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Quasi-MMU im 68000er ST

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goetz @ 3rz:
Hallo,

Landon Dyer schreibt in seinem Blog über eine Möglichkeit im MegaST, eine „MMU für Arme“ dort nutzen zu können, für UNIX/unixoide Umgebungen. Ich dachte, wir hätten es hier schonmal davon gehabt, finde aber nichts.

Wenn nicht: Ist dem so, kann der MegaST das – weiß das jemand? Und weiß jemand, ob das ein System auch nutzt (sowas wie Beckemeyer, oder OS-9, oder IDRIS, oder …)?

Gast120501:
Diese MMU war nicht für den Mega-ST, sondern für den E(-)ST. Siehe http://www.atarimuseum.com/computers/16bits/est/mmu.txt

czietz:
Und vom E-ST gab's (wenn überhaupt?) nur Prototypen, sodass es vermutlich kein OS gegeben haben wird, dass diese "MMU" genutzt hat.

Gast120501:
Genau das schreibt Landon Dyer in seinem Text. OS-Support gab es noch nicht. Und wenn doch, wäre es, wie dort zu lesen stand, wohl ein Unix geworden, und damit wäre TOS tot gewesen. Ob das gut oder schlecht gewesen wäre, mag jeder selbst entscheiden. Was mich dabei wundert, der E-ST hatte den 68020 und dafür gab es von Motorola die MC68851 MMU. Wozu dann noch die Atari-MMU?

mfro:
Das, was im verlinkten Text beschrieben wird, ist keine MMU. Und ich glaube auch nicht, dass das bei der ST-Gemeinde besonders gut angekommen wäre.

Ich würde das eher "Verkrüppelung" nennen; m.E. macht es aus dem schön linearen Adressraum des m68k einen "verbogenen", segmentierten (die beschriebene "MMU" macht was ganz ähnliches wie die Segmentregister im 80286 protected mode). Es hätte also pro Prozess einen deutlich eingeschränkten Speicherbereich bedeutet.

Zusätzlich wäre kein altes Programm mehr lauffähig gewesen, weil alle "ernsthaften" Stackzugriffe erst mit einem "harmlosen" ("throwaway") Befehl hätten prüfen müssen, ob sie aus ihrem Adressraum herauslaufen oder nicht.

Alles in allem eine ziemliche Schnapsidee, so wie ich das verstehe.

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