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Falcon knistert beim Starten von Audiosamples

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ama:
Wenn ich auf dem Falcon ein Audiosample z.B. MP3 mit Falcamp starte, höre ich am Anfang (und Ende) ein kurzes knistern.
Scheint mir durch das Initialsieren des Soundsystems zu passieren. Bei drei Falcon habe ich das nun festgestellt.

Meine Fragen dazu:
Haben das alle Falcons?
Gibt es eine Abhilfe?


Johannes:
Liegt es vielleicht an der CT60?


--- Zitat ---Some problems to solve (with some solders) :

Yes, I know, this is no more a 'no solders' fitting, but it's difficult to do electronic update of old hardware especially when some old patches were not correctly done...

 

- You hear some audio CRACs when running SDMATEST (2KB) at 50 KHz with 4 tracks

--- Ende Zitat ---

Mehr auf http://www.powerphenix.com/CT60/english/fitting63.htm

Beetle:
Hallo,

Das Knistern das du ansprichst, Johannes, liegt aber nicht an der ct60.
Soweit ich das verstehe (und inzwischen verstehe ich es aus eigener
Erfahrung ganz gut) ist das ein Problem des Falcon an sich.

Der ursprüngliche Lösungsweg ist der zum Teil bereits ab Werk
vorhandene Clockpatch mit dem 74F08 oder 74F04 Huckepack
dort neben dem NVRAM Chip.
Besser mit einder ct6x zusammen arbeitet der von R. Czuba empfohlene
Weg mit dem Abschlusswiderstand am SDMA Chip. Inzwischen empfiehlt
Rodolphe übrigens einen 68 Ohm statt dem auf der Seite noch genannten
47 Ohm Widerstand.
Beide sind Mittel gegen Knackser beim abspielen von Audiodateien.

Welchen der beiden Patches hast du in deinem Falcon montiert. ama?

Gruss,
Stefan

Arthur:
Wirklich ein interessantes Thema das schon fast so alt wie der Falcon selbst ist. Nur weshalb knackst es oder warum kann man das mit dem Clockpatch oder SDMA-Patch beheben. Ich hatte bisher immer gedacht das der SDMA-Patch für Probleme beim Datentranfer über SCSI hilft.... was bei mir ja auch die Transferfehler beseitigt hat. Ich habe von vornherein einen 68Ohm Wiederstand verwendet.

Nur wozu ist dann der eigentliche Clock-Patch da? Geht es hier wirklich um die 2-3ns verzögerung oder wird das Signal hier verstärkt und/oder aufgefrischt?

Gruß Arthur

Beetle:
Ich denke, darüber kann man nur wirklich dann exakte Aussage machen, wenn
man mit seinem guten Oszilloskop auch gut umgehen kann.

Rodolphe hat das Problem sicherlich richtig erkannt, hält sich mit vagen Äusserungen wie "it's difficult to do electronic
update of old hardware especially when some old patches were not correctly done..." dazu aber leider sehr bedeckt.

Über eine schlüssige Erklärung von ihm oder Atari hätte ich mich auch gefreut.

Nur wenn man im Kontext liest, sieht man das das knacksen im Ton mit beiden Maßnahmen bekämpft werden kann.

Mein Verständnis der Sache erklärt das so: durch lange Leiterbahnen vom Oszillator
bis zum SDMA Chip entsteht allein durch die lange Leiterbahn eine Kapazität,
diese verzögert das Ausschwingen des Taktsignals, Zugriffe können
asynchron werden,
die Knackser entstehen. Bus-Speeder wie die Speed Resolution Card verschärfen
diesen Effekt noch. Durch das Verzögern des restlichen Busses wird das Taktverhältnis
wieder synchroner. Lediglich die Taktsignale am CPU-Erweiterungsteckplatz werden nicht
mitverzögert. Dies behindert den fehlerfreien Betrieb der ct63.

Durch den anderen Ansatz, der Terminierung des SDMA Clocksignals soll ein Überschwingen
desselben verhindert/vermindert werden, was ebenfalls zu synchronerem Timing führt, das knacksen
wird vermieden, jedoch ohne den ganzen Bus so zu verzögern das die ct6x nicht mehr läuft.

Für mich klingt es so eigentlich ganz schlüssig.
Wäre schön wenn jemand, der mehr praktische Erfahrung hat, das ganze
bestätigen oder auch korrigieren kann.

Wenn niemand was dazu sagt, bleibt es nämlich als nicht widerlegte These hier stehen, obwohl es völlig falsch sein kann.

Gruss,
Stefan

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