Autor Thema: Die Firebee und der deutsche Zoll ...  (Gelesen 2645 mal)

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Offline Nervengift

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Die Firebee und der deutsche Zoll ...
« am: Do 01.12.2016, 10:28:50 »
Moin, moin,

heute morgen wollte ich meine Firebee vom Zoll abohlen. Zugegebenermaßen bin ich etwas unbedarft an die Sache rangegangen. Das erste Mal in meinem Leben, dass ich sowas machen musste. Die netsprechenden Unterlagen hatte ich rausgesucht (Bestellung, Rechnung, Überweisung etc.). Dann kam nur noch die Beurteilung der Ware durch den Beamten, womit das Drama seinen Lauf nahm! >:(

Jener hatte folgendes zu beanstanden:

- Fehlen der CE-Kennzeichnung auf der Ware und der Umverpackung

- Fehlen einer Konformitätserklärung

- Fehlen einer deutschen Bedienungsanleitung

- Angaben zum Hersteller konnte er finden, so dass er diesen Punkt dann nicht weiter bemängelte.

Desweiteren hat er wegen dieser Mängel eine Prüfung der Firebee durch die Bundesnetzagentur veranlasst. Je nachdem zu welchem Ergebis diese jetzt kommt oder ob die BNetzA die Prüfung der Biene möglicherweise auch ablehnt, darf ich die Biene zurückschicken/verschrotten lassen oder eben in Betrieb nehmen, wobei er meinte, dass die BNetzA sehr streng sei und ich damit rechnen sollte, dass ich das Gerät zum Hersteller zurücksenden müsste, da das Fehlen einer CE-Kennzeichnung in der EU nicht erlaubt sei. :o

Hat jemand von euch ähnliche Erfahrungen mit den deutschen Zollbehörden im Zusammenhang mit der Biene gemacht? Wie habt ihr die geschilderten Probleme gelöst bekommen?

@Mathias kannst Du was zur CE-Kennzeichnung und Konformitätserklärung sagen/schreiben? Existiert diese nicht oder doch und ich kann sie ggf. nachreichen?

Ich wäre echt dankbar für Hilfe in diesem Fall zumal es ja schon erfolgreich Leute geschafft haben, die Biene in Deutschland einzuführen.

Andreas
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Offline 1ST1

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Re: Die Firebee und der deutsche Zoll ...
« Antwort #1 am: Do 01.12.2016, 11:44:21 »
Das hat nichts mit dem Zoll zu tun, der ist da nur das ausführende Organ. Die Bestimmungen bezüglich CE-Konformität sind recht streng, das hat mit den Bestimmungen zur elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV) zu tun, und das gillt nicht nur in Deutschland, sondern in der gesamten EU. Ja selbst die Schweiz hat diese Vorschriften übernommen... Falls die Biene tatsächlich den Radioempfang deines Nachbarn stört, könnte der tatsächlich auch die BNetzA zu einer Messung rufen und dann wärst du dran, oder der Hersteller. Elektronik-Geräte ohne CE-Kennzeichnung, und das heißt, ohne bestandene EMV-Prüfung mit entsprechendem Zertifikat, dürfen in Deutschland bzw. in der ganzen EU (und der Schweiz) schon seit Mitte der 1990er nicht mehr verkauft werden.  Schaut mal bei beliebigen hier in der EU seit Mitte der 1990er gekauften Elektrogeräten in die Bedienungsanleitung rein, das Zetifikat ist da meistens mit abgedruckt und auch ein CE-Zeichen muss vorhanden sein.

Näheres siehe hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Elektromagnetische_Vertr%C3%A4glichkeit

Eine EMV-Prüfung kostet für eine Musterzulassung je nach EMV-Labor ca. 2000 Euro. Das ist ein echtes Problem, falls das Firebee-Team dies nicht bedacht hat. Wenn du jetzt in die Schweiz fährst und die Biene dort selbst abholst und du an der Grenze kontrolliert wirst, wird die Biene wieder abgefangen. Es gibt natürlich Tricks, aber die darf man in ein öffentliches Forum nicht reinschreiben. Der saubere Weg wäre aber zurück an den Absender und er muss das Gerät, die Verpackung und die Bedienungsanleitung entsprechend sauber kennzeichnen.
« Letzte Änderung: Do 01.12.2016, 14:11:30 von 1ST1 »
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Offline Lukas Frank

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Re: Die Firebee und der deutsche Zoll ...
« Antwort #2 am: Do 01.12.2016, 12:14:22 »
Da muss Wohl ein zweiter Spendenaufruf her ...

