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Atari Hobby Einstieg

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guest2615:
Hallo liebe Atari Gemeinde.

Bin seit heute Mitglied in eurem coolen Forum  ;)

Ich habe mich dazu entschlossen neben meinem Amiga Hobby
in die Welt von Atari einzusteigen.

Mein erster Computer war ein Atari 800 XL (in den 80igern).

Ich suche entsprechend ein Atari System,
das ich zukünftig gut erweitern kann.

Was nimmt man da am Besten?

Wenn ich mich richtig entsinne ist der Atari Falcon030 das Flaggschiff.
Gibt es auch interessante Erweiterungen wie CPUcard, PCI, USB usw.
Oder liege ich da falsch?

Wer kan mich da so ein bisschen an die Hand nehmen und erklären
Was man haben sollte um im Jahr 2010 Atari gut zu nutzen.

Wo ich die Sachen herbekomme
wäre dann ebenfalls für mich wichtig.

Worauf sollte ich achten.


Wie sind die Durchschnittspreise
für z.B. den Rechner & div. Erweiterungen?

Was wird als Betriebssystem verwendet?


Vielen Danke im Voraus
und ich bin gespannt ob mich das Atari-Fieber
packen wird.



LG
zErec

guest401:
Hallo und willkommen hier!

Da Du Erweiterungen etc. ansprichst und vom Amiga kommst, wirst Du in etwa einschätzen können daß es nicht ganz einfach bzw. nicht ganz billig ist, einen älteren Atari auf dem Stand zu halten, obwohl es natürlich fast alles gibt - auch wenn man hier nicht so verwöhnt wie auf dem Amiga ist.

Zusätzlich gibt es viele Dinge zu beachten, weil man doch recht schnell Ataris eigene Unfähigkeiten bemerkt, diem an z.T. bis heute umschiffen muß.

Als Mindest-Atari sollte ein TT oder Falcon030 dienen, es gibt ein ungeschriebenes Gesetz daß alle Anwendungen und Hardware mindestens mit einem 030er laufen sollten, da diese auch noch die größte Verbreitung haben.

Sollten Dir Audioanwendungen (MP3 etc.) egal sein und ein 68030 Dir auf Dauer genügen, dann reicht ein TT sicher aus.
Großartige Erweiterungen (040er oder ähnliches) gibt es für ihn aber nicht und VME-Grafikkarten sind selten und dann sehr teuer.

Der Falcon ist prinzipiell die beste Alternative der alten Ataris. Beschleuniger gibt es einige, vom simplen 32-MHz-CPU-Booster bis zur CT60, einem bis zu 100 MHz schnellen Beschleuniger mit 68060 und SD-RAM und der darauf aufsetzenden CTPCI, also PCI-Schnittstelle. Soweit ich weiß soll wohl nochmal eine Charge CT60 aufgelegt werden.
Der  Falcon ist aufgrund seines DSP bereits in der Standardausführung (16 MHz, 4 MB) richtig prima für Audioanwendungen (MP3) und ähnliches.
Aber, und das ist wichtig zu wissen: der Falcon hat einen Hardwarefehler, den man erst mittels Lötarbeiten patchen muß, ansonsten laufen Audioanwendungen höchst instabil. Bei den meisten noch heute verwendeten Falcons ist das aber längst passiert.

Generell gilt daß alle Ataris das OS (TOS) im ROM haben, also nicht geladen werden muß, und man Aufhübschungen durch Autostart-Anwendungen einfach durchführen kann.
Trotzdem gibt es auch modernere Multitasking-OS, wie etwa das Open Source OS MinT. MagiC ist auch sehr gut und noch sehr beliebt, aber kaum noch zu bekommen.

Daneben gibt es einige 040er und 060er Klone wie den Milan und Hades, die prinzipiell auch prima sind, allerdings den DSP des Falcon nicht haben.

