
Antwort: STinG ist ein Programmpaket für Netzwerkverbindungen nach dem TCP/IP-Protokoll.
Frage 2: Was kann ich mit STinG machen?Antwort: STinG verschafft allen ATARI-Kompatiblen einige Netzwerk-Funktionen. Man kann den Rechner mit anderen verbinden, und wenn sie einen Internet-Provider haben, ans Internet anbinden. STinG besitzt eine Schnittstelle für Internet-Clients, die es Programmen wie CAB, Newsie und aFTP, um die wichtigsten zu nennen, ermöglicht, unter STinG zu arbeiten.
Frage 3: Woher bekomme ich STinG und was kostet es?
Antwort: STinG kostet Sie gar nichts, außer vielleicht Telefongebühren.
Ich (der STinG-Autor) würde mich jedoch freuen, wenn Sie mir eine Postkarte aus
Ihrer Heimat schicken würden, damit ich sehe, an welchen Orten
STinG überall benutzt wird. Ich habe natürlich nichts dagegen,
wenn Sie mir unbedingt eine kleine Spende zukommen lassen möchten :-)
Der einfachste Weg, STinG zu bekommen, ist der, es von meiner Homepage
herunterzuladen. Die URL ist in den Credits
zu finden. Es sollte auch in jeder besseren (MAUS-) Mailbox zu finden
sein. Haben Sie noch kein Modem, so können Sie es notfalls auch
direkt von mir bekommen (STinG, nicht das Modem :-) ).
Frage 4: Was sind eine IP-Adresse und ein Domain-Name?
Antwort: Grundsätzlich legen beide den Weg fest, den die Daten zu einem
anderen Rechner nehmen müssen. Dem entsprechenden Rechner wird
eine eindeutige IP-Adresse zugewiesen und ein eindeutiger Domain-Name.
Die IP-Adresse wird von der Software benötigt, um eine
Verbindung zum Rechner herzustellen, wenn sie auch für Menschen
nicht sehr vielsagend ist. Sie besteht aus vier Zahlen, die zwischen
0 und 255 liegen können und durch Punkte voneinander getrennt
werden. Die Domain-Namen bieten mehr Information; ein Beispiel ist
'suse.modem.stud.uni-hannover.de'. Sie sagen etwas aus über
den Standort des Hosts oder die Organisation/das Unternehmen, die/das
ihn betreibt.
Um den Domain-Namen in eine für die Software
verständliche Form zu bringen, wird ein DNS-Resolver
benötigt, der den Namen in die dazugehörige IP-Adresse
wandelt. Bei STinG ist dies das Modul RESOLVE.STX, welches beim
Start automatisch geladen wird.
Frage 5: Beim Booten wird das Laden der Module angezeigt, dann jedoch ein
Fehler beim Laden des Caches moniert.Antwort: Hier ist der Domain-Namen-Cache gemeint. Da sie STinG das erste Mal benutzen, ist der Cache natürlich leer! Nach der ersten Benutzung wird der Cache angelegt werden und sie werden die Meldung nicht mehr zu sehen bekommen. Sie brauchen sich also um diese Meldung nicht weiter zu kümmern.
Frage 6: Ich habe jetzt das Paket installiert. Wie kann ich testen, ob es
funktioniert?Antwort: Versuchen Sie, den Dialer zu starten. Dies sollte ohne Probleme vonstatten gehen. Starten sie PING aus dem Tools-Menü und geben Sie 127.0.0.1 ein. Über diese sogenannte 'loopback'-Adresse testet STinG u.a. auch einige interne Funktionen, es gibt jedoch auch durchaus reale Anwendungen. Es sollten alle Datenpakete zurückkommen, die von STinG abgeschickt wurden. Wenn dies nicht der Fall ist, haben sie wahrscheinlich vergessen, STinG zu aktivieren. Holen Sie dies über das "STinG Internals" CPX nach, indem sie 'Active' ankreuzen.