Medusa hat Glück wenn keine Strafe verhängt wird.

Offline Nervengift

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Re: Die Firebee und der deutsche Zoll ...
« Antwort #3 am: Do 01.12.2016, 12:33:15 »
Na prima! Wenn das wirklich alles so ist, dann ist das eine kleine Katastrophe! :o Ich hoffe, dass man bei Medusa diesen Sachverhalt zumindest insofern bedacht hat, dass eine Prüfung durch die BNetzA von der Biene bestanden wird. Ist nur die Frage was dann an Kosten für mich als Käufer dadurch zusätzlich hinzukommt? :-\

Es haben doch aber schon Leute sich eine Biene gekauft aus Deutschland und sich auch zuschicken lassen. Ich kann mich auch dran erinnern, dass jemand hier im Forum schrieb, dass er sie beim Zoll abholen musste? Gab's da keinerlei Probleme? Bin ich jetzt nur ein Einzelfall oder ist das jetzt ein grundsätzliches Problem. Ansonsten sehe ich dahingehend echt Handlungsbedarf seitens des ACP/Medusa.
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Offline tost40

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Re: Die Firebee und der deutsche Zoll ...
« Antwort #4 am: Do 01.12.2016, 12:45:15 »
Hallo,

ich musste meine Biene, sowie die Gehäuse die ich nachträglich bestellt hatte, auch beim Zoll abholen.
Aber außer der Einfuhrumsatzsteuer und der Gebühren gab es keine Probleme.

Viele Grüße
Martin
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Offline Lukas Frank

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Re: Die Firebee und der deutsche Zoll ...
« Antwort #5 am: Do 01.12.2016, 13:26:18 »
Meine kam damals gebraucht aus den USA, auch beim Zoll abgeholt und da hat keiner etwas gesagt.

Offline peter hold

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Re: Die Firebee und der deutsche Zoll ...
« Antwort #6 am: Do 01.12.2016, 13:46:39 »
Zitat
Ist nur die Frage was dann an Kosten für mich als Käufer dadurch zusätzlich hinzukommt?

Sofort stoppen die Prüferei, die kosten gegen zum Teil zu deinem  Lasten.

Ruhe bewahren und neu ansetzen das Ganze  mit einer Kostenanalyse/Kostenaufteilung  für den Staat und dir.

Gruss

Offline 1ST1

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Re: Die Firebee und der deutsche Zoll ...
« Antwort #7 am: Do 01.12.2016, 14:05:06 »
Nicht die BNetzA prüft, sondern akkreditierte Prüflabore (nur die dürfen Zertifikate erstellen, die anderen können nur messen). Die gibts im In- und Ausland (da wo Hersteller sitzen die was in die EU reinverkaufen wollen) überall. In Deutschland z.B. bei verschiedenen TÜ-Niederlassungen (z.B. TÜH in Kassel), VDE usw. Hier ist eine Suchmaschine
« Letzte Änderung: Do 01.12.2016, 14:09:55 von 1ST1 »
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Offline dbsys

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Re: Die Firebee und der deutsche Zoll ...
« Antwort #8 am: Do 01.12.2016, 14:24:31 »
Das CE-Zeichen ist auch in der Schweiz Pflicht. Ich wundere mich, daß keines auf dem Firebee Board und dessen Schachtel ist.

Und findet man dann beim Zoll einen Beanstandungspunkt, wird weiter in den Krümeln gesucht. So kommt dann diese stattliche Liste zusammen.

