem Ort: Er wird nicht mehr hierher zurckkehren;
JER 22:12 sondern an dem Orte, wohin sie ihn gefangen gefhrt haben, da 
wird er sterben, dieses Land aber wird er nicht mehr sehen!
JER 22:13 Wehe dem, der sein Haus mit Ungerechtigkeit baut und seine 
Gemcher mit Unrecht, der seinen Nchsten ohne Entgelt arbeiten lt und 
ihm seinen Lohn vorenthlt,
JER 22:14 der da spricht: Ich will mir ein gerumiges Haus und weite 
Gemcher erbauen! der sich seine Fenster weit ausbricht, mit Cedernholz 
tfelt und mit Mennig bemalt!
JER 22:15 Bist du damit Knig, da du dich im Bauen mit Cedernholz 
ereiferst? Dein Vater a und trank ja auch, aber er bte Recht und 
Gerechtigkeit: da ging's ihm wohl!
JER 22:16 Er schaffte Recht dem Bedrckten und Armen: da ging's ihm wohl! 
Heit nicht das mich erkennen? ist der Spruch Jahwes.
JER 22:17 Deine Augen aber und dein Sinn sind auf nichts als auf deinen 
Gewinn aus und auf das Blut Unschuldiger, es zu vergieen, und auf 
Bedrckung und auf Erpressung, sie auszuben.
JER 22:18 Darum spricht Jahwe in betreff Jojakims, des Sohnes Josias, des 
Knigs von Juda, also: Man wird ihm keine Totenklage halten: Ach, mein 
Bruder! und Ach, Schwester! - man wird nicht um ihn klagen: Ach, 
Gebieter! und Ach, seine Herrlichkeit!
JER 22:19 Wie man einen Esel begrbt, wird er begraben werden, indem man 
ihn fortschleift und weit drauen vor den Thoren Jerusalems hinwirft.
JER 22:20 Steig' auf den Libanon und schreie und in Basan la' deine 
Stimme erschallen und schreie vom Abarimgebirge aus, denn zerschmettert 
sind alle deine Lieblinge!
JER 22:21 Ich habe zu dir geredet, als du noch in sicherer Ruhe lebtest, 
doch du sprachst: Ich mag nicht hren! Das war deine Art von Jugend auf, 
da du meinem Befehle nicht gehorchtest.
JER 22:22 Aller deiner Hirten Hirt wird nun der Sturmwind sein, und deine 
Lieblinge werden in die Gefangenschaft ziehen: ja, alsdann wirst du zu 
Schanden und mit Scham bedeckt werden ob aller deiner Bosheit!
JER 22:23 Die du auf dem Libanon wohnst, in Cedern nistest, - wie wirst du 
chzen, wenn dich Wehen ankommen, Zittern wie eine Gebrende!
JER 22:24 So wahr ich lebe - ist der Spruch Jahwes -, wre auch Chonja, 
der Sohn Jojakims, der Knig von Juda, wie ein Siegelring an meiner 
rechten Hand, - so will ich dich doch von da wegreien
JER 22:25 und dich in die Gewalt derer, die dir nach dem Leben trachten, 
und in die Gewalt derer, vor denen dir graut, und in die Gewalt 
Nebukadrezars, des Knigs von Babel, und in die Gewalt der Chalder 
berliefern
JER 22:26 und dich nebst deiner Mutter, die dich geboren hat, in ein 
fremdes Land schleudern, woselbst ihr nicht geboren wurdet, und dort sollt 
ihr sterben:
JER 22:27 in das Land aber, wohin zurckzukehren sie Verlangen tragen, - 
dahin werden sie nicht zurckkehren!
JER 22:28 Ist denn dieser Chonja da ein verchtliches und 
zerschlagenswertes Gebilde? oder ein Gef, an dem niemand Gefallen hat? 
Warum wurden denn er und seine Nachkommen fortgeschleudert und hingeworfen 
in jenes Land, das sie nicht kannten?
JER 22:29 O Land, Land, Land, hre Jahwes Wort!
JER 22:30 So spricht Jahwe: Tragt diesen Mann als kinderlosen in die 
Brgerrolle ein, als einen Mann, dem es Zeit seines Lebens nicht glckt; 
denn es wird keinem seiner Nachkommen glcken, auf Davids Thron zu sitzen 
und fernerhin ber Juda zu herrschen!
JER 23:1 Wehe den Hirten, die die Schafe meiner Weide zu Grunde richten 
und zerstreuen! ist der Spruch Jahwes.
JER 23:2 Darum spricht Jahwe, der Gott Israels, also in betreff der 
Hirten, die mein Volk weiden: Ihr habt meine Schafe zerstreut und sie 
versprengt und nicht nach ihnen gesehen, - nun will ich an euch eure bsen 
Thaten heimsuchen! ist der Spruch Jahwes.
JER 23:3 Ich selbst aber will den Rest meiner Schafe aus allen Lndern, 
wohin ich sie versprengt habe, sammeln und sie auf ihre Auen zurckfhren, 
und sie sollen fruchtbar sein und sich mehren,
JER 23:4 und ich will Hirten ber sie bestellen, die sollen sie weiden, 
und sie sollen sich nicht mehr zu frchten noch zu erschrecken brauchen, 
und soll keines vermit werden! ist der Spruch Jahwes!
JER 23:5 Frwahr, es wird die Zeit kommen - ist der Spruch Jahwes -, da 
will ich David einen rechten Spro erwecken, der soll als Knig herrschen 
und weise handeln und Recht und Gerechtigkeit im Lande ben:
JER 23:6 in seinen Tagen wird Juda geholfen werden, und wird Israel in 
Sicherheit wohnen, und dies wird sein Name sein, mit dem man ihn benennen 
wird: Jahwe ist unsere Gerechtigkeit!
JER 23:7 Darum, frwahr, es kommt die Zeit - ist der Spruch Jahwes -, da 
wird man nicht mehr sagen: So wahr Jahwe lebt, der die Israeliten aus 
gypten hergefhrt hat! sondern:
JER 23:8 So wahr Jahwe lebt, der die Angehrigen des Hauses Israel aus dem 
Nordland und aus allen Lndern, wohin ich sie verstoen hatte, hergefhrt 
und heimgebracht hat, da sie wieder auf ihrem Boden wohneten!
JER 23:9 In betreff der Propheten: Gebrochen ist mein Herz in meinem 
Innern, es schlottern alle meine Gebeine; ich bin wie ein Trunkener und 
wie ein Mann, den der Wein bermannt hat, - vor Jahwe und vor seinen 
heiligen Worten.
JER 23:10 Denn voll von Ehebrechern ist das Land, - ja, wegen des Fluchs 
trauert das Land, sind die Auen der Trift verdorrt -, und ihr Rennen und 
Jagen ist Bosheit und ihre Strke Unwahrhaftigkeit;
JER 23:11 denn Propheten wie Priester sind ruchlos, selbst in meinem 
Tempel stie ich auf ihre Bosheit! - ist der Spruch Jahwes.
JER 23:12 Darum soll es ihnen auf ihrem Weg ergehen wie auf schlpfrigen 
Stellen in der Finsternis: sie sollen gestoen werden, da sie auf ihm zu 
Falle kommen; denn ich will Unheil ber sie bringen im Jahr ihrer 
Heimsuchung, ist der Spruch Jahwes.
JER 23:13 Auch bei den Propheten Samarias erlebte ich Abgeschmacktes: sie 
weissagten im Namen des Baal und fhrten mein Volk Israel irre;
JER 23:14 bei den Propheten Jerusalems aber erlebte ich Schauderhaftes: 
sie treiben Ehebruch und gehen mit Lge um und bestrken die belthter, 
da ihrer keiner sich von seiner Bosheit bekehre. Sie gelten mir insgesamt 
wie Sodomiter und ihre Bewohner wie die von Gomorra.
JER 23:15 Darum spricht Jahwe der Heerscharen also in betreff der 
Propheten: Frwahr, ich will sie mit Wermut speisen und mit Giftwasser 
trnken; denn von den Propheten Jerusalems ist Ruchlosigkeit ausgegangen 
ber das ganze Land!
JER 23:16 So spricht Jahwe der Heerscharen: Hrt nicht auf die Worte der 
Propheten, die euch weissagen, - sie bethren euch nur; selbst ersonnene 
Gesichte verkndigen sie, ohne Auftrag Jahwes.
JER 23:17 Immerfort sprechen sie zu meinen Verchtern: Jahwe hat geredet: 
Heil wird euch zu teil! Und mgen auch alle starrsinnig ihrem eigenen 
Sinne folgen, so sprechen sie doch: Es wird mit nichten Unheil ber euch 
kommen!
JER 23:18 Ja, wer im Rate Jahwes steht, der gewahrt und hrt sein Wort! 
Wer mein Wort aufmerksam vernimmt, der thut es kund!
JER 23:19 Schon bricht der Sturmwind Jahwes los, und ein Wirbelsturm - auf 
das Haupt der Frevler wlzt er sich herab:
JER 23:20 Jahwes Zorn lt nicht ab, bis er seine Entschlsse ausgerichtet 
und durchgefhrt hat, - hinterdrein werdet ihr das klar erkennen!
JER 23:21 Ich habe die Propheten nicht ausgesandt, - und doch liefen sie; 
ich habe nicht zu ihnen geredet, - und doch weissagten sie!
JER 23:22 Htten sie wirklich in meinem Rate gestanden, so wrden sie 
meinem Volke meine Worte kund thun und sie von ihrem bsen Weg und ihren 
bsen Thaten abbringen!
JER 23:23 Bin ich denn ein Gott nur in der Nhe - ist der Spruch Jahwes -, 
und nicht ein Gott auch in der Ferne?
JER 23:24 Oder vermag sich einer in Schlupfwinkeln zu bergen, da ich ihn 
nicht sehen sollte? - ist der Spruch Jahwes. Wie? flle ich nicht den 
Himmel und die Erde an? - ist der Spruch Jahwes.
JER 23:25 Ich hre wohl, wie die Propheten, die in meinem Namen Lge 
weissagen, sprechen: Ich hatte einen Traum, einen Traum!
JER 23:26 Wie lange soll das so fortgehen? Haben etwa die Propheten im 
Sinne, sie, die Lgen weissagen und Propheten selbst ersonnenes Truges 
sind, -JER 23:27 wollen sie etwa mit ihren Trumen, die sie einander 
erzhlen, bewirken, da mein Volk meinen Namen vergesse, wie ihre Vter 
meinen Namen ber dem Baal vergaen?
JER 23:28 Der Prophet, dem ein Traum zu gebote steht, der mag einen Traum 
erzhlen; wem aber mein Wort zu gebote steht, der rede treulich mein Wort! 
Was hat das Stroh mit dem Korn gemein? - ist der Spruch Jahwes.
JER 23:29 Ist mein Wort nicht vielmehr wie Feuer - ist der Spruch Jahwes - 
und wie ein Hammer, der Felsen zerschmeit?
JER 23:30 Darum, frwahr, ich will an die Propheten - ist der Spruch 
Jahwes -, die einer dem andern meine Worte stehlen!
JER 23:31 Ja, ich will an die Propheten - ist der Spruch Jahwes -, die 
ihre eigene Zunge nehmen, um einen Gottesspruch herzumurmeln!
JER 23:32 Ja, ich will an die Propheten, die trgerische Trume 
verkndigen - ist der Spruch Jahwes - und sie erzhlen und mein Volk durch 
ihre Lgen und ihr Geflunker in die Irre fhren, sie, die ich doch nicht 
gesandt noch beauftragt habe, und die diesem Volke gar nichts ntzen, - 
ist der Spruch Jahwes!
JER 23:33 Wenn dich nun dieses Volk oder Propheten und Priester fragen: 
Was ist die Last Jahwes? so sollst du zu ihnen sprechen? Ihr seid die Last 
und ich werfe euch ab! - ist der Spruch Jahwes.
JER 23:34 Der Prophet jedoch und der Priester und die Leute, die von der 
Last Jahwes reden, - einen solchen will ich heimsuchen samt seinem Hause.
JER 23:35 Vielmehr so sollt ihr einer zum andern und zu einander sagen: 
Was hat Jahwe geantwortet? oder Was hat Jahwe geredet?
JER 23:36 Aber den Ausdruck Last Jahwes sollt ihr nicht mehr erwhnen; 
denn die Last wird fr einen jeden dieses sein Wort sein, indem ihr die 
Worte des lebendigen Gottes, Jahwes der Heerscharen, unseres Gottes, 
verdreht habt!
JER 23:37 So soll man zum Propheten sagen: Was hat dir Jahwe 
geantwortet? oder Was hat Jahwe geredet?
JER 23:38 Wenn ihr aber von der Last Jahwes redet - darum, so spricht 
Jahwe: Weil ihr diesen Ausdruck Last Jahwes braucht, obschon ich euch 
entbieten lie: Ihr sollt nicht von der Last Jahwes reden! -JER 23:39 
darum, frwahr, will ich euch aufheben und will euch und die Stadt, die 
ich euch und euren Vtern verliehen habe, hinwerfen, hinweg aus meinem 
Angesicht,
JER 23:40 und ewigen Schimpf und immerwhrende, nie vergessene Schmach auf 
euch legen.
JER 24:1 Jahwe lie mich schauen, da waren zwei Krbe mit Feigen, 
aufgestellt vor dem Tempel Jahwes (nachdem Nebukadrezar, der Knig von 
Babel, Jechonja, den Sohn Jojakims, den Knig von Juda, und die Obersten 
von Juda samt den Schmieden und Schlossern aus Jerusalem fortgefhrt und 
nach Babel gebracht hatte):
JER 24:2 der eine Korb enthielt sehr gute Feigen, den Frhfeigen gleich; 
der andere Korb aber enthielt sehr schlechte Feigen, die nicht zu genieen 
waren.
JER 24:3 Da sprach Jahwe zu mir: Was siehst du, Jeremia? und ich 
antwortete: Feigen! Die guten Feigen sind sehr gut, die schlechten aber 
sind sehr schlecht, da man sie nicht genieen kann, - so schlecht sind 
sie!
JER 24:4 Da erging das Wort Jahwes an mich folgendermaen:
JER 24:5 So spricht Jahwe, der Gott Israels: Wie diese Feigen fr gut 
erkannt sind, so will ich die Gefangenen Judas, die ich von diesem Ort 
hinweg ins Land der Chalder geschickt habe, freundlich ansehen
JER 24:6 und mein Auge freundlich auf sie richten und sie in dieses Land 
zurckbringen, da ich sie aufbaue und nicht wieder einreie und sie 
einpflanze und nicht wieder ausreie,
JER 24:7 und ich will ihnen Einsicht verleihen, da sie mich erkennen, da 
ich Jahwe bin! Alsdann sollen sie mein Volk sein, und ich will ihr Gott 
sein, wenn sie sich von ganzem Herzen zu mir bekehren.
JER 24:8 Aber wie die andern Feigen fr schlecht erkannt sind, fr so 
schlecht, da man sie nicht genieen kann - ja, so spricht Jahwe -, so 
will ich Zedekia, den Knig von Juda, behandeln samt seinen Obersten und 
dem berreste der Bewohner Jerusalems, sowohl denen, die in diesem Land 
brig geblieben sind, als auch denen, die sich in gypten niedergelassen 
haben:
JER 24:9 ich werde sie zu einem Schreckbilde, zu einem bel fr alle 
Knigreiche der Erde machen, zu einem Gegenstande der Beschimpfung, des 
Spotts und des Hohns und des Fluchs an allen den Orten, wohin ich sie 
verstoen werde,
JER 24:10 und will wider sie das Schwert, den Hunger und die Pest 
loslassen, bis sie von dem Boden, den ich ihnen und ihren Vtern verliehen 
habe, gnzlich vertilgt sind.
JER 25:1 Das Wort, welches an Jeremia ber das ganze Volk Juda im vierten 
Jahre Jojakims, des Sohnes Josias, des Knigs von Juda - das ist das erste 
Jahr Nebukadrezars, des Knigs von Babel, - erging,
JER 25:2 das der Prophet Jeremia zu dem ganzen Volke Juda und zu allen 
Bewohnern Jerusalems geredet hat, folgendermaen:
JER 25:3 Vom dreizehnten Jahre Josias, des Sohnes Amons, des Knigs von 
Juda, bis auf diesen Tag - nunmehr dreiundzwanzig Jahre lang - ist das 
Wort Jahwes an mich ergangen, und habe ich unermdlich zu euch geredet -, 
aber ihr habt nicht gehrt.
JER 25:4 Dazu hat Jahwe unermdlich immer wieder alle seine Knechte, die 
Propheten, zu euch gesandt, aber ihr habt nicht gehrt, noch neigtet ihr 
auch nur euer Ohr, um zu hren.
JER 25:5 Lie ich euch sagen: Kehrt doch um ein jeder von seinem bsen 
Weg und von euren schlechten Thaten, so sollt ihr wohnen bleiben in dem 
Lande, das Jahwe euch und euren Vtern verliehen hat, von Ewigkeit zu 
Ewigkeit!
JER 25:6 Lauft aber nicht andern Gttern nach, um ihnen zu dienen und euch 
vor ihnen niederzuwerfen, und reizt mich nicht durch eurer Hnde Werk zum 
Zorne, da ich euch nicht Unheil zufge!
JER 25:7 so hrtet ihr doch nicht auf mich - ist der Spruch Jahwes -, 
gerade um mich durch eurer Hnde Werk zum Zorne zu reizen, zu eurem 
eigenen Verderben.
JER 25:8 Darum spricht Jahwe der Heerscharen also: Weil ihr auf meine 
Worte nicht gehrt habt,
JER 25:9 so will ich nun alle Vlkerschaften des Nordens herbeiholen 
lassen - ist der Spruch Jahwes - und meinen Knecht Nebukadrezar, den Knig 
von Babel, und sie ber dieses Land und ber seine Bewohner und ber alle 
diese Vlker ringsum hereinbrechen lassen und will sie dem Banne 
preisgeben und zu einem Gegenstande des Entsetzens und Gezisches und 
ewiger Beschimpfung machen
JER 25:10 und will aus ihrer Mitte Wonnejubel und Freudenjubel, 
Brutigamsjubel und Brautjubel, das Gerusch der Handmhlen und das Licht 
der Lampen austilgen.
JER 25:11 Dieses ganze Land aber soll zur Wstenei, zur Einde werden, und 
es sollen diese Vlker dem Knige von Babel dienstbar sein siebzig Jahre 
lang.
JER 25:12 Nach Verlauf von vollen siebzig Jahren aber will ich am Knige 
von Babel und an jenem Volke - ist der Spruch Jahwes - ihre Missethat 
ahnden und an dem Lande der Chalder und will es fr immer zu Einden 
machen.
JER 25:13 Und ich will an diesem Land alle meine Worte, die ich wider es 
geredet habe, in Erfllung gehen lassen - alles in diesem Buche 
Niedergeschriebene, was Jeremia ber alle Vlker geweissagt hat:
JER 25:14 denn auch ihnen werden mchtige Vlker und gewaltige Knige 
Knechtschaft auferlegen, und ich will ihnen vergelten nach ihrem Thun und 
nach dem, wie sie selbst gehandelt haben.
JER 25:15 Denn also sprach Jahwe, der Gott Israels, zu mir: Nimm diesen 
Becher mit Wein aus meiner Hand und la von ihm alle die Vlker, zu denen 
ich dich senden werde, trinken,
JER 25:16 da sie trinken und schwanken und wahnwitzig werden vor dem 
Schwerte, das ich mitten unter sie sende!
JER 25:17 Da nahm ich den Becher aus Jahwes Hand und lie alle die Vlker 
trinken, zu denen Jahwe mich gesandt hatte:
JER 25:18 Jerusalem und die Stdte Judas, ihre Knige und ihre Obersten, 
um sie zur Wstenei, zu einem Gegenstande des Entsetzens, des Gezisches 
und des Fluchs zu machen, wie es heute der Fall ist;
JER 25:19 den Pharao, den Knig von gypten, samt seinen Dienern und 
seinen obersten Beamten und seinem ganzen Volk
JER 25:20 und das ganze Ereb; ferner alle Knige des Landes Uz und alle 
Knige des Philisterlands, nmlich Askalon und Gaza und Ekron und den 
berrest von Asdod;
JER 25:21 Edom und Moab und die Ammoniter;
JER 25:22 dazu alle Knige von Tyrus und alle Knige von Sidon und die 
Knige der Ksten jenseits des Meers;
JER 25:23 Dedan und Thema und Bus und alle mit abgestutztem Haarrand
JER 25:24 und alle Knige Arabiens und alle Knige des Ereb, die in der 
Wste wohnen;
JER 25:25 dazu alle Knige Simris und alle Knige Elams und alle Knige 
Mediens;
JER 25:26 dazu alle Knige des Nordens, wie sie einander nahe oder fern 
liegen, - kurz alle Knigreiche auf dem Erdboden; der Knig von Sesach 
aber soll nach ihnen trinken!
JER 25:27 Du sollst aber zu ihnen sprechen: So spricht Jahwe der 
Heerscharen, der Gott Israels: Trinkt, da ihr trunken werdet und speit 
und hinfallt, ohne wieder aufzustehen, vor dem Schwerte, das ich mitten 
unter euch sende!
JER 25:28 Sollten sie sich aber weigern, den Becher aus deiner Hand zu 
nehmen, um zu trinken, so sage ihnen: So spricht Jahwe der Heerscharen: 
Ihr mt trinken!
JER 25:29 Denn frwahr, bei der Stadt, die nach meinem Namen genannt ist, 
will ich anheben, Unheil anzurichten, - und ihr wolltet leer ausgehen? Ihr 
sollt nicht leer ausgehen, denn ein Schwert rufe ich auf wider alle 
Bewohner der Erde! - ist der Spruch Jahwes der Heerscharen.
JER 25:30 Du aber sollst ihnen alle diese Worte verknden und zu ihnen 
sprechen: Jahwe - von der Hhe her brllt er und von seinem heiligen 
Wohnsitze lt er seine Stimme erschallen! Laut brllt er ber seine Aue 
dahin, stimmt ein Jauchzen an gleich Keltertretern wider alle Bewohner der 
Erde.
JER 25:31 Bis ans Ende der Erde dringt das Getse, denn hadern mu Jahwe 
mit den Vlkern. Er geht ins Gericht mit allem Fleisch; die Frevler giebt 
er dem Schwerte preis! - ist der Spruch Jahwes.
JER 25:32 So spricht Jahwe der Heerscharen: Frwahr, Unheil geht aus von 
einem Volke zum andern, und ein gewaltiger Sturm erhebt sich vom uersten 
Rande der Erde her;
JER 25:33 und die von Jahwe Erschlagenen werden jenes Tags daliegen von 
einem Ende der Erde bis zum andern. Man wird ihnen nicht die Totenklage 
halten, noch wird man sie einsammeln und sie begraben: als Mist auf dem 
Acker sollen sie dienen.
JER 25:34 Heult, ihr Hirten, und schreit, und wlzt euch im Staub umher, 
ihr Vornehmsten der Herde! Denn eure Zeit ist da, da man euch schlachte, 
und die Zeit eurer Zerstreuung, und ihr sollt hinfallen gleich kostbarem 
Geschirr!
JER 25:35 Da giebt's keine Zuflucht mehr fr die Hirten, und kein 
Entrinnen fr die Vornehmsten der Herde.
JER 25:36 Horch! - das Geschrei der Hirten und das Geheul der Vornehmsten 
der Herde, weil Jahwe ihre Weide verwstet,
JER 25:37 und die friedlichen Auen vor der Zornglut Jahwes vernichtet 
worden sind!
JER 25:38 Gleich einem Lwen hat er sein Dickicht verlassen; ja, zur 
Einde ward ihr Land vor dem gewaltthtigen Schwert und vor seines Zornes 
Glut.
JER 26:1 Im Anfange der Regierung Jojakims, des Sohnes Josias, des Knigs 
von Juda, erging folgendes Wort von seiten Jahwes:
JER 26:2 So sprach Jahwe: Tritt in den Vorhof des Tempels Jahwes und rede 
zu allen Stdten Judas, die hereingekommen sind, um im Tempel Jahwes 
anzubeten, alle die Worte, die ich dir befohlen habe, zu ihnen zu reden! 
Kein Wort sollst du davon thun.
JER 26:3 Vielleicht hren sie und bekehren sich, ein jeder von seinem 
bsen Wege, da ich mich des Unheils gereuen lasse, das ich ihnen wegen 
ihrer bsen Thaten zuzufgen gesonnen bin.
JER 26:4 Und zwar sollst du ihnen sagen: So spricht Jahwe: Wenn ihr nicht 
auf mich hrt, indem ihr nach meinem Gesetze, das ich euch vorgelegt habe, 
wandelt,
JER 26:5 indem ihr auf die Worte meiner Knechte, der Propheten, hrt, die 
ich unermdlich immer wieder zu euch sende, ohne da ihr auf sie hrt:
JER 26:6 so will ich diesen Tempel hier dem zu Silo gleich machen und 
diese Stadt da bei allen Vlkern der Erde dem Fluche preisgeben.
JER 26:7 Als aber die Priester und die Propheten und das ganze Volk den 
Jeremia diese Worte im Tempel Jahwes reden hrten,
JER 26:8 und Jeremia kaum damit zu Ende war, alles das zu sagen, was Jahwe 
dem gesamten Volke zu sagen geboten hatte, ergriffen ihn die Priester und 
die Propheten und das ganze Volk mit dem Rufe: Du mut sterben!
JER 26:9 Weshalb hast du im Namen Jahwes also geweissagt: Es soll diesem 
Tempel ergehen wie dem zu Silo, und diese Stadt da soll verwstet, 
entvlkert werden! Da rottete sich das gesamte Volk im Tempel Jahwes wider 
Jeremia zusammen.
JER 26:10 Als aber die Oberen Judas von diesen Vorgngen Kunde erhielten, 
kamen sie aus dem Palaste des Knigs zum Tempel Jahwes hinauf und lieen 
sich am Eingange des neuen Jahwethores nieder.
JER 26:11 Da sprachen die Priester und die Propheten zu den Oberen und zum 
gesamten Volke: Dieser Mann ist des Todes schuldig, denn er hat wider 
diese Stadt geweissagt, wie ihr mit eigenen Ohren gehrt habt!
JER 26:12 Jeremia aber sprach zu allen Oberen und zu dem gesamten Volk 
also: Jahwe hat mich gesandt, wider diesen Tempel und wider diese Stadt 
alle die Worte, die ihr gehrt habt, zu weissagen.
JER 26:13 Und nun - befleiigt euch eines guten Wandels und guter Thaten 
und hrt auf den Befehl Jahwes, eures Gottes, da sich Jahwe des Unheils 
gereuen lasse, das er euch angedroht hat.
JER 26:14 Was mich aber betrifft, - nun, so bin ich in eurer Gewalt! 
Verfahrt mit mir, wie es euch gut und recht dnkt!
JER 26:15 Nur sollt ihr wissen, da ihr, wenn ihr mich ttet, unschuldiges 
Blut ber euch und diese Stadt und ihre Bewohner bringt; denn Jahwe hat 
mich in Wahrheit zu euch gesandt, alle diese Worte laut vor euch zu 
verkndigen!
JER 26:16 Da sagten die Oberen und das gesamte Volk zu den Priestern und 
zu den Propheten: Dieser Mann ist keineswegs des Todes schuldig, denn im 
Namen Jahwes, unseres Gottes, hat er zu uns geredet!
JER 26:17 Alsdann traten einige von den Vornehmen des Landes auf und 
sprachen zu dem ganzen versammelten Volk also:
JER 26:18 Micha aus Moreseth trat in den Tagen Hiskias, des Knigs von 
Juda, als Prophet auf und sprach folgendermaen zum ganzen Volke von Juda: 
So spricht Jahwe der Heerscharen: Zion wird zum Feld umgepflgt und 
Jerusalem ein Trmmerhaufen und der Tempelberg zur bewaldeten Hhe werden!
JER 26:19 Haben ihn etwa Hiskia, der Knig von Juda, und ganz Juda 
gettet? Hat man sich nicht vielmehr vor Jahwe gefrchtet und Jahwe zu 
begtigen gesucht, so da sich Jahwe des Unheils, das er ihnen angedroht, 
gereuen lie, whrend wir jetzt groes Unheil ber uns heraufbeschwren?
JER 26:20 Es wirkte aber damals noch ein anderer als Prophet im Namen 
Jahwes, Uria, der Sohn Semajas, aus Kirjath-Jearim, und zwar weissagte er 
wider diese Stadt und wider dieses Land ganz im Einklange mit den Reden 
Jeremias.
JER 26:21 Als aber der Knig Jojakim nebst allen seinen Kriegsleuten und 
allen seinen obersten Beamten von seinen Reden hrte, trachtete der Knig 
danach, ihn tten zu lassen. Als aber Uria davon Kunde erhielt, geriet er 
in Furcht, entfloh und begab sich nach gypten.
JER 26:22 Der Knig Jojakim aber sandte Leute nach gypten, El-Nathan, den 
Sohn Achbors, und Leute mit ihm.
JER 26:23 Die holten Uria aus gypten heraus und brachten ihn zum Knige 
Jojakim, der lie ihn mit dem Schwerte hinrichten und seinen Leichnam auf 
die Begrbnissttte der gemeinen Leute werfen.
JER 26:24 Jedoch Ahikam, der Sohn Saphans, beschtzte Jeremia, da man ihn 
dem Volke nicht preisgab, da es ihn tte.
JER 27:1 Im Anfange der Regierung Zedekias, des Sohnes Josias, des Knigs 
von Juda, erging folgendes Wort an Jeremia von seiten Jahwes:
JER 27:2 So sprach Jahwe zu mir: Mache dir Stricke und Jochhlzer und lege 
sie auf deinen Hals
JER 27:3 und sende an den Knig von Edom und an den Knig von Moab und an 
den Knig der Ammoniter und an den Knig von Tyrus und an den Knig von 
Sidon mittels der Boten, die zu Zedekia, dem Knige von Juda, nach 
Jerusalem gekommen sind,
JER 27:4 und beauftrage sie, ihren Gebietern Folgendes zu sagen: So sprach 
Jahwe der Heerscharen, der Gott Israels: Also sollt ihr zu euren Gebietern 
sagen:
JER 27:5 Ich habe die Erde, die Menschen und das Vieh, die auf der Erde 
leben, durch meine groe Kraft und meinen ausgereckten Arm geschaffen und 
habe sie immer gegeben, wem es mir gefiel.
JER 27:6 Nunmehr aber gebe ich alle diese Lnder in die Gewalt meines 
Knechtes Nebukadnezar, des Knigs von Babel; selbst die Tiere des Feldes 
gebe ich ihm, da sie ihm dienstbar seien.
JER 27:7 Es sollen aber alle Vlker ihm, wie seinem Sohn und seinem Enkel 
dienstbar sein, bis auch seines Landes Zeit gekommen sein wird, und 
mchtige Vlker und gewaltige Knige sich ihn dienstbar machen.
JER 27:8 Dasjenige Volk und Knigreich aber, das ihm, Nebukadnezar, dem 
Knige von Babel, nicht dienen will und das seinen Hals nicht in das Joch 
des Knigs von Babel stecken will, - mit dem Schwert und mit dem Hunger 
und mit der Pest will ich selbiges Volk heimsuchen, ist der Spruch Jahwes, 
bis ich sie durch seine Hand vllig vertilgt habe.
JER 27:9 Ihr nun - hrt ja weder auf eure Propheten noch auf eure 
Wahrsager noch auf eure Trume noch auf eure Zeichendeuter noch auf eure 
Zauberer, wenn sie also zu euch sprechen: Ihr werdet mit nichten dem 
Knige von Babel dienstbar werden!
JER 27:10 Denn Lgen weissagen sie euch damit, um euch von eurem Boden zu 
entfernen, da ich euch forttreibe und ihr zu Grunde geht.
JER 27:11 Das Volk indes, welches seinen Hals in das Joch des Knigs von 
Babel steckt, da es ihm diene, das will ich ruhig auf seinem Boden lassen 
- ist der Spruch Jahwes -, da es ihn bearbeite und bewohne.
JER 27:12 Auch zu Zedekia, dem Knige von Juda, redete ich ganz dem 
entsprechend also: Steckt eure Hlse in das Joch des Knigs von Babel und 
dienet ihm und seinem Volke, so werdet ihr leben bleiben!
JER 27:13 Warum wollt ihr, du und dein Volk, durchs Schwert, durch den 
Hunger und durch die Pest umkommen, wie Jahwe den Vlkern angedroht hat, 
die dem Knige von Babel nicht dienstbar sein wollen?
JER 27:14 Hrt doch nicht auf die Reden der Propheten, die also zu euch 
sprechen: Ihr werdet mit nichten dem Knige von Babel dienstbar werden! -
 denn nur Lgen weissagen sie euch.
JER 27:15 Denn ich habe sie nicht gesandt - ist der Spruch Jahwes -, 
vielmehr weissagen sie trgerisch in meinem Namen, damit ich euch 
forttreibe und ihr zu Grunde geht samt den Propheten, die euch geweissagt 
haben!
JER 27:16 Auch zu den Priestern und zu diesem ganzen Volke habe ich also 
geredet: So spricht Jahwe: Hrt nicht auf die Reden eurer Propheten, die 
euch also weissagen: Frwahr, die Gerte des Tempels Jahwes werden nun 
schleunigst von Babel zurckgebracht werden! - denn nur Lgen weissagen 
sie euch.
JER 27:17 Hrt nicht auf sie, dient vielmehr dem Knige von Babel, so 
werdet ihr leben bleiben! Warum soll diese Stadt zu einer Wstenei werden?
JER 27:18 Sind sie aber Propheten, und steht ihnen das Wort Jahwes zu 
gebote, so mgen sie doch Jahwe der Heerscharen darum angehen, da die 
Gerte, die im Tempel Jahwes und im Palaste des Knigs von Juda und in 
Jerusalem noch brig geblieben sind, nicht auf noch nach Babel kommen!
JER 27:19 Denn also spricht Jahwe der Heerscharen in betreff der Sulen 
und in betreff des Meers und in betreff der Gesthle und in betreff des 
Restes der Gerte, die in dieser Stadt noch brig geblieben sind,
JER 27:20 die Nebukadnezar, der Knig von Babel, nicht weggenommen hat, 
als er Jechonja, den Sohn Jojakims, den Knig von Juda, aus Jerusalem nach 
Babel hinwegfhrte samt allen Edlen Judas und Jerusalems:
JER 27:21 ja, also spricht Jahwe der Heerscharen, der Gott Israels, in 
betreff der Gerte, welche im Tempel Jahwes und im Palaste des Knigs von 
Juda und in Jerusalem brig geblieben sind:
JER 27:22 Nach Babel sollen sie gebracht werden und daselbst bleiben bis 
zu dem Tage, da ich wieder nach ihnen sehe - ist der Spruch Jahwes - und 
sie herfhre und sie wieder zurckbringe an diesen Ort.
JER 28:1 In jenem Jahre aber - im Anfange der Regierung Zedekias, des 
Knigs von Juda, im vierten Jahre, im fnften Monate, - sprach zu mir der 
Prophet Hananja, der Sohn Azurs aus Gibeon, im Tempel Jahwes in Gegenwart 
der Priester und des ganzen Volks also:
JER 28:2 So spricht Jahwe der Heerscharen, der Gott Israels: Ich zerbreche 
das Joch des Knigs von Babel!
JER 28:3 In noch zwei Jahren werde ich alle Gerte des Tempels Jahwes, die 
Nebukadnezar, der Knig von Babel, von diesem Orte weggenommen und nach 
Babel gebracht hat, an diesen Ort zurckbringen.
JER 28:4 Auch Jechonja, den Sohn Jojakims, den Knig von Juda, und alle 
Gefangenen Judas, die nach Babel gekommen sind, werde ich an diesen Ort 
zurckbringen - ist der Spruch Jahwes -, denn ich will das Joch des Knigs 
von Babel zerbrechen!
JER 28:5 Da sprach der Prophet Jeremia zu dem Propheten Hananja in 
Gegenwart der Priester und in Gegenwart alles Volks, das im Tempel Jahwes 
stand,
JER 28:6 und es sprach der Prophet Jeremia: So sei es! Jahwe thue also! 
Jahwe lasse deine Worte, die du geweissagt hast, in Erfllung gehen, indem 
er die Gerte des Tempels Jahwes und die smtlichen Gefangenen aus Babel 
an diesen Ort zurckbringt.
JER 28:7 Jedoch hre noch dieses Wort, das ich vor dir und allem Volke 
laut ausspreche:
JER 28:8 Die Propheten, die vor mir und vor dir von uralters her 
aufgetreten sind, die weissagten ber mchtige Lnder und ber gewaltige 
Knigreiche von Krieg und von Unheil und von Pest;
JER 28:9 der Prophet jedoch, der von Heil weissagt, - durch das Eintreffen 
des Wortes des Propheten weist sich der Prophet aus, den Jahwe wirklich 
gesandt hat!
JER 28:10 Da nahm der Prophet Hananja das Jochholz vom Halse des Propheten 
Jeremia und zerbrach es;
JER 28:11 dann sprach Hananja in Gegenwart des ganzen Volkes also: So 
spricht Jahwe: Ebenso will ich in noch zwei Jahren das Joch Nebukadnezars, 
des Knigs von Babel, auf dem Hals aller Vlker zerbrechen! Der Prophet 
Jeremia aber ging seines Wegs.
JER 28:12 Es erging aber das Wort Jahwes an Jeremia, nachdem der Prophet 
Hananja das Jochholz auf dem Halse des Propheten Jeremia zerbrochen hatte, 
folgendermaen:
JER 28:13 Gehe hin und sprich zu Hananja also: So spricht Jahwe: Ein Joch 
von Holz hast du zerbrochen, aber ich will an seiner Stelle ein Joch von 
Eisen machen!
JER 28:14 Denn so spricht Jahwe der Heerscharen, der Gott Israels: Ein 
Joch von Eisen lege ich auf den Hals aller dieser Vlker, da sie 
Nebukadnezar, dem Knige von Babel, dienstbar werden und ihm dienen, ja 
sogar die Tiere des Feldes bergebe ich ihm.
JER 28:15 Da sprach der Prophet Jeremia zum Propheten Hananja: Hre 
einmal, Hananja! Jahwe hat dich nicht gesandt, und doch hast du dieses 
Volk verleitet, sich auf Lgen zu verlassen!
JER 28:16 Darum spricht Jahwe also: Frwahr, ich will dich vom Erdboden 
hinwegschaffen; dieses Jahr noch sollst du sterben, denn du hast 
Auflehnung wider Jahwe gepredigt!
JER 28:17 Und der Prophet Hananja starb in selbigem Jahre im siebenten 
Monate.
JER 29:1 Dies ist der Inhalt des Briefs, den der Prophet Jeremia von 
Jerusalem aus an die Vornehmsten der Gefangenen und an die Priester und an 
die Propheten und an das gesamte Volk, die Nebukadnezar von Jerusalem nach 
Babel weggefhrt hatte, absandte,
JER 29:2 (nachdem der Knig Jechonja nebst der Herrin und den Kmmerern, 
den obersten Beamten Judas und Jerusalems und den Schmieden und den 
Schlossern Jerusalem verlassen hatte),
JER 29:3 und zwar durch Vermittelung Eleasas, des Sohnes Saphans, und 
Gemarjas, des Sohnes Hilkias, die Zedekia, der Knig von Juda, an 
Nebukadnezar, den Knig von Babel, nach Babel schickte:
JER 29:4 So spricht Jahwe der Heerscharen, der Gott Israels, zu allen den 
Gefangenen, die ich aus Jerusalem nach Babel weggefhrt habe:
JER 29:5 Baut Huser und wohnt darin, pflanzt Grten und geniet ihre 
Frchte!
JER 29:6 Nehmt Weiber und zeugt Shne und Tchter, und nehmt fr eure 
Shne Weiber und verheiratet eure Tchter, da sie Shne und Tchter 
gebren, und ihr euch dort mehret und nicht weniger werdet!
JER 29:7 Kmmert euch um die Wohlfahrt der Stadt, in die ich euch 
weggefhrt habe, und betet fr sie zu Jahwe; denn ihre Wohlfahrt ist eure 
eigene Wohlfahrt!
JER 29:8 Denn so spricht Jahwe der Heerscharen, der Gott Israels: Lat 
euch nicht bethren von euren Propheten, die unter euch sind, und von 
euren Wahrsagern, noch schenkt euren Trumen, die ihr trumt, Glauben.
JER 29:9 Denn sie weissagen euch trgerisch in meinem Namen; ich habe sie 
nicht gesandt! - ist der Spruch Jahwes.
JER 29:10 Denn so spricht Jahwe: Erst wenn volle siebzig Jahre fr Babel 
dahingegangen sind, werde ich euch heimsuchen und meine freundliche 
Zusage, euch an diesen Ort zurckzufhren, an euch verwirklichen.
JER 29:11 Denn ich bin mir wohl bewut der Gedanken, die ich gegen euch 
hege - ist der Spruch Jahwes -, Gedanken zum Heil und nicht zum Unheil, 
euch eine hoffnungsreiche Zukunft zu gewhren!
JER 29:12 Dann werdet ihr mich anrufen und hingehen und zu mir beten, und 
ich werde euch erhren;
JER 29:13 und ihr werdet mich suchen und finden. Wenn ihr mich von ganzem 
Herzen sucht,
JER 29:14 so will ich mich von euch finden lassen - ist der Spruch Jahwes -
 und will euer Geschick wenden und euch aus allen Vlkern und aus allen 
 Orten, wohin ich euch verstoen habe, sammeln - ist der Spruch Jahwes - 
 und euch an den Ort zurckbringen, von dem ich euch weggefhrt habe!
JER 29:15 Wenn ihr indes sagt: Jahwe hat uns auch zu Babel Propheten 
erweckt!
JER 29:16 Denn so spricht Jahwe in betreff des Knigs, der auf Davids 
Throne sitzt, und in betreff des gesamten Volks, das in dieser Stadt 
wohnt, eurer Brder, die nicht mit euch in die Gefangenschaft gezogen 
sind, -JER 29:17 so spricht Jahwe der Heerscharen: Frwahr, ich will wider 
sie das Schwert, den Hunger und die Pest loslassen und sie sauren Feigen 
gleich machen, die so schlecht sind, da man sie nicht genieen kann,
JER 29:18 und will mit dem Schwerte, mit dem Hunger und mit der Pest 
hinter ihnen dreinjagen und sie zu einem Schreckbilde fr alle Knigreiche 
der Erde machen, zu einem Gegenstande des Fluchs und des Entsetzens und 
des Gezisches und der Beschimpfung unter allen den Vlkern, unter die ich 
sie verstoen habe,
JER 29:19 dafr, da sie nicht auf meine Worte gehrt haben - ist der 
Spruch Jahwes -, womit ich meine Knechte, die Propheten, unermdlich immer 
wieder zu ihnen gesandt habe, ohne da ihr hrtet, - ist der Spruch Jahwes.
JER 29:20 Ihr aber, vernehmt das Wort Jahwes, ihr Gefangenen all', die ich 
von Jerusalem nach Babel fortgeschickt habe:
JER 29:21 So spricht Jahwe der Heerscharen, der Gott Israels, in betreff 
Ahabs, des Sohnes Kolajas, und in betreff Zedekias, des Sohnes Maasejas, 
die euch in meinem Namen Lgen weissagen: Frwahr, ich will sie in die 
Gewalt Nebukadrezars, des Knigs von Babel, berliefern, da er sie vor 
euren Augen hinrichten lasse!
JER 29:22 Sie aber werden fr smtliche Gefangene Judas in Babel Anla zu 
einem Fluchworte geben, des Inhalts: Jahwe mache dich Zedekia und Ahab 
gleich, die der Knig von Babel im Feuer gerstet hat!
JER 29:23 Weil sie Ruchlosigkeit in Israel verbt und mit den Weibern 
ihrer Freunde Ehebruch getrieben und in meinem Namen Worte geredet haben, 
die ich ihnen nicht geboten hatte: - ja, ich selbst bin des kundig und 
Zeuge! - ist der Spruch Jahwes.
JER 29:24 Zu Semaja aus Nehalam aber sprich also:
JER 29:25 So spricht Jahwe der Heerscharen, der Gott Israels: Weil du in 
deinem eigenen Namen einen Brief an das ganze Volk in Jerusalem und an den 
Priester Zephanja, den Sohn Maasejas, und an smtliche Priester gesandt 
hast, des Inhalts:
JER 29:26 Jahwe hat dich an Stelle des Priesters Jojada zum Priester 
gesetzt, damit du im Tempel Jahwes auf jeden Verrckten und vom 
Prophetentaumel Ergriffenen wohl acht habest und solche in den Block und 
das Halseisen legest!
JER 29:27 Warum bist du denn da nicht gegen Jeremia aus Anathoth 
eingeschritten, der bei euch vom Prophetentaumel ergriffen ist?
JER 29:28 Htte er sonst wohl eine Botschaft an uns nach Babel geschickt, 
des Inhalts: Es whrt noch lange! Baut Huser und wohnt darin, pflanzt 
Grten und geniet ihre Frchte!
JER 29:29 Der Priester Zephanja aber las diesen Brief dem Propheten 
Jeremia persnlich vor.
JER 29:30 Da erging das Wort Jahwes an Jeremia, also lautend:
JER 29:31 La smtlichen Gefangenen die Botschaft zugehen: So spricht 
Jahwe in betreff Semajas aus Nehalam: Weil euch Semaja geweissagt hat, 
ohne da ich ihn gesandt habe, und euch verleitet hat, euch auf Lgen zu 
verlassen,
JER 29:32 darum spricht Jahwe also: Frwahr, ich will das an Semaja aus 
Nehalam und seinen Nachkommen ahnden! Er soll keinen Nachkommen haben, der 
inmitten dieses Volks wohnen bliebe, noch soll er das Gute erleben, das 
ich meinem Volke bereiten werde - ist der Spruch Jahwes -, denn er hat 
Auflehnung wider Jahwe gepredigt!
JER 30:1 Das Wort, welches an Jeremia von seiten Jahwes erging, also 
lautend:
JER 30:2 So spricht Jahwe, der Gott Israels: Schreibe dir alle die Worte, 
die ich zu dir geredet habe, in ein Buch!
JER 30:3 Denn frwahr, es kommt die Zeit - ist der Spruch Jahwes -, da 
will ich das Geschick meines Volkes Israel und Juda wenden, spricht Jahwe, 
und sie in das Land, das ich ihren Vtern verliehen habe, zurckbringen, 
da sie es in Besitz nehmen.
JER 30:4 Dies aber sind die Worte, die Jahwe in betreff Israels und Judas 
geredet hat:
JER 30:5 Ja, also spricht Jahwe: Horch! Schrecken vernehmen wir, nur Beben 
giebt's und kein Heil!
JER 30:6 Fragt doch nach und seht zu, ob wohl ein Mannsbild gebiert? Warum 
sehe ich denn alle Mnner mit den Hnden an den Hften, einer Gebrenden 
gleich? und warum wandeln sich doch alle Angesichter in Totenblsse?
JER 30:7 Wehe! gewaltig ist jener Tag, es giebt seinesgleichen nicht, und 
eine Zeit der Angst ist's fr Jakob, aber - er wird daraus gerettet werden!
JER 30:8 Denn an jenem Tage - ist der Spruch Jahwes der Heerscharen - will 
ich sein Joch auf deinem Halse zerbrechen und deine Stricke zerreien, und 
Fremde sollen ihn nicht mehr knechten;
JER 30:9 vielmehr sollen sie Jahwe, ihrem Gotte, dienen und ihrem Knige 
David, den ich ihnen erstehen lasse!
JER 30:10 Du aber, sei getrost, mein Knecht Jakob - ist der Spruch Jahwes -
, und erschrick nicht, Israel, denn ich will dich erretten aus fernem Land 
und deine Nachkommen aus dem Lande, wo sie gefangen sind, da Jakob 
heimkehre und ruhig wohne und sicher lebe, ohne da ihn jemand aufschreckt;
JER 30:11 denn ich bin mit dir - ist der Spruch Jahwes -, dich zu 
erretten. Denn mit allen den Vlkern, unter die ich dich zerstreut habe, 
will ich es garaus machen, nur mit dir will ich es nicht garaus machen. 
Vielmehr will ich dich mit Maen zchtigen; aber ganz ungestraft will ich 
dich nicht lassen.
JER 30:12 Ja, so spricht Jahwe: Gar schlimm steht's mit deinen Schden, 
unheilbar ist deine Verwundung!
JER 30:13 Niemand nimmt sich deiner Sache an, - fr die eiternde Wunde 
giebt's keine Heilmittel, nicht giebt's ein Pflaster fr dich!
JER 30:14 Alle deine Buhlen haben dich vergessen: sie fragen nichts nach 
dir, weil ich, wie ein Feind schlgt, dich geschlagen habe, mit 
barbarischer Zchtigung, ob der Menge deiner Verschuldungen, ob der groen 
Zahl deiner Snden.
JER 30:15 Was schreist du ob deines Schadens, da gar schlimm dein 
Schmerz? Ob der Menge deiner Verschuldungen, ob der groen Zahl deiner 
Snden habe ich dir das angethan!
JER 30:16 Jedoch alle, die dich fressen, sollen gefressen werden, und alle 
deine Drnger sollen insgesamt in Gefangenschaft ziehen und, die dich 
ausgeplndert haben, sollen der Plnderung verfallen, und alle, die dich 
ausgeraubt haben, will ich dem Raube preisgeben!
JER 30:17 Denn ich will dir einen Verband anlegen, will dich heilen von 
deinen Wunden - ist der Spruch Jahwes -, weil sie dich eine Verstoene 
nennen, - Zion, um die sich niemand kmmert!
JER 30:18 So spricht Jahwe: Frwahr, ich will das Geschick der Zelte 
Jakobs wenden und seiner Behausungen mich wiederum erbarmen, da die Stadt 
auf ihrem Hgel wieder aufgebaut und der Palast an der gewohnten Stelle 
wiederum bewohnt werde!
JER 30:19 Und herausklingen soll aus ihnen wieder Dank und der Jubel 
Frhlicher, und ich will sie sich mehren und nicht weniger werden lassen, 
und ich will sie zu Ehren bringen und nicht lnger verachtet sein lassen.
JER 30:20 Seine Shne aber sollen mir wie vordem gelten, und seine 
Volksgemeinde soll festgegrndet vor mir stehen: alle seine Bedrnger aber 
will ich heimsuchen.
JER 30:21 Und ein Machthaber fr ihn soll ihm selbst entstammen, und ein 
Gebieter fr ihn aus seiner Mitte hervorgehen. Und ich will ihn mir nahen 
lassen, da er zu mir herantrete, - denn wen gbe es sonst, der sein Leben 
daran wagen sollte, zu mir heranzutreten? - ist der Spruch Jahwes.
JER 30:22 Und so werdet ihr dann mein Volk und ich euer Gott sein!
JER 30:23 Schon bricht der Sturmwind Jahwes los, ein reiender Sturm, - 
auf das Haupt der Frevler wlzt er sich herab;
JER 30:24 Jahwes Zornglut lt nicht ab, bis er seine Entschlsse 
ausgerichtet und durchgefhrt hat, - und hinterdrein werdet ihr das 
erkennen!
JER 31:1 Zu jener Zeit - ist der Spruch Jahwes - will ich allen 
Geschlechtern Israels Gott sein, und sie sollen mein Volk sein.
JER 31:2 So spricht Jahwe: Gnade fand in der Wste das Volk der dem 
Schwert Entronnenen: gehe hin, da du ihm, - Israel - Ruhe verschaffest!
JER 31:3 Von fern her erschien mir Jahwe: ja, mit immerwhrender Liebe 
habe ich dich geliebt, darum habe ich dir meine Huld langmtig bewahrt.
JER 31:4 Ich will dich wiederum aufbauen, da du wohl auferbaut seiest, o 
Jungfrau Israel! Du sollst dich wiederum mit deinen Handpauken zieren, da 
du im Reigen Frhlicher ausziehest!
JER 31:5 Du sollst wiederum Weingrten pflanzen auf Samariens Bergen - die 
sie angepflanzt haben, die sollen sie auch zu nutzen anfangen!
JER 31:6 Ja, einen Tag wird's geben, da Wchter auf dem Gebirge Ephraim 
rufen: Auf, lat uns nach dem Zion, zu Jahwe, unserem Gotte, hinausziehen!
JER 31:7 Denn so spricht Jahwe: Jubelt ber Jakob voll Freude und jauchzt 
ber das Haupt der Vlker! Preiset laut und sagt: Hilf, Jahwe, deinem 
Volke, dem berreste Israels!
JER 31:8 Frwahr, ich will sie aus dem Nordlande herbringen und sie 
sammeln vom uersten Rande der Erde, - unter ihnen Blinde und Lahme, 
Schwangere und Wchnerinnen zumal: eine groe Schar sollen sie hierher 
zurckkehren!
JER 31:9 Mit Weinen werden sie kommen und mit flehentlichen Gebeten: 
geleiten will ich sie, sie zu Wasserbchen fhren, auf ebenem Wege, darauf 
sie nicht straucheln knnen; denn Vater bin ich Israel geworden, und 
Ephraim ist mein Erstgeborener!
JER 31:10 Hrt das Wort Jahwes, ihr Vlker, und thut es kund auf den 
Inseln in der Ferne und sprecht: Der Israel zerstreute, sammelt es und 
wird es behten wie ein Hirte seine Herde!
JER 31:11 Denn Jahwe befreit Jakob und erlst ihn aus der Gewalt des, der 
ihm zu stark war,
JER 31:12 da sie kommen und jubeln auf Zions Hhe und hinstrmen zu der 
Gte Jahwes, zum Getreide und zum Most und zum l und zu den jungen 
Schafen und Rindern, und da ihre Seele einem wohl bewsserten Garten 
gleiche, und sie fernerhin nicht mehr dahinschmachten.
JER 31:13 Alsdann wird sich die Jungfrau am Reigen erfreuen, und Jnglinge 
und Greise zumal, und ich will ihre Trauer in Wonne wandeln und sie 
trsten und frhlich machen nach ihrem Kummer.
JER 31:14 Und ich will die Seelen der Priester mit Fett laben, und mein 
Volk soll sich sttigen an meiner Gte - ist der Spruch Jahwes.
JER 31:15 So spricht Jahwe: Horch! in Rama wird Klage laut, bitterliches 
Weinen! - Rahel beweint ihre Kinder, und will sich nicht trsten lassen um 
ihrer Kinder willen, weil sie nicht mehr sind!
JER 31:16 Doch so spricht Jahwe: Hre auf mit deinem lauten Weinen und la 
deine Augen nicht lnger Thrnen vergieen, denn es giebt noch einen Lohn 
fr deine Mhe - ist der Spruch Jahwes: sie sollen heimkehren aus des 
Feindes Land.
JER 31:17 Ja, es giebt noch eine Hoffnung fr deine Zukunft - ist der 
Spruch Jahwes: die Kinder sollen heimkehren in ihr Gebiet!
JER 31:18 Ich hre wohl, wie Ephraim beweglich klagt: Du hast mich 
gezchtigt, und ich mute mich zchtigen lassen, einem jungen Rinde 
gleich, das noch ungezhmt, - la mich heimkehren, und so will ich 
umkehren, denn du bist Jahwe, mein Gott!
JER 31:19 Denn nachdem ich mich von dir abgewendet, bin ich reumtig 
geworden, und nachdem ich zur Einsicht gelangt bin, schlage ich mich auf 
die Hfte: ich schme mich, ja, ich bin tief beschmt, weil ich die 
Schmach meiner Jugend trage.
JER 31:20 Ist mir denn Ephraim ein so teurer Sohn oder ein Lieblingskind, 
da, so oft ich ihn auch bedrohte, ich doch immer wieder seiner gedenken 
mu? Darum tobt mein Inneres von Mitleid fr ihn - ich mu mich seiner 
erbarmen! - ist der Spruch Jahwes.
JER 31:21 Stelle dir Wegweiser auf, errichte dir Merkzeichen, richte dein 
Augenmerk auf die Bahn, den Weg, den du gegangen bist, - kehre heim, 
Jungfrau Israel, kehre heim in diese deine Stdte!
JER 31:22 Wie lange willst du dich scheu umherdrcken, du abtrnnige 
Tochter? Frwahr, etwas Neues schafft Jahwe auf Erden: das Weib umkreist 
den Mann!
JER 31:23 So spricht Jahwe der Heerscharen, der Gott Israels: Aufs Neue 
wird man im Lande Juda und in seinen Stdten, wenn ich ihr Geschick 
gewendet habe, dieses Wort sagen: Jahwe segne dich, du Aue der 
Gerechtigkeit, du heiliger Berg!
JER 31:24 Und Juda soll darin wohnen mit allen seinen Stdten zumal, 
Ackerleute und solche, die mit der Herde ziehen:
JER 31:25 denn ich labe die lechzenden Seelen und jegliche 
dahinschmachtende Seele sttige ich.
JER 31:26 Darob wird man alsdann sagen: Ich bin aufgewacht und schaue, und 
der Schlaf war mir so s!
JER 31:27 Frwahr, es kommt die Zeit - ist der Spruch Jahwes -, da will 
ich das Gebiet Israels und das Gebiet Judas mit Menschensamen und mit 
Viehsamen besen,
JER 31:28 und gleichwie ich ber ihnen gewacht habe, sie auszurotten und 
zu zerstren, niederzureien und zu verderben und mit Unheil zu verfolgen, 
so will ich ber ihnen wachen, sie zu bauen und zu pflanzen! - ist der 
Spruch Jahwes.
JER 31:29 In jenen Tagen wird man nicht mehr sagen: die Vter haben 
Herlinge gegessen, und den Kindern sind die Zhne davon stumpf geworden!
JER 31:30 Vielmehr ein jeglicher wird um seiner eigenen Verschuldung 
willen sterben; wer irgend Herlinge it, dem sollen die Zhne stumpf 
werden!
JER 31:31 Frwahr, es kommt die Zeit - ist der Spruch Jahwes -, da will 
ich mit dem Hause Israel und mit dem Hause Juda einen neuen Bund schlieen,
JER 31:32 nicht wie der Bund war, den ich mit ihren Vtern schlo, als ich 
sie bei der Hand nahm, um sie aus gypten wegzufhren, welchen Bund mit 
mir sie gebrochen haben, obwohl ich doch ihr Eheherr war! - ist der Spruch 
Jahwes.
JER 31:33 Vielmehr darin soll der Bund bestehen, den ich nach dieser Zeit 
mit dem Hause Israel schlieen will - ist der Spruch Jahwes: Ich lege mein 
Gesetz in ihr Inneres und schreibe es ihnen ins Herz, und so will ich ihr 
Gott sein, und sie sollen mein Volk sein!
JER 31:34 Frderhin sollen sie nicht mehr einer den andern oder ein Bruder 
den andern also belehren: Erkennet Jahwe! Denn sie werden mich allesamt 
erkennen vom Kleinsten bis zum Grten - ist der Spruch Jahwes -, denn ich 
will ihnen ihre Verschuldung vergeben und ihrer Snde nicht mehr gedenken!
JER 31:35 So spricht Jahwe, der die Sonne bestimmt hat, da sie bei Tage 
leuchte, die Ordnungen des Mondes und der Sterne, da sie leuchten bei 
Nacht, der das Meer aufwhlt, da seine Wogen brausen, - Jahwe der 
Heerscharen ist sein Name:
JER 31:36 So wenig diese Ordnungen sich je vor mir ndern werden - ist der 
Spruch Jahwes -, so wenig sollen die Nachkommen Israels jemals aufhren, 
ein Volk vor mir zu sein!
JER 31:37 So spricht Jahwe: So wenig der Himmel droben ausgemessen oder 
die Grundfesten der Erde drunten erforscht werden knnen, so wenig werde 
ich die gesamte Nachkommenschaft Israels verwerfen wegen alles dessen, was 
sie gethan, - ist der Spruch Jahwes.
JER 31:38 Frwahr, es kommt die Zeit - ist der Spruch Jahwes -, da soll 
die Stadt fr Jahwe wieder aufgebaut werden vom Turme Hananeels bis zum 
Eckthor,
JER 31:39 und weiter soll sich die Meschnur geradeaus zum Hgel Gareb 
hinberziehen und dann umbiegen nach Goah.
JER 31:40 Und das ganze Thal der Aeser und der Asche und der ganze Anger 
bis zum Kidronbache, bis stlich zur Ecke des Rothors sollen Jahwe heilig 
sein: nie soll da mehr zerstrt oder niedergerissen werden!
JER 32:1 Das Wort, welches an Jeremia von seiten Jahwes erging im zehnten 
Jahre Zedekias, des Knigs von Juda, das ist das achtzehnte Jahr 
Nebukadrezars.
JER 32:2 Damals belagerte das Heer des Knigs von Babel Jerusalem; der 
Prophet Jeremia aber lag im Wachthofe, der zum Palaste des Knigs von Juda 
gehrte, gefangen.
JER 32:3 Zedekia, der Knig von Juda, hatte ihn nmlich gefangen gesetzt, 
indem er ihm vorwarf: Warum weissagst du denn : So spricht Jahwe: Frwahr, 
ich will diese Stadt in die Gewalt des Knigs von Babel berliefern, da 
er sie einnehme,
JER 32:4 und Zedekia, der Knig von Juda, soll den Hnden der Chalder 
nicht entrinnen, sondern wird ganz gewi in die Gewalt des Knigs von 
Babel berliefert werden und er wird von Mund zu Mund mit ihm reden und 
Auge in Auge ihn sehen:
JER 32:5 und zwar nach Babel wird er Zedekia fhren, und daselbst soll er 
bleiben, so lange, bis ich mich seiner wieder annehme! - ist der Spruch 
Jahwes. Wenn ihr also mit den Chaldern kmpft, so werdet ihr keinen 
Erfolg haben.
JER 32:6 Und Jeremia sprach: Das Wort Jahwes ist an mich ergangen 
folgendermaen:
JER 32:7 Bald wird Hanameel, der Sohn deines Oheims Sallum, zu dir kommen, 
dir zu sagen: Kaufe meinen Acker in Anathoth, denn dir steht das Recht der 
Einlsung zu, da du ihn kaufest!
JER 32:8 Und es kam mein Vetter Hanameel, wie Jahwe vorausgesagt, zu mir 
in den Wachthof und sprach zu mir: Kaufe doch meinen Acker in Anathoth, 
welches im Stammlande Benjamin liegt, denn dir steht das Erbrecht und das 
Recht der Einlsung zu - kauf ihn dir! Da erkannte ich, da es Jahwes Wort 
war,
JER 32:9 kaufte den Acker von meinem Vetter Hanameel und wog ihm das Geld 
dar, sieben Goldsekel und zehn Silbersekel.
JER 32:10 Dann schrieb ich den Kaufvertrag auf ein Blatt, siegelte ihn und 
nahm Zeugen hinzu und wog das Geld mit der Wage dar.
JER 32:11 Sodann nahm ich den gesiegelten Kaufbrief
JER 32:12 und bergab den Kaufbrief an Baruch, den Sohn Nerijas, des 
Sohnes Mahasejas, in Gegenwart meines Vetters Hanameel und in Gegenwart 
der Zeugen, die den Kaufbrief unterschrieben hatten, in Gegenwart aller 
Juder, die sich im Wachthofe aufhielten,
JER 32:13 und wies in ihrer Gegenwart Baruch an:
JER 32:14 So spricht Jahwe der Heerscharen, der Gott Israels: Nimm diese 
Briefe, diesen gesiegelten Kaufbrief und diesen offenen Kaufbrief, und 
lege sie in ein Thongef, damit sie geraume Zeit erhalten bleiben.
JER 32:15 Denn so spricht Jahwe der Heerscharen, der Gott Israels: Es 
sollen dereinst wieder Huser und cker und Weinberge in diesem Lande 
gekauft werden!
JER 32:16 Und nachdem ich Baruch, dem Sohne Nerijas, den Kaufbrief 
bergeben hatte, betete ich folgendermaen zu Jahwe:
JER 32:17 Ach, Herr Jahwe! Frwahr, du hast den Himmel und die Erde durch 
deine groe Macht und durch deinen ausgereckten Arm geschaffen - fr dich 
ist kein Ding unmglich!
JER 32:18 Der du Tausenden Gnade erweisest und die Verschuldung der Vter 
in den Scho ihrer Kinder nach ihnen heimzahlst, - o groer, gewaltiger 
Gott, des Name Jahwe der Heerscharen ist,
JER 32:19 gro an Rat und mchtig an That, du, dessen Augen ber allen 
Wegen der Menschenkinder offenstehen, da du einem jeden nach seinem 
Wandel und gem den Frchten seiner Thaten vergiltst,
JER 32:20 der du Zeichen und Wunder gewirkt hast in gypten und bis auf 
den heutigen Tag, sowohl an Israel wie an den Menschen berhaupt, und dir 
einen Namen gemacht hast, wie es heute der Fall ist.
JER 32:21 Und du fhrtest dein Volk Israel aus gypten hinweg unter 
Zeichen und Wundern und mit mchtiger Hand und ausgerecktem Arm und mit 
groem Schrecken
JER 32:22 und gabst ihnen dieses Land, dessen Verleihung an sie du ihren 
Vtern zugeschworen hattest, ein Land, das von Milch und Honig berfliet.
JER 32:23 Als sie aber hereingekommen waren und es in Besitz genommen 
hatten, da gehorchten sie deinen Befehlen nicht, noch wandelten sie nach 
deinem Gesetze, thaten nichts von dem, was du ihnen zu thun geboten; da 
lieest du ihnen all' dieses Unheil zustoen.
JER 32:24 Schon reichen die Wlle bis an die Stadt zu ihrer Eroberung, und 
die Stadt ist der Gewalt der Chalder, die sie belagern, infolge des 
Schwerts und des Hungers und der Pest berliefert, und was du angedroht 
hattest, ist geschehen, und du hast es vor Augen.
JER 32:25 Und doch sprachst du, Herr Jahwe, zu mir: Kaufe dir den Acker 
fr Geld und nimm Zeugen hinzu! - whrend doch die Stadt der Gewalt der 
Chalder berliefert ist.
JER 32:26 Da erging das Wort Jahwes an Jeremia folgendermaen:
JER 32:27 Frwahr, ich bin Jahwe, der Gott alles Fleisches, - ist wohl fr 
mich irgend etwas unmglich?
JER 32:28 Darum so spricht Jahwe: Frwahr, ich will diese Stadt in die 
Gewalt der Chalder und in die Gewalt Nebukadrezars, des Knigs von Babel, 
berliefern, da er sie einnehme,
JER 32:29 und die Chalder, die diese Stadt belagern, werden eindringen 
und diese Stadt anznden und niederbrennen, - auch die Huser, auf deren 
Dchern sie dem Baal geruchert und andern Gttern Trankopfer gespendet 
haben, um mich zum Zorne zu reizen.
JER 32:30 Denn die Israeliten und die Juder pflegten von Jugend auf nur 
das zu thun, was mir mifllig war; denn die Israeliten reizten mich ohne 
Aufhren durch die Machwerke ihrer Hnde zum Zorn - ist der Spruch Jahwes;
JER 32:31 ja, ein Anla zum Zorn und zum Grimm war mir diese Stadt von der 
Zeit an, da man sie erbaute, bis auf den heutigen Tag, so da ich sie mir 
aus den Augen schaffen mu,
JER 32:32 wegen all' der Bosheit der Israeliten und der Juder, die sie 
verbt haben, um mich zum Zorne zu reizen, sie, ihre Knige, ihre Oberen, 
ihre Priester und ihre Propheten und die Mnner von Juda und die Bewohner 
Jerusalems.
JER 32:33 Sie kehrten mir den Rcken zu und nicht das Angesicht und, 
obwohl man sie unermdlich immer wieder belehrte, hrten sie dennoch 
nicht, da sie Zucht angenommen htten.
JER 32:34 Vielmehr stellten sie ihre Scheusale selbst in dem Tempel auf, 
der nach meinem Namen genannt ist, um ihn so zu verunreinigen.
JER 32:35 Sie erbauten die Baalshhen im Thale Ben Hinnom, um ihre Shne 
und ihre Tchter dem Melech zu verbrennen, - was ich ihnen nicht geboten 
habe, und was mir nicht in den Sinn gekommen ist, da sie solche Greuel 
verben sollten, um Juda zur Snde zu verfhren.
JER 32:36 Und nun - darum spricht also Jahwe, der Gott Israels, in betreff 
dieser Stadt, von der ihr sagt, sie sei durch das Schwert und durch den 
Hunger und durch die Pest der Gewalt des Knigs von Babel berliefert:
JER 32:37 Frwahr, ich will sie aus allen Lndern, wohin ich sie in meinem 
Grimm und mit heftigem Grolle verstoen habe, sammeln und an diesen Ort 
zurckbringen und daselbst in Sicherheit wohnen lassen.
JER 32:38 Dann sollen sie mein Volk, und ich will ihr Gott sein
JER 32:39 und will ihnen einerlei Sinn und einerlei Wandel verleihen, da 
sie mich alle Zeit frchten, ihnen und ihren Kindern zum Heile.
JER 32:40 Und ich will einen immerwhrenden Bund mit ihnen schlieen, da 
ich mich mit meinen Wohlthaten nie von ihnen abwenden will, und will ihnen 
Furcht vor mir ins Herz legen, da sie nicht von mir weichen.
JER 32:41 Vielmehr werde ich meine Wonne an ihnen haben, da ich ihnen 
Gutes thue, und will sie einpflanzen in dieses Land in Treue, von ganzem 
Herzen und von ganzer Seele.
JER 32:42 Denn so spricht Jahwe: Wie ich ber dieses Volk all' dies 
schwere Unheil gebracht habe, so bringe ich auch ber sie all' das Gute, 
das ich ihnen verheie,
JER 32:43 und man wird wieder cker kaufen in diesem Lande, von dem ihr 
sagt: Eine Einde ist's, ohne Menschen und Vieh! in die Gewalt der 
Chalder ist's berliefert!
JER 32:44 Man wird cker fr Geld kaufen und Kaufbriefe schreiben und 
siegeln und Zeugen hinzunehmen, im Lande Benjamin wie in der Umgebung 
Jerusalems und in den Stdten Judas und in den Stdten auf dem Gebirge und 
in den Stdten in der Niederung und in den Stdten des Sdlandes: denn ich 
werde ihre Gefangenen heimfhren! - ist der Spruch Jahwes.
JER 33:1 Da erging das Wort Jahwes an Jeremia, whrend er noch im 
Wachthofe in Haft gehalten wurde, zum zweiten Male also:
JER 33:2 So spricht Jahwe, der es ausfhrt, Jahwe, der es plant, um es zu 
verwirklichen - Jahwe ist sein Name! -:
JER 33:3 Rufe mich an, so will ich dir antworten und dir Groes und 
Unbegreifliches, das du bisher nicht kanntest, verkndigen!
JER 33:4 Ja, so spricht Jahwe, der Gott Israels, in betreff der Huser 
dieser Stadt und in betreff der Palste der Knige von Juda, die da 
zertrmmert wurden fr die Belagerungswlle und fr das Schwert.
JER 33:5 Es kommen welche, um mit den Chaldern zu streiten und die Huser 
mit den Leichen der Menschen anzufllen, die ich in meinem Zorn und in 
meinem Grimm erschlagen und um deren gesamter Bosheit willen ich mein 
Antlitz vor dieser Stadt verhllt habe.
JER 33:6 Frwahr, ich will ihr einen Verband und Heilmittel auflegen und 
ihnen Heilung schaffen und ihnen berflu an bestndigem Heil erffnen
JER 33:7 und will die Gefangenen Judas und die Gefangenen Israels 
zurckbringen und wiederherstellen wie zuvor.
JER 33:8 Und ich will sie reinigen von aller ihrer Verschuldung, die sie 
gegen mich begangen haben, und will ihnen alle Verschuldungen verzeihen, 
die sie gegen mich begangen haben und mit denen sie sich gegen mich emprt 
haben,
JER 33:9 da sie mir zum Ruhme, zur Wonne, zum Preise und zur 
Verherrlichung gereichen soll bei allen Vlkern der Erde, die, wenn sie 
von all' dem Guten hren, das ich ihnen erweise, beben und zittern werden 
ob all' des Guten und all' des Heils, das ich ihr erweise.
JER 33:10 So spricht Jahwe: Man soll an diesem Orte, von dem ihr sagt: 
Verdet ist er, bewohnerlos und ohne Vieh! in den Stdten Judas und auf 
den Gassen Jerusalems, den verdeten, die da menschenleer und ohne 
Bewohner und ohne Vieh sind,
JER 33:11 wiederum vernehmen Wonnejubel und Freudenjubel, Brutigamsjubel 
und Brautjubel, Jubel derer, die da rufen: Preiset Jahwe der Heerscharen, 
denn gtig ist Jahwe, denn immerdar whrt seine Huld! die da Dankopfer zum 
Tempel Jahwes bringen: denn ich werde die Gefangenen des Landes heimkehren 
lassen, da sie seien wie zuvor, - spricht Jahwe.
JER 33:12 So spricht Jahwe der Heerscharen: Es soll an diesem Orte, der da 
verdet, leer von Menschen wie von Vieh ist, und in allen seinen Stdten 
wiederum eine Aue bevlkert von Hirten, die ihre Herde sich lagern lassen, 
vorhanden sein;
JER 33:13 in den Stdten auf dem Gebirge, in den Stdten in der Niederung 
und in den Stdten des Sdlandes und im Lande Benjamin und in der Umgebung 
von Jerusalem und in den Stdten Judas sollen die Schafe wiederum an dem 
sie zhlenden vorberziehen - spricht Jahwe.
JER 33:14 Frwahr, es kommt die Zeit, ist der Spruch Jahwes, da will ich 
die freundliche Verheiung, die ich in betreff des Hauses Israel und des 
Hauses Juda gegeben habe, in Erfllung gehen lassen:
JER 33:15 in jenen Tagen und zu jener Zeit will ich David sprossen lassen 
einen rechten Spro, da er Recht und Gerechtigkeit im Lande be!
JER 33:16 In jenen Tagen wird Juda geholfen werden, und Jerusalem in 
Sicherheit wohnen, und das wird der Name sein, mit dem man es benennen 
wird: Jahwe ist unsere Gerechtigkeit!
JER 33:17 Denn so spricht Jahwe: Es soll David nie an einem Nachkommen 
fehlen, der auf dem Throne des Hauses Israel sitze,
JER 33:18 und den levitischen Priestern soll es nie an einem Nachkommen 
fehlen, der vor mir stehe, der Brandopfer darbringe und Speisopfer in 
Rauch aufgehen lasse und Schlachtopfer zurichte allezeit!
JER 33:19 Da erging das Wort Jahwes an Jeremia folgendermaen:
JER 33:20 So spricht Jahwe: So wenig ihr meinen Bund mit dem Tag und 
meinen Bund mit der Nacht aufzuheben vermgt, da Tag und Nacht nicht mehr 
zu ihrer Zeit eintrten,
JER 33:21 so wenig wird auch mein Bund mit meinem Knechte David aufgehoben 
werden, da er nicht mehr einen Abkmmling haben sollte, der auf seinem 
Throne herrsche, und mit meinen Dienern, den priesterlichen Leviten.
JER 33:22 Wie das Heer des Himmels nicht gezhlt, und der Sand des Meers 
nicht gemessen werden kann, - so unzhlbar will ich die Nachkommen meines 
Knechtes David machen und die Leviten, die mir dienen.
JER 33:23 Da erging das Wort Jahwes an Jeremia folgendermaen:
JER 33:24 Hast du nicht wahrgenommen, was diese Leute da reden, indem sie 
sagen: Die beiden Reiche, die Jahwe erwhlt hatte, die hat er verworfen! 
und da sie von meinem Volke lsterlich sagen, es sei in ihren Augen kein 
Volk mehr?
JER 33:25 So spricht Jahwe: So gewi mein Bund mit Tag und Nacht besteht, 
so gewi ich die Ordnungen des Himmels und der Erde geschaffen habe,
JER 33:26 so wenig will ich die Nachkommen Jakobs und meines Knechtes 
David verwerfen, da ich aus seinen Nachkommen nicht mehr Herrscher ber 
die Nachkommen Abrahams, Isaaks und Jakobs entnehmen sollte; denn ich will 
ihr Geschick wenden und mich ihrer wiederum erbarmen!
JER 34:1 Das Wort, welches von seiten Jahwes an Jeremia erging, als 
Nebukadrezar, der Knig von Babel, mit seiner ganzen Heeresmacht und allen 
Knigreichen der Erde, die seiner Macht unterworfen waren, und allen 
Vlkern Jerusalem und seine Tochterstdte belagerte, - also lautend:
JER 34:2 So spricht Jahwe, der Gott Israels: Gehe hin und sage Zedekia, 
dem Knige von Juda, und sprich zu ihm: So spricht Jahwe: Frwahr, ich 
will diese Stadt der Gewalt des Knigs von Babel berliefern, da er sie 
niederbrenne,
JER 34:3 und du selbst wirst ihm nicht entrinnen, sondern du wirst ganz 
gewi ergriffen und seiner Gewalt berliefert werden und du wirst den 
Knig von Babel Auge in Auge sehen, und er wird von Mund zu Mund mit dir 
reden, und du wirst nach Babel kommen!
JER 34:4 Jedoch hre das Wort Jahwes, Zedekia, Knig von Juda: So spricht 
Jahwe in Bezug auf dich: Du sollst nicht eines gewaltsamen Todes sterben;
JER 34:5 in Frieden wirst du sterben, und wie man deinen Vtern, den 
frheren Knigen, die dir vorangingen, Wohlgerche bei der Bestattung 
verbrannte, so wird man sie auch dir verbrennen und um dich klagen: Ach 
Gebieter! denn das habe ich geredet - ist der Spruch Jahwes.
JER 34:6 Der Prophet Jeremia aber redete zu Zedekia, dem Knige von Juda, 
alle diese Worte in Jerusalem,
JER 34:7 whrend das Heer des Knigs von Babel Jerusalem und alle noch 
brig gebliebenen Stdte Judas, Lachis und Aseka, belagerte; denn diese 
allein waren von den Stdten Judas, den befestigten Stdten, noch brig 
geblieben.
JER 34:8 Das Wort, welches von seiten Jahwes an Jeremia erging, nachdem 
der Knig Zedekia mit dem gesamten Volk in Jerusalem eine bereinkunft 
getroffen hatte, da man eine Freilassung ausrufen wolle,
JER 34:9 da ein jeder seinen Sklaven und ein jeder seine Sklavin, soweit 
sie Hebrer und Hebrerinnen wren, frei lassen solle, indem niemand sie, 
seine judischen Volksgenossen, zu Sklavendiensten zwingen drfe.
JER 34:10 Da leisteten alle Oberen und alles Volk, die der bereinkunft 
beigetreten waren, Folge, indem ein jeder seinen Sklaven und ein jeder 
seine Sklavin freilie, um sie nicht lnger zu Sklavendiensten zu zwingen; 
sie leisteten Folge und lieen sie frei.
JER 34:11 Nachmals aber holten sie die Sklaven und die Sklavinnen, die sie 
frei gelassen hatten, wieder zurck und machten sie mit Gewalt wieder zu 
Sklaven und Sklavinnen.
JER 34:12 Da erging das Wort Jahwes an Jeremia also:
JER 34:13 So spricht Jahwe, der Gott Israels: Ich habe mit euren Vtern, 
als ich sie aus gypten fhrte, aus dem Lande, wo sie Sklaven waren, einen 
Bund geschlossen, indem ich verfgte:
JER 34:14 Nach Verlauf von sieben Jahren sollt ihr ein jeder seinen 
hebrischen Volksgenossen, der sich dir etwa verkauft haben sollte, 
freilassen; sechs Jahre soll er dein Sklave sein, dann sollst du ihn frei 
ausgehen lassen! Eure Vter aber hrten nicht auf mich, noch neigten sie 
ihr Ohr mir zu.
JER 34:15 Da bekehrtet ihr euch jetzt und thatet, was vor mir recht ist, 
indem ihr Freiheit fr einander ausrieft und vor meinem Angesicht in dem 
Tempel, der nach meinem Namen benannt ist, eine bereinkunft schlot.
JER 34:16 Nun aber habt ihr aufs Neue meinen Namen entweiht, indem ihr ein 
jeder seinen Sklaven und ein jeder seine Sklavin, die ihr ganz frei 
gegeben hattet, zurckholtet und mit Gewalt ntigtet, eure Sklaven und 
Sklavinnen zu sein.
JER 34:17 Darum spricht Jahwe also: Ihr habt nicht auf mich gehrt, als es 
sich darum handelte, fr einander und einer fr den andern Freiheit 
auszurufen, - so will nun ich Freiheit fr euch ausrufen, ist der Spruch 
Jahwes, zur Preisgabe an das Schwert, an die Pest und an den Hunger, und 
will euch zu einem Schreckbilde fr alle Knigreiche der Erde machen
JER 34:18 und die Mnner preisgeben, die meine Verfgung bertreten haben, 
die die Bestimmungen der bereinkunft, die sie vor mir geschlossen hatten, 
nicht gehalten haben, die Versprechungen bei der Schlachtung des Kalbes, 
das sie entzweischnitten, um zwischen seinen Stcken hindurchzugehen, -JER 
34:19 die Oberen Judas und die Oberen Jerusalems, die Kmmerer und die 
Priester und das gesamte Volk des Landes, die zwischen den Stcken des 
Kalbes hindurchgegangen sind -:
JER 34:20 ja, ich will sie der Gewalt ihrer Feinde berliefern und der 
Gewalt derer, die ihnen nach dem Leben trachten, und ihre Leichname sollen 
den Vgeln unter dem Himmel und den Tieren auf dem Felde zum Frae dienen.
JER 34:21 Zedekia aber, den Knig von Juda, und seine obersten Beamten 
will ich der Gewalt ihrer Feinde berliefern und der Gewalt derer, die 
ihnen nach dem Leben trachten, und der Gewalt der Heeresmacht des Knigs 
von Babel, die jetzt von euch abgezogen sind.
JER 34:22 Frwahr, ich werde sie, ist der Spruch Jahwes, wieder zu dieser 
Stadt zurckbeordern, da sie sie belagern und einnehmen und 
niederbrennen, und die Stdte Judas werde ich zur Einde machen, da 
niemand mehr darin wohnen soll.
JER 35:1 Das Wort, das von seiten Jahwes an Jeremia erging, in den Tagen 
Jojakims, des Sohnes Josias, des Knigs von Juda, folgendermaen:
JER 35:2 Gehe hin zur Genossenschaft der Rechabiter und rede mit ihnen und 
bringe sie zum Tempel Jahwes, in eine der Zellen, und gieb ihnen Wein zu 
trinken!
JER 35:3 Da holte ich Jasanja, den Sohn Jeremias, des Sohnes Habazinjas, 
nebst seinen Brdern und all' seinen Shnen und die ganze Genossenschaft 
der Rechabiter
JER 35:4 und brachte sie zum Tempel Jahwes in die Zelle der Shne Hanans, 
des Sohnes Jigdaljas, des Gottesmannes, die neben der Zelle der Oberen, 
oberhalb der Zelle Masejas, des Sohnes Sallums, des Schwellenhters, 
gelegen war,
JER 35:5 und setzte den Gliedern der Genossenschaft der Rechabiter mit 
Wein gefllte Kelche und Becher vor und sprach zu ihnen: Trinket Wein!
JER 35:6 Da sprachen sie: Wir trinken keinen Wein! Denn Jonadab, der Sohn 
Rechabs, unser Ahnherr, hat uns Folgendes befohlen: Nimmermehr sollt ihr 
oder eure Kinder Wein trinken
JER 35:7 oder ein Haus bauen oder Samen aussen oder einen Weinberg 
pflanzen oder dergleichen in Besitz haben, sondern in Zelten sollt ihr 
wohnen euer Leben lang, auf da ihr lange Zeit auf dem Boden lebet, auf 
dem ihr als Fremdlinge weilt!
JER 35:8 Und wir haben dem Befehl unseres Ahnherrn Jonadab, des Sohnes 
Rechabs, in Bezug auf alles, was er uns befohlen hat, gehorcht, indem wir, 
unsere Weiber, unsere Shne und unsere Tchter, unser Leben lang keinen 
Wein trinken
JER 35:9 und indem wir uns keine Huser bauen zum Wohnen und weder 
Weinberge, noch cker, noch Saaten besitzen.
JER 35:10 Und so wohnten wir in Zelten und waren gehorsam und handelten 
gem alledem, was unser Ahnherr Jonadab uns befohlen hat;
JER 35:11 als aber Nebukadrezar, der Knig von Babel, in das Land einfiel, 
da sprachen wir: Kommt und lat uns vor der Heeresmacht der Chalder und 
vor der Heeresmacht der Aramer nach Jerusalem flchten! und lieen uns 
in Jerusalem nieder.
JER 35:12 Da erging das Wort Jahwes an Jeremia also:
JER 35:13 So spricht Jahwe der Heerscharen, der Gott Israels: gehe hin und 
sprich zu den Mnnern von Juda und zu den Bewohnern Jerusalems: Wollt ihr 
denn keine Zucht annehmen, da ihr auf meine Worte hret? ist der Spruch 
Jahwes.
JER 35:14 Die Befehle Jonadabs, des Sohnes Rechabs, die er seinen 
Nachkommen gegeben hat, da sie keinen Wein trinken sollten, die sind 
ausgefhrt worden; sie haben bis zum heutigen Tage keinen getrunken, weil 
sie dem Befehl ihres Ahnherrn gehorsam waren: ich nun habe unermdlich 
immer wieder zu euch geredet, aber ihr habt nicht auf mich gehrt.
JER 35:15 Dazu habe ich unermdlich immer wieder alle meine Knechte, die 
Propheten, zu euch gesandt, euch zu sagen: Bekehrt euch doch ein jeder von 
seinem bsen Weg und befleiigt euch guter Thaten und wandelt nicht andern 
Gttern nach, um ihnen zu dienen, so werdet ihr auf dem Boden wohnen 
bleiben, den ich euch und euren Vtern verliehen habe! - aber ihr neigtet 
euer Ohr nicht und hrtet nicht auf mich.
JER 35:16 Ja, die Nachkommen Jonadabs, des Sohnes Rechabs, haben den 
Befehl ihres Ahnherrn, den er ihnen gegeben, ausgefhrt; dieses Volk aber 
hat nicht auf mich gehrt!
JER 35:17 Darum spricht Jahwe, der Gott der Heerscharen, der Gott Israels, 
also: Nun will ich ber Juda und ber alle Bewohner Jerusalems all' das 
Unheil bringen, das ich ihnen angedroht habe, weil ich zu ihnen geredet 
habe, ohne da sie hrten, und ihnen zurief, ohne da sie antworteten.
JER 35:18 Zur Genossenschaft der Rechabiter aber sprach Jeremia: So 
spricht Jahwe der Heerscharen, der Gott Israels: Weil ihr dem Befehle 
Jonadabs, eures Ahnherrn, gehorsam wart und alle seine Befehle beobachtet 
und gem alledem gehandelt habt, was er euch befohlen hatte,
JER 35:19 darum spricht Jahwe der Heerscharen, der Gott Israels, also: Es 
soll Jonadab, dem Sohne Rechabs, nie an einem Nachkommen fehlen, der vor 
mir stehe.
JER 36:1 Im vierten Jahre Jojakims, des Sohnes Josias, des Knigs von 
Juda, aber erging von seiten Jahwes folgendes Wort an Jeremia:
JER 36:2 Nimm eine Buchrolle und schreibe alle die Worte darauf, die ich 
in betreff Israels und in betreff Judas und in betreff aller Vlker zu dir 
geredet habe, von der Zeit ab, da ich zu dir redete, von den Tagen Josias 
an bis auf den heutigen Tag:
JER 36:3 vielleicht hren die vom Hause Juda auf all' das Unheil, das ich 
gesonnen bin, ihnen anzuthun, da sie sich ein jeder von seinem bsen Wege 
bekehren, so will ich ihnen ihre Verschuldung und Snde vergeben.
JER 36:4 Da berief Jeremia Baruch, den Sohn Nerijas, und Baruch schrieb, 
so wie sie Jeremia ihm vorsagte, alle Worte Jahwes, die er zu ihm geredet 
hatte, auf eine Buchrolle.
JER 36:5 Sodann wies Jeremia den Baruch folgendermaen an: Ich bin 
behindert, ich kann nicht in den Tempel Jahwes kommen;
JER 36:6 so gehe nun du hinein und lies aus der Rolle, die du so, wie ich 
es dir vorsagte, geschrieben hast, die Worte Jahwes dem Volk im Tempel 
Jahwes an einem Fasttage laut vor; auch allen Judern, die aus ihren 
Stdten hereingekommen sind, sollst du sie laut vorlesen,
JER 36:7 ob sie sich vielleicht mit Flehen vor Jahwe demtigen und sich 
ein jeder von seinem bsen Wege bekehren: denn gewaltig ist der Zorn und 
der Grimm, mit dem Jahwe dieses Volk bedroht hat.
JER 36:8 Und Baruch, der Sohn Nerijas, that nach alledem, was der Prophet 
Jeremia ihm befohlen hatte, indem er aus dem Buche die Worte Jahwes im 
Tempel Jahwes vorlas.
JER 36:9 Im fnften Jahre Jojakims, des Sohnes Josias, des Knigs von Juda 
aber, im neunten Monate, da berief man zu einem Fasten vor Jahwe das ganze 
Volk in Jerusalem und alles Volk, das aus den Stdten Judas nach Jerusalem 
hereinkam.
JER 36:10 Da las Baruch die Worte Jeremias im Tempel Jahwes, in der Halle 
Gemarjas, des Sohnes Saphans, des Staatsschreibers, im oberen Vorhof, am 
Eingange des neuen Thors am Tempel Jahwes, dem gesamten Volk aus dem Buche 
laut vor.
JER 36:11 Als nun Michaja, der Sohn Gemarjas, des Sohnes Saphans, alle 
Worte Jahwes aus dem Buche gehrt hatte,
JER 36:12 begab er sich hinab zum Palaste des Knigs in das Gemach des 
Staatsschreibers; dort waren gerade alle obersten Beamten bei einander: 
der Staatsschreiber Elisama, Delaja, der Sohn Semajas, Elnathan, der Sohn 
Achbors, Gemarja, der Sohn Saphans, und Zedekia, der Sohn Hananjas, mit 
allen anderen Oberen.
JER 36:13 Michaja aber meldete ihnen alles, was er gehrt hatte, als 
Baruch dem Volk aus dem Buche laut vorlas.
JER 36:14 Da sandten die smtlichen Oberen Judi, den Sohn Nathanjas, des 
Sohnes Selemjas, des Sohnes Chusis, an Baruch mit der Botschaft: Die 
Rolle, aus der du dem Volke laut vorgelesen hast, die nimm mit dir und 
komm hierher! - und Baruch, der Sohn Nerijas, nahm die Rolle mit sich und 
kam zu ihnen.
JER 36:15 Sie aber geboten ihm: Setze dich hin und lies sie uns laut vor! 
und Baruch las sie ihnen laut vor.
JER 36:16 Als sie nun alle die Worte gehrt hatten, sahen sie einander 
erschrocken an und sagten zu Baruch: Wir mssen dem Knig alle diese 
Vorgnge melden!
JER 36:17 zugleich befragten sie Baruch: Teile uns doch mit, wie du alle 
diese Worte aufgeschrieben hast?
JER 36:18 Baruch antwortete ihnen: Er sagte mir mndlich alle diese Worte 
vor, whrend ich sie mit Tinte in das Buch schrieb.
JER 36:19 Da sprachen die Oberen zu Baruch: Geh' und verbirg dich samt 
Jeremia, da niemand wisse, wo ihr seid!
JER 36:20 Hierauf begaben sie sich zum Knig ins innere Gemach, nachdem 
sie die Rolle im Gemache des Staatsschreibers Elisama verwahrt hatten, und 
meldeten dem Knig alles, was vorgegangen war.
JER 36:21 Da sandte der Knig Judi hin, die Rolle zu holen, und er holte 
sie aus dem Gemache des Staatsschreibers Elisama. Sodann las sie Judi dem 
Knig und allen Oberen, die den Knig umstanden, laut vor;
JER 36:22 der Knig aber sa gerade in der Winterwohnung, da es im neunten 
Monate war, und vor ihm brannte das Kohlenbecken.
JER 36:23 Jedesmal aber, wenn Judi drei oder vier Spalten vorgelesen 
hatte, zerschnitt sie der Knig mit dem Federmesser und warf die Fetzen in 
das Feuer auf dem Kohlenbecken, bis die ganze Rolle von dem Feuer auf dem 
Kohlenbecken verzehrt war.
JER 36:24 Der Knig aber und alle seine Diener, die alle diese Worte 
anhrten, erschraken nicht, noch zerrissen sie ihre Kleider,
JER 36:25 und ob auch Elnathan und Delaja und Gemarja den Knig dringend 
baten, die Rolle nicht zu verbrennen, hrte er doch nicht auf sie.
JER 36:26 Vielmehr beauftragte der Knig den Prinzen Jerachmiel, sowie 
Seraja, den Sohn Asriels, und Selemja, den Sohn Abdeels, den Schreiber 
Baruch und den Propheten Jeremia zu holen, - Jahwe aber hielt sie 
verborgen.
JER 36:27 Da erging das Wort Jahwes an Jeremia, nachdem der Knig die 
Rolle verbrannt hatte samt den Worten, welche Baruch aufgeschrieben hatte, 
so wie Jeremia sie ihm vorgesagt, also lautend:
JER 36:28 Nimm nun eine andere Rolle und schreibe darauf alle die frheren 
Worte, die auf der frheren Rolle standen, welche Jojakim, der Knig von 
Juda, verbrannt hat!
JER 36:29 In betreff Jojakims, des Knigs von Juda, aber sollst du sagen: 
So spricht Jahwe: Du hast jene Rolle verbrannt, indem du sprachst: Warum 
hast du darauf geschrieben: Der Knig von Babel wird gewi kommen und 
dieses Land verheeren und Menschen und Vieh daraus vertilgen!
JER 36:30 Darum spricht Jahwe in betreff Jojakims, des Knigs von Juda, 
also: Er soll keinen Nachkommen haben, der auf dem Throne Davids sitze, 
und sein Leichnam soll daliegen, preisgegeben der Hitze bei Tag und der 
Klte bei Nacht.
JER 36:31 Und ich will an ihm und an seinen Nachkommen und an seinen 
Dienern ihre Verschuldung ahnden und ber sie und ber die Bewohner 
Jerusalems und ber die Mnner von Juda all' das Unheil kommen lassen, das 
ich ihnen angedroht habe, ohne da sie darauf hrten.
JER 36:32 Und Jeremia nahm eine andere Rolle und bergab sie dem Schreiber 
Baruch, dem Sohne Nerijas; der schrieb auf sie den ganzen Inhalt des 
Buchs, das Jojakim, der Knig von Juda, verbrannt hatte, so wie ihn 
Jeremia ihm vorsagte, - auerdem aber wurden dem noch viele Reden gleicher 
Art beigefgt.
JER 37:1 Und es ward Knig an Stelle Chonjas, des Sohnes Jojakims, 
Zedekia, der Sohn Josias, den Nebukadrezar, der Knig von Babel, ber das 
Land Juda zum Knige gemacht hatte;
JER 37:2 aber weder er, noch seine Diener, noch die Bevlkerung des Landes 
hrte auf die Worte Jahwes, die er durch den Propheten Jeremia redete.
JER 37:3 Da sandte der Knig Zedekia Juchal, den Sohn Selemjas, und den 
Priester Zephanja, den Sohn Masejas, zum Propheten Jeremia mit der 
Aufforderung: Flehe doch fr uns zu Jahwe, unserem Gotte!
JER 37:4 Jeremia aber ging ein und aus inmitten des Volks und man hatte 
ihn noch nicht in den Kerker gelegt;
JER 37:5 inzwischen war die Heeresmacht des Pharao aus gypten 
aufgebrochen, und als die Chalder, die Jerusalem belagerten, die Kunde 
davon vernahmen, sahen sie sich gentigt, die Belagerung von Jerusalem 
aufzuheben.
JER 37:6 Da erging das Wort Jahwes an den Propheten Jeremia folgendermaen:
JER 37:7 So spricht Jahwe, der Gott Israels: Sprecht also zum Knige von 
Juda, der euch zu mir gesandt hat, mich zu befragen: Die Heeresmacht des 
Pharao, die zu eurer Untersttzung ausgezogen ist, wird alsbald in ihr 
Land, nach gypten, zurckkehren,
JER 37:8 und zurckkehren werden auch die Chalder, um diese Stadt zu 
belagern, sie einzunehmen und niederzubrennen!
JER 37:9 So spricht Jahwe: Betrgt euch nicht selbst, indem ihr whnt: 
Die Chalder ziehen ganz von uns ab! denn sie ziehen nicht ab.
JER 37:10 Denn selbst wenn ihr das ganze Heer der Chalder, das mit euch 
kmpft, schlagen wrdet, und es blieben davon nur einige Schwerverwundete 
brig, so wrden sie sich doch ein jeder in seinem Zelt aufraffen und 
diese Stadt niederbrennen!
JER 37:11 Als nun das Heer der Chalder wegen der Heeresmacht des Pharao 
sich gentigt sah, die Belagerung von Jerusalem aufzuheben,
JER 37:12 da verlie Jeremia Jerusalem, um sich ins Gebiet von Benjamin zu 
begeben, um dort einen Besitzanteil zu erheben, mitten unter der 
Volksmenge.
JER 37:13 Als er aber in das Benjaminthor gelangt war, woselbst einer 
Namens Jeria, der Sohn Selemjas, des Sohnes Hananjas, die Wache hatte, da 
hielt dieser den Propheten Jeremia an mit dem Rufe: Du willst zu den 
Chaldern berlaufen!
JER 37:14 Da sprach Jeremia: Lge! Ich will nicht zu den Chaldern 
berlaufen! und achtete nicht weiter auf ihn. Jeria aber nahm Jeremia fest 
und fhrte ihn zu den Oberen.
JER 37:15 Und die Oberen gerieten in Zorn wider Jeremia, schlugen ihn und 
legten ihn ins Gefngnis im Hause des Staatsschreibers Jonathan; denn das 
hatten sie zum Kerker gemacht.
JER 37:16 Und so kam Jeremia in den Kerker und in die Gewlbe; daselbst 
blieb Jeremia geraume Zeit.
JER 37:17 Es lie ihn jedoch der Knig Zedekia holen und der Knig 
befragte ihn in seinem Palast insgeheim und sprach: Ist ein Wort von 
seiten Jahwes da? Jeremia antwortete: Ja! und er sprach: Der Gewalt des 
Knigs von Babel wirst du berliefert werden!
JER 37:18 Dann sagte Jeremia zum Knige Zedekia: Womit habe ich mich an 
dir und deinen Dienern und diesem Volke versndigt, da ihr mich in den 
Kerker gesetzt habt?
JER 37:19 Und wo sind nun eure Propheten, die euch also geweissagt haben: 
Der Knig von Babel wird nicht ber euch und ber dieses Land kommen! -?
JER 37:20 Und nun - so hre denn mein Herr und Knig! La doch mein Flehen 
bei dir Gehr finden! La mich nicht in das Haus des Staatsschreibers 
Jonathan zurckkehren, damit ich dort nicht umkomme!
JER 37:21 Auf Befehl des Knigs Zedekia brachte man sodann Jeremia im 
Wachthof in Gewahrsam und gab ihm Tag fr Tag einen Laib Brot aus der 
Bckergasse, so lange, bis alles Brot in der Stadt aufgezehrt war. Und so 
blieb Jeremia im Wachthofe.
JER 38:1 Da vernahmen Saphatja, der Sohn Mathans, und Gedalja, der Sohn 
Pashurs, und Juchal, der Sohn Selemjas, und Pashur, der Sohn Malkijas, die 
Worte, die Jeremia zum gesamten Volke redete, indem er sprach:
JER 38:2 So spricht Jahwe: Wer in dieser Stadt bleibt, der wird durch das 
Schwert, durch den Hunger und durch die Pest umkommen; wer sich aber den 
Chaldern ergiebt, der wird am Leben bleiben und wird sein Leben zur Beute 
haben und leben.
JER 38:3 So spricht Jahwe: Diese Stadt wird gewi der Gewalt des Heeres 
des Knigs von Babel berliefert werden, und er wird sie einnehmen!
JER 38:4 Da sprachen die obersten Beamten zum Knige: La doch diesen Mann 
tten! Er macht ja doch nur die Kriegsleute, die in dieser Stadt noch 
brig geblieben sind, und das ganze Volk mutlos, indem er derartige Reden 
gegen sie fhrt; denn dieser Mann ist nicht auf Heil fr dieses Volk 
bedacht, sondern auf Unheil!
JER 38:5 Der Knig Zedekia aber antwortete: So nehmt ihn hin! denn der 
Knig kann nichts wider euch ausrichten.
JER 38:6 Da nahmen sie Jeremia und warfen ihn in die Cisterne des Prinzen 
Malkija, die sich im Wachthofe befand, und zwar lieen sie Jeremia mit 
Stricken hinab, - in der Cisterne indes war kein Wasser, sondern nur 
Schlamm, - und Jeremia sank in den Schlamm hinein.
JER 38:7 Als nun Ebed-Melech, der thiope, ein Hmling, der im Palaste des 
Knigs in Diensten war, vernahm, da man Jeremia in die Cisterne gethan 
hatte, - der Knig aber weilte unterdes im Benjaminthore -,
JER 38:8 da verlie Ebed-Melech den kniglichen Palast und redete den 
Knig also an:
JER 38:9 Mein Herr und Knig! Jene Mnner haben bel gehandelt mit 
alledem, was sie dem Propheten Jeremia angethan haben, da sie ihn in die 
Cisterne geworfen haben, so da er ebendort Hungers sterben mu, weil kein 
Brot mehr in der Stadt ist.
JER 38:10 Da befahl der Knig dem thiopen Ebed-Melech: Nimm von hier drei 
Mnner mit dir und hole den Propheten Jeremia aus der Cisterne herauf, ehe 
er stirbt!
JER 38:11 und Ebed-Melech nahm die Mnner mit sich, begab sich in den 
kniglichen Palast in den Raum unter der Schatzkammer und holte von dort 
Lumpen von zerrissenen und Lumpen von zerriebenen Zeugen und lie sie an 
Stricken zu Jeremia in die Cisterne hinab.
JER 38:12 Sodann rief der thiope Ebed-Melech Jeremia zu: Lege doch die 
Lumpen von den zerrissenen und zerriebenen Zeugen unter die Gelenke deiner 
Arme unter die Stricke! und Jeremia that so.
JER 38:13 Hierauf zogen sie Jeremia an den Stricken aus der Cisterne 
herauf, und Jeremia blieb nun im Wachthofe.
JER 38:14 Der Knig Zedekia aber lie den Propheten Jeremia zu sich in den 
dritten Eingang am Tempel Jahwes holen und der Knig sprach zu Jeremia: 
Ich will dich etwas fragen, - verhehle mir nichts!
JER 38:15 Jeremia aber sprach zu Zedekia: Wenn ich es dir kundthue, - 
ttest du mich dann etwa nicht? und wenn ich dir rate, so hrst du doch 
nicht auf mich!
JER 38:16 Da schwur der Knig Zedekia dem Jeremia insgeheim: So wahr Jahwe 
lebt, der uns dieses Leben geschaffen hat, - ich werde dich nicht tten, 
noch werde ich dich der Gewalt jener Mnner, die dir nach dem Leben 
trachten, berliefern!
JER 38:17 Da sprach Jeremia zu Zedekia: So spricht Jahwe, der Gott der 
Heerscharen, der Gott Israels: Wenn du dich den Obersten des Knigs von 
Babel ergiebst, so wird dein Leben ungefhrdet sein, und diese Stadt wird 
nicht niedergebrannt werden, und du wirst samt deinem Hause am Leben 
bleiben.
JER 38:18 Ergiebst du dich aber den Obersten des Knigs von Babel nicht, 
so wird diese Stadt der Gewalt der Chalder berliefert werden, und sie 
werden sie niederbrennen, und auch du wirst ihren Hnden nicht entrinnen!
JER 38:19 Da sprach der Knig Zedekia zu Jeremia: Ich habe Angst vor den 
Judern, die bereits zu den Chaldern bergelaufen sind, - man mchte mich 
ihnen preisgeben, da sie ihren Spott mit mir treiben!
JER 38:20 Jeremia aber sprach: Man wird dich ihnen nicht preisgeben! Hre 
doch auf das Gebot Jahwes in dem, was ich zu dir sage, so soll es dir wohl 
ergehen und du sollst am Leben bleiben!
JER 38:21 Weigerst du dich jedoch, dich zu ergeben, so ist's das, was mich 
Jahwe hat schauen lassen:
JER 38:22 Frwahr, alle Weiber, die im Palaste des Knigs von Juda brig 
sein werden, die sollen zu den Obersten des Knigs von Babel 
hinausgebracht werden, whrend sie rufen: Sie haben dich zu verleiten 
gesucht und haben dich bermocht, die Mnner deines Vertrauens! Nun deine 
Fe im Sumpfe stecken, haben sie sich rckwrts verzogen!
JER 38:23 Alle deine Weiber aber samt deinen Kindern wird man zu den 
Chaldern hinausbringen, und du selbst wirst ihren Hnden auch nicht 
entrinnen, vielmehr du sollst ergriffen werden und in die Gewalt des 
Knigs von Babel berliefert werden, und diese Stadt wird niedergebrannt 
werden.
JER 38:24 Da sprach Zedekia zu Jeremia: Niemand darf von dieser 
Verhandlung erfahren, sonst mut du sterben!
JER 38:25 Wenn aber die obersten Beamten erfahren, da ich mit dir geredet 
habe, und zu dir kommen und zu dir sprechen: Teile uns doch mit, was du 
zum Knige gesagt hast, - verhehle uns nichts davon, sonst tten wird 
dich! - und was der Knig zu dir gesagt hat,
JER 38:26 so sprich zu ihnen: Ich bat den Knig demtig, mich nicht wieder 
in das Haus Jonathans zurckkehren zu lassen, da ich dort umkme!
JER 38:27 Und es kamen alle obersten Beamten zu Jeremia und fragten ihn; 
er aber gab ihnen genau so Bescheid, wie der Knig befohlen hatte. Da 
lieen sie ihn in Ruhe, denn es hatte von dem Vorgange nichts weiter 
verlautet.
JER 38:28 Und so verblieb Jeremia im Wachthofe bis zu dem Tage, da 
Jerusalem eingenommen wurde.
JER 39:1 Als nun Jerusalem eingenommen war, (1) im neunten Jahre Zedekias, 
des Knigs von Juda, im zehnten Monate, rckte Nebukadrezar, der Knig von 
Babel, mit seiner gesamten Heeresmacht gegen Jerusalem und schlo es ein;
JER 39:2 im elften Jahre des Zedekia aber, im vierten Monat, am neunten 
des Monats, wurde Bresche in die Stadt gelegt,
JER 39:3 da kamen alle Obersten des Knigs von Babel und lieen sich am 
Mittelthore nieder: Nergal-Sarezer, Samgar-Nebo, Sarsechim, der 
Oberkmmerer, Nergal-Sarezer, der Obermagier, mit allen brigen Obersten 
des Knigs von Babel.
JER 39:4 Als aber Zedekia, der Knig von Juda, und alle Kriegsleute sie 
sahen, flohen sie und verlieen des Nachts die Stadt auf dem Wege nach dem 
Knigsgarten durch das Thor zwischen den beiden Mauern und zogen weiter in 
der Richtung nach der Araba.
JER 39:5 Aber die Truppen der Chalder jagten ihnen nach und holten 
Zedekia ein in den Steppen von Jericho; sie nahmen ihn mit und fhrten ihn 
zu Nebukadrezar, dem Knige von Babel, nach Ribla im Gebiete von Hamath; 
der sprach ihm das Urteil.
JER 39:6 Und der Knig von Babel lie in Ribla die Shne Zedekias vor 
seinen Augen schlachten; dazu lie der Knig von Babel alle Edlen Judas 
schlachten.
JER 39:7 Zedekia aber lie er blenden und in Ketten legen, um ihn nach 
Babel zu bringen.
JER 39:8 Den Palast des Knigs aber und die Huser des Volks verbrannten 
die Chalder und rissen die Mauern Jerusalems nieder.
JER 39:9 Und den Rest des Volks, die in der Stadt briggebliebenen, und 
die berlufer, die zu ihm bergelaufen waren, und den Rest des Volks, die 
briggebliebenen, fhrte Nebusar-Adan, der Oberste der Leibwchter, hinweg 
nach Babel;
JER 39:10 von den geringen Leuten jedoch, die gar nichts ihr Eigen 
nannten, lie Nebusar-Adan, der Oberste der Leibwchter, etliche im Lande 
Juda zurck und verlieh ihnen an jenem Tage Weinberge und cker.
JER 39:11 In betreff Jeremias aber erlie Nebukadrezar, der Knig von 
Babel, durch Nebusar-Adan, den Obersten der Leibwchter, folgenden Befehl:
JER 39:12 Hole ihn, trage Sorge fr ihn und fge ihm keinerlei Bses zu; 
vielmehr verfahre mit ihm nach den Wnschen, die er gegen dich uert!
JER 39:13 Und es sandten Nebusar-Adan, der Oberste der Leibwchter, und 
Nebusasban, der Oberkmmerer, und Nergal-Sarezer, der Obermagier, und alle 
Obersten des Knigs von Babel hin
JER 39:14 und lieen Jeremia, aus dem Wachthofe holen und bergaben ihn 
Gedalja, dem Sohne Ahikams, des Sohnes Saphans, da er ihn in den Palast 
verbringe. Und so verblieb er inmitten des Volks.
JER 39:15 An Jeremia aber war, whrend er im Wachthof in Haft war, 
folgendes Wort Jahwes ergangen:
JER 39:16 Gehe hin und sprich zu dem thiopen Ebed-Melech: So spricht 
Jahwe der Heerscharen, der Gott Israels: Nun lasse ich meine Worte ber 
diese Stadt, nmlich die in betreff des Unheils und nicht die in betreff 
des Heils eintreffen, und sie werden jenes Tags vor deinen Augen in 
Erfllung gehen.
JER 39:17 Dich aber will ich an jenem Tag erretten, ist der Spruch Jahwes, 
und du sollst nicht in die Gewalt der Mnner berliefert werden, vor denen 
dir graut.
JER 39:18 Vielmehr will ich dich entrinnen lassen, und du sollst nicht 
durch das Schwert fallen und sollst dein Leben zur Beute haben, weil du 
dich auf mich verlassen hast, ist der Spruch Jahwes.
JER 40:1 Das Wort, welches von seiten Jahwes an Jeremia erging, nachdem 
ihn Nebusar-Adan, der Oberste der Leibwchter, von Rama aus entlassen 
hatte, indem er ihn holen lie - er war nmlich mit Ketten gefesselt 
inmitten all' der Gefangenen Jerusalems und Judas, die nach Babel 
weggefhrt werden sollten -,
JER 40:2 und der Oberste der Leibwchter lie Jeremia holen und sprach zu 
ihm: Jahwe, dein Gott, drohte diesem Orte dieses Unheil an
JER 40:3 und lie es eintreten und Jahwe verfuhr, so wie er angedroht 
hatte; denn ihr sndigtet wider Jahwe und hrtet nicht auf seinen Befehl, 
und so ist euch das zugestoen.
JER 40:4 Und nun - wohlan! ich lse dich jetzt von den Ketten an deiner 
Hand: wenn es dir gut dnkt, mit mir nach Babel zu kommen, so komm' und 
ich will Sorge fr dich tragen! Wenn es dir aber nicht gefllt, mit mir 
nach Babel zu kommen, so la' es! Sieh', das ganze Land steht dir offen: 
wohin es dir gut und recht dnkt zu gehen, dahin geh'!
JER 40:5 Als aber Jeremia zgerte, umzukehren, sagte er: So kehre doch 
zurck zu Gedalja, dem Sohne Ahikams, des Sohnes Saphans, den der Knig 
von Babel in den Stdten Judas zum Statthalter eingesetzt hat, und bleibe 
bei ihm inmitten des Volks oder - wohin es dir irgend sonst zu gehen 
gefllt, dahin geh'! Sodann verlieh ihm der Oberste der Leibwchter 
Unterhalt und Geschenk und entlie ihn.
JER 40:6 Und Jeremia begab sich zu Gedalja, dem Sohne Ahikams, nach Mizpa 
und blieb bei ihm inmitten des Volks, der im Lande briggebliebenen.
JER 40:7 Als nun alle Heeresobersten, die sich auf freiem Felde befanden, 
samt ihren Leuten vernahmen, da der Knig von Babel Gedalja, den Sohn 
Ahikams, zum Statthalter im Lande eingesetzt und ihm Mnner und Weiber und 
Kinder und von den geringen Leuten im Lande, wer irgend nicht nach Babel 
hinweggefhrt worden war, unterstellt habe,
JER 40:8 begaben sie sich zu Gedalja nach Mizpa, nmlich Ismael, der Sohn 
Nethanjas, und Johanan, der Sohn Kareahs, und Seraja, der Sohn Tanhumeths, 
und die Shne Ephais aus Netopha und Jesanja, der Sohn des Maachathiters, 
samt ihren Leuten.
JER 40:9 Und Gedalja, der Sohn Ahikams, des Sohnes Saphans, schwur ihnen 
und ihren Leuten, indem er sprach: Frchtet euch nicht davor, den 
Chaldern unterthan zu sein; bleibt im Lande und seid dem Knige von Babel 
unterthan, so soll es euch wohl ergehen!
JER 40:10 Wohlan! ich werde in Mizpa wohnen bleiben, um euch vor den 
Chaldern zu vertreten, die etwa zu uns kommen sollten; ihr indes, erntet 
Wein und Obst und l und thut sie in eure Behlter und bleibt in euren 
Stdten, die ihr in Besitz genommen habt!
JER 40:11 Dazu vernahmen auch alle Juder, die in Moab und unter den 
Ammonitern und in Edom und die in allen brigen Lndern sich aufhielten, 
da der Knig von Babel Juda einen Rest gelassen und Gedalja, den Sohn 
Ahikams, des Sohnes Saphans, ber ihn gesetzt habe,
JER 40:12 und es kehrten alle Juder aus allen den Orten, wohin sie 
versprengt worden waren, zurck und kamen ins Land Juda zu Gedalja nach 
Mizpa; dann ernteten sie Wein und Obst in groer Menge.
JER 40:13 Johanan aber, der Sohn Kareahs, und alle Heeresobersten, die 
sich auf freiem Felde befanden, kamen zu Gedalja nach Mizpa
JER 40:14 und sprachen zu ihm: Weit du wohl, da Baalis, der Knig der 
Ammoniter, Ismael, den Sohn Nethanjas, geschickt hat, dich zu ermorden? 
Gedalja, der Sohn Ahikams, aber glaubte ihnen nicht.
JER 40:15 Insgeheim aber sprach Johanan, der Sohn Kareahs, in Mizpa zu 
Gedalja: La mich doch hingehen, da ich Ismael, den Sohn Nethanjas, 
ermorde; niemand soll es erfahren! Warum soll er dich ermorden, so da 
sich alle die Juder, die sich zu dir gesammelt haben, wiederum 
zerstreuen, und der berrest Judas zu Grunde geht?
JER 40:16 Gedalja aber, der Sohn Ahikams, antwortete Johanan, dem Sohne 
Kareahs: Du darfst das nicht thun, denn du redest Lgen ber Ismael!
JER 41:1 Im siebenten Monat aber kam Ismael, der Sohn Nethanjas, des 
Sohnes Elisamas, der aus kniglichem Geschlechte war, in Begleitung von 
zehn Mnnern zu Gedalja, dem Sohne Ahikams, nach Mizpa, und sie speisten 
daselbst mit ihm zusammen in Mizpa.
JER 41:2 Und es erhoben sich Ismael, der Sohn Nethanjas, und die zehn 
Mnner, die bei ihm waren, und ermordeten Gedalja, den der Knig von Babel 
zum Statthalter im Land eingesetzt hatte,
JER 41:3 sowie alle die Juder, die zu Mizpa bei ihm waren, und die 
Chalder, die sich dort befanden.
JER 41:4 Am zweiten Tage nach der Ermordung Gedaljas, als noch niemand 
Kunde davon erhalten hatte,
JER 41:5 kamen Leute von Sichem, von Silo und Samarien, achtzig Mann, mit 
abgeschorenen Brten und zerrissenen Kleidern und mit Einritzungen 
bedeckt, die Speisopfer und Weihrauch bei sich hatten, um sie zum Tempel 
Jahwes zu bringen.
JER 41:6 Da ging ihnen Ismael, der Sohn Nethanjas, von Mizpa aus entgegen, 
indem er bestndig beim Gehen weinte, und als er auf sie traf, sprach er 
zu ihnen: Kommt herein zu Gedalja, dem Sohne Ahikams!
JER 41:7 Sobald sie aber in die Stadt hineingekommen waren, metzelte er 
sie nieder und warf sie hinein in die Cisterne.
JER 41:8 Es waren aber zehn Mnner unter ihnen, die sprachen zu Ismael: 
Tte uns nicht, denn wir besitzen Vorrte auf dem Felde, Weizen und 
Gerste, l und Honig! Da lie er von ihnen ab und ttete sie nicht 
zugleich mit ihren Landsleuten.
JER 41:9 Die Cisterne aber, in die Ismael alle Leichname der von ihm 
erschlagenen Mnner warf, das war die groe Cisterne, die der Knig Asa 
zum Behufe der Verteidigung gegen Baesa, den Knig von Israel, angelegt 
hatte: die fllte Ismael, der Sohn Nethanjas, mit Erschlagenen an.
JER 41:10 Darauf fhrte Ismael den gesamten berrest des Volks, der sich 
zu Mizpa befand, die Prinzessinnen und das gesamte Volk, die in Mizpa 
brig geblieben waren, die Nebusar-Adan, der Oberste der Leibwchter, 
Gedalja, dem Sohne Ahikams, unterstellt hatte, - die fhrte Ismael, der 
Sohn Nethanjas, gefangen hinweg und zog ab, um zu den Ammonitern 
hinberzugehen.
JER 41:11 Als aber Johanan, der Sohn Kareahs, und alle Heeresobersten, die 
bei ihm waren, von all' dem Unheil, das Ismael, der Sohn Nethanjas, 
angerichtet hatte, Kunde erhielten,
JER 41:12 nahmen sie alle ihre Leute und machten sich auf, um mit Ismael, 
dem Sohne Nethanjas, zu kmpfen, und sie trafen auf ihn an dem groen 
Wasserteiche bei Gibeon.
JER 41:13 Sobald aber alle die, welche bei Ismael waren, Johanan, den Sohn 
Kareahs, nebst allen den Heeresobersten, die bei ihm waren, erblickten, 
freuten sie sich,
JER 41:14 und alle die, welche Ismael aus Mizpa weggefhrt hatte, wandten 
sich, machten Kehrt und gingen zu Johanan, dem Sohne Kareahs, ber;
JER 41:15 Ismael, der Sohn Nethanjas, indes entkam mit acht Mnnern dem 
Johanan und gelangte zu den Ammonitern.
JER 41:16 Sodann nahm Johanan, der Sohn Kareahs, mit allen Heeresobersten, 
die bei ihm waren, den gesamten berrest des Volks, den Ismael, der Sohn 
Nethanjas, aus Mizpa weggefhrt hatte, nachdem er Gedalja, den Sohn 
Ahikams, ermordet hatte, Mnner, Weiber und Kinder und Hmlinge, die er 
von Gibeon zurckgebracht hatte,
JER 41:17 und sie brachen auf und machten Halt in dem seitwrts von 
Bethlehem gelegenen Geruth-Kimham, um alsdann weiter nach gypten zu 
ziehen,
JER 41:18 wegen der Chalder; denn sie hatten Furcht vor ihnen, weil 
Ismael, der Sohn Nethanjas, Gedalja, den Sohn Ahikams, den der Knig von 
Babel zum Statthalter im Lande eingesetzt, ermordet hatte.
JER 42:1 Da nahten alle Heeresobersten mit Johanan, dem Sohne Kareahs, und 
Asarja, dem Sohne Hofajas, und allem Volke vom Kleinsten bis zum Grten
JER 42:2 und sprachen zum Propheten Jeremia: La doch unsere Bitte bei dir 
Erhrung finden und bete fr uns zu Jahwe, deinem Gotte, fr diesen ganzen 
berrest, - denn unser sind nur wenige von vielen brig geblieben, wie du 
selbst hier an uns siehst, -JER 42:3 und es mge uns Jahwe, dein Gott, den 
Weg kund thun, auf dem wir gehen, und die Weisung, die wir ausfhren 
sollen!
JER 42:4 Der Prophet Jeremia aber antwortete ihnen: Gut! So will ich denn 
zu Jahwe, eurem Gotte, beten, wie ihr wnscht, und den ganzen Bescheid, 
den Jahwe euch giebt, will ich euch kund thun; nicht ein Wort werde ich 
euch vorenthalten.
JER 42:5 Sie aber sprachen zu Jeremia: Jahwe soll wahrhaftiger und 
zuverlssiger Zeuge wider uns sein, wenn wir nicht genau der Weisung gem 
handeln werden, mit der Jahwe, dein Gott, dich zu uns sendet;
JER 42:6 es sei Gutes oder Schlimmes, - auf das Gebot Jahwes, unseres 
Gottes, zu dem wir dich jetzt senden, wollen wir hren, damit es uns wohl 
ergehe, weil wir auf das Gebot Jahwes, unseres Gottes hren!
JER 42:7 Nach Ablauf von zehn Tagen nun, da erging das Wort Jahwes an 
Jeremia,
JER 42:8 und er berief Johanan, den Sohn Kareahs, samt allen 
Heeresobersten, die bei ihm waren, und allem Volke, vom Kleinsten bis zum 
Grten,
JER 42:9 und sprach zu ihnen: So spricht Jahwe, der Gott Israels, zu dem 
ihr mich gesandt habt, damit ich euer Gebet vor ihn brchte:
JER 42:10 Wenn ihr in diesem Lande bleiben werdet, so will ich euch 
aufbauen und nicht wieder einreien und euch einpflanzen und nicht wieder 
ausreien; denn ich habe genug an dem Unheil, das ich euch angethan habe.
JER 42:11 Ihr braucht euch nicht vor dem Knige von Babel zu frchten, vor 
dem ihr nun in Furcht seid, - ihr braucht euch nicht vor ihm zu frchten, 
ist der Spruch Jahwes; denn ich bin mit euch, euch zu helfen und euch aus 
seinen Hnden zu erretten.
JER 42:12 Ich will euch bei ihm Erbarmen finden lassen, da er sich euer 
erbarmt und euch auf euren Grund und Boden zurckkehren lt.
JER 42:13 Falls ihr aber denkt: Wir wollen nicht in diesem Lande bleiben! 
indem ihr auf das Gebot Jahwes, eures Gottes, nicht hrt,
JER 42:14 vielmehr sprecht: Nein! sondern nach gypten wollen wir ziehen, 
da wir nicht Krieg erleben und Trompetenschall hren und nach Brot 
hungern mssen, und dort wollen wir bleiben! -JER 42:15 nun denn, so hrt 
das Wort Jahwes, ihr von Juda briggebliebenen: So spricht Jahwe der 
Heerscharen, der Gott Israels: Wenn ihr wirklich Miene macht, nach gypten 
zu ziehen, und hinzieht, um dort als Fremdlinge zu weilen,
JER 42:16 so soll das Schwert, vor dem ihr euch jetzt frchtet, euch dort 
erreichen in gypten, und der Hunger, vor dem euch jetzt bangt, wird euch 
dorthin auf den Fersen folgen nach gypten, und dort sollt ihr umkommen.
JER 42:17 Und alle Mnner, die Miene machen, nach gypten zu ziehen, um 
dort als Fremdlinge zu weilen, sollen durch das Schwert, den Hunger und 
die Pest umkommen, und keinem von ihnen soll's gelingen, vor dem Unheil, 
das ich ber sie kommen lassen will, zu entfliehen und sich zu retten.
JER 42:18 Denn so spricht Jahwe der Heerscharen, der Gott Israels: 
Gleichwie sich mein Zorn und mein Grimm ber die Bewohner Jerusalems 
ergossen hat, also soll sich mein Grimm ber euch ergieen, wenn ihr nach 
gypten zieht, und ihr sollt zu einem Gegenstande der Verwnschung und des 
Entsetzens, des Fluchs und der Beschimpfung werden und diese Gegend nicht 
wiedersehen!
JER 42:19 So hat euch nun, ihr von Juda briggebliebenen, Jahwe geboten: 
Ihr sollt nicht nach gypten ziehen! Merkt euch wohl, da ich euch heute 
verwarnt habe;
JER 42:20 denn ihr betrogt euch selbst damit, da ihr mich zu Jahwe, eurem 
Gotte sandtet, indem ihr spracht: Bete fr uns zu Jahwe, unserem Gott, und 
gieb uns genau nach dem Bescheide, den Jahwe, unser Gott erteilen wird, 
Kunde, damit wir darnach handeln!
JER 42:21 Ich habe ihn euch nun heute kundgethan, aber ihr habt auf das 
Gebot Jahwes, eures Gottes, nicht gehrt und zwar in Bezug auf alles das, 
womit er mich an euch gesandt hat.
JER 42:22 Und nun - so merkt euch wohl, da ihr durch das Schwert, den 
Hunger und die Pest umkommen werdet an dem Orte, wohin es euch gefllt zu 
ziehen, um dort als Fremdlinge zu weilen.
JER 43:1 Als aber Jeremia dem gesamten Volk alle die Worte Jahwes, ihres 
Gottes, mit denen ihn Jahwe, ihr Gott, an sie gesandt hatte, bis zu Ende 
mitgeteilt hatte, - alle jene Worte,
JER 43:2 da sprachen Asarja, der Sohn Hofajas, und Johanan, der Sohn 
Kareahs, samt allen den Mnnern, die sich frech gegen Jeremia auflehnten: 
Lgen redest du! Jahwe, unser Gott, hat dich nicht gesandt mit dem 
Auftrag: Ihr sollt nicht nach gypten ziehen, um dort als Fremdlinge zu 
weilen!
JER 43:3 sondern Baruch, der Sohn Nerijas, reizt dich wider uns auf, in 
der Absicht, uns der Gewalt der Chalder zu berliefern, damit man uns 
tte und uns nach Babel wegfhre!
JER 43:4 Und Johanan, der Sohn Kareahs, und alle Heeresobersten samt dem 
ganzen Volke gehorchten dem Gebote Jahwes nicht, da sie im Lande Juda 
geblieben wren,
JER 43:5 vielmehr nahmen Johanan, der Sohn Kareahs, und alle 
Heeresobersten den gesamten berrest Judas, die aus allen den Vlkern, 
wohin sie versprengt gewesen, zurckgekehrt waren, um im Lande Juda zu 
weilen,
JER 43:6 die Mnner, die Weiber und die Kinder, die Prinzessinnen und alle 
die Personen, die Nebusar-Adan, der Oberste der Leibwchter, sonst noch 
bei Gedalja, dem Sohne Ahikams, des Sohnes Saphans, belassen hatte, dazu 
den Propheten Jeremia und Baruch, den Sohn Nerijas,
JER 43:7 und zogen nach gypten, denn sie gehorchten dem Gebote Jahwes 
nicht. Sie zogen aber bis Thachpanhes.
JER 43:8 Da erging das Wort Jahwes an Jeremia in Thachpanhes 
folgendermaen:
JER 43:9 Hole groe Steine herbei und senke sie in Mrtel ein in der 
Vorhalle am Eingange zum Palaste des Pharao in Thachpanhes in Gegenwart 
judischer Mnner
JER 43:10 und sprich zu ihnen: So spricht Jahwe der Heerscharen, der Gott 
Israels: Frwahr, ich will meinen Knecht Nebukadrezar, den Knig von 
Babel, holen lassen und seinen Thron ber diesen Steinen, die ich 
eingesenkt habe, aufrichten, und er soll seinen Prachtteppich darber 
ausbreiten.
JER 43:11 Und er wird kommen und gypten schlagen: was fr den Tod 
bestimmt ist, - wird er dem Tode preisgeben, was fr die Wegfhrung, - der 
Wegfhrung, und was fr das Schwert, - dem Schwerte!
JER 43:12 Dann will ich Feuer an die Tempel der Gtter gyptens legen, und 
er wird sie niederbrennen und die Gtter wegfhren und wird sich in 
gypten hllen, wie sich der Hirt in seinen Mantel hllt. Unangefochten 
wird er alsdann von dort abziehn.
JER 43:13 Und er wird die Sulen von Beth-Semes in gypten zertrmmern und 
die Tempel der Gtter gyptens niederbrennen.
JER 44:1 Das Wort, welches an Jeremia in betreff aller der Juder erging, 
die in gypten wohnen, die in Migdol, Thachpanhes, Noph und im Lande 
Pathros wohnen, also lautend:
JER 44:2 So spricht Jahwe der Heerscharen, der Gott Israels: Ihr habt all' 
das Unheil gesehen, das ich ber Jerusalem und ber alle Stdte Judas 
gebracht habe, - die sind nun heute eine Wstenei und entvlkert! -JER 
44:3 wegen der Bosheit, die sie verbt haben, mich zum Zorne zu reizen, 
indem sie hingingen, um andern Gttern zu ruchern, die sie nicht kannten.
JER 44:4 Wohl sandte ich unermdlich immer wieder alle meine Knechte, die 
Propheten, zu euch, euch zu sagen: Thut doch diese greulichen Dinge, die 
ich hasse, nicht!
JER 44:5 Aber sie hrten nicht, noch neigten sie ihr Ohr, da sie sich von 
ihrer Bosheit bekehrt htten, so da sie andern Gttern nicht mehr 
rucherten.
JER 44:6 Und so ergo sich mein Grimm und mein Zorn und loderte auf in den 
Stdten Judas und auf den Gassen Jerusalems, so da sie zur Wstenei, zur 
Einde wurden, wie es heute der Fall ist.
JER 44:7 Und nun, - so spricht Jahwe, der Gott der Heerscharen, der Gott 
Israels: Warum wollt ihr denn euch selbst groes Unheil bereiten, indem 
ihr euch Mann und Weib, Knabe und Sugling aus dem Bereiche Judas 
ausrottet, so da ihr keinen Rest von euch brig lat,
JER 44:8 indem ihr mich durch die Machwerke eurer Hnde zum Zorne reizt, 
indem ihr andern Gttern ruchert in gypten, wohin ihr euch begeben 
wollt, um dort als Fremdlinge zu weilen, auf da ihr ausgerottet und zu 
einem Gegenstande des Fluchs und der Beschimpfung unter allen Vlkern der 
Erde werdet?
JER 44:9 Habt ihr etwa die belthaten eurer Vter und die belthaten der 
Knige Judas und die belthaten eurer Oberen und eure eigenen belthaten 
und die belthaten eurer Weiber, die sie im Lande Juda und auf den Gassen 
Jerusalems verbt haben, vergessen?
JER 44:10 Bis auf den heutigen Tag wurden sie nicht zerknirscht, noch 
frchten sie sich, noch wandelten sie nach meinem Gesetz und nach meinen 
Satzungen, die ich euch und euren Vtern vorgelegt habe.
JER 44:11 Darum, so spricht Jahwe der Heerscharen, der Gott Israels: Nun 
richte ich mein Antlitz auf euch zum Unheil, und zwar um ganz Juda 
auszurotten!
JER 44:12 Ich will die von Juda briggebliebenen, die ihre Absicht darauf 
gerichtet haben, nach gypten zu ziehen, um dort als Fremdlinge zu weilen, 
hinwegraffen: allesamt sollen sie aufgerieben werden, sollen sie in 
gypten fallen; durch das Schwert, durch den Hunger sollen sie aufgerieben 
werden, klein und gro: durch Schwert und Hunger sollen sie umkommen. Und 
so sollen sie zu einem Gegenstande der Verwnschung und des Entsetzens, 
des Fluchs und der Beschimpfung werden.
JER 44:13 Heimsuchen will ich die, die in gypten wohnen, wie ich 
Jerusalem heimgesucht habe, durchs Schwert, durch Hunger und Pest,
JER 44:14 und von dem berreste Judas, von denen, die nach gypten gelangt 
sind, um daselbst als Fremdlinge zu weilen, soll es keinem gelingen, sich 
zu retten und zu entfliehen, nmlich um ins Land Juda zurckzukehren, 
wohin zurckzukehren sie Verlangen tragen, um sich dort niederzulassen: 
denn sie werden nicht zurckkehren auer etlichen Entronnenen!
JER 44:15 Da antworteten Jeremia alle die Mnner, welche wuten, da ihre 
Weiber andern Gttern rucherten, und alle Weiber, die in groer Schar 
dabei standen, und alles Volk, das in gypten, in Pathros wohnte, 
folgendermaen:
JER 44:16 Was das anbetrifft, was du zu uns im Namen Jahwes geredet hast, 
so hren wir nicht auf dich,
JER 44:17 sondern wir wollen das Gelbde, das wir ausgesprochen haben, der 
Himmelsknigin zu ruchern und ihr Trankopfer zu spenden, in seinem ganzen 
Umfang ausfhren, gleichwie wir es gethan haben samt unsern Vtern, unsern 
Knigen und unsern Oberen in den Stdten Judas und auf den Gassen 
Jerusalems; da hatten wir Brot genug und befanden uns wohl und brauchten 
kein Unheil zu erleben.
JER 44:18 Seitdem wir aber aufgehrt haben, der Himmelsknigin zu ruchern 
und ihr Trankopfer zu spenden, hatten wir Mangel an allem und wurden durch 
das Schwert und den Hunger aufgerieben.
JER 44:19 Und wenn wir jetzt der Himmelsknigin ruchern und ihr 
Trankopfer spenden, - geschieht es etwa ohne Vorwissen unserer Mnner, da 
wir ihr Kuchen bereiten, um sie so abzubilden, und ihr Trankopfer spenden?
JER 44:20 Da sprach Jeremia zu dem gesamten Volke, zu den Mnnern und den 
Weibern und zu dem gesamten Volke, die ihm mit solcher Rede begegneten, 
also:
JER 44:21 Jawohl, der Rucherei, die ihr wie eure Vter, eure Knige und 
eure Oberen und das Volk des Landes in den Stdten Judas und auf den 
Gassen Jerusalems vollfhrt habt, - derer gedachte Jahwe und die kam ihm 
in den Sinn,
JER 44:22 und Jahwe vermochte es nicht lnger mehr zu ertragen ob der 
Bosheit eurer Thaten, ob der Greuel, die ihr verbtet. Und so ward euer 
Land zur Wstenei und ein Gegenstand des Entsetzens und des Fluchs, ohne 
Bewohner, wie es heute der Fall ist,
JER 44:23 deswegen weil ihr den Gtzen geruchert und euch an Jahwe 
versndigt, aber nicht auf das Gebot Jahwes gehrt habt, noch nach seinem 
Gesetz und seinen Satzungen und seinen Zeugnissen gewandelt seid: darum 
hat euch dieses Unheil betroffen, wie es heute der Fall ist!
JER 44:24 Sodann sprach Jeremia zu dem gesamten Volk und zu allen Weibern: 
Hrt das Wort Jahwes, ihr Juder insgesamt, die ihr in gypten weilt!
JER 44:25 So spricht Jahwe der Heerscharen, der Gott Israels: Ihr Weiber, -
 wie ihr mit eurem Munde geredet, so habt ihr es mit euren Hnden erfllt! 
 - da ihr sprecht: Wir wollen unsere Gelbde, die wir gethan haben, der 
 Himmelsknigin zu ruchern und ihr Trankopfer zu spenden, ausfhren! so 
 macht doch ja eure Gelbde wahr und fhrt doch ja eure Gelbde aus!
JER 44:26 Darum hrt das Wort Jahwes, ihr Juder alle, die ihr in gypten 
wohnt: Frwahr, ich schwre bei meinem groen Namen, spricht Jahwe: Es 
wird fernerhin mein Name in ganz gypten von keines Juders Munde mehr 
genannt werden, da etwa einer sprche: So wahr der Herr Jahwe lebt!
JER 44:27 Frwahr, ich will acht auf sie haben zum Unheil fr sie und 
nicht zum Heil, und es sollen alle Juder, die in gypten weilen, durch 
das Schwert und durch den Hunger aufgerieben werden bis zu ihrer vlligen 
Vertilgung!
JER 44:28 Indes, die dem Schwert Entronnenen sollen aus gypten ins Land 
Juda heimkehren, aber nur wenige an Zahl. Und der gesamte berrest Judas, 
die nach gypten gezogen sind, um dort als Fremdlinge zu weilen, soll dann 
erkennen, wessen Wort in Erfllung geht, - das meinige oder das ihrige!
JER 44:29 Und das soll das Zeichen fr euch sein, ist der Spruch Jahwes, 
da ich euch an diesem Orte heimsuchen werde, damit ihr erkennt, da meine 
Unheilsdrohungen wider euch gewi in Erfllung gehen werden:
JER 44:30 So spricht Jahwe: Frwahr, ich will den Pharao Hophra, den Knig 
von gypten, der Gewalt seiner Feinde und derer, die ihm nach dem Leben 
trachten, berliefern, so wie ich Zedekia, den Knig von Juda, der Gewalt 
Nebukadrezars, des Knigs von Babel, der sein Feind war und ihm nach dem 
Leben trachtete, berliefert habe.
JER 45:1 Das Wort, welches der Prophet Jeremia zu Baruch, dem Sohne 
Nerijas, sprach, als er im vierten Jahre Jojakims, des Sohnes Josias, des 
Knigs von Juda, diese Reden, so wie sie ihm Jeremia vorsagte, in ein Buch 
aufschrieb, also lautend:
JER 45:2 So spricht Jahwe, der Gott Israels, ber dich, Baruch: Du 
sprachst:
JER 45:3 O weh' mir, denn Jahwe fgt noch Kummer zu meinem Schmerze! Ich 
bin matt vom Seufzen und finde keine Ruhe!
JER 45:4 Sprich also zu ihm: So spricht Jahwe: Frwahr, was ich aufgebaut 
habe, reie ich nieder, und was ich eingepflanzt habe, reie ich aus,
JER 45:5 und da verlangst du fr dich so Groes? Verlange das nicht! Denn 
ich bringe nunmehr Unheil ber alles Fleisch, ist der Spruch Jahwes; dir 
aber will ich dein Leben zur Beute geben an allen Orten, wohin du dich 
begeben wirst.
JER 46:1 Was als Wort Jahwes an den Propheten Jeremiain betreff der 
fremden Vlker erging:
JER 46:2 ber gypten, in betreffs des Heres des Pharao Necho, des Knigs 
von gypten, das am Euphratstrome bei Karkemis stand, des Nebukadrezar, 
der Knig von Babel, im vierten Jahre Jojakims, des Sohnes Josias, des 
Knigs von Juda, schlug:
JER 46:3 Rstet Tartsche und Schild und rckt zum Kampfe vor!
JER 46:4 Spannt die Rosse an und besteigt die Pferde und stellt euch auf 
mit Helmen bedeckt! Putzt die Speere! Legt die Panzer an!
JER 46:5 Weshalb mu ich sie bestrzt, rckwrts weichen sehen? und ihre 
Helden erschttert und in unaufhaltsamer Flucht, ohne sich umzuwenden, - 
Grauen ringsum - ? ist der Spruch Jahwes.
JER 46:6 Nicht wird entfliehn der Behende, noch entrinnen der Held: im 
Norden droben, am Ufer des Euphratstroms, straucheln sie und kommen zu 
Falle!
JER 46:7 Wer war's doch, der dem Nile gleich empostieg, dessen Wasser wie 
Strme daherwogten?
JER 46:8 gypten stieg empor, dem Nile gleich, und wie Strme wogten daher 
seine Wasser, und es sprach: Ich will emposteigen, das Land bedecken, will 
Stdte vertilgen, samt ihren Bewohnern!
JER 46:9 Strmt heran, ihr Rosse, und rast daher, ihr Wagen, und ausrcken 
mgen die Helden:
JER 46:10 Ja, jener Tag kommt von dem Herrn Jahwe der Heerscharen, ein Tag 
der Rache, das er sich rche an seinen Widersachern! Da wird das Schwert 
fressen und sich sttigen und an ihrem Blute berauschen: denn ein Opfer 
hlt Jahwe im Nordlande, beim Euphratstrome!
JER 46:11 Steige hinab nach Gilead und hole Balsam, du Jungfrau, Tochter 
gypten! Vergebens wirst du ein Heilmittel nach den andern anwenden: fr 
dich giebts kein Pflaster!
JER 46:12 Es vernahmen die Vlker deine Schande, und von deinem 
Jammergeschrei ist die Erde erfllt, denn ein Held strauchelt ber den 
andern, miteinander fielen sie beide.
JER 46:13 Das Wort, welches Jahwe zum Propheten Jeremia redete in betreff 
des Zuges Nebukadrezars, des Knigs von Babel, zur Niederwerfung gyptens.
JER 46:14 Verkndet in gypten und meldet in Migdol, ja meldet in Noph und 
in Thachpanhes, sprecht: Stelle dich auf und setze dich in Bereitschaft, 
denn schon fra das Schwert in deiner Umgebung!
JER 46:15 Weshalb sind deine Starken zu Boden gestreckt? Sie hielten nicht 
stand, denn Jahwe strzte sie;
JER 46:16 gar viele brachte er zum Straucheln, und einer strzte ber den 
andern, so da sie riefen: Auf, lat uns zu unserm Volke, zu unserm 
Heimatlande heimkehren vor dem gewaltigen Schwerte!
JER 46:17 Man wird Pharao, dem Knige von gypten, den Namen geben: 
Untergang! - er lie die Frist verstreichen!
JER 46:18 So wahr ich lebe, ist der Spruch des Knigs, des Name Jahwe der 
Heerscharen ist: Ja, dem Thabor gleich unter den Bergen und gleich dem 
Karmel ber dem Meere wird er einrcken!
JER 46:19 Mach' dir die gertschaften zu Fortwandern zurecht, du 
Bewphnerschaft, Tochter gypten; denn Noph wird zur Einde, wird in Brand 
gesteckt, entvlkert werden.
JER 46:20 Wie eine gar schne junge Kuh ist gypten: Bremsen aus dem 
Norden fallen ber es her.
JER 46:21 Auch die Sldner, die es in seiner Mitte hat, Mastklbern gleich 
- ja, auch sie wenden sich, fliehen insgesamt, halten nicht stand. Denn 
ein Tag des Verderbens fr sie ist ber sie hereingebrochen, die Zeit 
ihrer Heimsuchung.
JER 46:22 Seine Stimme ist gleich geworden dem Geraschel der Schlange, die 
davonkriecht; denn mit Heeresmacht rcken sie an und mit xten fallen sie 
Holzhauern gleich darber her.
JER 46:23 Sie fllen seinen Wald, ist der Spruch Jahwes, denn unbersehbar 
sind sie; denn sie sind zahlreicher als Heuschrecken, niemand kann sie 
zhlen.
JER 46:24 Zuschanden ward die Tochter gypten; der gewalt eines nordischen 
Volks ward sie berliefert!
JER 46:25 Es spricht Jahwe der Heerscharen, der Gott Israels: Frwahr, ich 
suche heim den Amon von No und den Pharao samt denen, die sich auf ihn 
verlassen,
JER 46:26 und berliefere sie der Gewalt derer, die ihnen nach dem Leben 
trachten, und zwar der Gewalt Nebukadrezars, des Knigs von Babel, und der 
Gewalt seiner Knechte. Darnach aber wird gypten bewphnt sein wie in den 
Tagen der Vorzeit - ist der Spruch Jahwes.
JER 46:27 Du aber sei getrost, mein Knecht Jakob, und erschrick nicht, 
Israel, denn ich will dich erretten aus fernem Land und deine Nachkommen 
aus dem Lande, wo sie gefangen sind, da Jakob heimkehre und ruhig wohne 
und sicher lebe, ohne da ihn jemand aufschreckt.
JER 46:28 Ja, sei getrost, mein Knecht Jakob, ist der Spruch Jahwes, denn 
ich bin mit dir! Denn mit allen den Vlkern, unter die ich dich verstoen 
habe, will ich es garaus machen; mit dir aber will ich es nicht garaus 
machen. Vielmehr will ich dich mit Maen zchtigen, aber ganz ungestraft 
will ich dich nicht lassen.
JER 47:1 Was als Wort Jahwes an den Propheten Jeremia erging in betreff 
der Philister, bevor der Pharao Gaza berwand.
JER 47:2 So spricht Jahwe: Schon fluten Wasser von Norden heran und werden 
zum berschwemmenden Bach; sie berschwemmen das Land und was es erfllt, 
die Stdte und die darin wohnen, da die Menschen laut schreien, und alle 
Bewohner des Landes heulen.
JER 47:3 Ob des gedrhns vom Aufstampfen der Hufe seiner Hengste, ob des 
gerassels seiner Wagen, des Getses seiner Rder, sehen sich Vter nicht 
nach ihren Kindern um, weil ihre Hnde kraftlos geworden,
JER 47:4 wegen des tags, der da angebrochen ist, da er ganz Philista 
verwste, da er Tyrus und Sidon jeden noch briggebliebenen helfer 
vertilge. Denn Jahwe will Philista verwsten, den berrest der Kste 
Kaphtor.
JER 47:5 Kahlheit ist ber Gaza gekommen, vernichtet ist Askalon: Du 
berrest der Enakiter, wie lange willst du dir Einritzungen machen?
JER 47:6 Ha! du Schwert Jahwes, wie lange willst du rastlos sein? Zieh' 
dich zurck in deine Scheide! Beruhige dich und bleibe still!
JER 47:7 Wie sollte es rasten, hat doch Jahwe es beordert? Nach Askalon 
und nach dem Gestade des Meers, - dorthin hat er es bestellt!
JER 48:1 ber Moab: So spricht Jahwe der Heerscharen, der Gott Israels: 
Wehe ber Nebo, denn es ist berwltigt, zu Schanden geworden, eingenommen 
ist Kirjathaim; zu Schanden geworden ist die Hochburg und gebrochen!
JER 48:2 Vorbei ist's frderhin mit Moabs Ruhm! In Hesbon plant man Unheil 
wider es: Wohlan, lat es uns ausrotten, da es aufhrt, ein Volk zu 
sein! Auch du, Madmen, wirst vernichtet werden, hinter dir her zieht das 
Schwert!
JER 48:3 Horch! Jammergeschrei von Horonaim her: Verwstung und gewaltige 
zerschmetterung!
JER 48:4 Zerschmettert ist Moab: Jammergeschrei lassen sie hren bis Zoar 
hin;
JER 48:5 denn die Steige von Luhith steigt man mit Weinen hinan, ja auf 
dem Abstiege von Horonaim hrt man Jammergeschrei ber Zerschmetterung.
JER 48:6 Flieht, rettet euch! und werdet gleich einem Wachholderstrauch in 
der Wste!
JER 48:7 Ja, weil du dich auf deine Machwerke verlieest und auf deine 
Schtze, wirst auch du eingenommen, und mu Kamos in die Gefangenschaft 
wandern, seine Priester und seine Oberen miteinander.
JER 48:8 Und es kommt der Verwster ber jegliche Stadt, keine Stadt wird 
entrinnen. Zugrunde geht das Thal, und vernichtet wird die Ebene, wie 
Jahwe gesagt hat.
JER 48:9 Gebt Moab Flgel, da es auf- und davonfliege: feine Stdte 
sollen zur Einde werden, ohne einen bewohner darin!
JER 48:10 Verflucht sei, wer das Werk Jahwes mit Lssigkeit ausfhrt, und 
verflucht, wer seinem Schwerte das Blut mignnt!
JER 48:11 Von Jugend auf hatte Maob Ruhe und lag ungestrt auf seinen 
Hefen; es ward nicht aus einem Gef in ein anderes umgegossen, noch ist's 
je in Gefangenschaft gewandert: darum hat es seinen Geschmack behalten, 
und sein Duft hat sich nicht gewandelt.
JER 48:12 Darum frwahr, es kommt die Zeit, ist der Spruch Jahwes, da will 
ich ihm Schrter senden, da sie es ausschroten: die sollen seine Gefe 
ausgieen und seine Krge zerschmeien!
JER 48:13 Dann wird Moab mit Kamos zuschanden werden, wie das Reich Israel 
mit Bethel, auf das es sich verlie, zu Schanden ward.
JER 48:14 Wie knnt ihr sprechen: Helden sind wir und kriegstchtige 
Mnner!?
JER 48:15 Der Verwster Moabs und seiner Stdte zieht schon heran, und die 
Auserlesensten seiner jungen Krieger sinken nieder zur Schlachtung, ist 
der Spruch des Knigs, des Name Jahwe der Heerscharen ist.
JER 48:16 Das Verderben Moabs ist nahe herbeigekommen, und sein Unheil 
bricht gar eilends herein.
JER 48:17 Bezeugt ihm Beileid, ihr, seine Nachbarn insgesamt, und alle, 
die ihr seinen Namen kennt! Sprecht: Wie ward doch zerschmettert der 
starke Stecken, der prchtige Stab!
JER 48:18 Steige herab von der Hhe der Herrlichkeit und setze dich in den 
Staub, du Bewohnerschaft, Tochter Dibon; denn der Verwster Moabs zieht 
wider dich heran, zerstrt deine Bollwerke!
JER 48:19 Tritt an den Weg und sphe, Bewohnerschaft Aroers, - frage den 
Flchtling und die Entronnene, sprich: Was ist geschehen?
JER 48:20 Zu Schanden ward Moab, ja gebrochen ward's: heulet und jammert! 
Verkndet am Arnon, da Moab berwltigt ist!
JER 48:21 Ja, ein Strafgericht brach herein ber den Bereich der Ebene, 
ber Holon und Jahza und Mephaat,
JER 48:22 ber Dibon, Nebo und Beth-Diblathaim,
JER 48:23 ber Kirjathaim, Beth-Gamul und Beth-Meon,
JER 48:24 ber Kerioth, Bozra und alle andern Stdte Moabs, die fernen wie 
die nahen.
JER 48:25 Abgeschlagen ist das Horn Moabs und sein Arm zerschmettert! - 
ist der Spruch Jahwes.
JER 48:26 Macht es trunken - denn wider Jahwe hat es gro gethan, - da 
Moab hinklatsche in sein Gespei und gleichfalls zum Gesptte werde!
JER 48:27 Oder war dir etwa Israel nicht ein Gegenstand des Gesptts? 
Wurde es etwa unter Dieben ertappt, da du, so oft du von ihm redest, 
hhnisch den Kopf schttelst?
JER 48:28 Rumt die Stdte und macht Wohnung im Felsengeklft, ihr 
Bewohner Moabs, da ihr der Taube gleicht, die da nistet jenseits am Rande 
des Abgrunds!
JER 48:29 Wir haben von dem Stolze Moabs gehrt, dem beraus 
hochfahrenden, von seiner Hoffart, seinem Stolze, seiner Anmaung und 
seiner Hochmut!
JER 48:30 Ja, ich kenne, ist der Spruch Jahwes, seinen bermut: so 
unwahrhaftig ist sein Gerede, so unwahrhaftig ist das, was sie thun!
JER 48:31 Darum mu ich heulen ber Moab und bejammern Moab insgesamt: 
ber die Leute von Kir-Heres wird man seufzen!
JER 48:32 Mehr als ber Jaeser geweint wird, beweine ich dich, Weinstock 
von Sibma, dich, dessen Ranken das Meer berschritten, bis Jaeser 
reichten: in deinen Herbst und in deine Lese ist der Verwster 
hereingebrochen.
JER 48:33 Freude und Jubel ist dem Fruchtgefilde genommen und dem Lande 
Moab. Ich lasse den Wein aus den Kufen verschwinden, nicht wird man mehr 
keltern: Jauchzen hrt man, das kein Jauchzen ist!
JER 48:34 Vom jammererfllten Hesbon an bis Elaele, bis Jahaz hin erlebt 
man Geschrei, von Zoar her bis Horonaim, bis zum dritten Eglath; denn auch 
die Wasser von Nimrim werden zu Wsteneien.
JER 48:35 Und ich vertilge aus Moab, ist der Spruch Jahwes, die zur 
Opferhhe hinaufgehn und ihrem Gotte ruchern.
JER 48:36 Darum klagt mein Herz um die Mnner von Kir-Heres gleich Flten: 
gingen ihnen ja doch die Ersparnisse, die sie gemacht, verloren!
JER 48:37 Denn ale Hupter sind zur Glatze geworden, und alle Brte sind 
geschoren;
JER 48:38 Auf allen Dchern Moabs und auf seinen Pltzen ist nichts als 
Trauerklage, denn ich habe Moab zerschmettert, gleich einem Gef, an dem 
niemand Gefallen hat, ist der Spruch Jahwes
JER 48:39 Wie ist's gebrochen! Heulet! Wie hat Moab den Rcken gewandt! 
Schme dich! Und es soll Moab ein Gegenstand des gesptts und des 
Entsetzens fr alle seine Nachbarn werden.
JER 48:40 Denn so spricht Jahwe: Frwahr, einem Adler gleich fliegt er 
heran und breitet seine Flgel ber Moab hin;
JER 48:41 die Stdte werden eingenommen, und die Bergfesten erobert, und 
das Herz der Helden Moabs wird jenes Tages dem Herzen eines Weibes in 
Kindesnten gleichen.
JER 48:42 Vernichtet aber wird Moab, da es aufhrt, ein Volk zu sein, 
weil es wider Jahwe gro gethan.
JER 48:43 Grauen und Grube und Garn kommen ber dich, du Bewohner Moabs, - 
ist dert Spruch Jahwes -:
JER 48:44 wer vor dem Grauen entflohen, fllt in die Grube; wer der Grube 
entstiegen, fngt sich im Garn. Denn diese bringe ich ber Moab im Jahre 
ihrer Heimsuchung - ist der Spruch Jahwes.
JER 48:45 Im Schatten Hesbons machen erschpft Flchtlinge Halt, doch 
Feuer bricht aus Hesbon hervor, und Flammenglut aus Sihons Palast; die 
verzehrt die Schlfen Moabs und den Scheitel der Lrmer.
JER 48:46 Wehe dir, Moab! Verloren ist das Volk des Kamos! Denn 
fortgeschleppt werden deine Shne in Gefangenschaft, und deine Tchter ins 
Gefngnis.
JER 48:47 Doch ich will das Geschick Moabs wenden in der Folgezeit - ist 
der Spruch Jahwes. Bis hierher geht das Strafgericht ber Moab.
JER 49:1 ber die Ammoniter: So spricht Jahwe: Hat denn Israel keine Shne 
oder hat es keinen Erben? Weshalb hat den Milkom den Gad beerbt, und hat 
sich sein Volk in dessen Stdten niedergelassen?
JER 49:2 Darum, frwahr, es kommt die Zeit, ist der Spruch Jahwes, da 
lasse ich Rabba, die Stadt der Ammoniter, Kriegsgeschrei vernehemn, und 
sie soll zu einem Schutthgel und ihre Tochterstdte in Brand gesteckt 
werden: da soll dann Israel seine erben wieder beerben! spricht Jahwe.
JER 49:3 Heule, Hesbon, da die Stadt berwltigt ist! Erhebt 
Jammergeschrei, ihr Tochterstdte Rabbas! Umgrtet euch mit 
Trauergewndern, stimmt Klage an und irrt umher in den Hrden; denn Milkom 
mu in Gefangenschaft wandern, seine Priester und Oberen miteinander!
JER 49:4 Was prahlst du mit den Thlern, dem berflusse deines Thalgrunds, 
abtrnnige Tochter, die im Vertrauen auf ihre Schtze sich vermit: Wer 
sollte an mich herankommen?
JER 49:5 Frwahr, ichlasse grauen ber dich kommen, ist der Spruch des 
Herrn, Jahwes der Heerscharen, von allen Seiten rings um dich her; und ihr 
sollt auseinandergesprengt werden ein jeder stracks vor sich hin, und 
niemand wird die Flchtigen wieder sammeln!
JER 49:6 Hernachmals aber werde ich die Gefangenen der Ammoniter wieder 
heimbringen, ist der Spruch Jahwes.
JER 49:7 ber Edom: So spricht Jahwe der Heerscharen: Ist denn keine 
Weisheit mehr in Theman? Ist denn der Rat der Klugen abhanden gekommen, 
ihre Weisheit verschttet?
JER 49:8 Flieht! Macht euch davon! Versteckt euch tief drunten, ihr 
bewohner von Dedan! Denn Esaus Verderben lasse ich ber ihn hereinbrechen 
zu der zeit, da ich ihn heimsuche.
JER 49:9 Wenn Winzer ber dich kommen, lassen sie nicht eine Nachlese 
brig? wenn Diebe in der Nacht -, so schdigen sie, bis sie befriedigt 
sind!
JER 49:10 Weil aber ich selbst Esau aufdecke, seine verstecke blolege, 
da er sich nicht zu verbergen vermag, so wird seine Nachkommenschaft 
berwltigt samt seinen Brudervlkern und Nachbarstmmen, und es ist aus 
mit ihm!
JER 49:11 La nur deine Waisen, - ich will sie am Leben erhalten, und 
deine Witwen mgen auf mich vertrauen!
JER 49:12 Ja, so spricht Jahwe: Frwahr, denen es nicht gebhrte, den 
Kelch zu trinken, die mssen ihn trinken - und du gerade solltest leer 
ausgehen? Du wirst nicht leer ausgehen, sondern trinken mut du!
JER 49:13 Denn ich schwre bei mir, ist der Spruch Jahwes: Ein Gegenstand 
des Entsetzens, der Beschimpfung, des Starrens und des Fluchs soll Bozra 
werden, und alle ihre Tochterstdte sollen zu immerwhrenden Wsteneien 
werden!
JER 49:14 Eine Kunde habe ich vernommen von Jahwe her und eine Botschaft, 
die unter die Vlker gesandt ward: Sammelt euch und rckt wider es heran 
und macht euch auf zum Kampfe!
JER 49:15 Denn frwahr, ich will dich klein machen unter den Vlkern, 
verachtet unter den Menschen!
JER 49:16 Schauder ber dich! Dich hat bethrt dein vermessener Sinn, der 
du in Felsenhngen wohnst, den Gipfel des Hgels umklammerst: bautest du 
auch so hoch wie ein Adler dein Nest, ich strze dich von dort hinab! - 
ist der Spruch Jahwes.
JER 49:17 Und Edom soll ein Gegenstand des Entsetzens werden: jeder, der 
daran vorberzieht, wird entsetzt sein und zischen ob all seiner Wunden.
JER 49:18 Wie Sodom und Gomorrha und ihre Nachbarstdte von Grund aus 
zerstrt wurden, spricht Jahwe, wird auch dort niemand mehr wohnen, noch 
ein Mensch darin weilen.
JER 49:19 Frwahr, einem Lwen gleich, der aus dem Dickicht des Jordan zur 
immerprangenden Aue hinaufsteigt: so jage ich es im Nu von dannen und wer 
erwhlt ist, den setze ich ber sie. Denn wer ist mir gleich? und wer will 
mich zur Rechenschaft ziehen? und wo wre der Hirte, der vor mir 
standhalten knnte?
JER 49:20 Darum hrt den Ratschlu Jahwes, den er in betreff Edoms gefat 
hat, und seine gedanken, die er hegt in betreff der Bewohner von Theman: 
Wahrlich, man soll sie fortschleppen - die geringsten der Schafe! 
Wahrlich, entsetzen soll sich ber sie ihre Aue!
JER 49:21 Vom Gedrhn ihres Falls erzittert die Erde; das Wehgeschrei - am 
Schilfmeer hrt man seinen Widerhall!
JER 49:22 Frwahr, einem Adler gleich steigt er auf und fliegt er heran 
und breitet seine Flgel ber Bozra, und das Herz der Helden Edoms wird 
jenes Tags dem herzen eines Weibes in Kindesnten gleichen.
JER 49:23 ber Damaskus: Bestrzt sind Hamath und Arpat, denn eine 
unheilvolle Kunde vernahmen sie; sie sind fassungslos, voller Unruhe, dem 
Meere gleich, das nicht zur Ruhe kommen kann.
JER 49:24 Damaskus ist mutlos geworden, hat sich zur Flut gewandt, und 
Schrecken hat es erfat; Angst und Wehen haben es gepackt, wie eine 
gebrende.
JER 49:25 Ach, warum doch ward die herrliche Stadt, die Stadt meiner 
Wonne, nicht verlassen?
JER 49:26 Darum mssen nun ihre jungen Mnner auf ihre Straen fallen, und 
alle Kriegsleute jenes Tags hinweggetilgt werden, ist der Spruch Jahwes 
der Heerscharen.
JER 49:27 Und ich lege Feuer an die Mauer von Damaskus, da es die Palste 
Benhadads verzehre.
JER 49:28 ber Kedar und ber die Knigreiche von Hazor, die Nebukadrezar, 
der Knig von Babel, berwand: So spricht Jahwe: Auf! zieht wider Kedar 
und berwltigt die Bewohner des Ostens!
JER 49:29 Ihre zelte und ihre Schafe soll man wegnehmen, ihre Zeltdecken, 
alle ihre Gerte und ihre Kamele soll man ihnen entfhren; da soll man 
ber sie ausrufen: Grauen ringsum!
JER 49:30 Flieht, flchtet eiligst, versteckt euch tief drunten, ihr 
Bewohner von Hazor! - ist der Spruch Jahwes; denn Nebukadrezar, der Knig 
von Babel, hat einen Ratschlu wider euch gefat und einen Anschlag wider 
euch ersonnen.
JER 49:31 Auf! zieht wider ein harmloses Volk, das in Sicherheit wohnt - 
ist der Spruch Jahwes -, das weder Thren noch Riegel hat: abgesondert 
wohnen sie! 32
JER 49:32 Ihre Kamele sollen ein Raub, und die Menge ihrer Herden eine 
Beute werden, und ich will sie in alle Winde zerstreuen - die mit 
abgestutztem Haarrand - und von allen Seiten her Verderben fr sie 
herbeifhren, ist der Spruch Jahwes.
JER 49:33 Hazor aber soll zu einer Wohnsttte fr Schakale werden, eine 
Einde fr immer: niemand wird mehr daselbst wohnen, noch ein Mensch darin 
weilen.
JER 49:34 Was als Wort Jahwes an den Propheten Jeremia erging in betreff 
Elams im Anfange der Regierung Zedekias, des Knigs von Juda, also lautend:
JER 49:35 So spricht Jahwe der Heerscharen: Frwahr, ich will den Bogen 
der Elamiter zerschmettern, ihre vornehmste Heldenkraft,
JER 49:36 und will ber die Elamiter vier Winde von den vier Ecken des 
Himmels her hereinbrechen lassen und sie in alle Winde zerstreuen, und 
kein Volk soll es geben, wohin die versprengten Elams nicht gelangen 
werden.
JER 49:37 Ich will die Elamiter verzagen lassen vor ihren Feinden und vor 
denen, die ihnen nach dem Leben trachten, und will Unheil ber sie 
bringen, die Glut meines Zorns, ist der Spruch Jahwes, und das Schwert 
hinter ihnen her senden, bis ich sie aufgerieben habe.
JER 49:38 Ich will meinen Richterstuhl in Elam aufstellen und von dort 
Knige und Oberste hinwegtilgen, ist der Spruch Jahwes.
JER 49:39 In der Folgezeit aber will ich die gefangenen Elams wieder 
zurckbringen, ist der Spruch Jahwes.
JER 50:1 Das Wort, welches Jahwe durch den Propheten Jeremia in betreff 
Babels, in betreff des Landes der Chalder geredet hat:
JER 50:2 Verkndet's unter den Vlkern und meldet's und pflanzt ein Panier 
auf! Meldet's, verhehlt nichts! Sprecht: Babel ist erobert, zu Schanden 
geworden Bel, niedergeschmettert Merodach; zu Schanden geworden sind seine 
Bilder, niedergeschmettert seine Gtzen!
JER 50:3 Denn von Norden her zieht ein Volk wider es heran, - das macht 
sein Land zur Einde, da kein Bewohner mehr darin zu finden ist; 
Menschen, wie Vieh flchten, gehen davon.
JER 50:4 In jenen Tagen und zu jener Zeit, ist der Spruch Jahwes, werden 
die Israeliten kommen, zusammen mit den Judern, unter unaufhrlichem 
Weinen werden sie dahinziehen und Jahwe, ihren Gott, suchen.
JER 50:5 Nach dem Zion werden sie fragen, ihr Angesicht hierher gerichtet: 
sie kommen und schlieen sich an Jahwe zu einem immerwhrenden, nie mehr 
vergessenem Bunde.
JER 50:6 Wie verlorne Schafe war mein Volk: ihre Hirten leiteten sie in 
die Irre; auf Berge hin verfhrten sie sie, vom Berg zum Hgel zogen sie 
fort, vergaen ihre Lagersttte.
JER 50:7 Alle, die auf sie stieen, fraen sie, und ihre Widersacher 
sprachen: Wir laden keine Schuld auf uns! - dafr, da sie sich an Jahwe, 
der Aue der Gerechtigkeit und der Hoffnung ihrer Vter, Jahwe, 
versndigten.
JER 50:8 Flchtet aus dem Bereiche von Babel und verlat das Land der 
Chalder und seid wie Bcke vor der Herde her!
JER 50:9 Denn frwahr, ich will wider Babel einen Haufen gewaltiger Vlker 
aus den Lndern des Nordens anreizen und heranziehen lassen: die sollen 
sich wieder es aufstellen; von dort aus wird es erobert werden. Ihre 
Pfeile gleichen einem glcklichen Helden, der nicht unverrichteter Sache 
umkehrt.
JER 50:10 Und so soll Chalda eine Beute werden; alle, die darin Beute 
machen, sollen genug haben, ist der Spruch Jahwes.
JER 50:11 Ja freut euch nur, ja, frohlockt nur, ihr Ruber meines 
Eigentums, - ja, springt nur frhlich wie eine dreschende junge Kuh und 
wiehert wie die Hengste.
JER 50:12 Eure Mutter wird gnzlich zu Schanden, schmen mu sich, die 
euch geboren, - sie, die nun das letzte der Vlker, eine Wste, Drre und 
Steppe!
JER 50:13 Ob Jahwes Groll wird's unbewohnt bleiben und ganz und gar Einde 
werden: jeder, der an Babel vorberzieht, wird sich entsetzen und zischen 
wegen aller ihrer Wunden.
JER 50:14 Stellt euch ringsum wider Babel auf, all' ihr Bogenschtzen! 
Schie auf es, spart die Pfeile nicht; denn an Jahwe hat es sich 
versndigt!
JER 50:15 Erhebt ringsum Jubelgeschrei ber es: Es hat sich ergeben, 
gefallen sind seine Sttzen, eingerissen seine Mauern! Weil es die Rache 
Jahwes ist: rcht euch an ihm! So wie es verfuhr, verfahrt mit ihm!
JER 50:16 Rottet aus Babel aus, die da sen, samt denen, die zur Erntezeit 
die Sichel fhren! Von dem gewaltthtigen Schwerte werden sie sich ein 
jeder zu seinem Volke wenden und ein jeder in seine Heimat fliehen!
JER 50:17 Wie ein versprengtes Schaf ist Israel, das Lwen verjagt haben: 
zuerst hat es der Knig von Assur angefressen, und nun zuletzt hat 
Nebukadrezar, der Knig von Babel, ihm die Knochen abgenagt.
JER 50:18 Darum spricht Jahwe der Heerscharen, der Gott Israels, also: 
Frwahr, ich will den Knig von Babel und sein Land heimsuchen, wie ich 
den Knig von Assur heimgesucht habe.
JER 50:19 und will Israel wieder auf seine Aue zurckfhren, da es auf 
dem Karmel und in Basan weide und auf dem gebirge Ephraim und in Gilead 
seinen Hunger stille!
JER 50:20 In jenen Tagen und zu jener zeit, ist der Spruch Jahwes, wird 
man nach der verschuldung Israels suchen, aber sie ist nicht mehr 
vorhanden, und nach den Snden Judas, aber sie sind nicht mehr zu finden; 
denn ich werde denen, die ich briglasse vergeben.
JER 50:21 Wider das Land Doppelemprung - zieh' wider es heran! und 
wider die Bewohner der Stadt Heimsuchung; - stich nieder hinter ihnen 
her, vollstrecke den Bann - ist der Spruch Jahwes - und handle genau, wie 
ich dir befohlen habe!
JER 50:22 Horch! Krieg im Land und gewaltige Zerschmetterung!
JER 50:23 Wie ist doch der Hammer, der die ganze Erde schlug, abgehauen 
und zerschmettert! Wie ist doch Babel ein Gegenstand des Entsetzens 
geworden unter den Vlkern!
JER 50:24 Ich legte dir Schlingen, und so wardst du gefangen, Babel, ohne 
da du dich dessen versahst! Du wardst ertappt und wardst gefat, denn 
wider Jahwe erkhntest du dich zu streiten.
JER 50:25 Jahwe hat seine Rstkammer aufgethan und die Waffen seines 
Grimms hervorgeholt; denn Arbeit giebt's fr den Herrn, Jahwe der 
Heerscharen, im Lande der Chalder.
JER 50:26 Rckt von allen Enden her wider es heran! ffnet seine Scheuern! 
Schttet es auf gleich Garben und vollstreckt an ihm den Bann! Es bleibe 
von ihm kein berrest!
JER 50:27 Stecht alle seine farren nieder, - zur Schlachtung sollen sie 
niedersinken! Wehe ihnen, denn ihr Tag ist gekommen, die zeit ihrer 
Heimsuchung!
JER 50:28 Horch! Flchtende und Entronnene aus dem Lande Babel, um auf dem 
Zion zu verknden, da Jahwe, unser Gott, Rache bt, Rache fr seinen 
Tempel!
JER 50:29 Bietet Schtzen wider Babel auf, alle, die den Bogen spannen! 
Lagert euch ringsum wider es! Kein Entrinnen soll's fr es geben! 
Vergeltet ihm nach seinem Thun! Ganz so wie es verfuhr, verfahrt mit ihm; 
denn wider Jahwe, wider den Heiligen Israels, hat es frech sich aufgelehnt!
JER 50:30 Darum sollen seine jungen Mnner auf seinen Straen fallen, und 
alle seine Kriegsleute jenes Tags hinweggetilgt werden - ist der Spruch 
Jahwes.
JER 50:31 Frwahr, ich will an dich, Frechheit, ist der Spruch des Herrn 
Jahwe der Heerscharen; denn dein Tag ist gekommen, die Zeit, da ich dich 
heimsuche!
JER 50:32 Nun soll Frechheit straucheln und fallen, und niemand wird ihr 
aufhelfen, und ich will Feuer an ihre Stdte legen, da es alles, was 
rings um sie her ist, verzehre.
JER 50:33 So spricht Jahwe der Heerscharen: Vergewaltigt sind die 
Israeliten und die Juder zumal, und alle, die sie in Gefangenschaft 
gefhrt haben, halten sie fest, weigern sich, sie loszulassen.
JER 50:34 Doch ihr Erlser ist stark, - Jahwe der Heerscharen ist sein 
Name: er wird mit Eifer ihre Sache fhren, damit er Ruhe schaffe der Erde, 
aber Unruhe den Bewohnern Babels.
JER 50:35 Auf! Schwert, ber die Chalder her, ist der Spruch Jahwes, und 
ber die bewohner Babels, seine Obersten und seine Weisen!
JER 50:36 Auf! Schwert, ber die Schwtzer, da sie sich als Thoren 
erweisen! Auf! Schwert, ber seine Helden, da sie verzagen!
JER 50:37 Auf! Schwert, ber seine Rosse und seine Wagen und ber das 
ganze Vlkergemisch in seinem Bereiche, da sie zu weibern werden! Auf! 
Schwert, ber seine Schtze, da sie ausgeraubt werden!
JER 50:38 Auf! Schwert, ber seine Gewsser, da sie vertrocknen! denn ein 
Land der Gtzenbilder ist es, und mit den Schreckgestalten gebrden sie 
sich wie Wahnsinnige.
JER 50:39 Darum werden Wilkatzen mit Schakalen zusammen wohnen, und 
Straue werden darin wohnen; nimmermehr aber soll es wieder besiedelt 
sein, noch bewohnt auf Geschlecht und Geschlecht.
JER 50:40 Wie Gott Sodom und Gomorrha und ihre Nachbarstdte von Grund aus 
zerstrte, ist der Spruch Jahwes, soll auch dort niemand wohnen, noch ein 
Mensch darin weilen.
JER 50:41 Schon kommt ein Volk von Norden her, schon erheben sich eine 
gewaltige Nation und mchtige Knige vom uersten Winkel der Erde.
JER 50:42 Bogen und Wurfspie fhren sie; grausam sind sie und ben kein 
Erbarmen. Ihr Lrmen tost dem Meere gleich und auf Rossen reiten sie, 
gerstet wie ein Kriegsmann zum Kampfe wider dich, Tochter Babel!
JER 50:43 Der Knig von Babel vernahm die Kunde von ihnen, und schlaff 
sinken seine Hnde; Angst hat ihn erfat, Zittern, wie eine Gebrende.
JER 50:44 Frwahr, einem Lwen gleich, der aus dem Dickicht des Jordan zur 
immerprangenden Aue hinaufsteigt: so jage ich sie im Nu von dannen und wer 
erwhlt ist, den setze ich darber. Denn wer ist mir gleich und wer will 
mich zur Rechenschaft ziehen, und wo wre der Hirte, der vor mir 
standhalten knnte?
JER 50:45 Darum hrt den Ratschlu Jahwes, den er in betreff Babels gefat 
hat, und seine Gedanken, die er in betreff des Landes der Chalder hegt: 
Wahrlich, man soll sie fortschleppen, die Geringsten der Schafe! Wahrlich, 
entsetzen soll sich ber sie die Aue!
JER 50:46 Vom Rufe: Babel ist genommen! erzittert die Erde, und ihr 
Wehgeschrei hrt man unter den Vlkern.
JER 51:1 So spricht Jahwe: Schon reize ich wider Babel und die Bewohner 
des Herz meiner Widersacher die Wut eines Verderbers an
JER 51:2 und sende Worfler wider Babel, da sie es worfeln und sein Land 
ausleeren. Wenn die zur Unheilszeit es rings umzingel,
JER 51:3 soll niemand seinen Bogen spannen, noch in seinem Panzer sich 
erheben! Doch schont seiner jungen Mnner nicht, vollstreckt an seinem 
ganzen Kriegsheere den Bann,
JER 51:4 da Erschlagene im Lande der Chalder hinfallen und 
Schwerverwundete auf seinen Gassen!
JER 51:5 Denn Israel und Juda sind nicht von ihrem Gotte, von Jahwe der 
Heerscharen, verlassen, weil ihr Land voll von Verschuldung ist gegen den 
Heiligen Israels.
JER 51:6 Flieht aus dem Bereiche Babels und rettet ein jeder sein Leben! 
Lat euch nicht um seiner Verschuldung willen vernichten; denn eine zeit 
der Rache ist's fr Jahwe: was es verbt hat, zahlt er ihm heim!
JER 51:7 Ein goldener Becher war Babel in der Hand Jahwes, der die ganze 
Erde berauschen sollte: vom Weine darin tranken die Vlker, darum 
gebrdeten sich wie Rasende die Vlker.
JER 51:8 Pltzlich ist Babel gefallen und ward zerschmettert: heult ber 
es! Holt Balsam fr seinen Schmerz, vielleicht ist's zu heilen!
JER 51:9 Wir wollten Babel heilen, aber es war nicht zu heilen; lat es, 
da wir ein jeder nach seiner Heimat ziehn. Denn bis an den himmel reicht 
das Gericht, von dem es betroffen, und bis zu den Wolken erhebt es sich!
JER 51:10 Jahwe hat unsere gerechte Sache ans Licht gebracht: Kommt lat 
uns in Zion das Thun Jahwes, unseres Gottes, erzhlen!
JER 51:11 Subert die Pfeile! nehmt die Schilde auf! Jahwe hat die Wut der 
Knige der Meder angereizt; denn wider Babel ist sein Beschlu gerichtet, 
da er es verderbe. Denn die rache Jahwes ist es, die rache fr seinen 
Tempel.
JER 51:12 Wider die Mauern Babels pflanzt ein Panier auf! Verstrkt die 
Bewachung! Stellt Wachtposten auf! Richtet den Hinterhalt ein! Denn Jahwe 
hat beschlossen und fhrt aus, was er den Bewohnern Babels angedroht hat.
JER 51:13 O. die du an groen Wassern wohnst, reich an Schtzen, - 
gekommen ist dein Ende, das Ma ist da, dich abzuschneiden!
JER 51:14 Jahwe der Heerscharen schwrt bei sich selbst: Frwahr, wenn ich 
dich mit Menschen angfllt htte wie mit Heuschrecken, man wird dennoch 
Siegesgeschrei ber dich anstimmen!
JER 51:15 Der die Erde durch seine Macht erschaffen, den Erdkreis durch 
seine Weisheit gegrndet und durch seine Einsicht den Himmel ausgespannt 
hat, -JER 51:16 wird seine Donnerstimme laut, antwortet Wasserbrausen am 
Himmel, und Wolken lt er vom Rande der Erde heraufziehen, schafft 
Blitze, einen Weg zu bahnen dem Regen, und entlt den Wind aus seinen 
Vorratskammern.
JER 51:17 Verblfft steht da jeder und kann es nicht begreifen; schmen 
mu sich jeglicher Schmelzer wegen seines Gebildes, weil Trug seine 
Gubilder sind, und kein Odem in ihnen ist.
JER 51:18 Eitel Dunst sind sie, Machwerk der Verhhnung; wenn die Zeit 
ihrer Heimsuchung kommt, ist's aus mit ihnen.
JER 51:19 Aber nicht gleicht diesen Jakobs Anteil, sondern der Schpfer 
des Alls ist er, und Israel ist sein Eigentumsstamm, - Jahwe der 
Heerscharen ist sein Name!
JER 51:20 Als Hammer galtst du mir, als Kriegswaffe, da ich mit dir 
Vlker zerhmmerte, und Knigreiche mit dir vernichtete,
JER 51:21 da ich Rosse samt ihren Reitern mit dir zerhmmerte, da ich 
Wagen samt ihren Fahrern mit dir zerhmmerte,
JER 51:22 da ich Mnner und Weiber mit dir zerhmmerte, da ich Greise 
und Knaben mit dir zerhmmerte, da ich Jnglinge und Jungfrauen mit dir 
zerhmmerte,
JER 51:23 da ich Hirten samt ihren Herden mit dir zerhmmerte, da ich 
die Ackerer samt ihren gespannen mit dir zerhmmerte, da ich Statthalter 
und Vgte mit dir zerhmmerte!
JER 51:24 Aber ich will Babel und allen bewohnern Chaldas alle die 
Bosheit, die sie vor euren Augen an Zion verbt haben, vergelten! - ist 
der Spruch Jahwes.
JER 51:25 Frwahr, ich will an dich, du Berg des Verderbens - ist der 
Spruch Jahwes -, der du die ganze Erde ins Verderben gestrzt hast, und 
will dich meine Macht fhlen lassen und dich von den Felsen hinabwlzen 
und dich zu einem Berge der Brandglut machen;
JER 51:26 von dir soll man keinen Stein zum Eckstein, noch einen Stein zu 
Grundmauern holen, sondern eine immerwhrende Einde sollst du werden! - 
ist der Spruch Jahwes.
JER 51:27 Pflanzt ein Panier auf Erden auf! Stot in die Trompete unter 
den Vlkern! Weiht Vlker wider es! Ruft wieder es die Knigreiche von 
Ararat, Minni und Askenas herbei! Bestellt Heerfhrer wieder es! Lat 
Kriegsrosse anrcken, borstigen Heuschrecken vergleichbar!
JER 51:28 Weiht Vlker wider es, - die Knige Mediens, seine Statthalter 
wie seine Vgte, und den gesamten Bereich ihrer Herrschaft!
JER 51:29 Da zittert und bebt die Erde, denn es gehen an Babel die 
Gedanken Jahwes in Erfllung, indem er das Land Babel zur Einde macht, 
entvlkert.
JER 51:30 Die Helden Babels stehen davon ab, zu kmpfen, sitzen unthtig 
in den Burgen; verdorrt ist ihre Heldenkraft, sie sind zu Weibern 
geworden: schon hat man seine Wohnungen in Brand gesetzt, zerbrochen sind 
seine Riegel.
JER 51:31 Ein Lufer luft dem andern entgegen und ein Bote dem andern, um 
dem Knige von Babel zu melden, da seine Stadt an allen Enden eingenommen
JER 51:32 und die Furten besetzt seien, da man die Smpfe ausgebrannt 
habe, und die Kriegsleute bestrzt seien.
JER 51:33 Ja, so spricht Jahwe der Heerscharen, der Gott Israels: Die 
Tochter Babel gleicht einer Tenne zur Zeit, da man sie feststampft; eine 
kurze Zeit noch, so kommt auch fr sie die Zeit der Ernte!
JER 51:34 Nebukadrezar, der Knig von Babel, hat uns gefressen, uns 
verjagt; er machte aus uns ein leeres Gef, hat uns wie ein Drache 
verschlungen, hat seinen Bauch mit uns angefllt, aus dem Land, das unsere 
Wonne war, hat er uns fortgetrieben!
JER 51:35 Meine Vergewaltigung und mein Fleisch komme ber Babel - spreche 
die Bewohnerschaft Zions -, und mein Blut ber die Bewohner Chaldas! - 
spreche Jerusalem.
JER 51:36 darum spricht Jahwe also: Frwahr, ich will deine Sache fhren 
und Rache fr dich nehmen; ich will seinen Strom vertrocknen und seinen 
brunnquell versiegen lassen!
JER 51:37 Und Babel soll zu einem Steinhaufen werden, zu einer Wohnsttte 
fr Schakale, ein Gegenstand des Entsetzens und des Gezisches, ohne 
Bewohner!
JER 51:38 Noch brllen sie allesamt jungen Lwen gleich, knurren wie 
Lwenktzchen:
JER 51:39 doch wenn sie glhen vor Gier, will ich ihnen ein Mahl zurichten 
und ihnen Rauschtrank zu trinken geben, da sie frohlocken; dann sollen 
sie in einen immerwhrenden schlaf sinken und nicht mehr erwachen! - ist 
der Spruch Jahwes.
JER 51:40 Ich lasse sie wie Lmmer zum Schlachten niedersinken, wie Widder 
samt Bcken!
JER 51:41 O wie ward Sesach eingenommen und erobert, sie, der Lobpreis 
der ganzen Erde! O wie ward doch Babel zu einem gegenstand des Entsetzens 
unter den Vlkern!
JER 51:42 Das Meer stieg herauf ber Babel, von seinen tosenden Wellen 
ward es berdeckt;
JER 51:43 seine Stdte wurden zur Einde, zu einem Lande der Drre und 
Steppe: niemand wird mehr darin wohnen, noch ein Mensch sie durchwandern.
JER 51:44 Dazu suche ich den Bel in Babel heim und hole das, was er 
verschlungen, wieder heraus aus seinem Maul, und nicht sollen frderhin 
Vlker zu ihm hinstrmen! Auch die Mauer Babels fllt:
JER 51:45 Zieht fort aus seinem Bereiche, mein Volk, und rettet ein jeder 
sein Leben vor der Zornglut Jahwes!
JER 51:46 Es verzage euer Herz ja nicht, da ihr euch frchtet bei dem 
Gerchte, das im Lande kund wird, und wenn in dem einen Jahre das Gercht 
sich verbreitet und darnach in dem andern Jahre jenes gercht, und 
gewaltthat im Lande verbt wird, und ein Machthaber wider den andern sich 
erhebt.
JER 51:47 Darum, frwahr, es kommt die Zeit, da werde ich die Gtzenbilder 
Babels heimsuchen, und sein ganzes Land wird zu Schanden werden, und alle 
seine Erschlagenen werden mitten in ihm fallen.
JER 51:48 Da werden dann ber Babel Himmel und Erde samt allem, was in 
ihnen ist, frohlocken; denn vom Norden her brechen die Verwster ber es 
herein.
JER 51:49 Auch Babel mu fallen, ihr Erschlagenen Israels, wie um Babels 
willen Erschlagene auf der ganzen Erde haben fallen mssen.
JER 51:50 Ihr dem Schwert Entronnenen, zieht ab, haltet euch nicht auf! 
Gedenkt in der Ferne Jahwes, und Jerusalem sei eures Herzens Anliegen!
JER 51:51 Wir sind tief beschmt, denn Beschimpfung haben wir vernehmen 
mssen; Schmach bedeckt unser Angesicht, denn Fremde sind ber die 
Heiligtmer des Tempels Jahwes hergefallen!
JER 51:52 Darum, frwahr, es wird die Zeit kommen, ist der Spruch Jahwes, 
da will ich seine Gtzenbilder heimsuchen, und in seinem ganzen Lande 
sollen durchbohrte sthnen!
JER 51:53 Mag Babel auch zum Himmel emposteigen und mag es auch seine 
Befestigung unersteiglich hoch machen: von mir her werden verwster ber 
es hereinbrechen! - ist der Spruch Jahwes.
JER 51:54 Horch! Geschrei von Babel her und gewaltige Zerschmetterungaus 
dem Lande der Chalder!
JER 51:55 Ja, Jahwe verwstet Babel und tilgt aus ihm das laute Lrmen: es 
tosen ihre Wogen groen Wassern gleich; brausend erschallt ihr Kriegsruf.
JER 51:56 denn der verwster bricht ber es, ber Babel, herein, und seine 
Helden werden gefangen, zersplittert ihre Bogen; denn Jahwe ist ein Gott 
der Vergeltung, pnktlich zahlt er heim.
JER 51:57 Seinen Oberen aber und seinen Weisen, seinen Statthaltern, 
seinen Vgten und seinen Helden will ich Rauschtrank zu trinken geben, und 
sie sollen in einen immerwhrenden Schlaf sinken und nicht mehr erwachen! -
 ist der Spruch des Knigs, des Name Jahwe der Heerscharen ist.
JER 51:58 So spricht Jahwe der Heerscharen: die weite Mauer Babels wird 
bis auf den tiefsten Grund zerstrt, und ihre hohen Thore in Brand 
gesteckt werden, und so erfllt sich: Vlker arbeiten fr nichts, und fr 
das Feuer mhen sich ab Nationen!
JER 51:59 Das Wort, welches der Prophet Jeremia Serajs, dem Sohne Nerijas, 
des Sohnes Mahasejas anbefahl, als dieser im Auftrage Zedekias, des Knigs 
von Juda, im vierten Jahre seines Knigtums, nach Babel ging - Seraja aber 
war reisemarschall.
JER 51:60 Es schrieb aber Jeremia all' das Unheil, das ber Babel 
hereinbrechen sollte, in ein Buch - alle jene Reden, die in betreff Babels 
aufgeschrieben sind.
JER 51:61 Und Jeremia sprach zu Seraja: Wenn du nach babel kommst, so sei 
darauf bedacht, alle diese Worte zu lesen,
JER 51:62 und sprich: Jahwe, du selbst hast diesem Orte gedroht, ihn 
ausrotten zu wollen, so da ihn nichts mehr bewohne, es sei Mensch oder 
Vieh; denn - sprachst du -: Eine immerwhrende Einde sollst du werden!
JER 51:63 Und hast du dieses Buch zu Ende gelesen, so binde einen Stein 
daran, und wirf es in den Euphrat
JER 51:64 und sprich: So soll Babel versinken und sich infolge des 
Unheils, das ich ber es hereinbrechen lasse, nicht wieder erheben! Bis 
hierher reichen die Worte Jeremias.
JER 52:1 Einundzwanzig Jahre war Zedekia alt, als er Knig ward und elf 
Jahre regierte er zu Jerusalem. Seine Mutter aber hie Hamutal, die 
tochter jeremias, und stammte aus Libna.
JER 52:2 Und er that, was Jahwe mifiel, ganz wie Jojakim gethan hatte.
JER 52:3 denn wegen des Zorns Jahwes erging es ber Jerusalem und Juda, 
bis er sie aus seiner gegenwart verstoen hatte. Zedekia aber ward 
abtrnnig vom Knige von Babel.
JER 52:4 Da, im neunten jahre seines knigtums, im zehnten Monat, am 
zehnten des Monats, rckte Nebukadrezar, der Knig von Babel, mit seiner 
gesamten Heeresmacht gegen Jerusalem an, und sie belagerten sie und 
errichteten rings um sie her einen Belagerungswall.
JER 52:5 Also Also gereit die Stadt in Belagerung bis zum elften Jahre des 
Knigs Zedekia.
JER 52:6 Im vierten Monat, am neunten des Monats, als die Hungersnot in 
der Stadt berhand genommen und die Landbevlkerung nichts mehr zu essen 
hatte,
JER 52:7 da wurde Bresche in die Stadt gelegt; und der Knig und alle 
kriegsleute suchten zu entfliehen und verlieen des Nachts die Stadt durch 
das Thor zwischen den beiden Mauern, das am Knigsgarten liegt, whrend 
die Chalder rings um die Stadt lagen, und zogen weiter in der Richtung 
nach Araba.
JER 52:8 Aber die truppen der Chalder jagten dem Knige nach und sie 
holten den Zedekia in den Steppen von Jericho ein, nachdem ihn alle seine 
Truppen verlassen und sich zerstreut hatten.
JER 52:9 Und sie ergriffen den Knig und fhrten ihn zum Knige von Babel 
nach Ribla. in der Landschaft Hamath: der sprach ihm das Urteil.
JER 52:10 Und der Knig von Babel lie die Shne zedekias vor seinen Augen 
schlachten; ebenso lie er alle Obersten Judas in Ribla schlachten.
JER 52:11 Zedekia aber lie er blenden und in Ketten legen. Sodann lie 
ihn der Knig von Babel nach babel bringen und bis an seinen Todestag ins 
Gefngnis setzen.
JER 52:12 Im fnften Monat aber, am zehnten des Monats - das ist das 
neunzehnte Jahr des Knigtums Nebukadrezars, des Knigs von Babel -, 
rckte Nebusar-Adan, der Oberste der Leibwchter, des Knigs von Babel 
vertrauter Diener, nach Jerusalem
JER 52:13 und verbrannte den Tempel Jahwes und den kniglichen Palast und 
alle Huser Jerusalems, und jedes Haus eines Groen verbrannte er mit 
Feuer.
JER 52:14 Alle Mauern rings um Jerusalem aber wurden von smtlichen 
Truppen der Chalder, die bei dem Obersten der Leibwchter waren, 
niedergerissen.
JER 52:15 Und den Rest des Volks, die in der Stadt briggebliebenen, und 
die berlufer, die zum Knige von Babel bergelaufen waren, und den rest 
der Handwerker fhrte Nebusar-Adan, der Oberste der Leibwchter, nach 
Babel.
JER 52:16 Von den geringen Leuten im Land aber lie Nebusar-Adan, der 
Oberste der Leibwchter, etliche als Winzer und Ackerleute zurck.
JER 52:17 Aber die ehernen Sulen, welche am Tempel Jahwes waren, 
zerbrachen die Chalder und nahmen das gesamte Erz von ihnen mit nach 
Babel.
JER 52:18 Und die Tpfe, Schaufeln, Messer, Sprengschalen, Schalen und 
alle die ehernen Gerte, mit denen man den Dienst verrichtete, nahmen sie 
weg.
JER 52:19 Auch die becken, die Pfannen und die Sprengschalen, dioe Tpfe, 
die Leuchter, die Schalen und die Becher, was nur von Gold und Silber war, 
nahm der Oberste der Leibwchter weg.
JER 52:20 Die Sulen, zwei an Zahl, das eine Meer und die Gesthle, die 
der Knig Salomo fr den Tempel Jahwes angefertigt hatte, - das Erz von 
ihnen war nicht zu wgen.
JER 52:21 Was aber die Sulen betrifft, so betrug die Hhe der einen Sule 
achtzehn Ellen und ein Faden von zwlf Ellen umspannte sie; sie war aber 
vier Finger dick, inwendig hohl.
JER 52:22 Oben auf ihr aber befand sich ein Knauf von Erz, und die hhe 
des Knaufs betrug fnf Ellen, und ein Gitter und Granatpfel waren ringsum 
an dem Knauf, alles von Erz; und ebensolche hatte die zweite Sule.
JER 52:23 Es waren aber der Granatpfel sechsundneunzig luftwrts; aller 
Granatpfel waren hundert ringsum an dem Gitter.
JER 52:24 Und der Oberst der Leibwchter nahm den Oberpriester Seraja und 
den zweithchsten Priester Zephanja und die drei Schwellenhter.
JER 52:25 Und aus der Stadt nahm er einen Kmmerer, welcher befehlshaber 
ber die Kriegsleute war, und sieben Mnner aus der stndigen Umgebung des 
Knigs, die in der Stadt vorgefunden wurden, und den Schreiber des 
Feldhauptmanns, der die Landbevlkerung zum Kriegsdienste aufbot, und 
sechzig Mann von der Landbevlkerung, die im Bereiche der Stadt 
vorgefunden wurden.
JER 52:26 Die also nahm Nebusar-Adan, der Oberste der Leibwchter, und 
brachte sie zum Knig von Babel nach Ribla.
JER 52:27 Der knig von Babel aber lie sie zu Ribla in der Landschaft 
Hamath hinrichten. Also ward Juda von seinem Grund und Boden hinweggefhrt.
JER 52:28 So viel war des Volks, welches Nebukadrezar hinwegfhrte: Im 
siebenten Jahre 3023 Juder;
JER 52:29 im achtzehnten Jahre Nebukadrezars: aus jerusalem 832 Seelen; 30
JER 52:30 im dreiundzwanzigsten Jahre Nebukadrezars fhrte Nebusar-Adan, 
der Oberste der Leibwchter, von den Judern 745 Seelen hinweg: insgesamt 
waren es 4600 Seelen.
JER 52:31 Und im siebenunddreiigsten jahre nach der Wegfhrung Jojachins, 
des Knigs von Juda, im zwlften Monat, am fnfundzwanzigsten des Monats, 
begnadigte Ewil-Merodach, der Knig von Babel, - in dem Jahr, in welchem 
er Knig ward, - Jojachin, den Knig von Juda, und befreite ihn aus dem 
Kerker.
JER 52:32 Und er redete freundlich mit ihm und setzte seinen Stuhl ber 
die Sthle der brigen Knige, die bei ihm in Babel waren.
JER 52:33 Und er legte seine Gefangenenkleider ab und speiste bestndig in 
seiner Gegenwart, solange er lebte.
JER 52:34 Sein Unterhalt aber - stetiger Unterhalt - wurde ihm, so viel er 
tglich bedurfte, bis an seinen Todestag von seiten des Knigs von Babel 
gewhrt.
LAM 1:1 Ach, wie so einsam liegt die Stadt, einst reich an Volk, wie ist 
zur Witwe geworden, die gro war unter den Nationen; die Frstin unter den 
Stdten mu Frondienste leisten!
LAM 1:2 Sie weint und weint in der Nacht, Thrnen netzen ihre Wange. 
Keiner ist da, der sie trste, von allen ihren Buhlen; alle ihre Freunde 
haben ihr die Treue gebrochen, sind ihre Feinde geworden.
LAM 1:3 Ausgewandert ist Juda vor Elend und hartem Knechtsdienst. Es weilt 
unter den Heiden, findet keine Ruhestatt. Alle Seine Verfolger holten es 
ein in den Engen.
LAM 1:4 Die Wege nach Zion trauern, weil niemand zum Fest kommt. Alle ihre 
Thore sind verdet, ihre Priester seufzen; ihre Jungfrauen sind voll 
Grams, und ihr selbst ist wehe.
LAM 1:5 Ihre Bedrnger sind obenauf gekommen, ihre Feinde sind wohlgemut. 
Denn Jahwe hat sie mit Gram erfllt um der Menge ihrer Snden willen; ihre 
Kindlein zogen als Gefangene fort vor dem Bedrnger her.
LAM 1:6 So zog von der Tochter Zion aus all' ihre Herrlichkeit. Ihre 
Frsten gleichen den Widdern, die keine Weide fanden, und zogen kraftlos 
dahin vor dem Verfolger.
LAM 1:7 Jerusalem gedenkt an die Tage ihres Elends. Hinabgestrzt wurden 
alle ihre Herrlichkeiten, die seit den Tagen der Urzeit waren, als ihr 
Volk in die Hand des Bedrngers fiel, und keiner ihr half. Die Bedrnger 
sahen zu, lachten ber ihre Niederlagen.
LAM 1:8 Schwer hat Jerusalem gesndigt, darum wurde sie zum Abscheu. Alle 
ihre Verehrer verachten sie, weil sie ihre Ble gesehn, und sie selbst 
seufzt und wendet sich ab.
LAM 1:9 Ihr Unflat klebt an ihren Sumen, sie bedachte das Ende nicht. So 
fiel sie wunderbar tief, sie hat keinen Trster. Sieh, Jahwe, mein Elend 
an, denn der Feind triumphiert!
LAM 1:10 Der Bedrnger streckte seine Hand aus nach allen ihren Schtzen. 
Ja, sie sah, wie die Heiden in ihr Heiligtum kamen, von denen du geboten: 
Sie drfen nicht kommen in deine Gemeinde!
LAM 1:11 Alle ihre Bewohner seufzen, suchen nach Brot, geben ihre Schtze 
fr Speise dahin, das Leben zu fristen. Sieh' her, Jahwe, und schaue 
darein, wie ich miachtet bin.
LAM 1:12 Kommt zu mir alle, die ihr des Wegs vorberzieht. Schaut und 
seht, ob es einen Schmerz giebt, wie meinen Schmerz, der mir angethan 
ward, mir, die Jahwe mit Gram erfllt hat am Tage seines glhenden Zorns.
LAM 1:13 Aus der Hhe sandte er Feuer, lie es in meine Gebeine 
herniederfahren, stellte meinen Fen ein Netz, trieb mich zurck, machte 
mich wste, immerdar siech.
LAM 1:14 Schwer gemacht ist das Joch meiner Snden durch seine Hand; 
aneinander geknpft sind sie, auf meinen Nacken gelegt; er brach meine 
Kraft. Der Herr hat mich solcher preisgegeben, denen ich nicht standhalten 
kann.
LAM 1:15 Verworfen hat alle meine Helden in meiner Mitte der Herr, hat ein 
Fest gegen mich ausgerufen, meine Jnglinge zu zermalmen. Der Herr hat die 
Kelter getreten der jungfrulichen Tochter Juda.
LAM 1:16 Darber weine ich, weine; mein Auge zerfliet in Thrnen. Denn 
fern ist mir der Trster, der mein Herz erquickte: Meine Kinder sind 
verstrt, denn der Feind ist stark.
LAM 1:17 Zion streckt ihre Hnde aus, sie findet keinen Trster. Jahwe 
entbot gegen Jakob ringsum seine Bedrnger; Jerusalem ist geworden zum 
Abscheu unter ihnen.
LAM 1:18 Jahwe ist im Recht, denn seinem Worte trotzte ich. O hrt es, 
all' ihr Vlker, und seht meinen Schmerz. Meine Jungfrauen und meine 
Jnglinge zogen gefangen fort.
LAM 1:19 ich rief meine Buhlen herbei, sie betrogen mich. Meine Priester 
und meine Vornehmen verschmachteten in der Stadt, die sie sich Speise 
suchten, ihr Leben zu fristen.
LAM 1:20 Siehe, Jahwe, wie mir angst ist, mein Inneres glht! Das Herz 
dreht sich mir im Busen um, denn ich war so trotzig. Drauen wrgte das 
Schwert meine Kinder, drinnen die Seuche.
LAM 1:21 Sie hrten, wie ich seufzte, ich hatte keinen Trster; alle meine 
Feinde hrten von meinem Unglck, freuten sich, da du's gethan. Du 
bringst den Tag herbei, den du verkndet dann gleichen sie mir.
LAM 1:22 La all' ihre Bosheit vor dich kommen und thue ihnen, gleich wie 
du mir gethan wegen aller meiner Snden! Denn zahllos sind meine Seufzer, 
und mein Herz ist siech.
LAM 2:1 Ach, wie umwlkt der Herr in seinem Zorn die Tochter Zion! Vom 
Himmel warf er zur Erde die Herrlichkeit Israels und gedachte nicht an 
seiner Fe Schemel an seinem Zornestage.
LAM 2:2 Schonungslos vertilgte der Herr alle Auen Jakobs, ri nieder in 
seinem Grimm die Festen der Tochter Juda, warf zu Boden, entweihte das 
Reich und seine Frsten,
LAM 2:3 hieb ab in Zornesglut jedes Horn Israels, zog seine Rechte zurck 
vor dem Feind und schrte in Jakob eine flammende Lohe, die ringsum 
verzehrte.
LAM 2:4 Er spannte seinen Bogen wie ein Feind, fest stand seine Rechte wie 
ein Drnger und ttet alle Augenweide im Zelte der Tochter Zion, go aus 
wie Feuer seinen Grimm.
LAM 2:5 Der Herr erwies sich als Feind, vertilgte Israel, vertilgte alle 
seine Palste, zerstrte seine Burgen, und hufte in der Tochter Juda 
Jammer ber Jammer.
LAM 2:6 Er hat seine Htte zerwhlt wie einen Garten, seinen Festort 
zerstrt. Vergessen machte Jahwe in Zion Fest und Sabbat und verwarf in 
seinem grimmigen Zorne Knig und Priester.
LAM 2:7 Verschmht hat der Herr seinen Altar, sein Heiligtum verworfen; in 
Feindes Gewalt hat er ausgeliefert die Mauern ihrer Palste; Geschrei 
lieen sie ertnen im Tempel Jahwes, als wre ein Festtag.
LAM 2:8 Beschlossen hatte Jahwe, zu zerstren die Mauer der Tochter Zion. 
Er zog die Meschnur, hinderte nicht seine Hand am Vernichten und 
versetzte in Trauer Wall und Mauer, miteinander hrmten sie sich ab.
LAM 2:9 Ihre Thore sind in die Erde gesunken; er vernichtete und zerbrach 
ihre Riegel. Ihr Knig und ihre Frsten sind unter den Heiden, des 
Gesetzes beraubt; auch ihre Propheten erlangen nicht mehr Offenbarung von 
Jahwe.
LAM 2:10 Am Boden sitzen und schweigen die Vornehmen der Tochter Zion, 
haben Staub auf ihr Haupt gestreut, sich mit hrenen Gewndern umgrtet; 
zur Erde senkten ihr Haupt Jerusalems Jungfraun.
LAM 2:11 In Thrnen schwinden meine Augen dahin, mein Inneres glht, das 
Herz will mir zerspringen ber den Untergang der Tochter meines Volks, da 
Kind und Sugling verschmachten auf den Straen der Stadt.
LAM 2:12 Ihren Mttern rufen sie zu: Wo ist Korn und Wein? verschmachtend 
wie Todeswunde auf den Straen der Stadt, indem sie ihr Leben aushauchen 
an ihrer Mtter Busen.
LAM 2:13 Was soll ich als Beispiel fr dich nennen, womit dich 
vergleichen, du Tochter Jerusalem? Was stell' ich dir gleich, um dich zu 
trsten, jungfruliche Tochter Zion? Ja, gro wie das Meer ist deine 
Wunde; wer knnte dich heilen?
LAM 2:14 Deine Propheten erschauten dir Trug und Ungesalzenes und deckten 
dir deine Schuld nicht auf, dein Geschick zu wenden, sondern erschauten 
dir Sprche zu Trug und Verstoung.
LAM 2:15 ber dich schlugen die Hnde zusammen alle, die des Wegs 
vorberzogen, zischten und schttelten das Haupt ber die Tochter 
Jerusalem: Ist das die Stadt, der Schnheit Krone, die Wonne der ganzen 
Erde?
LAM 2:16 ber dich rissen auf ihren Mund alle deine Feinde, zischten und 
knirschten mit den Zhnen, sprachen: Wir haben sie vernichtet! Ja, das 
ist der Tag, den wir erhofften; wir haben ihn erlebt, gesehn.
LAM 2:17 Jahwe hat ausgefhrt, was er ersonnen, sein Wort vollendet, das 
er seit den Tagen der Vorzeit entboten, hat niedergerissen ohne Erbarmen 
und deinen Feind ber dich frhlich gemacht, lie hoch erhoben sein das 
Horn deiner Bedrnger!
LAM 2:18 Schreie laut zum Herrn, du jungfruliche Tochter Zion! La deine 
Thrnen rinnen, wie einen Bach, bei Tage und bei Nacht: Gnne dir keine 
Ruhe, dein Augapfel raste nicht.
LAM 2:19 Auf, jammere laut in der Nacht beim Beginne der Nachtwachen; 
schtte aus wie Wasser dein Herz vor dem Antlitz des Herrn, erhebe zu ihm 
deine Hnde fr das Leben deiner Kindlein, die vor Hunger verschmachten an 
allen Straenecken.
LAM 2:20 Sieh darein, o Jahwe, und schaue her, wem du solches angethan! 
Sollen Weiber ihre Leibesfrucht essen, die Kinder ihrer Pflege? Soll im 
Heiligtum des Herrn gemordet werden Priester und Prophet?
LAM 2:21 Auf der Erde liegen in den Straen Knabe und Greis. Meine 
Jungfraun und meine Jnglinge fielen durchs Schwert; du hast gemordet am 
Tage deines Zorns, geschlachtet ohne Erbarmen.
LAM 2:22 Du beriefst wie an einem Feste Schrecken fr mich ringsum. Da 
gab's am Tage des Zornes Jahwes keinen, der entrann und entkam: Die ich 
gepflegt und aufgezogen, die hat mein Feind vertilgt.
LAM 3:1 Ich bin der Mann, der Elend sah unter der Rute seines Grimms.
LAM 3:2 Mich hat er getrieben und gefhrt in Finsternis und tiefes Dunkel.
LAM 3:3 Ja, gegen mich kehrt er immer auf neue den ganzen Tag seine Hand.
LAM 3:4 Aufgerieben hat er mein Fleisch und meine Haut, meine Gebeine 
zerbrochen,
LAM 3:5 rings um mich aufgebaut Gift und Drangsal,
LAM 3:6 mich in tiefe Finsternis versetzt wie in der Urzeit Verstorbene.
LAM 3:7 Er hat mich ummauert ohne Ausweg, meine Ketten beschwert;
LAM 3:8 ob ich auch schreie und rufe, er hemmt mein Gebet,
LAM 3:9 vermauerte meine Wege mit Quadern, verstrte meine Pfade.
LAM 3:10 Ein lauernder Br war er mir, ein Lwe im Hinterhalt.
LAM 3:11 Er hat meine Wege in die Irre gefhrt und mich zerrissen, mich 
verdet gemacht,
LAM 3:12 hat seinen Bogen gespannt und mich aufgestellt als Ziel fr den 
Pfeil,
LAM 3:13 in meine Nieren gesandt seines Kchers Shne.
LAM 3:14 Ich ward zum Gelchter fr alle Vlker, ihr Spottlied den ganzen 
Tag.
LAM 3:15 Er sttigte mich mit Bitternissen, berauschte mich mit Wermut
LAM 3:16 und lie meine Zhne Kiesel zermalmen, mich in Asche mich wlzen.
LAM 3:17 Du raubtest meiner Seele den Frieden, ich verga des Glcks
LAM 3:18 und sprach: dahin ist meine Lebenskraft, mein Vertrauen auf Jahwe.
LAM 3:19 Gedenke meines Elends und meiner Irrsal, des Wermuts und des 
Gifts!
LAM 3:20 Es gedenkt, es gedenkt und ist gebeugt in mir meine Seele.
LAM 3:21 Dies will ich zu Herzen nehmen, darum will ich hoffen:
LAM 3:22 Jahwes Gnaden sind ja noch nicht aus, sein Erbarmen ja nicht zu 
Ende;
LAM 3:23 jeden Morgen ist es neu, gro ist deine Treue!
LAM 3:24 Mein Teil ist Jahwe, spricht meine Seele, darum will ich auf ihn 
hoffen.
LAM 3:25 Gtig ist Jahwe gegen die, so auf ihn harren, gegen die Seele, 
die ihn sucht.
LAM 3:26 Gut ist's, schweigend zu harren auf die Hilfe Jahwes.
LAM 3:27 Gut ist's dem Manne, zu tragen das Joch in seiner Jugend.
LAM 3:28 Er sitze einsam und schweige, weil er's ihm auferlegt.
LAM 3:29 Er berhre mit seinem Munde den Staub, vielleicht ist noch 
Hoffnung;
LAM 3:30 biete dem, der ihn schlgt, die Wange, werde mich Schmach 
gesttigt.
LAM 3:31 Denn nicht auf ewig verstt der Herr.
LAM 3:32 sondern, wenn er betrbt hat, so erbarmt er sich wieder nach der 
Flle seiner Gnade.
LAM 3:33 Denn er plagt nicht aus Lust und betrbt die Menschenkinder.
LAM 3:34 Da man unter die Fe tritt alle Gefangenen des Landes,
LAM 3:35 das Recht eines Mannes beugt vor dem Antlitz des Hchsten,
LAM 3:36 eines Menschen Streitsache verdreht, - sollte das der Herr nicht 
sehn?
LAM 3:37 Wer ist, der da sprach, und es geschah, ohne da der Herr es 
geboten?
LAM 3:38 Geht nicht aus dem Munde des Hchsten hervor das Bse und das 
Gute?
LAM 3:39 Was seufzt der Mensch, so lang er lebt? Ein jeder seufze ber 
seine Snden!
LAM 3:40 Lat uns unsern Wandel prfen und erforschen und zu Jahwe uns 
bekehren!
LAM 3:41 Lat uns Herz und Hnde erheben zu Gott im Himmel!
LAM 3:42 Wir haben gesndigt und sind ungehorsam gewesen, du hast nicht 
vergeben,
LAM 3:43 hast dich verhllt in Zorn und uns verfolgt, gemordet ohne 
Erbarmen,
LAM 3:44 hast dich in Gewlk verhllt, da kein Gebet hindurchdrang.
LAM 3:45 Zu Kehricht und Abscheu machtest du uns inmitten der Vlker.
LAM 3:46 Ihren Mund rissen auf ber uns alle unsere Feinde.
LAM 3:47 Grauen und Grube ward uns zu teil, Verwstung und Verderben.
LAM 3:48 Strme Wassers thrnt mein Auge ber das Verderben der Tochter 
meines Volks.
LAM 3:49 Ruhelos fliet mein Auge ohne Aufhren,
LAM 3:50 bis da herniederschaue und darein sehe Jahwe vom Himmel.
LAM 3:51 Meine Thrne zehrt an meiner Seele um alle Tchter meiner Stadt.
LAM 3:52 Mich jagten, jagten wie einen Vogel die, so mir grundlos feind 
sind,
LAM 3:53 machten in der Grube mein Leben verstummen und warfen Steine auf 
mich.
LAM 3:54 Wasser strmte ber mein Haupt; ich dachte: ich bin verloren!
LAM 3:55 Ich rief deinen Namen, Jahwe, aus tief unterster Grube.
LAM 3:56 Du hrtest mein Rufen: Verschliee dein Ohr nicht; komm mich zu 
erquicken, mir zu helfen!
LAM 3:57 Du warst nahe, als ich dich rief, sprachst: Sei getrost!
LAM 3:58 Du fhrtest, o Herr, meine Sache, erlstest mein Leben.
LAM 3:59 Du hast, o Jahwe, meine Unterdrckung gesehn, hilf mir zu meinem 
Recht!
LAM 3:60 Du hast all' ihre Rachgier gesehn, all' ihre Plne wider mich,
LAM 3:61 hast ihr Schmhen gehrt, o Jahwe, all' ihre Plne wider mich,
LAM 3:62 die Reden meiner Widersacher und ihr stetes Trachten wider mich.
LAM 3:63 Schau, ob sie sitzen oder aufstehen, ich bin ihr Spottlied!
LAM 3:64 Du wirst ihnen lohnen, Jahwe, nach ihrer Hnde Werk,
LAM 3:65 wirst ihr Herz verstocken - dein Fluch ber sie!
LAM 3:66 Du wirst sie im Zorn verfolgen und vertilgen unter Jahwes Himmel 
weg!
LAM 4:1 Ach, wie schwarz ward das Gold, entartete das edle Metall, wurden 
hingeschttet heilige Steine an allen Straenecken!
LAM 4:2 Die Shne Zions, die werten, die mit Feingold aufgewogen, wie 
wurden sie irdenen Krgen gleichgeachtet, dem Werke von Tpfershnden!
LAM 4:3 Selbst die Schakale entblen die Brust, sugen ihre Jungen; 
meines Volkes Tochter ward grausam, wie die Straue in der Wste.
LAM 4:4 Des Suglings Zunge klebte vor Durst am Gaumen; Kinder baten um 
Brot, niemand brach es ihnen.
LAM 4:5 Die sonst Leckerbissen aen, verschmachteten auf den Gassen; die 
man auf Purpur trug, umklammerten Dngerhaufen.
LAM 4:6 Denn meines Volkes Schuld war grer als Sodoms Snde, das wie im 
Nu verwstet ward, ohne da Menschenhnde sich an ihm abmhten.
LAM 4:7 Reiner als Schnee waren ihre Frsten, weier als Milch, ihr Leib 
rtlicher als Korallen, ein Sapphir ihre Gestalt.
LAM 4:8 Schwrzer als Ru ist ihr Aussehn geworden, man erkennt sie nicht 
auf den Straen, ihre Haut klebt an ihrem Gebein, ist ausgedrrt wie Holz.
LAM 4:9 Glcklicher waren, die durchs Schwert fielen, als die durch Hunger 
fielen, die dahinschmachteten durchbohrt, aus Mangel an Frchten des 
Feldes.
LAM 4:10 Weichherzige Frauen kochten mit eigenen Hnden ihre Kinder; die 
dienten ihnen zur Nahrung beim Zusammenbruch der Tochter meines Volks.
LAM 4:11 Jahwe erschpfte seinen Grimm, go seine Zornesglut aus und 
zndete ein Feuer in Zion an, das ihre Grundfesten verzehrte.
LAM 4:12 Die Knige auf Erden htten es nicht geglaubt, noch alle Bewohner 
des Erdkreises, da Belagerer und Feind einziehn wrde in die Thore 
Jerusalems!
LAM 4:13 Um der Snden ihrer Propheten willen, der Missethaten ihrer 
Priester, die in ihr vergossen das Blut Gerechter,
LAM 4:14 taumeln sie wie Blinde auf den Gassen, mit Blut besudelt, so da 
man ihre Kleider nicht anrhren konnte.
LAM 4:15 Weicht aus! ein Unreiner! rief man vor ihnen, weicht aus, 
weicht aus! Berhrt ihn nicht! Wenn sie taumelten, sprach man unter den 
Heiden: sie sollen nicht ferner weilen!
LAM 4:16 Jahwes Zornesblick hat sie zerstreut, er schaut sie ferner nicht 
an. Auf Priester nahm er keine Rcksicht und der Greise erbarmte er sich 
nicht.
LAM 4:17 Wie lange schmachteten unsere Augen vergeblich nach Hilfe fr 
uns! Auf unserer Warte warteten wir auf ein Volk, das nicht hilft.
LAM 4:18 Man fahndete nach uns auf Schritt und Tritt, da wir auf unsern 
Straen nicht gehen konnten; unser Ende nahte sich, unsere Tage liefen ab, 
ja, es kam unser Ende!
LAM 4:19 Unsere Verfolger waren schneller als die Adler unterm Himmel, 
setzten uns nach auf den Bergen, lauerten uns auf in der Wste.
LAM 4:20 Unser Lebensodem, der Gesalbte Jahwes, wurde in ihren Gruben 
gefangen - er, von dem wir dachten: in seinem Schatten wollen wir leben 
unter den Vlkern!
LAM 4:21 Freue dich und sei frhlich, Tochter Edom, die du wohnst im Lande 
Uz: Auch an dich wird der Becher kommen; du wirst trunken werden und dich 
entblen!
LAM 4:22 Zu Ende ist deine Schuld, Tochter Zion, er wird dich nicht wieder 
verbannen; deine Schuld sucht er heim, Tochter, Edom, deckt auf deine 
Snden!
LAM 5:1 Gedenke, Jahwe, was uns widerfahren; schau her und sieh unsere 
Schmach!
LAM 5:2 Unser Erbbesitz ist Fremden zugefallen, unsere Huser Auslndern.
LAM 5:3 Wir sind Waisen geworden, vaterlos, unsere Mtter zu Witwen.
LAM 5:4 Unser Wasser trinken wir um Geld, unser Holz bekommen wir nur 
gegen Zahlung.
LAM 5:5 Unsere Verfolger sitzen uns auf dem Nacken; sind wir ermattet, 
gnnt man uns keine Ruhe.
LAM 5:6 gypten reichten wir die Hand, Assur, um satt zu werden.
LAM 5:7 unsere Vter fehlten; sie sind nicht mehr, und wir tragen ihre 
Verschuldungen.
LAM 5:8 Knechte herrschen ber uns; niemand entreit uns ihrer Hand.
LAM 5:9 Mit Gefahr unseres Lebens holen wir unser Brot voller Angst vor 
dem Schwert und der Pest.
LAM 5:10 Unsere Haut ist geschwrzt wie ein Ofen, von den Gluten des 
Hungers.
LAM 5:11 Frauen in Zion haben sie geschndet, Jungfrauen in den Stdten 
Judas.
LAM 5:12 Frsten wurden durch ihre Hand gehenkt, der Vornehmen Ansehn fr 
nichts geachtet.
LAM 5:13 Jnglinge nahmen sie zum Mahlen, und Knaben strauchelten unter 
der Last von Holz.
LAM 5:14 Verschwunden sind die Greise am Thor, das Saitenspiel der 
Jnglinge.
LAM 5:15 Geschwunden ist unseres Herzens Freude; in Klage ist unser Reigen 
verwandelt.
LAM 5:16 Die Krone ist uns vom Haupte gefallen: wehe uns, da wir 
gesndigt haben!
LAM 5:17 Darber ist unser Herz siech geworden, darob unsere Augen trbe,
LAM 5:18 ber den Zionsberg, der verwstet ist, auf dem sich Fchse 
tummeln.
LAM 5:19 Du, Jahwe, thronst auf ewig, dein Stuhl steht von Geschlecht zu 
Geschlecht.
LAM 5:20 Warum willst du uns fr immer vergessen, uns lebenslang verlassen?
LAM 5:21 Bekehre uns zu dir, Jahwe, so kehren wir um; erneuere unsere 
Tage, wie vor Alters!
LAM 5:22 Oder hast du uns ganz verworfen, bist beraus auf uns erzrnt?
EZE 1:1 Es ereignete sich im dreiigsten Jahr im vierten Monat, am fnften 
des Monats, als ich mich unter den Weggefhrten am Flusse Kebar befand, da 
that sich der Himmel auf, und ich sah ein gttliches Gesicht.
EZE 1:2 Am fnften des Monats - es war das fnfte Jahr nach der Wegfhrung 
des Knigs Jojachin -,
EZE 1:3 da erging das Wort Jahwes an Hesekiel, den Sohn Busis, den 
Priester, im Lande der Chalder am Flusse Kebar, und es kam dort ber ihn 
die Hand Jahwes.
EZE 1:4 Ich sah aber, wie ein Sturmwind von Norden her kam und eine groe 
Wolke und zusammengeballtes Feuer, und rings um jene her waren Strahlen, 
und aus diesem heraus blinkte es wie Glanzerz.
EZE 1:5 Und zwar schienen aus ihm die Gestalten von vier Wesen hervor. Und 
dies war ihr Aussehen: Menschengestalt hatten sie.
EZE 1:6 Und ein jedes hatte vier Gesichter und ein jedes von ihnen vier 
Flgel.
EZE 1:7 Und ihre Beine waren gerade und ihre Fusohlen wie die eines 
Kalbes, und sie funkelten, wie geglttetes Erz funkelt.
EZE 1:8 Und unter ihren Flgeln an ihren vier Seiten hatten sie 
Menschenhnde. Und die Angesichter der Viere und ihre Flgel -EZE 1:9 es 
berhrten nmlich ihre Flgel immer einer den andern - wandten sich nicht 
um, wenn sie gingen: jedes ging gerade vor sich hin.
EZE 1:10 Ihre Gesichter aber sahen so aus: vorn war ein Menschengesicht, 
auf der rechten Seite ein Lwengesicht, auf der linken Seite ein 
Stiergesicht und ein Adlergesicht
EZE 1:11 nach innen zu. Und ihre Flgel waren nach oben hin ausgespannt: 
je zwei hatten sie miteinander verbunden, und zwei bedeckten ihre Leiber.
EZE 1:12 Und sie gingen ein jedes gerade vor sich hin; wohin sie der Geist 
zu gehen trieb, dahin gingen sie; wenn sie gingen, machten sie keine 
Wendungen.
EZE 1:13 Und zwischen den Wesen sah es aus, wie wenn feurige Kohlen 
glhten; es war wie wenn Fackeln zwischen den Wesen hin und her fhren, 
und das Feuer hatte einen hellen Glanz, und von dem Feuer gingen Blitze 
aus.
EZE 1:14 Und die Tiere liefen hin und her wie der Schein des Blitzes.
EZE 1:15 Und weiter sah ich, da auf der Erde neben den vier Wesen je ein 
Rad war.
EZE 1:16 Und die Rder waren anzusehen, wie das Blinken von Chrysolith. 
Und die Viere hatten einerlei Gestalt, und ihre Arbeit war, als wenn ein 
Rad innerhalb des andern wre.
EZE 1:17 Nach ihren vier Seiten gingen sie: nicht wandten sie sich, wenn 
sie gingen.
EZE 1:18 Und als ich ihre Felgen ansah, - da waren ihre Felgen ringsum 
voll Augen bei den Vieren.
EZE 1:19 Und wenn die Tiere gingen, so gingen die Rder neben ihnen mit, 
und wenn sich die Tiere von der Erde erhoben, so erhoben sich auch die 
Rder.
EZE 1:20 Wohin der Geist jene zu gehen trieb, dahin gingen sie, und die 
Rder erhoben sich jedesmal gleichzeitig mit ihnen; denn der Geist der 
Tiere war in den Rdern.
EZE 1:21 Wenn jene gingen, so gingen auch sie, und wenn jene stehen 
blieben, so blieben auch sie stehen, und wenn sich jene von der Erde 
erhoben, dann erhoben sich auch die Rder gleichzeitig mit ihnen; denn der 
Geist der Tiere war in den Rdern.
EZE 1:22 Und ber den Huptern der Tiere war ein Gebilde wie eine Veste, 
glnzend wie Krystall; oben ber ihren Huptern war sie ausgebreitet.
EZE 1:23 Und unter der Veste waren ihre Flgel einer gegen den andern 
ausgebreitet; ein jedes aber hatte zwei, welche ihre Leiber bedeckten.
EZE 1:24 Und ich hrte das Rauschen ihrer Flgel wie das Rauschen 
gewaltiger Wasser, wenn sie gingen; wenn sie standen, hingen ihre Flgel 
schlaff herab.
EZE 1:25 Es war aber ein Getse oberhalb der Veste, die sich ber ihrem 
Haupt befand; wenn sie standen, hingen ihre Flgel schlaff herab.
EZE 1:26 Oben ber der Veste aber, die sich ber ihrem Haupte befand, war 
es anzusehen wie ein Sapphirstein; da war ein Gebilde wie ein Thron, und 
auf dem Throngebilde war ein Gebilde, anzusehen wie ein Mensch, oben 
darauf.
EZE 1:27 Und ich sah es leuchten wie Glanzerz von dem an, was wie seine 
Hften aussah, nach oben hin; und von dem an, was wie seine Hften aussah, 
nach unten zu hatte ich einen Anblick wie von Feuer. Und rings um ihn her 
war Glanz:
EZE 1:28 wie der Bogen aussieht, der sich am Regentag im Gewlke zu zeigen 
pflegt, so war der Glanz ringsum anzusehen. So war die Erscheinung der 
Herrlichkeit Jahwes anzusehen. Und als ich sie erblickte, da fiel ich auf 
mein Angesicht. Und ich hrte die Stimme eines, der da redete.
EZE 2:1 Der sprach zu mir: Menschensohn, stelle dich auf deine Fe, da 
ich mit dir rede!
EZE 2:2 Da kam Geist in mich, als er so zu mir redete, der stellte mich 
auf meine Fe, und ich hrte den, der sich mit mir unterredete.
EZE 2:3 Und er sprach zu mir: Menschensohn! Ich will dich senden zum Hause 
Israel, zu den Abtrnnigen, die von mir abtrnnig geworden sind, sie und 
ihre Vter, bis zu eben diesem Tage.
EZE 2:4 Und du sollst zu ihnen sagen: So spricht der Herr Jahwe!
EZE 2:5 Und mgen sie es nun hren oder mgen sie es lassen - denn ein 
Haus der Widerspenstigkeit sind sie -, so sollen sie doch merken, da ein 
Prophet unter ihnen ist.
EZE 2:6 Du aber, Menschensohn, frchte dich nicht vor ihnen und vor ihren 
Reden frchte dich nicht, wenn Nesseln und Dornen bei dir sind und du bei 
Skorpionen wohnst. Vor ihren Reden frchte dich nicht und vor ihren 
Angesichtern erschrick nicht, denn sie sind ein Haus der Widerspenstigkeit.
EZE 2:7 Vielmehr sollst du meine Worte zu ihnen reden, mgen sie nun hren 
oder es lassen; denn sie sind eitel Widerspenstigkeit.
EZE 2:8 Du aber, o Menschensohn, hre, was ich zu dir reden werde; sei du 
nicht eitel Widerspenstigkeit wie das Haus der Widerspenstigkeit. Sperre 
deinen Mund auf und i, was ich dir jetzt bergeben werde!
EZE 2:9 Da sah ich, wie eine Hand gegen mich ausgestreckt war; in der lag 
eine Buchrolle.
EZE 2:10 Und er breitete sie vor mir aus, und sie war vorn und hinten 
beschrieben und zwar war sie beschrieben mit Klageliedern und Seufzen und 
Wehklage.
EZE 3:1 Und er sprach zu mir: Menschensohn, i diese Rolle und geh dann 
hin und rede zum Hause Israel!
EZE 3:2 Da ffnete ich meinen Mund, und er gab mir die Rolle zu essen
EZE 3:3 und sprach zu mir: Menschensohn, deinen Bauch sollst du sie 
verzehren lassen und dein Inneres sollst du mit dieser Rolle fllen, die 
ich dir bergebe. Und ich a, und sie ward in meinem Munde so s wie 
Honig.
EZE 3:4 Da sprach er zu mir: Menschensohn, auf! begieb dich zum Hause 
Israel und rede mit meinen Worten zu ihnen.
EZE 3:5 Denn nicht als zu einem Volke von dunkler Rede bist du gesandt zum 
Hause Israel,
EZE 3:6 nicht zu vielen Vlkern, deren Worte du nicht verstehst, sondern 
zu ihnen habe ich dich gesandt. Sie knnen dich verstehen!
EZE 3:7 Aber das Haus Israel wird nicht auf dich hren wollen, denn sie 
wollen nicht auf mich hren; denn das ganze Haus Israel ist von harter 
Stirn und starrem Sinne.
EZE 3:8 Frwahr, ich will dein Angesicht hart machen gleichwie ihr 
Angesicht und deine Stirn hart wie ihre Stirn:
EZE 3:9 wie Diamant, hrter als Felsen, mache ich deine Stirn. Frchte sie 
nicht und erschrick nicht vor ihnen, denn sie sind ein Haus der 
Widerspenstigkeit!
EZE 3:10 Und er sprach zu mir: Menschensohn, alle meine Worte, die ich zu 
dir reden werde, nimm dir zu Herzen und hre sie mit deinen Ohren.
EZE 3:11 Und mache dich auf, begieb dich zu den Verbannten, zu deinen 
Volksgenossen, und rede zu ihnen und sprich zu ihnen: So spricht der Herr 
Jahwe -! mgen sie es nun hren oder es lassen!
EZE 3:12 Und der Geist Jahwes hob mich empor, und ich vernahm hinter mir 
das Getse eines starken Erdbebens, als sich die Herrlichkeit Jahwes von 
ihrer Stelle erhob,
EZE 3:13 und das Getse der Flgel der Tiere, die einander berhrten, und 
das Getse der Rder zugleich mit ihnen und das Getse eines starken 
Erdbebens.
EZE 3:14 Und der Geist hob mich empor und fhrte mich fort, und ich ging 
traurig in der Erregung meines Geistes dahin, indem die Hand Jahwes auf 
mir lastete.
EZE 3:15 Und so gelangte ich zu den Verbannten nach Tel Abib an den Flu 
Kebar, wo sie wohnten; und ich sa daselbst sieben Tage vor mich hin 
starrend unter ihnen.
EZE 3:16 Und nach sieben Tagen erging das Wort Jahwes an mich also:
EZE 3:17 Menschensohn, zum Wchter habe ich dich bestellt fr das Haus 
Israel; wenn du aus meinem Mund ein Wort vernehmen wirst, so sollst du sie 
von meinetwegen verwarnen.
EZE 3:18 Wenn ich zum Gottlosen sage: du mut sterben! und du verwarnst 
ihn nicht und sagst nichts, um den Gottlosen vor seinem gottlosen Wege zu 
warnen, um ihm das Leben zu retten, so wird er, der Gottlose, infolge 
seiner Verschuldung sterben, sein Blut jedoch werde ich von deiner Hand 
verlangen.
EZE 3:19 Wenn du aber deinerseits den Gottlosen verwarnt hast, und er lt 
nicht ab von seinem Frevel und seinem gottlosen Wege, so wird er zwar 
infolge seiner Verschuldung sterben, aber du hast deine Seele gerettet.
EZE 3:20 Und wenn ein Frommer von seiner Frmmigkeit lt und Unrecht 
thut, und ich bereite ihm dann einen Ansto, da er stirbt: wenn du ihn da 
nicht verwarnt hast, so wird er infolge seiner Snde sterben, und die 
frommen Thaten, die er gethan, sollen ihm nicht in Anrechnung gebracht 
werden; aber sein Blut werde ich von deiner Hand verlangen!
EZE 3:21 Wenn du aber deinerseits den Frommen verwarnt hast, sich nicht zu 
vergehen, und er, der Fromme, sich nicht vergeht, so wird er leben 
bleiben, weil er verwarnt war, und du hast deine Seele gerettet.
EZE 3:22 Und es kam daselbst die Hand Jahwes ber mich, und er sprach zu 
mir: Auf, geh hinaus in die Thalebene, und ich will dort mit dir reden.
EZE 3:23 Da machte ich mich auf und ging hinaus in die Thalebene, und 
frwahr, dort stand die Herrlichkeit Jahwes wie die Herrlichkeit, die ich 
am Flusse Kebar geschaut hatte; da fiel ich auf mein Angesicht.
EZE 3:24 Und es kam Geist in mich, der stellte mich auf meine Fe; und er 
redete mit mir und sprach zu mir: geh hinein, schliee dich in deinem 
Hause ein!
EZE 3:25 Und frwahr, o Menschensohn, man wird dir Stricke anlegen und 
dich damit binden, da du nicht unter ihnen aus und ein gehest.
EZE 3:26 Und ich werde deine Zunge an deinen Gaumen kleben lassen, da du 
verstummest und ihnen nicht zum Strafprediger werdest, denn sie sind ein 
Haus der Widerspenstigkeit.
EZE 3:27 Wenn ich aber mit dir rede, will ich deinen Mund aufthun, und du 
sollst zu ihnen sprechen: So spricht der Herr Jahwe! Wer hren will, der 
hre, und wer es lassen will, der lasse es; denn sie sind ein Haus der 
Widerspenstigkeit.
EZE 4:1 Du aber, Menschensohn, hole dir einen Ziegelstein, lege ihn vor 
dich hin und ritze darauf eine Stadt ein, nmlich Jerusalem.
EZE 4:2 Und errichte einen Belagerungswall wider sie und baue einen 
Belagerungsturm wider sie; schtte einen Damm wider sie auf, stelle 
Belagerungsheere wider sie auf und setze ringsum Sturmbcke wider sie an.
EZE 4:3 Und hole dir eine eiserne Pfanne und stelle sie als eiserne Wand 
zwischen dich und die Stadt und richte dein Angesicht gegen diese, da sie 
der Belagerung unterworfen sei, und du sie belagerest. Ein Zeichen sei 
dies fr das Haus Israel!
EZE 4:4 Du aber lege dich auf deine Seite und nimm die Verschuldung des 
Hauses Israel auf dich; die Zahl der Tage, die du auf ihr liegst, sollst 
du ihre Verschuldung tragen.
EZE 4:5 Und ich wandle dir die Jahre ihrer Verschuldung in eine 
entsprechende Zahl von Tagen - 390 Tage -, und so sollst du die 
Verschuldung des Hauses Israel tragen.
EZE 4:6 Und wenn du mit ihnen zu Ende bist, so lege dich zum zweiten Mal 
auf deine rechte Seite und trage die Verschuldung des Hauses Juda, 40 Tage 
lang: fr jedes Jahr einen Tag ansetzend berechne ich sie dir.
EZE 4:7 Und du sollst dein Angesicht und deinen entblten Arm gegen die 
Belagerung Jerusalems hinrichten und gegen es weissagen.
EZE 4:8 Und zwar werde ich dir Stricke anlegen, da du dich nicht von 
einer Seite auf die andere umwenden kannst, bis du mit den Tagen deiner 
Einschlieung zu Ende bist.
EZE 4:9 Du aber hole dir Weizen und Gerste und Bohnen und Linsen und Hirse 
und Spelt, thue sie in ein Gef und bereite dir Brot daraus; die ganze 
Zeit hindurch, whrend welcher du auf deiner Seite liegst, sollst du das 
essen.
EZE 4:10 Und zwar sollst du deine Speise abgewogen verzehren, tglich 
zwanzig Sekel; von Zeit zu Zeit sollst du davon zehren.
EZE 4:11 Und Wasser sollst du abgemessen trinken, jedesmal ein Sechstel 
Hin; von Zeit zu Zeit sollst du welches trinken.
EZE 4:12 Und zwar sollst du es in Gestalt von Gerstenkuchen verzehren; 
diese aber sollst du vor ihren Augen auf Ballen von Menschenkot backen.
EZE 4:13 Und Jahwe sprach: Ebenso werden die Israeliten ihr Brot unrein 
verzehren unter den Vlkern, unter die ich sie verstoen werde.
EZE 4:14 Da sprach ich: Ach Herr Jahwe! Frwahr, ich bin noch nie 
verunreinigt gewesen und Gefallenes oder von Raubtieren Zerrissenes habe 
ich nie gegessen von Jugend auf bis jetzt, und nie kam in meinen Mund 
verdorbenes Fleisch!
EZE 4:15 Da sprach er zu mir: Wohlan, ich gestatte dir Rindermist statt 
Menschenkotes, da du darauf dein Brot bereitest.
EZE 4:16 Und er sprach zu mir: Menschensohn, frwahr, ich will den Stab 
des Brots in Jerusalem zerbrechen, und sie sollen ihr Brot abgewogen und 
mit Angst essen und das Wasser abgemessen und mit Entsetzen trinken,
EZE 4:17 damit sie an Brot und Wasser Mangel leiden, und sich einer mit 
dem andern entsetzen und infolge ihrer Verschuldung dahinschwinden.
EZE 5:1 Du aber, Menschensohn, nimm dir ein scharfes Schwert - zum 
Scheermesser sollst du es nehmen - und la es ber dein Haupt und ber 
deinen Bart gehen; sodann nimm eine Wage und teile die Haare.
EZE 5:2 Ein Drittel sollst du inmitten der Stadt mit Feuer verbrennen, 
wenn die Zeit der Belagerung voll ist; das zweite Drittel aber sollst du 
nehmen und mit dem Schwerte rings um es her schlagen und das dritte 
Drittel sollst du in den Wind streuen, und ich will hinter ihnen her das 
Schwert zcken!
EZE 5:3 Sodann sollst du eine kleine Anzahl davon nehmen und sie in den 
Zipfel deines Gewands einbinden.
EZE 5:4 Und von diesen sollst du nochmals einige nehmen und mitten ins 
Feuer werfen und sie so im Feuer verbrennen. Davon wird Feuer ausgehen 
ber das ganze Haus Israel. Und sprich zum ganzen Hause Israel:
EZE 5:5 So spricht der Herr Jahwe: Dies ist Jerusalem, die ich mitten 
unter die Vlker gestellt habe, und rings um sie her Lnder.
EZE 5:6 Sie aber war widerspenstig gegen meine Rechte in frevelhafter 
Weise, mehr als die Heidenvlker, und gegen meine Satzungen mehr als die 
Lnder, welche rings um sie her waren; denn meine Rechte verachteten sie 
und nach meinen Satzungen wandelten sie nicht.
EZE 5:7 Darum spricht so der Herr Jahwe: Weil ihr widerspenstig wart, mehr 
als die Heidenvlker rings um euch her, nach meinen Satzungen nicht 
wandeltet und meine Rechte nicht btet und nicht einmal nach den Rechten 
der Vlker rings um euch her gehandelt habt,
EZE 5:8 darum spricht der Herr Jahwe also: Frwahr, nun will ich auch an 
dich und will in deiner Mitte Gerichte vollstrecken vor den Augen der 
Heiden.
EZE 5:9 Und ich will wegen aller deiner Greuel an dir thun, was ich noch 
nie gethan habe und dergleichen ich nie wieder thun werde.
EZE 5:10 Darum sollen Vter in deiner Mitte die eigenen Kinder verzehren, 
und Kinder sollen ihre Vter verzehren, und ich will Gerichte an dir 
vollstrecken und deinen gesamten berrest in alle Winde zerstreuen.
EZE 5:11 Darum, so wahr ich lebe, ist der Spruch des Herrn Jahwe: 
Wahrlich, weil du mein Heiligtum verunreinigt hast mit allen deinen 
Scheusalen und mit allen deinen Greueln, so will ich nun auch 
dreinschlagen und will nicht mitleidig auf euch blicken und will auch 
meinerseits keine Schonung ben.
EZE 5:12 Ein Drittel von dir soll an der Pest sterben und durch Hunger 
aufgerieben werden in deiner Mitte, und das zweite Drittel soll durch das 
Schwert fallen rings um dich her, und das letzte Drittel will ich in alle 
Winde zerstreuen und hinter ihnen her will ich das Schwert zcken.
EZE 5:13 Und so soll sich mein Zorn erschpfen, und meinen Grimm will ich 
an ihnen stillen und will mich letzen, da sie es merken sollen, da ich, 
Jahwe, es geredet habe in meinem Eifer, indem ich meinen Grimm an ihnen 
erschpfe.
EZE 5:14 Und ich will dich zur Wstenei und zum Gegenstande der Verhhnung 
machen unter den Vlkern, die dich rings umgeben, ja vor den Augen eines 
jeden, der vorberzieht.
EZE 5:15 Und so wirst du ein Gegenstand der Verhhnung und Lsterung, eine 
Warnung und ein Gegenstand des Entsetzens sein fr die Vlker, die dich 
rings umgeben, wenn ich an dir Gerichte vollstrecke in Zorn und Grimm und 
mit grimmigen Zchtigungen. Ich, Jahwe, habe es geredet.
EZE 5:16 Wenn ich die schlimmen Pfeile des Hungers auf sie absende, die 
zum Verderben sind, die ich senden werde, um euch zu verderben, und ich 
dann immer aufs neue Hunger ber euch verhngen werde, dann werde ich euch 
den Stab des Brots zerbrechen
EZE 5:17 und werde wider euch Hunger und wilde Tiere senden, da sie euch 
kinderlos machen, und Pest und Blutvergieen soll bei dir hindurchziehen, 
und das Schwert will ich ber dich bringen. Ich, Jahwe, habe es geredet.
EZE 6:1 Und es erging an mich das Wort Jahwes folgendermaen:
EZE 6:2 Menschensohn, richte dein Angesicht gegen die Berge Israels und 
weissage wider sie
EZE 6:3 und sprich: Ihr Berge Israels, hrt das Wort des Herrn Jahwe! So 
spricht der Herr Jahwe zu den Bergen und zu den Hgeln, zu den Rinnsalen 
und zu den Thlern: Frwahr, ich werde ber euch das Schwert bringen und 
werde eure Opferhhen vernichten.
EZE 6:4 Und eure Altre sollen verwstet und eure Sonnensulen zertrmmert 
werden, und eure Erschlagenen werde ich angesichts eurer Gtzen hinwerfen
EZE 6:5 und werde die Leichname der Israeliten vor ihren Gtzen hinlegen 
und eure Gebeine rings um eure Altre streuen.
EZE 6:6 An allen euren Wohnsitzen werden die Stdte verdet stehen und die 
Hhen verwstet sein, damit eure Altre verdet und verwstet stehen, eure 
Gtzen zertrmmert und abgethan, eure Sonnensulen umgehauen und eure 
Machwerke vernichtet werden.
EZE 6:7 Und es sollen Erschlagene unter euch fallen, damit ihr erkennt, 
da ich Jahwe bin.
EZE 6:8 Und wenn von euch Schwertentronnene unter den Vlkern sein werden, 
wenn ihr in die Lnder zerstreut werdet,
EZE 6:9 so werden dann eure Entronnenen meiner gedenken unter den Vlkern, 
wohin sie gefangen gefhrt wurden, sie, denen ich das Herz gebrochen habe, 
das buhlerische, das von mir abtrnnig ward, und die Augen, die buhlerisch 
an ihren Gtzen hingen, und sie werden vor sich selbst Abscheu empfinden 
wegen des Bsen, das sie mit allen ihren Greueln verbt haben.
EZE 6:10 Und sie werden erkennen, da ich, Jahwe, nicht umsonst gedroht 
habe, ihnen solches Unheil zuzufgen.
EZE 6:11 So spricht der Herr Jahwe: Schlage in deine Hand und stampfe mit 
dem Fu und rufe Wehe ber alle die Greuel des Hauses Israel, denn durch 
das Schwert, den Hunger und die Pest werden sie fallen.
EZE 6:12 Wer fern ist, wird durch die Pest umkommen, und wer nahe ist, 
wird durch das Schwert fallen, und wer brig geblieben und gerettet ist, 
wird durch den Hunger umkommen, und so will ich meinen Grimm an ihnen 
erschpfen.
EZE 6:13 Und ihr sollt erkennen, da ich Jahwe bin, wenn eure Erschlagenen 
inmitten ihrer Gtzen daliegen, rings um ihre Altre auf jedem hohen 
Hgel, auf allen Bergesgipfeln, unter jedem grnen Baum und unter jeder 
dichtbelaubten Terebinthe, woselbst sie allen ihren Gtzen Wohlgeruch 
spendeten.
EZE 6:14 Und ich will meine Hand wider sie ausrecken und das Land zur 
Wste und zur Wstenei machen von der Steppe an bis nach Ribla in allen 
ihren Wohnsitzen, und so sollen sie erkennen, da ich Jahwe bin!
EZE 7:1 Und es erging das Wort Jahwes an mich folgendermaen:
EZE 7:2 Du aber, Menschensohn, sprich: So spricht der Herr Jahwe zum Land 
Israel: Ein Ende kommt, es kommt das Ende ber die vier Enden des Landes.
EZE 7:3 Jetzt kommt das Ende ber dich, und ich will meinen Zorn wider 
dich entsenden und will dich richten nach deinem Wandel und die Strafe fr 
alle deine Greuel ber dich kommen lassen.
EZE 7:4 Und mein Auge soll nicht mitleidig auf dich blicken, noch werde 
ich Schonung ben, sondern werde die Strafe fr deinen Wandel ber dich 
kommen lassen, und deine Greuel werden mitten unter dir sein; und so sollt 
ihr erkennen, da ich Jahwe bin.
EZE 7:5 So spricht der Herr Jahwe: Ein Unheil, frwahr ein Unheil kommt!
EZE 7:6 Ein Ende kommt, es kommt das Ende, es regt sich auf dich zu, 
sieh', da kommt es!
EZE 7:7 Es kommt das Schicksal ber dich, Bewohner des Landes; es kommt 
die Zeit, nahe ist der Tag, ein Tag der Bestrzung und nicht des 
frhlichen Jauchzens auf den Bergen.
EZE 7:8 Nun will ich bald meinen Grimm ber dich ausschtten und meinen 
Zorn an dir erschpfen und will dich richten nach deinem Wandel und die 
Strafe fr alle deine Greuel ber dich bringen.
EZE 7:9 Und mein Auge soll nicht mitleidig blicken, noch werde ich 
Schonung ben; deinem Wandel gem werde ich's ber dich kommen lassen, 
und deine Greuel werden mitten unter dir sein; und so sollt ihr erkennen, 
da ich, Jahwe, es bin, der da schlgt.
EZE 7:10 Sieh', da ist der Tag; sieh', da kommt es: es geht hervor die 
Krone, es blht das Scepter, es sprot der bermut!
EZE 7:11 Die Gewaltthat erhebt sich als Zuchtrute des Unrechts; da bleibt 
nichts brig von ihnen und von ihrer Pracht, und niemand beklagt sie.
EZE 7:12 Es kommt die Zeit, es naht der Tag: der Kufer freue sich nicht, 
und der Verkufer traure nicht; denn Zorn wird entbrennen ber all ihr 
Geprnge.
EZE 7:13 Denn der Verkufer wird doch nicht wieder zu dem Verkauften 
gelangen, und der Kufer wird bei seinen Lebzeiten nicht das Verkaufte 
behalten; denn ein Gesicht ergeht wider all ihr Vermgen, und ein jeder 
wird durch seine Verschuldung dahingerafft.
EZE 7:14 Man stt ins Horn und rstet alles zu, aber niemand zieht in den 
Kampf; denn mein Zorn ist entbrannt ber all ihr Geprnge.
EZE 7:15 Das Schwert drauen und die Pest und der Hunger drinnen; wer auf 
dem Feld ist, wird durch das Schwert umkommen, und wer in der Stadt ist, 
den wird Hunger und Pest verzehren.
EZE 7:16 Und wenn etliche von ihnen entrinnen, so werden sie auf den 
Bergen sein wie die Tauben der Schluchten, die insgesamt girren, - ein 
jeder ob der Strafe fr seine Verschuldung.
EZE 7:17 Alle Hnde werden schlaff herabsinken, und alle Kniee wie zu 
Wasser zerflieen.
EZE 7:18 Und sie werden Trauergewnder anlegen, und Entsetzen wird sie 
umhllen; auf allen Angesichtern wird Beschmung sein, und auf allen ihren 
Huptern eine Glatze.
EZE 7:19 Ihr Silber werden sie auf die Straen werfen, und ihr Gold wird 
ihnen als Unflat gelten, denn ihr Silber und ihr Gold kann sie nicht 
retten am Tage des Ingrimms Jahwes; ihre Gier werden sie nicht damit 
ersttigen und ihren Bauch nicht damit fllen, denn es ward ihnen Ansto 
zur Verschuldung.
EZE 7:20 Und seinen prachtvollen Schmuck machte das Volk zu einem 
Gegenstande der berhebung, und sie fertigten daraus ihre greulichen 
Bilder, ihre Scheusale; darum mache ich's fr sie zu Unflat.
EZE 7:21 Und ich will es den Fremden zur Plnderung preisgeben und den 
Gottlosesten auf Erden zum Raube, damit sie es entweihen.
EZE 7:22 Und ich will mein Angesicht von ihnen abwenden, und so soll man 
mein Kleinod entweihen, und Ruber sollen in dasselbe eindringen und es 
entweihen.
EZE 7:23 Denn das Land ist voll von Blutschuld und die Stadt voll 
Gewaltthat.
EZE 7:24 Und so werde ich die schlimmsten der Heidenvlker herbeibringen; 
die sollen ihre Huser in Besitz nehmen, und ich will ein Ende machen mit 
ihrer stolzen Macht, und ihre Heiligtmer sollen entweiht werden.
EZE 7:25 Angst kommt, und sie werden Rettung suchen, aber es giebt keine:
EZE 7:26 Unfall ber Unfall kommt, und Schreckenskunde ber 
Schreckenskunde giebt es. Da werden sie vergeblich ein Gesicht begehren 
von einem Propheten, und den Priestern wird die Weisung abhanden gekommen 
sein und der Rat der Vornehmen.
EZE 7:27 Der Knig wird trauern, und der Frst mit Entsetzen bekleidet 
sein, und die Hnde des Landvolks werden kraftlos herabsinken. Nach ihrem 
Wandel werde ich sie behandeln und nach ihren Rechten sie richten, und sie 
sollen erkennen, da ich Jahwe bin.
EZE 8:1 Im sechsten Jahr aber, am sechsten Monat, am fnften des Monats, 
als ich in meinem Hause sa, und die Vornehmen von Juda vor mir saen, 
fiel daselbst die Hand des Herrn Jahwe auf mich.
EZE 8:2 Und ich sah hin, da war ein Gebilde, das sah aus wie ein Mann; von 
seinen Hften an abwrts war Feuer, und von seinen Hften an aufwrts war 
es wie Lichtglanz anzusehen, wie das Leuchten von Glanzerz.
EZE 8:3 Und er reckte etwas wie eine Hand aus und erfate mich bei den 
Locken meines Hauptes, und der Geist hob mich empor zwischen Erde und 
Himmel und brachte mich nach Jerusalem in einem gttlichen Gesicht an den 
Eingang des inneren Thors, das nach Norden gewendet ist, wo die den Eifer 
Jahwes erregende Bildsule stand.
EZE 8:4 Es war aber daselbst die Herrlichkeit des Gottes Israels, 
entsprechend dem Gesichte, das ich in der Thalebene geschaut hatte.
EZE 8:5 Und er sprach zu mir: Menschensohn, erhebe einmal deine Augen in 
der Richtung nach Norden! Als ich nun meine Augen in Richtung nach Norden 
erhob, da stand nrdlich vom Altarthore diese eifererregende Bildsule am 
Eingang.
EZE 8:6 Und er sprach zu mir: Menschensohn, siehst du wohl, was sie da 
machen? Groe Greuel sind es, welche das Haus Israel hier treibt, so da 
ich fern bleiben mu von meinem Heiligtum; aber du wirst noch weitere 
groe Greuel sehen!
EZE 8:7 Und er brachte mich an den Eingang des Vorhofs. Und als ich 
hinsah, befand sich ein Loch in der Wand.
EZE 8:8 Und er sprach zu mir: Stoe durch die Wand durch! Als ich nun 
durch die Wand durchstie, befand sich da eine Thr.
EZE 8:9 Und er sprach zu mir: Gehe hinein und sieh' dir die schlimmen 
Greuel an, die sie hier treiben!
EZE 8:10 Als ich nun hinein kam und mich umsah, da fanden sich allerlei 
Gebilde von greulichem Gewrm und Vieh und allen Gtzen des Hauses Israel 
rings herum an der Wand eingegraben.
EZE 8:11 Und da waren siebzig Mnner von den Vornehmen des Hauses Israel 
und Jaasanja, der Sohn Safans, in ihrer Mitte als ihr Vorsteher, und ein 
jeder hatte sein Rucherbecken in der Hand, und der Duft der 
Weihrauchwolken stieg empor.
EZE 8:12 Und er sprach zu mir: Hast du wohl gesehen, Menschensohn, was die 
Vornehmen des Hauses Israel in der Finsternis treiben, ein jeder in seinen 
Bilderkammern? Denn sie denken: Jahwe sieht uns nicht, Jahwe hat das Land 
verlassen!
EZE 8:13 Sodann sprach er zu mir: Du wirst noch weitere groe Greuel 
sehen, die sie treiben!
EZE 8:14 Und er brachte mich an den Eingang des Thors des Jahwetempels, 
welches nach Norden zu liegt; da nun saen die Weiber, die den Tammus 
beweinten.
EZE 8:15 Und er sprach zu mir: Hast du es gesehen, o Menschensohn? Du 
wirst noch weitere Greuel sehen, die noch grer sind als diese.
EZE 8:16 Und er brachte mich in den inneren Vorhof des Tempels Jahwes; da 
waren am Eingange zum Jahwetempel zwischen der Vorhalle und dem Altare 
gegen 25 Mnner; mit dem Rcken gegen den Jahwetempel und mit dem Gesichte 
gegen Osten gewendet, beteten sie nach Osten hin die Sonne an.
EZE 8:17 Und er sprach zu mir: Hast du es gesehen, Menschensohn? Ist es 
dem Hause Juda zu wenig, die Greuel zu verben, die sie hier verbt haben, 
da sie auerdem das Land mit Gewaltthat erfllt und mich immer wieder zum 
Zorne gereizt haben? Nun sieh, wie sie den Reiserbschel an ihre Nase 
halten!
EZE 8:18 So will ich denn auch im Grimme handeln: ich will nicht mitleidig 
blicken, noch will ich Schonung ben. Und wenn sie mir dann mit lauter 
Stimme in die Ohren schreien, werde ich sie nicht hren.
EZE 9:1 Sodann rief er mir mit lauter Stimme Folgendes in die Ohren: Es 
nahen die Heimsuchungen der Stadt!
EZE 9:2 Da kamen sechs Mnner in der Richtung vom oberen Thore her, das 
nach Norden zu gewendet ist, ein jeder mit seinem Zerstrungsgert in der 
Hand, und unter ihnen war einer, der war in Linnen gekleidet und hatte ein 
Schreibzeug an seiner Seite. Die kamen und stellten sich neben den ehernen 
Altar.
EZE 9:3 Und die Herrlichkeit des Gottes Israels hatte sich von dem Kerub, 
auf welchen sie gewesen war, hinweg erhoben und zu der Schwelle des Hauses 
hin begeben; und er rief dem zu, der in Linnen gekleidet war, der das 
Schreibzeug an seiner Seite hatte.
EZE 9:4 Und Jahwe sprach zu ihm: Gehe mitten durch die Stadt, mitten durch 
Jerusalem, hindurch und mache ein Zeichen auf die Stirn der Mnner, die da 
seufzen und jammern ber alle die Greuel, die in ihr verbt werden!
EZE 9:5 Zu den anderen aber sprach er vor meinen Ohren: Geht hinter ihm 
her durch die Stadt hindurch und schlagt drein; blickt nicht mitleidig, 
noch bt Schonung!
EZE 9:6 Greis, Jngling und Jungfrau und Kinder und Weiber metzelt nieder; 
einen jeden aber, der das Zeichen an sich hat, lat unberhrt. Fangt an 
bei meinem Heiligtume! Da fingen sie an mit den Vornehmen, die sich vor 
dem Tempel befanden.
EZE 9:7 Und er sprach zu ihnen: Verunreinigt den Tempel und fllt die 
Straen mit Erschlagenen an! Zieht aus! Da zogen sie aus und schlugen 
drein in der Stadt.
EZE 9:8 Whrend sie so dreinschlugen, fiel ich auf mein Angesicht und 
schrie und sprach: Ach, Herr Jahwe! Willst du denn den ganzen berrest 
Israels vertilgen, indem du deinen Grimm ber Jerusalem ausschttest?
EZE 9:9 Da sprach er zu mir: Die Schuld des Hauses Israel und Juda ist 
ganz beraus gro, und das Land ist voll von Blutschuld, und die Stadt ist 
voll von Gewaltthat; denn sie denken: Jahwe hat das Land verlassen und 
Jahwe sieht es nicht.
EZE 9:10 Nun will auch ich nicht mitleidig blicken und nicht Schonung 
ben: ihren Wandel gebe ich ihnen auf ihren Kopf!
EZE 9:11 Es brachte aber der in Linnen Gekleidete, der das Schreibzeug an 
seiner Seite hatte, Bescheid und sprach: Ich habe gethan, wie du mir 
befohlen hattest.
EZE 10:1 Und ich schaute hin, da war ber der Veste, die sich ber dem 
Haupte der Kerube befand, etwas wie ein Sapphirstein, etwas, das wie ein 
Throngebilde aussah, ward ber ihnen sichtbar.
EZE 10:2 Da sprach er zu dem in Linnen Gekleideten: Tritt hinein zwischen 
die Rder unterhalb des Kerubs, flle deine Hnde mit glhenden Kohlen aus 
dem Raume zwischen den Keruben und streue sie ber die Stadt! Da trat er 
vor meinen Augen hinein.
EZE 10:3 Es standen aber die Kerube rechts vom Tempel, als der Mann 
hineintrat, und die Wolke erfllte den inneren Vorhof.
EZE 10:4 Die Herrlichkeit Jahwes aber erhob sich von dem Kerub gegen die 
Schwelle des Tempels hin, und der Tempel ward von der Wolke erfllt, und 
der Vorhof ward vom Glanze der Herrlichkeit Jahwes erfllt.
EZE 10:5 Und das Rauschen der Flgel der Kerube war bis zum ueren Vorhof 
vernehmbar, gleich der Stimme des allmchtigen Gottes, wenn er redete.
EZE 10:6 Als er nun dem in Linnen Gekleideten befahl: Hole Feuer aus dem 
Raume zwischen den Rdern, aus dem Raume zwischen den Keruben hervor, da 
trat er hinein und stellte sich neben das eine Rad.
EZE 10:7 Und der Kerub langte mit seiner Hand zwischen die Kerube nach dem 
Feuer, das sich zwischen den Keruben befand, hob welches auf und gab es 
dem in Linnen Gekleideten in die Hnde; der nahm davon und ging fort.
EZE 10:8 Es wurde aber an den Keruben etwas wie eine Menschenhand unter 
ihren Flgeln sichtbar.
EZE 10:9 Und ich sah hin, da waren vier Rder neben den Keruben, immer je 
ein Rad neben je einem Kerub, und die Rder waren anzusehn wie das Blinken 
von Chrysolithstein.
EZE 10:10 Und was ihr Aussehen betrifft, so hatten die Viere einerlei 
Gestalt, als ob ein Rad inmitten des andern wre.
EZE 10:11 Wenn sie gingen, so gingen sie nach ihren vier Seiten. Nicht 
wandten sie sich, wenn sie gingen; sondern nach der Gegend, nach welche 
eine Spitze sich wendete, dahin gingen sie, nicht wandten sie sich, wenn 
sie gingen.
EZE 10:12 Und ihr ganzer Leib und ihr Rcken und ihre Hnde und ihre 
Flgel und die Rder waren ringsum voll Augen bei den Vieren.
EZE 10:13 Den Rdern aber ward vor meinen Ohren der Name Wirbelwind 
gegeben.
EZE 10:14 Und ein jedes hatte vier Gesichter. Das Gesicht des einen war 
das Gesicht eines Stiers, das Gesicht des zweiten war das Gesicht eines 
Menschen; der dritte hatte das Gesicht eines Lwen und der vierte das 
Gesicht eines Adlers.
EZE 10:15 Und die Kerube erhoben sich. Das war dasselbe Wesen, welches ich 
am Flusse Kebar geschaut hatte.
EZE 10:16 Und wenn die Kerube gingen, so gingen die Rder neben ihnen mit, 
und wenn die Kerube ihre Flgel schwangen, um sich von der Erde zu 
erheben, so wandten sich auch die Rder nicht von ihrer Seite hinweg.
EZE 10:17 Wenn jene stehen blieben, dann blieben auch diese stehen, und 
wenn jene sich erhoben, dann erhoben sie sich mit ihnen, denn der Geist 
des Tierwesens war in ihnen.
EZE 10:18 Und die Herrlichkeit Jahwes verlie die Schwelle des Tempels und 
stellte sich auf die Kerube.
EZE 10:19 Da schwangen die Kerube ihre Flgel und erhoben sich vor meinen 
Augen von der Erde bei ihrem Abzug und die Rder gleichmig mit ihnen. 
Und sie stellten sich an den Eingang des stlichen Thors des Tempels 
Jahwes, whrend sich die Herrlichkeit des Gottes Israels oben ber ihnen 
befand.
EZE 10:20 Das war das Wesen, welches ich am Flusse Kebar unter dem Gott 
Israels geschaut hatte, und ich erkannte, da es Kerube seien.
EZE 10:21 Ein jeder hatte vier Gesichter und ein jeder vier Flgel, und 
etwas wie Menschenhnde war unter ihren Flgeln.
EZE 10:22 Und was die Gestalt ihrer Gesichter betrifft, so waren es 
dieselben Gesichter, die ich am Flusse Kebar geschaut hatte: sie gingen 
ein jedes gerade vor sich hin.
EZE 11:1 Und der Geist hob mich empor und brachte mich an das stliche 
Thor des Tempels Jahwes, das nach Osten gewendet ist; da waren am Eingange 
des Thores 25 Mnner und ich gewahrte unter ihnen die Volksobersten 
Jaasanja, den Sohn Assurs, und Pelatja, den Sohn Benajas.
EZE 11:2 Da sprach er zu mir: Menschensohn, das sind die Mnner, die 
Unheil sinnen und bsen Rat halten in dieser Stadt,
EZE 11:3 die da sprechen: Sind nicht erst krzlich die Huser wieder 
aufgebaut? Sie ist der Topf, und wir sind das Fleisch!
EZE 11:4 Deshalb weissage gegen sie, weissage, o Menschensohn!
EZE 11:5 Da fiel auf mich der Geist Jahwes, und er sprach zu mir: Sprich: 
so spricht Jahwe: So sprecht ihr, Haus Israel, und was in eurem Geist 
aufsteigt, das kenne ich wohl.
EZE 11:6 Ihrer viele habt ihr in dieser Stadt erschlagen und habt ihre 
Gassen mit Erschlagenen gefllt.
EZE 11:7 Darum spricht also der Herr Jahwe: Die von euch Erschlagenen, die 
ihr in ihrer Mitte hingestreckt habt, die sind das Fleisch, und sie ist 
der Topf! Euch aber wird man aus ihr fortfhren.
EZE 11:8 Das Schwert frchtet ihr, und das Schwert will ich ber euch 
bringen, spricht der Herr Jahwe.
EZE 11:9 Und ich will euch aus ihr fortfhren und euch in die Gewalt 
Fremder geben und Gerichte unter euch vollstrecken.
EZE 11:10 Durch das Schwert werdet ihr fallen; im Gebiet Israels werde ich 
euch richten, und so sollt ihr erkennen, da ich Jahwe bin.
EZE 11:11 Sie soll euch nicht zum Topfe werden, und ihr werdet nicht das 
Fleisch in ihr sein; im Gebiet Israels werde ich euch richten.
EZE 11:12 Da sollt ihr dann erkennen, da ich Jahwe bin, nach dessen 
Satzungen ihr nicht gewandelt seid und nach dessen Rechte ihr nicht gethan 
habt; vielmehr nach den Rechten der Vlker, die rings um euch her sind, 
habt ihr gethan.
EZE 11:13 Whrend ich so weissagte, war Pelatja, der Sohn Benajas, 
pltzlich gestorben. Da fiel ich auf mein Angesicht und schrie mit lauter 
Stimme und sprach: O weh! Herr Jahwe, willst du es denn gar ausmachen mit 
dem berrest Israels?
EZE 11:14 Da erging das Wort Jahwes an mich folgendermaen:
EZE 11:15 Menschensohn, deine Brder, deine Brder, deine Mitverbannten 
und das ganze Haus Israel insgesamt, von welchen die Bewohner von 
Jerusalem sprechen: Sie sind fern von Jahwe; uns ist das Land zum Besitze 
gegeben!
EZE 11:16 Deshalb sprich: So spricht der Herr Jahwe: Ja, ich habe sie 
fernhin unter die Vlker gethan und habe sie in die Lnder zerstreut und 
ward ihnen zu einem sprlichen Ersatze des Heiligtums in den Lndern, 
wohin sie gekommen sind.
EZE 11:17 Deshalb sprich: So spricht der Herr Jahwe: Aber ich will euch 
sammeln aus den Vlkern und euch zusammenbringen aus den Lndern, in die 
ihr zerstreut wurdet, und will euch das Land Israel wieder verleihen.
EZE 11:18 Und sie werden dorthin kommen und alle ihre Scheusale und alle 
ihre Greuel daraus hinwegschaffen.
EZE 11:19 Und ich werde ihnen ein anderes Herz geben und einen neuen Geist 
in ihr Inneres legen; ich werde das steinerne Herz aus ihrem Leib 
entfernen und ihnen ein fleischernes Herz verleihen,
EZE 11:20 damit sie in meinen Satzungen wandeln und meine Rechte 
beobachten und sie ausben. Und so werden sie mein Volk sein, und ich will 
ihr Gott sein.
EZE 11:21 Denn ihren Greueln und ihren Scheusalen ging ihr Herz nach, und 
ihren Wandel gab ich ihnen auf ihren Kopf! - ist der Spruch des Herrn 
Jahwe.
EZE 11:22 Da schwangen die Kerube ihre Flgel, und die Rder bewegten sich 
zugleich mit ihnen, whrend sich die Herrlichkeit des Gottes Israels oben 
ber ihnen befand.
