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Falcon: Sporadische Probleme nach NVRAM Tausch
Curly060:
Hi!
Erstmal: unglaublich, wie viel Aktivität hier im Forum herrscht, das ist ja toll :)
Nun zu meinem Anliegen:
Mein Falcon war über 10 Jahre im Exil (1000 Dank an SWE/YesCrew für die Geduld mit mir und die sorgsame Pflege :)) und ist nun endlich wieder bei mir. Ich hatte völlig vergessen, was für ein fantastisches Gerät das ist!
Leider ging natürlich die Uhr nicht mehr. Also habe ich mir das "NVRAM/RTC Replacement" von Centuriontech bestellt und mich ans Löten gemacht. Da wusste ich noch nicht, was für eine Teufelei es ist, diesen vermaledeiten Dallas-Chip sauber auszulöten, vor allem, wenn man eigentlich für solche Arbeiten unzureichende Ausstattung hat (und eigentlich auch nicht die Erfahrung, aber ich dachte: Wer im Milan schonmal SMD gelötet hat, wird doch wohl auch nen Falcon löten können ;))
Die Details der Aktion spare ich euch, nur so viel: Es kam ein Dremel zum Einsatz!
Nunja, irgendwann war der neue Chip dann drin und der Falcon startete auch. Die Uhr ließ sich einstellen und behält die Zeit. Aber das NVRAM, das zickte rum. CRC errors mit dem Centek NVRAM Programm und die Einstellungen bleiben nicht erhalten.
Und dann noch das: ein paar Tage später eingeschaltet: schwarzer Bildschirm, nix geht mehr! Der Schock war groß.
Ich habe dann nochmal nachgelötet und siehe da: Alles paletti! NVRAM behält die Settings, Falcon läuft. Juhuuu!
So, jetzt 2 Monate später wieder dasselbe Phänomen: Falcon startet nicht, schwarzer Bildschirm. NVRAM mit CRC Errors, Settings bleiben nicht erhalten. Au Mann. Zurücksetzen des NVRAM (das Modul hat dafür extra einen Jumper) hilft manchmal. Dann startet der Falcon. Wenn er an ist, läuft er auch. Aber es ist halt ein Glücksspiel, ob er startet.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich das einfach nicht gut gelötet habe, aber ich traue mich jetzt einfach nicht mehr selbst dran.
Ich bin hardwaremäßig viel zu unerfahren und hätte die Aktion lieber gleich von einem Fachmann machen lassen sollen. Aber welchem? Bin seit 15 Jahren aus der Atari-Szene raus und kenne so gut wie niemanden mehr. Und dann hab ich das Form gefunden :)
Jetzt also meine Frage:
Gibt es in meiner Nähe (Raum Aschaffenburg/Frankfurt) jemanden, der das nötige Knowhow und Equipment hat, das Problem zu untersuchen und zu beheben? Centuriontech hat schon angeboten, dass ich den Falcon einsenden kann, aber ich hab sehr wenig Lust, den bis nach Tschechien zu schicken.
Ich hab schon die Reparaturadressliste im Forum gesehen, aber ob die noch gültig ist? Also, bin mal gespannt auf Rückmeldungen. Es versteht sich von selbst, dass ich jeglichen anfallenden Aufwand selbstverständlich bezahlen würde!
Cheers, Curly060 =;->
Lukas Frank:
Habe sowas schon öfter gemacht. Das Centuriontech Modul hatte ich einmal verbaut. Wenn man einen normalen Sockel nutzt passt aber die Metallabdeckung nicht mehr weil das Modul mit dem Batteriehalter dazu zu hoch ist.
Curly060:
Ah, das klingt doch schonmal gut. Ich löte dann doch eher selten...
Mein Falcon sitzt in einem DeskTopper Gehäuse. Da ist kilometerweit Luft nach oben. Gesockelt habe ich das modul auch nicht. Es hat je ne tauschbare Batterie und kann dann hoffentlich für die Restlebenszeit des Falcons einfach so drin bleiben.
Abgesehen davon habe ich auch schlicht nicht dran gedacht das zu sockeln ;)
Cheers, Curly060 =;->
Lukas Frank:
Je nach dem wie und womit du das alte Modul ausgelötet hast sind eventuell Lötaugen beschädigt. Sprich mal ist Kontakt da und mal nicht? Ohne das jetzt wieder auszulöten läßt sich sowas schwer beurteilen. Wie hast du den den Masse Pin rausbekommen?
Curly060:
Den Massepin habe ich gar nicht rausbekommen. Also, dann doch die Details der Aktion :)
Ich habe einen regelbaren Lötkolben und eine Entsaugpumpe benutzt. Ich habe zunächst ein klein wenig Lötzinn zugegeben und dann abgesaugt. Ich hab sogar extra vorher an Elektronikschrott den Vorgang geübt. Als das super geklappt hat, dachte ich, das geht beim Falcon auch so...
Von daher denke ich, dass ich schon extrem vorsichtig war und hoffe doch sehr, keine Lötaugen beschädigt zu haben. Bei vielen Pins konnte ich das Zinn auf diese Art und Weise ziemlich problemlos entfernen, aber eine ganze Menge Pins waren einfach zu hartnäckig, allen voran der Massepin.
Bevor ich also immer und immer wieder erfolglos erhitze, hab ich dann zu einem sehr feinen Dremel gegriffen und die hartnäckigen Pins so weit oben wie möglich durchtrennt.
Das hat ganz hervorragend geklappt, der Dallas war weg und die widerborstigen Pins konnte ich nun einzeln behandeln (und vor allem auch von der anderen Seite). Die meisten fielen quasi von selbst raus nach kurzer Erhitzung. Nur der Massepin nicht. Da ging absolut gar nix.
So, jetzt war der Chip weg, die Pins durchtrennt und der neue ging nicht rein. Was tun? Tja, halt den Massepin vom Modul auch getrennt und dann von oben mit einem kleinen Kabel auf den Boardrand die Masse besorgt. Der Weg ist da ja nicht weit (und die FX-Karte hat das auch so gemacht, also von daher ;))
Das ganze hatte ich mir definitiv anders vorgestellt. Ich bin mir aber sicher, dass jemand mit Löterfahrung das im Handumdrehen hinbekommt. Nur ich selbst traue mich jetzt nicht mehr so recht. Das Teil ist ja unersetzlich. Das ist mein erster Computer (also wirklich meiner, nicht nur "Familienrechner"), der ist mir absolut heilig :-)
Cheers, Curly060 =;->
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