Offline 1ST1

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Re: Die Firebee und der deutsche Zoll ...
« Antwort #9 am: Do 01.12.2016, 15:12:30 »
Und es kommt noch schlimmer... Firebee Schaltplan

Immerhin, die Firebee läuft ja mit einem externen Steckernetzteil (und zieht scheinbar nur einmal 9-24V), da gibts ja CE konforme Netzteile wie Sand am Meer, und alles dahinter ist "Kleinspannung". Das heißt, die Firebee ist - in Abhängigkeit des Netzteils - schonmal sicher was Störungsaussendung und Störungsempfindlichkeit auf der Netzspannung angeht, weil das bereits von einem CE-konformen Netzteil abgefangen wird.

Aber, jede Schnittstelle eines Rechners wirkt wie eine Antenne. Und zwar sowohl in Empfangs- als auch Senderichtung. Daher müssen bei einem EMV-konformen Gerät alle Schnittstellen und dazu gehört bei einem Steckernetzteil dessen Anschluss am Rechner mit EMV-Filtern versehen sein. Und auch das Gehäuse trägt seinen teil dazu bei, denn jede Leiterbahn ist auch gleichzeitig eine Antenne. Immerhin, das Firebee-Gehäuse ist ziemlich geschlossen, das sollte sich was interne Signale angeht, gut auswirken.

Auf Seite 6 ist die Netzteilbuchse, ohne Filterspulen, dahinter immerhin einige Elkos zur Glättung. Wenn doch mal durch das Netzteil auf die Versorgungsspannung der FB durchschlägt, ist sie relativ ungeschützt, zumindestens bis zu dem LM2679 und den 4x LM2854 und dem TPS61087 für die Erzeugung der einzelnen Versorgungsspannungen. Außerdem, auch das zweiadrige Netzteilkabel ist eine Antenne (es sei denn die Masse ist gleichzeitig Abschirmung und ist idealerweise geerdet), wenn da einer einen 1kV EMC-Prüfpuls drauf gibt, gibts ohne Filter dicke Backen. Aber wenn ich mir schon die serielle Schnittstelle ansehe, da gehts aus den Max232 raus (oder rein) direkt auf den DSUB-Stecker, ohne irgendwelche Spulen oder Kondensatoren dazwischen (da müsste ein Hochpassfilter rein, der alles rausfiltert, was über der maximalen Baudrate der Schnittstelle ist.), das selbe bei Midi (dort sind  nur Widerstände zur Strombegrenzung drin). PS/2-Anschluss ohne Filter (Seite 6). Atari-Keyboard ohne Filter (Seite 5, vergleicht mal mit dem Schaltplan eines Mega ST, Mega STE oder TT, da sind wenigstens Spulen drin, was vor etwa 1995 auch noch Ok war, denn Geräteentstörung gibts nicht erst seit den EMV-Bestimmungen ab1995... - CE würde ein echter ATARI heute auch nicht mehr schaffen.), Drucker ohne Filter (Seite 5),  DVI ohne Filter (Seite 2). Audioanschlüsse ohne Filter (Seite 3). Gameport ohne Filter (Seite 6). USB ohne Filter (Seite 8). Nochmal RS232 ohne Filter (Seite 9).

Das das Thema den Schaltplanerstellern nicht ganz unbekannt ist, sieht man an dem sehr hübsch aufgebauten Spannungsfilter für die 5V des Audiochips auf Seite 3 (wo aus 5V die 5VA gemacht werden), und sogar eine eigene Audiomasse, denn wenn man schon den Soundchip nicht sauber versorgt, kommen an den Audioausgängen hübsche Störgeräusche raus, die den MP3-genuss stören könnnen...

Was der Firebee zugute kommen dürfte, ist dass die Chips vergleichsweise wenig Strom verbrauchen, und wo wenig Strom, da nur schwache elektromagnetische Welle, nicht zu vergleichen mit einem Pentium, insbesondere dem Vierer... Das könnte mildernd wirken, zumindestens was die Störausstrahlung angeht. Aber EMV-Filter darf man trotzdem nicht einfach weglassen. Umgekehrt, bei der Störempfindlichkeit hilft das nicht. im Prüflabor gehen die her und feuern mit einem Sender Prüfimpulse mit verschiedenen Frequenzen und Feldstärken auf die Geräte und gucken was passiert...

