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Problem mit Eiffel - gelöst
Atariosimus:
Am Mainboard liegen 5,14V an, direkt gemessen an den Anschlußsteckern für Festplatte.
An der Buchse für den Telefonstecker direkt am Atari liegen 5,11V an,
mit gestecktem Telefonstecker ist der Wert der selbe.
Ankommen, tun am Telefonstecker der Eiffel 4,58V.
Am Kabelende, nicht gesteckt liegen 5,11V an. Also Verluste durch das Kabel sind zu vernachlässigen.
4,70V liegen an, wenn ich den Stecker kurz ziehe so, daß Maus und Keyboard normal funktionieren.
4,58V liegen an, wenn die Maus nicht funktionstüchtig ist.
Wenn man den Kondensator C7 kurzschließt gehts auch wieder. Nur ist dann die Zeit resettet.
Ektus:
--- Zitat von: Atariosimus am Fr 30.03.2018, 17:03:01 ---Am Mainboard liegen 5,14V an, direkt gemessen an den Anschlußsteckern für Festplatte.
An der Buchse für den Telefonstecker direkt am Atari liegen 5,11V an,
mit gestecktem Telefonstecker ist der Wert der selbe.
Ankommen, tun am Telefonstecker der Eiffel 4,58V.
Am Kabelende, nicht gesteckt liegen 5,11V an. Also Verluste durch das Kabel sind zu vernachlässigen.
4,70V liegen an, wenn ich den Stecker kurz ziehe so, daß Maus und Keyboard normal funktionieren.
4,58V liegen an, wenn die Maus nicht funktionstüchtig ist.
--- Ende Zitat ---
Am unbelasteten Kabel fällt auch keine Spannung ab. Der Wert sagt nichts aus. Interessant ist das belastete Kabel. Und wenn bei den paar mA, die Eiffel mit Maus und Tastatur brauchen, schon 5,11V-4,58V=0,53V abfallen, dann taugt eindeutig das Kabel nichts. Das ist im Normalbetrieb, bei der Initialisierung fließen kurzzeitig größere Ströme, u.A. um irgendwelche Kondensatoren in den drei Geräten zu laden. Ich vermute, daß dabei die Spannung dann soweit zusammenbricht, daß die Initialisierung der Maus fehlschlägt.
Ich hatte ein neues Kabel für die Eiffel, bei dem kam gar kein Strom durch (schlecht gequetschter Stecker oder unterbrochene Ader, habe ich nicht näher untersucht). Wenn da nur eine Litze Kontakt hat, ist der Durchgangswiderstand erhöht und es geht nur mit Glück bzw. unzuverlässig.
EInfacher Test: anderes (kürzeres, aber vor allem dickeres) Kabel verwenden, um Masse und 5V an die Eiffel zu führen.
MfG
Ektus.
Atariosimus:
Ich bin nur irritiert, weil ich das Kabel die ganze Zeit schon verwendet habe. Ich hab auch mal das Originaltastaturkabel drangehängt. Das ist kürzer und zeigt die gleichen Effekte.
Gegen die Kabeltheorie spricht aber eigentlich, daß es ja dann funktioniert wenn man das Kabel kurz rauszieht und wieder reinsteckt. Dann müßte sich ja ähnliches abspielen und die Spannung abfallen.
Leider oder zum Glück geht es dann sehr zuverlässig weiter.
Trotzdem vielen Dank für Deine tatkräftige Unterstützung. Vielleicht hat sich ein Bauteil auf der Eiffel verabschiedet aber dagegen spricht, dass die alle neu sind und auch dass es normal läuft wenn der Stecker kurz abgezogen wird.
Atariosimus:
Die Maussignale gehen nirgendwo anders hin. Es ist von der Jumperung nichts geändert worden. Auch die Platine ist wie gehabt.
Die Pullups habe ich auch verglichen und keine Abweichung von den Werten festgestellt. Der 74LS174
ist auch getauscht worden.
