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Cartridge Port Hub oder Kabel ?

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Burkhard Mankel:
Habe ich im Post #9 doch genauer beschrieben:

--- Zitat von: Burkhard Mankel am Fr 06.06.2014, 07:33:50 ---Hmm - ich kann mich zurückerinnern - ich hatte mal einen auf 2,5MB aufgerüsteten Mega ST1. Die originale Tastaturleitung löste sich sprichwörtlich "zu Staub auf" - was wohl, wie ich später erfahren durfte, eine "Krankheit" dieser Spiralkabel ist. Damals gab es (für mich) noch kein Internet und ich wollte nicht warten, bis ich auf dem Postweg für Ersatz sorgen konnte. In meinem Fundus befand sich aber eine 2m lange 4adrig belegte Telefonleitung eines Siemens Telefons mit passendem RJ11 Stecker - wie benötigt, Pins 2-5 beschaltet. Ich schnitt den nicht brauchbaren Stecker ab und lötete kurzerhand das Kabel an die Tastaturplatine. Die Belegung war korrekt, wie ich später mit Multimeter feststellen konnte - auch Pin1<->Pin1 sowie Pin6<->Pin6 zeigten Verbindung. Trotzdem wollte die Tastatur partout so nicht arbeiten - auch nicht, nachdem ich das Kabel auf weniger als 1m kürzte. Nachdem ich dann doch ein - korrekter Weise 6adriges - Kabel jetzt doch noch bestellt hatte und (durch meinen Fehler) das spiegelbildlich beschaltete in die Hände bekam, habe ich das kurzerhand auch angelötet - und das hatte dann funktioniert!
Mir kommt kein 4adriges Kabel mehr als Tastaturkabel unter - die 6 Adern haben schon ihren Sinn!

--- Ende Zitat ---
edit: Was beim damals Verlöteten schief gegangen war oder ob ich irgendwelche Denkfehler oblag, kann ich jetzt nicht mehr ganz nachvollziehen. Tatsache ist: mit 4 adrig angelötetem Kabel hatte es nicht funktioniert, mit 6adrigem aber dann doch!

Gast120501:
Burkhard, das erklärt aber deine Probleme nicht. Schau mal in den Schaltplan deines damaligen Mega ST, da wirst du feststellen, dass nur 4 Pins verwendet werden. Voodoo-Hardware gabs erst 1995, und nur für PCs. ;)

Burkhard Mankel:

--- Zitat von: 1ST1 am Sa 07.06.2014, 08:26:44 ---Burkhard, das erklärt aber deine Probleme nicht. Schau mal in den Schaltplan deines damaligen Mega ST, da wirst du feststellen, dass nur 4 Pins verwendet werden. Voodoo-Hardware gabs erst 1995, und nur für PCs. ;)

--- Ende Zitat ---
Schaue Dir die original Tastaturkabel - deren Außen-Isolierung sowieso gerne zu Staub zerfallen scheint - genau an: es sind 6 Leitungen, also vollständig belegt! Es stimmt aber auch, daß die jeweils äußeren 2 zusammengeschaltet sind und auf der einen Seite +5V und auf der anderen Seite GND führt - und das geht eigentlich auch über mein elektronisches Verständnis - warum 4 Adern nicht reichten! Aber es hatte definitiv nicht funktioniert - da können wir so lange rumdiskutieren wie wir wollen! Und es wird schon einen Grund haben warum Atari 6adrige und nicht 4adrige Kabel beigefügt hat!

tfhh:
Moin,


--- Zitat von: Burkhard Mankel am Sa 07.06.2014, 08:54:10 ---Es stimmt aber auch, daß die jeweils äußeren 2 zusammengeschaltet sind und auf der einen Seite +5V und auf der anderen Seite GND führt - und das geht eigentlich auch über mein elektronisches Verständnis - warum 4 Adern nicht reichten!

--- Ende Zitat ---
Naja, das ist ganz einfach: Mit 2 Adern pro Signal erhöht sich der Kabeldurchschnitt und verringert sich der Widerstand, ergo weniger Spannungsabfall bei langen Leitungen.

Ohne konkrete Messungen ist es müßig, sich darüber lange die Köpfe heiß zu reden. Es gibt viele unterschiedliche Qualitäten an Tastaturkabel (von Atari), an Fremdhersteller-Kabeln, Western-Kabel usw.

Der nächste Schwachpunkt ist der Stecker bzw. der Crimpvorgang selbst, manchmal kommt es auch bei industrieller Produktion vor, daß beim Crimpen nicht alle einzelne Litzen sauber erwischt werden, sondern ein Teil gar kein richtigen Kontakt mit dem Quetschbolzen des jeweiligen Steckkontaktes hat. Oder daneben rutscht. Oder die Isolierung nicht richtig ab ist (bei nicht selbstschneidenden Steckern). Derlei Fehler gibt es viele, und je billiger das Material, desto wahrscheinlicher, daß soetwas durch die Endkontrolle schlüpft.

Nächstes Problem können die ACIAs selbst sein. Die gibt es von verschiedenen Herstellern und weisen immer entsprechende Toleranzen auf. Meistens läuft alles gut, aber wenn man bei Signalqualitäten (durch lange oder schlechte Verbindungen) in die Grenzbereiche kommt, kann es eben sein, daß auf Rechner A und Tastatur B ein 10 Meter Selbstbau-Kabel hervorragend funktioniert und auf Rechner C mit Tastatur B (oder einer ganz anderen Tastatur) eben nicht. Man kann keine allgemeinen Aussagen machen.

Seinerzeit hatten wir in der Werkstatt immer mal wieder Probleme mit Kunden, die Cubase oder Creator/Notator zusammen mit MIDI Synthesizern nutzen wollten und es immer wieder zu Aussetzern kam. Es hat eine Zeit gedauert, bis wir dahinter gekommen waren, daß die MIDI Schnittstelle damit etwas zu tun hatte. Die meisten Programme haben sich aufgehängt oder froren für einige Sekunden ein, so daß man natürlich eher Probleme mit Bereich Chipsatz, RAM etc. vermutet hat.

Herausforderung bestand schlicht darin, daß bestimmte Kombinationen von ACIA und den Optokopplern mit bestimmten Synthis nicht einwandfrei lief. Hatten wir solche Fälle, wurde der für MIDI zuständige ACIA und der Optokoppler solange durchgetauscht, bis das Ganze lief. Heute würde ich natürlich mit moderneren Mitteln beigehen, damals hatten wir halt auch nur Standard-Oszis und keine Logic Analyzer etc...

Burkhard Mankel:
Heißt das das es sein könnte, die Tastatur hätte ohne Weiteres an meinem Manhatten (umfangreich erweiterter Mega ST4 im Tower), den ich später hatte, ohne weiteres hätte funktionieren können? Ich hatte glaube ich damals, als ich erkennen mußte, Ich hatte nämlich meineswissens damals nach dem Ausfall des SR - als ich erkennen mußte, daß ich ihn mit meinen einfachen Mitteln nicht in der Lage war ihn nach endgültigem Ausfall zu reparieren einfach alles miteinander entsorgt und hatte später an besagtem Manhatten immer wieder mit Tastatur Probs zu tun!

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