Hardware > Hardware (Classic 16-/32-Bit)
Was sollte so eine neue ST/STE CPU-Karte mitbringen?
mfro:
--- Zitat von: Mathias am So 17.01.2016, 22:07:35 ---...Er hat die Idee gehabt die Zukunft der Plattform per reiner CPU-Emulation zu suchen. Einen möglichst perfekten 68k-Emulator auf x86 oder ARM, der aber ausschließlich die CPU emuliert. Sprich, das Projekt dadurch vereinfacht, daß nicht versucht wird das ganze System zu emulieren auf irgendeiner Stangen-Hardware, sondern sich ein kleines Team auf so eine CPU konzentrieren kann, die dann in neuen Hardware-Designs, für Upgradekarten usw. genutzt werden kann ohne daß man die ganze Peripherie mitemulieren muß, die ja weiterhin von den "Ataris" zur Verfügung gestellt wird, nur statt der 68k/Coldfire CPU halt eine andere die nur emuliert genutzt wird...
--- Ende Zitat ---
Ich verstehe das so, daß (z.B.) ein ARM-Chip die 68000-CPU per Software emuliert und "irgendwie" in einen ST gesteckt wird, um dem eine schnellere CPU zur Verfügung zu stellen?
Wie soll das gehen?
So ein 68000 hat einen Sockel mit 64 Pins. ARM-CPUs haben maximal 32 frei programmierbare GPIOs, die man für den Anschluß an den m68k-Sockel verwenden könnte (immer vorausgesetzt, sie wären schnell genug, was absolut nicht der Fall sein muß). Ihren "eigenen" Daten- und Adressbus bräuchte die "Emulations-CPU" ja für ihre eigene Speicheranbindung (irgendwo muß die Emulation ja schließlich laufen). An dem m68k-Sockel sind (ich laß' das ganze andere - durchaus notwendige - Geraffel mal weg und von einem 68030 reden wir gar nicht) schon 24 Adress- und 16 Datenleitungen, die bedient werden müssten. Zusätzlich müssten die GPIOs für die Busanbindung noch (innerhalb des für den 68k-Bus vorgegebenen Zeitfensters) quasi-gleichzeitig geschaltet werden. Keine Ahnung, wie das gehen soll.
Da haben wir noch gar nicht darüber gesprochen, daß die Spannungspegel nicht zusammenpassen.
Das klappt nicht, egal wie man's dreht und wendet (ich jedenfalls kann's mir nicht vorstellen). Und mit einer Intel-CPU wär's nicht anders (eher schlimmer). Da ist ein FPGA deutlich einfacher (der hat wenigstens genügend freie Pins).
ST-Oldie:
Hi,
--- Zitat von: mfro am Mo 18.01.2016, 09:31:28 ---ch verstehe das so, daß (z.B.) ein ARM-Chip die 68000-CPU per Software emuliert und "irgendwie" in einen ST gesteckt wird, um dem eine schnellere CPU zur Verfügung zu stellen?
Wie soll das gehen?
So ein 68000 hat einen Sockel mit 64 Pins. ARM-CPUs haben maximal 32 frei programmierbare GPIOs, die man für den Anschluß an den m68k-Sockel verwenden könnte (immer vorausgesetzt, sie wären schnell genug, was absolut nicht der Fall sein muß). Ihren "eigenen" Daten- und Adressbus bräuchte die "Emulations-CPU" ja für ihre eigene Speicheranbindung (irgendwo muß die Emulation ja schließlich laufen). An dem m68k-Sockel sind (ich laß' das ganze andere - durchaus notwendige - Geraffel mal weg und von einem 68030 reden wir gar nicht) schon 24 Adress- und 16 Datenleitungen, die bedient werden müssten. Zusätzlich müssten die GPIOs für die Busanbindung noch (innerhalb des für den 68k-Bus vorgegebenen Zeitfensters) quasi-gleichzeitig geschaltet werden. Keine Ahnung, wie das gehen soll.
--- Ende Zitat ---
Ich denke, der Adressbereich des ST muß in den Adressbereich der CPU auf der Beschleunigerkarte eingeblendet werden. Du hast schon recht, diese CPU braucht auch ihr eigenes RAM und Flash. Aber wenn man auf der CPU genug Speicherbereiche definieren kann, sollte das schon machbar sein.
Tschüß
Michael
mfro:
--- Zitat von: ST-Oldie am Mo 18.01.2016, 13:29:43 ---Ich denke, der Adressbereich des ST muß in den Adressbereich der CPU auf der Beschleunigerkarte eingeblendet werden. Du hast schon recht, diese CPU braucht auch ihr eigenes RAM und Flash. Aber wenn man auf der CPU genug Speicherbereiche definieren kann, sollte das schon machbar sein.
--- Ende Zitat ---
Das würde nur dann funktionieren, wenn die CPU auf der Beschleunigerkarte das m68k-Busprotokoll beherrschen würde (was bei einer Softwareemulation auf einer ARM-CPU beispielsweise sicher nicht der Fall ist). Schließlich läge das RAM für die Karte "hinter" Glue und ST-MMU.
Gast120501:
Das Busprotokoll kann man sicher mit einer entsprechenden Glue-Logik einander angleichen. Wenn wir es schaffen, ISA- und PCI-Karten an ST/Falcon anzutackern, dann geht das sicher auch.
mfro:
Na dann viel Spaß beim Weiterträumen ;)
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