
Zuerst: Wenn Sie STiK installiert haben, deaktivieren Sie es zunächst,
indem Sie STIKTSR.PRG im AUTO-Ordner und das Accessory STIK.ACC
umbenennen (oder löschen, denn danach brauchen sie STiK ja (hoffentlich) nicht mehr).
1) Kopieren Sie STING.PRG zusammen mit STING.INF in den AUTO-Ordner. In
der STING.INF müssen Sie den Pfad eintragen, wo Sie Ihren STinG-Ordner
haben (der Ordner sollte die DEFAULT.CFG, die ROUTE.TAB und die *.STX-Dateien
enthalten). Mit Ausnahme von SERIAL, TCP, UDP und RESOLVE.STX können
Sie alle Module löschen, wenn Sie dies möchten. Wenn Sie jetzt den Rechner neu booten, sehen Sie, wie STinG seine Module
lädt, und gelangen dann zu Ihrem Desktop. Starten Sie jetzt das CPX
"STinG Internals" in Ihrem Kontrollfeld und aktivieren Sie STinG. Die
Reaktionszeit können Sie über den Slider einstellen.
Geringere Intervalle belasten das System stärker. Auf dem 12Mhz-ST des
STinG-Autors belastet eine Einstellung von 10 ms das System nicht merklich.
Sollte das bei Ihnen der Fall sein (weil Sie zum Beispiel "nur" einen
8MHz-ATARI haben), dann setzen Sie diesen Wert hoch. Abschließend
klicken Sie auf OK.
2) Die ROUTE.TAB müssen Sie, wenn Sie nur eine einzige Verbindung, über Modem, benutzen
wollen, nicht editieren. Dafür gibt es im Dialer die Option "Add Default Route", die in
der Voreinstellung angeschaltet ist. Belassen Sie diese Datei also so und sehen Sie nach,
ob die Option angeschaltet ist. Überspringen Sie den folgenden Absatz und gehen Sie weiter
zum Punkt Benutzung des Dialers.
Zuerst müssen Sie sicherstellen, daß die Routing-Tabelle eine "Route"
enthält, also gewissermaßen den Weg, über den STinG seine Datenpakete
senden soll. Hierzu laden Sie die Datei ROUTE.TAB (sie sollte sich in
ihrem STinG-Ordner befinden) in ihren Texteditor. Ändern Sie die Zeile,
die mit den "0.0.0.0"-Einträgen beginnt, folgendermaßen:
Wichtig: Die Leerzeichen zwischen den IP-Adressen (die 4 Zahlen, die durch
drei Punkte voneinander getrennt sind) müssen auf jeden Fall TABs sein,
keine normalen Leerzeichen! Bitte beachten Sie dieses, denn das ist ein Fehler, der nicht allzu offensichtlich
ist, wenn mal etwas nicht klappt.
Die letzten vier Nullen bezeichnen das Gateway zum Weiterleiten von IP-Paketen.
Dies ist für Modemverbindungen nicht vonnöten, wohl aber für Ethernet-
und Token Ring-Verbindungen.
Also in Kurzform: Schnittstelle anpassen und im letzten Block das Gateway eintragen.
Außerdem immer auf die TABs achten!
Wenn Sie den Dialer benutzen, muß sich im selben Verzeichnis wie das
DIALER.PRG (oder APP oder ACC) die Datei DIAL.INF befinden, wo der Pfad
eingetragen ist, in dem sich die Datei DIAL.RSC und meist auch DIAL.SCR
befindet. Letztere müssen Sie dann an ihre Bedingungen anpassen. Dies
können Sie direkt über einen ASCII-Editor machen; es befinden sich
viele Kommentare im mitgelieferten DIAL.SCR. Es ist empfehlenswert, sich eine
Sicherheitskopie davon anzulegen, auf die man immer wieder zurückgreifen
kann. Die zweite Möglichkeit besteht darin, die Anpassungen über
den Menüpunkt "Configs" im Dialer selbst vorzunehmen. Dies ist natürlich
komfortabler. Genaueres zu den einzelnen Einstellungen weiter unten unter
"Einstellungen im Dialer". Im Menü "Miscellaneous" sollte "Add default
route" aktiviert sein (zu finden im DIAL.SCR unter "General Parameters", dort
"DEF_ROUTE=TRUE" eintragen). Starten Sie jetzt den Dialer, klicken Sie auf "Enable" und dann "Connect".