Frage 7: Ich habe einen Zugang bei einem Internet Provider. Mir wurde die
Telefonnummer, der Login-Name und das Passwort mitgeteilt. Wie
bekomme ich eine Verbindung zustande?Antwort: Beachten sie genau die Anweisungen im Kapitel 'Verbindungen über Modem'. Es gibt auf der Welt Tausende von Internet-Providern, und alle haben unterschiedliche Login-Prozeduren. Daher ist es unmöglich, STinG vorgefertigte Dateien mit den entsprechenden Einstellungen beizulegen. STinG macht es Ihnen aber hoffenlich nicht allzu schwer, ein entsprechendes Skript zu erstellen. Wenn Sie alles richtig gemacht haben, sollte der Dialer automatisch eine Verbindung herstellen, sobald Sie 'Enable' und 'Connect' betätigt haben.
Frage 8: Ich besitze einen Falcon. Wenn ich meinen Provider anzuwählen
versuche, meldet der Dialer ein 'ATZ', aber das Modem reagiert
nicht darauf.
Antwort: Das ist ein spezielles Problem des Falcon; als ATARI den ST
entwickelte, wurde die serielle Schnittstelle einfach 'Modem',
ohne Zusätze, genannt. Die nächste Generation, MegaSTE und TT,
bekamen zusätzliche Schnittstellen, die durch einen anderen Chip
gesteuert werden. Die ST-kompatible Schnittstelle wurde nun
'Modem 1' genannt, die anderen 'Modem 2', 'Serial 1' und
'Serial 2'. Der Falcon bekam eine Schnittstelle, die kompatibel
zu der 'Modem 2'-Schnittstelle des MegaSTE ist, sie wurde jedoch
einfach 'Modem' genannt. Diese ist jedoch nicht zu verwechseln
mit der 'Modem'-Schnittstelle des ST. Wenn Sie also in der STinG-Konfiguration
die serielle Schnittstelle angeben müssen, dann ist dies bei einem
serienmäßigen Falken 'Modem 2'!
Sollten Sie eine zusätzliche Schnittstelle haben wollen, ist dies
möglich durch den Einbau einer Buchse. Der Rechner ist ansonsten
darauf vorbereitet. Sie können diese Schnittstelle dann als 'Modem 1' benutzen, jedoch
aus technischen Gründen nicht für Modemverbindungen, sondern nur Direktverbindungen
zu anderen, etwa danebenstehenden Rechnern. Es fehlen hier Handshake-Leitungen.
Frage 9: Wenn ich meinen Provider anwähle, resettet der Dialer das Modem
mit dem Befehl 'ATZ', doch das Modem beginnt danach nicht zu
wählen.Antwort: Einige ältere Modems ignorieren alle Zeichen, die innerhalb von ein paar Sekunden nach der Ausführung des 'ATZ'-Befehl ankommen. Fügen Sie an den Befehl ein paar Kommata an. Jede Komma bedeutet eine Sekunde Wartezeit. Mit dem Befehl 'ATZ,,,' bspw. wird das Modem zurückgesetzt und dann wird noch 3 Sekunden gewartet, bis der Anwahlbefehl abgeschickt wird.
Frage 10: Nach einem erfolgreichen Connect erscheint eine Alert-Box mit
dem Inhalt "Numerical character or dot expected (Ignored)."Antwort: Es liegt ein Fehler im Login-Skript vor; der Befehl $GET_IP fordert die IP-Adresse an, und wenn der Alert erscheint, ist als Antwort wohl ein Textfragment angekommen. Das Skript sieht dann wahrscheinlich ungefähr so aus:
FIND = IP address
RESP = $GET_IP
Wenn der Server dann aber folgenden Text sendet:"IP address is
255.255.255.255", wird an STinG folgende IP übergeben:
"is 255.255.255.255", da alles nach "IP address" als IP angesehen
wird. Also achten Sie auf den genauen Wortlaut; oft wird auch ein
Doppelpunkt vor der IP-Adresse übersehen. Am besten loggen
Sie sich mit einem normalen Terminalprogramm (Connect, Rufus,
StarCall o.ä.) bei Ihrem Provider ein und sehen nach, was vom
Server angefordert und ausgegeben wird.
Frage 11: Wenn ich mit dem Netz verbunden bin, kann ich keinen anderen
Host anPINGen. Nicht einmal die Sende-LED des Modem flackert.
Antwort: Offensichtlich weiß STinG nicht, wohin es die Daten senden soll.
