Autor Thema: AtariX => MagicOnLinux  (Gelesen 10612 mal)

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Online Thorsten Otto

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Re: AtariX => MagicOnLinux
« Antwort #300 am: Do 08.01.2026, 10:22:10 »
Windows unterstützt UTF-16 schon mindestens seit win32s. Und man kann die Funktionen auch direkt aufrufen (_wfopen etc.). D.h. man kann auch einfach kleine Wrapper schreiben, die utf-8 in UTF-16 wandeln, und die entsprechenden Funktionen dann umbiegen.

Für Windows gibt es allerdings momentan noch ein anderes Problem: die ganzen fopenat(), statat() etc. Funktionen sind dort nicht verfügbar. Die müsste man erst nachbilden.

Offline AndreasKromke

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Re: AtariX => MagicOnLinux
« Antwort #301 am: Gestern um 11:03:07 »
Auch wenn es höchstens anekdotische Evidenz hat, habe ich die Unterstützung von ROM-Steckmodulen (cartridges) eingebaut. Programmtechnisch war das sehr einfach. Ich wollte auch noch etwas mit dem MIME-Zeugs spielen und habe dabei  auch etwas gelernt.

Was ich nicht hingekriegt habe, und das Schweigen der Spezifikation ist hier wundersam im Einklang mit dem Fehlen von Beispielen, ja sogar mit der Nichtexistenz jeglicher Nachfragen, ist eine Kombination aus Merkmalen. Also was will ich eigentlich? Die Datei muß (a) am Anfang die magischen Werte haben, und sie muß (b) eine Länge von 128k+4 haben und muß (c) die Dateiendung .stc haben. Das wollte noch niemand. Jemals ever. Im Ergebnis werden jetzt alle Dateien erkannt, die (a) die magischen Werte haben oder (b) die Dateiendung ".stc". Das ist suboptimal.

Für den Zugriff kann man den ROMDRVR.PRG nehmen, der aber nur eine mangelhafte Teilmenge der DOS-Aufrufe unterstützt, insbesondere fehlen die neueren D***dir()-Funktionen. Im übrigen gehört sowas auch in den Kernel oder den Emulator, wenn man es ernsthaft verwenden wollte. Folglich sieht man das ROM nur per Fsfirst()/next(), also z.B. von MCMD aus. Es ist halt ein Hack. Oder Spielerei.

Auch wenn es vermutlich keine einzige ROM-Cartridge gibt, die irgendeinen praktischen Nutzen hat, so hat man dann wenigstens jetzt ein buntes Bildchen. Ich denke, daß Hatari die .stc-Dateien unterstützt, auch wenn ich es nicht ausprobiert habe.

Online Thorsten Otto

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Re: AtariX => MagicOnLinux
« Antwort #302 am: Gestern um 12:07:11 »
Ja, ist zweifelhaft, ob man solche ROM-Cartridges findet, wenn dann müsste man sich die schon selber bauen irgendwie. In den meisten Fällen wird der Port für Kopier-Schutz Dongles benutzt. Ausnahme ist wohl das Diagnose-Cartridge, das macht aber auf einem Emulator wenig Sinn.

Ist also die Frage ob man sowas überhaupt unterstützen muss. Besonders, wenn die mime-type Erkennung möglicherweise mit anderen Dateien vom Typ *.stc kollidiert (openOffice scheint sowas z.B. zu generieren wenn man für StarOffice exportiert, siehe auch https://sembiance.com/fileFormatSamples/document/starOfficeSpreadsheet/example.stc).

Offline AndreasKromke

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Re: AtariX => MagicOnLinux
« Antwort #303 am: Gestern um 13:35:37 »
Ja, ist zweifelhaft, ob man solche ROM-Cartridges findet
Die habe ich massenweise gefunden. Sonst wäre ich auch nicht auf die Idee gekommen, das auszuprobieren. Ich glaube, ich habe die bei atari-forum.com gesehen. Nur die wenigsten sind Diagnose-ROMs. Die haben auch eine andere Kennung, also einen anderen magischen Wert.

Und ja, .stc ist LibreOffice-Zeugs. Deshalb bin ich ja auch unzufrieden. Vielleicht sollte ich die Dateiendung weglassen bei der MIME-Definition. Ich hatte halt gehofft, daß ich die mit den magischen Bytes ver-und-en kann.

Offline czietz

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Re: AtariX => MagicOnLinux
« Antwort #304 am: Gestern um 17:06:09 »
.stc ist m.W. die Endung, die Steem eingeführt hat. Viele der Cartridge-Dumps sind aber eben nur Speicher-Dumps, also exakt 64*1024 oder 128*1024 Bytes lang. Du solltest also nicht exakt 128*1024 + 4 Bytes erwarten, sondern mind. auch die zwei anderen Größen akzeptieren.