EZE 11:23 Und die Herrlichkeit Jahwes erhob sich mitten aus der Stadt 
hinweg und lie sich nieder auf dem Berge, der stlich von der Stadt liegt.
EZE 11:24 Und der Geist hob mich empor und brachte mich im Gesicht, durch 
den gttlichen Geist, ins Chalderland zu den Verbannten. Und das Gesicht, 
das ich geschaut hatte, hob sich hinweg von mir.
EZE 11:25 Sodann verkndigte ich den Verbannten alle Worte Jahwes, die er 
mich hatte schauen lassen.
EZE 12:1 Und das Wort Jahwes erging an mich folgendermaen:
EZE 12:2 Menschensohn, inmitten des Hauses der Widerspenstigkeit wohnst 
du, solcher, die Augen haben, um zu sehen, und doch nicht sehen, Ohren 
haben, um zu hren, und nicht hren; denn ein Haus der Widerspenstigkeit 
sind sie.
EZE 12:3 Du aber, Menschensohn, mache dir Wandergerte zurecht und bereite 
deine Wanderung vor bei hellem Tage vor ihren Augen; und zwar sollst du 
vor ihren Augen von deinem Wohnort an einen anderen Ort wandern, - ob 
ihnen wohl die Augen aufgehen werden, denn sie sind ein Haus der 
Widerspenstigkeit!
EZE 12:4 Du magst aber deine Gerte wie Wandergerte bei Tage vor ihren 
Augen herausschaffen; du selbst aber sollst am Abende vor ihren Augen 
wegziehen in der Weise, wie Vertriebene ausziehen.
EZE 12:5 Vor ihren Augen stoe dir ein Loch durch die Wand und gehe durch 
sie hinaus.
EZE 12:6 Vor ihren Augen trage es auf der Schulter; im Finstern ziehe aus, 
indem du dein Gesicht verhllst und ohne das Land zu sehen. Denn ich mache 
dich zu einem Wahrzeichen fr das Haus Israel!
EZE 12:7 Da that ich also, wie mir befohlen war: meine Gertschaften 
brachte ich bei Tage heraus wie Wandergerte und am Abend stie ich mir 
mit der Hand ein Loch durch die Wand, im Finstern zog ich aus; auf der 
Schulter trug ich es vor ihren Augen.
EZE 12:8 Am Morgen aber erging das Wort Jahwes an mich folgendermaen:
EZE 12:9 Menschensohn, haben sie nicht zu dir gesagt, die vom Hause 
Israel, vom Hause der Widerspenstigkeit: Was machst du da?
EZE 12:10 Sprich zu ihnen: So spricht der Herr Jahwe: dies ist ein 
Ausspruch ber den Frsten und ber das ganze Haus, so viele in ihrer 
Mitte in Jerusalem sind.
EZE 12:11 Sprich: ich bin ein Wahrzeichen fr euch; wie ich gethan habe, 
so wird es mit ihnen geschehen: in die Fremde, in die Gefangenschaft 
werden sie gehen.
EZE 12:12 Und der Frst, der in ihrer Mitte ist, wird seine Gerte auf die 
Schulter nehmen und wird im Finstern ausziehen. Die Wand werden sie 
durchstoen, damit er durch sie hinausgehe; sein Angesicht wird er 
verhllen, damit er von keinem Auge gesehen werde und damit er selbst das 
Land nicht sehe.
EZE 12:13 Und ich werde mein Netz ber ihn breiten, und er wird gefangen 
werden durch mein Fanggarn; und ich werde ihn nach Babel ins Chalderland 
bringen - dieses selbst aber wird er nicht sehen -, und dort wird er 
sterben.
EZE 12:14 Und alles, was um ihn ist, seine Helfer und alle sein 
Kriegerscharen werde ich in alle Winde zerstreuen und werde das Schwert 
hinter ihnen her zcken.
EZE 12:15 Und so sollen sie erkennen, da ich Jahwe bin, wenn ich sie 
unter die Vlker versprenge und in die Lnder verstreue.
EZE 12:16 Und ich lasse von ihnen nur einige wenige vom Schwerte, vom 
Hunger und von der Pest verschont bleiben, damit sie alle ihre Greuel 
unter den Vlkern erzhlen, zu denen sie kommen werden, und sie sollen 
erkennen, da ich Jahwe bin.
EZE 12:17 Und es erging das Wort Jahwes an mich folgendermaen:
EZE 12:18 Menschensohn, dein Brot sollst du mit Beben essen und dein 
Wasser mit Zittern und Bangen trinken
EZE 12:19 und sollst zum Volke des Landes sprechen: So spricht der Herr 
Jahwe in betreff der Bewohner Jerusalems im Land Israel: ihr Brot werden 
sie mit Bangen essen und ihr Wasser mit Entsetzen trinken, auf da ihr 
Land wst liege, seiner Flle beraubt, wegen des Frevels aller seiner 
Einwohner.
EZE 12:20 Und die Stdte, die jetzt bewohnt sind, sollen verden, und das 
Land soll zur Wste werden, damit ihr erkennt, da ich Jahwe bin!
EZE 12:21 Und es erging das Wort Jahwes an mich folgendermaen:
EZE 12:22 Menschensohn, was habt ihr da fr ein Sprichwort im Land Israel, 
da man spricht: Die Tage ziehen sich in die Lnge und jegliche 
Offenbarung wird zu Schanden?
EZE 12:23 Darum sprich zu ihnen: So spricht der Herr Jahwe: Ich will 
diesem Sprichwort ein Ende machen, da sie es in Israel nicht lnger 
brauchen sollen! Sage ihnen vielmehr: Es nahen die Tage, und es trifft ein 
das Wort jeglicher Offenbarung.
EZE 12:24 Denn es soll fortan im Hause Israel keine nichtige Schauung oder 
trgerische Wahrsagung mehr geben,
EZE 12:25 sondern ich, Jahwe, werde reden, welches Wort ich reden will, 
und es wird vollzogen werden. Es wird sich nicht lnger hinziehen; 
vielmehr in euren Tagen, Haus der Widerspenstigkeit, werde ich etwas reden 
und es auch ausfhren! - ist der Spruch des Herrn Jahwe.
EZE 12:26 Und es erging das Wort Jahwes an mich folgendermaen:
EZE 12:27 Menschensohn, frwahr, das Haus Israel denkt: Das Gesicht, das 
er schaut, geht auf viele Tage, und auf ferne Zeiten hinaus weissagt er.
EZE 12:28 Darum sprich zu ihnen: So spricht der Herr Jahwe: Alle meine 
Worte werden sich nicht lnger mehr hinziehen; das Wort, das ich rede, 
wird ausgefhrt werden! - ist der Spruch des Herrn Jahwe.
EZE 13:1 Und es erging das Wort Jahwes an mich folgendermaen:
EZE 13:2 Menschensohn, weissage wider die Propheten Israels, die da 
weissagen, und sag den Propheten, die aus eigener Erfindung weissagen: 
Hrt das Wort Jahwes!
EZE 13:3 So spricht der Herr Jahwe: Wehe ber die thrichten Propheten, 
die ihrem eigenen Geiste folgen und dem, was sie in Wahrheit nicht 
geschaut haben.
EZE 13:4 Wie Schakale in Ruinen, so sind deine Propheten, o Israel!
EZE 13:5 Ihr seid nicht in die Bresche gestiegen, noch habt ihr eine Mauer 
um das Haus Israel gezogen, um fest zu stehen im Kampf am Tage Jahwes.
EZE 13:6 Sie schauten Nichtiges und Lgenorakel, sie, die da riefen: 
Spruch Jahwes! whrend doch Jahwe sie nicht gesandt hatte, und sie dann 
warteten, da das Wort in Erfllung gehe.
EZE 13:7 Habt ihr nicht nichtige Gesichte geschaut und Lgenorakel geredet 
und ruft doch: Spruch Jahwes! whrend ich nicht geredet habe?
EZE 13:8 Deshalb spricht der Herr Jahwe also: Weil ihr Nichtiges redet und 
Lge schaut, deshalb will ich nun an euch! - ist der Spruch des Herrn 
Jahwe.
EZE 13:9 Und meine Hand soll wider die Propheten sein, die Nichtiges 
schauen und Lgen weissagen; der Gemeinschaft meines Volks sollen sie 
nicht angehren und in die Urkunde des Hauses Israel sollen sie nicht 
eingeschrieben werden und in das Land Israel sollen sie nicht kommen, und 
so sollt ihr erkennen, da ich der Herr Jahwe bin.
EZE 13:10 Dieweil sie mein Volk irregeleitet haben, indem sie Heil! 
riefen, wo doch kein Heil war, und, wenn es eine Wand baute, sie mit 
Tnche anstrichen, -EZE 13:11 sprich zu den Tnchestreichern: Einfallen 
soll sie! Frwahr, einen Platzregen will ich senden, der sie 
hinwegschwemmt; Hagelsteine sollen fallen, und einen Sturmwind will ich 
loslassen.
EZE 13:12 Da fllt dann die Wand ein. Wird man da nicht zu euch sagen: Wo 
ist nun die Tnche, mit der ihr tnchtet?
EZE 13:13 Deshalb spricht der Herr Jahwe also: Ja, Sturmwind will ich 
losbrechen lassen in meinem Grimm, und ein wegschwemmender Platzregen soll 
infolge meines Zorns kommen und Hagelsteine infolge meines Grimmes zum 
Garaus.
EZE 13:14 Und so will ich die Wand einreien, die ihr mit Tnche 
bestrichen habt, und will sie zur Erde niederwerfen, da ihre Grundlage 
blogelegt werde; und sie wird einfallen, und ihr werdet darin umkommen 
und sollt erkennen, da ich Jahwe bin!
EZE 13:15 Und ich will meinen Grimm bis zu Ende an der Wand und an ihren 
Tnchestreichern auslassen und ich werde zu euch sagen: Aus ist's mit der 
Wand und aus ist's mit ihren Tnchern,
EZE 13:16 den Propheten Israels, die ber Jerusalem weissagen und Gesichte 
des Heils fr es schauen, whrend es doch kein Heil giebt! - ist der 
Spruch des Herrn Jahwe.
EZE 13:17 Du aber, Menschensohn, richte dein Angesicht wider die Tchter 
deines Volks, die aus eigener Erfindung die Prophetinnen spielen, und 
weissage wider sie
EZE 13:18 und sprich: So spricht der Herr Jahwe: Wehe denen, die Binden 
nhen fr alle Handgelenke und groe Hllen fertigen fr Kpfe jedes 
Wuchses, um Seelen zu jagen! Wollt ihr in meinem Volke Seelen erjagen und 
Seelen fr euch am Leben erhalten?
EZE 13:19 Und ihr entweihtet mich bei meinem Volke fr Hnde voll Gerste 
und fr Bissen Brots, um Seelen zu morden, die nicht sterben sollen, und 
Seelen zu erhalten, die nicht am Leben bleiben sollen, indem ihr meinem 
Volke, das auf Lgen hrt, etwas vorlgt.
EZE 13:20 Darum spricht der Herr Jahwe also: Frwahr, ich will an eure 
Binden, mit denen ihr die Seelen jagt, und will sie euch von den Armen 
reien und will die Seelen, denen ihr nachjagt, freilassen wie Vgel.
EZE 13:21 Und ich will eure Hllen zerreien und mein Volk aus eurer Hand 
erretten, da sie nicht lnger eine Jagdbeute in eurer Hand seien, und ihr 
sollt erkennen, da ich Jahwe bin.
EZE 13:22 Weil ihr das Herz des Frommen betrgerischerweise gekrnkt habt, 
whrend ich ihm doch nicht wehe gethan haben wollte, und weil ihr die 
Hnde des Gottlosen strktet, damit er sich nicht von seinem bsen Wandel 
bekehre und so am Leben erhalten werde,
EZE 13:23 darum sollt ihr nicht lnger Nichtiges schauen und nicht lnger 
Wahrsagerei treiben, vielmehr will ich mein Volk aus eurer Hand erretten, 
und ihr sollt erkennen, da ich Jahwe bin.
EZE 14:1 Es kamen aber zu mir Mnner von den Vornehmen Israels und lieen 
sich vor mir nieder.
EZE 14:2 Da erging das Wort Jahwes an mich folgendermaen:
EZE 14:3 Menschensohn, diese Mnner haben ihre Gtzen in ihr Herz 
geschlossen und als Ansto zu ihrer Verschuldung vor sich hingestellt: 
sollte ich mich da von ihnen befragen lassen?
EZE 14:4 Darum rede mit ihnen und sprich zu ihnen: So spricht der Herr 
Jahwe: Jedweder vom Hause Israel, der seine Gtzen in sein Herz schliet 
und den Ansto zu seiner Verschuldung vor sich hinstellt und sich zum 
Propheten begiebt, dem werde ich, Jahwe, mich selbst zur Antwort 
herbeilassen bei der Menge seiner Gtzen,
EZE 14:5 um dem Hause Israel ans Herz zu greifen, weil sie sich mir 
entfremdet haben durch ihre Gtzen insgesamt.
EZE 14:6 Darum sprich zum Hause Israel: So spricht der Herr Jahwe: Bekehrt 
euch und kehrt euch ab von euren Gtzen und wendet euer Angesicht ab von 
allen euren Greueln.
EZE 14:7 Denn jedweder vom Hause Israel und von den Fremdlingen, die unter 
Israel weilen, der sich von mir absondert und seine Gtzen in sein Herz 
schliet und den Ansto zu seiner Verschuldung vor sich hinstellt und sich 
zum Propheten begiebt, um mich in seiner Angelegenheit zu befragen, dem 
werde ich, Jahwe, mich selbst zur Antwort herbeilassen.
EZE 14:8 Und zwar will ich mein Angesicht gegen einen solchen richten und 
ihn zu einem Merkzeichen und Sprchwort machen und ihn aus der Mitte 
meines Volks vertilgen, damit ihr erkennt, da ich Jahwe bin.
EZE 14:9 Falls sich aber der Prophet verleiten lt, einen Ausspruch zu 
thun, so habe ich, Jahwe, diesen Propheten verleitet und werde meine Hand 
wider ihn ausrecken und ihn aus der Mitte meines Volkes Israel 
hinwegtilgen.
EZE 14:10 Und sie werden beide ihre Schuld tragen: der Fragende und der 
Prophet werden gleich schuldig sein,
EZE 14:11 damit die vom Hause Israel nicht lnger von mir abirren und sich 
nicht lnger verunreinigen mit allen ihren Freveln; sondern sie sollen 
mein Volk sein, und ich will ihr Gott sein, ist der Spruch des Herrn Jahwe.
EZE 14:12 Und es erging das Wort Jahwes an mich folgendermaen:
EZE 14:13 Menschensohn, wenn ein Land sich gegen mich versndigt, indem es 
Treubruch begeht, und ich meine Hand wider dasselbe ausrecke und ihm den 
Stab des Brots zerbreche und Hungersnot in es sende und Menschen und Vieh 
aus ihm hinwegtilge,
EZE 14:14 und es befnden sich darin diese drei Mnner: Noah, Daniel und 
Hiob, so wrden sie doch durch ihre Gerechtigkeit nur sich selbst retten - 
ist der Spruch des Herrn Jahwe.
EZE 14:15 Wenn ich wilde Tiere das Land durchstreifen liee, und diese es 
entvlkerten, da es eine Wstenei wrde, die niemand mehr durchwanderte 
wegen der wilden Tiere,
EZE 14:16 und es befnden sich diese drei Mnner darin, - so wahr ich 
lebe, ist der Spruch des Herrn Jahwe, weder Shne noch Tchter wrden sie 
retten: nur sie allein wrden gerettet werden; das Land aber wrde zur 
Wste werden.
EZE 14:17 Oder wenn ich das Schwert ber jenes Land brchte und sprche: 
das Schwert soll durch das Land dahinfahren! und tilgte Menschen und Vieh 
aus ihm hinweg,
EZE 14:18 und es wren diese drei Mnner darin, - so wahr ich lebe, ist 
der Spruch des Herrn Jahwe, sie wrden weder Shne noch Tchter retten, 
sondern sie allein wrden gerettet werden.
EZE 14:19 Oder wenn ich Pest ber jenes Land schickte und meinen Grimm 
blutig ber dasselbe ausgsse, um Menschen und Vieh daraus zu vertilgen,
EZE 14:20 und Noah, Daniel und Hiob befnden sich darin, - so wahr ich 
lebe, ist der Spruch des Herrn Jahwe, sie wrden weder Sohn noch Tochter 
retten, nur sich selbst wrden sie durch ihre Gerechtigkeit erretten.
EZE 14:21 Doch so spricht der Herr Jahwe: Wenn ich aber meine vier 
schlimmen Strafen: Schwert, Hunger, wilde Tiere und Pest gegen Jerusalem 
entsende, um Menschen und Vieh daraus zu vertilgen,
EZE 14:22 so soll alsdann eine gerettete Schar darin brig bleiben, 
solche, die Shne und Tchter herausbringen. Die werden dann zu euch 
herauskommen, und ihr werdet ihren Wandel und ihr Thun sehen und werdet 
getrstet werden wegen des Unheils, das ich ber Jerusalem gebracht habe, 
wegen alles dessen, was ich ber es gebracht habe.
EZE 14:23 Und so werden sie euch trsten, wenn ihr ihren Wandel und ihr 
Thun seht, und ihr werdet inne werden, da ich alles, was ich darin 
gethan, nicht ohne Ursache gethan habe, - ist der Spruch des Herrn Jahwe.
EZE 15:1 Und es erging das Wort Jahwes an mich folgendermaen:
EZE 15:2 Menschensohn, was hat das Holz der Rebe vor all' dem Reisigholze 
voraus, das sich unter den Bumen des Waldes befindet?
EZE 15:3 Nimmt man wohl davon Holz, um es zu einer Arbeit zu verwenden, 
oder nimmt man davon einen Pflock, um allerlei Gerte daran aufzuhngen?
EZE 15:4 Frwahr - dem Feuer giebt man es zur Speise; wenn das Feuer seine 
beiden Enden verzehrt hat, und seine Mitte angebrannt ist, taugt es dann 
noch zu einer Arbeit?
EZE 15:5 Selbst wenn es noch unversehrt ist, wird es zu keiner Arbeit 
verwendet; geschweige, da es noch zu einer Arbeit verwendet werden 
knnte, wenn Feuer es verzehrt hat, und es angebrannt ist.
EZE 15:6 Darum spricht der Herr Jahwe also: Gleich dem Holze des 
Weinstocks unter den Waldbumen, das ich dem Feuer zur Speise bestimmt 
habe, mache ich die Bewohner Jerusalems.
EZE 15:7 Und ich will mein Angesicht wider sie richten: dem Feuer sind sie 
entgangen, und das Feuer soll sie verzehren, und ihr sollt erkennen, da 
ich Jahwe bin, wenn ich mein Angesicht gegen sie kehre.
EZE 15:8 Und ich werde das Land zur Wste machen, weil sie Treubruch 
verbt haben, - ist der Spruch des Herrn Jahwe.
EZE 16:1 Und es erging das Wort Jahwes an mich folgendermaen:
EZE 16:2 Menschensohn, halte Jerusalem ihre Greuel vor
EZE 16:3 und sprich: So spricht der Herr Jahwe zu Jerusalem: Deine 
Abstammung und dein Ursprung sind aus dem Lande der Kanaaniter: dein Vater 
war Amoriter und deine Mutter Hethiterin.
EZE 16:4 Und was deine Geburt betrifft: an dem Tage, an dem du geboren 
wurdest, wurde weder deine Nabelschnur abgeschnitten, noch wurdest du mit 
Wasser abgewaschen, noch mit Salz abgerieben und in Windeln gewickelt.
EZE 16:5 Niemand blickte mitleidig auf dich, da er dir eins von diesen 
Dingen erwiesen htte, um Erbarmen gegen dich zu ben; sondern du warst 
hingeworfen aufs freie Feld - so gering schtzte man dein Leben an dem 
Tag, an dem du geboren wurdest!
EZE 16:6 Da kam ich an dir vorber und sah dich in deinem Blute zappeln 
und sprach zu dir: die du daliegst in deinem Blute, bleibe leben!
EZE 16:7 Und ich badete dich mit Wasser und wusch dir das Blut ab und 
salbte dich mit l.
EZE 16:8 Ich machte dich zahllos, wie die Gewchse auf den Fluren, und du 
wuchsest und wurdest gro und gelangtest zu hchstem Reize: die Brste 
waren steif geworden, und dein Haar sprote krftig; aber du warst noch 
immer nackt und blo.
EZE 16:9 Da kam ich an dir vorber und sah dich, und es befand sich, da 
die Zeit der Liebe fr dich da war. Da breitete ich meine Decke ber dich 
und bedeckte deine Ble und verband mich dir mit einem Eid und ging einen 
Bund mit dir ein - ist der Spruch des Herrn Jahwe - und du wurdest mein!
EZE 16:10 Und ich kleidete dich in bunt gewirkte Gewnder und gab dir 
Sandalen von Seekuhfell; ich umwand dich mit Byssus und hllte dich in 
Seide.
EZE 16:11 Ich schmckte dich mit Schmuck, legte dir Spangen an die Arme 
und eine Kette um deinen Hals.
EZE 16:12 Ich legte einen Reif an deine Nase und Ringe an deine Ohren und 
setzte dir eine prchtige Krone auf das Haupt.
EZE 16:13 Und so warst du geschmckt mit Gold und Silber, und deine 
Kleidung bestand aus Byssus und Seide und buntgewirkten Gewndern. 
Feinmehl, Honig und l genossest du und du wurdest beraus schn und 
brachtest es bis zur Knigswrde.
EZE 16:14 Und dein Ruhm erscholl unter den Vlkern wegen deiner Schnheit; 
denn sie war vollkommen vermge der Zier, die ich dir angelegt hatte, - 
ist der Spruch des Herrn Jahwe.
EZE 16:15 Aber du pochtest auf deine Schnheit und hurtest infolge deines 
Rufs und gossest deine Hurerei auf jeden Vorbergehenden.
EZE 16:16 Und du nahmst von deinen Gewndern und machtest dir 
buntscheckige Opferhhen und hurtest auf ihnen.
EZE 16:17 Und du nahmst deine Schmucksachen von meinem Gold und meinem 
Silber, das ich dir gegeben hatte, und machtest dir Mannsbilder daraus und 
hurtest mit ihnen.
EZE 16:18 Und du nahmst deine buntgewirkten Gewnder und behngtest sie 
damit und mein l und meinen Weihrauch legtest du ihnen vor.
EZE 16:19 Und mein Brot, das ich dir gegeben hatte, das Feinmehl, das l 
und den Honig, womit ich dich genhrt hatte, das legtest du ihnen vor als 
lieblichen Geruch - ist der Spruch des Herrn Jahwe.
EZE 16:20 Und du nahmst deine Shne und deine Tchter, die du mir geboren 
hattest, und schlachtetest sie ihnen zum Frae. Als ob es noch nicht genug 
gewesen wre mit deiner Hurerei,
EZE 16:21 schlachtetest du meine Shne und gabst sie hin, indem du sie 
ihnen verbranntest.
EZE 16:22 Und bei allen deinen Greueln und deiner Hurerei gedachtest du 
nicht an die Tage deiner Jugend, als du nackt und blo warst und in deinem 
Blute zappeltest!
EZE 16:23 Und nach aller deiner Bosheit - wehe, wehe ber dich! - ist der 
Spruch des Herrn Jahwe,
EZE 16:24 da bautest du dir eine Wlbung und machtest dir eine Hhe auf 
jedem freien Platze.
EZE 16:25 An jedem Kreuzweg erbautest du dir eine Hhe und schndetest 
deine Schnheit und spreiztest deine Beine jedem Vorbergehenden 
auseinander. Und du begingst noch weitere Hurerei:
EZE 16:26 du hurtest nach den gyptern hin, deinen Nachbarn mit groem 
Gliede; und du begingst noch weitere Hurerei, meinen Zorn zu erregen.
EZE 16:27 Da reckte ich nun meine Hand wider dich aus und minderte das dir 
zum Unterhalt Bestimmte und gab dich der Gier deiner Feindinnen preis, der 
Tchter der Philister, die sich schmen wegen deines unzchtigen Wandels.
EZE 16:28 Und du hurtest nach den Assyriern hin, ohne dich zu ersttigen; 
du hurtest mit ihnen und wurdest doch nicht satt.
EZE 16:29 Und du begingst noch weitere Hurerei nach dem Lande Chalda hin; 
aber auch damit wurdest du noch nicht satt.
EZE 16:30 Wie schmachtend war doch dein Herz! - ist der Spruch des Herrn 
Jahwe - da du alles dies verbtest, das Thun einer Erzhure,
EZE 16:31 da du dir an jedem Kreuzweg eine Wlbung bautest und dir auf 
jedem freien Platz eine Hhe anlegtest; und doch warst du nicht wie eine 
Hure, da du den Buhlerlohn je zu gering gefunden httest.
EZE 16:32 Du ehebrecherisches Weib, die statt ihres Mannes Fremde nahm.
EZE 16:33 Sonst giebt man allen Huren Lohn; du aber gabst deinerseits 
allen deinen Liebhabern Geschenke und bestachst sie, von rings her zu 
deinen Buhlereien zu dir zu kommen.
EZE 16:34 Und so fand bei dir ein Widerspiel von dem statt, was sonst 
Weiberart ist, bei deinen Hurereien, indem dir nicht hurerisch 
nachgestellt wurde, vielmehr du Buhlerlohn gabst, whrend dir kein Lohn 
gegeben wurde. So wardst du zum Widerspiel.
EZE 16:35 Darum, o Hure, hre das Wort Jahwes!
EZE 16:36 So spricht der Herr Jahwe! Weil deine Buhlerei sich ergo, und 
deine Scham bei deiner Hurerei vor deinen Liebhabern und vor allen deinen 
greulichen Gtzen entblt wurde und wegen des Bluts deiner Kinder, die du 
ihnen preisgabst, -EZE 16:37 deshalb, frwahr, will ich zusammenholen alle 
deine Liebhaber, denen du gefallen hast, und zwar alle die, die du gern 
hattest, samt denen, die du nicht mochtest; die will ich von ringsher 
gegen dich zusammenholen und will deine Scham vor ihnen aufdecken, damit 
sie deine ganze Scham sehen.
EZE 16:38 Und ich werde dich richten nach dem Rechte der Ehebrecherinnen 
und der Blut vergieenden Weiber und ich werde an dir erweisen Zorn und 
Eifer.
EZE 16:39 Und ich werde dich in ihre Gewalt geben, und sie werden deine 
Wlbung einreien und deine Hhen zertrmmern und werden dir deine 
Gewnder ausziehen und dir deine Schmucksachen nehmen und dich nackt und 
blo lassen.
EZE 16:40 Und sie werden eine Versammlung wider dich veranstalten und dich 
steinigen und dich mit ihren Schwertern in Stcke hauen.
EZE 16:41 Und sie werden deine Huser in Brand stecken und vor den Augen 
vieler Weiber Gericht an dir vollstrecken, und so werde ich deinem Huren 
ein Ende machen, und fortan sollst du keinen Buhlerlohn mehr geben.
EZE 16:42 Und ich werde meinen Grimm an dir khlen, und mein Zorneseifer 
wird von dir ablassen, und ich werde mich ruhig verhalten und nicht mehr 
zrnen.
EZE 16:43 Weil du der Tage deiner Jugend nicht gedachtest und mich durch 
alle diese Dinge erzrntest, so gebe ich dir nun auch, ha! deinen Wandel 
auf den Kopf! - ist der Spruch des Herrn Jahwe. Denn du hast mir auch 
diesen Frevel angethan zu allen deinen Greueln.
EZE 16:44 Frwahr, jeder Spottvers-Dichter wird den Spruch auf dich 
anwenden: Wie die Mutter, so die Tochter!
EZE 16:45 Eine echte Tochter deiner Mutter bist du, die ihres Mannes und 
ihrer Kinder berdrssig ward, und eine echte Schwester deiner Schwestern 
bist du, die ihrer Mnner und ihrer Kinder berdrssig wurden. Eure Mutter 
war eine Hethiterin und euer Vater ein Amoriter.
EZE 16:46 Und deine ltere Schwester, das ist Samaria nebst ihren 
Tchtern, die nrdlich von dir wohnt, und deine jngere Schwester, die 
sdlich von dir wohnt, das ist Sodom nebst ihren Tchtern.
EZE 16:47 Zwar bist du anfangs nicht auf ihren Wegen gewandelt und hast 
nicht Greuel wie sie verbt; bald aber triebst du es noch schlimmer als 
sie in all' deinem Wandel.
EZE 16:48 So wahr ich lebe, ist der Spruch des Herrn Jahwe: deine 
Schwester Sodom nebst ihren Tchtern hat keineswegs gethan, wie du nebst 
deinen Tchtern gethan hast!
EZE 16:49 Frwahr, das war die Schuld Sodoms, deiner Schwester: Hoffart, 
berflu an Nahrung und sorglose Ruhe ward ihr und ihren Tchtern zu teil, 
aber die Elenden und Bedrfigen sttzte sie nicht.
EZE 16:50 Vielmehr wurden sie hochmtig und verbten Greuel vor mir; da 
that ich sie hinweg, als ich das sah.
EZE 16:51 Samaria aber hat noch nicht die Hlfte deiner Snden begangen; 
vielmehr hast du es mit deinen Greueln rger getrieben, als jene, und hast 
so deine Schwestern gerechtfertigt durch alle deine Greuel, die du 
verbtest.
EZE 16:52 So trage nun auch du deine Schmach, die du fr deine Schwestern 
ins Mittel getreten bist durch deine Snden, mit denen du rgere Greuel 
begingst, als jene, so da sie dir gegenber gerecht dastehen. Darum so 
schme du dich und trage deine Schmach dafr, da du deine Schwestern 
rechtfertigst.
EZE 16:53 Denn ich werde ihr Schicksal wenden, das Schicksal Sodoms und 
ihrer Tchter und das Schicksal Samarias und ihrer Tchter, und ich werde 
auch dein Schicksal in ihrer Mitte wenden,
EZE 16:54 damit du deine Schmach tragest und beschmt werdest wegen alles 
dessen, was du verbt hast, indem du ihnen dadurch einen Trost 
verschafftest.
EZE 16:55 Und deine Schwestern, Sodom nebst ihren Tchtern, sollen wieder 
auf ihren frheren Stand gelangen, und Samaria und ihre Tchter sollen 
wieder auf ihren frheren Stand gelangen, und auch du und deine Tchter 
werden wieder auf ihren frheren Stand gelangen.
EZE 16:56 Aber von Sodom, deiner Schwester, war aus deinem Munde nichts zu 
hren in der Zeit deiner Hoffart,
EZE 16:57 bevor deine Bosheit offenbar wurde, wie zu der Zeit, da dich die 
Tchter Edoms schmhten und alle Tchter der Philister, die dich rings 
verhhnten.
EZE 16:58 Deine Unzucht und deine Greuel, die hast du getragen, ist der 
Spruch Jahwes.
EZE 16:59 Denn so spricht der Herr Jahwe: Ich verfahre mit dir, wie du 
verfahren bist, indem du den Eid verachtetest und den Bund brachst.
EZE 16:60 Doch ich will an meinen Bund gedenken, den ich mit dir in den 
Tagen deiner Jugend schlo, und will einen ewigen Bund mit dir errichten.
EZE 16:61 Da wirst du an deinen Wandel gedenken und wirst beschmt sein, 
wenn du deine lteren Schwestern samt den jngeren nimmst, und ich sie dir 
als Tchter gebe, aber nicht um deines Bundes willen.
EZE 16:62 Und ich will meinen Bund mit dir errichten, und du sollst 
erkennen, da ich Jahwe bin,
EZE 16:63 damit du daran denkest und dich schmest und vor lauter Scham 
deinen Mund nicht mehr aufthuest, wenn ich dir alles das vergebe, was du 
gethan hast, ist der Spruch des Herrn Jahwe.
EZE 17:1 Und es erging das Wort Jahwes an mich folgendermaen:
EZE 17:2 Menschensohn, trage einen Rtselspruch vor und rede ein Gleichnis 
zum Hause Israel
EZE 17:3 und sprich: So spricht der Herr Jahwe: Der groe Adler mit groen 
Flgeln, langen Schwingen, mit dem vollen Gefieder und den bunten Farben, 
kam zum Libanon und nahm den Wipfel der Ceder hinweg.
EZE 17:4 Die Spitze ihrer Sprossen ri er ab und brachte sie ins 
Krmerland; in eine Kaufmannstadt setzte er sie.
EZE 17:5 Sodann nahm er eins von den Gewchsen des Erdbodens und that es 
in ein Saatfeld; an reichliches Wasser setzte er es wie einen Weidenbaum.
EZE 17:6 Und es sprote und ward zu einem Weinstocke, der sich niedrig an 
Wuchs auf der Erde hinrankte, so da seine Ranken sich wieder zu ihm 
hinwendeten und seine Wurzeln unter ihm blieben. Und als es ein Weinstock 
geworden war, da trieb es ste und sandte Zweige aus.
EZE 17:7 Es war aber ein anderer groer Adler mit groen Flgeln und 
starkem Gefieder, und frwahr, jener Weinstock bog seine Wurzeln zu ihm 
hin und streckte ihm seine ste entgegen, damit er ihn trnke und nicht 
das Beet, in das er gepflanzt war,
EZE 17:8 obwohl er auf gutes Feld, an reichliches Wasser gepflanzt war, um 
Zweige zu treiben und Frchte zu tragen und zu einem prchtigen Weinstocke 
zu werden.
EZE 17:9 Sprich: So spricht der HerrJahwe: Wird es wohl gut ablaufen? Wird 
jener nicht seine Wurzeln ausreien und seine Frchte abschneiden, so da 
alle seine sprossenden Bltter verdorren? Und nicht mit gewaltigem Arm und 
vielem Volke geschieht es, da er ihn aus seinem Wurzeln hebt.
EZE 17:10 Nun wohl - gepflanzt ist er. Wird es aber gut ablaufen? Wird er 
nicht, sobald ihn der Ostwind trifft, gnzlich verdorren, ja, auf dem 
Beet, in das er gepflanzt war, verdorren?
EZE 17:11 Und das Wort Jahwes erging an mich folgendermaen:
EZE 17:12 Sprich doch zum Hause der Widerspenstigkeit: Merkt ihr denn 
nicht, was dies soll? Sprich: Frwahr, der Knig von Babel kam nach 
Jerusalem und nahm seinen Knig und seine obersten Beamten und brachte sie 
zu sich nach Babel.
EZE 17:13 Und er nahm einen von den Sprlingen des Knigsgeschlechts und 
schlo einen Vertrag mit ihm und stellt ihn unter eidliche Verpflichtung; 
doch die Vornehmen des Landes hatte er mit fortgenommen,
EZE 17:14 damit die Knigsmacht gering bliebe und sich nicht wieder 
erheben knne, damit er den von ihm eigegangenen Vertrag hielte, so da 
derselbe Bestand htte.
EZE 17:15 Der aber wurde von ihm abtrnnig, indem er seine Boten nach 
gypten schickte, da man ihm Rosse und Kriegsvolk gebe. Wird's wohl gut 
ablaufen? Wird der, der so etwas thut, davon kommen? Wird er, nachdem er 
den Vertrag gebrochen hat, davon kommen?
EZE 17:16 So wahr ich lebe, ist der Spruch des Herrn Jahwe, an dem 
Wohnsitze des Knigs, der ihn zum Knig machte, gegen den er meineidig und 
vertragsbrchig geworden ist, bei ihm inmitten Babels soll er sterben.
EZE 17:17 Der Pharao aber wird nicht mit groer Heeresmacht und mit 
zahlreicher Schar im Kriege fr ihn thtig sein, wenn man einen Wall 
aufschttet und Trme erbaut, um zahlreiche Seelen auszurotten.
EZE 17:18 Denn er ist meineidig geworden, indem er den Vertrag brach: 
obgleich er seinen Handschlag gegeben, hat er doch alles das gethan; aber 
er soll nicht davon kommen.
EZE 17:19 Darum spricht der Herr Jahwe also: So wahr ich lebe, den Eid, 
den er bei mir geschworen und doch miachtet hat, und den Vertrag, den er 
bei mir geschlossen und doch gebrochen hat: den werde ich ihm auf seinen 
Kopf geben.
EZE 17:20 Und ich werde eine Netz ber ihn breiten, da er sich in meinem 
Garne fangen soll, und werde ihn nach Babel bringen und dort wegen des 
Treubruchs, den er an mir begangen hat, ins Gericht mit ihm gehen.
EZE 17:21 Und alle seine Kerntruppen unter allen seinen Kriegerscharen, 
die werden durchs Schwert fallen, und die briggebliebenen werden in alle 
Winde zerstreut werden, damit ihr erkennet, da ich, Jahwe, es geredet 
habe.
EZE 17:22 So spricht der Herr Jahwe: Ich werde etwas nehmen vom hohen 
Wipfel der Ceder und werde es einsetzen und von der Spitze seiner 
Schlinge werde ich einen zarten Schling abpflcken und auf einen hohen 
und erhabenen Berg pflanzen.
EZE 17:23 Auf die Bergeshhe Israels werde ich ihn pflanzen, und er soll 
Zweige treiben und Frucht bringen und zu einer majesttischen Ceder 
werden, da mannigfach beschwingte Vgel unter ihm wohnen; im Schatten 
seiner Zweige werden sie wohnen.
EZE 17:24 Und alle Bume des Feldes sollen merken, da ich, Jahwe, einen 
hohen Baum erniedrigt und einen niedrigen Baum erhht, einen frischen Baum 
drrgemacht und einen drren Baum zur Blte gebracht habe: ich, Jahwe, 
habe es gesagt und gethan.
EZE 18:1 Und das Wort Jahwes erging an mich folgendermaen:
EZE 18:2 Was kommt euch bei, da ihr diesen Spottvers singt vom Lande 
Israel; der da lautet: Die Vter aen saure Trauben, und den Kindern 
werden die Zhne stumpf?
EZE 18:3 So wahr ich lebe, ist der Spruch des Herrn Jahwe, niemand von 
euch soll mehr diesen Spottvers in Israel singen!
EZE 18:4 Frwahr, mein sind alle Seelen, die Seele des Vaters wie die 
Seele des Sohnes - mein sind sie; die Seele, welche sich vergeht, die soll 
sterben!
EZE 18:5 Und wenn einer fromm ist, und Recht und Gerechtigkeit bt,
EZE 18:6 nicht auf den Bergen Opferfleisch it und seine Augen nicht zu 
den Gtzen des Hauses Israel erhebt, das Weib seines Nchsten nicht 
verunreinigt und einem Weibe in der Zeit ihrer Unreinheit nicht naht,
EZE 18:7 niemanden bedrckt und das Pfand fr seine Schuldforderung wieder 
zurckgiebt, keine Erpressung verbt, sein Brot dem Hungrigen reicht und 
den Nackenden mit einem Gewande bedeckt,
EZE 18:8 nicht auf Wucher ausleiht und keinen Zins nimmt, von Frevel seine 
Hand fernhlt und bei Hndeln zwischen den Leuten ehrlichen Rechtsspruch 
fllt,
EZE 18:9 nach meinen Satzungen wandelt und meine Rechte beobachtet, indem 
er Redlichkeit bt, - der ist fromm und soll sicher am Leben bleiben, ist 
der Spruch des Herrn Jahwe.
EZE 18:10 Erzeugt er aber einen gewaltthtigen Sohn, der Blut vergiet und 
Frevel verbt,
EZE 18:11 nicht auf dem Wege seines frommen Vaters wandelt, sondern auf 
den Bergen it und das Weib seines Nchsten verunreinigt,
EZE 18:12 Geringe und Arme bedrckt, Erpressung verbt, Pfnder nicht 
zurckgiebt und seine Augen zu den Gtzen erhebt, Greuel verbt,
EZE 18:13 auf Wucher ausleiht und Zins nimmt, sollte der am Leben bleiben? 
Er soll nicht am Leben bleiben! Weil er alle diese Greuel verbt hat, soll 
er mit dem Tode bestraft werden; sein Blut sei auf ihm!
EZE 18:14 Zeugt der nun aber einen Sohn, und dieser sieht alle 
Vergehungen, die sein Vater beging, und frchtet sich und handelt nicht 
ebenso,
EZE 18:15 it nicht auf den Bergen und erhebt seine Augen nicht zu den 
Gtzen des Hauses Israel, verunreinigt nicht das Weib seines Nchsten
EZE 18:16 und bedrckt niemanden, nimmt kein Pfand weg und verbt keine 
Erpressung, reicht sein Brot dem Hungrigen und bedeckt den Nackenden mit 
einem Gewande,
EZE 18:17 hlt seine Hand fern von Frevel, nimmt keinen Wuchervorteil und 
Zins, handelt nach meinen Rechten und wandelt nach meinen Satzungen, ein 
solcher soll nicht sterben wegen der Schuld seines Vaters, sondern soll am 
Leben bleiben.
EZE 18:18 Sein Vater, weil er Bedrckung und Erpressung verbt und, was 
nicht gut war, inmitten seiner Volksgenossen gethan hat, - der mu um 
seiner Verschuldung willen sterben.
EZE 18:19 Und da sagt ihr: Warum trgt nicht der Sohn die Schuld des 
Vaters mit? whrend doch der Sohn Recht und Gerechtigkeit bte, alle meine 
Satzungen beobachtete und nach ihnen handelte; darum soll er am Leben 
bleiben.
EZE 18:20 Derjenige, der sich verfehlt, der soll sterben. Ein Sohn soll 
nicht die Schuld des Vaters mittragen, und ein Vater soll nicht die Schuld 
des Sohns mittragen. Die Frmmigkeit des Frommen soll auf ihm ruhn, und 
die Gottlosigkeit des Gottlosen soll auf ihm ruhn!
EZE 18:21 Wenn sich aber der Gottlose von allen seinen Snden, die er 
begangen hat, bekehrt und alle meine Satzungen beobachtet und Recht und 
Gerechtigkeit bt, so soll er am Leben bleiben und nicht sterben.
EZE 18:22 Alle seine Abtrnnigkeiten, die er begangen hat, sollen ihm 
nicht angerechnet werden; wegen seiner Frmmigkeit, die er gebt, soll er 
am Leben bleiben und nicht sterben.
EZE 18:23 Habe ich etwa Wohlgefallen am Tode des Gottlosen, ist der Spruch 
des Herrn Jahwe, und nicht vielmehr daran, da er sich von seinem bsen 
Wandel bekehrt und am Leben bleibt?
EZE 18:24 Wenn aber der Fromme von seiner Frmmigkeit ablt und Frevel 
verbt gleich allen den Greueln, die der Gottlose verbt hat, so wird 
aller seiner frommen Thaten, die er gethan, nicht gedacht werden; infolge 
seines Abfalls, den er verbt, und seiner Snde, die er begangen hat, - 
infolge derer soll er sterben!
EZE 18:25 Wenn ihr aber sagt: das Verfahren des Herrn ist nicht in 
Ordnung! so hrt doch, ihr vom Hause Israel: sollte es mein Verfahren 
sein, das nicht in Ordnung ist? Ist's nicht vielmehr euer Verfahren, da 
nicht in Ordnung ist?
EZE 18:26 Wenn ein Frommer von seiner Frmmigkeit ablt und Frevel 
verbt, so mu er sterben deswegen; wegen seines Frevels, den er verbt 
hat, mu er sterben.
EZE 18:27 Aber wenn ein Gottloser von seiner Gottlosigkeit, die er 
begangen hat, ablt und Recht und Gerechtigkeit bt, so wird er sein 
Leben behalten.
EZE 18:28 Denn er bekehrte sich von allen seinen Abtrnnigkeiten, die er 
begangen hatte; darum wird er am Leben bleiben und nicht sterben.
EZE 18:29 Und wenn das Haus Israel spricht: Das Verfahren des Herrn ist 
nicht in Ordnung! - sollte wirklich mein Verfahren nicht in Ordnung sein, 
Haus Israel? Ist's nich vielmehr e u e r Verfahren, das nicht in Ordnung 
ist?
EZE 18:30 Deshalb werde ich einen jeden von euch nach seinem Wandel 
richten, Haus Israel! ist der Spruch des Herrn Jahwe. Bekehrt euch, lat 
ab von allen euren Abtrnnigkeiten, da euch nicht ein Anla zur 
Verschuldung daraus entstehe.
EZE 18:31 Werft ab von euch alle eure Abtrnnigkeiten, die ihr gegen mich 
verbt habt, und schafft euch ein neues Herz und einen neuen Geist; denn 
warum wolltet ihr sterben, Haus Israel?
EZE 18:32 Denn ich habe kein Wohlgefallen am Tode jemandes, ist der Spruch 
des Herrn Jahwe. So lat denn ab, damit ihr am Leben bleibt!
EZE 19:1 Du aber stimme ein Klagelied an ber die Frsten Israels
EZE 19:2 und sprich: was war doch deine Mutter fr eine Lwin unter Leuen; 
inmitten junger Lwen lagerte sie, zog sie ihre Jungen gro.
EZE 19:3 Und sie brachte eins von ihren Jungen auf; das ward ein junger 
Lwe und er lernte Beute machen, Menschen fra er.
EZE 19:4 Da erlieen Vlker ein Aufgebot wider ihn; in ihrer Fallgrube 
ward er gefangen und sie fhrten ihn an Nasenringen nach gypten.
EZE 19:5 Und da sie sah, da sie getuscht, ihre Hoffnung verloren war, 
nahm sie ein anderes von ihren Jungen; zum jungen Lwen machte sie es.
EZE 19:6 Und er wandelte einher unter Lwen; ein junger Lwe wurde er, und 
er lernte Beute machen, Menschen fra er.
EZE 19:7 Und er machte viele unter ihnen zu Witwen und verheerte ihre 
Stdte, so da das Land und was es fllte, verdete, infolge seines lauten 
Gebrlls.
EZE 19:8 Doch es stellten sich Vlker gegen ihn auf rings von den 
Landschaften her und breiteten ihr Netz ber ihn aus; in ihrer Fallgrube 
wurde er gefangen.
EZE 19:9 Und sie zogen ihn an Nasenringen in einen Kfig und brachten ihn 
zum Knige von Babel, schafften ihn in festes Gewahrsam, damit seine 
Stimme nicht mehr gehrt werde auf den Bergen Israels.
EZE 19:10 Deine Mutter war wie ein Weinstock an Wasser gepflanzt; 
fruchtreich ward er und voller Zweige vom reichlichen Wasser.
EZE 19:11 Und einer seiner Zweige ward ein Herrscherstab; der wuchs hoch 
empor zwischen dichten Zweigen und fiel auf durch seine Hhe bei der Menge 
seiner Ranken.
EZE 19:12 Da wurde der Weinstock im Grimm ausgerissen, zu Boden geworfen, 
und der Ostwind drrte seine Frucht aus. Abgerissen ward sein mchtiger 
Zweig und verdorrte; Feuer verzehrte ihn.
EZE 19:13 Und jetzt ist er eingepflanzt in die Wste, in drres und 
lechzendes Land.
EZE 19:14 Und es ging Feuer aus vom Zweige, das verzehrte seine Ranken, 
und es blieb an ihm kein mchtiger Zweig mehr, kein Herrscherstab. Ein 
Klagelied ist dies und ward zum Klagelied.
EZE 20:1 Im siebenten Jahr aber, im fnften Monat, am zehnten des Monats, 
erschienen Mnner von den Vornehmen Israels, um Jahwe zu befragen, und 
lieen sich vor mir nieder.
EZE 20:2 Da erging das Wort Jahwes an mich folgendermaen:
EZE 20:3 Menschensohn, rede mit den Vornehmen Israels und sprich zu ihnen: 
So spricht der Herr Jahwe: Mich zu befragen kommt ihr? So wahr ich lebe, 
ich lasse mich nicht von euch befragen, ist der Spruch des Herrn Jahwe.
EZE 20:4 Willst du sie aber richten, willst du richten, o Menschensohn, so 
thue ihnen die Greuel ihrer Vter kund
EZE 20:5 und sprich zu ihnen: So spricht der Herr Jahwe: An dem Tage, da 
ich Israel erwhlte, da erhob ich den Nachkommen des Hauses Jakob meine 
Hand zum Schwur und macht mich ihnen kund in gypten; da erhob ich ihnen 
meine Hand und sprach: Ich bin Jahwe, euer Gott!
EZE 20:6 An jenem Tag erhob ich ihnen mein Hand und schwur, da ich sie 
aus gypten hinausfhren wolle in ein Land, da ich fr sie 
ausgekundschaftet hatte, das von Milch und Honig berfliet, - ein Kleinod 
ist es unter allen Lndern!
EZE 20:7 Und ich sprach zu ihnen: Werft ein jeder die vor euren Augen 
stehenden Scheusale fort und an den Gtzen gyptens verunreinigt euch 
nicht! Ich bin Jahwe, euer Gott!
EZE 20:8 Aber sie waren widerspenstig gegen mich und wolten nicht auf mich 
hren; die Scheusale ihrer Augen warfen sie nicht fort und die Gtzen 
gyptens lieen sie nicht fahren. Da gedachte ich meinen Grimm ber sie 
auszuschtten, meinen Zorn an ihnen zu erschpfen inmitten des Landes 
gypten.
EZE 20:9 Doch ich thats nicht um meines Namens willen, damit dieser nicht 
entweiht wrde vor den Augen der Vlker, in deren Mitte sie waren, vor 
deren Augen ich mich ihnen kund gethan hatte, indem ich sie aus gypten 
herausfhrte.
EZE 20:10 Und ich fhrte sie aus gypen heraus und fhrte sie in die Wste;
EZE 20:11 und ich gab ihnen meine Satzungen und that ihnen meine Rechte 
kund, die der Mensch ben soll, damit er sein Leben durch sie erhalte,
EZE 20:12 Auch meine Sabbate gab ich ihnen, da sie ein Zeichen seien 
zwischen mir und ihnen, damit man erkenne, da ich, Jahwe, es bin, der sie 
heiligt.
EZE 20:13 Aber das Haus Israel war widerspenstig gegen mich in der Wste; 
nach meinen Satzungen wandelten sie nicht und meine Rechte verachteten 
sie, die der Mensch ben soll, damit er sein Leben durch sie erhalte, und 
meine Sabbate entweihten sie sehr. Da gedachte ich meinen Grimm ber sie 
auszuschtten in der Wste, um ihnen den Garaus zu machen
EZE 20:14 Aber ich thats nicht um meines Namens willen, damit dieser nicht 
entweiht wrde vor den Augen der Vlker, vor deren Augen ich sie 
herausgefhrt hatte.
EZE 20:15 Doch erhob ich ihnen meine Hand in der Wste und schwur, da ich 
sie nicht in das Land bringen wolle, das ich ihnen verliehen hatte, das 
von Milch und Honig berfliet, - ein Kleinod ist's unter allen Lndern! -
EZE 20:16 weil sie meine Rechte verachteten und nach meinen Satzungen 
nicht wandelten und meine Sabbate entweihten; denn ihr Herz ging ihren 
Gtzen nach.
EZE 20:17 Doch ich hatte zu viel Mitleid mit ihnen, um sie zu Grunde zu 
richten, und machte es mit ihnen nicht gar aus in der Wste.
EZE 20:18 Und ich sprach zu ihren Shnen in der Wste: Wandelt nicht nach 
der Gewohnheit eurer Vter und beobachtet nicht die von ihnen befolgten 
Rechte und verunreinigt euch nicht an ihren Gtzen!
EZE 20:19 Ich bin Jahwe, euer Gott: nach meinen Satzungen wandelt und 
meine Rechte beobachtet und bt sie!
EZE 20:20 Und meine Sabbate haltet heilig, da sie ein Zeichen seien 
zwischen mir und euch, damit man erkenne, da ich, Jahwe, euer Gott, bin.
EZE 20:21 Aber auch die Shne waren widerspenstig gegen mich: nach meinen 
Satzungen wandelten sie nicht und meine Rechte beachteten sie nicht, da 
sie sie gebt htten, die doch der Mensch ben soll, damit er sein Leben 
durch sie erhalte; meine Sabbate entweihten sie. Da gedachte ich meinen 
Grimm ber sie auszuschtten, meinen Zorn an ihnen zu erschpfen in der 
Wste.
EZE 20:22 Doch ich zog meine Hand wieder zurck und that's nicht um meines 
Namens willen, damit dieser nicht entweiht wrde vor den Augen der Vlker, 
vor deren Augen ich sie hergefhrt hatte.
EZE 20:23 Doch erhob ich ihnen meine Hand in der Wste und schwur, da ich 
sie unter die Vlker zerstreuen und in die Lnder versprengen wolle,
EZE 20:24 weil sie meine Rechte nicht bten und meine Satzungen 
verachteten und meine Sabbate entweihten, und ihre Augen an den Gtzen 
ihrer Vter hingen.
EZE 20:25 So gab ich ihnen denn Satzungen, die nicht ersprielich waren, 
und Rechte, durch die sie nicht ihr Leben erhalten konnten.
EZE 20:26 Ich machte sie unrein durch ihre Opfergaben - dadurch, da sie 
alles, was den Mutterscho durchbricht, dem Feuer weihten, - um ihnen ein 
Grausen einzuflen, damit sie erkennen sollten, da ich Jahwe bin.
EZE 20:27 Darum rede zum Hause Israel, o Menschensohn, und sprich zu 
ihnen: So spricht der Herr Jahwe: Weiter haben mich eure Vter dadurch 
verhhnt, da sie von mir abtrnnig wurden.
EZE 20:28 Als ich sie in das Land gebracht, dessen Verleihung ich ihnen 
zugeschworen hatte, und sie irgendwo eines hohen Hgels und eines dicht 
belaubten Baumes ansichtig wurden, so schlachteten sie daselbst ihre Opfer 
und brachten daselbst ihre widerwrtige Gabe dar und stellten daselbst 
ihre lieblich duftenden Opfer auf und spendeten daselbst Trankopfer.
EZE 20:29 Da sprach ich zu ihnen: Was ist das fr eine Hhe, zu der ihr da 
hochsteigt? Darum giebt man ihr den Namen Hhe bis auf den heutigen Tag.
EZE 20:30 Darum sprich zum Hause Israel: So spricht der Herr Jahwe: Wollt 
ihr euch in der Weise eurer Vter verunreinigen und ihren Scheusalen 
nachhuren?
EZE 20:31 Ja, durch das Darbieten eurer Opfergaben, dadurch, da ihr eure 
Shne durchs Feuer gehen lat, verunreinigt ihr euch an allen euren Gtzen 
bis auf diesen Tag, und ich sollte mich von euch befragen lassen, Haus 
Israel? So wahr ich lebe, ist der Spruch des Herrn Jahwe, ich will mich 
nicht von euch befragen lassen!
EZE 20:32 Und das, was euch in den Sinn kommt, soll gewi nicht geschehen, 
da ihr denkt: wir wollen den brigen Vlkern gleichen, den Geschlechtern 
der Heidenlnder, indem wir Holz und Steine verehren!
EZE 20:33 So wahr ich lebe, ist der Spruch des Herrn Jahwe, mit starker 
Hand und ausgerecktem Arm und mit ausgeschttetem Grimme will ich mich als 
Knig ber euch erzeigen.
EZE 20:34 Und ich werde euch aus den Vlkern herausfhren und euch sammeln 
aus den Lndern, in die ihr zerstreut wurdet, mit starker Hand und 
ausgerecktem Arm und ausgeschttetem Grimm,
EZE 20:35 und werde euch in die Wste inmitten der Vlker bringen und 
daselbst mit euch rechten von Angesicht zu Angesicht.
EZE 20:36 Wie ich in der gyptischen Wste mit euren Vtern gerechtet 
habe, so werde ich auch mit euch rechten, ist der Spruch des Herrn Jahwe.
EZE 20:37 Und ich werde euch unter dem Stabe hindurchgehen lassen und euch 
in Fesseln bringen.
EZE 20:38 Und ich scheide von euch aus, die sich gegen mich emprten und 
von mir abfielen. Aus dem Lande, wo sie als Fremdlinge weilten, will ich 
sie herausfhren, aber ins Land Israel sollen sie nicht gelangen, damit 
ihr erkennet, da ich Jahwe bin.
EZE 20:39 Ihr aber, Haus Israel, - so spricht der Herr Jahwe: Geht hin und 
verbrennt ein jeder seine Gtzen; dann aber - solltet ihr wirklich nicht 
auf mich hren? - werdet ihr meinen heiligen Namen noch lnger durch eure 
Opfergaben und eure Gtzen entweihen?
EZE 20:40 Vielmehr auf meinem heiligen Berg, auf der Bergeshhe Israels, 
ist der Spruch des Herrn Jahwe, da wird mir dann insgesamt das ganze Haus 
Israel dienen; da werde ich sie gndig annehmen und da werde ich eure 
Hebeopfer und eure Erstlingsgaben - alles, was ihr an heiligen Gaben 
darbringt - begehren.
EZE 20:41 Als einen lieblichen Geruch will ich euch gndig annehmen, wenn 
ich euch aus den Vlkern herausfhre und euch aus den Lndern sammle, in 
die ihr zerstreut wurdet, und will mich an euch vor den Augen der Vlker 
als den Heiligen erweisen.
EZE 20:42 Da sollt ihr dann erkennen, da ich Jahwe bin, wenn ich euch in 
das Land Israel bringe, in das Land, dessen Verleihung ich euren Vtern 
einst zugeschworen habe.
EZE 20:43 Da werdet ihr dann eures Wandels und aller eurer schlimmen 
Thaten gedenken, durch die ihr euch verunreinigt habt, und werdet vor euch 
selbst Ekel empfinden wegen aller der Schlechtigkeiten, die ihr begangen 
gabt.
EZE 20:44 Und ihr sollt erkennen, da ich Jahwe bin, wenn ich so mit euch 
verfahre um meines Namens willen, nicht gem eurem bsen Wandel und euren 
verruchten Thaten, o Haus Israel, ist der Spruch des Herrn Jahwe.
EZE 21:1 Und das Wort Jahwes erging an mich folgendermaen:
EZE 21:2 Menschensohn, richte dein Angesicht nach Sden zu und ergiee 
deine Rede gegen Mittag und weissage wider den Wald des Gefildes im Sdland
EZE 21:3 und sprich zum Walde des Sdlandes: Hre das Wort Jahwes! So 
spricht der Herr Jahwe: Frwahr, ich znde ein Feuer in dir an, das soll 
alle frischen Bume und alle drren Bume in dir verzehren. Die 
Flammenlohe soll nicht erlschen, und alle gesichter vom Sdlande bis zum 
Norden sollen durch sie versengt werden.
EZE 21:4 Und alles Fleisch soll sehen, da ich, Jahwe, sie entzndet habe; 
sie soll nicht erlschen.
EZE 21:5 Da sprach ich: Wehe, Herr Jahwe! Sie sagen von mir: Trgt der 
nicht immer Gedichte vor?
EZE 21:6 Da erging das Wort Jahwes an mich folgendermaen:
EZE 21:7 Menschensohn, richte dein Angesicht gegen Jerusalem und predige 
wider das Heiligtum und weissage wider das Land Israel
EZE 21:8 und sprich zum Lande Israel: So spricht Jahwe: Frwahr, ich will 
an dich und werde mein Schwert aus seiner Scheide ziehen und Fromme und 
Gottlose aus dir hinwegtilgen.
EZE 21:9 Darum. weil ich Fromme und Gottlose aus dir hinwegtilgen will, 
darum wird mein Schwert aus seiner Scheide fahren wider alles Fleisch vom 
Sdlande bis zum Norden.
EZE 21:10 Und alles Fleisch soll erkennen, da ich, Jahwe, mein Schwert 
aus seiner Scheide gezogen habe; es soll nicht mehr in sie zurckkehren.
EZE 21:11 Du aber, o Menschensohn, seufze! Mit zusammengebrochenen lenden 
und in bitterem Schmerze seufze vor ihren Augen!
EZE 21:12 Und wenn sie dann zu dir sagen: Worber seufzt du? so sprich: 
Darber, da eine Kunde gekommen ist, bei der jedes Herz zerfliet, und 
alle Hnde schlaff herabsinken, und jeder Sinn stumpf wird, und alle Kniee 
wie zu Wasser zerflieen. Frwahr, es kommt und erfllt sich, ist der 
Spruch des Herrn Jahwe.
EZE 21:13 Und es erging das Wort Jahwes an mich folgendermaen:
EZE 21:14 Menschensohn, weissage und sprich: So spricht der Herr: Sprich: 
Ein Schwert, ein Schwert ist geschrft und auch gefegt!
EZE 21:15 Um ein Schlachten anzurichten, ist es geschrft, damit es 
blitze, ist es gefegt. Oder sollen wir uns freuen? Die fr meinen Sohn 
bestimmte Rute verachtet alles Holz!
EZE 21:16 Und er gab's zum Fegen, um es mit der Hand zu packen. Es ward 
geschrft, das Schwert, und es ward gefegt, um es dem Wrger in die Hand 
zu geben.
EZE 21:17 Schreie und wehklage, o Menschensohn, denn es geht gegen mein 
Volk, es geht gegen alle Frsten Israels! Dem Schwerte sind sie verfallen 
samt meinem Volke, darum schlage auf deine Hfte.
EZE 21:18 Denn Erprobung kommt, und wie wenn auch die verachtende Rute 
nicht sein wird, ist der Spruch des Herrn Jahwe.
EZE 21:19 Du aber, Menschensohn, weissage und schlage Hand gegen Hand; und 
morden soll das Schwert der Krieger, das Schwert der Erschlagenen, das 
Schwert des groen Gemetzels, das sie umkreist.
EZE 21:20 Damit Herzen auf und nieder wogen, und der zu Falle Gebrachten 
viele seien an allen ihren Thoren. Ich lasse blinken das Schwert; ja zum 
Blitzen ist es gemacht, zum Schlachten geschrft.
EZE 21:21 Ergreife Besitz nach rechts hin, richte dich nach links hin, 
berall, wohin deine Schneide bestellt ist.
EZE 21:22 Da will auch ich eine Hand gegen die andere schlagen und meinem 
Grimme Ruhe verschaffen; ich, Jahwe, habe es geredet.
EZE 21:23 Da erging das Wort Jahwes an mich folgendermaen:
EZE 21:24 Du aber, o Menschensohn, bestimme zwei Wege, auf denen das 
Schwert des Knigs von Babel kommen soll; von einem Lande sollen sie beide 
auslaufen. Und setze einen Wegweiser an die Spitze des Wegs zu einer jeden 
Stadt,
EZE 21:25 da das Schwert ber Rabba, die Hauptstadt der Ammoniter, sowie 
ber Juda und Jerusalem in seiner Mitte komme.
EZE 21:26 Denn der Knig von Babel steht am Scheideweg, an der Spitze der 
beiden Wege, um sich ein Orakel zu beschaffen; er schttelt die Pfeile, 
befragt den Theraphim, beschaut die Leber.
EZE 21:27 In seiner rechten ist das Los Jerusalem, da er Sturmbcke 
aufstelle, den Mund aufthue mit Mordgeschrei, lauten Kriegsruf erschallen 
lasse, Sturmbcke wider die Thore aufstelle, einen Wall aufschtte, 
Belagerungstrme errichte.
EZE 21:28 Und es deucht ihnen wie ein Trugorakel, weil's auf viele Wochen 
geht; er aber bringt ihre Schuld in Erinnerung, damit sie gefangen werden.
EZE 21:29 Darum spricht der Herr Jahwe also: Weil ihr an eure Schuld 
erinnert habt, indem eure Abtrnnigkeiten offenbar wurden, so da eure 
Snden in all' eurem Thun sichtbar wurden, - weil ihr so in Erinnerung 
kommt, sollt ihr um ihretwillen ergriffen werden.
EZE 21:30 Du aber, dem Tode verfallener Gottloser, Frst Israels, dessen 
Tag gekommen ist zur Zeit der Bung der Endverschuldung:
EZE 21:31 So spricht der Herr Jahwe: Weg mit dem Kopfschmuck, herunter mit 
dem Diadem! Diese soll nicht mehr so bleiben. Empor mit dem Niedrigen, 
herunter mit dem Hohen!
EZE 21:32 Zu Trmmern, Trmmern, Trmmern will ich es machen; auch dieses 
Reich soll nicht mehr sein, bis der kommt, der den Anspruch hat, und dem 
ich es gebe!
EZE 21:33 Du aber, Menschensohn, weissage und sprich: So spricht der Herr 
Jahwe in betreff der Ammoniter und ihres Hhnens: und sprich: Ein Schwert, 
ein Schwert ist gezckt, zum Schlachten gefegt, zum Wrgen, zum Blitzen,
EZE 21:34 whrend man dir Trug erschaute, whrend man dir Lge wahrsagte, 
um es den dem Tode verfallenen Gottlosen an die Hlse zu setzen, deren Tag 
kommt zur Zeit der Bung der Endverschuldung.
EZE 21:35 Stecke dein Schwert wieder in die Scheide! An dem Orte, da du 
geschaffen wardst, im Lande deines Ursprungs, will ich dich richten
EZE 21:36 und will meinen Groll ber dich ausschtten; das Feuer meines 
Ingrimms werde ich gegen dich anfachen und dich der Gewalt viehischer 
Menschen berliefern, die dein verderben schmieden.
EZE 21:37 Dem Feuer sollst du zum Frae werden, dein Blut soll inmitten 
des Landes sein; nicht soll deiner mehr gedacht werden, denn ich Jahwe 
habe es geredet!
EZE 22:1 Und das Wort Jahwes erging an mich folgendermaen:
EZE 22:2 Du aber, o Menschensohn, willst du richten? ja, willst du richten 
die Stadt der Blutschuld? So halte ihr denn alle ihre Greuel vor
EZE 22:3 und sprich: So spricht der Herr Jahwe: O Stadt, die Blut vergo 
in ihrer Mitte, damit ihre Zeit herbeikomme, und sich Gtzen anfertigte, 
um sich zu verunreinigen!
EZE 22:4 Durch dein Blut, das du vergossest bist du schuldbeladen und 
durch deine Gtzen, die du anfertigtest, bist du unrein geworden. Und du 
brachtest es zu hohen Tagen und kamst in deine Jahre; darum mache ich dich 
zu einer Schmach fr die Vlker und zu einem Spott fr alle Lnder.
EZE 22:5 Die dir nahe und die dir fern sind werden ber dich spotten, die 
du als unreine berchtigt, die du voller Wirrwar bist.
EZE 22:6 Frwahr, die Frsten Israels in dir trotzen ein jeder auf seinen 
Arm, Blut zu vergieen.
EZE 22:7 Vater und Mutter achtet man gering in dir, den Fremdling 
behandelt man gewaltthtig in deiner Mitte, Waisen und Witwen bedrckt man 
in dir.
EZE 22:8 Meine Heiligtmer verachtest du und meine Sabbate entheiligst du.
EZE 22:9 Menschen, die verleumden, um dann Blut zu vergieen, sind in dir, 
und auf den Bergen it man bei dir Opferfleisch; Unzucht treibt man in 
deiner Mitte.
EZE 22:10 Des Vaters Scham entblt man bei dir; die vom Blutgang Unreine 
schwcht man bei dir.
EZE 22:11 Der treibt Greuel mit dem Weibe seines Nchsten, der 
verunreinigt seine Schwiegertochter durch Unzucht, und der schndet bei 
dir seine Schwester, die Tochter seines Vaters.
EZE 22:12 Bestechung nimmt man bei dir an, um Blut zu vergieen; Wucher 
und Zins hast du genommen und deinen Nchsten gewaltthtig bervorteilt, 
mich aber hast du vergessen, ist der Spruch des Herrn Jahwe.
EZE 22:13 Aber wahrlich: Ich schlage hhnisch in meine Hand ber deinen 
Gewinst, den du gemacht hast, und ber die Blutschuld, die in deiner Mitte 
ist.
EZE 22:14 Wird dein Mut Stand halten, oder werden deine Hnde fest bleiben 
in den Tagen, da ich dich vornehmen werde? Ich, Jahwe, habe es geredet und 
werde es vollfhren.
EZE 22:15 Und ich werde dich unter die Vlker zerstreuen und dich in die 
Lnder versprengen und deine Unreinheit von dir hinwegtilgen,
EZE 22:16 und du sollst entweiht werden vor den Augen der Vlker, damit du 
erkennest, da ich Jahwe bin.
EZE 22:17 Und es erging das Wort Jahwes an mich folgendermaen:
EZE 22:18 Menschensohn, die vom Hause Israel sind fr mich zu Schlacken 
geworden. Insgesamt sind sie wie Erz und Zinn und Eisen und Blei im 
Schmelzofen; Schlackensilber sind sie geworden.
EZE 22:19 Darum spricht der Herr Jahwe also: Weil ihr alle zu Schlacken 
geworden seid, darum will ich euch nun inmitten Jerusalems zusammenthun.
EZE 22:20 Gleichwie man Silber und Erz und Eisen und Blei und Zinn 
inmitten des Schmelzofens zusammenthut, um Feuer dawider zu entfachen, 
damit es geschmolzen werde, so werde ich euch zusammenthun in meinem Zorn 
und meinem Grimm und euch hineinstoen und euch zum Schmelzen bringen.
EZE 22:21 Und ich werde euch versammeln und das Feuer meines Ingrimms 
wider euch anfachen, da ihr darin zerschmelzen sollt.
EZE 22:22 Wie man Silber schmilzt im Schmelzofen, so sollt ihr darin 
geschmolzen werden, damit ihr erkennet, da ich, Jahwe, meinen Grimm ber 
euch ausgeschttet habe.
EZE 22:23 Und es erging das Wort Jahwes an mich folgendermaen:
EZE 22:24 Menschensohn, sprich zu ihm: Du bist ein Land, das nicht 
beregnet, nicht benetzt ward am Tage des Grolls.
EZE 22:25 Die Propheten in ihm haben sich verschworen; wie ein brllender, 
ruberischer Lwe fressen sie Menschenleben, nehmen Habe und Kostbarkeiten 
weg, mehren in ihm die Witwen.
EZE 22:26 Seine Priester freveln an meiner Weisung und entweihen meine 
Heiligtmer; zwischen heilig und gemein machen sie keinen Unterschied und 
ber den Unterschied von unrein und rein geben sie keine Belehrung; vor 
meinen Sabbaten aber verschlieen sie ihre Augen, so da ich entweiht 
werde in ihrer Mitte.
EZE 22:27 Seine oberen sind in ihm wie ruberische Wlfe, nur daruf 
bedacht, Blut zu vergieen und Menschenleben zu vernichten, um Gewinn zu 
machen.
EZE 22:28 Seine Propheten aber streichen ihre Tnche darber, indem sie 
Trug schauen und ihnen Lgen wahrsagen und sprechen: So spricht der Herr, 
Jahwe! whrend doch Jahwe nicht geredet hat.
EZE 22:29 Das Volk des Landes bt Gewaltthat und erbeutet Raub, die 
geringen und Armen mihandeln sie und den Fremdling vergewaltigen sie ohne 
alles Recht.
EZE 22:30 Und ich suchte unter ihnen einen, der eine Mauer zge oder der 
vor mir fr das Land in die Bresche trte, damit ich es nicht zugrunde 
richte, aber ich fand keinen.
EZE 22:31 Da ergo ich ber sie meinen Groll, mit dem Feuer meines 
Ingrimms machte ich ihnen den Garaus, ihren Wandel gab ich ihnen auf ihren 
Kopf! ist der Spruch des Herrn Jahwe.
EZE 23:1 Und es erging das Wort Jahwes an mich folgendermaen:
EZE 23:2 Menschensohn! Es waren zwei Weiber, Tchter derselben Mutter,
EZE 23:3 die hurten in gypten, in ihrer Jugend hurten sie. Da wurden ihre 
Brste betastet, da drckte man ihnen den jungfrulichen Busen.
EZE 23:4 Ohola hie die ltere und ihre Schwester Oholiba. Und sie wurden 
mein und gebaren Shne und Tchter, und Ohola hie nachmals Samaria und 
Oholiba Jerusalem.
EZE 23:5 Ohola aber hatte Verkehr mit andern Mnnern statt meiner und sie 
wurde brnstig gegen ihre Liebhaber, gegen die Assyrer, die berhmten,
EZE 23:6 gekleidet in blauen Purpur, Statthalter und Befehlshaber, lauter 
anmutige Jnglinge, Reiter auf Rossen reitend.
EZE 23:7 Und sie widmete ihnen ihre Buhlknste, den auserlesenen Shnen 
Assurs insgesamt, und bei allen, gegen die sie brnstig ward, 
verunreinigte sie sich mit allen ihren Gtzen.
EZE 23:8 Doch ihre Buhlerei von gypten her gab sie dabei nicht auf; denn 
die hatten sie beschlafen in ihrer Jugend und ihr den jungfrulichen Busen 
gedrckt und ihre Buhlschaft ber sie ergossen.
EZE 23:9 Deshalb gab ich sie ihren Liebhabern preis, den Shnen Assurs, 
nach denen sie brnstig war.
EZE 23:10 Die entblten ihre Scham, nahmen ihre Shne und Tchter mit 
fort und tteten sie selbst mit dem Schwerte, da sie fr die Weiber zu 
einem warnenden Beispiel ward, und vollstreckten so das Gericht an ihr.
EZE 23:11 Aber obschon das ihre Schwester Oholiba sah, trieb sie es doch 
mit ihrer Brunst noch rger als sie und mit ihrer Buhlerei schlimmer, als 
die Hurerei ihrer Schwester gewesen war.
EZE 23:12 Sie entbrannte gegen die Shne Assurs, gegen berhmte 
Statthalter und Befehlshaber, die auf das Prchtigste gekleidet waren, 
gegen Reiter, die auf Rossen ritten, lauter anmutige Jnglinge.
EZE 23:13 Und ich sah, da auch sie sich verunreinigte; beide hatten 
dieselbe Art.
EZE 23:14 Sie aber buhlte noch weiter und als sie in die Wand 
eingezeichnete Mnner sah, Bilder von Chaldern mit Mennig gezeichnet,
EZE 23:15 die Hften mit einem Grtel umgrtet, die Hupter mit Turbanen 
umwunden, ingesamt wie Offiziere anzusehen, ein Abbild der Shne Babels, 
deren Heimatland Chalda ist, -EZE 23:16 da ward sie brnstig gegen sie, 
als sie ihrer ansichtig wurde, und schickte Gesandte zu ihnen nach Chalda.
EZE 23:17 Und die Shne Babels gingen zu ihr ein, um der Liebe mit ihr zu 
pflegen, und verunreinigten sie mit ihrer Buhlerei, und sie ward unrein 
durch sie; dann aber ri sich ihre Seele von ihnen los.
EZE 23:18 Und da sie ihre Buhlerei offen trieb und ihre Scham entblte, 
da ri sich meine Seele von ihr los, wie sich meine Seele von ihrer 
Schwester losgerissen hatte.
EZE 23:19 Sie aber trieb es noch weiter mit ihrer Buhlerei, indem sie an 
die Tage ihrer Jugend gedachte, da sie in gypten gehurt hatte.
EZE 23:20 Und sie ward brnstig nach ihren Buhlen, die Glieder hatten, wie 
die Esel, und Samenergu wie die Hengste.
EZE 23:21 Und du sahst dich um nach der Unzucht deiner Jugend, als dir die 
gypter den Busen drckten und deine jugendlichen Brste betasteten.
EZE 23:22 Darum, Oholiba, spricht der Herr Jahwe also: Frwahr, ich werde 
deine Liebhaber gegen dich aufreizen, sie, von denen sich deine Seele 
losgerissen hat, und sie von ringsher gegen dich heranfhren:
EZE 23:23 die Shne Babels und alle Chalder, Pekod und Schoa und Koa und 
alle Shne Assurs mit ihnen, lauter anmutige Jnglinge, Statthalter und 
Befehlshaber, lauter Offiziere und berhmte Leute, auf Rossen reitend.
EZE 23:24 Und sie werden gegen dich anrcken von Norden her mit Wagen und 
Rdern und mit Scharen von Vlkern; Tartsche und Schild und Helm werden 
sie ringsum gegen dich richten, und ich werde ihnen den Rechtsstreit 
vorlegen, damit sie dich richten nach ihren Rechten.
EZE 23:25 Und ich werde meinen Eifer gegen dich richten, und sie werden im 
Grimme mit dir verfahren; Nase und Ohren werden sie dir abschneiden, und 
dein berrest wird durch das Schwert fallen. Deine Shne und deine Tchter 
werden sie mit fortnehmen und dein berrest wird vom Feuer verzehrt werden.
EZE 23:26 Und sie werden dir deine Kleider ausziehen und dir deine 
Schmuckgerte nehmen.
EZE 23:27 Und ich will deiner Unzucht und deiner Hurerei von gypten her 
ein Ende machen, da du deine Augen nicht mehr zu ihnen erheben und 
gyptens nicht mehr gedenken sollst.
EZE 23:28 Denn so spricht der Herr Jahwe: Frwahr, ich werde dich in die 
Gewalt derer berliefern, die du hassest, in die Gewalt derer, von denen 
sich deine Seele losgerissen hat.
EZE 23:29 Und sie werden dich gehssig behandeln und all' deinen Erwerb 
mit fortnehmen und dich nackt und blo liegen lassen, und es wird 
aufgedeckt werden deine hurerische Scham und deine Unzucht und Buhlerei.
EZE 23:30 Solches wird man dir anthun dafr, da du den Vlkern 
nachhurtest, da du dich an ihren Gtzen verunreinigt hast.
EZE 23:31 Auf dem Wege deiner Schwester bist du gewandelt; so will ich 
denn den Becher, der ihr gereicht ward, auch dir in die Hand geben.
EZE 23:32 So spricht der Herr Jahwe: Den Becher, der deiner Schwester 
gereicht ward, sollst du trinken, den tiefen und weiten, der gar viel in 
sich fat,
EZE 23:33 einen Becher des Schauders und Entsetzens, den Becher, der 
deiner Schwester Samaria gereicht ward.
EZE 23:34 Und du sollst ihn trinken und seine Hefen ausschlrfen und deine 
Brste zerreien; denn ich habe es geredet, ist der Spruch des Herrn Jahwe.
EZE 23:35 Darum spricht der Herr Jahwe also: Weil du mich vergessen und 
mich hinter deinen Rcken geworfen hast, so trage nun auch die Strafe fr 
deine Unzucht und deine Buhlereien.
EZE 23:36 Und Jahwe sprach zu mir: Menschensohn, willst du Ohola und 
Oholiba richten und ihnen ihre Greuel vorhalten,
EZE 23:37 da sie die Ehe gebrochen haben, und Blut an ihren Hnden ist, 
und da sie mit ihren Gtzen Ehebruch getrieben und ihnen sogar ihre 
Shne, die sie mir geboren, zur Speise geweiht haben?
EZE 23:38 Auch das thaten sie mir noch an: Sie verunreinigten desselben 
Tags mein Heiligtum und entweihten meine Sabbate.
EZE 23:39 Und wenn sie ihre Shne den Gtzen schlachteten, so betraten sie 
doch desselben Tags mein Heiligtum, es zu entweihen; ja, so trieben sie es 
inmitten meines Tempels!
EZE 23:40 Ja, sie schickten auch nach Mnnern, die von fern her kamen, 
sobald ein Bote zu ihnen gesandt war, so erschienen sie. Fr sie badetest 
du dich, schminktest deine Augen und legtest Schmuck an.
EZE 23:41 Und du setztest dich auf ein prchtiges Ruhebette, vor dem eine 
Tafel hergerichtet war und stelltest mein Rucherwerk und mein l darauf.
EZE 23:42 Und mit lautem Gesange ruhten sie darauf und zu den Mnnern aus 
der brigen Menschenmasse wurden Saber aus der Wste gebracht; die legten 
ihr Spangen an die Arme und eine prchtige Krone auf ihr Haupt.
EZE 23:43 Da sprach ich: Sollte die Verfallene noch immer Ehebruch 
treiben? Jetzt treibt man wirklich mit ihr noch Ehebruch?
EZE 23:44 Und man geht zu ihr ein, wie man zu einer Hure eingeht; so gehen 
sie ein zu Ohola und Oholiba, den zuchtlosen Weibern.
EZE 23:45 Aber gerechte Mnner, die werden sie richten nach dem Rechte der 
Ehebrecherinnen und nach dem Rechte der Mrderinnen; denn Ehebrecherinnen 
sind sie, und Blut ist an ihren Hnden.
EZE 23:46 Denn so spricht der Herr Jahwe: Man veranstalte eine 
Volksgemeinde wider sie und gebe sie der Mihandlung und der Plnderung 
preis.
EZE 23:47 Und die Volksgemeinde soll sie steinigen und sie mit ihren 
Schwertern zerhauen. Ihre Shne und ihre Tchter soll man niedermetzeln 
und ihre Huser mit Feuer verbrennen.
EZE 23:48 Und so will ich der Unzucht im Land ein Ende machen, damit alle 
Weiber sich warnen lassen und nicht solche Unzucht treiben, wie ihr.
EZE 23:49 Und man wird euch die Strafe fr eure Unzucht auferlegen, und 
was ihr mit euren Gtzen verschuldet habt, das sollt ihr tragen, damit ihr 
erkennet, da ich der Herr Jahwe bin.
EZE 24:1 Und es erging das Wort Jahwes an mich im neunten Jahr, im zehnten 
Monat, am zehnten des Monats, folgendermaen:
EZE 24:2 Menschensohn, schreibe dir den Namen des Tages auf, - eben diesen 
heutigen Tag! An eben diesem heutigen Tag hat sich der Knig von Babel auf 
Jerusalem geworfen.
EZE 24:3 Darum sage dem Hause der Widerspenstigkeit ein Gleichnis vor und 
sprich zu ihnen: So spricht der Herr Jahwe: Stelle hin den Topf, stelle 
hin und giee auch Wasser hinein.
EZE 24:4 Thue die Fleischstcke hinein, die hineingehren, allerlei gute 
Stcke, Lende und Schulter; flle ihn mit auserlesenen Knochenstcken.
EZE 24:5 Nimm sie vom auserlesenen Kleinvieh und schichte auch die 
Holzscheite darunter auf; la seine Fleischstcke sieden: schon kochen 
darin seine Knochenstcke.
EZE 24:6 Darum spricht der Herr Jahwe also: Wehe, Stadt der Blutschuld, 
Topf, an dem der Rost sitzt, und von dem der Rost nicht abging; Stck fr 
Stck hat man ihn leer gemacht, ohne da das Los ber sie geworfen ward.
EZE 24:7 Denn das von ihr vergossene Blut ist noch mitten in ihr; auf den 
kahlen Felsen hat sie es gethan, hat es nicht auf den Boden gegossen, um 
Erde darber zu decken.
EZE 24:8 Um Grimm heraufzufhren, um Rache ben zu knnen, habe ich das 
von ihr vergossene Blut auf den kahlen Felsen gethan, damit es nicht 
zugedeckt wrde.
EZE 24:9 Darum spricht der Herr Jahwe also: Wehe, Stadt der Blutschuld! Ja 
ich will den Holzsto machen!
EZE 24:10 Man schaffe viel Holz herbei, znde das Feuer an, mache das 
Fleisch gar, bringe zum Sieden die Brhe, da die Knochen anbrennen.
EZE 24:11 Dann stelle ihn leer auf seine Kohlen, damit er erhitzt werde, 
und sein Erz erglhe, und die Unreinigkeit in ihm abschmelze, und sein 
Rost schwinde.
EZE 24:12 Alles Mhen hat er scheitern lassen, denn der viele Rost ging 
nicht von ihm ab
EZE 24:13 ob deiner unzchtigen Unreinheit. Weil ich dich zu reinigen 
gesucht, du aber nicht rein wurdest von deiner Unreinheit, so sollst du 
auch ferner nicht rein werden, bis ich meinem Grimm an dir Ruhe verschafft 
habe.
EZE 24:14 Ich, Jahwe, habe es geredet; es kommt und ich fhre es aus: ich 
lasse nichts davon nach, noch be ich Schonung, noch lasse ich mich's 
gereuen. Nach deinem Wandel und nach deinen Thaten richtet man dich, ist 
der Spruch des Herrn Jahwe.
EZE 24:15 Und es erging das Wort Jahwes an mich folgendermaen:
EZE 24:16 Menschensohn, ich werde dir deiner Augen Lust durch eine 
Krankheit hinwegnehmen; aber du sollst nicht klagen noch weinen, noch 
sollen dir Thrnen kommen.
EZE 24:17 Seufze still, veranstalte keine Totenklage; binde dir deinen 
Turban auf, ziehe deine Sandalen an deine Fe; lege keine Hlle ber 
deinen Lippenbart und i kein Trauerbrot!
EZE 24:18 Und ich redete am Morgen zum Volk; am Abend aber starb mein 
Weib, und ich that am folgenden Morgen, wie mir befohlen war.
EZE 24:19 Da sagten die Leute zu mir: Willst du uns nicht erklren, was 
uns dies soll, da du so verfhrst?
EZE 24:20 Ich antwortete ihnen: Das Wort Jahwes erging an mich 
folgendermaen:
EZE 24:21 Sprich zum Hause Israel: So spricht der Herr Jahwe: Frwahr, ich 
werde mein Heiligtum, den Gegenstand eurer stolzen Hoffart, die Lust eurer 
Augen und das Verlangen eurer Seele, entweihen, und eure Shne und 
Tchter, die ihr dort zurckgelassen habt, werden durchs Schwert fallen.
EZE 24:22 Da werdet ihr dann thun, wie ich gethan habe: ihr werdet keine 
Hlle ber den Lippenbart legen und kein Trauerbrot essen.
EZE 24:23 Ihr werdet euren Turban auf dem Haupt und eure Sandalen an den 
Fen behalten, werdet nicht klagen noch weinen, sondern werdet in euren 
Snden dahinschwinden und einer gegen den andern sthnen.
EZE 24:24 Und so wird euch Hesekiel zum Wahrzeichen dienen; ganz wie er 
gethan hat, werdet auch ihr thun, wenn es eintrifft, damit ihr erkennet, 
da ich Jahwe bin.
EZE 24:25 Du aber, o Menschensohn - wird nicht an dem Tage, da ich ihnen 
ihr Bollwerk nehmen werde, ihr herrliches Entzcken, die Lust ihrer Augen 
und das Verlangen ihrer Seele, ihre Shne und Tchter, -EZE 24:26 an jenem 
Tage wird ein Flchtling zu dir kommen, um es euren Ohren zu verkndigen.
EZE 24:27 An jenem Tage wird dein Mund zugleich mit dem des Flchtlings 
aufgethan werden, und du wirst reden und nicht mehr verstummen und du 
wirst ihnen zum Wahrzeichen dienen, damit sie erkennen, da ich Jahwe bin.
EZE 25:1 Es erging aber das Wort Jahwes an mich folgendermaen:
EZE 25:2 Menschensohn, richte dein Antlitz wider die Ammoniter, weissage 
wider sie
EZE 25:3 und sprich zu den Ammonitern: Hrt das Wort des Herrn Jahwe! So 
spricht der Herr Jahwe: Weil du Ha! riefest ber mein Heiligtum, da es 
entweiht ward, und ber das Land Israel, da es verwstet ward, und ber 
das Haus Juda, da sie in die Verbannung gingen,
EZE 25:4 darum will ich dich frwahr denen im Osten zum Besitze geben, da 
sie ihre Ringlager in dir einrichten und ihre Behausungen in dir anlegen. 
Sie werden deine Frchte essen, und sie werden deine Milch trinken.
EZE 25:5 Und ich will Rabba zu einem Kameltrift machen und das 
Ammoniterland zu einem Lagerplatz fr Schafe, damit ihr erkennet, da ich 
Jahwe bin.
EZE 25:6 Denn so spricht der Herr Jahwe: Weil du in die Hand klatschtest 
und mit dem Fue stampftest und dich mit einer Verachtung so recht von 
Herzen ber das Land Israel freutest,
EZE 25:7 deshalb frwahr recke ich meine Hand gegen dich aus und mache 
dich zu einem Raube fr die Vlker und rotte dich aus aus den Nationen und 
tilge dich hinweg aus den Lndern; vernichten will ich dich, damit du 
erkennest, da ich Jahwe bin!
EZE 25:8 So spricht der Herr Jahwe: Weil Moab sagt: Nun ist das Haus Juda 
wie alle andern Vlker!
EZE 25:9 deshalb frwahr will ich die Abhnge Moabs offenlegen, da es der 
Stdte bar wird, seine Stdte bis zur uersten: der Zierde des Landes, 
Beth Jesimoth, Baal Meon und Kirjathaim.
EZE 25:10 Denen im Osten gebe ich es zum Ammoniterland hinzu zum Besitze, 
da der Ammoniter unter den Vlkern nicht mehr gedacht werden soll.
EZE 25:11 Und an Moab werde ich Gerichte vollstrecken, damit sie erkennen, 
da ich Jahwe bin.
EZE 25:12 So spricht der Herr Jahwe: Weil Edom rachgierig am Hause Juda 
gehandelt und sich schwer verschuldet hat, indem es sich an ihnen rchte,
EZE 25:13 deshalb spricht der Herr Jahwe also: So will ich nun meine Hand 
gegen Edom ausrecken und Menschen und Vieh aus ihm hinwegtilgen und will 
es zu einer Wstenei machen; von Theman bis nach Dedan hin sollen sie 
durchs Schwert fallen.
EZE 25:14 Und ich will meine Rache an Edom in die Hand meines Volkes 
Israel legen, da sie mit Edom meinem Zorn und Grimme gem verfahren und 
dieses meine Rache spre, ist der Spruch des Herrn Jahwe.
EZE 25:15 So spricht der Herr Jahwe: Weil die Philister rachgierig 
handelten und mit einer Verachtung so recht von Herzen Rache bten, auf 
ein Vertilgen in endloser Feindschaft bedacht,
EZE 25:16 darum spricht der Herr Jahwe also: Frwahr, ich werde meine Hand 
gegen die Philister ausrecken und die Kreter ausrotten und den berrest am 
Meeresstrande vetilgen.
EZE 25:17 Und ich werde groe Rachethaten an ihnen vollstrecken durch 
grimmige Zchtigungen, damit sie erkennen, da ich Jahwe bin, wenn ich 
meine Rache ber sie bringe.
EZE 26:1 Im elften Jahr aber, am ersten des Monats, da erging das Wort 
Jahwes an mich folgendermaen:
EZE 26:2 Menschensohn! Weil Tyrus Ha! ber Jerusalem rief: Erbrochen ist 
die Thre zu den Vlkern; nach mir zu ist sie aufgethan, die einst belebte 
ist nun verdet! -EZE 26:3 darum spricht der Herr Jahwe also: Frwahr, 
ich will auf dich los, Tyrus, und will viele Vlker gegen dich 
heranfhren, wie wenn das Meer seine Wogen heranfluten lt.
EZE 26:4 Die sollen die Mauern von Tyrus zerstren und ihre Trme 
niederreien, und ich werde selbst das Erdreich von ihr hinwegfegen und 
sie zu einem kahlen Felsen machen.
EZE 26:5 Ein Trockenplatz fr Fischernetze soll sie werden inmitten des 
Meeres, denn ich habe es geredet, ist der Spruch des Herrn Jahwe, und sie 
soll zu einer Beute fr die Vlker werden.
EZE 26:6 Ihre Tochterstdte aber, die auf dem festen Lande liegen, sollen 
durch das Schwert niedergemetzelt werden, damit sie erkennen, da ich 
Jahwe bin.
EZE 26:7 Denn so spricht der Herr Jahwe: Frwahr, ich entsende wider Tyrus 
Nebukadrezar, den Knig von Babel, von Norden her, den Knig der Knige, 
mit Rossen und Wagen und Reitern und einem Schwarme vieler Vlker.
EZE 26:8 Der wird deine Tochterstdte auf dem Lande mit dem Schwerte 
niedermetzeln und Belagerungstrme gegen dich errichten und einen Wall 
gegen dich aufschtten und ein Schilddach gegen dich aufstellen.
EZE 26:9 Und er wird den Sto seines Sturmbocks gegen deine Mauern richten 
und deine Trme mit seinen Eisen zertrmmern.
EZE 26:10 Infolge des Heranflutens seiner Rosse wird dich ihr Staub 
bedecken; vom Gerassel der Reiter und Rder und Wagen werden deine Mauern 
erdrhnen, wenn er durch deine Thore eindringt, wie man eindringt in eine 
eroberte Stadt.
EZE 26:11 Mit den Hufen seiner Rosse wird er alle deine Straen 
zerstampfen; dein Volk wird er mit dem Schwerte niedermetzeln und deine 
stolzen Sulen werden zu Boden sinken.
EZE 26:12 Und sie werden deine Schtze erbeuten und deine Handelsgter 
plndern, deine Mauern niederreien, deine kostbaren Huser zertrmmern 
und deine Steine und Balken und den Schutt von dir ins Wasser werfen.
EZE 26:13 Ich mache ein Ende dem Rauschen deiner Lieder, und der Klang 
deiner Zithern soll nicht mehr zu hren sein.
EZE 26:14 Und ich will dich zu einem kahlen Felsen machen: ein 
Trockenplatz fr Fischernetze sollst du werden; nie sollst du mehr 
aufgebaut werden, denn ich, Jahwe, habe es geredet, ist der Spruch des 
Herrn Jahwe.
EZE 26:15 So spricht der Herr Jahwe ber Tyrus: Werden nicht vom Drhnen 
deines Falls, wenn die Durchbohrten sthnen, wenn das Schwert in deiner 
Mitte wrgt, die Inseln erbeben?
EZE 26:16 Und alle Frsten am Meere werden von ihren Thronen herabsteigen 
und werden ihre Staatskleider ablegen und ihre buntgestickten Gewnder 
ausziehen. In Zittern werden sie sich kleiden, an den Boden werden sie 
sich setzen; unablssig werden sie zittern und deinethalb verstrt sein.
EZE 26:17 Und sie werden ein Klagelied ber dich anstimmen und von dir 
sagen: Wie bist du zugrunde gegangen, vom Meere verschwunden, du 
hochgepriesene Stadt, die da mchtig war auf dem Meere, sie und ihre 
Bewohner, die vor sich erzittern machte alle ihre Bewohner.
EZE 26:18 Nun zittern die Inseln am Tage deines Falls und die Inseln im 
Meere sind bestrzt ber deinen Ausgang.
EZE 26:19 Denn so spricht der Herr Jahwe: Wenn ich dich zu einer verdeten 
Stadt mache, gleich den Stdten, die nicht mehr bewohnt sind, wenn ich die 
Meeresflut ber dich herauffhre, da dich die Wassermassen bedecken,
EZE 26:20 so stoe ich dich hinunter zu den in die Gruft hinabgestiegenen, 
zu den Leuten der Vorzeit, und bereite dir Wohnungen in den unterirdischen 
Gebieten, gleich uralten Trmmern bei denen, die in die Gruft 
hinabstiegen, auf da du nicht mehr besiedelt werdest, noch bestehen 
bleibest im Lande der Lebendigen.
EZE 26:21 Jhem Untergange gebe ich dich preis und du wirst dahin sein. 
Man wird dich suchen, aber in Ewigkeit nicht mehr finden, ist der Spruch 
des Herrn Jahwe.
EZE 27:1 Und es erging das Wort Jahwes an mich folgendermaen:
EZE 27:2 Du aber, o Menschensohn, stimme ber Tyrus ein Klagelied an
EZE 27:3 und sprich zu Tyrus: Die da wohnt an den Zugngen des Meers, die 
mit den Vlkern handelt nach vielen Ksten hin: So spricht der Herr Jahwe: 
Ja, Tyrus, du dachtest: Ich bin die vollendete Schnheit!
EZE 27:4 Mitten im Meere ist dein Gebiet; deine Erbauer haben dich 
wunderschn gemacht.
EZE 27:5 Aus Cypressen vom Senir bauten sie alle deine Planken; Cedern vom 
Libanon nahmen sie, um den Mast auf dir anzufertigen.
EZE 27:6 Aus Eichen von Basan machten sie deine Ruder; dein Verdeck 
machten sie aus Buchsbaumholz von den Inseln der Kittiter mit Elfenbein 
ausgelegt.
EZE 27:7 Byssus mit Buntstickerei aus gypten war der Stoff, den du 
ausbreitetest, da er dir als Wimpel diene; blauer und roter Purpur von 
den Ksten Elisas war deine Decke.
EZE 27:8 Die Bewohner von Sidon und Arvad dienten dir als Ruderer; deine 
Kundigsten, o Tyrus, die sich in dir befanden, waren deine Steuerleute.
EZE 27:9 Die Vornehmsten von Gebal und seine Kundigen waren es, die das 
Leck in dir ausbesserten; alle Seeschiffe samt ihren Matrosen waren bei 
dir, um deinen Handel zu betreiben.
EZE 27:10 Leute von Paras und Lud und Put waren in deinem Heer als deine 
Krieger; Schild und Helm hingen sie in dir auf, sie verliehen dir Glanz.
EZE 27:11 Die Arvaditer und andere Vlker waren an deinen Mauern ringsum, 
und Zemariter waren auf deinen Trmen. Ihre Schilde hingen sie rings an 
deinen Mauern auf; sie machten deine Schnheit vollkommen.
EZE 27:12 Tarsis handelte mit dir wegen der Menge von allerlei Gtern. 
Silber, Eisen, Zinn und Blei brachten sie auf deinen Markt.
EZE 27:13 Javan, Thubal und Mesech, die trieben Handel mit dir; Sklaven 
und eherne Gerte lieferten sie dir als Ware.
EZE 27:14 Die vom Hause Thogarma brachten Gespanne und Reitpferde und 
Maultiere auf deinen Markt.
EZE 27:15 Die Rhodier trieben Handel mit dir. Viele Ksten waren dir als 
Handelsgebiet unterworfen; Elfenbeinhrner und Ebenholz entrichteten sie 
dir als Tribut.
EZE 27:16 Aram handelte mit dir wegen der Menge deiner Erzeugnisse; 
karfunkelrotem Purpur, Buntstickerei, Byssus, Korallen und Jaspis brachten 
sie auf deinen Markt.
EZE 27:17 Juda und das Haus Israel trieben Handel mit dir. Weizen von 
Minnith und Wachs und Honig und l und Mastix lieferten sie dir als Ware.
EZE 27:18 Damaskus handelte mit dir um die Menge deiner Erzeugnisse, wegen 
der Menge von allerlei Gtern, mit Wein von Helbon und Wolle von Zachar.
EZE 27:19 Und Wein von Usal brachten sie auf deinen Markt; kunstvoll 
bearbeitetes Eisen, Kassia und Kalmus lieferte man dir als Waren.
EZE 27:20 Dedan trieb Handel mit dir in Satteldecken zum Reiten.
EZE 27:21 Arabien und alle Frsten von Kedar, sie waren als Hndler mit 
Lmmern und Widdern und Bcken unter deiner Botmigkeit; darin handelten 
sie mit dir.
EZE 27:22 Die Hndler von Saba und Raema trieben Handel mit dir. Die beste 
Sorte vom Balsam, sowie allerlei Edelsteine und Gold brachten sie auf 
deinen Markt.
EZE 27:23 Haran und Kalne und Eden waren deine Hndler, Assur und ganz 
Medien trieben Handel mit dir.
EZE 27:24 Sie handelten mit dir in Prachtgewndern, in Mnteln von blauem 
Purpur und Buntstickerei und in Kisten voller Teppiche und in gewickelten 
und festgedrehten Schnuren auf deinem Markte.
EZE 27:25 Tarsisschiffe vertrieben deine Waren; und du wurdest voll 
gefllt und sehr belastet inmitten des Meers.
EZE 27:26 Auf die hohe See brachten dich die, welche dich ruderten; - der 
Ostwind zertrmmerte dich inmitten des Meers.
EZE 27:27 Deine Gter und deine Handelsartikel und deine Waren, deine 
Matrosen und Steuerleute, die welche deine Lecke ausbesserten, und die, 
welche deine Waren vertrieben, und alle deine Krieger, die sich in dir 
befinden, und die ganze Volksmenge in dir werden mitten ins Meer sinken am 
Tage deines Falls.
EZE 27:28 Von dem lauten Geschrei deiner Steuerleute werden die Tiefen 
erdrhnen.
EZE 27:29 Da werden dann alle, die das Ruder handhaben, von ihren Schiffen 
herabsteigen; die Matrose, alle Steuerleute des Meers werden das Land 
betreten.
EZE 27:30 Und sie werden Klageruf ber dich laut werden lassen und 
jmmerlich schreien und Staub auf ihre Hupter werfen, sich mit Asche 
bestreuen.
EZE 27:31 Sie werden sich deinetwegen eine Glatze scheren und sich mit 
Trauergewndern umgrten und ber dich weinen mit bekmmerter Seele in 
bitterer Trauer.
EZE 27:32 Und in ihrem Jammer werden sie ein Klagelied auf dich anstimmen 
und ber dich wehklagen: Wer war wie Tyrus eine Pracht inmitten des Meers!
EZE 27:33 Als deine Waren dem Meer entstiegen, sttigtest du viele Vlker; 
mit der Menge deiner Gter und Waren bereichertest du Knige auf Erden.
EZE 27:34 Nun bist du gescheitert und aus dem Meere verschwunden; in die 
Tiefen des Wassers sind deine Waren und die ganze Volksmenge, die in dir 
war, gesunken.
EZE 27:35 Alle Bewohner der Ksten sind entsetzt ber dich, und ihre 
Knige schaudern unheilvollen Angesichts.
EZE 27:36 Die Krmer unter den Vlkern pfeifen dich aus; ein jhes Ende 
hast du genommen und bist dahin fr immer!
EZE 28:1 Und es erging das Wort Jahwes an mich folgendermaen:
EZE 28:2 Menschensohn, sprich zum Frsten von Tyrus: So spricht der Herr 
Jahwe: Weil hoch hinaus wollte dein Sinn, da du sprachst: Ein Gott bin 
ich, einen Gttersitz bewohne ich inmitten des Meers! whrend du doch ein 
Mensch und kein Gott bist, dich aber dennoch einen Gott dnktest, -EZE 
28:3 ja, du warst weiser als Daniel, nichts Heimliches war dir zu dunkel.
EZE 28:4 Durch deine Weisheit und Einsicht erwarbst du dir Reichtum und 
schafftest Gold und Silber in deine Vorratshuser.
EZE 28:5 Durch die Flle deiner Weisheit, durch deinen Handelsbetrieb 
mehrtest du deinen Reichtum, und dein Sinn ging hoch hinaus wegen deines 
Reichtums; -EZE 28:6 darum spricht der Herr Jahwe also: Weil du dich einen 
Gott dnkst,
EZE 28:7 deshalb, frwahr, will ich Fremde ber dich kommen lassen, 
grausamste Vlker; die sollen ihre Schwerter ziehen wider deine schne 
Weisheit und sollen deinen Glanz entweihen.
EZE 28:8 In die Grube werden sie dich hinabstoen und du wirst den Tod 
eines Erschlagenen sterben inmitten des Meers.
EZE 28:9 Wirst du dann auch sprechen: Ein Gott bin ich! angesichts 
deines Wrgers, whrend du doch ein Mensch und kein Gott bist in der 
Gewalt deines Mrders?
EZE 28:10 Den Tod Unbeschnittener wirst du sterben durch die Hand Fremder, 
denn ich habe es geredet, ist der Spruch des Herrn Jahwe.
EZE 28:11 Und es erging das Wort Jahwes an mich folgendermaen:
EZE 28:12 Menschensohn, stimme ein Klagelied an ber den Knig von Tyrus 
und sprich zu ihm: So spricht der Herr Jahwe: du warst ein Gebilde eines 
Siegelrings und die vollendete Schnheit.
EZE 28:13 In Eden, dem Gottesgarten, warst du; lauter Edelsteine waren 
deine Decke: Carneol, Topas, Jaspis, Chrysolit, Schoham, Onyx, Saphir, 
Karfunkel, Smaragd, und aus Gold waren deine Einfassungen und Verzierungen 
gearbeitet; am Tage, da du geschaffen wardst, wurden sie bereitet.
EZE 28:14 Zum schirmenden Kerub hatte ich dich bestellt; auf dem heiligen 
Gtterberge warst du, mitten unter feurigen Steinen wandeltest du umher.
EZE 28:15 Ohne Fehl warst du in deinem Wandel von dem Tag an, da du 
geschaffen wardst, bis Verfehlung an dir erfunden wurde.
EZE 28:16 Vermge deines gewaltigen Handelsverkehrs erflltes du dein 
Inneres mit Erpressung und vergingst dich; da entweihte und verstie ich 
dich vom Gtterberg und vertilgte dich, du schirmender Kerub, von den 
feurigen Steinen hinweg.
EZE 28:17 Hochfahrend war dein Sinn wegen deiner Schnheit; du machtest 
deine Weisheit zunichte ob deines Glanzes. Auf die Erde strzte ich dich, 
gab dich Knigen preis, da sie ihre Augenweide an dir htten.
EZE 28:18 Ob der Menge deiner Verschuldungen, durch deinen unredlichen 
Handel entweihtest du deine Heiligtmer.
EZE 28:19 Alle, die dich kannten unter den Vlkern, waren entsetzt ber 
dich; ein jhes Ende hast du genommen und bist dahin fr immer.
EZE 28:20 Und es erging das Wort Jahwes an mich folgendermaen:
EZE 28:21 Menschensohn, richte dein Antlitz gegen Sidon, weissage wider es
EZE 28:22 und sprich: So spricht der Herr Jahwe: Frwahr, ich will an 
dich, Sidon, und will mich inmitten deiner verherrlichen, damit sie 
erkennen, da ich Jahwe bin, wenn ich in ihr Gerichte vollstrecke und mich 
an ihr heilig erweise.
EZE 28:23 Und ich werde Pest in sie senden und Blutvergieen in ihre 
Straen, und es sollen Erschlagene in ihrer Mitte dahinsinken durch das 
Schwert, das ringsum wider sie tobt, damit sie erkennen, da ich Jahwe bin.
EZE 28:24 Fr das Haus Israel aber wird es fortan keinen qulenden Dorn 
oder schmerzenden Stachel mehr geben unter allen, die rings um sie her 
sind, die sie verchtlich behandelten, damit sie erkennen, da ich der 
Herr Jahwe bin.
EZE 28:25 So spricht der Herr Jahwe: Wenn ich das Haus Israel aus den 
Vlkern, unter die sie zerstreut sind, sammle, dann will ich mich an ihnen 
heilig erweisen vor den Augen der Vlker, und sie sollen wohnen in ihrem 
Lande, das ich meinem Knechte Jakob verliehen habe.
EZE 28:26 Und sie werden sicher darin wohnen und werden Huser bauen und 
Weinberge anpflanzen und werden sicher wohnen, whrend ich Gerichte 
vollstrecke an allen, die sie verchtlich behandelt haben, rings um sie 
her, damit sie erkennen, da ich, Jahwe, ihr Gott bin.
EZE 29:1 Im zehnten Jahr, im zehnten Monat, am zwlften des Monats, erging 
das Wort Jahwes an mich folgendermaen:
EZE 29:2 Menschensohn, richte dein Antlitz gegen den Pharao, den Knig von 
gypten, und weissage wider ihn und wider ganz gypten.
EZE 29:3 Sprich und sage: So spricht der Herr Jahwe: Frwahr, ich will an 
dich, Pharao, Knig von gypten, du groes Krokodil, das inmitten seiner 
Strme lagert, das da spricht: Mein ist der Nil, ich habe ihn gemacht!
EZE 29:4 So will ich denn Haken in deine Kinnbacken legen und die Fische 
deiner Strme an deine Schuppen ankleben lassen und dich mitten aus deinen 
Strmen herausziehen samt allen Fischen deiner Strme, die an deinen 
Schuppen kleben.
EZE 29:5 Und ich will dich in die Wste verstoen, dich und alle Fische 
deiner Strme; auf das freie Feld sollst du hinfallen, wirst nicht 
aufgehoben noch bestattet werden: den wilden Tieren und den Vgeln unter 
dem Himmel gebe ich dich zum Frae.
EZE 29:6 Da sollen dann alle Bewohner gyptens erkennen, da ich Jahwe 
bin. Weil du fr das Haus Israel nichts als eine Sttze von Schilfrohr 
bist -EZE 29:7 wenn sie dich mit der Hand anfassen, knickst du ein und 
reiest ihnen die ganze Hand auf, und wenn sie sich auf dich sttzen, dann 
brichst du durch und bringst ihre ganzen Hften zum Wanken! -EZE 29:8 
darum spricht der Herr Jahwe also: Frwahr, ich will das Schwert ber dich 
bringen und Menschen und Vieh aus dir hinwegtilgen.
EZE 29:9 Und gyptenland soll zur Wste und de werden, damit sie 
erkennen, da ich Jahwe bin. Weil du gesagt hast: Mein ist der Nil und 
ich habe ihn gemacht!
EZE 29:10 Darum, frwahr, will ich an dich und an deine Strme und will 
gypten zu Einden, zur wsten Einde machen von Mygdol bis Syene und bis 
an die Grenze von Kusch.
EZE 29:11 Kein menschlicher Fu soll es durchwandern, auch keines Tieres 
Fu soll es durchwandern: unbewohnt soll es bleiben vierzig Jahre lang.
EZE 29:12 Und ich will gypten zu einer Wste machen inmitten verwsteter 
Lnder, und seine Stdte sollen wste liegen inmitten verdeter Stdte 
vierzig Jahre lang, und ich werde die gypter unter die Vlker zerstreuen 
und in die Lnder versprengen.
EZE 29:13 Denn so spricht der Herr Jahwe: nach Ablauf von vierzig Jahren 
werde ich die gypter wiederum sammeln aus den Vlkern, unter die sie 
zerstreut wurden,
EZE 29:14 und werde das Geschick gyptens wenden und sie in das Land 
Pathros, das Land ihres Ursprungs, zurckbringen; daselbst werden sie ein 
geringes Reich bilden.
EZE 29:15 Es wird geringer sein, als die blichen Reiche und sich fortan 
nicht mehr ber die Vlker erheben, und ich mache ihre Zahl gering, da 
sie nicht mehr ber die Vlker herrschen knnen.
EZE 29:16 Dann wird fr das Haus Israel ein solcher nicht mehr Gegenstand 
des Vertrauens sein, der ihre Verschuldung in Erinnerung bringt, wenn sie 
sich ihnen anschlieen; und sie werden erkennen, da ich Jahwe, der Herr, 
bin.
EZE 29:17 Im 27. Jahr aber, im ersten Monat, am ersten des Monats, erging 
das Wort Jahwes an mich folgendermaen:
EZE 29:18 Menschensohn! Nebukadrezar, der Knig von Babel, hat sein Heer 
eine schwere Arbeit gegen Tyrus verrichten lassen: jeglicher Kopf ist kahl 
geworden, und jegliche Schulter ist abgeschunden; aber Lohn ist ihm und 
seinem Heere von Tyrus nicht zu teil geworden, fr die Arbeit, die er 
gegen es verrichtet hat.
EZE 29:19 Deshalb spricht der Herr Jahwe also: Frwahr, ich will 
Nebukadrezar, dem Knige von Babel, das Land gypten schenken, damit er 
seinen Reichtum fortschleppe und es ausraube und ausplndere: das soll 
seinem Heer als Lohn werden!
EZE 29:20 Als seinen Sold, um den es Dienst gethan hat, gebe ich ihnen das 
Land gypten, ist der Spruch des Herrn Jahwe.
EZE 29:21 An jenem Tage will ich dem Hause Israel ein Horn sprossen lassen 
und dir will ich ein freudiges Aufthun des Mundes in ihrer Mitte 
verleihen, damit sie erkennen, da ich Jahwe bin.
EZE 30:1 Und es erging das Wort Jahwes an mich folgendermaen:
EZE 30:2 Menschensohn, weissage und sprich: So spricht der Herr Jahwe: 
Schreit wehe ber den Tag!
EZE 30:3 Denn nahe ist ein Tag, ja, nahe ein Tag Jahwes; ein Tag der 
Umwlkung, eine Gerichtszeit fr die Vlker wird er sein.
EZE 30:4 Und es wird ein Schwert nach gypten kommen, und Kusch wird in 
Zuckungen fallen, wenn in gypten Erschlagene dahinsinken, und wenn man 
seinen Reichtum davonfhrt, und seine Grundfesten eingerissen werden.
EZE 30:5 Kusch und Put und Lut und das ganze Vlkergemisch und Lub und die 
Kreter werden mit ihnen durch das Schwert fallen.
EZE 30:6 So spricht Jahwe: Da werden dann die Sttzen gyptens fallen und 
seine stolze Pracht wird hinab sinken; von Migdol bis Syene werden sie 
durchs Schwert in ihm fallen, ist der Spruch des Herrn Jahwe.
EZE 30:7 Und sie werden verwstet sein inmitten verwsteter Lnder, und 
seine Stdte werden inmitten verdeter Stdte da liegen.
EZE 30:8 Und sie werden erkennen, da ich Jahwe bin, wenn ich Feuer an 
gypten lege, und alle seine Helfer zerschmettert werden.
EZE 30:9 An jenem Tage werden Boten vor mir her ausgehen auf Schiffen, um 
das sorglose Kusch aufzuschrecken, und sie werden in Zuckungen fallen ob 
des Unglckstags gyptens, denn frwahr, er kommt!
EZE 30:10 So spricht der Herr Jahwe: So werde ich dem Gelrm gyptens ein 
Ende machen durch die Hand Nebukadrezars, des Knigs von Babel.
EZE 30:11 Er und sein Kriegsvolk mit ihm, grausamste Vlker, werden 
herbeigefhrt, das Land zu verheeren, und sie werden ihre Schwerter gegen 
gypten ziehen und das Land mit Erschlagenen fllen.
EZE 30:12 Und ich werde die Strme trocken legen und das Land in die Hand 
von Bsewichtern verkaufen und das Land samt dem, was es fllt, durch die 
Hand Fremder verwsten. Ich Jahwe, habe es geredet!
EZE 30:13 So spricht der Herr Jahwe: Ich mache zunichte die Gtzen und 
vertilge die Abgtter aus Noph und die Frsten aus gyptenland, da es 
knftig keine mehr geben soll; und ich werde gypten in Furcht setzen.
EZE 30:14 Und ich verwste Pathros und lege Feuer an Zoan und vollstrecke 
Gerichte an No.
EZE 30:15 Und ich will meinen Grimm ausschtten ber Sin, das Bollwerk 
gyptens, und das Volksgetmmel von No ausrotten.
EZE 30:16 Ich will Feuer an gypten legen: Sin soll zittern und beben, in 
No wird Bresche gelegt werden, und Nophs Bewohner werden Feinde 
vergewaltigen.
EZE 30:17 Die Jnglinge von On und Pibeset werden durch das Schwert 
fallen, andere Stdte in die Verbannung gehen.
EZE 30:18 In Thachpanhes wird sich der Tag verdunkeln, wenn ich daselbst 
die Scepter gyptens zerbreche, und seiner stolzen Pracht darin ein Ende 
gemacht wird. Sie selbst wird Gewlk bedecken, und ihre Tochterstdte 
werden in die Verbannung gehen.
EZE 30:19 Und so werde ich Gerichte an gypten vollstrecken, damit sie 
erkennen, da ich Jahwe bin.
EZE 30:20 Im elften Jahr aber, im ersten Monat, am siebenten des Monats, 
erging das Wort Jahwes an mich folgendermaen:
EZE 30:21 Menschensohn, den Arm des Pharao, des Knigs von gypten, habe 
ich zerbrochen, und frwahr, er soll nicht verbunden werden, da ihm 
Heilung geschafft wrde, indem man einen Verband anlegte, da er wieder 
kraft bekme, um das Schwert zu ergreifen.
EZE 30:22 Deshalb spricht der Herr Jahwe also: Frwahr, ich will an den 
Pharao, den Knig von gypten, und will seine Arme zerbrechen und ihm das 
Schwert aus der Hand schlagen.
EZE 30:23 Und ich will die gypter unter die Vlker zerstreuen und in die 
Lnder versprengen.
EZE 30:24 Ich will die Arme des Knigs von Babel strken und ihm mein 
Schwert in die Hand geben; die Arme des Pharao aber will ich zerbrechen, 
da er vor jenem chzen soll, wie ein Durchbohrter chzt.
EZE 30:25 Aber die Arme des Knigs von Babel will ich strken, whrend die 
Arme des Pharao herabsinken werden, und sie sollen erkennen, da ich Jahwe 
bin, wenn ich dem Knige von Babel mein Schwert in die Hand gebe, da er 
es ber gypten schwinge.
EZE 30:26 Und ich werde die gypter unter die Vlker zerstreuen und sie in 
die Lnder versprengen, damit sie erkennen, da ich Jahwe bin.
EZE 31:1 Und im elften Jahr, im dritten Monat, am ersten des Monats, da 
erging das Wort Jahwes an mich folgendermaen:
EZE 31:2 Menschensohn, sprich zum Pharao, dem Knige von gypten und zu 
seinem Geprnge: Wem gleichst du in deiner Gre?
EZE 31:3 Frwahr, eine Ceder stand auf dem Libanon, schn von Astwerk und 
schattenspendender Belaubung und hoch an Wuchs, und zwischen den Wolken 
war ihr Wipfel.
EZE 31:4 Wasser hatte sie gro gemacht, die Flut sie hochgebracht; mit 
ihrer Strmung umzog sie rings die Sttte, wo jene gepflanzt war, und 
entsandte ihre Rinnsale zu allen Bumen des Gefilds.
EZE 31:5 Daher berragte ihr Wuchs alle Bume des Gefilds; es mehrten sich 
ihre Zweige, und es verlngerten sich ihre ste von dem reichlichen Wasser.
EZE 31:6 In ihren Zweigen nisteten allerlei Vgel des Himmels, und unter 
ihren sten gebaren alle Tiere des Feldes, und in ihrem Schatten wohnten 
alle die vielen Vlker.
EZE 31:7 Und sie war schn in ihrer Gre, durch die Lnge ihrer Zweige, 
denn ihre Wurzel war an reichlichem Wasser.
EZE 31:8 Cedern verdunkelten sie nicht im Garten Gottes; Cypressen glichen 
ihr nicht mit ihren Zweigen. Platanen kamen ihr nicht gleich mit ihren 
sten; kein Baum im Garten Gottes glich ihr an Schnheit.
EZE 31:9 Schn hatte ich sie gemacht in der Flle ihrer Zweige, und es 
beneideten sie alle Bume Edens, die im Garten Gottes standen.
EZE 31:10 Darum spricht der Herr Jahwe also: Weil sie hoch ward an Wuchs 
und ihren Wipfel zwischen Wolken streckte, und weil ihr Sinn hochfahrend 
war infolge ihres Hochwachsens,
EZE 31:11 darum gab ich sie in die Gewalt eines Starken unter den Vlkern, 
der sollte verfahren mit ihr nach seiner Bosheit, bis ich ihn vertrieben 
haben wrde.
EZE 31:12 Und es fllten sie Fremde, grausamste Vlker, und warfen sie 
hin. Auf die Berge und in alle Thler fielen ihre Zweige, und ihre ste 
lagen zerbrochen in allen Bachthlern des Landes, und alle Vlker der Erde 
zogen fort aus ihrem Schatten und lieen sie liegen.
EZE 31:13 Auf ihrem gefllten Stamme wohnten alle Vgel des Himmels, und 
an ihre ste kam alles Getier des Feldes,
EZE 31:14 damit keinerlei Bume am Wasser wieder hoch an Wuchs wrden und 
ihren Wipfel zwischen die Wolken streckten, und ihre gewaltigen nicht 
stolz dastnden in ihrer Hhe, alle Wasser trinkenden. Denn sie alle sind 
dem Tode preisgegeben, da sie hinab mssen in die Unterwelt, inmitten der 
Menschenkinder, zu den in die Gruft Hinabgestiegenen!
EZE 31:15 So spricht der Herr Jahwe: An dem Tage, da sie hinabfuhr in die 
Unterwelt, da lie ich trauern ber sie die Flut und hielt ihre Strmung 
zurck, und gehemmt wurden die reichlichen Wasser; in Schwarz hllte ich 
ihretwegen den Libanon, und alle Bume des Feldes waren ihretwegen 
verschmachtet.
EZE 31:16 Durch das Getse ihres Falls machte ich die Vlker erzittern, 
als ich sie in die Unterwelt hinabstie zu den in die Gruft 
Hinabgestiegenen, und es trsteten sich in der Unterwelt alle Bume Edens, 
die auserlesenen und besten des Libanon, alle Wasser trinkenden.
EZE 31:17 Auch sie fuhren mit ihr hinab in die Unterwelt zu den vom 
Schwert Erschlagenen, die in ihrem Schatten gewohnt hatten, inmitten der 
Vlker.
EZE 31:18 Wem konntest du verglichen werden an Herrlichkeit und Gre 
unter den Bumen Edens? Aber mit den Bumen Edens wirst du hinabgestoen 
werden in die Unterwelt; inmitten Unbeschnittener wirst du liegen bei den 
vom Schwert Erschlagenen: das ist der Pharao und all' sein Geprnge, ist 
der Spruch des Herrn Jahwe.
EZE 32:1 Und im zwlften Jahr, im zwlften Monat, am ersten des Monats, 
erging das Wort Jahwes an mich folgendermaen:
EZE 32:2 Menschensohn, stimme ein Klagelied an ber den Pharao, den Knig 
von gypten, und sprich zu ihm: Du Jungleu unter den Vlkern - du bist 
dahin! und warst doch wie ein Krokodil im Meere, sprudeltest mit deinen 
Nstern, trbtest das Wasser mit deinen Fen und whltest seine Fluten 
auf!
EZE 32:3 So spricht der Herr Jahwe: So will ich nun mein Netz ber dich 
breiten in der Versammlung vieler Vlker, da sie dich emporziehen in 
meinem Fangnetz.
EZE 32:4 Und ich will dich ans Land werfen, auf das freie Feld will ich 
dich hinstrecken und will alle Vgel des Himmels auf dir weilen lassen und 
das Getier der ganzen Erde mit dir ersttigen.
EZE 32:5 Und ich will dein Fleisch auf die Berge bringen und mit deinem 
Aase die Thler fllen.
EZE 32:6 Und ich will das Land mit deinem Ausflu trnken und die Rinnsale 
sollen von dir voll werden.
EZE 32:7 Und bei deinem Erlschen will ich den Himmel verhllen und seine 
Sterne in Schwarz kleiden; die Sonne will ich mit Wolken verhllen, und 
der Mond soll sein Licht nicht leuchten lassen.
EZE 32:8 Alle Lichtkrper am Himmel will ich deinetwegen in Schwarz 
kleiden und will Finsternis ber dein Land bringen, ist der Spruch des 
Herrn Jahwe.
EZE 32:9 Und ich will viele Nationen bekmmerten Sinnes machen wenn ich 
deine Verbannten unter die Vlker bringe, in Lnder, die du nicht kennst.
EZE 32:10 Und ich will machen, da sich viele Vlker ber dich entsetzen, 
und ihre Knige sollen deinetwegen schaudern, wenn ich mein Schwert vor 
ihren Gesichtern schwinge, und sie sollen unaufhrlich zittern, ein jeder 
fr sein Leben; am Tage deines Sturzes.
EZE 32:11 Denn so spricht der Herr Jahwe: Das Schwert des Knigs von Babel 
wird ber dich kommen.
EZE 32:12 Durch die Schwerter der Helden will ich dein Geprnge fllen, 
grausamste Vlker sind es insgesamt; die sollen die Pracht gyptens 
verheeren, und all' sein Geprnge soll venichtet werden.
EZE 32:13 Und ich will all' sein Vieh von den vielen Wassern hinwegtilgen, 
und kein Menschenfu soll sie mehr trben, noch soll sie die Klaue eines 
Tieres trben.
EZE 32:14 Dann will ich ihre Wasser sinken lassen und ihre Strme wie l 
dahinfhren, ist der Spruch des Herrn Jahwe,
EZE 32:15 wenn ich gypten zu einer Wste mache, und das Land verheert, 
seiner Flle beraubt ist, wenn ich schlage alle, die darin wohnen, damit 
sie erkennen, da ich Jahwe bin.
EZE 32:16 Ein Klagelied ist dies, da soll man singen; die Tchter der 
Vlker sollen es singen, ist der Spruch des Herrn Jahwe.
EZE 32:17 Und im zwlften Jahr, am fnfzehnten des Monats, erging das Wort 
Jahwes an mich folgendermaen:
EZE 32:18 Menschensohn, wehklage ber das Geprnge gyptens und senke es 
hinab, du und die Tchter majesttischer Vlker, in die Unterwelt zu den 
in die Gruft hinabgestiegenen.
EZE 32:19 Vor wem hast du denn etwas an Lieblichkeit voraus? Fahre hinab 
und la dir betten bei Unbeschnittenen!
EZE 32:20 Inmitten vom Schwert Erschlagener werden sie hinsinken: den 
Schwert ist es preisgegeben; man ziegt es hinab nebst all' seiner Pracht.
EZE 32:21 Da werden zu ihm sagen die starken Helden mitten aus der 
Unterwelt heraus, zu ihm samt seinen Helfern: Hinabgesunken sind, daliegen 
die Unbeschnittenen, die vom Schwert Erschlagenen.
EZE 32:22 Da ist Assur und seine ganze Schar, deren Grber rings um ihn 
her sind, - insgesamt Erschlagene, die durch das Schwert gefallen sind, -
EZE 32:23 dessen Grber in den uersten Winkel der Gruft gelegt sind; und 
seine Schar umringt sein Grab, lauter Erschlagene, durch das Schwert 
Gefallene, die einst Schrecken anrichteten im Lande der Lebenden.
EZE 32:24 Da ist Elam und seine ganze Menge, rings um sein Grab her, 
insgesamt Erschlagene, die durch das Schwert gefallen sind, die 
unbeschnitten hinabfuhren in die Unterwelt, die einst Schrecken vor sich 
verbreiteten im Lande der Lebendigen und nun ihre Schmach trugen mit den 
in die Gruft Hinabgestiegenen.
EZE 32:25 Inmitten Erschlagener bereiten sie ihm ein Lager samt all' 
seiner Menge, deren Grber rings um ihn her sind, insgesamt 
Unbeschnittene, vom Schwert Erschlagene - denn der Schrecken vor ihnen war 
einst dem Lande der Lebendigen auferlegt. Und nun tragen sie ihre Schmach 
bei den in die Gruft Hinabgestigenen; inmitten Erschlagener wurden sie 
gelegt.
EZE 32:26 Da ist Mesech, Thubal und ihre ganze Menge, deren Grber rings 
um ihn her sind, insgesamt Unbeschnittene, vom Schwert Erschlagene, die 
einst Schrecken vor sich verbreiteten im Lande der Lebendigen.
EZE 32:27 Sie liegen nicht bei den Helden, den in grauer Vorzeit 
Gefallenen, die in ihrer Kriegsrstung hinabstiegen in die Unterwelt, 
denen man ihre Schwerter legte unter ihre Hupter und auf deren Gebeinen 
ihre Schilde lagen; denn ein Schrecken vor den Helden herrschte im Lande 
der Lebendigen.
EZE 32:28 Da ist Edom, seine Knige und alle seine Frsten, die in ihrem 
Heldentume gelegt wurden zu vom Schwert Erschlagenen; bei Unbeschnittenen 
liegen sie und bei zur Gruft Hinabgestiegenen.
EZE 32:29 Dann ist Edom, seine Knige und alle seine Frsten, die in ihrem 
Heldentume gelegt wurden zu vom Schwert Erschlagenen; bei Unbeschnittenen 
liegen sie und bei zur Gruft Hinabgestiegenen.
EZE 32:30 Da sind die Herrscher des Nordens insgesamt und alle Sidonier, 
die hinabstiegen als Erschlagene, trotz ihrer Fruchtbarkeit, die Frucht 
ihres Heldentums, zu Schanden geworden. Unbeschnitten liegen sie da bei 
vom Schwert erschlagenen und tragen ihre Schmach mit den in die Gruft 
Hinabgestiegenen.
EZE 32:31 Sie alle wird der Pharao sehen und sich ber all' sein Geprnge 
trsten; vom Schwert erschlagen ist der Pharao und sein ganzes Heer, ist 
der Spruch des Herrn Jahwe.
EZE 32:32 Denn er hat einst Schrecken vor sich verbreitet im Lande der 
Lebendigen; darum soll er hingelegt werden inmitten Unbeschnittener, bei 
vom Schwert Erschlagenen: Pharao und all' sein Geprnge, ist der Spruch 
des Herrn Jahwe.
EZE 33:1 Und es erging das Wort Jahwes an mich folgendermaen:
EZE 33:2 Menschensohn, sprich zu deinen Volksgenossen und sage ihnen: Wenn 
ich das Schwert ber ein Land kommen lasse, und die Bewohner des Landes 
nehmen aus ihrer Gesamtheit einen Mann und bestellen ihn fr sich zum 
Wchter,
EZE 33:3 und der sieht das Schwert ber das Land kommen und stt in die 
Trompete und warnt das Volk, -EZE 33:4 wenn dann der, welcher den 
Trompetenschall hrt, sich nicht warnen lt, und das Schwert kommt und 
rafft ihn hinweg, so sei sein Blut auf seinem Haupte!
EZE 33:5 Er hat den Trompetenschall gehrt, hat sich aber nicht warnen 
lassen: sein Blut sei auf ihm! Jener aber hat gewarnt und sein Leben 
gerettet.
EZE 33:6 Wenn aber der Wchter das Schwert kommen sieht und nicht in die 
Trompete stt, und das Volk somit nicht gewarnt wird, und es kommt das 
Schwert und rafft jemanden von ihnen dahin: so wird dieser infolge seiner 
Verschuldung dahingerafft, aber sein Blut will ich von der Hand des 
Wchters verlangen.
EZE 33:7 Dich aber, o Menschensohn, habe ich zum Wchter fr das Haus 
Israel bestellt, damit du sie, wenn du aus meinem Mund ein Wort vernommen 
hast, von meinetwegen verwarnest.
EZE 33:8 Wenn ich zum Gottlosen sage: Gottloser, du mut sterben! und du 
sagst nichts, um den Gottlosen wegen seines Wandels zu verwarnen, so wird 
er, der Gottlose infolge seiner Verschuldung sterben, aber sein Blut will 
ich von deiner Hand verlangen.
EZE 33:9 Wenn du aber deinerseits den Gottlosen wegen seines Wandels 
verwarnt hast, da er sich von ihm bekehren soll, er sich aber nicht von 
seinem Wandel bekehrt, so wird er zwar infolge seiner Verschuldung 
sterben, aber du hast sein Leben gerettet.
EZE 33:10 Und du, o Menschensohn, sprich zum Hause Israel: Folgendermaen 
habt ihr gesagt: Frwahr, unsere Abtrnnigkeiten und unsere Snden lasten 
auf uns, und durch sie schwinden wir dahin und wie knnten wir mit dem 
Leben davonkommen?
EZE 33:11 Sprich zu ihnen: So wahr ich lebe, ist der Spruch des Herrn 
Jahwe: ich habe keineswegs Wohlgefallen am Tode des Gottlosen, sondern 
daran, da sich der Gottlose von seinem Wandel bekehrt und am Leben 
bleibt. Bekehrt euch, bekehrt euch von euren bsen Wegen! Warum wollt ihr 
denn sterben, Haus Israel?
EZE 33:12 Du aber, o Menschensohn, sprich zu deinen Volksgenossen: den 
Frommen wird seine Frmmigkeit nicht retten an dem Tage, da er sich 
vergeht, und den Gottlosen wird seine Gottlosigkeit nicht zu Falle bringen 
an dem Tage, da er sich von seiner Gottlosigkeit bekehrt; aber auch ein 
Frommer kann durch sie nicht am Leben erhalten bleiben am Tage, da er sich 
versndigt.
EZE 33:13 Wenn ich zu den Frommen sage: du sollst sicher am Leben bleiben! 
und er verlt sich auf seine bisherige Frmmigkeit und verbt Frevel, so 
soll aller seiner frommen Thaten nicht mehr gedacht werden, sondern wegen 
seines Frevels, den er verbt hat, soll er sterben.
EZE 33:14 Und wenn ich zu den Gottlosen sagen: du mut sterben! und er 
bekehrt sich von seiner Snde und bt fortan Recht und Gerechtigkeit,
EZE 33:15 giebt Pfnder zurck, erstattet das Geraubte wieder, wandelt 
nach den Satzungen, die zum Leben fhren, so da er keinen Frevel verbt: 
der soll leben bleiben und nicht sterben!
EZE 33:16 Alle seine Snden, die er zuvor begangen, sollen ihm nicht 
angerechnet werden: Recht und Gerechtigkeit hat er gebt, er soll am Leben 
bleiben!
EZE 33:17 Und da sprechen die Volksgenossen: das Verfahren des Herrn ist 
nicht in Ordnung, whrend doch ihr eignes Verfahren nicht in Ordnung ist?
EZE 33:18 Wenn ein Frommer von seiner Frmmigkeit ablt und Frevel 
verbt, so mu er deswegen sterben.
EZE 33:19 Und wenn sich ein Gottloser von seiner Gottlosigkeit bekehrt und 
fortan Recht und Gerechtigkeit bt, so soll er infolgedessen am Leben 
bleiben.
EZE 33:20 Und da sprecht ihr: das Verfahren des Herrn ist nicht in 
Ordnung? Einen jeden von euch werde ich nach seinem Wandel richten, Haus 
Israel!
EZE 33:21 Im elften Jahr aber nach unserer Wegfhrung, im zehnten Monat, 
am fnften des Monats kam zu mir ein Flchtling von Jerusalem mit der 
Kunde: die Stadt ist erobert!
EZE 33:22 Nun war am Abend vor dem Eintreffen des Flchtlings die Hand 
Jahwes ber mich gekommen, und er hatte mir den Mund aufgethan, ehe jener 
am Morgen zu mir kam, und mein Mund blieb aufgethan, und ich war nicht 
lnger stumm.
EZE 33:23 Und das Wort Jahwes erging an mich folgendermaen:
EZE 33:24 Menschensohn, die Bewohner dieser Trmmer im Land Israel 
sprechen also: Abraham war nur ein einzelner Mann und bekam doch das Land 
zum Besitz; unser aber sind viele: und ward das Land zum Besitztume 
gegeben!
EZE 33:25 Darum sprich zu ihnen: So spricht der Herr Jahwe: Auf den Bergen 
et ihr Opferfleisch und zu euren Gtzen erhebt ihr eure Augen und Blut 
vergiet ihr - und da wollt ihr das Land zum Besitz haben?
EZE 33:26 Ihr steift euch auf euer Schwert, ihr verbt Greuel, ihr 
verunreinigt einer des andern Weib - und da wollt ihr das Land zum Besitz 
haben?
EZE 33:27 So sollst du zu ihnen sprechen: So spricht der Herr Jahwe: So 
wahr ich lebe: die auf den Trmmern sind, sollen durchs Schwert fallen, 
die auf freiem Felde sind, gebe ich den wilden Tieren zum Frae, und die 
auf den Felsklippen und in den Hhlen sind, sollen an der Pest sterben.
EZE 33:28 Und ich will das Land zur Wstenei und zur Wste machen, und aus 
ist's mit seiner stolzen Hoffart, und die Berge Israels sollen wste 
liegen, da niemand mehr ber sie dahinzieht.
EZE 33:29 Und sie werden erkennen, da ich Jahwe bin wenn ich dies Land 
zur Wstenei und zur Wste mache wegen aller ihrer Greuel, die sie verbt 
haben.
EZE 33:30 Menschensohn, deine Volksgenossen unterreden sich ber dich an 
den Wnden und in den Hausthren; da sagen sie untereinander also: Kommt 
doch und hrt, was fr ein Ausspruch von Jahwe ausgeht!
EZE 33:31 Und sie kommen zu dir scharenweise und sitzen vor dir; aber wenn 
sie deine Worte angehrt haben, so thun sie doch nicht darnach. Denn Lgen 
haben sie im Mund, aber ihr Herz luft ihrem Gewinne nach.
EZE 33:32 Und frwahr: du bist fr sie wie ein Liebeslied, wie einer, der 
eine schne Stimme hat und trefflich die Saiten spielt; und so hren sie 
deine Worte an, thun aber nicht darnach.
EZE 33:33 Aber wenn es eintrifft, - und es trifft ein, frwahr! - dann 
werden sie erkennen, da ein Prophet unter ihnen war.
EZE 34:1 Und es erging das Wort Jahwes an mich folgendermaen:
EZE 34:2 Menschensohn, weissage ber die Hirten Israels, weissage und 
sprich zu ihnen: So spricht der Herr Jahwe: Wehe ber die Hirten Israels, 
die sich selbst weideten! Sollen nicht die Hirten die Schafe weiden?
EZE 34:3 Die Milch at ihr und mit der Wolle kleidetet ihr euch und das 
Gemstete schlachtetet ihr, aber geweidet habt ihr die Schafe nicht!
EZE 34:4 Die schwachen Tiere strktet ihr nicht und das Kranke heilet ihr 
nicht und das Verwundete verbandet ihr nicht, das Versprengte holtet ihr 
nicht zurck und das Verirrte suchtet ihr nicht auf, sondern mit Hrte 
regiertet ihr sie und mit Tyrannei.
EZE 34:5 Und so zerstreuten sie sich, weil kein Hirte da war, und dienten 
allem Getier des Feldes zur Speise.
EZE 34:6 Auf allen Bergen und auf allen hochragenden Hgeln irrten meine 
Schafe umher; ber das ganze Land hin waren meine Schafe verstreut, aber 
niemand kmmerte sich um sie, niemand suchte sie auf.
EZE 34:7 Darum, ihr Hirten, vernehmt das Wort Jahwes!
EZE 34:8 So war ich lebe, ist der Spruch des Herrn Jahwe: Wahrlich, weil 
meine Schafe zur Beute wurden und meine Schafe allem Getiere des Feldes 
zur Speise dienten, indem kein Hirte da war, und meine Hirten sich nicht 
um meine Schafe kmmerten - denn die Hirten weideten sich selbst, aber 
meine Schafe weideten sie nicht -:
EZE 34:9 darum, ihr Hirten, vernehmt das Wort Jahwes!
EZE 34:10 So spricht der Herr Jahwe: Frwahr, ich will an die Hirten und 
will meine Schafe von ihrer Hand verlangen und will ihrem Schafehten ein 
Ende machen; und die Hirten sollen sich nicht mehr selbst weiden, sondern 
ich will ihnen meine Schafe aus dem Munde reien, da sie ihnen nicht mehr 
zur Speise dienen sollen.
EZE 34:11 Denn so spricht der Herr Jahwe: Frwahr, da bin ich selbst, um 
meine Schafe aufzusuchen und mich ihrer anzunehmen.
EZE 34:12 Wie sich ein Hirt seiner Herde annimmt an dem Tage, wo er sich 
inmitten seiner zerstreuten Schafe befindet, so werde ich mich meiner 
Schafe annehmen und sie aus allen den Orten erretten, wohin sie am Tage 
der Bewlkung und des Wolkendunkels zerstreut wurden.
EZE 34:13 Und ich werde sie aus den Vlkern herausfhren und aus den 
Lndern sammeln und in ihr Land bringen und werde sie weiden auf den 
Bergen Israels, in den Rinnsalen und in allen bewohnten Gegenden des 
Landes.
EZE 34:14 Auf guter Weide werde ich sie weiden, und auf den hohen Bergen 
Israels wird ihre Trift sein; daselbst werden sie lagern auf schner Trift 
und werden fette Weide haben auf den Bergen Israels.
EZE 34:15 Ich selbst werde meine Schafe weiden und ich werde sie lagern 
lassen, ist der Spruch des Herrn Jahwe.
EZE 34:16 Das Verirrte werde ich aufsuchen und das versprengte werde ich 
zurckholen, das Verwundete verbinden und das Kranke strken, aber das 
Fette und Krftige werde ich hten; ich werde es weiden, wie es sein mu!
EZE 34:17 Ihr aber, meine Schafe: So spricht der Herr Jahwe: Frwahr, ich 
will richten zwischen den einzelnen Schafen, zwischen den Widdern und 
Bcken.
EZE 34:18 Ist's euch nicht genug, die beste Weide abzuweiden, da ihr, was 
von euren Weiden brig bleibt, mit den Fen zerstampft? nicht genug, das 
klare Wasser zu trinken, da ihr das brig gebliebene mit euren Fen 
aufwhlt?
EZE 34:19 Und so mssen meine Schafe abweiden, was ihr mit euren Fen 
zertreten habt, und trinken, was ihr mit euren Fen aufgewhlt habt.
EZE 34:20 Darum spricht der Herr Jahwe also zu euch: Frwahr, da bin ich 
selbst, um zwischen den fetten Schafen und den mageren Schafen zu richten.
EZE 34:21 Weil ihr alle schwachen Tiere mit Seite und Schulter wegdrngtet 
und mit den Hrnern stiet, bis ihr sie hinausgetrieben hattet,
EZE 34:22 so will ich nun meinen Schafen helfen, da sie nicht mehr zur 
Beute werden sollen, und will richten zwischen den einzelnen Schafen.
EZE 34:23 Und ich werde einen einzigen Hirten ber sie bestellen, der wird 
sie weiden, nmlich meine Knecht David. Der soll sie weiden und der soll 
ihr Hirte sein.
EZE 34:24 Und ich, Jahwe, will ihr Gott sein, und mein Knecht David wird 
Frst in ihrer Mitte sein; ich, Jahwe, habe es geredet!
EZE 34:25 Und ich werde einen Friedensbund mit ihnen schlieen und werde 
die reienden Tiere aus dem Lande wegschaffen, da sie ruhig in der Wste 
wohnen und in den Wldern schlafen knnen.
EZE 34:26 Und ich werde sie und was rings im meinen Hgel ist, zu 
Segenstrgern machen und werde den Guregen zu seiner Zeit hinabsenden; 
das sollen segenspendende Gsse sein!
EZE 34:27 Und die Bume auf dem Felde werden ihre Frucht geben, und das 
Land wird seinen Ertrag geben, und sie werden sicher auf ihrem Boden 
wohnen und werden erkennen, da ich Jahwe bin, wenn ich die Stangen ihres 
Jochs zerbreche und sie aus der Gewalt derer errette, die sie knechteten.
EZE 34:28 Und sie sollen fortan nicht mehr eine Beute fr die Vlker sein, 
noch soll das Getier des Landes sie fressen, sondern sie sollen sicher 
wohnen, ohne da sie jemand aufschreckt.
EZE 34:29 Und ich werde ihnen eine wohlbestellte Pflanzung erstehen 
lassen, und es soll fortan niemanden mehr im Lande geben, der vom Hunger 
dahingerafft wrde, und den Hohn der Vlker werden sie nicht lnger zu 
ertragen haben.
EZE 34:30 Und sie sollen erkennen, da ich Jahwe, ihr Gott, mit ihnen bin, 
und da sie, das Haus Israel, mein Volk sind, ist der Spruch des Herrn 
Jahwe.
EZE 34:31 Ihr aber seid meine Schafe; die Schafe meiner Weide seid ihr: 
ich bin euer Gott! ist der Spruch des Herrn Jahwe.
EZE 35:1 Und es erging das Wort Jahwes an mich folgendermaen:
EZE 35:2 Menschensohn, richte dein Antlitz gegen das Gebirge Seir, 
weissage ber es
EZE 35:3 und sprich zu ihm: So spricht der Herr Jahwe: Frwahr, ich will 
an dich, Gebirge Seir, ich will meine Hand wider dich ausrecken und dich 
zu einer Wstenei und Wste machen.
EZE 35:4 Deine Stdte will ich in Trmmer legen, und du selbst sollst zur 
Wste werden, damit du erkennest, da ich Jahwe bin!
EZE 35:5 Weil du unaufhrliche Feindschaft hegtest und die Israeliten zur 
Zeit ihres Unheils, zur zeit der Bung der Endverschuldung dem Schwerte 
berliefertest, -EZE 35:6 darum, sowahr ich lebe, ist der Spruch des Herrn 
Jahwe, Blutschuld hast du auf dich geladen, und Blut soll dich verfolgen.
EZE 35:7 Und ich will das Gebirge Seir zu einer Wstenei und Wste machen 
und aus ihm hinwegtilgen, was da kommt und geht.
EZE 35:8 Und ich will seine Berge mit Erschlagenen fllen; auf deinen 
Hgeln, in deinen Thlern und in allen deinen Rinnsalen werden vom Schwert 
Erschlagene hinsinken.
EZE 35:9 Zu Wsteneien fr immer will ich dich machen, und deine Stdte 
sollen unbewohnt sein, damit ihr erkennet, da ich Jahwe bin.
EZE 35:10 Weil du sprachst: Die beiden Vlker und die beiden Lnder sollen 
mein werden, und wir wollen sie in Besitz nehmen! - obwohl sich doch Jahwe 
daselbst befand -EZE 35:11 darum, so wahr ich lebe, ist der Spruch des 
Herrn Jahwe, gem dem Zorn und dem Eifer, mit dem du infoge deines Hasses 
gegen sie verfuhrst, werde auch ich verfahren und werde mich dir zu spren 
geben, wenn ich dich richten werde,
EZE 35:12 damit du erkennest, da ich Jahwe bin. Ich habe wohl alle deine 
Lsterungen gehrt, die du wider die Berge Israels ausgesprochen hast, 
indem du sagtest: Wste liegen sie; uns sind sie zum Schmause gegeben!
EZE 35:13 Und ihr thatet gro gegen mich mit eurem Mund und huftet wider 
mich eure Reden auf - ich habe es wohl gehrt!
EZE 35:14 So spricht der Herr Jahwe: Wie du dich freutest ber mein Land, 
da es wste lag, so werde ich dir's widerfahren lassen;
EZE 35:15 wie du dich freutest ber den Erbbesitz des Hauses Israel, weil 
er wste lag, so werde ich dir's widerfahren lassen. Eine Wste sollst du 
werden, du Gebirge Seir, und ganz Edom insgesamt, damit sie erkennen, da 
ich Jahwe bin.
EZE 36:1 Du aber, Menschensohn, weissage ber die Berge Israels und 
sprich: Ihr Berge Israels, vernehmt das Wort Jahwes!
EZE 36:2 So spricht der Herr Jahwe: Weil der Feind ber euch gerufen hat: 
Ha! Wsten fr immer! uns ist's zum Besitztume geworden! -EZE 36:3 darum 
weissage und sprich: So spricht der Herr Jahwe: Dieweil, ja dieweil man 
euch verwstete und ringsum nach euch gierte, da ihr ein Besitz fr die 
brigen Vlker wrdet, und weil ihr ins Gerede der Zungen und die ble 
Nachrede der Leute kamt, -EZE 36:4 darum, ihr Berge Israels, vernehmt das 
Wort des Herrn Jahwe! So spricht der Herr Jahwe zu den Bergen und zu den 
Hgeln, zu den Rinnsalen und zu den Thalgrnden, zu den den Trmmern und 
zu den verlassenen Stdten, die zur Beute geworden sind und zum Gesptt 
fr die brigen Vlker ringsum, -EZE 36:5 darum spricht der Herr Jahwe 
also: Wahrlich, im Feuer meines Eifers rede ich zu den brigen Vlkern und 
zu ganz Edom, die sich mein Land zum Besitztum ersehen haben, in einer 
Freude von ganzem Herzen, mit grndlicher Verachtung, da sie die Bewohner 
daraus vertreiben, um es dann auszuplndern.
EZE 36:6 Darum weissage ber das Land Israel und sprich zu den Bergen und 
den Hgeln, zu den Rinnsalen und den Thalgrnden: So spricht der Herr 
Jahwe: Frwahr in meinem Eifer und in meinem Grimm habe ich geredet, weil 
ihr den Hohn der Vlker ertragen mutet.
EZE 36:7 Darum spricht der Herr Jahwe also: Ich erhebe meine Hand und 
schwre: Wahrlich, die Vlker, die rings um euch her sind, die sollen 
euren Hohn zu tragen haben!
EZE 36:8 Ihr aber, ihr Berge Israels, lat euer Laub sprossen und tragt 
eure Frucht fr mein Volk Israel; denn bald werden sie heimkehren!
EZE 36:9 Denn frwahr, ich werde zu euch kommen und mich zu euch wenden 
und ihr werdet bestellt und beset werden.
EZE 36:10 Und ich werde die Menschen auf euch zahlreich machen, - das 
ganze Haus Israel insgesamt, - und die Stdte werden bewohnt und die 
Trmmer wieder aufgebaut werden.
EZE 36:11 Und ich will Menschen und Vieh auf euch mehren, und sie sollen 
sich mehren und fruchtbar sein. Und ich werde euch bewohnt sein lassen, 
wie in euren vergangenen Zeiten, und werde euch Gutes erweisen, mehr als 
in euren frheren Zeiten, damit ihr erkennet, da ich Jahwe bin!
EZE 36:12 Und ich werde Menschen auf euch wandeln lassen, nmlich mein 
Volk Israel; die sollen dich in Besitz nehmen, da du ihnen als Erbe 
gehrest, und du wirst sie fortan nicht mehr ihrer Kinder berauben.
EZE 36:13 So spricht der Herr Jahwe: Weil man zu euch sprach: Eine 
Menschenfresserin warst du und pflegtest dein Volk seiner Kinder zu 
berauben -EZE 36:14 darum sollst du fortan nicht mehr Menschen fressen, 
noch dein eigenes Volk seiner Kinder berauben, ist der Spruch des Herrn 
Jahwe.
EZE 36:15 Und ich will dich fortan nicht mehr den Hohn der Vlker anhren 
lassen und das Schmhen der Nationen sollst du nicht mehr zu tragen haben 
und sollst dein Volk nicht mehr seiner Kinder berauben, ist der Spruch des 
Herrn Jahwe.
EZE 36:16 Und es erging das Wort Jahwes an mich folgendermaen:
EZE 36:17 Menschensohn, als das Haus Israel noch in seinem Lande wohnte, 
da verunreinigten sie es durch ihren Wandel und durch ihre schlimmen 
Thaten. Wie die Unreinigkeit eines Weibes, die ihren Blutgang hat, war ihr 
Wandel vor mir.
EZE 36:18 Und ich schttete meinen Grimm ber sie aus wegen des Bluts, das 
sie im Lande vergossen, und da sie es durch ihre Gtzen verunreinigt 
hatten.
EZE 36:19 Und ich zerstreute sie unter die Vlker, und sie wurden 
versprengt in die Lnder; gem ihrem Wandel und ihren bsen Thaten 
richtete ich sie.
EZE 36:20 Und sie kamen zu den Heidenvlkern; wohin sie kamen, da 
entweihten sie meinen heiligen Namen, indem man von ihnen sagte: diese 
sind das Volk Jahwes und doch muten sie aus seinem Lande fort!
EZE 36:21 Da that es mir leid um meinen heiligen Namen, den sie, das Haus 
Israel, unter den Vlkern entweihten, berall, wohin sie kamen.
EZE 36:22 Darum sprich zum Hause Israel: So spricht der Herr Jahwe: Nicht 
euretwegen schreite ich ein, Haus Israel, sondern um meines heiligen 
Namens willen, den ihr entweiht habt unter den Vlkern, berall, wohin ihr 
kamt.
EZE 36:23 Und ich werde meinen groen Namen heiligen, der unter den 
Vlkern entweiht ward, den ihr unter ihnen entweiht habt, damit die Vlker 
erkennen, da ich Jahwe bin, ist der Spruch des Herrn Jahwe, wenn ich mich 
vor ihren Augen heilig an euch erweisen werde.
EZE 36:24 Und ich werde euch aus den Vlkern hinwegholen und euch aus 
allen Lndern sammeln und euch in euer Land bringen.
EZE 36:25 Und ich werde reines Wasser ber euch sprengen, da ihr rein 
werdet; von allen euren Unreinigkeiten und von allen euren Gtzen werde 
ich euch reinigen.
EZE 36:26 Und ich werde euch ein neues Herz verleihen und einen neuen 
Geist in euer Inneres legen und werde das steinerne Herz aus eurem Leibe 
entfernen und euch ein fleischernes Herz verleihen.
EZE 36:27 Und ich werde meinen Geist in euer Inneres legen und schaffen, 
da ihr nach meinen Satzungen wandelt und meine Ordnungen beobachtet und 
darnach thut.
EZE 36:28 So sollt ihr dann wohnen bleiben in dem Lande, das ich euren 
Vtern verliehen habe, und sollt mein Volk sein, und ich will euer Gott 
sein.
EZE 36:29 Und ich werde euch von allen euren Unreinigkeiten befreien und 
werde dem Getreide rufen und werde es mehren und werde keine Hungersnot 
mehr ber euch verhngen.
EZE 36:30 Und ich werde die Frchte der Bume und den Ertrag der Felder 
mehren, damit ihr nicht noch einmal die Schmach einer Hungersnot unter den 
Vlkern auf euch nehmen mt.
EZE 36:31 Da werdet ihr dann an euren bsen Wandel gedenken und an eure 
Werke, die nicht gut waren, und werdet vor euch selbst Ekel empfinden 
wegen eurer Verschuldungen und wegen eurer Greuel.
EZE 36:32 Nicht euretwegen schreite ich ein, ist der Spruch des Herrn 
Jahwe; das sei euch kund! Schmt euch und errtet ber euren Wandel, ihr 
vom Hause Israel!
EZE 36:33 So spricht der Herr Jahwe: An dem Tage, da ich euch von allen 
euren Verschuldungen reinige , da werde ich die Stdte wieder bevlkern, 
und sollen die Trmmer wieder aufgebaut werden.
EZE 36:34 Und das verdete Land wird bestellt werden, anstatt, da es 
bisher wste lag vor den Augen eines jeden, der vorberzog.
EZE 36:35 Und man wird sagen: Dieses Land, das verdet war, ist wie der 
Garten Eden geworden, und die Stdte, die in Trmmern lagen, verdet und 
zerstrt waren, sind wohlbefestigt und bewohnt.
EZE 36:36 Da werden dann die Vlker, die rings um euch her brig bleiben 
werden, erkennen, da ich, Jahwe, das zerstrte wiedergebaut, das Verdete 
wieder bepflanzt habe. Ich, Jahwe, habe es geredet und werde es vollfhren!
EZE 36:37 So spricht der Herr Jahwe: Auch darin werde ich mich noch vom 
Hause Israel erbitten lassen, da ich es ihm erweise: Ich will sie 
zahlreich machen an Menschen, wie eine Herde von Schafen.
EZE 36:38 Wie das Heiligtum von Opferschafen, wie Jerusalem an seinen 
Festzeiten von Schafen, so sollen die verdeten Stdte voll sein von 
Menschenherden, damit sie erkennen, da ich Jahwe bin!
EZE 37:1 Es kam ber mich die Hand Jahwes, und er fhrte mich hinaus im 
Geiste Jahwes und lie mich halt machen mitten in der Thalebene: die war 
voller Gebeine.
EZE 37:2 Und er lie mich ringsherum an ihnen vorbergehen; da lagen ihrer 
sehr viele auf der Oberflche der Thalebene, die waren ganz verdorrt.
EZE 37:3 Und er sprach zu mir: Menschensohn, werden wohl diese Gebeine 
wieder lebendig werden? Ich antwortete: Herr Jahwe, du weit es!
EZE 37:4 Da sprach er zu mir: Rufe feierlich ber diese Gebeine hin und 
sprich zu ihnen: Ihr verdorrten Gebeine, hrt Jahwes Wort!
EZE 37:5 So spricht der Herr Jahwe zu diesen Gebeinen: Frwahr, ich will 
Lebensodem in euch bringen, da ihr wieder lebendig werden sollt.
EZE 37:6 Und ich will Sehnen auf euch legen und Fleisch auf euch bringen 
und euch mit Haut berziehen und euch Odem einflen, da ihr lebendig 
werdet, und ihr sollt erkennen, da ich Jahwe bin.
EZE 37:7 Da rief ich feierlich, wie mir befohlen war. Und es entstand ein 
Rauschen, als ich feierlich rief, und es gab ein Rasseln, und die Gebeine 
rckten eins ans andere heran.
EZE 37:8 Und ich gewahrte, wie Sehnen an sie kamen und Fleisch darber 
wuchs, und sich Haut darber spannte. Aber noch war kein Odem in ihnen.
EZE 37:9 Da sprach er zu mir: Rufe feierlich dem Winde, ja rufe feierlich, 
Menschensohn, und sprich zu dem Winde: So spricht der Herr Jahwe: Von den 
vier Winden komm' herbei, o Lebensodem, und hauche diese Erschlagenen an, 
da sie lebendig werden!
EZE 37:10 Als ich nun feierlich rief, wie er mir befohlen hatte, da kam 
der Lebensodem in sie, da sie lebendig wurden und sich auf ihre Fe 
stellten - eine beraus groe Schar!
EZE 37:11 Und er sprach zu mir: Menschensohn, diese Gebeine sind das ganze 
Haus Israel. Da giebt es welche, die sprechen: Unsere Gebeine sind 
verdorrt, unsere Hoffnung ist geschwunden: es ist aus mit uns!
EZE 37:12 Darum rufe feierlich und sprich zu ihnen: So spricht der Herr 
Jahwe: Frwahr, ich will eure Grber ffnen und euch, mein Volk, aus euren 
Grbern heraufholen und euch ins Land Israel bringen,
EZE 37:13 damit ihr erkennet, da ich Jahwe bin, wenn ich euere Grber 
ffne und euch, mein Volk, aus euren Grbern heraufhole.
EZE 37:14 Und ich will meinen Odem in euch geben, da ihr wieder lebendig 
werden sollt, und will euch in euer Land versetzen, und ihr sollt 
erkennen, da ich Jahwe bin; ich habe es geredet und werde es vollfhren, 
ist der Spruch Jahwes.
EZE 37:15 Und es erging das Wort Jahwes an mich folgendermaen:
EZE 37:16 Du Menschensohn, nimm dir einen Holzstab und schreibe darauf: 
Juda und die mit ihm verbndeten Israeliten; sodann nimm einen anderen 
Stab und schreibe darauf: Joseph, Stab Ephraims, und das ganze mit ihm 
verbdete Haus Israel.
EZE 37:17 Und vereinige sie dir dann zu einem einzigen Stabe, da sie in 
deiner Hand zu einem einzigen werden.
EZE 37:18 Und wenn deine Volksgenossen also zu dir sagen: Willst du uns 
nicht erklren, was du damit bezweckst?
EZE 37:19 dann sage ihnen: So spricht der Herr Jahwe: Frwahr, ich werde 
den Stab Joseph nehmen, der in der Hand Ephraims und der mit ihm 
verbndeten israelitischen Stmme ist, und werde sie zum Stabe Juda thun, 
da sie zu einem Stab in der Hand Judas werden.
EZE 37:20 Und so sollen die Stbe, auf die du schreibst, in deiner Hand 
vor ihren Augen vereinigt sein.
EZE 37:21 Und sage zu ihnen: So spricht der Herr Jahwe: Frwahr, ich werde 
die Shne Israels mittenheraus aus den Vlkern nehmen, zu denen sie 
hingegangen sind, und werde sie von allen Seiten her sammeln und sie in 
ihr Land bringen.
EZE 37:22 Und ich will sie zu einem Volke machen in dem Land auf den 
Bergen Israels, und ein Knig soll ber sie alle Knig sein, und sie 
sollen nicht mehr zwei Vlker sein und sollen nicht lnger in zwei 
Knigreiche zerteilt sein.
EZE 37:23 Und sie sollen sich ferner nicht mehr an ihren Gtzen und an 
ihren Scheusalen und durch alle ihre Treuebrche verunreinigen, und ich 
weill sie eretten aus allen ihren Abtrnnigkeiten, durch die sie sich 
vergangen haben, und will sie reinigen, da sie wieder mein Volk werden, 
und ich will ihr Gott sein!
EZE 37:24 Und mein Knecht David soll Knig ber sie sein, und sie alle 
sollen einen Hirten haben und sollen nach meinen Ordnungen wandeln und 
meine Satzungen beobachten und nach ihnen thun.
EZE 37:25 Und sie sollen in dem Lande wohnen, das ich meinem Knechte Jakob 
verliehen habe, in welchem eure Vter gewohnt haben; in dem sollen auch 
sie wohnen und ihre Kinder und Kindeskinder bis in Ewigkeit, und mein 
Knecht David soll fr immer ihr Herrscher sein.
EZE 37:26 Und ich werde einen Friedensbund mit ihnen schlieen - ein 
ewiger Bund mit ihnen soll es sein - und werde sie hineinsetzen und mehren 
und werde mein Heiligtum fr immer in ihre Mitte stellen.
EZE 37:27 Und meine Wohnung soll bei ihnen sein und ich will ihr Gott sein 
und sie sollen mein Volk sein.
EZE 37:28 Und so sollen die Vlker erkennen, da ich Jahwe bin, der Israel 
heiligt, wenn mein Heiligtum fr immer in ihrer Mitte bleibt.
EZE 38:1 Und es erging das Wort Jahwes an mich folgendermaen:
EZE 38:2 Menschensohn, richte dein Angesicht wider Gog im Lande Magog, den 
Frsten von Ros, Mesech und Thubal, weissage wider ihn
EZE 38:3 und sprich: So spricht der Herr Jahwe: Frwahr, ich will an dich, 
Gog, Frst von Ros, Mesech und Thubal,
EZE 38:4 und ich will Haken in deine Kinnbacken legen und dich samt deinem 
ganzen Heere, Rossen und Reitern, heranfhren, alle aufs Prchtigste 
gekleidet, eine groe Schar mit Schild und Tartsche, insgesamt Schwerter 
in den Hnden haltend.
EZE 38:5 Paras, Kusch und Put sind mit ihnen, sie alle mit Schild und Helm;
EZE 38:6 Gomer und alle seine Kriegerhaufen, das Haus Thogarma, der 
uerste Norden und alle seine Kriegerhaufen - viele Vlker sind mit dir!
EZE 38:7 Rste dich und rste dir alles zu, du und alle deine Scharen, die 
sich bei dir zusammengeschart haben, und diene ihnen als Panier.
EZE 38:8 Nach geraumer Zeit wirst du beordert werden, in sptknftigen 
Jahren wirst du in ein Land kommen, das dem Schwerte wieder abgewonnen 
ward, zu einem Volke, das aus vielen Vlkern auf den Bergen Israels, die 
immer verdet lagen, gesammelt ist; ja aus den Vlkern wurde es 
herausgefhrt, und alle wohnen nun in Sicherheit.
EZE 38:9 Da wirst du dann anrcken wie ein Unwetter, wirst wie eine 
Wetterwolke herankommen, wirst zuletzt die ganze Erde bedecken: du und 
alle deine Kriegerscharen und viele Vlker mit dir.
EZE 38:10 So spricht der Herr Jahwe: Jenes Tags werden dir schlimme Dinge 
in den Sinn kommen, und du wirst bse Plne schmieden
EZE 38:11 und sprechen: Ich will wider einen Bezirk von Bauernhfen zu 
Felde ziehen, will friedliche Leute berfallen, die da ruhig wohnen; 
wohnen sie doch alle ohne Mauer, haben weder Riegel noch Pforten!
EZE 38:12 um Beute zu machen und zu plndern, um deine Hand an 
wiederbewohnte Trmmersttten zu legen und an ein Volk, das aus den Heiden 
gesammelt ist, das Hab und Gut erwirbt, an Leute, die auf dem Nabel der 
Erde wohnen.
EZE 38:13 Seba und Dedan und die Krmer von Tarsis und alle ihre Hndler 
sprechen zu dir: Kommst du, um beute zu machen? Hast du deine Scharen 
versammelt, um zu plndern, Silber und Gold fortzutragen, Hab und Gut 
mitzunehmen, um groe Beute zu machen?
EZE 38:14 Darum weissage, Menschensohn, und sprich zu Gog: So spricht der 
Herr Jahwe: Wie? Zu einer Zeit, wo mein Volk Israel wieder sicher wohnt, 
willst du aufbrechen
EZE 38:15 und von deinem Wohnsitz aus dem uersten Norden herbeikommen, 
du und viele Vlker mit dir, insgesamt auf Rossen reitend, eine groe 
Schar und ein zahlreiches Heer,
EZE 38:16 und willst gegen mein Volk Israel anrcken wie eine Wetterwolke, 
um das Land zu bedecken? In der letzten Zeit wird es geschehen, da ich 
dich gegen mein Land heranfhre, damit mich die Vlker kennenlernen, wenn 
ich mich vor ihren Augen an dir, o Gog, als den heiligen erweise.
EZE 38:17 So spricht der Herr Jahwe: Bist du es, von dem ich in 
vergangenen Tagen durch meine Knechte, die Propheten Israels, geredet 
habe, die in jenen Tagen Jahre hindurch weissagten, da ich dich ber sie 
bringen werde?
EZE 38:18 An jenem Tag aber, an dem Tage, da Gog ber das Land Israel 
kommt, ist der Spruch des Herrn Jahwe, da wird mein Grimm in meiner Nase 
auflodern.
EZE 38:19 In meinem Eifer, im Feuer meines Grolls rede ich es: Wahrlich, 
an jenem Tage soll ein groes Erdbeben ber das Land Israel kommen.
EZE 38:20 Da sollen vor mir erbeben die Fische des Meeres und die Vgel 
unter dem Himmel, das Getier des Feldes und alles Gewrm, das auf der Erde 
kriecht, und alle Menschen, die auf dem Erdboden sind; und die Berge 
sollen einstrzen und die Felswnde umfallen und alle Mauern zu Boden 
strzen.
EZE 38:21 Und auf allen meine Bergen werde ich das Schwert wider ihn 
aufrufen, ist der Spruch des Herrn Jahwe: eines jeden Schwert soll gegen 
den andern gerichtet sein.
EZE 38:22 Und ich will mit ihm rechten durch Pest und Blutvergieen, durch 
hinwegschwemmenden Regen und Hagelsteine; Feuer und Schwefel will ich 
regnen lassen ber ihn und ber seine Kriegerscharen und ber viele 
Vlker, die mit ihm sind.
EZE 38:23 Und ich will mich gro und heilig erweisen und mich kund machen 
vor den Augen vieler Vlker, damit sie erkennen, da ich Jahwe bin.
EZE 39:1 Und du, Menschensohn, weissage wider Gog und sprich: So spricht 
der Herr Jahwe: Frwahr, ich will an dich, Gog, Frst von Ros, Mesech und 
Thubal,
EZE 39:2 und will dich gngeln und dich anrcken lassen aus dem uersten 
Norden und dich zu den Bergen Israels bringen.
EZE 39:3 Und ich will dir den Bogen aus deiner linken Hand schlagen und 
deiner rechten Hand die Pfeile entsinken lassen.
EZE 39:4 Auf den Bergen Israels sollst du fallen, du und alle deine 
Kriegerscharen und die Vlker, die bei dir sind; allen den mannigfach 
beschwingten Raubvgeln und dem Getier des Feldes berlasse ich dich zum 
Frae.
EZE 39:5 Auf freiem Felde sollst du hinsinken, denn ich habe es geredet, 
ist der Spruch des Herrn Jahwe.
EZE 39:6 Und ich will Feuer an Magog legen und an die sorglos wohnenden 
Kstenbewohner, damit sie erkennen, da ich Jahwe bin!
EZE 39:7 Und meinen heiligen Namen will ich kund werden lassen inmitten 
meines Volkes Israel und will meinen heiligen Namen fortan nicht mehr 
entweihen lassen, damit die Vlker erkennen, da ich Jahwe bin, heilig in 
Israel.
EZE 39:8 Frwahr, es kommt und geschieht, ist der Spruch des Herrn Jahwe: 
das ist der Tag, von dem ich geredet habe.
EZE 39:9 Da werden dann die Bewohner der Stdte Israels hinausgehen und 
werden feuern und heizen mit Rstungen, Tartschen und Schilden, mit Bogen 
und Pfeilen, mit Keulen und Spieen, und werden sieben Jahre lang Feuer 
damit anznden.
EZE 39:10 Sie werden kein Holz mehr vom Felde herbeiholen, noch werden sie 
welches in den Wldern fllen, sondern mit den Rstungen werden sie Feuer 
anznden, und werden berauben, die sie beraubten, und plndern, die sie 
plnderten, ist der Spruch des Herrn Jahwe.
EZE 39:11 Jenes Tages aber werde ich fr Gog einen Ort bestimmen, woselbst 
kein Grab in Israel sein soll, nmlich das Thal Abarim, stlich vom Meere; 
man wird das Abarimthal zusperren. Daselbst wird man Gog und seinen ganzen 
Heerhaufen begraben und es das Thal des Heerhaufens des Gog nennen.
EZE 39:12 Und das Haus Israel wird sieben Monate hindurch an ihnen zu 
begraben haben, um das Land zureinigen.
EZE 39:13 Und zwar wird die gesamte Bevlkerung des Landes begraben 
helfen, und es wird ihnen zum Ruhme gereichen des Tags, da ich mich 
verherrliche, ist der Spruch des Herrn Jahwe.
EZE 39:14 Und man wird Mnner zu dem stndigen Geschft auswhlen, da sie 
das Land durchstreifen und die noch auf der Oberflche des Landes liegen 
gebliebenen begraben, um es zu reinigen; nach Verlauf von sieben Monaten 
sollen sie es nocheinmal durchsuchen.
EZE 39:15 Wenn sie nun im Land umherziehen, und es erblickt einer ein 
Menschengebein, so soll er ein Mal daneben errichten, bis es die 
Totengrber im Thale des Heerhaufens des Gog begraben haben.
EZE 39:16 Und so sollen sie da seinen ganzen Heerhaufen begraben und 
sollen so das Land reinigen.
EZE 39:17 Du aber, o Menschensohn: So spricht der Herr Jahwe: Sprich zu 
den mannigfach beschwingten Vgeln und zu allem Getiere des Feldes: 
Sammelt euch, und kommt herbei; schart euch von ringsher zusammen zu 
meinem Opfermahl, das ich fr euch veranstalten werde, - ein groes 
Opfermahl auf den Bergen Israels, wo ihr Fleisch essen und Blut trinken 
sollt.
EZE 39:18 Heldenfleisch sollt ihr essen und das Blut der Frsten der Erde 
sollt ihr trinken: Widder, Lmmer und Bcke, Farren, Mastvieh von Basan 
insgesamt!
EZE 39:19 Und ihr sollt Fett essen, bis ihr gesttigt, und Blut trinken, 
bis ihr trunken seid, von meinem Opfermahle, das ich fr euch veranstaltet 
habe.
EZE 39:20 Und ihr sollt euch an meinem Tisch ersttigen an Rossen und 
Wagen, an Helden und allerlei Kriegern, ist der Spruch des Herrn Jahwe.
EZE 39:21 Und ich will meine Herrlichkeit unter die Vlker bringen, und 
alle Vlker sollen mein Strafgericht sehen, das ich vollzogen habe, und 
die Wirkungen meiner Hand, die ich an sie gelegt habe.
EZE 39:22 Die vom Hause Israel aber sollen erkennen, da ich, Jahwe, ihr 
Gott bin von jenem Tag an und fernerhin.
EZE 39:23 Und die Vlker sollen erkennen, da das Haus Israel nur wegen 
seiner Verschuldung in die Verbannung wandern mute, - deshalb, weil sie 
von mir abtrnnig geworden waren, so da ich mein Angesicht vor ihnen 
verbarg und sie in die Gewalt ihrer Feinde dahingab, da sie alle durchs 
Schwert fielen.
EZE 39:24 Gem ihrer Unreinigkeit und ihrer Abtrnnigkeiten verfuhr ich 
mit ihnen und verbarg vor ihnen mein Angesicht.
EZE 39:25 Darum spricht der Herr Jahwe also: Nun werde ich das Geschick 
Jakobs wenden und mich des ganzen Hauses Israel erbarmen und fr meinen 
heiligen Namen eifern.
EZE 39:26 Und sie sollen ihre Schmach und alle ihre Untreue, die sie gegen 
mich verbt haben, vergessen, wenn sie wieder sorglos in ihrem Lande 
wohnen, ohne da sie jemand aufschreckt.
EZE 39:27 Wenn ich sie aus den Vlkern zurckbringe und sie aus den 
Lndern ihrer Feinde sammle, dann will ich mich vor den Augen vieler 
Vlker als den heiligen an ihnen erweisen,
EZE 39:28 damit sie erkennen, da ich Jahwe, ihr Gott, bin, indem ich sie 
zwar unter die Vlker in die Verbannung fhrte, aber sie nun auch wieder 
in ihrem Lande versammle; keinen von ihnen werde ich mehr dort 
zurcklassen.
EZE 39:29 Und ich will fortan mein Angesicht nicht mehr vor ihnen 
verbergen, da ich meinen Geist auf das Haus Israels ausgegossen habe, ist 
der Spruch des Herrn Jahwe.
EZE 40:1 Im fnfundzwanzigsten Jahre nach unserer Wegfhrung, im Anfange 
des Jahrs, am zehnten des ersten Monats, vierzehn Jahre, nachdem die Stadt 
erobert war, - an eben diesem Tage kam die Hand Jahwes ber mich und 
brachte mich dorthin.
EZE 40:2 In einem gttlichen Gesichte brachte er mich ins Land Israel und 
lie mich auf einem sehr hohen Berge nieder; auf diesem befand sich mir 
gegenber etwas wie der Aufbau einer Stadt.
EZE 40:3 Und als er mich dorthin gebracht hatte, zeigte sich ein Mann, der 
sah aus wie aus Erz; er hatte einen Linnenfaden in der Hand und einen 
Rutenstab und stand am Thore.
EZE 40:4 Und der Mann redete mich an: Menschensohn, siehe mit deinen Augen 
und hre mit deinen Ohren und richte deine Aufmerksamkeit auf alles, was 
ich dir zeigen werde. Denn damit man es dir zeige, bist du hierher 
gebracht worden; verkndige alles, was du siehst, dem Hause Israel!
EZE 40:5 Es lief aber eine Mauer auerhalb des Tempels rings herum, und 
der Mann hatte einen Rutenstab in der Hand, der war sechs Ellen lang, die 
Elle zu einer gewhnlichen Elle und einer Handbreite gerechnet. Und er ma 
die Breite des Baues: eine Rute, und die Hhe: eine Rute.
EZE 40:6 Sodann trat er in ein Thor, dessen Vorderseite in der Richtung 
nach Osten lag. Und er stieg auf den dazu fhrenden Stufen hinauf und ma 
die Schwelle des Thors: eine Rute in der Breite,
EZE 40:7 und die Nische: eine Rute in der Lnge und eine Rute in der 
Breite und zwischen den Nischen fnf Ellen, und die Schwelle des Thors 
neben der Vorhalle des Thors auf der Innenseite: eine Rute.
EZE 40:8 Und er ma die Vorhalle des Thors:
EZE 40:9 acht Ellen, und ihre Pfeiler: zwei Ellen; die Vorhalle des Thors 
aber ging nach innen.
EZE 40:10 Und der Nischen des Thors waren drei auf der einen und drei auf 
der anderen Seite. Alle drei hatten ein und dasselbe Ma; ebenso hatten 
auch die Pfeiler auf beiden Seiten ein und dasselbe Ma.
EZE 40:11 Und er ma die Breite des Eingangs des Thors: zehn Ellen; die 
Lnge des Thors: dreizehn Ellen.
EZE 40:12 Und vor den Nischen befand sich eine Einfriedigung, eine Elle 
breit auf der einen Seite und eine Elle ma die Einfriedigung auf der 
anderen Seite; die Nische selbst aber ma sechs Ellen auf der einen und 
sechs Ellen auf der anderen Seite.
EZE 40:13 Und er ma das Thor vom Dach einer Nische an bis zu dem einer 
anderen gegenber: eine Breite von fnfundzwanzig Ellen.
EZE 40:14 Thoreingang lag gegenber Thoreingang. Und er machte die Pfeiler 
sechzig Ellen ringsherum bis zu dem Pfeiler des Vorhofs.
EZE 40:15 Und von der Stelle vor dem ueren Eingangsthor bis zur Halle 
des inneren Thors ma er fnfzig Ellen.
EZE 40:16 Und das Thor hatte ringsherum Fenster, die nach den Nischen und 
nach ihren Pfeilern auf der Innenseite zu schrg einfielen, und ebenso 
hatte die Vorhalle ringsum Fenster nach innen zu, und an den Pfeilern 
waren Palmen.
EZE 40:17 Sodann brachte er mich hinein in den ueren Vorhof. Da gab es 
Zellen, und ein Steinpflaster war ringsherum im Vorhof; dreiig Zellen 
lagen an dem Steinpflaster.
EZE 40:18 Und das Steinpflaster befand sich an der Seitenwand der Thore, 
entsprechend der Lnge der Thore; das war das untere Steinpflaster.
EZE 40:19 Und er ma die Breite des Vorhofs von der inneren Vorderseite 
des unteren Thors bis zur Auenseite des inneren Vorhofs: hundert Ellen.
EZE 40:20 Und das Thor am ueren Vorhof, dessen Vorderseite in der 
Richtung nach Norden lag, - auch dessen Lnge und Breite ma er ab.
EZE 40:21 Und seiner Nischen waren drei auf der einen und drei auf der 
anderen Seite, und seine Pfeiler und seine Vorhalle hatten dasselbe Ma, 
wie das erste Thor; fnfzig Ellen betrug seine Lnge und fnfundzwanzig 
Ellen die Breite.
EZE 40:22 Und seine Fenster und seine Vorhalle und seine Palmen hatten 
dasselbe Ma, wie das Thor, dessen Vorderseite in der Richtung nach Osten 
lag. Auf sieben Stufen stieg man zu ihm empor, wo dann vor ihm die 
Vorhalle lag.
EZE 40:23 Und das Thor zu dem inneren Vorhof entsprach dem Thore nach 
Norden und nach Osten zu; und er ma von Thor zu Thor hundert Ellen.
EZE 40:24 Sodann fhrte er mich in der Richtung nach Sden; da lag ein 
Thor in der Richtung nach Sden. Und er ma seine Pfeiler und seine 
Vorhalle entsprechend den frher erwhnten Maen.
EZE 40:25 Und es hatte Fenster, wie auch seine Vorhalle, ringsherum, 
entsprechend den frher erwhnten Fenstern; fnfzig Ellen betrug die Lnge 
und fnfundzwanzig Ellen die Breite.
EZE 40:26 Und sieben Stufen stiegen hoch, an deren Ende dann die Vorhalle 
lag, und sie hatte Palmen, eine auf dieser und eine auf jener Seite, an 
ihren Pfeilern.
EZE 40:27 Und ein Thor zu dem inneren Vorhof lag in der Richtung nach 
Sden, und er ma von einem Thore zum andern in der Richtung nach Sden 
hundert Ellen.
EZE 40:28 Sodann brachte er mich durch das Sdthor hinein in den inneren 
Vorhof und ma das Sdthor aus nach den frher erwhnten Maen,
EZE 40:29 und seine Nischen und seine Pfeiler und seine Vorhalle nach eben 
jenen Maen;
EZE 40:30 und es hatte Fenster, wie auch seine Vorhalle, ringsherum; 
fnfzig Ellen betrug die Lnge und fnfundzwanzig Ellen die Breite.
EZE 40:31 Und seine Vorhalle lag nach dem ueren Vorhofe zu, und Palmen 
waren an seinen Pfeilern, und acht Stufen bildeten seinen Aufgang.
EZE 40:32 Und er brachte mich zu dem Thore, das in der Richtung nach Osten 
lag, und ma das Thor aus nach denselben Maen.
EZE 40:33 Und seine Nischen und seine Pfeiler und seine Vorhalle hatten 
dieselben Mae, und es hatte Fenster, wie auch seine Vorhalle, ringsherum; 
fnfzig Ellen betrug die Lnge und fnfundzwanzig Ellen die Breite.
EZE 40:34 Und seine Vorhalle lag nach dem ueren Vorhofe zu, und Palmen 
waren an seinen Pfeilern auf dieser und auf jener Seite; acht Stufen 
bildeten seinen Aufgang.
EZE 40:35 Sodann fhrte er mich zum Nordthor und ma nach denselben Maen
EZE 40:36 seine Nischen, seine Pfeiler und seine Vorhalle, und Fenster 
hatte es ringsherum; fnfzig Ellen betrug die Lnge und fnfundzwanzig 
Ellen die Breite.
EZE 40:37 Und seine Vorhalle lag nach dem ueren Vorhofe zu, und Palmen 
waren an seinen Pfeilern auf dieser und auf jener Seite; acht Stufen 
bildeten seinen Aufgang.
EZE 40:38 Und eine Zelle lag da, deren Eingang sich an den Thorpfeilern 
befand; daselbst sollte man das Brandopfer absplen.
EZE 40:39 In der Vorhalle des Thors aber standen zwei Tische auf der einen 
und zwei Tische auf der andern Seite, um auf ihnen das Brandopfer und das 
Sndopfer und das Schuldopfer zu schlachten.
EZE 40:40 Und an der ueren Seitenwand, nrdlich von dem, der zum 
Thoreingang hinaufstieg, standen zwei Tische, und an der andern Seitenwand 
der Vorhalle des Thors standen gleichfalls zwei Tische;
EZE 40:41 vier Tische auf dieser und vier Tische auf der andern Seite der 
Seitenwand des Thors: acht Tische waren es, auf denen man schlachtete.
EZE 40:42 Und zwar waren vier Tische fr das Brandopfer, aus 
Quadersteinen, anderthalbe Elle lang, anderthalbe Elle breit und eine Elle 
hoch; auf diesen sollte man die Gerte niederlegen, mit denen man das 
Brandopfer und Schlachtopfer schlachtete.
EZE 40:43 Und Rnder von einer Handbreite waren auf der Innenseite ringsum 
angebracht, und auf die Tische sollte das Fleisch der Opferspende kommen.
EZE 40:44 Und oben ber den Tischen waren Dcher, um sie zu schtzen vor 
Regen und vor Hitze. Und er fhrte mich in den inneren Vorhof und siehe, 
da waren zwei Zellen in dem inneren Vorhof, eine an der Seitenwand des 
Nordthors, und ihre Vorderseite war in der Richtung nach Sden zu; eine an 
der Seitenwand des Ostthors, so da ihre Vorderseite in der Richtung nach 
Norden zu lag.
EZE 40:45 Und er sprach zu mir: Diese Zelle, deren Vorderseite in der 
Richtung nach Sden zu liegt, ist fr die Priester, die den Dienst im 
Tempel besorgen.
EZE 40:46 Die Zelle aber, deren Vorderseite nach Norden zu liegt, ist fr 
die Priester bestimmt, die den Dienst am Altare besorgen. Das sind die 
Shne Zadoks, die allein von den Levishnen Jahwe nahen drfen, um ihn zu 
bedienen.
EZE 40:47 Und er ma den Vorhof ab: in der Lnge hundert Ellen und in der 
Breite hundert Ellen im Gevierte, und der Altar stand vor dem Tempel.
EZE 40:48 Sodann brachte er mich zur Vorhalle des Tempels und ma die 
Pfeiler der Vorhalle, fnf Ellen auf der einen und fnf Ellen auf der 
anderen Seite, und die Breite des Thors betrug vierzehn Ellen und die 
Seitenwnde des Thors drei Ellen auf der einen und drei Ellen auf der 
anderen Seite.
EZE 40:49 Die Lnge der Vorhalle betrug zwanzig Ellen und die Breite zwlf 
Ellen, und auf zehn Stufen stieg man zu ihr empor. An den Pfeilern aber 
waren Sulen, eine auf dieser und eine auf jener Seite.
EZE 41:1 Sodann brachte er mich in die Tempelhalle und ma die Pfeiler: 
sechs Ellen in der Breite auf der einen und sechs Ellen in der Breite auf 
der anderen Seite.
EZE 41:2 Und die Breite der Thre betrug zehn Ellen und die Seitenwnde 
der Thre fnf Ellen auf der einen und fnf Ellen auf der anderen Seite. 
Sodann ma er ihre Lnge: vierzig Ellen, und die Breite: zwanzig Ellen.
EZE 41:3 Und er trat ins Innere und ma den Pfeiler der Thre: zwei Ellen, 
und die Breite der Thre: sechs Ellen, und die Seitenwnde der Thre: 
sieben Ellen auf der einen und sieben Ellen auf der anderen Seite.
EZE 41:4 Und er ma seine Lnge: zwanzig Ellen, und die Breite: zwanzig 
Ellen, und er sprach zu mir: Dies ist das Hochheilige!
EZE 41:5 Und er ma die Strke der Wand des Tempels: sechs Ellen, und die 
Breite des Anbaus: vier Ellen rings um den Tempel.
EZE 41:6 Und die Seitengemcher waren dreiunddreiig an der Zahl und sie 
fgten sich an diejenige Wand an, welche am Tempel fr die Seitengemcher 
ringsum frei war, damit sie daran einen Halt htten, ohne in der 
Tempelwand selbst festgemacht zu sein.
EZE 41:7 Und sie wurden immer breiter, je mehr sie nach oben hin sich um 
den Tempel herumzogen, denn die Anbauten des Tempels waren bis nach oben 
hin rings um den Tempel her. Daher hatte das Tempelhaus oben die geringste 
Breite, und man stieg vom untersten Seitenstock ber den mittleren nach 
dem obersten hinauf.
EZE 41:8 Und ich sah an dem Tempel einen Vorsprung herumlaufend, und die 
Fundamente der Seitenstockwerke betrugen eine volle Rute von sechs Ellen.
EZE 41:9 Die Breite der Wand des Seitenstocks nach auen betrug fnf 
Ellen; dazu kam ein Raum, der freigelassen war zwischen dem Seitenstock 
und dem Tempel.
EZE 41:10 Und zwischen den Zellen war eine Breite von zwanzig Ellen rings 
um den Tempel herum.
EZE 41:11 Und Thren gingen von dem Seitenstock nach dem freigelassenen 
Raum, eine Thre nach Norden und eine Thre nach Sden. Und die Breite des 
ganzen freigelassenen Raums betrug ringsherum fnf Ellen.
EZE 41:12 Und das Gebude, das vor dem eingefriedigten Raume liegt, in der 
Ecke nach Westen zu, hat eine Breite von siebzig Ellen, und die Wand des 
Gebudes hat eine Breite von fnf Ellen ringsum, und seine Lnge betrgt 
neunzig Ellen.
EZE 41:13 Und er ma das Haus: eine Lnge von hundert Ellen, und der 
eingefriedigte Raum und das Gebude mit seinen Wnden hatten eine Lnge 
von hundert Ellen.
EZE 41:14 Und die Breite der Vorderseite des Hauses und des 
eingefriedigten Raums nach Osten zu betrug hundert Ellen.
EZE 41:15 Und er ma die Lnge des Gebudes vor dem eingefriedigten Raume, 
der auf seiner Hinterseite liegt, und seine Sulengnge auf dieser und 
jener Seite: hundert Ellen. Die innere Tempelhalle aber und die Hallen des 
Vorhofs,
EZE 41:16 die Schwellen und die schrg einfallenden Fenster und die 
Sulenhallen ringsum: diese drei Rume hatten ringsum Holzgetfel vom 
Erdboden bis an die Fenster; die Fenster aber waren verschlossen.
EZE 41:17 Oberhalb der Thre des Tempelraums inwendig und auswendig und an 
der ganzen Wand inwendig und auswendig ringsherum
EZE 41:18 waren Kerube und Palmen angebracht, und zwar je ein Palmbaum 
zwischen zwei Keruben. Der Kerub aber hatte zwei Gesichter:
EZE 41:19 auf der einen Seite war ein Menschengesicht gegen den Palmbaum 
gewendet, und auf der anderen Seite war ein Lwengesicht gegen den 
Palmbaum gewendet. So war es ringsum am ganzen Hause gemacht.
EZE 41:20 Vom Boden bis oberhalb der Thre waren die Kerube und Palmen 
angebracht, und die Wand
EZE 41:21 der Halle hatte viereckige Pfosten, und die Vorderseite des 
Heiligtums bot den Anblick
EZE 41:22 eines Altars von Holz, drei Ellen hoch; seine Lnge betrug zwei 
Ellen und die Breite zwei Ellen; und er hatte Ecken, und sein Fugestell 
und seine Wnde waren von Holz. Und er sprach zu mir: Dies ist der Tisch, 
der vor Jahwe steht.
EZE 41:23 Und zwei Thren hatte die Tempelhalle und das Heiligtum.
EZE 41:24 Und jede Thre hatte zwei Thrbltter, zwei drehbare 
Thrbltter; zwei hatte die eine Thre und zwei Thrbltter hatte die 
andere Thre.
EZE 41:25 Und an ihnen waren Kerube und Palmen angebracht, wie sie an den 
Wnden angebracht waren, und ein hlzernes Vordach war drauen vor der 
Vorhalle.
EZE 41:26 Und schrg einfallende Fenster und Palmen waren auf der einen 
und der anderen Seite an den Seitenwnden der Vorhalle; auch die 
Seitenstockwerke des Tempelhauses hatten Vordcher.
EZE 42:1 Sodann brachte er mich hinaus in den ueren Vorhof in der 
Richtung nach Norden zu. Und er brachte mich zu der Zelle, die gegenber 
dem eingefriedigten Raum und gegenber dem Gebude nach Norden zu liegt.
EZE 42:2 Die Lnge derselben betrug hundert Ellen, und die Breite betrug 
fnfzig Ellen.
EZE 42:3 Und gegenber den Thren, die zum inneren Vorhof fhrten, und 
gegenber dem Steinpflaster des ueren Vorhofs war ein Sulengang vor dem 
andern, so da es im Ganzen drei Hallen waren.
EZE 42:4 Und vor den Zellen war ein Gang von zehn Ellen Breite nach dem 
inneren Vorhofe hundert Ellen lang, und ihre Thren gingen nach Norden zu.
EZE 42:5 Aber die oberen Zellen waren verkrzt; denn Sulengnge nahmen 
ihnen mehr Raum weg, als den unteren und den mittleren.
EZE 42:6 Denn sie waren dreistckig und hatten keine Sulen entsprechend 
den Sulen der Vorhfe; deshalb waren die oberen Zellen verkrzt gegen die 
unteren und mittleren Zellen.
EZE 42:7 Und die Mauer, welche drauen, den Zellen entsprechend, nach dem 
ueren Vorhofe zu vor den Zellen hinlief, hatte eine Lnge von fnfzig 
Ellen.
EZE 42:8 Denn die Lnge der Zellen, die nach dem ueren Vorhofe zu lagen, 
betrug fnfzig Ellen.
EZE 42:9 Unterhalb dieser Zellen aber war der Eingang von Osten her, wenn 
man vom ueren Vorhof aus zu ihnen eintritt.
EZE 42:10 In der Richtung nach Osten zu vor dem eingefriedigten Raum und 
vor dem Hintergebude waren auch Zellen.
EZE 42:11 Und vor ihnen war ein Weg, und ihr Aussehen war ebenso, wie die 
Zellen aussahen, die nach Norden zu lagen, sowohl der Lnge, wie der 
Breite nach gleich, und alle ihre Ausgnge waren wie jene eingerichtet und 
wie ihre Thren.
EZE 42:12 Und hnlich den Thren der Zellen, die nach Sden zu lagen, so 
war bei ihnen eine Thre am Anfange des Wegs, der nach dem ueren Vorhof 
fhrt in der Richtung nach Osten zu, durch die sie einzutreten pflegten.
EZE 42:13 Und er sprach zu mir: Die Zellen im Norden und die Zellen im 
Sden, die vor dem eingefriedigten Raume liegen, das sind die heiligen 
Zellen, woselbst die Priester, die Jahwe nahen drfen, das Hochheilige 
essen sollen. Dort sollen sie das Hochheilige niederlegen und das 
Speisopfer und das Sndopfer und das Schuldopfer; denn der Platz ist 
heilig.
EZE 42:14 Wenn die Priester eintreten, sollen sie dort ihre Kleider 
niederlegen, in denen sie den Dienst verrichten; denn diese sind heilig, 
sollen andere Kleider anziehen und dann erst dem nahen, was dem Volke 
gehrt.
EZE 42:15 Als er aber mit der Vermessung des inneren Baues zu Ende 
gekommen war, fhrte er mich hinaus in der Richtung nach dem Thore zu, 
dessen Vorderseite in der Richtung nach Osten zu liegt, und ma den Bau 
von auen ringsum.
EZE 42:16 Er ma die Ostseite mit dem Rutenstabe: 500 Ruten nach dem 
Rutenstabe ringsum.
EZE 42:17 Er ma die Nordseite: 500 Ruten nach dem Rutenstabe ringsum;
EZE 42:18 die Sdseite ma er: 500 Ruten nach dem Rutenstabe.
EZE 42:19 Er ging herum nach der Westseite und ma 500 Ruten nach dem 
Rutenstabe:
EZE 42:20 nach allen vier Seiten ma er ihn. Ringsum hatte er eine Mauer: 
500 Ruten lang und 500 Ruten breit, um das Heiligtum vom Gemeinen zu 
sondern.
EZE 43:1 Und er fhrte mich zu dem Thore, das nach Osten hin gewendet ist.
EZE 43:2 Frwahr, da erschien die Herrlichkeit des Gottes Israels in der 
Richtung von Osten her, und ihr Brausen glich dem Brausen gewaltiger 
Wasser, und das Land leuchtete von seiner Herrlichkeit.
EZE 43:3 Und der Anblick, den ich hatte, glich dem Anblick, den ich gehabt 
hatte, als er erschien, die Stadt zu verderben, und der Anblick des 
Gefhrts, das ich sah, glich dem Anblicke, den ich am Flusse Kebar gehabt 
hatte, und ich fiel auf mein Angesicht.
EZE 43:4 Und die Herrlichkeit Jahwes betrat den Tempelbezirk durch das 
Thor, dessen Vorderseite in der Richtung nach Osten lag.
EZE 43:5 Und Geist hob mich empor und brachte mich in den inneren Vorhof, 
und frwahr, der Tempel war erfllt von der Herrlichkeit Jahwes.
EZE 43:6 Und ich hrte jemanden vom Tempel her zu mir reden, whrend der 
Mann noch neben mir stand,
EZE 43:7 und er sprach zu mir: Menschensohn! Hast du gesehen die Sttte 
meines Throns und die Sttte meiner Fusohlen, woselbst ich fr immer 
inmitten der Shne Israels wohnen will? Und das Haus Israel soll meinen 
heiligen Namen fortan nicht mehr verunreinigen, - sie und ihre Knige, 
durch ihre Abgtterei und ihre Opferhhen und durch die Leichen ihrer 
Knige,
EZE 43:8 indem sie ihre Schwelle neben meine Schwelle und ihre Pfoste 
neben meine Pfoste setzten, so da nur die Wand zwischen mir und ihnen 
war. Und so verunreinigten sie bestndig meinen heiligen Namen durch ihre 
Greuel, die sie verbten, so da ich sie in meinem Zorne vertilgte.
EZE 43:9 Nunmehr werden sie ihre Abgtterei und die Leichen ihrer Knige 
von mir fernhalten, damit ich fr immer unter ihnen wohne.
EZE 43:10 Du aber, Menschensohn, beschreibe dem Hause Israel den Tempel, 
damit sie sich ob ihrer frheren Verschuldungen schmen.
EZE 43:11 Und wenn sie sich schmen wegen alles dessen, was sie verbt 
haben, dann thue ihnen kund die Gestalt des Tempels und seine Einrichtung 
und seine Ausgnge und seine Eingnge und alle seine Einrichtungen und 
alle seine Ordnungen und schreibe es vor ihren Augen auf, damit sie auf 
seine ganze Gestalt und alle seine Einrichtungen acht haben und sie 
ausfhren.
EZE 43:12 Dies ist die Anordnung in betreff des Tempels: auf dem Gipfel 
des Bergs soll sein ganzer Bereich ringsum als hochheilig gelten; frwahr, 
dies ist die Anordnung in betreff des Tempels.
EZE 43:13 Und dies sind die Mae des Altars in Ellen, die Elle zu einer 
gewhnlichen Elle und einer Handbreite gerechnet: Seine Grundeinfassung 
soll eine Elle und in der Breite eine Elle betragen und sein Gesims bis 
zum Rande ringsum eine Spanne. Und dies ist die Hhe des Altars:
EZE 43:14 Von der Grundeinfassung am Boden bis zur unteren Einfriedrigung 
zwei Ellen und die Breite eine Elle; und von der kleinen Umfriedigung bis 
zur groen Umfriedigung vier Ellen und die Breite eine Elle.
EZE 43:15 Und der Opferherd ma vier Ellen, und vom Opferherde nach oben 
erstreckten sich die Hrner, vier an der Zahl.
EZE 43:16 Und der Opferherd hatte zwlf Ellen Lnge bei zwlf Ellen Breite 
im Geviert an seinen vier gleichen Seiten.
EZE 43:17 Und die Umfriedigung hatte vierzehn Ellen Lnge bei vierzehn 
Ellen Breite an ihren vier gleichen Seiten, und die Einfassung ringsumher 
eine halbe Elle und die Vertiefung an ihr eine Elle ringsum. Seine Stufen 
aber waren nach Osten gewendet.
EZE 43:18 Und er sprach zu mir: Menschensohn! So spricht der Herr Jahwe: 
Dies sind die Bestimmungen in betreff des Altars fr den Tag, wo er 
angefertigt ist, um Brandopfer auf ihm darzubringen und Blut auf ihn zu 
sprengen.
EZE 43:19 Da sollst du den levitischen Priestern, die zu den Nachkommen 
Zadoks gehren, die mir nahen drfen, ist der Spruch des Herrn Jahwe, um 
mich zu bedienen, ein junges Rind zu einem Sndopfer bergeben
EZE 43:20 und sollst etwas von seinem Blute nehmen und es an seine vier 
Hrner thun und an die vier Ecken der Umfriedigung und an die Einfassung 
ringsum und sollst ihn so entsndigen.
EZE 43:21 Sodann sollst du den Farren, das Sndopfer, nehmen, da man ihn 
an dem dazu bestimmten Platze des Tempelbereichs auerhalb des Heiligtums 
verbrenne.
EZE 43:22 Am zweiten Tag aber sollt du einen fehllosen Ziegenbock als 
Sndopfer darbringen, da man den Altar mit ihm entsndige, wie man ihn 
mit dem Farren entsndigt hat.
EZE 43:23 Wenn du mit dem Entsndigen zu Ende bist, sollst du einen 
fehllosen jungen Stier und einen fehllosen Widder vom Kleinvieh darbringen.
EZE 43:24 Die sollst du vor Jahwe bringen, und die Priester sollen Salz 
auf sie streuen und sie Jahwe als Brandopfer darbringen.
EZE 43:25 Sieben Tage lang sollst du tglich einen Bock zum Sndopfer 
herrichten; auch einen jungen Stier und einen Widder vom Kleinvieh, beide 
fehllos, soll man herrichten.
EZE 43:26 Sieben Tage hindurch soll man den Altar entsndigen und ihn 
reinigen und ihn einweihen.
EZE 43:27 Und so sollen sie die Tage zu Ende bringen; am achten Tag aber 
und weiterhin sollen die Priester auf dem Altar eure Brandopfer und eure 
Schlachtopfer herrichten, und ich will euch gndig annehmen, ist der 
Spruch des Herrn Jahwe.
EZE 44:1 Sodann fhrte er mich zurck in der Richtung auf das uere Thor 
des Heiligtums, das sich nach Osten wendet; das war verschlossen.
EZE 44:2 Und Jahwe sprach zu mir: Dieses Thor soll verschlossen bleiben 
und nicht geffnet werden. Niemand darf durch dasselbe eintreten; denn 
Jahwe, der Gott Israels, ist durch dasselbe eingetreten, darum soll es 
verschlossen bleiben.
EZE 44:3 Der Frst - er soll sich darin niederlassen, um vor Jahwe das 
Opfermahl zu verzehren. Durch die Vorhalle des Thors soll er eintreten und 
auf demselben Wege soll er es verlassen.
EZE 44:4 Sodann brachte er mich in der Richtung auf das Nordthor vor die 
Vorderseite des Tempels; da gewahrte ich, wie die Herrlichkeit Jahwes den 
Tempel Jahwes erfllte, und ich fiel auf mein Angesicht.
EZE 44:5 Jahwe aber sprach zu mir: Menschensohn, gieb acht und siehe mit 
deinen Augen und hre mit deinen Ohren alles, was ich jetzt mit dir reden 
werde in Bezug auf alle Satzungen in betreff des Tempels Jahwes und aller 
fr ihn geltenden Ordnungen; richte deine Aufmerksamkeit auf das Eintreten 
in den Tempel sowie auf alle Ausgnge des Heiligtums.
EZE 44:6 Und sprich zur Widerspenstigkeit, zum Hause Israel: So spricht 
der Herr Jahwe: Ihr habt es nun lange genug getrieben mit allen euren 
Greueln, Haus Israel,
EZE 44:7 indem ihr Fremdlinge, unbeschnittenen Herzens und unbeschnittenen 
Leibes, hineinbrachtet, da sie in meinem Heiligtume waren, um meinen 
Tempel zu entweihen, wenn ihr mir meine Speise, Fett und Blut, 
darbrachtet, und so meinen Bund bracht zu allen euren brigen Greueln.
EZE 44:8 Der Besorgung meiner Heiligtmer habt ihr nicht gewartet, sondern 
bestelltet sie fr euch zur Besorgung meines Dienstes in meinem Heiligtume.
EZE 44:9 So spricht der Herr Jahwe: Kein Fremdling, der doch 
unbeschnittenen Herzens und unbeschnittenen Leibes ist, darf in mein 
Heiligtum eintreten, - keiner der Fremdlinge, die unter den Israeliten 
weilen.
EZE 44:10 Vielmehr die Leviten, die sich von mir entfernten, als Israel 
irre ging, indem sie fern von mir ihren Gtzen nachirrten, die sollen ihre 
Verschuldung tragen.
EZE 44:11 Sie sollen in meinem Heiligtume Dienst thun, als Wachen an den 
Thoren des Tempels und als Bedienstete des Tempels; sie sollen die 
Brandopfer und Schlachtopfer fr das Volk schlachten und sollen ihnen zur 
Verfgung stehen, um sie zu bedienen.
EZE 44:12 Weil sie sie dereinst vor ihren Gtzen bedienten und so dem 
Hause Israel bestndig ein Anla zur Verschuldung wurden, deshalb habe ich 
meine Hand wider sie erhoben, ist der Spruch des Herrn Jahwe, und sie 
sollen ihre Verschuldung tragen.
EZE 44:13 Sie drfen mir nicht nahen, um mir Priesterdienste zu thun und 
sich allen meinen Heiligtmern, den hochheiligen, zu nahen, sondern sie 
sollen ihre Schmach tragen und ihre Strafe fr ihre Greuel, die sie verbt 
haben.
EZE 44:14 Ich will sie dazu bestellen, da sie den Dienst am Tempel 
besorgen - seine gesamte Bedienung und alle, was es an ihm zu thun giebt.
EZE 44:15 Aber die levitischen Priester - die Zadoksshne -, die des 
Dienstes an meinem Heiligtume warteten, als die Israeliten von mir 
abirrten, die sollen mir nahen, mich selbst zu bedienen, und sollen vor 
mich hintreten, um mir Fett und Blut darzubringen, ist der Spruch des 
Herrn Jahwe.
EZE 44:16 Sie sollen in mein Heiligtum eintreten und sie sollen meinem 
Tische nahen, mich selbst zu bedienen, und sollen meines Dienstes warten.
EZE 44:17 Und wenn sie in die Thore des inneren Vorhofs eintreten, sollen 
sie linnenen Gewnder anlegen; Wolle darf nicht an sie kommen, wenn sie in 
den Thoren des inneren Vorhofs und weiter drinnen den Dienst verrichten.
EZE 44:18 Linnene Kopfbunde sollen auf ihrem Haupte und linnene 
Beinkleider an ihren Schenkeln sein; nicht sollen sie sich mit Schwei 
grten.
EZE 44:19 Und wenn sie in den ueren Vorhof hinausgehen zum Volke, sollen 
sie ihre Gewnder ausziehen, in denen sie den Dienst verrichteten, und sie 
in den Zellen des Heiligtums niederlegen und sollen andere Gewnder 
anlegen, damit sie nicht das Volk durch ihre Gewnder heiligen.
EZE 44:20 Ihr Haupt sollen sie nicht kahl scheren, aber auch das Haar 
nicht frei herabhngen lassen, sondern ihr Haupthaar verstutzt tragen.
EZE 44:21 Und Wein soll kein Priester trinken, wenn sie den inneren Vorhof 
betreten.
EZE 44:22 Sie drfen sich keine Witwe oder Verstoene zum Weibe nehmen, 
sondern nur Jungfaruen vom Samen des Hauses Israel; eine solche Witwe 
jedoch, die von einem Priester als Witwe hinterlassen ward, drfen sie 
heiraten.
EZE 44:23 Und mein Volk sollen sie den Unterschied von heilig und gemein 
lehren und sie ber den Unterschied von unrein und rein unterweisen.
EZE 44:24 Und ber Streitflle sollen sie zu Gericht sitzen; nach meinen 
Rechten sollen sie sie richten und meine Weisungen und Satzungen sollen 
sie an allen meinen Festtagen beobachten und meine Sabbate heilig halten.
EZE 44:25 Zu einem Leichnam drfen sie nicht herantreten, da sie unrein 
wrden; nur an der Leiche von Vater oder Mutter oder Sohn oder Tochter 
oder Bruder oder einer Schwester, die noch keinem Mann angehrt hat, 
drfen sie sich verunreinigen.
EZE 44:26 Und wenn er wieder rein geworden, soll man weitere sieben Tage 
fr ihn zhlen.
EZE 44:27 Und an dem Tag, an dem er das Heilige, den inneren Vorhof, 
wieder betritt, um im Heiligtume Dienst zu thun, soll er sein Sndopfer 
darbringen, ist der Spruch des Herrn Jahwe.
EZE 44:28 Erbbesitz sollen sie nicht haben - ich bin ihr Erbbesitz! - noch 
sollt ihr ihnen Eigentum in Israel geben: ich bin ihr Eigentum!
EZE 44:29 Das Speisopfer und das Sndopfer und das Schuldopfer, das sollen 
sie verzehren, und alles, was in Israel dem Banne verfallen ist, soll 
ihnen gehren.
EZE 44:30 Und das Beste von allen Erstlingen irgendwelcher Art und alle 
Hebeopfer irgendwelcher Art von allen euren Hebeopfergaben sollen den 
Priestern zufallen. Auch das Beste von eurem Schrotmehl sollt ihr dem 
Priester geben, um Segen auf dein Haus herabzuziehen.
EZE 44:31 Keinerlei Aas und nichts, was zerrissen ward, seien es Vgel 
oder Vieh drfen die Priester essen.
EZE 45:1 Wenn ihr das Land zum Erbbesitze verlost, sollt ihr Jahwe eine 
Hebe davon abgeben, eine heilige Gabe vom Lande, 25000 Ellen lang und 
20000 Ellen breit; das soll nach seinem ganzen Umfange ringsum heilig sein.
EZE 45:2 (steht in Textbibel nach 4) Und von dem sollen auf das Heiligtum 
entfallen 500 Ellen im Geviert ringsum, und fnfzig Ellen soll sein Bezirk 
ringsum betragen.
EZE 45:3 Von diesem Ausmae sollst du abmessen einen Bezirk von 25000 
Ellen Lnge und 10000 Ellen Breite; darauf soll das Heiligtum, das 
Hochheilige, zu stehen kommen.
EZE 45:4 Das ist eine heilige Gabe vom Lande; den Priestern, die das 
Heiligtum zu bedienen haben, die herannahen drfen, um Jahwe zu bedienen, 
soll es gehren, und zwar soll es ihnen als Raum fr Huser dienen, indem 
es als heiliger Raum zum Heiligtume gehrt.
EZE 45:5 Und ein Bezirk von 25000 Ellen Lnge und 10000 Ellen Breite soll 
den Leviten, die den ueren Dienst am Tempel besorgen, als Grundbesitz 
zufallen, zwanzig Stdte zum Bewohnen.
EZE 45:6 Und zum Bodenbesitze der Stadt sollt ihr 5000 Ellen in der Breite 
und eine Lnge von 25000 Ellen, entsprechend der Lnge der heiligen Hebe, 
bestimmen. Das soll dem ganzen Hause Israel gehren.
EZE 45:7 Fr den Frsten aber sollt ihr Landbesitz bestimmen auf beiden 
Seiten der heiligen Hebe und des Bodenbesitzes der Stadt, vor der heiligen 
Hebe und vor dem stdtischen Bodenbesitz, sowohl auf der Westseite als auf 
der Ostseite, und in der Lnge entsprechend einem der Landanteile von der 
Westgrenze bis zur Ostgrenze
EZE 45:8 des Landes. Das soll ihm als Grundbesitz in Israel gehren, damit 
meine Frsten mein Volk fortan nicht mehr vergewaltigen, sondern das 
brige Land dem Hause Israel nach seinen Stmmen berlassen.
EZE 45:9 So spricht der Herr Jahwe: Lat's nun genug sein, ihr Frsten 
Israels: Gewaltthat und Bedrckung schafft hinweg und bt vielmehr Recht 
und Gerechtigkeit. Hrt auf, mein Volk zu berauben! ist der Spruch des 
Herrn Jahwe.
EZE 45:10 Ihr sollt richtige Wage, richtiges Epha und richtiges Bath 
fhren.
EZE 45:11 Das Epha und das Bath sollen einheitlich geregelt sein, so da 
das Bath den zehnten Teil des Chomer fat und das Epha den zehnten Teil 
des Chomer betrgt. Nach dem Chomer soll die Regelung erfolgen.
EZE 45:12 Und der Sekel soll 20 Gera betragen; fnf Sekel sollen fnf und 
zehn Sekel sollen zehn sein, und zu fnfzig Sekeln sollt ihr die Mine 
rechnen.
EZE 45:13 Dies ist die Hebe, die ihr abgeben sollt: ein Sechstel Epha von 
jedem Chomer Weizen und ein Sechstel Epha von jedem Chomer Gerste.
EZE 45:14 Und die Bestimmung in betreff des ls lautet: ein Zehntel Bath 
von jedem Kor; zehn Bath machen ein Kor.
EZE 45:15 Ferner ein Schaf von der Herde, von je zweihundert, als Hebe von 
allen Geschlechtern Israels zum Speisopfer und zum Brandopfer und zum 
Heilsopfer, um ihnen Shne zu schaffen, ist der Spruch des Herrn Jahwe.
EZE 45:16 Das ganze Volk soll zu dieser Hebe an den Frsten in Israel 
verpflichtet sein.
EZE 45:17 Dem Frsten aber sollen obliegen die Brandopfer und das 
Speisopfer und das Trankopfer an den Festen und den Neumonden und den 
Sabbaten bei allen Festversammlungen des Hauses Israel. Er soll herrichten 
lassen das Sndopfer und das Speisopfer und das Brandopfer und die 
Heilsopfer, um dem Hause Israel Shne zu schaffen.
EZE 45:18 So spricht der Herr Jahwe: Im ersten Monat, am ersten des 
Monats, sollst du einen fehllosen jungen Stier nehmen und das Heiligtum 
entsndigen.
EZE 45:19 Und der Priester soll etwas von dem Blute des Sndopfers nehmen 
und es an die Pfoste des Tempels und an die vier Ecken der Einfriedigung 
des Altars und an die Pfoste des Thors des inneren Vorhofs thun.
EZE 45:20 Und ebenso sollst du thun im siebenten Monat, am ersten Tage des 
Monats, wegen derer, die sich etwa aus Irrtum oder Unwissenheit verfehlt 
haben, und sollt so den Tempel entsndigen.
EZE 45:21 Im ersten Monat, am vierzehnten Tage des Monats sollt ihr das 
Passahfest feiern; sieben Tage hindurch sollen ungesuerte Brote gegessen 
werden.
EZE 45:22 Und der Frst soll an jenem Tage fr sich selbst und fr das 
gesamte Volk des Landes einen Farren als Sndopfer herrichten lassen.
EZE 45:23 Und die Sieben Festtage hindurch soll er an jedem der sieben 
Tage als Brandopfer fr Jahwe sieben Farren und sieben Widder ohne Fehl, 
sowie tglich einen Ziegenbock als Sndopfer herrichten lassen.
EZE 45:24 Und als Speisopfer soll er je ein Epha auf den Farren und ein 
Epha auf den Widder herrichten lassen und l, je ein Hin auf das Epha.
EZE 45:25 Im siebenten Monat, am fnfzehnten Tage des Monats, am 
Hauptfeste soll er sieben Tage lang ebensoviel herrichten lassen, sowohl 
Sndopfer, als Brandopfer, als Speisopfer und l.
EZE 46:1 So spricht der Herr Jahwe: Das Thor des inneren Vorhofs, das nach 
Osten gewendet ist, soll die sechs Werktage hindurch verschlossen bleiben, 
aber am Sabbattage soll es geffnet werden und am Neumondtage soll es 
geffnet werden.
EZE 46:2 Und der Frst soll durch die Vorhalle des Thors von auen her 
eintreten und sich an die Pfoste des Thors stellen. Dann sollen die 
Priester sein Brandopfer und sein Heilsopfer herrichten; er aber soll auf 
der Schwelle des Thors anbeten und dann wieder hinausgehen, und das Thor 
soll bis zum Abend unverschlossen bleiben.
EZE 46:3 Und das Volk des Landes soll am Eingange dieses Thors an den 
Sabbaten und den Neumonden vor Jahwe anbeten.
EZE 46:4 Und das Brandopfer, das der Frst Jahwe darzubringen hat, soll 
bestehen: am Sabbattage aus sechs fehllosen Lmmern und einem fehllosen 
Widder,
EZE 46:5 nebst einem Speisopfer von je einem Epha auf den Widder und einem 
Speisopfer von beliebigem Mae zu den Lmmern und einem Hin l auf jedes 
Epha.
EZE 46:6 Am Neumondtage aber sollen es ein fehlloser junger Stier und 
sechs Lmmer und ein Widder, smtlich fehllos, sein.
EZE 46:7 Und als Speisopfer soll er ein Epha zu dem Farren und ein Epha zu 
dem Widder herrichten und ein beliebiges Ma zu den Lmmern und ein Hin l 
auf jedes Epha.
EZE 46:8 Und wenn der Frst eintritt, so soll er durch die Vorhalle des 
Thors eintreten und auf demselben Wege wieder hinausgehen.
EZE 46:9 Und wenn sich das Volk des Landes an den Festzeiten vor Jahwe 
begiebt, dann soll derjenige, der durch das Nordthor eintritt, um 
anzubeten, durch das Sdthor wieder hinausgehen, und derjenige, der durch 
das Sdthor eintritt, soll durch das Nordthor hinausgehen; niemand soll 
durch das Thor zurckkehren, durch das er eingetreten ist, sondern durch 
das, welches ihm gegenberliegt, soll er hinausgehen.
EZE 46:10 Und der Frst soll, wenn sie eintreten, mitten unter ihnen 
eintreten und, wenn sie hinausgehen, mit hinausgehen.
EZE 46:11 An den Festen und Feierzeiten aber soll das Speisopfer ein Epha 
auf den Farren und ein Epha auf den Widder betragen und ein beliebiges Ma 
fr die Lmmer und je ein Hin l auf das Epha.
EZE 46:12 Und wenn der Frst eine freiwillige Gabe herrichtet, ein 
Brandopfer oder Heilsopfer als freiwillige Gabe fr Jahwe, dann soll man 
ihm das Thor ffnen, das nach Osten gewendet ist. Alsdann soll er sein 
Brandopfer und sein Heilsopfer herrichten, wie er am Sabbattage zu thun 
pflegt, und soll dann wieder hinausgehen; und nachdem er hinausgegangen, 
soll man das Thor wieder zuschlieen.
EZE 46:13 Tag fr Tag aber soll er ein einjhriges, fehlloses Lamm als 
Brandopfer fr Jahwe herrichten lassen, an jedem Morgen soll er es 
herrichten.
EZE 46:14 Und als Speisopfer soll er dazu an jedem Morgen ein Sechstel 
Epha und ein Drittel Hin l zur Besprengung des Feinmehls, als Speisopfer 
fr Jahwe, als regelmige Satzung herrichten.
EZE 46:15 Und so sollen sie das Lamm und das Speisopfer und das l alle 
Morgen als regelmiges Brandopfer herrichten.
EZE 46:16 So spricht der Herr Jahwe: Wenn der Frst einem seiner Shne von 
seinem Grundbesitz ein Geschenk macht, so soll dies seinen Shnen gehren; 
es ist ihr erblicher Grundbesitz.
EZE 46:17 Wenn er aber von seinem Grundbesitz einem seiner Diener ein 
Geschenk macht, so soll es diesem nur bis zum Jahre der Freilassung 
gehren. Dann aber soll es wieder an den Frsten zurckfallen; der 
Grundbesitz seiner Shne jedoch soll diesen verbleiben.
EZE 46:18 Nicht aber darf der Frst von dem Grundbesitze des Volks etwas 
wegnehmen, so da er sie vergewaltigt; von seinem eigenen Grundbesitze mag 
er seine Shne mit Erbgut ausstatten, da keiner von meinem Volk aus 
seinem Erbbesitze verdrngt werde.
EZE 46:19 Und er brachte mich durch den Eingang, der an der Seitenwand des 
Thores liegt, zu den fr die Priester bestimmten, nach Norden gewendeten 
heiligen Zellen. Dort aber war ein Raum im uersten Winkel nach Westen zu.
EZE 46:20 Und er sprach zu mir: Das ist der Raum, wo die Priester das 
Schuldopfer und das Sndopfer kochen sollen und wo sie das Speisopfer 
backen sollen, um es nicht hinausbringen zu mssen in den ueren Vorhof 
und so das Volk zu heiligen.
EZE 46:21 Und er fhrte mich hinaus in den ueren Vorhof und brachte mich 
hindurch zu den vier Ecken des Vorhofs und frwahr, in jeder Ecke des 
Vorhofs war wieder ein kleiner Vorhof.
EZE 46:22 In den vier Ecken des Vorhofs waren wieder kleinere Vorhfe von 
vierzig Ellen Lnge und dreiig Ellen Breite; einerlei Ma hatten alle 
vier kleinen Vorhfe.
EZE 46:23 Und in ihnen lief ringsum eine Lage von Mauerwerk, rings um die 
vier, und unten an den Steinlagen waren ringsum Kochherde angebracht.
EZE 46:24 Und er sprach zu mir: Dies ist die Behausung der Kche, woselbst 
die, die den ueren Dienst am Tempel verrichten, die Schlachtopfer des 
Volks kochen sollen.
EZE 47:1 Und er fhrte mich zurck an den Eingang des Tempels. Da gewahrte 
ich, da unter der Schwelle des Hauses Wasser hervorkam, nach Osten zu; 
denn die vorderseite des Tempels ging nach Osten. Und das wasser flo 
hinab unterhalb der sdlichen Seitenwand des Tempels, sdlich vom Altar.
EZE 47:2 Sodann fhrte er mich durch das Nordthor hinaus und geleitete 
mich den Weg auen herum zum Auenthore, das in der Richtung nach Osten 
gewendet ist; da gewahrte ich, da aus der sdlichen Seitenwand Wasser 
hervortrpfelte.
EZE 47:3 Indem nun der Mann, mit einer Meschnur in der Hand, nach Osten 
zu hinausging, ma er tausend Ellen ab. Sodann fhrte er mich durch das 
Wasser hindurch; dieses ging bis an die Knchel.
EZE 47:4 Hierauf ma er wieder tausend Ellen und fhrte mich durchs 
Wasser; dieses ging jetzt bis an die Kniee. Sodann ma er nochmals tausend 
Ellen und fhrte mich durchs Wasser; dieses ging nun bis an die Hften.
EZE 47:5 Und er ma abermals tausend Ellen; da wars ein Flu geworden, den 
ich nicht durchschreiten konnte. Denn das Wasser war zu hoch - Wasser, da 
man durchschwimmen mute, - ein Flu, den man nicht mehr durchschreiten 
konnte.
EZE 47:6 Und er sprach zu mir: Hast du das wohl gesehen, Menschensohn? Und 
er fhrte mich und brachte mich zurck an den Rand des Flusses.
EZE 47:7 Als ich nun zurckkam, da gewahrte ich am Rande des Flusses sehr 
viele Bume auf beiden Seiten.
EZE 47:8 Da sprach er zu mir: Dieses Wasser geht hinaus in den stlichen 
Bezirk und fliet hinab in die Jordansteppe, und wenn es ins tote Meer ins 
salzige Wasser kommt, so werden die Wasser dort gesund.
EZE 47:9 Und alle lebendigen Wesen, was nur da wimmelt, wohin irgend seine 
Flut kommt, das wird leben, und der Fischreichtum wird sehr gro sein; 
denn wenn dieses Wasser dorthin gekommen sein wird, wird das Wasser des 
toten Meers gesund werden, und alles, zu dem der Flu kommt, wird leben.
EZE 47:10 Und es werden Fischer an ihm stehen von En-Gedi bis En-Eglaim; 
ein Ort, wo man Netze ausspannt, wird das Wasser sein. Sein Fischreichtum 
wird sein, wie der des groen Meers, beraus gro.
EZE 47:11 Aber seine Lachen und Tmpel werden nicht gesund; sie sind zur 
Salzgewinnung bestimmt.
EZE 47:12 An dem Flusse aber sollen zu beiden Seiten seines Ufers allerlei 
Bume mit geniebaren Frchten wachsen; deren Laub soll nicht welken und 
deren Frchte sollen kein Ende nehmen. Alle Monate sollen sie frische 
Frchte tragen; denn ihr Wasser geht vom Heiligtum aus. Und ihre Frchte 
werden als Speise dienen und ihr Laub als Heilmittel.
EZE 47:13 So spricht der Herr Jahwe: Dies ist die Grenze, innerhalb derer 
ihr euch nach den zwlf Stmmen Israels in das Land teilen sollt.
EZE 47:14 Und zwar sollt ihr es einer wie der andere zum Erbbesitz 
erhalten, weil ich dereinst geschworen habe, es euren Vtern zu verleihen, 
und so soll euch nun dieses Land als Erbbesitz zufallen.
EZE 47:15 Und dies sei die Grenze des Landes auf der Nordseite: Vom groen 
Meer in der Richtung nach Hethlon bis wo es nach
EZE 47:16 Hamath hineingeht, Berotha, Sibraim, welches zwischen dem 
Gebiete von Damaskus und dem von Hamath liegt, bis Hazar-Enon, das an der 
Grenze von Hauran liegt.
EZE 47:17 Es soll also die Grenze laufen vom Meere bis Hazar-Enon, so da 
sich das Gebiet von Damaskus weiter nach Norden zu erstreckt; das ist die 
Nordseite.
EZE 47:18 Und die Ostseite: Von Hazar-Enon an, das zwischen Hauran und 
Damaskus liegt, bildet zwischen Gilead und dem Land Israel der Jordan die 
Grenze bis zum stlichen Meere, bis nach Thamar hin; das ist die Ostseite.
EZE 47:19 Und die Sdseite gegen Mittag: Von Thamar bis Me-Meriboth bei 
Kades nach dem Bach gyptens, und weiter bis zum groen Meere; das ist die 
Sdseite nach Mittag zu.
EZE 47:20 Und die Westseite: Das groe Meer bildet die Grenze bis gerade 
gegenber von da, wo es nach Hamath hineingeht; das ist die Westseite.
EZE 47:21 Und ihr sollt dieses Land unter euch teilen nach den Stmmen 
Israels.
EZE 47:22 Und zwar sollt ihr es unter euch und die Fremdlinge, die unter 
euch weilen, die Shne unter euch erzeugt haben, als Erbbesitz verlosen. 
Sie sollen euch gelten, wie die eingeborenen Israeliten; mit euch sollen 
sie inmitten der Stmme Israels Erbbesitz erlosen.
EZE 47:23 In dem Stamme, bei welchem der Fremdling weilt, da sollt ihr ihm 
seinen Erbbesitz anweisen, ist der Spruch des Herrn Jahwe.
EZE 48:1 Und dies sind die Namen der Stmme: Im uersten Norden vom Meer 
an in der Richtung nach Hethlon bis da, wo es nach Hamath hineingeht, und 
weiter bis nach Hazar-Enon (so da das Gebiet von Damakus nordwrts 
bleibt, zur Seite von Hamath), so da ihm das Land zufllt von der 
Ostseite bis zur Westseite: Dan, ein Stammgebiet.
EZE 48:2 Neben Dan, von der Ostseite bis zur Westseite: Asser, ein 
Stammgebiet.
EZE 48:3 Neben Asser, von der Ostseite bis zur Westseite: Naphtali, ein 
Stammgebiet.
EZE 48:4 Neben Naphtali, von der Ostseite bis zur Westseite: Manasse, ein 
Stammgebiet.
EZE 48:5 Neben Manasse, von der Ostseite bis zur Westseite: Ephraim, ein 
Stammgebiet.
EZE 48:6 Neben Ephraim, von der Ostseite bis zur Westseite: Ruben, ein 
Stammgebiet.
EZE 48:7 Neben Ruben, von der Ostseite bis zur Westseite: Juda, ein 
Stammgebiet.
EZE 48:8 Neben Juda, von der Ostseite bis zur Westseite, soll die Landhebe 
liegen, die ihr abzugeben habt, 25000 Ellen breit und so lang, wie ein 
jeder der Stammesanteile, von der Ostseite bis zur Westseite; und das 
Heiligtum soll in seiner Mitte liegen.
EZE 48:9 Die Hebe aber, die ihr fr Jahwe abgeben sollt, hat in der Lnge 
25000 Ellen und in der Breite 20000.
EZE 48:10 Und folgenden soll die heilige Hebe gehren: den Priestern ein 
Bezirk nach Norden 25000 Ellen, nach Westen 10000 Ellen, nach Osten 10000 
Ellen und nach Sden 25000 Ellen. Und das Heiligtum Jahwes soll mitten 
darin liegen.
EZE 48:11 Den geweihten Priestern, den Zadokshnen, die meines Dienstes 
gewartet haben, die nicht irre gingen, als die andern Israeliten irre 
gingen, gleichwie die Leviten irre gegangen sind,
EZE 48:12 ihnen soll es als zur Hebe gehriges Stck von der Landhebe, als 
Hochheiliges, gehren neben den Bezirke der Leviten;
EZE 48:13 den Leviten aber ein Gebiet entsprechend dem Gebiete der 
Priester: 25000 Ellen Lnge und 10000 Ellen Breite, im Ganzen also eine 
Lnge von 25000 und eine Breite von 20000 Ellen.
EZE 48:14 Davon drfen sie nichts verkaufen, noch vertauschen, noch darf 
der beste Teil des Landes in anderen Besitz bergehen, denn er ist Jahwe 
heilig.
EZE 48:15 Die 5000 Ellen aber, die lngs der 25000 Ellen von der Breite 
noch brig sind, sind gemeiner Bezirk fr die Stadt, zum Wohnen und zur 
Gemeindetrift; die Stadt aber soll mitten darin liegen.
EZE 48:16 Und dies sind ihre Mae: Die Nordseite 4500 Ellen und die 
Sdseite 4500 Ellen und auf der Ostseite 4500 Ellen und die Westseite 4500 
Ellen.
EZE 48:17 Und die Gemeindetrift der Stadt soll nach Norden 250 und nach 
Sden 250 und nach Osten 250 und nach Westen 250 Ellen betragen.
EZE 48:18 Und was von der Lnge entlang der heiligen Hebe noch brig ist, 
10000 Ellen nach Osten und zehntausend Ellen nach Westen, dessen Ertrag 
soll den Ackerbrgern der Stadt zur Nahrung dienen.
EZE 48:19 Und was die Ackerbrger in der Stadt anlangt, so sollen Leute 
aus allen Stmmen Israels das Stck der Hebe bebauen.
EZE 48:20 Insgesamt also sollt ihr als Hebe 25000 Ellen ins Geviert 
abgeben: die heilige Hebe nebst dem Grundbesitze der Stadt.
EZE 48:21 Was noch brig ist, soll dem Frsten gehren, auf beiden Seiten 
der heiligen Hebe und des Grundbesitzes der Stadt, ostwrts neben den 
25000 Ellen bis zur Ostgrenze und westwrts neben den 25000 Ellen bis zur 
Westgrenze, entsprechend den Stammesanteilen; das gehrt dem Frsten, und 
die heilige Hebe und das Tempelheiligtum soll mitten darin liegen.
EZE 48:22 Und vom Grundbesitze der Leviten und vom Grundbesitze der Stadt 
an, der mitten zwischen dem liegt, was dem Frsten gehren soll, soll 
alles, was zwischen dem Gebiete von Juda und dem von Benjamin liegt, dem 
Frsten gehren.
EZE 48:23 Die brigen Stmme aber sind von der Ostseite bis zur Westseite: 
Benjamin, ein Stammgebiet.
EZE 48:24 Neben Benjamin, von der Ostseite bis zur Westseite: Simeon, ein 
Stammgebiet.
EZE 48:25 Neben Simeon, von der Ostseite bis zur Westseite: Issachar, ein 
Stammgebiet.
EZE 48:26 Neben Issachar, von der Ostseite bis zur Westseite: Sebulon, ein 
Stammgebiet.
EZE 48:27 Neben Sebulon, von der Ostseite bis zur Westseite: Gad, ein 
Stammgebiet.
EZE 48:28 Neben Gad aber, auf der Sdseite, nach Mittag zu, soll die 
Grenze laufen von Thamar ber Me-Meriba bei Kades zum Bach gyptens hin, 
an das groe Meer.
EZE 48:29 Dies ist das Land, das ihr als Erbbesitz unter die Stmme 
Israels verlosen sollt, und dies sind ihre Erbteile, ist der Spruch des 
Herrn Jahwe.
EZE 48:30 Und dies sind die Ausgnge der Stadt - (31a) und zwar sind die 
Thore der Stadt nach den Stmmen Israels benannt -:
EZE 48:31 (30b) Auf der Nordseite, die 4500 Ellen nach dem bekannten Mae 
mit, (31b) liegen drei Thore: das Thor Rubens, eines; das Thor Juda's, 
eines; das Thor Levis, eines.
EZE 48:32 Und nach der Ostseite mit ihren 4500 Ellen liegen drei Thore: 
das Thor Josephs, eines; das Thor Benjamins, eines; das Thor Dan's, eines.
EZE 48:33 Auf der Sdseite mit 4500 Ellen Ausdehnung liegen drei Thore: 
das Thor Simeons, eines; das Thor Issachars, eines; das Thor Sebulons, 
eines.
EZE 48:34 Die Westseite mit ihren 4500 Ellen hat drei Thore: das Thor 
Gads, eines; das Thor Assers, eines; das Thor Naphtalis, eines.
EZE 48:35 Ringsum gemessen sind es 18000 Ellen, und heien wird die Stadt 
fortan: Jahwe daselbst.
DAN 1:1 Im dritten Jahre der Regierung Jojakims, des Knigs von Juda, kam 
Nebukadnezar, der Knig von Babel, nach Jerusalem und belagerte es.
DAN 1:2 Und der Herr gab Jojakim, den Knig von Juda, und einen Teil der 
Gerte des Gotteshauses in seine Gewalt, und er verbrachte sie in das Land 
Sinear in den Tempel seines Gottes; die Gerte aber verbrachte er in die 
Schatzkammer seines Gottes.
DAN 1:3 Darauf befahl der Knig dem Obersten seiner Kmmerer, Aschpenaz, 
von den Israeliten und zwar aus der kniglichen Familie und aus den 
Vornehmen
DAN 1:4 Knaben herbei zubringen, die ganz ohne jeglichen krperlichen 
Fehler, von schnem Aussehen, in allem Wissen wohlbewandert, kenntnisreich 
und einsichtsvoll wren und die Fhigkeit besen, im Palaste des Knigs 
zu dienen, und sie in der Schrift und Sprache der Chalder zu unterrichten.
DAN 1:5 Und der Knig wies ihnen ihre tgliche Ration von der kniglichen 
Tafel und von dem Weine, den er zu trinken pflegte, an und befahl, sie 
drei Jahre zu erziehen, damit sie nach Ablauf derselben in den kniglichen 
Dienst trten.
DAN 1:6 Unter ihnen befanden sich auch die Juder Daniel, Hananja, Misael 
und Asarja;
DAN 1:7 der Oberkmmerer aber gab ihnen andere Namen: Daniel nannte er 
Beltsazar, Hananja Sadrach, Misael Mesach und Asarja Abed-Nego.
DAN 1:8 Daniel nahm sich jedoch fest vor, sich nicht durch den Genu der 
kniglichen Speise und des Weins, von dem der Knig trank, zu 
verunreinigen, und erbat sich von dem Oberkmmerer die Erlaubnis, sich 
nicht verunreinigen zu mssen.
DAN 1:9 Gott aber lie Daniel bei dem Oberkmmerer Huld und Erbarmen 
finden;
DAN 1:10 doch sagte der Oberkmmerer zu Daniel: Ich hege nur die 
Befrchtung, da mein Herr, der Knig, der euch die Speise und das Getrnk 
angewiesen hat, euer Aussehen schmchtiger finden knnte, als das der 
anderen Knaben eures Alters, und da dann durch eure Schuld mein Kopf beim 
Knige verwirkt ist!
DAN 1:11 Da sprach Daniel zum Obermundschenk, den der Oberkmmerer ber 
Daniel, Hananja, Misael und Asarja gesetzt hatte:
DAN 1:12 Versuche es einmal mit deinen Knechten zehn Tage, da man uns nur 
Pflanzenkost zu essen und nur Wasser zu trinken gebe!
DAN 1:13 Dann mge unser Aussehen und das Aussehen der Knaben, die von der 
kniglichen Speise essen, deiner Besichtigung unterliegen, und je nach dem 
du es finden wirst, magst du dann mit deinen Knechten verfahren!
DAN 1:14 Da gewhrte er ihnen diese Bitte und versuchte es mit ihnen zehn 
Tage.
DAN 1:15 Nach Verlauf von zehn Tagen aber sahen sie besser und 
wohlbeleibter aus als alle die Knaben, die von der kniglichen Speise zu 
essen pflegten.
DAN 1:16 Fortan lie der Obermundschenk, was ihnen an Speise und Wein 
bestimmt war, hinwegtragen und gab ihnen Pflanzenkost.
DAN 1:17 Diesen vier Knaben verlieh Gott Wissen und Verstndnis fr jede 
Art Schrift und Wissenschaft; Daniel aber konnte auch alle Gesichte und 
Trume verstehen.
DAN 1:18 Als nun die Zeit, nach welcher der Knig sie vorzustellen 
befohlen hatte, abgelaufen war, stellte sie der Oberkmmerer Nebukadnezar 
vor.
DAN 1:19 Als sich aber der Knig mit ihnen unterhielt, fand sich unter 
ihnen allen niemand wie Daniel, Hananja, Misael und Asarja; so traten sie 
in den kniglichen Dienst,
DAN 1:20 und in allen Fllen, wo es sich um Weisheit und Einsicht 
handelte, fand sie der Knig, so oft er sie befragte, allen Zauberern und 
Wahrsagern in seinem ganzen Reiche zehnfach berlegen.
DAN 1:21 Daniel aber erlebte noch das erste Jahr des Knigs Cyrus.
DAN 2:1 Im zweiten Jahre der Regierung Nebukadnezars aber hatte 
Nebukadnezar einmal Trume, so da sein Geist in Unruhe versetzt wurde, 
und es um seinen Schlaf geschehen war.
DAN 2:2 Da befahl der Knig die Zauberer, Wahrsager, Beschwrer und 
Chalder zu berufen, damit sie dem Knige sagten, was er getrumt habe. 
Als sie nun erschienen und vor den Knig getreten waren,
DAN 2:3 sprach der Knig zu ihnen: Ich hatte einen Traum, und mein Geist 
wurde in Unruhe versetzt vor Begierde, den Traum zu verstehen.
DAN 2:4 Da antworteten die Chalder dem Knig aramisch: O Knig, mgest 
du immerdar leben! Erzhle deinen Knechten den Traum, damit wir dir sagen, 
was er bedeutet!
DAN 2:5 Der Knig antwortete und sprach zu den Chaldern: Mein Entschlu 
sei euch hiermit kund: Wenn ihr mir nicht den Traum und seine Deutung zu 
sagen wit, werdet ihr in Stcke zerhauen, und werden eure Huser in 
Misthaufen verwandelt.
DAN 2:6 Wenn ihr mir aber den Traum und seine Deutung kundzuthun wit, 
werdet ihr mancherlei Geschenke und reiche Ehre von mir empfangen. Thut 
mir also nun den Traum und seine Deutung kund!
DAN 2:7 Da antworteten sie abermals und sprachen: Der Knig mge nur 
seinen Knechten den Traum erzhlen, dann werden wir sagen, was er bedeutet.
DAN 2:8 Der Knig entgegnete und sprach: Ich wei nun sicher, da ihr nur 
Zeit zu gewinnen sucht, da ihr merkt, da mein Entschlu euch kundgegeben 
ist.
DAN 2:9 Denn wenn ihr mir den Traum nicht anzugeben wit, so bleibt es bei 
dem Urteilsspruch ber euch, da ihr euch nur verabredet habt, mich zu 
belgen und zu betrgen, bis die Zeiten sich ndern. Darum sagt mir den 
Traum, damit ich erkenne, da ihr mir auch zu sagen wit, was er bedeutet.
DAN 2:10 Da antworteten die Chalder dem Knig und sprachen: es giebt 
niemanden auf Erden, der die vom Knige gewnschte Auskunft geben knnte, 
wie denn niemals irgend ein groer und mchtiger Knig etwas dergleichen 
von irgend einem Zauberer oder Wahrsager oder Chalder verlangt hat.
DAN 2:11 Die Sache, die der Knig verlangt, ist schwierig, da es niemanden 
anders giebt, der dem Knig Auskunft darber erteilen knnte, als die 
Gtter; die aber wohnen nicht bei den sterblichen Menschen!
DAN 2:12 Darob wurde der Knig so sehr aufgebracht und erbost, da er den 
Befehl gab, alle Weisen Babels hinzurichten.
DAN 2:13 Als nun der Befehl erlassen war, die Weisen umzubringen, suchte 
man auch Daniel und seine Gefhrten, um sie zu tten.
DAN 2:14 Da wandte sich Daniel in kluger und verstndiger Weise an Arjoch, 
den Obersten der kniglichen Leibwache, der ausgezogen war, um die Weisen 
Babels zu tten.
DAN 2:15 Er hob an und sprach zu dem kniglichen Befehlshaber Arjoch: 
Weshalb ist dieser strenge Befehl vom Knig erlassen? Als darauf Arjoch 
Daniel den Sachverhalt mitgeteilt hatte,
DAN 2:16 begab sich Daniel zum Knig und bat ihn, ihm Zeit zu gewhren, da 
er alsdann dem Knige die Deutung geben werde.
DAN 2:17 Darauf begab sich Daniel in seine Wohnung teilte seinen Gefhrten 
Hananja, Misael und Asarja die Sache mit
DAN 2:18 und wies sie an, bei dem Gott des Himmels in betreff dieses 
Geheimnisses um Erbarmen zu flehen, damit nicht Daniel und seine Gefhrten 
mit den brigen Weisen Babels hingerichtet wrden.
DAN 2:19 Daniel aber wurde sodann im Nachtgesichte das Geheimnis enthllt. 
Da pries Daniel den Gott des Himmels.
DAN 2:20 Daniel hob an und sprach: Gepriesen sei der Name Gottes von 
Ewigkeit zu Ewigkeit; denn sein ist die Weisheit und die Kraft.
DAN 2:21 Er fhrt den Wechsel der Zeiten und Stunden herbei, strzt Knige 
und setzt Knige ein. Er verleiht den Weisen die Weisheit und den 
Einsichtigen die Erkenntnis.
DAN 2:22 Er enthllt die tiefsten und verborgensten Geheimnisse, wei, was 
in der Finsternis geschieht, und das Licht wohnt bei ihm.
DAN 2:23 Ich danke dir, Gott meiner Vter, und preise dich, da du mir die 
Weisheit und die Kraft verliehen hast und mich auch jetzt hast wissen 
lassen, was wir von dir erflehen; denn was der Knig zu erfahren 
verlangte, hast du uns offenbart.
DAN 2:24 Demgem begab sich Daniel zu Arjoch, dem der Knig aufgetragen 
hatte, die Weisen Babels hinzurichten, und sprach zu ihm also: Richte die 
Weisen Babels nicht hin! Fhre mich hinein vor den Knig, so will ich dem 
Knige die Deutung geben.
DAN 2:25 Da fhrte Arjoch Daniel eiligst hinein vor den Knig und sprach 
zu ihm also: Ich habe unter den aus der Heimat weggefhrten Juden einen 
Mann gefunden, der dem Knige die Deutung geben will.
DAN 2:26 Der Knig hob an und sprach zu Daniel, der den Namen Beltsazar 
bekommen hatte: Bist du wirklich imstande, mir zu sagen, welchen Traum ich 
hatte, und was er bedeutet?
DAN 2:27 Daniel hob vor dem Knig an und sprach: Das Geheimnis, welches 
der Knig zu wissen wnscht, vermchte kein Weiser, Wahrsager, Zauberer 
und Sterndeuter dem Knige kundzuthun;
DAN 2:28 aber es giebt einen Gott im Himmel, der Geheimnisse enthllt, und 
er hat dem Knige Nebukadnezar zu wissen gethan, was in der Endzeit 
geschehen wird. Mit deinem Traum und den Gesichten deines Hauptes, die du 
auf deinem Lager hattest, verhielt es sich so:
DAN 2:29 Dir, o Knig, stiegen auf deinem Lager Gedanken darber auf, was 
hernach geschehen werde, und der, der die Geheimnisse enthllt, hat dir zu 
wissen gethan, was geschehen wird.
DAN 2:30 Mir aber ist dieses Geheimnis nicht infolge von Weisheit, die mir 
vor allen Lebenden zu eigen wre, offenbart worden, sondern nur zu dem 
Zwecke, damit dem Knige die Deutung kund wrde, und du ber die Gedanken 
deines Inneren Auskunft erhieltest.
DAN 2:31 O Knig, du schautest vor dich hin, da war vor deinen Augen ein 
gewaltiges Standbild. Dieses Bild war gro und sein Glanz auerordentlich; 
es stand vor dir, und sein Aussehen war furchtbar.
DAN 2:32 Das Haupt dieses Bildes war von gediegenem Golde, seine Brust und 
seine Arme von Silber, sein Bauch und seine Lenden von Erz,
DAN 2:33 seine Schenkel von Eisen, seine Fe teils von Eisen, teils von 
Thon.
DAN 2:34 Du schautest hin, da ri sich auf einmal ohne Zuthun von 
Menschenhand ein Stein los, traf das Bild auf seine teils eisernen und 
teils thnernen Fe und zertrmmerte sie.
DAN 2:35 Da zerstoben mit einem Male Eisen, Thon, Erz, Silber und Gold und 
flogen davon wie die Spreu im Sommer von den Tennen, und der Wind trug sie 
fort, so da keine Spur mehr von ihnen zu finden war. Der Stein aber, der 
das Bild zerschlagen hatte, wurde zu einem groen Berg und fllte die 
ganze Erde aus.
DAN 2:36 Das ist der Traum, und was er bedeutet, werden wir sofort dem 
Knige darlegen:
DAN 2:37 Du, o Knig, du Knig der Knige, dem der Gott des Himmels die 
knigliche Herrschaft, die Macht, die Strke und Ehre verliehen hat,
DAN 2:38 in dessen Gewalt er berall, wo immer sie wohnen, die Menschen, 
die Tiere auf dem Felde und die Vgel unter dem Himmel gegeben und den er 
ber sie alle zum Herrscher gemacht hat: du bist das goldene Haupt.
DAN 2:39 Nach dir aber wird ein anderes Reich, das geringer ist als das 
deinige, entstehen, und nach ihm ein anderes drittes Reich, das ehern ist 
und dessen Herrschaft sich ber die ganze Erde erstrecken wird.
DAN 2:40 Dann aber wird ein viertes Reich stark wie Eisen aufkommen; dem 
entsprechend, da Eisen alles zertrmmert und in Stcke schlgt, wird es 
wie Eisen, welches zerschmettert, alle jene Reiche zertrmmern und 
zerschmettern.
DAN 2:41 Und da die Fe und die Zehen, wie du sahst, teils aus 
Tpferthon, teils aus Eisen bestanden, bedeutet: es wird kein 
zusammenhaltendes Reich sein; immerhin wird es auch von der Festigkeit des 
Eisens an sich tragen, dem entsprechend, da du ja gesehen hast, wie Eisen 
mit der Thonerde vermischt war.
DAN 2:42 Und da die Zehen der Fe teils eisern, teils thnern waren, 
bedeutet: das Reich wird zum Teil stark und zum Teil zerbrechlich sein.
DAN 2:43 Da aber das Eisen, wie du sahst, mit Thonerde gemischt war, 
bedeutet: trotz den Vermischungen durch Heiraten wird kein Zusammenhalt 
der einzelnen Teile zu stande kommen, wie sich ja auch Eisen mit Thon 
nicht vermischen lt.
DAN 2:44 In der Zeit jener Knige aber wird der Gott des Himmels ein Reich 
aufrichten, das in Ewigkeit nicht zerstrt wird, und sein Reich wird auf 
kein anderes Volk bergehen; es wird alle jene Reiche zertrmmern und 
ihnen ein Ende bereiten, selbst aber in Ewigkeit bestehen,
DAN 2:45 wie du ja geschaut hast, da sich vom Berge ein Stein ohne Zuthun 
von Menschenhand losri und Eisen, Erz, Thon, Silber und Gold 
zertrmmerte. Ein groer Gott hat dem Knige kundgethan, was hernach 
geschehen wird, und der Traum ist wahr und seine Deutung zuverlssig.
DAN 2:46 Da warf sich der Knig Nebukadnezar nieder auf sein Angesicht, 
verneigte sich tief vor Daniel und befahl, ihm Opfer und wohlriechende 
Spenden darzubringen.
DAN 2:47 Der Knig hob an zu Daniel und sprach: Es ist Wahrheit, da euer 
Gott der Gott der Gtter und der Herr der Knige ist und da er 
Geheimnisse offenbaren kann, denn du hast dies Geheimnis zu enthllen 
vermocht.
DAN 2:48 Sodann erwies der Knig Daniel hohe Ehre; er machte ihm sehr 
viele und reiche Geschenke, bertrug ihm die Herrschaft ber die ganze 
Provinz Babel und bestellte ihn zum obersten Befehlshaber ber alle Weisen 
Babels.
DAN 2:49 Und auf die Bitte Daniels bertrug der Knig Sadrach, Mesach und 
Abed-Nego die Verwaltung der Provinz Babel; Daniel selbst aber blieb am 
kniglichen Hofe.
DAN 3:1 Der Knig Nebukadnezar lie ein goldenes Standbild von sechzig 
Ellen Hhe und sechs Ellen Breite anfertigen und in der Ebene von Dura in 
der Provinz Babel aufstellen.
DAN 3:2 Hierauf sandte der Knig Nebukadnezar Boten aus, um die Satrapen, 
Oberbeamten und Statthalter, die Oberrichter, Schatzmeister, 
Rechtskundigen, Richter und alle anderen Provinzialbeamten 
zusammenzurufen, damit sie sich zur Einweihung des Bildes einstellten, das 
der Knig Nebukadnezar hatte aufrichten lassen.
DAN 3:3 Da versammelten sich die Satrapen, Oberbeamten und Statthalter, 
die Oberrichter, Schatzmeister, Rechtskundigen, Richter und alle anderen 
Provinzialbeamten zur Einweihung des Bildes, das der Knig Nebukadnezar 
hatte aufrichten lassen, und stellten sich vor dem Bilde auf, das 
Nebukadnezar hatte aufrichten lassen.
DAN 3:4 Sodann rief der Herold laut aus: Es wird euch befohlen, ihr 
Vlker, Nationen und Zungen:
DAN 3:5 In dem Augenblick, da ihr die Hrner, Flten, Zithern, Harfen, 
Psalter, Dudelsackpfeifen und alle anderen Arten von Musikinstrumenten 
ertnen hrt, sollt ihr euch niederwerfen und das goldene Bild anbeten, 
das der Knig Nebukadnezar hat aufrichten lassen.
DAN 3:6 Wer sich aber nicht niederwirft und es nicht anbetet, wird 
augenblicklich in den glhenden Feuerofen geworfen!
DAN 3:7 Infolgedessen warfen sich sofort, als alle die Vlker die Hrner, 
Flten, Zithern, Harfen, Psalter und alle anderen Arten von 
Musikinstrumenten ertnen hrten, alle die Vlker, Nationen und Zungen 
nieder, um das goldene Bild anzubeten, das der Knig Nebukadnezar hatte 
aufrichten lassen.
DAN 3:8 Sogleich darauf aber traten chaldische Mnner herzu und 
verklagten die Juden.
DAN 3:9 Sie hoben an und sprachen zum Knig Nebukadnezar: O Knig, mgest 
du immerdar leben!
DAN 3:10 Du hast, o Knig, Befehl gegeben, da jedermann, wenn er die 
Hrner, Flten, Zithern, Harfen, Psalter, Dudelsackpfeifen und alle 
anderen Arten von Musikinstrumenten ertnen hrt, sich niederwerfen und 
das goldene Bild anbeten soll,
DAN 3:11 und da, wer sich nicht niederwirft und es nicht anbetet, in den 
glhenden Feuerofen geworfen werden soll.
DAN 3:12 Nun sind da Juden, denen du die Verwaltung der Provinz Babel 
bertragen hast: Sadrach, Mesach und Abed-Nego. Diese Mnner haben sich um 
deinen Befehl, o Knig, nicht gekmmert; deinen Gott verehren sie nicht 
und das goldene Bild, das du hast aufrichten lassen, beten sie nicht an!
DAN 3:13 Da befahl Nebukadnezar in Zorn und Wut, Sadrach, Mesach und Abed-
Nego vorzufhren. Als nun diese Mnner vor den Knig gebracht waren,
DAN 3:14 hob Nebukadnezar an und sprach zu ihnen: Ist es wahr, Sadrach, 
Mesach und Abed-Nego, da ihr meinen Gott nicht verehrt und das goldene 
Bild, das ich habe aufrichten lassen, nicht angebetet habt?
DAN 3:15 Nun wohl, wenn ihr bereit seid, in dem Augenblick, da ihr die 
Hrner, Flten, Zithern, Harfen, Psalter, Dudelsackpfeifen und alle 
anderen Arten von Musikinstrumenten ertnen hrt, euch niederzuwerfen und 
das Bild, das ich habe anfertigen lassen, anzubeten, so ist die Sache 
abgethan; wenn ihr es aber nicht anbetet, so werdet ihr augenblicklich in 
den glhenden Feuerofen geworfen, und welchen Gott gbe es wohl, der euch 
aus meiner Gewalt zu befreien vermchte!
DAN 3:16 Da antworteten Sadrach, Mesach und Abed-Nego und sprachen zum 
Knig Nebukadnezar: Wir haben nicht ntig, dir darauf Antwort zu geben.
DAN 3:17 Wenn unser Gott, den wir verehren, uns zu erretten vermag, so 
wird er uns aus dem glhenden Feuerofen und aus deiner Gewalt, o Knig, 
erretten;
DAN 3:18 wenn aber auch nicht, so sei dir, o Knig, zu wissen gethan, da 
wir dennoch deinen Gott nicht verehren, noch das goldene Bild, das du hast 
aufrichten lassen, anbeten werden.
DAN 3:19 Da wurde Nebukadnezar so von Wut ber Sadrach, Mesach und Abed-
Nego erfllt, da sich seine Gesichtszge entstellten, und er befahl, den 
Ofen siebenmal so stark zu heizen, als man ihn sonst zu heizen pflegte.
DAN 3:20 Auch gab er einigen von den strksten Mnnern in seinem Heere den 
Befehl, Sadrach, Mesach und Abed-Nego zu fesseln, um sie in den glhenden 
Feuerofen zu werfen.
DAN 3:21 Da wurden diese Mnner in ihren Untergewndern, Rcken, Mnteln 
und sonstigen Kleidern gefesselt und in den glhenden Feuerofen geworfen.
DAN 3:22 Infolge davon, da der Befehl des Knigs so scharf und der Ofen 
bermig geheizt war, ttete die Feuerflamme die Mnner, die Sadrach, 
Mesach und Abed-Nego hinaufgebracht hatten;
DAN 3:23 jene drei Mnner aber, Sadrach, Mesach und Abed-Nego fielen 
gefesselt in den glhenden Feuerofen.
DAN 3:24 Da erstaunte der Knig Nebukadnezar und stand eiligst auf. Er hob 
an und sprach zu seinen Ministern: Haben wir denn nicht drei Mnner 
gefesselt ins Feuer geworfen? Sie antworteten und sprachen zum Knige: 
Gewi, o Knig!
DAN 3:25 Er antwortete und sprach: Ich sehe ja nun vier Mnner frei im 
Feuer umhergehen, ohne da irgend welche Verletzung an ihnen zu bemerken 
ist, und der vierte gleicht in seinem Aussehen einem Gttersohne.
DAN 3:26 Sodann trat Nebukadnezar an die ffnung des glhenden Feuerofens 
hinan, hob an und sprach: Sadrach, Mesach und Abed-Nego, ihr Diener des 
hchsten Gottes, tretet heraus und kommt her! Da traten Sadrach, Mesach 
und Abed-Nego aus dem Feuer heraus,
DAN 3:27 und die Satrapen, Oberbeamten, Statthalter und Minister des 
Knigs versammelten sich und sahen, da das Feuer ber die Leiber dieser 
Mnner keine Gewalt gehabt hatte, da ihr Haupthaar nicht versengt, und 
ihre Kleider nicht beschdigt waren, noch auch Brandgeruch an sie gekommen 
war.
DAN 3:28 Da hob Nebukadnezar an und sprach: Gepriesen sei der Gott 
Sadrachs, Mesachs und Abed-Negos, der seinen Engel sandte und seine Diener 
errettete, die nur auf ihn ihr Vertrauen setzten, den kniglichen Befehl 
aber bertraten und ihre Leiber preisgaben, um keinen andern Gott verehren 
und anbeten zu mssen, als ihren Gott.
DAN 3:29 Von mir ist daher hiermit der Befehl erlassen, da ein jeder, 
welchem Volk, welcher Nation oder Zunge er auch angehre, der gegen den 
Gott Sadrachs, Mesachs und Abed-Negos Ungebhrliches redet, in Stcke 
zerhauen, und sein Haus in einen Misthaufen verwandelt werden soll, weil 
es keinen andern Gott giebt, der so zu erretten vermchte.
DAN 3:30 Darauf befrderte der Knig Sadrach, Mesach und Abed-Nego zu 
hohen Stellungen in der Provinz Babel.
DAN 3:31 Der Knig Nebukadnezar an alle Vlker, Nationen und Zungen, die 
auf der ganzen Erde wohnen: Mge es euch wohlergehen!
DAN 3:32 Es hat mir gefallen, die Zeichen und Wunder, die der hchste Gott 
an mir gethan hat, bekannt zu machen.
DAN 3:33 Wie gro sind seine Zeichen und wie gewaltig seine Wunder! Sein 
Reich ist ein ewiges Reich, und seine Herrschaft besteht bis in die 
fernsten Geschlechter!
DAN 4:1 Ich, Nebukadnezar, wohnte sorglos in meinem Hause und glcklich in 
meinem Palaste.
DAN 4:2 Da hatte ich einen Traum, der erschreckte mich, und die Gedanken, 
von denen ich auf meinem Lager verfolgt wurde, und die Gesichte meines 
Hauptes machten mich bestrzt.
DAN 4:3 Ich lie daher Befehl ergehen, da man alle Weisen Babels vor mich 
fhre, damit sie mir sagten, was der Traum bedeute.
DAN 4:4 Da kamen die Zauberer, Wahrsager, Chalder und Sterndeuter, und 
ich trug ihnen den Traum vor; aber was er bedeutete, konnten sie mir nicht 
sagen.
DAN 4:5 Zuletzt aber erschien vor mir Daniel, der nach dem Namen meines 
Gottes den Namen Beltsazar trgt und von heiligem gttlichem Geist erfllt 
ist, und ich trug ihm den Traum vor:
DAN 4:6 Beltsazar, du Oberster der Zauberer, der du, wie ich wei, von 
heiligem gttlichem Geist erfllt bist, und dem kein Geheimnis zu 
schwierig ist, vernimm, was ich im Traume gesehen habe, und sage dann, was 
es bedeutet!
DAN 4:7 Die Gesichte meines Hauptes auf meinem Lager waren diese: Ich 
schaute hin, da war auf einmal mitten auf der Erde ein Baum von 
auerordentlicher Hhe zu sehen.
DAN 4:8 Der Baum ward gro und stark; sein Gipfel reichte bis an den 
Himmel, und sein Umfang bis an alle Enden der Erde.
DAN 4:9 Sein Laubwerk war schn und seine Frchte reichlich, und Nahrung 
fr alle befand sich an ihm; unter ihm ruhten die wilden Tiere im 
Schatten, und in seinen Zweigen nisteten die Vgel des Himmels, und von 
ihm bezogen alle lebendigen Wesen ihre Nahrung.
DAN 4:10 Ich schaute in den Gesichten meines Hauptes auf meinem Lager, wie 
auf einmal ein heiliger Wchter vom Himmel herabstieg;
DAN 4:11 der rief laut und erteilte folgenden Befehl: Haut den Baum um und 
schlagt seine ste ab; streift ihm das Laub ab und zerstreut seine 
Frchte! Das Wild fliehe von dem Platz unter ihm hinweg, und die Vgel aus 
seinen Zweigen!
DAN 4:12 Sein Wurzelstock jedoch soll in der Erde gelassen werden, in 
einer Fessel von Eisen und Erz, mitten im grnen Felde, da er vom Tau des 
Himmels benetzt werde und mit den Tieren an den Pflanzen der Erde teilhabe!
DAN 4:13 Sein Menschenherz soll ihm genommen und ihm ein Tierherz gegeben 
werden, und sieben Zeiten sollen ber ihn dahingehen!
DAN 4:14 Dieser Spruch beruht auf dem Beschlusse der Wchter, und so 
lautet der Befehl der Heiligen in dieser Sache, damit die Lebenden 
erkennen, da der Hchste ber das Knigtum der Menschen Macht hat und es 
geben kann, wem er will, und da er auch den niedrigsten der Menschen zum 
Herrscher ber dasselbe bestellen kann.
DAN 4:15 Das ist das Traumgesicht, das ich, der Knig Nebukadnezar, hatte; 
du aber, Beltsazar, sage mir, was es bedeutet! Alle Weisen meines Reichs 
vermgen mir ja die Deutung nicht kundzuthun; du aber bist es im stande, 
da du von heiligem gttlichem Geist erfllt bist!
DAN 4:16 Darauf war Daniel, genannt Beltsazar, eine Weile starr vor 
Entsetzen, und seine Gedanken machten ihn bestrzt. Der Knig aber hob an 
und sprach: Beltsazar! La dich durch den Traum und seine Deutung nicht 
erschrecken! Beltsazar antwortete und sprach: O Herr! Der Traum gelte 
denen, die dich hassen, und, was er bedeutet, deinen Feinden!
DAN 4:17 Der Baum, den du sahst, der gro und stark ward, dessen Gipfel 
bis an den Himmel reichte und dessen Umfang bis an alle Enden der Erde,
DAN 4:18 dessen Laubwerk schn, dessen Frchte reichlich waren, und an dem 
sich Nahrung fr alle befand, unter dem die wilden Tiere weilten, und in 
dessen Zweigen die Vgel des Himmels nisteten,
DAN 4:19 der bist du, o Knig, der du gro und mchtig geworden bist, du, 
dessen Gre immer mehr wuchs und bis an den Himmel, und dessen Macht bis 
an das Ende der Erde reicht.
DAN 4:20 Da aber der Knig sah, wie ein heiliger Wchter vom Himmel 
herabstieg und befahl: Haut den Baum um und zerstckt ihn; seinen 
Wurzelstock jedoch lat in der Erde, in einer Fessel von Eisen und Erz, 
da er vom Tau des Himmels benetzt werde und mit den Tieren des Feldes die 
Nahrung teile, bis sieben Zeiten ber ihn dahingegangen sind,
DAN 4:21 das bedeutet, o Knig, - und der Beschlu des Hchsten ist's, der 
ber meinen Herrn, den Knig, ergangen ist -:
DAN 4:22 du wirst aus der menschlichen Gesellschaft ausgestoen werden und 
bei den Tieren des Feldes hausen; Grnfutter wie den Rindern wird dir zur 
Nahrung gegeben werden, und vom Tau des Himmels wirst du benetzt werden, 
und sieben Zeiten werden ber dich dahingehen, bis du erkennst, da der 
Hchste ber das Knigtum der Menschen Macht hat und es geben kann, wem er 
will.
DAN 4:23 Der Befehl aber, den Wurzelstock des Baums zu belassen, bedeutet: 
dein Knigtum verbleibt dir und wird dir wieder zufallen, sobald du 
erkennst, da der Himmel mchtig ist.
DAN 4:24 Darum, o Knig, la dir meinen Rat gefallen und mache deine 
Snden gut durch Frmmigkeit und deine Missethaten durch Barmherzigkeit 
gegen Elende, ob vielleicht deine Ruhe von Dauer sein wird.
DAN 4:25 Alles dies erfllte sich an dem Knig Nebukadnezar.
DAN 4:26 Als sich der Knig einmal nach Verlauf von zwlf Monaten auf dem 
kniglichen Palaste zu Babel erging,
DAN 4:27 hob er an und sprach: Ja, das ist das groe Babel, das ich 
mittelst meiner groen Macht und zur Erhhung meines Glanzes als 
knigliche Residenz erbaut habe!
DAN 4:28 Noch war das Wort im Munde des Knigs, als eine Stimme vom Himmel 
her ertnte: Dir, o Knig Nebukadnezar, wird hiermit verkndigt: das 
Knigtum ist dir genommen;
DAN 4:29 aus der menschlichen Gesellschaft wirst du ausgestoen und bei 
den Tieren des Feldes sollst du hausen. Grnfutter wie den Rindern wird 
dir zur Nahrung gegeben, und sieben Zeiten sollen ber dich dahingehen, 
bis du erkennst, da der Hchste ber das Knigtum der Menschen Macht hat 
und es geben kann, wem er will!
DAN 4:30 Sofort ging das Wort an Nebukadnezar in Erfllung: er wurde aus 
der menschlichen Gesellschaft ausgestoen, so da er wie die Rinder 
Grnfutter verzehrte, und sein Leib vom Tau des Himmels benetzt wurde, bis 
ihm die Haare gewachsen waren wie den Geiern die Federn und die Ngel wie 
den Vgeln die Krallen.
DAN 4:31 Nach Verlauf der festgesetzten Zeit aber erhob ich, Nebukadnezar, 
meine Augen zum Himmel empor und kam wieder zu Verstand; da dankte ich dem 
Hchsten, lobte und pries den ewig Lebenden, dessen Macht eine ewige ist, 
und dessen Herrschaft bis auf die sptesten Geschlechter dauert.
DAN 4:32 Und alle Erdenbewohner sind neben ihm wie nichts zu achten; er 
verfhrt, wie er will, mit dem Himmelsheer und den Erdenbewohnern, und 
niemand ist, der ihm in den Arm fallen knnte und zu ihm sagen drfte: Was 
machst du?
DAN 4:33 Alsbald kam ich wieder zu Verstand und zum Ruhme meines Knigtums 
gelangte ich wieder zu meiner frheren Majestt und zu meinem frheren 
Glanze. Meine Minister und Groen suchten mich auf; ich wurde wieder ber 
mein Reich gesetzt, und noch grere Macht als zuvor wurde mir verliehen.
DAN 4:34 Jetzt lobe und danke ich, Nebukadnezar, und preise den Knig des 
Himmels, dessen Thaten alle wahrhaftig, und dessen Wege gerecht sind, und 
der die hochmtig Wandelnden zu demtigen vermag.
DAN 5:1 Der Klnig Belsazar veranstaltete ein groes Mahl fr seine 
tausend Groen und trank in Gegenwart der Tausend Wein.
DAN 5:2 In der Weinlaune nun befahl Belsazar, die goldenen und silbernen 
Gefe, die sein Vater Nebukadnezar aus dem Tempel zu Jerusalem 
weggenommen hatte, herbeizubringen, damit der Knig und seine Groen, 
seine Gemahlinnen und Kebsweiber daraus trnken.
DAN 5:3 Da wurden die goldenen Gefe herbeigebracht, die man aus dem 
Hauptraume des Gotteshauses zu Jerusalem weggenommen hatte, und der Knig 
und seine Groen, seine Gemahlinnen und Kebsweiber tranken daraus.
DAN 5:4 Sie tranken den Wein und priesen dabei die goldenen, silbernen, 
ehernen, eisernen, hlzernen und steinernen Gtter.