Das bedeutet, es kann, um Internet-Vokabular zu benutzen, nicht
die korrekte "Route" für die Daten finden. Klicken Sie im Dialer
im Tools-Popup auf 'Routing Table'. Es öffnet sich dann ein
Fenster, das den in der ROUTE.TAB festgelegten Weg anzeigt.
Im Eintrag 'Default Route' sollte unter 'Port' ihr Modem-Port
eingetragen sein. Sollte das nicht der Fall sein, so müssen Sie
noch im Dialog 'Miscellaneous' (Verschiedenes), erreichbar über
das 'Config'-Popup des Dialers, die Option 'Add default route
through port' ankreuzen.
Frage 12: Ich kann immer noch keinen anderen Host anPINGen. Die Sende-LED
flackert, wenn ich es versuche, aber die Empfangs-LED bleibt
dunkel. Antwort: Die Anfrage wurde abgeschickt, aber die Antwort des Hosts findet nicht den Weg zurück. Wahrscheinlich haben Sie eine falsche IP-Adresse angegeben. Diese wird während des Logins im Wahl-Dialog angezeigt. Nach erfolgreichem Connect können Sie die Adresse im 'Port Parameters'-Dialog des Dialers (unter 'Configs') überprüfen. Im Zweifelsfall rufen Sie bei Ihrem Provider an und fragen, welche IP-Adressen Ihnen zugewiesen werden können. Überprüfen Sie noch einmal Ihr Skript.
Frage 13: PING funktioniert, aber die Anwendungen, die ich benutze, melden, sie könnten
die eingegebene Domain nicht erreichen.Antwort: Überprüfen Sie, ob Sie RESOLVE.STX in Ihrem STinG-Verzeichnis haben, und daß es geladen wurde. STinG zeigt dies beim Booten an. Versichern Sie sich auch, daß sie im DIAL.SCR als Nameserver die IP-Adresse (xxx.xxx.xxx.xxx) des Providers angegeben haben und nicht den Domain-Namen (netsurf.de oder ähnliches). Sie können die IP-Adresse auch später über das 'STinG Protocols' CPX eingeben.
Frage 14: Die meisten Clients, wie aFTP oder Newsie, laufen, CAB jedoch
nicht.Antwort: CAB kommuniziert mit dem Internet über ein separates Modul mit dem Namen CAB.OVL. Dieses wird von Dan Ackerman programmiert. Um mit STinG zusammenzuarbeiten, müssen sie eine neuere Version benutzen (ab 1.25). Es gehört in den MODULES-Ordner von CAB. Wenn es von CAB geladen wurde, wird dies unter dem Menüpunkt 'CAB/über CAB...' angezeigt.
Frage 15: Wenn STinG installiert ist und ich über ZModem Dateien übertragen
will, gibt es oft CRC-Fehler.Antwort: Einige ZModem-Implementation sind, was das Timing angeht, sehr kritisch. Da STinG aus einem Interrupt arbeitet, beansprucht es ein wenig CPU-Zeit für sich. Die problematischen ZModem-Versionen könnten dadurch verwirrt werden; aus diesem Grund sollten Sie STinG in solchen Fällen über das 'STinG Internals' CPX deaktivieren.
Frage 16: Ich schaffe es nicht, das 'STinG Port Setup' CPX dazu zu bringen,
beim erneuten Aufruf den vorher eingestellten Port anzuzeigen.Antwort: Dies ist normal und auch beabsichtigt. Das CPX ist nicht darauf ausgelegt, den Port auszuwählen. Der Zweck ist es, verschiedene Einstellungen für die Ports zu tätigen. Wenn Sie einen Port anwählen, so wählen Sie damit nur die Einstellungen, die Sie ändern wollen, Sie aktivieren den Port nicht. Anders gesagt: auch wenn Ihr Port im CPX nicht vorne steht, kann er trotzdem aktiviert sein.
Frage 17: Nach dem Neustart werden im 'STinG Port Setup' CPX die Original-Einstellungen
angezeigt und nicht die vorher gespeicherten.Antwort: Wahrscheinlich haben Sie die Datei STING.PRT verschoben, in der die Einstellungen gesichert wurden. STinG sucht die Dateien genau dort, wo Sie sie gespeichert haben. Wenn dies der AUTO-Ordner war, müssen Sie auch noch beachten, daß ein Boot-Selektor diese als inaktives Programm erkennen könnte. Ändern Sie in diesem Fall die Einstellungen in ihrem Boot-Selektor oder speichern sie die CPX-Einstellungen in einem anderen Verzeichnis.