Ich könnte mir noch folgendes vorstellen. Da ich damals den PIC verkehrt herum eingesetzt hatte und der sehr heiss wurde könnte auch der Baustein was abbekommen haben. Ich ging davon aus, daß der hinüber war setzte den aber versuchsweise nochmal richtig ein und siehe da er lief. Sogar das nachprogrammieren bei Frank funktionierte. Vermutlich hat er aber jetzt seinen Geist doch teilweise aufgegeben.
Da ich an der Platine seither nichts mehr verändert habe und auch das Kabel identisch ist kann es nur noch daran liegen. Andernfalls wäre der Fehler nur noch im Atari selbst zu suchen. Verändert wurde aber dort nur die Spannungsversorgung, d.h. alte Kondensatoren wurden getauscht oder der MC68850 hätte was abbekommen wovon ich jedoch nicht ausgehe.
Gast120501:
Die Spannungsversorgung am Tastaturport der Ataris ist ziemlich schlecht, scheinbar sind da teilweise im Layout recht dünne Leiterbahnen dafür vorgesehen. Und je Dünner ein elektrischer Leiter, desto höher sein Widerstand... Gleiche Effekte hat man auch bei Kabelverlängerungen mit der original-Tastatur, am IKBD kommt dann einfach eine zu niedrige Spannung an und schon läuft die Tastatur nicht sauber. Erschwerend sind Netzteile, die auf dem 5V-Strang entweder zu schwach sind (oder in einem wenig effektiven Lastbereich laufen, z.B. 700W ATX-Netzteile die nur 10% oder weniger davon liefern müssen und dann einfach nicht richtig regeln können) oder auf 5V so eingestellt sind (kann auch Bauteilealterung sein), dass sie an der unteren Grenze der TTL-Spezifikation für die Spannungsversorgung sind. Dann sinkt mit einem längeren Tastaturkabel die Spannung am Tastaturcontroller noch mehr. Oben im Beitrag von Ektus ist ein Spannungsabfall von 0,53V zwischen Netzteilanschluss und Eiffel nachzulesen, das ist schon sehr viel (bei 5V sind das über 10%!). Bei meinem Tower-Umbau meines 1040ST war das damals auch so. Da ich als Verbindung zwischen Tower und Tastatur 9-polige DIN-Buchsen verwendete, konnte ich da Joystick-Verlängerungskabel dazwischen stecken und so in meinem damaligen Jugendzimmer vom Bett aus den ST am Schreibtisch bedienen, es klappte aber zunächst wegen dem Spannungsabfall nicht. Meine damalige Lösung war, den Tastaturport am Tower umzubauen, von 5V Spannungsversorgung auf 12V. Im Tastaturgehäuse, und später auch in dem Gehäuse für das AT-Tastatur-Interface saßen dann jeweils 7805 Spannungsregler, um wieder auf 5V zu kommen. So gingen dann auch drei Joystickkabelverlängerungen hintereinander problemlos. Das ist natürlich die Radikallösung, die den Tastaturanschluss inkompatibel zu anderen Tastaturen macht, die nicht entsprechend vorbereitet sind. Eine sanftere Lösung könnte sein, auf der Hauptplatine des ST auf der Unterseite vom Netzteilstecker 5V ein isoliertes Kabel anzulöten, und dessen andere Seite an die 5V-Pins des Tastaturanschlusses anlöten. Evtl. das selbe auch mit Masse, je nach Platinenlayout. Das dann noch sauber verlegen und mit Heißkleber fixieren und das sieht dann auch einigermaßen ordentlich aus und dürfte das Problem auch beseitigen, sofern man das Tastaturkabel nicht allzu lang macht, oder kein Kabel mit höheren Querschnitt der Einzelleitungen nutzt. (Das auch als Hinweis an Börr mit seinem CT60-Falken)
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