DAN 5:5 Alsbald aber kamen Finger einer Menschenhand hervor, die schrieben 
gegenber dem Leuchter auf den Kalk der Wand des kniglichen Palastes. Als 
nun der Knig die Fingerspitzen der Hand, die da schrieb, gewahrte,
DAN 5:6 erbleichte des Knigs Antlitz, und seine Gedanken machten ihn 
bestrzt; seine Hftgelenke waren wie auseinander, und seine Kniee 
schlotterten.
DAN 5:7 Mit lautem Rufe befahl der Knig, die Wahrsager, Chalder und 
Sterndeuter hereinzubringen. Der Knig hob an und sprach zu den Weisen 
Babels: Wer immer die Schrift da lesen kann und mir zu sagen wei, was sie 
bedeutet, soll mit Purpur bekleidet werden, die goldene Kette am Halse 
tragen und als Dritter im Reiche herrschen!
DAN 5:8 Da traten alle Weisen des Knigs ein, aber keiner konnte die 
Schrift lesen und dem Knige sagen, was sie bedeute.
DAN 5:9 Da wurde der Knig Belsazar sehr bestrzt, sein Antlitz 
erbleichte, und seine Groen waren ganz verwirrt.
DAN 5:10 Als nun die Knigin-Mutter von den Reden des Knigs und seiner 
Groen hrte, trat sie in den Speisesaal ein. Die Knigin hob an uns 
sprach zu dem Knig: O Knig! Mgest du immerdar leben! La dich durch 
deine Gedanken nicht bestrzt machen, und dein Antlitz erbleiche nicht!
DAN 5:11 Es giebt in deinem Reich einen Mann, der von heiligem gttlichen 
Geist erfllt ist, und in dem unter der Regierung deines Vaters 
Erleuchtung, hoher Verstand und eine geradezu gttliche Weisheit erfunden 
wurde; und der Knig Nebukadnezar, dein Vater, hat ihn zum Obersten der 
Zauberer, Wahrsager, Chalder und Sterndeuter bestellt - dein eigener 
Vater, o Knig! -DAN 5:12 weil ein ausnehmend hoher Geist, Verstndnis und 
Scharfsinn, die Kunst der Traumauslegung, Rtseldeutung und Auflsung von 
Geheimnissen bei Daniel, den der Knig Beltsazar benannte, zu finden 
war. La daher nun Daniel rufen, so wird er dir sagen, was es bedeutet.
DAN 5:13 Als nun Daniel zum Knig hereingefhrt worden war, hob der Knig 
an und sprach zu Daniel: Bist du Daniel, der zu der Schar der jdischen 
Gefangenen gehrt, die mein kniglicher Vater aus Juda weggefhrt hat?
DAN 5:14 Ich habe von dir gehrt, da du von gttlichem Geist erfllt 
bist, und das Erleuchtung und Scharfsinn und ausnehmende Weisheit in dir 
erfunden ward.
DAN 5:15 Soeben sind nun die Weisen und Wahrsager vor mich gefhrt worden, 
um diese Schrift da zu lesen und mir zu sagen, was sie bedeutet; aber sie 
sind nicht im stande, mir zu sagen, was diese Sache bedeutet.
DAN 5:16 Da hrte ich von dir, da du im stande seist, Deutungen zu geben 
und Geheimnisse aufzulsen. Nun denn, wenn du im stande bist, die Schrift 
zu lesen und mir zu sagen, was sie bedeutet, sollst du mit Purpur 
bekleidet werden, die goldene Kette an deinem Halse tragen und als Dritter 
im Reiche herrschen!
DAN 5:17 Hierauf entgegnete Daniel dem Knig: Deine Geschenke magst du 
behalten und deine Gaben einem andern schenken; doch die Schrift will ich 
dem Knige lesen und ihm sagen, was sie bedeutet.
DAN 5:18 O Knig! Der hchste Gott hatte deinem Vater Nebukadnezar das 
Knigtum, Macht, Ehre und Rum verliehen,
DAN 5:19 und infolge der Macht, die er ihm verliehen hatte, zitterten und 
frchteten sich vor ihm alle Vlker, Nationen und Zungen. Er konnte tten, 
wen er wollte, und das Leben schenken, wem er wollte; er konnte erhhen, 
wen er wollte, und erniedrigen, wen er wollte.
DAN 5:20 Als aber sein Herz stolz wurde, und sein Geist sich bis zum 
bermut verhrtete, wurde er von seinem kniglichen Throne gestrzt und 
seine Hohheit ihm genommen.
DAN 5:21 Er wurde aus der menschlichen Gesellschaft ausgestoen, und sein 
Verstand wurde dem der Tiere gleich; bei den Wildeseln hauste er, wie den 
Rindern wurde ihm Grnfutter zur Nahrung gegeben, und vom Tau des Himmels 
wurde sein Leib benetzt, bis er einsah, da der hchste Gott ber das 
Knigtum der Menschen Macht hat und in dasselbe einsetzen kann, wen er 
will.
DAN 5:22 Du aber, Belsazar, sein Sohn, hast dich nicht gedemtigt, obschon 
du dies alles wutest,
DAN 5:23 sondern hast dich ber den Herrn des Himmels erhoben; die Gefe 
seines Tempels hat man vor dich bringen mssen, damit du mit deinen 
Groen, deinen Gemahlinnen und Kebsweibern Wein daraus trnkest, und die 
silbernen, goldenen, ehernen, eisernen, hlzernen und steinernen Gtter, 
die nicht sehen, noch hren, noch Verstand haben, hast du gepriesen; den 
Gott aber, in dessen Hand dein Lebensodem steht, und von dem dein ganzes 
Geschick abhngig ist, hast du nicht geehrt.
DAN 5:24 Daraufhin wurden von ihm die Fingerspitzen der Hand gesandt und 
diese Schriftzge dort geschrieben.
DAN 5:25 Was aber dort geschrieben steht, ist zu lesen: mene, mene, tekel 
upharsin.
DAN 5:26 Die Erklrung der Worte ist folgende: mene bedeutet: Gott hat die 
Tage deines Knigtums g e z  h l t und ihm ein Ende bereitet.
DAN 5:27 tekel bedeutet: du bist auf der Wage g e w o g e n und zu leicht 
erfunden worden.
DAN 5:28 peres (Einzahl zu pharsin) bedeutet: dein Reich ist z e r t e i l 
t und den Medern und Persern gegeben.
DAN 5:29 Da gab Belsazar Befehl, Daniel mit Purpur zu bekleiden, ihm die 
goldene Kette um den Hals zu hngen und vor ihm auszurufen, da er als 
Dritter ber das Reich herrschen solle.
DAN 5:30 In derselben Nacht aber wurde Belsazar, der chaldische Knig, 
gettet,
DAN 6:1 und Darius, der Meder, erhielt das Reich in einem Alter von 
zweiundsechzig Jahren.
DAN 6:2 Es gefiel Darius, hundertundzwanzig Satrapen ber das Reich zu 
setzen, die im Reiche verteilt sein sollten,
DAN 6:3 und an die Spitze derselben drei Oberbeamte zu stellen, von denen 
Daniel einer war, damit ihnen jene Satrapen Rechenschaft ablegten, und der 
Knig niemals einen Schaden erlitte.
DAN 6:4 Da erwies sich wieder Daniel als ber die Oberbeamten und Satrapen 
hervorragend, weil er von ausnehmendem Geist erfllt war, und der Knig 
ging mit dem Gedanken um, ihn ber das ganze Reich zu setzen.
DAN 6:5 Da bemhten sich die Oberbeamten und Satrapen, irgend einen 
Vorwand gegen Daniel von seiten der Regierungsgeschfte ausfindig zu 
machen. Aber sie vermochten keinerlei Vorwand, noch irgend etwas Schlimmes 
zu entdecken, weil er eben treu war, und keinerlei Nachlssigkeit noch 
irgend etwas Schlimmes an ihm zu entdecken war.
DAN 6:6 Da sagten diese Mnner: Wir werden an diesem Daniel keinerlei 
Grund zur Anklage ausfindig machen, auer wir finden einen solchen in 
seiner Religion.
DAN 6:7 Darauf strmten diese Oberbeamten und Satrapen zum Knig und 
sprachen also zu ihm: O Knig Darius! Mgest du immerdar leben!
DAN 6:8 Smtliche Oberbeamte des Reichs, die Vorsteher, Satrapen, Minister 
und Statthalter sind bereingekommen, da der Knig eine Verordnung 
erlassen und ein Verbot aufstellen mge, wonach jeder, der binnen dreiig 
Tagen an irgend einen Gott oder Menschen eine Bitte zu richten wagt, auer 
an dich, o Knig, in die Lwengrube geworfen wird.
DAN 6:9 Nun, o Knig, erla das Verbot und la einen schriftlichen Befehl 
ergehen, der gem dem unabnderlichen medischen und persischen Gesetz 
unwiederruflich ist.
DAN 6:10 Demgem lie der Knig Darius den Erla und das Verbot 
ausfertigen.
DAN 6:11 Als nun Daniel vernahm, da der Erla ausgefertigt war, begab er 
sich in sein Haus, in dessen Obergemach er in der Richtung nach Jerusalem 
offene Fenster hatte, kniete tglich dreimal nieder und betete zu seinem 
Gott und dankte ihm, ganz wie er bisher zu thun gepflegt hatte.
DAN 6:12 Da strmten jene Mnner herein und fanden Daniel, wie er zu 
seinem Gott betete und flehte.
DAN 6:13 Da traten sie vor den Knig und fragten ihn betreffs des 
kniglichen Verbots: Hast du nicht ein schriftliches Verbot erlassen, da 
jedermann, der binnen dreiig Tagen an irgendeinen Gott oder Menschen eine 
Bitte richten wrde, auer an dich, o Knig, in die Lwengrube geworfen 
werden soll? Der Knig antwortete und sprach: Die Sache steht fest nach 
dem unabnderlichen medischen und persischen Gesetz.
DAN 6:14 Da antworteten sie dem Knig und sprachen: Daniel, der zu der 
Schar der jdischen Gefangenen gehrt, hat sich um dich, o Knig, nichts 
gekmmert, noch um das Verbot, das du erlassen hast; dreimal tglich 
verrichtet er sein Gebet.
DAN 6:15 Als der Knig dies vernahm, wurde er sehr betrbt, und er 
richtete sein ganzes Sinnen darauf, Daniel zu retten, und bis zum 
Untergang der Sonne war er bestrebt, ihn zu befreien.
DAN 6:16 Da bestrmten jene Mnner den Knig und sprachen zu dem Knig: 
Wisse, o Knig! es ist medisches und persisches Gesetz, da jedes vom 
Knig erlassene Verbot und Gebot unwiderruflich ist!
DAN 6:17 Da gab der Knig Befehl, Daniel herbeizuholen und ihn in die 
Lwengrube zu werfen. Der Knig hob an, und sprach zu Daniel: Dein Gott, 
den du unablssig verehrst, der mge dich erretten!
DAN 6:18 Sodann wurde ein Stein gebracht und auf die ffnung der Grube 
gelegt, und der Knig drckte sein Siegel und das Siegel seiner Groen 
darauf, damit der Beschlu ber Daniel keine nderung erfahre.
DAN 6:19 Darauf begab sich der Knig in seinen Palast zurck und brachte 
die Nacht in Fasten zu; Beischlferinnen lie er nicht zu sich 
hereinbringen, aber der Schlaf floh ihn.
DAN 6:20 Dann stand der Knig mit der Morgenrte bei Tagesanbruch auf und 
begab sich eiligst zu der Lwengrube.
DAN 6:21 Und als er sich der Grube nherte, rief er Daniel mit klglicher 
Stimme. Der Knig hob an und sprach zu Daniel: Daniel, du Diener des 
lebendigen Gottes! Vermochte dein Gott, den du unablssig verehrst, dich 
vor den Lwen zu retten?
DAN 6:22 Da redete Daniel mit dem Knig: O Knig! Mgest du immer dar 
leben!
DAN 6:23 Mein Gott hat seinen Engel gesandt und den Lwen den Rachen 
verschlossen, so da sie mir kein Leid zufgten, weil ich vor ihm 
unschuldig erfunden wurde und auch dir gegenber, o Knig, nichts 
Unrechtes gethan habe.
DAN 6:24 Da wurde der Knig sehr froh und befahl, Daniel aus der Grube 
heraufzubringen. Als nun Daniel aus der Grube heraufgebracht war, wurde 
nicht die geringste Verletzung an ihm gefunden, weil er auf seinen Gott 
vertraut hatte.
DAN 6:25 Auf den Befehl des Knigs aber wurden jene Mnner, die Daniel 
verleumdet hatten, herbeigebracht und nebst ihren Kindern und Weibern in 
die Lwengrube geworfen, und noch hatten sie den Boden der Grube nicht 
erreicht, da fielen die Lwen ber sie her und zermalmten ihnen alle 
Knochen.
DAN 6:26 Darauf lie der Knig Darius an alle Vlker, Nationen und Zungen, 
die allenthalben auf der Erde wohnen, schreiben: Mge es euch wohlergehen!
DAN 6:27 Hiermit ergeht von mir Befehl, da man im ganzen Bereiche meines 
Knigtums vor dem Gotte Daniels zittern und sich frchten soll. Denn er 
ist der lebendige gott und bleibt in Ewigkeit; sein Reich ist unzerstrbar 
und seine Herrschaft nimmt kein Ende.
DAN 6:28 Er kann erretten und befreien, thut Zeichen und Wunder am Himmel 
und auf Erden, er der Daniel aus der Gewalt der Lwen errettet hat.
DAN 6:29 Selbigen Daniel aber erging es auch fernerhin wohl unter der 
Regierung des Darius und unter der Regierung Cyrus, des Persers.
DAN 7:1 Im ersten Jahre Belsazars, des Knigs von Babel, hatte Daniel 
einen Traum und Gesichte seines Hauptes auf seinem Lager. darauf schrieb 
er den Traum nieder, die Hauptsache berichtend.
DAN 7:2 Daniel hob an und erzhlte: Ich schaute des Nachts in meinem 
Traumgesichte, wie auf einmal die vier Winde des Himmels das groe Meer 
aufsprudeln machten,
DAN 7:3 und vier gewaltige, von einander verschieden Tiere aus dem Meere 
heraufstiegen.
DAN 7:4 Das erste glich einem Lwen und hatte Adlerflgel. Ich schaute in 
einem fort hin: da wurden ihm die Flgel ausgerissen; dann wurde es vom 
Boden aufgerichtet und gleich einem Menschen aufrecht auf zwei Fe 
gestellt, und ihm Menschenverstand gegeben.
DAN 7:5 Darauf erschien ein anderes, zweites Tier, das glich einem Bren; 
nach der einen Seite war es aufgerichtet und hielt drei Rippen im Maule 
zwischen seinen Zhnen, und also wurde ihm befohlen: Auf! Fri viel 
Fleisch!
DAN 7:6 Darauf schaute ich hin, da erschien ein anderes Tier, das glich 
einem Panther und hatte vier Vogelflgel auf seinem Rcken; auch vier 
Kpfe hatte das Tier, und ihm war Macht verliehen.
DAN 7:7 Darnach schaute ich in meinen Nachtgesichten, wie ein viertes 
frchterliches, schreckliches und auerordentlich starkes Tier erschien. 
Das hatte gewaltige eiserne Zhne; es fra und zermalmte und, was brig 
blieb, zertrat es mit seinen Fen. Es war von allen vorherigen Tieren 
verschieden und hatte zehn Hrner.
DAN 7:8 Ich fate die Hrner scharf ins Auge, da war zu sehen, wie ein 
anderes kleines Horn zwischen ihnen aufscho, und drei von den ersten 
Hrnern seinetwegen ausgerissen wurden; und frwahr, an diesem Horn waren 
Augen wie Menschenaugen und ein Mund, der hochfahrende Dinge redete.
DAN 7:9 Ich schaute in einem fort, bis Thronsessel hingestellt wurden, und 
ein Hochbetagter sich niederlie; sein Gewand war weiglnzend wie Schnee, 
und sein Haupthaar wie reine Wolle; sein Thron bestand aus Feuerflammen 
und hatte Rder von flammendem Feuer.
DAN 7:10 Ein Feuerstrom ergo sich weit und breit von ihm aus; tausendmal 
Tausende bedienten ihn, und zehtausendmal Zehntausende standen zu seinmen 
Diensten da. Das Gericht lie sich nieder, und die Bcher wurden 
aufgeschlagen.
DAN 7:11 Ich schaute in einem fort: da wurde wegen der lrmenden, 
hochfahrenden Worte, die das Horn redete, - ich schaute in einem fort, bis 
das Tier gettet, sein Leichnam vernichtet und dem Feuer zur Verbrennung 
berliefert ward.
DAN 7:12 Auch den brigen Tieren wurde ihre Macht entrissen, und einem 
jeden von ihnen auf Zeit und Stunde bestimmt, wie lange sie am Leben 
bleiben sollten.
DAN 7:13 Ich schaute weiterhin in den Nachtgesichten: da kam einer, der 
einem Menschen glich, mit den Wolken des Himmels heran, gelangte bis zu 
dem Hochbetagten und wurde vor ihn gebracht.
DAN 7:14 Dem wurde nun Macht, Ehre und Herrschaft verliehen: alle Vlker, 
Nationen und Zungen mssen ihm dienen; seine Macht soll eine ewige 
unvergngliche sein, und sein Reich niemals zerstrt werden.
DAN 7:15 Ich, Daniel, wurde hierber in groe innere Betrbnis versetzt, 
und die Gesichte meines Hauptes machten mich bestrzt.
DAN 7:16 Ich trat daher an einen von den dastehenden Dienern heran und bat 
ihn um sichere Auskunft ber alle diese Dinge. Der antwortete mir und gab 
mir die folgende Deutung der Vorgnge:
DAN 7:17 Diese gewaltigen Tiere, die vier an der Zahl sind, bedeuten: Vier 
Knigreiche werden auf Erden erstehen;
DAN 7:18 aber die Heiligen des Hchsten werden die Herrschaft erhalten und 
die Herrschaft auf immer und in alle Ewigkeit besitzen.
DAN 7:19 Hierauf wnschte ich sichere Auskunft ber das vierte Tier, das 
von allen andern verschieden und uerst schrecklich war, das eiserne 
Zhne und eherne Klauen hatte, das fra und zermalmte und, was brig 
blieb, mit seinen Fen zertrat,
DAN 7:20 sowie ber die zehn Hrner an seinem Kopf und ber das andere, 
das aufscho und dessentwegen drei andere fielen, - jenes Horn, das Augen 
hatte und einen Mund, welcher hochfahrende Dinge redete, und das viel 
grer aussah, als die anderen.
DAN 7:21 Ich hatte auch gesehen: Jenes Horn fhrte Krieg mit den Heiligen 
und berwltigte sie;
DAN 7:22 schlielich aber kam der Hochbetagte, und den Heiligen des 
Hchsten wurde Recht verschafft, und die Zeit brach an, da die Heiligen 
die Herrschaft in Besitz nahmen.
DAN 7:23 Seine Antwort lautete: Das vierte Tier bedeutet: ein viertes 
Reich, das von allen andern Reichen verschieden ist, wird auf Erden 
entstehen und die ganze Erde fressen, zerstampfen und zermalmen.
DAN 7:24 Und die zehn Hrner bedeuten: es werden in diesem Reiche zehn 
Knige aufkommen, und nach ihnen wird noch ein anderer aufkommen, der wird 
von den frheren verschieden sein und drei Knige niederwerfen.
DAN 7:25 Er wird freche Worte gegen den Hchsten reden und die Heiligen 
des Hchsten mihandeln; er wird meinen, Festzeiten und Gesetz ndern zu 
knnen, und sie werden auf eine Zeit und zwei Zeiten und eine halbe Zeit 
seiner Gewalt berliefert sein.
DAN 7:26 Aber das Gericht wird sich niederlassen, und seine Macht wird ihm 
entrissen werden durch eine endgltige Zerstrung und Vernichtung.
DAN 7:27 Dann wird die Herrschaft, Gewalt und Macht der Reiche unter dem 
ganzen Himmel dem Volke der heiligen des Hchsten verliehen; sein Reich 
wird ein ewiges Reich sein, und ihm werden alle Mchte dienen und 
unterthan sein.
DAN 7:28 Damit geht der Bericht zu Ende. Ich, Daniel, war hierber in 
meinen Gedanken sehr bestrzt, und meine Gesichtsfarbe verwandelte sich, 
aber die Sache bewahrte ich in meinem Gedchtnis.
DAN 8:1 Im dritten Regierungsjahre des Knigs Belsazar hatte ich, Daniel, 
ein zweites Gesicht, nachdem, welches ich frher gehabt hatte.
DAN 8:2 Ich schaute im Gesicht, da war es, als ob ich whrend desselben in 
der Burg Susa wre, die in der Landschaft Elam liegt; und ich schaute im 
Gesicht, da ich mich am Flusse Ulaj befand.
DAN 8:3 Als ich nun meine Augen emporhob und schaute, stand pltzlich ein 
zweigehrnter Widder vor dem Flu, und das eine seiner beiden hohen Hrner 
war hher als das andere, und zwar wuchs das hhere zuletzt empor.
DAN 8:4 Ich sah den Widder nach Westen, Norden und Sden stoen, und kein 
einziges Tier vermochte ihm standzuhalten. Niemand errettete aus seiner 
Gewalt; er that, was er wollte, und wurde beraus mchtig.
DAN 8:5 Als ich aber weiter genau zusah, kam pltzlich ein Ziegenbock von 
Westen daher ber die ganze Erde, ohne den Boden zu berhren; dieser 
Ziegenbock hatte zwischen seinen Augen ein auffallend groes Horn.
DAN 8:6 Er kam zu dem zweigehrnten Widder, den ich vor dem Flusse hatte 
stehen sehen, und rannte wtend mit seiner ganzen Kraft gegen ihn an.
DAN 8:7 Ich sah, wie er den Widder in die Seite traf und in heftigster 
Erbitterung auf den Widder losschlug und ihm die beiden Hrner zerbrach; 
und da der Widder nicht stark genug war, ihm standzuhalten, warf er ihn zu 
Boden und trat ihn mit den Fen, ohne da jemand den Widder aus seiner 
Gewalt errettet htte.
DAN 8:8 Der Ziegenbock aber wurde auerordentlich mchtig; doch als er 
seine hchste Macht besa, brach das groe Horn ab, und an seiner Stelle 
kamen vier andere Hrner auf, die in der Richtung der vier Winde des 
Himmels standen.
DAN 8:9 Von einem derselben aber ging ein anderes kleines Horn aus, das 
sich auerordentlich nach Sden, Osten und der Zierde der Lnder gin 
vergrerte.
DAN 8:10 Auch gegen des Heer des Himmels berhob es sich und strzte 
etliche von dem Heere des Himmels und von den Sternen zu Boden und trat 
sie mit Fen.
DAN 8:11 Sogar gegen den Frsten des Heeres berhob er sich; ihm wurde das 
tgliche Brandopfer entzogen, und die Sttte seines Heiligtums zerstrt.
DAN 8:12 Frevel wurde an die Stelle des tglichen Brandopfers gesetzt, und 
er warf die Wahrheit zu Boden und hatte mit seinem Thun Gelingen.
DAN 8:13 Da hrte ich einen Heiligen reden, und ein anderer Heiliger 
fragte den Betreffenden, der redete: Wie lange dauern die durch das 
Gesicht verkndigten Greuel: die Aufhebung des tglichen Brandopfers und 
der entsetzliche Frevel, der im Schwange geht, seitdem er Heiligtum und 
Heer der Zertretung preisgiebt?
DAN 8:14 Da antwortete er ihm: Zweitausend und dreihundert Abend-Morgen; 
dann wird das Heiligtum wieder in den rechten Stand gesetzt werden.
DAN 8:15 Als ich, Daniel, das Gesicht sah und es zu verstehen suchte, da 
stand mir mit einem Male jemand gegenber, der das Aussehen eines Mannes 
hatte.
DAN 8:16 Und ich hrte eine menschliche Stimme aus der Gegend zwischen den 
beiden Ufern des Ulaj, die rief und sprach: Gabriel! erklre dem dort das 
Gesicht!
DAN 8:17 Da kam er neben den Platz, wo ich stand, und als er herzutrat, 
erschrak ich so sehr, da ich auf mein Angesicht fiel. Er aber sprach zu 
mir: Merke auf, o Menschensohn; denn das Gesicht geht auf die Endzeit.
DAN 8:18 Und als er mit mir redete wurde ich ganz betubt und blieb mit 
dem Angesicht auf der Erde liegen; er aber berhrte mich und stellte mich 
wieder auf den Platz, wo ich gestanden hatte.
DAN 8:19 Dann sprach er: Ich thue dir jetzt zu wissen, was geschehen wird, 
wenn der gttliche Zorn zu Ende geht; denn auf die Endzeit bezieht es sich.
DAN 8:20 Der Widder, der, wie du sahst, zwei Hrner hatte, bedeutet die 
Knige von Medien und Persien,
DAN 8:21 und der zottige Ziegenbock bedeutet den Knig von Griechenland. 
Das groe Horn aber zwischen seinen Augen ist der erste Knig.
DAN 8:22 Und da, nachdem es abgebrochen war, vier andere Hrner an seine 
Stelle traten, bedeutet: es werden aus seinen Unterthanen vier Reiche 
entstehen, aber ohne die Kraft zu besitzen, die ihm eigen war.
DAN 8:23 Wenn aber ihre Herrschaft zu Ende geht, indem die Frevler das Ma 
vollgemacht haben, wird ein frecher und rnkekundiger Knig auftreten.
DAN 8:24 Seine Kraft wird gro sein, aber nicht durch seine Kraft; er wird 
unglaublich viel Verderben anrichten und mit seinem Thun Gelingen haben. 
Er wird Gewaltige ins Verderben strzen und gegen die Heiligen
DAN 8:25 sein Sinnen richten. Mit seinen trgerischen Machenschaften wird 
er Glck haben, sich groe Dinge vornehmen, viele unversehens ins 
Verderben strzen und sich wieder den hchsten Herrn erheben, aber ohne 
Zuthun einer Menschenhand zerschmettert werden.
DAN 8:26 Und das Gesicht von den Abenden und Morgen, von dem die Rede war, 
ist wahr; du aber halte das Geschaute geheim, denn es bezieht sich auf in 
ferner Zukunft liegende Tage.
DAN 8:27 Ich, Daniel, aber war eine Zeit lang krank. Dann konnte ich 
wieder aufstehen und die Geschfte des Knigs besorgen; ich war voll 
Verwunderung ber das Gesicht, doch ohne es zu verstehen.
DAN 9:1 Im ersten Jahre des aus medischer Familie stammenden Darius, des 
Sohnes des Ahasveros, der ber das chaldische Reich Knig geworden war,
DAN 9:2 in seinem ersten Regierungsjahr, achtete ich, Daniel, in den 
heiligen Schriften auf die Zahl der Jahre, whrend welcher nach dem Worte 
Jahwes an den Propheten Jeremia Jerusalem in Trmmern liegen sollte, 
nmlich siebzig Jahre.
DAN 9:3 Ich richtete mein Angesicht zu Gott dem Herrn, um unter Fasten und 
in Sack und Asche das rechte Gebet und Flehen zu finden.
DAN 9:4 Ich betete zu Jahwe, meinem Gott, und bekannte und sprach: O Herr, 
du groer und furchtbarer Gott, der du denen, die dich lieben und deine 
Gebote halten, den Bund und die Gnade bewahrst!
DAN 9:5 Wir haben gesndigt und unrecht gethan, wir sind gottlos gewesen 
und haben uns aufgelehnt und sind von deinen Geboten und Ordnungen 
abgewichen.
DAN 9:6 Auch haben wir nicht auf deine Knechte, die Propheten, gehrt, die 
in deinem Namen zu unseren Knigen, Oberen und Vtern und zu allen Leuten 
im Lande geredet haben.
DAN 9:7 Du, Herr, bist vollkommen im Recht, uns aber treibt es jetzt die 
Schamrte ins Gesicht, den Judern allen wie den Bewohnern von Jerusalem 
und allen Israeliten, den nahen und fernen in allen den Lndern, wohin du 
sie wegen ihrer Untreue, die sie gegen dich bewiesen haben, verstoen hast.
DAN 9:8 O Herr, wir, unsere Knige, unsere Oberen und Vter mssen uns 
schmen, weil wir gegen dich gesndigt haben.
DAN 9:9 Aber bei dem Herrn, unserm Gott, ist Barmherzigkeit und Vergebung. 
Denn wir haben uns wider ihn aufgelehnt
DAN 9:10 und nicht auf die Stimme Jahwes, unseres Gottes, gehrt, da wir 
seinen Weisungen, die er uns durch seine Knechte, die Propheten, vorgelegt 
hat, Folge geleistet htten.
DAN 9:11 Ganz Israel hat dein Gesetz bertreten und ist in Ungehorsam von 
dir abgewichen. da ergo sich ber uns der Fluch und Schwur, der im 
Gesetze Moses, des Knechtes Gottes, geschrieben steht, weil wir gegen ihn 
gesndigt hatten.
DAN 9:12 Er machte sein Wort wahr, das er wider uns und unsere Regenten, 
die uns regierten, geredet hatte, da er groes Unheil ber uns bringen 
wolle, da dergleichen nirgends unter dem Himmel angerichtet worden ist, 
wie in Jerusalem.
DAN 9:13 Wie es im Gesetze Moses geschrieben steht, all' dieses Unglck 
kam ber uns. Und wir haben Jahwe, unsern Gott, nicht dadurch begtigt, 
da wir uns von unseren Snden bekehrt und auf deine Treue geachtet htten.
DAN 9:14 Und so war Jahwe auf das Unglck bedacht und brachte es ber uns; 
denn Jahwe, unser Gott, ist in allen seinen Werken, die er thut, gerecht, 
wir aber waren ungehorsam gegen seine Stimme.
DAN 9:15 Und nun, Herr, unser Gott, der du dein Volk mit starker Hand aus 
gypten weggefhrt und dir dadurch bis auf den heutigen Tag einen Namen 
gemacht hast, wir haben gesndigt und Unrecht gethan.
DAN 9:16 O Herr, gieb doch gem der Barmherzigkeit, die du immer bewiesen 
hast, da dein Zorn und Grimm von deiner Stadt Jerusalem, von deinem 
heiligen Berge, ablasse! Denn um unserer Snden und um der Missethaten 
unserer Vter willen ist Jerusalem und dein Volk dem Hohn aller derer 
verfallen, die rings um uns wohnen.
DAN 9:17 Nun aber hre, unser Gott, auf das Gebet und Flehen deines 
Knechtes und la dein Angesicht ber dein zerstrtes Heiligtum leuchten um 
deiner Knechte willen, o Herr!
DAN 9:18 Neige, mein Gott, dein Ohr und hre! ffne deine Augen und siehe 
an die Verwstung, in der wir uns befinden, und die Stadt, die deinen 
Namen trgt! Denn nicht im Vertrauen auf die Erweise unserer Gerechtigkeit 
bringen wir unser Flehen vor dich, sondern im Vertrauen auf deine groe 
Barmherzigkeit.
DAN 9:19 O Herr, hre! Herr, verzeihe! Herr, merke auf und handle ohne 
Zgern um deinetwillen, mein Gott; denn deinen Namen trgt deine Stadt und 
dein Volk!
DAN 9:20 Whrend ich noch redete und betete, meine Snde und die Snde des 
Volkes Israel bekannte und mein Hilfeflehen fr den heilgen Berg meines 
Gottes vor Jahwe, meinen Gott brachte,
DAN 9:21 - whrend ich noch mein Gebet sprach, nahte sich zu mir um die 
Zeit des Abendopfers der Mann Gabriel, den ich zuvor im Gesichte gesehen 
hatte, als ich uerst erschpft war.
DAN 9:22 Er kam um mit mir zu reden, und sprach: Daniel, ich bin jetzt 
ausgegangen, um dir ein klares Verstndnis zu verschaffen.
DAN 9:23 Als du zu flehen begannst, ging ein Offenbarungswort aus, und ich 
bin gekommen, es dir mitzuteilen, da du ein Liebling des Himmels bist. So 
merke nun auf das Wort, so wirst du das Gesicht verstehen!
DAN 9:24 Siebzig Wochen sind ber dein Volk und ber deine heilige Stadt 
verhngt, um den Frevel zu Ende zu fhren und das Ma der Snde 
vollzumachen, um die Missethat zu shnen und ewige Gerechtigkeit 
herbeizufhren, die prophetischen Offenbarungen zu besiegeln und ein 
Hochheiliges wieder zu weihen.
DAN 9:25 Wisse daher und verstehe wohl: Von dem Zeitpunkt, da die 
Verheiung des Wiederaufbaus Jerusalems erging, bis zu einem Gesalbten, 
einem Frsten, vergehen sieben Wochen, und whrend zweiundsechzig Wochen 
werden Pltze und Straen von Jerusalem wieder gebaut werden, und am Ende 
der Zeiten
DAN 9:26 nach den zweiundsechzig Wochen wird ein Gesalbter aus dem Wege 
gerumt werden, ohne da er eine Schuld hatte. Und zugleich mit der 
Wegrumung des Frsten werden die Stadt und das Heiligtum verwstet, und 
das Ende kommt mit berflutung, und bis ans Ende dauern Krieg, Verhngnis, 
Verwstung.
DAN 9:27 Er wird vielen eine Woche lang schwere Bestimmungen auferlegen 
und whrend der Hlfte der Woche wird er Schlachtopfer und Speisopfer 
abschaffen; an ihrer Stelle wird der Greuel der Verwstung sein. Bis zum 
Aufhren wird es whren und dann das Verhngnis sich ber die Verwstung 
ergieen.
DAN 10:1 Im dritten Jahre des Perserknigs Cyrus wurde Daniel, den man 
Beltsazar nannte, eine Offenbarung zuteil. Wahr ist die Offenbarung und 
handelt von groer Mhsal. Er merkte sich die Offenbarung und hatte acht 
auf das Gesicht.
DAN 10:2 Ich, Daniel, verbrachte damals drei volle Wochen in Trauer:
DAN 10:3 wohlschmeckende Speise geno ich nicht, Fleisch und Wein kamen 
nicht in meinen Mund, und nie salbte ich mich, bis volle drei Wochen 
vorber waren.
DAN 10:4 Am vierundzwanzigsten Tage des ersten Monats aber befand ich mich 
am Ufer des groen Stroms, das ist des Tigris,
DAN 10:5 und als ich meine Augen emporhob und schaute, da war vor mir ein 
Mann, gekleidet in leinene Gewnder, whrend seine Lenden mit feinem Gold 
aus Uphaz umgrtet waren.
DAN 10:6 Sein Leib war wie von Chrysolith, sein Gesicht strahlte wie der 
Blitz, seine Augen leuchteten wie Feuerfackeln, seine Arme und Fe sahen 
aus, wie poliertes Erz, und der Schall seiner Worte war wie mchtiges 
Tosen.
DAN 10:7 Ich, Daniel, allein hatte diese Erscheinung, whrend die Mnner, 
die mich begleiteten, nichts von der Erscheinung sahen; aber ein so groer 
Schrecken hatte sie befallen, da sie flohen, um sich zu verbergen.
DAN 10:8 Ich allein blieb zurck, und als ich diese groe Erscheinung sah, 
da verlie mich alle meine Kraft; mein Antlitz entfrbte sich krankhaft, 
und ich behielt kein Kraft mehr.
DAN 10:9 Ich hrte den Schall seiner Rede, und als ich den Schall seiner 
Rede hrte, fiel ich betubt vor mich hin, mit dem Angesichte zur Erde.
DAN 10:10 Da berhrte mich pltzlich eine Hand und rttelte mich auf, da 
ich mich auf meine Kniee und Handflchen sttzte.
DAN 10:11 Dann sprach er zu mir: Daniel, du Liebling des Himmels, habe 
acht auf die Worte, die ich zu dir spreche, und stelle dich wieder 
aufrecht; denn gerade zu dir bin ich nun gesandt. Als er dieses Wort zu 
mir sagte, stand ich zitternd auf.
DAN 10:12 Sodann sprach er zu mir: Sei getrost, Daniel, denn gleich am 
ersten Tage, da du dir vorgenommen hast, Erkenntnis zu gewinnen und dich 
vor deinem Gotte zu demtigen, sind deine Worte erhrt worden, und ich bin 
wegen deiner Worte erschienen.
DAN 10:13 Einundzwanzig Tage lang stand mir der Schutzengel des persischen 
Reichs entgegen; da kam mir auf einmal Michael, einer der obersten 
Schutzengel, zu Hilfe, whrend ich vorher im Kampfe mit den Perserknigen 
allein geblieben war.
DAN 10:14 So bin ich denn gekommen, um dir Kunde zu geben von dem, was 
deinem Volk in der Endzeit begegnen wird; denn wiederum ist es ein 
Gesicht, das sich auf ferne Tage bezieht.
DAN 10:15 Als er diese Worte mit mir redete, richtete ich meine Blicke zur 
Erde und blieb sprachlos.
DAN 10:16 Aber siehe da! einer, der das Aussehen eines Menschen hatte, 
berhrte meine Lippen; da ffnete ich meinen Mund und redete und sprach zu 
dem, der vor mir stand: O mein Herr! Infolgedessen, was ich schaute, wurde 
ich von Krmpfen befallen und behielt keine Kraft mehr.
DAN 10:17 Wie knnte auch ich, der geringe Diener meines Herrn, mit einem 
Herrn wie du sprechen! Mir entschwindet jetzt alle Kraft, und aller Atem 
ist mir benommen.
DAN 10:18 Da berhrte mich der, der wie ein Mensch aussah, von Neuem und 
strkte mich.
DAN 10:19 Dann sprach er: Sei getrost, du Liebling des Himmels, Friede sei 
mit dir! Fasse Mut, ja fasse Mut! Und als er so mit mir redete, fhlte ich 
mich gestrkt, so da ich sagen konnte: Rede, mein Herr, denn du hast mich 
gestrkt!
DAN 10:20 Da sprach er: Weit du, warum ich zu dir gekommen bin? Gleich 
mu ich zwar zurckkehren, um mit dem Schutzengel Persiens zu kmpfen, und 
wenn ich von ihm los bin, so ist schon der Schutzengel von Griechenland 
zum Kampfe herbeigekommen;
DAN 10:21 aber ich will dir doch zu wissen thun, was in dem Buche der 
Wahrheit aufgezeichnet ist, obschon mir niemand gegen jene beisteht, als 
euer Schutzengel Michael.
DAN 11:1 der mir zur Seite tritt, um mich zu untersttzen und mir Schutz 
zu gewhren.
DAN 11:2 Und nun, Wahrhaftiges thue ich dir kund: Es treten jetzt noch 
drei Perserknige auf; der vierte aber wird sich greren Reichtum 
erwerben, als alle anderen, und wenn er durch seinen Reichtum zu groer 
Macht gekommen ist, wird er alles gegen das Griechenreich aufbieten.
DAN 11:3 Dann wird ein heldenhafter Knig auftreten und ber ein 
weitausgedehntes Reich gebieten und zustande bringen, was er nur will.
DAN 11:4 Doch so schnell, wie er aufgekommen ist, wird sein Reich 
zertrmmert und nach den vier Himmelsrichtungen zerteilt werden; aber 
keines derselben wird seinen Nachkommen gehren, noch so mchtig sein, wie 
das seinige. Denn sein Knigtum wird ausgerottet werden und anderen zu 
teil werden, als seinen Angehrigen.
DAN 11:5 Der Knig des Sdens wird stark werden, aber von seinen 
Feldherren wird einer noch mchtiger werden, als er, und ein Reich 
beherrschen; ein weites Gebiet wird unter seiner Herrschaft stehen.
DAN 11:6 Nach Verlauf einiger Jahre aber werden sie sich verbnden, und 
die Tochter des Knigs des Sdens wird als Gemahlin zu dem Knige des 
Nordens ziehen, um ein friedliches Verhltnis herzustellen. Aber dieses 
Hilfsmittel wird keinen Bestand haben, und auch seine brigen Hilfsmittel 
werden nichts ausrichten; sie wird samt denen, die sie hinbrachten, ihrem 
Kind und ihrem Helfer, im Laufe der Zeit dahingegeben werden.
DAN 11:7 Dann wird an seiner statt ein Schling aus derselben Wurzel, der 
sie entstammte, auftreten; der wird gegen das feindliche Heer zu Felde 
ziehen und in die Festung des Knigs des Nordens eindringen, wird mit 
ihnen nach Belieben verfahren und mchtig sein.
DAN 11:8 Selbst ihre Gtter, nebst ihren Gubildern und ihren kosbaren 
Gefen aus Silber und Gold wird er als Beute nach gypten wegfhren. Dann 
wird er einige Jahre lang keinen Angriff mehr auf den Knig des Nordens 
unternehmen;
DAN 11:9 dieser aber wird einen Einfall in das Reich des Knigs des Sdens 
machen, jedoch in sein Land zurckkehren.
DAN 11:10 Seine Shne werden die Feinseligkeiten wieder beginnen und einen 
gewaltigen Heerhaufen zusammenbrigen. Dieser wird vorrcken, alles 
hinwegschwemmen und das Land berfluten; dann wird er den Angriff wieder 
aufnehemn und den Krieg bis zu seiner Festung tragen.
DAN 11:11 da wird der Knig des Sdens in Erbitterung geraten, ins Feld 
rcken und mit ihm, dem Knige des Nordens, kmpfen. Der wird zwar ein 
groes Heer aufstellen, aber das Heer wird in seines Gegners Hand fallen,
DAN 11:12 und das Heer wird weggeschafft werden; er wird sich stolz 
berheben und Zehntausende tten, sich aber dann doch nicht stark erweisen.
DAN 11:13 Der Knig des Nordens wird von Neuem ein Heer aufstellen, noch 
grer als das frhere, und wird nach Verlauf von Zeiten, einiger Jahre, 
mit einer groen Heeresmacht und vielem Kriegszeuge vorrcken.
DAN 11:14 Dannzumal werden sich viele gegen den Knig des Sdens erheben, 
und gewaltthtige Volksgenossen von dir werden sich empren, um die 
Weissagung zu erfllen, aber sie werden zu Falle kommen.
DAN 11:15 Der Knig des Nordens wird anrcken, einen Wall aufschtten und 
eine feste Stadt einnehmen; denn die Truppen des Sdens werden nicht 
standhalten, und seine beste Mannschaft hat keine Kraft Widerstand zu 
leisten.
DAN 11:16 Und der gegen ihn anrckt, wird ganz nach seinem Belieben 
handeln, da ihm niemand standhlt. Er wird feste Stellung nehmen in dem 
Lande, das die Zierde der Lnder ist; Verderben geht von seiner Hand aus.
DAN 11:17 Dann wird er sein Absehen darauf richten, sein ganzes Reich in 
seine Gewalt zu bekommen, wird aber einen Vergleich mit ihm eingehen und 
ihm eine Tochter zur Gattin geben, um es zu verderben; aber es soll sein 
Plan sich nicht verwirklichen und nicht gelingen.
DAN 11:18 Er wird daher sein Absehen auf die Kstenlnder richten und 
viele erobern; aber ein Feldherr wird ihm sein Spotten austreiben, ja er 
wird ihm seinen Spott heimzahlen.
DAN 11:19 Alsdann wird er sein Absehen auf die Festungen seines eigenen 
Landes richten, wird aber dabei zu Falle kommen und strzen und 
verschwinden.
DAN 11:20 Der an seine Stelle tritt, wird einen Steuereintreiber nach der 
Zierde des Reichs schicken; nach einiger Zeit aber wird er umgebracht 
werden, doch weder durch Zorn, noch im Krieg.
DAN 11:21 An seine Stelle wird dann ein Verachtenswrdiger treten, dem sie 
die knigliche Wrde nicht zugedacht hatten; aber er wird unversehens 
kommen und sich durch Betrgereien der Herrschaft bemchtigen.
DAN 11:22 Heere werden vor ihm vllig weggeschwemmt und vernichtet werden 
und so auch der Vorsteher des heiligen Bundes.
DAN 11:23 Auch nachdem man sich mit ihm verbndet hat, bt er noch Betrug; 
er wird mit wenig Kriegsvolk zu Felde ziehen und siegreich sein.
DAN 11:24 Unversehens berfllt er die fettesten Gegenden der Landschaft 
und verbt, was weder seine Vter, noch seine Ahnen verbt haben. Raub und 
Beute und Reichtum wird er reichlich an sie verteilen und gegen feste 
Pltze schmiedet er seine Plne; doch wird er es so nur eine Zeitlang 
treiben.
DAN 11:25 Dann wird er seine Kraft und seinen Mut gegen den Knig des 
Sdens aufregen, indem er mit einem groen Heer auszieht, und der Knig 
des Sdens wird mit auerordentlich groer und starker Heeresmacht zum 
Krieg ins Feld rcken, aber nicht standhalten knnen, weil man schlimme 
Plne gegen ihn schmieden wird.
DAN 11:26 Die seine Tischgenossen sind, werden ihn zugrunde richten; sein 
Heer wird weggeschwemmt werden, und viele werden vom Schwerte durchbohrt 
fallen.
DAN 11:27 Die Absicht der beiden Knige geht auf Arglist: an einem Tische 
sitzend reden sie Lgen; aber es gelingt ihnen nicht, denn erst zu der 
festgesetzten Zeit wird das Ende erfolgen.
DAN 11:28 Er wird sich daher unter Mitnahme von vieler Habe in sein Land 
zurckwenden und seinen Plan gegen den heiligen Bund richten, wird ihn 
auch ausfhren und sodann in sein Land zurckkehren.
DAN 11:29 Zur festgesetzten Zeit wird er abermals in den Sden einfallen 
und beim zweiten Male wird es anders ablaufen als das erste Mal.
DAN 11:30 Es werden ihn kittische Schiffe angreifen, und er wird 
eingeschchtert werden, so da er umkehrt und nun seinen Zorn an dem 
heiligen Bund auslt. Sodann wird er in seine Heimat zurckkehren und von 
da an sein Augenmerk auf die lenken, die vom heiligen Bund abgefallen sind.
DAN 11:31 Von ihm entsandte Truppen werden als Besatzung Aufstellung 
nehmen und das Heiligtum, das Bollwerk, entweihen, das tgliche Brandopfer 
abschaffen und das die heilige Sttte verwstende Scheusal aufstellen.
DAN 11:32 Die, welche am Bund freveln, wird er durch Betrug zum Abfall 
verleiten; aber die Leute, die ihren Gott kennen, werden fest bleiben und 
ihren Willen durchsetzen.
DAN 11:33 Die Weisen des Volks werden vielen zum Verstndnis helfen, und 
eine Zeit lang werden sie durch Schwert und Flamme, durch Gefangenschaft 
und Plnderung hingestreckt werden.
DAN 11:34 Zur Zeit ihres Unterliegens aber werden sie durch eine kleine 
Hilfe Rettung erfahren; dann werden sich ihnen viele in heuchlerischer 
Gesinnung anschlieen.
DAN 11:35 Und von den Weisen werden einige hingestreckt werden, um eine 
Luterung, Sichtung und Reinigung unter ihnen zu vollziehen bis zur Zeit 
des Endes; denn dieses steht noch aus, bis zur festgesetzten Zeit.
DAN 11:36 Der Knig wird ganz nach seinem Belieben verfahren; er wird sich 
berheben und gro thun wider jeden Gott und wider den Gott der Gtter 
unglaubliche Lsterungen reden und Glck haben, bis der gttliche Zorn zu 
Ende ist; denn was beschlossen ist, verwirklicht sich.
DAN 11:37 Auch auf die Gtter seiner Vter achtet er nicht; weder auf die 
Gottheit, welche die Lust der Frauen ist, noch auf irgend eine andere 
Gottheit achtet er, sondern wider alle thut er gro.
DAN 11:38 Statt dessen verehrt er den Gott der Bollwerke; einen Gott, den 
seine Vter nicht kannten, ehrt er mit Gold und Silber, mit Edelsteinen 
und Kleinodien
DAN 11:39 und verschafft sich fr die befestigten Pltze Anhnger eines 
fremden Gottes. Die, welche ihn anerkennen, ehrt er hoch und setzt sie ein 
zu Herrschern ber viele und teilt ihnen Land aus zur Belohnung.
DAN 11:40 Zur Zeit des Endes aber wird sich der Knig des Sdens im Kampfe 
mit ihm messen; dann wird der Knig des Nordens mit Wagen und Reitern und 
vielen Schiffen gegen ihn anstrmen, wird in seine Lnder eindringen, sie 
berschwemmen und sie berfluten.
DAN 11:41 Dabei wird er auch in das Land, das die Zierde der Lnder ist, 
einfallen, und Zehntausende werden niedergestreckt werden; folgende aber 
werden von seiner Hand verschont bleiben: die Edomiter, die Moabiter und 
der Kern der Ammoniter.
DAN 11:42 Er wird seine Hand ber die Lnder ausstrecken, und auch gypten 
wird nicht entrinnen;
DAN 11:43 er wird sich der Gold und Silberschtze und aller Kostbarkeiten 
gyptens bemchtigen, und die Libyer und die Kuschiten werden in seinem 
Gefolge sein.
DAN 11:44 Aber Gerchte aus Osten und Norden werden ihn erschrecken; daher 
wird er in groer Wut aufbrechen, um viele zu verderben und zu vernichten.
DAN 11:45 Er wird seine Palastzelte zwischen dem Mittelmeer und dem Berge, 
der die heilige Zierde trgt, aufschlagen; dann wird ihn sein Ende 
erreichen, und niemand ihm helfen.
DAN 12:1 Zu jener Zeit aber wird sich Michael, der groe Engelfrst, der 
deine Volksgenossen schtzt, erheben, und es wird eine Zeit der Bedrngnis 
sein, wie es bis auf jene Zeit keine gegeben hat, seitdem Vlker bestehen. 
Zu jener Zeit werden von deinem Volk alle die gerettet werden, die sich im 
Buche aufgeschrieben finden.
DAN 12:2 Und viele von denen, die im Erdenstaube schlafen, werden 
erwachen, die einen zu ewigen Leben, die andern zur Schmach und zu ewigem 
Abscheu.
DAN 12:3 Die Weisen aber werden leuchten wie der Glanz der Himmelsveste 
und die, welche viele zur Gerechtigkeit gefhrt haben, wie die Sterne auf 
immer und ewig.
DAN 12:4 Du aber, Daniel, halte die Worte geheim und versiegle das Buch 
auf die Endzeit. Viele werden es durchforschen, und die Erkenntnis sich 
mehren.
DAN 12:5 Ich aber, Daniel, gewahrte, wie noch zwei andere Engel dastanden, 
einer am diesseitigen Ufer des Flusses, der andere am jenseitigen Ufer des 
Flusses.
DAN 12:6 Einer von diesen sprach zu dem Manne, der in leinene Gewnder 
gekleidet war, und der sich oben ber dem Wasser des Stroms befand: Bis 
wann verzieht sich das Ende dieser wunderbaren Dinge?
DAN 12:7 Da hrte ich den in leinene Gewnder gekleideten Mann, der sich 
oben ber dem Wasser des Stromes befand, sagen - dabei erhob er seine 
rechte und seine linke Hand gen Himmel und schwur bei dem, der ewig lebt -
: Es whrt noch eine Zeit, zwei Zeiten und eine halbe Zeit; wenn die Macht 
des Zerstrers des heiligen Volks zu Ende ist, wird sich dieses alles 
vollenden!
DAN 12:8 Ich hrte dies, aber ich verstand es nicht und sagte darum: O 
Herr! Was wird das Ende von alledem sein?
DAN 12:9 Er antwortete: Geh, Daniel! denn bis zur Endzeit bleiben die 
Worte geheim und versiegelt.
DAN 12:10 Viele werden gesichtet, gereinigt und gelutert werden, die 
Gottlosen aber gottlos handeln, und alle Gottlosen ohne Einsicht bleiben; 
aber die Weisen werden es verstehen.
DAN 12:11 Und von der Zeit, da das tgliche Brandopfer aufgehoben werden 
wird, um dafr das die heilige Sttte verwstende Scheusal aufzustellen, 
sind es 1290 Tage.
DAN 12:12 Wohl dem, der ausharrt und 1335 Tage erlebt!
DAN 12:13 Du aber gehe hin, dem Ende entgegen; du sollst ruhen und dann 
auferstehen, um dein Los zu empfangen am Ende der Tage.
HOS 1:1 Das Wort Jahwes, das an Hosea, den Sohn Beeris, erging - zur Zeit 
der judischen Knige Usia, Ahas und Hiskia und zur Zeit des 
israelitischen Knigs Jerobema, des Sohnes des Joas.
HOS 1:2 Als Jahwe anfing, mit Hosea zu reden, sprach Jahwe zu Hosea: 
Wohlan, heirate ein Hurenweib, da du Hurenkinder bekommest! Denn nach Art 
einer Hure verlt das Land Jahwe und folgt ihm nicht mehr nach.
HOS 1:3 Da ging er hin und heiratete Gomer, die Tochter Diblaims; die ward 
schwanger und gebar ihm einen Sohn.
HOS 1:4 Da sprach Jahwe zu ihm: Nenne ihn Jesreel! Denn nur noch eine 
kleine Weile, so will ich die Blutschuld von Jesreel an Jehus Familie 
heimsuchen und dem Knigtume des Hauses Israel ein Ende machen;
HOS 1:5 jenes Tags will ich den Bogen Israels in der Ebene Jesreel 
zerschmettern!
HOS 1:6 Da wurde sie abermals schwanger und gebar eine Tochter. Da wies er 
ihn an: Nenne sie: Nichtgeliebt! Denn ich will dem Hause Israel fortan 
keine Vaterliebe mehr erzeigen, da ich ihnen volle Vergebung gewhren 
sollte.
HOS 1:7 Dem Hause Juda aber will ich Vaterliebe erzeigen und ihnen Rettung 
schaffen durch Jahwe, ihren Gott; aber nicht will ich ihnen durch Bogen, 
noch durch Schwert, noch durch Kampf, noch durch Rosse und Reiter Rettung 
schaffen!
HOS 1:8 Als sie nun Nichtgeliebt entwhnt hatte, wurde sie wieder 
schwanger und gebar einen Sohn.
HOS 1:9 Da sprach er: Nenne ihn: Nichtmeinvolk! Denn ihr seid nicht mein 
Volk und ich gehre nicht zu euch.
HOS 2:1 Es soll aber die Zahl der Israeliten dem Sande des Meeres gleich 
werden, der sich nicht messen und nicht zhlen lt. Und statt da man von 
ihnen sagt: Ihr seid Nichtmeinvolk! soll man sie Shne des lebendigen 
Gottes nennen!
HOS 2:2 Und die Juder und die Israeliten sollen sich zusammenscharen und 
sich ein Oberhaupt whlen und aus dem Lande heranziehen; denn der Tag von 
Jesreel wird gewaltig sein.
HOS 2:3 Benennt eure Brder: Mein Volk! und eure Schwestern: Geliebt!
HOS 2:4 Zieht eure Mutter vor Gericht, zieht sie vor Gericht - sie ist ja 
nicht mein Weib und ich bin nicht ihr Mann - da sie die Zeichen ihrer 
Hurerei aus ihrem Gesichte wegschaffe und die Zeichen ihrer Ehebrecherei 
zwischen ihren Brsten!
HOS 2:5 Sonst werde ich sie nackt ausziehen und sie hinstellen, wie 
damals, als sie geboren ward, sie der Steppe gleich werden lassen, sie 
einem drren Boden gleich machen und sie sterben lassen vor Durst.
HOS 2:6 Ihren Kindern aber will ich keine Vaterliebe erzeigen; sie sind ja 
Hurenkinder,
HOS 2:7 weil ihre Mutter gehurt, ihre Erzeugerin sich der Schande ergeben 
hat. Denn sie sagte: Ich will doch meinen Buhlen folgen, die mir Brot und 
Wasser, Wolle und Flachs, l und Getrnke spenden!
HOS 2:8 Darum will ich ihr den Weg mit Dornen verzunen und mit Mauern 
versperren, da sie ihre Pfade nicht finden soll.
HOS 2:9 Wenn sie dann ihren Buhlen nacheilt, soll sie sie nicht erreichen, 
und wenn sie nach ihnen sucht, sie nicht treffen, vielmehr sich 
entschlieen: Ich will doch zu meinem frheren Manne zurckkehren; denn 
damals ging es mir besser als jetzt!
HOS 2:10 Sie also wei nicht, da ich es bin, der ihr das Getreide und den 
Most und das l gespendet und ihr Silber und Gold in Menge gegeben hat - 
fr den Baal haben sie es verwandt!
HOS 2:11 So will nun auch ich mein Getreide, wenn es fllig ist, und 
meinen Most, wenn seine Zeit da ist, an mich nehmen und meine Wolle und 
meinen Flachs, womit sie ihre Ble bedecken sollte, ihr entziehen.
HOS 2:12 Dazu will ich ihre Scham vor den Augen ihrer Buhlen enthllen - 
niemand soll sie aus meiner Gewalt befreien! -HOS 2:13 und will aller 
ihrer Frhlichkeit ein Ende machen, ihrem Fest, ihren Neumonden und ihren 
Sabbaten und allen ihren Festzeiten,
HOS 2:14 und will ihre Weinstcke und ihre Feigenbume vernichten, von 
denen sie dachte: das ist ein Geschenk fr mich, das mir meine Buhlen 
gespendet haben! und will sie in eine Wildnis verwandeln, da die wilden 
Tiere sich davon nhren sollen.
HOS 2:15 Ich will die Zeit der Baale an ihr heimsuchen, in der sie ihnen 
opferte und sich Ringe und Geschmeide anlegte und ihren Buhlen nachfolgte, 
whrend sie ich verga, ist der Spruch Jahwes.
HOS 2:16 Darum will ich frwahr sie locken und in die Wste fhren und ihr 
Mut einsprechen.
HOS 2:17 Und ich gebe ihr dort ihre Weinberge und mache ihr das Thal der 
Trbsal zu einer Pforte der Hoffnung, da sie dort willfhrig werde, wie 
in der Zeit ihrer Jugend und wie damals, als sie aus gypten heraufzog.
HOS 2:18 An jenem Tag, ist der Spruch Jahwes, wirst du mich mein Mann, 
aber nicht mehr mein Baal nennen.
HOS 2:19 Dann will ich die Namen der Baale aus ihrem Munde verschwinden 
lassen, da sie nicht mehr mit ihrem Namen erwhnt werden sollen.
HOS 2:20 Jenes Tags will ich zu ihren Gunsten die wilden Tiere und die 
Vgel unter dem Himmel und das Gewrm auf der Erde in Pflicht nehmen und 
will Bogen und Schwerter und Krieg aus dem Lande hinwegtilgen und will sie 
sicher wohnen lassen.
HOS 2:21 Und ich werde dich mir verloben auf immer; ich werde dich mir 
verloben auf Grund von Recht und Gerechtigkeit und in Gte und Liebe;
HOS 2:22 ich werde dich mir verloben in Treue, da du Jahwe erkennest!
HOS 2:23 Zu jener Zeit aber werde ich willfahren, ist der Spruch Jahwes, 
werde ich willfahren dem Himmel, und der wird der Erde willfahren,
HOS 2:24 und die Erde wird dem Getreide und dem Most und dem l 
willfahren, und die werden Jesreel willfahren.
HOS 2:25 Und ich will ihn mir in das Land einsen und der Nichtgeliebt 
Liebe erweisen und zu Nichtmeinvolk sagen: Mein Volk bist du! und dieses 
wird rufen: Mein Gott!
HOS 3:1 Und Jahwe sprach zu mir: Gehe noch einmal ein Weib lieben, das 
einen anderen lieb hat und die Ehe gebrochen hat, gleichwie Jahwe die 
Israeliten lieb hat, obwohl sie sich anderen Gttern zuneigen und 
Traubenkuchen gern haben.
HOS 3:2 Da erkaufte ich sie mir um 15 Sekel und einen Chomer und einen 
Letech Gerste
HOS 3:3 und sprach zu ihr: Lange Zeit sollst du mir einsam dasitzen, ohne 
zu huren und ohne einem Manne zu teil zu werden; und auch ich will nicht 
zu dir kommen.
HOS 3:4 Denn lange Zeit sollen die Israeliten einsam sitzen ohne Knige 
und ohne Obrigkeit und ohne Opfer und ohne Malsstein und ohne Ephod und 
Teraphim.
HOS 3:5 Darnach werden die Israeliten umkehren und Jahwe, ihren Gott, und 
David, ihren Knig, suchen und werden in der alsdann folgenden Zeit voll 
Furcht zu Jahwe und zu seinem Segen eilen!
HOS 4:1 Hrt das Wort Jahwes, ihr Israeliten! Denn Jahwe geht ins Gericht 
mit den Bewohnern des Landes, weil keine Treue und keine Liebe und keine 
Gotteserkenntnis im Lande ist:
HOS 4:2 sie schwren falsch, sie morden und stehlen und ehebrechen; sie 
brechen in die Huser ein, und Blutschuld reiht sich an Blutschuld.
HOS 4:3 Deshalb trauert das Land, und schmachten alle seine Bewohner 
dahin, samt den wilden Tieren und den Vgeln unter dem Himmel; ja selbst 
die Fische im Meere werden dahingerafft!
HOS 4:4 Doch hadere nur niemand und tadle nur niemand! Aber mit euch, ihr 
Priester, gehe ich ins Gericht!
HOS 4:5 Ihr sollt am Tage zu Falle kommen, und auch die Propheten sollen 
mit euch in der Nacht zu Falle kommen, und ich will eure Mutter vernichten!
HOS 4:6 Mein Volk fllt der Vernichtung anheim, weil es keine Erkenntnis 
hat. Weil ihr Priester die Erkenntnis verworfen habt, so will ich euch 
verwerfen, da ihr nicht mehr meine Priester sein sollt; und da ihr euch 
die Weisung eures Gottes aus dem Sinne geschlagen habt, will auch ich mir 
eure Kinder aus dem Sinne schlagen.
HOS 4:7 Je mchtiger sie geworden sind, desto mehr haben sie gegen mich 
gesndigt; an Stelle ihres Ansehens will ich Schande setzen.
HOS 4:8 Von der Snde meines Volks nhren sie sich und nach seiner 
Verschuldung steht ihr Verlangen!
HOS 4:9 Aber ebenso wie den Priestern soll es dem Volk ergehen: Ich will 
ihren Wandel an ihnen heimsuchen und ihre Thaten auf sie zurckfallen 
lassen.
HOS 4:10 Wenn sie essen, sollen sie nicht satt werden; wenn sie der 
Wollust pflegen, sollen sie sich nicht vermehren. Denn sie haben davon 
abgelassen, auf Jahwe zu achten.
HOS 4:11 Hurerei und Wein und Most benehmen den Verstand:
HOS 4:12 Mein Volk befragt sein Stck Holz, und sein Stab giebt ihm 
Bescheid! Denn ein hurerischer Geist hat sie bethrt, da sie den Gtzen 
statt ihrem Gotte dienen.
HOS 4:13 Auf den Gipfeln der Berge schlachten sie ihre Opferstiere und 
opfern auf den Hgeln unter Eichen und Weipappeln und Terebinthen - ihr 
Schatten ist ja so lieblich! So kommt es, da eure Tchter huren, und eure 
jungen Weiber Ehebrecherinnen werden!
HOS 4:14 An euren Tchtern will ich's nicht heimsuchen, da sie huren, 
noch an euren jungen Weibern, da sie die Ehe brechen. Denn sie selbst, 
die Priester gehen mit den Huren abseits und bringen zusammen mit den 
geweihten Lustdirnen Schlachtopfer dar, so da das einsichtslose Volk zu 
Falle kommt!
HOS 4:15 Wenn ihr Israeliten Gtzendienst treibt, so mgen sich doch die 
Juder nicht versndigen. Besucht doch nicht Gilgal, zieht doch nicht 
hinauf nach Bethaven und schwrt nicht: So wahr Jahwe lebt!
HOS 4:16 Wenn die Israeliten strrig sind gleich einer strrigen Kuh, soll 
sie da Jahwe wie Lmmer auf weiter Aue weiden?
HOS 4:17 Ein Gtzengesell ist Ephraim geworden! La es!
HOS 4:18 Ausgeartet ist ihr Saufen! Hurerei treiben sie; dem, der ihr Ruhm 
ist, ziehen sie die Schande vor.
HOS 4:19 Ein Sturm verwickelt sie in seine Wirbel, da ihr Vertrauen auf 
ihre Opfersttten zu Schanden werden soll!
HOS 5:1 Hrt dieses, ihr Priester! Merkt auf, ihr Israeliten, und gebt 
acht, ihr Mnner am Knigshofe! Denn euch geht der Handel an, weil ihr 
eine Schlinge fr Mizpa geworden seid und ein Fangnetz, ausgespannt auf 
dem Thabor,
HOS 5:2 und eine tiefe Fallgrube in Sittim. Ich aber willl fr sie alle 
eine Zuchtrute werden!
HOS 5:3 Ich kenne ja Ephraim, und Israel kann sich nicht vor mir 
verbergen; denn eben jetzt hast du, Ephraim, dem Gtzendienste gehuldigt, 
hat sich Israel mit Unreinem befleckt.
HOS 5:4 Ihre eigenen Handlungen erlauben ihnen nicht, zu ihrem Gotte 
zurckzukehren; denn ein hurerischer Geist wohnt in ihnen und Erkenntnis 
Jahwes besitzen sie nicht.
HOS 5:5 Aber der, der Israels Ruhm ist, wird gegen sie Zeugnis ablegen, 
da Israel und Ephraim ob ihrer Verschuldung zu Falle kommen; - zu Falle 
kommen wird auch Juda mit ihnen.
HOS 5:6 Wenn sie sich dann mit ihren Schafen und Rindern aufmachen, um 
Jahwe zu suchen, werden sie ihn nicht finden: er hat sich von ihnen 
losgesagt.
HOS 5:7 Gegen Jahwe sind sie treulos gewesen; denn sie haben ihm unechte 
Kinder erzeugt. Daher soll eine Neumondfeier sie samt ihren ckern 
verzehren!
HOS 5:8 Stot in die Posaune in Gibea, in die Trompete zu Rama! Erhebt 
Kriegsgeschrei in Bethaven! Nimm dich in acht, Benjamin!
HOS 5:9 Ephraim soll zu einer Einde werden am Tage der Zchtigung. 
Sicheres verkndige ich ber die Stmme Israels!
HOS 5:10 Die Hupter der Juder gleichen solchen, die Grenzsteine 
verrcken; ber sie will ich meinen Zorn ausschtten, wie man Wasser 
ausschttet.
HOS 5:11 In Ephraim lt man das Recht Gewalt leiden, lt man es mit 
Fen treten; denn es hat sich unterstanden, den nichtigen Gtzen zu 
folgen.
HOS 5:12 So ward ich fr Ephraim zur Motte und fr die Juder zum nagenden 
Wurm.
HOS 5:13 Als da Ephraim seine Krankheit merkte, und Juda seine Beule, 
wandte sich Ephraim an Assur und sandte zum Knig von Jareb. Der aber 
vermag euch nicht Genesung zu bringen und eurer Beule nicht Heilung,
HOS 5:14 weil ich selbst wie ein Lwe gegen Ephraim auftreten werde und 
wie ein Jungleu gegen das Reich Juda! Ich, ich werde rauben und abziehen, 
werde wegschleppen, ohne da jemand errettet,
HOS 5:15 werde abziehen und zu meiner Sttte zurckkehren. Denn endlich 
werden sie ihre Schuld fhlen und mein Antlitz suchen; wenn sie in Not 
sind, werden sie sich nach mir sehnen:
HOS 6:1 Wohlan, lat uns umkehren zu Jahwe! Denn nur er wird uns, wenn er 
uns zerfleischt hat, auch wieder heilen, wenn er verwundet hat, auch 
verbinden.
HOS 6:2 Er wird uns nach zwei Tagen neu beleben, am dritten Tag uns wieder 
aufrichten, da wir in seiner Hut neues Leben haben.
HOS 6:3 Lat uns Jahwe erkennen, lat uns eifrig darnach trachten, Jahwe 
zu erkennen, - er wird so sicher kommen, wie die Morgenrte aufgeht! damit 
er ber uns komme wie ein Regengu, wie ein Sptregen, der das Land 
befeuchtet.
HOS 6:4 Was soll ich dir thun, Ephraim? Was soll ich dir thun, Juda, da 
doch eure Liebe flchtig ist wie Morgengewlk, wie der Tau, der frh 
wieder vergeht?
HOS 6:5 Weil dem so ist, mu ich dreinschlagen durch die Propheten, sie 
hinstrecken durch die Machtsprche meines Mundes, und mu mein Gericht so 
sicher erscheinen wie die Sonne aufgeht.
HOS 6:6 Denn an Liebe habe ich Wohlgefallen, nicht an Schlachtopfern, an 
Gotteserkenntnis und nicht an Brandopfern!
HOS 6:7 Diese aber haben nach Menschenweise meine Gebote bertreten; dort 
sind sie mir untreu geworden!
HOS 6:8 Gilead ist eine Stadt von belthtern, befleckt von vergossenem 
Blut,
HOS 6:9 und gleich lauernden Rubern ist die Priesterbande. Am Wege morden 
sie bei Sichem; ja, Schandthat haben sie verbt!
HOS 6:10 Im Reiche Israel habe ich Grauenhaftes gesehen: Dort hat Ephraim 
Gtzendienst getrieben, hat sich Israel verunreinigt.
HOS 6:11 Auch Dir, Juda, hat er eine Ernte bereitet. Wenn ich das Geschick 
meines Volkes wende,
HOS 7:1 so oft ich Israel Heilung verschaffen will, so zeigen sich erst 
die Snden Ephraims und die belthaten Samariens, da sie Falschheit ben, 
und Diebe einbrechen, Ruberbanden drauen plndern.
HOS 7:2 Dabei bedenken sie nicht in ihrem Herzen, da mir all' ihr bses 
Wesen nicht aus dem Sinne kommt. Nun sind sie im Bann ihrer Handlungen; 
ich habe diese stets vor Augen!
HOS 7:3 Voll Arglist halten sie den Knig und voll Heuchelei die hohen 
Herrn in guter Laune.
HOS 7:4 Sie alle sind Ehebrecher; sie gleichen einem glhenden Ofen, 
dessen Heizung der Bcker nur unterbricht, bis der geknetete Teig gegohren 
hat.
HOS 7:5 Am Festtag unseres Knigs saufen sich die hohen Herren wie 
fieberkrank von Wein. Er pflegt Gemeinschaft mit Gewissenlosen.
HOS 7:6 Denn einem Ofen gleicht ihr Herz in ihrer Tcke. Die ganze Nacht 
schlft ihr Bcker, am Morgen glht er wie flammendes Feuer.
HOS 7:7 Sie alle sind wie ein Ofen in Glut, so da sie ihre Obrigkeit 
verzehren. Alle ihre Knige wurden gestrzt, ohne da einer von diesen 
Leuten die Sache an mich gebracht htte.
HOS 7:8 Ephraim hat sich mit den andern Vlkern vermengt; Ephraim ist wie 
ein Brotfladen geworden, den man nicht umgewendet hat.
HOS 7:9 Auslnder haben seine Kraft verzehrt, ohne da er etwas davon 
merkte; schon ist ihm graues Haar eingesprengt, ohne da er etwas davon 
merkte.
HOS 7:10 Trotzdem da er, der Ruhm Israels, Zeugnis gegen sie abgelegt 
hat, haben sie sich nicht zu Jahwe, ihrem Gotte, bekehrt und haben ihn 
trotz alledem nicht gesucht.
HOS 7:11 Sondern Ephraim benahm sich wie eine einfltige, unverstndige 
Taube: die gypter haben sie herbeigerufen, haben sich an Assur gewandt.
HOS 7:12 Wenn sie sich wenden, breite ich mein Fangnetz ber sie aus, hole 
sie wie die Vgel am Himmel herab, zchtige sie gem der Verkndigung an 
ihre Gemeinde.
HOS 7:13 Wehe ihnen, da sie sich fern von mir umhertreiben! Verheerung 
ber sie, da sie sich gegen mich emprt haben! Ich erlste sie so oft, 
sie aber fhrten lgnerische Reden ber mich
HOS 7:14 und schrieen nicht von Herzen zu mir, sondern heulten auf ihrem 
Lager. Um Getreide und Most zu erlangen, ritzten sie sich die Haut in 
Auflehnung gegen mich.
HOS 7:15 Und doch war ich es, der sie unterwiesen, der ihre Arme gestrkt 
hat. Aber sie haben Arges gegen mich im Sinne;
HOS 7:16 sie machen wohl eine Wendung, aber nicht nach oben. Sie sind wie 
ein Bogen, der versagt! Ihre hohen Herren sollen durchs Schwert fallen 
wegen ihrer wutschumenden Reden - dafr wird man sie verhhnen in 
gyptenland!
HOS 8:1 Setze die Posaune an deinen Mund! Einem Geier gleich kommt einer 
ber das Haus Jahwes! Denn sie haben meine Gebote bertreten und gegen 
meine Weisung sich emprt.
HOS 8:2 Dabei schreien sie zu mir: Mein Gott! Wir Israeliten kennen dich 
ja!
HOS 8:3 Die Israeliten haben das Heil verschmht - darum sollen die Feinde 
sie jagen!
HOS 8:4 Sie allein haben Knige gemacht, die doch nicht von mir berufen 
wurden, haben sich Hupter erwhlt, ohne da ich darum wute. Aus ihrem 
Silber und Gold haben sie sich Gtzenbilder gemacht, blo zu dem Zwecke, 
da sie zu Grunde gehen.
HOS 8:5 Dein Stierdienst, Samarien, stinkt zum Himmel; mein Zorn ist gegen 
sie entbrannt. Wie lange wird es ihnen unmglich sein, Schuldlosigkeit zu 
erringen!
HOS 8:6 Denn aus Israel stammt er; ein Knstler hat ihn angefertigt, aber 
Gott ist er nicht. Vielmehr, in Stcke soll er gehen, der Stier Samariens!
HOS 8:7 Denn Wind sen sie und Sturm werden sie ernten. Da giebt es keine 
Halme; das Aufgesprote giebt kein Mehl, und sollte es welches geben, so 
wrden es die Auslnder verschlingen.
HOS 8:8 Verschlungen wird Israel selbst! Schon steht es unter den Vlkern 
da wie wertloses Gert!
HOS 8:9 Denn damit, da sie sich nach Assyrien wandten, wie ein Wildesel, 
der fr sich luft, haben die Ephraimiten mit Geld um Buhlschaft geworben.
HOS 8:10 Aber mgen sie auch mit Geld und Buhlschaft unter den Vlkern 
werben, ich will sie nun in die Enge treiben, da sie gar bald unter dem 
Tribut an den Groknig sich winden wollen.
HOS 8:11 Ja, Ephraim hat zahlreiche Altre gebaut - zur Snde sind ihm die 
Altre ausgeschlagen!
HOS 8:12 Mag ich ihm auch meine Weisungen in Mengen aufzeichnen, so werden 
sie wie die eines Fremden angesehen.
HOS 8:13 Schlachtopfer schlachten sie und essen Fleisch - Jahwe hat an 
ihnen kein Wohlgefallen. So kommt ihm denn ihre Verkehrtheit nicht aus dem 
Sinn, und ihre Snden wird er heimsuchen. Gerade diese Leute sollen wieder 
nach gypten zurck mssen und sich in Assyrien von unreinen Speisen 
nhren.
HOS 8:14 Weil sich Israel seinen Schpfer aus dem Sinne schlug und sich 
Palste baute, und weil sich Juda viele feste Stdte anlegte, will ich 
Feuer wider seine Stdte entsenden, das soll ihre Burgen verzehren.
HOS 9:1 Freue dich doch nicht, Israel, juble nicht nach Weise der Heiden! 
Denn du hast treulos deinen Gott verlassen, auf allen Getreidetennen zogst 
du Buhlerlohn vor.
HOS 9:2 Aber Tenne und Kelter werden nichts von ihnen wissen wollen, und 
der Most wird sie im Stiche lassen.
HOS 9:3 Sie werden im Lande Jahwes nicht wohnen bleiben. Vielmehr werden 
die Ephraimiten wieder nach gypten zurck mssen und sich in Assyrien von 
unreinen Speisen nhren.
HOS 9:4 Sie werden fr Jahwe keine Weinspende mehr ausgieen und ihm ihre 
Schlachtopfer nicht mehr zurichten. Wie Trauerbrot wird ihr Brot sein; 
alle, die davon essen, werden sich verunreinigen. Denn ihr Brot wird nur 
ihren Hunger stillen, aber nicht in das Haus Jahwes gelangen.
HOS 9:5 Was wollt ihr beginnen, wenn Feiertage nahen und das Fest Jahwes?
HOS 9:6 Wenn sie ja der Verwstung entgangen sind, wird gypten sie 
einsammeln, Memphis sie in seine Grber aufnehmen, werden ihre silbernen 
Kleinode den Disteln anheimfallen, den Dornen in ihren Htten.
HOS 9:7 Es kommen die Tage der Heimsuchung, es kommen die Tage der 
Vergeltung, an denen die Israeliten zur Einsicht kommen ber ihren Spott: 
Ein Narr ist der Prophet, verrckt ist der Geistesvolle - weil deine 
Verschuldung gro und die Nachstellung gro ist.
HOS 9:8 Ephraim liegt auf der Lauer gegenber meinem Gott. Dem Propheten 
sind Schlingen wie die eines Vogelstellers auf allen seinen Wegen gelegt, 
Fueisen im Hause seines Gottes.
HOS 9:9 Schwere Schandthaten haben sie begangen wie damals in Gibea: ihre 
Verschuldung kommt ihm nicht aus dem Sinn, ihre Snden wird er heimsuchen!
HOS 9:10 Einst habe ich Israel gefunden wie Trauben in der Steppe, eure 
Vorfahren erblickt wie eine Frhfrucht an einem jungtragenden Feigenbaum. 
Als sie aber nach Baal Peor kamen, weihten sie sich dem Gtzendient und 
wurden abscheulich wie der Gott, dem sie anhingen.
HOS 9:11 Gleich Vgeln wird die Volksmenge Ephraims davonfliegen; aus ist 
es mit Gebren, mit Schwangerschaft und Empfngnis.
HOS 9:12 Selbst wenn sie ihre Shne groziehen, will ich sie derselben 
berauben, so da es an Menschen fehlt. Ja, auch wehe ber sie selbst, wenn 
ich meinen Blick von ihnen abwende!
HOS 9:13 Ephraim ist, wie ich's erblicke bis Tyrus hin, in einer Aue 
gepflanzt, und die Ephraimiten werden ihre Shne Mrdern berliefern 
mssen.
HOS 9:14 Gieb ihnen, Jahwe, was du geben willst! Gieb ihnen einen 
unfruchtbaren Scho und trockene Brste!
HOS 9:15 Alle ihre Schandthaten geschahen im Gilgal. Ja, dort warf ich Ha 
auf sie. Wegen ihrer schndlichen Handlungen will ich sie aus meinem Hause 
vertreiben. Ich will ihnen keine Liebe mehr erweisen! Alle ihre Oberen 
sind Abtrnnige.
HOS 9:16 Zu Boden gestreckt wird Ephraim; seine Wurzeln verdorren, sie 
sollen keine Frucht tragen! Wenn sie auch Shne bekommen, so will ich doch 
die Lieblinge, die sie zeugen, dem Tod berliefern.
HOS 9:17 Mein Gott wird sie verwerfen; denn sie haben nicht auf ihn 
gehrt: ruhelos sollen sie unter den Vlkern werden!
HOS 10:1 Ein wuchernder Weinstock war Israel, dessen Frchte gediehen. Je 
zahlreicher seine Frchte wurden, desto mehr Altre baute es; je schner 
sein Land trug, desto schnere Malsteine fertigten sie an.
HOS 10:2 Unzuverlssig war ihr Sinn; darum sollen sie nun ben. Er selbst 
wird ihre Altre zerbrechen, ihre Malsteine zertrmmern.
HOS 10:3 Ja, dann werden sie sprechen: Wir haben keinen Knig mehr, weil 
wir keine Furcht vor Jahwe gehabt haben; und was soll uns ein Knig 
leisten? -HOS 10:4 Abkommen treffen mit falschen Eiden, Vertrge 
schlieen, damit Rechte erwchsen wie Giftpflanzen in den Furchen des 
Ackers!
HOS 10:5 Um den Stier Bethavens werden sich die Bewohner Samarias sorgen; 
ja, seine Anhnger werden um ihn trauern, und seine Pfaffen fr ihn 
zittern, - fr den Ruhm Bethavens, da er von ihm fortwandert.
HOS 10:6 Sogar ihn selbst wird man nach Assyrien schleppen als eine Gabe 
fr den Knig von Jareb; Schmach wird Ephraim davon tragen, und das 
Vertrauen der Israeliten auf ihren Plan zu Schanden werden.
HOS 10:7 Samarien wird zu nichte; sein Knig gleicht einem Holzsplitter, 
der auf der Wasserflche dahinschwimmt.
HOS 10:8 Verwstet werden die Unheilshhen, die Snde der Israeliten, da 
Dornen und Gestrpp auf ihren Altren emporwuchern. Da werden sie dann zu 
den Bergen sprechen: Bedeckt uns! und zu den Hgeln: Fallt auf uns!
HOS 10:9 Seit den Tagen von Gibea hast du, Israel, gesndigt! Dort standen 
sie! Wird sie in Gibea der Krieg wider die Rotte der Frevler erreichen?
HOS 10:10 Nach meiner Lust will ich sie zchtigen; Vlker sollen gegen sie 
versammelt werden, wenn sie fr ihre zwei Verschuldungen Zchtigung 
empfangen.
HOS 10:11 Ephraim aber gleicht einem Rinde, das wohl angelernt ist, das 
gern drischt. Wohl habe ich seinen schnen Hals bisher verschont, nun aber 
will ich Ephraim ins Joch spannen; Juda soll pflgen, Jakob soll ackern 
mssen!
HOS 10:12 Wohlthaten lat eure Aussaat sein, dann werdet ihr Gte ernten! 
Pflgt euch doch einen Neubruch, da es an der Zeit ist, Jahwe zu suchen, 
damit er endlich komme und euch Heil regnen lasse.
HOS 10:13 Da ihr aber Frevel eingepflgt hat, habt ihr Unheil geerntet, 
habt ihr die Frchte der Falschheit essen mssen! Hast du doch auf deine 
Streitwagen dein Vertrauen gesetzt, auf die Menge deiner Krieger!
HOS 10:14 So soll sich denn Kriegsgetmmel wider deine Scharen erheben, 
und alle deine Festungen sollen zerstrt werden, wie Salman Beth Arbel zur 
Kriegszeit zerstrte, als die Mtter samt den Kindern zerschmettert wurden.
HOS 10:15 Gerade so wird er mit euch, ihr Israeliten, verfahren, weil ihr 
so durch und durch bse seid. In der Frhe wird der Knig von Israel 
dahingerafft!
HOS 11:1 Als Israel jung war, gewann ich es lieb und rief seine Scharen 
aus gypten.
HOS 11:2 Wenn ich sie rief, dann zogen sie sich vor mir zurck. Whrend 
sie den Gtzen schlachteten und den Bildern opferten,
HOS 11:3 gngelte ich die Ephraimiten wie Kinder und nahm sie auf meine 
Arme. Aber sie merkten nicht, da ich ihre Schden heilte.
HOS 11:4 Mit Seilen, wie ein Mensch sie braucht, zog ich sie zu mir, mit 
Banden der Liebe, und verhielt mich gegen sie wie einer, der das Joch an 
ihren Kinnladen lpft, und bot ihnen ihre Nahrung dar.
HOS 11:5 Nach gypten sollen sie zurckkehren, und der Assyrier soll ihr 
Knig werden; denn sie weigern sich, zu mir umzukehren.
HOS 11:6 So soll denn das Schwert gegen ihre Stdte gezckt werden und 
ihre Riegel vernichten und ihre Burgen verzehren.
HOS 11:7 Mein Volk hat nun einmal den Hang, sich von mir abzuwenden; und 
mag man ihnen ein aufwrts! zurufen, es strebt keiner empor.
HOS 11:8 Wie knnte ich dich darangeben, Ephraim, dich preisgeben, Israel! 
Wie knnte ich dich darangeben wie einst Adma, ein Zeboim aus dir machen! 
Mein Sinn in mir verwandelt sich, all' mein Mitleid ist entbrannt!
HOS 11:9 Mein heier Zorn soll nicht zur That werden; ich will den Schritt 
nicht thun, Ephraim zu verderben. Denn ich bin Gott und nicht ein Mensch; 
als heiliger Gott wohne ich unter Euch und komme nicht zu euch in Wut.
HOS 11:10 Sie werden Jahwe folgen, der wird gleich einem Lwen brllen; 
ja, er wird brllen, und Shne werden zitternd herbeieilen.
HOS 11:11 Wie Vgel werden sie zitternd aus gypten herbeieilen und wie 
Tauben aus dem Lande Assyrien. Dann will ich sie in ihren Husern 
friedlich wohnen lassen, ist der Spruch Jahwes.
HOS 12:1 Von allen Seiten bieten mir die Ephraimiten Falschheit und die 
Israeliten Tuschung, Juda aber schwankt noch immer hin und her Gott 
gegenber und gegenber dem Hochheiligen, der bestndig ist.
HOS 12:2 Die Ephraimiten haben ihr Gefallen an Sturm und jagen dem 
Ostwinde nach; jeden Tag hufen sie Lge und Gewaltthat: sie schlieen ein 
Bndnis mit den Assyriern, und zu den gyptern wird l gebracht.
HOS 12:3 Aber Jahwe wird mit Juda ins Gericht gehen und wird Jakob nach 
seinem Wandel heimsuchen, ihm nach seinen Handlungen vergelten.
HOS 12:4 Im Mutterschoe schon berlistete er seinen Bruder und als 
krftiger Mann kmpfte er mit Gott.
HOS 12:5 Er kmpfte gegen eine Gotteserscheinung und siegte; er weinte und 
bat sie um Erbarmen. Sie fand ihn in Bethel und dort redete sie mit ihm -
HOS 12:6 nmlich Jahwe, der Gott der Heerscharen, er, der Jahwe heit -HOS 
12:7 Du sollst durch deinen Gott zurckkehren! Halte auf Liebe und Recht 
und harre bestndig deines Gottes!
HOS 12:8 Aber der Kanaaniter fhrte falsche Wage; er liebt es, zu 
bervorteilen!
HOS 12:9 Und auch der Ephraimit sprach: Bin ich doch reich geworden, habe 
mir Vermgen erworben! Bei all' meinem Gewinne kann man mir keine 
Verschuldung nachweisen, die Snde wre!
HOS 12:10 Aber ich, Jahwe, bin doch dein Gott von gypten her - aufs neue 
kann ich dich in Zelten wohnen lassen wie zur Zeit der Versammlung -HOS 
12:11 und habe wiederholt zu den Propheten geredet; ich war es, der 
zahlreiche Gesichte gab und die Propheten in Gleichnissen sprechen lie.
HOS 12:12 Wenn die Gileaditen nichtswrdig sind, so werden sie vernichtet 
werden; weil sie im Gilgal Stiere opferten, sollen eben ihre Opfersttten 
wie Steinhaufen an den Furchen des Ackers werden.
HOS 12:13 Als Jakob in das Land der Aramer floh, ward Israel um ein Weib 
Knecht und um ein Weib htete er die Herde.
HOS 12:14 Durch einen Propheten hat Jahwe die Israeliten aus gypten 
hergefhrt, und durch einen Propheten ward es behtet.
HOS 12:15 Aber bitteren rger haben die Ephraimiten erregt. Darum wird sie 
ihr Herr mit ihrer Blutschuld belasten und ihr schandbares Treiben auf sie 
zurckfallen lassen.
HOS 13:1 Wenn Ephraim redete, herrschte Schrecken; es war Frst in Israel. 
Aber es verschuldete sich durch Gtzendienst und starb dahin.
HOS 13:2 Und gegenwrtig sndigen sie immer von Neuem: sie haben sich aus 
ihrem Silber Gubilder gemacht nach dem Muster von Gtzen - Arbeit von 
Knstlern ist das alles! Das ist's, was diese anreden! Opfernde Menschen 
kssen Stiere!
HOS 13:3 Deshalb werden sie dem Morgengewlke gleich werden und wie der 
Tau, der frh wieder vergeht, wie Spreu, die von der Tenne verweht wird, 
und wie Rauch, der durch das Gitter abzieht.
HOS 13:4 Aber ich, Jahwe, bin doch dein Gott von gypten her - einen 
andern, der Gott wre, kennst du nicht; einen andern, der Heiland wre, 
giebt es nicht.
HOS 13:5 ich war es, der dir in der Steppe, im Lande der Drre, Weide gab.
HOS 13:6 Aber je mehr Weide sie hatten, desto mehr fraen sie sich satt. 
Als sie sich satt gefressen hatten, wurden sie bermtig; so kam es, da 
sie mich vergaen.
HOS 13:7 Daher erzeige ich mich gegen sie wie ein Lwe, laure ihnen am 
Wege auf wie ein Panther,
HOS 13:8 berfalle sie wie eine der Jungen beraubte Brin und zerreie den 
Panzer ihres Herzens. Dort sollen Jungleuen sie verzehren, die wilden 
Tiere sie aufschlitzen.
HOS 13:9 Wenn ich dich verderbe, Israel, wer knnte dir da helfen?
HOS 13:10 Wo ist denn nun dein Knig, da er dich rette, und alle deine 
Oberhupter, da sie dir Recht schaffen? von denen du sagtest: Man schaffe 
mir einen Knig und Oberhupter!
HOS 13:11 Ja, ich schaffe dir einen Knig in meinem Zorn und nehme ihn 
wieder in meinem Grimm!
HOS 13:12 Ephraims Schuld ist sicher verschlossen, seine Snde wohl 
verwahrt.
HOS 13:13 Geburtswehen erfassen es; aber es gleicht einem unfgsamen 
Kinde. Denn wenn es Zeit ist, tritt es nicht in den Muttermund.
HOS 13:14 Sollte ich sie aus der Gewalt der Unterwelt befreien, sollte ich 
sie vom Tod erlsen? Wo sind deine Seuchen, o Tod? Wo sind deine Qualen, o 
Unterwelt? Meine Augen kennen kein Mitleid mehr!
HOS 13:15 Denn mag Ephraim auch als Fruchtbaum unter den Bruderstmmen 
dastehen, es bricht ein Ostwind herein, ein Sturm Jahwes, aus der Steppe 
sich erhebend, da seine Brunnen vertrocknen, und seine Quellen versiegen. 
Er selbst wird seinen Schatz aller kostbaren Kleinode berauben mssen.
HOS 14:1 Samaria mu es ben, da es gegen seinen Gott widerspenstig war; 
durch das Schwert sollen sie fallen, die zarten Kinder sollen 
zerschmettert, die Schwangeren aufgeschlitzt werden.
HOS 14:2 Kehre um, o Israel, zu Jahwe, deinem Gott! Denn durch deine 
Verschuldung kamst du zu Fall.
HOS 14:3 Nehmt reuige Worte mit euch und kehrt damit um zu Jahwe! Sprecht 
zu ihm: Verzeihe doch ganz und gar die Schuld und greife zur Gte, so 
wollen wir dir als Farren die Gelbde unserer Lippen entrichten:
HOS 14:4 Wir wollen nicht mehr unsere Zuflucht zu Assur nehmen, wollen 
nicht mehr auf Rossen reiten und ferner nicht mehr unser Gott sagen zum 
Machwerk unserer Hnde; denn bei dir finden die Verwaisten Erbarmen!
HOS 14:5 Ich will die Folgen ihres Abfalls wieder gut machen, aus freien 
Stcken ihnen Liebe erzeigen, denn mein Zorn hast sich von ihnen gewandt.
HOS 14:6 Ich will wie ein Tau fr Israel werden: es soll blhen wie eine 
Lilie und Wurzel schlagen wie der Wald des Libanon.
HOS 14:7 Seine Schlinge sollen wuchern; seine Krone soll der des lbaums 
gleichen und sein Duft dem des Libanon.
HOS 14:8 Die in seinem Schatten wohnen, sollen dann wieder Getreide 
erzielen und blhen wie der Weinstock: Sein Ruhm soll werden wie der des 
Weins vom Libanon.
HOS 14:9 O Ephraim! Was gehen ich und die Gtzen in Zukunft uns an? Ich 
allein will ihm willfahren und es im Auge haben; ich bin wie eine grnende 
Cypresse! Als mein Werk sollen deine Frchte sich erweisen!
HOS 14:10 Wer ist weise, da er dieses einsehe, und verstndig, da er es 
erkenne? Ja, gerade sind Jahwes Wege! Die Frommen wandeln sicher darauf, 
aber die Abtrnnigen kommen auf ihnen zu Fall.
JOE 1:1 Das Wort Jahwes, welches an Joel, den Sohn Pethuels, erging.
JOE 1:2 Hrt dies, ihr Vornehmnsten, und horcht auf, alle Bewohner des 
Landes! Ist dergleichen in euren Tagen geschehen oder in den Tagen eurer 
Vter?
JOE 1:3 Ihr sollt es euren Kindern erzhlen und eure Kinder ihren Kindern, 
und deren Kinder dem knftigen Geschlecht!
JOE 1:4 Was der Nager verschonte, zehrte die Heuschrecke auf, was die 
Heuschrecke noch verschonte, zehrte der Fresser auf, und was der Fresser 
verschonte, zehrte der Abschler auf.
JOE 1:5 Wacht auf, ihr Trunkenen, und wehklagt! Jammert, ihr Weinzecher 
alle, da euch der Most vom Munde hinweggeschnappt ist!
JOE 1:6 Denn ein Volk hat mein Land berzogen, da gewaltig und nicht zu 
zhlen ist; seine Zhne sind Lwenzhne, und ein Gebi hat es wie eine 
Lwin.
JOE 1:7 Meine Weinstcke hat es verwstet und meine Feigenbume vllig 
zerknickt; gnzlich hat es sie abgeschlt und niedergelegt, wei wurden 
ihre Ranken!
JOE 1:8 Wehklage, o Land. einer Jungfrau gleich, die mit dem Trauergewand 
umgrtet ist wegen des Verlobten ihrer Jugend!
JOE 1:9 Aus ist's mit Speis- und Trankopfer im Tempel Jahwes; es trauern 
die Priester, die Diener Jahwes.
JOE 1:10 Verwstet ist die Flur, es trauert das Gefilde; denn das Getreide 
ist verwstet, der Most versiegt, das l vertrocknet.
JOE 1:11 Steht schamrot, ihr Bauern, wehklagt, ihr Winzer, um den Weizen 
und die Gerste; denn um die Ernte des Feldes ist es geschehen.
JOE 1:12 Der Weinstock ist verdorrt und der Feigenbaum verwelkt, die 
Granaten, auch die Palmen und die Apfelbume, des feldes Bume alle stehen 
drre; ja, alle Freude ist bei den Menschenkindern versiegt.
JOE 1:13 Legt Trauergewnder an und klagt, ihr Priester; jammert, ihr 
Diener des Altars! Geht hinein in den Tempel, verbringt die Nacht in 
Trauergewndern, ihr Diener meines Gottes! Denn Speis- und Trankopfer ist 
dem Tempel eures Gottes versagt.
JOE 1:14 Veranstaltet ein heiliges Fasten, beruft zu einer allgemeinen 
Feier! Versammelt die Vornehmsten, ja alle Einwohner des Landes in den 
Tempel Jahwes, eures Gottes, und fleht zu Jahwe!
JOE 1:15 Wehe ber den Tag! Denn der Tag Jahwes steht nahe bevor und er 
kommt wie Verwstung vom Allmchtigen.
JOE 1:16 Ist uns nicht schon vor den Augen die Nahrung hinweggenommen, aus 
dem Tempel unseres Gottes Freude und Jubel?
JOE 1:17 Eingeschrumpft liegen die ausgesten Krner unter ihren Schollen, 
leer bleiben die Getreidekammern, zerfallen sind die Speicher, weil das 
Getreide verdorrt ist.
JOE 1:18 Wie sthnt doch das Vieh, sind verstrt die Herden der Rinder, 
weil es nirgends Weide fr sie giebt! Schon haben auch die Schafherden zu 
leiden.
JOE 1:19 Zu dir, Jahwe, rufe ich! Denn Feuer hat die Auen der Trist 
verzehrt und Flammenglut alle Bume des Feldes versengt.
JOE 1:20 Auch die Tiere des Feldes schreien auf zu dir, weil die 
Wasserbche versiegt sind, und Feuer die Auen der Trist verzehrt hat.
JOE 2:1 Stot in die Posaune auf dem Zion und schlagt Lrm auf meinem 
heiligen Berge, da alle Bewohner des Landes erzittern! Denn der Tag 
Jahwes kommt, ja er steht nahe bevor.
JOE 2:2 Ein Tag der Finsternis und Dunkelheit ist's, ein Tag des Gewlks 
und der Gewitternacht. Wie Morgengrauen, das sich ausbreitet ber die 
Berge, kommt's, ein zahlreiches und starkes Volk, wie es von Ewigkeit her 
keins gegeben hat, und wie nachher keines mehr kommen wird bis in die 
Jahre der fernsten Geschlechter.
JOE 2:3 Vor ihm her frit das Feuer und hinter ihm drein sengt die Flamme. 
Ist wie Edens Garten das Land vor ihm gewesen, so liegt es hinter ihm als 
eine wste Trist, und vor ihm gab es kein Entrinnen!
JOE 2:4 Wie Rosse aussehen, so sehen sie aus, und ganz wie Reiter rennen 
sie.
JOE 2:5 Wie Wagen rasseln, hpfen sie ber die Gipfel der Berge, und die 
Feuerflamme knistert, die die Stoppeln verzehrt, gleich zahlreichem 
Kriegsvolk, da zur Schlacht gerstet ist.
JOE 2:6 Vor ihm erzittern alle Vlker, verliert jedes Angesicht die Farbe.
JOE 2:7 Wie Helden laufen sie, wie gebte Krieger ersteigen sie die 
Mauern; Mann fr Mann zieht jeder seinen Weg und keiner kreuzt die Bahn 
des andern.
JOE 2:8 Keiner stt sich an seinem Nebenmann, ein jeder zieht geradeaus 
auf seiner Strae, selbst durch Spiee hindurch strzen sie unaufhaltsam 
vorwrts.
JOE 2:9 In der Stadt schreiten sie einher, auf der Mauer rennen sie, 
steigen empor in die Huser, dringen durch die Fenster ein, den Dieben 
gleich.
JOE 2:10 Vor ihm her erzittert die Erde, erbebt der Himmel; Sonne und Mond 
verfinstern sich und die Sterne verlieren ihren Glanz.
JOE 2:11 Und Jahwe lt vor seinem Heere her seinen Donner erdrhnen. Denn 
beraus gro ist seine Kriegsschar, denn gewaltig der Vollstrecker seines 
Befehls! Ja, gro ist der Tag Jahwes und ganz erschrecklich: wer mchte 
ihn aushalten!
JOE 2:12 Auch jetzt noch, ist der Spruch Jahwes, bekehrt euch zu mir mit 
ganzem Herzen, mit Fasten und Weinen und Klagen!
JOE 2:13 Zerreit eure Herzen und nicht euere Kleider und bekehrt euch zu 
Jahwe, eurem Gott! Denn er ist gndig und barmherzig, langsam zum Zorn und 
reich an Huld und lt sich Unheil gereuen.
JOE 2:14 Wer wei, ob er sich's nicht wiederum gereuen lt und doch noch 
eine Segensgabe hinter sich zurcklt: Speis- und Trankopfer, fr Jahwe, 
euren Gott!
JOE 2:15 Stot in die Posaune auf dem Zion! Veranstaltet ein heiliges 
Fasten, beruft zu einer allgemeinen Feier!
JOE 2:16 Versammelt die Brgerschaft, weiht die Gemeinde, holt die Greise 
herbei, versammelt die Kinder, - auch die, die noch an der Mutterbrust 
sangen. Es komme der Brutigam aus seiner Kammer, und die Braut aus ihrem 
Brautgemach!
JOE 2:17 Zwischen der Vorhalle und dem Altar sollen wehklagen die 
Priester, die Diener Jahwes, und sprechen: Habe Erbarmen, Jahwe, mit 
deinem Volk, und gieb dein Erbe nicht der Schande preis, da Heiden ber 
sie herrschen! Warum doch soll man unter den Vlkern sagen: Wo ist nun ihr 
Gott?
JOE 2:18 Da wurde Jahwes Eifersucht fr sein Land erregt, und er bte 
Schonung gegen sein Volk.
JOE 2:19 Jahwe hob an und sprach zu seinem Volke: Ich werde euch alsbald 
an Korn, Most und l so viel spenden, da ihr davon gesttigt werden 
sollt; auch will ich euch nicht mehr zu Schmach unter den Heiden werden 
lassen.
JOE 2:20 Den nordischen Feind werde ich weit weg von euch verjagen und in 
ein drres und des Land verstoen, seinen Vortrab in das Ostmeer und 
seine Nachhut in das Westmeer, da Gestank von ihm aufsteigen, und 
Modergeruch von ihm emporsteigen soll; denn er hat ungewhnliches verbt!
JOE 2:21 Sei getrost, o Land, juble und freue dich; denn Jahwe hat 
Ungewhnliches getan!
JOE 2:22 Seid getrost, ihr Tiere des Feldes; denn es grnen die Auen der 
Trist, denn die Bume tragen ihre Frucht: Feigenbaum und Weinstock geben 
reichen Ertrag.
JOE 2:23 Auch ihr Anwohner des Zion, jubelt und freut euch in Jahwe, eurem 
Gott; denn er spendet euch den Regengu in rechtem Ma, er sendet euch 
Regen hernieder, Frhregen und Sptregen fr's erste.
JOE 2:24 Es fllen sich die Tennen mit Getreide, und die Keltern strmen 
ber von Most und l.
JOE 2:25 Ich leiste euch vollen Ersatz fr die Jahre, die die 
Heuschrecken, die Fresser, Abschler und Nager aufgezehrt haben, - mein 
groes Heer, da ich gegen euch loslie.
JOE 2:26 Ihr sollt reichlich zu essen haben und satt werden und sollt den 
Namen Jahwes, eures Gottes, preisen, der wunderbar an euch gehandelt hat, 
und in Zukunft soll mein Volk nimmermehr zu Schanden werden.
JOE 2:27 Ihr sollt inne werden, da ich inmitten Israels bin; bin ich doch 
Jahwe, euer Gott, auerdem es keinen giebt, und in alle Zukunft soll mein 
Volk nimmermehr zu Schanden werden!
JOE 3:1 Darnach aber werde ich ber alles Fleisch meinen Geist ausgieen; 
da werden eure Shne und eure Tchter prophezeien, eure Greise werden 
Trume haben und eure Jnglinge Gesichte schauen.
JOE 3:2 Sogar ber Sklaven und Sklavinnen werde ich in jenen Tagen meinen 
Geist ausgieen.
JOE 3:3 Ich werde Wunderzeichen am Himmel und auf Erden erscheinen lassen: 
Blut und Feuer und Rauchsulen.
JOE 3:4 Die Sonne wird sich in Finsternis Wandeln und der Mond in Blut vor 
dem Anbruche des groen und schrecklichen Tages Jahwes.
JOE 3:5 Aber ein jeder, der den Namen Jahwes anruft, wird gerettet werden. 
Denn auf dem Berge Zion und zu Jerusalem soll Rettung sein, wie Jahwe 
gesagt hat, und unter den brigen fr den, den Jahwe beruft.
JOE 4:1 Denn frwahr, in jenen Tagen und in jener Zeit, wo ich das 
Geschick Judas und Jerusalems wandeln werde,
JOE 4:2 will ich alle Nationen versammeln und sie in das Tal Josaphat 
hinunterfhren, um dort mit ihnen ins Gericht zu gehen wegen meines Volks 
und meines Erbteils Israel, weil sie es unter die Heiden versprengt und 
mein Land zerstckt haben;
JOE 4:3 weil sie die Angehrigen meines Volkes verlosten, den Knaben fr 
eine Hure hingaben und das Mdchen um Wein verhandelten und zechten.
JOE 4:4 Was habt ihr doch an mir zu suchen, Tyrus und Sidon und all' ihr 
Bezirke Philistas! Wollt ihr mir etwa heimzahlen, was man euch zugefgt 
hat, oder wolltet ihr mir etwas zufgen? In schnellster Eile lasse ich 
euer Thun auf euer haupt zurckfallen.
JOE 4:5 Habt ihr mir doch mein Silber und mein Gold geraubt und meine 
schnsten Kleinodien in eure Tempel gebracht.
JOE 4:6 Juder und Jerusalemer habt ihr an die Jonier verkauft, um sie 
weit von ihrer Heimat zu entfernen.
JOE 4:7 Frwahr, ich werde sie aufstren von dem Ort, wohin ihr sie 
verkauftet, und werde euer Tun auf euer Haupt zurckfallen lassen.
JOE 4:8 Ich verkaufe euer Shne und eure Tchter den Judern, die werden 
sie den Sabern, einer weitentlegenen Nation verkaufen, denn Jahwe hat es 
geredet.
JOE 4:9 Lat den Aufruf unter den Nationen ergehen: Rstet euch zum 
heiligen Krieg! Feuert die Helden an! Alle Kriegsmnner sollen anrcken 
und zu Felde ziehen!
JOE 4:10 Schmiedet eure Karste zu Schwertern um und eure Winzermesser zu 
Lanzen! Der Schwchling rufe: Ein Held bin ich!
JOE 4:11 Eilt herbei und kommt, all' ihr Vlker ringsum, zum Sammelplatz! -
 Dorthin la, Jahwe, deine Helden niederfahren!
JOE 4:12 Die Vlker sollen sich anfeuern und heranziehen in das Tal 
Josaphat; denn dort will ich ber alle die Vlker ringsum zu Gerichte 
sitzen.
JOE 4:13 Legt die Sichel an, denn die Ernte ist gereift; kommt und 
stampft, denn die Kelter ist angefllt, die Kufen strmen ber, denn ihre 
Missethat ist gro!
JOE 4:14 Scharen an Scharen erscheinen im Thale der Entscheidung; denn 
nahe bevor steht der Tag Jahwes im Thale der Entscheidung.
JOE 4:15 Sonne und Mond haben sich verfinstert, und die Sterne ihren Glanz 
verloren.
JOE 4:16 Jahwe aber brllt vom Zion her und aus Jerusalem lt er seine 
Stimme erschallen, soda Himmel und Erde erzittern aber eine Zuflucht ist 
Jahwe seinem Volk und eine feste Burg den Israeliten.
JOE 4:17 Ihr sollt inne werden, da ich Jahwe, euer Gott, bin, der ich auf 
dem Zion wohne, meinem heiligen Berge! Jerusalem aber wird heilig sein, 
und Fremde werden es nie mehr durchziehen.
JOE 4:18 Dann werden an jenem Tage die Berge von Most triefen; die Hgel 
von Milch berflieen, und alle Bche Judas von Wasser berflieen. Eine 
Quelle wird im Tempel Jahwes entspringen und das Akazienthal bewssern.
JOE 4:19 gypten wird zur Wste werden und Edom zu einer wsten Trist, 
wegen der Frevelthat an den Judern, weil sie unschuldiges Blut in ihrem 
Lande vergossen.
JOE 4:20 Juda aber wird immerdar bewohnt sein, und Jerusalem bis auf die 
sptesten Geschlechter.
JOE 4:21 Ich werde ihr Blut rchen, das ich noch nicht gercht habe, und 
Jahwe bleibt auf dem Zion wohnen!
AMO 1:1 Die Worte des Amos, der zu den Herdenbesitzern von Thekoa gehrte, 
die er ber Israel geschaut hat zur Zeit des judischen Knigs Usia und 
zur Zeit des israelitischen Knigs Jerobeam, des Sohnes des Joas, zwei 
Jahre vor dem Erdbeben.
AMO 1:2 Und er sprach: Jahwe wird strafen, sowohl die Israel benachbarten 
Vlker als auch besonders Israel selbst. Jahwe brllt vom Zion her und aus 
Jerusalem lt er seine Stimme erschallen. Da werden die Auen der Hirten 
verwelken, und der Gipfel des Karmel verdorren.
AMO 1:3 So spricht Jahwe: Wegen der drei, ja vier Schandthaten der Aramer 
von Damaskus will ich's nicht rckgngig machen - weil sie Dreschschlitten 
mit eisernen Schneiden ber Gilead haben fahren lassen.
AMO 1:4 Darum werde ich Feuer gegen das Reich Hasaels entsenden, das soll 
die Burgen Benhadads verzehren.
AMO 1:5 Ich werde den Riegel von Damaskus zerbrechen und die Bewohner 
ausrotten aus dem Frevelthal und den Szeptertrger aus dem Lusthause, und 
das Volk der Aramer soll nach Kir in die Verbannung gehen, spricht Jahwe.
AMO 1:6 So spricht Jahwe: Wegen der drei, ja vier Schandthaten der 
Philister von Gaza will ich's nicht rckgngig machen - weil sie gleich 
ganze Ortschaften hinweggefhrt haben, um sie an die Edomiter auszuliefern.
AMO 1:7 Darum werde ich Feuer gegen die Mauern Gazas entsenden, das soll 
ihre Burgen verzehren.
AMO 1:8 Ich werde die Bewohner aus Asdod ausrotten und den Szeptertrger 
aus Askalon und dann meine Hand umwenden gegen Ekron, da der Rest der 
Philister zu Grunde gehen soll, spricht der Herr Jahwe.
AMO 1:9 So spricht Jahwe: Wegen der drei, ja vier Schandthaten der 
Phnizier von Tyrus will ich's nicht rckgngig machen - weil sie gleich 
ganze Ortschaften gefangen an die Edomiter ausgeliefert haben und des 
Bruderbundes nicht eingedenk waren.
AMO 1:10 Darum werde ich Feuer gegen die Mauer von Tyrus entsenden, das 
soll ihre Burgen verzehren.
AMO 1:11 So spricht Jahwe: Wegen der drei, ja vier Schandthaten der 
Edomiter will ich's nicht rckgngig machen - weil sie mit dem Schwert ihr 
Brudervolk verfolgt und beharrlich ihr Mitgefhl erstickt haben, weil sie 
bestndig in ihrem Zorne verharrten und ihren Ingrimm niemals fahren 
lieen.
AMO 1:12 Darum werde ich Feuer gegen Theman entsenden, das soll die Burgen 
von Bosra verzehren.
AMO 1:13 So spricht Jahwe: Wegen der drei, ja vier Schandthaten der 
Ammoniter will ich's nicht rckgngig machen - weil sie die Schwangeren in 
Gilead aufgeschlitzt haben, um ihr Gebiet zu erweitern.
AMO 1:14 Darum werde ich Feuer gegen die Mauer von Rabba entsenden, das 
soll ihre Burgen verzehren, unter Kriegsgeschrei am Tage der Schlacht, 
unter Sturm am Tage des Unwetters.
AMO 1:15 Und Milkom mu in Gefangenschaft wandern, seine Priester und 
Oberen miteinander, spricht Jahwe.
AMO 2:1 So spricht Jahwe: Wegen der drei, ja vier Schandthaten der 
Moabiter will ich's nicht rckgngig machen - weil sie die Gebeine des 
Knigs von Edom zu Kalk verbrannt haben.
AMO 2:2 Darum werde ich Feuer gegen Moab entsenden, das soll die Burgen 
von Kerijoth verzehren. Und die Moabiter sollen im Kriegsgetmmel 
umkommen, unter Kriegsgeschrei, bei Posaunenschall;
AMO 2:3 ich will den Regenten aus ihrer Mitte hinwegtilgen und alle ihre 
Oberen mit ihm tten, spricht Jahwe.
AMO 2:4 So spricht Jahwe: Wegen der drei, ja vier Schandthaten der Juder 
will ich's nicht rckgngig machen - weil sie die Weisung Jahwes verworfen 
und seine Satzungen nicht gehalten haben, sondern von ihren Lgengtzen 
sich verfhren lieen, denen schon ihre Vter nachgefolgt sind.
AMO 2:5 Darum werde ich Feuer gegen Juda entsenden, das soll die Burgen 
von Jerusalem verzehren.
AMO 2:6 So spricht Jahwe: Wegen der drei, ja vier Schandthaten der 
Israeliten will ich's nicht rckgngig machen - weil sie fr Geld den 
Rechtschaffenen verkaufen und den Drftigen um eines Paars Schuhe willen,
AMO 2:7 sie, die nach den Erdkrmchen auf den Kpfen der Geringen gieren 
und die Demtigen ins Unglck strzen, die sich, Vater und Sohn, zur Metze 
begeben, um meinen heiligen Namen zu entweihen,
AMO 2:8 die sich neben jedem Altar auf gepfndete Gewnder strecken und 
Strafwein trinken im Tempel ihres Gottes!
AMO 2:9 Und doch war ich es, der die Amoriter vor ihnen vertilgt hat, 
deren Gre wie die der Cedern war und die so stark waren wie die Eichen: 
Ich vertilgte ihre Frucht oben und ihre Wurzel drunten.
AMO 2:10 Ich war es, der euch aus gypten hergefhrt und euch vierzig 
Jahre lang in der Wste geleitet hat, damit ihr das Land der Amoriter in 
Besitz nhmet!
AMO 2:11 Von euren Shnen lie ich welche als Propheten und von euren 
Jnglingen als Nasirer auftreten. Ist dem etwa nicht so, ihr Israeliten? 
ist der Spruch Jahwes.
AMO 2:12 Aber ihr gabt den Nasirern Wein zu trinken und den Propheten 
befahlt ihr: Ihr drft nicht weissagen!
AMO 2:13 Nun will ich meinerseits euch quetschen in eurem Lande, wie der 
Dreschwagen die mit Garben gefllte Tenne quetscht,
AMO 2:14 da dem Schnellen die Flucht vergeht, und der Starke seine Kraft 
nicht zu behaupten vermag, da weder der Krieger sein Leben rettet,
AMO 2:15 noch der Bogenschtze Stand hlt, da sich weder der Schnelle 
durch seine Fe rettet, noch der Reiter sein Leben rettet.
AMO 2:16 Und bleibt einer festes Muts unter den Kriegern, - nackt soll er 
fliehen an jenem Tag! ist der Spruch Jahwes.
AMO 3:1 Hrt dies Wort, das Jahwe wider euch, ihr Israeliten, geredet hat, 
wider das ganze Volk, das ich aus gypten hergefhrt habe; es lautet also:
AMO 3:2 Von allen Vlkern der Erde habe ich nur euch erwhlt; eben darum 
werde ich alle eure Verschuldungen an euch heimsuchen!
AMO 3:3 Wandern wohl zwei miteinander, auer wenn sie zusammengetroffen 
sind?
AMO 3:4 Brllt wohl der Lwe im Wald, ohne da er einen Raub vor sich hat? 
Lt der Jungleu seine Stimme aus seinem Lager erschallen, auer wenn er 
einen Fang gemacht hat?
AMO 3:5 Gert wohl ein Vogel in die Falle am Boden, ohne da eine Schlinge 
fr ihn da ist? Springt wohl eine Falle vom Boden auf, ohne da sie 
wirklich fngt?
AMO 3:6 Oder wird die Posaune in einer Stadt geblasen, ohne da die Leute 
zusammenfahren? Oder geschieht in einer Stadt ein Unglck ohne da Jahwe 
es verursacht hat?
AMO 3:7 Nein! Der Herr Jahwe thut nichts, ohne da er seinen Entschlu 
seinen Knechten, den Propheten, geoffenbart hat.
AMO 3:8 Hat der Lwe gebrllt - wer sollte sich da nicht frchten? Hat der 
Herr Jahwe geredet - wer mte da nicht weissagen?
AMO 3:9 Ruft ber die Burgen in Asdod und die Burgen in gypten hin und 
gebietet: Versammelt euch nach den Bergen um Samaria und schaut die vielen 
Unruhen darin und die Bedrckungen in seiner Mitte!
AMO 3:10 Sie verstehen ja nicht redlich zu handeln, ist der Spruch Jahwes, 
sie, die Frevel und Vergewaltigung in ihren Burgen anhufen.
AMO 3:11 Darum spricht der Herr Jahwe also: Feinde werden das Land 
umringen und deine Bollwerke von dir hinabstrzen, da deine Burgen 
geplndert werden.
AMO 3:12 So spricht Jahwe: Wie ein Hirt aus dem Rachen eines Lwen ein 
Paar Unterschenkel oder ein Ohrlppchen rettet, so soll den Israeliten 
Rettung zu teil werden, die in Samarien in der Ecke des Lagers sitzen und 
auf der Decke des Diwans.
AMO 3:13 Hrt und bezeugt es gegen das Haus Jakob, ist der Spruch des 
Herrn Jahwe, des Gottes der Heerscharen:
AMO 3:14 Frwahr, wenn ich die Schandthaten der Israeliten an ihnen 
heimsuche, dann will ich sie an den Altren Bethels heimsuchen, da die 
Altarhrner abgehauen werden und zu Boden fallen.
AMO 3:15 Dann will ich die Winterhuser samt den Sommerhusern 
zerschlagen, da die Elfenbeinhuser zu Grunde gehen, und viele Huser 
verschwinden sollen, ist der Spruch Jahwes.
AMO 4:1 Hrt dieses Wort, ihr Basanskhe auf dem Berge Samarias, die die 
Geringen bedrcken, die Drftigen zermalmen, die zu ihren Herren sprechen: 
Schaff' uns zu trinken!
AMO 4:2 Der Herr Jahwe hat bei seiner Heiligkeit geschworen: Frwahr, es 
sollen Tage ber euch kommen, da wird man euch an Angeln bis auf die 
Letzten an Fischhaken emporziehen.
AMO 4:3 Dann werdet ihr durch die Breschen hinauslaufen, eine jede stracks 
vor sich hin, und werdet eure Gtzen wegwerfen, ist der Spruch Jahwes.
AMO 4:4 Zieht nur nach Bethel und verbt Schandthaten! Zieht nur nach dem 
Gilgal und verbt viele Schandthaten! Bringt nur am Morgen eure 
Schlachtopfer, am dritten Tag eure Zehnten dar!
AMO 4:5 Verbrennt nur gesuerte Brote als Dankopfer und fordert mit lautem 
Ruf zu freiwilligen Gaben auf! Denn so thut ihr gern, ihr Israeliten! ist 
der Spruch des Herrn Jahwe.
AMO 4:6 Wohl erhielt ich euch die Zhne blank in allen euren Stdten und 
lie es an Brot in allen euren Wohnsitzen mangeln, und doch habt ihr euch 
nicht zu mir bekehrt, ist der Spruch Jahwes.
AMO 4:7 Wohl verweigerte ich euch den Regen, als noch drei Monate bis zur 
Ernte waren, und lie wiederholt auf die eine Stadt Regen fallen, auf die 
andere Stadt nicht - das eine Feld wurde vom Regen getroffen, whrend das 
andere Feld, das der Regen nicht traf, verdorrte -;
AMO 4:8 wohl wankte man wiederholt aus zwei, drei Stdten zu einer Stadt, 
um Wasser zu trinken, ohne da man seinen Durst stillte. Und doch habt ihr 
euch nicht zu mir bekehrt, ist der Spruch Jahwes.
AMO 4:9 Ich strafte euch mit Brand und mit Rost; ich lie eure Grten und 
Weinberge vertrocknen; eure Feigenbume und lbume fraen die 
Heuschrecken ab. Und doch habt ihr euch nicht zu mir bekehrt, ist der 
Spruch Jahwes.
AMO 4:10 Ich sandte eine Pest unter euch wie einst gegen gypten; ich 
erschlug eure kriegstchtige Mannschaft mit dem Schwert; dazu wurden euch 
eure Rosse weggenommen, und ich lie euch den Gestank eures Lagers gerade 
in die Nase steigen. Und doch habt ihr euch nicht zu mir bekehrt, ist der 
Spruch Jahwes.
AMO 4:11 Ich bewirkte einen Umsturz unter euch, so wie Gott einst Sodom 
und Gomorrha umstrzte, da ihr einem aus dem Brande geretteten 
Holzscheite glicht. Und doch habt ihr euch nicht zu mir bekehrt, ist der 
Spruch Jahwes.
AMO 4:12 Darum werde ich also mit dir verfahren, Israel: - weil ich denn 
solches an dir thun will, so bereite dich, Israel, deinem Gotte 
gegenberzutreten!
AMO 4:13 Denn frwahr, es ist einer, der die Berge gebildet und den Wind 
geschaffen hat, der dem Menschen kundgiebt, was er im Sinne hat, der das 
Morgenrot in Dunkel verwandelt und ber die Hhen der Erde dahinschreitet, 
- Jahwe, Gott der Heerscharen, ist sein Name!
AMO 5:1 Hrt diesen Spruch, den ich als Totenklage ber euch anhebe, ihr 
Israeliten!
AMO 5:2 Gefallen ist, nicht kann wieder aufstehen die Jungfrau Israel! Sie 
ist auf ihr Land niedergeworfen, keiner richtet sie auf!
AMO 5:3 Denn so spricht der Herr Jahwe: Die Stadt, die tausend Krieger 
stellt, wird hundert brig behalten, und die, die hundert stellt, wird 
zehn brig behalten im Reiche Israel.
AMO 5:4 Denn so spricht Jahwe zum Reiche Israel: Fragt nach mir, damit ihr 
am Leben bleibt!
AMO 5:5 Aber fragt nicht nach Bethel! Gilgal sollt ihr nicht besuchen und 
nach Beerseba nicht hinberziehen! Denn Gilgal mu in die Gefangenschaft 
wandern, und Bethel soll zu nichte werden.
AMO 5:6 Fragt nach Jahwe, damit ihr am Leben bleibt! Sonst wird er wie 
Feuer den Stamm Joseph berfallen und ihn verzehren, ohne da ein Lscher 
fr Bethel ersteht, -AMO 5:7 Sie, die das Recht in Wermut verkehren und 
gerechte Sache zu Boden werfen,
AMO 5:8 er, der das Siebengestirn und den Orion geschaffen hat, der tiefe 
Nacht in Morgen wandelt und den Tag zur Nacht verfinstert, der die Wasser 
des Meers herbeirief und ber die Erdflche hin sich ergieen lie: Jahwe 
ist sein Name!
AMO 5:9 Er lt Verwstung aufleuchten ber Starke und Verwstung, die 
ber Festungen kommt.
AMO 5:10 sie hassen den, der im Thore fr das Recht eintritt, und 
verabscheuen den, der die Wahrheit redet.
AMO 5:11 Darum, weil ihr die Geringen niedertretet und Geschenke an Korn 
von ihnen nehmt, sollt ihr wohl Huser aus Quadersteinen bauen, aber nicht 
darin wohnen, sollt ihr wohl kstliche Weinberge anlegen, aber keinen Wein 
von ihnen trinken.
AMO 5:12 Denn ich wei wohl: zahlreich sind eure Schandthaten und eurer 
Snden gar viel! Ihr bedrngt die Unschuldigen, nehmt Bestechung an und 
beugt das Recht der Drftigen im Thor.
AMO 5:13 Darum schweigt der Kluge in solcher Zeit, denn es ist eine bse 
Zeit.
AMO 5:14 Fragt nach dem Guten und nicht nach dem Bsen, damit ihr am Leben 
bleibt! Dann erst wrde Jahwe, der Gott der Heerscharen, mit euch sein, 
wie ihr gesagt habt.
AMO 5:15 Hat das Bse und liebt das Gute; richtet das Recht im Thor auf! 
Vielleicht wird sich dann Jahwe, der Gott der Heerscharen, des Restes 
Josephs erbarmen!
AMO 5:16 Darum spricht Jahwe, der Gott der Heerscharen, der Herr, also: 
Auf allen Pltzen soll Wehklagen herrschen, und in allen Straen soll man 
rufen: o weh! o weh! Die Bauern sollen die Klagekundigen zum Trauern und 
Wehklagen aufrufen,
AMO 5:17 und in allen Weinbergen soll Wehklagen herrschen, wenn ich mitten 
durch euch dahinschreiten werde, spricht Jahwe.
AMO 5:18 Wehe denen, die sich den Tag Jahwes herbeiwnschen! Was soll euch 
doch der Tag Jahwes? Er ist ja Finsternis, nicht Licht! -AMO 5:19 wie wenn 
jemand, der einem Lwen entflieht, von einem Bren gestellt wird und, wenn 
er endlich nach Hause gelangt ist und sich mit der Hand gegen die Wand 
lehnt, von einer Schlange gebissen wird.
AMO 5:20 Ja! Finsternis ist der Tag Jahwes und nicht Licht, dunkel und 
glanzlos!
AMO 5:21 Ich hasse, ich verachte eure Feste und mag nicht riechen eure 
Festversammlungen.
AMO 5:22 Wenn ihr mir Brandopfer und eure Gaben darbringt, so nehme ich's 
nicht gndig auf, und wenn ihr mir ein Heilsopfer von euren Mastklbern 
herrichtet, so sehe ich nicht hin.
AMO 5:23 Hinweg von mir mit dem Geplrre deiner Lieder; das Rauschen 
deiner Harfen mag ich nicht hren!
AMO 5:24 Mge vielmehr Recht sprudeln wie Wasser, und Gerechtigkeit wie 
ein nimmer versiegender Bach!
AMO 5:25 Brachtet ihr mir etwa in der Steppe vierzig Jahre hindurch 
Schlachtopfer und Gaben dar, ihr Israeliten?
AMO 5:26 So sollt ihr denn nun den Sikkut, euren Knig, und den Stern 
eures Gottes, den Kewan, eure Bilder, die ihr euch gemacht habt, auf den 
Nacken nehmen,
AMO 5:27 und ich will euch bis ber Damaskus hinaus in die Verbannung 
fhren, spricht Jahwe - Gott der Heerscharen ist sein Name!
AMO 6:1 Wehe ber die Sorglosen auf dem Zion und die Sicheren auf dem 
Berge von Samaria, die den Adel des vornehmsten der Vlker bilden, und 
denen das Reich Israel zustrmt!
AMO 6:2 Seht nur hinber nach Kalne und seht euch um, und weiter von da 
nach der groen Stadt Hamath und steigt nach Gath in Philista hinab: Seid 
ihr besser, als diese Knigreiche, oder ist euer Gebiet grer, als ihr 
Gebiet?
AMO 6:3 Sie whnen den bsen Tag fern und rcken die Herrschaft der 
Gewaltthat herbei.
AMO 6:4 Sie liegen auf Lagern von Elfenbein und rkeln sich auf ihrem 
Diwan. Sie verzehren fette Lmmer, die von der Herde, und junge Rinder, 
die aus der Hrde kommen.
AMO 6:5 Sie girren zur Harfe, bilden sich ein, wie David zu spielen.
AMO 6:6 Sie trinken den Wein aus Sprengschalen und versalben das beste l -
 aber um den Schaden Josephs grmen sie sich nicht!
AMO 6:7 Darum sollen sie nun an der Spitze der Verbannten in die 
Verbannung ziehen, und das Gekreische der sich Rkelnden soll ein Ende 
haben!
AMO 6:8 Der Herr Jahwe hat bei sich selbst geschworen, ist der Spruch 
Jahwes, des Gottes der Heerscharen: Ich verabscheue den Hochmut Jakobs, 
ich hasse seine Burgen und gebe preis die Stadt und was sie fllt.
AMO 6:9 Wenn dann zehn Leute in einem Hause brig bleiben, so sollen sie 
sterben;
AMO 6:10 und wenn ihn dann sein Oheim und Bestatter aufnimmt, um den 
Leichnam aus dem Hause zu schaffen, und zu dem, der im innersten Winkel 
des Hauses ist, sagt: Ist noch jemand bei dir? und dieser antwortet: Nein! 
so wird er sagen: Still! Denn der Name Jahwes darf nicht erwhnt werden.
AMO 6:11 Denn frwahr, Jahwe wird Befehl geben und er wird die groen 
Huser in Trmmer schlagen und die kleinen Huser in Stcke.
AMO 6:12 Laufen etwa Rosse ber Klippen, oder kann man mit Rindern das 
Meer pflgen, da ihr das Recht in Gift verwandelt habt und die Frchte der 
Gerechtigkeit in Wermut -AMO 6:13 indem ihr eure Freude an einem Trugbild 
habt, indem ihr denkt: Aus eigner Kraft sind wir eine Macht geworden!
AMO 6:14 Denn frwahr, ich lasse wieder euch, ihr Israeliten, ist der 
Spruch Jahwes, des Gottes der Heerscharen, ein Volk auftreten, das soll 
euch bedrngen von da, wo es nach Hamath hineingeht, bis zum Steppenbach.
AMO 7:1 Folgendes lie mich der Herr Jahwe in einem Gesichte schauen: 
Heuschreckenlarven waren da, als die Sommersaat zu wachsen begann; es war 
aber Sommersaat nach der Schur des Knigs.
AMO 7:2 Als die das grne Kraut des Landes ganz und gar abgefressen 
hatten, da bat ich: Herr Jahwe, vergieb doch! Wie wird Jakob bestehen 
knnen? Er ist ja so gering!
AMO 7:3 Da lie es sich Jahwe gereuen. Es soll nicht geschehen! sprach 
Jahwe.
AMO 7:4 Folgendes lie mich der Herr Jahwe in einem Gesichte schauen: Der 
Herr Jahwe befahl, mit Feuer zu strafen. Das fra die Wasser der groen 
Tiefe auf; als es aber das Eigentum Jahwes fressen wollte,
AMO 7:5 da bat ich: Herr Jahwe, la doch ab! Wie wird Jakob bestehen 
knnen? Er ist ja so gering!
AMO 7:6 Da lie es sich Jahwe gereuen. Auch das soll nicht geschehen! 
sprach Jahwe.
AMO 7:7 Folgendes lie mich der Herr Jahwe in einem Gesichte schauen: Der 
Herr stand da auf einer nach dem Bleilot gebauten Mauer und hielt ein 
Bleilot in der Hand.
AMO 7:8 Da sprach Jahwe zu mir: Was schaust du, Amos? Ich antwortete: ein 
Bleilot. Da sprach der Herr: Frwahr, ich werde inmitten meines Volkes 
Israel ein Bleilot anlegen; ich will ihm nicht noch einmal vergeben!
AMO 7:9 Die Hhen Isaaks sollen verwstet, und die heiligtmer Israels 
sollen zerstrt werden, und gegen das haus Jerobeams will ich mich mit dem 
Schwert erheben!
AMO 7:10 Da lie Amazja, der Priester von Bethel, Jerobeam, dem Knige von 
Israel, Folgendes melden: Amos meutert wider dich mitten im Reich Israel; 
das Land ist nicht im stande, alle seine reden zu ertragen.
AMO 7:11 Denn so hat Amos gesprochen: Durch das Schwert wird Jerobeam 
sterben, und Israel mu aus seinem Land in die Verbannung wandern!
AMO 7:12 Darauf sprach Amazja zu Amos: Seher, auf! flchte dich in das 
Land Juda! Erwirb dir dort dein Brot, und tritt dort als Prophet auf!
AMO 7:13 Aber in Bethel darfst du fortan nicht als Prophet auftreten; denn 
dies ist ein knigliches Heiligtum und ein Reichstempel!
AMO 7:14 Da antwortete Amos und sprach zu Amazja: Ich bin kein Prophet und 
keiner von der Prophetenzunft, sondern ein Rinderhirt bin ich und zchte 
Maulbeerfeigen.
AMO 7:15 Aber Jahwe hat mich hinter der Herde weggeholt und Jahwe sprach 
zu mir: Gehe hin und tritt gegen mein Volk Israel als Prophet auf!
AMO 7:16 So hre denn das Wort Jahwes: Du sprichst: Du darfst nicht als 
Prophet wider Israel auftreten, noch deine rede wider das Haus Isaaks 
ergieen!
AMO 7:17 Darum spricht Jahwe also: Dein Weib soll in der Stadt zur Hure 
werden, deine Shne und deine Tchter aber sollen durchs Schwert fallen. 
Dein grund und Boden soll mit der Meschnur verteilt werden, du selbst 
aber auf unreinem Boden sterben. Und Israel mu aus seinem Land in die 
verbannung wandern!
AMO 8:1 Folgendes lie mich der Herr Jahwe in einem Gesichte schauen: Da 
war ein Korb mit Herbstfrchten.
AMO 8:2 Da fragte er mich: Was schaust du, Amos? Ich antwortete: Einen 
Korb mit Herbstfrchten! Da sprach Jahwe zu mir: Es kommt der Herbst ber 
mein Volk Israel; ich will ihm nicht noch einmal vergeben!
AMO 8:3 Und heulen sollen jenes Tags die Sngerinnen in den Palsten, ist 
der Spruch des Herrn Jahwe. Zahlreich sind die Leichen! berall wirft man 
sie hin! Still!
AMO 8:4 Hrt dieses, die ihr den Drftigen nachstellt und die Notleidenden 
im Lande zu Grunde richtet,
AMO 8:5 indem ihr denkt: Wann geht der Neumond vorber, da wir Getreide 
verhandeln knnen, und wann der Sabbat, da wir Korn aufthun, da wir das 
Epha verkleinern, das Gewicht vergrern und betrgerisch die Wage 
flschen,
AMO 8:6 da wir fr Geld die Geringen kaufen und die Drftigen um eines 
Paars Schuhe willen und den Abfall vom Korn verhandeln?
AMO 8:7 Jahwe hat bei dem, der der Ruhm Jakobs ist, geschworen: frwahr, 
niemals will ich irgend eine ihrer Handlungen vergessen!
AMO 8:8 Soll deshalb nicht die Erde erzittern und, wer irgend sie bewohnt, 
in Trauer geraten, da sie berall sich hebt wie der Nil und wieder sinkt 
wie der Nil in gypten?
AMO 8:9 An jenem Tag, ist der Spruch des Herrn Jahwe, will ich die Sonne 
am Mittag untergehen lassen und auf die Erde am hellen Tage Finsternis 
senden.
AMO 8:10 Ich will eure Feste in Trauer verwandeln und alle eure Lieder in 
Totenklage, ber alle Hften das Trauergewand bringen und auf jedes Haupt 
die Glatze. Ich lasse es hergehen, wie bei der Trauer um den einzigen 
Sohn, und lasse es enden, wie wenn man einen bitteren Tag erlebt.
AMO 8:11 Frwahr, es sollen Tage kommen, ist der Spruch des Herrn Jahwe, 
da will ich einen Hunger in das Land senden, nicht Hunger nach Brot und 
nicht Durst nach Wasser, sondern einen Hunger, die Worte Jahwes zu hren,
AMO 8:12 da sie von einem Meere zum andern wanken und von Norden nach 
Osten umherschweifen sollen, um das Wort Jahwes zu suchen. Aber sie sollen 
keines finden!
AMO 8:13 An jenem Tage werden die schnen Jungfrauen und die 
kriegstchtigen Mnner vor Durst in Ohnmacht sinken!
AMO 8:14 Sie, die bei der Schuld Samarias schwren und sprechen: Sowahr 
dein Gott lebt, Dan! und sowahr dein Gott lebt, o Beerseba! - sie 
werden fallen und nicht wieder aufstehen.
AMO 9:1 Ich sah den Herrn am Altare stehen, und er befahl: Schlage an den 
Sulenknauf, da die Schwellen erbeben; zerschmettere und schleudere sie 
auf ihrer aller Haupt! Ich will sie bis auf den Letzten mit dem Schwert 
erschlagen; keiner von ihnen soll entfliehen, keiner von ihnen sich retten.
AMO 9:2 Wenn sie in die Unterwelt einbrechen, soll meine Hand sie von dort 
zurckholen, und wenn sie in den Himmel hinaufsteigen, will ich sie von 
dort herabstrzen.
AMO 9:3 Wenn sie sich auf dem Gipfel des Karmel verstecken, will ich sie 
dort ausfindig machen und zurckholen; und wenn sie sich auf dem Grunde 
des Meeres vor meinen Augen verbergen, will ich dort die Schlange 
entbieten, die soll sie beien.
AMO 9:4 Wenn sie vor ihren Feinden her in die Gefangenschaft wandern, will 
ich dort das Schwert entbieten, das soll sie erschlagen, und ich will mein 
Auge auf sie richten zum Bsen und nicht zum Guten!
AMO 9:5 Und der Herr Jahwe, der Gott der Heerscharen, der die Erde 
anrhrt, da sie zerschmilzt, und alle, die darauf wohnen, in Trauer 
geraten, da sie berall sich hebt wie der Nil und sinkt wie der Nil in 
gypten -AMO 9:6 der im Himmel sein Obergemach gebaut und sein Gewlbe auf 
die Erde gegrndet hat, der die Wasser des Meeres herbeirief und ber die 
Erdflche hin ausgo - Jahwe ist sein Name!
AMO 9:7 Seid ihr mir nicht wie die Kuschiten, ihr Israeliten? ist der 
Spruch Jahwes. Habe ich nicht Israel aus gypten hergefhrt und die 
Philister von Kaphtor und die Aramer aus Kir.
AMO 9:8 Die Augen des Herrn Jahwe richten sich gegen das sndige 
Knigreich, da ich es von der Oberflche der Erde hinwegtilge. Doch will 
ich das Haus Jakobs nicht ganz und gar vertilgen, ist der Spruch Jahwes.
AMO 9:9 Nein, ich will Weisung geben, da das Haus Israel unter allen 
Vlkern geschttelt werde, wie man in einem Siebe schttelt, ohne da ein 
Steinchen zur Erde fllt!
AMO 9:10 Alle Snder in meinem Volke sollen durchs Schwert fallen, die da 
whnen: Das Unglck wird uns nicht erreichen und nicht berraschen!
AMO 9:11 An jenem Tage werde ich die zerfallene Htte Davids wieder 
aufrichten und ihre Risse vermauern und ihre Trmmer aufrichten und sie 
wiederum bauen wie in den Tagen der Vorzeit,
AMO 9:12 damit sie den berrest Edoms und alle Vlker, ber die dereinst 
mein Name genannt ward, erobern - ist der Spruch Jahwes, der solches thun 
wird.
AMO 9:13 Dann sollen Tage kommen, ist der Spruch Jahwes, da holt der 
Pflger den Schnitter ein, und der Traubenkelterer den Semann. Da werden 
die Berge von Most triefen, und alle Hgel zerflieen.
AMO 9:14 Dann will ich das Geschick meines Volkes Israel wenden; sie 
werden verdete Stdte aufbauen und auch darin wohnen, Weinberge 
anpflanzen und auch den Wein davon trinken, Grten anlegen und auch ihre 
Frchte genieen.
AMO 9:15 Dann will ich sie einpflanzen in ihr Land, da sie nicht wieder 
aus ihrem Lande, das ich ihnen verliehen habe, herausgerissen werden - 
spricht Jahwe, dein Gott.
OBA 1:1 Die Offenbarung an Obadja. So spricht der Herr Jahwe ber Edom: 
Eine Kunde haben wir vernommen von Jahwe her, und eine Botschaft ward 
unter die Vlker gesandt: Auf! Lat uns aufbrechen, es zu bekriegen!
OBA 1:2 Frwahr, ich will dich klein machen unter den Vlkern, beraus 
verachtet wirst du sein!
OBA 1:3 Dein vermessener Sinn hat dich bethrt als einen, der in 
Felsenhngen wohnt, auf seinem hohen Sitze, der da denkt in seinem Sinn: 
Wer knnte mich zur Erde hinabstrzen!
OBA 1:4 Wenn du auch horstetest hoch wie der Adler, und wenn dein Nest 
zwischen die Sterne gesetzt wre, ich strzte dich von dort herab, ist der 
Spruch Jahwes.
OBA 1:5 Wenn dir Diebe ins Haus hineinkommen, wenn nchtliche Ruber - wie 
bist du zu Grunde gerichtet! - so rauben sie doch nur, bis sie befriedigt 
sind. Wenn dir Winzer in den Weinberg hineinkommen, lassen sie nicht eine 
Nachlese brig?
OBA 1:6 Wie ist aber Esau durchsucht, seine verborgensten rter 
durchstbert!
OBA 1:7 An die Grenze weisen dich alle, die deine Bundesgenossen waren. Es 
betrgen dich, berwltigen dich, die dir befreundet waren; die dein Brot 
aen, stellen dir Fallen, die nicht zu merken sind.
OBA 1:8 Frwahr! an jenem Tag, ist der Spruch Jahwes, werde ich die Weisen 
aus Edom hinwegtilgen und die Einsicht aus dem Gebirge Esaus.
OBA 1:9 Deine Helden, Theman, sollen verzagen, damit auch der letzte Mann 
aus dem Gebirge Esaus ausgerottet werde im Gemetzel.
OBA 1:10 Wegen der Frevelthat an deinem Bruder Jakob wirst du mit Schande 
bedeckt sein und bist du fr immer vernichtet.
OBA 1:11 Am Tage, da du ihm entgegen tratest, am Tage, da fremde Feinde 
sein Vermgen wegschleppten und Auslnder in seine Thore eindrangen und 
ber Jerusalem das Los warfen, warst auch du dabei, als ob du zu ihnen 
gehrtest.
OBA 1:12 Schau doch nicht so deine Lust am Unglckstage deines Bruders, am 
Tage seines Migeschicks, freue dich doch nicht so ber die Juder am Tage 
ihres Untergangs, und sperre doch nicht deinen Mund so weit auf am Tage 
der Bedrngnis!
OBA 1:13 Dringe doch nicht ein in das Thor meines Volks an ihrem 
Unglckstage, schau nicht auch du deine Lust an seinem Unheil an seinem 
Unglckstage und strecke doch nicht deine Hand aus nach seinem Gut an 
seinem Unglckstage!
OBA 1:14 Stelle dich doch nicht am Scheideweg auf, um seine Flchtlinge 
niederzumachen, und fange doch seine Entronnenen nicht ab am Tage der 
Bedrngnis!
OBA 1:15 Denn nahe ist der Tag des Gerichts Jahwes ber alle Vlker: Ganz 
wie du gehandelt hast, wird dir geschehen; deine Thaten fallen auf dein 
Haupt zurck!
OBA 1:16 Denn wie ihr getrunken habt auf meinem heiligen Berge, werden 
alle Vlker ohne Aufhren trinken; sie werden trinken und schlrfen und 
sollen werden wie solche, die nie gewesen.
OBA 1:17 Aber auf dem Berge Zion soll Rettung sein, und er soll als 
unantastbares Heiligtum gelten, und die vom Hause Jakobs werden ihre 
frheren Besitztmer einnehmen.
OBA 1:18 Das Haus Jakobs wird ein Feuer werden, und das Haus Josephs eine 
lodernde Flamme; das Haus Esaus aber wird zu Stoppeln werden, die werden 
sie anznden und verzehren, so da vom Hause Esaus nichts brig bleibt; 
denn Jahwe hat es geredet.
OBA 1:19 Die im Sdlande werden das Gebirge Esaus in Besitz nehmen, und 
die in der Niederung das Philisterland. Auch das Gefilde Ephraims und das 
Gefilde Samarias werden sie in Besitz nehmen, und Benjamin wird Gilead 
erobern.
OBA 1:20 Die aus dieser Festung gefangen weggefhrten Israeliten werden in 
Besitz nehmen, was den Kanaanitern gehrt bis nach Zarpath hin, und die 
aus Jerusalem weggefhrten, die in Sepharad sind, werden die Stdte des 
Sdlands in Besitz nehmen.
OBA 1:21 Retter werden auf den Berg Zion ziehen, um das Gebirge Esaus zu 
richten, und Jahwe wird die Knigsmacht erhalten.
JON 1:1 Es erging aber das Wort Jahwes an Jona, den Sohn Amittais, 
folgendermaen:
JON 1:2 Auf, begieb dich nach Nineve, der groen Stadt, und predige wider 
sie; denn ihre Bosheit ist heraufgekommen vor mich!
JON 1:3 Aber Jona machte sich auf, um vor Jahwe nach Tarsis zu fliehen, 
und als er hinab nach Japho gelangt war und ein Schiff gefunden hatte, das 
nach Tarsis gehen sollte, erlegte er das Fhrgeld und bestieg es, um mit 
ihnen nach Tarsis zu fahren und so Jahwe zu entrinnen.
JON 1:4 Jahwe aber sandte einen gewaltigen Wind auf das Meer, so da ein 
gewaltiger Sturm auf dem Meer entstand und das Schiff zu zerbrechen drohte.
JON 1:5 Da gerieten die Schiffer in Furcht und schrieen ein jeder zu 
seinem Gott. Und die Gerte, die im Schiffe waren, warfen sie ins Meer, um 
sich zu erleichtern. Jona aber war in den untersten Schiffsraum 
hinabgestiegen, hatte sich hingelegt und war fest eingeschlafen.
JON 1:6 Da trat der Schiffshauptmann zu ihm und sprach zu ihm: Was kommt 
dir bei, zu schlafen? Auf, rufe deinen Gott an! Vielleicht gedenkt dieser 
Gott unser, da wir nicht untergehen!
JON 1:7 Da sprachen sie zu einander: Wohlan, lat uns Lose werfen, da wir 
erfahren, durch wessen Schuld uns dieses Unheil widerfhrt! Als sie aber 
die Lose warfen, traf das Los Jona.
JON 1:8 Da sprachen sie zu ihm: Thue uns doch kund, durch wessen Schuld 
uns dieses Unheil widerfhrt! Was ist dein Gewerbe und wo kommst du her? 
Welches ist deine Heimat und von welchem Volke stammst du?
JON 1:9 Da sprach er zu ihnen: Ich bin ein Hebrer und verehre Jahwe, den 
Gott des Himmels, der das Meer und das Festland geschaffen hat.
JON 1:10 Da gerieten die Mnner in groe Furcht und sprachen zu ihm: Was 
hast du gethan! Die Mnner wuten nmlich, da er sich auf der Flucht vor 
Jahwe befand, denn er hatte es ihnen berichtet.
JON 1:11 Sodann fragten sie ihn: Was sollen wir mit dir anfangen, da sich 
das Meer beruhige und uns nicht lnger bedrohe? Denn das Meer tobte immer 
rger.
JON 1:12 Da sprach er zu ihnen: Nehmt mich und werft mich ins Meer, so 
wird sich das Meer beruhigen und euch nicht lnger bedrohen. Denn ich wei 
wohl, da euch dieser gewaltige Sturm um meinetwillen berfallen hat!
JON 1:13 Die Mnner strengten sich an, das Schiff wieder ans Land zu 
treiben, aber es gelang ihnen nicht; denn das Meer strmte immer rger 
gegen sie an.
JON 1:14 Da riefen sie Jahwe an und sprachen: Ach, Jahwe! La uns doch 
nicht umkommen um des Lebens dieses Mannes willen und la uns nicht 
unschuldig vergossenes Blut zur Last fallen! Denn du, Jahwe, thatest, wie 
es dir wohlgefiel!
JON 1:15 Hierauf nahmen sie Jona und warfen ihn ins Meer; da stand das 
Meer von seinem Toben ab. Die Mnner aber gerieten in groe Furcht vor 
Jahwe, brachten Jahwe ein Schlachtopfer und gelobten Gelbde.
JON 2:1 Jahwe aber beorderte einen groen Fisch, Jona zu verschlingen. Und 
Jona war im Leibe des Fisches drei Tage und drei Nchte.
JON 2:2 Da betete Jona im Leibe des Fisches zu Jahwe, seinem Gott,
JON 2:3 und sprach: Aus meiner Bedrngnis rief ich Jahwe an, da antwortete 
er mir; aus dem Schoe der Unterwelt schrie ich um Hilfe, und du hrtest 
mein Rufen.
JON 2:4 Du schleudertest mich in die Tiefe, mitten ins Meer, da die 
Strmung mich umringte; alle deine Wogen und Wellen berfluteten mich.
JON 2:5 Schon dachte ich: Ich bin aus deinen Augen verstoen! Werde ich je 
deinen heiligen Tempel wieder erblicken?
JON 2:6 Die Wasser umfingen mich und gingen mir bis ans Leben. Es umringte 
mich die Flut; Meergras war um mein Haupt geschlungen.
JON 2:7 Zu den tiefsten Grnden der Berge war ich hinabgefahren; der Erde 
Riegel umschlossen mich fr immer. Da zogst du mein Leben aus der Grube 
empor, Jahwe, mein Gott!
JON 2:8 Als meine Seele in mir verzagte, da gedachte ich an Jahwe, und 
mein Gebet drang zu dir in deinen heiligen Tempel.
JON 2:9 Die sich an die nichtigen Gtzen halten, die geben ihr Bestes 
preis.
JON 2:10 Ich aber will mit lautem Danke dir opfern; was ich gelobt, will 
ich bezahlen: von Jahwe kommt die Hilfe!
JON 2:11 Jahwe aber befahl dem Fisch, Jona ans Land zu speien.
JON 3:1 Hierauf erging das Wort Jahwes zum zweiten Male folgendermaen an 
Jona:
JON 3:2 Auf, begieb dich nach Nineve, der groen Stadt, und richte an sie 
die Predigt, die ich dir gebieten werde.
JON 3:3 Da machte sich Jona auf und begab sich nach Nineve, wie Jahwe 
befohlen hatte; Nineve aber war eine unmenschlich groe Stadt - drei 
Tagereisen lang.
JON 3:4 Und Jona fing an, in die Stadt hineinzugehen, eine Tagereise weit, 
predigte und sprach: Noch vierzig Tage, so wird Nineve zerstrt!
JON 3:5 Die Leute von Nineve aber glaubten Gotte, riefen ein Fasten aus 
und zogen Trauergewnder an, vom Grten bis zum Kleinsten.
JON 3:6 Und als die Kunde davon zum Knige von Nineve drang, erhob er sich 
von seinem Throne, legte seinen Mantel ab und hllte sich in ein 
Trauergewand; sodann setzte er sich in den Staub.
JON 3:7 Und er lie in Nineve ausrufen und gebieten: Auf Befehl des Knigs 
und seiner Groen wird Folgendes verordnet: Es sollen weder Menschen noch 
Vieh, weder Rinder noch Schafe irgend etwas genieen; sie drfen weder 
weiden, noch Wasser trinken.
JON 3:8 Vielmehr sollen sie sich - sowohl Menschen, als Vieh - in 
Trauergewnder hllen und mit aller Macht Gott anrufen, und sollen ein 
jeder von seinem schlimmen Wandel ablassen und von dem Frevel, der an 
ihren Hnden klebt.
JON 3:9 Vielleicht lenkt Gott ein und lt sich's gereuen und lt ab von 
seinem heftigen Zorn, da wir nicht untergehen!
JON 3:10 Als nun Gott ihr Thun gewahrte, da sie von ihrem schlimmen 
Wandel ablieen, da lie sich Gott das Unheil gereuen, das er ihnen 
angedroht hatte, und fgte es ihnen nicht zu.
JON 4:1 Das verdro Jona schwer, und er geriet in Zorn
JON 4:2 und betete zu Jahwe und sprach: Ach, Jahwe, das ist's ja, was ich 
sagte, als ich noch in meiner Heimat war, - eben dem hatte ich mit der 
Flucht nach Tarsis zuvorkommen wollen! Denn ich wute wohl, da du ein 
gndiger und barmherziger Gott bist, langsam zum Zorn und reich an Huld, 
und da du dich das Unheil gereuen lssest!
JON 4:3 So nimm doch nun, Jahwe, mein Leben dahin; denn es ist besser fr 
mich, ich sterbe, als da ich leben bleibe!
JON 4:4 Jahwe aber sprach: Bist du mit Recht so erzrnt?
JON 4:5 Hierauf verlie Jona die Stadt und nahm seinen Aufenthalt stlich 
von der Stadt. Daselbst machte er sich eine Htte und setzte sich darunter 
in den Schatten, um abzuwarten, was mit der Stadt geschehen wrde.
JON 4:6 Da beorderte Jahwe Gott einen Ricinus; der wuchs ber Jona empor, 
damit er Schatten ber seinem Haupte htte, und ihm von seinem Unmute 
geholfen wrde, und Jona hatte groe Freude ber den Ricinus.
JON 4:7 Als aber des anderen Tags die Morgenrte anbrach, beorderte Gott 
einen Wurm, der stach den Ricinus, da er verdorrte.
JON 4:8 Als nun die Sonne aufging, beorderte Gott einen glhenden Ostwind, 
und die Sonne stach Jona auf das Haupt, da er gnzlich ermattete. Da 
wnschte er sich den Tod und sprach: Es ist besser fr mich, ich sterbe, 
als da ich leben bleibe!
JON 4:9 Da sprach Gott zu Jona: Bist du mit Recht so erzrnt wegen des 
Ricinus? Er antwortete: Mit Recht zrne ich bis zum Tode!
JON 4:10 Jahwe aber sprach: Dich jammert des Ricinus, obschon du dich 
nicht um ihn gemht, noch ihn gro gezogen hast, der in einer Nacht 
entstand und in einer Nacht zu Grunde ging.
JON 4:11 Und mich sollte es nicht jammern Nineves, der groen Stadt, in 
der sich mehr als 120000 Menschen befinden, die nicht zwischen rechts und 
links zu unterscheiden wissen, und viele Tiere?
MIC 1:1 Das Wort Jahwes, das an Micha aus Moreseth erging, zur Zeit der 
judischen Knige Jotham, Ahas und Hiskia, das er ber Samaria und 
Jerusalem empfing.
MIC 1:2 Hrt, ihr Vlker alle! Merk' auf, o Erde, und was sie fllt! Und 
der Herr Jahwe mge Zeuge sein gegen euch, der Herr selbst von seinem 
heiligen Tempel aus.
MIC 1:3 Denn frwahr, Jahwe wird ausziehen von seinem Wohnsitz, wird 
herabsteigen und ber die Hhen der Erde dahinschreiten.
MIC 1:4 Da werden dann die Berge unter ihm schmelzen und die Ebenen sich 
spalten, wie Wachs vor dem Feuer, wie Wasser, das ber einen Abhang 
hinabstrzt.
MIC 1:5 Wegen der Verschuldung Jakobs geschieht das alles und wegen der 
Einde des Hauses Israel. Was ist die Verschuldung Jakobs? Nicht der 
Gtzendienst von Samaria? Und was ist die Snde Judas? Nicht der 
Gtzendienst von Jerusalem?
MIC 1:6 So will ich denn Samaria zu einem Steinhaufen auf dem Felde 
machen, zu Pflanzsttten fr Weinberge, und will seine Steine ins Thal 
hinabstrzen und seinen Grund blolegen.
MIC 1:7 Alle seine Schnitzbilder sollen zerschlagen, alle seine 
Weihgeschenke sollen verbrannt werden, und alle seine Gtzen will ich der 
Zerstrung berliefern; denn von Hurenlohn hat es sie zusammengebracht und 
zu Hurenlohn sollen sie wieder werden!
MIC 1:8 Darum will ich wehklagen und heulen, barfu und ohne Obergewand 
einhergehen, will ein Wehklagen anstellen wie die Schakale und ein Jammern 
wie die Straue.
MIC 1:9 Denn unheilbar sind die Schlge, die es treffen; ja, es dringt bis 
nach Juda, reicht bis an das Thor meines Volks, bis Jerusalem!
MIC 1:10 Meldet es doch in Gath, weinet, weinet doch nicht! In Bethleaphra 
bestreut euch mit Staub!
MIC 1:11 Zieht vorber, Bewohner von Saphir, in schmachvoller Ble! Die 
Bewohner von Zaanan wagen sich nicht heraus; die Wehklage von Beth-ha-ezel 
hindert euch, dort Aufenthalt zu nehmen!
MIC 1:12 Denn es zittern die Bewohner von Maroth um ihr Heil; ja, Unheil 
fhrt von Jahwe sogar auf die Thore Jerusalems herab.
MIC 1:13 Schirrt die Rosse an den Wagen, ihr Bewohner von Lachis! Das war 
die Hauptsnde der Bewohner Zions; ja, bei euch waren die bertretungen 
Israels zu finden!
MIC 1:14 Darum mut du Moreseth Gath den Abschied geben! Die Huser von 
Achsib enttuschen die Knige Israels.
MIC 1:15 Noch einmal lasse ich, ihr Bewohner von Maresa, den Eroberer ber 
euch kommen; bis Adullam werden die Groen Israels gelangen.
MIC 1:16 Schere dir die Haare und den Bart wegen deiner geliebten Kinder, 
schere dir eine Glatze so breit wie der Geier - denn sie mssen von dir 
fortwandern!
MIC 2:1 Wehe denen, die Heilloses planen und Schlimmes ins Werk setzen auf 
ihren Lagern, um es bei Anbruch des Morgens auszufhren, sobald es in 
ihrer Macht steht.
MIC 2:2 Begehren sie Felder, so reien sie sie an sich; oder Huser, so 
nehmen sie sie weg. Sie gehen mit Gewalt vor gegen die Person und ihre 
Habe, gegen den Herrn und sein Besitztum.
MIC 2:3 Darum spricht Jahwe also: Frwahr, ich plane Schlimmes wider dies 
Volk, dem ihr eure Hlse nicht entziehen und unter dem ihr nicht aufrecht 
einhergehen knnt; denn es wird eine schlimme Zeit sein!
MIC 2:4 An jenem Tage wird man ein Spottlied auf euch anheben und einen 
Klagegesang anstimmen also: Vllige Verheerung hat uns betroffen; das 
Eigentum meines Volks wird mit der Meschnur verteilt! Keiner, der es mir 
zurckgiebt! An unsere Fnger wird unser Feld verteilt!
MIC 2:5 Darum wirst du keinen haben, der die Meschnur zge ber ein 
Grundstck in der Gemeinde Jahwes.
MIC 2:6 Predige doch nicht! predigen sie. Man soll von diesen Dingen 
nicht predigen! Die Schmhungen hren nicht auf.
MIC 2:7 Welches Gerede, Haus Jakobs! Ist Jahwe etwa jhzornig, oder sind 
derart seine Handlungen? Meinen es seine Worte nicht vielmehr gut mit den 
Redlichen?
MIC 2:8 Aber lngst schon lehnt sich mein Volk als Feind auf. Vom 
Obergewande zieht ihr den Mantel weg denen, die arglos vorberziehen, die 
dem Streit abgeneigt sind.
MIC 2:9 Die Weiber meines Volks vertreibt ihr aus ihrem behaglichen Hause, 
beraubt ihre Kinder fr immer meines Schmucks.
MIC 2:10 Auf und fort mit euch! Denn hier ist eures Bleibens nicht mehr, 
wegen der Verunreinigung, die Verderben bringt und zwar heilloses 
Verderben.
MIC 2:11 Wenn jemand, der mit Wind und Trug umgeht, dir vorlge: Ich will 
dir von Wein und von Rauschtrank wahrsagen - das wre ein Wahrsager fr 
dieses Volk!
MIC 2:12 Sammeln, ja sammeln will ich, Jakob, alle die Deinen! Versammeln, 
ja versammeln will ich, was von Israel brig ist! Ich will sie vereinigen 
wie Schafe im Pferch, wie eine Herde auf der Trift, und es soll eine 
tosende Menschenmenge werden!
MIC 2:13 Vor ihnen her rckt der Durchbrecher an; sie durchbrechen und 
durchschreiten, sie ziehen zum Thore hinaus! Vor ihnen her schreitet ihr 
Knig hindurch, und Jahwe ist an ihrer Spitze.
MIC 3:1 Und ich sprach: Hrt doch, ihr Hupter Jakobs und ihr Gebieter des 
Hauses Israel! Ist's nicht an euch, das heilige Recht zu kennen?
MIC 3:2 Sie aber lassen das Gute dahinten und ziehen das Bse vor, reien 
den Leuten die Haut vom Leibe und das Fleisch von den Knochen.
MIC 3:3 Sie nhren sich von dem Fleische meines Volks; sie ziehen ihnen 
die Haut vom Leibe und zerbrechen ihnen die Knochen, zerlegen sie wie 
einen Braten im Topf, wie Fleisch im Kessel.
MIC 3:4 Dann werden sie zu Jahwe schreien, aber er wird sie nicht erhren 
und wird sein Angesicht vor ihnen verbergen in jener Zeit, dieweil sie 
schlimme Thaten verbt haben.
MIC 3:5 So spricht Jahwe wider die Propheten, die mein Volk in die Irre 
gefhrt haben, die, wenn ihre Zhne zu beien haben, Heil! rufen, aber 
gegen den, der ihnen nichts in den Mund giebt, den Krieg erklren.
MIC 3:6 Darum soll euch Nacht ohne Gesichte werden und Finsternis, da ihr 
nicht wahrsagen knnt; die Sonne soll den Propheten untergehen, und der 
Tag sich ihnen verfinstern.
MIC 3:7 Da werden dann die Seher zu Schanden werden, und die Wahrsager 
sich schmen mssen; sie alle werden ihren Bart verhllen, denn die 
gttliche Antwort bleibt aus!
MIC 3:8 Dagegen bin ich mit Kraft erfllt, nmlich mit dem Geiste Jahwes, 
und mit Recht und Strke, um Jakob seinen Abfall kund zu thun und Israel 
seine Snde.
MIC 3:9 Hrt doch dieses, ihr Hupter des Hauses Jakob und ihr Gebieter 
des Hauses Israel, die ihr das Recht verabscheut und alles Gerade krumm 
macht,
MIC 3:10 die ihr zion mit Blutvergieen baut und Jerusalem mit Frevel.
MIC 3:11 Seine Hupter sprechen fr Geschenke Recht, und ihre Priester 
erteilen Weisung fr Lohn; ihre Propheten wahrsagen fr Geld und verlassen 
sich dabei auf Jahwe, indem sie denken: Wir haben doch Jahwe in unserer 
Mitte, uns kann kein Unglck treffen!
MIC 3:12 Darum soll euretwegen Zion zum Feld umgepflgt und Jerusalem ein 
Trmmerhaufen und der Tempelberg zur bewaldeten Hhe werden!
MIC 4:1 In der letzten Zeit aber wird der Berg mit dem Tempel Jahwes 
festgegrndet stehen als der hchste unter den Bergen und ber die Hgel 
erhaben sein, und Vlker werden zu ihm strmen,
MIC 4:2 und viele Nationen sich aufmachen und sprechen: Auf, lat uns 
hinaufsteigen zum Berge Jahwes und zum Tempel des Gottes Jakobs, damit er 
uns ber seine Wege belehre, und wir auf seinen Pfaden wandeln! Denn von 
Zion wird Lehre ausgehen, und das Wort Jahwes von Jerusalem.
MIC 4:3 Und er wird zwischen vielen Vlkern richten und starken Nationen 
bis in weite Ferne Recht sprechen; und sie werden ihre Schwerter zu 
Karsten umschmieden und ihre Spiee zu Winzermessern. Kein Volk wird mehr 
gegen das andere das Schwert erheben, und nicht mehr werden sie den Krieg 
erlernen.
MIC 4:4 Ein jeder wird unter seinem Weinstock und unter seinem Feigenbaume 
sitzen, ohne da sie jemand aufschreckt! Denn der Mund Jahwes der 
Heerscharen hat es geredet.
MIC 4:5 Wenn alle die anderen Vlker im Namen ihres Gottes wandeln, so 
wandeln wir im Namen Jahwes, unseres Gottes, immer und ewiglich!
MIC 4:6 An jenem Tag, ist der Spruch Jahwes, will ich sammeln, was abseits 
geraten, und zusammenbringen, was versprengt ward, und die, denen ich 
Schaden gethan habe,
MIC 4:7 und will, was abseits geraten, am Leben erhalten, und was in die 
Ferne gekommen, zu einem zahlreichen Volke machen. Und Jahwe selbst wird 
Knig ber sie sein auf dem Berge Zion von nun an auf ewig.
MIC 4:8 An dich aber, Herdenthurm, Hgel der Zionsbewohner, an dich wird 
kommen und gelangen die frhere Herrschaft, das Knigtum der Bewohner 
Jerusalems!
MIC 4:9 Weshalb schreist du so laut? Giebt es keinen Knig in dir, oder 
ist dein Berater umgekommen, da dich Wehen erfassen wie eine Gebrende?
MIC 4:10 Winde dich und kreie, Zion, wie eine Begrende! Denn nun wirst 
du zur Stadt hinaus mssen und auf freiem Felde lagern und bis Babel 
gelangen. Dort wirst du Rettung erfahren, dort wird dich Jahwe aus der 
Hand deiner Feinde erlsen!
MIC 4:11 Jetzt aber haben sich viele Vlker wider dich versammelt, die da 
sprechen: Sie werde entweiht, damit sich unsere Augen an Zion weiden!
MIC 4:12 Sie aber wissen nichts von den Gedanken Jahwes und verstehn 
seinen Ratschlu nicht, da er sie zusammengebracht hat wie Garben auf die 
Tenne!
MIC 4:13 Auf und drisch, Zionsvolk! Denn ich will dein Horn eisern machen 
und deine Klauen will ich ehern machen, damit du viele Vlker zermalmest. 
Alsdann wirst du Jahwe ihren Raub weihen und ihre Schtze dem Herrn der 
ganzen Erde.
MIC 4:14 Nun ritze dir die Haut! Einen Wall hat er um uns gezogen. Mit der 
Rute werden sie den Richter Israels auf die Backe schlagen.
MIC 5:1 Doch du, Bethlehem Ephrath, obgleich du nur klein bist in der 
Reihe der Gaustdte Judas, du sollst mir die Heimat dessen sein, der 
Herrscher ber Israel werden soll, und dessen Herkunft der Vergangenheit, 
den Tagen der Vorzeit, angehrt.
MIC 5:2 Darum wird er sie preisgeben bis zu der Zeit, da eine, die gebren 
soll, geboren hat, und seine brigen Volksgenossen werden zurckkehren 
samt den Israeliten.
MIC 5:3 Dann wird er dastehen und sie weiden in der Kraft Jahwes, in dem 
majesttischen Namen Jahwes, seines Gottes, so da sie sicher wohnen. Denn 
dann wird er gro dastehen bis an die Enden der Erde,
MIC 5:4 und er wird der Friede sein! Wenn die Assyrier in unser Land 
einfallen und unsere Heimat betreten, so werden wir ihnen sieben Hirten 
entgegenstellen und acht frstliche Mnner,
MIC 5:5 die sollen das Land der Assyrier mit dem Schwerte weiden und das 
Land Nimrods mit gezckten Degen. Und so wird er vor den Assyrieren 
erretten, wenn sie in unser Land einfallen und unser Gebiet betreten.
MIC 5:6 Dann wird es mit dem berreste Jakobs unter den Heiden inmitten 
vieler Vlker ergehen, wie mit dem Tau, der von Jahwe kommt, mit den 
Regentropfen, die auf die Pflanzen fallen, die auf niemanden harren und 
nicht auf Menschen warten.
MIC 5:7 Dann wird der berrest Jakobs unter den Heiden inmitten vieler 
Vlker werden wie ein Lwe unter den Tieren der Wildnis, wie ein Jungleu 
unter Schafherden, der, wenn der hindurchgeht, niedertritt und dahinrafft, 
ohne da jemand zu retten vermag.
MIC 5:8 Du wirst deine Bedrnger siegreich berwinden, und alle deine 
Feinde werden vertilgt werden!
MIC 5:9 An jenem Tag, ist der Spruch Jahwes, will ich deine Rosse aus dir 
vertilgen und deine Kriegswagen hinwegschaffen,
MIC 5:10 die festen Stdte deines Landes vertilgen und alle deine 
Festungen zerstren,
MIC 5:11 die Zauberdinge aus deiner Hand vertilgen, und Beschwrer soll es 
bei dir nicht mehr geben.
MIC 5:12 Ich will deine Schnitzbilder und deine Malsteine aus dir 
vertilgen, und du sollst fortan nicht mehr das Werk deiner Hnde anbeten.
MIC 5:13 Ich will deine Ascheren aus dir ausreien und deine Gtzenbilder 
vernichten
MIC 5:14 und will in Zorn und Grimm Rache ben an den Vlkern, die nicht 
gehorsam gewesen sind.
MIC 6:1 Hrt doch, was Jahwe spricht: Auf, rechte vor den Bergen, da die 
Hhen deine Stimme hren!
MIC 6:2 Hrt, ihr Berge, den Rechtsstreit Jahwes, und merkt auf, ihr 
Grundfesten der Erde! Denn Jahwe hat einen Rechtsstreit mit seinem Volk 
und geht mit Israel ins Gericht.
MIC 6:3 Mein Volk, was habe ich dir gethan und womit bin ich dir lstig 
gefallen? Sage gegen mich aus!
MIC 6:4 Habe ich dich doch aus gypten hergefhrt und dich aus dem Lande, 
wo du Sklave warst, befreit und lie Mose, Aaron und Mirjam dir als Fhrer 
vorangehn.
MIC 6:5 Mein Volk, denke doch daran, was Balak, der Knig von Moab, im 
Sinne hatte, und was Bileam, der Sohn Beors, ihm antwortete; denke doch an 
die Ereignisse von Sittim an bis Gilgal, damit du die Gnadenerweisungen 
Jahwes erkennst!
MIC 6:6 Womit soll ich vor Jahwe treten, mich beugen vor dem Gott in der 
Hhe? Soll ich etwa mit Brandopfern vor ihn treten, mit einjhrigen 
Klbern?
MIC 6:7 Gefallen Jahwe etwa tausende von Bcken, unzhlige Bche ls? Soll 
ich ihm etwa meinen Erstgeborenen als Shne fr mich geben, meine 
Leibesfrucht als Bue fr mein Leben?
MIC 6:8 Er hat dir gesagt, o Mensch, was frommt! Und was fordert Jahwe von 
dir auer Recht zu thun, dich der Liebe zu befleiigen und demtig zu 
wandeln vor deinem Gott?
MIC 6:9 Horch! Jahwe ruft bestndig der Stadt zu, und Heilsames vernehmen, 
die seinen Namen frchten.
MIC 6:10 Sind im Hause des Gottlosen unrecht erworbene Schtze und ein 
fluchwrdiges, zu mageres Epha?
MIC 6:11 Kann einer rein dastehn bei falscher Wage und einem Beutel mit 
falschen Gewichtsteinen?
MIC 6:12 wenn die Reichen in ihr von gewaltthtigen Anschlgen erfllt 
sind, ihre Bewohner Lgen reden, und die Zunge in ihrem Munde betrgerisch 
ist?
MIC 6:13 So will denn auch ich beginnen, dich zu schlagen, Verheerung zu 
stiften wegen deiner Snden.
MIC 6:14 Wenn du issest, sollst du nicht satt werden, sondern dein Hunger 
in dir andauern. Wenn du beiseite schaffst, sollst du doch nichts 
erbrigen, sondern was du erbrigst, werde ich dem Schwerte preisgeben.
MIC 6:15 Wenn du sest, sollst du nicht ernten! Wenn du Oliven kelterst, 
sollst du dich nicht mit l davon salben, und wenn du Most kelterst, 
sollst du keinen Wein davon trinken!
MIC 6:16 So hast du auf die Satzungen Omris gehalten und auf das ganze 
Treiben des Hauses Ahabs; so seid ihr nach ihrer Denkart gewandelt, damit 
ich dich zu einer Wstenei mache und deren Bewohner zum Gesptt - ja, den 
Hohn der Vlker sollt ihr tragen!
MIC 7:1 Weh mir! Denn es ist mir ergangen wie bei der Obstlese, wie bei 
der Nachlese in der Weinernte: Keine Traube mehr zum Essen, keine 
Frhfeige, nach der mich's gelstete!
MIC 7:2 Die Frommen sind aus dem Lande geschwunden, Redliche giebt es 
nicht mehr unter den Menschen; sie alle liegen auf der Lauer nach 
Blutthaten, einer stellt dem andern mit dem Netze nach.
MIC 7:3 Auf das Bse sind ihre Hnde aus, es eifrig zu verrichten. Der 
Obere fordert, und der Richter richtet fr Bezahlung, und der Groe redet 
seines Herzens Gelste frei heraus, und so flechten sie es zusammen.
MIC 7:4 Der Beste von ihnen gleicht einem Stechdorn, der Rechtschaffene 
ist schlimmer als eine Hecke. Der Tag, dem die Worte deiner Spher galten, 
deine Heimsuchung zieht heran! Dann kommt ihre Bestrzung!
MIC 7:5 Traut nicht mehr auf einen Freund! Verlat euch nicht mehr auf 
einen Vertrauten! Hte die Pforten deines Mundes selbst vor der, die an 
deinem Busen liegt!
MIC 7:6 Denn der Sohn verunehrt den Vater, die Tochter lehnt sich gegen 
ihre Mutter, die Schwiegertochter gegen ihre Schwiegermutter auf: Des 
Mannes Feinde sind die eigenen Hausgenossen!
MIC 7:7 Ich aber will aussphen nach Jahwe, will harren auf den Gott, der 
mein Heil! Mein Gott wird mich hren!
MIC 7:8 Freue dich nur nicht ber mich, meine Feindin! Denn bin ich 
gefallen, so stehe ich auch wieder auf; sitze ich in Finsternis, so ist 
doch Jahwe mein Licht!
MIC 7:9 Den Unwillen Jahwes will ich tragen, weil ich mich an ihm 
versndigt habe, bis er sich meiner Sache annimmt und mir Recht schafft. 
Er wird mich zum Lichte fhren; ich werde mich erquicken an seiner 
Gerechtigkeit.
MIC 7:10 Meine Feindin soll es sehen und mit Schande bedeckt werden, sie, 
die jetzt zu mir spricht: Wo ist nun Jahwe, dein Gott? Meine Augen werden 
ihre Lust an ihr sehen; dann wird sie wie Straenkot zertreten werden.
MIC 7:11 Es kommt ein Tag, da man deine Mauern wiederherstellt; jenes Tags 
werden deine Grenzen weit hinausrcken.
MIC 7:12 Jenes Tags wird man zu dir kommen von Assyrien bis gypten und 
von gypten bis an den Euphratstrom, von Meer zu Meer und von Berg zu Berg.
MIC 7:13 Die Erde aber wird wegen ihrer Bewohner zur Wste werden um der 
Frchte ihres Thuns willen.
MIC 7:14 Weide dein Volk mit deinem Stab als die Schafe, die dein Eigentum 
sind, die mitten im Fruchtgefilde einsam die Wildnis bewohnen. Mgen sie 
in Basan und Gilead weiden, wie in den Tagen der Vorzeit.
MIC 7:15 Wie damals, als du aus gypten zogst, gieb ihm Wunder zu schauen!
MIC 7:16 Das sollen die Heiden sehen und zu Schanden werden mit all' ihrer 
Macht; sie mssen die Hand auf den Mund legen, ihre Ohren sollen taub 
werden.
MIC 7:17 Sie sollen Staub lecken wie die Schlangen, wie die, die am Boden 
kriechen; zitternd sollen sie aus ihren Schlupfwinkeln hervorkommen, 
angstvoll auf Jahwe, unseren Gott, blicken und sich vor dir frchten!
MIC 7:18 Wer ist ein Gott wie du, der dem berreste seines Erbteils seine 
Snde vergiebt und seinen Abfall bersieht, der nicht fr immer im Zorne 
verharrt, sondern sich freut, Gnade zu ben?
MIC 7:19 Er wird sich unserer wieder erbarmen, wird unsere Verschuldungen 
niederschlagen. Ja, du wirst alle unsere Snden werfen in die Tiefen des 
Meers!
MIC 7:20 Du wirst an Jakob die Treue erweisen, an Abraham die Gnade, die 
du unseren Vtern zugeschworen hast von lngst vergangenen Tagen her.
NAH 1:1 Ausspruch ber Nineve. Das Buch der Offenbarung Nahums, des 
Elkositers.
NAH 1:2 Ein eiferschtiger Gott und ein Rcher ist Jahwe; ein Rcher ist 
Jahwe und voller Grimm. Ein Rcher ist Jahwe gegenber seinen Widersachern 
und trgt seinen Feinden ihre Verschuldung nach.
NAH 1:3 Jahwe ist langsam zum Zorn und von groer Kraft, aber er lt 
nicht ganz ungestraft. Im Stumwind und Wetter schreitet Jahwe einher, und 
Gewlk ist der Staub unter seinen Fen.
NAH 1:4 Er bedroht das Meer und trocknet es aus und lt alle Strme 
versiegen. Es verwelkt Basan und Karmel, und die Blte des Libanon 
verwelkt.
NAH 1:5 Berge erbeben vor ihm, und die Hgel zerschmelzen; vor ihm bumt 
sich die Erde auf, der Erdkreis und alle, die darauf wohnen.
NAH 1:6 Wer kann Stand halten vor seinem Groll und wer bestehn bei seiner 
Zornesglut?
NAH 1:7 Sein Grimm ergiet sich wie Feuer, und die Felsen zerspringen vor 
ihm. Gtig ist Jahwe, ein Schutz in Drangsalszeit; er kennt wohl, die bei 
ihm Zuflucht suchen.
NAH 1:8 Aber mit berstrmender Flut macht er den Garaus denen, die sich 
wider ihn auflehnen, und Finsternis verfolgt seine Feinde!
NAH 1:9 Was ersinnt ihr wider Jahwe? Den Garaus macht er - nicht zweimal 
wird sich Drangsal erheben!
NAH 1:10 Wren sie auch wie Dornen verflochten und wie ihr Trank 
durchtrnkt, werden sie doch wie vllig drre Stoppeln verzehrt.
NAH 1:11 Aus dir ging hervor, der Bses wider Jahwe ersann, der Heilloses 
plante.
NAH 1:12 So spricht Jahwe: Mgen sie auch zahlreich und noch so viele 
sein, so werden sie eben so vertilgt und werden dahinfahren. Habe ich dich 
gedemtigt, so werde ich dich doch nicht nochmals demtigen.
NAH 1:13 Und nun will ich sein Joch, das auf dir liegt, zerbrechen und 
deine Fesseln zerreien.
NAH 1:14 Wider dich aber wird Jahwe Befehl thun: Dein Name soll fortan 
durch keine Aussaat mehr erhalten bleiben! Aus dem Tempel deines Gottes 
will ich Schnitzbilder und Gubilder vertilgen, will dir ein Grab 
herrichten, denn du bist verworfen!
NAH 2:1 Schon erscheinen auf den Bergen die Fe des Freudenboten, der 
Frieden verkndigt. Feiere, Juda, deine Feste, bezahle deine Gelbde, denn 
fortan wird der Heillose dich nicht mehr durchziehn - er ist gnzlich 
hinweggetilgt!
NAH 2:2 Es rckt der Zerstrer gegen dich heran: Wahre die Festung! Sphe 
aus auf die Strae, raffe dich zusammen, rste dich gewaltig!
NAH 2:3 Denn Jahwe stellt die Hoheit Jakobs wieder her, wie die Hoheit 
Israels; denn Ruber haben sie beraubt und ihre Ranken zugrunde gerichtet.
NAH 2:4 Die Schilde seiner Helden sind gertet, seine Krieger in Scharlach 
gekleidet. Im Feuer der sthlernen Beschlge funkeln die Wagen, wenn er 
sie zurstet, und geschwungen werden die Lanzen.
NAH 2:5 Auf den Gassen rasen die Wagen, rennen hin und her auf den 
Pltzen; wie Fackeln sind sie anzusehn, sie fahren einher wie die Blitze.
NAH 2:6 Er besinnt sich auf seine Edlen: sie straucheln auf ihrem Gange; 
sie eilen auf seine Mauern - doch schon wird das Schutzdach hergerichtet.
NAH 2:7 Die Flutthore werden aufgetan, und der Palast vergeht vor Furcht.
NAH 2:8 Die Knigin wird entblt, hinaufgebracht, whrend ihre Mgde 
seufzen, so wie Tauben girren, und sich auf die Brste schlagen.
NAH 2:9 Nineve aber war wie ein Wasserteich von jeher. Sie aber fliehn. 
Halt, halt! - aber keiner wendet sich um.
NAH 2:10 So raubt denn Silber, raubt Gold! Denn endlos ist der Vorrat - 
eine Masse von allerlei kostbarem Gert.
NAH 2:11 de und Leere und Wstenei - verzagte Herzen, schlotternde Kniee 
und Krampf in allen Hften, und aller Angesicht erblat!
NAH 2:12 Wo ist nun die Lagerstatt des Lwen, der Ort, wo die Jungleuen 
aufgezogen wurden, wo der Lwe einherschritt, wo die Lwin und das 
Lwenjunge, ohne da sie jemand aufschreckte?
NAH 2:13 Der Lwe raubte, bis seine Jungen genug hatten, und wrgte fr 
seine Lwinnen; er fllte mit Raub seine Hhlen und seine Lagersttten mit 
Geraubtem.
NAH 2:14 Frwahr, ich will an dich - ist der Spruch Jahwes der Heerscharen 
- und will deine Wagen in Rauch aufgehen lassen, und deine Jungleuen soll 
das Schwert fressen. Und will deinen Raub von der Erde vertilgen, und der 
Ruf deiner Boten soll fortan nicht mehr vernommen werden!
NAH 3:1 Ha, Stadt der Blutschuld, ganz angefllt mit Lug und Gewaltthat, 
fr die des Raubens kein Ende ist.
NAH 3:2 Horch, Peitschenknall! Horch, Rdergerassel, jagende rosse und 
rollende Wagen,
NAH 3:3 anstrmende reiter, funkelnde Schwerter und blitzende Lanzen! 
Zahllos sind die Erschlagenen und massenhaft die Leichen; kein Ende ist 
der Leichname, so sa sie ber ihre Leichname hinstrzen
NAH 3:4 ob der zahlosen Herereien der Hure, der holdseligen, 
zauberkundigen, die ganze Vlker mit ihrer Hurerei berckte und Nationen 
mit ihren Zauberknsten.
NAH 3:5 Frwahr, ich will an dich - ist der Spruch Jahwes der Heerscharen -
 und will dir vorne die Schleppe aufdecken und den Vlkern deine Ble 
 zeigen und Knigreichen deine Schande.
NAH 3:6 Ich will Unrat auf dich schleudern und dich schnden und ein 
Schauspiel aus dir machen,
NAH 3:7 da alle, die dich erblicken, vor dir fliehen und sprechen sollen: 
Verheert ist Ninive! Wer knnte Mitleid mit ihr haben? Wo soll ich Trster 
fr dich auftreiben?
NAH 3:8 Bist du etwa besser, als No Amon, die an den Nilarmen trohnte, 
rings von Wassern umgeben, der der Strom als Bollwerk, der Strom als Mauer 
diente?
NAH 3:9 Leute von Kusch und gypter ohne Zahl waren ihre Strke; Leute von 
Put und Libyer bildeten deine Helferschaft.
NAH 3:10 Aber auch sie wanderte in die Verbannung, in die Gefangenschaft; 
auch ihre Kindlein wurden an allen Straenecken zerschmettert. ber ihre 
Angesehenen warf man das Los, und alle ihre Groen wurden in Fesseln 
gelegt.
NAH 3:11 Auch du sollst trunken werden, sollst umnachtet sein; auch du 
sollst Zuflucht vor dem Feinde suchen!
NAH 3:12 Alle deine Bollwerke sind wie Feigenbume mit Frhfeigen: Wenn 
sie geschttelt werden, fallen sie dem, der essen will, in den Mund!
NAH 3:13 Frwahr, deine Krieger sind Weiber in dir - weit tun sich die 
Thore deines Landes auf, Feuer verzehrt deine Riegel!
NAH 3:14 Schpfe dir Wasser fr die Zeit der Belagerung! Verstrke deine 
Bollwerke! Tritt in den Thon und stampfe Lehm! Greife zur Ziegelform!
NAH 3:15 Dort wird dich Feuer verzehren, das Schwert dich vertilgen; 
gleich einem Kferschwarm wird es dich aufzehren, magst du dich auch 
mehren, wie die Kfer, dich mehren wie die Heuschrecken.
NAH 3:16 Deine Hndler sind zahlreicher, als die Sterne am Himmel; doch 
die Kfer huten sich und fliegen davon, und niemand wei, wohin.
NAH 3:17 Deine Frsten gleichen den Heuschrecken, deine Befehlshaber einem 
Schwarm von Heuschrecken, die sich in kalter Zeit an den Mauern lagern; 
wenn die Sonne aufgeht, fliegen sie davon, und niemand wei, wohin.
NAH 3:18 Deine Hirten schlummern, o Knig von Assyrien, deine Edlen liegen 
im Schlafe; deine Leute sind auf den Bergen zerstreut, ohne da sie jemand 
sammelt!
NAH 3:19 Keine Linderung giebt's fr deinen Schaden, unheilbar ist deine 
Verwundung! Alle, die die Kunde von dir vernehmen, klatschen deinetwegen 
in die Hnde; denn ber wen wre nicht bestndig deine Bosheit ergangen!
HAB 1:1 Der Ausspruch, den der Prophet Habakuk empfing. Die Beschwerden 
des Propheten vor Jahwe.
HAB 1:2 Wie lange schon schreie ich um Hilfe, Jahwe, ohne da du hrst; 
wie lange schon rufe ich dir zu Gewalt!, ohne da du Hilfe schaffst!
HAB 1:3 Warum lssest du mich Unheil erleben und siehst Unbill mit an? 
Verwstung und Gewaltthat sind vor meinen Augen; daher ist Streit 
entstanden, und immer aufs Neue hebt Zwietracht an.
HAB 1:4 So kommt es, da das Gesetz erlahmt, und das Recht niemals mehr 
ans Licht tritt. Denn die Gottlosen umgarnen die Frommen; darum tritt das 
Recht verdreht ans Licht.
HAB 1:5 Seht auf, ihr Treulosen, und blickt umher! Stiert und staunt! Denn 
er wirkt in euren Tagen ein Werk - ihr wrdet es nicht glauben, wenn es 
erzhlt wrde!
HAB 1:6 Denn frwahr, ich lasse die Chalder erstehn, das grimmige und 
behende Volk, das die Breiten der Erde durchzieht, um fremde Wohnsitze zu 
erobern.
HAB 1:7 Schrecklich und furchtbar ist es, ihm selbst entstammt sein Recht 
und seine Hoheit.
HAB 1:8 Seine Rosse sind schneller als Pardel und khner als Wlfe am 
Abend; seine Reiter sprengen stolz einher und seine Reiter kommen aus 
weiter Ferne; sie fliegen dahin gleich einem Adler, der sich auf den Fra 
strzt.
HAB 1:9 Sie alle gehen auf Gewaltthaten los, dringen unaufhaltsam vorwrts 
und bringen Gefangene auf wie Sand.
HAB 1:10 Und er - er macht sich ber Knige lustig, und Wrdentrger 
dienen ihm zum Gesptt. Er lacht ber jedwede Festung; er schttet Erde 
auf und erobert sie.
HAB 1:11 Dann gewinnt er neue Kraft und zieht einher und verschuldet sich, 
er, dem seine Kraft als Gott gilt.
HAB 1:12 Bist nicht du, Jahwe, von Urzeit her mein Gott, mein Heiliger, 
der nimmer stirbt? Jahwe, zur Vollstreckung des Gerichts hast du ihn 
bestimmt und zum Strafen ihn verordnet -HAB 1:13 du, dessen Augen zu rein 
sind, als da du Bses anschauen knntest, und der du Unbill nicht mit 
anzusehn vermagst - warum siehst du die Treulosen mit an, schweigst dazu, 
wenn der Gottlose den, der im Rechte gegen ihn ist, zu Grunde richtet?
HAB 1:14 Du lieest ja die Menschen werden wie die Fische im Meer, wie das 
Gewrm, das keinen Herren hat!
HAB 1:15 Sie alle zog er mit der Angel empor, zerrt sie fort in seinem 
Garn und rafft sie ein in sein Netz. Darum freut er sich und frohlockt;
HAB 1:16 darum schlachtet er seinem Garn und opfert seinem Netz. Denn sie 
verschaffen ihm ppige Beute und fette Speise.
HAB 1:17 Darum zckt er bestndig sein Schwert, um schonungslos Vlker zu 
morden.
HAB 2:1 Ich will mich auf meine Warte stellen und auf den Wall treten, um 
auszusphn, damit ich erfahre, was er mit mir reden und was er mir auf 
meine Beschwerde erwidern wird.
HAB 2:2 Da antwortete mir Jahwe und sprach: Schreibe das Gesicht nieder 
und bringe es deutlich auf die Tafeln, damit man es gelufig lesen knne.
HAB 2:3 Denn noch bewegt sich das Gesicht nach dem bestimmten Ziel und 
eilt dem Ende zu und trgt nicht. Wenn es verzieht, so harre seiner; denn 
es kommt gewi und bleibt nicht aus!
HAB 2:4 Frwahr in dem Vermessenen ist kein redlicher Sinn; aber der 
Fromme wird durch seinen Glauben am Leben bleiben,
HAB 2:5 Wehe ber den Treulosen, den Mann, der begehrt und nicht satt 
wird, der wie die Hlle seinen Rachen aufsperrt und an Unersttlichkeit 
dem Tode gleicht, der alle Vlker an sich zog und alle Nationen um sich 
versammelte.
HAB 2:6 Werden nicht diese alle ein Spottlied auf ihn anstimmen und 
Stichelrede, Rtselsprche in Bezug auf ihn? Man wird sagen: Wehe ber 
den, der fremdes Gut anhuft - auf wie lange wohl? - und der sich mit 
gepfndeter Habe belastet.
HAB 2:7 Werden sich nicht pltzlich deine Glubiger erheben, und deine 
Peiniger erwachen? Dann wirst du ihre Beute werden!
HAB 2:8 Denn wie du viele Vlker ausgeplndert hast, werden nun dich alle 
brigen Vlker ausplndern, wegen des vergossenen Menschenbluts und wegen 
der Gewaltthaten an der Erde,
HAB 2:9 Wehe ber den, der nach bsem Gewinne fr sein Haus trachtet, um 
sein Nest in der Hhe anzulegen, um sich aus der Gewalt des Unglcks zu 
erretten!
HAB 2:10 Du hast Enttuschung fr dein Haus beschlossen, nmlich viele 
Vlker zu vernichten, whrend du gegen dein Leben frevelst.
HAB 2:11 Denn die Steine werden aus der Wand heraus schreien, und die 
Sparren aus dem Holzwerk werden ihnen Antwort geben.
HAB 2:12 Wehe ber den, der eine Stadt mit Blutvergieen baut und eine 
Ortschaft mit Frevel grndet!
HAB 2:13 Kommt solches nicht von Jahwe der Heerscharen? Vlker arbeiten 
frs Feuer, und Nationen mhen sich ab fr nichts!
HAB 2:14 Denn die Erde wird von der Erkenntnis der Heerlichkeit Jahwes so 
voll werden, wie von den Wassern, die das Meer bedecken.
HAB 2:15 Wehe ber den, der seinen Genossen zu trinken giebt aus der 
Schale seines Ingrimms und sie sogar trunken macht, um ihre Ble zu 
beschauen!
HAB 2:16 Du hast dich an Schande ersttigt und nicht an Ehre: Trinke nun 
auch du und taumele! Der Becher in der Rechten Jahwes kommt nun an dich 
und tiefe Schande ber deine Herrlichkeit!
HAB 2:17 Denn die Gewaltthat am Libanon wird dich erdrcken, und das 
Gemetzel unter den Tieren dir Schrecken einjagen, wegen des vergossenen 
Menschenbluts und wegen der Gewaltthaten an der Erde, an der Stadt und 
allen ihren Bewohnern.
HAB 2:18 Was hat je ein Schnitzbild gentzt, da sein Bildner es 
schnitzte? Was ein Gubild und ein falscher Wahrsager, da sein Bilner 
darauf vertraute, so da er stumme Gtter verfertigte?
HAB 2:19 Wehe ber den, der zum Holze spricht: Erwache! Rege dich! zum 
starren Stein. Sollte er Bescheid geben? Ist er doch in Gold und Silber 
gefat, und keinerlei Geist belebt sein Inneres.
HAB 2:20 Aber Jahwe in seinem heiligen Tempel - vor dem schweige die ganze 
Erde!
HAB 3:1 Ein Gebet des Propheten Habakuk. Zu Saitenspiel.
HAB 3:2 Jahwe, ich habe deine Botschaft vernommen und bin voll Furcht! 
Jahwe, rufe dein Werk binnen Jahren ins Leben, binnen Jahren la es 
offenbar werden! Jedoch im Zrnen sei des Erbarmens eingedenk!
HAB 3:3 Gott kommt von Theman her und der Heilige vom Gebirge Paran. Sela. 
Seine Majesttische Erscheinung bedeckt den Himmel, und von seinem Ruhme 
wird die Erde erfllt.
HAB 3:4 Ein Glanz wie Sonnenlicht entsteht, Strahlen gehen ihm zur Seite, 
und dort ist die Hlle fr seine Macht.
HAB 3:5 Vor ihm her geht die Seuche, und in seinen Futapfen zieht die 
Pestglut.
HAB 3:6 Wenn er auftritt, so wankt die Erde; wenn er aufsieht, so scheucht 
er die Vlker auf. Da zerbersten die ewigen Berge, es sinken die uralten 
Hgel; Pfade wie einst in uralter zeit wandelt er!
HAB 3:7 Unter der Last von Unheil erblicke ich die Zelte Kusans; hin und 
her schwanken die Zeltdecken im Midianiterland.
HAB 3:8 Ist den Jahwe gegen Strme entbrannt, oder gilt den Strmen dein 
Zorn? Oder richtet sich dein Unwille gegen das Meer, da du auf deinem 
Gespanne, deinem Siegeswagen einherfhrst?
HAB 3:9 Blo und blank ist dein Bogen; du fllst deinen Kcher mit 
Geschossen, Sela, du spaltest Fluten, so da Land erscheint.
HAB 3:10 Wenn dich die Berge erblicken, so geraten sie in Zittern; die 
Wasserflut tritt ber, der Ozean lt seine Stimme erschallen; hoch erhebt 
er seine Hnde.
HAB 3:11 Sonne und Mond bleiben in ihrer Behausung vor dem leuchten deiner 
hin und her schieenden Pfeile, vor dem Glanz deines blitzenden Speers.
HAB 3:12 In Grimm beschreitest du die Erde, in Zorn zerdrischst du die 
Vlker.
HAB 3:13 Du ziehst aus zum Heile deines Volks, um deinem Gesalbten zu 
helfen. Du schmetterst den First herab vom Hause des Gottlosen, legst den 
Grund blo bis zum Halse. Sela.
HAB 3:14 Du durchbohrst mit Geschossen das Haupt seiner Fhrer, die 
heranstrmen, um mich zu zerstreuen; ihr Freudengeschrei erschallt, als 
wollten sie den Elenden im Verstecke verzehren.
HAB 3:15 Du beschreitest das Meer mit deinen Rossen, den Schwall 
gewaltiger Wasser.
HAB 3:16 Als ich es Hrte, erbebte mein Leib; bei der Kunde zitterten 
meine Lippen. Wie Knochenfra drang es in meine Gebeine, und wo ich stand 
erbebte ich, da ich ruhig bleiben soll bis zum Drangsalstage, bis er 
anbricht fr das Volk, das uns angreift.
HAB 3:17 Wenn der Feigenbaum nicht zur Blte kommt, und die Weinstcke 
keinen Ertrag geben, der Trieb des lbaums im Stiche lt, und die Gefilde 
keine Nahrung liefern, die Schafe in der Hrde fehlen, und keine Rinder in 
den Stllen sind -HAB 3:18 so will ich dennoch frhlich sein in Jahwe, 
will jubeln ber den Gott, der mein Heil!
HAB 3:19 Jahwe, der Herr, ist meine Kraft! Er macht meine Fe schnell wie 
die der Hindinnen und lt mich einherschreiten auf den Hhen. - Dem 
Musikmeister; mit Saitenspiel.
ZEP 1:1 Das Wort Jahwes, welches an Zephanja, den Sohn Chusis, des Sohnes 
Gedaljas, des Sohnes Amarjas, des Sohnes Hiskias, zur Zeit Josias, des 
Sohnes Amons, des Knigs von Juda erging.
ZEP 1:2 Zusammenraffen, fortschaffen will ich alles vom Erdboden hinweg! - 
ist der Spruch Jahwes.
ZEP 1:3 Fortschaffen will ich Menschen und Vieh, fortschaffen die Vgel 
unter dem Himmel und die Fische im Meer, die rgernisse samt den 
Gottlosen, und ich will die Menschen vom Erdboden vertilgen! - ist der 
Spruch Jahwes.
ZEP 1:4 Da werde ich meine Hand wider Juda und wider alle Bewohner 
Jerusalems ausrecken und von dieser Sttte den Namen Baals, den Namen der 
Gtzenpriester zugleich mit den Priestern hinwegtilgen,
ZEP 1:5 Samt denen, die sich auf den Dchern vor dem Heere des Himmels 
niederwerfen, und denen, die sich niederwerfen vor Jahwe und zugleich beim 
Milkom schwren,
ZEP 1:6 samt denen, die sich von Jahwe abgekehrt haben und die Jahwe nicht 
suchen, noch nach ihm fragen!
ZEP 1:7 Still vor dem Herrn Jahwe! Denn nahe ist der Tag Jahwes; ja 
zugerstet hat Jahwe ein Opfer, er hat schon die von ihm Geladenen geweiht.
ZEP 1:8 Am Tage des Opfers Jahwes aber, da werde ich die Oberen heimsuchen 
samt den kniglichen Prinzen und allen denen, die sich in auslndische 
Gewnder kleiden.
ZEP 1:9 Jenes Tags suche ich alle die heim, die ber die Schwelle hpfen, 
die das Haus ihres Herrn mit dem Ertrag aus Gewaltthat und Trug anfllen.
ZEP 1:10 An jenem Tage - ist der Spruch Jahwes - wird Wehgeschrei vom 
Fischthor her erschallen und Wehgeheul vom zweiten Stadtteil her und 
gewaltiges Zetergeschrei von den Hgeln her.
ZEP 1:11 Heulet, die ihr im Mrser wohnt, denn vernichtet ist die 
gesamte Kaufmannschaft, vertilgt sind alle, die Geld wgen.
ZEP 1:12 Zur selbigen Zeit aber werde ich Jerusalem mit Leuchten 
durchforschen und die Leute heimsuchen, die da steif geworden sind auf 
ihren Hefen, die in ihrem Sinne sprechen: Jahwe vermag weder Glck zu 
geben noch zu schaden!
ZEP 1:13 Da werden dann ihre Gter der Plnderung und ihre Huser der 
Verdung anheimfallen; und bauen sie Huser, so sollen sie nicht darin 
wohnen, und pflanzen sie Weingrten, so sollen sie doch keinen Wein davon 
trinken!
ZEP 1:14 Nahe ist der groe Tag Jahwes; er ist nahe und kommt gar eilend 
heran. Horch! der Tag Jahwes! Bitterlich schreit da der Held.
ZEP 1:15 Ein Tag des Grimms ist jener Tag, ein Tag der Angst und Drangsal, 
ein Tag der Wste und Verwstung, ein Tag der Finsternis und Dunkelheit, 
ein Tag des Gewlks und Wolkendunkels,
ZEP 1:16 ein Tag der Trompete und des Lrmblasens - wider die befestigten 
Stdte und wieder die hohen Zinnen!
ZEP 1:17 Da werde ich die Menschen ngstigen, da sie wie Blinde 
umhergehen, weil sie wider Jahwe gesndigt haben, und ihr Blut soll wie 
Staub hingeschttet werden und ihr Gedrme dem Kote gleich.
ZEP 1:18 Weder ihr Silber noch ihr Gold wird sie am Tage des Grimms Jahwes 
zu retten vermgen; vielmehr soll vom Feuer seines Eifers die ganze Erde 
verzehrt werden. Denn den Garaus, ja jhen Untergang bereitet er den 
Bewohnern der Erde insgesamt.
ZEP 2:1 Beugt euch und bleibt gebeugt, Volk ohne Scham,
ZEP 2:2 bevor ihr wie Spreu werdet, die dahinfhrt, bevor die Glut des 
Zornes Jahwes ber euch hereinbricht, bevor der Tag des Zornes Jahwes ber 
euch hereinbricht!
ZEP 2:3 Sucht Jahwe, alle ihr Demtigen im Lande, die sein Recht ben! 
Befleiigt euch der Gerechtigkeit, befleiigt euch der Demut: vielleicht 
werdet ihr am Tage des Zornes Jahwes geborgen!
ZEP 2:4 Denn Gaza wird zur Einde werden, und Askalon zur Wste. Asdod - 
am hellen Mittage wird man es austreiben, und Ekron wird von Grund aus 
zerstrt werden.
ZEP 2:5 Wehe euch, die ihr den Landstrich am Meere bewohnt, ihr vom 
Kretervolke! Wider euch ist Jahwes Wort gerichtet, Kanaan, Land der 
Philister! Ja, ich werde dich vernichten, entvlkern!
ZEP 2:6 Und es soll Kreta zu Auen fr Hirten werden und zu Hrden fr 
Schafe.
ZEP 2:7 Dann wird der Landstrich am Meere dem berreste des Hauses Juda 
zufallen: sie werden darauf weiden; in den Husern Askalons werden sie 
sich am Abende lagern. Denn Jahwe, ihr Gott, wird sie heimsuchen und ihr 
Geschick wenden.
ZEP 2:8 Ich habe die Beschimpfung Moabs gehrt und die Lsterung der 
Ammoniter, womit sie mein Volk beschimpften und gro thaten wider sein 
Gebiet.
ZEP 2:9 Darum, so wahr ich lebe - ist der Spruch Jahwes der Heerscharen, 
des Gottes Israels, - es soll Moab wie Sodom ergehen und den Ammonitern 
wie Gomorrha; ein Besitztum der Nesseln sollen sie werden und eine 
Salzgrube und eine Einde fr immer. Der berrest meines Volkes soll sie 
ausplndern, und was brig geblieben von meiner Nation, soll sie beerben.
ZEP 2:10 Solches widerfhrt ihnen fr ihren Stolz, da sie gehhnt und 
gro gethan haben wider das Volk Jahwes der Heerscharen.
ZEP 2:11 Jahwe wird sich furchtbar an ihnen erweisen, denn er lt 
dahinsiechen alle Gtter der Erde, da ihn anbeten, ein jeder von seinem 
Ort aus, alle Inseln der Heiden.
ZEP 2:12 Auch ihr, Kuschiten, werdet von meinem Schwert erschlagen!
ZEP 2:13 Und er wird seine Hand nach Norden hin ausstrecken und Assur 
verderben. Und er wird Nineve zur Einde machen, ausgedrrt der Wste 
gleich,
ZEP 2:14 da mitten darin Herden lagern, allerlei Getier des Feldes: 
Pelikan und Rohrdommel werden auf seinen Sulenknufen nchtigen. Horch! 
da singt's im Fensterloch! Trmmerhaufen auf der Schwelle, denn ihr 
Cedernwerk hat man blogelegt!
ZEP 2:15 Ist das die frhliche Stadt, die so sicher thronte, die in ihrem 
Sinne dachte: Ich bin's und niemand sonst? Wie ist sie doch ein Gegenstand 
des Entsetzens geworden, eine Lagersttte fr das Wild; wer irgend an ihr 
vorberzieht, zischt, schwingt hhnisch seine Hand!
ZEP 3:1 Wehe ber die widerspenstige und befleckte, die gewaltthtige 
Stadt!
ZEP 3:2 Sie hrt auf kein Gebot, noch nimmt sie Zucht an; auf Jahwe 
vertraut sie nicht, noch naht sie sich ihrem Gotte.
ZEP 3:3 Die Oberen in ihr sind wie brllende Lwen; ihre Richter wie Wlfe 
am Abend, sie heben nichts auf fr den Morgen.
ZEP 3:4 Ihre Propheten sind leichtfertig, betrgerische Leute; ihre 
Priester entweihen das Heilige, freveln am Gesetz.
ZEP 3:5 Jahwe aber ist gerecht in ihr, er thut kein Unrecht; Morgen fr 
Morgen lt er sein Recht ans Licht treten, es bleibt nicht aus - aber der 
Ungerechte wei nichts von Scham!
ZEP 3:6 Ich habe Vlker vertilgt, verwstet wurden ihre Zinnen; ich habe 
ihre Landstraen de gemacht, da niemand mehr darauf vorberzog: verheert 
wurden ihre Stdte, menschenleer, entvlkert!
ZEP 3:7 Ich sprach: Nur frchte mich doch, nimm Zucht an! so soll ihre 
Wohnsttte nicht vertilgt werden, nach allem, was ich wider sie angeordnet 
habe. Aber wahrlich, unermdlich waren sie dabei, alles, was sie thaten, 
bse zu machen.
ZEP 3:8 Darum harret mein - ist der Spruch Jahwes - auf den Tag, da ich 
mich als Zeuge wider euch erhebe. Denn mein Rechtswille ist: Vlker 
zusammenzubringen, Knigreiche zu versammeln, um meinen Grimm ber sie 
auszuschtten, die ganze Glut meines Zorns; denn vom Feuer meines Eifers 
wird die ganze Erde verzehrt werden.
ZEP 3:9 Ja, alsdann werde ich den Vlkern reine Lippen schaffen, da sie 
insgesamt den Namen Jahwes anrufen, ihm Schulter an Schulter dienen.
ZEP 3:10 Von jenseits der Strme von Kusch werden sie mir Schlachtopfer 
darbringen, mir Speisopfer spenden.
ZEP 3:11 Jenes Tags brauchst du dich nicht mehr zu schmen ob aller deiner 
belthaten, womit du dich wider mich vergingst. Denn alsdann werde ich aus 
deiner Mitte entfernen, die bermtig in dir jubeln, und du wirst dich 
fortan nicht mehr auf meinem heiligen Berg berheben.
ZEP 3:12 Und ich werde in dir ein demtiges und geringes Volk brig 
lassen; die werden Zuflucht suchen beim Namen Jahwes.
ZEP 3:13 Der berrest Israels wird kein Unrecht mehr begehen, noch wird 
man Lge reden, noch wird in jemandes Mund eine trgerische Zunge gefunden 
werden; ja sie werden weiden und sich lagern, ohne da sie jemand 
aufschreckt.
ZEP 3:14 Juble, Tochter Zion, jauchzt, ihr von Israel! Freue dich und 
frohlocke von ganzem Herzen, Tochter Jerusalem!
ZEP 3:15 Jahwe hat die Strafgerichte ber dich abgethan, deinen Feind 
hinweggerumt! Israels Knig, Jahwe, ist mitten in dir: du wirst frder 
nichts Bses mehr erleben.
ZEP 3:16 Jenes Tags wird man zu Jerusalem sagen. Sei getrost! Zion, la 
deine Hnde nicht mutlos sinken!
ZEP 3:17 Jahwe, dein Gott, ist in dir, ein Held, der Sieg schafft. Er 
freut sich ber dich voll Wonne, er schweigt in seiner Liebe, mit lautem 
Jubel frohlockt er ber dich.
ZEP 3:18 Die ob der Festversammlung Betrbten sammle ich; von dir waren 
sie, auf ihnen lastet Schmach.
ZEP 3:19 Nun will ich richtend handeln mit deinen Unterdrckern zu 
derselbigen Zeit. Da will ich dann retten, was abseits geraten, und das 
Versprengte sammeln und will sie zum Preis und zum Ruhm machen auf der 
ganzen Erde.
ZEP 3:20 Zu jener Zeit will ich euch heimbringen und zwar zu der Zeit, da 
ich euch sammle. Denn ich werde euch zum Ruhm und zum Preis machen unter 
allen Vlkern der Erde, wenn ich euer Geschick vor euren Augen wende, 
spricht Jahwe.
HAG 1:1 Im zweiten Jahre des Knigs Darius, am ersten Tage des sechsten 
Monats, erging das Wort Jahwes durch den Propheten Haggai an Serubabel, 
den Sohn Sealthiels, den Statthalter von Juda, und an Josua, den Sohn 
Jozadaks, den Hohenpriester, folgendermaen:
HAG 1:2 So spricht Jahwe der Heerscharen: Die Leute da sagen: Die Zeit zur 
Erbauung des Tempels Jahwes ist jetzt noch nicht gekommen!
HAG 1:3 Es erging aber das Wort Jahwes durch den Propheten Haggai 
folgendermaen:
HAG 1:4 Ist's denn fr euch gelegene Zeit, in euren Husern, und zwar in 
getfelten, zu wohnen, whrend dieses Haus in Trmmern liegt?
HAG 1:5 Nun denn, so spricht Jahwe der Heerscharen: Lenkt doch euer 
Augenmerk darauf, wie es euch ergeht!
HAG 1:6 Ihr habt reichlich ausgest, aber geringe Einfuhr giebt's; ihr 
habt gegessen, aber zum Sattwerden reicht es nicht, habt getrunken, aber 
zum Trunkenwerden ist es nicht genug, habt euch gekleidet, aber um einen 
warm zu halten, ist's zu wenig, und wer sich um Lohn verdingt, verdient in 
einen lchrigen Beutel.
HAG 1:7 So spricht Jahwe der Heerscharen: Lenkt euer Augenmerk darauf, wie 
es euch ergeht!
HAG 1:8 Steigt hinauf ins Gebirge, schafft Holz herbei und baut den 
Tempel, da ich Wohlgefallen daran habe und zu Ehren komme! spricht Jahwe.
HAG 1:9 Ihr zhltet auf viel, aber es ergab sich wenig; ihr brachtets ein, 
und ich blies es fort. Weshalb das? ist der Spruch Jahwes der Heerscharen; 
um meines Hauses willen, weil es in Trmmern liegt, whrend ein jeder von 
euch seinem eigenen Hause zueilt.
HAG 1:10 Darum hielt der Himmel ber euch den Tau zurck, hielt auch die 
Erde ihren Ertrag zurck.
HAG 1:11 Ich rief Drre ber das Land und die Berge herbei, ber Getreide, 
Most und l und alles, was sonst der Boden hervorbringt, ber Menschen und 
Tiere und ber alles, was der Hnde Arbeit erwirbt.
HAG 1:12 Da hrten Serubabel, der Sohn Sealthiels, und Josua, der Sohn 
Jozadaks, der Hohepriester, sowie das ganze brige Volk auf den Ruf 
Jahwes, ihres Gottes, und auf die Worte des Propheten Haggai, die ihm 
Jahwe, ihr Gott, aufgetragen hatte, und das Volk bekam Furcht vor Jahwe.
HAG 1:13 Da sprach Haggai, der Bote Jahwes, kraft der Botschaft Jahwes 
also zu dem Volke: Ich bin mit euch! ist der Spruch Jahwes.
HAG 1:14 Und Jahwe erregte den Eifer Serubabels, des Sohnes Sealthiels, 
des Statthalters von Juda, und den Eifer Josuas, des Sohnes Jozadaks, des 
Hohenpriesters, sowie des ganzen brigen Volkes, da sie kamen und die 
Arbeit am Tempel Jahwes der Heerscharen, ihres Gottes, in Angriff nahmen,
HAG 1:15 am vierundzwanzigsten Tage des sechsten Monats im zweiten Jahre 
des Knigs Darius.
HAG 2:1 Am einundzwanzigsten des siebenten Monats erging das Wort Jahwes 
durch den Propheten Haggai folgendermaen:
HAG 2:2 Sprich doch zu Serubabel, dem Sohne Sealthiels, dem Statthalter 
von Juda, und zu Josua, dem Sohne Jozadaks, dem Hohenpriester, und zu dem 
brigen Volke also:
HAG 2:3 Wer ist noch unter euch brig, der diesen Tempel in seiner 
frheren Herrlichkeit gesehen hat? Und wie seht ihr ihn jetzt? Ist's nicht 
so viel wie nichts in euren Augen?
HAG 2:4 Aber nun, fasse Mut, Serubabel! ist der Spruch Jahwes; fasse Mut, 
Josua, Sohn Jozadaks, Hoherpriester! Fasset Mut, alle Brger des Landes, 
ist der Spruch Jahwes, und betreibt das Werk; denn ich bin mit euch, ist 
der Spruch Jahwes der Heerscharen,
HAG 2:5 was ich mit euch bei eurem Auszug aus gypten vereinbart habe, und 
mein Geist ist in Kraft unter euch! Seid getrost!
HAG 2:6 Denn so spricht Jahwe der Heerscharen: nur noch eine kleine Frist 
whrt es, so erschttere ich den Himmel und die Erde, das Meer und das 
Trockene;
HAG 2:7 ich bringe alle Vlker in Erregung, da die Kleinodien aller 
Vlker herbeikommen sollen, und ich erflle dieses Haus mit Herrlichkeit, 
spricht Jahwe der Heerscharen.
HAG 2:8 Mein ist das Silber und mein das Gold, ist der Spruch Jahwes der 
Heerscharen.
HAG 2:9 Die nachmalige Herrlichkeit dieses Tempels wird grer sein, als 
die frhere, spricht Jahwe der Heerscharen, und ich werde Heil auf diese 
Sttte legen, ist der Spruch Jahwes der Heerscharen.
HAG 2:10 Am vierundzwanzigsten des neunten Monats im zweiten Jahre des 
Darius erging das Wort Jahwes durch den Propheten Haggai folgendermaen:
HAG 2:11 So spricht Jahwe der Heerscharen: Erbitte dir von den Priestern 
Belehrung ber folgenden Fall:
HAG 2:12 Gesetzt, es trgt jemand im Zipfel seines Gewandes heiliges 
Fleisch und berhrt darnach mit seinem Zipfel Brot oder Gekochtes oder 
Wein oder l oder irgend etwas Geniebares, wird dieses dadurch geheiligt? 
Da gaben die Priester zur Antwort: Nein!
HAG 2:13 Haggai aber fragte weiter: Wenn jemand, der durch eine Leiche 
unrein geworden ist, irgend eines von diesen Dingen berhrt, wird es 
dadurch unrein? Da gaben die Priester zur Antwort: Jawohl!
HAG 2:14 Da hob Haggai an und sprach: So verhlt es sich mit diesem Volk 
und so mit dieser Nation in meinen Augen, ist der Spruch Jahwes, so auch 
mit allem Thun ihrer Hnde: was sie mir dort als Opfer darbringen, ist 
alles unrein.
HAG 2:15 Nun denn, lenkt doch euer Augenmerk auf die Zeit vom heutigen 
Tage ab rckwrts, als man noch nicht Stein auf Stein legte am Tempel 
Jahwes!
HAG 2:16 Wie war es mit euch bestellt? Man kam zu einem Getreidehaufen von 
vermeintlich zwanzig Scheffeln, aber es gab nur zehn; man kam zur Kufe, um 
fnfzig Ma zu schpfen, aber es gab nur zwanzig.
HAG 2:17 Ich habe euch mit Getreidebrand, Vergilbung und Hagel gestraft an 
aller Arbeit eurer Hnde; aber eine Umkehr zu mir gab es nicht bei euch! 
ist der Spruch Jahwes.
HAG 2:18 Lenkt doch euer Augenmerk auf die Zeit von diesem Tage ab und 
weiter ab, da zum Tempel Jahwes der Grundstein gelegt ward! Lenkt euer 
Augenmerk darauf,
HAG 2:19 ob noch die Saatfrucht im Speicher ist, und ob noch der Weinstock 
und der Feigenbaum, die Granate und der lbaum nicht tragen! Von diesem 
Tage an werde ich segnen!
HAG 2:20 Und es erging das Wort Jahwes an Haggai zum zweiten Mal am 
vierundzwanzigsten des gleichen Monats folgendermaen:
HAG 2:21 Sprich also zu Serubabel, dem Statthalter von Juda: Ich 
erschttere den Himmel und die Erde;
HAG 2:22 ich stoe die Knigsthrone um und zerstre die Macht der 
heidnischen Reiche. Ich stoe die Wagen um und die darauf fahren, und es 
sinken die Rosse zu Boden und die darauf reiten, ein jeder getroffen vom 
Schwerte des anderen.
HAG 2:23 An jenem Tag, ist der Spruch Jahwes der Heerscharen, nehme ich 
dich, Serubabel, Sohn Sealthiels, mein Knecht, ist der Spruch Jahwes, und 
setze dich einem Siegelringe gleich; denn dich habe ich auserwhlt, ist 
der Spruch Jahwes der Heerscharen.
ZEC 1:1 Im achten Monat des zweiten Jahres des Darius erging das Wort 
Jahwes an den Propheten Sacharja, den Sohn Berechjas, des Sohnes Iddos, 
folgendermaen:
ZEC 1:2 Jahwe hat heftig ber eure Vter gezrnt.
ZEC 1:3 Sprich daher zu ihnen: So spricht Jahwe der Heerscharen: Bekehrt 
euch zu mir, ist der Spruch Jahwes der Heerscharen, so werde ich mich 
wieder zu euch kehren, spricht Jahwe der Heerscharen.
ZEC 1:4 Seid doch nicht wie eure Vter, denen die frheren Propheten 
zugerufen haben: So spricht Jahwe der Heerscharen: Bekehrt euch doch von 
euren bsen Wegen und euren bsen Thaten! - aber sie haben nicht gehrt, 
noch auf mich geachtet, ist der Spruch Jahwes.
ZEC 1:5 Eure Vter - wo sind sie? und die Propheten - knnen sie ewig 
leben?
ZEC 1:6 Aber meine Worte und meine Beschlsse, die ich meinen Knechten, 
den Propheten, aufgetragen hatte, nicht wahr? - die haben eure Vter doch 
so getroffen, da sie anderes Sinnes wurden und sich sagen muten: 
Gleichwie Jahwe der Heerscharen sich vorgenommen hatte, je nach unseren 
Wegen und nach unseren Thaten mit uns zu verfahren, so ist er mit uns 
verfahren!
ZEC 1:7 Am vierundzwanzigsten Tage des elften Monats, d. i. des Monats 
Schebat, im zweiten Jahre des Darius, erging das Wort Jahwes an den 
Propheten Sacharja, den Sohn Berechjas, des Sohnes Iddos, folgendermaen:
ZEC 1:8 Ich hatte des nachts ein Gesicht: ein Mann nmlich, der auf einem 
rotbraunen Rosse sa, hielt zwischen den Myrten, die im Thalgrunde stehen, 
und hinter ihm rotbraune, fuchsrote und weie Rosse.
ZEC 1:9 Als ich nun fragte: O Herr, was haben diese zu bedeuten? sagte der 
Engel, der mit mir redete, zu mir: Ich will dir zeigen, was diese da zu 
bedeuten haben.
ZEC 1:10 Da nahm der Mann, der zwischen den Myrten hielt, das Wort und 
sprach: Das sind die, welche Jahwe ausgesandt hat, die Erde zu 
durchstreifen!
ZEC 1:11 Die richteten nun das Wort an den Engel Jahwes, der zwischen den 
Myrten hielt, und sprachen: Wir haben die Erde durchstreift, und es befand 
sich, da die ganze Erde in Ruhe und Stille liegt.
ZEC 1:12 Da hob der Engel Jahwes an und sprach: Jahwe der Heerscharen, wie 
lange willst du denn unbarmherzig bleiben gegen Jerusalem und die Stdte 
Judas, denen du nun schon siebzig Jahre lang grollst?
ZEC 1:13 Da antwortete Jahwe dem Engel, der mit mir redete, 
glckverheiende Worte, trostreiche Worte,
ZEC 1:14 und der Engel, der mit mir redete, sprach zu mir: Verkndige laut 
und sprich: So spricht Jahwe der Heerscharen: Ich brenne vor groem Eifer 
fr Jerusalem und Zion
ZEC 1:15 und bin in heftigem Zorn ber die sorglos ruhigen Nationen 
entbrannt, die, als ich ein wenig zornig war, eigenmchtig zum Unglcke 
mithalfen.
ZEC 1:16 Darum spricht Jahwe also: Ich wende mich erbarmend Jerusalem 
wieder zu: mein Tempel soll darin wieder aufgebaut werden, ist der Spruch 
Jahwes der Heerscharen, und die Meschnur soll ber Jerusalem ausgespannt 
werden.
ZEC 1:17 Ferner verkndige laut und sprich: So spricht Jahwe der 
Heerscharen: Fortan werden sich meine Stdte vor Wohlergehen weit 
ausdehnen, und Jahwe wird Zion wiederum trsten und Jerusalem wiederum 
erwhlen.
ZEC 2:1 Ich blickte auf und sah, da zeigten sich auf einmal vier Hrner.
ZEC 2:2 Als ich nun den Engel, der mit mir redete, fragte: Was haben diese 
zu bedeuten? sprach er zu mir: Das sind die Hrner, die Juda, Israel und 
Jerusalem verstreut haben.
ZEC 2:3 Sodann lie mich Jahwe vier Schmiede schauen,
ZEC 2:4 und als ich fragte: Was wollen die thun? antwortete er 
folgendermaen: Jenes sind die Hrner, die Juda dermaen verstreut haben, 
da niemand mehr sein Haupt erhob; diese aber sind gekommen, um sie in 
Schrecken zu setzen, um die Hrner der Nationen niederzuschlagen, die das 
Horn wider das Land Juda erhoben, um es zu verstreuen.
ZEC 2:5 Ich blickte auf und sah, da zeigte sich auf einmal ein Mann, der 
in seiner Hand eine Meschnur hielt.
ZEC 2:6 Als ich nun fragte: Wohin willst du gehen? sprach er zu mir: 
Jerusalem zu messen, um zu sehen, wie gro seine Breite und wie gro seine 
Lnge sei.
ZEC 2:7 Da trat auf einmal der Engel, der mit mir redete, hervor, und ein 
anderer Engel trat auf, ihm gegenber;
ZEC 2:8 zu dem sprach er: Lauf, sage jenem jungen Manne dort Folgendes: 
Frei und offen wird Jerusalem daliegen wegen der darin befindlichen Menge 
von Menschen und Vieh,
ZEC 2:9 und ich selbst, ist der Spruch Jahwes, will ihm ringsum als eine 
feurige Mauer dienen und mich herrlich in ihm erzeigen!
ZEC 2:10 Ha, ha! Flieht doch aus dem nordischen Land, ist der Spruch 
Jahwes; denn wie in die vier Winde des Himmels habe ich euch zerstreut, 
ist der Spruch Jahwes.
ZEC 2:11 Ha! Nach Zion rettet euch, die ihr in Babel wohnt!
ZEC 2:12 Denn so hat Jahwe der Heerscharen geboten, hat auf Ruhm mich 
ausgesandt zu den Vlkern, die euch plnderten; denn wer euch antastet, 
tastet seinen Augapfel an!
ZEC 2:13 Denn frwahr, ich will meine Hand ber sie schwingen, da Sie 
eine Beute ihrer Unterthanen werden sollen, und ihr erkennet, da mich 
Jahwe der Heerscharen gesandt hat!
ZEC 2:14 Juble und freue dich, Tochter Zion! Denn alsbald erscheine ich, 
um in deiner Mitte zu wohnen, ist der Spruch Jahwes.
ZEC 2:15 Da werden sich dann an jenem Tage viele Vlker an Jahwe 
anschlieen, um zu seinem Volke zu gehren und mitten unter dir zu wohnen, 
und du wirst daran erkennen, da mich Jahwe der Heerscharen zu dir gesandt 
hat.
ZEC 2:16 Jahwe wird Juda als sein Erbteil auf dem heiligen Boden in Besitz 
nehmen und Jerusalem wiederum erwhlen.
ZEC 2:17 Alles Fleisch sei stille vor Jahwe! Denn er hat sich aufgemacht 
aus seiner heiligen Wohnung.
ZEC 3:1 Sodann lie er mich den Hohenpriester Josua schauen, wie er vor 
dem Engel Jahwes stand, und der Satan zu seiner Rechten stand, um ihn 
anzuklagen.
ZEC 3:2 Jahwe aber sprach zu dem Satan: Jahwe gebietet dir Schweigen, 
Satan! Jahwe, der Jerusalem erwhlt, gebietet dir Schweigen! Ist dieser 
denn nicht ein dem Brand entrissenes Holzscheit?
ZEC 3:3 Josua aber war mit schmutzigen Kleidern angethan, als er vor dem 
Engel stand.
ZEC 3:4 Da hob dieser an und sprach zu den dabeistehenden Dienern also: 
Zieht ihm die schmutzigen Kleider aus! Sodann sprach er zu ihm: Siehe, ich 
habe dir deine Schuld verziehen und lasse dir jetzt Feierkleider anlegen.
ZEC 3:5 Weiter befahl er: legt ihm einen reinen Kopfbund um das Haupt! Da 
legten sie ihm einen reinen Kopfbund um das Haupt und zogen ihm die 
Gewnder an, whrend der Engel Jahwes dabeistand.
ZEC 3:6 Und der Engel Jahwes gab Josua die feierliche Zusicherung:
ZEC 3:7 So spricht Jahwe der Heerscharen: Wenn du auf meinen Wegen 
wandelst und dich an meine Ordnungen hltst, so sollst du auch mein Haus 
verwalten und ber meine Vorhfe Aufsicht ben, und ich gewhre dir freien 
Zugang zwischen diesen meinen Dienern.
ZEC 3:8 Hre doch, Hoherpriester Josua, du und deine Genossen, die vor dir 
ihre Sitze haben - denn sie sind Vorzeichen einer wunderbaren Zukunft -: 
Ich werde alsbald meinen Knecht Spro kommen lassen!
ZEC 3:9 Dem Steine, den ich vor Josua gelegt habe - sieben Augen ruhen auf 
einem einzigen Steine -, werde ich demnchst seine Zge eingraben, ist der 
Spruch Jahwes der Heerscharen, und die Verschuldung desselben Landes an 
einem Tage hinwegtilgen.
ZEC 3:10 An jenem Tag, ist der Spruch Jahwes der Heerscharen, werdet ihr 
einander einladen knnen unter Weinstock und Feigenbaum!
ZEC 4:1 Da weckte mich der Engel, der mit mir redete, wieder auf wie 
jemanden, der aus seinem Schlaf aufgeweckt wird,
ZEC 4:2 und fragte mich: Was siehst du? Ich antwortete: Ich sehe da einen 
Leuchter, ganz von Gold; oben darauf ist ein lbehlter, und sieben Lampen 
sind an ihm, sowie sieben Gierohre fr die Lampen, die sich oben auf ihm 
befinden.
ZEC 4:3 Und neben ihm stehen zwei lbume, einer zur Rechten des 
lbehlters und einer zu seiner Linken.
ZEC 4:4 Darauf hob ich an und sprach zu dem Engel, der mit mir redete, 
folgendermaen: Was hat dies zu bedeuten, Herr?
ZEC 4:5 Da antwortete der Engel, der mit mir redete, und sprach zu mir: 
Weit du wirklich nicht, was dies bedeutet? Ich antwortete: Nein, Herr!
ZEC 4:6 Da hob er an und sprach zu mir also: Das ist das Wort Jahwes an 
Serubabel; es lautet: Nicht durch Macht, noch durch Gewalt, sondern allein 
durch meinen Geist! spricht Jahwe der Heerscharen.
ZEC 4:7 Wer bist du doch, du groer Berg vor Serubabel? Zur Ebene sollst 
du werden! Da er den Stein hoch hinauffhre unter den Jubelrufen: 
Herrlich, herrlich ist er!
ZEC 4:8 Sodann erging das Wort Jahwes an mich folgendermaen:
ZEC 4:9 Die Hnde Serubabels haben zu diesem Hause den Grundstein gelegt, 
seine Hnde werden es auch vollenden, damit du erkennest, da mich Jahwe 
der Heerscharen zu euch gesandt hat.
ZEC 4:10 Denn wer wollte den Tag kleiner Anfnge verachten! Vielmehr 
sollen sie mit Freuden das Bleilot in der Hand Serubabels sehen. Diese 
sieben sind die Augen, die die ganze Erde durchschweifen.
ZEC 4:11 Da hob ich an und sprach zu ihm: Was haben diese beiden lbume 
zur Rechten und zur Linken des Leuchters zu bedeuten?
ZEC 4:12 Und ich hob abermals an und sprach zu ihm: Was haben die beiden 
an den lbumen befindlichen Bschel zu bedeuten, die neben den beiden 
goldenen Trichtern sind, die das Goldl von oben herabgleiten lassen?
ZEC 4:13 Da antwortete er mir also: Weit du wirklich nicht, was diese 
bedeuten? Ich erwiderte: Nein, Herr!
ZEC 4:14 Da sprach er: Das sind die beiden Gesalbten, die als Diener vor 
dem Gebieter der ganzen Erde stehen.
ZEC 5:1 Wieder blickte ich auf und sah, da zeigte sich eine fliegende 
Schriftrolle.
ZEC 5:2 Und als er mich fragte: Was siehst du? Sagte ich: Ich sehe eine 
fliegende Schriftrolle, zwanzig Ellen lang und zehn Ellen breit.
ZEC 5:3 Da sprach er zu mir: Das ist der Fluch, der ber das ganze Land 
ausgeht; denn jeder, der stiehlt, wird kraft desselben von hier weggefegt, 
und jeder, der falsch schwrt, wird kraft desselben von hier weggefegt.
ZEC 5:4 Ich habe ihn ausgehen lassen, ist der Spruch Jahwes der 
Heerscharen, damit er in das Haus des Diebes und in das Haus dessen, der 
bei meinem Namen falsch schwrt, einkehre, sich im Innern seines Hauses 
festsetze und es samt seinem Holzwerk und seinen Steinen zu Grunde richte.
ZEC 5:5 Hierauf trat der Engel, der mit mir redete, hervor und sprach zu 
mir: Blicke doch auf und schaue, was da zum Vorschein kommt!
ZEC 5:6 Ich sprach: Was ist es? Da sagte er: Dies ist das Epha, welches 
ausgeht. Da sagte er: Dies ist ihre Verschuldung im ganzen Lande.
ZEC 5:7 Da mit einem Male hob sich eine runde Bleiplatte, und ein Weib war 
da zu sehen, das im Ephama drinnen sa.
ZEC 5:8 Da sagte er: Das ist die Bosheit! warf sie in das Epha hinein und 
warf die Bleiplatte auf seine ffnung.
ZEC 5:9 Als ich sodann aufblickte, sah ich pltzlich zwei Weiber zum 
Vorschein kommen, und der Wind blies in ihre Flgel - sie hatten nmlich 
Flgel wie Storchenflgel -, und sie hoben das Epha empor zwischen Erde 
und Himmel.
ZEC 5:10 Da fragte ich den Engel, der mit mir redete: Wohin bringen sie 
das Epha?
ZEC 5:11 Er antwortete mir: Um ihm Wohnung zu bereiten im Lande Sinear, 
und ist sie hergerichtet, so setzen sie es dort an seiner Stelle nieder.
ZEC 6:1 Wieder blickte ich auf und sah, da erschienen auf einmal vier 
Wagen, die zwischen den beiden Bergen hervorkamen; die Berge aber waren 
von Erz.
ZEC 6:2 Am ersten Wagen waren rotbraune Rosse und am zweiten Wagen 
schwarze Rosse,
ZEC 6:3 am dritten Wagen waren weie Rosse und am vierten Wagen gescheckte 
Rosse.
ZEC 6:4 Da hob ich an und fragte den Engel, der mit mir redete: Was hat 
dies zu bedeuten, Herr?
ZEC 6:5 Da hob der Engel an und sprach zu mir: Das sind die vier Winde des 
Himmels; sie ziehen aus, nachdem sie sich soeben vor dem Gebieter ber die 
ganze Erde gestellt hatten.
ZEC 6:6 Der Wagen mit den schwarzen Rossen war auf der Ausfahrt nach den 
Lndern im Norden, und die weien fuhren hinter ihnen drein; die 
gescheckten fuhren aus nach den Lndern im Sden.
ZEC 6:7 Und auch die rotbraunen fuhren aus; und da sie abzugehen 
wnschten, um die Erde zu durchstreifen, befahl er: Fort! Durchstreift die 
Erde! und sie durchstreiften die Erde.
ZEC 6:8 Dann rief er mich und sagte zu mir Folgendes: Sieh! Die, welche 
nach den Lndern im Norden ausfahren, bringen meinen Geist durch die 
Vollstreckung des Gerichts an den Lndern des Nordens zur Ruhe.
ZEC 6:9 Und das Wort Jahwes erging an mich folgendermaen:
ZEC 6:10 Nimm von den Gaben der in der Gefangenschaft weilenden Gemeinde 
durch Heldai entgegen, was von Seiten Tobias und Jedajas gespendet ist; 
dann gehe an jenem gleichen Tag in eigener Person und begieb dich in das 
Haus Josias, des Sohnes Zephanias, wohin sie von Babel gekommen sind.
ZEC 6:11 Dort nimm Silber und Gold, fertige Kronen daraus und setze sie 
Serubabel und Josua, dem Sohne Jozadaks, dem Hohenpriester, aufs Haupt
ZEC 6:12 und sprich zu ihnen also: So spricht Jahwe der Heerscharen: 
Frwahr, ein Mann mit Namen Spro - unter dem wird es sprossen, und er 
wird den Tempel Jahwes bauen.
ZEC 6:13 Er wird den Tempel Jahwes bauen und er wird Hoheit davontragen, 
so da er dasitzt und herrscht auf seinem Thron, und es wird ein Priester 
zu seiner Rechten sein, und friedliches Einvernehmen wird zwischen ihnen 
beiden bestehen.
ZEC 6:14 Die Kronen aber sollen zum Andenken an Heldai, an Tobia und 
Jedaja und an Josia, den Sohn Zephanias, im Tempel Jahwes bleiben.
ZEC 6:15 Und die in der Ferne wohnen, werden kommen, um am Tempel Jahwes 
zu bauen, damit ihr erkennet, da mich Jahwe der Heerscharen zu euch 
gesandt hat, und wenn ihr den Geboten Jahwes, eures Gottes, treulich 
gehorcht, wird es geschehen . . . . .
ZEC 7:1 Im vierten Jahre des Knigs Darius erging das Wort Jahwes an 
Sacharja; am vierten Tage des neunten Monats, im Monate Kislew,
ZEC 7:2 sandte die Familie des Elsarezer und Regem Melech samt seinen 
Leuten eine Gesandtschaft, um Jahwe zu begtigen,
ZEC 7:3 mit folgender Anfrage an die Priester, die zum Tempel Jahwes der 
Heerscharen gehren, und an die Propheten: Soll ich im fnften Monate 
weinen und fasten, wie ich nun schon so und so viele Jahre getan habe?
ZEC 7:4 Da erging das Wort Jahwes der Heerscharen an mich folgendermaen:
ZEC 7:5 Sprich zu dem ganzen Volke des Landes und zu den Priestern also: 
wenn ihr jeweilen im fnften und im siebenten Monate nun schon siebzig 
Jahre gefastet und geklagt habt, hat da euer Fasten wirklich mir gegolten?
ZEC 7:6 Und wenn ihr et und trinkt, seid dann nicht ihr es, die essen, 
und ihr es, die trinken?
ZEC 7:7 Sind nicht dies die Worte, die Jahwe durch die frheren Propheten 
predigen lie, als Jerusalem noch bewohnt und in ungestrtem Frieden war 
samt seinen Stdten rings um es her, und als der Sden samt der Niederung 
noch bevlkert war?
ZEC 7:8 Da erging das Wort Jahwes an Sacharja folgendermaen:
ZEC 7:9 So spricht Jahwe der Heerscharen: Қbt Redlichkeit im 
Rechtsprechen und erweist einander Liebe und Barmherzigkeit!
ZEC 7:10 Bedrckt Witwen und Waisen, Fremde und Arme nicht und sinnt in 
eurem Herzen nicht Bses gegeneinander!
ZEC 7:11 Aber sie weigerten sich aufzumerken, und ihre Schulter strubte 
sich gegen das Joch; sie machten ihre Ohren taub, da sie nicht hrten,
ZEC 7:12 und verhrteten ihre Herzen zu Diamant, da sie die Weisung und 
die Worte nicht hrten, die Jahwe der Heerscharen durch seinen Geist, 
durch die frheren Propheten, gesandt hatte. Da brach bei Jahwe der 
Heerscharen ein gewaltiger Zorn aus,
ZEC 7:13 und gleichwie er gerufen, sie aber nicht gehrt hatten, ebenso - 
sprach Jahwe der Heerscharen - sollen sie nun rufen, ohne da ich hre.
ZEC 7:14 Sondern ich will sie zerstuben unter alle Vlker, die ihnen 
vorher unbekannt waren, und das Land soll, nachdem sie es verlassen haben, 
eine Wste werden, so da niemand auf seiner Hin- oder Herfahrt es 
durchzieht. So verwandelten sie ein herrliches Land in eine Einde.
ZEC 8:1 Hierauf erging das Wort Jahwes der Heerscharen an mich 
folgendermaen:
ZEC 8:2 So spricht Jahwe der Heerscharen: Ich bin voll eiferschtiger 
Liebe zu Zion und bin von heftigem Zorn fr es entbrannt.
ZEC 8:3 So spricht Jahwe: Ich bin auf der Rckkehr nach Zion und will 
inmitten Jerusalems Wohnung machen; Jerusalem wird die treue Stadt heien 
und der Berg Jahwes der Heerscharen der heilige Berg.
ZEC 8:4 So spricht Jahwe der Heerscharen: Noch werden Greise und 
Greisinnen auf den Pltzen Jerusalems sitzen, ein jeder mit seinem Stab in 
der Hand vor der Menge von Lebenstagen.
ZEC 8:5 Und die Pltze der Stadt werden sich mit Knaben und mit Mdchen 
fllen, die auf ihren Pltzen spielen.
ZEC 8:6 So spricht Jahwe der Heerscharen: Mag es in jenen Tagen dem 
berreste dieses Volks als ein Wunder erscheinen, - wird es auch mir als 
ein Wunder erscheinen? ist der Spruch Jahwes der Heerscharen.
ZEC 8:7 So spricht Jahwe der Heerscharen: Frwahr, ich werde mein Volk aus 
den Lndern des Sonnenaufgangs und aus den Lndern des Niedergangs der 
Sonne erretten
ZEC 8:8 und werde sie heimbringen, da sie inmitten Jerusalems wohnen 
sollen, und in Bestndigkeit und Wahrheit sollen sie mein Volk und will 
ich ihr Gott sein!
ZEC 8:9 So spricht Jahwe der Heerscharen: Regt rstig eure Hnde, ihr, die 
ihr in diesen Tagen diese Worte aus dem Munde der Propheten vernehmt, die 
aufgetreten sind zu der Zeit, da zum Wiederaufbau des Hauses Jahwes der 
Heerscharen, des Tempels, der Grund gelegt ward!
ZEC 8:10 Denn vor dieser Zeit gab es fr die Arbeit der Menschen keinen 
Lohn und keinen Ertrag von der Arbeit des Viehs; wer aus- und einzog, war 
vor dem Feinde nicht sicher, und ich hetzte alle Leute gegeneinander.
ZEC 8:11 Jetzt aber stehe ich anders als in den vorigen Tagen zu dem 
berreste dieses Volks, ist der Spruch Jahwes der Heerscharen;
ZEC 8:12 denn seine Saat bleibt wohlbehalten. Der Weinstock bringt seine 
Frucht und die Erde bringt ihren Ertrag; der Himmel spendet seinen Tau, 
und ich lasse den berrest dieses VoIkes solches alles in Besitz nehmen.
ZEC 8:13 Und wie ihr unter den Nationen zum Fluche geworden seid, Haus 
Juda und Haus Israel, so bringe ich euch Heil, da ihr zum Segenswunsche 
dienen sollt. Seid getrost! Regt rstig eure Hnde!
ZEC 8:14 Denn so spricht Jahwe der Heerscharen: wie ich beschlossen habe, 
euch bel zu thun, als mich eure Vter erbitterten, spricht Jahwe der 
Heerscharen, und mich's nicht gereuen lie,
ZEC 8:15 so habe ich nun gleichfalls in diesen Tagen beschlossen, 
Jerusalem und dem Hause Juda wohlzutun. Seid getrost!
ZEC 8:16 Dies ist's, was ihr zu thun habt! Redet untereinander die 
Wahrheit und richtet in euren Thoren redlich und nach unverletztem Recht!
ZEC 8:17 Sinnt in eurem Herzen nichts Bses gegeneinander und habt nicht 
Gefallen an lgenhaftem Schwren! Denn solches alles, das hasse ich, ist 
der Spruch Jahwes.
ZEC 8:18 Und es erging das Wort Jahwes der Heerscharen an mich 
folgendermaen:
ZEC 8:19 So spricht Jahwe der Heerscharen: Die Fasten im vierten, fnften, 
siebenten und zehnten Monate werden dem Hause Juda zu Tagen der Freude und 
des Jubels und zu frohen Festzeiten werden; aber habt die Wahrheit und den 
Frieden lieb!
ZEC 8:20 So spricht Jahwe der Heerscharen: Noch wird es geschehen, da 
ganze Vlker und die Bewohner vieler Stdte herbeikommen.
ZEC 8:21 Ihre Bewohner werden zu einander hingehen und sagen: Auf! Lat 
uns hinziehen, um Jahwe zu begtigen und um Jahwe der Heerscharen zu 
suchen! Auch ich will hinziehen!
ZEC 8:22 Und so werden viele Vlker und zahlreiche Nationen herbeikommen, 
um Jahwe der Heerscharen in Jerusalem zu suchen und um Jahwe zu begtigen.
ZEC 8:23 So spricht Jahwe der Heerscharen: In jenen Tagen wird es 
geschehen, da zehn Mnner aus allen Sprachen der Nationen einen Juder 
beim Rockzipfel ergreifen und sagen: Wir wollen mit euch ziehen; denn wir 
haben gehrt, da Gott mit euch ist!
ZEC 9:1 Prophetischer Ausspruch. Das Wort Jahwes ist wider das Land 
Hadrach gerichtet und lt sich in Damaskus nieder - denn Jahwe hat ein 
Auge auf die Menschen und auf alle Stmme Israels!
ZEC 9:2 Auch wider Hamath, das daran grenzt, wider Tyrus und Sidon; waren 
sie doch so sehr weise!
ZEC 9:3 Tyrus ummauerte sich mit einem Wall und hufte Silber auf wie 
Staub und Feingold so viel wie Kot auf den Gassen.
ZEC 9:4 Frwahr, der Herr wird es erobern und sein Bollwerk ins Meer 
strzen, whrend es selbst vom Feuer verzehrt wird.
ZEC 9:5 Askalon soll es schauen und schaudern; Gaza aber - vor Angst wird 
es sich heftig winden; ebenso Ekron - denn seine Hoffnung ist zu Schanden 
geworden. Aus Gaza wird der Knig verschwinden; Askalon wird nimmer 
bewohnt sein,
ZEC 9:6 und Mischlinge werden sich in Asdod niederlassen. Ich breche den 
Hochmut der Philister
ZEC 9:7 und reie ihnen ihr blutiges Fleisch aus dem Munde und ihre Greuel 
aus den Zhnen weg. Dann bleiben auch sie fr unseren Gott brig; sie 
werden den Huptlingen in Juda gleich sein, und die Leute von Ekron den 
Jebusitern.
ZEC 9:8 Ich lagere mich als Schutzwache fr meinen Tempel gegen alles, was 
da kommt und geht. Kein Zwingherr soll mehr ber sie kommen; denn jetzt 
halte ich meine Augen offen.
ZEC 9:9 Juble laut, Tochter Zion! Jauchze, Tochter Jerusalem! Frwahr, 
dein Knig wird bei dir einziehen: Gerecht ist er und siegreich; demtig 
ist er und reitet auf einem Esel, auf einem Fllen, dem Jungen einer 
Eselin.
ZEC 9:10 Er rottet die Streitwagen aus Ephraim aus und die Rosse aus 
Jerusalem. Auch die Kriegsbogen werden ausgerottet werden, und er wird den 
Nationen Friede gebieten. Seine Herrschaft wird von Meer zu Meere reichen 
und vom Euphratstrome bis zu den Enden der Erde.
ZEC 9:11 Und weil ich meinen Bund mit dir mit Blut besiegelt habe, befreie 
ich auch deine Gefangenen aus der wasserlosen Zisterne.
ZEC 9:12 Kehrt zurck nach der festen Burg, ihr Gefangenen auf Hoffnung! 
Auch diesen Tag wird es laut verkndet: Zwiefltig schenke ich dir Ersatz!
ZEC 9:13 Denn ich habe mir Juda gespannt wie einen Bogen, habe Ephraim wie 
einen Kcher mit Pfeilen gefllt und will deine Shne, o Zion, anfeuern 
gegen die Shne Javans und dich zum Schwert eines Helden machen.
ZEC 9:14 Jahwe wird ber ihnen erscheinen, und sein Pfeil wie der Blitz 
ausfahren. Der Herr Jahwe wird in die Posaune stoen und mit den 
Sturmwinden aus Sden einherschreiten.
ZEC 9:15 Jahwe der Heerscharen wird sie mit dem Schilde decken; sie werden 
siegen und die Schleudersteine niedertreten. Sie werden ihr Blut trinken 
wie Wein und voll werden wie die Opferschalen, bespritzt wie die Ecken am 
Altare
ZEC 9:16 Jahwe, ihr Gott, wird ihnen an jenem Tag als der Herde seines 
Volkes Sieg verleihen; denn sie sind Edelsteine am Diadem, die sich 
funkelnd auf seinem Boden erheben.
ZEC 9:17 Ja! wie gro ist sein Glanz! und wie herrlich seine Schnheit! 
Getreide giebt's, das Jnglinge, und Most, der Jungfrauen gedeihen lt.
ZEC 10:1 Bittet Jahwe um Regen! Er schafft zu rechter Zeit Sptregen und 
Frhregen; Wetterstrahlen und Guregen spendet er ihnen, einem jeden Kraut 
auf dem Felde.
ZEC 10:2 Denn die Teraphim gaben nichtige Sprche, und die Wahrsager 
hatten Lgengesichte. Sie reden nur eitle Trumereien und spenden nur 
windigen Trost. Darum sind sie weitergezogen wie eine Herde, sind nun im 
Elend, weil niemand sie weidet.
ZEC 10:3 ber die Hirten ist mein Zorn entbrannt, und an den Leithmmeln 
will ich Heimsuchung ben. Denn Jahwe der Heerscharen hat nach seiner 
Herde, dem Hause Juda, geschaut und hat sie zu seinem Prachtro im Kriege 
gemacht.
ZEC 10:4 Aus ihnen geht der Eckstein hervor, aus ihnen der Zeltpflock; aus 
ihnen geht auch der Kriegsbogen hervor, aus ihnen stammen alle Anfhrer 
insgesamt.
ZEC 10:5 Sie werden im Kampfe Helden gleichen, die den Kot der Gassen 
zerstampfen, und werden tapfer kmpfen, denn Jahwe ist mit ihnen, da die 
feindlichen Reiter zu Schanden werden.
ZEC 10:6 Ich mache das Haus Juda stark und dem Hause Joseph bringe ich 
Hilfe. Ich fhre sie zurck, denn ich habe Erbarmen mit ihnen, und sie 
werden sein, als htte ich sie niemals verworfen. Denn ich bin Jahwe, ihr 
Gott, und will sie erhren.
ZEC 10:7 Dann werden die Ephraimiten zu Helden werden und frhlichen Mutes 
sein wie von Wein. Ihre Kinder werden es sehen und sich freuen, jubeln 
soll ihr Herz ber Jahwe!
ZEC 10:8 Ich will sie herbeilocken und sie versammeln, denn ich habe sie 
erlst; und sie sollen so zahlreich werden, wie sie es einstmals waren.
ZEC 10:9 Ich se sie aus unter die Vlker; aber in den fernsten Landen 
werden sie meiner gedenken und werden dort ihre Kinder aufziehen und dann 
heimkehren.
ZEC 10:10 Ich werde sie heimfhren aus gypten und werde sie aus Assur 
sammeln. Ich lasse sie einziehen in das Land Gilead und den Bezirk des 
Libanon, und es wird an Raum fr sie mangeln.
ZEC 10:11 Sie durchziehen das gyptische Meer, und er schlgt das Meer der 
Wogen und trocknet aus alle Strudel des Nils. Das hochmtige Assur wird 
gestrzt, und das Knigsscepter weicht von gypten.
ZEC 10:12 Ich will machen, da sie stark seien durch Jahwe, und seines 
Namens sollen sie sich rhmen, ist der Spruch Jahwes.
ZEC 11:1 Thue auf deine Pforten, Libanon, da Feuer unter deinen Cedern 
wte!
ZEC 11:2 Wehklage, Cypresse, da die Ceder gefallen ist. Wehklagt, ihr 
Eichen Basans, da niedergesunken der unduchdringliche Wald!
ZEC 11:3 Horch! wie die Hirten wehklagen, weil ihre Pracht verwstet ist; 
horch! wie die jungen Lwen brllen, weil das Jordandickicht verwstet ist.
ZEC 11:4 So sprach Jahwe, mein Gott: Weide die zur Schlachtung bestimmten 
Schafe,
ZEC 11:5 deren Kufer sie schlachten, ohne es ben zu mssen, deren 
Verkufer sagen: Gepriesen sei Jahwe, ich bin reich geworden! und deren 
Hirten sie nicht schonen.
ZEC 11:6 Denn fortan will ich die Bewohner des Landes nicht mehr schonen, 
ist der Spruch Jahwes. Vielmehr will ich nun selbst die Menschen 
ausliefern, einen jeden in die Gewalt seines Hirten und in die Gewalt 
seines Knigs; die werden das Land zerschlagen, und ich werde niemanden 
aus ihrer Gewalt befreien.
ZEC 11:7 Da weidete ich die Schlachtschafe fr die Schafhndler und nahm 
mir zwei Hirtenstbe, - den einen nannte ich Huld und den andern 
Verbindung. Als ich nun die Schafe weidete
ZEC 11:8 und in einem Monate die drei Hirten weggeschafft hatte, wurde ich 
ihrer berdrssig, und auch sie hatten einen Widerwillen gegen mich.
ZEC 11:9 Da sprach ich: Ich mag euch nicht lnger weiden. Was stirbt, mag 
sterben, was zu Grunde geht, mag zu Grunde gehen, und was dann noch brig 
bleibt, mag sich gegenseitig auffressen!
ZEC 11:10 Dann nahm ich meinen Stab Huld und brach ihn in Stcke, um 
meinen Vertrag, den ich mit allen Vlkern geschlossen hatte, zu lsen.
ZEC 11:11 Als er nun an eben jenem Tage gelst wurde, da erkannten die 
Schafhndler, die mich beobachteten, da es Jahwes Wort war.
ZEC 11:12 Darauf sprach ich zu ihnen: Wenn es euch gefllig ist, so gebt 
mir meinen Lohn, und wenn nicht, so lat es bleiben! Da zahlten sie mir 
meinen Lohn aus - dreiig Silbersekel.
ZEC 11:13 Jahwe aber befahl mir: Wirf ihn in die Schatzkammer, den 
herrlichen Preis, dessen ich bei ihnen wert geachtet ward! Da nahm ich die 
dreiig Silbersekel und warf sie im Tempel in die Schatzkammer.
ZEC 11:14 Dann brach ich auch meinen zweiten Hirtenstab, die Verbindung, 
in Stcke, um so die Brderschaft zwischen Juda und Israel aufzulsen.
ZEC 11:15 Hierauf befahl mir Jahwe: Nimm dir nun noch das Gericht eines 
thrichten Hirten;
ZEC 11:16 denn frwahr, ich selbst will im Land einen Hirten erstehen 
lassen, der nach dem, das im Begriff ist, zu Grunde zu gehen, nicht sieht, 
das Verirrte nicht aufsucht, das Verwundete nicht heilt, das noch Gesunde 
nicht versorgt, das Fleisch der fetten Tiere verzehrt und ihnen die Klauen 
zerreit.
ZEC 11:17 Wehe ber den nichtsntzigen Hirten, der die Herde im Stiche 
lt! Verderben ber seinen Arm und sein rechtes Auge! Sein Arm msse 
gnzlich verdorren und sein rechtes Auge vllig erlschen!
ZEC 12:1 Ausspruch. Das Wort Jahwes ber lsrael, der Spruch Jahwes, der 
den Himmel ausspannte und die Erde grndete und den Geist in der Brust des 
Menschen bildete:
ZEC 12:2 Frwahr, ich werde Jerusalem zu einer Taumelschale machen fr 
alle Vlker ringsum, und auch Juda wird bei der Belagerung Jerusalems 
dabei sein.
ZEC 12:3 An jenem Tage werde ich Jerusalem zum Hebestein machen fr alle 
Vlker; wer immer ihn emporhebt, wird sich wund ritzen, und alle Nationen 
der Erde werden sich dagegen versammeln.
ZEC 12:4 An jenem Tag, ist der Spruch Jahwes, werde ich alle Rosse mit 
Scheuen schlagen und, die darauf reiten, mit Wahnsinn. Aber ber dem Hause 
Juda will ich meine Augen offen halten, whrend ich alle Rosse der Vlker 
mit Blindheit schlage.
ZEC 12:5 Dann werden die Huptlinge Judas bei sich selbst sprechen: 
Starken Halt haben die Bewohner Jerusalems nur an Jahwe der Heerscharen, 
ihrem Gott!
ZEC 12:6 An jenem Tage werde ich die Huptlinge Judas gleich einem 
Feuerbecken in einem Holzstoe und gleich einer brennenden Fackel in einem 
Garbenhaufen machen, so da sie alle Vlker ringsum nach rechts und links 
verzehren, Jerusalem aber nach wie vor wohlbehalten an seiner Stelle 
bleibt.
ZEC 12:7 Zuerst wird Jahwe den Zelten der Juder helfen, damit sich der 
Ruhm des Hauses Davids und der Ruhm der Bewohner Jerusalems nicht hoch 
ber Juda erhebe.
ZEC 12:8 An jenem Tage wird Jahwe mit seinem Schild die Bewohner 
Jerusalems decken, und der Erschpfte unter ihnen wird an jenem Tage wie 
David sein, und das Haus Davids wird sein wie Gott, wie der Engel Jahwes 
vor ihnen her.
ZEC 12:9 Da werde ich dann an jenem Tag alle Nationen zu vernichten 
trachten, die gegen Jerusalem zogen.
ZEC 12:10 ber das Haus Davids aber und die Bewohner Jerusalems giee ich 
einen Geist der Gnade und des Flehens aus, und sie werden auf den 
hinblicken, den sie durchbohrten, und um ihn trauern, wie man um den 
einzigen Sohn trauert, und ihn bitterlich beweinen, wie man sich um den 
Erstgebornen grmt.
ZEC 12:11 An jenem Tage wird sich in Jerusalem laute Totenklage erheben, 
wie die Totenklage Hadadrimmons in der Ebene von Megiddo.
ZEC 12:12 Das Land wird klagen, jedes einzelne Geschlecht besonders: Das 
Geschlecht des Hauses David besonders und seine Frauen besonders; das 
Geschlecht des Hauses Nathan besonders und seine Frauen besonders;
ZEC 12:13 das Geschlecht des Hauses Levi besonders und seine Frauen 
besonders; das Geschlecht der Simeiten besonders und seine Frauen 
besonders,
ZEC 12:14 und ebenso alle brigen Geschlechter, jedes einzelne Geschlecht 
besonders und seine Frauen besonders.
ZEC 13:1 An jenem Tage wird dem Hause Davids und den Bewohnern Jerusalems 
eine Quelle zur Abwaschung von Snde und Unreinheit erffnet sein,
ZEC 13:2 und an jenem Tag, ist der Spruch Jahwes der Heerscharen, werde 
ich auch die Namen der Gtzen aus dem Lande ausrotten, so da sie fortan 
nicht mehr erwhnt werden sollen, und ebenso will ich die Propheten und 
den unreinen Geist aus dem Lande wegschaffen.
ZEC 13:3 Wenn aber doch einer noch als Prophet aufzutreten wagt, so werden 
sein Vater und seine Mutter, seine eigenen Eltern, du ihm sprechen: Du 
sollst nicht am Leben bleiben, weil du im Namen Jahwes Lgen geredet hast! 
Und seine Eltern, sein Vater und seine Mutter, werden ihn durchbohren, 
wenn er als Prophet auftritt.
ZEC 13:4 An jenem Tage werden sich die Propheten insgesamt ihrer Gesichte 
schmen, wenn sie als Propheten auftreten, und den hrenen Prophetenmantel 
nicht mehr anziehen, um die Leute zu betrgen,
ZEC 13:5 sondern jeder wird sagen: Ich bin kein Prophet, ich bin ein 
Landarbeiter; denn von meiner frhesten Jugendzeit an ist Landbau mein 
Geschft.
ZEC 13:6 Und wenn man ihn dann fragt: Was bedeuten denn diese Narben auf 
deiner Brust? so wird er antworten: Sie kommen von Schlgen, die ich im 
Hause meiner Lieben erhalten habe.
ZEC 13:7 Schwert, wache auf gegen meinen Hirten, gegen den Mann, der mir 
so nahe steht! ist der Spruch Jahwes der Heerscharen. Schlage den Hirten, 
damit sich die Schafe zerstreuen, und ich meine Hand gegen die Geringen 
kehre!
ZEC 13:8 Und im ganzen Land, ist der Spruch Jahwes, soll es geschehen, da 
zwei Drittel darin weggerafft werden und sterben, und nur der dritte Teil 
darin brig bleibt.
ZEC 13:9 Aber auch das letzte Drittel bringe ich ins Feuer, schmelze sie, 
wie man Silber schmelzt, und lutere Sie, wie man Gold lutert. Die werden 
meinen Namen anrufen, und ich werde sie erhren und werde sagen: Das ist 
mein Volk! und sie werden sagen: Jahwe, mein Gott!
ZEC 14:1 Frwahr, es kommt ein Tag Jahwes, da wird in deiner Mitte deine 
Beute verteilt werden.
ZEC 14:2 Und zwar werde ich alle Nationen zum Streit gegen Jerusalem 
versammeln, und die Stadt wird eingenommen, die Huser werden geplndert 
und die Frauen geschndet; die Hlfte der Stadt wird in die Gefangenschaft 
ziehen, der Rest der Bevlkerung aber wird nicht aus der Stadt ausgerottet.
ZEC 14:3 Sondern Jahwe wird erscheinen und wider jene Nationen streiten 
wie einst, als er stritt am Tage des Kampfes.
ZEC 14:4 Seine Fe werden jenes Tags auf dem lberge stehen, der im Osten 
Jerusalem gegenberliegt, und der lberg wird sich von seiner Mitte aus 
nach Osten und Westen zu einem beraus groen Thale spalten, so da die 
eine Hlfte des Bergs nach Norden, die andere nach Sden zurckweicht.
ZEC 14:5 Ihr aber werdet in das Thal meiner Berge fliehen - denn das Thal 
zwischen den Bergen reicht bis nach Azal -, und zwar werdet ihr fliehen, 
wie ihr zur Zeit Usias, des Knigs von Juda, vor dem Erdbeben floht. Aber 
Jahwe, mein Gott, wird erscheinen, begleitet von allen Heiligen.
ZEC 14:6 An jenem Tage wird es weder Hitze noch Klte und Frost geben,
ZEC 14:7 und es wird ein ununterbrochener Tag sein - er ist Jahwe bekannt! 
- ohne Wechsel von Tag und Nacht, und auch zur Abendzeit wird es hell sein.
ZEC 14:8 An jenem Tage werden sich von Jerusalem aus lebendige Wasser 
ergieen: die Hlfte davon wird in das stliche Meer, die andere in das 
westliche Meer flieen; im Sommer wie im Winter wird es so geschehen.
ZEC 14:9 Jahwe wird dann ber das ganze Land Knig sein; jenes Tags wird 
Jahwe einer sein und sein Name einer.
ZEC 14:10 Das ganze Land wird zu einer Ebene werden von Geba bis Rimmon im 
Sden von Jerusalem; dieses aber wird hocherhaben sein und auf seinem 
Sitze unverrckt bleiben vom Benjaminsthor an bis zu der Sttte des 
frheren Thors, bis zum Eckthor, und vom Thurm Hananel an bis zu den 
Knigskeltern.
ZEC 14:11 Man wird darin wohnen; einen Bannfluch wird es nicht mehr geben, 
und Jerusalem wird vor jeder Gefahr sicher bleiben.
ZEC 14:12 Folgendes aber wird die Plage sein, mit der Jahwe alle die 
Vlker schlagen wird, die gegen Jerusalem zu Felde zogen: Das Fleisch 
verfault ihnen, whrend sie noch auf ihren Fen stehen; die Augen 
verfaulen ihnen in den Augenhhlen, und ihre Zunge verfault ihnen im Munde.
ZEC 14:13 Jenes Tags wird eine gewaltige Verwirrung von Jahwe aus ber sie 
kommen, so da sie einander bei der Hand ergreifen, und die Hand des einen 
sich wider die des andern erhebt.
ZEC 14:14 Auch Juda wird gegen Jerusalem kmpfen. Dann wird der Reichtum 
aller Vlker ringsum gesammelt werden, Gold, Silber und Kleider in 
bergroer Menge.
ZEC 14:15 Und ganz die gleiche Plage wird die Rosse, die Maultiere, die 
Kamele und Esel und berhaupt alles Vieh treffen, das sich in jenen 
Kriegslagern befinden wird.
ZEC 14:16 Alle aber, welche aus allen den Nationen brig bleiben, die 
gegen Jerusalem herangezogen waren, werden Jahr fr Jahr hinaufziehen, um 
sich vor dem Knig Jahwe der Heerscharen niederzuwerfen und das 
Laubhttenfest zu feiern.
ZEC 14:17 Aber wer aus den Geschlechtern der Erde nicht nach Jerusalem 
hinaufzieht, um sich vor dem Knig Jahwe der Heerscharen niederzuwerfen, 
auf dessen Land soll auch kein Regen fallen.
ZEC 14:18 Und wenn das Geschlecht gyptens nicht hinaufzieht, um sich 
einzufinden, so wird sie die Plage treffen, mit der Jahwe die Nationen 
schlgt, die nicht zur Feier des Laubhttenfestes hinaufziehen.
ZEC 14:19 Das wird die Strafe gyptens sein, wie die Strafe aller Vlker, 
die nicht zur Feier des Laubhttenfestes hinaufziehen.
ZEC 14:20 Jenes Tags werden die Schellen der Rosse die Aufschrift tragen: 
Jahwe geheiligt! und die Kochtpfe im Tempel Jahwes werden so gro sein 
wie die Opferbecken vor dem Altare.
ZEC 14:21 Jeder Topf in Jerusalem und Juda wird Jahwe der Heerscharen 
geheiligt sein, und alle, die opfern wollen, werden kommen und welche von 
ihnen nehmen und in ihnen das Opferfleisch kochen, und jenes Tags wird es 
keine Krmer mehr im Tempel Jahwes der Heerscharen geben.
MAL 1:1 Ausspruch. Das Wort Jahwes an Israel durch Maleachi.
MAL 1:2 Ich habe Liebe zu euch, spricht Jahwe. Und fragt ihr: Worin zeigte 
sich deine Liebe zu uns? so lautet darauf der Spruch Jahwes: Esau ist doch 
ein Bruder Jakobs; aber ich liebte Jakob
MAL 1:3 und Esau hate ich, so da ich seine Berge zur Einde werden und 
sein Erbteil den Wstenschakalen anheimfallen lie.
MAL 1:4 Wenn Edom etwa denkt: Zwar ist Zerstrung ber unser Land 
gekommen, aber wir werden auch Trmmer wieder aufbauen knnen! so spricht 
Jahwe der Heerscharen also: Sie mgen bauen, ich aber werde niederreien, 
so da man ihnen den Namen geben wird: Frevelgebiet und das Volk, dem 
Jahwe auf ewig grollt.
MAL 1:5 Mit eigenen Augen werdet ihr es sehen und werdet selbst sagen 
mssen: Gro ist Jahwe weit ber den Bereich Israels hinaus!
MAL 1:6 Ein Sohn hat seinen Vater zu ehren und ein Sklave seinen Herrn. 
Nun, wenn ich Vater bin, wo bleibt denn die Ehre, die mir gebhrt, und 
wenn ich Herr bin, wo bleibt denn die Ehrfurcht, die man mir schuldet? 
spricht Jahwe der Heerscharen zu euch, ihr Priester, die ihr meinen Namen 
verunehrt. Ihr fragt: Wiefern haben wir deinen Namen verunehrt?
MAL 1:7 Ihr bringt ja unreine Opferspeise dar auf meinem Altare! Und ihr 
knnt noch fragen: Wiefern haben wir dich verunehrt? whrend ihr doch 
sprecht: Der Tisch Jahwes ist uns zu schlecht!
MAL 1:8 Und wenn ihr ein blindes Tier als Opfer darbringt, so ist das nach 
eurer Meinung nichts Schlimmes, und wenn ihr ein lahmes oder krankes 
darbringt, so ist das auch nichts Schlimmes! Bringe es doch einmal deinem 
Statthalter zum Geschenk - ob er dir dann wohl gnstig gesinnt sein oder 
dir Huld erweisen wird! spricht Jahwe der Heerscharen.
MAL 1:9 Nun also, begtigt doch Gott, damit er uns Gnade erweise! Von 
eurer Hand ist solches geschehen; kann er da noch einem von euch Huld 
erweisen? spricht Jahwe der Heerscharen.