Frage 18: Wenn ich den Dialer starte, muß ich erst 'Disconnect' anklicken,
bevor ich meinen Provider anwählen kann.Antwort: Sie haben im 'STinG Port Setup' CPX den Modemport aktiviert und dies abgespeichert. Dies sollte nicht sein, da die Schnittstelle vom Dialer aktiviert wird. Sie sollten daher im CPX den Port deaktivieren und diesen Zustand dann abspeichern.
Frage 19: Mir wurde gesagt, ich sollte CSLIP benutzen, aber ich finde keine
Einstellung dafür, sondern nur SLIP.Antwort: CSLIP bedeutet 'Compressed SLIP', was wiederum eine Kurzform ist für 'SLIP mit Van Jacobson Header Compression'. Wenn Sie also CSLIP haben wollen, wählen sie SLIP und kreuzen 'Van Jacobson Header Compression' an.
Frage 20: Was bedeuten eigentlich PPP, PAP und CHAP?Antwort: Es sind Abkürzungen, die mit dem 'Point to Point'-Protokoll (PPP) zusammenhängen. PPP verbindet zwei Hosts und hat dabei nur zwei Enden, anders als bspw. ein Netz oder ein Ring. PAP (Password Authentication Protocol ~ Protokoll zur Identifizierung mittels eines Passwortes) und CHAP (Challenge Handshake Authentication Protocol) sind nun verschiedene Protokolle, um einander zu identifizieren.
Frage 21: Wenn ich versuche, meinen eigenen Client zu debuggen, meldet der
Debugger immer "privilege violations"!
Antwort: Seit der Version 1.08 benutzt STinG intern einen neuen Schutzmechanismus
für die Datenstrukturen, der auf "privilege violation
exceptions" basiert. Es gibt keine Applikation, von der bekannt
ist, daß sie mit dem entsprechenden Vektor Probleme hätte.
Jedenfalls ersetzen Debugger und Systemmonitore den Privilege-Violation-Handler
des Systems durch einen eigenen, um zu jeder Zeit den Status der CPU
anzuzeigen, wenn solch eine Exception auftritt, da dies normalerweise auf
einen Programmfehler hinweist.
Wenn dieser Handler nicht richtig über den XBRA-Mechanismus
implementiert wurde, werden Probleme auftreten.
Monitore werden normalerweise aus dem AUTO-Ordner gestartet,
was in diesem Fall dazu führt, daß die AUTO-Ordner-Reihenfolge
neu angeordnet wird, so daß der Monitor gestartet wird, bevor
STinG das Problem lösen konnte. Für das
PureC-Entwicklungssystem können Sie die Binaries patchen.
Frage 22: Der Dialer zeigt nicht die
Verbindungsgeschwindigkeit an, sondern eine vollkommen falsche oder gar
keine ('Unknown').
Antwort: Zuerst sollten Sie beachten, daß die meisten Modems so konfiguriert
werden können, daß sie anstatt der Verbindungsgeschwindigkeit (DCE) die
Geschwindigkeit an der seriellen Schnittstelle (DTE) melden. Viele kann man sogar
so einstellen, daß sie entweder alles oder gar nichts ausgeben. Also ist das
erste, was sie machen sollten, zu überprüfen, ob das Modem die richtige
Geschwindigkeit ausgibt. Ist dies nicht der Fall, sehen Sie im Handbuch Ihres
Modems nach, wie Sie dies ändern, und speichern Sie die änderungen im
Flash-ROM des Modems.
Das Modem wird eine Zeile ähnlich dieser ausgeben:
"CARRIER 33600". Sie sollten in der Dialer-Konfiguration (Configs/Modem Specifics)
das Schlüsselwort (hier "CARRIER") als einzige Erfolgsmeldung (unter SUCCESS) eintragen.
Haben Sie dies gemacht, sollte immer die richtige Geschwindigkeit angezeigt werden.
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