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Atari ST - reparabel?
Gaga:
Das OFAM ist ein jährliches Treffen in Münchberg bei Hof in Bayern und inzwischen ein fester Bestandteil der Szene:
http://forum.atari-home.de/index.php?topic=12906.0
Du würdest den "Preis" für die wahrscheinlich weiteste Anreise bekommen. Selbst unsere Niedersachsen überlegen ernsthaft, ob sie sich das antun.
Vorteil: 3 Tage lang, was sich durchaus lohnt.
Weiterer Vorteil: Du kannst einen Firebee-Schwarm in freier Wildbahn beobachten, wenn Dich das interessiert.
Noch ein Vorteil: da sind einige Hardware- und Softwarecracks vor Ort.
Nachteil: überaus laut schnarchende Tschechen.
SolderGirl:
Also ich würde folgendes machen:
Erstmal alles ausstecken, was nicht unbedingt gebraucht wird. Also in dem Fall erstmal den SCSI-Adapter und das zweite Floppy. Dann würde ich alle gesockelten Chips mal rausnehmen und die Beinchen reinigen. Auch die PLCCs.
Dann würde ich die Spannungen nachmessen. Falls die nicht passen, ein anderes Netzteil besorgen. Da würde ich persönlich wohl einen Adapter basteln und ein ATX-Netzteil anschließen. Die sind recht zuverlässig und es ist auch auf lange Sicht kein Problem einen Ersatz zu finden, falls es doch mal ausfallen sollte.
Die Speichererweiterung würde ich gegen einen PS2-Sockel austauschen. Da kannst du dann ein 4MB-Modul einsetzen, also nochmal 33% mehr RAM. Und ich vermute das wäre auch zuverlässiger als eine Lochrasterplatine.
Dann würde ich auch alle Elkos mal genau in Augenschein nehmen. Vorzugsweise nachmessen, aber zumindest mal optisch inspizieren. Dabei auch den Bereich der Platine in der Umgebung des jeweiligen Elkos, um zu sehen ob irgendwo Spuren von ausgelaufenem Elektrolyt zu sehen sind.
Das nächste wäre dann die ganzen Lötstellen mal genau anzuschauen. Die sind inzwischen über 30 Jahre alt, und waren ja auf dem Dachboden immer wieder Temperaturschwankungen ausgesetzt. Wenn eine Lötstelle matt und grau aussieht, ist das kein gutes Zeichen. Wenn dunkelbraune oder schwarze Ablagerungen zu sehen sind, ist es ein schloechtes Zeichen. Es können sich auch Risse bilden, die sieht man meistens nur mit Lupe als feine Linie, die sich im Kreis auf halber Höhe um die ganze Lötstelle zieht.
Wenn das alles nichts bringt, dann würde ich den Fehler bei einem Chip vermuten, vielleicht Shifter oder MMU.
Also Prinzipiell ist das vorgehen so:
1. Mögliche Fehlerquellen entfernen
2. Stromversorgung überprüfen
3. Verbindungen überprüfen
4. Bauteile überprüfen
Noch ein Gedanke:
Wenn du an Spielen kein Interesse hast, eher System- und Anwendungssoftware, den Rechner sowieso schon in einem Tower untergebracht hast, und nicht mit der originalen ST-Auflösung arbeiten willst, wäre es doch eine Überlegung wert, eine VGA-Karte einzubauen.
STarship:
Hallo zusammen,
ich würde auch zuerst die Netzteilspannungen prüfen. Bei meiner SH205 haben schon leicht geringere Werte von 4,88 und 10,75 Volt gereicht, um die Platte nicht mehr korrekt initialisieren zu können. Mit einem baugleichen Netzteil aus einem anderen Gerät, welches 5,02 und 12,2 Volt anliegen hatte, lief die Platte wieder sauber.
VORSICHT: Die Spannungsmessung erfolgt normalerweise am offenen Rechner während er unter Dampf steht, also aufpassen daß man keine spannungsführenden Teile berührt! Elektrolytkondensatoren können auch nach der Trennung vom Netz noch unter Spannung stehen, also auch dann nicht gleich angrabbeln!
Falls das Netzteil das Problem ist: alle Elkos tauschen (deren Alterung ist völlig normal) und alle Lötstellen überprüfen oder das NT komplett ersetzen. 1040er wurden zB schon erfolgreich auf PicoPSU umgerüstet.
Was bei einem meiner totgeglaubten 1040 STE schon öfter geholfen hat: alle gesockelten Chips vorsichtig nachdrücken, wenn das nicht reicht: die Käfer mal rausziehen, Kontakte reinigen und wieder einsetzen. Das wäre eine Maßnahme, die zumindest nicht schadet und kein Geld kostet und mit etwas Glück schon zum Erfolg führt.
VG
Sven
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