MAL 1:10 Schlsse doch einer von euch lieber gleich die Tempelthren zu, 
damit ihr nicht mehr vergeblich auf meinem Altare Feuer anfachtet! Es 
liegt mir nichts an euch, spricht Jahwe der Heerscharen, und Opfergaben 
aus eurer Hand begehre ich nicht.
MAL 1:11 Denn vom Aufgang bis zum Untergang der Sonne ist unter den 
Nationen mein Name gro, und berall wird meinem Namen Rauchopfer und 
reine Opfergabe dargebracht; denn mein Name ist gro unter den Nationen, 
spricht Jahwe der Heerscharen.
MAL 1:12 Ihr aber entweiht ihn, indem ihr denkt: Der Tisch Jahwes ist 
wertlos, und das, was fr uns davon abfllt, zu essen, ist uns zuwider.
MAL 1:13 Ihr sagt: Was kostet es doch fr Mhe, es zu essen! und 
verschmht es, spricht Jahwe der Heerscharen, ihr bringt Geraubtes herbei 
und was lahm und was krank ist, und bringt es als Opfer dar: sollte ich 
solches von eurer Hand begehren? spricht Jahwe.
MAL 1:14 Vielmehr: Verflucht ein Betrger, der, wenn er in seiner Herde 
ein mnnliches Tier hat und ein Gelbde that, dem Herrn dann ein schbiges 
Muttertier opfert! Denn ein groer Knig bin ich, spricht Jahwe der 
Heerscharen, und gefrchtet ist mein Name unter den Nationen!
MAL 2:1 An euch ergeht demgem nun die folgende Anweisung, ihr Priester:
MAL 2:2 Wenn ihr nicht hrt und es euch nicht von Herzen angelegen sein 
lat, meinem Namen Ehre zu geben, spricht Jahwe der Heerscharen, so 
entsende ich wider euch den Fluch und verfluche eure Geflle; ja, ich habe 
sie bereits so gut wie verflucht, weil es euch gar nicht am Herzen liegt.
MAL 2:3 Frwahr, ich werde euch den Arm verwnschen und lhmen und euch 
Unrat ins Gesicht streuen, den Unrat eurer Feste, und euch zu ihm 
hinausschaffen!
MAL 2:4 Dann werdet ihr zur Einsicht kommen, da ich diese Anweisung an 
euch erlassen habe, damit mein Bund mit Levi bestehen bleibe, spricht 
Jahwe der Heerscharen.
MAL 2:5 Der Bund, den ich mit ihm eingegangen war, verhiet ihm Leben und 
Glck, und ich gab ihm beides als Grund zur Ehrfurcht, und er frchtete 
mich und war voll Scheu vor meinem Namen.
MAL 2:6 Wahrhaftige Weisung war in seinem Munde, und kein Falsch war auf 
seinen Lippen zu finden; in Unstrflichkeit und Geradheit wandelte er nach 
meinem Willen und brachte viele ab von Ungerechtigkeit.
MAL 2:7 Denn eines Priesters Lippen sollen sich an die rechte Lehre 
halten, und Unterweisung erwartet man aus seinem Munde; denn der Gesandte 
Jahwes der Heerscharen ist er.
MAL 2:8 Ihr aber seid vom Wege abgewichen, habt mit eurer Unterweisung 
viele zu Fall gebracht; ihr habt den Bund mit Levi zerstrt, spricht Jahwe 
der Heerscharen.
MAL 2:9 Darum habe nun auch ich euch bei allem Volk in tiefe Verachtung 
gebracht, weil ihr euch ja doch nicht an meine Wege haltet und euch bei 
eurer Unterweisung parteiisch zeigt.
MAL 2:10 haben wir denn nicht alle denselben Vater? Hat nicht ein und 
derselbe Gott uns erschaffen? Warum handeln wir denn treulos 
gegeneinander, so da wir den Bund unserer Vter entweihen?
MAL 2:11 Treubruch hat Juda begangen, und Greuel sind in Israel und zu 
Jerusalem verbt worden; denn Juda hat, was Jahwe heilig war, entweiht, 
indem es Tchter eines fremden Gottes liebgewonnen und gefreit hat.
MAL 2:12 Mge Jahwe jeden, der solches verbt, Klger und Verteidiger in 
den Zelten Jakobs und solche, die Jahwe der Heerscharen Opfergaben 
darbringen, ausrotten!
MAL 2:13 Zum Zweiten aber thut ihr Folgendes: Ihr bedeckt den Altar Jahwes 
mit Thrnen, mit Weinen und Schluchzen, weil von einem freundlichen Blick 
auf die Opfer und von einer Entgegennahme wohlgeflliger Gaben aus eurer 
Hand nicht mehr die Rede sein kann.
MAL 2:14 Ihr fragt noch: Warum? Darum, weil Jahwe Zeuge war bei dem 
Eingehen des Bundes zwischen dir und dem Weibe deiner Jugend, der du nun 
die Treue gebrochen hast, obschon sie deine Lebensgefhrtin und deine 
durch feierliche Gelbde mit dir verbundene Gattin war.
MAL 2:15 Hat nicht einer und derselbe uns das Leben gegeben und erhalten? 
Und was verlangt der eine? Kinder Gottes! So htet euch wohl in eurem 
Sinn, und dem Weibe deiner Jugend werde nie die Treue gebrochen!
MAL 2:16 Denn ich hasse Scheidung, spricht Jahwe, der Gott Israels, und 
den, der sein Gewand mit Frevel bedeckt, spricht Jahwe der Heerscharen; 
darum htet euch wohl in eurem Sinn und brecht niemals die Treue!
MAL 2:17 Ihr habt Jahwe viel gergert mit euren Reden und ihr fragt noch: 
Wiefern haben wir ihn gergert? Damit, da ihr sprecht: Jeder, der bel 
thut, ist Jahwe wohlgefllig, und an solchen hat er seine Freude, oder wo 
ist denn sonst der Gott des Gerichts?
MAL 3:1 Frwahr, ich werde euch meinen Boten senden, da er den Weg vor 
mir bahne; gar pltzlich wird der Herr, den ihr herbeiwnscht, in seinem 
Tempel eintreffen, und der Engel des Bundes, nach dem ihr begehrt, trifft 
alsbald ein, spricht Jahwe der Heerscharen.
MAL 3:2 Wer aber kann es dann aushalten, wenn er kommt, und wer kann 
bestehen, wenn er erscheint? Denn er gleicht dem Feuer eines Schmelzers 
und der Lauge von Wschern.
MAL 3:3 Er wird sich hinsetzen, wie um Silber zu schmelzen und zu 
reinigen, und wird die Leviten reinigen und sie lutern wie Gold und wie 
Silber, damit Jahwe wieder solche habe, die in wrdiger Weise Opfer 
darbringen,
MAL 3:4 und damit die Opfer Judas und Jerusalems Jahwe wiederum angenehm 
seien, wie in den Tagen der Vorzeit in lngstvergangenen Jahren.
MAL 3:5 Ich werde an euch herantreten, um Gericht zu halten, und ein 
schneller Zeuge sein gegen die Zauberer, die Ehebrecher und die 
Meineidigen, gegen die, welche den Taglhner, Witwen und Waisen 
bervorteilen und welche ohne Scheu vor mir Fremdlinge bedrcken, spricht 
Jahwe der Heerscharen.
MAL 3:6 Denn ich, Jahwe, habe mich nicht gendert, und doch seid ihr noch 
die gleichen Jakobsshne geblieben.
MAL 3:7 Seit den Tagen eurer Vter seid ihr bestndig von meinen Satzungen 
abgewichen und habt sie nicht beobachtet. Bekehrt euch zu mir, so will ich 
mich zu euch kehren, spricht Jahwe der Heerscharen. Aber ihr fragt noch: 
Worin sollen wir uns denn bekehren?
MAL 3:8 Darf denn ein Mensch Gott betrgen, da ihr mich betrgt? Ihr 
fragt: Wobei haben wir dich denn betrogen? Bei dem Zehnten und dem 
Hebeopfer!
MAL 3:9 Mit dem Fluche seid ihr ja eben belegt, weil ihr mich betrgt, 
eure ganze Nation.
MAL 3:10 Bringt den Zehnten ganz in das Schatzhaus, da sich Zehrung in 
meinem Hause befinde, und versucht es einmal auf diese Weise mit mir, 
spricht Jahwe der Heerscharen, ob ich euch dann nicht die Fenster des 
Himmels ffne und euch bis zum berma mit Segen berschtte!
MAL 3:11 Dann verwnsche ich euretwegen die Freheuschrecke, da sie euch 
die Frchte des Bodens nicht mehr zerstren, und der Weinstock im Felde 
euch nicht mehr fehltragen soll, spricht Jahwe der Heerscharen.
MAL 3:12 Da werden euch dann alle Nationen glcklich preisen, weil ihr ein 
Land des Entzckens sein werdet, spricht Jahwe der Heerscharen.
MAL 3:13 Ihr nehmt euch in euren Reden viel gegen mich heraus, spricht 
Jahwe. Und ihr fragt noch: Was haben wir denn untereinander gegen dich 
geredet?
MAL 3:14 Ihr spracht: Es ist nutzlos, Gott zu dienen, oder was hatten wir 
davon, da wir uns an seine Ordnung hielten und da wir um Jahwes der 
Heerscharen willen in schwarzer Trauer einhergingen?
MAL 3:15 Darum preisen wir jetzt die bermtigen glcklich; nicht nur 
kamen sie vorwrts, als sie Frevelthaten verbten, sondern sogar, als sie 
Gott versuchten, gingen sie straflos aus.
MAL 3:16 Solches reden die, die Jahwe frchten, zu einander, und Jahwe 
merkt auf und hrt, und vor ihm wird fr die, die Jahwe frchten und vor 
seinem Namen Achtung haben, eine Gedenkschrift aufgezeichnet.
MAL 3:17 Sie sollen mir, spricht Jahwe der Heerscharen, an dem Tage, da 
ich einschreite, zu eigen gehren, und ich werde Erbarmen mit ihnen haben, 
wie einer mit seinem Sohn Erbarmen hat, der ihn ehrt.
MAL 3:18 Dann werdet ihr wieder den Unterschied sehen, der zwischen fromm 
und gottlos, zwischen dem, der Gott dient, und dem, der ihm nicht dient, 
besteht.
MAL 3:19 Denn frwahr, der Tag kommt, brennend hei wie das Feuer im Ofen. 
Alle bermtigen und alle, die Frevelthaten verbten, werden dann Stoppeln 
sein, und der Tag, der da kommt, spricht Jahwe der Heerscharen, wird sie 
versengen, so da weder Wurzel noch Zweig von ihnen brig bleibt.
MAL 3:20 Euch aber, die ihr meinen Namen frchtet, wird die Sonne der 
Gerechtigkeit aufgehen, Heilung unter ihren Fittigen bergend, und ihr 
werdet hervorkommen und hpfen wie Klber, die aus dem Stall 
herausgelassen werden,
MAL 3:21 und werdet die Gottlosen zertreten, da sie unter den Sohlen 
eurer Fe zu Asche werden, an dem Tage, den ich bereite, spricht Jahwe 
der Heerscharen.
MAL 3:22 Gedenkt an das Gesetz meines Knechtes Mose, dem ich am Horeb 
Satzungen und Rechte fr ganz Israel anbefohlen habe.
MAL 3:23 Frwahr, ich werde euch den Propheten Elia senden, bevor der 
groe und furchtbare Tag Jahwes hereinbricht,
MAL 3:24 da er die Vter mit den Shnen und die Shne mit den Vtern 
ausshne, damit ich nicht komme und den Bannfluch an dem Lande vollstrecke.
MAT 1:1 Stammbaum Jesus Christus', des Sohnes Davids, des Sohnes Abrahams:
MAT 1:2 Abraham zeugte den Isaak, Isaak aber zeugte den Jakob, Jakob aber 
zeugte den Juda und seine Brder,
MAT 1:3 Juda aber zeugte den Pares und den Zarah von der Thamar, Pares 
aber zeugte den Hesron, Hesron aber zeugte den Aram,
MAT 1:4 Aram aber zeugte den Aminadab, Aminadab aber zeugte den Nahesson, 
Nahesson aber zeugte den Salmon,
MAT 1:5 Salmon aber zeugte den Boas von der Rahab, Boas aber zeugte den 
Obed von der Ruth, Obed aber zeugte den Isai,
MAT 1:6 Isai aber zeugte den David, den Knig. David aber zeugte den 
Salomo von der Frau des Uria,
MAT 1:7 Salomo aber zeugte den Rehabeam, Rehabeam aber zeugte den Abia, 
Abia aber zeugte den Assa,
MAT 1:8 Assa aber zeugte den Josaphat, Josaphat aber zeugte den Joram, 
Joram aber zeugte den Usia,
MAT 1:9 Usia aber zeugte den Jotham, Jotham aber zeugte den Ahas, Ahas 
aber zeugte den Hiskia,
MAT 1:10 Hiskia aber zeugte den Manasse, Manasse aber zeugte den Amos, 
Amos aber zeugte den Josia,
MAT 1:11 Josia aber zeugte den Jechonia und seine Brder im babylonischen 
Exil.
MAT 1:12 Nach dem babylonischen Exil aber zeugte Jechonia den Selathiel, 
Selathiel aber zeugte den Serubabel,
MAT 1:13 Serubabel aber zeugte den Abiud, Abiud aber zeugte den Eliakim, 
Eliakim aber zeugte den Asor,
MAT 1:14 Asor aber zeugte den Zadok, Zadok aber zeugte den Achim, Achim 
aber zeugte den Eliud,
MAT 1:15 Eliud aber zeugte den Eleasar, Eleasar aber zeugte den Mattan, 
Mattan aber zeugte den Jakob,
MAT 1:16 Jakob aber zeugte den Joseph, den Mann der Maria, von welcher 
Jesus, welchen man Christus heit, geboren ist.
MAT 1:17 So sind es nun im ganzen von Abraham bis David zusammen vierzehn 
Geschlechter, und von David bis zum babylonischen Exil vierzehn 
Geschlechter, und vom babylonischen Exil bis zum Christus vierzehn 
Geschlechter.
MAT 1:18 Mit der Geburt des Jesus Christus aber verhlt es sich so: Da 
seine Mutter Maria dem Joseph verlobt war, fand es sich, ehe sie 
zusammenkamen, da sie schwanger war vom heiligen Geist.
MAT 1:19 Joseph aber, ihr Gatte, der ein rechtschaffener Mann war, und der 
sie doch nicht an den Pranger stellen wollte, gedachte sie in der Stille 
aufzugeben.
MAT 1:20 Wie er aber damit umgieng, siehe, da erschien ihm ein Engel des 
Herrn im Traum und sprach: Joseph, Sohn Davids, scheue dich nicht, Maria, 
dein Weib, zu dir zu nehmen; denn ihre Leibesfrucht ist vom heiligen 
Geiste.
MAT 1:21 Sie wird aber einen Sohn gebren, dem sollst du den Namen Jesus 
geben; denn er wird sein Volk erretten von ihren Snden.
MAT 1:22 Das alles aber ist geschehen, damit in Erfllung gehe, was der 
Herr durch das Wort des Propheten gesprochen hat:
MAT 1:23 Siehe, die Jungfrau wird schwanger sein und einen Sohn gebren, 
und sie werden ihm den Namen Immanuel geben, was in der bersetzung heit: 
Gott mit uns.
MAT 1:24 Als aber Joseph vom Schlafe erwachte, that er, wie ihn der Engel 
des Herrn angewiesen hatte, und nahm seine Frau zu sich,
MAT 1:25 und er erkannte sie nicht, bis sie einen Sohn geboren hatte, und 
gab demselben den Namen Jesus.
MAT 2:1 Als aber Jesus geboren war in Bethlehem in Juda in den Tagen des 
Knigs Herodes, siehe da erschienen Magier vom Morgenland in Jerusalem
MAT 2:2 und sagten: wo ist der neugeborene Knig der Juden? wir haben 
nmlich seinen Stern gesehen im Osten, und sind gekommen, ihm zu huldigen.
MAT 2:3 Da es aber der Knig Herodes hrte, ward er bestrzt, und ganz 
Jerusalem mit ihm;
MAT 2:4 und er versammelte die smtlichen Hohenpriester und 
Schriftgelehrten des Volkes und forschte von ihnen, wo der Christus 
geboren werde.
MAT 2:5 Sie aber sagten ihm: in Bethlehem in Juda; denn so steht 
geschrieben durch den Propheten:
MAT 2:6 Und du, Bethlehem, Land Juda's, bist mit nichten zu klein fr die 
Frsten Juda's: denn aus dir wird ein Herrscher hervorgehen, der mein Volk 
Israel weiden wird.
MAT 2:7 Hierauf berief Herodes die Magier heimlich, und erkundete von 
ihnen die Zeit der Erscheinung des Sternes,
MAT 2:8 und sandte sie nach Bethlehem mit dem Auftrag: ziehet hin und 
stellt genaue Nachforschungen wegen des Kindes an; habt ihr es gefunden, 
so meldet es mir, damit ich auch hingehe und ihm huldige.
MAT 2:9 Sie aber, nachdem sie den Knig gehrt, zogen dahin; und siehe, 
der Stern, den sie im Osten gesehen hatten, zog vor ihnen her, bis er an 
die Wohnung des Kindes kam, da stand er stille.
MAT 2:10 Da sie aber den Stern sahen, freuten sie sich gar sehr.
MAT 2:11 Und sie traten in das Haus, und sahen das Kind mit seiner Mutter 
Maria, fielen nieder und huldigten ihm, ffneten ihre Schtze und brachten 
ihm Geschenke dar, Gold, Weihrauch und Myrrhe.
MAT 2:12 Und da sie im Traum beschieden wurden, nicht zu Herodes 
zurckzugehen, kehrten sie auf einem andern Wege zurck in ihr Land.
MAT 2:13 Als sie aber abgezogen waren, siehe da erscheint ein Engel des 
Herrn dem Joseph im Traum und spricht: stehe auf, nimm das Kind und seine 
Mutter, und fliehe nach Aegypten, und weile dort, bis ich dir sage; denn 
Herodes schickt sich an, das Kind zu suchen, um es zu verderben.
MAT 2:14 Er aber stand auf, und nahm das Kind und seine Mutter bei Nacht, 
und zog sich zurck nach Aegypten,
MAT 2:15 und blieb daselbst bis zum Tode des Herodes, auf da erfllt 
wrde, was der Herr gesagt durch das Prophetenwort: Aus Aegypten habe ich 
meinen Sohn gerufen.
MAT 2:16 Hierauf, da Herodes sah, da ihn die Magier zum besten gehabt, 
ward er sehr zornig, sandte aus und lie alle Kinder in Bethlehem und 
dessen ganzem Gebiet von zwei Jahren und darunter tten, der Zeit gem, 
welche er von den Magiern erkundet hatte.
MAT 2:17 Hierauf wurde erfllt, was gesagt ist in dem Wort des Propheten 
Jeremias:
MAT 2:18 Ein Ruf ward gehrt in Rama, groes Weinen und Klagen, Rahel, die 
ihre Kinder beweint, und will sich nicht trsten lassen; denn sie sind 
nicht mehr.
MAT 2:19 Als aber Herodes gestorben war, siehe, da erscheint ein Engel des 
Herrn im Traum dem Joseph in Aegypten
MAT 2:20 und spricht: stehe auf, nimm das Kind und seine Mutter, und ziehe 
in das Land Israel; denn sie sind gestorben, die dem Kind nach dem Leben 
trachteten.
MAT 2:21 Er aber stand auf, nahm das Kind und seine Mutter, und zog in das 
Land Israel.
MAT 2:22 Da er aber hrte, da Archelaus in Juda an Stelle seines Vaters 
Herodes Knig sei, frchtete er sich, dorthin zu gehen; auf eine gttliche 
Weisung im Traume aber zog er sich in die Landschaft Galila zurck
MAT 2:23 und daselbst lie er sich nieder in einer Stadt mit Namen 
Nazaret, auf da erfllt wrde, das durch die Propheten gesagt ist: Er 
wird ein Nazorer heien.
MAT 3:1 In jenen Tagen aber tritt Johannes der Tufer auf, und predigt in 
der Wste von Juda
MAT 3:2 also: thut Bue; denn das Reich der Himmel ist herbeigekommen.
MAT 3:3 Denn er ist es, von dem gesagt ist durch das Wort des Propheten 
Jesaias: Hrt, wie es ruft in der Wste: bereitet den Weg des Herrn, macht 
eben seine Pfade.
MAT 3:4 Es trug aber derselbe, nmlich Johannes, ein Gewand von Kamelshaar 
und einen ledernen Grtel um seine Lende; seine Nahrung aber bestand in 
Heuschrecken und wildem Honig.
MAT 3:5 Hierauf zog zu ihm hinaus Jerusalem und ganz Juda und die ganze 
Umgegend des Jordan,
MAT 3:6 und lieen sich im Jordanflu von ihm taufen, indem sie ihre 
Snden bekannten.
MAT 3:7 Da er aber viele von den Pharisern und Sadducern zur Taufe 
kommen sah, sprach er zu ihnen: Ihr Otternbrut, wer hat euch gewiesen, dem 
kommenden Zorngericht zu entgehen?
MAT 3:8 Nun denn, so bringet richtige Frucht der Bue
MAT 3:9 und traget euch nicht mit der Einbildung, zu sagen: wir haben 
Abraham zum Vater; denn ich sage euch, Gott kann aus diesen Steinen dem 
Abraham Kinder erwecken.
MAT 3:10 Schon ist aber die Axt an die Wurzel der Bume gelegt; so wird 
denn jeder Baum, der nicht gute Frucht bringt, abgehauen und ins Feuer 
geworfen.
MAT 3:11 Ich taufe euch mit Wasser zur Bue; der aber nach mir kommt, ist 
strker denn ich, fr ihn bin ich nicht gut genug, ihm die Schuhe zu 
tragen; der wird euch mit heiligem Geist und mit Feuer taufen.
MAT 3:12 Er hat seine Wurfschaufel in der Hand, und er wird seine Tenne 
rein machen und seinen Weizen in die Scheuer bringen, die Spreu aber 
verbrennen mit unverlschlichem Feuer.
MAT 3:13 Hierauf erscheint Jesus von Galila am Jordan bei Johannes, sich 
von ihm taufen zu lassen.
MAT 3:14 Der aber wehrte ihm und sagte: ich habe ntig von dir getauft zu 
werden, und du kommst zu mir?
MAT 3:15 Jesus aber antwortete ihm: la jetzt, denn also ziemt es sich fr 
uns, alle Gerechtigkeit zu erfllen; da lie er ihn machen.
MAT 3:16 Als aber Jesus getauft war, stieg er alsbald herauf vom Wasser, 
und siehe, da thaten sich die Himmel auf, und er sah den Geist Gottes 
herabfahren wie eine Taube und auf ihn kommen.
MAT 3:17 Und siehe, eine Stimme aus den Himmeln sprach: dies ist mein 
geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden.
MAT 4:1 Hierauf wurde Jesus vom Geiste in die Wste gefhrt, um vom Teufel 
versucht zu werden.
MAT 4:2 Und als er vierzig Tage und vierzig Nchte gefastet hatte, 
hungerte ihn zuletzt.
MAT 4:3 Und der Versucher trat herzu und sagte zu ihm: wenn du Gottes Sohn 
bist, so sprich, da diese Steine Brot werden.
MAT 4:4 Er aber antwortete also: es steht geschrieben: nicht vom Brot 
allein soll der Mensch leben, sondern von jedem Wort, welches durch Gottes 
Mund ausgeht.
MAT 4:5 Hierauf nimmt ihn der Teufel mit sich in die heilige Stadt und 
stellt ihn auf die Zinne des Tempels,
MAT 4:6 und sagt zu ihm: wenn du Gottes Sohn bist, so strze dich hinab; 
denn es steht geschrieben: er wird seinen Engeln Befehl geben deinetwegen 
und sie werden dich auf den Hnden tragen, da du deinen Fu nicht an 
einen Stein stoest.
MAT 4:7 Sagte Jesus zu ihm: wiederum steht geschrieben: du sollst den 
Herrn deinen Gott nicht versuchen.
MAT 4:8 Wiederum nimmt ihn der Teufel mit auf einen sehr hohen Berg und 
zeigt ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit
MAT 4:9 und sagte zu ihm: dies alles will ich dir geben, wenn du 
niederfllst und mir huldigst.
MAT 4:10 Hierauf sagt Jesus zu ihm: entweiche, Satan; denn es steht 
geschrieben: du sollst dem Herrn deinem Gott huldigen und ihn allein 
anbeten.
MAT 4:11 Hierauf lt ihn der Teufel, und siehe, Engel kamen herzu und 
dienten ihm.
MAT 4:12 Als er aber hrte, da Johannes verhaftet sei, zog er sich zurck 
nach Galila;
MAT 4:13 und er verlie Nazara und zog nach Kapernaum, das am See liegt im 
Gebiete von Sebulon und Naphthali,
MAT 4:14 damit erfllt wrde, was gesagt ist in dem Wort des Propheten 
Jesaias:
MAT 4:15 Land Sebulon und Land Naphthali, am Meer hin, und jenseit des 
Jordan, Galila der Heiden,
MAT 4:16 das Volk, welches in Finsternis sitzt, ein groes Licht hat es 
erblickt, und denen, die im Todes-Land und Schatten sitzen, ein Licht ist 
ihnen aufgegangen.
MAT 4:17 Von da an begann Jesus zu verknden und zu sagen: Thut Bue, denn 
das Reich der Himmel ist herbeigekommen.
MAT 4:18 Da er aber am See von Galila wandelte, sah er zwei Brder, 
Simon, genannt Petrus, und seinen Bruder Andreas, wie sie ein Fangnetz in 
den See warfen; denn sie waren Fischer.
MAT 4:19 Und er sagt zu ihnen: kommet mir nach, so will ich euch zu 
Menschenfischern machen.
MAT 4:20 Sie aber lieen alsbald die Netze und folgten ihm.
MAT 4:21 Und er gieng weiter von da und sah zwei andere Brder, Jakobus, 
den Sohn des Zebedus, und seinen Bruder Johannes, im Schiff mit ihrem 
Vater Zebedus an der Ausbesserung der Netze; und er berief sie.
MAT 4:22 Sie aber verlieen alsbald das Schiff und ihren Vater, und 
folgten ihm.
MAT 4:23 Und er zog umher in ganz Galila und lehrte in ihren Synagogen, 
und verkndete das Evangelium vom Reich, und heilte alle Krankheit und 
alle Gebrechen unter dem Volk,
MAT 4:24 und es gieng sein Ruf aus ber ganz Syria; und sie brachten zu 
ihm alle die ein Leiden hatten, mit mancherlei Krankheiten und 
schmerzhaften Uebeln Behaftete, Dmonische, Mondschtige und Gelhmte, und 
er heilte sie.
MAT 4:25 Und es folgten ihm groe Massen von Galila und der Dekapolis und 
Jerusalem und Juda und dem Land jenseit des Jordan.
MAT 5:1 Als er aber die Massen sah, stieg er auf den Berg, und da er sich 
gesetzt, traten seine Jnger zu ihm.
MAT 5:2 Und er that seinen Mund auf und lehrte sie also:
MAT 5:3 Selig die Armen im Geist, denn ihr ist das Reich der Himmel.
MAT 5:4 Selig die Trauernden, denn sie werden getrstet werden.
MAT 5:5 Selig die Sanftmtigen, denn sie werden das Land erben.
MAT 5:6 Selig, die hungern und drsten nach der Gerechtigkeit, denn sie 
werden gesttigt werden.
MAT 5:7 Selig die Barmherzigen, denn sie werden Barmherzigkeit erfahren.
MAT 5:8 Selig, die rein im Herzen sind, denn sie werden Gott schauen.
MAT 5:9 Selig die Friedfertigen, denn sie werden Gottes Shne heien.
MAT 5:10 Selig die um Gerechtigkeit Verfolgten, denn ihr ist das Reich der 
Himmel.
MAT 5:11 Selig seid ihr, wenn sie euch schmhen und verfolgen, und euch 
alles Schlechte andichten um meinetwillen.
MAT 5:12 Freuet euch und frohlocket, denn euer Lohn ist gro in den 
Himmeln; denn so haben sie die Propheten vor euch verfolgt.
MAT 5:13 Ihr seid das Salz der Erde; wenn aber das Salz taub wird, womit 
soll man es salzen? Es taugt zu nichts, als weggeworfen und von den 
Menschen zertreten zu werden.
MAT 5:14 Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt, die auf einem Berge 
liegt, lt sich nicht verstecken.
MAT 5:15 Man zndet auch nicht ein Licht an und setzt es unter ein 
Hohlma, sondern auf den Leuchter, so leuchtet es allen im Hause.
MAT 5:16 So soll euer Licht leuchten vor den Menschen, auf da sie eure 
guten Werke sehen, und euren Vater in den Himmeln preisen.
MAT 5:17 Denket nicht, da ich gekommen, das Gesetz oder die Propheten 
aufzulsen; nicht aufzulsen bin ich gekommen, sondern zu erfllen.
MAT 5:18 Denn wahrlich, ich sage euch, bis der Himmel und die Erde 
vergehen, soll auch nicht ein Jota oder ein Hkchen vom Gesetze vergehen, 
bis alles wird geschehen sein.
MAT 5:19 Wer also eines von diesen Geboten, von den geringsten, lst, und 
lehrt so die Menschen, wird zu den Geringsten zhlen im Reich der Himmel. 
Wer es aber thut und lehrt, der wird gro heien im Reich der Himmel.
MAT 5:20 Denn ich sage euch, wenn es mit eurer Gerechtigkeit nicht mehr 
ist, als bei den Schriftgelehrten und Pharisern, so werdet ihr mit 
nichten in das Reich der Himmel kommen.
MAT 5:21 Ihr habt gehrt: es ist den Alten gesagt: du sollst nicht tten; 
wer aber ttet, soll dem Gerichte verfallen sein.
MAT 5:22 Ich aber sage euch: jeder, der seinem Bruder zrnt, soll dem 
Gerichte verfallen sein. Wer aber seinen Bruder einen Taugenichts heit, 
soll dem Synedrium, und wer ihn einen Gottlosen heit, soll fr die 
Feuerhlle verfallen sein.
MAT 5:23 Wenn du denn deine Gabe zum Altar bringst, und es fllt dir dort 
ein, da dein Bruder etwas gegen dich hat,
MAT 5:24 so la deine Gabe dort vor dem Altar, und gehe zuerst hin und 
vershne dich mit deinem Bruder, und hierauf komme und bringe deine Gabe 
dar.
MAT 5:25 Komme deinem Widersacher entgegen ohne Verzug, solange du noch 
mit ihm unterwegs bist, damit dich nicht der Widersacher dem Richter 
bergebe und der Richter dem Schergen und du werdest ins Gefngnis 
geworfen;
MAT 5:26 wahrlich, ich sage dir, du sollst mit nichten von dort 
herauskommen, bis du den letzten Quadranten bezahlt hast.
MAT 5:27 Ihr habt gehrt: es ist gesagt: du sollst nicht ehebrechen.
MAT 5:28 Ich aber sage euch: jeder der nach einem Weibe sieht in 
Lsternheit, hat schon die Ehe mit ihr gebrochen in seinem Herzen.
MAT 5:29 Wenn dich aber dein rechtes Auge rgert, so rei es heraus und 
wirf es von dir. Denn es ist dir besser, da eines deiner Glieder verloren 
gehe, als da dein ganzer Leib in die Hlle geworfen werde.
MAT 5:30 Und wenn dich deine rechte Hand rgert, so haue sie ab und wirf 
sie von dir; denn es ist dir besser, da eines deiner Glieder verloren 
gehe, als da dein ganzer Leib in die Hlle komme.
MAT 5:31 Sodann ist gesagt: wer sein Weib entlt, soll ihr einen 
Scheidebrief geben.
MAT 5:32 Ich aber sage euch: jeder, der sein Weib entlt, ausgenommen den 
Fall der Unzucht, macht, da sie die Ehe bricht, und wer eine Entlassene 
heiratet, der bricht die Ehe.
MAT 5:33 Wiederum habt ihr gehrt: es ist den Alten gesagt: du sollst 
nicht falsch schwren, du sollst aber dem Herrn deine Schwre abtragen.
MAT 5:34 Ich aber sage euch: ihr sollt berhaupt nicht schwren, weder 
beim Himmel, denn er ist Gottes Thron;
MAT 5:35 noch bei der Erde, denn sie ist seiner Fe Schemel; noch bei 
Jerusalem, denn es ist des groen Knigs Stadt.
MAT 5:36 Noch sollst du bei deinem Kopf schwren, denn du vermagst nicht 
ein einziges Haar wei oder schwarz zu machen.
MAT 5:37 Es sei aber euer Wort: ja, ja; nein, nein; was darber ist, ist 
vom Bsen.
MAT 5:38 Ihr habt gehrt: es ist gesagt: Auge um Auge und Zahn um Zahn.
MAT 5:39 Ich aber sage euch: nicht dem Bsen widerstehen; sondern wer dich 
schlgt auf die rechte Wange, dem biete auch die andere.
MAT 5:40 Und wer mit dir rechten und dir den Rock nehmen will, dem la 
auch den Mantel.
MAT 5:41 Wer dich zu laufen ntigt eine Meile, mit dem gehe zwei.
MAT 5:42 Gib dem, der dich bittet, und von dem, der von dir borgen will, 
wende dich nicht ab.
MAT 5:43 Ihr habt gehrt: es ist gesagt: du sollst lieben deinen Nchsten 
und hassen deinen Feind.
MAT 5:44 Ich aber sage euch: liebet eure Feinde und betet fr eure 
Verfolger,
MAT 5:45 auf da ihr werdet Shne eures Vaters in den Himmeln.
MAT 5:46 Denn er lsset seine Sonne aufgehen ber Bse und Gute, und 
regnen ber Gerechte und Ungerechte. Denn wenn ihr liebet, die euch 
lieben, was habt ihr fr einen Lohn? Thun nicht auch die Zllner dasselbe?
MAT 5:47 Und wenn ihr nur eure Brder begret, was thut ihr besonderes? 
Thun nicht auch die Heiden dasselbe?
MAT 5:48 So sollt ihr denn vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater 
vollkommen ist.
MAT 6:1 Htet euch, eure Gerechtigkeit zu ben vor den Menschen, um von 
ihnen gesehen zu werden. Wo anders, so habt ihr keinen Lohn bei eurem 
Vater in den Himmeln.
MAT 6:2 Wenn du also Almosen gibst, so la nicht vor dir her trompeten, 
wie die Heuchler thun, in den Synagogen und auf den Gassen, damit sie von 
den Menschen gepriesen werden; wahrlich, ich sage euch, sie haben ihren 
Lohn dahin.
MAT 6:3 Wenn aber du Almosen gibst, so mge deine linke Hand nicht wissen, 
was deine rechte thut,
MAT 6:4 auf da dein Almosen im Verborgenen bleibe, so wird dein Vater, 
der im Verborgenen sieht, dir vergelten.
MAT 6:5 Und wenn ihr betet, so soll es bei euch nicht sein wie bei den 
Heuchlern; die verrichten gern ihr Gebet in den Synagogen und an den 
Straenecken stehend, um sich den Menschen zu zeigen. Wahrlich, ich sage 
euch, sie haben ihren Lohn dahin.
MAT 6:6 Du aber, wenn du betest, so gehe in deine Kammer und schliee 
deine Thre und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist, so wird dein 
Vater, der im Verborgenen sieht, dir vergelten.
MAT 6:7 Wenn ihr aber betet, so sollt ihr nicht plappern, wie die Heiden; 
denn sie meinen, sie werden erhrt mit ihrer Wortmacherei.
MAT 6:8 So stellet euch ihnen nicht gleich; denn euer Vater wei, was ihr 
bedrfet, ehe ihr's von ihm fordert.
MAT 6:9 So sollt ihr denn also beten:
MAT 6:10 Unser Vater, der du bist in den Himmeln! Geheiligt werde dein 
Name. Es komme dein Reich. Es geschehe dein Wille wie im Himmel so auch 
auf Erden.
MAT 6:11 Unser ntiges Brot gib uns heute.
MAT 6:12 Und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben haben 
unsern Schuldnern.
MAT 6:13 Und fhre uns nicht in Versuchung, sondern erlse uns vom Bsen.
MAT 6:14 Denn wenn ihr den Menschen ihre Fehler vergebt, so wird euch euer 
himmlischer Vater auch vergeben.
MAT 6:15 Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebet, so wird euer Vater 
eure Fehler auch nicht vergeben.
MAT 6:16 Wenn ihr aber fastet, so sollt ihr nicht trbselig drein sehen 
wie die Heuchler; denn sie entstellen ihr Angesicht, um sich den Menschen 
vorzustellen mit ihrem Fasten. Wahrlich, ich sage euch: sie haben ihren 
Lohn dahin.
MAT 6:17 Du aber, wenn du fastest, salbe dein Haupt und wasche dein 
Angesicht,
MAT 6:18 um dich nicht den Menschen vorzustellen mit deinem Fasten, 
sondern deinem Vater, der im Verborgenen ist; so wird dein Vater der im 
Verborgenen sieht, dir vergelten.
MAT 6:19 Sammelt euch nicht Schtze auf Erden, wo Motte und Rost zerstrt 
und wo Diebe nachgraben und stehlen.
MAT 6:20 Sammelt euch aber Schtze im Himmel, wo weder Motte noch Rost 
zerstrt und wo keine Diebe nachgraben und stehlen.
MAT 6:21 Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.
MAT 6:22 Das Licht des Leibes ist das Auge. Wenn nun dein Auge richtig 
ist, so wird dein ganzer Leib hell haben.
MAT 6:23 Wenn aber dein Auge nichts taugt, wird dein ganzer Leib finster 
haben. So also, wenn das innere Licht in dir zur Finsternis wird, wie gro 
mu die Finsternis sein!
MAT 6:24 Niemand kann zwei Herren dienen; entweder wird er den einen 
hassen und den andern lieben; oder er wird jenem anhngen und den andern 
verachten. Ihr knnet nicht Gott dienen und dem Mamon.
MAT 6:25 Darum sage ich euch: sorget nicht fr euer Leben, was ihr esset, 
noch fr euren Leib, was ihr anziehet. Ist nicht das Leben mehr als die 
Nahrung? und der Leib mehr als das Kleid?
MAT 6:26 Sehet die Vgel des Himmels an: sie sen nicht, sie ernten nicht, 
sie sammeln nicht in Scheunen, euer himmlischer Vater ernhrt sie. Seid 
ihr nicht viel besser als sie?
MAT 6:27 Wer aber unter euch kann mit Sorgen seiner Lebenslnge eine Elle 
zusetzen?
MAT 6:28 Und was sorgt ihr fr die Kleidung? Achtet auf die Lilien des 
Feldes, wie sie wachsen; sie arbeiten nicht, sie spinnen nicht.
MAT 6:29 Ich sage euch aber: auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit war 
nicht angethan wie eine von ihnen.
MAT 6:30 Wenn aber Gott das Gras des Feldes, das heute steht und morgen in 
den Ofen geworfen wird, also bekleidet, wie nicht viel mehr euch, ihr 
Kleinglubige?
MAT 6:31 So sollt ihr denn nicht sorgen und sagen: was sollen wir essen, 
was sollen wir trinken, was sollen wir anziehen?
MAT 6:32 Um alles das kmmern sich die Heiden. Euer himmlischer Vater wei 
ja, da ihr dies alles bedrfet.
MAT 6:33 Trachtet aber zuerst nach seinem Reich und Recht, so wird euch 
dies alles zugelegt werden.
MAT 6:34 Sorget nun nicht auf den morgenden Tag; der morgende Tag wird fr 
sich selbst sorgen. Jeder Tag hat genug an seiner Plage.
MAT 7:1 Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet.
MAT 7:2 Denn mit dem Gericht, mit dem ihr richtet, werdet ihr gerichtet 
werden, und mit dem Ma, mit dem ihr messet, wird euch gemessen werden.
MAT 7:3 Was siehst du aber den Splitter im Auge deines Bruders, den Balken 
aber in deinem Auge bemerkst du nicht?
MAT 7:4 Oder wie willst du zu deinem Bruder sagen: la mich den Splitter 
aus deinem Auge nehmen, und siehe, du hast den Balken in deinem Auge?
MAT 7:5 Heuchler, nimm zuerst den Balken aus deinem Auge, und alsdann 
magst du sehen, den Splitter aus deines Bruders Auge zu nehmen.
MAT 7:6 Gebet das Heilige nicht den Hunden, und werfet eure Perlen nicht 
den Schweinen vor, damit sie nicht einmal dieselben zertreten mit ihren 
Fen, und sich umkehren und euch zerreien.
MAT 7:7 Bittet so wird euch gegeben werden; suchet, so werdet ihr finden; 
klopfet an, so wird euch aufgethan werden.
MAT 7:8 Denn wer da bittet, der empfngt; und wer da suchet, der findet; 
und wer da anklopft, dem wird aufgethan werden.
MAT 7:9 Oder wo ist ein Mensch unter euch, der seinem Sohn, wenn er ihn um 
Brot bittet, einen Stein gbe?
MAT 7:10 oder wenn er um einen Fisch bittet, ihm eine Schlange gbe?
MAT 7:11 Wenn nun ihr, die ihr bse seid, verstehet euren Kindern gute 
Gaben zu geben, wie viel mehr wird euer Vater in den Himmeln Gutes geben 
denen, die ihn bitten?
MAT 7:12 Alles nun, was ihr wollt, da euch die Leute thun, so thut auch 
ihr ihnen; denn dies ist das Gesetz und die Propheten.
MAT 7:13 Gehet ein durch die enge Pforte; denn weit ist die Pforte und 
breit der Weg, der zum Verderben fhrt, und viele sind, die da hineingehen;
MAT 7:14 aber eng ist die Pforte und schmal der Weg, der zum Leben fhrt, 
und wenige sind, die ihn finden.
MAT 7:15 Nehmet euch in Acht vor den Lgenpropheten, die da kommen zu euch 
in Schafskleidern, inwendig aber sind sie ruberische Wlfe.
MAT 7:16 An ihren Frchten sollt ihr sie erkennen. Sammelt man etwa 
Trauben von Dornbschen oder Feigen von Disteln?
MAT 7:17 So bringt immer der gute Baum gute Frchte, der faule Baum aber 
bringt bse Frchte.
MAT 7:18 Ein guter Baum kann nicht bse Frchte bringen, noch kann ein 
fauler Baum gute Frchte bringen.
MAT 7:19 Jeder Baum, der nicht gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins 
Feuer geworfen.
MAT 7:20 So sollt ihr sie denn an ihren Frchten erkennen.
MAT 7:21 Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr, wird in das Reich der 
Himmel eingehen, sondern der den Willen meines Vaters in den Himmeln thut.
MAT 7:22 Viele werden zu mir sagen an jenem Tage: Herr, Herr, haben wir 
nicht mit deinem Namen geweissagt, und mit deinem Namen Dmonen 
ausgetrieben, und mit deinem Namen viele Wunder gethan?
MAT 7:23 Und hierauf werde ich ihnen bekennen: ich habe euch nie gekannt; 
weichet von mir, ihr, die ihr den Frevel vollbringt.
MAT 7:24 Wer nun berall diese meine Worte hrt und darnach thut, wird 
sein wie ein kluger Mann, der sein Haus auf den Felsen gebaut.
MAT 7:25 Da go der Regen, es kamen die Strme, es wehten die Winde und 
stieen auf das Haus, und das Haus fiel nicht; denn es war auf den Felsen 
gegrndet.
MAT 7:26 Und wer berall diese meine Worte hrt und thut nicht darnach, 
wird sein wie ein thrichter Mann, der sein Haus auf den Sand gebaut.
MAT 7:27 Und es go der Regen, es kamen die Strme, es wehten die Winde 
und schlugen an das Haus, und es fiel; und sein Fall war gro.
MAT 7:28 Und es geschah, als Jesus diese Reden beendete, da waren die 
Massen betroffen ber seine Lehre;
MAT 7:29 denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, und nicht wie 
ihre Schriftgelehrten.
MAT 8:1 Als er aber vom Berge herabstieg, folgten ihm groe Massen,
MAT 8:2 und siehe, ein Ausstziger kam hinzu, warf sich vor ihm nieder und 
sprach: Herr, so du willst, kannst du mich reinigen.
MAT 8:3 Und er streckte die Hand aus, und rhrte ihn an mit den Worten: 
ich will es, werde rein. Und alsbald ward sein Aussatz gereinigt,
MAT 8:4 und Jesus sagt zu ihm: siehe zu, da du es niemand sagest; sondern 
gehe hin, zeige dich dem Priester und opfere die Gabe, welche Moses 
verordnet hat, zum Zeugnis fr sie.
MAT 8:5 Als er aber nach Kapernaum kam, trat zu ihm ein Hauptmann, und bat 
ihn mit den Worten:
MAT 8:6 Herr, mein Knecht liegt zu Hause gelhmt darnieder und hat groe 
Qual.
MAT 8:7 Da sagt er zu ihm: ich will kommen und ihn heilen.
MAT 8:8 Der Hauptmann aber anwortete: Herr, ich bin nicht genug, da du 
unter mein Dach tretest; aber sprich nur ein Wort, so wird mein Knecht 
geheilt werden.
MAT 8:9 Bin ich doch ein Mensch in untergeordneter Stellung, aber unter 
mir habe ich Soldaten, und ich sage zu diesem: gehe hin, so geht er, zu 
einem andern: komme, so kommt er, und zu meinem Diener: thue das, so thut 
er's.
MAT 8:10 Als aber Jesus dies hrte, wunderte er sich und sagte zu denen, 
die ihm folgten: wahrlich ich sage euch, bei niemand in Israel habe ich 
solchen Glauben gefunden.
MAT 8:11 Ich sage euch aber, es werden viele kommen von Morgen und Abend 
und werden zu Tische sitzen mit Abraham, Isaak und Jakob im Reich der 
Himmel.
MAT 8:12 Die Shne des Reiches aber werden hinausgeworfen werden in die 
Finsternis drauen, da wird sein Heulen und Zhneknirschen.
MAT 8:13 Und Jesus sagte zu dem Hauptmann: gehe hin; wie du geglaubet, so 
geschehe dir. Und der Knecht ward geheilt in dieser Stunde.
MAT 8:14 Und als Jesus in das Haus des Petrus kam, sah er dessen 
Schwiegermutter am Fieber darnieder liegen.
MAT 8:15 Und er berhrte sie an der Hand, und das Fieber verlie sie, und 
sie stand auf und wartete ihm auf.
MAT 8:16 Da es aber Abend geworden, brachten sie ihm viele Dmonische, und 
er trieb die Geister aus durchs Wort, und alle, die ein Leiden hatten, 
heilte er,
MAT 8:17 damit erfllt wrde was durch den Propheten Jesaias gesagt ist in 
dem Wort: Er nahm unsere Schwachheiten und unsere Krankheiten trug er.
MAT 8:18 Da aber Jesus groe Massen um sich herum sah, hie er an das 
jenseitige Ufer bersetzen.
MAT 8:19 Und ein Schriftgelehrter trat herzu und sagte zu ihm: Meister ich 
will dir folgen, wo du hingehst.
MAT 8:20 Und Jesus sagte zu ihm: die Fchse haben Gruben und die Vgel des 
Himmels Nester; der Sohn des Menschen aber hat nicht, da er sein Haupt 
hinlege.
MAT 8:21 Ein anderer aber von den Jngern sagte zu ihm: Herr, erlaube mir 
erst hinzugehen und meinen Vater zu begraben.
MAT 8:22 Jesus aber sagt zu ihm: folge mir und la die Toten ihre Toten 
begraben.
MAT 8:23 Und als er das Schiff bestieg, folgten ihm seine Jnger.
MAT 8:24 Und siehe, es erhob sich ein groer Sturm auf dem See, so da die 
Wellen ber das Schiff giengen; er aber schlief.
MAT 8:25 Und sie traten hinzu und weckten ihn mit den Worten: Herr, rette, 
wir gehen unter.
MAT 8:26 Und er sagt zu ihnen: was seid ihr zaghaft, ihr Kleinglubige? 
Hierauf erhob er sich, schalt die Winde und den See, und es ward still und 
glatt.
MAT 8:27 Die Leute aber verwunderten sich und sagten: was ist das fr ein 
Mann, da selbst Wind und See ihm gehorchen?
MAT 8:28 Und als er hinberkam in das Land der Gadarener, traten ihm von 
den Grbern her zwei Dmonische entgegen, die so gefhrlich waren, da man 
nicht auf der Strae dort vorbeigehen konnte.
MAT 8:29 Und siehe, sie schrien: was willst du von uns, du Sohn Gottes? 
bist du hierher gekommen, vor der Zeit uns zu qulen?
MAT 8:30 Es war aber weit weg von ihnen eine groe Herde Schweine auf der 
Weide;
MAT 8:31 die Dmonen aber baten ihn: wenn du uns austreibst, so sende uns 
in die Schweineherde.
MAT 8:32 Und er sagte zu ihnen: gehet hin. Sie aber fuhren aus und in die 
Schweine; und siehe, die ganze Herde strzte sich den Abhang hinab in den 
See, und sie kamen im Wasser um.
MAT 8:33 Die Hirten aber flohen, giengen in die Stadt und berichteten 
alles, auch das von den Dmonischen.
MAT 8:34 Und siehe, die ganze Stadt zog hinaus Jesus entgegen, und da sie 
ihn sahen, baten sie ihn, ihr Gebiet zu verlassen.
MAT 9:1 Und er bestieg ein Schiff, setzte ber und kam in seine Stadt.
MAT 9:2 Und siehe, da brachten sie ihm einen Gelhmten, auf einem Bette 
ausgestreckt. Und da Jesus ihren Glauben sah, sagte er zu dem Gelhmten: 
Sei getrost, Kind, deine Snden sind vergeben.
MAT 9:3 Und siehe, einige von den Schriftgelehrten sprachen bei sich: 
dieser lstert.
MAT 9:4 Und da Jesus ihre Gedanken sah, sagte er: wozu sinnet ihr Bses in 
euren Herzen?
MAT 9:5 Was ist denn leichter? zu sagen: deine Snden sind vergeben? oder 
zu sagen: stehe auf und wandle?
MAT 9:6 Damit ihr aber wisset, da der Sohn des Menschen Vollmacht hat, 
auf Erden Snden zu vergeben - hier wendete er sich zu dem Gelhmten - 
stehe auf, nimm dein Bett und gehe heim.
MAT 9:7 Und er stand auf und gieng heim.
MAT 9:8 Da aber die Massen dies sahen, erschracken sie und priesen Gott, 
der solche Vollmacht den Menschen gegeben.
MAT 9:9 Und als Jesus von dort weiter zog, sah er einen Menschen an der 
Zollsttte sitzen, mit Namen Matthus, und sagte zu ihm: folge mir, und er 
stand auf und folgte ihm.
MAT 9:10 Und es geschah, als er zu Tische sa zu Hause, siehe da kamen 
viele Zllner und Snder und saen bei Jesus und seinen Jngern.
MAT 9:11 Und da es die Phariser sahen, sagten sie zu seinen Jngern: 
warum isset euer Meister mit den Zllnern und Sndern?
MAT 9:12 Er aber, da er es hrte, sagte er: nicht die Starken bedrfen des 
Arztes, sondern die Kranken.
MAT 9:13 Gehet aber hin und lernet, was es heit: Barmherzigkeit will ich 
und nicht Opfer. Denn nicht Gerechte zu rufen bin ich gekommen, sondern 
Snder.
MAT 9:14 Hierauf kommen zu ihm die Jnger Johannes' und sagen: warum 
fasten wir und die Phariser, deine Jnger aber fasten nicht?
MAT 9:15 Und Jesus sagte zu ihnen: knnen denn die Hochzeitleute trauern, 
so lange der Brutigam bei ihnen ist? Es werden aber Tage kommen, da der 
Brutigam von ihnen genommen wird, und dann werden sie fasten.
MAT 9:16 Niemand flickt ein altes Kleid mit einem ungewalkten Zeuglappen; 
denn sein Einsatz reit ab vom Kleide, und es entsteht ein schlimmerer Ri.
MAT 9:17 Auch legt man nicht neuen Wein in alte Schluche; oder aber die 
Schluche zerreien, und der Wein fliet aus, und die Schluche sind hin; 
sondern neuen Wein legt man in neue Schluche, so halten sich beide.
MAT 9:18 Whrend er dieses zu ihnen redete, siehe, da trat ein Oberer 
herzu, warf sich vor ihm nieder und sprach: meine Tochter ist eben 
gestorben; aber komme doch und lege ihr deine Hand auf, so wird sie leben.
MAT 9:19 Und Jesus erhob sich und folgte ihm samt seinen Jngern;
MAT 9:20 und siehe, da trat eine Frau, die zwlf Jahre den Blutflu hatte, 
herzu und berhrte von hinten die Quaste seines Kleides;
MAT 9:21 denn sie sprach bei sich selbst: wenn ich nur sein Kleid anrhre, 
so werde ich geheilt werden.
MAT 9:22 Jesus aber kehrte sich um, erblickte sie und sagte: sei getrost, 
meine Tochter, dein Glaube hat dir geholfen, und die Frau ward geheilt von 
der Stunde an.
MAT 9:23 Und da Jesus in das Haus des Oberen kam und die Fltenblser sah 
und die lrmende Menge,
MAT 9:24 sagte er: tretet ab, denn das Mdchen ist nicht gestorben, 
sondern sie schlft. Und sie verlachten ihn.
MAT 9:25 Als aber die Menge hinausgetrieben war, trat er ein und fate sie 
bei der Hand, und das Mdchen stand auf.
MAT 9:26 Und die Kunde hievon gieng aus in das ganze Land daselbst.
MAT 9:27 Und als Jesus von dort weiter zog, folgten ihm zwei Blinde unter 
lautem Rufen: erbarme dich unser, du Sohn Davids.
MAT 9:28 Da er aber ins Haus gieng, traten die Blinden zu ihm, und Jesus 
sagt zu ihnen: glaubet ihr, da ich im Stande bin, dies zu thun? Sie sagen 
zu ihm: ja, Herr.
MAT 9:29 Hierauf berhrte er ihre Augen mit den Worten: nach eurem Glauben 
geschehe euch; und ihre Augen thaten sich auf.
MAT 9:30 Und Jesus fuhr sie an und sagte: sehet zu, da es niemand erfahre.
MAT 9:31 Sie aber giengen hinaus und verredeten ihn im ganzen Lande 
daselbst.
MAT 9:32 Da sie aber hinausgiengen, siehe, da brachte man ihm einen 
stummen Dmonischen.
MAT 9:33 Und als der Dmon ausgetrieben war, redete der Stumme, und die 
Massen verwunderten sich und sprachen: noch nie ist solches vorgekommen in 
Israel.
MAT 9:34 Die Phariser aber sagten: durch den obersten der Dmonen treibt 
er die Dmonen aus.
MAT 9:35 Und Jesus zog umher in allen Stdten und Drfern, und lehrte in 
ihren Synagogen, und verkndete das Evangelium vom Reich, und heilte alle 
Krankheiten und Gebrechen.
MAT 9:36 Da er aber die Massen sahe, erbarmte es ihn ihrer, da sie 
mihandelt und preisgegeben waren wie Schafe, die keinen Hirten haben.
MAT 9:37 Hierauf sagt er zu seinen Jngern: die Ernte ist reich, der 
Arbeiter aber sind wenige.
MAT 9:38 So bittet denn den Herrn der Ernte, da er Arbeiter hergebe zu 
seiner Ernte.
MAT 10:1 Und er rief seine zwlf Jnger herbei, und gab ihnen Vollmacht 
ber unreine Geister, nmlich sie auszutreiben, und alle Krankheit und 
Gebrechen zu heilen.
MAT 10:2 Die Namen aber der zwlf Apostel lauten: erstens Simon genannt 
Petrus und Andreas sein Bruder, und Jakobus der Sohn des Zebedus und 
Johannes sein Bruder,
MAT 10:3 Philippus und Bartholomus, Thomas und Matthus der Zllner, 
Jakobus der Sohn des Alphus und Lebbus,
MAT 10:4 Simon der Kananer und Judas der Iskariote, derselbe, der ihn 
verriet.
MAT 10:5 Diese zwlf sandte Jesus aus und befahl ihnen also:
MAT 10:6 Ziehet auf keiner Heidenstrae, und betretet keine Samariterstadt,
MAT 10:7 gehet aber vielmehr zu den verlorenen Schafen vom Hause Israel. 
Auf eurem Gange aber verkndet: das Reich der Himmel ist herbeigekommen.
MAT 10:8 Kranke heilet, Tote wecket auf, Ausstzige reiniget, Dmonen 
treibt aus. Umsonst habt ihr es empfangen, umsonst gebet es.
MAT 10:9 Schaffet euch kein Gold noch Silber noch Mnze an in eure Grtel,
MAT 10:10 keine Tasche auf den Weg, keine zwei Rcke, noch Schuhe noch 
Stock; denn der Arbeiter verdient seine Nahrung.
MAT 10:11 Wo ihr aber in eine Stadt oder in ein Dorf eintretet, 
erforschet, wer es dort wert ist, und da bleibet, bis ihr weiter zieht.
MAT 10:12 Wenn ihr aber das Haus betretet, so gret dasselbe.
MAT 10:13 Und wenn es das Haus wert ist, so komme euer Friede ber 
dasselbe. Ist es aber nicht wert, so soll euer Friede wieder zu euch 
zurckkehren.
MAT 10:14 Und wo man euch nicht aufnimmt und nicht auf eure Worte hrt, da 
gehet hinaus aus dem Hause oder aus der Stadt und schttelt euch den Staub 
von den Fen.
MAT 10:15 Wahrlich, ich sage euch, es wird dem Lande Sodom und Gomorrha 
ertrglicher gehen am Tage des Gerichtes als dieser Stadt.
MAT 10:16 Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter Wlfe; so seid 
denn klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben.
MAT 10:17 Nehmet euch aber in Acht vor den Menschen, denn sie werden euch 
an Ratsversammlungen ausliefern und werden euch in ihren Synagogen geieln;
MAT 10:18 und vor Statthalter und Frsten werdet ihr um meinetwillen 
gefhrt werden, zum Zeugnis fr sie und die Vlker.
MAT 10:19 Wenn sie euch aber vorfhren, so sorget nicht, wie oder was ihr 
reden sollt; denn es wird euch in jener Stunde gegeben werden, was ihr 
reden sollt.
MAT 10:20 Denn nicht ihr seid es, die da reden, sondern der Geist eures 
Vaters, der durch euch redet.
MAT 10:21 Es wird aber ein Bruder den Bruder ausliefern zum Tode, und ein 
Vater sein Kind, und werden aufstehen Kinder gegen Eltern und sie zum Tode 
bringen.
MAT 10:22 Und ihr werdet gehat sein von allen um meines Namens willen. 
Der aber ausharrt bis an's Ende, der wird gerettet werden.
MAT 10:23 Wenn sie euch aber verfolgen in der einen Stadt, so fliehet in 
die andere; wahrlich ich sage euch, ihr sollt noch nicht fertig sein mit 
den Stdten Israels, bis der Sohn des Menschen kommt.
MAT 10:24 Ein Jnger ist nicht ber dem Meister, noch ein Knecht ber 
seinem Herrn.
MAT 10:25 Der Jnger mu zufrieden sein, da es ihm gehe wie seinem 
Meister, und der Knecht wie seinem Herrn. Haben sie den Hausherrn 
Beelzebul geheien, wie vielmehr seine Leute?
MAT 10:26 So frchtet euch denn nicht vor ihnen. Denn es ist nichts 
verhllt, was nicht enthllt werden, und nichts verborgen, was nicht zur 
Erkenntnis kommen wird.
MAT 10:27 Was ich euch sage in der Finsternis - sprechet es aus im Licht! 
und was ihr ins Ohr hrt - verkndet es auf den Dchern!
MAT 10:28 Und frchtet euch nicht vor denen, die den Leib tten, aber die 
Seele nicht tten knnen; frchtet euch aber vielmehr vor dem, der Seele 
und Leib dem Verderben bergeben kann in der Hlle.
MAT 10:29 Verkauft man nicht zwei Sperlinge um ein A? Und doch fllt 
nicht einer von ihnen zur Erde ohne euren Vater.
MAT 10:30 Bei euch aber sind auch die Haare auf dem Kopf alle gezhlt.
MAT 10:31 So frchtet euch denn nicht; ihr seid mehr als viele Sperlinge.
MAT 10:32 Wer berall nun sich zu mir bekennt vor den Menschen, zu dem 
will auch ich mich bekennen vor meinem Vater in den Himmeln.
MAT 10:33 Wer aber mich verleugnet vor den Menschen, den will auch ich 
verleugnen vor meinem Vater in den Himmeln.
MAT 10:34 Denket nicht, da ich gekommen sei, Frieden zu bringen auf die 
Erde; ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert.
MAT 10:35 Ich bin gekommen, zu entzweien einen Menschen mit seinem Vater, 
die Tochter mit ihrer Mutter, die Schwiegertochter mit ihrer 
Schwiegermutter,
MAT 10:36 und seine eigenen Leute werden des Menschen Feinde sein.
MAT 10:37 Wer Vater oder Mutter mehr liebt denn mich, ist mein nicht wert; 
und wer Sohn oder Tochter mehr liebt denn mich, ist mein nicht wert;
MAT 10:38 und wer nicht sein Kreuz nimmt, und folget mir nach, ist mein 
nicht wert.
MAT 10:39 Wer sein Leben gewinnt, der wird es verlieren, und wer sein 
Leben verliert um meinetwillen, der wird es gewinnen.
MAT 10:40 Wer euch aufnimmt, nimmt mich auf, und wer mich aufnimmt, nimmt 
den auf, der mich gesandt hat.
MAT 10:41 Wer einen Propheten aufnimmt auf den Propheten-Namen, wird eines 
Propheten Lohn empfangen, und wer einen Gerechten aufnimmt auf den 
Gerechten-Namen, wird eines Gerechten Lohn empfangen.
MAT 10:42 Und wer einem von diesen Kleinen nur einen Becher frischen 
Wassers reicht auf den Jnger-Namen - wahrlich, ich sage euch, er soll mit 
nichten um seinen Lohn kommen.
MAT 11:1 Und es geschah, als Jesus zu Ende war mit der Verordnung an seine 
zwlf Jnger, zog er von dannen, um zu lehren und zu verknden in ihren 
Stdten.
MAT 11:2 Da aber Johannes im Gefngnis von den Thaten des Christus hrte, 
lie er ihm durch seine Jnger sagen:
MAT 11:3 bist du es, der da kommen soll, oder sollen wir auf einen anderen 
warten?
MAT 11:4 Und Jesus antwortete ihnen: gehet hin und berichtet an Johannes, 
was ihr hret und sehet.
MAT 11:5 Blinde sehen wieder und Lahme gehen. Ausstzige werden rein und 
Taube hren, und Tote werden erweckt, und Armen wird die frohe Botschaft 
gebracht.
MAT 11:6 Und selig ist, wer sich nicht an mir stt.
MAT 11:7 Da aber dieselben abzogen, begann Jesus zu den Massen zu reden 
ber Johannes: was seid ihr hinausgegangen in die Wste zu schauen? Ein 
Rohr, das unter dem Winde schwankt?
MAT 11:8 Nein, aber was seid ihr hinausgegangen zu sehen? einen Menschen 
in weichen Kleidern? Siehe, die weiche Kleider tragen, sind in den Husern 
der Knige.
MAT 11:9 Nein, aber wozu seid ihr denn hinausgegangen? einen Propheten zu 
sehen?
MAT 11:10 Frwahr, ich sage euch, mehr noch als einen Propheten.
MAT 11:11 Er ist es, von dem geschrieben steht: Siehe, ich sende meinen 
Boten vor dir her, der soll deinen Weg bereiten vor dir her.
MAT 11:12 Wahrlich, ich sage euch, ein grerer ist nicht aufgestanden 
unter denen, die von Weibern geboren sind, als Johannes der Tufer, doch 
der kleinste im Reich der Himmel ist grer denn er.
MAT 11:13 (Von den Tagen aber Johannes des Tufers an bis jetzt wird das 
Reich der Himmel gestrmt und die Strmer reien es an sich.)
MAT 11:14 Denn alle Propheten und das Gesetz weissagten bis Johannes,
MAT 11:15 und wenn ihr es annehmen wollt: er ist Elias, der da kommen soll.
MAT 11:16 Wer Ohren hat, der hre.
MAT 11:17 Wem aber soll ich dieses Geschlecht vergleichen? Kindern gleicht 
es, die auf den Mrkten sitzen und ihren Kameraden zurufen: wir haben euch 
gepfiffen und ihr habt nicht getanzt; wir haben geklagt und ihr habt nicht 
gejammert.
MAT 11:18 Denn es kam Johannes, a nicht und trank nicht, da sagen sie: er 
hat einen Dmon.
MAT 11:19 Es kam der Sohn des Menschen, a und trank, da sagen sie: siehe, 
der Fresser und Weinsufer, der Zllner und Snder Freund. (Doch die 
Weisheit ward gerechtfertigt an ihren Werken.)
MAT 11:20 Hierauf hob er an, die Stdte zu schmhen, in welchen seine 
meisten Wunder geschen waren, da sie nicht Bue gethan:
MAT 11:21 wehe dir, Chorazin, wehe dir, Bethsaida, denn wenn in Tyrus und 
Sidon die Wunder geschehen wren, die bei euch geschehen sind, sie htten 
dereinst in Sack und Asche Bue gethan.
MAT 11:22 Doch ich sage euch: Tyrus und Sidon wird es ertrglicher gehen 
am Gerichtstag als euch.
MAT 11:23 Und du, Kapernaum, wardst du nicht zum Himmel erhht? Bis zur 
Hlle sollst du hinabgestoen werden. Denn wenn in Sodom die Wunder 
geschehen wren, die bei dir geschehen sind, so stnde es noch bis heute.
MAT 11:24 Doch ich sage euch, es wird dem Lande Sodom ertrglicher gehen 
am Tage des Gerichts als dir.
MAT 11:25 In jener Zeit nahm Jesus das Wort und sprach: Ich danke dir, 
Vater, Herr des Himmels und der Erde, da du dieses verborgen hast vor 
Weisen und Verstndigen, und hast es Unmndigen geoffenbaret;
MAT 11:26 ja, Vater, denn so ist es wohlgefllig vor dir gewesen.
MAT 11:27 Alles ward mir bergeben von meinem Vater, und niemand erkennt 
den Sohn auer der Vater, noch erkennt den Vater jemand, auer der Sohn 
und wem es der Sohn will offenbaren.
MAT 11:28 Kommet her zu mir alle, die ihr mhselig und beladen seid, so 
will ich euch erquicken.
MAT 11:29 Nehmet mein Joch auf euch und lernet von mir, denn ich bin 
sanftmtig und demtig von Herzen; so werdet ihr Erquickung finden fr 
eure Seele.
MAT 11:30 Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht.
MAT 12:1 In jener Zeit zog Jesus am Sabbat durch die Kornfelder; seine 
Jnger aber hatten Hunger und fiengen an Aehren zu raufen und zu essen.
MAT 12:2 Da es aber die Phariser sahen, sagten sie zu ihm: siehe, deine 
Jnger thun, was man am Sabbat nicht thun darf.
MAT 12:3 Er aber sagte zu ihnen: habt ihr nicht gelesen, was David that, 
als ihn und seine Genossen hungerte?
MAT 12:4 Wie er in das Haus Gottes gieng und sie aen die Schaubrote, die 
er nicht essen durfte noch seine Genossen, sondern nur die Priester?
MAT 12:5 Oder habt ihr nicht im Gesetze gelesen, da am Sabbat die 
Priester im Tempel den Sabbat entweihen, ohne Schuld auf sich zu laden?
MAT 12:6 Ich sage euch aber, hier ist mehr als der Tempel.
MAT 12:7 Wenn ihr aber verstanden httet, was das heit: Barmherzigkeit 
will ich und nicht Opfer, so httet ihr die Unschuldigen nicht verurteilt.
MAT 12:8 Denn der Sohn des Menschen ist Herr ber den Sabbat.
MAT 12:9 Und er gieng weiter von da und kam in ihre Synagoge, und siehe,
MAT 12:10 da war ein Mensch mit einer geschwundenen Hand. Und sie fragten 
ihn: ob es erlaubt sei, am Sabbat zu heilen? um ihn verklagen zu knnen.
MAT 12:11 Er aber sagte zu ihnen: wo ist unter euch ein Mensch, der ein 
Schaf htte, und wenn dieses am Sabbat in eine Grube fiele, es nicht 
griffe und herauszge?
MAT 12:12 Wie viel mehr wert aber ist ein Mensch als ein Schaf? Also ist 
es auch erlaubt, am Sabbat wohlzuthun.
MAT 12:13 Hierauf sagt er zu dem Menschen: strecke deine Hand aus. Und er 
streckte sie aus, und sie ward hergestellt gesund wie die andere.
MAT 12:14 Die Phariser aber giengen hinaus und faten Beschlu wider ihn, 
ihn umzubringen.
MAT 12:15 Jesus aber, der es erkannte, zog sich zurck von dort, und es 
folgten ihm Viele, und er heilte sie alle;
MAT 12:16 und drohte ihnen, da sie ihn nicht offenbar machen sollten,
MAT 12:17 damit erfllt wrde, was da gesagt ist in dem Wort des Propheten 
Jesaias:
MAT 12:18 Siehe, mein Knecht, den ich erwhlt, mein Liebling, an dem meine 
Seele Wohlgefallen fand; ich will meinen Geist auf ihn legen, und er wird 
den Vlkern Recht verknden.
MAT 12:19 Er wird nicht zanken, noch schreien, noch wird man seine Stimme 
hren auf den Gassen.
MAT 12:20 Zerstoenes Rohr wird er nicht zerbrechen und glimmenden Docht 
nicht auslschen, bis er das Recht hinausfhrt zum Siege.
MAT 12:21 Und auf seinen Namen werden Vlker hoffen.
MAT 12:22 Hierauf wurde ihm ein Dmonischer gebracht, der blind und stumm 
war, und er heilte ihn, so da der Stumme sprach und sah.
MAT 12:23 Und die Massen insgesamt staunten und sprachen: ist dies nicht 
gar der Sohn Davids?
MAT 12:24 Die Phariser aber, da sie es hrten, sagten: der treibt die 
Dmonen nur aus mit Beelzebul, dem obersten der Dmonen.
MAT 12:25 Da er aber ihre Gedanken wute, sagte er zu ihnen: jedes Reich, 
wenn es in sich selbst gespalten ist, sinkt dahin; und keine Stadt, kein 
Haus vermag zu bestehen, wenn es in sich selbst gespalten ist.
MAT 12:26 Wenn nun der Satan den Satan austreibt, so ist er in sich selbst 
gespalten; wie soll dann sein Reich bestehen?
MAT 12:27 und wenn ich mit Beelzebul die Dmonen austreibe, mit wem 
treiben dann eure Leute aus? Darum werden sie selbst eure Richter sein.
MAT 12:28 Wenn ich aber mit Gottes Geist die Dmonen austreibe, so ist ja 
das Reich Gottes schon ber euch gekommen.
MAT 12:29 Oder wie kann einer in das Haus des Starken einbrechen und ihm 
seine Werkzeuge rauben, auer so, da er zuerst den Starken bindet? dann 
mag er sein Haus plndern.
MAT 12:30 Wer nicht mit mir ist, der ist wider mich, und wer nicht mit mir 
sammelt, der zerstreuet.
MAT 12:31 Darum sage ich euch, jede Snde und Lsterung wird den Menschen 
vergeben werden, aber die Lsterung des Geistes wird nicht vergeben werden.
MAT 12:32 Auch wer ein Wort sagt gegen den Sohn des Menschen - es wird ihm 
vergeben werden; wer aber gegen den heiligen Geist spricht, dem wird es 
nicht vergeben werden, weder in dieser noch in der zuknftigen Welt.
MAT 12:33 Schaffet einen guten Baum, so habt ihr davon gute Frucht; 
schaffet einen faulen Baum, so habt ihr davon faule Frucht; denn an der 
Frucht erkennt man den Baum.
MAT 12:34 Ihr Otternbrut, wie knnet ihr Gutes reden, da ihr doch bse 
seid? Denn wessen das Herz voll ist, geht der Mund ber.
MAT 12:35 Der gute Mensch bringt aus dem guten Schatze das Gute hervor, 
der bse Mensch bringt aus dem bsen Schatze Bses hervor.
MAT 12:36 Ich sage euch aber: jedes unntze Wort, das die Menschen reden, 
davon werden sie Rechenschaft geben am Gerichtstag;
MAT 12:37 denn aus deinen Reden sollst du gerechtfertigt werden, und aus 
deinen Reden sollst du verurteilt werden.
MAT 12:38 Hierauf antworteten ihm einige von den Schriftgelehrten und 
Pharisern: Meister, wir wnschen ein Zeichen von dir zu sehen;
MAT 12:39 er aber antwortete ihnen: ein bses und ehebrecherisches 
Geschlecht begehrt ein Zeichen, und es soll ihm kein Zeichen gegeben 
werden als das Zeichen des Propheten Jonas.
MAT 12:40 Denn wie Jonas im Bauche des Unthieres war drei Tage und drei 
Nchte, so wird der Sohn des Menschen im Schoe der Erde sein drei Tage 
und drei Nchte.
MAT 12:41 Die Mnner von Ninive werden aufstehen im Gerichte neben diesem 
Geschlecht und werden es verdammen, denn sie haben Bue gethan auf die 
Predigt Jonas', und siehe, hier ist mehr denn Jonas.
MAT 12:42 Die Knigin des Sdens wird sich erheben im Gerichte neben 
diesem Geschlecht und wird es verdammen, denn sie kam vom Ende der Erde, 
zu hren die Weisheit Salomos, und siehe, hier ist mehr denn Salomo.
MAT 12:43 Wenn aber der unreine Geist ausgeht vom Menschen, so zieht er 
durch wasserlose Sttten, Ruhe zu suchen, und findet sie nicht.
MAT 12:44 Hierauf spricht er: ich will in mein Haus zurckkehren, von wo 
ich ausgegangen bin. Und wenn er kommt, findet er es leer und gescheuert 
und geschmckt.
MAT 12:45 Hierauf geht er hin und nimmt zu sich sieben andere Geister, die 
schlimmer sind als er, und sie ziehen ein und wohnen daselbst, und es wird 
zum letzten schlimmer mit dem Menschen als zum ersten. So wird es auch 
sein mit diesem bsen Geschlechte.
MAT 12:46 Whrend er aber noch zu den Massen redete, siehe, da standen 
seine Mutter und seine Brder auen und verlangten ihn zu sprechen.
MAT 12:47 Es sagte ihm aber einer: siehe deine Mutter und deine Brder 
stehen drauen und verlangen dich zu sprechen.
MAT 12:48 Er aber antwortete dem, der es ihm sagte: wer ist meine Mutter 
und wer sind meine Brder?
MAT 12:49 Und er streckte seine Hand aus ber seine Jnger und sagte: 
siehe hier meine Mutter und meine Brder.
MAT 12:50 Denn wer da thut den Willen meines Vaters in den Himmeln, der 
ist mir Bruder, Schwester und Mutter.
MAT 13:1 An jenem Tage gieng Jesus von Hause weg und setzte sich am See 
nieder.
MAT 13:2 Und es sammelten sich bei ihm groe Massen, so da er ein Schiff 
bestieg und sich darein setzte, und die ganze Menge stand am Ufer.
MAT 13:3 Und er redete zu ihnen vieles in Gleichnissen, und sprach: Siehe, 
es gieng der Smann aus zu sen.
MAT 13:4 Und da er ste, fiel das eine an den Weg, und es kamen die Vgel 
und fraen es auf.
MAT 13:5 Anderes aber fiel auf steiniges Land, wo es nicht viel Boden 
hatte, und scho schnell auf, weil es nicht tief im Boden lag;
MAT 13:6 aber als die Sonne aufgieng, ward es versengt und verdorrte, weil 
es keine Wurzel hatte.
MAT 13:7 Anderes aber fiel unter die Dornen, und die Dornen giengen auf 
und erstickten es.
MAT 13:8 Anderes aber fiel auf das gute Land und brachte Frucht, das eine 
hundertfltig, das andere sechzig-, wieder anderes dreiigfltig.
MAT 13:9 Wer Ohren hat, der hre.
MAT 13:10 Und die Jnger kamen herzu und sagten zu ihm: warum redest du zu 
ihnen mit Gleichnissen?
MAT 13:11 Er aber antwortete: weil es euch gegeben ist, zu erkennen die 
Geheimnisse des Reichs der Himmel, jenen aber nicht gegeben ist.
MAT 13:12 Denn wer da hat, dem wird gegeben, ja berschwenglich gegeben 
werden; wer aber nicht hat, von dem wird auch genommen werden, das er hat.
MAT 13:13 Darum rede ich zu ihnen in Gleichnissen, weil sie sehen und doch 
nicht sehen, hren und doch nicht hren noch verstehen.
MAT 13:14 Und es erfllt sich fr sie die Weissagung des Jesaias, die da 
lautet: Mit dem Gehr sollt ihr hren und nichts verstehen, und mit dem 
Gesicht sehen und nichts erblicken.
MAT 13:15 Denn es ward das Herz dieses Volkes verstockt und sie sind 
schwerhrig geworden, und ihre Augen haben sie verschlossen, da sie nicht 
shen mit ihren Augen, und nicht hrten mit ihren Ohren noch verstnden 
mit dem Herzen und umkehrten, und ich sie heilte.
MAT 13:16 Selig aber sind eure Augen, da sie sehen, und eure Ohren, da 
sie hren.
MAT 13:17 Wahrlich, ich sage euch, viele Propheten und Gerechte begehrten 
zu sehen, was ihr sehet, und haben es nicht gesehen, und zu hren, was ihr 
hret, und haben es nicht gehrt.
MAT 13:18 So hret ihr das Gleichnis des Smanns.
MAT 13:19 Wo berall einer das Wort vom Reiche hrt und nicht versteht, da 
kommt der Bse und nimmt weg, was in sein Herz gestreut ist. Das ist der, 
bei welchem es an den Weg gest ward.
MAT 13:20 Was aber auf das steinige Land gest ward, das ist der, welcher 
das Wort hrt und alsdann mit Freuden annimmt.
MAT 13:21 Er hat aber keine Wurzel in sich, sondern er ist ein Kind des 
Augenblicks; kommt aber Drangsal oder Verfolgung um des Wortes willen, so 
nimmt er gleich Ansto.
MAT 13:22 Was aber unter die Dornen gest ward, das ist der, welcher das 
Wort hrt, und die Sorge der Welt und der Trug des Reichtums erstickt das 
Wort, und er bleibt ohne Frucht.
MAT 13:23 Was aber auf das gute Land gest ist, das ist der, der das Wort 
hrt und versteht, der dann Frucht bringt, und trgt der eine 
hundertfltig, der andere sechzig-, der andere dreiigfltig.
MAT 13:24 Ein anderes Gleichnis legte er ihnen vor also: Das Reich der 
Himmel gleicht einem Menschen, der guten Samen ste auf seinen Acker.
MAT 13:25 Whrend aber die Leute schliefen, kam sein Feind und ste 
Unkraut dazu, mitten unter den Weizen, und gieng davon.
MAT 13:26 Als aber die grne Saat sprote und Frucht trieb, da zeigte sich 
auch das Unkraut.
MAT 13:27 Es kamen aber die Knechte des Hausherrn herzu und sagten ihm: 
Herr, hast du nicht guten Samen gest auf deinen Acker? Woher hat er denn 
Unkraut?
MAT 13:28 Er aber sagte zu ihnen: ein Feind hat das gethan. Die Knechte 
aber sagen zu ihm, willst du nun, da wir hingehen und es sammeln?
MAT 13:29 Er aber sagt: nein, damit ihr nicht beim Sammeln des Unkrauts 
mit demselben auch den Weizen herausreiet.
MAT 13:30 Lasset beides mit einandner wachsen bis zur Ernte, dann werde 
ich zur Zeit der Ernte zu den Schnittern sagen: sammelt zuerst das Unkraut 
und bindet es in Bndel, es zu verbrennen, den Weizen aber sammelt in 
meine Scheune.
MAT 13:31 Ein anderes Gleichnis legte er ihnen vor also: Das Reich der 
Himmel ist gleich einem Senfkorn, das ein Mensch nahm und ste es auf 
seinen Acker.
MAT 13:32 Das ist der kleinste unter allen Samen, wenn es aber wchst, so 
ist es grer als die Kruter und wird ein Baum, so da die Vgel des 
Himmels kommen und nisten in seinen Zweigen.
MAT 13:33 Ein anderes Gleichnis sagte er zu ihnen: Das Reich der Himmel 
ist gleich einem Sauerteig, den eine Frau nahm und legte ihn ein in drei 
Sat Weizenmehl, bis es ganz durchsuert ward.
MAT 13:34 Dieses alles redete Jesus in Gleichnissen zu den Massen, und 
ohne Gleichnis redete er nichts zu ihnen,
MAT 13:35 auf da erfllt wrde, was da gesagt ist durch das Wort des 
Propheten Jesaias: Ich will aufthun mit Gleichnissen meinen Mund, ich will 
ausschtten, was verborgen ist von der Schpfung her.
MAT 13:36 Hierauf entlie er die Massen und gieng in das Haus. Und seine 
Jnger traten zu ihm und sagten: Deute uns das Gleichnis vom Unkraut des 
Ackers.
MAT 13:37 Er aber antwortete: Der den guten Samen st, ist der Sohn des 
Menschen.
MAT 13:38 Der Acker aber ist die Welt; der gute Samen aber, das sind die 
Shne des Reiches; das Unkraut aber sind die Shne des Bsen.
MAT 13:39 Der Feind aber, der es gest, ist der Teufel. Die Ernte aber ist 
das Ende der Welt, die Schnitter sind Engel.
MAT 13:40 Wie nun das Unkraut gesammelt und im Feuer verbrannt wird, so 
wird es am Ende der Welt sein.
MAT 13:41 Der Sohn des Menschen wird seine Engel ausschicken, und sie 
werden aus seinem Reiche zusammenlesen alle Aergernisse und die den Frevel 
thun,
MAT 13:42 und werden sie in den Feuerofen werfen, da wird sein Heulen und 
Zhneknirschen.
MAT 13:43 Alsdann werden die Gerechten leuchten wie die Sonne in ihres 
Vaters Reich. Wer Ohren hat, der hre.
MAT 13:44 Das Reich der Himmel ist gleich einem Schatze, der auf einem 
Acker verborgen war, den fand ein Mensch und verbarg ihn, und vor Freude 
geht er hin und verkaufte alles was er hat und kauft den Acker.
MAT 13:45 Wiederum ist das Reich der Himmel gleich einem Handelsmann, der 
edle Perlen suchte.
MAT 13:46 Da er aber eine kostbare Perle gefunden hatte, gieng er hin und 
verkaufte alles was er hatte und kaufte sie.
MAT 13:47 Wiederum ist das Reich der Himmel gleich einem Netze, das in das 
Meer geworfen ward und allerhand aufnahm;
MAT 13:48 als es voll war, zogen sie es ans Ufer, setzten sich und lasen 
das Gute in Gefe, das Faule aber warfen sie weg.
MAT 13:49 So wird es sein am Ende der Welt; es werden die Engel ausgehen 
und die Bsen ausscheiden von den Gerechten,
MAT 13:50 und werden sie in den Feuerofen werfen, da wird sein Heulen und 
Zhneknirschen.
MAT 13:51 Habt ihr das alles verstanden? Da sagen sie zu ihm: ja.
MAT 13:52 Er aber sagt zu ihnen: Darum gleicht jeder Schriftgelehrte, der 
geschult ist fr das Reich der Himmel, einem Hausherrn, der aus seinem 
Schatze vorbringt neues und altes.
MAT 13:53 Und es geschah, als Jesus diese Gleichnisse beendet hatte, brach 
er von dort auf.
MAT 13:54 Und er kam in seine Vaterstadt und lehrte sie in ihrer Synagoge 
also, da sie betroffen sprachen: woher hat der diese Weisheit und die 
Wunder?
MAT 13:55 Ist das nicht des Zimmermanns Sohn? heit seine Mutter nicht 
Mariam und seine Brder Jakobus und Joseph und Simon und Judas?
MAT 13:56 und sind nicht seine Schwestern alle bei uns? Woher hat er nun 
das alles?
MAT 13:57 Und sie nahmen Ansto an ihm. Jesus aber sagte zu ihnen: ein 
Prophet ist nirgend unwert auer in seiner Vaterstadt und in seinem Hause.
MAT 13:58 Und er that nicht viele Wunder daselbst um ihres Unglaubens 
willen.
MAT 14:1 In jener Zeit vernahm der Tetrarch Herodes das Gercht von Jesus,
MAT 14:2 und sprach zu seinen Dienern: das ist Johannes der Tufer, der 
ist von den Toten auferstanden, und darum wirken die Wunderkrfte in ihm.
MAT 14:3 Denn Herodes hatte den Johannes greifen und binden und gefangen 
setzen lassen wegen Herodias, der Frau seines Bruders Philippus.
MAT 14:4 Denn Johannes sagte zu ihm: es steht dir nicht zu, sie zu haben.
MAT 14:5 Und er htte ihn gerne gettet, aber er frchtete die Menge, weil 
sie ihn wie einen Propheten hielten.
MAT 14:6 Da nun des Herodes Geburtsfest war, tanzte die Tochter der 
Herodias vor der Gesellschaft und gefiel dem Herodes,
MAT 14:7 daher er ihr mit einem Eide zuschwur, ihr zu geben, was sie 
verlangen wrde.
MAT 14:8 Sie aber lie sich von ihrer Mutter anleiten und sagt: gib mir 
hier auf einer Schssel den Kopf Johannes des Tufers.
MAT 14:9 Und der Knig bekmmerte sich, aber wegen der Eidschwre und der 
Gste befahl er es zu geben.
MAT 14:10 Und er sandte hin und lie den Johannes im Gefngnis kpfen.
MAT 14:11 Und sein Kopf wurde auf einer Schssel gebracht und dem Mdchen 
gegeben, und sie brachte ihn ihrer Mutter.
MAT 14:12 Und seine Jnger kamen herbei, holten den Leichnam und begruben 
ihn, und giengen hin und berichteten es Jesus.
MAT 14:13 Da es aber Jesus hrte, entwich er von da zu Schiff an einen 
einsamen Ort beiseit; da es aber die Massen hrten, folgten sie ihm zu Fu 
aus den Stdten.
MAT 14:14 Und als er herauskam, sah er eine groe Menge, und hatte Mitleid 
mit ihnen und heilte die Gebrechlichen unter ihnen.
MAT 14:15 Da es aber Abend geworden, traten seine Jnger zu ihm und 
sagten: der Ort ist de und die Zeit schon vorgeschritten; entlasse die 
Massen, damit sie hingehen in die Flecken und sich zu essen kaufen.
MAT 14:16 Jesus aber sagte zu ihnen: sie brauchen nicht fortzugehen, gebt 
ihr ihnen zu essen.
MAT 14:17 Sie aber sagen zu ihm: wir haben nichts hier auer fnf Brote 
und zwei Fische.
MAT 14:18 Er aber sagte: bringt sie mir hieher.
MAT 14:19 Und er hie die Massen sich auf dem Rasen lagern, nahm die fnf 
Brote und die zwei Fische, blickte auf zum Himmel, segnete und brach und 
gab den Jngern die Brote, die Jnger aber gaben sie den Massen.
MAT 14:20 Und sie aen alle und wurden satt, und man hob das Uebrige an 
Brocken auf, zwlf Krbe voll.
MAT 14:21 Die aber aen, waren etwa fnftausend Mann ohne Weiber und 
Kinder.
MAT 14:22 Und er drngte die Jnger, das Schiff zu besteigen und an das 
jenseitige Ufer vorauszufahren, bis er die Massen entliee.
MAT 14:23 Und als er die Massen entlassen hatte, stieg er auf den Berg 
beiseit, zu beten. Da es aber Abend geworden, war er allein daselbst.
MAT 14:24 Das Schiff aber war schon viele Stadien vom Land ab und wurde 
von den Wellen hart bedrngt, denn der Wind war widrig.
MAT 14:25 Um die vierte Nachtwache aber kam er zu ihnen auf dem See 
wandelnd.
MAT 14:26 Die Jnger aber, da sie ihn auf dem See wandeln sahen, wurden 
bestrzt und sagten: es ist ein Gespenst, und schrien vor Furcht.
MAT 14:27 Alsbald aber redete Jesus sie an: seid getrost, ich bin es, 
frchtet euch nicht.
MAT 14:28 Petrus aber antwortete ihm und sagte: Herr, wenn du es bist, so 
la mich zu dir kommen auf dem Wasser.
MAT 14:29 Er aber sagte: komme. Und Petrus stieg aus dem Schiffe und 
wandelte auf dem Wasser und kam zu Jesus.
MAT 14:30 Als er aber den Wind sah, gerieth er in Furcht und begann 
unterzusinken und rief: Herr rette mich.
MAT 14:31 Alsbald aber streckte Jesus seine Hand aus, ergriff ihn und sagt 
zu ihm: Kleinglubiger, warum zweifeltest du?
MAT 14:32 Und wie sie das Schiff bestiegen hatten, legte sich der Wind.
MAT 14:33 Die im Schiffe aber warfen sich vor ihm nieder und sprachen: Du 
bist wahrhaftig Gottes Sohn.
MAT 14:34 Und sie fuhren hinber und landeten in Gennesaret, und wie ihn 
die Leute dieses Ortes erkannten, schickten sie aus in die ganze Umgegend, 
und brachten zu ihm alle, die ein Leiden hatten,
MAT 14:35 und sie baten ihn, da sie nur die Quaste seines Kleides 
anrhren drften; und wer daran rhrte, dem ward geholfen.
MAT 15:1 Hierauf kommen zu Jesus Phariser und Schriftgelehrte von 
Jerusalem und sagen:
MAT 15:2 warum bertreten deine Jnger die Ueberlieferung der Alten? 
Waschen sie doch die Hnde nicht, wenn sie Brot essen.
MAT 15:3 Er aber antwortete ihnen: warum bertretet denn ihr eurerseits 
das Gebot Gottes eurer Ueberlieferung zu lieb?
MAT 15:4 Denn Gott hat verordnet: ehre Vater und Mutter, und: wer Vater 
oder Mutter lstert, soll des Todes sterben.
MAT 15:5 Ihr aber saget: wer zu Vater oder Mutter spricht: Opfergabe soll 
sein, was du von mir haben knntest,
MAT 15:6 der braucht seinen Vater und Mutter nicht zu ehren. So habt ihr 
das Gesetz Gottes ausgethan eurer Ueberlieferung zu lieb.
MAT 15:7 Ihr Heuchler, Jesaias hat richtig von euch geweissagt:
MAT 15:8 Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, ihr Herz aber hlt sich 
ferne von mir.
MAT 15:9 Vergebens ehren sie mich mit ihrem Lehren von Menschengeboten.
MAT 15:10 Und er rief die Menge herbei und sagte zu ihnen: hret zu und 
fasset es:
MAT 15:11 Nicht das, was in den Mund eingeht, verunreinigt den Menschen, 
sondern das, was aus dem Munde ausgeht, das verunreinigt den Menschen.
MAT 15:12 Hierauf traten die Jnger herzu und sagen zu ihm: weit du, da 
die Phariser sich an dem Wort, das sie da gehrt, gestoen haben?
MAT 15:13 Er aber antwortete: jede Pflanze, die mein himmlischer Vater 
nicht gepflanzt, wird ausgerissen werden.
MAT 15:14 Lasset sie, sie sind blinde Fhrer von Blinden; wenn aber ein 
Blinder einen Blinden fhrt, so werden beide in eine Grube fallen.
MAT 15:15 Petrus aber antwortete ihm: deute uns das Gleichnis.
MAT 15:16 Er aber sagte: immer noch seid auch ihr ohne Verstndnis?
MAT 15:17 Merket ihr nicht, da alles, was zum Munde eingeht, in den Bauch 
kommt und in den Abort ausgeworfen wird?
MAT 15:18 Was aber aus dem Munde hervorgeht, das kommt aus dem Herzen, und 
das verunreinigt den Menschen.
MAT 15:19 Denn aus dem Herzen kommen hervor bse Gedanken, Mord, Ehebruch, 
Unzucht, Diebstahl, falsch Zeugnis, Lsterung.
MAT 15:20 Das sind die Dinge, die den Menschen verunreinigen. Das Essen 
mit ungewaschenen Hnden aber verunreinigt den Menschen nicht.
MAT 15:21 Und Jesus gieng weg von dort und zog sich zurck in die Gegend 
von Tyrus und Sidon.
MAT 15:22 Und siehe, ein kanaanisches Weib, die aus jenem Gebiet kam, 
rief: erbarme dich meiner, Herr, du Sohn Davids. Meine Tochter wird von 
einem Dmon geqult.
MAT 15:23 Er aber antwortete ihr kein Wort. Und da seine Jnger 
hinzukamen, baten sie ihn, fertige sie ab, sie schreit ja hinter uns her.
MAT 15:24 Er aber antwortete: ich bin nur gesandt zu den verlornen Schafen 
vom Hause Israel.
MAT 15:25 Sie aber kam, warf sich vor ihm nieder, und sagte: Herr, hilf 
mir.
MAT 15:26 Er aber antwortete: es geht nicht an, das Brot der Kinder zu 
nehmen und es den Hndlein hinzuwerfen.
MAT 15:27 Sie aber sagte: doch, Herr; essen doch auch die Hndlein von den 
Brosamen, die von dem Tische ihrer Herren fallen.
MAT 15:28 Hierauf antwortete ihr Jesus: o Weib, dein Glaube ist gro. Es 
geschehe dir, wie du willst. Und ihre Tochter ward geheilt von dieser 
Stunde.
MAT 15:29 Und Jesus zog weg von da und kam an den galilischen See, und 
stieg auf den Berg, und setze sich dort.
MAT 15:30 Und es kamen zu ihm groe Massen mit Lahmen, Verkrmmten, 
Blinden, Stummen und allerlei Anderen, und sie warfen sie ihm vor die 
Fe; und er heilte sie, da sich die Menge wunderte,
MAT 15:31 wie sie sahen die Stummen redend, die Verkrmmten gesund, und 
die Lahmen wandelnd, und die Blinden sehend; und sie priesen den Gott 
Israels.
MAT 15:32 Jesus aber rief seine Jnger zu sich und sagte: ich habe Mitleid 
mit der Menge, denn sie harren nun drei Tage bei mir aus, und haben nichts 
zu essen. Und ich mag sie nicht nchtern entlassen, sie knnten unterwegs 
verschmachten.
MAT 15:33 Und die Jnger sagen zum ihm: woher sollten wir in der Einde so 
viele Brote nehmen, um eine solche Menge zu sttigen?
MAT 15:34 Und Jesus sagt zu ihnen: wie viel Brote habt ihr? Sie aber 
sagten: sieben, und einige Fische.
MAT 15:35 Und er befahl der Menge, sich auf den Boden zu lagern,
MAT 15:36 und nahm die sieben Brote und die Fische, und dankte, und brach 
und gab sie den Jngern, die Jnger aber den Massen.
MAT 15:37 Und es aen alle und wurden satt, und man hob das brige an 
Brocken auf, sieben Handkrbe voll.
MAT 15:38 Die aber aen, waren viertausend Mann ungerechnet Weiber und 
Kinder.
MAT 15:39 Und er entlie die Massen, bestieg das Schiff und gieng in das 
Gebiet von Magadan.
MAT 16:1 Und Phariser und Sadducer kamen zu ihm und versuchten ihn mit 
dem Ansinnen, sie ein Zeichen vom Himmel sehen zu lassen.
MAT 16:2 Er aber antwortete ihnen: Am Abend sagt ihr: es giebt schnes 
Wetter, denn der Himmel ist rot,
MAT 16:3 und am Morgen: heute giebt es Unwetter, denn der Himmel ist rot 
und trbe. Das Aussehen des Himmels knnt ihr beurteilen, aber die Zeichen 
der Zeiten nicht.
MAT 16:4 Ein bses und ehebrecherisches Geschlecht begehrt ein Zeichen, 
und es soll ihm kein Zeichen gegeben werden, als das Zeichen Jonas'. Und 
er verlie sie und gieng davon.
MAT 16:5 Und als die Jnger in das Land drben giengen, vergaen sie Brot 
mitzunehmen.
MAT 16:6 Jesus aber sagte zu ihnen: sehet zu und nehmet euch in Acht vor 
dem Sauerteig der Phariser und Sadducer!
MAT 16:7 Sie aber dachten bei sich: das geht darauf, da wir keine Brote 
genommen.
MAT 16:8 Jesus aber erkannte es und sagte: was denkt ihr daran, ihr 
Kleinglubige, da ihr keine Brote mitgenommen habet?
MAT 16:9 Merket ihr noch nichts, und denket auch nicht an die fnf Brote 
fr die Fnftausend, und wie viel Krbe ihr noch fortgenommen?
MAT 16:10 Noch an die sieben Brote fr die Viertausend, und wie viel 
Handkrbe ihr noch fortgenommen?
MAT 16:11 Wie mget ihr nicht merken, da ich euch nicht von Broten gesagt 
habe: nehmet euch in Acht vor dem Sauerteig der Phariser und Sadducer?
MAT 16:12 Hierauf verstanden sie, da er nicht gemeint hatte, sich in Acht 
nehmen vor dem Sauerteig, sondern vor der Lehre der Phariser und 
Sadducer.
MAT 16:13 Als aber Jesus in die Gegend von Csarea Philippi kam, fragte er 
seine Jnger, was sagen die Leute vom Sohn des Menschen, wer er sei?
MAT 16:14 Sie aber sagten: die einen: Johannes der Tufer, andere aber: 
Elias, wieder welche: Jeremias oder einer von den Propheten.
MAT 16:15 Sagt er zu ihnen: ihr aber, was sagt ihr, wer ich sei?
MAT 16:16 Es antwortete aber Simon Petrus und sprach: du bist der 
Christus, der Sohn des lebendigen Gottes.
MAT 16:17 Jesus aber antwortete ihm: selig bist du, Simon Barjona; denn 
Fleisch und Blut hat es dir nicht geoffenbart, sondern mein Vater in den 
Himmeln.
MAT 16:18 So sage auch ich dir: du bist Petrus, und auf diesen Felsen will 
ich meine Gemeinde bauen, und die Pforten der Hlle sollen sie nicht 
berwltigen.
MAT 16:19 Ich will dir die Schlssel des Reichs der Himmel geben, und was 
du bindest auf der Erde, soll in den Himmeln gebunden sein, und was du 
lsest auf der Erde, soll in den Himmeln gelst sein.
MAT 16:20 Hierauf befahl er den Jngern, sie sollten niemand sagen, das er 
der Christus sei.
MAT 16:21 Von da an begann Jesus seinen Jngern darzulegen, da er msse 
nach Jerusalem ziehen und viel leiden von den Aeltesten und Hohenpriestern 
und Schriftgelehrten, und gettet werden und am dritten Tage auferweckt 
werden.
MAT 16:22 Und Petrus zog ihn an sich, und begann ihn zu schelten und 
sagte: das verhte Gott, Herr, das darf dir nimmermehr widerfahren.
MAT 16:23 Er aber wandte sich und sagte zu Petrus: weiche hinter mich, 
Satan; du bist mir ein Aergernis, du denkst nicht was Gott ansteht, 
sondern was den Menschen.
MAT 16:24 Hierauf sagte Jesus zu seinen Jngern: Will jemand mir 
nachgehen, der verleugne sich selbst, und nehme sein Kreuz auf, und folge 
mir.
MAT 16:25 Denn wer sein Leben retten will, der wird es verlieren; wer aber 
sein Leben verliert um meinetwillen, der wird es gewinnen.
MAT 16:26 Denn was hlfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewnne, 
er kme aber um sein Leben? oder was soll der Mensch zum Tausch geben fr 
sein Leben?
MAT 16:27 Denn es ist an dem, da der Sohn des Menschen kommt in der 
Herrlichkeit seines Vaters mit seinen Engeln, und hierauf wird er einem 
jeden vergelten nach seinem Thun.
MAT 16:28 Wahrlich, ich sage euch, es sind einige unter denen, die hier 
stehen, welche den Tod nicht kosten werden, bis sie den Sohn des Menschen 
kommen sehen in seinem Reich.
MAT 17:1 Und sechs Tage nachher nimmt Jesus den Petrus und Jakobus und 
dessen Bruder Johannes mit, und fhrt sie beiseit auf einen hohen Berg.
MAT 17:2 Und er ward vor ihnen verwandelt, und sein Angesicht leuchtete 
wie die Sonne, seine Kleider aber wurden wei wie das Licht.
MAT 17:3 Und siehe, es erschien ihnen Moses und Elias, die unterredeten 
sich mit ihm.
MAT 17:4 Petrus aber hob an und sagte zu Jesus: Herr, hier ist fr uns gut 
sein; wenn es dir recht ist, will ich hier drei Zelte aufschlagen, eines 
fr dich, eines fr Moses und eines fr Elias.
MAT 17:5 Da er noch redete, siehe, da berschattete sie eine Lichtwolke, 
und siehe, eine Stimme aus der Wolke sprach: dies ist mein geliebter Sohn, 
an welchem ich Wohlgefallen gefunden; auf ihn hret!
MAT 17:6 Und als es die Jnger hrten, fielen sie auf ihr Angesicht und 
frchteten sich sehr.
MAT 17:7 Und Jesus trat hinzu und rhrte sie an und sagte: stehet auf und 
frchtet euch nicht.
MAT 17:8 Als sie aber ihre Augen aufhoben, sahen sie niemand als Jesus 
allein.
MAT 17:9 Und da sie von dem Berge hinabstiegen, gebot ihnen Jesus, sie 
sollen niemand von dem Gesichte sagen, bis der Sohn des Menschen von den 
Toten auferweckt sei.
MAT 17:10 Und die Jnger fragten ihn: was sagen denn nun die 
Schriftgelehrten, Elias msse zuerst kommen?
MAT 17:11 Er aber antwortete: Wohl kommt Elias und wird alles wieder 
zurecht bringen.
MAT 17:12 Ich sage euch aber: Elias ist schon gekommen uns sie haben ihn 
nicht erkannt, sondern haben mit ihm gethan, was ihnen beliebte. So ist 
auch der Sohn des Menschen daran, von ihnen zu leiden.
MAT 17:13 Hierauf verstanden die Jnger, da er von Johannes dem Tufer zu 
ihnen sprach.
MAT 17:14 Und als sie zu der Menge kamen, trat ein Mensch an ihn heran, 
warf sich vor ihm auf die Knie
MAT 17:15 und sagte: Herr, erbarme dich meines Sohnes, er ist mondschtig 
und leidet schwer; denn oft fllt er ins Feuer, oft ins Wasser;
MAT 17:16 und ich habe ihn zu deinen Jngern gebracht, und sie vermochten 
ihn nicht zu heilen.
MAT 17:17 Jesus aber antwortete und sprach: o unglubiges und verkehrtes 
Geschlecht, wie lange soll ich bei euch sein? wie lange soll ich es mit 
euch aushalten? Bringt mir ihn hieher.
MAT 17:18 Und Jesus bedrohte ihn, und der Dmon fuhr aus von ihm, und der 
Knabe ward geheilt von der Stunde an.
MAT 17:19 Hierauf traten die Jnger zu Jesus beiseit und sagten: warum 
konnten wir ihn nicht austreiben?
MAT 17:20 Er aber sagt zu ihnen: wegen eures Kleinglaubens; denn wahrlich, 
ich sage euch, wenn ihr Glauben habt wie ein Senfkorn, so werdet ihr zu 
diesem Berge sagen: rcke von hier weg dort hinber, und er wird 
fortrcken; und nichts wird euch unmglich sein.
MAT 17:21 Diese Art geht nicht aus, auer mit Beten und Fasten.
MAT 17:22 Da sie aber in Galila zusammen verkehrten, sagte Jesus zu 
ihnen: es ist daran, da der Sohn des Menschen in Menschenhnde 
ausgeliefert wird,
MAT 17:23 und sie werden ihn tten, und am dritten Tage wird er auferweckt 
werden. Und sie bekmmerten sich sehr.
MAT 17:24 Als sie aber nach Kapernaum kamen, traten die Einnehmer der 
Didrachmen zu Petrus und sagten: zahlt euer Meister die Didrachmen nicht?
MAT 17:25 Er sagt: doch. Und als er ins Haus gieng, kam ihm Jesus zuvor 
und sagte: was dnkt dich, Simon? die Knige der Erde, von wem nehmen sie 
Zlle oder Steuer? von ihren Eigenen oder von den Fremden?
MAT 17:26 Da er aber sagte: von den Fremden, sagte Jesus zu ihm: So sind 
also die Eigenen frei.
MAT 17:27 Damit wir ihnen aber keinen Ansto geben, gehe hin an den See, 
wirf die Angel aus, und nimm den ersten Fisch, der heraufkommt, und wenn 
du seinen Mund aufmachst, wirst du einen Stater finden; den nimm und gieb 
ihnen denselben fr mich und dich.
MAT 18:1 In jener Stunde traten die Jnger zu Jesus und sagten: wer ist 
wohl der grte im Reich der Himmel?
MAT 18:2 Und er rief ein Kind herbei, stellte es mitten unter sie und 
sprach:
MAT 18:3 Wahrlich, ich sage euch, so ihr nicht umkehrt und werdet wie die 
Kinder, werdet ihr nimmermehr in das Reich der Himmel eingehen;
MAT 18:4 wer sich also erniedrigt, wie dieses Kind, der ist der grte im 
Reich der Himmel.
MAT 18:5 Und wer ein solches Kind aufnimmt auf meinen Namen, nimmt mich 
auf.
MAT 18:6 Wer aber einen von diesen Kleinen, die an mich glauben, rgert, 
dem wre es besser, es wrde ihm ein Mhlstein um den Hals gehngt, und er 
wrde in die Tiefe des Meeres versenkt.
MAT 18:7 Wehe der Welt der Aergernisse halber; denn die Aergernisse mssen 
kommen - doch wehe dem Menschen, durch welchen das Aergernis kommt.
MAT 18:8 Wenn aber deine Hand oder dein Fu dich rgert, so haue ihn ab 
und wirf ihn weg; es ist dir besser, in das Leben einzugehen verstmmelt 
oder lahm, als mit zwei Hnden oder zwei Fen in das ewige Feuer geworfen 
zu werden.
MAT 18:9 Und wenn dein Auge dich rgert, so rei es heraus und wirf es 
weg; es ist dir besser, einugig in das Leben einzugehen, als mit zwei 
Augen in die Feuerhlle geworfen zu werden.
MAT 18:10 Sehet zu, da ihr nicht eines von diesen Kleinen geringschtzet, 
denn ich sage euch, ihre Engel in den Himmeln sehen allezeit das Antlitz 
meines Vaters in den Himmeln.
MAT 18:11 Denn des Menschen Sohn ist gekommen, das Verlorene zu retten.
MAT 18:12 Was dnket euch? Wenn ein Mensch hundert Schafe hat und eines 
von ihnen verirrt sich, lt er nicht die neunundneunzig auf den Bergen, 
geht hin und sucht das verirrte?
MAT 18:13 Und wenn es ihm gelingt, dasselbe zu finden, wahrlich, ich sage 
euch, so freut er sich darber mehr als ber die neunundneunzig, die sich 
nicht verirrt haben.
MAT 18:14 So ist es nicht der Wille meines Vaters in den Himmeln, da 
eines von diesen Kleinen verloren gehe.
MAT 18:15 Wenn aber dein Bruder fehlt, so gehe hin und weise ihn zurecht 
unter vier Augen; hrt er dich, so hast du deinen Bruder gewonnen;
MAT 18:16 hrt er aber nicht, so nimm noch einen oder zwei dazu, damit auf 
zweier oder dreier Zeugen Mund jede Sache festgestellt werde.
MAT 18:17 Hrt er nicht auf sie, so sage es der Gemeinde; hrt er aber 
auch auf die Gemeinde nicht, so sei er dir wie der Heide und der Zllner.
MAT 18:18 Wahrlich, ich sage euch, was ihr bindet auf der Erde, wird im 
Himmel gebunden sein, und was ihr lset auf der Erde, wird im Himmel 
gelst sein.
MAT 18:19 Wiederum sage ich euch: wenn zwei von euch eins werden auf der 
Erde ber irgend eine Sache, darum zu bitten, so wird es ihnen werden von 
meinem Vater in den Himmeln.
MAT 18:20 Denn wo zwei oder drei versammelt sind auf meinen Namen, da bin 
ich mitten unter ihnen.
MAT 18:21 Hierauf trat Petrus herzu und sagte zu ihm: Herr, wie oft kann 
mein Bruder gegen mich fehlen, und ich soll ihm vergeben? Geht es bis 
siebenmal?
MAT 18:22 Sagt Jesus zu ihm: ich sage Dir: nicht bis siebenmal, sondern 
bis siebenzigmal siebenmal.
MAT 18:23 Darum gleicht das Reich der Himmel einem Knige, der mit seinen 
Dienern Rechnung halten wollte.
MAT 18:24 Da er aber anfieng zu rechnen, so wurde einer vor ihn gefhrt, 
der zehntausend Talente schuldig war.
MAT 18:25 Da er aber nicht hatte zu bezahlen, so befahl der Herr ihn zu 
verkaufen samt Weib und Kind, und alles was er hatte, und so Bezahlung zu 
schaffen.
MAT 18:26 Da warf sich der Knecht nieder, beugte sich vor ihm und sagte: 
habe Geduld mit mir, so will ich dir alles bezahlen.
MAT 18:27 Der Herr aber hatte Mitleid mit dem Knecht, und lie ihn los, 
und die Schuld erlie er ihm.
MAT 18:28 Wie aber dieser Knecht hinausgieng, stie er auf einen seiner 
Mitknechte, der ihm hundert Denare schuldig war, und er fate ihn, wrgte 
ihn und sagte: zahle, was du schuldig bist.
MAT 18:29 Da warf sich sein Mitknecht nieder und bat ihn: habe Geduld mit 
mir, so will ich dir bezahlen.
MAT 18:30 Er aber wollte nicht, sondern gieng hin und lie ihn ins 
Gefngnis werfen, bis er die Schuld bezahle.
MAT 18:31 Da nun seine Mitknechte sahen, was vorgieng, bekmmerten sie 
sich sehr und giengen und meldeten ihrem Herrn alles, was vorgegangen.
MAT 18:32 Hierauf rief ihn sein Herr herbei und sagt zu ihm: Du bser 
Knecht, diese ganze Schuld habe ich dir erlassen, da du mich batest;
MAT 18:33 mutest du nicht auch deines Mitknechtes dich erbarmen, wie ich 
mich deiner auch erbarmte?
MAT 18:34 Und im Zorn bergab ihn sein Herr den Folterknechten, bis er ihm 
die ganze Schuld bezahle.
MAT 18:35 So wird auch mein himmlischer Vater euch thun, wenn ihr nicht 
vergebet, jeder seinem Bruder, von Herzen.
MAT 19:1 Und es geschah, als Jesus diese Reden beendigt hatte, brach er 
auf von Galila und kam in das Gebiet von Juda jenseits des Jordan.
MAT 19:2 Und es folgten ihm groe Massen und er heilte sie daselbst.
MAT 19:3 Und es traten zu ihm Phariser, ihn zu versuchen, und sagten: ist 
es erlaubt, seine Frau auf jede Klage hin zu entlassen?
MAT 19:4 Er aber antwortete: habt ihr nicht gelesen, da der Schpfer sie 
von Anfang an als Mann und Frau erschuf?
MAT 19:5 und sagte: darum wird der Mensch Vater und Mutter verlassen und 
seinem Weibe anhngen, und werden die zwei ein Fleisch sein.
MAT 19:6 So sind es demnach nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch. Was denn 
Gott zusammengefgt hat, soll ein Mensch nicht scheiden.
MAT 19:7 Sagen sie zu ihm: was hat denn dann Moses geboten, einen 
Scheidebrief zu geben und so zu entlassen?
MAT 19:8 Sagt er zu ihnen: Moses hat euch eurer Herzenshrtigkeit wegen 
gestattet, eure Weiber zu entlassen; von Anfang an aber ist es nicht so 
gewesen.
MAT 19:9 Ich sage euch aber: wer seine Frau entlt, es sei denn wegen 
Unzucht, und eine andere heiratet, bricht die Ehe.
MAT 19:10 Sagen zu ihm die Jnger: wenn das Recht zwischen Mann und Frau 
so ist, dann ist es nicht gut heiraten.
MAT 19:11 Er aber sagte zu ihnen: nicht alle fassen dieses Wort, sondern 
die, welchen es gegeben ist.
MAT 19:12 Denn es giebt Verschnittene, die so geboren sind von Mutterleib 
her, und giebt Verschnittene, die von den Menschen verschnitten wurden, 
und giebt Verschnittene, die sich selbst verschnitten haben um des Reichs 
der Himmel willen. Wer es zu fassen vermag, fasse es.
MAT 19:13 Hierauf wurden Kinder zu ihm gebracht, da er ihnen die Hnde 
auflegen und beten mge. Die Jnger aber schalten sie.
MAT 19:14 Jesus aber sagte: lasset die Kinder und wehret ihnen nicht zu 
mir zu kommen; denn solcher ist das Reich der Himmel.
MAT 19:15 Und er legte ihnen die Hnde auf und zog von dannen.
MAT 19:16 Und siehe, es trat einer zu ihm und sagte: Meister, was soll ich 
Gutes thun, um ewiges Leben zu erlangen?
MAT 19:17 Er aber sagte zu ihm: was frgst du mich ber das, was gut ist? 
einer ist der Gute. Willst du aber zum Leben eingehen, so halte die Gebote.
MAT 19:18 Sagt er: welche? Jesus aber sagte: Das du sollst nicht tten, 
nicht ehebrechen, nicht stehlen, nicht falsch zeugen,
MAT 19:19 Vater und Mutter ehren und deinen Nchsten lieben wie dich 
selbst.
MAT 19:20 Sagt der Jngling zu ihm: alles dieses habe ich gehalten; was 
fehlt mir noch?
MAT 19:21 Sagte Jesus zu ihm: willst du vollkommen sein, so gehe hin, 
verkaufe was du hast und gib es an Arme: so wirst du einen Schatz im 
Himmel haben, dann komme und folge mir.
MAT 19:22 Da es aber der Jngling hrte, gieng er bekmmert davon; denn er 
war sehr begtert.
MAT 19:23 Jesus aber sagte zu seinen Jngern: wahrlich, ich sage euch: 
eine Reicher wird schwer in das Reich der Himmel eingehen.
MAT 19:24 Wiederum sage ich euch: es ist leichter, da ein Kamel durch ein 
Nadelhr eingehe, als ein Reicher in das Reich Gottes.
MAT 19:25 Als aber die Jnger das hrten, wurden sie ganz bestrzt und 
sagten: wer kann denn dann gerettet werden?
MAT 19:26 Jesus aber blickte sie an und sagte zu ihnen: bei Menschen ist 
es unmglich, bei Gott aber ist alles mglich.
MAT 19:27 Hierauf antwortete Petrus und sagte zu ihm: siehe, wir haben 
alles verlassen und sind dir gefolgt. Was wird uns nun?
MAT 19:28 Jesus aber sagte zu ihnen: wahrlich, ich sage euch, ihr, die ihr 
mir folgtet, werdet in der neuen Welt, wenn der Sohn des Menschen sitzt 
auf dem Thron seiner Herrlichkeit, ebenfalls auf zwlf Thronen sitzen und 
richten die zwlf Stmme Israels.
MAT 19:29 Und wer berall verlassen hat Huser oder Brder oder Schwestern 
oder Vater oder Mutter oder Kinder oder Aecker um meines Namens willen, 
der wird vielmal mehr empfangen und ewiges Leben ererben.
MAT 19:30 Vielmal aber werden die ersten die letzten sein und die letzten 
die ersten.
MAT 20:1 Denn das Reich der Himmel ist gleich einem Hausherrn, der mit dem 
frhen Morgen auszog, Arbeiter zu dingen in seinen Weinberg.
MAT 20:2 Nachdem er aber mit den Arbeitern bereingekommen war auf einen 
Denar fr den Tag, schickte er sie in seinen Weinberg.
MAT 20:3 Und da er um die dritte Stunde ausgieng, sah er andere auf dem 
Markt mig stehen,
MAT 20:4 und sagte zu ihnen: gehet auch ihr hin in den Weinberg, ich will 
euch geben, was recht ist.
MAT 20:5 Sie aber giengen hin. Wiederum gieng er aus um die sechste Stunde 
und um die neunte Stunde und that ebenso.
MAT 20:6 Als er aber um die elfte Stunde ausgieng, traf er andere da 
stehend und sagt zu ihnen: was steht ihr hier den ganzen Tag mig?
MAT 20:7 Sagen sie zu ihm: weil uns niemand gedingt hat. Sagt er zu ihnen: 
gehet auch ihr hin in den Weinberg.
MAT 20:8 Da es aber Abend geworden, sagt der Herr des Weinberges zu seinem 
Verwalter: rufe die Arbeiter und zahle den Lohn aus, den letzten zuerst 
bis zu den ersten.
MAT 20:9 Als aber die von der elften Stunde kamen, empfiengen sie je einen 
Denar.
MAT 20:10 Und als die ersten kamen, meinten sie, sie bekommen mehr; und 
auch sie bekamen je einen Denar.
MAT 20:11 Wie sie es aber empfiengen, murrten sie gegen den Hausherrn
MAT 20:12 und sagten: diese da, die letzten, haben eine Stunde gearbeitet, 
und du hast sie uns gleichgestellt, die wir die Last und Hitze des Tages 
getragen haben.
MAT 20:13 Er aber antwortete einem von ihnen: Freund, ich thue dir nicht 
unrecht; bist du nicht auf einen Denar mit mir eins geworden?
MAT 20:14 Nimm das deine und gehe. Ich will aber diesem, der der letzte 
ist, so viel geben, wie dir auch;
MAT 20:15 darf ich nicht mit dem meinen thun, was ich will? Oder siehst du 
scheel dazu, da ich gut bin?
MAT 20:16 So werden die letzten die ersten sein und die ersten die 
letzten. Denn viele sind berufen, wenige aber sind auserwhlt.
MAT 20:17 Und da Jesus hinaufgieng nach Jerusalem, nahm er die Zwlf 
beiseit und sagte zu ihnen unterwegs:
MAT 20:18 siehe, wir gehen hinauf nach Jerusalem, und der Sohn des 
Menschen wird den Hohenpriestern und Schriftgelehrten ausgeliefert werden, 
und sie werden ihn verurteilen,
MAT 20:19 und werden ihn den Heiden ausliefern zum verspotten und geieln 
und kreuzigen, und am dritten Tage wird er auferweckt werden.
MAT 20:20 Hierauf trat zu ihm die Mutter der Shne des Zebedus sammt 
ihren Shnen, und warf sich nieder und begehrte etwas von ihm.
MAT 20:21 Er aber sagte zu ihr: was willst du? Sagt sie zu ihm: sprich, 
da diese meine zwei Shne einer dir zur rechten und einer zur linken 
sitzen sollen in deinem Reiche.
MAT 20:22 Jesus aber antwortete: ihr wisset nicht, was ihr verlangt. Knnt 
ihr den Becher trinken, den ich im Begriff bin zu trinken? Sagen sie zu 
ihm: wir knnen es.
MAT 20:23 Sagt er zu ihnen: meinen Becher sollt ihr trinken; das Sitzen 
aber zu meiner rechten und linken habe ich nicht zu verleihen, das kommt 
an die, welchen es bereitet ist von meinem Vater.
MAT 20:24 Und da es die Zehn hrten, wurden sie unwillig ber die zwei 
Brder.
MAT 20:25 Jesus aber rief sie herbei und sagte: ihr wisset, da die 
Herrscher der Vlker sie unterjochen und die Groen sie vergewaltigen.
MAT 20:26 Nicht also soll es bei euch sein. Sondern wer unter euch gro 
werden will, der soll euer Diener sein,
MAT 20:27 und wer unter euch der erste sein will, der soll euer Knecht 
sein.
MAT 20:28 Gleichwie der Sohn des Menschen nicht gekommen ist, sich dienen 
zu lassen, sondern zu dienen und zu geben sein Leben zum Lsegeld statt 
vieler.
MAT 20:29 Und wie sie aus Jericho hinauszogen, folgte ihm eine groe Menge;
MAT 20:30 und siehe, zwei Blinde, die am Wege saen, da sie hrten das 
Jesus vorbeiziehe, schrien sie: Herr, erbarme dich unser, du Sohn Davids.
MAT 20:31 Die Menge aber schalt sie, da sie schweigen sollten. Sie aber 
schrien nur lauter: Herr, erbarme dich unser, du Sohn Davids.
MAT 20:32 Und Jesus stand still und rief sie und sagte: was wollt ihr, 
soll ich euch thun?
MAT 20:33 Sagen sie zu ihm: Herr, da unsere Augen aufgethan werden.
MAT 20:34 Jesus aber hatte Mitleiden, und berhrte ihre Augen, und alsbald 
wurden sie sehend und folgten ihm.
MAT 21:1 Und als sie sich Jerusalem nherten und nach Bethphage kamen an 
den Oelberg, hierauf sandte Jesus zwei Jnger ab
MAT 21:2 und sagte zu ihnen: gehet in das Dorf euch gegenber, so werdet 
ihr sogleich eine Eselin angebunden finden und ein Fllen bei ihr, die 
bindet los und bringt sie mir.
MAT 21:3 Und wenn jemand etwas zu euch sagt, so saget: der Herr bedarf 
ihrer, so wird er sie alsbald ziehen lassen.
MAT 21:4 Dies geschah aber, damit erfllt wrde, was gesagt ist durch das 
Wort des Propheten:
MAT 21:5 Saget der Tochter Sion: siehe, dein Knig kommt zu dir 
sanftmthig und reitend auf einem Esel und einem Fllen, dem Sprling des 
Saumthieres.
MAT 21:6 Die Jnger aber, nachdem sie hingegangen und gethan, wie ihnen 
der Herr befohlen,
MAT 21:7 brachten die Eselin und das Fllen, und legten die Kleider 
darauf, und er setzte sich auf dieselben.
MAT 21:8 Viele von der Menge aber breiteten ihre Kleider auf den Weg, 
andere aber hieben Zweige von den Bumen und breiteten sie auf den Weg.
MAT 21:9 Die Massen aber, die ihm vorausgiengen, und die nachfolgten, 
riefen: Hosianna dem Sohn Davids, gesegnet sei, der da kommt im Namen des 
Herrn, Hosianna in der Hhe.
MAT 21:10 Und als er in Jerusalem einzog, kam die ganze Stadt in Bewegung, 
und es hie: wer ist das?
MAT 21:11 Die Massen aber sagten: das ist der Prophet Jesus, der von 
Nazaret in Galila.
MAT 21:12 Und Jesus trat in den Tempel und trieb alle, die im Tempel 
verkauften und kauften, hinaus, und warf die Tische der Wechsler um, sowie 
die Bnke der Taubenverkufer,
MAT 21:13 und sagt zu ihnen: es steht geschrieben: mein Haus soll ein 
Bethaus heien, ihr aber macht es zu einer Ruberhhle.
MAT 21:14 Und es kamen zu ihm Blinde und Lahme im Tempel, und er heilte 
sie.
MAT 21:15 Als aber die Hohenpriester und die Schriftgelehrten seine 
wunderbaren Thaten sahen, und wie die Kinder im Tempel riefen: Hosianna 
dem Sohn Davids, wurden sie unwillig
MAT 21:16 und sagten zu ihm: hrst du, was diese sagen? Jesus aber sagt zu 
ihnen: ja. Habt ihr noch nie gelesen: aus dem Munde der Unmndigen und 
Suglinge hast du dir Lob bereitet?
MAT 21:17 Und er verlie sie und gieng zur Stadt hinaus nach Bethania, und 
bernachtete daselbst.
MAT 21:18 Da er aber des Morgens frhe in die Stadt zurckkehrte, hungerte 
ihn.
MAT 21:19 Und er sah einen Feigenbaum am Wege, und trat zu demselben hin, 
und fand nichts als Bltter an ihm und sprach zu ihm: Nie mehr soll auf 
dir Frucht wachsen in Ewigkeit. Und pltzlich verdorrte der Feigenbaum.
MAT 21:20 Und da es die Jnger sahen, wunderten sie sich und sagten: wie 
ist der Feigenbaum so pltzlich verdorrt?
MAT 21:21 Jesus aber antwortete ihnen: Wahrlich, ich sage euch, wenn ihr 
Glauben habt und zweifelt nicht, so knnt ihr nicht nur das mit dem 
Feigenbaum machen, sondern ihr mget auch zu diesem Berg sagen: hebe dich 
weg und strze dich ins Meer, so wird es geschehen;
MAT 21:22 und alles, was ihr im Gebete glubig verlangt, sollt ihr 
empfangen.
MAT 21:23 Und da er in den Tempel kam, traten die Hohenpriester und die 
Aeltesten des Volkes zu ihm, whrend er lehrte, und sagten: in welcher 
Vollmacht thust du das? und wer hat dir diese Vollmacht gegeben?
MAT 21:24 Jesus aber antwortete ihnen: ich will euch auch ein Wort fragen; 
sagt ihr mir das, so will ich euch auch sagen, in welcher Vollmacht ich 
dieses thue:
MAT 21:25 Woher war die Taufe des Johannes? vom Himmel oder von Menschen? 
Sie aber berlegten bei sich selbst: sagen wir: vom Himmel, so sagt er 
uns: warum habt ihr ihm dann nicht geglaubt?
MAT 21:26 Sagen wir aber: von Menschen, so haben wir die Menge zu 
frchten; denn sie hielten alle an Johannes als einem Propheten.
MAT 21:27 Und sie antworteten Jesus: wir wissen es nicht. Sagte auch er zu 
ihnen: so sage ich euch auch nicht, in welcher Vollmacht ich dieses thue.
MAT 21:28 Was dnkt euch aber? Ein Mensch hatte zwei Kinder. Er kam zum 
ersten und sagte: Kind, gehe heute hin und arbeite im Weinberg.
MAT 21:29 Er aber antwortete: ja, Herr, und gieng nicht hin.
MAT 21:30 Er gieng aber zum andern und sprach ebenso zu ihm. Der aber 
antwortete: ich mag nicht. Nachher reute es ihn, und er gieng hin.
MAT 21:31 Welcher von den zwei hat den Willen des Vaters gethan? Sagen 
sie: der zweite. Sagt Jesus zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch, die Zllner 
und die Dirnen kommen vor euch in das Reich Gottes.
MAT 21:32 Denn Johannes kam zu euch mit der Anweisung zur Gerechtigkeit, 
und ihr glaubtet ihm nicht; die Zllner aber und die Dirnen glaubten ihm. 
Ihr aber sahet es und lieet es euch auch nachher nicht reuen, da ihr ihm 
geglaubt httet.
MAT 21:33 Vernehmet ein anderes Gleichnis: Es war ein Hausherr, der 
pflanzte einen Weinberg, und setzte einen Zaun darum, und grub eine Kelter 
darin, und baute einen Turm. Und verdingte ihn an Weingrtner, und zog 
auer Lands.
MAT 21:34 Da aber die Zeit der Ernte nahte, sandte er seine Knechte an die 
Weingrtner, um seinen Ertrag in Empfang zu nehmen.
MAT 21:35 Und die Weingrtner nahmen seine Knechte, und den einen schlugen 
sie, den anderen tteten sie, den dritten steinigten sie.
MAT 21:36 Wiederum sandte er andere Knechte, mehr als das erstemal, und 
sie thaten ihnen ebenso.
MAT 21:37 Zuletzt aber sandte er seinen Sohn zu ihnen und dachte: vor 
meinem Sohn werden sie sich scheuen.
MAT 21:38 Die Weingrtner aber, wie sie den Sohn sahen, sprachen sie bei 
sich: das ist der Erbe: kommt lat uns ihn tten und sein Erbe an uns 
ziehen.
MAT 21:39 Und sie nahmen ihn und schafften ihn hinaus aus dem Weinberg und 
tteten ihn.
MAT 21:40 Wenn nun der Herr des Weinbergs kommt, was wird er diesen 
Weingrtnern thun?
MAT 21:41 Sagen sie zu ihm: er wird die Uebelthter bel umbringen, und 
den Weinberg wird er andern Weingrtnern geben, die ihm den Ertrag 
abliefern zu seiner Zeit.
MAT 21:42 Sagt Jesus zu ihnen: habt ihr noch nie gelesen in den Schriften: 
der Stein, den die Bauleute verwarfen, der ist zum Eckstein geworden; vom 
Herrn ist er gekommen, und wunderbar ist er in unseren Augen?
MAT 21:43 Darum sage ich euch: das Reich Gottes wird von euch genommen und 
einem Volke gegeben werden, das die Frchte desselben bringt.
MAT 21:44 Und wer auf diesen Stein fllt, wird zerschellen. Auf wen aber 
der Stein fllt, den wird er zermalmen.
MAT 21:45 Und da die Hohenpriester und die Phariser seine Gleichnisse 
hrten, da erkannten sie, da er sie meine,
MAT 21:46 und sie trachteten ihn zu greifen, aber sie frchteten die 
Massen, weil sie ihn als einen Propheten hielten.
MAT 22:1 Und Jesus hob an und sprach wiederum in Gleichnissen zu ihnen 
also:
MAT 22:2 Das Reich der Himmel gleicht einem Knige, der seinem Sohn die 
Hochzeit ausrichtete.
MAT 22:3 Und er sandte seine Knechte aus, die Geladenen zur Hochzeit zu 
holen, und sie wollten nicht kommen.
MAT 22:4 Abermals schickte er andere Knechte aus und lie den Geladenen 
sagen: sehet, ich habe mein Mahl gerstet, meine Ochsen und Mastvieh sind 
geschlachtet, alles ist bereit; kommet zur Hochzeit.
MAT 22:5 Sie aber achteten es nicht und giengen hin, der eine auf seinen 
Acker, der andere in sein Gewerbe,
MAT 22:6 die brigen aber griffen seine Knechte, mihandelten sie und 
schlugen sie tot.
MAT 22:7 Der Knig aber ward zornig, und schickte seine Heere aus, und 
brachte diese Mrder um, und ihre Stadt verbrannte er.
MAT 22:8 Hierauf sagte er zu seinen Knechten: die Hochzeit ist bereit, die 
Geladenen aber waren es nicht wert.
MAT 22:9 So gehet nun hinaus an die Kreuzwege, und ladet zur Hochzeit, wen 
ihr findet.
MAT 22:10 Und jene Knechte giengen hinaus auf die Straen und brachten 
zusammen, was sie fanden, Schlechte und Gute, und der Hochzeitsaal wurde 
voll von Gsten.
MAT 22:11 Da aber der Knig hereinkam, die Gste zu besehen, erblickte er 
daselbst einen Menschen, der hatte kein Hochzeitkleid an.
MAT 22:12 Und er sagt zu ihm: Freund, wie bist du hier hereingekommen ohne 
Hochzeitkleid? Er aber verstummte.
MAT 22:13 Hierauf sagte der Knig zu den Aufwrtern: bindet ihm Hnde und 
Fe und werfet ihn hinaus in die Finsternis drauen, dort wird sein 
Heulen und Zhneknirschen.
MAT 22:14 Denn viele sind berufen, wenige aber sind auserwhlt.
MAT 22:15 Hierauf giengen die Phariser hin und beschlossen, ihm mit einem 
Worte eine Schlinge zu legen.
MAT 22:16 Und sie senden ihre Jnger zu ihm mit den Herodianern, die 
sagen: Meister, wir wissen, da du wahrhaftig bist und den Weg Gottes in 
Wahrheit lehrst. Und du kmmerst dich um niemand, denn du siehst keine 
Person an.
MAT 22:17 So sage uns nun, was dnkt dich? Ist es erlaubt, dem Kaiser 
Steuer zu geben, oder nicht?
MAT 22:18 Jesus aber, der ihre Tcke erkannte, sagte: was versuchet ihr 
mich, ihr Heuchler?
MAT 22:19 Zeiget mir die Steuermnze. Sie aber brachten ihm einen Denar.
MAT 22:20 Und er sagt zu ihnen: wessen ist dieses Bild und die Aufschrift?
MAT 22:21 Sagen sie: des Kaisers. Hierauf sagt er zu ihnen: so gebet dem 
Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist.
MAT 22:22 Und da sie dies hrten, verwunderten sie sich, lieen ihn und 
giengen davon.
MAT 22:23 An jenem Tage traten Sadducer zu ihm, die da sagen, es gebe 
keine Auferstehung, und befragten ihn also:
MAT 22:24 Meister, Moses hat gesagt: wenn einer ohne Kinder stirbt, so 
soll sein Bruder die Schwgerin nehmen, und seinem Bruder Samen erwecken.
MAT 22:25 Es waren aber bei uns sieben Brder, und der erste heiratete und 
starb, und da er keinen Samen hatte, lie er seine Frau seinem Bruder 
zurck.
MAT 22:26 Ebenso auch der zweite und dritte, bis alle sieben.
MAT 22:27 Zuletzt von allen starb die Frau.
MAT 22:28 In der Auferstehung nun, wem von den sieben wird die Frau 
gehren? Sie haben sie ja alle gehabt.
MAT 22:29 Jesus aber antwortete ihnen: ihr seid im Irrtum, weil ihr weder 
die Schriften noch die Macht Gottes versteht,
MAT 22:30 denn in der Auferstehung freien sie weder noch lassen sie sich 
freien, sondern sie sind wie Engel im Himmel.
MAT 22:31 In Betreff aber der Auferstehung der Toten, habt ihr denn nicht 
gelesen, was euch gesagt ist von Gott in dem Wort:
MAT 22:32 ich bin der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott 
Jakobs? Gott ist nicht ein Gott von Toten, sondern von Lebendigen.
MAT 22:33 Und da es die Massen hrten, wurden sie betroffen ber seine 
Lehre.
MAT 22:34 Da aber die Phariser hrten, da er die Sadducer verstummen 
gemacht, versammelten sie sich,
MAT 22:35 und einer von ihnen, ein Gesetzeskundiger, versuchte ihn mit der 
Frage:
MAT 22:36 Meister, was ist Hauptgebot im Gesetz?
MAT 22:37 Er aber sagte zu ihm: du sollst lieben den Herrn deinen Gott mit 
deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen 
Denken.
MAT 22:38 Das ist das Hauptgebot ersten Rangs.
MAT 22:39 Ein zweites dem hnliches ist: du sollst lieben deinen Nchsten 
wie dich selbst.
MAT 22:40 An diesen zwei Geboten hngt das ganze Gesetz und die Propheten.
MAT 22:41 Da aber die Phariser versammelt waren, fragte sie Jesus:
MAT 22:42 Was dnket euch von dem Christus? wessen Sohn ist er? Sagen sie 
zu ihm: Davids.
MAT 22:43 Sagt er zu ihnen: wie kann ihn dann David im Geiste Herr nennen 
in den Worten:
MAT 22:44 der Herr sprach zu meinem Herrn: setze dich zu meiner Rechten, 
bis ich lege deine Feinde unter deine Fe?
MAT 22:45 Wenn ihn so David Herr nennt, wie soll er sein Sohn sein?
MAT 22:46 Und niemand konnte ihm ein Wort erwidern, noch wagte ihn einer 
von diesem Tage an weiter zu fragen.
MAT 23:1 Hierauf redete Jesus zu den Massen und zu seinen Jngern
MAT 23:2 also: Auf den Stuhl Moses haben sich die Schriftgelehrten und die 
Phariser gesetzt.
MAT 23:3 Alles nun, was sie euch sagen, das thut und haltet, aber nach 
ihren Werken thut nicht; denn sie sagen es und thun es nicht.
MAT 23:4 Sie binden aber schwere Lasten und legen sie den Menschen auf die 
Schulter, sie selbst aber mgen sie nicht mit dem Finger rhren.
MAT 23:5 Alle ihre Werke aber thun sie zur Schau vor den Leuten; denn sie 
machen ihre Gebetszettel breit und die Kleiderquasten lang.
MAT 23:6 Sie sind aber auf den ersten Platz bei den Gastmhlern aus, und 
auf die Vordersitze in den Synagogen,
MAT 23:7 und die Begrungen an den ffentlichen Pltzen, und darauf, sich 
von den Leuten Rabbi nennen zu lassen.
MAT 23:8 Ihr aber sollt euch nicht Rabbi nennen lassen; denn einer ist 
euer Meister, ihr aber seid alle Brder.
MAT 23:9 Und niemand auf der Erde sollt ihr euren Vater nennen, denn einer 
ist euer Vater, der himmlische.
MAT 23:10 Auch Fhrer sollt ihr euch nicht nennen lassen; denn einer ist 
euer Fhrer, der Christus.
MAT 23:11 Der grte aber unter euch soll euer Diener sein.
MAT 23:12 Wer aber sich selbst erhht, der wird erniedrigt werden, und wer 
sich selbst erniedrigt, der wird erhht werden.
MAT 23:13 Wehe aber euch, ihr Schriftgelehrte und Phariser, ihr Heuchler, 
da ihr das Reich der Himmel zuschlieet vor den Menschen; denn ihr kommt 
nicht hinein, und lat auch andere nicht hineinkommen, die hineingehen 
wollten.
MAT 23:14 Wehe euch, ihr Schriftgelehrte und Phariser, ihr Heuchler, da 
ihr die Huser der Witwen aussauget, und verrichtet lange Gebete zum 
Schein; ihr werdet nur um so schwerer in's Gericht kommen.
MAT 23:15 Wehe euch, ihr Schriftgelehrte und Phariser, ihr Heuchler, da 
ihr Meer und Festland durchstreifet, um einen einzigen Proselyten zu 
machen; und wird es, so macht ihr aus ihm einen Sohn der Hlle zweimal so 
arg als ihr.
MAT 23:16 Wehe euch, ihr blinde Fhrer, die ihr sagt: wer beim Tempel 
schwrt, das gilt nichts; wer aber beim Golde des Tempels schwrt, der ist 
verpflichtet.
MAT 23:17 Ihr Thoren und Blinde, was ist denn mehr, das Gold oder der 
Tempel, der das Gold geheiligt hat?
MAT 23:18 Ferner: wer beim Altar schwrt, das gilt nichts; wer aber bei 
der Gabe, die darauf ist, schwrt, der ist verpflichtet.
MAT 23:19 Ihr Blinde, was ist denn mehr, die Gabe, oder der Altar, der die 
Gabe heiligt?
MAT 23:20 Wer denn beim Altar schwrt, der schwrt bei ihm und bei allem, 
was darauf ist;
MAT 23:21 und wer beim Tempel schwrt, der schwrt bei ihm und bei dem, 
der ihn bewohnt.
MAT 23:22 Und wer beim Himmel schwrt, der schwrt beim Throne Gottes und 
bei dem, der darauf sitzt.
MAT 23:23 Wehe euch, ihr Schriftgelehrte und Phariser, ihr Heuchler, ihr 
verzehntet Mnze, Dill und Kmmel, und lasset dahinten das Schwere vom 
Gesetz, das Recht, die Barmherzigkeit und die Treue. Dieses galt es zu 
thun und jenes nicht lassen.
MAT 23:24 Ihr blinde Fhrer, die ihr die Mcken seihet, da Kamel aber 
verschlucket.
MAT 23:25 Wehe euch, ihr Schriftgelehrte und Phariser, ihr Heuchler, da 
ihr Becher und Schssel auswendig reinigt, inwendig aber sind sie voll von 
Raub und Unmigkeit.
MAT 23:26 Du blinder Phariser, reinige zuerst was drinnen ist im Becher, 
damit auch das auswendige rein sei.
MAT 23:27 Wehe euch, ihr Schriftgelehrte und Phariser, ihr Heuchler, da 
ihr hnlich seid getnchten Grbern, die da von auen anmutig aussehen, 
inwendig aber sind sie voll von Totenbeinen und lauter Unreinigkeit.
MAT 23:28 So habt auch ihr von auen bei den Menschen den Schein von 
Gerechten, inwendig aber seid ihr voll Heuchelei und Frevel.
MAT 23:29 Wehe euch, ihr Schriftgelehrte und Phariser, ihr Heuchler, da 
ihr die Grber der Propheten aufbaut und die Denkmler der Gerechten 
schmckt,
MAT 23:30 und saget: wenn wir in den Tagen unsrer Vter gelebt htten, wir 
htten uns nicht mit ihnen des Blutes der Propheten schuldig gemacht.
MAT 23:31 So bezeugt ihr doch euch selbst, da ihr die Shne der 
Prophetenmrder seid.
MAT 23:32 Nun so machet das Ma eurer Vter voll.
MAT 23:33 Ihr Schlangen und Otternbrut, wie wollt ihr fliehen vor dem 
Gerichte der Hlle?
MAT 23:34 Darum: ich sende zu euch Propheten und Weise und 
Schriftgelehrte; und ihr werdet die einen von ihnen tten und kreuzigen, 
und die andern geieln in euren Synagogen, und verfolgen von Stadt zu 
Stadt,
MAT 23:35 auf da ber euch komme alles auf der Erde vergossene 
unschuldige Blut, vom Blute Abels des Gerechten an bis zu dem Blute das 
Zacharias, des Sohnes Barachias, den ihr gettet habt zwischen Tempel und 
Altar.
MAT 23:36 Wahrlich, ich sage euch, das alles wird kommen ber dieses 
Geschlecht.
MAT 23:37 Jerusalem, Jerusalem, die da ttet die Propheten und steinigt, 
die zu ihr gesandt sind, wie oft wollte ich deine Kinder versammeln, wie 
eine Henne ihre Kchlein sammelt unter ihre Flgel, und ihr habt nicht 
gewollt.
MAT 23:38 Siehe, euer Haus werdet ihr dahin haben, verwaist,
MAT 23:39 denn ich sage euch: nimmermehr sollt ihr mich sehen von jetzt 
an, bis da ihr saget: gesegnet, der da kommt im Namen des Herrn.
MAT 24:1 Und Jesus verlie den Tempel und gieng weiter, und es traten 
seine Jnger zu ihm, um ihm die Bauten des Tempels zu zeigen.
MAT 24:2 Er aber antwortete ihnen: sehet ihr nicht das alles? Wahrlich, 
ich sage euch, da soll auch nicht ein Stein auf dem andern gelassen 
werden, da er nicht abgebrochen wrde.
MAT 24:3 Da er aber auf dem Oelberg sa, traten die Jnger zu ihm 
besonders und sprachen: sage uns, wann wird das sein, und was ist das 
Zeichen deiner Ankunft und des Endes der Welt?
MAT 24:4 Und Jesus antwortete ihnen: Sehet zu, da euch niemand irre fhre.
MAT 24:5 Denn viele werden kommen auf meinen Namen und sagen: ich bin der 
Christus, und werden Viele irrefhren.
MAT 24:6 Es wird aber dazu kommen, da ihr hret von Kriegen und 
Kriegsgerchten; sehet zu, lasset euch nicht erschrecken. Denn so mu es 
kommen, aber das ist noch nicht das Ende.
MAT 24:7 Es wird sich erheben Volk wider Volk, und Reich wider Reich, und 
es wird Hungersnte geben und Erdbeben hin und wieder.
MAT 24:8 Alles das aber ist der Anfang der Wehen.
MAT 24:9 Hierauf werden sie euch ausliefern zur Drangsal und werden euch 
tten, und ihr werdet gehat sein von allen Vlkern um meines Namens 
willen.
MAT 24:10 Und hierauf werden Viele Ansto nehmen, und werden einander 
ausliefern und einander hassen.
MAT 24:11 Und viele Lgenpropheten werden aufstehen und werden Viele 
irrefhren.
MAT 24:12 Und weil der Frevel berhand nimmt, wird bei den Meisten die 
Liebe erkalten.
MAT 24:13 Wer aber ausharret bis ans Ende, der wird gerettet werden.
MAT 24:14 Und es wird dieses Evangelium vom Reich verkndet werden in der 
ganzen Welt zum Zeugnis fr alle Vlker, und hierauf wird das Ende kommen.
MAT 24:15 Wann ihr denn sehet den Greuel der Verwstung, von dem gesagt 
ist durch den Propheten Daniel, stehen an heiliger Sttte, - der Leser 
merke auf -MAT 24:16 hierauf mgen die in Juda fliehen zu den Bergen;
MAT 24:17 wer auf dem Dache ist, steige nicht herab, zu holen die Sachen 
aus seinem Hause,
MAT 24:18 und wer auf dem Felde ist, kehre nicht um, seinen Rock 
aufzuheben.
MAT 24:19 Wehe aber den Schwangeren und den Sugenden in jenen Tagen.
MAT 24:20 Betet aber, da eure Flucht nicht falle in den Winter oder auf 
den Sabbat.
MAT 24:21 Denn hierauf wird eine groe Drangsal sein, wie keine war von 
Anfang der Welt bis jetzt, noch je sein wird.
MAT 24:22 Und, wenn jene Tage nicht verkrzt wrden, so wrde nichts 
gerettet was Fleisch heit. Aber um der Auserwhlten willen werden jene 
Tage verkrzt werden.
MAT 24:23 Hierauf, wenn einer zu euch sagt: siehe hier ist der Christus, 
oder da, so glaubt es nicht.
MAT 24:24 Denn es werden sich erheben falsche Christusse und falsche 
Propheten, und werden geben groe Zeichen und Wunder, zu verfhren, wre 
es mglich, auch die Auserwhlten.
MAT 24:25 Siehe, ich habe es euch vorausgesagt.
MAT 24:26 Wenn sie nun zu euch sagen: siehe, er ist in der Wste, so geht 
nicht hinaus - siehe, er ist in den Kammern, so glaubt es nicht.
MAT 24:27 Denn wie der Blitz hervorbricht im Osten und leuchtet bis 
Westen, so wird es mit der Ankunft des Sohnes des Menschen sein.
MAT 24:28 Wo das Aas ist, da sammeln sich die Adler.
MAT 24:29 Alsbald nach der Drangsal jener Tage wird sich die Sonne 
verfinstern, und der Mond wird seinen Schein nicht geben, und die Sterne 
werden vom Himmel fallen, und die Gewalten der Himmel werden erbeben.
MAT 24:30 Und hierauf wird erscheinen das Zeichen des Sohnes des Menschen 
am Himmel. Und hierauf werden alle Vlker der Erde wehklagen, und sie 
werden den Sohn des Menschen kommen sehen auf den Wolken des Himmels mit 
groer Macht und Herrlichkeit.
MAT 24:31 Und er wird seine Engel aussenden mit gewaltigem 
Trompetenschall, und sie werden seine Auserwhlten versammeln von den vier 
Winden her, von einem Ende des Himmels bis zum andern.
MAT 24:32 Vom Feigenbaum aber lernet das Gleichnis. Wenn sein Trieb schon 
zart wird und Bltter treibt, so merket ihr, da der Sommer nahe ist.
MAT 24:33 So auch ihr, wenn ihr dieses alles sehet, so merket, da er nahe 
ist vor der Thre.
MAT 24:34 Wahrlich, ich sage euch, nicht wird dieses Geschlecht vergehen, 
bis alles dieses geschieht.
MAT 24:35 Der Himmel und die Erde werden vergehen, aber meine Worte sollen 
nimmermehr vergehen.
MAT 24:36 Ueber jenen Tag aber und die Stunde wei niemand etwas, auch 
nicht die Engel der Himmel, auch nicht der Sohn, sondern allein der Vater.
MAT 24:37 Denn wie mit den Tagen Noah's, so wird es mit der Ankunft des 
Sohnes des Menschen sein.
MAT 24:38 Denn wie sie es trieben in den Tagen vor der Flut, aen und 
tranken, freiten und verlobten, bis zu dem Tage, da Noah in den Kasten 
gieng,
MAT 24:39 und merkten nichts, bis die Flut kam und raffte sie alle hin, so 
wird es auch sein mit der Ankunft des Sohnes des Menschen.
MAT 24:40 Hierauf werden zwei sein auf dem Felde, einer wird angenommen, 
einer preisgegeben.
MAT 24:41 Zwei mahlen an der Mhle, eine wird angenommen, eine 
preisgegeben.
MAT 24:42 So wachet denn, weil ihr nicht wisset, an welchem Tage euer Herr 
kommt.
MAT 24:43 Das aber merket: wenn der Hausherr wte, auf welche Nachtwache 
der Dieb kommt, so wrde er wachen, und liee nicht sein Haus durchwhlen.
MAT 24:44 Darum so seid auch ihr bereit, weil der Sohn des Menschen kommt 
zu der Stunde, da ihr es nicht denket.
MAT 24:45 Wer ist nun der treue und kluge Knecht, den der Herr gesetzt hat 
ber seine Dienerschaft, ihnen zu geben die Kost zur Zeit?
MAT 24:46 Selig der Knecht, den sein Herr, wenn er kommt, also thun findet.
MAT 24:47 Wahrlich, ich sage euch, er wird ihn ber all seine Habe setzen.
MAT 24:48 Wenn aber der schlechte Knecht in seinem Herzen spricht: mein 
Herr verzieht,
MAT 24:49 und fngt an seine Mitknechte zu schlagen, isset und trinket mit 
den Trunkenen,
MAT 24:50 so wird der Herr dieses Knechtes kommen an dem Tage, da er es 
nicht erwartet,
MAT 24:51 und zur Stunde, die er nicht kennt, und wird ihn zerscheitern 
und ihm sein Theil geben bei den Heuchlern, da wird sein Heulen und 
Zhneknirschen.
MAT 25:1 Hierauf wird das Reich der Himmel gleich sein zehn Jungfrauen, 
die mit ihren Lampen zum Empfange des Brutigams auszogen.
MAT 25:2 Fnf aber von ihnen waren thricht und fnf waren klug.
MAT 25:3 So nahmen denn die thrichten die Lampen, aber sie nahmen kein 
Oel mit.
MAT 25:4 Die klugen aber nahmen Oel mit in den Gefen nebst ihren Lampen.
MAT 25:5 Als aber der Brutigam zgerte, nickten sie alle ein und 
schliefen.
MAT 25:6 Mitten in der Nacht aber entstand ein Geschrei: siehe da der 
Brutigam, geht hinaus zum Empfang.
MAT 25:7 Hierauf wachten die Jungfrauen alle auf und richteten ihre Lampen.
MAT 25:8 Die thrichten aber sagten zu den klugen: gebt uns von eurem Oel, 
denn unsere Lampen verlschen.
MAT 25:9 Die klugen aber antworteten: es mchte nicht reichen fr uns und 
euch; gehet lieber hin zu den Verkufern und kaufet euch.
MAT 25:10 Da sie aber hingiengen zu kaufen, kam der Brutigam, und die 
bereit waren, zogen mit ihm ein zur Hochzeit, und die Thre ward 
zugeschlossen.
MAT 25:11 Nachher aber kommen auch die brigen Jungfrauen und sagen: Herr, 
Herr, ffne uns.
MAT 25:12 Er aber antwortete: wahrlich, ich sage euch, ich kenne euch 
nicht.
MAT 25:13 So wachet nun, weil ihr den Tag nicht wisset noch die Stunde.
MAT 25:14 Es ist wie bei einem Menschen, der verreiste, seine Knechte 
berief, und ihnen seine Habe bergab,
MAT 25:15 und gab dem einen fnf Talente, dem andern zwei, dem dritten 
eines, jedem nach seiner Fhigkeit, und verreiste.
MAT 25:16 Alsobald gieng hin, der die fnf Talente bekommen, trieb sie um, 
und gewann weitere fnf.
MAT 25:17 Ebenso der die zwei erhalten, gewann weitere zwei.
MAT 25:18 Aber der das eine erhalten, gieng hin, scharrte die Erde auf und 
vergrub das Geld seines Herrn.
MAT 25:19 Lange Zeit darauf aber kommt der Herr jener Knechte und hlt 
Rechnung mit ihnen.
MAT 25:20 Und der die fnf Talente erhalten hatte, kam herbei und brachte 
fnf weitere Talente, und sagte: Herr, du hast mir fnf Talente bergeben; 
siehe, ich habe fnf weitere Talente gewonnen.
MAT 25:21 Sagte sein Herr zu ihm: gut, du braver und treuer Knecht; du 
bist ber weniges getreu gewesen, ich will dich ber viel setzen; gehe ein 
zu deines Herrn Freude.
MAT 25:22 Es kam auch der mit den zwei Talenten herzu und sagte: Herr, du 
hast mir zwei Talente bergeben; siehe, ich habe zwei weitere Talente 
gewonnen.
MAT 25:23 Sagte sein Herr zu ihm: gut, du braver und treuer Knecht, du 
bist ber weniges treu gewesen, ich will dich ber viel setzen; gehe ein 
zu deines Herrn Freude.
MAT 25:24 Es kam aber auch der, welcher das eine Talent bekommen hatte, 
und sagte: Herr, ich kannte dich als einen harten Mann, da du erntest, wo 
du nicht gest, und sammelst, wo du nichts ausgestreut,
MAT 25:25 so frchtete ich mich, gieng hin und verbarg dein Talent in der 
Erde; siehe, da hast du das deinige.
MAT 25:26 Aber sein Herr antwortete ihm: du bser und fauler Knecht, du 
wutest, da ich ernte, wo ich nicht gest, und sammle, wo ich nichts 
ausgestreut?
MAT 25:27 So mutest du mein Geld den Wechslern bringen, und wenn ich dann 
kam, so holte ich mir das meinige mit Zins.
MAT 25:28 Darum nehmet ihm das Talent und gebt es dem, der die zehn 
Talente hat.
MAT 25:29 Denn wer da hat, dem wird gegeben werden, und immer mehr gegeben 
werden; wer aber nicht hat, von dem wird auch genommen werden, das er hat.
MAT 25:30 Und den unntzen Knecht werfet hinaus in die Finsternis drauen, 
da wird sein Heulen und Zhneknirschen.
MAT 25:31 Wenn aber der Sohn des Menschen kommt in seiner Herrlichkeit und 
alle Engel mit ihm, hierauf wird er sich setzen auf den Thron seiner 
Herrlichkeit;
MAT 25:32 und es werden vor ihm versammelt werden alle Vlker, und er wird 
sie von einander scheiden, wie der Hirte scheidet die Schafe von den 
Bcken,
MAT 25:33 und er wird die Schafe auf seine rechte, die Bcke aber auf 
seine linke Seite stellen.
MAT 25:34 Hierauf wird der Knig sagen zu denen auf seiner rechten: gehet 
hin, ihr Gesegnete meines Vaters, ererbet das Reich, das euch bereitet ist 
von der Schpfung der Welt her.
MAT 25:35 Ich habe gehungert und ihr gabt mir zu essen, ich habe gedrstet 
und ihr habt mich getrnkt, ich war fremd und ihr habt mich eingeladen,
MAT 25:36 blo und ihr habt mich bekleidet, ich war krank und ihr habt 
nach mir gesehen, ich war im Gefngnis und ihr kamet zu mir.
MAT 25:37 Hierauf werden ihm die Gerechten antworten: Herr, wann haben wir 
dich hungern sehen und gespeiset? oder durstig und getrnkt?
MAT 25:38 Wann haben wir dich fremd gesehen und eingeladen, oder blo und 
bekleidet?
MAT 25:39 Wann haben wir dich krank gesehen, oder im Gefngnis und sind zu 
dir gekommen?
MAT 25:40 Und der Knig wird ihnen antworten: wahrlich, ich sage euch, so 
viel ihr einem von diesen meinen geringsten Brdern gethan, habt ihr mir 
gethan.
MAT 25:41 Hierauf wird er auch sagen zu denen auf der linken: gehet hinweg 
von mir, ihr Verfluchte, in das ewige Feuer, das bereitet ist den Teufeln 
und seinen Engeln.
MAT 25:42 Denn ich habe gehungert und ihr gabt mir nicht zu essen, ich 
habe gedrstet und ihr habt mich nicht getrnkt,
MAT 25:43 ich war fremd und ihr habt mich nicht eingeladen, blo und ihr 
habt mich nicht bekleidet, krank und im Gefngnis, und ihr habt nicht nach 
mir gesehen.
MAT 25:44 Hierauf werden auch sie antworten: Herr, wann haben wir dich 
hungern oder drsten oder fremd oder blo oder krank oder im Gefngnis 
gesehen, und haben dir nicht gedient?
MAT 25:45 Hierauf wird er ihnen antworten: wahrlich, ich sage euch, so 
viel ihr nicht gethan habt einem von diesen Geringsten, habt ihr auch mir 
nicht gethan.
MAT 25:46 Und es werden hingehen diese zu ewiger Strafe, die Gerechten 
aber zu ewigem Leben.
MAT 26:1 Und es geschah, da Jesus alle diese Reden beendet hatte, sagte er 
zu seinen Jngern:
MAT 26:2 ihr wisset, da in zwei Tagen das Passa ist, und der Sohn des 
Menschen wird ausgeliefert zur Kreuzigung.
MAT 26:3 Hierauf versammelten sich die Hohenpriester und Aeltesten des 
Volks im Hofe des Hohenpriesters mit Namen Kaiphas,
MAT 26:4 und beschlossen, Jesus mit List zu greifen und ihn zu tten.
MAT 26:5 Sie sagten aber: nicht am Feste, damit es keine Unruhen im Volk 
gibt.
MAT 26:6 Als aber Jesus in Bethania war im Hause Simons des Ausstzigen,
MAT 26:7 trat zu ihm eine Frau mit einer Alabasterflasche voll kostbarer 
Salbe und go sie ihm, whrend er zu Tische sa, ber das Haupt.
MAT 26:8 Als es aber die Jnger sahen, sprachen sie ihren Unwillen aus: 
wozu dies so verderben?
MAT 26:9 htte man dies doch teuer verkaufen und es den armen Leuten geben 
knnen.
MAT 26:10 Jesus aber, da er es merkte, sagte zu ihnen: was beschwert ihr 
die Frau. Hat sie doch ein gutes Werk an mir gethan.
MAT 26:11 Denn die Armen habt ihr allezeit bei euch, mich aber habt ihr 
nicht allezeit.
MAT 26:12 Denn mit dem Ausschtten dieser Salbe ber meinen Leib hat sie 
fr mein Begrbnis gesorgt.
MAT 26:13 Wahrlich, ich sage euch: wo in aller Welt dieses Evangelium 
verkndet wird, da wird auch von ihrer That geredet werden zu ihrem 
Gedchtnis.
MAT 26:14 Hierauf gieng einer von den Zwlfen, der mit dem namen Judas der 
Iskariote, hin zu den Hohenpriestern
MAT 26:15 und sagte: Was wollt ihr mir geben, da ich ihn euch ausliefere? 
Sie aber wogen ihm dreiig Silberstcke auf.
MAT 26:16 Und von da an suchte er eine gute Gelegenheit ihn auszuliefern.
MAT 26:17 Am ersten Tage aber des Ungesuerten traten die Jnger zu Jesus 
und sagten: wo, willst du, da wir dir das Passamahl richten?
MAT 26:18 Er aber sprach: gehet hin in die Stadt zu dem und dem, und sagt 
zu ihm: der Meister spricht: meine Zeit ist nahe, bei dir halte ich das 
Passa mit meinen Jngern.
MAT 26:19 Und die Jnger thaten, wie sie Jesus angewiesen und richteten 
das Passa.
MAT 26:20 Da es aber Abend geworden, setzte er sich nieder mit den zwlf 
Jngern,
MAT 26:21 und als sie aen, sprach er: wahrlich, ich sage euch, einer von 
euch wird mich verraten.
MAT 26:22 Und tief bekmmert begannen sie zu ihm zu sagen, einer nach dem 
andern: bin doch ich es nicht, Herr?
MAT 26:23 Er aber antwortete: der die Hand mit mir in die Schssel taucht, 
der wird mich verraten.
MAT 26:24 Der Sohn des Menschen geht wohl dahin, wie von ihm geschrieben 
steht: wehe aber jenem Menschen, durch welchen der Sohn des Menschen 
verraten wird. Diesem Menschen wre es besser, wenn er nicht geboren wre.
MAT 26:25 Es antwortete aber Judas, der ihn verriet, und sprach: bin doch 
ich es nicht, Rabbi? Sagt er zu ihm: du hast es gesagt.
MAT 26:26 Als sie aber aen, nahm Jesus Brot, segnete und brach und gab es 
den Jngern und sprach: Nehmet, esset; das ist mein Leib.
MAT 26:27 Und er nahm einen Becher, dankte und gab es ihnen mit den Worten:
MAT 26:28 trinket alle daraus, denn das ist mein Bundesblut, das fr viele 
vergossen wird zur Sndenvergebung.
MAT 26:29 Ich sage euch aber, nimmermehr werde ich von jetzt an von diesem 
Gewchs des Weinstocks trinken, bis auf den Tag, da ich es neu trinken 
werde mit euch im Reiche meines Vaters.
MAT 26:30 Und nach dem Lobgesange zogen sie hinaus zum Oelberge.
MAT 26:31 Hierauf sagt Jesus zu ihnen: ihr werdet alle in dieser Nacht 
Ansto an mir nehmen, denn es steht geschrieben: ich werde den Hirten 
schlagen und die Schafe der Herde werden sich zerstreuen.
MAT 26:32 Nach meiner Auferweckung aber werde ich euch nach Galila 
vorangehen.
MAT 26:33 Petrus aber antwortete ihm: wenn sich alle an dir stoen, so 
werde ich mich niemals stoen.
MAT 26:34 Sagte Jesus zu ihm: wahrlich, ich sage dir: in dieser Nacht, ehe 
ein Hahn krht, wirst du mich dreimal verleugnen.
MAT 26:35 Sagt Petrus zu ihm: und wenn ich mit dir sterben mu, werde ich 
dich nimmermehr verleugnen. Ebenso sagten auch die Jnger insgesamt.
MAT 26:36 Hierauf geht Jesus mit ihnen in ein Grundstck Namens 
Gethsemane, und sagt zu den Jngern: setzt euch hier, derweil ich fortgehe 
und dort bete.
MAT 26:37 Und er nahm den Petrus und die zwei Shne Zebedus' mit, und 
fieng an zu trauern und zu zagen.
MAT 26:38 Hierauf sagt er zu ihnen: Meine Seele ist tief betrbt bis zum 
Tod; bleibet hier und wachet mit mir.
MAT 26:39 Und er gieng eine kleine Strecke vor, warf sich auf sein 
Angesicht, betete und sprach: Mein Vater, wenn es mglich ist, so mge 
dieser Becher an mir vorbergehen. Doch nicht wie ich will, sondern wie du.
MAT 26:40 Und er kommt zu den Jngern und findet sie schlafend, und sagt 
zu Petrus: So vermochtet ihr nicht, eine Stunde mit mir zu wachen?
MAT 26:41 Wachet und betet, damit ihr nicht in Versuchung fallet; der 
Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach.
MAT 26:42 Wiederum zum zweitenmale entfernte er sich und betete: Mein 
Vater, kann er nicht vorbergehen, ohne da ich ihn trinke, so geschehe 
dein Wille.
MAT 26:43 Und er kam und fand sie wiederum schlafend, die Augen fielen 
ihnen zu.
MAT 26:44 Und er verlie sie, gieng wieder hin und betete zum drittenmale, 
wieder mit demselben Wort.
MAT 26:45 Hierauf kommt er zu den Jngern und sagt zu ihnen: ihr schlafet 
fort und ruhet? Siehe, die Stunde ist da und der Sohn des Menschen wird in 
Snder-Hnde ausgeliefert.
MAT 26:46 Auf, lasset uns gehen; siehe, der mich ausliefert ist da.
MAT 26:47 Und da er noch sprach, siehe, da kam Judas, einer von den Zwlf, 
und mit ihm eine groe Menge mit Schwertern und Stcken, von den 
Hohenpriestern und Aeltesten des Volks her.
MAT 26:48 Der Verrter aber gab ihnen ein Zeichen also: den ich ksse, der 
ist es, den greifet:
MAT 26:49 und alsbald trat er zu Jesus und sagte: sei gegrt Rabbi, und 
kte ihn.
MAT 26:50 Jesus aber sagte zu ihm: Freund, wozu bist du da? Hierauf kamen 
sie herbei und legten Hand an Jesus und griffen ihn.
MAT 26:51 Und siehe, einer von den Begleitern Jesus streckte seine Hand 
aus, zog sein Schwert, schlug nach dem Knecht des Hohenpriesters und hieb 
ihm das Ohr ab.
MAT 26:52 Hierauf sagt Jesus zu ihm: stecke dein Schwert in die Scheide; 
denn wer zum Schwert greift, soll durch das Schwert umkommen.
MAT 26:53 Oder meinst du, ich knne nicht meinen Vater angehen, da er mir 
sogleich mehr denn zwlf Legionen Engel schickte?
MAT 26:54 Wie sollten sich aber dann die Schriften erfllen, da es so 
kommen mu?
MAT 26:55 In jener Stunde sagte Jesus zu den Massen: Wie gegen einen 
Ruber seid ihr ausgezogen mit Schwertern und Stcken, mich zu greifen; 
tglich bin ich im Tempel gesessen lehrend und ihr habt mich nicht 
gegriffen.
MAT 26:56 Das alles aber ist so gekommen, damit die Schriften der 
Propheten erfllt werden. Hierauf verlieen ihn die Jnger alle und flohen.
MAT 26:57 Die aber Jesus ergriffen hatten, fhrten ihn ab zu dem 
Hohenpriester Kaiphas, wo die Schriftgelehrten und die Aeltesten sich 
versammelten.
MAT 26:58 Petrus aber folgte ihm von weitem bis zum Hofe des 
Hohenpriesters, und gieng hinein, und setzte sich drinnen zu den Dienern, 
den Ausgang zu sehen.
MAT 26:59 Die Hohenpriester aber und das ganze Synedrium suchten nach 
falschem Zeugnis gegen Jesus, auf da sie ihn tten knnten.
MAT 26:60 Und sie fanden keines, obwohl viele falsche Zeugen auftraten.
MAT 26:61 Zuletzt aber traten zwei auf und sagten: er hat gesagt: ich kann 
den Tempel Gottes abbrechen und in drei Tagen ihn wieder aufbauen.
MAT 26:62 Und der Hohepriester stand auf und sagte zu ihm: antwortest du 
nichts? was zeugen diese gegen dich?
MAT 26:63 Jesus aber schwieg. Und der Hohepriester nahm das Wort und sagte 
zu ihm: ich beschwre dich bei dem lebendigen Gott, da du uns sagest, ob 
du der Christus bist, der Sohn Gottes.
MAT 26:64 Sagt Jesus zu ihm: du hast es gesagt. Doch ich sage euch: 
demnchst werdet ihr sehen den Sohn des Menschen sitzen zur Rechten der 
Macht und kommen auf den Wolken des Himmels.
MAT 26:65 Hierauf zerri der Hohepriester seine Kleider und sagte: er hat 
gelstert, was brauchen wir noch Zeugen? siehe, jetzt habt ihr die 
Lsterung gehrt;
MAT 26:66 was dnket euch? Sie aber antworteten: er ist des Todes schuldig.
MAT 26:67 Hierauf spien sie ihm ins Gesicht und schlugen ihn mit Fusten, 
andere mit Stcken,
MAT 26:68 und sagten: weissage uns doch, Christus, wer ists der dich 
schlug?
MAT 26:69 Petrus aber sa drauen im Hof, und es trat eine Magd zu ihm und 
sagte: du warst auch mit dem Galiler Jesus.
MAT 26:70 Er aber leugnete vor allen und sagte: ich wei nicht, was du 
meinst.
MAT 26:71 Da er aber hinausgieng in die Thorhalle, sah ihn eine andere und 
sagte zu den Leuten daselbst: dieser war bei dem Nazorer Jesus;
MAT 26:72 und abermals leugnete er mit einem Schwur ab: ich kenne den 
Menschen nicht.
MAT 26:73 Bald darauf aber traten die Umstehenden herzu und sagten zu 
Petrus: du bist wahrhaftig auch einer von ihnen; verrt dich doch schon 
deine Sprache.
MAT 26:74 Hierauf hob er an, sich zu verfluchen und zu verschwren: ich 
kenne den Menschen nicht; und alsbald krhte ein Hahn.
MAT 26:75 Und Petrus gedachte des Wortes, das Jesus gesprochen: ehe ein 
Hahn krht, wirst du mich dreimal verleugnen, und gieng hinaus und weinte 
bitterlich.
MAT 27:1 Nach Tagesanbruch aber faten die smtlichen Hohenpriester und 
die Aeltesten des Volkes Beschlu wider Jesus, ihn zu tten,
MAT 27:2 und sie banden ihn, fhrten ihn ab und berlieferten ihn dem 
Statthalter Pilatus.
MAT 27:3 Hierauf, als Judas, sein Verrter, sah, da er verurteilt sei, 
reute es ihn und er brachte die dreiig Silberstcke den Hohenpriestern 
und Aeltesten zurck
MAT 27:4 und sagte: ich habe gesndigt, da ich unschuldiges Blut verriet. 
Sie aber sagten: was geht das uns an? Siehe du zu.
MAT 27:5 Da warf er die Silberstcke in den Tempel, zog sich zurck und 
gieng hin und erhenkte sich.
MAT 27:6 Die Hohenpriester aber nahmen das Geld und sagten: es geht nicht 
an, das in den Tempelschatz zu legen, da es Blutgeld ist.
MAT 27:7 Sie entschlossen sich aber und kauften davon den Tpferacker zum 
Fremdenbegrbnis,
MAT 27:8 darum bekam der Acker den Namen Blutacker bis heute.
MAT 27:9 Hierauf erfllte sich, was gesagt ist im Wort des Propheten 
Jeremias:
MAT 27:10 Und sie nahmen die dreiig Silberstcke, den Preis des 
Geschtzten, den man geschtzt von Seiten der Shne Israels, und gaben sie 
auf den Tpferacker, wie der Herr mir befohlen.
MAT 27:11 Jesus aber wurde vor den Statthalter gestellt; und der 
Statthalter befragte ihn: bist du der Knig der Juden? Jesus aber sprach: 
du sagest es.
MAT 27:12 Und da ihn die Hohenpriester und Aeltesten verklagten, 
antwortete er nichts.
MAT 27:13 Hierauf sagt Pilatus zu ihm: hrst du nicht, was sie alles gegen 
dich bezeugen?
MAT 27:14 und er antwortete ihm nichts, auch nicht ein Wort, so da sich 
der Statthalter sehr verwunderte.
MAT 27:15 Auf das Fest aber pflegte der Statthalter der Menge einen 
Gefangenen freizugeben nach ihrer Wahl.
MAT 27:16 Sie hatten aber damals einen berchtigten Gefangenen mit Namen 
Barabbas.
MAT 27:17 Da sie denn versammelt waren, sagte Pilatus zu ihnen: wen, 
wollet ihr, da ich euch freigebe, Barabbas oder Jesus, den sogenannten 
Christus?
MAT 27:18 Denn er wute, da sie ihn aus Neid ausgeliefert hatten.
MAT 27:19 Whrend er aber auf dem Richtstuhl sa, lie ihm seine Frau 
sagen: habe du nichts zu schaffen mit diesem Gerechten, denn ich habe viel 
gelitten heute im Traume seinetwegen.
MAT 27:20 Die Hohenpriester aber und die Aeltesten beredeten die Massen, 
da sie sich den Barabbas ausbitten sollten, den Jesus aber umbringen 
lassen.
MAT 27:21 Der Statthalter aber nahm das Wort und sagte zu ihnen: wen wollt 
ihr von den zwei, da ich euch loslasse? Sie aber sagten: den Barabbas.
MAT 27:22 Sagt Pilatus zu ihnen: was soll ich denn mit Jesus, dem 
sogenannten Christus, thun? Sagen sie alle: ans Kreuz mit ihm.
MAT 27:23 Er aber sagte: was hat er denn Bses gethan? Sie aber schrieen 
immer mehr: ans Kreuz mit ihm.
MAT 27:24 Da aber Pilatus sah, da er nichts ausrichte, sondern der Lrm 
nur grer werde, nahm er Wasser und wusch sich die Hnde vor der Menge 
und sagte: ich bin unschuldig an diesem Blut, sehet ihr zu.
MAT 27:25 Und das ganze Volk antwortete: sein Blut komme ber uns und 
unsere Kinder.
MAT 27:26 Hierauf gab er ihnen den Barabbas los, den Jesus aber lie er 
geieln, und lieferte ihn aus zur Kreuzigung.
MAT 27:27 Hierauf nahmen die Soldaten des Statthalters Jesus, brachten ihn 
in das Prtorium, und versammelten um ihn die ganze Cohorte,
MAT 27:28 und zogen ihn aus, und legten ihm einen roten Mantel an,
MAT 27:29 und flochten einen Kranz aus Dornen und setzten ihm denselben 
auf den Kopf, und gaben ihm ein Rohr in die rechte Hand, und beugten die 
Knie vor ihm, und verspotteten ihn, indem sie ihn anredeten: sei gegrt, 
Knig der Juden.
MAT 27:30 Und sie spien ihn an, und nahmen das Rohr, und schlugen ihn auf 
den Kopf.
MAT 27:31 Und nachdem sie ihren Spott mit ihm getrieben, zogen sie ihm den 
Mantel aus und seine Kleider an, und fhrten ihn ab zur Kreuzigung.
MAT 27:32 Da sie aber hinauszogen, trafen sie einen Mann von Kyrene, mit 
Namen Simon; diesen ntigten sie, sein Kreuz zu tragen.
MAT 27:33 Und da sie an den Platz kamen mit Namen Golgotha, das heit 
Schdelsttte,
MAT 27:34 gaben sie ihm Wein mit Galle vermischt zu trinken; und da er es 
kostete, mochte er es nicht trinken.
MAT 27:35 Nachdem sie ihn aber gekreuzigt, verteilten sie seine Kleider 
durchs Los,
MAT 27:36 und setzten sich und bewachten ihn daselbst.
MAT 27:37 Und sie befestigten ber seinem Kopfe eine Inschrift seiner 
Schuld: dies ist Jesus, der Knig der Juden.
MAT 27:38 Hierauf wurden mit ihm zwei Ruber gekreuzigt, einer zur rechten 
und einer zur linken.
MAT 27:39 Die Vorbergehenden aber lsterten ihn, indem sie die Kpfe 
schttelten und sagten:
MAT 27:40 der den Tempel abbricht und in drei Tagen aufbaut, hilf dir 
selbst, wenn du Gottes Sohn bist, und steige herunter vom Kreuze.
MAT 27:41 Ebenso die Hohenpriester spotteten mit den Schriftgelehrten und 
Aeltesten und sagten:
MAT 27:42 Anderen hat er geholfen, sich selbst kann er nicht helfen: Knig 
von Israel ist er? so steige er jetzt herunter vom Kreuze, dann wollen wir 
an ihn glauben;
MAT 27:43 hat er auf Gott vertraut, der mge ihn jetzt retten, wenn er 
will; hat er doch gesagt, er sei Gottes Sohn.
MAT 27:44 In gleicher Weise aber schmhten ihn auch die Ruber, die mit 
ihm gekreuzigt waren.
MAT 27:45 Von der sechsten Stunde an aber brach eine Finsternis ein ber 
das ganze Land bis zur neunten Stunde.
MAT 27:46 Um die neunte Stunde aber schrie Jesus laut auf: Eloi Eloi lema 
sabachthani? das heit: mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?
MAT 27:47 Etliche der Dortstehenden aber, da sie es hrten, sagten: er 
ruft den Elias.
MAT 27:48 Und alsbald lief einer von ihnen, nahm einen Schwamm und fllte 
ihn mit Essig, steckte ihn auf ein Rohr und gab ihm zu trinken.
MAT 27:49 Die Anderen aber sagten: Warte, wir wollen sehen, ob Elias 
kommt, ihm zu helfen.
MAT 27:50 Jesus aber, nachdem er abermals laut aufgeschrien, gab den Geist 
auf;
MAT 27:51 und siehe, der Vorhang im Tempel zerri von oben bis unten in 
zwei Stcke, und die Erde bebte, und die Felsen spalteten sich,
MAT 27:52 und die Grber thaten sich auf, und standen auf viele Leiber der 
entschlafenen Heiligen.
MAT 27:53 Und sie giengen aus den Grbern hervor, und kamen nach seiner 
Auferstehung in die heilige Stadt, und erschienen Vielen.
MAT 27:54 Der Hauptmann aber und seine Leute, die Jesus bewachten, wie sie 
das Erdbeben sahen und was vorgieng, gerieten sie in groe Furcht und 
sprachen: dieser war wahrhaftig Gottes Sohn.
MAT 27:55 Es waren aber daselbst viele Frauen und schauten von ferne zu, 
die Jesus gefolgt waren von Galila her, ihm zu dienen.
MAT 27:56 Darunter war Maria von Magdala, und Maria die Mutter des Jakobus 
und Joseph, und die Mutter der Shne Zebedus'.
MAT 27:57 Da es aber Abend wurde, kam ein reicher Mann von Arimatha, mit 
Namen Joseph, der auch ein Jnger Jesus geworden war.
MAT 27:58 Der gieng zu Pilatus und bat um den Leichnam Jesus. Hierauf 
befahl Pilatus, ihn abzugeben.
MAT 27:59 Und Joseph nahm den Leichnam und wickelte ihn in reine Leinwand,
MAT 27:60 und legte ihn in sein neues Grab, das er hatte im Felsen brechen 
lassen, und nachdem er einen groen Stein an den Eingang des Grabes 
gewlzt, gieng er davon.
MAT 27:61 Es war aber daselbst Maria von Magdala und die andere Maria, die 
saen dem Grabe gegenber.
MAT 27:62 Am folgenden Tag aber, dem Tag nach dem Rsttag, kamen die 
Hohenpriester und die Phariser miteinander zu Pilatus
MAT 27:63 und sagten: Herr, es fiel uns bei, da jener Betrger, da er 
noch lebte, gesagt hat: nach drei Tagen werde ich auferweckt.
MAT 27:64 La nun das Grab bis zum dritten Tage unter Sicherheit stellen, 
damit nicht die Jnger kommen, stehlen ihn und sagen dem Volk: er ist von 
den Toten auferweckt, und werde der letzte Betrug schlimmer denn der erste.
MAT 27:65 Sagte Pilatus zu ihnen: ihr sollt eine Wache haben, gehet hin 
und sorget fr die Sicherheit nach bestem Wissen.
MAT 27:66 Sie aber giengen hin und stellten das Grab sicher, indem sie den 
Stein versiegelten, neben der Bewachung.
MAT 28:1 Nach Ablauf des Sabbats aber im Morgengrauen des ersten 
Wochentages kamen Maria von Magdala und die andere Maria, nach dem Grabe 
zu sehen.
MAT 28:2 Und siehe, es geschah ein groes Erdbeben; denn ein Engel des 
Herrn stieg herab vom Himmel, kam herzu und wlzte den Stein ab, und 
setzte sich oben darauf.
MAT 28:3 Es war aber sein Ansehen wie ein Blitz, und sein Gewand wei wie 
Schnee.
MAT 28:4 Die Furcht vor ihm traf aber die Wchter wie ein Schlag, und sie 
wurden wie tot.
MAT 28:5 Der Engel aber sprach die Frauen an: frchtet euch nicht. Ich 
wei, da ihr Jesus den Gekreuzigten suchet;
MAT 28:6 er ist nicht hier, denn er ward auferweckt, wie er gesagt hat; 
kommt und sehet den Ort, wo er lag.
MAT 28:7 Und gehet eilends hin und saget seinen Jngern, da er von den 
Toten auferweckt ist, und siehe, er geht euch voran nach Galila, dort 
werdet ihr ihn sehen; siehe, ich habe es euch gesagt.
MAT 28:8 Und sie verlieen eilends das Grab in Furcht und groer Freude, 
und liefen, es seinen Jngern zu berichten.
MAT 28:9 Und siehe, Jesus trat ihnen entgegen und sagte: seid gegrt. Sie 
aber traten hinzu, umfaten seine Fe und warfen sich vor ihm nieder.
MAT 28:10 Hierauf sagt Jesus zu ihnen: frchtet euch nicht; gehet hin und 
verkndet es meinen Brdern, damit sie nach Galila gehen, und dort sollen 
sie mich sehen.
MAT 28:11 Whrend sie aber hingiengen, siehe, da kamen einige von der 
Wache in die Stadt, und verkndeten den Hohenpriestern alles, was 
vorgefallen war.
MAT 28:12 Und sie versammelten sich mit den Aeltesten, hielten Rat und 
gaben den Soldaten reichlich Geld
MAT 28:13 und sprachen: ihr msset aussagen, da seine Jnger bei Nacht 
kamen und ihn stahlen, whrend ihr schliefet.
MAT 28:14 Und wenn das vor den Statthalter kommt, so wollen wir ihn schon 
begtigen und euch auer Sorge setzen.
MAT 28:15 Sie aber nahmen das Geld und thaten, wie sie angewiesen waren; 
und diese Rede kam bei den Juden in Gang bis auf den heutigen Tag.
MAT 28:16 Die elf Jnger aber zogen nach Galila auf den Berg, wohin sie 
Jesus gewiesen.
MAT 28:17 Und da sie ihn sahen, da warfen sie sich nieder, doch etliche 
zweifelten.
MAT 28:18 Und Jesus trat hinzu und sprach zu ihnen: mir ist gegeben alle 
Gewalt im Himmel und auf der Erde.
MAT 28:19 Gehet hin und werbet alle Vlker, durch die Taufe auf den Namen 
des Vaters, und des Sohnes und des heiligen Geistes,
MAT 28:20 und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und 
siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Welt.
MAR 1:1 Anfang des Evangeliums von Jesus Christus: Wie geschrieben steht 
in dem Propheten Jesaias:
MAR 1:2 Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der soll dir den Weg 
bereiten;
MAR 1:3 hrt, wie es ruft in der Wste: bereitet den Weg des Herrn, macht 
eben seine Pfade.
MAR 1:4 So trat auf Johannes der Tufer in der Wste, und verkndete eine 
Taufe der Bue zu Sndenvergebung.
MAR 1:5 Uns es zog zu ihm hinaus das ganze judische Land und die 
Jerusalemiten alle, und lieen sich von ihm taufen im Jordanflu, indem 
sie ihre Snden bekannten.
MAR 1:6 Und Johannes war gekleidet in Kamelshaar mit einem ledernen Grtel 
um seine Lende, und a Heuschrecken und wilden Honig.
MAR 1:7 Und er verkndete: es kommt nach mir, der strker ist als ich, fr 
den ich nicht gut genug bin mich zu bcken und ihm den Schuhriemen zu 
lsen.
MAR 1:8 Ich habe euch mit Wasser getauft, er aber wird euch mit heiligem 
Geiste taufen.
MAR 1:9 Und es geschah, in jenen Tagen kam Jesus von Nazaret in Galila, 
und lie sich von Johannes im Jordan taufen.
MAR 1:10 Und alsbald, da er aufstieg vom Wasser, sah er die Himmel sich 
spalten und den Geist wie eine Taube auf ihn herabfahren,
MAR 1:11 und eine Stimme aus den Himmeln sprach: du bist mein geliebter 
Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen gefunden.
MAR 1:12 Und alsbald treibt ihn der Geist in die Wste,
MAR 1:13 und er war in der Wste vierzig Tage lang und wurde versucht vom 
Satan, und war bei den wilden Thieren, und die Engel dienten ihm.
MAR 1:14 Nach der Verhaftung des Johannes kam Jesus nach Galila und 
verkndete das Evangelium Gottes:
MAR 1:15 die Zeit ist erfllt und das Reich Gottes herbeigekommen, thut 
Bue und glaubet an das Evangelium.
MAR 1:16 Und da er am galilischen See dahinzog, sah er Simon und Simons 
Bruder Andreas, wie sie auswarfen im See; denn sie waren Fischer.
MAR 1:17 Und Jesus sagte zu ihnen: kommt mir nach, so will ich euch 
Menschenfischer werden lassen,
MAR 1:18 und alsbald lieen sie die Netze und folgten ihm.
MAR 1:19 Und da er ein wenig weitergieng, sah er Jakobus, den Sohn des 
Zebedus, und seinen Bruder Johannes, ebenfalls im Schiffe, an der 
Ausrichtung der Netze,
MAR 1:20 und alsbald berief er sie; und sie lieen ihren Vater Zebedus im 
Schiffe mit den Tagelhnern, und giengen hin ihm nach.
MAR 1:21 Und sie ziehen hinein nach Kapernaum; und alsbald gieng er am 
Sabbat in die Synagoge und lehrte,
MAR 1:22 und sie waren betroffen ber seine Lehre; denn er lehrte sie wie 
einer der Vollmacht hat und nicht wie die Schriftgelehrten.
MAR 1:23 Und alsbald war in ihrer Synagoge ein Mensch mit einem unreinen 
Geist, der schrie auf:
MAR 1:24 was willst du von uns, Jesus von Nazaret? bist du gekommen, uns 
zu verderben? Wir wissen, wer du bist: der Heilige Gottes.
MAR 1:25 Und Jesus bedrohte ihn: verstumme und fahre aus von ihm.
MAR 1:26 Und der unreine Geist verzerrte ihn und fuhr mit lautem Geschrei 
von ihm aus.
MAR 1:27 Und alles war voll Staunen, man fragte sich: was ist das? eine 
neue Lehre mit Vollmacht! auch den unreinen Geistern gebietet er und sie 
gehorchen ihm!
MAR 1:28 Und sein Ruf gieng alsbald aus berall hin in die ganze 
galilische Umgegend.
MAR 1:29 Und alsbald giengen sie von der Synagoge aus in das Haus des 
Simon und Andreas mit Jakobus und Johannes.
MAR 1:30 Die Schwiegermutter Simons aber lag am Fieber darnieder, und 
alsbald sagen sie ihm von ihr.
MAR 1:31 Und er trat hinzu, nahm sie bei der Hand und richtete sie auf, da 
verlie sie das Fieber und sie wartete ihnen auf.
MAR 1:32 Da es aber Abend geworden, als die Sonne untergieng,
MAR 1:33 brachten sie zu ihm alle, die ein Leiden hatten, und die 
dmonisch waren; und es war die ganze Stadt an der Thre versammelt,
MAR 1:34 und er heilte viele Leidende mit mancherlei Krankheiten, und 
trieb viele Dmonen aus, und lie die Dmonen nicht davon reden, da sie 
ihn kannten.
MAR 1:35 Und frh morgens noch im Dunkeln stand er auf, gieng hinaus, und 
zog fort an einen einsamen Ort, und daselbst betete er.
MAR 1:36 Und Simon und seine Genossen verfolgten ihn,
MAR 1:37 und fanden ihn und sagen zu ihm: es sucht dich alles.
MAR 1:38 Und er sagt zu ihnen: lat uns anderwrts gehen, in die 
benachbarten Ortschaften, damit ich auch dort verknde; denn dazu bin ich 
ausgegangen.
MAR 1:39 Und er gieng und verkndete in ihren Synagogen in ganz Galila, 
und trieb die Dmonen aus.
MAR 1:40 Und es kommt ein Ausstziger zu ihm und bittet ihn: so du willst, 
kannst du mich reinigen.
MAR 1:41 Und er hatte Mitleid, streckte seine Hand aus, rhrte ihn an, und 
sagt zu ihm: ich will es, werde rein.
MAR 1:42 Und alsbald wich der Aussatz von ihm, und er ward rein.
MAR 1:43 Und er fuhr ihn an, und trieb ihn alsbald hinaus
MAR 1:44 und sagt zu ihm: siehe zu, da du niemand etwas sagest; sondern 
gehe hin, zeige dich dem Priester, und opfere fr deine Reinigung, was 
Moses verordnet hat, zum Zeugnis fr sie.
MAR 1:45 Er aber gieng hinaus, und fieng an, es eifrig zu verknden und 
die Sache ruchbar zu machen, so da er nicht mehr ffentlich in eine Stadt 
gehen konnte, sondern drauen an einsamen Orten hielt er sich auf, und sie 
kamen zu ihm von berall her.
MAR 2:1 Und Tage waren vergangen, da kam er wieder nach Kapernaum, und es 
verlautete, da er zu Hause sei.
MAR 2:2 Und es versammelten sich viele Leute, so da selbst vor der Thre 
nicht mehr Raum war, und er redete zu ihnen das Wort.
MAR 2:3 Und sie kommen zu ihm mit einem Gelhmten, von vier Mann getragen.
MAR 2:4 Und da sie mit demselben nicht zu ihm gelangen konnten, der Menge 
wegen, deckten sie da wo er war das Dach ab, und lieen durch die Lcke 
die Bahre herab, auf der der Gelhmte lag.
MAR 2:5 Und da Jesus ihren Glauben sah, sagte er zu dem Gelhmten: Kind, 
deine Snden sind vergeben.
MAR 2:6 Es saen aber etliche von den Schriftgelehrten dabei, die machten 
sich Gedanken in ihren Herzen:
MAR 2:7 wie mag der so reden? das ist Lsterung! wer kann Snden vergeben, 
auer der einige Gott?
MAR 2:8 Und alsbald erkannte Jesus in seinem Geiste, da sie sich solche 
Gedanken machten, und sagt zu ihnen: was macht ihr euch solche Gedanken in 
euren Herzen?
MAR 2:9 Was ist leichter? dem Gelhmten sagen: deine Snden sind vergeben? 
oder sagen: stehe auf, nimm deine Bahre und wandle?
MAR 2:10 Damit ihr aber wisset, da der Sohn des Menschen Vollmacht hat, 
Snden zu vergeben auf der Erde (zu dem Gelhmten sich wendend)
MAR 2:11 ich sage dir: Stehe auf, nimm deine Bahre, und gehe heim.
MAR 2:12 Und er stand auf, nahm alsbald seine Bahre und gieng hinaus vor 
aller Augen, so da alle bestrzt wurden, und Gott priesen und sagten: so 
haben wir noch nichts gesehen.
MAR 2:13 Und er gieng wieder hinaus an den See, und alles Volk kam zu ihm, 
und er lehrte sie.
MAR 2:14 Und da er weiter zog, sah er Levi den Sohn des Alphus an der 
Zollsttte sitzen, und sagt zu ihm: folge mir. Und er stand auf und folgte 
ihm.
MAR 2:15 Und es geschieht, da er in seinem Hause zu Tische sa, und es 
saen viele Zllner und Snder bei Jesus und seinen Jngern; denn es waren 
viele in seinem Anhang.
MAR 2:16 Und Schriftgelehrte von den Pharisern, da sie sahen, da er mit 
den Zllnern und Sndern esse, sagten sie zu seinen Jngern: it und 
trinkt er denn mit den Zllnern und Sndern?
MAR 2:17 Und da es Jesus hrte, sagt er zu ihnen: Nicht die Starken 
bedrfen des Arztes, sondern die Kranken; nicht Gerechte zu rufen bin ich 
gekommen, sondern Snder.
MAR 2:18 Und die Jnger Johannes' und die Phariser pflegten zu fasten. 
Und sie kommen und sagen zu ihm: warum fasten die Jnger Johannes' und die 
Jnger der Phariser, deine Jnger aber fasten nicht?
MAR 2:19 Und Jesus sagte zu ihnen: knnen denn die Hochzeitleute fasten, 
so lange der Brutigam bei ihnen ist? So lange sie den Brutigam bei sich 
haben, knnen sie nicht fasten.
MAR 2:20 Es werden aber Tage kommen, da der Brutigam von ihnen genommen 
wird, und dann werden sie fasten an jenem Tage.
MAR 2:21 Niemand setzt einen ungewalkten Zeuglappen auf ein altes Kleid; 
oder aber der Einsatz reit ab, der neue am alten, und es entsteht ein 
schlimmerer Ri.
MAR 2:22 Und niemand legt neuen Wein in alte Schluche; oder aber der Wein 
zerreit die Schluche, und es geht der Wein zu Grunde und die Schluche. 
Sondern neuen Wein in neue Schluche.
MAR 2:23 Und es geschah, da er am Sabbat durch die Kornfelder dahinzog, 
und seine Jnger fiengen an unter Aehrenraufen des Wegs zu ziehen.
MAR 2:24 Und die Phariser sagten zu ihm: siehe, wie sie am Sabbat thun, 
was man nicht thun darf.
MAR 2:25 Und er sagt zu ihnen: habt ihr noch nie gelesen, was David that, 
als er Mangel litt und ihn und seine Genossen hungerte?
MAR 2:26 Er gieng in das Haus Gottes unter dem Hohenpriester Abiathar und 
a die Schaubrote, die niemand essen darf auer die Priester, und gab auch 
seinen Genossen davon.
MAR 2:27 Und er sagte zu ihnen: der Sabbat ist um des Menschen willen da, 
und nicht der Mensch um des Sabbats willen.
MAR 2:28 Mithin ist der Sohn des Menschen Herr auch ber den Sabbat.
MAR 3:1 Und er kam wieder in eine Synagoge, und es war daselbst ein Mensch 
mit einer geschwundenen Hand.
MAR 3:2 Und sie lauerten auf ihn, ob er ihn am Sabbat heile, um ihn dann 
zu verklagen.
MAR 3:3 Und er sagt zu dem Menschen mit der geschwundenen Hand: auf, trete 
vor;
MAR 3:4 und er sagt zu ihnen: ist es erlaubt am Sabbat Gutes zu thun oder 
Bses zu thun, ein Leben zu retten oder zu tten? Sie aber schwiegen.
MAR 3:5 Und er sah sie an ringsherum im Zorn, betrbt ber die Verstockung 
ihres Herzens, und sagt zu dem Menschen: strecke deine Hand aus, und er 
streckte sie aus, und seine Hand ward hergestellt.
MAR 3:6 Und die Phariser giengen alsbald hinaus und faten mit den 
Herodianern einen Beschlu wider ihn, ihn umzubringen.
MAR 3:7 Und Jesus zog sich mit seinen Jngern zurck an den See, und viel 
Volk von Galila folgte nach, und von Juda
MAR 3:8 und von Jerusalem und von Iduma, und dem Land jenseit des Jordan 
und der Umgegend von Tyrus und Sidon - viel Volk, da sie hrten, was er 
alles that, kamen sie zu ihm.
MAR 3:9 Und er sagte zu seinen Jngern, da ein Schiff fr ihn bereit sein 
solle wegen der Menge, damit sie ihn nicht drckten;
MAR 3:10 denn er heilte viele, so da wer einen Schmerz hatte, sich an ihn 
drngte, um ihn anzurhren;
MAR 3:11 und die unreinen Geister, wenn sie ihn schauten, fielen vor ihm 
hin und riefen: du bist der Sohn Gottes,
MAR 3:12 und er bedrohte sie eifrig, da sie ihn nicht offenbar machen 
sollten.
MAR 3:13 Und er steigt auf den Berg und ruft zu sich, welche ihm gefielen, 
und sie kamen zu ihm,
MAR 3:14 und er bestellte Zwlf, die er auch Apostel nannte, da sie um 
ihn seien, und da er sie aussende zur Verkndigung
MAR 3:15 und mit der Vollmacht, die Dmonen auszutreiben.
MAR 3:16 Und er bestellte die Zwlf und gab dem Simon den Namen Petrus,
MAR 3:17 sodann Jakobus den Sohn des Zebedus und Johannes den Bruder des 
Jakobus, und diesen legte er den Namen Boanerges bei, das heit 
Donnershne,
MAR 3:18 und Andreas und Philippus und Bartholomus und Matthus und 
Thomas und Jakobus den Sohn des Alphus und Thaddus und Simon den Kananer
MAR 3:19 und Judas Iskarioth, denselben, der ihn verriet.
MAR 3:20 Und er kommt nach Haus. Und wiederum sammelt sich eine Menge, so 
da sie nicht einmal Brot essen konnten.
MAR 3:21 Und da es die Seinigen hrten, giengen sie aus, ihn zu greifen; 
denn, sagten sie, er ist von Sinnen.
MAR 3:22 Und die Schriftgelehrten, welche von Jerusalem herabgekommen 
waren, sagten, er habe den Beelzebul, und er treibe die Dmonen aus mit 
dem obersten der Dmonen.
MAR 3:23 Und er rief sie herzu und sagte zu ihnen in Gleichnissen: wie 
kann ein Satan einen Satan austreiben?
MAR 3:24 Und wenn ein Reich in sich selbst gespalten ist, so kann das 
Reich nicht bestehen;
MAR 3:25 und wenn ein Haus in sich selbst gespalten ist, so kann das Haus 
nicht bestehen;
MAR 3:26 und wenn der Satan wider sich selbst aufgestanden und gespalten 
ist, so kann er nicht bestehen, sondern es ist zu Ende mit ihm.
MAR 3:27 Aber niemand kann in das Haus des Starken einbrechen und ihm 
seine Werkzeuge rauben, auer wenn er zuerst den Starken bindet, und 
hierauf mag er sein Haus ausplndern.
MAR 3:28 Wahrlich, ich sage euch, alle Snden werden den Shnen der 
Menschen vergeben werden, auch die Lsterungen, so viel sie lstern mgen;
MAR 3:29 wer aber auf den heilgen Geist lstert, hat keine Vergebung in 
Ewigkeit, sondern er ist einer Snde schuldig fr die Ewigkeit -MAR 3:30 
weil sie sagten, er habe einen unreinen Geist.
MAR 3:31 Und es kommen seine Mutter und seine Brder und standen auen und 
lieen ihn rufen,
MAR 3:32 und um ihn her sa eine Menge, und man sagt ihm: siehe, deine 
Mutter und deine Brder sind drauen und suchen dich.
MAR 3:33 Und er antwortete ihnen: wer ist meine Mutter und meine Brder?
MAR 3:34 Und er sah um sich auf die, welche rings um ihn her saen, und 
sagt: siehe, meine Mutter und meine Brder.
MAR 3:35 Wer da thut den Willen Gottes, der ist mir Bruder, Schwester und 
Mutter.
MAR 4:1 Und wiederum begann er zu lehren am See. Und es versammelt sich 
bei ihm eine sehr groe Menge, so da er ein Schiff bestieg und sich 
setzte im See, und die ganze Menge stand beim See auf dem Land.
MAR 4:2 Und er lehrte sie viel in Gleichnissen und sagte zu ihnen in 
seiner Lehre:
MAR 4:3 Hret. Siehe, es gieng der Smann aus zu sen;
MAR 4:4 und es geschah, da er ste, fiel das eine an den Weg, und es kamen 
die Vgel und fraen es auf.
MAR 4:5 Und anderes fiel auf das steinige Land, wo es nicht viel Boden 
hatte, und scho alsbald auf, weil es nicht tief im Boden lag,
MAR 4:6 und als die Sonne aufgieng, ward es versengt und verdorrte, weil 
es keine Wurzel hatte.
MAR 4:7 Und anderes fiel in die Dornen, und die Dornen giengen auf und 
erstickten es, und es gab keine Frucht.
MAR 4:8 Und anderes fiel in das gute Land, und brachte Frucht, die 
aufgieng und wuchs, und trug dreiigfach und sechzigfach und hundertfach.
MAR 4:9 Und er sagte: wer Ohren hat zu hren, der hre.
MAR 4:10 Und als er allein war, fragten ihn seine Umgebung sammt den Zwlf 
um die Gleichnisse,
MAR 4:11 und er sagte zu ihnen: euch ist das Geheimnis des Reiches Gottes 
gegeben, jenen drauen aber kommt alles in Gleichnissen zu,
MAR 4:12 damit sie sehend sehen und nichts erblicken, und hrend hren und 
nichts verstehen, auf das sie nicht umkehren und es werde ihnen vergeben.
MAR 4:13 Und er sagt zu ihnen: ihr versteht dieses Gleichnis nicht, wie 
wollet ihr die Gleichnisse insgesamt erkennen?
MAR 4:14 Der Smann st das Wort.
MAR 4:15 Das aber sind die am Wege: wo das Wort gest wird, und wenn sie 
es hren, kommt alsbald der Satan und nimmt das Wort weg, das unter sie 
gest ist.
MAR 4:16 Und desgleichen wo auf das steinige Land gest wird, das sind 
die, die, wenn sie das Wort hren, es alsbald mit Freuden annehmen,
MAR 4:17 und haben keine Wurzel in sich, sondern sind Kinder des 
Augenblicks; dann, wenn Drangsal kommt oder Verfolgung um des Wortes 
willen, nehmen sie alsbald Ansto.
MAR 4:18 Und dagegen wo unter die Dornen gest wird, das sind die, welche 
das Wort gehrt haben,
MAR 4:19 und die Sorgen der Welt und der Trug des Reichtums und was sonst 
Lste sind, kommen darein und ersticken das Wort, und es bleibt ohne 
Frucht.
MAR 4:20 Und dort, wo auf das gute Land gest wird, das sind diejenigen, 
die das Wort hren und annehmen und Frucht bringen, dreiig-, sechzig-, 
hundertfach.
MAR 4:21 Und er sagte zu ihnen: kommt denn das Licht, damit man es unter 
das Hohlma oder unter das Bett setze? nicht vielmehr, damit man es auf 
den Leuchter setze?
MAR 4:22 Denn nichts ist verborgen, auer damit es geoffenbart werde, und 
nichts ward geheim, als damit es zur Offenbarung komme.
MAR 4:23 Wer Ohren hat zu hren, der hre.
MAR 4:24 Und er sagte zu ihnen: Sehet zu, was ihr hret. Mit welchem Ma 
ihr messet, wird euch gemessen werden, und wird euch noch zugelegt werden.
MAR 4:25 Denn wer da hat, dem wird gegeben werden, und wer nicht hat, von 
dem wird auch genommen werden, das er hat.
MAR 4:26 Und er sagte: So ist es mit dem Reich Gottes, wie wenn ein Mensch 
den Samen aufs Land wrfe,
MAR 4:27 und schliefe und wachte Nacht und Tag, und der Same sprot und 
schiet auf, ohne das er es wei.
MAR 4:28 Die Erde bringt von selbst Frucht, erst Gras, dann Aehren, dann 
volles Korn in den Aehren.
MAR 4:29 Wenn aber die Frucht sich neigt, so schickt er alsbald die 
Sichel, denn die Ernte ist da.
MAR 4:30 Und er sprach: womit sollen wir das Reich Gottes vergleichen, 
oder unter welches Gleichnis sollen wir es bringen?
MAR 4:31 Mit einem Senfkorn, das wenn es auf die Erde gest wird, der 
kleinste unter allen Samen auf der Erde ist,
MAR 4:32 und wenn es gest ist, so geht es auf und wird grer als alle 
Kruter, und macht groe Zweige, so da unter seinem Schatten die Vgel 
des Himmels nisten knnen.
MAR 4:33 Und mit vielen solchen Gleichnissen redete er zu ihnen das Wort, 
wie sie es zu hren vermochten.
MAR 4:34 Und ohne Gleichnis redete er nicht zu ihnen. Beiseit aber 
erklrte er seinen Jngern alles.
MAR 4:35 Und er sagt zu ihnen an jenem Tage, als es Abend geworden: lasset 
uns auf das andere Ufer bersetzen.
MAR 4:36 Und sie entlieen die Menge, und nahmen ihn mit im Schiff, wie er 
war, und andere Schiffe begleiteten ihn.
MAR 4:37 Und es kommt ein gewaltiger Sturmwind, und die Wellen schlugen in 
das Schiff, so da sich das Schiff schon fllte.
MAR 4:38 Und er war im Hinterteil und schlief auf dem Kissen; und sie 
wecken ihn auf und sagen zu ihm: Meister, ist dir's einerlei, da wir 
untergehen?
MAR 4:39 und als er aufwachte, schalt er den Wind, und sprach zum See: 
schweige und sei still. Und der Wind legte sich und es wurde still und 
glatt.
MAR 4:40 Und er sagte zu ihnen: was seid ihr so zaghaft? Habt ihr noch 
keinen Glauben?
MAR 4:41 Und sie frchteten sich gro und sprachen zu einander: wer ist 
wohl dieser, da selbst Wind und See ihm gehorchen?
MAR 5:1 Und sie kamen an das andere Ufer des Sees in das Land der 
Gerasener.
MAR 5:2 Und als er aus dem Schiffe ausstieg, trat ihm alsbald von den 
Grbern her ein Mensch entgegen mit einem unreinen Geist,
MAR 5:3 der seinen Aufenthalt unter den Grbern hatte, und den niemand 
selbst mit Fesseln zu binden vermochte,
MAR 5:4 denn oft war er mit Fu- und Handfesseln gebunden worden, und 
hatte die Handfesseln zerrissen und die Fufesseln zerbrochen, und Niemand 
vermochte ihn zu bndigen;
MAR 5:5 und allezeit bei Nacht und Tag war er unter den Grbern und in den 
Bergen, und schrie und zerschlug sich selbst mit Steinen.
MAR 5:6 Und da er Jesus von weitem sah, lief er und warf sich vor ihm 
nieder,
MAR 5:7 und schrie laut: was willst du von mir, Jesus, du Sohn des 
hchsten Gottes? Ich beschwre dich bei Gott, qule mich nicht.
MAR 5:8 Er sagte nmlich zu ihm: gehe aus, du unreiner Geist, von dem 
Menschen.
MAR 5:9 Und er fragte ihn: wie heit du? und er sagt zu ihm: Legion heie 
ich, denn wir sind viele.
MAR 5:10 Und er bat ihn dringend, da er sie nicht aus dem Lande schicke.
MAR 5:11 Es war aber daselbst am Berge eine groe Schweineherde auf der 
Weide,
MAR 5:12 und sie baten ihn: sende uns in die Schweine, da wir in sie 
fahren.
MAR 5:13 Und er gestattete es ihnen, und die unreinen Geister fuhren aus 
und fuhren in die Schweine, und die Herde strzte sich den Abhang hinab in 
den See, wohl zweitausend, und sie ertranken im See.
MAR 5:14 Und ihre Hirten flohen und berichteten es in der Stadt und in den 
Hfen, und sie kamen zu sehen, was geschehen war.
MAR 5:15 Und sie kommen zu Jesus und schauen den Dmonischen dasitzen, 
bekleidet und vernnftig, der die Legion gehabt hatte, und sie frchteten 
sich.
MAR 5:16 Und die, welche zugesehen hatten, erzhlten ihnen, was dem 
Dmonischen begegnet war, und das von den Schweinen.
MAR 5:17 Und sie fiengen an ihn zu bitten, da er ihr Gebiet verlasse.
MAR 5:18 Und da er in das Schiff stieg, bat ihn, der dmonisch gewesen 
war, da er ihn begleiten drfe.
MAR 5:19 Und er lie ihn nicht zu, sondern sagt zu ihm: gehe heim zu den 
Deinen und verknde ihnen, wie groes der Herr an dir gethan und sich 
deiner erbarmt hat.
MAR 5:20 Und er gieng hin, und fieng an in der Dekapolis zu verknden, wie 
groes ihm Jesus gethan, und alles verwunderte sich.
MAR 5:21 Und als Jesus wieder zu Schiff auf das andere Ufer gekommen war, 
versammelte sich eine groe Menge zu ihm, und er war am See.
MAR 5:22 Und es kommt einer von den Synagogenvorstehern, mit Namen Jairus, 
und wie er ihn erblickte, fllt er ihm zu Fen
MAR 5:23 und bittet ihn mit vielen Worten: mein Tchterlein liegt in den 
letzten Zgen, komm doch und lege ihr die Hnde auf, da sie gerettet 
werde und lebe.
MAR 5:24 Und er gieng mit ihm hin, und es folgte ihm eine groe Menge, und 
sie drngten ihn.
MAR 5:25 Und eine Frau, die zwlf Jahre den Blutflu hatte,
MAR 5:26 und vieles von vielen Aerzten erlitten und ihr ganzes Vermgen 
darangewendet hatte, ohne einen Nutzen zu haben - vielmehr war es nur 
schlechter mit ihr geworden -MAR 5:27 da sie von Jesus gehrt, kam sie 
unter der Menge und berhrte ihn von hinten am Kleid;
MAR 5:28 denn sie sagte: wenn ich nur seine Kleider anrhre, werde ich 
gesund werden.
MAR 5:29 Und alsbald vertrocknete ihre Blutquelle, und sie fhlte im 
Krper, da sie von ihrer Plage geheilt war.
MAR 5:30 Und alsbald nahm Jesus an sich wahr, da die Kraft von ihm 
ausgegangen, und wendete sich um in der Menge und sagte: wer hat meine 
Kleider angerhrt?
MAR 5:31 Und seine Jnger sagten zu ihm: du siehst ja, wie das Volk dich 
drngt, und sagst: wer hat mich angerhrt?
MAR 5:32 Und er sah sich um nach der, die es gethan.
MAR 5:33 Die Frau aber, erschrocken und zitternd, im Bewutsein dessen, 
was ihr widerfahren, kam und fiel vor ihm nieder und sagte ihm die volle 
Wahrheit.
MAR 5:34 Er aber sagte zu ihr: Tochter, dein Glaube hat dir geholfen; gehe 
hin im Frieden und sei genesen von deiner Plage.
MAR 5:35 Wie er noch sprach, kommen sie von dem Synagogenvorsteher mit der 
Botschaft: deine Tochter ist gestorben. Was bemhst du noch den Meister?
MAR 5:36 Jesus aber achtete nicht auf die Rede, und sagte zu dem 
Synagogenvorsteher: frchte dich nicht, glaube nur.
MAR 5:37 Und er lie niemand mit sich hineingehen auer Petrus und Jakobus 
und Johannes, den Bruder des Jakobus.
MAR 5:38 Und sie kommen in das Haus des Synagogenvorstehers, und er 
vernimmt den Lrm und ihr Weinen und lautes Wehklagen.
MAR 5:39 Und er trat ein und sagt zu ihnen: was lrmt und weint ihr? das 
Kind ist nicht gestorben, sondern es schlft.
MAR 5:40 Und sie verlachten ihn. Er aber nachdem er alle herausgetrieben, 
nimmt den Vater des Kindes und die Mutter und seine Begleiter und geht 
hinein, wo das Kind war.
MAR 5:41 Und er fate das Kind an der Hand und sagt zu ihr: Talitha kumi, 
das heit bersetzt: Mdchen, ich sage dir, wache auf,
MAR 5:42 und alsbald stand das Mdchen auf und wandelte; denn sie war 
zwlf Jahre alt. Und alsbald wurden sie hoch bestrzt.
MAR 5:43 Und er befahl ihnen dringend an, da es niemand erfahren solle, 
und sagte, man solle ihr zu essen geben.
MAR 6:1 Und er gieng weg von da und kommt in seine Vaterstadt, und es 
folgen ihm seine Jnger.
MAR 6:2 Und da es Sabbat war, fieng er an zu lehren in der Synagoge; und 
die Vielen, die zuhrten, wurden betroffen und sagten: woher hat der das, 
und was ist das fr eine Weisheit, die ihm verliehen ward? und das solche 
Wunder geschehen durch seine Hnde?
MAR 6:3 Ist das nicht der Zimmermann, der Sohn der Maria und Bruder des 
Jakobus und Joses und Judas und Simon? und sind nicht seine Schwestern 
hier bei uns? Und sie stieen sich an ihm.
MAR 6:4 Und Jesus sagte zu ihnen: Ein Prophet ist nirgends unwert auer in 
seiner Vaterstadt und bei seinen Verwandten und in seinem Hause.
MAR 6:5 Und er konnte daselbst kein Wunder thun, auer da er einige 
Schwache durch Handauflegung heilte,
MAR 6:6 und er wunderte sich ber ihren Unglauben. Und er zog in den 
Drfern rings umher und lehrte.
MAR 6:7 Und er ruft die Zwlf zu sich, und fieng an sie auszusenden zu 
zwei und zwei, und gab ihnen Vollmacht ber die unreinen Geister,
MAR 6:8 und befahl ihnen: Sie sollten nichts mitnehmen auf den Weg auer 
einen Stock, kein Brod, keine Tasche, keine Mnze in den Grtel
MAR 6:9 (doch mit Sandalen angethan) und nicht zwei Rcke sollten sie 
tragen.
MAR 6:10 Und er sagte zu ihnen: wo ihr in ein Haus eintretet, da bleibet, 
bis ihr von dort weiter zieht.
MAR 6:11 Und wo ein Ort euch nicht aufnimmt und man hrt nicht auf euch, 
da gehet hinaus von dort, und schttelt den Staub ab von euren Fen, zum 
Zeugnis ber sie.
MAR 6:12 Und sie zogen aus, und verkndeten: man solle Bue thun,
MAR 6:13 und trieben viele Dmonen aus, und salbten viele Gebrechliche mit 
Oel und heilten sie.
MAR 6:14 Und der Knig Herodes hrte es, denn sein Name wurde berhmt, und 
man sagte: Johannes der Tufer sei von den Toten auferweckt, darum wirken 
die Wunderkrfte in ihm.
MAR 6:15 Andere aber sagten: es sei Elias, andere: es sei ein Prophet wie 
einer von den Propheten.
MAR 6:16 Wie es aber Herodes hrte, sagte er: Johannes, den ich kpfen 
lie, der ist auferweckt.
MAR 6:17 Denn Herodes hatte ausgesandt und den Johannes greifen lassen, 
und binden im Gefngnis wegen Herodias, der Frau seines Bruders Philippus, 
weil er sie genommen.
MAR 6:18 Denn Johannes sagte zu Herodes, es steht dir nicht zu, deines 
Bruders Frau zu haben.
MAR 6:19 Die Herodias aber trug es ihm nach und htte ihn gerne gettet, 
und es gelang ihr nicht.
MAR 6:20 Denn Herodes frchtete den Johannes, den er als gerechten und 
heiligen Mann kannte, und schtzte ihn, und wenn er ihn hrte, ward er oft 
bedenklich, und hrte ihn doch gerne.
MAR 6:21 Und da ein gnstiger Tag kam, als Herodes an seinem Geburtsfest 
seinen Groen und den Obersten und dem Adel von Galila ein Mahl gab,
MAR 6:22 und die Tochter der Herodias eintrat und tanzte, gefiel es dem 
Herodes und seinen Gsten. Der Knig aber sagte dem Mdchen zu: verlange 
von mir, was du willst, so will ich dir's geben,
MAR 6:23 und er schwur es ihr zu: was du auch verlangst, will ich dir 
geben, bis zur Hlfte meines Reiches.
MAR 6:24 Und sie gieng hinaus und sagte zu ihrer Mutter: was soll ich 
verlangen? sie aber sprach: den Kopf Johannes des Tufers.
MAR 6:25 Und sie gieng alsbald eifrigst hinein zum Knig und bat: ich 
wnsche, da du mir sogleich auf einer Schssel den Kopf Johannes des 
Tufers geben lassest.
MAR 6:26 Und der Knig wurde sehr bekmmert, aber wegen der Eidschwre und 
der Gste mochte er sie nicht abweisen,
MAR 6:27 und alsbald sandte der Knig einen von der Leibwache und hie 
seinen Kopf bringen. Und er gieng hin und kpfte ihn im Gefngnis,
MAR 6:28 und brachte seinen Kopf auf einer Schssel, und gab ihn dem 
Mdchen, und das Mdchen gab ihn seiner Mutter.
MAR 6:29 Und seine Jnger hrten es und kamen, und holten seinen Leichnam 
und setzen ihn bei in einem Grab.
MAR 6:30 Und die Apostel sammeln sich bei Jesus, und berichteten ihm 
alles, was sie gethan, und was sie gelehrt hatten,
MAR 6:31 und er sagt zu ihnen: zieht euch zurck beiseit an einen einsamen 
Ort und ruht ein wenig aus. Denn es waren eine Menge Leute da, die kamen 
und giengen, und sie hatten nicht einmal Zeit zu essen.
MAR 6:32 Und sie giengen zu Schiff hin beiseit an einen einsamen Ort,
MAR 6:33 und viele sahen sie hingehen und merkten es, und sie liefen von 
allen Stdten aus zu Fu dahin zusammen und kamen ihnen zuvor.
MAR 6:34 Und als er herauskam, sah er eine groe Menge, und hatte 
Mitleiden mit ihnen, denn sie waren wie Schafe, die keinen Hirten haben, 
und fieng an, sie vieles zu lehren.
MAR 6:35 Und wie es schon spt wurde, traten seine Jnger zu ihm und 
sagten: der Ort ist de und es ist schon spt.
MAR 6:36 Entlasse sie, damit sie in die Hfe und Drfer ringsum gehen und 
sich etwas zu essen kaufen.
MAR 6:37 Er aber antwortete ihnen: gebt ihr ihnen zu essen; und sie sagen 
zu ihm: sollen wir hingehen und fr zweihundert Denare Brot kaufen, und 
ihnen zu essen geben?
MAR 6:38 Er aber sagt zu ihnen: wie viele Brote habt ihr? gehet hin und 
sehet nach. Und nachdem sie sich unterrichtet, sagen sie: fnf, und zwei 
Fische.
MAR 6:39 Und er befahl ihnen, sich alle niederzusetzen tischweise auf dem 
grnen Rasen.
MAR 6:40 Und sie lagerten sich beetweise, zu hundert und zu fnfzig,
MAR 6:41 und er nahm die fnf Brote und die zwei Fische, blickte auf zum 
Himmel, segnete und brach die Brote, und gab sie den Jngern, sie ihnen 
vorzusetzen, auch die zwei Fische teilte er unter alle.
MAR 6:42 Und sie aen alle und wurden satt,
MAR 6:43 und man hob an Brocken auf, zwlf Krbe voll, und von den Fischen,
MAR 6:44 und es waren fnftausend Mann, die von den Broten gegessen hatten.
MAR 6:45 Und alsbald ntigte er seine Jnger, das Schiff zu besteigen und 
an das jenseitige Ufer gegen Bethsaida vorauszufahren, bis er die Menge 
entlasse.
MAR 6:46 Und er verabschiedete sie, und gieng hin auf den Berg zu beten.
MAR 6:47 Und da es Abend geworden, war das Schiff mitten im See, und er 
selbst allein am Land.
MAR 6:48 Und da er sie auf der Fahrt bedrngt sah - denn der Wind war 
ihnen zuwider - kommt er um die vierte Nachtwache zu ihnen auf dem See 
wandelnd, und er wollte an ihnen vorbeigehen.
MAR 6:49 Sie aber, als sie ihn auf dem See wandeln sahen, meinten, es sei 
ein Gespenst, und schrien auf;
MAR 6:50 denn alle sahen ihn und waren bestrzt. Er aber redete alsbald 
mit ihnen und sagt zu ihnen, seid getrost, ich bin es, frchtet euch nicht.
MAR 6:51 Und er stieg zu ihnen in das Schiff, und der Wind legte sich; und 
sie kamen ganz auer sich.
MAR 6:52 Denn sie waren nicht zur Einsicht gekommen ber den Broten, 
sondern ihr Herz war verstockt.
MAR 6:53 Und sie fuhren hinber ans Land und kamen nach Gennesaret und 
legen an.
MAR 6:54 Und da sie aus dem Schiff gestiegen, erkannten sie ihn alsbald
MAR 6:55 und liefen umher in der ganzen Gegend, und fiengen an, die ein 
Leiden hatten, auf den Bahren dahin zu tragen, wo sie hrten, da er sei.
MAR 6:56 Und wo er in Drfer oder Stdte oder Hfe eintrat, da setzten sie 
die Kranken auf die Mrkte, und baten ihn, da sie nur die Quaste seines 
Kleides anrhren drften, und wer von denselben daran rhrte, wurde 
geheilt.
MAR 7:1 Und es versammeln sich bei ihm die Phariser und einige von den 
Schriftgelehrten, welche von Jerusalem gekommen waren,
MAR 7:2 und da sie einige Jnger mit unreinen Hnden, das heit mit 
ungewaschenen, die Brote essen sahen
MAR 7:3 (denn die Phariser und alle Juden essen nicht, ohne sich eifrig 
die Hnde zu waschen, indem sie an der Ueberlieferung der Alten festhalten,
MAR 7:4 und vom Markte her essen sie nichts ohne Besprengung, und noch 
manches Andere halten sie nach der Ueberlieferung, Waschungen von Bechern, 
Krgen und Kesseln)
MAR 7:5 da befragen ihn die Phariser und die Schriftgelehrten: warum 
wandeln deine Jnger nicht nach er Ueberlieferung der Alten, sondern essen 
das Brot mir unreinen Hnden?
MAR 7:6 Er aber sagte zu ihnen: Jesaias hat richtig geweissagt von euch 
Heuchlern, wie geschrieben steht: dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, 
ihr Herz aber hlt sich ferne von mir.
MAR 7:7 Vergebens ehren sie mich mit ihrem Lehren von Menschengeboten.
MAR 7:8 Gottes Gebot lat ihr dahinten und haltet an der Ueberlieferung 
der Menschen.
MAR 7:9 Und er sagte zu ihnen: Ja wohl, Gottes Gebot verleugnet ihr, um 
eure Ueberlieferung zu halten.
MAR 7:10 Denn Moses hat gesagt: ehre deinen Vater und deine Mutter, und: 
wer Vater oder Mutter schmht, soll des Todes sterben.
MAR 7:11 Ihr aber sagt: wenn ein Mensch zu Vater oder Mutter sagt: Korban, 
das heit: eine Opfergabe, soll sein, was du von mir zu Nutzen nimmst,
MAR 7:12 den lasset ihr fr Vater oder Mutter nichts mehr leisten.
MAR 7:13 So thut ihr das Wort Gottes aus mit eurer Ueberlieferung, die ihr 
weiter gabet, und noch allerlei dergleichen thut ihr.
MAR 7:14 Und er rief wieder die Menge herbei, und sagte zu ihnen: hrt auf 
mich alle, und fasset es.
MAR 7:15 Nichts was von auerhalb des Menschen in ihn eingeht, kann ihn 
verunreinigen, sondern das, was aus dem Menschen ausgeht, ist es, was den 
Menschen verunreinigt.
MAR 7:16 Wer Ohren hat zu hren, hre.
MAR 7:17 Und wie er von der Menge weg nach Hause gekommen war, befragten 
ihn seine Jnger nach dem Gleichnis.
MAR 7:18 Und er sagt zu ihnen: So seid auch ihr ohne Verstndnis? Merket 
ihr nicht, da alles, was von auen in den Menschen eingeht, ihn nicht 
verunreinigen kann,
MAR 7:19 weil es nicht in sein Herz kommt, sondern in den Bauch, und in 
den Abort ausgeht und werden alle Speisen so gereinigt.
MAR 7:20 Er aber sagte: Das, was aus dem Menschen ausgeht, das 
verunreinigt den Menschen.
MAR 7:21 Denn von inwendig aus dem Herzen der Menschen gehen hervor die 
bsen Gedanken, Unzucht, Diebstahl, Mord,
MAR 7:22 Ehebruch, Habsucht, Bosheiten, Trug, Schwelgerei, bser Blick, 
Lsterung, Hochmuth, Leichtsinn.
MAR 7:23 Alles dieses Bse geht von innen aus und verunreinigt den 
Menschen.
MAR 7:24 Er brach aber auf von da und zog in das Gebiet von Tyrus. Und er 
kam in ein Haus, und wollte, da es niemand merke; und er konnte nicht 
verborgen bleiben.
MAR 7:25 Sondern alsbald hatte eine Frau, deren Tchterlein einen unreinen 
Geist hatte, von ihm gehrt, kam und fiel ihm zu Fen.
MAR 7:26 Die Frau war aber eine Griechin, von Geburt eine Syrophnikerin; 
und sie bat ihn, da er den Dmon aus ihrer Tochter treibe.
MAR 7:27 Und er sagte zu ihr: la erst die Kinder satt werden; denn es ist 
nicht recht, das Brot der Kinder nehmen und den Hndlein hinwerfen.
MAR 7:28 Sie aber antwortete und sagt zu ihm: doch, Herr, auch die 
Hndlein unter dem Tische essen von den Brosamen der Kinder.
MAR 7:29 Und er sagte zu ihr: um dieses Wortes willen, gehe hin: der Dmon 
ist aus deiner Tochter gewichen.
MAR 7:30 Und sie gieng heim, und fand das Kind auf dem Bette liegen und 
den Dmon entwichen.
MAR 7:31 Und wiederum, nachdem er weggegangen aus dem Gebiet von Tyrus, 
gieng er ber Sidon, an den galilischen See in das Gebiet der Dekapolis.
MAR 7:32 Und sie bringen ihm einen, der taub und stumm war, und baten ihn, 
da er ihm die Hand auflege.
MAR 7:33 Und er nahm ihn von der Menge beiseit, und legte ihm seine Finger 
in die Ohren, spuckte und berhrte ihm damit die Zunge, und blickte auf 
zum Himmel,
MAR 7:34 seufzte, und sagt zu ihm: Ephata, das heit: thue dich auf.
MAR 7:35 Und seine Ohren thaten sich auf, und das Band seiner Zunge ward 
gelst, und er sprach richtig.
MAR 7:36 Und er befahl ihnen, es niemand zu sagen. Je mehr er es aber 
ihnen anbefahl, desto mehr verkndeten sie es.
MAR 7:37 Und sie waren beraus betroffen und sagten: er hat alles 
wohlgemacht, die Tauben macht er hren und die Sprachlosen reden.
MAR 8:1 In jenen Tagen, als wieder eine groe Menge da war und sie nichts 
zu essen hatten, rief er die Jnger herzu und sagt zu ihnen:
MAR 8:2 ich habe Mitleiden mit der Menge, denn sie harren nun schon drei 
Tage bei mir aus und haben nichts zu essen,
MAR 8:3 und wenn ich sie nchtern nach Hause entlasse, so verschmachten 
sie unterwegs; auch sind sie zum Teil von weit her.
MAR 8:4 Und seine Jnger antworteten ihm: woher kann man fr diese Leute 
Brot zum Sattwerden schaffen, hier in der Einde?
MAR 8:5 Und er fragte sie: wie viele Brote habt ihr? sie aber sagten: 
sieben.
MAR 8:6 Und er befiehlt die Menge, sich auf den Boden zu lagern, und nahm 
die sieben Brote, dankte und brach und gab sie seinen Jngern zum 
Vorsetzen, und sie setzten sie der Menge vor.
MAR 8:7 Und sie hatten einige wenige Fische, und er segnete sie und hie 
auch sie vorsetzen.
MAR 8:8 Und sie aen und wurden satt, und sie hoben Brockenreste auf, 
sieben Handkrbe.
MAR 8:9 Es waren aber gegen viertausend. Und er entlie sie.
MAR 8:10 Und alsbald stieg er mit seinen Jngern zu Schiff und kam in die 
Gegend von Dalmanutha.
MAR 8:11 Und die Phariser kamen heraus und fiengen an mit ihm zu 
verhandeln, indem sie von ihm ein Zeichen vom Himmel forderten, ihn zu 
versuchen.
MAR 8:12 Und er seufzte auf in seinem Geiste und sagt: was fordert dieses 
Geschlecht ein Zeichen? Wahrlich, ich sage euch, nimmermehr wird diesem 
Geschlecht ein Zeichen gegeben werden.
MAR 8:13 Und er entlie sie, stieg wieder ein und fuhr auf das jenseitige 
Ufer.
MAR 8:14 Und sie vergaen Brot mitzunehmen, nur ein einziges Brot hatten 
sie bei sich im Schiffe;
MAR 8:15 und er warnte sie: sehet zu, nehmet euch in Acht vor dem 
Sauerteig der Phariser und dem Sauerteig des Herodes.
MAR 8:16 Und sie sprachen zueinander: weil wir keine Brote haben.
MAR 8:17 Und er erkannte es und sagt zu ihnen: was sprecht ihr davon, da 
ihr keine Brote habt? Merket und versteht ihr noch nichts? bleibt es bei 
der Verstockung eures Herzens?
MAR 8:18 Ihr habt Augen und sehet nicht, Ohren und hrt nicht, und denkt 
nicht daran,
MAR 8:19 da ich die fnf Brote gebrochen habe fr die Fnftausend: wie 
viel Krbe voll Brocken habt ihr da aufgehoben? sie sagen zu ihm: zwlf.
MAR 8:20 Und wie dann die sieben unter die Viertausend, wie viele 
Handkrbe voll Brocken habt ihr aufgehoben? und sie sagen zu ihm: sieben.
MAR 8:21 Und er sagte zu ihnen: verstehet ihr noch nicht?
MAR 8:22 Und sie kommen nach Bethsaida. Und man bringt ihm einen Blinden 
und bittet ihn, da er ihn anrhre.
MAR 8:23 Und er fate den Blinden bei der Hand, und fhrte ihn heraus aus 
dem Dorfe, und spie ihm in die Augen, legte ihm die Hnde auf und fragte 
ihn, ob er etwas sehe.
MAR 8:24 Und er sah auf, und sagte: ich erblicke die Leute, ich sehe sie 
herumwandeln wie Bume.
MAR 8:25 Darauf legte er ihm wieder die Hnde auf seine Augen; und er sah 
fest aus, und war hergestellt, und erblickte alles deutlich.
MAR 8:26 Und er schickte ihn nach Hause und sagte: er solle nicht in das 
Dorf gehen.
MAR 8:27 Und Jesus und seine Jnger zogen hinaus in die Ortschaften bei 
Csarea Philippi; und unterwegs befragte er seine Jnger also: was sagen 
die Leute von mir, wer ich sei?
MAR 8:28 Sie aber sagten zu ihm: Johannes der Tufer, und andere: Elias, 
andere aber: einer von den Propheten.
MAR 8:29 Und er befragte sie: ihr aber, was sagt ihr, wer ich sei? 
Antwortet ihm Petrus und sagt zu ihm: du bist der Christus.
MAR 8:30 Und er bedrohte sie, da sie niemand von ihm sagen sollten.
MAR 8:31 Und er begann sie zu belehren, da der Sohn des Menschen viel 
leiden msse und verworfen werden von den Aeltesten und den Hohenpriestern 
und den Schriftgelehrten, und gettet werden und nach drei Tagen 
auferstehen,
MAR 8:32 und er redete ganz offen davon. Und Petrus zog ihn an sich und 
begann ihn zu schelten.
MAR 8:33 Er aber wandte sich um, und da er seine Jnger sah, schalt er den 
Petrus also: weiche hinter mich, Satan, du denkst nicht was Gott ansteht, 
sondern was den Menschen.
MAR 8:34 Und er rief die Menge herbei samt seinen Jngern und sagte zu 
ihnen: will jemand mir nachgehen, der verleugne sich selbst, und nehme 
sein Kreuz auf, und folge mir.
MAR 8:35 Denn wer sein Leben retten will, der wird es verlieren; wer aber 
sein Leben verliert um meinet- und des Evangeliums willen, der wird es 
retten.
MAR 8:36 Denn was ntzt es einem Menschen, die ganze Welt zu gewinnen und 
um sein Leben zu kommen.
MAR 8:37 Denn was knnte der Mensch zum Tausch geben fr sein Leben?
MAR 8:38 Denn wer sich meiner und meiner Worte schmt unter diesem 
ehebrecherischen und sndigen Geschlechte, dessen wird sich der Sohn des 
Menschen auch schmen, wenn er kommt in der Herrlichkeit seines Vaters mit 
den heiligen Engeln.
MAR 9:1 Und er sagte zu ihnen: wahrlich, ich sage euch, es sind einige 
unter denen, die hier stehen, welche den Tod nicht kosten werden, bis sie 
das Reich Gottes kommen sehen mit Macht.
MAR 9:2 Und sechs Tage nachher nimmt Jesus den Petrus und Jakobus und 
Johannes mit und fhrt sie beiseit allein auf einen hohen Berg. Und er 
ward vor ihnen verwandelt,
MAR 9:3 und seine Kleider wurden glnzend wei, so hell wie kein Walker 
auf Erden bleichen kann,
MAR 9:4 und es erschien ihnen Elias mit Moses, und sie unterredeten sich 
mit Jesus.
MAR 9:5 Und Petrus hob an und sagt zu Jesus: Rabbi, hier ist fr uns gut 
sein; wir wollen drei Zelte aufschlagen, eines fr dich, und eines fr 
Moses, und eines fr Elias.
MAR 9:6 Er wute nmlich nicht, was er sagen sollte: denn sie waren 
berwltigt vor Furcht.
MAR 9:7 Und es kam eine Wolke, die sie beschattete, und kam eine Stimme 
aus der Wolke: dies ist mein geliebter Sohn; auf ihn hret.
MAR 9:8 Und da sie augenblicklich umherblickten, sahen sie niemand mehr 
bei sich, als Jesus allein.
MAR 9:9 Und da sie von dem Berge herabstiegen, befahl er ihnen, niemand zu 
erzhlen, was sie gesehen hatten, auer wann der Sohn des Menschen von den 
Toten auferstanden sei.
MAR 9:10 Und sie behielten das Wort bei sich, und verhandelten unter sich, 
was das heie, von den Toten auferstehen.
MAR 9:11 Und sie fragten ihn darber, da die Schriftgelehrten sagen, 
Elias msse zuerst kommen.
MAR 9:12 Er aber sagte zu ihnen: Wohl, Elias, wenn er kommt, stellt zuerst 
alles wieder her; wie kann nun auf den Sohn des Menschen geschrieben 
stehen, da er viel leiden und verachtet werden soll?
MAR 9:13 Aber ich sage euch: auch Elias ist gekommen und sie haben ihm 
angethan, was ihnen beliebte, wie auf ihn geschrieben steht.
MAR 9:14 Und als sie zu den Jngern kamen, sahen sie eine groe Menge um 
dieselben und Schriftgelehrte, in Verhandlung mit ihnen.
MAR 9:15 Und die ganze Menge, alsbald da sie ihn sahen, erschraken sie, 
und liefen herzu und begrten ihn,
MAR 9:16 und er befragte sie: was verhandelt ihr mit ihnen?
MAR 9:17 Und es antwortete ihm einer aus der Menge: Meister, ich habe 
meinen Sohn zu dir gebracht, der einen Geist der Sprachlosigkeit hat.
MAR 9:18 Und wenn er ihn packt, so verzerrt er ihn, und er schumt und 
knirscht mit den Zhnen und wird starr; und ich habe zu deinen Jngern 
gesagt, sie sollen ihn austreiben, und sie vermochten es nicht.
MAR 9:19 Er aber antwortete ihnen: o unglubiges Geschlecht, wie lange 
werde ich bei euch sein? wie lange werde ich es mit euch aushalten? bringt 
ihn zu mir.
MAR 9:20 Und sie brachten ihn zu ihm. Und wie er ihn sah, so zog ihn der 
Geist alsbald krampfhaft zusammen, und er fiel zu Boden und wlzte sich 
schumend herum.
MAR 9:21 Und er befragte seinen Vater: wie lange es sei, da dies an ihn 
gekommen? Er aber sagte: von Kindheit an;
MAR 9:22 und er hat ihn oft sogar ins Feuer geworfen und ins Wasser, um 
ihn umzubringen; aber wenn du etwas vermagst, so habe Mitleiden mit uns 
und hilf uns.
MAR 9:23 Jesus aber sagte zu ihm: was das betrifft: wenn du es vermagst - 
alles ist mglich dem, der glaubt.
MAR 9:24 Alsbald rief der Vater des Knaben: ich glaube; hilf meinem 
Unglauben.
MAR 9:25 Als aber Jesus sah, da die Menge herbeistrmte, bedrohte er den 
unreinen Geist und sagte zu ihm: du stummer und tauber Geist, ich befehle 
dir, fahre aus von ihm und ziehe nicht mehr ein in ihn.
MAR 9:26 Und er fuhr aus unter Geschrei und groer Verzerrung; und er 
wurde wie tot, so da die meisten sagten: er ist gestorben.
MAR 9:27 Jesus aber fate ihn bei der Hand und richtete ihn auf, und er 
stand auf.
MAR 9:28 Und als er nach Hause kam, befragten ihn seine Jnger fr sich: 
warum konnten wir ihn nicht austreiben?
MAR 9:29 Und er sagte zu ihnen: diese Art geht durch nichts aus als durch 
Gebet und Fasten.
MAR 9:30 Und sie giengen weg von da und wanderten durch Galila hin, und 
er wollte nicht, da es jemand erfahre:
MAR 9:31 denn er lehrte seine Jnger und sagte ihnen: der Sohn des 
Menschen wird ausgeliefert in Menschenhnde, und sie werden ihn tten, und 
nachdem er gettet, wird er in drei Tagen auferstehen.
MAR 9:32 Sie aber verstanden das Wort nicht, und scheuten sich ihn zu 
befragen.
MAR 9:33 Und sie kamen nach Kapernaum, und als er nach Hause gekommen, 
befragte er sie: wovon spracht ihr unterwegs?
MAR 9:34 Sie aber schwiegen, denn sie hatten unterwegs mit einander davon 
geredet, wer der grte sei.
MAR 9:35 Und er setzte sich und rief die Zwlf und sagt zu ihnen: wenn 
einer der erste sein will, so soll er der letzte von allen und aller 
Diener sein.
MAR 9:36 Und er stellte ihnen ein Kind vor, nahm es in die Arme und sagte 
zu ihnen:
MAR 9:37 wer eines von solchen Kindern aufnimmt auf meinen Namen, nimmt 
mich auf; und wer mich aufnimmt, der nimmt nicht mich auf, sondern den, 
der mich gesandt hat.
MAR 9:38 Sagte Johannes zu ihm: Meister, wir sahen einen in deinem Namen 
Dmonen austreiben, und wir wehrten es ihm, weil er nicht mit uns zog.
MAR 9:39 Jesus aber sagte: wehret es ihm nicht; denn niemand kann ein 
Wunder thun auf meinen Namen, und wird so leicht bel gegen mich reden.
MAR 9:40 Denn wer nicht wider uns ist, ist fr uns.
MAR 9:41 Denn wer euch mit einem Trunk Wassers trnkt darauf, da ihr 
Christus angehrt, wahrlich, ich sage euch, sein Lohn wird ihm nicht 
entgehen.
MAR 9:42 Und wer einen von diesen Kleinen, die da glauben, rgert, dem 
wre es viel besser, wenn ihm ein Mhlstein um den Hals gelegt und er in 
das Meer geworfen wrde.
MAR 9:43 Und wenn dich deine Hand rgert, so haue sie ab; es ist dir 
besser, verstmmelt ins Leben einzugehen, als mit zwei Hnden in die Hlle 
zu kommen, in das Feuer, das nicht verlischt.
MAR 9:44 Wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht verlischt.
MAR 9:45 Und wenn dein Fu dich rgert, so haue ihn ab; es ist dir besser, 
lahm ins Leben einzugehen, als mit zwei Fen in die Hlle geworfen zu 
werden.
MAR 9:46 Wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht verlischt.
MAR 9:47 Und wenn dein Auge dich rgert, so wirf es weg; es ist dir 
besser, einugig in das Reich Gottes einzugehen, als mit zwei Augen in die 
Hlle geworfen zu werden,
MAR 9:48 wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht verlischt.
MAR 9:49 Denn jeder soll durch Feuer gesalzen werden.
MAR 9:50 Das Salz ist gut; wenn aber das Salz salzlos wird, womit wollt 
ihr es herstellen? Habet Salz bei euch und habt Frieden unter einander.
MAR 10:1 Und er brach auf von da und kommt in das Gebiet Judas und des 
Landes jenseits des Jordan, und es strmen wieder Massen bei ihm zusammen, 
und er lehrte sie wieder wie er gewhnt war.
MAR 10:2 Und Phariser traten herzu und befragten ihn, ob es einem Manne 
erlaubt sei, seine Frau zu entlassen, ihn damit zu versuchen.
MAR 10:3 Er aber antwortete ihnen: was hat euch Moses befohlen?
MAR 10:4 Sie aber sagten: Moses hat gestattet einen Scheidebrief zu 
schreiben und zu entlassen.
MAR 10:5 Jesus aber sagte zu ihnen: eurer Herzenshrtigkeit wegen hat er 
euch dieses Gebot geschrieben.
MAR 10:6 Aber vom Anfang der Schpfung her, als Mann und Frau hat er sie 
geschaffen. -MAR 10:7 Darum wird ein Mensch seinen Vater und seine Mutter 
verlassen,
MAR 10:8 und werden die zwei ein Fleisch sein, so sind es demnach nicht 
mehr zwei, sondern ein Fleisch.
MAR 10:9 Was denn Gott zusammengefgt hat, soll ein Mensch nicht scheiden.
MAR 10:10 Und zu Hause befragten ihn die Jnger wieder hierber,
MAR 10:11 und er sagt ihnen: wer seine Frau entlt und heiratet eine 
andere, der bricht die Ehe an ihr;
MAR 10:12 ebenso auch sie, wenn sie ihren Mann entlt und einen anderen 
heiratet, bricht sie die Ehe.
MAR 10:13 Und sie brachten Kinder zu ihm, da er sie anrhre, die Jnger 
aber schalten die, welche sie brachten.
MAR 10:14 Da es aber Jesus sah, ward er unwillig, und sagte zu ihnen: 
lasset die Kinder zu mir kommen, wehret ihnen nicht, denn solcher ist das 
Reich Gottes.
MAR 10:15 Wahrlich, ich sage euch, wer das Reich Gottes nicht annimmt wie 
ein Kind, wird nimmermehr hineinkommen.
MAR 10:16 Und er nahm sie in die Arme und segnete sie, indem er ihnen die 
Hnde auflegte.
MAR 10:17 Und da er hinauskam auf die Strae, lief einer herzu und fiel 
vor ihm auf die Knie, und befragte ihn: Guter Meister, was soll ich thun, 
um ewiges Leben zu ererben?
MAR 10:18 Jesus aber sagte zu ihm: was nennst du mich gut? Niemand ist gut 
auer dem einen Gott.
MAR 10:19 Die Gebote kennst du: du sollst nicht tten, nicht ehebrechen, 
nicht stehlen, nicht falsch zeugen, nicht berauben, deinen Vater und deine 
Mutter ehren.
MAR 10:20 Er aber sagte zu ihm: Meister, das alles habe ich gehalten von 
meiner Jugend an.
MAR 10:21 Jesus aber sah ihn an, und er fate Liebe zu ihm und sagte ihm: 
eines fehlt dir noch; gehe hin, verkaufe was du hast, und gib es den 
Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben, und dann komm und folge 
mir.
MAR 10:22 Er aber wurde betrbt ber das Wort, und gieng bekmmert davon; 
denn er war sehr vermglich.
MAR 10:23 Und Jesus sah sich um und sagt zu seinen Jngern: wie schwer 
werden die Vermglichen in das Reich Gottes eingehen.
MAR 10:24 Die Jnger aber waren betroffen ber seinen Reden. Jesus aber 
hob wieder an und sagt zu ihnen: Kinder, wie schwer ist es in das Reich 
Gottes einzugehen.
MAR 10:25 Es ist leichter, da ein Kamel durch ein Nadelhr gehe, als da 
ein Reicher in das Reich Gottes eingehe.
MAR 10:26 Sie aber wurden ganz bestrzt und sagten zu ihm: wer kann dann 
gerettet werden?
MAR 10:27 Jesus sah sie an und sagt: bei Menschen ist es unmglich, aber 
nicht bei Gott; denn alles ist mglich bei Gott.
MAR 10:28 Es fieng Petrus an zu ihm zu sagen: siehe wir haben alles 
verlassen, und sind dir gefolgt.
MAR 10:29 Sagte Jesus, wahrlich, ich sage euch, niemand hat Haus oder 
Brder oder Schwestern oder Mutter oder Vater oder Kinder oder Aecker 
verlassen um meinet- und des Evangeliums willen,
MAR 10:30 der nicht hundertmal mehr bekme, jetzt in dieser Zeit Huser 
und Brder und Schwestern und Mtter und Kinder und Aecker mit samt den 
Verfolgungen, und in der knftigen Welt ewiges Leben.
MAR 10:31 Vielmal aber werden die ersten die letzten sein und die letzten 
die ersten.
MAR 10:32 Sie waren aber auf dem Wege hinauf nach Jerusalem; Jesus gieng 
ihnen voran, es berwltigte sie. Die aber nachfolgten, thaten es in 
Furcht. Und er nahm wieder die Zwlf zu sich und hob an ihnen zu sagen von 
den Ereignissen, die ihm bevorstanden:
MAR 10:33 Siehe, wir gehen hinauf nach Jerusalem, und der Sohn des 
Menschen wird den Hohenpriestern und den Schriftgelehrten ausgeliefert 
werden, und sie werden ihn zum Tode verurteilen und ihn den Heiden 
ausliefern;
MAR 10:34 und sie werden ihn verspotten und ihn anspeien und ihn geieln 
und tten, und nach drei Tagen wird er auferstehen.
MAR 10:35 Und es kamen zu ihm Jakobus und Johannes, die Shne des 
Zebedus, und sagten zu ihm: Meister, wir begehren, da du uns gewhrest, 
was wir bitten mgen.
MAR 10:36 Er aber sagte zu ihnen: was wollt ihr von mir?
MAR 10:37 Sie aber sagten zu ihm: verleihe uns, da wir einer dir zur 
Rechten und einer dir zur Linken sitzen in deiner Herrlichkeit.
MAR 10:38 Jesus aber sagte zu ihnen: ihr wisset nicht, was ihr verlangt. 
Knnt ihr den Becher trinken, den ich trinke, oder euch mit der Taufe 
taufen lassen, mit der ich getauft werde?
MAR 10:39 Sie aber sagten zu ihm: wir knnen es. Jesus aber sagte zu 
ihnen: den Becher, den ich trinke, sollt ihr trinken, und mit der Taufe, 
mit der ich getauft werde, sollt ihr getauft werden.
MAR 10:40 Das Sitzen aber zu meiner Rechten oder Linken zu verteilen kommt 
nicht mir zu, sondern es kommt denen zu, welchen es bereitet ist.
MAR 10:41 Und da es die Zehn hrten, fiengen sie an unwillig zu werden 
ber Jakobus und Johannes;
MAR 10:42 und Jesus rief sie herbei und sagt zu ihnen: ihr wisset, da die 
als die Herrscher der Vlker gelten, sie unterjochen und ihre Groen sie 
vergewaltigen.
MAR 10:43 Nicht also soll es bei euch sein; sondern wer gro werden will 
unter euch, der soll euer Diener sein;
MAR 10:44 und wer unter euch der erste sein will, der soll der Knecht von 
allen sein.
MAR 10:45 Denn auch der Sohn des Menschen ist nicht gekommen sich dienen 
zu lassen, sondern zu dienen und zu geben sein Leben zum Lsegeld fr 
Viele.
MAR 10:46 Und sie kommen nach Jericho; und da er aus Jericho herauszog mit 
seinen Jngern und einer ansehnlichen Menge, sa der Sohn des Timus, 
Bartimus, ein Blinder als Bettler an der Strae.
MAR 10:47 Und da er hrte, da es Jesus der Nazarener sei, begann er zu 
rufen: Sohn Davids, Jesus, erbarme dich meiner.
MAR 10:48 Und es schalten ihn viele, da er schweige. Er aber rief um so 
lauter: Sohn Davids, erbarme dich meiner.
MAR 10:49 Und Jesus stand still und sagte: ruft ihn herbei; und sie rufen 
den Blinden und sagen zu ihm: Sei getrost, stehe auf, er ruft dich.
MAR 10:50 Er aber warf seinen Mantel weg, sprang auf und kam zu Jesus.
MAR 10:51 Und Jesus redete ihn an: was willst du, da ich dir thun soll? 
Der Blinde aber sagte zu ihm: Rabbuni, da ich sehend werde.
MAR 10:52 Und Jesus sagte zu ihm: gehe hin, dein Glaube hat dir geholfen. 
Und alsbald ward er sehend, und folgte ihm auf der Strae.
MAR 11:1 Und wie sie herankommen gegen Jerusalem und gegen Bethania beim 
Oelberg, schickt er zwei von seinen Jngern ab,
MAR 11:2 und sagt zu ihnen: gehet hin in das Dorf euch gegenber, und 
sobald ihr hineinkommt, werdet ihr ein Fllen angebunden finden, auf dem 
noch nie ein Mensch gesessen ist: das bindet los und bringt es her.
MAR 11:3 Und wenn jemand zu euch sagt: was thut ihr da? so sagt: der Herr 
bedarf seiner, er schickt es gleich wieder hierher zurck.
MAR 11:4 Und sie giengen hin und fanden das Fllen gebunden bei der Thre 
auen gegen die Gasse, und machen es los.
MAR 11:5 Und etliche von den Umstehenden sagten zu ihnen: was macht ihr 
da, da ihr das Fllen losbindet?
MAR 11:6 Sie aber sagten zu ihnen, wie Jesus sie angewiesen: und sie 
lieen sie machen.
MAR 11:7 Und sie bringen das Fllen zu Jesus, und legten ihre Oberkleider 
darauf, und er setzte sich darauf.
MAR 11:8 Und viele breiteten ihre Kleider auf den Weg, andere aber grne 
Bschel, die sie aus den Feldern abhieben.
MAR 11:9 Und die vorausgiengen sowohl als die nachfolgten, riefen alle: 
Hosianna, gesegnet sei der da kommt im Namen des Herrn.
MAR 11:10 Gesegnet sei das Reich unseres Vaters David, das da kommt; 
Hosianna in der Hhe.
MAR 11:11 Und er gieng hinein nach Jerusalem in den Tempel; und nachdem er 
sich berall umgesehen, da es schon spt an der Zeit war, gieng er hinaus 
nach Bethania mit den Zwlf.
MAR 11:12 Und am folgenden Tage als sie von Bethania ausgezogen, hungerte 
ihn.
MAR 11:13 Und er sah von weitem einen Feigenbaum, der Bltter hatte, und 
trat herzu, ob er etwas auf demselben finde, und wie er hinkam, fand er 
nichts als Bltter; denn es war nicht die Zeit der Feigen.
MAR 11:14 Und er hob an und sprach zu ihm: nie mehr in Ewigkeit soll 
jemand von dir Frucht essen. Und seine Jnger hrten es.
MAR 11:15 Und sie kommen nach Jerusalem. Und als er in den Tempel 
eingetreten, fieng er an auszutreiben die im Tempel verkauften und 
kauften, und warf die Tische der Wechsler sowie die Bnke der 
Taubenverkufer um,
MAR 11:16 und lie niemand ein Gef durch den Tempel tragen,
MAR 11:17 und er lehrte sie also: steht nicht geschrieben: mein Haus soll 
ein Bethaus heien bei allen Vlkern? Ihr aber habt es zur Ruberhhle 
gemacht.
MAR 11:18 Und die Hohenpriester und die Schriftgelehrten hrten es und 
sannen wie sie ihn umbrchten; denn sie frchteten ihn; denn alles Volk 
war betroffen ber seine Lehre.
MAR 11:19 Und wann es Abend wurde, pflegten sie aus der Stadt 
hinauszugehen.
MAR 11:20 Und als sie frh Morgens vorbeizogen, sahen sie den Feigenbaum 
verdorrt von der Wurzel an.
MAR 11:21 Und Petrus erinnerte sich und sagte zu ihm: Rabbi, siehe der 
Feigenbaum, den du verflucht hast, ist verdorrt.
MAR 11:22 Und Jesus antwortete und sagt zu ihnen: habet Glauben an Gott.
MAR 11:23 Wahrlich ich sage euch, wer zu diesem Berge sagt: hebe dich weg 
und strze ins Meer, und nicht zweifelt in seinem Herzen, sondern glaubt, 
da, was er spricht, geschieht, dem wird es zu teil werden.
MAR 11:24 Darum sage ich euch: alles, um was ihr betet und bittet, glaubet 
nur, da ihr es empfangen, so wird es euch werden.
MAR 11:25 Und wenn ihr euch zum Gebete stellt, so vergebet, was ihr gegen 
irgend jemand habt, damit auch euer Vater in den Himmeln euch eure 
Uebertretungen vergebe.
MAR 11:26 Wenn aber ihr nicht vergebet, wird auch euer Vater in den 
Himmeln eure Uebertretung nicht vergeben.
MAR 11:27 Und sie kommen wieder nach Jerusalem, und als er im Tempel 
herumgieng, treten zu ihm die Hohenpriester und die Schriftgelehrten und 
die Aeltesten,
MAR 11:28 und sagten zu ihm: in welcher Vollmacht thust du das? oder wer 
hat dir diese Vollmacht gegeben, das zu thun?
MAR 11:29 Jesus aber sagte zu ihnen: ich will euch etwas fragen; antwortet 
mir, so will ich euch sagen, in welcher Vollmacht ich dies thue.
MAR 11:30 War die Taufe des Johannes vom Himmel oder von Menschen? 
antwortet mir.
MAR 11:31 Und sie berlegten bei sich selbst; sagen wir: vom Himmel, so 
sagt er: warum habt ihr ihm nicht geglaubt?
MAR 11:32 Aber sollen wir sagen: von Menschen? da frchteten sie das Volk, 
denn alles hielt von Johannes, da er wirklich ein Prophet sei.
MAR 11:33 Und sie antworteten Jesus: wir wissen es nicht. Und Jesus sagt 
zu ihnen: so sage ich euch auch nicht, in welcher Vollmacht ich dies thue.
MAR 12:1 Und er fieng an zu ihnen in Gleichnissen zu reden: Ein Mensch 
pflanzte einen Weinberg, und setzte einen Zaun herum und grub eine Kelter 
und baute einen Thurm und verdingte ihn an Weingrtner und zog auer Lands.
MAR 12:2 Und er sandte an die Weingrtner zur Zeit einen Knecht, um bei 
den Weingrtnern vom Ertrag des Weinbergs zu holen.
MAR 12:3 Und sie nahmen ihn und schlugen ihn und sandten ihn leer zurck.
MAR 12:4 Und abermals sandte er an sie einen andern Knecht, und den 
schlugen sie auf den Kopf und beschimpften ihn.
MAR 12:5 Und er sandte einen anderen und sie tteten ihn. Und viele 
andere, die einen schlugen sie, die anderen tteten sie.
MAR 12:6 Noch hatte er einen einzigen geliebten Sohn, den sandte er 
zuletzt zu ihnen und sagte: vor meinem Sohn werden sie sich scheuen.
MAR 12:7 Jene Weingrtner aber sprachen unter sich: das ist der Erbe; 
kommt, lasset uns ihn tten, so wird das Erbe unser sein.
MAR 12:8 Und sie nahmen ihn und tteten ihn und warfen ihn zum Weinberg 
hinaus.
MAR 12:9 Was wird der Herr des Weinbergs thun? kommen wird er und die 
Weingrtner umbringen und den Weinberg anderen geben.
MAR 12:10 Habt ihr auch die Schrift nicht gelesen, wo es heit: Der Stein, 
den die Bauleute verwarfen, der ist zum Eckstein geworden.
MAR 12:11 Vom Herrn ist er gekommen, und wunderbar ist er in unseren Augen!
MAR 12:12 Und sie trachteten ihn zu greifen, und frchteten die Menge. 
Denn sie erkannten, da er das Gleichnis auf sie gesagt. Und sie lieen ab 
von ihm, und giengen davon.
MAR 12:13 Und sie senden zu ihm einige von den Pharisern und den 
Herodianern, ihn mit einem Worte zu fangen.
MAR 12:14 Und sie kamen und sagen zu ihm: Meister, wir wissen, da du 
wahrhaft bist, und kmmerst dich um niemand; denn du siehst keine Person 
an, sondern du lehrst nach der Wahrheit den Weg Gottes. Ist es erlaubt, 
dem Kaiser Steuer zu geben oder nicht? Sollen wir sie geben oder nicht?
MAR 12:15 Er aber, da er ihre Verstellung kannte, sagte zu ihnen: was 
versucht ihr mich? reichet mir einen Denar zum ansehen.
MAR 12:16 Sie aber reichten ihn, und er sagt zu ihnen: wessen ist dieses 
Bild und die Aufschrift? Sie aber sagten zu ihm: des Kaisers.
MAR 12:17 Jesus aber sagte: was des Kaisers ist, gebt dem Kaiser, und was 
Gottes ist, Gott. Und sie verwunderten sich ber ihn.
MAR 12:18 Und es kamen Sadducer zu ihm, die da sagen, es gebe keine 
Auferstehung, und befragten ihn:
MAR 12:19 Meister, Moses hat uns vorgeschrieben: wenn einem sein Bruder 
stirbt und eine Frau hinterlt, aber kein Kind zurck lt, so soll sein 
Bruder die Frau nehmen, und seinem Bruder Samen erwecken.
MAR 12:20 Es waren da sieben Brder; und der erste nahm eine Frau, und als 
er starb, lie er keinen Samen zurck.
MAR 12:21 Und der zweite nahm sie, und starb ohne Samen zu hinterlassen, 
und der dritte ebenso.
MAR 12:22 Und die sieben lieen keinen Samen zurck. Zuletzt von allen 
starb auch die Frau.
MAR 12:23 In der Auferstehung - wem von ihnen wird die Frau gehren? Haben 
sie ja doch sieben zur Frau gehabt.
MAR 12:24 Sagte Jesus zu ihnen: seid ihr nicht deshalb im Irrtum, weil ihr 
die Schriften nicht verstehet noch die Macht Gottes?
MAR 12:25 Denn wenn sie von den Toten auferstehen, freien sie weder noch 
lassen sie sich freien, sondern sie sind wie Engel in den Himmeln.
MAR 12:26 Was aber das betrifft, da die Toten auferweckt werden: habt ihr 
nicht in Moses Buch gelesen, beim Dornbusch, wie Gott zu ihm sagte: Ich 
bin der Gott Abrahams, und der Gott Isaaks, und der Gott Jakobs?
MAR 12:27 Gott ist nicht ein Gott von Toten, sondern von Lebendigen. Ihr 
steckt tief im Irrtum.
MAR 12:28 Und es kam einer von den Schriftgelehrten herzu, der ihrem 
Streiten zugehrt hatte, und da er wute, da er ihnen gut geantwortet 
hatte, befragte er ihn: Welches Gebot ist das allererste?
MAR 12:29 Antwortete Jesus: das erste ist: Hre Israel, der Herr unser 
Gott ist ein einiger Herr.
MAR 12:30 Und du sollst lieben den Herr deinen Gott aus deinem ganzen 
Herzen, und aus deiner ganzen Seele und aus deinem ganzen Gemte, und aus 
deiner ganzen Kraft.
MAR 12:31 Das zweite ist dieses: du sollst lieben deinen Nchsten wie dich 
selbst. Ein anderes Gebot das grer wre als diese giebt es sonst nicht.
MAR 12:32 Und der Schriftgelehrte sagte zu ihm: recht, Meister, hast du 
nach der Wahrheit gesagt, da einer ist und kein anderer auer ihm.
MAR 12:33 Und das ihn lieben aus ganzem Herzen und aus ganzem Denken und 
aus ganzer Kraft, und das den Nchsten lieben wie sich selbst, ist viel 
mehr als alle Brandopfer und Schlachtopfer.
MAR 12:34 Und Jesus, wie er an ihm sah, da er verstndig antwortete, 
sagte zu ihm: du bist nicht fern vom Reich Gottes. Und niemand wagte ihn 
weiter zu befragen.
MAR 12:35 Und Jesus hob an und sagte beim Lehren im Tempel: wie knnen die 
Schriftgelehrten sagen, da der Christus Davids Sohn sei?
MAR 12:36 Hat doch David selbst im heiligen Geist gesagt: Der Herr sprach 
zu meinem Herrn: setze dich zu meiner Rechten, bis ich lege deine Feinde 
unter deine Fe.
MAR 12:37 David selbst nennt ihn Herr: woher ist er denn sein Sohn? Und 
die groe Menge hrte ihm mit Lust zu.
MAR 12:38 Und er sagte in seiner Lehre: htet euch vor den 
Schriftgelehrten, welche darauf aus sind, im Talar herumzugehen, und auf 
die Begrungen an ffentlichen Pltzen,
MAR 12:39 und auf die Vordersitze in den Synagogen und die ersten Pltze 
bei den Gastmhlern;
MAR 12:40 welche die Huser der Witwen aussaugen, und verrichten lange 
Gebete zum Scheine: die werden nur um so schwerer ins Gericht kommen.
MAR 12:41 Und er setzte sich dem Schatzkasten gegenber und schaute zu, 
wie die Menge Mnze in den Kasten einlegte. Und viele Reiche legten viel 
ein;
MAR 12:42 und es kam eine arme Witwe und legte zwei Pfennige ein, das 
macht einen Quadranten.
MAR 12:43 Und er rief seine Jnger herbei und sagte zu ihnen: wahrlich, 
ich sage euch, diese arme Witwe hat mehr eingelegt, als alle, die in den 
Schatzkasten einlegten.
MAR 12:44 Denn alle haben aus ihrem Ueberflu eingelegt; sie aber hat aus 
ihrem Mangel eingelegt, alles was sie hatte, ihr ganzes Vermgen.
MAR 13:1 Und als er aus dem Tempel herausgieng, sagt einer von seinen 
Jngern zu ihm: Meister, siehe, was das fr Steine und Bauten sind.
MAR 13:2 Und Jesus sagte zu ihm: du siehst diese gewaltigen Bauten? Da 
soll auch nicht ein Stein auf dem andern gelassen werden, da er nicht 
abgebrochen wrde.
MAR 13:3 Und da er auf dem Oelberg dem Tempel gegenber sa, fragten ihn 
Petrus und Jakobus und Johannes und Andreas besonders:
MAR 13:4 sage uns, wann wird das sein? und was ist das Zeichen, wann 
dieses alles in Erfllung gehen soll?
MAR 13:5 Jesus aber fieng an ihnen zu sagen: sehet zu, da euch niemand 
irrefhre.
MAR 13:6 Viele werden kommen auf meinen Namen, und sagen: ich bin es, und 
werden Viele irrefhren.
MAR 13:7 Wenn ihr aber von Kriegen und Kriegsgerchten hrt, so lasset 
euch nicht erschrecken; es mu so kommen, aber es ist noch nicht das Ende.
MAR 13:8 Denn es wird sich erheben Volk wider Volk und Reich wider Reich, 
es wird Erdbeben geben hin und wider, es wird Hungersnte geben. Der 
Anfang der Wehen ist das.
MAR 13:9 Nehmet aber euch selbst in Acht. Sie werden euch ausliefern an 
Ratsversammlungen, und ihr werdet Schlge erhalten in den Synagogen und 
werdet vor Statthalter und Knige gestellt werden um meinetwillen, zum 
Zeugnisse fr sie.
MAR 13:10 Und es mu zuerst das Evangelium verkndet werden bei allen 
Vlkern.
MAR 13:11 Und wann sie euch abfhren zur Auslieferung, so sorget nicht 
voraus, was ihr reden sollt, sondern was euch in jener Stunde gegeben 
wird, das redet, denn nicht ihr seid es, die da reden, sondern der heilige 
Geist.
MAR 13:12 Und es wird ein Bruder den Bruder ausliefern zum Tode, und ein 
Vater sein Kind, und werden aufstehen Kinder gegen Eltern, und sie zum 
Tode bringen.
MAR 13:13 Und ihr werdet gehat sein von allen um meines Namens willen. 
Der aber ausharrt bis ans Ende, der wird gerettet werden.
MAR 13:14 Wann ihr aber stehen seht den Greuel der Verwstung, wo es nicht 
sein soll - der Leser merke auf - dann mgen die in Juda fliehen in die 
Berge;
MAR 13:15 wer aber auf dem Dache ist, steige nicht herab und gehe nicht 
hinein etwas zu holen aus seinem Hause;
MAR 13:16 und wer auf dem Felde ist, kehre sich nicht um seinen Rock 
aufzuheben.
MAR 13:17 Wehe aber den Schwangern und den Sugenden in jenen Tagen.
MAR 13:18 Betet aber, da es nicht im Winter geschehe.
MAR 13:19 Denn diese Tage werden eine Drangsal sein, wie eine solche nie 
gewesen ist von Anfang der Schpfung, die Gott gemacht hat, bis jetzt, und 
nie sein wird.
MAR 13:20 Und wenn der Herr die Tage nicht verkrzte, so wrde nichts 
gerettet, was Fleisch heit; aber um der Auserwhlten willen, die er 
erwhlt hat, hat er die Tage verkrzt.
MAR 13:21 Und hierauf, wenn man zu euch sagt: siehe hier ist der Christus, 
siehe da, so glaubt es nicht.
MAR 13:22 Es werden sich aber erheben falsche Christusse und falsche 
Propheten, und werden geben Zeichen und Wunder zur Verfhrung, wre es 
mglich, selbst der Auserwhlten.
MAR 13:23 Ihr aber sehet zu, ich habe euch alles vorausgesagt.
MAR 13:24 Aber in jenen Tagen nach jener Drangsal wird sich die Sonne 
verfinstern, und der Mond wird seinen Schein nicht geben,
MAR 13:25 und die Sterne werden vom Himmel fallen, und die Gewalten in den 
Himmeln werden erbeben.
MAR 13:26 Und hierauf werden sie den Sohn des Menschen kommen sehen in 
Wolken mit groer Macht und Herrlichkeit.