Der Dialer wird nun ein Statusfenster öffnen, in dem Sie die Einwahl
mitverfolgen können. Wenn die Verbindung zustandegekommen ist, so
wird der Dialer von drei herunterzählen und das Statusfenster wird
sich schließen. Der Button "Connect" wird sich in "Disconnect"
ändern, zu gegebener Zeit können Sie hiermit die Verbindung
wieder beenden. Sie können den Dialer schliessen, wenn die Verbindung
aufgebaut wurde. Zum Abbrechen der Verbindung müssen Sie ihn dann
wieder neu starten. Die Datei DIAL.LOG wird die Anfangs- und Endzeit der Verbindung
beinhalten. Wenn Sie im DIAL.SCR die richtigen Angaben gemacht haben,
wird dort auch die Höhe der angefallenen Gebühren stehen,
sowohl des Providers, als auch die Telefonkosten, wenn Sie LOCAL.FEE
(den Namen der Datei können Sie im DIAL.SCR unter FEE_FILE festlegen)
entsprechend angepaßt haben.
In der obersten Zeile ist der Pfad der Konfigurationsdatei angegeben.
über das Popup in der linken unteren Ecke können die verschiedenen
Einstellungsdialoge ausgewählt werden. Über "Save" wird die Konfiguration
gespeichert, mit "Accept" werden die aktuellen Einstellungen übernommen;
der Dialer muß so nicht extra neu gestartet werden. Zu beachten ist hierbei noch, daß
die Einstellungen nur per "Accept" übernommen werden können, wenn der Dialer mittels
des Buttons weiter oben auf "Disabled" steht.
Die Abarbeitung eines Skripts läuft nach einem festen Schema ab: Zunächst
ein WAIT-Kommando, darauf das Kommando REPT, dann sucht STinG nach einer
Anfrage des Servers ('Find'=FIND), bspw. dem Loginnamen, und STinG antwortet
('Response'=RESP).
Wie genau das Login stattfindet, wird Ihr Provider Ihnen
mitteilen. Für größere Provider liegen auch Beispieldateien
dem Archiv bei. Im folgenden ein Standard-Skript, das den generellen Aufbau
verdeutlicht:
Legen Sie die CPXe
in (wer hätte es gedacht :-)) Ihren CPX-Ordner (ein Hinweis: Wer mit
STinG nur eine einzige Verbindung, und diese über Modem betreibt, der
braucht nur das STING.CPX; dieses hat im Kontrollfeld den Namen STinG Internals!
Zudem noch das SERIAL.CPX als Ersatz für das MODEM.CPX von ATARI, um
die serielle Schnittstelle zu konfigurieren. Sie müssen zudem HS-Modem
in Ihrem AUTO-Ordner haben, und zwar vor STING.PRG! HS-Modem beseitigt
einige Fehler im TOS und wird für den Betrieb von STinG zwingend benötigt).
Tragen Sie die Schnittstelle ein, die Sie mit STinG benutzen wollen. Das ist bei normalen
STs zumeist Modem 1, wie auch in der Datei vorgegeben. Bei Falcons hingegen
ist es in den allermeisten Fällen Modem 2, beim TT Serial 2. Bei den
Schnittstellennamen muß, bspw. bei "Modem 2", ein TAB zwischen "Modem"
und der "2" stehen; ein Leerzeichen anstatt eines TAB ist nicht erlaubt, auch dürfen Sie nicht
"Modem2" schreiben; entsprechendes gilt auch für die anderen Schnittstellen.
Die benutzbaren Schnittstellen sind im CPX "Port Setup" (STNGPORT.CPX)
angegeben. Weiter oben habe ich geschrieben, dieses CPX wäre zum Betrieb
von STinG nicht unbedingt nötig; wenn Sie sich nicht sicher sind, welche
Schnittstellen Ihr Rechner hat, dann installieren Sie dieses CPX-Modul zunächst,
um dieses herauszufinden; zum eigentlichen Betrieb, wenn Sie die Installation
von STinG bewältigt haben, ist es dann nicht mehr notwendig.
3) Der größte Teil der restlichen Konfiguration läuft über den Dialer ab:
Dialog 'Modem Specifics':
Hintergrund: Das Komma symbolisiert eine Pause von einer Sekunde, während
die "Escape-Sequenz" '+++' dafür sorgt, daß das Modem in den
Kommandomodus wechselt; danach können weitere Befehle an das Modem
geschickt werden(in diesem Fall "ATH"). Der Eintrag DTR löst einen Hangup über kurzzeitiges
Inaktivieren der DTR-Leitung aus.
Bei den folgenden drei Einstellungen werden mögliche Modemantworten
eingetragen, die dem Dialer das entsprechende Ereignis signalisieren.
Diese Modemantworten sind standardidisiert und daher bei den meisten
Modems gleich.
Dialog 'Dial Script':
Das Kommando WAIT gibt eine bestimmte Zeit an, die gewartet wird, bevor die
nächsten Befehle ausgeführt werden. Die Zeit wird in Millisekunden
angegeben und sollte ein Vielfaches von 5 sein. Bei REPT wird ein String
angegeben, der wiederholt gesendet wird, während nach dem FIND-String
gesucht wird.