Ihr könnt ja mal schauen, wie solche Filter bei namhaften Mainboard-Herstellern aussehen, manche Board-Schaltpläne sind durch irgendwelche Kanäle ins Internet gelangt, hier zum Beispiel was von ECS Elitegroup, 945g-m3 aus dem Jahr 2008: https://de.scribd.com/doc/53252333/intel-945-motherboard-circuit-diagram, Seite 10 VGA, Seite 22 LPT1 (Vergleicht mal mit Printer bei der FB!), Analog-Audio (Seite 26), Anzumerken ist dabei, dass mit den Jahren auch die Schnittstellebausteine immer besser wurden, so dass teils weniger externe EMV Beschaltung nötig wurde, wenn der Chip und der Schnittsellenstecker nicht zu weit auseinander liegen. FPGA-Ausgänge haben sowas aber nicht. Da ich selbst mal beruflich mit der Sache zu tun hatte, erinnere ich mich aber teils noch an Sessions, Telefonhörer zwischen Ohr und Schulter eingeklemmt, auf der anderen Seite jemand aus der R&D-Abteilung in Taipeh, Lötkolben in der eine Hand, Lötzinn in der anderen, um bei der Prüfung durchgerasselte Boards passend mit winzigen SMD-Kondensatoren und Spulen umzubauen, für den nächsten Lauf im EMV-Labor... Und das handmodifizierte Board taugte dann nicht für die Baumuster-Zertifizierung, sondern nur als Proof-of-Conecpt, finalisiert wurde das dann mit geändertem Layout, kostete nochmal...

Hier mal als Referenz ein EMV-Prüfbericht eines Mainboards ASUS Crossblade Ranger, so sieht sowas aus und das wird da gemacht.

Mag sein, dass es bisher bei den schon draußen befindlichen Bienen noch zu keinem Problem gekommen ist, das dürfte aber auch Glück sein.

Ich weiß, jetzt kommt gleich jemand und stöhnt, aber so ist es halt... :(
« Letzte Änderung: Do 01.12.2016, 16:04:35 von 1ST1 »
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Offline Johannes

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Re: Die Firebee und der deutsche Zoll ...
« Antwort #10 am: Do 01.12.2016, 15:42:04 »
Hallo,

ich musste meine Biene, sowie die Gehäuse die ich nachträglich bestellt hatte, auch beim Zoll abholen.
Aber außer der Einfuhrumsatzsteuer und der Gebühren gab es keine Probleme.

Viele Grüße
Martin

Dito bei mir.

Ich bin wirklich stutzig, dass das jetzt ein Problem wird. Ein Großteil der Bienen wird wohl nach Deutschland gewandert sein. DAs hätte doch schon früher problematisch werden müssen... ?

Gruß
Johannes
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Re: Die Firebee und der deutsche Zoll ...
« Antwort #11 am: Do 01.12.2016, 15:46:00 »
Zollbeamte sind auch nur Menschen. Es gibt da welche, die in gewissen Sachgebieten besser sind und andere nicht. Ist auch ein bischen die Frage wie die Situation auf dem Zollamt gerade ist, wieviel Zeit die gerade haben. Und wenn dem Zollbeamten deine Fresse nicht passt, dann guckt er mitunter noch gründlicher.

Ich musste auch mal einen 8087 mit Keramikgehäuse wieder nach Israel zurückgehen lassen, weil der Herr den partout nicht rein lassen wollte. Mir war dann der Aufwand für einen 6€-Artikel zu hoch, wieder heim zu fahren und dem ein Datenblatt im Internet zu suchen und auszudrucken. Das Zollamt liegt in Hanau ganz abseits meiner üblichen wochentäglichen Wege und ich muss mir dazu extra Zeit nehmen, und das im Berufsverkehr (zwischen Frankfurt und Hanau ist es ganz schlimm...). Inzwischen hat meine Olivetti M24 aber so einen Keramik-8087, der war halt etwas teurer, aber dafür innerhalb der EU.
« Letzte Änderung: Do 01.12.2016, 16:00:45 von 1ST1 »
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Offline Johannes

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Re: Die Firebee und der deutsche Zoll ...
« Antwort #12 am: Do 01.12.2016, 15:59:34 »
Zollbeamte sind auch nur Menschen. Es gibt da welche, die in gewissen Sachgebieten besser sind und andere nicht. Ist auch ein bischen die Frage wie die Situation auf dem Zollamt gerade ist. Und wenn dem Zollbeamten deine Fresse nicht passt, dann guckt er mitunter noch gründlicher.