MAR 13:27 Und hierauf wird er die Engel aussenden und die Auserwhlten 
versammeln von den vier Winden her, vom Ende der Erde bis zum Ende des 
Himmels.
MAR 13:28 Vom Feigenbaum aber lernet das Gleichnis. Wenn sein Trieb schon 
zart wird und Bltter treibt, so merket ihr, da der Sommer nahe ist.
MAR 13:29 So auch ihr, wenn ihr dieses kommen sehet, so merket, da er 
nahe ist vor der Thre.
MAR 13:30 Wahrlich, ich sage euch, nicht wird dieses Geschlecht vergehen, 
bis da dieses alles geschieht.
MAR 13:31 Der Himmel und die Erde werden vergehen, meine Worte aber werden 
nicht vergehen.
MAR 13:32 Ueber jenen Tag aber und die Stunde wei niemand etwas, auch 
nicht die Engel im Himmel, auch nicht der Sohn, sondern allein der Vater.
MAR 13:33 Habet Acht, bleibet wach; denn ihr wisset nicht, wann die Zeit 
kommt.
MAR 13:34 Es ist wie bei einem Menschen, der verreiste und sein Haus 
verlie, und seinen Knechten die Vollmacht gab, jedem sein Geschft, und 
dem Thrhter trug er auf zu wachen.
MAR 13:35 So wachet nun, denn ihr wisset nicht, wann der Herr des Hauses 
kommt, ob am Abend oder um Mitternacht, oder um den Hahnenschrei oder 
Morgens frhe,
MAR 13:36 auf da er nicht, wenn er pltzlich kommt, euch schlafend treffe.
MAR 13:37 Was ich aber euch sage, sage ich allen: wachet.
MAR 14:1 Es war aber noch zwei Tage bis zum Passa und Ungesuerten, und 
die Hohenpriester und die Schriftgelehrten sannen, wie sie ihn mit List 
fassen und tten knnten.
MAR 14:2 Denn sie sagten: nicht am Feste, auf da es keine Unruhen gibt im 
Volk.
MAR 14:3 Und da er in Bethania war, im Hause Simons des Ausstzigen, kam 
eine Frau, wie er zu Tische sa, mit einer Alabasterflasche chter 
kostbarer Nardensalbe, schlug die Flasche auf und go es ihm ber das 
Haupt.
MAR 14:4 Es waren aber etliche da, die unter sich zankten: wozu das, diese 
Salbe zu vergeuden?
MAR 14:5 htte man doch diese Salbe verkaufen knnen um mehr als 
dreihundert Denare und es den Armen geben; und sie fuhren sie an.
MAR 14:6 Jesus aber sagte: lasset sie; was beschwert ihr sie? Sie hat ein 
gutes Werk an mir gethan.
MAR 14:7 Denn die Armen habt ihr allezeit bei euch und knnet ihnen 
allezeit Gutes thun, wann ihr wollt; mich aber habt ihr nicht allezeit.
MAR 14:8 Sie hat gethan, was sie vermochte; sie hat meinen Leib zum voraus 
gesalbt zum Begrbnis.
MAR 14:9 Wahrlich aber, ich sage euch, wo in aller Welt das Evangelium 
verkndigt wird, wird auch von ihrer That geredet werden zu ihrem 
Gedchtnis.
MAR 14:10 Und Judas Iskarioth, einer von den Zwlfen gieng hin zu den 
Hohenpriestern, ihn an dieselben auszuliefern.
MAR 14:11 Sie aber freuten sich wie sie es hrten, und versprachen ihm 
Geld zu geben; und er suchte, wie er ihn bei guter Gelegenheit ausliefern 
mge.
MAR 14:12 Und am ersten Tage des Ungesuerten, da man das Passa 
schlachtete, sagen seine Jnger zu ihm: wo, willst du, da wir hingehen 
und dir das Passamahl zu essen richten?
MAR 14:13 Und er sendet zwei von seinen Jngern aus und sagt zu ihnen: 
gehet hin in die Stadt, so wird euch ein Mensch begegnen, der einen 
Wasserkrug trgt; dem folget nach;
MAR 14:14 und wo er eintritt, da saget dem Hausherrn: der Meister lt 
sagen: wo ist meine Herberge, da ich das Passa mit meinen Jngern essen 
mge?
MAR 14:15 So wird er euch ein groes teppichbelegtes bereitgestelltes 
Oberzimmer zeigen; da richtet ihr es fr uns.
MAR 14:16 Und die Jnger giengen aus und kamen in die Stadt, und fanden 
es, wie er ihnen gesagt hatte und richteten das Passamahl.
MAR 14:17 Und da es Abend geworden, kam er mit den Zwlf.
MAR 14:18 Und da sie am Essen saen, sprach Jesus: wahrlich ich sage euch, 
einer von euch, der mit mir isset, wird mich verraten.
MAR 14:19 Sie fiengen an sich zu betrben und zu ihm zu sagen, einer nach 
dem andern: doch nicht ich?
MAR 14:20 er aber sagte zu ihnen, einer von den Zwlf, der mit mir in die 
Schssel taucht.
MAR 14:21 Ja, der Sohn des Menschen geht wohl dahin, wie von ihm 
geschrieben steht; wehe aber jenem Menschen, durch welchen der Sohn des 
Menschen verraten wird: diesem Menschen wre es besser, wenn er nicht 
geboren wre.
MAR 14:22 Und als sie aen, nahm er Brot, segnete und brach, und gab es 
ihnen, und sagte: nehmet, das ist mein Leib.
MAR 14:23 Und er nahm einen Becher, dankte und gab es ihnen, und sie 
tranken alle daraus;
MAR 14:24 und er sagte zu ihnen: das ist mein Bundesblut, das fr viele 
vergossen wird.
MAR 14:25 Wahrlich, ich sage euch: nicht mehr werde ich trinken vom 
Gewchse des Weinstocks, bis auf den Tag, da ich es neu trinken werde im 
Reiche Gottes.
MAR 14:26 Und nach dem Lobgesang zogen sie hinaus zum Oelberg,
MAR 14:27 und Jesus sagt zu ihnen: ihr werdet alle Ansto nehmen, denn es 
steht geschrieben: Ich werde den Hirten schlagen, und die Schafe werden 
zerstreut werden.
MAR 14:28 Aber nach meiner Auferweckung werde ich euch nach Galila 
vorausgehen.
MAR 14:29 Petrus aber sagte zu ihm: wenn auch alle Ansto nehmen, so doch 
ich nicht.
MAR 14:30 Und Jesus sagt zu ihm: wahrlich, ich sage dir: heute in dieser 
Nacht, ehe der Hahn zweimal krht, wirst du mich dreimal verleugnen.
MAR 14:31 Er aber redete nur um so eifriger: wenn ich mit dir sterben 
mte, werde ich dich nimmermehr verleugnen. Ebenso aber sprachen sie auch 
alle.
MAR 14:32 Und sie kommen in ein Grundstck mit Namen Gethsemane, und er 
sagt zu seinen Jngern: setzet euch hier, inde ich bete.
MAR 14:33 Und er nimmt den Petrus und Jakobus und Johannes mit sich, und 
fieng an zu zittern und zu zagen,
MAR 14:34 und sagt zu ihnen: meine Seele ist tief betrbt bis zum Tode; 
bleibt hier und wachet.
MAR 14:35 Und er gieng eine kleine Strecke vor, warf sich auf die Erde und 
betete, da, wo mglich, diese Stunde an ihm vorber gehe,
MAR 14:36 und sprach: Abba, Vater, dir ist alles mglich; nimm diesen 
Becher von mir; doch nicht wie ich will, sondern wie du.
MAR 14:37 Und er kommt und findet sie schlafend und sagt zu Petrus: Simon, 
du schlfst? Vermochtest du nicht eine Stunde zu wachen?
MAR 14:38 Wachet und betet, damit ihr nicht in Versuchung fallet. Der 
Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach.
MAR 14:39 Und abermals gieng er hin, und betete mit den gleichen Worten.
MAR 14:40 Und wieder kam er und fand sie schlafend; ihre Augen fielen 
ihnen zu, und sie hatten keine Gedanken zum antworten.
MAR 14:41 Und er kommt zum drittenmal und sagt zu ihnen: ihr schlafet fort 
und ruhet? Es ist genug; die Stunde ist gekommen, siehe der Sohn des 
Menschen wird in die Hnde der Snder ausgeliefert.
MAR 14:42 Auf, lasset uns gehen; siehe, der mich ausliefert, ist 
angekommen.
MAR 14:43 Und alsbald, da er noch sprach, erscheint Judas, einer von den 
Zwlf und mit ihm eine Menge mit Schwertern und Stcken von den 
Hohenpriestern und den Schriftgelehrten und den Aeltesten her.
MAR 14:44 Es hatte ihnen aber der Verrter ein Zeichen gegeben also: den 
ich ksse, der ist es; den greifet und bringt ihn in Sicherheit.
MAR 14:45 Und da er kam, trat er alsbald zu ihm und sagt: Rabbi, und kte 
ihn.
MAR 14:46 Sie aber legten Hand an ihn und griffen ihn.
MAR 14:47 Einer aber von denen, die dabei standen, zog das Schwert und 
schlug nach dem Knecht des Hohenpriesters und hieb ihm das Ohr ab.
MAR 14:48 Und Jesus redete sie an: wie gegen einen Ruber seid ihr 
ausgezogen mit Schwertern und Stcken, mich gefangen zu nehmen.
MAR 14:49 Tglich war ich bei euch im Tempel lehrend, und ihr habt mich 
nicht gegriffen; aber die Schriften sollten erfllt werden.
MAR 14:50 Und sie verlieen ihn und flohen alle davon;
MAR 14:51 und ein Jngling war in seinem Gefolge, der ein feines 
Leinengewand auf dem bloen Leib trug, und sie greifen ihn;
MAR 14:52 er aber lie das Leinengewand fahren und floh nackt.
MAR 14:53 Und sie fhrten Jesus ab zu dem Hohenpriester, und es versammeln 
sich die smmtlichen Hohenpriester und Aeltesten und Schriftgelehrten.
MAR 14:54 Und Petrus folgte ihm von weitem bis hinein in den Hof des 
Hohenpriesters, und setzte sich zu den Dienern und wrmte sich am Feuer.
MAR 14:55 Die Hohenpriester aber und das ganze Synedrium suchten Zeugnis 
gegen Jesus um ihn zu tten, und fanden keines:
MAR 14:56 Denn Viele legten falsches Zeugnis gegen ihn ab; und die 
Zeugnisse waren nicht gleich.
MAR 14:57 Und etliche standen auf und legten falsches Zeugnis gegen ihn 
ab, also:
MAR 14:58 wir haben ihn sagen gehrt: ich will diesen mit Hnden gemachten 
Tempel abbrechen, und in drei Tagen einen andern aufbauen, der nicht mit 
Hnden gemacht ist.
MAR 14:59 Und auch so war ihr Zeugnis noch nicht gleich.
MAR 14:60 Und der Hohepriester trat vor und befragte Jesus: antwortest du 
gar nichts, auf das, was diese gegen dich zeugen?
MAR 14:61 Er aber schwieg, und antwortete nichts. Wiederum befragte ihn 
der Hohepriester und sagt zu ihm: bist du der Christus, der Sohn des 
Hochgelobten?
MAR 14:62 Jesus aber sagte: ich bin es, und ihr werdet den Sohn des 
Menschen sitzen sehen zur Rechten der Macht und kommen mit den Wolken des 
Himmels.
MAR 14:63 Der Hohepriester aber zerri seine Kleider und sagt: was 
brauchen wir noch Zeugen!
MAR 14:64 Ihr habt die Lsterung gehrt; wie scheint es euch? Sie aber 
verurteilten ihn alle zum Tode.
MAR 14:65 Und etliche fiengen an ihn anzuspeien und sein Gesicht 
zuzudecken, und ihn mit Fusten zu schlagen und zu ihm zu sagen: weissage; 
und die Diener griffen ihn mit Stockschlgen an.
MAR 14:66 Und da Petrus unten im Hofe war, kommt eine von den Mgden des 
Hohenpriesters
MAR 14:67 und da sie Petrus sich wrmen sah, blickte sie ihn an und sagt: 
du warst auch mit dem Nazarener, dem Jesus.
MAR 14:68 Er aber leugnete: ich wei nicht und begreife nicht, was du 
meinst. Und er gieng hinaus in die Vorhalle, und der Hahn krhte.
MAR 14:69 Und die Magd sah ihn, und fieng abermals an zu den Umstehenden 
zu sagen: das ist einer von ihnen.
MAR 14:70 Er aber leugnete abermals. Und bald darauf sagten noch einmal 
die Umstehenden zu Petrus: du bist wahrhaftig einer von ihnen: bist du 
doch auch ein Galiler.
MAR 14:71 Er aber begann sich zu verfluchen und zu verschwren: ich kenne 
diesen Menschen nicht, von dem ihr sagt.
MAR 14:72 Und alsbald krhte der Hahn zum zweitenmal. Und Petrus gedachte 
des Wortes, wie Jesus zu ihm gesagt hatte: ehe der Hahn zweimal krht, 
wirst du mich dreimal verleugnen. Und er bedachte es und weinte.
MAR 15:1 Und alsbald in der Frhe, nachdem die Hohenpriester mit den 
Aeltesten und den Schriftgelehrten und das ganze Synedrium Beschlu gefat 
hatten, banden sie Jesus, fhrten ihn ab und berlieferten ihn an Pilatus.
MAR 15:2 Und Pilatus befragte ihn: bist du der Knig der Juden? er aber 
antwortete ihm: du sagst es.
MAR 15:3 Und die Hohenpriester brachten viele Klagen gegen ihn vor.
MAR 15:4 Pilatus aber befragte ihn wiederum: antwortest du nichts? siehe, 
was sie alles gegen dich vorbringen.
MAR 15:5 Jesus aber antwortete gar nichts mehr, so da sich Pilatus 
verwunderte.
MAR 15:6 Auf das Fest aber pflegte er ihnen einen Gefangenen frei zu 
geben, welchen sie sich ausbaten.
MAR 15:7 Es lag aber der mit Namen Barabbas in Fesseln mit den Aufrhrern, 
die beim Aufruhr Mord verbt hatten.
MAR 15:8 Und das Volk zog hinauf und fieng an zu fordern, wie er ihnen 
sonst that.
MAR 15:9 Pilatus aber antwortete ihnen: wollet ihr, da ich euch den Knig 
der Juden freigebe?
MAR 15:10 Denn er erkannte, da ihn die Hohenpriester aus Neid berliefert 
hatten.
MAR 15:11 Die Hohenpriester aber wiegelten die Menge auf, da er ihnen 
lieber den Barabbas freigeben solle.
MAR 15:12 Pilatus aber antwortete ihnen wieder: was wollt ihr denn, da 
ich mit dem thue, den ihr den Knig der Juden nennt?
MAR 15:13 Sie aber schrien wieder: kreuzige ihn
MAR 15:14 Pilatus aber sagte zu ihnen: was hat er denn Bses gethan? sie 
aber schrien nur lauter: kreuzige ihn.
MAR 15:15 Pilatus aber wollte das Volk befriedigen, und lie ihnen den 
Barabbas los, den Jesus aber lie er geieln, und lieferte ihn aus zur 
Kreuzigung.
MAR 15:16 Die Soldaten aber fhrten ihn ab, hinein in den Hof, nmlich das 
Prtorium, und rufen die ganze Cohorte zusammen,
MAR 15:17 und ziehen ihm einen Purpur an, flechten einen Dornenkranz und 
setzen ihm denselben auf;
MAR 15:18 und sie fiengen an ihn zu begren: sei gegrt, Knig der Juden,
MAR 15:19 und schlugen ihm mit einem Rohr auf den Kopf, und spien ihn an, 
und huldigten ihm mit Kniebeugen.
MAR 15:20 Und nachdem sie ihren Spott mit ihm getrieben, zogen sie ihm den 
Purpur aus und seine eigenen Kleider an. Und sie fhren ihn hinaus, ihn zu 
kreuzigen,
MAR 15:21 und ntigten einen Vorbergehenden, Simon von Kyrene, der vom 
Felde kam, den Vater des Alexander und Rufus, sein Kreuz zu tragen,
MAR 15:22 und bringen ihn an den Platz Golgotha, was bersetzt heit: 
Schdelsttte.
MAR 15:23 Und sie gaben ihm Wein mit Myrrhen: er aber nahm es nicht an.
MAR 15:24 Und sie kreuzigten ihn, und verteilen seine Kleider, indem sie 
das Los darber warfen, was einer bekommen solle.
MAR 15:25 Es war aber die dritte Stunde, da sie ihn kreuzigten.
MAR 15:26 Und es war die Inschrift seiner Schuld angeschrieben: der Knig 
der Juden.
MAR 15:27 Und mit ihm kreuzigten sie zwei Ruber, einen ihm zur Rechten 
und einen zur Linken.
MAR 15:28 Und es ward die Schrift erfllt: und er ward unter die 
Uebeltter gerechnet.
MAR 15:29 Und die Vorbergehenden lsterten ihn, indem sie die Kpfe 
schttelten und sagten: Ha! der den Tempel abbricht und in drei Tagen 
aufbaut,
MAR 15:30 hilf dir selbst und steige herunter vom Kreuze.
MAR 15:31 Ebenso auch die Hohenpriester spotteten unter einander nebst den 
Schriftgelehrten und sagten: anderen hat er geholfen, sich selbst kann er 
nicht helfen;
MAR 15:32 der Christus, der Knig Israels! jetzt steige herunter vom 
Kreuze, das wir es sehen und glauben. Auch seine Mitgekreuzigten schmhten 
ihn.
MAR 15:33 Und als die sechste Stunde gekommen, brach eine Finsternis ein 
ber das ganze Land bis zur neunten Stunde.
MAR 15:34 Und um die neunte Stunde rief Jesus laut: Eloi Eloi lama 
sabachthani, das heit bersetzt: mein Gott, mein Gott, warum hast du mich 
verlassen?
MAR 15:35 Und etliche der Dabeistehenden, da sie es hrten, sagten: siehe, 
er ruft den Elias.
MAR 15:36 Es lief aber einer und fllte einen Schwamm mit Essig, steckte 
ihn auf ein Rohr und gab ihm zu trinken mit den Worten: wartet, wir wollen 
sehen, ob Elias kommt, ihn herabzuholen.
MAR 15:37 Jesus aber that einen lauten Schrei und verschied.
MAR 15:38 Und der Vorhang im Tempel zerri in zwei Stcke von oben bis 
unten.
MAR 15:39 Da aber der Hauptmann sah, der dabei stand ihm gegenber, da er 
auf diese Weise verschied, sagte er: dieser Mensch war wahrhaftig Gottes 
Sohn.
MAR 15:40 Es waren aber auch Frauen da, die von ferne zuschauten, darunter 
Maria von Magdala, und Maria die Tochter des Jakobus des kleinen, die 
Mutter des Joses, und Salome,
MAR 15:41 die ihm, so lange er in Galila war, nachfolgten und ihm 
dienten, und noch andere viele, die mit ihm nach Jerusalem hinaufgegangen 
waren.
MAR 15:42 Und als es schon Abend geworden, da es Rsttag war, das heit 
der Tag vor dem Sabbat,
MAR 15:43 kam Josef von Arimatha, ein edler Rathsherr, der selbst auch 
auf das Reich Gottes wartete, und wagte es bei Pilatus einzutreten und um 
den Leichnam Jesus zu bitten.
MAR 15:44 Pilatus aber wunderte sich, ob er denn schon tot sei, und rief 
den Hauptmann herbei, und befragte ihn, ob er schon lnger gestorben sei;
MAR 15:45 und wie er es von dem Hauptmann erfuhr, gewhrte er dem Josef 
den Leichnam.
MAR 15:46 Und er kaufte Leinwand, nahm ihn herab, wickelte ihn in die 
Leinwand, und legte ihn in ein Grab, das aus einem Felsen gebrochen war, 
und wlzte einen Stein an die Thre des Grabes.
MAR 15:47 Die Maria von Magdala aber und die Maria des Jakobus Tochter 
schauten zu, wo er beigesetzt wurde.
MAR 16:1 Und wie der Sabbat vorber war, da kauften Maria von Magdala und 
die Maria des Jakobus Tochter und Salome Gewrze, um hinzugehen und ihn 
einzusalben.
MAR 16:2 Und in der Morgenfrhe am ersten Wochentag kamen sie an das Grab, 
wie die Sonne aufgieng.
MAR 16:3 Und sie sprachen bei sich selbst: wer wird uns den Stein von der 
Thre des Grabes abwlzen?
MAR 16:4 Und da sie aufblickten, schauten sie, da der Stein bergewlzt 
war; er war nmlich sehr gro.
MAR 16:5 Und da sie in das Grab eintraten, sahen sie einen Jngling auf 
der rechten Seite sitzen, mit einem weien Talar bekleidet, und sie 
schracken zusammen.
MAR 16:6 Er aber sagt zu ihnen: erschrecket nicht. Ihr suchet Jesus den 
Nazarener, den gekreuzigten; er ward auferweckt, er ist nicht hier; siehe 
da die Stelle, wo sie ihn hingelegt haben.
MAR 16:7 Aber gehet hin, saget seinen Jngern und dem Petrus: er geht euch 
nach Galila voraus; dort werdet ihr ihn sehen, wie er euch gesagt hat.
MAR 16:8 Und sie giengen heraus und flohen von dem Grabe; denn Zittern und 
Entsetzen hatte sie erfat, und sie sagten zu niemand etwas, denn sie 
frchteten sich.
MAR 16:9 Nachdem er aber in der Frhe des ersten Wochentages auferstanden, 
erschien er zuerst der Maria von Magdala, von der er sieben Dmonen 
ausgetrieben hatte.
MAR 16:10 Die gieng hin und berichtete es seinen Begleitern, die da 
trauerten und weinten.
MAR 16:11 Und sie, da sie hrten, er lebe und sei von ihr geschaut worden, 
glaubten sie es nicht.
MAR 16:12 Nach dem aber offenbarte er sich zweien von ihnen, die einen 
Gang machten, in anderer Gestalt, da sie ber Feld giengen.
MAR 16:13 Und die giengen hin und berichteten es den brigen; und sie 
glaubten auch ihnen nicht.
MAR 16:14 Nachher offenbarte er sich den Elf selbst, da sie zu Tisch 
saen, und schmhte ihren Unglauben und ihre Herzenshrtigkeit, da sie 
denen nicht geglaubt hatten, die ihn auferweckt geschaut.
MAR 16:15 Und er sagte zu ihnen: gehet hin in alle Welt und verkndet das 
Evangelium aller Kreatur.
MAR 16:16 Wer da geglaubt hat und getauft ward, wird gerettet werden; wer 
aber nicht geglaubt hat, wird verdammt werden.
MAR 16:17 Die aber, welche glubig geworden, werden folgende Zeichen 
begleiten: in meinem Namen werden sie Dmonen austreiben, sie werden mit 
Zungen reden,
MAR 16:18 sie werden Schlangen aufheben, und wenn sie etwas Tdliches 
trinken, wird es ihnen nicht schaden, Kranken werden sie die Hnde 
auflegen, so wird es gut mit ihnen werden.
MAR 16:19 Nachdem denn der Herr zu ihnen geredet, ward er aufgenommen in 
den Himmel und setzte sich zur Rechten Gottes.
MAR 16:20 Sie aber zogen aus und verkndigten berall, wobei der Herr 
mitwirkte und das Wort bekrftigte durch die begleitenden Zeichen.
LUK 1:1 Da nun schon Manche versucht haben, eine Erzhlung von den bei uns 
beglaubigten Begebenheiten zu verfassen,
LUK 1:2 so wie es uns die ursprnglichen Augenzeugen und Diener des Wortes 
berliefert haben,
LUK 1:3 so habe auch ich mich entschlossen, nachdem ich allem von vorne an 
genau nachgegangen, es fr dich, hochgeehrter Theophilus, nach der 
Reihenfolge niederzuschreiben,
LUK 1:4 damit du dich von der Gewiheit der Geschichten, die du in deinem 
Unterricht erfuhrst, berzeugen knnest.
LUK 1:5 Es war in den Tagen Herodes, des Knigs von Juda, ein Priester 
mit Namen Zacharias aus der Tagesklasse Abia, und derselbe hatte eine Frau 
aus den Tchtern Aaron, die hie Elisabet.
LUK 1:6 Es waren aber beide gerecht vor Gott, wandelnd in allen Geboten 
und Gerechtsamen des Herrn, ohne Tadel.
LUK 1:7 Und sie hatten kein Kind, dieweil Elisabet unfruchtbar war, und 
beide waren hochbetagt.
LUK 1:8 Es geschah aber, da er, weil seine Tagklasse an der Reihe war, den 
Priesterdienst hatte vor Gott,
LUK 1:9 traf ihn nach dem Brauche der Priesterschaft das Los, zu ruchern 
und hiezu in den Tempel des Herrn zu treten.
LUK 1:10 Und die ganze Versammlung des Volks war auerhalb im Gebet in der 
Stunde des Rauchopfers.
LUK 1:11 Es erschien ihm aber ein Engel des Herrn, zur Rechten des 
Rucheraltars stehend.
LUK 1:12 Und Zacharias, da er es sah, ward bestrzt und Furcht kam ber 
ihn.
LUK 1:13 Der Engel aber sprach zu ihm: frchte dich nicht, Zacharias, 
dieweil deine Bitte erhrt ist, und deine Frau Elisabet wird dir einen 
Sohn gebren, und du wirst ihm den Namen Johannes geben;
LUK 1:14 und du wirst Freude und Wonne haben, und viele werden sich seiner 
Geburt freuen.
LUK 1:15 Denn er wird gro sein vor dem Herrn, Wein und Gebranntes wird er 
nicht trinken, und wird mit heiligem Geist erfllt sein vom Mutterleib an,
LUK 1:16 und viele der Shne Israels wird er bekehren zu dem Herrn ihrem 
Gott;
LUK 1:17 und er wird dahingehen vor ihm in Geist und Kraft des Elias, zu 
wenden die Herzen der Vter zu den Kindern und die Ungehorsamen zum Sinne 
der Gerechten, zu bereiten dem Herrn ein gerstetes Volk.
LUK 1:18 Und Zacharias sagte zu dem Engel: woran soll ich das erkennen? 
bin ich doch ein Greis und meine Frau ist vorgerckt in Jahren.
LUK 1:19 Und der Engel antwortete und sagte zu ihm: ich bin Gabriel, der 
da steht vor Gott, und bin abgesandt zu dir zu reden und dir diese frohe 
Botschaft zu bringen.
LUK 1:20 Und siehe, du wirst schweigen mssen und unvermgend sein zu 
reden, bis zu dem Tage, da dies geschieht, dafr da du meinen Worten 
nicht geglaubt hast, als welche zu ihrer Zeit erfllt werden sollen.
LUK 1:21 Und das Volk war in Erwartung auf Zacharias, und sie wunderten 
sich darber, da er so lange blieb im Tempel.
LUK 1:22 Da er aber herauskam, vermochte er nicht zu ihnen zu reden, und 
sie erkannten, da er ein Gesicht im Tempel gesehen; und er winkte ihnen 
zu, und blieb stumm.
LUK 1:23 Und es geschah, wie die Tage seines Dienstes voll waren, gieng er 
fort nach Hause.
LUK 1:24 Nach diesen Tagen aber empfieng Elisabet seine Frau, und verbarg 
sich fnf Monate und sagte:
LUK 1:25 also hat der Herr mir gethan in den Tagen, die er ersehen hat, 
meine Schmach wegzunehmen bei den Menschen.
LUK 1:26 Im sechsten Monat aber wurde der Engel Gabriel von Gott gesandt 
in eine galilische Stadt mit Namen Nazaret,
LUK 1:27 zu einer Jungfrau, die einem Mann mit Namen Joseph verlobt war, 
aus dem Hause David, und die Jungfrau hie Mariam.
LUK 1:28 Und der Engel trat zu ihr ein und sprach: sei gegrt, du 
Begnadigte, der Herr sei mit dir.
LUK 1:29 Sie aber ward bestrzt ber dem Worte, und sann darber nach, was 
das fr ein Gru sei.
LUK 1:30 Und der Engel sagte zu ihr: frchte dich nicht, Mariam, denn du 
hast Gnade gefunden bei Gott.
LUK 1:31 Und siehe, du wirst empfangen im Scho, und wirst einen Sohn 
gebren, und wirst ihm den Namen Jesus geben.
LUK 1:32 Der wird gro sein und ein Sohn des Hchsten genannt werden, und 
Gott der Herr wir ihm geben den Thron seines Vaters David,
LUK 1:33 und er wird Knig sein ber das Haus Jakob in Ewigkeit, und 
seines Knigreichs wird kein Ende sein.
LUK 1:34 Mariam aber sagte zu dem Engel: wie soll das geschehen, da ich 
keinen Mann kenne?
LUK 1:35 Und der Engel antwortete und sprach zu ihr: heiliger Geist wird 
ber dich kommen und Kraft des Hchsten wird dich beschatten; darum wird 
auch, was da entsteht, heilig genannt werden, Sohn Gottes.
LUK 1:36 Und siehe, Elisabet deine Verwandte hat gleichfalls einen Sohn 
empfangen, in ihrem Alter, und ist jetzt im sechsten Monat, sie, die 
unfruchtbar hie.
LUK 1:37 Denn bei Gott ist kein Ding unmglich.
LUK 1:38 Mariam aber sprach: siehe, ich bin des Herrn Magd; es geschehe 
mir nach deinem Wort; und der Engel wich von ihr.
LUK 1:39 Mariam aber stand auf in diesen Tagen und wanderte in das Gebirge 
eilig einer Stadt in Juda zu;
LUK 1:40 und trat in das Haus des Zacharias und begrte die Elisabet.
LUK 1:41 Und es geschah, wie Elisabet den Gru der Mariam hrte, hpfte 
das Kind in ihrem Leibe.
LUK 1:42 Und Elisabet ward voll heiligen Geistes und brach aus mit lauter 
Stimme in die Worte: Gesegnet bist du unter den Weibern, gesegnet die 
Frucht deines Leibes.
LUK 1:43 Und woher wird mir das, da die Mutter meines Herrn zu mir kommt?
LUK 1:44 Denn siehe, wie die Stimme deines Grues in mein Ohr drang, da 
hpfte im Jubel das Kind in meinem Leibe.
LUK 1:45 Und selig, die geglaubt hat, da zur Vollendung kommen wird, was 
vom Herrn zu ihr geredet ist.
LUK 1:46 Und Mariam sprach: Es war in den Tagen Herodes, des Knigs von 
Juda, ein Priester mit Namen Zacharias aus der Tagesklasse Abia, und 
derselbe hatte eine Frau aus den Tchtern Aaron, die hie Elisabet.
LUK 1:47 Meine Seele lobet den Herrn,
LUK 1:48 und mein Geist frohlockte ber Gott meinen Erlser, da er 
angesehen hat die Niedrigkeit seiner Magd. Denn siehe, von nun an werden 
mich selig preisen alle Geschlechter,
LUK 1:49 da der Gewaltige Groes an mir gethan. Und heilig ist sein Name.
LUK 1:50 Und sein Erbarmen whrt von Geschlecht zu Geschlecht fr die, die 
ihn frchten.
LUK 1:51 Er hat Kraft gebt mit seinem Arm. Er hat zerstreut, die da 
hoffrtig sind in ihres Herzens Sinn.
LUK 1:52 Er hat Gewaltige vom Thron gestrzt und Niedrige erhoben.
LUK 1:53 Hungernde hat er mit Gtern erfllt und Reiche leer abziehen 
heien.
LUK 1:54 Er hat sich Israel seines Sohnes angenommen, der Barmherzigkeit 
zu gedenken,
LUK 1:55 so wie er geredet hat zu unsern Vtern, zu Abraham und seinem 
Samen fr immer.
LUK 1:56 Mariam aber blieb bei ihr gegen drei Monate und kehrte zurck 
nach Hause.
LUK 1:57 Bei Elisabet aber ward die Zeit voll zum Gebren und sie gebar 
einen Sohn.
LUK 1:58 Und ihre Nachbarn und Verwandten hrten, da der Herr seine 
Barmherzigkeit an ihr verherrlicht hatte, und freuten sich mit ihr.
LUK 1:59 Und es geschah, am achten Tage kamen sie den Knaben zu 
beschneiden, und nannten ihn nach dem Namen seines Vaters Zacharias.
LUK 1:60 Und seine Mutter antwortete: Nein, sondern Johannes soll er 
heien.
LUK 1:61 Und sie sagten zu ihr: es ist niemand in deiner Verwandtschaft, 
der diesen Namen fhrt.
LUK 1:62 Sie winkten aber dem Vater zu, wie er ihn genannt haben wolle.
LUK 1:63 Und er forderte ein Tfelchen und schrieb darauf: Johannes ist 
sein Name. Und es verwunderten sich Alle.
LUK 1:64 Alsbald aber ward ihm der Mund aufgethan und die Zunge, und er 
sprach und pries Gott,
LUK 1:65 und es kam Furcht ber alle ihre Nachbarn, und im ganzen Gebirge 
Judas wurden alle diese Dinge besprochen.
LUK 1:66 Und alle die es hrten, nahmen es sich zu Herzen und sagten: was 
wird es mit diesem Knaben sein? war doch die Hand des Herrn mit ihm.
LUK 1:67 Und Zacharias, sein Vater, ward voll heiligen Geistes und 
weissagte und sprach:
LUK 1:68 Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels, da er heimgesucht und 
Erlsung geschaffen hat seinem Volk
LUK 1:69 und hat uns aufgerichtet ein Horn des Heiles im Hause Davids 
seines Knechtes,
LUK 1:70 so wie er geredet hat durch den Mund seiner heiligen Propheten 
von alter Zeit her:
LUK 1:71 Erlsung von unseren Feinden und von der Hand aller, die uns 
hassen,
LUK 1:72 Erbarmen zu ben an unseren Vtern und zu gedenken seines 
heiligen Bundes,
LUK 1:73 nach dem er zugeschworen hat Abraham unserem Vater,
LUK 1:74 uns zu verleihen, da wir furchtlos aus Feindeshand befreit
LUK 1:75 ihm dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit vor ihm all' unsere 
Tage.
LUK 1:76 Und du aber, Kindlein, sollst Prophet des Hchsten heien. Denn 
du sollst vor dem Herrn her wandeln, seine Wege zu bereiten,
LUK 1:77 zu geben Erkenntnis des Heils seinem Volke durch Vergebung ihrer 
Snden.
LUK 1:78 Um herzlicher Barmherzigkeit willen unseres Gottes, in welcher 
uns heimsuchen wird der Aufgang aus der Hhe,
LUK 1:79 zu scheinen denen, die da sitzen in Finsternis und Todesschatten, 
zu richten unsere Fe auf den Weg des Friedens.
LUK 1:80 Der Knabe aber wuchs und ward stark am Geist, und war in der 
Wste bis auf den Tag seiner Darstellung vor Israel.
LUK 2:1 Es geschah aber, in jenen Tagen gieng ein Gebot aus vom Kaiser 
Augustus, das ganze Reich aufzunehmen.
LUK 2:2 Diese Aufnahme geschah als erste zur Zeit, da Kyrenius Statthalter 
von Syrien war.
LUK 2:3 Und es zog alles aus, sich aufnehmen zu lassen, jeder in seinen 
Heimatort.
LUK 2:4 Es gieng aber auch Joseph hinauf von Galila aus der Stadt Nazaret 
nach Juda in die Stadt Davids, die Bethlehem heit, weil er aus dem Hause 
und Geschlechte Davids war,
LUK 2:5 sich aufnehmen zu lassen mit Mariam seiner Verlobten, welche 
schwanger war.
LUK 2:6 Es geschah aber, da sie dort waren, da die Tage voll wurden fr 
sie zum Gebren,
LUK 2:7 und sie gebar ihren erstgeborenen Sohn, und wickelte ihn in 
Windeln und legte ihn in eine Krippe, da sie in der Herberge keinen Platz 
fanden.
LUK 2:8 Und es waren Hirten in demselben Ort auf dem Felde und hielten 
ihre Nachtwachen bei ihrer Herde.
LUK 2:9 Und ein Engel des Herrn trat zu ihnen, und des Herrn Herrlichkeit 
umleuchtete sie, und sie frchteten sich gro.
LUK 2:10 Und der Engel sagte zu ihnen: frchtet euch nicht; siehe, ich 
verknde euch groe Freude, welche dem ganzen Volk widerfahren wird.
LUK 2:11 Denn euch ist heute ein Heiland geboren, der ist Christus der 
Herr, in der Stadt Davids.
LUK 2:12 Und dies ist das Zeichen fr euch: ihr werdet ein Kind finden, 
eingewickelt in Windeln und in einer Krippe liegend.
LUK 2:13 Und pltzlich war bei dem Engel eine himmlische Heerschar, die 
lobten Gott und sprachen:
LUK 2:14 Preis sei in der Hhe Gott, und auf Erden Friede unter Menschen 
des Wohlgefallens.
LUK 2:15 Und es geschah, nachdem die Engel von ihnen weg in den Himmel 
gegangen, da sprachen die Hirten zu einander: So wollen wir hingehen nach 
Bethlehem, und nach dieser Begebenheit sehen, die uns der Herr kund gethan 
hat.
LUK 2:16 Und sie kamen eilends hin, und fanden die Mariam und den Joseph, 
und das Kind in der Krippe liegend.
LUK 2:17 Nachdem sie es aber gesehen, berichteten sie ihnen ber das Wort, 
welches zu ihnen ber dieses Kind gesprochen worden.
LUK 2:18 Und alle die es hrten, wunderten sich dessen, was ihnen von den 
Hirten gesagt wurde.
LUK 2:19 Mariam aber bewahrte alle diese Dinge nachdenkend in ihrem Herzen.
LUK 2:20 Und die Hirten kehrten zurck unter Preis und Lob Gottes ber 
alles, was sie gehrt und gesehen hatten, so wie es zu ihnen gesagt worden 
war.
LUK 2:21 Und wie acht Tage voll waren zu seiner Beschneidung, legte man 
ihm den Namen Jesus bei, der von dem Engel genannt ward vor seiner 
Empfngnis.
LUK 2:22 Und als die Tage ihrer Reinigung voll waren nach dem Gesetze 
Mose's, brachten sie ihn nach Jerusalem, ihn dem Herrn darzustellen -LUK 
2:23 so wie es im Gesetze des Herrn geschrieben steht: da alles 
Mnnliche, was die Mutter bricht, soll dem Herrn heilig heien -LUK 2:24 
und Opfer zu bringen nach der Vorschrift im Gesetz des Herrn, ein Paar 
Turteltauben oder zwei junge Tauben.
LUK 2:25 Und siehe, in Jerusalem war ein Mann mit Namen Simeon, und dieser 
Mann war gerecht und fromm und wartete auf die Trstung Israels, und 
heiliger Geist war auf ihm;
LUK 2:26 und es war ihm geweissagt von dem heiligen Geiste, da er den Tod 
nicht sehen solle, ehe er den Christus des Herrn gesehen.
LUK 2:27 Und er kam im Geiste in den Tempel; und da die Eltern den Knaben 
Jesus hereinbrachten, um mit ihm zu thun nach der Gewohnheit des Gesetzes,
LUK 2:28 nahm auch er es in seine Arme und segnete Gott und sprach:
LUK 2:29 Nun entlssest du deinen Knecht, o Herr, nach deinem Wort in 
Frieden,
LUK 2:30 da meine Augen dein Heil gesehen haben,
LUK 2:31 das du bereitet hast angesichts aller Vlker,
LUK 2:32 Licht zur Offenbarung fr die Heiden, und Herrlichkeit deines 
Volkes Israel.
LUK 2:33 Und sein Vater und seine Mutter waren verwundert ber das, was 
von ihm gesagt ward.
LUK 2:34 Und Simeon segnete sie und sprach zu Mariam seiner Mutter: Siehe, 
dieser ist gesetzt zum Fall und zum Aufstehen Vieler in Israel und zu 
einem Zeichen, dem widersprochen wird -LUK 2:35 und dir selbst wird ein 
Schwert durch die Seele gehen - auf da offenbar werden die Gedanken von 
vielen Herzen.
LUK 2:36 Und es war eine Prophetin Anna, eine Tochter Phanuels aus dem 
Stamm Asser, die war hoch vorgerckt in Jahren, nachdem sie einst sieben 
Jahre lang nach ihrer Jungfrauschaft mit ihrem Manne gelebt hatte,
LUK 2:37 und nun war sie eine Witwe von vierundachtzig Jahren, die wich 
nicht vom Tempel, wo sie mit Fasten und Beten diente Nacht und Tag.
LUK 2:38 Und eben in dieser Stunde trat sie hinzu und dankte Gott, und 
sprach von ihm zu allen, die auf die Erlsung Jerusalems warteten.
LUK 2:39 Und nachdem sie alles vollbracht hatten gem dem Gesetz des 
Herrn, kehrten sie zurck nach Galila in ihre Stadt Nazaret.
LUK 2:40 Der Knabe aber wuchs und erstarkte und ward voll Weisheit, und 
die Gnade Gottes war ber ihm.
LUK 2:41 Und seine Eltern zogen alljhrlich nach Jerusalem am Passafeste.
LUK 2:42 Und als er zwlf Jahre alt war, da sie nach der Sitte des Festes 
hinaufstiegen,
LUK 2:43 und die Tage vollbracht hatten, blieb der Knabe Jesus, wie sie 
heimkehrten, in Jerusalem zurck, und seine Eltern wuten es nicht.
LUK 2:44 Da sie aber meinten, er sei bei der Reisegesellschaft, kamen sie 
eine Tagereise weit, und suchten ihn bei den Verwandten und Bekannten;
LUK 2:45 und da sie ihn nicht fanden, kehrten sie um nach Jerusalem, ihn 
zu suchen.
LUK 2:46 Und es geschah, nach drei Tagen, fanden sie ihn im Tempel sitzend 
mitten unter den Lehrern, wie er ihnen zuhrte und sie ausfragte.
LUK 2:47 Es waren aber alle auer sich, die ihm zuhrten, ber seinen 
Verstand und seine Antworten.
LUK 2:48 Und da sie ihn sahen, wurden sie betroffen, und seine Mutter 
sprach zu ihm: Kind, wie konntest du uns das thun? Siehe, dein Vater und 
ich suchen dich mit Schmerzen.
LUK 2:49 Und er sagte zu ihnen: was habt ihr mich gesucht? wutet ihr 
nicht, da ich im Eigentum meines Vaters sein mu?
LUK 2:50 Und sie verstanden das Wort nicht, das er zu ihnen sprach.
LUK 2:51 Und er gieng mit ihnen hinab, und kam nach Nazaret, und war ihnen 
unterthan.
LUK 2:52 Und seine Mutter bewahrte alle die Dinge in ihrem Herzen. Und 
Jesus nahm zu an Weisheit und Gestalt und Gnade bei Gott und Menschen.
LUK 3:1 Im fnfzehnten Jahr aber der Regierung des Kaisers Tiberius, als 
Pontius Pilatus Statthalter in Juda war, und in Galila Herodes Tetrarch 
war, sein Bruder Philippus aber Tetrarch ber Itura und das 
Trachonitische Land, und Lysanias Tetrarch ber Abilene,
LUK 3:2 unter dem Hohenpriester Annas und Kaiphas kam Gottes Wort an 
Johannes den Sohn des Zacharias in der Wste,
LUK 3:3 und er kam und verkndete in der ganzen Umgegend des Jordan die 
Taufe der Bue zur Sndenvergebung,
LUK 3:4 wie geschrieben steht im Buche der Sprche des Propheten Jesaias: 
Hrt wie es ruft in der Wste! Bereitet den Weg des Herrn, macht eben 
seine Pfade.
LUK 3:5 Alle Schluchten sollen ausgefllt, alle Berge und Hgel sollen 
erniedrigt werden, und alles krumme soll zu geraden, und die rauhen zu 
glatten Wegen werden,
LUK 3:6 und alles Fleisch soll das Heil Gottes sehen.
LUK 3:7 So sagte er denn zu den Massen, die hinauszogen sich von ihm 
taufen zu lassen: ihr Otternbrut, wer hat euch darauf gebracht, ihr knnet 
dem kommenden Zorngericht entgehen?
LUK 3:8 Nun so bringet wrdige Frchte der Bue, und versuchet nicht bei 
euch selbst zu sagen: wir haben Abraham zum Vater: denn ich sage euch, 
Gott kann aus diesen Steinen dem Abraham Kinder erwecken.
LUK 3:9 Schon ist aber auch die Axt an die Wurzel der Bume gelegt; so 
wird denn jeder Baum, der nicht gute Frchte bringt, abgehauen und ins 
Feuer geworfen.
LUK 3:10 Und die Massen fragten ihn: was sollen wir denn thun?
LUK 3:11 Er aber antwortete ihnen: wer zwei Rcke hat, teile mit dem, der 
keinen hat, und ebenso thue der, der Speisen hat.
LUK 3:12 Es kamen aber auch Zllner sich taufen zu lassen und sagten zu 
ihm: Meister, was sollen wir thun?
LUK 3:13 Er aber sagte zu ihnen: Nehmet nicht mehr als wozu ihr angewiesen 
seid.
LUK 3:14 Es fragten ihn aber auch Kriegsleute: und wir, was sollen wir 
thun? und er sagte zu ihnen: beunruhigt Niemanden, erpresset von niemand, 
und lasset euch gengen an eurem Solde.
LUK 3:15 Da aber das Volk in Erwartung war und alle sich ihre Gedanken 
machten in ihren Herzen ber Johannes, ob er wohl selbst der Christus sei,
LUK 3:16 hob Johannes an und sagte zu allen: ich taufe euch mit Wasser; es 
kommt aber, der strker ist als ich, fr den ich nicht gut genug bin, ihm 
die Schuhriemen zu lsen, der wird euch mit heiligem Geist und Feuer 
taufen.
LUK 3:17 Er hat seine Wurfschaufel in der Hand, seine Tenne zu subern, 
und den Weizen in seine Scheuer zu bringen. Die Spreu aber wird er 
verbrennen mit unverlschlichem Feuer.
LUK 3:18 Unter vielen andern Ermahnungen noch verkndete er dem Volke die 
frohe Botschaft.
LUK 3:19 Aber der Tetrarch Herodes, den er rgte wegen der Herodias, der 
Frau seines Bruders, und wegen alles Bsen was Herodes gethan hatte,
LUK 3:20 fgte auch noch das zu allem, er sperrte den Johannes ins 
Gefngnis.
LUK 3:21 Es geschah aber, als sich alles Volk taufen lie, da auch Jesus 
getauft wurde und betete,
LUK 3:22 da der Himmel sich aufthat und der Heilige Geist in leiblicher 
Gestalt wie eine Taube auf ihn herabfuhr und eine Stimme vom Himmel kam: 
du bist mein Sohn; ich habe dich heute gezeugt.
LUK 3:23 Und er, Jesus, war bei seinem Anfange ungefhr dreiig Jahre alt, 
und war der Sohn - so galt er - des Joseph, des Eli,
LUK 3:24 des Mattat, des Levi, des Melchi, des Jannai, des Joseph,
LUK 3:25 des Mattathia, des Amos, des Nahum, des Esli, des Nangai,
LUK 3:26 des Maath, des Mattathia, des Simei, des Josech, des Joda,
LUK 3:27 des Johanan, des Resa, des Serubabel, des Sealthiel, des Neri,
LUK 3:28 des Melchi, des Addi, des Kosam, des Elmadam, des Er,
LUK 3:29 des Josua, des Elieser, des Jorim, des Mattath, des Levi,
LUK 3:30 des Simeon, des Juda, des Joseph, des Jonam, des Eliakim,
LUK 3:31 des Melea, des Menna, des Mattatha, des Nathan, des David,
LUK 3:32 des Isai, des Obed, des Boas, des Salma, des Nahesson,
LUK 3:33 des Adminadab, des Arni, des Hezron, des Perez, des Juda,
LUK 3:34 des Jakob, des Isaak, des Abraham, des Therah, des Nahor,
LUK 3:35 des Seruch, des Regu, des Peleg, des Eber, des Selah,
LUK 3:36 des Kenan, des Arphachsad, des Sem, des Noah, des Lamech,
LUK 3:37 des Methusalah, des Henoch, des Jared, des Mahalaleel, des Kenan,
LUK 3:38 des Enos, des Seth, des Adam, Gottes.
LUK 4:1 Jesus aber voll heiligen Geistes kehrte zurck vom Jordan, und 
ward durch den Geist in der Wste umgetrieben,
LUK 4:2 vierzig Tage lang, versucht vom Teufel. Und er a nichts in diesen 
Tagen, und wie sie zu Ende waren, hungerte ihn.
LUK 4:3 Es sagte aber der Teufel zu ihm: wenn du Gottes Sohn bist, so 
sprich zu diesem Stein, da er Brot werde!
LUK 4:4 Und Jesus antwortete ihm: es steht geschrieben: Nicht vom Brot 
allein soll der Mensch leben.
LUK 4:5 Und er fhrte ihn hinauf und zeigte ihm alle Reiche der Welt in 
einem Augenblick.
LUK 4:6 Und der Teufel sagte zu ihm: ich will dir diese ganze Macht geben 
und die Herrlichkeit davon, denn es ist mir bergeben, und ich gebe es wem 
ich will.
LUK 4:7 Wenn du nun vor mir huldigst, so soll es alles dein sein.
LUK 4:8 Und Jesus antwortete ihm: es steht geschrieben: du sollst dem 
Herrn deinem Gott huldigen und ihn allein anbeten.
LUK 4:9 Er fhrte ihn aber nach Jerusalem und stellte ihn auf die Zinne 
des Tempels und sagte zu ihm: wenn du Gottes Sohn bist, so strze dich von 
hier hinunter.
LUK 4:10 Denn es steht geschrieben: er wird seinen Engeln Befehl geben 
deinetwegen, dich zu schtzen,
LUK 4:11 und sie werden dich auf Hnden tragen, da du deinen Fu nicht an 
einen Stein stest.
LUK 4:12 Und Jesus antwortete ihm: es ist gesagt: du sollst den Herrn 
deinen Gott nicht versuchen.
LUK 4:13 Und nachdem der Teufel mit aller Versuchung zu Ende war, lie er 
von ihm ab, bis zur Zeit.
LUK 4:14 Und Jesus kehrte in der Kraft des Geistes zurck nach Galila und 
es gieng sein Ruf aus in die ganze Umgegend,
LUK 4:15 und er lehrte in ihren Synagogen, gepriesen von allen.
LUK 4:16 Und er kam nach Nazara, wo er auferzogen war, und trat nach 
seiner Gewohnheit am Sabbattage in die Synagoge ein, und stand auf zum 
Lesen.
LUK 4:17 Und es ward ihm das Buch des Propheten Jesaias gegeben, und da er 
das Buch aufrollte, stie er auf eine Stelle, wo geschrieben stand:
LUK 4:18 Des Herrn Geist ist ber mir, darum weil er mich gesalbt hat, 
Armen die frohe Botschaft zu bringen, mich gesandt hat, zu verknden 
Gefangenen Befreiung und Blinden Gesicht, zu entlassen Verwundete in 
Freiheit,
LUK 4:19 zu verknden des Herrn angenehmes Jahr.
LUK 4:20 Und er rollte das Buch zusammen, gab es dem Diener, und setzte 
sich, und aller Augen in der Synagoge waren auf ihn gerichtet.
LUK 4:21 Er fieng aber an zu ihnen zu reden: heute ist diese Schrift 
erfllt vor euren Ohren.
LUK 4:22 Und alle zeugten fr ihn und wunderten sich ber die lieblichen 
Worte, die aus seinem Munde giengen, und sie sagten: ist das nicht 
Joseph's Sohn?
LUK 4:23 Und er sagte zu ihnen: ihr werdet freilich mir das Sprichwort 
entgegenhalten: Arzt, heile dich selber. Was wir gehrt haben, da in 
Kapernaum geschehen - thue auch hier so in deiner Vaterstadt.
LUK 4:24 Er sagte aber: Wahrlich, ich sage euch, kein Prophet ist 
willkommen in seiner Vaterstadt.
LUK 4:25 In Wahrheit aber sage ich euch: es waren viele Witwen in den 
Tagen des Elias in Israel, als der Himmel verschlossen ward drei Jahre und 
sechs Monate, da eine groe Hungersnot ber das ganze Land kam.
LUK 4:26 Und Elias wurde zu keiner von ihnen geschickt auer nach Sarepta 
im Lande Sidon zu einer Witwe.
LUK 4:27 Und viele Ausstzige waren in Israel zur Zeit des Propheten 
Elisus und keiner von ihnen wurde gereinigt, auer der Syrer Naeman.
LUK 4:28 Und es wurden alle voll Unwillens in der Synagoge, als sie dieses 
hrten,
LUK 4:29 und standen auf und warfen ihn zur Stadt hinaus, und brachten ihn 
an den Rand des Berges, auf dem ihre Stadt gebaut ist, um ihn 
hinabzustrzen.
LUK 4:30 Er aber gieng mitten durch sie hin und zog davon.
LUK 4:31 Und er kam hinab in die Galilische Stadt Kapernaum, und lehrte 
daselbst am Sabbat;
LUK 4:32 und sie waren betroffen ber seiner Lehre, denn sein Wort war ein 
Wort mit Vollmacht.
LUK 4:33 Und in der Synagoge war ein Mensch, der den Geist eines unreinen 
Dmons hatte, der schrie laut auf:
LUK 4:34 La doch, was haben wir mit dir, Jesus von Nazaret? du bist 
gekommen uns zu verderben, ich wei, wer du bist: der Heilige Gottes.
LUK 4:35 Und Jesus bedrohte ihn und sprach: verstumme und fahre aus von 
ihm. Und der Dmon warf ihn nieder mitten unter sie, und fuhr aus von ihm 
ohne ihm Schaden gethan zu haben.
LUK 4:36 Und Staunen kam ber sie alle, und sie sprachen untereinander und 
sagten: was ist das fr ein Wort, da er mit Vollmacht und Kraft den 
unreinen Geistern gebietet und sie fahren aus?
LUK 4:37 Und die Kunde von ihm gieng aus in alle Orte der Gegend.
LUK 4:38 Er brach aber von der Synagoge auf, und gieng in das Haus Simons. 
Die Schwiegermutter Simons aber war von starkem Fieber befallen, und sie 
wandten sich an ihn ihretwegen.
LUK 4:39 Und er trat hin, neigte sich ber sie und bedrohte das Fieber, 
und es verlie sie; alsbald aber erhob sie sich und wartete ihnen auf.
LUK 4:40 Als aber die Sonne untergieng, brachten alle, die Kranke hatten 
mit allerlei Uebeln, dieselben zu ihm, er aber legte jedem von ihnen 
einzeln die Hnde auf und heilte sie.
LUK 4:41 Es giengen aber auch Dmonen aus von vielen, die riefen und 
sagten: du bist der Sohn Gottes. Und er bedrohte sie und lie sie nicht 
sagen, da sie wissen, er sei der Christus.
LUK 4:42 Da es aber Tag geworden, gieng er aus und zog an einen einsamen 
Ort, und die Massen suchten ihn und sie kamen zu ihm und hielten ihn fest, 
da er nicht von ihnen ziehen sollte.
LUK 4:43 Er aber sagte zu ihnen: ich mu auch den andern Stdten die frohe 
Botschaft bringen vom Reich Gottes, denn dazu bin ich ausgesandt.
LUK 4:44 Und er predigte in den Synagogen von Galila.
LUK 5:1 Es geschah aber, da ihm das Volk anlag und dem Worte Gottes 
zuhrte, stand er an dem See Gennesaret,
LUK 5:2 und sah zwei Fahrzeuge am Ufer liegen; die Fischer aber waren 
ausgestiegen, und reinigten die Netze.
LUK 5:3 Er stieg aber in eines der Schiffe, welches dem Simon gehrte, und 
bat ihn ein wenig vom Lande weg hinauszufahren, setzte sich und lehrte vom 
Schiff aus die Massen.
LUK 5:4 Wie er aber aufgehrt zu sprechen, sagte er zu Simon: Fahret 
hinaus ins tiefe Wasser, und lasset eure Netze aus zum Fange.
LUK 5:5 Und Simon antwortete: Meister, die ganze Nacht haben wir 
gearbeitet und nichts gefangen; auf dein Wort aber will ich die Netze 
auslassen.
LUK 5:6 Und sie thaten es und fiengen eine groe Menge Fische; es 
zerrissen aber ihre Netze,
LUK 5:7 und sie winkten ihren Genossen im anderen Schiffe, herbeizukommen 
und mit anzugreifen. Und sie kamen und fllten beide Schiffe, so da sie 
tiefgiengen.
LUK 5:8 Da es aber Simon sah, fiel er vor Jesus zu Fen und sprach: gehe 
hinaus von mir, ich bin ein sndiger Mann, Herr.
LUK 5:9 Denn Staunen erfate ihn und alle seine Genossen ber dem 
Fischfang, den sie gemacht,
LUK 5:10 ebenso auch den Jakobus und Johannes, die Shne des Zebedus, 
Kameraden des Simon. Und Jesus sprach zu Simon: Frchte dich nicht; von 
jetzt an sollst du Menschenfischer sein.
LUK 5:11 Und sie brachten die Schiffe ans Land, und verlieen alles und 
folgten ihm.
LUK 5:12 Und es geschah, als er in einer der Stdte war, siehe da war ein 
Mann, voll Aussatz; da er aber Jesus sah, warf er sich nieder aufs 
Angesicht, und bat ihn: Herr, so du willst, kannst du mich reinigen.
LUK 5:13 Und er streckte die Hand aus und rhrte ihn an, indem er sprach: 
ich will es, werde rein. Und alsbald wich der Aussatz von ihm.
LUK 5:14 Und er befahl ihm, es niemand zu sagen, sondern: gehe hin, zeige 
dich dem Priester, und opfere fr deine Reinigung, wie es Moses verordnet 
hat, zum Zeugnis fr sie.
LUK 5:15 Aber die Kunde von ihm verbreitete sich nur noch mehr, und es 
kamen groe Massen zusammen, zu hren und sich heilen zu lassen von ihren 
Krankheiten.
LUK 5:16 Er aber hielt sich zurckgezogen in der Wste im Gebet.
LUK 5:17 Und es geschah eines Tages, da war er am Lehren, und saen da 
Phariser und Gesetzeslehrer, die gekommen waren aus allen Ortschaften von 
Galila und Juda und Jerusalem, und die Kraft des Herrn wirkte, da er 
heilte.
LUK 5:18 Und siehe, Mnner brachten auf einem Bette einen Menschen, der 
gelhmt war, und bemhten sich denselben hineinzubringen und vor ihn 
hinzusetzen.
LUK 5:19 Und da es ihnen nicht gelang ihn hineinzubringen wegen der Menge, 
stiegen sie auf das Dach, und lieen ihn zwischen den Ziegeln herab samt 
seinem Lager mitten hinein vor Jesus.
LUK 5:20 Und da er ihren Glauben sah, sprach er: Mensch, deine Snden sind 
dir vergeben.
LUK 5:21 Und die Schriftgelehrten und Phariser begannen sich Gedanken zu 
machen und sagten: wer ist das, der da Lsterungen redet? Wer kann Snden 
vergeben, auer Gott allein?
LUK 5:22 Da aber Jesus ihre Gedanken erkannte, antwortete er ihnen: Was 
macht ihr euch Gedanken in euren Herzen?
LUK 5:23 Was ist leichter? zu sagen: deine Snden sind dir vergeben, oder 
zu sagen: stehe auf und wandle?
LUK 5:24 Damit ihr aber wisset, da der Sohn des Menschen Vollmacht hat 
auf Erden Snden zu vergeben (zu dem Gelhmten gewendet): ich sage dir, 
stehe auf, nimm dein Lager und gehe heim.
LUK 5:25 Und sogleich stand er auf vor ihnen, hob das Lager auf, auf 
welchem er gelegen, und gieng in sein Haus, Gott preisend.
LUK 5:26 Und Staunen ergriff sie alle und sie priesen Gott, und wurden 
voll Furcht, indem sie sagten: Unglaubliches haben wir heute gesehen.
LUK 5:27 Und nach diesem gieng er aus und sah einen Zllner Namens Levi an 
der Zollsttte sitzen, und sagte zu ihm: folge mir.
LUK 5:28 Und er lie alles zurck, stand auf und folgte ihm.
LUK 5:29 Und Levi veranstaltete ihm eine groe Gastung in seinem Hause; 
und es sa eine groe Menge von Zllnern und andern, die es mit ihnen 
hielten, zu Tisch.
LUK 5:30 Und die Phariser und ihre Schriftgelehrten murrten gegen seine 
Jnger und sagten: warum esset und trinket ihr mit den Zllnern und 
Sndern?
LUK 5:31 Und Jesus antwortete ihnen: nicht die Gesunden bedrfen des 
Arztes, sondern die Kranken;
LUK 5:32 nicht Gerechte zu rufen bin ich gekommen, sondern Snder zur Bue.
LUK 5:33 Sie aber sagten zu ihm: die Jnger Johannes' fasten bestndig und 
verrichten Gebete, ebenso auch die der Phariser, aber die deinigen essen 
und trinken.
LUK 5:34 Jesus aber sagte zu ihnen: knnet ihr wohl die Hochzeitleute, so 
lange der Brutigam bei ihnen ist, zum Fasten anhalten?
LUK 5:35 Es werden aber Tage kommen - dann wenn der Brutigam von ihnen 
genommen wird, werden sie fasten, in jenen Tagen.
LUK 5:36 Er sagte aber auch ein Gleichnis zu ihnen, nmlich: niemand 
reiet einen Lappen von einem neuen Kleid ab und setzt ihn auf ein altes; 
oder aber er zerreit das neue, und zum alten pat der Lappen vom neuen 
nicht.
LUK 5:37 Und niemand legt neuen Wein in alte Schluche; oder aber der neue 
Wein zerreit die Schluche, er selbst luft aus und die Schluche gehen 
zu Grund.
LUK 5:38 Sondern neuen Wein mu man in neue Schluche legen.
LUK 5:39 Und niemand, der alten Wein gewhnt ist, mag gerne neuen: denn er 
sagt: der alte ist mild.
LUK 6:1 Es geschah aber am zweitersten Sabbat, da er durch die Kornfelder 
zog, und seine Jnger rauften die Aehren aus und aen sie, indem sie sie 
mit den Hnden ausdrckten.
LUK 6:2 Etliche von den Pharisern aber sagten: warum thut ihr, was man am 
Sabbat nicht thun darf?
LUK 6:3 Und Jesus antwortete ihnen: habt ihr auch davon nicht gelesen, was 
David that, als ihn und seine Genossen hungerte?
LUK 6:4 Wie er in das Haus Gottes gieng und nahm die Schaubrote, und a 
und gab seinen Genossen, die doch niemand essen darf, auer allein die 
Priester?
LUK 6:5 Und er sagte zu ihnen: der Sohn des Menschen ist Herr ber den 
Sabbat.
LUK 6:6 Es geschah aber an einem anderen Sabbat, da er in die Synagoge 
trat und lehrte. Und es war daselbst ein Mensch, dessen rechte Hand war 
geschwunden.
LUK 6:7 Die Schriftgelehrten und die Phariser aber lauerten auf ihn, ob 
er am Sabbat heile, um eine Klage gegen ihn zu gewinnen.
LUK 6:8 Er aber wute um ihre Gedanken; er sagte aber zu dem Mann mit der 
geschwundenen Hand: auf, trete vor; und er erhob sich und stand.
LUK 6:9 Jesus aber sprach zu ihnen: ich frage euch, ob es erlaubt ist, am 
Sabbat Gutes zu thun oder Bses zu thun? ein Leben zu retten, oder zu 
verderben?
LUK 6:10 Und nachdem er sie alle rings herum angesehen, sagte er zu ihm: 
strecke deine Hand aus. Er aber that es, und seine Hand ward hergestellt.
LUK 6:11 Sie aber wurden ganz unsinnig und beredeten untereinander, was 
sie Jesus anthun mchten.
LUK 6:12 Es geschah aber in diesen Tagen, da er hinausgieng zum Gebirg zu 
beten, und er brachte die Nacht zu im Gebet zu Gott;
LUK 6:13 und als es Tag wurde, rief er seine Jnger herbei, und whlte 
zwlf von ihnen aus, die er auch Apostel nannte:
LUK 6:14 Simon, dem er auch den Namen Petrus gab, und Andreas, seinen 
Bruder, und Jakobus, und Johannes, und Philippus, und Bartholomus,
LUK 6:15 und Matthus, und Thomas, und Jakobus den Sohn des Alphus, und 
Simon mit dem Namen der Eiferer,
LUK 6:16 und Judas den Sohn des Jakobus, und Judas Iskarioth, der zum 
Verrter geworden ist.
LUK 6:17 Und nachdem er mit ihnen heruntergestiegen, stellte er sich auf 
ein ebenes Feld mit einer groen Menge von seinen Jngern, nebst einer 
groen Versammlung des Volkes von ganz Juda und Jerusalem und der Kste 
von Tyrus und Sidon, die gekommen waren ihn zu hren und sich von ihren 
Krankheiten heilen zu lassen
LUK 6:18 (auch die von unreinen Geistern Belstigten wurden geheilt;
LUK 6:19 und alle Welt suchte ihn anzurhren, weil eine Kraft von ihm 
ausgieng und alle heilte).
LUK 6:20 Und er hob seine Augen auf ber seine Jnger und sprach: Selig 
ihr Arme, denn euer ist das Reich Gottes.
LUK 6:21 Selig die ihr jetzt hungert, den ihr werdet gesttigt werden. 
Selig, die ihr jetzt weinet, denn ihr werdet lachen.
LUK 6:22 Selig seid ihr, wenn euch die Leute hassen, und wenn sie euch 
ausschlieen und beschimpfen, und euren Namen ausstoen als einen bsen 
wegen des Sohnes des Menschen.
LUK 6:23 Freuet euch an diesem Tag und jubelt, denn siehe euer Lohn ist 
gro im Himmel; denn ebenso haben ihre Vter den Propheten gethan.
LUK 6:24 Dagegen wehe euch Reichen, denn ihr habt euren Trost dahin.
LUK 6:25 Wehe euch, die ihr jetzt voll seid, denn ihr werdet hungern. 
Wehe, die ihr jetzt lachet, den ihr werdet trauern und weinen.
LUK 6:26 Wehe, wenn alle Welt euch schn thut, denn ebenso haben ihre 
Vter den Lgenpropheten gethan.
LUK 6:27 Aber euch, die ihr zuhrt, sage ich: liebet eure Feinde, thut 
wohl denen, die euch hassen;
LUK 6:28 segnet, die euch fluchen, betet fr die, welche euch beschimpfen.
LUK 6:29 Dem der dich auf die Wange schlgt, biete auch die andere, und 
dem, der deinen Mantel nimmt, weigere auch den Rock nicht.
LUK 6:30 Jedem, der dich bittet, gib, und von dem, der dir das Deinige 
nimmt, fordere es nicht zurck.
LUK 6:31 Und wie ihr wollt, da euch die Leute thun, desgleichen thut ihr 
ihnen.
LUK 6:32 Und wenn ihr liebet, die euch lieben, was ist's mit eurer Gte? 
lieben doch auch die Snder diejenigen, welche sie lieben.
LUK 6:33 Und wenn ihr gutes thut denen, die euch Gutes thun, ebenso thun 
doch die Snder das Gleiche.
LUK 6:34 Und wenn ihr denen leiht, von welchen ihr es zu bekommen hofft, 
ebenso leihen doch auch die Snder den Sndern, um die gleiche Summe 
wieder zu bekommen.
LUK 6:35 Vielmehr, liebet eure Feinde und thut Gutes, und leihet, wo ihr 
keine Hoffnung habet zurckzubekommen. So wird euer Lohn gro sein, und 
ihr werdet Shne des Hchsten sein, denn auch er ist milde gegen die 
Undankbaren und Bsen.
LUK 6:36 Werdet barmherzig, wie euer Vater barmherzig ist.
LUK 6:37 Und richtet nicht, so werdet ihr nimmermehr gerichtet werden; und 
verurteilt nicht, so werdet ihr nimmermehr verurteilt werden. Sprechet 
los, so werdet ihr losgesprochen werden.
LUK 6:38 Gebet, so wird euch gegeben werden. Ein gutes, gestopftes, 
gertteltes berflieendes Ma wird man euch in den Scho geben; denn mit 
welchem Ma ihr messet, wird euch wieder gemessen werden.
LUK 6:39 Er sagte ihnen aber auch ein Gleichnis: kann denn ein Blinder 
einen Blinden fhren? werden nicht beide in eine Grube fallen?
LUK 6:40 Es ist der Jnger nicht ber dem Meister; jeder wird geschult 
sein wie sein Meister.
LUK 6:41 Was siehst du aber den Splitter im Auge deines Bruders, den 
Balken aber im eigenen Auge bemerkst du nicht?
LUK 6:42 Wie kannst du deinem Bruder sagen: Bruder, la mich den Splitter 
in deinem Auge herausnehmen, whrend du selbst den Balken in deinem Auge 
nicht siehst? Heuchler, nimm zuerst den Balken aus deinem Auge, und dann 
magst du sehen den Splitter im Auge deines Bruders herauszunehmen.
LUK 6:43 Denn es gibt keinen guten Baum, der faule Frucht bringt, und 
wiederum keinen faulen Baum, der gute Frucht bringt.
LUK 6:44 Jeder Baum wird an seiner Frucht erkannt; denn man sammelt nicht 
Feigen von Diesteln, noch bricht man aus einem Dornbusch eine Traube.
LUK 6:45 Der gute Mensch bringt aus dem guten Schatze des Herzens das Gute 
hervor, und der bse bringt aus dem bsen das Bse hervor. Denn wessen das 
Herz voll ist, geht der Mund ber.
LUK 6:46 Was nennt ihr mich aber: Herr, Herr! und thut nicht was ich sage?
LUK 6:47 Jeder, der zu mir kommt und meine Worte hrt und darnach thut - 
ich will euch zeigen, wem er gleicht.
LUK 6:48 Er gleicht einem Menschen, der ein Haus baut, der da ausgraben 
und vertiefen lie und ein Fundament auf den Felsen legte. Als dann das 
Hochwasser kam, stie der Strom auf dieses Haus, und vermochte es nicht zu 
erschttern wegen seines guten Baues.
LUK 6:49 Wer aber hrt und nicht thut, der gleicht einem Menschen, welcher 
ein Haus auf das Land baute ohne Fundament; wie der Strom darauf stie, da 
brach es sofort zusammen, und sein Sturz war gro.
LUK 7:1 Nachdem er alle seine Sprche dem Volke zu Gehr gebracht, gieng 
er hinein nach Kapernaum.
LUK 7:2 Es war aber der kranke Knecht eines Hauptmanns am Sterben, der ihm 
wert war.
LUK 7:3 Da er aber von Jesus hrte, schickte er zu ihm Aelteste der Juden 
und lie ihn bitten, zu kommen und seinen Knecht zu retten.
LUK 7:4 Als diese aber bei Jesus eintrafen, baten sie ihn angelegentlich 
und sagten: er ist es wert, da du ihm das gewhrst;
LUK 7:5 denn er hat Liebe zu unserem Volk und hat uns sogar unsere 
Synagoge gebaut.
LUK 7:6 Jesus aber gieng mit ihnen. Als er aber schon nicht mehr weit vom 
Hause war, schickte der Hauptmann Freunde und lie ihm ausrichten: Herr, 
mache dir keine Mhe, denn ich bin nicht gut genug, da du unter mein Dach 
tretest;
LUK 7:7 darum habe ich mich auch selbst nicht wrdig geachtet, zu dir zu 
kommen; aber sprich nur ein Wort, so mu mein Knecht geheilt werden.
LUK 7:8 Bin ich doch ein Mensch in untergeordneter Stellung, aber unter 
mir habe ich Soldaten, und ich sage zu diesem: gehe hin, so geht er, zu 
einem andern: komme, so kommt er, und zu meinem Knechte: thue das, so thut 
er es.
LUK 7:9 Als aber Jesus dies hrte, wunderte er sich ber ihn, und kehrte 
sich zu der Menge, die ihm folgte, und sprach: ich sage euch: nicht einmal 
in Israel habe ich solchen Glauben gefunden.
LUK 7:10 Und als die Abgesandten in das Haus zurckkehrten, fanden sie den 
Knecht gesund.
LUK 7:11 Und es geschah, am folgenden Tag zog er in eine Stadt mit Namen 
Nain, und mit ihm zogen seine Jnger und eine groe Menge.
LUK 7:12 Wie er sich aber dem Stadtthor nherte, siehe da wurde ein Toter 
herausgetragen, der seiner Mutter einziger Sohn war, und sie war Witwe, 
und die Leute von der Stadt in groer Zahl begleiteten sie.
LUK 7:13 Und als der Herr sie sah, hatte er Mitleiden mit ihr, und sagte 
zu ihr: weine nicht.
LUK 7:14 Und er trat hinzu und berhrte den Sarg; die Trger aber standen 
still und er sprach: Jngling, ich sage dir: stehe auf!
LUK 7:15 Und der Tote setzte sich auf, und fieng an zu reden, und er gab 
ihn seiner Mutter.
LUK 7:16 Es ergriff sie aber alle Furcht, und sie priesen Gott und 
sprachen: ein groer Prophet ist unter uns erweckt, und: Gott hat sein 
Volk heimgesucht.
LUK 7:17 Und diese Geschichte von ihm gieng aus in ganz Juda und in der 
ganzen Umgegend.
LUK 7:18 Und es berichteten dem Johannes seine Jnger ber das alles.
LUK 7:19 Und Johannes berief zwei von seinen Jngern, und schickte sie zu 
dem Herrn mit der Botschaft: bist du es, der da kommen soll, oder sollen 
wir eines andern warten?
LUK 7:20 Als aber die Mnner bei ihm eintrafen, sagten sie: Johannes der 
Tufer hat uns zu dir gesandt und lt sagen, bist du es, der da kommen 
soll, oder sollen wir auf einen andern warten?
LUK 7:21 In dieser Stunde hatte er viele von Krankheiten und Plagen und 
bsen Geistern geheilt, und vielen Blinden das Gesicht geschenkt.
LUK 7:22 Und er antwortete ihnen: gehet hin und berichtet dem Johannes, 
was ihr gesehen und gehrt: Blinde sehen wieder, Lahme gehen, Ausstzige 
werden rein und Taube hren, Tote werden erweckt, Armen wird die frohe 
Botschaft gebracht;
LUK 7:23 und selig ist, wer nicht an mir Ansto nimmt.
LUK 7:24 Nachdem sich aber die Boten Johannes' entfernt hatten, begann er 
zu den Massen zu reden ber Johannes: was seid ihr hinausgegangen in die 
Wste zu schauen? ein Rohr, das unter dem Winde schwankt?
LUK 7:25 Nein, aber was seid ihr hinausgegangen zu sehen? einen Menschen 
in weiche Gewnder gekleidet? Siehe, die Leute mit herrlicher Kleidung und 
Wohlleben sind in den Palsten.
LUK 7:26 Nein, aber was seid ihr hinausgegangen zu sehen? einen Propheten? 
Frwahr, ich sage euch, mehr als einen Propheten.
LUK 7:27 Dieser ist es, von dem geschrieben steht: Siehe ich sende meinen 
Boten vor dir her, der soll deinen Weg bereiten vor dir her.
LUK 7:28 Ich sage euch, einen greren Propheten als Johannes gibt es 
nicht unter denen, die von Weibern geboren sind. Der kleinste aber im 
Reich Gottes ist grer denn er.
LUK 7:29 (Und das ganze Volk, das zuhrte, und die Zllner gaben Gott 
Recht, da sie sich mit der Taufe Johannes' taufen lieen;
LUK 7:30 die Phariser aber und die Gesetzesleute, die sich nicht von ihm 
taufen lieen, machten Gottes Willen gegen sie unwirksam, indem sie sich 
nicht von ihm taufen lieen.)
LUK 7:31 Wem soll ich nun die Leute dieses Geschlechts vergleichen? wem 
sind sie hnlich?
LUK 7:32 Kindern gleichen sie, die auf dem Markte sitzen und einander 
zurufen, wie es heit: wir haben euch gepfiffen und ihr habt nicht 
getanzt; wir haben euch geklagt und ihr habt nicht geweint.
LUK 7:33 Denn es kam Johannes der Tufer und a nicht Brot und trank nicht 
Wein, da sagt ihr: er hat einen Dmon.
LUK 7:34 Es kam der Sohn des Menschen, a und trank, da sagt ihr: siehe, 
ein Fresser und Weinsufer, der Zllner und Snder Freund.
LUK 7:35 Und die Weisheit ward gerechtfertigt an allen ihren Kindern.
LUK 7:36 Es bat ihn aber einer von den Pharisern zu Tische, und er gieng 
in das Haus des Pharisers und setzte sich nieder.
LUK 7:37 Und siehe, ein sndiges Weib, die in der Stadt war, die erfuhr, 
da er im Hause des Pharisers zu Tische sa, und kam mit einer 
Alabasterflasche mit Salbe,
LUK 7:38 und sie stellte sich hinten zu seinen Fen und weinte, fieng an 
mit den Thrnen seine Fe zu netzen, und wischte sie ab mit den Haaren 
ihres Hauptes, und kte seine Fe und salbte sie mit der Salbe.
LUK 7:39 Als aber der Phariser dies sah, der ihn geladen, sprach er bei 
sich selbst: wenn der ein Prophet wre, so erknnte er, wer und welcher 
Art die Frau ist, die ihn anrhrt, da sie eine Snderin ist.
LUK 7:40 Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Simon, ich habe dir etwas 
zu sagen. Er aber sagt: sprich, Meister.
LUK 7:41 Ein Wechsler hatte zwei Schuldner; der eine schuldete fnfhundert 
Denare, der andere fnfzig.
LUK 7:42 Da sie nicht zahlen konnten, schenkte er es beiden. Welcher von 
ihnen nun wird ihn am meisten lieben?
LUK 7:43 Da antwortete Simon: ich denke, der, dem er am meisten geschenkt 
hat. Er aber sagte zu ihm: du hast recht geurteilt.
LUK 7:44 Und indem er sich gegen die Frau wendete, sagte er zu Simon: 
Siehst du diese Frau? Ich bin in dein Haus gekommen, du hast mir kein 
Wasser fr die Fe gegeben; sie aber hat mir die Fe mit ihren Thrnen 
genetzt und mit ihren Haaren getrocknet.
LUK 7:45 Du hast mir keinen Ku gegeben; sie aber hat von dem Augenblick 
an, da sie eintrat, nicht nachgelassen, mir die Fe zu kssen.
LUK 7:46 Du hast mir das Haupt nicht mit Oel gesalbt; sie aber hat mir die 
Fe mit Salbe gesalbt.
LUK 7:47 Darum sage ich dir, da ihre vielen Snden vergeben sind, hat sie 
ja doch viele Liebe bewiesen: wem dagegen wenig vergeben wird, der liebt 
wenig.
LUK 7:48 Er sprach aber zu ihr: deine Snden sind dir vergeben.
LUK 7:49 Und die Tischgenossen fiengen an bei sich zu sagen: wer ist der, 
da er sogar Snden vergibt?
LUK 7:50 Er sprach aber zu der Frau: dein Glaube hat dir geholfen; gehe 
hin im Frieden.
LUK 8:1 Und es geschah in der Zeit darauf, da zog er in Stdten und 
Drfern herum, und verkndete das Evangelium vom Reiche Gottes; und mit 
ihm die Zwlfe,
LUK 8:2 sowie auch einige Frauen, die von bsen Geistern und Krankheiten 
geheilt waren, Maria genannt Magdalena, von der sieben Dmonen ausgegangen 
waren;
LUK 8:3 und Johanna, die Frau des Chuza des Verwalters des Herodes, und 
Susanna, und viele andere, die halfen ihnen aus ihrem Vermgen.
LUK 8:4 Da aber eine groe Menge zusammenkam und die Einwohner von Stadt 
zu Stadt zu ihm herbeizogen, sprach er im Gleichnis:
LUK 8:5 Der Smann gieng aus, seinen Samen zu sen. Und da er ste, fiel 
das eine an den Weg und ward zertreten, und die Vgel des Himmels fraen 
es auf,
LUK 8:6 und anderes fiel auf den Fels, und wie es getrieben, verdorrte es, 
weil es keine Feuchtigkeit hatte;
LUK 8:7 und anderes fiel mitten unter die Dornen, und die Dornen wuchsen 
mit heran und erstickten es;
LUK 8:8 und anderes fiel auf das gute Land, und wuchs, und brachte 
hundertfltige Frucht. Als er dies sagte, rief er: wer Ohren hat zu hren, 
der hre.
LUK 8:9 Es befragten ihn aber seine Jnger, was dieses Gleichnis bedeute.
LUK 8:10 Er aber sagte: euch ist es gegeben, zu erkennen die Geheimnisse 
des Reiches Gottes, den andern aber in Gleichnissen, damit sie sehen und 
nicht sehen, hren und nicht verstehen.
LUK 8:11 Dieses Gleichnis aber bedeutet das: der Same ist das Wort Gottes.
LUK 8:12 Die aber am Wege, sind die es hren, dann kommt der Teufel und 
nimmt das Wort von ihrem Herzen, auf da sie nicht glauben und gerettet 
werden.
LUK 8:13 Die aber auf dem Felsen, sind es, die wenn sie es hren, das Wort 
mit Freuden annehmen, und sie haben keine Wurzel, sie glauben fr den 
Augenblick und im Augenblick der Versuchung fallen sie ab.
LUK 8:14 Das aber, was unter die Dornen fiel, das sind die, welche gehrt 
haben, und sie gehen hin und ersticken unter Sorgen und Reichtum und 
Genssen des Lebens und kommen nicht zur Reife.
LUK 8:15 Das aber im guten Land, das sind die, als welche mit 
rechtschaffenem Herzen das Wort, das sie gehrt, festhalten und Frucht 
bringen mit Beharrlichkeit.
LUK 8:16 Niemand aber, wenn er ein Licht angezndet, bedeckt es mit einem 
Topf oder setzt es unter ein Bett, sondern er setzt es auf einen Leuchter, 
damit die Eintretenden das Licht sehen.
LUK 8:17 Denn es ist nichts verborgen, das nicht offenbar werden wird, und 
nichts geheim, was nicht erkannt werden und zur Offenbarung kommen soll.
LUK 8:18 Sehet nun zu, wie ihr hret. Denn wer da hat, dem wird gegeben 
werden; und wer nicht hat, von dem wird auch genommen werden, was er zu 
haben meint.
LUK 8:19 Es trafen aber bei ihm ein seine Mutter und seine Brder, und 
konnten der Menge wegen nicht zu ihm gelangen.
LUK 8:20 Es ward ihm aber gemeldet: deine Mutter und deine Brder stehen 
drauen und wollen dich sehen.
LUK 8:21 Er aber antwortete ihnen: meine Mutter und meine Brder sind 
diese, die das Wort Gottes hren und thun.
LUK 8:22 Es geschah aber eines Tags, er und seine Jnger bestiegen ein 
Schiff, und er sagte zu ihnen: wir wollen auf das andere Ufer des Sees 
berfahren; und sie stieen ab.
LUK 8:23 Als sie aber dahin fuhren, schlief er ein; und es fiel ein 
Sturmwind auf den See, und sie bekamen voll und liefen Gefahr.
LUK 8:24 Sie traten aber hinzu, und weckten ihn und sagten: Meister, 
Meister, wir gehen zu Grund. Als er aber aufwachte, schalt er Wind und 
Wasserwogen; und sie legten sich und es ward still.
LUK 8:25 Er sagte aber zu ihnen: wo ist euer Glaube? Sie aber frchteten 
und wunderten sich, und sprachen zu einander: wer ist wohl dieser, da er 
auch den Winden und dem Wasser befiehlt, und sie gehorchen ihm?
LUK 8:26 Und sie fuhren zum Land der Gerasener, welches gegenber von 
Galila liegt.
LUK 8:27 Nachdem er aber ans Land gestiegen war, kam ihm ein Mann aus der 
Stadt entgegen, welcher Dmonen hatte; seit langer Zeit zog er kein Kleid 
an, und hielt sich nicht zu Hause auf, sondern unter den Grbern.
LUK 8:28 Als er aber Jesus sah, schrie er auf, fiel vor ihm nieder und 
rief laut: was willst du von mir, Jesus, Sohn des Hchsten? Ich bitte 
dich, qule mich nicht.
LUK 8:29 Er befahl nmlich dem unreinen Geiste, von dem Menschen 
auszugehen; denn er hatte ihn vielmal fortgerissen, und man band ihn mit 
Fu- und Handfesseln zur Verwahrung, und er zerri die Fesseln und wurde 
von dem Dmon in die Einde getrieben.
LUK 8:30 Jesus aber befragte ihn: wie heit du? er aber sagte: Legion; 
denn es waren viele Dmonen in ihn gefahren.
LUK 8:31 Und sie baten ihn, da er ihnen nicht befehle, in den Abgrund zu 
fahren.
LUK 8:32 Es war aber daselbst eine groe Schweineherde auf dem Berge zur 
Weide, und sie baten ihn, ihnen zu gestatten, da sie in diese fahren, und 
er gestattete es ihnen.
LUK 8:33 Die Dmonen aber fuhren aus von dem Menschen und fuhren in die 
Schweine, und die Herde strzte sich den Abhang hinab in den See und 
ertrank.
LUK 8:34 Als aber die Hirten sahen, was geschehen war, flohen sie und 
meldeten es in der Stadt und den Hfen.
LUK 8:35 Sie kamen aber heraus, zu sehen, was geschehen war, und kamen zu 
Jesus, und fanden den Menschen da sitzend, von dem die Dmonen ausgegangen 
waren, bekleidet und vernnftig zu den Fen Jesus' und sie frchteten 
sich.
LUK 8:36 Die aber, welche zugesehen hatten, berichteten ihnen, wie der 
Dmonische geheilt worden war.
LUK 8:37 Und die ganze Bevlkerung der Umgegend der Gerasener bat ihn, da 
er sie verlasse, weil sie von groer Furcht erfat waren. Er aber bestieg 
das Schiff und kehrte zurck.
LUK 8:38 Der Mann aber, von welchem die Dmonen ausgegangen waren, bat 
ihn, ihn begleiten zu drfen; er aber entlie ihn mit den Worten:
LUK 8:39 kehre zurck in dein Haus, und erzhle was Gott an dir gethan. 
Und er gieng hin und verkndete in der ganzen Stadt, was Jesus an ihm 
gethan.
LUK 8:40 Als aber Jesus zurckkam, empfieng ihn die Menge; denn alles 
wartete auf ihn.
LUK 8:41 Und siehe, es kam ein Mann mit Namen Jairus, der war Oberer der 
Synagoge, und er fiel Jesus zu Fen und bat ihn, in sein Haus zu kommen,
LUK 8:42 denn er hatte eine einzige Tochter von ungefhr zwlf Jahren, die 
lag im Sterben. Als er aber hingieng, drngte ihn die Menge.
LUK 8:43 Und eine Frau, die seit zwlf Jahren am Blutflu litt, und all 
ihr Vermgen an Aerzte gewendet hatte, und niemand vermochte sie zu heilen,
LUK 8:44 trat von hinten herzu und rhrte die Quaste seines Kleides an, 
und alsbald stand ihr Blutflu stille.
LUK 8:45 Und Jesus sagte: wer ist es, der mich angerhrt hat? Da es aber 
alle leugneten, sagte Petrus und seine Genossen: Meister, die Volksmenge 
drngt und stt dich.
LUK 8:46 Jesus aber sagte: es hat mich jemand angerhrt; denn ich habe 
erkannt, wie eine Kraft von mir ausgegangen ist.
LUK 8:47 Da aber die Frau sah, da sie nicht verborgen geblieben, kam sie 
zitternd, fiel vor ihm nieder und gab vor allem Volk an, um welcher 
Ursache willen sie ihn angerhrt, und wie sie alsbald geheilt worden war.
LUK 8:48 Er aber sagte zu ihr: Tochter: dein Glaube hat dir geholfen; gehe 
hin im Frieden.
LUK 8:49 Wie er noch sprach, kam jemand von dem Synagogenvorsteher mit der 
Meldung: deine Tochter ist gestorben, bemhe den Meister nicht mehr.
LUK 8:50 Da es aber Jesus hrte, wandte er sich an ihn: frchte dich 
nicht; glaube nur, so wird sie gerettet werden.
LUK 8:51 Als er aber in das Haus kam, lie er niemand mit hinein, auer 
Petrus und Johannes und Jakobus und den Vater und die Mutter des Kindes.
LUK 8:52 Sie weinten aber alle und hielten die Klage ber sie. Er aber 
sagte: weinet nicht; sie ist nicht gestorben, sondern sie schlft.
LUK 8:53 Und sie verlachten ihn, da sie wuten, da sie gestorben war.
LUK 8:54 Er aber fate sie an der Hand, und rief: Kind, wache auf.
LUK 8:55 Und ihr Geist kehrte zurck und sie stand alsbald auf, und er 
verordnete, man solle ihr zu essen geben.
LUK 8:56 Und ihre Eltern staunten; er aber befahl ihnen, niemand zu sagen, 
was geschehen war.
LUK 9:1 Er rief aber die Zwlf zusammen und verlieh ihnen Kraft und 
Vollmacht ber alle Dmonen, und Krankheiten zu heilen.
LUK 9:2 Und er sandte sie aus das Reich Gottes zu verknden und gesund zu 
machen,
LUK 9:3 und sprach zu ihnen: nehmet nichts auf den Weg, weder Stock, noch 
Tasche, noch Brot, noch Geld, noch einen zweiten Anzug.
LUK 9:4 Und wo ihr ein Haus betretet, da bleibet, und von da geht wieder 
weiter.
LUK 9:5 Und wo man euch nicht aufnimmt, da verlasset die Stadt und 
schttelt euch den Staub von den Fen zum Zeugnis ber sie.
LUK 9:6 Sie giengen aber hinaus und zogen in den Drfern umher, 
verkndeten die frohe Botschaft und heilten allenthalben.
LUK 9:7 Es hrte aber Herodes der Tetrarch von allem was vorgieng, und 
wute nicht was denken, weil etliche sagten: Johannes ist von den Toten 
auferweckt;
LUK 9:8 etliche aber: Elias ist erschienen; andere aber: einer von den 
alten Propheten ist auferstanden.
LUK 9:9 Herodes aber sagte: den Johannes habe ich kpfen lassen; wer ist 
aber der, von dem ich solche Dinge hre? und er suchte ihn zu Gesicht zu 
bekommen.
LUK 9:10 Und die Apostel kamen zurck und berichteten ihm, was sie gethan, 
und er zog sich mit ihnen zurck in eine Stadt Namens Bethsaida.
LUK 9:11 Die Massen aber merkten es und folgten ihm, und er nahm sie an 
und redete zu ihnen vom Reich Gottes, und die der Heilung bedurften, 
machte er gesund.
LUK 9:12 Es begann aber der Tag sich zu neigen; die Zwlf aber kamen 
herbei und sagten zu ihm: entlasse die Menge, damit sie hingehen in die 
Drfer und Hfe ringsherum und einkehren und Verpflegung finden; denn hier 
sind wir an einem den Platz.
LUK 9:13 Er aber sagte zu ihnen: gebt ihr ihnen zu essen. Sie aber sagten: 
wir haben nicht mehr als fnf Brote und zwei Fische, wir mten denn 
fortgehen und Speisen kaufen, fr dieses ganze Volk.
LUK 9:14 Es waren aber gegen fnftausend Mann. Er sagte aber zu seinen 
Jngern: lasset sie niedersitzen in Reihen zu fnfzig.
LUK 9:15 Und sie thaten so und lieen alle niedersitzen.
LUK 9:16 Er aber nahm die fnf Brote und die zwei Fische, sah auf zum 
Himmel, segnete und brach und gab sie den Jngern, sie der Menge 
vorzusetzen.
LUK 9:17 Und sie aen und wurden alle satt, und es ward fortgetragen, was 
ihnen brig blieb an Brocken, zwlf Krbe.
LUK 9:18 Und es geschah, da er fr sich allein betete, kamen die Jnger zu 
ihm, und er befragte sie: Was sagen die Massen von mir, wer ich sei?
LUK 9:19 Sie aber antworteten: Johannes der Tufer, andere aber: Elias, 
wieder andere: es sei einer von den alten Propheten auferstanden.
LUK 9:20 Er sagte aber zu ihnen: ihr aber, was sagt ihr von mir, wer ich 
sei? Petrus aber antwortete: der Christus Gottes.
LUK 9:21 Er aber drohte ihnen und befahl ihnen, dieses niemand zu sagen;
LUK 9:22 und sprach: der Sohn des Menschen mu viel leiden, und verworfen 
werden von den Aeltesten und Hohenpriestern und Schriftgelehrten, und 
gettet und am dritten Tage auferweckt werden.
LUK 9:23 Er sagte aber zu allen: will jemand mir nachgehen, der verleugne 
sich selbst, nehme sein Kreuz auf tglich und folge mir.
LUK 9:24 Denn wer sein Leben retten will, der wird es verlieren; wer aber 
sein Leben verliert um meinetwillen, der wird es retten.
LUK 9:25 Denn was ntzt es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, 
dabei aber sich selbst verdirbt oder verkommt?
LUK 9:26 Denn wer sich meiner und meiner Worte schmt, dessen wird sich 
der Sohn des Menschen schmen, wann er kommt in seiner, und des Vaters und 
der heiligen Engel Herrlichkeit.
LUK 9:27 Ich sage euch aber wahrhaftig: es sind einige unter denen, die 
hier stehen, welche den Tod nicht kosten werden, bis sie das Reich Gottes 
sehen.
LUK 9:28 Es geschah aber nach diesen Reden, ungefhr acht Tage, nahm er 
Petrus, Johannes und Jakobus mit, und stieg auf den Berg zu beten.
LUK 9:29 Und whrend er betete, bekam sein Angesicht ein anderes Ansehen, 
und sein Gewand ward strahlend wei.
LUK 9:30 Und siehe zwei Mnner unterredeten sich mit ihm, das war Moses 
und Elias.
LUK 9:31 Sie erschienen in Herrlichkeit und sprachen von seinem Ausgang, 
den er in Jerusalem erfllen sollte.
LUK 9:32 Petrus aber und seine Genossen waren in Schlaf versunken. Als sie 
aber aufwachten, sahen sie seine Herrlichkeit, und die zwei Mnner bei ihm 
stehen.
LUK 9:33 Und es geschah, da sie von ihm schieden, sprach Petrus zu Jesus: 
Meister, hier ist fr uns gut sein; wir wollen drei Zelte aufschlagen, 
eines fr dich, eines fr Moses, und eines fr Elias; und er wute nicht 
was er redete.
LUK 9:34 Whrend er aber so sprach, kam eine Wolke und beschattete 
dieselben; sie aber frchteten sich, wie dieselben in die Wolke kamen.
LUK 9:35 Und es kam eine Stimme aus der Wolke, und sprach: Dies ist mein 
auserwhlter Sohn, auf ihn hret.
LUK 9:36 Und als die Stimme kam, fand sich's da Jesus allein war. Und sie 
schwiegen und sagten niemand in jenen Tagen etwas von dem, was sie gesehen 
hatten.
LUK 9:37 Es geschah aber am folgenden Tage, da sie von dem Berge 
herunterkamen, begegnete ihm eine groe Menge.
LUK 9:38 Und siehe ein Mann aus der Menge rief: Meister, ich bitte dich, 
nach meinem Sohn zu sehen, er ist mein einziger.
LUK 9:39 Und siehe, ein Geist packt ihn, und er schreit pltzlich, und er 
zerrt ihn, da er schumt, und will nicht von ihm lassen mit qulen.
LUK 9:40 Und ich habe deine Jnger gebeten, ihn auszutreiben, und sie 
vermochten es nicht.
LUK 9:41 Jesus aber antwortete: o unglubiges und verkehrtes Geschlecht, 
wie lange soll ich bei euch sein und es mit euch aushalten? bringe mir 
deinen Sohn hieher.
LUK 9:42 Noch im Herbeikommen aber ri und zerrte ihn der Dmon. Jesus 
aber bedrohte den unreinen Geist, und heilte den Knaben, und bergab ihn 
seinem Vater.
LUK 9:43 Sie wurden aber alle betroffen ber Gottes gewaltiger Macht.
LUK 9:44 Nehmet euch diese Worte zu Ohren: es ist an dem, da der Sohn des 
Menschen ausgeliefert wird in Menschenhnde.
LUK 9:45 Sie aber verstanden dieses Wort nicht, und es war vor ihnen 
verborgen, da sie es nicht begriffen, und sie frchteten sich ihn ber 
dieses Wort zu fragen.
LUK 9:46 Es fuhr aber der Gedanke unter sie, wer von ihnen der grte sei.
LUK 9:47 Da aber Jesus ihres Herzens Gedanken wute, nahm er ein Kind, 
stellte es neben sich
LUK 9:48 und sagte zu ihnen: wer dieses Kind auf meinen Namen aufnimmt, 
nimmt mich auf; und wer mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt 
hat. Denn der unter euch allen der kleinste ist, der ist gro.
LUK 9:49 Johannes aber nimmt das Wort: Meister, wir haben einen in deinem 
Namen Dmonen austreiben sehen, und wir haben es ihm gewehrt, weil er uns 
nicht nachfolgt.
LUK 9:50 Jesus aber sagte zu ihm: wehret es nicht; denn wer nicht wider 
euch ist, der ist fr euch.
LUK 9:51 Es geschah aber, als die Tage seiner Erhebung sich erfllten, 
nahm er die Richtung gerade aus nach Jerusalem,
LUK 9:52 und sandte Boten vor sich her. Und sie zogen aus und kamen in ein 
Samariterdorf, um fr ihn zu bestellen;
LUK 9:53 und sie nahmen ihn nicht auf, weil er in der Richtung nach 
Jerusalem zog.
LUK 9:54 Da es aber die Jnger Jakobus und Johannes sahen, sagten sie: 
Herr, willst du, da wir Feuer vom Himmel herunterkommen und sie verzehren 
heien?
LUK 9:55 Er aber wandte sich um und schalt sie und sprach: wisset ihr 
nicht, welches Geistes Kinder ihr seid?
LUK 9:56 Und sie zogen in ein anderes Dorf.
LUK 9:57 Und da sie des Weges dahinzogen: sagte einer zu ihm: ich will dir 
folgen, wo du hingehst.
LUK 9:58 Und Jesus sagte zu ihm: die Fchse haben Gruben und die Vgel des 
Himmels Nester, der Sohn des Menschen aber hat nicht, da er sein Haupt 
hinlege.
LUK 9:59 Zu einem andern aber sagte er: folge mir. Der aber sprach: 
erlaube mir erst hinzugehen und meinen Vater zu begraben.
LUK 9:60 Er aber sagte zu ihm: La die Toten ihre Toten begraben, du aber 
gehe hin und verkndige das Reich Gottes.
LUK 9:61 Noch ein anderer aber sagte: ich will dir nachfolgen, Herr; erst 
aber la mich Abschied sagen den Leuten in meinem Hause.
LUK 9:62 Jesus aber sagte zu ihm: niemand, der die Hand an den Pflug 
gelegt und rckwrts sieht, ist tauglich fr das Reich Gottes.
LUK 10:1 Nach diesem aber stellte der Herr auch siebenzig andere auf, und 
sandte sie zu je zwei vor sich her, in alle Stdte und Orte, wohin er 
selbst zu gehen vorhatte.
LUK 10:2 Er sagte aber zu ihnen: die Ernte ist reich, der Arbeiter aber 
sind wenige. So bittet denn den Herrn der Ernte, da er Arbeiter 
ausschicke zu seiner Ernte.
LUK 10:3 Gehet hin; siehe, ich sende euch wie Lmmer mitten unter Wlfe.
LUK 10:4 Traget keinen Beutel, keine Tasche, keine Schuhe; gret niemand 
unterwegs.
LUK 10:5 Wo ihr aber in ein Haus eintretet, saget zuerst: Friede diesem 
Hause;
LUK 10:6 und wenn daselbst ein Kind des Friedens ist, so wird euer Friede 
auf ihm ruhen; wo aber nicht, so wird er sich zu euch zurckwenden.
LUK 10:7 In demselben Hause aber bleibet und nehmet Essen und Trinken von 
ihnen; denn der Arbeiter verdient seinen Lohn. Gehet nicht von einem Hause 
zum andern ber.
LUK 10:8 Und wo ihr in eine Stadt eintretet, und man euch aufnimmt, da 
esset, was man euch vorsetzt,
LUK 10:9 und heilet die Kranken daselbst, und saget ihnen: Das Reich 
Gottes ist zu euch gekommen.
LUK 10:10 Wo ihr aber in eine Stadt eintretet und man nimmt euch nicht 
auf, da gehet hinaus auf ihre Gassen und saget:
LUK 10:11 auch den Staub, der uns von eurer Stadt an den Fen hngt, 
wischen wir fr euch ab; merket aber, da das Reich Gottes herbeigekommen 
ist.
LUK 10:12 Ich sage euch aber, es wird Sodom an jenem Tage ertrglicher 
gehen als dieser Stadt.
LUK 10:13 Wehe dir Chorazin, wehe dir Bethsaida; denn wenn in Tyrus und 
Sidon die Wunder geschehen wren, die bei euch geschehen sind, sie htten 
dereinst in Sack und Asche sitzend Bue gethan.
LUK 10:14 Es wird aber auch Tyrus und Sidon ertrglicher gehen im Gericht 
als euch.
LUK 10:15 Und du Kapernaum, wardst du nicht zum Himmel erhht? Bis zur 
Hlle sollst du hinabgestoen werden.
LUK 10:16 Wer euch hrt, der hrt mich; und wer euch verwirft, der 
verwirft mich; wer aber mich verwirft, der verwirft den, der mich gesandt 
hat.
LUK 10:17 Es kehrten aber die Siebenzig zurck in Freude und sagten: Herr, 
selbst die Dmonen sind uns unterthan in deinem Namen.
LUK 10:18 Er aber sagte zu ihnen: ich sah den Satan wie einen Blitz vom 
Himmel fallen.
LUK 10:19 Siehe, ich habe euch Vollmacht gegeben, zu wandeln ber 
Schlangen und Skorpionen, und auf aller Gewalt des Feindes, und nimmermehr 
soll euch etwas Schaden thun.
LUK 10:20 Doch nicht darber freuet euch, da euch die Geister unterthan 
sind; freuet euch aber, da eure Namen in den Himmel eingeschrieben sind.
LUK 10:21 Zu eben der Stunde frohlockte er durch den heiligen Geist und 
sprach: ich danke dir, Vater, Herr des Himmels und der Erde, da du dieses 
verborgen hast vor Weisen und Verstndigen, und hast es Unmndigen 
geoffenbart. Ja, Vater, denn so ist es wohlgefllig vor dir gewesen.
LUK 10:22 Und er wandte sich zu den Jngern und sagte: Alles ward mir 
bergeben von meinem Vater, und niemand erkennet wer der Sohn ist, auer 
der Vater, und wer der Vater ist, auer der Sohn, und wem es der Sohn will 
offenbaren.
LUK 10:23 Und er wandte sich zu den Jngern besonders und sagte: selig die 
Augen, die da sehen was ihr sehet.
LUK 10:24 Denn ich sage euch: viele Propheten und Knige begehrten zu 
sehen, was ihr sehet, und haben es nicht gesehen, und zu hren, was ihr 
hret, und haben es nicht gehrt.
LUK 10:25 Und siehe, ein Gesetzesmann stand auf ihn zu versuchen, und 
sagte: Meister, was mu ich thun, ewiges Leben zu ererben?
LUK 10:26 Er aber sagte zu ihm: was steht im Gesetze geschrieben? wie 
liest du?
LUK 10:27 Er aber antwortete: du sollst lieben den Herrn deinen Gott aus 
deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und deiner ganzen Kraft 
und deinem ganzen Denken, und deinen Nchsten wie dich selbst.
LUK 10:28 Er sagte aber zu ihm: du hast richtig geantwortet; thue das, so 
wirst du leben.
LUK 10:29 Er aber wollte sich selbst rechtfertigen und sagte zu Jesus: Wer 
ist denn mein Nchster?
LUK 10:30 Jesus erwiderte: ein Mann gieng hinab von Jerusalem nach 
Jericho, und fiel unter Ruber, die zogen ihn aus und schlugen ihn, lieen 
ihn halbtot liegen und giengen davon.
LUK 10:31 Zufllig aber kam ein Priester des Weges herab, der sah ihn und 
gieng vorber.
LUK 10:32 Ebenso aber auch ein Levite, der an den Ort kam, sah es und 
gieng vorber.
LUK 10:33 Ein Samariter aber, der seines Weges zog, kam in seine Nhe, sah 
ihn und hatte Mitleiden,
LUK 10:34 trat hinzu, verband seine Wunden, go Oel und Wein darauf, 
setzte ihn auf sein eigenes Tier, brachte ihn in eine Herberge und sorgte 
fr ihn.
LUK 10:35 Und am folgenden Tag legte er zwei Denare hin, gab sie dem Wirt 
und sagte: sorge fr ihn, und was du weiter aufwendest, will ich dir auf 
meinem Rckweg ersetzen.
LUK 10:36 Wer von diesen drei dnket dir der Nchste gewesen zu sein dem, 
der unter die Ruber fiel?
LUK 10:37 Er aber sagte: der die Barmherzigkeit an ihm that. Jesus aber 
sagte zu ihm: gehe hin und thue desgleichen.
LUK 10:38 Es geschah aber da sie wanderten, trat er ein in einen Flecken: 
eine Frau aber mit Namen Martha nahm ihn in ihrem Hause auf.
LUK 10:39 Und sie hatte eine Schwester mit Namen Mariam, die setzte sich 
zu den Fen des Herrn und hrte sein Wort.
LUK 10:40 Martha aber machte sich zu schaffen mit vieler Aufwartung; sie 
trat aber hinzu und sagte: Herr, kmmert es dich nicht, da meine 
Schwester mich allein aufwarten lt? Sage ihr doch, da sie mit mir 
angreife.
LUK 10:41 Der Herr aber antwortete ihr: Martha, Martha, du sorgst und 
beunruhigst dich um Vieles;
LUK 10:42 es braucht nur wenig oder eines; Mariam hat das gute Teil 
erwhlt, das soll nicht von ihr genommen werden.
LUK 11:1 Und es geschah, da er an einem Orte war und betete, als er 
aufhrte, sagte einer von seinen Jngern zu ihm, Herr, lehre uns beten, so 
wie auch Johannes seine Schler gelehrt hat.
LUK 11:2 Er sagte aber zu ihnen: wenn ihr betet, so sprechet: Vater, 
geheiligt werde dein Name. Es komme dein Reich.
LUK 11:3 Unser ntiges Brot gib uns tglich.
LUK 11:4 Und vergib uns unsere Snden; denn auch wir vergeben jedem der 
uns schuldig ist. Und fhre uns nicht in Versuchung.
LUK 11:5 Und er sagte zu ihnen: wer von euch htte einen Freund und kme 
zu ihm um Mitternacht, und sprche zu ihm: Freund, leihe mir drei Brote,
LUK 11:6 denn ein Freund von mir ist von der Reise zu mir gekommen und ich 
habe ihm nichts vorzusetzen;
LUK 11:7 und jener sollte von drinnen heraus antworten: mache mir keine 
Umstnde; die Thre ist schon geschlossen, meine Kinder liegen bei mir im 
Bett; ich kann nicht aufstehen und es dir geben?
LUK 11:8 Ich sage euch, wenn er auch nicht aufsteht und gibt es ihm, weil 
es sein Freund ist, so steht er auf wegen seiner Zudringlichkeit, und gibt 
ihm so viel er braucht.
LUK 11:9 Und ich sage euch: Bittet so wird euch gegeben werden. Suchet so 
werdet ihr finden. Klopfet an, so wird euch aufgethan werden.
LUK 11:10 Denn wer da bittet, der empfngt, und wer da suchet, der findet, 
und wer da anklopft, dem wird aufgethan werden.
LUK 11:11 Wo aber ist ein Vater unter euch, der seinem Sohn, wenn er ihn 
um einen Fisch bittet, statt eines Fisches eine Schlange gbe?
LUK 11:12 oder wenn er um ein Ei bittet, ihm einen Skorpion gbe?
LUK 11:13 Wenn nun ihr, die ihr bse seid, verstehet euren Kindern gute 
Gaben zu geben, wie viel mehr wird der Vater vom Himmel heiligen Geist 
geben denen, die ihn bitten?
LUK 11:14 Und er trieb einen stummen Dmon aus; es geschah aber, als der 
Dmon ausgefahren, sprach der Stumme.
LUK 11:15 Und die Massen verwunderten sich. Einige von ihnen aber sagten: 
mit Beelzebul dem obersten der Dmonen, treibt er die Dmonen aus.
LUK 11:16 Andere aber wollten ihn versuchen und forderten ein Zeichen vom 
Himmel von ihm.
LUK 11:17 Da er aber ihre Gedanken wute, sagte er zu ihnen: Jedes Reich, 
wenn es in sich selbst gespalten ist, wird verwstet, Haus fllt auf Haus.
LUK 11:18 Wenn nun auch der Satan in sich selbst gespalten ist, wie soll 
sein Reich bestehen? weil ihr saget: ich treibe die Dmonen aus mit 
Beelzebul.
LUK 11:19 Wenn aber ich mit Beelzebul die Dmonen austreibe, mit wem 
treiben dann eure Leute aus? Darum werden sie selbst eure Richter sein.
LUK 11:20 Wenn ich aber mit Gottes Finger die Dmonen austreibe, so ist ja 
das Reich Gottes schon ber euch gekommen.
LUK 11:21 Wenn der Starke wohl bewaffnet seinen Hof bewacht, so ist sein 
Eigentum in Sicherheit.
LUK 11:22 Wenn aber ein strkerer als er darber kommt und ihn besiegt, so 
nimmt er ihm seine Rstung, auf welche er sich verlassen hatte, und 
verteilt seine Beute.
LUK 11:23 Wer nicht mit mir ist, der ist wider mich, und wer nicht mit mir 
sammelt, der zerstreuet.
LUK 11:24 Wenn der unreine Geist ausgeht vom Menschen, so zieht er durch 
wasserlose Sttten, Ruhe zu suchen, und da er sie nicht findet, sagt er: 
ich will in mein Haus zurckkehren, von wo ich ausgegangen bin.
LUK 11:25 Und wenn er kommt, findet er es gescheuert und geschmckt.
LUK 11:26 Hierauf geht er hin und nimmt sieben andere Geister dazu, die 
schlimmer sind als er, und sie ziehen ein und wohnen daselbst, und es wird 
zum letzten schlimmer bei dem Menschen als zum ersten.
LUK 11:27 Es geschah aber, whrend er dieses sprach, erhob eine Frau aus 
der Menge ihre Stimme und sprach zu ihm: selig der Leib, welcher dich 
getragen und die Brste, an denen du gesogen.
LUK 11:28 Er aber sprach: ja doch, selig, die das Wort Gottes hren und 
bewahren.
LUK 11:29 Da aber die Massen versammelt waren, begann er zu sprechen: 
dieses Geschlecht ist ein bses Geschlecht, es fordert ein Zeichen und es 
soll ihm keines gegeben werden, als das Zeichen Jonas.
LUK 11:30 Denn wie Jonas fr die Niniviten zum Zeichen wurde, so wird es 
der Sohn des Menschen sein fr dieses Geschlecht.
LUK 11:31 Die Knigin des Sdens wird sich erheben im Gerichte neben den 
Mnnern dieses Geschlechtes und wird sie verdammen; denn sie kam vom Ende 
der Erde zu hren die Weisheit Salomos, und siehe hier ist mehr denn 
Salomo.
LUK 11:32 Die Mnner Ninives werden aufstehen im Gerichte neben diesem 
Geschlecht, und werden es verdammen. Denn sie haben Bue gethan auf die 
Predigt Jonas, und siehe, hier ist mehr denn Jonas.
LUK 11:33 Niemand, wenn er ein Licht anzndet, setzt es in einen Winkel, 
noch unter das Hohlma, sondern auf den Leuchter, damit die Eintretenden 
den Schein sehen.
LUK 11:34 Das Licht des Leibes ist dein Auge. So lange dein Auge richtig 
ist, so hat auch dein ganzer Leib hell; wenn es aber nichts taugt, so hat 
auch dein Leib finster.
LUK 11:35 So gibt wohl Acht, da nicht das innere Licht in dir finster ist.
LUK 11:36 Ist dann dein ganzer Leib hell, und nichts finsteres daran, so 
wird das eine Helle sein so vllig, wie wenn dich der Leuchter mit seinem 
Strahl bescheint.
LUK 11:37 Whrend er aber sprach, bat ihn ein Phariser, bei ihm zu 
frhstcken: er aber trat ein und setzte sich.
LUK 11:38 Der Phariser aber sah mit Verwunderung, da er das Waschen vor 
dem Frhstck unterlie.
LUK 11:39 Der Herr aber sprach zu ihm: Ja ihr Phariser, ihr reinigt das 
Auswendige am Becher und an der Schssel, was ihr aber inwendig habt, ist 
voll Raub und Bosheit.
LUK 11:40 Ihr Thoren, hat nicht derselbe, der das Auswendige, auch das 
Inwendige gemacht?
LUK 11:41 Gebet nur das, was drinnen ist, als Almosen, siehe so habt ihr 
alles rein.
LUK 11:42 Aber wehe euch den Pharisern, da ihr verzehntet Mnze und 
Raute und jedes Kraut, und gehet vorbei am Recht und der Liebe Gottes; 
dieses galt es thun und jenes nicht lassen.
LUK 11:43 Wehe euch den Pharisern, da ihr liebt die Vordersitze in den 
Synagogen, und Begrungen auf den Mrkten.
LUK 11:44 Wehe euch, da ihr seid wie die unkenntlichen Grber, da die 
Leute darber hingehen und wissen es nicht.
LUK 11:45 Es antwortete ihm aber einer von den Gesetzesmnnern: Meister, 
mit diesen Reden beschimpfst du auch uns.
LUK 11:46 Er aber sprach: Auch euch, den Gesetzesmnnern wehe, da ihr 
belastet die Menschen mit schwer zu tragenden Lasten, und selbst tupft ihr 
die Lasten nicht mit einem eurer Finger an.
LUK 11:47 Wehe euch, da ihr bauet den Propheten die Grabdenkmale, eure 
Vter aber waren es, die sie gettet.
LUK 11:48 So seid ihr also Zeugen fr die Taten eurer Vter und beweiset 
euer Wohlgefallen daran, denn jene haben sie gettet, ihr aber bauet.
LUK 11:49 (Darum hat auch die Weisheit Gottes gesagt: ich werde zu ihnen 
senden Propheten und Apostel, und sie werden von ihnen tten und verfolgen;
LUK 11:50 auf da heimgefordert werde das Blut aller Propheten, das 
vergossen ist von Grundlegung der Welt bis auf dieses Geschlecht,
LUK 11:51 von dem Blute Abels bis zum Blute Zacharias, der umkam zwischen 
Altar und Wand. Ja ich sage euch, es wird heimgefordert werden an diesem 
Geschlecht.)
LUK 11:52 Wehe euch den Gesetzesmnnern, da ihr den Schlssel der 
Erkenntnis weggenommen habt; ihr seid selbst nicht hineingekommen und habt 
gehindert, die hineingehen wollten.
LUK 11:53 Und als er von dort herauskam, paten ihm die Schriftgelehrten 
und die Phariser von da an scharf auf und fragten ihn aus ber dies und 
das,
LUK 11:54 um ihm mit Hinterlist etwas aus dem Mund zu locken.
LUK 12:1 Indem versammelte sich die Menge zu Zehntausenden, so da sie 
einander traten, da fieng er an zu seinen Jngern zu sagen zuerst: Htet 
euch vor dem Sauerteig der Phariser, das ist die Heuchelei.
LUK 12:2 Es ist aber nichts verhllt, das nicht enthllt werden, und 
nichts verborgen, was nicht zur Erkenntnis kommen wird.
LUK 12:3 Daher alles, was ihr in der Finsternis gesagt habt, wird im 
Lichte gehrt werden, und was ihr in den Kammern ins Ohr gesprochen habt, 
wird auf den Dchern verkndet werden.
LUK 12:4 Ich sage aber euch meinen Freunden: frchtet euch nicht vor 
denen, die den Leib tten und darnach nichts weiteres zu thun vermgen.
LUK 12:5 Ich will euch aber zeigen, wen ihr frchten sollt; frchtet euch 
vor dem, der nach dem Tten Vollmacht hat, in die Hlle zu werfen. Ja, ich 
sage euch, diesen frchtet.
LUK 12:6 Verkauft man nicht fnf Sperlinge um zwei A? und nicht einer von 
ihnen ist vergessen vor Gott.
LUK 12:7 Aber bei euch sind auch die Haare auf dem Kopfe alle gezhlt; 
frchtet euch nicht: ihr seid mehr als viele Sperlinge.
LUK 12:8 Ich sage euch aber, wer berall sich zu mir bekennt vor den 
Menschen, zu dem wird sich der Sohn des Menschen auch bekennen vor den 
Engeln Gottes.
LUK 12:9 Wer aber mich verleugnet vor den Menschen, der wird verleugnet 
werden vor den Engeln Gottes.
LUK 12:10 Und wer berall ein Wort sagt auf den Sohn des Menschen, es wird 
ihm vergeben werden; dem aber, der auf den heiligen Geist lstert, dem 
wird nicht vergeben werden.
LUK 12:11 Wenn sie euch aber vor die Synagogen und vor Herrschaften und 
Behrden stellen, so sorget nicht, wie oder womit ihr euch verteidigen, 
oder was ihr sagen mget.
LUK 12:12 Denn der heilige Geist wird euch lehren zur selbigen Stunde, was 
zu sagen ist.
LUK 12:13 Es sagte aber einer aus der Menge zu ihm: Meister, sage meinem 
Bruder, da er das Erbe mit mir teile.
LUK 12:14 Er aber sagte zu ihm: Mensch, wer hat mich zum Richter oder 
Erbschichter ber euch gesetzt?
LUK 12:15 Er sagte aber zu ihnen: sehet zu und htet euch vor aller 
Habsucht, denn der Ueberflu thut es nicht, da einer von dem seinigen 
lebe.
LUK 12:16 Er sagte aber ein Gleichnis zu ihnen also: einem reichen Manne 
hatte sein Land wohl getragen.
LUK 12:17 Und er berlegte bei sich selbst: was soll ich machen? ich habe 
ja nicht Raum meine Frchte aufzuheben.
LUK 12:18 Und er sprach: so will ich es machen; ich breche meine Scheunen 
ab, und baue grere, und darin hebe ich auf, was mir gewachsen ist, und 
all mein Gut.
LUK 12:19 Und ich werde zu meiner Seele sagen: Seele, du hast reichen 
Vorrat auf viele Jahre; habe gute Ruhe, i und trink, und la dir's wohl 
sein.
LUK 12:20 Es sprach Gott aber zu ihm: du Thor, heute Nacht fordert man 
dein Leben von dir; wem wird dann gehren, was du bereitet hast?
LUK 12:21 So geht es dem, der sich Schtze sammelt und nicht reich ist bei 
Gott.
LUK 12:22 Er sagte aber zu seinen Jngern: darum sage ich euch: sorget 
nicht um das Essen frs Leben, und um Kleider fr den Leib.
LUK 12:23 Das Leben ist mehr als die Nahrung und der Leib mehr als das 
Kleid.
LUK 12:24 Achtet auf die Raben, sie sen nicht, sie ernten nicht, sie 
haben keine Vorratskammer noch Scheune, Gott ernhrt sie; um wie viel seid 
ihr besser als die Vgel!
LUK 12:25 Wer unter euch kann mit seinem Sorgen seiner Lebenslnge eine 
Elle zusetzen?
LUK 12:26 Wenn ihr da nicht das Geringste vermget, was macht ihr euch 
Sorge ber das Weitere?
LUK 12:27 Achtet auf die Lilien, wie sie nicht spinnen, nicht weben; ich 
sage euch aber, auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit war nicht 
angethan, wie eine von ihnen.
LUK 12:28 Wenn aber Gott das Gras auf dem Felde, das heute steht und 
morgen in den Ofen geworfen wird, also bekleidet, wie vielmehr euch, ihr 
Kleinglubige?
LUK 12:29 So trachtet auch ihr nicht, was ihr esset und was ihr trinket, 
und lasset es euch nicht umtreiben.
LUK 12:30 Um das alles kmmern sich die Vlker der Welt; euer Vater aber 
wei, da ihr dessen bedrfet.
LUK 12:31 Dagegen trachtet nach seinem Reich, so wird euch dieses zugelegt 
werden.
LUK 12:32 Frchte dich nicht, du kleine Herde; denn eurem Vater hat es 
gefallen, euch das Reich zu geben.
LUK 12:33 Verkaufet eure Habe, und gebet Almosen; erwerbet euch Beutel, 
die nicht alt werden, einen Schatz, der nicht ausgeht, in den Himmeln, wo 
kein Dieb hinkommt, und keine Motte zerstrt.
LUK 12:34 Denn wo euer Schatz ist, da ist auch euer Herz.
LUK 12:35 Eure Lenden sollen gegrtet sein, und die Lichter brennen,
LUK 12:36 und ihr sollet Leuten gleichen, welche ihren Herrn erwarten, 
wenn er aufbrechen mag von der Hochzeit, damit sie ihm alsbald ffnen, 
wann er kommt und anklopft.
LUK 12:37 Selig diese Knechte, die der Herr, wenn er kommt, wachend finden 
wird; wahrlich ich sage euch, er wird sich grten, und sie sitzen heien 
und herumgehen und ihnen aufwarten.
LUK 12:38 Und mag er in der zweiten und in der dritten Wache kommen, wenn 
er es so trifft, selig sind sie.
LUK 12:39 Das aber verstehet: wenn der Hausherr wte, zu welcher Stunde 
der Dieb kommt, so wrde er wachen und sein Haus nicht durchwhlen lassen.
LUK 12:40 So seid auch ihr bereit, denn der Sohn des Menschen kommt in der 
Stunde, da ihr es nicht denket.
LUK 12:41 Es sprach aber Petrus: Herr, sagst du dieses Gleichnis fr uns 
oder auch fr alle?
LUK 12:42 Und der Herr sagte: wer ist nun der treue Haushalter, der kluge, 
den der Herr ber seine Dienerschaft setzen wird, die Kost auszuteilen zur 
Zeit?
LUK 12:43 Selig der Knecht, den sein Herr, wenn er kommt, also thun findet.
LUK 12:44 Wahrhaftig, sage ich euch, er wird ihn ber alle seine Habe 
setzen.
LUK 12:45 Wenn aber jener Knecht in seinem Herzen spricht: mein Herr 
verzieht zu kommen, und fngt an die Knechte und Mgde zu schlagen, zu 
essen und zu trinken, und sich zu berauschen,
LUK 12:46 so wird der Herr dieses Knechtes kommen, an dem Tage, da er es 
nicht erwartet, und zur Stunde, die er nicht wei, und wird ihn zerhauen, 
und ihm sein Teil bei den Unglubigen geben.
LUK 12:47 Der Knecht aber, der den Willen seines Herrn kannte, und nichts 
bereitete noch that nach seinem Willen, wird viele Schlge empfangen.
LUK 12:48 Dagegen der ihn nicht kannte, aber that, was der Schlge wrdig, 
wird wenig empfangen. Wem berall viel gegeben ward, von dem wird viel 
gefordert werden, und wem viel beigelegt ward, von dem wird um so viel 
mehr verlangt werden.
LUK 12:49 Ich bin gekommen Feuer zu werfen auf die Erde, und wie wollte 
ich, es wre schon entzndet.
LUK 12:50 Ich habe eine Taufe zu bestehen, und wie drngt es mich, bis sie 
vollendet ist.
LUK 12:51 Meint ihr, ich sei erschienen Frieden auf Erden zu bringen? 
Nein, sage ich euch, sondern vielmehr Spaltung,
LUK 12:52 denn von nun an werden sein fnf in einem Hause gespalten, drei 
werden gegen zwei und zwei gegen drei sein,
LUK 12:53 der Vater gegen den Sohn, und der Sohn gegen den Vater, die 
Mutter gegen die Tochter und die Tochter gegen die Mutter, die 
Schwiegermutter gegen die Schwiegertochter und die Schwiegertochter gegen 
die Schwiegermutter.
LUK 12:54 Er sagte aber zu den Massen: wenn ihr eine Wolke aufsteigen seht 
in Westen, so sagt ihr alsbald: es kommt Regen, und es ist so,
LUK 12:55 und wenn von Sden wehen, so heit es: es kommt die Glut, und es 
ist so.
LUK 12:56 Ihr Heuchler, auf das Antlitz der Erde und des Himmels versteht 
ihr euch, diese Zeit aber wie kommt's, da ihr euch nicht darauf versteht?
LUK 12:57 Warum urteilt ihr nicht auch von euch selbst aus, was recht ist?
LUK 12:58 Wenn du mit deinem Widersacher zum Vorsteher gehst, so gib ihm 
unterwegs seinen Verdienst um von ihm los zu kommen, da er dich nicht zum 
Richter schleppe und der Richter bergebe dich dem Vollstrecker und der 
Vollstrecker werfe dich ins Gefngnis.
LUK 12:59 Ich sage dir, du sollst nicht herauskommen, bis du auch den 
letzten Pfennig bezahlt hast.
LUK 13:1 Es trafen aber zu eben der Zeit etliche ein, die ihm die 
Nachricht brachten von den Galilern, deren Blut Pilatus mit ihren Opfern 
mischte.
LUK 13:2 Und er antwortete und sagte zu ihnen: meint ihr, da diese 
Galiler vor allen Galilern Snder waren, weil sie dieses erlitten?
LUK 13:3 Mit nichten, sage ich euch, sondern wenn ihr nicht Bue thut, 
werdet ihr alle ebenso umkommen.
LUK 13:4 Oder jene achtzehn, auf welche der Thurm in Siloam fiel und 
erschlug sie, meint ihr, da sie schuldig gewesen vor allen Bewohnern von 
Jerusalem?
LUK 13:5 Mit nichten, sage ich euch, sondern wenn ihr nicht Bue thut, 
werdet ihr alle ebenso umkommen.
LUK 13:6 Er sagte aber folgendes Gleichnis: es hatte einer einen 
Feigenbaum, der in seinem Weinberg stand, und kam um Frucht daran zu 
suchen und fand keine.
LUK 13:7 Er sprach aber zu dem Weingrtner: siehe, drei Jahre sind es, da 
ich komme und Frucht suche an diesem Feigenbaum und finde keine. Haue ihn 
heraus, fr was soll er noch den Boden wegnehmen?
LUK 13:8 Er aber antwortete ihm: Herr, la ihn noch dieses Jahr, indessen 
will ich ihn noch umgraben und dngen;
LUK 13:9 vielleicht bringt er knftig Frucht; wo nicht, so magst du ihn 
heraushauen lassen.
LUK 13:10 Er war aber beim Lehren in einer Synagoge am Sabbat,
LUK 13:11 und siehe, da war eine Frau, die achtzehn Jahre lang einen Geist 
der Krankheit hatte, und sie war verkrmmt, unfhig sich ordentlich 
aufzurichten.
LUK 13:12 Als aber Jesus sie erblickte, rief er sie herbei und sagte zu 
ihr: Weib, du bist los von deiner Krankheit,
LUK 13:13 und legte ihr die Hnde auf, und alsbald wurde sie gerade und 
pries Gott.
LUK 13:14 Der Synagogenvorsteher aber, im Unwillen darber, da Jesus am 
Sabbat heilte, nahm das Wort und sagte zu der Menge: Es sind sechs Tage, 
an welchen man arbeiten soll; an diesen kommt und lasset euch heilen, und 
nicht am Sabbattage.
LUK 13:15 Der Herr aber antwortete ihm und sprach: Heuchler, lst nicht 
jeder von euch am Sabbat seinen Ochsen oder Esel von der Krippe, und fhrt 
ihn zum Trnken?
LUK 13:16 Diese Tochter Abrahams aber, welche der Satan siehe achtzehn 
Jahre gebunden hatte, sollte nicht befreit werden von dieser Fessel am 
Sabbattage?
LUK 13:17 Und wie er dieses sagte, schmten sich alle seine Widersacher, 
und die ganze Menge freute sich ber alle seine herrlichen Thaten.
LUK 13:18 So sagte er nun: wem ist das Reich Gottes hnlich? und wem soll 
ich es vergleichen?
LUK 13:19 Es ist hnlich einem Senfkorn, welches ein Mensch nahm und in 
seinem Garten auswarf, und es wuchs und ward zu einem Baum, und die Vgel 
des Himmels nisteten in seinen Zweigen.
LUK 13:20 Und wiederum sagte er: wem soll ich das Reich Gottes vergleichen?
LUK 13:21 Es ist einem Sauerteig hnlich, den eine Frau nahm und legte ihn 
ein in drei Sat Weizenmehl, bis es ganz durchsuert ward.
LUK 13:22 Und er wanderte von Stadt zu Stadt, und von Dorf zu Dorf und 
lehrte, und verfolgte den Weg nach Jerusalem.
LUK 13:23 Es sprach aber einer zu ihm: Herr, sind es wenige, die gerettet 
werden? Er aber sagte zu ihnen:
LUK 13:24 ringet darnach, einzugehen durch die enge Pforte, denn viele, 
sage ich euch, werden hineinzukommen suchen, und werden es nicht dahin 
bringen.
LUK 13:25 Denn wenn erst der Hausherr sich erhoben und die Thre 
abgeschlossen hat, und ihr fanget an, drauen an die Thre zu klopfen, und 
zu sagen: Herr, ffne uns, so wird er euch antworten: ich wei nicht von 
euch woher ihr seid.
LUK 13:26 Dann werdet ihr anheben zu sagen: wir haben vor dir gegessen und 
getrunken und du hast in unseren Gassen gelehrt.
LUK 13:27 Und er wird sprechen zu euch: ich sage euch, ich wei nicht 
woher ihr seid; weichet von mir alle ihr Thter der Ungerechtigkeit.
LUK 13:28 Da wird es zum Heulen kommen und zum Zhneknirschen, wenn ihr 
sehen werdet Abraham und Isaak und Jakob und die Propheten alle im Reiche 
Gottes, euch aber hinausgeworfen.
LUK 13:29 Und sie werden kommen von Morgen und Abend und Mitternacht und 
Mittag, und werden zu Tische sitzen im Reiche Gottes.
LUK 13:30 Und siehe es gibt letzte welche die ersten sein werden, und 
erste welche die letzten sein werden.
LUK 13:31 In derselben Stunde traten einige Phariser herzu und sagten zu 
ihm: gehe und ziehe weg von hier, denn Herodes will dich tten.
LUK 13:32 Und er sagte zu ihnen: gehet hin und saget diesem Fuchs: siehe 
ich treibe Dmonen aus, und vollbringe Heilungen heute und morgen und am 
dritten bin ich am Ziel.
LUK 13:33 Doch heute und morgen und am folgenden mu ich wandern, denn es 
darf kein Prophet umkommen auerhalb Jerusalem.
LUK 13:34 Jerusalem, Jerusalem, die du ttest die Propheten und steinigst 
die zu dir gesandt sind, wie oft wollte ich deine Kinder versammeln, wie 
die Henne ihre Brut unter die Flgel; und ihr habt nicht gewollt.
LUK 13:35 Siehe, euer Haus werdet ihr dahin haben. Ich sage euch, ihr 
sollt mich nimmermehr sehen, bis die Zeit kommt, da ihr sprechet: 
gesegnet, der da kommt im Namen des Herrn.
LUK 14:1 Und es geschah, da er in das Haus eines der Oberen der Phariser 
kam am Sabbat um zu speisen, waren sie auch da und lauerten auf ihn.
LUK 14:2 Und siehe, ein wasserschtiger Mensch trat vor ihn.
LUK 14:3 Und Jesus hob an und sagte zu den Gesetzesmnnern und Pharisern: 
ist es erlaubt am Sabbat zu heilen oder nicht?
LUK 14:4 Sie aber blieben stille. Und er fate ihn an, heilte ihn und 
entlie ihn.
LUK 14:5 Und zu ihnen sagte er: Wer von euch, wenn ihm sein Sohn oder sein 
Ochse in einen Brunnen fllt, wird ihn nicht alsbald heraufziehen am 
Sabbattage?
LUK 14:6 Und sie vermochten darauf nichts zu erwidern.
LUK 14:7 Er sprach aber zu den Geladenen ein Gleichnis, da er beobachtete, 
wie sie sich die ersten Pltze aussuchten, und sagte zu ihnen:
LUK 14:8 wenn du von jemanden geladen wirst zur Hochzeit, so nimm nicht 
den ersten Sitz, damit nicht etwa ein Vornehmerer als du von ihm geladen 
sei,
LUK 14:9 und es komme herzu, der dich und ihn geladen hat, und sage zu 
dir: mache diesem Platz, und du hast alsdann mit Scham den letzten Platz 
einzunehmen.
LUK 14:10 Sondern wenn du geladen wirst, so gehe hin und lasse dich nieder 
auf den letzten Platz, damit der dich geladen hat, wenn er kommt, zu dir 
sage: Freund, rcke weiter hinauf; dann widerfhrt dir die Ehre vor allen 
deinen Mitgsten.
LUK 14:11 Denn jeder, der sich selbst erhht, wird erniedrigt werden, und 
wer sich selbst erniedrigt, wird erhht werden.
LUK 14:12 Er sagte aber zu dem, der ihn geladen hatte: wenn du ein 
Frhstck oder Abendmahl richtest, so lade nicht deine Freunde noch deine 
Brder, noch deine Verwandten, noch reiche Nachbarn, da sie dich etwa 
wieder einladen und dir so Vergeltung werde.
LUK 14:13 Sondern wenn du eine Gastung hltst, so lade Arme, Krppel, 
Lahme, Blinde,
LUK 14:14 so sollst du selig sein, weil sie es dir nicht vergelten knnen; 
denn es wird dir vergolten werden in der Auferstehung der Gerechten.
LUK 14:15 Als aber einer von den Mitgsten dieses hrte, sagte er zu ihm: 
selig, wer speiset im Reiche Gottes.
LUK 14:16 Er aber sagte zu ihm: ein Mensch hielt ein groes Mahl und lud 
viele ein,
LUK 14:17 und sandte seinen Knecht aus, zur Stunde des Abendmahls den 
Geladenen anzusagen: kommet, denn es ist jetzt bereit.
LUK 14:18 Und sie fiengen mit einem Male alle an, sich zu entschuldigen. 
Der erste sagte zu ihm: ich habe einen Acker gekauft, und mu notwendig 
hingehen ihn zu besehen; ich bitte dich, nimm mich fr entschuldigt.
LUK 14:19 Und ein anderer sagte: ich habe fnf Joch Ochsen gekauft und 
gehe eben sie zu untersuchen; ich bitte dich, nimm mich fr entschuldigt.
LUK 14:20 Und ein anderer sagte: ich habe eine Frau genommen, und darum 
kann ich nicht kommen.
LUK 14:21 Und der Knecht stellte sich und meldete dieses seinem Herrn. Da 
ward der Hausherr zornig und sagte zu seinem Knecht: eiligst gehe in die 
Straen und Gassen der Stadt, und bringe die Armen und Krppel und Blinden 
und Lahmen herein.
LUK 14:22 Und der Knecht sagte: Herr es ist geschehen, was du befohlen 
hast, und es ist noch Raum.
LUK 14:23 Und der Herr sprach zu dem Knecht: gehe hinaus auf die Wege und 
an die Zune und ntige sie herein, damit mein Haus voll werde.
LUK 14:24 Denn ich sage euch, keiner von jenen Mnnern, die geladen waren, 
wird mein Mahl kosten.
LUK 14:25 Es zogen aber groe Massen mit ihm, und er kehrte sich um und 
sprach zu ihnen:
LUK 14:26 Wenn einer zu mir kommt und hat nicht seinen Vater, Mutter, 
Weib, Kinder, Brder, Schwestern, ja sein eigenes Leben, so kann er nicht 
mein Jnger sein.
LUK 14:27 Wer nicht sein Kreuz trgt und geht mir nach, kann nicht mein 
Jnger sein.
LUK 14:28 Denn wer von euch, wenn er einen Thurm bauen will, sitzt nicht 
zuerst hin und berechnet die Kosten, ob er Mittel hat es hinauszufhren?
LUK 14:29 Damit nicht, wenn er den Grund gelegt und kann es nicht 
vollenden, alle Zuschauer anfangen, ihn zu verspotten,
LUK 14:30 und zu sagen: dieser Mensch hat angefangen zu bauen, und konnte 
es nicht hinausfhren.
LUK 14:31 Oder welcher Knig, der auszieht um Krieg zu fhren mit einem 
anderen Knig, sitzt nicht zuerst hin und hlt Rat, ob er im Stande ist, 
mit zehntausend dem zu begegnen, der mit zwanzigtausend gegen ihn anrckt?
LUK 14:32 Wofern aber nicht, so schickt er eine Gesandtschaft an ihn, so 
lange er noch fern ist, und wirbt um Frieden.
LUK 14:33 So kann denn keiner von euch, der nicht allem was er hat 
entsagt, mein Jnger sein.
LUK 14:34 Das Salz ist wohl gut, wenn aber auch das Salz taub wird, womit 
soll es hergestellt werden?
LUK 14:35 Es ist weder aufs Land noch auf den Mist brauchbar. Man wirft es 
hinaus. Wer Ohren hat zu hren, der hre.
LUK 15:1 Es pflegten aber zu ihm zu kommen die Zllner insgesamt und die 
Snder, ihn zu hren.
LUK 15:2 Und die Phariser und die Schriftgelehrten murrten darber, und 
sagten: dieser nimmt die Snder an, und it mit ihnen.
LUK 15:3 Er sagte aber zu ihnen folgendes Gleichnis:
LUK 15:4 Welcher von euch, wenn er hundert Schafe hat, und verliert eines 
von ihnen, lt nicht die neunundneunzig in der Wste, und gehet dem 
verlorenen nach, bis er es findet?
LUK 15:5 Und wenn er es gefunden, legt er es auf seine Schulter mit 
Freuden,
LUK 15:6 geht nach Haus, ruft Freunde und Nachbarn zusammen, und sagt zu 
ihnen: freuet euch mit mir, ich habe mein verlorenes Schaf gefunden.
LUK 15:7 Ich sage euch, so wird Freude im Himmel sein ber einen Snder, 
der Bue thut, mehr als ber neunundneunzig Gerechte, die da keine Bue 
ntig haben.
LUK 15:8 Oder, welche Frau, die zehn Drachmen hat, wenn sie eine verliert, 
zndet nicht Licht an und scheuert das Haus und sucht sorgfltig, bis sie 
dieselbe findet?
LUK 15:9 Und wenn sie sie gefunden, ruft sie Freundinnen und Nachbarinnen 
zusammen und sagt: freuet euch mit mir, denn ich habe die Drachme 
gefunden, die ich verloren hatte.
LUK 15:10 So sage ich euch, gibt es Freude vor den Engeln Gottes, ber 
einen einzigen Snder, der Bue thut.
LUK 15:11 Er sagte aber: ein Mensch hatte zwei Shne.
LUK 15:12 Und der jngere von ihnen sprach zum Vater: Vater, gib mir den 
Kindsteil, welcher mich trifft. Und er verteilte das Vermgen unter sie.
LUK 15:13 Und wenige Tage nachher raffte der jngere Sohn alles zusammen, 
und zog in ein fernes Land, und dort verschleuderte er seinen Teil mit 
liederlichem Leben.
LUK 15:14 Nachdem er aber alles aufgebraucht, kam eine schwere Hungersnot 
ber jenes Land, und er fieng an, Mangel zu leiden.
LUK 15:15 Und er gieng hin und hngte sich an einen von den Brgern jenes 
Landes, der schickte ihn auf seine Felder, Schweine zu hten.
LUK 15:16 Und er begehrte seinen Magen zu fllen mit den Schoten, welche 
die Schweine fraen, und niemand gab es ihm.
LUK 15:17 Er gieng aber in sich und sprach: wie viele Taglhner meines 
Vaters haben Brot die Flle; ich aber gehe hier an Hunger zu Grunde.
LUK 15:18 Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen und zu ihm 
sagen: Vater ich habe gefehlt gegen den Himmel und vor dir,
LUK 15:19 ich bin nicht mehr wert dein Sohn zu heien; halte mich wie 
einen deiner Tagelhner.
LUK 15:20 Und er stand auf und gieng hin zu seinem Vater. Da er aber noch 
ferne war, sah ihn sein Vater, und hatte Mitleid, und lief herzu, fiel ihm 
um den Hals und kte ihn.
LUK 15:21 Der Sohn aber sagte zu ihm: Vater ich habe gesndigt gegen den 
Himmel und vor dir; ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu heien.
LUK 15:22 Der Vater aber sprach zu seinen Knechten: holet sogleich das 
beste Festkleid, und ziehet es ihm an, legt ihm einen Ring an die Hand, 
und Schuhe an die Fe,
LUK 15:23 und bringet das Mastkalb und schlachtet es, und lasset uns essen 
und frhlich sein;
LUK 15:24 denn dieser mein Sohn war tot, und ward wieder lebendig; er war 
verloren und ward gefunden. Und sie fiengen an frhlich zu sein.
LUK 15:25 Sein lterer Sohn aber war auf dem Felde, und wie er kam und 
sich dem Hause nherte, hrte er Musik und Gesang,
LUK 15:26 und rief einen der Knechte und forschte, was das wre.
LUK 15:27 Der aber sagte ihm: dein Bruder ist da, da hat dein Vater das 
Mastkalb schlachten lassen, weil er ihn wohlbehalten wieder bekommen hat.
LUK 15:28 Er aber ward zornig und wollte nicht hineingehen. Sein Vater 
aber kam heraus und redete ihm zu.
LUK 15:29 Er aber antwortete dem Vater: siehe, so viele Jahre diene ich 
dir, und noch nie habe ich ein Gebot von dir versumt, und mir hast du 
noch nie einen Bock gegeben, da ich mit meinen Freunden frhlich sei.
LUK 15:30 Da aber dieser dein Sohn gekommen ist, der dein Vermgen mit 
Dirnen verzehrt hat, da hast du ihm das Mastkalb geschlachtet.
LUK 15:31 Er aber sagte zu ihm: Kind, du bist allezeit bei mir, und alles 
das Meine ist dein.
LUK 15:32 Es galt aber frhlich sein und sich freuen, weil dieser dein 
Bruder tot war und ist lebendig geworden, verloren war und ward gefunden.
LUK 16:1 Er sagte aber auch zu den Jngern: es war ein reicher Mann, der 
hatte einen Verwalter, und der wurde ihm angezeigt, da er ihm sein 
Vermgen verschleudere.
LUK 16:2 Und er rief ihn und sagte zu ihm: wie mu ich das von dir hren? 
gib Rechenschaft von deiner Verwaltung, denn du kannst nicht lnger 
verwalten.
LUK 16:3 Der Verwalter aber sprach bei sich selbst: was soll ich machen, 
da mein Herr mir die Verwaltung entzieht? Graben vermag ich nicht, zu 
betteln schme ich mich.
LUK 16:4 Ich wei, was ich thue, damit sie mich in ihre Huser aufnehmen, 
wenn ich der Verwaltung enthoben bin.
LUK 16:5 Und er rief die Schuldner seines Herrn alle einzeln zu sich und 
sagte zum ersten: wie viel schuldest du meinem Herrn?
LUK 16:6 der aber sagte: hundert Bat Oel. Er aber sagte zu ihm: nimm dein 
Buch, setze dich und schreibe sofort fnfzig.
LUK 16:7 Darauf sagte er zu einem andern: du aber, wie viel bist du 
schuldig? der aber sagte: hundert Kor Weizen. Er sagte zu ihm: nimm dein 
Buch und schreibe achtzig.
LUK 16:8 Und es lobte der Herr den ungerechten Verwalter, da er klug 
gethan, denn die Shne dieser Welt sind klger, als die Shne des Lichts 
gegenber ihrem Geschlechte.
LUK 16:9 Und ich sage euch: machet euch Freunde mit dem Mamon der 
Ungerechtigkeit, da, wenn er ausgeht, sie euch in die ewigen Htten 
aufnehmen.
LUK 16:10 Der im Kleinsten treu ist, ist auch im Groen treu, und der im 
Kleinsten ungerecht ist, ist auch im Groen ungerecht.
LUK 16:11 Wenn ihr nun mit dem ungerechten Mamon nicht treu waret, wer 
wird euch das Wahrhaftige anvertrauen?
LUK 16:12 Und wenn ihr mit dem Fremden nicht treu wart, wer wird euch das 
Eurige geben?
LUK 16:13 Kein Knecht kann zwei Herren dienen; entweder wird er den einen 
hassen und den andern lieben, oder er wird dem ersten anhngen, und den 
andern verachten. Ihr knnet nicht Gott dienen und dem Mamon.
LUK 16:14 Dieses alles aber hrten die Phariser, die auf das Geld aus 
waren, und rmpften die Nase ber ihn.
LUK 16:15 Und er sagte zu ihnen: ihr seid es, die sich selbst gerecht 
machen vor den Menschen, Gott aber erkennt eure Herzen; denn das 
Hochhinaus bei den Menschen ist ein Gruel vor Gott.
LUK 16:16 Das Gesetz und die Propheten gehen bis Johannes; von da an wird 
die frohe Botschaft vom Reich Gottes verkndet und Jedermann drngt sich 
dazu.
LUK 16:17 Es ist aber leichter, da der Himmel und die Erde vergehe, als 
da ein Hkchen vom Gesetze falle.
LUK 16:18 Wer da seine Frau entlt und heiratet eine andere, der bricht 
die Ehe, und wer eine von einem Manne entlassene nimmt, bricht die Ehe.
LUK 16:19 Es war aber ein reicher Mann, der kleidete sich in Purpur und 
Byssus, und geno sein Leben alle Tage flott.
LUK 16:20 Ein Armer aber Namens Lazarus lag vor seiner Thr mit Geschwren 
behaftet,
LUK 16:21 und htte sich gerne gesttigt am Abfall vom Tisch des Reichen; 
selbst die Hunde kamen herbei und leckten seine Geschwre.
LUK 16:22 Es geschah aber, da der Arme starb und von den Engeln getragen 
ward in Abrahams Scho; es starb aber auch der Reiche und wurde begraben.
LUK 16:23 Und in der Hlle hob er seine Augen auf, da er Qualen litt, da 
sieht er Abraham von ferne und Lazarus in seinem Scho.
LUK 16:24 Und er rief: Vater Abraham, erbarme dich meiner, und schicke 
Lazarus, da er die Spitze seines Fingers ins Wasser tauche, und mir die 
Zunge khle, denn ich leide Pein in dieser Flamme.
LUK 16:25 Abraham aber sagte: Gedenke doch, da du dein Gutes abbekommen 
hast in deinem Leben, und ebenso Lazarus das Bse; jetzt aber wird er hier 
getrstet, du aber leidest Pein.
LUK 16:26 Und ber alle dem steht zwischen uns und euch eine groe Kluft 
fest, auf da die von hier zu euch hinber wollen, es nicht knnen, noch 
die von dort zu uns gelangen.
LUK 16:27 Er sagte aber: so bitte ich dich denn, Vater, da du ihn in das 
Haus meines Vaters schickest,
LUK 16:28 denn ich habe fnf Brder, auf da er sie beschwre, damit sie 
nicht auch kommen an diesen Ort der Qual.
LUK 16:29 Abraham aber sagte: sie haben Moses und die Propheten; sie mgen 
auf die hren.
LUK 16:30 Er aber sagte: nein, Vater Abraham, sondern wenn einer von den 
Toten zu ihnen kommt, werden sie Bue thun.
LUK 16:31 Er sagte aber zu ihm: wenn sie auf Moses und die Propheten nicht 
hren, so werden sie auch nicht sich bewegen lassen, wenn einer von den 
Toten aufersteht.
LUK 17:1 Er sagte aber zu seinen Jngern: es ist unvermeidlich, da 
Aergernisse kommen. Aber, wehe dem, durch welchen sie kommen.
LUK 17:2 Ihm ist es Gewinn, wenn ein Mhlstein an seinen Hals gelegt und 
er ins Meer gestrzt wird, statt da er einen von diesen Kleinen rgere.
LUK 17:3 Habet Acht auf euch selbst. Wenn dein Bruder fehlt, so schelte 
ihn, und wenn er bereut, so vergib ihm.
LUK 17:4 Und wenn er siebenmal des Tages wider dich fehlt, und siebenmal 
umkehrt zu dir und spricht: es ist mir leid, so sollst du ihm vergeben.
LUK 17:5 Und die Apostel sprachen zu dem Herrn: lege uns Glauben zu.
LUK 17:6 Der Herr aber sprach: httet ihr Glauben wie ein Senfkorn, so 
knntet ihr zu diesem Maulbeerfeigenbaum sagen: entwurzle dich und 
verpflanze dich ins Meer, und er wrde euch gehorchen.
LUK 17:7 Wer von euch aber hat einen Knecht am Pflug oder auf der Weide, 
und sagt zu ihm, wenn er vom Felde kommt: sogleich komme her und sitze 
nieder?
LUK 17:8 sagt er nicht vielmehr zu ihm: richte mir ein Mahl, grte dich 
und warte mir auf, bis ich gegessen und getrunken, und nach diesem magst 
du essen und trinken?
LUK 17:9 Dankt er es etwa dem Knechte, da er gethan, was ihm befohlen war?
LUK 17:10 So auch ihr, wenn ihr gethan habt alles was euch befohlen ist, 
so saget: wir sind unntze Knechte; wir haben gethan, was wir zu thun 
schuldig waren.
LUK 17:11 Und es geschah, da er nach Jerusalem wanderte, zog er mitten 
durch Samaria und Galila hindurch.
LUK 17:12 Und da er an einen Flecken kam, begegneten ihm zehn ausstzige 
Mnner, die standen von ferne,
LUK 17:13 und erhoben ihre Stimme und riefen: Meister, Jesus, erbarme dich 
unser.
LUK 17:14 Und als er es sahe, sagte er zu ihnen: gehet hin und zeiget euch 
den Priestern; und es geschah, in dem da sie hingiengen, wurden sie rein.
LUK 17:15 Einer von ihnen aber, da er sah, da er geheilt sei, kehrte um 
und pries Gott mit lauter Stimme,
LUK 17:16 und fiel aufs Angesicht ihm zu Fen und dankte ihm; und das war 
ein Samariter.
LUK 17:17 Jesus aber antwortete: sind es nicht zehn, die rein geworden? wo 
sind die neun?
LUK 17:18 Hat sich keiner gefunden, der umkehrte Gott die Ehre zu geben, 
auer diesem Fremdling?
LUK 17:19 Und er sagte zu ihm: stehe auf und gehe hin, dein Glaube hat dir 
geholfen.
LUK 17:20 Befragt aber von den Pharisern, wann das Reich Gottes komme, 
antwortete er ihnen und sprach: das Reich Gottes kommt nicht mit Aufsehen.
LUK 17:21 Noch wird man sagen: siehe hier oder da ist es; denn siehe, das 
Reich Gottes ist unter euch.
LUK 17:22 Er sprach aber zu den Jngern: es werden Tage kommen, da ihr 
begehren werdet einen von den Tagen des Sohnes des Menschen zu sehen, und 
werdet es nicht sehen.
LUK 17:23 Und man wird euch sagen: siehe hier, siehe da; gehet dem nicht 
nach.
LUK 17:24 Denn wie der Blitz zuckt und seinen Strahl sendet von einer 
Himmelsgegend in die andere, so wird es mit dem Sohn des Menschen sein an 
seinem Tage.
LUK 17:25 Zuerst aber mu er viel leiden und verworfen werden von diesem 
Geschlechte.
LUK 17:26 Und wie es war in den Tagen Noahs, so wird es sein in den Tagen 
des Sohnes des Menschen.
LUK 17:27 Sie aen, sie tranken, sie freiten, sie lieen sich freien bis 
auf den Tag, da Noah in den Kasten gieng, und die Flut kam und alle 
vernichtete.
LUK 17:28 Ebenso wie es geschah in den Tagen Lot's; sie aen, sie tranken, 
sie kauften, sie verkauften, sie pflanzten, sie bauten;
LUK 17:29 an dem Tage aber, da Lot auszog von Sodom, regnete es Feuer und 
Schwefel vom Himmel, und vernichtete alle.
LUK 17:30 Gerade so wird es sein an dem Tage, da der Sohn des Menschen 
geoffenbart wird.
LUK 17:31 An jenem Tage - wer auf dem Dache ist und sein Gert im Haus 
hat, der steige nicht herab, es zu holen, und wer auf dem Felde ist, 
desgleichen kehre sich nicht um nach dem was hinter ihm ist.
LUK 17:32 Denket an Lot's Weib.
LUK 17:33 Wer sein Leben zu gewinnen sucht, wird es verlieren, und wer es 
verliert, wird es lebendig machen.
LUK 17:34 Ich sage euch, in dieser Nacht werden zwei auf einem Bette 
liegen; einer wird angenommen werden, der andere preisgegeben.
LUK 17:35 Zwei werden mahlen mit einander, die eine wird angenommen 
werden, die andere preisgegeben.
LUK 17:36 Zwei werden auf dem Acker sein; der eine wird angenommen und der 
andere preisgegeben werden.
LUK 17:37 Und sie antworteten ihm: wo Herr? Er aber sagte zu ihnen: wo der 
Leichnam ist, da sammeln sich auch die Adler.
LUK 18:1 Er sagte aber ein Gleichnis zu ihnen dafr, da man allezeit 
beten und nicht ablassen solle,
LUK 18:2 und sprach: es war ein Richter in einer Stadt, der Gott nicht 
frchtete und nach keinem Menschen fragte.
LUK 18:3 Es war aber eine Witwe in jener Stadt, die kam zu ihm und sagte: 
schaffe mir Recht vor meinem Widersacher.
LUK 18:4 Und er wollte lange Zeit nicht; danach aber sprach er bei sich 
selbst: wenn ich auch Gott nicht frchte, noch nach einem Menschen etwas 
frage,
LUK 18:5 so will ich der Witwe doch Recht schaffen, weil sie mich 
belstigt, damit sie nicht zuletzt kommt und mich zerkratzt.
LUK 18:6 Der Herr aber sagte: hrt ihr, was der ungerechte Richter spricht?
LUK 18:7 Gott aber wollte nicht seinen Auserwhlten Recht schaffen, die 
Tag und Nacht zu ihm rufen, und sie nur hinhalten?
LUK 18:8 Ich sage euch, er wird ihnen Recht schaffen in Krze. Aber wird 
auch der Sohn des Menschen wenn er kommt Glauben finden auf der Erde?
LUK 18:9 Er sprach aber auch zu etlichen, die auf sich selbst vertrauen, 
da sie gerecht seien, und die anderen verachten, folgendes Gleichnis:
LUK 18:10 Zwei Menschen giengen hinauf in den Tempel zu beten, der eine 
ein Phariser und der andere ein Zllner.
LUK 18:11 Der Phariser stand und betete also bei sich: ich danke dir, 
Gott, da ich nicht bin wie die anderen Menschen, Ruber, Uebelthter, 
Ehebrecher, oder auch wie dieser Zllner.
LUK 18:12 Ich faste zweimal in der Woche, und verzehnte alles was ich 
erwerbe.
LUK 18:13 Der Zllner aber stand von ferne und mochte auch nicht die Augen 
aufheben gen Himmel, sondern schlug an seine Brust und sprach: o Gott, sei 
mir Snder gndig.
LUK 18:14 Ich sage euch, dieser gieng gerechtfertigt hinab in sein Haus 
vor jenem. Denn wer sich selbst erhht, soll erniedrigt werden; wer aber 
sich selbst erniedrigt, soll erhht werden.
LUK 18:15 Sie brachten aber auch die Kinder zu ihm, da er sie anrhre. 
Als es aber die Jnger sahen, schalten sie sie.
LUK 18:16 Jesus aber rief dieselben herbei und sprach: lasset die Kinder 
zu mir kommen, und wehret ihnen nicht; denn solcher ist das Reich Gottes.
LUK 18:17 Wahrlich, ich sage euch, wer das Reich Gottes nicht annimmt wie 
ein Kind, wird nimmermehr hineinkommen.
LUK 18:18 Und es befragte ihn ein Oberer also: guter Meister, was soll ich 
thun, um ewiges Leben zu ererben?
LUK 18:19 Jesus aber sagte zu ihm: was nennst du mich gut? Niemand ist gut 
auer dem einigen Gott.
LUK 18:20 Die Gebote kennst du: du sollst nicht ehebrechen, nicht tten, 
nicht stehlen, nicht falsch zeugen, deinen Vater und deine Mutter ehren.
LUK 18:21 Er aber sagte: dieses alles habe ich gehalten von Jugend auf.
LUK 18:22 Da es aber Jesus hrte, sagte er zu ihm: eines ist dir noch 
brig; verkaufe alles was du hast, und verteile es an die Armen, so wirst 
du einen Schatz in den Himmeln haben, und dann folge mir.
LUK 18:23 Als er aber dies hrte, ward er sehr bekmmert; denn er war sehr 
reich.
LUK 18:24 Da ihn aber Jesus sah, sagte er: wie schwer kommen die 
Begterten in das Reich Gottes.
LUK 18:25 Denn es ist leichter, da ein Kamel durch ein Nadelhr eingehe, 
als da ein Reicher in das Reich Gottes eingehe.
LUK 18:26 Es sprachen aber die Zuhrer: ja, wer kann denn gerettet werden?
LUK 18:27 Er aber sagte: was bei Menschen unmglich ist, das ist mglich 
bei Gott.
LUK 18:28 Petrus aber sprach: siehe, wir haben all das unsere verlassen, 
und sind dir gefolgt.
LUK 18:29 Er aber sagte zu ihnen: wahrlich, ich sage euch, es ist niemand, 
der Haus oder Weib oder Brder oder Eltern oder Kinder verlassen hat um 
des Reiches Gottes willen,
LUK 18:30 der nicht vielmal mehr wieder bekme in dieser Zeit, und in der 
knftigen Welt ewiges Leben.
LUK 18:31 Er nahm aber die Zwlf zu sich und sagte zu ihnen: siehe, wir 
gehen hinauf nach Jerusalem, und es wird alles in Erfllung gehen, was 
geschrieben ist durch die Propheten auf den Sohn des Menschen.
LUK 18:32 Er wird den Heiden berliefert werden, und verspottet und 
beschimpft und angespien,
LUK 18:33 und nachdem sie ihn gegeielt, werden sie ihn tten, und am 
dritten Tage wird er auferstehen.
LUK 18:34 Und sie verstanden nichts hievon, und das Wort war vor ihnen 
verborgen, sie verstanden nicht was da gesprochen war.
LUK 18:35 Es geschah aber, da er sich Jericho nherte, sa ein Blinder am 
Weg und bettelte.
LUK 18:36 Da er aber die Menge durchziehen hrte, forschte er, was das sei.
LUK 18:37 Man berichtete ihm aber, da Jesus der Nazorer vorberziehe.
LUK 18:38 Und er rief: Jesus, Sohn Davids, erbarme dich meiner.
LUK 18:39 Und die vorausgiengen, schalten ihn, da er schweige; er aber 
rief um so lauter: Sohn Davids, erbarme dich meiner.
LUK 18:40 Jesus aber stand still und hie ihn zu sich fhren. Wie er aber 
herbeikam, fragte er ihn:
LUK 18:41 was willst du, da ich dir thue? er aber sagte: Herr, da ich 
sehend werde.
LUK 18:42 Und Jesus sagte zu ihm: werde sehend; dein Glaube hat dir 
geholfen.
LUK 18:43 Und sogleich ward er sehend, und folgte ihm, Gott preisend. Und 
das ganze Volk, das zusah, gab Gott die Ehre.
LUK 19:1 Und er gieng nach Jericho hinein und zog hindurch.
LUK 19:2 Und siehe, da war ein Mann, Namens Zakchus, der war Oberzllner 
und war reich.
LUK 19:3 Und er suchte Jesus von Person zu sehen und da es ihm vor dem 
Volke nicht gelang, weil er von kleiner Gestalt war,
LUK 19:4 so lief er voraus und stieg auf einen Maulbeerfeigenbaum, um ihn 
zu sehen, denn dort mute er durchkommen.
LUK 19:5 Und wie er an den Ort kam, sah Jesus auf und sagte zu ihm: 
Zakchus, steige eilends herunter, denn heute mu ich in deinem Hause 
rasten.
LUK 19:6 Und er stieg eilends herunter und bewillkommte ihn.
LUK 19:7 Und da sie es sahen, murrten alle und sagten: er ist bei einem 
sndigen Mann zur Herberge eingetreten.
LUK 19:8 Zakchus aber trat hin und sprach zu dem Herrn: siehe, die Hlfte 
meines Geldes, Herr, gebe ich den Armen, und wenn ich einen bernommen 
habe, gebe ich es vierfach zurck.
LUK 19:9 Jesus aber sagte zu ihm: heute ist diesem Hause Heil widerfahren, 
ist er doch auch ein Sohn Abrahams.
LUK 19:10 Denn der Sohn des Menschen ist gekommen zu suchen und zu retten 
das Verlorene.
LUK 19:11 Da sie aber dieses hrten, fgte er noch ein Gleichnis hinzu, 
weil er nahe bei Jerusalem war und sie meinten, nun msse sogleich das 
Reich Gottes erscheinen.
LUK 19:12 So sprach er denn: Ein hochgeborener Mann zog in ein fernes 
Land, sich ein Knigreich zu gewinnen und dann wieder heimzukehren.
LUK 19:13 Er berief aber zehn seiner Knechte und gab ihnen zehn Pfunde, 
und sprach zu ihnen: treibt es um, bis ich wieder komme.
LUK 19:14 Seine Brger aber haten ihn und schickten eine Gesandtschaft 
hinter ihm her mit der Botschaft: wir wollen diesen nicht als Knig ber 
uns haben.
LUK 19:15 Und es geschah, da er sein Knigreich gewonnen hatte und 
zurckkehrte, da lie er diese Knechte, welchen er das Geld gegeben hatte, 
rufen, um zu erfahren, wie sie es umgetrieben.
LUK 19:16 Es erschien aber der erste und sprach: Herr, dein Pfund hat zehn 
Pfund dazu getragen.
LUK 19:17 Und er sagte zu ihm: wohl denn, du braver Knecht, weil du im 
Kleinen treu warest, so sollst du nun Gewalt haben ber zehn Stdte.
LUK 19:18 Und es kam der zweite und sagte: dein Pfund, Herr, hat fnf 
Pfund gebracht.
LUK 19:19 Er sagte aber auch zu diesem: so sollst auch du ber fnf Stdte 
gesetzt sein.
LUK 19:20 Und der andere kam und sagte: Herr, siehe, hier ist dein Pfund, 
das ich verborgen hielt im Schweituch.
LUK 19:21 Denn ich frchtete dich, weil du ein strenger Mann bist, und 
nimmst, was du nicht hingelegt, erntest, was du nicht gest hast.
LUK 19:22 Sagt er zu ihm: aus deinem eigenen Munde will ich dich richten, 
du schlechter Knecht. Du wutest, da ich ein strenger Mann bin, nehme, 
was ich nicht hingelegt, ernte, was ich nicht gest?
LUK 19:23 Nun warum hast du mein Geld nicht in die Bank gegeben? Dann 
htte ich bei meiner Ankunft es mit Zinsen gewonnen.
LUK 19:24 Und er sprach zu den Anwesenden: nehmt ihm das Pfund und gebt es 
dem, der die Zehn Pfunde hat.
LUK 19:25 Und sie sprachen zu ihm: Herr, er hat ja zehn Pfunde.
LUK 19:26 Ich sage euch: jedem, der da hat, wird gegeben werden, von dem 
aber, welcher nicht hat, wird genommen werden auch was er hat.
LUK 19:27 Doch meine Feinde, die, welche mich nicht zum Knig ber sich 
haben wollten, bringet herbei und machet sie nieder vor mir.
LUK 19:28 Und nachdem er dies gesprochen, gieng er vorwrts auf dem Wege 
hinauf nach Jerusalem.
LUK 19:29 Und es geschah, wie er gegen Bethphage und Bethania herankam zu 
dem Berg, den man Oelberg nennt, sandte er zwei von seinen Jngern ab
LUK 19:30 und sagte: gehet hin in das Dorf gegenber, wenn ihr dort 
hineinkommt, werdet ihr ein Fllen angebunden finden, auf dem noch nie ein 
Mensch gesessen ist; das bindet los und bringt es.
LUK 19:31 Und wenn euch jemand fragt: warum bindet ihr es los? sollt ihr 
also sagen: der Herr bedarf seiner.
LUK 19:32 Die Abgesandten aber giengen hin und fanden es, so wie er ihnen 
gesagt.
LUK 19:33 Da sie aber das Fllen losbanden, sagten die Besitzer desselben 
zu ihnen: was bindet ihr das Fllen los?
LUK 19:34 Sie aber sagten: der Herr bedarf seiner.
LUK 19:35 Und sie brachten es zu Jesus, und warfen ihre Kleider auf das 
Fllen und setzten Jesus darauf.
LUK 19:36 Als er aber dahinzog, breiteten sie ihre Kleider unter auf den 
Weg.
LUK 19:37 Da er sich aber schon dem Abhang des Oelbergs nherte, fieng die 
ganze Schar der Jnger an, frhlich Gott zu loben mit lauter Stimme ber 
all den Wundern, die sie gesehen hatten,
LUK 19:38 und sie sprachen: gesegnet sei der da kommt, der Knig, im Namen 
des Herrn; Friede im Himmel und Preis in der Hhe.
LUK 19:39 Und einige von den Pharisern aus der Menge sagten zu ihm: 
Meister, wehre deinen Jngern.
LUK 19:40 Und er antwortete: ich sage euch, wenn diese schweigen, werden 
die Steine rufen.
LUK 19:41 Und wie er hinzukam, da er die Stadt sah, weinte er ber sie
LUK 19:42 und sagte: wenn doch auch du erkannt httest an diesem deinem 
Tage, was zu deinem Frieden ist; nun aber ward es vor deinen Augen 
verborgen.
LUK 19:43 Denn es werden Tage ber dich kommen, da werden deine Feinde 
einen Graben um dich herum auswerfen, und dich umzingeln und dich 
bedrngen von allen Seiten.
LUK 19:44 Und sie werden dich dem Boden gleich machen und deine Kinder in 
dir, und werden keinen Stein auf dem andern lassen in dir, dafr da du 
die Zeit, die dir versehen war, nicht erkannt hast.
LUK 19:45 Und er gieng in den Tempel und begann die Verkufer 
hinauszutreiben,
LUK 19:46 und sprach zu ihnen: es steht geschrieben: Und mein Haus soll 
ein Bethaus sein: ihr aber habt es zu einer Ruberhhle gemacht.
LUK 19:47 Und er lehrte tglich im Tempel; die Hohenpriester aber und die 
Schriftgelehrten suchten ihn umzubringen, ebenso die Hupter des Volkes;
LUK 19:48 und sie fanden nicht wie sie es machen knnten; denn das ganze 
Volk hieng an seinem Munde.
LUK 20:1 Und es geschah eines Tages, da er das Volk lehrte im Tempel und 
das Evangelium verkndete, traten die Priester und die Schriftgelehrten 
mit den Aeltesten hinzu,
LUK 20:2 und sprachen zu ihm: sage uns: in welcher Vollmacht du dies 
thust, oder wer es ist, der dir diese Vollmacht gegeben?
LUK 20:3 Er antwortete aber und sagte zu ihnen: ich will euch auch ein 
Wort fragen; sagt mir:
LUK 20:4 war die Taufe des Johannes vom Himmel oder von Menschen?
LUK 20:5 Sie aber berechneten bei sich selbst: sagen wir: vom Himmel, so 
wird er sagen: warum habt ihr ihm nicht geglaubt?
LUK 20:6 sagen wir aber: von Menschen, so wird uns das ganze Volk 
steinigen; denn es ist berzeugt, da Johannes ein Prophet war.
LUK 20:7 Und sie antworteten ihm: sie wissen nicht, woher.
LUK 20:8 Und Jesus sagte zu ihnen: so sage ich euch auch nicht, in welcher 
Vollmacht ich dieses thue.
LUK 20:9 Er fieng aber an zu dem Volke das folgende Gleichnis zu sagen: 
ein Mensch pflanzte einen Weinberg und verdingte ihn an Weingrtner und 
zog auer Lands auf lange Zeit.
LUK 20:10 Und zur Zeit schickte er an die Weingrtner einen Knecht, damit 
sie ihm vom Ertrag des Weinberges gben: die Weingrtner aber schlugen ihn 
und sandten ihn leer zurck.
LUK 20:11 Und er fuhr fort und schickte einen anderen Knecht; sie aber 
schlugen und beschimpften auch diesen und sandten ihn leer zurck.
LUK 20:12 Und er fuhr fort und schickte einen dritten; sie aber 
verwundeten auch diesen und warfen ihn hinaus.
LUK 20:13 Der Herr aber des Weinbergs sprach: was soll ich thun? ich will 
ihnen meinen geliebten Sohn schicken; vielleicht scheuen sie sich vor 
diesem.
LUK 20:14 Als aber die Weingrtner ihn sahen, berlegten sie mit einander 
und sprachen: das ist der Erbe; lasset uns ihn tten, damit das Erbe uns 
zufllt.
LUK 20:15 Und sie warfen ihn hinaus aus dem Weinberg und tteten ihn. Was 
wird nun der Herr des Weinbergs mit ihnen thun?
LUK 20:16 Er wird kommen und diese Weingrtner umbringen, und den Weinberg 
anderen geben. Als sie es aber hrten, sagten sie: das sei ferne.
LUK 20:17 Er aber sahe sie an und sagte: was ist es denn mit dem, was 
geschrieben steht: Der Stein, den die Bauleute verwarfen, ist zum Eckstein 
geworden?
LUK 20:18 Jeder, der auf diesen Stein fllt, wird zerschellen; auf wen 
aber er fllt, den wird er zermalmen.
LUK 20:19 Und die Schriftgelehrten und Hohenpriester trachteten Hand an 
ihn zu legen in derselben Stunde, - und frchteten das Volk denn sie 
erkannten, da er dieses Gleichnis auf sie gesagt.
LUK 20:20 Und sie lauerten ihm auf und schickten Aufpasser, die sich als 
Gerechte anstellen muten, zu ihm, ihn bei einem Worte zu fassen, so da 
sie ihn der Obrigkeit und der Gewalt des Statthalters ausliefern knnten.
LUK 20:21 Und sie befragten ihn: Meister, wir wissen, da du recht redest 
und lehrst, und siehst nicht die Person an, sondern lehrst nach der 
Wahrheit den Weg Gottes.
LUK 20:22 Ist es uns erlaubt, dem Kaiser Steuer zu geben oder nicht?
LUK 20:23 Er aber, da er ihre Arglist wahrnahm, sagte zu ihnen:
LUK 20:24 zeigt mir einen Denar. Wessen Bild und Aufschrift trgt er? Sie 
aber sagten: des Kaisers.
LUK 20:25 Er aber sagte zu ihnen: folglich gebt dem Kaiser, was des 
Kaisers ist, und Gott was Gottes ist.
LUK 20:26 Und sie vermochten ihn nicht bei dem Worte zu fassen angesichts 
des Volks, und verwunderten sich ber die Antwort und schwiegen.
LUK 20:27 Es kamen aber einige von den Sadducern herbei, die da 
einwenden, es gebe keine Auferstehung, und fragten ihn:
LUK 20:28 Meister, Moses hat uns vorgeschrieben, wenn einem sein Bruder 
stirbt, der eine Frau hat, und dabei kinderlos ist, so soll sein Bruder 
die Frau nehmen und seinem Bruder Samen erwecken.
LUK 20:29 Nun waren sieben Brder, und der erste nahm eine Frau und starb 
kinderlos;
LUK 20:30 und der zweite nahm sie
LUK 20:31 und der dritte, desgleichen alle sieben starben, ohne Kinder zu 
hinterlassen.
LUK 20:32 Zuletzt starb auch die Frau.
LUK 20:33 Welchem von ihnen gehrt nun die Frau in der Auferstehung? Haben 
sie doch alle sieben zur Frau gehabt.
LUK 20:34 Und Jesus sagte zu ihnen: die Shne dieser Welt freien und 
lassen sich freien.
LUK 20:35 Die aber gewrdigt sind zu jener Welt zu gelangen und zu der 
Auferstehung von den Toten, freien weder noch lassen sie sich freien;
LUK 20:36 knnen sie doch auch nicht mehr sterben, denn sie sind Engeln 
gleich und sind Gottes Shne, da sie Shne der Auferstehung sind.
LUK 20:37 Da aber die Toten auferweckt werden, hat auch Moses bei dem 
Dornbusch angedeutet, wie er den Herrn den Gott Abrahams und Gott Isaaks 
und Gott Jakobs nennt.
LUK 20:38 Gott aber ist er nicht von Toten, sondern von Lebendigen, denn 
alle leben ihm.
LUK 20:39 Es antworteten aber einige der Schriftgelehrten: Meister, du 
hast gut geredet.
LUK 20:40 Denn sie wagten nicht mehr, ihn ber etwas zu fragen.
LUK 20:41 Er aber sprach zu ihnen: wie kann man sagen, da der Christus 
Davids Sohn sei?
LUK 20:42 David selbst sagt ja im Psalmbuch: Es sprach der Herr zu meinem 
Herrn: setze dich zu meiner Rechten,
LUK 20:43 bis ich lege deine Feinde unter deine Fe.
LUK 20:44 So nennt ihn also David Herr, wie soll er sein Sohn sein?
LUK 20:45 Als aber das ganze Volk zuhrte, sagte er zu den Jngern:
LUK 20:46 htet euch vor den Schriftgelehrten, welche gern im Talar 
herumgehen, und auf die Begrungen an den ffentlichen Pltzen aus sind, 
und auf die Vordersitze in den Synagogen und die ersten Pltze bei den 
Gastmhlern,
LUK 20:47 welche die Huser der Witwen aussaugen, und verrichten lange 
Gebete zum Schein; die werden nur um so schwerer ins Gericht kommen.
LUK 21:1 Er blickte aber auf und sah die Reichen ihre Gaben in den 
Schatzkasten legen.
LUK 21:2 Er sah aber eine bedrftige Witwe zwei Pfennige dort einlegen,
LUK 21:3 und sprach: ich sage euch in Wahrheit, diese arme Witwe hat mehr 
als alle eingelegt.
LUK 21:4 Denn alle diese haben aus ihrem Ueberflu zur Gabe eingelegt, sie 
aber hat aus ihrem Mangel das ganze Vermgen, das sie besa, eingelegt.
LUK 21:5 Und da etliche vom Tempel sprachen, wie er mit schnen Steinen 
und Weihgeschenken geschmckt sei, sagte er:
LUK 21:6 von dem, was ihr da schaut - es kommen Tage, in welchen da auch 
nicht ein Stein auf dem anderen gelassen werden soll, da er nicht 
abgebrochen wrde.
LUK 21:7 Sie befragten ihn aber: Meister, wann wird denn das sein? Und was 
ist das Zeichen, wann das kommen wird?
LUK 21:8 Er aber sagte: sehet zu, da ihr nicht irre gefhrt werdet; denn 
es werden viele kommen auf meinen Namen und sagen: ich bin es, und: die 
Zeit ist da; laufet ihnen nicht nach.
LUK 21:9 Wenn ihr aber hret von Kriegen und Aufstnden, so lasset euch 
nicht erschrecken; denn es mu dieses zuerst kommen, aber nicht sogleich 
kommt das Ende.
LUK 21:10 Hierauf sagte er zu ihnen: Es wird sich erheben Volk wider Volk, 
und Reich wider Reich.
LUK 21:11 Groe Erdbeben wird es geben, und hin und wieder Hungersnte und 
Seuchen, auch Schreckbilder und groe Zeichen vom Himmel wird es geben.
LUK 21:12 Vor diesem allem werden sie Hand an euch legen und euch 
verfolgen, indem sie euch in die Synagogen und Gefngnisse ausliefern, zur 
Abfhrung vor Knige und Statthalter, um meines Namens willen.
LUK 21:13 Es wird euch zum Zeugnis ausschlagen.
LUK 21:14 So nehmet euch denn vor, eure Verteidigung nicht voraus 
einzuben.
LUK 21:15 Denn ich will euch Mund und Weisheit geben, der alle eure 
Widersacher nicht widerstehen oder widersprechen knnen.
LUK 21:16 Ihr werdet aber ausgeliefert werden selbst von Eltern und 
Brdern, und Verwandten und Freunden, und sie werden aus eurer Mitte tten,
LUK 21:17 und ihr werdet gehat sein von allen um meines Namens willen.
LUK 21:18 Und kein Haar von eurem Kopfe soll verloren gehen.
LUK 21:19 Durch eure Standhaftigkeit sollt ihr euer Leben gewinnen.
LUK 21:20 Wenn ihr aber Jerusalem von Lagern umgeben sehet, hierauf 
erkennet, da seine Verwstung gekommen ist.
LUK 21:21 Hierauf mgen die in Juda fliehen in die Berge, und die drinnen 
sind, mgen hinausgehen, und die auf dem Lande sind, nicht hineingehen.
LUK 21:22 Denn dies sind Tage der Vergeltung, zur Erfllung alles dessen, 
was geschrieben steht.
LUK 21:23 Wehe den Schwangeren und den Sugenden in jenen Tagen; denn es 
wird groe Not sein auf der Erde, und Zorngericht ber dieses Volk.
LUK 21:24 Und sie werden durch die Schneide des Schwertes fallen, und 
werden gefangen gefhrt werden unter alle Vlker, und Jerusalem wird 
zertreten werden von Heiden, bis da die Zeiten der Heiden erfllt sind.
LUK 21:25 Und es werden Zeichen geschehen an Sonne, Mond und Sternen, und 
auf der Erde werden die Vlker sich zusammendrngen in Angst vor dem Tosen 
des Meeres und seiner Fluten,
LUK 21:26 da die Menschen vergehen vor Furcht und Erwartung dessen, was 
ber die Welt kommt; denn die Gewalten der Himmel werden erzittern.
LUK 21:27 Und hierauf werden sie den Sohn des Menschen kommen sehen in 
einer Wolke mit groer Macht und Herrlichkeit.
LUK 21:28 Wenn aber das anfngt, dann richtet euch auf, und erhebet eure 
Hupter, denn es nahet eure Erlsung.
LUK 21:29 Und er sagte ihnen ein Gleichnis: sehet den Feigenbaum und alle 
Bume;
LUK 21:30 wenn sie schon austreiben, knnt ihr im Zusehen von selbst 
merken, da der Sommer schon nahe ist.
LUK 21:31 So auch ihr, wenn ihr dieses geschehen seht, so merket, da das 
Reich Gottes nahe ist.
LUK 21:32 Wahrlich ich sage euch, dieses Geschlecht wird nimmermehr 
vergehen, bis es alles geschieht.
LUK 21:33 Der Himmel und die Erde werden vergehen, aber meine Worte werden 
nimmermehr vergehen.
LUK 21:34 Achtet aber auf euch selbst, da eure Herzen nicht beschwert 
werden durch Berauschung, Trunkenheit und Sorgen der Nahrung, und jener 
Tag pltzlich ber euch falle,
LUK 21:35 wie ein Netz; denn er wird hereinbrechen ber alle, die da 
wohnen auf der ganzen Erde hin.
LUK 21:36 Wachet aber zu aller Zeit mit Beten, damit ihr im Stande seid, 
zu entgehen dem allem, was da kommen soll, und zu stehen vor dem Sohne des 
Menschen.
LUK 21:37 Er war aber die Tage ber im Tempel und lehrte. Nachts aber 
gieng er hinaus und bernachtete am Berge, den man den Oelberg heit.
LUK 21:38 Und alles Volk kam in der Frhe zu ihm, im Tempel ihn zu hren.
LUK 22:1 Es nahte aber das Fest des Ungesuerten, welches man Passa nennt,
LUK 22:2 und die Hohenpriester und Schriftgelehrten sannen, wie sie ihn 
umbrchten; denn sie frchteten sich vor dem Volk.
LUK 22:3 Es fuhr aber der Satan in den Judas, der Iskariote genannt, aus 
der Zahl der Zwlf,
LUK 22:4 und er gieng hin und beredete sich mit den Hohenpriestern und 
Offizieren, wie er ihn an sie ausliefern wolle,
LUK 22:5 und sie freuten sich, und machten aus, ihm Geld zu geben.
LUK 22:6 Und er sagte es zu, und suchte nach guter Gelegenheit, ihn an sie 
auszuliefern, abseit des Volks.
LUK 22:7 Es kam aber der Tag des Ungesuerten, an welchem man das Passa 
opfern mute,
LUK 22:8 und er sandte Petrus und Johannes ab und sagte: gehet hin und 
richtet uns das Passamahl zu essen.
LUK 22:9 Sie aber sagten zu ihm: wo willst du, da wir es richten sollen?
LUK 22:10 Er aber sagte zu ihnen: siehe, beim Eintritt in die Stadt wird 
euch ein Mensch begegnen, der einen Wasserkrug trgt, dem folget in das 
Haus in das er eintritt,
LUK 22:11 und saget dem Hausherrn im Hause: der Meister lt dir sagen: wo 
ist die Herberge, wo ich das Passa mit meinen Jngern essen mge?
LUK 22:12 so wird er euch ein groes teppichbelegtes Oberzimmer zeigen: 
daselbst richtet es.
LUK 22:13 Sie giengen aber hin, und fanden es wie er ihnen gesagt hatte, 
und richteten das Passa.
LUK 22:14 Und als die Stunde kam, setzte er sich nieder, und die Apostel 
mit ihm.
LUK 22:15 Und er sagte zu ihnen: Mich hat es herzlich verlangt dieses 
Passa mit euch zu essen, bevor ich leide.
LUK 22:16 Denn ich sage euch, ich werde es nimmermehr essen, bis es in 
Erfllung geht im Reiche Gottes.
LUK 22:17 Und er nahm einen Becher, dankte und sprach: nehmet dies und 
verteilet es unter euch.
LUK 22:18 Denn ich sage euch, ich werde von jetzt an nimmermehr trinken 
vom Gewchse des Weinstocks, bis das Reich Gottes kommt.
LUK 22:19 Und er nahm Brot, dankte, brach und gab es ihnen und sprach: das 
ist mein Leib, der fr euch gegeben wird; das thut zu meinem Gedchtnis.
LUK 22:20 Und den Becher ebenso nach dem Abendessen, und sprach: dieser 
Becher ist der neue Bund, in meinem Blut, das fr euch vergossen wird.
LUK 22:21 Doch siehe, die Hand meines Verrters ist mit mir auf dem Tisch.
LUK 22:22 Denn der Sohn des Menschen gehet hin, wie es bestimmt ist; doch 
wehe dem Menschen, durch den er verraten wird.
LUK 22:23 Und sie fiengen an unter sich zu forschen, wer von ihnen es wohl 
wre, der das thun sollte.
LUK 22:24 Es brach aber auch eine Znkerei unter ihnen aus darber, wer 
von ihnen fr den grten zu halten sei.
LUK 22:25 Er aber sagte zu ihnen: die Knige der Vlker herrschen ber 
sie, und ihre Machthaber lassen sich gndige Herren nennen.
LUK 22:26 Ihr aber nicht also: sondern der grte unter euch sei wie der 
jngste, und der Vorsteher wie der, der aufwartet.
LUK 22:27 Denn wer ist mehr? der da zu Tische sitzet, oder der aufwartet? 
nicht: der zu Tische sitzt? ich aber bin in eurer Mitte wie der, der 
aufwartet.
LUK 22:28 Doch ihr seid es, die bei mir in meinen Anfechtungen ausgeharrt 
haben.
LUK 22:29 Und ich vermache euch, wie mir mein Vater vermacht hat das Reich,
LUK 22:30 da ihr essen und trinken mget an meinem Tisch in meinem 
Reiche, und sitzen auf Sthlen und richten die zwlf Stmme Israels.
LUK 22:31 Simon, Simon, siehe der Satan hat sich ausgebeten, euch zu 
sichten wie den Weizen.
LUK 22:32 Ich aber habe fr dich gebeten, da dein Glaube nicht ausgehe; 
und du, wenn du dereinst dich bekehrt, strke deine Brder.
LUK 22:33 Er aber sagte zu ihm: Herr, mit dir bin ich bereit selbst in 
Gefangenschaft und Tod zu gehen.
LUK 22:34 Er aber sagte: ich sage dir, Petrus, der Hahn wird heute nicht 
krhen, ehe du dreimal verleugnet hast mich zu kennen.
LUK 22:35 Und er sagte zu ihnen: wann ich euch aussandte ohne Beutel und 
Tasche und Schuhe, habt ihr Mangel an etwas gehabt? Sie aber sagten: an 
nichts.
LUK 22:36 Er aber sagte zu ihnen: aber jetzt, wer einen Beutel hat, nehme 
ihn, ebenso auch eine Tasche, und wer es nicht hat, der verkaufe seinen 
Mantel und kaufe ein Schwert.
LUK 22:37 Denn ich sage euch: es mu dies an mir erfllt werden, was 
geschrieben steht, nmlich: und er ward unter die Uebelthter gerechnet; 
denn was sich auf mich bezieht, geht in Erfllung.
LUK 22:38 Sie aber sagten: Herr, hier sind zwei Schwerter. Er aber sagte 
zu ihnen: es ist gut.
LUK 22:39 Und er gieng hinaus und zog nach Gewohnheit an den Oelberg, es 
folgten ihm aber auch die Jnger.
LUK 22:40 Da er aber zur Stelle gekommen, sagte er zu ihnen: betet, da 
ihr nicht in Versuchung fallet.
LUK 22:41 Und er selbst entfernte sich von ihnen etwa einen Steinwurf 
weit, beugte die Knie und betete
LUK 22:42 also: Vater: wenn du mchtest diesen Becher an mir vorberziehen 
lassen! doch nicht mein, sondern dein Wille geschehe.
LUK 22:43 Es erschien ihm aber ein Engel vom Himmel, der ihn strkte.
LUK 22:44 Und er rang und betete lange. Und sein Schwei fiel wie 
Blutstropfen auf die Erde.
LUK 22:45 Und er stand auf vom Gebete, gieng zu seinen Jngern, und fand 
sie schlafend vor Betrbnis,
LUK 22:46 und sagte zu ihnen: was schlafet ihr? stehet auf und betet, 
damit ihr nicht in Versuchung fallet.
LUK 22:47 Da er noch sprach, siehe, da erschien eine Menge, und der eine 
von den Zwlf, mit Namen Judas, gieng ihnen voran, und nherte sich Jesus, 
ihn zu kssen.
LUK 22:48 Jesus aber sagte zu ihm: Judas, mit einem Kusse verrtst du den 
Sohn des Menschen?
LUK 22:49 Da nun seine Umgebung sah, was werden wollte, sagten sie: Herr, 
sollen wir mit dem Schwert zuschlagen?
LUK 22:50 Und einer von ihnen schlug nach dem Knecht des Hohenpriesters, 
und hieb ihm das rechte Ohr ab.
LUK 22:51 Jesus aber antwortete: lasset es hiebei. Und er rhrte das Ohr 
an und heilte ihn.
LUK 22:52 Es sagte aber Jesus zu den Hohenpriestern und Tempeloffizieren 
und Aeltesten, die auf ihn eindrangen: wie gegen einen Ruber seid ihr 
ausgezogen mit Schwertern und Stcken!
LUK 22:53 Als ich Tag fr Tag bei euch im Tempel war, habt ihr die Hand 
nicht gegen mich ausgestreckt. Aber dies ist eure Stunde und die Gewalt 
der Finsternis.
LUK 22:54 Da sie ihn aber gefangen genommen hatten, fhrten sie ihn fort, 
und brachten ihn in das Haus des Hohenpriesters. Petrus aber folgte von 
weitem.
LUK 22:55 Da sie nun mitten im Hofe ein Feuer anzndeten und zusammen 
saen, setzte sich Petrus mitten unter sie.
LUK 22:56 Es sah ihn aber eine Magd gegen das Licht sitzen, blickte ihn an 
und sagte: der war auch mit ihm.
LUK 22:57 Er aber leugnete und sprach: ich kenne ihn nicht, Weib.
LUK 22:58 Und kurz darauf sah ihn ein anderer und sagte: du gehrst auch 
zu ihnen; Petrus aber sagte: Mann, ich bins nicht.
LUK 22:59 Und nach Verlauf von etwa einer Stunde behauptete ein anderer: 
in Wahrheit, auch der war mit ihm, ist er doch auch ein Galiler.
LUK 22:60 Petrus aber sagte: Mann, ich wei nicht, was du meinst. Und 
alsbald, da er noch sprach, krhte der Hahn.
LUK 22:61 Und der Herr kehrte sich um, und sah den Petrus an, und Petrus 
gedachte des Wortes des Herrn, wie er ihm gesagt hatte: ehe der Hahn heute 
krht, wirst du mich dreimal verleugnen.
LUK 22:62 Und er gieng hinaus und weinte bitterlich.
LUK 22:63 Und die Mnner die ihn festhielten verspotteten ihn, indem sie 
ihn schlugen
LUK 22:64 und zudeckten, und fragten: weissage, wer ists der dich schlug?
LUK 22:65 Und noch viele andere Lsterungen redeten sie gegen ihn.
LUK 22:66 Und wie es Tag geworden, trat das Presbyterium des Volkes, 
Hohepriester und Schriftgelehrte, zusammen, und sie fhrten ihn ab in ihr 
Synedrium,
LUK 22:67 und sagten: wenn du der Christus bist, so sage es uns. Er aber 
sagte zu ihnen: wenn ich es euch sage, so glaubt ihr nicht.
LUK 22:68 Wenn ich aber frage, so antwortet ihr nicht.
LUK 22:69 Von nun an aber wird der Sohn des Menschen sein sitzend zur 
Rechten der Macht Gottes.
LUK 22:70 Es sagten aber alle: so bist du der Sohn Gottes? Er aber sagte 
zu ihnen: ihr saget, da ich es bin.
LUK 22:71 Sie aber sagten: was brauchen wir noch Zeugnis? Haben wir es 
doch selbst aus seinem Munde gehrt.
LUK 23:1 Und ihre ganze Versammlung stand auf und brachte ihn zu Pilatus.
LUK 23:2 Sie fiengen aber an ihn zu verklagen und sagten: diesen haben wir 
erfunden als einen der unser Volk aufwiegelt und dem Kaiser Steuer zu 
geben wehrt, und sich selbst fr den Christus und Knig ausgibt.
LUK 23:3 Pilatus aber fragte ihn: bist du der Knig der Juden? Er aber 
antwortete ihm: du sagst es.
LUK 23:4 Pilatus aber sagte zu den Hohenpriestern und den Massen: ich 
finde keine Schuld an diesem Menschen.
LUK 23:5 Sie aber steigerten sich in der Behauptung, da er das Volk 
aufwiegle mit seinem Lehren durch ganz Juda vom Anfang in Galila an bis 
hieher.
LUK 23:6 Da es aber Pilatus hrte, fragte er ob der Mann ein Galiler sei,
LUK 23:7 und als er erfuhr, da er aus der Herrschaft des Herodes sei, 
schickte er ihn zu Herodes, der in diesen Tagen ebenfalls in Jerusalem war.
LUK 23:8 Herodes aber, da er Jesus sah, hatte eine groe Freude: denn er 
htte ihn schon lange her gerne gesehen, weil er von ihm hrte, und er 
hoffte ihn ein Zeichen verrichten zu sehen.
LUK 23:9 Er legte ihm aber viele Fragen vor; er aber antwortete ihm nichts.
LUK 23:10 Die Hohenpriester und die Schriftgelehrten aber standen dabei 
und verklagten ihn scharf.
LUK 23:11 Herodes aber samt seinem Gefolge trieb Spott und Hohn mit ihm, 
lie ihm ein Prachtkleid anziehen, und schickte ihn so zu Pilatus zurck.
LUK 23:12 Es wurden aber Herodes und Pilatus gute Freunde an diesem Tage 
miteinander, vorher nmlich standen sie in Feindschaft gegen einander.
LUK 23:13 Pilatus aber rief die Hohenpriester und die Oberen und das Volk 
zusammen,
LUK 23:14 und sprach zu ihnen: ihr habt mir diesen Menschen gebracht als 
einen, der das Volk zum Abfall verfhre, und siehe ich habe denselben vor 
euch verhrt und keinen Grund eurer Anklagen an ihm gefunden.
LUK 23:15 Ebenso wenig Herodes, denn er hat ihn uns zurckgeschickt. 
Hienach liegt keine todeswrdige That von ihm vor.
LUK 23:16 So will ich ihn denn zchtigen und dann loslassen.
LUK 23:17 Er war aber verpflichtet, ihnen aufs Fest einen freizugeben.
LUK 23:18 Es schrie aber die ganze Masse zusammen: zum Tode mit diesem, 
la uns aber den Barabbas los.
LUK 23:19 Der lag wegen Aufruhrs, der in der Stadt vorgefallen, und Mordes 
im Gefngnis.
LUK 23:20 Abermals sprach sie Pilatus an in der Absicht, Jesus loszulassen.
LUK 23:21 Sie aber riefen dagegen: kreuzige, kreuzige ihn.
LUK 23:22 Er aber sprach zum drittenmale zu ihnen: was hat denn dieser 
bles gethan? ich habe nichts Todeswrdiges an ihm gefunden. So will ich 
ihn denn zchtigen und dann loslassen.
LUK 23:23 Sie aber lagen ihm mit lautem Rufen an, und forderten seine 
Kreuzigung, und ihr Rufen drang durch.
LUK 23:24 Und Pilatus beschlo ihr Verlangen zu erfllen;
LUK 23:25 er lie den wegen Aufruhrs und Mordes ins Gefngnis Geworfenen 
los, wie sie forderten, Jesus aber berlie er ihrem Begehren.
LUK 23:26 Und wie sie ihn abfhrten, griffen sie einen gewissen Simon von 
Kyrene, der vom Felde kam, und legten ihm das Kreuz auf, es Jesus 
nachzutragen.
LUK 23:27 Es folgte ihm aber eine groe Schaar des Volks, und von Weibern 
die wehklagten, und ihn beweinten.
LUK 23:28 Jesus aber wandte sich zu ihnen und sprach: ihr Tchter von 
Jerusalem, weinet nicht ber mich; vielmehr weinet ber euch selbst, und 
ber eure Kinder.
LUK 23:29 Denn siehe es kommen Tage, an welchen sie sagen werden: selig 
die Unfruchtbaren, und die Leiber die nicht geboren, und die Brste, die 
nicht genhrt haben.
LUK 23:30 Hierauf werden sie anfangen zu sagen zu den Bergen: fallet ber 
uns, und zu den Hgeln: decket uns.
LUK 23:31 Denn wenn man das am grnen Holze thut, was soll am drren 
werden?
LUK 23:32 Man fhrte aber auch zwei andere Verbrecher mit ihm zur 
Hinrichtung.
LUK 23:33 Und als sie an den Platz gekommen waren, den man Schdelsttte 
nennt, kreuzigten sie ihn daselbst, ebenso die Verbrecher, den einen zur 
rechten, den andern zur linken.
LUK 23:34 Jesus aber sagte: Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht was 
sie thun. Sie verteilten aber seine Kleider, und warfen das Los darber.
LUK 23:35 Und das Volk stand dabei, und schaute zu. Die Oberen aber 
hhnten und sagten: anderen hat er geholfen, so helfe er sich selber, wenn 
er der Christus Gottes ist, der auserwhlte.
LUK 23:36 Es verspotteten ihn aber auch die Soldaten, indem sie 
herzutraten, ihm Essig reichten,
LUK 23:37 und sagten: wenn du der Knig der Juden bist, so hilf dir selber.
LUK 23:38 Ueber ihm aber war eine Inschrift: dieser ist der Knig der 
Juden.
LUK 23:39 Einer aber von den Verbrechern, die da hiengen, lsterte ihn: 
bist du nicht der Christus? Hilf doch dir selbst und uns.
LUK 23:40 Der andere aber erwiderte und schalt ihn: frchtest du nicht 
einmal Gott, der du doch in gleicher Strafe bist?
LUK 23:41 Und zwar sind wir es mit Recht, denn wir empfangen den Lohn 
unserer Thaten; dieser aber hat nichts Unrechtes gethan.
LUK 23:42 Und er sagte: Jesus, gedenke mein, wenn du mit deinem Reiche 
kommst.
LUK 23:43 Und er sagte zu ihm: wahrlich, ich sage dir, heute wirst du mit 
mir im Paradiese sein.
LUK 23:44 Und schon war es ungefhr um die sechste Stunde, da brach eine 
Finsternis ein ber das ganze Land bis zur neunten Stunde,
LUK 23:45 die Sonne verlor ihren Schein; der Vorhang des Tempels aber 
zerri in der Mitte.
LUK 23:46 Und Jesus rief laut und sprach: Vater, in deine Hnde befehle 
ich meinen Geist. Nachdem er aber dies gesagt, verschied er.
LUK 23:47 Da aber der Hauptmann sah, was geschehen, so pries er Gott und 
sprach: in der That, dieser Mensch war ein gerechter.
LUK 23:48 Und die ganze Menge, die zu diesem Schauspiel gekommen war, wie 
sie sahen was geschehen, schlugen sie an die Brust und kehrten um.
LUK 23:49 Es standen aber alle seine Bekannten von ferne, auch die Frauen, 
die ihm mitgefolgt waren von Galila und sahen es.
LUK 23:50 Und siehe ein Mann Namens Joseph, der Ratsherr war, ein braver 
und gerechter Mann -LUK 23:51 er hatte ihnen in Rat und That nicht 
zugestimmt - von der jdischen Stadt Arimatha, der auf das Reich Gottes 
wartete,
LUK 23:52 der gieng zu Pilatus und bat um den Leichnam Jesus',
LUK 23:53 und nahm ihn herunter, wickelte ihn in Leinwand, und legte ihn 
in ein ausgehauenes Grab, wo noch niemand je gelegen war.
LUK 23:54 Und es war der Rsttag und der Sabbat im Anzug.
LUK 23:55 Die Frauen des Gefolges aber, die mit ihm von Galila gekommen 
waren, schauten sich das Grab an, und wie sein Leib bestattet wurde.
LUK 23:56 Nachdem sie aber zurckgekehrt waren, richteten sie Gewrze und 
Salben; und den Sabbat brachten sie in der Stille zu nach dem Gebot.
LUK 24:1 Am ersten Wochentage aber mit dem ersten Zwielicht kamen sie zu 
dem Grab mit den Gewrzen, die sie gerichtet hatten.
LUK 24:2 Sie fanden aber den Stein abgewlzt vom Grabe;
LUK 24:3 als sie aber eintraten, fanden sie den Leichnam nicht,
LUK 24:4 und es geschah, da sie vergeblich darber sannen, und siehe, zwei 
Mnner standen bei ihnen in leuchtendem Gewand.
LUK 24:5 Da sie aber Furcht bekamen und unter sich blickten, sprachen 
dieselben zu ihnen: Was suchet ihr den Lebenden bei den Toten?
LUK 24:6 Er ist nicht hier, sondern er ward auferweckt. Denket daran, wie 
er zu euch geredet, als er noch in Galila war,
LUK 24:7 da er vom Sohne des Menschen sagte, da er msse in die Hand 
sndiger Menschen ausgeliefert und gekreuzigt werden, und am dritten Tage 
auferstehen.
LUK 24:8 Und sie gedachten seiner Worte, und kehrten von dem Grabe zurck,
LUK 24:9 und berichteten dieses alles den Elf und allen Uebrigen.
LUK 24:10 Das war aber die Maria von Magdala und Johanna und die Maria des 
Jakobus. (Auch ihre Genossinnen erzhlten es den Aposteln).
LUK 24:11 Und es erschienen ihnen diese Worte wie ein Mrchen, und sie 
glaubten ihnen nicht.
LUK 24:12 Petrus aber stand auf und lief zu dem Grabe, und bckte sich und 
sah nur die Leintcher. Und er gieng nach Hause in Verwunderung ber das 
Ereignis.
LUK 24:13 Und siehe, zwei von ihnen wanderten am nmlichen Tage in ein 
Dorf, sechzig Stadien von Jerusalem, mit Namen Emmaus.
LUK 24:14 Und sie unterhielten sich mit einander von allen diesen 
Begebenheiten.
LUK 24:15 Und es geschah, da sie sich unterhielten und mit einander 
berlegten, da kam Jesus herzu und gieng mit ihnen;
LUK 24:16 ihre Augen aber wurden gehalten, da sie ihn nicht erkannten.
LUK 24:17 Er sagte aber zu ihnen: was sind das fr Reden, die ihr da auf 
eurem Gange wechselt? Und sie standen gesenkten Blicks.
LUK 24:18 Es antwortete aber einer mit Namen Kleopas, und sagte zu ihm: 
bist du der einzige, der in Jerusalem weilt und nichts erfahren hat von 
dem, was sich daselbst zugetragen in diesen Tagen?
LUK 24:19 Und er sagte zu ihnen: was? Sie aber sagten zu ihm: das mit 
Jesus dem Nazarener, der ein Prophet war, gewaltig in That und Wort vor 
Gott und dem ganzen Volk,
LUK 24:20 und wie ihn unsere Hohenpriester und Oberen ausgeliefert haben 
zur Todesstrafe und man ihn gekreuzigt hat.
LUK 24:21 Wir aber lebten der Hoffnung, da er es sei, der Israel erlsen 
sollte; und nun ist es mit allem dem der dritte Tag, seit dies geschah.
LUK 24:22 Dazu haben uns auch einige von den Frauen bei uns bestrzt 
gemacht, die in der Morgenfrhe zum Grabe kamen
LUK 24:23 seinen Leichnam nicht fanden, und kamen, und sagten, sie haben 
ein Gesicht von Engeln gesehen, welche sagten, er lebe.
LUK 24:24 Und es sind einige von unseren Leuten zu dem Grabe gegangen, und 
haben es gefunden, so wie die Frauen sagten, ihn aber haben sie nicht 
gesehen.
LUK 24:25 Und er sprach zu ihnen: o ihr Unverstndige, deren Herz so 
schwer glaubt an alles, was die Propheten geredet haben.
LUK 24:26 Mute nicht der Christus also leiden und in seine Herrlichkeit 
eingehen?
LUK 24:27 Und er hob an von Moses und von allen Propheten, und erklrte 
ihnen durch alle Schriften, was ihn angeht.
LUK 24:28 Und sie nherten sich dem Dorfe, wohin sie giengen, und er lie 
sich an, als wolle er weiter gehen.
LUK 24:29 Und sie ntigten ihn: bleibe bei uns, denn es will Abend werden 
und schon neigt sich der Tag. Und er gieng hinein, bei ihnen zu bleiben.
LUK 24:30 Und es geschah, da er mit ihnen zu Tische sa, nahm er das Brot, 
segnete, brach und gab es ihnen;
LUK 24:31 ihnen aber wurden die Augen geffnet, und sie erkannten ihn; und 
er ward unsichtbar vor ihnen.
LUK 24:32 Und sie sprachen zu einander: brannte uns nicht das Herz, wie er 
zu uns redete unterwegs, wie er uns die Schriften aufschlo?
LUK 24:33 Und sie standen auf zur selben Stunde und kehrten zurck nach 
Jerusalem, und fanden die Elf und ihre Genossen versammelt,
LUK 24:34 die sagten: der Herr ward in der That auferweckt und ist dem 
Simon erschienen.
LUK 24:35 Und sie erzhlten, was auf dem Weg geschehen, und wie er von 
ihnen am Brotbrechen erkannt wurde.
LUK 24:36 Da sie aber hievon sprachen, stand er mitten unter ihnen.
LUK 24:37 Sie aber erschracken, und in der Furcht glaubten sie einen Geist 
zu schauen.
LUK 24:38 Und er sprach zu ihnen: was seid ihr bestrzt und warum steigen 
Zweifel auf in eurem Herzen?
LUK 24:39 Sehet meine Hnde und meine Fe an, da ich es selbst bin; 
rhret mich an und sehet; denn ein Geist hat nicht Fleisch und Bein, wie 
ihr es an mir seht.
LUK 24:40 Und da er dies gesagt, zeigte er ihnen seine Hnde und Fe.
LUK 24:41 Da sie aber noch nicht glauben konnten vor Freuden und sich 
verwunderten, sagte er zu ihnen: habt ihr etwas zu essen hier?
LUK 24:42 Sie aber gaben ihm ein Stck gebratenen Fisch;
LUK 24:43 und er nahm es und verzehrte es vor ihren Augen.
LUK 24:44 Er sagte aber zu ihnen: das sind meine Reden, die ich zu euch 
gesprochen, als ich noch bei euch war, da alles in Erfllung gehen msse, 
was von mir geschrieben ist im Gesetze Moses' und den Psalmen.
LUK 24:45 Hierauf ffnete er ihnen den Verstand zur Einsicht in die 
Schriften, und sagte zu ihnen:
LUK 24:46 so steht es geschrieben, da der Christus leide und am dritten 
Tage auferstehe von den Toten,
LUK 24:47 und auf seinen Namen verkndet werde Bue zur Sndenvergebung 
bei allen Vlkern, anfangend von Jerusalem.
LUK 24:48 Ihr seid Zeugen dafr,
LUK 24:49 und siehe ich sende aus die Verheiung meines Vaters ber euch; 
ihr aber sollt in dieser Stadt sitzen, bis ihr Kraft aus der Hhe 
angezogen habt.
LUK 24:50 Er fhrte sie aber hinaus bis bei Bethania, hob die Hnde auf 
und segnete sie.
LUK 24:51 Und es geschah, indem er sie segnete, schied er von ihnen,
LUK 24:52 und sie kehrten um nach Jerusalem in groer Freude,
LUK 24:53 und waren allezeit im Tempel Gott lobend.
JOH 1:1 Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott. Und das Wort war 
Gott,
JOH 1:2 solchergestalt war es im Anfang bei Gott.
JOH 1:3 Alles ward durch dasselbe, und ohne dasselbe ward nichts, was 
geworden ist.
JOH 1:4 In ihm war Leben, und das Leben war das Licht der Menschen:
JOH 1:5 und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat es 
nicht ergriffen.
JOH 1:6 Es trat ein Mensch auf, abgesandt von Gott, Johannes hie er,
JOH 1:7 dieser kam zum Zeugnis: um zu zeugen vom Licht, auf da alle durch 
ihn glauben mchten.
JOH 1:8 Nicht war er das Licht, sondern zeugen sollte er vom Licht.
JOH 1:9 Das wahrhaftige Licht, welches jeden Menschen erleuchtet, war: der 
da kommen sollte in die Welt.
JOH 1:10 Er war in der Welt, und die Welt ist durch ihn geworden, und die 
Welt hat ihn nicht erkannt.
JOH 1:11 In sein Eigentum kam er, und die Seinen nahmen ihn nicht auf.
JOH 1:12 So viele ihn aber annahmen, ihnen hat er die Macht verliehen, 
Gottes Kinder zu werden - als die an seinen Namen glauben -JOH 1:13 die 
nicht aus Blut und nicht aus Fleisches-, nicht aus Manneswillen, sondern 
aus Gott gezeugt sind.
JOH 1:14 Ja, das Wort ward Fleisch und schlug seine Htte auf unter uns, 
und wir schauten seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des einzigen 
Sohnes vom Vater, voll Gnade und Wahrheit -JOH 1:15 Johannes zeugt von ihm 
und ruft also: dieser war es, von dem ich sagte: der nach mir kommt, ist 
vor mir da: weil er eher war, als ich -JOH 1:16 denn aus seiner Flle 
haben wir alle empfangen, Gnade um Gnade;
JOH 1:17 denn das Gesetz ward durch Moses gegeben, die Gnade und die 
Wahrheit ist durch Jesus Christus gekommen.
JOH 1:18 Gott hat keiner je gesehen, der einzige Sohn, der an des Vaters 
Busen war, der hat ihn beschrieben.
JOH 1:19 Und dies ist das Zeugnis des Johannes, als die Juden aus 
Jerusalem Priester und Leviten zu ihm absandten, ihn zu fragen: wer bist 
du? und er
JOH 1:20 bekannte und leugnete nicht und bekannte: ich bin nicht der 
Christus.
JOH 1:21 Und sie fragten ihn: was dann? bist du Elias? Und er sagt: ich 
bin es nicht. Bist du der Prophet? und er antwortete: nein.
JOH 1:22 Da sagten sie zu ihm: wer bist du? da wir doch Antwort bringen 
denen, die uns geschickt haben. Was sagst du von dir?
JOH 1:23 Sagte er: ich bin die Stimme dessen, der ruft in der Wste: 
machet eben den Weg des Herrn, so wie der Prophet Jesaias gesagt hat.
JOH 1:24 Und sie waren abgesandt von den Pharisern her,
JOH 1:25 und fragten ihn und sagten zu ihm: was taufst du denn, wenn du 
nicht der Christus bist, und nicht Elias, und nicht der Prophet?
JOH 1:26 Antwortete ihnen Johannes also: ich taufe mit Wasser; mitten 
unter euch steht er, den ihr nicht kennt,
JOH 1:27 fr den ich nicht wert bin ihm den Schuhriemen zu lsen.
JOH 1:28 Dies geschah in Bethania jenseits des Jordan, wo Johannes war und 
taufte.
JOH 1:29 Tags darauf sieht er Jesus gegen sich herkommen und spricht: 
siehe, das Lamm Gottes, das die Snde der Welt wegnimmt.
JOH 1:30 Dieser ist es, von dem ich sagte: nach mir kommt ein Mann, der 
vor mir da ist, weil er eher war als ich.
JOH 1:31 Und ich kannte ihn nicht; aber damit er fr Israel geoffenbart 
werde, darum kam ich mit Wasser taufend.
JOH 1:32 Und Johannes zeugte also: ich habe den Geist geschaut 
herabfahrend wie eine Taube vom Himmel, und er ruhte auf ihm.
JOH 1:33 Und ich kannte ihn nicht; aber der mich gesandt hat zu taufen mit 
Wasser der sprach zu mir: auf welchen du siehst den Geist herabfahren und 
auf ihm ruhen, der ist es, der mit heiligem Geist tauft.
JOH 1:34 Und ich habe es gesehen und bezeugt, da dieser ist der Sohn 
Gottes.
JOH 1:35 Tags darauf stand Johannes wieder da mit zwei seiner Jnger, und 
da Jesus daherkam,
JOH 1:36 blickte er auf ihn und sagt: siehe, das Lamm Gottes.
JOH 1:37 Und die zwei Jnger hrten auf seine Rede und folgten Jesus.
JOH 1:38 Jesus aber wandte sich um, und da er schaute wie sie nachfolgten, 
sagt er zu ihnen: was suchet ihr? Sie aber sagten zu ihm: Rabbi (das heit 
bersetzt Lehrer), wo wohnst du? Sagt er zu ihnen: kommt, so werdet ihr es 
sehen.
JOH 1:39 Da giengen sie, und sahen wo er wohnte, und weilten jenen Tag bei 
ihm; es war um die zehnte Stunde.
JOH 1:40 Andreas, der Bruder des Simon Petrus, war einer von den Zwei, die 
es von Johannes gehrt hatten und ihm gefolgt waren.
JOH 1:41 Dieser trifft zuerst seinen Bruder Simon und sagt zu ihm: wir 
haben den Messias gefunden (das heit bersetzt Christus).
JOH 1:42 Er fhrte ihn zu Jesus. Jesus blickte ihn an und sprach: du bist 
Simon, der Sohn Johannes', du wirst Kephas genannt werden (das wird 
bersetzt Petrus).
JOH 1:43 Tags darauf wollte er abreisen nach Galila, da trifft er 
Philippus. Und Jesus sagt zu ihm: folge mir.
JOH 1:44 Philippus aber war von Bethsaida, aus der Stadt des Andreas und 
Petrus.
JOH 1:45 Philippus trifft den Nathanael und sagt zu ihm: wir haben den 
gefunden, von welchem Moses im Gesetze geschrieben hat und die Propheten: 
Jesus, Josephs Sohn, den von Nazaret.
JOH 1:46 Und Nathanael sagte zu ihm: aus Nazaret, kann da etwas Gutes her 
sein? Sagt Philippus zu ihm: komm und siehe.
JOH 1:47 Jesus sah den Nathanael zu sich kommen, und sagt ber ihn: siehe 
wahrhaft ein Israelite, in dem ist kein Falsch.
JOH 1:48 Sagt Nathanael zu ihm: woher kennst du mich? Antwortete Jesus und 
sagte zu ihm: ehe dich Philippus rief, als du unter dem Feigenbaum warst, 
sah ich dich.
JOH 1:49 Antwortete ihm Nathanael: Rabbi, du bist der Sohn Gottes, du bist 
Knig von Israel.
JOH 1:50 Antwortete Jesus und sagte zu ihm: weil ich dir sagte, da ich 
dich unter dem Feigenbaum sah, glaubst du? du wirst Greres als dies 
sehen.
JOH 1:51 Und er sagt zu ihm: wahrlich, wahrlich, ich sage euch, ihr werdet 
den Himmel offen sehen, und die Engel Gottes hinaufsteigen und 
herabsteigen auf den Sohn des Menschen.
JOH 2:1 Und am dritten Tag war eine Hochzeit in Kana in Galila, und die 
Mutter Jesus' war dort.
JOH 2:2 Es war aber auch Jesus und seine Jnger zu der Hochzeit geladen.
JOH 2:3 Und da der Wein ausgieng, sagt die Mutter Jesus' zu ihm: sie haben 
keinen Wein.
JOH 2:4 Und Jesus sagt zu ihr: ist meine Sache deine Sache, Frau? noch ist 
meine Stunde nicht gekommen.
JOH 2:5 Sagt seine Mutter zu den Aufwrtern: was er euch sagt, das thut.
JOH 2:6 Es waren aber daselbst sechs steinerne Wasserkrge nach der 
Reinigungssitte der Juden aufgestellt, je zwei bis drei Ma haltend.
JOH 2:7 Sagt Jesus zu ihnen: fllt die Krge mit Wasser; und sie fllten 
sie bis zum Rande.
JOH 2:8 Und er sagt zu ihnen: schpfet nun und bringt es dem Tafelmeister.
JOH 2:9 Sie aber trugen es hin; wie aber der Tafelmeister das Wasser 
kostete, das zu Wein geworden war, und er wute nicht, woher es kam - die 
Aufwrter aber wuten es, die das Wasser geschpft hatten - ruft der 
Tafelmeister den Brutigam
JOH 2:10 und sagt zu ihm: jedermann stellt zuerst den guten Wein auf, und 
wenn sie trunken geworden, den geringeren; du hast den guten bis jetzt 
aufgehoben.
JOH 2:11 Damit machte Jesus den Anfang der Zeichen in Kana in Galila und 
offenbarte seine Herrlichkeit, und seine Jnger gewannen Glauben an ihn.
JOH 2:12 Nach diesem zog er hinab nach Kapernaum, er und seine Mutter und 
seine Brder und seine Jnger, und verweilten daselbst kurze Zeit.
JOH 2:13 Und es war nahe am Passa der Juden, und Jesus ging hinauf nach 
Jerusalem.
JOH 2:14 Und er fand im Tempel die Verkufer von Ochsen, Schafen und 
Tauben und die Wechsler sitzen.
JOH 2:15 Und er machte eine Geiel aus Stricken und trieb sie alle aus dem 
Tempel samt den Schafen und den Ochsen, und schttete die Mnze der 
Geldmkler aus und warf ihre Tische um,
JOH 2:16 und zu den Taubenverkufern sagte er: nehmt das fort von hier, 
machet nicht das Haus meines Vaters zum Kaufhaus.
JOH 2:17 Es gedachten seine Jnger, da geschrieben steht: der Eifer fr 
dein Haus verzehrt mich.
JOH 2:18 Es erwiderten die Juden und sagten zu ihm: was fr ein Zeichen 
weisest du uns dafr, da du dieses thust?
JOH 2:19 Antwortete Jesus und sagte zu ihnen: brechet diesen Tempel ab, so 
will ich ihn in drei Tagen aufrichten.
JOH 2:20 Da sagten die Juden: in sechsundvierzig Jahren ward dieser Tempel 
aufgebaut, und du willst ihn in drei Tagen aufrichten?
JOH 2:21 Er aber redete von dem Tempel seines Leibes.
JOH 2:22 (Als er nun von den Toten erweckt ward, erinnerten sich seine 
Jnger, da er dieses sagte, und faten Glauben an die Schrift und an das 
Wort, welches Jesus gesprochen hatte.)
JOH 2:23 Wie er aber in Jerusalem am Passa beim Feste war, begannen viele 
zu glauben an seinen Namen, da sie seine Zeichen schauten, die er that.
JOH 2:24 Er aber, Jesus, erwiderte ihren Glauben seinerseits nicht, weil 
er alle kannte,
JOH 2:25 und von niemand Zeugnis brauchte ber einen Menschen; denn er 
erkannte selbst, was in dem Menschen war.
JOH 3:1 Es war aber ein Mann von den Pharisern mit Namen Nikodemus, ein 
Oberer der Juden.
JOH 3:2 Dieser kam zu ihm nachts und sagte zu ihm: Rabbi, wir wissen, dass 
du als Lehrer von Gott gekommen bist. Denn niemand kann diese Zeichen tun, 
die du tust, es sei denn Gott mit ihm.
JOH 3:3 Antwortete Jesus und sagte zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage 
dir, wenn einer nicht von oben her geboren wird, so kann er das Reich 
Gottes nicht sehen.
JOH 3:4 Sagt zu ihm Nikodemus: Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er 
ein Greis ist? Kann er denn in den Leib seiner Mutter zum zweitenmal 
eingehen und geboren werden?
JOH 3:5 Antwortete Jesus: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir, wenn einer 
nicht geboren wird aus Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich der 
Himmel eingehen.
JOH 3:6 Was aus dem Fleische geboren ist, ist Fleisch, und was aus dem 
Geiste geboren ist, ist Geist.
JOH 3:7 Wundere dich nicht, dass ich dir gesagt habe, ihr mt von oben 
her geboren werden.
JOH 3:8 Der Wind weht wo er will, und du hrst sein Sausen, aber du weit 
nicht, woher er kommt und wohin er geht; so ist es mit jedem, der da aus 
dem Geiste geboren ist.
JOH 3:9 Antwortete Nikodemus und sagte zu ihm: Wie kann dies geschehen?
JOH 3:10 Antwortete Jesus und sprach zu ihm: Du bist der Lehrer Israels 
und verstehst das nicht?
JOH 3:11 Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wir reden was wir wissen, und 
bezeugen was wir gesehen haben, und ihr nehmt unser Zeugnis nicht an.
JOH 3:12 Wenn ich euch von den irdischen Dingen sagte und ihr glaubtet 
nicht, wie werdet ihr glauben, wenn ich euch von den himmlischen sage?
JOH 3:13 Und es ist niemand in den Himmel aufgestiegen, auer der vom 
Himmel herabgekommen ist, der Sohn des Menschen, der im Himmel ist.
JOH 3:14 Und gleich wie Moses die Schlange in der Wste erhht hat, so mu 
der Sohn des Menschen erhht werden,
JOH 3:15 damit jeder, der an ihn glaubt, ewiges Leben habe.
JOH 3:16 Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn 
gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges 
Leben habe.
JOH 3:17 Denn Gott hat den Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die 
Welt richte, sondern damit die Welt durch ihn gerettet werde.
JOH 3:18 Der an ihn glaubt, wird nicht gerichtet: der nicht glaubt, ist 
schon gerichtet, weil er nicht zu dem Glauben gekommen ist an den Namen 
des einzigen Sohnes Gottes.
JOH 3:19 Dies aber ist das Gericht, dass das Licht in die Welt gekommen 
ist, und die Menschen haben die Finsternis mehr geliebt als das Licht; 
denn ihre Werke waren bse.
JOH 3:20 Denn jeder, der Schlechtes tut, hat das Licht und kommt nicht 
zum Licht, damit nicht seine Werke berwiesen werden.
JOH 3:21 Wer aber die Wahrheit tut, kommt zum Licht, damit seine Werke 
offenbar werden, weil sie in Gott gewirkt sind.
JOH 3:22 Nach diesem kam Jesus und seine Jnger in das judische Land und 
er hielt sich dort mit ihnen auf und taufte.
JOH 3:23 Es war aber auch Johannes taufend in Aenon nahe bei Salem, weil 
dort reichlich Wasser war, und sie kamen herbei und lieen sich taufen
JOH 3:24 (denn Johannes war noch nicht ins Gefngnis geworfen).
JOH 3:25 Daher entstand ein Streit seitens der Jnger Johannes' mit einem 
Juden ber die Reinigungsfrage.
JOH 3:26 Und sie kamen zu Johannes und sagten zu ihm: Rabbi, der bei dir 
war jenseits des Jordan, fr den du gezeugt hast, siehe der tauft und 
alles luft zu ihm.
JOH 3:27 Antwortete Johannes und sprach: Ein Mensch kann nichts nehmen, es 
sei denn ihm gegeben vom Himmel her.
JOH 3:28 Ihr selbst bezeugt mir, dass ich sagte, ich bin nicht der 
Christus, sondern Abgesandter vor ihm her bin ich.
JOH 3:29 Der die Braut hat, ist Brutigam, der Freund aber des Brutigams, 
der da steht und ihm zuhrt, freut sich hoch ber die Stimme des 
Brutigams. Diese meine Freude nun ist erfllt.
JOH 3:30 Jener mu wachsen, ich aber abnehmen.
JOH 3:31 Der von oben her kommt, ist ber allen; der von der Erde ist, ist 
von der Erde und spricht aus der Erde heraus. Der vom Himmel kommt,
JOH 3:32 bezeugt, was er gesehen hat und hrte, und niemand nimmt sein 
Zeugnis an.
JOH 3:33 Der sein Zeugnis annahm, hat besiegelt, dass Gott wahrhaftig ist.
JOH 3:34 Denn wen Gott abgesandt hat, der spricht die Worte Gottes; denn 
er verleiht den Geist nicht abgemessen.
JOH 3:35 Der Vater liebt den Sohn und hat alles in seine Hand gegeben.
JOH 3:36 Der an den Sohn glaubt, hat ewiges Leben; der dem Sohn nicht 
folgt, wird kein Leben sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm.
JOH 4:1 Wie nun der Herr inne ward, da die Phariser gehrt hatten, da 
Jesus mehr Jnger gewinne und taufe als Johannes
JOH 4:2 (wiewohl Jesus nicht selbst taufte, sondern seine Jnger),
JOH 4:3 verlie er Juda und gieng wieder hin nach Galila.
JOH 4:4 Er mute aber durch Samarien reisen.
JOH 4:5 So kommt er in eine Stadt in Samarien Namens Sychar, nahe dem 
Feld, welches Jakob seinem Sohne Joseph gegeben hat.
JOH 4:6 Es war aber daselbst eine Quelle Jakobs. Jesus nun, mde von der 
Wanderung, setzte sich also bei der Quelle, es war ungefhr die sechste 
Stunde.
JOH 4:7 Kommt eine Frau aus Samarien, um Wasser zu schpfen. Sagt Jesus zu 
ihr: gib mir zu trinken.
JOH 4:8 Denn seine Jnger waren in die Stadt gegangen, um Lebensmittel zu 
kaufen.
JOH 4:9 Da sagt die Samaritische Frau zu ihm: wie magst du, der du ein 
Jude bist, von mir, die ich eine Samaritische Frau bin, zu trinken 
verlangen? (denn die Juden verkehren nicht mit den Samaritern.)
JOH 4:10 Antwortete Jesus und sagte zu ihr: wenn du die Gabe Gottes 
kenntest, und wer es ist, der zu dir sagt: gib mir zu trinken, so wrdest 
du ihn bitten und er wrde dir lebendiges Wasser geben.
JOH 4:11 Sagt die Frau zu ihm: Herr, du hast keinen Schpfeimer und der 
Brunnen ist tief; woher willst du das lebendige Wasser haben?
JOH 4:12 bist du denn mehr als unser Vater Jakob, der uns den Brunnen 
gegeben hat und trank daraus, er selbst und seine Shne und seine Herden?
JOH 4:13 Antwortete Jesus und sagte ihr: Jeder, der von diesem Wasser 
trinkt, bekommt wieder Durst.
JOH 4:14 Wer aber trinkt von dem Wasser das ich ihm geben werde, den wird 
nimmermehr drsten in Ewigkeit, sondern das Wasser, das ich ihm geben 
werde, wird in ihm ein Quell werden von Wasser, das sprudelt zu ewigem 
Leben.
JOH 4:15 Sagt die Frau zu ihm: Herr, gib mir dieses Wasser, damit ich 
keinen Durst bekomme, noch hierher zu gehen brauche, um zu schpfen.
JOH 4:16 Sagt er zu ihr: gehe hin, rufe deinen Mann, und komme hierher.
JOH 4:17 Antwortete die Frau und sagte: ich habe keinen Mann. Sagt Jesus 
zu ihr: du hast recht gesprochen: ich habe keinen Mann.
JOH 4:18 Denn fnf Mnner hast du gehabt, und den du jetzt hast, der ist 
nicht dein Mann, darin hast du die Wahrheit gesagt.
JOH 4:19 Sagt die Frau zu ihm: Herr, ich merke, da du ein Prophet bist.
JOH 4:20 Unsere Vter haben auf diesem Berge angebetet, und ihr sagt, da 
in Jerusalem der Ort sei, wo man anbeten soll.
JOH 4:21 Sagt Jesus zu ihr: glaube mir, Weib, es kommt die Stunde, wo ihr 
weder auf diesem Berge noch in Jerusalem werdet den Vater anbeten.
JOH 4:22 Ihr betet an, was ihr nicht kennet; wir beten an, was wir kennen, 
weil das Heil von den Juden ist.
JOH 4:23 Aber es kommt die Stunde und ist jetzt da, wo die wahrhaftigen 
Anbeter werden den Vater anbeten in Geist und Wahrheit; denn der Vater 
verlangt solche Anbeter.
JOH 4:24 Gott ist Geist, und die ihn anbeten, mssen in Geist und Wahrheit 
anbeten.
JOH 4:25 Sagt die Frau zu ihm: ich wei, da der Messias kommt (was man 
Christus heit). Wenn der kommt, wird er uns alles verknden.
JOH 4:26 Sagt Jesus zu ihr: ich bin es, der mit dir spricht.
JOH 4:27 Und darber kamen seine Jnger und verwunderten sich, da er mit 
einer Frau sprach. Keiner jedoch sagte: was willst du, oder was sprichst 
du mit ihr?
JOH 4:28 Da lie die Frau ihren Krug stehen, und gieng fort in die Stadt 
und sagt zu den Leuten:
JOH 4:29 kommt und sehet einen Menschen, der mir alles gesagt hat, was ich 
gethan habe. Ist das etwa der Christus?
JOH 4:30 Sie giengen aus der Stadt heraus und kamen zu ihm.
JOH 4:31 Inzwischen baten ihn die Jnger: Rabbi, i.
JOH 4:32 Er aber sagte zu ihnen: ich habe eine Speise zu essen, die ihr 
nicht kennt.
JOH 4:33 Da sprachen die Jnger zu einander: hat ihm denn jemand zu essen 
gebracht?
JOH 4:34 Sagt Jesus zu ihnen: meine Speise ist, da ich thue den Willen 
dessen, der mich gesandt hat und vollende sein Werk.
JOH 4:35 Saget ihr nicht: es ist noch vier Monate so kommt die Ernte? 
siehe ich sage euch: hebet eure Augen auf, und schaut die Felder an, wie 
sie wei sind zur Ernte.
JOH 4:36 Schon empfngt der Schnitter seinen Lohn, und sammelt Frucht zu 
ewigem Leben, damit der da st und der da erntet sich gemeinsam freuen.
JOH 4:37 Denn hier hat der Spruch seine Wahrheit, da ein anderer ist der 
da st, und ein anderer der da erntet.
JOH 4:38 Ich habe euch ausgesandt zu ernten, was ihr nicht gearbeitet 
habt; andere haben gearbeitet und ihr seid in ihre Arbeit eingetreten.
JOH 4:39 Aus jener Stadt aber faten viele von den Samaritern Glauben an 
ihn, um der Rede der Frau willen, die bezeugte: er hat mir alles gesagt, 
was ich gethan habe.
JOH 4:40 Wie nun die Samariter zu ihm kamen, baten sie ihn, bei ihnen zu 
bleiben, und er blieb daselbst zwei Tage.
JOH 4:41 Und noch viel mehrere lernten glauben um seines Wortes willen,
JOH 4:42 und sagten zu der Frau: wir glauben nicht mehr deiner Rede wegen, 
denn wir haben selbst gehrt und erkennen, da dieser ist wahrhaftig der 
Heiland der Welt.
JOH 4:43 Nach den zwei Tagen aber zog er von da weg nach Galila.
JOH 4:44 (Denn Jesus hat selbst bezeugt: da ein Prophet in seiner 
Vaterstadt nicht geschtzt wird.)
JOH 4:45 Wie er nun nach Galila kam, nahmen ihn die Galiler auf, da sie 
alles gesehen, was er in Jerusalem am Feste gethan hatte; (denn sie kamen 
auch zum Fest).
JOH 4:46 So kam er denn wieder nach Kana in Galila, wo er das Wasser zu 
Wein gemacht hatte. Und es war ein Kniglicher in Kapernaum, dessen Sohn 
krank war.
JOH 4:47 Da dieser hrte, da Jesus aus Juda nach Galila komme, gieng er 
zu ihm hin und bat ihn, da er herunter kme, und seinen Sohn heilte; denn 
er wollte sterben.
JOH 4:48 Da sprach Jesus zu ihm: wenn ihr nicht Zeichen und Wunder sehet, 
mget ihr nicht glauben.
JOH 4:49 Sagt der Knigliche zu ihm: Herr, komme herunter, ehe mein Kind 
stirbt.
JOH 4:50 Sagt Jesus zu ihm: gehe hin, dein Sohn lebt. Der Mann glaubte dem 
Worte, das Jesus zu ihm sagte, und gieng hin.
JOH 4:51 Aber schon auf dem Wege hinunter begegneten ihm seine Knechte, 
und meldeten, da sein Knabe lebe.
JOH 4:52 Da erforschte er von ihnen die Stunde, in der es besser mit ihm 
geworden. Da sagten sie ihm: gestern um die siebente Stunde verlie ihn 
das Fieber.
JOH 4:53 Da erkannte der Vater, da es in der Stunde war, in der Jesus zu 
ihm gesagt hatte: dein Sohn lebt; und er wurde glaubend und sein ganzes 
Haus.
JOH 4:54 Das war das zweite Zeichen, welches Jesus wiederum that, da er 
von Juda nach Galila kam.
JOH 5:1 Nach diesem war ein Fest der Juden, und Jesus gieng hinauf nach 
Jerusalem.
JOH 5:2 Es ist aber in Jerusalem bei dem Schafthore ein Teich, auf 
hebrisch Bethzatha genannt, mit fnf Hallen.
JOH 5:3 In diesen sa eine Menge von Kranken, Blinden, Lahmen, 
Darrschtigen, welche auf die Bewegung des Wassers warteten;
JOH 5:4 denn ein Engel stieg zu gewisser Zeit herab in den Teich und 
rhrte das Wasser auf. Der erste nun, welcher nach der Aufrhrung des 
Wassers hineinstieg, der ward gesund, mit welcher Krankheit er behaftet 
sein mochte.
JOH 5:5 Es war aber daselbst ein Mensch, der schon acht und dreiig Jahre 
krank war.
JOH 5:6 Da diesen Jesus daliegen sah und wute, da es schon so lange mit 
ihm whrte, sagt er zu ihm: willst du gesund werden?
JOH 5:7 Es antwortete ihm der Kranke: Herr, ich habe keinen Menschen, da 
der mich, wenn das Wasser aufgerhrt wird, in den Teich schaffe; whrend 
ich aber auf dem Weg bin, steigt ein anderer vor mir hinab.
JOH 5:8 Sagt Jesus zu ihm: stehe auf, nimm deine Bahre und wandle.
JOH 5:9 Und alsbald ward der Mensch gesund und nahm seine Bahre und 
wandelte. Es war aber Sabbat an jenem Tage.
JOH 5:10 Da sagten die Juden zu dem Geheilten: es ist Sabbat, du darfst 
die Bahre nicht tragen.
JOH 5:11 Er aber antwortete ihnen: der mich gesund gemacht hat, der hat zu 
mir gesagt: nimm deine Bahre und wandle.
JOH 5:12 Fragten sie ihn: wer ist der Mensch, der zu dir gesagt hat: nimm 
sie und wandle?
JOH 5:13 Der Geheilte aber wute nicht, wer es sei; denn Jesus war in der 
Menge, die auf dem Platz war, entwichen.
JOH 5:14 Nach diesem findet ihn Jesus im Tempel und sagte zu ihm: siehe, 
du bist gesund geworden; sndige nicht mehr, damit dir nicht Schlimmeres 
widerfahre.
JOH 5:15 Der Mensch gieng weg und sagte den Juden, da es Jesus sei, der 
ihn gesund gemacht.
JOH 5:16 Und darum verfolgten die Juden Jesus, weil er das am Sabbat that.
JOH 5:17 Er aber antwortete ihnen: mein Vater wirkt bis jetzt, so wirke 
auch ich.
JOH 5:18 Darum suchten die Juden um so mehr ihn zu tten, weil er nicht 
nur den Sabbat brach, sondern auch Gott seinen eigenen Vater nannte, sich 
selbst Gott gleichstellend.
JOH 5:19 Da antwortete Jesus und sagte zu ihnen: wahrlich, wahrlich, ich 
sage euch: es kann der Sohn von sich selbst nichts thun, auer er sehe den 
Vater etwas thun; denn was jener thut, das thut auch der Sohn hnlich.
JOH 5:20 Denn der Vater liebt den Sohn und zeigt ihm alles, was er selbst 
thut, und wird ihm noch grere Werke als diese zeigen, auf da ihr euch 
verwundert.
JOH 5:21 Denn wie der Vater die Toten aufweckt und lebendig macht, so 
macht auch der Sohn lebendig, welche er will.
JOH 5:22 Denn der Vater richtet sogar niemand, sondern er hat das Gericht 
ganz an den Sohn bergeben, damit alle den Sohn ehren, sowie sie den Vater 
ehren.
JOH 5:23 Wer den Sohn nicht ehrt, ehrt den Vater nicht, der ihn gesandt 
hat.
JOH 5:24 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wer mein Wort hrt und glaubt 
dem, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins 
Gericht, sondern er ist vom Tode ins Leben gelangt.
JOH 5:25 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, es kommt eine Stunde, und sie 
ist jetzt da, wo die Toten werden die Stimme des Sohnes Gottes hren, und 
die sie gehrt, werden leben.
JOH 5:26 Denn wie der Vater Leben hat in sich selbst, so hat er auch dem 
Sohne verliehen Leben zu haben in sich selbst,
JOH 5:27 und hat ihm Vollmacht gegeben, Gericht zu halten, weil er 
Menschensohn ist.
JOH 5:28 Wundert euch darber nicht; denn es kommt eine Stunde, in welcher 
alle die in den Grbern werden seine Stimme hren, und werden hervorgehen,
JOH 5:29 die Gutes gethan haben, zur Auferstehung des Lebens, die Uebles 
gethan haben, zur Auferstehung des Gerichtes.
JOH 5:30 Ich kann von mir selbst nichts thun; wie ich hre, so richte ich 
und mein Gericht ist gerecht, weil ich nicht auf meinen Willen ausgehe, 
sondern auf den Willen dessen, der mich gesandt hat.
JOH 5:31 Wenn ich von mir selbst zeuge, so ist mein Zeugnis nicht wahr.
JOH 5:32 Ein anderer ist's, der von mir zeugt, und ich wei, da das 
Zeugnis wahr ist, das er von mir zeugt.
JOH 5:33 Ihr habt zu Johannes gesandt und er hat fr die Wahrheit gezeugt.
JOH 5:34 Doch ich nehme nicht von einem Menschen Zeugnis; aber ich rede 
davon, damit ihr gerettet werdet.
JOH 5:35 Er war das brennende scheinende Licht, ihr aber wolltet euch fr 
den Augenblick vergngen in seinem Scheine.
JOH 5:36 Ich aber habe ein Zeugnis, grer als Johannes; denn die Werke, 
die mir der Vater gegeben hat, da ich sie vollende, eben die Werke, die 
ich thue, zeugen von mir, da der Vater mich gesandt.
JOH 5:37 Und der Vater, der mich gesandt hat, der hat auch von mir 
gezeugt. Ihr habt weder seine Stimme gehrt, noch seine Gestalt gesehen.
JOH 5:38 Und ihr habt sein Wort nicht in euch wohnen, weil ihr dem, den er 
gesandt hat, nicht glaubet.
JOH 5:39 Ihr forschet in den Schriften, da ihr glaubet in denselben ewiges 
Leben zu haben, und sie sind es, die von mir zeugen;
JOH 5:40 und ihr wollt nicht zu mir kommen, damit ihr Leben habet?
JOH 5:41 Ich nehme nicht Ruhm von Menschen,
JOH 5:42 aber bei euch habe ich erkannt, da ihr die Liebe Gottes nicht in 
euch habet.
JOH 5:43 Ich bin im Namen meines Vaters gekommen, und ihr nehmet mich 
nicht an. Wenn ein anderer kommt in seinem eigenen Namen, den werdet ihr 
annehmen.
JOH 5:44 Wie knnet ihr glauben, die ihr Ruhm von einander nehmet, und den 
Ruhm von dem alleinigen Gott suchet ihr nicht?
JOH 5:45 Meinet nicht, da ich euch bei dem Vater verklagen werde. Es ist 
ein Verklger fr euch da, Moses, auf den ihr gehofft habt.
JOH 5:46 Denn wenn ihr Moses glaubtet, so wrdet ihr mir glauben; denn von 
mir hat er geschrieben.
JOH 5:47 Wenn ihr aber seinen Schriften nicht glaubet, wie werdet ihr 
meinen Worten glauben?
JOH 6:1 Nach diesem gieng Jesus auf die andere Seite des Galilischen Sees 
von Tiberias.
JOH 6:2 Es folgte ihm aber eine groe Menge, weil sie die Zeichen 
schauten, die er an den Kranken that.
JOH 6:3 Jesus aber gieng auf den Berg, und dort setzte er sich mit seinen 
Jngern.
JOH 6:4 Es war aber nahe am Passa, dem Fest der Juden.
JOH 6:5 Da nun Jesus die Augen aufhob und wahrnahm, da eine groe Menge 
zu ihm komme, sagt er zu Philippus: woher sollen wir Brote kaufen, da 
diese essen knnen?
JOH 6:6 Das sagte er aber ihn zu versuchen. Denn er wute, was er thun 
wollte.
JOH 6:7 Antwortete ihm Philippus: fr zweihundert Denare Brot reichen 
nicht fr sie, da jeder nur ein wenig bekme.
JOH 6:8 Sagt zu ihm einer von seinen Jngern, Andreas, der Bruder des 
Simon Petrus:
JOH 6:9 es ist ein Knabe hier, der hat fnf Gerstenbrote und zwei Fische, 
was ist das auf so Viele?
JOH 6:10 Sagt Jesus: lasset die Leute sich lagern. Es war aber reiches 
Gras an dem Platze. So lagerten sich denn die Mnner etwa fnftausend.
JOH 6:11 Da nahm Jesus die Brote, und dankte und verteilte sie an die 
Dasitzenden und ebenso von den Fischen so viel sie wollten.
JOH 6:12 Wie sie aber satt geworden, sagt er zu seinen Jngern: sammelt 
die brigen Brocken, da nichts verloren gehe.
JOH 6:13 Da sammelten sie und fllten zwlf Krbe mit Brocken von den fnf 
Gerstenbroten, welche die Essenden brig gelassen hatten.
JOH 6:14 Da nun die Leute die Zeichen sahen, die er that, sagten sie: 
Dieses ist wahrhaftig der Prophet, der in die Welt kommen soll.
JOH 6:15 Da nun Jesus erkannte, da sie kommen wollten und ihn entfhren, 
um ihn zum Knig zu machen, zog er sich wieder auf den Berg zurck, allein.
JOH 6:16 Wie es aber Abend wurde, kamen seine Jnger herunter an den See,
JOH 6:17 und bestiegen ein Schiff, und fuhren ber den See nach Kapernaum. 
Und es war schon finster geworden, und noch war Jesus nicht zu ihnen 
gekommen,
JOH 6:18 und der See ward von starkem Windeswehen aufgewhlt.
JOH 6:19 Da sie nun fnfundzwanzig oder dreiig Stadien weit gefahren 
waren, schauten sie, wie Jesus auf dem See wandelte und nahe zum Schiffe 
herankam, und frchteten sich.
JOH 6:20 Er aber sagt zu ihnen: ich bin es, frchtet euch nicht.
JOH 6:21 Da verlangten sie ihn ins Schiff zu nehmen, und alsbald war das 
Schiff am Land, da wo sie hinfuhren.
JOH 6:22 Tags darauf erwog die Menge, welche jenseits am See stand, da 
kein weiteres Schiff da gewesen auer eines, und da Jesus nicht mit 
seinen Jngern in das Schiff gestiegen war, sondern seine Jnger allein 
abgefahren waren.
JOH 6:23 Indessen kamen Schiffe von Tiberias in die Nhe des Ortes, wo sie 
das Brot gegessen hatten, nachdem der Herr dankgesagt.
JOH 6:24 Und da nun die Menge wahrnahm, da Jesus ebenso wenig da sei als 
seine Jnger, bestiegen sie die Schiffe, und fuhren nach Kapernaum, Jesus 
zu suchen.
JOH 6:25 Und als sie ihn ber dem See drben fanden, sagten sie zu ihm: 
Rabbi, wann bist du hieher gekommen?
JOH 6:26 Antwortete ihnen Jesus und sprach: Wahrlich, wahrlich, ich sage 
euch, ihr suchet mich nicht weil ihr Zeichen gesehen habt, sondern weil 
ihr von den Broten gegessen habt und satt geworden seid.
JOH 6:27 Schaffet nicht die Speise die vergehet, sondern die Speise die zu 
ewigem Leben bleibt, welche der Sohn des Menschen euch geben wird; denn 
diesen hat der Vater, Gott, versiegelt.
JOH 6:28 Da sagten sie zu ihm: was sollen wir thun, da wir die Werke 
Gottes schaffen?
JOH 6:29 Antwortete Jesus und sagte zu ihnen: das ist das Werk Gottes, da 
ihr glaubet an den, den er gesandt hat.
JOH 6:30 Da sagten sie zu ihm: was thust du denn fr ein Zeichen, da wir 
es sehen und glauben dir? was schaffst du?
JOH 6:31 Unsere Vter haben das Manna in der Wste gegessen, so wie 
geschrieben steht: Brot vom Himmel gab er ihnen zu essen.
JOH 6:32 Da sagte Jesus zu ihnen: wahrlich, wahrlich, ich sage euch, nicht 
Moses hat euch das Brot vom Himmel gegeben, sondern mein Vater gibt euch 
das wahrhaftige Brot vom Himmel.
JOH 6:33 Denn das Brot Gottes ist das, welches vom Himmel herabkommt und 
der Welt Leben gibt.
JOH 6:34 Da sagten sie zu ihm: Herr gib uns allezeit dieses Brot.
JOH 6:35 Sagte Jesus zu ihnen: ich bin das Brot des Lebens; der zu mir 
kommt, wird nimmermehr hungern, und den, der an mich glaubt, wird 
nimmermehr drsten.
JOH 6:36 Aber ich habe es euch gesagt, da ihr gesehen habt und glaubet 
nicht.
JOH 6:37 Alles, was mir der Vater gibt, wird zu mir kommen, und nimmermehr 
werde ich den verstoen, der zu mir kommt.
JOH 6:38 Denn ich bin vom Himmel herabgekommen, nicht um meinen Willen zu 
thun, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat.
JOH 6:39 Das aber ist der Wille dessen, der mich gesandt hat, da ich 
nichts verlieren solle von allem, was er mir gegeben hat, sondern es 
auferwecken am jngsten Tage.
JOH 6:40 Denn das ist der Wille meines Vaters da jeder, der den Sohn 
schaut und glaubt an ihn, ewiges Leben habe, und ich ihn auferwecke am 
jngsten Tage.
JOH 6:41 Da murrten die Juden ber ihn, weil er gesagt hatte: ich bin das 
Brot das vom Himmel herabgekommen ist,
JOH 6:42 und sagten: ist dieser nicht Jesus der Sohn Josephs, dessen Vater 
und Mutter wir kennen? Wie mag er nun sagen, ich bin vom Himmel 
herabgekommen?
JOH 6:43 Antwortete Jesus und sagte zu ihnen: murret nicht zusammen.
JOH 6:44 Niemand kann zu mir kommen, auer wenn ihn der Vater, der mich 
gesandt hat, zieht, und ich werde ihn auferwecken am jngsten Tage.
JOH 6:45 Es steht geschrieben in den Propheten: Und sie werden alle von 
Gott gelehrt sein. Jeder der bei dem Vater gehrt und gelernt hat, kommt 
zu mir.
JOH 6:46 Nicht da den Vater jemand gesehen; der allein, der von Gott her 
ist, der hat den Vater gesehen.
JOH 6:47 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: wer da glaubt, hat ewiges 
Leben.
JOH 6:48 Ich bin das Brot des Lebens.
JOH 6:49 Eure Vter haben in der Wste das Manna gegessen, und sind 
gestorben.
JOH 6:50 Dieses ist das Brot, das vom Himmel herabkommt, damit einer davon 
esse, und nicht sterbe.
JOH 6:51 Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. 
Wenn einer von diesem Brot it, wird er leben in Ewigkeit, und zwar ist 
das Brot, welches ich geben werde, mein Fleisch fr das Leben der Welt.
JOH 6:52 Da vereiferten sich die Juden unter einander und sagten: wie kann 
uns dieser sein Fleisch zu essen geben?
JOH 6:53 Da sagte Jesus zu ihnen: wahrlich, wahrlich, ich sage euch: wenn 
ihr nicht das Fleisch des Sohnes des Menschen esset, und sein Blut 
trinket, so habt ihr kein Leben in euch.
JOH 6:54 Wer mein Fleisch isset und mein Blut trinket, der hat ewiges 
Leben, und ich werde ihn auferwecken am jngsten Tage.
JOH 6:55 Denn mein Fleisch ist wahre Speise und mein Blut ist wahrer Trank.
JOH 6:56 Wer mein Fleisch isset und mein Blut trinket, bleibet in mir und 
ich in ihm.
JOH 6:57 Wie mich der lebendige Vater abgesandt hat und ich lebe um des 
Vaters willen, so wird auch der mich isset, um meinetwillen leben.
JOH 6:58 Das ist das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist, nicht wie bei 
den Vtern, die gegessen haben und sind gestorben;
JOH 6:59 der dieses Brot isset, wird leben in Ewigkeit. Das sprach er in 
der Synagoge lehrend in Kapernaum.
JOH 6:60 Viele nun von seinen Jngern da sie es hrten, sprachen: es ist 
eine schwere Rede das, wer kann sie hren?
JOH 6:61 Da aber Jesus bei sich selbst wute, da seine Jnger darber 
murren, sagte er zu ihnen: das gibt euch Ansto?
JOH 6:62 Wenn ihr nun schauet den Sohn des Menschen dahin aufsteigen wo er 
zuvor war?
JOH 6:63 Der Geist ist es der lebendig macht, das Fleisch ntzt nichts. 
Die Worte, die ich zu euch gesprochen, sind Geist und sind Leben.
JOH 6:64 Aber es sind etliche unter euch, die nicht glauben (denn Jesus 
wute von Anfang, welche es seien, die nicht glauben, und wer ihn verraten 
werde.)
JOH 6:65 Und er sagte: darum habe ich zu euch gesagt, da niemand zu mir 
kommen kann, es sei ihm denn verliehen vom Vater.
JOH 6:66 Von da an nun traten viele von seinen Jngern zurck und 
wandelten nicht mehr mit ihm.
JOH 6:67 Da sprach Jesus zu den Zwlf: ihr wolltet doch nicht auch 
fortgehen?
JOH 6:68 Antwortete ihm Simon Petrus: Herr, zu wem sollen wir gehen? Worte 
ewigen Lebens hast du.
JOH 6:69 Und wir haben den Glauben gewonnen und erkannt, da du bist der 
Heilige Gottes.
JOH 6:70 Antwortete ihnen Jesus: habe ich nicht euch Zwlfe ausgewhlt? 
und einer von euch ist ein Teufel.
JOH 6:71 Er sprach aber von Judas, dem Sohne Simons des Iskarioten; denn 
dieser sollte ihn verraten, und war doch einer von den Zwlf.
JOH 7:1 Und nach diesem wandelte Jesus in Galila, denn er wollte nicht in 
Juda wandeln, weil ihn die Juden zu tten suchten.
JOH 7:2 Es war aber nahe das Fest der Juden, die Laubhtten.
JOH 7:3 Da sprachen zu ihm seine Brder: mache dich auf von hier und gehe 
nach Juda, damit auch deine Jnger die Werke schauen, die du verrichtest.
JOH 7:4 Denn niemand thut etwas im Verborgenen, der sich bekannt machen 
will. Wenn du doch solche Dinge thust, so zeige dich der Welt.
JOH 7:5 (Denn nicht einmal seine Brder glaubten an ihn.)
JOH 7:6 Da sagt Jesus zu ihnen: meine Zeit ist noch nicht da, eure Zeit 
aber ist immer fertig.
JOH 7:7 Die Welt kann euch nicht hassen; mich aber hat sie, weil ich ber 
sie zeuge, da ihre Werke bse sind.
JOH 7:8 Gehet ihr hinauf zum Fest. Ich gehe nicht hinauf zu diesem Feste, 
weil meine Zeit noch nicht erfllt ist.
JOH 7:9 So sprach er und blieb in Galila.
JOH 7:10 Wie aber seine Brder zum Fest hinaufgegangen waren, alsdann 
gieng auch er hinauf, nicht offenbar, sondern als im verborgenen.
JOH 7:11 Die Juden nun suchten ihn am Feste, und sprachen: wo ist denn der?
JOH 7:12 Und es wurde viel im Volke ber ihn herumgeredet; die einen 
sagten: er ist gut; Andere sagten: nein, sondern er verfhrt das Volk.
JOH 7:13 Niemand jedoch sprach ffentlich ber ihn aus Furcht vor den 
Juden.
JOH 7:14 Da man aber schon in der Mitte des Festes war, gieng Jesus hinauf 
in den Tempel und lehrte.
JOH 7:15 Da wunderten sich die Juden, und sagten: wie kommt dieser zur 
Schriftgelehrsamkeit, der doch nicht studiert hat?
JOH 7:16 Da antwortete ihnen Jesus und sagte: meine Lehre ist nicht mein, 
sondern dessen, der mich gesandt hat.
JOH 7:17 So jemand will seinen Willen thun, wird er erkennen, was an der 
Lehre ist: ob sie von Gott ist, oder ich von mir selbst rede. Wer von sich 
selbst redet, geht auf seinen eigenen Ruhm aus.
JOH 7:18 Wer aber auf den Ruhm dessen ausgeht, der ihn gesandt hat, der 
ist wahrhaftig, und keine Ungerechtigkeit ist in ihm.
JOH 7:19 Hat euch nicht Moses das Gesetz gegeben? und keiner von euch thut 
das Gesetz. Was sucht ihr mich zu tten?
JOH 7:20 Antwortete das Volk: du hast einen Dmon; wer sucht dich zu tten?
JOH 7:21 Antwortete Jesus und sagte zu ihnen: ein Werk habe ich gethan und 
ihr wundert euch alle.
JOH 7:22 Darum: Moses hat euch die Beschneidung gegeben - nicht da sie 
von Moses ist, sondern von den Vtern - und ihr beschneidet einen Menschen 
am Sabbat.
JOH 7:23 Wenn ein Mensch am Sabbat die Beschneidung empfngt, damit nicht 
Moses Gesetz gebrochen werde, grollet ihr mir, da ich einen ganzen 
Menschen gesund gemacht habe am Sabbat?
JOH 7:24 Richtet nicht nach dem Augenschein, sondern richtet wie es 
gerecht ist.
JOH 7:25 Da sagten etliche von den Jerusalemiten: ist das nicht der, den 
sie zu tten suchen?
JOH 7:26 Und siehe, er redet ffentlich, und sie sagen nichts zu ihm; 
haben etwa die Oberen in Wahrheit erkannt, da dieser der Christus sei?
JOH 7:27 Doch von diesem wissen wir ja, wo er her ist: wenn aber der 
Christus kommt, wei niemand, wo er her ist.
JOH 7:28 Da rief Jesus laut im Tempel, lehrte und sprach: So? mich kennet 
ihr und wisset wo ich her bin? Und doch bin ich nicht von mir selber 
gekommen, aber wahrhaftig ist der, der mich gesandt hat, den ihr nicht 
kennet.
JOH 7:29 Ich kenne ihn, weil ich von ihm bin, und er mich gesandt hat.
JOH 7:30 Da suchten sie ihn zu greifen, und niemand legte Hand an ihn, 
weil seine Stunde noch nicht gekommen war.
JOH 7:31 Aber viele aus der Menge wendeten ihm Glauben zu und sagten: der 
Christus, wenn er kommt, kann er mehr Zeichen thun als dieser thut?
JOH 7:32 Die Phariser hrten, da das Volk ber ihn murmelte, und die 
Hohenpriester und die Phariser sandten Diener ab, da sie ihn griffen.
JOH 7:33 Da sagte Jesus: noch eine kleine Zeit bin ich bei euch, dann gehe 
ich hin zu dem, der mich gesandt hat.
JOH 7:34 Ihr werdet mich suchen und werdet mich nicht finden, und wo ich 
bin, knnet ihr nicht hinkommen.
JOH 7:35 Da sprachen die Juden bei sich: wo will dieser hingehen, da wir 
ihn nicht finden sollen? Will er in die Diaspora der Griechen ziehen und 
die Griechen lehren?
JOH 7:36 Was heit dieses Wort, das er gesagt hat: ihr werdet mich suchen 
und nicht finden, und: wo ich bin, knnt ihr nicht hinkommen.
JOH 7:37 Am letzten, dem groen Tage des Festes aber stand Jesus und 
sprach laut: wenn einen drstet, so komme er und trinke;
JOH 7:38 wer an mich glaubt - wie die Schrift gesagt hat: Strme 
lebendigen Wassers werden aus seinem Leibe flieen.
JOH 7:39 (Das sagte er aber von dem Geiste, welchen die an ihn Glaubenden 
empfangen sollten; denn noch war der Geist nicht da, weil Jesus noch nicht 
verherrlicht war.)
JOH 7:40 Da sagten etliche aus der Menge, die diese Reden gehrt: dieser 
ist in Wahrheit der Prophet.
JOH 7:41 Andere sagten: dieser ist der Christus. Andere sagten: kommt denn 
der Christus aus Galila?
JOH 7:42 hat nicht die Schrift gesagt, da der Christus aus dem Samen 
Davids und von dem Dorfe Bethlehem, wo David war, kommt?
JOH 7:43 Da entstand eine Spaltung in der Menge um seinetwillen.
JOH 7:44 Einige aber von ihnen wollten ihn greifen, allein niemand legte 
Hand an ihn.
JOH 7:45 So kamen denn die Diener zu den Hohenpriestern und Pharisern, 
und diese sagten zu ihnen: warum habt ihr ihn nicht gebracht?
JOH 7:46 Antworteten die Diener: noch nie hat so ein Mensch geredet, wie 
dieser Mensch redet.
JOH 7:47 Da entgegneten die Phariser: seid ihr gar auch verfhrt?
JOH 7:48 Ist denn einer von den Oberen zum Glauben an ihn gekommen oder 
von den Pharisern?
JOH 7:49 Diese Menge aber, welche das Gesetz nicht kennt - verflucht sind 
sie.
JOH 7:50 Sagt zu ihnen Nikodemus, der frher zu ihm gekommen war, einer 
aus ihrer Mitte:
JOH 7:51 richtet denn unser Gesetz den Menschen, ohne da man ihn zuvor 
hre und klar mache, was er thut?
JOH 7:52 Sie antworteten und sagten zu ihm: bist du etwa auch aus Galila? 
Forsche und siehe, da aus Galila kein Prophet aufsteht.
JOH 7:53 Und sie giengen hin, jeder in sein Haus.
JOH 8:1 Jesus aber gieng auf den lberg.
JOH 8:2 In der Frhe aber erschien er wieder im Tempel, und das ganze Volk 
kam zu ihm, und er setzte sich und lehrte sie.
JOH 8:3 Es bringen aber die Schriftgelehrten und die Phariser eine Frau 
zu ihm, die beim Ehebruch ergriffen war,
JOH 8:4 und stellten sie vor und sagten zu ihm: Meister, diese Frau ist 
auf der That im Ehebruch ergriffen worden.
JOH 8:5 Im Gesetze aber hat uns Moses befohlen, solche zu steinigen; was 
sagst nun du?
JOH 8:6 Dieses aber sagten sie ihn zu versuchen, damit sie eine Anklage 
gegen ihn htten. Jesus aber bckte sich und schrieb mit dem Finger auf 
den Boden.
JOH 8:7 Wie sie dabei beharrten ihn zu fragen, richtete er sich auf und 
sagte zu ihnen: wer unter euch ohne Snde ist, werfe zuerst einen Stein 
auf sie.
JOH 8:8 Und abermals bckte er sich und schrieb auf den Boden.
JOH 8:9 Sie aber, da sie das hrten, giengen sie hinaus einer nach dem 
andern, die ltesten voran, und Jesus blieb allein zurck mit dem Weibe, 
wie sie da stand.
JOH 8:10 Jesus aber richtete sich auf und sagte zu ihr: Weib, wo sind sie? 
hat dich keiner verurteilt?
JOH 8:11 Sie aber sagte: keiner, Herr. Jesus aber sagte zu ihr: so 
verurteile auch ich dich nicht; gehe hin und sndige von jetzt an nicht 
mehr.
JOH 8:12 Wiederum redete Jesus zu ihnen und sagte: ich bin das Licht der 
Welt; wer mir folgt, wird nimmermehr in der Finsternis wandeln, sondern er 
wird das Licht des Lebens haben.
JOH 8:13 Da sagten die Phariser zu ihm: du zeugst ber dich selbst; dein 
Zeugnis ist nicht wahr.
JOH 8:14 Antwortete Jesus und sagte zu ihnen: Auch wenn ich ber mich 
selbst zeuge, ist mein Zeugnis wahr, weil ich wei, woher ich gekommen bin 
und wo ich hingehe. Ihr aber wisset nicht, woher ich komme oder wo ich 
hingehe.
JOH 8:15 Ihr richtet nach dem Fleisch, ich richte niemand.
JOH 8:16 Und wenn ich richte, so ist mein Gericht wahrhaftig, weil ich 
nicht allein bin, sondern mit mir ist der, der mich gesandt hat.
JOH 8:17 Auch in eurem Gesetze aber steht geschrieben, da das Zeugnis 
zweier Menschen wahr ist.
JOH 8:18 Ich bin Zeuge ber mich, weiter ist der Vater, der mich gesandt 
hat, Zeuge ber mich.
JOH 8:19 Da sagten sie zu ihm: wo ist dein Vater? Antwortete Jesus: ihr 
kennet weder mich noch meinen Vater. Wenn ihr mich kenntet, so kenntet ihr 
auch meinen Vater.
JOH 8:20 Diese Worte sprach er im Schatzhause lehrend im Tempel; und 
niemand griff ihn, weil seine Stunde noch nicht gekommen war.
JOH 8:21 Da sprach er wiederum zu ihnen: Ich gehe hin, dann werdet ihr 
mich suchen; doch ihr werdet in eurer Snde sterben; wo ich hingehe, 
knnet ihr nicht hinkommen.
JOH 8:22 Da sagten die Juden: Er will sich doch nicht selbst tten, da er 
sagt: wo ich hingehe, knnet ihr nicht hinkommen?
JOH 8:23 Und er sagte zu ihnen: ihr seid von drunten her, ich bin von 
droben her. Ihr seid aus dieser Welt, ich bin nicht aus dieser Welt.
JOH 8:24 So habe ich euch denn gesagt, da ihr in euren Snden sterben 
werdet: denn wenn ihr nicht glaubt, da ich es bin, werdet ihr in euren 
Snden sterben.
JOH 8:25 Da sagten sie zu ihm: wer bist du? Sagte Jesus zu ihnen: Frs 
erste, was ich zu euch sage:
JOH 8:26 viel habe ich ber euch zu sagen und zu richten. Aber der mich 
gesandt hat, ist wahrhaftig, und ich, was ich von ihm gehrt habe, das 
rede ich in die Welt.
JOH 8:27 Sie verstanden nicht, da er ihnen vom Vater sprach.
JOH 8:28 Da sagte Jesus: wenn ihr den Sohn des Menschen erhht habt, dann 
werdet ihr erkennen, da ich es bin, und da ich nichts von mir selbst 
thue, sondern so rede, wie mich der Vater gelehrt hat.
JOH 8:29 Und der mich gesandt hat, ist mit mir. Er hat mich nicht allein 
gelassen, weil ich allezeit das thue, was ihm gefllig ist.
JOH 8:30 Da er dieses redete, da wurden viele glubig an ihn.
JOH 8:31 Da sagte Jesus zu den Juden, die zum Glauben an ihn gekommen 
waren: wenn ihr an meinem Worte haltet, so seid ihr wahrhaft meine Jnger,
JOH 8:32 und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei 
machen.
JOH 8:33 Sie entgegneten ihm: wir sind Abrahams Samen, und sind nie 
jemands Knechte gewesen. Wie kannst du sagen: ihr sollt frei werden?
JOH 8:34 Antwortete ihnen Jesus: wahrlich, wahrlich, ich sage euch: jeder, 
der die Snde thut, ist der Snde Knecht.
JOH 8:35 Der Knecht aber hat seinen Platz nicht fr immer im Hause, der 
Sohn aber bleibt fr immer.
JOH 8:36 Wenn euch nun der Sohn frei macht, dann werdet ihr wirklich frei 
sein.
JOH 8:37 Ich wei, da ihr Abrahams Same seid; allein ihr sucht mich zu 
tten, weil mein Wort euch nicht eingeht.
JOH 8:38 Was ich bei dem Vater gesehen habe, rede ich; so thut auch ihr, 
was ihr vom Vater gehrt habt.
JOH 8:39 Sie antworteten ihm: unser Vater ist Abraham. Sagt Jesus zu 
ihnen: seid ihr Abrahams Kinder, so thut die Werke Abrahams.
JOH 8:40 Nun aber suchet ihr mich zu tten, einen Menschen, der ich euch 
die Wahrheit geredet, die ich von Gott gehrt habe. Das hat Abraham nicht 
gethan.
JOH 8:41 Ihr thut die Werke eures Vaters. Sagten sie zu ihm: wir sind 
nicht aus Unzucht entstanden, wir haben nur einen Vater, Gott.
JOH 8:42 Sagte Jesus zu ihnen: wenn Gott euer Vater wre, wrdet ihr mich 
lieben; denn ich bin von Gott ausgegangen und komme von ihm. Nicht also, 
da ich von mir selbst gekommen wre, sondern er hat mich gesandt.
JOH 8:43 Warum versteht ihr meine Rede nicht? Weil ihr mein Wort nicht 
hren knnt.
JOH 8:44 Ihr habt zum Vater den Teufel, und eures Vaters Gelste wollt ihr 
vollbringen. Der war ein Menschenmrder von Anfang, und ist nicht in der 
Wahrheit bestanden, weil keine Wahrheit in ihm ist. Wenn er die Lge 
redet, redet er aus seinem Eigentum, weil er ein Lgner ist und der Vater 
davon.
JOH 8:45 Ich aber, weil ich die Wahrheit sage, glaubet ihr mir nicht.
JOH 8:46 Wer von euch kann mich einer Snde zeihen? Wenn ich Wahrheit 
rede, warum glaubet ihr mir nicht?
JOH 8:47 Der aus Gott ist, hrt die Worte Gottes. Darum hrt ihr es nicht, 
weil ihr nicht aus Gott seid.
JOH 8:48 Die Juden hoben an und sprachen zu ihm: sagen wir nicht recht, 
da du ein Samariter bist und einen Dmon hast?
JOH 8:49 Antwortete Jesus: ich habe keinen Dmon, sondern ich ehre meinen 
Vater, und ihr schmhet mich.