Zu jedem FIND muß aus technischen Gründen ein REPT, RESP und ein
WAIT angegeben werden, auch wenn die Felder selbst frei bleiben.
| WAIT = 500 | |
| REPT = / | |
| FIND: 'Login' oder 'Username'> | (jeweils ohne Anführungszeichen) |
| RESP: 'ich' | |
| WAIT = 500 | |
| REPT = | |
| FIND: 'password' | |
| RESP: 'AbCd435y' | |
| WAIT = 500 | |
| REPT = | |
| FIND: 'ascend' | (verschieden, es wird das zu verwendende Protokoll erfragt) |
| RESP: 'ppp' | |
| WAIT = 500 | |
| REPT = / | |
| FIND: 'IP address is' | |
| RESP: $GET_IP | (durch dieses Kommando wird die Ihrem Rechner zugewiesene Adresse an STinG übergeben) |
Möglicherweise wird der Login auch über ein Protokoll namens PAP abgewickelt, Sie müssen dann unter 'Find' und 'Response' nichts eintragen, sondern im Dialog die PAP-ID und das PAP-Passwort eintragen. Diese sind identisch mit den normalen Loginnamen und dem Passwort. Sie können dies auch in der Datei DIAL.SCR von Hand einfügen.
PAP_ID = "Loginname"
PAP_PASSWORD = "Passwort"
Der Login wird dann nach dem PAP-Verfahren abgewickelt. Je nachdem, welches Protokoll Ihr
Provider anbietet, müssen Sie dieses im Dialog anklicken. Ist dieses SLIP,
so kreuzen Sie bitte SLIP an, im Falle von CSLIP wählen Sie SLIP mit
"Van Jacobson (Header) Compression"(VJHC). Dies können Sie aber auch bei PPP aktivieren,
wenn die Gegenstelle das Verfahren nicht anbietet, so wird die Verbindung ohne VJHC hergestellt. Allgemein ist zu den Werten in DEFAULT.CFG zu sagen, daß
die vorgegebenen Zahlenwerte grundsätzlich zu empfehlen sind. Nur erfahrene
User werden hier noch kleine Verbesserungen erreichen; Auslastungsschwankungen
im Netz haben hier meist gößere Auswirkungen.
Zum einen müssen Sie hier die Telefonnummer des Providers eintragen. Gibt
es mehrere, so geben Sie zunächst eine ein und klicken dann auf 'Add'.
Die erste wird dann übernommen und verschwindet, woraufhin Sie eine oder
mehrere andere eingeben können.
Unter 'Fee File' wird der Pfad der Datei angegeben, die die Gebühren-
informationen enthalten. Es ist eine Datei namens "LOCAL.FEE" im STinG-
Paket enthalten, die Sie an Ihre Bedürfnisse anpassen können. Zu diesem
Zweck gibt es auch eine Datei FEE.DOC, die den Aufbau dieser Datei beschreibt,
zunächst nur in Englisch. Nach einer Sitzung können Sie im Dialog
die Zeit ablesen, die Sie im Internet verbracht haben, ablesen, sowie
die Menge der empfangenen und gesendeten Daten. Entsprechend werden dazu
die anfallenden Gebühren angezeigt.
Dieser Dialog ist zur Zeit noch ohne Funktion und für eine der nächsten
Dialer-Versionen vorgesehen (zur Zeit ist 1.15 aktuell). Dann werden hier
verschiedene Variablen aus der DEFAULT.CFG veränderbar sein.
Hier können diverse Einstellungen vorgenommen werden.
Als IP-Adresse geben Sie bitte nichts an, wenn Ihr Provider dynamische IP-Adressen vergibt, was
meist der Fall sein wird. Wenn Sie keine derartige Zahl von Ihrem Provider
mitgeteilt bekommen haben, so bekommen Sie beim Login automatisch eine zugewiesen. Haben Sie eine
feste IP-Adresse bekommen, so tragen Sie diese bitte hier ein.
Dialog 'Addressing':
Hier können Sie den Loginnamen und Ihren richtigen Namen eintragen. Der Domainname
Ihres Providers wird hier ebenfalls angegeben, zum Beispiel 'germany.net'
oder 'dtag.de' (Deutsche Telekom AG, für T-Online). Diese
Angaben sind nicht zwingend erforderlich. Der Nameserver wird auch hier eingetragen, also
die IP-Adresse(n) Ihres Providers; bei PPP wird dies meist beim Login übermittelt, also
ist diese Angabe auch nicht unbedingt nötig.
Dialog 'Phone & ISP Cost'
Dialog 'Environment':
Dialog 'Miscellaneous':
© 10/1998 by Finn Bastiansen.