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Falcon Floppy-Anschluss geschrottet - Belegung?

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Burkhard Mankel:

--- Zitat von: kcr am Mo 21.05.2012, 11:40:22 ---Ahh Danke, Arthur, dieser Ausschnitt leuchtet sogar mir ein  ;D

Dann müßte ich also nur die geraden Pins durchpiepen oder alle?

Werde ich mal probieren...

Ja, das Kabel ist gedreht.

--- Ende Zitat ---
Ich würde beim checken durchaus ALLE geraden Pins auch mal gegen Masse abklopfen, ob da nicht irgenwo was brückt! Ich weiß zwar nicht genau, ob die am Atari nicht verwendeten Pins irgendwie doch beschaltet sind - aber wenn Masse anliegt, könnte das auch zu einem Probbi werden!

Gast120501:

--- Zitat von: Burkhard Mankel am Mo 21.05.2012, 11:09:19 ---Da möchte ich Dir en bißchen widersprechen: Die Idee mit dem verdrehten Kabel stammt schon aus 8088/8086er oder gar aus Z80er Zeiten, wo man noch mit einer vie(l/r)zahl von Floppydrive und weniger mit Festplatten arbeitete. DS0=5,25" (Laufwerk 1, DS0 gesteckt), DS1=3,5" (Laufwerk 2 DS1 per Lötjumper), DS2=3,5" (Laufwerk 3 DS1 per Lötjumper), DS3=5,25" (Laufwerk 4, DS0 gesteckt) anwendbar. Als man später überwiegend mit Festplatten und 3,5" Floppys als Hauptlaufwerken am PC zu arbeiten begann, wurden bei der Kabelkonfektion meist unbenötigte Recourcen eigespart und auf Anschlüsse für 5,25" Laufwerke verzichtet. Ich habe irgendwo in meinem Sammelsurium abder noch solche Kabel, an denen man vor dem "Drill" eine Pfostenbuchse (3,5") und einen Platinenstecker (5,25") und nach dem "Drill" desgleichen angebracht hatte!

--- Ende Zitat ---

Nein, du wirst keinen Floppyanschluss finden, bei dem alle vier Drive-Select-Signale angesteuert werden, außer beim Amiga... Nur weil du so viele Stecker für 3.5 und 5 1/4 Laufwerke auf einem vorkonfektioniertem PC-Floppykabel hast, bedeutet das noch lange nicht, dass die Floppycontroller des PCs auch vier Laufwerke ansteuern können - man sieht es auch daran, dass im PC-BIOS Floppys immer nur auf A: und B: liegen, und C: bereits die Festplatte ist. Man nennt beim Atari und beim PC den Floppy-Anschluss zwar auch Schugart-Bus, aber er wurde leicht abgewandelt, in dem es nur noch DS0 und DS1 gibt, aber nicht mehr DS2/3 (Drive-Select 0-3). Statt DS2/3 gabs es bei manchen PCs, vor allem mit 5,25"-Laufwerken die Signale Motor_A/B, um die Laufwerksmotoren der Floppylaufwerke unabhängig vom Drive-Select-Signal zu steuern, eigentlich unnötig und deswegen bei jüngeren Rechnern weg gelassen... Auch bei den neueren Floppylaufwerken, also ab 720kB gibts diese separaten Motor-Signale auch nicht mehr. Diese Kabel mit vier Steckern erhöhten nur den Komfort beim Zusammenbauen des PC, man konnte so durch Umstecken auswählen, ob A: bzw. B: oder keins oder beide Laufwerke 3,5 oder 5 1/4 Laufwerke sind. Sonst hätte man vier verschiedene Kabel vorrätig halten müssen, so reicht eins für alle Fälle.

http://pinouts.ru/Storage/InternalDisk_pinout.shtml , siehe Steckerbelegungen unterschieden nach PC-Controller und Shugart-Original plus die entsprechenden Erklärungen darunter.

Burkhard Mankel:
Und was hältst Du hiervon:

edit: Ich habe von früheren PC-Systemem (70er/80er Jahre) gesprochen (pardon:geschrieben ;D) ...

Da Wurden im BIOS meineswissens noch kaum Festplatten vorgesehen! Ich kann mich an die Zeit erinnern, als ich meine Ausbildung begann (1967)! Da habe die im Lager an DOS-PC gearbeitet, in dem durchaus 4 Diskdrive eingebaut waren!

Gast120501:
So, schon 1967 DOS-PCs???

Ich begann meine IT-Karriere im Jahr 1986 und bin bis heute noch in dem Bereich tätig, viel Erfahrung, bei Hardware-Herstellern, Systemhäusern, System-Administration in Industriebetrieben, große Bandbreite vom Heimcomputer bis zu virtualisierten Server- und Storagesystemen... (den Rest habe ich erstmal wieder aus diesem Posting raus genommen, muss man ja nicht jedem auf die Nase binden) ...

Die ganz alten PCs hatten übrigens in der Tat keinerlei Unterstützung für Festplatten im Mainboard-BIOS eingebaut, die wurde nämlich per Addon-BIOS auf der Controller-Karte nachgerüstet.  Und das war schon beim originalen IBM PC so, und dennoch haben diese Controller bzw. MS-DOS die Platten immer ab C: eingeblendet. Wer erinnert sich noch an debug.com und den Aufruf g=c800:5 um eine MFM-Platte an einem der damals üblichen OMTI-Controller zu formatieren? Geändert hat sich das erst mit der Einführung der IDE-Schnittstelle, wobei diese Subfunktion letztendlich auch nur ein BIOS-Modul neben vielen anderen ist, die man als BIOS-Engineer beim Konfektionieren eines BIOS übrigens auch weglassen kann...

Burkhard Mankel:
Das mag ja alles sein - aber hast Du mal d'ran gedacht, daß die HDD die überzähligen Floppys ersetzen sollte - ganz zu schweigen der vielen Kisten voller Dateträger  ???
Ich denke, die strategie damals ear folgende: Erst waren die Magnetbänder als Datenspeicher in riesigen Schränken. Um Platz zu gewinnen, aber auch um die umständliche Suche nach einem Datenbegin - ich erinnere an Atari 8bit mit Datasette - zu umgehen, entwickelte man einen runden Datenseicher, der sich selbst merken kann, wo und wie die Daten abgelegt wurden, erst als Wabbelscheibe (Diskette), der aber noch nicht über den Unmengen-Platzbedarf Herr werden ließ, und dann eben Festplatten ...
Da letztere aber überschüssige Floppys unnötig erscheinen ließ, nahm man kurzer Hand an, daß 2 Floppys reichen und legte mit dem reservierten "C" das erste HDD Laufwerk fest. Bei dem von mir angesprochenen Arbeitsplatz wurde in der Tat - das habe ich mal per "über die Schulter blicken" fesstellen dürfen - mit dem Befehl "chdir c:" und einem folgenden "dir" das eine 5,25"-Laufwerk angesprochen - zumindestens leuchtete eine entsprechende "Busy" Kontrolle während dem Zugriff!

edit - mir ist erst jetzt aufgefallen - ich habe einen Zahlendreher von mir übersehen: nicht 1967, sondern 1976!
Sorry

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