JOH 8:50 Ich aber sorge nicht fr meinen Ruhm. Es ist einer, der dafr 
sorgt und der richtet.
JOH 8:51 Wahrlich, wahrlich ich sage euch, wenn einer mein Wort hlt, wird 
er nimmermehr den Tod schauen in Ewigkeit.
JOH 8:52 Sagten zu ihm die Juden: nun haben wir es sicher, da du einen 
Dmon hast. Abraham ist gestorben und die Propheten, und du sagst: wenn 
einer mein Wort hlt, wird er nimmermehr den Tod kosten in Ewigkeit.
JOH 8:53 Bist du etwa mehr als unser Vater Abraham, der doch gestorben 
ist? Auch die Propheten sind gestorben. Zu was machst denn du dich selbst?
JOH 8:54 Antwortete Jesus: wenn ich mich selbst rhme, ist mein Ruhm 
nichts; es ist mein Vater da, der mich rhmt, von dem ihr saget: unser 
Gott ist er.
JOH 8:55 Und ihr habt ihn nicht erkannt, ich aber kenne ihn. Und wenn ich 
sage, ich kenne ihn nicht, so werde ich zum Lgner gerade wie ihr.
JOH 8:56 Aber ich kenne ihn und halte sein Wort. Abraham euer Vater 
frohlockte, da er meinen Tag sehen sollte, und er sah ihn und freute sich.
JOH 8:57 Da sagten die Juden zu ihm: Du hast noch nicht fnfzig Jahre, und 
httest Abraham gesehen?
JOH 8:58 Sagte Jesus zu ihnen: wahrlich, wahrlich, ich sage euch, ehe 
Abraham ward, bin ich.
JOH 8:59 Da hoben sie Steine auf, ihn zu werfen, Jesus aber verbarg sich 
und gieng zum Tempel hinaus.
JOH 9:1 Und als er dahinzog, sah er einen von Geburt an blinden Menschen.
JOH 9:2 Und seine Jnger fragten ihn: Rabbi, wer hat gesndigt, dieser 
oder seine Eltern, da er blind geboren ward?
JOH 9:3 Jesus antwortete: keines von beiden; sondern es sollten die Werke 
Gottes an ihm offenbar werden.
JOH 9:4 Wir mssen schaffen die Werke dessen, der uns gesandt hat, so 
lange es Tag ist. Es kommt eine Nacht, wo niemand schaffen kann.
JOH 9:5 So lange ich in der Welt bin, bin ich das Licht der Welt.
JOH 9:6 Da er dies gesagt, spie er auf den Boden und machte mit dem 
Speichel einen Teig, und strich ihm den Teig auf die Augen und sagte zu 
ihm:
JOH 9:7 gehe hin, wasche dich im Teiche von Siloam, was bersetzt heit: 
Abgesandter. Da gieng er hin und wusch sich, und gieng sehend davon.
JOH 9:8 Die Nachbarn nun und die ihn zuvor als Bettler kannten, sagten: 
ist dies nicht der, der da sa und bettelte?
JOH 9:9 Die einen sagten: ja er ist es; die andern: nein, er ist ihm nur 
hnlich. Er selbst sagte: ich bin es.
JOH 9:10 Da sagten sie zu ihm: wie wurden dir denn die Augen aufgethan?
JOH 9:11 Er antwortete: der Mensch mit Namen Jesus hat einen Teig gemacht 
und mir die Augen bestrichen, und zu mir gesagt: gehe zum Siloam und 
wasche dich. Da gieng ich hin und wusch mich und ward sehend.
JOH 9:12 Und sie sagten zu ihm: wo ist der? Sagt er: ich wei es nicht.
JOH 9:13 Sie fhren ihn zu den Pharisern, den Blindgewesenen;
JOH 9:14 es war aber Sabbat an dem Tage, da Jesus den Teig machte und ihm 
die Augen ffnete.
JOH 9:15 Wiederum fragten ihn auch die Phariser, wie er sehend geworden. 
Er aber sagte zu ihnen: er hat mir einen Teig auf die Augen gelegt, und 
ich wusch mich und bin sehend.
JOH 9:16 Da sagten einige von den Pharisern: dieser Mensch ist nicht von 
Gott, da er den Sabbat nicht hlt; andere sagten: wie kann ein sndiger 
Mensch solche Zeichen thun? Und es war Zwiespalt unter ihnen.
JOH 9:17 Da sagten sie wiederum zu dem Blinden: Was sagst du von ihm, 
darum da er dir die Augen aufgethan? Er aber sagte: da er ein Prophet 
ist.
JOH 9:18 Die Juden glaubten nicht von ihm, da er blind war und wieder 
sehend geworden, bis sie die Eltern des Sehendgewordenen gerufen,
JOH 9:19 und sie fragten dieselben: ist dies euer Sohn, von dem ihr sagt, 
da er blind geboren ward? Wie kommt er nun zum Sehen?
JOH 9:20 Da antworteten seine Eltern und sagten: wir wissen, da dies 
unser Sohn ist und da er blind geboren ist.
JOH 9:21 Wie es aber kommt, da er nun sehend ist, wissen wir nicht, oder 
wer ihm die Augen geffnet hat, wir wissen es nicht; fraget ihn selbst, er 
ist mndig, er soll fr sich selbst reden.
JOH 9:22 So sprachen seine Eltern, weil sie die Juden frchteten; denn 
schon waren die Juden bereingekommen, da, wenn einer ihn als Christus 
bekenne, er aus der Synagoge ausgeschlossen werden soll.
JOH 9:23 Darum sagten seine Eltern: er sei mndig, man solle ihn selbst 
fragen.
JOH 9:24 So riefen sie den Menschen zum zweitenmale, der blind gewesen, 
und sagten zu ihm: gib Gott die Ehre; wir wissen, da dieser Mensch ein 
Snder ist.
JOH 9:25 Da antwortete jener: ob er ein Snder ist, wei ich nicht; eines 
wei ich, da ich blind war und jetzt sehe.
JOH 9:26 Da sagten sie zu ihm: was hat er dir gethan? wie hat er dir die 
Augen geffnet?
JOH 9:27 Er antwortete ihnen: ich habe es euch schon gesagt, und ihr habt 
nicht darauf gehrt. Was wollt ihr es noch einmal hren? Wollt ihr etwa 
auch seine Jnger werden?
JOH 9:28 Und sie schmhten ihn und sagten: du bist sein Jnger, wir aber 
sind Moses' Jnger.
JOH 9:29 Wir wissen, da zu Moses Gott geredet hat; von diesem aber wissen 
wir nicht, wo er her ist.
JOH 9:30 Antwortete der Mensch und sagte zu ihnen: darin liegt eben das 
Verwunderliche, da ihr nicht wisset, wo er her ist, und mir hat er doch 
die Augen aufgethan.
JOH 9:31 Wir wissen, da Gott nicht auf Snder hrt, sondern wenn einer 
gottesfrchtig ist und seinen Willen thut, den hrt er.
JOH 9:32 Von Urzeit ist es unerhrt, da einer einem Blindgeborenen die 
Augen aufgethan.
JOH 9:33 Wre dieser nicht von Gott, so vermchte er nichts zu thun.
JOH 9:34 Antworteten sie und sagten zu ihm: du bist ganz in Snden geboren 
und willst uns belehren? und sie warfen ihn hinaus.
JOH 9:35 Jesus hrte, da sie ihn hinausgeworfen, und da er ihn traf, 
sprach er: du glaubst an den Sohn des Menschen?
JOH 9:36 Antwortete jener und sagte: wer ist es denn, da ich an ihn 
glauben mge?
JOH 9:37 Sagte Jesus zu ihm: du hast ihn gesehen; ja der mit dir spricht, 
der ist es.
JOH 9:38 Er aber sagte: ich glaube, Herr, und warf sich vor ihm nieder.
JOH 9:39 Und Jesus sagte: zum Gericht bin ich in diese Welt gekommen, 
damit die da nicht sehen, sehen, und die da sehen, blind werden.
JOH 9:40 Das hrten die Phariser, die bei ihm waren, und sagten zu ihm: 
sind wir etwa auch blind?
JOH 9:41 Sagte Jesus zu ihnen: wenn ihr blind wret, httet ihr nicht 
Snde. Nun aber sagt ihr: wir sehen. Es bleibt bei eurer Snde.
JOH 10:1 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: wer nicht durch die Thre in 
den Schafhof eingeht, sondern anderswo durch einsteigt, der ist ein Dieb 
und Ruber.
JOH 10:2 Der aber, der durch die Thre eingeht, ist der Schafe Hirte.
JOH 10:3 Diesem macht der Thrhter auf, und die Schafe hren auf seinen 
Ruf, und er ruft die Schafe die ihm gehren mit Namen, und fhrt sie 
heraus.
JOH 10:4 Wenn er die seinen alle herausgelassen, so zieht er vor ihnen 
her, und die Schafe folgen ihm, weil sie seinen Ruf kennen.
JOH 10:5 Einem Fremden aber werden sie nicht folgen, sondern sie werden 
vor ihm fliehen, weil sie den Ruf der Fremden nicht kennen.
JOH 10:6 Diesen Bildspruch sagte ihnen Jesus; sie aber verstanden nicht 
den Sinn dessen, was er zu ihnen redete.
JOH 10:7 Da sprach Jesus wieder zu ihnen: wahrlich, wahrlich, ich sage 
euch, ich bin die Thre zu den Schafen.
JOH 10:8 Alle, so viel vor mir gekommen sind, sind Diebe und Ruber, aber 
die Schafe haben nicht auf sie gehrt.
JOH 10:9 Ich bin die Thre. Wenn einer durch mich eingeht, so wird er 
gerettet werden und ein- und ausgehen und Weide finden.
JOH 10:10 Der Dieb kommt nur zum Stehlen und Schlachten und Verderben. Ich 
bin gekommen, damit sie Leben haben und Ueberflu haben.
JOH 10:11 Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte setzt sein Leben ein fr 
die Schafe.
JOH 10:12 Der Mietling, der nicht Hirte ist, dem die Schafe nicht gehren, 
schaut wie der Wolf kommt, und verlt die Schafe und flieht, - da kommt 
der Wolf und raubt und versprengt sie -JOH 10:13 weil er ein Mietling ist 
und ihm nichts an den Schafen liegt.
JOH 10:14 Ich bin der gute Hirte und kenne die meinen, und die meinen 
kennen mich,
JOH 10:15 ebenso wie mich der Vater kennt und ich den Vater kenne, und ich 
lasse mein Leben fr die Schafe.
JOH 10:16 Noch andere Schafe habe ich, die nicht aus diesem Hofe sind, und 
ich mu auch sie fhren, und sie werden auf meinen Ruf hren, und es wird 
werden eine Herde, ein Hirt.
JOH 10:17 Darum liebt mich der Vater, weil ich mein Leben einsetze, damit 
ich es wieder empfange.
JOH 10:18 Niemand nimmt es von mir, sondern ich setze es ein von mir aus. 
Ich habe die Vollmacht es einzusetzen, und habe die Vollmacht es wieder zu 
empfangen. Diesen Auftrag habe ich von meinem Vater bekommen.
JOH 10:19 Wiederum entstand Zwiespalt unter den Juden ber diesen Reden.
JOH 10:20 Viele aber von ihnen sagten: er hat einen Dmon und ist von 
Sinnen. Was hrt ihr auf ihn?
JOH 10:21 Andere sagten: das sind nicht Worte eines Dmonischen; kann denn 
ein Dmon Blinden die Augen ffnen?
JOH 10:22 Es kam aber das Tempelweihfest in Jerusalem. Es war Winter.
JOH 10:23 Und Jesus wandelte im Tempel in der Halle Salomons.
JOH 10:24 Da umringten ihn die Juden und sagten zu ihm: wie lange hltst 
du unsere Seele in der Schwebe? Wenn du der Christus bist, so sage es uns 
gerade heraus.
JOH 10:25 Antwortete ihnen Jesus: ich habe es euch gesagt, und ihr glaubet 
nicht. Die Werke, die ich im Namen meines Vaters thue, die zeugen von mir.
JOH 10:26 Aber ihr glaubet nicht, weil ihr nicht von meinen Schafen seid.
JOH 10:27 Meine Schafe hren auf meinen Ruf, und ich kenne sie und sie 
folgen mir.
JOH 10:28 Und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie werden nimmermehr 
umkommen in Ewigkeit, und niemand wird sie aus meiner Hand rauben.
JOH 10:29 Der Vater, der mir's verliehen hat, ist grer als alle, und 
niemand kann rauben aus der Hand des Vaters.
JOH 10:30 Ich und der Vater sind eins.
JOH 10:31 Wieder trugen die Juden Steine herbei, ihn zu steinigen.
JOH 10:32 Antwortete ihnen Jesus: Viele gute Werke habe ich euch sehen 
lassen von dem Vater her. Um welches willen von diesen Werken steiniget 
ihr mich?
JOH 10:33 Antworteten ihm die Juden: wegen eines guten Werkes steinigen 
wir dich nicht, sondern wegen Lsterung, und weil du, der du ein Mensch 
bist, dich zu Gott machst.
JOH 10:34 Antwortete ihnen Jesus: steht nicht geschrieben in eurem 
Gesetze: Ich habe gesagt: Gtter seid ihr?
JOH 10:35 Wenn er Jene Gtter nannte, an welche das Wort Gottes kam, und 
die Schrift darf nicht gelst werden:
JOH 10:36 knnt ihr zu dem, den der Vater geheiligt und in die Welt 
gesandt hat, sagen: du lsterst, weil ich gesagt habe: ich bin Gottes Sohn?
JOH 10:37 Wenn ich nicht die Werke meines Vaters thue, so glaubet mir 
nicht.
JOH 10:38 Thue ich sie aber, so glaubet, wenn ihr auch mir nicht glaubet, 
den Werken, damit ihr einmal und immer wieder erkennet, da der Vater in 
mir und ich im Vater.
JOH 10:39 Da suchten sie ihn wieder zu greifen, und er entkam aus ihren 
Hnden.
JOH 10:40 Und er gieng wieder hin jenseit des Jordan an den Ort, wo 
Johannes zuerst gewesen war, zum Taufen, und hielt sich dort auf.
JOH 10:41 Und Viele suchten ihn auf und sagten: Johannes hat kein Zeichen 
gethan, aber was uns Johannes von diesem sagte, das war alles wahr. Und 
Viele wurden daselbst an ihn glubig.
JOH 11:1 Es war aber einer krank, Lazarus von Bethania, aus dem Flecken 
der Maria und ihrer Schwester Martha.
JOH 11:2 (Es war aber die Maria, die den Herrn mit Salbe gesalbt und seine 
Fe mit ihren Haaren getrocknet hat, deren Bruder Lazarus krank war.)
JOH 11:3 Da sandten die Schwestern zu ihm und lieen ihm sagen: Herr, 
siehe, der den du lieb hast, ist krank.
JOH 11:4 Da es aber Jesus hrte, sagte er: diese Krankheit ist nicht zum 
Tod, sondern fr die Herrlichkeit Gottes, damit der Sohn Gottes dadurch 
verherrlicht werde.
JOH 11:5 Es liebte aber Jesus die Martha und ihre Schwester und den 
Lazarus.
JOH 11:6 Wie er nun hrte, da derselbe krank sei, blieb er zunchst noch 
zwei Tage an seinem Aufenthaltsort.
JOH 11:7 Dann erst sagt er zu den Jngern: lasset uns wieder nach Juda 
ziehen.
JOH 11:8 Sagen die Jnger zu ihm: Rabbi, eben suchten die Juden dich zu 
steinigen, und du gehst wieder dahin?
JOH 11:9 Antwortete Jesus: hat der Tag nicht zwlf Stunden? Wenn einer am 
Tage wandelt, stt er nicht an, weil er das Licht dieser Welt sieht.
JOH 11:10 Wenn aber einer bei Nacht wandelt, der stt an, weil kein Licht 
darin ist.
JOH 11:11 So sprach er, und nach diesem sagt er zu ihnen: Lazarus unser 
Freund ist eingeschlafen; aber ich gehe, um ihn aufzuwecken.
JOH 11:12 Da sagten die Jnger zu ihm: Herr, wenn er eingeschlafen ist, 
wird er davon kommen.
JOH 11:13 Jesus aber hatte von seinem Tode gesprochen; sie dagegen 
meinten, er spreche von der Ruhe des Schlafes.
JOH 11:14 Hierauf sagte es ihnen Jesus denn frei heraus: Lazarus ist 
gestorben,
JOH 11:15 und ich freue mich darber, da ich nicht dabei war, um 
euretwillen, damit ihr glaubet; aber lasset uns zu ihm gehen.
JOH 11:16 Da sagte Thomas, der Zwilling genannt, zu den Mitjngern: ja, 
wir wollen auch gehen, auf da wir mit ihm sterben.
JOH 11:17 Da nun Jesus kam, traf er ihn schon vier Tage im Grabe.
JOH 11:18 Bethania aber war nahe bei Jerusalem, etwa fnfzehn Stadien weit.
JOH 11:19 Viele aber von den Juden hatten sich im Hause bei Martha und 
Maria eingefunden, um sie zu trsten wegen des Bruders.
JOH 11:20 Die Martha nun, wie sie hrte, da Jesus komme, gieng ihm 
entgegen; Maria aber sa zu Hause.
JOH 11:21 Da sagte die Martha zu Jesus: Herr, wenn du da gewesen wrest, 
so wre mein Bruder nicht gestorben.
JOH 11:22 Doch auch so wei ich, da, was du von Gott erbittest, das wird 
dir Gott verleihen.
JOH 11:23 Sagt zu ihr Jesus: Dein Bruder wird auferstehen.
JOH 11:24 Sagt zu ihm Martha: das wei ich, da er auferstehen wird in der 
Auferstehung am jngsten Tage.
JOH 11:25 Sagt zu ihr Jesus: ich bin die Auferstehung und das Leben; wer 
an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt.
JOH 11:26 Und wer da lebt und glaubt an mich, wird nimmermehr sterben in 
Ewigkeit. Glaubst du das?
JOH 11:27 Sie sagt zu ihm: ja, Herr, ich habe den Glauben, da du bist der 
Christus, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll.
JOH 11:28 Und als sie dies gesagt, gieng sie fort und rief ihre Schwester 
Maria, und sagte ihr heimlich: der Meister ist da und ruft dich.
JOH 11:29 Als diese es gehrt, erhob sie sich eilig und gieng zu ihm.
JOH 11:30 Jesus war aber noch nicht in den Flecken gelangt, sondern er 
befand sich noch an der Stelle, wo ihm Martha entgegengekommen war.
JOH 11:31 Die Juden nun, die bei ihr im Hause waren und sie trsteten, als 
sie sahen, da Maria so schnell aufstand und fortgieng, folgten sie ihr, 
in der Meinung, sie gehe zum Grab, um da zu weinen.
JOH 11:32 Maria nun, wie sie dahin kam, wo Jesus war, sobald sie ihn 
erblickte, fiel sie ihm zu Fen, und sagte zu ihm: Herr, wenn du da 
gewesen wrest, so wre mein Bruder nicht gestorben.
JOH 11:33 Da nun Jesus sie weinen sah und ebenso die mit ihr gekommenen 
Juden, ward er tief bewegt im Geist und erschttert.
JOH 11:34 Und er sagte: wo habt ihr ihn hingelegt? Sagen sie zu ihm: Herr, 
komm und siehe.
JOH 11:35 Jesus weinte.
JOH 11:36 Da sagten die Juden: siehe, wie er ihn so lieb gehabt hat.
JOH 11:37 Etliche aber von ihnen sagten: konnte dieser, der dem Blinden 
die Augen geffnet hat, nicht auch machen, da der da nicht starb?
JOH 11:38 Abermals tief erregt geht Jesus zum Grabe. Es war aber eine 
Hhle, und darauf lag ein Stein.
JOH 11:39 Sagt Jesus: schaffet den Stein weg. Sagt zu ihm die Schwester 
des Verstorbenen, Martha: Herr, er riecht schon, es ist ja schon vier Tage.
JOH 11:40 Sagt Jesus zu ihr: habe ich dir nicht gesagt, da du, wenn du 
glaubest, die Herrlichkeit Gottes sehen sollst?
JOH 11:41 Da nahmen sie den Stein weg. Jesus aber erhob seine Augen nach 
oben und sagte: Vater, ich danke dir, da du mich erhrt hast.
JOH 11:42 Ich wute wohl, da du mich allezeit erhrst; aber es ist mir um 
das Volk, das da herumsteht: damit sie glauben, da du mich gesandt hast.
JOH 11:43 Und als er dieses gesagt, rief er laut: Lazarus, komme heraus.
JOH 11:44 Der Verstorbene kam heraus, die Fe und die Hnde mit Binden 
zusammengebunden, und sein Angesicht war mit einem Schweituch verhllt. 
Sagt Jesus zu ihnen: bindet ihn los und lasset ihn hingehen.
JOH 11:45 Viele nun von den Juden, die zu Maria gekommen waren und zusahen 
was er gethan, wurden glubig an ihn,
JOH 11:46 etliche von ihnen giengen hin zu den Pharisern, und erzhlten 
ihnen, was Jesus gethan.
JOH 11:47 Da riefen die Hohenpriester und Phariser ein Synedrium 
zusammen, und sprachen: was machen wir, da dieser Mensch so viele Zeichen 
thut?
JOH 11:48 Wenn wir ihn so gehen lassen, so werden noch alle an ihn 
glauben, und werden die Rmer kommen, und uns Land und Leute nehmen.
JOH 11:49 Einer aber von ihnen, Kaiphas, der dieses Jahres Hoherpriester 
war, sagte zu ihnen: Mit eurem Wissen ist es nichts;
JOH 11:50 so kommt ihr auch nicht zu dem Schlu, da es fr euch besser 
ist, da ein Mensch sterbe fr das Volk, als da das ganze Volk zu Grunde 
gehe.
JOH 11:51 (Dieses sagte er aber nicht von sich selbst, sondern weil er 
Hoherpriester war dieses Jahres, weissagte er, da Jesus sterben sollte 
fr das Volk,
JOH 11:52 und nicht allein fr das Volk, sondern damit er auch die 
zerstreuten Kinder Gottes zur Einheit versammle.)
JOH 11:53 Von jenem Tage an nun beschlossen sie, ihn zu tten.
JOH 11:54 Da wandelte Jesus nicht mehr ffentlich unter den Juden, sondern 
er zog sich zurck von da in eine Gegend nahe bei der Wste, nach einer 
Stadt Namens Ephraim, und dort hielt er sich mit den Jngern auf.
JOH 11:55 Es war aber nahe am Passa der Juden, und Viele zogen hinauf nach 
Jerusalem aus der Gegend, vor dem Passa, um sich zu reinigen.
JOH 11:56 Da suchten sie Jesus und standen und sprachen im Tempel 
zusammen: was meint ihr? er wird wohl nicht auf das Fest kommen?
JOH 11:57 Es hatten aber die Hohenpriester und die Phariser Anordnung 
getroffen, da, wer seinen Aufenthalt wisse, es anzeigen solle, damit sie 
ihn greifen knnten.
JOH 12:1 Jesus nun kam sechs Tage vor dem Passa nach Bethania, wo Lazarus 
war, den Jesus von den Toten erweckt hatte.
JOH 12:2 Da richteten sie ihm dort ein Gastmahl, und die Martha wartete 
auf, der Lazarus aber war einer von denen, die mit ihm zu Tische saen.
JOH 12:3 Da nahm die Maria ein Pfund chter kostbarer Nardensalbe, salbte 
Jesus die Fe, und trocknete ihm die Fe mit ihren Haaren. Das Haus aber 
ward erfllt von dem Dufte der Salbe.
JOH 12:4 Judas aber der Iskariote, einer von seinen Jngern, der welcher 
ihn verraten sollte, spricht:
JOH 12:5 warum hat man die Salbe nicht verkauft um dreihundert Denare und 
es den Armen gegeben?
JOH 12:6 Das sagte er aber nicht, weil ihm an den Armen lag, sondern weil 
er ein Dieb war, und, da er den Beutel fhrte, die Einlagen wegnahm.
JOH 12:7 Da sagte Jesus: la sie, es mag ihr gelten fr den Tag meines 
Begrbnisses.
JOH 12:8 Denn die Armen habt ihr allezeit bei euch, mich aber habt ihr 
nicht allezeit.
JOH 12:9 Da erfuhr eine groe Menge von den Juden, da er dort sei, und 
sie kamen nicht allein um Jesus willen, sondern auch um den Lazarus zu 
sehen, welchen er von den Toten erweckt hatte.
JOH 12:10 Die Hohenpriester aber beschlossen, auch den Lazarus zu tten,
JOH 12:11 weil viele von den Juden um seinetwillen hingiengen und an Jesus 
glaubten.
JOH 12:12 Tags darauf, da die Masse der Festgste hrte, da Jesus nach 
Jerusalem komme, holten sie Palmzweige und zogen ihm entgegen, und riefen:
JOH 12:13 Hosianna, gesegnet der da kommt im Namen des Herrn, der Knig 
von Israel.
JOH 12:14 Jesus aber traf ein Eselein, und setzte sich darauf, wie 
geschrieben steht:
JOH 12:15 Frchte dich nicht, Tochter Sion, siehe dein Knig kommt auf 
einem Eselsfllen sitzend.
JOH 12:16 (Das verstanden seine Jnger zuerst nicht, aber als Jesus 
verherrlicht ward, da erinnerten sie sich, da dies auf ihn geschrieben 
stehe, und da man es ihm so gethan habe.)
JOH 12:17 Es legten nmlich fr ihn Zeugnis ab die vielen, die mit ihm 
waren, als er den Lazarus aus dem Grabe rief, und ihn von den Toten 
erweckte:
JOH 12:18 darum zog ihm auch die Masse entgegen, weil sie von ihm gehrt 
hatten, da er dieses Zeichen gethan habe.
JOH 12:19 Da sprachen die Phariser unter sich selbst: da schaut ihr, da 
ihr nichts ausrichtet. Siehe, die Welt ist hinter ihm dreingezogen.
JOH 12:20 Es waren aber einige Griechen unter denen, die hinaufgiengen 
anzubeten am Fest;
JOH 12:21 diese nun kamen zu Philippus, dem von Bethsaida in Galila, und 
baten ihn also: Herr, wir mchten den Jesus sehen.
JOH 12:22 Geht Philippus und sagt es dem Andreas, geht Andreas mit 
Philippus, und sagen es Jesus.
JOH 12:23 Jesus aber antwortet ihnen: die Stunde ist gekommen, da der 
Sohn des Menschen verherrlicht werde.
JOH 12:24 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wenn das Weizenkorn nicht in 
die Erde fllt, und abstirbt, bleibt es eben ein Korn. Wenn es aber 
abstirbt, bringt es viele Frucht.
JOH 12:25 Wer sein Leben liebt, der verliert es; wer sein Leben hat in 
dieser Welt, der wird es fr ewiges Leben bewahren.
JOH 12:26 Wenn mir einer dient, so folge er mir; wo ich bin, da wird auch 
mein Diener sein.
JOH 12:27 Wenn mir einer dient, so wird ihn der Vater ehren. Jetzt ist 
meine Seele erschttert: was soll ich sagen? Vater, rette mich aus dieser 
Stunde. Doch darum bin ich in diese Stunde gekommen.
JOH 12:28 Vater verherrliche deinen Namen. Da kam eine Stimme vom Himmel: 
ich habe ihn verherrlicht, und werde ihn wieder verherrlichen.
JOH 12:29 Da sagte das Volk, das dabei stand und zuhrte, es habe 
gedonnert. Andere sagten: ein Engel hat mit ihm gesprochen.
JOH 12:30 Antwortete Jesus und sprach: nicht um meinetwillen ist diese 
Stimme gekommen, sondern um euretwillen.
JOH 12:31 Jetzt ist Gericht ber diese Welt. Jetzt wird der Herrscher 
dieser Welt hinausgeworfen werden.
JOH 12:32 Und ich, wenn ich von der Erde erhht werde, so werde ich alle 
zu mir ziehen.
JOH 12:33 (Das sagte er aber um zu bezeichnen, welches Todes er sterben 
sollte.)
JOH 12:34 Da antwortete ihm die Menge: wir haben aus dem Gesetze gehrt, 
da der Christus bleibt in Ewigkeit: wie kannst du nun sagen, da der Sohn 
des Menschen erhht werden msse? Wer ist dieser Sohn des Menschen?
JOH 12:35 Da sagte Jesus zu ihnen: noch eine kleine Zeit ist das Licht 
unter euch. Wandelt dieweil ihr das Licht habt, da euch nicht Finsternis 
berfalle; wer in der Finsternis wandelt, wei nicht, wo er hingeht.
JOH 12:36 Dieweil ihr das Licht habt, glaubet an das Licht, damit ihr 
Lichtesshne werdet. Dieses redete Jesus, und gieng weg und verbarg sich 
vor ihnen.
JOH 12:37 Nachdem er aber so groe Zeichen vor ihnen gethan hatte, 
glaubten sie doch nicht an ihn,
JOH 12:38 damit das Wort des Propheten Jesaias in Erfllung gehe, da er 
gesagt hat: Herr, wer glaubet unserer Kunde? Und der Arm des Herrn, wem 
ist er geoffenbart?
JOH 12:39 Darum vermochten sie nicht zu glauben, weil wiederum Jesaias 
gesagt hat:
JOH 12:40 Er hat ihre Augen geblendet und ihr Herz verstockt, damit sie 
nicht shen mit den Augen und verstnden mit dem Herzen, und umwendeten 
und ich sie heile.
JOH 12:41 Das hat Jesaias gesagt, weil er seine Herrlichkeit gesehen, und 
von ihm verkndet hat.
JOH 12:42 Demungeachtet glaubten doch auch von den Oberen viele an ihn, 
aber um der Phariser willen gestanden sie es nicht, damit sie nicht aus 
der Synagoge ausgeschlossen wrden.
JOH 12:43 Denn sie liebten die Ehre bei den Menschen mehr als bei Gott.
JOH 12:44 Jesus aber rief und sprach: wer an mich glaubt, der glaubt nicht 
an mich, sondern an den, der mich gesandt hat.
JOH 12:45 Und wer mich schaut, der schaut den, der mich gesandt hat.
JOH 12:46 Ich bin als Licht in die Welt gekommen, damit jeder, der an mich 
glaubt, nicht in der Finsternis bleibe.
JOH 12:47 Und wenn einer meine Worte hrt und hlt sie nicht, so richte 
ich ihn nicht; denn ich bin nicht gekommen die Welt zu richten, sondern 
die Welt zu retten.
JOH 12:48 Der mich verachtet, und meine Worte nicht annimmt, der hat schon 
seinen Richter: das Wort, das ich geredet habe, das wird ihn richten am 
jngsten Tage,
JOH 12:49 weil ich nicht von mir selbst geredet habe, sondern der Vater, 
der mich gesandt hat, mir den Auftrag gegeben hat, was ich sagen und was 
ich reden soll.
JOH 12:50 Und ich wei, da sein Auftrag ewiges Leben ist. Was ich also 
rede: so wie mir der Vater gesagt hat, so rede ich.
JOH 13:1 Vor dem Passafest aber, da Jesus wute, da seine Stunde gekommen 
war, da er hingienge aus dieser Welt zum Vater, bewies er den Seinigen 
die Liebe, die er zu ihnen gehabt in der Welt, bis ans Ende.
JOH 13:2 Und bei einer Mahlzeit, als der Teufel schon dem Judas Simons 
Sohn dem Iskarioten in das Herz gegeben hatte, ihn zu verraten,
JOH 13:3 in dem Bewutsein, da der Vater ihm alles in die Hnde gegeben, 
und da er von Gott ausgegangen sei und zu Gott hingehe,
JOH 13:4 erhebt er sich vom Mahle, legt die Kleider ab, nahm eine Schrze 
und grtete sich damit.
JOH 13:5 Dann giet er Wasser in den Waschkrug und fieng an den Jngern 
die Fe zu netzen, und mit der Schrze zu trocknen, mit der er sich 
gegrtet hatte.
JOH 13:6 So kommt er an Simon Petrus, der sagt zu ihm: Herr, du netzest 
mir die Fe?
JOH 13:7 Antwortete Jesus und sprach zu ihm: was ich thue, verstehst du 
jetzt nicht; du wirst es aber hernach erkennen.
JOH 13:8 Sagt zu ihm Petrus: du sollst mir nimmermehr die Fe netzen in 
Ewigkeit. Antwortete Jesus ihm: wenn ich dich nicht netze, hast du keinen 
Teil an mir.
JOH 13:9 Sagt zu ihm Simon Petrus: Herr, nicht blos meine Fe, sondern 
auch die Hnde und das Haupt.
JOH 13:10 Jesus sagt zu ihm: der abgewaschen ist, hat nicht ntig, sich 
weiter netzen zu lassen, sondern er ist ganz rein: ihr seid auch rein, 
doch nicht alle.
JOH 13:11 Denn er kannte seinen Verrter; darum sagte er: ihr seid nicht 
alle rein.
JOH 13:12 Als er ihnen die Fe genetzt und seine Kleider wieder genommen 
und sich niedergesetzt hatte, sprach er zu ihnen: Versteht ihr, was ich 
euch gethan habe?
JOH 13:13 Ihr nennet mich Meister und Herr, und ihr habt recht, denn ich 
bin es.
JOH 13:14 Wenn nun ich, der Herr und Meister, euch die Fe genetzt habe, 
so seid auch ihr schuldig, einander die Fe zu netzen.
JOH 13:15 Denn ich habe euch ein Vorbild gegeben, da auch ihr thuet, wie 
ich euch gethan habe.
JOH 13:16 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: der Knecht ist nicht mehr als 
sein Herr, noch der Abgesandte mehr als der ihn gesandt hat.
JOH 13:17 So ihr das wisset, selig seid ihr, wenn ihr darnach thut.
JOH 13:18 Nicht von euch allen rede ich, denn ich wei, welche ich 
auserwhlt habe; aber es soll die Schrift erfllt werden: der mit mir das 
Brot isset, hat seine Ferse wider mich erhoben.
JOH 13:19 Nunmehr sage ich es euch, bevor es geschieht, da ihr glaubet, 
wenn es geschieht, da das auf mich geht.
JOH 13:20 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: wer aufnimmt, den ich sende, 
nimmt mich auf; wer aber mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt 
hat.
JOH 13:21 Als Jesus dieses gesagt, ward er erschttert im Geiste und 
zeugte und sprach: wahrlich, wahrlich, ich sage euch: einer von euch wird 
mich verraten.
JOH 13:22 Die Jnger sahen einander an, ratlos, wen er meine.
JOH 13:23 Nun lag einer von seinen Jngern am Busen Jesus, den Jesus lieb 
hatte.
JOH 13:24 Dem also winkt Simon Petrus und sagt zu ihm: frage du, wen er 
meint.
JOH 13:25 Der neigte sich demgem gegen die Brust Jesus und sagte zu ihm: 
Herr, wer ist es?
JOH 13:26 Da antwortete Jesus: der ist es, dem ich den Bissen eintauchen 
und geben werde. Da tauchte er den Bissen ein, nimmt ihn, und gibt ihn dem 
Judas, dem Sohn Simons des Iskarioten.
JOH 13:27 Und nach dem Bissen, hierauf fuhr der Satan in ihn, da spricht 
Jesus zu ihm: was du thust, thue bald.
JOH 13:28 Aber keiner von den Tischgenossen verstand, was er ihm damit 
gesagt.
JOH 13:29 Einige meinten wohl, weil Judas den Beutel hatte, Jesus sage zu 
ihm: kaufe was wir auf das Fest ntig haben, oder er solle den Armen etwas 
geben.
JOH 13:30 Da denn jener den Bissen genommen hatte, gieng er alsbald 
hinaus. Es war aber Nacht.
JOH 13:31 Als er nun hinausgegangen, spricht Jesus: jetzt ist der Sohn des 
Menschen verherrlicht, und Gott ist verherrlicht durch ihn.
JOH 13:32 Wenn Gott verherrlicht ist durch ihn, so wird auch Gott ihn 
verherrlichen durch sich, ja er wird ihn alsbald verherrlichen.
JOH 13:33 Kinder, nur noch eine kleine Weile bin ich bei euch: dann werdet 
ihr mich suchen, und wie ich den Juden sagte: wo ich hingehe, knnet ihr 
nicht hinkommen, so sage ich jetzt auch zu euch.
JOH 13:34 Ein neues Gebot gebe ich euch, da ihr einander liebet, so wie 
ich euch geliebt habe, da so auch ihr einander liebet.
JOH 13:35 Daran wird jedermann erkennen, da ihr meine Jnger seid, wenn 
ihr Liebe unter euch habt.
JOH 13:36 Sagt zu ihm Simon Petrus: Herr, wo gehst du hin? Antwortete ihm 
Jesus: wo ich hingehe, kannst du mir jetzt nicht folgen; du wirst aber 
spter folgen.
JOH 13:37 Sagt zu ihm Petrus: Herr, warum kann ich dir jetzt nicht folgen? 
mein Leben will ich fr dich lassen.
JOH 13:38 Antwortet Jesus: dein Leben willst du fr mich lassen? Wahrlich, 
wahrlich, ich sage dir: der Hahn wird nicht krhen, ehe du mich dreimal 
verleugnet hast.
JOH 14:1 Euer Herz lasse sich nicht ngstigen, trauet auf Gott, trauet auf 
mich.
JOH 14:2 In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen; htte ich euch, wenn 
dem nicht so wre, gesagt, da ich hingehe euch eine Sttte zu bereiten?
JOH 14:3 Und wenn ich hingegangen bin, und euch die Sttte bereitet habe, 
komme ich wieder und werde euch mitnehmen zu mir, damit wo ich bin, auch 
ihr seid.
JOH 14:4 Und wohin ich gehe, ihr wisset den Weg.
JOH 14:5 Sagt Thomas zu ihm: Herr, wir wissen nicht, wo du hingehst, wie 
sollen wir den Weg wissen?
JOH 14:6 Sagt zu ihm Jesus: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das 
Leben; niemand kommt zum Vater auer durch mich.
JOH 14:7 Wenn ihr mich erkannt httet, wrdet ihr auch meinen Vater 
kennen; so erkennet ihn von nun an, ihr habt ihn ja gesehen.
JOH 14:8 Sagt Philippus zu ihm: Herr, zeige uns den Vater, so sind wir 
zufrieden.
JOH 14:9 Sagt Jesus zu ihm: so lange Zeit bin ich bei euch, und du hast 
mich nicht erkannt, Philippus? Der mich gesehen hat, der hat den Vater 
gesehen. Wie magst du sagen: zeige uns den Vater?
JOH 14:10 Glaubst du nicht, da ich im Vater, und der Vater in mir ist? 
Die Worte, die ich zu euch spreche, rede ich nicht von mir selbst. Der 
Vater, der in mir wohnt, wirkt seine Werke.
JOH 14:11 Glaubet mir, da ich im Vater und der Vater in mir. Wo nicht, so 
glaubet eben um der Werke willen.
JOH 14:12 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wer an mich glaubt, der wird 
selbst auch Werke thun, wie ich sie thue. Ja er wird noch grere als 
diese thun: denn ich gehe hin zum Vater,
JOH 14:13 und was ihr dann bitten werdet in meinem Namen, das werde ich 
bewirken, damit der Vater im Sohne verherrlicht werde;
JOH 14:14 sobald ihr mich um etwas bitten werdet, werde ich es bewirken.
JOH 14:15 Wenn ihr mich liebt, so werdet ihr meine Gebote halten;
JOH 14:16 dann werde ich den Vater bitten, und er wird euch einen anderen 
Frsprecher geben, da er bei euch sei in Ewigkeit:
JOH 14:17 den Geist der Wahrheit, welchen die Welt nicht empfangen kann, 
weil sie ihn nicht schaut und erkennt. Ihr erkennt ihn, denn bei euch 
wohnt er und in euch wird er sein.
JOH 14:18 Ich will euch nicht Waisen lassen, ich komme zu euch.
JOH 14:19 Noch um ein kleines und die Welt schaut mich nicht mehr: ihr 
aber schauet mich, denn ich lebe und ihr werdet leben.
JOH 14:20 An jenem Tage werdet ihr erkennen, da ich im Vater und ihr in 
mir und ich in euch.
JOH 14:21 Wer meine Gebote hat und hlt sie, der ist es, der mich liebt. 
Wer aber mich liebt, der wird von meinem Vater geliebt werden, und ich 
werde ihn lieben, und werde ihm erscheinen.
JOH 14:22 Sagt zu ihm Judas, nicht der Iskariote: Herr, was ist der Grund, 
da du uns erscheinen willst, und der Welt nicht?
JOH 14:23 Antwortete Jesus und sagte zu ihm: wenn einer mich liebt, wird 
er mein Wort halten, und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm 
kommen, und Wohnung bei ihm machen.
JOH 14:24 Der mich nicht liebt, hlt meine Worte nicht, und doch ist das 
Wort, das ihr hrt, nicht mein, sondern des Vaters, der mich gesandt hat.
JOH 14:25 Das habe ich zu euch geredet, in der Zeit meines Weilens bei 
euch.
JOH 14:26 Der Frsprecher aber, der heilige Geist, den der Vater auf 
meinen Namen senden wird, der wird euch ber alles unterrichten und euch 
an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.
JOH 14:27 Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht 
Gaben, wie sie die Welt gibt, gebe ich euch. Euer Herz lasse sich nicht 
ngstigen, es verzage nicht.
JOH 14:28 Ihr habt gehrt, da ich euch gesagt habe: ich gehe hin, und: 
ich komme zu euch. Wenn ihr mich liebtet, so wrdet ihr euch freuen, da 
ich zum Vater gehe, weil der Vater grer ist als ich.
JOH 14:29 Und nun habe ich es euch gesagt, ehe es geschieht, damit ihr 
glaubet, wenn es geschieht.
JOH 14:30 Ich werde nicht mehr viel mit euch reden, denn es kommt der 
Herrscher der Welt. Zwar hat er kein Recht an mich,
JOH 14:31 aber die Welt soll erkennen, da ich den Vater liebe, und nach 
dem Auftrag, den mir mein Vater gegeben, handle. Stehet auf, lasset uns 
fort von hier gehen.
JOH 15:1 Ich bin der wahrhafte Weinstock, und mein Vater ist der 
Weingrtner.
JOH 15:2 Jede Ranke an mir, die nicht Frucht bringt, nimmt er weg, und 
jede, die Frucht bringt, putzt er aus, damit sie mehr Frucht bringe.
JOH 15:3 Ihr seid bereits rein, um des Wortes willen, das ich zu euch 
geredet habe; bleibet in mir, so ich in euch.
JOH 15:4 Wie die Ranke nicht Frucht bringen kann von sich selbst, wenn sie 
nicht am Weinstock bleibt, so auch ihr nicht, wenn ihr nicht in mir 
bleibet.
JOH 15:5 Ich bin der Weinstock, ihr seid die Ranken. Der in mir bleibt, - 
und ich in ihm, - der nur bringt viel Frucht, weil ihr ohne mich nichts 
thun knnt.
JOH 15:6 Wenn einer nicht in mir bleibt, so wird er hinausgeworfen wie die 
Ranke, die verdorrt, und man sammelt sie und wirft sie ins Feuer, da 
brennt sie.
JOH 15:7 Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, so mget 
ihr bitten was ihr wollt, es soll euch werden.
JOH 15:8 Damit ist mein Vater verherrlicht, da ihr viele Frucht bringt 
und meine Jnger seid.
JOH 15:9 Wie mich der Vater geliebt, habe auch ich euch geliebt; bleibet 
in meiner Liebe.
JOH 15:10 Wenn ihr meine Gebote haltet, dann werdet ihr in meiner Liebe 
bleiben, so wie ich die Gebote meines Vaters gehalten habe, und bleibe in 
seiner Liebe.
JOH 15:11 Dieses habe ich zu euch geredet, damit meine Freude ber euch 
komme, und eure Freude vllig werde.
JOH 15:12 Das ist mein Gebot, da ihr einander liebet, wie ich euch 
geliebt habe.
JOH 15:13 Niemand hat eine grere Liebe als die, da er sein Leben fr 
seine Freunde einsetzt.
JOH 15:14 Ihr seid meine Freunde, wenn ihr thut, was ich euch auftrage.
JOH 15:15 Ich nenne euch nicht mehr Knechte, weil der Knecht nicht wei, 
was sein Herr thut; vielmehr habe ich euch Freunde genannt, weil ich euch 
alles, was ich von meinem Vater gehrt, kundgethan habe.
JOH 15:16 Nicht ihr habt mich erwhlt, sondern ich habe euch erwhlt, und 
habe euch bestellt, da ihr hingeht und Frucht bringet, und eure Frucht 
bleibe, damit was ihr den Vater bittet in meinem Namen, er euch gebe.
JOH 15:17 Das gebe ich euch auf, da ihr einander liebet.
JOH 15:18 Wenn euch die Welt hat, so bedenket, da sie mich zuerst gehat 
hat.
JOH 15:19 Wenn ihr von der Welt wret, so wrde die Welt das Ihrige 
lieben. Weil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern ich euch von der 
Welt ausgelesen habe, deswegen hat euch die Welt.
JOH 15:20 Gedenket des Wortes, das ich zu euch gesagt habe: ein Knecht ist 
nicht mehr, als sein Herr. Wenn sie mich verfolgt haben, werden sie auch 
euch verfolgen; wenn sie mein Wort gehalten haben, werden sie auch das 
eure halten.
JOH 15:21 Aber dieses alles werden sie an euch thun, um meines Namens 
willen, weil sie den nicht kennen, der mich gesandt hat.
JOH 15:22 Wenn ich nicht gekommen wre und htte zu ihnen geredet, so 
htten sie nicht Snde; nun aber haben sie keinen Vorwand fr ihre Snde.
JOH 15:23 Wer mich hasset, der hasset auch meinen Vater.
JOH 15:24 Wenn ich die Werke nicht unter ihnen gethan htte, die kein 
anderer gethan, so htten sie nicht Snde; nun aber haben sie es gesehen 
und haben mich gehat und meinen Vater.
JOH 15:25 Aber es soll das Wort erfllt werden, das in ihrem Gesetze 
geschrieben steht: Sie haben mich umsonst gehat. Wenn der Frsprecher 
kommt, welchen ich euch senden werde vom Vater, der Geist der Wahrheit, 
der vom Vater ausgeht, der wird von mir zeugen. Aber auch ihr zeuget, weil 
ihr von Anfang bei mir waret.
JOH 16:1 Dieses habe ich zu euch geredet, damit ihr keinen Ansto nehmet. 
Sie werden euch aus der Synagoge ausschlieen.
JOH 16:2 Ja es kommt die Stunde, da jeder, der euch ttet, meint Gott 
einen Dienst zu widmen.
JOH 16:3 Ja, das werden sie thun, weil sie den Vater nicht erkannt haben 
noch auch mich.
JOH 16:4 Aber ich habe euch dieses gesagt, damit wenn die Stunde kommt, 
ihr daran gedenket, da ich es euch gesagt habe. Ich habe es euch nicht 
von Anfang gesagt, weil ich ja bei euch war.
JOH 16:5 Jetzt aber gehe ich hin zu dem, der mich gesandt hat. Nun frgt 
mich keiner von euch: wo gehst du hin?
JOH 16:6 Sondern weil ich das zu euch geredet habe, ist euer Herz voll 
Trauer.
JOH 16:7 Aber ich sage euch die Wahrheit: es ist euch gut, da ich 
hingehe. Denn wenn ich nicht fortgehe, so kommt der Frsprecher nicht zu 
euch. Wenn ich aber hinziehe, werde ich ihn zu euch schicken.
JOH 16:8 Und wenn derselbe kommt, so wird er die Welt berweisen ber 
Snde, Gerechtigkeit und Gericht;
JOH 16:9 ber Snde: weil sie nicht an mich glauben;
JOH 16:10 ber Gerechtigkeit aber: weil ich zum Vater hingehe, und ihr 
mich nicht mehr schauet;
JOH 16:11 ber Gericht aber: weil der Herrscher dieser Welt gerichtet ist.
JOH 16:12 Ich habe noch viel euch zu sagen, aber ihr knnet es jetzt nicht 
tragen.
JOH 16:13 Wenn aber jener kommen wird, der Geist der Wahrheit, wird er 
euch in die ganze Wahrheit einfhren; denn er wird nicht von sich selber 
reden, sondern was er hrt, das wird er reden, und was da kommt, wird er 
euch verkndigen.
JOH 16:14 Der wird mich verherrlichen; denn er wird es von dem Meinigen 
nehmen und euch verknden.
JOH 16:15 Alles, was der Vater hat, ist mein; darum habe ich gesagt, da 
er es von dem Meinigen nimmt, und euch verknden wird.
JOH 16:16 Eine kleine Weile, so schauet ihr mich nicht mehr, und wiederum 
eine kleine Weile, so werdet ihr mich sehen.
JOH 16:17 Da sagten etliche von seinen Jngern zu einander: was ist das, 
was er uns sagt: eine kleine Weile, so schauet ihr mich nicht, und wieder 
eine kleine Weile, so werdet ihr mich sehen? und: ich gehe zum Vater?
JOH 16:18 Da sagten sie: was meint er mit dem: eine kleine Weile? wir 
verstehen nicht, was er redet.
JOH 16:19 Jesus erkannte, da sie ihn gerne gefragt htten, und sagte zu 
ihnen: ihr forschet darber untereinander, da ich gesagt habe: eine 
kleine Weile, so schauet ihr mich nicht; und wieder eine kleine Weile, so 
werdet ihr mich sehen?
JOH 16:20 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: ihr werdet weinen und klagen, 
die Welt aber wird sich freuen; ihr werdet bekmmert sein, doch eure 
Kmmernis wird zur Freude ausschlagen.
JOH 16:21 Das Weib, wenn sie gebrt, ist bekmmert, weil ihre Stunde 
gekommen ist. Wenn sie aber das Kind geboren hat, gedenkt sie der Drangsal 
nicht mehr, um der Freude willen, da ein Mensch geboren ist.
JOH 16:22 So habt auch ihr wohl jetzt Kummer, ich werde euch aber wieder 
sehen, und euer Herz wird sich freuen, dann wird niemand eure Freude euch 
nehmen.
JOH 16:23 Und an jenem Tage werdet ihr mich um nichts angehen: wahrlich, 
wahrlich, ich sage euch: wenn ihr den Vater etwas bitten werdet, wird er 
es euch geben auf meinen Namen.
JOH 16:24 Bis daher habt ihr nichts gebeten auf meinen Namen. Bittet, so 
werdet ihr empfangen, damit eure Freude vllig sei.
JOH 16:25 Dies habe ich in Bildern zu euch geredet. Es kommt eine Stunde, 
da ich nicht mehr in Bildern zu euch reden, sondern offen euch vom Vater 
berichten werde.
JOH 16:26 An jenem Tage werdet ihr auf meinen Namen bitten, und ich sage 
euch nicht, da ich den Vater euretwegen angehen werde;
JOH 16:27 denn der Vater liebt euch selbst, weil ihr mich geliebt habt und 
geglaubt habt, da ich von Gott ausgegangen bin.
JOH 16:28 Ich bin vom Vater ausgegangen und bin in die Welt gekommen; 
wiederum verlasse ich die Welt und gehe zum Vater.
JOH 16:29 Sagen seine Jnger: Siehe, nun redest du offen und sagst kein 
Bild.
JOH 16:30 Nun wissen wir, da du alles weit und nicht ntig hast, da 
dich jemand angehe. Darum glauben wir, da du von Gott ausgegangen bist.
JOH 16:31 Antwortete ihnen Jesus: glaubet ihr jetzt?
JOH 16:32 Siehe, es kommt eine Stunde, und sie ist gekommen, da ihr 
zerstreut werdet, jeder an seinen Ort, und mich allein lasset; doch ich 
bin nicht allein, weil der Vater bei mir ist.
JOH 16:33 Dieses habe ich zu euch geredet, auf da ihr in mir Frieden 
habet; in der Welt habt ihr Drangsal; aber seid getrost, ich habe die Welt 
berwunden.
JOH 17:1 Dieses hatte Jesus geredet, da hob er seine Augen auf zum Himmel 
und sagte: Vater, die Stunde ist gekommen, damit der Sohn dich 
verherrliche.
JOH 17:2 Wie du ihm Vollmacht gegeben hast ber alles Fleisch, damit er, 
was alles du ihm gegeben hast, denselben ewiges Leben gebe.
JOH 17:3 Dies aber ist das ewige Leben, da sie dich erkennen, den allein 
wahrhaften Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus.
JOH 17:4 Ich habe dich auf Erden verherrlicht, indem ich das Werk 
vollbracht habe, das du mir aufgegeben hast, da ich es vollbringe.
JOH 17:5 Und nun verherrliche du mich, o Vater, bei dir mit der 
Herrlichkeit, welche ich bei dir hatte, ehe die Welt war.
JOH 17:6 Ich habe deinen Namen den Menschen geoffenbart, die du mir aus 
der Welt gegeben hast. Sie waren dein, und du hast sie mir gegeben und sie 
haben dein Wort bewahrt.
JOH 17:7 Nun haben sie erkannt, da alles was du mir gegeben hast, von dir 
ist;
JOH 17:8 weil ich die Worte, die du mir gegeben hattest, ihnen gegeben 
habe; und sie haben sie angenommen und haben wahrhaft erkannt, da ich von 
dir ausgegangen bin, und geglaubt, da du mich abgesandt hast.
JOH 17:9 Ich bitte fr sie; nicht fr die Welt bitte ich, sondern fr die, 
die du mir gegeben hast, weil sie dein sind,
JOH 17:10 und was mein ist, alles dein ist, und was dein ist, mein, und 
ich an ihnen verherrlicht bin.
JOH 17:11 Ich wohl bin nicht mehr in der Welt, doch sie sind in der Welt, 
da ich zu dir gehe. Heiliger Vater, bewahre sie in deinem Namen, den du 
mir gegeben hast, damit sie eins seien, so wie wir.
JOH 17:12 Als ich bei ihnen war, habe ich sie in deinem Namen bewahrt, den 
du mir gegeben hast, und habe sie behtet, und keiner von ihnen ist 
verdorben, als der Sohn des Verderbens, damit die Schrift erfllt wrde;
JOH 17:13 jetzt aber komme ich zu dir. Und dieses rede ich in der Welt, 
damit sie meine Freude vollkommen in sich haben.
JOH 17:14 Ich habe ihnen dein Wort gegeben, und die Welt hat sie gehat, 
weil sie nicht von der Welt sind, so wie ich nicht von der Welt bin.
JOH 17:15 Ich bitte nicht, da du sie aus der Welt wegnehmest, aber da du 
sie vor dem Bsen bewahrest.
JOH 17:16 Sie sind nicht von der Welt, so wie ich nicht von der Welt bin.
JOH 17:17 Heilige sie in der Wahrheit; dein Wort ist Wahrheit.
JOH 17:18 So wie du mich in die Welt gesandt hast, so habe auch ich sie in 
die Welt gesandt.
JOH 17:19 Und ich heilige mich fr sie, da auch sie geheiligt seien in 
Wahrheit.
JOH 17:20 Nicht fr diese allein aber bitte ich, sondern auch fr die, 
welche durch ihr Wort an mich glauben:
JOH 17:21 auf da alle eins seien, so wie du, Vater, in mir und ich in 
dir, da auch sie in uns seien, auf da die Welt glaube, da du mich 
gesandt hast.
JOH 17:22 Und zwar habe ich ihnen die Herrlichkeit gegeben, die du mir 
gegeben hast, auf da sie eins seien, so wie wir eins sind,
JOH 17:23 ich in ihnen und du in mir, auf da sie zur Einheit vollendet 
seien, damit die Welt erkenne, da du mich gesandt hast, und sie geliebt 
hast, so wie du mich geliebt hast.
JOH 17:24 Vater, was du mir gegeben hast, ich will, da wo ich bin, auch 
sie bei mir seien, da sie meine Herrlichkeit schauen, die du mir gegeben 
hast, weil du mich geliebt hast vor Grundlegung der Welt.
JOH 17:25 Gerechter Vater, wohl hat dich die Welt nicht erkannt, doch ich 
habe dich erkannt, und diese haben erkannt, da du mich gesandt hast.
JOH 17:26 Und ich habe ihnen deinen Namen kundgethan, und werde ihnen 
denselben kund thun, damit die Liebe, mit der du mich geliebt hast, in 
ihnen sei, und ich in ihnen.
JOH 18:1 Als Jesus dieses gesprochen hatte, gieng er hinaus mit seinen 
Jngern ber den Cedern-Wildbach an einen Ort, wo ein Garten war, in den 
er mit seinen Jngern eintrat.
JOH 18:2 Es kannte aber auch Judas, der ihn verriet, den Ort, weil Jesus 
dort oft sich mit seinen Jngern versammelte.
JOH 18:3 So nahm denn Judas die Cohorte nebst Dienern von den 
Hohenpriestern und den Pharisern, und kommt dahin mit Fackeln und Lampen 
und Waffen.
JOH 18:4 Jesus nun, der alles, was ber ihn kam, wute, gieng hinaus und 
sagt zu ihnen: wen suchet ihr?
JOH 18:5 Antworteten sie ihm: Jesus den Nazorer. Sagt er zu ihnen: ich 
bin es. Es stand aber auch Judas, der ihn verriet, bei ihnen.
JOH 18:6 Wie er nun zu ihnen sagte: ich bin es, wichen sie zurck und 
fielen zu Boden.
JOH 18:7 Da fragte er sie abermals: wen suchet ihr? Sie aber sagten: 
Jesus, den Nazorer.
JOH 18:8 Antwortete Jesus: ich habe euch gesagt, da ich es bin: wenn ihr 
also mich suchet, so lasset diese ziehen.
JOH 18:9 (Damit das Wort erfllt wrde, das er gesprochen hatte: die du 
mir gegeben hast, ich habe deren keinen verderben lassen.)
JOH 18:10 Da zog Simon Petrus, der ein Schwert hatte, dasselbe, schlug 
nach dem Knecht des Hohenpriesters, und hieb ihm das rechte Ohr ab; der 
Knecht aber hie Malchus.
JOH 18:11 Da sagte Jesus zu Petrus: stecke dein Schwert in die Scheide. 
Soll ich den Becher, den mir der Vater gegeben hat, nicht trinken?
JOH 18:12 Die Cohorte nun und der Oberst und die Diener der Juden nahmen 
Jesus fest und banden ihn, und fhrten ihn zuerst zu Annas;
JOH 18:13 der war nmlich der Schwiegervater des Kaiphas, welcher dieses 
Jahres Hoherpriester war.
JOH 18:14 Kaiphas aber war es, der den Juden geraten hatte, da es besser 
sei, es sterbe ein Mensch fr das Volk.
JOH 18:15 Es folgten aber Jesus Simon Petrus und ein anderer Jnger. 
Dieser Jnger aber war mit dem Hohenpriester bekannt, und gieng mit Jesus 
hinein in den Hof des Hohenpriesters. Petrus aber stand an der Thr auen.
JOH 18:16 Da gieng der andere Jnger, der mit dem Hohenpriester bekannt 
war, hinaus, und sprach mit der Thrsteherin, und fhrte den Petrus hinein.
JOH 18:17 Da sagte die Magd, die die Thre htete, zu Petrus: gehrst du 
nicht auch zu den Jngern dieses Menschen? Sagt er: nein.
JOH 18:18 Es standen aber da die Knechte und Diener, die ein Kohlenfeuer 
gemacht hatten, weil es kalt war, und wrmten sich; Petrus aber stand auch 
bei ihnen und wrmte sich.
JOH 18:19 Der Hohepriester nun fragte Jesus ber seine Jnger und ber 
seine Lehre.
JOH 18:20 Antwortete ihm Jesus: ich habe ffentlich zu der Welt geredet; 
ich habe allezeit gelehrt in Synagoge und Tempel, wo alle Juden 
zusammenkommen, und habe nichts im Verborgenen geredet.
JOH 18:21 Was fragst du mich? Frage, die es gehrt, was ich zu ihnen 
geredet habe. Siehe, diese wissen, was ich zu ihnen gesagt.
JOH 18:22 Da er aber dieses gesagt, gab ein dabei stehender Diener Jesus 
einen Backenstreich und sagte: so antwortest du dem Hohenpriester?
JOH 18:23 Antwortete ihm Jesus: habe ich bel geredet, so zeuge davon was 
bel ist. Habe ich aber recht geredet, warum schlgst du mich?
JOH 18:24 Da schickte ihn Annas gebunden zu dem Hohenpriester Kaiphas.
JOH 18:25 Simon Petrus aber stand da und wrmte sich. Da sagten sie zu 
ihm: bist nicht auch du einer von seinen Jngern? Er leugnete und sprach: 
nein.
JOH 18:26 Sagt einer von den Knechten des Hohenpriesters, ein Verwandter 
dessen, dem Petrus das Ohr abgehauen: habe ich dich nicht in dem Garten 
bei ihm gesehen?
JOH 18:27 Da leugnete Petrus abermals, und alsbald krhte der Hahn.
JOH 18:28 Da fhren sie Jesus von Kaiphas in das Prtorium. Es war aber 
frhe am Tag, und sie selbst giengen nicht hinein in das Prtorium, um 
sich nicht zu beflecken, sondern das Passa essen zu knnen.
JOH 18:29 Da gieng Pilatus heraus zu ihnen und sagt: welche Anklage bringt 
ihr wider diesen Menschen?
JOH 18:30 Sie antworteten und sagten zu ihm: wenn dieser nicht ein 
Uebelthter wre, so htten wir ihn dir nicht ausgeliefert.
JOH 18:31 Da sagte Pilatus zu ihnen: nehmet ihr ihn und richtet ihn nach 
eurem Gesetze. Sagten die Juden zu ihm: Uns ist es nicht erlaubt, jemand 
hinzurichten.
JOH 18:32 (Damit das Wort Jesus erfllt wrde, das er gesprochen, um 
anzudeuten, welches Todes er sterben wrde.)
JOH 18:33 So gieng denn Pilatus wieder hinein in das Prtorium, rief Jesus 
und sagte zu ihm: du bist der Knig der Juden?
JOH 18:34 Antwortete Jesus: sagst du das von dir selbst, oder haben dir es 
andere von mir gesagt?
JOH 18:35 Antwortete Pilatus: bin ich denn ein Jude? Dein Volk und die 
Hohenpriester haben dich mir ausgeliefert: was hast du gethan?
JOH 18:36 Antwortete Jesus: mein Knigreich ist nicht von dieser Welt; 
wenn mein Knigreich von dieser Welt wre, so htten meine Diener 
gekmpft, da ich den Juden nicht ausgeliefert worden. Nun aber ist mein 
Knigreich nicht von daher.
JOH 18:37 Da sagte Pilatus zu ihm: Also bist du ein Knig? Antwortete 
Jesus: du sagst es, da ich ein Knig bin. Ich bin dazu geboren und dazu 
in die Welt gekommen, da ich fr die Wahrheit zeuge; jeder, der aus der 
Wahrheit ist, hrt auf meine Stimme.
JOH 18:38 Sagt Pilatus zu ihm: was ist Wahrheit? Und da er dies gesagt, 
gieng er wieder hinaus zu den Juden, und sagt zu ihnen: ich finde keine 
Schuld an ihm.
JOH 18:39 Es ist aber Gewohnheit bei euch, da ich euch am Passa einen 
freigebe. Wollet ihr nun, da ich euch den Knig der Juden freigebe?
JOH 18:40 Da riefen sie wieder laut: nicht diesen, sondern den Barabbas. 
Barabbas aber war ein Ruber.
JOH 19:1 Hierauf nahm Pilatus Jesus und lie in geieln.
JOH 19:2 Und die Soldaten flochten einen Kranz aus Dornen und setzten ihm 
denselben auf den Kopf, auch legten sie ihm ein Purpurkleid an,
JOH 19:3 und traten vor ihn hin und sagten: sei gegrt, Knig der Juden, 
und versetzten ihm Schlge.
JOH 19:4 Wieder gieng Pilatus hinaus und sagt zu ihnen: wartet, ich bringe 
ihn euch heraus, damit ihr einsehet, da ich keine Schuld an ihm finden 
kann.
JOH 19:5 Da kam Jesus heraus mit dem Dornenkranze und dem Purpurkleid; und 
er sagt zu ihnen: Hier ist der Mensch.
JOH 19:6 Als ihn nun die Hohenpriester und die Diener sahen, schrien sie: 
ans Kreuz, ans Kreuz! Sagt Pilatus zu ihnen: Nehmet ihr ihn und kreuziget 
ihn; denn ich finde keine Schuld an ihm.
JOH 19:7 Antworteten die Juden: wir haben ein Gesetz und nach dem Gesetz 
ist er des Todes schuldig, weil er sich zu Gottes Sohn gemacht.
JOH 19:8 Als Pilatus dieses Wort hrte, frchtete er sich noch mehr,
JOH 19:9 und gieng wieder in das Prtorium, und sagt zu Jesus: woher bist 
du? Jesus aber gab ihm keine Antwort.
JOH 19:10 Sagt Pilatus zu ihm: du redest nicht mit mir? Weit du nicht, 
da ich Macht habe, dich loszulassen, und Macht habe dich zu kreuzigen?
JOH 19:11 Antwortete ihm Jesus: du httest keine Macht ber mich, wre es 
dir nicht verliehen von oben her. Darum hat der grere Schuld, der mich 
dir ausgeliefert hat.
JOH 19:12 Von da an suchte Pilatus ihn loszulassen. Die Juden aber schrien 
und sagten: wenn du diesen loslssest, bist du kein Freund des Kaisers. 
Denn wer sich zum Knig macht, der lehnt sich wider den Kaiser auf.
JOH 19:13 Da nun Pilatus diese Worte hrte, fhrte er Jesus heraus, und 
setzte sich auf den Stuhl auf dem Platze, Steinpflaster genannt, Hebrisch 
Gabbatha.
JOH 19:14 Es war aber Rsttag auf das Passa, um die sechste Stunde. Und er 
sagt zu den Juden: Hier ist euer Knig.
JOH 19:15 Da schrien sie: fort, fort mit ihm, kreuzige ihn. Sagt Pilatus 
zu ihnen: euren Knig soll ich kreuzigen? Die Hohenpriester antworteten: 
wir haben keinen Knig als den Kaiser.
JOH 19:16 Darauf lieferte er ihn ihnen aus zur Kreuzigung.
JOH 19:17 Da nahmen sie Jesus hin, und sich selbst das Kreuz tragend gieng 
er hinaus an den Platz, Schdelsttte genannt, auf Hebrisch Golgotha.
JOH 19:18 Woselbst sie ihn kreuzigten, und mit ihm zwei Andere hben und 
drben, Jesus aber in der Mitte.
JOH 19:19 Pilatus aber schrieb auch eine Inschrift und heftete sie an das 
Kreuz, darauf stand: Jesus der Nazorer, der Knig der Juden.
JOH 19:20 Diese Inschrift nun lasen viele von den Juden, weil der Platz 
nahe bei der Stadt war, wo Jesus gekreuzigt wurde, und es war geschrieben 
auf Hebrisch, Rmisch, Griechisch.
JOH 19:21 Da sagten die Hohenpriester der Juden zu Pilatus: schreibe 
nicht: der Knig der Juden, sondern: da er gesagt hat: ich bin der Juden 
Knig.
JOH 19:22 Antwortete Pilatus: was ich geschrieben habe, habe ich 
geschrieben.
JOH 19:23 Die Soldaten nun, als sie Jesus gekreuzigt hatten, nahmen sie 
seine Kleider, und machten vier Teile, fr jeden Soldaten einen Teil, dazu 
den Rock, der Rock aber war ungenht, von oben ganz durch gewoben.
JOH 19:24 Da sagten sie zu einander: wir wollen ihn nicht zerreien, 
sondern darber losen, wem er gehren soll. Damit die Schrift erfllet 
wrde: Sie haben meine Kleider unter sich verteilt, und ber mein Gewand 
haben sie das Los geworfen.
JOH 19:25 So thaten die Soldaten. Es standen aber bei dem Kreuze Jesus 
seine Mutter und die Schwester seiner Mutter, die Maria des Klopas, und 
die Maria von Magdala.
JOH 19:26 Da nun Jesus seine Mutter sah, und den Jnger, den er lieb 
hatte, dabei stehen, sagt er zu der Mutter: Weib, hier ist dein Sohn.
JOH 19:27 Darauf sagt er zu dem Jnger: hier ist deine Mutter. Und von der 
Stunde an nahm sie der Jnger zu sich.
JOH 19:28 Nach diesem, da Jesus wute, da schon alles vollbracht war, 
damit die Schrift erfllt wrde, sagt er: mich drstet.
JOH 19:29 Es stand da ein Gef voll Essig, da steckten sie einen Schwamm 
voll Essig auf ein Yssoprohr und brachten ihm denselben an den Mund.
JOH 19:30 Da er nun den Essig genommen, sagte Jesus: es ist vollbracht, 
und neigte sein Haupt und gab den Geist auf.
JOH 19:31 Die Juden nun, da es Rsttag war, damit die Leichname nicht am 
Sabbat am Kreuze blieben, denn der Tag dieses Sabbats war gro, baten den 
Pilatus, da ihnen die Beine zerschlagen und sie weggenommen wrden.
JOH 19:32 So kamen die Soldaten und zerschlugen dem ersten die Beine, so 
auch dem andern der mit ihm gekreuzigt worden war.
JOH 19:33 Als sie aber an Jesus kamen und sahen, da er schon tot war, 
zerschlugen sie ihm die Beine nicht,
JOH 19:34 sondern einer der Soldaten stie ihm mit der Lanze in die Seite, 
da flo alsbald Blut und Wasser heraus.
JOH 19:35 Und der es gesehen hat, hat es bezeugt, und sein Zeugnis ist 
wahrhaftig, und derselbe wei, da er sagt, was wahr ist, auf da auch ihr 
glaubet.
JOH 19:36 Denn es geschah dieses, damit die Schrift erfllt wrde: Es soll 
ihm kein Bein zerschlagen werden.
JOH 19:37 Und wiederum sagt eine andere Schrift: Sie werden sehen, wen sie 
gestochen haben.
JOH 19:38 Nach diesem bat den Pilatus Joseph von Arimatha, der ein Jnger 
Jesus war aber heimlich, aus Furcht vor den Juden, da er den Leib Jesus 
wegnehmen drfe, und Pilatus gestattete es. Da kam er und brachte den 
Leichnam weg.
JOH 19:39 Es kam aber auch Nikodemus, der frher bei der Nacht zu ihm 
gekommen war und brachte Myrrhe und Aloe untereinander gemischt wohl 
hundert Pfund.
JOH 19:40 Da nahmen sie den Leichnam Jesu und banden ihn samt den Gewrzen 
und Linnenzeug, wie es bei den Juden Sitte ist zu begraben.
JOH 19:41 Es war aber ein Garten an dem Orte, wo er gekreuzigt ward, und 
in dem Garten ein neues Grab, in das noch nie jemand gelegt war.
JOH 19:42 Da hinein nun legten sie Jesus wegen des Rsttags der Juden, da 
das Grab in der Nhe war.
JOH 20:1 Am ersten Wochentage aber kommt Maria, die von Magdala, morgens 
frhe, da es noch dunkel war, zu dem Grab, und sieht den Stein vom Grabe 
weggenommen.
JOH 20:2 Da luft sie und geht zu Simon Petrus und zu dem anderen Jnger, 
welchen Jesus lieb hatte, und sagt zu ihnen: Sie haben den Herrn aus dem 
Grabe genommen, und wir wissen nicht, wo sie ihn hingelegt haben.
JOH 20:3 Da gieng Petrus hinaus und der andere Jnger, und giengen zum 
Grab.
JOH 20:4 Es liefen aber die beiden miteinander, und der andere Jnger lief 
voraus, schneller als Petrus, und kam zuerst an das Grab,
JOH 20:5 und beugte sich vor und sieht die Leintcher da liegen, hinein 
gieng er jedoch nicht.
JOH 20:6 Da kommt Simon Petrus hinter ihm drein, und er trat in das Grab 
hinein und schaut die Leintcher liegen,
JOH 20:7 und das Schweituch, das auf seinem Kopf gelegen war, nicht bei 
den Leintchern liegen, sondern fr sich zusammengewickelt an einem 
besonderen Platz.
JOH 20:8 Hierauf gieng denn auch der andere Jnger hinein, der zuerst zum 
Grabe gekommen war, und sah es und glaubte.
JOH 20:9 Denn noch hatten sie die Schrift nicht verstanden, da er von den 
Toten auferstehen msse.
JOH 20:10 Da giengen die Jnger wieder heim.
JOH 20:11 Maria aber stand auen am Grabe weinend.
JOH 20:12 Indem sie so weinte, beugte sie sich vor in das Grab, und schaut 
zwei Engel in weien Gewndern da sitzend, einen zu Hupten und einen zu 
Fen, wo der Leichnam Jesus gelegen war.
JOH 20:13 Dieselben sagen zu ihr: Weib, was weinst du? Sagt sie zu ihnen: 
weil sie meinen Herrn weggenommen, und ich wei nicht, wo sie ihn 
hingelegt haben.
JOH 20:14 Als sie dies gesagt hatte, kehrte sie sich um, und schaut Jesus 
dastehend, und erkannte ihn nicht.
JOH 20:15 Sagt Jesus zu ihr: Weib, was weinst du? Wen suchst du? Sie, in 
der Meinung, es sei der Gartenhter, sagt zu ihm: Herr, wenn du ihn 
fortgetragen, sage mir, wo du ihn hingelegt, so werde ich ihn holen.
JOH 20:16 Sagt Jesus zu ihr: Maria! Da wendet sie sich und sagt zu ihm 
Hebrisch: Rabbuni! das heit Meister.
JOH 20:17 Sagt Jesus zu ihr: rhre mich nicht an; denn noch bin ich nicht 
aufgestiegen zu dem Vater; gehe aber zu meinen Brdern und sage zu ihnen: 
ich steige auf zu meinem und eurem Vater, meinem und eurem Gott.
JOH 20:18 Maria von Magdala geht und verkndet den Jngern: ich habe den 
Herrn gesehen, und da er ihr dieses gesagt.
JOH 20:19 Da es nun Abend war an jenem ersten Wochentag, und die Thren 
verschlossen waren an dem Orte, wo die Jnger waren, aus Furcht vor den 
Juden, kam Jesus und trat mitten unter sie, und sagt zu ihnen: Friede sei 
euch.
JOH 20:20 Und wie er das gesagt, zeigte er ihnen die Hnde und die Seite. 
Da freuten sich die Jnger, als sie den Herrn sahen.
JOH 20:21 Da sagte er abermals zu ihnen: Friede sei euch; so wie mich der 
Vater abgesandt hat, so sende auch ich euch.
JOH 20:22 Und da er das gesagt, blies er sie an und sagt zu ihnen: 
empfanget den heiligen Geist.
JOH 20:23 Wenn ihr jemand die Snden vergebt, dem sind sie vergeben; wenn 
ihr jemand die Snden behaltet, dem sind sie behalten.
JOH 20:24 Thomas aber, einer von den Zwlf, genannt Zwilling, war nicht 
dabei, als Jesus kam.
JOH 20:25 Da sagten ihm die anderen Jnger: wir haben den Herrn gesehen. 
Er aber sagte zu ihnen: wenn ich nicht an seinen Hnden die Ngelmale 
sehe, und meinen Finger in das Ngelmal lege, und meine Hand in seine 
Seite, so glaube ich nimmermehr.
JOH 20:26 Und acht Tage nachher waren seine Jnger wieder drinnen und 
Thomas bei ihnen. Kommt Jesus bei verschlossenen Thren, und trat mitten 
hinein und sprach: Friede sei euch.
JOH 20:27 Darauf sagt er zu Thomas: lege deinen Finger hierher, und sieh 
meine Hnde, und nimm deine Hand und lege sie in meine Seite, und werde 
nicht unglubig, sondern glubig.
JOH 20:28 Antwortete Thomas und sagte zu ihm: mein Herr und mein Gott!
JOH 20:29 Sagt zu ihm Jesus: weil du mich gesehen hast, bist du glubig 
worden. Selig, die nicht sahen, und glaubten.
JOH 20:30 Auch viele andere Zeichen nun that Jesus vor den Jngern, die 
nicht aufgeschrieben sind in diesem Buche.
JOH 20:31 Diese aber sind geschrieben, damit ihr glaubet, da Jesus der 
Christus ist, der Sohn Gottes, und damit ihr durch den Glauben Leben habet 
in seinem Namen.
JOH 21:1 Nach diesem offenbarte sich Jesus abermals den Jngern am See von 
Tiberias; er offenbarte sich aber also.
JOH 21:2 Es waren zusammen Simon Petrus, und Thomas, der Zwilling genannt, 
und Nathanael der von Kana in Galila, und die Shne Zebedus', und zwei 
andere von seinen Jngern.
JOH 21:3 Sagt Simon Petrus zu ihnen: ich gehe hin zu fischen. Sie sagen zu 
ihm: wir gehen auch mit dir. Sie giengen hinaus und stiegen in das Schiff, 
und in dieser Nacht fiengen sie nichts.
JOH 21:4 Als es aber schon Morgen wurde, stand Jesus am Ufer; die Jnger 
erkannten ihn jedoch nicht.
JOH 21:5 Da sagt Jesus zu ihnen: Kinder, habt ihr nicht etwas zu essen? 
Antworteten sie ihm: nein.
JOH 21:6 Er aber sagt zu ihnen: werfet das Netz aus rechts vom Schiffe, so 
wird es euch gelingen. Da warfen sie aus, und vermochten es nicht mehr zu 
heben vor der Menge der Fische.
JOH 21:7 Da sagte jener Jnger, den Jesus lieb hatte, zu Petrus: es ist 
der Herr. Da nun Simon Petrus hrte, da es der Herr sei, umgrtete er 
sich mit dem Rock - denn er war nackt - und warf sich in den See.
JOH 21:8 Die anderen Jnger aber kamen mit dem Schiffe (denn sie waren 
nicht weit vom Lande, nur etwa zweihundert Ellen) und schleppten das Netz 
mit den Fischen nach.
JOH 21:9 Wie sie nun ans Land stiegen, sehen sie ein Kohlenfeuer am Boden 
und Fische daran und Brot.
JOH 21:10 Sagt Jesus zu ihnen: bringt mir von den Fischen, die ihr eben 
gefangen habt.
JOH 21:11 Da stieg Simon Petrus herauf und zog das volle Netz ans Land mit 
hundert und drei und fnfzig groen Fischen, so viel es waren, so zerri 
doch das Netz nicht.
JOH 21:12 Sagt Jesus zu ihnen: kommt und frhstckt. Keiner von den 
Jngern wagte ihn auszufragen: wer bist du? da sie wuten, da er der Herr 
sei.
JOH 21:13 Jesus kommt und nimmt das Brot und gibt es ihnen, und ebenso die 
Fische.
JOH 21:14 Das war nun schon das drittemal, da Jesus sich den Jngern 
offenbarte nach seiner Auferweckung von den Toten.
JOH 21:15 Als sie dann frhstckten, sagt Jesus zu Simon Petrus: Simon 
Johannes', hast du mich lieber als diese? Sagt er zu ihm: ja, Herr, du 
weit, da ich dich liebe. Sagte er zu ihm: weide meine Lmmer.
JOH 21:16 Sagt er wiederum zum zweitenmale zu ihm: Simon Johannes', hast 
du mich lieb? Er sagt zu ihm: ja, Herr, du weit, da ich dich liebe. Sagt 
er zu ihm: leite meine Schfchen.
JOH 21:17 Sagt er zum drittenmale zu ihm: Simon Johannes', liebst du mich? 
Petrus ward bekmmert, weil er zum drittenmal zu ihm sagte: liebst du 
mich? und sagte zu ihm: Herr, du weit alles; du erkennst, da ich dich 
liebe. Sagt Jesus zu ihm: weide meine Schfchen.
JOH 21:18 Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: als du jung warest, grtetest 
du dich selbst, und wandeltest wo du hin wolltest. Wenn du aber alt wirst, 
so wirst du deine Hnde ausstrecken, und ein anderer wird dich grten und 
fhren, wo du nicht hin willst.
JOH 21:19 Das sagte er aber, zu bezeichnen, mit welchem Tode er Gott 
verherrlichen werde. Und als er dies gesagt hatte, sagt er zu ihm: folge 
mir.
JOH 21:20 Petrus wendet sich um und sieht den Jnger, welchen Jesus lieb 
hatte, folgen, denselben, der auch beim Mahl sich an seine Brust lehnte 
und sagte: Herr, wer ists, der dich verrt?
JOH 21:21 Als nun Petrus diesen sah, sagt er zu Jesus: Herr, was ist es 
aber mit diesem?
JOH 21:22 Sagt Jesus zu ihm: wenn ich will, da er bleibe, bis ich komme, 
was geht es dich an? Du folge mir.
JOH 21:23 So gieng denn dieses Wort aus zu den Brdern, da jener Jnger 
nicht sterbe. Und Jesus hat nicht zu ihm gesagt: er sterbe nicht, sondern: 
wenn ich will, da er bleibe, bis ich komme, was geht es dich an?
JOH 21:24 Dies ist der Jnger, der fr dieses zeugt und dieses geschrieben 
hat, und wir wissen, da sein Zeugnis wahr ist.
JOH 21:25 Es gibt aber noch viele andere Thaten die Jesus gethan; und wenn 
man sie alle einzeln beschreiben wollte, so wrde die Welt selbst, meine 
ich, die Bcher nicht fassen, die da geschrieben wrden.
ACT 1:1 In meiner ersten Erzhlung, o Theophilus, habe ich davon 
gehandelt, was Jesus alles that und lehrte,
ACT 1:2 von Anfang an bis zu dem Tage, da er erhoben ward, nachdem er den 
Aposteln Auftrge gegeben durch den heiligen Geist, welche er auserwhlt 
hatte,
ACT 1:3 welchen er sich auch lebendig erwies nach seinem Leiden durch 
viele Beweise, indem er sich sehen lie vierzig Tage lang, und ber das 
Reich Gottes Aufschlu gab.
ACT 1:4 Da er nun so mit ihnen zusammen war, befahl er ihnen sich nicht 
von Jerusalem zu entfernen, sondern abzuwarten die Verheiung des Vaters, 
die ihr von mir gehrt habt;
ACT 1:5 denn Johannes taufte mit Wasser, ihr aber sollt in heiligem Geiste 
getauft werden, in wenigen Tagen von jetzt ab.
ACT 1:6 Da fragten ihn die Versammelten: Herr, richtest du in dieser Zeit 
das Reich wieder auf fr Israel?
ACT 1:7 Er sprach zu ihnen: es ist nicht eure Sache, Zeiten und Fristen zu 
kennen, die der Vater bestimmt hat in seiner Vollmacht;
ACT 1:8 aber ihr werdet Kraft empfangen, wenn der heilige Geist auf euch 
kommt, und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem, und in ganz Juda und 
Samaria, und bis ans Ende der Erde.
ACT 1:9 Und als er dies gesagt, ward er unter ihrem Zuschauen in die Hhe 
gehoben, und eine Wolke nahm ihn auf von ihren Augen weg.
ACT 1:10 Und wie sie ihre Augen auf den Himmel hefteten, whrend er dahin 
gieng, siehe, da standen bei ihnen zwei Mnner in weien Kleidern,
ACT 1:11 dieselben sprachen: ihr Galilische Mnner, was steht ihr und 
blickt gen Himmel? Dieser Jesus, der von euch weg zum Himmel erhoben ward, 
der wird ebenso kommen, in derselben Weise, wie ihr ihn gesehen habt in 
den Himmel dahin gehen.
ACT 1:12 Hierauf kehrten sie zurck nach Jerusalem vom Berge, den man 
Oelberg heit und der nahe bei Jerusalem liegt, einen Sabbatweg weit.
ACT 1:13 Und als sie hineingekommen, giengen sie in das Obergemach hinauf, 
wo sie sich aufzuhalten pflegten: Petrus und Johannes, und Jakobus und 
Andreas, Philippus und Thomas, Bartholomus und Matthus, Jakobus des 
Alphus Sohn und Simon der Eiferer, und Judas des Jakobus Sohn.
ACT 1:14 Diese alle beharrten da einmthig im Gebet nebst Frauen, und 
Mariam der Mutter des Jesus und mit seinen Brdern.
ACT 1:15 Und in diesen Tagen stand Petrus auf inmitten der Brder und 
sprach (und es waren etwa hundertundzwanzig Personen beisammen):
ACT 1:16 ihr Mnner und Brder, es mute die Schrift erfllt werden, 
welche der heilige Geist vorausgeredet hat durch den Mund Davids ber 
Judas, der den Fhrer gemacht hat fr die Hscher Jesus'
ACT 1:17 weil er zu uns gezhlt war und das Los dieses Dienstes empfangen 
hatte.
ACT 1:18 Dieser also erwarb sich einen Acker vom Lohne der 
Ungerechtigkeit, und er that einen Sturz kopfber, und barst mitten 
entzwei, und alle seine Eingeweide wurden ausgeschttet;
ACT 1:19 was denn auch kund wurde bei allen Einwohnern von Jerusalem, so 
da jener Acker in ihrer Sprache den Namen Akeldama erhielt, das heit 
Blutacker.
ACT 1:20 Denn es steht geschrieben im Psalmbuch: Seine Htte soll de 
werden, und niemand darin wohnen, und: Sein Amt soll ein Anderer 
bernehmen.
ACT 1:21 So mu nun einer von den Mnnern, welche mit uns gezogen sind die 
ganze Zeit ber, da der Herr Jesus bei uns ein- und ausging,
ACT 1:22 von dem Anfang mit der Taufe des Johannes an bis zu dem Tage, da 
er auferhoben ward von uns weg, von diesen einer mu Zeuge mit uns werden 
fr seine Auferstehung.
ACT 1:23 Und sie stellten zwei auf, Joseph mit Namen Barsabbas, der den 
Beinamen Justus fhrte, und Matthias,
ACT 1:24 und beteten also: du Herr, Herzenskenner ber alle, zeige du, 
welchen von diesen beiden du auserwhlt hast, einzunehmen die Stelle 
dieser Bedienstung und Sendung,
ACT 1:25 von der Judas abgetreten ist, um an seinen eigenen Ort zu gehen;
ACT 1:26 und gaben ihnen Lose, und das Los fiel auf Matthias, und er wurde 
den elf Aposteln beigesellt.
ACT 2:1 Und als der Pfingsttag gekommen, waren sie alle an einem Orte 
beisammen,
ACT 2:2 und es kam pltzlich ein Brausen vom Himmel wie wenn ein Sturmwind 
daherfhrt, und erfllte das ganze Haus wo sie saen,
ACT 2:3 und es erschienen ihnen Zungen die sich verteilten wie von Feuer, 
und es setzte sich auf jeden einzelnen von ihnen,
ACT 2:4 und sie wurden alle voll heiligen Geistes, und fiengen an mit 
anderen Zungen zu reden, wie der Geist es ihnen gab auszusprechen.
ACT 2:5 Es waren aber in Jerusalem wohnhaft Juden, fromme Mnner von allen 
Vlkern unter dem Himmel her.
ACT 2:6 Als aber diese Stimme ertnte, strmte die Menge zusammen, und war 
berrascht, denn jeder hrte sie in seiner eigenen Sprache reden.
ACT 2:7 Sie staunten aber alle zusammen und verwunderten sich und 
sprachen: sind nicht alle diese, die da reden, Galiler?
ACT 2:8 wie kommt es, da wir jeder seine Sprache hren, in der wir 
geboren sind -ACT 2:9 Parther und Meder und Elamiter, und die Bewohner von 
Mesopotamia, Juda und Kappadokia, Pontus und Asia,
ACT 2:10 Phrygia und Pamphylia, Aegyptus und dem Libyschen Lande bei 
Kyrene, und die sich hier aufhaltenden Rmer,
ACT 2:11 Juden und Proselyten, Kreter und Araber, - wir hren sie reden 
mit unseren Zungen von den groen Thaten Gottes?
ACT 2:12 Sie staunten aber alle zusammen und wuten nicht Bescheid, und 
sprachen einer zum andern: was will das sein?
ACT 2:13 Andere aber spotteten und sagten: sie sind voll sen Weins.
ACT 2:14 Es stellte sich aber Petrus auf mit den Elf, erhob seine Stimme 
und sprach sie an:
ACT 2:15 Keineswegs sind diese trunken, wie ihr unterstellt; ist es doch 
die dritte Stunde am Tag;
ACT 2:16 sondern dies ist, was gesagt ist durch den Propheten Joel:
ACT 2:17 Und es wird sein in den letzten Tagen, spricht Gott, da giee ich 
aus von meinem Geist ber alles Fleisch, und eure Shne und eure Tchter 
werden weissagen, und eure Jnglinge werden Gesichte sehen, und eure 
Greise werden Trume trumen,
ACT 2:18 ja ber meine Knechte und ber meine Mgde giee ich aus in jenen 
Tagen von meinem Geist, und sie werden weissagen.
ACT 2:19 Und ich werde Wunder geben im Himmel oben und Zeichen auf der 
Erde unten, Blut und Feuer und Rauchqualm.
ACT 2:20 Die Sonne wird sich in Finsternis wandeln und der Mond in Blut, 
bevor da kommt der groe Tag des Herrn, der herrliche.
ACT 2:21 Und es wird geschehen, da jeder, der den Namen des Herrn anruft, 
wird gerettet werden.
ACT 2:22 Ihr israelitische Mnner, hret diese Worte: Jesus, den Nazorer, 
einen Mann erwiesen von Gott her bei euch mit gewaltigen Thaten und 
Wundern und Zeichen, die Gott durch ihn gethan hat in eurer Mitte, wie ihr 
selbst wisset,
ACT 2:23 diesen, hinaus gegeben durch den beschlossenen Willen und die 
Voraussicht Gottes, habt ihr durch die Hand der Gesetzlosen ans Kreuz 
geschlagen und gettet;
ACT 2:24 ihn hat Gott auferweckt, indem er die Wehen des Todes brach, wie 
es denn nicht mglich war, da er von demselben behalten wrde.
ACT 2:25 Denn David sagt auf ihn: Ich sah den Herrn vor mir bestndig; 
weil er ist zu meiner Rechten, damit ich nicht wanke.
ACT 2:26 Darum wurde mein Herz froh und meine Zunge jubelte;
ACT 2:27 aber auch mein Fleisch noch wird auf Hoffnung ruhen, weil du 
meine Seele nicht in der Unterwelt lassen wirst, noch deinen Heiligen 
Verwesung sehen lassen.
ACT 2:28 Du hast mir Pfade des Lebens kund gethan, du wirst mich erfllen 
mit Wonne vor deinem Angesicht.
ACT 2:29 Ihr Mnner und Brder, ich darf es offen zu euch sagen: was den 
Patriarchen David betrifft, so ist er gestorben und begraben, und sein 
Denkmal ist unter uns bis auf diesen Tag.
ACT 2:30 Da er nun Prophet war, und wute, da ihm Gott zugeschworen hatte 
seinen Thron zu besetzen mit Frucht seiner Lende,
ACT 2:31 so hat er in Voraussicht geredet von der Auferstehung des 
Christus, da der nicht der Unterwelt berlassen sei, noch sein Fleisch 
die Verwesung sehe.
ACT 2:32 Diesen, Jesus hat Gott auferweckt, davon wir alle Zeugen sind.
ACT 2:33 Nachdem er nun zur Rechten Gottes erhht ward und er auch die 
Verheiung des heiligen Geistes vom Vater in Empfang genommen hat, so hat 
er ausgegossen dieses, was ihr sehet und hret.
ACT 2:34 Denn David ist nicht zum Himmel aufgestiegen; er sagt aber:
ACT 2:35 Es sprach der Herr zu meinem Herrn: setze dich zu meiner Rechten, 
bis ich lege deine Feinde unter deine Fe.
ACT 2:36 So erkenne nun das ganze Haus Israel zweifellos, da ihn Gott zum 
Herrn und Christus gemacht hat, diesen Jesus, welchen ihr gekreuzigt habt.
ACT 2:37 Wie sie aber das hrten, gieng es ihnen durchs Herz, und sie 
sagten zu Petrus und den brigen Aposteln: was sollen wir thun, ihr Mnner 
und Brder?
ACT 2:38 Petrus aber zu ihnen: thut Bue, und lasse sich ein jeder von 
euch taufen in dem Namen Jesus Christus zur Vergebung eurer Snden, so 
werdet ihr die Gabe des heiligen Geistes empfangen.
ACT 2:39 Denn euch gilt die Verheiung und euren Kindern, und allen denen 
in der Ferne, so viel ihrer der Herr unser Gott herbeiruft.
ACT 2:40 Und noch mit vielen weiteren Reden beschwor und ermahnte er sie 
und sagte: lasset euch erretten aus diesem verkehrten Geschlecht.
ACT 2:41 Die nun sein Wort annahmen, lieen sich taufen, und kamen an 
jenem Tage hinzu ungefhr dreitausend Seelen.
ACT 2:42 Sie beharrten aber in der Lehre der Apostel und der Gemeinschaft, 
im Brotbrechen und den Gebeten.
ACT 2:43 Furcht aber ergriff alle Seelen; viele Wunder und Zeichen aber 
geschahen durch die Apostel in Jerusalem, und groe Furcht lag auf allen.
ACT 2:44 Alle aber, die glubig geworden, hielten zusammen und hatten 
alles gemeinsam,
ACT 2:45 und sie verkauften ihre Gter und Habe, und verteilten es unter 
alle, je nach dem Bedrfnis eines jeden.
ACT 2:46 Und indem sie tglich einmtig ausharrten im Tempel und zu Hause 
das Brot brachen, genossen sie ihre Nahrung in Jubel und Einfalt des 
Herzens,
ACT 2:47 unter Lob Gottes und gutem Einvernehmen mit dem ganzen Volk. Der 
Herr aber fgte ihrer Vereinigung tglich bei, die sich retten lieen.
ACT 3:1 Petrus aber und Johannes stiegen hinauf in den Tempel zur 
Gebetsstunde, der neunten.
ACT 3:2 Und es wurde eben ein von Mutterleib an lahmer Mann 
herbeigetragen, den man tglich an das sogenannte schne Thor des Tempels 
setzte, um Almosen von den Besuchern des Tempels zu erbetteln.
ACT 3:3 Als derselbe Petrus und Johannes sah, wie sie in den Tempel 
eintreten wollten, bat er sie um ein Almosen.
ACT 3:4 Petrus aber mit Johannes blickte ihn an und sagte: siehe her zu 
uns.
ACT 3:5 Er aber spannte auf sie, in der Erwartung etwas von ihnen zu 
bekommen.
ACT 3:6 Petrus aber sprach: Silber und Gold habe ich nicht, was ich aber 
habe, das gebe ich dir: im Namen Jesus Christus, des Nazorers: wandle.
ACT 3:7 Und er fate ihn an der rechten Hand und richtete ihn auf; alsbald 
aber wurden seine Sohlen und Knchel fest,
ACT 3:8 und er sprang auf und stand, und wandelte, und trat mit ihnen in 
den Tempel, gieng herum und sprang, und lobte Gott.
ACT 3:9 Und das ganze Volk sah ihn herumgehen und Gott loben.
ACT 3:10 Sie erkannten ihn aber als den, der zum Almosen gesessen am 
schnen Thor des Tempels, und wurden voll Staunens und Begeisterung ber 
dem, was mit ihm vorgegangen.
ACT 3:11 Whrend er aber den Petrus und den Johannes festhielt, strmte 
das ganze Volk auer sich bei ihnen zusammen, in der sogenannten Halle 
Salomos.
ACT 3:12 Da es aber Petrus sah, redete er das Volk an: Ihr israelitische 
Mnner, was wundert ihr euch ber diesem, oder was sehet ihr uns an, als 
htten wir durch eigene Kraft und Frmmigkeit bewirkt, da er wandelt?
ACT 3:13 Der Gott Abrahams und Gott Isaaks und Gott Jakobs, der Gott 
unserer Vter hat seinen Knecht Jesus verherrlicht, den ihr ausgeliefert 
und verleugnet habt vor Pilatus, da dieser beschlossen hatte ihn 
loszulassen,
ACT 3:14 ihr aber habt den Heiligen und Gerechten verleugnet, und euch 
einen Mrder freigebeten.
ACT 3:15 Den Anfhrer des Lebens aber habt ihr gettet, den Gott von den 
Toten auferweckt hat, wovon wir Zeugen sind.
ACT 3:16 Und auf den Glauben an seinen Namen hat diesen hier, den ihr seht 
und kennt, sein Name fest gemacht, und der Glaube der durch ihn geht, hat 
demselben diese seine gesunden Glieder wieder geschenkt, vor euch allen.
ACT 3:17 Und nun Brder, ich wei, da ihr es in Unwissenheit gethan, 
sowie auch eure Oberen.
ACT 3:18 Gott aber hat also erfllt, was er voraus verkndet hatte durch 
aller Propheten Mund: da sein Christus leiden solle.
ACT 3:19 So thut denn Bue und bekehrt euch, da eure Snden ausgelscht 
werden,
ACT 3:20 auf da da kommen Zeiten der Erquickung vom Angesicht des Herrn, 
und er absende den fr euch zuvor bestellten Christus Jesus,
ACT 3:21 welchen der Himmel aufnehmen mu bis zu den Zeiten da alles 
hereingebracht wird, was Gott geredet hat durch den Mund seiner heiligen 
Propheten von jeher.
ACT 3:22 Moses hat gesagt: Einen Propheten wird euch der Herr Gott 
erwecken aus euren Brdern wie mich; auf ihn sollt ihr hren in Allem, was 
er zu euch redet.
ACT 3:23 Es soll aber geschehen, da jede Seele, die nicht auf jenen 
Propheten hrt, wird ausgetilgt werden aus dem Volk.
ACT 3:24 Und alle die Propheten von Samuel an und in den folgenden Zeiten, 
so viel ihrer geredet, haben auch diese Tage verkndet.
ACT 3:25 Ihr seid die Shne der Propheten und des Bundes, welchen Gott mit 
unseren Vtern schlo, da er zu Abraham sagte: Und in deinem Samen sollen 
alle Geschlechter der Erde gesegnet werden.
ACT 3:26 Euch zuerst hat Gott seinen Knecht aufgestellt, und abgesandt 
euch zu segnen durch Bekehrung eines jeden von euren Bosheiten.
ACT 4:1 Da sie aber zum Volke in solcher Weise redeten, machten sich die 
Priester heran und der Kommandant des Tempels und die Sadducer,
ACT 4:2 im Aerger darber, da sie das Volk belehrten, und an Jesus die 
Auferstehung von den Toten verkndeten,
ACT 4:3 und legten Hand an sie und setzten sie in Gewahrsam auf morgen. 
Denn es war schon Abend.
ACT 4:4 Viele aber von denen, die das Wort hrten, wurden glubig, und es 
belief sich die Zahl auf fnftausend Mann.
ACT 4:5 Es geschah aber, da am folgenden Tage sich ihre Oberen, Aeltesten 
und Schriftgelehrten in Jerusalem versammelten,
ACT 4:6 (ebenso Annas der Hohepriester, und Kaiphas, und Johannes und 
Alexander, und wer vom hohenpriesterlichen Stamm da war),
ACT 4:7 und sie lieen sie vorfhren und forschten: durch welche Kraft 
oder durch welchen Namen habt ihr das gethan?
ACT 4:8 Hierauf ward Petrus voll heiligen Geistes, und sagte zu ihnen: Ihr 
Obere des Volks und Aelteste,
ACT 4:9 wenn wir heute uns zu verantworten haben wegen der Wohlthat, an 
einem gebrechlichen Menschen, durch wen der gerettet ward,
ACT 4:10 so mge euch allen und dem ganzen Volke Israel kund sein, da in 
dem Namen Jesus Christus', des Nazorers, den ihr gekreuzigt habt, den 
Gott von den Toten auferweckt hat, da darin dieser gesund vor euch steht.
ACT 4:11 Dieser ist der Stein, der von euch den Bauleuten verachtet ward, 
der zum Eckstein geworden ist.
ACT 4:12 Und es ist in keinem andern Heil, gibt es doch auch keinen andern 
Namen unter dem Himmel, der den Menschen gegeben wre, dadurch wir 
gerettet werden sollen.
ACT 4:13 Da sie aber den Freimut des Petrus und Johannes sahen, und 
erfahren hatten, da es ungelehrte und ungebildete Leute seien, wunderten 
sich sich. Sie erkannten sie als Genossen Jesus',
ACT 4:14 und zugleich sahen sie den geheilten Menschen bei ihnen stehen, 
da wuten sie nichts zu entgegnen.
ACT 4:15 Sie lieen sie aber aus dem Synedrium hinausfhren, und berieten 
mit einander
ACT 4:16 also: was sollen wir mit diesen Leuten machen? Denn da ein 
deutliches Zeichen durch sie geschehen, ist allen Einwohnern von Jerusalem 
offenbar und knnen wir nicht leugnen.
ACT 4:17 Aber damit es sich nicht weiter verbreite im Volk, so wollen wir 
sie bedrohen, nichts mehr auf diesen Namen zu irgend jemand zu reden.
ACT 4:18 Und sie riefen sie und befahlen ihnen durchaus nichts verlauten 
zu lassen noch zu lehren auf den Namen Jesus'.
ACT 4:19 Petrus und Johannes aber antworteten ihnen also: ob es recht ist 
vor Gott, auf euch mehr zu hren als auf Gott, das urteilt selbst:
ACT 4:20 wir knnen ja nicht unterlassen davon zu reden, was wir gesehen 
und gehrt haben.
ACT 4:21 Jene aber entlieen sie unter Drohungen, denn sie fanden keinen 
Weg, sie zu strafen, dem Volk gegenber, weil alles Gott pries ber dem 
Geschehenen.
ACT 4:22 Denn der Mensch war ber vierzig Jahre alt, an welchem dieses 
Zeichen der Heilung geschehen war.
ACT 4:23 Nachdem sie aber freigelassen waren, giengen sie zu den Ihrigen 
und berichteten, was die Hohenpriester und die Aeltesten zu ihnen gesagt 
hatten.
ACT 4:24 Als diese es vernahmen, erhoben sie einmtig ihre Stimme zu Gott 
und sprachen: Herr, der du hast den Himmel gemacht und die Erde, und das 
Meer, und alles was darinnen ist,
ACT 4:25 der du durch heiligen Geist im Munde unseres Vaters, deines 
Knechtes David gesprochen hast: Was tobten die Nationen und sannen die 
Vlker Eitles?
ACT 4:26 Die Knige der Erde sind erschienen und die Herrscher haben sich 
versammelt, wider den Herrn und wider seinen Christus.
ACT 4:27 Sie haben sich versammelt in Wirklichkeit in dieser Stadt wider 
deinen heiligen Knecht Jesus, den du gesalbt, Herodes und Pontius Pilatus 
mit den Heiden und den Vlkern Israels,
ACT 4:28 zu thun, was deine Hand und dein Rat voraus bestimmt hatte.
ACT 4:29 Und nun, Herr, achte du auf ihre Drohungen, und verleihe deinen 
Knechten, mit allem Freimut dein Wort zu reden,
ACT 4:30 indem du deine Hand ausstreckst zur Heilung, und da Zeichen und 
Wunder geschehen durch den Namen deines heiligen Knechtes Jesus.
ACT 4:31 Und als sie gebetet, erbebte der Ort wo sie versammelt waren und 
sie wurden alle erfllt vom heiligen Geist, und redeten das Wort Gottes 
frei heraus.
ACT 4:32 Die Menge der glubig gewordenen aber war ein Herz und eine 
Seele, und keiner nannte ein Stck von seiner Habe sein eigen, sondern sie 
hatten alles gemein.
ACT 4:33 Und mit groer Kraft gaben die Apostel das Zeugnis von der 
Auferstehung des Herrn Jesus Christus, und groe Gunst fiel ihnen allen zu.
ACT 4:34 Es gab auch keine Bedrftigen mehr unter ihnen; die Besitzer von 
Grundstcken oder Husern waren, verkauften es, brachten den Erls des 
Verkauften,
ACT 4:35 und legten ihn den Aposteln zu Fen; dann wurde es verteilt an 
jedermann je nach eines Bedrfnis.
ACT 4:36 Joseph aber, der von den Aposteln den Namen Barnabas erhalten, 
was bersetzt heit: Sohn des Trostes, ein Levite, Cyprier nach der 
Herkunft,
ACT 4:37 verkaufte einen Acker den er besa, brachte das Geld und legte es 
den Aposteln zu Fen.
ACT 5:1 Ein Mann aber mit Namen Ananias nebst seiner Frau Sapphira 
verkaufte ein Gut,
ACT 5:2 unterschlug vom Erls mit Vorwissen auch der Frau, und brachte 
einen Teil davon und legte ihn den Aposteln zu Fen.
ACT 5:3 Petrus aber sprach: Ananias, warum hat der Satan dein Herz 
erfllt, den heiligen Geist zu belgen und zu unterschlagen vom Erls aus 
dem Lande?
ACT 5:4 Konntest du es nicht behalten als dein Eigentum, und ebenso nach 
dem Verkauf frei verfgen ber das Deinige? Warum hast du dir das in den 
Sinn gesetzt? Du hast nicht Menschen belogen, sondern Gott.
ACT 5:5 Wie aber Ananias diese Worte hrte, fiel er nieder und verschied; 
und groe Furcht kam ber alle, die es hrten.
ACT 5:6 Die jungen Mnner aber standen auf, rafften ihn zusammen und 
trugen ihn hinaus, und begruben ihn.
ACT 5:7 Nach Verflu von etwa drei Stunden aber trat auch seine Frau ein, 
die von dem Vorgefallenen nichts wute.
ACT 5:8 Petrus aber redete sie an: sage mir, ob ihr das Land um so und so 
viel abgegeben habet? Sie aber sagte: ja um so viel.
ACT 5:9 Petrus aber sagte zu ihr: was ist das, da ihr zusammen ausgemacht 
habt, den Geist des Herrn zu versuchen? Siehe, die Fe derer, die deinen 
Mann begraben haben, sind an der Thre, sie werden dich hinaustragen.
ACT 5:10 Da fiel sie sogleich zu seinen Fen nieder und verschied. Als 
aber die jungen Mnner eintraten, fanden sie sie tot, und trugen sie 
hinaus, und begruben sie bei ihrem Manne.
ACT 5:11 Und es kam groe Furcht ber die ganze Gemeinde und ber alle, 
welche dieses hrten.
ACT 5:12 Durch die Hand der Apostel aber geschahen viele Zeichen und 
Wunder im Volk; und sie pflegten alle sich zu vereinigen in der Halle 
Salomos.
ACT 5:13 Von den brigen aber wagte niemand sich ihnen anzuschlieen, 
sondern das Volk sah an ihnen hinauf.
ACT 5:14 Um so mehr aber wuchs die Zahl derer, die an den Herrn glaubten, 
Scharen von Mnnern und Frauen.
ACT 5:15 So da sie die Kranken selbst auf die Straen hinausbrachten und 
auf Betten und Bahren hinlegten, damit wenn Petrus kme, doch sein 
Schatten auf einen von ihnen fallen mge.
ACT 5:16 Es strmte aber auch die Menge von den Stdten der Umgegend 
Jerusalems zusammen, und sie brachten Kranke und solche, die von unreinen 
Geistern belstigt waren, die wurden alle geheilt.
ACT 5:17 Der Hohepriester aber erhob sich samt seinem ganzen Anhang, das 
heit der Sekte der Sadducer, und sie wurden voll Eifersucht,
ACT 5:18 und legten Hand an die Apostel, und setzten sie in ffentliches 
Gefngnis.
ACT 5:19 Ein Engel des Herrn aber ffnete bei Nacht die Thren des 
Gefngnisses, fhrte sie heraus und sprach:
ACT 5:20 gehet hin und tretet auf, und verkndet im Tempel dem Volke ohne 
Vorbehalt die Worte von diesem Leben.
ACT 5:21 Da sie aber das hrten, giengen sie um die Morgenfrhe in den 
Tempel und lehrten. Der Hohepriester aber stellte sich ein mit seinem 
Anhang, und sie riefen das Synedrium zusammen und die ganze 
Aeltestenschaft der Shne Israels, und schickten ins Gefngnis sie zu 
holen.
ACT 5:22 Die Diener aber, da sie hinkamen, fanden sie nicht im Gefngnis. 
Sie kehrten aber zurck und berichteten:
ACT 5:23 das Gefngnis haben wir mit aller Sorgfalt verschlossen gefunden, 
und die Wchter an den Thren stehend; aber da wir ffneten, haben wir 
drinnen niemand gefunden.
ACT 5:24 Wie aber der Kommandant des Tempels und die Hohenpriester diese 
Dinge hrten, sannen sie vergeblich darber, was das sein solle.
ACT 5:25 Es erschien aber einer, und meldete ihnen: siehe, die Mnner, die 
ihr ins Gefngnis gesetzt, stehen im Tempel und lehren das Volk.
ACT 5:26 Hierauf gieng der Kommandant mit seinen Leuten hin, und holte 
sie, nicht mit Gewalt, denn sie frchteten sich vor dem Volke, sie mchten 
gesteinigt werden.
ACT 5:27 Sie brachten sie aber vor das Synedrium, und der Hohepriester 
befragte sie
ACT 5:28 also: wir haben euch doch strenge befohlen, nicht auf diesen 
Namen zu lehren, und siehe, ihr habt Jerusalem erfllt mit eurer Lehre, 
und wollt auf uns das Blut dieses Menschen bringen.
ACT 5:29 Petrus aber und die Apostel antworteten: man mu Gott mehr 
gehorchen als Menschen.
ACT 5:30 Der Gott unserer Vter hat Jesus auferweckt, den ihr hingerichtet 
hattet durch Aufhngen am Holz.
ACT 5:31 Den hat Gott als Fhrer und Erlser erhht zu seiner Rechten, zu 
geben Israel Bue und Sndenvergebung.
ACT 5:32 Und wir sowohl sind Zeugen dieser Dinge, als auch der heilige 
Geist, welchen Gott gegeben denen, die ihm gehorchen.
ACT 5:33 Sie aber, da sie dieses hrten, ergrimmten sie und waren 
entschlossen sie umzubringen.
ACT 5:34 Es stand aber im Synedrium ein Phariser auf, mit Namen Gamaliel, 
ein bei allem Volk angesehener Gesetzeslehrer, hie die Leute einen 
Augenblick hinausfhren,
ACT 5:35 und sprach zu ihnen: ihr israelitische Mnner, nehmt euch in Acht 
bei diesen Leuten mit eurem Vorhaben.
ACT 5:36 Denn vor diesen Tagen stand auf Theudas, der machte etwas aus 
sich, dem hiengen etwa vierhundert Mnner an; er wurde gettet, und alle 
die sich zu ihm hielten, versprengt und vernichtet.
ACT 5:37 Nach ihm stand auf Judas der Galiler, in den Tagen der 
Schatzung, und brachte ein Volk zum Abfall unter seiner Fhrung; und er 
gieng zu Grunde, und alle die zu ihm gehalten, wurden zerstreut.
ACT 5:38 Und fr diesmal sage ich euch, lasset ab von diesen Leuten und 
gebt sie frei (denn wenn der Plan oder das Werk von Menschen ist, so wird 
es zu nichte werden;
ACT 5:39 ist es aber aus Gott, so vermget ihr nicht sie zu vernichten) um 
nicht gar als Gotteswidersacher erfunden zu werden. Sie folgten ihm aber,
ACT 5:40 lieen die Apostel rufen, und mit Ruten zchtigen, und befahlen 
ihnen nicht auf den Namen Jesus' zu reden, und entlieen sie.
ACT 5:41 Da zogen sie mit Freude ab aus dem Synedrium, weil sie gewrdigt 
worden, um des Namens willen beschimpft zu werden.
ACT 5:42 Und sie lieen nicht ab, tglich im Tempel und zu Hause zu 
lehren, und die frohe Botschaft von Christus Jesus zu verknden.
ACT 6:1 In diesen Tagen aber entstand bei der Vermehrung der Jnger ein 
Murren der Hellenisten gegen die Hebrer, weil ihre Witwen bei der 
tglichen Verpflegung zurckgesetzt wurden.
ACT 6:2 Die Zwlf aber beriefen die Versammlung der Jnger und sprachen: 
es will uns nicht gefallen, da wir das Wort Gottes versumen mssen, um 
den Tischdienst zu besorgen.
ACT 6:3 Sehet euch doch um, Brder, nach sieben bewhrten Mnnern aus 
eurer Mitte, voll von Geist und Weisheit, welche wir fr dieses Bedrfnis 
aufstellen wollen.
ACT 6:4 Wir aber wollen beharren im Gebet und Dienst des Wortes.
ACT 6:5 Und die Rede fand Beifall bei der ganzen Versammlung, und sie 
whlten Stephanus, einen Mann voll Glaubens und heiligen Geistes, und 
Philippus und Prochorus, und Nikanor, und Timon, und Parmenas, und 
Nikolaus einen Proselyten von Antiochien.
ACT 6:6 Die stellten sie den Aposteln vor, und sie beteten und legten 
ihnen die Hnde auf.
ACT 6:7 Und das Wort Gottes breitete sich aus, und die Zahl der Jnger in 
Jerusalem vermehrte sich stark, und eine groe Menge von Priestern 
unterwarf sich dem Glauben.
ACT 6:8 Stephanus aber, voll Gnade und Kraft, that Wunder und groe 
Zeichen unter dem Volke.
ACT 6:9 Es standen aber etliche auf von den Mitgliedern der sogenannten 
Synagoge der Libertiner und Kyrener und Alexandriner und derer von 
Kilikia und Asia, und disputierten mit Stephanus,
ACT 6:10 und vermochten der Weisheit und dem Geist, womit er sprach, nicht 
zu widerstehen.
ACT 6:11 Da stifteten sie Mnner auf, auszusagen: wir haben ihn 
Lsterworte reden hren auf Moses und Gott.
ACT 6:12 Und sie wiegelten das Volk auf, und die Aeltesten und die 
Schriftgelehrten, und paten ihm auf, griffen ihn und schleppten ihn in 
das Synedrium.
ACT 6:13 Und stellten falsche Zeugen auf, auszusagen: Dieser Mensch lt 
nicht ab, Reden zu fhren gegen die heilige Sttte und das Gesetz.
ACT 6:14 Denn wir haben ihn sagen hren: dieser Jesus der Nazorer wird 
diese Sttte zerstren, und die Sitten ndern, welche uns Moses gegeben 
hat.
ACT 6:15 Und da sie alle auf ihn blickten, die im Synedrium saen, sahen 
sie sein Antlitz wie eines Engels Antlitz.
ACT 7:1 Der Hohepriester aber sprach: ist dem so?
ACT 7:2 Er aber sprach: Ihr Mnner, Brder und Vter, hret. Der Gott der 
Herrlichkeit erschien unserem Vater Abraham, da er in Mesopotamia war, ehe 
er sich in Haran niederlie,
ACT 7:3 und sprach zu ihm: ziehe weg aus deinem Lande und von deiner 
Verwandtschaft, und komm her in das Land, das ich dir zeigen will.
ACT 7:4 Da zog er weg aus dem Chalder Land und lie sich nieder in Haran. 
Und von da versetzte er ihn nach seines Vaters Tod in dieses Land, welches 
ihr jetzt bewohnet.
ACT 7:5 Und er gab ihm keinen Erbbesitz darin, auch nicht einen Fu breit, 
aber er verhie es zum Besitz zu geben ihm und seinem Samen nach ihm, zur 
Zeit da er noch kein Kind hatte.
ACT 7:6 Gott sprach aber also: dein Same soll Beisasse sein in einem 
fremden Land, und sie werden ihn knechten und mihandeln vierhundert Jahre.
ACT 7:7 Und das Volk, dem sie dienen werden, will ich richten, sprach 
Gott, und nach diesem werden sie ausziehen und mir dienen an diesem Orte.
ACT 7:8 Und er gab ihm den Bund der Beschneidung; und solchergestalt 
zeugte er den Isaak und beschnitt ihn am achten Tage, und Isaak den Jakob, 
und Jakob die zwlf Patriarchen.
ACT 7:9 Und die Patriarchen waren eiferschtig gegen Joseph und verkauften 
ihn nach Aegypten; und Gott war mit ihm.
ACT 7:10 Und er errettete ihn aus allen seinen Drangsalen, und gab ihm 
Gnade und Weisheit vor Pharao, dem Knig von Aegypten, und er bestellte 
ihn als Regenten ber Aegypten und ber sein ganzes Haus.
ACT 7:11 Es kam aber eine Hungersnot ber ganz Aegypten und Kanaan, und 
eine groe Bedrngnis, und unsere Vter trieben keine Frchte auf.
ACT 7:12 Da aber Jakob hrte, da es in Aegypten Getreide gebe, schickte 
er unsere Vter zum ersten male ab;
ACT 7:13 und beim zweiten mal gab sich Joseph seinen Brdern zu erkennen, 
und es wurde dem Pharao seine Abstammung bekannt.
ACT 7:14 Joseph aber schickte aus, und lie seinen Vater Jakob kommen und 
seine ganze Verwandtschaft, fnf und siebenzig Seelen stark.
ACT 7:15 Jakob aber zog hinunter nach Aegypten und starb, er selbst und 
unsere Vter,
ACT 7:16 und sie wurden nach Sichem gebracht und bestattet in dem Grab, 
welches Abraham um eine Summe Silber gekauft hatte, von den Shnen Emmor 
in Sichem.
ACT 7:17 Wie aber die Zeit der Verheiung herbeikam, die Gott dem Abraham 
angekndigt hatte, da mehrte sich das Volk und breitete sich aus in 
Aegypten,
ACT 7:18 bis da ein anderer Knig ber Aegypten aufkam, welcher von 
Joseph nichts wute.
ACT 7:19 Dieser berlistete unser Geschlecht und zwang die Vter, ihre 
Kinder auszusetzen, da sie nicht am Leben blieben.
ACT 7:20 In dieser Zeit ward Moses geboren, der gefiel Gott. Er wurde drei 
Monate lang im Hause seines Vaters aufgezogen.
ACT 7:21 Da er aber ausgesetzt wurde, nahm ihn die Tochter Pharaos weg, 
und zog ihn sich zum Sohne auf.
ACT 7:22 Und Moses ward ausgebildet in aller Weisheit der Aegypter; er war 
aber gewaltig in Wort und That.
ACT 7:23 Wie er aber vierzig Jahre voll hatte, kam es ihm in Sinn, nach 
seinen Brdern, den Shnen Israels, zu sehen.
ACT 7:24 Und da er einen mihandeln sah, griff er zur Wehre, und rchte 
den Unterdrckten, indem er den Aegypter erschlug.
ACT 7:25 Er meinte aber, die Brder sollen verstehen, da Gott durch seine 
Hand ihnen Rettung verleihe, sie aber verstanden es nicht.
ACT 7:26 Und am folgenden Tag erschien er bei ihnen, da sie stritten, und 
wollte sie vershnen zum Frieden indem er sagte: Mnner, ihr seid Brder, 
was schdiget ihr einander?
ACT 7:27 Der aber seinen Nchsten schdigte, stie ihn zurck und sagte: 
wer hat dich zum Herrscher und Richter ber uns gesetzt?
ACT 7:28 Willst du mich etwa tten, so wie du gestern den Aegypter gettet 
hast?
ACT 7:29 Moses aber floh aus diesem Anla, und wurde Beisasse im Lande 
Midian, woselbst er zwei Shne zeugte.
ACT 7:30 Und nach Verlauf von vierzig Jahren, erschien ihm in der Wste 
des Berges Sinai ein Engel in der Flamme eines brennenden Dornstrauchs.
ACT 7:31 Moses aber, da er es sahe, wunderte sich ber das Gesicht; da er 
aber hinzutrat, es zu betrachten, da kam eine Stimme des Herrn:
ACT 7:32 ich bin der Gott deiner Vter, der Gott Abrahams und Isaaks und 
Jakobs. Moses aber erbebte, und wagte nicht es zu betrachten.
ACT 7:33 Der Herr aber sprach zu ihm: lege die Schuhe unter deinen Fen 
ab, denn der Ort wo du stehtst, ist heiliges Land.
ACT 7:34 Gesehen habe ich die Mihandlung meines Volkes in Aegypten, und 
habe sein Seufzen gehrt, und bin herabgekommen, sie zu befreien; so komm, 
ich will dich nach Aegypten senden.
ACT 7:35 Diesen Moses, den sie verleugnet hatten, da sie sagten: wer hat 
dich zum Herrscher und Richter bestellt? diesen hat Gott als Herrscher und 
Erlser abgesandt mit Hilfe des Engels, der ihm im Dornstrauch erschienen 
war.
ACT 7:36 Dieser hat sie herausgefhrt, indem er Wunder und Zeichen that im 
Land Aegypten und im roten Meer und in der Wste vierzig Jahre.
ACT 7:37 Dies ist der Moses, der den Shnen Israels gesagt hat: einen 
Propheten wird euch Gott erwecken aus euren Brdern, wie mich.
ACT 7:38 Dieser ist es, der da war unter der Gemeinde in der Wste, mit 
dem Engel, der mit ihm sprach am Berge Sinai, und unseren Vtern, der da 
empfieng lebendige Sprche zur Mitteilung an uns,
ACT 7:39 dem unsere Vter nicht wollten unterthan sein, sondern stieen 
ihn zurck und wendeten sich im Herzen zurck nach Aegypten,
ACT 7:40 da sie zu Aaron sagten: mache uns Gtter, die vor uns herziehen 
sollen, denn diser Moses, der uns aus Aegypten gefhrt, - wir wissen 
nicht, was mit ihm geworden.
ACT 7:41 Und sie machten sich einen Stier in jenen Tagen, und brachten dem 
Gtzenbild Opfer, und ergtzten sich an den Werken ihrer Hnde.
ACT 7:42 Gott aber wandte sich und gab sie dahin, dem Heere des Himmels zu 
dienen, wie geschrieben steht im Prophetenbuch: habt ihr denn mir 
Schlachttiere und Opfer gebracht vierzig Jahre in der Wste, Haus Israel?
ACT 7:43 Ja, das Zelt des Moloch trugt ihr und den Stern des Gottes 
Romphan, die Bilder, die ihr gemacht, sie anzubeten; und ich werde euch 
versetzen ber Babylon hinaus.
ACT 7:44 Das Zelt des Zeugnisses war bei unseren Vtern in der Wste, so 
wie es verordnet hatte zu machen, der mit Moses sprach, nach dem Bilde das 
er gesehen hatte;
ACT 7:45 das haben auch unsere Vter berkommen und hineingebracht mit 
Josua in das Gebiet der Heiden, die Gott vertrieb vor unseren Vtern her, 
bis auf die Tage Davids,
ACT 7:46 der da Gnade fand vor Gott und bat, eine Sttte zu bekommen fr 
das Haus Jakob.
ACT 7:47 Salomo aber hat ihm ein Haus gebaut.
ACT 7:48 Aber der Hchste wohnt nicht im Werk von Hnden, wie der Prophet 
sagt:
ACT 7:49 der Himmel ist mein Thron, die Erde aber meiner Fe Schemel; was 
fr ein Haus wollt ihr mir bauen, spricht der Herr, oder wo ist der Ort, 
da ich ruhen soll?
ACT 7:50 Hat nicht meine Hand dieses alles gemacht?
ACT 7:51 Ihr Halsstarrige, unbeschnitten an Herz und Ohr, ihr widerstrebet 
allezeit dem heiligen Geist, wie eure Vter so auch ihr.
ACT 7:52 Wo wre ein Prophet, den eure Vter nicht verfolgt htten? Ja 
gettet haben sie die, welche voraus verkndeten vom Kommen des Gerechten, 
dessen Verrter und Mrder ihr jetzt geworden seid,
ACT 7:53 die ihr das annahmet auf Anweisung von Engeln hin und habt es 
nicht gehalten.
ACT 7:54 Da sie aber dieses hrten, ergrimmten sie in ihren Herzen, und 
knirschten mit den Zhnen gegen ihn.
ACT 7:55 Er aber voll heiligen Geistes blickte in den Himmel, und sah die 
Herrlichkeit Gottes, und Jesus stehen zur Rechten Gottes,
ACT 7:56 und sprach: Siehe ich schaue die Himmel offen, und den Sohn des 
Menschen zur Rechten Gottes stehen.
ACT 7:57 Sie aber schrien laut, und hielten sich die Ohren zu, und 
strmten wie ein Mann auf ihn ein.
ACT 7:58 Und sie trieben ihn zur Stadt hinaus, und steinigten ihn. Und die 
Zeugen legten ihre Kleider ab zu Fen eines jungen Mannes mit Namen Saul.
ACT 7:59 Und sie steinigten den Stephanus, indes er flehte und sprach: 
Herr Jesus, nimm meinen Geist auf.
ACT 7:60 Er brach aber in die Knie, und rief laut: Herr, wge ihnen diese 
Snde nicht zu. Und als er dies gesprochen, entschlief er.
ACT 8:1 Saulus aber hatte Gefallen an seiner Ermordung. An diesem Tage 
aber erhob sich eine groe Verfolgung ber die Gemeinde in Jerusalem. Da 
zerstreuten sich alle in die Landschaften von Juda und Samaria, mit 
Ausnahme der Apostel.
ACT 8:2 Den Stephanus aber bestatteten fromme Mnner, und erhoben eine 
groe Totenklage ber ihn.
ACT 8:3 Saul aber verwstete die Gemeinde, er drang in die Huser ein, 
schleppte Mnner und Frauen fort, und lieferte sie ab ins Gefngnis.
ACT 8:4 Die Zerstreuten nun zogen herum mit der frohen Botschaft des 
Wortes.
ACT 8:5 Philippus aber kam hinab in die Stadt Samariens und verkndete 
ihnen den Christus
ACT 8:6 Die Massen aber neigten sich dem, was Philippus sagte, einmtig 
zu, wie sie es hrten, und zugleich die Zeichen sahen, die er that.
ACT 8:7 Denn von vielen, die unreine Geister hatten, giengen dieselben aus 
mit lautem Geschrei; viele Gichtbrchige aber und Lahme wurden geheilt.
ACT 8:8 Es war aber groe Freude in jener Stadt.
ACT 8:9 Es befand sich aber zuvor schon ein Mann mit Namen Simon in der 
Stadt, welcher Zauberei trieb und das Volk von Samaria verfhrte, indem er 
angab, er sei ein groes Wesen.
ACT 8:10 Dem hieng alles an, klein und gro, und sie sagten: der ist die 
Kraft Gottes, die man die groe heit.
ACT 8:11 Sie hingen aber an ihm, weil er sie lange Zeit mit seinen 
Zaubereien verfhrt hatte.
ACT 8:12 Wie sie nun aber dem Philippus Glauben schenkten, der ihnen die 
frohe Botschaft vom Reiche Gottes brachte und vom Namen Jesus Christus, 
lieen sie sich taufen, Mnner und Frauen.
ACT 8:13 Simon aber ward ebenfalls glubig, lie sich taufen, und hielt 
sich zu Philippus, und staunte, da er die Zeichen und groen Wunder sah, 
die da geschahen.
ACT 8:14 Da aber die Apostel in Jerusalem hrten, da Samaria das Wort 
Gottes angenommen, schickten sie zu ihnen Petrus und Johannes.
ACT 8:15 Die zogen hinab und beteten fr sie, da sie den heiligen Geist 
empfiengen.
ACT 8:16 Denn er war noch auf keinen von ihnen gefallen, sie waren nur 
getauft auf den Namen des Herrn Jesus.
ACT 8:17 Da legten sie ihnen die Hnde auf, und sie empfiengen den 
heiligen Geist.
ACT 8:18 Als aber Simon sahe, da durch die Handauflegung der Apostel der 
Geist verliehen werde, brachte er ihnen Geld
ACT 8:19 und sagte: verleihet mir auch diese Macht, da, wem ich die Hnde 
auflege, der den heiligen Geist bekomme.
ACT 8:20 Petrus aber sagte zu ihm: dein Silber mge samt dir verderben, 
weil du gemeint hast, die Gabe Gottes durch Geld zu kaufen.
ACT 8:21 Du hast keinen Theil noch Los an diesem Worte; denn dein Herz ist 
nicht richtig vor Gott.
ACT 8:22 So thue nun Bue von dieser deiner Bosheit, und bete zum Herrn, 
ob dir mge der Anschlag deines Herzens vergeben werden.
ACT 8:23 Denn in Galle der Bosheit und Bande der Ungerechtigkeit sehe ich 
dich gegeben.
ACT 8:24 Simon aber antwortete und sprach: betet ihr fr mich zum Herrn, 
da nichts ber mich komme von dem, was ihr gesagt.
ACT 8:25 Nachdem sie nun das Wort des Herrn bezeugt und geredet hatten, 
kehrten sie zurck nach Jerusalem; und sie verkndeten noch vielen Flecken 
der Samariter die frohe Botschaft.
ACT 8:26 Ein Engel des Herrn aber sprach zu Philippus: stehe auf und ziehe 
hin gegen Mittag auf dem Weg, der von Jersualem hinuntergeht nach Gaza, 
der ist einsam.
ACT 8:27 Und er stand auf und zog hin. Und siehe, ein Aethiopier, ein 
Eunuche und Groer der Aethiopischen Knigin Kandake, der ber ihren 
gesamten Schatz gesetzt war, war gekommen anzubeten in Jerusalem,
ACT 8:28 und sa nun auf dem Rckweg in seinem Wagen, und las den 
Propheten Jesaias.
ACT 8:29 Der Geist aber sprach zu Philippus: gehe hinzu und schliee dich 
diesem Wagen an.
ACT 8:30 Wie aber Philippus hinlief, hrte er ihn im Propheten Jesaias 
lesen, und sagte: verstehst du denn, was du liest?
ACT 8:31 Er aber sagte: wie sollte ich, wenn mich niemand anleitet? und er 
bat den Philippus, aufzusteigen und sich zu ihm zu setzen.
ACT 8:32 Der Abschnitt der Schrift aber, den er las, war der: wie ein 
Schaf ward er zur Schlachtbank gefhrt, und wie ein Lamm vor seinen 
Scherer lautlos: so ffnet er seinen Mund nicht.
ACT 8:33 Durch die Erniedrigung ward sein Gericht aufgehoben; wer mag sein 
Geschlecht beschreiben? denn weggenommen von der Erde wird sein Leben.
ACT 8:34 Der Eunuche aber wendete sich an Philippus und sagte: ich bitte 
dich, von wem sagt dies der Prophet? von sich selbst oder von einem 
anderen?
ACT 8:35 Philippus aber that seinen Mund auf, und ausgehend von dieser 
Schrift verkndete er ihm die frohe Botschaft von Jesus.
ACT 8:36 Wie sie aber des Weges dahinzogen, kamen sie an ein Wasser, und 
der Eunuche sagt: siehe hier ist Wasser; was hindert mich, mich taufen zu 
lassen?
ACT 8:37 Philippus aber sagte zu ihm: wenn du von ganzem Herzen glaubst, 
ist es gestattet. Er aber antwortete: ich glaube, da Jesus Christus der 
Sohn Gottes ist.
ACT 8:38 Und er lie den Wagen halten, und sie stiegen beide ab zum 
Wasser, Philippus und der Eunuche, und er taufte ihn.
ACT 8:39 Als sie aber vom Wasser heraufgestiegen waren, entfhrte der 
Geist des Herrn den Philippus, und der Eunuche sah ihn nicht mehr. So zog 
er denn seines Weges dahin in Freude.
ACT 8:40 Philippus aber fand sich ein in Azotus, und zog herum und 
verkndete die frohe Botschaft allen Stdten, bis er nach Csarea kam.
ACT 9:1 Saulus aber, noch schnaubend Drohung und Mord gegen die Jnger des 
Herrn,
ACT 9:2 gieng zum Hohenpriester, und verlangte von ihm Briefe nach 
Damaskus an die Synagogen, wo er Leute fnde, die zu der Lehre hielten, 
dieselben Mnner und Weiber, gebunden nach Jerusalem zu bringen.
ACT 9:3 Als er aber dahin zog, geschah es, da er in die Nhe von Damaskus 
kam, und pltzlich umstrahlte ihn ein Licht vom Himmel,
ACT 9:4 und er strzte zu Boden und hrte eine Stimme zu ihm sagen: Saul, 
Saul, warum verfolgst du mich?
ACT 9:5 Er sprach aber: wer bist du, Herr? er aber: ich bin Jesus, den du 
verfolgst.
ACT 9:6 Du aber stehe auf und gehe in die Stadt, so wird dir gesagt 
werden, was du thun sollst.
ACT 9:7 Die Mnner aber, die mit ihm zogen, standen sprachlos, da sie zwar 
die Stimme hrten, aber niemand erblickten.
ACT 9:8 Saulus aber erhob sich vom Boden; da er aber seine Augen ffnete, 
sah er nichts. Sie fhrten ihn aber an der Hand und brachten ihn nach 
Damaskus.
ACT 9:9 Und er war drei Tage lang blind, und a nicht und trank nicht.
ACT 9:10 Es war aber ein Jnger in Damaskus mit Namen Ananias, zu dem 
sprach der Herr im Gesicht: Ananias! Er aber sprach: hier bin ich, Herr.
ACT 9:11 Der Herr aber sprach zu ihm: stehe auf und gehe in die Gasse, die 
man die gerade heit, und suche im Hause des Judas einen Namens Saulus von 
Tarsus; denn siehe, er betet,
ACT 9:12 und hat geschaut, wie ein Mann Namens Ananias eintrete und ihm 
die Hnde auflege, da er sein Gesicht wieder bekomme.
ACT 9:13 Ananias aber antwortete: Herr, ich habe von vielen Seiten von 
diesem Mann gehrt, wie viel Bses er deinen Heiligen gethan hat in 
Jerusalem.
ACT 9:14 Auch hier hat er Vollmacht von den Hohenpriestern alle, welche 
deinen Namen anrufen, zu binden.
ACT 9:15 Es sprach aber der Herr zu ihm: gehe hin, denn dieser ist mir ein 
auserwhltes Gef, zu tragen meinen Namen vor Nationen und Knige und 
Shne Israels;
ACT 9:16 ich will ihm zeigen, was er um meines Namens willen leiden mu.
ACT 9:17 Ananias aber machte sich auf und gieng in das Haus, und legte ihm 
die Hnde auf, und sagte: Bruder Saul, der Herr hat mich gesandt, Jesus, 
der dir erschienen ist auf dem Weg, da du herkamst, da du wieder sehend 
und voll heiligen Geistes werden mgest.
ACT 9:18 Und alsbald fiel es ihm von den Augen wie Schuppen, und er ward 
sehend, und stand auf, und lie sich taufen;
ACT 9:19 und er nahm Nahrung zu sich und kam zu Krften. Er war aber 
einige Tage bei den Jngern in Damaskus,
ACT 9:20 und verkndete alsbald in den Synagogen von Jesus, da dieser sei 
der Sohn Gottes.
ACT 9:21 Es staunten aber alle, die es hrten, und sprachen: ist das nicht 
derselbe, welcher in Jerusalem verstrt hat die, welche diesen Namen 
anrufen, und dazu auch hierher gekommen war, um sie gebunden zu den 
Hohenpriestern zu fhren?
ACT 9:22 Saulus aber trat um so krftiger auf, und brachte die in Damaskus 
wohnenden Juden auer sich, indem er bewies, da dieser der Christus sei.
ACT 9:23 Wie aber einige Zeit herum war, beschlossen die Juden ihn 
umzubringen.
ACT 9:24 Dem Saulus aber ward ihr Anschlag kund. Sie bewachten aber sogar 
die Thore Tag und Nacht, um ihn zu tten.
ACT 9:25 Seine Jnger aber nahmen ihn und lieen ihn bei Nacht ber die 
Mauer in einem Korbe hinab.
ACT 9:26 Als er aber nach Jerusalem gelangt war, versuchte er sich den 
Jngern anzuschlieen; und alle frchteten sich vor ihm, da sie nicht 
glaubten, da er ein Jnger sei.
ACT 9:27 Barnabas aber nahm sich seiner an, und fhrte ihn zu den Aposteln 
und erzhlte ihnen, wie er auf dem Wege den Herrn gesehen, und da der mit 
ihm gesprochen, und wie er dann in Damaskus offen im Namen Jesus 
aufgetreten.
ACT 9:28 Und so gieng er bei ihnen aus und ein in Jerusalem, trat offen 
auf im Namen des Herrn
ACT 9:29 und redete und verhandelte auch mit den Hellenisten. Diese aber 
legten es darauf an, ihn zu tten.
ACT 9:30 Da es aber die Brder erfuhren, brachten sie ihn herab nach 
Csarea und schickten ihn nach Tarsus.
ACT 9:31 Die Gemeinde nun hatte in ganz Juda, Galila und Samaria 
Frieden, baute sich auf und wandelte in der Furcht des Herrn, und 
vermehrte sich durch den Zuspruch des heiligen Geistes.
ACT 9:32 Es geschah aber, da Petrus berall herumreiste, und so auch zu 
den Heiligen, die in Lydda wohnten, gelangte.
ACT 9:33 Er fand aber daselbst einen Menschen mit Namen Aeneas, der seit 
acht Jahren zu Bette lag; denn er war gelhmt.
ACT 9:34 Und Petrus sagte zu ihm: Aeneas, Jesus Christus heilt dich; stehe 
auf und mache dir dein Bett.
ACT 9:35 Und alsbald stand er auf. Und es sahen ihn alle Einwohner von 
Lydda und Saron, die sich bekehrt hatten zum Herrn.
ACT 9:36 In Joppe aber war eine Jngerin mit Namen Tabitha, das heit 
bersetzt Reh. Die war reich an guten Werken und Almosen, die sie gab.
ACT 9:37 Es geschah aber in jenen Tagen, da sie krank ward und starb; sie 
wuschen sie aber und legten sie ins Obergemach.
ACT 9:38 Da aber Lydda nahe bei Joppe war, so schickten die Jnger, auf 
die Kunde, da Petrus dort sei, zwei Mnner zu ihm mit der Bitte, er mge 
unverweilt zu ihnen kommen.
ACT 9:39 Petrus aber machte sich auf und zog mit ihnen; als er ankam, 
fhrten sie ihn hinauf in das Obergemach, und es traten zu ihm alle 
Witwen, und zeigten ihm unter Thrnen die Rcke und Ueberkleider, welche 
die Reh, da sie bei ihnen war, gemacht hatte.
ACT 9:40 Petrus aber trieb alle hinaus, beugte seine Knie und betete, und 
wandte sich zu dem Leichnam und sprach: Tabitha, stehe auf. Sie aber 
ffnete ihre Augen und sah Petrus und setzte sich.
ACT 9:41 Er aber gab ihr die Hand und richtete sie auf; er rief aber die 
Heiligen und die Witwen, und stellte sie ihnen lebend vor.
ACT 9:42 Es wurde aber in ganz Joppe bekannt, und viele wurden glubig an 
den Herrn.
ACT 9:43 Es geschah aber, da er geraume Zeit in Joppe blieb bei einem 
gewissen Simon, einem Gerber.
ACT 10:1 Ein Mann aber in Csarea, mit Namen Cornelius, Hauptmann bei der 
sogenannten italischen Cohorte,
ACT 10:2 fromm und gottesfrchtig samt seinem ganzen Hause, eifrig in 
Almosen fr das Volk und bestndig im Gebete zu Gott,
ACT 10:3 sah in einem Gesichte deutlich ungefhr um die neunte Tagesstunde 
einen Engel Gottes bei sich eintreten, der ihn anredete: Cornelius! Er 
aber blickte ihn an und sprach erschrocken: Was ist, Herr?
ACT 10:4 Er sagte aber zu ihm: deine Gebete und deine Almosen sind 
aufgestiegen zum Gedenken vor Gott.
ACT 10:5 Und nun schicke Mnner nach Joppe, und la einen gewissen Simon, 
der den Beinamen Petrus fhrt, holen.
ACT 10:6 Der ist zu Gast bei einem Gerber Simon, der ein Haus am Meere hat.
ACT 10:7 Wie aber der Engel, der mit ihm sprach, fortgegangen war, rief er 
zwei von seinen Leuten und einen frommen Soldaten von denen, welche bei 
ihm den Dienst hatten,
ACT 10:8 und erzhlte ihnen alles, und schickte sie nach Joppe.
ACT 10:9 Am folgenden Tage aber, da dieselben ihres Wegs dahin zogen und 
sich der Stadt nherten, stieg Petrus auf das Dach zu beten, um die 
sechste Stunde.
ACT 10:10 Er wurde aber hungrig und wnschte zu essen. Whrend man es ihm 
aber richtete, kam eine Verzckung ber ihn,
ACT 10:11 und er schaute den Himmel offen, und ein Gerte herunterkommen 
wie eine groe Leinwand, die an den vier Ecken herabgelassen ward auf die 
Erde.
ACT 10:12 Darin waren alle vierfigen und kriechenden Tiere der Erde, und 
Vgel des Himmels.
ACT 10:13 Und eine Stimme drang zu ihm: stehe auf, Petrus, schlachte und 
i.
ACT 10:14 Petrus aber sprach: nicht doch, Herr, habe ich doch niemals 
etwas gemeines oder unreines gegessen.
ACT 10:15 Und wiederum zum zweitenmale sprach eine Stimme zu ihm: was Gott 
gereinigt hat, das heie du nicht gemein.
ACT 10:16 Dies geschah aber dreimal, und alsbald ward das Gert zum Himmel 
aufgenommen.
ACT 10:17 Wie aber Petrus sich nicht zu erklren wute, was das Gesicht 
bedeute, das er gesehen, siehe da hatten die von Cornelius abgeschickten 
Mnner das Haus des Simon erfragt, und standen am Thore,
ACT 10:18 und riefen und forschten, ob hier Simon, der den Beinamen Petrus 
fhre, zu Gast sei.
ACT 10:19 Da aber Petrus ber das Gesicht nachdachte, sprach der Geist zu 
ihm: siehe es sind Mnner da, welche dich suchen.
ACT 10:20 Stehe du nur auf und gehe hinunter, und ziehe mit ihnen ohne 
Bedenken, denn ich habe sie gesandt.
ACT 10:21 Da gieng Petrus hinunter und sagte zu den Mnnern: hier bin ich, 
den ihr suchet; warum seid ihr da?
ACT 10:22 Sie aber sagten: der Hauptmann Cornelius, ein frommer und 
gottesfrchtiger Mann, wohlbezeugt vom ganzen Stamm der Juden, hat einen 
Spruch bekommen, von einem heiligen Engel, dich holen zu lassen in sein 
Haus, um Worte von dir zu hren.
ACT 10:23 Da rief er sie herein und bewirtete sie. Tags darauf aber stand 
er auf und reiste mit ihnen ab, und einige der Brder aus Joppe 
begleiteten ihn.
ACT 10:24 Tags darauf aber langten sie in Csarea an; Cornelius aber 
wartete auf sie, und hatte seine Verwandten und nchsten Freunde 
zusammengeladen.
ACT 10:25 Wie es aber geschah, da Petrus eintrat, gieng ihm Cornelius 
entgegen, fiel ihm zu Fen und huldigte ihm.
ACT 10:26 Petrus aber richtete ihn auf mit den Worten: stehe auf, ich bin 
auch ein Mensch.
ACT 10:27 Und im Gesprche mit ihm gieng er hinein, und traf eine 
zahlreiche Versammlung,
ACT 10:28 und sagte zu ihnen: ihr wisset, da es einem jdischen Manne 
nicht erlaubt ist, sich zu einem von anderem Stamme zu halten, oder ihn zu 
besuchen.
ACT 10:29 Und mich hat Gott gewiesen, keinen Menschen gemein oder unrein 
zu heien; darum bin ich der Bestellung auch ohne Widerrede gefolgt. Nun 
frage ich, zu welchem Zwecke habt ihr mich holen lassen?
ACT 10:30 Und Cornelius sagte: auf die Stunde vor vier Tagen war ich auch 
um die neunte Stunde zu Hause im Gebet, und siehe da stand vor mir ein 
Mann in strahlendem Gewand,
ACT 10:31 und spricht: Cornelius, dein Gebet ist erhrt, und deiner 
Almosen ward gedacht vor Gott.
ACT 10:32 So schicke nun nach Joppe und lasse Simon mit dem Beinamen 
Petrus holen; er ist zu Gast im Hause eines Gerbers Simon am Meer.
ACT 10:33 Alsogleich nun schickte ich zu dir, und du hast wohlgethan zu 
kommen. Nun also sind wir alle vor Gott bereit, zu hren alles, was dir 
von dem Herrn anbefohlen ist.
ACT 10:34 Petrus aber that den Mund auf, und sagte: Ich fasse in Wahrheit, 
da Gott nicht auf die Person sieht.
ACT 10:35 Sondern wer in irgend einer Nation ihn frchtet und 
Gerechtigkeit bt, ist ihm genehm.
ACT 10:36 Das Wort hat er ausgehen lassen an die Shne Israels, mit der 
frohen Botschaft von Frieden durch Jesus Christus. Er ist der Herr ber 
alle.
ACT 10:37 Ihr wisset von der Sache, die ganz Juda betroffen hat, 
ausgehend von Galila, nach der Taufe, welche Johannes verkndet hat, 
nmlich:
ACT 10:38 Jesus von Nazaret, wie ihn Gott gesalbt hat mit heiligem Geist 
und Kraft, und er ist umhergezogen, wohlthuend und heilend alle vom Teufel 
Bewltigten, denn Gott war mit ihm.
ACT 10:39 Und wir sind Zeugen von allem, was er gethan hat im Lande der 
Juder und in Jerusalem, er den sie dann am Holze aufgehngt und gettet 
haben.
ACT 10:40 Diesen hat Gott auferweckt am dritten Tage, und hat ihm 
verliehen zu erscheinen,
ACT 10:41 nicht allem Volke, aber Zeugen, die von Gott zuvor verordnet 
waren, uns, die wir mit ihm gegessen und getrunken haben nach seiner 
Auferstehung von den Toten;
ACT 10:42 und er hat uns befohlen dem Volke zu verknden und zu bezeugen, 
da er ist der von Gott bestimmte Richter ber Lebende und Tote.
ACT 10:43 Fr diesen zeugen alle Propheten, da durch seinen Namen 
Sndenvergebung empfange jeder, der an ihn glaubt.
ACT 10:44 Whrend noch Petrus diese Worte sprach, fiel der heilige Geist 
auf ale, die das Wort hrten.
ACT 10:45 Und die Glubigen aus der Beschneidung, die mit Petrus gekommen 
waren, staunten, da die Gabe des heiligen Geistes auch ber die Heiden 
ausgegossen ward.
ACT 10:46 Denn sie hrten sie mit Zungen reden und Gott preisen. Hierauf 
nahm Petrus das Wort:
ACT 10:47 kann jemand das Wasser versagen zur Taufe dieser, die den 
heiligen Geist empfangen haben, so gut wie wir?
ACT 10:48 Er befahl ihnen aber, sich im Namen Jesus Christus taufen zu 
lassen. Hierauf baten sie ihn einige Tage bei ihnen zu bleiben.
ACT 11:1 Es hrten aber die Apostel und die Brder in Juda davon, da 
auch die Heiden das Wort Gottes angenommen haben
ACT 11:2 Als aber Petrus nach Jerusalem hinauf kam, rechteten die aus der 
Beschneidung mit ihm:
ACT 11:3 weil er bei unbeschnittenen Mnnern eingetreten sei und mit ihnen 
gegessen habe.
ACT 11:4 Petrus aber hob an und legte es ihnen der Ordnung nach dar:
ACT 11:5 ich war in der Stadt Joppe im Gebet, und sah in Verzckung ein 
Gesicht: ein Gert herunterkommen wie eine groe Leinwand, die an den vier 
Ecken herabgelassen ward vom Himmel, und es kam bis zu mir;
ACT 11:6 wie ich hineinsah, gewahrte ich die Vierfler der Erde, und die 
wilden Tiere, und die kriechenden, und die Vgel des Himmels.
ACT 11:7 Ich hrte aber auch eine Stimme zu mir sagen: stehe auf, Petrus, 
schlachte und i.
ACT 11:8 Ich sagte aber: nicht doch, Herr; ist mir doch niemals etwas 
gemeines oder unreines in den Mund gekommen.
ACT 11:9 Es antwortete aber zum zweitenmal eine Stimme vom Himmel: was 
Gott gereinigt, das erklre du nicht fr gemein.
ACT 11:10 Dies wiederholte sich aber dreimal, und es ward alles wieder 
hinaufgezogen in den Himmel.
ACT 11:11 Und siehe alsogleich standen drei Mnner an dem Hause, darin ich 
war, abgesandt von Csarea zu mir.
ACT 11:12 Der Geist aber hie mich, mit ihnen gehen ohne Bedenken. Mit mir 
aber zogen noch diese sechs Brder, und wir kamen in das Haus des Mannes.
ACT 11:13 Er aber berichtete uns, wie er den Engel gesehen hatte in seinem 
Hause stehen und sprechen: schicke nach Joppe, und lasse Simon mit dem 
Beinamen Petrus holen.
ACT 11:14 Der wird Worte zu dir reden, durch welche du Heil erlangen 
wirst, und dein ganzes Haus.
ACT 11:15 Da ich aber anfieng zu reden, fiel der heilige Geist auf sie, 
ebenso wie auch auf uns im Anfange.
ACT 11:16 Ich gedachte aber des Wortes des Herrn, wie er sagte: Johannes 
hat euch mit Wasser getauft, ihr sollt aber getauft werden mit heiligem 
Geist.
ACT 11:17 Wenn nun Gott ihnen die gleiche Gabe verlieh, wie auch uns, auf 
den Glauben an den Herrn Jesus Christus hin, wie vermochte ich Gott zu 
hindern?
ACT 11:18 Als sie aber dies hrten, beruhigten sie sich und priesen Gott 
und sagten: so hat nun Gott auch den Heiden die Bue zum Leben verliehen.
ACT 11:19 Die sich zerstreut hatten nun von der Bedrngnis wegen Stephanus 
her, zogen herum bis nach Phoinike, Kypros und Antiochia, ohne jemanden 
das Wort zu verknden auer Juden.
ACT 11:20 Unter ihnen aber waren etliche Kyprier und Kyrener, die da 
kamen nach Antiochia, und redeten dort auch zu den Griechen, und teilten 
ihnen die Frohe Botschaft mit vom Herrn Jesus.
ACT 11:21 Und die Hand des Herrn war mit ihnen, und eine groe Anzahl 
wurde glubig und bekehrte sich zum Herrn.
ACT 11:22 Es kam aber das Gercht von ihnen der Gemeinde in Jerusalem zu 
Ohren, und man sandte den Barnabas nach Antiochia.
ACT 11:23 Dieser kam, und da er die Gnade Gottes sah, freute er sich, und 
ermunterte alle mit des Herzens Vorsatz bei dem Herrn auszuharren;
ACT 11:24 denn er war ein braver Mann, und voll heiligen Geistes und 
Glaubens. Und es wurde dem Herrn eine ansehnliche Menge gewonnen.
ACT 11:25 Er zog aber aus nach Tarsus, den Saulus aufzusuchen, und da er 
ihn gefunden, brachte er ihn nach Antiochia.
ACT 11:26 Dort kamen sie ein volles Jahr in die Versammlung der Gemeinde 
und lehrten eine ansehnliche Menge, und damals zuerst in Antiochien 
bekamen die Jnger den Namen Christianer.
ACT 11:27 In diesen Tagen aber kamen von Jerusalem herab Propheten nach 
Antiochia.
ACT 11:28 Einer von ihnen aber, mit Namen Agabus, stand auf und zeigte 
durch den Geist, da eine groe Hungersnot fr den ganzen Erdkreis 
bevorstehe, die denn unter Claudius kam.
ACT 11:29 Von den Jngern aber wurde beschlossen, da jeder von ihnen nach 
seinem Vermgen den in Juda wohnenden Brdern Hilfe schicke,
ACT 11:30 was sie auch thaten, indem sie es durch Barnabas und Saulus Hand 
an die Aeltesten sandten.
ACT 12:1 Um jene Zeit aber legte der Knig Herodes Hand an etliche der 
Angehrigen der Gemeinde, sie zu verderben.
ACT 12:2 Er lie aber Jakobus den Bruder des Johannes mit dem Schwert 
hinrichten.
ACT 12:3 Da er aber sah, da es den Juden gefiel, fuhr er fort und lie 
auch Petrus greifen; es war aber in den Tagen des Ungesuerten.
ACT 12:4 Er lie ihn festnehmen, und ins Gefngnis werfen, und bertrug 
seine Bewachung an vier Abteilungen von Soldaten, zu je vier Mann, in der 
Absicht, nach dem Passa ihn dem Volke vorzufhren.
ACT 12:5 So wurde also Petrus im Gefngnisse bewacht, von der Gemeinde 
aber wurde ohne Unterla fr ihn zu Gott gebetet.
ACT 12:6 Als aber Herodes im Begriffe war, ihn vorfhren zu lassen, da 
schlief Petrus in der Nacht vorher zwischen zwei Soldaten, mit zwei Ketten 
gefesselt, und vor der Thre bewachten Posten das Gefngnis.
ACT 12:7 Und siehe ein Engel des Herrn erschien, und Licht strahlte in dem 
Gemach; er stie aber den Petrus in die Seite, weckte ihn, und sprach: 
stehe sogleich auf. Und die Fesseln fielen ihm von den Hnden.
ACT 12:8 Und der Engel sprach zu ihm: grte dich, und unterbinde dir die 
Sandalen, er that aber also. Und er sagt zu ihm: wirf deinen Mantel um, 
und folge mir.
ACT 12:9 Und er gieng hinaus und folgte und fate nicht, da es 
Wirklichkeit war, was durch den Engel geschah, es duchte ihn vielmehr, er 
sehe ein Gesicht.
ACT 12:10 Sie giengen aber durch den ersten und den zweiten Posten, und 
kamen zu dem eisernen Thore, das in die Stadt fhrt; dieses ffnete sich 
ihnen von selbst, und sie giengen hinaus und eine Gasse weit vor, und 
pltzlich verlie ihn der Engel.
ACT 12:11 Und da nun Petrus zu sich selbst kam, sprach er: jetzt wei ich 
in Wahrheit, da der Herr seinen Engel gesendet und mich befreit hat aus 
der Hand des Herodes und der ganzen Erwartung des Volkes der Juden.
ACT 12:12 Und nachdem er sich zurechtbefunden, gieng er zum Hause der 
Maria der Mutter des Johannes, mit dem Beinamen Marcus, wo sie in 
zahlreicher Versammlung im Gebet begriffen waren.
ACT 12:13 Als er aber an das Pfrtchen des Thores klopfte, gieng eine Magd 
Namens Rhode hin um zu hren,
ACT 12:14 und da sie die Stimme des Petrus erkannte, ffnete sie vor 
lauter Freude das Thor nicht, sondern lief hinein und meldete, Petrus 
stehe vor dem Thor.
ACT 12:15 Die sagten aber zu ihr: du bist von Sinnen. Sie aber beharrte 
darauf, es sei so. Die aber sagten: es ist sein Engel.
ACT 12:16 Petrus aber fuhr fort zu klopfen; da sie aber ffneten, sahen 
sie ihn und erstaunten.
ACT 12:17 Er aber winkte ihnen mit der Hand zu schweigen, und erzhlte 
ihnen, wie der Herr ihn aus dem Gefngnis gefhrt, und sprach: meldet dies 
dem Jakobus und den Brdern, und gieng hinaus und zog an einen andern Ort.
ACT 12:18 Da aber der Tag anbrach, wurden die Soldaten nicht wenig 
bestrzt darber, was wohl aus Petrus geworden sei.
ACT 12:19 Herodes aber, da er nach ihm fragen lie und ihn nicht fand, 
verhrte die Wachen und lie sie abfhren, und gieng von Juda nach 
Csarea und hielt sich da auf.
ACT 12:20 Er hatte aber einen Groll auf die Tyrier und Sidonier. Sie 
vereinigten sich aber zu einer Gesandtschaft bei ihm, und gewannen den 
Oberkmmerer des Knigs, Blastus, und baten um Frieden, weil ihr Land mit 
der Nahrung von dem des Knigs abhieng.
ACT 12:21 Am festgesetzten Tage aber legte Herodes den Knigsmantel an, 
setzte sich auf den Thron, und hielt eine ffentliche Ansprache an sie.
ACT 12:22 Das Volk aber rief ihm zu: ein Gott spricht und nicht ein Mensch.
ACT 12:23 Alsbald schlug ihn ein Engel des Herrn, dafr da er Gott nicht 
die Ehre gab, und er ward zum Wrmerfra und verschied.
ACT 12:24 Das Wort des Herrn aber nahm zu und breitete sich aus.
ACT 12:25 Barnabas aber und Saulus kehrten von Jerusalem zurck nachdem 
sie den Dienst ausgefhrt, und nahmen auch Johannes mit dem Beinamen 
Marcus mit sich.
ACT 13:1 Es waren aber in Antiochia bei der Gemeinde daselbst Propheten 
und Lehrer als: Barnabas, und Simeon genannt Niger, und Lucius von Kyrene, 
sowie Manaen der Spielgenosse des Tetrachen Herodes, und Saulus.
ACT 13:2 Da aber dieselben dem Herrn Gottesdienst hielten und fasteten, 
sprach der heilige Geist: bestellet mir den Barnabas und Saulus zu dem 
Werke, zu dem ich sie berufen.
ACT 13:3 Hierauf fasteten sie und beteten, und legten ihnen die Hnde auf 
und fertigten sie ab.
ACT 13:4 Die also vom heiligen Geiste ausgesandten gingen hinunter nach 
Seleukia, und von da schifften sie nach Kypros, und kamen nach Salamis.
ACT 13:5 In Salamis angekommen verkndeten sie das Wort Gottes in den 
Synagogen der Juden. Sie hatten aber auch Johannes als Diener.
ACT 13:6 Da sie aber die ganze Insel bis Paphos durchzogen, fanden sie 
einen jdischen Zauberer und Lgenpropheten mit Namen Barjesus,
ACT 13:7 der sich in der Umgebung des Proconsuls Sergius Paulus, eines 
einsichtsvollen Mannes, aufhielt. Dieser lie Barnabas und Saulus kommen, 
und verlangte das Wort Gottes zu hren.
ACT 13:8 Aber Elymas, der Zauberer - so heit sein Name bersetzt - wirkte 
gegen sie, und suchte den Proconsul vom Glauben abzuhalten.
ACT 13:9 Saulus aber, der auch Paulus heit, erfllt von heiligem Geist 
blickte ihn an
ACT 13:10 und sprach: o du, voll alles Trugs und alles Frevels, Sohn des 
Teufels, Feind aller Gerechtigkeit, willst du nicht aufhren, die geraden 
Wege des Herrn zu verwirren?
ACT 13:11 Und nun: des Herrn Hand ber dich! und du sollst blind sein und 
die Sonne nicht sehen auf eine Zeit. Und alsbald kam ber ihn Nebel und 
Finsternis, und er schritt und suchte herum nach jemand, der ihn an der 
Hand fhre.
ACT 13:12 Hierauf wurde der Proconsul, der den Vorfall sah, glubig, 
betroffen ber die Lehre des Herrn.
ACT 13:13 Von Paphos aber schiffte sich die Gesellschaft des Paulus ein, 
und kam nach Perge in Pamphylien; Johannes aber trennte sich von ihnen und 
gieng zurck nach Jerusalem.
ACT 13:14 Sie aber wanderten von Perge weiter nach Antiochia in Pisidia, 
und giengen in die Synagoge am Sabbattage und setzten sich.
ACT 13:15 Nach der Verlesung von Gesetz und Propheten aber lieen ihnen 
die Synagogenvorsteher ausrichten: ihr Mnner und Brder, wenn ihr ein 
Wort wisset des Zuspruchs fr das Volk, so redet.
ACT 13:16 Paulus aber stand auf, und winkte mit der Hand und sprach: Ihr, 
israelitische Mnner, und ihr die ihr zur Furcht Gottes haltet, hret!
ACT 13:17 Der Gott dieses Volkes Israel hat unsere Vter erwhlt, und das 
Volk erhrt in der Fremde im Land Aegypten und hat sie mit erhobenem Arm 
von da herausgefhrt,
ACT 13:18 und hat sie gegen vierzig Jahre gehegt in der Wste,
ACT 13:19 hat sieben Vlker vernichtet im Lande Kanaan, und ihnen das Land 
derselben zum Erbe gegeben,
ACT 13:20 in ungefhr vierhundert und fnfzig Jahren, und hat ihnen 
hernach Richter gegeben bis zu dem Propheten Samuel.
ACT 13:21 Und hierauf begehrten sie einen Knig, und Gott gab ihnen Saul, 
den Sohn des Kis, einen Mann aus dem Stamm Benjamin, vierzig Jahre lang.
ACT 13:22 Und nachdem er ihn abgesetzt, erweckte er ihnen David zum Knig, 
dem er auch das Zeugnis gab: ich habe gefunden David, den Sohn des Jessai, 
einen Mann nach meinem Herzen, der allen meinen Willen thun wird.
ACT 13:23 Von dessen Samen hat Gott nach der Verheiung Israel zugefhrt 
als Heiland Jesus,
ACT 13:24 nachdem zuvor Johannes vor seinem Auftreten her die Taufe der 
Bue dem ganzen Volk Israel verkndet hatte.
ACT 13:25 Wie aber Johannes seinen Lauf erfllte, sprach er: was meint 
ihr, da ich sei? Ich bin es nicht, sondern siehe nach mir kommt, dem ich 
nicht wrdig bin die Sandale zu lsen.
ACT 13:26 Mnner und Brder, ihr vom Geschlecht Abrahams und ihr unter den 
Anwesenden die ihr zur Gottesfurcht haltet, euch ward dieses Wort von 
diesem Heil entboten.
ACT 13:27 Denn die Bewohner von Jerusalem und ihre Oberen haben diesen 
nicht erkannt, und haben die Sprche der Propheten, die jeden Sabbat 
gelesen werden, erfllt, indem sie Gericht hielten,
ACT 13:28 und, obwohl sie keine Ursache des Todes fanden, von Pilatus 
verlangten ihn hinzurichten
ACT 13:29 Wie sie aber alles vollbracht hatten, was ber ihn geschrieben 
steht, nahmen sie ihn herunter vom Holz, und legten ihn ins Grab.
ACT 13:30 Gott aber erweckte ihn von den Toten.
ACT 13:31 Da erschien er mehrere Tage hindurch denen, die mit ihm von 
Galila nach Jerusalem heraufgekommen waren, die denn jetzt fr ihn Zeugen 
sind beim Volke.
ACT 13:32 Und wir bringen euch die frohe Botschaft von der Verheiung, die 
den Vtern zu teil ward,
ACT 13:33 da Gott sie erfllt hat fr die Kinder, indem er uns Jesus 
aufstellte, wie auch im ersten Psalm geschrieben steht: du bist mein Sohn; 
heute habe ich dich gezeugt.
ACT 13:34 Da er ihn aber von den Toten auferweckt hat, um nicht mehr in 
die Verwesung dahin zu gehen, hat er so ausgedrckt: ich gebe euch das 
bewhrte Heiligtum Davids,
ACT 13:35 weshalb es auch anderwrts heit: du wirst deinen Heiligen nicht 
die Verwesung sehen lassen.
ACT 13:36 David, nachdem er zu seiner Zeit dem Willen Gottes gedient hat, 
ist ja entschlafen, und zu seinen Vtern versammelt, und hat die Verwesung 
gesehen.
ACT 13:37 Der aber, den Gott auferweckte, hat keine Verwesung gesehen.
ACT 13:38 So sei es nun euch kund, ihr Mnner und Brder, da durch diesen 
euch Vergebung der Snden verkndigt wird; von allem, wovon ihr durch das 
Gesetz Moses nicht losgesprochen werden konntet,
ACT 13:39 wird in diesem jeder, der glaubt, losgesprochen.
ACT 13:40 So sehet nun zu, da es nicht dazu komme, wie in den Propheten 
gesagt ist:
ACT 13:41 Sehet, ihr Verchter, wundert euch und vergehet; denn ich 
vollbringe ein Werk in euren Tagen, ein Werk, das ihr nimmermehr glauben 
wrdet, wenn man es euch beschreiben wollte.
ACT 13:42 Da sie aber hinausgiengen, bat man sie, auf den nchsten Sabbat 
von diesen Dingen zu reden.
ACT 13:43 Als dann die Synagoge sich auflste, folgten viele von den Juden 
und den gottesfrchtigen Proselyten dem Paulus und dem Barnabas, und diese 
sprachen ihnen zu und gewannen sie, sich der Gnade Gottes anzuschlieen.
ACT 13:44 Am folgenden Sabbat aber versammelte sich fast die ganze Stadt, 
das Wort Gottes zu hren.
ACT 13:45 Als aber die Juden die Massen sahen, wurden sie voll Neids, und 
widersprachen den Reden des Paulus und lsterten.
ACT 13:46 Paulus und Barnabas aber erklrten zuversichtlich: euch zuerst 
mute das Wort Gottes verkndet werden. Nachdem ihr es aber von euch 
stoet, und euch des ewigen Lebens nicht wrdig achtet, siehe, so wenden 
wir uns zu den Heiden.
ACT 13:47 Denn so hat uns der Herr aufgetragen: ich habe dich gesetzt zum 
Licht den Heiden, zum Heil zu sein bis zum Ende der Erde.
ACT 13:48 Die Heiden aber hrten, freuten sich, und priesen das Wort 
Gottes, und wurden glubig, soviel ihrer zum ewigen Leben verordnet waren.
ACT 13:49 Das Wort des Herrn aber wurde durch das ganze Land getragen.
ACT 13:50 Die Juden aber stachelten die vornehmen Frauen, die zur 
Gottesfurcht hielten, auf, nebst den ersten Mnnern der Stadt, und 
erregten eine Verfolgung gegen Paulus und Barnabas, und sie vertrieben sie 
aus ihrem Gebiete.
ACT 13:51 Sie aber schttelten den Staub der Fe ber sie, und giengen 
nach Ikonium,
ACT 13:52 und die Jnger wurden voll Freude und heiligen Geistes.
ACT 14:1 Es geschah aber, da sie in Ikonium zusammen in die Synagoge der 
Juden giengen und derart redeten, da eine groe Menge von Juden sowohl 
als auch von Griechen glubig wurden.
ACT 14:2 Die Juden aber, die sich nicht anschlossen, reizten und 
erbitterten die Heiden gegen die Brder.
ACT 14:3 So verweilten sie lngere Zeit in offenem Auftreten fr den 
Herrn, der sein Zeugnis gab fr das Wort seiner Gnade, indem er Zeichen 
und Wunder durch ihre Hnde geschehen lie.
ACT 14:4 Die Bevlkerung der Stadt aber spaltete sich, und die einen 
hielten es mit den Juden, die anderen aber mit den Aposteln.
ACT 14:5 Wie aber die Heiden und die Juden mit ihren Oberen den Anlauf 
nahmen, sie zu mihandeln und zu steinigen,
ACT 14:6 flohen sie, da sie es merkten, in die Stdte von Lykaonia: Lystra 
und Derbe, und die Umgegend.
ACT 14:7 Und daselbst lebten sie der Verkndigung der frohen Botschaft.
ACT 14:8 Und In Lystra sa ein Mann, der ohne Kraft in den Fen war, lahm 
von Mutterleib her, er hatte nie gehen knnen.
ACT 14:9 Dieser hrte der Rede des Paulus zu, der aber blickte ihn an, und 
da er sah, da er Glauben fr seine Herstellung hatte,
ACT 14:10 sprach er mit lauter Stimme: stehe aufrecht hin auf deine Fe. 
Und er sprang auf und gieng herum.
ACT 14:11 Die Massen aber, da sie sahen was Paulus gethan hatte, riefen 
sie auf Lykaonisch laut: die Gtter sind den Menschen gleich geworden, und 
zu uns herabgestiegen.
ACT 14:12 Und sie nannten den Barnabas Zeus, den Paulus aber Hermes, weil 
er der Wortfhrer war.
ACT 14:13 und der Priester des Zeus vor der Stadt brachte Stiere und 
Krnze zur Vorhalle, und schickte sich samt den Massen an zu opfern.
ACT 14:14 Da es aber die Apostel Barnabas und Paulus hrten, zerrissen sie 
ihre Kleider, sprangen unter das Volk
ACT 14:15 und riefen: Mnner, was macht ihr da? Auch wir sind Menschen, 
schwach wie ihr, und bringen euch die frohe Botschaft euch zu bekehren von 
diesen nichtigen zu dem lebendigen Gott, der den Himmel und die Erde und 
das Meer und alles was darinnen ist gemacht hat,
ACT 14:16 der in den vergangenen Zeitaltern alle Vlker lie ihre Wege 
wandeln,
ACT 14:17 doch hat er sich nicht unbezeugt gelassen als Wohlthter, da er 
euch vom Himmel Regengsse gab und fruchtbare Zeiten, und erfllte eure 
Herzen mit Nahrung und Freude.
ACT 14:18 Und indem sie so sprachen, gelang es ihnen mit Mhe die Massen 
zu beschwichtigen, da sie ihnen nicht opferten.
ACT 14:19 Es kamen aber Juden herbei von Antiochia und Ikonium, und 
gewannen die Massen, warfen den Paulus mit Steinen und schleiften ihn zur 
Stadt hinaus, in der Meinung er sei tot.
ACT 14:20 Da aber die Jnger ihn umringten, stand er auf und gieng in die 
Stadt hinein.
ACT 14:21 Und am folgenden Tage zog er mit Barnabas aus nach Derbe. Und 
sie verkndeten dieser Stadt die frohe Botschaft, und nachdem sie 
zahlreiche Jnger gewonnen, kehrten sie zurck nach Lystra und Ikonium und 
Antiochia,
ACT 14:22 und befestigten die Seelen der Jnger, indem sie ihnen 
zusprachen, im Glauben zu beharren, und da wir durch viele Drangsale 
mssen in das Reich Gottes eingehen.
ACT 14:23 Sie whlten ihnen aber in jeder Gemeinde Aelteste, und stellten 
dieselben mit Beten unter Fasten dem Herrn dar, an welchen sie glauben 
gelernt hatten.
ACT 14:24 Und nachdem sie Pisidia durchzogen, giengen sie nach Pamphylia.
ACT 14:25 Und nachdem sie das Wort in Perge verkndet hatten, giengen sie 
hinab nach Attalia,
ACT 14:26 und von da schifften sie nach Antiochia, von woher sie der Gnade 
Gottes waren anvertraut worden zu dem Werke, das sie vollbracht.
ACT 14:27 Nach ihrer Ankunft aber beriefen sie die Gemeinde zusammen und 
berichteten, wie viel Gott mit ihnen gethan, und wie er den Heiden eine 
Glaubensthre geffnet.
ACT 14:28 Sie verweilten aber eine geraume Zeit bei den Jngern.
ACT 15:1 Und einige die von Juda herunter kamen, lehrten die Brder: wenn 
ihr euch nicht beschneiden lasset nach der Sitte Moses, so knnet ihr 
nicht gerettet werden.
ACT 15:2 Da nun aber Paulus und Barnabas viel mit ihnen zu kmpfen und zu 
streiten bekamen, beschlo man, da Paulus und Barnabas und einige andere 
aus ihrer Mitte zu den Aposteln und Aeltesten nach Jerusalem hinaufgehen 
sollten wegen dieser Streitfrage.
ACT 15:3 So bekamen sie denn das Geleite der Gemeinde, zogen durch 
Phoinike und Samaria, wo sie von der Bekehrung der Heiden erzhlten, und 
bereiteten den Brdern insgesamt groe Freude.
ACT 15:4 Bei ihrer Ankunft in Jerusalem aber wurden sie von der Gemeinde 
und den Aposteln und den Aeltesten empfangen, und berichteten, wie groe 
Dinge Gott mit ihnen gethan.
ACT 15:5 Aber einige von der Sekte der Phariser, die glubig geworden 
waren, standen auf und erklrten: man mu sie beschneiden, und anhalten 
das Gesetz Moses zu beobachten.
ACT 15:6 Es vesammelten sich aber die Apostel und die Aeltesten, um ber 
diese Sache zu urteilen.
ACT 15:7 Als aber lebhafter Streit entstand, erhob sich Petrus und sprach 
zu ihnen: Ihr Mnner und Brder, ihr wisset, da vorlngst Gott unter euch 
meinen Mund erwhlte, die Heiden das Wort des Evangeliums hren und 
glubig werden zu lassen.
ACT 15:8 Und der herzenskundige Gott gab Zeugnis fr sie, indem er ihnen 
den heiligen Geist gab so gut wie uns.
ACT 15:9 Und er machte keinen Unterschied zwischen uns und ihnen, nachdem 
er durch den Glauben ihre Herzen gereinigt.
ACT 15:10 Nun, was versucht ihr jetzt Gott, den Jngern ein Joch auf den 
Nacken zu legen, welches weder unsere Vter noch wir zu tragen vermocht 
haben?
ACT 15:11 Vielmehr glauben wir durch die Gnade des Herrn Jesus gerettet zu 
werden, in gleicher Weise wie auch jene.
ACT 15:12 Es schwieg aber die ganze Versammlung und sie hrten zu, wie 
Barnabas und Paulus erzhlten, was alles fr Zeichen und Wunder Gott durch 
sie bei den Heiden gethan.
ACT 15:13 Nachdem sie aber zu Ende waren, nahm Jakobus das Wort und 
sprach: ihr Mnner und Brder, hrt mir zu.
ACT 15:14 Symeon hat erzhlt, wie Gott zuerst darauf bedacht war, seinem 
Namen ein Volk aus Heiden zu gewinnen.
ACT 15:15 Und damit stimmen die Reden der Propheten, wie geschrieben steht:
ACT 15:16 nach diesem will ich umkehren und wieder aufbauen das verfallene 
Zelt Davids, und seine Trmmer wieder aufbauen und es herstellen,
ACT 15:17 auf da die brigen Menschen mgen den Herrn suchen, und alle 
die Vlker, bei welchen mein Name verkndet ward, sprich der Herr, der 
dieses thut.
ACT 15:18 Es wei der Herr von Ewigkeit, was er thut.
ACT 15:19 Darum bin ich der Ansicht, da man die, welche von den Heiden 
her sich zu Gott bekehren, nicht belstige,
ACT 15:20 nur da man ihnen anbefehle, sich zu enthalten der Befleckungen, 
der Gtzen und der Unzucht und des Erstickten und des Blutes.
ACT 15:21 Denn Moses hat von langen Zeiten her in den Stdten seine 
Verkndiger, wo er in den Synagogen allsabbatlich gelesen wird.
ACT 15:22 Hierauf beschlossen die Apostel und die Aeltesten mit der ganzen 
Gemeinde, Mnner aus ihrer Mitte zu erwhlen und nach Antiochia zu 
schicken mit Paulus und Barnabas; nmlich Judas genannt Barsabbas, und 
Silas, (die zu den leitenden unter den Brdern gehrten)
ACT 15:23 indem sie durch ihre Hand ein Schreiben bestellten des Inhaltes: 
die Apostel und die Aeltesten und Brder entbieten den Brdern aus den 
Heiden in Antiochia und Syria und Kilikia ihren Gru.
ACT 15:24 Nachdem wir gehrt, da einige, die von uns her kamen, euch mit 
Reden beunruhigt und eure Gemter beschwert haben, ohne da sie von uns 
einen Auftrag hatten,
ACT 15:25 sind wir zusammengetreten und haben den Beschlu gefat, Mnner 
zu whlen und euch zu schicken mit unseren geliebten Barnabas und Paulus,
ACT 15:26 den Leuten, die ihr Leben darangesetzt haben fr den Namen 
unseres Herrn Jesus Christus.
ACT 15:27 So haben wir also abgeordnet Judas und Silas, die mndlich euch 
dieses ebenfalls besttigen mgen.
ACT 15:28 Es ist nmlich des heiligen Geistes und unser Beschlu, euch 
keine weitere Last aufzulegen, als die folgenden unerllichen Dinge:
ACT 15:29 euch zu enthalten des Gtzenopfers, und des Blutes, und des 
Erstickten, und der Unzucht. Wenn ihr euch davor bewahrt, werdet ihr wohl 
daran thun. Lebet wohl.
ACT 15:30 So wurden sie denn entlassen und kamen nach Antiochia, und 
nachdem sie die Gemeinde versammelt, bergaben sie den Brief.
ACT 15:31 Als sie ihn aber gelesen, freuten sie sich ber den Zuspruch.
ACT 15:32 Und Judas und Silas, die selbst auch Propheten waren, 
ermunterten und bestrkten die Brder mit vielen Reden.
ACT 15:33 Nach einiger Zeit aber wurden sie von den Brdern in Frieden 
entlassen zu ihren Absendern.
ACT 15:34 (Silas aber entschlo sich, daselbst zu bleiben.)
ACT 15:35 Paulus aber und Barnabas hielten sich in Antiochia auf, indem 
sie neben vielen anderen das Wort des Herrn lehrten und seine frohe 
Botschaft verkndeten.
ACT 15:36 Nach einigen Tagen aber sagte Paulus zu Barnabas: wir wollen 
wieder hingehen und nach den Brdern in allen Stdten sehen, in welchen 
wir das Wort des Herrn verkndet haben, wie es bei ihnen steht.
ACT 15:37 Barnabas aber wollte auch den Johannes genannt Marcus mitnehmen.
ACT 15:38 Paulus aber bestand darauf ihn nicht mitzunehmen, nachdem er von 
ihnen abgefallen war von Pamphylia weg, und sich ihnen nicht angeschlossen 
hatte zum Werk.
ACT 15:39 Es kam aber zu hitzigem Streit, so da sie sich voneinander 
trennten, und Barnabas den Marcus zu sich nahm und nach Kypros fuhr.
ACT 15:40 Paulus aber gesellte sich den Silas bei und zog hinaus, der 
Gnade des Herrn von den Brdern empfohlen.
ACT 15:41 Er durchzog aber Syria und Kilikia und bestrkte die Gemeinden.
ACT 16:1 Er kam aber auch nach Derbe und nach Lystra. Und siehe, hier war 
ein Jnger mit Namen Timotheus, der Sohn einer glubigen Jdin, aber eines 
griechischen Vaters,
ACT 16:2 der von den Brdern in Lystra und Ikonium empfohlen wurde.
ACT 16:3 Diesen entschlo sich Paulus als Begleiter mitzunehmen; und er 
nahm ihn und beschnitt ihn um der Juden willen, die in jenen Gegenden 
waren; denn sie wuten alle, da sein Vater ein Grieche war.
ACT 16:4 Wie sie aber die Stdte durchzogen, teilten sie ihnen die von den 
Aposteln und ltesten in Jerusalem beschlossenen Satzungen zur Nachachtung 
mit.
ACT 16:5 Die Gemeinden nun befestigten sich im Glauben und nahmen zu an 
Zahl von Tag zu Tag.
ACT 16:6 Sie aber zogen durch das phrygische und galatische Land, da ihnen 
vom heiligen Geist gewehrt ward, das Wort in Asia zu verknden.
ACT 16:7 Als sie aber gegen Mysia kamen, versuchten sie nach Bithynia zu 
gehen, und der Geist Jesus Lie es ihnen nicht zu.
ACT 16:8 An Mysia vorber stiegen sie dann hinab nach Troas.
ACT 16:9 Und Paulus hatte bei Nacht ein Gesicht, ein Makedonier stand da 
und redete ihm also zu: komm herber nach Makedonia und hilf uns.
ACT 16:10 Wie er aber das Gesicht gehabt hatte, trachteten wir sofort nach 
Makedonia zu gehen, indem wir schlossen, da uns Gott gerufen, ihnen die 
frohe Botschaft zu verknden.
ACT 16:11 So fuhren wir denn von Troas ab und hielten gerade auf 
Samothrake zu, am folgenden Tage aber auf Neapolis,
ACT 16:12 und von da auf Philippi, das ist eine Stadt des ersten Bezirks 
von Makedonia, eine Kolonie. In dieser Stadt aber hielten wir uns einige 
Tage auf.
ACT 16:13 Und am Sabbattage giengen wir zum Thore hinaus am Flusse hin, wo 
wir annahmen, da eine Gebetssttte sei, und setzten uns und redeten zu 
den Frauen, die da zusammengekommen waren.
ACT 16:14 Und eine Frau mit Namen Lydia, eine Purpurhndlerin aus der 
Stadt Thyatira, eine von denen, die zur Furcht Gottes hielten, hrte zu, 
ihr schlo der Herr das Herz auf, sich der Verkndigung des Paulus 
zuzuwenden.
ACT 16:15 Wie sie sich aber hatte taufen lassen samt ihren Leuten, bat 
sie: wenn ihr mich als Glubige des Herrn anerkennt, so tretet in mein 
Haus und bleibt da; und sie ntigte uns.
ACT 16:16 Es geschah aber, da wir zur Gebetssttte giengen, da uns eine 
Magd begegnete die einen wahrsagenden Geist hatte, und ihren Herren durch 
das Weissagen reichen Verdienst einbrachte.
ACT 16:17 diese folgte dem Paulus und uns nach und rief: diese Menschen 
sind Diener des hchsten Gottes, die euch den Weg des Heiles verknden.
ACT 16:18 Dies setzte sie viele Tage fort. Paulus aber ward rgerlich, und 
wandte sich um und sagte zu dem Geiste: ich befehle dir im Namen Jesus 
Christus von ihr auszugehen; und er gieng aus in derselben Stunde.
ACT 16:19 Als aber ihre Herren sahen, da ihnen die Hoffnung des Erwerbs 
ausgegangen war, da griffen sie den Paulus und den Silas, und schleppten 
sie auf den Markt vor das Gericht.
ACT 16:20 Und als sie sie den Prtoren vorgefhrt, sagten sie: diese 
Menschen machen Unruhen in unserer Stadt, sie sind Juden,
ACT 16:21 und verknden Bruche, welche wir als Rmer nicht annehmen noch 
ausben drfen.
ACT 16:22 Und das Volk stand auch mit wider sie, und die Prtoren lieen 
ihnen die Kleider herunterreien und Stockschlge geben,
ACT 16:23 und nachdem sie ihnen viele Schlge gegeben, warfen sie sie ins 
Gefngnis, mit der Weisung an den Gefangenwrter, sie sicher zu hten;
ACT 16:24 der legte sie auf diese Weisung in das innere Gefngnis, und 
spannte ihnen die Fe ins Holz.
ACT 16:25 Um Mitternacht aber beteten Paulus und Silas und preisten Gott. 
Die Gefangenen aber hrten ihnen zu.
ACT 16:26 Pltzlich aber kam ein groes Erdbeben, so da die Grundmauern 
des Gefngnisses wankten; und mit einem Schlag sprangen alle Thren auf 
und allen fielen die Fesseln ab.
ACT 16:27 Da aber der Gefangenwrter aufwachte und die Thren des 
Gefngnisses offen stehen sah, zog er das Schwert und wollte sich selbst 
umbringen, in der Meinung, die Gefangenen seien entflohen.
ACT 16:28 Paulus aber rief laut: Thue dir kein Leid, wir sind alle da.
ACT 16:29 Da forderte er Lichter, sprang hinein, und fiel mit Zittern dem 
Paulus und Silas zu Fen,
ACT 16:30 und fhrte sie hinaus und sagte: ihr Herren, was mu ich thun, 
um gerettet zu werden?
ACT 16:31 Sie aber sprachen: glaube an den Herrn Jesus, so wirst du 
gerettet werden und auch dein Haus.
ACT 16:32 Und sie verkndeten ihm das Wort Gottes samt allen in seinem 
Hause.
ACT 16:33 Und er nahm sie zu sich in dieser Nachtstunde und wusch sie von 
den Schlgen und er wurde sowie alle seine Leute sofort getauft.
ACT 16:34 Und er fhrte sie in seine Wohnung, lie ihnen den Tisch decken, 
und jubelte mit seinem ganzen Hause, da er an Gott glauben gelernt.
ACT 16:35 Mit Tagesanbruch aber schickten die Prtoren die Lictoren und 
lieen ihm sagen: lasse die Leute frei.
ACT 16:36 Der Gefangenwrter aber berichtete die Worte an Paulus: die 
Prtoren haben gesandt, euch freizulassen; so gehet denn hinaus und ziehet 
im Frieden.
ACT 16:37 Paulus aber sagte zu ihnen: Sie haben uns ohne Urteil ffentlich 
prgeln lassen, die wir rmische Brger sind, und haben uns ins Gefngnis 
geworfen, und nun weisen sie uns heimlich hinaus? Nicht doch, sondern sie 
mgen selbst kommen und uns hinausfhren.
ACT 16:38 Die Lictoren aber meldeten diese Worte den Prtoren. Diese aber 
gerieten in Furcht, als sie hrten, da es Rmer seien,
ACT 16:39 und kamen und sprachen ihnen zu, und fhrten sie hinaus und 
baten sie, die Stadt zu verlassen.
ACT 16:40 Sie aber verlieen das Gefngnis und giengen zu der Lydia, und 
sahen die Brder, ermahnten sie und zogen ab.
ACT 17:1 Sie kamen aber auf dem Wege ber Amphipolis und Apollonia nach 
Thessalonike, wo die Juden eine Synagoge hatten.
ACT 17:2 Nach seiner Gewohnheit aber trat Paulus bei ihnen ein, und redete 
an drei Sabbaten zu ihnen auf Grund der Schrift,
ACT 17:3 indem er sie ihnen aufschlo, und darlegte, da der Christus 
leiden und von den Toten auferstehen mute, und da dieser der Christus 
sei, Jesus, den ich euch verknde.
ACT 17:4 Und etliche von ihnen lieen sich gewinnen, und schlossen sich 
dem Paulus und Silas an, ebenso eine groe Menge von den Griechen, die zur 
Gottesfurcht hielten, und nicht wenige von den ersten Frauen.
ACT 17:5 Die Juden aber wurden eiferschtig; sie gewannen einige schlechte 
Subjekte, Pflastertreter, erregten einen Auflauf, und brachten die Stadt 
in Unruhe; und sie bedrngten das Haus Jasons, und suchten sie 
herauszubringen vor die Volksversammlung;
ACT 17:6 da sie sie aber nicht fanden, schleiften sie den Jason und 
etliche Brder zu den Stadtvorstehern, und schrien: die Leute, welche das 
Reich aufwiegeln, sind jetzt auch hier,
ACT 17:7 Jason hat sie aufgenommen; und alle diese handeln gegen des 
Kaisers Ordnung, indem sie einen Andern Knig heien, nmlich einen 
gewissen Jesus.
ACT 17:8 Mit diesen Reden aber brachten sie das Volk in Unruhe, und die 
Stadtvorsteher;
ACT 17:9 und man lie sich von Jason und den brigen Caution stellen, und 
gab sie darauf frei.
ACT 17:10 Die Brder aber befrderten sogleich den Paulus und den Silas 
bei nach Bera, wo sie nach ihrem Eintreffen sich in die Synagoge der 
Juden begaben.
ACT 17:11 Diese aber waren anstndiger als die in Thessalonike, sie nahmen 
das Wort mit aller Bereitwilligkeit auf, und forschten alle Tage in den 
Schriften, ob es sich so verhalte.
ACT 17:12 Viele von ihnen nun wurden glubig, so auch von den vornehmen 
griechischen Frauen und Mnnern nicht wenige.
ACT 17:13 Wie aber die Juden von Thessalonike erfuhren, da das Wort 
Gottes von Paulus auch in Bera verkndet ward, kamen sie auch dahin, um 
die Massen aufzuwiegeln und zu verhetzen.
ACT 17:14 Hierauf befrderten die Brder den Paulus sogleich bis an die 
See; Silas aber und Timotheus blieben daselbst zurck.
ACT 17:15 Die Geleitsmnner des Paulus aber brachten ihn nach Athen, und 
kehrten mit dem Auftrag an Silas und Timotheus, da sie so schnell als 
mglich zu ihm kommen sollen, zurck.
ACT 17:16 Whrend aber Paulus dieselben in Athen erwartete, ward sein 
Geist innerlich aufgeregt, da er schaute, wie die Stadt voll von 
Gtzenbildern war.
ACT 17:17 So redete er denn in der Synagoge zu den Juden und denen die zur 
Gottesfurcht hielten, und auf dem Markte alle Tage zu den Leuten, wie sie 
ihm aufstieen.
ACT 17:18 Es banden aber auch etliche von den epikureischen und stoischen 
Philosophen mit ihm an, und einige sagten: was will denn dieser Schwtzer 
sagen? andere aber: er scheint ein Verknder fremder Gtter zu sein; weil 
er nmlich den Jesus und die Auferstehung verkndete.
ACT 17:19 Und sie griffen ihn, und fhrten ihn zum Areopag, und sagten: 
drfen wir wissen, was das fr eine neue Lehre ist, die du vortrgst?
ACT 17:20 Du gibst uns ja seltsame Dinge zu hren; so mchten wir nun 
erfahren, was das hieen will.
ACT 17:21 Alle Athener aber und die Fremden, die sich da aufhielten, waren 
stets zu nichts anderem so aufgelegt, als wie etwas neues zu reden oder zu 
hren.
ACT 17:22 Paulus aber stellte sich mitten in den Areopag, und sprach: ihr 
Mnner von Athen, ich finde durchweg wie ihr gar sehr auf Gottesfurcht aus 
seid.
ACT 17:23 Denn da ich herumgieng und mir eure Heiligtmer betrachtete, 
fand ich auch einen Altar mit der Inschrift: einem unbekannten Gott. Nun, 
was ihr ohne es zu kennen verehrt, das verkndige ich euch.
ACT 17:24 Der Gott, der die Welt gemacht hat und alles was darin ist, er 
als Herr des Himmels und der Erde wohnt nicht in Tempeln mit Hnden 
gemacht,
ACT 17:25 noch lt er sich von Menschenhnden bedienen, als ob er eines 
bedrfte, er der allen Leben und Odem und alles gibt.
ACT 17:26 Und er hat gemacht, da von einem her alle menschlichen Vlker 
wohnen auf der ganzen Erdoberflche, und hat vorausbestimmte Zeiten und 
die Grenzen ihre Wohnsitzes angeordnet,
ACT 17:27 da sie Gott suchen sollen, ob sie ihn etwa fhlen und finden 
mchten, der ja nicht ferne ist von einem jeden von uns.
ACT 17:28 Denn in ihm leben und weben und sind wir, wie auch einige von 
euren Dichtern gesagt haben: des Geschlecht wir auch sind.
ACT 17:29 Sind wir nun Gottes Geschlecht, so drfen wir nicht meinen, die 
Gottheit sei gleich Gold oder Silber oder Stein, gleich einem Gebilde 
menschlicher Kunst und Erfindung.
ACT 17:30 So hat denn wohl Gott die Zeiten der Unwissenheit bersehen; 
nunmehr aber lt er allen Menschen allenthalben ansagen, Bue zu thun,
ACT 17:31 wie er denn einen Tag festgestellt hat, da er die Welt richten 
will in Gerechtigkeit durch einen Mann, den er dafr bestimmt hat, nachdem 
er jedermann den Glauben erffnet hat, indem er ihn von den Toten erweckte.
ACT 17:32 Da sie aber von der Totenauferstehung hrten, spotteten die 
einen, die andern aber sagten: wir wollen dich darber ein andermal wieder 
hren.
ACT 17:33 Auf diese Weise kam Paulus los von ihnen.
ACT 17:34 Etliche Mnner aber schlossen sich ihm an und wurden glubig, 
darunter auch Dionysius ein Areopagite, auch eine Frau mit Namen Damaris, 
und noch andere mit ihnen.
ACT 18:1 Nach diesem verlie er Athen und gieng nach Korinth.
ACT 18:2 Und er traf einen Juden Namens Aquila, aus Pontus stammend, der 
krzlich von Italien hergekommen war, samt seiner Frau Priscilla (aus 
Anla des Ediktes des Claudius, da alle Juden Rom verlassen sollen), 
besuchte sie,
ACT 18:3 und weil er das gleiche Gewerbe trieb, blieb er bei ihnen und sie 
arbeiteten zusammen. Sie waren nmlich Zeltmacher von Gewerbe.
ACT 18:4 Er sprach aber in der Synagoge jeden Sabbat, und gewann Juden und 
auch Griechen.
ACT 18:5 Wie nun Silas und Timotheus von Makedonien her eintrafen, war 
Paulus in vollem Eifer am Worte, indem er den Juden bezeugte, da Jesus 
der Christus sei.
ACT 18:6 Da sie sich aber dagegen auflehnten und lsterten, schttelte er 
seine Kleider aus und sagte zu ihnen: Euer Blut auf euren Kopf! ich bin 
unschuldig! Von nun an werde ich zu den Heiden gehen.
ACT 18:7 Und er gieng von da hinber in das Haus eines Mannes mit Namen 
Titius Justus (eines von denen die zur Gottesfurcht hielten), dessen Haus 
an die Synagoge stie.
ACT 18:8 Der Synagogenvorsteher Crispus aber mit seinem ganzen Haus wurde 
glubig an den Herrn, und viele Korinthier, die das Wort hrten, glaubten 
und lieen sich taufen.
ACT 18:9 Der Herr aber sprach zu Paulus bei Nacht im Gesicht: frchte dich 
nicht, sondern sprich und schweige nicht.
ACT 18:10 Denn ich bin mit dir und niemand soll dir etwas anhaben zu 
deinem Schaden. Denn mein ist ein groes Volk in dieser Stadt.
ACT 18:11 Er sa aber ein Jahr und sechs Monate unter ihnen das Wort 
Gottes lehrend.
ACT 18:12 Da aber Gallio Proconsul von Achaia war, erhoben sich die Juden 
einmtig wider den Paulus und brachten ihn vor den Richtstuhl,
ACT 18:13 indem sie sagten: dieser verleitet die Leute zu ungesetzlichem 
Gottesdienst.
ACT 18:14 Als nun Paulus den Mund aufthun wollte, sagte Gallio zu den 
Juden: handelte es sich um ein Verbrechen oder Vergehen, ihr Juden, so 
htte ich euch von Rechtswegen angenommen.
ACT 18:15 Geht es aber nur Streitfragen an, die eure Lehre, Namen und 
Gesetz betreffen, so mget ihr selbst zusehen. Darber will ich nicht 
Richter sein.
ACT 18:16 Und er wies sie fort vom Richtstuhl.
ACT 18:17 Sie fielen aber alle her ber den Synagogenvorsteher Sosthenes, 
und schlugen ihn in der Nhe des Richtstuhls, und Gallio bekmmerte sich 
nicht darum.
ACT 18:18 Paulus aber, nachdem er noch lngere Zeit geblieben, sagte den 
Brdern Lebewohl und fuhr ab nach Syria, und mit ihm Priscilla und Aquila, 
der sich in Kenchre hatte das Haupt scheren lassen; denn er hatte ein 
Gelbde.
ACT 18:19 Sie langten aber in Ephesus an, und hier verlie er jene, er 
selbst aber gieng in die Synagoge und sprach zu den Juden.
ACT 18:20 Auf ihre Bitte aber, da er lnger bleiben mge, gieng er nicht 
ein,
ACT 18:21 sondern er verabschiedete sich und sagte: Ich mu durchaus das 
bevorstehende Fest in Jerusalem feiern. Ich werde ein andermal wieder bei 
euch einkehren, so Gott will, und fuhr von Ephesus ab,
ACT 18:22 und da er nach Csarea kam, gieng er hinauf, begrte die 
Gemeinde und gieng dann hinunter nach Antiochia.
ACT 18:23 Und nachdem er sich eine Zeit lang hier aufgehalten, zog er aus 
und durchzog nacheinander das Galatische Land und Phrygien, und strkte 
alle Jnger.
ACT 18:24 Es kam aber nach Ephesus ein Jude mit Namen Apollos, ein 
Alexandriner der Herkunft nach, ein gelehrter Mann, der stark war in den 
Schriften.
ACT 18:25 Dieser hatte Unterricht in der Lehre des Herrn erhalten, und 
redete brennenden Geistes, und lehrte treulich von Jesus, kannte aber nur 
die Taufe Johannes';
ACT 18:26 und derselbe fieng an offen aufzutreten in der Synagoge. Da ihn 
aber Priscilla und Aquila hrten, nahmen sie ihn zu sich und setzten ihm 
die Lehre noch genauer auseinander.
ACT 18:27 Da er aber Lust hatte, nach Achaia zu reisen, ermunterten ihn 
die Brder, und empfahlen ihn den Jngern brieflich zur Aufnahme. Dort 
eingetroffen frderte er die Glubigen nicht wenig durch die Gnade.
ACT 18:28 Denn er berfhrte eifrigst die Juden in schlagender Weise 
ffentlich, indem er aus den Schriften bewies, da Jesus der Christus sei.
ACT 19:1 Es geschah aber, whrend Apollos in Korinth war, da Paulus, 
nachdem er das Oberland bereist, nach Ephesus kam und da einige Jnger 
traf,
ACT 19:2 und er sagte zu ihnen: habt ihr den heiligen Geist empfangen, da 
ihr glubig wurdet? Sie aber erwiderten: Nein; wir haben auch nichts davon 
gehrt, ob es einen heiligen Geist gibt.
ACT 19:3 Er aber sagte: auf was seid ihr denn getauft? sie aber sagten: 
auf die Taufe des Johannes.
ACT 19:4 Paulus aber sagte: Johannes hat die Taufe der Bue getauft, indem 
er das Volk hinwies auf den, der nach ihm kommen sollten, da sie dem 
glaubten, das heit auf Jesus.
ACT 19:5 Da sie es aber hrten, lieen sie sich auf den Namen des Herrn 
Jesus taufen.
ACT 19:6 Und da ihnen Paulus die Hnde auflegte, kam der heilige Geist 
ber sie, und sie redeten mit Zungen und weissagten.
ACT 19:7 Es waren aber im Ganzen ungefhr zwlf Mann.
ACT 19:8 Er gieng aber in die Synagoge und trat da drei Monate lang 
ffentlich auf mit Darlegung und Zureden in betreff des Reiches Gottes.
ACT 19:9 Wie aber etliche sich verhrteten und abwandten, und bel redeten 
ber die Lehre dem Volke gegenber, trennte er sich von ihnen, und 
sonderte die Jnger ab, indem er tglich Besprechungen hielt in der Schule 
des Tyrannus.
ACT 19:10 Dieses dauerte zwei Jahre lang, so da die smtlichen Bewohner 
von Asia das Wort des Herrn hrten, Juden sowohl wie Griechen.
ACT 19:11 Auch that Gott ungewhnliche Wunder durch des Paulus Hand,
ACT 19:12 so da man auch Schweitcher und Vortcher ihm vom Leibe weg zu 
den Kranken brachte, und damit die Krankheiten von ihnen vertrieben und 
die bsen Geister zum Weichen gebracht wurden.
ACT 19:13 Es versuchten aber auch einige von den herumziehenden jdischen 
Beschwrern, den Namen des Herrn Jesus bei solchen, welche bse Geister 
hatten, anzuwenden, indem sie sagten: ich beschwre dich bei dem Jesus, 
welchen Paulus verkndet.
ACT 19:14 So wollten es auch die Shne eines jdischen Oberpriesters 
Skeuas machen, welche solche Beschwrungen trieben.
ACT 19:15 Der bse Geist aber antwortete ihnen also: den Jesus kenne ich 
und den Paulus wei ich: aber wer seid ihr?
ACT 19:16 Und der Mensch, in welchem der bse Geist ar, sprang auf sie 
los, bemchtigte sich beider, und bte solche Gewalt an ihnen, da sie 
nackt und verwundet aus dem Hause entflohen.
ACT 19:17 Dies wurde aber bei allen jdischen und griechischen Einwohnern 
von Ephesus kund, und es kam eine Furcht ber sie alle, und der Name des 
Herrn Jesus ward hoch gerhmt,
ACT 19:18 und viele von den glubig Gewordenen kamen zum Bekenntnis und 
Anzeige dessen, was sie getrieben.
ACT 19:19 Ein groer Teil aber von denen, welche die falschen Knste 
getrieben hatten, trugen ihre Bcher zusammen und verbrannten dieselben 
vor jedermann; und man rechnete den Wert derselben zusammen, und brachte 
50,000 Drachmen heraus.
ACT 19:20 So nahm das Wort zu gem der Strke des Herrn an Ausbreitung 
und Kraft.
ACT 19:21 Wie aber diese Dinge erfllt waren, setzte sich Paulus im Geiste 
vor, ber Makedonia und Achaia nach Jerusalem zu gehen, wobei er sagte: 
wenn ich dort gewesen, mu ich auch Rom besuchen.
ACT 19:22 Er sandte aber zwei von seinen Gehilfen nach Makedonia, 
Timotheus und Erastus, er selbst blieb noch eine Zeit lang in Asia.
ACT 19:23 Um jene Zeit aber kam es zu groen Unruhen ber die Lehre.
ACT 19:24 Ein Silberschmied nmlich, Demetrius mit Namen, der silberne 
Artemistempel verfertigte, und den Knstlern viel zu verdienen gab,
ACT 19:25 rief diese zusammen, sowie die damit beschftigten Arbeiter und 
sprach: ihr Mnner, ihr wisset, da wir unseren Wohlstand dieser Arbeit 
verdanken.
ACT 19:26 Nun schaut und hrt ihr, wie dieser Paulus nicht nur von Ephesus 
sondern fast von ganz Asia viel Volk herumgebracht hat mit der Beredung, 
da das keine Gtter seien, die mit Hnden gemacht werden.
ACT 19:27 Aber nicht nur diese unsere Sache droht so in Aberacht zu 
kommen, sondern auch das Heiligtum der groen Gttin Artemis ist in Gefahr 
abgeschtzt zu werden und seines groen Glanzes beraubt, da sie doch ganz 
Asia und die ganze Welt verehrt.
ACT 19:28 Als sie dieses hrten, wurden sie voll Zornes und riefen laut: 
gro ist die Artemis von Ephesus.
ACT 19:29 Und die ganze Stadt kam in Aufruhr, und sie strmten alle 
zusammen in das Theater, und schleppten die Makedonier Gajus und 
Aristarchus, Wandergenossen des Paulus, mit dahin.
ACT 19:30 Da aber Paulus sich in der Volksversammlung stellen wollte, 
lieen es die Brder nicht zu;
ACT 19:31 selbst einige von den Asiarchen, die ihm befreundet waren, 
schickten zu ihm und lieen ihn ermahnen, sich doch nicht ins Theater zu 
wagen.
ACT 19:32 Hier schrie nun alles durcheinander, denn die Versammlung war 
nur ein Auflauf, und die Mehrzahl wuten gar nicht warum sie 
zusammengekommen waren.
ACT 19:33 Doch verstndigte man aus der Masse heraus den Alexander - die 
Juden hatten ihn vorgeschoben - so winkte denn Alexander mit der Hand, und 
wollte eine Schutzrede an das Volk halten.
ACT 19:34 Da sie aber merkten, da es ein Jude sei, schrie alles wie aus 
einem Munde zwei Stunden lang zusammen: gro ist die Artemis von Ephesus.
ACT 19:35 Der Stadtschreiber aber beruhigte das Volk: Ihr Mnner von 
Ephesus, wo gbe es einen Menschen, der nicht wte, da die Stadt Ephesus 
den Tempeldienst hat fr die groe Artemis und ihr vom Himmel gefallenes 
Bild?
ACT 19:36 Da nun dies unwidersprechlich ist, so ziemt es euch, an euch zu 
halten und nichts zu berstrzen.
ACT 19:37 Ihr habt da diese Mnner vorgefhrt, sie sind aber keine 
Tempelruber, noch Lsterer eurer Gottheit.
ACT 19:38 Wenn nun Demetrius und die Knstler, seine Genossen, eine Sache 
gegen jemand haben, so gibt es Gerichtstermine und Proconsuln, sie sollen 
einander verklagen.
ACT 19:39 Wenn ihr aber einen Antrag sonst habt, so mag es in der 
gesetzlichen Gemeindeversammlung bereinigt werden.
ACT 19:40 Droht uns doch des heutigen Tags wegen eine Aufruhrklage, ohne 
da eine Ursache da wre, womit wir diesen Auflauf rechtfertigen knnten. 
Und mit diesen Worten entlie er die Versammlung.
ACT 20:1 Nachdem der Lrm gestillt war, beschied Paulus die Jnger zu 
sich, ermahnte sie und verabschiedete sich, und zog ab nach Makedonia.
ACT 20:2 Nachdem er diese Landschaft durchreist und ihnen viele Ermahnung 
gegeben hatte, gieng er nach Hellas.
ACT 20:3 Und da er nach einem dreimonatlichen Aufenthalt, wie er sich eben 
nach Syria einschiffen wollte, seitens der Juden durch einen Anschlag 
bedroht ward, entschlo er sich ber Makedonia zurckzukehren.
ACT 20:4 Es begleitete ihn aber Sopater Pyrrhus Sohn von Bera, von 
Thessalonikern aber: Aristarchus und Secundus, ferner Gajus von Derbe und 
Timotheus, sodann die von Asia: Tychikus und Trophimus.
ACT 20:5 Diese giengen aber voraus und warteten auf uns in Troas.
ACT 20:6 Wir aber segelten nach den Tagen des Ungesuerten ab von 
Philippi, und kamen zu ihnen binnen fnf Tagen nach Troas, woselbst wir 
uns sieben Tage aufhielten.
ACT 20:7 Als wir aber am ersten Wochentage versammelt waren zum 
Brotbrechen, redete Paulus zu ihnen, da er am folgenden Morgen abreisen 
wollte, und dehnte seine Rede bis Mitternacht aus.
ACT 20:8 Es waren aber viele Lampen in dem Obergemach, wo wir versammelt 
waren.
ACT 20:9 Da berwltigte einen Jngling Namens Eutychus, der im Fenster 
sa, der Schlaf, weil Paulus so lange fortsprach, und er fiel im Schlaf 
vom Dritten Stock hinunter, und ward tot aufgehoben.
ACT 20:10 Paulus aber gieng hinunter, beugte sich ber ihn, umfate ihn 
und sprach: beunruhigt euch nicht, denn seine Seele ist in ihm.
ACT 20:11 nachdem er aber wieder hinaufgegangen, brach er das Brot, a und 
sprach noch lange fort bis zur Morgendmmerung, dann zog er weiter.
ACT 20:12 Den Knaben aber fhrten sie lebendig davon und fhlten sich hoch 
getrstet.
ACT 20:13 Wir aber waren vorausgegangen zum Schiff und fuhren nach Assos, 
in der Absicht, dort den Paulus aufzunehmen; denn so hatte er es 
angeordnet, da er selbst zu Fu dahin kommen wollte.
ACT 20:14 Wie er aber in Assos mit uns zusammentraf, nahmen wir ihn auf 
und gelangten nach Mitylene.
ACT 20:15 Und von dort ab fuhren wir am folgenden Tag auf die Hhe von 
Chios, am nchsten hielten wir auf Samos, und Tags darauf kamen wir nach 
Miletos.
ACT 20:16 Denn Paulus hatte sich entschlossen an Ephesus vorbeizufahren, 
um nicht in Asia Zeit zu verlieren. Denn er eilte, womglich auf Pfingsten 
in Jerusalem zu sein.
ACT 20:17 Von Miletos aus aber schickte er nach Ephesus und berief die 
Aeltesten der Gemeinde zu sich.
ACT 20:18 Wie sie aber bei ihm eintrafen, sprach er zu ihnen: Ihr wisset 
es vom ersten Tage her, da ich Asia betreten habe, wie ich mich die ganze 
Zeit bei euch hielt
ACT 20:19 im Dienste des Herrn unter nichts als Demtigung und Thrnen und 
Versuchungen, die mir durch die Nachstellungen der Juden erwuchsen,
ACT 20:20 wie ich nichts versumte, was gut sein konnte, euch zu 
verknden, und zu lehren ffentlich und in den Husern,
ACT 20:21 und Juden und Griechen beschwor, sich zu Gott zu bekehren und an 
unseren Herrn Jesus Christus zu glauben.
ACT 20:22 Und jetzt siehe, gefesselt im Geiste ziehe ich nach Jerusalem, 
und wei nicht, war mir dort begegnen wird.
ACT 20:23 Nur bezeugt mir der heilige Geist in einer Stadt um die andere, 
da Fesseln und Drangsale meiner warten.
ACT 20:24 Aber ich schlage meines Lebens Wert fr nichts an, wenn es gilt, 
meinen Lauf zu vollenden und den Dienst den ich von dem Herrn Jesus 
berkommen habe, zu bezeugen die frohe Botschaft der Gnade Gottes.
ACT 20:25 Und nun siehe, ich wei, da ihr mein Angesicht nicht mehr sehen 
werdet, ihr alle, unter welchen ich als Verknder des Reichs wandelte.
ACT 20:26 Darum bezeuge ich es am heutigen Tage, da ich niemands Blut auf 
mir habe.
ACT 20:27 Denn ich habe nichts unterschlagen an der Verkndigung des 
vollen Willens Gottes bei euch.
ACT 20:28 Achtet auf euch selbst und die ganze Herde, in welcher euch der 
heilige Geist zu Aufsehern bestellt hat, zu weiden die Gemeinde des Herrn, 
die er erworben hat durch sein eigenes Blut.
ACT 20:29 Ich wei, da nach meinem Hingang reiende Wlfe zu euch kommen 
werden, welche die Herde nicht verschonen.
ACT 20:30 Und aus eurer selbst Mitte werden Mnner mit verkehrten Reden 
sich erheben, um die Jnger an sich zu reien.
ACT 20:31 Darum wachet und denket daran, da ich drei Jahre lang Nacht und 
tag nicht abgelassen habe, unter Thrnen einen jeden zu verwarnen.
ACT 20:32 Und fr jetzt bergebe ich euch Gott und dem Worte seiner Gnade, 
der euch vermag zu erbauen, und das Erbe zu geben unter allen den 
Geheiligten.
ACT 20:33 Nach Silber, Gold und Kleidern habe ich nicht getrachtet.
ACT 20:34 Ihr selbst wisset davon, wie diese Hnde fr meinen Bedarf und 
fr meine Genossen ganz und gar gedient haben.
ACT 20:35 Ich habe es euch in allewege gezeigt, da man so mittelst Arbeit 
fr die Schwachen sorgen soll, und der Worte des Herrn Jesus gedenken, da 
er selbst gesagt hat: geben ist seliger denn nehmen.
ACT 20:36 Und nachdem er so gesprochen, beugte er seine Knie, und betete 
mit ihnen allen.
ACT 20:37 Es brachen aber alle in lautes Wehklagen aus, und fielen dem 
Paulus um den Hals, und kten ihn,
ACT 20:38 und jammerten besonders ber das Wort, das er gesprochen hatte: 
da sie sein Angesicht nicht mehr schauen sollten. Dann geleiteten sie ihn 
zum Schiffe.
ACT 21:1 Wie es aber geschah, da wir uns von ihnen losgerissen und 
gelichtet hatten, segelten wir geradezu auf Kos, am folgenden Tage aber 
auf Rhodus, und von da nach Patara.
ACT 21:2 Und da wir daselbst ein Schiff fanden, das nach Phoinike gieng, 
bestiegen wir es und segelten ab.
ACT 21:3 Nachdem wir Kypros in Sicht bekommen, und links gelassen, hielten 
wir auf Syria, und gelangten nach Tyrus, denn dahin hatte das Schiff seine 
Ladung abzugeben.
ACT 21:4 Wir aber suchten die Jnger auf, und blieben daselbst sieben 
Tage, und sie rieten dem Paulus durch den Geist, nicht nach Jerusalem 
hinaufzugehen.
ACT 21:5 Als es aber kam, da wir mit unserer Zeit fertig waren, machten 
wir uns auf und zogen ab, wobei uns alle das Geleite gaben samt Weib und 
Kind, bis vor die Stadt hinaus und am Strande beugten wir die Knie und 
beteten,
ACT 21:6 dann umarmten wir einander, und wir bestiegen das Schiff, jene 
aber giengen heim.
ACT 21:7 Wir aber vollendeten unsere Fahrt von Tyrus ab, und kamen nach 
Ptolemais, und begrten die Brder und blieben einen Tag bei ihnen.
ACT 21:8 Am folgenden Tage aber zogen wir ab und giengen nach Csarea, und 
traten in das Haus des Evangelisten Philippus, eines von den Sieben, und 
blieben bei demselben.
ACT 21:9 Dieser hatte aber vier jungfruliche Tchter, welche weissagten.
ACT 21:10 Da wir aber mehrere Tage verweilten, kam ein Prophet von Juda 
mit Namen Agabus herab, und besuchte uns,
ACT 21:11 der nahm den Grtel des Paulus, band sich Fe und Hnde und 
sagte: so spricht der heilige Geist: den Mann, dem dieser Grtel gehrt, 
werden die Juden in Jerusalem also binden und in die Hand der Heiden 
ausliefern.
ACT 21:12 Wie wir aber das vernahmen, drangen wir sowohl als die vom Orte 
in ihn, nicht nach Jerusalem hinaufzugehen.
ACT 21:13 Hierauf antwortete Paulus: was treibt ihr, so zu weinen und mir 
das Herz zu brechen? ich bin bereit nicht blos mich binden zu lassen, 
sondern auch zu sterben in Jerusalem fr den Namen des Herrn Jesus.
ACT 21:14 Da er sich nicht bereden lie, so gaben wir Ruhe und sprachen: 
des Herrn Wille geschehe.
ACT 21:15 Nach diesen Tagen aber machten wir uns fertig, und giengen 
hinauf nach Jerusalem.
ACT 21:16 Es giengen aber auch von den Jngern von Csarea mit uns, und 
fhrten uns zur Herbege bei einem gewissen Mnason, einem Kyprier und alten 
Jnger.
ACT 21:17 Da wir aber in Jerusalem angekommen, empfiengen uns die Brder 
mit Freuden.
ACT 21:18 Und am Tage darauf gieng Paulus mit uns zu Jakobus, und die 
smtlichen Aeltesten fanden sich ein.
ACT 21:19 Und er begrte sie und berichtete ihnen alles im einzelnen, was 
Gott bei den Heiden durch seinen Dienst gewirkt.
ACT 21:20 Sie aber, als sie es hrten, priesen Gott, und sprachen zu ihm: 
du schaust, Bruder, wie viel Myriaden von Glubigen unter den Juden sind, 
und alle sind Eiferer fr das Gesetz.
ACT 21:21 Sie haben sich aber ber dich berichten lassen, da du berall 
die Juden in der Heidenwelt den Abfall von Moses lehrest, und anweisest, 
ihre Kinder nicht zu beschneiden und die Sitten nicht zu beobachten.
ACT 21:22 Was ist nun zu machen? Jedenfalls werden sie hren, da du 
gekommen bist.
ACT 21:23 So thue denn, was wir dir sagen. Wir haben da vier Mnner, die 
ein Gelbde auf sich haben.
ACT 21:24 Die nimm, und la dich mit ihnen reinigen, und wende die Kosten 
auf fr sie, da sie sich das Haupt scheren lassen knnen; so wird 
jedermann einsehen, da es nichts mit dem ist, wovon sie in betreff deiner 
berichtet wurden, und da vielmehr auch du selbst in Beobachtung des 
Gesetzes wandelst.
ACT 21:25 Was aber die Heiden betrifft, die glubig geworden sind, so 
haben wir die Anordnung getroffen, da sie sich hten sollen vor dem 
Gtzenopfer, Blut, Ersticktem und Unzucht.
ACT 21:26 Da bernahm Paulus die Mnner am folgenden Tag, und nachdem er 
sich mit ihnen der Reinigung unterworfen, gieng er in den Tempel, und 
zeigte die Erfllung der Tage der Reinigung an (nmlich bis zur 
Darbringung des Opfers fr einen jeden von ihnen).
ACT 21:27 Wie es aber daran war, da die sieben Tage zu Ende giengen, 
brachten die Juden von Asia, welche ihn im Tempel sahen, alles Volk in 
Aufruhr, und legten Hand an ihn,
ACT 21:28 und riefen: Ihr israelitische Mnner, zu Hilfe! Das ist der 
Mensch, der allerorten jedermann lehrt gegen das Volk und das Gesetz und 
diese Sttte, und dazu hat er auch noch Griechen in das Heiligtum 
hereingebracht, und diese geweihte Sttte entweiht.
ACT 21:29 Sie hatten nmlich vorher den Ephesier Trophimus bei ihm in der 
Stadt gesehen, und meinten Paulus habe diesen in den Tempel gebracht.
ACT 21:30 Und die ganze Stadt kam in Bewegung, und es entstand ein 
Volksauflauf, und sie griffen den Paulus und zogen ihn aus dem Tempel 
heraus, und die Thren wurden sofort geschlossen.
ACT 21:31 Schon giengen sie darauf aus, ihn zu tten, als die Kunde zu dem 
Obersten der Cohorte hinauf kam, da ganz Jerusalem in Aufruhr sei.
ACT 21:32 Der nahm sogleich Soldaten und Hauptleute, und eilte herab zu 
ihnen. Da sie aber den Obersten und die Soldaten sahen, hrten sie auf den 
Paulus zu schlagen.
ACT 21:33 Hierauf trat der Oberst herzu, bemchtigte sich seiner, hie ihn 
mit zwei Ketten binden, und erkundigte sich, wer er sei und was er gethan.
ACT 21:34 Es rief aber alles durcheinander in der Masse, und weil er des 
Lrmens wegen nichts sicher erfahren konnte, hie er ihn in die Burg 
bringen.
ACT 21:35 Als er aber auf der Treppe war, kam es dazu, da ihn die 
Soldaten trugen, wegen des Andrangs des Volkes;
ACT 21:36 denn der Volkshaufe zog mit, unter dem Geschrei: fort mit ihm.
ACT 21:37 Und da er in die Burg hineingefhrt werden sollte, sprach Paulus 
zu dem Obersten: darf ich etwas zu dir sagen? Der aber antwortete: du 
verstehst griechisch?
ACT 21:38 Da bist du wohl nicht der Aegypter, der krzlich die viertausend 
Mann Sikarier aufwiegelte, und in die Wste fhrte?
ACT 21:39 Paulus aber sprach: ich bin ein Jude, von Tarsus in Kilikia, 
Brger dieser ansehnlichen Stadt, ich bitte dich aber, gestatte mir zum 
Volke zu reden.
ACT 21:40 Da er es gewhrte, stellte sich Paulus auf die Treppe und winkte 
dem Volke mit der Hand; als es dann ganz stille geworden war, redete er 
sie auf Hebrisch also an:
ACT 22:1 Ihr Mnner, Brder und Vter, hrt die Verteidigung an, die ich 
jetzt an euch richte.
ACT 22:2 Da sie aber hrten, da er sie auf Hebrisch anredete gaben sie 
um so mehr Ruhe. Und er sagte:
ACT 22:3 ich bin ein Jude, geboren in Tarsus in Kilikia, auferzogen aber 
hier in der Stadt, und zu den Fen Gamaliels geschult im vterlichen 
Gesetz nach aller Strenge, und war ein Eiferer fr Gott so wie ihr alle es 
heute seid;
ACT 22:4 als solcher habe ich auch diese Lehre verfolgt bis auf den Tod, 
und Mnner und Weiber gefesselt und ins Gefngnis gebracht,
ACT 22:5 wie mir auch der Hohepriester und das ganze Presbyterium bezeugen 
kann, von welchen ich auch Briefe empfangen habe an die Brder, und zog 
damit nach Damaskus, um auch die dort befindlichen gefesselt nach 
Jerusalem zur Strafe zu bringen.
ACT 22:6 Es geschah mir aber, da ich dahin zog und in die Nhe von 
Damaskus kam, da mich um Mittag pltzlich ein starkes Licht vom Himmel 
her umstrahlte,
ACT 22:7 und ich strzte zu Boden, und vernahm eine Stimme, die mir 
zurief: Saul, Saul, was verfolgst du mich?
ACT 22:8 Ich aber antwortete: wer bist du Herr? und er sprach zu mir: ich 
bin Jesus, der Nazorer, den du verfolgst.
ACT 22:9 Meine Begleiter aber schauten wohl das Licht, die Stimme dessen, 
der zu mir redete, aber vernahmen sie nicht.
ACT 22:10 Ich aber sagte: was soll ich thun Herr? der Herr aber sprach zu 
mir: stehe auf und gehe nach Damaskus, dort wird dir alles gesagt werden, 
was dir zu thun verordnet ist.
ACT 22:11 Da ich aber von dem Glanze des Lichtes das Gesicht verlor, wurde 
ich von meinen Begleitern nach Damaskus an der Hand gefhrt.
ACT 22:12 Ein gewisser Ananias aber, ein Mann fromm nach dem Gesetz, mit 
gutem Zeugnis von allen dortigen Juden,
ACT 22:13 besuchte mich, stellte sich hin und sprach zu mir: Bruder Saul, 
werde sehend. Und zur Stunde sahe ich ihn.
ACT 22:14 Er aber sprach: der Gott unserer Vter hat dich bestimmt seinen 
Willen zu erkennen, den Gerechten zu sehen, und ein Wort aus seinem Munde 
zu vernehmen,
ACT 22:15 weil du fr ihn Zeuge sein sollst bei allen Menschen, von dem 
was du gesehen und gehrt hast.
ACT 22:16 Und nun was zgerst du? stehe auf, la dich taufen und eine 
Snden abwaschen, indem du seinen Namen anrufst.
ACT 22:17 Da ich aber nach Jerusalem zurckgekehrt war, und im Tempel 
betete, geschah es mir, da ich in Verzckung fiel,
ACT 22:18 und ihn sah, wie er zu mir sagte: eile und verlasse Jerusalem 
schleunig; denn sie werden dein Zeugnis ber mich nicht annehmen.
ACT 22:19 Und ich sprach: Herr, sie wissen doch selbst, da ich es war, 
der die an dich Glaubenden gefangen nahm und mihandelte in den Synagogen.
ACT 22:20 Und als das Blut Stephanus deines Zeugen vergossen wurde, stand 
ich ebenfalls dabei, hatte mein Gefallen daran und htete die Kleider 
derer, die ihn tteten.
ACT 22:21 Und er sprach zu mir: ziehe hin, ich will dich zu den Heiden in 
die Ferne senden.
ACT 22:22 Bis zu diesem Worte hrten sie ihm zu, da erhoben sie ein 
Geschrei: fort von der Erde mit dem, er darf nicht leben.
ACT 22:23 Whrend sie aber schrien, ihre Kleider zerrissen und Staub in 
die Luft warfen,
ACT 22:24 befahl der Oberst ihn in die Burg zu bringen, und ordnete an, 
da man ihn mittelst Geielung verhre, um herauszubringen, aus welchem 
Grunde sie ihm so zuriefen.
ACT 22:25 Da sie ihn aber nun fr die Riemen ausgestreckt hatten, sprach 
Paulus zu dem Hauptmann, der dabei stand: drft ihr einen Rmer sogar ohne 
Urteil geieln?
ACT 22:26 Als der Hauptmann das hrte, gieng er zum Obersten, meldete es 
und sagte: was willst du thun? der Mensch ist ja ein Rmer.
ACT 22:27 Der Oberst aber gieng hin, und redete ihn an: sage mir, bist du 
ein Rmer?
ACT 22:28 er aber sprach: Gewi. Der Oberst aber antwortete: ich habe 
dieses Brgerrecht um ein groes Kapital erworben. Paulus aber sagte: ich 
bin sogar darin geboren.
ACT 22:29 Sofort lieen sie ab von dem beabsichtigten Verhr, und der 
Oberst frchtete sich, nachdem er erfahren, da er ein Rmer sei, und lie 
ihn sofort losbinden.
ACT 22:30 Tags darauf, in der Absicht, ber den Anklagegrund der Juden ins 
klare zu kommen, hie er ihn losbinden, befahl eine Sitzung der 
Hohenpriester und des ganzen Synedriums, und lie den Paulus 
herunterbringen und vor sie stellen.
ACT 23:1 Paulus aber wandte sich an das Synedrium und sprach: Ihr Mnner 
und Brder, ich habe meinen Wandel in ganz lauterem Gewissen in Gottes 
Ordnung gefhrt bis auf diesen Tag.
ACT 23:2 Der Hohepriester Ananias aber hie die Nebenstehenden ihn auf den 
Mund schlagen.
ACT 23:3 Da sprach Paulus zu ihm: dich wird Gott schlagen, du getnchte 
Wand; du sitzest da, um mich nach dem Gesetze zu richten, und heiest mich 
schlagen wider das Gesetz?
ACT 23:4 Die Nebenstehenden aber sagten: So schmhest du den Hohenpriester 
Gottes?
ACT 23:5 und Paulus sagte: ich wute nicht, Brder, da es der 
Hohepriester ist; (denn es steht geschrieben: du sollst einen Oberen 
deines Volkes nicht schmhen).
ACT 23:6 Da aber Paulus wute, da ein Teil Sadducer da seien, der andere 
Phariser, so rief er im Synedrium: Mnner und Brder, ich bin ein 
Phariser, ein Pharisersohn; wegen der Zukunftshoffnung und der 
Auferstehung der Toten bin ich beschuldigt.
ACT 23:7 Da er aber dies sagte, brach Streit aus zwischen Parisern und 
Sadducern, und in die Versammlung kam Zwiespalt.
ACT 23:8 Denn die Sadducer sagen, es gebe keine Auferstehung, keine Engel 
und keine Geister; die Phariser aber nehmen das eine wie das andere an.
ACT 23:9 Es entstand aber ein groes Geschrei, und einige der 
Schriftgelehrten von der Pharisischen Partei standen auf, verstritten 
sich und sagten: wir finden nichts Bses an diesem Menschen. Wenn aber ein 
Geist zu ihm gesprochen hat, oder ein Engel?
ACT 23:10 Da aber der Streit heftig wurde, frchtete der Oberst, Paulus 
mchte von ihnen zerrissen werden, rief eine Abteilung Truppen herbei, und 
befahl ihn ihren Hnden zu entreien und ihn in die Burg zu bringen.
ACT 23:11 In der folgenden Nacht aber trat der Herr zu ihm und sprach: sei 
getrost, wie du von mir in Jersualem gezeugt hast, so sollst du auch in 
Rom zeugen.
ACT 23:12 Nach Tagesanbruch aber rotteten sich etliche Juden zusammen und 
verschwuren sich nichts zu essen noch zu trinken, bis sie Paulus gettet.
ACT 23:13 Es waren aber mehr als vierzig, die diese Verschwrung machten.
ACT 23:14 Die giengen zu den Hohenpriestern und den Aeltesten, und zeigten 
an: wir haben uns feierlich verschworen, nichts zu genieen, bis wir den 
Paulus gettet haben.
ACT 23:15 Jetzt also wendet ihr mit dem Synedrium euch an den Obersten, 
da er ihn zu euch herunterschaffen mge, da ihr seine Angelegenheit genau 
untersuchen wollet; wir aber sind bereit, ihn unterwegs umzubringen auch 
wenn es das Leben kostet.
ACT 23:16 Der Schwestersohn des Paulus, der von dem Anschlag hrte, suchte 
Einla in die Burg und berichtete es dem Paulus.
ACT 23:17 Paulus aber rief einen der Hauptleute herbei und sagte: fhre 
diesen jungen Mann zu dem Obersten, er hat ihm etwas zu melden.
ACT 23:18 Der also nahm ihn und brachte ihn zu dem Obersten und sagte: der 
Gefangene Paulus hat mich gerufen und gebeten, diesen jungen Mann zu dir 
zu bringen, weil er dir etwas zu sagen habe.
ACT 23:19 Der Oberst aber nahm ihn bei der Hand, gieng mit ihm zur Seite, 
und forschte: was ist es, das du mir zu melden hast?
ACT 23:20 Er aber sagte: da die Juden sich verabredet haben, dich zu 
bitten, du mgest morgen den Paulus in das Synedrium herunterschaffen, als 
gelte es, das genauere ber ihn zu erkunden.
ACT 23:21 Da traue ihnen nicht, denn es stellen ihm mehr als vierzig 
Mnner von ihnen nach, die sich verschworen haben, nicht zu essen noch zu 
trinken, bis sie ihn gettet; und eben jetzt sind sie bereit, und warten 
auf deine Zusage.
ACT 23:22 Da entlie der Oberst den jungen Mann, nachdem er ihm befohlen, 
gegen niemand auszusagen, da du mir dieses angezeigt.
ACT 23:23 Und dann rief er zwei von den Hauptleuten und sagte: haltet 
zweihundert Soldaten bereit, nach Csarea zu marschieren, ebenso siebenzig 
Reiter und zweihundert Lanzentrger, von der dritten Nachtstunde an;
ACT 23:24 auch lasset ein Tier bereithalten, da man den Paulus aufsitzen 
lassen und ihn unversehrt zu dem Statthalter Felix bringen kann.
ACT 23:25 Und er schrieb einen Brief des Inhalts:
ACT 23:26 Claudius Lysias, dem hochgeehrten Statthalter Felix seinen Gru.
ACT 23:27 Diesen Mann haben die Juden ergriffen und waren im Begriff ihn 
zu tten, als ich mit den Truppen dazu kam und ihn befreite, da ich 
erfuhr, da er ein Rmer ist.
ACT 23:28 Und da ich beabsichtigte, den Grund ihrer Anklage gegen ihn zu 
erfahren, brachte ich ihn in ihr Synedrium.
ACT 23:29 Da fand ich, da er verklagt wurden wegen Streitigkeiten ber 
ihr Gesetz, aber keine Klage gegen ihn vorlag, die den Tod oder Gefngnis 
verdient.
ACT 23:30 Da mir aber enthllt wurde, da von ihnen ein Anschlag auf den 
Mann ausgefhrt werden sollte, beeile ich mich, ihn dir zu schicken, und 
habe die Anklger mit ihrem Vorbringen ber ihn an dich gewiesen.
ACT 23:31 Die Soldaten nun holten den Paulus nach dem erhaltenen Befehl 
ab, und brachten ihn bei Nacht nach Antipatris;
ACT 23:32 am folgenden Tage aber kehrten sie in die Burg zurck, indem sie 
es den Reitern berlieen, mit ihm weiter zu ziehen.
ACT 23:33 Diese bergaben nach der Ankunft in Csarea den Brief dem 
Statthalter und lieferten den Paulus an ihn ab.
ACT 23:34 Der Statthalter aber, nachdem er es gelesen, fragte, aus welcher 
Provinz er sei, und da er erfuhr, aus Kilikia, sagte er:
ACT 23:35 ich werde dich verhren, wenn deine Anklger auch eingetroffen 
sind, und befahl, ihn im Prtorium des Herodes in Gewahrsam zu halten.
ACT 24:1 Fnf Tage darauf gieng der Hohepriester Ananias hinab mit einigen 
Aeltesten und einem Sprecher Tertyllus, und sie machten dem Statthalter 
ihre Angaben gegen Paulus.
ACT 24:2 Nachdem er aber herbeigeholt war, begann Tertyllus die Anklage 
gegen ihn vorzutragen: Tiefen Frieden genieen wir durch dich, und durch 
deine Umsicht sind diesem Volke Verbesserungen zu teil geworden;
ACT 24:3 das nehmen wir allerseits und berall mit groer Dankbarkeit hin, 
hochgeehrter Felix.
ACT 24:4 Doch, um dich nicht weiter zu belstigen, ersuche ich dich, uns 
in Krze nach deiner Geneigtheit anzuhren.
ACT 24:5 Diesen Mann also haben wir kennen gelernt als Verderber und 
Unruhestifter unter allen Juden auf dem Erdkreis, und Anfhrer der 
Nazorer-Sekte,
ACT 24:6 der nun auch versucht hat, den Tempel zu entweihen. So haben wir 
ihn festgenommen,
ACT 24:7 und wir wollten ihn nach unserem Gesetz richten. Aber der Oberst 
Lysias kam herunter und nahm ihn uns mit Gewalt, und befahl seinen 
Anklgern zu dir zu kommen,
ACT 24:8 und du magst nun selbst ihn verhren, und dich ber das alles 
vergewissern, wessen wir ihn verklagen.
ACT 24:9 Es schloen sich aber auch die Juden an und besttigten seine 
Angaben.
ACT 24:10 Auf den Wink des Statthalters, zu reden, nahm auch Paulus das 
Wort: da ich dich als vieljhrigen Richter bei diesem Volke kenne, 
verteidige ich gutes Muts meine Sache.
ACT 24:11 Wie du dich vergewissern magst, sind es erst zwlf Tage, da ich 
nach Jerusalem hinaufkam, um anzubeten.
ACT 24:12 Und weder hat man mich im Tempel betroffen, da ich zu jemand 
geredet oder einen Volksauflauf gemacht htte, noch in den Synagogen, noch 
in der Stadt.
ACT 24:13 Auch nichts knnen sie dir beweisen von den Anklagen, die sie 
jetzt gegen mich vorbringen.
ACT 24:14 Ich bekenne dir aber dies, da ich nach der Lehre, die sie eine 
Sekte nennen, so meinem angestammten Gott diene, indem ich alles glaube, 
was im Gesetz und in den Propheten geschrieben ist,
ACT 24:15 und die Hoffnung zu Gott habe, welche auch diese selbst 
annehmen, da eine Auferstehung der Gerechten und Ungerechten kommen werde.
ACT 24:16 Darum bemhe ich mich auch ein unverletztes Gewissen zu haben 
gegenber von Gott und den Menschen in allewege.
ACT 24:17 Ich kam aber nach mehreren Jahren mit Almosen fr mein Volk und 
Opfergaben;
ACT 24:18 dabei haben sie mich gefunden als einen der sich der Reinigung 
unterworfen, im Tempel, nicht mit einer Volksmenge noch im Tumult.
ACT 24:19 Einige Juden aber aus Asia, die mten hier stehen und klagen, 
wenn sie etwas gegen mich wten,
ACT 24:20 oder sollen diese selbst sagen, was sie fr ein Vergehen 
herausgebracht, da ich vor dem Synedrium stand,
ACT 24:21 als etwa wegen des einen Wortes, das ich vor ihnen ausrief: um 
der Auferstehung der Toten willen mu ich heute bei euch zu Gericht stehen.
ACT 24:22 Felix aber vertagte ihre Sache, da er recht gut wute, um was es 
sich bei der Lehre handle, und sprach: wenn der Oberst Lysias 
herunterkommt, will ich mich ber eure Angelegenheit erkundigen,
ACT 24:23 und wies den Hauptmann an, da er in Gewahrsam gehalten werde, 
doch in leichter Haft, und niemand von den Seinigen an Dienstleistungen 
gegen ihn verhindert werden solle.
ACT 24:24 Einige Tage nachher aber erschien Felix mit seiner Frau 
Drusilla, einer Jdin, und beschied den Paulus und hrte ihn ber den 
Glauben an Christus Jesus.
ACT 24:25 Da er aber von Gerechtigkeit und Enthaltsamkeit und dem 
knftigen Gerichte redete, ward dem Felix bange, und er antwortete: fr 
diesmal kannst du gehen; wenn ich einmal Zeit bekomme, will ich dich holen 
lassen;
ACT 24:26 wobei er zugleich hoffte, da er von Paulus Geld bekommen werde; 
darum lie er ihn auch fter holen, und besprach sich mit ihm.
ACT 24:27 Nachdem aber zwei Jahre herumgegangen, erhielt Felix den Porcius 
Festus zum Nachfolger, und weil Felix die Juden sich verpflichten wollte, 
hinterlie er den Paulus in Banden.
ACT 25:1 Drei Tage nun, nachdem Festus die Statthalterei angetreten hatte, 
gieng er von Csarea hinauf nach Jerusalem.
ACT 25:2 Und die Hohenpriester und die ersten der Juden machten ihm 
Anzeige wegen des Paulus und ersuchten ihn
ACT 25:3 und baten es sich als Gnade aus, da er ihn nach Jerusalem kommen 
lasse, indem sie einen Anschlag machten, ihn unterwegs zu tten.
ACT 25:4 Festus nun antwortete: Paulus sei im Gewahrsam in Csarea, er 
selbst aber werde in kurzem abreisen;
ACT 25:5 dann, sagte er, knnen eure Herrn mit hinunter gehen, und wenn 
etwas unrechtes an dem Manne ist, ihn verklagen.
ACT 25:6 Nachdem er aber hchstens acht bis zehn Tage bei ihnen verweilt, 
gieng er hinunter nach Csarea, und bestieg am folgenden Tag den 
Richterstuhl, und lie den Paulus vorfhren.
ACT 25:7 Da er aber erschien, stellten sich die von Jerusalem 
heruntergekommenen Juden um ihn herum, und brachten viele und schwere 
Beschuldigungen vor, die sie nicht im Stande waren zu beweisen,
ACT 25:8 whrend Paulus darthat, da er weder gegen das jdische Gesetz, 
noch gegen den Tempel, noch gegen den Kaiser sich irgend vergangen habe.
ACT 25:9 Festus aber, der sich die Juden verpflichten wollte, erwiderte 
dem Paulus: willst du nach Jerusalem hinaufgehen, und dich dort hierber 
vor mir richten lassen?
ACT 25:10 Paulus aber sagte: ich stehe vor dem kaiserlichen Richtstuhl, 
hier mu ich Recht nehmen. Den Juden habe ich kein Unrecht zugefgt, wie 
du am besten weit.
ACT 25:11 Wenn ich nun im Unrecht bin, und etwas Todeswrdiges begangen 
habe, so weigere ich mich nicht zu sterben; wenn aber nichts an den 
Anklagen ist, die diese gegen mich vorbringen, so darf mich niemand ihnen 
preisgeben; ich lege Berufung ein an den Kaiser.
ACT 25:12 Hierauf beriet sich Festus mit den Rten und antwortete: du hast 
den Kaiser angerufen, so sollst du zum Kaiser kommen.
ACT 25:13 Nach Verflu einiger Tage aber kamen der Knig Agrippa und 
Bernike zur Begrung des Festus nach Csarea.
ACT 25:14 Da sie aber etliche Tage daselbst verweilten, legte Festus dem 
Knig die Angelegenheit des Paulus vor und erzhlte ihm: es ist ein Mann 
da, der von Felix her gefangen zurckblieb,
ACT 25:15 ber den mir, als ich nach Jerusalem kam, die Hohenpriester und 
die Aeltesten der Juden Anzeige machten, und seine Verurteilung verlangten.
ACT 25:16 Ich antwortete ihnen, da es bei den Rmern nicht Brauch sei, 
einen Menschen aus Gunst preiszugeben, ehe der Angeschuldigte seinen 
Anklgern gegenber gestellt sei, und Raum zur Verteidigung ber die 
Anklage bekommen habe.
ACT 25:17 Da sie nun hier eintrafen, habe ich ohne Aufschub am folgenden 
Tag den Richtstuhl bestiegen, und den Mann kommen lassen.
ACT 25:18 Die Klger traten auf, und vermochten nicht etwas Schlimmes, wie 
ich es vermutete, ber ihn vorzubringen.
ACT 25:19 Sie hatten aber einige Beschwerden gegen ihn in Betreff ihrer 
Religion und eines gewissen verstorbenen Jesus, von welchem der Paulus 
behauptete, da er lebe.
ACT 25:20 Da ich nun mit einer Untersuchung ber diese Dinge in 
Verlegenheit war, sagte ich, ob er wohl nach Jerusalem kommen und dort 
darber Recht nehmen wolle.
ACT 25:21 Da aber Paulus Berufung einlegte um fr das Erkenntnis des 
Augustus zurckgestellt zu werden, befahl ich ihn in Gewahrsam zu halten, 
bis ich ihn zum Kaiser schicke.
ACT 25:22 Agrippa aber sprach zu Festus: ich mchte wohl selbst auch den 
Mann hren. Morgen, sagte er, sollst du ihn hren.
ACT 25:23 Am Tage darauf nun kamen Agrippa und Bernike mit groem 
Geprnge, und giengen in das Verhrzimmer, nebst den Obersten und Notabeln 
der Stadt, und auf Befehl des Festus ward Paulus vorgefhrt,
ACT 25:24 und Festus sprach: Hier, mein Knig Agrippa und alle ihr 
Anwesende, schaut ihr den, wegen dessen mir die ganze Versammlung der Jude 
in Jerusalem und hier anlag mit dem Ruf, er drfe nicht am Leben bleiben.
ACT 25:25 Ich aber konnte keine todeswrdige Handlung an ihm finden; da er 
aber selbst sich auf den Augustus berief, erkannte ich auf seine Absendung.
ACT 25:26 Etwas gewisses wei ich dem Herrn ber ihn nicht zu berichten. 
Darum lie ich ihn vor euch vorfhren, und besonders vor dir, Knig 
Agrippa, damit ich durch ein angestelltes Verhr Stoff zum Bericht bekomme.
ACT 25:27 Denn es scheint mir widersinnig einen Gefangenen zu schicken, 
ohne die Klagen wider ihn anzugeben.
ACT 26:1 Agrippa aber sagte zu Paulus: es ist dir gestattet, fr dich zu 
reden. Hierauf streckte Paulus die Hand aus und fhrte seine Sache also:
ACT 26:2 Ich schtze mich glcklich, Knig Agrippa, wegen all der 
Anklagen, welche die Juden gegen mich erheben, mich heute vor dir 
verteidigen zu drfen,
ACT 26:3 da du ein vorzglicher Kenner der jdischen Sitten und 
Streitlehren bist; darum bitte ich mich geduldig anzuhren.
ACT 26:4 Meinen Wandel von Jugend auf, wie er von Anfang an war, unter 
meinem Volke und in Jerusalem, kennen alle Juden,
ACT 26:5 da sie von frher her von mir wissen, wenn sie Zeugnis geben 
wollen, wie ich nach der strengsten Sekte unserer Religion lebte als 
Phariser.
ACT 26:6 und jetzt stehe ich vor Gericht wegen der Hoffnung auf die 
Verheiung,
ACT 26:7 die von Gott an unsere Vter kam, wozu unsere Zwlf Stmme in 
anhaltendem Gottesdienst bei Nacht und Tag zu gelangen hoffen; um dieser 
Hoffnung willen, mein Frst, werde ich von Juden verklagt.
ACT 26:8 Wie soll es bei euch unglaublich sein, da Gott Tote auferweckt?
ACT 26:9 Nun hatte ich mir eingebildet, ich mte den Namen Jesus des 
Nazorers ernstlich bekmpfen;
ACT 26:10 das habe ich auch gethan in Jerusalem, und habe viele von den 
Heiligen in Gefngnishaft gebracht, indem ich mir die Vollmacht von den 
Hohenpriestern verschaffte, und wenn sie hingerichtet wurden, habe ich 
meine Stimme dazugegeben;
ACT 26:11 und berall in den Synagogen habe ich sie oftmals durch Strafen 
gezwungen zu lstern, und im Uebereifer des Wahnes habe ich sie verfolgt 
selbst bis in die auswrtigen Stdte.
ACT 26:12 So zog ich auch mit Vollmacht und Gutheiung der Hohenpriester 
nach Damaskus.
ACT 26:13 Da sah ich, o Knig, mitten am Tage unterwegs vom Himmel her ein 
Licht, das die Sonne berstrahlte und mich und meine Begleiter umleuchtete;
ACT 26:14 und da wir alle zu Boden strzten, hrte ich eine Stimme auf 
Hebrisch zu mir sagen: Saul, Saul, was verfolgst du mich? es ist dir 
schwer wider den Stachel auszuschlagen.
ACT 26:15 Ich aber sagte: wer bist du, Herr? der Herr aber sprach: ich bin 
Jesus, den du verfolgst.
ACT 26:16 Aber stehe auf, auf deine Fe, denn dazu bin ich dir 
erschienen, dich zu bereiten zum Diener und Zeugen davon wie du mich 
gesehen hast, und mich sehen sollst,
ACT 26:17 indem ich dich herausnehme aus dem Volke und aus den Heiden, zu 
denen ich dich entsende,
ACT 26:18 ihre Augen zu ffnen zur Bekehrung, sie zu bekehren von 
Finsternis zu Licht, und von der Macht des Satans zu Gott, da sie 
empfangen Sndenvergebung und Anteil bei den Geheiligten durch den Glauben 
an mich.
ACT 26:19 Da blieb ich denn, o Knig Agrippa, nicht unfolgsam gegen das 
himmlische Gesicht,
ACT 26:20 sondern ich kndigte denen in Damaskus zuerst und denen in 
Jerusalem und im ganzen Land Juda, und den Heiden an, Bue zu vollbringen.
ACT 26:21 Dieserhalb haben mich die Juden ergriffen im Tempel, und 
versucht mich zu tten.
ACT 26:22 Da mir nun Gottes Beistand bis auf diesen Tag zu teil geworden, 
so stehe ich da und lege Zeugnis ab fr Kleine sowohl als Groe, und sage 
nichts, als was die Propheten von den zuknftigen Dingen geredet haben, 
wie auch Moses,
ACT 26:23 ob der Christus zu leiden bestimmt, ob er als Erstling aus der 
Auferstehung der Toten ein Licht verknden soll dem Volke sowohl als auch 
den Heiden.
ACT 26:24 Da er sich auf diese Weise verteidigte, rief Festus laut: du 
bist wahnwitzig, Paulus; ber dem vielen Studieren wird dir der Kopf 
verrckt.
ACT 26:25 Paulus aber erwiderte: ich bin nicht wahnwitzig, hochgeehrter 
Festus, sondern ich spreche Worte der Wahrheit aus und der Vernunft.
ACT 26:26 Der Knig wei ja wohl davon, weshalb ich auch mit allem Freimut 
mich an ihn wende; denn ich kann nicht glauben, da ihm etwas von diesen 
Dingen unbekannt sei, sind sie doch nicht im Winkel geschehen.
ACT 26:27 Glaubst du, Knig Agrippa, den Propheten? Ich wei, da du 
glaubst.
ACT 26:28 Agrippa aber sagte zu Paulus: nchstens bringt du mich dazu, 
Christ zu werden.
ACT 26:29 Paulus aber sagte: ich wnschte zu Gott, ber kurz oder lang, 
nicht nur dich, sondern alle, die mich heute hren, als solche zu sehen, 
wie ich bin, ausgenommen diese Fesseln.
ACT 26:30 Und der Knig erhob sich, sowie der Statthalter und auch Bernike 
und ihre Gesellschaft,
ACT 26:31 und sie zogen sich zurck und beredeten sich miteinander und 
urteilten: dieser Mensch thut nichts, was Tod oder Gefngnis verdient.
ACT 26:32 Agrippa aber sagte zu Festus: der Mensch htte knnen frei 
gelassen werden, wenn er nicht den Kaiser angerufen htte.
ACT 27:1 Wie es aber beschlossen ward, da wir nach Italien abfahren 
sollten, bergab man den Paulus und einige andere Gefangene einem 
Hauptmann Namens Julius von der Augusteischen Cohorte.
ACT 27:2 Wir bestiegen aber ein Adramyttenisches Schiff, welches an die 
Pltze von Asia fahren wollte, und giengen unter Segel in Begleitung des 
Makedoniers Aristarchus von Thessalonike.
ACT 27:3 Und am folgenden Tage fuhren wir nach Sidon, und Julius, der den 
Paulus menschenfreundlich behandelte, gestattet ihm zu den Freunden zu 
gehen und sich pflegen zu lassen.
ACT 27:4 Und von dort giengen wir wieder unter Segel, fuhren unter Kypros 
hin, weil uns die Winde entgegen waren,
ACT 27:5 durchfuhren das Meer von Kilikia und Pamphylia, und gelangten 
nach Myrrha in Lykia.
ACT 27:6 Und da der Hauptmann hier ein Alexandrinisches Schiff fand, das 
nach Italien gieng, brachte er uns auf dasselbe.
ACT 27:7 Nach vielen Tagen langsamer Fahrt aber kamen wir mhsam nach 
Knidos; und da uns der Wind nicht beilegen lie, fuhren wir unter Kreta in 
der Gegend von Salmone,
ACT 27:8 und nur mit Schwierigkeit gelang es uns, von der Kste abzuhalten 
und einen Ort zu gewinnen, die schnen Hfen genannt, in der Nhe der 
Stadt Lasaia.
ACT 27:9 Da aber so geraume Zeit hingegangen und die Fahrt schon 
gefhrlich war, denn schon war auch die Fastenzeit vorber, ermahnte sie 
Paulus
ACT 27:10 und sagte zu ihnen: ihr Mnner, ich sehe, da die Fahrt mit 
Ungemach und groem Schaden vor sich gehen wird, nicht nur fr Ladung und 
Schiff, sondern auch fr unser Leben.
ACT 27:11 Der Hauptmann aber vertraute dem Steuermann und dem Schiffsherrn 
mehr als den Reden des Paulus.
ACT 27:12 Da aber der Hafen nicht gut zum Ueberwintern taugte, so neigte 
die Mehrzahl dazu, von dort abzufahren, um wo mglich nach Phoinix zum 
Ueberwintern zu gelangen, einem kretensischen Hafen, der nach Sdwest und 
Nordwest sieht.
ACT 27:13 Da aber ein leichter Sdwind wehte, dachten sie ihrer Absicht 
sicher zu sein, lichteten und fuhren ganz nahe an Kreta hin.
ACT 27:14 Bald darauf aber brach ein Sturmwind, der Nordost genannt, ber 
die Insel herein,
ACT 27:15 das Schiff wurde fortgerissen und vermochte nicht gegen den Wind 
zu halten, so muten wir zusehen, wie wir getrieben wurden.
ACT 27:16 Als wir dann eine kleine Insel Namens Klauda unterliefen, 
vermochten wir kaum das Boot zu bemeistern,
ACT 27:17 das man lichtete, um das Schiff knstlich zu unterbinden. Aus 
Furcht, in die Syrte zu geraten, zogen sie die Segel ein und trieben so 
hin.
ACT 27:18 Da uns der Sturm hart bedrngte, warfen sie am folgenden Tage 
die Schiffslast aus,
ACT 27:19 und am dritten mit eigener Hand das Schiffsgert.
ACT 27:20 Mehrere Tage aber sah man nicht Sonne noch Stern, der Sturm 
tobte, und alle Hoffnung auf Rettung schwand,
ACT 27:21 da auch groer Nahrungsmangel eintrat. Da trat Paulus unter sie 
und sprach: ihr Mnner, ihr httet mir folgen sollen und nicht von Kreta 
unter Segel gehen, und dieses Ungemach und Schaden auf euch ziehen.
ACT 27:22 Immerhin heie ich euch jetzt getrost sein; es wird kein Leben 
von euch verloren gehen, nur das Schiff.
ACT 27:23 Denn in dieser Nacht ist ein Engel des Gottes, dem ich gehre, 
dem ich auch diene, zur mir getreten
ACT 27:24 und hat gesagt: frchte dich nicht, Paulus, du sollst vor den 
Kaiser kommen, und siehe, Gott hat dir alle deine Schiffsgenossen 
geschenkt.
ACT 27:25 Darum seid wohlgemut, ihr Mnner, ich glaube Gott, da es so 
kommt, wie zu mir gesprochen ward.
ACT 27:26 Wir mssen aber auf eine Insel stoen.
ACT 27:27 Wie es aber zum vierzehnten mal Nacht ward, seit wir in der 
Adria herumgetrieben wurden, vermuteten die Schiffsleute um Mitternacht 
die Nhe von Land.
ACT 27:28 Und da man auswarf, fand man zwanzig Klafter, bei abermaligem 
Auswerfen aber nicht weit davon fnfzehn.
ACT 27:29 Und in der Furcht, wir mchten in Klippen geraten, warfen sie 
vier Anker vom Hinterteil aus und sehnten sich nach dem Anbruch des Tages.
ACT 27:30 Da aber die Schiffsleute aus dem Schiffe zu fliehen suchten und 
das Boot in See lieen unter dem Vorgeben vom Vorderteil aus Anker zu 
werfen,
ACT 27:31 sagte Paulus zu dem Hauptmann und den Soldaten: wenn sie nicht 
im Schiff bleiben, ist fr euch keine Rettung.
ACT 27:32 Da kappten die Soldaten die Stricke des Boots und lieen 
dasselbe hinausfallen.
ACT 27:33 Bis es aber Tag wurde, ermunterte Paulus alle, Nahrung zu 
nehmen, und sagte: heute sind es vierzehn Tage, da ihr ohne Nahrung 
zuwartet und nichts zu euch nehmet.
ACT 27:34 Darum ermahne ich euch, Nahrung zu nehmen; das kommt euch gut; 
es soll euch kein Haar vom Kopfe verloren gehen.
ACT 27:35 Als er dies gesagt, nahm er Brot, dankte Gott vor allen, brach 
es und begann zu essen.
ACT 27:36 Es wurden aber alle wohlgemut und nahmen ebenfalls Nahrung zu 
sich.
ACT 27:37 Wir waren aber im ganzen im Schiff unser 
zweihundertsechsundsiebenzig Seelen.
ACT 27:38 Nachdem sie sich aber satt gegessen, erleichterten sie das 
Schiff durch Auswerfen des Proviants in das Meer.
ACT 27:39 Als es aber Tag wurde, erkannten sie das Land nicht, sie nahmen 
aber eine Bucht wahr mit einem Hafen, in welchen sie wo mglich das Schiff 
zu retten beschlossen.
ACT 27:40 Und nachdem sie die Anker gekappt und in die See fallen 
gelassen, machten sie die Bande der Steuerruder los, stellten das 
Besansegel gegen den Wind und hielten auf den Strand.
ACT 27:41 Da sie aber auf eine Erdzunge gerieten, stieen sie mit dem 
Schiffe auf, und das Vorderteil bohrte sich ein und sa unbeweglich fest, 
das Hinterteil aber gieng durch den Anprall auseinander.
ACT 27:42 Die Soldaten aber wollten die Gefangenen tten, damit nicht 
einer durch Schwimmen davon komme.
ACT 27:43 Der Hauptmann aber wollte den Paulus retten, und verhinderte sie 
an ihrem Vorhaben; er hie die, welche schwimmen konnten, zuerst sich ins 
Wasser strzen und das Land gewinnen,
ACT 27:44 die andern sollten teils auf Brettern, teils auf Schiffstrmmern 
dahin kommen. Und so gelang es alle aufs Land zu retten.
ACT 28:1 Und nachdem wir gerettet, erfuhren wir, da die Insel Malta hiee.
ACT 28:2 Und die Barbaren bewiesen uns eine ungewhnliche 
Menschenfreundlichkeit; denn sie zndeten ein Feuer an, und nahmen uns 
alle daran wegen des fallenden Regens und der Klte.
ACT 28:3 Da aber Paulus einen Haufen drres Holz zusammenfate und auf das 
Feuer legte, kam in Folge der Wrme eine Natter hervor und fate ihn bei 
der Hand.
ACT 28:4 Wie aber die Barbaren das Tier an seiner Hand hngen sahen, 
sagten sie zu einander: das ist sicher ein Mrder, den jetzt nach der 
Rettung aus dem Meer die Vergeltung doch nicht leben lt.
ACT 28:5 Da schttelte er das Tier in das Feuer, und es widerfuhr ihm kein 
Uebel.
ACT 28:6 Sie aber erwarteten, da er den Brand bekomme oder pltzlich tot 
umfalle. Da sie aber lange warteten und nichts Auffallendes an ihm 
vorgehen sahen, fielen sie auf andere Gedanken und sagten, er sei ein Gott.
ACT 28:7 In jener Gegend aber hatte der Vornehmste der Insel mit Namen 
Publius Lndereien, der nahm uns auf und bewirtete uns gtig drei Tage.
ACT 28:8 Es geschah aber, da der Vater des Publius an Fieber und 
Dysenterie darniederlag; zu dem gieng Paulus hinein, betete, legte ihm die 
Hnde auf und heilte ihn.
ACT 28:9 Als aber dies geschehen, kamen auch die andern Kranken von der 
Insel herbei und lieen sich heilen.
ACT 28:10 Sie erwiesen uns dann hohe Ehre, und da wir absegelten, sorgten 
sie noch fr unsern Bedarf.
ACT 28:11 Nach drei Monaten aber fuhren wir in einem Alexandrinischen 
Schiffe ab, das an der Insel berwintert hatte, und das Zeichen der 
Dioskuren fhrte.
ACT 28:12 Wir landeten dann in Syrakus und verweilten da drei Tage;
ACT 28:13 von da fuhren wir weiter nach Regium, und, da einen Tag nachher 
Sdwind einfiel, kamen wir am zweiten Tage nach Puteoli.
ACT 28:14 Dort fanden wir Brder und wurden eingeladen, acht Tage bei 
ihnen zu bleiben; und dann giengen wir nach Rom.
ACT 28:15 Und von da kamen die Brder, die von uns gehrt, uns entgegen 
bis Appii Forum und Tres Tabern; wie Paulus sie sah, dankte er Gott und 
fate Vertrauen.
ACT 28:16 Als wir aber in Rom eingezogen waren, bergab der Hauptmann den 
Gefangenen dem Stratopedarchen, Paulus aber erhielt Erlaubnis, fr sich zu 
wohnen, mit dem Soldaten, der ihn bewachte.
ACT 28:17 Es geschah aber drei Tage darauf, da er die Hupter der 
Judenschaft zusammenrufen lie, und da sie sich versammelt hatten, sagte 
er zu ihnen: ihr Mnner und Brder, ich habe nichts wider das Volk und die 
angestammten Sitten gethan, und bin doch von Jerusalem her als Gefangener 
in die Hand der Rmer ausgeliefert worden.
ACT 28:18 Diese haben mich verhrt und wollten mich freilassen, weil kein 
Todesverbrechen bei mir vorliege.
ACT 28:19 Da aber die Juden widersprachen, ward ich gentigt, mich auf den 
Kaiser zu berufen, nicht als ob ich gegen mein Volk eine Klage htte.
ACT 28:20 Aus dieser Ursache nun bat ich, euch sehen und zu euch sprechen 
zu drfen. Denn um der Hoffnung Israels willen liege ich in dieser Kette.
ACT 28:21 Sie aber sagten zu ihm: wir haben weder Briefe deinetwegen aus 
Juda erhalten, noch ist einer von den Brdern gekommen, der uns von dir 
etwas Schlimmes berichtet oder erzhlt htte.
ACT 28:22 Wir begehren aber von dir zu erfahren, was du meinst; denn von 
dieser Sekte ist uns bekannt, da ihr aller Orten widersprochen wird.
ACT 28:23 Sie bestimmten ihm aber einen Tag und kamen ihrer mehrere zu ihm 
in die Herberge; ihnen erklrte und bezeugte er das Reich Gottes, und 
suchte sie zu berzeugen fr Jesus von dem mosaischen Gesetze und den 
Propheten aus, von frh morgens bis abends.
ACT 28:24 Und die einen lieen sich berzeugen durch seine Reden, die 
andern blieben unglubig.
ACT 28:25 Da sie aber untereinander nicht bereinstimmten, machten sie 
sich fort, wobei Paulus nur das eine Wort sagte: treffend hat der heilige 
Geist geredet durch den Propheten Jesaias zu euren Vtern:
ACT 28:26 Gehe hin zu diesem Volke und sage: mit dem Gehr sollt ihr hren 
und nichts verstehen, und mit dem Gesicht sehen und nichts erblicken.
ACT 28:27 Denn es ward das Herz dieses Volkes verstockt, und sie sind 
schwerhrig geworden, und ihre Augen haben sie verschlossen, da sie nicht 
shen mit den Augen, und nicht hrten mit den Ohren, noch verstnden mit 
dem Herzen und umkehrten und ich sie heile.
ACT 28:28 So sei es denn euch kund, da dieses Heil Gottes den Heiden 
gesendet ist; die werden hren.
ACT 28:29 Und da er dies gesagt, giengen die Juden weg und hatten groen 
Wortwechsel miteinander.
ACT 28:30 Er blieb aber ganze zwei Jahre in seiner Mietwohnung, und 
empfieng alle die ihn besuchten
ACT 28:31 und verkndete das Reich Gottes, und lehrte von dem Herrn Jesus 
ganz offen, ungehindert.
ROM 1:1 Paulus, Knecht Jesus Christus', berufener Apostel, auserkoren fr 
die Verkndigung des Evangeliums Gottes,
ROM 1:2 welches derselbe voraus verheien hat durch seine Propheten in 
heiligen Schriften,
ROM 1:3 nmlich von seinem Sohn, der gekommen ist aus Davids Samen nach 
dem Fleisch, gesetzt zum Sohn Gottes mit Macht
ROM 1:4 nach dem Geist der Heiligkeit kraft der Auferstehung von den 
Toten, von Jesus Christus unserem Herrn,
ROM 1:5 durch den wir empfangen haben Gnade und Apostelamt fr den 
Gehorsam des Glaubens unter allen Vlkern um seines Namens willen,
ROM 1:6 unter welchen auch ihr seid als Berufene Jesus Christus'.
ROM 1:7 an alle Geliebte Gottes, berufene Heilige in Rom. Gnade euch und 
Friede von Gott unserem Vater und dem Herrn Jesus Christus.
ROM 1:8 Frs erste danke ich meinem Gott durch Jesus Christus euer aller 
wegen, da man von eurem Glauben in der ganzen Welt spricht.
ROM 1:9 Denn Gott, dem ich diene mit meinem Geist am Evangelium seines 
Sohnes, ist mein Zeuge,
ROM 1:10 wie ich ohne Unterla euer gedenke allezeit in meinem Gebet mit 
der Bitte, ob es mir doch einmal mit Gottes Willen gelingen mge, zu euch 
zu kommen.
ROM 1:11 Denn mich verlangt euch zu sehen: ich mchte gerne euch etwas 
bringen von geistlicher Gabe zu eurer Befestigung,
ROM 1:12 das heit: mit euch Bestrkung austauschen durch unsern 
beiderseitigen Glauben.
ROM 1:13 Es drngt mich, euch zu sagen, Brder, da ich schon oft den 
Vorsatz hatte zu euch zu kommen - ich bin nur bis daher verhindert worden -
, um auch unter euch einige Frucht zu erleben wie unter den brigen 
Vlkern.
ROM 1:14 Griechen und Barbaren, Weisen und Unverstndigen bin ich 
Schuldner.
ROM 1:15 Daher der gute Wille von mir aus, auch euch in Rom das Evangelium 
zu verknden.
ROM 1:16 Denn ich schme mich des Evangeliums nicht; ist es doch Gottes 
Kraft zum Heile jedem Glaubenden, so wie dem Juden zuerst so auch dem 
Griechen.
ROM 1:17 Denn Gottes Gerechtigkeit wird darin geoffenbart aus Glauben zu 
Glauben, wie denn geschrieben steht: Der Gerechte aber wird aus Glauben 
leben.
ROM 1:18 Denn Gottes Zorngericht wird geoffenbart vom Himmel her ber alle 
Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen, die die Wahrheit durch 
Ungerechtigkeit niederhalten.
ROM 1:19 Denn was von Gott zu erkennen ist, ist unter ihnen offenbar, Gott 
hat es ihnen geoffenbart;
ROM 1:20 wird ja sein unsichtbares Wesen von Erschaffung der Welt her an 
seinen Werken durch das Denken gesehen, nmlich seine ewige Kraft sowohl 
als Gottesgte: damit sie ohne Entschuldigung seien,
ROM 1:21 darum nmlich, weil sie Gott wohl erkannt, aber ihn nicht als 
Gott gepriesen oder mit Dank erkannt haben, sondern eitel geworden sind in 
ihren Gedanken, und ihr unverstndiges Herz sich verfinstert hat.
ROM 1:22 Zu Thoren sind sie geworden, da sie gar weise thaten;
ROM 1:23 fr die Herrlichkeit des unvergnglichen Gottes haben sie 
eingetauscht das Nachbild der Gestalt vergnglicher Menschen, Vgel, 
vierfiger und kriechender Tiere.
ROM 1:24 Darum hat sie Gott dahingegeben durch ihres Herzens Gelste in 
Unreinigkeit, zur Entehrung ihrer Leiber an ihnen selbst,
ROM 1:25 als welche vertauscht hatten die Wahrheit Gottes mit der Lge, 
und Andacht und Gebet gebracht dem Geschpfe statt des Schpfers: der da 
ist gepriesen in Ewigkeit, Amen.
ROM 1:26 Deshalb hat sie Gott dahingegeben in schimpfliche Leidenschaften: 
ihre Weiber sowohl haben die natrliche Uebung in die widernatrliche 
verkehrt,
ROM 1:27 als auch die Mnner haben den natrlichen Umgang mit dem Weibe 
aufgegeben und sind in wilder Begierde aneinander geraten Mann an Mann in 
schamlosem Thun. So haben sie den gebhrenden Lohn ihrer Verirrung an sich 
selbst ertragen.
ROM 1:28 Und wie sie Gottes Erkenntnis verachtet hatten, so hat Gott sie 
dahingegeben in verchtlichen Sinn, das Ungebhrliche zu thun,
ROM 1:29 erfllt mit aller Ungerechtigkeit, Schlechtigkeit, Bosheit, 
Habsucht, voll von Neid, Mord, Zank, Lug und Trug, als Ohrenblser,
ROM 1:30 Verleumder, Gottesfeinde, frech, hoffrtig, prahlerisch, Bses 
erfindend, Elternverchter,
ROM 1:31 ohne Verstand und Halt, ohne Herz und Barmherzigkeit.
