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MiST und Midi

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Nervengift:
Ich denke, dass in Sachen Office und DTP für Atari nichts wirklich neues kommt (Die letzte Version von Calamus mag aus dem letzten Jahr sein, aber sie repräsentiert dennoch wohl nicht den Stand der Dinge in Sachen DTP.) liegt daran, dass dies alles kommerzielle Software war. Da geht heute keiner mehr bei und macht was. Wieso auch? Solange der kommerzielle Gedanke dabei die Hauptrolle spielt, kann das für Atarirechner nicht mehr funktionieren. Ausnahmen wie HDDriver bestätigen die Regel. ;)

Software, die hingegen in den 90er Jahren für die Ataris schon Open Source war, lebt immer noch in einer Art und Weise. MiNT wäre ein gutes Beispiel, wobei der Release der letzten stabilen Version jetzt auch schon etwas länger her ist. Es gibt einige nette andere Softwareprojekte wie Troll z. B., aber dennoch erreicht solche Software verständlicherweise nicht die Klasse aktueller Software wie für Mac oder PC. Solche Erwartungen zu hegen sind praktisch total unrealitisch aus einer Vielzahl von Gründen, die genannnt wurden. Wer moderne Software und Lösungen will, der muss eben auch ein entsprechendes System nutzen, es sei denn, er kommt mit all den Einschränkungen alter Hard- und Software aus.

Insofern verstehe ich nicht ganz, warum man unbedingt einen Romport und Midiinterface für Atari Clones braucht. Mit aktuellen Lösungen sollte das viel besser oder zumdest gleichwertig gehen? Dient die Sache nur zum Spielen, dann kann es doch auch nicht so dramatisch wichtig sein wie oder in welcher Form das kommt in den nächsten Jahren kommt? Und man kann ansonsten auch noch die alte Originalhardware verwenden. Noch geht das ganz gut. In 20 Jahren mag das anders aussehen, aber wer will in 20 Jahren ein 50 Jahre altes System dafür ernsthaft einsetzen außer um es vielleicht mal im Museum zu zeigen?

Sicherlicherlich ist vieles erstrebenswert und einiges auch machbar, aber eben nicht mehr so wie noch vor fast 20 Jahren zur Milanzeit. Dem muss man sich stellen und infolgedessen sein Konsequenzen ziehen. (Die kann ja auch sein selbst aktiv zu werden und zu programmieren. ;D)

Börr:
Also ich mache meine Buchhaltung mit dem Falcon!

goetz @ 3rz:

--- Zitat von: Patrick STf am Fr 05.08.2016, 17:16:00 ---Sorry das sehe ich nicht so. Frei okay, aber die Firebee kostet nun mal einige hundert Euros und da darf man schon eine gewisse Kompatibilität erwarten.
--- Ende Zitat ---

"Frei" hat mit "kostenfrei" fast nichts zu tun. Frei heißt, dass die Sourcen in einer passenden Lizenz verfügbar sind (und bei Hardware, dass du die "Sourcen" der Hardware genauso behandeln kannst, also Schaltpläne etc.)

Da Hardware sich noch nicht selbst kostenfrei repliziert (wie das bei Software möglich ist), musst du halt für die Hardware bezahlen. Das muss nicht das Attribut "frei" einschränken.


--- Zitat von: Patrick STf am Fr 05.08.2016, 17:16:00 ---Ansonsten verstehe ich nicht warum man ein nicht ausgereiftes System frühzeitig herausbringt ?
--- Ende Zitat ---

Wieso nicht, wenn eventuelle Defizite klar kommuniziert werden, finde ich das bei einem eh-schon-Nischenprodukt kein Problem. Da hat ja keiner was absichtlich versteckt.

Ich hab ja auch schon Kritik an dem Umfeld der Firebee geäußert (damals fehlende/unübersichtliche Kompatibilitätslisten, dass Informationen im Blog fortschreitend veröffentlicht werden, statt auf "statischen" Seiten), wurde prompt und zu Recht zur Mitarbeit aufgefordert. Leider wäre der Berg, wenn man das richtig machen wollte, nämlich die Website komplett neu bauen, zu groß gewesen – ich hab ja auch noch andere Retroprojekte laufen, und schon da gammelt es öfter mal. Plöt.

goetz @ 3rz:

--- Zitat von: Patrick STf am Fr 05.08.2016, 18:34:53 ---Dann erklär mir doch mal Dein Anspruchsdenken ? Meine Erwartung ist nicht überzogen. Eine gewisse Kompatibilität darf man doch voraussetzen, oder etwa nicht ? Falls nein, dann frag ich mich nach dem Nutzen ;)
--- Ende Zitat ---

Dann definiere doch mal was du erwartest. Wenn die Firebee darauf nicht paßt, dann ist sie halt nichts für dich. Deswegen muss das Projekt doch nicht falsch sein? Der Kollege, der eine USB-Karte für den Turbochannel-Bus eines „Mitbewerbers“ gebaut hat -- soll ich den dafür kritisieren, dass er etwas der Allgemeinheit zur Verfügung stellt, worin ich keinen Sinn sehe? Wem hilft das?

Mathias:
Danke gh-baden für die letzten Beiden Postings. Das trifft alles den Nagel ziemlich genau auf den Kopf. Mit dem Verständnis für das ganze Projekt wie Du es oben skizzierst kann man wirklich gut umgehen, also ich zumindest. ;) Auch Kritik und Anregungen gehen so viel Besser!
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