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MegaSTE kein Ton mehr

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guest2943:
Hallo zusammen,

es hätte alles so schön sein können ;-). MegaSTE steht seit einigen Monaten hier und sollte jetzt zusammen mit der UltraSatan und einem Adapterkabel (DIN auf Scart RGBs) an ein LCD angeschlossen werden. Leider habe ich das Kabel zunächst um 180 Grad verdreht eingesteckt. Seitdem gibt der Rechner keinen Laut mehr von sich. Alles läuft problemlos, aber eben als Stummfilm. Auch über Stereo-Cinch kein Erfolg. Vielleicht kann mir ja jemand aus dem Forum helfen. Einen 1040STE (vermutlich Netzteil defekt) habe ich auch noch, falls der Soundchip selbst etwas abbekommen haben sollte. Ansonsten werde ich mich um einen neuen MegaSTE bemühen müssen.

Burkhard Mankel:
Schöne Leistung, eine Steckverbindung, falsch zusammenbringen, die mehrfach davor abgesichert scheint. Ich kann mir das nur so vorstellen, daß Du statt eines normalen Steckers eine 3x4er Stiftleistengruppe und einen Einzelpin anwendest! Aber wie dem auch sei: vielleicht hast Du durch das Vertauschen von Pin 5 (Audio In) und Pin 8 (+12V Schaltspannung) den Soundchip (YM2149 bzw AY-8910) gechast!

Gast120501:
Burkhard, du und deine Schnellschüsse immer... Scheinbar kennst du den (Mega-)STE nicht. Der Mega-STE hat zwei Soundchips, den klassischen Yamaha und den DMA-Sound. Das besondere ist, dass der Yamaha-Sound auf die Stereo-Ausgänge des DMA-Sounds links&rechts aufgemischt wird, und der DMA-Sound Mono auf die Monitor-Buchse aufgemischt wird. Folglich kann es beim (Mega-)STE nicht sein, dass das Audio-Signal auf der Monitor-Buchse direkt mit dem Yamaha verbunden ist. Da muss was aktives dazwischen sein, welches die Audiosignale entsprechend mischt. Und wenn, dann ist da was kaputt.

Kurzer Test, der das bestätigen müsste: Man schließe einen Verstärker oder aktive Lautsprecher an die Stereo-Anschlüsse an, und horsche ob dort noch Sound rauskommt. Und zwar sowohl Yamaha-Sound, als auch DMA-Sound, was mit entsprechenden Testprogrammen, (STE-)Demos, Soundtrackern/Modplayern oder Spielen leicht machbar sein sollte. Falls da dann noch was zu hören ist, bestätigt das meine Überlegung.

Dann schaue man in den Schaltplan und suche die Stelle, aus der der Audio-Ausgang des Monitor-Anschlusses mit dem Audiosignal versorgt wird. Ich finde dazu Auf Seite 13 des Mega-STE-Schaltplanes (MegaSTE - PLCC DMA.pdf) bzw. Seite 15 (MegaSTE DIL-DMA.pdf) einen Bausteil des Typs LF347 (U605), welcher genau das macht. https://www.google.de/#q=LF347+ verrät mir, dass das ein Operationsverstärker ist. Damit haben wir wahrscheinlich den defekten Chip gefunden. Siehe da, Reichelt hat ihn als SMD und DIL http://www.reichelt.de/index.html?&ACTION=446&LA=0 , je nach dem was im Mega-STE verbaut ist.

Arthur:
Hier könnte man auch zusätzlich mit einem einfachen Signalverfolger, oder falls verfügbar auch Oszi, die Signale direkt an den Chips überprüfen.

guest2943:
Vielen Dank für die Antworten.


--- Zitat ---Kurzer Test, der das bestätigen müsste: Man schließe einen Verstärker oder aktive Lautsprecher an die Stereo-Anschlüsse an, und horsche ob dort noch Sound rauskommt.
--- Ende Zitat ---
DMA-Sound liegt sowohl via Monitor-Buchse als auch über die Stereoausgänge an. Yamaha-Sound bleibt in beiden Fällen stumm. Scheint also tatächlich der Soundchip zu sein. Ist natürlich ärgerlich aber nicht mehr zu ändern. Fraglich bleibt, ob ein Austausch reicht oder da noch etwas kaputtgegangen ist.

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