ROM 1:32 Sie kennen wohl Gottes Recht, da wer solches thut des Todes 
wrdig ist, und doch thun sie es nicht nur selbst, sondern geben auch noch 
Beifall, wenn es andere thun.
ROM 2:1 Nun auf diese Weise gilt es jedem Menschen, welcher richtet: du 
bist ohne Entschuldigung; wo du den andern richtest, verurteilst du nur 
dich selbst; denn, whrend du richtest, thust du das nmliche.
ROM 2:2 Wir wissen aber, da Gottes Gericht nach der Wahrheit kommt ber 
die, welches solches thun.
ROM 2:3 Meinst du, o Mensch, der du richtest die solches thun, und thust 
es doch selbst, da du dem Gerichte Gottes entgehen werdest?
ROM 2:4 Oder verachtest du den Reichtum seiner Gte, Geduld und Langmut, 
und denkst nicht daran, da Gottes Gte dich zur Bue drngt?
ROM 2:5 Ja, mit deinem Starrsinn und der Unbufertigkeit deines Herzens 
sammelst du dir Zorn auf den Tag des Zornes und der Offenbarung des 
gerechten Gerichts Gottes,
ROM 2:6 der da wird vergelten einem jeden nach seinen Werken:
ROM 2:7 denen, die mit Ausdauer im guten Werk nach Herrlichkeit, Ehre und 
Unvergnglichkeit trachten, ewiges Leben;
ROM 2:8 den Widersprechern aber, die nicht der Wahrheit sondern der 
Ungerechtigkeit folgen: Zorn und Grimm -ROM 2:9 Drangsal und Bangen kommt 
ber die Seelen aller Menschen, die das Bse schaffen, wie des Juden 
zuerst so auch des Griechen;
ROM 2:10 Herrlichkeit, Ehre und Friede fr alle, die das Gute wirken, wie 
fr den Juden zuerst so auch fr den Griechen.
ROM 2:11 Denn bei Gott ist kein Ansehen der Person.
ROM 2:12 Denn die da ohne Gesetz sndigten, werden auch ohne Gesetz 
verloren gehen, und die mit Gesetz sndigten, werden durch Gesetz 
gerichtet werden;
ROM 2:13 denn nicht die Hrer des Gesetzes sind gerecht vor Gott, sondern 
die Thter des Gesetzes werden gerecht gesprochen werden.
ROM 2:14 Wenn denn Heiden, die das Gesetz nicht haben, von Natur thun, was 
das Gesetz sagt, so sind sie, die kein Gesetz haben, sich selbst Gesetz, -
ROM 2:15 zeigen sie ja, wie des Gesetzes Werk ihnen ins Herz geschrieben 
ist, indem ihr Gewissen sein Zeugnis dazu gibt und die Gedanken hinber 
und herber teils verklagen teils auch entschuldigen -ROM 2:16 fr den 
Tag, da Gott richten wird, was in den Menschen verborgen ist, durch Jesus 
Christus laut meines Evangeliums.
ROM 2:17 Wenn aber du dich einen Juden nennst und sttzest dich auf das 
Gesetz, und rhmst dich Gottes,
ROM 2:18 und kennst seinen Willen, und verstehst worauf es ankommt, kraft 
deiner Gesetzesbildung,
ROM 2:19 und glaubst nun ein Fhrer fr Blinde, ein Licht fr die in der 
Finsternis zu sein,
ROM 2:20 ein Erzieher fr Unverstndige, ein Lehrer fr Unmndige, weil du 
ja die Erkenntnis und die Wahrheit leibhaftig hast im Gesetze -ROM 2:21 
nun du, der du den andern lehrst, lehrst dich selbst nicht? Du predigst 
nicht zu stehlen, und stiehlst?
ROM 2:22 du verbietest den Ehebruch, und brichst die Ehe? du verabscheust 
die Gtzenbilder, und raubst Tempel aus?
ROM 2:23 du, der du dich des Gesetzes rhmst, verunehrst Gott durch die 
Uebertretung desselben?
ROM 2:24 Wird doch der Name Gottes um euretwillen unter den Heiden 
gelstert, wie geschrieben steht.
ROM 2:25 Ja, die Beschneidung ist eine gute Sache, wenn du das Gesetz 
thust: bist du aber ein Uebertreter des Gesetzes, so ist dir deine 
Beschneidung zum Gegenteil ausgeschlagen.
ROM 2:26 Wenn nun der Unbeschnittene die Gerechtsame des Gesetzes 
beobachtet, wird ihm denn nicht sein Unbeschnittensein als Beschneidung 
angerechnet werden?
ROM 2:27 Ja, der physisch Unbeschnittene, der doch das Gesetz erfllt, 
wird dich richten, der du samt Buchstaben und Beschneidung Uebertreter des 
Gesetzes bist.
ROM 2:28 Jude ist nicht, wer es dem Augenschein nach ist, Beschneidung 
nicht, was man am Fleische sieht,
ROM 2:29 sondern Jude ist, der es im Verborgenen ist, und Beschneidung, 
die am Herzen geschieht, im Geist, nicht buchstblich, wo der Ruhm nicht 
kommt von den Menschen, sondern von Gott.
ROM 3:1 Was also hat der Jude voraus? oder was hat die Beschneidung fr 
einen Nutzen?
ROM 3:2 Immerhin viel, in jedem Betracht. Voran, da ihnen die Aussprche 
Gottes anvertraut wurden.
ROM 3:3 Oder wie? Wenn etliche untreu waren, soll ihre Untreue die Treue 
Gottes aufheben?
ROM 3:4 Nimmermehr. Sondern es soll heien: Gott wahrhaftig, alle Menschen 
Lgner. Wie geschrieben steht: auf da du gerechtfertigt werdest mit 
deinen Worten und Recht behaltest, wo man mit dir rechtet.
ROM 3:5 Wenn aber unsere Ungerechtigkeit die Gerechtigkeit Gottes 
feststellt, was sagen wir dazu? Wird darum etwa Gott ungerecht, wenn er 
sein Zorngericht verhngt? (Ich rede es Menschen nach.)
ROM 3:6 Nimmermehr: oder wo bliebe das Weltgericht Gottes? -ROM 3:7 Ja, 
aber wenn die Wahrheit Gottes aus meiner Lge Strke geschpft hat zu 
seiner Herrlichkeit, was soll ich dann noch als Snder gerichtet werden?
ROM 3:8 Gilt es dann nicht gar - so werden wir ja gelstert und wird es 
uns von gewisser Seite unterschoben: lasset uns nur Bses thun, damit 
Gutes daraus werde? Nun, die haben ihr Urteil, von Rechtswegen.
ROM 3:9 Wie so? Schieben wir da etwas vor? Keineswegs. Denn wir haben ja 
zuvor schon die Klage gestellt gegen Juden so gut wie Griechen: da sie 
alle unter der Snde seien,
ROM 3:10 so wie geschrieben steht: Es ist kein gerechter da, nicht einer.
ROM 3:11 Es ist kein verstndiger da, keiner der nach Gott fragt.
ROM 3:12 Alle sind abgewichen, alle zumal untchtig geworden. Keiner ist 
da, der Gte beweist, auch nicht einer.
ROM 3:13 Ein offenes Grab ist ihre Kehle, mit ihrer Zunge trgen sie; 
Schlangengift ist hinter ihren Lippen,
ROM 3:14 voll ist ihr Mund von Fluch und Bitterkeit;
ROM 3:15 eilend die Fe zum Blutvergieen,
ROM 3:16 Zerstrung und Unheil auf ihren Wegen;
ROM 3:17 und den Weg des Friedens kennen sie nicht.
ROM 3:18 Gottesfurcht ist nicht vor ihren Augen.
ROM 3:19 Wir wissen aber: was das Gesetz sagt, sagt es denen, die im 
Gesetz stehen: damit jeder Mund gestopft werde und alle Welt straffllig 
sei bei Gott.
ROM 3:20 Darum, weil aus Gesetzes Werken nicht gerechtfertigt werden soll 
vor ihm, was Fleisch heit. Denn was durch das Gesetz kommt, ist 
Erkenntnis der Snde.
ROM 3:21 Nun aber ist Gottes Gerechtigkeit offenbar geworden auerhalb des 
Gesetzes, wiewohl bezeugt von dem Gesetz und den Propheten,
ROM 3:22 nmlich Gottes Gerechtigkeit durch den Glauben an Jesus Christus, 
fr alle, die da glauben. Denn einen Unterschied gibt es nicht:
ROM 3:23 gesndigt haben sie alle und ermangeln der Herrlichkeit Gottes,
ROM 3:24 wogegen sie gerecht gesprochen werden geschenkweise durch seine 
Gnade, vermge der Erlsung in Jesus Christus,
ROM 3:25 den Gott aufgestellt hat als Shnopfer mittelst Glaubens an sein 
Blut, auf da er erweise seine Gerechtigkeit - wegen des Uebersehens 
nmlich der Snden, die zuvor geschehen sind
ROM 3:26 in der Zeit, da Gott seine Langmut walten lie im Absehen auf die 
Erweisung seiner Gerechtigkeit in der Jetztzeit - also: auf da er gelte 
als der, der gerecht ist, und der gerecht macht den, der vom Glauben an 
Jesus ist.
ROM 3:27 Wo bleibt da die Rhmerei? Ausgeschlossen ist sie. Durch was fr 
ein Gesetz? Durch das der Werke? Nein, sondern durch das Gesetz des 
Glaubens.
ROM 3:28 Denn wir schlieen, da der Mensch durch Glauben gerechtfertigt 
werde ohne Gesetzeswerke.
ROM 3:29 Oder ist Gott nur Gott der Juden? Nicht auch der Heiden? Ja wohl 
auch der Heiden.
ROM 3:30 Wenn anders es Ein Gott ist, der gerechtsprechen wird die 
Beschnittenen aus Glauben und die Unbeschnittenen durch den Glauben.
ROM 3:31 Folgt aber daraus, da wir das Gesetz austhun durch den Glauben? 
Nimmermehr. Sondern wir richten es auf.
ROM 4:1 Was wollen wir nun sagen von Abraham unserem Ahnherrn nach dem 
Fleisch?
ROM 4:2 Allerdings, wenn Abraham aus Werken gerechtfertigt ist, so hat er 
etwas zum rhmen. Aber halt! Nicht bei Gott:
ROM 4:3 denn was sagt die Schrift? Abraham aber glaubte Gott und es ward 
ihm zur Gerechtigkeit gerechnet.
ROM 4:4 Handelt es sich um Werkleistung, so wird der Lohn nicht 
zugeschrieben als Gnadensache, sondern als Schuldigkeit.
ROM 4:5 Dem aber, bei welchem es sich nicht handelt um seine Werkleistung, 
sondern um seinen Glauben an den, der den Gottlosen rechtfertigt, dem wird 
sein Glaube zur Gerechtigkeit gerechnet.
ROM 4:6 Wie denn auch David den Mann selig preist, dem Gott Gerechtigkeit 
anrechnet ohne Werke:
ROM 4:7 Selig sind sie, welchen die Frevel vergeben und die Snden 
zugedeckt sind.
ROM 4:8 Selig der Mann, dem der Herr Snde nicht zurechnet.
ROM 4:9 Nun diese Seligpreisung geht sie auf die Beschnittenen oder auch 
auf die Unbeschnittenen? Wir gehen ja aus von dem Satze: der Glaube wurde 
dem Abraham zur Gerechtigkeit gerechnet.
ROM 4:10 Wie wurde es ihm nun zugerechnet? Als er beschnitten oder als er 
noch unbeschnitten war? Nicht als er beschnitten, sondern als er noch 
unbeschnitten war.
ROM 4:11 Und das Zeichen der Beschneidung empfieng er dann zum Siegel der 
Gerechtigkeit des Glaubens, den er unbeschnitten gehabt hatte, auf da er 
Vater sei aller, die unbeschnitten glauben, auf da ihnen die 
Gerechtigkeit zugerechnet wurde,
ROM 4:12 sowie auch Vater der Beschneidung, fr die nmlich, welche nicht 
blos beschnitten sind, sondern auch wandeln in den Spuren des Glaubens, 
den er, unser Vater Abraham, vor seiner Beschneidung hatte.
ROM 4:13 Denn die Verheiung, die Abraham oder sein Same empfieng, da er 
die Welt zum Erbe haben solle, ist nicht durch das Gesetz vermittelt, 
sondern durch die Gerechtigkeit des Glaubens.
ROM 4:14 Sind die vom Gesetz die Erben, so ist es nichts mit dem Glauben, 
es ist aus mit der Verheiung.
ROM 4:15 Denn das Gesetz fhrt zum Zorn; wo aber kein Gesetz, da ist auch 
keine Uebertretung.
ROM 4:16 Darum sind es die aus dem Glauben, damit es nach Gnade gehe, auf 
da die Verheiung fest sei fr den ganzen Samen, nicht nur den aus dem 
Gesetz, sondern auch den aus dem Glauben Abrahams, der da ist unser aller 
Vater
ROM 4:17 (wie geschrieben steht: Ich habe dich zum Vater vieler Vlker 
gesetzt) vor dem Gott welchem er geglaubt hat, der da lebendig macht die 
Toten, und ruft ins Dasein was nicht ist, -ROM 4:18 der ohne Hoffnung auf 
Hoffnung geglaubt hat daran, da er sein solle ein Vater vieler Vlker 
nach dem Worte: So soll dein Same sein,
ROM 4:19 und ohne am Glauben Schaden zu nehmen, zwar das Abgestorbensein 
seines Leibes wahrnahm (war er doch wohl hundert Jahre alt) und ebenso das 
Abgestorbensein des Schoes der Sara,
ROM 4:20 aber an der Verheiung Gottes sich nicht irre machen lie durch 
Unglauben, sondern stark blieb im Glauben, Gott preisend
ROM 4:21 und voll berzeugt, da er, was verheien ist, auch zu 
vollbringen vermag.
ROM 4:22 Darum ward es ihm auch zur Gerechtigkeit gerechnet.
ROM 4:23 Es ist aber nicht um seinetwillen allein geschrieben, da es ihm 
angerechnet wurde,
ROM 4:24 sondern auch um unsertwillen, denen es angerechnet werden soll, 
wenn wir glauben an den, der Jesus unseren Herrn von den Toten erweckt hat,
ROM 4:25 welcher dahin gegeben wurde um unserer Snden willen und 
auferweckt wurde um unserer Rechtfertigung willen.
ROM 5:1 Da wir nun gerechtfertigt sind durch den Glauben, wollen wir 
halten am Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus,
ROM 5:2 durch den wir ja den Zugang erhalten haben zu dieser Gnade in der 
wir stehen, und wollen uns rhmen ber die Hoffnung der Herrlichkeit 
Gottes.
ROM 5:3 Aber nicht das allein, sondern wir wollen uns auch rhmen der 
Drangsale, in der Gewiheit, da die Drangsal Geduld bewirkt,
ROM 5:4 die Geduld Bewhrung, die Bewhrung aber Hoffnung,
ROM 5:5 die Hoffnung aber lt nicht zu Schanden werden, weil die Liebe 
Gottes ausgegossen ist in unseren Herzen, durch den heiligen Geist, der 
uns verliehen ward:
ROM 5:6 wenn ja doch Christus zur Zeit unserer Schwachheit, also fr 
Gottlose, in den Tod gegangen ist.
ROM 5:7 Kaum nimmt jemand sonst den Tod auf sich fr einen Gerechten; doch 
mag sich noch immerhin einer entschlieen, fr die gute Sache in den Tod 
zu gehen.
ROM 5:8 Gott aber beweist seine Liebe zu uns damit, da Christus fr uns 
starb, da wir noch Snder waren.
ROM 5:9 Um so viel mehr werden wir jetzt, da wir durch sein Blut 
gerechtfertigt sind, gerettet werden durch ihn vom Zorngericht.
ROM 5:10 Wenn wir als Feinde mit Gott vershnt wurden durch den Tod seines 
Sohnes, so werden wir um so gewisser gerettet werden durch sein Leben, 
nachdem wir vershnt sind,
ROM 5:11 und nicht nur das, sondern nachdem wir uns auch in Gott rhmen 
drfen durch unseren Herrn Jesus Christus, durch welchen wir jetzt die 
Vershnung empfangen haben.
ROM 5:12 Darum wie durch Einen Menschen die Snde in die Welt gekommen ist 
und durch die Snde der Tod, und hat sich so auf alle Menschen der Tod 
verbreitet, darauf hin, da sie alle gesndigt haben, -ROM 5:13 denn Snde 
war da in der Welt, auch schon vor dem Gesetz: wird sie auch nicht 
angerechnet, wo kein Gesetz ist,
ROM 5:14 der Tod hat dennoch von Adam bis Moses geherrscht auch ber die, 
welche nicht gesndigt haben in derselben Weise der Verletzung eines 
Gebotes, wie Adam, der das Vorbild des Zuknftigen war -ROM 5:15 doch 
nein, es ist bei der Gabe der Gnade nicht so wie beim Fall: sind dort die 
Vielen gestorben durch den Fall des Einen, so hat sich die Gnade Gottes 
und das Geschenk durch die Gnade des Einen Menschen Jesus Christus noch 
ganz anders an den Vielen reich erwiesen;
ROM 5:16 und es ist anders bei der Gabe, als dort, wo der Eine Snder der 
Anla ist. Dort nmlich ist es der Eine, von dessen Gericht die Verdammnis 
ausgeht: hier sind es viele Fehltritte, von welchen aus die Gnadengabe zum 
Gerechtsein fhrt.
ROM 5:17 Hat durch den Fall des Einen der Tod als Knig geherrscht eben 
durch den Einen, so werden dagegen nun die, welche die Flle der Gnade und 
der Gabe der Gerechtigkeit empfangen, selbst als Knige herrschen im Leben 
durch den Einen Jesus Christus.
ROM 5:18 In diesem Sinne also gilt es: wie durch Einen Fall es fr alle 
Menschen zur Verdammnis kommt, so durch Eine Rechtthat fr alle Menschen 
zum Rechtspruch des Lebens.
ROM 5:19 Nmlich wie durch den Ungehorsam des Einen Menschen die Vielen 
als Snder hingestellt wurden, so werden auch durch den Gehorsam des Einen 
die Vielen als gerecht hingestellt werden.
ROM 5:20 Das Gesetz aber ist dazwischen hereingekommen, damit die 
Uebertretung vllig werde. Wo aber die Snde vllig wurde, da ist die 
Gnade berreich geworden.
ROM 5:21 Damit wie die Snde im Tode geherrscht hat, so auch die Gnade 
herrsche durch Gerechtigkeit zu ewigem Leben durch Jesus Christus unsern 
Herrn.
ROM 6:1 Was sollen wir nun sagen? Wollen wir bei der Snde beharren, damit 
die Gnade um so grer werde?
ROM 6:2 Nimmermehr. Wir, die wir der Snde gestorben sind, wie sollen wir 
noch in der Snde leben?
ROM 6:3 Oder wisset ihr nicht, da wir alle, die wir auf Christus getauft 
sind, auf seinen Tod getauft sind?
ROM 6:4 So sind wir also mit ihm begraben worden, durch die Taufe auf den 
Tod, damit, wie Christus auferweckt wurde von den Toten durch die 
Herrlichkeit des Vaters, so auch wir im neuen Stande des Lebens wandeln 
sollen
ROM 6:5 (denn wenn wir so in seines Todes Bild hineingewachsen sind, so 
wird das auch mit seiner Auferstehung geschehen)
ROM 6:6 in der Erkenntnis, da unser alter Mensch mitgekreuzigt ward, 
damit der Leib der Snde vernichtet werde, auf da wir nicht mehr der 
Snde Sklaven seien.
ROM 6:7 Denn wer gestorben ist, ist losgesprochen von der Snde.
ROM 6:8 Sind wir aber mit Christus gestorben, so glauben wir, da wir auch 
mit ihm leben werden.
ROM 6:9 Denn wir wissen, da Christus, nachdem er aufgeweckt ist von den 
Toten, nicht mehr stirbt; der Tod hat keine Macht mehr ber ihn.
ROM 6:10 Sein Sterben: das war ein fr allemal der Snde gestorben; sein 
Leben: das ist Leben fr Gott.
ROM 6:11 Also achtet auch ihr euch als tot fr die Snde, lebend aber fr 
Gott in Christus Jesus.
ROM 6:12 So herrsche nun nicht die Snde in eurem sterblichen Leib, da 
ihr seinen Begierden gehorchet,
ROM 6:13 bietet nicht eure Glieder der Snde als Waffen der 
Ungerechtigkeit; sondern bietet euch selbst Gott dar, als die ihr vom Tode 
zum Leben gekommen, und eure Glieder Gott als Waffen der Gerechtigkeit.
ROM 6:14 Denn die Snde wird keine Macht ber euch haben; seid ihr doch 
nicht unter dem Gesetz, sondern unter der Gnade.
ROM 6:15 Wie also? wollen wir sndigen, weil wir nicht unter dem Gesetze, 
sondern unter der Gnade sind? Nimmermehr.
ROM 6:16 Wisset ihr nicht, da wem ihr euch darbietet als Knechte zum 
Gehorsam, dem seid ihr verschrieben als Knechte zum Gehorsam, sei es der 
Snde zum Tod, oder dem Gehorsam zur Gerechtigkeit?
ROM 6:17 Dank aber sei Gott, da ihr zwar Knechte der Snde waret, von 
Herzen aber gehorsam wurdet in Angemessenheit der Lehre, zu der ihr 
gebracht wurdet;
ROM 6:18 da ihr von der Snde befreit zu Knechten der Gerechtigkeit 
gemacht wurdet:
ROM 6:19 ich drcke mich nach menschlicher Weise aus, wegen der 
Schwachheit eures Fleisches. Wie ihr eure Glieder dargeboten habt in den 
Dienst der Unreinigkeit und der Uebertretung zur Uebertretung, so sollt 
ihr diese Glieder nun darbieten in den Dienst der Gerechtigkeit zur 
Heiligung.
ROM 6:20 Ja, als ihr Knechte der Snde waret, da wart ihr der 
Gerechtigkeit gegenber frei.
ROM 6:21 Was hattet ihr nun damals fr Frucht? solche, da ihr euch jetzt 
darber schmt; denn das Ende davon ist der Tod.
ROM 6:22 Dagegen jetzt, da ihr befreit seid von der Snde, gemacht aber zu 
Knechten Gottes, geht eure Frucht auf die Heiligung, das Ziel aber ist 
ewiges Leben.
ROM 6:23 Denn der Sold der Snde ist Tod, die Gnadengabe Gottes aber ist 
ewiges Leben in Christus Jesus unserem Herrn.
ROM 7:1 Oder wisset ihr nicht, Brder, - rede ich doch zu Leuten, die 
etwas von Gesetz verstehen - da das Gesetz Herr ist ber den Menschen, 
eben so lange als er lebt?
ROM 7:2 Die verheiratete Frau ist gesetzlich an den lebenden Mann 
gebunden; wenn aber der Mann stirbt, so ist sie ausgethan aus dem 
Mannesrecht.
ROM 7:3 So lange also der Mann lebt, heit sie Ehebrecherin, wenn sie 
einem anderen Mann zu eigen wird; stirbt der Mann, so ist sie frei vom 
Gesetz, derart da sie nicht mehr Ehebrecherin ist, wenn sie einem andern 
Mann zu eigen wird.
ROM 7:4 Demgem seid nun auch ihr, meine Brder, gettet fr das Gesetz 
mittelst des Leibes des Christus, um einem anderen zu eigen zu werden, dem 
der von den Toten auferweckt ward, damit wir Gott Frucht bringen.
ROM 7:5 Denn da wir im Fleische waren, bewiesen sich die durch das Gesetz 
erregten sndlichen Leidenschaften wirksam an unseren Gliedern, Frucht zu 
bringen fr den Tod.
ROM 7:6 Nun aber sind wir fr das Gesetz ausgethan, weil wir gestorben 
sind mit dem, wodurch wir gebunden waren, so da wir nun dienen im neuen 
Geisteswesen und nicht im alten des Buchstabens.
ROM 7:7 Was wollen wir nun sagen? Ist das Gesetz Snde? Nimmermehr. Aber 
die Snde wre mir nicht zur Erkenntnis gekommen, wenn nicht durch das 
Gesetz. Htte ich doch auch von der Lust nichts gewut, wenn das Gesetz 
nicht gesagt htte: La dich nicht gelsten;
ROM 7:8 die Snde aber hat das Gebot benutzt, um alle Lste in mir ins 
Leben zu rufen; denn ohne Gesetz fehlt der Snde das Leben.
ROM 7:9 Ich aber lebte ohne Gesetz so dahin; wie jedoch das Gebot kam, da 
kam neues Leben in die Snde, fr mich aber der Tod.
ROM 7:10 Und so schlug das Gebot, dessen Zweck das Leben ist, fr mich zum 
Tod aus:
ROM 7:11 die Snde benutzte das Gebot, mich durch dasselbe zu betrgen und 
zu tten.
ROM 7:12 Mithin: das Gesetz ist heilig, das Gebot ist heilig, gerecht und 
gut.
ROM 7:13 Ist nun das Gute mir zum Tod geworden? Nimmermehr. Sondern die 
Snde war es; sie sollte als Snde offenbar werden, indem sie mir mittelst 
des Guten den Tod bewirkte; erst recht versndigen sollte sich die Snde 
mittelst des Gebotes.
ROM 7:14 Wissen wir doch, da das Gesetz geistlich ist; ich aber bin von 
Fleisch, verkauft unter die Snde;
ROM 7:15 denn was ich vollbringe, wei ich nicht. Denn nicht was ich will 
thue ich, sondern das, was ich hasse, das treibe ich.
ROM 7:16 Wenn ich es aber wider Willen thue, so erkenne ich die Gte des 
Gesetzes an;
ROM 7:17 dann aber bin ich nicht mehr der, der es vollbringt, sondern die 
Snde thut es, die in mir wohnt.
ROM 7:18 Ich bin mir ja bewut, da in mir, das heit in meinem Fleische, 
nichts Gutes wohnt. Das Wollen ist da, das Vollbringen des Guten aber 
nicht.
ROM 7:19 Denn ich thue nicht das Gute, das ich will, sondern das Bse 
treibe ich, das ich nicht will.
ROM 7:20 Wenn ich aber das thue, was ich nicht will, so bin ich es nicht 
mehr, der es vollbringt, sondern die Snde thut es, die in mir wohnt.
ROM 7:21 So nehme ich also ein Gesetz wahr, unter dem ich stehe: nmlich 
da mir, whrend ich das Gute thun will, das Bse zur Hand ist.
ROM 7:22 Denn ich stimme mit Freuden dem Gesetze Gottes zu nach dem innern 
Menschen,
ROM 7:23 ich sehe aber ein anderes Gesetz in meinen Gliedern, welches 
gegen das Gesetz meines Denkens kmpft und mich gefangen setzt in dem 
Gesetze der Snde, das in meinen Gliedern ist.
ROM 7:24 Ich unglcklicher Mensch, wer wird mich erlsen von diesem Leibe 
des Todes?
ROM 7:25 Dank sei Gott durch Jesus Christus unseren Herrn. Nmlich also: 
ich fr mich diene wohl mit dem Herzen dem Gesetze Gottes, mit dem 
Fleische dagegen dem Gesetze der Snde.
ROM 8:1 Eben darum gibt es jetzt keine Verdammnis mehr fr die, die in 
Christus Jesus sind:
ROM 8:2 denn das Gesetz des Geistes des Lebens hat in Christus Jesus 
freigemacht von dem Gesetze der Snde und des Todes.
ROM 8:3 Denn was das Gesetz nicht vermochte, kraftlos wie es hierin war 
durch das Fleisch: Gott, indem er seinen Sohn sandte in 
Sndenfleischesbild und um der Snde willen, hat die Snde im Fleische 
verdammt,
ROM 8:4 damit das Recht des Gesetzes zur Erfllung komme an uns, sofern 
wir nicht nach dem Fleische wandeln, sondern nach dem Geiste.
ROM 8:5 Denn wer nach des Fleisches Art ist, der geht auf des Fleisches 
Ziele aus, wer nach des Geistes Art ist, auf des Geistes Ziele.
ROM 8:6 Das Fleisch nmlich geht aus auf Tod - der Geist auf Leben und 
Friede -ROM 8:7 darum weil das Fleisch ausgeht auf Feindschaft gegen Gott; 
denn es unterwirft sich dem Gesetze Gottes nicht, vermag es auch nicht;
ROM 8:8 wer denn im Fleische zu Hause ist, kann Gott nicht gefallen.
ROM 8:9 Ihr aber seid nicht im Fleisch zu Hause, sondern im Geiste, wenn 
anders Gottes Geist in euch wohnt:
ROM 8:10 wer aber Christus' Geist nicht hat, der ist nicht sein. Ist aber 
Christus in euch, so heit es beim Leibe: tot um der Snde willen, beim 
Geist aber: Leben, um der Gerechtigkeit willen;
ROM 8:11 wohnt aber der Geist dessen, der Jesus von den Toten erweckt hat, 
in euch, so wird der, der Christus Jesus von den Toten erweckte, auch eure 
sterblichen Leiber mittelst seines in euch wohnenden Geistes lebendig 
machen.
ROM 8:12 So sind wir nun, Brder, Schuldner nicht dem Fleisch, nach dem 
Fleisch zu leben;
ROM 8:13 denn wenn ihr nach dem Fleisch lebt, so geht ihr in den Tod. Wenn 
ihr aber durch den Geist des Leibes Gewohnheiten ttet, so werdet ihr 
leben.
ROM 8:14 Denn die durch Gottes Geist getrieben werden, das sind Gottes 
Shne.
ROM 8:15 Ihr habt ja nicht empfangen einen Geist der Knechtschaft wiederum 
zur Furcht sondern einen Geist der Kindschaft habt ihr empfangen, indem 
wir rufen: Abba, Vater.
ROM 8:16 Da zeugt der Geist selbst zusammen mit unserem Geiste, da wir 
Kinder Gottes sind.
ROM 8:17 Sind wir aber Kinder, so sind wir auch Erben: Erben Gottes, und 
Miterben Christus', soferne wir anders mit leiden, auf da wir auch mit 
verherrlicht werden.
ROM 8:18 Denn ich achte, da die Leiden der Gegenwart nichts wert sind 
gegen die Herrlichkeit, die sich knftig an uns offenbaren soll.
ROM 8:19 Denn das sehnschtige Harren der Schpfung wartet auf die 
Offenbarung der Shne Gottes.
ROM 8:20 Denn die Schpfung war der Vergnglichkeit unterworfen, nicht 
freiwillig, sondern um deswillen, der sie unterwarf, auf Hoffnung dahin,
ROM 8:21 da auch sie, die Schpfung von dem Dienste der Verwesung soll 
befreit werden zur Freiheit der Herrlichkeit der Kinder Gottes.
ROM 8:22 Wissen wir ja, da die ganze Schpfung mitseufzt und mit in Wehen 
liegt bis jetzt.
ROM 8:23 Und nicht nur das, sondern auch wir selbst, die wir die 
Erstlingsgabe des Geistes haben, seufzen bei uns selbst in Erwartung 
unserer Sohnesrechte, der Erlsung unseres Leibes.
ROM 8:24 Denn durch Hoffnung sind wir gerettet, Hoffnung aber, die man 
sieht, ist nicht Hoffnung. Was man sieht, wozu soll man es erst hoffen?
ROM 8:25 Hoffen wir aber auf das, was wir nicht sehen, so harren wir in 
Geduld.
ROM 8:26 Entsprechend aber greift auch der Geist ein, unserer Schwachheit 
zur Hilfe. Denn was wir beten sollen nach Gebhr, wissen wir nicht;
ROM 8:27 da tritt der Geist selbst ein mit unaussprechlichem Seufzen. Der 
aber die Herzen erforscht, wei was der Geist will, weil er in Gottes Sinn 
fr Heilige eintritt.
ROM 8:28 Wir wissen aber, da denen die Gott lieben, Gott in allem zum 
Besten hilft, als die da sind nach dem Vorsatz Berufene.
ROM 8:29 Denn die er zuvor versehen, die hat er auch vorausbestimmt zur 
Eingestaltung in seines Sohnes Bild, auf da er der Erstgeborene unter 
vielen Brdern sei.
ROM 8:30 Die er aber vorausbestimmt, die hat er auch berufen, die er 
berufen, auch gerechtfertigt, die er gerechtfertigt, auch herrlich gemacht.
ROM 8:31 Was wollen wir nun dazu sagen? Ist Gott fr uns, wer ist wider 
uns?
ROM 8:32 Der seines eigenen Sohnes nicht verschont hat, sondern hat ihn 
fr uns alle dahingegeben, wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken?
ROM 8:33 Wer wird klagen wider Auserwhlte Gottes? Gott ist da zum 
Rechtfertigen;
ROM 8:34 wer ist da zum Verdammen? Christus Jesus ist da, der gestorben, 
vielmehr der auferweckt ist, der da ist zur Rechten Gottes, und er tritt 
fr uns ein.
ROM 8:35 Wer will uns scheiden von der Liebe des Christus? Trbsal oder 
Bedrngnis oder Verfolgung oder Hunger oder Ble oder Gefahr oder Schwert?
ROM 8:36 Wie geschrieben steht: Um deinetwillen werden wir gettet den 
ganzen Tag, wir sind geachtet wie Schlachtschafe.
ROM 8:37 Aber in dem allem berwinden wir weit durch den der uns geliebt 
hat.
ROM 8:38 Denn ich bin gewi, da weder Tod noch Leben, weder Engel noch 
Gewalten, weder Gegenwrtiges und Zuknftiges noch irgend welche Mchte,
ROM 8:39 weder Hhe noch Tiefe, noch irgend ein anderes Wesen, uns 
scheiden mag von der Liebe Gottes, die da ist in Christus Jesus unserem 
Herrn.
ROM 9:1 Ich rede die Wahrheit in Christus, ich lge nicht - mein Gewissen 
bezeugt es mir in heiligem Geist -ROM 9:2 wenn ich sage, da ich einen 
groen Kummer und bestndigen Schmerz im Herzen trage.
ROM 9:3 Wnschte ich doch lieber selbst verbannt zu sein von Christus zum 
besten meiner stammverwandten Brder nach dem Fleische,
ROM 9:4 die da sind Israeliten, denen die Kindschaft gehrt und die 
Herrlichkeit, die Bndnisse, die Gesetzgebung, der Gottesdienst und die 
Verheiungen,
ROM 9:5 welche die Vter fr sich haben und aus welchen der Christus 
stammt nach dem Fleische - der Gott, der da ist ber allem, sei 
hochgelobet in Ewigkeit. Amen.
ROM 9:6 Aber nicht als ob ich meinte, das Wort Gottes sei hinfllig 
geworden. Nicht alle nmlich, die von Israel stammen, sind Israel.
ROM 9:7 Auch sind nicht alle darum, da sie Abrahams Same sind, Kinder. 
Sondern: Was zu Isaak gehrt, soll dein Same heien,
ROM 9:8 das heit: nicht die Kinder des Fleisches sind Kinder Gottes, 
sondern die Kinder der Verheiung gelten als der Same.
ROM 9:9 Denn ein Wort der Verheiung ist das Wort: Zu dieser Zeit will ich 
kommen und Sara soll einen Sohn haben.
ROM 9:10 Und nicht nur hier, ebenso ist es bei der Rebekka, die doch von 
Einem Manne, unserem Vater Isaak, empfangen hatte:
ROM 9:11 denn ehe sie noch geboren waren, noch etwas Gutes oder Schlimmes 
gethan hatten, da - damit es bleibe bei Gottes freier Wahl, unabhngig von 
Werken, ganz nach seiner Berufung -ROM 9:12 ward ihr gesagt: der ltere 
soll dem jngeren dienen,
ROM 9:13 wie denn geschrieben steht: Den Jakob liebte ich, den Esau aber 
hate ich.
ROM 9:14 Was sagen wir dazu? Geht es mit Unrecht zu bei Gott? Nimmermehr.
ROM 9:15 Zu Moses sagt er: Wem ich gndig bin, dem bin ich gndig, und 
wessen ich mich erbarme, dessen erbarme ich mich.
ROM 9:16 So kommt es also nicht an auf jemandes Wollen oder Laufen, 
sondern auf Gottes Erbarmen.
ROM 9:17 Sagt doch die Schrift zu Pharao: Eben dazu habe ich dich erweckt, 
um an dir meine Macht zu zeigen, und meinen Namen kund zu geben auf der 
ganzen Erde.
ROM 9:18 Aber wessen er will, dessen erbarmt er sich, und wen er will, den 
verhrtet er.
ROM 9:19 Du wendest mir ein: was schuldigt er dann noch? Wer kann dann 
seinem Willen widerstehen?
ROM 9:20 Ja wohl, o Mensch: wer bist denn also du, der du mit Gott rechten 
willst? Darf denn das Gebilde zum Bildner sagen: warum hast du mich gerade 
so gemacht?
ROM 9:21 Oder hat nicht der Tpfer Macht ber den Thon, aus demselben 
Teige hier ein Gef zur Ehre, dort zur Unehre zu machen?
ROM 9:22 Wenn aber nun Gott, obwohl er seinen Zorn zeigen und seine Macht 
kund thun will, doch die Gefe des Zornes, die zum Untergange gerichtet 
sind, mit vieler Langmut ertrug,
ROM 9:23 um dabei kund zu thun den Reichtum seiner Herrlichkeit an Gefen 
des Erbarmens, die er zur Herrlichkeit voraus bereitet hat,
ROM 9:24 wie er denn als solche uns berufen hat und zwar nicht nur aus den 
Juden, sondern auch aus den Heiden?
ROM 9:25 Wie er auch im Hoseas sagt: Ich werde mein Volk nennen, was nicht 
mein Volk war, und meine Liebe, die nicht meine Liebe war.
ROM 9:26 Und es soll geschehen, an dem Orte, wo es hie, ihr seid nicht 
mein Volk, da werden sie Shne des lebendigen Gottes heien.
ROM 9:27 Jesaias aber ruft ber Israel: Wenn die Zahl der Shne Israel 
wre wie der Sand am Meer, der Rest wird gerettet werden.
ROM 9:28 Denn sein Wort wird der Herr ausfhren und kurzab vollenden auf 
der Erde.
ROM 9:29 Sowie auch Jesaias zuvor gesagt hat: Wenn der Herr Sabaoth uns 
nicht Samen bergelassen htte: wie Sodom wren wir geworden und gleich 
wie Gomorrha anzusehen.
ROM 9:30 Was wollen wir also sagen? Da Heiden, die nicht nach 
Gerechtigkeit trachteten, Gerechtigkeit davon getragen haben, die 
Gerechtigkeit nmlich aus Glauben,
ROM 9:31 Israel aber, welches dem Gesetz der Gerechtigkeit nachtrachtete, 
nicht zum Gesetz gelangt ist.
ROM 9:32 Warum? weil es nicht vom Glauben ausgieng, sondern es von Werken 
aus versuchte. Da stieen sie sich am Stein des Anstoes,
ROM 9:33 wie geschrieben steht: Siehe ich setze in Sion einen Stein des 
Anstoes, und einen Fels des Aergernisses; und wer auf ihn traut, wird 
nicht zu Schanden werden.
ROM 10:1 Brder, ihr Heil ist der Wunsch meines Herzens und der Gegenstand 
meiner Frbitte bei Gott.
ROM 10:2 Denn ich bezeuge ihnen, da sie um Gott eifern, nur nicht mit 
Verstand.
ROM 10:3 Die Gerechtigkeit Gottes verkennend, ihre eigene aufzurichten 
bemht, haben sie sich der Gerechtigkeit Gottes nicht unterworfen.
ROM 10:4 Denn Christus ist des Gesetzes Ende, um jeden, der glaubt, zur 
Gerechtigkeit zu bringen.
ROM 10:5 Denn Moses schreibt von der Gerechtigkeit durch das Gesetz: Der 
Mensch, der sie thut, der wird dadurch leben.
ROM 10:6 Die Gerechtigkeit aus dem Glauben aber sagt so: du sollst nicht 
in deinem Herzen sprechen: Wer wird zum Himmel hinauffahren? nmlich um 
Christus herunter zu holen,
ROM 10:7 oder: Wer wird in die Unterwelt hinabfahren? nmlich um Christus 
von den Toten heraufzuholen.
ROM 10:8 Was sagt sie vielmehr? Das Wort ist dir nahe: in deinem Munde und 
in deinem Herzen, nmlich das Wort des Glaubens, welches wir verknden.
ROM 10:9 Das heit: wenn du mit deinem Munde das Wort bekennst, da Jesus 
der Herr, und in deinem Herzen glaubst, da ihn Gott auferweckt hat von 
den Toten, so wirst du gerettet werden.
ROM 10:10 Denn mit dem Herzen wird er geglaubt zur Gerechtigkeit, mit dem 
Munde bekannt zum Heil.
ROM 10:11 Sagt doch die Schrift: Wer all traut auf ihn, der wird nicht zu 
Schanden werden.
ROM 10:12 Es ist hier kein Unterschied zwischen Juden und Griechen. Ein 
und derselbe ist aller Herr, der da reich ist fr alle, die ihn anrufen.
ROM 10:13 Wer all den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden.
ROM 10:14 Nun, wie knnten sie ihn anrufen, ohne zum Glauben an ihn 
gekommen zu sein? wie glauben, wo sie nicht gehrt? wie knnten sie hren 
ohne Verkndiger?
ROM 10:15 wie kann man verknden ohne Sendung? Gerade wie geschrieben 
steht: Wie lieblich sind die Tritte derer, welche die gute Botschaft 
bringen.
ROM 10:16 Allein nicht alle haben der guten Botschaft gehorcht. Sagt doch 
Jesaias: Herr, wer glaubte unserer Kunde?
ROM 10:17 Also der Glaube kommt aus der Kunde, die Kunde aber durch 
Christus' Wort.
ROM 10:18 Aber, sage ich: haben sie etwa nicht gehrt? Ja, doch: Es ist 
ihre Stimme ausgegangen in das ganze Land, und ihre Worte bis zu den Enden 
der Welt.
ROM 10:19 Aber, sage ich: hat es Israel nicht gemerkt? Voran Moses sagt: 
Ich werde euch eiferschtig machen auf ein Volk das keines ist, und 
gereizt ber ein unverstndiges Volk.
ROM 10:20 Jesaias aber geht frei heraus und spricht: Ich habe mich finden 
lassen von denen, die mich nicht suchten; ich bin erschienen denen, die 
nicht nach mir fragten.
ROM 10:21 Zu Israel aber sagt er: Den ganzen Tag habe ich meine Hnde 
ausgestreckt nach einem ungehorsamen widersprechenden Volk.
ROM 11:1 Nun frage ich: hat Gott sein Volk verstoen? Nimmermehr. Bin ich 
doch selbst ein Israelite aus Abrahams Samen und Benjamins Stamm.
ROM 11:2 Gott hat sein Volk nicht verstoen, das er zuvorversehen. Oder 
wisset ihr nicht, was die Schrift durch Elias sagt, wie er sich zu Gott 
wendet wider Israel mit den Worten:
ROM 11:3 Herr, sie haben deine Propheten gettet, sie haben deine Altre 
zerstrt, und ich bin allein noch brig; und nun trachten sie mir nach dem 
Leben?
ROM 11:4 Doch was ward ihm da fr ein Spruch? Ich habe mir erhalten 7000 
Mann, die kein Knie dem Baalgreuel gebeugt haben.
ROM 11:5 So ist denn auch jetzt ein Rest da nach der Wahl der Gnade.
ROM 11:6 Ist es aber durch Gnade, so kommt es nicht mehr von Werken, da 
wre ja die Gnade nicht mehr Gnade.
ROM 11:7 Wie also? Was Israel sucht, das hat es nicht erlangt; die 
Auserwhlten wohl haben es erlangt, die andern wurden verstockt.
ROM 11:8 Wie geschrieben steht: Gott hat ihnen einen Geist der Betubung 
gegeben, Augen zum Nichtsehen, Ohren zum Nichthren, bis zum heutigen Tage.
ROM 11:9 Und David sagt: Ihr Tisch werde ihnen zur Schlinge und zur 
Fangstatt, zum Ansto und zur Vergeltung.
ROM 11:10 Verfinstern sollen sich ihre Augen zum Nichtsehen, und man soll 
ihnen den Rcken beugen fr immer.
ROM 11:11 Nun sage ich: war das der Zweck ihres Anstoes, da sie fallen 
sollten? Nimmermehr. Sondern durch ihren Fehltritt kommt das Heil zu den 
Heiden, das soll sie selbst eiferschtig machen.
ROM 11:12 Wenn aber ihr Fehltritt die Welt reich macht, wenn ihr 
Zurckbleiben die Heiden reich macht, wie viel mehr dann ihr volles 
Eingehen.
ROM 11:13 Euch Heiden aber sage ich: gerade insofern ich Heidenapostel 
bin, achte ich umsomehr meinen Dienst fr herrlich,
ROM 11:14 wenn ich die von meinem Fleisch knnte eiferschtig machen und 
einige von ihnen retten.
ROM 11:15 Schlgt ihre Verwerfung aus zur Vershnung der Welt: was kann 
mit ihrer Annahme kommen, als Leben aus den Toten?
ROM 11:16 Ist doch der Anbruch heilig: so ist es auch der Teig. Ist es die 
Wurzel, so sind es auch die Zweige.
ROM 11:17 Wenn aber einige der Zweige ausgebrochen wurden, und du, der du 
vom wilden Oelbaum warst, bist darauf eingepfropft worden und hast Teil 
bekommen an der Wurzel der Fettigkeit des Oelbaums,
ROM 11:18 so berhebe dich nicht gegen die Zweige. Ueberhebst du dich aber 
auch: du trgst doch nicht die Wurzel, sondern die Wurzel trgt dich.
ROM 11:19 Du kannst darauf erwidern: die Zweige sind ja ausgebrochen 
worden, damit ich eingepfropft werde.
ROM 11:20 Gut! Sie sind ausgebrochen durch den Unglauben: du aber stehst, 
wo du bist, durch den Glauben. Versteige dich nicht in Hoffart, sondern 
bedenke es mit Furcht.
ROM 11:21 Hat Gott die natrlichen Zweige nicht verschont, so wird er auch 
dich nicht verschonen.
ROM 11:22 So sieh denn die Gte und die Strenge Gottes. Die Strenge an 
denen, die gefallen sind; die Gte Gottes an dir, wenn du in der Gte 
bleibst; sonst wirst auch du ausgeschnitten werden.
ROM 11:23 Auch jene aber, wenn sie nicht beharren im Unglauben, werden 
eingepfropft werden. Gott vermag auch sie wieder einzupfropfen.
ROM 11:24 Wenn du aus dem von Natur wilden Oelbaum ausgeschnitten und 
gegen die Natur auf den edlen gepfropft wurdest, wie viel eher werden 
diese, deren Natur es entspricht, auf ihren ursprnglichen Baum gepfropft 
werden!
ROM 11:25 Ich will euch, meine Brder, dieses Geheimnis nicht 
vorenthalten, damit ihr euch nicht auf eure Gedanken verlasset, nmlich: 
Verstockung ist zu einem Teil ber Israel gekommen bis dahin, da die 
Flle der Heiden wird eingegangen sein;
ROM 11:26 und alsdann wird ganz Israel gerettet werden, wie geschrieben 
steht: Aus Sion kommt der Erlser, abwenden wird er die Gottlosigkeit von 
Jakob;
ROM 11:27 und das ist ihr Bund von mir aus: wann ich wegnehmen werde ihre 
Snden.
ROM 11:28 So sind sie dem Gang des Evangeliums nach zwar Feinde um 
euretwillen, der Erwhlung nach aber Lieblinge um der Vter willen.
ROM 11:29 Denn unwiderruflich sind die Gnadengaben und die Berufung Gottes.
ROM 11:30 So wie ihr einst Gott nicht gehorchtet, jetzt aber Erbarmen 
erlangt habt durch ihren Ungehorsam,
ROM 11:31 so sind auch sie jetzt ungehorsam geworden, damit sie durch das 
Erbarmen, das ihr gefunden habt, nun auch ihrerseits zum Erbarmen gelangen.
ROM 11:32 Gott hat alle beschlossen unter den Ungehorsam, auf da er sich 
aller erbarme.
ROM 11:33 O die Tiefe des Reichtums und der Weisheit und der Erkenntnis 
Gottes! Wie unerforschlich sind seine Gerichte und unergrndlich seine 
Wege!
ROM 11:34 Denn wer hat des Herrn Sinn erkannt? oder wer ist sein Ratgeber 
gewesen?
ROM 11:35 Oder wer hat ihm etwas zuvor gegeben, das ihm werde wieder 
vergolten?
ROM 11:36 Denn von ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge; sein ist 
die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.
ROM 12:1 So ermahne ich euch nun, Brder, bei der Barmherzigkeit Gottes: 
eure Leiber darzubringen zu einem lebendigen, heiligen, Gott 
wohlgeflligen Opfer, als zu eurem vernnftigen Gottesdienst.
ROM 12:2 Und gestaltet euer Leben nicht gleich dieser Welt, sondern 
verwandelt euch durch Erneuerung eures Denkens, um zu erlangen das Gefhl 
dafr, was Gottes Wille ist: Das Gute, Wohlgefllige und Vollkommene.
ROM 12:3 So weise ich denn durch die Gnade, die mir verliehen ist, jeden 
von euch an, den Sinn nicht hochzutragen ber Gebhr, sondern in seinem 
Sinn zu pflegen Besonnenheit, im Mae des Glaubens, wie es Gott einem 
jeden verliehen hat.
ROM 12:4 Denn wie wir an einem Leibe viele Glieder haben, die Glieder alle 
aber ihre besondere Verrichtung,
ROM 12:5 so bilden wir zusammen einen Leib in Christus, als einzelne aber 
stehen wir zu einander wie Glieder;
ROM 12:6 ausgestattet aber mit verschiedenen Gaben, je nach der Gnade die 
uns verliehen ist.
ROM 12:7 Sei es Weissagung: nach Magabe des Glaubens; Verwaltung: im 
Berufe der Verwaltung; wer lehrt: in dem der Lehre;
ROM 12:8 wer ermahnt: in dem der Ermahnung; wer mitteilt: in Einfalt; der 
Vorsteher: in Eifer; wer Barmherzigkeit bt: mit Lust.
ROM 12:9 Die Liebe ohne Rckhalt! Das Bse verabscheuen, dem Guten 
anhngen!
ROM 12:10 In der Bruderliebe sich zusammenschlieen, in der Ehrerbietung 
einander vorangehen!
ROM 12:11 Im Eifer unverdrossen, im Geist feurig! Dem Herrn dienen,
ROM 12:12 der Hoffnung sich freuen, der Trbsal Stand halten, im Gebet 
beharren!
ROM 12:13 Den Heiligen nach Bedrfnis mitteilen, Gastfreundschaft pflegen!
ROM 12:14 Segnet, die euch verfolgen; segnet, und fluchet nicht.
ROM 12:15 Sich freuen mit den Frhlichen, weinen mit Weinenden!
ROM 12:16 Einer dem andern in seinen Gedanken sich gleichstellen, nicht 
nach hohen Dingen trachten, sich heruntergeben zur Niedrigkeit! Haltet 
euch nicht selbst fr klug!
ROM 12:17 Niemand Bses mit Bsem vergelten, immer auf das denken, was 
edel ist, allen Menschen gegenber!
ROM 12:18 Wo mglich, so viel an Euch ist, Friede halten mit allen 
Menschen,
ROM 12:19 nicht euch selbst Recht schaffen, Geliebte! Vielmehr lasset Raum 
dem Zorngericht; denn es steht geschrieben: Mein ist die Rache, ich will 
vergelten, spricht der Herr.
ROM 12:20 Vielmehr wenn deinen Feind hungert, so speise ihn; drstet 
denselben, so trnke ihn; thust du das, so wirst du Feuerkohlen auf sein 
Haupt sammeln.
ROM 12:21 La dich nicht das Bse berwinden, sondern berwinde das Bse 
mit Gutem.
ROM 13:1 Jedermann sei unterthan der obrigkeitlichen Gewalt, denn es gibt 
keine Obrigkeit, die nicht von Gott wre; wo sie ist, ist sie von Gott 
angeordnet.
ROM 13:2 Wer also der Obrigkeit sich widersetzt, der lehnt sich auf wider 
Gottes Ordnung; die Aufrhrer aber werden sich ihr Gericht holen.
ROM 13:3 Die Herrscher sind nicht zum Schrecken da fr das rechtschaffene 
Thun, sondern fr das bse. Willst du keine Furcht haben vor der 
Obrigkeit? so thue das Gute, und du wirst von ihr Lob haben.
ROM 13:4 Denn sie ist Gottes Gehilfe fr dich zum Guten. Thust du aber 
Bses, dann frchte dich; denn sie trgt das Schwert nicht umsonst. Sie 
ist Gottes Gehilfe, Gerichtsvollstrecker fr den, der Bses thut.
ROM 13:5 Darum ist es geboten sich ihr zu unterwerfen, nicht nur um des 
Zorngerichtes, sondern auch um des Gewissens willen.
ROM 13:6 Darum sollt ihr auch die Steuern entrichten; denn es sind Gottes 
Beamte, die eben dazu auf ihrem Posten sind.
ROM 13:7 Gebet jedem was er zu fordern hat, Steuer dem die Steuer gebhrt, 
Zoll dem der Zoll gebhrt, Furcht dem Furcht, Ehre dem Ehre gebhrt.
ROM 13:8 Bleibet niemand etwas schuldig, als da ihr euch unter einander 
liebt. Wer den Nchsten liebt, der hat das Gesetz erfllt.
ROM 13:9 Denn das Wort: du sollst nicht ehebrechen, nicht tten, nicht 
stehlen, nicht begehren, und alle weiteren Gebote sind zusammengefat in 
diesem Worte, nmlich: du sollst deinen Nchsten lieben, wie dich selbst.
ROM 13:10 Die Liebe bereitet dem Nchsten nichts Bses, also ist in der 
Liebe das ganze Gesetz begriffen.
ROM 13:11 Und das thut in Erkenntnis der Zeit, nmlich, da die Stunde fr 
euch da ist, aus dem Schlafe zu erwachen; denn die Errettung steht uns 
heute nher, als da wir anfiengen zu glauben.
ROM 13:12 Die Nacht ist vorgerckt, der Tag ist herbeigekommen. So lasset 
uns also ablegen die Werke der Finsternis und anziehen die Waffen des 
Lichtes.
ROM 13:13 Gleich als am Tage lasset uns wohlanstndig wandeln, nicht mit 
Gelagen und Zechen, nicht mit Unzucht und Ueppigkeit, nicht mit Streit und 
Neid,
ROM 13:14 sondern ziehet an den Herrn Jesus Christus, und pfleget nicht 
das Fleisch zu Lsten.
ROM 14:1 Den Schwachen im Glauben lasset ankommen, nicht um ber Ansichten 
zu richten.
ROM 14:2 Der eine hat den Glauben alles zu essen, der andere ist schwach 
und beschrnkt sich auf Kruter.
ROM 14:3 Wer it, soll den nicht gering schtzen, der nicht it. Wer nicht 
it, soll nicht richten ber den, welcher it; denn Gott hat ihn 
angenommen.
ROM 14:4 Wer bist du, da du den Diener eines andern richtest? Er steht 
oder fllt seinem Herrn. Er wird aber aufrecht bleiben; denn der Herr ist 
stark genug, ihn aufzurichten.
ROM 14:5 Der eine macht einen Unterschied unter den Tagen, der andere hlt 
jeden Tag gleich. Jeder mag, wie er es versteht, seiner Ueberzeugung leben.
ROM 14:6 Der etwas auf den Tag hlt, der thut es fr den Herrn; der da 
it, der it fr den Herrn: denn er danket Gott; und wer nicht it, der 
unterlt es fr den Herrn, und danket auch Gott.
ROM 14:7 Unser keiner lebt ihm selber, und keiner stirbt ihm selber.
ROM 14:8 Leben wir, so leben wir dem Herrn; sterben wir, so sterben wir 
dem Herrn. Also - wir leben oder sterben, so sind wir des Herrn.
ROM 14:9 Denn darum ist Christus gestorben und lebendig geworden, da er 
Herr sei ber Tote und ber Lebendige.
ROM 14:10 Du aber, was richtest du deinen Bruder? oder du, was verachtest 
du deinen Bruder? Werden wir doch alle vor dem Richtstuhl Gottes stehen.
ROM 14:11 Denn es steht geschrieben: So wahr ich lebe, spricht der Herr, 
alle Knie sollen sich mir beugen, und alle Zungen sollen Gott dienen.
ROM 14:12 Demnach also wird ein jeder von uns fr sich selbst Gott 
Rechenschaft geben.
ROM 14:13 So lasset uns nicht mehr einander richten, sondern uns darauf 
richten, dem Bruder keinen Ansto oder Aergernis zu geben.
ROM 14:14 Ich wei und bin es fest berzeugt in dem Herrn Jesus, da 
nichts an sich selber unrein ist; doch wird es so fr den, der es so 
ansieht.
ROM 14:15 Wenn nun dein Bruder um einer Speise willen gekrnkt wird, so 
wandelst du nicht mehr der Liebe gem. Du sollst nicht mit deinem Essen 
den verstren, um dessentwillen Christus gestorben ist.
ROM 14:16 Es soll nicht euer Bestes der Lsterung preisgegeben werden.
ROM 14:17 Denn das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern 
Gerechtigkeit, Friede und Freude in heiligem Geist.
ROM 14:18 Wer darin dem Christus dient, der ist Gott gefllig und den 
Menschen wert.
ROM 14:19 Also lasset uns dem nachtrachten, was zum Frieden und zur 
Erbauung unter einander dient.
ROM 14:20 Zerstre du nicht um einer Speise willen das Werk Gottes. Es ist 
alles rein, und ist doch etwas vom Uebel, wenn ein Mensch es mit Ansto 
it.
ROM 14:21 Es ist gut, nicht Fleisch zu essen noch Wein zu trinken, noch 
irgend etwas, sobald dein Bruder Ansto daran nimmt.
ROM 14:22 Den Glauben, den du hast, den sollst du fr dich haben vor Gott. 
Selig wer sich kein Gewissen macht bei dem, was ihm gut dnkt.
ROM 14:23 Wer aber zweifelt, der ist gerichtet, wenn er it: weil es nicht 
aus Glauben geschieht; alles aber, was nicht aus dem Glauben kommt, ist 
Snde.
ROM 15:1 Wir, die wir stark sind, sind schuldig, die Schwachheiten derer 
zu tragen, die nicht stark sind; wir sollen nicht Gefallen an uns selber 
haben.
ROM 15:2 Jeder von uns sei seinem Nchsten zu Gefallen, zu seinem Besten, 
zur Erbauung.
ROM 15:3 Denn auch der Christus lebte nicht fr sein Gefallen, sondern wie 
geschrieben steht: Die Schmhungen derer, die dich beschimpfen, fielen auf 
mich.
ROM 15:4 Denn was einst geschrieben ward, ist zu unserer Belehrung 
geschrieben, damit wir durch die Bestndigkeit und den Trost der Schrift 
die Hoffnung haben.
ROM 15:5 Der Gott aber der Geduld und des Trostes gebe euch einen 
eintrchtigen Sinn unter einander, Christus Jesus gem,
ROM 15:6 damit ihr einhellig aus einem Munde Gott, den Vater unseres Herrn 
Jesus Christus, preiset.
ROM 15:7 Darum nehmet einander an, wie auch der Christus euch angenommen 
hat zum Preise Gottes.
ROM 15:8 Denn ich sage: Christus kam als Diener der Beschneidung um der 
Wahrhaftigkeit Gottes willen, zu besttigen die Verheiungen der Vter;
ROM 15:9 die Heiden aber haben Gott verherrlicht um seines Erbarmens 
willen, wie geschrieben steht: Darum lobe ich dich ber Heiden und 
lobsinge deinem Namen.
ROM 15:10 Und wiederum heit es: Freuet euch, ihr Heiden, samt seinem 
Volke.
ROM 15:11 Und wiederum: Lobet den Herrn, all' ihr Heiden, es sollen ihn 
loben alle Vlker.
ROM 15:12 Und wiederum sagt Jesaias: Es kommt die Wurzel Isai, und der da 
aufsteht zu herrschen ber die Heiden; auf ihn sollen Heiden hoffen.
ROM 15:13 Der Gott der Hoffnung aber erflle euch mit aller Freude und 
Frieden im Glauben, auf da ihr reich seiet an Hoffnung in Kraft des 
Heiligen Geistes.
ROM 15:14 Brder, ich traue meinerseits euch zu, da ihr eurerseits voll 
guter Gesinnung seid, erfllt mit aller Erkenntnis und wohl im Stande euch 
unter einander zurecht zu weisen.
ROM 15:15 Doch habe ich mir herausgenommen, euch in diesem Schreiben 
etliches nahe zu legen zur Beherzigung, um der Gnade willen, die mir von 
Gott verliehen ward,
ROM 15:16 eben dazu, da ich sei ein Priester Christus Jesus' bei den 
Heiden, im heiligen Dienst am Evangelium Gottes, damit die Heiden werden 
eine Opfergabe, wohlgefllig, geheiligt in heiligem Geiste.
ROM 15:17 Da darf ich mich denn aufthun in Christus Jesus, in Gottes Sache.
ROM 15:18 Denn ich werde mir nicht herausnehmen etwas vorzubringen als, 
was Christus durch mich gewirkt hat zum Gehorsam der Heiden in Wort und 
That,
ROM 15:19 in Kraft von Zeichen und Wundern, in Kraft des Geistes: also da 
ich von Jersualem und Umgegend aus bis nach Illyrikum die Verkndigung des 
Evangeliums von Christus erfllt habe.
ROM 15:20 Wobei ich aber meine Ehre darein setze, zu verknden, nicht da 
wo Christus' Name schon bekannt gemacht ist, um nicht auf fremden Grund zu 
bauen,
ROM 15:21 sondern wie geschrieben steht: Es sollen sehen die, denen noch 
nichts von ihm verkndet ward, und verstehen, die noch nichts gehrt haben.
ROM 15:22 Das ist es auch, was mich zumeist verhindert hat, zu euch zu 
kommen.
ROM 15:23 Jetzt aber habe ich in diesen Gegenden keinen Raum mehr; dabei 
verlangt es mich schon so manches Jahr her, zu euch zu kommen,
ROM 15:24 wenn ich einmal nach Spania reise; denn ich hoffe immer, da ich 
auf der Durchreise euch sehen und von euch dorthin das Geleite empfangen 
werde, nachdem ich mich erst einigermaen bei euch erquickt habe.
ROM 15:25 Aber gerade jetzt mu ich nach Jerusalem reisen im Dienste fr 
dei Heiligen.
ROM 15:26 Denn Makedonia und Achaia haben beschlossen, den Armen der 
Heiligen in Jerusalem eine Beisteuer zu geben.
ROM 15:27 Sie haben beschlossen, was sie schuldig sind. Haben die Heiden 
am geistlichen Besitz von jenen Anteil bekommen, so mssen sie ihnen 
dagegen im Fleischlichen dienen.
ROM 15:28 Habe ich dann dieses vollbracht und ihnen die Frucht versiegelt, 
dann will ich ber euch nach Spania gehen.
ROM 15:29 Ich wei aber: wenn ich zu euch komme, so komme ich mit der 
Flle des Segens Christus'.
ROM 15:30 Euch aber bitte ich, Brder, durch unsern Herrn Jesus Christus 
und durch die Liebe des Geistes, mir im Kampfe beizustehen durch eure 
Frbitten fr mich bei Gott,
ROM 15:31 da ich mge loskommen von den Widerspenstigen in Juda, und 
meine Dienstleistung fr Jerusalem bei den Heiligen gut aufgenommen werden,
ROM 15:32 damit ich frhlich durch Gottes Willen zu euch kommen und mich 
mit euch erquicken knne.
ROM 15:33 Der Gott des Friedens aber mit euch Allen. Amen.
ROM 16:1 Ich empfehle euch unsere Schwester Phbe, die an der Gemeinde in 
Kenchre als Gehilfin steht,
ROM 16:2 da ihr sie im Herrn aufnehmet wrdig der Heiligen, und ihr in 
allen Geschften, worin sie euer bedarf, beistehet. Ist doch auch sie 
Vielen Beschtzerin geworden, so auch mir selbst.
ROM 16:3 Gret Prisca und Aquila, meine Mitarbeiter in Christus Jesus,
ROM 16:4 sie haben ihren Hals eingesetzt fr mein Leben; nicht ich allein 
danke ihnen, sondern auch alle Gemeinden der Heiden;
ROM 16:5 ebenso die Versammlung in ihrem Hause. Gret meinen teuren 
Epnetus, er ist die Erstgeburt Asias fr Christus.
ROM 16:6 Gret Maria, sie hat sich viel um euch gemht.
ROM 16:7 Gret Andronikus und Junias, meine Stammgenossen und 
Mitgefangenen; sie haben ein gutes Gercht als Apostel, und waren sogar 
vor mir Christen.
ROM 16:8 Gret meinen im Herrn teuren Ampliatus.
ROM 16:9 Gret Urbanus, unseren Mitarbeiter in Christus, und meinen 
teuren Stachys.
ROM 16:10 Gret den in Christus bewhrten Apelles. Gret die Leute von 
Aristobulus' Haus.
ROM 16:11 Gret meinen Stammgenossen Herodion. Gret die Christen aus 
dem Hause des Narkissus.
ROM 16:12 Gret die Tryphna und Tryphosa, sie machen sich Mhe im Herrn.
ROM 16:13 Gret den Rufus, den Auserwhlten im Herrn, und seine Mutter, 
die auch die meine ist.
ROM 16:14 Gret den Asynkritus, den Phlegon, den Hermes, den Patrobas, 
den Hermas, und die Brder bei ihnen.
ROM 16:15 Gret den Philologus, und die Julia, den Nereus und seine 
Schwester, den Olympas, und alle Heiligen bei ihnen.
ROM 16:16 Gret einander mit dem heiligen Ku. Es gren euch alle die 
Gemeinden des Christus.
ROM 16:17 Ich ermahne euch aber, meine Brder, wohl zu achten auf 
diejenigen, welche Spaltung und Aergernis anstiften gegen die Lehre, die 
ihr gelernt habt. Weichet ihnen aus.
ROM 16:18 Denn solche Leute dienen nicht unserem Herrn Christus, sondern 
ihrem Bauch, und mit ihren schnen Reden und ihrer Salbung betrgen sie 
die Herzen der Arglosen.
ROM 16:19 Euer Gehorsam ist berall kund geworden; so habe ich meine 
Freude an euch. Ich wnsche aber, euch weise zu sehen, wo es das Gute, 
einfltig, wo es das Bse gilt.
ROM 16:20 Der Gott des Friedens wird den Satan unter euren Fen zermalmen 
in Blde. Die Gnade unseres Herrn Jesus mit euch.
ROM 16:21 Es grt euch Timotheus mein Mitarbeiter, und Lucius, und Jason, 
und Sosipatrus, meine Stammgenossen.
ROM 16:22 Meinen Gru an euch von mir dem Tertius als Schreiber dieses 
Briefes im Herrn.
ROM 16:23 Es grt euch Gajus mein Gastfreund, der es auch fr die ganze 
Gemeinde ist. Es grt euch Erastus, der Stadtpfleger, und der Bruder 
Quartus.
ROM 16:24 Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus mit euch allen.
ROM 16:25 Dem aber, der euch strken kann nach meinem Evangelium und nach 
der Verkndigung Jesus Christus', gem der Offenbarung des Geheimnisses, 
das durch Weltalter hindurch verschwiegen war,
ROM 16:26 nun aber geoffenbart und mittelst der prophetischen Schriften 
nach der Anordnung des ewigen Gottes bei allen Vlkern zum Gehorsam des 
Glaubens kundgemacht ist,
ROM 16:27 dem alleinweisen Gott, durch Jesus Christus, dem sei Ehre in 
Ewigkeit. Amen.
1CO 1:1 Paulus, berufener Apostel Christus Jesus' durch Gottes Willen, und 
Sosthenes der Bruder
1CO 1:2 an die Gemeinde Gottes in Korinth, die in Christus Jesus 
geheiligten, berufene Heilige, samt allen die den Namen unseres Herrn 
Jesus Christus anrufen aller Orten, bei ihnen wie bei uns.
1CO 1:3 Gnade euch und Friede von Gott unserem Vater und dem Herrn Jesus 
Christus.
1CO 1:4 Ich danke meinem Gott allezeit um euretwillen ber der Gnade 
Gottes, die euch in Christus Jesus verliehen ward,
1CO 1:5 da ihr in allen Stcken reich geworden seid in ihm, in Wort und 
Erkenntnis jeder Art,
1CO 1:6 demgem da das Zeugnis von Christus unter euch fest aufgerichtet 
ward:
1CO 1:7 so da ihr in keiner Gabe zurcksteht, dieweil ihr die Offenbarung 
unseres Herrn Jesus Christus erwartet,
1CO 1:8 der euch auch befestigen wird bis ans Ende unklagbar auf den Tag 
unseres Herrn Jesus Christus.
1CO 1:9 Gott ist getreu, durch den ihr berufen seid zur Gemeinschaft 
seines Sohnes Jesus Christus unseres Herrn.
1CO 1:10 Ich ermahne euch aber, Brder, durch den Namen unseres Herrn 
Jesus Christus, da ihr alle einstimmig seid und keine Spaltungen 
aufkommen lasset, sondern geschlossen steht in einerlei Verstand und 
einerlei Sinn.
1CO 1:11 Denn ich habe Nachricht ber euch erhalten, meine Brder, durch 
die Leute der Chloe, dahin lautend, da Zwistigkeiten unter euch sind.
1CO 1:12 Ich meine, da je der eine von euch sagt: ich bin vom Paulus, der 
andere: ich vom Apollos, oder: ich vom Kephas, oder: ich vom Christus.
1CO 1:13 Ist Christus zerteilt? Ist etwa Paulus fr euch gekreuzigt 
worden, oder seid ihr auf den Namen Paulus getauft?
1CO 1:14 Ich danke, da ich niemand von euch getauft habe, auer Crispus 
und Gajus,
1CO 1:15 damit man nicht sagen kann, ihr seiet auf meinen Namen getauft;
1CO 1:16 ja doch, weiter habe ich noch die Leute des Stephanas getauft; 
sonst aber erinnere ich mich nicht, einen getauft zu haben.
1CO 1:17 Denn Christus hat mich nicht ausgesandt zu taufen, sondern das 
Evangelium zu verknden, nicht in Wortweisheit, damit nicht das Kreuz 
Christi hohl werde.
1CO 1:18 Denn das Wort vom Kreuze ist den Verlorenen Thorheit, uns 
Erlsten aber Gottes Kraft.
1CO 1:19 Denn es steht geschrieben: Ich werde die Weisheit der Weisen 
verderben, und den Verstand der Verstndigen vernichten.
1CO 1:20 Wo bleiben die Weisen? Wo die Schriftgelehrten? Wo die 
Streitknstler dieser Welt? Hat nicht Gott die Weisheit der Welt zur 
Thorheit gemacht?
1CO 1:21 Nmlich: da unter der Weisheit Gottes die Welt Gott nicht 
erkannte durch die Weisheit, so beschlo Gott durch die Thorheit der 
Verkndigung zu erretten die Glaubenden.
1CO 1:22 Wie denn Juden Zeichen fordern, Griechen auf Weisheit ausgehen,
1CO 1:23 wir dagegen Christus am Kreuz verknden, fr Juden ein Aergernis, 
fr Heiden eine Thorheit,
1CO 1:24 fr die Berufenen aber, Juden und Griechen: Christus, Gottes 
Kraft und Gottes Weisheit.
1CO 1:25 Denn das Thrichte, das von Gott kommt, ist weiser als die 
Menschen, und das Schwache, das von Gott kommt, ist strker als die 
Menschen.
1CO 1:26 Sehet doch eure Berufung an, Brder, da sind nicht viel Weise 
nach dem Fleisch, nicht viel mchtige, nicht viel vornehme Leute.
1CO 1:27 Sondern was der Welt fr thricht gilt, hat Gott auserwhlt, die 
Weisen zu beschmen; und was der Welt fr schwach gilt, hat Gott 
auserwhlt, das Starke zu beschmen;
1CO 1:28 und was der Welt fr unedel gilt und verachtet ist, hat Gott 
auserwhlt, was nichts ist, um zu nichte zu machen, was etwas ist:
1CO 1:29 damit allem Fleische der Ruhm benommen sei vor Gott.
1CO 1:30 Aus ihm aber habt ihr das Sein in Christus Jesus, der uns 
geworden ist Weisheit von Gott, Gerechtigkeit und Heiligung und Erlsung,
1CO 1:31 damit es sei wie geschrieben steht: Wer sich rhmet, rhme sich 
des Herrn.
1CO 2:1 So kam auch ich, Brder, als ich zu euch kam zur Verkndigung des 
Zeugnisses von Gott, nicht als Meister der Rede oder Weisheit.
1CO 2:2 Mit keinem andern Wissen wollte ich unter euch treten als dem von 
Jesus Christus und zwar dem gekreuzigten.
1CO 2:3 Und persnlich war ich bei euch in Schwachheit und Furcht und 
groem Zagen,
1CO 2:4 und mein Wort und Verknden stand nicht auf Ueberredungskunst der 
Weisheit, sondern auf dem Erweise von Geist und Kraft.
1CO 2:5 Damit euer Glaube nicht stehe auf Menschen-Weisheit, sondern auf 
Gottes-Kraft.
1CO 2:6 Ja, wir reden Weisheit, wo wir es mit Gereiften zu thun haben, 
doch nicht die Weisheit dieser Welt, oder der Herrscher dieser Welt, die 
da zu nichte werden.
1CO 2:7 Sondern was wir reden, ist Gottes Weisheit im Geheimnis, die 
verborgene, welche Gott verordnet hat vor aller Zeit zu unserer 
Herrlichkeit,
1CO 2:8 die keiner von den Herrschern dieser Welt erkannt hat: denn wenn 
sie sie erkannt htten, so htten sie den Herrn der Herrlichkeit nicht 
gekreuzigt.
1CO 2:9 Vielmehr gilt davon das Wort: was kein Auge gesehen und kein Ohr 
gehrt hat, und in keines Menschen Herz gekommen ist, was Gott bereitet 
hat denen, die ihn lieben.
1CO 2:10 Uns aber hat es Gott enthllt durch den Geist, denn der Geist 
erforscht alle Dinge, selbst die Tiefen Gottes.
1CO 2:11 Unter Menschen - wer von ihnen kennt das Innere eines Menschen, 
als der Geist des Menschen, der in ihm ist? So hat auch noch niemand das 
Innere Gottes ergrndet, als der Geist Gottes.
1CO 2:12 Doch wir haben nicht den Geist der Welt empfangen, sondern den 
Geist, der aus Gott ist, um damit zu verstehen, was uns von Gott geschenkt 
ist,
1CO 2:13 und davon reden wir auch nicht in Schulworten menschlicher 
Weisheit, sondern in solchen, wie sie der Geist lehrt, geistliche Sprache 
fr geistliche Dinge.
1CO 2:14 Ein seelischer Mensch freilich nimmt nicht an, was vom Geist 
Gottes ist; es ist ihm Thorheit, er vermag es nicht zu verstehen, weil es 
geistlich ergrndet werden will.
1CO 2:15 Der geistliche Mensch aber ergrndet alles, er selbst aber wird 
von niemand ergrndet.
1CO 2:16 Denn wer hat den Verstand des Herrn erkannt, ihn zu meistern? Wir 
haben aber den Verstand Christus'.
1CO 3:1 So konnte ich, Brder, zu euch nicht reden, wie zu geistlichen, 
sondern wie zu Menschen von Fleisch, zu unmndigen in Christus.
1CO 3:2 Milch gab ich euch zu trinken, nicht feste Speise. Ihr vermochtet 
es noch nicht, ach ihr vermget es ja auch jetzt noch nicht.
1CO 3:3 Denn noch seid ihr fleischlich. Ist ja Eifersucht und Hader unter 
euch zu Hause: heit das nicht fleischlich sein und cht menschlich sich 
gebahren?
1CO 3:4 Wenn der eine sagt: ich bin vom Paulus, der andere: ich bin vom 
Apollos - ist das nicht nach Menschen Art?
1CO 3:5 Was ist denn Apollos? was ist denn Paulus? Gehilfen sind sie, 
durch welche ihr zum Glauben kamt, und zwar je nach dem Mae, wie es jedem 
der Herr verliehen hat.
1CO 3:6 Ich habe gepflanzt, Apollos hat begossen, doch Gott hat es wachsen 
lassen.
1CO 3:7 Weder auf den der pflanzt, kommt es an, noch auf den der begiet, 
sondern auf den Gott, der wachsen lt.
1CO 3:8 Der Pflanzende aber und der Begieende gehren zusammen, nur wird 
jeder seinen besonderen Lohn bekommen, je nach seiner Leistung.
1CO 3:9 Wir sind Gottes Gehilfen, ihr seid Gottes Ackerfeld, Gottes Bau.
1CO 3:10 Nach der mir verliehenen Gnade Gottes habe ich wie ein 
umsichtiger Baumeister den Grund gelegt, ein anderer baut darauf. Doch 
sehe jeder zu, wie er darauf baut.
1CO 3:11 Denn einen anderen Grund kann zwar keiner legen als der da liegt, 
nmlich Jesus Christus.
1CO 3:12 Ob aber einer auf diesen Grund baut Gold, Silber, Edelsteine, 
Holz, Heu, Stroh, -1CO 3:13 eines jeden Werk wird offenbar werden, jener 
Tag wird es offenbar machen, denn er offenbart sich mit Feuer, und was an 
der Arbeit eines jeden ist, wird eben das Feuer bewhren.
1CO 3:14 Bleibt das Werk das er aufgebaut, so wird er Lohn empfangen.
1CO 3:15 Wird sein Werk verbrannt, so kommt er darum, er fr seine Person 
kann nur wie durchs Feuer hindurch gerettet werden.
1CO 3:16 Wisset ihr nicht, da ihr Gottes Tempel seid, und der Geist 
Gottes in euch wohnt?
1CO 3:17 Wer aber den Tempel Gottes verdirbt, den wird Gott verderben. 
Denn der Tempel Gottes ist heilig, das seid ihr.
1CO 3:18 Keiner betrge sich selbst. Wenn einer unter euch fr weise gilt 
in dieser Welt, der werde erst ein Thor, um weise zu werden.
1CO 3:19 Denn die Weisheit dieser Welt ist Thorheit bei Gott. Denn es 
steht geschrieben: Der da fngt die Weisen in ihrer Klugheit.
1CO 3:20 Und wiederum: Der Herr kennt die Gedanken der Weisen, da sie 
eitel sind.
1CO 3:21 So rhme sich keiner eines Menschen. Es ist alles euer:
1CO 3:22 heie es Paulus, Apollos, Kephas, Welt, Leben, Tod, Gegenwart, 
Zukunft, Alles ist euer,
1CO 3:23 ihr aber seid Christus', Christus aber ist Gottes.
1CO 4:1 So also soll man uns ansehen, als Diener Christus' und Verwalter 
der Geheimnisse Gottes.
1CO 4:2 Von den Haushaltern wird allerdings verlangt, da einer treu 
erfunden werde.
1CO 4:3 Doch ist es mir ein geringes, von euch oder von irgend einem 
menschlichen Gerichtstag ins Verhr genommen zu werden, ich stelle es 
nicht einmal mit mir selbst an;
1CO 4:4 denn ob ich mir auch nichts bewut bin, so bin ich darum noch 
nicht gerechtfertigt; der mit mir ins Verhr geht, ist der Herr.
1CO 4:5 So richtet denn ihr nicht vor der Zeit, ehe der Herr kommt, der 
auch, was in der Finsternis verborgen ist, ins Licht stellen und die 
Ratschlge der Herzen offenbaren wird; dann wird jedem sein Lob von Gott 
werden.
1CO 4:6 Ich habe das auf mich und Apollos bezogen, um euretwillen, Brder, 
damit ihr an uns lernet das: nicht hoch hinaus, ber das, was geschrieben 
steht, damit sich keiner aufblhe, je fr den einen und gegen den andern.
1CO 4:7 Wer gibt dir den Vorzug? Was hast du, das du nicht empfangen hast? 
hast du es aber empfangen, was rhmst du dich, als httest du nicht 
empfangen?
1CO 4:8 Seid ihr schon satt, seid ihr schon reich geworden, habt ihr es 
ohne uns zum Herrschen gebracht? ja httet ihr es doch, da auch wir mit 
euch herrschen knnten.
1CO 4:9 Denn mich dnkt, uns Apostel hat Gott als die letzten hingestellt, 
als wie zum Tod bestimmt; so sind wir ein Schauspiel geworden fr Welt, 
Engel und Menschen.
1CO 4:10 Wir sind Thoren um Christus willen, ihr seid klug in Christus. 
Wir schwach, ihr stark, Ihr im Ruhm, wir in Schande.
1CO 4:11 Bis zu dieser Stunde drfen wir hungern und drsten, in Ble 
wandern und Schlge hinnehmen, ohne Heimat,
1CO 4:12 uns plagen mit unserer Hnde Arbeit. Wir werden geschmht und 
segnen; wir werden verfolgt und dulden,
1CO 4:13 wir werden verleumdet und trsten. Wie der Kehricht auf der Welt, 
wie der allgemeine Auswurf sind wir geworden bis daher.
1CO 4:14 Nicht euch zu beschmen schreibe ich das, sondern euch zu 
ermahnen als meine geliebten Kinder.
1CO 4:15 Wenn ihr auch zehntausend Hofmeister in Christus httet, so habt 
ihr doch nicht mehrere Vter; gezeugt habe ich euch in Christus Jesus 
durch das Evangelium.
1CO 4:16 So mahne ich euch denn: nehmet mich zum Vorbild.
1CO 4:17 Eben darum habe ich den Timotheus zu euch geschickt, der mein 
geliebtes und treues Kind ist im Herrn, der soll euch erinnern an meine 
Regeln in Christus, wie ich sie allenthalben in jeder Gemeinde lehre.
1CO 4:18 Daraufhin da ich nicht zu euch komme, haben sich etliche 
aufgeblht;
1CO 4:19 aber ich werde bald zu euch kommen, wenn es des Herrn Wille ist, 
und ich werde fragen nicht danach, was die Aufgeblhten sagen, sondern 
nach ihrer Kraft.
1CO 4:20 Denn nicht in Worten steht das Reich Gottes, sondern in Kraft.
1CO 4:21 Was wollt ihr? soll ich mit dem Stocke zu euch kommen, oder mit 
der Liebe und dem Geiste der Milde?
1CO 5:1 Es soll ja bei euch Unzucht getrieben werden, berhaupt, und dazu 
noch von einer Art, wie es nicht einmal bei den Heiden vorkommt, nmlich 
so, da einer seines Vaters Frau hat.
1CO 5:2 Und ihr bewegt euch noch in Aufgeblasenheit, und habt nicht 
vielmehr Trauer angestellt, auf da aus eurer Mitte beseitigt werde, der 
solches begangen?
1CO 5:3 Ich meinesteils, zwar abwesend dem Leibe, doch anwesend dem Geist 
nach, habe ber den, der sich so vergangen, schon wie anwesend entschieden,
1CO 5:4 im Namen des Herrn Jesus dahin, da wir zusammentreten, ihr und 
mein Geist mit der Kraft unseres Herrn Jesus,
1CO 5:5 und bergeben denselbigen dem Satan zum Verderben des Fleisches, 
damit der Geist gerettet werde am Tag des Herrn Jesus.
1CO 5:6 Es sieht nicht gut aus mit eurem Ruhm. Wisset ihr nicht, da ein 
wenig Sauerteig den ganzen Teig versuert?
1CO 5:7 Feget aus den alten Sauerteig, damit ihr eine neue Masse seid. Ihr 
seid ja Ungesuerte: denn als unser Passa ist geschlachtet Christus.
1CO 5:8 So lasset uns denn Fest halten nicht mit altem Sauerteig, noch mit 
Sauerteig der Bosheit und Schlechtigkeit, sondern mit Ungesuertem der 
Reinheit und Wahrheit.
1CO 5:9 Ich habe euch im vorigen Briefe geschrieben, nicht zu verkehren 
mit Unzchtigen,
1CO 5:10 das heit nicht im allgemeinen mit den Unzchtigen dieser Welt 
oder den Habschtigen und Rubern oder Bilderdienern, da mtet ihr ja aus 
der Welt hinausgehen.
1CO 5:11 Sondern ich meinte den Verkehr mit sogenannten Brdern, wo deren 
einer wre ein Unzchtiger oder Habschtiger oder Bilderdiener oder 
Lsterer oder Trunkenbold oder Ruber, mit dem solltet ihr auch nicht 
Tischgemeinschaft haben.
1CO 5:12 Was geht mich das Richten ber die drauen an? Habt ihr nicht die 
drinnen zu richten?
1CO 5:13 Die drauen wird Gott richten. Werfet den Schlechten hinaus aus 
eurer eigenen Mitte.
1CO 6:1 Lt sich jemand unter euch beikommen, wenn er eine Sache hat 
wider den andern, Recht zu nehmen bei den Ungerechten anstatt bei den 
Heiligen?
1CO 6:2 Oder wisset ihr nicht, da die Heiligen die Welt richten werden? 
Wenn euch denn das Gericht ber die Welt zusteht, seid ihr nicht wrdig, 
Gericht zu halten ber die geringfgigsten Dinge?
1CO 6:3 Wisset ihr nicht, da wir ber Engel richten sollen? geschweige 
ber mein und dein.
1CO 6:4 Wenn ihr nun ber mein und dein Rechtshndel habt, nehmt ihr Leute 
zu Richtern, die in der Gemeinde fr nichts geachtet sind?
1CO 6:5 Ich sage es zu eurer Beschmung: soll den kein weiser Mann unter 
euch sein, auch nicht einer, der einem Bruder gegenber schlichten kann?
1CO 6:6 sondern Bruder mu gegen Bruder streitfhren und das bei 
Unglubigen?
1CO 6:7 Es heit in allewege fr euch schon: herunterkommen, da ihr 
Klagen unter einander habt. Warum lasset ihr euch nicht lieber Unrecht 
thun? Warum euch nicht lieber berauben?
1CO 6:8 Statt dessen bet ihr selbst Unrecht und Raub, und das an Brdern.
1CO 6:9 Oder wisset ihr nicht, da Ungerechte Gottes Reich nicht erben 
sollen? Tuschet euch nicht, weder Unzchtige noch Bilderdiener, noch 
Ehebrecher, noch Weichlinge, noch Mnnerschnder,
1CO 6:10 noch Diebe, noch Habschtige, noch Trunkenbolde, noch Lsterer, 
noch Ruber werden Gottes Reich ererben.
1CO 6:11 Nun, dergleichen war einst einer und der andere von euch, aber 
ihr lieet euch abwaschen, ihr wurdet geheiligt, ihr wurdet gerechtfertigt 
durch den Namen des Herrn Jesus Christus und den Geist unseres Gottes.
1CO 6:12 Es ist mir alles erlaubt, aber es frommt nicht alles. Es ist mir 
alles erlaubt, aber es soll nichts ber mich Gewalt bekommen.
1CO 6:13 Die Speisen dem Magen, und der Magen den Speisen. Gott wird jenem 
und diesen ein Ende machen. Der Leib aber nicht der Unzucht, sondern dem 
Herrn, und der Herr dem Leibe!
1CO 6:14 Gott hat den Herrn erweckt, er wird auch uns erwecken durch seine 
Kraft.
1CO 6:15 Wisset ihr nicht, da eure Leiber Glieder Christus' sind: soll 
ich nun die Glieder Christus' nehmen und zu Gliedern der Buhlerin machen? 
Ferne sei es.
1CO 6:16 Oder wisset ihr nicht, da der an der Buhlerin hngt, Ein Leib 
mit ihr ist? denn die zwei, heit es, werden Ein Fleisch sein.
1CO 6:17 Wer aber am Herrn hngt, ist ein Geist mit ihm.
1CO 6:18 Fliehet die Unzucht; alle andere Snde bleibt auerhalb des 
Leibes, die Unzucht treibt Snde am eigenen Leib.
1CO 6:19 Oder wisset ihr nicht, da euer Leib ein Tempel ist des heiligen 
Gottes in euch, den ihr von Gott habt, und ihr nicht euch selbst gehrt?
1CO 6:20 Ihr seid teuer erkauft. So gebet Gott die Ehre an eurem Leibe.
1CO 7:1 Um auf das zu kommen, wovon ihr geschrieben habt: so ist es fr 
einen Mann gut, keine Frau zu berhren.
1CO 7:2 Doch wegen der Unzuchtsverirrungen mag jeder seine Frau und jede 
Frau ihren Mann haben.
1CO 7:3 Der Mann gewhre der Frau, was er ihr schuldig ist, ebenso auch 
die Frau dem Manne.
1CO 7:4 Die Frau hat nicht ber ihren Leib zu verfgen, sondern der Mann; 
und ebenso auch der Mann nicht ber den seinigen, sondern die Frau.
1CO 7:5 Entziehet euch einander nicht, es sei denn nach Uebereinkunft auf 
einige Zeit, um ohne Strung dem Gebet zu leben, und dann wieder zusammen 
zu gehen, damit euch der Satan nicht versuche, eurer Unenthaltsamkeit 
wegen.
1CO 7:6 Was ich da sage, ist als Zulassung zu nehmen, nicht als Gebot.
1CO 7:7 Ich wnschte vielmehr, da alle Menschen wren, wie ich; aber 
jeder hat seine eigene Gabe von Gott, der eine so, der andere so.
1CO 7:8 Den Mnnern aber, die keine Frau haben, und den Witwen sage ich: 
es ist ihnen gut, wenn sie so bleiben, wie ich auch;
1CO 7:9 knnen sie sich nicht enthalten, so mgen sie heiraten; es ist 
besser heiraten, als Glut leiden.
1CO 7:10 Den Ehepaaren aber gebiete ich, vielmehr nicht ich, sondern der 
Herr: da sich die Frau von ihrem Manne nicht trennen soll;
1CO 7:11 hat sich eine getrennt, so soll sie ledig bleiben, oder sich mit 
ihrem Manne wieder vershnen; ebenso der Mann soll seine Frau nicht 
entlassen.
1CO 7:12 Den Uebrigen sage ich, nicht der Herr: wenn ein Bruder eine 
unglubige Frau hat, und diese willigt ein mit ihm zu leben, so soll er 
nicht von ihr lassen.
1CO 7:13 Und ebenso wenn eine Frau einen unglubigen Mann hat, und dieser 
willigt ein mit ihr zu leben, so soll sie nicht von ihm lassen.
1CO 7:14 Denn der unglubige Mann ist geheiligt durch die Frau, und die 
unglubige Frau durch den Bruder; sonst wren ja auch eure Kinder unrein 
und sie sind doch heilig.
1CO 7:15 Wenn sich aber der unglubige Teil lossagen will, so mag er es 
haben. Bruder und Schwester sind an solche nicht gefesselt; in 
Friedensstand nur hat uns Gott berufen.
1CO 7:16 Was weit denn du, o Frau, davon, ob du deinen Mann retten wirst? 
oder du, o Mann, ob du deine Frau retten wirst?
1CO 7:17 Nur das wissen wir: jeder soll leben mit dem Teil, das ihm der 
Herr zugeschieden, in dem Stand, in dem er ihn berufen: so verordne ich es 
in allen Gemeinden.
1CO 7:18 Ist einer als beschnittener berufen? so verhlle er es nicht; als 
Heide? so lasse er sich nicht beschneiden.
1CO 7:19 Beschneidung thut es nicht und Verhllung thut es nicht, sondern 
Gottes Gebote halten.
1CO 7:20 Jeder bleibe in dem Stande, in dem er berufen ist.
1CO 7:21 Bist du als Sklave berufen? la dichs nicht anfechten; und wenn 
du auch frei werden kannst, so bleibe nur um so lieber dabei.
1CO 7:22 Der Sklave, der im Herrn berufen ist, ist Freigelassener des 
Herrn. Andererseits der als Freier berufen ist, ist Christus' Sklave.
1CO 7:23 Ihr seid teuer erkauft; werdet keine Menschenknechte.
1CO 7:24 Jeder bleibe bei Gott, Brder, in dem Stande, in welchem er 
berufen ist.
1CO 7:25 Was aber die Jungfrauen betrifft, so habe ich kein Gebot des 
Herrn, ich gebe darber meine Meinung als Gewhrsmann, wie ich es durch 
die Barmherzigkeit des Herrn geworden bin.
1CO 7:26 So meine ich denn, es sei bei der Bedrngnis dieser Zeit eine 
gute Sache darum, nmlich da es einem Menschen gut ist, so zu sein.
1CO 7:27 Bist du an eine Frau gebunden, so suche nicht die Lsung; bist du 
ledig, so suche keine Frau;
1CO 7:28 doch thust du auch, wenn du heiratest, damit keine Snde. So auch 
die Jungfrau, wenn sie heiratet, thut sie keine Snde. Trbsal fr das 
Fleisch werden sie in dem Falle wohl haben. Was mich betrifft, so verfahre 
ich schonend mit euch,
1CO 7:29 das aber sage ich, meine Brder: die Zeit drngt, und hinfort 
gilt es, da die da Weiber haben, seien, als htten sie keine;
1CO 7:30 die da weinen, als weinten sie nicht; die sich freuen, als 
freuten sie sich nicht; die da kaufen, als besen sie nicht,
1CO 7:31 die mit der Welt verkehren, als htten sie nichts davon. Denn die 
Gestalt dieser Welt ist am vergehen.
1CO 7:32 Da mchte ich, da ihr ohne Sorgen wret. Der Ehelose sorgt fr 
des Herrn Sache, wie er dem Herrn gefalle.
1CO 7:33 Der sich verehelicht, sorgt fr die Dinge der Welt, wie er seiner 
Frau gefalle, und ist geteilt.
1CO 7:34 Desgleichen die Frau, die keinen Mann hat, so wie die Jungfrau 
sorgt fr des Herrn Sache, auf da sie sei heilig an Leib und Geist. Die 
sich verehelicht, sorgt fr die Dinge der Welt, wie sie dem Manne gefalle.
1CO 7:35 Ich spreche da fr euren eigenen Nutzen, nicht um eine Schlinge 
ber euch zu werfen, sondern fr edle Sitte und fr ungestrtes Aushalten 
bei dem Herrn.
1CO 7:36 Wo aber einer denken mu, er handle unziemlich an seiner 
Jungfrau, wenn sie berreif wird, und es kommt so zu einem Mu, der thue, 
was er will; er sndigt nicht; sie mgen heiraten.
1CO 7:37 Wenn aber einer in seinem Herzen fest steht, keinen Zwang 
erleidet, sondern Herr seines Willens ist, und in seinem Herzen 
entschlossen ist, seine Jungfrau zu bewahren, der thut wohl daran.
1CO 7:38 Demnach thut der wohl, der seine Jungfrau zur Ehe fhrt, aber 
mehr doch der, der es nicht thut.
1CO 7:39 Eine Ehefrau ist gebunden, so lange ihr Mann lebt; stirbt er, so 
hat sie die Freiheit zu heiraten, wen sie will, nur im Herrn.
1CO 7:40 Seliger aber ist sie, wenn sie so bleibt, nach meiner Meinung: 
ich denke aber auch den Geist Gottes zu haben.
1CO 8:1 Was dann das Opferfleisch betrifft, so setzen wir voraus, da wir 
alle die Erkenntnis haben. Die Erkenntnis blht auf, die Liebe erbaut.
1CO 8:2 Dnkt sich einer etwas erkannt zu haben, so hat er noch nicht 
erkannt, wie man erkennen mu.
1CO 8:3 Wenn aber einer Liebe zu Gott hat, der ist von ihm erkannt.
1CO 8:4 Was also das Essen des Opferfleisches angeht: so wissen wir, da 
kein Gtze in der Welt ist, und da es keinen Gott gibt auer dem einen.
1CO 8:5 Mag es auch sogenannte Gtter geben, sei es im Himmel sei es auf 
Erden, - es sind ja der Gtter viele und der Herrn viele -1CO 8:6 so gibt 
es doch fr uns nur Einen Gott, den Vater, den Schpfer aller Dinge, der 
unser Ziel ist, und Einen Herrn Jesus Christus, den Mittler aller Dinge, 
der auch unser Mittler ist.
1CO 8:7 Aber nicht bei allen ist die Erkenntnis zu Hause; da sind noch 
manche, die, bisher an die Gtzen gewhnt in ihren Gedanken, das 
Gtzenopferfleisch als solches essen, und deren Gewissen, schwach wie es 
ist, dadurch befleckt wird.
1CO 8:8 Nun, auf unser Essen kommt es nicht an vor Gott; wir sind nicht 
besser, wenn wir essen; wir sind nicht weniger, wenn wir nicht essen:
1CO 8:9 dagegen sehet zu, da die Macht, die ihr darin habt, nicht den 
Schwachen zum Ansto werde.
1CO 8:10 Wenn einer dich mit deiner Erkenntnis im Gtzenhause zu Tisch 
sitzen sieht, mu nicht sein Gewissen, da er doch ein Schwacher ist, 
dadurch ermutigt werden, Opferfleisch zu essen?
1CO 8:11 Da wird denn durch deine Erkenntnis der Schwache ins Verderben 
gestrzt, um dessentwillen Christus gestorben ist.
1CO 8:12 Wenn ihr euch so an den Brdern versndigt und ihr schwaches 
Gewissen verwundet, so sndigt ihr an Christus.
1CO 8:13 Darum wenn das Essen meinem Bruder Ansto gibt, so will ich in 
Ewigkeit kein Fleisch essen, damit ich meinem Bruder keinen Ansto gebe.
1CO 9:1 Bin ich nicht frei? bin ich nicht Apostel? Habe ich nicht unsern 
Herrn Jesus gesehen? Seid nicht ihr mein Werk im Herrn?
1CO 9:2 Wenn ich fr andere nicht Apostel bin, so bin ich es doch fr 
euch: seid ihr doch das Siegel meines Apostolates im Herrn.
1CO 9:3 Meine Rechtfertigung gegen meine Inquisitoren ist dies.
1CO 9:4 Haben wir nicht Macht zu essen, und nicht Macht zu trinken?
1CO 9:5 Haben wir nicht Macht eine Schwester als Ehefrau mit 
herumzufhren, wie die brigen Apostel auch, selbst die Brder des Herrn, 
selbst Kephas?
1CO 9:6 oder sind wir allein, ich und Barnabas, nicht berechtigt von der 
Handarbeit zu feiern?
1CO 9:7 Wer dient im Feld auf eigenen Sold? Wer baut den Weinberg, ohne 
die Frucht zu genieen? Wer weidet die Herde und geniet nicht von ihrer 
Milch?
1CO 9:8 Ist das nur nach dem Leben geredet, oder sagt nicht dasselbe auch 
das Gesetz?
1CO 9:9 Steht doch im Gesetze Moses geschrieben: du sollst dem dreschenden 
Ochsen das Maul nicht verbinden. Kmmert sich Gott etwa um die Ochsen? 
oder gehen nicht berall seine Worte auf uns?
1CO 9:10 oder gehen nicht berall seine Worte auf uns? Um unsertwillen ist 
es geschrieben, da der Pflger auf Hoffnung pflgen soll, und der 
Drescher arbeiten auf Hoffnung des Mitgenusses.
1CO 9:11 Wenn wir euch das Geistliche gest haben, ist es denn etwas 
groes, wenn wir euer fleischliches Gut ernten sollen?
1CO 9:12 Wenn Andere ber das Eure mit verfgen, warum nicht wir noch 
mehr? Aber wir haben davon keinen Gebrauch gemacht; vielmehr halten wir 
uns ganz zurck, um nicht dem Evangelium Christus' ein Hindernis zu 
bereiten.
1CO 9:13 Wisset ihr nicht, da die, welche den Gottesdienst besorgen, auch 
vom Tempel essen? da die welche des Altars warten, auch ihren Teil von 
demselben bekommen?
1CO 9:14 So hat auch der Herr verordnet fr die, welche das Evangelium 
verkndigen, da sie vom Evangelium leben sollen.
1CO 9:15 Ich aber habe davon keinerlei Gebrauch gemacht. Ich schreibe 
davon auch nicht, damit es auf mich angewendet werde; lieber wollte ich 
sterben als mir meinen Ruhm nehmen lassen.
1CO 9:16 Wenn ich das Evangelium verknde, so habe ich davon keinen Ruhm; 
ich kann nicht anders; wehe mir, wenn ich es unterliee.
1CO 9:17 Ja aus eigenem Willen gethan, htte es seinen Lohn; als Mu 
vollbracht, ist es ein Amt mit dem ich betraut bin.
1CO 9:18 Was habe ich also fr einen Lohn? Den, da ich als Verknder des 
Evangeliums dasselbe darbiete ohne Kosten, so da ich mein Recht dabei 
nicht benutze.
1CO 9:19 Obwohl ich frei dastand gegenber von allen, habe ich mich allen 
zum Knecht gemacht, um recht viele zu gewinnen.
1CO 9:20 Ich bin den Juden wie ein Jude geworden, um Juden zu gewinnen, 
denen unter dem Gesetz wie einer der unter dem Gesetz ist, der ich doch 
nicht unter dem Gesetze stehe - um die unter dem Gesetz zu gewinnen.
1CO 9:21 Denen ohne Gesetz, wie einer ohne Gesetz, der ich doch nicht ohne 
Gottes Gesetz bin, vielmehr im Gesetz Christus' stehe - um die ohne Gesetz 
zu gewinnen.
1CO 9:22 Den Schwachen bin ich schwach geworden, um die Schwachen zu 
gewinnen. Ich bin allen alles geworden, um allerwege etliche zu retten.
1CO 9:23 Alles aber thue ich um der Verkndigung des Evangeliums willen, 
um meinen Teil an seiner Gemeinschaft zu haben.
1CO 9:24 Wisset ihr nicht, da die in der Rennbahnlaufen, wohl alle 
laufen, aber Einer bekommt den Preis? So laufet nun um ihn zu erlangen.
1CO 9:25 Wer aber als Wettkmpfer auftreten will, der lebt in strenger 
Enthaltsamkeit. Und dort handelt es sich um einen vergnglichen Kranz: bei 
uns um einen unvergnglichen.
1CO 9:26 ich meinerseits will nicht in den Tag hinein laufen, ich will 
meine Streiche nicht in die Luft fhren.
1CO 9:27 Sondern ich zerschlage und knechte meinen Leib, um nicht, whrend 
ich andern predige, selbst zu Schanden zu werden.
1CO 10:1 So will ich denn euch daran erinnern, Brder, da unsere Vter 
zwar alle unter der Wolke waren, und alle durch das Meer hindurch giengen,
1CO 10:2 und alle die Taufe auf Moses empfiengen in der Wolke und im Meer,
1CO 10:3 und alle die gleiche geistliche Speise aen,
1CO 10:4 und alle den gleichen geistlichen Trank tranken - denn sie 
tranken aus einem mitgehenden geistlichen Felsen, der Fels aber war der 
Christus -1CO 10:5 aber Gott hatte an der Mehrzahl von ihnen kein 
Wohlgefallen; sie wurden niedergestreckt in der Wste.
1CO 10:6 Diese Dinge aber sind zum Vorbild fr uns geschehen, damit wir 
nicht Bses begehren, wie jene begehrt haben.
1CO 10:7 Werdet nicht Gtzendiener, wie etliche von ihnen, von denen es 
heit: das Volk lagerte sich zu essen und zu trinken und stand auf zu 
tanzen.
1CO 10:8 Noch lasset uns Unzucht treiben wie etliche von ihnen getrieben 
haben, und sind gefallen an einem Tag ihrer dreiundzwanzigtausend.
1CO 10:9 Noch lasset uns den Herrn versuchen, wie etliche von ihnen 
gethan, und wurden von den Schlangen weggerafft.
1CO 10:10 Noch sollt ihr murren, wie etliche von ihnen gemurrt haben, und 
wurden von dem Verderber weggerafft.
1CO 10:11 Dies ist vorbildlich an ihnen geschehen, geschrieben aber ist es 
zur Warnung fr uns, auf die das Endziel der Zeiten gekommen ist.
1CO 10:12 Darum, wer sich dnkt er stehe, der sehe zu, da er nicht falle.
1CO 10:13 Euch hat noch keine andere als menschliche Versuchung betroffen; 
Gott ist getreu, der wird euch nicht versuchen lassen ber euer Vermgen, 
sondern wie er die Versuchung macht, so wird er auch den Ausgang machen, 
nmlich da ihr es durchfhren knnt.
1CO 10:14 Darum, meine Geliebten, fliehet vor dem Gtzendienst.
1CO 10:15 Ich wende mich an eure eigene Einsicht: urteilt selbst, was ich 
sage.
1CO 10:16 Der Becher des Segens, den wir segnen, ist er nicht Gemeinschaft 
des Blutes des Christus? Das Brot, das wir brechen, ist es nicht 
Gemeinschaft des Leibes des Christus?
1CO 10:17 Denn Ein Brot ist es, so sind wir viele Ein Leib; denn alle 
teilen wir uns in das Eine Brot.
1CO 10:18 Sehet das Volk Israel, das im Fleische meine ich, an. Sind nicht 
die, welche die Opfer essen, Genossen des Altars?
1CO 10:19 Was folgt nun? Da das Gtzenopfer etwas sei? oder da der Gtze 
etwas sei?
1CO 10:20 Nein, aber da sie das Opfer, das sie bringen, den Dmonen 
bringen und nicht Gott. Ich will aber nicht, da ihr in die Gemeinschaft 
der Dmonen kommt.
1CO 10:21 Ihr knnt nicht den Becher des Herrn trinken und den Becher der 
Dmonen; ihr knnt nicht am Tische des Herrn Teil haben und am Tische der 
Dmonen.
1CO 10:22 Oder wollen wir den Herrn herausfordern? Sind wir strker als er?
1CO 10:23 Es ist alles erlaubt, aber es frommt nicht alles. Es ist alles 
erlaubt, aber es erbaut nicht alles.
1CO 10:24 Keiner suche das Seine, sondern das, was des andern ist.
1CO 10:25 Esset alles, was auf dem Markte verkauft wird, ohne 
nachzuforschen, Gewissens wegen.
1CO 10:26 Die Erde und ihre Flle ist des Herrn.
1CO 10:27 Werdet ihr von einem Unglubigen eingeladen und wollt hingehen, 
so esset alles was euch vorgesetzt wird, ohne nachzuforschen, Gewissens 
wegen.
1CO 10:28 Wenn aber einer zu euch sagt: das hier ist Opferfleisch, dann 
esset es nicht, wegen dessen, der es kund thut, und wegen des Gewissens.
1CO 10:29 Ich meine nicht das eigene Gewissen, sondern das des andern. 
Denn warum soll ich Anla geben, da meine Freiheit von einem fremden 
Gewissen gerichtet wird?
1CO 10:30 Kann ich fr meine Person etwas mit Dank genieen: warum soll 
ich mich der Lsterung aussetzen ber dem, wofr ich danke?
1CO 10:31 Ob ihr nun esset oder trinket, oder was ihr thut, so thut es 
alles Gott zum Preis.
1CO 10:32 Haltet euch ohne Ansto bei Juden und Griechen und bei der 
Gemeinde Gottes,
1CO 10:33 so wie auch ich allen zu Gefallen bin in allen Stcken, indem 
ich nicht suche, was mir gut ist, sondern was der Menge gut ist, damit sie 
gerettet werden.
1CO 11:1 Nehmet mich zum Vorbild, wie ich mir Christus nehme.
1CO 11:2 Darber aber lobe ich euch, da ihr noch in allem an mich denket, 
und an den Anweisungen haltet, so wie ich sie euch gegeben.
1CO 11:3 Nun mchte ich euch zu bedenken geben, da das Haupt jedes Mannes 
Christus ist, das Haupt des Weibes aber der Mann, das Haupt Christus' aber 
Gott.
1CO 11:4 Wenn ein Mann beim Beten oder Weissagen etwas auf dem Haupt hat, 
so beschimpft er sein Haupt.
1CO 11:5 Die Frau aber beschimpft ihr Haupt, wenn sie beim Beten oder 
Weissagen das Haupt unbedeckt hat. Es ist gerade so, wie wenn sie 
geschoren wre.
1CO 11:6 So gut sie unbedeckt sein kann, mag sie sich auch schneiden 
lassen. Ist es aber fr eine Frau schimpflich, sich das Haar schneiden 
oder scheeren zu lassen, so soll sie sich auch bedecken.
1CO 11:7 Der Mann braucht das Haupt nicht bedeckt zu haben, weil er Bild 
und Ehre Gottes ist. Die Frau aber ist des Mannes Ehre.
1CO 11:8 Denn der Mann ist nicht aus der Frau, aber die Frau aus dem Mann;
1CO 11:9 ist doch auch der Mann nicht der Frau wegen geschaffen, sondern 
die Frau des Mannes wegen.
1CO 11:10 Darum soll die Frau auf dem Haupt ein Zeichen der Herrschaft 
tragen, wegen der Engel.
1CO 11:11 (Nur gilt es dem Herrn: so wenig als die Frau ohne den Mann, so 
wenig der Mann ohne die Frau.
1CO 11:12 Denn wie die Frau aus dem Mann, so ist der Mann durch die Frau, 
alles aber miteinander ist aus Gott.)
1CO 11:13 Urteilet von euch selbst aus, ob es sich zieme, da eine Frau 
beim Gebete zu Gott unverhllt sei?
1CO 11:14 Lehrt euch nicht auch die Natur selbst, da es fr einen Mann 
eine Schande ist, lange Haare zu tragen, fr die Frau aber das Gleiche 
eine Ehre?
1CO 11:15 Denn das Haar ist ihr als Schleier gegeben.
1CO 11:16 Will aber einer durchaus Recht haben: nun, wir kennen solche 
Sitte nicht, und auch die Gemeinden Gottes nicht.
1CO 11:17 Das aber kann ich, da ich am verordnen bin, nicht loben, da 
eure Zusammenknfte nicht zum Guten, sondern zum Schlimmen fhren.
1CO 11:18 Frs erste hre ich, da es Spaltungen gibt, wenn ihr 
Versammlung haltet, und zum Teil glaube ich es.
1CO 11:19 Es mu ja Parteiungen bei euch geben, damit die Bewhrten unter 
euch offenbar werden.
1CO 11:20 Wenn ihr also Versammlung habt, so kommt es nicht zum Essen des 
Herrnmahles;
1CO 11:21 denn jeder nimmt sich beim Essen seine eigene Mahlzeit vorweg; 
da hungert dann der eine, whrend der andere in Wein schlemmt.
1CO 11:22 Habt ihr etwa keine Huser zum Essen und Trinken? Oder verachtet 
ihr die Gemeinde Gottes und legt es auf die Beschmung derer an, die 
nichts haben? Was soll ich zu euch sagen? Soll ich euch loben? Hierin kann 
ich es nicht.
1CO 11:23 Denn ich habe vom Herrn her berkommen, was ich auch euch 
berliefert habe, wie der Herr Jesus in der Nacht, da er verraten ward, 
Brot nahm,
1CO 11:24 danksagte und brach es, und sprach: das ist mein Leib fr euch; 
das thut zu meinem Gedchtnis.
1CO 11:25 Ebenso auch den Becher nach dem Essen, und sprach: dieser Becher 
ist der neue Bund in meinem Blut. Das thut, so oft ihr trinket, zu meinem 
Gedchtnis.
1CO 11:26 So oft ihr demnach dieses Brot esset und den Becher trinket, 
verkndet ihr den Tod des Herrn, bis er kommt.
1CO 11:27 Daher wer unwrdig das Brot isset oder den Becher des Herrn 
trinkt, der vergeht sich an Leib und Blut des Herrn.
1CO 11:28 Es prfe sich aber jeder selbst, und hierauf esse er von dem 
Brot und trinke von dem Becher.
1CO 11:29 Denn wer da isset und trinkt, isset und trinket sich selbst zum 
Gericht, wenn er den Leib nicht unterscheidet.
1CO 11:30 Deswegen sind viele Schwache und Kranke unter euch, und eine 
gute Zahl sind entschlafen.
1CO 11:31 Wrden wir uns selbst prfen, so wrden wir nicht gestraft.
1CO 11:32 Die Strafen des Herrn aber dienen uns zur Zucht, damit wir nicht 
samt der Welt verdammt werden mgen.
1CO 11:33 Darum, meine Brder, wenn ihr zusammenkommt zum Essen, so wartet 
auf einander.
1CO 11:34 Hat aber einer Hunger, so mge er zu Hause essen, damit ihr 
nicht euch zum Gerichte Versammlung haltet. Das brige will ich anordnen, 
wenn ich komme.
1CO 12:1 In Betreff der Begeisteten aber, Brder, will ich euch nicht ohne 
Bescheid lassen.
1CO 12:2 Ihr wisset von eurer Heidenzeit, da waren es die stummen Gtzen, 
zu welchen es euch mit blindem Triebe fortri.
1CO 12:3 Darum erklre ich euch: so wenig einer, der im Geiste Gottes 
redet, sagt: verflucht sei Jesus, so wenig kann ihn einer Herr nennen, es 
sei denn in heiligem Geist.
1CO 12:4 Nun bestehen Unterschiede der Gnadengaben, aber es ist Ein Geist,
1CO 12:5 Unterschiede der Dienstleistungen, aber es ist Ein Herr,
1CO 12:6 Unterschiede der Kraftwirkungen, aber es ist Ein Gott, der alles 
in allen wirkt.
1CO 12:7 Jedem wird aber die Kundgebung des Geistes verliehen, wie es 
frommt.
1CO 12:8 So wird dem einen durch den Geist gegeben die Rede der Weisheit, 
einem andern die der Erkenntnis nach demselben Geiste.
1CO 12:9 Wieder einem der Glaube im selben Geist, einem andern Gaben der 
Heilung in dem gleichen Geist,
1CO 12:10 einem andern Wunderwirkungen, einem andern Weissagung, einem 
andern Unterscheidung von Geistern, einem andern verschiedene 
Zungensprachen, einem andern Auslegung dieser Sprachen.
1CO 12:11 Das alles wirkt der Eine und selbe Geist, und scheidet einem 
jeden insbesondere zu, was er will.
1CO 12:12 Denn wie der Leib Einer ist, und viele Glieder hat, alle 
einzelnen Glieder des Leibes aber, so viel ihrer sind, zusammen Einen Leib 
bilden, so ist es auch mit dem Christus.
1CO 12:13 Denn durch Einen Geist sind wir alle zu Einem Leibe getauft 
worden, Juden oder Griechen, Knechte oder Freie, und sind alle mit Einem 
Geist getrnkt worden,
1CO 12:14 wie auch der Leib nicht aus Einem sondern aus vielen Gliedern 
besteht.
1CO 12:15 Wenn der Fu sprche: weil ich nicht Hand bin, gehre ich nicht 
zum Leib, so gehrt er deswegen doch dazu.
1CO 12:16 Wenn das Ohr sagen wollte: weil ich nicht Auge bin, gehre ich 
nicht zum Leib, so gehrt es deswegen doch dazu.
1CO 12:17 Wenn der ganze Leib nur Auge wre, wo bliebe das Gehr? Wenn 
ganz Gehr, wo bliebe der Geruch?
1CO 12:18 Nun aber hat Gott die Glieder gesetzt, jedes von ihnen 
besonders, am Leibe, wie er wollte.
1CO 12:19 Wre alles nur Ein Glied, wo bliebe der Leib?
1CO 12:20 So aber sind es zwar viele Glieder, doch Ein Leib.
1CO 12:21 Das Auge darf nicht zur Hand sagen: ich bedarf dein nicht, oder 
der Kopf zu den Fen: ich bedarf euer nicht.
1CO 12:22 Vielmehr gerade die scheinbar schwachen Glieder am Leibe sind 
notwenig;
1CO 12:23 und denjenigen, die wir fr unedel achten, erweisen wir ganz 
besondere Ehre, unseren unanstndigen wird besondere Wohlanstndigkeit 
verschafft,
1CO 12:24 unsere wohlanstndigen bedrfen es nicht. Gott hat aber den Leib 
zusammengesetzt, und dem zurckgesetzten besondere Ehre bestimmt,
1CO 12:25 damit es keine Spaltung im Leibe gebe, sondern die Glieder 
eintrchtig fr einander sorgen.
1CO 12:26 Und wenn Ein Glied leidet, leiden alle Glieder mit, wenn Eines 
geehrt wird, freuen sich alle Glieder mit.
1CO 12:27 Ihr aber seid Christus' Leib und Glieder jedes an seinem Teil.
1CO 12:28 Und die einen hat Gott gesetzt in der Gemeinde erstens zu 
Aposteln, zweitens zu Propheten, drittens zu Lehrern, dann fr Wunder, 
dann Gaben der Heilung, Hilfeleistungen, Verwaltungen, verschiedene 
Zungensprachen.
1CO 12:29 Sind etwa alle Apostel? alle Propheten? alle Lehrer? haben alle 
Wunder?
1CO 12:30 haben alle Heilungsgaben? reden alle mit Zungen? knnen alle 
auslegen?
1CO 12:31 Eifert nur immer um die Gnadengaben, je hher je besser. Doch 
will ich euch noch einen Weg zeigen, hoch ber alles.
1CO 13:1 Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen rede und habe keine 
Liebe, so bin ich ein tnendes Erz oder eine klingende Schelle.
1CO 13:2 Und wenn ich Weissagung habe, und wei die Geheimnisse alle, und 
die ganze Erkenntnis, und wenn ich den ganzen Glauben habe zum 
Bergeversetzen, und habe keine Liebe, so bin ich nichts.
1CO 13:3 Und wenn ich alle meine Habe austeile, und meinen Leib dahin gebe 
zum verbrennen, und habe keine Liebe, so ntzt es mir nichts.
1CO 13:4 Die Liebe ist langmtig, die Liebe ist gtig, die Liebe neidet 
nicht, sie prahlt nicht, sie blhet sich nicht,
1CO 13:5 sie verletzt die Sitte nicht, sie sucht nicht ihren Vorteil, sie 
lt sich nicht aufreizen, sie trgt nicht Bses nach,
1CO 13:6 sie freut sich nicht ber dem Unrecht, sie freut sich vielmehr 
mit der Wahrheit.
1CO 13:7 Sie deckt alles zu, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet 
alles.
1CO 13:8 Die Liebe fllt nie dahin. Weissagungen gehen dahin, Zungen hren 
auf, Erkenntnis geht dahin.
1CO 13:9 Denn Stckwerk ist unser Erkennen, Stckwerk unser Weissagen.
1CO 13:10 Kommt dann das Vollkommene, so ist es mit dem Stckwerk vorbei.
1CO 13:11 Da ich ein Kind war, sprach ich wie ein Kind, ich fhlte wie ein 
Kind, ich dachte wie ein Kind. Als ich ein Mann ward, war es mit des 
Kindes Welt vorbei.
1CO 13:12 Jetzt sehen wir im Spiegel nur dunkle Umrisse, dereinst aber 
geht es von Angesicht zu Angesicht. Jetzt ist mein Erkennen Stckwerk, 
dereinst werde ich erkennen so ganz, wie ich erkannt bin.
1CO 13:13 Nun, bleibend ist Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei: die Liebe 
aber ist das grte unter ihnen.
1CO 14:1 Die Liebe oben an! dann mget ihr nach den Geistesgaben trachten, 
am besten immer nach Weissagung.
1CO 14:2 Denn wer Zunge redet, redet nicht mit Menschen, sondern mit Gott; 
niemand vernimmt es, er redet im Geiste Geheimnisse.
1CO 14:3 Wer aber weissagt, redet mit Menschen zur Erbauung, Ermahnung, 
Trstung.
1CO 14:4 Wer Zunge redet, erbaut sich selbst; wer weissagt, erbaut die 
Gemeinde.
1CO 14:5 Ich gnne euch, da ihr alle Zungen redet: viel mehr wnsche ich, 
da ihr weissagtet. Der weissagt, ist mehr, als der Zungen redet, es sei 
denn da dieser es bersetze, damit die Gemeinde ihre Erbauung habe.
1CO 14:6 Gesetzt, Brder, ich komme als Zungenredner zu euch, was werde 
ich euch ntzen, wenn ich nicht auch zu euch rede, was es sei: 
Offenbarung, Erkenntnis, Weissagung, Lehre?
1CO 14:7 Tnende Instrumente, wie die Flte, die Zither, wenn sie nicht 
ihre Tne deutlich unterscheiden lassen, wie soll man doch das Spiel der 
Flte oder der Zither verstehen?
1CO 14:8 Wenn die Trompete nur einen unverstndlichen Schall gibt, wer 
wird darauf antreten zum Kampfe?
1CO 14:9 So ist es mit euch, wenn ihr mit der Zunge nicht eine deutliche 
Rede hren lasset: wie soll man das Gesprochene verstehen? Es ist in die 
Luft gesprochen.
1CO 14:10 Es gibt wer wei wie vielerlei Sprachen in der Welt, Sprache ist 
alles:
1CO 14:11 kenne ich nun die Bedeutung der Sprache nicht, so bin ich dem 
Redenden ein Barbar, und er ist ien Barbar fr mich.
1CO 14:12 So in eurem Fall. Da nun der Eifer um die Geister bei euch zu 
Hause ist, so trachtet doch nach der Erbauung der Gemeinde, damit auch 
etwas dabei herauskommt.
1CO 14:13 Darum soll der, der Zunge redet, derart beten, da er es auch 
auslegen knne.
1CO 14:14 Wenn ich mit der Zunge bete, so betet wohl mein Geist, aber mein 
Verstand schafft nichts dabei.
1CO 14:15 Nun also? ich will beten mit dem Geist, ich will aber auch mit 
dem Verstand beten; ich will singen mit dem Geist, ich will aber auch mit 
dem Verstand singen.
1CO 14:16 Sonst, wenn du im Geiste den Segen sprichst, wie soll denn der, 
der am Platz des Uneingeweihten steht, sein Amen zu deiner Danksagung 
sprechen? wei er ja nicht, was du sagst.
1CO 14:17 Du magst wohl richtig danken, aber der andere hat keine Erbauung 
davon.
1CO 14:18 Dank meinem Gotte, steht mir das Zungenreden mehr zu Gebot als 
euch allen.
1CO 14:19 Aber in der Gemeinde will ich lieber fnf Worte mit meinem 
Verstand sprechen, damit ich auch andere belehre, als zehntausend Worte 
mit der Zunge.
1CO 14:20 Brder, werdet nicht Kinder im Denken, sondern seid Kinder in 
der Bosheit; im Denken aber sollt ihr reif werden.
1CO 14:21 Im Gesetze steht geschrieben: ich werde zu diesem Volke sprechen 
durch Wlsche und durch Fremdlingslippen, und sie werden auch so nicht auf 
mich hren, spricht der Herr.
1CO 14:22 Demnach sind die Zungen zum Zeichen, nicht fr die Glubigen, 
sondern fr die Unglubigen; dagegen ist die Weissagung nicht fr die 
Unglubigen, sondern fr die Glubigen.
1CO 14:23 Wenn also die ganze Gemeinde sich versammelte und sie wrden 
alle Zungen reden, und es kommen dann Uneingeweihte oder Unglubige 
herein, werden die nicht sagen, da ihr von Sinnen seid?
1CO 14:24 Wenn aber alle weissagen, und ein Unglubiger oder 
Uneingeweihter kommt herein, so wird er von allen berfhrt, von allen 
beurteilt:
1CO 14:25 was in seinem Herzen verborgen ist, wird offenbar; er aber fllt 
auf sein Antlitz, betet Gott an und bekennt, da in Wahrheit Gott unter 
euch ist.
1CO 14:26 Nun also Brder? wenn ihr zusammenkommt, so bringt jeder etwas 
mit, Psalm, Lehre, Offenbarung, Zunge, Auslegung. Es soll aber alles zur 
Erbauung dienen.
1CO 14:27 Wenn man Zungen redet, so sollen je zwei oder hchstens drei 
auftreten, und zwar der Reihe nach, und einer trage die Auslegung vor.
1CO 14:28 Ist kein Ausleger da, so schweigen sie in der Gemeinde und 
sprechen fr sich und Gott.
1CO 14:29 Propheten mgen zwei oder drei sprechen, und die andern es 
beurteilen.
1CO 14:30 Kommt aber eine Offenbarung ber einen andern, der noch sitzt, 
so soll der Erste stille sein.
1CO 14:31 Denn ihr mget alle nacheinander weissagen, damit alle lernen 
und ermahnt werden.
1CO 14:32 Der Prophetengeist ist ja dem Propheten unterthan;
1CO 14:33 denn Gott ist nicht ein Gott der Unordnung, sondern des Friedens.
1CO 14:34 Die Weiber sollen sich, wie in allen Versammlungen der Heiligen, 
so auch bei euch still verhalten; ihnen kommt es nicht zu, zu reden, 
sondern unterthan zu sein, wie auch das Gesetz sagt.
1CO 14:35 Wollen sie sich aber unterrichten, so mgen sie zu Hause ihre 
Mnner fragen; in der Versammlung zu reden ist fr eine Frau unziemlich.
1CO 14:36 Oder ist etwa das Wort Gottes von euch ausgegangen? oder ist es 
nur zu euch allein gekommen?
1CO 14:37 Wer sich dnkt ein Prophet zu sein oder ein Begeisteter, der 
soll begreifen, da, was ich schreibe, vom Herrn ist.
1CO 14:38 Will er es nicht einsehen - so lt er's bleiben.
1CO 14:39 Also meine Brder, trachtet nach dem Weissagen, hindert das 
Zungenreden nicht; aber alles geschehe mit Anstand und in der Ordnung.
1CO 15:1 Weiter, Brder, mchte ich euch erinnern an das Evangelium, das 
ich euch verkndet habe, das ihr auch angenommen habt, in welchem ihr auch 
stehet,
1CO 15:2 durch das ihr auch Heil empfahet: mit was fr einem Wort ich 
dasselbe euch verkndigt habe, sofern ihr es noch behalten habt - ihr 
mtet denn ohne Sinn und Verstand glubig geworden sein.
1CO 15:3 Nmlich: ich habe euch berliefert in erster Linie, wie ich es 
selbst berkommen habe: da Christus gestorben ist um unserer Snden 
willen nach den Schriften,
1CO 15:4 und da er begraben wurde, und da er auferweckt ist am dritten 
Tag nach den Schriften,
1CO 15:5 und da er erschienen ist dem Kephas, dann den Zwlf.
1CO 15:6 Hernach erschien er mehr als fnfhundert Brdern auf einmal, von 
welchen die meisten noch leben, etliche sind entschlafen.
1CO 15:7 Hernach erschien er dem Jakobus, dann den smtlichen Aposteln,
1CO 15:8 zuletzt aber von allen gleich als dem verkehrt Geborenen erschien 
er auch mir.
1CO 15:9 Denn ich bin der geringste der Apostel, der ich nicht wert bin 
Apostel zu heien, darum weil ich die Gemeinde Gottes verfolgt habe.
1CO 15:10 Aber durch Gottes Gnade bin ich was ich bin, und seine Gnade 
gegen mich ist nicht umsonst gewesen, sondern ich habe mehr gearbeitet als 
sie alle, doch nicht ich, sondern die Gnade Gottes mit mir.
1CO 15:11 Aber ich oder sie - so verknden wir, und so habt ihr es 
geglaubt.
1CO 15:12 Wenn es aber von Christus gepredigt wird, da er von den Toten 
auferweckt ward, wie kommen denn Leute unter euch dazu, zu sagen, es gebe 
keine Auferstehung der Toten?
1CO 15:13 Gibt es keine Auferstehung der Toten, dann ist auch Christus 
nicht auferstanden.
1CO 15:14 Ist aber Christus nicht auferstanden, so ist es nichts mit 
unserer Predigt, nichts auch mit eurem Glauben.
1CO 15:15 Dann stehen aber auch wir da als falsche Zeugen Gottes; haben 
wir doch wider Gott gezeugt, da er Christus auferweckt habe, whrend er 
ihn nicht auferweckt hat, wenn ja doch keine Toten auferweckt werden 
sollen.
1CO 15:16 Denn werden keine Toten auferweckt, so ist auch Christus nicht 
auferweckt.
1CO 15:17 Ist aber Christus nicht auferweckt, so ist euer Glaube umsonst; 
ihr seid noch in euren Snden;
1CO 15:18 dann sind auch verloren, die in Christus entschlafen sind.
1CO 15:19 Wenn wir nichts haben als die Hoffnung auf Christus in diesem 
Leben, so sind wir die beklagenswertesten aller Menschen.
1CO 15:20 Nun ist aber Christus auferweckt von den Toten als Erstling der 
Entschlafenen.
1CO 15:21 Denn nachdem der Tod kam durch einen Menschen, kommt auch die 
Auferstehung von den Toten durch einen Menschen.
1CO 15:22 Wie in Adam alle sterben, so werden auch in Christus alle zum 
Leben kommen.
1CO 15:23 Aber jeder an seiner Stelle: Christus als der Erstling, hernach 
die Seinigen bei seiner Ankunft;
1CO 15:24 dann das Ende, wenn er Gott dem Vater das Reich bergibt, wenn 
er vernichtet hat alle Herrschaft, Gewalt und Macht.
1CO 15:25 Denn er mu Knig sein, bis er legt alle Feinde ihm unter die 
Fe.
1CO 15:26 Als letzter Feind wird der Tod vernichtet.
1CO 15:27 Denn er hat ihm alles unter die Fe gethan. Wenn es aber heit, 
da ihm alles unterworfen ist, so ist doch klar, da der nicht 
miteinbegriffen ist, der ihm alles unterworfen hat.
1CO 15:28 Ist ihm erst alles unterworfen, dann wird sich auch der Sohn 
selbst dem unterwerfen, der ihm alles unterworfen hat, auf da Gott sei 
alles in allem.
1CO 15:29 Was sollen sonst die anfangen, die sich fr die Toten taufen 
lassen? Wenn berhaupt keine Toten auferstehen, was soll man sich auch fr 
sie taufen lassen?
1CO 15:30 Und wir, wozu leben wir in Gefahren von einer Stunde zur andern?
1CO 15:31 Tglich ist der Tod vor mir, so wahr ich mich euer rhmen darf, 
Brder, in Christus Jesus unserem Herrn.
1CO 15:32 Habe ich in Ephesus nur von Menschen wegen mit den wilden Tieren 
gekmpft, was habe ich davon? Stehen die Toten nicht auf, so lasset uns 
essen und trinken, denn morgen sind wir tot.
1CO 15:33 Lasset euch nicht bercken. Die Sitte gut verdirbt der Umgang 
schlecht.
1CO 15:34 Werdet wieder nchtern, wie es sein soll, und versndiget euch 
nicht. Es sind da Leute, die kennen Gott nicht; ich sage es euch zur 
Beschmung.
1CO 15:35 Aber, wird man sagen, wie sollen denn die Toten auferstehen? Mit 
was fr einem Leibe sollen sie denn kommen?
1CO 15:36 Du Thor: was du sst, wird nicht lebendig, wenn es nicht stirbt.
1CO 15:37 Und wenn du sst, so sst du nicht den Krper, der entstehen 
soll, sondern ein bloes Korn, was es ist, von Weizen oder etwas anderem.
1CO 15:38 Gott aber gibt ihm den Krper nach seiner Bestimmung, und zwar 
jedem von den Samen seinen besonderen.
1CO 15:39 Nicht alles, was Fleisch ist, ist das gleiche Fleisch, sondern 
ein anderes hat der Mensch, ein anderes das Vieh, ein anderes die Vgel, 
ein anderes die Fische.
1CO 15:40 So gibt es himmlische Krper und gibt irdische Krper, aber 
anders ist die Herrlichkeit der himmlischen, anders die der irdischen.
1CO 15:41 Sie ist eine andere bei der Sonne, eine andere beim Mond, eine 
andere bei den Sternen; ja Stern und Stern hat jeder die seine.
1CO 15:42 So ist es nun auch mit der Auferstehung der Toten. Es wird gest 
verweslich, auferweckt unverweslich.
1CO 15:43 Es wird gest in Unehren, auferweckt in Herrlichkeit. Es wird 
gest in Schwachheit, auferweckt in Kraft.
1CO 15:44 Es wird gest ein seelischer Leib, auferweckt ein geistlicher 
Leib. So gut es einen seelischen Leib gibt, gibt es auch einen geistlichen.
1CO 15:45 So steht auch geschrieben: es ward der erste Mensch Adam zu 
lebendiger Seele. Der letzte Adam zum lebendig machenden Geist.
1CO 15:46 Nicht das Geistliche kommt zuerst, sondern erst das Seelische, 
und hernach das Geistliche.
1CO 15:47 Der erste Mensch ist von der Erde und irdisch, der zweite Mensch 
ist vom Himmel.
1CO 15:48 Wie der Irdische ist, so sind auch die Irdischen; und wie der 
Himmlische, so sind auch die Himmlischen.
1CO 15:49 Und wie wir getragen haben das Bild des Irdischen, so werden wir 
auch tragen das Bild des Himmlischen.
1CO 15:50 Das aber sage ich, Brder, da Fleisch und Blut das Reich Gottes 
nicht ererben kann, noch erbt die Verwesung die Unverweslichkeit.
1CO 15:51 Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: wir werden nicht alle 
entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden
1CO 15:52 in einem Nu, in einem Augenblick, mit dem letzten Trompetensto. 
Denn auf einen Trompetensto werden die Toten auferweckt werden 
unverweslich, und wir werden verwandelt werden.
1CO 15:53 Denn dieses Verwesliche mu Unverweslichkeit anziehen, und 
dieses Sterbliche Unsterblichkeit.
1CO 15:54 Wenn aber dieses Verwesliche Unverweslichkeit anzieht, und 
dieses Sterbliche Unsterblichkeit, dann erfllt sich das Wort, das 
geschrieben steht: Der Tod ist verzehrt in Sieg.
1CO 15:55 Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel?
1CO 15:56 Der Stachel des Todes aber ist die Snde, die Strke der Snde 
aber das Gesetz.
1CO 15:57 Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unsern Herrn 
Jesus Christus.
1CO 15:58 So werdet nun fest, meine geliebten Brder, unerschtterlich, 
unerschpflich im Werk des Herrn allezeit, im Bewutsein, da eure Mhe im 
Herrn nicht umsonst ist.
1CO 16:1 In Betreff der Steuer fr die Heiligen aber mget ihr es ebenso 
halten, wie ich es bei den Galatischen Gemeinden angeordnet habe.
1CO 16:2 An jedem ersten Wochentage mge jeder von euch dafr bei Seite 
legen, je nach seinen Einnahmen, damit man nicht erst zu sammeln braucht, 
wenn ich komme.
1CO 16:3 Wenn ich dann komme, so will ich Mnner nach eurer Wahl mit 
Briefen zur Ueberbringung eurer Gaben nach Jerusalem schicken.
1CO 16:4 ist es der Mhe wert, da ich selbst gehe, so knnen sie mit mir 
gehen.
1CO 16:5 Kommen werde ich aber zu euch, wenn ich Makedonia bereist habe; 
dort werde ich durchreisen,
1CO 16:6 bei euch aber werde ich je nachdem mich aufhalten, oder auch 
berwintern, und dann mit eurem Geleite weiter reisen, wohin es gehe.
1CO 16:7 Ich mchte euch diesmal nicht bl auf der Durchreise sehen; ich 
hoffe einige Zeit bei euch zu verweilen, wenn es mir der Herr gestattet.
1CO 16:8 In Ephesus will ich bleiben bis Pfingsten;
1CO 16:9 denn es hat sich mir hier eine groe Thre voll Wirksamkeit 
aufgethan, daneben viele Widersacher.
1CO 16:10 Wenn Timotheus kommt, so sorget dafr, da er sich bei euch 
nicht zu frchten braucht. Denn er schafft am Werk des Herrn, wie ich auch.
1CO 16:11 Darum soll ihn niemand gering achten. Entlasset ihn dann im 
Frieden zu mir; denn ich erwarte ihn samt den Brdern.
1CO 16:12 Was den Bruder Apollos betrifft, so habe ich ihm viel zugeredet, 
mit den Brdern zu euch zu gehen; aber er wollte jetzt schlechterdings 
nicht; doch wird er kommen, sobald es ihm gelegen ist.
1CO 16:13 Wachet, stehet im Glauben, wie Mnner, fest.
1CO 16:14 Lasset alles bei euch in der Liebe zugehen.
1CO 16:15 Ich ermahne euch, Brder: ihr kennt ja das Haus des Stephanas, 
wie es der Erstling ist in Achaia, und wie sie sich zum Dienst fr die 
Heiligen gewidmet haben -1CO 16:16 so mget auch ihr solchen unterthan 
sein, sowie jedem, der da mitarbeitet und die Mhewaltung auf sich nimmt.
1CO 16:17 Ich freue mich der Anwesenheit des Stephanas, Fortunatus und 
Achaikus; sie haben an mir gut gemacht, was ihr nicht konntet.
1CO 16:18 Sie haben meinen und euren Geist erquickt. So wollet auch ihr 
sie darum ansehen.
1CO 16:19 Die Gemeinden Asia's gren euch. Es grt euch im Herrn vielmal 
Aquila und Prisca mit der Versammlung in ihrem Hause.
1CO 16:20 Es gren euch die Brder alle. Gret euch unter einander mit 
dem heiligen Ku.
1CO 16:21 Hier, mein, des Paulus, eigenhndiger Gru.
1CO 16:22 Wer den Herrn nicht liebt, der sei verflucht. Maran atha.
1CO 16:23 Die Gnade des Herrn Jesus mit euch.
1CO 16:24 Meine Liebe mit euch allen in Christus Jesus.
2CO 1:1 Paulus, Apostel Christus Jesus', durch Gottes Willen, und 
Timotheus der Bruder an die Gemeinde in Korinth samt allen Heiligen in 
ganz Achaia.
2CO 1:2 Gnade euch und Friede von Gott unserem Vater und dem Herrn Jesus 
Christus.
2CO 1:3 Gepriesen sei Gott der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der 
Vater der Barmherzigkeit und Gott alles Trostes,
2CO 1:4 der uns trstet bei all unserer Trbsal, so da wir zu trsten 
vermgen, die da sind in irgendwelcher Trbsal, mit dem Troste, mit dem 
wir selbst von Gott getrstet werden.
2CO 1:5 Denn wie wir Christus' Leiden reichlich erfahren, so erfahren wir 
auch reichlich Trost durch Christus.
2CO 1:6 Leiden wir, so geschieht es zu Trost und Heil fr euch; haben wir 
Trost, so geschieht es euch zum wirksamen Trost im Dulden der gleichen 
Leiden, wie sie uns treffen,
2CO 1:7 und wir haben feste Hoffnung fr euch, in dem Gedanken, da ihr 
wie am Leiden, so auch am Troste Anteil habet.
2CO 1:8 So mchten wir denn euch nicht ohne Kunde lassen, Brder, von der 
Trbsal, die uns in Asia betroffen hat: sie kam so schwer ber uns, weit 
ber Krfte, so da wir selbst am Leben verzweifelten.
2CO 1:9 Ja, von uns aus muten wir uns das Todesurteil sprechen: auf da 
wir nicht auf uns selbst unser Vertrauen htten, sondern auf den Gott, der 
die Toten auferweckt.
2CO 1:10 Er hat uns aus solchem Tod erlst, und wird uns erlsen; auf ihn 
haben wir unsere Hoffnung gesetzt, da er uns auch weiter erlsen werde.
2CO 1:11 Dabei helft auch ihr mit Beten fr uns, auf da bei persnlicher 
Anteilnahme so vieler die auf uns kommende Gnadengabe auch die Dankesweihe 
von vielen erhalte fr uns.
2CO 1:12 Wenn wir uns denn rhmen, so handelt es sich um das Zeugnis 
unseres Gewissens, da wir in Heiligkeit und Lauterkeit Gottes, nicht in 
fleischlicher Weisheit, sondern in Gottes Gnade uns bewegt haben, wie in 
der Welt berhaupt, so ganz besonders gegenber von euch.
2CO 1:13 Denn es ist nichts damit, da in unseren Briefen etwas anderes 
stecke - als was ihr leset, und was ihr auch versteht, ja ich hoffe noch 
vllig verstehen werdet,
2CO 1:14 sowie ihr uns doch schon teilweise verstanden habt, nmlich das: 
da wir euer Ruhm sind, so gut als ihr der unsrige auf den Tag unseres 
Herrn Jesus.
2CO 1:15 Und in diesem Vertrauen beabsichtigte ich, zuerst zu euch zu 
kommen, damit ihr zweimal die Freude httet;
2CO 1:16 ber euch wollte ich dann nach Makedonia gehen, von da wieder zu 
euch zurck, und mir von euch das Geleite nach Juda geben lassen.
2CO 1:17 Bin ich nun bei dieser Absicht leichtfertig verfahren? Oder sind 
meine Plane berhaupt Plane nach dem Fleische, so da bei mir das Ja Ja 
auch Nein Nein heit?
2CO 1:18 Gott ist gut dafr, da unser Wort zu euch nicht ein Ja- und Nein-
Wort ist.
2CO 1:19 Denn der Sohn Gottes Christus Jesus, der unter euch durch uns 
verkndet ward, durch mich, Silvanus und Timotheus, war nicht Ja und Nein, 
sondern in ihm ist das Ja.
2CO 1:20 Zu allen Verheiungen Gottes ist in ihm das Ja, und durch ihn das 
Amen, Gott zum Preise durch uns.
2CO 1:21 Der aber, der uns samt euch festmacht fr Christus, ist Gott, der 
uns auch gesalbt hat,
2CO 1:22 der uns auch versiegelt, und das Pfand des Geistes in unsere 
Herzen gegeben hat.
2CO 1:23 Ich aber rufe Gott zum Zeugen an auf meine Seele, da ich aus 
Schonung gegen euch nicht wieder nach Korinth gekommen bin.
2CO 1:24 (Nicht da wir ber euren Glauben herrschen: sondern wir arbeiten 
mit an eurer Freude; ihr steht ja im Glauben).
2CO 2:1 Ich habe nmlich bei mir selbst gedacht, ich wollte nicht abermals 
mit Betrbnis zu euch kommen.
2CO 2:2 Denn wenn ich euch betrbe, wer soll mich noch erfreuen? wenn 
nicht eben der, der von mir betrbt wird?
2CO 2:3 So habe ich diese Angelegenheit brieflich bei euch abgemacht, 
damit ich nicht, wenn ich kme, Betrbnis habe von denen, an welchen ich 
Freude haben sollte; darf ich mich doch zu euch allen versehen, da meine 
Freude euer aller Sache ist.
2CO 2:4 Aus vieler Drangsal und Herzensbeklemmung heraus habe ich euch 
also geschrieben, unter vielen Thrnen: nicht damit ihr betrbt werdet, 
sondern damit ihr die Liebe, die ich ganz besonders zu euch habe, erkennet.
2CO 2:5 Hat aber ein Gewisser Betrbnis geschaffen, so hat er nicht mich 
betrbt, sondern eure Gesamtheit; wenigstens, damit ich nicht zu viel 
thue, einen Teil davon.
2CO 2:6 Fr einen solchen ist es genug an der Zurechtweisung von der 
Mehrheit:
2CO 2:7 so mget ihr nun umgekehrt ihm verzeihen, und ihn mit Zuspruch vor 
Verzweiflung bewahren.
2CO 2:8 Darum ersuche ich euch, die Liebe gegen ihn walten zu lassen.
2CO 2:9 Habe ich doch, eben mit dem was ich schrieb, euch prfen wollen, 
ob ihr willig zu allem seid.
2CO 2:10 Wem ihr aber verzeiht, dem verzeihe ich auch; ebenso was ich 
meinerseits verziehen habe, wo ich es gethan, das habe ich um euretwillen 
im Angesichte Christus' gethan,
2CO 2:11 damit wir nicht vom Satan berlistet werden; kennen wir doch 
seine Anschlge nur zu wohl.
2CO 2:12 Wie ich aber nach Troas kam zur Verkndigung des Evangeliums 
Christus', so that sich mir wohl eine Thre auf im Herrn;
2CO 2:13 aber ich war doch nicht frei im Geiste, weil ich meinen Bruder 
Titus nicht traf; so nahm ich Abschied von ihnen und zog nach Makedonia.
2CO 2:14 Dank aber sei Gott, der uns allezeit zum Sieg fhrt in Christus, 
und den Wohlgeruch seiner Erkenntnis durch uns offenbart aller Orten.
2CO 2:15 Denn wir sind fr Gott ein Wohlgeruch Christus' bei den 
Geretteten und den Verlorenen.
2CO 2:16 Den einen ein Geruch von Tod zu Tod, den anderen ein Geruch von 
Leben zu Leben. Und wie wird man dazu geschickt?
2CO 2:17 Nun, wir treiben es nicht, wie so viele die aus dem Worte Gottes 
ein Gewerbe machen, sondern aus lauterem Triebe von Gott aus reden wir vor 
Gott in Christus.
2CO 3:1 Fangen wir schon wieder an, uns selbst zu empfehlen? ist es etwa 
an dem, da wir wie gewisse Leute Empfehlungsbriefe brauchen an euch oder 
von euch?
2CO 3:2 Unser Brief seid ihr selbst, uns in die Herzen geschrieben, 
gekannt und gelesen von aller Welt.
2CO 3:3 Ist doch euch klar anzusehen, da ihr ein Brief Christus' seid, 
durch uns besorgt, geschrieben nicht mit Tinte, sondern mit des lebendigen 
Gottes Geist, nicht in steinerne Tafeln, sondern in fleischerne Tafeln des 
Herzens.
2CO 3:4 Solche Zuversicht haben wir durch den Christus zu Gott;
2CO 3:5 nicht da wir von uns selbst aus fhig wren, mit eigenen 
Gedanken; sondern was wir knnen, kommt von Gott,
2CO 3:6 der uns gerade fhig gemacht hat zu Gehilfen des neuen Bundes, 
nicht des Buchstabens, sondern des Geistes. Denn der Buchstabe ttet, der 
Geist aber macht lebendig.
2CO 3:7 Wenn aber der Dienst des Todes, mit seiner Buchstabenschrift auf 
Stein, von solcher Herrlichkeit war, da die Shne Israel nicht vermochten 
dem Moses ins Angesicht zu sehen, wegen der Herrlichkeit seines 
Angesichts, die doch vergnglich war:
2CO 3:8 von wie viel grerer Herrlichkeit wird der Dienst des Geistes 
sein?
2CO 3:9 Wenn der Dienst der Verwerfung herrlich ist, so mu der Dienst der 
Gerechtigkeit um so mehr von Herrlichkeit berflieen.
2CO 3:10 Ja, die Herrlichkeit auf jener Seite verschwindet vor der 
berwltigenden Herrlichkeit.
2CO 3:11 Wenn die Erscheinung dessen, was zu nichte wird, herrlich war, so 
wird vielmehr in Herrlichkeit stehen, was da bleibt.
2CO 3:12 Dieweil wir nun eine solche Hoffnung haben, treten wir mit allem 
Freimut auf.
2CO 3:13 Nicht wie Moses, der eine Hlle ber sein Antlitz deckte, damit 
die Shne Israel nicht hineinsehen sollten in das Ende dessen, was zu 
nichte wird.
2CO 3:14 Aber ihre Gedanken sind verstockt worden. Denn bis auf den 
heutigen Tag liegt eben die nmliche Hlle auf der Vorlesung des alten 
Bundes, und bleibt damit verhllt, da er in Christus abgethan ist.
2CO 3:15 Ja bis heute, wenn Moses gelesen wird, liegt die Decke ber ihrem 
Herzen.
2CO 3:16 Wo aber die Bekehrung zum Herrn eintritt, wird die Decke 
weggenommen.
2CO 3:17 Der Herr ist der Geist; wo der Geist des Herrn ist, da ist 
Freiheit.
2CO 3:18 Wir alle aber, die wir mit aufgedecktem Angesicht uns von der 
Herrlichkeit des Herrn bespiegeln lassen, werden in dieses selbe Bild 
verwandelt von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, als vom Herrn des Geistes aus.
2CO 4:1 Darum: in dieses Amt gesetzt, nach der Barmherzigkeit die uns 
widerfahren ist, kennen wir keine Furcht;
2CO 4:2 alles Schmen mit seiner Heimlichkeit haben wir bei Seite gethan, 
da wir nicht mit Rnken umgehen, noch das Wort Gottes flschen, sondern 
durch Kundmachung der Wahrheit uns jedem menschlichen Gewissensurteil 
stellen vor Gott.
2CO 4:3 Wohl ist unser Evangelium verhllt, aber verhllt fr die, die 
verloren sind,
2CO 4:4 in denen der Gott dieser Welt den Sinn der Unglubigen geblendet 
hat, da kein Strahl dahin dringt von dem leuchtenden Evangelium der 
Herrlichkeit des Christus, der da ist das Ebenbild Gottes.
2CO 4:5 Denn nicht uns selbst verknden wir, sondern Christus Jesus als 
Herrn, uns aber als eure Knechte um Jesus willen.
2CO 4:6 Denn der Gott, der da sprach: aus der Finsternis soll leuchten das 
Licht, ist es, der es in unseren Herzen tagen lie zum strahlenden Aufgang 
der Erkenntnis von der Herrlichkeit Gottes im Antlitze Christus'.
2CO 4:7 Diesen Schatz haben wir aber in thnernen Gefen - denn die 
berschwngliche Kraft soll Gottes sein und nicht von uns -2CO 4:8 als die 
wir sind allenthalben bedrngt und doch nicht erdrckt, gengstet und doch 
nicht verzagend,
2CO 4:9 verfolgt und doch nicht verlassen, niedergeworfen und doch nicht 
vernichtet,
2CO 4:10 stets das Todessiegel des Jesus am Leib herumtragend, damit auch 
das Leben des Jesus an unserem Leib geoffenbart werde.
2CO 4:11 Denn mitten im Leben werden wir bestndig in den Tod gegeben um 
Jesus willen, damit auch das Leben des Jesus an unserem sterblichen 
Fleische geoffenbart werde.
2CO 4:12 So wirkt sich also der Tod aus an uns, aber das Leben an euch.
2CO 4:13 Wir haben aber denselben Geist des Glaubens, wie es geschrieben 
steht: ich habe geglaubt, darum habe ich geredet; so reden auch wir, weil 
wir glauben,
2CO 4:14 in der Gewiheit, da der, der den Herrn Jesus auferweckt hat, 
auch uns mit Jesus erwecken und samt euch darstellen wird.
2CO 4:15 Denn alles geschieht um euretwillen, damit die Gnade durch den 
Dank, den sie immer weiter schafft, ihren Reichtum beweise zum Preise 
Gottes.
2CO 4:16 Darum werden wir nicht mutlos; sondern wenn auch unser uerer 
Mensch sich verzehrt, so wird doch der innere Tag fr Tag neu.
2CO 4:17 Denn des Augenblickes leichte Last an Trbsal erwirbt uns ber 
alles Verhoffen und Fassen hinaus einen gewichtigen Schatz von 
Herrlichkeit fr ewig,
2CO 4:18 wenn wir nicht sehen auf das Sichtbare, sondern auf das 
Unsichtbare; denn das Sichtbare ist zeitlich, das Unsichtbare ist ewig.
2CO 5:1 Wissen wir doch, da wir, wenn unsere irdische Zeltwohnung 
aufgelst wird, einen Bau von Gott haben, ein Haus, nicht mit Hnden 
gemacht, ewig im Himmel.
2CO 5:2 Darum seufzen wir im Verlangen mit unserer Behausung vom Himmel 
berkleidet zu werden;
2CO 5:3 werden wir doch nicht blo erfunden werden, wenn wir sie anziehen.
2CO 5:4 Wir seufzen nmlich dieweil wir im Zelte sind; es drckt auf uns, 
da wir nicht erst entkleidet, sondern lieber berkleidet werden mchten, 
auf da das Sterbliche verschlungen wrde vom Leben.
2CO 5:5 Denn dazu hat uns bereitet Gott, derselbe, der uns das Unterpfand 
des Geistes verliehen hat.
2CO 5:6 Getrost daher allezeit bei dem Bewutsein der Heimat des Herrn, 
die wir entbehren, so lange wir unsere Heimat im Leibe haben -2CO 5:7 denn 
wir wandeln durch Glauben und nicht durch Schauen -2CO 5:8 getrost sind 
wir doch und unser Sinn geht darauf, die Heimat im Leibe zu vertauschen 
mit der Heimat bei dem Herrn;
2CO 5:9 darum setzen wir auch alles daran, ihm zu gefallen, drauen wie 
daheim;
2CO 5:10 mssen wir doch alle offenbar werden vor dem Richtstuhl des 
Christus, damit jeder sein Teil von Leibesleben her abbekomme, wo seine 
Thaten hingiengen, es sei gut oder bse.
2CO 5:11 So also mit der Furcht des Herrn vertraut, suchen wir Menschen zu 
gewinnen, bei Gott aber sind wir wohl gekannt; doch hoffe ich auch in 
euren Gewissen erkannt zu sein.
2CO 5:12 Es ist nicht an dem, da wir wieder uns selbst bei euch 
empfehlen, sondern euch geben wir Gelegenheit zum Ruhmeszeugnis fr uns, 
nmlich denen gegenber, die sich mit ihrem Auftreten rhmen, und nichts 
im Herzen haben.
2CO 5:13 Sind wir von Sinnen gekommen, so ist es fr Gott; sind wir bei 
Sinnen, so sind wir's fr euch.
2CO 5:14 Denn unser Wahn ist die Liebe Christus', mit dem Schlusse: einer 
ist fr alle gestorben, also sind sie alle gestorben;
2CO 5:15 fr alle gestorben ist er, auf da die Lebenden nicht mehr sich 
selbst leben, sondern dem, der fr sie gestorben und auferweckt ist.
2CO 5:16 So kennen wir von jetzt an niemand mehr nach dem Fleisch. Haben 
wir auch Christus nach dem Fleisch gekannt, davon wissen wir jetzt nichts 
mehr.
2CO 5:17 Darum, wo einer in Christus ist, das ist neue Schpfung. Das alte 
ist vergangen, siehe, es ist neu geworden.
2CO 5:18 Alles aber kommt von Gott, der uns mit sich vershnt hat durch 
Christus, und hat uns das Amt der Vershnung gegeben.
2CO 5:19 Ja, so ist es: Gott war es, der in Christus die Welt mit sich 
selber vershnte, indem er ihnen ihre Snden nicht anrechnet, und unter 
uns aufrichtete das Wort von der Vershnung.
2CO 5:20 Fr Christus also werben wir, als ob Gott bte durch uns. Wir 
bitten fr Christus: lasset euch vershnen mit Gott.
2CO 5:21 Den, der keine Snde kannte, hat er fr uns zur Snde gemacht, 
damit wir wrden Gerechtigkeit Gottes in ihm.
2CO 6:1 Als Mitarbeiter aber bitten wir auch, da ihr die Gnade Gottes 
nicht umsonst empfangen sein lasset -2CO 6:2 denn es heit: zur 
willkommenen Zeit habe ich dich erhrt und am Tage des Heils habe ich dir 
geholfen; siehe, jetzt ist die hochwillkommene Zeit, siehe, jetzt ist der 
Tag des Heils -2CO 6:3 und geben wir niemand irgend Ansto, damit das Amt 
nicht zu Spott werde.
2CO 6:4 Vielmehr durch alles beweisen wir uns als Gehilfen Gottes: in 
vieler Geduld, in Drangsalen, in Nten, in Aengsten,
2CO 6:5 unter Schlgen, im Gefngnis, in Unruhe, in Mhen, Wachen und 
Fasten,
2CO 6:6 mit Reinheit, Erkenntnis, Langmut, Gte, heiligem Geist, lauterer 
Liebe,
2CO 6:7 mit dem Worte der Wahrheit, mit Kraft Gottes, durch die Waffen der 
Gerechtigkeit zu Trutz und Schutz,
2CO 6:8 durch Ehre und Schande, durch bse und gute Nachrede: als die da 
trgen und doch wahr sind,
2CO 6:9 als die unbekannten und doch erkannten, als sterbende und siehe 
wir leben, als die da gezchtigt werden und doch nicht gettet,
2CO 6:10 die da betrbt werden und doch sich allezeit freuen, als die 
armen, die viele reich machen, als die da nichts haben und alles besitzen.
2CO 6:11 Wir haben den Mund gegen euch aufgethan, ihr Mnner von Korinth, 
das Herz ist uns weit geworden;
2CO 6:12 in uns ist es fr euch nicht enge, es ist nur enge in eurem 
eigenen Innern
2CO 6:13 So vergeltet gleiches mit gleichem - ich spreche zu euch als zu 
Kindern - und lasset es auch in euch selbst weit werden.
2CO 6:14 Gebet euch nicht dazu her am fremden Joch mit den Unglubigen zu 
ziehen. Was haben Gerechtigkeit und Frevel fr Teil an einander? oder was 
hat das Licht fr Gemeinschaft mit der Finsternis?
2CO 6:15 Wie stimmt Christus mit Belial, oder was hat der Glubige mit dem 
Unglubigen zu teilen?
2CO 6:16 Wie vertrgt sich Gottes Tempel mit den Gtzen? Denn wir sind der 
Tempel des lebendigen Gottes, wie Gott gesagt hat:
2CO 6:17 Darum gehet aus von ihnen und scheidet aus, spricht der Herr, und 
rhrt nicht an was unrein ist, so werde ich euch annehmen,
2CO 6:18 und werde euer Vater sein und ihr werdet mir Shne und Tchter 
sein, spricht der Herr der Allherrscher.
2CO 7:1 Da wir nun solche Verheiungen haben, Geliebte, so wollen wir uns 
reinigen von jeder Befleckung Fleisches und Geistes, und Heiligkeit 
herstellen in Furcht Gottes.
2CO 7:2 Gewhret uns Eingang bei euch; wir haben niemand beleidigt, 
niemand zu Grunde gerichtet, niemand bervorteilt.
2CO 7:3 ich rede nicht um zu verurteilen. Habe ich doch zuvorgesagt, da 
ihr uns im Herzen liegt auf Todes- und Lebensgemeinschaft.
2CO 7:4 Ich bin voll Zuversicht euch gegenber, voll Ruhmes ber euch; ich 
habe Trost die Flle, Freude im Ueberflu bei aller unserer Trbsal.
2CO 7:5 Wie wir nach Makedonia kamen, da gab es bei uns berall keine 
Erholung fr das Fleisch, nichts als Bedrngnis: von auen Kmpfe, innen 
Furcht.
2CO 7:6 Aber der Gott, der die Niedrigen trstet, hat uns mit der Ankunft 
des Titus getrstet;
2CO 7:7 nicht durch sein Kommen allein; sondern auch durch den Trost, den 
er von euch erhalten hatte, da er uns berichtete von eurem Verlangen, 
eurem Jammer, eurem Eifer fr mich, da schlug es bei mir in Freude um.
2CO 7:8 Wenn ich euch mit meinem Briefe auch betrbt habe, so ist es mir 
nicht leid. War es mir auch leid - denn ich sehe wohl, da jener Brief 
euch, wenn auch nur fr den Augenblick, betrbte -2CO 7:9 so freue ich 
mich jetzt, nicht da ihr betrbt wurdet, sondern da ihr betrbt wurdet 
zur Reue. Denn ihr wurdet nach gttlicher Weise betrbt, auf da ihr auch 
in gar nichts von uns aus zu Schaden kmet.
2CO 7:10 Denn die gttliche Betrbnis wirkt eine Reue zum Heile, die man 
nie bereut. Die Betrbnis der Welt aber wirkt den Tod.
2CO 7:11 Sehet doch diese gttliche Betrbnis, die ihr erlebt habt: wie 
hat sie euch zum Ernste getrieben, ja zur Verteidigung, zur Entrstung, 
zum Schrecken, zur Sehnsucht, zum Eifer, zur Vergeltung. Alles habt ihr 
gethan, euch rein in der Sache zu beweisen.
2CO 7:12 Nun denn, was ich euch auch geschrieben, es geschah nicht wegen 
des Beleidigers oder wegen des Beleidigten, sondern um euren Eifer fr uns 
offenbar werden zu lassen in eurer Mitte vor Gott.
2CO 7:13 Darum haben wir unseren Trost gefunden. Zu unserem Troste wurden 
wir aber erst recht hoch erfreut durch die Freude des Titus darber, da 
sein Geist bei euch insgesamt seine Erquickung gefunden hatte.
2CO 7:14 So war ich denn nicht zu Schanden geworden, wenn ich mich bei ihm 
euretwegen gerhmt hatte, sondern wie alles, was wir euch gesagt, wahr 
gewesen ist, so hat sich auch unser Rhmen bei Titus als Wahrheit 
ausgewiesen.
2CO 7:15 Und sein Herz ist euch nun um so mehr zugewendet, wenn er denkt 
an euer aller Willigkeit, wie ihr ihn mit Furcht und Zittern empfiengt.
2CO 7:16 So freue ich mich, weil ich mich in allem auf euch verlassen kann.
2CO 8:1 Lasset euch aber sagen, meine Brder, von der Gnade Gottes, die 
den Makedonischen Gemeinden verliehen ward,
2CO 8:2 wie unter groer Trbsalsprfung die Flle ihrer Freude samt ihrer 
tiefen Armut einen Reichtum von Gte zu Tage gefrdert haben;
2CO 8:3 wie sie es unaufgefordert gethan haben nach Krften, ich bezeuge 
es, ja ber Krfte;
2CO 8:4 haben uns dringend gebeten um die Gnade und Gemeinschaft dieser 
Hilfeleistung fr die Heiligen,
2CO 8:5 und haben gegeben, nicht wie wir es hoffen konnten: sondern sich 
selbst hingegeben dem Herrn zuerst und damit uns nach Gottes Willen,
2CO 8:6 so da wir nun den Titus ermuntern konnten: wie er zuvor 
angefangen, so solle er nun auch bei euch diese Gnade zu Ende fhren;
2CO 8:7 ja, auf da ihr wie ihr in allen Dingen voran seid, in Glauben, 
Rede, Erkenntnis, Eifer aller Art und der Liebe zu uns, da ihr so auch in 
dieser Gnade voran sein mget.
2CO 8:8 Ich rede nicht befehlsweise, sondern ich mchte an dem Eifer der 
anderen die Echtheit eurer Liebe erproben.
2CO 8:9 Ihr kennet die Gnade unseres Herrn Jesus Christus: wie er um 
euretwillen arm wurde, da er reich war, damit ihr durch seine Armut reich 
wrdet.
2CO 8:10 Und hiermit gebe ich meinen Rat - es ist fr euch so angemessen, 
die ihr schon voriges Jahr nicht nur mit der That, sondern auch mit dem 
Willen zuerst den Anfang gemacht habt -2CO 8:11 nun mget ihr auch die 
That zu Ende fhren; damit dem guten Willen auch die Ausfhrung folge nach 
dem Mae dessen, was ihr habt.
2CO 8:12 Denn wo der gute Wille da ist, ist er willkommen mit dem, was er 
vermag, mehr verlangt man nicht.
2CO 8:13 Ihr sollt euch nicht selbst wehe thun, um den andern aufzuhelfen, 
sondern eine Ausgleichung soll es sein:
2CO 8:14 was ihr in dieser Zeit mehr habt, soll fr das gut sein, was jene 
weniger haben; damit auch ihr Reichtum wieder decke, was euch fehlt, zur 
Herstellung der Gleichheit,
2CO 8:15 wie geschrieben steht: Der viel hat, ward nicht reich, und der 
wenig hat, nicht arm.
2CO 8:16 Dank aber sei Gott, der dem Titus denselben Eifer fr euch ins 
Herz gegeben hat.
2CO 8:17 Er lie sich gerne zureden, ja sein Eifer war so gro, da er von 
freien Stcken zu euch zog.
2CO 8:18 Wir haben ihm den Bruder mitgegeben, dessen Ruhm in Sache des 
Evangeliums durch alle Gemeinden hin bekannt ist,
2CO 8:19 aber nicht nur das: als Abgeordneter der Gemeinden begleitet er 
uns in Sachen eben der Gnade, die wir besorgen, dem Herrn selbst zum Preis 
und uns zur Ermunterung.
2CO 8:20 Denn so schtzen wir uns vor aller blen Nachrede ber dieser 
reichen Gabe, die wir vermitteln;
2CO 8:21 liegt uns doch am Herzen das Rechte nicht blo vor dem Herrn, 
sondern auch vor Menschen.
2CO 8:22 Wir haben euch aber mit ihnen unseren Bruder geschickt, dessen 
Eifer sich uns schon so oft bei vielen Anlssen bewhrt hat, und jetzt 
noch hoch gehoben ist durch das volle Vertrauen auf euch.
2CO 8:23 Was also Titus betrifft - er ist mein Genosse und Mitarbeiter an 
euch; unsere Brder - sie sind die Abgesandten der Gemeinden, der Ruhm 
Christus':
2CO 8:24 so leget denn den Beweis fr eure Liebe und fr unser Rhmen von 
euch ab gegen sie angesichts der Gemeinden.
2CO 9:1 Ueber die Sache, die Hilfe fr die Heiligen, brauche ich euch ja 
nicht weiter zu schreiben.
2CO 9:2 Wei ich doch, wie bereit ihr seid, und rhme mich fr euch bei 
den Makedoniern, da Achaia vom vorigen Jahre her bereit ist, und der 
Eifer, der von euch ausgeht, so viele angespornt hat.
2CO 9:3 Abgesendet aber habe ich die Brder, damit nicht unser Rhmen ber 
euch in diesem Punkte zu nichte werde, damit vielmehr eure Bereitschaft 
meine Worte bewhre.
2CO 9:4 Damit nicht, wenn mit mir Makedonier kommen und euch unvorbereitet 
finden sollten, wir zu Schanden werden, um nicht zu sagen: ihr, an dieser 
Erwartung.
2CO 9:5 So habe ich es fr ntig gehalten, die Brder aufzufordern, da 
sie vorausgehen zu euch, und euren versprochenen Segen vorbereiten, da er 
bereit sei wie ein Segen, und nicht nach Geiz aussehe.
2CO 9:6 Wohl gemerkt! wer sparsam st, wird auch sparsam ernten, und wer 
auf Segen st, wird auch auf Segen ernten.
2CO 9:7 Jeder, wie es ihm ums Herz ist; nicht mit Unlust oder Zwang, denn 
einen frhlichen Geber liebt Gott.
2CO 9:8 Gott aber hat die Macht, alle Gnade reichlich ber euch zu 
ergieen, da ihr allezeit in allem genug habet und brig zu jedem guten 
Werk,
2CO 9:9 wie geschrieben steht: er hat ausgeschttet und den Armen gegeben, 
seine Gerechtigkeit bleibt ewig.
2CO 9:10 Der aber den Samen dem Smann darreicht und Brot zur Nahrung, der 
wird es auch mit eurer Saat thun und wird sie vermehren, und wird wachsen 
lassen die Frchte eurer Gerechtigkeit, -2CO 9:11 da ihr reich 
ausgestattet seid mit allem zu jeder Mildthtigkeit, als welche durch 
unsere Vermittlung Gott Dank bringt
2CO 9:12 (denn der Dienst dieser Leistung deckt nicht nur den Mangel der 
Heiligen, sondern er trgt auch reiche Zinsen bei Gott durch die vielen 
Dankgebete)
2CO 9:13 und durch die Probe dieses Dienstes Gott verherrlicht am Gehorsam 
eures Bekenntnisses zum Evangelium Christus und an dem milden Sinn des 
Mitteilens gegen sie und alle,
2CO 9:14 wobei auch sie im Gebet das Verlangen nach euch aussprechen um 
der berflieenden Gnade Gottes willen, die sie an euch sehen.
2CO 9:15 Dank sei Gott fr sein nicht auszuredendes Geben.
2CO 10:1 Persnlich aber ermahne ich Paulus euch bei der Sanftmut und 
Mildthtigkeit des Christus, der ich zwar ins Gesicht bei euch demtig 
bin, aus der Ferne aber voll Mut gegen euch.
2CO 10:2 Ich bitte aber: nicht, wenn ich komme, Mut haben zu mssen; mit 
der Zuversicht, die ich mir denke herauszunehmen gegen gewisse Leute, die 
von uns denken, als wandelten wir nach dem Fleisch.
2CO 10:3 Ja wir wandeln wohl im Fleisch, aber wir fhren den Kampf nicht 
gem dem Fleisch -2CO 10:4 denn die Waffen unseres Kampfes sind nicht 
fleischlich, sondern stark bei Gott zur Zerstrung von Bollwerken - indem 
wir Vernunftknste zerstren,
2CO 10:5 sowie alles Hochthun, das sich erheben will gegen die Erkenntnis 
Gottes, und gefangen fhren jeden Anschlag unter den Gehorsam des Christus,
2CO 10:6 und bereit sind jeden Ungehorsam zu strafen, wenn erst euer 
Gehorsam vllig geworden ist.
2CO 10:7 Wollt ihr euch vom Auftreten blenden lassen? Wenn einer sich 
zuschreibt, von Christus zu sein, so mag er auch bei sich selbst bedenken, 
da so gut wie er selbst, auch wir von Christus sind.
2CO 10:8 Selbst wenn ich mich einmal berschwnglich rhme ber die 
Vollmacht, die der Herr gegeben zu eurer Erbauung, nicht zu eurer 
Zerstrung, so werde ich nicht zu Schanden werden;
2CO 10:9 es soll nicht herauskommen, als schrecke ich euch nur so mit den 
Briefen.
2CO 10:10 Sagen sie doch: die Briefe, die sind wohl hart und streng; wenn 
er aber leibhaftig da ist, ist er schwach und seine Rede will nichts 
heien.
2CO 10:11 Der Betreffende mag nur in Rechnung nehmen, da, gerade so wie 
wir uns aus der Ferne durch Briefe mit dem Wort geben, so werden wir uns 
auch, wenn wir da sind, mit der That beweisen.
2CO 10:12 Wir nehmen uns ja nicht heraus, uns zu gewissen Leuten zu 
rechnen oder mit ihnen zu vergleichen, von denen, welche sich selbst 
empfehlen. Aber sie verlieren, den Kopf, indem sie sich nur an sich selbst 
messen und mit sich selbst vergleichen.
2CO 10:13 Wir aber wollen uns nicht ins Malose rhmen, sondern innerhalb 
des Gebietes, welches uns Gott als unser Ma zugeteilt hat, womit wir auch 
zu euch gekommen sind.
2CO 10:14 Es ist bei uns nicht an dem, da wir, ohne zu euch zu kommen, 
uns nur ber Gebhr ausstreckten; wir sind ja auch zuerst zu euch gekommen 
mit dem Evangelium des Christus.
2CO 10:15 Wir rhmen uns nicht schrankenlos, auf dem Felde fremder Arbeit; 
wir haben vielmehr die Hoffnung, mit dem Wachsen eures Glaubens so groen 
Erfolg bei euch, auf unserem Gebiet, zu haben, da es noch weiter reicht,
2CO 10:16 auch ber euch hinaus das Evangelium zu tragen, ohne da wir auf 
fremdem Gebiet unseren Ruhm holen mssen, wo die Sache schon gemacht ist.
2CO 10:17 Wer sich aber rhmt, der rhme sich im Herrn.
2CO 10:18 Denn nicht der ist ein bewhrter Mann, der sich selbst 
empfiehlt, sondern der, den der Herr empfiehlt.
2CO 11:1 Mchtet ihr nur ein klein wenig Narrheit von mir aushalten; ja 
haltet mich nur aus.
2CO 11:2 Mein Eifer fr euch ist gttlicher Eifer; ich habe euch 
hergerichtet, euch als reine Jungfrau einem Manne zuzufhren, dem Christus.
2CO 11:3 Ich frchte nur, es mchten, wie die Schlange Eva mit ihrer 
Arglist berckt hat, so auch eure Gedanken verdorben werden von der 
Lauterkeit ab, der gegen Christus.
2CO 11:4 Wenn denn der, der da kommt, einen anderen Jesus verkndet, als 
den wir verkndet haben, oder ihr einen anderen Geist empfangt, als den 
ihr empfangen habt, oder ein anderes Evangelium, als das ihr angenommen 
habt - dann haltet nur recht aus.
2CO 11:5 Denke ich doch in nichts zurckzustehen hinter den Extra-Aposteln.
2CO 11:6 Bin ich auch ein Laie, was das Reden betrifft, so bin ich es doch 
nicht in der Erkenntnis, habe sie vielmehr stets in allen Stcken fr euch 
bewiesen.
2CO 11:7 Oder habe ich einen Fehler gemacht, indem ich mich selbst 
erniedrigte, um euch zu erhhen - da ich das Evangelium Gottes euch 
umsonst verkndete?
2CO 11:8 Ja, ich habe andere Gemeinden gebrandschatzt, und mir den Sold 
von ihnen geben lassen, um euch zu dienen; und wenn ich bei euch war und 
Mangel litt, habe ich doch niemand belstigt.
2CO 11:9 Meinen Mangel haben die Brder, die von Makedonien kamen, 
gedeckt; so habe ich mich gegen euch durchaus unbeschwerlich gehalten, und 
werde mich halten.
2CO 11:10 So gewi Christus' Wahrheit in mir ist, soll mir dieses Rhmen 
nicht abgeschnitten werden in den Gegenden Achaia's.
2CO 11:11 Warum? weil ich euch nicht liebe? das wei Gott.
2CO 11:12 Aber was ich thue, werde ich thun, um denjenigen, die sie gerne 
htten, die Gelegenheit abzuschneiden, da sie sich bei ihrer Art zu 
rhmen auch auf unser Beispiel berufen knnten.
2CO 11:13 Solche Leute sind Lgenapostel, trgerische Arbeiter, die die 
Maske annehmen von Aposteln Christus'.
2CO 11:14 Und das ist kein Wunder. Denn der Satan selbst nimmt die Maske 
eines Engels des Lichtes an.
2CO 11:15 Da ist es nichts auerordentliches, wenn auch seine Diener die 
Maske annehmen als Diener der Gerechtigkeit; aber ihr Ende wird sein wie 
ihre Werke.
2CO 11:16 Noch einmal sage ich: niemand mge mich fr einen Narren halten; 
wo doch, so nehmet mich auch als Narren an, damit auch ich mich ein 
weniges rhmen darf.
2CO 11:17 Was ich da sage, das sage ich nicht nach dem Herrn, sondern eben 
als in der Narrheit, von diesem Standpunkt des Rhmens aus.
2CO 11:18 Wenn so viele sich nach dem Fleische rhmen, so will ich mich 
auch einmal rhmen.
2CO 11:19 Ihr in eurer Klugheit tragt ja die Narren gerne.
2CO 11:20 Ihr ertragt es ja, wenn man euch knechtet, aussaugt, zugreift, 
wenn man sich berhebt, wenn man euch ins Gesicht schlgt.
2CO 11:21 Ich sage es zu meiner Schande: da waren wir freilich zu schwach. 
Worauf aber einer pocht, sage ich nun in der Narrheit, da kann ich es auch.
2CO 11:22 Sie sind Hebrer? ich auch. Sie sind Israeliten? ich auch. Sie 
sind Abrahams Samen? ich auch.
2CO 11:23 Sie sind Christus Diener? So sage ich im Wahnwitz: ich noch 
mehr; mit zahlreicheren Beschwerden, zahlreicheren Gefangenschaften, mit 
Schlgen darber hinaus, mit vielmaligen Todesnten.
2CO 11:24 Von Juden habe ich fnfmal die vierzig weniger eins empfangen,
2CO 11:25 dreimal habe ich Rutenstreiche erhalten, einmal ward ich 
gesteinigt, dreimal erlitt ich Schiffbruch, vierundzwanzig Stunden war ich 
der Wellen Spiel.
2CO 11:26 Mit vielfachen Wanderungen, mit Gefahren von Flssen, von 
Rubern, von meinen Leuten und von Heiden, Gefahren in der Stadt, Gefahren 
in der Wste, Gefahren auf der See, Gefahren unter falschen Brdern,
2CO 11:27 mit Mhen und Beschwerden, mit Nachtwachen vielmal, mit Hunger 
und Durst, mit Fasten vielmal, mit Klte und Ble.
2CO 11:28 Neben allem was sonst kommt, liegt auf mir der tgliche 
Ueberlauf, die Sorge fr alle Gemeinden.
2CO 11:29 Wo ist einer schwach, und ich wre es nicht? Wo hat einer 
Aergernis, und es brennt mich nicht?
2CO 11:30 Wenn es denn einmal gerhmt sein mu, will ich mich meiner 
Schwachheit rhmen.
2CO 11:31 Der Gott und Vater des Herrn Jesus, er der da sei gepriesen in 
Ewigkeit, wei, da ich nicht lge.
2CO 11:32 In Damaskus hat der Ethnarch des Knigs Aretas die Stadt der 
Damaskener absperren lassen, um mich zu fangen.
2CO 11:33 Und durch eine kleine Pforte haben sie mich im Korbe 
herabgelassen ber die Mauer; so entkam ich ihm aus der Hand.
2CO 12:1 Gerhmt mu sein, es taugt zwar nicht: so will ich auf Gesichte 
und Offenbarungen des Herrn kommen.
2CO 12:2 Ich kenne einen Menschen in Christus, der vor vierzehn Jahren, 
ich wei nicht: im Leib oder auer dem Leib, Gott wei es, bis zum dritten 
Himmel entrckt ward.
2CO 12:3 Und ich wei von demselben Menschen, da er - im Leib oder auer 
dem Leibe, das wei ich nicht, Gott wei es -2CO 12:4 in das Paradies 
entrckt ward, und hrte unaussprechliche Worte, die kein Mensch 
wiedergeben darf.
2CO 12:5 Davon will ich rhmen, von meiner Person aber will ich nichts 
rhmen als meine Schwachheiten.
2CO 12:6 Wenn ich mich rhmen will, so bin ich erst kein Narr, denn ich 
sage die Wahrheit. Ich halte aber an mich, damit niemand mehr aus mir 
mache, als er von mir sieht und hrt, mit samt dem Auerordentlichen der 
Offenbarungen.
2CO 12:7 Darum, damit ich mich nicht berhebe, ward mir ein Dorn ins 
Fleisch gegeben, ein Satansengel, mich ins Gesicht zu schlagen, damit ich 
mich nicht berhebe.
2CO 12:8 Wegen dessen habe ich den Herrn dreimal angerufen, da er von mir 
weichen mge.
2CO 12:9 Und er hat mir gesagt: meine Gnade ist dir genug. Denn die Kraft 
kommt zur Vollendung an der Schwachheit.
2CO 12:10 Gerne will ich mich darum vielmehr meiner Schwachheiten rhmen, 
damit sich die Kraft des Christus auf mich niederlasse. Darum ist es mir 
wohl in Schwachheiten, unter Mihandlungen, in Nten, in Verfolgungen und 
Bedrngnissen, um Christus willen. Denn wenn ich schwach bin, bin ich 
stark.
2CO 12:11 So bin ich denn zum Narren geworden. Ihr habt mich dazu 
gezwungen. Durch euch mte ich meine Anerkennung haben. Denn ich bin in 
nichts hinter den Extra-Aposteln zurckgeblieben, wenn ich auch nichts bin.
2CO 12:12 Die Zeichen des Apostels sind doch in eurer Mitte verwirklicht 
worden mit Dulden aller Art, sowie mit Zeichen, Wundern und Kraftthaten.
2CO 12:13 Worin seid ihr denn hinter den andern Gemeinden in Nachteil 
gekommen als darin, da ich euch nicht zur Last geworden bin? Verzeiht mir 
diese Unbill.
2CO 12:14 Sehet, zum dritten Besuch bei euch bin ich bereit, und ich werde 
euch nicht zur Last fallen. Denn ich trachte nicht nach eurem Eigentum, 
sondern nach euch selbst. Nicht die Kinder sollen fr die Eltern erwerben, 
sondern die Eltern fr die Kinder.
2CO 12:15 Ich will aber gerne aufwenden, ja meine Person aufwenden lassen 
fr eure Seelen; wenn ich euch berschwnglich liebe, soll ich darum 
weniger Liebe finden?
2CO 12:16 Doch sei es, ich habe euch nicht beschwert; aber ich war nur 
schlau und habe euch mit List gefangen.
2CO 12:17 Habe ich euch denn ausgebeutet durch einen von denen, die ich zu 
euch gesendet habe?
2CO 12:18 ich habe den Titus veranlat und den Bruder mit abgeordnet. Hat 
euch etwa Titus ausgebeutet? Sind wir nicht in demselben Geiste gewandelt? 
nicht in den gleichen Spuren?
2CO 12:19 Ihr meint von jeher, wir wollen uns bei euch verteidigen? Unser 
Reden ist vor Gott in Christus; es geschieht aber alles, Geliebte, fr 
eure Erbauung.
2CO 12:20 Denn ich frchte, wenn ich komme, mchte ich euch nicht finden, 
wie ich euch wnsche, und ihr mchtet mich finden, wie ihr es nicht 
wnscht; es mchte da sein Streit, Eifersucht, Zorn, Rnke, Verleumdung, 
Zutrgerei, Aufblhung, Unordnung,
2CO 12:21 mein Gott mchte mich bei meinem Wiederkommen demtigen an euch, 
und ich msse beklagen, da so Viele, die zuvor gesndigt, nicht bereuen 
gelernt haben die Unreinigkeit, Unzucht und Schwelgerei, die sie verbt.
2CO 13:1 Zum drittenmale komme ich jetzt zu euch. Durch zweier oder dreier 
Zeugen Mund wird eine Sache fest.
2CO 13:2 Ich habe es zuvor gesagt und sage es zuvor, nmlich wie ich das 
zweitemal da war, und jetzt da ich abwesend bin, denen die zuvor gesndigt 
haben und den andern allen: da ich, wenn ich noch einmal komme, keine 
Schonung kennen werde.
2CO 13:3 Wollt ihr doch eine Probe haben, da Christus in mir spricht, und 
der ist nicht schwach gegen euch, sondern mchtig ber euch.
2CO 13:4 Denn er ist wohl aus Schwachheit gekreuzigt, aber er lebt aus 
Gottes Kraft. So sind auch wir wohl schwach in ihm, aber wir werden leben 
mit ihm aus Gottes Kraft gegen euch.
2CO 13:5 Versuchet euch selbst, ob ihr im Glauben seid; prfet euch 
selbst, oder erkennet ihr nicht an euch selbst, da Christus Jesus unter 
euch ist? Ihr mtet denn gar unecht sein.
2CO 13:6 Von uns aber, hoffe ich, sollt ihr erkennen, da wir nicht unecht 
sind.
2CO 13:7 Wir flehen aber zu Gott, da ihr nichts thun mget, was vom Uebel 
ist; es ist uns nicht darum, da wir als die echten gelten, sondern darum, 
da ihr euch gut halten mget, und wir wie unecht dastehen.
2CO 13:8 Denn wir vermgen nichts wider die Wahrheit, sondern nur fr die 
Wahrheit.
2CO 13:9 Wir freuen uns ja, wenn wir schwach sind, ihr aber stark waret. 
Darauf geht auch unser Flehen, da es mit euch richtig werde.
2CO 13:10 Darum schreibe ich dies aus der Ferne, damit ich nicht, wenn ich 
da bin, kurzen Proze machen mu nach der Gewalt, die mir der Herr 
verliehen hat zur Erbauung, nicht zur Zerstrung.
2CO 13:11 Kurz, Brder, freuet euch, und lasset euch zurechtbringen, 
ermahnen; seid einerlei Sinnes, haltet Frieden, so wird der Gott der Liebe 
und des Friedens mit euch sein.
2CO 13:12 Gret euch wechselweise mit dem heiligen Ku. Es gren euch 
die Heiligen alle.
2CO 13:13 Die Gnade des Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die 
Gemeinschaft des heiligen Geistes mit euch allen.
GAL 1:1 Paulus, Apostel, nicht von Menschen her, noch durch einen 
Menschen, sondern durch Jesus Christus, und Gott den Vater, der ihn von 
den Toten erweckt hat,
GAL 1:2 sowie alle Brder, die bei mir sind an die Gemeinden von Galatia.
GAL 1:3 Gnade euch und Friede von Gott dem Vater und unserem Herrn Jesus 
Christus,
GAL 1:4 der sich selbst dahingegeben hat um unserer Snden willen, um uns 
zu befreien aus dieser gegenwrtigen bsen Welt, nach dem Willen Gottes 
unseres Vaters;
GAL 1:5 sein ist die Herrlichkeit in alle Ewigkeit. Amen.
GAL 1:6 Mich wundert, da ihr so schnell bergehet von dem, der euch durch 
Christus' Gnade berufen hat, zu einem anderen Evangelium,
GAL 1:7 und es gibt doch kein anderes, sondern nur gewisse Leute, die euch 
verwirren und das Evangelium Christus' verkehren mchten.
GAL 1:8 Aber selbst wenn wir, oder ein Engel vom Himmel euch ein anderes 
Evangelium verkndete, als wir euch verkndet haben - Fluch darber.
GAL 1:9 Wie wir es frher gesagt und ich es eben wieder sage: wenn Jemand 
euch Evangelium verkndet, anders als ihr es empfangen habt - Fluch 
darber.
GAL 1:10 Heit das nun Menschen zu lieb reden, oder Gott? oder trachte ich 
Menschen zu gefallen? Ja, wenn ich noch den Menschen gefallen wollte, so 
wre ich nicht Christus' Diener.
GAL 1:11 Ich erklre euch aber, Brder, in Betreff des Evangeliums, das 
ich verkndet habe, da dasselbe nicht Menschensache ist.
GAL 1:12 Habe doch auch ich es nicht von einem Menschen empfangen, noch 
durch Unterricht gelernt, sondern durch eine Offenbarung Jesus Christus'.
GAL 1:13 Ihr habt ja gehrt von meinem einstmaligen Wandel im Judentum, 
wie ich die Gemeinde Gottes ganz besonders verfolgt und sie verstrt habe,
GAL 1:14 und habe es im Judentum vielen Kameraden meines Stammes 
zuvorgethan, als bertriebener Eiferer, der ich war, fr die 
Ueberlieferungen meiner Vter.
GAL 1:15 Als es aber dem, der mich von Mutterleibe an ausgesondert und 
durch seine Gnade berufen hat, gefiel,
GAL 1:16 seinen Sohn an mir zu offenbaren, auf da ich ihn unter den 
Heiden verknde, da wandte ich mich sofort nicht auch noch an Fleisch und 
Blut,
GAL 1:17 gieng auch nicht hinauf nach Jerusalem zu denen, die vor mir 
Apostel waren, sondern ich gieng nach Arabia, und kehrte dann wieder 
zurck nach Damaskus.
GAL 1:18 Nachher, drei Jahre spter, gieng ich nach Jerusalem hinauf, um 
Kephas kennen zu lernen, und verweilte bei ihm fnfzehn Tage.
GAL 1:19 Einen andern von den Aposteln habe ich nicht gesehen, auer 
Jakobus den Bruder des Herrn.
GAL 1:20 Was ich euch da schreibe - siehe, es ist vor Gottes Angesicht, 
da ich nicht lge.
GAL 1:21 Nachher kam ich in die Gegenden von Syria und Kilikia.
GAL 1:22 Den christlichen Gemeinden in Juda blieb ich aber von Person 
unbekannt.
GAL 1:23 Nur durch Hrensagen wurden sie inne: unser einstiger Verfolger, 
der verkndet nun den Glauben, den er einst verstrt;
GAL 1:24 und sie priesen Gott um meinetwillen.
GAL 2:1 Nachher, vierzehn Jahre spter, gieng ich wiederum hinauf nach 
Jerusalem mit Barnabas, wobei ich auch Titus mitnahm.
GAL 2:2 Ich gieng aber hin auf eine Offenbarung, und legte ihnen das 
Evangelium vor, welches ich unter den Heiden verknde, im besonderen den 
Huptern, ob ich etwa vergeblich laufe oder gelaufen sei.
GAL 2:3 Aber nicht einmal mein Begleiter Titus, der Grieche war, wurde zur 
Beschneidung gentigt.
GAL 2:4 Wegen der eingeschlichenen falschen Brder aber, die sich 
eingedrngt hatten, um unserer Freiheit aufzulauern, die wir in Christus 
Jesus haben, in der Absicht uns zu knechten:
GAL 2:5 vor ihnen sind wir auch nicht einen Augenblick gewichen, da wir 
uns unterworfen htten, auf da es mit der Wahrheit des Evangeliums sein 
Verbleiben habe fr euch.
GAL 2:6 Von denen aber, die ein Ansehen hatten - was sie auch einst waren, 
mir ist es gleich, Gott geht nicht auf die Person - mir haben ja diese 
Angesehenen nichts zu gethan.
GAL 2:7 Sondern im Gegenteil, da sie sahen, da ich betraut sei mit dem 
Evangelium fr die Unbeschnittenen, wie Petrus mit dem fr die 
Beschnittenen -GAL 2:8 denn der bei Petrus wirksam war fr das Apostolat 
bei den Beschnittenen, war auch bei mir wirksam fr die Heiden -GAL 2:9 
und da sie die Gnade erkannt, die mir verliehen worden, Jakobus, Kephas 
und Johannes, die da fr Sulen galten, gaben sie mir und Barnabas die 
Hand der Gemeinschaft darauf: wir fr die Heiden, sie fr die 
Beschnittenen.
GAL 2:10 Nur sollten wir der Armen gedenken, was ich mich auch bemht habe 
so zu halten.
GAL 2:11 Wie dann aber Kephas nach Antiochia kam, da trat ich ihm ins 
Gesicht entgegen, weil Klage wider ihn war.
GAL 2:12 Denn bevor einige von Jakobus her kamen, a er mit den Heiden 
zusammen. Wie aber diese kamen, zog er sich zurck und sonderte sich ab, 
in der Furcht vor denen aus der Beschneidung.
GAL 2:13 Und mit ihm heuchelten auch die brigen Juden, so da selbst 
Barnabas durch ihre Heuchelei mit fortgerissen wurde.
GAL 2:14 Da ich aber sah, da sie nicht richtig wandeln nach der Wahrheit 
des Evangeliums, sagte ich zu Kephas ffentlich vor allen: wenn du, der du 
ein Jude bist, heidnisch lebst und nicht jdisch, wie kannst du die Heiden 
ntigen sich jdisch zu halten?
GAL 2:15 Wir sind von Natur Juden und nicht als Heiden geborene Snder.
GAL 2:16 Weil wir aber erkannten, da der Mensch nicht gerechtfertigt wird 
aus Gesetzeswerken, sondern nur durch den Glauben an Christus Jesus, so 
haben auch wir den Glauben an Christus Jesus angenommen, damit wir 
gerechtfertigt wrden aus dem Glauben an Christus und nicht aus 
Gesetzeswerken, weil aus Gesetzeswerken nicht gerechtfertigt werden wird, 
was Fleisch heit.
GAL 2:17 Wenn wir nun aber, dabei da wir in Christus gerechtfertigt zu 
werden suchten, unsererseits auch als Snder befunden wurden, so ist wohl 
Christus der Snde Helfer? Nimmermehr.
GAL 2:18 Ja, wenn ich wieder aufbaue, was ich aufgelst, dann mache ich 
mich zum Uebertreter.
GAL 2:19 Ich bin ja dem Gesetze gestorben durch das Gesetz, um Gott zu 
leben; ich bin mit Christus gekreuzigt,
GAL 2:20 ich lebe jetzt nicht als ich selbst, es lebt in mir Christus; 
sofern ich aber noch im Fleische lebe, lebe ich im Glauben an den Sohn 
Gottes, der mich geliebt hat, und sich selbst fr mich hingegeben hat.
GAL 2:21 Ich stoe die Gnade Gottes nicht um; wenn es eine Gerechtigkeit 
gbe durch das Gesetz, dann wre Christus umsonst gestorben.
GAL 3:1 O ihr thrichten Galater, wer hat euch bezaubert, denen doch Jesus 
Christus vor die Augen gezeichnet wurde, wie er gekreuzigt ist?
GAL 3:2 Nur das mchte ich von euch wissen: habt ihr den Geist empfangen 
durch Gesetzeswerke, oder durch des Glaubens Kunde?
GAL 3:3 So thricht seid ihr? Im Geiste habt ihr begonnen, um im Fleische 
zu enden?
GAL 3:4 So Groes habt ihr umsonst erfahren? Und ob umsonst!
GAL 3:5 Nun also, der euch den Geist zugefhrt, und unter euch Wunder 
wirkt, thut er es durch Gesetzeswerke oder durch Glaubenskunde?
GAL 3:6 So, wie Abraham glaubte, und es wurde ihm zur Gerechtigkeit 
gerechnet.
GAL 3:7 Ihr seht also: die aus dem Glauben, das sind Abrahams Shne.
GAL 3:8 In Voraussicht aber, da Gott aus Glauben die Heiden rechtfertigt, 
hat die Schrift dem Abraham das Evangelium vorausverkndet: In dir sollen 
alle Vlker gesegnet werden.
GAL 3:9 So werden, die aus dem Glauben sind, mit dem glubigen Abraham 
gesegnet.
GAL 3:10 Denn alle, die von Gesetzeswerken ausgehen, die sind unter dem 
Fluch. Denn es steht geschrieben: Verflucht ist jeder, der nicht bleibt 
bei allem, was im Buch des Gesetzes geschrieben ist, es zu thun.
GAL 3:11 Da aber mit dem Gesetze keiner vor Gott gerechtfertigt wird, ist 
offenbar, denn Der Gerechte wird aus Glauben leben.
GAL 3:12 Das Gesetz aber ruht ja nicht auf dem Glauben, sondern Wer es 
gethan, wird darin leben.
GAL 3:13 Christus hat uns losgekauft vom Fluche des Gesetzes, da er fr 
uns ein Fluch ward, weil geschrieben ist: Verflucht ist jeder, der am 
Holze hngt,
GAL 3:14 damit zu den Heiden der Segen Abrahams kme in Christus Jesus, 
damit wir die Verheiung des Geistes empfiengen durch den Glauben.
GAL 3:15 Brder, um an menschliche Verhltnisse zu erinnern, so kann ja 
selbst eine menschliche Verfgung, nachdem sie rechtskrftig geworden, 
niemand umstoen oder einen Zusatz dazu machen.
GAL 3:16 Nun sind die Verheiungen dem Abraham zugesprochen und sienem 
Samen. Es heit nicht: und den Samen, in der Mehrzahl, sondern in der 
Einzahl: und deinem Samen, das heit Christus.
GAL 3:17 Ich meine damit dies: die von Gott rechtskrftig gemachte 
Verfgung kann das vierhundert und dreiig Jahre spter gekommene Gesetz 
nicht aufheben, so da es die Verheiung vernichtete.
GAL 3:18 Gienge die Erbschaft durch das Gesetz, so gienge sie nicht mehr 
durch die Verheiung. Es hat sich aber Gott dem Abraham durch Verheiung 
gndig erwiesen.
GAL 3:19 Was ist es nun mit dem Gesetz? Es ist der Uebertretungen wegen 
hinzugefgt, bis da da kme der Same, dem die Verheiung gilt, verordnett 
durch Engel, bestellt durch einen Mittler.
GAL 3:20 Ein Mittler aber ist nicht ntig, wo es nur auf Einen ankommt: 
Gott aber ist doch nur Einer.
GAL 3:21 Ist also das Gesetz wider die Verheiungen Gottes? Nimmermehr. 
Ja, wenn das Gesetz gegeben wre, mit dem Vermgen Leben zu schaffen, so 
wre in Wirklichkeit die Gerechtigkeit aus dem Gesetz.
GAL 3:22 Aber die Schrift hat alles eingeschlossen unter die Snde, damit 
die Verheiung aus dem Glauben an Jesus Christus verliehen werde den 
Glaubenden.
GAL 3:23 Bevor aber der Glaube kam, waren wir verwahrt unter dem Gesetz, 
eingeschlossen fr den Glauben, der erst enthllt werden sollte.
GAL 3:24 So ist das Gesetz unser Erzieher auf Christus geworden, damit wir 
aus dem Glauben gerechtfertigt wrden.
GAL 3:25 Nachdem aber der Glaube gekommen, sind wir nicht mehr unter einem 
Erzieher.
GAL 3:26 Denn ihr seid alle Shne Gottes durch den Glauben an Christus 
Jesus.
GAL 3:27 So viel euer auf Christus getauft sind, habt ihr Christus 
angezogen.
GAL 3:28 Da ist nicht Jude noch Grieche, nicht Knecht noch Freier, nicht 
Mann noch Weib; denn alle seid ihr Einer in Christus Jesus.
GAL 3:29 Seid ihr aber des Christus, so seid ihr folglich Abrahams Same, 
Erben nach der Verheiung.
GAL 4:1 Ich sage aber so: so lange der Erbe unmndig ist, ist kein 
Unterschied zwischen ihm und einem Knechte, obwohl ihm alles gehrt,
GAL 4:2 sondern er ist unter Vormndern und Verwaltern bis zu der vom 
Vater verordneten Zeit.
GAL 4:3 So ist es mit uns: so lange wir unmndig waren, waren wir 
geknechtet unter die Elemente der Welt.
GAL 4:4 Als aber die Erfllung der Zeit kam, da sandte Gott seinen Sohn, 
geboren vom Weibe, unter das Gesetz gethan,
GAL 4:5 damit er die unter dem Gesetze loskaufe, damit wir die Sohnschaft 
empfiengen.
GAL 4:6 Weil ihr aber Shne seid, hat Gott den Geist seines Sohnes 
ausgesandt in unsere Herzen, der da ruft: Abba, Vater.
GAL 4:7 So bist du nun nicht mehr Knecht, sondern Sohn. Wenn aber Sohn, 
dann auch Erbe durch Gott.
GAL 4:8 Aber damals, da ihr Gott nicht kanntet, habt ihr den Gttern 
gedient, die es dem Wesen nach nicht sind.
GAL 4:9 Jetzt, da ihr Gott kennt, oder vielmehr von ihm erkannt seid, wie 
mget ihr wieder umkehren zu den unvermgenden armseligen Elementen, denen 
ihr wieder von vorne zu dienen Lust habt?
GAL 4:10 Tage haltet ihr und Monate, Festzeiten und Jahre?
GAL 4:11 Ich frchte, ich mchte umsonst an euch gearbeitet haben.
GAL 4:12 Werdet wie ich; ich bin was ihr seid; Brder, ich bitte euch. 
Einst habt ihr mir nichts Leids gethan.
GAL 4:13 Vielmehr ihr wisset es, wie ich aus Anla leiblicher Schwachheit 
das erstemal bei euch das Evangelium verkndete,
GAL 4:14 da habt ihr die Prfung, die euch durch mein Fleisch zu Teil 
ward, nicht mit Geringschtzung und Abscheu erwidert, sondern ihr habt 
mich wie einen Boten Gottes aufgenommen, wie Christus Jesus.
GAL 4:15 Wo ist nun euer Seligkeitsrhmen? kann ich euch doch bezeugen, 
da ihr womglich euch die Augen ausgerissen httet, sie mir zu geben.
GAL 4:16 So bin ich wohl euer Feind geworden, weil ich wahr bin gegen euch?
GAL 4:17 O sie eifern nicht im guten um euch; nein, sie mchten euch 
hinausbannen, damit ihr fr sie eifert.
GAL 4:18 Der Eifer im guten aber soll allezeit lebendig sein; er soll es 
nicht blos sein, wenn ich bei euch bin.
GAL 4:19 Meine Kinder, um die ich abermals Geburtsschmerzen leide, bis 
Christus mge in euch Gestalt gewinnen:
GAL 4:20 ich mchte wohl jetzt bei euch sein, und es in neuen Tnen 
versuchen; ich wei nicht, wie ich es bei euch angreifen mu.
GAL 4:21 Sagt mir doch, die ihr unter dem Gesetze sein wollt, hrt ihr 
denn das Gesetz nicht?
GAL 4:22 Es steht ja geschrieben: da Abraham zwei Shne hatte, einen von 
der Magd, und einen von der Freien.
GAL 4:23 Aber der von der Magd war fleischmig gezeugt, der von der 
Freien aber durch die Verheiung.
GAL 4:24 Das ist allegorisch gesagt. Es bedeutet die zwei Bndnisse, das 
eine vom Berge Sinai, das zur Knechtschaft zeugt, das ist Hagar;
GAL 4:25 Hagar bedeutet den Berg Sinai in Arabien. Das entspricht dem 
jetzigen Jerusalem; denn dieses ist in Knechtschaft samt seinen Kindern.
GAL 4:26 Das obere Jerusalem aber ist frei, das ist unsere Mutter.
GAL 4:27 Denn es steht geschrieben: Freue dich, du unfruchtbare, die nicht 
gebiert; brich in Jubel aus, die nicht kreist; denn die einsame hat viele 
Kinder, mehr als die, die einen Mann hat.
GAL 4:28 Ihr aber, Brder, seid nach Isaak Kinder der Verheiung.
GAL 4:29 Aber wie damals der nach dem Fleisch Gezeugte den nach dem Geist 
Gezeugten verfolgte, so auch jetzt.
GAL 4:30 Aber was sagt die Schrift? Wirf die Magd hinaus und ihren Sohn, 
denn der Sohn der Magd soll nicht erben mit dem Sohne der Freien.
GAL 4:31 Also, Brder, wir sind nicht der Magd Kinder, sondern der Freien.
GAL 5:1 Fr die Freiheit hat uns Christus befreit. So stehet nun fest, und 
lasset euch nicht wieder ins Joch der Knechtschaft bannen.
GAL 5:2 Siehe, ich Paulus sage euch: wenn ihr euch beschneiden lasset, so 
wird euch Christus nichts helfen.
GAL 5:3 Wiederum bezeuge ich jedem Menschen, der sich beschneiden lt: 
da er schuldig ist, das ganze Gesetz zu thun.
GAL 5:4 Wenn ihr euch durch das Gesetz rechtfertigen lassen wollet, seid 
ihr ausgethan von Christus, seid ihr aus der Gnade gefallen.
GAL 5:5 Denn wir warten im Geiste durch den Glauben auf die Hoffnung der 
Gerechtigkeit.
GAL 5:6 In Christus Jesus vermag weder die Beschneidung, noch das 
Gegenteil etwas, sondern der Glaube der durch Liebe sich auswirkt.
GAL 5:7 Ihr waret im schnen Lauf: wer hat euch gehemmt, da ihr der 
Wahrheit nicht folget?
GAL 5:8 Die Lockstimme kommt nicht von dem, der euch beruft.
GAL 5:9 Ein wenig Sauerteig suert den ganzen Teig.
GAL 5:10 Ich vertraue zu euch im Herrn, da ihr keinen andern Sinn 
annehmen werdet; euer Verstrer aber wird die Strafe tragen, wer es auch 
sei.
GAL 5:11 Ich aber, Brder, wenn ich noch die Beschneidung verkndigte, 
warum wrde ich dann noch verfolgt? dann ist es ja vorbei mit dem 
Aergernisse des Kreuzes.
GAL 5:12 Verstmmeln sollen sie sich lieber, die euch aufwiegeln.
GAL 5:13 Ihr seid zur Freiheit berufen, Brder, doch ja nicht Freiheit zum 
offenen Thor des Fleisches; vielmehr dienet einander in der Liebe.
GAL 5:14 Denn das ganze Gesetz geht in Ein Wort zusammen, nmlich: du 
sollst deinen Nchsten lieben wie dich selbst.
GAL 5:15 Wenn ihr aber einander beiet und auffresset - gebet acht, da 
ihr nicht von einander verzehrt werdet.
GAL 5:16 Ich sage aber: wandelt im Geiste, so werdet ihr die Lust des 
Fleisches nicht vollbringen.
GAL 5:17 Denn das Fleisch gelstet wider den Geist, den Geist aber wider 
das Fleisch. Sie sind wider einander, auf da ihr nicht das thut, was ihr 
wollt.
GAL 5:18 Wenn ihr aber vom Geist getrieben werdet, so seid ihr nicht unter 
dem Gesetz.
GAL 5:19 Offenbar sind die Werke des Fleisches, als da sind: Unzucht, 
Unreinheit, Ueppigkeit,
GAL 5:20 Gtzendienst, Zauberei, Feindschaft, Hader, Eifersucht, Zorn, 
Rnke, Spaltung, Absonderung,
GAL 5:21 Neid, Trunkenheit, Fressen und dergleichen, davon ich euch 
voraussage, wie ich es schon zuvor gesagt habe, da die solches thun, 
werden Gottes Reich nicht erben.
GAL 5:22 Die Frucht des Geistes aber ist: Liebe, Freude, Friede, Langmut, 
Milde, Edelmut, Treue,
GAL 5:23 Sanftmut, Enthaltsamkeit; wider dergleichen ist kein Gesetz.
GAL 5:24 Die aber dem Christus Jesus gehren, haben das Fleisch samt 
Leidenschaften und Lsten gekreuzigt.
GAL 5:25 Wenn wir durch den Geist leben, lasset uns auch im Geist wandeln.
GAL 5:26 Lasset uns nicht eitel werden, nicht herausfordernd, nicht 
neidisch unter einander.
GAL 6:1 Brder, wenn einmal ein Mensch bereilt wird von einem Fehler, so 
bringet ihn als Geistesmnner zurecht mit dem Geiste der Sanftmut; und 
siehe du nur auf dich selbst, da du nicht ebenfalls versucht werdest.
GAL 6:2 Traget einer des andern Last, und erfllet so das Gesetz des 
Christus.
GAL 6:3 Wenn einer meint, er sei etwas, da er doch nichts ist, so tuscht 
er sich selbst.
GAL 6:4 jeder prfe sein eigenes Thun; dann wird er seinen Ruhm fr sich 
behalten, und den andern damit in Ruhe lassen;
GAL 6:5 denn es wird jeder seine eigene Last zu tragen haben.
GAL 6:6 Wer im Worte Unterricht erhlt, der soll mit seinem Lehrer nach 
allen Seiten Gtergemeinschaft halten.
GAL 6:7 Lasset euch nicht irre machen; Gott lt sich nicht spotten. Was 
der Mensch st, wird er auch ernten:
GAL 6:8 wer auf sein Fleisch st, wird vom Fleisch Verderben ernten; wer 
aber auf den Geist st, der wird vom Geiste ewiges Leben ernten.
GAL 6:9 Lasset uns das rechte thun und nicht mde werden; zu seiner Zeit 
werden wir ernten, wenn wir nicht nachlassen.
GAL 6:10 Es ist uns eine Zeit gesteckt, da wollen wir schaffen, was gut 
ist, gegen alle, am meisten aber gegen die Glaubensgenossen.
GAL 6:11 Sehet, mit was fr groen Buchstaben ich eigenhndig schreibe.
GAL 6:12 Diejenigen, die da mchten im Fleische wohl angesehen sein, 
ntigen euch zur Beschneidung, nur damit sie nicht durch das Kreuz 
Christus Verfolgung leiden.
GAL 6:13 Auch die sich beschneiden lassen, halten das Gesetz fr sich 
nicht; aber euch wollen sie zur Beschneidung bringen, um sich eures 
Fleisches zu rhmen.
GAL 6:14 Mir aber soll es nicht bekommen, mich zu rhmen, auer allein des 
Kreuzes unseres Herrn Jesus Christus, durch den mir die Welt gekreuzigt 
ist und ich der Welt.
GAL 6:15 Denn weder Beschneidung ist etwas noch ihr Gegenteil etwas, 
sondern neue Schpfung gilt es.
GAL 6:16 Und welche nach dieser Regel wandeln, Friede ber sie und 
Erbarmen, und ber den Israel Gottes.
GAL 6:17 Niemand mache mir fernerhin Umstnde. Ich trage die Malzeichen 
Jesus an meinem Leibe.
GAL 6:18 Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus mit eurem Geiste, Brder. 
Amen.
EPH 1:1 Paulus, Apostel Christus Jesus' durch Gottes Willen an die 
Heiligen (in Ephesus), welche sind glubig an Christus Jesus.
EPH 1:2 Gnade euch und Friede von Gott unserem Vater und dem Herrn Jesus 
Christus.
EPH 1:3 Gepriesen ist Gott der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns 
gesegnet hat mit jedem geistlichen Segen in der Himmelswelt in Christus, 
dem gem,
EPH 1:4 da er uns erwhlt hat in ihm vor Grundlegung der Welt, heilig und 
unstrflich zu sein vor ihm in Liebe,
EPH 1:5 indem er uns voraus bestimmte zur Sohnschaft, durch Jesus Christus 
bei ihm, nach dem Gutdnken seines Willens,
EPH 1:6 zum Lobe der Herrlichkeit seiner Gnade, mit welcher er uns 
begnadigt hat in dem Geliebten,
EPH 1:7 in welchem wir haben die Erlsung durch sein Blut, die Vergebung 
der Fehltritte nach dem Reichtum seiner Gnade,
EPH 1:8 die er ausgo ber uns mit aller Weisheit und Einsicht,
EPH 1:9 indem er uns kund machte das Geheimnis seines Willens, gem 
seinem Wohlgefallen wie er es sich vorsetzte
EPH 1:10 fr die Anordnung der Flle der Zeit, unter ein Haupt zu fassen 
das All im Christus, was im Himmel sowohl als was auf Erden ist, in ihm,
EPH 1:11 in welchem wir auch unser Los erhalten haben als Vorausbestimmte 
nach dem Vorsatz dessen, der alles wirkt gem der Neigung seines Willens,
EPH 1:12 da wir seien zum Lobe seiner Herrlichkeit, die wir zuvorgehofft 
haben im Christus,
EPH 1:13 in welchem auch ihr, da ihr das Wort der Wahrheit hrtet, das 
Evangelium von eurem Heile - in welchem ihr auch glubig wurdet, und so 
versiegelt wurdet mit dem heiligen Geiste der Verheiung,
EPH 1:14 der da ist das Angeld unseres Erbes, fr Erlsung des Eigentums, 
zum Lobe seiner Herrlichkeit.
EPH 1:15 Darum auch ich, nachdem ich gehrt von dem Glauben, der bei euch 
ist, an den Herrn Jesus und der Liebe gegen alle Heilige,
EPH 1:16 lasse ich nicht nach in Danksagung fr euch, durch Erwhnung in 
meinem Gebet,
EPH 1:17 auf da der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der 
Herrlichkeit, euch gebe einen Geist der Weisheit und Offenbarung durch 
seine Erkenntnis,
EPH 1:18 erleuchtet die Augen eures Herzens, da ihr wisset, welches ist 
die Hoffnung seiner Berufung, welches der Reichtum der Herrlichkeit seines 
Erbes bei den Heiligen,
EPH 1:19 und welches die berwltigende Gre seiner Macht fr uns, die 
wir glauben nach der Wirkung der Gewalt seiner Strke,
EPH 1:20 die er gewirkt hat an Christus, da er ihn von den Toten 
auferweckte, und ihn setzte zu seiner Rechten in der Himmelswelt,
EPH 1:21 hoch ber alle Herrschaft und Macht und Gewalt und Hoheit und 
alle Namen, die genannt werden, nicht nur in dieser sondern auch in der 
zuknftigen Welt,
EPH 1:22 und hat ihm alles unter die Fe gethan, und ihn zum Haupte 
gegeben ber alles der Gemeinde,
EPH 1:23 die da ist sein Leib, die Flle dessen, der alles in allen 
erfllt.
EPH 2:1 Auch euch, die ihr tot waret durch eure Fehltritte und Snden,
EPH 2:2 in welchen ihr einst wandeltet gem dem Zeitalter dieser Welt, 
gem dem Herrscher des Reiches der Luft, des Geistes, der jetzt noch 
wirkt in den Shnen des Ungehorsams,
EPH 2:3 (unter welchen auch wir einst alle wandelten mit den Begierden 
unseres Fleisches, den Willen des Fleisches und der Gedanken vollbringend, 
und waren von Natur Kinder des Zornes wie die anderen auch)
EPH 2:4 hat doch der Gott, der da reich ist an Erbarmen, um seiner groen 
Liebe willen, mit der er uns geliebt hat,
EPH 2:5 und zwar uns die wir tot waren durch die Fehltritte, mit Christus 
lebendig gemacht (durch Gnade seid ihr gerettet)
EPH 2:6 und mit erweckt und mit versetzt in die Himmelswelt in Christus 
Jesus,
EPH 2:7 damit er zeige in den kommenden Zeiten den berwltigenden 
Reichtum seiner Gnade in Gte gegen uns in Christus Jesus
EPH 2:8 (denn durch Gnade seid ihr errettet mittelst des Glaubens, und 
dieses nicht aus euch, Gottes Geschenk ist es,
EPH 2:9 nicht aus Werken, damit sich keiner rhme);
EPH 2:10 denn sein Gebilde sind wir, geschaffen in Christus Jesus zu guten 
Werken, die Gott zuvor bereitet hat, da wir darin wandeln sollten.
EPH 2:11 Darum gedenket, da einst ihr, die Heiden im Fleisch, die 
Unbeschnittenen genannt von der sogenannten mit Hnden am Fleisch 
gemachten Beschneidung,
EPH 2:12 da ihr zu jener Zeit ohne Christus waret, ohne Teil am 
Brgerrecht Israel und fremd den Bndnissen der Verheiung, ohne Hoffnung 
und ohne Gott in der Welt,
EPH 2:13 jetzt aber in Christus Jesus seid ihr, die ihr einst ferne waret, 
herbeigezogen, durch das Blut des Christus.
EPH 2:14 Denn er ist unser Friede, der beide Teile vereinigt und die 
Scheidewand des Zaunes gebrochen hat, die Feindschaft, indem er durch sein 
Fleisch
EPH 2:15 das Gesetz der Gebote in Satzungen zerstrt hat, da er die zwei 
in ihm selbst zu Einem neuen Menschen schaffe, Frieden stiftend,
EPH 2:16 und vershne beide in Einem Leibe mit Gott durch das Kreuz, da er 
durch dasselbe ttete die Feindschaft,
EPH 2:17 und kam und verkndete den Frieden euch den Fernen, und Frieden 
den Nahen,
EPH 2:18 weil wir durch ihn beide den Zugang haben in Einem Geist zum 
Vater.
EPH 2:19 So seid ihr nun nicht mehr Fremdlinge und Beisassen, sondern ihr 
seid Mitbrger der Heiligen und Hausgenossen Gottes,
EPH 2:20 auferbaut auf den Grund der Apostel und Propheten, da er, 
Christus Jesus, der Eckstein ist,
EPH 2:21 durch welchen der ganze Bau zusammengefgt ist und wchst zu 
einem heiligen Tempel im Herrn,
EPH 2:22 durch welchen auch ihr mit aufgebaut werdet zur Behausung Gottes 
im Geist.
EPH 3:1 Paulus, der Gefangene des Christus Jesus um euer der Heiden willen 
-EPH 3:2 habt ihr ja doch gehrt von der Verwaltung der Gnade Gottes, die 
mir fr euch verliehen ist,
EPH 3:3 da mir durch Offenbarung kund gethan wurde das Geheimnis, wie ich 
es in kurzem vorhin beschrieben habe,
EPH 3:4 woran ihr, wenn ihr es leset, erkennen mget meine Einsicht in das 
Geheimnis des Christus,
EPH 3:5 das in andern Zeitaltern nicht kund gethan wurde den Shnen der 
Menschen, wie es jetzt geoffenbaret ward seinen heiligen Aposteln und 
Propheten im Geiste,
EPH 3:6 da die Heiden Miterben sein sollten und Leibesgenossen und 
Teilnehmer der Verheiung in Christus Jesus durch das Evangelium,
EPH 3:7 dessen Diener ich geworden bin nach der Gabe der Gnade Gottes, die 
mir verliehen ward nach der Wirkung seiner Macht -EPH 3:8 mir dem 
geringsten von allen Heiligen ward diese Gnade verliehen, den Heiden zu 
verknden den unergrndlichen Reichtum des Christus,
EPH 3:9 und zu beleuchten, welches da sei die Ordnung des Geheimnisses, 
das verborgen war vor den Weltzeiten in Gott dem Schpfer aller Dinge,
EPH 3:10 damit jetzt kund gethan werde den Herrschaften und Mchten in der 
Himmelswelt durch die Gemeinde die mannigfaltige Weisheit Gottes,
EPH 3:11 gem dem Plane der Weltzeiten, den er ausgefhrt hat in dem 
Christus Jesus unserem Herrn,
EPH 3:12 in dem wir haben die Zuversicht und Zugang in Vertrauen durch den 
Glauben an ihn -EPH 3:13 darum bitte ich nicht schwach zu werden unter 
meinen Bedrngnissen fr euch, welche euch zur Herrlichkeit dienen -EPH 
3:14 dieserhalb beuge ich meine Knie vor dem Vater,
EPH 3:15 von dem alle Stmme im Himmel und auf Erden den Namen haben,
EPH 3:16 da er euch verleihen mge nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit, 
mit Macht gestrkt zu werden durch seinen Geist fr den inneren Menschen,
EPH 3:17 auf da Christus wohne durch den Glauben in euren Herzen, und ihr 
seid in Liebe gewurzelt und gegrndet,
EPH 3:18 damit ihr in vollen Stand kommt, zu fassen mit allen Heiligen, 
welches da sei die Breite, die Lnge, die Tiefe, die Hhe,
EPH 3:19 und zu erkennen die alle Erkenntnis bersteigende Liebe des 
Christus, damit ihr erfllt werdet zur ganzen Gottesflle.
EPH 3:20 Dem der berschwnglich zu thun vermag ber alles was wir bitten 
und verstehen, nach der Kraft die bei uns wirksam ist,
EPH 3:21 ihm sei Preis in der Gemeinde und in Christus Jesus fr alle 
Geschlechter der Zeit aller Zeiten. Amen.
EPH 4:1 So ermahne ich euch nun, ich der Gefangene im Herrn, wrdig zu 
wandeln der Berufung, mit der ihr berufen seid,
EPH 4:2 mit aller Demut und Sanftmut, mit Geduld, einander tragend in 
Liebe,
EPH 4:3 bestrebt die Einheit des Geistes zu bewahren durch das Band des 
Friedens:
EPH 4:4 Ein Leib und Ein Geist, wie ihr auch berufen seid in Einer 
Hoffnung eurer Berufung;
EPH 4:5 Ein Herr, Ein Glaube, Eine Taufe,
EPH 4:6 Ein Gott und Vater aller, der da ist ber allen und durch alle und 
in allen,
EPH 4:7 jedem einzelnen von uns aber ward die Gnade verliehen nach dem Ma 
der Gabe des Christus.
EPH 4:8 Darum heit es: er ist aufgestiegen in die Hhe, und hat Gefangene 
erbeutet und Geschenke den Menschen gegeben.
EPH 4:9 (Was hat aber das Wort aufgestiegen fr einen Sinn, wenn nicht 
darin liegt: da er auch heruntergestiegen ist in die unteren Gegenden der 
Erde?
EPH 4:10 Der der heruntergestiegen ist, ist derselbe der hinaufgestiegen 
ist ber alle Himmel hinaus, damit er alles erflle.)
EPH 4:11 Und so hat er auch gegeben den einen: Apostel zu sein, den 
andern: Propheten, den andern: Evangelisten, den andern: Hirten und Lehrer,
EPH 4:12 behufs der Ausrichtung der Heiligen zum Werke des Dienstes, zur 
Erbauung des Leibes des Christus,
EPH 4:13 bis wir alle gelangen zu Einheit des Glaubens und der Erkenntnis 
des Sohnes Gottes zur vollen Mannheit, zum Mae des Alters der Flle des 
Christus,
EPH 4:14 auf da wir nicht mehr seien unmndig, hin und her geschaukelt 
und getrieben von jedem Winde der Lehre durch das Trugspiel der Menschen, 
die Verfhrungsknste der Irrlehre,
EPH 4:15 vielmehr wahr seien in der Liebe, und wachsen in allen Stcken zu 
ihm hin, der da ist das Haupt, Christus,
EPH 4:16 von dem aus der ganze Leib zusammengefgt und gehalten durch alle 
die untersttzenden Anschlsse nach der einem jeden Glied zugemessenen 
Wirksamkeit als Leib heranwchst zu seiner Auferbauung in Liebe.
EPH 4:17 Dies also sage ich und beschwre euch im Herrn, nicht mehr zu 
wandeln, wie auch die Heiden wandeln in der Eitelkeit ihres Denkens,
EPH 4:18 verfinsterten Sinnes, entfremdet vom Leben Gottes, um der 
Unwissenheit willen die unter ihnen ist, um der Verstockung ihres Herzens 
willen,
EPH 4:19 die da sind erschlafft und haben sich der Ueppigkeit hingegeben 
zum Betrieb aller Unreinigkeit in Habsucht.
EPH 4:20 Ihr habt aber nicht so gelernt vom Christus;
EPH 4:21 habt ihr ja doch von ihm gehrt und seid in ihm unterrichtet, so 
wie es Wahrheit ist bei Jesus:
EPH 4:22 da ihr sollt ablegen den alten Menschen nach dem vorigen Wandel, 
der sich aufreibt in den Lsten des Truges,
EPH 4:23 und euch erneuern im Geiste eures Sinnes,
EPH 4:24 und anziehen den neuen Menschen, der nach Gott geschaffen ist in 
Gerechtigkeit und Heiligkeit der Wahrheit.
EPH 4:25 Darum leget die Lge ab und redet die Wahrheit, ein jeder mit 
seinem Nebenmenschen, weil wir Glieder sind unter einander.
EPH 4:26 Im Zorn sndiget nicht, die Sonne soll nicht untergehen ber 
eurem Zrnen;
EPH 4:27 und ihr sollt nicht Raum geben dem Teufel.
EPH 4:28 Wer da stiehlt, stehle nicht mehr, er arbeite vielmehr und 
erwerbe mit seinen Hnden sein Gut, da er habe zu geben dem Drftigen.
EPH 4:29 Kein faules Wort gehe aus eurem Munde, sondern was da taugt zum 
Aufbau des Umgangs, da es den Hrern anmutig sei;
EPH 4:30 und betrbet nicht den heiligen Geist Gottes, mit welchem ihr 
versiegelt seid auf den Tag der Erlsung.
EPH 4:31 Alle Bitterkeit, Ungestm, Zorn, Lrmen und Lstern weiche von 
euch samt aller Bosheit.
EPH 4:32 Seid gegeneinander gtig, barmherzig, und einander vergebend wie 
Gott in Christus euch vergeben hat.
EPH 5:1 So folget nun dem Vorbild Gottes, als geliebte Kinder,
EPH 5:2 und wandelt in Liebe, wie auch Christus euch geliebt hat, und hat 
sich selbst fr euch hingegeben als Gabe und Opfer an Gott zum Dufte sen 
Geruchs.
EPH 5:3 Unzucht und jede Art Unreinigkeit oder Habsucht soll man auch 
nicht dem Namen nach unter euch kennen, so wie es Heiligen ziemt;
EPH 5:4 ebenso Gemeinheit, Possenreden und leichtfertiges Geschwtz, was 
unschicklich ist; statt dessen vielmehr Danksagung.
EPH 5:5 Daran denket in der Erkenntnis, da kein Unzchtiger oder Unreiner 
oder Geizhals, das heit Gtzendiener, im Reiche des Christus und Gottes 
ein Erbe hat.
EPH 5:6 Niemand soll euch betrgen mit eitlen Worten; um solcher Dinge 
willen kommt der Zorn Gottes ber die Shne des Ungehorsams;
EPH 5:7 so werdet denn nicht ihre Genossen;
EPH 5:8 denn ihr waret einst Finsternis, jetzt aber seid ihr Licht im 
Herrn; so wandelt als Kinder des Lichtes,
EPH 5:9 denn die Frucht des Lichtes besteht in allerlei Gte, 
Gerechtigkeit und Wahrheit,
EPH 5:10 prfend, was da sei dem Herrn wohlgefllig,
EPH 5:11 und lasset euch nicht ein mit den unfruchtbaren Werken der 
Finsternis, sondern machet sie zu Schanden.
EPH 5:12 Was da in der Heimlichkeit von ihnen geschieht, davon auch nur zu 
reden ist schndlich.
EPH 5:13 Vom Lichte zu Schanden gemacht wird alles offenbar;
EPH 5:14 denn wo etwas geoffenbart wird, da ist Licht. Darum heit es: 
Wache auf, der du schlfst, und stehe auf von den Toten; so wird dir der 
Christus leuchten.
EPH 5:15 So sehet nun genau zu, wie ihr wandelt; nicht wie Unweise, 
sondern wie Weise;
EPH 5:16 den Augenblick auskaufend, weil die Tage bse sind;
EPH 5:17 darum werdet nicht thricht, sondern sehet ein, was der Wille des 
Herrn sei.
EPH 5:18 Und berauschet euch nicht mit Wein, das fhrt zum Verderben. 
Sondern werdet voll Geistes,
EPH 5:19 redend unter einander in Psalmen und Hymnen und geistlichen 
Liedern, singend und spielend dem Herrn mit eurem Herzen,
EPH 5:20 dankend allezeit fr alles im Namen unseres Herrn Jesus Christus 
Gott dem Vater.
EPH 5:21 Seid einander unterthan in der Furcht Christus'.
EPH 5:22 Die Frauen je ihren Mnnern als wie dem Herrn;
EPH 5:23 denn der Mann ist das Haupt der Frau ebenso wie der Christus ist 
das Haupt der Gemeinde, als der da ist der Erlser des Leibes.
EPH 5:24 Aber wie die Gemeinde dem Christus unterthan ist, so seien es die 
Frauen den Mnnern in allen Stcken.
EPH 5:25 Ihr Mnner, liebet die Weiber, wie auch der Christus die Gemeinde 
geliebt und sich selbst fr sie dargebracht hat,
EPH 5:26 damit er sie heilige, nachdem er sie gereinigt durch das 
Wasserbad mit dem Worte,
EPH 5:27 damit er fr sich selbst die Gemeinde herrlich herstelle, ohne 
Flecken, Runzel oder dergleichen, da sie vielmehr sei heilig und ohne 
Fehl.
EPH 5:28 So sind die Mnner schuldig ihre Frauen zu lieben, wie ihre 
eigenen Leiber. Wer seine eigene Frau liebt, der liebt sich selbst.
EPH 5:29 Denn niemand hat noch sein eigenes Fleisch gehat; sondern er 
hegt und pflegt es, wie auch der Christus die Gemeinde,
EPH 5:30 weil wir Glieder seines Leibes sind.
EPH 5:31 Dafr verlt ein Mensch Vater und Mutter und hngt seinem Weibe 
an, und werden die zwei Ein Fleisch sein.
EPH 5:32 Dieses Geheimwort ist schwer; ich deute es von Christus und der 
Gemeinde.
EPH 5:33 Doch bei euch soll jeder einzelne seine Frau so lieben, wie sich 
selbst; damit auch die Frau den Mann frchte.
EPH 6:1 Ihr Kinder, gehorchet euren Eltern im Herrn, denn das ist in der 
Ordnung.
EPH 6:2 Ehre deinen Vater und Mutter, es ist dies das erste Gebot mit 
Verheiung:
EPH 6:3 da es dir wohl gehe und du lange lebest auf Erden.
EPH 6:4 Und ihr Vter, reizet eure Kinder nicht zum Zorn, sondern zieht 
sie auf in der Zucht und Vermahnung des Herrn.
EPH 6:5 Ihr Knechte, gehorchet euren Herrn nach dem Fleisch mit Furcht und 
Zittern in Einfalt eures Herzens, als wie dem Christus;
EPH 6:6 nicht mit Augendienerei als Menschengefllige, sondern als Knechte 
Christus' den Willen Gottes von Herzen erfllend:
EPH 6:7 mit gutem Willen dienend als dem Herrn und nicht Menschen,
EPH 6:8 im Bewutsein, da, was ein jeder Gutes thut, das wird er wieder 
bekommen vom Herrn, er sei Knecht oder Freier.
EPH 6:9 Und ihr Herrn, haltet euch ebenso gegen sie, und lasset ab von 
Drohen, im Bewutsein, da ihr wie sie einen Herrn habt in den Himmeln, 
und da bei ihm kein Ansehen der Person gilt.
EPH 6:10 Im brigen werdet mchtig im Herrn und in der Gewalt seiner 
Strke.
EPH 6:11 Ziehet an die Waffenrstung Gottes, da ihr bestehen knnet wider 
die Schliche des Teufels;
EPH 6:12 denn ihr habt nicht zu kmpfen gegen Blut und Fleisch, sondern 
gegen die Herrschaften, gegen die Mchte, gegen die Weltherrscher dieser 
Finsternis, gegen die Geisterwesen der Bosheit in der Himmelswelt.
EPH 6:13 Darum nehmt die Rstung Gottes, da ihr widerstehen knnet am 
bsen Tag, und alles bewltigend aufrecht bleiben.
EPH 6:14 So stehet also, eure Lende gegrtet mit Wahrheit, angethan mit 
dem Harnisch der Gerechtigkeit,
EPH 6:15 die Fe geschuht mit der Bereitschaft zum Evangelium des 
Friedens,
EPH 6:16 bei allem aber aufnehmend den Schild des Glaubens, mit welchem 
ihr alle feurigen Geschoe des Bsen auslschen knnt;
EPH 6:17 und nehmet an euch den Helm des Heils und das Schwert des 
Geistes, welches ist das Wort Gottes;
EPH 6:18 mit allem Bitten und Flehen betend allezeit im Geiste, und 
wachend dazu in aller Ausdauer und Frbitte fr alle Heilige,
EPH 6:19 auch fr mich, da mir das Wort gegeben werde mit Aufthun meines 
Mundes, frei zu verknden das Geheimnis des Evangeliums,
EPH 6:20 fr das ich werbe in Fesseln, da ich offen damit hervortreten 
mge, wie es meine Pflicht ist zu reden.
EPH 6:21 Damit aber auch ihr wisset, wie es mir geht und was ich thue, 
wird euch Tychikus der geliebte Bruder und treue Diener im Herrn alles 
berichten;
EPH 6:22 den habe ich zu euch geschickt zu diesem Zweck, damit ihr erfahrt 
wie es bei uns steht, und er eure Herzen trste.
EPH 6:23 Friede den Brdern und Liebe samt Glauben, von Gott dem Vater und 
dem Herrn Jesus Christus.
EPH 6:24 Die Gnade mit allen, die unseren Herrn Jesus Christus lieben 
unwandelbar.
PHI 1:1 Paulus und Timotheus, Knechte Christus Jesus' an alle Heiligen in 
Christus Jesus in Philippi, samt Aufsehern und Gehilfen.
PHI 1:2 Gnade euch und Friede von Gott unserem Vater und dem Herrn Jesus 
Christus.
PHI 1:3 Ich danke meinem Gott, so oft ich euer gedenke -PHI 1:4 denn 
allezeit wenn ich bete bitte ich fr euch alle und das mit Freuden -PHI 
1:5 ber eure Gemeinschaft fr das Evangelium vom ersten Tage bis heute,
PHI 1:6 wobei ich eben darauf baue, da, der in euch angefangen hat ein 
gutes Werk, es auch vollenden wird bis zum Tage Christus Jesus'.
PHI 1:7 Mu ich doch von Rechts wegen so fr euch alle denken; denn ich 
trage euch im Herzen, in meinen Fesseln wie bei der Verteidigung und 
Bekrftigung des Evangeliums, euch alle als meine Mitgenossen der Gnade.
PHI 1:8 Gott ist mein Zeuge, wie ich mich sehne nach euch allen mit der 
Innigkeit Christus Jesus';
PHI 1:9 und ich flehe nur, da eure Liebe noch mehr und mehr reich werde 
in Erkenntnis und dem richtigen Gefhl zu sittlicher Unterscheidung,
PHI 1:10 damit ihr rein seied und unanstig auf den Tag Christus',
PHI 1:11 erfllt mit solcher Frucht der Gerechtigkeit, wie sie durch Jesus 
Christus kommt zu Preis und Lob Gottes.
PHI 1:12 Es verlangt mich euch mitzuteilen, Brder, von meiner Sache, wie 
hoch sie zum Gewinn des Evangeliums ausgeschlagen ist,
PHI 1:13 so da meine Fesseln eine Kundgebung in Christus geworden sind, 
im ganzen Prtorium und sonst berall,
PHI 1:14 und die Mehrzahl der Brder in dem Herrn, im Gefolge meiner 
Fesseln, mehr und mehr es wagen ohne Scheu vom Wort Gottes zu reden.
PHI 1:15 Wohl verknden auch Manche Christus Neides und Streites halber, 
aber auch Andere aus guter Gesinnung;
PHI 1:16 die aus der Liebe, im Blick darauf, wie ich hier liege zur 
Verteidigung des Evangeliums;
PHI 1:17 die aus Parteigeist, verknden wohl Christus, aber nicht lauter; 
denn sie meinen dabei, Leid auf meine Bande zu hufen.
PHI 1:18 Doch was thuts? So wie so, mit oder ohne Hintergedanken: Christus 
wird bekannt gemacht, und darber freue ich mich. Und freuen werde ich 
mich auch ferner;
PHI 1:19 denn ich wei, da mir das zum Heile ausschlagen wird durch eure 
Bitte und die Hilfreichung des Geistes Jesus Christus';
PHI 1:20 wie ich berhaupt die Hoffnung hoch trage, da ich in keinem 
Stcke werde zu Schanden werden, sondern ganz offen wie stets so auch 
jetzt Christus wird gepriesen werden an meinem Leib, sei es durch Leben 
oder durch Tod.
PHI 1:21 Denn mein Leben ist Christus und das Sterben Gewinn;
PHI 1:22 wenn aber das Leben im Fleisch gerade Frucht des Wirkens fr mich 
bedeutet, dann wei ich nicht, was ich whlen soll.
PHI 1:23 So drngt es denn auf mich von beiden Seiten: ich habe Lust 
abzuscheiden und bei Christus zu sein; ist es doch das bessere Teil weit 
aus;
PHI 1:24 aber das Bleiben im Fleisch mag dringender sein um euretwillen,
PHI 1:25 und in diesem Glauben denke ich, da ich bleiben werde, und bei 
euch allen noch weilen, fr euch zu Gewinn und Freude des Glaubens,
PHI 1:26 da ihr noch weiter zu rhmen habet in Christus Jesus durch mich, 
wenn ich noch einmal zu euch komme.
PHI 1:27 Nur fhret euer Gemeinschaftsleben wrdig des Evangeliums 
Christus, damit ich, wenn ich komme, an euch sehe, wenn ich fern bin, von 
euch hre, da ihr steht in Einem Geist, zusammen kmpfend, Eine Seele fr 
den Glauben des Evangeliums;
PHI 1:28 niemals eingeschchtert von den Widersachern, so zum Beweis fr 
sie des Verderbens und fr euch des Heiles: und das von Gott,
PHI 1:29 weil es euch verliehen ward, fr Christus auch zu leiden, nicht 
blo an ihn zu glauben,
PHI 1:30 in demselben Kampfe, der mein Los ist, wie ihr es einst gesehen 
und jetzt davon hret.
PHI 2:1 Gilt noch eine Ermahnung in Christus, noch ein Einreden der Liebe, 
noch eine Gemeinschaft des Geistes, noch Herz und Barmherzigkeit,
PHI 2:2 so macht mir die Freude voll, da ihr gleich gesinnt seied, in 
gleicher Liebe, Eine Seele, Ein Sinn,
PHI 2:3 ferne berall von Parteigeist, ferne von Eitelkeit, vielmehr in 
Demut aneinander hinaufsehend,
PHI 2:4 kein Teil nur das Auge habend fr sein Wesen, sondern auch fr das 
des andern.
PHI 2:5 Die Gesinnung sei bei euch wie bei Christus Jesus,
PHI 2:6 der da war in Gottesgestalt, aber das Gottgleichsein nicht wie 
einen Raub ansah,
PHI 2:7 sondern sich selbst entuerte, indem er Knechtsgestalt annahm, in 
Menschenbild auftrat,
PHI 2:8 im Verhalten wie ein Mensch befunden, sich selbst erniedrigte, 
gehorsam bis zum Tode, ja bis zum Kreuzestod.
PHI 2:9 Darum hat ihn auch Gott so hoch erhht,
PHI 2:10 und ihm den Namen verliehen, der ber allen Namen ist, auf da 
sich in dem Namen Jesus' beugen alle Knie, derer die im Himmel, die auf 
der Erde, und die unter der Erde sind,
PHI 2:11 und alle Zungen bekennen, da Jesus Christus Herr sei zum Preis 
Gottes des Vaters.
PHI 2:12 Also meine Geliebten: ihr waret ja allezeit gehorsam; so lasset 
es nicht bewenden bei dem, was unter meinen Augen geschah, sondern 
arbeitet jetzt noch viel mehr, in meiner Abwesenheit, mit Furcht und 
Zittern an eurer Rettung.
PHI 2:13 Denn Gott ist es, der in euch wirksam macht das Wollen wie das 
Wirken, des Wohlgefallens wegen.
PHI 2:14 Alles thut ohne Murren und Bedenken,
PHI 2:15 da ihr werdet tadellos und lauter, Kinder Gottes ohne Fehl, 
mitten in einem verkehrten und verwirrten Geschlecht, unter denen ihr 
leuchtet wie Gestirne in der Welt,
PHI 2:16 damit da ihr am Worte des Lebens haltet, mir zum Ruhm auf den 
Tag Christus', da ich nicht vergeblich gelaufen sei, noch vergeblich 
gearbeitet habe.
PHI 2:17 Und wenn ich auch mein Blut vergieen soll zu Opfer und Weihe 
eures Glaubens, so freue ich mich, freue mich mit euch insgesamt.
PHI 2:18 Ebenso aber sollt auch ihr euch freuen und mit mir freuen.
PHI 2:19 Ich hoffe aber im Herrn Jesus, den Timotheus bald zu euch 
schicken zu knnen, damit auch ich durch Nachrichten von euch erquickt 
werde.
PHI 2:20 Denn ich habe keinen Gleichgestimmten, der so ohne Falsch sich um 
eure Dinge bekmmerte.
PHI 2:21 Sie denken alle an sich, nicht an Jesus Christus.
PHI 2:22 Seine erprobte Treue aber ist euch bekannt, hat er doch wie ein 
Kind seinem Vater mir gedient fr das Evangelium.
PHI 2:23 Ihn also hoffe ich euch zu senden, so bald ich nur in meinen 
eigenen Angelegenheiten hinaussehe.
PHI 2:24 Ich traue aber auf den Herrn, da ich auch selbst bald werde 
kommen knnen.
PHI 2:25 Fr dringend aber habe ich erachtet, den Bruder Epaphroditus 
meinen Mitarbeiter und Mitstreiter, euren Gesandten und Uebermittler 
meines Bedarfs, zu euch zu entlassen.
PHI 2:26 Denn er hatte Verlangen nach euch allen, und hatte keine Ruhe, 
weil ihr von seiner Krankheit gehrt hattet.
PHI 2:27 In der That war er auf den Tod krank; aber Gott hat sich seiner 
erbarmt, und nicht blos seiner, sondern auch meiner, auf da mich nicht 
Trbsal ber Trbsal treffe.
PHI 2:28 So habe ich mich doppelt beeilt, ihn zu entlassen, damit ihr euch 
seines Wiedersehens freuet, und ich um eine Anfechtung leichter sei.
PHI 2:29 So heiet ihn im Herrn hoch willkommen, und haltet solche Mnner 
wert.
PHI 2:30 Denn um des Werkes Christus' willen kam er dem Tode nahe, und hat 
sein Leben ausgesetzt bei diesem Dienst fr mich, um mit seiner Person 
auch das noch hinzuzuthun, was ihr selbst nicht thun konntet.
PHI 3:1 Im brigen, meine Brder, freuet euch im Herrn. Ich wiederhole 
mich; doch mir entleidet es nicht und euch prgt sich's fester ein.
PHI 3:2 Habet Acht auf die Hunde, auf die bsen Arbeiter, habet Acht auf 
die Zerschneidung.
PHI 3:3 Denn die Beschneidung, das sind wir, die wir durch Gottes Geist 
anbeten, und rhmen uns in Christus Jesus, und vertrauen nicht auf das 
Fleisch.
PHI 3:4 Wiewohl ich auch im Besitze dessen bin, was die Zuversicht im 
Fleische gibt. Meint ein anderer sich auf's Fleisch verlassen zu drfen - 
ich kann es noch mehr:
PHI 3:5 ich, mit acht Tagen beschnitten, aus dem Volk Israel, dem Stamme 
Benjamin, Hebrer von Hebrern, im Gesetze Phariser,
PHI 3:6 im Eifer Verfolger der Gemeinde, in der Gerechtigkeit, der des 
Gesetzes, ohne Tadel bestanden.
PHI 3:7 Doch was mir Gewinn war, das habe ich um Christus willen fr 
Schaden geachtet,
PHI 3:8 vielmehr, ich achte noch alles fr Schaden gegen die 
berwltigende Gre der Erkenntnis Christus Jesus' meines Herrn, um 
dessentwillen ich alles preisgegeben habe, und achte es fr Abraum, auf 
da ich Christus gewinne,
PHI 3:9 und werde in ihm erfunden, nicht mit eigener Gerechtigkeit aus dem 
Gesetze, sondern mit der durch Glauben an Christus, mit der Gerechtigkeit 
aus Gott, auf Glauben,
PHI 3:10 ihn zu erkennen und die Kraft seiner Auferstehung und die 
Gemeinschaft seiner Leiden; seines Todes Gestalt annehmend,
PHI 3:11 ob ich gelangen mchte zur Auferstehung von den Toten.
PHI 3:12 Nicht da ich es schon ergriffen habe oder schon vollendet sei; 
ich jage ihm aber nach, ob ich es ergreifen mchte, darum, da ich auch 
ergriffen bin von Christus Jesus.
PHI 3:13 Brder, ich achte von mir nicht, da ich es ergriffen htte, aber 
eines: was dahinten ist, vergesse ich, ich greife aus nach dem, was vor 
mir ist,
PHI 3:14 ich verfolge mein Ziel, das im Siegespreis der Berufung droben, 
von Gott in Christus Jesus.
PHI 3:15 Wer nun vollkommen ist - so lasset uns alle denken. Denkt ihr 
noch in etwas anders, Gott wird euch auch darber Licht geben.
PHI 3:16 Nur eines! soweit wir gekommen sind: Bahn halten!
PHI 3:17 Tretet mit ein in meine Nachfolge, Brder, und sehet auf die, 
welche also wandeln, wie ihr uns zum Vorbilde habt.
PHI 3:18 Denn es wandeln gar manche - ich habe euch oft von ihnen gesagt, 
und sage es jetzt mit Thrnen, da sie Feinde des Kreuzes Christus' sind.
PHI 3:19 Ihr Ende ist Verderben, ihr Gott ist der Bauch, ihr Ruhm ist in 
ihrer Scham, ihr Sinn geht auf das Irdische.
PHI 3:20 Unser Brgertum ist im Himmel, von wo wir auch als Heiland 
erwarten den Herrn Jesus Christus,
PHI 3:21 der da verwandeln wird den Leib unserer Erniedrigung zur 
Gleichgestaltung mit dem Leib seiner Herrlichkeit, nach der Kraft, mit der 
er auch kann alles ihm unterthan machen.
PHI 4:1 Nun denn, meine geliebten teuren Brder, die ihr meine Freude und 
mein Kranz seid, solcher Art stehet fest im Herrn, Geliebte.
PHI 4:2 Ich ermahne die Euodia und ebenso die Syntyche, Eines Sinnes zu 
sein im Herrn.
PHI 4:3 So bitte ich auch dich, du lauterer Synzygos, gehe ihnen zur Hand; 
sie sind mir im Kampfe fr das Evangelium beigestanden, sowie auch Clemens 
und meine brigen Mitarbeiter, deren Namen im Buche des Lebens stehen.
PHI 4:4 Freuet euch im Herrn allezeit. Noch einmal sage ich es: freuet 
euch.
PHI 4:5 Lasset allen Menschen eure Lindigkeit kund werden. Der Herr ist 
nahe.
PHI 4:6 Sorget nichts; sondern die Anliegen, die ihr habt, bringet vor 
Gott mit Gebet und Flehen samt Danksagung.
PHI 4:7 So wird der Friede Gottes, der alle Begriffe bersteigt, eure 
Herzen und Gedanken bewahren in Christus Jesus.
PHI 4:8 Endlich, Brder, was wahr ist, was ehrwrdig, was gerecht, was 
rein, was lieblich, was wohllautend, was eine Tugend, ein Lob, dem denket 
nach;
PHI 4:9 was ihr auch gelernt und berkommen und gehrt und gesehen habt 
bei mir, das thut; so wird der Gott des Friedens mit euch sein.
PHI 4:10 Es war mir eine groe Freude im Herrn, da euer Wohlwollen fr 
mich wieder einmal ins Leben treten konnte; an der Gesinnung hatte es ja 
nicht gefehlt, nur an der Gelegenheit.
PHI 4:11 Nicht, da ich wegen Mangels davon rede; denn ich habe gelernt, 
wie ich stehe, Genge zu haben.
PHI 4:12 Ich kann gering und kann aus dem Vollen leben; ich bin mit allem 
und jedem vertraut: satt sein und hungern, Ueberflu und Mangel haben.
PHI 4:13 Alles vermag ich durch den, der mich stark macht.
PHI 4:14 Doch ihr habt edel gehandelt, da ihr meiner Bedrngnis eure 
Teilnahme zuwandtet.
PHI 4:15 Ihr wisset aber selbst, ihr Philipper, wie im Anfang des 
Evangeliums, als ich von Makedonia weggieng, keine Gemeinde durch Geben 
und Nehmen mit mir abrechnete, als ihr allein;
PHI 4:16 wie ihr auch in Thessalonike mir mehr als einmal fr meine 
Bedrfnisse etwas zukommen lieet.
PHI 4:17 Nicht da es mir um die Gabe ist: aber es ist mir um die Frucht, 
die fr eure Rechnung ausschlgt.
PHI 4:18 Ich habe nun alles und habe brig; es ist mir die Flle geworden, 
da ich von Epaphroditus eure Sendung erhielt als einen Duft des 
Wohlgeruchs, ein angenehmes, Gott wohlgeflliges Opfer.
PHI 4:19 Mein Gott aber wird alle eure Bedrfnisse befriedigen nach seinem 
Reichtum in Herrlichkeit in Christus Jesus.
PHI 4:20 Gott unserem Vater Preis in alle Ewigkeit. Amen.
PHI 4:21 Gret jeden Heiligen in Christus Jesus. Es gren euch die 
Brder bei mir.
PHI 4:22 Es gren euch alle Heiligen, vorzglich die vom Hofe des Kaisers.
PHI 4:23 Die Gnade des Herrn Jesus Christus mit eurem Geiste.
COL 1:1 Paulus, Apostel Christus Jesus' durch Gottes Willen und Timotheus 
der Bruder
COL 1:2 an die Heiligen und glubigen Brder in Christus zu Koloss. Gnade 
euch und Friede von Gott unserem Vater.
COL 1:3 Wir danken Gott dem Vater unseres Herrn Jesus Christus allezeit 
euretwegen im Gebet,
COL 1:4 nachdem wir gehrt von eurem Glauben in Christus Jesus und der 
Liebe, die ihr gegen alle Heiligen habt,
COL 1:5 um der Hoffnung willen die fr euch in den Himmeln liegt, von 
welcher ihr voraus gehrt in dem Wort der Wahrheit des Evangeliums,
COL 1:6 das da zu euch gekommen ist, ebenso wie es in der ganzen Welt ist 
und bringt Frucht und wchst ebenso wie unter euch, von dem Tage an, da 
ihr gehrt und erkannt habt die Gnade Gottes in Wahrheit,
COL 1:7 wie ihr es gelernt habt von Epaphras, unserem geliebten Mitknecht, 
der da ist ein treuer Diener des Christus fr euch,
COL 1:8 der denn auch uns erzhlt hat von eurer Liebe im Geist.
COL 1:9 Darum eben lassen auch wir nicht ab, von dem Tag an, da wir es 
vernommen, fr euch zu beten und zu bitten, da ihr mget erfllt werden 
mit der Erkenntnis seines Willens in aller Weisheit und geistlicher 
Einsicht,
COL 1:10 zu wandeln wrdig des Herrn zu allem Wohlgefallen, fruchtbringend 
in allem guten Werke und wachsend zur Erkenntnis Gottes,
COL 1:11 gestrkt mit aller Strke nach der Macht seiner Herrlichkeit zu 
aller Geduld und Langmut, mit Freude
COL 1:12 dankend dem Vater, der uns tchtig gemacht hat zum Anteil des 
Loses der Heiligen im Lichte,
COL 1:13 der uns befreit hat von der Macht der Finsternis und versetzt hat 
in das Reich des Sohnes seiner Liebe,
COL 1:14 in welchem wir haben die Erlsung, die Vergebung der Snden,
COL 1:15 der da ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, erstgeborener 
aller Schpfung,
COL 1:16 denn in ihm ward alles geschaffen im Himmel und auf der Erde, das 
Sichtbare und das Unsichtbare, Throne, Hohheiten, Herrschaften, Mchte, 
alles ist durch ihn und auf ihn geschaffen
COL 1:17 und er ist vor allem, und alles besteht in ihm.
COL 1:18 Und er ist das Haupt des Leibes, der Gemeinde, der da ist der 
Anfang, erstgeborener von den Toten, auf da er habe in allem den ersten 
Platz;
COL 1:19 denn er beschlo in ihm die ganze Flle wohnen zu lassen,
COL 1:20 und durch ihn alles zu vershnen zu ihm, indem er Friede machte 
durch das Blut seines Kreuzes, durch ihn sowohl das was auf Erden als das 
was im Himmel ist.
COL 1:21 Auch euch, die ihr einst entfremdet waret, und feindseligen 
Sinnes in den bsen Werken,
COL 1:22 nun hat er euch vershnt mit dem Leibe seines Fleisches, durch 
den Tod, um euch herzustellen heilig und unbefleckt und unklagbar vor ihm;
COL 1:23 wenn ihr ja doch im Glauben beharrt, wohl gegrndet und fest und 
unentwegt von der Hoffnung des Evangeliums, das ihr gehrt, das da 
verkndigt ist bei aller Creatur unter dem Himmel, dessen Diener ich 
Paulus geworden bin.
COL 1:24 Jetzt freue ich mich im Leiden fr euch, und leiste an meinem 
Fleische, was von den Drangsalen des Christus noch aussteht, fr seinen 
Leib, das ist die Gemeinde;
COL 1:25 deren Diener ich geworden bin gem der Verwaltung Gottes, die 
mir verliehen ward bei euch zu erfllen das Wort Gottes,
COL 1:26 das Geheimnis das verborgen blieb vor den Weltaltern und vor den 
Geschlechtern, nun aber ward es geoffenbart seinen Heiligen,
COL 1:27 welchen Gott kund thun wollte, was da sei der Reichtum der 
Herrlichkeit dieses Geheimnisses unter den Heiden, das ist Christus unter 
euch, die Hoffnung der Herrlichkeit,
COL 1:28 den wir verknden, jedermann ermahnend und jedermann 
unterrichtend in aller Weisheit, damit wir jedermann darstellen vollkommen 
in Christus;
COL 1:29 wofr ich auch arbeite im Kampf nach seiner Kraft, die in mir 
schafft gewaltig.
COL 2:1 Es verlangt mich euch zu sagen, welchen Kampf ich fr euch habe, 
und die in Laodikea, und alle die mich nicht von Angesicht im Fleische 
gesehen haben,
COL 2:2 auf da ihre Herzen aufgerichtet werden, zusammengehalten in 
Liebe, und zu allem Reichtum der Gewiheit des Verstndnisses, zur 
Erkenntnis des Geheimnisses Gottes, Christus',
COL 2:3 in welchem alle Schtze der Weisheit und der Erkenntnis verborgen 
sind.
COL 2:4 Davon rede ich aber, damit euch niemand verwirre mit Blendreden;
COL 2:5 denn wenn ich auch mit dem Fleisch abwesend bin, so bin ich doch 
mit dem Geist bei euch, mit Freuden schauend die Ordnung und den festen 
Bestand eures Glaubens an Christus.
COL 2:6 Wie ihr nun den Herrn Christus Jesus berkommen habet, so wandelt 
in ihm,
COL 2:7 eingewurzelt und euch aufbauend in ihm und befestigend durch den 
Glauben, wie ihr gelehrt seid, berstrmend von Dank.
COL 2:8 Sehet zu, da euch nicht jemand beraube mittelst der Philosophie 
und leeren Truges nach menschlicher Ueberlieferung, nach den Elementen der 
Welt und nicht nach Christus.
COL 2:9 Denn in ihm wohnt all die Flle der Gottheit leiblich,
COL 2:10 und ihr seid in ihm erfllt, der da ist das Haupt jeder 
Herrschaft und Gewalt,
COL 2:11 in welchem ihr auch beschnitten wurdet mit einer Beschneidung, 
die nicht mit Hnden gemacht ist, durch das Ausziehen des Fleischesleibes, 
durch die Beschneidung des Christus,
COL 2:12 da ihr mit ihm begraben wurdet in der Taufe, in welchem ihr auch 
auferweckt wurdet durch den Glauben an die Wirksamkeit Gottes, der ihn von 
den Toten erweckt hat.
COL 2:13 Auch euch, die ihr tot waret durch die Uebertretungen und euer 
unbeschnittenes Fleisch, hat er lebendig gemacht mit ihm, indem er uns 
alle Fehltritte schenkte,
COL 2:14 indem er auslschte die uns angehende Schuldschrift durch Gebote, 
welche gegen uns stand, und nahm sie hinweg, dadurch da er sie ans Kreuz 
heftete;
COL 2:15 indem er auszog die Herrschaften und die Mchte, hat er sie offen 
zum Spott gemacht, da er ber sie triumphierte durch dasselbe.
COL 2:16 So soll euch nun niemand richten ber Speise oder Trank, oder in 
betreff eines Festes, oder Neumonds oder Sabbats.
COL 2:17 Das ist der Schatten des Zuknftigen; der Krper aber ist des 
Christus.
COL 2:18 Niemand soll euch um den Siegespreis bringen, der sich gefllt in 
Kopfhngen und Dienst der Engel, auf Vision pochend, hohl aufgeblasen von 
seines Fleisches Sinn,
COL 2:19 aber nicht hlt am Haupt, von dem aus der ganze Leib durch 
Anschlsse und Bnder untersttzt und zusammengehalten in Gottes Wachstum 
vorankommt.
COL 2:20 Wenn ihr mit Christus den Elementen der Welt abgestorben seid, 
was lasset ihr euch Satzungen machen, als lebtet ihr in der Welt?
COL 2:21 Das berhre nicht, das koste nicht, das greife nicht an
COL 2:22 (was doch alles bestimmt ist im Gebrauche verzehrt zu werden) 
nach den Geboten und Lehren der Menschen,
COL 2:23 die Weisheit sein sollen, durch Frmmelei, Kopfhngen und 
Mihandeln des Leibes - nicht weil es einen Wert htte gegenber der 
Uebersttigung des Fleisches.
COL 3:1 Seid ihr nun mit Christus auferstanden, so trachtet nach dem, was 
droben ist, wo der Christus ist sitzend zur Rechten Gottes;
COL 3:2 denket auf das was droben ist, nicht auf das, was auf Erden ist;
COL 3:3 denn ihr seid gestorben und euer Leben ist verborgen mit dem 
Christus in Gott;
COL 3:4 wenn der Christus offenbar wird, euer Leben, dann werdet auch ihr 
mit ihm offenbar werden in Herrlichkeit.
COL 3:5 So ttet nun die Glieder, die auf der Erde: Unzucht, Unreinigkeit, 
Leidenschaft, bse Lust, und die Habsucht, die da ist Gtzendienst,
COL 3:6 um derentwillen der Zorn Gottes kommt,
COL 3:7 worin auch ihr einst wandeltet, da ihr darin lebtet.
COL 3:8 Nun aber leget auch ihr alles ab: Zorn, Ungestm, Bosheit, 
Lsterung, Schandrede aus eurem Munde,
COL 3:9 lget einander nicht an - nachdem ihr ausgezogen den alten 
Menschen mit seinen Thaten
COL 3:10 und angezogen den neuen, der erneuert wird zur Erkenntnis nach 
dem Bilde seines Schpfers,
COL 3:11 wo es nicht heit Grieche und Jude, Beschnittener und 
Unbeschnittener, Barbar, Skythe, Knecht, Freier, sondern alles und in 
allen Christus.
COL 3:12 So ziehet nun an als Auserwhlte Gottes, heilige und geliebte, 
ein Herz des Erbarmens, Gte, Demut, Sanftmut, Langmut;
COL 3:13 einander tragend und einander verzeihend, wenn einer einen 
Vorwurf hat gegen einen andern: wie Christus seinerseits verziehen hat, so 
auch ihr.
COL 3:14 Ueber das alles aber die Liebe, die da ist das Band der 
Vollkommenheit.
COL 3:15 Und der Friede des Christus fhre das Wort in euren Herzen, zu 
welchem ihr auch berufen seid in Einem Leibe.
COL 3:16 Auch werdet dankbar - das Wort des Christus wohne reichlich unter 
euch mit aller Weisheit - euch selbst belehrend und weisend mit Psalmen, 
Hymnen und geistlichen Liedern in Dank, singend Gott in euren Herzen;
COL 3:17 und, was ihr thun mget in Wort oder Werk, thut alles im Namen 
des Herrn Jesus, Gott dem Vater durch ihn dankend.
COL 3:18 Ihr Weiber, seid unterthan den Mnnern, wie es sich ziemt im 
Herrn.
COL 3:19 Ihr Mnner, liebet die Weiber und lasset euch nicht gegen sie 
erbittern.
COL 3:20 Ihr Kinder, gehorchet den Eltern in allen Stcken, denn das ist 
wohlgefllig im Herrn.
COL 3:21 Ihr Vter, reizet eure Kinder nicht, damit sie nicht mutlos 
werden.
COL 3:22 Ihr Knechte, gehorchet in allem euren Herrn nach dem Fleisch, 
nicht in Augendienerei als Menschengefllige, sondern in Herzenseinfalt 
als die den Herrn frchten.
COL 3:23 Was ihr thut, das thut von innen heraus als dem Herrn und nicht 
Menschen,
COL 3:24 in dem Gedanken, da ihr vom Herrn den Lohn des Erbes empfanget. 
Dienet dem Herrn Christus.
COL 3:25 Denn der Unrecht thut, wird davon tragen, was er verschuldet; da 
gilt kein Ansehen der Person.
COL 4:1 Ihr Herrn, gebet den Knechten, was recht und billig ist, im 
Gedanken, da auch ihr einen Herrn habt im Himmel.
COL 4:2 Haltet an am Gebet, wachet darin in Danksagung;
COL 4:3 betend zugleich auch fr uns, da uns Gott mge eine Thre des 
Wortes ffnen, zu verknden das Geheimnis des Christus, um dessentwillen 
ich auch gefesselt bin,
COL 4:4 damit ich es kund thun knne, so wie es meine Pficht ist zu reden.
COL 4:5 Verkehrt in Weisheit mit denen drauen, den Augenblick auskaufend.
COL 4:6 Eure Rede sei allezeit lieblich, mit Salz gewrzt, da ihr wisset, 
wie ihr einem jeden antworten sollt.
COL 4:7 Wie es mir geht, wird euch alles berichten Tychikus, der treue 
Bruder und treue Gehilfe und Mitknecht des Herrn,
COL 4:8 den ich eben dazu zu euch geschickt habe, da ihr vernehmet, wie 
es bei uns steht, und er eure Herzen strke,
COL 4:9 samt Onesimus dem treuen, teuren Bruder, der von euch ist; sie 
werden euch ber alle hiesigen Dinge unterrichten.
COL 4:10 Es grt euch Aristarchus, mein Mitgefangener, und Markus der 
Vetter des Barnabas, ber den ihr Auftrge erhalten habt - wenn er zu euch 
kommt, nehmt ihn gut auf - und Jesus genannt Justus;
COL 4:11 und Jesus genannt Justus; diese sind's allein aus der 
Beschneidung, die sich als Mitarbeiter halten fr das Reich Gottes, sie 
sind mir zum Troste geworden.
COL 4:12 Es grt euch Epaphras, der von euch, der Knecht Christus Jesus', 
der allezeit fr euch kmpft im Gebete, da ihr mget stehen vollkommen 
und gewiegt in allem Willen Gottes.
COL 4:13 Denn ich bezeuge ihm, da er es sich hoch angelegen sein lt um 
euch, und die in Laodikea und in Hierapolis.
COL 4:14 Es grt euch Lukas der Arzt, der teure Mann, sowie Demas.
COL 4:15 Gret ihr die Brder in Laodikea und Nymphas und die Gemeinde in 
seinem Haus.
COL 4:16 Und wenn bei euch der Brief gelesen ist, so schaffet, da er auch 
in der Gemeinde von Laodikea gelesen werde, und da ihr auch den von 
Laodikea leset.
COL 4:17 Und saget dem Archippus: achte auf den Dienst, den du im Herrn 
empfangen hast, da du ihn erfllest.
COL 4:18 Hier mein des Paulus eigenhndiger Gru. Gedenket an meine 
Fesseln. Die Gnade mit euch.
1TH 1:1 Paulus und Silvanus und Timotheus an die Gemeinde der 
Thessaloniker in Gott dem Vater und dem Herrn Jesus Christus. Gnade euch 
und Friede.
1TH 1:2 Wir danken Gott allezeit ber euch alle, indem wir von euch reden 
in unseren Gebeten, da wir ohne Unterla
1TH 1:3 gedenken eures Glaubenswerkes und eurer Liebesmhe, und eures 
Beharrens in der Hoffnung auf unseren Herrn Jesus Christus, angesichts 
unseres Gottes und Vaters.
1TH 1:4 Kennen wir doch, von Gott geliebte Brder, eure Erwhlung,
1TH 1:5 da wir euch das Evangelium predigen durften, nicht mit Worten 
blo, sondern mit Kraft und heiligem Geiste und groer Zuversicht (wisset 
ihr ja selbst, welcher Art wir uns unter euch gegeben haben um euretwillen)
1TH 1:6 und wie ihr in unsere und des Herrn Nachfolge getreten seid, und 
habt das Wort bei vieler Bedrngnis angenommen mit der Freudigkeit 
heiligen Geistes,
1TH 1:7 so da ihr zum Vorbild wurdet fr alle Glubigen in Makedonia und 
Achaia.
1TH 1:8 Denn laut gieng von euch aus das Wort des Herrn nicht blo in 
Makedonia und Achaia, sondern allerorten ist es ausgekommen, wie ihr an 
Gott glaubet, so da wir nicht ntig haben, davon zu reden;
1TH 1:9 die Leute erzhlen selbst davon, wie wir bei euch Eingang 
gefunden, wie ihr euch bekehrt habt zu Gott von den Gtzen, zu dienen dem 
lebendigen und wahrhaftigen Gott,
1TH 1:10 und zu erwarten seinen Sohn von den Himmeln, den er von den Toten 
erweckt hat, Jesus der uns errettet von dem Zorngericht, das da kommt.
1TH 2:1 Ihr wisset es selbst, Brder, da unser Auftreten bei euch nicht 
ein eitles war.
1TH 2:2 Vielmehr nach all dem Leiden und der Mihandlung, die wir, wie ihr 
wisset, vorher in Philippi erduldet hatten, schpften wir den Mut in 
unserem Gott, das Evangelium Gottes in schwerem Kampfe bei euch zu 
verknden.
1TH 2:3 Unsere Ansprache kam nicht aus Schwrmerei, oder Unlauterkeit, 
noch geschah sie in Truglist;
1TH 2:4 sondern da uns Gott gewrdigt hat, uns mit dem Evangelium zu 
betrauen, so reden wir, nicht Menschen zu Gefallen, sondern Gott, der 
unsere Herzen prft.
1TH 2:5 Wir haben es weder auf Schmeicheleien angelegt - Gott ist des 
Zeuge -1TH 2:6 noch suchten wir Ehre von Menschen, weder von euch noch von 
anderen;
1TH 2:7 wir konnten uns in die Brust werfen als Apostel Christus', aber 
wir traten unter euch auf so linde wie die nhrende Mutter ihre Kinder 
hegt.
1TH 2:8 So hat es uns zu euch gezogen, und getrieben, euch nicht nur das 
Evangelium Gottes darzubringen, sondern unser Leben; denn wir hatten euch 
lieb gewonnen.
1TH 2:9 Ihr gedenket wohl noch, meine Brder, unserer Mhe und 
Beschwerden; Tag und Nacht arbeiteten wir, um niemand zur Last zu fallen, 
whrend wir euch das Evangelium Gottes verkndeten.