Das ist schon klar. Aber ich tippe darauf, dass >95% aller Firebees, die nach Deutschland importiert wurden vom Zoll "geprüft" wurden, sicherlich meist nur Zoll- und EUSt-technisch. Ich weiss nicht, wieviele importiert wurden, aber das ist der erste Fall einer CE-Problematik bei der Einfuhr, der bekannt wird.

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Re: Die Firebee und der deutsche Zoll ...
« Antwort #13 am: Do 01.12.2016, 16:05:57 »
Falls die BNetzA da aktiv wird, und bei Medusa vorstellig wird, könnte es auch sein, dass sie eine Kundenliste einfordert... Das wird dann böse.
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Offline yalsi

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Re: Die Firebee und der deutsche Zoll ...
« Antwort #14 am: Do 01.12.2016, 16:25:01 »
Falls die BNetzA da aktiv wird, und bei Medusa vorstellig wird, könnte es auch sein, dass sie eine Kundenliste einfordert... Das wird dann böse.
Ob die Bundesdeutsche Agentur bei den Eidgenossen aktiv werden darf...?

Kann denn jemand (@Mathias ?) mal sagen, wie die Lage hinsichtlich CE usw. wirklich ist?

Gruss- Georg B. aus N.
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Re: Die Firebee und der deutsche Zoll ...
« Antwort #15 am: Do 01.12.2016, 18:38:36 »
Die BNetzA könnte auch ihr Schweizer Pendant einschalten, die dürften sich dafür dann auch interessieren, weil ja die CE/EMV-Gesetze auch dort umgesetzt wurden. .
« Letzte Änderung: Do 01.12.2016, 18:46:01 von 1ST1 »
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Offline Stefan-Norden

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Re: Die Firebee und der deutsche Zoll ...
« Antwort #16 am: Do 01.12.2016, 22:21:53 »
Gibt es keine Schlupflöcher?
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Re: Die Firebee und der deutsche Zoll ...
« Antwort #17 am: Do 01.12.2016, 22:29:25 »
Zitat
- Fehlen einer deutschen Bedienungsanleitung

 :D :D ::)

Ich musste meine Ex-Biene auch beim Zoll abholen, das war eher nervig, so einen Witz haben die sich da dann aber wohl verkniffen.

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« Antwort #18 am: Fr 02.12.2016, 10:51:56 »
Neue, vernichtende Sachlage:

Die BNetzA/der Zoll hat mir die Einfuhr/den Betrieb der Biene in Deutschland untersagt! >:( :( :'(

Die Biene hat die Prüfung nicht bestanden wegen der fehlenden CE-Kennzeichnung und auch wegen der fehlenden deutschen Bedienungsanleitung. Ohne dieselbe sei kein sicherer Betrieb in Deutschland möglich!

Ganz ehrlich ... im Moment bin ich etwas geschockt und geplättet. Die Biene muss jetzt zurück zu Medusa. Eine Alternative wäre die Vernichtung derselben, die für mich aber nicht in Frage kommt.

Ich drücke mal allen anderen Bestellern aus Deutschland die Daumen, dass sie nicht einen solchen Ärger mit dem Zoll bekommen.
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Offline Johannes

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Re: Die Firebee und der deutsche Zoll ...
« Antwort #19 am: Fr 02.12.2016, 11:37:13 »
So schnell ging das?!?? Kann ich ja fast nicht glauben.

Mein Beileid, dass es so ausgegangen ist. Vielleicht findet sich ja ein Weg, die CE Kennzeichnung nachzuholen?

Jetzt ist vor allem Fredi gefragt.

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