Etwas richtig Tolles ist im Moment im Bau:
Die Firebee, ein auf dem Coldfire 4 (266 MHz) basierender neuer Atari-Klon mit allen damaligen Atari-Schnittstellen (ACSI, MIDI, ROM-Port, ...) und aktuellen (SD-Karte, USB, Netzwerk).
Das Board alleine kostet zwar 600 Euro (Vorbestellungen laufen bereits!), aber heutzutage einen Falcon zu ergattern und ihn aufzuputschen ist nicht billiger! Aktuell rangieren die Falken so etwa bei 150 Euro (+/- 50), das hat sich in den letzten Jahren auch nicht verändert. Plus CT60 und was man am Anfang noch so braucht, da ist man schnell bei einer ähnlichen Summe, und noch dazu gebraucht ohne Garantie.
Der Vorteil an der Firebee ist auch, daß er dank einer FPGA sich auch zu einem Amiga wandeln läßt - ich bin mir sicher daß das jemand aus der Amiga-Szene in Angriff nehmen wird.
Der Rechner kommt übrigens auch komplett ohne Lüfter aus!
Der Link zum Projekt: http://acp.atari.org

Die ganz alten STs mit 68000er sind für Spezialgebiete auch noch zu gebrauchen, taugen aber nur noch bedingt als Einstieg, da deren Ausbaufähigkeit natürlich stark beschränkt ist. Ferner ist gerade das Uralt-TOS 1.00 und 1.02 kaum verwendbar.
Wozu sie gut sind, ist, die alten Spiele zu zocken (von denen viele natürlich identisch zu den Amigaspielen sind, nur daß die Amigaversionen oft besser umgesetzt wurden; siehe auch meinen Artikel Über den Atari ST).
Oder man sie noch gut als Sequenzer verwenden, was ich auch tue; dann empfehle ich aber unbedingt den Mega STE, siehe auch Artikel über den Mega STE.

Vielleicht genügt Dir das als erste Grobinfo. Wenn Du Fragen hast, frag :-)

Gruß Alex

Sascha:

--- Zitat von: zErec am Di 22.06.2010, 11:29:55 ---Mein erster Computer war ein Atari 800 XL (in den 80igern).

Ich suche entsprechend ein Atari System,
das ich zukünftig gut erweitern kann.

Was nimmt man da am Besten?


--- Ende Zitat ---

Einen Atari 800 XL natürlich.

Da kannst du viel reinbauen: Speichererweiterung, SIO2SD, MultiOS, StereoPokey, VBXE etc.

;-)

tuxie:
Hehe jo ein 800XL

Aber ansonsten ist ein Falcon schon ne feine Maschiene. Aber da mußt du schon tieeefffff in die Tasche greifen.

Thorsten Günther:
Ähem.

Ich finde es ja schon mutig, gleich mit einem F030 einsteigen zu wollen.

Fü den Anfänger mit wenig Geld würde ich da viel eher zu einem 1040STf/STfm raten, die kriegt man häufig für unter 20 Euro - bei eBay sind da insb. die Angebote mit "Nur Abholung" interessant. Auch an denen kann man mit Bastlergeschick so einiges erweitern - insbesondere das RAM auf 4MB, aber vor allem kann man ohne finanzielles Risiko in das Thema 16-bit-Atari hineinschnuppern und sehen, ob einem der Computer überhaupt gefällt - die meisten derjenigen ST-Spiele, die es auf dem Amiga nicht gibt, laufen auf diesem Computer.

Ansonsten ist natürlich der 800XL als direktes technisches Bindeglied zwischen Atari VCS 2600 und Commodore Amiga ein sehr interessanter Computer, aber dafür ist eher das Forum des ABBUC interessant. An dem ist Basteln übrigens i.d.R. einfacher, da viele Erweiterungen quasi "Open Source" sind - man sich also mit entsprechendem Geschick selber einen SD-Kartenleser oder eine RAM-Erweiterung dafür bauen kann.

Thorsten

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