1TH 2:10 Ihr seid Zeugen und Gott ist Zeuge, wie fromm, gerecht und 
tadellos wir gegen euch Glubige uns stellten,
1TH 2:11 wie wir - ihr wisset es - als wie ein Vater fr seine Kinder, fr 
jeden einzelnen von euch hatten
1TH 2:12 Mahnung und Ermunterung und Beschwrung, da ihr mchtet wrdig 
wandeln des Gottes, der euch berief zu seinem Reich und seiner 
Herrlichkeit.
1TH 2:13 Und darum danken auch wir Gott ohne Unterla dafr, da ihr das 
Gotteswort, das ihr von uns zu hren bekamet, aufgenommen habt nicht als 
Menschenwort, sondern als das was es in Wahrheit ist, Gottes Wort, wie es 
sich auch wirksam erweist in euch die ihr glaubet.
1TH 2:14 Seid ihr ja, Brder, in die Nachfolge der Gemeinden Gottes in 
Christus Jesus in Juda getreten; denn ihr habt ebenso gelitten von euren 
Volksgenossen, wie jene ihrerseits gelitten haben von den Juden;
1TH 2:15 die den Herrn Jesus tteten ebenso wie die Propheten, und auch 
uns verfolgt haben, die Gott nicht gefallen und allen Menschen zuwider 
sind,
1TH 2:16 da sie uns verhindern wollen zu den Heiden zu reden, da sie 
gerettet werden; auf da sie ja mgen jederzeit ihre Snden voll machen. 
Aber schon ist der Zorn Gottes ber sie gekommen zum Ende.
1TH 2:17 Wir aber, meine Brder, in unserer Verwaisung, ferne von euch fr 
den Augenblick dem Angesicht, nicht dem Herzen nach, haben in groer 
Sehnsucht angelegentlich darauf gedacht, euch wieder von Angesicht zu 
sehen.
1TH 2:18 Wir dachten also euch zu besuchen, ich Paulus einmal, zweimal; 
der Satan hat uns verhindert.
1TH 2:19 Denn wer ist, wenn ihr's nicht seid, uns Hoffnung, Freude, 
Ruhmeskranz vor unserem Herrn Jesus bei seiner Wiederkunft?
1TH 2:20 Ihr seid unsere Ehre, unsere Freude.
1TH 3:1 Darum, wie wir es nicht mehr aushielten, beschlossen wir in Athen 
allein zurckzubleiben,
1TH 3:2 und sandten den Timotheus, unseren Bruder und Gehilfen Gottes am 
Evangelium des Christus, euch zu befestigen und zu ermahnen von wegen 
eures Glaubens,
1TH 3:3 auf da keiner sich irre machen lasse unter diesen Drangsalen.
1TH 3:4 Wisset ihr doch selbst, da wir dazu bestimmt sind; haben wir es 
doch auch, als wir bei euch waren, euch vorausgesagt, da uns Drangsale 
bevorstehen, wie es denn auch gekommen und euch kund ist.
1TH 3:5 Darum eben hielt ich es nicht mehr aus und schickte hin um Kunde 
von eurem Glauben, ob euch nicht der Versucher versucht habe, und unsere 
Arbeit vergeblich geworden sei.
1TH 3:6 Nun aber, da Timotheus von euch zu uns gekommen ist, und gute 
Botschaft gebracht hat von eurem Glauben und eurer Liebe, und da ihr uns 
allezeit in gutem Andenken habt, und Verlangen habt nach uns wie wir nach 
euch,
1TH 3:7 da, meine Brder, ist uns an euch durch euren Glauben Trost 
geworden fr alle unsere Not und Bedrngnis;
1TH 3:8 denn nun leben wir, wenn ihr aufrecht stehet im Herrn.
1TH 3:9 Ja, wie sollen wir Gott Dank bringen euretwegen ber all der 
Freude, die wir um euretwillen haben vor unserem Gotte,
1TH 3:10 da wir Tag und Nacht nur dringend bitten knnen, euch wiedersehen 
und an eurem Glauben, was noch fehlen mag, berichtigen zu drfen?
1TH 3:11 Er aber, Gott unser Vater, und unser Herr Jesus wolle uns den Weg 
bahnen zu euch;
1TH 3:12 euch aber wolle der Herr wachsen und reich werden lassen an der 
Liebe zu einander und zu allen, wie auch wir sie haben zu euch,
1TH 3:13 zur Befestigung eurer Herzen, da sie seien tadellos in der 
Heiligkeit vor Gott unserem Vater bei der Ankunft unseres Herrn Jesus mit 
allen seinen Heiligen, Amen.
1TH 4:1 Weiter nun, Brder, bitten und mahnen wir euch im Herrn Jesus, da 
ihr immerzu fortfahret zu wandeln, wie ihr von uns gehrt habt, da es 
sein Mu, um Gott zu gefallen, und wie ihr es schon thut;
1TH 4:2 ihr wisset ja, welche Gebote wir euch gegeben haben durch den 
Herrn Jesus.
1TH 4:3 Gottes Wille, das ist eure Heiligung: da ihr euch enthaltet von 
der Unzucht,
1TH 4:4 da jeder lerne sich ein Weib gewinnen zchtig und in Ehren,
1TH 4:5 nicht in sinnlicher Leidenschaft wie die Heiden, die von Gott 
nichts wissen,
1TH 4:6 da keiner in Geschften bergreife und seinen Bruder 
bervorteile; denn das alles wird der Herr richten, wie wir auch schon 
euch verkndet und bezeugt haben.
1TH 4:7 Denn Gott hat uns nicht berufen zur Unreinigkeit, sondern in 
Heiligung.
1TH 4:8 Darum also wer hier miachtet, der miachtet nicht einen Menschen, 
sondern Gott, denselben der den heiligen Geist an euch verliehen hat.
1TH 4:9 Von der Bruderliebe braucht man euch nicht erst zu schreiben. Ihr 
habt in Gottes Schule selbst gelernt euch unter einander zu lieben.
1TH 4:10 Ihr beweiset es an den Brdern allen in ganz Makedonia. Wir 
ermahnen euch aber, Brder, immerzu fortzufahren,
1TH 4:11 und da ihr eure Ehre darein setzet, stille zu leben, jeder seine 
Sachen zu besorgen und seiner Hnde Arbeit zu vollbringen, so wie wir es 
euch anbefohlen,
1TH 4:12 damit ihr im Wandel nach auen wohlanstndig und unabhngig von 
jedermann dastehet.
1TH 4:13 In Betreff derer, die entschlafen, aber, Brder, wollen wir euch 
nicht im ungewissen lassen, damit ihr nicht trauert, so wie die anderen, 
die keine Hoffnung haben.
1TH 4:14 Glauben wir, da Jesus gestorben und auferstanden ist - nun so 
wird ja Gott auch durch Jesus die Entschlafenen herbeibringen, mit ihm.
1TH 4:15 Denn das sagen wir euch mit einem Worte des Herrn! wir, die wir 
leben und hier belassen werden auf die Ankunft des Herrn, werden den 
Entschlafenen nicht zuvorkommen.
1TH 4:16 Er, der Herr wird vom Himmel herabkommen, sowie der Ruf ergeht, 
die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erschallt; und es werden 
zuerst auferstehen die Toten in Christus;
1TH 4:17 hierauf werden wir, die wir leben und noch da sind, mit ihnen 
entrckt werden in Wolken, dem Herrn entgegen in die Luft; und hinfort 
werden wir bei dem Herrn sein allezeit.
1TH 4:18 So schpft euch nun aus diesen Worten Zuspruch fr einander.
1TH 5:1 Ueber die Zeiten und Fristen aber, Brder, habt ihr nicht ntig 
euch schreiben zu lassen;
1TH 5:2 ihr wisset selbst zu gut, da der Tag des Herrn kommt, wie ein 
Dieb in der Nacht.
1TH 5:3 Wenn sie von Friede und Sicherheit reden, dann kommt das Verderben 
pltzlich ber sie, wie die Wehen ber die Schwangere; und sie knnen 
nicht entfliehen.
1TH 5:4 Ihr aber, Brder, seid nicht im Dunkeln, da euch der Tag 
berfalle, wie der Dieb.
1TH 5:5 Seid ihr doch allesamt Shne des Lichtes, Shne des Tages; nicht 
der Nacht gehren wir, nicht der Finsternis;
1TH 5:6 so lasset uns denn nicht schlafen, wie die anderen, sondern wachen 
und nchtern sein.
1TH 5:7 Die da schlafen, schlafen bei Nacht, und die da trunken sind, sind 
bei Nacht trunken;
1TH 5:8 uns aber lasset nchtern sein, weil wir dem Tag angehren, 
angethan mit dem Panzer des Glaubens und der Liebe und dem Helm der 
Heilshoffnung,
1TH 5:9 weil uns Gott nicht gesetzt hat zum Zorn, sondern zum Erwerbe des 
Heils durch unseren Herrn Jesus Christus,
1TH 5:10 der fr uns gestorben ist, auf da wir, wir wachen oder schlafen, 
samt ihm leben.
1TH 5:11 Darum ermahnt euch unter einander, und erbaut einer den anderen; 
ihr thut es ja schon.
1TH 5:12 Wir bitten euch aber, Brder, da ihr anerkennet diejenigen, 
welche bei euch die Geschfte besorgen, und euch vorstehen im Herrn, und 
euch ermahnen,
1TH 5:13 und sie recht hoch haltet in Liebe um ihres Werkes willen. Lebet 
im Frieden mit einander.
1TH 5:14 Euch aber, Brder, mahnen wir: warnet die Unordentlichen, trstet 
die Kleinmtigen, nehmt euch der Schwachen an, habt Geduld mit allen,
1TH 5:15 sehet zu, da keiner Bses mit Bsem vergelte, trachtet vielmehr 
allezeit Gutes zu thun unter einander und gegen alle.
1TH 5:16 Freuet euch allezeit,
1TH 5:17 betet ohne Unterla,
1TH 5:18 danksaget bei allem. Denn das ist Gottes Wille in Christus Jesus 
ber euch.
1TH 5:19 Lschet den Geist nicht,
1TH 5:20 verachtet die Prophetie nicht.
1TH 5:21 Prfet alles, behaltet das Gute.
1TH 5:22 Meidet alle bse Art.
1TH 5:23 Er aber, der Gott des Friedens, heilige euch durch und durch, und 
euer Geist unversehrt, und die Seele und der Leib werde bewahrt ohne Tadel 
bei der Ankunft unseres Herrn Jesus Christus.
1TH 5:24 Treu ist der, der euch beruft; er wird es auch ausfhren.
1TH 5:25 Betet fr uns Brder.
1TH 5:26 Gret die Brder alle mit dem heiligen Ku.
1TH 5:27 Ich beschwre euch bei dem Herrn, diesen Brief den Brdern allen 
vorlesen zu lassen.
1TH 5:28 Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus mit euch.
2TH 1:1 Paulus und Silvanus und Timotheus an die Gemeinde der 
Thessaloniker in Gott unserem Vater und dem Herrn Jesus Christus.
2TH 1:2 Gnade euch und Friede von Gott dem Vater und dem Herrn Jesus 
Christus.
2TH 1:3 Wir sind Gott allezeit zu Dank verpflichtet um euretwillen, 
Brder. So fordert es der Blick auf euren Glauben, der so gewaltig 
heranwchst, und die Flle der Liebe, die sich bei euch in allseitigem 
Austausch bewhrt,
2TH 1:4 so da wir selbst uns mit euch rhmen drfen bei den Gemeinden 
Gottes ber euer Dulden und Glauben unter allen euren Verfolgungen und den 
Drangsalen, die ihr ertraget:
2TH 1:5 zum Vorzeichen des gerechten Gerichtes Gottes, nmlich da ihr 
sollet gewrdigt werden des Reiches Gottes, fr welches ihr eben leidet -
2TH 1:6 wenn es anders gerecht ist vor Gott, da euren Drngern vergolten 
werde mit Drangsal,
2TH 1:7 und euch den Bedrngten dagegen werde Erquickung samt uns, wenn 
sich der Herr Jesus offenbart vom Himmel her mit den Engeln seines Stabs
2TH 1:8 in Feuerflammen, wenn er Vergeltung bringt ber die, welche von 
Gott nichts wissen und die dem Evangelium unseres Herrn Jesus nicht folgen;
2TH 1:9 die werden ihren Lohn hinnehmen in ewigem Verderben vom Angesicht 
des Herrn und seiner majesttischen Gewalt,
2TH 1:10 wenn er kommt sich zu verherrlichen an seinen Heiligen und 
bewundern zu lassen an allen Glaubenden - weil unser Zeugnis Glauben 
gefunden hat bei euch - an jenem Tage.
2TH 1:11 Dazu beten wir auch allezeit fr euch, damit euch unser Gott der 
Berufung wert mache, und voll auswirke die Freude an allem Guten und das 
Werk des Glaubens in Kraft;
2TH 1:12 auf da der Name unseres Herrn Jesus verherrlicht werde in euch 
und ihr in ihm nach der Gnade unseres Gottes und des Herrn Jesus Christus.
2TH 2:1 Wir bitten euch aber, Brder, in Betreff der Ankunft unseres Herrn 
Jesus Christus und unserer Sammlung zu ihm:
2TH 2:2 da ihr euch nicht so leicht den Kopf verrcken oder verwirren 
lasset, weder durch einen Geist noch durch ein Wort noch durch einen Brief 
unter unserem Namen, als sei der Tag des Herrn da.
2TH 2:3 Niemand soll euch auf irgend eine Weise betrgen: denn es mu 
durchaus der Abfall zuerst kommen und der Mensch der Snde geoffenbart 
werden, der Sohn des Verderbens,
2TH 2:4 der Widersacher, der sich erhebt ber alles was Gott heit und 
Heiligtum, so da er sich in den Tempel Gottes setzt, sich selbst als Gott 
ausstellend.
2TH 2:5 Denket ihr nicht mehr daran, da ich euch das gesagt habe, wie ich 
noch bei euch war?
2TH 2:6 Und nun wisset ihr doch, was den Moment seiner Offenbarung 
zurckhlt.
2TH 2:7 Denn das Geheimnis des Frevels ist schon im Werke; nur mu der 
zuvor aus dem Wege geschafft werden, welcher es bis jetzt noch zurckhlt;
2TH 2:8 dann wird der Frevler offenbar werden, den der Herr Jesus 
hinwegraffen wird mit dem Hauche seines Mundes, den er vernichten wird mit 
den Strahlen seiner Erscheinung;
2TH 2:9 dessen ganzes Auftreten nichts ist, als wie es der Satan vermag, 
lauter Macht, Zeichen und Wunder der Lge,
2TH 2:10 lauter Trug der Ungerechtigkeit fr die Verlorenen, darum da sie 
die Liebe der Wahrheit nicht angenommen haben zu ihrer Rettung.
2TH 2:11 und darum schickt ihnen Gott die Kraft des Truges, da sie der 
Lge glauben;
2TH 2:12 damit sie alle gerichtet werden, die nicht geglaubt haben der 
Wahrheit, sondern ihr Wohlgefallen gehabt haben an der Ungerechtigkeit.
2TH 2:13 Wir aber sind Gott allezeit zu Dank verpflichtet euretwegen, vor 
dem Herrn geliebte Brder, weil euch Gott von Anfang an erwhlt hat zum 
Heil durch Heiligung des Geistes und Glauben an die Wahrheit,
2TH 2:14 wozu er euch berufen hat durch unser Evangelium, zum Erwerb der 
Herrlichkeit unseres Herrn Jesus Christus.
2TH 2:15 So stehet nun fest, Brder, und haltet an der Ueberlieferung 
unserer Lehren, die ihr empfangen habt, sei es mndlich oder brieflich, 
von uns.
2TH 2:16 Er aber unser Herr Jesus Christus und Gott unser Vater, der uns 
geliebt hat, und uns verliehen hat ewigen Trost und gute Hoffnung in Gnade,
2TH 2:17 ermuntere eure Herzen und befestige sie in allem guten Werk und 
Wort.
2TH 3:1 Weiter, Brder, betet fr uns, da das Wort des Herrn seinen Lauf 
habe und verherrlicht werde, so wie es bei euch geschehen,
2TH 3:2 und da wir errettet werden von den unverstndigen und schlechten 
Menschen. Denn die Treue ist nicht jedermanns Sache;
2TH 3:3 der Herr aber ist treu, der wird euch fest machen und bewahren vor 
dem Bsen.
2TH 3:4 Wir aber trauen auf euch im Herrn, da ihr jetzt und in Zukunft 
thut, was wir euch anbefehlen.
2TH 3:5 Der Herr aber richte eure Herzen auf die Liebe Gottes und die 
Geduld des Christus.
2TH 3:6 Wir befehlen euch aber an, Brder, im Namen unseres Herrn Jesus 
Christus, euch zurckzuziehen von jedem Bruder, der unordentlich wandelt, 
und nicht nach der Weisung, die ihr von uns empfangen.
2TH 3:7 Ihr wisset ja selbst, wie ihr uns nachfolgen msset.
2TH 3:8 Wir haben bei euch kein ungebundenes Leben gefhrt, auch nicht ein 
Brot von jemand umsonst gegessen, sondern hart und schwer gearbeitet Tag 
und Nacht, um niemand von euch zur Last zu fallen;
2TH 3:9 nicht da wir es nicht Macht htten, wohl aber um euch ein Vorbild 
zu geben an uns, dem ihr sollet nachfolgen.
2TH 3:10 Denn das eben haben wir, da wir bei euch waren, euch anbefohlen: 
wer nicht arbeiten will, der soll auch nicht essen.
2TH 3:11 Hren wir doch, da etliche von euch ungebunden leben, nichts 
arbeiten, sondern sich unntze machen.
2TH 3:12 Solchen Leuten geben wir Weisung und Mahnung in dem Herrn Jesus 
Christus, sie sollen in der Stille arbeiten und ihr eigen Brot essen.
2TH 3:13 Ihr aber, Brder, lasset nicht ab vom anstndigen Wandel.
2TH 3:14 Wenn aber einer meinem brieflichen Worte nicht folgt, den 
zeichnet und lasset euch nicht ein mit ihm, damit er beschmt werde.
2TH 3:15 Aber haltet ihn nicht wie einen Feind, sondern warnet ihn wie 
einen Bruder.
2TH 3:16 Er aber der Herr des Friedens gebe euch den Frieden allewege in 
aller Weise. Der Herr sei mit euch allen.
2TH 3:17 Hier mein des Paulus eigenhndiger Gru, das Zeichen in jedem 
Briefe; so schreibe ich.
2TH 3:18 Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus mit euch allen.
1TI 1:1 Paulus, Apostel Christus Jesus' gem Auftrag Gottes unseres 
Heilandes und Christus Jesus' unserer Hoffnung
1TI 1:2 an den Timotheus, sein echtes Kind im Glauben. Gnade und 
Barmherzigkeit, Friede von Gott dem Vater und Christus Jesus unserem Herrn.
1TI 1:3 Wie ich dich aufgefordert habe in Ephesus zu bleiben, als ich nach 
Makedonia gieng, damit du gewissen Leuten auflegest, nicht abweichend zu 
lehren,
1TI 1:4 und sich nicht zu halten an Fabeln und endlose 
Geschlechtsregister, die mehr Grbeleien schaffen als Dienstwaltung Gottes 
im Glauben;
1TI 1:5 das Ziel des Gebotes aber ist Liebe aus reinem Herzen und gutem 
Gewissen und unverflschtem Glauben;
1TI 1:6 davon sind einige abgeirrt und auf eitles Gerede verfallen,
1TI 1:7 wollten Gesetzeslehrer sein, und verstehen nicht was sie sagen 
oder worber sie Behauptungen aufstellen.
1TI 1:8 Wir wissen aber, da das Gesetz gut ist, wenn man es gesetzmig 
gebraucht,
1TI 1:9 in dem Bewutsein, da es nicht da ist fr einen Gerechten, wohl 
aber fr Frevler und Unbotmige, Gottlose und Snder, denen nichts 
heilig, alles gemein ist, die sich an Vater und Mutter vergreifen, 
Totschlger,
1TI 1:10 Unzchtige, Mnnerschnder, Seelenverkufer, Lgner, Meineidige 
und was sonst noch gegen die gesunde Lehre ist,
1TI 1:11 nach dem Evangelium der Herrlichkeit des seligen Gottes mit dem 
ich beauftragt ward.
1TI 1:12 Ich danke Christus Jesus unserem Herrn der mir Kraft gegeben hat, 
da er mich fr treu achtete, indem er mich zum Dienst bestellte,
1TI 1:13 der ich zuvor war ein Lsterer, Verfolger und Bedrcker. Aber ich 
habe Erbarmen gefunden, weil ich es unwissend gethan im Unglauben.
1TI 1:14 Die Gnade unseres Herrn ist um so mchtiger geworden mit dem 
Glauben und der Liebe in Christus Jesus.
1TI 1:15 Bewhrt ist das Wort und aller Annahme wert, da Christus Jesus 
gekommen ist in die Welt, Snder zu retten, darunter ich der erste bin.
1TI 1:16 Aber darum ist mir Erbarmen widerfahren, auf da an mir zuerst 
zeige Jesus Christus seine ganze Langmut, zum Vorbild fr die, welche an 
ihn glauben wrden zum ewigen Leben.
1TI 1:17 Dem Knig der Ewigkeit aber, dem unvergnglichen, unsichtbaren, 
einigen Gott Ehre und Preis in alle Ewigkeit. Amen.
1TI 1:18 Diese Verkndigung lege ich dir auf, mein Kind Timotheus, gem 
den Weissagungen, die auf dich hinwiesen, auf da du durch sie den guten 
Kampf kmpfest,
1TI 1:19 haltend am Glauben und reinem Gewissen, welches etliche von sich 
gestoen und so im Glauben Schiffbruch gelitten haben;
1TI 1:20 unter denen ist Hymenus und Alexander, die ich dem Satan 
bergeben habe, damit sie gezogen werden nicht zu lstern.
1TI 2:1 So ermahne ich nun zu allererst zu thun Bitte, Gebet, Frbitte, 
Danksagung fr alle Menschen,
1TI 2:2 fr Knige und alle Groe, da wir ein stilles und ruhiges Leben 
fhren mgen in aller Frmmigkeit und Ehrbarkeit.
1TI 2:3 Das ist gut und genehm vor Gott unserem Heilande,
1TI 2:4 der da will, da alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis 
der Wahrheit kommen.
1TI 2:5 Denn es ist Ein Gott, ebenso Ein Mittler Gottes und der Menschen, 
der Mensch Christus Jesus,
1TI 2:6 der sich selbst gegeben hat zum Lsegeld fr alle, das Zeugnis zur 
rechten Zeit,
1TI 2:7 wofr ich gesetzt worden bin zum Botschafter und Apostel, ich sage 
die Wahrheit, ich lge nicht, als Lehrer der Heiden in Glauben und 
Wahrheit.
1TI 2:8 Mein Wille ist nun: die Mnner sollen beten aller Orten, heilige 
Hnde aufhebend, frei von Zorn und Widerspruch.
1TI 2:9 Ebenso die Frauen in Sittsamkeit sich schamhaft und mavoll 
schmcken, nicht mit Haargeflecht und Gold oder Perlen oder kostbaren 
Kleidern,
1TI 2:10 sondern wie es Frauen geziemt, welche sich zur Gottesfurcht 
bekennen, durch gute Werke.
1TI 2:11 Eine Frau soll in der Stille lernen in aller Unterwrfigkeit.
1TI 2:12 Zu lehren gestatte ich einer Frau nicht, auch nicht ber den Mann 
zu herrschen, sondern sie soll sich stille halten.
1TI 2:13 Denn Adam ward zuerst geschaffen, danach Eva;
1TI 2:14 und nicht Adam lie sich betrgen, die Frau aber ward betrogen 
und kam zu Fall;
1TI 2:15 sie soll aber gerettet werden durch Kindergebren, wenn sie 
bleiben in Glauben und Liebe und Heiligung und Selbstbeherrschung.
1TI 3:1 Bewhrt ist das Wort. Wer nach einem Bischofsamt trachtet, begehrt 
ein gutes Werk.
1TI 3:2 So soll nun der Bischof sein ohne Tadel, Eines Weibes Mann, 
nchtern, mig, sittig, gastfrei, lehrsam,
1TI 3:3 kein Trinker, kein Schlger, sondern sanft, nicht streitsam, nicht 
geldgeizig,
1TI 3:4 seinem Hause wohl vorstehend, die Kinder im Gehorsam haltend mit 
aller Ehrbarkeit,
1TI 3:5 (wenn einer seinem eigenen Hause nicht vorzustehen wei, wie mag 
er fr die Gemeinde Gottes sorgen?)
1TI 3:6 kein Neugetaufter, damit er nicht in Aufgeblasenheit dem Gerichte 
des Teufels anheimfalle.
1TI 3:7 Er mu aber auch ein gutes Zeugnis haben von denen drauen, auf 
da er nicht falle in Schimpf und Strick des Teufels.
1TI 3:8 Die Diakonen ebenso ehrbar, nicht dopppelzngig, nicht Weinsufer, 
nicht Wucherer,
1TI 3:9 das Geheimnis des Glaubens in reinem Gewissen festhaltend.
1TI 3:10 Und zwar sollen diese sich zuerst prfen lassen, und dann, wenn 
sie ohne Tadel sind, in den Dienst treten.
1TI 3:11 Die Frauen ebenso: ehrbar, nicht verleumderisch, nchtern, 
zuverlssig in allem.
1TI 3:12 Die Diakonen sollen Mnner Einer Frau sein, ihren Kindern und 
eigenen Husern wohl vorstehend.
1TI 3:13 Denn die den Dienst recht gethan, erwerben sich eine schne Stufe 
und groe Zuversicht im Glauben an Christus Jesus.
1TI 3:14 Das schreibe ich dir in der Hoffnung bald zu dir zu kommen;
1TI 3:15 falls ich aber zgere, damit du wissest, wie es im Hause Gottes 
wandeln gilt, da da ist die Gemeinde des lebendigen Gottes, Sule und 
Pfeiler der Wahrheit.
1TI 3:16 Und anerkannt gro ist das Geheimnis der Gottseligkeit: der 
geoffenbart ist im Fleisch, gerechtfertigt im Geist, erschienen den 
Engeln, verkndigt unter den Heiden, geglaubt in der Welt, ist erhoben in 
Herrlichkeit.
1TI 4:1 Der Geist sagt aber ausdrcklich, da in knftigen Zeiten etliche 
vom Glauben abfallen werden, die sich halten an trgerische Geister und 
Lehren der Dmonen,
1TI 4:2 auf das Vorspiegeln von Lgenrednern, die das Brandmal im Gewissen 
haben,
1TI 4:3 die da verbieten zu heiraten, und Speisen zu genieen, die doch 
Gott geschaffen hat zum Genu mit Danksagung, fr die Glubigen, welche 
die Wahrheit erkannt haben.
1TI 4:4 Denn alles Geschpf Gottes ist gut und nichts verwerflich, was mit 
Danksagung empfangen wird;
1TI 4:5 denn es wird geheiligt durch Wort Gottes und Gebet.
1TI 4:6 Wenn du das den Brdern vorstellst, wirst du ein rechter Gehilfe 
Christus Jesus' sein, dich nhrend an den Worten des Glaubens und der 
rechten Lehre, der du dich angeschlossen hast.
1TI 4:7 Die verwerflichen Altweiberfabeln aber weise ab. Dagegen be dich 
fr die Gottseligkeit.
1TI 4:8 Die Leibliche Uebung ist wenig ntze; die Gottseligkeit aber ist 
zu allen Dingen ntze, da sie die Verheiung des jetzigen und des 
zuknftigen Lebens hat.
1TI 4:9 Bewhrt ist das Wort und aller Annahme wert;
1TI 4:10 denn dafr mhen wir uns und kmpfen wir, da wir unsere Hoffnung 
gesetzt haben auf den lebendigen Gott, der da ist ein Heiland aller 
Menschen, zumeist der Glubigen.
1TI 4:11 Das sollst du befehlen und lehren.
1TI 4:12 Niemand soll deine Jugend gering achten, vielmehr sei du ein 
Vorbild der Glubigen, im Wort, im Wandel, in Liebe, im Glauben, in 
Keuschheit.
1TI 4:13 Bis ich komme, fahre fort mit dem Vorlesen, Ermahnen, Lehren.
1TI 4:14 Achte die Gabe in dir nicht geringe, die dir gegeben ward durch 
Weissagung mit Handauflegung des Presbyteriums.
1TI 4:15 Darum sorge, darin lebe, auf da du vor aller Augen leuchtende 
Fortschritte machest.
1TI 4:16 Achte auf dich und die Lehre, la nicht davon: thust du das, so 
wirst du dich retten, und die welche dich hren.
1TI 5:1 Einen alten Mann sollst du nicht anfahren, sondern ihm zusprechen, 
wie einem Vater; den jungen wie Brdern;
1TI 5:2 den alten unter den Frauen wie Mttern, den jungen wie Schwestern, 
in aller Sittsamkeit.
1TI 5:3 Als Witwen ehre, die wirklich Witwen sind.
1TI 5:4 Hat aber eine Witwe Kinder oder Enkel, die sollen zuerst lernen, 
dem eigenen Haus fromm dienen und den Eltern Empfangenes heimgeben; denn 
das ist vor Gott genehm.
1TI 5:5 Die wirkliche vereinsamte Witwe aber hat ihre Hoffnung auf Gott 
und hlt an im Gebet und Flehen Tag und Nacht.
1TI 5:6 Die aber ppig lebt, ist lebendig tot.
1TI 5:7 Dieses Gebot sollst du verknden, damit sie ohne Tadel seien.
1TI 5:8 Wer nicht sorgt fr seine Angehrigen und namentlich fr die im 
Haus, der hat den Glauben verleugnet, und ist schlimmer als ein 
Unglubiger.
1TI 5:9 Unter die Witwen soll man nur solche aufnehmen, die wenigstens 
sechzig Jahre alt sind und Eines Mannes Frau,
1TI 5:10 wohlbezeugt in guten Werken, wenn sie Kinder auferzogen, 
Gastfreundschaft gebt, den Heiligen die Fe gewaschen, den Bedrngten 
ausgeholfen hat, jedem guten Werke nachgegangen ist.
1TI 5:11 Jngere Witwen aber nimm nicht an. Denn wenn sie trotz Christus 
in Begierde fallen, gehen sie auf das Heiraten aus
1TI 5:12 und haben den Vorwurf auf sich, da sie die erste Treue gebrochen.
1TI 5:13 Mig sind sie auch, und bringen es darin zu etwas, beim 
Herumlaufen in den Husern; aber nicht nur im Miggang, sondern auch im 
Schwatzen, Vorwitz, unziemlichen Reden.
1TI 5:14 Darum ist mein Wille: die jngeren sollen heiraten, Kinder 
zeugen, dem Haushalt vorstehen, dem Widersacher keinen Anla geben 
Lsterung halber.
1TI 5:15 Denn schon sind etliche abgewichen dem Satan nach.
1TI 5:16 Wenn eine Glubige Witwen hat, soll sie dieselben versorgen und 
die Gemeinde nicht belastet werden, damit sie die wirklichen Witwen 
versorgen kann.
1TI 5:17 Die Aeltesten, die sich als Vorsteher tchtig bewiesen, soll man 
zwiefacher Ehre wert achten, namentlich die, welche mit Wort und Lehre 
arbeiten.
1TI 5:18 Denn die Schrift sagt: dem Ochsen, der drischt, sollst du das 
Maul nicht stopfen, und: der Arbeiter ist seines Lohnes wert.
1TI 5:19 Gegen einen Aeltesten nimm keine Klage an, es sei denn, da zwei 
oder drei zeugen gegen ihn auftreten.
1TI 5:20 Die sich vergehen, weise in Gegenwart aller zurecht, damit auch 
die brigen Furcht bekommen.
1TI 5:21 Ich beschwre dich vor Gott und Christus Jesus und den 
auserwhlten Engeln, da du solches haltest ohne Vorurteil, und nichts 
nach Gunst thuest.
1TI 5:22 Lege keinem so schnell die Hnde auf, und mache nicht gemeinsame 
Sache mit fremden Snden. Halte dich selbst rein.
1TI 5:23 Trinke nicht mehr blo Wasser, sondern nimm etwas Wein um deines 
Magens willen und deiner hufigen Krankheiten.
1TI 5:24 Bei manchem Menschen sind die Snden frh am Tage, dem Gericht 
voraus; bei andern erst hinterdrein.
1TI 5:25 Ebenso sind die guten Werke vorher zu sehen; und wo es anders 
ist, bleibt es auch nicht verborgen.
1TI 6:1 Was Knechte sind im Sklavenstand, die sollen sich zu ihrem Herrn 
in aller Ehrerbietung halten, damit nicht der Name Gottes und die Lehre 
gelstert werde.
1TI 6:2 Die aber Glubige zu Herrn haben, sollen sie nicht darum geringer 
achten, weil sie Brder sind, sondern um so williger dienen, weil sie es 
mit Glubigen zu thun haben und Geliebten, die sich des Wohlthuns 
befleiigen. So sollst du lehren und ermahnen;
1TI 6:3 wer aber anders lehrt, und nicht an den gesunden Sprchen unseres 
Herrn Jesus Christus hlt und an der Religionslehre,
1TI 6:4 der blht sich nur auf, ohne etwas zu wissen, vielmehr krnkelt er 
in Grbeleien und Wortstreitereien, daraus kommt nur Neid, Hader, 
Lsterung und Argwohn,
1TI 6:5 fortwhrende Znkerei sinnloser und wahrheitsbloer Menschen, die 
da meinen, die Religion sei eine Erwerbsquelle.
1TI 6:6 Ja sie ist eine groe Erwerbsquelle durch Gengsamkeit.
1TI 6:7 Wir haben nichts in die Welt gebracht, weil wir auch nichts mit 
hinausnehmen knnen.
1TI 6:8 Haben wir Nahrung und Kleidung, so sei es uns genug.
1TI 6:9 Die auf Reichsein ausgehen, fallen in Versuchung und Schlinge und 
viele thrichte und schdliche Lste, die den Menschen in Verderben und 
Untergang strzen.
1TI 6:10 Denn die Liebe zum Geld ist eine Wurzel alles Bsen; im Begehren 
danach sind schon manche vom Glauben abgeirrt, und haben sich in groes 
Weh verstrickt.
1TI 6:11 Du aber, o Mensch Gottes, fliehe das; trachte aber nach 
Gerechtigkeit, Frmmigkeit, Glaube, Liebe, Geduld, Sanftmut.
1TI 6:12 Kmpfe den guten Kampf des Glaubens, ergreife das ewige Leben, zu 
dem du berufen bist und ein gutes Bekenntnis abgelegt hast vor vielen 
Zeugen.
1TI 6:13 Ich befehle dir vor Gott, der allen Dingen Leben gibt, und 
Christus Jesus, der unter Pontius Pilatus das gute Bekenntnis abgelegt,
1TI 6:14 da du das Gebot haltest ohne Flecken, ohne Tadel, bis zur 
Erscheinung unseres Herrn Jesus Christus,
1TI 6:15 welche zu seiner Zeit sehen lassen wird der selige alleinige 
Gebieter, der Knig der Knige, der Herr der Herrscher,
1TI 6:16 der allein Unsterblichkeit hat, der da wohnet in einem Lichte, da 
niemand zu kann, den kein Mensch gesehen hat noch sehen kann. Ihm sei Ehre 
und ewige Herrschaft. Amen.
1TI 6:17 Denen, die da reich sind in dieser Welt, befiehl: sich nicht hoch 
zu dnken, noch zu hoffen auf des Reichtums ungewisses Wesen, sondern auf 
Gott, der uns alles reichlich gewhrt zum Genusse,
1TI 6:18 Gutes zu thun, reich zu sein in guten Werken, freigebig, 
mitteilsam,
1TI 6:19 sich selbst sammelnd einen guten Grund fr die Zukunft, damit sie 
das wahrhaftige Leben ergreifen.
1TI 6:20 O Timotheus, bewahre deine Mitgabe, meide die verwerflichen Reden 
ins Leere und Antithesen der Gnosis, die ihren Namen flschlich trgt,
1TI 6:21 zu der sich etliche bekannt haben, um vom Glauben zu verirren. 
Die Gnade mit euch.
2TI 1:1 Paulus, Apostel Christus Jesus' durch Gottes Willen nach der 
Verheiung des Lebens in Christus Jesus
2TI 1:2 an Timotheus sein geliebtes Kind. Gnade, Barmherzigkeit, Friede 
von Gott dem Vater und Christus Jesus unserem Herrn.
2TI 1:3 Ich bringe Dank dem Gott, dem ich von Vorfahren her diene in 
reinem Gewissen, dabei da ich unablssig deiner Erwhnung thue in meinen 
Gebeten - Tag und Nacht
2TI 1:4 voll Verlangen, dich zu sehen, in Erinnerung an deine Thrnen, da 
ich mchte mit Freude erfllt werden -2TI 1:5 im Andenken an deinen 
unverflschten Glauben, der zuerst zu Hause war bei deiner Gromutter Lois 
und deiner Mutter Eunike, ich traue aber darauf: auch in dir.
2TI 1:6 Um welcher Ursache willen ich dich erinnere, die Gabe Gottes warm 
zu halten, die in dir ist vermge meiner Handauflegung.
2TI 1:7 Denn Gott hat uns nicht gegeben einen Geist des Zagens, sondern 
der Kraft und Liebe und Zucht.
2TI 1:8 So schme dich nicht am Zeugnis fr unseren Herrn noch an mir 
seinem Gefangenen, sondern nehme Teil am Leiden fr das Evangelium nach 
der Kraft Gottes,
2TI 1:9 der uns gerettet hat und berufen mit heiligem Rufe, nicht zufolge 
unserer Werke, sondern nach eigenem Vorsatz, und die Gnade die uns 
verliehen ward in Christus Jesus vor ewigen Zeiten,
2TI 1:10 jetzt aber kund gethan ward durch die Erscheinung unseres 
Heilandes Christus Jesus, der den Tod zu nichte gemacht und dagegen Leben 
und Unvergnglichkeit ans Licht gebracht hat durch das Evangelium,
2TI 1:11 fr welches ich bestellt bin als Botschafter und Apostel und 
Lehrer.
2TI 1:12 Um welcher Ursache willen ich auch solches leide, des ich mich 
aber nicht schme; denn ich wei wem ich meinen Glauben zugewendet, und 
bin gewi, da er im Stande ist, mir die Mitgabe auch zu bewahren auf 
jenen Tag.
2TI 1:13 Halte dich an das Muster der gesunden Lehren, die du von mir 
gehrt hast in Glauben und Liebe in Christus Jesus;
2TI 1:14 bewahre die edle Mitgabe durch den heiligen Geist, der in uns 
wohnt.
2TI 1:15 Das weit du schon, da die in Asia sich alle von mir losgesagt, 
darunter Phygelus und Hermogenes.
2TI 1:16 Der Herr schenke sein Erbarmen dem Hause des Onesiphorus, weil er 
mich oft erquickt und sich meiner Ketten nicht geschmt hat;
2TI 1:17 sondern wie er nach Rom kam, hat er eifrig nach mir gesucht bis 
er mich gefunden.
2TI 1:18 Der Herr verleihe ihm Erbarmen zu finden beim Herrn an jenem 
Tage. Und was er fr Dienste in Ephesus geleistet, das weit du am besten.
2TI 2:1 Du also, mein Kind, werde stark durch die Gnade, die da ist in 
Christus Jesus.
2TI 2:2 Und was du von mir vernommen hast unter Hilfe vieler Zeugen, das 
lege du bewhrten Menschen vor, die tauglich sein mgen auch andere zu 
lehren.
2TI 2:3 Gib dich zur Leidensgenossenschaft her als ein rechter Streiter 
Christus Jesus'.
2TI 2:4 Wer in Kriegsdienst geht, der verflicht sich nicht in Geschfte 
der Nahrung, damit er dem, der ihn zum Dienst geworben hat, gefalle.
2TI 2:5 Auch einer, der den Ringkampf mitmacht, wird nicht bekrnzt, er 
kmpfe denn ordnungsmig.
2TI 2:6 Der Landmann, der seine Arbeit daran setzt, soll den ersten Teil 
auch an der Frucht haben.
2TI 2:7 Verstehe was ich sage, der Herr wird dir ja in allem das 
Verstndnis geben.
2TI 2:8 Gedenke an Jesus Christus, der auferweckt ist von den Toten, der 
da ist aus dem Samen Davids, nach meinem Evangelium,
2TI 2:9 durch welches ich Leiden zu tragen habe bis zu Fesseln, als wie 
ein Uebelthter, aber das Wort Gottes ist nicht gefesselt.
2TI 2:10 Darum ertrage ich alles wegen der Auserwhlten, damit auch sie 
das Heil erlangen, das in Christus Jesus ist, samt ewiger Herrlichkeit.
2TI 2:11 Bewhrt ist das Wort: sind wir mitgestorben, so werden wir auch 
mitleben;
2TI 2:12 dulden wir, so werden wir mit herrschen; verleugnen wir, so wird 
er auch uns verleugnen;
2TI 2:13 werden wir untreu, so bleibt er doch treu; denn er kann unmglich 
sich selbst verleugnen.
2TI 2:14 Daran sollst du erinnern und beschwren vor dem Herrn, da man 
keine Wortstreiterei fhre, was zu nichts ntze ist, zur Verstrung derer 
die darauf hren.
2TI 2:15 Trachte dich vor Gott zu bewhren, als Arbeiter der keine Scheu 
kennt, und der das Wort der Wahrheit in seiner Schrfe braucht.
2TI 2:16 Das verwerfliche Reden ins Leere halte dir ferne; sie werden nur 
immer weiter kommen in der Gottlosigkeit,
2TI 2:17 und ihr Wort wird um sich fressen wie ein Krebsschaden. Dahin 
gehren auch Hymenus und Philetus,
2TI 2:18 die von der Wahrheit abgekommen sind und sagen, die Auferstehung 
sei schon geschehen, und zerrtten bei manchen den Glauben.
2TI 2:19 Doch der feste Grund Gottes steht, und hat zum Siegel das Wort: 
Der Herr hat die Seinigen erkannt und: es lasse ab von der 
Ungerechtigkeit, jeder, der den Namen des Herrn nennt.
2TI 2:20 In einem groen Hause gibt es aber nicht nur goldene und silberne 
Gefe, sondern auch hlzerne und irdene, und die einen zur Ehre, die 
anderen zur Unehre.
2TI 2:21 Fegt nun einer solches bei sich aus, so ist er ein Gef zur 
Ehre, geheiligt, ntzlich dem Hausherrn, zu jedem guten Werke bereit.
2TI 2:22 Meide die Lste der Jugend, jage aber nach der Gerechtigkeit, dem 
Glauben, der Liebe, dem Frieden mit denen, die den Herrn anrufen aus 
reinem Herzen.
2TI 2:23 Den thrichten und meisterlosen Grbeleien aber weiche aus, im 
Bewutsein, da sie nur Streitigkeiten hervorbringen.
2TI 2:24 Ein Knecht des Herrn aber soll nicht streiten, sondern liebreich 
sein gegen jedermann, zum Lehren geschickt, gelassen Bses tragend,
2TI 2:25 in Sanftmut zurechtweisend die Widersacher, ob ihnen Gott nicht 
noch Reue schenken mge zur Erkenntnis der Wahrheit,
2TI 2:26 und sie wieder nchtern werden, heraus aus des Teufels Netz, von 
ihm gefangen fr Gottes Willen.
2TI 3:1 Das aber wisse, da in den letzten Tagen harte Zeiten bevorstehen;
2TI 3:2 da werden die Leute sein selbstschtig, geldgierig, Grothuer, 
Uebermtige, Lsterer, den Eltern ungehorsam, undankbar, gottlos,
2TI 3:3 lieblos, treulos, verleumderisch, unmig, unfreundich, ohne Herz 
fr das Gute,
2TI 3:4 verrterisch, leichtsinnig, aufgeblasen, die Lust liebend mehr als 
Gott,
2TI 3:5 mit dem Ansehen der Gottseligkeit, aber ohne Spur ihrer Kraft; 
diese sollst du meiden.
2TI 3:6 Dazu gehren, die sich in die Huser schleichen und nehmen Weiber 
gefangen, welche mit Snden beschwert, von allerlei Begierden umgetrieben,
2TI 3:7 allezeit lernen wollen, und niemals zur Erkenntnis der Wahrheit 
kommen knnen.
2TI 3:8 Auf die Art, wie Jannes und Jambres gegen Moses aufstanden, so 
stehen auch diese auf gegen die Wahrheit: Leute mit zerrttetem Verstand, 
ohne Bewhrung im Glauben.
2TI 3:9 Aber sie werden es nicht weit bringen; ihr Unverstand ist fr 
jedermann am Tage, wie es auch bei jenen kam.
2TI 3:10 Du aber hast dich angeschlossen an meine Lehre, die Fhrung, den 
Vorsatz, den Glauben, die Langmut, die Liebe, die Geduld,
2TI 3:11 die Verfolgungen, die Leiden, wie sie mich trafen in Antiochia, 
Ikonium und Lystra; solcherlei Verfolgungen habe ich bestanden und aus 
allen hat der Herr mich errettet.
2TI 3:12 Und alle die sich entschlieen fromm zu leben in Christus Jesus, 
werden Verfolgung leiden.
2TI 3:13 Schlechte Menschen und Gaukler aber werden ins Verderben eilen, 
andere betrgend und selbst betrogen.
2TI 3:14 Du aber bleibe in dem, was du gelernt und was dir beglaubigt ist; 
du weit, bei wem du es gelernt hast,
2TI 3:15 und wie du von Kind an die heilige Wissenschaft kennst, die dich 
klug machen kann, zum Heile durch den Glauben an Christus Jesus.
2TI 3:16 Jede Schrift ist von Gott eingegeben und ntzlich zur Lehre, zur 
Ueberweisung und Zurechtweisung und zur Zucht in der Gerechtigkeit,
2TI 3:17 damit der Mensch Gottes sei richtig und hergerichtet zu jedem 
guten Werk.
2TI 4:1 Ich bezeuge vor Gott und Christus Jesus, der da richten wird 
Lebende und Tote, sowohl seine Erscheinung als auch sein Reich:
2TI 4:2 verknde du das Wort, stehe dazu, willkommen oder nicht, 
berfhre, ermahne, drohe, mit allem Aufwand von Geduld und Lehre.
2TI 4:3 Denn es wird die Zeit kommen, wo man die gesunde Lehre nicht 
ertrgt, sondern nach eigenen Lsten sich Lehrer herzieht wie das Ohr 
juckt,
2TI 4:4 und von der Wahrheit das Ohr abwendet aber den Fabeln zufllt.
2TI 4:5 Du aber bleibe nchtern in allem, sei willig zu leiden, thue das 
Werk eines Evangelisten, vollfhre deinen Dienst.
2TI 4:6 Denn ich bin schon daran, zum Opfer zu werden, und die Zeit meines 
Hinganges ist da.
2TI 4:7 Ich habe den guten Kampf gekmpft, ich habe den Lauf vollendet, 
den Glauben gehalten.
2TI 4:8 Nun liegt vor mir der Kranz der Gerechtigkeit, den mir der Herr 
verleihen wird an jenem Tage, der gerechte Richter; nicht allein aber mir, 
sondern ebenso allen, die seine Erscheinung lieb gehabt.
2TI 4:9 Eile dich, bald zu mir zu kommen.
2TI 4:10 Denn Demas hat mich verlassen aus Liebe zu dieser Welt, und ist 
nach Thessalonike gegangen, Crescens nach Galatia, Titus nach Dalmatia;
2TI 4:11 Lukas allein ist bei mir; bringe mir den Marcus mit, ich kann ihn 
wohl brauchen zum Dienste;
2TI 4:12 den Tychikus aber habe ich nach Ephesus geschickt.
2TI 4:13 Den Mantel, den ich in Troas bei Karpus gelassen, bringe mir mit, 
auch die Bcher, namentlich die Pergamente.
2TI 4:14 Alexander der Schmied hat mir viel Bses erwiesen; der Herr wird 
ihm vergelten nach seinen Werken;
2TI 4:15 Nimm auch du dich vor ihm in acht; er hat gar sehr unseren Reden 
widerstrebt.
2TI 4:16 Bei meiner ersten Verteidigung ist mir niemand beigestanden, 
sondern alle haben mich verlassen; mge es ihnen nicht angerechnet werden;
2TI 4:17 der Herr aber stand mir zur Seite und strkte mich, auf da durch 
mich die Predigt beglaubigt wrde, und alle Heiden es hrten; und ich ward 
aus dem Rachen des Lwen befreit.
2TI 4:18 Der Herr aber wird mich befreien aus allem Thun der Bosheit und 
erretten in sein himmlisches Reich; ihm sei Preis in alle Ewigkeit. Amen.
2TI 4:19 Gre Prisca und Aquila und das Haus des Onesiphorus.
2TI 4:20 Erastus ist in Korinth geblieben, den Trophimus habe ich in Milet 
krank zurckgelassen.
2TI 4:21 Eile zu kommen vor dem Winter. Es grt dich Eubulus und Pudens 
und Linus und Claudia und die smtlichen Brder.
2TI 4:22 Der Herr mit deinem Geiste. Die Gnade mit euch.
TIT 1:1 Paulus, Knecht Gottes, Apostel Jesus Christus', nach dem Glauben 
der Auserwhlten Gottes und der Erkenntnis der der Frmmigkeit 
entsprechenden Wahrheit,
TIT 1:2 auf Hoffnung des ewigen Lebens, welches der untrgliche Gott 
verheien hat vor ewigen Zeiten,
TIT 1:3 zu seiner Zeit aber hat er kund gethan sein Wort in der Predigt, 
mit der ich beauftragt bin nach der Weisung Gottes unseres Heilandes,
TIT 1:4 an Titus, sein echtes Kind nach dem gemeinsamen Glauben. Gnade und 
Friede von Gott dem Vater und Christus Jesus unserem Heiland.
TIT 1:5 Um deswillen habe ich dich in Kreta zurckgelassen, da du, was 
noch brig ist, vollends richtig machest und in jeder Stadt Aelteste 
bestellest, wie ich dich es angewiesen habe:
TIT 1:6 wenn einer ohne Klage ist, Eines Weibes Mann, glubige Kinder hat, 
denen man nicht leichtsinniges oder unbotmiges Leben vorwerfen kann.
TIT 1:7 Denn der Bischof mu unbescholten sein, als Haushalter Gottes, 
nicht eigenmchtig, nicht jhzornig, kein Trinker, kein Schlger, kein 
Wucherer,
TIT 1:8 sondern gastfrei, dem Guten zugethan, sittsam, gerecht, heilig, 
enthaltsam,
TIT 1:9 festhaltend an dem lehrgem bewhrten Wort, damit er im Stande 
sei, in der gesunden Lehre ebensowohl zu ermahnen, als auch die 
Widersprechenden zu berfhren.
TIT 1:10 Denn es gibt viele unbotmige Leute, die mit nichtigen Reden den 
Sinn verwirren, namentlich solche aus der Beschneidung;
TIT 1:11 ihnen mu man den Mund stopfen; sie sind es, die ganze Huser 
verstren mit ihren ungehrigen Lehren, um schnden Gewinnes willen.
TIT 1:12 Hat doch ein Prophet aus ihrer eigenen Mitte gesagt: Lgner sind 
von je die Kreter, bse Bestien, faule Buche;
TIT 1:13 dieses Zeugnis ist wahr; darum mache kurzen Proce mit ihnen, auf 
da sie gesund werden im Glauben,
TIT 1:14 und sich nicht einlassen auf jdische Fabeln, und Gebote von 
Menschen, die der Wahrheit den Rcken wenden.
TIT 1:15 Alles ist rein den Reinen; den Befleckten aber und Unglubigen 
ist nichts rein, sondern bei ihnen ist Denken und Gewissen befleckt;
TIT 1:16 sie behaupten Gott zu kennen, und verleugnen ihn mit der That; 
sie sind ein Greuel, ungehorsam und untauglich zu jedem guten Werke.
TIT 2:1 Du aber rede, was zur gesunden Lehre stimmt,
TIT 2:2 da die Alten nchtern sein sollen, ehrbar, zchtig, gesund im 
Glauben, der Liebe, der Geduld.
TIT 2:3 Die alten Frauen desgleichen: in ihrer Haltung wie es dem 
Heiligtum geziemt, nicht verleumderisch, nicht dem vielen Trinken ergeben, 
Gutes lehrend,
TIT 2:4 auf da sie die jungen Frauen sittig leiten zur Liebe ihrer Mnner 
und ihrer Kinder,
TIT 2:5 zu zchtigem, keuschem, haushlterischem, gutem Betragen, zum 
Gehorsam gegen ihre Mnner, damit das Wort Gottes nicht gelstert werde.
TIT 2:6 Die jungen Mnner ermahne desgleichen, zu sittlichem Wandel,
TIT 2:7 und biete in deiner Person in allem ein Vorbild guter Werke, in 
der Lehre Lauterkeit, Wrde,
TIT 2:8 die Rede gesund, unantastbar, damit unser Gegenber beschmt 
werde, wenn er uns nichts Schlechtes nachsagen kann.
TIT 2:9 Die Knechte sollen ihren Herrn unterthan sein und in allem zu 
Gefallen, nicht widersprechend,
TIT 2:10 nichts unterschlagend, sondern volle reine Treue erweisend, auf 
da sie der Lehre Gottes unseres Heilandes in allen Stcken zur Zierde 
gereichen.
TIT 2:11 Denn es ist erschienen die Gnade Gottes, heilsam allen Menschen
TIT 2:12 und ist uns eine Schule der Zucht, da wir sollen verleugnen die 
Gottlosigkeit und die weltlichen Lste, sittsam, gerecht und fromm leben 
in dieser jetzigen Welt,
TIT 2:13 wartend auf die selige Hoffnung, die Erscheinung der Herrlichkeit 
unseres groen Gottes und Heilandes Christus Jesus,
TIT 2:14 der sich selbst gegeben hat fr uns, da er uns erlse von allem 
Frevel, und reinige sich selbst ein Volk zum Eigentum, eifrig in guten 
Werken.
TIT 2:15 Solches rede und ermahne, und strafe mit aller Eindringlichkeit. 
Niemand soll sich ber dich hinausdnken.
TIT 3:1 Erinnere sie, da sie der obrigkeitlichen Gewalt unterthan seien, 
gehorchen und bereitwillig seien zu jedem guten Werke,
TIT 3:2 niemand lstern, sich ferne von Streit halten, nachgiebig sein, 
nichts als Milde beweisend gegen jedermann.
TIT 3:3 Denn einstmals waren auch wir unverstndig, ungehorsam, verirrt, 
mancherlei Begierden und Lsten frhnend, lebend in Bosheit und Neid, des 
Abscheus Gegenstand, und untereinander uns hassend:
TIT 3:4 als aber die Gte und Menschenfreundlichkeit Gottes unseres 
Heilandes erschien,
TIT 3:5 da hat er nicht durch Werke in Gerechtigkeit, welche wir thaten, 
sondern nach seinem Erbarmen uns gerettet durch ein Bad der Wiedergeburt 
und Erneuerung des heiligen Geistes,
TIT 3:6 den er ausgegossen hat auf uns reichlich durch Jesus Christus 
unsern Heiland,
TIT 3:7 damit wir gerechtfertigt durch dessen Gnade Erben wrden nach der 
Hoffnung des ewigen Lebens.
TIT 3:8 Bewhrt ist das Wort, und darber wnsche ich sollst du festes 
Zeugnis geben, damit, die zum Glauben an Gott gekommen, sich befleiigen 
gute Werke zu treiben; das ist gut und ntzlich fr die Menschen.
TIT 3:9 Thrichte Grbeleien, Geschlechtsregister, Streiterei und 
Gesetzesznkereien aber sollst du meiden; sie ntzen nichts und fhren zu 
nichts.
TIT 3:10 Einen Sektierer meide, wenn du ihn zum zweiten Male gewarnt hast,
TIT 3:11 und denke, da er verdreht ist und sndigt, durch sich selbst 
gerichtet.
TIT 3:12 Wenn ich Artemas oder Tychikus an dich schicke, so eile zu mir 
nach Nikopolis zu kommen; denn dort habe ich im Sinn den Winter zu bleiben;
TIT 3:13 Zenas aber, den Gesetzesgelehrten und Apollos fertige ab, unter 
Frsorge, da es ihnen an nichts fehle.
TIT 3:14 Unsere Leute sollen auch lernen tchtige Arbeit fr die Notdurft 
zu treiben, damit sie nicht ohne Einkommen seien.
TIT 3:15 Es gren dich alle, die bei mir sind. Gre die uns lieben im 
Glauben. Die Gnade mit euch allen.
PHM 1:1 Paulus, Gefangener Christus Jesus' und Timotheus der Bruder an 
Philemon unseren teueren Mitarbeiter
PHM 1:2 und die Schwester Appia und Archippus, unseren Mitstreiter und die 
Gemeinde deines Hauses:
PHM 1:3 Gnade euch und Friede von Gott unserem Vater und dem Herrn Jesus 
Christus.
PHM 1:4 Ich danke meinem Gott allezeit, indem ich deiner gedenke in meinen 
Gebeten,
PHM 1:5 da ich hre von deiner Liebe und dem Glauben, den du hast zu dem 
Herrn Jesus und fr alle Heiligen:
PHM 1:6 auf da der Anteil an deinem Glauben wirksam werden mge in der 
Erkenntnis alles Guten, was unter euch ist, fr Christus.
PHM 1:7 Denn ich hatte viel Freude und Trost ber deiner Liebe, weil die 
Herzen der Heiligen durch dich erquickt sind, Bruder.
PHM 1:8 Darum obwohl ich in Christus mich ganz berechtigt wei, dir 
vorzuschreiben, was sich ziemt,
PHM 1:9 ziehe ich doch um der Liebe willen vor, dich zu bitten. Siehe mich 
an: ich Paulus, ein Greis, jetzt auch Gefangener Christus Jesus',
PHM 1:10 bitte dich fr mein Kind, das ich gezeugt in meinen Ketten, den 
Onesimus,
PHM 1:11 der dir einst wenig wert, jetzt aber dir und mir hoch wert 
geworden:
PHM 1:12 Ich schicke ihn zurck, ich schicke dir mein Herz damit.
PHM 1:13 Gerne htte ich ihn behalten, da er mir statt deiner diene in 
den Banden des Evangeliums;
PHM 1:14 aber ich wollte nichts thun ohne dein Einverstndnis, damit nicht 
die Wohlthat von dir wie gezwungen herauskomme; sie sollte freiwillig sein.
PHM 1:15 Ist er doch vielleicht eben darum auf eine kurze Zeit dir 
genommen worden, damit du ihn auf ewig httest,
PHM 1:16 nicht mehr als Knecht, sondern als etwas viel besseres, als 
geliebten Bruder - mir gewi, wie sollte er es dir nicht noch mehr sein im 
Fleisch sowohl als im Herrn.
PHM 1:17 Wenn ich dir Mitgenosse bin, so nimm ihn an wie mich.
PHM 1:18 Hat er dir aber Schaden gethan oder schuldet dir, so schreibe es 
auf meine Rechnung.
PHM 1:19 Ich Paulus schreibe es eigenhndig: ich werde es bezahlen; ich 
will nicht davon reden, da du dich selbst mir schuldest.
PHM 1:20 Ja, Bruder, ich mchte von dir etwas haben im Herrn, erquicke 
mein Herz in Christus.
PHM 1:21 Im Vertrauen auf deine Willigkeit schreibe ich dir; ich wei, da 
du mehr thust als ich sage.
PHM 1:22 Rste dich auch mich zum Gaste zu haben; ich hoffe da ich euch 
durch euer Gebet wiedergeschenkt werde.
PHM 1:23 Es grt dich Epaphras mein Mitgefangener in Christus Jesus,
PHM 1:24 Marcus, Aristarchus, Demas und Lukas, meine Mitarbeiter.
PHM 1:25 Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus mit eurem Geiste.
HEB 1:1 Nachdem Gott vormals vielfach und vielartig zu den Vtern geredet 
hatte durch die Propheten,
HEB 1:2 hat er aufs Ende dieser Tage zu uns geredet durch den Sohn, 
welchen er gesetzt hat zum Erben von allem, durch welchen er auch die 
Weltzeiten gemacht hat,
HEB 1:3 welcher als der Abglanz seiner Herrlichkeit, und Abdruck seines 
Wesens, und der Trger aller Dinge mit dem Worte seiner Kraft, nachdem er 
die Reinigung der Snden bewirkt hat, sich gesetzt hat zur Rechten der 
Majestt in der Hhe,
HEB 1:4 und um so viel mchtiger als die Engel geworden ist, als der Name, 
den er geerbt, sie berragt.
HEB 1:5 Denn zu welchem von den Engeln hat er je gesagt: Du bist mein 
Sohn, heute habe ich dich gezeugt? Und wiederum: Ich werde ihm Vater sein, 
und er wird mir Sohn sein.
HEB 1:6 Und wiederum, da er den Erstgeborenen auf den Erdkreis eingefhrt, 
da heit es: Und alle Engel Gottes sollen vor ihm niederfallen.
HEB 1:7 Und zu den Engeln heit es wohl: Der seine Engel zu Winden macht, 
und seine Diener zur Feuerflamme.
HEB 1:8 Zu dem Sohne aber: Dein Thron, o Gott, ist fr alle Ewigkeit, und 
der Stab der Rechtschaffenheit ist deines Reiches Stab.
HEB 1:9 Du hast Gerechtigkeit geliebt und den Frevel gehat; darum hat 
dich Gott gesalbt, dein Gott, mit Freudenl vor deinen Genossen.
HEB 1:10 Und: Du, Herr, hast zu Anfang die Erde gegrndet, und deiner 
Hnde Werk sind die Himmel. Sie werden vergehen, du aber bleibst.
HEB 1:11 Sie werden veralten insgesamt wie ein Gewand,
HEB 1:12 du wirst sie wie einen Mantel aufrollen, und sie werden 
verwandelt sein; du aber bist derselbe, und deine Jahre lassen nicht nach.
HEB 1:13 Zu welchem von den Engeln aber hat er je gesagt: Setze dich zu 
meiner Rechten, bis ich deine Feinde lege unter deine Fe?
HEB 1:14 Sind sie nicht alle dienstbare Geister, ausgesandt zur Hilfe um 
derentwillen, die das Heil sollen ererben?
HEB 2:1 Deswegen mssen wir uns um so fester klammern an das, was wir 
gehrt haben, um nicht weggesplt zu werden.
HEB 2:2 Denn wenn das von Engeln verkndete Wort Bestand hatte, und alle 
Uebertretung und Ungehorsam die rechtmige Vergeltung empfieng: wie 
sollten wir durchkommen,
HEB 2:3 so wir dieses groe Heil verabsumen? welches seinen Anfang nahm 
durch die Verkndigung des Herrn, und ist von seinen Hrern fr uns 
besttigt worden,
HEB 2:4 begleitet von Gottes Zeugnis in Zeichen und Wundern und mancherlei 
Krften und Austeilungen des heiligen Geistes nach seinem Willen.
HEB 2:5 Denn nicht Engeln hat er die knftige Welt unterstellt, von 
welcher wir reden.
HEB 2:6 Sondern es hat einer irgendwo Zeugnis gegeben also: Was ist der 
Mensch, da du seiner gedenkest? oder des Menschen Sohn, da du sein 
achtest?
HEB 2:7 Du hast ihn ein kurzes neben den Engeln erniedrigt, du hast ihn 
mit Herrlichkeit und Ehre bekrnzt,
HEB 2:8 alles hast du ihm unter die Fe gethan. Bei dem alles unter 
gethan hat er nichts ausgelassen, als nicht unterworfen; in der Gegenwart 
aber ist, wie wir sehen, ihm noch nicht alles unterworfen.
HEB 2:9 Den aber, der ein kurzes neben den Engeln erniedrigt ist, sehen 
wir in Jesus um des Todesleidens willen mit Herrlichkeit und Ehre 
bekrnzt, auf da er durch Gottes Gnade fr jedermann den Tod koste.
HEB 2:10 Denn es ziemte sich fr den, um dessentwillen alles ist und durch 
welchen alles ist, den, der viele Shne zur Herrlichkeit fhrte, den 
Anfhrer ihres Heiles durch Leiden zu vollenden;
HEB 2:11 denn der da heiligt und die geheiligt werden, haben ihren 
Ursprung von Einem, weswegen er sich auch nicht schmt, sie Brder zu 
nennen,
HEB 2:12 in dem Worte: Ich will deinen Namen verknden meinen Brdern, in 
mitten der Gemeinde will ich dir lobsingen.
HEB 2:13 Und wiederum: Ich werde mein Vertrauen haben auf ihn. Und 
wiederum: Siehe, hier bin ich und die Kinder, welche mir Gott gegeben hat.
HEB 2:14 Da nun die Kinder an Blut und Fleisch Teil haben, bekam auch er 
hnlich Teil daran, damit er durch den Tod zu nichte mache den, der die 
Gewalt des Todes hat, das ist der Teufel,
HEB 2:15 und befreie die, welche durch Todesfurcht im ganzen Leben in 
Sklaverei gehalten waren.
HEB 2:16 Engel sind es ja wohl nicht, deren er sich an nimmt, sondern des 
Samens Abrahams nimmt er sich an.
HEB 2:17 Derhalben mute er in allem den Brdern hnlich werden, damit er 
barmherzig wrde und ein bewhrter Hohepriester Gott gegenber, zur 
Shnung der Snden des Volkes.
HEB 2:18 Denn wieferne er selbst gelitten hat durch Versuchung, kann er 
denen, die versucht werden, helfen.
HEB 3:1 Darum, heilige Brder, der himmlischen Berufung Genossen, achtet 
auf den Sendboten und Hohenpriester unseres Bekenntnisses, Jesus,
HEB 3:2 wie er seinem Urheber treu war, so wie auch Moses in seinem ganzen 
Hause.
HEB 3:3 Denn ihm kommt grere Herrlichkeit zu als Moses, in dem Mae als 
der an Wrde ber dem Hause steht, der dasselbe bereitet hat.
HEB 3:4 Denn jedes Haus wird von jemand bereitet; der aber alles bereitet 
hat, ist Gott.
HEB 3:5 Und Moses ist in seinem ganzen Hause treu als ein Diener zum 
Zeugnis fr das was verkndet werden sollte,
HEB 3:6 Christus aber in seinem Hause; sein Haus sind wir, wenn wir die 
Zuversicht und den Ruhm der Hoffnung bis zum Ende fest bewahren.
HEB 3:7 Darum wie der heilige Geist spricht: Heute, wenn ihr seine Stimme 
hret,
HEB 3:8 so verhrtet nicht eure Herzen, wie in der Erbitterung am Tage der 
Versuchung in der Wste,
HEB 3:9 da mich eure Vter versuchten mit Proben, die doch meine Werke 
sahen vierzig Jahre lang;
HEB 3:10 darum zrnte ich diesem Geschlechte und sprach: allezeit gehen 
sie irre mit ihrem Herzen. Sie aber erkannten meine Wege nicht,
HEB 3:11 so da ich schwur in meinem Zorne: sie sollen nicht in meine Ruhe 
eingehen.
HEB 3:12 Sehet zu, Brder, da nicht in einem von euch das bse Herz des 
Unglaubens aufkomme im Abfall vom lebendigen Gott,
HEB 3:13 sondern ermahnt euch jeden Tag, so lange man heute sagt, da 
nicht einer von euch verhrtet werde durch Betrug der Snde.
HEB 3:14 Denn wir sind Teilhaber an Christus geworden, sofern wir nmlich 
den Anfang unserer Zuversicht bis zum Ende fest behalten.
HEB 3:15 Wenn es heit: Heute, wenn ihr seine Stimme hret, so verhrtet 
nicht eure Herzen, wie in der Erbitterung -HEB 3:16 wer waren denn die 
Hrer, welche die Erbitterung gemacht haben? Waren es nicht alle, die aus 
Aegypten durch Moses kamen?
HEB 3:17 Wer sind die Leute, denen er zrnte vierzig Jahre? Nicht die, 
welche gesndigt hatten, deren Leiber fielen in der Wste?
HEB 3:18 Welchen hat er zugeschworen, sie sollen nicht in seine Ruhe 
kommen, als denen die ungehorsam waren?
HEB 3:19 Und wir sehen, da es ihnen nicht gelang hineinzukommen, des 
Unglaubens wegen.
HEB 4:1 So wollen wir uns denn davor frchten, da nicht jemand unter euch 
versumt scheine, whrend doch die Verheiung in die Ruhe einzugehen noch 
vorbehalten ist.
HEB 4:2 Gilt doch uns die gute Botschaft so gut wie jenen; aber jene hat 
das vernommene Wort nichts genutzt, weil es nicht durch Glauben mit den 
Hrern zusammengewachsen ist.
HEB 4:3 Denn in die Ruhe kommen wir, die wir glubig wurden, demgem da 
er gesagt hat: wie ich schwur in meinem Zorne: sie sollen nicht in meine 
Ruhe eingehen, obwohl die Werke von der Grundlegung der Welt her fertig 
waren.
HEB 4:4 Hat er doch ber den siebenten Tag an einer Stelle gesagt: und 
Gott ruhte am siebenten Tag von allen seinen Werken,
HEB 4:5 und hier dagegen: sie sollen nicht in meine Ruhe eingehen.
HEB 4:6 Da nun hiernach einesteils anzunehmen ist, da etliche in dieselbe 
kommen, und anderenteils diejenigen, welche zuerst die Botschaft 
empfiengen, nicht hineinkamen des Ungehorsams wegen,
HEB 4:7 so bestimmt er wieder einen Tag, mit Heute, was er durch David um 
so viel spter verkndet, wie vorhin erwhnt heute, wenn ihr seine Stimme 
hret, so verhrtet nicht eure Herzen.
HEB 4:8 Denn wenn Josua sie zur Ruhe gebracht htte, so htte er nicht von 
einem anderen spteren Tage gesprochen.
HEB 4:9 Mithin ist eine Sabbatruhe dem Volke Gottes noch vorbehalten;
HEB 4:10 denn wer in seine Ruhe gekommen ist, der hat auch selbst Ruhe 
gefunden von seinen Werken, ebenso wie Gott von den seinigen.
HEB 4:11 So lasset uns nun trachten, in jene Ruhe zu kommen, damit nicht 
einer falle nach eben diesem Vorbilde des Ungehorsams.
HEB 4:12 Denn lebendig ist Gottes Spruch und krftig und schneidender als 
ein zweischneidiges Messer, und eindringend, bis in die Fuge von Seele und 
Geist, Gelenk und Mark und angethan zu richten Gesinnungen und Gedanken 
des Herzens;
HEB 4:13 und es gibt kein Geschpf, das ihm verborgen wre, alles ist blo 
und offengelegt fr die Augen dessen, mit dem wir es zu thun haben.
HEB 4:14 Da wir nun einen groen Hohenpriester haben, der durch die Himmel 
gedrungen ist, Jesus den Sohn Gottes, so wollen wir am Bekenntnis 
festhalten.
HEB 4:15 Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht mit unseren 
Schwchen mitfhlen knnte, sondern der in allem versucht ist in hnlicher 
Weise, ohne Snde.
HEB 4:16 So lasset uns denn mit Zuversicht hintreten zu dem Throne der 
Gnade, damit wir Erbarmen empfangen und Gnade finden zu rechtzeitiger 
Hilfe.
HEB 5:1 Denn jeder Hohepriester, der aus Menschen genommen wird, wird fr 
Menschen bestellt zu den Geschften bei Gott, da er Gaben und Opfer fr 
Snden darbringe,
HEB 5:2 als der billig fhlen kann fr die unwissenden und irrenden, da ja 
er selbst auch mit Schwachheit behaftet ist,
HEB 5:3 und um derselben willen sowie fr das Volk so auch fr sich selbst 
wegen der Snden darbringen mu.
HEB 5:4 Und keiner nimmt sich die Wrde selbst, sondern wenn er von Gott 
berufen wird, sowie ja auch Aaron.
HEB 5:5 So hat auch der Christus nicht sich selbst die Herrlichkeit des 
Hohenpriestertums zugeeignet, sondern der, der zu ihm sprach: du bist mein 
Sohn, ich habe dich heute gezeugt,
HEB 5:6 sowie er auch anderswo sagt: Du bist Priester in Ewigkeit nach der 
Ordnung Melchisedek.
HEB 5:7 Er hat in den Tagen seines Fleisches Bitte und Flehen mit lautem 
Geschrei und Thrnen gebracht vor den, der ihn aus dem Tode erretten 
konnte, ist auch erhrt worden aus seiner Angst,
HEB 5:8 und hat, obwohl er Sohn war, Gehorsam gelernt an seinem Leiden,
HEB 5:9 kam zur Vollendung, und wurde allen denen, die ihm gehorchen der 
Urheber ewigen Heils,
HEB 5:10 da er von Gott begrt ward als Hoherpriester nach der Ordnung 
Melchisedek.
HEB 5:11 Darber ist viel zu sagen und es ist schwer auszulegen, weil ihr 
harthrig geworden seid.
HEB 5:12 Denn da ihr der Zeit nach solltet Lehrer sein, bedrft ihr 
vielmehr wiederum der Belehrung ber die Anfangsgrnde der Sprche Gottes, 
und habt es dahin gebracht, da ihr Milch braucht statt fester Speise.
HEB 5:13 Wer sich an Milch hlt, versteht nichts vom Worte der 
Gerechtigkeit, denn er ist unmndig.
HEB 5:14 Die feste Nahrung aber ist fr Vollkommene, fr die, deren Sinne 
durch Uebung geschult sind zur Unterscheidung des Guten und Bsen.
HEB 6:1 Darum wollen wir das Anfangswort vom Christus dahinten lassen, und 
uns zur Vollkommenheit erheben, nicht abermals das Fundament legen mit 
Bue von toten Werken, und Glauben an Gott,
HEB 6:2 Taufenlehre und Handauflegung, Totenauferstehung und ewiger 
Verdammnis.
HEB 6:3 Auch dies wollen wir thun, so Gott es gewhrt.
HEB 6:4 Denn es ist unmglich, diejenigen, welche einmal erleuchtet wurden 
und von der himmlischen Gabe gekostet haben und des heiligen Geistes 
teilhaftig wurden,
HEB 6:5 und das gute Gotteswort und Krfte der zuknftigen Welt gekostet 
haben,
HEB 6:6 und sind dann abgefallen, wiederum zu erneuern zur Bue, da sie 
doch sich den Sohn Gottes wieder kreuzigen und zum Gesptt machen.
HEB 6:7 Denn das Land, das den reichlich strmenden Regen eingesogen, und 
denen fr die es bebaut wird wohlbestelltes Gewchs bringt, geniet den 
Segen von Gott.
HEB 6:8 Bringt es aber Dornen und Disteln, so wird es verworfen, geht dem 
Fluche entgegen, dessen Ende ist das Verbrennen.
HEB 6:9 Wir sind aber, Geliebte, von euch des Besseren, dessen, was zum 
Heile gehrt, gewi, wenn wir auch so reden.
HEB 6:10 Denn Gott ist nicht ungerecht, da er eures Thuns verge und der 
Liebe, die ihr seinem Namen erzeugt habet, da ihr den Heiligen Dienste 
erwieset und noch erweiset.
HEB 6:11 Wir wnschten jedoch, da jeder von euch den gleichen Eifer 
bewhrte fr den Vollbeweis der Hoffnung bis zum Ende,
HEB 6:12 damit ihr nicht stumpf werdet, sondern in der Nachfolge derer 
wandelt, die durch Glauben und Geduld die Verheiungen erben.
HEB 6:13 Denn Gott hat dem Abraham Verheiung gegeben und beschworen bei 
sich selbst, da er keinen Hheren hatte bei ihm zu schwren
HEB 6:14 mit den Worten: Frwahr, mit Segen will ich dich segnen, und 
reichlich will ich dich mehren.
HEB 6:15 Und da er darauf in Geduld harrte, ist er zur Verheiung gelangt.
HEB 6:16 Schwren ja Menschen bei dem hheren, und der Eid dient zur 
Bekrftigung ber alle Widerrede hinaus.
HEB 6:17 So hat Gott, um den Erben der Verheiung noch mehr die 
Unbeugsamkeit seines Willens zu beweisen, einen Eid zum Mittel gemacht,
HEB 6:18 damit wir durch zwei unwandelbare Dinge, in welchen Gott 
unmglich trgen konnte, einen starken Sporn htten; die wir unsere 
Zuflucht dazu nahmen, die Hoffnung vor uns zu ergreifen,
HEB 6:19 in der wir einen sicheren, festen Anker der Seele haben, der 
hineinreicht in das Innere des Vorhangs,
HEB 6:20 dahin als Vorlufer fr uns eingegangen ist Jesus, da er 
Hoherpriester ward nach der Ordnung Melchisedek in Ewigkeit.
HEB 7:1 Denn dieser Melchisedek, Knig von Salem, Priester des hchsten 
Gottes, der dem Abraham begegnete bei seiner Rckkehr von der 
Niederwerfung der Knige, und ihn segnete,
HEB 7:2 dem auch Abraham den Zehnten von allem zuteilte, der da erklrt 
wird zuerst als Knig der Gerechtigkeit, dann als Knig von Salem, das 
heit Knig des Friedens,
HEB 7:3 keinen Vater, keine Mutter, keinen Stammbaum hat, dessen Tage 
keinen Anfang, dessen Leben kein Ende, der dem Sohn Gottes hnlich gemacht 
ist, bleibt Priester fr immer.
HEB 7:4 Schauet doch, wie gro dieser ist, dem selbst Abraham der 
Patriarch den Zehnten von den Kornfrchten gab.
HEB 7:5 Auch die von den Shnen Levi, welche das Priestertum berkommen, 
haben das Gebot, das Volk zu zehnten nach dem Gesetz, das heit ihre 
Brder, obwohl dieselben aus Abrahams Lende hervorgegangen sind.
HEB 7:6 Der aber seinen Stammbaum nicht von ihnen herleitet, hat Abraham 
gezehntet und den, der die Verheiungen hatte, gesegnet.
HEB 7:7 Es steht aber ohne Widerspruch fest, da das geringere von dem 
hheren gesegnet wird.
HEB 7:8 Und hier empfangen sterbende Menschen die Zehnten; dort einer, dem 
bezeugt ist, da er lebt.
HEB 7:9 Und so zu sagen wurde mittelst Abraham auch der Zehntenempfnger 
Levi gezehntet.
HEB 7:10 Denn er war noch in seines Ahnen Lende, als diesem Melchisedek 
begegnete.
HEB 7:11 Htte es nun eine Vollendung durch das Levitische Priestertum 
gegeben (die Gesetzgebung des Volkes gieng ja auf dasselbe), wozu war es 
dann noch ntig, da ein anderer Priester nach der Ordnung Melchisedek 
aufgestellt und nicht nach der Ordnung Aarons benannt wird?
HEB 7:12 Mit einem Uebergang des Priestertums tritt notwendig auch ein 
solches des Gesetzes ein.
HEB 7:13 Der nmlich, auf welchen das gesagt ist, gehrte einem anderen 
Stamme an, von dem keiner mit dem Altar zu thun hatte.
HEB 7:14 Denn es ist lngst bekannt, da unser Herr aus Juda stammt, auf 
welchen Stamm Moses nichts von Priestern gesagt hat.
HEB 7:15 Und noch zum Ueberflu weiter liegt die Sache klar, wenn ein 
anderer Priester aufgestellt wird nach der Aehnlichkeit Melchisedek,
HEB 7:16 der es nicht ist nach dem Gesetz eines am Fleisch hngenden 
Auftrages, sondern nach der Kraft unzerstrlichen Lebens.
HEB 7:17 Wird ihm doch bezeugt: du bist Priester in Ewigkeit nach der 
Ordnung Melchisedek.
HEB 7:18 Denn ein Gebot wird mit der Zeit abgeschafft wegen seiner 
Kraftlosigkeit und Unntzlichkeit
HEB 7:19 (hat doch das Gesetz nichts zur Vollendung gebracht) und dagegen 
eine bessere Hoffnung eingefhrt, durch welche wir Gott nahen.
HEB 7:20 Und im Mae wie er es geworden ist nicht ohne Eidschwur (denn 
jene sind ohne Eidschwur Priester geworden,
HEB 7:21 er aber mit Eidschwur durch den, der zu ihm sagt: der Herr hat 
geschworen und es wird ihn nicht gereuen: du bist Priester in Ewigkeit),
HEB 7:22 in diesem Mae ist Jesus auch eines hheren Bundes Brge geworden.
HEB 7:23 Und dort sind mehrere Priester geworden, weil sie durch den Tod 
am Bleiben verhindert werden.
HEB 7:24 Hier ist es Einer, der, weil er in Ewigkeit bleibt, auch ein 
Priestertum hat, das nicht bergeht.
HEB 7:25 Darum kann er auch fr immer retten, die durch ihn zu Gott 
treten, weil er allezeit lebt, um fr sie einzutreten.
HEB 7:26 Ein solcher Hoherpriester stand uns an, heilig, lauter, 
unbefleckt, abgesondert von den Sndern, und hher als die Himmel geworden,
HEB 7:27 der nicht tglich not hat, wie die Hohenpriester, zuerst fr 
seine eigenen Snden Opfer zu bringen, darauf fr die des Volkes; denn er 
hat das ein fr allemal gethan, indem er sich selbst darbrachte.
HEB 7:28 Denn das Gesetz stellt Menschen zu Hohenpriestern auf, die mit 
Schwachheit behaftet sind, das Wort des Eidschwurs aber, der nach dem 
Gesetze kam, einen fr die Ewigkeit vollendeten Sohn.
HEB 8:1 Der Hauptpunkt aber in dieser Sache ist: wir haben einen solchen 
Hohenpriester, der sich gesetzt hat zur Rechten der Majestt in den 
Himmeln,
HEB 8:2 der heiligen Dinge Verwalter und des wahrhaftigen Zeltes, welches 
aufgeschlagen hat der Herr, nicht ein Mensch.
HEB 8:3 Denn jeder Hohepriester wird aufgestellt, Gaben und Opfer 
darzubringen; daher mu auch dieser etwas darzubringen haben.
HEB 8:4 Wre er nun auf der Erde, so wre er nicht einmal Priester, da 
hier die Darbringer der Gaben durch das Gesetz bestellt sind,
HEB 8:5 als welche bei dem Nachbild und Schatten des Himmlischen den 
Dienst haben (wie denn Moses Weisung erhielt, da er im Begriff war, das 
Zelt fertigen zu lassen: denn siehe, sagt er, du sollst alles machen nach 
dem Vorbild, das dir auf dem Berge gezeigt ward).
HEB 8:6 Nun aber hat er einen vorzglicheren Dienst bekommen, in dem Mae 
als er eines hheren Bundes Mittler ist, dessen Gesetzgebung auf hheren 
Verheiungen ruht.
HEB 8:7 Denn wenn jener erste ohne Mangel wre, so wrde nicht Platz fr 
einen zweiten gesucht werden.
HEB 8:8 Sagt er doch rgend gegen sie: siehe, es kommen Tage, spricht der 
Herr, da ich werde aufrichten fr das Haus Israel und das Haus Juda einen 
neuen Bund,
HEB 8:9 nicht wie den Bund, den ich gemacht habe fr ihre Vter am Tage, 
da ich sie bei der Hand nahm, um sie aus Aegyptenland zu fhren; denn sie 
sind nicht bei meinem Bund geblieben, so habe ich sie aufgegeben, spricht 
der Herr.
HEB 8:10 Denn das ist der Bund, den ich schlieen werde mit dem Hause 
Israel nach jenen Tagen, spricht der Herr, ich werde ihnen meine Gesetze 
in den Sinn legen und werde sie ihnen ins Herz schreiben, und werde ihr 
Gott sein und sie werden mein Volk sein.
HEB 8:11 Und es soll nimmermehr lehren einer seinen Mitbrger und einer 
seinen Bruder und sagen: lerne den Herrn kennen; denn sie werden mich alle 
kennen klein und gro.
HEB 8:12 Denn ich werde gndig sein gegen ihre Ungerechtigkeiten und ihrer 
Snden nimmermehr gedenken.
HEB 8:13 Mit dem Worte neuer Bund hat er den ersten fr veraltet erklrt; 
was aber verjhrt und veraltet, das geht dem Verschwinden entgegen.
HEB 9:1 Der erste nun hatte Gerechtigkeiten des Dienstes und das Heiligtum 
nach der Art der Welt.
HEB 9:2 Denn da ward das erste Zelt so ausgerstet: drinnen der Leuchter 
und der Tisch und die Schaubrote, und das nennt man das Heiligtum.
HEB 9:3 Dann hinter dem zweiten Vorhang die Htte, die man Allerheiligstes 
nennt,
HEB 9:4 mit dem goldenen Rucheraltar und der Lade des Bundes, ganz mit 
Gold berzogen, darin ein goldener Topf mit dem Manna und der Stab Aarons, 
der ausgetrieben hat, und die Tafeln des Bundes,
HEB 9:5 oben drber aber die Cherubim der Herrlichkeit, die den Shndeckel 
berschatten; worber jetzt nicht im einzelnen zu reden ist.
HEB 9:6 So war die Ausrstung, und es betreten das erste Zelt jederzeit 
die Priester, wenn sie ihren Dienst ausrichten,
HEB 9:7 das zweite aber nur einmal im Jahr allein der Hohepriester, nicht 
ohne Blut, das er darbringt fr sich selbst und fr die Versehen des Volks 
in Unwissenheit.
HEB 9:8 So weist der heilige Geist darauf hin, da der Weg zum Heiligen 
noch nicht offenbar geworden ist, so lange das erste Zelt noch seinen 
Bestand hat,
HEB 9:9 das da ist ein Sinnbild auf die jetzige Periode, unter welchem 
Gaben und Opfer dargebracht werden, die den Dienenden nicht vollenden 
knnen am Gewissen,
HEB 9:10 sondern nur auf Speise und Trank und allerlei Waschungen gehend, 
Gerechtigkeiten des Fleisches, bis zur Zeit da es richtig gestellt wird 
aufgelegt.
HEB 9:11 Als aber Christus erschien als Hoherpriester der knftigen Gter, 
ist er durch das hhere und vollkommenere Zelt, das nicht mit Hnden 
gemacht, das heit nicht von dieser Schpfung ist,
HEB 9:12 auch nicht mittelst Blutes von Bcken und Klbern, sondern 
mittelst seines eigenen Blutes ein fr allemal in das Heiligtum gegangen, 
da er eine ewige Erlsung gefunden.
HEB 9:13 Denn wenn das Blut von Bcken und Stieren und die Asche der Kuh, 
welche die Befleckten besprengt, heiligt zur Reinheit des Fleisches,
HEB 9:14 wie viel mehr wird das Blut des Christus, der mittelst ewigen 
Geistes sich selbst fleckenlos Gott dargebracht hat, euer Gewissen 
reinigen von toten Werken zum Dienst des lebendigen Gottes.
HEB 9:15 Und darum ist er Mittler eines neuen Bundes, damit auf Grund des 
Todes, der zur Ablsung der Uebertretungen aus dem ersten Bund erfolgte, 
die Berufenen die Verheiung des ewigen Erbes empfiengen.
HEB 9:16 Denn wo eine Stiftung ist, da mu der Tod des Stifters 
beigebracht werden.
HEB 9:17 Eine Stiftung wird ber Toten krftig, da sie nichts gilt, so 
lange der Stifter lebt.
HEB 9:18 Daher ist auch die erste nicht ohne Blut eingeweiht worden.
HEB 9:19 Denn nachdem Moses dem ganzen Volke alle Gebote nach dem Gesetze 
verkndet hatte, nahm er das Blut von Klbern und Bcken nebst Wasser und 
roter Wolle und Ysop und besprengte das Buch selbst sowie das ganze Volk
HEB 9:20 und sprach: das ist das Blut des Bundes, den Gott fr uns 
verordnet hat.
HEB 9:21 Und ebenso besprengte er die Htte und die smtlichen Gerte des 
Dienstes mit dem Blut.
HEB 9:22 Und fast alles wird nach dem Gesetze mit Blut gereinigt, und ohne 
Blutvergieen gibt es keine Vergebung.
HEB 9:23 Das ist also der notwendige Weg der Reinigung fr die Abbilder 
der Dinge in den Himmeln, aber fr das himmlische Selbst mu es hhere 
Opfer geben als diese.
HEB 9:24 Denn Christus ist nicht in Heiligtmer mit Hnden gemacht 
eingetreten, Nachbilder der wahrhaftigen, sondern in den Himmel selbst, um 
nun zu erscheinen vor dem Angesicht Gottes fr uns;
HEB 9:25 auch nicht um sich oftmals darzubringen, wie der Hohepriester in 
das Heiligtum jhrlich eingeht durch fremdes Blut,
HEB 9:26 da er dann htte oftmals leiden mssen seit der Welt Grundlegung. 
Nun aber ist er einmal auf den Abschlu der Zeiten offenbar geworden zur 
Beseitigung der Snde durch sein Opfer.
HEB 9:27 Und so wie den Menschen bevorsteht einmal zu sterben, dann aber 
das Gericht,
HEB 9:28 so wird auch der Christus, nachdem er einmal dargebracht ist, um 
die Snden vieler aufzuheben, zum zweitenmale ohne Snde erscheinen denen, 
die auf ihn warten, zum Heil.
HEB 10:1 Denn da das Gesetz nur den Schatten hat von den zuknftigen 
Gtern, nicht die Gestalt der Dinge selbst, so kann es mit den Opfern, die 
sie alljhrlich immer wieder darbringen, niemals fr immer die 
Herzukommenden vollenden;
HEB 10:2 oder wrde man dann nicht mit ihrer Darbringung aufhren, weil 
die Dienenden einmal gereinigt ja kein Sndenbewutsein mehr htten?
HEB 10:3 Statt dessen wird ihnen durch dieselben das Gedchtnis der Snden 
alle Jahre aufgefrischt;
HEB 10:4 denn es ist unmglich, da Ochsen- und Bocksblut Snden wegnehme.
HEB 10:5 Darum sagt er, wie er in die Welt kommt: Opfer und Darbringung 
hast du nicht gewollt, einen Leib aber hast du mir bereitet;
HEB 10:6 Ganzopfer und Sndopfer haben dir nicht gefallen;
HEB 10:7 da sprach ich: siehe ich komme, in der Buchrolle steht von mir 
geschrieben: zu thun, Gott, deinen Willen.
HEB 10:8 Nachdem er weiter oben sagt: Schlachtopfer und Darbringungen und 
Ganzopfer und Sndopfer hast du nicht gewollt noch Gefallen daran gehabt, 
wie sie nach dem Gesetz dargebracht werden,
HEB 10:9 hat er hierauf gesagt: siehe ich komme zu thun deinen Willen. Das 
erste thut er weg, um das andere aufzurichten;
HEB 10:10 in diesem Willen sind wir geheiligt durch die Darbringung des 
Leibes Jesus Christus' ein fr allemal.
HEB 10:11 Und jeder Priester steht Tag fr Tag im Dienst und in der oft 
wiederholten Darbringung der Opfer, als welche niemals die Snden 
wegnehmen knnen.
HEB 10:12 Dieser aber hat nur ein einziges Opfer fr die Snden 
dargebracht fr immer, und dann sich gesetzt zur rechten Hand Gottes,
HEB 10:13 weiterhin abwartend, bis seine Feinde ihm werden unter seine 
Fe gelegt worden sein.
HEB 10:14 Denn mit einer Darbringung hat er fr immer vollendet, die sich 
heiligen lassen.
HEB 10:15 Es zeugt uns aber auch der heilige Geist; denn nach dem Wort:
HEB 10:16 das ist der Bund, welchen ich mit ihnen schlieen werde nach 
jenen Tagen, sagt der Herr: meine Gesetze will ich ihnen ins Herz geben 
und in den Sinn schreiben,
HEB 10:17 und: ihrer Snden und Frevel will ich nicht mehr gedenken.
HEB 10:18 Wo aber Vergebung davon ist, da ist auch keine Darbringung mehr 
wegen Snde.
HEB 10:19 Da wir nun, Brder, Zuversicht haben fr den Eingang zum 
Heiligtum durch das Blut Jesus',
HEB 10:20 den frischen und lebendigen Weg, den er uns geweiht hat durch 
den Vorhang, das heit durch sein Fleisch,
HEB 10:21 und einen groen Priester ber das Haus Gottes,
HEB 10:22 so lasset uns hinzutreten mit wahrhaftigem Herzen in 
Vollgewiheit des Glaubens, durch Besprengung der Herzen los von bsem 
Gewissen, und gewaschen am Leibe mit reinem Wasser,
HEB 10:23 und festhalten das Bekenntnis der Hoffnung unbeugsam. Denn treu 
ist der, der die Verheiung gegeben.
HEB 10:24 Und lasset uns unser wechselseitig wahrnehmen zum Anspornen in 
der Liebe und guten Werken,
HEB 10:25 nicht wegbleibend von der eigenen Versammlung, wie manche den 
Brauch haben, sondern dazu ermahnend, und das um so mehr, je mehr ihr den 
Tag herannahen seht.
HEB 10:26 Denn wenn wir mit Willen sndigen, nachdem wir die Erkenntnis 
der Wahrheit empfangen haben, so ist kein Opfer fr Snden mehr in Vorrat,
HEB 10:27 sondern schrecklicher Empfang des Gerichts und Wallen des 
Feuers, das die Widersacher verschlingen will.
HEB 10:28 Wenn einer das Gesetz Mose's niedertritt, so mu er ohne 
Barmherzigkeit sterben auf zwei oder drei Zeugen;
HEB 10:29 wie viel schlimmer denkt ihr da die Strafe sei, die dem 
zuerkannt wird, welcher den Sohn Gottes mit Fen tritt und das Blut des 
Bundes gemein achtet, mit dem er geheiligt ward, und den Geist der Gnade 
beschimpft.
HEB 10:30 Wir kennen den, der da sprach: mein ist die Rache, ich will 
vergelten, und wiederum: der Herr wird sein Volk richten.
HEB 10:31 Schrecklich ist es, in die Hnde des lebendigen Gottes zu fallen.
HEB 10:32 Gedenket der vergangenen Tage, in welchen ihr nach eurer Taufe 
so manchen Kampf des Leidens zu bestehen hattet,
HEB 10:33 bald selbst ein Schauspiel von Schimpf und Trbsal bald durch 
die Gemeinschaft mit den Betroffenen.
HEB 10:34 Habt ihr doch auch mit den Gefangenen gelitten, und den Raub 
eures Vermgens mit Freuden hingenommen, in der Erkenntnis, da ihr einen 
besseren und bleibenden Besitz habt.
HEB 10:35 So werfet nun eure Zuversicht nicht weg, die einen so groen 
Lohn hat.
HEB 10:36 Ihr brauchet Ausdauer, um durch Erfllung des gttlichen Willens 
die Verheiung davonzutragen:
HEB 10:37 noch eine kleine Zeit, ganz klein - und er kommt, der da kommen 
soll, und wird nicht verziehen;
HEB 10:38 der Gerechte aber wird aus Glauben leben, und wenn er kleinmtig 
ist, hat meine Seele kein Wohlgefallen an ihm.
HEB 10:39 Wir aber gehren nicht dem Kleinmut zum Verderben, sondern dem 
Glauben zum Gewinn der Seele.
HEB 11:1 Es ist aber der Glaube eine Zuversicht auf Gehofftes, eine 
Ueberfhrung ber Dinge, die man nicht sieht.
HEB 11:2 Darin haben sich die Alten Zeugnis erworben.
HEB 11:3 Durch Glauben erkennen wir, da die Welten hergestellt wurden 
durch Gottes Wort, so da nicht aus Sichtbarem das, was gesehen wird, 
hervorgieng.
HEB 11:4 Durch Glauben brachte Abel Gott ein besseres Opfer als Kain, 
wodurch er das Zeugnis eines Gerechten erlangte, da Gott zeugte fr seine 
Gabe, und durch denselben redet er im Tode noch.
HEB 11:5 Durch Glauben ward Enoch entrckt, so da er den Tod nicht sah, 
und ward nicht gefunden, weil ihn Gott entrckt hatte; denn vor der 
Entrckung ist ihm bezeugt, da er Wohlgefallen fand bei Gott;
HEB 11:6 ohne Glauben ist aber das Wohlgefallen unmglich; denn glauben 
mu, wer Gott naht, da er ist, und da er denen, die ihn suchen, ihren 
Lohn gibt.
HEB 11:7 Durch den Glauben empfieng Noah die Weissagung ber das, was man 
noch nicht sah, lie sich warnen, und baute einen Kasten zur Rettung 
seines Hauses, wodurch er die Welt verurteilte und der Erbe der 
Glaubensgerechtigkeit wurde.
HEB 11:8 Durch Glauben berufen gehorchte Abraham, auszuziehen an einen 
Ort, den er zum Erbe empfangen sollte, und zog hinaus, ohne zu wissen 
wohin.
HEB 11:9 Durch Glauben siedelte er sich an in einem Land der Verheiung 
als in der Fremde, und wohnte in Zelten samt Isaak und Jakob, den Miterben 
derselben Verheiung;
HEB 11:10 denn er wartete auf die Stadt mit festen Grundlagen, deren 
Knstler und Werkmeister Gott ist.
HEB 11:11 Durch Glauben ebenfalls empfieng Sara die Kraft zur 
Samengrndung, und zwar trotz ihres Alters, dieweil sie den Verheier fr 
zuverlssig achtete.
HEB 11:12 Und darum entsproten auch dem Einen, und zwar schon 
erstorbenen, eine Menge wie die Sterne des Himmels und der unzhlbare Sand 
am Ufer des Meeres.
HEB 11:13 Im Glauben sind diese alle gestorben, ohne die Verheiungen zu 
erlangen, die sie vielmehr nur von ferne sahen und begrten, und mit dem 
Bekenntnis, da sie Fremdlinge und Beisassen seien auf der Erde;
HEB 11:14 denn indem sie solches sagen, zeigen sie an, da sie der Heimat 
nachtrachten.
HEB 11:15 Wrden sie dabei diejenige meinen, von der sie ausgezogen sind, 
so htten sie Gelegenheit zur Rckkehr.
HEB 11:16 Nun aber begehren sie nach einer besseren, nmlich der 
himmlischen. Darum schmt sich auch Gott ihrer nicht, sich ihren Gott 
nennen zu lassen, denn er hat ihnen eine Stadt bereitet.
HEB 11:17 Durch Glauben hat Abraham den Isaak dargebracht, da er versucht 
ward, ja seinen einzigen Sohn brachte er dar, der die Verheiungen 
empfangen hatte,
HEB 11:18 zu dem gesprochen war: in Isaak soll dein Same genannt werden,
HEB 11:19 indem er bedachte, da Gott im Stande ist, auch von den Toten zu 
erwecken, weshalb er ihn auch im Preisgeben davontrug.
HEB 11:20 Durch Glauben auch segnete Isaak den Jakob und den Esau fr die 
Zukunft;
HEB 11:21 durch Glauben segnete Jakob im Sterben jeden der Shne Joseph's 
und beugte sich ber die Spitze seines Stabes.
HEB 11:22 Durch Glauben gedachte Joseph im Tode an den Ausgang der Shne 
Israels, und gab Auftrag wegen seiner Gebeine.
HEB 11:23 Durch Glauben geschah es, da Moses nach seiner Geburt drei 
Monate lang versteckt wurde von seinen Eltern, weil sie das Kind so 
lieblich sahen, und da sie die Verordnung des Knigs nicht frchteten.
HEB 11:24 Durch Glauben hat Moses, da er gro geworden, es abgelehnt, ein 
Sohn der Tochter des Pharao zu heien,
HEB 11:25 und vorgezogen, mit dem Volke Gottes Mihandlung zu teilen, 
lieber als einen augenblicklichen Vorteil von Snde zu haben,
HEB 11:26 indem er die Schmach des Christus fr einen greren Reichtum 
hielt als die Schtze Aegyptens, denn er sah auf die Vergeltung.
HEB 11:27 Durch Glauben hat er Aegypten verlassen, ohne Furcht vor dem 
Zorne des Knigs; denn er hielt sich an den Unsichtbaren als sehe er ihn.
HEB 11:28 Durch Glauben hat er das Passa vollzogen und die Ausgieung des 
Blutes, damit der Verderber nicht rhre an ihre Erstgeborenen.
HEB 11:29 Durch Glauben sind sie durch das rote Meer gegangen wie durch 
trockenes Land, worin dann die Aegypter, da sie es versuchten, 
verschlungen wurden.
HEB 11:30 Durch Glauben fielen die Mauern von Jericho nach siebentgiger 
Einschlieung.
HEB 11:31 Durch Glauben blieb die Dirne Rahab von der Vertilgung mit den 
Ungehorsamen frei, da sie die Kundschafter friedlich aufgenommen hatte.
HEB 11:32 Und was kann ich noch sagen? die Zeit gebricht mir alles 
durchzugehen von Gedeon, Barak, Sampson, Jephtha, David und Samuel und den 
Propheten,
HEB 11:33 die durch Glauben Knigreiche besiegt, Gerechtigkeit vollbracht, 
Verheiungen erlangt, Lwenrachen verschlossen,
HEB 11:34 Feuersgewalt gelscht haben, dem offenen Schwerte entronnen, von 
Schwachheit zu Kraft gekommen, stark geworden sind im Krieg, die 
Schlachtordnung der Fremden zum Weichen brachten.
HEB 11:35 Weiber haben aus der Auferstehung ihre Toten empfangen; die 
einen sind gekreuzigt worden ohne die Auslsung zu empfangen, damit sie 
einer besseren Auferstehung teilhaftig wrden;
HEB 11:36 andere haben Spott und Geiel, auch Ketten und Gefngnis 
erfahren mssen;
HEB 11:37 sie wurden gesteinigt, gefoltert, zerteilt, empfingen den Tod 
durchs Schwert, zogen herum in Schaffellen und Ziegenhuten, verlassen, 
bedrngt, mihandelt;
HEB 11:38 die, deren die Welt nicht wert war, in Wsten herumirrend, 
Gebirgen, Hhlen und Schlupfwinkeln der Erde.
HEB 11:39 Und diese alle, mit ihrem Zeugnisse, das sie durch den Glauben 
haben, haben doch nicht die Verheiung davon getragen;
HEB 11:40 denn Gott hatte mit uns etwas hheres im Sinn, da sie nicht 
ohne uns vollendet werden durften.
HEB 12:1 So lasset denn nun auch uns, da wir eine solche Wolke von Zeugen 
vor uns haben, ablegen alle Beschwerung und die Snde, die immer zur Hand 
ist, und in Beharrlichkeit laufen in dem Wettkampf, der uns obliegt,
HEB 12:2 indem wir sehen auf den Fhrer und Vollender des Glaubens Jesus, 
der statt der Freude, die vor ihm lag, das Kreuz auf sich nahm, ohne der 
Schande zu achten, und hat sich gesetzt zur Rechten des Thrones Gottes.
HEB 12:3 Denket doch an den, der solches Widersprechen gegen sich erduldet 
hat von den Sndern, damit ihr nicht mdet werdet durch inneres Verzagen.
HEB 12:4 Ihr habt im Kampf wider die Snde noch nicht bis aufs Blut 
Widerstand geleistet,
HEB 12:5 und ihr konntet den Zuspruch vergessen, worin zu euch als zu 
Shnen geredet wird: Mein Sohn, achte die Zucht des Herrn nicht gering und 
lasse nicht nach, wenn du von ihm gergt wirst;
HEB 12:6 denn wen der Herr lieb hat, den zchtigt er; er geielt jeden 
Sohn, den er annimmt.
HEB 12:7 Haltet aus fr die Zucht; Gott hlt sich zu euch als zu Shnen; 
denn wo ist der Sohn, den der Vater nicht zchtigt?
HEB 12:8 Wenn ihr ohne Zucht seid, an welcher sie alle Teilgehabt, so seid 
ihr ja unecht und keine Shne.
HEB 12:9 Ferner, wir sind unter der Zucht unserer Vter nach dem Fleisch 
gestanden und haben uns gefgt: sollen wir uns nicht vielmehr dem Vater 
der Geister unterordnen, um zu leben?
HEB 12:10 jene haben fr wenige Tage nach ihrem Gutdnken Zucht an uns 
gebt, er aber fr den guten Zweck, da wir Anteil bekommen an seiner 
Heiligkeit.
HEB 12:11 Denn alle Zucht dnkt fr den Augenblick nicht zur Freude 
sondern zur Traurigkeit zu sein; nachdem aber gibt sie denen, die dadurch 
geschult sind, friedvolle Frucht der Gerechtigkeit.
HEB 12:12 Darum richtet die schlaffen Hnde und die wankenden Knie gerade,
HEB 12:13 und suchet fr eure Fe die rechten Geleise, da das Lahme 
nicht ausgleite, sondern vielmehr geheilt werde.
HEB 12:14 Trachtet nach Frieden mit allen und nach der Heiligung, ohne 
welche niemand den Herrn sehen wird;
HEB 12:15 und habet acht, da nicht einer von der Gnade Gottes 
zurckweichend, da nicht einer als Wurzel der Bitterkeit heraufwachsend 
zur Beschwerung werde, dadurch viele befleckt werden,
HEB 12:16 da nicht einer ein Unzchtiger sei, oder ein Verworfener wie 
Esau, der um eine Speise seine Erstgeburtsrechte dahin gab;
HEB 12:17 denn ihr wisset, da er zwar nachmals des Segens Erbe begehrte, 
aber abgewiesen ward. Denn er fand keinen Raum zur Reue, obwohl er sie mit 
Thrnen suchte.
HEB 12:18 Denn ihr seid nicht herzugekommen zu einem betastbaren Berge, 
brennend im Feuer, zu Nebel, Finsternis, Sturm,
HEB 12:19 Trompetenklang und Wrterschall, wo die Hrer sich verbaten, da 
das Wort an sie gerichtet werde,
HEB 12:20 denn sie ertrugen die Verordnung nicht: auch wenn ein Tier den 
Berg berhrt, soll es gesteinigt werden,
HEB 12:21 und - so schrecklich war die Erscheinung - Moses sprach: ich bin 
voll Furcht und Zittern.
HEB 12:22 Sondern ihr seid herzugekommen zu dem Berge Sion und der Stadt 
des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem, und Myriaden von Engeln, 
einer Festversammlung
HEB 12:23 und Gemeinde von Erstgeborenen, die im Himmel angeschrieben 
sind, und Gott dem Richter aller, und den Geistern der vollendeten 
Gerechten
HEB 12:24 und dem Mittler des neuen Bundes Jesus, und dem Blut der 
Besprengung, das da strker redet, denn Abels.
HEB 12:25 Sehet zu, da ihr den, der da redet, nicht verschmhet; denn 
wenn jene nicht entkamen, die den verschmht hatten, welcher auf Erden 
seinen Spruch gab, so trifft das vielmehr bei uns zu, wenn wir dem vom 
Himmel ausweichen,
HEB 12:26 dessen Stimme damals die Erde erschtterte, jetzt aber ist von 
ihm das Wort verkndet: noch einmal will ich erschttern nicht die Erde 
nur, sondern auch den Himmel.
HEB 12:27 Das noch einmal aber zeigt an, da das Erschtterte als ein 
geschaffenes verwandelt wird, damit das bleibe, das nicht erschttert wird.
HEB 12:28 Darum, da wir ein unerschtterliches Reich empfangen, lasset uns 
dankbar sein, wodurch wir Gott wohlgefllig dienen, mit Scheu und Furcht;
HEB 12:29 denn unser Gott ist ein verzehrend Feuer.
HEB 13:1 Es bleibe die Bruderliebe;
HEB 13:2 die Gastfreundschaft vergesset nicht; denn durch sie haben 
etliche, ohne da man es wute, Engel beherbergt.
HEB 13:3 Gedenket der Gefangenen als Mitgefangene, der Mihandelten als 
die ihr ebenfalls im Leibe seid.
HEB 13:4 Die Ehe sei ehrbar bei allen und das Ehebett unbefleckt; denn 
Unzchtige und Ehebrecher wird Gott richten.
HEB 13:5 Eure Weise sei ferne von Geiz, habt genug an dem was da ist. Denn 
er hat gesagt: Ich will dich nimmermehr verlassen, noch aufgeben.
HEB 13:6 So knnen wir getrost sagen: Der Herr ist meine Hilfe, ich will 
mich nicht frchten. Was will mir ein Mensch thun?
HEB 13:7 Gedenket eurer Vorsteher, die euch das Wort Gottes verkndet 
haben, schauet den Ausgang ihrer Wallfahrt an und ahmet ihren Glauben nach.
HEB 13:8 Jesus Christus gestern und heute derselbe und in Ewigkeit.
HEB 13:9 Lasset euch nicht hinreien durch mancherlei und fremde Lehren; 
es ist gut, da das Herz fest werde durch Gnade, nicht durch Speisen, 
wovon die, die damit umgiengen, nichts gewonnen haben.
HEB 13:10 Wir haben einen Altar, von dem die dem Zelte Dienenden nicht 
essen drfen.
HEB 13:11 Denn die Leiber der Tiere, deren Blut fr Snde durch den 
Hohenpriester in das Heiligtum gebracht wird, werden auerhalb des Lagers 
verbrannt;
HEB 13:12 darum hat auch Jesus, auf da er das Volk heilige durch sein 
eigenes Blut, auerhalb des Thores gelitten.
HEB 13:13 Demzufolge lasset uns hinausgehen zu ihm aus dem Lager, seine 
Schmach tragend.
HEB 13:14 Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern nach der 
zuknftigen trachten wir.
HEB 13:15 Durch ihn nun lasset uns Gott Lobopfer darbringen allezeit; das 
ist Frucht der Lippen die sich zu seinem Namen bekennen.
HEB 13:16 Vergesset nicht das Wohlthun und Mitteilen, denn an solchen 
Opfern hat Gott Wohlgefallen.
HEB 13:17 Folget euren Vorstehern und fget euch, denn sie wachen fr eure 
Seelen als die da Rechenschaft geben werden, damit sie es mit Freuden thun 
und nicht mit Seufzen; denn so wird es euch unntze.
HEB 13:18 Betet fr uns; denn wir sind sicher ein gutes Gewissen zu haben, 
da wir trachten in allem einen rechtschaffenen Wandel zu fhren.
HEB 13:19 Um so mehr aber ermahne ich euch dies zu thun, damit ich euch 
rasch wiedergegeben werden mge.
HEB 13:20 Der Gott aber des Friedens, der aus dem Tode herausgefhrt hat 
den groen Hirten der Schafe durch das Blut ewigen Bundes, unseren Herrn 
Jesus,
HEB 13:21 rste euch aus mit allem Guten, zu thun seinen Willen, indem er 
in uns schafft was vor ihm wohlgefllig ist durch Jesus Christus. Sein ist 
die Herrlichkeit in alle Ewigkeit. Amen.
HEB 13:22 Ich ermahne euch aber, Brder, nehmet das Wort der Ermahnung an; 
denn auch in Krze habe ich euch doch die Anweisung gegeben.
HEB 13:23 Wisset, da unser Bruder Timotheus losgekommen ist; mit ihm, 
wenn er bald kommt, werde ich euch sehen.
HEB 13:24 Gret alle eure Vorsteher und alle die Heiligen. Es gren auch 
die von Italien.
HEB 13:25 Die Gnade mit euch allen! Amen.
JAM 1:1 Jakobus, Gottes und des Herrn Jesus Christus Knecht an die zwlf 
Stmme in der Diaspora seinen Gru.
JAM 1:2 Achtet es fr lauter Freude, meine Brder, wenn ihr in mancherlei 
Versuchungen fallt,
JAM 1:3 in der Erkenntnis, da eure Glaubensprobe Ausdauer wirkt.
JAM 1:4 Die Ausdauer aber soll es zum vollendeten Werk bringen, da ihr 
vollkommen seid und ohne Fehl, in nichts zurck.
JAM 1:5 Wenn aber einer von euch an Weisheit zurck ist, so bitte er bei 
Gott, welcher allen gibt ohne weiteres, und nicht vorhlt, so wird es ihm 
gegeben werden.
JAM 1:6 Er bitte aber im Glauben und ohne Zweifel; denn wer zweifelt, 
gleicht einer Meereswelle, die vom Winde bewegt und hin und her getrieben 
wird.
JAM 1:7 Ein solcher Mensch meine doch nicht, da er etwas von dem Herrn 
empfangen werde,
JAM 1:8 ein Mann mit geteilter Seele, unbestndig in allen seinen Wegen.
JAM 1:9 Es rhme sich aber der niedrige Bruder ber seine Hhe,
JAM 1:10 der Reiche aber ber seine Niedrigkeit, weil er wie die Blume des 
Grases vergehen wird.
JAM 1:11 Denn die Sonne gieng auf mit ihrer Glut und verdorrte das Gras, 
und seine Blume fiel aus und ihr liebliches Ansehen war dahin; so wird 
auch der Reiche auf seinen Wegen verwelken.
JAM 1:12 Selig der Mann, der Versuchung erduldet; denn wenn er bewhrt 
ward, wird er den Kranz des Lebens empfangen, den er verheien hat denen, 
die ihn lieben.
JAM 1:13 Niemand sage, wenn er versucht wird: ich werde von Gott aus 
versucht; denn fr Gott gibt es keine Versuchung zum Bsen, er versucht 
keinen.
JAM 1:14 Vielmehr wird jeder so versucht, da er von seiner eigenen Lust 
hingezogen und gelockt wird.
JAM 1:15 Dann, wenn die Lust empfangen hat, gebiert sie Snde; die Snde 
aber, wenn sie vollbracht ist, gebiert Tod.
JAM 1:16 Lasset euch nicht tuschen, meine teuren Brder;
JAM 1:17 alles was gute Gabe und vollkommenes Geschenk ist, ist von oben 
her, es kommt herab vom Vater der Lichter, bei welchem keine Vernderung 
statthat noch ein Schatten von Wandel.
JAM 1:18 Er hat es gewollt und hat uns geboren durch das Wort der 
Wahrheit, da wir seien eine Art Erstlingsfrucht unter seinen Geschpfen.
JAM 1:19 Ihr wit es, meine geliebten Brder. Es sei jeder Mensch rasch 
zum Hren, langsam zum Reden, langsam zum Zorne.
JAM 1:20 Denn eines Mannes Zorn wirkt nicht Gottes Gerechtigkeit.
JAM 1:21 Darum leget allen Schmutz und Auswuchs von Bosheit ab, und nehmet 
in Sanftmut das echte Wort an, das eure Seelen erretten kann.
JAM 1:22 Werdet aber Thter des Wortes und nicht allein Hrer, euch selbst 
zu betrgen.
JAM 1:23 Denn wenn einer Hrer des Wortes ist und nicht Thter, der 
gleicht einem Manne, der sein natrliches Antlitz im Spiegel betrachtet.
JAM 1:24 Er betrachtete sich, und gieng hin und verga alsbald, wie er war.
JAM 1:25 Wer aber hineingesehen hat in das vollkommene Gesetz der Freiheit 
und dabei blieb, wer nicht ein vergelicher Hrer war sondern ein 
wirklicher Thter, der wird selig sein in seinem Thun.
JAM 1:26 Wenn einer meint fromm zu sein, und zgelt seine Zunge nicht, 
sondern betrgt sein Herz, dessen Frmmigkeit ist umsonst.
JAM 1:27 Reine Frmmigkeit, fleckenlose vor Gott dem Vater ist das: nach 
den Waisen und Witwen sehen in ihrer Trbsal, sich selbst frei halten vom 
Schmutz der Welt.
JAM 2:1 Meine Brder, pfleget des Glaubens an unseren Herrn der 
Herrlichkeit Jesus Christus nicht unter Menschenrcksichten.
JAM 2:2 Denn wenn in eure Versammlung ein Mann tritt mit goldenen Ringen 
in prchtigem Gewand, es tritt aber auch ein armer ein mit schmutzigem 
Kleid,
JAM 2:3 und ihr sehet auf den, der das prchtige Kleid trgt, und saget: 
setze du dich bequem hierher, und zu dem Armen saget ihr: du kannst dort 
sehen, oder dich unter meinen Schemel setzen,
JAM 2:4 habt ihr damit nicht die Richtschnur verloren, und richtet nach 
schlechten Grnden?
JAM 2:5 Hrt, meine teuren Brder: hat nicht Gott die Armen nach der Welt 
erwhlt zu Reichen im Glauben und Erben des Reiches, welches er verheien 
hat denen, die ihn lieben?
JAM 2:6 Ihr aber habt den Armen verachtet. Sind es nicht die Reichen, die 
euch vergewaltigen, und wiederum sie, die euch vor die Gerichtshfe ziehen?
JAM 2:7 sind nicht sie es, die den guten Namen lstern, nach welchem ihr 
benannt seid?
JAM 2:8 Ja doch, wenn ihr das knigliche Gesetz erfllt nach der Schrift: 
du sollst lieben deinen Nchsten wie dich selbst, so thut ihr recht.
JAM 2:9 Wenn ihr aber Menschenrcksicht pflegt, so schafft ihr Snde, vom 
Gesetz als Uebertreter erwiesen.
JAM 2:10 Denn wer das ganze Gesetz hlt, aber in einem Stcke fehlt, der 
ist es ganz schuldig geworden.
JAM 2:11 Denn der da sprach: du sollst nicht ehebrechen, sprach auch: du 
sollst nicht tten. Wenn du nun zwar nicht ehebrichst, ttest aber, so 
bist du ein Uebertreter des Gesetzes geworden.
JAM 2:12 So redet und so handelt wie Leute, welche durch das Gesetz der 
Freiheit gerichtet werden sollen.
JAM 2:13 Denn das Gericht ist unbarmherzig gegen den, der nicht 
Barmherzigkeit thut. Barmherzigkeit darf herabsehen auf das Gericht.
JAM 2:14 Was nutzt es, meine Brder, wenn einer behauptet Glauben zu 
haben, aber keine Werke hat? kann ihn denn der Glaube erretten?
JAM 2:15 Wenn ein Bruder oder eine Schwester da sind in Ble und Mangel 
der tglichen Nahrung,
JAM 2:16 es sagt aber einer von euch zu ihnen: gehet hin in Frieden, 
wrmet euch und sttiget euch, ihr gebt ihnen aber nicht des Leibes 
Notdurft, was nutzt das?
JAM 2:17 So auch der Glaube, wenn er nicht Werke hat, ist er tot fr sich 
selbst.
JAM 2:18 Da kann einer sagen: du hast Glauben und ich habe Werke; zeige du 
mir deinen Glauben ohne die Werke, und ich will dir aus meinen Werken den 
Glauben zeigen.
JAM 2:19 Du glaubst, da ein einiger Gott ist? Du thust recht daran; auch 
die Dmonen glauben es und schaudern.
JAM 2:20 Willst du aber erkennen, du hohler Mensch, da der Glaube ohne 
Werke unntz ist?
JAM 2:21 Ist unser Vater Abraham nicht aus Werken gerechtfertigt worden, 
da er seinen Sohn Isaak auf dem Altar darbrachte?
JAM 2:22 Da siehst du, da der Glaube zu seinen Werken mithalf und aus den 
Werken heraus der Glaube vollendet ward,
JAM 2:23 so ward die Schrift erfllt, die da sagt: Abraham aber glaubte 
Gott, und es wurde ihm zur Gerechtigkeit gerechnet, und er wurde Freund 
Gottes genannt.
JAM 2:24 So sehet ihr, da ein Mensch aus Werken gerechtfertigt wird, und 
nicht aus Glauben allein.
JAM 2:25 Ebenso die Rahab, die Dirne, ist sie nicht aus Werken 
gerechtfertigt worden, da sie die Boten aufnahm und auf einem andern Wege 
fortschaffte?
JAM 2:26 Denn gleich wie der Leib ohne Geist tot ist, so ist auch der 
Glaube ohne Werke tot.
JAM 3:1 Tretet nicht so zahlreich als Lehrer auf, meine Brder; ihr 
wisset, wir haben nur grere Verantwortung.
JAM 3:2 Denn wir fehlen allesamt in vielem: wenn einer im Worte nicht 
fehlt, der ist ein vollkommener Mann, fhig auch den ganzen Leib zu zgeln.
JAM 3:3 Wenn wir den Pferden die Zgel in den Mund legen, um sie uns 
folgen zu machen, so fhren wir ihren ganzen Krper mit.
JAM 3:4 Siehe, auch die Schiffe, wie gro sie sind, wie sie von rauhen 
Winden getrieben werden, so werden sie doch von einem kleinen Steuerruder 
gelenkt, wohin der Druck des Lenkers will.
JAM 3:5 So ist auch die Zunge ein kleines Glied und doch groes kann sie 
von sich sagen. Siehe, wie klein das Feuer, wie gro der Wald den es 
anzndet.
JAM 3:6 So ist auch die Zunge ein Feuer; als die Welt der Ungerechtigkeit 
stellt sich die Zunge dar unter den Gliedern: sie, die den ganzen Leib 
ansteckt, das kreisende Leben entzndet, selbst entzndet von der Hlle.
JAM 3:7 Denn die Natur aller Tiere und Vgel, Schlangen und Seetiere wird 
gezhmt und ist gezhmt durch die menschliche,
JAM 3:8 aber die Zunge vermag kein Mensch zu zhmen, dies Uebel ohne Ruhe 
voll todbringenden Giftes.
JAM 3:9 Mit ihr preisen wir den Herrn und Vater, und mit ihr verfluchen 
wir die Menschen, die nach Gottes Bild geworden sind.
JAM 3:10 Aus demselben Munde gehet Segen und Fluch. Es soll nicht, meine 
Brder, also sein.
JAM 3:11 Sprudelt denn die Quelle aus einer Mndung s und bitter?
JAM 3:12 Kann denn, meine Brder, der Feigenbaum Oliven geben, oder der 
Weinstock Feigen? Noch vermag die Salzquelle se Wasser zu geben.
JAM 3:13 Wer ist unter euch weise und einsichtsvoll? er zeige an seinem 
guten Wandel seine Werke in der Sanftmut der Weisheit.
JAM 3:14 Wenn ihr aber bitteren Neid und Hader in eurem Herzen habt, so 
rhmet euch nicht und lget nicht wider die Wahrheit.
JAM 3:15 Das ist nicht die Weisheit, die von oben kommt, sondern eine 
irdische, seelische, dmonische.
JAM 3:16 Denn wo Neid und Hader ist, da ist nichts verlig und lauter 
Schlechtigkeit.
JAM 3:17 Die Weisheit von oben aber ist frs erste keusch, dann 
friedfertig, nachgiebig, folgsam, voll Erbarmen und guter Frchte, ohne 
Zweifel, ohne Heuchelei.
JAM 3:18 Die Frucht der Gerechtigkeit aber wird im Frieden ausgest bei 
denen, welche Frieden halten.
JAM 4:1 Woher sind unter euch Kmpfe und Streitigkeiten? nicht daher, da 
eure Lste streiten in euren Gliedern?
JAM 4:2 Ihr begehrt und besitzt nicht; ihr mordet und neidet, und knnt es 
nicht erlangen. Ihr streitet und kmpfet, und habt es nicht, weil ihr 
nicht betet.
JAM 4:3 Ihr betet und bekommt es nicht, weil ihr strflich betet, um in 
euren Lsten zu verzehren.
JAM 4:4 Ihr Ehebrecherische, wisset ihr nicht, da die Freundschaft mit 
der Welt Feindschaft gegen Gott ist? Wer also der Welt Freund sein will, 
macht sich zu Gottes Feind.
JAM 4:5 Oder meint ihr, die Schrift spreche fr nichts - eiferschtig ist 
die Zuneigung des Geistes, den er in uns hat Wohnung machen lassen,
JAM 4:6 um so grere Gnade aber gibt er - darum spricht sie: Gott 
widersteht den Hoffrtigen, den Demtigen aber gibt er Gnade.
JAM 4:7 So unterwerfet euch denn Gott. Widerstehet dem Teufel, so fliehet 
er von euch. Nahet euch zu Gott, so naht er sich zu euch.
JAM 4:8 Machet rein die Hnde, ihr Snder, und keusch die Herzen, ihr 
Unlautere.
JAM 4:9 Fhlet euer Elend und trauert mit Thrnen. Euer Lachen verkehre 
sich in Leid und eure Freude in Betrbnis.
JAM 4:10 Demtiget euch vor dem Herrn so wird er euch erhhen.
JAM 4:11 Lstert einander nicht, Brder. Wer einen Bruder lstert oder 
seinen Bruder richtet, der lstert das Gesetz und richtet das Gesetz; wenn 
du aber das Gesetz richtest, so bist du nicht Thter sondern Richter des 
Gesetzes.
JAM 4:12 Einer ist, der Gesetzgeber und Richter ist, der da kann retten 
und verderben. Du aber, wer bist du, der du den Nchsten richtest?
JAM 4:13 Wohlan nun, die ihr da saget: heute oder morgen wollen wir in 
diese Stadt gehen, da ein Jahr verbringen, Geschfte treiben, und Gewinn 
machen,
JAM 4:14 die ihr doch nicht wisset, was es morgen mit eurem Leben sein 
wird. Dunst seid ihr, der nach kurzem Schein nicht mehr erscheint.
JAM 4:15 Statt da ihr saget: wenn der Herr will, werden wir leben, und 
dies oder das thun.
JAM 4:16 Nun aber berhebt ihr euch mit euren Prahlereien, all solches 
Ueberheben ist vom Uebel.
JAM 4:17 Wer nun wei recht zu thun, und thut's nicht, dem ist es Snde.
JAM 5:1 Wohlan nun ihr Reichen, weinet mit Wehklagen ber die Trbsale, 
die euch bevorstehen.
JAM 5:2 Euer Reichtum ist vermodert, eure Kleider sind Mottenfra geworden;
JAM 5:3 euer Gold und Silber ist verrostet, und sein Rost wird zum Zeugnis 
fr euch und frit euer Fleisch. Wie zum Feuer habt ihr Schtze gesammelt 
in den letzten Tagen.
JAM 5:4 Siehe, der Lohn der Arbeiter, die auf euren Feldern geschnitten, 
um welchen ihr sie gebracht, schreit auf, und das Rufen der Schnitter ist 
zu den Ohren des Herrn Sabaoth gedrungen.
JAM 5:5 Ihr habt geschwelgt und geprat auf Erden, ihr habt eure Herzen 
gemstet am Schlachttag.
JAM 5:6 Ihr habt verurteilt und gettet den Gerechten, er widersetzt sich 
euch nicht.
JAM 5:7 So harret nun in Geduld, Brder, auf die Ankunft des Herrn. Siehe, 
der Bauer erwartet die kostbare Frucht der Erde, indem er in Geduld ber 
ihr harrt, bis sie Frhregen und Sptregen bekomme.
JAM 5:8 Harret auch ihr in Geduld, machet eure Herzen fest, denn die 
Ankunft des Herrn ist nahe.
JAM 5:9 Seufzet nicht, Brder, wider einander, damit ihr nicht gerichtet 
werdet; siehe, der Richter steht vor der Thre.
JAM 5:10 Nehmet euch, Brder, die Propheten zum Vorbild im Leiden und 
Dulden, die geredet haben im Namen des Herrn.
JAM 5:11 Siehe, wir preisen selig die ausgeharrt; von Hiobs Ausharren habt 
ihr gehrt, und das Ende vom Herrn gesehen; denn mitleidsvoll ist der Herr 
und barmherzig.
JAM 5:12 Vor allem aber, meine Brder, schwret nicht, weder beim Himmel 
noch bei der Erde, noch irgend einen anderen Schwur.
JAM 5:13 Euer Ja sei Ja und euer Nein sei Nein, damit ihr nicht dem 
Gerichte verfallet.
JAM 5:14 Leidet einer unter euch, der bete. Ist einer wohlgemut, der singe 
Psalmen.
JAM 5:15 Ist einer krank unter euch, der rufe die Aeltesten der Gemeinde, 
die sollen ber ihn beten, und ihn salben mit Oel im Namen des Herrn,
JAM 5:16 so wird das Gebet des Glaubens dem Kranken helfen, und der Herr 
wird ihn aufrichten; und wenn er Snden gethan hat, so wird ihm vergeben 
werden.
JAM 5:17 So bekennet denn einander die Snden, und betet fr einander, auf 
da ihr geheilt werdet; denn viel vermag eines Gerechten krftiges Gebet.
JAM 5:18 Elias war ein Mensch von gleicher Art wie wir, und flehte da es 
nicht regne, und es regnete nicht auf der Erde, drei Jahre und sechs 
Monate.
JAM 5:19 Und abermals betete er, und der Himmel gab Regen und die Erde 
sprote ihre Frucht.
JAM 5:20 Meine Brder, wenn einer unter euch sich von der Wahrheit 
verirrt, und es bekehrt ihn einer: wisset, da wer einen Snder bekehrt 
hat vom Irrtum seines Wegs, der wird seine Seele retten vom Tod, und 
bedecken eine Menge von Snden.
1PE 1:1 Petrus, Apostel Jesus Christus' an die auserwhlten Beisassen der 
Diaspora in Pontus, Galatia, Kappadokia, Asia und Bithynia,
1PE 1:2 nach der Voraussicht Gottes des Vaters, durch die Heiligung des 
Geistes zum Gehorsam und Besprengung mit Jesus Christus' Blut.
1PE 1:3 Gnade werde euch und Friede in Flle.
1PE 1:4 Gepriesen sei Gott der Vater unseres Herrn Jesus Christus', der 
uns nach seiner groen Barmherzigkeit wiedergezeugt hat zu lebendiger 
Hoffnung, durch die Auferstehung Jesus Christus' von den Toten,
1PE 1:5 zu einem unvergnglichen, unbefleckten und unverwelklichen Erbe, 
das aufgehoben ist im Himmel fr euch,
1PE 1:6 die ihr durch Gottes Kraft bewahrt werdet mittelst des Glaubens zu 
dem Heile, das bereitet ist zur Offenbarung in der letzten Zeit.
1PE 1:7 Worber ihr frhlich seid, wenn ihr auch jetzt noch, wo es ntig, 
einige Trbsal leidet durch mancherlei Versuchungen,
1PE 1:8 damit die Probe eures Glaubens kostbarer erfunden werde als das 
vergngliche Gold, das sich doch durch Feuer erprobt, zu Lob und Preis und 
Ehre bei der Offenbarung Jesus Christus',
1PE 1:9 den ihr liebt ohne ihn gesehen zu haben, an den ihr jetzt ohne ihn 
zu sehen glaubt, und seid darin frhlich mit unaussprechlicher und 
verklrter Freude,
1PE 1:10 weil ihr davontragt das Ziel eures Glaubens, das Heil der Seelen;
1PE 1:11 das Heil, ber welches die Propheten suchten und forschten, die 
ber die euch treffende Gnade geweissagt haben,
1PE 1:12 forschend nmlich, auf welche oder was fr eine Zeit der Geist 
Christus', der in ihnen war, vorauszeugend die auf Christus gehenden 
Leiden und die darauf folgenden Herrlichkeiten anzeigte -1PE 1:13 denen es 
geoffenbart ward, da sie nicht fr sich, sondern fr euch in diesen 
Dingen dienten, die nunmehr verkndet wurden durch die, welche euch das 
Evangelium brachten, vermge des vom Himmel gesandten heiligen Geistes, 
Dinge, in welche die Engel gerne mchten einen Blick thun.
1PE 1:14 Darum, gegrtet an den Lenden eures Sinnes, in vlliger 
Nchternheit, hoffet auf die Gnade die euch in der Offenbarung Jesus 
Christus' bevorsteht,
1PE 1:15 als Kinder des Gehorsams, euer Leben nicht gestaltend nach den 
alten Lsten aus der Zeit eurer Unwissenheit.
1PE 1:16 Vielmehr nach dem Heiligen, der euch berufen hat,
1PE 1:17 werdet auch ihr heilig in allem Wandel. Dieweil geschrieben 
steht: Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig.
1PE 1:18 Und wenn ihr als Vater anrufet den, der ohne Ansehen der Person 
richtet nach eines jeden Werk,
1PE 1:19 so wandelt in Furcht ber die Zeit eures Beisitzes, im 
Bewutsein, da ihr nicht mit vergnglichen Dingen, Silber und Gold 
losgekauft seid von eurem eitlen von den Vtern berlieferten Wandel,
1PE 1:20 sondern mit kostbarem Blute als von einem tadellosen unbefleckten 
Lamme, Christus, der vorausersehen ist vor Grundlegung der Welt, 
geoffenbart aber am Ende der Zeiten um euretwillen,
1PE 1:21 die ihr durch ihn glaubet an Gott, der ihn von den Toten erweckt, 
und ihm Herrlichkeit verliehen hat, so da euer Glaube auch Hoffnung auf 
Gott ist.
1PE 1:22 Die Seelen gereinigt durch Gehorsam gegen die Wahrheit zu 
unverstellter Bruderliebe, liebet einander von Herzen innig,
1PE 1:23 als wiedergeboren nicht aus vergnglicher sondern aus 
unvergnglicher Saat durch Gottes lebendiges und bestndiges Wort,
1PE 1:24 darum da Alles Fleisch ist wie Gras, und alle seine Herrlichkeit 
wie des Grases Blume;
1PE 1:25 das Gras ist verdorrt und seine Blume ausgefallen, das Wort des 
Herrn aber bleibt in Ewigkeit.
1PE 2:1 Das ist aber das Wort, das euch als Evangelium verkndet ist. 
Nachdem ihr also abgelegt alle Bosheit und allen Trug und Heuchelei und 
Neidereien und alle Verleumdungen,
1PE 2:2 so verlanget als neugeborene Kinder nach der vernnftigen 
unverflschten Milch, damit ihr durch dieselbe wachset zum Heile,
1PE 2:3 wenn ihr gekostet habt, wie gut der Herr ist.
1PE 2:4 Hinzutretend zu ihm als dem lebendigen Steine, von Menschen 
verworfen, bei Gott aber auserlesen, wertvoll,
1PE 2:5 lasset auch euch selbst aufbauen als lebendige Steine, ein 
geistliches Haus, zu heiliger Priesterschar, darzubringen geistliche 
Opfer, Gott wohlgefllig durch Jesus Christus.
1PE 2:6 Darum da in der Schrift steht: Siehe ich setze in Sion einen 
auserlesenen, wertvollen Eckstein, und der auf ihn traut, soll nicht zu 
Schanden werden.
1PE 2:7 Fr euch nun, die ihr glaubet, gilt der Wert, fr Unglubige aber: 
der Stein, den die Bauleute verworfen haben, der ist geworden zum 
Eckstein, Stein des Anstoes und Fels des Aergernisses.
1PE 2:8 Sie stoen sich daran, weil sie dem Worte nicht glauben, dazu sind 
sie auch gesetzt.
1PE 2:9 Ihr seid ein auserwhltes Geschlecht, knigliche Priesterschar, 
heiliger Stamm, Volk zum Eigentum, auf da ihr verkndet die Tugenden 
dessen, der euch aus Finsternis berufen hat in sein wunderbares Licht,
1PE 2:10 die einst nicht ein Volk, nun aber Gottes Volk, einst ohne 
Erbarmen, jetzt aber im Erbarmen.
1PE 2:11 Geliebte, ich ermahne euch, als Beiwohner und Beisassen, euch zu 
enthalten der fleischlichen Begierden, die wider die Seele streiten,
1PE 2:12 euren Wandel unter den Heiden lblich fhrend, damit sie, wo sie 
euch als Uebelthter verleumden, ihn an den guten Werken wahrnehmend Gott 
preisen am Tage der Prfung.
1PE 2:13 Seid unterthan aller menschlichen Schpfung, um des Herrn willen, 
sei es dem Kaiser als dem Oberherrn,
1PE 2:14 sei es den Statthaltern, als von ihm gesandt zur Strafe denen die 
Bses thun, zu Lob denen, die Gutes thun
1PE 2:15 (denn so ist es Gottes Wille, durch Gutesthun zu schweigen die 
Unwissenheit der sinnlosen Menschen)
1PE 2:16 als Freie, aber nicht als die da die Freiheit zum Deckmantel der 
Bosheit nehmen, sondern als Knechte Gottes.
1PE 2:17 Ehret alle, liebet die Brder-Gemeinschaft, frchtet Gott, ehret 
den Kaiser.
1PE 2:18 Das Gesinde in aller Furcht den Herrn unterthan! nicht nur den 
guten und billigen, sondern auch den schwierigen.
1PE 2:19 Denn das ist wohlgefllig, wenn einer im Andenken an Gott seine 
Trbsal trgt, wo er ungerecht leidet.
1PE 2:20 Denn was ist das fr ein Ruhm, wenn ihr aushaltet, wo ihr fr 
Fehltritte Schlge bekommt? Aber wenn ihr aushaltet, wo ihr beim Gutesthun 
leidet - das ist wohlgefllig bei Gott.
1PE 2:21 Denn dazu seid ihr berufen, weil auch Christus gelitten hat fr 
euch, euch ein Vorbild hinterlassend, damit ihr seinen Spuren nachfolget,
1PE 2:22 der keine Snde gethan, ist auch kein Trug erfunden in seinem 
Munde,
1PE 2:23 der nicht wieder schalt, da er gescholten ward, nicht drohte, da 
er litt, sondern es dem anheim gab, der gerecht richtet.
1PE 2:24 Der unsere Snden mit seinem Leibe hinauftrug auf das Holz, damit 
wir losgeworden von den Snden der Gerechtigkeit leben mgen, durch dessen 
blutende Wunde ihr seid geheilt worden;
1PE 2:25 denn ihr waret wie irrende Schafe, nun aber habt ihr euch bekehrt 
zu dem Hirten und Aufseher eurer Seelen.
1PE 3:1 Ebenso die Frauen, unterthan ihren Mnner! damit, wenn welche dem 
Worte nicht glauben, sie durch den Wandel der Frauen ohne Wort gewonnen 
werden,
1PE 3:2 euren in Furcht keuschen Wandel wahrnehmend.
1PE 3:3 Ihr Schmuck sei nicht der uerliche mit Haarflechten, Anlegen 
goldenen Geschmeides, Kleideranziehen,
1PE 3:4 sondern der verborgene Mensch des Herzens mit dem unvergnglichen 
Wesen des sanften und stillen Geistes, der vor Gott kostbar ist.
1PE 3:5 Denn so schmckten sich einst auch die heiligen Frauen die auf 
Gott hofften, unterthan ihren Mnnern
1PE 3:6 wie Sara dem Abraham gehorchte, da sie ihn Herr nannte; ihre 
Kinder seid ihr geworden, wenn ihr Gutes thut, und keinen Schrecken 
frchtet.
1PE 3:7 Die Mnner ebenso, einsichtsvoll die Ehe fhrend, dem weiblichen 
als dem schwcheren Gef Rcksicht zollend, als die auch Miterben der 
Gnade des Lebens sind, auf da eure Gebete nicht gestrt werden.
1PE 3:8 Endlich aber seid alle eines Sinnes, in Mitgefhl und Bruderliebe, 
barmherzig und demtig,
1PE 3:9 nicht Bses vergeltend mit Bsem und Schmhung mit Schmhung, 
sondern im Gegenteil segnend, denn dazu seid ihr berufen, damit ihr Segen 
ererbet.
1PE 3:10 Denn wer Freude am Leben haben und gute Tage sehen will, der soll 
seine Zunge wahren vor dem Bsen und seine Lippen vor Trugreden,
1PE 3:11 er lasse ab vom Bsen und thue Gutes, suche Frieden und trachte 
ihm nach.
1PE 3:12 Denn die Augen des Herrn sind bei den Gerechten, und seine Ohren 
bei ihren Bitten, das Angesicht des Herrn aber ist gegen die, die Bses 
thun.
1PE 3:13 Und wer wird euch schdigen, wenn ihr Eiferer fr das Gute werdet?
1PE 3:14 Aber wenn ihr auch leiden solltet um der Gerechtigkeit willen - 
selig seid ihr; lasset euch nicht von der Furcht vor ihnen einnehmen, noch 
beunruhigen.
1PE 3:15 Den Herrn, den Christus heiligt in euren Herzen, allezeit bereit 
zur Verantwortung gegen jeden, der von euch Rechenschaft fordert ber die 
Hoffnung, die bei euch zu Hause ist,
1PE 3:16 aber mit Sanftmut und Furcht; im Besitze eines guten Gewissens, 
damit, wo ihr verleumdet werdet, beschmt werden, die euren guten Wandel 
in Christus schmhen.
1PE 3:17 Denn es ist besser, mit Gutesthun, wenn es Gottes Wille wre, zu 
leiden, als mit Bsesthun.
1PE 3:18 Ist ja auch Christus einmal gestorben, um der Snden willen, der 
Gerechte fr die Ungerechten, damit er uns zu Gott fhre, gettet nach dem 
Fleische, lebendig gemacht nach dem Geist,
1PE 3:19 worin er auch hingieng und verkndigte den Geistern im Gefngnis,
1PE 3:20 die einst ungehorsam gewesen, als die Langmut Gottes zuwartete, 
in den Tagen Noahs, da der Kasten hergestellt wurde, in welchen wenige 
nmlich acht Seelen gerettet wurden durch Wasser,
1PE 3:21 wovon das Widerbild die Taufe auch euch jetzt errettet, nicht als 
Abthun des Schmutzes am Fleisch, sondern als Gottesanrufen mit gutem 
Gewissen durch die Auferstehung Jesus Christus',
1PE 3:22 der da ist zur Rechten Gottes hingegangen in den Himmel, da ihm 
Engel unterthan wurden und Mchte und Gewalten.
1PE 4:1 Da nun Christus nach dem Fleische gelitten hat, so bewaffnet auch 
ihr euch mit der gleichen Gesinnung. Denn wer nach dem Fleische gelitten 
hat, ist zur Ruhe gekommen von der Snde,
1PE 4:2 so da er den Rest seiner Zeit im Fleisch nicht mehr fr 
menschliche Gelste, sondern fr Gottes Willen lebt.
1PE 4:3 Denn es ist genug, da die vergangene Zeit darauf gieng, den 
Willen der Heiden zu vollbringen, mit Wandeln in Ueppigkeit, Lsten, 
Trunkenheit, Schmausen und Zechen und frevelhaftem Gtzendienst.
1PE 4:4 Darum sind sie befremdet, weil ihr nicht mitlauft im Strom des 
verlorenen Lebens, und lstern;
1PE 4:5 sie werden Rechenschaft geben dem, der bereit steht Lebendige und 
Tote zu richten.
1PE 4:6 Denn dazu ist auch den Toten das Evangelium verkndet worden, 
damit sie, ob sie auch bei den Menschen im Fleische gerichtet seien, doch 
bei Gott im Geiste leben.
1PE 4:7 Es ist aber das Ende von allem herangekommen.
1PE 4:8 So seid nun besonnen und nchtern zum Gebet, vor allem in inniger 
Liebe zu einander, weil Liebe eine Menge von Snden bedeckt;
1PE 4:9 gastfrei gegen einander ohne Murren;
1PE 4:10 jeder wie er eine Gabe empfangen hat, damit dienend an der 
Gemeinschaft, als gute Haushalter der mannigfaltigen Gnade Gottes.
1PE 4:11 Spricht einer, so sei es wie Gottes Sprche; dient einer, so sei 
es wie aus der Kraft die Gott reicht, damit Gott an allen verherrlicht 
werde durch Jesus Christus, welchem zukommt Herrlichkeit und Herrschaft in 
alle Ewigkeit. Amen.
1PE 4:12 Geliebte, lasset euch die Feuerprobe nicht befremden, die euch zu 
teil geworden, als widerfhre euch etwas Fremdartiges,
1PE 4:13 sondern in dem Mae, als ihr an den Leiden des Christus Anteil 
bekommt, freuet euch, damit ihr auch bei der Offenbarung seiner 
Herrlichkeit Wonne und Freude habet.
1PE 4:14 Werdet ihr ber den Namen Christi geschmht, selig seid ihr, weil 
der Geist der Herrlichkeit, der Geist Gottes sich auf euch niederlt.
1PE 4:15 Niemand unter euch leide als Mrder oder Dieb oder Uebelthter 
oder der sich fremder Dinge anmat;
1PE 4:16 leidet er aber als Christ, so schme er sich nicht, er 
verherrliche aber Gott durch diesen Namen.
1PE 4:17 Denn es ist Zeit, da das Gericht anfngt am Hause Gottes. Wenn 
aber zuerst bei uns, wie wird das Ende bei denen sein, welche dem 
Evangelium Gottes nicht folgen?
1PE 4:18 Und wenn der Gerechte kaum gerettet wird, wo wird man den 
Gottlosen und Snder sehen?
1PE 4:19 So mgen auch, die da leiden nach dem Willen Gottes, dem getreuen 
Schpfer ihre Seelen befehlen in Gutesthun.
1PE 5:1 Die Aeltesten nun unter euch ermahne ich, der Mitlteste und Zeuge 
der Leiden Christi, so auch Genosse der Herrlichkeit, die da offenbar 
werden soll:
1PE 5:2 weidet die Herde Gottes bei euch, nicht durch Zwang, sondern durch 
guten Willen, nicht um schnden Gewinnes willen, sondern aus Neigung,
1PE 5:3 nicht als Erbherren, sondern als Vorbilder der Herde.
1PE 5:4 So werdet ihr, wenn der Oberhirte erscheint, den unverwelklichen 
Kranz der Herrlichkeit davontragen.
1PE 5:5 Ebenso ihr jngere seid unterthan den lteren, leget einander die 
Schrze der Demut an, denn Gott widersteht den Hoffrtigen, den Demtigen 
aber gibt er Gnade.
1PE 5:6 So demtigt euch nun unter die gewaltige Hand Gottes, damit er 
euch erhhe zur Zeit;
1PE 5:7 alle eure Sorge auf ihn werfend, denn ihm liegt an euch.
1PE 5:8 Seid nchtern und wachet, euer Widersacher der Teufel gehet umher 
wie ein brllender Lwe, und suchet, wen er verschlinge;
1PE 5:9 ihm widersteht, fest im Glauben, wohl wissend, da die gleichen 
Leiden sich an eurer Brderschaft in der Welt erfllen.
1PE 5:10 Der Gott aber aller Gnade, der euch berufen hat zu seiner ewigen 
Herrlichkeit in Christus, wird euch nach kurzem Leiden vollbereiten, 
festigen, krftigen.
1PE 5:11 Sein ist die Herrschaft in alle Ewigkeit. Amen.
1PE 5:12 So habe ich euch durch Silvanus, den bewhrten Bruder, wie ich 
denke, in der Krze geschrieben zur Mahnung und Bezeugnung, da dies die 
wahre Gnade Gottes sei, worauf ihr steht.
1PE 5:13 Es grt euch die Miterwhlte in Babylon und mein Sohn Marcus.
1PE 5:14 Grt einander mit dem Ku der Liebe. Friede euch allen, die in 
Christus sind.
2PE 1:1 Symeon Petrus, Knecht und Apostel Jesus Christus an die, welche 
denselben kostbaren Glauben wie wir zugeteilt bekommen haben durch 
Gerechtigkeit unseres Gottes und Heilandes Jesus Christus.
2PE 1:2 Gnade und Friede werde euch in Flle durch die Erkenntnis Gottes 
und unseres Herrn Jesus.
2PE 1:3 Wie uns seine gttliche Kraft alles, was zum Leben und zur 
Frmmigkeit gehrt, geschenkt hat, mittelst der Erkenntnis dessen, der uns 
berufen hat, durch seine eigene Herrlichkeit und Tugend,
2PE 1:4 wodurch uns die grten kostbaren Verheiungen geschenkt sind, 
damit ihr dadurch an der gttlichen Natur Anteil habet, entronnen dem 
Lustverderben in der Welt;
2PE 1:5 so bringet nun eben darum mit Aufwendung alles Fleies in eurem 
Glauben dar die Tugend, in der Tugend die Erkenntnis,
2PE 1:6 in der Erkenntnis die Enthaltsamkeit, in der Enthaltsamkeit die 
Geduld, in der Geduld die Frmmigkeit,
2PE 1:7 in der Frmmigkeit die Freundschaft, in der Freundschaft die Liebe.
2PE 1:8 Denn wo diese Dinge bei euch vorhanden sind und wachsen, lassen 
sie euch nicht mig noch ohne Frucht sein fr die Erkenntnis unseres 
Herrn Jesus Christus.
2PE 1:9 Denn bei wem sie nicht sind, der ist blind in Kurzsichtigkeit, und 
hat die Reinigung seiner frheren Snden in Vergessenheit kommen lassen.
2PE 1:10 Darum Brder, wendet vielmehr Flei an, eure Berufung und 
Erwhlung bestndig zu machen; denn thut ihr dies, so werdet ihr 
nimmermehr fallen.
2PE 1:11 Denn so wird euch reichlich gewhrt werden der Eingang in das 
ewige Reich unseres Herrn und Heilandes Jesus Christus.
2PE 1:12 Darum will ich euch stets an diese Dinge erinnern, wenn ihr sie 
auch schon wisset und in der vorhandenen Wahrheit fest gegrndet seid.
2PE 1:13 Ich achte es aber fr Pflicht, so lange ich in dieser Htte bin, 
euch durch Erinnerung wach zu halten,
2PE 1:14 in dem Bewutsein, da es bald zur Ablegung meiner Htte kommt, 
wie es mir auch unser Herr Jesus Christus kund gethan hat.
2PE 1:15 Ich werde euch aber auch dafr sorgen, da ihr jederzeit nach 
meinem Hingang im Stande seid, daran zu denken.
2PE 1:16 Denn nicht, weil wir wohlausgesonnenen Fabeln folgten, haben wir 
euch die Macht und Gegenwart unseres Herrn Jesus Christus kund gethan, 
sondern weil wir Augenzeugen seiner Majestt waren.
2PE 1:17 Nmlich wie er von Gott dem Vater Ehre und Ruhm empfangen hat, da 
von der hocherhabenen Herrlichkeit eine solche Stimme an ihn gelangte: 
dies ist mein geliebter Sohn, an welchem ich Wohlgefallen habe.
2PE 1:18 Und diese Stimme haben wir vom Himmel kommen hren, da wir mit 
ihm waren auf dem heiligen Berge.
2PE 1:19 Und so ist uns das prophetische Wort fest - woran ihr gut thut 
euch zu halten als an eine Leuchte, die da scheint an finsterem Ort, bis 
der Tag durchbricht und lichtbringend aufgeht in euren Herzen,
2PE 1:20 darber vor allem klar, da keine Schriftweissagung eigene Lsung 
zult,
2PE 1:21 denn nie ist eine Weissagung durch menschlichen Willen geschehen, 
sondern getragen vom heiligen Geist haben von Gott aus Menschen geredet.
2PE 2:1 Es traten aber auch falsche Propheten unter dem Volke auf, wie 
auch unter euch falsche Lehrer sein werden, die da werden Absonderungen 
zum Verderben einfhren, indem sie sogar den Herrn, der sie erkauft hat, 
verleugnen, sich selbst jhes Verderben zuziehend.
2PE 2:2 Und viele werden ihnen in ihren Ausschweifungen nachlaufen, um 
ihretwillen wird der Weg der Wahrheit gelstert werden,
2PE 2:3 und sie werden an euch aus Habsucht mit trgerischen Worten 
Geschfte machen; ihr Gericht aber ruht von alters her nicht, und ihr 
Verderben schlummert nicht.
2PE 2:4 Hat doch Gott der Engel nicht geschont, die gesndigt hatten, 
sondern sie in die Hlle gestoen, in die Gruben der Finsternis, zur 
Verwahrung auf das Gericht;
2PE 2:5 und hat der alten Welt nicht geschont, sondern nur Noah den Herold 
der Gerechtigkeit selbacht geschtzt, da er ber die Welt der Gottlosen 
die Flut hereinfhrte;
2PE 2:6 auch die Stdte Sodom und Gomorrha hat er verurteilt, indem er sie 
in Asche legte, ein Vorbild des Kommenden gebend fr die Gottlosen;
2PE 2:7 doch den gerechten vom Wandel der Zuchtlosen in Ausschweifungen 
geplagten Lot hat er errettet;
2PE 2:8 denn mit Sehen und Hren schpfte der Gerechte, da er unter ihnen 
wohnte, Tag fr Tag fr seine gerechte Seele Qual durch frevelhafte Werke.
2PE 2:9 Der Herr wei Fromme aus Versuchung zu erretten, Ungerechte aber 
auf den Tag des Gerichtes zur Strafe zu bewahren,
2PE 2:10 vornmlich die hinter dem Fleische her sind mit Begierde nach 
Befleckung, und Hoheit verachten: verwegen, frech, haben sie keine Scheu 
vor Herrlichkeiten: lsternd,
2PE 2:11 wo doch Engel, die an Kraft und Macht grer sind, kein 
lsterndes Urteil gegen sie beim Herrn anbringen.
2PE 2:12 Diese aber wie unvernnftige von Natur zu Fang und Verderben 
geborene Tiere, lsternd ber das, wovon sie nichts wissen, werden in 
ihrem Verderben selbst verderben,
2PE 2:13 zum Lohn empfangend ihre eigene Ungerechtigkeit: die da die 
Schlemmerei des Tages fr Genu achten, Schmutz- und Schandflecken, die 
bei ihren Liebesmahlen schwelgend mit euch zusammen tafeln,
2PE 2:14 die Augen erfllt von der Ehebrecherin und unersttlich in der 
Snde, unbefestigte Seelen verlockend, das Herz ausgebildet in den Knsten 
der Habsucht, Kinder des Fluches.
2PE 2:15 Den geraden Weg verlassend, sind sie irre gegangen, ausweichend 
auf den Weg des Balaam, des Sohnes des Bosor, der den Lohn der 
Ungerechtigkeit liebte,
2PE 2:16 aber auch die Zurechtweisung seiner Gesetzesbertretung davon 
hatte: ein stummes Lasttier, in menschlicher Sprache redend, wehrte der 
Sinnesverkehrtheit des Propheten.
2PE 2:17 Wasserlose Quellen sind sie, Nebel vom Sturmwinde getrieben, die 
Nacht der Finsternis ist fr sie bereit gehalten.
2PE 2:18 Denn indem sie berschwngliche Reden nichtigen Inhalts ertnen 
lassen, verlocken sie durch Fleisches Lste und Schwelgereien die, welche 
kaum der Gesellschaft des Irrwegs entflohen sind,
2PE 2:19 ihnen Freiheit versprechend, die sie selbst Sklaven des 
Verderbens sind. Denn von wem einer besiegt ist, dem ist er auch als 
Sklave verfallen.
2PE 2:20 Denn wenn die, welche die Befleckungen der Welt durch die 
Erkenntnis des Herrn und Heilandes Jesus Christus meiden gelernt hatten, 
neuer Verstrickung darin erliegen, so ist bei ihnen das letzte schlimmer 
geworden, als das erste.
2PE 2:21 Denn es wre besser fr sie, sie htten den Weg der Gerechtigkeit 
nicht kennen gelernt, als da sie ihn erkannt, und sich dann von dem ihnen 
mitgeteilten heiligen Gebote wieder abgewendet haben.
2PE 2:22 Es ist bei ihnen eingetroffen, was das wahre Sprichwort sagt: der 
Hund, der sich zu seinem Auswurf wendet, und die Sau, die sich zum 
Kotwlzen badet.
2PE 3:1 Dies ist schon der zweite Brief, Geliebte, welchen ich euch 
schreibe, um euch durch Erinnerung den reinen Sinn wachzuhalten,
2PE 3:2 da ihr gedenket der voraus von den heiligen Propheten 
gesprochenen Worte, und des von euren Aposteln mitgeteilten Gebotes des 
Herrn und Heilandes,
2PE 3:3 darber vor allem klar, da am Ende der Tage mit Spott kommen 
werden die Sptter, die nach ihren eigenen Lsten wandeln
2PE 3:4 und sagen: wo ist die Verheiung seiner Ankunft? Seit der Zeit da 
die Vter schlafen gegangen sind, bleibt ja alles so vom Anfang der Welt 
her.
2PE 3:5 Denn sie merken nicht bei dieser Behauptung, da vormals die 
Himmel und die Erde bestanden aus Wasser und mittelst Wassers durch das 
Wort Gottes,
2PE 3:6 zufolge dessen die damalige Welt durch Wasserflut zu Grunde gieng,
2PE 3:7 die jetztigen Himmel aber und die Erde durch das nmliche Wort 
aufgespart sind frs Feuer, bewahrt auf den Tag des Gerichtes und 
Verderbens der gottlosen Menschen.
2PE 3:8 Das eine aber mge euch nicht verborgen bleiben, Geliebte, da ein 
Tag bei dem Herrn wie tausend Jahre und tausend Jahre wie ein Tag.
2PE 3:9 Der Herr ist nicht langsam mit der Verheiung, wie es einige fr 
Langsamkeit halten, sondern er ist langmtig fr uns, und will nicht da 
etliche verloren gehen, sondern da alle zur Bue gelangen.
2PE 3:10 Es wird aber der Tag des Herrn kommen, wie ein Dieb, wo die 
Himmel mit Krachen verschwinden, die Elemente im Brand sich auflsen, 
ebenso die Erde, und es wird sich zeigen, welche Werke auf ihr sind.
2PE 3:11 Wenn nun dies alles sich auflst, wie mssen sich in heiligem 
Wandel und Frmmigkeit halten,
2PE 3:12 die da erwarten und ersehnen die Ankunft des Tages Gottes, um 
deswillen die Himmel im Feuer vergehen und die Elemente im Brande 
schmelzen werden,
2PE 3:13 wir aber gem seiner Verheiung auf neue Himmel und eine neue 
Erde warten, in welchen Gerechtigkeit wohnt.
2PE 3:14 Darum, Geliebte, indem ihr solches erwartet, trachtet unbefleckt 
und ohne Fehl bei ihm erfunden zu werden im Frieden;
2PE 3:15 und achtet die Langmut des Herrn fr Heil, wie auch unser 
geliebter Bruder Paulus nach der ihm verliehenen Weisheit an euch 
geschrieben hat,
2PE 3:16 ebenso wie in allen seinen Briefen, da er von diesen Dingen 
redet, worin wohl einiges Schwerverstndliche vorkommt, was die 
Ungelehrten und Unbefestigten verdrehen wie auch die brigen Schriften, zu 
ihrem eigenen Verderben.
2PE 3:17 Ihr nun, Geliebte, nehmet euch, da ihr es vorauswisset, in acht, 
da ihr euch nicht durch den Irrtum der Zuchtlosen mit fortreien lasset, 
und euren festen Halt verlieret.
2PE 3:18 Wachset dagegen in der Gnade und Erkenntnis unseres Herrn und 
Heilandes Jesus Christus. Sein ist die Herrlichkeit jetzt und am Tage der 
Ewigkeit.
1JO 1:1 Was von Anfang war, was wir gehrt, was wir gesehen haben mit 
unseren Augen, was wir geschaut, und unsere Hnde betastet haben, vom Wort 
des Lebens -1JO 1:2 ja das Leben ist offenbar geworden, und wir haben 
gesehen und bezeugen und verkndigen euch das ewige Leben, welches war bei 
dem Vater und ist uns offenbar geworden -1JO 1:3 was wir gesehen und 
gehrt haben, verknden wir auch euch, damit auch ihr Gemeinschaft habet 
mit uns. Und zwar ist unsere Gemeinschaft mit dem Vater und mit seinem 
Sohn Jesus Christus,
1JO 1:4 und dieses schreiben wir euch, damit unsere Freude vllig sei.
1JO 1:5 Und dies ist die Kunde, die wir von ihm gehrt haben und euch 
verknden, da Gott Licht ist und keine Finsternis in ihm ist.
1JO 1:6 Wenn wir sagen, da wir Gemeinschaft mit ihm haben und wir wandeln 
in der Finsternis, so lgen wir und thun nicht die Wahrheit.
1JO 1:7 Wenn wir aber im Lichte wandeln, wie er im Lichte ist, so haben 
wir Gemeinschaft miteinander, und das Blut Jesus seines Sohnes reinigt uns 
von aller Snde.
1JO 1:8 Wenn wir sagen, da wir keine Snde haben, so betrgen wir uns 
selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns.
1JO 1:9 Wenn wir unsere Snden bekennen, so ist er treu und gerecht, da 
er uns vergebe die Snden und reinige uns von aller Ungerechtigkeit.
1JO 1:10 Wenn wir sagen, da wir nicht gesndigt haben, so machen wir ihn 
zum Lgner, und sein Wort ist nicht in uns.
1JO 2:1 Meine Kinder, ich schreibe euch dies, damit ihr nicht sndiget. 
Und wenn einer sndigt, so haben wir einen Frsprecher beim Vater, Jesus 
Christus den Gerechten.
1JO 2:2 Und er ist eine Shne fr unsere Snden, nicht aber fr die 
unseren allein, sondern auch fr die ganze Welt.
1JO 2:3 Und daran erkennen wir, da wir ihn erkannt haben, wenn wir seine 
Gebote halten.
1JO 2:4 Wer sagt: ich habe ihn erkannt, und hlt seine Gebote nicht, ist 
ein Lgner und in ihm ist die Wahrheit nicht.
1JO 2:5 Wer aber sein Wort hlt, in dem ist wahrhaft die Liebe Gottes 
vollendet.
1JO 2:6 Daran erkennen wir, da wir in ihm sind. Wer sagt, er bleibe in 
ihm, ist auch verpflichtet ebenso zu wandeln, wie jener wandelte.
1JO 2:7 Geliebte, ich schreibe euch nicht ein neues Gebot, sondern ein 
altes Gebot, das ihr von Anfang hattet; das alte Gebot ist das Wort, 
welches ihr gehrt habt.
1JO 2:8 Wiederum schreibe ich euch ein neues Gebot, das wahr ist in ihm 
und in euch, weil die Finsternis vergeht und das wahrhaftige Licht bereits 
scheint.
1JO 2:9 Wer sagt, er sei im Lichte, und hat seinen Bruder, ist in der 
Finsternis bis jetzt.
1JO 2:10 Wer seinen Bruder liebt, bleibt im Licht, und in ihm ist kein 
Ansto.
1JO 2:11 Wer aber seinen Bruder hat, ist in der Finsternis, und wandelt 
in der Finsternis, und wei nicht wo er hinkommt, weil die Finsternis 
seine Augen geblendet hat.
1JO 2:12 Ich schreibe euch, Kinder, weil euch die Snden vergeben sind um 
seines Namens willen. Ich schreibe euch, Vter, weil ihr erkannt habt den, 
der von Anfang ist.
1JO 2:13 Ich schreibe euch, Jnglinge, weil ihr den Bsen berwunden habt. 
Ich habe euch geschrieben, Kinder, weil ihr den Vater erkannt habt.
1JO 2:14 Ich habe euch geschrieben, Vter, weil ihr erkannt habt den, der 
von Anfang ist. Ich habe euch geschrieben, Jnglinge, weil ihr stark seid, 
und das Wort Gottes in euch bleibt, und ihr den Bsen berwunden habt.
1JO 2:15 Habt nicht lieb die Welt, und nicht was in der Welt ist. Wenn 
einer die Welt lieb hat, so ist die Liebe des Vaters nicht in ihm;
1JO 2:16 weil alles, was in der Welt ist, die Lust des Fleisches und die 
Lust der Augen, und das Grothun des Geldes, nicht von dem Vater ist, 
sondern von der Welt ist.
1JO 2:17 Und die Welt vergeht und ihre Lust; wer aber den Willen Gottes 
thut, bleibt in Ewigkeit.
1JO 2:18 Kinder es ist die letzte Stunden, und wie ihr gehrt habt, da 
der Antichrist kommt, so sind nunmehr viele Antichriste erschienen, daran 
wir erkennen, da es die letzte Stunde ist.
1JO 2:19 Von uns sind sie ausgegangen, aber sie waren nicht von uns; denn 
wenn sie von uns wren, so wren sie bei uns geblieben; aber es sollte an 
ihnen offenbar werden, da nicht alle von uns sind.
1JO 2:20 Und ihr habt die Salbung von dem Heiligen und wisset es alle.
1JO 2:21 Ich habe euch nicht geschrieben, weil ihr die Wahrheit nicht 
wisset, sondern weil ihr sie wisset, und da alle Lge nicht aus der 
Wahrheit ist.
1JO 2:22 Wer ist der Lgner, wenn nicht der, der da leugnet, da Jesus sei 
der Christus? Der ist der Antichrist, der den Vater verleugnet und den 
Sohn.
1JO 2:23 Jeder, der den Sohn leugnet, hat auch den Vater nicht; wer den 
Sohn bekennt, hat auch den Vater. Was ihr gehrt habt von Anfang, das 
bleibe in euch.
1JO 2:24 Wenn es in euch bleibt, was ihr von Anfang gehrt habt, so werdet 
auch ihr im Sohne und im Vater bleiben.
1JO 2:25 Und dies ist die Verheiung, die er uns verheien hat: das ewige 
Leben.
1JO 2:26 Dieses habe ich euch geschrieben ber die, die euch irrefhren, 
und ihr - die Salbung, die ihr von ihm empfangen habt, bleibt in euch,
1JO 2:27 und ihr habt nicht ntig, da euch jemand belehre, sondern wie 
seine Salbung euch belehrt ber alles, und wahr ist, und ist keine Lge, 
und wie sie euch gelehrt hat, so bleibet in ihm.
1JO 2:28 Und nun Kinder, bleibet in ihm, damit wir, wenn er sich 
offenbart, Zuversicht haben, und nicht von seiner Seite beschmt werden 
bei seiner Ankunft.
1JO 2:29 So ihr wisset, da er gerecht ist, so erkennet, da auch jeder, 
die die Gerechtigkeit bt, aus ihm gezeugt ist.
1JO 3:1 Sehet, welch groe Liebe uns der Vater bewiesen hat, da wir 
Kinder Gottes heien sollen, und wir sind es. Darum erkennt uns die Welt 
nicht, weil sie ihn nicht erkannt hat.
1JO 3:2 Geliebte, wir sind jetzt Kinder Gottes, und es ist noch nicht 
offenbar geworden, was wir sein werden. Wir wissen, da wenn er sich 
offenbart, wir ihm hnlich sein werden, weil wir ihn sehen werden, wie er 
ist.
1JO 3:3 Und jeder, diese diese Hoffnung auf ihn hat, reinigt sich selbst, 
sowie jener rein ist.
1JO 3:4 Jeder der die Snde thut, thut auch die Ungesetzlichkeit, und die 
Snde ist die Ungesetzlichkeit.
1JO 3:5 Und ihr wisset, da jener sich offenbarte, um die Snden 
wegzunehmen, und in ihm keine Snde ist.
1JO 3:6 Jeder, der in ihm bleibt, sndigt nicht; jeder, der sndigt, hat 
ihn nicht gesehen, noch ihn erkannt.
1JO 3:7 Kinder, niemand soll euch irrefhren. Wer die Gerechtigkeit thut, 
ist gerecht, so wie jener gerecht ist.
1JO 3:8 Wer die Snde thut, ist vom Teufel, weil der Teufel von Anfang an 
sndigt; dazu hat sich der Sohn Gottes geoffenbart, da er die Werke des 
Teufels zerstre.
1JO 3:9 Jeder, der aus Gott gezeugt ist, thut nicht Snde, weil sein Same 
in ihm bleibt, und er kann nicht sndigen, weil er aus Gott gezeugt ist.
1JO 3:10 Daran sind offenbar die Kinder Gottes und die Kinder des Teufels. 
Jeder, der nicht Gerechtigkeit bt, ist nicht aus Gott, und so auch, wer 
seinen Bruder nicht liebt.
1JO 3:11 Denn das ist die Verkndigung, die ihr von Anfang an gehrt habt, 
da wir einander lieben sollen.
1JO 3:12 Nicht, wie Kain aus dem Bsen war, und erschlug seinen Bruder; 
und warum erschlug er ihn? weil seine Werke bse waren, die aber seines 
Bruders gerecht.
1JO 3:13 Wundert euch nicht, Brder, wenn euch die Welt hat.
1JO 3:14 Wir wissen, da wir vom Tode zum Leben gelangt sind, weil wir die 
Brder lieben; wer nicht liebt, bleibt im Tode.
1JO 3:15 Jeder der seinen Bruder hat, ist ein Menschenmrder, und ihr 
wisset, da kein Menschenmrder ewiges Leben bleibend in sich hat.
1JO 3:16 Daran haben wir die Liebe erkannt, da jener sein Leben fr uns 
eingesetzt hat; so sind auch wir schuldig, das Leben fr die Brder 
einzusetzen.
1JO 3:17 Wer das Gut der Welt hat und sieht seinen Bruder darben, und 
schliet sein Herz vor ihm zu, wie soll die Liebe Gottes in ihm bleiben?
1JO 3:18 Kinder, lasset uns nicht lieben mit Reden oder mit der Zunge, 
sondern mit That und Wahrheit.
1JO 3:19 Daran werden wir erkennen, da wir aus der Wahrheit sind, und 
werden unser Herz vor ihm berzeugen,
1JO 3:20 da wenn uns unser Herz verklagt, Gott grer ist als unser Herz 
und alles wei.
1JO 3:21 Geliebte, wenn unser Herz uns nicht verklagt, so haben wir 
Zuversicht zu Gott;
1JO 3:22 und was wir irgend bitten erlangen wir von ihm, weil wir seine 
Gebote halten und thun was vor ihm wohlgefllig ist.
1JO 3:23 Und dies ist sein Gebot, da wir den Namens seines Sohnes Jesus 
Christus glauben und einander lieben, sowie er uns ein Gebot gegeben hat.
1JO 3:24 Und wer seine Gebote hlt, bleibet in ihm und er in ihm; und 
daran erkennen wir, da er in uns bleibt, an dem Geiste, den er uns 
gegeben hat.
1JO 4:1 Geliebte, glaubt nicht jedem Geist, sondern prfet die Geister, ob 
sie aus Gott sind; denn es sind viele Lgenpropheten ausgegangen in die 
Welt.
1JO 4:2 Daran erkennet den Geist Gottes: jeder Geist, der bekennet Jesus 
Christus im Fleisch gekommen, ist aus Gott;
1JO 4:3 und jeder Geist, der Jesus nicht bekennt, ist nicht aus Gott, und 
das ist das Wesen des Antichrist, wovon ihr gehrt habt, da er kommt, und 
jetzt ist er schon in der Welt.
1JO 4:4 Ihr seid aus Gott, Kinder, und habt sie berwunden, weil der in 
euch grer ist, als der in der Welt.
1JO 4:5 Sie sind aus der Welt, darum reden sie aus der Welt heraus, und 
die Welt hrt auf sie.
1JO 4:6 Wir sind aus Gott; wer Gott erkennt, hrt auf uns; wer nicht aus 
Gott ist, hrt nicht auf uns. Daran erkennen wir den Geist der Wahrheit 
und den Geist des Truges.
1JO 4:7 Geliebte, lasset uns einander lieben, weil die Liebe aus Gott ist, 
und jeder der liebt ist aus Gott gezeugt und erkennt Gott.
1JO 4:8 Wer nicht liebt, hat Gott nicht erkannt, weil Gott Liebe ist.
1JO 4:9 Daran ward die Liebe Gottes an uns offenbar, da Gott seinen 
einzigen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn leben.
1JO 4:10 Darauf steht die Liebe, nicht da wir Gott geliebt haben, sondern 
da er uns geliebt hat und hat seinen Sohn gesandt als Shne fr unsere 
Snden.
1JO 4:11 Geliebte, wenn Gott so uns geliebt hat, so sind wir auch schuldig 
einander zu lieben.
1JO 4:12 Gott geschaut hat niemand jemals: lieben wir einander, so ist er 
bleibend in uns, und seine Liebe ist vollendet in uns.
1JO 4:13 Daran erkennen wir, da wir in ihm bleiben und er in uns: weil er 
uns von seinem Geiste gegeben hat.
1JO 4:14 Und wir, wir haben es geschaut und bezeugen es, da der Vater den 
Sohn abgesandt hat als Heiland der Welt.
1JO 4:15 Wer nun bekennt, da Jesus der Sohn Gottes ist, in dem bleibt 
Gott, und er bleibt in Gott.
1JO 4:16 Und wir haben erkannt und geglaubt die Liebe, welche Gott zu uns 
hat. Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott 
bleibt in ihm.
1JO 4:17 Darin ist die Liebe an uns vollendet, da wir Zuversicht haben am 
Tage des Gerichtes; weil wie er ist, so auch wir sind, in dieser Welt.
1JO 4:18 Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die vollkommene Liebe 
treibt die Furcht aus, weil es die Furcht mit Strafe zu thun hat; wer sich 
frchtet, ist nicht vollendet in der Liebe.
1JO 4:19 Wir lieben, weil er uns zuerst geliebt hat.
1JO 4:20 Wenn einer sagt: ich liebe Gott, und hat seinen Bruder, so ist 
er ein Lgner. Denn der seinen Bruder nicht liebt, den er gesehen, kann 
Gott nicht lieben, den er nicht gesehen.
1JO 4:21 Und dies ist das Gebot das wir von ihm haben, da wer Gott liebt, 
auch seinen Bruder liebt.
1JO 5:1 Jeder der glaubt, da Jesus der Christus ist, ist aus Gott 
gezeugt. Und jeder, der seinen Erzeuger liebt, liebt auch den, der von ihm 
gezeugt ist;
1JO 5:2 daran erkennen wir, da wir die Kinder Gottes lieben, wofern wir 
Gott lieben und seine Gebote thun.
1JO 5:3 Denn dies ist die Liebe Gottes, da wir seine Gebote halten.
1JO 5:4 Und seine Gebote sind nicht drckend, weil alles, was aus Gott 
gezeugt ist, die Welt berwindet, und dies ist der Sieg, der die Welt 
berwunden hat: unser Glaube.
1JO 5:5 Wer ist es, der die Welt berwindet, als der da glaubt, da Jesus 
der Sohn Gottes ist?
1JO 5:6 Dieser ist es, der gekommen ist durch Wasser und Blut: Jesus 
Christus; nicht mit dem Wasser allein, sondern mit dem Wasser und mit dem 
Blut; und der Geist ist es, der zeugt, weil der Geist die Wahrheit ist.
1JO 5:7 So sind es drei die da zeugen:
1JO 5:8 der Geist, das Wasser, und das Blut, und die drei sind einig.
1JO 5:9 Wenn wir das Zeugnis der Menschen annehmen, nun das Zeugnis Gottes 
ist grer; denn dies ist Gottes Zeugnis, da er gezeugt hat von seinem 
Sohn.
1JO 5:10 Wer an den Sohn Gottes glaubt, hat das Zeugnis durch ihn; wer 
Gott nicht glaubt, hat ihn zum Lgner gemacht, weil er nicht geglaubt hat 
an das Zeugnis, welches Gott gezeugt hat ber seinen Sohn.
1JO 5:11 Und dies ist das Zeugnis: da uns Gott ewiges Leben gegeben hat, 
und dieses Leben in seinem Sohne ist.
1JO 5:12 Wer den Sohn hat, hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, 
hat das Leben nicht.
1JO 5:13 Dieses habe ich euch geschrieben, damit ihr wisset, da ihr 
ewiges Leben habt, euch die ihr glaubt an den Namen des Sohnes Gottes.
1JO 5:14 Und dies ist die Zuversicht, die wir zu ihm haben, da wenn wir 
etwas bitten nach seinem Willen, er uns erhrt.
1JO 5:15 Und wenn wir wissen, da er uns auf unser Bitten erhrt, so 
wissen wir, da uns die Bitten sicher sind, die wir von ihm erbeten haben.
1JO 5:16 Wenn einer seinen Bruder sndigen sieht, eine Snde nicht zum 
Tode, so soll er bitten, und er wird ihm Leben geben, nmlich solchen, die 
nicht zum Tode sndigen. Es gibt eine Snde zum Tode, davon rede ich 
nicht, da man dafr bitten soll.
1JO 5:17 Jede Ungerechtigkeit ist Snde, so gibt es auch Snde die nicht 
zum Tode ist.
1JO 5:18 Wir wissen, da jeder, der aus Gott gezeugt ist, nicht sndigt, 
sondern wer aus Gott gezeugt ward, hlt fest an ihm, und der Bse rhrt 
ihn nicht an.
1JO 5:19 Wir wissen, da wir aus Gott sind, und die ganze Welt im Bsen 
liegt.
1JO 5:20 Wir wissen aber, da der Sohn Gottes gekommen ist, und er hat uns 
Einsicht verliehen, da wir den Wahrhaftigen erkennen, und wir sind in dem 
Wahrhaftigen, in seinem Sohne Jesus Christus; das ist der wahrhaftige Gott 
und ewiges Leben.
1JO 5:21 Kinder, htet euch vor den Gtzen.
2JO 1:1 Der Aelteste an die auserwhlte Herrin und ihre Kinder, die ich 
liebe in Wahrheit, und nicht ich allein, sondern auch alle, welche die 
Wahrheit erkannt haben,
2JO 1:2 um der Wahrheit willen, die in uns wohnt und mit uns sein wird in 
Ewigkeit:
2JO 1:3 Es wird mit uns sein Gnade, Erbarmen, Friede von Gott dem Vater 
und von Jesus Christus dem Sohne des Vaters, in Wahrheit und Liebe.
2JO 1:4 Ich habe groe Freude gehabt, weil ich unter deinen Kindern 
gefunden habe, die in Wahrheit wandeln, wie wir Gebot empfangen haben vom 
Vater.
2JO 1:5 Und nun wende ich mich an dich, Herrin, nicht um dir von einem 
neuen Gebot zu schreiben, sondern von dem welches wir von Anfang hatten: 
da wir einander lieben sollen.
2JO 1:6 Und dies ist die Liebe, da wir nach seinen Geboten wandeln; dies 
ist das Gebot, wie ihr es von Anfang gehrt habt, da ihr darin wandeln 
sollet.
2JO 1:7 Denn viele Irrlehrer sind ausgegangen in die Welt, die nicht 
bekennen Jesus Christus, wie er kommen sollte im Fleische; dies ist der 
Irrlehrer und der Antichrist.
2JO 1:8 Sehet euch vor, damit ihr nicht verlieret, was wir geschafft 
haben, sondern vollen Lohn davon habet.
2JO 1:9 Jeder, der darber hinausgeht und nicht bleibt in der Lehre des 
Christus, hat Gott nicht; der in der Lehre bleibt, der hat sowohl den 
Vater als den Sohn.
2JO 1:10 Wenn einer zu euch kommt und diese Lehre nicht bringt, so nehmet 
ihn nicht ins Haus und bietet ihm keinen Gru;
2JO 1:11 denn wer ihm den Gru bietet, der macht sich teilhaftig seiner 
bsen Werke.
2JO 1:12 Ich htte euch viel zu schreiben, wollte es aber nicht mit Papier 
und Tinte thun, sondern ich hoffe zu euch zu kommen und von Mund zu Mund 
zu reden, damit unsere Freude vollkommen sei.
2JO 1:13 Es gren dich die Kinder deiner auserwhlten Schwester.
3JO 1:1 Der Aelteste an Gaius, den geliebten, den ich liebe in Wahrheit.
3JO 1:2 Geliebter, in allen Stcken wnsche ich da es dir wohl gehe und 
du gesund seist, so wie es deiner Seele wohl geht.
3JO 1:3 Denn ich hatte groe Freude bei der Ankunft der Brder, da sie 
Zeugnis gaben fr deine Wahrheit, wie du in der Wahrheit wandelst.
3JO 1:4 Eine grere Freude gibt es fr mich nicht, als da ich hre, wie 
meine Kinder in der Wahrheit wandeln.
3JO 1:5 Geliebter, treu gethan von dir ist alles, was du den Brdern zumal 
den fremden erweisest,
3JO 1:6 die deiner Liebe angesichts der Gemeinde Zeugnis gegeben haben, 
und die du wohl thun wirst Gottes wrdig zu befrdern.
3JO 1:7 Denn um des Namens willen sind sie ausgegangen, und nehmen nichts 
von den Heidnischen.
3JO 1:8 Wir sind daher verpflichtet, uns solcher anzunehmen, damit wir 
Mitarbeiter werden fr die Wahrheit.
3JO 1:9 Ich habe der Gemeinde etwas geschrieben; aber Diotrephes, der bei 
ihnen der erste sein will, nimmt uns nicht an.
3JO 1:10 Darum, wenn ich komme, will ich ihm der Werke gedenken, die er 
thut, indem er uns mit bsen Worten verdchtigt, und, daran nicht genug, 
die Brder selbst nicht annimmt, und noch die verhindert, die es thun 
wollen, und aus der Gemeinde ausstt.
3JO 1:11 Geliebter, ahme nicht das Bse nach, sondern das Gute. Wer Gutes 
thut, ist von Gott; wer Bses thut, hat Gott nicht gesehen.
3JO 1:12 Demetrius hat sein Zeugnis von allen und von der Wahrheit selbst, 
ja auch wir geben es, und du weit, da unser Zeugnis wahr ist.
3JO 1:13 Ich htte dir vieles zu schreiben, aber ich mag es nicht mit 
Tinte und Feder thun.
3JO 1:14 Ich hoffe dich aber bald zu sehen, dann wollen wir von Mund zu 
Mund reden.
3JO 1:15 Friede dir. Es gren dich die Freunde; gre die Freunde 
namentlich.
JUD 1:1 Judas, Jesus Christus' Knecht, Bruder des Jakobus an die in Gott 
dem Vater geliebten und fr Jesus Christus bewahrten Berufenen.
JUD 1:2 Erbarmen werde euch und Friede und Liebe in Flle.
JUD 1:3 Geliebte, da es mir ein groes Anliegen ist, euch ber unser 
gemeinsames Heil zu schreiben, kann ich nicht umhin, euch Ermahnungen zu 
schreiben, da ihr kmpfen mget fr den Glauben, wie er ein fr allemal 
den Heiligen berliefert ist.
JUD 1:4 Denn es haben sich etliche Menschen eingeschlichen, auf welche 
dieses Urteil lngst voraus geschrieben ist: Gottlose, welche die Gnade 
unseres Gottes zu Schwelgerei mibrauchen, und unseren einzigen Herrscher 
und Herrn Jesus Christus verleugnen.
JUD 1:5 Ich mchte euch aber daran erinnern, da ihr ja ein fr allemal 
alles wisset, da der Herr, da er sein Volk aus dem Land Aegypten rettete, 
das zweitemal die, welche nicht glaubten, vernichtete,
JUD 1:6 und da er auch die Engel, welche ihre Herrschaft nicht bewahrten, 
sondern ihre Behausung verlieen, auf das Gericht des groen Tages mit 
ewigen Fesseln unter der Finsternis verwahrt hat.
JUD 1:7 Wie Sodom und Gomorrha und die umliegenden Stdte, welche hnlich 
wie diese ausschweiften und fremdartigem Fleische nachstellten, als Probe 
vorliegen vom Strafgericht des ewigen Feuers.
JUD 1:8 Aehnlich doch beflecken auch diese Trumer das Fleisch, verachten 
Hoheit, lstern Herrlichkeiten.
JUD 1:9 Der Erzengel Michael aber, als er mit dem Teufel stritt und 
verhandelte ber den Leichnam Moses', wagte doch nicht lsterndes Urteil 
auf ihn zu werfen, vielmehr sagte er: der Herr strafe dich.
JUD 1:10 Diese aber lstern ber alles, wovon sie nichts wissen; was sie 
aber wissen durch Trieb wie die unvernnftigen Tiere, damit kommen sie ins 
Verderben.
JUD 1:11 Wehe ihnen, da sie auf Kains Weg gegangen, und sich durch den 
Trug des Lohnes Balaams fortreien lieen, und durch das Widersprechen des 
Kore zu Grunde gegangen sind.
JUD 1:12 Das sind die, die in euren Liebesmahlen als Schmutzflecken mit 
schmausen, ungescheut sich selbst weiden, wasserlose Wolken, vom Winde 
dahingetrieben, herbstliche Bume ohne Frucht, zweimal abgestorben, 
entwurzelt,
JUD 1:13 wilde Meereswogen ihre eigene Schande ausschumend, irrende 
Gestirne, fr welche das Dunkel der Finsternis in Ewigkeit bewahrt ist.
JUD 1:14 Es hat aber auf sie auch geweissagt der Siebente von Adam, Enoch, 
mit den Worten: siehe, der Herr ist gekommen mit seinen heiligen 
Zehntausenden
JUD 1:15 Gericht zu halten wider alle, und alle die Gottlosen unter ihnen 
zu strafen fr alle ihre Werke des Frevels, mit denen sie gefrevelt, und 
alle rohen Worte, welche wider ihn gesprochen sndige Frevler.
JUD 1:16 Das sind die Murrer, die das Schicksal anklagen, und dabei nach 
ihren Lsten wandeln, und deren Mund Ueberschwengliches redet, wenn sie 
schmeicheln ins Gesicht um Gewinnes willen.
JUD 1:17 Ihr aber, Geliebte, gedenket der von den Aposteln unseres Herrn 
Jesus Christus vorausgesprochenen Worte,
JUD 1:18 wie sie euch gesagt haben: in der letzten Zeit werden Sptter 
auftreten, die nach ihren Frevel-Lsten wandeln.
JUD 1:19 Das sind die Classenmacher, Psychiker sind sie, ohne Geist.
JUD 1:20 Ihr aber, Geliebte, erbauet euch auf euren heiligsten Glauben und 
betet in heiligem Geiste,
JUD 1:21 bewahret euch selbst in der Liebe Gottes, wartend auf die 
Barmherzigkeit unseres Herrn Jesus Christus zum ewigen Leben.
JUD 1:22 Und berfhrt die einen wenn sie streiten; die anderen errettet,
JUD 1:23 reit sie aus dem Feuer; wieder anderer erbarmt euch in Furcht, 
mit Abscheu auch vor dem vom Fleisch befleckten Gewand.
JUD 1:24 Dem aber, der euch ohne Fall bewahren und unbefleckt in Jubel 
stellen kann vor seine Herrlichkeit,
JUD 1:25 dem alleinigen Gott unserem Heiland, durch unseren Herrn Jesus 
Christus, Herrlichkeit, Majestt, Strke und Macht vor aller Zeit und 
jetzt und fr alle Zeiten. Amen.
REV 1:1 Offenbarung Jesus Christus' welche ihm Gott gegeben hat zu zeigen 
seinen Knechten, was geschehen mu in Krze, und er hat es gezeigt vermge 
Sendung durch seinen Engel seinem Knechte Johannes,
REV 1:2 der da bezeugt hat das Wort Gottes und das Zeugnis Jesus 
Christus', alles was er gesehen hat.
REV 1:3 Selig, der vorliest und die hren das Wort der Weissagung, und 
behalten was darin geschrieben ist: denn die Zeit ist nahe.
REV 1:4 Johannes an die sieben Gemeinden in Asia: Gnade euch und Friede 
von dem der da ist und der da war und der da kommt, und von den sieben 
Geistern, die vor seinem Throne sind,
REV 1:5 und von Jesus Christus, dem treuen Zeugen, dem erstgeborenen von 
den Toten, und dem Herrscher ber die Knige der Erde. Dem der uns liebt 
und uns erlst hat von unseren Snden durch sein Blut,
REV 1:6 und hat uns gemacht zu einem Knigtum, zu Priestern bei Gott 
seinem Vater, ihm die Herrlichkeit und die Macht in alle Zeiten! Amen.
REV 1:7 Siehe, er kommt in den Wolken, und es wird ihn jedes Auge sehen, 
und die welche ihn durchstochen haben, und werden wehklagen ber ihn alle 
Vlker der Erde. Ja wahrlich. Amen.
REV 1:8 Ich bin das Alpha und das O, spricht der Herr Gott, der da ist und 
der da war und der da kommt, der Allbeherrscher.
REV 1:9 Ich Johannes, euer Bruder und Mitgenosse in der Trbsal, und im 
Knigtum, und der Geduld in Jesus, war auf der Insel genannt Patmos, um 
des Wortes Gottes und des Zeugnisses Jesus willen.
REV 1:10 Da ward ich im Geist am Tage des Herrn, und hrte hinter mir eine 
gewaltige Stimme wie eine Trompete
REV 1:11 sprechen: was du siehst, schreibe in ein Buch, und schicke es an 
die sieben Gemeinden, nach Ephesus, und nach Smyrna, und nach Pergamon, 
und nach Thyatira, und nach Sardes, und nach Philadelphia, und nach 
Laodikea.
REV 1:12 Und ich wandte mich die Stimme zu sehen, die mit mir redete; und 
da ich mich wandte, sah ich sieben goldene Leuchter,
REV 1:13 und mitten unter den Leuchtern einen gleich einem Menschensohn, 
angethan mit einem Mantel und gegrtet an der Brustmitte mit goldenem 
Grtel.
REV 1:14 Sein Haupt aber und die Haare wei wie weie Wolle, wie Schnee, 
und seine Augen wie eine Feuerflamme,
REV 1:15 und seine Fe gleichwie im Ofen geglhtes Erz, und seine Stimme 
wie das Rauschen groer Wasser.
REV 1:16 Und er hielt in seiner rechten Hand sieben Sterne, und aus seinem 
Munde gieng ein scharfes zweischneidiges Schwert, und sein Angesicht war, 
wie die Sonne leuchtet in ihrer Kraft.
REV 1:17 Und wie ich ihn sah, fiel ich ihm zu Fen wie tot, und er legte 
seine Rechte auf mich und sprach frchte dich nicht, ich bin der erste und 
der letzte,
REV 1:18 und der lebendige, ich war tot, und siehe ich bin lebendig in 
alle Ewigkeit, und habe die Schlssel des Todes und der Hlle.
REV 1:19 Schreibe nun was du gesehen, und was da ist, und was kommt nach 
diesem,
REV 1:20 das Geheimnis der sieben Sterne, die du sahst auf meiner Rechten, 
und von den sieben goldenen Leuchtern: Die sieben Sterne sind Engel der 
sieben Gemeinden, und die sieben Leuchter sind die sieben Gemeinden.
REV 2:1 Dem Engel der Gemeinde in Ephesus schreibe: So spricht der, der 
die sieben Sterne in seiner Rechten hlt, der da wandelt mitten unter den 
sieben goldenen Leuchtern:
REV 2:2 ich kenne deine Werke und deine Mhe und deine Geduld, und da du 
Schlechte nicht tragen magst, und hast geprft die sich selbst Apostel 
nennen und sind es nicht, und hast sie Lgner gefunden;
REV 2:3 und hast Geduld und hast getragen um meines Namens willen, und 
bist nicht mde geworden.
REV 2:4 Aber ich habe wider dich, da du deine erste Liebe verlassen hast.
REV 2:5 So denke daran, von wo du gefallen bist, thue Bue und thue die 
ersten Werke; wo nicht, so komme ich zu dir und stoe deinen Leuchter von 
seiner Stelle, wenn du nicht Bue thust.
REV 2:6 Doch das hast du, da du die Werke der Nikolaiten hassest, die 
auch ich hasse.
REV 2:7 Wer ein Ohr hat, hre was der Geist den Gemeinden sagt: dem Sieger 
will ich geben zu essen vom Baum des Lebens, der da ist im Paradiese 
Gottes.
REV 2:8 Und dem Engel der Gemeinde in Smyrna schreibe: So spricht der 
Erste und Letzte, der da tot war und ist lebendig geworden.
REV 2:9 Ich kenne deine Bedrngnis und Armut - doch du bist reich - und 
die Lsterung derer, die sich Juden heien, und sind es doch nicht, 
sondern eine Synagoge des Satans. Frchte nichts, was dir von Leiden 
bevorsteht.
REV 2:10 Siehe der Teufel wird etliche von euch ins Gefngnis bringen, 
damit ihr geprft werdet, und ihr werdet bedrngt sein zehn Tage lang. Sei 
getreu bis zum Tod, so will ich dir den Kranz des Lebens geben.
REV 2:11 Wer ein Ohr hat, hre was der Geist den Gemeinden sagt: der 
Sieger soll nicht geschdigt werden vom zweiten Tod.
REV 2:12 Und dem Engel der Gemeinde in Pergamon schreibe:
REV 2:13 So spricht, der das scharfe zweischneidige Schwert hat: Ich wei 
wo du wohnst: wo der Thron des Satans ist; und du hltst an meinem Namen, 
und hast meinen Glauben nicht verleugnet in den Tagen Antipas meines 
treuen Zeugen, der bei euch gettet ward, da wo der Satan wohnt.
REV 2:14 Aber ich habe etliches wider dich, da du Leute dort hast die zu 
der Lehre Balaams halten, der den Balak lehrte, Aergernis zu geben vor den 
Shnen Israel, Gtzenopfer zu essen und Unzucht zu treiben.
REV 2:15 So hast auch du solche, die zu der Lehre der Nikolaiten in 
gleicher Weise halten.
REV 2:16 So thue Bue; wo nicht, so komme ich bald zu dir und streite mit 
ihnen mit dem Schwerte meines Mundes.
REV 2:17 Wer ein Ohr hat, hre was der Geist den Gemeinden sagt: dem 
Sieger will ich geben vom verborgenen Manna, und will ihm einen weien 
Stein geben und darauf einen neuen Namen geschrieben, den niemand kennt, 
auer der Empfnger.
REV 2:18 Und dem Engel der Gemeinde in Thyatira schreibe: So spricht der 
Sohn Gottes, der Augen hat wie eine Feuerflamme, und dessen Fe gleich 
Erz sind;
REV 2:19 ich kenne deine Werke und deine Liebe, Glauben, Hilfreichung, und 
Geduld, und wie deine letzten Werke mehr sind als die ersten.
REV 2:20 Aber ich habe wider dich, da du das Weib Jezabel gewhren 
lssest, die sich eine Prophetin nennt, und lehrt und verfhrt meine 
Knechte Unzucht zu treiben und Gtzenopfer zu essen.
REV 2:21 Und ich habe ihr Zeit gegeben zur Bue, und sie will nicht Bue 
thun von ihrer Unzucht.
REV 2:22 Siehe ich werfe sie aufs Krankenbett, und die mit ihr Ehebruch 
treiben in groe Bedrngnis, wenn sie nicht Bue thun von ihren Werken;
REV 2:23 und ihre Kinder werde ich dahin sterben lassen. Und alle 
Gemeinden sollen erkennen, da ich es bin, der Nieren und Herzen 
erforscht; und ich werde euch geben, einem jeden nach seinen Werken.
REV 2:24 Euch aber sage ich, den brigen in Thyatira, die diese Lehre 
nicht haben, als die da nicht erkannt haben die Tiefen des Satans (wie sie 
sagen): ich lege keine weitere Last auf euch.
REV 2:25 Nur haltet fest, was ihr habt, bis ich komme.
REV 2:26 Und wer da siegt und an meinen Werken hlt bis zum Ende, dem will 
ich Macht geben ber die Heiden,
REV 2:27 und er wird sie weiden mit eisernem Stabe, wie man Tpfergeschirr 
zusammenschlgt,
REV 2:28 wie auch ich es empfangen habe von meinem Vater, und ich will ihm 
den Morgenstern geben.
REV 2:29 Wer ein Ohr hat, hre was der Geist den Gemeinden sagt.
REV 3:1 Und dem Engel der Gemeinde in Sardes schreibe: So spricht der, der 
da hat die sieben Geister Gottes und die sieben Sterne: ich kenne deine 
Werke, da du den Namen hast zu leben, und bist tot;
REV 3:2 werde wach und strke den Rest, der daran war zu sterben, denn ich 
habe deine Werke nicht voll gefunden vor meinem Gott.
REV 3:3 So gedenke denn, wie du es empfangen und gehrt hast, und halte 
daran und thue Bue. Wenn du nun nicht wachst, so komme ich wie ein Dieb; 
und du sollst nimmermehr wissen, welche Stunde ich zu dir kommen werde.
REV 3:4 Aber du hast einige Namen in Sardes, die ihre Kleider nicht 
befleckt haben; und sie sollen mit mir wandeln in weien Kleidern, denn 
sie sind wrdig.
REV 3:5 Der Sieger wird solchergestalt angethan werden mit weien 
Kleidern, und ich werde seinen Namen nimmermehr auslschen aus dem Buche 
des Lebens, und werde seinen Namen bekennen vor meinem Vater und vor 
seinen Engeln.
REV 3:6 Wer ein Ohr hat, hre was der Geist den Gemeinden sagt.
REV 3:7 Und dem Engel der Gemeinde in Philadelphia schreibe: So spricht 
der Heilige, der Wahrhaftige, der den Schlssel Davids hat, der da ffnet, 
da niemand wieder schlieen, und schliet, da niemand wieder ffnen wird.
REV 3:8 Ich kenne deine Werke; siehe ich habe vor dich eine offene Thre 
gestellt, die niemand schlieen kann. Denn du hast wohl eine kleine Kraft, 
doch du hast mein Wort bewahrt und meinen Namen nicht verleugnet.
REV 3:9 Siehe ich bringe Leute aus der Synagoge des Satans, die sich Juden 
heien und sind es nicht, sondern lgen; siehe ich will sie dahinbringen, 
da sie kommen und sich beugen vor deinen Fen, und erkennen, da ich dir 
meine Liebe zugewendet.
REV 3:10 Denn du hast das Wort von meiner Geduld bewahrt, und ich will 
dich bewahren durch die Stunde der Prfung hindurch, welche ber den 
ganzen Erdkreis kommen wird, zu prfen die Bewohner der Erde.
REV 3:11 Ich komme schnell; halte was du hast, da dir niemand deinen 
Kranz nehme.
REV 3:12 Wer berwindet, den will ich machen zur Sule im Tempel meines 
Gottes, und er wird nimmermehr herauskommen, und ich werde auf ihn 
schreiben den Namen meines Gottes, und den Namen der Stadt meines Gottes, 
des neuen Jerusalem, das vom Himmel herabkommt von meinem Gott her, und 
meinen neuen Namen.
REV 3:13 Wer ein Ohr hat, hre was der Geist den Gemeinden sagt.
REV 3:14 Und dem Engel der Gemeinde in Laodikea schreibe: So spricht der 
Amen, der treue und wahrhaftige Zeuge, der Urgrund der Schpfung Gottes.
REV 3:15 Ich kenne deine Werke, da du nicht kalt noch warm bist. Wrest 
du doch kalt oder warm!
REV 3:16 So nun, weil du lau bist, und weder warm noch kalt, will ich dich 
ausspeien aus meinem Munde.
REV 3:17 Denn du sagst: ich bin reich, ja reich bin ich geworden und 
brauche nichts, und weit nicht, da du bist unglcklich, elend, arm, 
blind und blo.
REV 3:18 Ich rate dir bei mir Gold zu kaufen im Feuer geglht, damit du 
reich werdest, und weie Gewnder zum Anlegen, da die Schande deiner 
Ble nicht offenbar werde, und Salbe auf deine Augen einzureiben um zu 
sehen.
REV 3:19 Denn welche ich liebe, die strafe und zchtige ich; so beeifere 
dich nun und thue Bue.
REV 3:20 Siehe ich stehe vor der Thre und klopfe an; wer meine Stimme 
hrt und die Thre aufmacht, zu dem werde ich eingehen und mit ihm 
Mahlzeit halten und er mit mir.
REV 3:21 Wer berwindet, dem werde ich verleihen mit mir auf meinem Throne 
zu sitzen, wie auch ich berwunden habe und mich gesetzt zu meinem Vater 
auf seinen Thron.
REV 3:22 Wer ein Ohr hat, hre was der Geist den Gemeinden sagt.
REV 4:1 Nach diesem sah ich, und siehe eine Thr stand offen im Himmel, 
und die vorige Stimme, welche ich hatte zu mir reden hren wie 
Trompetenschall, sprach: komme hier herauf, so will ich dir zeigen, was 
geschehen soll.
REV 4:2 Nach diesem alsbald ward ich im Geist; und siehe im Himmel stand 
ein Thron, auf dem Throne sa einer,
REV 4:3 und der da sa, glich von Ansehen einem Jaspis und Sardischen 
Stein, und rings um den Thron war ein Regenbogen gleich wie Smaragd von 
Ansehen.
REV 4:4 Und rings um den Thron vierundzwanzig Throne, und auf den Thronen 
vierundzwanzig Aelteste sitzend, angethan mit weien Gewndern, und auf 
ihren Huptern goldene Krnze.
REV 4:5 Und von dem Throne giengen aus Blitz und Schall und Donner, und 
sieben Feuerfackeln brannten vor dem Throne, das sind die sieben Geister 
Gottes.
REV 4:6 Und vor dem Throne war es wie ein glsernes Meer, gleich Krystall. 
Und mitten im Throne und rings um den Thron vier Tiere berdeckt mit Augen 
vorne und hinten.
REV 4:7 Und das erste Tier glich einem Lwen, und das zweite einem Stier, 
und das dritte hatte ein Angesicht wie ein Mensch, und das vierte glich 
einem fliegenden Adler.
REV 4:8 Und die vier Tiere haben jedes sechs Flgel, und sind berdeckt 
nach auen und nach innen mit Augen und sprechen ohne Ausruhen Tag und 
Nacht: heilig, heilig, heilig ist der Herr Gott, der Allbeherrscher, der 
da war und der da ist und der da kommt.
REV 4:9 Und wenn die Tiere bringen Preis und Ehre und Dank dem, der da 
sitzt auf dem Throne, der da lebt in alle Ewigkeit,
REV 4:10 so fallen die vierundzwanzig Aeltesten nieder vor dem, der da 
sitzt auf dem Thron, und beugen sich vor dem, der in alle Ewigkeit lebt, 
und legen ihre Krnze nieder vor dem Throne und sprechen:
REV 4:11 Wrdig bist du, Herr, unser Gott, zu nehmen Preis und Ehre und 
Gewalt; denn du hast alle Dinge geschaffen, und durch deinen Willen waren 
sie und wurden geschaffen.
REV 5:1 Und ich sah auf der rechten Hand dessen, der auf dem Throne sa, 
ein Buch, innen und auf der Rckseite beschrieben, mit sieben Siegeln 
versiegelt.
REV 5:2 Und ich sah einen gewaltigen Engel, der verkndete mit lauter 
Stimme: wer ist wrdig zu ffnen das Buch und zu lsen seine Siegel?
REV 5:3 Und niemand vermochte es, weder im Himmel, noch auf der Erde, noch 
unter der Erde, das Buch zu ffnen noch hineinzusehen.
REV 5:4 Und ich weinte sehr, da niemand wrdig befunden ward, das Buch zu 
ffnen noch hineinzusehen.
REV 5:5 Und einer von den Aeltesten sagt zu mir: weine nicht, siehe der 
Lwe aus dem Stamm Juda, die Wurzel David, hat berwunden, um zu ffnen 
das Buch und seine sieben Siegel.
REV 5:6 Und ich sah inmitten des Thrones und der vier Tiere und der 
Aeltesten ein Lamm stehen als wie geschlachtet, mit sieben Hrnern und 
sieben Augen, das sind die sieben Geister Gottes, ausgesandt auf die ganze 
Erde;
REV 5:7 und es trat herzu und empfieng es aus der Rechten dessen, der auf 
dem Throne sa.
REV 5:8 Und wie es das Buch nahm, fielen die vier Tiere und die 
vierundzwanzig Aeltesten nieder vor dem Lamm; jeder hatte eine Cither und 
goldene Schalen voll Weihrauch, das sind die Gebete der Heiligen.
REV 5:9 Und sie singen ein neues Lied, also: Wrdig bist du zu nehmen das 
Buch und zu ffnen seine Siegel; denn du wardst geschlachtet und hast fr 
Gott erkauft durch dein Blut solche von jedem Stamm und Sprache und Volk 
und Nation,
REV 5:10 und hast sie unserem Gott gemacht zu einem Knigtum und zu 
Priestern, und sie werden herrschen auf der Erde.
REV 5:11 Und ich sah und hrte wie eine Stimme von vielen Engeln rings um 
den Thron und von den Tieren und den Aeltesten, und ihre Zahl war 
zehntausendmal Zehntausende und tausendmal Tausende,
REV 5:12 die riefen laut: Wrdig ist das Lamm, das geschlachtet ist, zu 
nehmen Gewalt und Reichtum und Weisheit und Strke und Ehre und Preis und 
Segen.
REV 5:13 Und alle Geschpfe im Himmel und auf der Erde und unter der Erde 
und auf dem Meere, alles was darin ist, hrte ich sagen: Dem, der da sitzt 
auf dem Thron, und dem Lamm Segen und Ehre und Preis und Herrschaft in 
alle Ewigkeit.
REV 5:14 Und die vier Tiere sprachen: Amen. Und die Aeltesten fielen 
nieder und beteten an.
REV 6:1 Und ich sah, da das Lamm das erste von den sieben Siegeln ffnete, 
und hrte eines von den vier Tieren sprechen wie mit Donnerstimme: komm.
REV 6:2 Und ich sah: siehe da ein weies Pferd; und der darauf sa, hatte 
einen Bogen, und es ward ihm ein Kranz gegeben, und siegreich zog er hin 
um zu siegen.
REV 6:3 Und da es das zweite Siegel ffnete, hrte ich das zweite Tier 
sprechen: komm.
REV 6:4 Und es zog hinaus ein anderes feuerfarbenes Pferd; und dem, der 
darauf sa, ward gegeben den Frieden hinzunehmen von der Erde, und da sie 
einander hinschlachten, und ward ihm gegeben ein groes Schwert.
REV 6:5 Und da es das dritte Siegel ffnete, da hrte ich das dritte Tier 
sagen: komm. Und ich sah: siehe da ein schwarzes Pferd, und der darauf 
sa, hielt eine Wage in seiner Hand.
REV 6:6 Und ich hrte wie eine Stimme mitten aus den vier Tieren heraus: 
ein Tagma Weizen einen Denar, und drei Ma Gerste einen Denar und dem Oel 
und dem Wein thue nichts.
REV 6:7 Und da es das vierte Siegel ffnete, hrte ich die Stimme des 
vierten Tieres sagen: komm.
REV 6:8 Und ich sah: siehe da ein gelbes Pferd; und der darauf sa, der 
heit Tod, und der Hllengott folgte ihm, und es ward ihnen gegeben Macht 
ber das Viertel der Erde, zu tten mit dem Schwert und mit dem Hunger und 
Sterben und durch die wilden Tiere der Erde.
REV 6:9 Und da es das fnfte Siegel ffnete, da sah ich unter dem Altar 
die Seelen derer, die da hingeschlachtet sind wegen des Wortes Gottes und 
des Zeugnisses, das sie hatten.
REV 6:10 Und sie riefen mit lauter Stimme: Bis wie lange, heiliger und 
wahrhaftiger Gebieter, willst du nicht richten und rchen unser Blut an 
den Bewohnern der Erde?
REV 6:11 Und es ward ihnen gegeben, jedem ein weies Gewand, und ihnen 
gesagt, da sie noch eine kleine Zeit ausharren sollen, bis vollendet 
haben auch ihre Mitknechte und ihre Brder, die da sollen gettet werden, 
ebenso wie sie.
REV 6:12 Und ich sah, da es das sechste Siegel ffnete, da geschah ein 
groes Erdbeben, und die Sonne ward schwarz wie ein hrener Trauersack, 
und der ganze Mond ward wie Blut,
REV 6:13 und die Sterne des Himmels fielen auf die Erde, wie ein 
Feigenbaum unreife Frchte fallen lt, wenn ihn ein starker Wind 
schttelt.
REV 6:14 Und der Himmel verschwand wie ein Buch das aufgerollt wird, und 
alle Berge und Inseln wurden von ihrer Stelle gerckt.
REV 6:15 Und die Knige der Erde, und die Gewaltigen und die Obersten und 
die Reichen und die Starken und alle Knechte und Freie verbargen sich in 
die Hhlen und in die Felsen der Berge,
REV 6:16 und sprechen zu den Bergen und zu den Felsen: fallet ber uns, 
und decket uns vor dem Angesichte dessen, der da sitzt auf dem Thron, und 
vor dem Zorn des Lammes;
REV 6:17 denn es ist gekommen der groe Tag ihres Zorngerichts, und wer 
vermag zu bestehen?
REV 7:1 Und nach diesem sah ich vier Engel stehen an den vier Ecken der 
Erde und die vier Winde der Erde halten, da kein Wind wehe ber die Erde 
und ber das Meer und ber alle Bume.
REV 7:2 Und ich sah einen anderen Engel aufsteigen von Sonnenaufgang, mit 
einem Siegel des lebendigen Gottes, der rief mit lauter Stimme den vier 
Engeln, denen gegeben war zu schdigen die Erde und das Meer
REV 7:3 und sprach: schdiget die Erde nicht, noch das Meer, noch die 
Bume, bis wir die Knechte unseres Gottes versiegelt haben auf der Stirne.
REV 7:4 Und ich hrte die Zahl der Versiegelten, nmlich hundert vier und 
vierzig Tausend Versiegelte aus allen Stmmen der Shne Israel:
REV 7:5 aus dem Stamm Juda zwlftausend versiegelt, aus dem Stamm Ruben 
zwlftausend, aus dem Stamm Gad zwlftausend,
REV 7:6 aus dem Stamm Aser zwlftausend, aus dem Stamm Nephthalim 
zwlftausend, aus dem Stamm Manasse zwlftausend,
REV 7:7 aus dem Stamm Simeon zwlftausend, aus dem Stamm Levi 
zwlftausend, aus dem Stamm Issachar zwlftausend,
REV 7:8 aus dem Stamm Zabulon zwlftausend, aus dem Stamm Joseph 
zwlftausend, aus dem Stamm Benjamin zwlftausend versiegelt.
REV 7:9 Nach diesem sah ich: siehe da eine groe Menge, die niemand zhlen 
konnte, aus allen Nationen, Stmmen, Vlkern und Sprachen, stehend vor dem 
Throne und vor dem Lamm, angethan mit weien Gewndern, und Palmen in 
ihren Hnden,
REV 7:10 und sie riefen mit lauter Stimme: Heil unserem Gott, der da sitzt 
auf dem Throne, und dem Lamm.
REV 7:11 Und alle Engel standen rings um den Thron, und die Aeltesten und 
die vier Tiere, und fielen vor dem Thron auf ihr Angesicht und beteten 
Gott an
REV 7:12 und sprachen: Amen, Lob und Preis und Weisheit und Dank und Ehre 
und Kraft und Strke unserem Gott in alle Ewigkeit, Amen.
REV 7:13 Und einer von den Aeltesten nahm das Wort und sprach zu mir: 
diese in den weien Gewndern, wer sind sie und woher kamen sie?
REV 7:14 Und ich sprach zu ihm: mein Herr, du weit es. Und er sprach zu 
mir: diese sind es, die da kommen aus der groen Trbsal und die ihre 
Kleider gewaschen und gebleicht haben im Blute des Lammes;
REV 7:15 darum sind sie vor dem Throne Gottes, und dienen ihm Tag und 
Nacht in seinem Tempel, und der das sitzt auf dem Thron, wird ber ihnen 
sein Zelt errichten.
REV 7:16 Sie werden nicht mehr hungern noch drsten, noch wird die Sonne 
auf sie fallen, noch irgend Hitze,
REV 7:17 denn das Lamm, das inmitten des Thrones ist, wird sie weiden und 
sie leiten zu Wasserquellen des Lebens, und Gott wird abwischen alle 
Thrnen von ihren Augen.
REV 8:1 Und da es das siebente Siegel ffnete, ward ein Schweigen im 
Himmel von einer halben Stunde.
REV 8:2 Und ich sah die sieben Engel, die vor Gott standen, und es wurden 
ihnen sieben Trompeten gegeben.
REV 8:3 Und ein anderer Engel kam, und stellte sich zum Altar mit einem 
goldenen Weihrauchfa; und es wurde ihm eine Menge Weihrauch gegeben, da 
er es gebe zu den Gebeten aller Heiligen auf dem goldenen Altar vor dem 
Throne.
REV 8:4 Und der Rauch von dem Weihrauch stieg auf zu den Gebeten der 
Heiligen aus der Hand des Engels vor Gott.
REV 8:5 Und der Engel nahm das Weihrauchfa und fllte es mit Feuer vom 
Altar und warf es auf die Erde, und es geschahen Donner und Rufe und 
Blitze und Erdbeben.
REV 8:6 Und die sieben Engel, die die sieben Trompeten hatten, rsteten 
sich zu blasen.
REV 8:7 Und der erste blies: und es kam Hagel und Feuer mit Blut vermischt 
und ward auf die Erde geworfen. Und das Drittel der Erde verbrannte und 
das Drittel der Bume verbrannte und alles Grne verbrannte.
REV 8:8 Und der zweite Engel blies die Trompete: und es ward wie ein 
groer im Feuer brennender Berg ins Meer geworfen, und das Drittel des 
Meeres ward Blut,
REV 8:9 und es starb das Drittel der Geschpfe im Meere, die da Seelen 
haben, und das Drittel der Schiffe ward zerstrt.
REV 8:10 Und der dritte Engel blies die Trompete: und es fiel vom Himmel 
ein groer Stern brennend wie eine Fackel, und fiel auf das Drittel der 
Flsse und auf die Quellen der Wasser.
REV 8:11 Und der Name des Sternes heit Wermut. Und das Drittel der Wasser 
ward zu Wermut, und viele Menschen starben an den Wassern, weil sie bitter 
geworden.
REV 8:12 Und der vierte Engel blies die Trompete: und es wurde geschlagen 
das Drittel der Sonne, das Drittel des Mondes und das Drittel der Sterne, 
auf da das Drittel von ihnen verfinstert werde, und der Tag nicht scheine 
zu Drittel, und ebenso die Nacht.
REV 8:13 Und ich sah und hrte einen Adler fliegen im Mittelhimmel und 
rufen mit lauter Stimme: wehe, wehe, wehe ber die Bewohner der Erde von 
dem Schall der Trompeten der drei Engel, die noch blasen werden.
REV 9:1 Und der fnfte Engel blies die Trompete: und ich sah einen Stern 
vom Himmel gefallen auf die Erde, und es ward ihm gegeben der Schlssel 
zum Brunnen des Abgrundes.
REV 9:2 Und er ffnete den Brunnen des Abgrunds; und es stieg Rauch aus 
dem Brunnen auf wie der Rauch eines groen Ofens; und es ward die Sonne 
verfinstert und die Luft vor dem Rauch des Brunnens.
REV 9:3 Und von dem Rauche giengen aus Heuschrecken ber die Erde, und es 
wurde ihnen eine Macht gegeben wie sie die Skorpionen des Landes haben.
REV 9:4 Und wurde ihnen gesagt: sie sollten nicht schdigen das Gras der 
Erde noch alles Grn noch alle Bume: nur allein die Menschen, die nicht 
haben das Siegel Gottes auf der Stirne.
REV 9:5 Und ward ihnen gegeben, nicht sie zu tten, sondern sie zu qulen 
fnf Monate lang, und ihr Qulen war wie das vom Skorpion, wenn er einen 
Menschen sticht.
REV 9:6 Und in jenen Tagen werden die Menschen den Tod begehren und nicht 
finden, und zu sterben verlangen und der Tod wird vor ihnen fliehen.
REV 9:7 Und die Figur der Heuschrecken gleicht Rossen in Kriegsrstung, 
und sie tragen auf dem Kopfe Krnze wie Gold, und ihr Angesicht ist wie 
Menschenangesicht,
REV 9:8 und sie hatten Haare wie Weiberhaare, und ihre Zhne waren wie 
Lwenzhne,
REV 9:9 und sie hatten Panzer wie Eisenpanzer, und der Schall ihrer Flgel 
ist wie das Gerassel vieler Pferdewagen, die zum Krieg ziehen.
REV 9:10 Und sie haben Schwnze wie die Skorpionen und Stacheln; und in 
ihren Schwnzen liegt ihre Macht, die Menschen fnf Monate lang zu 
schdigen.
REV 9:11 Sie haben ber sich als Knig den Engel des Abgrundes, der auf 
hebrisch heit Abaddon, auf griechisch Apollyon.
REV 9:12 Das erste Wehe ist vorbei, siehe es kommen noch zwei Wehe nach 
diesem.
REV 9:13 Und der sechste Engel blies die Trompete, und ich hrte eine 
Stimme aus den vier Ecken des goldenen Altars vor Gott,
REV 9:14 die zum sechsten Engel sprach, der die Trompete hatte: lse die 
vier Engel, die gebunden sind am groen Flusse Euphrat.
REV 9:15 Und es wurden die vier Engel gelst, als die da bereit standen 
auf Stunde, Tag, Monat und Jahr, zu tten das Drittel der Menschen.
REV 9:16 Und die Zahl der Reiterschaaren war zwanzigtausendmal 
zehntausend; ich hrte ihre Zahl.
REV 9:17 Und so sah ich die Rosse und die Reiter auf ihnen im Gesicht: sie 
hatten feuerfarbige Panzer und hyazinthfarbige und schwefelgelbe; die 
Kpfe der Pferde waren wie Lwenkpfe, und aus ihrem Rachen geht Feuer und 
Rauch und Schwefel.
REV 9:18 Von diesen drei Plagen wurde das Drittel der Menschen gettet, 
vom Feuer, Rauch und Schwefel, der aus ihrem Munde gieng.
REV 9:19 Denn die Gewalt der Pferde ist in ihrem Munde und in ihren 
Schweifen; denn ihre Schweife gleichen Schlangen, sie haben Kpfe und 
damit schdigen sie.
REV 9:20 Und der Rest der Menschen, die nicht gettet wurden durch diese 
Plagen, sie thaten nicht Bue von den Werken ihrer Hnde, nicht anzubeten 
die Dmonen und die goldenen, silbernen, ehernen, steinernen und hlzernen 
Gtzenbilder, die nicht sehen knnen, noch hren noch wandeln,
REV 9:21 und thaten nicht Bue von ihrem Morden noch von ihrem 
Giftmischen, noch von ihrer Unzucht, noch von ihrer Dieberei.
REV 10:1 Und ich sah einen anderen gewaltigen Engel vom Himmel 
herabkommen, angethan mit einer Wolke, und dem Regenbogen auf seinem 
Haupte, und sein Angesicht wie die Sonne, und seine Fe wie Feuersulen,
REV 10:2 und in seiner Hand hatte er ein kleines aufgeschlagenes Buch, und 
er setzte seinen rechten Fu auf das Meer und den linken auf das Land,
REV 10:3 und rief mit lauter Stimme, wie ein Lwe brllt; und als er rief, 
da gaben die sieben Donner ihren Ruf.
REV 10:4 Und als die sieben Donner geredet, wollte ich schreiben, und ich 
hrte eine Stimme vom Himmel sagen: versiegle, was die sieben Donner 
geredet, und schreibe es nicht.
REV 10:5 Und der Engel, den ich stehen sah auf dem Meer und auf dem Land, 
erhob seine rechte Hand zum Himmel,
REV 10:6 und schwur bei dem, der da lebet in alle Ewigkeit, der den Himmel 
geschaffen hat und was darin ist, und die Erde und was darin ist, und das 
Meer und was darin ist: es wird keine Zeit mehr sein,
REV 10:7 sondern in den Tagen des Rufes des siebenten Engels, wenn er sich 
anschickt die Trompete zu blasen, ist das Geheimnis Gottes vollendet, wie 
er es seinen Knechten, den Propheten,
REV 10:8 als frohe Botschaft mitgeteilt hat. Und die Stimme, welche ich 
vom Himmel gehrt hatte, sprach abermals zu mir also: gehe hin, nimm das 
offene Buch in der Hand des Engels, der auf dem Meer und dem Land steht.
REV 10:9 Und ich gieng zu dem Engel, und verlangte von ihm das Buch, und 
er sagte zu mir: nimm es und i es, und es wird dir den Magen verbittern, 
aber in deinem Munde wird es s sein wie Honig.
REV 10:10 Und ich nahm das Buch aus der Hand des Engels und a es, und es 
war in meinem Munde wie ser Honig, und als ich es gegessen hatte, ward 
es mir bitter im Magen.
REV 10:11 Und sie sagten mir: du mut wiederum weissagen ber Vlker und 
Nationen und Sprachen und viele Knige.
REV 11:1 Und es ward mir ein Rohr gegeben wie ein Stab mit den Worten: 
steh auf und mi den Tempel Gottes und den Altar und die Beter darin;
REV 11:2 und den ueren Tempelhof la aus und mi ihn nicht; denn er ward 
den Heiden gegeben, und sie werden die heilige Stadt zertreten 
zweiundvierzig Monate lang.
REV 11:3 Und ich werde meinen zwei Zeugen verleihen, da sie 
eintausendzweihundertsechzig Tage lang weissagen im Sacke.
REV 11:4 Das sind die zwei Oelbume und die zwei Leuchter, die vor dem 
Herrn der Erde stehen.
REV 11:5 Und wenn sie einer schdigen will, so geht Feuer aus ihrem Munde 
und verzehret ihre Feinde; ja wenn einer sie schdigen wollte, soll er so 
gettet werden.
REV 11:6 Diese haben die Macht den Himmel zu schlieen, damit kein Regen 
netzt die Tage ihrer Weissagung, und sie haben die Macht ber die Wasser, 
sie zu wandeln in Blut, und zu schlagen das Land mit jeder Plage, so oft 
sie wollen.
REV 11:7 Und wenn sie ihr Zeugnis vollendet haben, so wird das Tier, das 
aus dem Abgrund aufsteigt, mit ihnen Krieg fhren, und wird sie berwinden 
und wird sie tten.
REV 11:8 Und ihre Leichname werden auf der Gasse der groen Stadt 
herumliegen, welche geistlich genannt wird Sodom und Aegypten, wo auch ihr 
Herr gekreuzigt ward.
REV 11:9 Und Leute von den Vlkern und Stmmen und Sprachen und Nationen 
werden ihre Leiche sehen drei und einen halben Tag; und sie lassen ihre 
Leichen nicht ins Grab legen.
REV 11:10 Und die Bewohner der Erde freuen sich ber sie und sind 
frhlich, und schicken einander Geschenke, weil diese zwei Propheten den 
Bewohnern der Erde Qualen bereitet haben.
REV 11:11 Und nach drei und einem halben Tag kam der Geist des Lebens von 
Gott in sie, und sie standen auf ihre Fe, und groe Furcht befiel, die 
ihnen zuschauten.
REV 11:12 Und sie hrten eine starke Stimme vom Himmel, die zu ihnen 
sprach: kommt hier herauf; und sie stiegen auf zum Himmel in der Wolke, 
und ihre Feinde schauten ihnen zu.
REV 11:13 Und in derselbigen Stunde kam ein groes Erdbeben, und ein 
Zehntel der Stadt fiel, und es wurden in dem Erdbeben gettet von Menschen 
siebentausend Personen, und die brigen wurden erschrocken und brachten 
dem Gott des Himmels Preis.
REV 11:14 Das zweite Wehe ist vorber, siehe das dritte Wehe kommt bald.
REV 11:15 Und der siebente Engel blies die Trompete, und es erhob sich ein 
lautes Rufen im Himmel: das Reich der Welt ist unserem Herrn geworden und 
seinem Christus, und er wird herrschen in alle Ewigkeiten.
REV 11:16 Und die vierundzwanzig Aeltesten, die da sitzen vor Gott auf 
ihren Thronen, fielen auf ihr Angesicht und beteten Gott an
REV 11:17 und sprachen: Wir danken dir, Herr, Gott, Allbeherrscher, der da 
ist und der da war, da du die groe Gewalt ergriffen und die Herrschaft 
genommen hast.
REV 11:18 Und die Vlker zrnten; da kam dein Zorn und die Zeit der Toten, 
Gericht zu empfangen, und zu verleihen den Lohn deinen Knechten den 
Propheten und den Heiligen und denen die deinen Namen frchten, den 
kleinen und den groen, und zu verderben die da verderben die Erde.
REV 11:19 Und es that sich der Tempel Gottes auf im Himmel, und erschien 
die Lade seines Bundes in seinem Tempel, und geschahen Blitze und Rufe und 
Donner und Erdbeben und groer Hagel.
REV 12:1 Und es erschien ein groes Zeichen am Himmel, ein Weib, gekleidet 
in die Sonne, der Mond unter ihren Fen, und auf ihrem Kopf ein Kranz von 
zwlf Sternen,
REV 12:2 und sie war schwanger und schrie in Wehen und Qualen der Geburt. 
Und es erschien ein anderes Zeichen am Himmel:
REV 12:3 siehe, ein groer feuriger Drache mit sieben Kpfen und zehn 
Hrnern, und auf seinen Kpfen sieben Diademe,
REV 12:4 und sein Schweif fegte ein Drittel der Sterne des Himmels weg und 
warf sie auf die Erde. Und der Drache stand vor dem Weibe, die im Begriff 
war zu gebren, um ihr Kind, wenn sie geboren, zu verschlingen.
REV 12:5 Und sie gebar einen Knaben, der soll weiden alle Nationen mit 
eisernem Stab. Und ihr Kind ward weggenommen zu Gott und zu seinem Thron;
REV 12:6 und das Weib floh in die Wste, wo sie eine Sttte hat von Gott 
bereitet, sich dort pflegen zu lassen eintausendzweihundertsechzig Tage.
REV 12:7 Und es ward Krieg im Himmel von Michael und seinen Engeln gegen 
den Drachen.
REV 12:8 Und der Drache und seine Engel stritten, und sie vermochten es 
nicht, und es gab keinen Platz mehr fr sie im Himmel.
REV 12:9 Und der groe Drache wurde geworfen, die alte Schlange, die da 
heit Teufel und Satan, die den Erdkreis verfhrt; er ward auf die Erde 
geworfen, und seine Engel wurden mit ihm geworfen;
REV 12:10 und ich hrte eine laute Stimme im Himmel rufen: Nun ist 
gekommen das Heil und die Macht und das Reich unseres Gottes und die 
Vollmacht seines Christus; denn es ward der Verklger unserer Brder 
geworfen, der sie verklagte vor unserem Gott Tag und Nacht.
REV 12:11 Und sie haben ihn besiegt um des Blutes willen des Lammes und um 
des Wortes ihres Zeugnisses willen, und haben ihr Leben nicht lieb gehabt 
bis zum Tode.
REV 12:12 Darum seid frhlich, ihr Himmel, und die in denselben ihre Htte 
haben; wehe der Erde und dem Meere, denn der Teufel ist herabgekommen zu 
euch in groem Zorn, und wei, da er nur noch wenig Zeit hat.
REV 12:13 Und wie der Drache sah, da er auf die Erde geworfen ward, 
verfolgte er das Weib, das den Knaben geboren hatte.
REV 12:14 Und es wurden dem Weibe gegeben die zwei Flgel des groen 
Adlers, da sie fliege in die Wste an ihren Ort, woselbst sie gepflegt 
wird eine Zeit und Zeiten und eine halbe Zeit, weg vom Angesicht der 
Schlange.
REV 12:15 Und die Schlange spie aus ihrem Rachen dem Weibe Wasser nach wie 
einen Strom, da sie vom Strome fortgerissen werde;
REV 12:16 und die Erde half dem Weibe, und die Erde that sich auf und 
verschlang den Strom, den der Drache aus seinem Rachen geworfen hatte.
REV 12:17 Und der Drache zrnte ber dem Weibe, und gieng hin Krieg zu 
fhren mit den brigen von ihrem Samen, welche die Gebote Gottes halten 
und das Zeugnis Jesus' haben.
REV 13:1 Und ich stand auf dem Sande des Meeres, und ich sah aus dem Meer 
aufsteigen ein Tier, das hatte zehn Hrner und sieben Kpfe, und auf 
seinen Hrnern zehn Diademe, und auf seinen Kpfen Namen der Lsterung.
REV 13:2 Und das Tier, welches ich sah, glich einem Parder, und seine Fe 
waren wie die eines Bren, und sein Rachen wie ein Lwenrachen, und der 
Drache gab ihm seine Kraft, seinen Thron und groe Gewalt.
REV 13:3 Und einer von seinen Kpfen war wie abgeschlagen zum Tode, und 
seine Todeswunde wurde geheilt. Und die ganze Erde sah dem Tier staunend 
nach.
REV 13:4 Und sie beteten den Drachen an, weil er dem Tiere seine Gewalt 
gegeben, und huldigten dem Tiere, indem sie sagten: wer gleicht dem Tier 
und wer kann mit ihm kmpfen?
REV 13:5 Und es ward ihm ein Maul gegeben zum Grosprechen und zur 
Lsterung, und ward ihm Vollmacht gegeben es zu treiben zweiundvierzig 
Monate.
REV 13:6 Und es ffnete sein Maul zu Lsterungen gegen Gott, zu lstern 
seinen Namen und sein Zelt, die da im Himmel zelten. Und ward ihm gegeben 
Krieg zu fhren mit den Heiligen und sie zu besiegen,
REV 13:7 und ward ihm Gewalt gegeben ber alle Stmme, Vlker, Sprachen 
und Nationen.
REV 13:8 Und es werden ihn anbeten alle Bewohner der Erde, deren Namen 
nicht geschrieben sind im Lebensbuche des geschlachteten Lammes von 
Grundlegung der Welt her.
REV 13:9 Wer ein Ohr hat, der hre.
REV 13:10 Wer Gefangene macht, soll in Gefangenschaft wandern; wer mit dem 
Schwerte ttet, soll mit dem Schwert gettet werden. Hier gilt es Geduld 
und Glauben der Heiligen.
REV 13:11 Und ich sah ein anderes Tier aufsteigen vom Lande, das hatte 
zwei Hrner hnlich wie ein Lamm und sprach wie ein Drache.
REV 13:12 Und es vollzieht alle Befehle des ersten Tieres vor ihm, und 
bringt die Erde und ihre Bewohner dazu, das erste Tier, dessen Todeswunde 
geheilt ward, anzubeten.
REV 13:13 Und es thut groe Zeichen, selbst Feuer macht es vom Himmel auf 
die Erde herabkommen vor den Menschen.
REV 13:14 Und es verfhrt die Bewohner der Erde, wegen der Zeichen die ihm 
gegeben ward zu thun vor dem Tiere, indem es die Bewohner der Erde 
beredet, ein Bild zu machen dem Tiere, welches die Wunde des Schwertes hat 
und ward lebendig.
REV 13:15 Und es ward ihm gegeben, dem Bilde des Tieres Odem einzuflen, 
da das Bild des Tieres sogar spreche, und bewirke da, die das Bild des 
Tieres nicht anbeten, gettet werden.
REV 13:16 Und es bringt alle, die Kleinen und die Groen, die Reichen und 
die Armen, die Freien und die Knechte dazu, da sie sich einen Stempel 
machen auf ihrer rechten Hand oder ihrer Stirn,
REV 13:17 damit niemand kaufen oder verkaufen knne, der nicht den Stempel 
habe mit dem Namen des Tieres oder der Zahl seines Namens.
REV 13:18 Hier die Weisheit! wer es versteht, der berechne die Zahl des 
Tieres, denn es ist eines Menschen Zahl. Und seine Zahl ist 666.
REV 14:1 Und ich sah: siehe das Lamm stand auf dem Berge Sion, und mit ihm 
hundert vier und vierzig tausend, die seinen Namen und den Namen seines 
Vaters geschrieben trugen auf ihrer Stirn.
REV 14:2 Und ich hrte eine Stimme vom Himmel wie das Rauschen groer 
Wasser und wie das Tosen starken Donners, und die Stimme die ich hrte, 
war wie Spiel von Citherspielern,
REV 14:3 und sie sangen wie ein neues Lied vor dem Throne und vor den vier 
Tieren und den Aeltesten; und niemand konnte das Lied lernen auer den 
hundert vier und vierzig tausend die erkauft sind von der Erde.
REV 14:4 Sie sinds die sich nicht befleckt haben mit Weibern; sie sind 
jungfrulich geblieben. Sie sinds die dem Lamme folgen, wohin es gehen 
mag. Sie wurden erkauft aus den Menschen als Erstlinge fr Gott und das 
Lamm.
REV 14:5 Und in ihrem Munde ward keine Lge gefunden. Sie sind ohne Fehl.
REV 14:6 Und ich sah einen anderen Engel fliegen im Mittelhimmel, der ein 
ewiges Evangelium hatte zu verknden bei denen die auf der Erde wohnen, 
bei allen Nationen, Stmmen, Sprachen und Vlkern,
REV 14:7 und mit lauter Stimme rief: frchtet Gott und bringt ihm Preis; 
denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen; so betet an den Schpfer des 
Himmels und der Erde, des Meeres und der Wasserquellen.
REV 14:8 Und ein weiterer zweiter Engel folgte nach und rief: gefallen, 
gefallen ist die groe Babylon, welche mit dem Zornwein ihrer Unzucht die 
Nationen getrnkt hat. Und ein weiterer dritter Engel folgte ihnen und 
rief laut: wer das Tier anbetet und sein Bild, und den Stempel empfngt 
auf seiner Stirn oder seiner Hand,
REV 14:9 der soll auch trinken von dem Zornwein Gottes, dem lauter 
gemischten im Becher seines Gerichts, und soll gefoltert werden mit Feuer 
und Schwefel vor heiligen Engeln und vor dem Lamm.
REV 14:10 Und der Rauch ihrer Folter steigt auf in alle Ewigkeit;
REV 14:11 und sie haben nicht Ruhe Tag und Nacht, die da anbeteten das 
Tier und sein Bild, und wer den Stempel seines Namens empfngt.
REV 14:12 Hier gilt die Geduld der Heiligen, sie halten die Gebote Gottes 
und den Glauben an Jesus.
REV 14:13 Und ich hrte eine Stimme vom Himmel rufen: schreibe: selig sind 
die Toten, die im Herrn sterben von nun an. Frwahr, sagt der Geist, sie 
sollen ruhen von ihren Mhen; denn ihre Werke folgen ihnen nach.
REV 14:14 Und ich sah: siehe, eine weie Wolke, und auf der Wolke sa 
einer gleich wie ein Menschensohn, der hatte auf seinem Haupte einen 
goldenen Kranz und in seiner Hand eine scharfe Sichel.
REV 14:15 Und ein anderer Engel gieng hervor aus dem Tempel und rief mit 
lauter Stimme dem zu, der auf der Wolke sa: la die Sichel ausgehen und 
ernte; denn die Stunde ist gekommen zu ernten, denn die Ernte der Erde ist 
drr geworden.
REV 14:16 Und der auf der Wolke sa, warf die Sichel ber die Erde, und 
die Ernte gieng ber die Erde.
REV 14:17 Und ein anderer Engel gieng hervor aus dem Tempel im Himmel, der 
hatte ebenfalls eine scharfe Sichel;
REV 14:18 und ein anderer Engel gieng aus vom Altar, der hatte Gewalt ber 
das Feuer, und rief mit lauter Stimme dem zu, der die scharfe Sichel 
hatte: la deine scharfe Sichel ausgehen und schneide die Trauben vom 
Weinstock der Erde, denn ihre Beeren sind reif geworden.
REV 14:19 Und der Engel warf seine Sichel ber die Erde und schnitt den 
Weinstock der Erde, und warf es in die groe Zorneskelter Gottes.
REV 14:20 Und die Kelter ward getreten auerhalb der Stadt, und es gieng 
Blut aus von der Kelter bis herauf an die Zgel der Pferde, 
eintausendsechshundert Stadien weit.
REV 15:1 Und ich sah ein anderes groes und wunderbares Zeichen im Himmel: 
sieben Engel, welche die sieben letzten Plagen hatten; denn darin 
vollendete sich der Zorn Gottes.
REV 15:2 Und ich sah wie ein glsernes Meer mit Feuer gemischt; und, die 
da siegten an dem Tier und seinem Bild und an der Zahl seines Namens, 
stehen auf dem glsernen Meer, mit Cithern Gottes.
REV 15:3 Und sie sangen das Lied Moses des Knechtes Gottes und das Lied 
des Lammes und sprachen: Gro und wunderbar sind deine Werke, Herr, Gott, 
Allbeherrscher, gerecht und wahrhaft deine Wege, Knig der Vlker.
REV 15:4 Wer frchtet sich nicht, Herr, und preist nicht deinen Namen? 
Denn du allein bist heilig; denn alle Vlker werden kommen und anbeten vor 
dir, denn deine Rechtthaten sind geoffenbart worden.
REV 15:5 Und nach diesem sah ich, und der Tempel des Zeltes des Zeugnisses 
im Himmel that sich auf,
REV 15:6 und es giengen heraus die sieben Engel mit den sieben Plagen aus 
dem Tempel, angethan mit reiner glnzender Leinwand und gegrtet um die 
Brust mit goldenen Grteln.
REV 15:7 Und eines von den vier Tieren gab den sieben Engeln sieben 
goldene Schalen gefllt mit dem Zorn des Gottes der da lebt in alle 
Ewigkeit.
REV 15:8 Und der Tempel ward gefllt mit Rauch von der Herrlichkeit Gottes 
und von seiner Macht, und niemand konnte in den Tempel eintreten, bis zur 
Vollendung der sieben Plagen der sieben Engel.
REV 16:1 Und ich hrte eine laute Stimme aus dem Tempel zu den sieben 
Engeln sagen: gehet hin und gieet die sieben Schalen des Zornes Gottes 
aus auf die Erde.
REV 16:2 Und der erste gieng hin und go seine Schale aus auf die Erde; 
und es kamen bse und faule Geschwre auf die Menschen, die den Stempel 
des Tiers hatten und die vor seinem Bilde anbeteten.
REV 16:3 Und der zweite go seine Schale aus auf das Meer; und es ward zu 
Blut wie von einem Toten, und alles lebendige Wesen starb, was im Meer war.
REV 16:4 Und der dritte go seine Schale aus auf die Flsse und die 
Wasserquellen; und sie wurden zu Blut.
REV 16:5 Und ich hrte den Engel der Wasser sagen: gerecht bist du, der da 
ist und der da war, der Heilige, da du so gerichtet;
REV 16:6 denn sie haben der Heiligen und Propheten Blut vergossen; und 
Blut gabst du ihnen zu trinken, sie haben es verdient.
REV 16:7 Und ich hrte den Altar sprechen: wahrlich, Herr Gott 
Allbeherrscher, wahrhaftig und gerecht sind deine Gerichte.
REV 16:8 Und der vierte go seine Schale aus auf die Sonne; und es ward 
ihr gegeben, die Menschen zu versengen mit Feuer.
REV 16:9 Und die Menschen wurden versengt von groer Glut, und lsterten 
den Namen Gottes, der die Macht hat ber diese Plagen, und thaten nicht 
Bue, ihm Preis zu bringen.
REV 16:10 Und der fnfte Engel go seine Schale aus auf den Thron des 
Tieres; und sein Reich ward verfinstert, und sie zerbissen sich die Zungen 
vor Pein
REV 16:11 und lsterten den Gott des Himmels ber ihre Pein und ihre 
Geschwre, und thaten nicht Bue von ihren Werken.
REV 16:12 Und der sechste go seine Schale aus auf den groen Flu 
Euphrat; und sein Wasser trocknete aus, damit der Weg bereitet werde den 
Knigen von Sonnenaufgang.
REV 16:13 Und ich sah aus dem Mund des Drachen und aus dem Mund des Tiers 
und aus dem Mund des Lgenpropheten drei unreine Geister hervorgehen wie 
Frsche;
REV 16:14 es sind nmlich Geister von Dmonen, die Zeichen thun, die da 
ausgehen zu den Knigen des ganzen Erdreiches, sie zu sammeln zum Kriege 
des groen Tags des allherrschenden Gottes.
REV 16:15 Siehe, ich komme wie ein Dieb; selig ist der wacht und seine 
Gewnder bereit hlt, damit er nicht blo wandle und man sehe seine 
Schande.
REV 16:16 Und er brachte sie zusammen an den Ort, der Hebrisch heit 
Harmagedon.
REV 16:17 Und der siebente go seine Schale aus auf die Luft; und es gieng 
aus ein lauter Ruf aus dem Tempel vom Throne her: es ist geschehen.
REV 16:18 Und es geschahen Blitze, und Rufe und Donner; und ward ein 
groes Erdbeben, so gewaltig gro wie keines war, seit ein Mensch auf der 
Erde ist.
REV 16:19 Und die groe Stadt zerri in drei Teile, und die Stdte der 
Nationen fielen. Und der groen Babel ward vor Gott gedacht, ihr den 
Becher des Glutweins des Zorns zu geben.
REV 16:20 Und alle Inseln verschwanden, und Berge wurde nicht mehr gesehen.
REV 16:21 Und groer Hagel wie Pfundstcke fiel herab vom Himmel auf die 
Menschen; und die Menschen lsterten Gott ber die Plage des Hagels, denn 
gar gro ist die Plage desselben.
REV 17:1 Und es kam einer von den sieben Engeln mit den sieben Schalen zu 
mir und redete mit mir also: komm, ich zeige dir das Gericht ber die 
groe Buhlerin, die an den groen Wassern sa,
REV 17:2 mit der die Knige der Erde Unzucht getrieben, und wurden trunken 
die Bewohner der Erde vom Wein ihrer Unzucht,
REV 17:3 und er trug mich in eine Wste im Geiste. Und ich sah ein Weib 
sitzen auf einem scharlachenen Tiere, voll Namen der Lsterung, mit sieben 
Kpfen und zehn Hrnern.
REV 17:4 Und das Weib war in Purpur und Scharlach gekleidet, und vergoldet 
mit Gold und Edelstein und Perlen, und hatte einen goldenen Becher in der 
Hand voll Greuel und Unsauberkeit ihrer Unzucht;
REV 17:5 und auf ihrer Stirne war ein Name geschrieben, im Geheimnis: 
Babylon die groe, die Mutter der Buhler und der Greuel der Erde.
REV 17:6 Und ich sah das Weib trunken vom Blut der Heiligen und vom Blut 
der Zeugen Jesus', und sah hin und wunderte mich gro da ich sie sah.
REV 17:7 Und der Engel sprach zu mir: warum wunderst du dich? ich will dir 
sagen das Geheimnis des Weibes und des Tieres das sie trgt, mit den 
sieben Kpfen und den zehn Hrnern.
REV 17:8 Das Tier, das du sahst, war und ist nicht, und soll heraufsteigen 
aus dem Abgrund und hingehen zum Verderben; und es werden sich wundern die 
Bewohner der Erde, deren Name nicht eingeschrieben ist in das Buch des 
Lebens von Grundlegung der Welt her, wenn sie sehen das Tier, da es war 
und nicht ist, und wiederkommen wird.
REV 17:9 Hier der Sinn nach der Weisheit: die sieben Kpfe sind sieben 
Berge, worauf das Weib sitzt. Zugleich sind es sieben Knige.
REV 17:10 Die fnf sind gefallen, der eine ist, der andere ist noch nicht 
gekommen, und wenn er kommt, darf er nur kurz verweilen.
REV 17:11 Und das Tier, das war und nicht ist, ist selbst der achte, und 
doch einer von den sieben, und geht dahin ins Verderben.
REV 17:12 Und die zehn Hrner die du sahst, sind zehn Knige, welche die 
Herrschaft noch nicht empfangen haben, aber sie bekommen Gewalt als Knige 
auf Eine Stunde mit dem Tier.
REV 17:13 Diese haben einerlei Sinn, und geben ihre Macht und Gewalt dem 
Tiere.
REV 17:14 Sie werden mit dem Lamm streiten, und das Lamm wird sie 
besiegen; denn es ist der Herr der Herrn und Knig der Knige, und seine 
Genossen sind berufene, auserwhlte und getreue.
REV 17:15 Und er sagt zu mir: die Wasser die du sahst, wo die Buhlerin 
sitzt, das sind Vlker und Massen und Nationen und Sprachen.
REV 17:16 Und die zehn Hrner, die du sahst, und das Tier, die werden die 
Buhlerin hassen, und einsam stellen und blo, und werden von ihrem Fleisch 
zehren, und sie mit Feuer verbrennen.
REV 17:17 Denn Gott hat ihnen ins Herz gegeben seinen Sinn zu 
vollstrecken, und in Einem Sinn zu handeln, und ihr Reich dem Tiere zu 
geben, bis die Worte Gottes erfllt sind.
REV 17:18 Und das Weib, das du sahst, ist die groe Stadt, die das 
Knigtum hat ber die Knige der Erde.
REV 18:1 Nach diesem sah ich einen anderen Engel herabkommen vom Himmel 
mit groer Gewalt, und die Erde ward erleuchtet von seiner Herrlichkeit.
REV 18:2 Und er rief mit starker Stimme: gefallen, gefallen ist die groe 
Babylon, und ward eine Behausung fr Dmonen und ein Gefngnis aller 
unreinen Geister und Gefngnis aller unreinen und verhaten Vgel,
REV 18:3 denn aus dem Zornwein ihrer Unzucht haben alle Nationen 
getrunken, und die Knige der Erde haben mit ihr Unzucht getrieben, und 
die Kaufleute der Erde sind von der Gewalt ihrer Ueppigkeit reich geworden.
REV 18:4 Und ich hrte eine andere Stimme vom Himmel: gehet hinaus ihr 
mein Volk von ihr, damit ihr nicht Teil nehmet an ihren Snden, und von 
ihren Plagen, da ihr sie nicht empfanget;
REV 18:5 denn ihre Snden reichten bis zum Himmel, und Gott hat ihrer 
Frevelthaten gedacht.
REV 18:6 Vergeltet ihr wie sie gethan, und verdoppelt es gegen ihre 
Thaten; mit dem Becher, den sie gemischt, mischet ihr zwiefach;
REV 18:7 wie sie sich selbst verherrlicht und Ueppigkeit gepflegt hat, in 
dem Mae gebt ihr Qual und Leid, weil sie in ihrem Herzen spricht: ich 
sitze als Knigin und bin nicht Witwe, und werde nimmermehr Trauer sehen.
REV 18:8 Darum werden ihre Plagen kommen an einem Tage, Tod und Trauer und 
Hunger, und sie soll im Feuer verbrannt werden; denn stark ist der Herr 
Gott, der sie gerichtet.
REV 18:9 Und es werden heulen und wehklagen ber sie die Knige der Erde, 
die mit ihr Unzucht und Ueppigkeit getrieben, wenn sie sehen den Rauch von 
ihrem Brand,
REV 18:10 von ferne stehend aus Furcht vor ihrer Qual, und rufend: wehe, 
wehe, du groe Stadt Babylon, du starke Stadt, da in Einer Stunde dein 
Gericht gekommen ist.
REV 18:11 Und die Kaufleute der Erde heulen und trauern ber sie, weil 
niemand mehr ihre Waare kauft,
REV 18:12 Waaren von Gold, Silber, Edelstein, Perlen, Linnenzeug, Purpur, 
Seide, Scharlachstoff, all das Thujaholz, die Gerte alle von Elfenbein, 
die von kostbaren Hlzern, von Erz, Eisen, Marmor,
REV 18:13 auch Zimmt, Amomsalbe, Rucherwerk, Myrrhe, Weihrauch, Wein, 
Oel, Feinmehl, Weizen, Hornvieh, Schafe, Pferde, Wagen und Knechte, und 
Menschenseelen.
REV 18:14 Und die Sommerfrucht fr deiner Seele Lust ist von dir gewichen, 
und all der Glanz und Flitter ist dir verloren und nicht mehr zu finden.
REV 18:15 Die Hndler dieser Dinge, die an ihr reich geworden, werden von 
ferne stehen aus Furcht vor ihrer Qual, heulend und trauernd
REV 18:16 und rufend: wehe, wehe, du groe Stadt, die du gekleidet warst 
in Leinen und Purpur und Scharlach, und vergoldet mit Gold, Edelsteinen 
und Perlen; denn in Einer Stunde ist all dieser Reichtum verdet.
REV 18:17 Und all die Steuerleute und Kstenfahrer und Schiffsleute und 
was auf dem Meer arbeitet, standen von ferne
REV 18:18 und schrien, da sie den Rauch von ihrem Brande sahen: wo ist 
eine Stadt so gro wie diese?
REV 18:19 Und sie warfen Staub auf ihre Kpfe, und schrien unter Heulen 
und Wehklagen: wehe, wehe, du groe Stadt, in welcher reich geworden sind 
die Besitzer der Schiffe auf der See durch ihren Wohlstand; denn sie ist 
verdet in Einer Stunde.
REV 18:20 Freue dich ber ihr, du Himmel, und ihr Heilige und Apostel und 
Propheten, denn Gott hat fr euch Gericht gehalten an ihr.
REV 18:21 Und ein starker Engel hob einen Stein wie einen groen 
Mhlstein, und warf ihn ins Meer mit den Worten: so wird mit einem Schwung 
Babylon die groe Stadt dahingeworfen und nicht mehr gefunden werden.
REV 18:22 Und kein Ton von Citherspielern, Musikern, Fltisten und 
Trompetern soll mehr in dir vernommen werden, und kein Knstler irgend 
eines Gewerbes soll mehr in dir gefunden, und kein Gerusch des Mhlsteins 
mehr gehrt werden in dir.
REV 18:23 Und kein Leuchter soll mehr in dir scheinen, und kein Jubel von 
Brutigam und Braut mehr in dir vernommen werden, du, deren Kaufleute 
waren die Groen der Erde, weil durch deinen Zauber alle Nationen berckt 
wurden;
REV 18:24 und es ward in ihr gefunden Propheten- und Heiligenblut, Blut 
aller die auf der Erde dahingeschlachtet sind.
REV 19:1 Nach diesem hrte ich wie eine laute Stimme von vielem Volke, die 
im Himmel riefen:
REV 19:2 Alleluja, das Heil und die Herrlichkeit und die Kraft ist unseres 
Gottes. Denn wahrhaftig und gerecht sind seine Gerichte; denn er hat 
gerichtet die groe Buhlerin, dieweil sie die Erde verdorben hatte mit 
ihrer Buhlschaft, und hat gercht das Blut seiner Knechte an ihrer Hand.
REV 19:3 Und zum zweitenmale sprachen sie: Alleluja, der Rauch von ihr 
steigt auf in alle Ewigkeit.
REV 19:4 Und die vierundzwanzig Aeltesten fielen nieder und die vier Tiere 
und beteten Gott an, der auf dem Thron sitzt, und sprachen: Amen, Alleluja.
REV 19:5 Und es gieng eine Stimme aus vom Throne: lobet unseren Gott, alle 
seine Knechte, die ihn frchten, die Kleinen und die Groen.
REV 19:6 Und ich hrte wie eine Stimme von vielem Volk und wie das 
Rauschen groer Wasser, und das Tosen gewaltiger Donner, die lautete:
REV 19:7 Alleluja, denn der Herr unser Gott der Allbeherrscher, ist Knig 
geworden. Freuen wir uns und jauchzen wir und bringen ihm Preis: denn es 
ist gekommen die Hochzeit des Lamms, und seine Frau hat sich bereitet,
REV 19:8 und es ward ihr gegeben, sich anzuthun mit strahlendem reinem 
Linnen; denn das Linnen sind die Rechtthaten der Heiligen.
REV 19:9 Und er spricht zu mir: schreibe: selig sind die berufen sind zum 
Hochzeitmahl des Lamms. Und er spricht zu mir: dieses sind die 
wahrhaftigen Worte Gottes.
REV 19:10 Und ich fiel ihm zu Fen, ihn anzubeten; und er spricht zu mir: 
nicht doch: ich bin dein und deiner Brder, die das Zeugnis Jesus' haben, 
Mitknecht; bete du Gott an. Denn das Zeugnis Jesus' ist der Geist der 
Weissagung.
REV 19:11 Und ich sah den Himmel offen, und siehe: ein weies Pferd, und 
der Reiter darauf heit Treu und Wahrhaftig, und richtet und streitet mit 
Gerechtigkeit.
REV 19:12 Seine Augen sind Feuerflamme, und auf seinem Haupte viele 
Diademe, und ein Name geschrieben, welchen niemand kennt, auer er selbst.
REV 19:13 Und angethan ist er mit einem in Blut getauchten Gewand, und 
sein Name heit: das Wort Gottes.
REV 19:14 Und die Heere im Himmel folgen ihm auf weien Rossen, angethan 
mit weiem reinem Linnen.
REV 19:15 Und aus seinem Mund geht hervor ein scharfes Schwert, auf da er 
damit schlage die Nationen; und er wird sie weiden mit eisernem Stab, und 
er tritt die Kelter des Zornweines des Gerichts Gottes des Allbeherrschers.
REV 19:16 Und auf seinem Gewand und auf seiner Hfte ist ein Name 
geschrieben: Knig der Knige und Herr der Herrn.
REV 19:17 Und ich sah einen Engel stehen in der Sonne, und er rief mit 
lauter Stimme allen Vgeln zu, die im Mittelhimmel fliegen: kommt und 
versammelt euch zu dem groen Mahle Gottes,
REV 19:18 um zu essen Fleisch von Knigen, Fleisch von Obersten, Fleisch 
von Gewaltigen, Fleisch von Rossen und ihren Reitern, Fleisch von allen 
Freien und Knechten, Kleinen und Groen.
REV 19:19 Und ich sah das Tier und die Knige der Erde und ihre Heere 
versammelt, Krieg zu fhren mit dem der auf dem Pferde sa und seinem 
Heere.
REV 19:20 Und das Tier ward bewltigt und mit ihm der Lgenprophet, der 
die Zeichen vor ihm her gethan, mit welchen er verfhrte, die da nahmen 
den Stempel des Tieres und die sein Bild anbeteten; sie wurden beide 
lebendig geworfen in den See des Feuers, das mit Schwefel brennt.
REV 19:21 Und die brigen wurden gettet mit dem Schwerte des Reiters, das 
aus seinem Munde gieng, und alle Vgel wurden gesttigt von ihrem Fleisch.
REV 20:1 Und ich sah einen Engel herabkommen vom Himmel, mit dem Schlssel 
des Abgrunds und einer groen Kette auf seiner Hand.
REV 20:2 Und er griff den Drachen, die alte Schlange, das ist der Teufel 
und Satan, und band ihn auf tausend Jahre,
REV 20:3 und warf ihn in den Abgrund, und schlo zu und legte Siegel 
darauf, da er nicht weiter verfhre die Nationen, bis zum Ende der 
tausend Jahre; nach diesem mu er auf kurze Zeit losgelassen werden.
REV 20:4 Und ich sah Throne, und sie setzten sich darauf, und es wurde 
ihnen bergeben Gericht; und die Seelen derer, die hingerichtet sind wegen 
des Zeugnisses Jesus' und wegen des Wortes Gottes, und die da nicht 
angebetet hatten das Tier noch sein Bild und nicht genommen hatten den 
Stempel auf ihre Stirn und Hand; und sie wurden lebendig und herrschten 
mit dem Christus tausend Jahre.
REV 20:5 Die brigen Toten kamen nicht zum Leben bis zum Ende der tausend 
Jahre. Das ist die erste Auferstehung.
REV 20:6 Selig und heilig, der da Teil hat an der ersten Auferstehung. 
Ueber diese hat der zweite Tod keine Gewalt; sondern sie werden sein 
Priester Gottes und des Christus und mit ihm herrschen die tausend Jahre.
REV 20:7 Und wenn die tausend Jahre vollendet sind, wird der Satan 
losgelassen werden aus seinem Gefngnis
REV 20:8 und wird herausgehen zu verfhren die Nationen in den vier Ecken 
der Erde, den Gog und Magog, sie zu versammeln zum Krieg; deren Zahl ist 
wie der Sand am Meer.
REV 20:9 Und sie stiegen herauf auf die Flche der Erde, und umzingelten 
das Lager der Heiligen und die geliebte Stadt; und es kam Feuer vom Himmel 
herab und verzehrte sie.
REV 20:10 Und der Teufel, der sie verfhrte, ward geworfen in den Feuer- 
und Schwefelsee, wo auch das Tier ist und der Lgenprophet; und sie werden 
geqult werden Tag und Nacht in alle Ewigkeit.
REV 20:11 Und ich sah einen groen weien Thron, und den der darauf sa; 
vor dessen Antlitz floh die Erde und der Himmel, und es fand sich keine 
Sttte fr sie.
REV 20:12 Und ich sah die Toten, die groen und die kleinen, stehen vor 
dem Throne, und es wurden Bcher geffnet und ein anderes Buch ward 
geffnet: das des Lebens. Und es wurden gerichtet die Toten nach dem, was 
in den Bchern geschrieben war gem ihren Werken.
REV 20:13 Und es gab das Meer seine Toten und der Tod und die Hlle gaben 
ihre Toten, und sie wurden gerichtet jeder nach seinen Werken.
REV 20:14 Und der Tod und der Hllengott wurden in den groen Feuersee 
geworfen. Dies ist der zweite Tod, eben der Feuersee.
REV 20:15 Und wer nicht gefunden ward aufgeschrieben in dem Buch des 
Lebens, wurde in den Feuersee geworfen.
REV 21:1 Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste 
Himmel und die erste Erde waren vergangen, und das Meer ist nicht mehr.
REV 21:2 Und die heilige Stadt, das neue Jerusalem sah ich herabkommen aus 
dem Himmel von Gott, bereitet wie eine fr ihren Mann geschmckte Braut,
REV 21:3 und ich hrte eine laute Stimme aus dem Thron heraus sprechen: 
Siehe, die Htte Gottes bei den Menschen, und er wird bei ihnen wohnen, 
und sie werden seine Vlker sein, und er, Gott wird mit ihnen sein.
REV 21:4 Und er wird abwischen alle Thrnen von ihren Augen, und der Tod 
wird nicht mehr sein, noch Leid, noch Geschrei, noch Pein; denn das erste 
ist vergangen.
REV 21:5 Und der auf dem Throne sa, sprach: siehe, ich mache alles neu. 
Und er spricht: schreibe; denn diese Worte sind zuverlig und wahrhaftig.
REV 21:6 Und er sprach zu mir: es ist geschehen. Ich bin das Alpha und das 
O, der Anfang und das Ende. Ich will dem Drstenden geben von der Quelle 
des Lebenswassers umsonst.
REV 21:7 Der Sieger soll es ererben, und ich will ihm Gott sein und er 
soll mir Sohn sein.
REV 21:8 Den Feigen aber und Unglubigen, Befleckten, Mrdern, 
Unzchtigen, Giftmischern, Gtzendienern und allen Lgnern soll ihr Teil 
werden in dem See der von Feuer und Schwefel brennt, das da ist der zweite 
Tod.
REV 21:9 Und es kam einer von den sieben Engeln mit den sieben Schalen, 
die mit den letzten sieben Plagen gefllt sind, und redete zu mir also: 
komm, ich will dir zeigen die Braut, das Weib des Lamms.
REV 21:10 Und er trug mich im Geiste auf einen groen und hohen Berg und 
zeigte mir die heilige Stadt Jerusalem, herabkommend aus dem Himmel von 
Gott her,
REV 21:11 mit der Herrlichkeit Gottes; ihr Glanz ist gleich wie der 
kstlichste Edelstein, wie ein Jaspis-Krystall.
REV 21:12 Sie hat eine groe und hohe Mauer und zwlf Thore, und auf den 
Thoren zwlf Engel, und Namen darauf geschrieben, nmlich die der zwlf 
Stmme der Shne Israel.
REV 21:13 Drei Thore von Osten, drei von Norden, drei von Sden, drei von 
Westen.
REV 21:14 Und die Mauer der Stadt hat zwlf Grundsteine, und darauf zwlf 
Namen der zwlf Apostel des Lamms.
REV 21:15 Und der mit mir redete, hatte ein goldenes Merohr, um die Stadt 
und ihre Thore und ihre Mauer zu messen.
REV 21:16 Und die Stadt ist viereckig angelegt, und ihre Lnge so gro wie 
die Breite. Und er ma die Stadt mit dem Rohr auf zwlftausend Stadien. 
Lnge, Breite und Hhe sind gleich.
REV 21:17 Und er ma ihre Mauer zu einhundert vierundvierzig Ellen, 
Menschen- das heit Engelma.
REV 21:18 Und der Bau der Mauer ist von Jaspis, und die Stadt von reinem 
Gold, wie reines Glas.
REV 21:19 Die Grundsteine der Stadtmauer sind mit allerlei Edelsteinen 
verziert; der erste Grundstein ist Jaspis, der zweite Saphir, der dritte 
Chalcedon, der vierte Smaragd,
REV 21:20 der fnfte Sardonyx, der sechste Sardion, der siebente 
Chrysolith, der achte Beryll, der neunte Topas, der zehnte Chrysopras, der 
elfte Hyacinth, der zwlfte Amethyst.
REV 21:21 Und die zwlf Thore sind zwlf Perlen, jedes von ihnen aus einer 
einzigen Perle, und die Gasse der Stadt reines Gold wie durchsichtiges 
Glas.
REV 21:22 Und einen Tempel sah ich nicht darin, denn der Herr Gott der 
Allbeherrscher ist ihr Tempel, und das Lamm.
REV 21:23 Und die Stadt bedarf nicht Sonne noch Mond, da sie ihr 
scheinen; denn die Herrlichkeit Gottes hat sie erleuchtet, und das Lamm 
ist ihre Leuchte.
REV 21:24 Und die Nationen werden in ihrem Lichte wandeln, und die Knige 
der Erde bringen ihre Herrlichkeit zu ihr.
REV 21:25 Und ihre Thore sollen nimmermehr geschlossen werden am Tage, 
Nacht gibt es dort keine.
REV 21:26 Und man wird die Herrlichkeit und die Schtze der Nationen 
hineinbringen.
REV 21:27 Und Unreines wird nimmermehr hineinkommen; keiner der Greuel und 
Lge thut, sondern nur die geschrieben sind im Lebensbuch des Lammes.
REV 22:1 Und er zeigte mir einen Strom von Lebenswasser glnzend wie 
Krystall, hervorkommend aus dem Throne Gottes und des Lammes mitten in 
ihrer Gasse;
REV 22:2 hben und drben am Strom den Baum des Lebens zwlfmal Frucht 
bringend, jeden Monat seine Frucht gebend; und die Bltter des Baumes sind 
zur Heilung der Nationen.
REV 22:3 Und Gebanntes soll es nicht mehr geben. Und der Thron Gottes und 
des Lammes wird darin sein, und seine Knechte werden ihm dienen.
REV 22:4 Und sie werden sein Angesicht sehen, und sein Name wird auf ihrer 
Stirn sein.
REV 22:5 Und es wird keine Nacht mehr geben, und sie brauchen keinen 
Leuchter und kein Sonnenlicht; denn Gott der Herr wird ber sie leuchten 
lassen, und sie werden herrschen in alle Ewigkeit.
REV 22:6 Und er sprach zu mir: diese Worte sind zuverlig und wahrhaftig, 
und Gott der Herr ber die Geister der Propheten hat seinen Engel gesandt, 
zu zeigen seinen Knechten, was in Blde geschehen soll.
REV 22:7 Und siehe, ich komme bald. Selig, der die Worte der Weissagung 
dieses Buches bewahrt.
REV 22:8 Und ich, Johannes, bin es, der dieses sah und hrte. Und da ich 
es gehrt und gesehen hatte, fiel ich nieder anzubeten vor dem Engel, der 
mir dieses zeigte.
REV 22:9 Und er sagt zu mir: nicht doch, ich bin dein und deiner Brder 
der Propheten und derer, die die Worte dieses Buches bewahren, Mitknecht; 
bete du Gott an.
REV 22:10 Und er sagt zu mir: versiegle die Worte der Weissagung dieses 
Buches nicht; denn die Zeit ist nahe.
REV 22:11 Der Uebelthter thue noch Uebles, und der Unreine verunreinige 
sich noch; und der Gerechte thue noch Gerechtigkeit, und der Heilige 
heilige sich noch.
REV 22:12 Siehe, ich komme bald, und mein Lohn mit mir, zu vergelten 
jedem, wie sein Werk ist.
REV 22:13 Ich bin das Alpha und das O, der Erste und der Letzte, der 
Anfang und das Ende.
REV 22:14 Selig sind, die ihre Gewnder waschen, damit sie ein Recht 
bekommen an den Baum des Lebens, und zu den Thoren eingehen in die Stadt.
REV 22:15 Drauen sind die Hunde und die Giftmischer und die Unzchtigen 
und die Mrder und die Gtzendiener und alles was die Lge liebt und thut.
REV 22:16 Ich Jesus habe einen Engel gesendet, euch dieses zu bezeugen fr 
die Gemeinden. Ich bin die Wurzel und das Geschlecht Davids, der 
strahlende Morgenstern.
REV 22:17 Und der Geist und die Braut sprechen: komm. Und wer es hrt, 
soll sagen: komm. Und der Durstige soll kommen, und der es verlangt 
Lebenswasser umsonst empfangen.
REV 22:18 Ich zeuge jedem, der die Worte der Weissagung dieses Buches 
hrt: Wenn einer etwas zusetzt, dem wird Gott zusetzen die Plagen, die in 
diesem Buche beschrieben sind;
REV 22:19 und wenn einer wegnimmt von den Worten des Buches dieser 
Weissagung, dem wird Gott wegnehmen seinen Anteil am Holz des Lebens und 
an der heiligen Stadt, die in diesem Buch beschrieben sind.
REV 22:20 Es spricht, der das bezeugt: ja, ich komme bald. Amen, komm, 
Herr Jesus.
REV 22:21 Die Gnade des Herrn Jesus mit allen.
