Hardware > Hardware (Classic 16-/32-Bit)

Da entsteht gerade eine neue Grafikkarte...

<< < (2/3) > >>

Gast120501:
Nein, ich kann das nicht. Die Grafikkarte ist aber - soweit ich das verstehe - nur ein Framebuffer, der linear in den Adressbereich des 68000 eingeblendet wird. Also nix anderes als Shifter, TT-Shifter und Videl, und dem Grafikchip im Jaguar. Nur eben mit anderer Basisadresse und vernutlich anderem (einfacherem!) Ansprechen der Pixel (RGB statt Bitplanes) Sollte also für einen guten Programmierer kein Hexenwerk sein.

Lukas Frank:
Wenn mein Wissen richtig ist werden alle Grafikkarten im Atari ST nur als Framebuffer angesprochen ...

Gast120501:
Idek hat mir im Quellcode der Nova-Treiber mal gezeigt, dass da spezielle Funktionen des Mach32-Beschleunigers z.B. zum Linien zeichnen benutzt werden.

mfro:

--- Zitat von: 1ST1 am Fr 20.05.2016, 22:08:54 ---Nein, ich kann das nicht. Die Grafikkarte ist aber - soweit ich das verstehe - nur ein Framebuffer, der linear in den Adressbereich des 68000 eingeblendet wird. Also nix anderes als Shifter, TT-Shifter und Videl, und dem Grafikchip im Jaguar. Nur eben mit anderer Basisadresse und vernutlich anderem (einfacherem!) Ansprechen der Pixel (RGB statt Bitplanes) Sollte also für einen guten Programmierer kein Hexenwerk sein.

--- Ende Zitat ---

Tatsächlich kann man einem Atari relativ einfach eine Grafikkarte unterschieben, so dass die Grafikroutinen im ROM direkt auf den Framebuffer der Karte schreiben (dazu werden einfach die Line-A Variablen auf jenen "umgebogen" und entsprechend der Framebuffer-Auflösung "aufgeblasen").

Das funktioniert allerdings nur, wenn die Grafikkarte auch dasselbe Speicherlayout wie der ST-Bildspeicher hat.

Durch die interleaved Bitplanes (jedes Bildschirmpixel ist auf bis zu acht Speicherworte verteilt), die es sonst so gut wie nirgends gibt, wird das wohl auch bei dieser Karte nicht funktionieren (ausser im Monochrom-Modus, da ist die interleaved-Bitplanes- und packed-Pixel-Darstellung gleich, vorausgesetzt die Karte unterstützt den überhaupt). Die Maxon MGE-Karte hatte meiner Erinnerung nach einen "Treiber", der im Monochrom-Modus die Line-A ROM-Routinen auf ihrem Framebuffer nutzen konnte.

Was bleibt, ist den Grafikkartentreiber neu zu schreiben. Und das ist nicht ganz so simpel (wenn's ausser zu funktionieren auch noch schnell sein soll).

guest522:

--- Zitat von: 1ST1 am Fr 20.05.2016, 22:48:56 ---Idek hat mir im Quellcode der Nova-Treiber mal gezeigt, dass da spezielle Funktionen des Mach32-Beschleunigers z.B. zum Linien zeichnen benutzt werden.

--- Ende Zitat ---
Hab ich? Kann mich gar nicht mehr daran erinnern....s.h.i.t ich werde alt. Im Übrigen bin ich sicher nicht "God of Nova". Ich habe bestenfalls die Oberfläche der Treiber angekratzt.  ;)
Zum Thema: Ich habe vor einiger Zeit ja auch schon mal über das Thema FPGA philosophiert. Am Besten eine Lösung, die auch noch Funktionen wie Netzwerkkarte integrieren kann. Es gibt auch schon einige FPGA Projekte die VGA Karten implementieren. Die ACORN Freaks haben z.B. eine Lösung entwickelt, die den (relativ simplen) Grafikchip mittels FPGA ersetzt und dabei modernere Anschlussvarianten zur Verfügung stellt. 
Ich denke, die NOVA VDI Sourcen sind prinzipiell auf eine andere Plattform portierbar. Die EMULATOR.PRG initialisiert die Nova im Wesentlichen so, dass sie als linearer Framebuffer im ST/TT Speicher zur Verfügung steht. Dann schreiben die STA_VDI Routinen in diesen Bereich.
Ich spiele z.B. schon länger mit dem Gedanken mir mal ne ISA S3 801 mit 2MB zu besorgen und dafür ne EMULATOR.PRG zu schreiben. Dann, so hoffe ich, würden die Nova Treiber auch mit dieser Karte funktionieren. Das Gleiche wäre imho auch mit einer entsprechend programmierten FPGA Lösung möglich.
Wie immer...viele Ideen, zu wenig Zeit. :(

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln